09 März 2026

Atlant für Brasilien

Mit viel Engagement veröffentlichen unsere Partner in Brasilien die PERRY RHODAN-Ausgabe in portugiesischer Sprache. Seit einiger Zeit bringen sie unsere Serie gewissermaßen in mehreren Auflagen heraus. Und da freute es mich dieser Tage, die Ausgabe 50 in digitaler Version vor mir zu haben – bis die gedruckten Belegexemplare bei uns eintreffen, dauert es ja einige Zeit.

Der PERRY RHODAN-Band mit der Nummer 50 ist einer der großen Klassiker unserer Serie. In diesem Roman taucht bekanntlich Atlan, der Arkonide, zum ersten Mal auf. Die Serie wächst in diesem Band nicht nur in die Zukunft, sondern auch in die Vergangenheit: Es wird klar, dass der Kontinent Atlantis tatsächlich einmal existiert hat und dass Atlan dazu in einem engen Bezug steht.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie fasziniert ich von der Lektüre damals war; ich las den Band erstmals in der damals vierten Auflage. Es muss also 1978 gewesen sein. Zwar kannte ich Atlan bereits von der Lektüre anderer Auflagen her – dieser Roman packte mich trotzdem.

Ich finde es toll, dass unsere Freunde in Brasilien nun auch diesen schon klassischen Roman in einer Übersetzung lesen können!

06 März 2026

Datenblätter zum neuen Zyklus

Am heutigen Tag beschäftige ich mich unter anderem mit Texten, die für Romane wichtig sind, die erst im Herbst 2026 in den Handel kommen. Die Grundlagen dafür müssen wir in diesen Tagen schaffen – bei einer Serie wie PERRY RHODAN arbeitet man in der Redaktion und im Autorenteam letztlich ständig mit Plänen, die mindestens ein Jahr oder auch zwei Jahre in die Zukunft reichen.

Ben Calvin Hary ist mit der Arbeit am kommenden Zyklus, der mit Band 3400 beginnen wird, schon weit vorangeschritten. Unser Chefautor tauscht sich mit den Kolleginnen und Kollegen aus; zahlreiche Mails werden gewechselt, bei Slack wird munter diskutiert. Ideen werden besprochen und weiter vorangetrieben.

Grundlagen für vieles bilden die Datenblätter. Wie sehen neue Figuren aus, welche Fähigkeiten haben sie, und welche Rolle nehmen sie ein? Wie ist die Situation in der Milchstraße und auf der Erde? Und wo halten sich Perry Rhodan, Atlan, Reginald Bull, Gucky, Icho Tolot oder Sichu Dorksteiger eigentlich derzeit auf? Wo kommen sie wie zum Einsatz?

Ich mag diese Phase unserer Arbeit immer sehr. Ich kann zusehen, wie eine neue Etappe unseres Romankosmos entsteht. Das finde ich nach all den Jahren immer noch spannend! 

05 März 2026

Drei Männer im Saarland

Aus der Serie »Ein Bild und seine Geschichte«


Im Juni 1997 lud der Science Fiction Club Universum, den es erfreulicherweise immer noch gibt, zu den PERRY RHODAN-Tagen Saar nach Homburg, genauer gesagt, zum Sportgelände in Reiskirchen. Ich erinnere mich kaum noch an die Veranstaltung, weiß aber gut, dass ich die Atmosphäre sehr angenehm und familiär fand. Ich plauderte viel mit den Besucherinnen und Besuchern sowie den anwesenden Ehrengästen und fuhr abends in bester Stimmung nach Hause

Das Foto, das ich heute zeigen kann, stammt von Peter Fleissner, der in jenen Jahren zahlreiche Veranstaltungen mit seiner Kamera dokumentierte, Es zeigt (links im Bild) den Autor Manfred Weinland, der nur mit einem einzigen Taschenbuch für unsere Serie tätig war, von dessen Arbeit ich aber immer sehr viel hielt, mich in der Mitte, und (rechts im Bild) den Autor Rainer Castor, der damals noch nicht so bedeutend für unsere Serie war, wie er es wenige Jahre später sein sollte.

04 März 2026

Leipzig im Blick

In diesen Tagen beschäftigen wir uns in der PERRY RHODAN-Redaktion oft mit der kommenden Leipziger Buchmesse. Meine Kollegin Sophia Roßnagel, die den Stand zum größten Teil allein organisieren wird, kümmert sich um die vielen Details der Messeplanung, während ich beispielsweise einige Termine vereinbare. Vor allem in der Vorbereitung wird sie sehr gefordert sein.

Wir haben keinen »wirklich eigenen« Stand, sondern haben uns mit den Kollegen vom Amrun-Verlag zusammengetan. Jürgen Eglseer, der diesen Verlag leitet, ist ein alter Bekannter; in früheren Jahren war er auch in der PERRY RHODAN-Fan-Szene aktiv. Wir teilen uns quasi mit ihm den Stand, wofür ich ihm unglaublich dankbar bin.

Man wird uns in der Halle drei finden, dort also, wo die anderen Science-Fiction- und Fantasy-Aussteller sind; unsere Standnummer ist die C 414. Ganz in der Nähe finden sich auch die Stände von Comic-Verlagen wie Splitter oder Panini; da werden sich bestimmt gegenseitige Besuche ergeben.

Ich bin sehr gespannt darauf, wie das dann vor Ort wirklich wird. Nachdem wir 2019 zuletzt mit einem eigenen Stand in Leipzig waren, ist das nun eine Premiere – und es folgen hoffentlich bald weitere Messebesuche ...

03 März 2026

Digitale Autorenrunde zum Start ins Jahr

Ein Logbuch der Redaktion

»Wir haben einiges zu besprechen, denke ich, und wir werden einen Ausblick auf die kommenden Monate erhalten«. So formulierte ich es in meiner Mail, die ich an die Autorinnen und Autoren von PERRY RHODAN NEO verschickte.

Am Freitag, 23. Januar 2026, trafen wir uns zu einer »digitalen Autorenrunde«, die in zwei Abschnitten stattfand: morgens zwei Stunden und mittags zwei Stunden. Es hatte sich bei früheren Konferenzen, wie wir sie beispielsweise während der Corona-Zeit abhielten, eindeutig bewährt, die Runden nicht zu lang zu machen. Schließlich legten wir ja auch Pausen ein, wenn wir uns »real« trafen.

Die erste Runde gehörte den Verlagsinterna. Ich berichtete von den aktuellen Entwicklungen im Konzern und in unserem Verlagsbereich, und ich stellte die allgemeine wirtschaftliche Lage bei Heftromanen dar, ebenso bei der Science Fiction. Wir waren mit PERRY RHODAN nach wie vor erfolgreich, auch wenn die Auflagenzahlen nicht mehr mit denen vergleichbar waren, die wir vor zwanzig Jahren oder mehr erreicht hatten. PERRY RHODAN NEO erreichte stabile Zahlen, weil die E-Books gut liefen – hier sah ich noch großes Potenzial.

Die Autorinnen und Autoren brachten an dieser Stelle selbstverständlich viele Fragen vor, es kam zu einer regen Diskussion. Ich notierte mir einige der Hinweise sowie der kritischen Punkte und versprach, ihnen nachzugehen; auch die Ideen des Kollegiums wurden aufgeschrieben.

Aus Sicht der Redaktion gab es allerdings ebenso den einen oder anderen kritischen Punkt. Manche Manuskripte erreichten uns im vergangenen Jahr so spät, dass wir uns zeitweise von einem Notfallplan zum nächsten hangeln mussten. Sicher lag das auch am überraschenden Tod von Rainer Schorm, der eine große Lücke gerissen hatte.

Die Terminlage sollte 2026 unbedingt besser werden. Kai Hirdt und Rüdiger Schäfer schilderten die Arbeit innerhalb des Exposé-Teams und stellten dar, was sich dabei verbessern würde. In weiteren Diskussionen sprachen wir über das Thema der Serientechnik – wo setzen wir zu viel Beschreibungen ein, wo müsste es mehr werden? – und die Sicht des Kollegiums auf die Serienhintergründe.

Nach der Pause ging es um die eigentlichen Inhalte; solche Themen interessieren Autorinnen und Autoren immer. Rüdiger Schäfer und Kai Hirdt gaben einen Ausblick auf die kommende Staffel, die den Titel »Artefakte« tragen wird. Sie wird zum größten Teil in der Milchstraße spielen und die Lage auf der Erde, in der Republik Arkon und einigen anderen Regionen beleuchten.

Die beiden Exposéautoren stellten dar, welche Figuren auftauchen würden und welche Rollen sie einnehmen sollten. Im Rahmen der »Artefakte«-Staffel werden weitere terranische Kolonien in die Serie eingeführt; das kosmische Bild der Serie erweitert sich. Dass ich an dieser Stelle nicht über die wahren Inhalte schreiben werde, leuchtet wohl ein – wir werden bald inhaltliche Informationen bieten.

Zur kommenden Handlung und den Figuren gab es Rückfragen, Diskussionen und ergänzende Ideen. Die Diskussion verlief engagiert und wechselhaft, was ich sehr spannend fand. Und als ich gegen 16 Uhr die Videobesprechung beendete, hatte ich das Gefühl, dass sie auch noch zwei Stunden länger viel Freude gemacht hätte …

(Dieses Logbuch wurde bereits im Januar auf der Internet-Seite von PERRY RHODAN veröffentlicht. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.)

02 März 2026

Zwischen fremden Sternen

»Ich hätte gern ein echsenhaftes Alien-Wesen, das aussieht, als ob es lachen würde« – so in etwa lautete mein Vorschlag für das Titelbild, das Dirk Schulz zu gestalten hatte. Ich finde, dass er das sehr gut umgesetzt hat: Das Titelbild von »Zwischen fremden Sternen«, der in dieser Woche in den Handel kommt, zeigt den Mausbiber Gucky im Dialog mit einem Lebewesen aus der Völkergemeinschaft der Leun.

Den Roman selbst verfasste Leo Lukas; er spielt auf zwei Handlungsebenen, die auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun haben. Der Autor stellt Gucky dabei nicht als witzige Figur dar, macht aber schon klar, dass der Mausbiber durchaus seine Freude an Scherzen hat. Wenn es allerdings dramatisch und gefährlich wird, besinnt sich Gucky auch auf die wichtigen Aspekte einer Mission.

Mir gefiel sehr gut, wie der Autor die zwei Ebenen des Romans miteinander verknüpfte. Nicht nur Gucky-Fans sollten somit auf ihre Kosten kommen – eine schöne Zusammenstellung!

27 Februar 2026

Die kosmische Trasse

Als es darum ging, genauer festzulegen, wer welchen Roman im kommenden Halbjahr schreiben sollte, war relativ schnell klar, welche Aufgabe auf Uwe Anton fallen sollte: ein Thema mit kosmischen Geheimnissen, ein Rätsel über Millionen von Lichtjahren hinweg, eine ungewöhnliche Reise durch den Leerraum. Und dann noch Reginald Bull als eine wichtige Hauptfigur – da war ein starkes Thema für den erfahrenen Schriftsteller.

Uwe Anton verfasste »Die kosmische Trasse«, und sein Roman kommt heute offiziell in den Handel. Der Autor schreibt unter anderem über die geheimnisvollen Portuu, über die man bislang noch nicht viel weiß, und er zeigt den einen oder anderen Außerirdischen, dem Bull und sein Team unterwegs begegnen.

Mir gefiel bei dem Manuskript übrigens, dass der Autor die eine oder andere literarische Anspielung in seinem Roman versteckte. Beim Hinweis auf eine Welt namens R’lyeh musste ich schmunzeln; wer einmal H. P. Lovecraft gelesen hat, wird den Hinweis sicher ebenso gefunden haben …