PERRY RHODAN-Redaktion
Diskretes und indiskretes aus der größten Science-Fiction-Serie der Welt
02 Juli 2026
Trio in Köln
Auf dem ColoniaCon im Frühsommer 1993 präsentierten sich unter anderem einige neue PERRY RHODAN-Mitstreiter den Fans. Das Bild fasst das sehr schön zusammen, finde ich.
Es zeigt – links im Bild – die Autorin Susan Schwartz, die erst wenige Wochen zuvor mit »Im Netz des Quidor« ihren Einstand in der PERRY RHODAN-Serie gegeben hatte. In der Mitte steht Klaus N. Frick, der im Herbst des Vorjahres als neuer PERRY RHODAN-Redakteur angefangen hatte. Und rechts erkennt man Rüdiger Schäfer, zur damaligen Zeit vor allem als Herausgeber kritischer Fanzines und Autor gelungener Kurzgeschichten bekannt.
In unterschiedlichen Konstellationen arbeiten die drei Personen seit den 90er-Jahren zusammen. Persönlich kannten sie sich seit den 80er-Jahren. Schön, wenn es solche Kontinuitäten gibt!
Das Bild wurde von Peter Fleissner aufgenommen.
01 Juli 2026
Sammler der Kuriositäten
Wovon ich hier spreche und schreibe? Es geht um den aktuellen Roman in unserer Serie PERRY RHODAN NEO, den Antares Bottlinger verfasst hat. Der Autor erzählt dabei vor allem von der Welt Agemas und den Ereignissen, die sich dort abspielen.
Die Aktionen des Rhodan-Teams fand ich interessant und spannend, auch deshalb, weil wir unsere Helden als Diebe erleben. Dramatischer sind die weiteren Geschehnisse auf dieser Welt. Ein Vulkanausbruch ist nicht das kleinste Problem, das seine Bewohner haben …
30 Juni 2026
Seltsame Alien, komplizierte Konflikte
Das mag vielleicht ein wenig verwirrend klingen, weshalb ich mich nicht länger mit einer Einleitung aufhalten möchte, sondern direkt einsteige: Olaf Brill und Michelle Stern werfen sich gewissermaßen die Bälle zu, und das machen die beiden sehr gut.
Den Auftakt bildet ein Roman von Olaf Brill: »Aelors Rache« spielt an Bord des PHOENIX und in der Umgebung des kleinen Raumschiffs und seiner Besatzung. Reginald Bull und seine Gefährten sind bekanntlich seit langem in den Tiefen des Universums unterwegs, wo sie zuletzt einer kosmischen Trasse gefolgt sind.
Mittlerweile haben sie ein Ende erreicht, so kommt es ihnen zumindest vor, und sind dort auf Rätsel gestoßen, die aus der Vergangenheit stammen, aber mit der Gegenwart verschränkt sind. Der Sternwürfel spielt eine wichtige Rolle, der mysteriöse Aelor verfolgt seine uralten Pläne, und Reginald Bull muss alles versuchen, um weitere Schwierigkeiten zu verhindern.
»Aelors Rache« trägt die Bandnummer 3384 und erscheint am 26. Juni 2026. Der Autor bereitet dabei unter anderem seiner Kollegin die Bühne für ihren Doppelband.
Mit »Das Malorische Siegel« verfasste Michelle Stern den ersten Teil davon. Die Autorin führt dabei Aliens ein, wie wir sie bislang in der PERRY RHODAN-Serie noch nicht kennengelernt haben. Die Darstellung einer extrem fremdartigen Kultur las ich mit großem Interesse; ich fand schon das Exposé gut und war von der gelungenen Präsentation im Roman sehr angetan.
Neben den Aliens und ihrem – für uns – seltsamen Blick auf die Welt spielen auch Meg Ontares, die Medikerin des PHOENIX, und einige Portuu wichtige Rollen in diesem Roman. Letztlich geht’s um die Existenz einer ganzen Kultur … Der Band mit der Nummer 3385 ist ab dem 3. Juli 2026 im Handel erhältlich.
»Das Portal« ist der Titel für den zweiten Teil des Doppelbands von Michelle Stern. Die Autorin schildert die Situation, wie sie sich vor der »abgesperrten« Galaxis Malora darstellt. Dort halten sich Reginald Bull und die Besatzung des PHOENIX auf, dort versucht man nun, eine außerirdische Zivilisation zu retten.
Die Autorin zeigt einerseits die Bemühungen von Bull und seinen Gefährten und gibt andererseits erneut einen Einblick in eine faszinierende Alien-Kultur. Lesen kann man diese Story ab dem 10. Juli 2026, wenn der Roman mit der Bandnummer 3386 veröffentlicht wird.
Mit dem folgenden Band geht es zurück in die Lokale Gruppe der Galaxien. Olaf Brill erzählt die weiteren Geschehnisse um die Agenten, die sich auf die Spur der mysteriösen Legaten gesetzt haben. In »Andromeda antwortet nicht« zeigt der Autor darüber hinaus, wie sich die Lage im Leerraum zwischen den Galaxien darstellt – Andromeda spielt dabei eine besondere Rolle, wie es aussieht.
Der Titel »Andromeda antwortet nicht« ist dabei gewissermaßen programmatisch; der Roman mit diesem Titel und der Bandnummer 3387 liegt ab dem 17. Juli 2026 vor. In ihm bahnen sich Geschehnisse an, die auch im kommenden Zyklus eine Rolle spielen werden …
29 Juni 2026
Das Malorische Siegel
Mir gefiel, wie feinfühlig die Autorin das machte und wie schön sie die seltsamen Aliens gestaltete. Darüber hinaus erzählt sie von diversen Personen, die sich am Rand der Galaxis Malora versammelt haben. Sie alle haben ihre jeweils eigene Agenda, und einig sind sie sich in ihren Zielen ohnehin nicht.
Damit ist der Roman auf zwei Ebenen spannend, finde ich. Und er bildet einen sehr gelungenen Auftakt für einen Doppelband, dessen Inhalt überraschen dürfte.
26 Juni 2026
Aelors Rache
Den Roman selbst schrieb Olaf Brill; er trägt den Titel »Aelors Rache«. Der Autor musste beim Schreiben das Kunststück fertigbringen, mit großen Dimensionen einerseits – es sind viele Raumschiffe unterwegs – und menschlichen Schicksalen andererseits umzugehen. Beides muss sinnvoll geschildert werden, beides muss sich in ein erzählerisches Konzept einbetten lassen.
Dabei bildet der Roman in gewisser Weise einen Auftakt: Von ihm geht es dann weiter zur Galaxis Malora und deren Mysterien. Aber das ist dann schon wieder eine andere Geschichte …
25 Juni 2026
Wenn Autoren posieren ...
Aus der Serie »Ein Bild und seine Geschichte«
Der VorCon des FreuCon '92 wurde im Jugendzentrum »Murgtäler Hof« veranstaltet. An diesem Ort waren von 1981 bis 1992 die FreuCons gelaufen, manchmal wurde es nur als Übernachtungsmöglichkeit genutzt, manchmal war es der zentrale Ort für den eigentlichen Con.
Am Donnerstag, 23. April 1992, reisten die Leute schon vorzeitig an, die von Freitag bis Sonntag im Kongresszentrum ihren Dienst antreten sollten. Immerhin sollte in der kleinen Stadt im Schwarzwald der EuroCon stattfinden.
Nach dem Motto »bitte freundlich lächeln« wurden auch die anwesenden PERRY RHODAN-Autoren eifrig fotografiert. Das Bild zeig unter anderem (von links), die Autoren Robert Feldhoff und Ernst Vlcek, zwischen die sich Andrea Schäfer – sehr engagiert in der FanSzene – gestellt hatte. Neben Vlcek amüsiert sich, auf einem Barhocker sitzend, Dr. Florian F. Marzin, damals der PERRY RHODAN-Chefredakteur.
Das Bild wurde von Peter Fleissner geschossen.
24 Juni 2026
Eine Frage des Bauchgefühls
Ich wurde gefragt, wie ich denn dazu stünde, dass Fans derzeit Bilder mithilfe von KI-Anwendungen erstellen, die also die PERRY RHODAN-Serie auf diese Weise interpretieren. Sei das erlaubt, sei das verboten?
Um es klar zu sagen: Meine Antwort dazu kann ich nur anhand meines Bauchgefühls formulieren. Rein rechtlich sieht das alles sicher komplizierter aus. Aber ich bin kein Jurist, sondern nur Redakteur.
Generell ist die Logik unserer Redaktion: Wenn jemand das Werk der PERRY RHODAN-Serie nimmt und auf dessen Basis seine eigene Kreativität einsetzt, um eigenes geistiges Eigentum zu schaffen, sehen wir das als positives Engagement. Ich meine damit ausdrücklich selbst geschriebene Geschichten und Romane sowie selbstgezeichnete oder -gemalte Bilder und Risszeichnungen.
Solche Bilder und Texte sind ja auch eine Grundlage für die Serie – fast alle von uns, die heute für PERRY RHODAN arbeiten, haben mit fannischen Tätigkeiten angefangen. Das ist bei Bildern, die mit KI-Programmen entwickelt werden, deutlich anders. Diese Programme wurden ja mit etwas trainiert, das vorher das geistige Eigentum eines anderen Menschen war. Ich persönlich finde das nicht gut.
Wenn PERRY RHODAN-Fans aber eigene Interpretationen von Figuren wie Gucky oder Thora anfertigen und diese inkommerziell im Internet veröffentlichen – damit man darüber diskutieren kann –, ist das ebenfalls ein Fan-Engagement. Dagegen würde ich als Redakteur nie vorgehen.
(Anders wäre es, wenn jemand auf diese Weise »Produkte« entwickelt und verkauft. Aber darum geht es ja eigentlich nie. Noch nicht.)





