PERRY RHODAN-Redaktion
Diskretes und indiskretes aus der größten Science-Fiction-Serie der Welt
05 Februar 2026
Teamtagung für 2026
Immerhin steht im Jahr 2026 eine Reihe von spannenden Themen bevor: Am Ende des Jahres wird mit PERRY RHODAN-Band 3400 ein neuer Zyklus eingeläutet, bei PERRY RHODAN NEO beginnt im April 2026 eine neue Handlungsstaffel, und bei den PERRY RHODAN-Bücher starten wir demnächst in den »Cantaro«-Zyklus. Dazu kommen diverse Veranstaltungen, angefangen bei der Leipziger Buchmesse über den ColoniaCon oder die PERRY RHODAN-Tage in Braunschweig bis hin zum BuchmesseCon – um nur einige zu nennen –, die wir irgendwie »bestreiten« müssen.
Es gibt viel zu tun, und das muss geplant werden. Mit der heutigen Teamtagung sind wir auf jeden Fall einige Schritte weiter gekommen.
04 Februar 2026
Als wir nach Arkon aufbrachen
Ein Logbuch der Redaktion
Ich erinnere mich sehr gut an die große Euphorie, die uns nach dem Start von PERRY RHODAN NEO befallen hatte. Zwar gab es kritische Stimmen, aber wir erhielten sehr viel positiven Zuspruch, und auch die Verkaufszahlen waren wirklich überzeugend. Und so wurde aus der kleinen Serie, die wir im Herbst 2011 in den Handel gebracht hatten, recht schnell ein echter Erfolg.
Im Sommer 2012 ging es nicht nur an neue Ideen für Romane, sondern es ging an den Kern der Sache: Wollten wir nur die klassische Serie nacherzählen, oder wollten wir einen frischen Weg einschlagen? Die Antwort, die sich bei unseren internen Gesprächen ergab, war eindeutig: Wir wollen Völker und Figuren anders definieren – nur dann ist PERRY RHODAN NEO eine eigenständige Serie.
Und so ging es unter anderem um die Springer, die wir so erst gar nicht bezeichnen wollten und die bei uns nur Mehandor heißen sollten, und die Topsider. Beide Völker waren in der frühen Serie sehr wichtig, beide Völker wurden eher eindimensional gezeichnet.
Mit viel Elan gingen wir an die vierte Staffel unserer Serie, deren Exposés und Datenblätter wieder von Frank Borsch stammten. Der Autor aus Freiburg hatte die wichtigsten Grundlagen für PERRY RHODAN NEO geliefert und steuerte sie durch die ersten hundert Romane.
Der »kleine« Jubiläumsband der Serie erschien am 31. August 2012: Band 25 kam in den Handel, verfasst von Leo Lukas. Der in Wien lebende Autor ließ in »Zielpunkt Arkon« seine Phantasie sprühen: Es geht nicht nur darum, dass Perry Rhodan und seine Gefährten zu einer neuen Mission aufbrechen, sondern die Leser erfahren auch viel über die Besatzung der TOSOMA.
Dabei war klar, dass Leo Lukas es nicht am Humor fehlen ließ. So erfuhren die Leserinnen und Leser auch einiges über den Koch, der in letzter Sekunde an Bord geholt wird, und seine Abenteuer. Im Jahr 2037, in dem die vierte Staffel beginnt, sind es eben immer noch die »kleinen« Probleme, die manches durcheinanderbringen.
Die Staffel erzählte in insgesamt zwölf Bänden von einer ersten Expansion der Menschen ins All: noch ein wenig behutsam, fast unbeholfen, aber trotzdem mit viel Erfindergeist und Wagemut. Dabei spielt die Handlung nicht nur in den Tiefen der Milchstraße, sondern auch im heimatlichen Sonnensystem.
Das zeigt bereits das Titelbild von »Zielpunkt Arkon«: Es geht unter anderem zum Mars. Der Rote Planet soll eigentlich mit einem Terraforming-Programm zu einer lebenswerten Welt gemacht werden. Doch ausgerechnet auf dem Mars stoßen die Wissenschaftler auf ein faszinierendes Geheimnis, mit dem niemand rechnen konnte – ein Historiker trifft auf Wesen, die es auf dem Mars eigentlich nicht geben dürfte.
Zu einem wichtigen Schauplatz der Handlung wird eine gigantische Raumstation, die von ihren Bewohnern als »Gespinst« bezeichnet wird. Die Terraner kommen bei ihrer Reise von der Erde nach Arkon dort vorbei, weil sie wichtige Informationen benötigen. Auf der Station leben menschenähnliche Wesen, mit denen Perry Rhodan und seine Gefährten erstmals in Kontakt treten.
Mir gefiel sehr gut, wie Michelle Stern die Mehandor im Universum von PERRY RHODAN NEO schilderte: Die galaktischen Händler sehen nicht nur anders aus als in der klassischen Serie, sie verhalten sich auch anders. Und sie haben eigenwillige Vorstellungen darüber, wie die Reparatur eines Raumschiffes zu bezahlen ist. Perry Rhodan muss wieder einmal einen wagemutigen Plan entwickeln ...
Spannend finde ich persönlich eine komplett neue Handlungsebene der vierten Staffel – dieses Thema fand so in der Originalserie nie statt ... Ich meine damit den Planeten Topsid, die Heimat der echsenartigen Topsider. Die spielen derzeit in der Handlung der Hauptserie eine wichtige Rolle – umso interessanter ist es, sich heute anzuschauen, wie sie bei PERRY RHODAN NEO dargestellt worden sind.
Bernd Perplies lieferte mit »Planet der Echsen« (Band 26) sein zweites Werk für unsere Serie: Sein Held ist ein Mann von der Erde, den es auf Topsid verschlagen hat. Als einzige »Blasshaut« muss er unter Millionen von Echsenwesen um sein Überleben kämpfen.
Trotz aller Gefahren findet er neue Freunde – und erlangt einen faszinierenden Blick in eine Kultur, die von der menschlichen Zivilisation weit entfernt ist. Dummerweise bricht dann ein Bürgerkrieg aus, und unser Held kommt in echte Schwierigkeiten ...
Manchmal sind die Szenen auf Topsid witzig, oftmals sind sie tragisch; ich fand die Darstellung der fremden Kultur sehr spannend und litt mit unserer Figur. Bei den Leserinnen und Lesern kamen die Gegensätze gut an.
Das lag sicher auch an den Titelbildern: Die Titelbilder der vierten Staffel stammten wieder von Dirk Schulz, der sich dabei von Horst Gotta unterstützen lässt. Er zeigte die Oberflächen fremder Welten, und es gab völlig neue Ansichten von Topsid. Damit machte er das »neue« Universum unserer Serie erst so richtig plastisch.
Wenn ich heute die Romane der vierten Handlungsstaffel durchblättere, bin ich von den Romanen sehr angetan. Die Autorinnen und Autoren eröffneten einen neuen Blick auf Topsider und Mehandor, später auch auf Arkoniden und Naats; das war frisch und spannend. Ich finde, es lohnt sich immer noch, erneut einen Blick in diese PERRY RHODAN NEO-Romane zu werfen.
(Dieses Logbuch erschien bereits vor einigen Tagen auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.)
03 Februar 2026
Vom Himmel gefallen
Mit Tolmenur führt die Autorin eine Figur durch die Handlung, die mir schon im ersten Teil des Doppelbandes sehr gut gefallen hat. Tolmenur ist nicht dumm, nur vielleicht am Anfang ein wenig naiv – kein Wunder, nachdem sie gerettet worden ist. Doch langsam erwacht in ihr ein kritisches Bewusstsein, sie stellt Fragen und entwickelt sich weiter.
Vor allem die Entwicklung dieser Figur gefiel mir bei der Lektüre des Doppelbandes. Selbstverständlich fügt sich der Roman ins Geschehen der aktuellen »PEGASOS«-Handlung ein, aber dank Tolmenur ist es weitgehend eine eigenständige Geschichte. Sehr empfehlenswert!
02 Februar 2026
Das Solsystem im Fokus
Ich finde es wichtig, immer wieder zur Situation im Solsystem umzublenden. Mit PERR RHODAN schreiben wir gewissermaßen die Geschichte der Menschheit bis in die ferne Zukunft. Und weil die Erde der Ursprungsplanet der Menschen ist, ist sie immer wieder der Dreh- und Angelpunkt der Handlung.
Das wird gelegentlich kritisiert. Die Erde stehe zu oft im Zentrum, das sei nicht glaubwürdig; wir sollten doch einmal einen ganzen Zyklus ausschließlich auf fernen Welten spielen lassen.
Um’s vorsichtig anzudeuten: Wenn zu viele Romane weit außerhalb der Milchstraße spielen, melden sich andere Leserinnen und Leser und fordern, dass die Erde als Schauplatz doch ebenfalls wichtig sei. Die Geschmäcker sind nun mal doch recht unterschiedlich …
Ich glaube einfach, dass wir beides bei PERRY RHODAN brauchen: Romane, die in weiter Ferne spielen und exotische Schauplätze bieten, und Romane, die von der Erde und ihrer Zukunft erzählen.
30 Januar 2026
Ein Rückblick auf dreißig Jahre
Mittlerweile ist anscheinen d bereits die Ausgabe 121 an die Mitglieder verschickt worden. Ich kam erst dieser Tage zu, die Lektüre der Ausgabe 120 zu beenden. Deshalb diese verspätete Rezension, wofür ich um Verständnis bitte.
In einem Interview erinnert sich Jürgen Menge, der erste Chefredakteur des Magazins, wie es damals anfing. Statistiken geben einen ergänzenden Überblick, und ein Artikel beschäftigt sich mit den Titelbildern. Somit wird die Geschichte der »SOL« ausführlich gewürdigt.
Der Rest es Heftes ist eher »business as usual«: Aktuelle Romane werden vorgestellt; in einem Interview informiert Kai Hirdt über die weitere Zukunft für PERRY RHODAN NEO. Auf den gelungenen Con, der 2025 in Garching veranstaltet worden ist, wird zurückgeblickt. Zahlreiche kleinere Beiträge sind im Heft enthalten, das auf diese Weise wieder eine unterhaltsame und informative Mischung präsentiert.
Die »SOL«-Ausgabe 120 umfasst 68 farbig gedruckte Seiten in professionellem Layout, die sich durchgehend gut lesen lassen. Wie immer ist das Magazin lesenswert – wer sich für PERRY RHODAN interessiert, findet darin stets wichtige und lesenswerte Themen. PRFZ-Mitglieder erhalten das Heft im Rahmen ihres Mitgliedsbeitrags; man kann es aber auch »einfach so« bestellen.
29 Januar 2026
Marketing-Blick im Jahr 2004
Wann genau das Foto aufgenommen wurde, das mich vor einem grünlich schimmernden Hintergrund zeigt, ist nicht mehr klar festzustellen. Anhand der ausliegenden Heftromane kann ich das Bild auf das Jahr 2004 fixieren, und ich denke, dass das einigermaßen stimmen sollte.
Klaus Bollhöfener und Miriam Hofheinz, unsere damaligen Marketingkollegen, hatten die Idee, ich solle mich mal fotografieren lassen. »Wir brauchen ein Foto von Dir, das man auch Außenstehenden zeigen kann«, argumentierten sie. Also wurde ich ins offizielle Fotostudio des Verlags geschickt, das sonst vor allem die Redaktionen der Zeitschriften nutzten, und durfte dort zwischen einem PERRY RHODAN-Aufsteller, diversen Heftromanen und ein bisschen Merchandise meinen Platz einnehmen.
Ich fremdelte ein wenig mit der Aufgabe, was man auch heute noch erkennen kann. Und ob das Foto wirklich seinen Weg aus unserer Redaktion hinaus an die Öffentlichkeit gefunden hat, kann ich heute nicht mehr sagen …
28 Januar 2026
Was niemand kommen sah
Mir gefiel vor allem eine Figur in diesem Roman: Es ist Tolmenur, eine Nargan, die zu den Sternen reisen möchte und die als erste ihres Volkes mit den Außerirdischen in Kontakt tritt. Marie Erikson stellt nicht nur Tolmenur und ihre Weltsicht dar, sondern zeigt anhand dieser Figur, wie die aktuelle Gesellschaftsform dieser Welt ist und sie sich verändert.
Mir gefallen Romane, in denen uns Lesern die Aliens gewissermaßen einen Spiegel vorhalten. Das gelingt Marie Erikson mit ihrem Doppelband sehr gut, finde ich.






