29 April 2026

Der ColoniaCon naht

Es sind nur noch wenige Tage, dann steigt in Köln der ColoniaCon 26: Am neunten und zehnten Mai 2026 werden einige hundert Besucher im Kulturbunker in Köln-Mülheim erwartet. Das PERRY RHODAN-Team ist ebenfalls beteiligt, und ich freue mich schon sehr darauf.

Meinen ersten ColoniaCon besuchte ich in den frühen 80er-Jahren, damals im Jugendpark unweit des Rheinufers. Dort war die Veranstaltung in all den Jahren zumeist auch zu finden – in diesem Jahr ist der Kulturbunkel die neue Örtlichkeit. Wie das wird, weiß keiner – aber ein neues Team ist für den Con verantwortlich, und dieses neue Team muss neue Wege gehen.

Es gibt Programmpunkte zu PERRY RHODAN und zu PERRY RHODAN NEO; eine Reihe von Autorinnen und Autoren ist vor Ort. Ich selbst bin bislang nur für einen einzigen Programmpunkt eingeplant, was bedeutet, dass ich viel mit den anwesenden Besucherinnen und Besuchern reden werde. 

Geplant ist, dass Adnan Turan, mein Kollege, und ich morgens mit dem Auto an- und abends auf dem gleichen Weg auch wieder abreisen werden. Alles andere lasse ich mit großem Interese auf mich zukommen.

28 April 2026

Im Bahnhofsbuchhandel

Die Fachzeitschrift »dnv«, was für »Der neue Vertrieb« steht, gehört zu den Zeitschriften, die ich immer interessiert blättere; die meisten Themen sind für einen Redakteur allerdings kaum interessant. In der aktuellen Ausgabe 3/2026, die dieser Tage verschickt wurde, steht aber der Bahnhofsbuchhandel im Zentrum des Interesses. Und ich weiß aus eigener Lesererfahrung, wie wichtig Bahnhöfe und ihre Buchhandlungen für den Vertrieb unserer PERRY RHODAN-Romane sind.

Im aktuellen »dnv«-Heft listet eine Tabelle »Die 100 umsatzstärksten Titel im Bahnhofsbuchhandel 2025« au. Auf dem ersten Platz landet dabei wenig überraschend »Der Spiegel«, auf dem zweiten Platz dann allerdings – und das verblüffte mich schon – die Pokémon-Sammelkarten, die offenbar im Bahnhofsbuchhandel sehr rege verkauft werden.

Es hat sich nur eine einzige Romanheftserie unter den ersten hundert Titeln platzieren können: Auf Position 66 findet man PERRY RHODAN, nach »Stiftung Warentest Finanzen« und vor »Der Feinschmecker«. Über diese Platzierung habe ich mich sehr gefreut.

27 April 2026

Weltraumgeboren

An dem Autor Wim Vandemaan, den ich nun auch schon seit über dreißig Jahren kenne, schätze ich vieles: Er verfügt über ein unglaubliches Wissen, was die unterschiedlichsten Bereiche angeht, und er nähert sich unserem Serienkosmos auf eine Weise an, die man kein zweites Mal findet. Aber auch dann entsinnt er sich an Details aus der Seriengeschichte, die ich teilweise schon lange nicht mehr präsent habe.

Sein Roman »Weltraumgeboren«, der in dieser Woche in den Handel kommt, ist hierfür ein besonderes gutes Beispiel. Vordergründig haben wir es mit einem sehr typischen PERRY RHODAN-Band zu tun: An einem fremden Schauplatz – in diesem Fall ist es eine Raumstation – treffen Menschen auf Außerirdische; es gibt Kontakte und Konflikte, und am Ende sind alle Beteiligten um einige Erfahrungen reicher.

Wim schildert das auf seine Weise. Er hätte aus dem Thema eine knallige Agentengeschichte machen können, die ich sicher auch gern gelesen hätte, aber es stellt ungewöhnliche Figuren vor, schildert ein Raumschiff zwischendurch auf fast romantische Weise und erzählt von einem Lee, der einer riskanten Mission folgt. »Weltraumgeboren« ist ein Roman, der mich fasziniert hat; ich bin gespannt, wie hierauf die Reaktionen sind.

24 April 2026

Hetzjagd durch die Milchstraße

Mit »Hetzjagd durch die Milchstraße« ist heute der vorerst letzte Roman erschienen, den Robert Corvus für unsere Serie geschrieben hat. Der Autor will sich künftig stärker um eigene Projekte kümmern; ich kann mich also auf andere Romane freuen, die er verfassen wird. Bei PERRY RHODAN zeigt er in dieser Woche noch einmal, wie gut er sich in unserem Serienuniversum auskennt.

Der Autor erzählt von verschiedenen Figuren, die auf Reisen sind. Dabei spielt das Raumschiff STELLARIS eine spezielle Rolle. Wer nicht gleich weiß, was damit gemeint ist: Die STELLARIS ist ein Schiff, das vor allem als Basis für mehrere Dutzend Kurzgeschichten dient. Bisher waren diese Kurzgeschichten deutlich von der eigentlichen PERRY RHODAN-Serie getrennt – nun aber sind sie ein integraler Bestandteil des Serienuniversums. So etwas macht mir Freude.

Wobei ich gestehen muss, dass meine liebste Figur in diesem Roman eine Siganesin ist. Leni Hazard ist eine ungewöhnliche Einsatzagentin, wie man sie nur in unserer Serie schildern kann – Siganesen wurden in den 60er-Jahren erfunden und gehören seither zu PERRY RHODAN. Und wenn wir sie weiterhin so geschickt einsetzen, wie Robert Corvus es in diesem Roman getan hat, wird man sich noch auf viele Geschichten mit Siganesen freuen können.

23 April 2026

Den »Sternenruf« auf dem Zettel

Für jeden PERRY RHODAN-Roman gibt es seit Jahren eine Übersicht, die darüber informiert, welche redaktionellen Bestandteile der Roman enthält. Früher nannte man das einen Objektbegleitzettel, heute nennen wir es schlicht ein Strukturblatt.

Gemeint ist: Die Redaktion informiert über die redaktionellen Beiträge im Band: Wie viele Seiten nimmt der Roman ein, gibt es einen Mittelteil, und haben wir eine Illustration? Auf dieser Basis entwickelte die Herstellung bis vor wenigen Jahren die Objektbegleitzettel – auf diesem Blatt wurden alle relevanten Informationen vermittelt.

Man konnte auf einen Blick sehen, wo welche Anzeigen platziert werden sollten; sogar die Seitenzahlen waren festgelegt. Das Blatt war vor allem die Person bestimmt, die in der Repro aus den einzelnen Dateien eine Druckdatei erstellen musste. Aber auch die Korrektoren benutzten dieses Blatt, um sich eine Übersicht zu verschaffen.

Heute drucken wir das Strukturblatt nicht mehr aus; unsere Abläufe sind übersichtlicher geworden, weil wir nur noch wenige Menschen sind. Ich finde die Darstellung des PERRY RHODAN-Romans mit der Bandnummer 3100 und dem Titel »Sternenruf« immer noch interessant …

22 April 2026

Im Dienst der Republik

Dass Jacqueline Mayerhofer den zweiten Band der »Artefakte«-Staffel schreiben sollte, ja, eigentlich sogar musste, war schon klar, als das erste Konzept vorlag. Wenn wir in diesem Abschnitt von PERRY RHODAN NEO eine bestimmte Figur zurück in die Handlung holen wollten, die als tot galt, war sie bestimmt bei der Autorin sehr gut aufgehoben, die von dieser Figur geradezu schwärmte.

Ich möchte den Namen an dieser Stelle noch nicht ausplaudern; die Leserinnen und Leser sollen schließlich ein wenig überrascht werden. Das Titelbild von Dirk Schulz zeigt diese Person, ich finde es sehr gut gelungen. Es ist eine geradezu typische Laborszene, in diesem Fall sieht man eines der mysteriösen Artefakte.

Die Autorin stellt nicht nur diese Figur und ihre Forschungen vor – mit teilweise schrägem Wissenschaftler-Gerede, das mich durchaus amüsiert hat –, sondern zeigt auch, wie sich die Lage in der Milchstraße verändert hat. Überall wird nach den mysteriösen Artefakten gesucht, nicht nur bei den Menschen und den Artefakten. Unter anderem erzählt sie von einer Sippe der Mehandor und ihrem Schicksal.

Der zweite Band der neuen Staffel beleuchtet so die Situation in der Galaxis. Vor allem aber wirft er einen Blick auf die Lage in der Republik Arkon …

21 April 2026

Die »Artefakte«-Staffel kommt

Ein Logbuch der Redaktion


Bekanntlich erzählt die PERRY RHODAN-Serie vom großen Abenteuer der Menschheit, dem Vorstoß ins All und der Begegnung mit dem Unbekannten. Der Anfang der Geschichte ist bereits legendär: Bei seiner Landung auf dem Mond lernt der Astronaut Perry Rhodan die menschenähnlichen Arkoniden kennen und schafft es, mithilfe ihrer märchenhaften Technik die zerstrittenen Staaten der Erde zu vereinen.

Wer die Serie zum ersten Mal las und von ihren grundsätzlichen Motiven gefesselt war – so wie ich –, findet viele der klassischen Episoden besonders lesenswert: die Begegnung mit den Aliens, die Mutanten mit ihren Fähigkeiten, die trickreiche Verteidigung der Erde gegen Angreifer aus dem All, die Einigung der Menschheit und die Suche nach der Unsterblichkeit.

Das alles erzählt die PERRY RHODAN-Serie, seit 1961 der erste Roman veröffentlicht wurde. Die Autorinnen und Autoren schildern fremde Kulturen und kosmische Rätsel, sie zeigen Konflikte zwischen den Sternen und Freundschaften, die Jahrhunderte und Jahrtausende überdauern. In zahlreichen Romanen bietet die PERRY RHODAN-Serie ein faszinierendes Universum, das praktisch keine Grenzen kennt und bis in die fernste Zukunft reicht.

Soweit sind wir mit PERRY RHODAN NEO noch lange nicht. Diese Serie wurde 2011 aus der Taufe gehoben und hatte von Anfang an eine Aufgabe: Wir nahmen viele Ideen der klassischen Serie, mischten sie mit heutigen Ideen und frischen Gedanken, banden eine Prise aktueller Physik und Technik ein und erschufen so ein eigenständiges Science-Fiction-Universum. Einige Dutzend Autorinnen und Autoren sorgten dafür, dass die Serie über all die Jahre hinweg wachsen konnte.

Mittlerweile ist die Handlung von PERRY RHODAN NEO ebenfalls weit in die Zukunft vorgestoßen. Die aktuellen Romane spielen in der Mitte des dritten Jahrtausends. Die Erde ist in dieser Zeit das Zentrum eines kleinen Sternenreiches, zu dem gerade mal zwei Handvoll Welten gehören. Sie hat innerhalb der Milchstraß4 intensive Kontakte zu anderen Sternenreichen geknüpft, zu ihren Bewohnern besteht meist eine friedliche Kooperation.

Doch selbst eine Zukunft, in der Raumschiffe und Reisen zu fernen Welten fast wie normal erscheinen, ist nicht frei von Konflikten. Gründe für eine Rivalität gibt es immer, und das wird wohl auch in Jahrhunderten der Fall sein. Davon erzählen wir in unseren Romanen – wobei ja die Autorinnen und Autoren erzählen und ich als Redakteur nur dafür sorge, dass die einzelnen Bände pünktlich in den Handel kommen.

Der Konflikt zwischen zwei interstellaren Kulturen ist unter anderem der Anfang für den nächsten Handlungsabschnitt unserer Serie – danach geht es um Themen, die das Weltbild der Menschheit verändern können … Entwickelt wird die Handlung der zehn Romane von Rüdiger Schäfer und Kai Hirdt. Die beiden Schriftsteller konzipieren die Szenen und Datenblätter, die dann die Grundlage für die Arbeit eines Teams engagierter Autorinnen und Autoren bilden.

Dabei gliedert sich PERRY RHODAN NEO in sogenannte Staffeln. Je zehn Romane bilden eine Einheit, die eine in sich geschlossene Geschichte erzählt. Mit der »Artefakte«-Staffel beginnen wir ein neues Abenteuer für Perry Rhodan und seine Gefährten.

Derzeit wird schon mit viel Energie an den einzelnen Romann geschrieben, Mails werden gewechselt, es wird häufig telefoniert. PERRY RHODAN NEO ist eine Gemeinschaftsarbeit, die davon lebt, dass die Mitwirkenden intensiv miteinander kommunizieren. Nur so lässt sich eine Serie über Jahre hinweg steuern.

Den ersten Roman der neuen Staffel verfasste Kai Hirdt, einer der zwei Exposéautoren. Mit »Jenseits des Schleiers« bereitet er die Bühne für das weitere Geschehen. Darauf können sich die Leserinnen und Leser schon jetzt freuen!

(Dieses Logbuch erschien vor einigen Tagen auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie. An dieser Stelle teile ich es aus dokumentarischen Gründen.)