26 Februar 2021

Die Platin Edition und die Wünsche

Gelegentlich bekomme ich Fragen in unseren Diskussionsforum auf unserer Internet-Seite gestellt. Diese versuche ich dann auch öffentlich zu beantworten. Wie hier und heute ... gibt es eine Fortsetzung für unsere Platin Edition?

Als wir im Oktober 2014 mit der Platin Edition anfingen, setzten wir große Erwartungen in diese Serie aus schön gestaltateten Hardcover-Bänden. Ich fand und finde das Konzept immer noch sehr gut: vier Einzelbände von PERRY RHODAN NEO, die man nicht mehr im Handel findet, in einem schicken Hardcover-Band zusammengefasst, dazu eine exklusive Geschichte.

Leider haben sich diese Bücher nicht so gut verkauft, wie wir uns das erhofft hatten. Im November 2018 stellten wir die Serie dann mit dem Buch 18 ein, was ich sehr bedauerte – wie auch die Autoren und unsere Vertragspartner.

Die Frage kommt gelegentlich, ob und wie wir diese Serie fortsetzen könnten. Leider kann ich da kaum Hoffnungen verbreiten: Die Produktion mit dem Silbereinband war recht aufwendig, die könnte man so nicht übernehmen. Es müsste also ab einem potenziellen Band 19 eine andere Gestaltung gewählt werden.

Und derzeit sehe ich keinen Verlag, der uns hier zur Seite stehen könnte. Wir sind ja kein Buchverlag mehr, wir brauchen dafür immer einen Partner. Das verlegerische Risiko ist nun mal doch sehr hoch, wenn man eine Serie oder Reihe startet. Leider, aber derzeit kaum zu ändern ...

25 Februar 2021

Sie ist und bleibt ein Schmuckstück

Im Juni 2020 wäre Clark Darlton hundert Jahre alt geworden. Der Autor, der unter dem Namen Walter Ernsting geboren worden war, erzielte seine größten Erfolg als einer der zwei Erfinder der PERRY RHODAN-Serie. Seine eigenständigen Romane standen irgendwann im Schatten des Terraners – was ich nach wie vor schade finde.

In den 80er-Jahren wurde in unserem Verlag die Clark-Darlton-Werkausgabe veröffentlicht. In den einzelnen Taschenbüchern wurden die Nicht-Rhodans des Schriftstellers veröffentlicht: eine tolle Gelegenheit für die damaligen Leser, die so einen schönen Überblick über das Werk des Autors bekamen.

Seit ich die Gesamtausgabe in einer Box – enthalten sind elf Titel – bei uns im Verlagsarchiv »gefunden« habe, steht sie in unserem Kopierzimmer herum. Immer mal wieder blättere ich darin und lese einige Seiten. Aus Zeitgründen kam ich noch nicht dazu, mich intensiver mit den Science-Fiction-Klassikern zu beschäftigen.

Aus Platzmangel zögere ich noch, sie zu mir ins Büro zu stellen (wir wissen ja nicht, wann wir irgendwann umziehen werden). Aber ich bin sicher, dass diese Box ein echtes Schmuckstück in jedem Regal wäre, auch bei den vielen Taschenbüchern und Silberbänden, die ich ordentlich aufgereiht habe. Die Box gehört zu PERRY RHODAN, obwohl kein PERRY RHODAN enthalten ist …

24 Februar 2021

Werbung für die Silberbände

Pro Jahr erscheinen vier PERRY RHODAN-Bücher in der charakteristischen Silberband-Optik; das geschieht seit vielen Jahren mit der Zuverlässigkeit eines Uhrwerks. Zwei Bücher werden im ersten Halbjahr veröffentlicht, zwei im zweiten – die Termine wurden irgendwann vor langer Zeit festgelegt und stammen eigentlich noch aus einer Zeit, in der Vertreter für die Buchverlage unterwegs waren und die Bücher beispielsweise für die »Herbstreise« bereitlegen mussten.

Heute stehen unter anderem die Werbetexte für die zwei Bücher an, die im September und November in den Handel kommen. Unsere Kollegen von Edel brauchen diese Texte, um auf die Bücher zumindest in der digitalen Werbung aufmerksam zu machen. Hubert Haensel, der die Bücher zusammenstellt, liefert die Texte, weil er ja die Inhalte kennt. Ich versuche dann, mich an die Inhalte zu erinnern, die ich vor gut 35 Jahre gelesen habe, um in der Folge die Texte ein wenig werbender zu gestalten.

Manchmal geht uns so etwas schnell und einfach zur Hand. Manchmal brauchen wir ein wenig länger. Mal schauen, wie das heute noch wird …

23 Februar 2021

Zum Stand bei der Wega

In einem Monat erscheint der erste Band einer neuen Miniserie: PERRY RHODAN-Wega wird von Michael Marcus Thurner konzipiert, der auch den ersten Band verfasst hat. Wir stecken mitten in der redaktionellen Arbeit für die zwölf Bände umfassende Serie – und es läuft bislang sehr gut.

Konkrete Angaben zu Autorinnen und Autoren reiche ich bei nächster Gelegenheit nach. Derzeit liegen mir die fertigen Romane von drei Autoren und einer Autorin vor; weitere Romane sind schon sehr weit gediehen. Auch bei den Exposés sind wir im Plan, so dass an dieser Stelle nicht mit Terminschwierigkeiten zu rechnen ist.

Bei der Gestaltung der Titelbilder orientieren wir uns an den bisherigen Miniserien. Dirk Schulz hat bereits einige Motive fertiggestellt, die unterschiedlich sind, was den Stil und die Farbgebung angeht. Auch hier sind wir im Plan.

22 Februar 2021

Das Trojanische Imperium

Ich mag PERRY RHODAN-Romane, in denen kosmische Geschichte erzählt wird. Deshalb hatte ich auch viel Freude, als ich den Roman »Das Trojanische Imperium« als Manuskript lesen konnte. Verfasst wurde er von Uwe Anton, und im Verlauf der Woche kann er im Handel erstanden werden – die Druckerei hat ihn freundlicherweise bereits an die Redaktion geliefert.

An dieser Stelle will ich natürlich wie immer nicht zu viel verraten. Der Autor erzählt die Geschichte eines Sternenreiches, das viele Berührungspunkte mit der menschlichen Geschichte hat. Was wie dann im Genauen zusammenhängt, das ist Thema des Romans.

Streckenweise benutzt der Autor einen Stil, der an Märchen erinnert. »Und es begab sich …« ist die Einleitung manches Kapitels. Das hat mir gut gefallen. Mal schauen, wie es bei den Lesern ankommt.

17 Februar 2021

Der Tross des Kriegers

Zu den Privilegien eines PERRY RHODAN-Redakteurs gehört, dass man immer mal wieder ein veröffentlichtes Buch oder einen Heftroman bekommt, bevor das Produkt offiziell im Verkauf landet. Deshalb freute es mich sehr, als ich in dieser Woche das aktuelle PERRY RHODAN-Buch erhielt: »Der Tross des Kriegers« liegt als Band 153 der Silberbände ab März 2021 offiziell in den Buchhandlungen. (Und selbst diese noch geschlossen sein sollten, weil wir Corona haben, kann man das Buch überall im Internet bestellen.)

Es ist lange her, seit ich die Romane, die als Grundlage für dieses Buch dienten, erstmals gelesen habe. Ich erinnere mich aber noch gut daran, wie fasziniert ich die Wunder der Mächtigkeitsballung Estartu fand, und weiß sehr genau, wie ich mit Verwunderung und Staunen quasi miterlebte, was mit unseren Helden in diesen fernen Galaxien alles geschieht. Für die Leser, die derzeit aktuell bei den Silberbänden mitlesen, kommt noch das gleiche Staunen …

16 Februar 2021

Das Sandtribunal

Wenn Susan Schwartz den Auftrag hat, eine fremde Welt vorzustellen, macht die Autorin das mit Herz und Leidenschaft. Das ist beim nächsten Roman von PERRY RHODAN NEO nicht anders: »Das Sandtribunal« kommt diese Woche in den Handel und erzählt vom Mars und seinen Bewohnern. Der Rote Planet ist im NEO-Universum recht nahe an unserer aktuellen Realität - im Jahr 2090 ist der aber trotzdem schon besiedelt.

Und an diesem Punkt beginnt die Autorin ihre Geschichte. Sie zeigt den Mars und seine unterschiedlichen Bewohner, das alles verpackt in eine spannende Geschichte. Das Titelbild von Dirk Schulz passt meiner Ansicht nach übrigens sehr gut dazu!

15 Februar 2021

Galerie der Gharsen

Was ist eigentlich ein Ornamentraumer? Wer sich diese Frage angesichts eines gewissen Untertitels stellt, wird bald eine Antwort erhalten. Diese Woche erscheint Band 3105 unserer Serie. Der Roman trägt den Titel »Galerie der Gharsen« und wurde von Michelle Stern verfasst – in diesem Roman geht es in das Innere eines Ornamentraumers.

Die Autorin spielt dabei ihre Stärken aus: starke Charaktere und interessante Aliens in einem packenden Geschehen. Ich mochte vor allem die zwei menschlichen Hauptfiguren, die sie nach vorne schiebt. Die Paraspürer als Gegenspieler mochte ich ebenfalls, wenngleich sie mir natürlich sehr unsympathisch waren. Das ist ein Widerspruch in sich – aber so ist es nun mal: Man mag eine Figur vielleicht nicht, aber man sieht, dass sie gut dargestellt wird.

12 Februar 2021

Exposébesprechung im Februar

Hätte uns heute jemand zugehört, der keine Ahnung von PERRY RHODAN hat, wäre er vielleicht sehr verwirrt gewesen: Wir sprachen über Chaos und Chaotarchen, Chaoporter und Chaosmächte – und es fielen noch viele weitere Wörter, in denen »Chaos« enthalten war. Aber so ist es eben, wenn man sich zu einer Exposébesprechung trifft, die via Zoom stattfindet.

Es nahmen die zwei Exposéautoren Wim Vandemaan (unten im Bild) und Christian Montillon (links oben im Bild) teil, dazu ich als Redakteur. (Das Bild zeigt die Gesprächssituation auf meinem privaten Rechner; warum Wim so »unscharf« zu sehen ist, weiß ich nicht – aber bei ihm gab es öfter ein schwaches Bild.) In Zeiten der Pandemie, in denen man sich nicht besuchen kann, versuchen wir solche Besprechungen regelmäßig abzuhalten.

Heute ging es um die anstehenden Romane, um eine weitere Autorenplanung und um die Figuren: Wie wollen wir beispielsweise Sichu Dorksteiger einsetzen? Wir machten uns aber auch Gedanken über die Randgebiete unserer Arbeit: Titelbilder, Sternenkarten, Pressearbeit ... Spannend und wichtig!

11 Februar 2021

Werbung für den Terraner

Im Jahr 1980 trommelte der Pabel-Verlag für den Band 1000 der PERRY RHODAN-Serie, der ab dem 21. Oktober des Jahres im Handel sein sollte. Man wollte damit ganz gezielt neue Leser ansprechen: »Mit Band 1000 in die Perry-Rhodan-Serie einsteigen!«, forderte eine Anzeige auf, die auch nach dem Erscheinen des Jubiläumsbandes in den Science-Fiction-Heftromanen des Verlages zu sehen war.

»Ein besonderer Service für alle Science-fiction-Freunde, die noch keine Perry-Rhodan-Leser sind«, versprach die Werbung darüber hinaus. Man habe mit diesem Band die Gelegenheit, »ohne Schwierigkeiten« in die Serie einzusteigen; weiter unten wurde noch ein »müheloser Einstieg« versprochen.

Mehr als vierzig Jahre danach mutet die Werbung ein wenig verwirrend an: Galt das Perryversum im Jahr 1980 als so komplex, dass man den Lesern besondere Schwierigkeiten unterstellte? Immerhin: Band 1000 mit dem Titel »Der Terraner« ist sicher einer der wichtigsten PERRY RHODAN-Romane aller Zeiten …

10 Februar 2021

PERRY RHODAN-Vortrag via Zoom

Seit einigen Jahren fahre ich in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen nach München. Dort besuche ich meist Verlagspartner, mit denen ich über mögliche Projekte spreche. 

Und ich halte alle zwei Jahre etwa einen Vortrag an der LMU, der Ludwig-Maximilians-Universität, in München. Es ist stets das Fach Buchwissenschaften, und ich spreche selbstverständlich über PERRY RHODAN.

So auch heute. Diesmal war aber alles anders: Selbstverständlich konnte kein Präsenz-Vortrag stattfinden, alles lief über Zoom ab. Auf meinem Bildschirm sah ich einige Dutzend Studentinnen und zwei Studenten – oder war es sogar nur einer? –, die sich von mir über unsere Serie informieren ließen.

Ich erzählte ein wenig von meinem Werdegang, von der Art und Weise unserer Zusammenarbeit im Team und von den verschiedenen Vertriebswegen, die es bei uns gibt. Wenn ich solche Vorträge halte, merke ich selbst erst, wie sehr PERRY RHODAN oft anders ist als ein »normaler« Buchverlag oder eine Zeitschriftenredaktion.

Nach meinem Vortrag gab es eine kleine Fragerunde. Unter anderem wollten die Studierenden wissen, wie wir als Redaktion an neue Autoren kommen und wie so eine Planung eigentlich aussieht. Viel Zeit hatten wir nicht – aber ich hoffte hinterher, die Teilnehmer schön informiert zu haben.

09 Februar 2021

Der herrliche Diktator

Nur noch wenige Tage, dann erscheint ein PERRY RHODAN-Roman, der nicht nur einen ungewöhnlichen Titel, sondern auch ein ungewöhnliches Titelmotiv hat: »Der herrliche Diktator« von Susan Schwartz trägt ein Titelbild von Arndt Drechsler-Zakrzewski, das ich immer noch toll finde. Es weist übrigens einen klaren Bezug zum Inhalt auf – also bitte nicht wundern!

Um wen es sich bei dem genannten Diktator handelt, will ich an dieser Stelle nicht verraten. Nur so viel: Einige Terraner sind mit ihrem Schiff in der kleinen Galaxis Cassiopeia unterwegs, und dort treffen sie auf verschiedene Außerirdische. Dabei sind nicht alle Begegnungen gleichermaßen freundlich, nicht alle verlaufen positiv. Aber damit hat wohl auch niemand gerechnet …

Die Autorin zeigt weitere Teile des »Spielfeldes«, auf dem das PERRY RHODAN-Team einen großen Teil seiner Handlung angelegt hat. Einige Details, die sie andeutet, werden erst später größere Bedeutung erlangen.

08 Februar 2021

Kosmische Romane in den Niederlanden

Einen PERRY RHODAN-Doppelband mit kosmischen Themen erhielten unsere niederländischen PERRY RHODAN-Leser dieser Tage. Ich meine den Band 2591/2592, der Lotho Keraete nicht nur auf das Titelbild hebt, sondern auch inhaltlich stark in Szene setzt. In dem Roman »In Odpracht van de Superintelligentie« tritt der Bote der Superintelligenz ES wieder einmal in Erscheinung.

Der andere Teil des Doppelbandes erzählt übrigens von Julian Tifflor, der sich seinem »Zeitspeer« befindet. Die niederländischen Leser können hier also lesen, wie die Verwandlung Tifflors in ein anderes Wesen – um es mal neutral zu formulieren – beginnt. Und wie der laufende Zyklus langsam auf seinen Abschluss zugeht …

07 Februar 2021

Die Sonntags-Qual der Wahl

Es gibt diese Tage, an denen man sich als PERRY RHODAN-Redakteur fragt, mit was man eigentlich zuerst loslegen soll. Die Autorinnen und Autoren sind fleißig, die Terminen sind eng – aber was ist an diesem Sonntag zuerst zu lesen?

Es liegt ein brandaktuelles Exposé der wöchentlichen PERRY RHODAN-Serie vor. Es gibt ein brandaktuelles Manuskript von PERRY RHODAN-Wega, unserer neuen Miniserie, die ab März erscheinen wird. Es gibt die ersten Kapitel eines neuen PERRY RHODAN-Romans. Und eigentlich müsste ich dringend das aktuelle Manuskript von PERRY RHODAN NEO, das schon einige Zeit bei mir liegt, zu Ende bringen.

Die Qual der Wahl, nicht zum ersten Mal. Aber so wird es mir zumindest nicht langweilig!

06 Februar 2021

Wie wir ins Internet starteten

Am 22. Februar 1996 erschien mit »Zeitraffer« der Band 1800 der PERRY RHODAN-Serie. Am gleichen Tag startete offiziell auch etwas, das außer einigen »jungen Leuten« in der damaligen Verlagsunion Pabel-Moewig nicht verstand: Die erste Internet-Seite zur PERRY RHODAN-Serie ging online.

Weil niemand im Verlag auch nur ansatzweise Ahnung hatte, was man mit diesem neumodischen Medium anfangen sollte, hatte ich monatelang um das Thema gerungen. Erst als sich auch ein Kollege aus dem Buch-Marketing bemühte, gingen es voran. Wir fanden in zwei jungen Studenten, die später die Firma Trilobit gründen sollten, die Partner, die wir brauchten – und dann legten wir los.

Sagen wir: Vor allem die zwei jungen Studenten legten los. Dazu kann ich sicher noch viele Geschichten erzählen. (Wie ich etwa abends nach Feierabend in der Studentenbude der beiden hockte und mit ihnen den aktuellen Stand besprach; wir hatten im Verlag keinen Internet-Zugang.)

Ab Anfang Februar 1996 kamen immer wieder neue Abschnitte des Titelbildes auf die neue Internet-Seite, die wir damals noch mit der Endung »ilk« versehen hatten – für den »Internet-Laden Karlsruhe«, der eher ein politisches Projekt war –, und langsam entwickelte sich das fertige Bild. Und mit dem Start des großen »Thoregon«-Handlungskomplexes begann dann der Start des Internet-Zeitalters für die PERRY RHODAN-Redaktion.

25 Jahre … Wer hätte das alles gedacht?

05 Februar 2021

Stammtische in Zeiten von Corona

»Ellerts Stammtisch Post«, üblicherweise als »ES-Post« abgekürzt, ist das kostenlose Informationsblatt des PERRY RHODAN-Stammtisches Ernst Ellert aus München. Das Blatt erscheint monatlich, man kann es als PDF-Fanzine abonnieren. Vor allem in den Zeiten, in denen man sich kaum persönlich treffen kann, ist ein digitales Fanzine ein schönes Mittel, um Kontakte zu halten.

In unregelmäßigen Zeiten stellt Erich Herbst, der den Inhalt verantwortet, auch einen Sonderdruck zusammen. Ganz aktuell ist Der »ES-Post Sonderdruck« mit der Nummer 15 publiziert worden. Er steht unter dem Titel »Wie geht es euch?« und erzählt von der Fan-Szene in Corona-Zeiten.

Verschiedene Stammtische wurden angeschrieben, und mehrere erzählen davon, wie es ihnen und ihren Mitgliedern ergeht. Manche Stammtische treffen sich im digitalen Raum, andere haben derzeit echte Probleme, die Kontakte aufrecht zu halten. Und alle hoffen offenbar darauf, dass die Pandemie bald vorüber sein möge.

Eine lesenswerte Zusammenstellung! Sie zeigt vor allem aber auch wieder auf, wie vielfältig die Fan-Szene im deutschen Sprachraum ist. (Den Sonderdruck kann man ebenfalls kostenlos erhalten. Informationen dazu auf der Internet-Seite des Stammtisches.)

04 Februar 2021

Rorkhete ist kein Rohr

Während meiner Zeit als PERRY RHODAN-Redakteur passierten immer wieder Fehler, bei denen wir hinterher nicht wussten, ob wir lachen oder weinen sollten. Einer der Fehler, den wir mit viel Gelächter quittierten, geschah im Februar 2004. Der PERRY RHODAN-Roman mit der Bandnummer 2219 kam in den Handel, verfasst von Frank Borsch und mit einem schönen Titelbild von Dirk Schulz versehen.

Als der fertig gedruckte Roman bei mir auf dem Tisch landete, starrte ich entsetzt auf den Titel. Dort stand »Rohrkhete« – richtig wäre aber »Rorkhete« gewesen. So hieß schließlich der Shozide, um den es in diesem Roman ging. Was war geschehen?

Wir schrieben damals die Titelei in eine Datei, und diese leiteten wir in die Setzerei weiter. Dort wurde sie nicht noch einmal abgetippt, sondern eins zu eins übernommen. Der Fehler war beim Abschreiben des Originaltitels passiert, und er wurde bis zum Druck von niemandem bemerkt. Für alle sah das Wort offensichtlich richtig aus.

Bettina Lang »outete« sich als Schuldige. Ihr war der Schreibfehler unterlaufen. Erik Schrader, damals unser EDV-Mann für das Unternehmen, hatte eine Idee: »Wir stellen Bettina an eine Tafel, auf die sie angeblich hundert Mal ›Rorkhete ist kein Rohr‹ geschrieben hat. Das fotografieren wir, und das Bild stellen wir auf unsere Internet-Seite.«

So geschah es. Erik schrieb die ersten Zeilen an der Tafel selbst, und Bettina musste sich nur noch mit einem Stift in der Hand davor stellen. Das Foto wurde veröffentlicht, und wir alle nahmen uns vor, nicht noch einmal so einen Fehler durchrutschen zu lassen. (Wie ich dann einige Zeit später »Trakarat ist kein Traktat« an die Tafel schreiben musste, ist eine andere Geschichte.)

03 Februar 2021

Eine Chronik über den Dritten Weg

Der vierte Band der PERRY RHODAN-Chronik liegt vor. Nicht in gedruckter Form – das wird er erst im April, wenn alles gut geht –, aber in Form eines Manuskriptes. Die Autoren haben es mir geschickt, damit ich mir einen Einblick verschaffen kann. Weil es doch recht viel Text ist, habe ich heute erst einmal nur den Anfang angelesen

Das dickleibige Sachbuch beschäftigt sich mit dem Dritten Weg, wie es die Autoren nennen. Gemeint ist die Ära von Robert Feldhoff, der als Exposéautor nach Karl-Herbert Scheer und William Voltz die Serie wohl am stärksten beeinflussen konnte.

Deshalb deckt das Buch vor allem die Zeit ab, in der Feldhoff wirkte, und endet somit im Jahr 2008. (Ein fünfter Band ist in Planung, der die Zeit von Uwe Anton sowie von Christian Montillon und Wim Vandemaan zusammenfassen soll.)

Für mich ist die Lektüre von besonderem Interesse – es ist auch die Zeit, in der ich als Redakteur für die Serie tätig war. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Lektüre des Manuskriptes.

02 Februar 2021

Angriff des Lichtfressers

Was hat man sich unter einem Lebewesen vorzustellen, das als »Lichtfresser« bezeichnet wird? Schon klar: Dabei handelt es sich um eine Umschreibung – aber sie ist zutreffend. Das werden die Leserinnen und Leser auch noch feststellen, wenn sie den anstehenden Roman von Christian Montillon lesen. »Angriff des Lichtfressers« kommt im Verlauf dieser Woche in den Handel.

 Perry Rhodan und seine Gefährten erleben die Begegnung mit einem wirklich unheimlichen Wesen. Streckenweise erinnerte mich der Roman, als ich ihn als Manuskript las, an einen Gruselschmöker: Die Bedrohung ist anfangs kaum wahrnehmbar, dann wird sie stärker. Diese Atmosphäre der Beklemmung schildert der Autor sehr eindrucksvoll, das hat mir sehr gut gefallen!

01 Februar 2021

Saturn in Flammen

Was macht man nicht alles für einen guten Titel? Das dachten sich der Autor und der Redakteur, als sie sich gemeinsam ihre Gedanken darüber machten, welchen Titel man für Band 245 unserer Serie PERRY RHODAN NEO nehmen könnte. Ben Calvin Hary und ich entschieden uns für »Saturn in Flammen« – wenngleich wir beide wissen, dass der Saturn an sich nicht brennen kann und es in diesem Roman auch nicht tut.

Aber der Titel passt zum Roman, und Dirk Schulz legte ein entsprechendes Titelbild vor – das ergab dann alles eine sehr schöne Einheit. »Der Koloss kam aus dem Nichts« ist zudem ein starker Einstieg in einen Roman, in dem viele Personen eine Rolle spielen und die Handlung konsequent auf eine Entwicklung zusteuert.

(Mir hat übrigens der Abschluss sehr gut gefallen. Darin erfahren die Leser noch einmal etwas über eine Figur, von der man schon sehr lange nichts mehr gehört hat. Schön!)

31 Januar 2021

Raumfahrerinnen auf japanisch

Ich mag die japanischen Ausgaben unserer PERRY RHODAN-Romane sehr. Allein schon die Titelbilder erfreuen mich immer – auch wenn ich manchmal nicht sicher bin, was sie zeigen. Das ist bei den aktuellen Taschenbüchern, die in der vergangenen Woche bei uns in der Redaktion eingetroffen sind, nicht anders.

So zeigt das Titelbild von Band 630 – links im in meinem Foto – eine kämpferische Raumfahrerin. Enthalten sind in diesem Taschenbuch die Romane »Der Weg nach Eden« und »Das letzte Chronofossil«. Es könnte sich also um Gesil handeln, die Inkarnation einer Kosmokratin. Ich finde das Motiv auf jeden Fall sehr dynamisch und spannend.

Das Titelbild von Band 631 ist ein wenig ruhiger. Eine Terranerin steht im Vordergrund; es könnte die junge Terranerin Sheela Rogard sein, die in »Schule der Helden« eine wichtige Rolle spielt – das ist einer der zwei Romane, die in dieser Ausgabe enthalten sind. Aber auch hier gilt: So wichtig ist letztlich gar nicht, wer auf dem Titelbild zu sehen ist, denn das Motiv spricht an und macht neugierig.

30 Januar 2021

Fragen zu Okrills

In unserem Diskussionsforum fragte ein Leser, wie alt denn ein Okrill werde. Ich musste passen, ich wusste es nicht. Dabei mag ich diese geheimnisvollen Tiere vom Planeten Oxtorne, seit ich PERRY RHODAN lese. Im »Meister der Insel«-Zyklus zählten der Oxtorner Omar Hawk und sein Okrill Sherlock zu meinen Lieblingsfiguren, und ich mochte auch die Taschenbücher, in denen H. G. Ewers die Welt Oxtorne schilderte.

Kein Wunder, dass ich Okrills heute noch mag. Sogar bei PERRY RHODAN NEO spielt ein Okrill mit – aber das ist ja ein anderes Universum. Die Tiere mit ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten sind mysteriös, und bis heute wissen die Bewohner des Perryversums nicht genug über sie.

Deshalb weiß niemand so genau, wie alt Okrills werden können. Diese Information wird sich dann in einem Roman finden, wenn sie wichtig wird – bislang sahen die Autoren offenbar keine Notwendigkeit dazu. (Übrigens: Selbst wenn diese Information in einem Datenblatt stünde, hat das noch keine Relevanz. Gültig ist in der PERRY RHODAN-Serie schließlich nur das, was »offiziell« veröffentlicht wurde, also »kanonisch« ist.)

Ich mag Okrills. Ich hätte sicher unglaubliche Angst, stünde ich jemals einem dieser Tiere gegenüber. Aber vielleicht erklärt das ihre Beliebtheit: Sie sehen monströs aus, sie sind faszinierend, aber sie werden in den Romanen immer positiv geschildert. Vielleicht sollte wir mal einen Roman veröffentlichen, der komplett aus der Sicht eines Okrills erzählt wird?

29 Januar 2021

PERRY RHODAN und Leipzig

Zuletzt waren wir mit PERRY RHODAN im März 2019 auf der Leipziger Buchmesse mit einem eigenen Stand vertreten. Wir präsentierten unsere Bücher und Hörbücher, wir zeigten Heftromane und Hörspiele, wir führten viele Gespräche mit Leserinnen und Lesern sowie möglichen Lizenzpartnern. Es war eine wunderbare Veranstaltung, an die ich gern zurückdenke.

Im März 2020 wurde die Leipziger Buchmesse relativ kurzfristig abgesagt: Die Corona-Pandemie hatte auch Deutschland voll erfasst. Die Standgestaltung und andere Dinge konnten wir »abschreiben«.

Was die Buchmesse für das Jahr 2021 anging, wollten wir abwarten. Sie wurde vom März 2021 auf den Mai 2021 verschoben, weil man hoffte, bis zu diesem Zeitpunkt die Pandemie im Griff zu haben. Wir meldeten keinen Stand an, weil wir davon ausgingen, dass auch im Mai die Infektionslage noch sehr kritisch sein würde. Niemand von uns wäre im Mai auf die Buchmesse gefahren, wir hätten das auch keinem unserer Autoren oder Zeichner zumuten wollen.

Heute gab die Messegesellschaft bekannt, dass die Messe nicht stattfinden würde. Martin Buhl-Wagner, der Geschäftsführer der Leipziger Messe, äußert sich in einer Pressemeldung. »Eine Veranstaltung mit mehr als 100.000 Gästen kann unter Gewährleistung der Gesundheit und angesichts der aktuellen Rechtslage nicht stattfinde.«

Wir von der PERRY RHODAN-Redaktion finden diesen Entschluss richtig – auch wenn die Absage der Leipziger Buchmesse natürlich traurig ist. Inwiefern der Ausfall der Messe durch »digitale Formate« aufgefangen werden kann, muss man abwarten. Wir hoffen solange darauf, im März 2022 wieder eine schöne Messe in Leipzig erleben zu können, drei Jahre nach dem letzten Mal also …

28 Januar 2021

Cover-Skizze zu Heft drei

Ende 2002 waren die Arbeiten am dritten Comic-Heft unserer Serie so gut wie abgeschlossen. Die Bilder und Texte standen, das Material war auch schon produktionsbereit. Im Januar 2003 sollte das Heft erscheinen. Frank Borsch als Redakteur stand in ständigem Kontakt zu Karl Altstaetter, der für die Bilder verantwortlich war – und die Kommunikation lief nicht immer so einfach, wie wir uns das im Voraus vorgestellt hatten.

Immerhin hatten wir auch schöne Skizzen, die als Grundlage für die weiteren Arbeiten dienten. Unter anderem gab es gleich mehrere Skizzen für das Titelbild: Es sollte eine krachige Detonation zu sehen sein, mit Perry Rhodan und einer Raumfahrerin, die in Raumanzügen durch das All gewirbelt werden. Ich finde: Diese Darstellung kann sich auch heute noch sehen lassen …

27 Januar 2021

Der Leserwunsch nach einer Maske

Im Frühjahr 2020 herrschte in Deutschland zeitweise eine gewisse Konfusion: Es gab keine Gesichtsmasken zu kaufen, während sich gleichzeitig die Stimmen mehrten, man könnte mithilfe von Masken zumindest den Schutz von Mitmenschen gegen eine Corona-Infektion vergrößern. Auf einmal herrschte Maskenmangel.

Relativ spontan legten wir im Frühjahr 2020 eine Stoffmaske auf, die man in unserem Shop bei einer entsprechenden Bestellung gratis bekam. Die Aktion lief eine gewisse Zeit, dann waren unsere Masken aufgebraucht. Doch immer wieder meldeten sich Leser, dass sie auch eine PERRY RHODAN-Maske haben wollten.

Diese gibt es mittlerweile, und das finde ich gut. Sie basiert auf dem Titelbild des aktuellen Jubiläumsbandes, das Motiv stammt also von Dirk Schulz, Wir haben sie in limitierter Auflage herstellen lassen und verkaufen sie exklusiv über unseren Shop. Es ist keine FFP2-Maske, sondern eine sogenannte Alltagsmaske – das ist zu beachten. In vielen Geschäften genügt sie also derzeit nicht.

Wir haben über das Thema oft und lang diskutiert. Mit einer solchen Stoffmaske kommen wir nun einem häufig geäußerten Leserwunsch nach. (Ich habe mir auch schon eine gesichert.)

26 Januar 2021

Der PERRY RHODAN-Filmklassiker

Es vergeht kein halbes Jahr, in dem nicht jemand mit einer eigentlich interessanten Idee kommt: Wir sollten den klassischen Film »Perry Rhodan – SOL aus dem Weltall«, also die häufig diskutierte Verfilmung aus den späten 60er-Jahren, endlich einmal auf DVD veröffentlichen. Das sei doch spannend, das würde auch heutige Zuschauer interessieren. Sogar professionelle Videoproduzenten schrieben mich schon deshalb an.

Sieht man davon ab, dass ich daran zweifle, dass der schon etwas in die Jahre gekommene Streifen viele Menschen packen würde, können wir von der PERRY RHODAN-Redaktion da gar nichts machen. Der Grund: Wir sind nicht der Urheber dieses Filmes. Selbstverständlich gehören »uns« – also der Bauer Media Group – die Markenrechte zu unserer Serie, so dass niemand etwas veröffentlichen darf, ohne dass wir unsere Einwilligung geben.

Aber der Film ist nicht das Eigentum der Bauer Media Group; so viel kann ich sagen, ohne Einblicke in die rechtlichen Details zu haben. Vor allem kann niemand aus der Redaktion sich dazu äußern oder etwas für eine Veröffentlichung tun. Das können nur die Urheber des Filmes.

25 Januar 2021

Der Eiserne Kontinent

Auch der zweite Teil des Robert-Corvus-Doppelbandes hat es in sich: ein starkes Titelbild von Dirk Schulz, ein spannender Inhalt mit allerlei überraschenden Enthüllungen. Perry Rhodan und seine Gefährten erhalten neue Informationen über die Situation in der kleinen Galaxis Cassiopeia – und diese haben sehr wohl schon etwas mit den Aktivitäten der Chaosmächte zu tun. Mehr möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten.

Schön ist ein Lob, das Rhodan zu einem seiner ältesten Freunde sagt: »Du bist ein Held.« Gemeint ist Gucky, der Mausbiber – mir hat sehr gut gefallen, wie Robert Corvus den Ilt in Szene gesetzt hat. Man merkte dem Autor geradezu an, wie ihm die Figur im Verlauf der Zeit ans Herz gewachsen war.

Mit »Der Eiserne Kontinent« zeigt Corvus neue Verbindungen zwischen Andromeda, Cassiopeia und der Milchstraße auf, von denen man bislang nichts wusste. Für Rhodan und seine Begleiter heißt das, dass noch weitere Überraschungen zu erwarten sind …

24 Januar 2021

Die Süddeutsche und unsere Serie

Darüber freute ich mich sehr: Im Newsletter der »Süddeutschen Zeitung«, der schon am 13. Januar 2021 verschickt worden sind, äußert sich Kurt Kister aus der Redaktion der Tageszeitung auch zu PERRY RHODAN. Zitat: »Ich war schon als Kind ein großer Freund von Mutationen und Mutanten, über die ich damals in den Perry-Rhodan-Romanheften gelesen habe.«

Der Redakteur erklärt dann die Serie, und er stellt Iwan Iwanowitsch Goratschin vor, den sogenannten Doppekopfmutanten, der mich als Jungleser damals auch sehr faszinierte. Selbstverständlich geht es in diesem Newsletter, den man auf der Seite »Newsletter Collector« nachlesen kann, vor allem um aktuelle politische Themen – aber PERRY RHODAN ist eben ein Teil des Zeitgeistes, wie das auch 1961 schon der Fall war …

23 Januar 2021

Exposébesprechung im Januar

Am Freitag trafen sich die beiden Exposéautoren Wim Vandemaan und Christian Montillon sowie Sabine Kropp und ich zu einer Exposébesprechung. Wegen der aktuellen Infektionslage gab es keine  persönliche Zusammenkunft, sondern wir nutzten eine Videokonferenz. Technisch verlief alles sehr gut, es gab keine echten Probleme.

Wir blickten auf den vergangenen Zyklus zurück und sprachen über die Reaktionen der Leser. Christian und Wim erzählten vom Online-Abend, Sabine und ich berichteten über die aktuelle Situation im Verlag und in der Redaktion.

Vor allem blickten wir in die nahe Zukunft. Der »Chaotarchen«-Zyklus ist angelaufen, die ersten Romane sind geschrieben, zwei auch schon veöffentlicht – nun ging es darum, die nächsten Schritte einzuleiten. Wir sprachen über die Struktur unserer Zusammenarbeit, aber ebenso konkret über die nächsten Romane: Schauplätze sind die Milchstraße und die kleine Galaxis Cassiopeia, man wird aber auch mehr über die mysteriöse Kluft erfahren.

Die beiden Exposéautoren präsentierten uns eine Roadmap, die für die Handlung bis Band 3150 einen klaren Fahrplan zeigte. Band 3150 bildet dann einen klaren Wendepunkt in diesem Zyklus – und darauf müssen wir gemeinsam hinarbeiten ...

22 Januar 2021

Iratio

Immer wieder diskutiere ich mit Autorinnen und Autoren auch darüber, »was man eigentlich schreiben darf«. Im aktuellen Beispiel ging es um den Roman »Iratio«, der heute offiziell in den Handel kommt. Verfasst wurde er von Rüdiger Schäfer, es ist Band 244 der Serie PERRY RHODAN NEO, und es ist die Lebensgeschichte eines »Bösewichts«, der gegen die Erde kämpft.

Iratio Hondro ist eine Figur, die es bereits in der klassischen PERRY RHODAN-Serie gab. Wir haben wir bei NEO noch einmal aufleben lassen, mit einem anderen Hintergrund natürlich und mit einem anderen Konzept. Die Exposéautoren Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm steckten viel Energie und Herzblut in die Figur.

Doch wie realistisch kann oder darf ein Science-Fiction-Roman sein, der am Kiosk verkauft wird? Immerhin ist Hondro eine Figur, die aus brutalen Verhältnissen kommt und beim Weg in die Zukunft nicht vor Morden aller Art zurückschreckt. Wie krass dürfen die Dialoge sein, wie heftig die Darstellungen?

Ich denke, wir haben gute Kompromisse gefunden und den Roman so angelegt, dass er spannend und realitätsnah ist, ohne zu sehr zu verstören. Wir haben uns ernsthaft darüber unterhalten, ob wir einen Trigger-Hinweis veröffentlichen sollen, uns dann aber dagegen entschieden. Und jetzt bin ich gespannt, ob es den Lesern zu hart oder zu realitsfremd vorkommt …

21 Januar 2021

Die News vor 25 Jahren

Die PERRY RHODAN-News wurden von Klaus Bollhöfener ins Leben gerufen. In einer Zeit, in der es noch kein Internet – zumindest nicht für die breite Masse – gab und man noch nicht an Online-Magazine oder Newsletter denken konnte. Das zwei Seiten umfassende Mini-Fanzine wurde einmal pro Monat an die Mitglieder der PERRY RHODAN-FanZentrale verschickt, die es abonniert hatten.

Es enthielt vor allem Informationen aus der Redaktion, aber auch Hinweise zu Fan-Aktivitäten. Das belegt die Ausgabe 5 sehr schön, die vor einem Vierteljahrhundert an die Abonnenten verschickt wurde.

Das Fanzine enthielt Titel-Informationen zu den Bänden 1799 bis 1801 und einige wenige Spoiler. Dass Alfred Kelsner und Swen Papenbrock künftig die Titelbilder gestalten sollten, wurde ebenso vermeldet wie die Tatsache, dass der Autor Manfred Weinland sein erstes PERR RHODAN-Taschenbuch geschrieben hatte.

Darüber hinaus ging es um das erste Online-Fanzine, das den schönen Namen »Terracom« trug, kommende Fan-Treffen oder die Erwähnung unserer Serie in Fan-Zeitschriften. Nicht fehlen durften einige launige Bemerkungen zur abgelaufenen Exposékonferenz.

 

20 Januar 2021

Die Letzten der Lemurer

Mit einem eindrucksvollen Titelbild – so finde ich – von Dirk Schulz wartet der PERRY RHODAN-Roman auf, der in dieser Woche in den Handel kommt: Robert Corvus schrieb »Die Letzten der Lemurer«, den Roman mit der Nummer 3101. Es ist der erste Teil des aktuellen Doppelbandes, den unser Stammgastautor für unsere Serie verfasst hat.

Der Roman spielt in Cassiopeia, so viel sei verraten. Dabei handelt es sich um eine kleine Galaxis, die zu unserer Lokalen Gruppe zählt und sich gewissermaßen in »Andromeda Licht« aufhält. Der Autor stellt in diesem Roman unter anderem einen interessanten Planeten und seine Bewohner dar. 

Mir hat vor allem gefallen, wie er die »altmodische« Technik der Planetarier sehr glaubhaft geschildert hat. Dadurch ergibt sich für den Leser ein anderer Blick auf technische Gerätschaften – schön!

19 Januar 2021

Die hundertste »SOL« ist großartig!

Ein Logbuch der Redaktion

Ich neige nicht zu Superlativen, zumindest sagt man mir das nach. Bei der Ausgabe hundert der Fan-Zeitschrift »SOL« geht allerdings fast die Begeisterung mit mir durch: Die Jubiläumsausgabe des Magazins der PERRY RHODAN-FanZentrale sieht professionell aus, liegt richtig gut in der Hand und ist vom Inhalt her absolut empfehlenswert. Ein tolles Heft, das ich von vorne bis hinten durchgelesen habe.

Es fängt schon beim umlaufenden Titelbild an. Es zeigt das Raumschiff SOL, und gestaltet worden ist es aus einzelnen Titelbildern der Zeitschrift »SOL«. Ich finde die Optik, für die Raimund Peter verantwortlich zeichnet, absolut beeindruckend. Ein solches Bild betrachte ich nicht nur einmal, bei jedem Blick erkenne ich neue Details. Eine solche Gestaltung ist diesem Jubiläum angemessen. Ergänzt wird der Umschlag durch zwei Poster in der Mitte des Heftes.

Weil es die hundertste Ausgabe einer Zeitschrift ist, dürfen Rückblicke auf die Geschichte nicht fehlen. Ich habe alle Ausgaben der »SOL« gelesen und erinnere mich an viele Abschnitte in der Geschichte des Heftes.

Trotzdem habe ich mir sehr gern noch einmal in Erinnerung rufen lassen, was die bisherigen Chefredakteure Klaus Bollhöfener und André Boyens sowie die aktuelle Chefredakteurin Christina Hacker zu berichten haben. Ebenso lesenswert fand ich die Rückblicke von Günter Puschmann, der für das Layout verantwortlich ist, und von Herbert Keßel, der lange Zeit als Vorsitzender für die Geschicke der PERRY RHODAN-FanZentrale verantwortlich war.

Mir gefällt, wenn die Zeitschrift auch einmal über den Tellerrand blickt. Klar, es ist ein Magazin für die PERRY RHODAN-Leser, aber neben unserer Serie gibt es schließlich viele andere Science-Fiction-Themen.

Deshalb hat mir gefallen, dass der chinesische Bestsellerautor Cixin Liu zu Wort kommt, dessen Romane auch hierzulande viele Leser mögen. Ihm ist die PERRY RHODAN-Serie ein Begriff, und er kennt sich mit der Science Fiction aus, wie sie in den USA oder Westeuropa entstanden ist, wenngleich er seinen eigenen Weg gehen möchte. Interessanter Blickwinkel!

In die nähere Vergangenheit blickt die Zeitschrift mit dem »Fall Gucky«. Christina Hacker hat verschiedene Sichtweisen zusammengestellt und beleuchtet das Thema – den angeblichen Tod des Mausbibers und die Reaktionen, die er ausgelöst hat – sehr ausführlich. Dabei kommt ein Fan ebenso zu Wort wie die einzelnen Autoren, die am »Fall Gucky« beteiligt waren. Ich halte eine solche Nachbetrachtung für spannend; mit dem Abstand einiger Monate wirken manche Konflikte einfach anders.

Natürlich blickt die »SOL 100« auch in die Zukunft, immerhin geht es um Science Fiction. Für PERRY RHODAN wie für PERRY RHODAN NEO gibt es Ausblicke auf das Jahr 2021. Die Kollegen aus Brasilien erzählen, wie sie sich die Zukunft ihrer Ausgabe vorstellen.

Das gesamte Heft ist ein wahres Sammelsurium aus lesenswerten Artikeln. Interviews mit dem Titelbildkünstler Arndt Drechsler und dem Autor Roman Schleifer zählen ebenso dazu wie Besprechungen der aktuellen Romane, Vereins-Interna und ein Bericht zur PERRY RHODAN-Online-Woche. In der Reihe der ohnehin immer lesenswerten »SOL«-Ausgaben wird diese Ausgabe nicht nur wegen des Jubiläums zu etwas Besonderem, sondern ebenso wegen des vielfältig interessanten Inhaltes.

Mitglieder der FanZentrale erhalten das Heft im Rahmen ihres Beitrages; alle anderen können es einzeln bestellen. Es lohnt sich!