31 März 2026

Marc A. Herren und das »halbe Hundert«

Ein (leicht verspätetes) Logbuch der Redaktion 

Einen besonderen Geburtstag feiert Marc A. Herren an diesem Samstag: Er wurde am 21. März 1976 geboren, begeht heute also seinen fünfzigsten Geburtstag. Die PERRY RHODAN-Redaktion gratuliert ihm zu diesem Anlass sehr herzlich – wir würden uns freuen, von ihm bald mal wieder einen Gastroman zu lesen.

Mit unserer Serie ist Marc schließlich schon lange verbunden. Seine ersten Romane las er als Jugendlicher; nach eigenem Bekunden fing er – wie ich auch – mit 13 Jahren an, sich durch die PERRY RHODAN-Serie zu schmökern. Neben seinem beruflichen Werdegang und allerlei privaten Reisen hielt er immer den Kontakt zum Perryversum, veröffentlichte erste Kurzgeschichten, schrieb an einer Fan-Romanserie mit und war bald ein junger Autor mit großem Potenzial.

Er schrieb ab 2008 für PERRY RHODAN-Action, dann auch für die ATLAN-Taschenbücher. Seit 2010 gehörte er zum PERRY RHODAN-Team und faszinierte mit spannenden Romanen, die gute Figuren und kosmisches Flair aufwiesen. (Wer das alles genau wissen möchte, findet in der Perrypedia einen aufschlussreichen Beitrag über ihn.)

Meine enge Zusammenarbeit mit Marc begann im Vorfeld des WeltCons 2011. Er hatte Zeit, und wir stellten ihn als Projektleiter für die Veranstaltung ein. Das reichte ihm anscheinend nicht; Marc brachte in diese Zeit zahlreiche Ideen für die Redaktions- und Marketing-Arbeit ein. Ich erinnere mich an zahlreiche Gespräche im Büro, bei Autofahrten oder abends in der Kneipe. Er wohnte zeitweise in Karlsruhe, und so liefen wir uns gelegentlich über den Weg.

Längst ist sein Weg ein anderer geworden. Marc A. Herren hat eine Familie, er übt einen Beruf aus, er ist als Zauberkünstler aktiv und steht als solcher auf der Bühne. Für PERRY RHODAN blieb immer weniger Zeit, weshalb er sich aus dem Autorenteam zurückzog.

Für mich gehört er nach wie vor dazu, wenngleich er nicht zum aktiven Kern zählt. Seine Gastromane kamen gut an, die Leserinnen und Leser würden sich – wie die Redaktion auch – über weitere Beiträge freuen. Schauen wir mal, wie sich dieser Wunsch mit der Familie und der täglichen Arbeit verbinden lässt!

Als ich hörte, dass Marc heute seinen fünfzigsten Geburtstag feiert, war ich kurz verwundert. In meiner Wahrnehmung war und ist er immer noch der junge Autor mit dem schelmischen Lachen und den vielen Ideen, der immer einen guten Spruch auf Lager hat und mit dem man auch ausgiebig diskutieren kann. Aber klar – die Zeit rennt.

Marc A. Herren nimmt bei PERRY RHODAN dank seiner langjährigen Mitarbeit eine wichtige Position ein, die weit über einzelne Romane hinausgeht. Das merkt man, wenn er auf Fans trifft – da spürt man sofort das gemeinsame Band zwischen Autor und Leserschaft.

Am heutigen Tag geht’s um seinen besonderen Geburtstag, den er wohl im Kreis der Familie begehen wird. In Gedanken ist seine PERRY RHODAN-Familie ebenfalls dabei, zumindest stelle ich mir das so vor.

Lieber Marc: Feier schön, genieße den Tag, lass dich feiern! Das PERRY RHODAN-Team denkt an dich!

(Dieses Logbuch bezieht sich auf den Samstag, 21. März 2026, und wird wegen der Buchmesse erst heute an dieser Stelle veröffentlicht; aus dokumentarischen Gründen.) 

30 März 2026

Familienbande

Ein richtig schönes Idyll – mit schwarzer Gefahr im Hintergrund – hat Dirk Schulz dem PERRY RHODAN-Roman verpasst, den wir in dieser Woche in den Handel bringen. Der Titel des Romans klingt auch idyllisch: Robert Corvus schrieb »Familienbande«, ein Roman, der mich bei der Manuskript-Lektüre sehr begeistert hat.

Es geht, soviel sei angedeutet, nicht nur um Gucky und seine Geschichte, sondern auch um die Vergangenheit eines ganzen Volkes und seine Geschichte. Robert Corvus schildert eine Entwicklung über lange Zeit hinweg und zeigt, welche Verbindungen es vom Sternwürfel in die Milchstraße gibt.

Der Roman belegt übrigens auch, dass wir im Prinzip schon in der Mitte des laufenden »PEGASOS«-Zyklus sind. Viele Zusammenhänge sind mittlerweile klar geworden, unsere Helden wissen mehr über gewisse Ereignisse und wissen sie einzuschätzen. Leider wissen die Menschen an Bord des PHOENIX nicht das gleiche wie die Bewohner der Menschheitsgalaxis – aber dafür wird es sicher bald eine Lösung geben …

27 März 2026

Maschinenzorn

Rüdiger Schäfer ist einer der zwei Exposéautoren von PERRY RHODAN NEO. Schreibt er einen Roman für unsere Serie, kann man immer davon ausgehen, dass es ein ganz besonderer Band wird. Das sehe ich auch bei dem Werk, das wir in dieser Woche veröffentlichen: Mit »Maschinenzorn« schließen wir die »Metamorph«-Staffel ab.

Auf dem Titelbild sieht man Perry Rhodan und Thora, die auf ein ziemliches Durcheinander schauen, wie es aussieht. Was sich hinter dem Schauspiel, das die beiden betrachten, wirklich verbirgt, erkennt man natürlich, wenn man den Roman auch liest.

Eigentlich gibt es eine ungeschriebene Regel, dass Figuren auf einem Titelbild immer den Betrachter anzuschauen haben – man achte auf Programmzeitschriften und andere Blätter am örtlichen Kiosk –, aber die haben wir hier bewusst gebrochen. Man erkennt im Idealfall ja trotzdem, wen das Titelbild von Dirk Schulz zeigt.

Und der Roman selbst? Der Autor geht in die Vollen; er bietet unglaublich viel Inhalt und fasst die einzelnen Handlungsfäden zusammen. Leserinnen und Leser bekommen vermittelt, wie die Geschichte der Posbis mit den Nakken zusammenhängt, was sich hinter dem Begriff »Metamorph« verbirgt und wer eigentlich welchen Zielen folgt.

Für mich war’s ein spannender Abschluss der Handlungsstaffel!

26 März 2026

Ein blinkender Button

An Ideen mangelte es Eckhard Schwettmann wirklich nicht; das merkten wir alle, nachdem er im Juni 1996 sein Amt als neuer Marketingleiter für PERRY RHODAN angetreten hatte – der erste überhaupt.. Zu seinen ersten Arbeiten gehörte es, uns eine Markenidentität zu verpassen; vorher hatte sich um solche Details niemand gekümmert. Und er entwickelte in Zusammenarbeit mit unserer Agentur ein sogenanntes Key Visual, das er auf alle Anzeigen, Broschüren und Produkte drucken ließ.

Aus diesem Key-Visual, das im Wesentlichen aus dem PERRY RHODAN-Schriftzug, dem ikonischen Titelbildmotiv von Band 19 sowie einem wechselnden Schriftzug bestand, leitete er auch Aufkleber, Werbdrucksachen und Anstecker ab. Einer dieser Anstecker, ein echt schöner Button, befindet sich immer noch in meine Besitz; er wurde im Herbst 1996 an die Öffentlickeit gebracht.

Das PERRY RHODAN-Motiv wurde auf schwarzem Hintergrund präsentiert; der Button war auch eckig, was ich außergewöhnlich fand – die meisten Buttons, die ich ansonsten kannte, waren rund. Das besondere aber war: Der Button blinkte.

Eine der zwei Sonnen, die das Titelmotiv bildeten, war in Wirklichkeit eine winzige Lampe. Auf der Rückseite des Buttons – unter der eigentlichen Anstecknadel – gab es eine winzige Batterie und einen Druckknopf. Drückte man diesen, begann die Sonne zu blinken.

Und so liefen wir Ende des Jahres 1996 gelegentlich mit PERRY RHODAN-Ansteckern herum, die in einem hektischen Rot blinkten. Mir war das oft zuviel, zudem wollte ich bei der Batterie sparen. Aber heute blinkt da ohnehin nichts mehr ...  

25 März 2026

Die Milchstraße als Schauplatz

Ein Logbuch der Redaktion

Zu den Themen, die sich von Anfang an großer Beliebtheit innerhalb der PERRY RHODAN-Serie erfreuen, gehören Blicke in die Vergangenheit. Schließlich erzählt unsere Serie nicht nur eine Geschichte, die in die ferne Zukunft reicht – eine sogenannte Future History, wie man so etwas schon vor Jahrzehnten nannte –, sondern ebenso eine Geschichte, die Rätsel der Vergangenheit löst.

Ich weiß noch gut, wie ich staunte, als ich zum ersten Mal die Zusammenhänge zwischen den Meistern der Insel in Andromeda und den Lemurern auf der Erde erkannte – ich las die Romane in der dritten Auflage –, und ich war fasziniert von den Erzählungen des Arkoniden Atlan, die aufs Engste mit der Vergangenheit der Erde verwurzelt sind.

Bei den kommenden PERRY RHODAN-Romanen spielt die Serienvergangenheit zumindest teilweise eine wichtige Rolle ...

Der Einstieg in diesen Handlungsblock bildet ein Roman von Robert Corvus. In »Familienbande« blickt der Autor in die lange vergangene Zeit einer raumfahrenden Zivilisation. Ihre Angehörigen suchen nach einem Ausweg aus einer großen Krise – und dieser Ausweg und seine Folgen haben etwas mit der Gegenwart der Milchstraße zu tun.

Der Roman trägt die Bandnummer 3372 und kommt am 2. April 2026 in den Handel. Der Autor bietet einen intensiven Blick auf eine Zivilisation, die dem Untergang geweiht zu sein scheint, und auf wagemutige Forscher, die nach einer Rettung suchen …

In »Die Triade« zeigt Michelle Stern die aktuelle Situation in der Milchstraße. Die Autorin erzählt von der Yodor-Sphäre und einer Reise zum Haus von ES. Die Superintelligenz ist aufs Neue bedroht, und die Terraner müssen versuchen, sie aus einer kritischen Lage zu befreien.

In ihrem Roman verschränkt die Autorin somit die Geschehnisse der Vergangenheit mit der Lage in der Gegenwart. Er wird am 10. April 2026 mit der Bandnummer 3373 veröffentlicht.

Im Sonnensystem spielt »Der Fehler im Gehorsam«. Oliver Fröhlich zeigt das Innere eines Gefängnisses und erzählt von den Versuchen eines Gefangenen, mit sich selbst klarzukommen und vielleicht aus der Haft zu fliehen. Dabei trifft er auf Menschen, die ebenfalls inhaftiert sind und mit denen er früher zusammengearbeitet hat, und gerät in Kontakt zu einem Mann, der das Garrabo-Spiel liebt und gelegentlich von der Freiheit träumt …

Dieser Science-Fiction-Thriller wird rasant erzählt, Trick folgt auf Gegen-Trick. Wie gut das dem Autor gelungen ist, erfahren die Leserinnen und Leser am 17. April – dann erscheint der Roman mit der Bandnummer 3374.

Robert Corvus liefert die direkte Fortsetzung: »Hetzjagd durch die Milchstraße« schildert die Flucht eines Ausbrechers, der sich durch die Galaxis bewegt und für den sich offensichtlich verschiedene Machtgruppen interessieren. Ihm folgt unter anderem eine Agentin, die ihr eigenes Interesse daran hat, dem Flüchtigen auf den Fersen zu bleiben.

Der spannende Roman mit der Bandnummer 3375 ist ab dem 24. April 2026 im Handel erhältlich. Es wird das vorerst letzte Werk sein, das Robert Corvus für unsere Serie geschrieben hat; der Autor möchte sich künftig stärker eigenen Projekten widmen. Ich bedaure das sehr, aber wir sind weiterhin im Kontakt.

Wie es danach in der Milchstraße oder in kosmischen Fernen weitergeht, möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten. So viel darf‘s aber sein: Wir werden bald den Schauplatz Cetus aufsuchen – in dieser kleinen Galaxis werden einige Romane spielen. Doch bis dahin vergehen noch einige Wochen …

(Das Logbuch wurde bereits am 22. März 2026 auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie veröffentlicht. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.) 

24 März 2026

Das Duell

Einen sehr kurzen Titel wählte Kai Hirdt für den PERRY RHODAN-Band, den wir in dieser Woche veröffentlichen wird: »Das Duell« spielt in der Milchstraße und ist ein ungewöhnlich trickreicher Roman, in dem die einzelnen Figuren alles unternehmen, um sich gegenseitig zu übertreffen und in die Irre zu locken.

Der Autor schildert unter anderem das eine oder andere Gefecht zwischen Raumschiffen, vor allem aber zeigt er Intrigen und Tricks. Mir gefielen an seinem Roman die schnellen und pointierten Dialoge, mit denen Kai Hirdt die Handlung schnell vorantrieb. Bei der Lektüre des Manuskripts hatte ich auf jeden Fall große Freude, von der ich hoffe, dass die Leserinnen und Leser des fertigen Romans sie dann auch empfinden werden.

23 März 2026

Leipzig war ein Fest

Zuletzt war die PERRY RHODAN-Serie im Jahr 2019 mit einem eigenen Stand auf der Leipziger Buchmesse vertreten. 2020 kam Corona, und nach der Pandemie fuhr ich praktisch allein nach Leipzig. In den Jahren 2023 bis 2025 war ich als Redakteur auf der Messe, manchmal mit Begleitung, manchmal allein, und führte einzelne Fachgespräche.

Im März 2026 war nun alles ein bisschen anders als früher.

Wir hatten einen Gemeinschaftsstand mit dem Amrun-Verlag, was sich als eine sehr schöne und sehr positive Zusammenarbeit erwies. Den Stand bauten Sophia Roßnagel und Adnan Turan am Mittwoch auf; die beiden vertraten uns am Donnerstag und Freitag. Mit meiner Kollegin Madlen Bihr kam ich am Freitag nach, wir lösten die beiden ab. PERRY RHODAN war in der Halle drei, mitten zwischen den vielen anderen Verlagen und Selfpublishen, die sich mit Science Fiction und Fantasy in allen Spielarten beschäftigten.

Ich fürchte unglaublich viele Gespräche: mit ehemaligen Lesern, mit Stammlesern, mit Kindern und Jugendlichen, mit Familien, mit Leuten, die sich ganz allgemein für Science Fiction interessierten. Wir verkauften Bücher und Heftromane, T-Shirts und Mousepads, Comics und Buttons – es war eigentlich ständig etwas los.

Die Stimmung war unglaublich positiv, ich hatte kein einziges unangenehmes Gespräch. Auch an den anderen Ständen und in den Gängen sah ich überall fröhliche Leute. Für die meisten Beteiligten war die Leipziger Buchmesse in diesem Jahr eine erfolgreiche und bereichernde Veranstaltung.

(Das Bild zeigt Lucy Guth, Autorin bei PERRY RHODAN NEO, während ihrer Signaturstunde, in der es nicht nur PERRY RHODAN NEO gab.)

19 März 2026

In der Messemagistrale

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich« 

Gegen 15 Uhr verschwanden Sabine Kropp und ich an diesem Freitagabend, 22. März 2002, um das Stadtteilzentrum Messemagistrale zu finden. Ich hatte mir einen Firmenwagen geliehen. Ich fuhr, Sabine lotste mich mit einer Straßenkarte. Nach einigem Hin und Her und großmaßstäblichem Umfahren aller nur erdenklichen Baustellen erreichten wir das Viertel: eine breite Straße mit großen Wohnblocks, dazwischen ein Stadtteilzentrum.

Die Messemagistrale entpuppte sich als ein gemütliches kleines Zentrum, das für den Con im Prinzip in zwei Teile gegliedert worden war: Während sich in einem Raum der Antiquariatshändler Reinhard Rauscher mit seinen Bananenkisten und Regalen ausgebreitet hatte und wieder allerlei SF- und Fantasy-Waren feilbot, war der andere Raum nicht nur der Gastronomie vorbehalten – es gab eine Theke mit allerlei Getränken und Esswaren –, sondern hier lief auch das eigentliche Con-Programm.

Ich war am Anfang damit beschäftigt, mit einzelnen Besuchern zu sprechen, und bekam die eigentliche Eröffnung nicht mit. Das war mir im Nachhinein ein bisschen peinlich, weil ich so nicht die Arbeit gewürdigt hatte, die sich die Veranstalter gemacht hatten. Aber dann saß ich im Saal; es waren knapp hundert Personen anwesend.

Ein Vortrag zum Film

Interessant fand ich einen Vortrag von Eckhard Schwettmann. Der ehemalige PERRY RHODAN-Marketing- und Moewig-Verlagsleiter arbeitete zu der Zeit mit den Leuten zusammen, die eine PERRY RHODAN-Verfilmung vorbereiteten. Diese sollte, so erläuterte Eckhard, auch bald im Fernsehen laufen.

Viele Fragen aus dem Publikum konnte er nur ausweichend beantworten – hinter die Kulissen durften die Besucher nicht blicken. Er versicherte jedoch mehrfach, dass alle Beteiligten »mit Volldampf« an der Arbeit seien, dass sich Marcus O. Rosenmüller sehr stark engagiere und dass die Zusammenarbeit mit dem Land Baden-Württemberg und der Filmakademie Ludwigsburg bislang sehr gut anlaufe.

Einen Vortrag über die Mausbiber verpasste ich leider, dafür bekam ich die Vorstellung eines durchaus interessant klingenden Fan-Rollenspiels mit. Sabine Kropp und ich saßen am frühen Abend ebenfalls auf der kleinen Bühne und erzählten allerlei Hintergründe über unsere Redaktionsarbeit.

Als Besonderheit konnte ich den Namen einer Autorin verraten, die den nächsten Gastroman – den Band 2132 – zur PERRY RHODAN-Serie beisteuern würde. Gemeint war Claudia Kern, die zu der Zeit vor allem den »Star Trek«-Fans bestens bekannt war. Ihr Roman sollte »Der Saltansprecher« werden.

Den Abschluss des Con-Programms bildete eine Gesprächsrunde mit Hans Greis von Eins A. »Ihr seid die Zielgruppe, ihr müsst mir sagen, was ihr wollt!«, appellierte er an die Anwesenden, die darauf rege eingingen.

Gegen 21 Uhr verließen Sabine Kropp und ich den Con, um uns noch ein bisschen in das Leipziger Nachtleben zu stürzen. Da ich mit dem Firmenwagen unterwegs war, verzichtete ich auf alkoholische Getränke und hielt mich sehr zurück. Das Feierabendbier tranken wir zu später Stunde in der Hotelbar.

Am Sonntag, 24. März, gingen wir nicht mehr auf die Buchmesse. Ich musste den Firmenwagen zurückfahren, den wir mit den Bildern beluden. Keines der Kunstwerke hatte Schaden gelitten, einige der Rahmen waren aber leicht verkratzt. Letztlich brachten wir sie heil zurück nach Rastatt. Am späten Vormittag fuhren wir los, am späten Nachmittag waren wir dort.

Unterwegs diskutierten wir natürlich über das ereignisreiche und zugleich interessante Wochenende. Für uns war die Leipziger Buchmesse schon ein Erfolg geworden, aber wir waren uns sicher, dass wir das im kommenden Jahr besser machen mussten.

Vielleicht war ein eigenständiger Auftritt der PERRY RHODAN-Serie möglich – dann wären wir nicht das Anhängsel des Moewig-Verlags, der im Gemeinschaftsstand kaum auffiel. 

(Der Text erschien schon vor einigen Tagen auf der PERRY RHODAN-Seite. Hier wird er aus dokumentarischen Gründen wiederholt.) 

Ein Abend im »Spizz«

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Im März 2002 waren wir mit PERRY RHODAN zum ersten Mal in der Neuen Messe in Leipzig. Nach dem ersten Tag hatten wir am Freitagabend, 22. März, zuerst einen Termin in der Innenstadt zu absolvieren.

Vom Hotel aus fuhren meine Kollegin Sabine Kropp und ich ins Zentrum von Leipzig, das sich als ein Irrgarten voller Baustellen erwies. Der Taxifahrer, dem wir gesagt hatten, dass wir ins »Spizz« wollten, ließ uns am Rand eines großen Platzes heraus, an dem mir vor allem Absperrgitter und Baufahrzeuge auffielen.

Das »Spizz« gefiel mir gut: Im Erdgeschoss war es eine gut besuchte Gaststätte, die bis auf den letzten Platz gefüllt war; auf einer Empore saßen zahlreiche Leute an Tischen. Wir sahen nicht gleich, wo der PERRY RHODAN-Programmpunkt war, und wurden in einen Gewölbekeller geschickt. Dieser erwies sich als ein wunderschöner Raum, der für Veranstaltungen aller Art genutzt werden konnte.

Im Rahmen von »Leipzig liest« – so heißt die Veranstaltungsreihe, die immer parallel zur Leipziger Buchmesse läuft – gab es eine PERRY RHODAN-Lesung. Veranstaltet wurde sie von Eins A Medien, unserem Lizenzpartner in Sachen Hörbüchern; der Raum war mit PERRY RHODAN-Originalbildern und Plakaten geschmückt. Einige Dutzend Leute waren anwesend, nicht nur Leser unserer Serie, sondern auch Leute, die sich allgemein für Literatur in gedruckter oder in Audio-Form interessierten.

Zuerst las Josef Tratnik, der Sprecher der Hörbücher, aus »Planet der Mock«, dem bald erscheinenden dritten Hörbuch. Der Klassiker von Clark Darlton faszinierte auch in dieser Version; die Stimme des Sprechers machte die dramatischen Ereignisse rings um die Mock in eindrucksvoller Weise lebendig.

Danach stellte Achim Schnurrer von Eins A Medien das Programm des Hörbuchverlags vor. Man wollte mit dramatisierten Hörbüchern starten, hatte aber ambitionierte Pläne. PERRY RHODAN sei eine Marke mit vielen Facetten, die man nun verstärkt in den Audio-Bereich bringen wolle. Nach ihm trat ich ans Rednerpult und gab in einem kurzen Vortrag eine Übersicht zu unserer Serie und ihrem Umfeld.

Es folgten weitere Lesungen von Josef Tratnik sowie Hörbeispiele aus dem zweiten Hörbuch »Das Vurguzz-Imperium«. Hierbei fand ich es interessant, wie die Geräusche eingesetzt wurden. Neben der Stimme des Sprechers gab es spezielle Sound-Effekte, die aus dem klassischen Hörbuch zwar kein vollwertiges Hörspiel machten, aber eine Art Zwischenform.

Applaus und Regen

Am Ende gab es viel Applaus, und es ging ans Aufräumen. Sabine und ich hatten im Vorfeld leichtsinnigerweise angekündigt, die Bilder mitzunehmen. Wir würden sie im Hotel in ein Firmenfahrzeug umladen; das sparte die Kosten für einen Kurier. Aber als wir das beschlossen hatten, wussten wir nichts von den Baustellen.

Es regnete in Strömen, als wir das »Spizz« verließen. Sabine, die in solchen Dingen schon immer besser war als ich, organisierte uns ein Taxi. Sie instruierte den Fahrer, mit laufendem Motor auf der anderen Seite der Baustelle zu warten. Die Bilder waren gerahmt, so konnte das eigentliche Werk nicht nass werden.

Aber es war keine Freude für uns, die gut zwei Dutzend Bruck-Originale – wegen der Größe und des Gewichts in mehreren Transporten – durch den strömenden Regen zu tragen. Wir hatten keine Kleidung für diesen Fall an, sondern das, was Verlagsleute bei Buchmessen so trugen: Sabine ein schickes Kostüm, ich einen Anzug. Als wir endlich im Taxi saßen, waren wir ziemlich nass und konnten uns noch einen Vortrag des Fahrers anhören, dass man das doch hätte besser organisieren können.

An diesem Abend reichte es uns. Wir wechselten die Kleidung, wir verstauten die Bilder, und dann setzten wir uns noch für ein Glas Bier in die Hotelbar, bevor die schloss.

Am Samstag, 23. März 2026, gingen Sabine Kropp und ich nur für wenige Stunden auf die Leipziger Buchmesse. Wir hatten keine Termine vereinbart, sondern machten klassischen Standdienst: Wir standen da, sprachen mit Besuchern, überreichten Informationen und beantworteten Fragen.

Ich hatte ein Problem mit der Präsentation unserer Serie am Messestand, und ich fand, dass PERRY RHODAN ziemlich unterging. »Weniger als ein Randthema«, murrte ich. Das musste besser werden, da war ich mir mit Sabine einig. Als Science-Fiction-Serie brauchten wir vielleicht einfach einen anderen Auftritt.

(Dieser Text wurde Anfang März 2026 auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie veröffentlicht. Hier wiederhole ich ihn aus dokumentarischen Gründen.) 

18 März 2026

Ein kleiner Moewig-Stand in Leipzig

Aus der Reihe »Der Redakteur erinnert sich«

Als Sabine Kropp und ich am Donnerstag, 21. März 2002, in den Zug stiegen, wussten wir noch nicht genau, was uns erwartete. Es sollte unsere erste Buchmesse im neuen Messegelände von Leipzig sein – und weil das für uns beide so frisch war, reisten wir mit einer gewissen Anspannung. Die Fahrt von Karlsruhe nach Leipzig verlief ohne Höhepunkte. Unterwegs lasen die Redakteurin und ich Manuskripte und besprachen aktuelle Themen; so verstrich die Zeit wie im Flug.

Wir erreichten die Stadt am späten Nachmittag und bezogen unsere Zimmer im Hotel Hiemann. Dabei handelte es sich um ein ausgesprochen hübsches Familienhotel, das also nicht zu einer Kette gehörte und in relativer Nähe zum Messegelände lag. Man brauchte allerdings immer noch ein Fahrzeug, um vom Hotel zur Messe zu gelangen.

Mit dem Taxi fuhren wir später in die Innenstadt, wo wir uns mit den Kollegen aus dem Buchvertrieb trafen. Die Außendienst-Mitarbeiter des Verlages berichteten über ihre Aufträge, die »ganz ordentlich« gewesen seien. Immerhin war die Leipziger Buchmesse vor allem ein Treffen für Buchhändler aus den fünf neuen Bundesländern. In jenen Jahren diente eine solche Veranstaltung vor allem dazu, dass »Aufträge geschrieben« wurden, wie man das nannte; die Händlerinnen und Händler saßen sich mit langen Listen gegenüber und verhandelten über Konditionen und Käufe.

Am großen Tisch, den der Moewig-Buchverlag gemietet hatte, saßen auch Stephan Zerfowski, unser Kollege von der Werbeagentur, der den Stand konzipiert und aufgebaut hatte. Seine Eindrücke fand ich wichtig, weil sie neutraler waren. Aber er war von der neuen Messe ebenfalls angetan und meinte, das könne etwas werden. Sie liege leider weit außerhalb der Stadt, und es fehle einiges an Infrastruktur.

Freitags auf der Messe

Die eigentliche Buchmesse begann für Sabine Kropp und mich am Freitagmorgen, 22. März. Wir fuhren mit einem Kollegen zum neuen Messegelände und konnten es über einen Ausstellereingang betreten. Die Hallen waren neu und strahlten geradezu, rings um das Messegelände erstreckten sich verschlammte Wiesen und Felder. Ich fand die Lage ganz gut: gewissermaßen zwischen der Autobahn und der Umgehungsstraße, trotzdem flott von der Innenstadt aus zu erreichen. Aber die Umgebung wirkte eher ernüchternd.

Dafür gefiel es mir im Innern der Hallen. Der zentrale Bereich wirkte hell und warm; die Röhren zwischen den einzelnen Hallen kamen mir vor wie Verbindungen zwischen Raumschiffen. Überall waren Leute unterwegs, überall wurde gesprochen und verhandelt. Aber man erkannte, dass nur ein Teil der Hallen belegt war – es würde wohl eine Weile dauern, bis die Leipziger Buchmesse an ihrem neuen Standort ihre Fans fand.

Der Moewig-Verlag hatte einen eigenen Stand, und den fanden Sabine und ich eher »zu bescheiden«. Er hatte etwa ein Fünftel der Fläche, den unser Verlag in Frankfurt einnahm, und er gehörte zum »Gemeinschaftsstand der baden-württembergischen Verlage«. Viele Unternehmen schienen der Messe noch nicht zu trauen: In unserer Nähe war eine Reihe von kleineren Verlagshäusern nicht einmal durch »eigenes Personal« vertreten. Sie zeigten Bücher und hatten Prospekte in der Auslage, aber es war niemand anwesend.

Bei uns setzten die zwei Kollegen, die für die fünf neuen Bundesländer zuständig waren, auf Verkaufsgespräche. Sie trafen auf zahlreiche Buchhändlerinnen, denen der Weg nach Frankfurt zu weit war und die sich freuten, direkt in Leipzig ihre Geschäfte machen zu können. PERRY RHODAN nahm am Messestand nur einen kleinen Raum ein; die Serie hatte im Osten der Republik nicht den Stellenwert wie im Westen. Vor allem Sach- und Kochbücher konnten gut verkauft werden, wie uns die Kollegen berichteten.

Sabine und ich sorgten dafür, dass PERRY RHODAN stärker wahrgenommen wurde. Wir hatten im Vorfeld darauf hingewiesen, dass wir mit einem Stand vertreten waren. Der PERRY RHODAN-Stammtisch Leipzig besuchte uns selbstverständlich, und wir fanden die Gelegenheit, mit vielen »normalen« Besuchern zu sprechen. Diese kannten unsere Serie noch nicht, fanden Science Fiction aber interessant.

Einige Buchhändler stellten Fragen, unter anderem ging es um die Fortsetzung der »Kosmos-Chronik«. Potenzielle Autoren und Zeichner stellten sich vor, Journalisten tauchten auf, um Interviews zu führen oder einfach nur zu recherchieren. Der Freitag verlief so in Windeseile.

Als der Messetag vorüber war, fuhren Sabine und ich rasch ins Hotel, wo wir uns umzogen und schnell eine Kleinigkeit aßen. Viel Zeit hatten wir nicht, es ging gleich weiter.

(Dieser Text wurde erstmals am 1. März auf der Internet-Seite von PERRY RHODAN veröffentlicht. Hier wiederhole ich ihn vor allem aus dokumentarischen Gründen.) 

17 März 2026

Eine Handvoll Tramp

Gleich drei Mausbiber auf einem Titelbild – so was freut mich. (Ich war, als ich mit der PERRY RHODAN-Lektüre anfing, gleich zu Beginn ein glühender Gucky-Fan und mag die Ilts nach wie vor.) Dominic Beyeler liefert seine Interpretation von Gucky und seiner Kleinstfamilie in einer gelungenen Weise, die ich als echten Hingucker empfinde.

Der Inhalt kann sich ebenfalls sehen lassen. Oliver Fröhlich schrieb »Eine Handvoll Tramp«, dessen Lektüre mir sehr gut gefiel. Die Handlung verläuft abwechslungs- und wendungsreich, und es gibt eine Reihe von Überraschungen für die Leserinnen und Leser. Mir gefielen sowohl unsere »Helden« als auch die Bösewichte, die sich so verhalten, wie man es von Leuten ihrer Art erwartet.

Gelungen fand ich übrigens die Darstellung des Sonnensystems, in dem die Handlung spielt. Von diesem hat man schon sehr lange nichts mehr gehört – aber jetzt habe zumindest ich es wieder präsent …

12 März 2026

Werbung für die Intrawelt

Im Oktober 2005 bildete eine ATLAN-Miniserie einen der Werbeschwerpunkte: Die zwölf Bände des »Intrawelt«-Zyklus wurden unter anderem auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert. Die Abo-Abteilung produzierte dazu ein Faltblatt, das den PERRY RHODAN- und ATLAN-Romanen beigelegt und bei Veranstaltungen unter die Leute gebracht wurde.

Während die Titelseite des Faltblatts – es wurde im Postkartenformat angelegt – von ATLAN beherrscht wurde, konnte man auf den Innenseiten zudem Werbung für die einzelnen PERRY RHODAN-Auflagen bewundern. In der Erstauflage wurde »Der Dunkle Kapitän« vorgestellt, während bei der dritten Auflage der »Ayindi«- und in der fünften Auflage der »Chronofossilien«-Zyklus beworben wurden.

11 März 2026

Der Status quo

Für den PERRY RHODAN-Roman, den wir in dieser Woche veröffentlichen, hat Dirk Schulz ein starkes Titelbild beigesteuert. Wer die zwei Leute sind, die wir dabei zeigen, verrate ich an dieser Stelle nicht – das erklärt der Roman schließlich mit einer spannenden Geschichte. Und die wiederum wurde von Ben Calvin Hary verfasst, unserem aktuellen Chefautor.

»Der Status quo« spielt im Solsystem, unter anderem auf einem Asteroiden, der bisher keine Rolle in unserer Serie spielte, und natürlich auch auf der Erde. Es geht tatsächlich um politische Zusammenhänge und Entscheidungen, aber ebenso um die Arbeit im Bergbau und die Rolle, die NATHAN im Machtgeflecht auf der Erde sowie den anderen Planeten und Monden einnimmt.

Die Mixtur aus Politik und Action hat mir bei der Lektüre gut gefallen. PERRY RHODAN ist eine Unterhaltungsserie, aber ich mag es, wenn wir Themen in die Handlung einbringen, die man nicht unbedingt in einem »Raketenheft« erwartet.

10 März 2026

Welt der Albträume

Heißt es eigentlich »Albtraum« oder »Alptraum«? Über diese Frage diskutierte ich schon in den 90er-Jahren mit Hans Kneifel, der das Wort mit »b« schreiben wollte, während ich es mit »p« lieber hatte – ich fand, das hätte ja nichts mit der Schwäbischen Alb zu tun, sondern eher mit dem Alp, der auf einem lastet. Mittlerweile ist die Rechtschreibreform durch, also schreiben wir »Albtraum« – aber mir kommt das immer noch falsch vor.

Sei’s drum. Wichtig ist ja, dass der Roman nicht Fragen dieser Art aufwirft. Bei PERRY RHODAN NEO geht’s um spannende Science Fiction, die Details der Rechtschreibreform sind da eher unsinnig.

Für »Welt der Albträume« zeichnet Ruben Wickenhäuser verantwortlich. Auf dem Titelbild sieht man zwei wichtige Hauptfiguren dieses Romans: Nathalie Rhodan da Zoltral sowie Dao-Lin-H’ay – ich finde beide Figuren gut getroffen. Das Bild zeigt Spannung, obwohl es ohne jegliche Action auskommt.

Dafür lässt es der Autor im Innern ganz schön krachen. Die Handlung der laufenden »Metamorph« wird von ihm weitergeführt, und für die zentralen Figuren gibt es eine Reihe von neuen Herausforderungen. Das alles schildert Ruben Wickenhäuser in abwechslungsreichen Szenen – das fand ich sehr unterhaltsam.

09 März 2026

Atlan für Brasilien

Mit viel Engagement veröffentlichen unsere Partner in Brasilien die PERRY RHODAN-Ausgabe in portugiesischer Sprache. Seit einiger Zeit bringen sie unsere Serie gewissermaßen in mehreren Auflagen heraus. Und da freute es mich dieser Tage, die Ausgabe 50 in digitaler Version vor mir zu haben – bis die gedruckten Belegexemplare bei uns eintreffen, dauert es ja einige Zeit.

Der PERRY RHODAN-Band mit der Nummer 50 ist einer der großen Klassiker unserer Serie. In diesem Roman taucht bekanntlich Atlan, der Arkonide, zum ersten Mal auf. Die Serie wächst in diesem Band nicht nur in die Zukunft, sondern auch in die Vergangenheit: Es wird klar, dass der Kontinent Atlantis tatsächlich einmal existiert hat und dass Atlan dazu in einem engen Bezug steht.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie fasziniert ich von der Lektüre damals war; ich las den Band erstmals in der damals vierten Auflage. Es muss also 1978 gewesen sein. Zwar kannte ich Atlan bereits von der Lektüre anderer Auflagen her – dieser Roman packte mich trotzdem.

Ich finde es toll, dass unsere Freunde in Brasilien nun auch diesen schon klassischen Roman in einer Übersetzung lesen können!

06 März 2026

Datenblätter zum neuen Zyklus

Am heutigen Tag beschäftige ich mich unter anderem mit Texten, die für Romane wichtig sind, die erst im Herbst 2026 in den Handel kommen. Die Grundlagen dafür müssen wir in diesen Tagen schaffen – bei einer Serie wie PERRY RHODAN arbeitet man in der Redaktion und im Autorenteam letztlich ständig mit Plänen, die mindestens ein Jahr oder auch zwei Jahre in die Zukunft reichen.

Ben Calvin Hary ist mit der Arbeit am kommenden Zyklus, der mit Band 3400 beginnen wird, schon weit vorangeschritten. Unser Chefautor tauscht sich mit den Kolleginnen und Kollegen aus; zahlreiche Mails werden gewechselt, bei Slack wird munter diskutiert. Ideen werden besprochen und weiter vorangetrieben.

Grundlagen für vieles bilden die Datenblätter. Wie sehen neue Figuren aus, welche Fähigkeiten haben sie, und welche Rolle nehmen sie ein? Wie ist die Situation in der Milchstraße und auf der Erde? Und wo halten sich Perry Rhodan, Atlan, Reginald Bull, Gucky, Icho Tolot oder Sichu Dorksteiger eigentlich derzeit auf? Wo kommen sie wie zum Einsatz?

Ich mag diese Phase unserer Arbeit immer sehr. Ich kann zusehen, wie eine neue Etappe unseres Romankosmos entsteht. Das finde ich nach all den Jahren immer noch spannend! 

05 März 2026

Drei Männer im Saarland

Aus der Serie »Ein Bild und seine Geschichte«


Im Juni 1997 lud der Science Fiction Club Universum, den es erfreulicherweise immer noch gibt, zu den PERRY RHODAN-Tagen Saar nach Homburg, genauer gesagt, zum Sportgelände in Reiskirchen. Ich erinnere mich kaum noch an die Veranstaltung, weiß aber gut, dass ich die Atmosphäre sehr angenehm und familiär fand. Ich plauderte viel mit den Besucherinnen und Besuchern sowie den anwesenden Ehrengästen und fuhr abends in bester Stimmung nach Hause

Das Foto, das ich heute zeigen kann, stammt von Peter Fleissner, der in jenen Jahren zahlreiche Veranstaltungen mit seiner Kamera dokumentierte, Es zeigt (links im Bild) den Autor Manfred Weinland, der nur mit einem einzigen Taschenbuch für unsere Serie tätig war, von dessen Arbeit ich aber immer sehr viel hielt, mich in der Mitte, und (rechts im Bild) den Autor Rainer Castor, der damals noch nicht so bedeutend für unsere Serie war, wie er es wenige Jahre später sein sollte.

04 März 2026

Leipzig im Blick

In diesen Tagen beschäftigen wir uns in der PERRY RHODAN-Redaktion oft mit der kommenden Leipziger Buchmesse. Meine Kollegin Sophia Roßnagel, die den Stand zum größten Teil allein organisieren wird, kümmert sich um die vielen Details der Messeplanung, während ich beispielsweise einige Termine vereinbare. Vor allem in der Vorbereitung wird sie sehr gefordert sein.

Wir haben keinen »wirklich eigenen« Stand, sondern haben uns mit den Kollegen vom Amrun-Verlag zusammengetan. Jürgen Eglseer, der diesen Verlag leitet, ist ein alter Bekannter; in früheren Jahren war er auch in der PERRY RHODAN-Fan-Szene aktiv. Wir teilen uns quasi mit ihm den Stand, wofür ich ihm unglaublich dankbar bin.

Man wird uns in der Halle drei finden, dort also, wo die anderen Science-Fiction- und Fantasy-Aussteller sind; unsere Standnummer ist die C 414. Ganz in der Nähe finden sich auch die Stände von Comic-Verlagen wie Splitter oder Panini; da werden sich bestimmt gegenseitige Besuche ergeben.

Ich bin sehr gespannt darauf, wie das dann vor Ort wirklich wird. Nachdem wir 2019 zuletzt mit einem eigenen Stand in Leipzig waren, ist das nun eine Premiere – und es folgen hoffentlich bald weitere Messebesuche ...

03 März 2026

Digitale Autorenrunde zum Start ins Jahr

Ein Logbuch der Redaktion

»Wir haben einiges zu besprechen, denke ich, und wir werden einen Ausblick auf die kommenden Monate erhalten«. So formulierte ich es in meiner Mail, die ich an die Autorinnen und Autoren von PERRY RHODAN NEO verschickte.

Am Freitag, 23. Januar 2026, trafen wir uns zu einer »digitalen Autorenrunde«, die in zwei Abschnitten stattfand: morgens zwei Stunden und mittags zwei Stunden. Es hatte sich bei früheren Konferenzen, wie wir sie beispielsweise während der Corona-Zeit abhielten, eindeutig bewährt, die Runden nicht zu lang zu machen. Schließlich legten wir ja auch Pausen ein, wenn wir uns »real« trafen.

Die erste Runde gehörte den Verlagsinterna. Ich berichtete von den aktuellen Entwicklungen im Konzern und in unserem Verlagsbereich, und ich stellte die allgemeine wirtschaftliche Lage bei Heftromanen dar, ebenso bei der Science Fiction. Wir waren mit PERRY RHODAN nach wie vor erfolgreich, auch wenn die Auflagenzahlen nicht mehr mit denen vergleichbar waren, die wir vor zwanzig Jahren oder mehr erreicht hatten. PERRY RHODAN NEO erreichte stabile Zahlen, weil die E-Books gut liefen – hier sah ich noch großes Potenzial.

Die Autorinnen und Autoren brachten an dieser Stelle selbstverständlich viele Fragen vor, es kam zu einer regen Diskussion. Ich notierte mir einige der Hinweise sowie der kritischen Punkte und versprach, ihnen nachzugehen; auch die Ideen des Kollegiums wurden aufgeschrieben.

Aus Sicht der Redaktion gab es allerdings ebenso den einen oder anderen kritischen Punkt. Manche Manuskripte erreichten uns im vergangenen Jahr so spät, dass wir uns zeitweise von einem Notfallplan zum nächsten hangeln mussten. Sicher lag das auch am überraschenden Tod von Rainer Schorm, der eine große Lücke gerissen hatte.

Die Terminlage sollte 2026 unbedingt besser werden. Kai Hirdt und Rüdiger Schäfer schilderten die Arbeit innerhalb des Exposé-Teams und stellten dar, was sich dabei verbessern würde. In weiteren Diskussionen sprachen wir über das Thema der Serientechnik – wo setzen wir zu viel Beschreibungen ein, wo müsste es mehr werden? – und die Sicht des Kollegiums auf die Serienhintergründe.

Nach der Pause ging es um die eigentlichen Inhalte; solche Themen interessieren Autorinnen und Autoren immer. Rüdiger Schäfer und Kai Hirdt gaben einen Ausblick auf die kommende Staffel, die den Titel »Artefakte« tragen wird. Sie wird zum größten Teil in der Milchstraße spielen und die Lage auf der Erde, in der Republik Arkon und einigen anderen Regionen beleuchten.

Die beiden Exposéautoren stellten dar, welche Figuren auftauchen würden und welche Rollen sie einnehmen sollten. Im Rahmen der »Artefakte«-Staffel werden weitere terranische Kolonien in die Serie eingeführt; das kosmische Bild der Serie erweitert sich. Dass ich an dieser Stelle nicht über die wahren Inhalte schreiben werde, leuchtet wohl ein – wir werden bald inhaltliche Informationen bieten.

Zur kommenden Handlung und den Figuren gab es Rückfragen, Diskussionen und ergänzende Ideen. Die Diskussion verlief engagiert und wechselhaft, was ich sehr spannend fand. Und als ich gegen 16 Uhr die Videobesprechung beendete, hatte ich das Gefühl, dass sie auch noch zwei Stunden länger viel Freude gemacht hätte …

(Dieses Logbuch wurde bereits im Januar auf der Internet-Seite von PERRY RHODAN veröffentlicht. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.)

02 März 2026

Zwischen fremden Sternen

»Ich hätte gern ein echsenhaftes Alien-Wesen, das aussieht, als ob es lachen würde« – so in etwa lautete mein Vorschlag für das Titelbild, das Dirk Schulz zu gestalten hatte. Ich finde, dass er das sehr gut umgesetzt hat: Das Titelbild von »Zwischen fremden Sternen«, der in dieser Woche in den Handel kommt, zeigt den Mausbiber Gucky im Dialog mit einem Lebewesen aus der Völkergemeinschaft der Leun.

Den Roman selbst verfasste Leo Lukas; er spielt auf zwei Handlungsebenen, die auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun haben. Der Autor stellt Gucky dabei nicht als witzige Figur dar, macht aber schon klar, dass der Mausbiber durchaus seine Freude an Scherzen hat. Wenn es allerdings dramatisch und gefährlich wird, besinnt sich Gucky auch auf die wichtigen Aspekte einer Mission.

Mir gefiel sehr gut, wie der Autor die zwei Ebenen des Romans miteinander verknüpfte. Nicht nur Gucky-Fans sollten somit auf ihre Kosten kommen – eine schöne Zusammenstellung!