14 April 2026

Ein runder Geburtstag für Frank Borsch

Ein Logbuch der Redaktion 

Zuletzt machte er sich ein bisschen rar im PERRY RHODAN-Umfeld; sein Name ist aber mit vielen wichtigen Entwicklungen der größten Science-Fiction-Serie der Welt verbunden. Heute kann Frank Borsch seinen sechzigsten Geburtstag feiern – und wir gratulieren ihm an dieser Stelle zu diesem Tag!

Der Autor wurde am 9. April 1966 in Pforzheim geboren und wohnt seit Jahrzehnten in Freiburg. Zu seinen vielfältigen Interessen zählte seit jeher die Science Fiction mit all ihren Facetten und alles, was im weitesten Sinne mit der Zukunft zu tun hat – deshalb beschäftigte er sich als Journalist stets mit Wissenschaft und Forschung.

Wir lernten uns im Rahmen eines Seminars an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel kennen. Thema war die Science-Fiction-Kurzgeschichte, und ich konnte als Dozent an der Seite von Wolfgang Jeschke arbeiten, dem damaligen Herausgeber für phantastische Literatur im Heyne-Verlag. Ein engagierter Teilnehmer an diesem sehr intensiven Seminar – unsere Diskussionen gingen immer bis weit in die Nacht – war Frank Borsch.

Am Ende des Seminars erhielt er von Wolfgang Jeschke das Angebot, als Übersetzer für den Heyne-Verlag tätig zu werden. Wir fuhren im Zug zurück nach Süddeutschland und diskutierten mehrere Stunden lang über PERRY RHODAN und alle anderen Aspekte aktueller Phantastik. Als ich in Karlsruhe ausstieg, war mir klar, dass Frank Borsch ein Mann war, mit dem wir zusammenarbeiten sollten.

Der Rest war dann – wie man so schön sagt – Geschichte und kann in diversen Artikeln nachgelesen werden.

Frank übersetzte Science Fiction und vor allem Fantasy für den Heyne-Verlag, ebenso Comics für diverse Verlage. Kurz darauf folgten erste Romane für das Perryversum, unter anderem für die ATLAN-Miniserie »Traversan«.

Ab 2001 war er für unsere Redaktion tätig. Als Redakteur steuerte er Comic- und Internet-Projekte, zusammen mit Miriam Hofheinz trieb er die Digitalisierung der Serie voran und war eine treibende Kraft bei unseren E-Book-Projekten.

Und er schrieb weiterhin Romane. Frank steuerte Taschenbücher und Heftromane bei, war mit entscheidenden Romanen an unserer Serie beteiligt und verfasste mit »Projekt Saturn« – Band 2500 einen der zentralen Jubiläumsbände. Als freier Mitarbeiter kümmerte er sich später um die Lizenzierung unserer Serie an ausländische Verlage.

Sein wichtigster Erfolg war sicher PERRY RHODAN NEO. Frank war zentral an diesem Projekt beteiligt, entwickelte die inhaltliche Linie und steuerte ab 2011 die Serie. Von ihm stammten die wichtigsten Romane sowie die Exposés bis Band 100 – ohne ihn wäre die Serie nicht zu einem Erfolg geworden.

Nach all diesen Aktivitäten verließ er die Science Fiction und kümmerte sich um Themen, die in der »wirklichen Welt« verwurzelt waren. Den Kontakt zur Redaktion verlor er nie – wir betrachten ihn immer noch als einen guten Freund, den wir leider viel zu selten sehen.

Umso wichtiger ist es für mich, ihm an dieser Stelle zu gratulieren: Wir kennen uns seit dreißig Jahren – und ich hoffe, dass Frank irgendwann wieder Lust hat, einen Roman für uns zu schreiben.

Alles Gute zu diesem Jubiläumsgeburtstag, lieber Frank!

(Dieses Logbuch der Redaktion wurde am 9. April 2026 auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie veröffentlicht. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.) 

13 April 2026

Nach der Konferenz ist ...

Die PERRY RHODAN-Autorenkonferenz am Freitag, 10. April 2026, war ertragreich; so viel kann ich an dieser Stelle bereits sagen. Wenn es mir möglich ist, liefere ich etwas ausführlicheren Bericht nach – für heute mögen diese Andeutungen genügen.

Wir tagten diesmal in Karlsruhe. Die meisten Autorinnen und Autoren reisten am Vorabend an, wo wir gemütlich in einem Restaurant saßen und über alle möglichen Dinge redeten, natürlich auch über PERRY RHODAN. Einige Kollegen gingen noch an die Hotelbar, ich radelte dann lieber heim.

Die eigentliche Konferenz am Freitag bestand aus durchaus kritischen Blicken auf die vorherigen dreißig oder fünfzig Romane. Vor allem aber ging es uns aber um die Planung des neuen Zyklus, der im Oktober mit Band 3400 beginnen wird.

Die engagierte Diskussion endete beim Abendessen nicht; dabei wurden weitere Ideen entwickelt. Der eine oder andere Blödsinn kam ebenfalls zur Sprache, und als an der Hotelbar noch »Getränke mit Schirmchen« bestellt wurden, dauerte es doch ein bisschen länger ...

(Das Bild wurde von Hubert Haensel geschossen. Es zeigt Ben Calviin Hary, unseren Chefautor, wie er argumentiert, und mich, wie ich interessiert zuschaue und zuhöre.) 

09 April 2026

Die Triade

Ohne zu viel über den Inhalt verraten zu wollen: Mit dem PERRY RHODAN-Roman, der in dieser Woche in den Handel kommt, taucht die Autorin tief in die Geschichte der Ilts ein und zeigt Verbindungen auf, die bisher unbekannt waren. Michelle Stern verfasste »Die Triade«, der für den laufenden »PEGASOS«-Zyklus von einer großen Bedeutung ist.

Gucky spielt dabei eine Hauptrolle – der Mausbiber ist eine der beliebtesten Serienfiguren, und die Autorinnen und Autoren stellen ihn immer wieder gern für große Aufgaben. In diesem Roman kämpft Gucky mit sich und der Vergangenheit.

Wie das alles mit PEGASOS und den weiteren Entwicklungen im Sonnensystem sowie in der gesamten Milchstraße zusammenhängt? Das erzählen die künftigen Romane. Michelle Stern setzt in dieser Woche einen wichtigen Akzent, was die Vergangenheit angeht …

08 April 2026

Jenseits des Schleiers

Thora hat sich bei unserer Serie PERRY RHODAN NEO zu einer wichtigen und zentralen Figur entwickelt. Das haben wir vor allem Rüdiger Schäfer zu verdanken, der sie in seinen Romanen immer wieder in packende Geschichten verwickelt hat, bei denen er die Arkonidin gut platzieren konnte.

Der Roman, der in dieser Woche in den Handel kommt, wird von einem Titelbild von Dirk Schulz geziert, das Thora ebenfalls in Szene setzt. Die Darstellung zeigt Action und Spannung, auch wenn ich als Leser nicht weiß, in welches Problem Thora hier offensichtlich verwickelt ist.

Das erzählt dann eh der Roman. Kai Hirdt verfasste »Jenseits des Schleiers«, den Auftakt der neuen Handlungsstaffel. Die »Artefakte«-Staffel hat mit Arkoniden und Terranern zu tun, aber auch mit Aliens, die unsere Hauptfiguren nicht »auf dem Zettel« haben.

Der Autor stürzt seine Figuren in ein packendes Abenteuer voll abwechslungsreicher Szenerien und bereitet so die Themen für die gesamte Staffel vor. »Jenseits des Schleiers« präsentiert die wichtigen Figuren und Schauplätze der Staffel.

Damit bietet Kai Hirdt einen perfekten Einstieg in die Welt von PERRY RHODAN NEO – für Neuleser, ehemalige Leser oder einfach lesende Menschen, die auf diese spannende Science-Fiction-Serie neugierig sind.

07 April 2026

Warum dieser Zyklustitel?

Wie man bei PERRY RHODAN die einzelnen Zyklen benennt, wäre fast ein Thema für Forscher: In all den Jahrzehnten gab es die unterschiedlichsten Herangehensweisen. Einige Zyklen wurden erst nach ihrem Abschluss mit einem Titel versehen – vor allem in früheren Jahren –, bei manchen änderte sich auch der Zyklustitel während der Produktion: Aus dem Zyklus »Brücke in die Unendlichkeit« wurde zuerst der »Thoregon«-Großzyklus und dann der »Tolkander«Zyklus, der wiederum den Anfang des »Thoregon«-Großzyklus bildet.

Und bei manchen Zyklen spiegelt der Titel nur einen Aspekt der gesamten Handlung wider. Mein liebstes Beispiel ist der von mir so geschätzte »Aphilie«-Zyklus. Die Menschheit ohne Liebe bildet den Ausgangspunkt des Zyklus, ein großer Teil der Handlung beschäftigt sich aber mit der Reise der SOL und der Situation in der Milchstraße.

Und derzeit? Unser aktueller Handlungsabschnitt hat von uns den Titel »PEGASOS«-Zyklus erhalten. Es gab schon Leser, die mich gefragt haben, ob das denn überhaupt so sinnvoll sei.

Ich finde: Ja, das ist es. Zentrales Element des Zyklus ist PEGASOS – um diese Station dreht sich die Entstehung des Elysion, entwickeln sich die Aktionen der Shinobi. Die Handlung auf der Erde, die Konflikte bei den Topsidern und die mysteriösen Legaten – das alles hängt mit PEGASOS zusammen.

Was derzeit nicht ganz reinpasst, ist die Handlung m Reginald Bull und die Besatzung des PHOENIX. Wenn man aber betrachtet, dass der PHOENIX der Prototyp einer Klasse von Raumschiffen ist, die demnächst im Auftrag des Elysion die Leerräume zwischen der Galaxien überwinden werden, passt das auch gut zum Zyklustitel.

Ich kann also den Zyklustitel gut verteidigen. Finde zumindest ich.

02 April 2026

ATLAN in Leipzig

Aus der Serie »Ein Bild und seine Geschichte«


Als wir im März 2007 mit einem eigenen Stand auf der Leipziger Buchmesse auf uns aufmerksam machten, hatten wir verschiedene Schwerpunkte: Wir präsentierten die neuen ATLAN-Taschenbücher, die bei Fantasy Productions veröffentlicht wurden, und wir hatten unter anderem eine neue ATLAN-Miniserie dabei. Unsere PERRY RHODAN-Bücher zeigten wir ebenfalls, aber in diesen Tagen stellten wir ATLAN nach vorne.

Und weil Arndt Drechsler sowohl bei den Taschenbüchern als auch bei den Heftromanen mit hervorragenden Titelbildern glänzten, luden wir den Illustrator – er wohnte damals noch in Regensburg – nach Leipzig ein. Das war eine richtig gute Idee: Arndt glänzte mit einer unglaublichen Geduld, was die Wünsche der Leute anging, die eine Widmung von ihm wollten, malte Bilder und unterschrieb Romane.

Das Bild zeigt ihn während einer Signierstunde. Er passte wunderbar zu unserem Team, und wir hatten – neben all der Arbeit in diesen Tagen – auch immer sehr viel Spaß.

01 April 2026

Dienstfahrt zum Exposé

Der heutige Tag steht wieder einmal im Zeichen einer Dienstreise: Ich fahre über die Rheinbrücke in die Pfalz, wo ich mich mit Christian Montillon und Ben Calvin Hary treffen werde. Bei dieser Besprechung geht es um Band 3400 sowie einige weitere Themen.

Unter anderem wollen wir die Autorenkonferenz vorbereiten, die noch in diesem Monat stattfinden wird. Und selbstverständlich diskutieren wir über die Exposés und Inhalte für kommenden Zyklus: Der Chefautor hat viele Ideen und Konzepte entwickelt, die teilweise noch zu besprechen sind.

Nach all den Jahren sind solche Termine immer noch diejenigen, die ich am meisten mag. Es geht um Inhalte und Geschichten, nicht um Zahlen.