17 März 2017

Der Start in den »Genesis«-Zyklus

Ein Logbuch der Redaktion

Wenn in wenigen Tagen der Roman »Das kosmische Erbe« in den Handel kommt, beginnt damit nicht nur ein neuer Handlungszyklus im Rahmen der PERRY RHODAN-Serie. Gleichzeitig beginnt der Endspurt auf den Jubiläumsband 3000 – nur noch zwei Jahre werden vergehen, bis dieses Ereignis gefeiert werden kann.

Den ersten Band des »Genesis«-Zyklus haben wir mehrfach erwähnt. Verena Themsen schrieb »Das kosmische Erbe« und eröffnet damit einen großen Handlungsbogen, der insgesamt hundert Romane umfassen wird. Kommt ihr Roman am 17. März 2017 in den Handel, erfahren die Leser schon ein wenig mehr über die seltsame »Armee« auf dem Merkur, das kosmische Leuchtfeuer am Himmel und die Botschaft aus einer fernen Galaxis.

Das ist nicht alles. Ein Sonnensystem geht unter, und die Menschen müssen eine verzweifelte Rettungsaktion einleiten, aus der sich künftig – soviel sei verraten – neue Entwicklungen ergeben. Vor allem wird damit klar, dass es den Unbekannten offenbar nicht sonderlich wichtig ist, was mit den intelligenten Bewohnern eines »unwichtigen« Planeten geschieht.

Mehr über die Kontakte in eine ferne Galaxis erzählt Michael Marcus Thurner in seinem ersten Beitrag für den »Genesis«-Zyklus. Sein Roman trägt die Bandnummer 2901 und erscheint am 24. März 2017 unter dem Titel »Das Goldene Reich«. Die bislang unbekannte Sterneninsel wird vorgestellt, in der Menschen von der Erde auf neue Kontakte stoßen.tl_files/comic/images/cover/erstauflage/2900tibi.jpg

Das Interessante dabei: Die Fremden scheinen sehr viel über die heimische Milchstraße zu wissen, es scheint Beziehungen zu geben, die Jahrzehntausende alt sind. Doch was sich wirklich hinter dem Goldenen Reich und seinen Traditionen verbirgt, müssen die Terraner und ihre Freunde offenbar noch herausfinden...

Mehr gibt es auf jeden Fall in dem Roman »Im Sternenkerker« zu erfahren. Dieser trägt die Bandnummer 2902, erscheint am 31. März 2017 und wurde von Oliver Fröhlich verfasst. Ohne zu viel in die Details zu gehen: Die Leser erfahren in diesem Roman ein wenig über den Strafvollzug in einer fernen Galaxis, und sie erleben eine wagemutige Rettungsaktion.

Als ich das Manuskript dieses Romans las, fand ich vor allem amüsant, wie trickreich die Action ist, die der Autor seine Protagonisten »durchleben« lässt. Das ist abwechslungsreich und schnell erzählt, mir machte das Abenteuer der Marke »Flucht von Alcatraz« richtig viel Freude.

Der Titel des nächsten Bandes klingt ein wenig nach Horror oder Fantasy – aber die Leser können sicher sein, dass es sich um lupenreine Science Fiction handelt. Kai Hirdts erster Roman für die PERRY RHODAN-Erstauflage trägt die Bandnummer 2903 und den Titel »Der Bund der Schutzgeister«.

Wenn er am 7. April 2017 in den Handel kommt, ist schon ein wenig mehr über die »Zustände« in der fernen Galaxis bekannt – umso interessanter dürfte es dann sein, von den Schwierigkeiten zu lesen, die sich an Bord der RAS TSCHUBAI entwickeln. Übrigens spielt hier eine Figur eine wesentliche Hauptrolle, die in Band 2900 von Verena Themsen erstmals in der Handlung auftaucht; weitere Verbindungen zwischen den beiden Romanen gibt es reichlich.

Für meinen Geschmack startet der neue Handlungszyklus mit viel Abwechslung, mit exotischen Außerirdischen und diplomatischen Querelen, mit einem großen kosmischen Abenteuer in einer fernen Galaxis und einem Geheimnis aus der Vergangenheit der Erde. Schauen wir mal, wie die Romane bei den Lesern ankommen ...

16 März 2017

Nachgereicht von der Autorenkonferenz

Ein Bild, das nicht in der »offiziellen« Bildergalerie auf unserer Internet-Seite zu sehen ist, das ich aber trotzdem interessant finde: Es zeigt den Kollegen Michael Marcus Thurner – der Herr im eleganten weißen Hemd auf der linken Seite des Bildes – und mich in einem Gespräch während der Kaffeepause.

Auch wenn ich auf dem Bild einen sehr ernsthaften Eindruck vermittle, sprachen wir weder über Terminprobleme noch Honorare ... es dürfte das allgemeine »Wir sind in der Pause und haben sonst nichts zu tun«-Flachsen gewesen sein ...

Autorenkonferenz im Februar 2017

Ein Logbuch der Redaktion

Nachdem wir in den vergangenen Jahren die Konferenz der PERRY RHODAN-Autoren in Karlsruhe abgehalten hatten, luden wir fürs Frühjahr 2017 wieder einmal nach Rastatt ein. Das »Best Western Hotel«, das sich direkt neben dem Gebäude des Pabel-Moewig-Verlages erhebt, bietet nach wie vor seine Konferenzräume und Übernachtungsmöglichkeiten an – und so bezogen wir es vom 26. zum 27. Februar 2017.

Was keiner so richtig bedachte, war die Tatsache, dass Rastatt eine Faschingshochburg ist. Als sich Wim Vandemaan, Christian Montillon, Verena Themsen und ich am Sonntagmittag, 26. Februar 2017, trafen, gingen wir noch davon aus, ganz locker in die Innenstadt zu fahren und in einem Café über aktuelle Exposés zu sprechen. Aber der Faschingsumzug hatte die Innenstadt in ein kleines Chaos aus »Narren« und Absperrungen verwandelt.

Wir bekamen immerhin einen Tisch in einem Gasthaus, das allerdings auch stark von Faschingsfreunden frequentiert wurde. Wir waren – so schien es – die einzige Gruppe in diesem Gasthaus, in der keine einzige Person geschminkt oder verkleidet war. Und weil wir uns besprechen wollten, trank auch keiner Alkohol, was ebenfalls verwunderlich schien.

Wir beschäftigten uns mit dem angelaufenen Zyklus. Die ersten Romane des »Genesis«-Zyklus lagen zu diesem Zeitpunkt vor, wir sahen, was gut funktionierte und was nicht so gut umgesetzt worden war. Die Exposés waren schon weit vorangeschritten, ebenso die Detailplanung.

In unserer Runde ging es nun vor allem darum, die weiteren Abläufe konkreter zu bestimmen: Wie konnte Verena Themsen mit ihren Datenblättern die Arbeit der beiden Exposéautoren unterstützen? Wie konnten wir es gemeinsam schaffen, die Exposés besser auf die Bedürfnisse der Autoren abzustimmen?

Wir beendeten unsere Besprechung in der Innenstadt, und als wir zum Hotel zurückfuhren, stellten wir fest, dass sich der Umzug schon »verlaufen« hatte. Im Hotel selbst war nichts von der Faschingszeit zu spüren.

Dafür waren die Autoren größtenteils schon eingetroffen. Zum ersten Mal nahm Kai Hirdt an unserer Runde teil – der Autor hatte bisher für PERRY RHODAN NEO und diverse Miniserien geschrieben. Wieder dabei war Susan Schwartz, die in den vergangenen Jahren vor allem durch ihre Gastromane zum Erfolg unserer Serie beigetragen hatte.

Über das gemeinsame Abendessen an zwei runden Tischen brauche ich nicht so viel zu erzählen. Es wurde viel »getratscht« und weniger über die Serie gesprochen. Auch in der Bar ging es später eher locker weiter, wie es bei einem Tag vor der Konferenz so üblich ist. Mit Susan Schwartz unternahm ich einen Spaziergang durch das nächtliche Rastatt, bei der wir aktuelle Themen besprachen – untl_files/comic/images/news/news/Autorenkonferenz_2017_Gruppenbild.jpgd gegen Mitternacht machte ich mich auf den Heimweg.

Die eigentliche Konferenz lief am Montag, 27. Februar 2017; sie war diesmal bewusst theoretisch ausgelegt. Wir wollten uns mit den Hintergründen unserer Serie beschäftigen, weshalb das Marketing im Vordergrund stand. Stephen Zerfowski, der für unsere Werbeagentur tätig ist, sprach über den Markenkern unserer Serie, danach stellte Philine-Marie Rühmann die aktuellen Marketing-Aktivitäten vor. Die anregende Diskussion und die Schlussfolgerungen daraus beschäftigten uns bis zum Mittagessen.

Danach ging es ans Inhaltliche.

Ich stellte die aktuelle Entwicklung dar, zitierte Leserlob und Leserkritiken. Michelle Stern hatte ein Arbeitspapier ausgearbeitet, in dem es um die Darstellung von Charakteren in unserer Serie ging. Die Stärken und Schwächen unserer Exposés und Romane wurden diskutiert – danach gingen wir gemeinsam daran, Eckpunkte zum laufenden Zyklus festzulegen.

Immerhin sind es keine zwei Jahre mehr, bis der Band 3000 erscheint. Es müssen entsprechende »Pflöcke« eingeschlagen werden; den Autoren ist die Verantwortung für die Serie sehr bewusst. Das Team ging in den Diskussionen engagiert mit.

Kein Wunder, dass es auch beim anschließenden Abendessen und später in der Hotel-Bar ebenfalls engagiert weiterging. Die Kolleginnen und Kollegen aus der Redaktion nahmen daran teil, so dass es zu zahlreichen Gesprächen zwischen Autoren und Redaktionsmitarbeitern kam. An diesem Abend kam ich auf jeden Fall später heim ...

(Wer sich wundert, warum in diesem Bericht so wenig über die inhaltlichen Details steht: Die möchte ich wirklich noch nicht ausplaudern. Außerdem standen sie diesmal tatsächlich nicht so sehr im Zentrum der Konferenz.)

15 März 2017

Zeitenwenden bei PERRY RHODAN

Ein Logbuch der Redaktion

Schauen wir auf die Menschheitsgeschichte, stellen wir fest, dass diese immer wieder in Brüchen und Sprüngen voranschritt. Es gab Phasen, in denen Frieden herrschte, in denen der Handel florierte und die Wissenschaft neue Erkenntnisse erlangen konnte. Und es gab Phasen, in denen die Welt von Kriegen erschüttert wurde, in denen Naturkatastrophen oder Seuchen dafür sorgten, dass die Menschen nur noch ans nackte Überleben denken konnten.

Bei der PERRY RHODAN-Serie ist es ähnlich. Der größte Romankosmos der Welt entwickelte sich nie gleichmäßig. Autoren wechselten, die Verlagsstruktur veränderte sich, neue Exposéautoren brachten neue inhaltliche Konzepte – das alles hatte seine Auswirkungen auf die Inhalte der Serie. Kurz bevor mit Band 2900 ein neuer Zyklus in der größten Science-Fiction-Serie der Welt startet, ist es vielleicht angebracht, einige Zeitenwenden anzusprechen.

Mit dem »Unternehmen Stardust« angefangen, schilderte die Serie ab dem ersten Roman eine Menschheit, die nach vorne strebte. Man erkämpfte sich einen Platz in der Milchstraße, man wehrte allerlei Gegner ab, man stieß in fremde Galaxien vor. Doch dann kam der riesige Zeitsprung zwischen den Bänden 399 und 400.

Zu Beginn des Cappins-Zyklus krempelten K. H. Scheer und die Autoren die Milchstraße ziemlich um. Der Schauplatz veränderte sich komplett: Statt eines Solaren Imperiums auf dem Höhepunkt seiner Macht schilderte die Serie eine Menschheit, die sich in Machtblöcken gegenüber stand. In der Galaxis tummelten sich Machtgruppen, von denen man noch nie zuvor gehört hatte: Piraten trieben ihr Unwesen, Imperatoren wie Dabrifa trieben ihre Spiele, überall waren Sternenreiche entstanden. Die Serie konnte nach Band 400 völlig neue Geschichten erzählen, in einer Welt, die frisch und unerforscht war.

Ähnlich groß war die Zeitenwende zwischen den Bänden 699 und 700. Man könnte sich streiten, ob der Bruch nicht schon zwischen den Bänden 649 und 650 stattfand – aber das ist nebensächlich. Fakt ist: Der Kunstgriff von William Voltz, die Erde und den Mond aus der Milchstraße zu entfernen und das Solare Imperium zerstören zu lassen, war wuchtig und mutig zugleich. Ab Band 700 dann auch noch eine »Menschheit ohne Liebe« zu schildern, war ebenfalls ein Bruch.
tl_files/comic/images/cover/erstauflage/0400tibi.jpg
Schaut man sich Leserkritiken aus jener Zeit an, kam die neue Linie nicht bei allen Lesern an. Während viele den frischen Wind bei PERRY RHODAN mochten, bedauerten andere, dass das Solare Imperium nicht zur alten imperialen Stärke zurückfinden konnte. Die Liga Freier Terraner trat in der Serie anders auf; eine Liga wirkt schon vom Namen her anders als ein Imperium.

Erstaunlich zurückhaltend fiel der Bruch bei Band 1000 aus. Zwar vergingen einige hundert Jahre zwischen den Bänden 999 und 1000, das Duzen wurde eingeführt, und in der Milchstraße operierte die Kosmische Hanse, bei der die Autoren sich wohl nicht so richtig einig waren, was diese konnte und durfte. Dennoch blieben Perry Rhodan und seine Getreuen in führenden Positionen. Kein Wunder: Weder in der Exposéarbeit noch im Autorenteam änderte sich grundlegend etwas.

Das änderte sich mit Band 1400. Der Cantaro-Zyklus mit seinem Zeitsprung über einige hundert Jahre schleuderte Rhodan und Co. in eine Zeit, in der die Aktivatorträger nicht mehr viel zu sagen hatten. Eine Milchstraße hinter Mauern, der Teufel in Terras Hallen – es mangelte in dieser Phase der Serie nicht an düsteren Bildern voller Zeitbezug.

Ernst Vlcek als Exposéautor und Dr. Florian F. Marzin als Chefredakteur, auf dessen Ideen der Zyklus fußte, stellten Perry Rhodan geradezu ins Abseits. Das war Absicht: Beide wollten mit dem Drang abschließen, in immer höhere kosmologische Sphären vorzustoßen. Spätestens mit Si Kitu, der Mutter der Entropie, hatte die Serie in den Augen des Redakteurs und des Exposéautors zu sehr an Bodenhaftung verloren.

Ähnlich verfuhren Ernst Vlcek und Robert Feldhoff, als mit Band 1800 der Thoregon-Zyklus begann. Anfangs stellten sie die Aktivatorträger um Rhodan sogar in Opposition zu einer nationalistischen Menschheit, führten sie aber dann wieder zurück zur Erde. Trotzdem markierte der Thoregon-Zyklus den Einstieg in einen kosmischen Bogen, in dem es wenige Zeitsprünge und damit auch keine massive Zeitenwende mehr gab.

Vor allem nach Band 2000, als Robert Feldhoff die Exposés allein gestaltete, formte er die Serie in eine Richtung, die keine großen Zeitenwenden vorsah. Nach Robert Feldhoffs überraschendem Tod führte Uwe Anton die Serie so fort – für eine Zeitenwende gab es auch wenig Spielraum. Man kann durchaus sagen, dass die Phase zwischen Band 1800 und Band 2699 eine Zeit war, in der nur wenige Umbrüche auf die Leser zukamen.

Die jüngste Wende bot Band 2700 und der Zyklus um das Atopische Tribunal, und diese Wende kam heimlich. Anfangs wirkte alles wie bekannt, doch schnell brachte das neue Expokraten-Duo neue Elemente in die Handlung ein. Sie erweiterten die Kosmologie in drastischer Weise, sie scheuten nicht davor zurück, beliebte Figuren aus der Serie zu schreiben. Das Serienuniversum veränderte sich grundsätzlich, und diese Veränderung wird wohl von Dauer sein.

Ist von Band 2900 eine ähnliche Zeitenwende zu erwarten? Nein. Mit Verena Themsens Jubiläumsband wird eine neue Handlungsebene eröffnet. Selbstverständlich gibt es neue Kontakte für die Hauptfiguren der Serie, treffen Rhodan und Co. auf faszinierende Außerirdische und erlangen neue Einblicke in den Kosmos. Aber die Serie wird nicht grundsätzlich umgestaltet – das wäre vielleicht ein Thema für Band 3000.

Obwohl ... Immer wieder in den vergangenen Jahren wurde der Begriff »Weltenbrand« in den Raum gestellt. Noch sickerte nichts davon durch, was sich dahinter verbergen könnte. Schauen wir mal, welche Folgen dieses Ereignis mit sich bringen wird.

14 März 2017

Die Leseprobe des kosmischen Erbes

Seit einigen Jahren publizieren wir immer wieder Leseproben, wenn wir neue Miniserien starten oder ein Jubiläumsband in den Handel kommt. Das ist auch jetzt wieder der Fall; heute fand ich einen Stapel der aktuellen Leseprobe auf meinem Schreibtisch vor: die ersten Seiten von »Das kosmische Erbe« in einem schönen Heft im A6-Format.

Die Leseprobe kam damit pünktlich genug aus der Druckerei. Immerhin wollen wir sie auf der Buchmesse in Leipzig unter die Leute bringen; darüber hinaus wird sie im Fachhandel verteilt. Das 28 Seiten umfassende Heft enthält die ersten Szenen und macht – für meine Begriffe natürlich nur – schon sehr neugierig auf das, was Perry Rhodan höchstselbst auf dem Merkur antreffen wird.

12 März 2017

PERRY RHODAN und der Deutsche Phantastik-Preis

Der Deutsche Phantastik-Preis ist und war seit vielen Jahren ein echter Publikumspreis: Wer besonders viele Fans auf sich vereinen konnte, der gewann. Die literarische Qualität zählte dabei ebensowenig wie die Verkaufsauflage oder sonstige Argumente. Das war ein klares System, das zwar immer wieder kritisiert wurde, aber in sich logisch war.

In diesem Jahr nahm erstmals eine Jury ihre Arbeit auf. Wie diese gearbeitet hat, ist leider nicht sehr transparent; man weiß nichts über die Jurymitglieder oder über die Kriterien. Die Ergebnisse finde ich aus Sicht der PERRY RHODAN-Lesr durchaus spannend.

Wir haben im vergangenen Jahr mehr als hundert Romane veröffentlicht. 52 mal PERRY RHODAN-Erstauflage, 26 mal PERRY RHODAN NEO, 12 mal PR-Arkon, 12 mal PR-Jupiter, 6 mal PR-Trivid. Dazu kamen Nachdrucke wie die vier Silberbände, die zweimal zwölf Planetenromane, die Platin Edition und dergleichen. Mir ist bewusst, dass davon nicht alles gelungen war und manches veröffentlichte Werk seine Schwächen aufwies.

Interessant: Nichts davon empfand die Jury als preiswürdig oder nominierungswürdig. Man hat eine Reihe von honorigen Kollegen und ihre Werke nominiert, man hat eine Reihe von Kleinverlag- und Kleinstverlag-Publikationen nominiert. Kein einziges Werk aus dem PERRY RHODAN-Umfeld wurde nominiert.

Das gleiche gilt für die Kurzgeschichten – wir waren im vergangenen Jahr wahrscheinlich der einzige Verlag, der für Science-Fiction-Kurzgeschichten ein vernünftiges Honorar bezahlt hat. Die Jury fand davon leider keine einzige preiswürdig.

Bei den Titelbildern fällt das gleiche auf: Nominiert wurde ein Bild von Arndt Drechsler, das – bei allem guten Willen – zu den schwächeren Motiven des Künstlers zählt. Offenbar fand die Jury die anderen weit über hundert Bilder, die wir im vergangenen Jahr publiziert haben, nicht preiswürdig.

Weder wurde eines der beeindruckenden Motive nominiert, die Arndt Drechsler geschaffen hat, noch die Dutzende von starken Bildern, die von Dirk Schulz, Swen Papenbrock und Alfred Kelsner stammen. Nichts davon empfand die Jury als nominierungswürdig.

Die weiteren Rückschlüsse mag jeder selbst ziehen.

Für mich ist es klar: Als Redakteur der PERRY RHODAN-Serie, der viele Jahre beim Deutschen Phantastik-Preis mit abgestimmt hat, der ihn einmal sogar auf der Bühne mitverliehen hat, der ihn auch einige Male in Empfang genommen hat – für die Serie –, werde ich erstmals seit vielen Jahren nicht daran teilnehmen.

11 März 2017

Routine gibt es irgendwie nicht

»Ich bin derzeit so gespannt auf Lesermeinungen wie schon lange nicht mehr«, erkläre ich einer Bekannten. Sie meint daraufhin: »Du machst den Job doch schon so lang, das muss dir doch langsam egal sein.«

Ganz im Gegenteil!

Fakt ist: Wenn ein PERRY RHODAN-Zyklus zu Ende geht, äußern sich viele Leser und teilen uns ihre Meinung mit. Und wenn ein neuer PERRY RHODAN-Zyklus beginnt – logischerweise gleich darauf –, sind viele Leser erwartungsfroh, sie äußern dann ihre Wünsche und Hoffnungen.

Das finde ich immer noch spannend. Der Start in den »Genesis«-Zyklus ist nun nicht gerade mein erster Zyklusstart – aber es lässt mich nach wie vor nicht kalt. Früher las ich begierig die Leserbriefe und Fanzines, heute durchstöbere ich Foren und Soziale Netzwerke, lese die E-Mails und Kommentare.

Wie hat das, was sich die Autoren ausgedacht haben, denn funktioniert? Was gibt es – jenseits nüchterner Verkaufszahlen – für Ergebnisse? Welche Erwartungen haben unsere Leser? Routine gibt es im Arbeitsbereich eines PERRY RHODAN-Redakteurs auf jeden Fall nach wie vor nicht ...

10 März 2017

Katastrophe im Deltaraum

Aus der Serie »1000 Bände zurück«

Nach einem Exposé von Robert Feldhoff entstand der Roman »Katastrophe im Deltaraum«, den Horst Hoffmann verfasste. Der Roman kam im Januar 1998 in den Handel und erzählt vor allem die Geschichte eines jungen Baolin-Nda namens Tautanbyrk.

Zitat aus dem Exposé: »Die jungen Baolin-Nda wie Tautanbyrk leben im Baolin-Deltaraum, einer in den Hyperraum eingebetteten Blase. Dort herrscht ein höherer psionischer Druck als im Normalraum, den sie zum Leben benötigen.« Weiter wird erklärt, dass es ein Standardtor gibt, die Verbindung zum Normalraum, ebenso das Äolentor, das in die mysteriöse Äole führt.

Der Roman hatte die Bandnummer 1899 – und er enthielt eine Lebensgeschichte. Bei den Lesern kam sie sehr gut an, sie bot eine eigentümlich-melancholische Stimmung. Und dass am Ende ein »Bote von Thoregon« kommt, passt natürlich in die Gesamtstimmung des Großzyklus ...

Ich mochte das damals sehr und blicke gern auf diesen Roman zurück. Sowohl die Arbeit am Exposé als auch am Roman waren angenehm – und niemand machte sich Gedanken darüber, dass wir tausend Bände später immer noch PERRY RHODAN machen würden.

09 März 2017

Das tschechische Wunder von Terra

Als im Mai 2006 der Roman »Das Wunder von Terra« erschien, kam dieser wirklich nicht bei allen PERRY RHODAN-Lesern gut an. Viele hassten den »Fußballroman« von Robert Feldhoff geradezu, einige warfen dem Autor vor, er habe sich dem Marketing verkauft oder habe – besonders gemein – sowieso keine Ahnung von Fußball.

Das ist lange her. Dieser Tage erschien der Roman in tschechischer Sprache. Bei unseren tschechischen Partnern trägt er den Titel » Fotbalový zázrak«. Leider verstehe ich die Sprache nicht, sonst könnte ich mich darüber freuen, wie die Übersetzer die Feldhoffschen Formulierungen übertragen haben.

Aber ich bin sicher, dass die tschechischen Leser ihren Spaß mit dem Roman haben werden. Zumindest jene, die nicht schon beim Gedanken an Fußball einen erhöhten Blutdruck bekommen ...

08 März 2017

Einige Worte zu Michael H. Buchholz

Als ich die Nachricht am Dienstag morgen als Mail auf meinem Computer las, war ich wie erschlagen: Michael H. Buchholz war in der Nacht zuvor gestorben. Der Autor, der sich in den vergangenen Jahren sehr um PERRY RHODAN NEO verdient gemacht hatte, konnte den Kampf gegen seine schwere Krankheit nicht gewinnen. Kurz vor seinem sechzigsten Geburtstag war er im Kreis seiner Familie eingeschlafen.

Michael und ich kannten uns nicht sehr gut; wir hatten im Verlauf der vergangenen Jahre und Jahrzehnte immer mal wieder miteinander geredet. Ich wusste, dass er gut schreiben konnte und viele Ideen hatte. Gelegentlich hatten wir auf der Buchmesse oder einem Con über Projekte geplaudert; nie war es konkret gewesen.

Nachdem er einige Beiträge für ATLAN geliefert hatte, begann unsere Zusammenarbeit wirklich erst mit PERRY RHODAN NEO. Nachdem Frank Borsch mit Band 100 seinen Rückzug aus der Serie bekannt gegeben hatte, waren es Rüdiger Schäfer und Michael H. Buchholz, die sich bereit erklärten, die Serie weiterzuführen. Ihre Exposés und Romanen hielten die Serie seitdem auf Kurs – es sind nur noch wenige Monate, bis Band 150 erscheinen wird.

Dieses Zwischenjubiläum wird Michael leider nicht mehr erleben. Wir werden aber nie sein Engagement und seine Begeisterung vergessen, seine Ideen und sein umfangreiches Wissen zu zahlreichen Fachgebieten. Und ich trauere um einen Autor, den ich viel zu wenig kannte.

07 März 2017

Heute ist ein TERMINUS-Tag

Der heutige Dienstag steht ganz im Zeichen von PERRY RHODAN-Terminus; ich habe heute gewissermaßen an vier verschiedenen Romanen gearbeitet. Die ersten drei Romane liegen schon vor, vom vierten gibt es bislang immerhin das Exposé – das Autorenteam arbeitet zusammen, es werden viele Mails gewechselt, und die Titelbilder entstehen ebenfalls.

Der Außenlektor hat ebenfalls schon seine Tätigkeit aufgenommen. Wir werden also die Romane termingerecht in die Repro gehen können. Und während sich die PERRY RHODAN-Leser auf den Jubiläumsband mit der Nummer 2900 freuen, starten wir mit der Werbung und den Marketing-Aktionen.

(Ich muss dringend Texte für die Website schreiben; ein Logbuch mit Hintergründen ist in Arbeit. Für den PERRY RHODAN-Report entsteht derzeit ein Beitrag, und eine Facebook-Gruppe wird aufgebaut.)

Beeindruckt bin ich bislang übrigens von den Hintergrund-Arbeiten, die hoffentlich »peu à peu« in die Romane einfließen. Viele Details, die zusammengestellt worden sind, können nicht direkt in den Romanen auftauchen – dabei sind sie spannend und lesenswert zugleich. Aber da wir diesmal auch ein kleines »Leser-Magazin« bieten wollen, können wir sie teilweise an dieser Stelle veröffentlichen ...


06 März 2017

Gedanken zu ANTI-ES

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Im Herbst 1997 diskutierten Horst Hoffmann und ich mehrfach darüber, wie es mit den Silberbänden weitergehen sollte. Der »Schwarm«-Zyklus hatte uns beiden gefallen, auch in der Bearbeitung, die Horst in den Silberbänden geleistet hatte. Beim »Altmutanten«-Zyklus war es nicht ganz einfach gewesen, die Handlung entsprechend zu straffen und somit spannender zu machen. Jetzt aber stand der »Anti-ES«-Zyklus vor der Tür, und der bereitete uns beiden Kopfzerbrechen.

In einem Telefonat hatte Horst Hoffmann vorgeschlagen, den gesamten Zyklus ausfallen zu lassen. »Wir springen direkt zu den Laren und der Geschichte um das Konzil der Sieben«, argumentierte er. Das sei spannender als alles andere davor, damit würden wir die Leser sicher fesseln können. Beim »Anti-ES«-Zyklus gäbe es zu viele Widersprüche innerhalb der fünfzig Romane, die man kaum »auf Reihe« bringen könne.

Ich verstand seine Argumentation sehr gut, erinnerte ich mich doch selbst an meine Lektüre dieses Zyklus. Andererseits entsann ich mich eben auch vieler spannender Romane, vor allem an die packenden Naupaum-Geschichten. Also formulierte ich am 9. Oktober ein Schreiben an den Buchbearbeiter, in dem ich meine Ideen für eine weitere Fortführung der Serie formulierte.

Davor hatte ich mehrere Tage damit verbracht, in den alten Heftromanen zu blättern, um mir den Inhalt der fünfzig Romane vor Augen zu führen. »Nimm das hier bitte einfach als eine Art Gedankenstütze«, schrieb ich vorsichtig, »vielleicht kannst Du damit etwas anfangen.« Wie es sich später herausstellte, übernahm der Bearbeiter nur einen Teil meiner Vorschläge – aber genau das war das Ziel eines solchen Arbeitspapiers gewesen.

»Ich bin absolut dagegen, den Zyklus ausfallen zu lassen«, schrieb ich. Der Zyklus lege schließlich »auch eine Basis für weitere Bände«. Ich nannte die weitere Entwicklung der Galaxis Andromeda und die Figur des Ganerc-Callibso sowie die Geschichte von Alaska Saedelaere. Vor allem wollte ich die Hintergründe zu Anti-ES nicht einfach unter den Tisch fallen lassen.

Allerdings verband ich mit meinem Wunsch eine harte Forderung: »Wir müssen den Zyklus natürlich brachial einkürzen, das heißt, Du musst das tun«, schrieb ich. Ich schlug vor, den Zyklus in ganzen fünf Bänden zu erzählen.
tl_files/comic/images/cover/silberbaende/PRHC068.jpg
Band 68 sollte dann »Die unsichtbare Grenze« heißen und die Original-Romane 600 bis 607 enthalten. »Stellenweise ist das schon recht originell«, argumentierte ich und verwies unter anderem auf »Bount Tehera aus dem Altmutanten-Zyklus« und »die ganzen ›Anti‹-Geschichten«.

Band 69 sollte nach dieser Überlegung dann schlicht »Pilgerflug nach Terra« heißen und die Romane 608 bis 620 enthalten. »Da kürzen wir gnadenlos die PAD-Seuche zusammen und machen aus dem Rhodan-gegen-Rhodan-Kampf etwas ganz anderes«, schlug ich vor, ohne dass ich die betreffenden Original-Romane vorher noch einmal gelesen hatte.

Für Band 70 schlug ich »Kampf der Gehirne« vor. Er »wäre auch ein gutes Jubiläum und setzt Rhodan schon sehr gut in Szene – da müssten wir doch die Bände 620 bis 630 reinkriegen«. Buch 71 sollte nach meinem Gedankengang »Ruf aus der Unendlichkeit« heißen und die Bände 631 bis 637 umfassen, »also die weiteren Machtkämpfe in Naupaum und die Hirnspielereien in der Milchstraße«.

Den großen Wurf wollte ich mit Band 72 erreichen. »Kontakte mit der Ewigkeit« würde nach diesem Konzept die Romane 638 bis 649 enthalten und sich »mit dem neuen Zug von Anti-ES« beschäftigen. Mir war klar, dass das unglaublich viel »Futter« für ein Buch war, aber ich traute Horst zu, auch diese Aufgabe zu bewältigen. Ausfallen lassen wollte ich die fünfzig Bände des »Anti-ES«-Zyklus auf keinen Fall, dafür hatte ich sie zu gern gelesen.

Meine Vorschläge gingen sogar darüber hinaus. Mir war klar, dass der Autor mit dem Einkürzen allein nicht zurande kommen würde. »Wir müssen noch etwas draufsatteln, also nachträglich den Zyklus legitimieren«, überlegte ich. Ich wollte zusätzliche Elemente einarbeiten und stellte einige Überlegungen vor.

»Wir behaupten im Rahmen der Bücher einfach, dass Catron am Rand unseres Superclusters liegt und Naupaum in einer der großen Leeren dahinter«, schrieb ich. Zu dieser Zeit hatte das Hubble-Teleskop gerade großflächige Strukturen im Universum entdeckt, die nicht nur die Wissenschaftler faszinierten, sondern auch Laien wie mich beschäftigten. Das Universum schien aus riesigen Ansammlungen von Galaxien zu bestehen, zwischen denen es ebenso riesige Leerstellen gab. Und da die geschilderten Galaxien im genannten Zyklus so weit auseinanderlagen, bot es sich meiner Ansicht nach an, zwischen Naupaum und Catron einen riesigen Leerraum »kosmologisch« zu begründen.

Eine andere Idee war, dass Perry Rhodan allerlei »Hinterlassenschaften sehen oder finden« sollte. Ich überlegte beispielsweise, die »Neunturmanlagen der Loower« – die es überall im Universum geben sollte – auch in Naupaum finden zu lassen. Damit könnte man »Naupaum im kosmischen Rahmen« ebenfalls stärker verankern.

Überlegen sollten wir auch, »Naupaum stärker mit dem ES-Mythos« zu verbinden, um klarzustellen, wie wichtig die Galaxis ist. Hierzu hatte ich aber keine weitergehende Idee; es ging in dieser Phase erst einmal darum, dem Autor einige Gedanken zu übermitteln.

In der Folge diskutierten Horst Hoffmann und ich einige Male, dann stand die Planung im Groben und Ganzen. Wir würden den »Anti-ES«-Zyklus nicht ausfallen lassen, sondern ihn zu einem wichtigen Bestandteil der Silberband-Serie machen. Horst Hoffmann würde keine zusätzlichen Elemente erfinden, sondern versuchen, die Essenz der fünfzig Hefttromane so gut wie möglich in die Bücher zu übertragen. Und so geschah es ...

05 März 2017

Der PRWCC im Februar 1996

Immer wieder finde ich es interessant, in Clubnachrichten zu blättern und zu schauen, was vor zwanzig oder dreißig Jahren in der Fan-Szene passiert ist. Im PERRY RHODAN-Report 262, der in Band 1800 veröffentlicht wurde, schrieb ich unter anderem über Fans, die »schon seit längerem in den Computernetzwerken tätig« seien.

Dabei verwies ich auf den »PERRY RHODAN World Communication Club«, kurz PRWCC, offenbar eine der ersten Fan-Vereinigungen auf digitaler Basis. Es war nicht mein erster Hinweis auf den Club, es sollte auch nicht mein letzter sein. Damals staunte ich fast täglich über alle Aktivitäten, die im Neuland namens Internet abliefen.

Gegründet wurde der Club im Okrtober 1995 im sogenannten Pearl-Forum; was das war, wissen heute auch nur noch die Internet-Archäologen: offenbar ein Teil des Anbieters Compuserve. »Mitglied im Club kann jeder werden, der über einen Internet-Anschluss verfügt«, schrieb ich damals – und ich hatte natürlich selbst keinen solchen »Anschluss«. Das geplante Fanzine »Intercom« sollte im HTML-Format angelegt sein und auch Nichtmitgliedern zugänglich gemacht werden.

Wie es mit dem Club weiterging, ist nicht weiter wichtig. Fakt ist, dass Fans sich schon Ende 1995 im damals ganz frischen Internet engagierten und miteinander kommunizierten. Seit den sogenannten DFÜ-Stammtischen zu Beginn der 90er-Jahre war da noch nicht viel Zeit vergangen – und im Jahr 2017 kommt einem das ganze unglaublich »retro« vor. Der PRWCC ging später im PERRY RHODAN-Online-Club auf, und dieser fusionierte dieser Tage mit der PERRY RHODAN-FanZenttrale.

04 März 2017

Offene Fäden und Planungen

Derzeit mehren sich die Fragen von Lesern, was denn mit der einen oder anderen »offenen Frage« in der Handlung sei. Gern wird aus nachvollziehbaren Gründen gefragt, wo denn die SOL mit ihrer Besatzung sei oder wo sich Alaska Saedelaere aufhalte. Oder was gerade in den zwölf Galaxien der Mächtigkeitsballung von ESTARTU vor sich gehe.

Bei der Autorenkonferenz haben wir über einige dieser Fragen auch diskutiert; das ist aber so, seit ich 1992 in der PERRY RHODAN-Redaktion angefangen habe. Immer wieder fallen Handlungselemente »unter den Tisch«, mal bewusst, mal unbewusst; immer wieder werden Figuren »geparkt« oder Handlungsschauplätze bewusst vergessen.

Dann gibt es Ideenpapiere von Autoren oder Redakteuren (leider wurde aus meinem großen Naupaum-Konzept nie etwas ...), die ebenfalls in der Versenkung verschwinden, und andere, die umgesetzt werden. Manchmal kann einiges in Miniserien erzählt werden, manchmal in Taschenbüchern.

Die PERRY RHODAN-Serie entsteht in einem dynamischen Prozess, in dem die Leser auf ihre Art ebenso mitwirken wie Autoren, die Redaktion oder die Titelbildkünstler. Das wird wohl auch in Zukunft so sein – und es wird nie auf alle Fragen eine schnelle Antwort geben ...

03 März 2017

Die Festung der Raumfahrer

Zu den Figuren, die mich in meiner frühen PERRY RHODAN-Leserzeit sehr prägten, zählt der Oxtorner Omar Hawk. Seit er mit seinem Okrill Sherlock die ersten Abenteuer im »MdI«-Zyklus erlebt hat, faszinierte er mich. Ich las die Heftromane damals sehr gern, ebenso die Taschenbücher, die separat veröffentlicht wurden.

In unserer Reihe der PERRY RHODAN-Planetenromane kommt dieser Tage ein Buch heraus, das zwei der klassischen Taschenbücher zusammenfasst. »Die Festung der Raumfahrer« und »Die Katakomben der Besessenen« spielen auf der Welt Oxtorne, die mit diesen zwei Romanen spannend präsentiert wird.

Der Autor H. G. Ewers legte in den 60er-Jahren die Grundlagen für diese Welt und ihre Bewohner, und ich freue mich sehr, diese Romane für die aktuelle Lesergeneration neu zu veröffentlichen. Übrigens haben mir die Vor- und Nachworte von Rainer Nagel hier wieder mal sehr gut gefallen: Er informiert über Details und Zusammenhänge, die nicht einmal die »Serienexperten« wissen dürften ...

01 März 2017

Harry Messerschmidt ist verstorben

Er hat uns leider nie in der Redaktion besucht – aber wir haben jahrelang Bilder von ihm veröffentlicht: Harry Messerschmidt war ein langjähriger Mitarbeiter der PERRY RHODAN-Redaktion, zeichnete Cartoons für den PERRY RHODAN-Report und gestaltete Innenillustrationen für die ATLAN-Miniserie. In der Nacht auf den 26. Februar 2017 verstarb der Zeichner; er wurde siebzig Jahre alt.

Harry Messerschmidt war ein klassischer Zeichner, durchaus den Traditionen von Johnny Bruck und Hansrudi Wäscher verhaftet. Für verschiedene Kleinverlage zeichnete er Comics, die im klassischen Piccolo-Format veröffentlicht wurden; in der Comic-Szene war er geradezu verwurzelt. Er besuchte viele Veranstaltungen und wurde nicht nur für seine Illustrationen, sondern auch für seine positive Ausstrahlung gemocht.

Für PERRY RHODAN war er immer einer der »stillen« Zuarbeiter; er drängte sich nicht in den Vordergrund, stand aber gern zur Verfügung, wenn Illustrationen benötigt wurden. Mit ihm verlieren die Comic- und die Science-Fiction-Szene ein Aushängeschild der »klassischen« Art. Und ich finde es sehr schade, den Zeichner und Menschen Harry Messerschmidt nie besser kennengelernt zu haben.

28 Februar 2017

Das unantastbare Territorium

Nur noch wenige Wochen, und der neue PERRY RHODAN-Zyklus beginnt. Davor zeigt Uwe Anton noch einmal, wie man einen laufenden Zyklus mit einigen echten Paukenschlägen abschließt. Heute erhielt ich Band 2898 aus der Druckerei; der Roman »Das unantastbare Territorium« hat ein geheimnisvolles Titelbild und einen packenden Inhalt.

Verraten kann und darf ich an dieser Stelle nichts Entscheidendes. Nur so viel: Es gibt emotionale Szenen in diesem Roman, von denen ich jetzt schon weiß, dass einige Leser schlucken werden, wenn sie diese vor Augen haben. Kosmische Entwicklungen spielen sich zudem buchstäblich im Zeitraffer ab; die PERRY RHODAN-Kosmologie wird um einige entscheidende Elemente erweitert.

Fairerweise muss man sagen: »Einsteigerfreundlich« ist der Roman nicht. Er schließt den »Sternengruft«-Zyklus ab, zumindest ist er die erste Hälfte des abschließenden Doppelbandes – und das macht er mit viel Wucht und vielen Details.

27 Februar 2017

Besprechung trotz der Narren

Wer zum ersten Mal nach Rastatt kommt, ist eher verwundert davon, wie trist die Stadt vor allem in ihren Außenbezirken ist. Wie sehr die Stadt ihr Gesicht wechseln kann, bemerkten Verena Themsen, Christian Montillon, Wim Vandemaan und ich am Sonntag, 26. Februar: Wir wollten in die Innenstadt, uns dort in ein Café setzen und die anstehende Autorenkonferenz ein wenig vorbereiten.

Niemand hatte Fasching auf dem Plan, nicht einmal ich, der ich seit so langer Zeit in Rastatt arbeite. Die Innenstadt war gesperrt, überall schwärmten Narren herum, es wimmelte von verkleideten Menschen, und der einzige gastronomische Betrieb, der so aussah, als hätte er noch einen Platz für uns, wirkte auch reichlich voll.

Aber es ging. Wir saßen an unserem Vierertisch, tranken Kaffee und Tee und Saftschorle, während an den Nachbartischen verkleidete Jugendliche, kostümierte Erwachsene und völlig überdrehte Kleinkinder saßen. Das Thema »wir organisieren wir unsere Arbeitsabläufe besser« konnten wir trotzdem besprechen, und als wir dann zum gemeinsamen Abendessen mit den Autorenkollegen zum Hotel fuhren, legte sich langsam eine ruhigere Stimmung über den Stadtkern von Rastatt ...

26 Februar 2017

Exposérunde am Sonntag

Am heutigen Sonntag startet bei strahlend schönem Wetter eine kleine Exposérunde: Ich treffe mich mit den Exposéautoren Wim Vandemaan und Christian Montillon in Rastatt, wo wir über die aktuelle Handlung und den Kurs auf Band 3000 hin sprechen werden. Mit dabei ist auch Verena Themsen, deren Arbeiten in jüngster Zeit immer wichtiger für die Exposés geworden sind.

Hauptgrund für unsere Besprechung ist die anstehende Autorenkonferenz. Im Verlauf des Abends werden die Autoren eintreffen, der eigentliche Konferenztag ist dann am Rosenmontag. Wir werden allerdings – das ist zumindest der Plan – die Narrenkappen nicht aufsetzen ...

25 Februar 2017

Ein Jubiläum für NEO

Die Lektüre für diesen Samstag hat eine eindeutige Nummer: 150 – es ist das Exposé für den Band 150 unserer Serie PERRY RHODAN NEO. Dass wir mit dieser Serie so weit kommen, damit rechnete im Herbst 2011 wirklich niemand. Wer sehr optimistisch war, rechnete mit der Nummer 100, aber niemand glaubte, dass wir eine höhere Anzahl an Romanen schaffen würden.

Band 150 wird ein besonderer Band werden; dafür sorgen Rüdiger Schäfer und Michael H. Buchholz, von denen die Exposés der Serie stammen. Es ist der Abschlussband der »METEORA«-Staffel, und es ist gleichzeitig ein Übergang – nicht nur zu einer neuen Staffel, sondern auch zu einem großen Epos innerhalb unserer Serie. Es steht tatsächlich ein großer Sprung bevor, so zumindest sagt das Exposé für den Roman ...

24 Februar 2017

Ein »galaktisches Pulp-Märchen«

»Mehr als eine Milliarde Leser können nicht irren!« Mit diesem Satz begann im Spätsommer 1996 in Artikel in der Zeitschrift »Trust«. Das war damals ein Fanzine, das sich vor allem an Freunde der krachigen Musikrichtungen Punkrock und Hardcore richtete. Heute kann man es gelegentlich in gut sortierten Bahnhofsbuchhandlungen erstehen.

Tatsächlich lieferte die Redaktion damals einen sowohl kritischen als auch lobenden Bericht über PERRY RHODAN, den man mittlerweile auch im Internet nachlesen kann. Ausgangspunkt war die PopKomm im Sommer 1996 gewesen, die vom »Trust« als »Angriff auf die Mediengalaxis« gewertet wurde.

Der Artikel sparte nicht am Versuch, das Phänomen PERRY RHODAN irgendwie popkulturell zu bewerten. Den Begriff des »galaktischen Pulp-Märchens« kannte man zuvor nicht. Von daher betrachtete man in unserer Redaktion den Artikel durchaus als positiv.

Aber natürlich durfte auch  ein Fanzine nicht darauf verzichten, die Serie »von oben herab« anzugreifen. Als »Schundromane« bezeichnte der Artikel von Fritz Effenberger – heute in der Piratenpartei aktiv – die Serie. Und schloss immerhin augenzwinkernd mit »Perry Rhodan muss Bundestrainer werden!«

23 Februar 2017

Die »SOL« 85 überzeugt mit gutem Inhalt

Mit der Ausgabe 85 hat die »SOL« eine neue Chefredaktion: André Boyens hatte den Job seit 2011 inne und möchte sich jetzt um andere Dinge kümmern, an seiner Stelle übernahm Christina Hacker. Entsprechend gespannt war ich auf die Lektüre des Magazins der PERRY RHODAN-FanZentrale. Nachdem ich die 64 Seiten gelesen habe, kann ich sagen: Die Staffelübergabe hat gut geklappt.

Zu einem Teil liefert das Heft viele Rückblicke. Bereits veröffentlichte PERRY RHODAN-Romane werden kritisch rezensiert, es gibt Rückblicke auf den abgelaufenen Zyklus. Mehr in die Zukunft blickt das Interview mit dem Autor Kai Hirdt – sehr schön!

Darüber hinaus bietet das Heft eine Reihe von weiteren Themen, teils sind es Vereinsinterna, teils unterschiedliche Berichte über die größte SF-Serie der Welt. Aber es gibt auch eine Kurzgeschichte, in der Perry Rhodan als junger Mann auf einen gewissen Steven – nicht Stephen – King trifft.

Wie immer ist die Mixtur absolut lesenswert, die professionelle Gestaltung des Heftes entspricht dem Anspruch der FanZentrale. Sehr schön – sollte man haben!

22 Februar 2017

Hort der Flüsternden Haut

Einen ziemlich wüsten Planeten beschreibt Rainer Schorm in seinem Roman »Hort der Flüsternden Haut«, der am 24. Februar 2017 in den Handel kommt. Das Titelbild für den Band 142 unserer Serie PERRY RHODAN NEO gestaltete Dirk Schulz – ich finde es in seiner klaren und schlichten Art sehr eindrucksvoll. Es zeigt vor allem den Handlungsschauplatz des Romans sehr eindeutig ...

Der Autor schickt seine Hauptfigur durch trockenen Sand und fiese Wüstenwinde, lässt Tuire Sitareh in Kämpfe gehen und auch in Stammeskonflikten vermitteln. Ganz nebenbei erzählt er sogar eine Geschichte, die ein wenig an »Romeo und Julia« erinnert.

Es gibt Leser, die sehen in Rainer Schorm vor allem einen Autor, der technische und militärische Themen gut schildern kann. Bei diesem Roman beweist er, dass er auch andere Themen drauf hat ...

21 Februar 2017

Bookwire als Tagesthema

Der heutige Tag stand für die PERRY RHODAN-Redaktion im Zeichen der E-Books. Wir bekamen Besuch aus Frankfurt – die für uns zuständige Kollegin von Bookwire war in Rastatt. In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden viele aktuelle Themen besprochen. PERRY RHODAN ist ein wichtiger Partner für Bookwire, und Bookwire ist für uns ein wichtiger Partner – wenn jemals der Begriff »Win-Win-Situation« zutreffen sollte, dann ist das wohl bei dieser Verbindung.

Seit dem Sommer 2011 liefert Bookwire unsere E-Books an die unterschiedlichen Shops aus. Wir sind mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden, und am heutigen Tag ging es darum, das Jahr 2017 weiter zu planen. Welche Projekte gehen wir an, riskieren wir ein »Leuchtturm-Projekt«?

Als die Kollegin am späten Nachmittag zur Bahn eilte, hatten wir alle das Gefühl, einen sinnvollen Besprechungs-Tag hinter uns gebracht zu haben. Auf die nächsten Jahre!

20 Februar 2017

Die schwarze Flamme auf französisch

Meist finde ich die Titelbildgestaltung, die unsere französischen Partner bei PERRY RHODAN einsetzen, sehr originell und auch treffend. Beim aktuellen Band mit der Nummer 343 habe ich meine Probleme: »La flamme noire« spielt eindeutig auf Gesil an, die geheimnisvolle Frau, von der anfangs niemand unserer Helden so recht weiß, wie er sie einzuordnen hat.

Das Titelbild zeigt auch eine leicht bekleidete Dame – die aber passt nicht so recht zu meinem Bild von Gesil. Womöglich ist es Scoutie oder sonst eine Frau aus dem Volk der Betschiden. Um das genau herauszufinden, müsste ich den Band lesen ...

Unsere französischen Leser erfahren in diesem Buch auf jeden Fall mehr über die SOL und über Atlan, über Krandhor und die Entwicklung der Buhrlos. Bei solchen Themen ist es dann letztlich wohl egal, ob das Cover hundertprozentig passt oder nicht.

19 Februar 2017

Von Terminus zu Sagittarius

Der heutige Tag gilt weniger der Hauptserie – also dem eigentlichen PERRY RHODAN –, sondern den Nebenserien. Die sind nicht weniger wichtig, und um die sollte sich der Redakteur auch entsprechend kümmern. Deshalb muss eben der Sonntag dafür herhalten.

In diesem Fall ging es zuerst um PERRY RHODAN-Terminus. Hierzu liegen bereits Berge von Datenblättern vor, ebenso Exposés und erste Romane. Das ist alles sehr viel und sehr faszinierend, die darin geschilderte Welt ist zudem voller Elemente, die nicht so bekannt sind – also muss ich sehr genau lesen. Aber das macht Spaß.

Und dann wechsle ich – geleitet durch Rüdiger Schäfer und ein entsprechendes Manuskript – in die Galaxis Sagittarius. Dabei handelt es sich um eine Kleingalaxis, die »unsere« Milchstraße gewissermaßen begleitet. Wer dort lebt, das wird nicht nur Perry Rhodan verblüffen, sondern auch die Leser – vor allem diejenigen, die sich im klassischen Perryversum gut auskennen.

Mehr will ich an dieser Stelle nicht ausplaudern. Gute Schauplätze sind letztlich nicht alles für eine SF-Serie, sondern entscheidend sind gute Romane. Aber wem erzähle ich das ...

18 Februar 2017

Das PERRY RHODAN-Jahrbuch für 2015

Wer zu spät kommt, wird mit weiteren Verspätungen bestraft. So ging es zumindest mit dem aktuellen PERRY RHODAN-Jahrbuch und mir. Das Jahrbuch fürs Jahr 2015 erschien erst im Dezember 2016 – weil Andreas Schweitzer und Frank Zeiger auch anders zu tun hatten im abgelaufenen Jahr –, und ich schaffte es erst im Februar, es zu lesen.

Wobei es ja gelogen wäre, wollte ich behaupten, ich hätte alles gelesen. Die umfangreichen Zusammenfassungen der einzelnen Romane, die 2015 erschienen sind, finde ich immer sehr verdienstvoll und hilfreich – aber ich lese die nur dann nach, wenn ich sie brauche. Das kann nach aktuellem Stand der Dinge erst in zehn oder zwölf Jahren der Fall sein ...

Spannender finde ich die vielen anderen Themen, die ein solches Jahrbuch füllen. Klar, es gibt haufenweise Tabellen und Übersichten, das gehört dazu. Aber es werden ebenso kritische Blicke auf die Planetenromane oder Hörspiele geliefert, die wir 2015 veröffentlicht haben. Und kritisch heißt in diesem Fall: fundiert und trotzdem mit dem Finger auf eventuellen Wunden.

Darüber hinaus findet die Fan-Szene ihren Platz, gibt es Hinweise zu Fanzines und Cons. Als jemand, der ursprünglich aus der Fan-Szene kommt, finde ich das stets lesenswert. Hin wie her: gutes Jahrbuch! Mit über 540 Seiten ist es zudem ein echter Kracher.

(Checkt die Website des herausgebenden SFC Universum; da steht dann mehr über die Publikation und die Bestellmöglichkeiten.)

17 Februar 2017

Aphilie und 1984

Derzeit höre ich im Auto das Hörbuch von »Aphilie«. Der Roman erschien in der Mitte der 70er-Jahre, ich las ihn erstmals um 1978 herum, und er packte mich völlig. Aber auch heue finde ich ihn noch richtig gut.

Warum? Weil »Aphilie« so viel über seine Zeit aussagt. Der Roman entwirft ein großes Science-Fiction-Bild einer künftigen Menschheit, das überhaupt nicht nett und positiv ist. Die Menschheit ohne Liebe ist nichts, das begeistern kann, sondern eher abschreckend. Aber diese Dystopie, so klar sie geschildert war, faszinierte in den 70er-Jahren, und sie kann heute wieder faszinieren.

Es ist bezeichnend, dass in einer Zeit, in der die politischen Ereignisse so beängstigend wirken, ausgerechnet ein Klassiker wie »1984« wieder gelesen wird. Das Meisterwerk der Dystopie steht auf der aktuellen Bestsellerliste.

Vielleicht ist es an der Zeit, die »Aphilie« wieder zur Hand zu nehmen und komplett zu lesen. Die Vorstellung einer Menschheit ohne Liebe ist schließlich nicht so entsetzlich weit weg von unserem heutigen Dasein ...

16 Februar 2017

Lotse im Sandmeer

Ich erinnere mich noch an die ersten Gespräche, die ich mit Hans Kneifel über einen »möglichen neuen Atlan-Roman« führte, bei dem die Zeit der Pharaonen eine Rolle spielen sollte. »Wie wäre es denn, neue Atlan-Zeitabenteuer zu schreiben?«, schlug ich vor, und er fand die Überlegung gut.

Eines der Ergebnisse war der Roman »Lotse im Sandmeer«, den Hans ursprünglich als Einzelband schrieb, den er später aber in die sogenannte Kreta-Trilogie einbaute. Die wiederum erschien in Form von drei Taschenbüchern ab Sommer 2009 bei unserem Partner Fantasy Productions; es war der Start zu unserer kleinen Serie, die unter dem Titel »ATLAN-X« anlief.

Jetzt ist der Roman im Rahmen der Club-Ausgabe bei unseren Partnern von Edel Germany erschienen. Das Titelbild von Arndt Drechsler sieht immer noch gut aus; der wüstenartige Charakter des Hintergrundes kommt vor dem grünen Umschlag allerdings nicht ganz optimal zur Geltung.

Aber dass jetzt auch die »ATLAN-X«-Romane den Abonnenten zur Verfügung gestellt werden, finde ich super. Und so eine gebundene Ausgabe passt zu Atlan ...

15 Februar 2017

Endspurt in der Sternengruft

Ein Logbuch der Redaktion

In diesen Tagen arbeiten die Autoren an den letzten Texten für den noch laufenden »Sternengruft«-Zyklus, während das Lektorat die Romane für die Herstellung fertigstellt. Um ein wenig auf den Abschluss des kurzen Zyklus aufmerksam zu machen, plaudere ich hier über die anstehenden Romane.

Was geschieht, lässt sich sehr knapp zusammenfassen: Das Schicksal einer Galaxis erfüllt sich – und ebenso das Schicksal für Milliarden und Abermilliarden Lebewesen ...

Wir können von einem »Endspurt« sprechen, den die Autoren und die Autorin mit ihren Romanen hinlegen. Den Anfang dabei macht Michael Marcus Thurner. Sein Roman trägt den Titel »Maschinenträume« und die Bandnummer 2896; er erscheint am 17. Februar 2017. In seinem Werk geht es um Botschaften, die an die Intelligenzwesen einer ganzen Galaxis gehen.

Buchstäblich Billionen von Lebewesen erhalten die Botschaft – und jedes Wesen handelt anders. Streckenweise ist der Roman des Wiener Autoren ein Puzzle aus zahlreichen Eindrücken, die verschiedene Sichtweisen vermitteln. Dass die Gesamthandlung um Perry Rhodan und die Besatzung der RAS TSCHUBAI weitergeführt wird, versteht sich von selbst.

tl_files/comic/images/cover/erstauflage/2896tibi.jpgZu einem ausgesprochen heiklen Thema leitet der nächste Roman über. In »Konferenz der Todfeinde« (Band 2897, der am 24. Februar 2017 in den Handel kommt) schildert Michelle Stern, was passiert, wenn Wesen aufeinander treffen, die sich hassen oder zumindest massiv ablehnen. Ist es möglich, einen Konflikt zu entschärfen, der seit Jahrtausenden – oder Jahrmillionen – herrscht? Und welche Rolle sollen die Terraner um Perry Rhodan dabei spielen?

Vor allem: Was bedeutet es eigentlich, wenn in einer Galaxis eine Materiesenke entsteht? Handelt es sich um eine »natürliche« Entwicklung? Haben die Billionen von Intelligenzen überhaupt ein Wort mitzureden, oder müssen sie sich dem Schicksal unterordnen, das die Hohen Mächte für sie vorgesehen haben?
Mir hat sehr gut gefallen, wie die Autorin die moralischen Konflikte schildert, mit denen sich Perry Rhodan und seine Gefährten auseinandersetzen müssen. Was kann man angesichts einer Gefahr eigentlich tun, wenn diese droht, alles unter sich zu begraben und zu vernichten? Ich bin sicher, dass das nicht allen Lesern gefallen wird, mag aber, wenn Autoren sich auch in moralische Grenzregionen begeben.

Ein Doppelband von Uwe Anton schließt den Zyklus ab. Mit »Das unantastbare Territorium« und der Bandnummer 2898 präsentiert er erneut einen moralischen Konflikt – und am Ende gibt es ein Opfer, mit dem sicher niemand gerechnet hat. Ich fand diese Szenen sehr emotional, gleichzeitig sehr glaubhaft und konsequent.

Seine Aufgabe war übrigens nicht einfach: Uwe Anton musste Szenen schildern, die buchstäblich eine ganze Galaxis umfassen, und er musste sie mit menschlichen Schicksalen und Perry Rhodans Sicht der Dinge verknüpfen.

Der abschließende Titel verbindet den Anfang des Zyklus mit seinem Ende: Band 2899 erscheint als »Die Sternengruft«, und das ist hundertprozentig zutreffend. Auf die Gefahr hin, dass ich zu viel verrate: Zwar geht es um einen Opfergang, zwar wird das Ende einer Sterneninsel eingeläutet – aber es gibt auch positive Szenen und vor allem einen Ausblick, der auf die Romane nach Band 2900 neugierig machen sollte.

Der »Sternengruft«-Zyklus endet so mit Romanen, in denen sich spannende Action und ein kosmischer Bogen verbinden. Die Leser und Hörer können sich auf einige starke Eindrücke gefasst machen!

14 Februar 2017

Kampf um Terra

Offiziell erscheint der Silberband im März 2017, aber die Druckerei lieferte heute die ersten Belegexemplare in die Redaktion: »Kampf um Terra« ist Band 137 der umfangreichsten Buchserie der Welt; zusammengestellt hat den Band unser Autor Hubert Haensel, redaktionell betreut wurde er von Sabine Kropp.

Was in dem Buch geboten wird, sind Inhalte aus der »späten Voltz-Ära«, die ich zu Beginn der 80er-Jahre als junger PERRY RHODAN-Fan mit großer Begeisterung gelesen habe. Die Belagerung der Erde durch Vishna, die mysteriöse Kosmokratin, die Abwehrkämpfe der Menschen, die unheimlichen Bedrohungen – das war alles so phantasievoll, dass ich immer wieder aufs Neue fasziniert war.

Heute würde man über solche Szenarien wohl sagen, das sei »großes Kino«. Zumindest der Graue Korridor und manch »abgefahrene« Idee zählen bis heute zu den den Elementen der PERRY RHODAN-Serie, die als originell und spannend zugleich gelten. Wie das auf die heutigen Leser wirkt, weiß ich leider nicht; vielleicht gibt's dazu mal Aussagen ...

13 Februar 2017

Konferenz der Todfeinde

Zu den Themen, die bei PERRY RHODAN noch nie so beliebt waren, gehören Konferenzen und politische Szenarien. Die Autoren müssen bei einem solchen Roman viele Details vermitteln und trotzdem eine spannende Handlung liefern – das ist echt echt knifflig. Michelle Stern merkte das bei der Arbeit an »Konferenz der Todfeinde« sicher auch; ihr Band erscheint demnächst mit der Bandnummer 2897.

Den Roman zeichnet etwas aus, das in der Geschichte unserer Science-Fiction-Serie eine gewisse Tradition hat – ich bin gespannt darauf, wie viele Leser das feststellen werden. Die Autorin schrieb »Fragmente«, so lautet auch der jeweilige Titel der kleinen Szenen. Mir haben sie gut gefallen, weil sie den Roman schön strukturieren und einen anderen Blick auf die Geschehnisse wirken. Eine originelle Herangehensweise an ein Thema, das nicht immer einfach ist ...

12 Februar 2017

Die ATLAN-Fans rüsten sich ...

Es kommt »zur größten Entscheidungsschlacht, die die Galaxis jemals gesehen hat«. Und: »Die arkonidischen Herrschergeschlechter Zoltral und Gonozal kämpfen um den Thron des Großen Imperiums!«

Keine Sorge – das ist nicht die Ankündigung einer neuen Miniserie, die im PERRY RHODAN-Universum spielt, sondern die Ankündigung für den JahresCon des ATLAN-Clubs Deutschland. Die ist gewohnt augenzwinkernd formuliert. Man kann zum »Held von Arkon« werden oder den »Ritterschlag des neuen Imperators (oder der neuen Imperatrice)« empfangen.

Ganz klar: Der Con ist fannisch orientiert, er hat ein Programm, das ebenfalls augenzwinkernd ausgestattet ist. Es beginnt mit »Grillen« und »Hissen der Clubflagge«, und es endet mit »Tränen, Trauer, Treueschwüre«.

Ganz ehrlich: Bei diesem Programm überlege ich mir, ob ich mir im Sommer nicht auch die »Übernachtung im Luxus-Wohntrichter vor Ort« gönnen soll. Es ist Jahre her, seit ich beim letzten ACD-Con war. (Wer mehr wissen will, muss sich über die Internet-Seite des Vereins informieren.)

10 Februar 2017

Erneut empfehlenswerter Newsletter

Es ist keine Jubiläumszahl, aber die Zahlenkombination klingt trotzdem hübsch: 17/2017 – der Newsletter der PERRY RHODAN-FanZentrale kam zu Beginn des Jahres 2017 mit seiner Ausgabe 17 heraus. Ich habe das zehn Seiten umfassende Mini-Fanzine heute gelesen, nachdem es im Verlauf der Woche per Mail bei mir eingetroffen ist.

Der »PRFZ-Newsletter« ist ein PDF-Fanzine, sprich, man bekommt es per Mail geschickt, schaut es sich am Bildschirm an oder druckt es sich aus. Gedacht ist der Newsletter nur für Mitglieder der FanZentrale; diese bekommen ihn kostenfrei. (Und da ich in diesem Verein seit der Gründung vor nunmehr zwanzig Jahren als Mitglied dabei bin ...)

Inhaltlich gibt es eine schöne Mixtur aus Informationen und kurzen Artikeln; dazu kommen ein längeres Interview mit der Fan-Aktivistin Alexandra Trinley sowie ein Conbericht. Die Texte sind allesamt gut lesbar und schön bebildert. Mit der Lektüre ist man ruckzuck durch, optimal dazu geeignet, um sich einen aktuellen Überblick zu verschaffen. Sehr schön!

09 Februar 2017

Konzept für eine CD-ROM-Reihe

Im Februar 1998 erarbeitete Eckhard Schwettmann ein Konzept, das die Abteilung PERRY RHODAN in eine neue Richtung verändern sollte: Das Arbeitspapier war schlicht mit »Konzept CD-ROM-Reihe« überschrieben, die Unterzeile lautete »Perry Rhodan: Extraterrestrische Kulturen«. Ziel war, so der Tenor des Papieres, die »Erschließung eines neuen Umsatzbereiches im Multimedia-Markt und stärkere Visualisierung der Serie«.

Das Konzept stand nicht nur auf dem Papier, in Form der Firma Megasystems stand auch schon ein Partner bereit. Geplant waren CD-ROMs zu den unterschiedlichsten Völkern der PERRY RHODAN-Serie, etwa zu den Aras, den Blues, den Halutern oder Posbis. Man wollte alle Informationen aus den Romanheften zusammentragen und das Ganze mit dreidimensionalen Animationen verbinden.

Das Ziel war durchaus ehrgeizig: Möglichst schnell wollte Eckhard einen Vertrag vorantreiben, damit es bis zur Buchmesse im Jahr 1998 ein fertiges Produkt geben würde. Bis zur Fertigstellung der »Blues-CD-ROM« sollte es dann doch einige Zeit dauern ...

08 Februar 2017

Wenn die Redaktion lahmgelegt ist ...

Das hatten wir in all den Jahren noch nie: Nacheinander erkrankten so gut wie alle Kolleginnen und Kollegen, die in der PERRY RHODAN-Redaktion in Rastatt arbeiten. Am Freitag vergangener Woche arbeiteten noch zwei, am Dienstag war nur eine Person in den anwesend – in einem solchen Fall kann nur das »Nötigste« erledigt werden.

Nacheinander werden auch alle wieder gesund; glücklicherweise gehen fiebrige Erkältungen und dergleichen im Normalfall wieder vorbei. Bis die Redaktion wieder »richtig« funktioniert, wird aber einige Tage dauern – zu viele Dinge sind unerledigt geblieben, zu viele Mails schlummern unbeantwortet auf irgendwelchen Rechnern.

Wen es betrifft und wer auf Antwort aus Rastatt wartet, den kann ich nur um Verständnis bitten. Die Gesundheit geht letztlich vor, auch wenn die Produktion des einen oder anderen Romans vielleicht in diesen Tagen ein wenig »holperig« verläuft.

01 Februar 2017

Giesa-Klassiker quasi wiederentdeckt

Werner Kurt Giesa, der oftmals als »W. K. Giesa« seine Romane veröffentlichte, war sicher ein Autor, der eine unglaubliche Phantasie hatte. Ob Science Fiction, Fantasy oder Grusel – wie man damals noch den Horror nannte –, er war in allen Welten daheim und schrieb in allen möglichen Genres seine Romane. Es war dabei nicht immer einfach, mit ihm auf einen Nenner zu kommen, weil seine Phantasie manchmal zu sehr überschäumte – aber seine Leser liebten ihn für seine abgefahrenen Ideen.

Deshalb freut's mich sehr, dass in der Reihe der Planetenromane ein Doppelband mit zwei PERRY RHODAN-Klassikern von W. K. Giesa erschienen ist. Die Romane sind unterhaltsam und spiegeln die klassische Zeit unseres Roman-Unversums wieder. Ich bin sicher, dass es sich durchaus lohnt, diese Werke sich heutzutage noch einmal anschauen.

Übrigens lohnen sich in diesem Fall die Nachworte von Rainer Nagel ganz besonders. Er stellt die Verbindungen von Roman- zu Realwelt dar und zeigt, wie und wo sich der Nachname Leyden bei PERRY RHODAN und PERRY RHODAN NEO wiederfindet. Ich mag die Klassiker-Edition sowieso, aber das sind dann die Seiten, in denen ich mich wie ein Science-Fiction-Historiker fühlen kann.

31 Januar 2017

Zuglektüre am Dienstag

Weil ich heute eine Dienstreise mit der Bahn zu unternehmen habe, packe ich – aus nachvollziehbaren Gründen – eine Reihe von Dingen ein, die ich während der Fahrt zu lesen habe. Wie immer ist es wahrscheinlich zu viel: Auch in den sechs Stunden, die ich im Zug sitzen werde, kann ich nicht alles schaffen, was aktuell vorliegt.

Immerhin versuche ich mich an Exposés für die laufende Erstauflage sowie für PERRY RHODAN NEO. Ich habe zwei Mauskripte der Erstauflage »an Bord« und einiges an Material in Sachen PERRY RHODAN-Terminus.

Damit es nicht nur unterhaltsame Romanlektüre ist, habe ich mir auch noch die aktuellen Ausgaben von »le monde diplomatique« und »bild der wissenschaft« eingepackt. Es soll ja keiner sagen, dass man sich als PERRY RHODAN-Redakteur in der Bahn langweilt ...

30 Januar 2017

Wohin ziehen die E-Books?

Mindestens einmal pro Halbjahr wird der Niedergang der E-Books ausgerufen; es mangelt nicht an Menschen, die irgendwie feststellen, dass der Markt schrumpfe oder sich – schöner Begriff – »seitwärts« bewege. Schaue ich auf PERRY RHODAN, sehe ich aber, dass die Entwicklung bei unseren E-Books immer noch sehr zufriedenstellend ist. Von Niedergang erblicke ich keine Spur.

Wir können derzeit drei Hauptserien ausmachen: Am meisten Interesse findet die laufende Erstauflage, dicht gefolgt von PERRY RHODAN NEO sowie den Silberbänden. Die Nebenserien oder auch ATLAN sind nicht so beliebt, was allerdings auch nicht sonderlich verwundern dürfte.

Unsere Leser sind treu; das sind sie mehrheitlich im Zeitschriftenhandel und im Abonnement, aber eben auch im E-Book. Wer einmal angefangen hat, PERRY RHODAN zu lesen, macht das üblicherweise einige Jahre lang. Schwankungen und Fluktuationen bleiben da nicht aus, die Lesertreue überwiegt.

Was heißt das für die nahe Zukunft? Unsere E-Books sind ein stabiler Teil unseres PERRY RHODAN-Gesamtpaketes, für viele Leserinnen und Leser sind sie der hauptsächliche Zugang zu unserer Serie. Wir werden immer wieder versuchen, neue Impulse zu setzen. Eine kleine Serie wie PERRY RHODAN-Trivid war sicher nur der Anfang – wie und wo wir weitermachen, entscheidet sich womöglich 2017.

29 Januar 2017

Eine willkommene Comic-Lektüre

Ich habe in den verschiedenen Phasen seiner Entstehung immer wieder Einblicke gewonnen, wie der PERRY RHODAN-Comic entsteht: Mit dem Autor habe ich kommuniziert, das Manuskript in der Erstversion habe ich gelesen, die Zeichnungen noch einmal angeschaut. Trotzdem ist es etwas ganz anderes, einen Comic in gedruckter Version zu lesen.

Das mache ich heute nämlich: Der vierte Band der aktuellen PERRY RHODAN-Comicserie ist am Freitag erschienen, und ich schmökere ihn durch – wobei ich versuche, ihn so zu lesen, als sei ich nicht der Redakteur, sondern ein Comic-Fan, der das Heft im örtlichen Fachgeschäft erstanden hat. Mir macht die Lektüre auf jeden Fall viel Spaß.

Für meinen Geschmack stimmt die Balance: Wer sich mit PERRY RHODAN nicht auskennt, erhält eine spannende Science-Fiction-Geschichte. Und wer die Serie gut kennt, erfährt jetzt endlich, warum die SOL so lange gebraucht hat, vom Mahlstrom der Erde in die Milchstraße zu kommen. Zumindest erhält er genügend Andeutungen, die zu eigenen Spekulationen anregen könnten ...

28 Januar 2017

TERMINUS in Vorbereitung

Dass wir in diesem Frühjahr 2017 eine neue PERRY RHODAN-Miniserie veröffentlichen, wurde in diesen Tagen bekannt gegeben. An diesem Wochenende stehen hier einige wichtige Arbeiten an: Das Titelbild für PERRY RHODAN-Terminus steht bereits, der Autor für den ersten Band auch, und die Exposés sind schon sehr weit gediehen. Jetzt muss der Redakteur – also ich – schnellstmöglich mit den Werbetexten um die Ecke kommen, damit das Marketing sich entsprechend vorbereiten kann.

Hier wird es sogar noch schwieriger als sonst, die Texte zu formulieren. Man muss mit solchen Texten die Leser neugierig machen, darf aber nicht zu viel verraten – das ist bekannt. Diesmal aber haben wir einen zusätzlichen Kniff in der Handlung, den ich noch nicht ausplaudern kann oder zumindest nicht sollte. Und wie ich das alles sinnvoll miteinander verknüpfen soll und kann, das muss ich mir noch gründlich überlegen.

Aber was macht man nicht alles an einem Samstagabend, wenn der Hausputz getan ist und das Abendessen noch nicht ansteht? (Ich weiß, dass der Exposéautor auch am Computer sitzt. Das macht es leichter ...)


27 Januar 2017

Ein Extra zu Monkey

Bevor wir den Begriff PERRY RHODAN-Extra auch dafür benutzten, um spezielle Romanhefte zu bezeichnen, war dies jahre- und jahrzehntelang ein Titel für Rundschreiben der Redaktion oder der Exposéautoren. Am 1. März 1999 sandte ich ein solches Rundschreiben an das damalige Autorenteam – es wurde damals übrigens noch mit der ganz gewöhnlichen Post verschickt,

Themen waren zwei verschiedene Figuren, die zu jener Zeit – die Exposés waren bei Band 1984 angekommen – immer wieder in der Handlung auftauchten: Blo Rakane, der »weiße Haluter«, und Monkey, der Oxtorner. Bei Blo Rakane notierte ich, welche Anredeformen benutzt wurden, um ihn mit anderen Figuren agieren zu lassen.

Monkey war mir damals besonders wichtig; wir wollten ihn »für die Bände nach Nummer 200 in einer weiterhin tragenden Rolle lassen«, wie ich formulierte. Deshalb legte vor allem Robert Feldhoff als Exposéautor großen Wert darauf, dass die Figur so korrekt und klar wie möglich präsentiert wurde.

»Monkey kennt keinen Humor, zumindest tarnt er ihn erfolgreich«, stand in meinem PERRY RHODAN-Extra. Und grundsätzlich wurde fixiert, dass wir ihn »nicht normal machen« wollten; denn dies hieße, »seinen Charakter zu zerstören«.

26 Januar 2017

Wim Vandemaans Manuskript als Lektüre

Die ersten Romane treffen in der Redaktion ein, die zum »Genesis«-Zyklus gehören. Dieser beginnt bekanntlich mit Band 2900, und die Autorinnen und Autoren sind allesamt an der Arbeit.

Ein Roman, der mir in diesen Tagen besonders gut gefallen hat, stammt von Wim Vandemaan. Aus hoffentlich nachvollziehbaren Gründen sage ich an dieser Stelle weder, welche Bandnummer hat, noch verrate ich, um was es in diesem Band eigentlich geht.

Ich kann aber sagen, dass der Roman zu einem großen Teil auf der Erde spielt. Der Autor vermittelt ein faszinierendes Bild vom Heimatplaneten der Menschheit – und zwar in der fernen Zukunft, in der unsere Serie spielt. Ich fand das stimmungsvoll und ansprechend; in dieser Welt würde ich auch gern leben: Das alles wirkt friedlich, wohlhabend, positiv!

Dass es auch noch eine spannende Handlung gibt und ein »Wiedersehen« mit einem alten Bekannten gefeiert werden kann, versteht sich fast von selbst. Schreibt ein Exposéautor einen Roman, erwartet man schließlich etwas »Besonderes«. Das können die Leser von diesem Roman sicher erwarten.

25 Januar 2017

Eins A Medien war zu Besuch

Es ist schon wieder einige Tage her, seit uns Hans Greis und Marcel Horsch besuchten. Wer die zwei Namen nicht sofort zuordnen kann: Die beiden sind von Eins A Medien, unserem Hörbuchpartner, und damit zuständig für eine richtig schöne Erweiterung des PERRY RHODAN-Programms. Seit vor gut 15 Jahren die Zusammenarbeit begonnen hat, ist ein umfangreiches Programm entstanden, das allerlei Hörbücher umfasst.

Bei unserem Termin ging es vor allem um die laufende Arbeit – was ist gut, was kann man verbessern? –, aber ebenso um die Planung fürs Jahr 2017. Wir wollen vielleicht neue Projekte gemeinsam anstoßen, vielleicht auch einige Dinge bei der gemeinsamen Arbeit verbessern.

Und natürlich blicken wir alle miteinander mit einiger Spannung auf die künftigen Jahre: Das Hörbuchbeschäft veränderte sich zuletzt durch die Downloads massiv, jetzt kommen die Streaming-Dienste dazu. Da muss sich eine Firma wie Eins A Medien entsprechend ausrichten – und wir als PERRY RHODAN-Redaktion auch.

24 Januar 2017

Copyright-Verletzungen 1997

Im Jahr 1997 wurde das Thema »Copyright-Verletzungen bei Perry Rhodan im Internet« so langsam akut. Das belegt eine Aktennotiz, die Eckhard Schwettmann – damals Marketingleiter der PERRY RHODAN-Serie – am 23. September 1997 verfasste. In dieser stellte er zwei Fälle vor, in denen das Copyright der PERRY RHODAN-Serie verletzt worden war.

Im einen Fall ging es um eine Firma, die eine Internet-Seite mit dem Markennamen angemeldet hatte, über den sie verschiedene Produkte vermarkten wollte. »Selbstverständlich« hatte man das im Vorfeld nicht angemeldet. Im anderen Fall ging es um Romane, die man auf einer Internet-Seite »kostenlos« herunterladen konnte – im Word-Format übrigens.

»Das Medium Internet ist noch sehr jung, die Rechtslage häufig unklar«, formulierte es Schwettmann in seiner Aktennotiz. Sein Wunsch wäre eine »Detektei, die in diesem neuen Medium kompetent ist«.

23 Januar 2017

Unter dem Spiegel

»Wie ist das so, im Bett mit Perry Rhodan?« Ein ungewöhnlicher Satz – aber wir haben ihn so gedruckt. Er ist im PERRY RHODAN-Roman »Unter dem Spiegel« zu finden, den Leo Lukas verfasst hat und der diese Woche noch in den Handel kommt. Ich habe das Belegexemplar schon vor mir liegen.

Ziemlich sicher bin ich mir, dass nicht nur der Roman einige Diskussionen hervorrufen wird, sondern auch das Titelbild. Swen Papenbrock präsentiert ausgefallene Charaktere, stellt sie zudem vor einen Hintergrund, der ungewöhnlich wirkt. Aber das passt – so viel sei zum Inhalt schon mal verraten – sehr gut zu den Figuren, die der Autor in seiner Geschichte auftauchen lässt.

Um das Bett- und Sexleben des ehemaligen Großadministrators geht es in dem Roman übrigens nicht. Aber das hat hoffentlich jetzt auch niemand an dieser Stelle gehofft und erwartet ...

22 Januar 2017

Ein Club-Fanzine feiert sein Vierteltausend

Dieser Tage flatterte mir die aktuelle Ausgabe des Fanzines »Intravenös« ins Haus, heute kam ich endlich dazu, sie zu lesen. Dabei handelt es sich um die Januar-Ausgabe des Fanzines, das der ATLAN-Club Deutschland seit den 80er-Jahren veröffentlicht: konsequent altmodisch auf Papier und per Postversand. Mit der Jubelnummer 250 hat der Club zudem bewiesen, dass er noch lange nicht ausgereizt ist und seine Mitglieder genügend Aktivitäten entfachen.

Das sieht man schon mal am umlaufenden Farbtitelbild oder an den vielen Leserbriefen, die durchaus kontrovers sind. Buchbesprechungen oder Club-Interna gehören selbstverständlich zu so einem Heft dazu, ebenso allerlei Berichte; in diesem Fall geht es beispielsweise um die »Buch Berlin«, bei der es für Science-Fiction-Fans einiges zu sehen gab.

Die Kurzgeschichten behandeln teilweise »echte« Themen aus dem PERRY RHODAN-Universum – so spielt Reginald Bull mal eine wichtige Rolle, eine andere Story stellt Atlan und Rico gemeinsam vor –, sind aber auch im »Hier und Jetzt« angesiedelt. Eine schöne Mischung!

Ach ja: Gern gelesen habe ich die sehr irdischen Reisegeschichten: PERRY RHODAN NEO-Autor Rüdiger Schäfer war beispielsweise in Kalifornien und plaudert darüber. So etwa schmökere ich immer gern durch.

Das Heft ist 80 Seiten stark und macht echt Spaß. Wer sich dafür interessiert, sollte sich die Internet-Seite des Clubs anschauen – dort gibt es weitere Informationen über den ACD und wie man in diesem exklusiven Zirkel eigentlich Mitglied werden kann ...