Ein Logbuch der Redaktion
Zuletzt machte er sich ein bisschen rar im PERRY RHODAN-Umfeld; sein Name ist aber mit vielen wichtigen Entwicklungen der größten Science-Fiction-Serie der Welt verbunden. Heute kann Frank Borsch seinen sechzigsten Geburtstag feiern – und wir gratulieren ihm an dieser Stelle zu diesem Tag!
Der Autor wurde am 9. April 1966 in Pforzheim geboren und wohnt seit Jahrzehnten in Freiburg. Zu seinen vielfältigen Interessen zählte seit jeher die Science Fiction mit all ihren Facetten und alles, was im weitesten Sinne mit der Zukunft zu tun hat – deshalb beschäftigte er sich als Journalist stets mit Wissenschaft und Forschung.
Wir lernten uns im Rahmen eines Seminars an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel kennen. Thema war die Science-Fiction-Kurzgeschichte, und ich konnte als Dozent an der Seite von Wolfgang Jeschke arbeiten, dem damaligen Herausgeber für phantastische Literatur im Heyne-Verlag. Ein engagierter Teilnehmer an diesem sehr intensiven Seminar – unsere Diskussionen gingen immer bis weit in die Nacht – war Frank Borsch.
Am Ende des Seminars erhielt er von Wolfgang Jeschke das Angebot, als Übersetzer für den Heyne-Verlag tätig zu werden. Wir fuhren im Zug zurück nach Süddeutschland und diskutierten mehrere Stunden lang über PERRY RHODAN und alle anderen Aspekte aktueller Phantastik. Als ich in Karlsruhe ausstieg, war mir klar, dass Frank Borsch ein Mann war, mit dem wir zusammenarbeiten sollten.
Der Rest war dann – wie man so schön sagt – Geschichte und kann in diversen Artikeln nachgelesen werden.
Frank übersetzte Science Fiction und vor allem Fantasy für den Heyne-Verlag, ebenso Comics für diverse Verlage. Kurz darauf folgten erste Romane für das Perryversum, unter anderem für die ATLAN-Miniserie »Traversan«.
Ab 2001 war er für unsere Redaktion tätig. Als Redakteur steuerte er Comic- und Internet-Projekte, zusammen mit Miriam Hofheinz trieb er die Digitalisierung der Serie voran und war eine treibende Kraft bei unseren E-Book-Projekten.
Und er schrieb weiterhin Romane. Frank steuerte Taschenbücher und Heftromane bei, war mit entscheidenden Romanen an unserer Serie beteiligt und verfasste mit »Projekt Saturn« – Band 2500 einen der zentralen Jubiläumsbände. Als freier Mitarbeiter kümmerte er sich später um die Lizenzierung unserer Serie an ausländische Verlage.
Sein wichtigster Erfolg war sicher PERRY RHODAN NEO. Frank war zentral an diesem Projekt beteiligt, entwickelte die inhaltliche Linie und steuerte ab 2011 die Serie. Von ihm stammten die wichtigsten Romane sowie die Exposés bis Band 100 – ohne ihn wäre die Serie nicht zu einem Erfolg geworden.
Nach all diesen Aktivitäten verließ er die Science Fiction und kümmerte sich um Themen, die in der »wirklichen Welt« verwurzelt waren. Den Kontakt zur Redaktion verlor er nie – wir betrachten ihn immer noch als einen guten Freund, den wir leider viel zu selten sehen.
Umso wichtiger ist es für mich, ihm an dieser Stelle zu gratulieren: Wir kennen uns seit dreißig Jahren – und ich hoffe, dass Frank irgendwann wieder Lust hat, einen Roman für uns zu schreiben.
Alles Gute zu diesem Jubiläumsgeburtstag, lieber Frank!
(Dieses Logbuch der Redaktion wurde am 9. April 2026 auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie veröffentlicht. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.)





