27 August 2026

Evolution und Chaos

Morgen erscheint er offiziell, seit heute kann man den Roman im E-Book-Shop sowie an vielen Verkaufsstellen erhalten: Band 390 von PERRY RHODAN NEO, der Start in die neue Staffel. Kai Hirdt schrieb »Evolution und Chaos«, mit dem wir in die »Entropia«-Staffel einsteigen. Zu diesem Band habe ich schon einiges geschrieben, weshalb ich auf den Inhalt nicht groß eingehen möchte – das haben wir an anderen Stellen oft genug getan.

Mir haben in diesem Roman die unterschiedlichen Charaktere gefallen, die der Autor durch die Geschichte scheucht. Wir haben eine Rangerin im Naturpark, die sich mit Echsen auskennt, und wir haben einen ehemaligen Raumfahrer, der an Kontrollwahn leidet und trotzdem versucht, immer das Richtige zu tun (oder gerade deshalb?). Und wir haben eine weitere Figur, die dem Leser und der Leserin sicher sehr unsympathisch sein wird – so ging es mir zumindest bei der Lektüre des Manuskripts.

Mit solchen Figuren gelingt es dem Autor immer wieder, spannende Szenen zu bringen, ohne auf Reginald Bull oder Perry Rhodan zurückgreifen zu müssen. Die spielen natürlich ebenfalls wichtige Rollen, und sie sind selbstverständlich in der Handlung vorhanden – weite Teile der Handlung aber schildert der Autor aus der Sicht von klar dargestellten Hauptfiguren. Damit vermittelt er zudem eine Ansicht der Erde in einer Zukunft, die gut ein halbes Jahrtausend von unserer Zeit entfernt ist und in der Raumschiffe sowie eine beeindruckende Technik aufgeboten werden können.

Mir hat »Evolution und Chaos« also aus unterschiedlichen Gründen gefallen. Dass Kai Hirdt damit auf originelle Weise die neue Handlungsstaffel beginnt, ist quasi das Tüpfelchen auf dem »i« – sehr schön!

11 August 2026

Zwei Wochen außer Haus

Damit sich niemand wundert: Dieser Blog existiert weiterhin, er pausiert nur für einige Zeit. Ich bin nicht im Büro und habe nicht vor, in meiner Abwesenheit zu bloggen. Bitte haben Sie / habt dafür Verständnis.

Auf und in diesem Blog geht es wohl erst am 26., vielleicht sogar erst am 27. August weiter. Das sind rund zwei Wochen …

Chronik des Zusammenbruchs

Der Roman, den wir in dieser Woche veröffentlichen, ist der Abschluss einer Roman-Trilogie innerhalb des derzeit laufenden »PEGASOS«-Zyklus: Ich meine »Chronik des Zusammenbruchs« von Oliver Fröhlich, in dem die aktuelle Situation im Solsystem beleuchtet und die aktuelle Krise der Menschheit geschildert wird.

Der Autor entwirft in einigen Szenen ein schönes Bild vom Alltagsleben in Terrania, der Hauptstadt der Erde. Wie verhält sich eine Autorin, und gibt es in dieser fernen Zukunft überhaupt noch Autorinnen? Aber natürlich ist das nur ein Element des Romans, der insgesamt eine tragische Geschichte erzählt.

Mir haben die Gegensätze sehr gut gefallen: Auf der einen Seite lernen wir sympathische Menschen kennen, auf der anderen Seite erhalten wir das dramatische Bild einer Menschheit, die vor dem Abgrund steht.

10 August 2026

Wenn Sterne bluten

Es ist fast schon zu einer guten Tradition bei PERRY RHODAN NEO geworden, dass der Abschlussband einer Staffel von einem Exposéautor verfasst wird. Bei der noch laufenden »Artefakte«-Staffel ist Rüdiger Schäfer der Schriftsteller, der die Fäden zusammenführt und das Geschehen um die geheimnisvollen Gebilde zu einem spannenden Ende gestaltet. Sein Roman trägt den Titel »Wenn Sterne bluten« und kommt in dieser Woche in den Handel.

Die Handlung spielt auf mehreren Schauplätzen und bringt eine Reihe von Figuren ins Geschehen, die bei unserer Serie immer wieder eine wichtige Rolle einnehmen. Mit Reginald Bull, Gucky, Perry Rhodan und Thora Rhodan di Zoltral präsentiert der Autor die wichtigsten Hauptpersonen dieser Staffel. Das schafft er in dramatischen Szenen und in teilweise trockenen Dialogen.

Mir gefiel der Roman sehr gut, ich mochte diesen Abschluss – aber ich mag generell Romane von Rüdiger Schäfer, der als Autor immer wieder beeindruckende Werke präsentieren kann …

06 August 2026

Abrechnung im Park

Immer wieder gab es Versuche, die PERRY RHODAN-Serie für eine neue Leserschicht in das Format eines Comics zu übertragen. Einer davon wurde im Jahr 2004 unternommen: »Abrechnung im Park« ist eine acht Seiten umfassende Geschichte, die von Bernd Kronsbein getextet wurde und zu der Dirk Schulz die Bilder beisteuerte.

Veröffentlicht wurde er als redaktionelle Beilage im PERRY RHODAN-Extra 1 sowie – mit winzigen Änderungen – als separates kleines Heft, das bei Veranstaltungen kostenlos verteilt wurde. Auch die Ausgabe 78 der Zeitschrift »Comixene« druckte den Comic ab.

»Abrechnung im Park« hatte übrigens nichts mit den geplanten Comic-Veröffentlichungen im Splitter-Verlag zu tun. Dieser wurde erst 2006 gegründet, zwei Jahre also nach diesem Experiment. »Abrechnung im Park« diente als »Teaser« für eine geplante Zusammenarbeit mit einem der großen Comic-Verlage, aus der leider aufgrund personeller Änderungen nichts wurde.

05 August 2026

Kultur im Perryversum

Hören die Menschen in der fernen Zukunft noch Musik – und wenn ja, wie klingt die denn? Lesen sie noch Bücher – und wenn ja, in welcher Form werden diese Romane dargeboten? Und wie sieht es mit Bildender Kunst, mit Theater und Tanz aus?

In früheren Jahrzehnten hat vor allem Hans Kneifel in seinen Romanen solche kulturellen Details eingebracht. Atlan Village entstand in seinen Beschreibungen; der Autor erzählte von Bars und Restaurants, von Künstlern und Komponisten. Mir gefiel das als Leser immer sehr gut, weil das die Welt der Zukunft ein wenig plastischer gestaltete.

Und heute? Mich freut es, wenn wir in einem Roman von Oliver Fröhlich erfahren, dass es immer noch Autorinnen gibt, die an Texten arbeiten. Mich freut, wenn ich in einem Roman von Wim Vandemaan von Kunstwerken an den Wänden eines Hauses lese. Es sind die Details, die einen Roman nicht entscheidend voranbringen, die aber die Figuren und ihre Umwelt charakterisieren.

Und mir ist klar, dass das nicht alle Leserinnen und Leser mögen. Kultur gehört zum Perryversum ebenso dazu wie Raumschiffe, Aliens, Roboter oder monströse Waffen – ich mag es, wenn unser Serienuniversum so abwechslungsreich aussieht. 

04 August 2026

Die Stunde der Deponentin

Als spannend und tragisch zugleich erweist sich das Szenario, das Leo Lukas in seinem Roman entwickelt, der in dieser Woche in den Handel kommt. »Die Stunde der Deponentin« ist alles andere als humorvoll, sondern besticht durch klare Charaktere und eine sich steigernde Bedrohungslage.

Mir hat vor allem imponiert, wie der Autor aus einer eigentlich unwichtig wirkenden Nebenfigur eine zentrale Figur für die Handlung macht. Sie erarbeitet Pläne mit allerlei Hintertürchen, die sie dann auch umsetzt. Was sie damit bezweckt, dürfte ihr selbst zwar klar sein – nicht aber das, was am Ende wirklich entstehen kann.

Der Leo-Lukas-Doppelband sowie der darauffolgende Roman von Oliver Fröhlich bilden in gewisser Weise eine Trilogie in unserer laufenden Handlung. Sie bringen die Geschehnisse im Solsystem zu einem kritischen Punkt – und in mancherlei Hinsicht darüber hinaus … eine konsequente Weiterentwicklung des Geschehens um die Superintelligenz ES.

03 August 2026

Autorenbesuch trotz Hitze

Die Meteorologen hatten für den Raum Karlsruhe und Rastatt erneut hohe Temperaturen von 36 und 37 Grad vorhergesagt. Das hielt Christian Montillon aber nicht davon ab, sein kühles Arbeitszimmer zu verlassen und in die überhitzte PERRY RHODAN-Redaktion nach Rastatt zu kommen.

Der Autor war zu einem Termin verabredet: Unser Film-Team holte ihn vor die Kamera, um ihn zu interviewen. Bereitwillig gab Christian Montillon dann Auskünfte über seine Arbeit und seinen aktuellen Roman. Die Fragen stellte Adnan Turan. Das Video werden wir, nachdem es geschnitten worden ist, wohl im September auf YouTube und anderen Plattformen präsentieren.

Mit dem Autor besprach ich danach seinen aktuellen Roman und andere Themen. Wir gingen in ein nahegelegenes Restaurant, wo man im Freien sitzen und gut essen kann. Ein angenehmer Wind ging, und so konnten wir in aller Ruhe – sieht man vom Lärm der Bundesstraße ab, die direkt am Restaurant vorbeiführt – einige wichtige Themen besprechen. Manches Mal ist es einfach sinnvoll, sich persönlich zu treffen …