19 Mai 2022

Planet der Mock

Als ich zu 1992 als Redakteur für PERRY RHODAN im Pabel-Moewig Verlag anfing, gehörten auch die sogenannten Planetenromane zu meinen Aufgaben. Die Reihe wurde ohne große Ankündigung bei uns im Verlag eingestellt und nahtlos im Heyne-Verlag fortgesetzt. Wie es damals übrig war, wurden alle Beteiligten – auch ich – erst »auf dem allerletzten Drücker« über diese Änderung informiert.

Ich fand es spannend, neue Romane herauszubringen, auch wenn die Produktionsweise des Heyne-Verlages mit seinen Halbjahresvorschauen kaum in Einklang zu bringen war mit der Arbeitsweise einer Heftromanserie und ihrer Autoren. Aber es gelang.

Einfacher war es, die Neuauflage der Planetenromane herauszubringen. Dafür lagen die Originale ja bereits vor, die musste man also nicht neu schreiben. Und so brachte ich im Herbst 1994 auch eine Neuauflage des ersten Planetenromans überhaupt in den Handel.

Das war »Planet der Mock«, ein Roman von Clark Darlton. Als ich unlängst bei mir daheim ein wenig aufräumte, blätterte ich in dem Buch. Das neue Titelbild von Alfred Kelsner gefiel mir immer noch, und den Roman mochte ich sowieso schon immer. Bis heute halte ich den Roman für einen der großen Klassiker unserer Serie. Und ich in stolz darauf, dass ich als Redakteur zumindest im Nachdruck zu betreuen hatte …

17 Mai 2022

Eine Neo-Odyssee

In diesen Tagen laufen die Vorbereitungen zur neuen Handlungsstaffel bei PERRY RHODAN NEO auf Hochtouren. Sie heißt »Odyssee«, und sie spielt in einer Region des Kosmos, die sehr weit entfernt von der Erde ist. Wie weit? Das muss Perry Rhodan erst herausfinden. Denn er muss zu seinem Entsetzen feststellen, dass sein Gehirn von einer unbekannten Macht entführt worden ist.

In den ersten Romanen der neuen Staffel stellen die Autorinnen und Autoren den neuen Schauplatz vor. Rhodan lernt fremde Völker kennen, er trifft aber auch auf bekannte Dinge. Ich bin sicher, dass das manche Leserinnen und Leser als Überraschung betrachten werden.

Ich selbst war ja auch gelegentlich baff, als ich die ersten Ideenpapiere las, die von Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm kamen. Die beiden Exposéautoren hatten die eine oder andere Idee auf Lager, mit der ich nun wirklich nicht rechnen konnte. Und damit meine ich nicht, dass sich Naupaum nun als Kugelsternhaufen entpuppt und nicht mehr länger eine Galaxis ist …

16 Mai 2022

Die Türmer von Tratuum

Es gibt Titel für Romane, die fast automatisch zu Diskussionen führen. Der PERRY RHODAN-Roman, der in dieser Woche erscheint, passt wunderbar in diese Rubrik: »Ist da nicht ein ›r‹ zu viel?«, wurde ich im Rahmen der Titelplanung nicht nur einmal gefragt. »Das muss doch ›Türme‹ heißen, oder?«

Um es klar zu sagen: Der Titel ist richtig. Es geht um Leute, die als »Türmer« bezeichnet werden. Und der Autor des Romans – es ist Leo Lukas – macht aus einer Exposévorlage eine unglaublich abwechslungsreiche und bunte Handlung, die zumeist auf der Oberfläche eines Planeten spielt.

Sie zeigt weitere Facetten des aktuellen Geschehens in der kleinen Galaxis Cassiopeia. Dort stehen sich immer noch die Truppen des bereits verschwundenen Chaoportes mit ihrer Übermacht den versprengten Bewohnern von Cassiopeia gegenüber. Dazwischen operieren Menschen aus der Milchstraße, sammeln Informationen und versuchen, den Einheimischen zu helfen.

Ich finde: eine spannende Ausgangslage, eine extrem unterhaltsame Geschichte!

15 Mai 2022

Als Redakteur auf dem ColoniaCon

Es war, um es kurz zusammenzufassen, einfach ein Fest: der ColoniaCon 24, den meine Kollegin Janina Zimmer und ich am gestrigen Tag besuchten. Ein ausführliches Logbuch der Redaktion folgt hoffentlich noch; hier und jetzt nur ein winziger Einblick. Es ist schließlich Sonntag, und da kann man auch Dinge tun, die einen nicht an den Computer fesseln ...

Wir fuhren gegen acht Uhr in Karlsruhe los, waren gegen elf Uhr in Köln und spazierten zum Jugendpark. Dort fand – wie oft in den vergangenen vierzig Jahren – der Con statt. Zwischen 150 und 200 Menschen waren da, sie verteilten sich zeitweise gleichmäßig auf den Außen- und den Innenbereich. Innen hatte man Masken zu tragen, außen ging es natürlich ohne. Und so trieb es viele bei dem wunderbaren Frühsommerwetter hinaus ins Freie.

Es gab eine Reihe von Programmpunkten für die PERRY RHODAN-Leser: Es wurde über Altleser und ihre Leserinteressen diskutiert, es gab Neues über PERRY RHODAN NEO und PERRY RHODAN-Atlantis, und sowieso mischten sich überall Autorinnen und Autoren unters Volk, ließen sich bereitwillig in Gespräche verwickeln und gaben brav Autogramme. Es herrschte eine wunderbar entspannte und unaufgeregte Stimmung.

Für meine Kollegin und mich begann an diesem Samstag die Con-Saison nach der langen Corona-Pause. Es mögen weitere Cons kommen – gern auch in dieser positiven Atomsphäre. Mein Dank an die Veranstalter und ihr Engagement, das man nicht genug würdigen kann!

13 Mai 2022

Hundert Publikationen

Ich führe nicht unbedingt Buch darüber, wie viele Publikationen wir im Verlauf eines Jahres eigentlich veröffentlichen. Heute ergab es sich aber, dass ich einen Zahlenblick auf das vergangenen Jahr 2021 werfen konnte. Das Ergebnis verblüffte mich dann doch … 

Im Jahr 2021 hat die PERRY RHODAN-Redaktion sage und schreibe 100 Titel veröffentlicht. Gemeint sind in sich neue Werke – und es gibt zwei Punkte, an denen man sich streiten könnte. Wir betrachten den PERRY RHODAN-Sonderband nämlich nicht als ein wirklich neues Werk; enthalten waren ja vor allem Beiträge, die schon älter waren. Zum Ausgleich betrachten wir die PERRY RHODAN-Bücher als eigenständige Werke; so werden sie ja auch im Buchhandel bewertet. Wer mag, kann aber ebenso behaupten, wir hätten 101 Titel veröffentlicht. 

Konkret: 52 Bände PERRY RHODAN, 26 Bände PERRY RHODAN NEO, zwölf Bände PERRY RHODAN-Wega, sechs Kurzromane mit PERRY RHODAN-Galacto City (die Ausgabe als Print On Demand wird nicht als eigenständige Produktion geführt, weil es ja »nur« eine andere Ausgabe ist), vier Silberbände. Stimmt doch, oder? 

Das alles erscheint üblicherweise in gedruckter Form, als E-Book und als Hörbuch – man kann also auch zu höheren Zahlen kommen. Ich finde das durchaus respektabel.

12 Mai 2022

Die Anstecknadeln kommen

Am 16. Juli 1997 kamen die PERRY RHODAN-Anstecknadeln aus der Produktion. Die Werbeagentur Zeuner hatte sie bei einer Firma in Witten für das PERRY RHODAN-Marketing herstellen lassen; sie sollten auf Veranstaltungen großmaßstäblich verteilt werden. Den Auftrag dafür hatte Eckhard Schwettmann bereits am 15. Mai erteilt.

Die Metallnadel bestand aus einer flachen Scheibe, die bedruckt worden war, und einer Nadel plus Kappe, mit der man sie am Revers einer Jacke befestigen konnte. Laut Lieferschein wurden insgesamt 50.000 dieser Nadeln hergestellt.

Bei Cons und anderen öffentlichen Veranstaltungen – etwa der PopKomm – wurden die Nadeln unter die Leute gebracht. Wie viele davon wirklich getragen wurden, lässt sich im Nachhinein kaum feststellen.

11 Mai 2022

Die Kralasenin

Um gleich mit einem Missverständnis aufzuräumen: Die Person, die man auf dem Cover des kommenden Romans von PERRY RHODAN-Atlantis sieht, ist nicht die titelgebende Kralasenin. Der Roman von Michelle Stern heißt aber »Die Kralasenin«, und im Inhalt geht es tatsächlich um Rowena, die nach wie vor mysteriöse Arkonidin.

Arndt Drechsler-Zakrzewski verewigte auf diesem Titelbild allerdings Caysey. Sie ist eine Ureinwohnerin von Atlantis, gehört also zu einem der Volksstämme, die sich auf dem Kontinent angesiedelt haben. Ich finde den Gegensatz zwischen ihrem Gesicht und dem Titel reizvoll – das wirkt schon einmal spannend.

Der Roman selbst geht in die Tiefe des Arkon-Imperiums; man erfährt mehr über die titelgebende Kralasenin und ihre Herkunft, und man versteht, warum sie und Atlan sich so gut verstehen. Aber natürlich geht es auch um die aktuelle Situation, in der sich Perry Rhodan, Sichu Dorksteiger und Caysey – die drei sind ja gemeinsam unterwegs – derzeit befinden. Das gibt durch die Perspektivwechsel eine abwechslungsreiche Handlung, die sich wunderbar in die bisherige Story unserer Miniserie einordnet …