Das erste Dutzend ist voll – unfassbar! Mir liegt als Belegexemplar das Buch »Die Mutanten-Krise« vor. Veröffentlicht wurde es von unseren Partnern von Edel, es ist der zwölfte Band unserer Platin Edition, also der Buchausgabe von PERRY RHODAN NEO. Ich bin immer sehr glücklich, wenn ich die neuen NEO-Bücher erhalte: Letztlich haben wir damit eine Idee umgesetzt, die schon in den frühen Nuller-Jahren buchstäblich auf dem Tisch lag, die wir aber noch nicht so richtig nach vorne bringen konnten.
Im vorliegenden Buch geht’s um die Mutanten, die in echte Schwierigkeiten geraten. Frank Borsch, der die Exposés in dieser NEO-Phase allein verfasste, orientierte sich dabei bewusst an der »Second-Genesis-Krise« aus der klassischen PERRY RHODAN-Serie.
Aber natürlich entwickelte er das Thema für PERRY RHODAN NEO ganz neu und ganz anders. Wie ihm das gelungen ist, davon können sich jetzt auch die Leser überzeugen, die dickleibige Bücher bevorzugen, die man sich schick ins Regal stellen kann – nach erfolgter Lektüre idealerweise ...
19 Mai 2017
18 Mai 2017
Die Welt von PERRY RHODAN NEO
Auch unsere Serie PERRY RHODAN NEO ist mittlerweile weit vorangeschritten – bald erscheint der Band 150. Da ist es sinnvoll, eine Broschüre anzubieten, über die sich potenzielle Leser und Interessenten informieren können. Aus diesem Grund hat Klaus Bollhöfener aus dem Nachbarbüro »Die Welt von PERRY RHODAN NEO« produzieren lassen.
Die zwölf Seiten umfassende Broschüre wurde von Rüdiger Schäfer getextet; der NEO-Exposéautor weiß schließlich am besten über »seine« Serie Bescheid. Das vierfarbig gedruckte Werk enthält kurze Inhaltsangaben der jeweiligen Staffeln, informiert über die Exposéautoren und vermittelt darüber hinaus, was es »sonst noch« rings um die Serie gibt.
Solche Broschüren richten sich nicht an die Stammleser – diese kennen sich sowieso aus. Zielgruppe sind Menschen, die unsere Serie noch nicht kennen oder sich erst einmal nur informieren wollen. Diese erreichen wir dann hoffentlich auf Buchmessen oder auf Veranstaltungen wie der anstehenden FedCon.
Die zwölf Seiten umfassende Broschüre wurde von Rüdiger Schäfer getextet; der NEO-Exposéautor weiß schließlich am besten über »seine« Serie Bescheid. Das vierfarbig gedruckte Werk enthält kurze Inhaltsangaben der jeweiligen Staffeln, informiert über die Exposéautoren und vermittelt darüber hinaus, was es »sonst noch« rings um die Serie gibt.
Solche Broschüren richten sich nicht an die Stammleser – diese kennen sich sowieso aus. Zielgruppe sind Menschen, die unsere Serie noch nicht kennen oder sich erst einmal nur informieren wollen. Diese erreichen wir dann hoffentlich auf Buchmessen oder auf Veranstaltungen wie der anstehenden FedCon.
17 Mai 2017
Reginald Bull steht im Fokus
Am heutigen Tag habe ich mich mehrfach mit der Person von Reginald Bull beschäftigt. In der PERRY RHODAN-Serie ist er der Mann, der mit Perry Rhodan zum Mond fliegt und dort auf die Arkoniden trifft. Für viele Leser – darunter auch mich – zählt er zu den prägenden Figuren der Serie. Seit einiger Zeit hat man von ihm nichts mehr gehört.
Der PERRY RHODAN-Roman, den ich als Manuskript lese, trägt den Titel »Reginald Bulls Rückkehr« und kommt im Juli 2017 in den Handel. Als Autor ist Hubert Haensel zuständig, der sich mit dem oft als korpulent und aufbrausend beschriebenen Bull schon oft beschäftigt hat; sein dickleibiges Buch der »Kosmos-Chroniken« finde ich immer noch gut. (Okay, der Roman hat die Bandnummer 2917 und kommt am 14. Juli 2017 heraus.)
Darüber hinaus habe ich mich heute mit Exposés und Ideenpapieren beschäftigt, in denen dieser Name häufig stand. Und ich machte mir Gedanken über Texte für unsere Internet-Seite. Bei alledem spielte Reginald Bull eine große Rolle ...und zum Inhalt der jeweiligen Romane möchte ich an dieser Stelle noch nichts verraten. Aus hoffentlich nachvollziehbaren Gründen ...
Der PERRY RHODAN-Roman, den ich als Manuskript lese, trägt den Titel »Reginald Bulls Rückkehr« und kommt im Juli 2017 in den Handel. Als Autor ist Hubert Haensel zuständig, der sich mit dem oft als korpulent und aufbrausend beschriebenen Bull schon oft beschäftigt hat; sein dickleibiges Buch der »Kosmos-Chroniken« finde ich immer noch gut. (Okay, der Roman hat die Bandnummer 2917 und kommt am 14. Juli 2017 heraus.)
Darüber hinaus habe ich mich heute mit Exposés und Ideenpapieren beschäftigt, in denen dieser Name häufig stand. Und ich machte mir Gedanken über Texte für unsere Internet-Seite. Bei alledem spielte Reginald Bull eine große Rolle ...und zum Inhalt der jeweiligen Romane möchte ich an dieser Stelle noch nichts verraten. Aus hoffentlich nachvollziehbaren Gründen ...
16 Mai 2017
NEO in Japan?
Da unsere japanischen Partner bereits erste Entwürfe veröffentlichen und die entsprechenden Informationen jetzt durchs Netz sickern, muss ich wohl das Thema kurz anreißen: Es ist geplant, in diesem Jahr einen »Testballon« mit PERRY RHODAN NEO in Japan starten zu lassen. Unsere Partner arbeiten an den Grundlagen, wir diskutieren über die Sprachengrenzen hinweg.
An die Details möchte ich noch nicht gehen; das geben wir dann bekannt, wenn alles klar und eindeutig ist. Sicher ist, dass PERRY RHODAN NEO für das japanische Publikum übersetzt wird. Wir sind gespannt darauf, wie unsere Leser dort – die japanische Übersetzung ist ja deutlich »hinter« uns – auf die moderne Art von PERRY RHODAN reagieren.
An die Details möchte ich noch nicht gehen; das geben wir dann bekannt, wenn alles klar und eindeutig ist. Sicher ist, dass PERRY RHODAN NEO für das japanische Publikum übersetzt wird. Wir sind gespannt darauf, wie unsere Leser dort – die japanische Übersetzung ist ja deutlich »hinter« uns – auf die moderne Art von PERRY RHODAN reagieren.
15 Mai 2017
Haensel-Planetenromane in der Arbeit
In den Jahren, in denen ich als »ganz normaler« Leser die PERRY RHODAN-Serie konsumierte – sowohl die wöchentlichen Heftromane als ein Großteil der Taschenbücher –, zählte Hubert Haensel zu den damals jungen Autoren, die ich sehr schätzte. In den 80er-Jahren verfasste er Taschenbücher, in denen er »Lücken« der Handlung schloss, seit den 90er-Jahren arbeite ich mit ihm zusammen.
Am heutigen Tag hatte ich mit einem Planetenroman-Doppelband zu tun, in dem wir zwei Taschenbücher des Autors zusammenfassen. Rainer Nagel liefert immer umfangreiche und informative Vor- und Nachworte zu diesen Romanen; ich schaue diese Texte noch einmal durch, redigiere gegebenenfalls den Rücken- und den Werbetext, denke mir darüber hinaus die Texte aus, die wir unsere Internet-Seite stellen.
Und ich freue mich darüber, welches Bildmotiv Arndt Drechsler gewählt hat. Es passt zur Handlung eines der zwei klassischen Romane, es ist sowieso ein schönes Science-Fiction-Motiv. Es macht mir immer wieder Freude, an den Planetenromanen mitzuwirken!
Am heutigen Tag hatte ich mit einem Planetenroman-Doppelband zu tun, in dem wir zwei Taschenbücher des Autors zusammenfassen. Rainer Nagel liefert immer umfangreiche und informative Vor- und Nachworte zu diesen Romanen; ich schaue diese Texte noch einmal durch, redigiere gegebenenfalls den Rücken- und den Werbetext, denke mir darüber hinaus die Texte aus, die wir unsere Internet-Seite stellen.
Und ich freue mich darüber, welches Bildmotiv Arndt Drechsler gewählt hat. Es passt zur Handlung eines der zwei klassischen Romane, es ist sowieso ein schönes Science-Fiction-Motiv. Es macht mir immer wieder Freude, an den Planetenromanen mitzuwirken!
12 Mai 2017
Adam von Aures
Die Zeitwissenschaftlerin Aichatou Zakara ist ein dankbares Motiv für ein Titelbild – zumindest schien das Arndt Drechsler zu denken, als er das Cover von »Adam von Aures« gestaltete. Der Roman wurde von Wim Vandemaan geschrieben und kommt am 19. Mai 2017 in den Handel. Als Redakteur erhielt ich das frisch gedruckte Heft bereits auf den Tisch ...

Ich erinnere mich noch gut, wie ich das Manuskript las. »Ich finde die Art und Weise, wie Du Terrania präsentierst, sehr gut und eindrucksvoll«, schrieb ich dem Autor anschließend. Ich lobte beispielsweise »die vielen Details, etwa zur Musik, zu den Trecks oder ausgefallenen Berufen«.
Sicher bin ich, dass viele Leser vor allem schätzen werden, welche Figuren auftauchen. Immerhin spielt Homer G. Adams einmal wieder eine wichtige Rolle; darüber hinaus taucht ein weiterer »alter Bekannter« aus der Geschichte der PERRY RHODAN-Serie auf.
Wim Vandemaan als Exposéautor schaffte es in diesem Roman auf jeden Fall, mich zu verblüffen. Schon das Exposé fand ich faszinierend. Ich bin sicher, das wird vielen Lesern ähnlich gehen.

Ich erinnere mich noch gut, wie ich das Manuskript las. »Ich finde die Art und Weise, wie Du Terrania präsentierst, sehr gut und eindrucksvoll«, schrieb ich dem Autor anschließend. Ich lobte beispielsweise »die vielen Details, etwa zur Musik, zu den Trecks oder ausgefallenen Berufen«.
Sicher bin ich, dass viele Leser vor allem schätzen werden, welche Figuren auftauchen. Immerhin spielt Homer G. Adams einmal wieder eine wichtige Rolle; darüber hinaus taucht ein weiterer »alter Bekannter« aus der Geschichte der PERRY RHODAN-Serie auf.
Wim Vandemaan als Exposéautor schaffte es in diesem Roman auf jeden Fall, mich zu verblüffen. Schon das Exposé fand ich faszinierend. Ich bin sicher, das wird vielen Lesern ähnlich gehen.
11 Mai 2017
Der Bookwire Publishers Day 2017
Ein Logbuch der Redaktion
Seit 2011 ist Bookwire der Partner für PERRY RHODAN, wenn es darum geht, unsere E-Books möglichst gut an die einzelnen Handelsplattformen zu verteilen. Wir sind sehr zufrieden mit unserem Partner und sagen das auch bei jeder Gelegenheit. Wenn Bookwire dann zu einer Veranstaltung lädt, fahren wir auch gern hin.
Am Donnerstag, 27. April 2017, wurde der dritte Publishers Day veranstaltet. Von der PERRY RHODAN-Redaktion waren Philine-Marie Rühmann
und ich anwesend; mit uns trafen sich rund 120 Menschen in einem
schönen Saal im Literaturhaus Frankfurt. Als Devise hatte Bookwire »Sell
More Books« gewählt – den Slogan hatten die Veranstalter sogar auf
Taschen drucken lassen.
Innerhalb der Buchbranche gibt es bekanntlich unterschiedliche Ansätze, seine Inhalte an die Leserinnen und Leser zu bringen. Das hat sich durch die Digitalisierung nicht grundsätzlich geändert, es wurde höchstens angepasst. Gleich beim Einstieg in die Veranstaltung wurden drei unterschiedliche Arten des Publizierens auf der Bühne präsentiert.
Ich fand am spannendsten, was Poppy J. Anderson zu erzählen hatte. Die junge Frau ist als Selfpublisherin sehr erfolgreich. In ihren Romanen schreibt sie über eine fiktive Football-Mannschaft, die aus der amerikanischen Metropole New York kommt. Die Spieler verlieben sich in junge aufregende Frauen, sie haben Konflikte innerhalb des Teams, sie müssen beim Spiel zusammenhalten – die Autorin schafft ein Meer zwischenmenschlicher Konflikte, das sich extrem gut verkauft.
Mit Science Fiction hat das nichts zu tun; ich fand aber sehr interessant, wie Poppy J. Anderson sich präsentierte und wie sie von ihrer Arbeit berichtete. Die Autorin hält engen Kontakt zu ihren Leserinnen, die sie teilweise geradezu lieben.
Wesentlich nüchterner zeigte sich Michael Barabas; er ist der typische Verleger eines Fachverlages – dpunkt –, in dem es Bücher zu Fotografie oder zum Programmieren gibt. Die Auflagen sind eher niedrig, die Zielgruppe ist eher »spitz«. Aber er macht sich ebenfalls Gedanken darüber, wie man die Leser erreicht und wie man sie stärker an den Verlag bindet: So können sich Leser beispielsweise zu einem gewissen Jahresbetrag zu gekauften Print-Bücher auch die E-Books herunterladen.
Einen engeren Bezug zu unserer Literatur hatte Franziska Hans, die beim Kinder- und Jugendbuchverlag Loewe als Teamleiterin für digitale Produktion tätig ist. Sie stellte dar, wie sie für einzelne Schwerpunkte jeweils Facebook- oder Website-Themen entwickeln, wie sie versuchen, die Leser an die Reihen zu binden und wie sie auch neue Autorinnen und Autoren aufbauen. Das geht beispielsweise so weit, dass man sogar ein Rollenspiel zu einem Buch entwirft, bei dem die Leser mithilfe von »Drohnen« auf einer Website die Schauplätze ansteuern können.
Um
die Zukunft des digitalen Buchhandels ging es in weiteren Vorträgen. So
stellt sich Bookchoice vor, eine Art »Buchclub in der digitalen Welt«.
Leser erhalten bei diesem Angebot, das im Sommer 2017 starten soll,
ausgewählte Angebote – sie müssen sich nicht mehr allein durch den
digitalen Buch-Dschungel kämpfen.
Interessant war ein Vortrag der Firma Salesforce, die sich unter anderem auf neue Kundenbeziehungen spezialisiert hat. Bisher betreut dieser Anbieter vor allem Kunden aus unterschiedlichsten Bereichen: gedruckte Bücher und im speziellen E-Books sollen erst verstärkt hinzukommen. Wer den Begriff Customer-Relationship-Management schon einmal gehört hat, kann sich in etwa vorstellen, wohin bei diesem Anbieter die Reise gehen könnte.
Ein wenig komplizierter war ein Vortrag, den Dr. Felix Sasaki vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) hielt: Hier ging es um Standards für die Entwicklung der E-Books und die künftige Präsentation digitaler Angebote im Netz. Man merkte dem Mann an, dass er Experte war; ich verstand streckenweise nicht so recht, was er an technischen Details referierte.
Aber gut – das sind die unterschiedlichen Themen bei einem Publishers Day, in dem es um die digitale Zukunft des Buchhandels geht. Die PERRY RHODAN-Redaktion sollte dabei sein; wir waren es bisher auch immer. Deshalb beteiligten sich Philine-Marie Rühmann und ich auch an Diskussionen und Workshops; in den Pausen fachsimpelten wir mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Verlagen oder trafen Bekannte.
Als ich am Abend in den Zug stieg und Frankfurt wieder verließ, fühlte ich mich zugleich erschöpft und euphorisiert: so viele neue Eindrücke, so viele neue Informationen! Was wir daraus machen können, darüber sprachen wir bereits im Zug – die Details werden wir erst in Zukunft sehen. Aber spannend wird es auf jeden Fall weitergehen!
Seit 2011 ist Bookwire der Partner für PERRY RHODAN, wenn es darum geht, unsere E-Books möglichst gut an die einzelnen Handelsplattformen zu verteilen. Wir sind sehr zufrieden mit unserem Partner und sagen das auch bei jeder Gelegenheit. Wenn Bookwire dann zu einer Veranstaltung lädt, fahren wir auch gern hin.
Innerhalb der Buchbranche gibt es bekanntlich unterschiedliche Ansätze, seine Inhalte an die Leserinnen und Leser zu bringen. Das hat sich durch die Digitalisierung nicht grundsätzlich geändert, es wurde höchstens angepasst. Gleich beim Einstieg in die Veranstaltung wurden drei unterschiedliche Arten des Publizierens auf der Bühne präsentiert.
Ich fand am spannendsten, was Poppy J. Anderson zu erzählen hatte. Die junge Frau ist als Selfpublisherin sehr erfolgreich. In ihren Romanen schreibt sie über eine fiktive Football-Mannschaft, die aus der amerikanischen Metropole New York kommt. Die Spieler verlieben sich in junge aufregende Frauen, sie haben Konflikte innerhalb des Teams, sie müssen beim Spiel zusammenhalten – die Autorin schafft ein Meer zwischenmenschlicher Konflikte, das sich extrem gut verkauft.
Mit Science Fiction hat das nichts zu tun; ich fand aber sehr interessant, wie Poppy J. Anderson sich präsentierte und wie sie von ihrer Arbeit berichtete. Die Autorin hält engen Kontakt zu ihren Leserinnen, die sie teilweise geradezu lieben.
Wesentlich nüchterner zeigte sich Michael Barabas; er ist der typische Verleger eines Fachverlages – dpunkt –, in dem es Bücher zu Fotografie oder zum Programmieren gibt. Die Auflagen sind eher niedrig, die Zielgruppe ist eher »spitz«. Aber er macht sich ebenfalls Gedanken darüber, wie man die Leser erreicht und wie man sie stärker an den Verlag bindet: So können sich Leser beispielsweise zu einem gewissen Jahresbetrag zu gekauften Print-Bücher auch die E-Books herunterladen.
Einen engeren Bezug zu unserer Literatur hatte Franziska Hans, die beim Kinder- und Jugendbuchverlag Loewe als Teamleiterin für digitale Produktion tätig ist. Sie stellte dar, wie sie für einzelne Schwerpunkte jeweils Facebook- oder Website-Themen entwickeln, wie sie versuchen, die Leser an die Reihen zu binden und wie sie auch neue Autorinnen und Autoren aufbauen. Das geht beispielsweise so weit, dass man sogar ein Rollenspiel zu einem Buch entwirft, bei dem die Leser mithilfe von »Drohnen« auf einer Website die Schauplätze ansteuern können.
Interessant war ein Vortrag der Firma Salesforce, die sich unter anderem auf neue Kundenbeziehungen spezialisiert hat. Bisher betreut dieser Anbieter vor allem Kunden aus unterschiedlichsten Bereichen: gedruckte Bücher und im speziellen E-Books sollen erst verstärkt hinzukommen. Wer den Begriff Customer-Relationship-Management schon einmal gehört hat, kann sich in etwa vorstellen, wohin bei diesem Anbieter die Reise gehen könnte.
Ein wenig komplizierter war ein Vortrag, den Dr. Felix Sasaki vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) hielt: Hier ging es um Standards für die Entwicklung der E-Books und die künftige Präsentation digitaler Angebote im Netz. Man merkte dem Mann an, dass er Experte war; ich verstand streckenweise nicht so recht, was er an technischen Details referierte.
Aber gut – das sind die unterschiedlichen Themen bei einem Publishers Day, in dem es um die digitale Zukunft des Buchhandels geht. Die PERRY RHODAN-Redaktion sollte dabei sein; wir waren es bisher auch immer. Deshalb beteiligten sich Philine-Marie Rühmann und ich auch an Diskussionen und Workshops; in den Pausen fachsimpelten wir mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Verlagen oder trafen Bekannte.
Als ich am Abend in den Zug stieg und Frankfurt wieder verließ, fühlte ich mich zugleich erschöpft und euphorisiert: so viele neue Eindrücke, so viele neue Informationen! Was wir daraus machen können, darüber sprachen wir bereits im Zug – die Details werden wir erst in Zukunft sehen. Aber spannend wird es auf jeden Fall weitergehen!
10 Mai 2017
Kurt Brand wäre heute hundert geworden
Ein Logbuch der Redaktion
Der Autor Kurt Brand würde am heutigen Tag seinen Geburtstag feiern – und es wäre ein Jubiläum. Geboren wurde er nämlich am 10. Mai 1917. Vor allem in der frühen Zeit der PERRY RHODAN-Serie prägte er das Perryversum durch seine eigenwilligen Romane, die nicht allen Lesern und Autorenkollegen gleichermaßen gefielen.
Schon in seiner Jugend war Brand von phantastischen Geschichten fasziniert. Er las nach eigenen Angaben die Romane von Jules Verne und schrieb bereits in den dreißiger Jahren seine erste Science-Fiction-Geschichte. Er versuchte sich an Romanen, doch der Zweite Weltkrieg machte seinen Ambitionen einen gründlichen Strich durch die Rechnung.
Nach dem Krieg und der Gefangenschaft baute er in Köln eine Leihbücherei auf – damals ein einträgliches Geschäft, weil die Menschen nach Literatur hungerten, aber nicht viel Geld besaßen. Bereits zu dieser Zeit schloss er erste Kontakte zu den Verlagen, für die er später schrieb, und lernte die Menschen kennen, mit denen er später zusammenarbeiten sollte.

Den ersten Science-Fiction-Roman veröffentlichte er bereits 1951 in einem Verlag, der sich auf Leihbücher spezialisiert hatte. Der Rest ist gewissermaßen Geschichte, ein Roman folgte auf den anderen.
Brand war ein Autor, der alle Genres bediente. Wenn man sich seine Vita und die Liste seiner Veröffentlichungen anschaut, kann man nur staunen: Er schrieb Western und Krimis, Grusel- und Abenteuerromane – doch die Science Fiction blieb stets sein Steckenpferd. Es war naheliegend, dass man ihn irgendwann als PERRY RHODAN-Autor ins Blickfeld nahm.
Wie genau die Zusammenarbeit begann, lässt sich heute kaum noch rekonstruieren. Die Serie war ursprünglich auf dreißig Hefte angelegt gewesen, und niemand hatte sich den Erfolg so richtig vorstellen können. Als die Leser nach mehr Material riefen, war klar, dass die bisherige Autorenriege die Aufgabe nicht meistern konnte. Der erfahrene Routinier Kurt Brand, den sowohl die Redaktion als auch die Kollegen bereits kannten, war optimal geeignet für eine Mitarbeit.
Seine Romane glänzten vor überraschenden Details, er hatte eine große Freude an abgedrehten Geschichten und nicht immer logisch handelnden Charakteren. Gern setzte er Gucky in Szene, doch er hatte auch großen Spaß an klassischen Agentengeschichten. Vor allem im Posbi-Zyklus schrieb er eine Reihe von wichtigen Romanen, darunter den abschließenden Doppelband.
Die Abenteuer von Perry Rhodan und seiner Handvoll Gefährten im Plophos-Kurzzyklus stecken ebenfalls voller spannender Szenen. Kurt Brand war ein Autor, der zu unterhalten wusste, vielleicht gerade deshalb, weil er sich um manche Konvention des »seriösen« Romans kaum scherte. Das war möglicherweise der Grund, warum es zum Streit mit der Redaktion und dem Chefautor kam – hierzu gibt es bis heute unterschiedliche Abweichungen.
Nach insgesamt 38 PERRY RHODAN-Heftromanen, einem PERRY RHODAN-Taschenbuch und einem ATLAN-Heftroman beendete Kurt Brand
seine Zusammenarbeit mit dem Verlag – der Autor schied im Streit. (Als
ich ihn in den 80er-Jahren kennenlernte, steckte er immer noch voller
Zorn und Abneigung gegen die PERRY RHODAN-Serie. Es bedurfte einiger
Gespräche, um mit ihm auf eine gute Basis zu kommen.)
Bekanntlich hörte Kurt Brand danach nicht auf, Science Fiction zu schreiben und zu veröffentlichen. Seine Serie »Ren Dhark«, die mit ihren Ablegern heute noch erscheint, gehört ebenso dazu wie die Serie »Raumschiff Promet« oder die phantastische Kriminalroman-Serie »Checkpart 2000«. Keine dieser Serien sollte so erfolgreich werden wie PERRY RHODAN.
Seine Kontakte zur Fan-Szene wurden intensiver; der Autor ging in den 80er-Jahren vermehrt auf Cons, wo man ihn nicht nur für seine »alten Zeiten« feierte, sondern ihn auch wegen seiner Geschichten und seiner umgänglichen Art sehr schätzte. Er versöhnte sich wieder mit PERRY RHODAN und nahm sogar an dem WeltCon in Karlsruhe teil.
Was von Kurt Brand blieb, sind die vielen Geschichten und Romane, die er im Verlauf seiner ergiebigen Karriere verfasste. Sie sprudeln vor Ideen und ungewöhnlichen Figuren. Dem heutigen Lesergeschmack entspricht das alles kaum noch; wer aber Freude an der klassischen Heftroman-Zeit in den 50er- und 60er-Jahre, wird die Lektüre seiner frühen Werke immer noch mit viel Vergnügen erleben.
Kurt Brand war ein Autor, der viel für die PERRY RHODAN-Serie getan hat – mehr natürlich für »Ren Dhark«. Am heutigen Tag möchte ich an diesen Autor erinnern. Auch wenn er schon 1991 gestorben ist; für uns bleibt er einer der Unsterblichen ...
Nachtrag:
Vielleicht wäre der heutige Tag die Gelegenheit, noch einmal Kurt Brands ersten PERRY RHODAN-Roman zu lesen? »Levtan, der Verräter« erschien als Band 34 der Serie im April 1962. Mit ihm wurden die Parias in die Serie eingeführt, und die menschenähnlichen Außerirdischen beschrieb der Autor mit viel Freude am Detail ....
Der Autor Kurt Brand würde am heutigen Tag seinen Geburtstag feiern – und es wäre ein Jubiläum. Geboren wurde er nämlich am 10. Mai 1917. Vor allem in der frühen Zeit der PERRY RHODAN-Serie prägte er das Perryversum durch seine eigenwilligen Romane, die nicht allen Lesern und Autorenkollegen gleichermaßen gefielen.
Schon in seiner Jugend war Brand von phantastischen Geschichten fasziniert. Er las nach eigenen Angaben die Romane von Jules Verne und schrieb bereits in den dreißiger Jahren seine erste Science-Fiction-Geschichte. Er versuchte sich an Romanen, doch der Zweite Weltkrieg machte seinen Ambitionen einen gründlichen Strich durch die Rechnung.
Nach dem Krieg und der Gefangenschaft baute er in Köln eine Leihbücherei auf – damals ein einträgliches Geschäft, weil die Menschen nach Literatur hungerten, aber nicht viel Geld besaßen. Bereits zu dieser Zeit schloss er erste Kontakte zu den Verlagen, für die er später schrieb, und lernte die Menschen kennen, mit denen er später zusammenarbeiten sollte.
Den ersten Science-Fiction-Roman veröffentlichte er bereits 1951 in einem Verlag, der sich auf Leihbücher spezialisiert hatte. Der Rest ist gewissermaßen Geschichte, ein Roman folgte auf den anderen.
Brand war ein Autor, der alle Genres bediente. Wenn man sich seine Vita und die Liste seiner Veröffentlichungen anschaut, kann man nur staunen: Er schrieb Western und Krimis, Grusel- und Abenteuerromane – doch die Science Fiction blieb stets sein Steckenpferd. Es war naheliegend, dass man ihn irgendwann als PERRY RHODAN-Autor ins Blickfeld nahm.
Wie genau die Zusammenarbeit begann, lässt sich heute kaum noch rekonstruieren. Die Serie war ursprünglich auf dreißig Hefte angelegt gewesen, und niemand hatte sich den Erfolg so richtig vorstellen können. Als die Leser nach mehr Material riefen, war klar, dass die bisherige Autorenriege die Aufgabe nicht meistern konnte. Der erfahrene Routinier Kurt Brand, den sowohl die Redaktion als auch die Kollegen bereits kannten, war optimal geeignet für eine Mitarbeit.
Seine Romane glänzten vor überraschenden Details, er hatte eine große Freude an abgedrehten Geschichten und nicht immer logisch handelnden Charakteren. Gern setzte er Gucky in Szene, doch er hatte auch großen Spaß an klassischen Agentengeschichten. Vor allem im Posbi-Zyklus schrieb er eine Reihe von wichtigen Romanen, darunter den abschließenden Doppelband.
Die Abenteuer von Perry Rhodan und seiner Handvoll Gefährten im Plophos-Kurzzyklus stecken ebenfalls voller spannender Szenen. Kurt Brand war ein Autor, der zu unterhalten wusste, vielleicht gerade deshalb, weil er sich um manche Konvention des »seriösen« Romans kaum scherte. Das war möglicherweise der Grund, warum es zum Streit mit der Redaktion und dem Chefautor kam – hierzu gibt es bis heute unterschiedliche Abweichungen.
Bekanntlich hörte Kurt Brand danach nicht auf, Science Fiction zu schreiben und zu veröffentlichen. Seine Serie »Ren Dhark«, die mit ihren Ablegern heute noch erscheint, gehört ebenso dazu wie die Serie »Raumschiff Promet« oder die phantastische Kriminalroman-Serie »Checkpart 2000«. Keine dieser Serien sollte so erfolgreich werden wie PERRY RHODAN.
Seine Kontakte zur Fan-Szene wurden intensiver; der Autor ging in den 80er-Jahren vermehrt auf Cons, wo man ihn nicht nur für seine »alten Zeiten« feierte, sondern ihn auch wegen seiner Geschichten und seiner umgänglichen Art sehr schätzte. Er versöhnte sich wieder mit PERRY RHODAN und nahm sogar an dem WeltCon in Karlsruhe teil.
Was von Kurt Brand blieb, sind die vielen Geschichten und Romane, die er im Verlauf seiner ergiebigen Karriere verfasste. Sie sprudeln vor Ideen und ungewöhnlichen Figuren. Dem heutigen Lesergeschmack entspricht das alles kaum noch; wer aber Freude an der klassischen Heftroman-Zeit in den 50er- und 60er-Jahre, wird die Lektüre seiner frühen Werke immer noch mit viel Vergnügen erleben.
Kurt Brand war ein Autor, der viel für die PERRY RHODAN-Serie getan hat – mehr natürlich für »Ren Dhark«. Am heutigen Tag möchte ich an diesen Autor erinnern. Auch wenn er schon 1991 gestorben ist; für uns bleibt er einer der Unsterblichen ...
Nachtrag:
Vielleicht wäre der heutige Tag die Gelegenheit, noch einmal Kurt Brands ersten PERRY RHODAN-Roman zu lesen? »Levtan, der Verräter« erschien als Band 34 der Serie im April 1962. Mit ihm wurden die Parias in die Serie eingeführt, und die menschenähnlichen Außerirdischen beschrieb der Autor mit viel Freude am Detail ....
09 Mai 2017
Die Castor-Dossiers gelesen
Wie ungewöhnlich und wichtig zugleich Rainer Castor für die Entwicklung der PERRY RHODAN-Serie war, weiß ich sehr gut. Sein viel zu früher Tod hat eine Lücke gerissen, die nie komplett zu schließen sein wird. Deshalb finde ich es gut, wenn eine Publikation wie »Die Castor-Dossiers« an den Autor erinnert.
Es ist der zweite Teil des umfangreichen Rainer-Castor-Gedenkwerks, das der Terranische Club Eden veröffentlicht hat. Warum ich den zweiten Teil vor dem ersten Teil gelesen habe, weiß ich allerdings auch nicht ...
Hin wie her: Er enthält vor allem Texte des Autors selbst, die ich teilweise selbst redaktionell betreut habe oder schon kannte. Unter anderem stehen in diesem Buch – ein Hardcover-Band mit 276 Seiten – verschiedene PERRY RHODAN-Kommentare, die Rainer Castor verfasst hat, dazu sein Arkon-Lexikon, seine Übersicht zur lemurischen Geschichte oder sein Einblick in die Stadt Terrania. Darüber hinaus gibt es Listen und Bilder, die zeigen, wie umfangreich das Werk des Autors ist, das er zurückgelassen hat.
Ich bin sehr beeindruckt von der Zusammenstellung, die sicher kein Mensch »am Stück« lesen wird, die aber eine Arbeit für die Nachwelt ist. Respekt! Ein echtes Denkmal für den Autor.
(Offenbar sind beide Bände des Rainer-Castor-Gedenkwerks noch lieferbar. Wer sich dafür interessiert, wende sich direkt an den Terranischen Club Eden; Informationen gibt es auf seiner Internet-Seite.)
Es ist der zweite Teil des umfangreichen Rainer-Castor-Gedenkwerks, das der Terranische Club Eden veröffentlicht hat. Warum ich den zweiten Teil vor dem ersten Teil gelesen habe, weiß ich allerdings auch nicht ...
Hin wie her: Er enthält vor allem Texte des Autors selbst, die ich teilweise selbst redaktionell betreut habe oder schon kannte. Unter anderem stehen in diesem Buch – ein Hardcover-Band mit 276 Seiten – verschiedene PERRY RHODAN-Kommentare, die Rainer Castor verfasst hat, dazu sein Arkon-Lexikon, seine Übersicht zur lemurischen Geschichte oder sein Einblick in die Stadt Terrania. Darüber hinaus gibt es Listen und Bilder, die zeigen, wie umfangreich das Werk des Autors ist, das er zurückgelassen hat.
Ich bin sehr beeindruckt von der Zusammenstellung, die sicher kein Mensch »am Stück« lesen wird, die aber eine Arbeit für die Nachwelt ist. Respekt! Ein echtes Denkmal für den Autor.
(Offenbar sind beide Bände des Rainer-Castor-Gedenkwerks noch lieferbar. Wer sich dafür interessiert, wende sich direkt an den Terranischen Club Eden; Informationen gibt es auf seiner Internet-Seite.)
08 Mai 2017
Konfrontation auf Mimas
Der Roman erscheint zwar erst am 19. Mai 2017, aber die Druckerei hat mir heute schon das Belegexemplar auf den Schreibtisch liefern lassen: Band drei unserer Miniserie PERRY RHODAN-Terminus liegt vor, verfasst von Roman Schleifer und mit einem knalligen Titelbild von Dirk Schulz ausgestattet. Der Titel »Konfrontation auf Mimas« deutet darauf hin, wo der Roman spielt, und dass es durchaus Action innerhalb der Handlung gibt ...Roman Schleifer war von Anfang an »gesetzt«, wie Uwe Anton es bezeichnete. In den Planungen des Exposéautors war der Wiener von Anfang an drin – das begann übrigens auch schon bei den Vorbereitungen und den ersten Gesprächen. Gegenseitige Besuche der beiden Autoren dürften zum guten Gelingen beitragen haben.
Der Roman spielt teilweise in der Vergangenheit einer der beiden Hauptfiguren. Das finde ich spannend, weil der Autor dabei nicht nur das Innenleben der Hauptfigur darstellt, sondern auch Einblicke in die galaktopolitische Lage gibt. Schöner Roman, mein lieber Roman!
07 Mai 2017
Eine Aktennotiz für »Ordoban«
Der Roman »Ordoban« zählt zu den PERRY RHODAN-Bänden, die sich vielen Lesern stark eingeprägt haben – sicher auch deshalb, weil William Voltz auf dem Titelbild verewigt wurde. Intern wurde der Roman mit der Bandnummer 1200 von der Redaktion vergleichweise »schlicht« behandelt.Eine Aktennotiz vom 26. Juni 1984 verwies auf den Roman; sie hatte einen großen Verteiler, ging an alle möglichen Vertriebsleute, Hersteller, Anzeigenverkäufer und Redakteure. Insgesamt dürften mehr als zwanzig Menschen in der Verlagsunion Pabel-Moewig die Aktennotiz erhalten haben.
Sie verwies auf die rein technischen Daten des Romans: Er sollte am 6. August ausgeliefert werden und am 21. August (34. Kalenderwoche) offiziell in den Handel kommen. Es wurden 88 Seiten Innenteil und vier Seiten Umschlag definiert, ebenso ein vierfarbiges Faltposter. Für den Umschlag wurde ein »umlaufendes Titelbild mit Oberflächenveredelung« festgelegt.
05 Mai 2017
Die Gemeni kommen
Ein Logbuch der Redaktion
Besucher von fremden Welten erreichen die Erde – das ist in der Science Fiction kein ungewöhnliches Thema. Auch in der PERRY RHODAN-Serie wurden »First Contact«-Geschichten schon in mehreren Romanen variiert. Der Besuch der Gemeni aber, der in den nächsten drei Romanen vorgestellt wird, ist anders als das, was man bislang zu kennen glaubte.
Das zeigt sich gleich im ersten Band der Trilogie. In »Das gestohlene Raumschiff« erzählt Michael Marcus Thurner von Yeto, einem schwerkranken Jungen. In Terrania City ringt er um sein Leben, unterstützt von seinen Eltern sowie Robotern und medizinischen Fachkräften. Durch einen Zufall kommt er in Kontakt zu einer außerirdischen Lebensform, die nicht nur sein Leben verändert.
Mich hat der Roman des Wiener Kollegen fasziniert. Nicht nur deshalb, weil er eindrucksvolle Blicke in das Alltagsleben von »ganz normalen« Terranern wirft, sondern weil er die Leser auch an dem Besuch von Außerirdischen teilnehmen lässt, der sich in kein bekanntes Schema einordnen lässt. Sein Roman kommt am 28. April 2017 in den Handel, er hat die Bandnummer 2906.
Weiter geht es am 5. Mai 2017. Es ist der erste Roman, den Susan Schwartz als neue Teamautorin für die PERRY RHODAN-Serie verfasst hat, er hat die Bandnummer 2907, und er trägt den Titel »Der Spross YETO«. Was ein Spross ist, möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten – das macht die Autorin in ihrem Roman auf gewohnt unterhaltsame Weise.
Sie
schildert die weiteren Begegnungen von Menschen mit den »neuen« Aliens,
die ganz unterschiedlich ablaufen. Es gibt Konflikte, es entwickeln
sich Freundschaften, und es eröffnen sich für manche Menschen große
Überraschungen. Wie viele Lebewesen kann man an Bord eines Raumschiffes
gehen lassen, was erleben sie dort, wie verhalten sie sich unter
besonderen Bedingungen?
Ein Thema, das im Zusammenhang mit den Gemeni immer wichtiger wird, ist übrigens die Unsterblichkeit. Ohne ins Detail gehen zu wollen: Auf einmal bekommen die Menschen auf der Erde ein Angebot, das die meisten Terraner kaum ausschlagen würden ...
Den Abschluss der Trilogie schrieb Kai Hirdt; sein Roman »Das Gesetz der Gemeni« erscheint am 12. Mai 2017. Der Autor beleuchtet die weiteren Begegnungen zwischen Menschen und Gemeni, er zeigt aber vor allem auch die »Schattenseiten« der seltsamen Wohltäter, die aus einer weit entfernten Galaxis kommen.
Seine Protagonisten sind Agenten, die klaren Aufträgen folgen und ein fremdes Raumschiff auf ihre Weise erforschen. Dass dieses Raumschiff in gewisser Weise zu leben scheint, macht den Kontakt nicht unbedingt einfacher ... Aber es wird klar, dass mit den Gemeni viele Überraschungen verbunden sind, die man noch nicht klar einschätzen kann.
Schon jetzt kann ich ankündigen, dass nach dieser »Gemeni-Trilogie« das Thema noch lange ausgeschöpft ist. Das originelle Alien-Volk der Gemeni wird uns im Verlauf der nächsten Monate noch einige Male beschäftigen. Die weiteren Romane entstehen bereits – aber jetzt kommt erst einmal die Trilogie in den Handel.
Besucher von fremden Welten erreichen die Erde – das ist in der Science Fiction kein ungewöhnliches Thema. Auch in der PERRY RHODAN-Serie wurden »First Contact«-Geschichten schon in mehreren Romanen variiert. Der Besuch der Gemeni aber, der in den nächsten drei Romanen vorgestellt wird, ist anders als das, was man bislang zu kennen glaubte.
Das zeigt sich gleich im ersten Band der Trilogie. In »Das gestohlene Raumschiff« erzählt Michael Marcus Thurner von Yeto, einem schwerkranken Jungen. In Terrania City ringt er um sein Leben, unterstützt von seinen Eltern sowie Robotern und medizinischen Fachkräften. Durch einen Zufall kommt er in Kontakt zu einer außerirdischen Lebensform, die nicht nur sein Leben verändert.
Mich hat der Roman des Wiener Kollegen fasziniert. Nicht nur deshalb, weil er eindrucksvolle Blicke in das Alltagsleben von »ganz normalen« Terranern wirft, sondern weil er die Leser auch an dem Besuch von Außerirdischen teilnehmen lässt, der sich in kein bekanntes Schema einordnen lässt. Sein Roman kommt am 28. April 2017 in den Handel, er hat die Bandnummer 2906.
Weiter geht es am 5. Mai 2017. Es ist der erste Roman, den Susan Schwartz als neue Teamautorin für die PERRY RHODAN-Serie verfasst hat, er hat die Bandnummer 2907, und er trägt den Titel »Der Spross YETO«. Was ein Spross ist, möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten – das macht die Autorin in ihrem Roman auf gewohnt unterhaltsame Weise.
Ein Thema, das im Zusammenhang mit den Gemeni immer wichtiger wird, ist übrigens die Unsterblichkeit. Ohne ins Detail gehen zu wollen: Auf einmal bekommen die Menschen auf der Erde ein Angebot, das die meisten Terraner kaum ausschlagen würden ...
Den Abschluss der Trilogie schrieb Kai Hirdt; sein Roman »Das Gesetz der Gemeni« erscheint am 12. Mai 2017. Der Autor beleuchtet die weiteren Begegnungen zwischen Menschen und Gemeni, er zeigt aber vor allem auch die »Schattenseiten« der seltsamen Wohltäter, die aus einer weit entfernten Galaxis kommen.
Seine Protagonisten sind Agenten, die klaren Aufträgen folgen und ein fremdes Raumschiff auf ihre Weise erforschen. Dass dieses Raumschiff in gewisser Weise zu leben scheint, macht den Kontakt nicht unbedingt einfacher ... Aber es wird klar, dass mit den Gemeni viele Überraschungen verbunden sind, die man noch nicht klar einschätzen kann.
Schon jetzt kann ich ankündigen, dass nach dieser »Gemeni-Trilogie« das Thema noch lange ausgeschöpft ist. Das originelle Alien-Volk der Gemeni wird uns im Verlauf der nächsten Monate noch einige Male beschäftigen. Die weiteren Romane entstehen bereits – aber jetzt kommt erst einmal die Trilogie in den Handel.
04 Mai 2017
A. R. Penck ist verstorben
Der Künstler A. R. Penck verstarb am Dienstag, 2. Mai 2017, in Zürich. Darüber berichten heute zahlreiche Medien, bereits am gestrigen Abend waren die Fernsehsendungen damit voll. Kein Wunder – Penck zählte zu den bedeutendsten Künstlern des deutschen Raumes. Dass er eine Beziehung zu PERRY RHODAN hat, wissen die wenigsten.
In den frühen 90er-Jahren zählte der Zsolnay-Verlag zur Verlagsunion Pabel-Moewig; personell gab es eine Reihe von Überschneidungen. So war Dr. Florian F. Marzin, der Chefredakteur der PERRY RHODAN-Serie, zugleich der Programmleiter bei den Moewig-Buchverlagen. Und die Vertriebsleute betreuten sowohl PERRY RHODAN als auch die Hardcover-Produktion bei Zsolnay.
Und so kam man anfangs der 90er-Jahre auf die Idee, von einigen der führenden deutschsprachigen Künstler sogenannte Kunst-Editionen anfertigen zu lassen. Unter anderem wurde A. R. Penck damit beaufragt, die PERRY RHODAN-Edition zu gestalten. Die ersten fünf Silberbände wurden mit neuen Umschlägen versehen, in eine schöne Holzkiste gesteckt und von Penck handsigniert. Mit einer Auflage von 500 Exemplaren sollten sie in den Handel gehen.
Sagen wir so: Die PERRY RHODAN-Leser mochten die Gestaltung der Bücher nicht. Die Kunstfreunde mochten PERRY RHODAN nicht. Der Verkaufserfolg war eher überschaubar. Heute haben diese Bücher allerdings einen hohen Sammlerwert – wer sie also damals kaufte, hat möglicherweise eine gute Geldanlage getätigt.
So wurde einer der wichtigsten deutschsprachigen Künstler der Nachkriegszeit einer der Illustratoren für PERRY RHODAN. Dass er nur 77 Jahre alt wurde, ist traurig.
In den frühen 90er-Jahren zählte der Zsolnay-Verlag zur Verlagsunion Pabel-Moewig; personell gab es eine Reihe von Überschneidungen. So war Dr. Florian F. Marzin, der Chefredakteur der PERRY RHODAN-Serie, zugleich der Programmleiter bei den Moewig-Buchverlagen. Und die Vertriebsleute betreuten sowohl PERRY RHODAN als auch die Hardcover-Produktion bei Zsolnay.Und so kam man anfangs der 90er-Jahre auf die Idee, von einigen der führenden deutschsprachigen Künstler sogenannte Kunst-Editionen anfertigen zu lassen. Unter anderem wurde A. R. Penck damit beaufragt, die PERRY RHODAN-Edition zu gestalten. Die ersten fünf Silberbände wurden mit neuen Umschlägen versehen, in eine schöne Holzkiste gesteckt und von Penck handsigniert. Mit einer Auflage von 500 Exemplaren sollten sie in den Handel gehen.
Sagen wir so: Die PERRY RHODAN-Leser mochten die Gestaltung der Bücher nicht. Die Kunstfreunde mochten PERRY RHODAN nicht. Der Verkaufserfolg war eher überschaubar. Heute haben diese Bücher allerdings einen hohen Sammlerwert – wer sie also damals kaufte, hat möglicherweise eine gute Geldanlage getätigt.
So wurde einer der wichtigsten deutschsprachigen Künstler der Nachkriegszeit einer der Illustratoren für PERRY RHODAN. Dass er nur 77 Jahre alt wurde, ist traurig.
03 Mai 2017
Das verfluchte Land
Diese Woche erscheint mit »Das verfluchte Land« der Band 147 unserer
Serie PERRY RHODAN NEO. Verfasst wurde er von Kai Hirdt, und er führt –
so viel sei an dieser Stelle verraten – mit viel Spannung auf eine Welt
der Gurrads. Es geht um Bauern und Drogen, um Gangster und Beamte, und
fast nebenbei um Perry Rhodans Suche nach dem oder der geheimnisvollen
METEORA.

Mir hat der Roman deshalb gut gefallen, weil der Autor die Gurrads mit all ihren Schwächen und Stärken vorstellt. Ich weiß nicht, ob der ökologische Aspekt für Kai Hirdt so wichtig war, als er den Roman verfasste – Tatsache ist, dass ganz nebenbei so Themen wie »Ausbeutung« oder »ökologischer Fußabdruck« auch eine Rolle spielen.
Wer aber keine Lust darauf hat, sich in solche Themen einzulesen, kann den Roman schlichtweg als Planetenabenteuer in der »klassischen« Art betrachten. Damit passt er in eine schöne Reihe mit den Klassikern, wie sie seit den 60er-Jahren im Perryversum veröffentlicht werden ...

Mir hat der Roman deshalb gut gefallen, weil der Autor die Gurrads mit all ihren Schwächen und Stärken vorstellt. Ich weiß nicht, ob der ökologische Aspekt für Kai Hirdt so wichtig war, als er den Roman verfasste – Tatsache ist, dass ganz nebenbei so Themen wie »Ausbeutung« oder »ökologischer Fußabdruck« auch eine Rolle spielen.
Wer aber keine Lust darauf hat, sich in solche Themen einzulesen, kann den Roman schlichtweg als Planetenabenteuer in der »klassischen« Art betrachten. Damit passt er in eine schöne Reihe mit den Klassikern, wie sie seit den 60er-Jahren im Perryversum veröffentlicht werden ...
02 Mai 2017
Wir starteten das ATLAN-Jahr
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
Wahrscheinlich traumatisierte mich die Einstellung der ATLAN-Serie, die in den 80er-Jahren erfolgte, in gewisser Weise. Ich hatte die ATLAN-Serie stets gern gelesen und war völlig schockiert, als sie aus dem Handel verschwand. Seit ich im Jahr 1992 zum PERRY RHODAN-Redakteur wurde, versuchte ich immer wieder, die Marke ATLAN stärker ins Bewusstsein zu rufen.
Einen dieser Versuche unternahmen meine Redaktionskollegen und ich im Jahr 2004: Wir beschlossen, den Arkoniden zum Thema des ganzen Jahres zu machen.
Gründe gab’s genug; der wichtigste davon war sicher die Tatsache, dass wir mit den Miniserien auf positive Resonanz gestoßen waren. Also sollte am 7. Mai 2004 eine neue Miniserie starten: zwölf Heftromane, die unter dem Titel »Obsidian-Zyklus« alle zwei Wochen erscheinen würden. Geplant war eine Science-Fiction-Serie, die vor allem die bisherigen ATLAN-Fans ansprechen sollte.
Unter der Dachzeile »Neue Romanreihe im ATLAN-Jahr« und der Überschrift »Abenteuer in der Obsidian-Kluft« verschickten wir eine Pressemeldung an zahlreiche deutschsprachige Journalisten. Dabei hatten wir – wie so oft – das Problem, dass man bei einer solchen Pressemeldung zuerst erklären musste, was PERRY RHODAN und ATLAN eigentlich waren. Ich versuchte es mit drei Sätzen:
»Millionen von Lesern in aller Welt ist die Science-Fiction-Serie PERRY RHODAN ein Begriff. Seit über vierzig Jahren erscheinen die Abenteuer des Weltraumhelden – als Bücher und Heftromane, als Taschenbücher und Hörspiele. ATLAN ist gewissermaßen der ›kleine Bruder‹ der Serie und der beste Freund des Serienhelden.«
Bis heute ist mir keine richtig schlaue Idee eingefallen, wie man die ATLAN-Serie mit ihrem Helden in wenigen Sätzen erläutern sollte. Man kann’s natürlich auch rein inhaltlich machen – und das versuchte ich in diesem Pressetext ebenfalls:
»Er ist kein Mensch, sondern kommt vom fernen Planeten Arkon: Atlan, der dank eines so genannten Zellaktivators unsterbliche Held der ATLAN-Romanreihe. Seit langer Zeit wirkt er als Freund der Menschheit, begleitete sie schon in den Romanen der PERRY RHODAN-Serie ins Weltall.« In den zwölf Heftromanen des »Obsidian«-Zyklus, so schrieb ich weiter, »erlebt der Arkonide mit den weißen Haaren und den markanten Gesichtszügen erneut farbenprächtige Abenteuer.«
Mit Uwe Anton hatten wir einen Autoren gefunden, der über ausreichende Erfahrung verfügte und sich zutraute, die Exposés zu übernehmen. In den Pressemeldungen zitierte ich Uwe mit einer Äußerung, die ich ihm in den Mund legte: »Die ATLAN-Serie wurde von den Lesern schon früher als ›das absolute Abenteuer‹ bezeichnet«, charakterisierte er seine Arbeit. »Daran knüpfen die neuen Romane bewusst an.«

Diese Aussage hatte ich mir ausgedacht, ich hatte sie an Uwe geschickt, und er hatte mir erlaubt, sie zu verwenden: eine Technik, die ich in den 90er-Jahren bei meiner Tätigkeit als Redakteur für Öffentlichkeitarbeit gelernt hatte. Es kam darauf an, pointierte Aussagen zu finden, die es einem Journalisten in einer Tageszeitung oder im Radio ermöglichte, Personen zu zitieren, mit denen er oder sie selbst gar nicht gesprochen hatte.
Die rein inhaltlichen Aussagen zog ich aus Arbeitspapieren, die Uwe Anton verfasst hatte: »Atlan verschlägt es in den Romanen in ein bizarres Sonnensystem, das anscheinend den Kern eines eigenen kleinen Universums bildet. Fünf seltsame Planeten kreisen wie glitzernde Perlen um eine orangefarbene Sonne.
Eine dieser Welten wird von einem Mond umlaufen, der an einen gigantischen Diamanten erinnert und in überirdischem Glanz erstrahlt. Bewohnt werden sie von ganz unterschiedlichen Wesen, die alle von einem unheimlichen Phänomen bedroht werden, das sich mit dem Begriff ›Obsidian-Kluft‹ verbindet ...«
Mit dem »Obsidian«-Zyklus und seinen zwölf Bänden wollten wir bewusst auch jene Leser ansprechen, die sich von den umfangreichen Zusammenhängen der PERRY RHODAN-Serie abschrecken ließen. Wir wollten Anzeigen in den Heftromanen der Konkurrenz schalten, um Lesern, die bisher zu »John Sinclair« griffen, das PERRY RHODAN-Universum näherzubringen.
Bei diesem Gedankengang zitierte ich unsere damalige Verlagsleiterin; auch hier formulierte ich ihre Sätze vor und ließ sie von ihr »freigeben«. Folgendes legte ich Cornelia Schulze in den Mund: »Die zwölf Romane geben einen Einblick in das sogenannte Perryversum, ohne dass man Vorkenntnisse benötigt.« Wer sich vom Erfolgsgeheimnis der größten SF-Serie der Welt bereits habe anstecken lassen, bekomme mit ATLAN zusätzlichen Lesespaß – der »Obsidian«-Zyklus spreche also unterschiedliche Lesergruppen an. »Der Preis von 1,65 Euro ist identisch mit dem Preis für PERRY RHODAN-Romane«, zitierte ich die Verlagsleiterin abschließend.
Die neue Miniserie zählten wir zu den zahlreichen Aktivitäten im sogenannten ATLAN-Jahr 2004. Die weiteren Zusammenhänge fand ich selbst ein wenig dünn – aber es ging darum, der Presse ein schönes Paket zu präsentieren. Immerhin sollte innerhalb der ATLAN-Buchreihe ein neuer Handlungsabschnitt eingeleitet werden – auch wenn sich nicht viel an der inhaltlichen Richtung ändern würde. Bei einem unserer Lizenzpartner, dem HJB-Verlag, sollten ATLAN-Bücher erscheinen, die den »Centauri«-Zyklus in drei Bänden zusammenfassten.
Das einzige, was für uns wirklich zählte, war der »Obsidian«-Zyklus. Ich setzte große Hoffnung darauf, dass Uwe Anton sowie das Autorenteam eine Reihe von spannenden Romanen schreiben würden. Verschiedene Autoren wollten wir ausprobieren, unter anderem sollten Bernhard Kempen, Bernd Frenz und Ralf Schuder ihre ersten Romane für unseren »Kosmos« verfassen. Ich war entsprechend nervös und gespannt darauf ...
Wahrscheinlich traumatisierte mich die Einstellung der ATLAN-Serie, die in den 80er-Jahren erfolgte, in gewisser Weise. Ich hatte die ATLAN-Serie stets gern gelesen und war völlig schockiert, als sie aus dem Handel verschwand. Seit ich im Jahr 1992 zum PERRY RHODAN-Redakteur wurde, versuchte ich immer wieder, die Marke ATLAN stärker ins Bewusstsein zu rufen.
Einen dieser Versuche unternahmen meine Redaktionskollegen und ich im Jahr 2004: Wir beschlossen, den Arkoniden zum Thema des ganzen Jahres zu machen.
Gründe gab’s genug; der wichtigste davon war sicher die Tatsache, dass wir mit den Miniserien auf positive Resonanz gestoßen waren. Also sollte am 7. Mai 2004 eine neue Miniserie starten: zwölf Heftromane, die unter dem Titel »Obsidian-Zyklus« alle zwei Wochen erscheinen würden. Geplant war eine Science-Fiction-Serie, die vor allem die bisherigen ATLAN-Fans ansprechen sollte.
Unter der Dachzeile »Neue Romanreihe im ATLAN-Jahr« und der Überschrift »Abenteuer in der Obsidian-Kluft« verschickten wir eine Pressemeldung an zahlreiche deutschsprachige Journalisten. Dabei hatten wir – wie so oft – das Problem, dass man bei einer solchen Pressemeldung zuerst erklären musste, was PERRY RHODAN und ATLAN eigentlich waren. Ich versuchte es mit drei Sätzen:
»Millionen von Lesern in aller Welt ist die Science-Fiction-Serie PERRY RHODAN ein Begriff. Seit über vierzig Jahren erscheinen die Abenteuer des Weltraumhelden – als Bücher und Heftromane, als Taschenbücher und Hörspiele. ATLAN ist gewissermaßen der ›kleine Bruder‹ der Serie und der beste Freund des Serienhelden.«
Bis heute ist mir keine richtig schlaue Idee eingefallen, wie man die ATLAN-Serie mit ihrem Helden in wenigen Sätzen erläutern sollte. Man kann’s natürlich auch rein inhaltlich machen – und das versuchte ich in diesem Pressetext ebenfalls:
»Er ist kein Mensch, sondern kommt vom fernen Planeten Arkon: Atlan, der dank eines so genannten Zellaktivators unsterbliche Held der ATLAN-Romanreihe. Seit langer Zeit wirkt er als Freund der Menschheit, begleitete sie schon in den Romanen der PERRY RHODAN-Serie ins Weltall.« In den zwölf Heftromanen des »Obsidian«-Zyklus, so schrieb ich weiter, »erlebt der Arkonide mit den weißen Haaren und den markanten Gesichtszügen erneut farbenprächtige Abenteuer.«
Mit Uwe Anton hatten wir einen Autoren gefunden, der über ausreichende Erfahrung verfügte und sich zutraute, die Exposés zu übernehmen. In den Pressemeldungen zitierte ich Uwe mit einer Äußerung, die ich ihm in den Mund legte: »Die ATLAN-Serie wurde von den Lesern schon früher als ›das absolute Abenteuer‹ bezeichnet«, charakterisierte er seine Arbeit. »Daran knüpfen die neuen Romane bewusst an.«
Diese Aussage hatte ich mir ausgedacht, ich hatte sie an Uwe geschickt, und er hatte mir erlaubt, sie zu verwenden: eine Technik, die ich in den 90er-Jahren bei meiner Tätigkeit als Redakteur für Öffentlichkeitarbeit gelernt hatte. Es kam darauf an, pointierte Aussagen zu finden, die es einem Journalisten in einer Tageszeitung oder im Radio ermöglichte, Personen zu zitieren, mit denen er oder sie selbst gar nicht gesprochen hatte.
Die rein inhaltlichen Aussagen zog ich aus Arbeitspapieren, die Uwe Anton verfasst hatte: »Atlan verschlägt es in den Romanen in ein bizarres Sonnensystem, das anscheinend den Kern eines eigenen kleinen Universums bildet. Fünf seltsame Planeten kreisen wie glitzernde Perlen um eine orangefarbene Sonne.
Eine dieser Welten wird von einem Mond umlaufen, der an einen gigantischen Diamanten erinnert und in überirdischem Glanz erstrahlt. Bewohnt werden sie von ganz unterschiedlichen Wesen, die alle von einem unheimlichen Phänomen bedroht werden, das sich mit dem Begriff ›Obsidian-Kluft‹ verbindet ...«
Mit dem »Obsidian«-Zyklus und seinen zwölf Bänden wollten wir bewusst auch jene Leser ansprechen, die sich von den umfangreichen Zusammenhängen der PERRY RHODAN-Serie abschrecken ließen. Wir wollten Anzeigen in den Heftromanen der Konkurrenz schalten, um Lesern, die bisher zu »John Sinclair« griffen, das PERRY RHODAN-Universum näherzubringen.
Bei diesem Gedankengang zitierte ich unsere damalige Verlagsleiterin; auch hier formulierte ich ihre Sätze vor und ließ sie von ihr »freigeben«. Folgendes legte ich Cornelia Schulze in den Mund: »Die zwölf Romane geben einen Einblick in das sogenannte Perryversum, ohne dass man Vorkenntnisse benötigt.« Wer sich vom Erfolgsgeheimnis der größten SF-Serie der Welt bereits habe anstecken lassen, bekomme mit ATLAN zusätzlichen Lesespaß – der »Obsidian«-Zyklus spreche also unterschiedliche Lesergruppen an. »Der Preis von 1,65 Euro ist identisch mit dem Preis für PERRY RHODAN-Romane«, zitierte ich die Verlagsleiterin abschließend.
Die neue Miniserie zählten wir zu den zahlreichen Aktivitäten im sogenannten ATLAN-Jahr 2004. Die weiteren Zusammenhänge fand ich selbst ein wenig dünn – aber es ging darum, der Presse ein schönes Paket zu präsentieren. Immerhin sollte innerhalb der ATLAN-Buchreihe ein neuer Handlungsabschnitt eingeleitet werden – auch wenn sich nicht viel an der inhaltlichen Richtung ändern würde. Bei einem unserer Lizenzpartner, dem HJB-Verlag, sollten ATLAN-Bücher erscheinen, die den »Centauri«-Zyklus in drei Bänden zusammenfassten.
Das einzige, was für uns wirklich zählte, war der »Obsidian«-Zyklus. Ich setzte große Hoffnung darauf, dass Uwe Anton sowie das Autorenteam eine Reihe von spannenden Romanen schreiben würden. Verschiedene Autoren wollten wir ausprobieren, unter anderem sollten Bernhard Kempen, Bernd Frenz und Ralf Schuder ihre ersten Romane für unseren »Kosmos« verfassen. Ich war entsprechend nervös und gespannt darauf ...
01 Mai 2017
Print On Demand in der Vorarbeit
Weil der Moewig-Verlag nicht mehr existierte, hatten wir keinen Auftritt auf der Buchmesse mehr. Weil aber ein PERRY RHODAN-Roman »live« gedruckt werden konnte, gab es doch einen: Band 2400, »Zielzeit« von Robert Feldhoff, wurde in einer Auflage von 1000 Exemplaren hergestellt, und wer sich rechtzeitig meldete, bekam sein Exemplar nummeriert und namentlich gekennzeichnet. Eine tolle Aktion, an der sich Robert als Autor und Dirk Schulz als Titelbildkünstler auch mit Autogrammstunden beteiligten.
Und heute? Wir diskutieren intern immer wieder über Print On Demand. Es mangelt nicht an Ideen, es hapert wie immer an der Zeit. Aber so viel kann ich andeuten: 2017 wird sich in dieser Richtung einiges tun ...
30 April 2017
Die zweite Insel an einem Sonntag
Der letzte Sonntag im April sollte ein ruhiger Tag werden, das war mein Plan. Und weil das Wetter mitspielte, saß ich am Nachmittag des Sonntags, 30. April 2017, auf unserem Balkon und las eifrig. Rüdiger Schäfer hatte mich mit viel Textmaterial versorgt, das ich genauer anschauen wollte.
Zur Lektüre zählte der Band 150 von PERRY RHODAN NEO, der eigentlich die »METEORA«-Staffel abschließt, aber auch schon eine direkte Überleitung zur nächsten Staffel bietet. Die Staffel ab Band 151 trägt den Titel »Die zweite Insel«, und wer sich ein wenig mit PERRY RHODAN auskennt, weiß dann auch schon, dass es sich um Andromeda handeln muss.
Der Roman ist spannend, mir wurde die Zeit auf dem Balkon nicht zu lang. Der Tag blieb ruhig, das Lesevergnügen stellte sich auf jeden Fall ein.
Und damit ich entsprechend weitermachte, las ich danach noch Exposés und Datenblätter, die sich mit demselben Thema beschäftigen. An dieser Stelle kann ich natürlich nichts über den Inhalt verraten – aber es kommt wirklich GROSSES auf die Leser zu ...
Zur Lektüre zählte der Band 150 von PERRY RHODAN NEO, der eigentlich die »METEORA«-Staffel abschließt, aber auch schon eine direkte Überleitung zur nächsten Staffel bietet. Die Staffel ab Band 151 trägt den Titel »Die zweite Insel«, und wer sich ein wenig mit PERRY RHODAN auskennt, weiß dann auch schon, dass es sich um Andromeda handeln muss.
Der Roman ist spannend, mir wurde die Zeit auf dem Balkon nicht zu lang. Der Tag blieb ruhig, das Lesevergnügen stellte sich auf jeden Fall ein.
Und damit ich entsprechend weitermachte, las ich danach noch Exposés und Datenblätter, die sich mit demselben Thema beschäftigen. An dieser Stelle kann ich natürlich nichts über den Inhalt verraten – aber es kommt wirklich GROSSES auf die Leser zu ...
29 April 2017
Das Imperium Dabrifa im Blick
Als ich mit Robert Feldhoff an dem Roman »Die Toleranz-Revolution« zusammenarbeitete, wussten wir beide – es war 1993/1994 – nicht, wie lange und intensiv wir noch zusammenarbeiten würden. Das Taschenbuch fand ich damals gut, ich mochte die Geschichte, die der Autor erzählte. Zusammen mit dem Roman »Scitt, der Zwerg« bildet es fast eine Miniserie im Rahmen des PERRY RHODAN-Universums.
Beide Bände spielen vor dem Hintergrundn des Imperiums Dabrifa, sie kommen jetzt auch in Form eines Planetenroman-Doppelbandes heraus. Mir liegt schon das Belegexemplar vor, über das ich mich sehr freue. Die beiden Romane stehen in einem gewissen Zusammenhang mit unserer neuen Miniserie PERRY RHODAN-Terminus, und sie zeigen zudem, wie gut Robert Feldhoff als Autor seine Figuren aufbauen und durch immer spannendere Geschichten schicken konnte.
Beide Bände spielen vor dem Hintergrundn des Imperiums Dabrifa, sie kommen jetzt auch in Form eines Planetenroman-Doppelbandes heraus. Mir liegt schon das Belegexemplar vor, über das ich mich sehr freue. Die beiden Romane stehen in einem gewissen Zusammenhang mit unserer neuen Miniserie PERRY RHODAN-Terminus, und sie zeigen zudem, wie gut Robert Feldhoff als Autor seine Figuren aufbauen und durch immer spannendere Geschichten schicken konnte.
28 April 2017
Ribald Corello und die Accalauries
Wenn ich einem PERRY RHODAN-Hörbuch lausche, ist das oft eine Begegnung mit meiner eigenen Vergangenheit. Ich erlebe nicht nur die klassischen Geschichten neu, sondern rufe mir auch in Erinnerung, wie ich sie vor zwanzig oder dreißig Jahren oder noch früher gelesen und empfunden habe. Das merkte ich zuletzt bei »Der Todessatellit«, dem vertonten Silberband 46.
Die betreffenden Heftromane zählten zu den ersten, die ich Ende der 70er-Jahre bei einem Versandhändler bestellte. Dort konnte man Berge von PERRY RHODAN-Romanen kaufen und so die Lücken in der Sammlung schließen. Weil ich nicht genügend Geld hatte, um mir alles auf einmal zu bestellen, beschränkte ich mich anfangs auf Jubiläumsbände oder spezielle Autoren – alles von K. H. Scheer und William Voltz –, bis ich systematisch sammeln konnte.
Den Einstieg in den Cappins-Zyklus mochte ich sehr, obwohl ich mich damals wunderte, wo denn die »Cappins« blieben, die dem Zyklus seinen Namen gaben. (In der Tat dauert es seine Zeit, bis der Begriff erstmals erwähnt wird. Tatsächlich erst in den Romanen, die dem Hörbuch »Der Todessatellit« zugrunde liegen.)
Ich mochte aber die »neue Art« des PERRY RHODAN-Universums, die von den Autoren präsentiert wurde. Es gab völlig andere Sternenreiche, und eine Reihe von frischen Figuren verwandelte die aus den vorherigen Zyklen bekannte Milchstraße.
Das alles kann ich derzeit wunderbar nachvollziehen, wenn ich die entsprechende Silber Edition höre. Und es stört mich überhaupt nicht, dass manche Szenen ein wenig arg antiquiert wirken – die Geschichten sind nach wie vor spannend genug. Das merkte ich vor allem beim Einstieg in das Hörbuch, das ein klassisches Planetenabenteuer ins Zentrum stellte.
Raumfahrer auf einem »Höllenplaneten«, Gefahren durch die Umwelt und dann eine Bedrohung durch die geheimnisvollen Accaulauries, den Wesen aus Antimaterie – es geht gleich mit viel Spannung los.
Die Menschen müssen sich mit unheimlichen Wesen auseinandersetzen, die aus einem fremden Universum stammen, und sie finden heraus, wie man künftig verhindern kann, dass Begegnungen mit den Accaulauries immer tödlich verlaufen. (Bei diesen Szenen merkt man übrigens, dass sich physikalische Erkenntnisse seit den 60er-Jahren ganz schön veränert haben ...)
»Typisch Perry« sind dann die Szenen, in denen die Menschen mit einem Accaulaurie nicht nur Freundschaft schließen, sondern dieser dann auch gleich eine wertvolle Information für die Menschen hat. Es wird klar, dass im Innern der Sonne ein Satellit seit Hunderttausenden von Jahren als riesige Bombe auf seinen »Einsatz« wartet.
(Wer den betreffenden Zyklus nicht kennt und auch nicht so vertraut mit der frühen PERRY RHODAN-Historie ist, dem sei hier nur angemerkt: Das ist der eigentliche »Zugang« zum Thema des Zyklus. Von den Accalauries kommt man zur Sonne, von der Sonne zu den Cappins – und dann ergeben plötzlich die Ausgrabungen einen Sinn, die zu Beginn des Zyklus erwähnt worden sind.)
Diese Zusammenhänge fand ich spannend. Wenn man somöchte, wurde damit die »kosmische Dimension« der Serie weiter vertieft. Geheimnisse aus fremden Universen spielten auf einmal eine Rolle, Geschehnisse aus der Serienvergangenheit wurden in einen neuen Sinnzusammenhang gestellt.
Aber natürlich zählen zu dieser Phase der Serie auch die seltsamen Figuren. Der Supermutant, der als »hässlicher Zwerg« bezeichnet wird – was man heute nicht mehr machen würde – erweist sich als eine große Bedrohung für die Erde. Die Aktivitäten des Ribald Corello spielen in diesem Hörbuch ebenso eine Rolle wie die bereits genannten Acccalauries.
In »Der Todessatellit« gibt es also Action-Sequenzen – etwa auf der fremden Welt Maverick – und Verbindungen zur Vergangenheit, ebenso aber eine kosmische Dimension, zu der ein anderes Universum ebenso gehört wie das geheimnisvolle Wesen namens Harno. Damit legt diese Silber Edition auch wichtige Hinweise für die weitere Entwicklung der Serie.
Mir hat es großen Spaß gemacht, diesen klassischen Geschichten noch einmal zu folgen. PERRY RHODAN ist eine Serie, die buchstäblich Zeit und Raum umspannt – in diesem Fall verbanden sich meine Lesezeit in den späten 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts mit dem Jahr 2017 unserer Zeit und der fernen Zukunft des Perryversums ...
27 April 2017
Der dritte »Publishers Day« in Frankfurt
In den vergangenen Jahren haben sich die E-Books für PERRY RHODAN zu einem immer wichtigeren Bestandteil unserer Arbeit entwickelt. Dank unserer Partner von Bookwire sind unsere E-Books gut platziert und werden von den Lesern auch geschätzt.
Deshalb ist ein Besuch, den wir beim »Publishers Day« von Bookwire in Frankfurt absolvieren, zu den Terminen, die wir gern und absolut positiv wahrnehmen. Deshalb reisten am heutigen Donnerstag, 27. April 2017, die Kollegin Philine-Marie Rühmann und ich nach Frankfurt, wo die Veranstaltung zum dritten Mal im Literaturhaus ablief. Über hundert Besucher füllten den Saal angenehm auf.
Wir bekamen aktuelle Informationen zum Stand der E-Books, es gab Vorträge und Diskussionen; es wurde informiert und diskutiert. Als ich am frühen Abend nach Hause fuhr, steckte ich voller Informationen und »Input«; wir werden schauen, was wir davon in den nächsten Wochen umsetzen können.
Deshalb ist ein Besuch, den wir beim »Publishers Day« von Bookwire in Frankfurt absolvieren, zu den Terminen, die wir gern und absolut positiv wahrnehmen. Deshalb reisten am heutigen Donnerstag, 27. April 2017, die Kollegin Philine-Marie Rühmann und ich nach Frankfurt, wo die Veranstaltung zum dritten Mal im Literaturhaus ablief. Über hundert Besucher füllten den Saal angenehm auf.
Wir bekamen aktuelle Informationen zum Stand der E-Books, es gab Vorträge und Diskussionen; es wurde informiert und diskutiert. Als ich am frühen Abend nach Hause fuhr, steckte ich voller Informationen und »Input«; wir werden schauen, was wir davon in den nächsten Wochen umsetzen können.
26 April 2017
Flucht durch Terrania
»Wie ist der Stand der Ermittlungen, meine Herren?« Manchmal mag ich diesen klassischen Stil der PERRY RHODAN-Romane. Umso beser, dass die Autoren bei unserer neuen Miniserie offenbar viel Freude daran haben, die Elemente der klassischen Serie mit einem heutigen Blickwinkel zu verbinden. Das sieht man sehr schön am zweiten Band der Serie, der am 5. Mai 2017 in den Handel kommt und von dem ich schon mein Belegexemplar erhalten habe.
Dennis Mathiak verfasste den Roman mit dem Titel »Flucht durch Terrania«, und Dirk Schulz sorgte für ein entsprechend knalliges Titelbild. Ich finde es klasse: Es zeigt eine Action-Szene, und die junge Frau mit der Waffe in der Hand wirkt entschlossen und klar.
Im Roman selbst gibt es auch einiges an Action – darüber hinaus geht es aber um zwischenmenschliche Konflikte und allerlei unfreiwillige Reisen. Die Leser bekommen zudem einige Einblicke in Terrania City, die sie aus den aktuellen Romanen definitiv nicht erhalten. Mir hat das bei der Lektüre echt gut gefallen!
Dennis Mathiak verfasste den Roman mit dem Titel »Flucht durch Terrania«, und Dirk Schulz sorgte für ein entsprechend knalliges Titelbild. Ich finde es klasse: Es zeigt eine Action-Szene, und die junge Frau mit der Waffe in der Hand wirkt entschlossen und klar.
Im Roman selbst gibt es auch einiges an Action – darüber hinaus geht es aber um zwischenmenschliche Konflikte und allerlei unfreiwillige Reisen. Die Leser bekommen zudem einige Einblicke in Terrania City, die sie aus den aktuellen Romanen definitiv nicht erhalten. Mir hat das bei der Lektüre echt gut gefallen!
25 April 2017
Zwischenjubiläum für »Exterra«
Erschienen ist das Fanzine schon zu Beginn des Monats – aber es lag einige Wochen zwischen den Bergen von anderen Dingen begraben, die man als Redakteur zu lesen hat: »Exterra« hat die Nummer 75 erreicht, was einem kleinen Jubiläum entspricht. Meine Gratulation an die Menschen, die für das Fanzine des SFC Universum zuständig sind und es zuverlässig mit Inhalten füllen!
Mag sein, dass ein klassisches Papier-Fanzine in Zeiten von Facebook und Co. nicht mehr sehr zeitgemäß ist – ich liebe solche Publikationen und schätze es sehr, sie zu lesen und in ihnen zu blättern. Auf 72 Seiten gibt es in diesem Heft eine tüchte Dosis PERRY RHODAN: Rezensionen zu aktuellen Romanen, Artikel über den »Sternengruft«-Zyklus, ein Con-Bericht, ein Nachruf auf den verstorbenen Michael H. Buchholz und vieles mehr.
Zum Jubiläum gab es ein farbiges und umlaufendes Titelbilder. Schön! Ein wahrhaft buntes Heft, das mir gefallen hat. (»Exterra« erscheint viermal im Jahr. Für Mitglieder ist es kostenlos; sie können es sogar digital erhalten. Weitere Informationen gibt's auf der Website des Clubs.)
Mag sein, dass ein klassisches Papier-Fanzine in Zeiten von Facebook und Co. nicht mehr sehr zeitgemäß ist – ich liebe solche Publikationen und schätze es sehr, sie zu lesen und in ihnen zu blättern. Auf 72 Seiten gibt es in diesem Heft eine tüchte Dosis PERRY RHODAN: Rezensionen zu aktuellen Romanen, Artikel über den »Sternengruft«-Zyklus, ein Con-Bericht, ein Nachruf auf den verstorbenen Michael H. Buchholz und vieles mehr.Zum Jubiläum gab es ein farbiges und umlaufendes Titelbilder. Schön! Ein wahrhaft buntes Heft, das mir gefallen hat. (»Exterra« erscheint viermal im Jahr. Für Mitglieder ist es kostenlos; sie können es sogar digital erhalten. Weitere Informationen gibt's auf der Website des Clubs.)
24 April 2017
Als Bahnhöfe noch eine Rolle spielten ...
»Mit Band 294 wird eine neue Epoche in der terranischen Geschichte eingeleitet.« So steht es im Exposé für den PERRY RHODAN-Band 294, das von K. H. Scheer verfasst wurde. Der dazu passende Roman wurde von Clark Darlton geschrieben, trägt den Titel »Die Eroberer« und kam vor fünfzig Jahren in den Handel.
Es ist lehrreich, in alte Exposés zu blicken. Das mache ich ohnehin immer wieder gern: weil ich recherchieren muss oder auch, weil ich neugierig bin. Bei diesem Exposé machte es ganz besonders Spaß.
»Es gelingt durch verwegene Planung und geschicktes Vorgehen«, so stellt die Vorbemerkung des Exposés klar, zwei Weltraumbahnhöfe zu erobern. »Terra greift von beiden Seitenan«, verkündet die Vorbemerkung darüber hinaus.
Im Exposé selbst werden die Daten für die Weltraumbahnhöfe zwischen Andromeda und der Milchstraße geliefert, und es wird genau erläutert, welche Raumschiffe wo angreifen. »Es entbrennt innerhalb der Station eine fürchterliche Schlacht«, heißt es auf Seite 9. Oder, auf derselben Seite: »Fünftausend Mann eröffnen den Generalangriff.«
Leider ist nicht überliefert, wie schwer es Clark Darlton fiel, diesen Roman zu schreiben. Trotz seiner bekannten Abneigung gegen kriegerische Auseinandersetzungen – kein Wunder bei seinen Russlanderfahrungen während des Krieges – schaffte er es ...
Es ist lehrreich, in alte Exposés zu blicken. Das mache ich ohnehin immer wieder gern: weil ich recherchieren muss oder auch, weil ich neugierig bin. Bei diesem Exposé machte es ganz besonders Spaß.»Es gelingt durch verwegene Planung und geschicktes Vorgehen«, so stellt die Vorbemerkung des Exposés klar, zwei Weltraumbahnhöfe zu erobern. »Terra greift von beiden Seitenan«, verkündet die Vorbemerkung darüber hinaus.
Im Exposé selbst werden die Daten für die Weltraumbahnhöfe zwischen Andromeda und der Milchstraße geliefert, und es wird genau erläutert, welche Raumschiffe wo angreifen. »Es entbrennt innerhalb der Station eine fürchterliche Schlacht«, heißt es auf Seite 9. Oder, auf derselben Seite: »Fünftausend Mann eröffnen den Generalangriff.«
Leider ist nicht überliefert, wie schwer es Clark Darlton fiel, diesen Roman zu schreiben. Trotz seiner bekannten Abneigung gegen kriegerische Auseinandersetzungen – kein Wunder bei seinen Russlanderfahrungen während des Krieges – schaffte er es ...
23 April 2017
Lobgesang auf die Perrypedia
Wie war das noch mal genau mit dem Schwarm? Welche Cynos waren im Sonnensystem aktiv? Wann tauchte Rofus zuerst in der Handlung auf, und was weiß man über diesen Planeten? Solche Fragen stelle ich mir im Verlauf meiner Tätigkeit praktisch jeden Tag – und dann schaue ich meist in der Perrypedia nach.
Die Perrypedia ist ein Beleg dafür, dass die sogenannte Schwarm-Intelligenz funktioniert. Ich weiß viel über die PERRY RHODAN-Serie, ich habe sie komplett gelesen und viele Romane redigiert, bearbeitet und betreut. Aber das Wissen, das im Verlauf der Jahre durch viele Leser für die Perrypedia zusammengetragen habe, das besitze ich nicht – darüber werde ich auch nie verfügen.
Ich könnte in den Dateien nachschauen, die ich zur Verfügung habe: alle Romane als E-Books oder Word-Dateien. Ich könnte – wie früher – ans Regal treten und die alten Hefte durchschauen. Das mache ich übrigens trotzdem oft: Das ist oft eine bereichernde Ergänzung, wenn man wissen möchte, wie sich das PERRY RHODAN-Universum in früheren Jahren »anfühlte«.
Am besten und zielführendsten ist es allerdings immer, wenn ich die Perrypedia zu Rate ziehe. Die Zahl der Fakten und Daten, die hier versammelt ist, finde ich beeindruckend. Mag sein, dass sie Fehler enthält – aber ich habe mir sagen lassen, dass auch in gedruckten Romanen der eine oder andere Fehler veröffentlicht worden sei.
Für eine Recherche ist die Perrypedia wunderbar geeignet. Als tägliches Hilfsmittel liebe und schätze ich sie. Man kann die immense Arbeit der Perrypedia-Aktivisten nicht genug loben.
Deshalb an dieser Stelle mal: Herzlichen Dank für euer Engagement!
Die Perrypedia ist ein Beleg dafür, dass die sogenannte Schwarm-Intelligenz funktioniert. Ich weiß viel über die PERRY RHODAN-Serie, ich habe sie komplett gelesen und viele Romane redigiert, bearbeitet und betreut. Aber das Wissen, das im Verlauf der Jahre durch viele Leser für die Perrypedia zusammengetragen habe, das besitze ich nicht – darüber werde ich auch nie verfügen.Ich könnte in den Dateien nachschauen, die ich zur Verfügung habe: alle Romane als E-Books oder Word-Dateien. Ich könnte – wie früher – ans Regal treten und die alten Hefte durchschauen. Das mache ich übrigens trotzdem oft: Das ist oft eine bereichernde Ergänzung, wenn man wissen möchte, wie sich das PERRY RHODAN-Universum in früheren Jahren »anfühlte«.
Am besten und zielführendsten ist es allerdings immer, wenn ich die Perrypedia zu Rate ziehe. Die Zahl der Fakten und Daten, die hier versammelt ist, finde ich beeindruckend. Mag sein, dass sie Fehler enthält – aber ich habe mir sagen lassen, dass auch in gedruckten Romanen der eine oder andere Fehler veröffentlicht worden sei.
Für eine Recherche ist die Perrypedia wunderbar geeignet. Als tägliches Hilfsmittel liebe und schätze ich sie. Man kann die immense Arbeit der Perrypedia-Aktivisten nicht genug loben.
Deshalb an dieser Stelle mal: Herzlichen Dank für euer Engagement!
22 April 2017
Ein alter Bekannter kehrt wieder zurück
In den vergangenen Tagen habe ich mich intensiv mit Exposés beschäftigt, die von den Exposéautoren gekommen sind und über die wir diskutiert haben. Unter anderem ging es darin um eine altbekannte Hauptfigur aus der PERRY RHODAN-Serie, die seit den frühen Anfängen dabei ist und von der man seit einiger Zeit nichts mehr gehört hat. Wie kehrt sie in die Handlung zurück, welche Rolle nimmt sie danach ein?
Darüber wird in mehreren Romanen zu lesen sein, die irgendwann im Sommer 2017 erscheinen. Jetzt müssen erst einmal die Exposés fertiggestellt werden, damit die Autoren mit der eigentlichen Arbeit loslegen können. (Ein erster Roman zum Thema ist in Arbeit und sollte demnächst bei mir eintreffen ...)
Weitere Exposés beschäftigen sich mit den Geschehnissen in einer fernen Galaxis. Auch da werden die Leser von alten Bekannten hören und lesen, mit denen sie wohl kaum gerechnet haben.
Als mir Wim Vandemaan die Grundideen für diesen Abschnitt des laufenden »Genesis«-Zyklus präsentierte, war ich übrigens gebührend beeindruckt. Hoffen wir, dass sich die Idee über die Exposés so in die Romane bringen lässt, dass auch die Leser beeindruckt sind ...
Darüber wird in mehreren Romanen zu lesen sein, die irgendwann im Sommer 2017 erscheinen. Jetzt müssen erst einmal die Exposés fertiggestellt werden, damit die Autoren mit der eigentlichen Arbeit loslegen können. (Ein erster Roman zum Thema ist in Arbeit und sollte demnächst bei mir eintreffen ...)
Weitere Exposés beschäftigen sich mit den Geschehnissen in einer fernen Galaxis. Auch da werden die Leser von alten Bekannten hören und lesen, mit denen sie wohl kaum gerechnet haben.
Als mir Wim Vandemaan die Grundideen für diesen Abschnitt des laufenden »Genesis«-Zyklus präsentierte, war ich übrigens gebührend beeindruckt. Hoffen wir, dass sich die Idee über die Exposés so in die Romane bringen lässt, dass auch die Leser beeindruckt sind ...
21 April 2017
Geek trifft Terminus ...
Die Zeitschrift »Geek!« erfreut die Freunde der Science Fiction schon seit einigen Jahren. Dieser Tage erschien die Ausgabe 30 des Magazins, in der es unter anderem um neue Heftromane geht. Sascha Vennemann, der als Autor auch für die Heftromanserie »Maddrax« schreibt, führte für diese Ausgabe ein Telefongespräch zu PERRY RHODAN-Terminus.Das Ergebnis kann sich optisch wie inhaltlich sehen lassen. Deshalb präsentiere ich an dieser Stelle die Seite aus dem »Geek!«-Magazin, in der unsere neue Minierie vorgestellt wird. Und natürlich hätte ich nicht das geringste dagegen, wenn jemand zu unserer Serie greift, der sich ansonsten vor allem auf Fernsehserien und Kinofilme mit phantastischen Schwerpunkten spezialisiert hat ...
20 April 2017
Seth-Apophis als Silberband
Ich weiß noch gut, wie sehr mich in den frühen 80er-Jahren die PERRY RHODAN-Romane faszinierten, in denen das Serienuniversum noch einmal grandios erweitert wurde. Nachdem ich die Bände um die Betschiden eher als zäh empfunden habe – heute sehe ich das teilweise ganz anders –, fand ich die Geschichten um die Galaktische Flotte, die Endlose Armada und natürlich um Seth-Apophis immer faszinierender.

Der Silberband 138 stellt die Superintelligenz Seth-Apophis nun stärker ins Zentrum. In »Seth-Apophis« erfahren die Leser endlich mehr über das geheimnisvolle Geschöpf, dessen Angriffe die Menschheit schwer beschäftigen. Kosmische Zusammenhänge lassen sich erkennen, die sich über Jahrmillionen spannen ...
Als die entsprechenden Romane 1983 unter der Ägide von William Voltz verfasst wurde, war der PERRY RHODAN-Leser Klaus N. Frick völlig begeistert. Als ich vor einigen Wochen in das Manuskript des Silberbandes hineinschaute, erkannt ich wieder, wie gut die Geschichten waren.
Ich denke, die sollten auch heutigen Lesern genügend Faszination bescheren. Und ich denke, dass einige »Altleser« zugreifen werden, um zu schauen, wie das »damals« mit den Superintelligenzen und der Endlosen Armada ablief ...

Der Silberband 138 stellt die Superintelligenz Seth-Apophis nun stärker ins Zentrum. In »Seth-Apophis« erfahren die Leser endlich mehr über das geheimnisvolle Geschöpf, dessen Angriffe die Menschheit schwer beschäftigen. Kosmische Zusammenhänge lassen sich erkennen, die sich über Jahrmillionen spannen ...
Als die entsprechenden Romane 1983 unter der Ägide von William Voltz verfasst wurde, war der PERRY RHODAN-Leser Klaus N. Frick völlig begeistert. Als ich vor einigen Wochen in das Manuskript des Silberbandes hineinschaute, erkannt ich wieder, wie gut die Geschichten waren.
Ich denke, die sollten auch heutigen Lesern genügend Faszination bescheren. Und ich denke, dass einige »Altleser« zugreifen werden, um zu schauen, wie das »damals« mit den Superintelligenzen und der Endlosen Armada ablief ...
19 April 2017
Das gestohlene Raumschiff
Zwar geht es tatsächlich um ein Raumschiff und um einen Diebstahl – aber in Wirklichkeit ist »Das gestohlene Raumschiff« von Michael Marcus Thurner ein Roman, der eine ganze Welt präsentiert. Wir erfahren in diesem PERRY RHODAN-Roman, der in der nächsten Woche erscheinen wird, welche sozialen Schichten es in Terrania City gibt; wir lernen mehr über verschiedene Gruppen der Gesellschaft kennen und sehen, dass es wahre Parallelgesellschaften in der Hauptstadt der Erde gibt.
Der Roman gibt Einblicke in das Schulsystem und zeigt, dass Gartenarbeit teilweise immer noch von Hand gemacht wird – freiwillig allerdings. Die Hauptgeschichte kommt allerdings nicht zu kurz. Das phantastische Geschehen, das sich rings um Yeto Carell abspielt – die eigentliche Hauptperson des Romans – fand ich schon bei der Lektüre des Exposés sehr interessant. Im Roman empfand ich es dann als sehr spannend, und ich hoffe, dass sich meine Lesefreude dann auf die Leser überträgt.
Der Roman gibt Einblicke in das Schulsystem und zeigt, dass Gartenarbeit teilweise immer noch von Hand gemacht wird – freiwillig allerdings. Die Hauptgeschichte kommt allerdings nicht zu kurz. Das phantastische Geschehen, das sich rings um Yeto Carell abspielt – die eigentliche Hauptperson des Romans – fand ich schon bei der Lektüre des Exposés sehr interessant. Im Roman empfand ich es dann als sehr spannend, und ich hoffe, dass sich meine Lesefreude dann auf die Leser überträgt.
18 April 2017
Die dritte Epoche für PERRY RHODAN NEO?
Ein Logbuch der Redaktion
Als wir im Jahr 2011 die erste Ausgabe von PERRY RHODAN NEO veröffentlichten, mangelte es nicht an kritischen Stimmen: Nimmt der Zeitschriftenhandel ein »Taschenheft« – so nennt man ein solches Produkt tatsächlich, obwohl da nichts geheftet wird – auf, das nicht in die gängigen Raster passt?
PERRY RHODAN NEO kommt schließlich in einem Format daher, das normalerweise für jene Art von »Frauenromanen« gedacht ist, die in erster Linie vom Cora-Verlag veröffentlicht werden. Science Fiction in diesem Format galt bisher als unverkäuflich; die Kollegen von Bastei-Lübbe hatten es vor vielen Jahren mit den »Ufo-Akten« versucht. »Das kann nicht klappen«, sagten uns alle, die glaubten, sich im Zeitschriftenhandel auszukennen.
In der Tat haben wir es nicht einfach mit den Romanen: Die Händler wissen oft nicht, wohin sie die einzelnen Bände zu legen haben, und lassen sie deshalb häufig gleich im Lager, packen sie nicht ins Regal. Legt der Händler die NEO-Romane zu den anderen Taschenheften, werden sie zwischen »Julia« oder »Baccara« kaum gefunden. Packt er oder sie die NEO-Romane zu den Heftromanen, sind sie zu klein oder fallen durch den Drehständer.
Am
besten wäre, man würde sie zu den Science-Fiction-Taschenbüchern
stellen – aber die sind im Zeitschriftenhandel eher selten. Keine
einfache Mission ...
Diese Gedanken und Überlegungen bestimmen die Arbeit an PERRY RHODAN NEO von Anfang an. Nicht einmal die größten Optimisten konnten sich deshalb vorstellen, dass die Serie einmal bis Band 100 kommen würde. Frank Borsch steuerte allein die Exposéarbeit, diskutierte viele Exposés mit den Autorinnen und Autoren durch; er arbeitete auch intensiv an den Romanen mit. Im Jahr 2015 entschloss er sich, mit Band 100 sein Amt als Exposéautor abzugeben.
Mit Band 101 begannen wir unsere »zweite Epoche«: Rüdiger Schäfer und Michael H. Buchholz übernahmen die Exposéarbeit für PERRY RHODAN NEO. Die Handlungsführung wurde geändert, einige der offenen Fragen aus der »Borsch-Ära« beantwortet, neue Handlungsfäden aufgebaut. Die Serie bewegte sich durch die einzelnen Staffeln langsam und stetig auf den Band 150 zu – dass wir diesen erreichen würden, hatten wir anfangs auch kaum geglaubt.
Seien wir ehrlich: Die Situation im Handel hat sich seitdem nicht gebessert, eher verschlechtert. Es wird immer schwieriger, PERRY RHODAN NEO gut zu platzieren. Und weil es keine Bücher sind, kann man die gedruckten Exemplare auch kaum über Vertriebskanäle wie Amazon beziehen. Wir sind darauf angewiesen, im Zeitschriftenhandel zu verkaufen, Abonnements anzubieten oder eben – und das wird immer wichtiger! – die digitale Schiene auszubauen. Die E-Books sichern letztlich die gedruckte Ausgabe ab.
In vielen Gesprächen mit den Exposéautoren brachte ich solche Themen zur Sprache. Die beiden Autoren wurden von mir über solche Probleme auf dem Laufenden gehalten – wichtiger war aber immer, dass sie eine Geschichte entwickelten, die in Staffeln und Einzelbänden zu erzählen war. Das gelang ihnen von Staffel zu Staffel besser.
Dann kam der verhängnisvolle Tag im März. Wir alle wussten, dass Michael H. Buchholz schwer krank war; wir kannten seine Situation, und ich bewunderte ihn für seinen Lebensmut und seinen tapferen Kampf gegen die Krankheit. Am Ende verlor er – Michael starb mit 59 Jahren. Am Tag seines Todes hatten wir die Druckfreigabe für seinen letzten Roman erledigt und den Band in die eigentliche Produktion geschoben.
»Verkünder des Paradieses« wurde zu seinem letzten Roman für PERRY RHODAN NEO.
Michael trug zum anstehenden Handlungsbogen ab Band 150 viele grundlegende Ideen bei. Er wollte zusammen mit Rüdiger Schäfer den Jubiläumsband 150 schreiben; in seinem Kopf wimmelte es von Vorschlägen und Konzepten für die neuen Staffeln. Leider wird er die Veröffentlichung dieser Ideen nicht erleben. Wir sind deswegen immer noch sehr traurig.
So schlimm es klingen mag: Wir müssen weitermachen, PERRY RHODAN ist ein Generationenprojekt, das seit 1961 erscheint, und bei PERRY RHODAN NEO gelten ähnliche Regeln. Also überlegten sich Rüdiger Schäfer und ich, wie es weitergehen sollte. Der Autor, der »nur nebenbei« schreibt und einen »richtigen Hauptberuf« hat, kann die Exposéarbeit nicht allein stemmen – das ist aus zeitlichen Gründen nicht zu schaffen.
Ich sprach mit Rainer Schorm. Der Autor aus Freiburg hat sich in den vergangenen Jahren zu einer wahren Stütze für PERRY RHODAN NEO entwickelt. Ich kenne ihn seit den 80er-Jahren, er lieferte damals auch Beiträge für mein Fanzine. Ich weiß, dass Rainer sehr kooperativ und zuverlässig ist; er hat einen analytischen Blick auf die Serien, und er beteiligte sich schon immer engagiert mit Ideen, Vorschlägen und Konzepten.
Rainer Schorm wird nun der neue Exposéautor an der Seite von Rüdiger Schäfer. Bereits im März 2017 kam es zu einem ersten Treffen der beiden Autoren in Leverkusen; gemeinsam arbeiten sie schon an der Handlungsstaffel ab Band 151. Erste Überlegungen zu den kommenden Inhalten werden wir bei Gelegenheit bekannt geben.
Damit kann die »dritte Epoche« von PERRY RHODAN NEO beginnen. In einem enger und kritischer werdenden Markt, in dem eine kleine Science-Fiction-Serie im Taschenheft-Format große Probleme hat, steuern die beiden Autoren nun gemeinsam mit ihren Exposés weiter voran – über Grenzen hinweg, die wir uns 2011 nicht einmal vorstellen wollten.
Bei aller Trauer über den Verlust von Michael H. Buchholz: Ich wünsche den beiden Exposéautoren bei den weiteren Abenteuern ein glückliches Händchen und viel Erfolg!
Als wir im Jahr 2011 die erste Ausgabe von PERRY RHODAN NEO veröffentlichten, mangelte es nicht an kritischen Stimmen: Nimmt der Zeitschriftenhandel ein »Taschenheft« – so nennt man ein solches Produkt tatsächlich, obwohl da nichts geheftet wird – auf, das nicht in die gängigen Raster passt?
PERRY RHODAN NEO kommt schließlich in einem Format daher, das normalerweise für jene Art von »Frauenromanen« gedacht ist, die in erster Linie vom Cora-Verlag veröffentlicht werden. Science Fiction in diesem Format galt bisher als unverkäuflich; die Kollegen von Bastei-Lübbe hatten es vor vielen Jahren mit den »Ufo-Akten« versucht. »Das kann nicht klappen«, sagten uns alle, die glaubten, sich im Zeitschriftenhandel auszukennen.
In der Tat haben wir es nicht einfach mit den Romanen: Die Händler wissen oft nicht, wohin sie die einzelnen Bände zu legen haben, und lassen sie deshalb häufig gleich im Lager, packen sie nicht ins Regal. Legt der Händler die NEO-Romane zu den anderen Taschenheften, werden sie zwischen »Julia« oder »Baccara« kaum gefunden. Packt er oder sie die NEO-Romane zu den Heftromanen, sind sie zu klein oder fallen durch den Drehständer.
Diese Gedanken und Überlegungen bestimmen die Arbeit an PERRY RHODAN NEO von Anfang an. Nicht einmal die größten Optimisten konnten sich deshalb vorstellen, dass die Serie einmal bis Band 100 kommen würde. Frank Borsch steuerte allein die Exposéarbeit, diskutierte viele Exposés mit den Autorinnen und Autoren durch; er arbeitete auch intensiv an den Romanen mit. Im Jahr 2015 entschloss er sich, mit Band 100 sein Amt als Exposéautor abzugeben.
Mit Band 101 begannen wir unsere »zweite Epoche«: Rüdiger Schäfer und Michael H. Buchholz übernahmen die Exposéarbeit für PERRY RHODAN NEO. Die Handlungsführung wurde geändert, einige der offenen Fragen aus der »Borsch-Ära« beantwortet, neue Handlungsfäden aufgebaut. Die Serie bewegte sich durch die einzelnen Staffeln langsam und stetig auf den Band 150 zu – dass wir diesen erreichen würden, hatten wir anfangs auch kaum geglaubt.
Seien wir ehrlich: Die Situation im Handel hat sich seitdem nicht gebessert, eher verschlechtert. Es wird immer schwieriger, PERRY RHODAN NEO gut zu platzieren. Und weil es keine Bücher sind, kann man die gedruckten Exemplare auch kaum über Vertriebskanäle wie Amazon beziehen. Wir sind darauf angewiesen, im Zeitschriftenhandel zu verkaufen, Abonnements anzubieten oder eben – und das wird immer wichtiger! – die digitale Schiene auszubauen. Die E-Books sichern letztlich die gedruckte Ausgabe ab.
In vielen Gesprächen mit den Exposéautoren brachte ich solche Themen zur Sprache. Die beiden Autoren wurden von mir über solche Probleme auf dem Laufenden gehalten – wichtiger war aber immer, dass sie eine Geschichte entwickelten, die in Staffeln und Einzelbänden zu erzählen war. Das gelang ihnen von Staffel zu Staffel besser.
Dann kam der verhängnisvolle Tag im März. Wir alle wussten, dass Michael H. Buchholz schwer krank war; wir kannten seine Situation, und ich bewunderte ihn für seinen Lebensmut und seinen tapferen Kampf gegen die Krankheit. Am Ende verlor er – Michael starb mit 59 Jahren. Am Tag seines Todes hatten wir die Druckfreigabe für seinen letzten Roman erledigt und den Band in die eigentliche Produktion geschoben.
»Verkünder des Paradieses« wurde zu seinem letzten Roman für PERRY RHODAN NEO.
Michael trug zum anstehenden Handlungsbogen ab Band 150 viele grundlegende Ideen bei. Er wollte zusammen mit Rüdiger Schäfer den Jubiläumsband 150 schreiben; in seinem Kopf wimmelte es von Vorschlägen und Konzepten für die neuen Staffeln. Leider wird er die Veröffentlichung dieser Ideen nicht erleben. Wir sind deswegen immer noch sehr traurig.
So schlimm es klingen mag: Wir müssen weitermachen, PERRY RHODAN ist ein Generationenprojekt, das seit 1961 erscheint, und bei PERRY RHODAN NEO gelten ähnliche Regeln. Also überlegten sich Rüdiger Schäfer und ich, wie es weitergehen sollte. Der Autor, der »nur nebenbei« schreibt und einen »richtigen Hauptberuf« hat, kann die Exposéarbeit nicht allein stemmen – das ist aus zeitlichen Gründen nicht zu schaffen.
Ich sprach mit Rainer Schorm. Der Autor aus Freiburg hat sich in den vergangenen Jahren zu einer wahren Stütze für PERRY RHODAN NEO entwickelt. Ich kenne ihn seit den 80er-Jahren, er lieferte damals auch Beiträge für mein Fanzine. Ich weiß, dass Rainer sehr kooperativ und zuverlässig ist; er hat einen analytischen Blick auf die Serien, und er beteiligte sich schon immer engagiert mit Ideen, Vorschlägen und Konzepten.
Rainer Schorm wird nun der neue Exposéautor an der Seite von Rüdiger Schäfer. Bereits im März 2017 kam es zu einem ersten Treffen der beiden Autoren in Leverkusen; gemeinsam arbeiten sie schon an der Handlungsstaffel ab Band 151. Erste Überlegungen zu den kommenden Inhalten werden wir bei Gelegenheit bekannt geben.
Damit kann die »dritte Epoche« von PERRY RHODAN NEO beginnen. In einem enger und kritischer werdenden Markt, in dem eine kleine Science-Fiction-Serie im Taschenheft-Format große Probleme hat, steuern die beiden Autoren nun gemeinsam mit ihren Exposés weiter voran – über Grenzen hinweg, die wir uns 2011 nicht einmal vorstellen wollten.
Bei aller Trauer über den Verlust von Michael H. Buchholz: Ich wünsche den beiden Exposéautoren bei den weiteren Abenteuern ein glückliches Händchen und viel Erfolg!
17 April 2017
Das verlorene Volk
Ich mag es, wenn die PERRY RHODAN-Serie in die Vergangenheit ihrer eigenen Serienhistorie blickt. Das macht Michelle Stern sehr gut mit ihrem nächsten Roman, der am 21. April 2017 erscheint; er trägt den Titel »Das verlorene Volk« und erzählt mehr über die Geschichte der Thoogondu. Diese ist bekanntlich enger mit der Milchstraße verknüpft, als dies Perry Rhodan und seinen Gefährten bislang bewusst war.
Die Leser erfahren mehr über das Verhältnis des Goldenen Reiches zum »Wanderer«; sie bekommen mit, welches Geheimnis sich hinter dem Thron des Herrschers verbirgt, und sie erleben an der Seite von Perry Rhodan einen Teil der Vergangenheit. Gegenüber der Autorin habe ich den Roman als »ganz großes Kino« bezeichnet. Mal schauen, was die Leser meinen ...
Die Leser erfahren mehr über das Verhältnis des Goldenen Reiches zum »Wanderer«; sie bekommen mit, welches Geheimnis sich hinter dem Thron des Herrschers verbirgt, und sie erleben an der Seite von Perry Rhodan einen Teil der Vergangenheit. Gegenüber der Autorin habe ich den Roman als »ganz großes Kino« bezeichnet. Mal schauen, was die Leser meinen ...
15 April 2017
Die Zeitspringer sind da
Für mich war es wie ein vorgezogenes Ostergeschenk: Dieser Tage trudelten die druckfrischen Exemplare von »Zeitspringer« bei mir in der Redaktion ein. Dabei handelt es sich bekanntlich um den ersten Roman unserer neuen Miniserie PERRY RHODAN-Terminus, der von Uwe Anton verfasst worden ist.
Ich bin mit der Qualität des gedruckten Romans sehr zufrieden. Die Kolleginnen und Kollegen in der Druckerei haben ordentlich gearbeitet, der Roman kann sich sehen lassen. Ich denke, dass das E-Book und das Hörbuch ebenfalls von guter Qualität sein werden.
Zum Inhalt kann ich objektiv nichts sagen. Zu viele Gespräche führte ich mit dem Autor, zu viele Details wurden diskutiert – so richtig entscheiden über den Inhalt können jetzt weder der Redakteur noch der Autor, sondern nur noch die Leser.
So lange freue ich mich über ein schönes Romanheft. Wäre ich ein »normaler« PERRY RHODAN-Fan, würde ich es auf jeden Fall kaufen. Ich hoffe, dass es auch viele andere so machen werden. Mein Ostergeschenk habe ich ja schon mal ...
Ich bin mit der Qualität des gedruckten Romans sehr zufrieden. Die Kolleginnen und Kollegen in der Druckerei haben ordentlich gearbeitet, der Roman kann sich sehen lassen. Ich denke, dass das E-Book und das Hörbuch ebenfalls von guter Qualität sein werden.
Zum Inhalt kann ich objektiv nichts sagen. Zu viele Gespräche führte ich mit dem Autor, zu viele Details wurden diskutiert – so richtig entscheiden über den Inhalt können jetzt weder der Redakteur noch der Autor, sondern nur noch die Leser.
So lange freue ich mich über ein schönes Romanheft. Wäre ich ein »normaler« PERRY RHODAN-Fan, würde ich es auf jeden Fall kaufen. Ich hoffe, dass es auch viele andere so machen werden. Mein Ostergeschenk habe ich ja schon mal ...
13 April 2017
Ein Vortrag in Berlin
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
Für jemanden wie mich, der aus Süddeutschland anreisen muss, lohnt sich ein Besuch in Berlin nur dann, wenn verschiedene »Projekte« verbunden werden können. So erging es mir an einem Wochenende im März 1999: Ich besuchte Freunde, ich ging auf verschiedene Veranstaltungen, und ich verknüpfte PERRY RHODAN-Themen mit alledem.
Einquartieren konnte ich mich in der Wohnung einer guten Freundin, die von Heidelberg nach Berlin umgesiedelt war. Weil sie im Schichtbetrieb arbeitete, hatte ich die kleine Wohnung die meiste Zeit für mich allein. Zu anderen Zeiten schleppte sie mich in Kneipen, die sich beispielsweise »Sniper Alley« nannten und nicht so aussahen, als seien sie bei irgendeinem Amt in Berlin auch nur ansatzweise gemeldet.
Aber die Wohnung hatte darüber hinaus einen unglaublichen Vorteil: In direkter Nähe dieser Kreuzberger Wohnung gab es eine S-Bahnhaltestelle, von der aus ich rasch durch die Stadt fahren konnte. Eine dieser Fahrten brachte mich am Samstag, 13. März, in die Bergmannstraße 25 in Berlin-Kreuzberg; eine Gegend, die ich seit den frühen 80er-Jahren immer gern besucht hatte.
Dort steuerte ich das »UFO« an, die »Phantastische Buchhandlung«, ein Geschäft übrigens, das ich damals jedem Berlin-Besucher empfahl. Vor allem jenen, die gerne ein bisschen Beratung beim Bücherkauf schätzen und auch mal über den Tellerrand blicken wollten. Das Fachgeschäft für Science Fiction und Fantasy war stets gut sortiert; in den Regalen fanden sich nicht nur die gängigen Titel der bekannten Verlage, sondern auch interessierte »Randgebiete«. (Die Buchhandlung existiert immer noch, direkt neben der Markthalle am Marheinekeplatz; sie hat einen anderen Namen, ist aber immer noch zu empfehlen.)
Die Buchhändlerinnen und Buchhändler hatten haufenweise Stühle in das Geschäft gestellt; niemand wusste, wie viele Besucher kommen würden. Als ich gegen 18 Uhr mit meinem Vortrag über die PERRY RHODAN-Serie begann, waren rund dreißig Personen anwesend, die meisten davon Män
ner.
Nachdem ich mich kurz vorgestellt hatte, erzählte ich über den aktuellen Stand der Serie und über unsere Arbeit. Da sich die Besucher alle recht gut auskannten, musste ich nicht alle Grundlagen erklären, sondern konnte gleich in die Details einsteigen. Die Serie steuerte in diesen Tagen und Wochen auf den Band 2000 zu, und die Leser wollten wissen, was sich die Exposéautoren ausgedacht hatten. Ich erzählte von den aktuellen Planungen, ohne etwas vom eigentlichen Inhalt zu verraten, berichtete von der Situation im Autorenteam und von den Überlegungen, die Serie stärker im Internet zu präsentieren.
Danach kamen die Fragen – die Besucher erwiesen sich als gut informiert und gingen teilweise sehr in die Einzelheiten. So wurde die Entwicklung mancher Figuren diskutiert – etwa Mondra Diamond oder Michael Rhodan –, und es gab natürlich ebenso rege Diskussionen über Themen rings um die Handlung: Wie geht es mit den CD-ROMS weiter, was passiert mit dem Sammelkartenspiel, und wann kommen die Raumschiffmodelle nun wirklich?
Mein eigentlicher Vortrag ging über eine Stunde, die eigentliche Fragestunde dauerte noch einmal eineinhalb Stunden. Dann wollte ich Feierabend machen, erhob mich, erhielt meinen Applaus und ... die lockere Fragerunde ging im Stehen weiter. Es gibt bei solchen Veranstaltungen immer Leute, die sich offenbar nicht trauen, in der großen Runde zu fragen. Diese kommen gern hinterher nach vorne und stellen die eine oder andere Frage.
Ich versuchte alle Fragen zu beantworten und alle Anregungen aufzunehmen. Nach gut einer Stunde sorgen die Buchhändler dann dafür, dass sich ihr Geschäft langsam leerte. Gegen 22 Uhr hatte ich an diesem Abend somit meinen »Feierabend«. Ich war sehr zufrieden mit der Veranstaltung und nahm mir vor, sie bei Gelegenheit zu wiederholen.
Dann gingen wir miteinander eine Kleinigkeit essen: Hannes Riffel von der »Ufo«-Buchhandlung, der Redakteur und Buchautor Klaus Farin, der Autor und Übersetzer Bernhard Kempen und ich. Es wurde eines dieser Abendessen, bei denen die Themen in wilder Reihenfolge über den Tisch fliegen: Wir redeten über Gott und die Welt, den Zustand der Welt im allgemeinen und der Science Fiction im besonderen sowie zahlreiche weitere Themen. Wir überlegten uns gemeinsame Projekte – aus denen leider nichts wurde ... – und hatten eine sehr vergnügliche Zeit.
Als ich Kreuzberg verließ, war bereits nach Mitternacht. Ich steuerte allerdings nicht die Wohnung an, in der ich mich für einige Tage einquartiert hatte, sondern fuhr mit der Bahn zum Prenzlauer Berg. Dort war ich noch auf eine Party eingeladen, die sehr lange dauerte. Aber das ist eine ganz andere Geschichte ...
Für jemanden wie mich, der aus Süddeutschland anreisen muss, lohnt sich ein Besuch in Berlin nur dann, wenn verschiedene »Projekte« verbunden werden können. So erging es mir an einem Wochenende im März 1999: Ich besuchte Freunde, ich ging auf verschiedene Veranstaltungen, und ich verknüpfte PERRY RHODAN-Themen mit alledem.
Einquartieren konnte ich mich in der Wohnung einer guten Freundin, die von Heidelberg nach Berlin umgesiedelt war. Weil sie im Schichtbetrieb arbeitete, hatte ich die kleine Wohnung die meiste Zeit für mich allein. Zu anderen Zeiten schleppte sie mich in Kneipen, die sich beispielsweise »Sniper Alley« nannten und nicht so aussahen, als seien sie bei irgendeinem Amt in Berlin auch nur ansatzweise gemeldet.
Aber die Wohnung hatte darüber hinaus einen unglaublichen Vorteil: In direkter Nähe dieser Kreuzberger Wohnung gab es eine S-Bahnhaltestelle, von der aus ich rasch durch die Stadt fahren konnte. Eine dieser Fahrten brachte mich am Samstag, 13. März, in die Bergmannstraße 25 in Berlin-Kreuzberg; eine Gegend, die ich seit den frühen 80er-Jahren immer gern besucht hatte.
Dort steuerte ich das »UFO« an, die »Phantastische Buchhandlung«, ein Geschäft übrigens, das ich damals jedem Berlin-Besucher empfahl. Vor allem jenen, die gerne ein bisschen Beratung beim Bücherkauf schätzen und auch mal über den Tellerrand blicken wollten. Das Fachgeschäft für Science Fiction und Fantasy war stets gut sortiert; in den Regalen fanden sich nicht nur die gängigen Titel der bekannten Verlage, sondern auch interessierte »Randgebiete«. (Die Buchhandlung existiert immer noch, direkt neben der Markthalle am Marheinekeplatz; sie hat einen anderen Namen, ist aber immer noch zu empfehlen.)
Die Buchhändlerinnen und Buchhändler hatten haufenweise Stühle in das Geschäft gestellt; niemand wusste, wie viele Besucher kommen würden. Als ich gegen 18 Uhr mit meinem Vortrag über die PERRY RHODAN-Serie begann, waren rund dreißig Personen anwesend, die meisten davon Män
Nachdem ich mich kurz vorgestellt hatte, erzählte ich über den aktuellen Stand der Serie und über unsere Arbeit. Da sich die Besucher alle recht gut auskannten, musste ich nicht alle Grundlagen erklären, sondern konnte gleich in die Details einsteigen. Die Serie steuerte in diesen Tagen und Wochen auf den Band 2000 zu, und die Leser wollten wissen, was sich die Exposéautoren ausgedacht hatten. Ich erzählte von den aktuellen Planungen, ohne etwas vom eigentlichen Inhalt zu verraten, berichtete von der Situation im Autorenteam und von den Überlegungen, die Serie stärker im Internet zu präsentieren.
Danach kamen die Fragen – die Besucher erwiesen sich als gut informiert und gingen teilweise sehr in die Einzelheiten. So wurde die Entwicklung mancher Figuren diskutiert – etwa Mondra Diamond oder Michael Rhodan –, und es gab natürlich ebenso rege Diskussionen über Themen rings um die Handlung: Wie geht es mit den CD-ROMS weiter, was passiert mit dem Sammelkartenspiel, und wann kommen die Raumschiffmodelle nun wirklich?
Mein eigentlicher Vortrag ging über eine Stunde, die eigentliche Fragestunde dauerte noch einmal eineinhalb Stunden. Dann wollte ich Feierabend machen, erhob mich, erhielt meinen Applaus und ... die lockere Fragerunde ging im Stehen weiter. Es gibt bei solchen Veranstaltungen immer Leute, die sich offenbar nicht trauen, in der großen Runde zu fragen. Diese kommen gern hinterher nach vorne und stellen die eine oder andere Frage.
Ich versuchte alle Fragen zu beantworten und alle Anregungen aufzunehmen. Nach gut einer Stunde sorgen die Buchhändler dann dafür, dass sich ihr Geschäft langsam leerte. Gegen 22 Uhr hatte ich an diesem Abend somit meinen »Feierabend«. Ich war sehr zufrieden mit der Veranstaltung und nahm mir vor, sie bei Gelegenheit zu wiederholen.
Dann gingen wir miteinander eine Kleinigkeit essen: Hannes Riffel von der »Ufo«-Buchhandlung, der Redakteur und Buchautor Klaus Farin, der Autor und Übersetzer Bernhard Kempen und ich. Es wurde eines dieser Abendessen, bei denen die Themen in wilder Reihenfolge über den Tisch fliegen: Wir redeten über Gott und die Welt, den Zustand der Welt im allgemeinen und der Science Fiction im besonderen sowie zahlreiche weitere Themen. Wir überlegten uns gemeinsame Projekte – aus denen leider nichts wurde ... – und hatten eine sehr vergnügliche Zeit.
Als ich Kreuzberg verließ, war bereits nach Mitternacht. Ich steuerte allerdings nicht die Wohnung an, in der ich mich für einige Tage einquartiert hatte, sondern fuhr mit der Bahn zum Prenzlauer Berg. Dort war ich noch auf eine Party eingeladen, die sehr lange dauerte. Aber das ist eine ganz andere Geschichte ...
12 April 2017
Leipzig im März 2017
Ein »nachgereichtes« Logbuch der Redaktion
Deutschland ist eine Kulturnation. Dieser Satz mag übertrieben klingen. Ist man aber auf einer Buchmesse, glaubt man ihn. Und besucht man die Buchmesse in Leipzig, klingt er auf jeden Fall weder übertrieben noch überzogen. Das merkte ich auch in diesem Jahr wieder.
Wir arbeiteten diesmal im »Schichtbetrieb«, nicht zum ersten Mal. Klaus Bollhöfener war beim Aufbau am Mittwoch dabei, kümmerte sich am ruhigen Donnerstag allein um den Messestand und fuhr am Freitag ins wohlverdiente Wochenende. Meine Kollegin Philine-Marie Rühmann, die uns seit dem Winter im PERRY RHODAN-Marketing unterstützt, und ich fuhren am Freitagmorgen mit dem Auto los. Gegen 14 Uhr war unsere Wachablösung.
An diesem Freitag, 24. März 2017, hatten wir tatsächlich keine Minute Ruhe. Die Messe war schon voll, sie füllte sich weiter, und ein Termin reihte sich an den nächsten. Ich traf mich mit Autorinnen und Autoren – teilweise zum Erfahrungsaustausch, teilweise auch, weil sie für uns arbeiten wollten –, mit Kollegen aus anderen Verlagen, mit potenziellen Partnern für diverse Themen.
Das ist für mich eines der entscheidenden Dinge bei einer Messe: Weil unterschiedlichste Menschen vor Ort sind, die sich mit dem Thema Buch beschäftigen, ist es eher möglich, sich mit all diesen Leuten über Literatur und ihre Vermarktung zu unterhalten. Die Themen wechseln dabei schnell, generell geht es aber immer über Bücher und das »darüber hinaus«. So sind die E-Books mittlerweile nicht mehr das zentrale Thema überhaupt – weil man sich an sie gewöhnt hat –, sondern die Frage ist eben auch, wie man nach dem Boom weitermachen kann.
Und
wenn ich zwischendurch Luft hatte, tat ich das, was ich tatsächlich
gern tue: Ich stellte mich so an den Messestand, dass die Besucher
sahen, dass ich dazu gehörte, und wartete auf die Fragen, die mir
gestellt wurden. In Leipzig kommen etwa immer wieder junge Leute, die
uns fragen, wie man in die Welt von PERRY RHODAN einsteigen kann.
Da ist es stets gut, wenn eine Autorin wie Verena Themsen vor Ort ist. Sie signierte die Leseprobe von »Der kosmische Erbe« und beantwortete geduldig zahllose Fragen. Auch Dirk Schulz zeigte eine große Geduld und kümmerte sich mit viel Akribie um die Autogramm- und Zeichenwünsche der Messebesucher.
Und wir erzählten allen, dass sie mit Band 2900 ganz praktisch und ganz ideal in die PERRY RHODAN-Serie einsteigen können ...
Zur Messe gehört das Abendprogramm. In früheren Jahren gingen wir auf die Buchmesse-Party, in diesem Jahr wurde gearbeitet. Philine-Marie und ich trafen uns mit dem Autor Kai Hirdt, der bekanntlich neu in die Erstauflage eingestiegen ist. Wir aßen gemeinsam, wir diskutierten über aktuelle Romane und Exposés, wir tranken Weißwein. Und dann meinte Kai, wir könnten an der Bar »ja noch einen Absacker« nehmen ...
Weiter ging es am Samstag, 25. März 2017, den ich als unglaublich anstrengend betrachtete. Autoren und Zeichner gaben Autogramme, unser Stand war dicht belagert; wir führten viele Fachgespräche, Robert Corvus drehte ein Video, und ich beantwortete die zahlreichen Fragen von Lesern und potenziellen Lesern.
Die Leipziger Buchmesse erlebte an diesem Wochenende einen neuen Besucherrekord, und am Samstag zweifelte ich keine Sekunde an den Jubelzahlen. Ich machte viele Notizen, die ich nach der Messe abarbeiten wollte, und war am Abend recht erschöpft.
Diesmal waren wir gemütlich unterwegs. Philine-Marie Rühmann und ich sowie Madeleine Puljic und Kai Hirdt als Vertreter der Autorenschaft, bummelten durch die Nacht, aßen lecker in einem Lokal in der Innenstadt und diskutierten auch dort über Romaninhalte – vor allem PERRY RHODAN NEO – und deren Vermarktung. Das war sehr angenehm, aber ich war trotzdem froh, nach Mitternacht ins Bett fallen zu können.
Der Sonntag, 26. März 2017, war anstrengend, hielt sich aber an die bisherigen Regeln: Wir führten Messegespräche, wir informierten Leser und Fans, wir sprachen mit Besuchern. Und ab 16 Uhr leerten sich die Hallen, und ab 18 Uhr packten wir unseren Kram zusammen.
Gegen 18.30 Uhr verließen wir die Halle, während hinter uns die Arbeiter der Messebaufirma den Stand abbauten. Wir kamen gut durch die Nacht, und als ich nach 23 Uhr in Karlsruhe die Kollegin neben ihrem Auto absetzte, hatte ich das Gefühl, eine spannende und auch erfolgreiche Messe erlebt zu haben.
Deutschland ist eine Kulturnation. Dieser Satz mag übertrieben klingen. Ist man aber auf einer Buchmesse, glaubt man ihn. Und besucht man die Buchmesse in Leipzig, klingt er auf jeden Fall weder übertrieben noch überzogen. Das merkte ich auch in diesem Jahr wieder.
Wir arbeiteten diesmal im »Schichtbetrieb«, nicht zum ersten Mal. Klaus Bollhöfener war beim Aufbau am Mittwoch dabei, kümmerte sich am ruhigen Donnerstag allein um den Messestand und fuhr am Freitag ins wohlverdiente Wochenende. Meine Kollegin Philine-Marie Rühmann, die uns seit dem Winter im PERRY RHODAN-Marketing unterstützt, und ich fuhren am Freitagmorgen mit dem Auto los. Gegen 14 Uhr war unsere Wachablösung.
An diesem Freitag, 24. März 2017, hatten wir tatsächlich keine Minute Ruhe. Die Messe war schon voll, sie füllte sich weiter, und ein Termin reihte sich an den nächsten. Ich traf mich mit Autorinnen und Autoren – teilweise zum Erfahrungsaustausch, teilweise auch, weil sie für uns arbeiten wollten –, mit Kollegen aus anderen Verlagen, mit potenziellen Partnern für diverse Themen.
Das ist für mich eines der entscheidenden Dinge bei einer Messe: Weil unterschiedlichste Menschen vor Ort sind, die sich mit dem Thema Buch beschäftigen, ist es eher möglich, sich mit all diesen Leuten über Literatur und ihre Vermarktung zu unterhalten. Die Themen wechseln dabei schnell, generell geht es aber immer über Bücher und das »darüber hinaus«. So sind die E-Books mittlerweile nicht mehr das zentrale Thema überhaupt – weil man sich an sie gewöhnt hat –, sondern die Frage ist eben auch, wie man nach dem Boom weitermachen kann.
Da ist es stets gut, wenn eine Autorin wie Verena Themsen vor Ort ist. Sie signierte die Leseprobe von »Der kosmische Erbe« und beantwortete geduldig zahllose Fragen. Auch Dirk Schulz zeigte eine große Geduld und kümmerte sich mit viel Akribie um die Autogramm- und Zeichenwünsche der Messebesucher.
Und wir erzählten allen, dass sie mit Band 2900 ganz praktisch und ganz ideal in die PERRY RHODAN-Serie einsteigen können ...
Zur Messe gehört das Abendprogramm. In früheren Jahren gingen wir auf die Buchmesse-Party, in diesem Jahr wurde gearbeitet. Philine-Marie und ich trafen uns mit dem Autor Kai Hirdt, der bekanntlich neu in die Erstauflage eingestiegen ist. Wir aßen gemeinsam, wir diskutierten über aktuelle Romane und Exposés, wir tranken Weißwein. Und dann meinte Kai, wir könnten an der Bar »ja noch einen Absacker« nehmen ...
Weiter ging es am Samstag, 25. März 2017, den ich als unglaublich anstrengend betrachtete. Autoren und Zeichner gaben Autogramme, unser Stand war dicht belagert; wir führten viele Fachgespräche, Robert Corvus drehte ein Video, und ich beantwortete die zahlreichen Fragen von Lesern und potenziellen Lesern.
Die Leipziger Buchmesse erlebte an diesem Wochenende einen neuen Besucherrekord, und am Samstag zweifelte ich keine Sekunde an den Jubelzahlen. Ich machte viele Notizen, die ich nach der Messe abarbeiten wollte, und war am Abend recht erschöpft.
Diesmal waren wir gemütlich unterwegs. Philine-Marie Rühmann und ich sowie Madeleine Puljic und Kai Hirdt als Vertreter der Autorenschaft, bummelten durch die Nacht, aßen lecker in einem Lokal in der Innenstadt und diskutierten auch dort über Romaninhalte – vor allem PERRY RHODAN NEO – und deren Vermarktung. Das war sehr angenehm, aber ich war trotzdem froh, nach Mitternacht ins Bett fallen zu können.
Der Sonntag, 26. März 2017, war anstrengend, hielt sich aber an die bisherigen Regeln: Wir führten Messegespräche, wir informierten Leser und Fans, wir sprachen mit Besuchern. Und ab 16 Uhr leerten sich die Hallen, und ab 18 Uhr packten wir unseren Kram zusammen.
Gegen 18.30 Uhr verließen wir die Halle, während hinter uns die Arbeiter der Messebaufirma den Stand abbauten. Wir kamen gut durch die Nacht, und als ich nach 23 Uhr in Karlsruhe die Kollegin neben ihrem Auto absetzte, hatte ich das Gefühl, eine spannende und auch erfolgreiche Messe erlebt zu haben.
11 April 2017
Exposés und Pizza
Relativ kurzfristig kam Christian Montillon nach Rastatt; am heutigen Dienstag, 11. April 2017, traf er pünktlich zum Mittagessen ein. Gemeinsam gingen wir ins »Pucchini«, die nahegelegene Pizzeria, die unsere Redaktion zeitweise als Außenbüro benutzt: Dort kann ich mich ruhiger mit Gästen unterhalten als in der verlagseigenen Kantine, die einem zeitweise wie eine Mixtur aus Vorabendserie und Live-Comedy vorkommen mag.
Christian und ich futterten Pizza, tranken Unmengen von Kaffee und Apfelschorle, und natürlich sprachen wir über aktuelle Themen: Wo stehen wir mit den laufenden Exposés und Romanen, wie werden die Exposés umgesetzt, und wie sieht die Terminsituation aus? Ich finde solche Zwischendurch-Gespräche mit den Exposéautoren immer wichtig – auch und gerade, wenn sie in direktem Zusammentreffen ablaufen –, weil sie uns dabei helfen, die Serie auf Kurs zu halten.
Dass Christian und ich ebenso über Themen wie Comics und Kopfschmerzen, Urlaub und Familie, eigene Schreibprojekte und das Wetter plauderten, liegt auf der Hand. Aber auch dafür sind solche Besuche da ...
Christian und ich futterten Pizza, tranken Unmengen von Kaffee und Apfelschorle, und natürlich sprachen wir über aktuelle Themen: Wo stehen wir mit den laufenden Exposés und Romanen, wie werden die Exposés umgesetzt, und wie sieht die Terminsituation aus? Ich finde solche Zwischendurch-Gespräche mit den Exposéautoren immer wichtig – auch und gerade, wenn sie in direktem Zusammentreffen ablaufen –, weil sie uns dabei helfen, die Serie auf Kurs zu halten.
Dass Christian und ich ebenso über Themen wie Comics und Kopfschmerzen, Urlaub und Familie, eigene Schreibprojekte und das Wetter plauderten, liegt auf der Hand. Aber auch dafür sind solche Besuche da ...
07 April 2017
Robert Corvus kam zu Besuch
Eigentlich ist die PERRY RHODAN-Redaktion nicht auf Besuch eingestellt; wir sind schon froh, wenn wir unter »normalen Umständen« unsere Arbeit schaffen können. Wenn aber ein Autor vorbeikommt, um uns zu besuchen, tun wir fast alles ... Am heutigen Freitag, 7. April 2017, erfreute uns Robert Corvus mit seiner Anwesenheit.
Der Autor war gewissermaßen auf der Durchreise, ließ sich von uns aber gern in die Kantine entführen, stöberte in den verborgenen Archivräumen im Keller und amüsierte sich über die verschiedenen Dinge, die wir in unserem Turmzimmer für Menschen wie ihn bereithalten. Dazwischen führten wir auch intensive Gespräche über die PERRY RHODAN-Serie, über weitere Romane von ihm und weitere Projekte.
Robert Corvus hatte zudem die Chance, unsere Druckerei anzuschauen. Philine-Marie Rühmann schoss einige Fotos, er auch – und ich möchte eines zeigen, das zeigt, wie fertig gedruckte Umschläge auf einer Palette aussehen. (Wer genau hinschaut, erkennt die Vierer-Blocks ...)
Der Autor war gewissermaßen auf der Durchreise, ließ sich von uns aber gern in die Kantine entführen, stöberte in den verborgenen Archivräumen im Keller und amüsierte sich über die verschiedenen Dinge, die wir in unserem Turmzimmer für Menschen wie ihn bereithalten. Dazwischen führten wir auch intensive Gespräche über die PERRY RHODAN-Serie, über weitere Romane von ihm und weitere Projekte.
Robert Corvus hatte zudem die Chance, unsere Druckerei anzuschauen. Philine-Marie Rühmann schoss einige Fotos, er auch – und ich möchte eines zeigen, das zeigt, wie fertig gedruckte Umschläge auf einer Palette aussehen. (Wer genau hinschaut, erkennt die Vierer-Blocks ...)
06 April 2017
Der Newsletter wird volljährig
Wenn ich den aktuellen »PRFZ-Newsletter« erhalte, also die kostenlose Informationssendung der PERRY RHODAN-FanZentrale, lade ich sie herunter – sie kommt per Mail und als PDF-Fanzine – und lese sie. Mittlerweile ist der Newsletter mit der Nummer 18 erschienen; gewissermaßen ist das kleine Fanzine damit volljährig geworden.
Und auch wenn ich als PERRY RHODAN-Redakteur viele Dinge im voraus weiß, bin ich immer wieder überrascht, was ich an neuen Dingen entdecke. Ein schönes Beispiel ist das umfangreiche Interview mit Ralf Boldt in der aktuellen Ausgabe.
Der Mann sitzt im Vorstand der FanZentrale, engagiert sich im Science-Fiction-Club Deutschland, schreibt gute Science-Fiction-Kurzgeschichten und macht auch sonst den Eindruck, rundum korrekt und sympathisch zu sein. Das Interview vermittelt gute Hintergründe zu ihm, die man sonst so kaum zu Gesicht bekommt.
Darüber hinaus informiert der »PRFZ-Newsletter« über aktuelle Themen rings um unsere Serie, aber ebenso über Randgebiete. Das kann ein Interview mit Dr. Olaf Kutzmutz von der Bundesakademie in Wolfenbüttel sein oder ein Beitrag über die Fanromanserie »Dorgon«.
Ich lese das kleine Fanzine auf jeden Fall immer gern – es ist ein weiteres Argument, Mitglied in der FanZentrale zu sein. Das Fanzine kostet nichts, aber man muss eben PRFZ-Mitglied sein. So einfach ist das. Weitere Informationen dazu gibt's auf der entsprechenden Internet-Seite ...
Und auch wenn ich als PERRY RHODAN-Redakteur viele Dinge im voraus weiß, bin ich immer wieder überrascht, was ich an neuen Dingen entdecke. Ein schönes Beispiel ist das umfangreiche Interview mit Ralf Boldt in der aktuellen Ausgabe.
Der Mann sitzt im Vorstand der FanZentrale, engagiert sich im Science-Fiction-Club Deutschland, schreibt gute Science-Fiction-Kurzgeschichten und macht auch sonst den Eindruck, rundum korrekt und sympathisch zu sein. Das Interview vermittelt gute Hintergründe zu ihm, die man sonst so kaum zu Gesicht bekommt.
Darüber hinaus informiert der »PRFZ-Newsletter« über aktuelle Themen rings um unsere Serie, aber ebenso über Randgebiete. Das kann ein Interview mit Dr. Olaf Kutzmutz von der Bundesakademie in Wolfenbüttel sein oder ein Beitrag über die Fanromanserie »Dorgon«.
Ich lese das kleine Fanzine auf jeden Fall immer gern – es ist ein weiteres Argument, Mitglied in der FanZentrale zu sein. Das Fanzine kostet nichts, aber man muss eben PRFZ-Mitglied sein. So einfach ist das. Weitere Informationen dazu gibt's auf der entsprechenden Internet-Seite ...
05 April 2017
Teamtagung fürs Jahr 2017
Es ist zu einer guten Tradition in der PERRY RHODAN-Redaktion geworden, dass wir uns zu Beginn eines Jahres zu einer Teamtagung zurückziehen. Dort sprechen wir über das vergangene Jahr, schauen uns an, was gut und was weniger gut verlaufen ist, und machen uns gründliche Gedanken über das anstehende Jahr.
Im Jahr 2017 war das nicht so einfach: Weil im Februar mit Band 2900 ein Jubiläumsband zu bewältigen war und wir personell einiges umbesetzen mussten, kamen wir erst im April dazu, uns zusammenzusetzen. Der Einfachheit halber taten wir das im Verlagsgebäude, wo wir im legendären Turmzimmer – auch schon in einem PERRY RHODAN-Roman verarbeitet – von neun Uhr morgens bis vier Uhr mittags tagten.
Unterbrochen wurde die Tagung nur durch das Mittagessen und kleinere Pausen. Und wir nutzten die Gelegenheit, uns im Hof des Verlages zu einem Gruppenfoto einzufinden. (Es zeigt von links: Klaus Bollhöfener, Bettina Lang, Philine-Marie Rühmann, Klaus N. Frick, Madlen Bihr, Sabine Kropp und Pio Battistig.) Wenn es geht, folgt in der kommenden Woche ein Bericht, der ein wenig ausführlicher auf die Inhalte der Tagung eingeht.
Im Jahr 2017 war das nicht so einfach: Weil im Februar mit Band 2900 ein Jubiläumsband zu bewältigen war und wir personell einiges umbesetzen mussten, kamen wir erst im April dazu, uns zusammenzusetzen. Der Einfachheit halber taten wir das im Verlagsgebäude, wo wir im legendären Turmzimmer – auch schon in einem PERRY RHODAN-Roman verarbeitet – von neun Uhr morgens bis vier Uhr mittags tagten.
Unterbrochen wurde die Tagung nur durch das Mittagessen und kleinere Pausen. Und wir nutzten die Gelegenheit, uns im Hof des Verlages zu einem Gruppenfoto einzufinden. (Es zeigt von links: Klaus Bollhöfener, Bettina Lang, Philine-Marie Rühmann, Klaus N. Frick, Madlen Bihr, Sabine Kropp und Pio Battistig.) Wenn es geht, folgt in der kommenden Woche ein Bericht, der ein wenig ausführlicher auf die Inhalte der Tagung eingeht.
04 April 2017
Der Bund der Schutzgeister
Ein starkes Titelbild von Dirk Schulz ziert den ersten PERRY RHODAN-Roman, den wir von Kai Hirdt veröffentlichen: »Der Bund der Schutzgeister« kommt am 7. April in den Handel, und der Autor hatte keine einfache Aufgabe zu lösen – wir gaben dem neuen Kollegen kein Thema, mit dem er auf jeden Fall brillieren konnte, sondern eines, bei dem er viel recherchieren und Charaktere »bauen« musste.In seinem Roman spielt die RAS TSCHUBAI eine wichtige Rolle; das riesige Raumschiff der Menschheit operiert darin in einer fernen Galaxis. Und weil das Schiff so groß ist, gibt es in seinem Inneren verschiedene Fraktionen mit Zielen, die stark voneinander abweichen. Perry Rhodan und seine Gefährten werden mit Problemen konfrontiert, die sehr menschlich wirken, aber einen mysteriösen Hintergrund haben.
Wer die Schutzgeister sind und was ihre Ziele sind, das verrät dieser Roman. Wer bisher schon befürchtete, es ginge in die Horror-Richtung, sei allerdings beruhigt: Trotz des Titels bietet der Roman lupenreine Science Fiction.
03 April 2017
Zwanzig Jahre bei PERRY RHODAN
Manche Jubiläen kommen so klammheimlich, dass man ganz überrascht ist, wenn sie gefeiert werden. Heute war eines von dieser Sorte: Klaus Bollhöfener ist jetzt seit zwanzig Jahren ein Kollege innerhalb der PERRY RHODAN-Redaktion. Ich bin sicher, damit hat er im April 1997 keine Sekunde lang gerechnet ...
Klaus Bollhöfener fing beim Pabel-Moewig Verlag zu einer Zeit an, als das Marketing für PERRY RHODAN erst entwickelt wurde. Er war von Anfang an bei der Entwicklung des Internet-Auftrittes dabei, engagierte sich jahrelang sehr intensiv für die PERRY RHODAN-FanZentrale und organisierte zahlreiche Veranstaltungen.
Die Messeauftritte in Frankfurt und Leipzig zählen ebenso dazu wie der »Tag der offenen Tür« im September 2001 oder der PERRY RHODAN-WeltCon 1999. Jahrelang betreute er die »SOL«, das Magazin der FanZentrale; lange Zeit war er zudem für die Betreuung des PERRY RHODAN-Journals verantwortlich.
Innerhalb der Abteilung ist er für die Veranstaltunge zuständig, ebenso für Werbung und Anzeigen. Er kümmert sich um die Gestaltung der Titelbilder, ist der direkte Ansprechpartner für die Titelbildzeichner und steuert das gesamte Erscheinungsbild der PERRY RHODAN-Serie.
Heute wurde der Kollege offiziell von der Geschäftsleitung und vom Betriebsrat geehrt. Die noch offiziellere Ehrung im Rahmen einer Betriebsversammlung folgt in der kommenden Woche. Wir freuen uns auf die nächsten Jahre, in denen wir mit Klaus Bollhöfener intensiv zusammenarbeiten werden – er wird uns hoffentlich noch weitere positive Impulse verleihen!
Klaus Bollhöfener fing beim Pabel-Moewig Verlag zu einer Zeit an, als das Marketing für PERRY RHODAN erst entwickelt wurde. Er war von Anfang an bei der Entwicklung des Internet-Auftrittes dabei, engagierte sich jahrelang sehr intensiv für die PERRY RHODAN-FanZentrale und organisierte zahlreiche Veranstaltungen.
Die Messeauftritte in Frankfurt und Leipzig zählen ebenso dazu wie der »Tag der offenen Tür« im September 2001 oder der PERRY RHODAN-WeltCon 1999. Jahrelang betreute er die »SOL«, das Magazin der FanZentrale; lange Zeit war er zudem für die Betreuung des PERRY RHODAN-Journals verantwortlich.
Innerhalb der Abteilung ist er für die Veranstaltunge zuständig, ebenso für Werbung und Anzeigen. Er kümmert sich um die Gestaltung der Titelbilder, ist der direkte Ansprechpartner für die Titelbildzeichner und steuert das gesamte Erscheinungsbild der PERRY RHODAN-Serie.
Heute wurde der Kollege offiziell von der Geschäftsleitung und vom Betriebsrat geehrt. Die noch offiziellere Ehrung im Rahmen einer Betriebsversammlung folgt in der kommenden Woche. Wir freuen uns auf die nächsten Jahre, in denen wir mit Klaus Bollhöfener intensiv zusammenarbeiten werden – er wird uns hoffentlich noch weitere positive Impulse verleihen!
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