01 April 2026

Dienstfahrt zum Exposé

Der heutige Tag steht wieder einmal im Zeichen einer Dienstreise: Ich fahre über die Rheinbrücke in die Pfalz, wo ich mich mit Christian Montillon und Ben Calvin Hary treffen werde. Bei dieser Besprechung geht es um Band 3400 sowie einige weitere Themen.

Unter anderem wollen wir die Autorenkonferenz vorbereiten, die noch in diesem Monat stattfinden wird. Und selbstverständlich diskutieren wir über die Exposés und Inhalte für kommenden Zyklus: Der Chefautor hat viele Ideen und Konzepte entwickelt, die teilweise noch zu besprechen sind.

Nach all den Jahren sind solche Termine immer noch diejenigen, die ich am meisten mag. Es geht um Inhalte und Geschichten, nicht um Zahlen.

31 März 2026

Marc A. Herren und das »halbe Hundert«

Ein (leicht verspätetes) Logbuch der Redaktion 

Einen besonderen Geburtstag feiert Marc A. Herren an diesem Samstag: Er wurde am 21. März 1976 geboren, begeht heute also seinen fünfzigsten Geburtstag. Die PERRY RHODAN-Redaktion gratuliert ihm zu diesem Anlass sehr herzlich – wir würden uns freuen, von ihm bald mal wieder einen Gastroman zu lesen.

Mit unserer Serie ist Marc schließlich schon lange verbunden. Seine ersten Romane las er als Jugendlicher; nach eigenem Bekunden fing er – wie ich auch – mit 13 Jahren an, sich durch die PERRY RHODAN-Serie zu schmökern. Neben seinem beruflichen Werdegang und allerlei privaten Reisen hielt er immer den Kontakt zum Perryversum, veröffentlichte erste Kurzgeschichten, schrieb an einer Fan-Romanserie mit und war bald ein junger Autor mit großem Potenzial.

Er schrieb ab 2008 für PERRY RHODAN-Action, dann auch für die ATLAN-Taschenbücher. Seit 2010 gehörte er zum PERRY RHODAN-Team und faszinierte mit spannenden Romanen, die gute Figuren und kosmisches Flair aufwiesen. (Wer das alles genau wissen möchte, findet in der Perrypedia einen aufschlussreichen Beitrag über ihn.)

Meine enge Zusammenarbeit mit Marc begann im Vorfeld des WeltCons 2011. Er hatte Zeit, und wir stellten ihn als Projektleiter für die Veranstaltung ein. Das reichte ihm anscheinend nicht; Marc brachte in diese Zeit zahlreiche Ideen für die Redaktions- und Marketing-Arbeit ein. Ich erinnere mich an zahlreiche Gespräche im Büro, bei Autofahrten oder abends in der Kneipe. Er wohnte zeitweise in Karlsruhe, und so liefen wir uns gelegentlich über den Weg.

Längst ist sein Weg ein anderer geworden. Marc A. Herren hat eine Familie, er übt einen Beruf aus, er ist als Zauberkünstler aktiv und steht als solcher auf der Bühne. Für PERRY RHODAN blieb immer weniger Zeit, weshalb er sich aus dem Autorenteam zurückzog.

Für mich gehört er nach wie vor dazu, wenngleich er nicht zum aktiven Kern zählt. Seine Gastromane kamen gut an, die Leserinnen und Leser würden sich – wie die Redaktion auch – über weitere Beiträge freuen. Schauen wir mal, wie sich dieser Wunsch mit der Familie und der täglichen Arbeit verbinden lässt!

Als ich hörte, dass Marc heute seinen fünfzigsten Geburtstag feiert, war ich kurz verwundert. In meiner Wahrnehmung war und ist er immer noch der junge Autor mit dem schelmischen Lachen und den vielen Ideen, der immer einen guten Spruch auf Lager hat und mit dem man auch ausgiebig diskutieren kann. Aber klar – die Zeit rennt.

Marc A. Herren nimmt bei PERRY RHODAN dank seiner langjährigen Mitarbeit eine wichtige Position ein, die weit über einzelne Romane hinausgeht. Das merkt man, wenn er auf Fans trifft – da spürt man sofort das gemeinsame Band zwischen Autor und Leserschaft.

Am heutigen Tag geht’s um seinen besonderen Geburtstag, den er wohl im Kreis der Familie begehen wird. In Gedanken ist seine PERRY RHODAN-Familie ebenfalls dabei, zumindest stelle ich mir das so vor.

Lieber Marc: Feier schön, genieße den Tag, lass dich feiern! Das PERRY RHODAN-Team denkt an dich!

(Dieses Logbuch bezieht sich auf den Samstag, 21. März 2026, und wird wegen der Buchmesse erst heute an dieser Stelle veröffentlicht; aus dokumentarischen Gründen.) 

30 März 2026

Familienbande

Ein richtig schönes Idyll – mit schwarzer Gefahr im Hintergrund – hat Dirk Schulz dem PERRY RHODAN-Roman verpasst, den wir in dieser Woche in den Handel bringen. Der Titel des Romans klingt auch idyllisch: Robert Corvus schrieb »Familienbande«, ein Roman, der mich bei der Manuskript-Lektüre sehr begeistert hat.

Es geht, soviel sei angedeutet, nicht nur um Gucky und seine Geschichte, sondern auch um die Vergangenheit eines ganzen Volkes und seine Geschichte. Robert Corvus schildert eine Entwicklung über lange Zeit hinweg und zeigt, welche Verbindungen es vom Sternwürfel in die Milchstraße gibt.

Der Roman belegt übrigens auch, dass wir im Prinzip schon in der Mitte des laufenden »PEGASOS«-Zyklus sind. Viele Zusammenhänge sind mittlerweile klar geworden, unsere Helden wissen mehr über gewisse Ereignisse und wissen sie einzuschätzen. Leider wissen die Menschen an Bord des PHOENIX nicht das gleiche wie die Bewohner der Menschheitsgalaxis – aber dafür wird es sicher bald eine Lösung geben …

27 März 2026

Maschinenzorn

Rüdiger Schäfer ist einer der zwei Exposéautoren von PERRY RHODAN NEO. Schreibt er einen Roman für unsere Serie, kann man immer davon ausgehen, dass es ein ganz besonderer Band wird. Das sehe ich auch bei dem Werk, das wir in dieser Woche veröffentlichen: Mit »Maschinenzorn« schließen wir die »Metamorph«-Staffel ab.

Auf dem Titelbild sieht man Perry Rhodan und Thora, die auf ein ziemliches Durcheinander schauen, wie es aussieht. Was sich hinter dem Schauspiel, das die beiden betrachten, wirklich verbirgt, erkennt man natürlich, wenn man den Roman auch liest.

Eigentlich gibt es eine ungeschriebene Regel, dass Figuren auf einem Titelbild immer den Betrachter anzuschauen haben – man achte auf Programmzeitschriften und andere Blätter am örtlichen Kiosk –, aber die haben wir hier bewusst gebrochen. Man erkennt im Idealfall ja trotzdem, wen das Titelbild von Dirk Schulz zeigt.

Und der Roman selbst? Der Autor geht in die Vollen; er bietet unglaublich viel Inhalt und fasst die einzelnen Handlungsfäden zusammen. Leserinnen und Leser bekommen vermittelt, wie die Geschichte der Posbis mit den Nakken zusammenhängt, was sich hinter dem Begriff »Metamorph« verbirgt und wer eigentlich welchen Zielen folgt.

Für mich war’s ein spannender Abschluss der Handlungsstaffel!

26 März 2026

Ein blinkender Button

An Ideen mangelte es Eckhard Schwettmann wirklich nicht; das merkten wir alle, nachdem er im Juni 1996 sein Amt als neuer Marketingleiter für PERRY RHODAN angetreten hatte – der erste überhaupt.. Zu seinen ersten Arbeiten gehörte es, uns eine Markenidentität zu verpassen; vorher hatte sich um solche Details niemand gekümmert. Und er entwickelte in Zusammenarbeit mit unserer Agentur ein sogenanntes Key Visual, das er auf alle Anzeigen, Broschüren und Produkte drucken ließ.

Aus diesem Key-Visual, das im Wesentlichen aus dem PERRY RHODAN-Schriftzug, dem ikonischen Titelbildmotiv von Band 19 sowie einem wechselnden Schriftzug bestand, leitete er auch Aufkleber, Werbdrucksachen und Anstecker ab. Einer dieser Anstecker, ein echt schöner Button, befindet sich immer noch in meine Besitz; er wurde im Herbst 1996 an die Öffentlickeit gebracht.

Das PERRY RHODAN-Motiv wurde auf schwarzem Hintergrund präsentiert; der Button war auch eckig, was ich außergewöhnlich fand – die meisten Buttons, die ich ansonsten kannte, waren rund. Das besondere aber war: Der Button blinkte.

Eine der zwei Sonnen, die das Titelmotiv bildeten, war in Wirklichkeit eine winzige Lampe. Auf der Rückseite des Buttons – unter der eigentlichen Anstecknadel – gab es eine winzige Batterie und einen Druckknopf. Drückte man diesen, begann die Sonne zu blinken.

Und so liefen wir Ende des Jahres 1996 gelegentlich mit PERRY RHODAN-Ansteckern herum, die in einem hektischen Rot blinkten. Mir war das oft zuviel, zudem wollte ich bei der Batterie sparen. Aber heute blinkt da ohnehin nichts mehr ...  

25 März 2026

Die Milchstraße als Schauplatz

Ein Logbuch der Redaktion

Zu den Themen, die sich von Anfang an großer Beliebtheit innerhalb der PERRY RHODAN-Serie erfreuen, gehören Blicke in die Vergangenheit. Schließlich erzählt unsere Serie nicht nur eine Geschichte, die in die ferne Zukunft reicht – eine sogenannte Future History, wie man so etwas schon vor Jahrzehnten nannte –, sondern ebenso eine Geschichte, die Rätsel der Vergangenheit löst.

Ich weiß noch gut, wie ich staunte, als ich zum ersten Mal die Zusammenhänge zwischen den Meistern der Insel in Andromeda und den Lemurern auf der Erde erkannte – ich las die Romane in der dritten Auflage –, und ich war fasziniert von den Erzählungen des Arkoniden Atlan, die aufs Engste mit der Vergangenheit der Erde verwurzelt sind.

Bei den kommenden PERRY RHODAN-Romanen spielt die Serienvergangenheit zumindest teilweise eine wichtige Rolle ...

Der Einstieg in diesen Handlungsblock bildet ein Roman von Robert Corvus. In »Familienbande« blickt der Autor in die lange vergangene Zeit einer raumfahrenden Zivilisation. Ihre Angehörigen suchen nach einem Ausweg aus einer großen Krise – und dieser Ausweg und seine Folgen haben etwas mit der Gegenwart der Milchstraße zu tun.

Der Roman trägt die Bandnummer 3372 und kommt am 2. April 2026 in den Handel. Der Autor bietet einen intensiven Blick auf eine Zivilisation, die dem Untergang geweiht zu sein scheint, und auf wagemutige Forscher, die nach einer Rettung suchen …

In »Die Triade« zeigt Michelle Stern die aktuelle Situation in der Milchstraße. Die Autorin erzählt von der Yodor-Sphäre und einer Reise zum Haus von ES. Die Superintelligenz ist aufs Neue bedroht, und die Terraner müssen versuchen, sie aus einer kritischen Lage zu befreien.

In ihrem Roman verschränkt die Autorin somit die Geschehnisse der Vergangenheit mit der Lage in der Gegenwart. Er wird am 10. April 2026 mit der Bandnummer 3373 veröffentlicht.

Im Sonnensystem spielt »Der Fehler im Gehorsam«. Oliver Fröhlich zeigt das Innere eines Gefängnisses und erzählt von den Versuchen eines Gefangenen, mit sich selbst klarzukommen und vielleicht aus der Haft zu fliehen. Dabei trifft er auf Menschen, die ebenfalls inhaftiert sind und mit denen er früher zusammengearbeitet hat, und gerät in Kontakt zu einem Mann, der das Garrabo-Spiel liebt und gelegentlich von der Freiheit träumt …

Dieser Science-Fiction-Thriller wird rasant erzählt, Trick folgt auf Gegen-Trick. Wie gut das dem Autor gelungen ist, erfahren die Leserinnen und Leser am 17. April – dann erscheint der Roman mit der Bandnummer 3374.

Robert Corvus liefert die direkte Fortsetzung: »Hetzjagd durch die Milchstraße« schildert die Flucht eines Ausbrechers, der sich durch die Galaxis bewegt und für den sich offensichtlich verschiedene Machtgruppen interessieren. Ihm folgt unter anderem eine Agentin, die ihr eigenes Interesse daran hat, dem Flüchtigen auf den Fersen zu bleiben.

Der spannende Roman mit der Bandnummer 3375 ist ab dem 24. April 2026 im Handel erhältlich. Es wird das vorerst letzte Werk sein, das Robert Corvus für unsere Serie geschrieben hat; der Autor möchte sich künftig stärker eigenen Projekten widmen. Ich bedaure das sehr, aber wir sind weiterhin im Kontakt.

Wie es danach in der Milchstraße oder in kosmischen Fernen weitergeht, möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten. So viel darf‘s aber sein: Wir werden bald den Schauplatz Cetus aufsuchen – in dieser kleinen Galaxis werden einige Romane spielen. Doch bis dahin vergehen noch einige Wochen …

(Das Logbuch wurde bereits am 22. März 2026 auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie veröffentlicht. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.) 

24 März 2026

Das Duell

Einen sehr kurzen Titel wählte Kai Hirdt für den PERRY RHODAN-Band, den wir in dieser Woche veröffentlichen wird: »Das Duell« spielt in der Milchstraße und ist ein ungewöhnlich trickreicher Roman, in dem die einzelnen Figuren alles unternehmen, um sich gegenseitig zu übertreffen und in die Irre zu locken.

Der Autor schildert unter anderem das eine oder andere Gefecht zwischen Raumschiffen, vor allem aber zeigt er Intrigen und Tricks. Mir gefielen an seinem Roman die schnellen und pointierten Dialoge, mit denen Kai Hirdt die Handlung schnell vorantrieb. Bei der Lektüre des Manuskripts hatte ich auf jeden Fall große Freude, von der ich hoffe, dass die Leserinnen und Leser des fertigen Romans sie dann auch empfinden werden.