03 März 2026

Digitale Autorenrunde zum Start ins Jahr

Ein Logbuch der Redaktion

»Wir haben einiges zu besprechen, denke ich, und wir werden einen Ausblick auf die kommenden Monate erhalten«. So formulierte ich es in meiner Mail, die ich an die Autorinnen und Autoren von PERRY RHODAN NEO verschickte.

Am Freitag, 23. Januar 2026, trafen wir uns zu einer »digitalen Autorenrunde«, die in zwei Abschnitten stattfand: morgens zwei Stunden und mittags zwei Stunden. Es hatte sich bei früheren Konferenzen, wie wir sie beispielsweise während der Corona-Zeit abhielten, eindeutig bewährt, die Runden nicht zu lang zu machen. Schließlich legten wir ja auch Pausen ein, wenn wir uns »real« trafen.

Die erste Runde gehörte den Verlagsinterna. Ich berichtete von den aktuellen Entwicklungen im Konzern und in unserem Verlagsbereich, und ich stellte die allgemeine wirtschaftliche Lage bei Heftromanen dar, ebenso bei der Science Fiction. Wir waren mit PERRY RHODAN nach wie vor erfolgreich, auch wenn die Auflagenzahlen nicht mehr mit denen vergleichbar waren, die wir vor zwanzig Jahren oder mehr erreicht hatten. PERRY RHODAN NEO erreichte stabile Zahlen, weil die E-Books gut liefen – hier sah ich noch großes Potenzial.

Die Autorinnen und Autoren brachten an dieser Stelle selbstverständlich viele Fragen vor, es kam zu einer regen Diskussion. Ich notierte mir einige der Hinweise sowie der kritischen Punkte und versprach, ihnen nachzugehen; auch die Ideen des Kollegiums wurden aufgeschrieben.

Aus Sicht der Redaktion gab es allerdings ebenso den einen oder anderen kritischen Punkt. Manche Manuskripte erreichten uns im vergangenen Jahr so spät, dass wir uns zeitweise von einem Notfallplan zum nächsten hangeln mussten. Sicher lag das auch am überraschenden Tod von Rainer Schorm, der eine große Lücke gerissen hatte.

Die Terminlage sollte 2026 unbedingt besser werden. Kai Hirdt und Rüdiger Schäfer schilderten die Arbeit innerhalb des Exposé-Teams und stellten dar, was sich dabei verbessern würde. In weiteren Diskussionen sprachen wir über das Thema der Serientechnik – wo setzen wir zu viel Beschreibungen ein, wo müsste es mehr werden? – und die Sicht des Kollegiums auf die Serienhintergründe.

Nach der Pause ging es um die eigentlichen Inhalte; solche Themen interessieren Autorinnen und Autoren immer. Rüdiger Schäfer und Kai Hirdt gaben einen Ausblick auf die kommende Staffel, die den Titel »Artefakte« tragen wird. Sie wird zum größten Teil in der Milchstraße spielen und die Lage auf der Erde, in der Republik Arkon und einigen anderen Regionen beleuchten.

Die beiden Exposéautoren stellten dar, welche Figuren auftauchen würden und welche Rollen sie einnehmen sollten. Im Rahmen der »Artefakte«-Staffel werden weitere terranische Kolonien in die Serie eingeführt; das kosmische Bild der Serie erweitert sich. Dass ich an dieser Stelle nicht über die wahren Inhalte schreiben werde, leuchtet wohl ein – wir werden bald inhaltliche Informationen bieten.

Zur kommenden Handlung und den Figuren gab es Rückfragen, Diskussionen und ergänzende Ideen. Die Diskussion verlief engagiert und wechselhaft, was ich sehr spannend fand. Und als ich gegen 16 Uhr die Videobesprechung beendete, hatte ich das Gefühl, dass sie auch noch zwei Stunden länger viel Freude gemacht hätte …

(Dieses Logbuch wurde bereits im Januar auf der Internet-Seite von PERRY RHODAN veröffentlicht. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.)

02 März 2026

Zwischen fremden Sternen

»Ich hätte gern ein echsenhaftes Alien-Wesen, das aussieht, als ob es lachen würde« – so in etwa lautete mein Vorschlag für das Titelbild, das Dirk Schulz zu gestalten hatte. Ich finde, dass er das sehr gut umgesetzt hat: Das Titelbild von »Zwischen fremden Sternen«, der in dieser Woche in den Handel kommt, zeigt den Mausbiber Gucky im Dialog mit einem Lebewesen aus der Völkergemeinschaft der Leun.

Den Roman selbst verfasste Leo Lukas; er spielt auf zwei Handlungsebenen, die auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun haben. Der Autor stellt Gucky dabei nicht als witzige Figur dar, macht aber schon klar, dass der Mausbiber durchaus seine Freude an Scherzen hat. Wenn es allerdings dramatisch und gefährlich wird, besinnt sich Gucky auch auf die wichtigen Aspekte einer Mission.

Mir gefiel sehr gut, wie der Autor die zwei Ebenen des Romans miteinander verknüpfte. Nicht nur Gucky-Fans sollten somit auf ihre Kosten kommen – eine schöne Zusammenstellung!

27 Februar 2026

Die kosmische Trasse

Als es darum ging, genauer festzulegen, wer welchen Roman im kommenden Halbjahr schreiben sollte, war relativ schnell klar, welche Aufgabe auf Uwe Anton fallen sollte: ein Thema mit kosmischen Geheimnissen, ein Rätsel über Millionen von Lichtjahren hinweg, eine ungewöhnliche Reise durch den Leerraum. Und dann noch Reginald Bull als eine wichtige Hauptfigur – da war ein starkes Thema für den erfahrenen Schriftsteller.

Uwe Anton verfasste »Die kosmische Trasse«, und sein Roman kommt heute offiziell in den Handel. Der Autor schreibt unter anderem über die geheimnisvollen Portuu, über die man bislang noch nicht viel weiß, und er zeigt den einen oder anderen Außerirdischen, dem Bull und sein Team unterwegs begegnen.

Mir gefiel bei dem Manuskript übrigens, dass der Autor die eine oder andere literarische Anspielung in seinem Roman versteckte. Beim Hinweis auf eine Welt namens R’lyeh musste ich schmunzeln; wer einmal H. P. Lovecraft gelesen hat, wird den Hinweis sicher ebenso gefunden haben …

26 Februar 2026

Die Erfindung des Redigiertags

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«


Ab dem Spätsommer 1995 wurde die Arbeitsbelastung in der PERRY RHODAN-Redaktion immer größer. Sabine Bretzinger und ich hatten unser neues Büro bezogen, fremdelten aber noch mit der neuen Lage. Unser Chefredakteur hatte das Haus verlassen; Dr. Florian F. Marzin würde sich künftig anderen Aufgaben außerhalb des Verlages widmen. Die anderen Heftromanserien waren eingestellt worden, wir hatten Kolleginnen verloren, und wir saßen gewissermaßen am Rand des Buchverlags.

Ich trug einen neuen Titel und durfte mich Redaktionsleiter nennen. Der Titel war allerdings nur mit zusätzlichen Aufgaben verbunden und brachte keinerlei Gehaltserhöhung mit sich. Unversehens stellte ich fest, in wie vielen Besprechungen ich anwesend sein musste und wo ich gefragt war. Ich saß mit dem Verlagsleiter Buch zusammen, ich wurde zu einem der Vertriebsleiter für den Zeitschriftenbereich zitiert, ich ging mit der Kollegin für Lizenzgeschäfte zum Mittagessen, und ich hatte Unterlagen auf meinem Tisch, die wenig mit dem Inhalt von Romanen zu tun hatten.

Dabei war meine Hauptaufgabe nach wie vor, dass ich jede Woche einen PERRY RHODAN-Roman redigierte und in die Produktion gab. Ich betreute die Nachauflagen und war für die PERRY RHODAN-Taschenbücher zuständig, die ich plante und redigierte. Sabine und ich kümmerten uns um die Silberbände, die ausländischen Lizenzausgaben und begannen mit den Vorarbeiten für weitere Produktionen – so hatten wir für 1996 einen Risszeichnungsband geplant.

Vieles geschah zu der Zeit noch »händisch«: Die Autoren schickten ein Manuskript in den Verlag, das sie zwar mit einem Computer verfasst hatten – die meisten zumindest –, aber ohne Disketten lieferten. Zu der Zeit waren viele Schreibprogramme nicht kompatibel. Peter Griese beispielsweise arbeitete mit einem Olivetti-Rechner, Ernst Vlcek benutzte das Programm AmiPro, wir schrieben im Verlag mit Wordstar.

Also trafen bei uns Umschläge mit bedrucktem Papier ein, mit denen wir arbeiteten. Ich las die Manuskripte immer sofort, und bei der Lektüre hinterließ ich erste Anmerkungen. War ich damit fertig und fand das Manuskript gut, rief ich den Autor an und sprach mit ihm das Manuskript durch. Währenddessen stellte Sabine einen Vertrag aus: mit der Schreibmaschine, weil wir für die Verträge ein Formular benutzen mussten, das seit Jahrzehnten im Einsatz war.

Der zweite Arbeitsgang war das eigentliche Redigieren. Ich benutzte zwei Stifte: einen dicken blauen zum Streichen von Wörtern oder Sätzen, einen dünnen blauen zum Einfügen neuer Formulierungen oder verbesserter Sätze. Parallel dazu schrieb ich einen Vor- und einen Abspanntext, dazu den Kasten für das Personenverzeichnis. Ich redigierte zudem den PERRY RHODAN-Computer. Um den PERRY RHODAN-Report, die Risszeichnungen und die Leserkontaktseite kümmerte sich Sabine.

War ich mit dem Redigieren fertig, reichte ich das Manuskript quasi über den Tisch. Sabine packte es in eine Mappe, die sie in die Setzerei trug. In einem großen Saal saßen einige Frauen und schrieben alle Texte, die ihnen von den Redaktionen geliefert wurden, noch einmal ab. Ganz nebenbei wurden von ihnen viele Rechtschreibfehler verbessert, die vorher vielleicht im Manuskript waren,

In der Folge gab es eine Erst- und eine Zweitkorrektur; dann bekam ich die sogenannte Satzfahne auf den Tisch: Das Heft war fast druckfertig, ich musste es nur noch durchschauen. Ich machte in diesem Fall praktisch die Drittkorrektur, in der ich manchen Fehler ausbügeln konnte. Wenn das alles erledigt war, erteilte ich die Druckfreigabe – die Kollegen aus der Herstellung gaben das Manuskript dann quasi auf die andere Straßenseite zur Druckerei. Dort wurde das Ganze noch einmal überprüft: Es gab eine sogenannte Maschinenkorrektur, und ich bekam kurz vor Druck den sogenannten Andruck zur Prüfung.

Mein Problem war bei allem: Die einzelnen Arbeitsgänge in der Redaktion ließen sich flott nebenbei erledigen; hier mal eine halbe Stunde, dort mal eine Viertelstunde. Wollte ich aber einen Roman gründlich redigieren, musste ich konzentriert am Text bleiben. Nur so wusste ich beispielsweise bei Seite 20 noch, was ich auf der ersten Seite angepasst hatte. Wurde ich beim Redigieren ständig unterbrochen, hatte ich keinen Zusammenhang im Kopf.

Sabine bekam das Problem mit: Ich wurde unterbrochen, verlor den Überblick, musste mich neu in den Text einarbeiten und brauchte so viel länger für die eigentliche Arbeit. »Dann arbeite doch daheim«, schlug sie vor. »Ein Tag in der Woche, das muss drin sein.«

Ich verhandelte mit der Verlagsleitung. Mit dem Verlagsleiter, meinem direkten Vorgesetzten, hatte ich große Probleme, aber in diesem Fall verstand er mein Anliegen. Wir führten den sogenannten Redigiertag ein: Einmal pro Woche konnte ich daheim arbeiten, idealerweise an einem Donnerstag. »Es sollte halt kein Resigniertag werden«, spottete er, und da fand ich ihn sogar sympathisch.

Es gab damals keine Betriebsvereinbarung über »Home Office«; den Begriff benutzte keiner. Niemand von uns machte sich Gedanken über versicherungsrechtliche Konsequenzen. Wir richteten einfach einen Redigiertag ein, und der funktionierte richtig gut.

Und weil ich in der sehr rustikalen Zwei-Zimmer-Wohnung, in der ich damals lebte, keinen Balkon hatte, verlegte ich den Redigiertag kurzerhand ins Freie: Ich radelte im Spätsommer 1995 zum ersten Mal in den Schlossgarten von Karlsruhe, setzte mich mit meinem Manuskript an den See und arbeitete unter freiem Himmel. Das fand ich dann ziemlich produktiv …

(Dieser Beitrag erschien vor wenigen Tagen auf der PERRY RHODAN-Serie. Hier wiederhole ich ihn, weil er ja auch eindeutig biografische Themen enthält ...)

25 Februar 2026

Invasion der Posbis

Nein, auf dem Titelbild des Romans unserer Serie PERRY RHODAN NEO, den wir in dieser Woche veröffentlichen, zeigen wir nicht »Die drei Musketiere« oder ein ähnliches Motiv. Es ist – wenn man es genau nimmt – immer wieder Roi Danton, und diese Figur in seinen unterschiedlichen Variationen.

Bei PERRY RHODAN NEO manifestiert sich Danton nämlich in unterschiedlicher Gestalt. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen: Er ist nicht Perry Rhodans heimlicher Sohn, und er hat wirklich etwas mit der Französischen Revolution zu tun …

Der kommende Roman unserer Serie stammt von Lucy Guth und trägt den Titel »Invasion der Posbis«. Tatsächlich musste sich die Autorin darin mit einem Thema beschäftigen, das nicht zu ihren liebsten Gebieten zählt: Unter anderem geht es um eine militärische Konfrontation. Raumschiffe der Posbis und der Menschen stehen sich gegenüber, es wird auch geschossen und gekämpft.

Lucy Guth schildert aber kein ausuferndes Schlachtengemälde. Es geht der Autorin stets auch um Personen und ihre Taten und Gefühle. Eine dieser Personen ist Roi Danton, aber er ist nicht die einzig wichtige Figur in ihrem Roman. Abwechslungsreiche Geschichte!

24 Februar 2026

Neue und alte Konflikte in der Milchstraße

Ein Logbuch der Redaktion

Bei der PERRY RHODAN-Serie ist es schon in den frühen Zeiten zu einer guten Tradition geworden, dass die Handlung eines laufenden Zyklus an unterschiedlichen Schauplätzen spielt. Die Leserinnen und Leser konnten sich also auf abenteuerliche Geschichten freuen, die in weiter Ferne angesiedelt waren – in Andromeda, Gruelfin oder dem Mahlstrom der Sterne –, während immer wieder zur Erde und den Welten der Milchstraße zurückgeblendet wurde.

Ben Calvin Hary, unser aktueller Chefautor, und das Team aus engagierten Autorinnen und Autoren hat an diesem »Rezept« selbstverständlich nichts geändert. Und so liest man abwechselnd von den aktuellen Herausforderungen zwischen Terra und Topsid sowie andere Welten der Menschheitsgalaxis oder eben von den Erlebnissen des kleinen Teams an Bord des PHOENIX, das in den Tiefen des Kosmos unterwegs ist.

Das gilt auch für die kommenden vier Romane. Wobei Leo Lukas in gewisser Weise für den Brückenschlag verantwortlich ist: Am 6. März 2026 erscheint »Zwischen fremden Sternen« mit der Bandnummer 3368, der im Sternwürfel spielt, bei dem aber die heimatliche Galaxis stets im Hintergrund eine Rolle einnimmt.

Der Autor erzählt von einer Figur, die eigentlich mit dem Sternwürfel verschwunden ist, die dort – vielleicht – aber eine neue Heimat gefunden hat. Leider läuft nicht alles so, wie man es sich erhofft hat, und so entwickeln einige Wesen einen waghalsigen Plan … Ich drücke mich an dieser Stelle übrigens absichtlich etwas unklar aus: Der Roman spielt schließlich ein bisschen mit der Identität der Hauptfigur.

Ben Calvin Hary springt danach direkt zur Erde und den anderen Welten des heimatlichen Solsystems. Dort haben sich die Menschen – weil die Bedrohung so groß war – freiwillig in die Obhut einer Künstlichen Intelligenz begeben. NATHAN sorgt für die Menschen, er kontrolliert sie allerdings nicht.

Viele Terraner betrachten die aktuelle Situation als perfekte Welt, als eine Utopie aus Sicherheit und Wohlstand. Doch natürlich sehen das nicht alle Terraner gleich ...

Der Roman trägt den Titel »Der Status quo«; er kommt am 13. März 2026 mit der Bandnummer 3369 in den Handel. Ich bin übrigens sicher, dass sein Inhalt für einige Diskussionen in der Leserschaft sorgen wird …

Eine Welt, die seit langer Zeit als zerstört gilt, steht im Fokus des nächsten Romans von Oliver Fröhlich. »Eine Handvoll Tramp« erscheint am 20. März 2026 und trägt die Bandnummer 3370. Unter anderem geht es um einen Topsider, der nach etwas sucht, das es eigentlich nicht geben dürfte.

Der Titel legt nahe, um welche Welt es geht: Der Autor lässt seinen Roman in dem Sonnensystem spielen, das einst die Heimat der Mausbiber war. Set Jahrtausenden umkreisen allerdings nur die Trümmer des Planeten Tramp den Stern – aber vielleicht kann man dort immer noch etwas finden?

Den Abschluss des Vierer-Blocks bildet ein Roman von Kai Hirdt. »Das Duell« zeigt auf, was geschehen kann, wenn ehemalige Verbündete zu erbitterten Feinden werden – und dann doch wieder zusammenarbeiten müssen.

Der Autor erzählt in seinem Roman mit der Bandnummer 3371 eine abwechslungsreiche Geschichte, in der er die Absichten der unterschiedlichen Personen klar herausstellt. Zudem zeigt er, wie ein junger Mann an seine Grenzen stößt und über diese hinauswachsen muss …

Es bleibt zwischen den Sternen der Milchstraße also spannend. Mir hat das Paket, das die vier Autoren mit ihren Romanen geschnürt haben, sehr gut gefallen – jeder Band weist unterschiedliche Schwerpunkte auf und unterscheidet sich stilistisch von den Bänden der Kollegen.

(Dieses Logbuch erschien bereits vor einigen Tagen auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Redaktion und wird an dieser Stelle vor allem aus dokumentarischen Gründen geteilt.) 

23 Februar 2026

Die ersten Shinobi

Bereits am vergangenen Freitag erschien mit »Die ersten Shinobi« der aktuelle Roman von Olaf Brill. Der Autor hatte bei seinem Manuskript die nicht einfache Aufgabe, eine neue Organisation für die Milchstraße einzuführen, ohne zu viel zu verraten – kein Wunder, die Shinobi entstehen schließlich erst, ebenso wie das Elysium, für das sie tätig sein sollen.

Was mir dabei sehr gut gefiel, war die Art und Weise, wie der Autor die beiden Hauptpersonen vorstellte. Sowohl Jasper Cole als auch Antonya Bancroft sind auf ihre Art fähig und verfügen über Durchsetzungskraft – aber sie haben sehr unterschiedliche Vorgehensweisen, die sich kaum auf einen Nenner bringen lassen. Das kann funktionieren, muss aber nicht, und diesen Konflikt zwischen beiden Figuren zeigt Olaf Brill sehr deutlich.

Ganz nebenbei präsentiert er noch eine neue fremdartige Kultur und schildert Konflikte, die sich ergeben, wenn sehr fremdartige Lebewesen aufeinanderstoßen. Der Roman unterhält deshalb auf verschiedenen Ebenen, und das fand ich sehr ansprechend.