21 September 2026

Die Welten des Peter Terrid

Ein Logbuch der Redaktion

Im Verlauf der Jahrzehnte haben die unterschiedlichsten Autorinnen und Autoren die PERRY RHODAN-Serie geprägt. Der phantasievolle und eher technikferne Clark Darlton legte zusammen mit dem technisch orientierten und auf Action setzenden K. H. Scheer die Grundlagen; die bunten Abenteuer des Hans Kneifel, die manchmal verträumten Phantasien von H. G. Ewers und die häufig rasante Action bei H. G. Francis bildeten dazu gut ein Jahrzehnt später spannende Gegensätze.

In den 80er- und 90er-Jahren mochte ich vor allem den in Köln lebenden Schriftsteller Peter Terrid. Leider starb er viel zu früh – er hätte noch viele beeindruckende Romane schreiben können. Aber er legte in einer intensiven Schaffensperiode eine Reihe von packenden Werken vor, die sich heute noch mit Genuss lesen lassen.

Terrid hatte ständig neue Ideen parat und sprudelte geradezu von Einfällen. Das merkte man seinen Manuskripten an: Seine Charaktere waren oft originell, und die phantastischen Welten, die er schuf, waren bunt und voller abwechslungsreicher Details. Um die Kleinigkeiten der korrekten Grammatik und der sauberen Rechtschreibung kümmerte er sich nicht so gern, und das Einhalten von Terminen zählte nicht zu seinen Kernkompetenzen.

Wir arbeiteten gut zehn Jahre lang zusammen, er als Autor, ich als junger Redakteur. Ich hatte mit ihm schon bei »Kommissar X« zu tun: Bei dieser Reihe von Kriminalromanen brachte er ebenfalls Ideen ein, die stets im Rahmen dieses Krimi-Universums spielten, aber immer einen besonderen Blick auf die Stadt New York und ihre Unterwelt warfen. Ich durfte seine Romane lektorieren, fand sie stets spannend und sehr gut konzipiert, verzweifelte aber häufig an der Grammatik und an der Unzahl der Tippfehler. Die Ideen machten das wett, Arbeit hatte ich damit trotzdem.

Terrid las viel. Er schmökerte nicht nur Science-Fiction-Romane durch, sondern vertiefte sich auch in populärwissenschaftliche Zeitschriften und Bücher. In Telefonaten oder persönlichen Gesprächen fing er oft mit einem »ich habe da etwas gelesen« an, um dann zum eigentlichen Punkt zu kommen. Ob da nun ein historisches oder ein physikalisches Thema war: Terrid hatte häufig eine Idee, wie man eine neue Erkenntnis oder ein Detail aus der Vergangenheit in die PERRY RHODAN-Serie oder eben auch einen Kriminalroman integrieren konnte.

Dieser phantasievolle und ideenreiche Blick zeigt sich ebenso bei den zwei Romanen, die wir in diesen Tagen neu herausbringen: als einen E-Book-Doppelband, nicht in gedruckter Form. Beide wurden in den 90er-Jahren als Taschenbücher veröffentlicht, in beiden Fällen war ich als Redakteur zuständig.

Terrid reichte jeweils ein Exposé ein, in dem er die Handlung skizzierte. Um es vorsichtig anzudeuten: Wenn er mit dem Schreiben anfing, hielt er sich meist nicht mehr an die Details des Exposés, sondern ließ sich gern von den Ideen treiben, die ihm während der Arbeit kamen.

»Welt über den Wolken« ist hierfür ein schönes Beispiel. Der Roman erschien im Mai 1995 mit der Bandnummer 386. Weil wir damals mit den Kollegen im Heyne-Verlag zusammenarbeiteten, musste ich die Titelplanung lange Zeit vor der Publikation des Romans abgeben. Und als der Autor Monate später mit der Arbeit am eigentlichen Text begann, hatte er längst andere Bilder im Kopf – er änderte also einiges ab.

Die faszinierende Idee mit den schwebenden Städten der Welt Sycor blieb aber, ebenso die abenteuerliche Handlung und der moralische Schluss: Der Held muss sich am Ende überlegen, wie er sich entscheidet. Solche Dinge mochte Peter Terrid: Er wollte seine Leserinnen und Leser nicht unbedingt belehren, aber ihnen den einen oder anderen Hinweis geben, um auf eigene Gedanken zu kommen.

»Welt über den Wolken« spielt in einer nicht genau definierten Zukunft; anzunehmen ist aber, dass er in einer Zeit angesiedelt ist, in der es das Solare Imperium noch gibt, sich das Sternenreich der Menschen aber bereits auflöst. Für die eigentliche Geschichte ist dieser Hintergrund nicht wichtig; der Roman steht für sich allein.

Das gilt auch für »Gesänge aus der Unterwelt«. Er wurde im Juli 1996 veröffentlicht und trug die Jubiläumsnummer 400. Seine hauptsächliche Handlung platziert der Autor in der Epoche der Neuen Galaktischen Zeitrechnung, zu einer Zeit also, in der die Liga Freier Terraner zu einem blühenden Sternenreich herangewachsen ist.

Für die Geschichte ist dieser Hintergrund aber wieder nicht wichtig. Entscheidend sind die Ideen, die der Autor zum Ausdruck bringt. In diesem Fall ist es sein leicht phlegmatisch wirkender, unterm Strich aber genialer Detektiv, der den schönen Namen Orpheus Chambers trägt. Ohne zu viel über den Inhalt zu verraten: Der Name hat natürlich etwas mit dem Inhalt zu tun, es mangelt in diesem Roman nicht an literarischen Anspielungen.

Beide Romane belegen, wie sich bei Terrid eine gelungene Idee mit interessanten Figuren und einer klar zu verstehenden Mission verband. Die Leserinnen und Leser der 80er- und 90er-Jahre schätzten seine Art zu schreiben; bei Veranstaltungen war er oft von Menschen umlagert, die ihm und seinen Geschichten gern zuhörten.

Mit diesem Doppelband wollen wir einen Autor erneut in Erinnerung rufen, der die größte Science-Fiction-Serie der Welt immer wieder bereicherte. Es lohnt sich, die abgeschlossenen Planetenromane zu entdecken, die Peter Terrid verfasste!

(Dieses Logbuch stand bereits Anfang September auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie und wird an dieser Stelle aus dokumentarischen Gründen wiederholt.) 

14 September 2026

Die Rebellen von Wanderer

Vielleicht veröffentliche ich in zehn Jahren einen Artikel oder eine Kolumne in der Rubrik »Der Ex-Redakteur erinnert sich«, in der ich erzähle, wie der PERRY RHODAN-Roman dieser Woche entstanden ist. Stefan Pannor schrieb »Die Rebellen von Wanderer« in einer ziemlichen Rekordzeit und ohne Einarbeitungsfrist – das war eine schnelle Notfalloperation.

Warum das so war, möchte ich an dieser Stelle nicht erzählen. Aber andeuten kann ich es ja: Stefan Pannor musste einspringen, weil es einen Engpass gab, den ich »nicht auf dem Zettel« hatte. Ich finde, er hat die Aufgabe sehr gut gelöst.

Der Roman erzählt von Wanderer, der Welt der Superintelligenz ES; so viel kann ich ja verraten. Dass sich ES nicht auf Wanderer aufhält, sondern sich im Solsystem verteilt hat, dürfte den regelmäßigen Lesern unserer Serie ebenfalls bekannt sein. Dennoch ist Wanderer eine Welt der Wunder und Geheimnisse, seit sie – oder eine der Inkarnationen – erstmals in unserer Serie erwähnt wurde.

In seinem ersten Roman für die PERRY RHODAN-Hauptserie erzählt der Autor von der Suche nach Wanderer und einigen seltsamen Begegnungen. Er zeigt, wie sich die Welt des Unsterblichen verändert hat und welche Konflikte es auf ihr gibt. Das dramatische Ende leitet dann direkt zur Schlussphase des laufenden »PEGASOS«-Zyklus über.

11 September 2026

Lügen und Legenden

Der PERRY RHODAN-Roman, den wir in dieser Woche veröffentlichen, besticht für mich schon durch sein Titelbild. Es stammt von Boris Vallejo und Julie Bell, eine gelungene Science-Fiction-Illustration von einem der großen Meister unserer Szene. Ich bin sehr froh, dass wir dieses starke Bild erhalten haben.

Den Roman mit dem Titel »Lügen und Legenden« verfasste Kai Hirdt; mit ihm schließen wir vorerst die Handlungsebene Malora ab. »Vorerst« heißt, dass nicht geplant ist, so schnell nach Malora zurückzukehren – aber ich kann nicht in die Zukunft schauen und weiß nicht, was die Autorinnen und Autoren in fünf oder zehn Jahren planen.

Der Autor stellt noch einmal die aktuellen Probleme der Portuu und der Leun zusammen, er zeigt die Krise des Sternwürfels und die Versuche der PHOENIX-Besatzung, größere Katastrophen zu vermeiden. Und er erzählt vom überraschenden Ausweg, der sich am Ende ergibt.

Ich fand, dass Kai Hirdt das Geschehen auf den verschiedenen Handlungsebenen sehr abwechslungsreich schilderte, wobei sich die Geschichte immer weiter zuspitzte. Ein konsequenter Abschluss für das große Epos um die kosmische Trasse und ihre tragische Geschichte …

10 September 2026

Die Nullfuge

Gleich mit dem zweiten Band der laufenden »Entropia«-Staffel bei PERRY RHODAN NEO setzen wir Gucky in Szene: Dirk Schulz gestaltete das Titelbild der aktuellen Ausgabe unserer Serie um den Mausbiber herum und gönnte ihm eine Prise Action. Gucky wirkt auf mich sehr entschlossen; das fand ich stark.

Den Roman selbst schrieb Stefan Pannor. »Die Nullfuge« spielt – so viel kann ich verraten – an der Grenze zu der kosmischen Region, die man bislang als Imperium von Arkon kannte, sprich, am Rand des Kugelsternhaufens M 13. Der Sternhaufen hat sich in eine sogenannte Negasphäre verwandelt, ohne dass unsere Helden genau wissen, was das bedeuten mag. Genau deshalb müssen sie nachschauen.

Der Autor stellt zwei Perspektiven auf das Geschehen vor: Auf der einen Seite sieht man Perry Rhodan und sei Team, die mehr über die Negasphäre herausfinden wollen und stattdessen viel über die sogenannte Nullfuge lernen. Auf der anderen Seite haben wir einen Außerirdischen mit dem schönen Namen K’ranzz, an dessen Schicksal wir teilhaben.

Beide Handlungsebenen hat Stefan Pannor sehr gut inszeniert. Weil ich Aliens mag, mochte ich die Handlungsebene mit K’ranzz lieber als die mit Perry Rhodan. Aber das sehen sicher einige Leser anders. Gut, wenn man unterschiedliche Perspektiven einnehmen kann …

09 September 2026

Online-Abend zum Geburtstag

Der gestrige Abend stand für mich im Zeichen des PERRY RHODAN-Online-Abends, der von der PERRY RHODAN-FanZentrale organisiert wurde. Vorbereitet und moderiert wurde die Veranstaltung, an der einige hundert Leserinnen und Leser teilnahmen, von Roman Schleifer.

Zuerst stellte er Leo Lukas im Interview vor. Der Autor berichtete von seiner Arbeit, schilderte seine Art zu schreiben und welche Figuren er schätzt. Natürlich ging es auch um Gucky und dessen angeblichen Tod, der vor Jahren die Fan-Szene bewegt hatte.

Danach kam Susan Schwartz, die schon seit den 90er-Jahren in unserem Team mitmacht, in all den Jahren aber auch viele andere Projekte betrieben hat. Sie erzählte von ihren Anfängen, ebenso von der aktuellen Situation und dass sie sich darauf freue, im kommenden Jahr vier Romane für unsere Serie schreiben zu können.

Als Roman Schleifer dann mich interviewte, ging es ebenfalls um meine Tätigkeit. Ich erzählte von der Arbeit mit früheren Autoren und der heutigen Arbeit an Texten. Themen wie eine mögliche Verfilmung wurden kurz angerissen, ebenso mögliche neue Projekte wie etwa ein Computerspiel.

Angesetzt war das Ende des Online-Abends auf 21 Uhr. So hatte ich das auch geplant, die Rechnung aber ohne Roman gemacht: Um 21 Uhr ging es nämlich mit Rüdiger Schäfer weiter. Das Interview mit ihm verpasste ich allerdings, weil dann die Familie bei mir Vorrang hatte.

Insgesamt fand ich die Veranstaltung wieder sehr gut. Ich hoffe, dass die Mixtur aus Unterhaltung und Information bei den Teilnehmenden positiv angekommen ist. Roman Schleifer als Moderator steuerte die Gespräche sehr professionell und mit viel Sachkenntnis – sehr schön!

08 September 2026

Die »Entropia«-Staffel kommt

Ein Logbuch der Redaktion

Ich gehöre zu den Leuten, die sehr gern Science Fiction lesen, vor allem in Form von Romanen und Kurzgeschichten. Ich mag ebenso Science-Fiction-Comics, bin aber kaum ein Fan der Kinofilme oder Fernsehserien mit phantastischem Charakter. Ausnahmen wie »Der Astronaut« oder Klassiker wie »2001« bestätigen die Regel. Ich will zu diesem Thema allerdings keine große Diskussion lostreten – das ist ja eine Sache des eigenen Geschmacks, und das wird jeder anders sehen.

Mir persönlich gefällt Science Fiction eben dann, wenn sich die Bilder in meinem eigenen Kopf bewegen. Das erreicht das Genre bei mir durch Geschichten und Romane am besten.

Dabei habe ich mich selten auf eine Richtung konzentriert, weil ich die Vielseitigkeit so schätze. Ich meine: Will ich eher wissenschaftlich orientierte Romane haben, greife ich zur Hard-SF, gern zu einem Werk von Gregory Benford. Ich mag aber nach wie vor Cyberpunk, ob das nun die Klassiker wie William Gibson oder John Shirley oder neuere Schreibende wie Aiki Mira sind. Und ich kann mir gerne einen Roman aus den Bereichen der Military SF oder der Dystopie zu Gemüte führen.

Was ich an PERR RHODAN schätze – neben diversen anderen Dingen natürlich –, ist die Tatsache, dass sich die Serie und ihr gesamter Kosmos nicht auf eine Strömung einengen lassen. Im Perryversum kann ich einen Roman mit Military-SF ebenso finden wie eine kosmische Vision oder eine Liebesgeschichte, ohne dass einer von beiden zu weit aus dem Serienkosmos hinausfallen würde.

Aber klar: Die Serie erzählt in einer epischen Art – die Romane folgen in Fortsetzungen aufeinander – vom Aufbruch der Menschheit in den Kosmos. Wer die Serie zur Space Opera rechnet, hat damit sicher nicht unrecht: Die Begegnung mit Außerirdischen und der Kontakt zu fremden Welten bilden Schwerpunkte vom ersten Band an, ebenso riesige Raumschiffe oder gigantische Entfernungen.

Das gilt ebenso für PERRY RHODAN NEO. Diese Serie greift seit 2011 die klassischen Elemente der PERRY RHODAN-Serie auf und verbindet sie mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und der »Schreibe« von heute. Beide Serien unterscheiden sich inhaltlich wie stilistisch voneinander, haben aber trotzdem sehr viel gemeinsam: Im All treffen die Menschen auf Freunde und Feinde, auf uralte Geheimnisse und faszinierende Sternenreiche.

Beide Serien haben einen »kosmischen Überbau«, wie wir das gern nennen. In den einzelnen Romanen spielt dieser kaum eine Rolle. Da geht es um Menschen und ihre Abenteuer oder Schicksale, um Reisen ins All oder Konflikte in fernen Sonnensystemen. Doch der Hintergrund ist wichtig und beeinflusst immer wieder die Ereignisse, die in den Romanen geschildert werden.

Das zeigt sich auch bei der nächsten Handlungsstaffel, die wir in PERRY RHODAN NEO präsentieren. Jeweils zehn Romane, die von unterschiedlichen Autorinnen und Autoren verfasst werden, ergeben eine solche Staffel. Derzeit arbeitet das Team intensiv an der »Entropia«-Staffel, die auf der Erde beginnt, aber auch in weiter Ferne spielt.

Entwickelt wird die Handlung der zehn Romane von Rüdiger Schäfer und Kai Hirdt. Die beiden Schriftsteller konzipieren die Szenen und Datenblätter, womit sie die Grundlage für die Arbeit der Autorinnen und Autoren legen.

Das kosmische Thema, das »Entropia« bestimmt, klingt geheimnisvoll: Was ist, wenn die Naturgesetze nicht mehr gelten oder sie sich verändern? Wie gehen die Menschen damit um, dass sich auf einmal eine rasante Evolution auf der Erde zeigt? Und wieso scheinen die Regeln der Statistik nicht mehr zu gelten?

Dafür gibt es einen Grund, und über den werden wir in den kommenden Romanen mehr erfahren. Vor allem aber werden wir spannende Geschichten lesen: von Menschen, die auf der Erde mit neuen Situationen zu tun haben, von Perry Rhodan und seinen Gefährten, die eine weite Reise antreten müssen, von einem Sternhaufen, der als Negasphäre bezeichnet wird und von dem man nicht genau weiß, was sich in seinem Inneren abspielt.

Die »Entropia«-Staffel bietet packende Science-Fiction-Abenteuer vor einem faszinierenden kosmischen Hintergrund. Den Einstieg in die Staffel bildet ein Roman von Kai Hirdt, einem der beiden Exposéautoren.

»Evolution und Chaos« wirft einen Blick auf die Erde, die sich verändert: Seltsame Wesen tauchen auf, Menschen verhalten sich seltsam. Den fertigen Roman gibt’s ab dem 28. August 2026 – weitere Informationen folgen.

(Dieses Logbuch kam im August auf unserer Internet-Seite. Ich wiederhole es hier aus dokumentarischen Gründen.)

07 September 2026

Der geplante Anfang

Seit 1977 beschäftige ich mich mit der PERRY RHODAN-Serie, zuerst als Leser und Fan, dann als Redakteur. In dieser Zeit hatte ich den allerersten Roman unserer Serie, den legendären Roman mit dem Titel »Unternehmen Stardust« mehrfach in den Händen; ich las ihn sicher fünf- oder sechsmal in unterschiedlichen Phasen meines Lebens.

Aber nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass es ein Kapitel vor dem ersten Kapitel gegeben hätte, das dem Lektorat des Jahres 1961 zum Opfer fiel.

Dem Sammler Markus Rohrwild und unserem Redakteur Olaf Brill ist zu verdanken, dass sich nun jede Leserin und jeder Leser ein Bild von diesem ersten Kapitel machen können. Der aktuelle Roman mit der Bandnummer 3394 bietet diese Seiten – wir haben schlichtweg den Durchschlag des Manuskripts genommen und die ersten Seiten sehr sorgsam eingescannt.

Was schließt man heute daraus? Nach all den Jahrzehnten? Muss die Geschichte der PERRY RHODAN-Serie umgeschrieben werden?

Sicher nicht. »Unternehmen Stardust« ist ein spannender Roman, dessen erzählerische Wucht im Jahr 1961 die Leute begeistert hat. Es ist auch gut, dass man das ursprüngliche erste Kapitel strich, um direkt mit General Pounder und seinen Erläuterungen anzufangen – das ist direkter und macht klar, wer Perry Rhodan ist.

Spannend finde ich es trotzdem: Dieses Manuskript belegt, wie man schon der Frühzeit unserer Serie darum gerungen hat, die Romane so gut und so packend wie möglich zu machen. Ob die Streichung damals vom Redakteur oder vom Außenlektor veranlasst wurden, kann ich heute nicht sagen – dazu fehlen mir alle Unterlagen.