Ein Logbuch der Redaktion
In den 80er-Jahren gehörte es zum guten Ton, in einem Con-Bericht sehr ausführlich davon zu erzählen, wie man es geschafft hatte, überhaupt den Con zu erreichen. Die Berichte von chaotischen Anreisen erfreuten die einen und nervten die anderen. Aber weil ich gerne schöne alte Traditionen erhalten möchte, halte ich mich an die Regel und erzähle von der Anreise …
Mein Kollege Adnan Turan und ich fuhren gemeinsam los; wir hatten keinerlei Probleme und kamen flott von Karlsruhe nach Köln, fanden in der Nähe des Veranstaltungsortes einen legalen Parkplatz und waren um zwölf Uhr vor Ort. (Mehr ist heute nicht zu erzählen. Das Reisen per Anhalter in den 80er-Jahren war definitiv spannender.)
Der Kulturbunker in Köln-Mühlheim erwies sich als ein Gebäude, das zwar im Zweiten Weltkrieg als Bunker errichtet worden war, durch den hellen Anstrich und die Gastronomie im Erdgeschoss aber viel freundlicher wirkte.
Bereits auf den ersten paar Schritten trafen wir auf bekannte Gesichter. Zahlreiche Autorinnen und Autoren aus dem Umfeld der PERRY RHODAN-Serie waren anwesend, dazu kamen viele Fans, die ich vom Gesicht und auch vom Namen her kannte. Mehr als 200 Besucher tummelten sich auf dem Con – das neue Team, das die Veranstaltung an einem neuen Ort organisierte, konnte mit dem Zuspruch also zufrieden sein.
Nach einem ersten Rundgang, bei dem ich viele Hände schüttelte und Menschen wiedertraf, mit denen ich zuletzt in den 80er-Jahren gesprochen hatte, setzten sich Adnan und ich mit den Kollegen von Eins A Medien zu einer Besprechung zusammen. Eins A Medien sind mit ihrem Studio und ihrer Geschäftsführung in Köln; mit unseren Hörbuchpartnern arbeiten wir seit gut zwanzig Jahren sehr erfolgreich zusammen.
Im Gespräch ging es um inhaltliche Projekte und Marketing-Überlegungen: Vieles kann man zwar per Mail und per Telefon besprechen, aber ich finde es immer wieder sinnvoll, sich auch am Tisch gegenüberzusitzen und auszutauschen.
Im Verlauf des Nachmittags führte ich viele weitere Gespräche: mit Fans, Autorinnen und Autoren, mit kritischen Lesern und neugierigen Fanzine-Redakteuren, mit potenziellen Mitarbeitern und Grafikern. Ich hätte sicher noch einmal zwei Tage benötigt, um mit allen Menschen zu reden, die ich kannte und mit denen ich gern gesprochen hätte.
Aber dann musste ich schon auf die Bühne. Zusammen mit Marie Erikson, Oliver Fröhlich, Ben Calvin Hary, Kai Hirdt, Uwe Anton und Arndt Ellmer war ich zur »Elefantenrunde« geladen, die von Rüdiger Schäfer moderiert wurde. Wer aus dem PERRY RHODAN-Team auf dem Con war, musste also auf die Bühne – und das machten wir sehr ausführlich.
Gut eineinhalb Stunden lang wurden wir von Rüdiger Schäfer ausgefragt, dazu kamen Fragen aus dem Publikum. Als am Ende viel geklatscht wurde, hatte ich das Gefühl, einen guten Programmpunkt bewältigt zu haben.
Danach leerte sich der Saal. Ich nutzte die Gelegenheit, mit einigen Besuchern zu reden, dann musste ich auch schon wieder auf die Bühne. Neben mir saß Adnan Turan, dazu kamen Arndt Ellmer und Uwe Anton. Es ging um die Fans und die Cons von früher und von heute: Was hatte sich seit den 70er- und 80er-Jahren verändert, wie präsentierte sich die Fan-Szene heute?
Arndt Elllmer erzählte von seinem ersten ColoniaCon in den späten 70er-Jahren, auch Uwe Anton und ich blickten ein bisschen in die Vergangenheit. Adnan Turan stellte dar, wie digital sich heute Fandom entwickelt.
Danach war der Con fast vorüber, zumindest für mich. Ich stand noch relativ lange mit Leuten zusammen und redete mit ihnen. Mit Marie Erikson, Oliver Fröhlich und Adnan Turan aß ich zu Abend, dann war auch schon halb zehn Uhr. Den Abschluss des Cons verpasste ich also; es wurde auch Zeit, dass wir loskamen.
Als ich kurz vor ein Uhr nachts in Karlsruhe aus dem Auto stieg, war ich ziemlich müde. Aber ich hatte einen sehr guten und sehr positiven Con hinter mich gebracht. In zwei Jahren dann wieder …
(Dieses Logbuch wurde bereits im Mai 2026 auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Redaktion veröffentlicht. Hier bringe ich es aus dokumentarischen Gründen.)
PERRY RHODAN-Redaktion
Diskretes und indiskretes aus der größten Science-Fiction-Serie der Welt
15 Juni 2026
12 Juni 2026
Operation Geisterflotte
So in etwa lautete unsere interne Absprache: »Wenn wir einen Doppelband machen, in dem es um die ES-Flotte geht, muss dieser von Wim Vandemaan geschrieben werden.« Heute ist mit »Operation Geisterflotte« der erste Teil des Doppelbandes erschienen, der von Wim Vandemaan stammt und in dem es von ungewöhnlichen Ideen und Figuren nur so wimmelt.
Das Titelbild deutet es schon an: Dieser Roman bietet einen Blick auf unseren Serienkosmos, wie man ihn so selten zu lesen bekommt.
Ich finde es schon mal originell, einen Hausverwalter als eine zentrale Person eines Romans auszuwählen. Das Haus, das er verwaltet, ist natürlich nicht ein gewöhnliches Bauwerk … Das versteht sich von selbst, denke ich.
Wim Vandemaan schafft es in diesem Roman mit leichter Hand – so sieht es aus … –, verschiedene Handlungsebenen miteinander zu vermengen und Elemente aus unserer Serienhistorie zu verbinden. Vor allem für Leser, die PERRY RHODAN gut kennen, sollte die Lektüre ein literarischer Leckerbissen sein.
Ich denke aber, dass neue Leser auch auf ihre Kosten kommen: Sie erhalten eine Reihe von schrägen Figuren und faszinierenden Schauplätzen.
Das Titelbild deutet es schon an: Dieser Roman bietet einen Blick auf unseren Serienkosmos, wie man ihn so selten zu lesen bekommt.
Ich finde es schon mal originell, einen Hausverwalter als eine zentrale Person eines Romans auszuwählen. Das Haus, das er verwaltet, ist natürlich nicht ein gewöhnliches Bauwerk … Das versteht sich von selbst, denke ich.
Wim Vandemaan schafft es in diesem Roman mit leichter Hand – so sieht es aus … –, verschiedene Handlungsebenen miteinander zu vermengen und Elemente aus unserer Serienhistorie zu verbinden. Vor allem für Leser, die PERRY RHODAN gut kennen, sollte die Lektüre ein literarischer Leckerbissen sein.
Ich denke aber, dass neue Leser auch auf ihre Kosten kommen: Sie erhalten eine Reihe von schrägen Figuren und faszinierenden Schauplätzen.
11 Juni 2026
Die Coyn-Katastrophe
Wenn Christian Montillon über Kinder und Jugendliche schreibt, kann man getrost davon ausgehen, dass er sich auskennt; immerhin hat er mit seiner Frau zusammen drei Söhne großgezogen – oder ist noch dabei, je nach Betrachtungsweise. Weil ich das wusste, gefiel mir sein Roman »Die Coyn-Katastrophe«, der bereits am vergangenen Wochenende erschienen ist, vielleicht besonders gut.
Die Abenteuer des kleinen Mausbibers – pardon: des kleinen Yuit – namens Coyn lesen sich nicht nur amüsant, sie erzählen auch eine Geschichte, die über den Horizont eines Kindes hinausgeht, aus der Sicht eines Kinders, aber besonders stark wirkt. Das Titelbild gibt hierzu einen stimmungsvollen Eindruck.
Mit diesem Roman ist es dem Autor auf jeden Fall gelungen, eine sehr humanistische Geschichte zu erzählen, wobei er den menschlichen und emotionalen Aspekt über einen Außerirdischen übertragen hat. Aber Außerirdische sind ja, wie wir alle wissen, manchmal eh die besseren Menschen …
Die Abenteuer des kleinen Mausbibers – pardon: des kleinen Yuit – namens Coyn lesen sich nicht nur amüsant, sie erzählen auch eine Geschichte, die über den Horizont eines Kindes hinausgeht, aus der Sicht eines Kinders, aber besonders stark wirkt. Das Titelbild gibt hierzu einen stimmungsvollen Eindruck.
Mit diesem Roman ist es dem Autor auf jeden Fall gelungen, eine sehr humanistische Geschichte zu erzählen, wobei er den menschlichen und emotionalen Aspekt über einen Außerirdischen übertragen hat. Aber Außerirdische sind ja, wie wir alle wissen, manchmal eh die besseren Menschen …
10 Juni 2026
Galaxis im Schatten
Der Roman ist zwar bereits Ende Mai erschienen, ich möchte trotzdem noch einige Zeilen dazu schreiben: Mich hat nämlich »Galaxis im Schatten« von Christian Montillon aus unterschiedlichen Gründen sehr gut unterhalten. Wobei das Titelbild schon ein bisschen gruselig wirkt, finde ich … aber es passt hervorragend zum Inhalt.
Mir gefallen PERRY RHODAN-Romane, in denen die kosmischen Dimensionen unserer Serie ausgeleuchtet werden. Als Jungleser waren Bände wie »Laire« meine absoluten Favoriten, und ich mochte es als Redakteur später sehr, von den Dienern der Materie oder anderen kosmischen Wesen mit ihren Schicksalen zu lesen.
Christian Montillon erzählt in seinem Roman eine Geschichte, die in der Handlungsgegenwart spielt; damit meinen ich das, was die Besatzung des PHOENIX erlebt. Faszinierend ist im Gegensatz dazu der Blick auf eine Geschichte, die Äonen umspannt: Es geht um eine Galaxis und ihre Bewohner und deren Schicksal über sehr lange Zeiträume hinweg.
Diese beiden Dimensionen des Romans hat der Autor sorgsam arrangiert – das gefiel mir bei der Lektüre des Manuskripts sehr gut. Und mir ist klar, dass das nicht jedem Leser oder jeder Leserin gleichermaßen gehen wird …
Mir gefallen PERRY RHODAN-Romane, in denen die kosmischen Dimensionen unserer Serie ausgeleuchtet werden. Als Jungleser waren Bände wie »Laire« meine absoluten Favoriten, und ich mochte es als Redakteur später sehr, von den Dienern der Materie oder anderen kosmischen Wesen mit ihren Schicksalen zu lesen.
Christian Montillon erzählt in seinem Roman eine Geschichte, die in der Handlungsgegenwart spielt; damit meinen ich das, was die Besatzung des PHOENIX erlebt. Faszinierend ist im Gegensatz dazu der Blick auf eine Geschichte, die Äonen umspannt: Es geht um eine Galaxis und ihre Bewohner und deren Schicksal über sehr lange Zeiträume hinweg.
Diese beiden Dimensionen des Romans hat der Autor sorgsam arrangiert – das gefiel mir bei der Lektüre des Manuskripts sehr gut. Und mir ist klar, dass das nicht jedem Leser oder jeder Leserin gleichermaßen gehen wird …
09 Juni 2026
Der Macht zu nah
Auf dem Titelbild des Romans unserer Serie PERRY RHODAN NEO, der in der vergangenen Woche erschienen ist, erkennt man einen ziemlich griesgrämig wirkenden Arkoniden – dabei handelt es sich um Atlan; so viel kann ich an dieser Stelle sicher verraten. Wie der Arkonide in diese Lage gekommen ist und was er in der vergangenen Zeit erlebt hat, ist eines der zentralen Themen dieses Romans.
Verfasst wurde »Der Macht zu nah« von Kai Hirdt, einem der beiden Exposéautoren von PERRY RHODAN NEO. Der Autor erzählt von der aktuellen Situation in der Milchstraße und zeigt anhand der Geschichte eines Terraners, wie die Jagd nach Artefakten für Unruhe zwischen den Sternen sorgt.
Der Roman lebt von seinen vielen Wechseln zwischen den einzelnen Handlungsperspektiven, die – jede für sich – sehr unterhaltsam und spannend sind. Dabei werden nicht nur die Figuren schön charakterisiert, sondern auch die Lage in der Galaxis.
Verfasst wurde »Der Macht zu nah« von Kai Hirdt, einem der beiden Exposéautoren von PERRY RHODAN NEO. Der Autor erzählt von der aktuellen Situation in der Milchstraße und zeigt anhand der Geschichte eines Terraners, wie die Jagd nach Artefakten für Unruhe zwischen den Sternen sorgt.
Der Roman lebt von seinen vielen Wechseln zwischen den einzelnen Handlungsperspektiven, die – jede für sich – sehr unterhaltsam und spannend sind. Dabei werden nicht nur die Figuren schön charakterisiert, sondern auch die Lage in der Galaxis.
08 Juni 2026
Erster Blick nach zwei Wochen
Gehe oder fahre ich in den Urlaub, versuche ich immer, die Arbeit möglichst weit in den Hintergrund treten zu lassen. Das heißt konkret: Üblicherweise nehme ich keinen Computer und kein sonstiges Arbeitsgerät mit, und ich vermeide es, im Urlaub zu schauen, was sich in den unterschiedlichsten Social-Media-Bereichen so tut. Das war auch bei diesen Pfingstferien nicht anders.
Entsprechend »voll« war am heutigen Morgen die Mailbox. Nachdem ich mir einen ersten Überblick verschafft habe, kann ich feststellen: Es sind neun Exposés, mehrere Ideenpapiere und Textarbeiten sowie drei Roman-Manuskripte während meiner Abwesenheit eingetroffen. Diese versuche ich natürlich, in den kommenden Tagen so flott und so gründlich wie möglich durchzuarbeiten.
Aber klar: Die Produktion unserer Serien muss weiterlaufen und genießt immer Vorrang. Anders ließe sich das alles auch nicht stemmen.
Entsprechend »voll« war am heutigen Morgen die Mailbox. Nachdem ich mir einen ersten Überblick verschafft habe, kann ich feststellen: Es sind neun Exposés, mehrere Ideenpapiere und Textarbeiten sowie drei Roman-Manuskripte während meiner Abwesenheit eingetroffen. Diese versuche ich natürlich, in den kommenden Tagen so flott und so gründlich wie möglich durchzuarbeiten.
Aber klar: Die Produktion unserer Serien muss weiterlaufen und genießt immer Vorrang. Anders ließe sich das alles auch nicht stemmen.
22 Mai 2026
Zwei Wochen ohne Blog
Der PERRY RHODAN-Blog pausiert wieder einmal. In den kommenden zwei Wochen wird hier nichts gepostet und nichts kommentiert; eventuelle Kommentare werden auch nicht freigeschaltet.
Am 8. Juni 2026 geht’s an dieser Stelle weiter. Wir lesen uns!
Am 8. Juni 2026 geht’s an dieser Stelle weiter. Wir lesen uns!
Zwanzig Seiten mit starkem Inhalt
Der Newsletter der PERRY RHODAN-FanZentrale (PRFZ( ist seit Jahren eine wichtige, ja, fast unverzichtbare Lektüre für Menschen, die mehr über PERRY RHODAN und das Umfeld der größten Science-Fiction-Serie der Welt wissen möchten. Diesmal gab es bei der Zusammenstellung der aktuellen Ausgabe wohl Schwierigkeiten, zumindest deutet das Schusswort von Alexandra Trinley – sie verantwortet das 20 Seiten umfassende Fanzine – darauf hin. Das Ergebnis kann sich trotz aller »Blockaden« absolut sehen lassen.
Einen Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe bildet das Interview mit Marie Erikson. Die Autorin erzählt auf mehreren Seiten von ihrer Arbeit für PERRY RHODAN und ihrer Begeisterung für Horror-Romane; das ist sehr lesenswert.
Wie es sich für eine Fan-Publikation gehört, stehen aber auch Themen aus dem Fandom im Vordergrund. Der Ernst-Ellert-Con III begeisterte, der Organisator Dieter Wengenmayr wird zurecht für sein langjähriges Engagement geehrt – wir kennen uns seit über dreißig Jahren –, und es gibt schöne Erinnerungsbilder an den GarchingCon im Jahr 1996.
Ich finde die aktuelle »Newsletter«-Ausgabe wieder einmal sehr geglückt und sehr lesenswert. PRFZ-Mitglieder können sie problemlos und ohne weitere Kosten abonnieren; das Fanzine kommt als PDF und per Mail. Ein weiterer Grund, Mitglied in der FanZentrale zu werden!
Einen Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe bildet das Interview mit Marie Erikson. Die Autorin erzählt auf mehreren Seiten von ihrer Arbeit für PERRY RHODAN und ihrer Begeisterung für Horror-Romane; das ist sehr lesenswert.
Wie es sich für eine Fan-Publikation gehört, stehen aber auch Themen aus dem Fandom im Vordergrund. Der Ernst-Ellert-Con III begeisterte, der Organisator Dieter Wengenmayr wird zurecht für sein langjähriges Engagement geehrt – wir kennen uns seit über dreißig Jahren –, und es gibt schöne Erinnerungsbilder an den GarchingCon im Jahr 1996.
Ich finde die aktuelle »Newsletter«-Ausgabe wieder einmal sehr geglückt und sehr lesenswert. PRFZ-Mitglieder können sie problemlos und ohne weitere Kosten abonnieren; das Fanzine kommt als PDF und per Mail. Ein weiterer Grund, Mitglied in der FanZentrale zu werden!
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