14 Mai 2021

Das Neuroversum auf niederländisch

Es ist schon einige Wochen her, seit der Doppelband 2599/2600 unserer Serie in niederländischer Sprache erschienen ist. Ich kann mich immer noch über dieses Serienjubiläum freuen. (Das Bild zeigt das umlaufende Titelbild.)

In einem dicken Heftroman erhielten die Leserinnen und Leser in unserem Nachbarland den Abschlussband des »Stardust«- und den Einstiegsband in den »Neuroversum«-Zyklus. Diese Mixtur finde ich spannend, weil das eine Thema dabei direkt in das andere übergeht.

Der Roman von Marc A. Herren und ebenso der Roman von Uwe Anton bieten beide eine Mischung aus »kosmischem Hauch« und Aufbruchsstimmung; das können nun auch die Leser in den Niederlanden miterleben. Schade finde ich, dass ich so wenig davon mitbekomme, wie die dortigen Leser die Romane finden.

12 Mai 2021

Die Mission des Wurms

Ganz unterschiedliche Blickwinkel nimmt der fünfte Band unserer aktuellen Miniserie PERRY RHODAN-Wega ein, der von Olaf Brill verfasst worden ist. In dieser Woche kommt »Die Mission des Wurms« in den Handel. Tatsächlich spielt sich ein großer Teil der Handlung in einem mechanischen Wurm ab – aber das ist nicht alles.

Ich fand die Handlung eindrucksvoll, die im Wegasystem spielt und die zeigt, wie sich dort die Verhältnisse verändern. Wie passt sich jemand an eine neue Herrschaft an, welche Möglichkeiten der Verführung gibt es für die neuen Machthaber? Das arbeitete der Autor in seinem Roman sehr spannend aus.

Mit hat die turbulente Handlung gut gefallen; auf jeder der Handlungsebenen passiert etwas, und überall gibt es neue Erkenntnisse. Perry Rhodan bekommt zudem die Rolle, die er als Hauptfigur der Serie idealerweise einzunehmen hat …

11 Mai 2021

Kampf um SENECA

Ich finde tatsächlich, dass das Titelbild des kommenden Romans von PERRY RHODAN NEO einen leichten Cyberpunk-Anstrich hat. Es stammt von Dirk Schulz, und es zeigt die »siamesischen Zwillinge«, die in diesem Roman eine wichtige Rolle spielen.

Den Roman selbst verfasste Susan Schwartz, und er wird in dieser Woche unter dem Titel »Kampf um SENECA« in den Handel kommen. Mit Cyberpunk hat er dann nicht so viel zu tun – es geht eher um Konflikte in der Erdumlaufbahn, die sich teilweise in- und teilweise außerhalb des Raumschiffes abspielen. Eine turbulente Geschichte also …

10 Mai 2021

Arena der Träume

Nach die Handlung unserer Serie einige Romane lang in der Milchstraße und dort vor allem im Solsystem angesiedelt war, wechselt sie jetzt wieder in die kleine Galaxis Cassiopeia. Uwe Anton erzählt in »Arena der Träume« von ungewöhnlichen Schauplätzen, an denen sich unter anderem Perry Rhodan aufhält.

Von einem recht unbedeutenden Planeten geht es in die genannte »Arena«, und in dieser kommt es zu einer Reihe von seltsamen Begegnungen … Alles dient letztlich dazu, weitere Informationen zu sammeln, die man gegen den Chaoporter und seine Besatzungsmitglieder einsetzen kann.

Uwe Antons Roman ist der Auftakt zu einem Geschehen, an dessen Ende die Terraner um Perry Rhodan auf jeden Fall mehr wissen als zuvor. Sie müssen dafür aber – so viel sei verraten – irgendwann auch einen Preis bezahlen. Wer gegen die Truppen der Chaosmächte antritt, muss mit Risiken rechnen …

07 Mai 2021

Die ES-Post mit zwölf Seiten

Zu den monatlichen Fanzines, die ich sehr gern lese, zählt die »ES-Post«; dabei handelt es sich um eine Abkürzung für »Ellerts Stammtisch Post«. Gemeint ist ein Informationsblatt für den PERRY RHODAN-Stammtisch »Ernst Ellert« in München, der sich regelmäßig trifft – während der Pandemie ja eher virtuell – und bei dessen Treffen die »ES-Post« verteilt wird. Man kann sie sich aber auch per Elektropost schicken lassen.

Die aktuelle Ausgabe 269 kam vor einigen Tagen heraus und umfasst zwölf Seiten. Es werden die verschiedensten Informationen aus der Welt der PERRY RHODAN-Serie präsentiert: Berichte von unserer Internet-Seite, Berichte aus den Untiefen des Internets, ergänzt durch Berichte über fannische Aktivitäten.

Auch wer sich dauernd im Netz bewegt – wie beispielsweise ich –, findet in diesem Fanzine stets neue Informationen. In der Zusammenstellung überzeugt das ohnehin. Was mir an dem Fanzine übrigens auch gefällt: Es kostet nichts, man erhält es als PDF geschickt. Lohnenswert!

06 Mai 2021

Er nannte sich »angegrünt«

Es war offensichtlich etwas Besonderes, wenn sich ein Science-Fiction-Autor klar politisch äußerte, wenngleich sehr zurückhaltend. Der PERRY RHODAN-Autor Wolfpeter Ritter alias Peter Terrid machte aus seiner Haltung keinen Hehl und wurde als »Ein angegrünter SF-Autor« vorgestellt.

Das Interview erschien in der Ausgabe 11/1980 des PERRY RHODAN-Magazins. Damals galten die Grünen – die Partei hatte sich ja erst gegründet – noch als gefährliche Staatsfeinde, die technikfeindlich seien, während die Science-Fiction-Szene in ihrer Mehrheit für technische Errungenschaften aller Art schwärmte.

Das Bild zeigt den Schriftsteller in einer Art, die man 1980 als rebellisch empfand: Er trägt einen Schnauzbart und eher längere Haare, dazu eine Lederjacke. In einem konservativen Verlagsumfeld – damals ließen sich Schriftsteller immer noch gern mit Anzug und Krawatte ablichten – fiel das auf. Ich weiß noch, dass ich das spontan sympathisch fand. Seine Romane bei ATLAN und bei PERRY RHODAN mochte ich damals schon.

Der Autor war und blieb meinungsstark. Ich lernte ihn erst später kennen und arbeitete ab 1992 mit ihm zusammen. Auf mehreren Cons saßen wir nebeneinander auf der Bühne, bei den Autorenkonferenzen waren wir nicht immer einer Meinung. 1998 starb er bereits, er wurde nicht einmal fünfzig Jahre alt.

05 Mai 2021

Eine digitale Konferenz

Ein Logbuch der Redaktion

Am Freitag, 16. April 2021, trafen sich die PERRY RHODAN-Autorinnen und Autoren sowie die Redaktion zu einer Video-Konferenz. Das hatte sich lang im Voraus abgezeichnet. Noch im März 2020 hatten wir eine Autorenkonferenz veranstaltet, die bereits im Zeichen der Corona-Pandemie gestanden hatte. Im Vorfeld hatten wir uns sogar kurz überlegt, sie abzusagen, es dann doch riskiert, uns ein letztes Mal in diesem Jahr 2020 zu treffen. Und so war klar, dass wir im Frühjahr 2021 auf jeden Fall ins Digitale ausweichen mussten.

Als Gast hatten wir dieses Mal Robert Corvus eingeladen. Damit griffen wir eine Tradition aus jüngster Zeit auf: Seit einigen Jahren laden wir Gäste in die Konferenz ein, mal die Titelbildzeichner, mal Rüdiger Schäfer von PERRY RHODAN NEO, mal jemand aus der Werbeagentur. Diesmal traf es unseren aktuellen Stammgastautor, der sich zuletzt mehrfach bewährt hatte.

Wir begannen um zehn Uhr. Ich begrüßte die Kolleginnen und Kollegen – anfangs war das PERRY RHODAN-Marketing ebenfalls dabei – und informierte über die aktuelle Situation im Verlag sowie in der Redaktion.

Derzeit arbeitet die Redaktion zu einem großen Teil von daheim aus. Auch unser Kollege in der Repro – Pio Battistig – sitzt nicht mehr in seinem Büro im Verlag, sondern schickt die Daten von seiner Wohnung im Elsass über den Rhein herüber. Wie es aktuell mit der Redaktion weitergehen wird, konnte ich den Autoren allerdings nicht sagen; derzeit gibt es keine konkreten Pläne, in ein anderes Gebäude umzuziehen. Immerhin sind alle gesund, das empfinde ich in diesen Tagen als besonders wichtig.

Kurz streifte ich die Situation bei den Auflagen, ohne in die Zahlendetails zu gehen. Immerhin merkte man 2020, dass die Zahl der E-Book-Verkäufe angestiegen war …

Es schloss sich Sabine Kropps Bericht zu den Lizenzen im In- und Ausland an, dann Katrin Weils Bericht zu den Marketing-Aktivitäten und E-Book-Zahlen. Anschließend legten wir eine Pause von gut einer Stunde ein, die jeder für sich allein verbrachte – das gemütliche Beisammensein war ja leider nicht möglich –, bevor es weiterging.

Am Nachmittag konzentrierten wir uns auf die Inhalte. Die Exposéautoren hatten im Vorfeld einige Informationen verschickt. Es ergaben sich drei unterschiedliche Themenkreise, über die wir jeweils sprachen.

Wim Vandemaan stellte die Zusammenhänge zwischen dem Chaoporter, seiner aktuellen Mission und den Gründen für seine Havarie noch einmal dar. Daraus entwickelten sich die weiteren Elemente der laufenden Handlung – unter anderem wird nach Band 3150 die Milchstraße wichtiger werden als bisher.

In den Diskussionen ging es bereits um die Bände nach dem Jubiläumsband 3200. Wir sprachen über die möglichen Schauplätze: Einige stehen schon genau fest, bei anderen muss man noch sehen, ob und wie es passt. Den Arbeitstitel für den kommenden Zyklus sowie für den Jubiläumsband 3200 konnten wir ebenfalls fixieren, beide klingen spannend.

Wir sprangen zwischen dem noch laufenden Zyklus und der kommenden Handlung ein wenig hin und her. Bei kreativen Menschen wie einem Autorenteam lässt sich das wohl kaum vermeiden. Sowohl Sabine Kropp als auch ich machten uns viele Notizen, auch die Autoren schrieben die Ergebnisse der Diskussion auf. So werden wir es am Ende wohl schaffen, die meisten der Ideen aufbewahrt und gesammelt zu haben …

Am späten Nachmittag gingen wir zu allgemeinen Themen über, unter anderem sprachen wir über die Hauptfiguren. Die entscheidende Frage stellten wir uns nicht zum ersten Mal: Welche Hauptfiguren sind für welche Inhalte geeignet, mit welchen Figuren haben wir welche Aktion vor, und wann kommt eine Figur wieder zum Einsatz in den Romanen?

In einer letzten Runde diskutierten wir über mögliche Ergänzungen unseres Programms. Derzeit gibt es ja einiges aus dem PERRY RHODAN-Universum: die eigentliche Serie, die Miniserien und Silberbände, PERRY RHODAN NEO als eine Ergänzung. Ist es sinnvoll, weitere Reihen zu entwickeln – unabhängig davon, wie man diese verkaufen könnte?

Im Gespräch loteten wir verschiedene Ideen und Möglichkeiten aus, die erst einmal nicht aktuell sind, aber vielleicht in die Zukunft weisen: Eine solche Konferenz dient ja nicht nur dazu, die Zukunft unserer Romanserie zu planen, sondern auch die eigene Zukunft anzusprechen.

Am späten Nachmittag beendeten wir unsere erste digitale Autorenkonferenz. Wir waren uns alle einig, dass es eine gute Veranstaltung gewesen war, dass wir uns aber alle nach einem »wirklichen Beisammensein« sehnten. Wie die meisten anderen Menschen wohl auch in dieser Zeit der Pandemie …