22 Juli 2026

Kein Fußball im Jahr 2026?

Die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer ist 2026 gelaufen; sie hat diesmal in der PERRY RHODAN-Serie allerdings keinen Widerhall gefunden. In früheren Jahren brachten die Autorinnen und Autoren immer mal wieder Anspielungen auf Vereine oder Spieler in den Romanen unter – oft so, dass es nur eingefleischte Fans merken konnten –, zweimal veröffentlichten wir sogar ausgesprochene Fußballromane.

In diesem Jahr hatten wir das nicht auf dem Zettel. Dass Fußball ein Thema im Perryversum ist, haben wir nun oft genug erzählt; das wollten wir nicht erneut erwähnen. Und bei vielen Menschen in unserem Umfeld war die Weltmeisterschaft in Nordamerika nicht sonderlich beliebt – ich habe sie beispielsweise nur am Rande mitbekommen, während ich in früheren Jahren viele Spiele anschaute.

Heißt das, dass das Thema Fußball für unsere Serie erledigt ist? Ich glaube nicht. Sport ist auch in der Zukunft, von der wir erzählen, ein Thema, und wir haben mehrfach ausgesagt, dass Fußball immer noch sehr populär ist. Es spricht also nichts dagegen, das Thema erneut zu bringen – 2026 bot sich dafür einfach keine sinnvolle Gelegenheit. 

21 Juli 2026

Durch die Zeitschleuse

Im Verlauf der Jahrhunderte und Jahrtausende sind die Menschen im PERRY RHODAN-Universum in die unterschiedlichsten Galaxien gereist. Sie trafen auf fremdartige Außerirdische und historische Zusammenhänge, die manchmal Jahrmillionen umspannten. Die Sterneninsel, die in all der Zeit am meisten faszinierte, ist und bleibt Andromeda.

Zumindest an den »Rand« dieser Galaxis – auch wenn eine Galaxis natürlich keinen »Rand« hat – führt der Roman, den wir in dieser Woche veröffentlichen. Kai Hirdt schrieb »Durch die Zeitschleuse«, und der Autor hatte anscheinend eine große Freude daran, die unterschiedlichsten Außerirdischen zu beschreiben.

Es spielen aber nicht nur Ghoublanen und Kollmanen mit. Eine Reihe bekannter Figuren aus der heimatlichen Milchstraße sind mit von der Partie. Unter anderem geht der Arkonide Atlan auf eine Mission, die – so viel kann ich wohl andeuten – ihm einiges abverlangen wird.

Es ist ein Roman, in dem allerlei trickreiche Gegenspieler aufeinandertreffen. Wie das Ganze ausgeht? Die Antwort auf diese Frage wird wohl mehr Zeit in Anspruch nehmen, als man sich derzeit vorstellen kann ... 

20 Juli 2026

Ein ungewöhnlicher Autor, ein schräger Raumkapitän

Ein Logbuch der Redaktion 

Ich weiß, dass es viele Leser unserer Serie gibt, denen es völlig egal ist, welcher Autor oder welche Autorin für welche Inhalte zuständig ist. Diese Menschen lesen die Romane, weil sie Freude daran haben, in »unser« Universum abzutauchen, aber sie wollen nicht mehr darüber wissen. Im Verlauf der Jahre traf ich immer wieder Menschen, die mir erzählten, wie sehr sie PERRY RHODAN schätzten, die aber von keinem der Beteiligten den Namen kannten.

Wer sich intensiver mit unserer Serie beschäftigt, wird schnell merken, welche Autorinnen und Autoren ihm eher gefallen. Sie alle schreiben unterschiedlich, sie alle haben Schwerpunkte, die nicht identisch sind.

Ich mag das, und ich halte das für einen großen Pluspunkt unserer Serie: Bei PERRY RHODAN bekommt man unterschiedlichste Stilrichtungen und eine große Bandbreite an inhaltlichen Schwerpunkten.

Denke ich darüber nach, welche Autoren welchen Einfluss auf die Serie hatten, fallen mie die üblichen Namen ein: K. H. Scheer und Clark Darlton natürlich, Kurt Mahr und William Voltz, später natürlich Ernst Vlcek oder Robert Feldhoff, und häufig wird auch Hans Kneifel genannt.

Ich möchte mit diesem Text auf einen Autor hinweisen, dessen Einfluss man nicht ignorieren kann: Die Rede ist von H. G. Ewers, der schräge Figuren und skurrile Handlungsideen in die Serie einbrachte.

Schon klar: Das kann man nicht pauschal sagen. Zwar zeichnete sich H. G. Ewers stets durch originelle Figuren aus, die außerhalb der Norm waren, aber er konnte auch »anders«. Wenn es sein musste, stellte er den ernsthaften Kapitän eines Raumschiffes ins Zentrum seiner Romane ebenso die kluge Wissenschaftlerin oder einen intelligenten Außerirdischen.

Das passte ein wenig zu seinem Lebenslauf, der von Umbrüchen und immer wieder neuen Zielen bestimmt war: Ewers erlebte die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs als Jugendlicher mit, er floh aus der DDR und wurde in Westdeutschland zum beliebten Science-Fiction-Autor. Er interessierte sich stets für »Randthemen« und begeisterte sich noch im hohen Alter für Forschung aller Art.

Das schlug sich in seinen Figuren nieder, die immer wieder aus dem Rahmen fielen. Diese mussten nicht unbedingt witzig sein; es genügte, wenn sie einer Agenda folgten, die außergewöhnlich war. Mit dem Intergalactic Peace Corps (IPC) schuf er beispielsweise eine Organisation, die er in mehreren Romanen zum Einsatz brachte und deren Angehörige sich darum kümmerten, für Frieden zu sorgen und diplomatische Zwischenfälle zu lösen.

Im Gedächtnis blieben den Leserinnen und Leser der PERRY RHODAN- und ATLAN-Serie vor allem aber jene Figuren, die sich skurril verhielten. Spricht man mit Menschen, die in früheren Jahrzehnten ihren ersten Kontakt zum Perryversum hatten, kommen ihnen unweigerlich Dalaimoc Rorvic und Tactcher a Hainu in den Sinn: Der tibetische Mutant bildete mit dem kleinwüchsigen Marsianer ein Duo, das stets für Situationskomik und ungewöhnliche Handlungen sorgte.

Eine ähnliche Figur ist der Raumfahrer Guy Nelson. Er hatte nur wenige Auftritte im Rahmen der PERRY RHODAN-Serie und trat vor allem in den PERRY RHODAN-Taschenbüchern auf. Diese erschienen alle vier Wochen und boten den Autorinnen und Autoren von den 60er- bis in die 90er-Jahre einen riesigen Freiraum. Hier konnten sie ihren eigenen Ideen folgen und Romane veröffentlichen, die sich nicht ins enge Serienkorsett pressen ließen.

Vor allem H. G. Ewers nutzte das sehr gern aus, und sein Guy Nelson ist dafür ein schönes Beispiel. Nelson trinkt in den Romanen zeitweise ungeheure Mengen an alkoholischen Getränken, klopft einen lockeren Spruch nach dem anderen und hat ganz eindeutig seine Probleme mit Disziplin oder den Regeln der staatlichen Gesellschaftsordnung.

Als Gesprächspartner stellte ihm der Autor zwei wichtige Figuren zur Seite: seine kluge Schwester Mabel und seinen altersschwachen Roboter George. Die zwei Menschen und das Maschinenwesen bevölkern das Raumschiff HER BRITANNIC MAJEST, mit dem sie in allerlei Science-Fiction-Abenteuer geraten.

Ich kann heute nicht behaupten, dass ich alle Romane mit Guy Nelson mochte. Vor allem die ersten Geschichten fand ich höchst unterhaltsam, später lief sich die Serie innerhalb der Taschenbuchreihe ein wenig tot. Aber vor allem die Anfänge sind witzig und zeigen H. G. Ewers als einen Autor mit ungewöhnlichen Ideen.

Aus diesem Grund bringen wir auch zwei dieser klassischen Geschichten neu in den Handel: als E-Book-Doppelband im Rahmen der »neuen« Planetenromane. Dabei greifen wir weit in die Vergangenheit: »Raumkapitän Nelson« wurde erstmals im Jahr 1965 als Band 19 der Planetenromane im Format eines Taschenbuchs veröffentlicht. »Der Schlüssel zur anderen Welt« erschien ursprünglich im Jahr 1966 als Band 30 der Reihe.

Beide Bände konnte ich übrigens als junger Redakteur in der Mitte der 90er-Jahre nachdrucken – damals brachten wir die Taschenbücher in Lizenz im Heyne-Verlag heraus, wobei wir sowohl Klassiker als auch neue Romane veröffentlichten. Aber das ist ja schon dreißig Jahre her …

Beide Bände spielen zu Beginn des 25. Jahrhunderts, in einer Zeit also, in der die Menschheit vor einer ungeheuren Bedrohung steht: Der Konflikt mit den Meistern der Inseln aus der Galaxis Andromeda erschüttert die Welten von zwei Sterneninseln. Die Nelson-Abenteuer greifen Elemente des großen Konflikts auf, werden von ihm ansonsten aber nur am Rande beeinflusst. Beide Romane sind nicht wichtig für die Serienhistorie und ihre entscheidenden Zyklen, ergänzen sie aber durch farbenprächtige Abenteuer.

Die größte Science-Fiction-Serie der Welt hatte während ihrer gesamten Existenz die unterschiedlichsten Facetten. Es gab Autoren, die sie auf ihre Weise immer wieder prägten. Es gibt keinen Zweifel daran, dass H. G. Ewers einer dieser Autoren war – und sein Guy Nelson ist eine Figur, die den Leserinnen und Lesern im Gedächtnis bleibt.

17 Juli 2026

Raumkapitän Nelson als Hörspiel

Weil wir in diesen Tagen zwei klassische Taschenbücher von H. G. Ewers, in denen der Raumfahrer Guy Nelson als Hauptfigur eine Rolle spielten, neu als E-Book in den Handel brachten, wollte ich endlich einmal wissen, wie sich Nelson im Hörspiel anhörte. Also suchte ich mir das Hörspiel mit dem Titel »Raumkapitän Nelson« beim Streaming-Anbieter meiner Wahl heraus und hörte es im Verlauf von zwei, drei Autofahrten durch.

»Raumkapitän Nelson« erschien bereits Anfang 2003 bei unserem damals noch neuen Partner Eins A Medien; als Erzähler wurde bereits Josef Tratnik eingesetzt, während die anderen Figuren von anderen Sprechern übernommen wurden. Die Geräusche werden gut eingesetzt, die Sprecher verstehen eindeutig ihr Geschäft.

Man merkt der Geschichte an, dass sie schon recht betagt ist und 1965 erstmals veröffentlicht wurde, damals nach einer eigenen Idee von H. G. Ewers und nicht nach einem Exposé von K. H. Scheer. Ewers schrieb seinen Roman offensichtlich »frei drauf los«.

Sein Kapitän Guy Nelson ist ein skurriler Raumfahrer, der ständig nur an Whisky denkt, sein Roboter George erfindet allerlei Gedichte, seine Schwester Mabel ist streng, aber kompetent. Dazu kommen zwei Kinder, die in der Handlung als Stichwortgeber funktionieren und deren Bedeutung am Ende eher notdürftig aufgeklärt wird.

Und die Handlung? Die stolpert ein bisschen durch die Gegend. Es geht um Springer, mit denen man Handel treibt, und es geht um die Welt Opposite – die taucht aber erst am Ende auf. Für Stammleser unserer Serie ist diese Welt der Ausgangspunkt für den »Meister der Insel«-Zyklus, und damit wird dieses Abenteuer in den Serienkosmos eingebunden.

Das Hörspiel hörte ich mir mit einem Schmunzeln im Gesicht an. Man merkt, dass die Geschichte für Jugendliche geschrieben wurde. Diesen Ansatz vermittelt das Hörspiel ebenfalls: Es ist bunt und abwechslungsreich, und über die Logik der Handlung sollte man nicht zu viel nachdenken.

Für mich war's ein nostalgischer Ausflug in die Frühzeit der PERRY RHODAN-Geschichte – sehr schön!

16 Juli 2026

Farbig für die Infoline

Kaum war Eckhard Schwettmann im Juni 1996 als Marketingleiter bei PERRY RHODAN an Bord, setzte er innerhalb weniger Tage und Wochen die Erfahrungen um, die er in anderen Bereichen gesammelt hatte. Er hatte zuvor in der Musik-Branche gearbeitet, und er kannte sich mit Fußball aus – in beiden Bereichen hatte man im Marketing mit sogenannten Infolines gute Erfahrungen gesammelt.

Und so wurde auch eine PERRY RHODAN-Infoline gestartet: Wer die dort angegebene Nummer anrief, erhielt aktuelle Informationen zur Serie und ihrem Umfeld. Der Anruf war kostenpflichtig, und die Erlöse teilten sich der Verlag und der Telefonanbieter.

Anfangs schrieb Schwettmann die Texte selbst, später übernahm das Klaus Bollhöfener. Die Redaktion lieferte gelegentlich Beiträge hinzu.

Anzeigen wurden in den eigenen Romanheften geschaltet, also in Schwarzweiß, aber auch in Farbe. Die hier gezeigte Anzeige wurde für die Zeitschrift »Oxmox« produziert, das in Hamburg erscheinende Kultur- und Veranstaltungsmagazin.

15 Juli 2026

Andromeda antwortet nicht

Für den PERRY RHODAN-Roman, der in dieser Woche in den Handel kommt, haben wir ein vergleichsweise ruhiges Titelbild anzubieten: Dirk Schulz zeigt zwei humanoide Personen, die vor etwas stehen, das wie ein Haufen Schrott aussieht, sich aber – so viel sei verraten – im Verlauf der Geschichte als etwas anderes entpuppt.

Den Roman selbst verfasste Olaf Brill, er trägt den Titel »Andromeda antwortet nicht«. Für Leserinnen und Leser, die sich mit unserer Serie schon ein bisschen auskennen, ist Andromeda schon immer ein klangvoller Name. Man denkt dabei automatisch an die »Meister der Insel« und an die vielen anderen Geschichten, Romane und Zyklen, die sich mit der benachbarten Sterneninsel beschäftigen.

In dieser Tradition steht Olaf Brills Roman, finde ich. Er spielt auf verschiedenen Zeitebenen, zeigt also auch Szenen aus der Vergangenheit und weist gleichzeitig auf künftige Ereignisse hin. Andromeda wird also weiterhin eine Rolle spielen – auch wenn die Terraner derzeit nicht so richtig wissen können, was sich zwischen den Sonnen der Galaxis eigentlich abspielt …

14 Juli 2026

Zeitbruch

Ich mag Titelbilder, auf denen der Mausbiber Gucky zu sehen ist. Das mag damit zusammenhängen, dass die Figur in meiner ganz frühen PERRY RHODAN-Sozialisation eine wichtige Rolle spielte. Abgesehen von meinem privaten Geschmack: Gucky ist immer ein Blickfang auf jedem Titelbild, ob man das dann gedruckt am Kiosk sieht oder digital im Internet oder in einem E-Book-Shop.

In diesem Fall ziert der Ilt den kommenden Band unserer Serie PERRY RHODAN NEO. Der Roman trägt den Titel »Zeitbruch« und wurde von Dietmar Schmidt sowie Oliver Müller geschrieben. Wie die beiden Autoren sich den durchaus komplexen Inhalt ihres Romans aufgeteilt haben, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Die Handlung spielt auf verschiedenen Ebenen. Unter anderem begleiten wir Perry Rhodan und eine kleine Gruppe dabei, in eine eigentlich »verbotenen Zone« einzudringen. Auf der anderen Ebene erleben wir mit, wie Eric Weidenburn in einer Forschungsanlage der Arkoniden lebt und arbeitet.

Wie das alles zusammenhängt und welchen Einfluss die merkwürdigen Artefakte auf alles haben, zeigt der Roman im Detail. Die aktuelle Handlungsstaffel biegt langsam auf die Zielgerade ein; es wird immer klarer, dass die Artefakte eine immense Bedeutung haben, die man immer noch nicht ganz durchschauen kann …