20 April 2026

Erben der Posbis

Die Druckerei stellte uns bereits in der vergangenen Woche die Vorab-Exemplare für den neuen Silberband zur Verfügung. Das PERRY RHODAN-Buch mit der Nummer 174 liegt mir also vor, worüber ich mich sehr freue. Mit »Erben der Posbis« wird der »Cantaro«-Zyklus nun auch in der Buchausgabe präsentiert; ich las die Romane in den 80er-Jahren mit großer Begeisterung und freue mich darauf, sie wiederlesen zu können.

Auf den ersten Blick knüpft das Buch ja an die Ereignisse des »Tarkan«-Zyklus an. Immerhin haben die Leserinnen und Leser den Raumfahrer Perry Rhodan und seine Tarkan-Flotte zuletzt in einem fremden Universum und bei der Heimreise wahrgenommen. Aber in Wirklichkeit gibt es in diesem Buch einen Zeitsprung von gut 700 Jahren.

Rhodan und seine Gefährten werden nämlich in die Zukunft geschleudert – zumindest aus ihrer Warte. Sie kommen in einer Zeit an, die von der Epoche, aus der sie stammen, weit entfernt ist.. Damit müssen die Galaktiker an Bord der Schiffe erst einmal fertigwerden …

Die neue Version des »Cantaro«-Zyklus habe ich noch nicht gelesen. Aber ich bin sehr gespannt, wie Rainer Nagel die Original-Romane bearbeitet ha und wie sich ihre Lektüre heute »anfühlt«.

17 April 2026

Fremde Welten in einem Heft

Die aktuelle Ausgabe 121 der Zeitschrift »SOL« ist wieder einmal eine gelungene Wundertüte: Ich freue mich stets auf das Heft und bin jedes Mal aufs Neue überrascht von der Vielzahl der Themen, die Christinan Hacker als Chefredakteurin und ihr Team zusammengestellt haben. In dieser Ausgabe stehen unter anderem fremde Welten im Zentrum.

So findet sich beispielsweise eine Darstellung des Planeten Zhygor: Phantastische Bilder des Malers Stefan Wepil werden mit Texten kombiniert, die diese Welt ausführlich ins richtige Licht rücken. Darüber hinaus geht es um die Plejaden, die in der PERRY RHODAN-Serie einer der Siedlungsgebiete der Menschheit sind, oder um realtweltliche Sonnen und Planeten in unserer Nähe – welche Entsprechung diese im Perryversum haben, stellt Norbert Fiks ausführlich und spannend vor.

Sehr gefallen hat mir in diesem Heft das Interview, das Christina Hacker mit meinem Kollegen Adnan Turan geführt hat. Er erzählt von seiner Arbeit in der Redaktion, die oft ein Bindeglied zwischen klassischen Redaktions- und modernen Marketing-Aufgaben darstellt.

Darüber hinaus finden sich in dem aktuellen Heft allerlei Rezensionen aktueller Romane, ein Nachruf auf Erich von Däniken – der ja früher oft in PERRY RHODAN vertreten war –, und starke Artikel über Umweltangepasste in unserem Serienkosmos, die ja ebenfalls zum großen Thema der fremden Welten gehören. Eine Mixtur, die ich stets gut zu lesen und informativ fand!

Das 76 Seiten starke Heft weist ein professionelles Layout mit farbigen Seiten aus und kann immer noch bei der PERRY RHODAN-FanZentrale bestellt werden. Ich empfehle sowieso eine Mitgliedschaft in dem Verein oder ein Abonnement des Heftes!

16 April 2026

Übersetzer auf dem ColoniaCon

Aus der Reihe »Ein Bild und seine Geschichte«


Der ColoniaCon im Juni 1996 war eine gelungene Veranstaltung, bei der sich fannischer Spaß mit ernsthaften Programmpunkten mischte. Dieses Foto, bei dem ich nicht mehr weiß, wer es aufgenommen hat – ich selbst vielleicht oder Peter Fleissner? –, bietet hierfür einen guten Beleg. Es zeigt eine Gruppe von Übersetzern und Autoren sowie einen prominenten Herausgeber.

Konkret handelt es sich um (von links nach rechts): Ronald M. Hahn (damals ein sehr guter Übersetzer), Uwe Anton (damals noch kein PERRY RHODAN-Teamautor, aber schon lange als Übersetzer und Schriftsteller aktiv), Horst Pukallus (auch einer der führenden Science-Fiction- und Fantasy-Übersetzer der 80er- und 90er-Jahre), Wolfgang Jeschke (Herausgeber der Science-Fiction- und Fantasy-Reihen im Heyne Verlag) sowie Thomas Ziegler (damals vor allem als Übersetzer tätig).

Während ich mit den Kollegen Hahn und Pukallus wenig redete, führte ich mit Uwe Anton und Thomas Ziegler im Verlauf des Wochenendes das eine oder andere Gespräch, bei dem es um eine Zusammenarbeit ging. Uwe hatte bereits Taschenbücher im Rahmen der PERRY RHODAN-Planetenromane veröffentlicht, Thomas Ziegler lernte ich an diesem Wochenende erst kennen. Es war also auch in dieser Hinsicht ein wichtiger Con …

Übrigens ist die Blickrichtung der Gruppe interessant. Der Fotograf stand mit dem Rücken zur Theke, wo frisches Bier ausgeschenkt wurde. Man kann also davon ausgehen, dass die fünf Männer nicht unbedingt nur den Fotografen anschauen, sondern sich ihr Blick auf die Theke richtet sowie auf den eigentlichen Veranstaltungsraum.

15 April 2026

Der Fehler im Gehorsam

Ein mysteriöser Codegeber folgt seinem Programm, das in ihm schon lange festgelegt worden ist. Dabei spielt er mit dem Leben von Menschen und verändert – vielleicht sogar – ein Stück weit die galaktische Geschichte ...

Das ist ein Ausgangspunkt für den PERRY RHODAN-Roman, der in dieser Woche in den Handel kommt. Verfasst wurde er von Oliver Fröhlich, und er trägt den Titel »Der Fehler im Gehorsam«. Das klingt vielleicht ein wenig kryptisch, hat aber seinen Sinn – und der wird allen Leserinnen und Lesern bei der Lektüre schon klar werden.

Ein wesentlicher Teil des Romans besteht darin, dass zwei Häftlinge versuchen, aus einem Gefängnis auszubrechen. Das gilt als unmöglich, aber sie versuchen es trotzdem. Dabei wenden sie allerlei Tricks an ... 

Mir hat die spannende Handlung, die der Autor entwickelt, sehr gut gefallen. Dazwischen mischt sich eine kleine Prise mit augenzwinkerndem Humor; das mag ich!

14 April 2026

Ein runder Geburtstag für Frank Borsch

Ein Logbuch der Redaktion 

Zuletzt machte er sich ein bisschen rar im PERRY RHODAN-Umfeld; sein Name ist aber mit vielen wichtigen Entwicklungen der größten Science-Fiction-Serie der Welt verbunden. Heute kann Frank Borsch seinen sechzigsten Geburtstag feiern – und wir gratulieren ihm an dieser Stelle zu diesem Tag!

Der Autor wurde am 9. April 1966 in Pforzheim geboren und wohnt seit Jahrzehnten in Freiburg. Zu seinen vielfältigen Interessen zählte seit jeher die Science Fiction mit all ihren Facetten und alles, was im weitesten Sinne mit der Zukunft zu tun hat – deshalb beschäftigte er sich als Journalist stets mit Wissenschaft und Forschung.

Wir lernten uns im Rahmen eines Seminars an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel kennen. Thema war die Science-Fiction-Kurzgeschichte, und ich konnte als Dozent an der Seite von Wolfgang Jeschke arbeiten, dem damaligen Herausgeber für phantastische Literatur im Heyne-Verlag. Ein engagierter Teilnehmer an diesem sehr intensiven Seminar – unsere Diskussionen gingen immer bis weit in die Nacht – war Frank Borsch.

Am Ende des Seminars erhielt er von Wolfgang Jeschke das Angebot, als Übersetzer für den Heyne-Verlag tätig zu werden. Wir fuhren im Zug zurück nach Süddeutschland und diskutierten mehrere Stunden lang über PERRY RHODAN und alle anderen Aspekte aktueller Phantastik. Als ich in Karlsruhe ausstieg, war mir klar, dass Frank Borsch ein Mann war, mit dem wir zusammenarbeiten sollten.

Der Rest war dann – wie man so schön sagt – Geschichte und kann in diversen Artikeln nachgelesen werden.

Frank übersetzte Science Fiction und vor allem Fantasy für den Heyne-Verlag, ebenso Comics für diverse Verlage. Kurz darauf folgten erste Romane für das Perryversum, unter anderem für die ATLAN-Miniserie »Traversan«.

Ab 2001 war er für unsere Redaktion tätig. Als Redakteur steuerte er Comic- und Internet-Projekte, zusammen mit Miriam Hofheinz trieb er die Digitalisierung der Serie voran und war eine treibende Kraft bei unseren E-Book-Projekten.

Und er schrieb weiterhin Romane. Frank steuerte Taschenbücher und Heftromane bei, war mit entscheidenden Romanen an unserer Serie beteiligt und verfasste mit »Projekt Saturn« – Band 2500 einen der zentralen Jubiläumsbände. Als freier Mitarbeiter kümmerte er sich später um die Lizenzierung unserer Serie an ausländische Verlage.

Sein wichtigster Erfolg war sicher PERRY RHODAN NEO. Frank war zentral an diesem Projekt beteiligt, entwickelte die inhaltliche Linie und steuerte ab 2011 die Serie. Von ihm stammten die wichtigsten Romane sowie die Exposés bis Band 100 – ohne ihn wäre die Serie nicht zu einem Erfolg geworden.

Nach all diesen Aktivitäten verließ er die Science Fiction und kümmerte sich um Themen, die in der »wirklichen Welt« verwurzelt waren. Den Kontakt zur Redaktion verlor er nie – wir betrachten ihn immer noch als einen guten Freund, den wir leider viel zu selten sehen.

Umso wichtiger ist es für mich, ihm an dieser Stelle zu gratulieren: Wir kennen uns seit dreißig Jahren – und ich hoffe, dass Frank irgendwann wieder Lust hat, einen Roman für uns zu schreiben.

Alles Gute zu diesem Jubiläumsgeburtstag, lieber Frank!

(Dieses Logbuch der Redaktion wurde am 9. April 2026 auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie veröffentlicht. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.) 

13 April 2026

Nach der Konferenz ist ...

Die PERRY RHODAN-Autorenkonferenz am Freitag, 10. April 2026, war ertragreich; so viel kann ich an dieser Stelle bereits sagen. Wenn es mir möglich ist, liefere ich etwas ausführlicheren Bericht nach – für heute mögen diese Andeutungen genügen.

Wir tagten diesmal in Karlsruhe. Die meisten Autorinnen und Autoren reisten am Vorabend an, wo wir gemütlich in einem Restaurant saßen und über alle möglichen Dinge redeten, natürlich auch über PERRY RHODAN. Einige Kollegen gingen noch an die Hotelbar, ich radelte dann lieber heim.

Die eigentliche Konferenz am Freitag bestand aus durchaus kritischen Blicken auf die vorherigen dreißig oder fünfzig Romane. Vor allem aber ging es uns aber um die Planung des neuen Zyklus, der im Oktober mit Band 3400 beginnen wird.

Die engagierte Diskussion endete beim Abendessen nicht; dabei wurden weitere Ideen entwickelt. Der eine oder andere Blödsinn kam ebenfalls zur Sprache, und als an der Hotelbar noch »Getränke mit Schirmchen« bestellt wurden, dauerte es doch ein bisschen länger ...

(Das Bild wurde von Hubert Haensel geschossen. Es zeigt Ben Calviin Hary, unseren Chefautor, wie er argumentiert, und mich, wie ich interessiert zuschaue und zuhöre.) 

09 April 2026

Die Triade

Ohne zu viel über den Inhalt verraten zu wollen: Mit dem PERRY RHODAN-Roman, der in dieser Woche in den Handel kommt, taucht die Autorin tief in die Geschichte der Ilts ein und zeigt Verbindungen auf, die bisher unbekannt waren. Michelle Stern verfasste »Die Triade«, der für den laufenden »PEGASOS«-Zyklus von einer großen Bedeutung ist.

Gucky spielt dabei eine Hauptrolle – der Mausbiber ist eine der beliebtesten Serienfiguren, und die Autorinnen und Autoren stellen ihn immer wieder gern für große Aufgaben. In diesem Roman kämpft Gucky mit sich und der Vergangenheit.

Wie das alles mit PEGASOS und den weiteren Entwicklungen im Sonnensystem sowie in der gesamten Milchstraße zusammenhängt? Das erzählen die künftigen Romane. Michelle Stern setzt in dieser Woche einen wichtigen Akzent, was die Vergangenheit angeht …