14 November 2018

Schlacht ums Gondunat

»Ich habe den Zenit meiner Leistungsfähigkeit längst überschritten.« In seinem aktuellen PERRY RHODAN-Roman, der in dieser Woche mit der Bandnummer 2987 in den Handel kommt, blickt Michael Marcus Thurner wieder einmal tief in das Innenleben einer seiner Hauptfiguren. Das einleitende Zitat stammt von dieser Figur.

Wir erfahren mehr über ein ungewöhnliches Lebewesen, das auf eine lange Geschichte zurückblicken kann und sich häufig für den Frieden einsetzt. Vor allem erfahren die Leser aber mehr über aktuelle Entwicklungen, die das Goldene Reich und die Thoogondu betreffen.

Bekanntlich handelt es sich bei den Thoogondu um Wesen, die vor Jahrzehntausenden in der Milchstraße siedelten, bevor sie aus dieser vertrieben wurden, um in einer fernen Sterneninsel ein neues Imperium zu errichten. Erst seit kurzem besteht weder Kontakt zu den Bewohnern der Menschheitsgalaxis – und dieser Kontakt hat sich vor allem in mehreren Konflikten entladen ...

13 November 2018

Andreas Eschbach auf sieben Seiten

Die Kolleginnen und Kollegen bei Fischer TOR haben ihren aktuellen Prospekt verschickt – er geht nicht an die sogenannten Endverbraucher, sondern richtet sich an die Angestellten in Buchhandlungen sowie an die Presse. Freundlicherweise erhalten Verlagskollegen wie ich ebenfalls ein Exemplar des 28 Seiten umfassenden Prospektes.

Dessen Titelbild ziert übrigens gleich das Motiv des PERRY RHODAN-Romans, den Andreas Eschbach verfasst hat und der im Frühjahr 2019 erscheinen wird. (Man kann ihn übrigens bereits vorbestellen ...)

Auf insgesamt sechs Seiten im Innenteil wird dann das Buch vorgestellt. Es gibt Informationen zur PERRY RHODAN-Serie und zu Andreas Eschbach, die Verbindungen zur Mondlandung im Juli 1969 und zu Band 3000 unserer Serie werden hergestellt. Darüber hinaus wird gezeigt, wie der »Space-Seller« – so nennt es der Verlag in dieser Broschüre – beworben werden soll.

Das sieht alles sehr faszinierend und spannend aus, die Buchhändlerinnen und Buchhändler sollten damit sehr gut angesprochen werden. Ein gelungener Marketing-Auftakt für ein Buch, auf dessen Erscheinen ich mich schon sehr freue!

12 November 2018

Robert Corvus und seine PERRY RHODAN-Romane

Ein Logbuch der Redaktion

Welche Rolle der Schriftsteller Robert Corvus im Umfeld der PERRY RHODAN-Serie hat, lässt sich sehr konkret sagen: Er ist kein »festes« Mitglied im Autorenteam, schreibt aber seit Jahren an der Serie sowie an diversen Nebenserien mit. Weil er das so regelmäßig tut, könnte man ihn als »Stammgastautor« bezeichnen.

Nach über einem Dutzend Romane, die er für PERRY RHODAN, PERRY RHODAN-Stardust und PERRY RHODAN NEO geschrieben hat, ist dies sicher ein angemessener Begriff. Seine Romane bereichern das Perryversum, er führt neue Figuren ein und schildert spezielle Schauplätze.

Im Rahmen dieses Textes soll es nicht um seine zwei Romane für die Nebenserie PERRY RHODAN-Stardust gehen, auch nicht um die fünf Romane, die er für PERRY RHODAN NEO geschrieben hat, den alternativen Entwurf zum größten Science-Fiction-Universum der Welt – es geht schlichtweg um die wöchentliche Serie.

Seinen Einstand gab der Autor gleich mit einem Doppelband. Nie zuvor war ein Gastautor mit einem derartigen Paukenschlag bei PERRY RHODAN in Erscheinung getreten. Selbst Bestsellerautoren wie Andreas Eschbach und Markus Heitz, Tanja Kinkel und Gisbert Haefs hatten vor allem Einzelromane verfasst, wenn sie für die größte Science-Fiction-Serie der Welt tätig wurden.

Ganz anders Robert Corvus: Sowohl »Ein Stern in der Dunkelheit« (Band 2824) als auch »Unter dem Sternenbaldachin« (Band 2825) wurden im Oktober 2015 veröffentlicht. Der Autor hatte die Aufgabe, gleich eine ganze Gruppe unterschiedlichster Figuren zu schildern, die wiederum mit durchgeknallten Robotern und seltsamen Außerirdischen zu tun hatten.

Mit den beiden Romanen stieß er sowohl bei der Redaktion als auch bei den Lesern auf große Zustimmung. Die spannende Handlung wurde ebenso gelobt wie die Charakterisierung der Hauptpersonen. Rund ein Jahr später konnte der Autor erneut für die Serie aktiv werden.

Der zweite Doppelband spielte in einer fernen Galaxis, in einer Sterneninsel, die offenbar vom Untergang bedroht ist. Zuerst muss sich Perry Rhodan dort völlig allein durchschlagen, dann eilen ihm seine Freunde zur Hilfe. »Unter allem Grund« (Band 2884) und »Der Leidbringer« (Band 2885) erzählen nicht nur von interstellaren Verwicklungen, sondern ebenso von Manipulationen in Gehirnen und bei Informationen.

Beide Romane erschienen Ende 2016. Wieder hatte der Autor die Aufgabe, über verschiedene Außerirdische und ihre jeweiligen Kulturen zu schreiben. Er schloss sich mit seinen Kollegen kurz und arbeitete viele Datenblätter durch, damit alles stimmig und glaubhaft klang. Wieder gelang ihm diese Aufgabe zu allgemeiner Zufriedenheit.

Im Sommer 2017 kam sein nächster Doppelband in den Handel: Die zwei Romane »Riss im Lügennetz« (Band 2911) und »Der letzte Galakt-Transferer« (Band 2912) wurden veröffentlicht.
Wieder hatte der Autor nicht nur die Aufgabe, eine spannende Geschichte zu erzählen; er musste darüber hinaus viele Aliens vorstellen und in einen Zusammenhang stellen. Mit seinen Hauptfiguren – darunter Perry Rhodan selbst – hatte er zudem sorgsam umzugehen und sie sinnvoll durchs Geschehen zu führen. Die Redaktion und die Leser waren vom Ergebnis erneut sehr angetan.

Mit »Der Mann von den Sternen« (Band 2953) wurde der Autor im Jahr 2018 erneut für die Serie aktiv. Diesmal erzählte er von Atlan, einer der beliebtesten Figuren der PERRY RHODAN-Serie überhaupt. Und auch bei diesem Roman zeigte er sein Talent, originelle Figuren zu zeichnen und sie mit Leben zu erfüllen. Nicht nur die menschlichen Begleiter, mit denen Atlan unterwegs ist, sondern auch die Außerirdischen wirken so lebensnah, wie Aliens in der Science Fiction eben sein können.

Robert Corvus ist ein besonderer Autor, der seinen eigenen Stil hat, seinen eigenständigen Blick auf die Welt. Das vergisst er auch dann nicht, wenn er für eine Serie wie PERRY RHODAN arbeitet …

(Dieser Text wurde für das Fanzine »Neuer Stern« verfasst; ich dachte aber, er passe auch gut auf diese Internet-Seite. Und wir freuen uns schon auf einen neuen Roman von Robert Corvus, der im Perryversum spielen wird.)

10 November 2018

Werbetexte am Samstag

Seit ich meine ersten »werbenden« Texte für PERRY RHODAN geschrieben habe – ob man sie nun für die eigentliche Werbung oder für die Öffentlichkeitsarbeit gebraucht hat –, kenne ich das Problem: Ich muss etwas aussagen, das ein wenig Substanz hat, darf aber nicht zu viel verraten, damit es die Spannung nicht nimmt. Im Vorfeld von Band 3000 ist das noch komplizierter als sonst, scheint mir.

Am heutigen Tag habe ich mich mit Texten beschäftigt, die wir im November, Dezember und vor allem im Januar benötigen werden. Womit bewerben wir wann den neuen Zyklus, der mit dem Band 3000 beginnt? Wann geben wir bekannt, welche Hauptpersonen es gibt? Wann benennen wir die »galaktische Großwetterlage«, wie man das früher gern bezeichnet hat?

Bisher stehen Vorschläge und Konzepte, ich habe Textzeilen entwickelt und einige Slogans. Bis zum Montag sollte ich mehr haben. Dann bespreche ich das mit den Kolleginnen und dem Kollegen in der Marketing-Abteilung – sie brauchen solche Texte schließlich bald –, und wir werden aus den Vorschlägen brauchbare Texte entwickeln.

09 November 2018

Eine Lieferung aus Japan

Erhalten wir in der Post ein dick verschnürtes Paket aus Japan, ist die Freude immer groß: So schön es ist, die neuen Romane im Internet zu bewundern – noch toller finde ich es, die Bücher dann »in echt« in der Hand zu halten. Heute hatten wir wieder ein solches Paket auf dem Tisch, das Belegexemplare unserer japanischen Ausgabe enthielt.

In diesem Fall handelt es sich um einen recht neuen Band von PERRY RHODAN NEO – ich habe mir die Figuren nie so »mangaesk« vorgestellt, finde diese Gestaltung aber echt stark – sowie zwei aktuelle Bände von PERRY RHODAN. Die Darstellung der SOL passt gut zu meiner Vorstellung, auch den visionären Blick von Perry Rhodan – ich denke, das ist er – gefällt mir sehr gut.

In mancherlei Hinsicht sind unsere japanischen Partner wie eine »Black Box« für mich. Wir arbeiten mit der Agentur zusammen, ich habe noch nie mit einem der Zeichner oder Übersetzer kommuniziert. Letztlich ist das aber egal – wenn so schöne Titelbilder und Bücher dabei herauskommen, bin ich schon mal zufrieden …

08 November 2018

Köln als Stadt des Perryversums

An einem Tag, an dem ich erfahre, dass Achim Mehnert viel zu früh verstorben ist, denke ich unweigerlich an andere Autoren, die unsere Serie geprägt haben und bereits gestorben sind. Drei Schriftsteller, die in Köln lebten und die ich stets als »Kölner« betrachtet haben, kommen mir dabei in den Sinn.

Achim Mehnert stellte mir in den frühen 90er-Jahren auch einmal Harvey Patton vor. Wir saßen bei einem ColoniaCon zusammen, er als erfahrener Autor, ich als junger Redakteur, und unterhielten uns über mögliche neue Projekte. Harvey Patton verewigte sich mit nur einem Heftroman und einigen Taschenbüchern im Perryversum, dazu kamen ATLAN-Heftromane. Ich habe ihn als sympathischen älteren Herrn in Erinnerung.

Mit einem Sinn für skurrilen Humor ausgestattet war Thomas Ziegler. Ich mochte die Kurzgeschichten und Romane, die er vor seiner Zeit bei PERRY RHODAN schrieb, und ich fand seine Romane in unserer Serie toll. Bei seiner Beerdigung im September 2004 saß Achim Mehnert mit mir in einer Reihe der Friedhofskapelle; wir waren beide sehr traurig.

Ähnlich traurig, fast verstört wie heute fühlte ich mich im Dezember 1998 – auch da war Achim Mehnert dabei. Wir trugen damals Peter Terrid zu Grabe, ein Autor, der sich mit vielen tollen Ideen um unsere Serie verdient gemacht hatte und eigentlich noch viele Ideen einbringen wollte.

Inklusive Achim Mehnert, der mich heute viel in meinen Gedanken begleitet hat, sind das vier Autoren, die das größte Science-Fiction-Universum der Welt bereichert und erweitert hatten. Ich werde heute abend »im Geiste« mit ihnen anstoßen. (Und mich an das denkwürdige Bild erinnern, das der PERRY RHODAN-Dokumentarfilm zeigte: die SOL über Köln ...)

07 November 2018

Arbeiten an der Dunkelwelt

Jeden Mittwoch gibt es in der PERRY RHODAN-Redaktion eine interne Teamrunde. Wir sitzen alle um einen Besprechungstisch und gehen aktuelle Projekte durch: Wo stehen wir, was ist zu tun, wo fehlt noch Input, welche Verträge stehen derzeit an? Weil wir derzeit so viele Projekte parallel ans Laufen gebracht haben, konzentrieren wir uns in dieser Runde meist auf Schwerpunkte.

Das mache ich auch bei meiner Arbeit. So gibt es Tage, an denen ich mich vor allem um den PERRY RHODAN-Band 3000 kümmere, und Tage, an denen ich Texte für aktuelle Silberbände schreibe. Heute geht es unter anderem um die »Dunkelwelten«-Trilogie, bei der ich viel zu kommunizieren habe.

Die drei Taschenbücher erscheinen bei Bastei-Lübbe, die E-Books machen wir aber selbst – da müssen einige Dinge frühzeitig geregelt werden, damit es nicht zu einem Durcheinander kommt. In den vergangenen Tagen hatte ich mehrfach mit den Autoren kommuniziert. Das Projekt wächst und gedeiht, die Kollegen bei Bastei-Lübbe sind ebenso darauf eingestellt wie wir.

Natürlich müssen die Romane gut werden, aber wichtig ist eben auch, dass mit der Produktion alles klar läuft. Da müssen viele Rädchen ineinander greifen, und all diese Dinge versuchen wir in der Redaktion und im Marketing so früh wie möglich vorzubereiten. Das erste Taschenbuch erscheint schließlich Ende April 2019 – das ist nicht mehr so fern vom heutigen Tag entfernt …