Ein Logbuch der Redaktion
Ich gehöre zu den Leuten, die sehr gern Science Fiction lesen, vor allem in Form von Romanen und Kurzgeschichten. Ich mag ebenso Science-Fiction-Comics, bin aber kaum ein Fan der Kinofilme oder Fernsehserien mit phantastischem Charakter. Ausnahmen wie »Der Astronaut« oder Klassiker wie »2001« bestätigen die Regel. Ich will zu diesem Thema allerdings keine große Diskussion lostreten – das ist ja eine Sache des eigenen Geschmacks, und das wird jeder anders sehen.
Mir persönlich gefällt Science Fiction eben dann, wenn sich die Bilder in meinem eigenen Kopf bewegen. Das erreicht das Genre bei mir durch Geschichten und Romane am besten.
Dabei habe ich mich selten auf eine Richtung konzentriert, weil ich die Vielseitigkeit so schätze. Ich meine: Will ich eher wissenschaftlich orientierte Romane haben, greife ich zur Hard-SF, gern zu einem Werk von Gregory Benford. Ich mag aber nach wie vor Cyberpunk, ob das nun die Klassiker wie William Gibson oder John Shirley oder neuere Schreibende wie Aiki Mira sind. Und ich kann mir gerne einen Roman aus den Bereichen der Military SF oder der Dystopie zu Gemüte führen.
Was ich an PERR RHODAN schätze – neben diversen anderen Dingen natürlich –, ist die Tatsache, dass sich die Serie und ihr gesamter Kosmos nicht auf eine Strömung einengen lassen. Im Perryversum kann ich einen Roman mit Military-SF ebenso finden wie eine kosmische Vision oder eine Liebesgeschichte, ohne dass einer von beiden zu weit aus dem Serienkosmos hinausfallen würde.
Aber klar: Die Serie erzählt in einer epischen Art – die Romane folgen in Fortsetzungen aufeinander – vom Aufbruch der Menschheit in den Kosmos. Wer die Serie zur Space Opera rechnet, hat damit sicher nicht unrecht: Die Begegnung mit Außerirdischen und der Kontakt zu fremden Welten bilden Schwerpunkte vom ersten Band an, ebenso riesige Raumschiffe oder gigantische Entfernungen.
Das gilt ebenso für PERRY RHODAN NEO. Diese Serie greift seit 2011 die klassischen Elemente der PERRY RHODAN-Serie auf und verbindet sie mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und der »Schreibe« von heute. Beide Serien unterscheiden sich inhaltlich wie stilistisch voneinander, haben aber trotzdem sehr viel gemeinsam: Im All treffen die Menschen auf Freunde und Feinde, auf uralte Geheimnisse und faszinierende Sternenreiche.
Beide Serien haben einen »kosmischen Überbau«, wie wir das gern nennen. In den einzelnen Romanen spielt dieser kaum eine Rolle. Da geht es um Menschen und ihre Abenteuer oder Schicksale, um Reisen ins All oder Konflikte in fernen Sonnensystemen. Doch der Hintergrund ist wichtig und beeinflusst immer wieder die Ereignisse, die in den Romanen geschildert werden.
Das zeigt sich auch bei der nächsten Handlungsstaffel, die wir in PERRY RHODAN NEO präsentieren. Jeweils zehn Romane, die von unterschiedlichen Autorinnen und Autoren verfasst werden, ergeben eine solche Staffel. Derzeit arbeitet das Team intensiv an der »Entropia«-Staffel, die auf der Erde beginnt, aber auch in weiter Ferne spielt.
Entwickelt wird die Handlung der zehn Romane von Rüdiger Schäfer und Kai Hirdt. Die beiden Schriftsteller konzipieren die Szenen und Datenblätter, womit sie die Grundlage für die Arbeit der Autorinnen und Autoren legen.
Das kosmische Thema, das »Entropia« bestimmt, klingt geheimnisvoll: Was ist, wenn die Naturgesetze nicht mehr gelten oder sie sich verändern? Wie gehen die Menschen damit um, dass sich auf einmal eine rasante Evolution auf der Erde zeigt? Und wieso scheinen die Regeln der Statistik nicht mehr zu gelten?
Dafür gibt es einen Grund, und über den werden wir in den kommenden Romanen mehr erfahren. Vor allem aber werden wir spannende Geschichten lesen: von Menschen, die auf der Erde mit neuen Situationen zu tun haben, von Perry Rhodan und seinen Gefährten, die eine weite Reise antreten müssen, von einem Sternhaufen, der als Negasphäre bezeichnet wird und von dem man nicht genau weiß, was sich in seinem Inneren abspielt.
Die »Entropia«-Staffel bietet packende Science-Fiction-Abenteuer vor einem faszinierenden kosmischen Hintergrund. Den Einstieg in die Staffel bildet ein Roman von Kai Hirdt, einem der beiden Exposéautoren.
»Evolution und Chaos« wirft einen Blick auf die Erde, die sich verändert: Seltsame Wesen tauchen auf, Menschen verhalten sich seltsam. Den fertigen Roman gibt’s ab dem 28. August 2026 – weitere Informationen folgen.
(Dieses Logbuch kam im August auf unserer Internet-Seite. Ich wiederhole es hier aus dokumentarischen Gründen.)






