22 Februar 2019

Wenn das größte Abenteuer kommt

Nur noch wenige Tagen, dann liegt der Roman offiziell in den Buchhandlungen aus: Ich freue mich schon sehr darauf, wenn in der nächsten Woche »Perry Rhodan – das größte Abenteuer« offiziell erscheint, der umfangreiche Band von Andreas Eschbach. Der Autor hat daran lange und intensiv gearbeitet, und in einer sehr frühen Phase wurden die Exposéautoren und die Redaktion eingebunden.

Es handelt sich dabei um den bisher umfangreichsten PERRY RHODAN-Roman. Hielt bisher Hubert Haensel mit seinen »Kosmos-Chroniken« zu Reginald Bull und Alaska Saedelaere den Rekord, hat ihn Andreas Eschbach nun eindeutig übertrumpft. Klar ist das »Jupiter«-Buch umfangreicher – aber dieser Roman wurde von drei Autoren verfasst.

Was mich an Andreas Eschbachs Roman am meisten fasziniert hat, als ich das Manuskripte lesen durfte, war die Tatsache, wie gut er die Bezüge herstellen konnte: zwischen der wirklichen Welt mit ihrer Geschichtsschreibung und der Welt der PERRY RHODAN-Serie, die ja längst ihre eigene Geschichtsschreibung mit Kultur und Politik hat.

Wenn man den Roman »einfach so« liest, taucht man in eine Welt ein, die einem schlüssig vorkommt. Unweigerlich stellt sich dann die Frage: Warum bringen wir unseren Kindern eigentlich bei, dass dieser Neil Armstrong als erster Mann auf dem Mond gelandet ist?

Es ist ein starkes Buch, nicht nur, was den Inhalt angeht. Ich bin sehr gespannt darauf, wie die PERRY RHODAN-Leser darauf reagieren, aber auch, was die »normalen« Leser dazu sagen werden. Nur noch wenige Tage, dann weiß ich mehr ...

21 Februar 2019

Ordobans Erbe

Nach wie vor ist es eine schöne Sache für mich, direkt im Verlag zu arbeiten und die Belegexemplare direkt aus der Druckerei zu erhalten. So liegt mir seit einigen Tagen der neue Silberband vor: »Ordobans Erbe« ist das Buch mit der Nummer 145 – und es enthält Romane, die in der Mitte der 80er-Jahre erschienen sind und die ich noch sehr gut im Gedächtnis habe.

Die Autoren hatten damals offenbar die Absicht, den Lesern noch einmal die wichtigsten Völker der Milchstraße vor Augen zu führen. Also spielen die Hundertsonnenwelt – die ja streng genommen außerhalb der Galaxis liegt – oder Gatas eine Rolle, ebenso die entsprechenden Völker. Der kosmische Hintergrund mit der Endlosen Armada und den Chronofossilien war manchen Lesern zu abgedreht, ich mochte damals aber die vielen originellen Ideen, die von den Autoren in Romane gepackt wurden.

Die Silberbände sind auf ihre Art ebenso ein Phänomen wie die wöchentliche Serie. Sie geraten manchmal ein wenig aus dem Fokus, weil sie in den Buchhandlungen nicht mehr so präsent sind wie in den 90er-Jahren beispielsweise in Kaufhäusern und Bahnhöfen. Aber ich freue mich nach wie vor wie ein jugendlicher Fan, wenn ich einen neuen Roman durchblättern kann …

20 Februar 2019

Abgründe der Zeit

Was ist eine Trinarration? Dieser Frage gehen die Hauptfiguren in Rainer Schorms Roman »Abgründe der Zeit« nach. Es ist der Band 194 der Serie PERRY RHODAN NEO, und er gehört zur Handlungsstaffel »Die Bestien«. Entsprechend wuchtig ist auch das Titelbild geworden, das Dirk Schulz für den Roman erstellt hat.

Im Roman selbst springt der Autor durch Raum und Zeit, die Leser nimmt er dabei gut an die Hand, so dass man auf den verschiedenen Handlungsebenen mit vielen dramatischen Szenen konfrontiert wird. Mit am stärksten fand ich die Szenen, in denen Thora – die sonst so cool wirkt – sehr engagiert und entschlossen handelt.

Auf diese Weise beantwortet der Roman die eine oder andere Frage aus der Vergangenheit der Serie und gibt gleichzeitig Aufschlüsse zu aktuellen Entwicklungen. Um es vorsichtig anzudeuten: Die eine oder andere Entwicklung reicht dann auch in die Zeit nach Band 200 …

19 Februar 2019

Ein Abend im Blauen Haus

Das Blaue Haus in Böblingen ist ein Kulturzentrum, das am Rand eines Brauereigeländes steht. Dort finden in regelmäßigen Abständen die »Night Talk«--Runden statt, zu denen der Redakteur Steffen Volkmer einlädt. Am Montag, 18. Februar, zählte ich zu einem der drei Gäste des Abends.

Ich traf gegen 19 Uhr ein, trank ein Bier, aß eine Pizza, unterhielt mich mit einigen Anwesenden. Eine Jazz-Band, die sich Blue Infinity nannte, probte zu der Zeit noch; die Musiker umrahmten gewissermaßen den Abend. Als gegen 20 Uhr das Programm begann, hatten sich rund 50 Besucher auf den Sesseln und Stühlen niedergelassen.

Als erster Gast saß Timo Böckle auf der Bühne. Er ist Koch, und als solcher steht er nicht nur im eigenen Restaurant hinterm Herd, sondern tritt auch in einer Kochsendung im Fernsehen auf. Im Gespräch mit Steffen Volmer erzählte er ein wenig vom Fernsehen und vom Kochen und wie er beide Bereiche seiner Arbeit auf die Reihe bekommt. Da ich selbst keine Kochsendungen anschaue, fand ich das spannend.

Danach wurde Prof. Ulrich Wegenast auf die Bühne gebeten. Mit ihm hatte ich mich zuvor über Musik und gemeinsame Erinnerungen in Stuttgart unterhalten; jetzt aber ging es um seine Arbeit als Geschäftsführer Programm des Internationalen Trickfilm-Festivals Stuttgart. Natürlich erzählte er auch von Animationfilmen im Allgemeinen und deutschen Produktionen im Besonderen.

Als Abschluss durfte ich auf die Bühne. Ich erzählte von PERRY RHODAN und vom aktuellen Band 3000, auch ein wenig von der aktuellen Arbeit im Verlag und was es bedeutet, an einem solchen Projekt mitzuwirken. Dem Publikum – es waren offenbar keine Fans anwesend – schien es zu gefallen, es gab auch immer wieder Gelächter und Applaus.

Eine schöne Veranstaltung!

17 Februar 2019

Die Giganten von Pigell auf japanisch

Unsere Partner in Japan schicken regelmäßig die Belegexemplare der veröffentlichten PERRY RHODAN-Romane zu. Das dauert immer ein wenig, meist hinken wir einige Monate hinter dem Erscheinungstermin her. Deshalb freute es mich sehr, in München bei der Veranstaltung zu Band 3000 auch den aktuellen Band von PERRY RHODAN NEO zu erhalten, gewissermaßen druckfrisch.

Es handelt sich um den vierzehnten Band der Serie, die Gestaltung wurde durch einen »Umleger« noch ergänzt. Solche »Umleger« sind auch in Deutschland üblich, wenngleich nicht so sehr. Damit fallen solche Bücher im Handel stärker auf. Wahrscheinlich ist das in Japan ähnlich.

Mit »Die Giganten von Pigell« ist der zweite Roman enthalten, den Wim Vandemaan für PERRY RHODAN NEO geschrieben hat. Der Roman enthält eine Reihe von skurrilen Szenen, in denen es um ein Theaterstück mit Piraten geht – insofern ist das japanische Titelbild eine gelungene Umsetzung des Romans. Das sieht witzig aus und gefällt mir echt gut!

15 Februar 2019

In der Brandung ...

Am heutigen Tag ist ein wichtiger PERRY RHODAN-Roman erschienen: Band 3000 mit dem Titel »Mythos Erde«, verfasst von Wim Vandemaan und Christian Montillon. Wir haben sehr intensiv auf dieses Jubiläum hingearbeitet, sowohl redaktionell als auch in punkto Marketing. Deshalb freut es mich sehr, dass es so viel Resonanz gibt.

Wobei wir heute alle das Gefühl haben, in der Brandung zu stehen ... Ich führe Telefonate und gebe Interviews, ich lese Rezensionen und Artikel, ich beantworte Mail-Anfragen »auf dem letzten Drücker« – und meinen Kolleginnen geht es sehr ähnlich. Es sieht so aus, als ob jede Tageszeitung und jede Radiostation unsere Serie entdeckt hätten und über sie berichten würde.

Man muss natürlich sehen, was unterm Strich wirklich herauskommt: Wie gefällt der Roman den Leserinnen und Lesern, wie verkauft er sich? Aber am heutigen Freitag sieht es so aus, als hätten wir einiges richtig gemacht. Da nimmt man als Redakteur das Plus an Stress mit einem breiten Lächeln in Kauf ...

14 Februar 2019

Die ersten PERRY RHODAN-News

Als »die Nullnummer eines neuen PERRY RHODAN-Zines« bezeichnete Klaus Bollhöfener das, was im August 1995 an die Abonnenten verschickt wurde. Es war die erste Ausgabe der PERRY RHODAN-News, die danach noch viele Jahre lang erscheinen sollte.

Das Mini-Fanzine sollte »künftig jeden Monat schnell und aktuell informieren« – und das gelang stets gut. In den Zeiten, bevor praktisch jeder Leser einen Internet-Anschluss hatte, war das Mini-Fanzine eine wertvolle Informationsquelle für viele Leser.

In der ersten Ausgabe wurde beispielsweise auf die demnächst kommenden Romane mit den Nummern 1775 bis 1779 hingewiesen, auf die neuen Taschenbücher im Heyne-Verlag sowie die Frankfurter Buchmesse. Ebenso wurden Fanzines vorgestellt.

Im Zeitalter der digitalen Medien kommt einem ein solches Fanzine vielleicht antiquiert vor – es gab ja nicht einmal die Möglichkeit, schnell darauf zu reagieren. 1995 war es etwas Neues.