PERRY RHODAN-Redaktion
Diskretes und indiskretes aus der größten Science-Fiction-Serie der Welt
06 Mai 2026
Die Legatische Prüfung
Verfasst wurde der Roman mit dem Titel »Die Legatische Prüfung« von Olaf Brill. Das monströs wirkende Lebewesen auf dem Titelbild steuerte Dominic Beyeler bei.
Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen; in der Handlungsgegenwart gibt es zudem mehrere Perspektiven. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen kompliziert, erklärt sich bei der Lektüre des Romans aber von selbst. Wichtig ist, dass durch die Handlung dieses Bandes – so denke ich – einige Themen des »PEGASOS«-Zyklus zusammengefasst werden.
Mein Lieblingssatz in diesem Roman charakterisiert übrigens eine Figur sehr gut: »Wer den Frieden sucht, muss ihn der Galaxis aufzwingen.« Wer das wohl gesagt oder gedacht hat?
05 Mai 2026
Im Gedenken an Peter Griese
Ein Logbuch der Redaktion
Denke ich an Peter Griese, fallen mir sofort sehr viele Begegnungen ein, und ich habe ein klares Bild vor Augen: Der Autor steht in einer Gruppe von Lesern, er trägt eine Kappe mit »AC/DC«-Schriftzug und ein T-Shirt, auf dem sich das Logo derselben Band befindet, und diskutiert engagiert mit den Leuten, die ihn umringen. Er hat offensichtlich keine Scheu davor, sich der Kritik zu stellen und auf sie einzugehen.
So lernte ich ihn tatsächlich kennen: Irgendwann in den frühen 80er-Jahren saß der PERRY RHODAN- und ATLAN-Autor auf der Bühne im Jugendpark in Köln, es war ein warmer Tag im ColoniaCon, und im Raum saßen nur wenige Dutzend Menschen. Wie es so oft bei einem dieser Cons üblich war, hielten sich viele Fans im Freien auf, wo sie die frische Luft genossen.
Peter Griese sprach über die ATLAN-Serie und die neuen kosmischen Abenteuer, in die er den Arkoniden Atlan und seine Gefährten schicken wollte. Er reagierte schlagfertig und mit leichter Ironie auf die Rückfragen aus dem Publikum. Hinterher gab er geduldig einige Autogramme, die er in Hefte und Bücher kritzelte, die man ihm vor die Nase hielt.
Ich konnte einige Worte mit ihm wechseln und gestand, dass ich zu der Zeit lieber die ATLAN-Romane las als die PERRY RHODAN-Bände: »Bei ATLAN ist einfach mehr los«, behauptete ich. Über dieses Kompliment eines jungen Fans, der nicht viel Ahnung hatte, schien sich der Autor ernsthaft zu freuen.
Wir wechselten in der Folge einige wenige Briefe. Auf einer ATLAN-Leserseite sollte sogar eine Kurzgeschichte von mir erscheinen. Aber ich traf Peter Griese in jenen Jahren nicht wieder, erst beim PERRY RHODAN-WeltCon, der 1991 in Karlsruhe veranstaltet wurde.
In den 90er-Jahren arbeiteten wir dann enger zusammen. Ich war der junge Redakteur, Peter der schon erfahrene Autor. Die ATLAN-Serie war leider bereits Geschichte, sie war in den 80er-Jahren eingestellt worden. Dabei hatte Peter, der die Serie schon als Jugendlicher gemocht hatte, nicht nur viele Romane über den Arkoniden und seine Abenteuer geschrieben, sondern sie auch lange als Exposéautor gesteuert.
Mit manchen seiner Ideen hatte ich meine Schwierigkeiten. Er veröffentlichte Taschenbücher und Heftromane; manchmal legte er die Exposés eigenwillig aus, was dazu führte, dass die Bearbeitung nicht immer einfach war. Aber er übernahm immer mehr Aufgaben. Er steuerte die Risszeichnungen, er kümmerte sich um den PERRY RHODAN-Kommentar, und er ließ sich nicht nur auf Cons gern auf eine Bühne setzen, sondern trat auch im Fernsehen auf.
Bei Cons erlebte ich Peter Griese nun nicht mehr als Fan, sondern als Redakteur. Ich erinnere mich gut, welche Wortgefechte wir uns beispielsweise in Sinzig lieferten. Und in den Pausen konnten wir uns über laute Musik unterhalten; da hatten wir einiges gemeinsam.
Als der »THOREGON«-Zyklus gestartet wurde, erlebte der Autor einen wahren Höhenflug. Seine Romane um Alaska Saedelaere und die sogenannten Raubyner kamen bei den Fans sehr gut an. Umso schockierender war es für die Leserschaft und die Redaktion, dass Peter in der Nacht vom 28. auf den 29. April 1996 verstarb.
Die Trauerfeier fand im engsten Familienkreis statt. Ich fuhr einige Tage später hin und legte einen Kranz des Verlags auf das Grab, besuchte dann seine Familie und saß lange im Arbeitszimmer des Verstorbenen. Womöglich habe ich da erst verstanden, dass der beliebte Autor gestorben war und wir uns nie wieder über AC/DC und andere Bands, Haluter und Raubyner, Ideen und Konzepte unterhalten konnten.
Peter Griese war ein Original, wie es sie selten gibt. Seine Romane waren unterschiedlich im Stil und in der Qualität. An seinem dreißigsten Todestag erinnere ich mich mit Wehmut an ihn und werde am Abend daheim mit einer AC/DC-Schallplatte und Glas Whisky an ihn denken …
(Dieses Logbuch wurde am 29. April 2026 auf die Internet-Seite von PERRY RHODAN gestellt. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.)
04 Mai 2026
Der getäuschte Celista
Einen Blick auf das Arkon, wie wir es in unserer Serie PERRY RHODAN NEO zeigen, wirft unser Autor Ruben Wickenhäuser. Sein Roman trägt den Titel »Der getäuschte Celista« und kommt in dieser Woche in den Handel. Er spielt zum allergrößten Teil auf der Welt Arkon und zeigt die Gesellschaft der Arkoniden aus einer ungewöhnlichen Perspektive.
Der Autor nimmt dabei die Arkonidin Thora als eine Hauptfigur. Thora ist auf Arkon unterwegs; sie hat es dort mit der neuen Republik und dem alten Adel gleichermaßen zu tun. Sie wird Teil von Intrigen und versucht, ihre Herkunft als Waffe im sogenannten Spiel der Kelche einzusetzen.
Das alles schildert Ruben Wickenhäuser spannend und mit viel Liebe zum Detail. Wer Arkon und seine Geschichte mag – ob das nun beim klassischen PERRY RHODAN oder beim modernen PERRY RHODAN NEO ist –, sollte bei diesem Roman auf seine Kosten kommen.
30 April 2026
Von Kuratoren und Legaten
In den Romanen der kommenden vier Wochen haben wir erneut unterschiedliche Schwerpunkte, die aber inhaltlich zusammenhängen. Diese Verbindungen werden nicht von jeder Leserin und jedem Leser gleich bemerkt werden, aber das wird bald sehr klar und eindeutig. Die Ereignisse in der Milchstraße haben nämlich etwas mit den Abenteuern zu tun, die in kosmischer Ferne von der Besatzung des kleinen Raumschiffs PHOENIX erlebt werden.
Dabei spielt der erste Roman dieses Vierer-Blocks eindeutig in der galaktischen Nachbarschaft der Milchstraße. Wim Vandemaan verfasste »Weltraumgeboren«, der die Ereignisse am Rand von Cetus schildert. Wer sich unter diesem Begriff nicht sofort etwas vorstellen kann: Dabei handelt es sich um eine kleine Sterneninsel, die zur Lokalen Gruppe gehört und in unserer Serie bislang keine bedeutende Rolle spielte.
Der Autor erzählt von einer Raumstation, und er zeigt einige Bewohner von Cetus. Sein farbenprächtiger und abwechslungsreicher Roman mit der Bandnummer 3376 wird am 30. April 2026 veröffentlicht.
Mit einem Teil der Figuren aus Wims Roman spinnt Olaf Brill die Geschichte weiter. Sein Roman spielt auf zwei Zeitebenen: Man erfährt mehr über die Situation in der Handlungsgegenwart, aber es werden auch Ereignisse lebendig, die lange zurückliegen. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen: Damit legt der Autor schon Spuren, die auf spätere Romane verweisen.
»Die Legatische Prüfung« spielt nicht in der Milchstraße, ist aber eine Fortsetzung von Themen, die in der Heimatgalaxis begonnen wurden. Der Roman mit der Bandnummer 3377 liegt ab dem 8. Mai 2026 im Handel vor.
In ferne Gefilde wechselt die Handlung mit Leo Lukas. Sein »Der kosmische Kurator« erzählt von den weiteren Abenteuern, die Reginald Bull sowie die Besatzung des PHOENIX erleben. Das Team folgt immer noch einer kosmischen Trasse und ist gewissermaßen zwischen fremden Galaxien unterwegs.
In seinem Roman, der am 15. Mai 2026 mit der Bandnummer 3378 erscheint, erzählt Leo Lukas von Geheimnissen aus der Vergangenheit, die deutlicher ins Licht gerückt werden. Und er stellt ein neues Besatzungsmitglied für den PHOENIX vor …
Na ja, sagen wir vielleicht eher: Es handelt sich um einen Passagier.
Was dieser Passagier und die PHOENIX-Crew weiterhin erleben, ist Thema in Hubert Haensels »Pilger in Raum und Zeit«. Reginald Bull und seine Gefährten erhalten weitere Informationen zu den mysteriösen Portuu, sie erfahren erneut einiges über die Vergangenheit – so langsam setzt sich ein kosmisches Puzzle zusammen. Doch nach wie vor ist nicht klar, welche Verbindungen es zur Milchstraße einerseits und dem Sternwürfel andererseits gibt …
Hubert Haensel ist ein Autor, der sich im Lauf der Jahrzehnte zum Spezialisten für Reginald Bull entwickelt hat. Das merkt man auch diesem Roman an, der am 22. Mai 2026 mit der Bandnummer 3379 veröffentlicht wird. Der Autor schafft es aber ebenso, die anderen Besatzungsmitglieder sowie diverse Aliens plastisch darzustellen.
Wie es mit dem PHOENIX, seiner Besatzung und den mysteriösen Portuu weitergeht, werde ich sicher in einem späteren Logbuch erzählen. Es bleibt spannend und abwechslungsreich, sowohl in der Milchstraße als auch – so viel kann ich schon mal andeuten – in der sehr geheimnisvollvollen Galaxis Malora …
(Dieses Logbuch wurde am letzten Wochenende des April 2026 auf der Internet-Seite von PERRY RHODAN veröffentlicht. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.)
29 April 2026
Der ColoniaCon naht
Meinen ersten ColoniaCon besuchte ich in den frühen 80er-Jahren, damals im Jugendpark unweit des Rheinufers. Dort war die Veranstaltung in all den Jahren zumeist auch zu finden – in diesem Jahr ist der Kulturbunkel die neue Örtlichkeit. Wie das wird, weiß keiner – aber ein neues Team ist für den Con verantwortlich, und dieses neue Team muss neue Wege gehen.
Es gibt Programmpunkte zu PERRY RHODAN und zu PERRY RHODAN NEO; eine Reihe von Autorinnen und Autoren ist vor Ort. Ich selbst bin bislang nur für einen einzigen Programmpunkt eingeplant, was bedeutet, dass ich viel mit den anwesenden Besucherinnen und Besuchern reden werde.
Geplant ist, dass Adnan Turan, mein Kollege, und ich morgens mit dem Auto an- und abends auf dem gleichen Weg auch wieder abreisen werden. Alles andere lasse ich mit großem Interesse auf mich zukommen.
28 April 2026
Im Bahnhofsbuchhandel
Im aktuellen »dnv«-Heft listet eine Tabelle »Die 100 umsatzstärksten Titel im Bahnhofsbuchhandel 2025« au. Auf dem ersten Platz landet dabei wenig überraschend »Der Spiegel«, auf dem zweiten Platz dann allerdings – und das verblüffte mich schon – die Pokémon-Sammelkarten, die offenbar im Bahnhofsbuchhandel sehr rege verkauft werden.
Es hat sich nur eine einzige Romanheftserie unter den ersten hundert Titeln platzieren können: Auf Position 66 findet man PERRY RHODAN, nach »Stiftung Warentest Finanzen« und vor »Der Feinschmecker«. Über diese Platzierung habe ich mich sehr gefreut.
27 April 2026
Weltraumgeboren
Sein Roman »Weltraumgeboren«, der in dieser Woche in den Handel kommt, ist hierfür ein besonderes gutes Beispiel. Vordergründig haben wir es mit einem sehr typischen PERRY RHODAN-Band zu tun: An einem fremden Schauplatz – in diesem Fall ist es eine Raumstation – treffen Menschen auf Außerirdische; es gibt Kontakte und Konflikte, und am Ende sind alle Beteiligten um einige Erfahrungen reicher.
Wim schildert das auf seine Weise. Er hätte aus dem Thema eine knallige Agentengeschichte machen können, die ich sicher auch gern gelesen hätte, aber es stellt ungewöhnliche Figuren vor, schildert ein Raumschiff zwischendurch auf fast romantische Weise und erzählt von einem Lee, der einer riskanten Mission folgt. »Weltraumgeboren« ist ein Roman, der mich fasziniert hat; ich bin gespannt, wie hierauf die Reaktionen sind.





