24 Februar 2026

Neue und alte Konflikte in der Milchstraße

Ein Logbuch der Redaktion

Bei der PERRY RHODAN-Serie ist es schon in den frühen Zeiten zu einer guten Tradition geworden, dass die Handlung eines laufenden Zyklus an unterschiedlichen Schauplätzen spielt. Die Leserinnen und Leser konnten sich also auf abenteuerliche Geschichten freuen, die in weiter Ferne angesiedelt waren – in Andromeda, Gruelfin oder dem Mahlstrom der Sterne –, während immer wieder zur Erde und den Welten der Milchstraße zurückgeblendet wurde.

Ben Calvin Hary, unser aktueller Chefautor, und das Team aus engagierten Autorinnen und Autoren hat an diesem »Rezept« selbstverständlich nichts geändert. Und so liest man abwechselnd von den aktuellen Herausforderungen zwischen Terra und Topsid sowie andere Welten der Menschheitsgalaxis oder eben von den Erlebnissen des kleinen Teams an Bord des PHOENIX, das in den Tiefen des Kosmos unterwegs ist.

Das gilt auch für die kommenden vier Romane. Wobei Leo Lukas in gewisser Weise für den Brückenschlag verantwortlich ist: Am 6. März 2026 erscheint »Zwischen fremden Sternen« mit der Bandnummer 3368, der im Sternwürfel spielt, bei dem aber die heimatliche Galaxis stets im Hintergrund eine Rolle einnimmt.

Der Autor erzählt von einer Figur, die eigentlich mit dem Sternwürfel verschwunden ist, die dort – vielleicht – aber eine neue Heimat gefunden hat. Leider läuft nicht alles so, wie man es sich erhofft hat, und so entwickeln einige Wesen einen waghalsigen Plan … Ich drücke mich an dieser Stelle übrigens absichtlich etwas unklar aus: Der Roman spielt schließlich ein bisschen mit der Identität der Hauptfigur.

Ben Calvin Hary springt danach direkt zur Erde und den anderen Welten des heimatlichen Solsystems. Dort haben sich die Menschen – weil die Bedrohung so groß war – freiwillig in die Obhut einer Künstlichen Intelligenz begeben. NATHAN sorgt für die Menschen, er kontrolliert sie allerdings nicht.

Viele Terraner betrachten die aktuelle Situation als perfekte Welt, als eine Utopie aus Sicherheit und Wohlstand. Doch natürlich sehen das nicht alle Terraner gleich ...

Der Roman trägt den Titel »Der Status quo«; er kommt am 13. März 2026 mit der Bandnummer 3369 in den Handel. Ich bin übrigens sicher, dass sein Inhalt für einige Diskussionen in der Leserschaft sorgen wird …

Eine Welt, die seit langer Zeit als zerstört gilt, steht im Fokus des nächsten Romans von Oliver Fröhlich. »Eine Handvoll Tramp« erscheint am 20. März 2026 und trägt die Bandnummer 3370. Unter anderem geht es um einen Topsider, der nach etwas sucht, das es eigentlich nicht geben dürfte.

Der Titel legt nahe, um welche Welt es geht: Der Autor lässt seinen Roman in dem Sonnensystem spielen, das einst die Heimat der Mausbiber war. Set Jahrtausenden umkreisen allerdings nur die Trümmer des Planeten Tramp den Stern – aber vielleicht kann man dort immer noch etwas finden?

Den Abschluss des Vierer-Blocks bildet ein Roman von Kai Hirdt. »Das Duell« zeigt auf, was geschehen kann, wenn ehemalige Verbündete zu erbitterten Feinden werden – und dann doch wieder zusammenarbeiten müssen.

Der Autor erzählt in seinem Roman mit der Bandnummer 3371 eine abwechslungsreiche Geschichte, in der er die Absichten der unterschiedlichen Personen klar herausstellt. Zudem zeigt er, wie ein junger Mann an seine Grenzen stößt und über diese hinauswachsen muss …

Es bleibt zwischen den Sternen der Milchstraße also spannend. Mir hat das Paket, das die vier Autoren mit ihren Romanen geschnürt haben, sehr gut gefallen – jeder Band weist unterschiedliche Schwerpunkte auf und unterscheidet sich stilistisch von den Bänden der Kollegen.

(Dieses Logbuch erschien bereits vor einigen Tagen auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Redaktion und wird an dieser Stelle vor allem aus dokumentarischen Gründen geteilt.) 

23 Februar 2026

Die ersten Shinobi

Bereits am vergangenen Freitag erschien mit »Die ersten Shinobi« der aktuelle Roman von Olaf Brill. Der Autor hatte bei seinem Manuskript die nicht einfache Aufgabe, eine neue Organisation für die Milchstraße einzuführen, ohne zu viel zu verraten – kein Wunder, die Shinobi entstehen schließlich erst, ebenso wie das Elysium, für das sie tätig sein sollen.

Was mir dabei sehr gut gefiel, war die Art und Weise, wie der Autor die beiden Hauptpersonen vorstellte. Sowohl Jasper Cole als auch Antonya Bancroft sind auf ihre Art fähig und verfügen über Durchsetzungskraft – aber sie haben sehr unterschiedliche Vorgehensweisen, die sich kaum auf einen Nenner bringen lassen. Das kann funktionieren, muss aber nicht, und diesen Konflikt zwischen beiden Figuren zeigt Olaf Brill sehr deutlich.

Ganz nebenbei präsentiert er noch eine neue fremdartige Kultur und schildert Konflikte, die sich ergeben, wenn sehr fremdartige Lebewesen aufeinanderstoßen. Der Roman unterhält deshalb auf verschiedenen Ebenen, und das fand ich sehr ansprechend.

13 Februar 2026

Eine Woche Stille

Wieder einmal zieht sich der Redakteur für einige Tage von seinem Blog zurück. Konkret: Ab heute nach Feierabend bin ich nicht mehr am Rechner, werde also weder diesen Blog pflegen noch Mails beantworten.

Am 23. Februar bin ich wieder am Start, dann geht es auch mit dem PERRY RHODAN-Blog weiter. Vielen Dank an alle, die hier regelmäßig reinlesen!

Galaktische Entscheidungen – und eine kosmische Trasse

Ein Logbuch der Redaktion

Als ich anfing, PERRY RHODAN zu lesen, schilderten die verschiedenen Auflagen, die es damals gab, im Wesentlichen das gleiche Szenario: Die Milchstraße ist in verschiedene Machtblöcke zersplittert, die einzelnen Sternenreiche belauern sich, und die Menschheit versucht unter Perry Rhodans Führung, sich gegen Laren, Arkoniden oder den unheimlichen Schwarm zu behaupten. Die Vision der Galaktischen Völkerwürde-Koalition und später des Galaktikums fand ich positiver, das wollte ich dann unbedingt lesen.

Nicht zuletzt aus diesem Grund mag ich die aktuelle Entwicklung unserer Serie: Die Idee zum Projekt von San stammt ursprünglich von Wim Vandemaan und Christian Montillon; sie wurde im Zyklus »Das Atopische Tribunal« zum ersten Mal vorgestellt und dann immer wieder erwähnt.

Im »PHOENIX«-Zyklus machte Ben Calvin Hary als neuer Exposéautor das Konzept seiner Vorgänger handlungstragend: Aus dem theoretischen Projekt von San wurde zuerst das realistische Projekt Pegasos, und nun soll daraus das Elysion entstehen – dabei handelt es sich wieder einmal um eine positive Vision von Frieden und Völkerverständigung.

Von den weiteren Fortschritten in Sachen Elysion erzählen einige der Romane, die in den kommenden Wochen erscheinen. Sie zeigen zudem, welche Versuche die Gegner des Elysions unternehmen und was sich in den Tiefen des Alls abspielt.

Zuerst liefert Marie Erikson den zweiten Teil ihres Doppelbandes. »Vom Himmel gefallen« erscheint am 6. Februar 2026 mit der Bandnummer 3364. Die Autorin erzählt von einem bislang unbekannten Volk, das auf einer als unwichtig geltenden Welt lebt und sich auf einmal im Zentrum eines Konflikts wiederfindet.

Bei diesem Konflikt gelten die Terraner als die »Bösen«, vor denen man unbedingt Angst haben muss und gegen deren drohenden Angriff man Waffen benötigt. Vor allem Perry Rhodan wird als eine Bedrohung dargestellt. Mir gefiel sehr gut, wie die Autorin die »Innensicht« einer außerirdischen Kultur beleuchtet, aus deren Perspektive die Geschichte der Terraner ganz anders wirken kann.

In das Elysion hinein blickt Wim Vandemaan mit »Wer über die Brücke geht«, der am 13. Februar 2026 mit der Bandnummer 3365 in den Handel kommt. Der Autor stellt die ersten Shinobi ins Zentrum seines Romans, die für das Elysion streiten und die Völker der Galaxien schützen sollen. Sie erhalten auch gleich ihre erste Bewährungsprobe.

Es ist ein Roman, wie ihn nur Wim Vandemaan schreiben kann: Es gibt Action, er liefert einen Blick auf exotische Kulturen, und er zeigt eine Reihe von schrägen Szenen …

Die direkte Fortsetzung verfasste Olaf Brill, der seinem Roman einen konsequent klaren Titel verliehen hat: »Die ersten Shinobi« erzählt von einem Einsatz, in dem sich die Shinobi weiter bewähren müssen. Es geht darum, die exotische Bevölkerung eines bislang unbedeutenden Planeten zu schützen.

Ab dem 20. Februar 2026 ist der Roman mit der Bandnummer 3366 erhältlich; sein Schluss ist offen und macht sicher auf die weitere Entwicklung einzelner Figuren neugierig. Um’s vorsichtig anzudeuten: Hier legen wir zum wiederholten Mal einige Spuren zur Handlung im kommenden Zyklus.

Den Abschlussband dieses Viererblocks schrieb Uwe Anton: Der erfahrene Schriftsteller, Übersetzer und Herausgeber, der selbst mehrere Jahre lang für die Exposés unserer Serie zuständig war, meldet sich mit einem Abenteuer zurück, in dem er Reginald Bull als eine Hauptfigur zeigen kann.

»Die kosmische Trasse« schildert eine Suche in den Tiefen des Universums, weit entfernt von der heimatlichen Milchstraße. Die Besatzung des kleinen Raumschiffs PHOENIX folgt einer Spur, die sie zu verschiedenen Treffen und am Ende zu einer überraschenden Begegnung führt. Veröffentlicht wird der Roman mit der Bandnummer 3367 am 27. Februar 2026.

Wir werden in den Romanen, die darauf folgen, noch ein bisschen bei Reginald Bull und der PHOENIX-Besatzung bleiben, bevor es schnell wieder in die Milchstraße zurückgeht – auf beiden Handlungsebenen stehen schließlich große Entscheidungen an …

(Das Logbuch kam vor einigen Tagen schon auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.) 

12 Februar 2026

Wer über die Brücke geht

Es ist ein streckenweise verblüffendes Szenario, das Wim Vandemaan in seinem PERRY RHODAN-Roman entwirft, der in dieser Woche in den Handel kommt. Dabei geht der Autor an manchen Stellen über die Ideen des Exposés hinaus und führt eigene Details in die Handlung ein.

»Wer über die Brücke geht« spielt in der Milchstraße und erzählt von der geheimen Organisation, die vom Elysion ins Leben gerufen wird. Wenn man die Galaxis vor Bedrohungen schützen will, so die Überlegung von Atlan und einigen anderen, braucht man dafür spezielle Kämpfer.

Wim Vandemaan erzählt von den Prüfungen, die zu absolvieren sind, und von einem ersten Einsatz, der ansteht, bevor die Ausbildung so richtig beendet worden ist. Mir gefiel bei diesem Roman, wie vielschichtig er war und auf welchen Ebenen der Autor welche Überraschung vermittelte.

11 Februar 2026

Besuch von Klaus Bollhöfener

Seit Klaus Bollhöfener in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist, haben wir uns einige Male bei Cons und anderen Veranstaltungen gesehen. Immer wieder nahmen wir uns vor, dass er uns in den Räumlichkeiten in Rastatt besuchen würde, die er zwar noch kennengelernt, in denen er aber nicht mehr gearbeitet hat. 

Am Dienstag, 10. Februar 2026, war es soweit: Klaus Bollhöfener besuchte uns. Wir aßen mitinander zu Mittag, wir besprachen viel, und abends gingen wir noch in ein griechisches Restaurant. Wir beide sprachen über private Dinge – wenn man sich seit gut dreißig Jahren kennt, bietet sich das an –, aber vor allem ging es um die Science Fiction im Allgemeinen und PERRY RHODAN im Besonderen.

Klaus gab dem Marketing-Team viele Informationen zu seiner langjährigen Praxis. Er lieferte wichtige Hinweise zur Leipziger Buchmesse und was man bei der Organisation eines Messestandes alles zu beachten hat. Auch zu Themen wie der Anzeigenplanung hatte er wertvolle Tipps.

(Das Bild zeigt links Klaus Bollhöfener, den ehemaligen Marketingkollegen, und rechts Klaus N. Frick, den PERRY RHODAN-Redakteur. Das Foto schoss Adnan Turan.) 

10 Februar 2026

Als die Flüsse schwiegen

Ein unheimliches Lebewesen auf dem Titelbild, ein mysteriös klingender Titel: Der kommende Band unserer Serie PERRY RHODAN NEO wurde von zwei Autoren geschrieben, spielt zu einem wichtigen Teil auf einer seltsamen Welt und trägt den Titel »Als die Flüsse schwiegen«. Verantwortlich für die Geschichte zeichnen Stefan Pannor und Oliver Müller – dieser ist neu in unserem Team.

Mir gefielen in diesem Roman unter anderem die Begegnungen, die Perry Rhodan mit den Nakken hat. Die schneckenartigen Lebewesen werden lebendig geschildert, man kann sich als Leser gut in die Lage des Terraners hineinfühlen und erkennt, wie fremdartig seine Umgebung ist. Schön!

09 Februar 2026

Feuersturm

Es ist eines der großen Epen der PERRY RHODANA-Geschichte: der Untergang des Universums Tarkan und die verzweifelte Flucht einiger Sternenvölker, durch den Transfer einer ganzen Galaxis ihren Untergang aufzuhalten. Im »Tarkan«-Zyklus erreichen diese Ereignisse ihren Höhepunkt.

Das PERRY RHODAN-Buch mit dem Titel »Feuersturm« und der Bandnummer 173 erzählt den Abschluss dieser großen Geschichte. (Das Buch erscheint offiziell im März. Mir liegt ein Vorabexemplar vor, das uns die Druckerei geschickt hat.) Zwischen den Truppen des sogenannten Hexameron und den Raumschiffen aus der Milchstraße droht eine verheerende Endschlacht, die Superintelligenz ESTARTU und ihr Schicksal schwelen gewissermaßen im Hintergrund, und die weitere Existenz der gesamten Lokalen Gruppe steht auf dem Spiel.

»Feuersturm« markiert den Abschluss der zweiten kosmischen Phase unserer Serie. Danach wird die Handlung bodenständiger, auch wenn weiterhin die Hohen Mächte im Hintergrund eine Rolle spielen. Ich mochte den »Tarkan«-Zyklus sehr, war dann aber vom darauf folgenden »Cantaro«-Zyklus sehr überzeugt …