10 August 2026

Wenn Sterne bluten

Es ist fast schon zu einer guten Tradition bei PERRY RHODAN NEO geworden, dass der Abschlussband einer Staffel von einem Exposéautor verfasst wird. Bei der noch laufenden »Artefakte«-Staffel ist Rüdiger Schäfer der Schriftsteller, der die Fäden zusammenführt und das Geschehen um die geheimnisvollen Gebilde zu einem spannenden Ende gestaltet. Sein Roman trägt den Titel »Wenn Sterne bluten« und kommt in dieser Woche in den Handel.

Die Handlung spielt auf mehreren Schauplätzen und bringt eine Reihe von Figuren ins Geschehen, die bei unserer Serie immer wieder eine wichtige Rolle einnehmen. Mit Reginald Bull, Gucky, Perry Rhodan und Thora Rhodan di Zoltral präsentiert der Autor die wichtigsten Hauptpersonen dieser Staffel. Das schafft er in dramatischen Szenen und in teilweise trockenen Dialogen.

Mir gefiel der Roman sehr gut, ich mochte diesen Abschluss – aber ich mag generell Romane von Rüdiger Schäfer, der als Autor immer wieder beeindruckende Werke präsentieren kann …

06 August 2026

Abrechnung im Park

Immer wieder gab es Versuche, die PERRY RHODAN-Serie für eine neue Leserschicht in das Format eines Comics zu übertragen. Einer davon wurde im Jahr 2004 unternommen: »Abrechnung im Park« ist eine acht Seiten umfassende Geschichte, die von Bernd Kronsbein getextet wurde und zu der Dirk Schulz die Bilder beisteuerte.

Veröffentlicht wurde er als redaktionelle Beilage im PERRY RHODAN-Extra 1 sowie – mit winzigen Änderungen – als separates kleines Heft, das bei Veranstaltungen kostenlos verteilt wurde. Auch die Ausgabe 78 der Zeitschrift »Comixene« druckte den Comic ab.

»Abrechnung im Park« hatte übrigens nichts mit den geplanten Comic-Veröffentlichungen im Splitter-Verlag zu tun. Dieser wurde erst 2006 gegründet, zwei Jahre also nach diesem Experiment. »Abrechnung im Park« diente als »Teaser« für eine geplante Zusammenarbeit mit einem der großen Comic-Verlage, aus der leider aufgrund personeller Änderungen nichts wurde.

05 August 2026

Kultur im Perryversum

Hören die Menschen in der fernen Zukunft noch Musik – und wenn ja, wie klingt die denn? Lesen sie noch Bücher – und wenn ja, in welcher Form werden diese Romane dargeboten? Und wie sieht es mit Bildender Kunst, mit Theater und Tanz aus?

In früheren Jahrzehnten hat vor allem Hans Kneifel in seinen Romanen solche kulturellen Details eingebracht. Atlan Village entstand in seinen Beschreibungen; der Autor erzählte von Bars und Restaurants, von Künstlern und Komponisten. Mir gefiel das als Leser immer sehr gut, weil das die Welt der Zukunft ein wenig plastischer gestaltete.

Und heute? Mich freut es, wenn wir in einem Roman von Oliver Fröhlich erfahren, dass es immer noch Autorinnen gibt, die an Texten arbeiten. Mich freut, wenn ich in einem Roman von Wim Vandemaan von Kunstwerken an den Wänden eines Hauses lese. Es sind die Details, die einen Roman nicht entscheidend voranbringen, die aber die Figuren und ihre Umwelt charakterisieren.

Und mir ist klar, dass das nicht alle Leserinnen und Leser mögen. Kultur gehört zum Perryversum ebenso dazu wie Raumschiffe, Aliens, Roboter oder monströse Waffen – ich mag es, wenn unser Serienuniversum so abwechslungsreich aussieht. 

04 August 2026

Die Stunde der Deponentin

Als spannend und tragisch zugleich erweist sich das Szenario, das Leo Lukas in seinem Roman entwickelt, der in dieser Woche in den Handel kommt. »Die Stunde der Deponentin« ist alles andere als humorvoll, sondern besticht durch klare Charaktere und eine sich steigernde Bedrohungslage.

Mir hat vor allem imponiert, wie der Autor aus einer eigentlich unwichtig wirkenden Nebenfigur eine zentrale Figur für die Handlung macht. Sie erarbeitet Pläne mit allerlei Hintertürchen, die sie dann auch umsetzt. Was sie damit bezweckt, dürfte ihr selbst zwar klar sein – nicht aber das, was am Ende wirklich entstehen kann.

Der Leo-Lukas-Doppelband sowie der darauffolgende Roman von Oliver Fröhlich bilden in gewisser Weise eine Trilogie in unserer laufenden Handlung. Sie bringen die Geschehnisse im Solsystem zu einem kritischen Punkt – und in mancherlei Hinsicht darüber hinaus … eine konsequente Weiterentwicklung des Geschehens um die Superintelligenz ES.

03 August 2026

Autorenbesuch trotz Hitze

Die Meteorologen hatten für den Raum Karlsruhe und Rastatt erneut hohe Temperaturen von 36 und 37 Grad vorhergesagt. Das hielt Christian Montillon aber nicht davon ab, sein kühles Arbeitszimmer zu verlassen und in die überhitzte PERRY RHODAN-Redaktion nach Rastatt zu kommen.

Der Autor war zu einem Termin verabredet: Unser Film-Team holte ihn vor die Kamera, um ihn zu interviewen. Bereitwillig gab Christian Montillon dann Auskünfte über seine Arbeit und seinen aktuellen Roman. Die Fragen stellte Adnan Turan. Das Video werden wir, nachdem es geschnitten worden ist, wohl im September auf YouTube und anderen Plattformen präsentieren.

Mit dem Autor besprach ich danach seinen aktuellen Roman und andere Themen. Wir gingen in ein nahegelegenes Restaurant, wo man im Freien sitzen und gut essen kann. Ein angenehmer Wind ging, und so konnten wir in aller Ruhe – sieht man vom Lärm der Bundesstraße ab, die direkt am Restaurant vorbeiführt – einige wichtige Themen besprechen. Manches Mal ist es einfach sinnvoll, sich persönlich zu treffen …

31 Juli 2026

Chroniden und Vorbereitungen

In dieser Woche ging es bei uns in der Redaktion und im Marketing mehrfach um den kommenden Zyklus unserer Serie. Bekanntlich heißt der neue Zyklus, der mit Band 3400 beginnen soll, »Chroniden-Zyklus«, und ich werde an dieser Stelle natürlich nicht verraten, um was es dabei geht. Der erste Roman kommt am 16. Oktober in den Handel, und bis dahin ist noch ein bisschen Zeit, wenngleich nicht zu viel …

Das umlaufende Titelbild steht, der Roman selbst ist im Haus, auch der vierfarbige Innenteil ist schon weit vorangeschritten. Wer den Roman schreibt und wie sein Titel ist, gebe ich demnächst offiziell bekannt – der Inhalt bietet die eine oder andere knallige Überraschung für die Leserinnen und Leser, denke ich.

Die Leseprobe, die wir zu diesem Band produzieren wollen, steht schon, was den Text angeht, und kann in Druck gehen. Wir haben einige Slogans für Anzeigen festgelegt; die Entwürfe dafür haben wir diese Woche mit einigen Änderungen auch weiterentwickelt. Das heißt, dass wir wesentliche Elemente für das Marketing vorbereitet haben.

Es sieht gut aus, finde ich. Da die meisten von uns im August irgendwann einige Tage frei haben, ist so eine Vorarbeit immer sinnvoll.

30 Juli 2026

Eröffnung in Saarbrücken

Für den PERRY RHODAN-WeltCon im September 1986 hatte sich die Abteilung Public Relations der Verlagsgruppe Pabel-Moewig einiges einfallen lassen. Man hatte nicht nur alle Autoren eingeladen, sondern mit Karl Dall auch einen echten »Stargast« und mit Sensus eine Band aus den Niederlanden. Dazu kamen eine speziell gebaute Bühne und reichlich Trockeneisnebel …

Als Moderatorin trat die Chefin der Public-Relations-Truppe selbst auf. Linda Ivanus-König hatte sich extra einen silbernen Anzug schneidern lassen, damit sie wie ein Astronaut aussah, und sich allerlei Glitzerzeugs in die Haare gemacht – was man sich eben vorstellte, wenn man im Jahr 1986 an Science Fiction dachte.

Ihr Gegenüber stand ein »Roboter«, ein ferngesteuertes Etwas, das allerlei Geräusche von sich gab und sich so verhielt, wie man sich eben einen Roboter vorstellte. In der Euphorie der Con-Eröffnung spielte das alles keine Rolle: Die Rede saß, die Besucherinnen und Besucher jubelten begeistert, alles klappte hervorragend.

Der WeltCon in der Saarlandhalle in Saarbrücken konnte beginnen; er lief tatsächlich reibungslos und mit praktisch keinem Problem. Sprach man später mit Fans darüber, blieb die Eröffnungsrede allerdings weniger in Erinnerung als andere Auftritte …