19 März 2026

In der Messemagistrale

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich« 

Gegen 15 Uhr verschwanden Sabine Kropp und ich an diesem Freitagabend, 22. März 2002, um das Stadtteilzentrum Messemagistrale zu finden. Ich hatte mir einen Firmenwagen geliehen. Ich fuhr, Sabine lotste mich mit einer Straßenkarte. Nach einigem Hin und Her und großmaßstäblichem Umfahren aller nur erdenklichen Baustellen erreichten wir das Viertel: eine breite Straße mit großen Wohnblocks, dazwischen ein Stadtteilzentrum.

Die Messemagistrale entpuppte sich als ein gemütliches kleines Zentrum, das für den Con im Prinzip in zwei Teile gegliedert worden war: Während sich in einem Raum der Antiquariatshändler Reinhard Rauscher mit seinen Bananenkisten und Regalen ausgebreitet hatte und wieder allerlei SF- und Fantasy-Waren feilbot, war der andere Raum nicht nur der Gastronomie vorbehalten – es gab eine Theke mit allerlei Getränken und Esswaren –, sondern hier lief auch das eigentliche Con-Programm.

Ich war am Anfang damit beschäftigt, mit einzelnen Besuchern zu sprechen, und bekam die eigentliche Eröffnung nicht mit. Das war mir im Nachhinein ein bisschen peinlich, weil ich so nicht die Arbeit gewürdigt hatte, die sich die Veranstalter gemacht hatten. Aber dann saß ich im Saal; es waren knapp hundert Personen anwesend.

Ein Vortrag zum Film

Interessant fand ich einen Vortrag von Eckhard Schwettmann. Der ehemalige PERRY RHODAN-Marketing- und Moewig-Verlagsleiter arbeitete zu der Zeit mit den Leuten zusammen, die eine PERRY RHODAN-Verfilmung vorbereiteten. Diese sollte, so erläuterte Eckhard, auch bald im Fernsehen laufen.

Viele Fragen aus dem Publikum konnte er nur ausweichend beantworten – hinter die Kulissen durften die Besucher nicht blicken. Er versicherte jedoch mehrfach, dass alle Beteiligten »mit Volldampf« an der Arbeit seien, dass sich Marcus O. Rosenmüller sehr stark engagiere und dass die Zusammenarbeit mit dem Land Baden-Württemberg und der Filmakademie Ludwigsburg bislang sehr gut anlaufe.

Einen Vortrag über die Mausbiber verpasste ich leider, dafür bekam ich die Vorstellung eines durchaus interessant klingenden Fan-Rollenspiels mit. Sabine Kropp und ich saßen am frühen Abend ebenfalls auf der kleinen Bühne und erzählten allerlei Hintergründe über unsere Redaktionsarbeit.

Als Besonderheit konnte ich den Namen einer Autorin verraten, die den nächsten Gastroman – den Band 2132 – zur PERRY RHODAN-Serie beisteuern würde. Gemeint war Claudia Kern, die zu der Zeit vor allem den »Star Trek«-Fans bestens bekannt war. Ihr Roman sollte »Der Saltansprecher« werden.

Den Abschluss des Con-Programms bildete eine Gesprächsrunde mit Hans Greis von Eins A. »Ihr seid die Zielgruppe, ihr müsst mir sagen, was ihr wollt!«, appellierte er an die Anwesenden, die darauf rege eingingen.

Gegen 21 Uhr verließen Sabine Kropp und ich den Con, um uns noch ein bisschen in das Leipziger Nachtleben zu stürzen. Da ich mit dem Firmenwagen unterwegs war, verzichtete ich auf alkoholische Getränke und hielt mich sehr zurück. Das Feierabendbier tranken wir zu später Stunde in der Hotelbar.

Am Sonntag, 24. März, gingen wir nicht mehr auf die Buchmesse. Ich musste den Firmenwagen zurückfahren, den wir mit den Bildern beluden. Keines der Kunstwerke hatte Schaden gelitten, einige der Rahmen waren aber leicht verkratzt. Letztlich brachten wir sie heil zurück nach Rastatt. Am späten Vormittag fuhren wir los, am späten Nachmittag waren wir dort.

Unterwegs diskutierten wir natürlich über das ereignisreiche und zugleich interessante Wochenende. Für uns war die Leipziger Buchmesse schon ein Erfolg geworden, aber wir waren uns sicher, dass wir das im kommenden Jahr besser machen mussten.

Vielleicht war ein eigenständiger Auftritt der PERRY RHODAN-Serie möglich – dann wären wir nicht das Anhängsel des Moewig-Verlags, der im Gemeinschaftsstand kaum auffiel. 

(Der Text erschien schon vor einigen Tagen auf der PERRY RHODAN-Seite. Hier wird er aus dokumentarischen Gründen wiederholt.) 

Ein Abend im »Spizz«

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Im März 2002 waren wir mit PERRY RHODAN zum ersten Mal in der Neuen Messe in Leipzig. Nach dem ersten Tag hatten wir am Freitagabend, 22. März, zuerst einen Termin in der Innenstadt zu absolvieren.

Vom Hotel aus fuhren meine Kollegin Sabine Kropp und ich ins Zentrum von Leipzig, das sich als ein Irrgarten voller Baustellen erwies. Der Taxifahrer, dem wir gesagt hatten, dass wir ins »Spizz« wollten, ließ uns am Rand eines großen Platzes heraus, an dem mir vor allem Absperrgitter und Baufahrzeuge auffielen.

Das »Spizz« gefiel mir gut: Im Erdgeschoss war es eine gut besuchte Gaststätte, die bis auf den letzten Platz gefüllt war; auf einer Empore saßen zahlreiche Leute an Tischen. Wir sahen nicht gleich, wo der PERRY RHODAN-Programmpunkt war, und wurden in einen Gewölbekeller geschickt. Dieser erwies sich als ein wunderschöner Raum, der für Veranstaltungen aller Art genutzt werden konnte.

Im Rahmen von »Leipzig liest« – so heißt die Veranstaltungsreihe, die immer parallel zur Leipziger Buchmesse läuft – gab es eine PERRY RHODAN-Lesung. Veranstaltet wurde sie von Eins A Medien, unserem Lizenzpartner in Sachen Hörbüchern; der Raum war mit PERRY RHODAN-Originalbildern und Plakaten geschmückt. Einige Dutzend Leute waren anwesend, nicht nur Leser unserer Serie, sondern auch Leute, die sich allgemein für Literatur in gedruckter oder in Audio-Form interessierten.

Zuerst las Josef Tratnik, der Sprecher der Hörbücher, aus »Planet der Mock«, dem bald erscheinenden dritten Hörbuch. Der Klassiker von Clark Darlton faszinierte auch in dieser Version; die Stimme des Sprechers machte die dramatischen Ereignisse rings um die Mock in eindrucksvoller Weise lebendig.

Danach stellte Achim Schnurrer von Eins A Medien das Programm des Hörbuchverlags vor. Man wollte mit dramatisierten Hörbüchern starten, hatte aber ambitionierte Pläne. PERRY RHODAN sei eine Marke mit vielen Facetten, die man nun verstärkt in den Audio-Bereich bringen wolle. Nach ihm trat ich ans Rednerpult und gab in einem kurzen Vortrag eine Übersicht zu unserer Serie und ihrem Umfeld.

Es folgten weitere Lesungen von Josef Tratnik sowie Hörbeispiele aus dem zweiten Hörbuch »Das Vurguzz-Imperium«. Hierbei fand ich es interessant, wie die Geräusche eingesetzt wurden. Neben der Stimme des Sprechers gab es spezielle Sound-Effekte, die aus dem klassischen Hörbuch zwar kein vollwertiges Hörspiel machten, aber eine Art Zwischenform.

Applaus und Regen

Am Ende gab es viel Applaus, und es ging ans Aufräumen. Sabine und ich hatten im Vorfeld leichtsinnigerweise angekündigt, die Bilder mitzunehmen. Wir würden sie im Hotel in ein Firmenfahrzeug umladen; das sparte die Kosten für einen Kurier. Aber als wir das beschlossen hatten, wussten wir nichts von den Baustellen.

Es regnete in Strömen, als wir das »Spizz« verließen. Sabine, die in solchen Dingen schon immer besser war als ich, organisierte uns ein Taxi. Sie instruierte den Fahrer, mit laufendem Motor auf der anderen Seite der Baustelle zu warten. Die Bilder waren gerahmt, so konnte das eigentliche Werk nicht nass werden.

Aber es war keine Freude für uns, die gut zwei Dutzend Bruck-Originale – wegen der Größe und des Gewichts in mehreren Transporten – durch den strömenden Regen zu tragen. Wir hatten keine Kleidung für diesen Fall an, sondern das, was Verlagsleute bei Buchmessen so trugen: Sabine ein schickes Kostüm, ich einen Anzug. Als wir endlich im Taxi saßen, waren wir ziemlich nass und konnten uns noch einen Vortrag des Fahrers anhören, dass man das doch hätte besser organisieren können.

An diesem Abend reichte es uns. Wir wechselten die Kleidung, wir verstauten die Bilder, und dann setzten wir uns noch für ein Glas Bier in die Hotelbar, bevor die schloss.

Am Samstag, 23. März 2026, gingen Sabine Kropp und ich nur für wenige Stunden auf die Leipziger Buchmesse. Wir hatten keine Termine vereinbart, sondern machten klassischen Standdienst: Wir standen da, sprachen mit Besuchern, überreichten Informationen und beantworteten Fragen.

Ich hatte ein Problem mit der Präsentation unserer Serie am Messestand, und ich fand, dass PERRY RHODAN ziemlich unterging. »Weniger als ein Randthema«, murrte ich. Das musste besser werden, da war ich mir mit Sabine einig. Als Science-Fiction-Serie brauchten wir vielleicht einfach einen anderen Auftritt.

(Dieser Text wurde Anfang März 2026 auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie veröffentlicht. Hier wiederhole ich ihn aus dokumentarischen Gründen.) 

18 März 2026

Ein kleiner Moewig-Stand in Leipzig

Aus der Reihe »Der Redakteur erinnert sich«

Als Sabine Kropp und ich am Donnerstag, 21. März 2002, in den Zug stiegen, wussten wir noch nicht genau, was uns erwartete. Es sollte unsere erste Buchmesse im neuen Messegelände von Leipzig sein – und weil das für uns beide so frisch war, reisten wir mit einer gewissen Anspannung. Die Fahrt von Karlsruhe nach Leipzig verlief ohne Höhepunkte. Unterwegs lasen die Redakteurin und ich Manuskripte und besprachen aktuelle Themen; so verstrich die Zeit wie im Flug.

Wir erreichten die Stadt am späten Nachmittag und bezogen unsere Zimmer im Hotel Hiemann. Dabei handelte es sich um ein ausgesprochen hübsches Familienhotel, das also nicht zu einer Kette gehörte und in relativer Nähe zum Messegelände lag. Man brauchte allerdings immer noch ein Fahrzeug, um vom Hotel zur Messe zu gelangen.

Mit dem Taxi fuhren wir später in die Innenstadt, wo wir uns mit den Kollegen aus dem Buchvertrieb trafen. Die Außendienst-Mitarbeiter des Verlages berichteten über ihre Aufträge, die »ganz ordentlich« gewesen seien. Immerhin war die Leipziger Buchmesse vor allem ein Treffen für Buchhändler aus den fünf neuen Bundesländern. In jenen Jahren diente eine solche Veranstaltung vor allem dazu, dass »Aufträge geschrieben« wurden, wie man das nannte; die Händlerinnen und Händler saßen sich mit langen Listen gegenüber und verhandelten über Konditionen und Käufe.

Am großen Tisch, den der Moewig-Buchverlag gemietet hatte, saßen auch Stephan Zerfowski, unser Kollege von der Werbeagentur, der den Stand konzipiert und aufgebaut hatte. Seine Eindrücke fand ich wichtig, weil sie neutraler waren. Aber er war von der neuen Messe ebenfalls angetan und meinte, das könne etwas werden. Sie liege leider weit außerhalb der Stadt, und es fehle einiges an Infrastruktur.

Freitags auf der Messe

Die eigentliche Buchmesse begann für Sabine Kropp und mich am Freitagmorgen, 22. März. Wir fuhren mit einem Kollegen zum neuen Messegelände und konnten es über einen Ausstellereingang betreten. Die Hallen waren neu und strahlten geradezu, rings um das Messegelände erstreckten sich verschlammte Wiesen und Felder. Ich fand die Lage ganz gut: gewissermaßen zwischen der Autobahn und der Umgehungsstraße, trotzdem flott von der Innenstadt aus zu erreichen. Aber die Umgebung wirkte eher ernüchternd.

Dafür gefiel es mir im Innern der Hallen. Der zentrale Bereich wirkte hell und warm; die Röhren zwischen den einzelnen Hallen kamen mir vor wie Verbindungen zwischen Raumschiffen. Überall waren Leute unterwegs, überall wurde gesprochen und verhandelt. Aber man erkannte, dass nur ein Teil der Hallen belegt war – es würde wohl eine Weile dauern, bis die Leipziger Buchmesse an ihrem neuen Standort ihre Fans fand.

Der Moewig-Verlag hatte einen eigenen Stand, und den fanden Sabine und ich eher »zu bescheiden«. Er hatte etwa ein Fünftel der Fläche, den unser Verlag in Frankfurt einnahm, und er gehörte zum »Gemeinschaftsstand der baden-württembergischen Verlage«. Viele Unternehmen schienen der Messe noch nicht zu trauen: In unserer Nähe war eine Reihe von kleineren Verlagshäusern nicht einmal durch »eigenes Personal« vertreten. Sie zeigten Bücher und hatten Prospekte in der Auslage, aber es war niemand anwesend.

Bei uns setzten die zwei Kollegen, die für die fünf neuen Bundesländer zuständig waren, auf Verkaufsgespräche. Sie trafen auf zahlreiche Buchhändlerinnen, denen der Weg nach Frankfurt zu weit war und die sich freuten, direkt in Leipzig ihre Geschäfte machen zu können. PERRY RHODAN nahm am Messestand nur einen kleinen Raum ein; die Serie hatte im Osten der Republik nicht den Stellenwert wie im Westen. Vor allem Sach- und Kochbücher konnten gut verkauft werden, wie uns die Kollegen berichteten.

Sabine und ich sorgten dafür, dass PERRY RHODAN stärker wahrgenommen wurde. Wir hatten im Vorfeld darauf hingewiesen, dass wir mit einem Stand vertreten waren. Der PERRY RHODAN-Stammtisch Leipzig besuchte uns selbstverständlich, und wir fanden die Gelegenheit, mit vielen »normalen« Besuchern zu sprechen. Diese kannten unsere Serie noch nicht, fanden Science Fiction aber interessant.

Einige Buchhändler stellten Fragen, unter anderem ging es um die Fortsetzung der »Kosmos-Chronik«. Potenzielle Autoren und Zeichner stellten sich vor, Journalisten tauchten auf, um Interviews zu führen oder einfach nur zu recherchieren. Der Freitag verlief so in Windeseile.

Als der Messetag vorüber war, fuhren Sabine und ich rasch ins Hotel, wo wir uns umzogen und schnell eine Kleinigkeit aßen. Viel Zeit hatten wir nicht, es ging gleich weiter.

(Dieser Text wurde erstmals am 1. März auf der Internet-Seite von PERRY RHODAN veröffentlicht. Hier wiederhole ich ihn vor allem aus dokumentarischen Gründen.) 

17 März 2026

Eine Handvoll Tramp

Gleich drei Mausbiber auf einem Titelbild – so was freut mich. (Ich war, als ich mit der PERRY RHODAN-Lektüre anfing, gleich zu Beginn ein glühender Gucky-Fan und mag die Ilts nach wie vor.) Dominic Beyeler liefert seine Interpretation von Gucky und seiner Kleinstfamilie in einer gelungenen Weise, die ich als echten Hingucker empfinde.

Der Inhalt kann sich ebenfalls sehen lassen. Oliver Fröhlich schrieb »Eine Handvoll Tramp«, dessen Lektüre mir sehr gut gefiel. Die Handlung verläuft abwechslungs- und wendungsreich, und es gibt eine Reihe von Überraschungen für die Leserinnen und Leser. Mir gefielen sowohl unsere »Helden« als auch die Bösewichte, die sich so verhalten, wie man es von Leuten ihrer Art erwartet.

Gelungen fand ich übrigens die Darstellung des Sonnensystems, in dem die Handlung spielt. Von diesem hat man schon sehr lange nichts mehr gehört – aber jetzt habe zumindest ich es wieder präsent …

12 März 2026

Werbung für die Intrawelt

Im Oktober 2005 bildete eine ATLAN-Miniserie einen der Werbeschwerpunkte: Die zwölf Bände des »Intrawelt«-Zyklus wurden unter anderem auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert. Die Abo-Abteilung produzierte dazu ein Faltblatt, das den PERRY RHODAN- und ATLAN-Romanen beigelegt und bei Veranstaltungen unter die Leute gebracht wurde.

Während die Titelseite des Faltblatts – es wurde im Postkartenformat angelegt – von ATLAN beherrscht wurde, konnte man auf den Innenseiten zudem Werbung für die einzelnen PERRY RHODAN-Auflagen bewundern. In der Erstauflage wurde »Der Dunkle Kapitän« vorgestellt, während bei der dritten Auflage der »Ayindi«- und in der fünften Auflage der »Chronofossilien«-Zyklus beworben wurden.

11 März 2026

Der Status quo

Für den PERRY RHODAN-Roman, den wir in dieser Woche veröffentlichen, hat Dirk Schulz ein starkes Titelbild beigesteuert. Wer die zwei Leute sind, die wir dabei zeigen, verrate ich an dieser Stelle nicht – das erklärt der Roman schließlich mit einer spannenden Geschichte. Und die wiederum wurde von Ben Calvin Hary verfasst, unserem aktuellen Chefautor.

»Der Status quo« spielt im Solsystem, unter anderem auf einem Asteroiden, der bisher keine Rolle in unserer Serie spielte, und natürlich auch auf der Erde. Es geht tatsächlich um politische Zusammenhänge und Entscheidungen, aber ebenso um die Arbeit im Bergbau und die Rolle, die NATHAN im Machtgeflecht auf der Erde sowie den anderen Planeten und Monden einnimmt.

Die Mixtur aus Politik und Action hat mir bei der Lektüre gut gefallen. PERRY RHODAN ist eine Unterhaltungsserie, aber ich mag es, wenn wir Themen in die Handlung einbringen, die man nicht unbedingt in einem »Raketenheft« erwartet.

10 März 2026

Welt der Albträume

Heißt es eigentlich »Albtraum« oder »Alptraum«? Über diese Frage diskutierte ich schon in den 90er-Jahren mit Hans Kneifel, der das Wort mit »b« schreiben wollte, während ich es mit »p« lieber hatte – ich fand, das hätte ja nichts mit der Schwäbischen Alb zu tun, sondern eher mit dem Alp, der auf einem lastet. Mittlerweile ist die Rechtschreibreform durch, also schreiben wir »Albtraum« – aber mir kommt das immer noch falsch vor.

Sei’s drum. Wichtig ist ja, dass der Roman nicht Fragen dieser Art aufwirft. Bei PERRY RHODAN NEO geht’s um spannende Science Fiction, die Details der Rechtschreibreform sind da eher unsinnig.

Für »Welt der Albträume« zeichnet Ruben Wickenhäuser verantwortlich. Auf dem Titelbild sieht man zwei wichtige Hauptfiguren dieses Romans: Nathalie Rhodan da Zoltral sowie Dao-Lin-H’ay – ich finde beide Figuren gut getroffen. Das Bild zeigt Spannung, obwohl es ohne jegliche Action auskommt.

Dafür lässt es der Autor im Innern ganz schön krachen. Die Handlung der laufenden »Metamorph« wird von ihm weitergeführt, und für die zentralen Figuren gibt es eine Reihe von neuen Herausforderungen. Das alles schildert Ruben Wickenhäuser in abwechslungsreichen Szenen – das fand ich sehr unterhaltsam.

09 März 2026

Atlan für Brasilien

Mit viel Engagement veröffentlichen unsere Partner in Brasilien die PERRY RHODAN-Ausgabe in portugiesischer Sprache. Seit einiger Zeit bringen sie unsere Serie gewissermaßen in mehreren Auflagen heraus. Und da freute es mich dieser Tage, die Ausgabe 50 in digitaler Version vor mir zu haben – bis die gedruckten Belegexemplare bei uns eintreffen, dauert es ja einige Zeit.

Der PERRY RHODAN-Band mit der Nummer 50 ist einer der großen Klassiker unserer Serie. In diesem Roman taucht bekanntlich Atlan, der Arkonide, zum ersten Mal auf. Die Serie wächst in diesem Band nicht nur in die Zukunft, sondern auch in die Vergangenheit: Es wird klar, dass der Kontinent Atlantis tatsächlich einmal existiert hat und dass Atlan dazu in einem engen Bezug steht.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie fasziniert ich von der Lektüre damals war; ich las den Band erstmals in der damals vierten Auflage. Es muss also 1978 gewesen sein. Zwar kannte ich Atlan bereits von der Lektüre anderer Auflagen her – dieser Roman packte mich trotzdem.

Ich finde es toll, dass unsere Freunde in Brasilien nun auch diesen schon klassischen Roman in einer Übersetzung lesen können!