02 Oktober 2026
Endspiel für das Solsystem?
Wenn ich es vereinfacht sagen darf: Eigentlich hat der laufende PERRY RHODAN-Zyklus zwei Hauptlinien. In diesem Logbuch konzentriere ich mich auf eine davon …
Auf der einen Handlungsebene können die Leserinnen und Leser verfolgen, was mit Reginald Bull und der Besatzung des kleinen Raumschiffs PHOENIX in den Tiefen der Galaxis passiert. Die andere Handlungsebene wiederum erzählt von der Erde und ihren Bewohnern sowie den anderen Welten und Monden des bewohnten Sonnensystems, die vor neuen Herausforderungen stehen.
Diese waren nicht ohne … Zuerst bedrohten die mysteriösen Reproiden das Solsystem; hätte man sie nicht rechtzeitig gestoppt, wären wohl alle Himmelskörper buchstäblich gefressen und in neue technische Gebilde verwandelt worden. Dann übernahm NATHAN die Macht, das sogenannte Mondgehirn wurde zum Guten Geist der Erde, weil man nur ihm zutraute, der großen Gefahr wirklich Herr zu werden.
Zuletzt strömten die Inhalte der erkrankten Superintelligenz ES – um es grob zu vereinfachen – in das Solsystem und setzten sich gewissermaßen auf die Bewusstseine von Milliarden Menschen. Diese leiden seitdem unter einer extremen Schwächung ihrer Aufmerksamkeit, was dazu führt, dass auf der Erde sowie den anderen Welten und Monden die Wirtschaft und das soziale Leben zusammenbrechen.
Konkreter: Sie würden zusammenbrechen. Doch dank NATHAN und seinen zahlreichen Splittern kann das System aufrechterhalten werden. Milliarden von Menschen werden also versorgt und können ihr Leben weiterführen. Auf Dauer ist das allerdings keine Lösung …
Hier setzt die Handlung der kommenden vier Romane an. Sie spielen allesamt in der Milchstraße, wenngleich es Ausflüge zu anderen Galaxien gibt, und sie konzentrieren sich zu einem großen Teil auf das Solsystem.
Stefan Pannor, der sehr kurzfristig einspringen konnte – wofür ich sehr dankbar bin! –, präsentiert mit »Die Rebellen von Wanderer« einen ungewöhnlichen Blick auf die Welt, die jahrtausendelang als Heimat der Superintelligenz ES galt. Schon klar: Es gibt und gab verschiedene Versionen von Wanderer, aber das würde an dieser Stelle zu weit führen.
Sicher ist, dass bei Wanderer zur aktuellen Handlungszeit einiges anders ist, als man das bisher gewohnt war. Und es ist nicht so einfach, die Kunstwelt zu finden. Der Roman mit der Nummer 3396 liegt ab dem 18. September 2026 vor.
Die direkte Fortsetzung wird schon durch den Titel vermittelt: »Wanderer gegen ES« deutet an, dass es zu einer Konfrontation kommt, mit der niemand gerechnet hat. Olaf Brill schreibt von Verwicklungen und Konflikten, die alle überraschen und die zu einem verheerenden Chaos führen können.
Der Autor erzählt von einem speziellen Risikoeinsatz, und er zeigt, wie bedroht die Erde ist. Sein Roman trägt die Bandnummer 3397 und wird am 25. September 2026 veröffentlicht.
Fast wie ein Kabinettstück mutet danach »Upper West Garnaru Road« an. Wer sich mit unserer Serie auskennt, weiß, dass an dieser Adresse tatsächlich Perry Rhodans Haus zu finden ist. Das besucht der Raumfahrer eher selten – aber es ist seine Heimat, und es enthält Geheimnisse, die nicht jedem bekannt sind.
Welche Geheimnisse das sind und welche Besucher das Haus hat, das präsentiert Wim Vandemaan in seinem Roman, der mit zahlreichen ungewöhnlichen Details aufwartet. Er erscheint am 2. Oktober 2026 mit der Bandnummer 3398.
Den Abschluss des laufenden Zyklus bildet ein Roman von Oliver Fröhlich. In »Exodus« schildert der Autor die bedrohliche Situation auf der Erde und die entscheidenden Stunden im All sowie auf anderen Welten – Perry Rhodan spielt eine wichtige Rolle in diesem Ringen um das Schicksal der Menschheit und einer Superintelligenz.
Der Roman mit der Bandnummer 3399 wird am 9. Oktober 2026 veröffentlicht und hat eine gewisse Überlänge. Wir mussten ihn ein bisschen kleiner setzen, was die Leser der E-Books oder diejenigen, die lieber Hörbücher hören, nicht interessieren dürfte, und wir ließen das Glossar entfallen. Aber ich denke, das war richtig so: Der Roman enthält so viele packende Szenen, dass ich davon keine Zeile kürzen wollte.
Und damit wäre der »PEGASOS«-Zyklus abgeschlossen – der Fokus richtet sich nun auf den »Chroniden«-Zyklus. Seien wir gespannt!
(Dieses Logbuch kam Mitte September auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie. Hier wird es aus dokumentarischen Gründen wiederholt.)
01 Oktober 2026
Wie wir uns 2004 zeigten
Im Oktober 2004 präsentierte sich der Moewig-Buchverlag auf der Frankfurter Buchmesse mit einem eindrucksvollen Stand, an dem die PERRY RHODAN-Serie entsprechend gewürdigt wurde. Fast eine Hälfte des Standes wurde von der größten Science-Fiction-Serie der Welt eingenommen, der eigentliche Stand bot Kochbücher und Astrologie, Rätselbände und Kalender, Esoterik und Gartenratgeber an.
Das Bild, bei dem leider nicht mehr bekannt ist, wer es aufgenommen hat – jemand aus dem Verlag? –. gibt einen Einblick in das Geschehen auf der Messe. Der PERRY RHODAN-Bereich ist vorne zu sehen. Am Besprechungstisch sitzen der Autor H. G. Francis (links im Bild) mit seiner Ehefrau, der sich mit Klaus N. Frick, dem PERRY RHODAN-Redakteur (rechts am Tisch) unterhält.
Im Hintergrund sieht man am Tresen des Buchverlags einige Kolleginnen und Kollegen aus der Herstellung und dem Vertrieb. Es war eine quirlige Messe, und die Verlagsangestellten traten alle sehr seriös auf: Die Herren trugen Anzug und Krawatte, die Frauen hatten üblicherweise eine weiße Bluse oder einen leichten weißen Pullover an.
30 September 2026
Upper West Garnaru Road
Der Roman selbst stammt von Wim Vandemaan und kommt mir in weiten Teilen wie ein Kammerspiel vor: wenige Darsteller, kleine Räumlichkeiten. Der Titel deutet es ja schon an: Die Geschichte spielt zum größten Teil an der Adresse, die der Titel vorgibt, und in dem Haus, das in dieser Straße zu finden ist.
Ich weiß, dass Romane von Wim Vandemaan nicht allen Leserinnen und Lesern gefallen. Es gibt Fans für diese Art von Science Fiction, und es gibt Menschen, die damit nichts anfangen können – die Geschmäcker sind einfach verschieden. Mir hat in diesem Roman gefallen, mit wie vielen Details der Autor hier aufwartet und wie schön er so das PERRY RHODAN-Universum um wunderbare Farbtupfer bereichert.
29 September 2026
Wenn eine Serie ihren 65. Geburtstag feiert …
Ein Logbuch der Redaktion
PERRY RHODAN begleitet mich nun schon seit langem: Als Kind hatte ich die ersten PERRY-Comics in den Händen, mit 13 Jahren fing ich an, die Serie regelmäßig zu lesen, als junger Mann wurde ich freier Mitarbeiter der Redaktion, und seit 1992 arbeite ich als Redakteur für die größte Science-Fiction-Serie der Welt.
Ich bin sehr stolz darauf, einen Teil zu diesem Generationenprojekt beigetragen zu haben. Dabei hätte ich 1977 ungläubig den Kopf geschüttelt, wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich 15 Jahre später der Redakteur der Serie sein würde. Ähnlich ging es wohl auch in den 60er-Jahren manchen Leuten: Sie hätten nie geglaubt, dass die Serie im Jahr 2026 – das war damals fernste Science Fiction! – noch existieren würde.
Als 1961 die ersten Romane der brandneuen Science-Fiction-Serie PERRY RHODAN veröffentlicht wurden, war der Zweite Weltkrieg gerade mal 16 Jahre vorüber. Das Wirtschaftswunder brachte Wohlstand in die Familien, während gleichzeitig die Angst vor einem neuen Krieg auf den Menschen lastete. In dieser Zeit musste eine »Weltraum-Serie«, die vom Kontakt der Menschen zu den Außerirdischen handelte, einerseits befremdlich und andererseits befreiend wirken.
Seither ist viel geschehen: Mehrere Generationen von Autorinnen und Autoren haben an der Serie mitgewirkt, sie wurde erweitert und an die neuen Medien angepasst, sie hat sich verändert und blieb sich trotzdem treu.
Der Erfolg, den PERRY RHODAN in all der Zeit erzielte – mal mehr, mal weniger –, hatte verschiedene Gründe. Ein wichtiger davon ist sicher, dass den Kreativen nie die Ideen ausgingen. Sicher haben nicht alle Ideen gleichermaßen überzeugt, aber an diesen Ideen konnte die Serie wachsen und reifen.
Ebenso wichtig ist aber, so denke ich, die ständige Rückkopplung, die PERRY RHODAN aus der Leserschaft erhielt. Schon in den 60er-Jahren trafen zahlreiche Leserbriefe in der Redaktion ein; in den 70er- und 80er-Jahren waren es vermehrt die Fanzines, in denen Artikel und Rezensionen veröffentlicht wurden. Seit den 90er-Jahren kamen Mails hinzu, dann Foreneinträge – und heute wird eben viel über Social Media kommuniziert.
All diese Rückmeldungen bewirken etwas. Heutzutage leiten wir Lob und Kritik an die Autorinnen und Autoren weiter, diese sind über Social Media mit der Leserschaft in Verbindung. Es gibt also ein ständiges Feedback aus Einzelmeinungen, die bei uns auf Resonanz stoßen. Naturgemäß fällt diese mal mehr, mal weniger intensiv aus.
Allein deshalb sind direkte Begegnungen mit Leserinnen und Lesern durch nichts zu ersetzen. Nicht alle Menschen, die Romane schreiben, haben ein Verlangen danach, sich mit ihrem Publikum zu treffen; das muss man respektieren. In unserem Team sind aber praktisch alle an dem Kontakt zu den Leserinnen und Lesern interessiert: Man versteht sich, man diskutiert miteinander, man redet auch einmal über private Themen.
Deshalb mag ich Cons, deshalb fuhr ich in all den Jahrzehnten gern zu Science-Fiction-Veranstaltungen. In Städten wie Köln oder Sinzig, Hamburg oder Garching besuchte ich PERRY RHODAN-Tage oder Cons. Auch in Braunschweig war ich zweimal zugegen, wenn im Jugendzentrum unsere Serie im Zentrum stand. Dabei führte ich immer zahlreiche Einzelgespräche, auch mit Menschen, die sonst keine Leserbriefe oder Social-Media-Kommentare schreiben.
In diesem Jahr klappt es aus verschiedenen Gründen nicht. Es ist meiner Ansicht nach auch nicht von zentraler Bedeutung, dass der Redakteur auf einem Con zugegen ist. Wichtiger sind die Autorinnen und Autoren, die letztlich die Serie gestalten und die einzelnen Romane verfassen. Ihre Arbeit ist das, was im Zeitschriftenhandel oder im E-Book-Shop zu haben ist – deshalb sind die kreativen Menschen, die hinter der Serie stehen, für PERRY RHODAN entscheidend.
Wenn in diesem September die Serie ihren 65. Geburtstag begeht, findet die offizielle Feier in Braunschweig statt. Die PERRY RHODAN-Tage werden für einen kreativen Austausch sorgen, da bin ich mir sicher. Meinungen und Ansichten treffen aufeinander, Menschen kommen in einen Dialog.
Ich kann mir gut vorstellen, wie sich das Jugendzentrum »Mühle« in Braunschweig anfühlen wird: Räume voller Menschen, Verkaufstische, auf denen es Fanzines und Bücher gibt, interessante Diskussionen mit Autorinnen und Autoren, ein Gedankenaustausch auf vielen Ebenen.
Das ist eine Veranstaltung, die dem Geburtstag unserer Serie würdig ist – ich freue mich sehr, dass die PERRY RHODAN-FanZentrale die Aufgabe übernommen hat, einen solchen Con auf die Beine zu stellen.
(Dieses Logbuch wurde bereits zu Beginn des September 2026 auf der Internet-Seite von PERRY RHODAN veröffentlicht. Hier wird es aus dokumentarischen Gründen wiederholt.)
28 September 2026
Uwe Anton feiert ein Jubiläum
Ein Logbuch der Redaktion
Wann genau ich Uwe Anton kennenlernte, weiß ich nicht mehr genau. Es war sicher in den 80er-Jahren, ebenso sicher bei einem Con. Sein Name war mir natürlich schon lange zuvor ein Begriff: Der Autor und Übersetzer war bereits in den 70er-Jahren aktiv gewesen und hatte als junger Mann seine ersten Romane veröffentlicht.
Das waren sicher keine Meisterwerke, und Uwe Anton behauptete das später nie – aber wer mehrere Romane in den unterschiedlichsten Genres schreibt und publiziert, bevor er zwanzig Jahre alt ist, muss etwas können. Als ich selbst in diesem Alter war, konnte ich froh sein, eine halbwegs lesbare Kurzgeschichte zu Papier zu bringen.
Uwe veröffentlichte in den 70er-Jahren zahlreiche Fanzines, er betrieb einen Comic-Laden, er schrieb haufenweise Romane und übersetzte unzählige Science-Fiction-Romane, Krimis und Thriller. In den 80er-Jahren zählte er zu den bekanntesten Machern in der deutschsprachigen Science Fiction.
Bei verschiedenen Cons sprachen wir miteinander, und bei einem langen Spaziergang in Sinzig konkretisierten wir in den 90er-Jahren unsere weitere Zusammenarbeit. Seither ist Uwe Anton für PERRY RHODAN tätig, und in dieser Zeit bereicherte er unsere Serie durch zahlreiche Ideen und viele Romane. Wer die Details wissen möchte, kann in der Perrypediy mehr dazu erfahren – dort sind seine einzelnen Beiträge zu unserer Serie alle aufgelistet.
Was ich an Uwe in all der Zeit immer schätzte, war seine Vielseitigkeit. Er verstand sich auf den damals modernen Cyberpunk und die düstere Dystopie ebenso wie auf militärische Action oder exotische Aliens. Er strukturierte Miniserien für ATLAN und PERRY RHODAN, und er steuerte unsere Serie über 200 Bände lang durch eine kritische Zeit: Nach dem plötzlichen Tod Robert Feldhoffs musste Uwe mitten im Zyklus übernehmen.
Nicht vergessen möchte ich die jahrelange Zusammenarbeit, die Uwe und ich in Wolfenbüttel hatten. Über viele Jahre hinweg wirkten wir beide dort als Dozenten für die Kurzgeschichten-Werkstatt, was zwar immer viel Arbeit war, aber auch großen Spaß machte. Er kam immer mit ungewöhnlichen Ideen (»Lass uns mal was von Dean R. Koontz nehmen«), und brachte bei den Seminaren einen ganz anderen Blickwinkel ein als ich.
In all der Zeit führten wir viele Gespräche, nicht nur über PERRY RHODAN oder ATLAN, sondern über allerlei popkulturelle oder auch politische Themen. Uwe, der in den 80er-Jahren zahlreiche wichtige Comic-Übersetzungen erstellt hatte, kannte sich im Comic-Geschäft immer aus und hatte oft einen guten Tipp auf Lager. Bei Musik konnten wir uns nie einigen, bei Getränken ging unser Geschmack auch weit auseinander – aber man kann nicht alles haben.
Alles in allem bin ich sehr froh und glücklich darüber, Uwe schon so lange zu kennen und auch schon so lange mit ihm zusammenzuarbeiten. Dass er heute siebzig Jahre alt wird, kann ich mir kaum vorstellen – wo ist der fröhliche junge Mann mit dem rheinischen Singsang in der Sprache und dem Grinsen im Gesicht geblieben? (Schaue ich in den Spiegel, habe ich eine Ahnung …)
Aus diesem Grund nutze ich die Gelegenheit, ihm an dieser Stelle zu gratulieren: Alles Gute zum siebzigsten Geburtstag, lieber Uwe – auf weiterhin gute Zusammenarbeit!
(Dieses Logbuch erschien am 5. September auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie. Hier wiederhole ich es der Vollständigkeit halber.)
25 September 2026
Die USA als ein wichtiger Schwerpunkt
Die »SOL« ist die Zeitschrift der PERRY RHODAN-FanZentrale und liefert in jeder Ausgabe lesenswerte Beiträge zur größten Science-Fiction-Serie der Welt. Zusammengestellt wird sie von Christina Hacker, die das Heft als Chefredakteurin steuert – und in der aktuellen Ausgabe 123 hat sie die amerikanische PERRY RHODAN-Ausgabe im Visier.
Der Artikel über Forrest J. Ackerman ist sehr informativ – ich hätte die eine oder andere Anekdote ergänzen können –, der Beitrag über PERRY RHODAN NEO ebenfalls. Spannend wäre natürlich ein Interview mit einem amerikanischen Fan oder einem der Übersetzer gewesen, aber das kann ja in einer späteren Ausgabe noch kommen.
Gut gefallen hat mir in dieser Ausgabe die Kurzgeschichte. In »Das tauranische Greenhorn« von Günther Kienle spielt unter anderem Ronald Tekener mit, der Smiler, eine der klassischen Figuren der PERRY RHODAN-Serie, die bei vielen Lesern immer noch sehr gut in Erinnerung ist. Die Geschichte ist temporeich und unterhaltsam zugleich – sehr klassisch!
Darüber hinaus bietet die »SOL« auf insgesamt 64 Seiten im A4-Format allerlei andere Themen: Rezensionen zu aktuellen Romanen unserer Serien, Interviews mit dem Risszeichner Bernard Stoessel, der Autorin Susan Schwartz und dem Autor Olaf Brill, ein Bericht vom diesjährigen ColoniaCon oder Artikel zu verschiedenen Aspekten der PERRY RHODAN-Serie.
Wie immer bekommt man als Leser viel geboten; ich fand jeden Text interessant und lesenswert. Mitglieder der FanZentrale erhalten das Heft ja im Rahmen ihres Mitgliedsbeitrags. Man kann es aber jederzeit auch über die PRFZ und ihren Shop bestellen.
24 September 2026
Wie ich zum CPU wurde
Eines seiner Ziele war dabei, die klassischen Heftromanserien mit phantastischen Themen neu zu beleben. Er wollte mit TERRA ASTRA die eigenständigen Science-Fiction-Romane fördern, während er bei DRAGON und MYTHOR die klassischen Fantasy-Serien fortsetzen und ergänzen wollte.
Das gefiel mir alles sehr gut, und wir diskutierten mehrere Abende lang über die neuen Möglichkeiten, die sich boten. Dass die Kollegen im Vertrieb diese Ideen allesamt eher albern fanden, wusste ich nicht. Das erfuhr ich erst, nachdem Eckhard den Verlag verlassen hatte.
Eckhard Schwettmann rief die Reihe Moewig Fantastic ins Leben und gab mir einen neuen Titel. Künftig sollte ich als »Chefredakteur Phantastische Unterhaltung« auftreten, nicht nur als PERRY RHODAN-Chefredakteur. Mit dem neuen Titel war selbstverständlich keinerlei Gehaltserhöhung verbunden ...
Ich bekam eine neue Visitenkarte, ich erhielt Briefbögen, und Uwe Anton fand schnell eine spöttelnde Variante: Ab 2001 bezeichnete der Autor mich nur noch als den »CPU«. Klammheimlich fand ich selbst, dass ich den Spott verdient hatte. Und ebenso klammheimlich entsorgte ich Ende 2001 die Visitenkarten und die Briefbögen mit dem Titel. Der »CPU« war nach eineinhalb Jahren bereits Geschichte ...
23 September 2026
Wanderer gegen ES
Das Bild passt zudem wunderbar zu »Wanderer gegen ES«, der von Olaf Brill verfasst worden ist. Eine der Hauptfiguren ist Perry Rhodan, es geht aber auch um »ganz normale Menschen« und ihre Sicht der Dinge.
Die unterschiedlichen Handlungsebenen sortiert der Autor geschickt in schnell wechselnde Szenen. Damit entsteht ein vielseitiges Bild der Erde sowie des Kunstplaneten Wanderer.
Die Konfrontation von Menschen – oder meinetwegen Galaktikern – mit einer stur wirkenden Künstlichen Intelligenz setzt Olaf Brill gut in Szene. Und am Ende weiß Rhodan genau, was er zu tun hat. Oder glaubt er nur, es zu wissen?
22 September 2026
Lockruf aus M 33
Bei »Lockruf aus M 33« stand ein Zitat dafür Pate, das nur jemand erkennen kann, der unseren Serienkosmos ein bisschen genauer kennt. Ich vermute, dass jüngere und »neuere« Leser den Titel dann einfach interessant finden. Aber klar ist das eine Anspielung auf »Lockruf aus M 3«: Das war ein Roman, der 1982 erschien und etwas Besonderes war. Nach über zehn Jahren meldete sich K. H. Scheer, einer der zwei Gründungsautoren von PERRY RHODAN, wieder als Autor in die Serie zurück.
(Ich fand den Roman damals großartig. Das war schon »anders« als die Werke der damaligen Kollegen .)
Zurück zu »Lockruf aus M 33«. Dieser Roman erscheint in dieser Woche im Rahmen unserer Serie PERRY RHODAN NEO und stammt von Dietmar Schmidt.
Wie das Titelbild schon andeutet, spielen eine Kartanin und eine Frau von der Erde wichtige Rollen; auf einer Welt voller Eis und Gefahren gibt es allerdings Bedrohungen, mit denen sich die Kartanin messen muss. Der Roman erzählt die weiteren Geschehnisse der laufenden »Entropia«-Staffel und spielt an mehreren Schauplätzen – das war abwechslungsreich und gefiel mir bei der Lektüre echt gut.
21 September 2026
Die Welten des Peter Terrid
Ein Logbuch der Redaktion
Im Verlauf der Jahrzehnte haben die unterschiedlichsten Autorinnen und Autoren die PERRY RHODAN-Serie geprägt. Der phantasievolle und eher technikferne Clark Darlton legte zusammen mit dem technisch orientierten und auf Action setzenden K. H. Scheer die Grundlagen; die bunten Abenteuer des Hans Kneifel, die manchmal verträumten Phantasien von H. G. Ewers und die häufig rasante Action bei H. G. Francis bildeten dazu gut ein Jahrzehnt später spannende Gegensätze.
In den 80er- und 90er-Jahren mochte ich vor allem den in Köln lebenden Schriftsteller Peter Terrid. Leider starb er viel zu früh – er hätte noch viele beeindruckende Romane schreiben können. Aber er legte in einer intensiven Schaffensperiode eine Reihe von packenden Werken vor, die sich heute noch mit Genuss lesen lassen.
Terrid hatte ständig neue Ideen parat und sprudelte geradezu von Einfällen. Das merkte man seinen Manuskripten an: Seine Charaktere waren oft originell, und die phantastischen Welten, die er schuf, waren bunt und voller abwechslungsreicher Details. Um die Kleinigkeiten der korrekten Grammatik und der sauberen Rechtschreibung kümmerte er sich nicht so gern, und das Einhalten von Terminen zählte nicht zu seinen Kernkompetenzen.
Wir arbeiteten gut zehn Jahre lang zusammen, er als Autor, ich als junger Redakteur. Ich hatte mit ihm schon bei »Kommissar X« zu tun: Bei dieser Reihe von Kriminalromanen brachte er ebenfalls Ideen ein, die stets im Rahmen dieses Krimi-Universums spielten, aber immer einen besonderen Blick auf die Stadt New York und ihre Unterwelt warfen. Ich durfte seine Romane lektorieren, fand sie stets spannend und sehr gut konzipiert, verzweifelte aber häufig an der Grammatik und an der Unzahl der Tippfehler. Die Ideen machten das wett, Arbeit hatte ich damit trotzdem.
Terrid las viel. Er schmökerte nicht nur Science-Fiction-Romane durch, sondern vertiefte sich auch in populärwissenschaftliche Zeitschriften und Bücher. In Telefonaten oder persönlichen Gesprächen fing er oft mit einem »ich habe da etwas gelesen« an, um dann zum eigentlichen Punkt zu kommen. Ob da nun ein historisches oder ein physikalisches Thema war: Terrid hatte häufig eine Idee, wie man eine neue Erkenntnis oder ein Detail aus der Vergangenheit in die PERRY RHODAN-Serie oder eben auch einen Kriminalroman integrieren konnte.
Dieser phantasievolle und ideenreiche Blick zeigt sich ebenso bei den zwei Romanen, die wir in diesen Tagen neu herausbringen: als einen E-Book-Doppelband, nicht in gedruckter Form. Beide wurden in den 90er-Jahren als Taschenbücher veröffentlicht, in beiden Fällen war ich als Redakteur zuständig.
Terrid reichte jeweils ein Exposé ein, in dem er die Handlung skizzierte. Um es vorsichtig anzudeuten: Wenn er mit dem Schreiben anfing, hielt er sich meist nicht mehr an die Details des Exposés, sondern ließ sich gern von den Ideen treiben, die ihm während der Arbeit kamen.
»Welt über den Wolken« ist hierfür ein schönes Beispiel. Der Roman erschien im Mai 1995 mit der Bandnummer 386. Weil wir damals mit den Kollegen im Heyne-Verlag zusammenarbeiteten, musste ich die Titelplanung lange Zeit vor der Publikation des Romans abgeben. Und als der Autor Monate später mit der Arbeit am eigentlichen Text begann, hatte er längst andere Bilder im Kopf – er änderte also einiges ab.
Die faszinierende Idee mit den schwebenden Städten der Welt Sycor blieb aber, ebenso die abenteuerliche Handlung und der moralische Schluss: Der Held muss sich am Ende überlegen, wie er sich entscheidet. Solche Dinge mochte Peter Terrid: Er wollte seine Leserinnen und Leser nicht unbedingt belehren, aber ihnen den einen oder anderen Hinweis geben, um auf eigene Gedanken zu kommen.
»Welt über den Wolken« spielt in einer nicht genau definierten Zukunft; anzunehmen ist aber, dass er in einer Zeit angesiedelt ist, in der es das Solare Imperium noch gibt, sich das Sternenreich der Menschen aber bereits auflöst. Für die eigentliche Geschichte ist dieser Hintergrund nicht wichtig; der Roman steht für sich allein.
Das gilt auch für »Gesänge aus der Unterwelt«. Er wurde im Juli 1996 veröffentlicht und trug die Jubiläumsnummer 400. Seine hauptsächliche Handlung platziert der Autor in der Epoche der Neuen Galaktischen Zeitrechnung, zu einer Zeit also, in der die Liga Freier Terraner zu einem blühenden Sternenreich herangewachsen ist.
Für die Geschichte ist dieser Hintergrund aber wieder nicht wichtig. Entscheidend sind die Ideen, die der Autor zum Ausdruck bringt. In diesem Fall ist es sein leicht phlegmatisch wirkender, unterm Strich aber genialer Detektiv, der den schönen Namen Orpheus Chambers trägt. Ohne zu viel über den Inhalt zu verraten: Der Name hat natürlich etwas mit dem Inhalt zu tun, es mangelt in diesem Roman nicht an literarischen Anspielungen.
Beide Romane belegen, wie sich bei Terrid eine gelungene Idee mit interessanten Figuren und einer klar zu verstehenden Mission verband. Die Leserinnen und Leser der 80er- und 90er-Jahre schätzten seine Art zu schreiben; bei Veranstaltungen war er oft von Menschen umlagert, die ihm und seinen Geschichten gern zuhörten.
Mit diesem Doppelband wollen wir einen Autor erneut in Erinnerung rufen, der die größte Science-Fiction-Serie der Welt immer wieder bereicherte. Es lohnt sich, die abgeschlossenen Planetenromane zu entdecken, die Peter Terrid verfasste!
(Dieses Logbuch stand bereits Anfang September auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie und wird an dieser Stelle aus dokumentarischen Gründen wiederholt.)
14 September 2026
Die Rebellen von Wanderer
Warum das so war, möchte ich an dieser Stelle nicht erzählen. Aber andeuten kann ich es ja: Stefan Pannor musste einspringen, weil es einen Engpass gab, den ich »nicht auf dem Zettel« hatte. Ich finde, er hat die Aufgabe sehr gut gelöst.
Der Roman erzählt von Wanderer, der Welt der Superintelligenz ES; so viel kann ich ja verraten. Dass sich ES nicht auf Wanderer aufhält, sondern sich im Solsystem verteilt hat, dürfte den regelmäßigen Lesern unserer Serie ebenfalls bekannt sein. Dennoch ist Wanderer eine Welt der Wunder und Geheimnisse, seit sie – oder eine der Inkarnationen – erstmals in unserer Serie erwähnt wurde.
In seinem ersten Roman für die PERRY RHODAN-Hauptserie erzählt der Autor von der Suche nach Wanderer und einigen seltsamen Begegnungen. Er zeigt, wie sich die Welt des Unsterblichen verändert hat und welche Konflikte es auf ihr gibt. Das dramatische Ende leitet dann direkt zur Schlussphase des laufenden »PEGASOS«-Zyklus über.
11 September 2026
Lügen und Legenden
Der PERRY RHODAN-Roman, den wir in dieser Woche veröffentlichen, besticht für mich schon durch sein Titelbild. Es stammt von Boris Vallejo und Julie Bell, eine gelungene Science-Fiction-Illustration von einem der großen Meister unserer Szene. Ich bin sehr froh, dass wir dieses starke Bild erhalten haben.
Den Roman mit dem Titel »Lügen und Legenden« verfasste Kai Hirdt; mit ihm schließen wir vorerst die Handlungsebene Malora ab. »Vorerst« heißt, dass nicht geplant ist, so schnell nach Malora zurückzukehren – aber ich kann nicht in die Zukunft schauen und weiß nicht, was die Autorinnen und Autoren in fünf oder zehn Jahren planen.
Der Autor stellt noch einmal die aktuellen Probleme der Portuu und der Leun zusammen, er zeigt die Krise des Sternwürfels und die Versuche der PHOENIX-Besatzung, größere Katastrophen zu vermeiden. Und er erzählt vom überraschenden Ausweg, der sich am Ende ergibt.
Ich fand, dass Kai Hirdt das Geschehen auf den verschiedenen Handlungsebenen sehr abwechslungsreich schilderte, wobei sich die Geschichte immer weiter zuspitzte. Ein konsequenter Abschluss für das große Epos um die kosmische Trasse und ihre tragische Geschichte …
10 September 2026
Die Nullfuge
Gleich mit dem zweiten Band der laufenden »Entropia«-Staffel bei PERRY RHODAN NEO setzen wir Gucky in Szene: Dirk Schulz gestaltete das Titelbild der aktuellen Ausgabe unserer Serie um den Mausbiber herum und gönnte ihm eine Prise Action. Gucky wirkt auf mich sehr entschlossen; das fand ich stark.
Den Roman selbst schrieb Stefan Pannor. »Die Nullfuge« spielt – so viel kann ich verraten – an der Grenze zu der kosmischen Region, die man bislang als Imperium von Arkon kannte, sprich, am Rand des Kugelsternhaufens M 13. Der Sternhaufen hat sich in eine sogenannte Negasphäre verwandelt, ohne dass unsere Helden genau wissen, was das bedeuten mag. Genau deshalb müssen sie nachschauen.
Der Autor stellt zwei Perspektiven auf das Geschehen vor: Auf der einen Seite sieht man Perry Rhodan und sei Team, die mehr über die Negasphäre herausfinden wollen und stattdessen viel über die sogenannte Nullfuge lernen. Auf der anderen Seite haben wir einen Außerirdischen mit dem schönen Namen K’ranzz, an dessen Schicksal wir teilhaben.
Beide Handlungsebenen hat Stefan Pannor sehr gut inszeniert. Weil ich Aliens mag, mochte ich die Handlungsebene mit K’ranzz lieber als die mit Perry Rhodan. Aber das sehen sicher einige Leser anders. Gut, wenn man unterschiedliche Perspektiven einnehmen kann …
09 September 2026
Online-Abend zum Geburtstag
Der gestrige Abend stand für mich im Zeichen des PERRY RHODAN-Online-Abends, der von der PERRY RHODAN-FanZentrale organisiert wurde. Vorbereitet und moderiert wurde die Veranstaltung, an der einige hundert Leserinnen und Leser teilnahmen, von Roman Schleifer.
Zuerst stellte er Leo Lukas im Interview vor. Der Autor berichtete von seiner Arbeit, schilderte seine Art zu schreiben und welche Figuren er schätzt. Natürlich ging es auch um Gucky und dessen angeblichen Tod, der vor Jahren die Fan-Szene bewegt hatte.
Danach kam Susan Schwartz, die schon seit den 90er-Jahren in unserem Team mitmacht, in all den Jahren aber auch viele andere Projekte betrieben hat. Sie erzählte von ihren Anfängen, ebenso von der aktuellen Situation und dass sie sich darauf freue, im kommenden Jahr vier Romane für unsere Serie schreiben zu können.
Als Roman Schleifer dann mich interviewte, ging es ebenfalls um meine Tätigkeit. Ich erzählte von der Arbeit mit früheren Autoren und der heutigen Arbeit an Texten. Themen wie eine mögliche Verfilmung wurden kurz angerissen, ebenso mögliche neue Projekte wie etwa ein Computerspiel.
Angesetzt war das Ende des Online-Abends auf 21 Uhr. So hatte ich das auch geplant, die Rechnung aber ohne Roman gemacht: Um 21 Uhr ging es nämlich mit Rüdiger Schäfer weiter. Das Interview mit ihm verpasste ich allerdings, weil dann die Familie bei mir Vorrang hatte.
Insgesamt fand ich die Veranstaltung wieder sehr gut. Ich hoffe, dass die Mixtur aus Unterhaltung und Information bei den Teilnehmenden positiv angekommen ist. Roman Schleifer als Moderator steuerte die Gespräche sehr professionell und mit viel Sachkenntnis – sehr schön!
08 September 2026
Die »Entropia«-Staffel kommt
Ein Logbuch der Redaktion
Ich gehöre zu den Leuten, die sehr gern Science Fiction lesen, vor allem in Form von Romanen und Kurzgeschichten. Ich mag ebenso Science-Fiction-Comics, bin aber kaum ein Fan der Kinofilme oder Fernsehserien mit phantastischem Charakter. Ausnahmen wie »Der Astronaut« oder Klassiker wie »2001« bestätigen die Regel. Ich will zu diesem Thema allerdings keine große Diskussion lostreten – das ist ja eine Sache des eigenen Geschmacks, und das wird jeder anders sehen.
Mir persönlich gefällt Science Fiction eben dann, wenn sich die Bilder in meinem eigenen Kopf bewegen. Das erreicht das Genre bei mir durch Geschichten und Romane am besten.
Dabei habe ich mich selten auf eine Richtung konzentriert, weil ich die Vielseitigkeit so schätze. Ich meine: Will ich eher wissenschaftlich orientierte Romane haben, greife ich zur Hard-SF, gern zu einem Werk von Gregory Benford. Ich mag aber nach wie vor Cyberpunk, ob das nun die Klassiker wie William Gibson oder John Shirley oder neuere Schreibende wie Aiki Mira sind. Und ich kann mir gerne einen Roman aus den Bereichen der Military SF oder der Dystopie zu Gemüte führen.
Was ich an PERR RHODAN schätze – neben diversen anderen Dingen natürlich –, ist die Tatsache, dass sich die Serie und ihr gesamter Kosmos nicht auf eine Strömung einengen lassen. Im Perryversum kann ich einen Roman mit Military-SF ebenso finden wie eine kosmische Vision oder eine Liebesgeschichte, ohne dass einer von beiden zu weit aus dem Serienkosmos hinausfallen würde.
Aber klar: Die Serie erzählt in einer epischen Art – die Romane folgen in Fortsetzungen aufeinander – vom Aufbruch der Menschheit in den Kosmos. Wer die Serie zur Space Opera rechnet, hat damit sicher nicht unrecht: Die Begegnung mit Außerirdischen und der Kontakt zu fremden Welten bilden Schwerpunkte vom ersten Band an, ebenso riesige Raumschiffe oder gigantische Entfernungen.
Das gilt ebenso für PERRY RHODAN NEO. Diese Serie greift seit 2011 die klassischen Elemente der PERRY RHODAN-Serie auf und verbindet sie mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und der »Schreibe« von heute. Beide Serien unterscheiden sich inhaltlich wie stilistisch voneinander, haben aber trotzdem sehr viel gemeinsam: Im All treffen die Menschen auf Freunde und Feinde, auf uralte Geheimnisse und faszinierende Sternenreiche.
Beide Serien haben einen »kosmischen Überbau«, wie wir das gern nennen. In den einzelnen Romanen spielt dieser kaum eine Rolle. Da geht es um Menschen und ihre Abenteuer oder Schicksale, um Reisen ins All oder Konflikte in fernen Sonnensystemen. Doch der Hintergrund ist wichtig und beeinflusst immer wieder die Ereignisse, die in den Romanen geschildert werden.
Das zeigt sich auch bei der nächsten Handlungsstaffel, die wir in PERRY RHODAN NEO präsentieren. Jeweils zehn Romane, die von unterschiedlichen Autorinnen und Autoren verfasst werden, ergeben eine solche Staffel. Derzeit arbeitet das Team intensiv an der »Entropia«-Staffel, die auf der Erde beginnt, aber auch in weiter Ferne spielt.
Entwickelt wird die Handlung der zehn Romane von Rüdiger Schäfer und Kai Hirdt. Die beiden Schriftsteller konzipieren die Szenen und Datenblätter, womit sie die Grundlage für die Arbeit der Autorinnen und Autoren legen.
Das kosmische Thema, das »Entropia« bestimmt, klingt geheimnisvoll: Was ist, wenn die Naturgesetze nicht mehr gelten oder sie sich verändern? Wie gehen die Menschen damit um, dass sich auf einmal eine rasante Evolution auf der Erde zeigt? Und wieso scheinen die Regeln der Statistik nicht mehr zu gelten?
Dafür gibt es einen Grund, und über den werden wir in den kommenden Romanen mehr erfahren. Vor allem aber werden wir spannende Geschichten lesen: von Menschen, die auf der Erde mit neuen Situationen zu tun haben, von Perry Rhodan und seinen Gefährten, die eine weite Reise antreten müssen, von einem Sternhaufen, der als Negasphäre bezeichnet wird und von dem man nicht genau weiß, was sich in seinem Inneren abspielt.
Die »Entropia«-Staffel bietet packende Science-Fiction-Abenteuer vor einem faszinierenden kosmischen Hintergrund. Den Einstieg in die Staffel bildet ein Roman von Kai Hirdt, einem der beiden Exposéautoren.
»Evolution und Chaos« wirft einen Blick auf die Erde, die sich verändert: Seltsame Wesen tauchen auf, Menschen verhalten sich seltsam. Den fertigen Roman gibt’s ab dem 28. August 2026 – weitere Informationen folgen.
(Dieses Logbuch kam im August auf unserer Internet-Seite. Ich wiederhole es hier aus dokumentarischen Gründen.)
07 September 2026
Der geplante Anfang
Seit 1977 beschäftige ich mich mit der PERRY RHODAN-Serie, zuerst als Leser und Fan, dann als Redakteur. In dieser Zeit hatte ich den allerersten Roman unserer Serie, den legendären Roman mit dem Titel »Unternehmen Stardust« mehrfach in den Händen; ich las ihn sicher fünf- oder sechsmal in unterschiedlichen Phasen meines Lebens.
Aber nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass es ein Kapitel vor dem ersten Kapitel gegeben hätte, das dem Lektorat des Jahres 1961 zum Opfer fiel.
Dem Sammler Markus Rohrwild und unserem Redakteur Olaf Brill ist zu verdanken, dass sich nun jede Leserin und jeder Leser ein Bild von diesem ersten Kapitel machen können. Der aktuelle Roman mit der Bandnummer 3394 bietet diese Seiten – wir haben schlichtweg den Durchschlag des Manuskripts genommen und die ersten Seiten sehr sorgsam eingescannt.
Was schließt man heute daraus? Nach all den Jahrzehnten? Muss die Geschichte der PERRY RHODAN-Serie umgeschrieben werden?
Sicher nicht. »Unternehmen Stardust« ist ein spannender Roman, dessen erzählerische Wucht im Jahr 1961 die Leute begeistert hat. Es ist auch gut, dass man das ursprüngliche erste Kapitel strich, um direkt mit General Pounder und seinen Erläuterungen anzufangen – das ist direkter und macht klar, wer Perry Rhodan ist.
Spannend finde ich es trotzdem: Dieses Manuskript belegt, wie man schon der Frühzeit unserer Serie darum gerungen hat, die Romane so gut und so packend wie möglich zu machen. Ob die Streichung damals vom Redakteur oder vom Außenlektor veranlasst wurden, kann ich heute nicht sagen – dazu fehlen mir alle Unterlagen.
04 September 2026
Ein Tropfen Ewigkeit
Das aktuelle PERRY RHODAN-Buch ist da, zumindest auf meinem Schreibtisch und sicher schon im Buchhandel. Der Silberband mit dem Titel »Ein Tropfen Ewigkeit« ist der zweite Teil des »Cantaro«-Zyklus, der zu den Höhepunkten der PERRY RHODAN-Geschichte gehört. Erstmals erschienen die entsprechenden Heftromane in den 80er-Jahren und wurden damals von den Lesern richtiggehend abgefeiert – nun präsentieren wir sie in Form der Buchausgabe neu.
Ich weiß noch, dass ich das Szenario damals aufregend fand: Perry Rhodan und seine Gefährten sind neu in ihrer eigenen Heimat. Niemand hat mit ihnen gerechnet, man nimmt sie nicht ganz für voll. Selbst Gucky wird klargemacht, dass man bislang ganz gut ohne ihn klargekommen ist.
Das war eine ganz andere Ausgangslage für unsere Helden, und das wurde vom damaligen Autorenteam sehr intensiv geschildert. Der »Cantaro«-Zyklus hatte damals für mich als Leser die eine oder andere Schwäche; trotzdem fand ich ihn unterm Strich sehr spannend.
Er legte den Grundstock für die weiteren Zyklen, die danach kamen, für den Vorstoß an die Große Leere beispielsweise. Aber das ist dann wieder eine andere Geschichte …
03 September 2026
Action-Spiele in den frühen 80er-Jahren
Man muss ehrlich sein: In den frühesten Computerspielen, die in den 80er-Jahren veröffentlicht wurden, ging es vor allem ums »Ballern«. Man schoss auf Raumschiffe oder Asteroiden, lieferte sich bei »Ballerburg« allerlei Duelle und war froh, überhaupt am Computer spielen zu können. Es kann also nicht verwundern, dass auch die Marke PERRY RHODAN für Computerspiele eingesetzt wurde.
In den Heftromanen des Pabel-Moewig-Verlags erschienen beispielsweise im Jahr 1984 – hier ist eine Anzeige aus MYTHOR zu sehen – Anzeigen unter dem reißerischen Titel »Wahnsinn: Perry Rhodan's Video-Spiele!« Der Text inklusive des falschen Apostrophs richtete sich offensichtlich an Jugendliche männlichen Geschlechts.
Zum Angebot gehörten die Spiele »Cosmic Town«, »Laser Base« und »Fire Birds«. Beschreibungen, Titelbilder und Titel machten klar: Mit dem Inhalt der PERRY RHODAN-Serie, die damals eher »friedensbewegt« war, hatte das alles nichts zu tun.
Wie sich die Spiele damals verkauften und welche Resonanz sie bei den Leserinnen und Lesern hatten, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Im Verlagsarchiv gibt es dazu keinerlei Unterlagen.
02 September 2026
Malora erwacht
Das Titelbild von Dirk Schulz finde ich übrigens stark, auch wenn es nicht ganz dem Inhalt entspricht. Es kann in Malora praktisch keine Felsbrocken mehr geben, die im All treiben – so haben wir es in den Romanen ausgesagt. Die sind alle von den Trassenmachern aufgefressen worden.
Aber das Bild ist auf diese Weise sehr eindrucksvoll: Man sieht links und im Zentrum die Flut der Trassenmacher, und rechts kann man einen kleinen Asteroiden sehen, der offensichtlich gerade von ihnen erfasst worden ist. Das Bild vermittelt so Spannung, finde zumindest ich, und zwar mehr als eine Darstellung, die hundertprozentig dem Inhalt des Romans entspricht.
01 September 2026
Eine Zukunft für Malora?
Ein Logbuch der Redaktion
Die PERRY RHODAN-Serie machte sich bekanntlich mit Band 200 auf zu fernen Galaxien: Der klassische »Meister der Insel«-Zyklus erzählte unter anderem vom Vorstoß der Terraner in die nahegelegene Sterneninsel Andromeda. Seither schilderten die einzelnen Zyklen unserer Serie immer wieder fremde Galaxien – nicht nur in unserem Universum, sondern auch in fremden Kosmen.
Aktuell spielt Malora eine wichtige Rolle. In dieser Sterneninsel und ihrer Umgebung sind Reginald Bull und das Team an Bord des PHOENIX unterwegs. Man ist der Spur einer kosmischen Trasse gefolgt, wobei man am Ende auf Malora getroffen ist. Mittlerweile wissen die Terraner auch mehr über die kosmischen Zusammenhänge, die weit in die Vergangenheit zurückreichen.
Wie es in Malora weitergeht, erzählt Susan Schwartz in ihrem kommenden Roman. Die Autorin hat für eine Weile pausiert und zeigt nun, was Reginald Bull und sein Team erleben. Ihr Roman trägt den Titel »Der Gefangene von Malora« und die Bandnummer 3392; im Handel ist er ab dem 21. August 2026.
Dabei wartet die Autorin mit einer handfesten Überraschung auf. Eigentlich gilt Malora als eine tote Galaxis, in der nichts mehr lebt, in der es nur Unmengen von Trassenmachern gibt. Doch auf einmal gibt es Signale, die auf Leben hindeuten. Was kann das sein? Reginald Bull persönlich geht auf eine Exkursion …
Wie es dann innerhalb von Malora weitergeht und auf welche Geheimnisse die Terraner stoßen, ist Thema für den ersten Teil eines Doppelbands, den Michelle Stern verfasst hat. »Doppeltes Spiel« hat die Bandnummer 3393 und wird am 28. August 2026 veröffentlicht.
Die Autorin bietet einen Blick in eine Galaxis, die als tot gilt, in der es aber doch so etwas wie einen Gegner gibt. Wie das mit den Trassenmachern und ihrer Vergangenheit zusammenhängt? Das müssen Bull und seine Gefährten noch herausfinden.
Im zweiten Teil ihres Doppelbandes verrät Michelle Stern mehr über die Hintergründe. Natürlich gibt es bei den Portuu, den Herren über die kosmische Trasse, unterschiedliche Ziele und Absichten, was die Zukunft von Malora angeht – die Besatzung des PHOENIX muss schauen, wie sie sich verhält.
Der Roman trägt den sehr klaren Titel »Malora erwacht«, der einen Teil des Inhalts verrät, und die Bandnummer 3394. Er erscheint am 4. September 2026.
Den Abschluss des Vierer-Blocks bildet ein Roman von Kai Hirdt. Der Autor zeigt in »Lügen und Legenden« nicht nur auf, wie es mit Malora weitergeht, sondern er schildert auch die Zukunft des Sternwürfels. Erneut muss sich dabei die Besatzung des PHOENIX bewähren.
Der Roman mit der Bandnummer 3395 wird am 11. September 2026 publiziert und zeigt das »Ende einer Ära«; so sagen wir es zumindest im Untertitel. Er bildet zudem den direkten Übergang zum Abschluss des »PEGASOS«-Zyklus.
Am Ende der vier Bände werden unsere Leserinnen und Leser mehr über den Sternwürfel und seine Bewohner wissen, aber auch über die Galaxis Malora und die Portuu. Und sie können darüber spekulieren, wie es mit Reginald Bull und dem PHOENIX weitergeht – ich will an dieser Stelle dazu natürlich noch nichts aussagen …
(Dieses Logbuch wurde im August auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Redaktion veröffentlicht. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.)
31 August 2026
Doppeltes Spiel
Das Titelbild des PERRY RHODAN-Romans, den wir in der vergangenen Woche veröffentlicht haben, finde ich richtig stark: Es zeigt Dr. Liam Barstow, die Ingenieurin, die unter anderem das Raumschiff PHOENIX konstruiert hat; sie steht inmitten eines Haufens zerstörter Trassenmacher – und sie wirkt auf mich richtig entschlossen.
Das Titelbild stammt von Dominic Beyeler, während den Roman Michelle Stern verfasste. »Doppeltes Spiel«, so der Titel des Romans, ist der erste Teil eines Doppelbands, in dem die Besatzung des PHOENIX eine wichtige Rolle spielt.
In erster Linie aber geht es um die zahlreichen Konflikte in der und um die Galaxis Malora, wo sich die Portuu sowie die Raumschiffe der Leun gegenüberstehen und wo die Trassenmacher nach wie vor eine mysteriöse Gefahr aus der Vergangenheit bilden. Der Roman bildet einen weiteren entscheidenden Schritt hin zum Höhepunkt der laufenden Handlungsebene um den PHOENIX …
28 August 2026
Der Gefangene von Malora
Wenn sich eine Autorin darauf versteht, die Figur des Reginald Bull zu beschreiben, so ist es Susan Schwartz. Seit sie vor mehr als dreißig Jahren mit ihrem ersten PERRY RHODAN-Roman den rothaarigen Terraner als Hauptfigur durch das Geschehen führte, hatte sie immer große Freude mit ihm. Das zeigt sich auch bei dem Roman »Der Gefangene von Malora«, der in meinem Urlaub in den Handel kam.
Die Autorin erzählt darin ein spezielles Abenteuer des Terraners, der bekanntlich mit Perry Rhodan zum Mond flog und dort auf die Arkoniden stieß. Diesmal kommt Bull aber mit einem großen Raumschiff und stößt auf einen Körper, der im All unterwegs ist und sehr klein wirkt.
Was bei der unheimlichen Begegnung geschieht und wie sie am Ende ausgeht, fand ich sehr unterhaltsam geschildert. Damit treibt die Autorin das Geschehen in der fernen Galaxis Malora weiter auf ihren Höhepunkt zu …
27 August 2026
Evolution und Chaos
Morgen erscheint er offiziell, seit heute kann man den Roman im E-Book-Shop sowie an vielen Verkaufsstellen erhalten: Band 390 von PERRY RHODAN NEO, der Start in die neue Staffel. Kai Hirdt schrieb »Evolution und Chaos«, mit dem wir in die »Entropia«-Staffel einsteigen. Zu diesem Band habe ich schon einiges geschrieben, weshalb ich auf den Inhalt nicht groß eingehen möchte – das haben wir an anderen Stellen oft genug getan.
Mir haben in diesem Roman die unterschiedlichen Charaktere gefallen, die der Autor durch die Geschichte scheucht. Wir haben eine Rangerin im Naturpark, die sich mit Echsen auskennt, und wir haben einen ehemaligen Raumfahrer, der an Kontrollwahn leidet und trotzdem versucht, immer das Richtige zu tun (oder gerade deshalb?). Und wir haben eine weitere Figur, die dem Leser und der Leserin sicher sehr unsympathisch sein wird – so ging es mir zumindest bei der Lektüre des Manuskripts.
Mit solchen Figuren gelingt es dem Autor immer wieder, spannende Szenen zu bringen, ohne auf Reginald Bull oder Perry Rhodan zurückgreifen zu müssen. Die spielen natürlich ebenfalls wichtige Rollen, und sie sind selbstverständlich in der Handlung vorhanden – weite Teile der Handlung aber schildert der Autor aus der Sicht von klar dargestellten Hauptfiguren. Damit vermittelt er zudem eine Ansicht der Erde in einer Zukunft, die gut ein halbes Jahrtausend von unserer Zeit entfernt ist und in der Raumschiffe sowie eine beeindruckende Technik aufgeboten werden können.
Mir hat »Evolution und Chaos« also aus unterschiedlichen Gründen gefallen. Dass Kai Hirdt damit auf originelle Weise die neue Handlungsstaffel beginnt, ist quasi das Tüpfelchen auf dem »i« – sehr schön!
11 August 2026
Zwei Wochen außer Haus
Auf und in diesem Blog geht es wohl erst am 26., vielleicht sogar erst am 27. August weiter. Das sind rund zwei Wochen …
Chronik des Zusammenbruchs
Der Autor entwirft in einigen Szenen ein schönes Bild vom Alltagsleben in Terrania, der Hauptstadt der Erde. Wie verhält sich eine Autorin, und gibt es in dieser fernen Zukunft überhaupt noch Autorinnen? Aber natürlich ist das nur ein Element des Romans, der insgesamt eine tragische Geschichte erzählt.
Mir haben die Gegensätze sehr gut gefallen: Auf der einen Seite lernen wir sympathische Menschen kennen, auf der anderen Seite erhalten wir das dramatische Bild einer Menschheit, die vor dem Abgrund steht.
10 August 2026
Wenn Sterne bluten
Die Handlung spielt auf mehreren Schauplätzen und bringt eine Reihe von Figuren ins Geschehen, die bei unserer Serie immer wieder eine wichtige Rolle einnehmen. Mit Reginald Bull, Gucky, Perry Rhodan und Thora Rhodan di Zoltral präsentiert der Autor die wichtigsten Hauptpersonen dieser Staffel. Das schafft er in dramatischen Szenen und in teilweise trockenen Dialogen.
Mir gefiel der Roman sehr gut, ich mochte diesen Abschluss – aber ich mag generell Romane von Rüdiger Schäfer, der als Autor immer wieder beeindruckende Werke präsentieren kann …
06 August 2026
Abrechnung im Park
Veröffentlicht wurde er als redaktionelle Beilage im PERRY RHODAN-Extra 1 sowie – mit winzigen Änderungen – als separates kleines Heft, das bei Veranstaltungen kostenlos verteilt wurde. Auch die Ausgabe 78 der Zeitschrift »Comixene« druckte den Comic ab.
»Abrechnung im Park« hatte übrigens nichts mit den geplanten Comic-Veröffentlichungen im Splitter-Verlag zu tun. Dieser wurde erst 2006 gegründet, zwei Jahre also nach diesem Experiment. »Abrechnung im Park« diente als »Teaser« für eine geplante Zusammenarbeit mit einem der großen Comic-Verlage, aus der leider aufgrund personeller Änderungen nichts wurde.
05 August 2026
Kultur im Perryversum
Hören die Menschen in der fernen Zukunft noch Musik – und wenn ja, wie klingt die denn? Lesen sie noch Bücher – und wenn ja, in welcher Form werden diese Romane dargeboten? Und wie sieht es mit Bildender Kunst, mit Theater und Tanz aus?
In früheren Jahrzehnten hat vor allem Hans Kneifel in seinen Romanen solche kulturellen Details eingebracht. Atlan Village entstand in seinen Beschreibungen; der Autor erzählte von Bars und Restaurants, von Künstlern und Komponisten. Mir gefiel das als Leser immer sehr gut, weil das die Welt der Zukunft ein wenig plastischer gestaltete.
Und heute? Mich freut es, wenn wir in einem Roman von Oliver Fröhlich erfahren, dass es immer noch Autorinnen gibt, die an Texten arbeiten. Mich freut, wenn ich in einem Roman von Wim Vandemaan von Kunstwerken an den Wänden eines Hauses lese. Es sind die Details, die einen Roman nicht entscheidend voranbringen, die aber die Figuren und ihre Umwelt charakterisieren.
Und mir ist klar, dass das nicht alle Leserinnen und Leser mögen. Kultur gehört zum Perryversum ebenso dazu wie Raumschiffe, Aliens, Roboter oder monströse Waffen – ich mag es, wenn unser Serienuniversum so abwechslungsreich aussieht.
04 August 2026
Die Stunde der Deponentin
Mir hat vor allem imponiert, wie der Autor aus einer eigentlich unwichtig wirkenden Nebenfigur eine zentrale Figur für die Handlung macht. Sie erarbeitet Pläne mit allerlei Hintertürchen, die sie dann auch umsetzt. Was sie damit bezweckt, dürfte ihr selbst zwar klar sein – nicht aber das, was am Ende wirklich entstehen kann.
Der Leo-Lukas-Doppelband sowie der darauffolgende Roman von Oliver Fröhlich bilden in gewisser Weise eine Trilogie in unserer laufenden Handlung. Sie bringen die Geschehnisse im Solsystem zu einem kritischen Punkt – und in mancherlei Hinsicht darüber hinaus … eine konsequente Weiterentwicklung des Geschehens um die Superintelligenz ES.
03 August 2026
Autorenbesuch trotz Hitze
Der Autor war zu einem Termin verabredet: Unser Film-Team holte ihn vor die Kamera, um ihn zu interviewen. Bereitwillig gab Christian Montillon dann Auskünfte über seine Arbeit und seinen aktuellen Roman. Die Fragen stellte Adnan Turan. Das Video werden wir, nachdem es geschnitten worden ist, wohl im September auf YouTube und anderen Plattformen präsentieren.
Mit dem Autor besprach ich danach seinen aktuellen Roman und andere Themen. Wir gingen in ein nahegelegenes Restaurant, wo man im Freien sitzen und gut essen kann. Ein angenehmer Wind ging, und so konnten wir in aller Ruhe – sieht man vom Lärm der Bundesstraße ab, die direkt am Restaurant vorbeiführt – einige wichtige Themen besprechen. Manches Mal ist es einfach sinnvoll, sich persönlich zu treffen …
31 Juli 2026
Chroniden und Vorbereitungen
Das umlaufende Titelbild steht, der Roman selbst ist im Haus, auch der vierfarbige Innenteil ist schon weit vorangeschritten. Wer den Roman schreibt und wie sein Titel ist, gebe ich demnächst offiziell bekannt – der Inhalt bietet die eine oder andere knallige Überraschung für die Leserinnen und Leser, denke ich.
Die Leseprobe, die wir zu diesem Band produzieren wollen, steht schon, was den Text angeht, und kann in Druck gehen. Wir haben einige Slogans für Anzeigen festgelegt; die Entwürfe dafür haben wir diese Woche mit einigen Änderungen auch weiterentwickelt. Das heißt, dass wir wesentliche Elemente für das Marketing vorbereitet haben.
Es sieht gut aus, finde ich. Da die meisten von uns im August irgendwann einige Tage frei haben, ist so eine Vorarbeit immer sinnvoll.
30 Juli 2026
Eröffnung in Saarbrücken
Als Moderatorin trat die Chefin der Public-Relations-Truppe selbst auf. Linda Ivanus-König hatte sich extra einen silbernen Anzug schneidern lassen, damit sie wie ein Astronaut aussah, und sich allerlei Glitzerzeugs in die Haare gemacht – was man sich eben vorstellte, wenn man im Jahr 1986 an Science Fiction dachte.
Ihr Gegenüber stand ein »Roboter«, ein ferngesteuertes Etwas, das allerlei Geräusche von sich gab und sich so verhielt, wie man sich eben einen Roboter vorstellte. In der Euphorie der Con-Eröffnung spielte das alles keine Rolle: Die Rede saß, die Besucherinnen und Besucher jubelten begeistert, alles klappte hervorragend.
Der WeltCon in der Saarlandhalle in Saarbrücken konnte beginnen; er lief tatsächlich reibungslos und mit praktisch keinem Problem. Sprach man später mit Fans darüber, blieb die Eröffnungsrede allerdings weniger in Erinnerung als andere Auftritte …
29 Juli 2026
Sechs Planetenromane von Robert Feldhoff
Ein Logbuch der Redaktion
Mit unseren Partnern von Eins A Medien arbeiten wir schon seit mehr als zwanzig Jahren zusammen: Die Kolleginnen und Kollegen aus Köln vertonen jeden Roman, den wir publizieren. Seit Band 2400 heißt das: jede Woche ein Hörbuch. Dazu kommen die Audio-Ausgaben der PERRY RHODAN-Bücher, der Serie PERRY RHODAN NEO sowie der diversen Miniserien.
Ich freue mich immer, wenn ich mit den Kollegen von Eins A Medien spreche. Man spürt in den Gesprächen, mit welchem Herzblut und welchem Engagement sie bei der Sache sind und immer wieder nach neuen Möglichkeiten suchen, spannende Hörbücher zu veröffentlichen.
Dabei bewegt sich das Label nicht nur in PERRY RHODAN-Bahnen, sondern längst darüber hinaus. Mit dem »Warhammer«-Universum hat Eins A Medien beispielsweise einen eigenständigen Hörbuch-Kosmos für sich erschlossen. Das finde ich faszinierend, auch wenn ich selbst mich damit gar nicht auskenne.
Aber zurück zu PERRY RHODAN. Vor allem am Anfang war Josef Tratnik der zentrale Sprecher. Er las die Silber Edition in den ersten Jahren als einziger Sprecher ein. Seine Stimme begleitete die Hörerinnen und Hörer durch die Mondlandung, die Begegnung mit Arkoniden, Akonen und Blues, den Vorstoß nach Andromeda und in andere Galaxien, die Krise durch den Schwarm und das Konzil der Sieben. Für die neueren Hörbücher zeichneten jüngere Kollegen verantwortlich.
Seit einiger Zeit pausierte Josef Tratnik eigentlich und genoss seinen Ruhestand. Doch er wollte wieder etwas mit PERRY RHODAN vorlesen – und weil sowohl wir in der Redaktion als auch die Kollegen bei Eins A Medien das gut fanden, überlegten wir, welches Thema ihm wohl angemessen sein könnte.
Wir kamen auf einen »modernen Klassiker«, wie man das so schön nennt, und entwickelten die »Robert-Feldhoff-Edition«: sechs Romane des viel zu früh verstorbenen Schriftstellers, die Josef Tratnik einlesen und die Eins A Medien nacheinander veröffentlichen würde. Ich finde, dass das eine sehr gute Kombination ist.
Robert Feldhoff war sicher der PERRY RHODAN-Autor, der die Serie in den 90er-Jahren und in der ersten Hälfte der Nuller-Jahre am Stärksten prägte. Dank seiner Ideen wurde das »Perryversum« um neue Figuren und kosmische Konzepte erweitert, kamen neue Serien in den Handel – ATLAN konnte wiederbelebt werden, es gab Taschenbuch-Zyklen – und wurde unsere Marke in den »neuen Medien« stärker präsent.
Von ihm stammen zentrale Figuren und Konzepte der neueren Zeit: Voltago, der mysteriöse Roboter, die Kosmischen Fabriken und die Diener der Materie, die Brücke in die Unendlichkeit und die Koalition von Thoregon, die uralte Superintelligenz ARCHETIM und viele andere Themen mehr. Bis heute werden seine Ideen in unseren aktuellen Romanen verwendet, sie sind zu Grundlagen unserer Serie geworden.
Dabei geht gelegentlich unter, dass Robert Feldhoff zahlreiche spannende Romane schrieb, die den Serienkosmos eigenständig erweiterten und die man ohne Vorkenntnisse verstehen kann. Sie wurden im Rahmen der Planetenromane veröffentlicht und bieten stets abenteuerliche Science Fiction. Wer PERRY RHODAN noch nicht kennt, wird mit diesen Abenteuern gut in das Universum eingeführt – bekannte Figuren wie Perry Rhodan selbst treten kaum auf, meist konzentriert sich der Autor auf Figuren, die eher »am Rand« stehen, und zeigt ihre Schicksale.
Mit Romanen wie »Scitt, der Zwerg« und »Die Toleranz-Revolution« erzählte er Episoden, die frühere Zyklen ergänzen; mit »Die Ferrol-Dolche« und »Raumpiloten« lieferte er actionreiche Geschichten, die auf Planeten spielten, die jeder PERRY RHODAN-Leser kennt. Mir persönlich gefiel immer »Die Show der Sterne« ganz besonders, weil der Autor seine Hauptfigur dabei in einen Kosmos der Wunder stolpern lässt.
Die stärkte Geschichte in der Edition aus sechs Planetenroman-Hörbüchern ist sicher »Terra in Trance«; der Roman spielt gewissermaßen am Ende des »Cantaro«-Zyklus und ergänzt diesen hervorragend. (Er verrät allerdings den Schluss des Zyklus; so viel sei an dieser Stelle angemerkt.)
Auf die »Robert-Feldhoff-Edition« freue ich mich schon sehr. Ich möchte die sechs Hörbücher allesamt selbst hören – mit Josef Tratniks Stimme und Robert Feldhoffs Geschichten reise ich damit wieder ins Perryversum …
(Dieses Logbuch stand im Juli auch schon auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Redaktion. Hier wird es aus dokumentarischen Gründen wiederholt.)





























