19 Mai 2026

Pilger in Raum und Zeit

Ich freue mich immer, wenn ein Roman von Hubert Haensel erscheint. Der Autor, mit dem ich seit den 90er-Jahren zusammenarbeite, versteht es hervorragend, die einzelnen Facetten des PERRY RHODAN-Universums in all ihrer Vielfalt darzustellen. Man merkt, dass er sich auskennt, und man merkt, dass er an seinen Werken mit viel Engagement und auch Begeisterung für die Serie arbeitet.

Das ist auch bei dem Roman zu spüren, den wir in dieser Woche veröffentlichen. In »Pilger in Raum und Zeit« kann der Autor mit Reginald Bull arbeiten – das ist wohl die Figur, mit der am intensivsten vertraut ist. In früheren Jahren war Hubert Haensel sogar in der gleichen Haarfarbe wie Reginald Bull bei Fan-Treffen unterwegs.

Diesmal erzählt er von Reginald Bull, der sich der fernen Galaxis Malora nähert. Dort warten Geheimnisse auf die Besatzung des PHOENIX, auf die sie nicht unbedingt vorbereitet sind. Doch irgendwie scheinen der Sternwürfel, der Stellare Hauch und diese Sterneninsel miteinander zusammenzuhängen …

Mir gefällt es ja immer, wenn es einem Autor gelingt, in seinem Roman die wichtigsten Handlungsfäden zu einer Einheit zu verschmelzen. Das schafft Hubert Haensel auch in diesem Band!

18 Mai 2026

Spur in den Abgrund

Das Titelbild, das Dirk Schulz für den Roman von PERRY RHODAN NEO angefertigt hat, der in dieser Woche erscheint, finde ich sehr stimmig. Es zeigt eine der Hauptfiguren von »Spur in den Abgrund«, zugleich ist es eine Impression – also keine Eins-zu-Eins-Abbildung einer Szene – des Abgrunds, der diesem Roman seinen Titel gibt.

Stefan Pannor schrieb den Roman, der die Welt Lepso nun auch im Universum von PERRY RHODAN NEO verankert. Lepso ist eine Welt der Gesetzlosen, eine Welt der Abenteurer und Gangster, des Lasters und des Glücksspiels. Wer sich in unserem Serienkosmos auskennt, hat ein Bild von Lepso, das durch zahlreiche Romane erzeugt worden ist. Bei PERRY RHODAN NEO sieht dieser Planet natürlich deutlich anders aus. Gesetzlos ist Lepso allerdings auch hier …

Dem Autor gelingt ein spannendes und auch glaubhaftes Bild einer Welt, deren Bevölkerung in Schichten lebt. Es gibt zwar eine Polizei, die aber extrem in die Machtkonflikte des Planeten eingespannt ist. Und in diesem Durcheinander suchen Perry Rhodan und seine Gefährten nach einem speziellen Artefakt – die turbulente Handlung zeigt dabei die unterschiedlichsten Bereiche Lepsos. Sehr gelungen!

13 Mai 2026

Wie entstehen die Titel?

Gelegentlich werde ich gefragt, wie bei PERRY RHODAN eigentlich die Titel der Romane zustande kommen. Das hat sich im Verlauf der Jahre tatsächlich geändert …

Als ich bei PERRY RHODAN anfing, schickten die Autoren ihre Manuskripte als Ausdruck und per Post, der bei uns im Verlag dann »erfasst« wurde, also noch einmal abgetippt. Auf das Deckblatt schrieben die Autoren ihre Vorschläge für den Titel und die Untertitel. Ich suchte dann das aus, was ich für passend hielt, und schrieb die Titelei in eine entsprechende Liste – die wurde in regelmäßigen Abständen hausintern verteilt. So waren alle auf dem Laufenden; diskutiert wurde darüber aber nicht.

Heute schickten mir die Autorinnen und Autoren recht früh ihre Vorschläge für die Titel und die Untertitel an mich; natürlich per Mail Zu dieser Zeit sind die Manuskripte der einzelnen Romane aber noch nicht fertig; wir diskutieren also oft über etwas, das nicht vollständig vorliegt. Aber heute brauchen wir die Titel aus unterschiedlichen Gründen ein bisschen früher als damals.

Ich prüfe die Titelei: Gab es das schon einmal? Gibt es Titel, die zu ähnlich sind? Gibt es vergleichbare Titel außerhalb unserer Serie? Verstehen die potenziellen Kunden überhaupt, was wir wollen?

Meist übernehme ich die Vorschläge, die aus dem Team kommen. Manchmal schicke ich Gegenvorschläge zurück. Meist sind wir nach zwei, drei Mails fertig – aber es ist heute definitiv mehr Arbeit als früher. Weil wir heute die Zeit haben, die Titel zu diskutieren, nehmen wir sie uns schließlich auch …

12 Mai 2026

Der kosmische Kurator

Der PERRY RHODAN-Roman, der in dieser Woche erscheint, ist in mancherlei Hinsicht eine Besonderheit. So haben wir beispielsweise einen neuen Illustrator für die Titelbilder. Den Portuu, den man auf dem Titelbild sehen kann, setzte Simon Sänger in Szene – mir gefällt seine Darstellung sehr gut. Ich bin gespannt darauf, wie sie bei den Leserinnen und Lesern ankommen wird.

Den Roman selbst verfasste Leo Lukas. »Der kosmische Kurator« ist eine mysteriöse Figur, die in diesem Roman noch nicht viel von ihren Geheimnissen preisgibt. Ein wichtiges Geheimnis wird mehr oder weniger gegen seinen Willen gelüftet – das empfinde ich als eine hübsche Pointe am Ende.

Daneben geht es ein bisschen um Whisky, und Reginald Bull erinnert sich an einen alten schottischen Freund. (Ich bin mir sehr sicher, dass dieser Schotte in Wirklichkeit aus Rheinland-Pfalz stammt, aber das ist ein sogenannter Insider-Gag, den ich an dieser Stelle nicht im Detail aufklären möchte …)

11 Mai 2026

Neustart in Köln

Der ColoniaCon am Wochenende war eine gelungene Veranstaltung, die mir sehr gut gefiel. Den meisten der Anwesenden schien das Programm auch gefallen zu haben; die Stimmung war positiv. Und wer sich für PERRY RHODAN und das Umfeld unserer Serie interessierte, kam sicher auf seine Kosten.

Es waren mehrere Autorinnen und Autoren anwesend. Lucy Guth, Rüdiger Schäfer, Dietmar Schmidt, Kai Hirdt, Ruben Wickenhäuser, Ben Calvin Hary, Oliver Müller, Marie Erikson und Oliver Fröhlich, ebenso Autorenlegenden wie Arndt Ellmer und Uwe Anton – dazu Autoren, die bisher vor allem bei den Miniserien in Erscheinung getreten sind wie Thorsten Schweikard. Ich bin sicher, dass ich den einen oder anderen Namen in meiner Aufzählung vergessen habe, wofür ich um Entschuldigung bitte. Mit Dieter Schmidt war zudem einer unserer Lektoren vor Ort – er betreut bekanntlich PERRY RHODAN NEO.

Die Redaktion war durch Adnan Turan und mich vertreten. Wir hatten eine Reihe von Gesprächen mit den anwesenden Autoren, wir sprachen lang mit den Kollegen von Eins A Medien, unseren Partnern in Sachen Hörbuch, die ja aus Köln kommen, und wir saßen auf der Bühne. Uns beiden machte das Geschehen viel Freude – der Neustart der altehrwürdigen Fan-Veranstaltung ist meiner Ansicht nach gelungen.

07 Mai 2026

Gucky und die blauen Haare

Als die PERRY RHODAN-Redaktion im Spätsommer 1996 auf die PopKomm nach Köln fuhr, also auf die Messe für Jugend- und Popkultur, wusste niemand so richtig, was auf uns zukommen würde. Eckhard Schwettmann kannte die Veranstaltung und ihre Macher, er wollte auf diese Weise seine bisherigen Kontakte für unsere Serie nutzen. In einem gewissen Umfang klappte das ja auch alles.

Unter anderem hatten wir die Chance, eine PERRY RHODAN-Ausstellung in der Messehalle unterzubringen. Zu sehen waren Originalbilder von Johnny Bruck, ein großer »Gucky«-Aufsteller, den wir ja immer noch haben, und ein Computerbildschirm, auf dem Videos liefen.

Das Bild zeigt mich neben Gucky; ich hatte damals Haare in einem schönen Blau. Im Hintergrund ist Oliver Reiff zu erkennen, einer der zwei Männer, die damals unseren PERRY RHODAN-Auftritt im Internet steuerten und der heute noch für die Firma Trilobit verantwortlich ist.

(Wer das Foto schoss, ist leider nicht mehr nachvollziehbar. War’s Peter Fleissner oder jemand vom Verlag?)

06 Mai 2026

Die Legatische Prüfung

Was ist die Vision für immer? Und was hat man unter einer Legatischen Prüfung zu verstehen? Antworten auf diese Fragen gibt der PERRY RHODAN-Roman, der in dieser Woche in den Handel kommt, zumindest bis zu einem gewissen Punkt – danach werden sich neue Fragen ergeben, vermute ich.

Verfasst wurde der Roman mit dem Titel »Die Legatische Prüfung« von Olaf Brill. Das monströs wirkende Lebewesen auf dem Titelbild steuerte Dominic Beyeler bei.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen; in der Handlungsgegenwart gibt es zudem mehrere Perspektiven. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen kompliziert, erklärt sich bei der Lektüre des Romans aber von selbst. Wichtig ist, dass durch die Handlung dieses Bandes – so denke ich – einige Themen des »PEGASOS«-Zyklus zusammengefasst werden.

Mein Lieblingssatz in diesem Roman charakterisiert übrigens eine Figur sehr gut: »Wer den Frieden sucht, muss ihn der Galaxis aufzwingen.« Wer das wohl gesagt oder gedacht hat?