22 Juni 2026

Erste Internet-Gedanken

Aus der Reihe »Der Redakteur erinnert sich«


Dass es etwas Neues in der Medienlandschaft gab, wurde mir ab 1993 immer bewusster. Ich kannte Science-Fiction-Fans, die im Usenet mit anderen Fans über aktuelle Romane diskutierten, und ich wusste, dass sich politische Gruppierungen in digitalen Netzen tummelten. So organisierten sich beispielswiese Neonazis im sogenannten Thule-Netz, wo sie sicher vor dem Zugriff der Polizei waren. Und während ich immer häufiger Nachrichten über diese digitalen Aktivitäten las, wurde mir klar, dass das für PERRY RHODAN ebenfalls wichtig wurde.

Ich selbst verfügte über keinen Zugang zum »World Wide Web« und hatte nur sehr unklare Vorstellungen von seinen Möglichkeiten. Aber ich bekam mit, dass immer mehr Science-Fiction-Fans darüber sprachen und schrieben. Während einer Frankfurter Buchmesse besuchte ich einen DFÜ-Stammtisch – »DFÜ« stand für »Datenfernübertragung« –, verstand aber von den Gesprächen nicht viel. Aber es war völlig klar: Das Internet-Zeitalter kam.

Im Frühjahr 1995 unternahm ich den ersten Vorstoß in dieser Richtung: »Wir sollten eine Internet-Seite aufmachen«, schlug ich vor. »Dort könne wir unsere Informationen weitergeben und mit unseren Lesern direkter kommunizieren.«

Das Unverständnis war groß. »So einen Quatsch brauchen wir nicht«, sagte mein direkter Vorgesetzter. »Das ist nur was für junge Leute«, machte mir ein Vertriebsleiter klar. »Das geht bald wieder vorbei«, sagte ein Kollege, der sich mit Marketing beschäftige. Was ich denn damit wolle? Das sei doch nur unnötige Arbeit.

Frustriert ließ ich die Planungen erst einmal liegen. Es war im Sommer 1995 ohnehin genug zu tun. Unser Chefredakteur räumte seinen Posten, und ich wurde zum Redaktionsleiter ernannt, erhielt also mehr Verantwortung, aber kein höheres Gehalt.

Sabine Bretzinger und ich zogen von einem Gebäude ins andere und richteten ein neues Büro ein. Ganze Kisten mit Unterlagen und Vertragsordnern verschwanden bei diesem Umzug und mussten von uns mühsam wieder gesucht werden.

Mit Robert Feldhoff und Ernst Vlcek plante ich den »Thoregon«-Zyklus; wir stellten viele der bisherigen Abläufe um. Mit den beiden Autoren telefonierte ich viel, wir schickten uns seitenlange Faxe mit Ideenpapieren und Exposévorschlägen.

Im Herbst, nur wenige Tage vor der Buchmesse, gab es eine Besprechung zur »Zukunft der PERRY RHODAN-Serie«, zu der unser Verlagsleiter einlud. Im Raum saßen verschiedene Abteilungsleiter des Verlags, der Geschäftsführer der Agentur, die für uns die Werbung steuerte, und ich. Man hatte mir im Vorfeld gesagt, ich solle mir Gedanken darüber machen, wie man Marketing für die PERRY RHODAN-Serie machen könnte.

Meine Vorschläge waren extrem schlicht, weil ich von Marketing keinerlei Ahnung hatte. Unter anderem regte ich neue Motive für T-Shirts an und schlug einen PERRY RHODAN-WeltCon für das Jahr 1996 vor – zum Seriengeburtstag. Ich erzählte von einer möglichen Musikproduktion und neuen Hörspielen. Mit einer FanZentrale wollte ich die aktiven Leser stärker an den Verlag binden. Einen Teil dieser Gedankengänge hatte ich bereits im August in einem Arbeitspapier skizziert, sie waren also nicht völlig neu.

Der Geschäftsführer der Agentur, der sich das alles lang und geduldig anhörte, meldete sich zu Wort. Er verstehe die Diskussion nicht, sagte er. »Es war doch offizielle Verlagspolitik, dass wir PERRY RHODAN sterben lassen«, fügte er hinzu. Heftromane seien ohnehin schon »tot«, und wir sollten in die Serie kein Geld mehr investieren. Das sei doch seit langem so beschlossen worden.

Ich starrte ihn an, und ich merkte, wie alle anderen mich anstarrten. Anscheinend war ich der einzige in der Runde, der von diesen Plänen nichts wusste. Mir wurde wirklich schlecht. Hatten etwa alle Kritiker recht gehabt, die behauptet hatten, unsere Serie werde Band 2000 »garantiert nicht« erreichen?

Der Verlagsleiter eilte mir zur Hilfe. Diese Pläne seien veraltet, versicherte er, denn man habe erkannt, dass man mit PERRY RHODAN weiterhin »nennenswerte Umsätze« machen könnte. Er habe große Pläne mit der Serie, und er hoffe, von mir weitere Marketing-Ideen zu hören.

Nachdem er seinen kleinen Vortrag beendet hatte, sah er mich erwartungsvoll an. Ich war immer noch völlig konsterniert von der Aussage des Agentur-Geschäftsführers. Gleichzeitig dachte ich, dass »jetzt alles egal« sei und ich offenbar nichts zu verlieren hatte.

»Wir sollten eine Homepage für PERRY RHODAN machen«, sagte ich. »Das ist ein neues Marketing-Instrument, damit erreichen wir neue Zielgruppen. Wir sind eine Science-Fiction-Serie; wir müssen an der Spitze des Fortschritts marschieren.«

Es schloss sich eine längere Diskussion an. In der Runde saßen schließlich Menschen, die mir noch im Frühjahr gesagt hatten, dass »dieses neumodische Zeugs« zu nichts führe, und ich selbst hatte keinerlei Ahnung vom Internet. Ich geriet rasch ins Schwitzen, als ich erklären sollte, welche Inhalte denn auf diese Seite sollten und wie schnell man damit Geld verdienen könne.

Schnell wurde mir klar: Obwohl ich keinerlei Ahnung hatte, wusste ich vom Internet mehr als die anderen in der Runde – ich hatte immerhin Artikel darüber gelesen.

(Dieser Text wurde im Mai 2026 auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie veröffentlicht. Hier bringe ich ihn vor allem aus dokumentarischen Gründen.)

19 Juni 2026

Taschenbücher des »Physikers vom Dienst«

Ein Logbuch der Redaktion


Als Jugendlicher stieß er zur Science-Fiction-Szene, in Fan-Zeitschriften veröffentlichte er seine ersten Texte – zu Beginn der 60er Jahre war Kurt Mahr ein aufstrebender Autor innerhalb der deutschsprachigen Science Fiction. Kein Wunder, dass man ihn bereits als jungen Mann ins PERRY RHODAN-Team berief. So verfasste er mit »Atom-Alarm« den fünften Band der Serie.

Über Jahrzehnte hinweg gehörte er zu den Schriftstellern, die die größte Science-Fiction-Serie der Welt maßgeblich prägten. Als »Physiker vom Dienst«, wie man ihn mal scherzhaft, mal ehrfürchtig titulierte, war Mahr für die technische und wissenschaftliche Basis des Perryversums zuständig. In seinen Romanen bewies er immer wieder, wie gut er die aktuelle Forschung mit der Science Fiction vereinbaren konnte. So profitierten auch seine Kolleginnen und Kollegen immer wieder von seiner Erfahrung und Sachkenntnis.

Ich erinnere mich noch gut, wie ich ihn in den 80er-Jahren kennenlernte, bei Cons und anderen Veranstaltungen. Ab 1992 arbeiteten wir zusammen, leider nicht sehr lange. Ich schätzte ihn für seinen wissenschaftlichen Verstand und seinen trockenen Humor. Mahr hatte kein Problem damit, auch mit Leuten »auf Augenhöhe« zu diskutieren, die nicht all seine politischen Meinungen und Ansichten teilten.

Als junger Leser hatte ich seine Romane gern gelesen, nicht nur diejenigen, die in der wöchentlichen Serie erschienen, sondern auch die abgeschlossenen Werke. Kurt-Mahr-Romane erschienen in der »Utopia«-Reihe, wo man Hefte der 60er-Jahre nachdruckte; mich beeindruckten aber auch viele seiner PERRY RHODAN-Taschenbücher.

Schon in den 60er-Jahren nutzte der Autor die Möglichkeiten, die er in der Reihe der PERRY RHODAN-Planetenromane sah. Er schrieb eigenständige Werke, die häufig das Serienuniversum erweiterten oder Lücken, die es in der Handlung der wöchentlichen Serie gegeben hatte, durch neue Inhalte ausfüllten.

Wie sehr das auch für seinen Zeit als Exposéautor gilt, belegen zwei Romane, die wir nun in einem Doppelband präsentieren. Über diese Veröffentlichung freue ich mich sehr – wir machen damit zwei schon klassische Werke des Schriftstellers dem Publikum von heute zugänglich.

»Duell der Querionen« wurde erstmals im Juni 1989 als Band 315 der Planetenromane im Format eines Taschenbuchs veröffentlicht. »Ich, der Cantaro« erschien ursprünglich im Juni 1990 als Band 327 dieser Reihe.

Beide Bände haben mit dem »Cantaro«-Zyklus und seinem gravierenden Einschnitt in der Serienhistorie zu tun: Zwischen dem »Tarkan«- und dem »Cantaro«-Zyklus vergehen fast 700 Jahre, und diese Zeit wird in der Serie nur am Rand abgehandelt. Mahrs Taschenbücher sorgen somit für wertvolle Ergänzungen.

Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich damals den Sprung über die 700 Jahre toll fand, aber auf Informationen dazu hoffte, was in dieser Zeit wohl geschehen sein mochte …

Während Mahr bei »Ich, der Cantaro« ins Innenleben eines Cantaro blickt, lässt er in »Duell der Querionen« einige bekannte Serienfiguren ein in sich abgeschlossenes Abenteuer erleben. Und während »Ich, der Cantaro« in der heimatlichen Milchstraße spielt, siedelt der Autor das »Duell der Querionen« in einer bislang unbekannten Sterneninsel an.

Beide Romane haben gemeinsam, dass in ihnen faszinierende Figuren eine wichtige Rolle einnehmen, dass sie – auf den ersten Blick – ein Thema am Rand der großen Geschichte präsentieren, dass sie aber ebenso dazu beitragen, das Universum der größten Science-Fiction-Serie der Welt weiter auszubauen.

Kurt Mahr war nämlich nicht nur der »Physiker vom Dienst«. Er war darüber hinaus ein Autor, der gern über Menschen – oder Aliens – und ihre Schicksale schrieb. Dieser Doppelband liefert hierfür einen guten Beweis, finde ich. Mal schauen, was wir von diesem ungewöhnlichen Schriftsteller noch alles herausbringen können …

(Den Text brachte ich vor einigen Tagen schon auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Redaktion. Hier kommt er ergänzend und aus dokumentarischen Grünen.)

18 Juni 2026

Angemeldet: Terra Vision

Der »Titelschutz-Anzeiger« war vor allem in früheren Jahrzehnten ein wichtiges Instrument für die Verlage, neue Titel für Bücher und Zeitschriften zu sichern, auch für Radio- und Fernsehstationen wurde die gedruckte Publikation gedruckt. Wenn man also etwas Neues für PERRY RHODAN machen wollte, musste man dafür sorgen, dass es über diese Publikation einem Fachpublikum bekannt wurde.

Im Spätsommer 1997 wies der »Titelschutz-Anzeiger« auch auf die größte Science-Fiction-Serie der Welt hin: Angekündigt wurde eine neue Zeitschrift, damals ein Thema, an dem Eckhard Schwettmann als Marketingleiter arbeitete. »Terra Vision – das Perry Rhodan-Magazin« (der Serienname nicht in Versalien geschrieben) wurde auf diese Weise markenrechtlich angemeldet.

Der Name für die Zeitschrift wurde so nicht umgesetzt. Immerhin erlebte das PERRY RHODAN-Magazin in den späten 90er-Jahren seine kurzzeitige Wiedergeburt.

17 Juni 2026

Das Erbe der Kartanin

Das Titelbild, das uns Dirk Schulz für den aktuellen Band von PERRY RHODAN NEO geliefert hat, finde ich richtig stark: Es zeigt Dao-Lin-H'ay, die Kartanin, zusammen mit Nathalie Rhodan da Zoltral, die Tochter von Perry Rhodan und Thora da Zoltral, die sich gemeinsam einem offensichtlich kampflustigen Lebewesen erwehren müssen. Das passt zur Stimmung des Romans, auch wenn nur eine einzige Szene illustriert wird.

Rüdiger Schäfer zeichnet für den Inhalt verantwortlich; der Titel des Bandes ist »Das Erbe der Kartanin«. Tatsächlich geht es in einem Teil des Romans um die Kartanin und vor allem die weitere Geschichte von Dao-Lin-H'ay. Darüber hinaus erzählt der Autor aber auch von Perry Rhodan und seinen Gefährten, die sich auf einer gefährlichen Mission befinden.

Der Autor verknüpft in seinem Roman einige der bisherigen Erkenntnisse zum Stand der Handlungsstaffel. Dabei spielt die »kosmische Ebene« der Serie ebenfalls eine Rolle ...

16 Juni 2026

Brennpunkt TERRANOVA

Der zweite Band des aktuellen Doppelbands, den Wim Vandemaan verfasst hat, kommt in dieser Woche in den Handel. Ich meine damit »Brennpunkt TERRANOVA«, in dem der Autor wieder einmal alle Register zieht.

Wer mag, kann ja darüber rätseln, welche Elemente dieses Romans aus dem Exposé kommen und welche Details der Autor sich selbst ausgedacht hat. Letztlich ist das egal, weil unterm Strich ja sowieso »nur« der fertige Roman entscheidet.

Die Szenerie, die Wim beschreibt, ist spannend: Eine Flotte von Raumschiffen nähert sich der Erde; sie ist groß, und sie hat ein klares Ziel. Aber es wird nicht so einfach, sie bis zur Erde zu geleiten. Auch ein findiger Mensch wie Perry Rhodan kann bei einem solchen Unterfangen an seine Grenzen stoßen.

Welche Rolle der Eismond Triton in diesem Geschehen spielt und wie die Besatzung einer Station auf einmal bedeutend wird, fand ich bei der Lektüre des Manuskriptes selbst überraschend. Damit hatte ich nicht gerechnet - mal schauen, wie die Leserinnen und Leser darauf reagieren …

15 Juni 2026

Der ColoniaCon war ein schönes Fest

Ein Logbuch der Redaktion


In den 80er-Jahren gehörte es zum guten Ton, in einem Con-Bericht sehr ausführlich davon zu erzählen, wie man es geschafft hatte, überhaupt den Con zu erreichen. Die Berichte von chaotischen Anreisen erfreuten die einen und nervten die anderen. Aber weil ich gerne schöne alte Traditionen erhalten möchte, halte ich mich an die Regel und erzähle von der Anreise …

Mein Kollege Adnan Turan und ich fuhren gemeinsam los; wir hatten keinerlei Probleme und kamen flott von Karlsruhe nach Köln, fanden in der Nähe des Veranstaltungsortes einen legalen Parkplatz und waren um zwölf Uhr vor Ort. (Mehr ist heute nicht zu erzählen. Das Reisen per Anhalter in den 80er-Jahren war definitiv spannender.)

Der Kulturbunker in Köln-Mühlheim erwies sich als ein Gebäude, das zwar im Zweiten Weltkrieg als Bunker errichtet worden war, durch den hellen Anstrich und die Gastronomie im Erdgeschoss aber viel freundlicher wirkte.

Bereits auf den ersten paar Schritten trafen wir auf bekannte Gesichter. Zahlreiche Autorinnen und Autoren aus dem Umfeld der PERRY RHODAN-Serie waren anwesend, dazu kamen viele Fans, die ich vom Gesicht und auch vom Namen her kannte. Mehr als 200 Besucher tummelten sich auf dem Con – das neue Team, das die Veranstaltung an einem neuen Ort organisierte, konnte mit dem Zuspruch also zufrieden sein.

Nach einem ersten Rundgang, bei dem ich viele Hände schüttelte und Menschen wiedertraf, mit denen ich zuletzt in den 80er-Jahren gesprochen hatte, setzten sich Adnan und ich mit den Kollegen von Eins A Medien zu einer Besprechung zusammen. Eins A Medien sind mit ihrem Studio und ihrer Geschäftsführung in Köln; mit unseren Hörbuchpartnern arbeiten wir seit gut zwanzig Jahren sehr erfolgreich zusammen.

Im Gespräch ging es um inhaltliche Projekte und Marketing-Überlegungen: Vieles kann man zwar per Mail und per Telefon besprechen, aber ich finde es immer wieder sinnvoll, sich auch am Tisch gegenüberzusitzen und auszutauschen.

Im Verlauf des Nachmittags führte ich viele weitere Gespräche: mit Fans, Autorinnen und Autoren, mit kritischen Lesern und neugierigen Fanzine-Redakteuren, mit potenziellen Mitarbeitern und Grafikern. Ich hätte sicher noch einmal zwei Tage benötigt, um mit allen Menschen zu reden, die ich kannte und mit denen ich gern gesprochen hätte.

Aber dann musste ich schon auf die Bühne. Zusammen mit Marie Erikson, Oliver Fröhlich, Ben Calvin Hary, Kai Hirdt, Uwe Anton und Arndt Ellmer war ich zur »Elefantenrunde« geladen, die von Rüdiger Schäfer moderiert wurde. Wer aus dem PERRY RHODAN-Team auf dem Con war, musste also auf die Bühne – und das machten wir sehr ausführlich.

Gut eineinhalb Stunden lang wurden wir von Rüdiger Schäfer ausgefragt, dazu kamen Fragen aus dem Publikum. Als am Ende viel geklatscht wurde, hatte ich das Gefühl, einen guten Programmpunkt bewältigt zu haben.

Danach leerte sich der Saal. Ich nutzte die Gelegenheit, mit einigen Besuchern zu reden, dann musste ich auch schon wieder auf die Bühne. Neben mir saß Adnan Turan, dazu kamen Arndt Ellmer und Uwe Anton. Es ging um die Fans und die Cons von früher und von heute: Was hatte sich seit den 70er- und 80er-Jahren verändert, wie präsentierte sich die Fan-Szene heute?

Arndt Elllmer erzählte von seinem ersten ColoniaCon in den späten 70er-Jahren, auch Uwe Anton und ich blickten ein bisschen in die Vergangenheit. Adnan Turan stellte dar, wie digital sich heute Fandom entwickelt.

Danach war der Con fast vorüber, zumindest für mich. Ich stand noch relativ lange mit Leuten zusammen und redete mit ihnen. Mit Marie Erikson, Oliver Fröhlich und Adnan Turan aß ich zu Abend, dann war auch schon halb zehn Uhr. Den Abschluss des Cons verpasste ich also; es wurde auch Zeit, dass wir loskamen.

Als ich kurz vor ein Uhr nachts in Karlsruhe aus dem Auto stieg, war ich ziemlich müde. Aber ich hatte einen sehr guten und sehr positiven Con hinter mich gebracht. In zwei Jahren dann wieder …

(Dieses Logbuch wurde bereits im Mai 2026 auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Redaktion veröffentlicht. Hier bringe ich es aus dokumentarischen Gründen.)

12 Juni 2026

Operation Geisterflotte

So in etwa lautete unsere interne Absprache: »Wenn wir einen Doppelband machen, in dem es um die ES-Flotte geht, muss dieser von Wim Vandemaan geschrieben werden.« Heute ist mit »Operation Geisterflotte« der erste Teil des Doppelbandes erschienen, der von Wim Vandemaan stammt und in dem es von ungewöhnlichen Ideen und Figuren nur so wimmelt.

Das Titelbild deutet es schon an: Dieser Roman bietet einen Blick auf unseren Serienkosmos, wie man ihn so selten zu lesen bekommt.

Ich finde es schon mal originell, einen Hausverwalter als eine zentrale Person eines Romans auszuwählen. Das Haus, das er verwaltet, ist natürlich nicht ein gewöhnliches Bauwerk … Das versteht sich von selbst, denke ich.

Wim Vandemaan schafft es in diesem Roman mit leichter Hand – so sieht es aus … –, verschiedene Handlungsebenen miteinander zu vermengen und Elemente aus unserer Serienhistorie zu verbinden. Vor allem für Leser, die PERRY RHODAN gut kennen, sollte die Lektüre ein literarischer Leckerbissen sein.

Ich denke aber, dass neue Leser auch auf ihre Kosten kommen: Sie erhalten eine Reihe von schrägen Figuren und faszinierenden Schauplätzen.