Seit 1977 beschäftige ich mich mit der PERRY RHODAN-Serie, zuerst als Leser und Fan, dann als Redakteur. In dieser Zeit hatte ich den allerersten Roman unserer Serie, den legendären Roman mit dem Titel »Unternehmen Stardust« mehrfach in den Händen; ich las ihn sicher fünf- oder sechsmal in unterschiedlichen Phasen meines Lebens.
Aber nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass es ein Kapitel vor dem ersten Kapitel gegeben hätte, das dem Lektorat des Jahres 1961 zum Opfer fiel.
Dem Sammler Markus Rohrwild und unserem Redakteur Olaf Brill ist zu verdanken, dass sich nun jede Leserin und jeder Leser ein Bild von diesem ersten Kapitel machen können. Der aktuelle Roman mit der Bandnummer 3394 bietet diese Seiten – wir haben schlichtweg den Durchschlag des Manuskripts genommen und die ersten Seiten sehr sorgsam eingescannt.
Was schließt man heute daraus? Nach all den Jahrzehnten? Muss die Geschichte der PERRY RHODAN-Serie umgeschrieben werden?
Sicher nicht. »Unternehmen Stardust« ist ein spannender Roman, dessen erzählerische Wucht im Jahr 1961 die Leute begeistert hat. Es ist auch gut, dass man das ursprüngliche erste Kapitel strich, um direkt mit General Pounder und seinen Erläuterungen anzufangen – das ist direkter und macht klar, wer Perry Rhodan ist.
Spannend finde ich es trotzdem: Dieses Manuskript belegt, wie man schon der Frühzeit unserer Serie darum gerungen hat, die Romane so gut und so packend wie möglich zu machen. Ob die Streichung damals vom Redakteur oder vom Außenlektor veranlasst wurden, kann ich heute nicht sagen – dazu fehlen mir alle Unterlagen.






