17 Oktober 2012

Die Graffiti als Sonderpublikation

Graffiti: Die PR-Sonderpublikation zum HC119 »Der Terraner«Ein Logbuch der Redaktion

Als im Jahr 1980 der PERRY RHODAN-Roman »Der Terraner« erschien, markierte dieser Band mit seiner Nummer 1000 nicht nur ein besonderes Jubiläum – er veränderte zugleich die PERRY RHODAN-Serie. Mir war das als »normalem Leser« zu dieser Zeit nicht bewusst, aber William Voltz beeinflusste mich durch seine moralischen Romane, die viele gesellschaftspolitische Aussagen »zwischen den Zeilen« enthielten – und viele andere Leser ebenfalls.

Das merkt man dem »Terraner« an. Voltz ging es beim Schreiben dieses Werkes nicht nur darum, einen packenden Science-Fiction-Roman zu verfassen. Ich bin mir hundertprozentig sicher: Er wollte darüber hinaus einen Querverweis zur aktuellen Zeit liefern.

Sein Roman trug den prophetischen Titel »Der Terraner«. Bekanntlich ist er in diesen Tagen erneut in den Handel gekommen: als Teil des PERRY RHODAN-Buches mit demselben Titel und der leider nicht so schönen Bandnummer 119. Der Roman zeigt eine weit entfernte Zukunft und blendet in die Vergangenheit, er präsentiert Außerirdische und Menschen.

Als wir im Jahr 2010 erstmals innerhalb der Redaktion darüber diskutierten, wie wir diesen Silberband bewerben sollten, kamen wir auf einen besonderen Inhalt: Es sind die Graffiti, an die ich mich über Jahrzehnte hinweg erinnern konnte. Die Idee war, diese Graffiti in einer Sonderpublikation zu veröffentlichen.

Die sogenannten Graffiti bildeten 1980 einen wesentlichen Schwerpunkt des PERRY RHODAN-Bandes. Es sind zehn kurze Texte, die das Leben und das Schicksal von Menschen wiederspiegeln. Sie greifen aktuelle Probleme des Jahres 1980 auf, stellen einfache Menschen ins Zentrum – und enden mit Perry Rhodan persönlich.

Für mich und für viele andere Fans der PERRY RHODAN-Serie war das damals eine wichtige Botschaft, angesichts der atomaren Rüstung zwischen Nato und Warschauer Pakt hatten viele von uns Angst vor einem Atomkrieg. Der Terraner wird durch Voltz' Graffiti zu einem Sinnbild einer positiv denkenden Menschheit. Diese kann den Aufbruch ins All nur schaffen, wenn sie die grundlegenden Schwierigkeiten auf der heimatlichen Erde meistert.

Diese Botschaft der PERRY RHODAN-Serie wurde von Voltz nicht nur kosmisch vermittelt, sondern auch in Form von menschlichen »Lebens-Impressionen«: Es geht um die Einheit der Erde, um Frieden für die Menschen, um ein gemeinsames Forschen in der Zukunft ...

Interessant oder auch erschütternd ist, dass viele der Themen, die William Voltz im Jahr 1980 literarisch verarbeitete, im Jahr 2012 immer noch gelten. Nach wie vor werden in vielen Ländern der Erde Menschen unterdrückt, wird die Umwelt gnadenlos ausgebeutet, fallen Tiere und Pflanzen der unendlichen Profitgier zum Opfer.

Die positive Vision, die 1980 von William Voltz für die PERRY RHODAN-Serie definiert worden ist, gilt im Gegensatz dazu ebenfalls noch: Menschen sind Menschen – und die Unterschiede zwischen Nationen und sogenannten Rassen, zwischen Geschlechtern und Altersgruppen, zwischen Hautfarben und sexuellen Orientierungen, zwischen Religionen und Völkern verblassen, wenn man die Erde »von außen« betrachtet. Nur gemeinsam und vereint hat die Menschheit eine Chance.

»Er ist ein Terraner« – so schrieb William Voltz über Perry Rhodan. Als »Terraner« begrüßte er unter großem Jubel die Besucher des ersten PERRY RHODAN-WeltCons im Jahr 1980. Und »Wir sind Terra« wurde von den Autoren der heutigen Generation als Losung für »ihre« Menschheit ausgegeben.

Es mag ein wenig pathetisch klingen – aber die Botschaft dieser Graffiti und des Bandes »Der Terraner« hat mehr als drei Jahrzehnte überdauert. Es ist die zentrale Botschaft dieses Romans, und es ist die Botschaft der gesamten PERRY RHODAN-Serie. Aus diesem Grund haben wir die zehn Graffiti in Form einer E-Book-Publikation erneut veröffentlicht.

Illustriert wurden die Publikation von Marie Sann. Die Comic-Künstlerin ist Jahrgang 1986 und wohnt in Berlin. Sie gewann Wettbewerbe und veröffentlichte mehrere Comics; derzeit läuft im Splitter-Verlag mit »Frostfeuer« eine phantastischer Dreiteiler nach einem Roman von Kai Meyer.

Auf dem PERRY RHODAN-WeltCon 2011 in Mannheim unterstützte Marie Sann unter anderem die Präsentation von PERRY RHODAN NEO; für die neue Serie lieferte sie auch eine Reihe von Illustrationen.

Ich freue mich, mit dieser Publikation auch zwei Generationen zu verbinden: William Voltz und seine Texte stehen für den Aufbruchsgeist der 70er- und 80er-Jahre, Marie Sann steht für die künstlerischen Welten des beginnenden 21. Jahrhunderts.

Zum Download: http://tinyurl.com/cu5vfwo

16 Oktober 2012

Vorsichtige Gehversuche in Richtung Heyne

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Der Science-Fiction-WorldCon war einer der Höhepunkte des Science-Fiction-Jahres 2001– und er sollte wichtige Auswirkungen für PERRY RHODAN mit sich bringen. Der Con fand vom 30. August bis zum 3. September im Philadelphia Convention Center statt, und rund 5000 SF-Fans aus aller Welt nahmen daran teil. Darunter waren unter anderem der PERRY RHODAN-Autor Uwe Anton und ich.

Niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, was wenige Tage später nicht nur den amerikanischen Kontinent, sondern die gesamte Welt erschüttern sollte. Der »Nine Eleven« war gedanklich in weiter Ferne, auch wenn es nur wenige Tage bis dahin waren. Flugzeuge, die von Terroristen als fliegende Bomben benutzt wurden, gab es bis dahin nur in übertriebenen Thrillern.

Es war der erste oder zweite September 2001, so genau weiß ich es leider nicht mehr. Mit Sascha Mamczak, dem Science-Fiction-Lektor des Heyne-Verlags, hatte ich mich in einem Café verabredet. Wir wollten gemeinsam frühstücken und vor allem ein wenig über eine mögliche Zusammenarbeit fachsimpeln. Konkrete Absichten hatten wir zu dieser Zeit keine, jeder hegte wahrscheinlich für sich geheime Überlegungen.

Bis zu diesem Wochenende kannten sich Sascha Mamczak und ich zwar, aber wir hielten eine »professionelle Distanz«. Man grüßte sich auf Buchmessen, man gab sich die Hand, man siezte sich. Ich schätzte seine Sachkenntnis, die er seit Jahren bewies, und wusste, dass er sich in punkto Science Fiction richtig gut auskannte.

Den direkten Kontakt zwischen uns hatte während des WorldCons eigentlich Werner Fuchs eingefädelt. Der Verleger von Fantasy Productions, mit dem ich vor Ort den vierzigsten Geburtstag von PERRY RHODAN bekannt machen wollte, fungierte bei dieser Veranstaltung oft als Türöffner und Kontaktmann. Er kannte viele Leute, und er machte mich mit diesen bekannt, unter anderem mit Sascha Mamczak.

So saßen wir an einem Abend alle in der Hotelbar, tranken Bier und Cocktails, und bereits nach kurzer Zeit war klar, dass sich Sascha und ich künftig duzen würden. Das distanzierte »Sie« fiel, ohne dass ich darüber nachdachte.

Und dann trafen wir uns in diesem Café. Es war gut eineinhalb Kilometer vom Con-Gebäude entfernt, am Rand eines »Szene-Viertels« gelegen, vor dem die Con-Veranstalter in ihrem Prospekt sogar gewarnt hatten. Gegenüber der protzigen Hotel- und Kongress-Szenerie der eigentlichen Innenstadt sah die Umgebung mit ihren kleinen Häusern, Bars und Tätowier-Studios aber eher aus wie eine Innenstadt in Deutschland – mir gefiel es dort besser.

Das Café war klein und übersichtlich, es wirkte eher studentisch. Wir setzten uns ins Freie, bestellten uns Bagels und Kaffee und ließen es uns schmecken. In der Sonne war es angenehm. Der Blick fiel über eine recht ruhige Straße, an deren Ende sich ein Industrie- und Hafengebiet erstreckte; die schweren Maschinen standen am Wochenende still.

Sascha und ich unterhielten uns über die unterschiedlichen Arbeitsbedingungen: ich in einem Zeitschriftenverlag mit angeschlossenem Buchbereich, bei dem die Science Fiction weder zum einen noch zum anderen Bereich so richtig gehörte, er in einem Buchverlag, in dem die Science Fiction eher ein Randthema war. Das war interessant, weil es mir die Augen darüber öffnete, wie in einem »reinen« Buchverlag gearbeitet wurde.

Unweigerlich kamen wir auf die gemeinsame Vergangenheit beider Verlage zu sprechen. Bekanntlich war PERRY RHODAN ein Kind des Moewig-Verlages, und der gehörte 1961 zum Heyne-Verlag. »PERRY RHODAN kommt damit aus der Türkenstraße«, sagte Sascha, eine Anspielung auf die Straße in München, in der Heyne jahrelang seine Büros hatte. Ich hatte diese Büros in den frühen 90er-Jahren besucht, als die PERRY RHODAN-Taschenbücher für drei Jahre von Heyne als Lizenz übernommen worden waren.

Wir diskutierten darüber, warum die damaligen Taschenbücher bei Heyne kein Erfolg werden konnten. »Ihr habt zuviel auf einmal gemacht«, argumentierte ich. Sascha Mamczak konterte: »Man kann kaum behaupten, dass jedes eurer Taschenbücher so richtig gut war.« Ich räumte ein: »Viele abgeschlossene Science-Fiction-Geschichten hatten nur am Rand mit dem PERRY RHODAN-Kosmos zu tun. Das fanden die Leser wohl nicht mehr attraktiv.«

Wir schauten uns an und waren einer Meinung: Wenn man PERRY RHODAN erfolgreich publizieren will, muss man es also »richtig machen«. Aber was hieß denn eigentlich richtig?

Sascha argumentierte: Man dürfte nicht versuchen, die Inhalte der Heftromane ins Taschenbuch zu übertragen. Man müsse hierfür anders schreiben, andere Stoffe anbieten. »Nur dann erreichen wir auch Leute, die außerhalb eurer Heftroman-Szene stehen.« Und ohne dass wir es geplant hatten, saßen wir auf einmal mitten in einem Lizenzgespräch ...

Wie wäre es denn, wenn wir PERRY RHODAN noch einmal als Taschenbuch herausbrächten? Wieder im Heyne-Verlag, aber dann nicht als unendliche Fortsetzungsreihe, sondern als »Zyklus mit Event-Charakter« ... Wir stellten uns schon die Schlagzeilen vor: »PERRY RHODAN kehrt zurück in die Türkenstraße.«

Sascha Mamczak hatte gleich den richtigen Vergleich parat: »Das ist wie bei ›Star Trek‹. Die PERRY RHODAN-Heftromane sind die Fernsehserie, die neuen Taschenbücher sind dann der Kinofilm.« Er breitete die Hände aus, als hielte er eine Schlagzeile hoch: »Science Fiction im Breitwandformat – das ist es.«

Nach dem Frühstück nahmen wir ein Taxi und fuhren zurück ins Kongresszentrum. Ich war nach dem Gespräch richtiggehend beflügelt von den neuen Überlegungen. Und in meinem Kopf reifte schon der Gedanke, welchen Autor ich als ersten für ein Brainstorming anrufen könnte ...

15 Oktober 2012

Ein Bild aus Brunn

Aus der Serie »Ein Bild und seine Geschichte«

Im Dezember 1996 besuchte ich den PERRY RHODAN-Autor Ernst Vlcek in Wien; wir sprachen über Exposés und gingen in den Jazz-Club, wir besuchten eine Silvester-Party mit vielen lustigen Fans; ich tanzte spät abends Walzer mit seiner Frau, und zwischendurch gingen wir auch spazieren, um an der frischen Luft allerlei Ideen auszubrüten.

Das Foto machte Ernst Vlcek in der Nähe des Hauses, in dem er damals wohnte – nicht in Wien, sondern in Brunn. Meinen Kleidungsstil inklusive des Jacketts und der nicht unbedingt sehr natürlichen Haarfarbe erheiterte ihn sehr, das musste er knipsen.

Das ist lange her ... Wenn ich dieses Bild betrachte, denke ich an diesen famosen Geschichtenerzähler aus Österreich, an seine sprudelnden Ideen und seinen manchmal kauzigen Humor.

14 Oktober 2012

Und jetzt die Notizen ...

Die Frankfurter Buchmesse ist vorüber, zumindest für mich: Nach vier anstrengenden Tagen sitze ich in der Wohnung daheim und schaue hinaus in den Nieselregen. Es ist ein optimales Wetter dafür, mit den jetzt nötigen Tätigkeiten anzufangen – nach der Messe kommt bekanntlich die Nacharbeit.

Ich schreibe alles auf, was ich getan habe und was aufschreibenswert ist: Protokolle von Gesprächen, Arbeitsanweisungen für mich und die Kollegen, Adressen von Gesprächspartnern, Gedanken zu Projekten – und so weiter. Es ist ein tüchtiger Berg an Papier, den ich abarbeiten muss.

Und was ich heute schaffe, wird mich im Verlauf einer stressigen Woche weniger stressen. Klingt nach einem vernünftigen Plan, finde ich.

13 Oktober 2012

Autoren und ein Sphärenrad

Am Stand von PERRY RHODAN und Splitter herrscht an diesem Samstag nachmittag echter Hochbetrieb. Autoren wie Verena Themsen und Hubert Haensel sind am Start und signieren ihre aktuellen Romane, Dutzende von Lesern kommen vorbei und stellen Fragen.

Und Hermann Ritter dreht das Sphärenrad, also ein Glücksrad mit Motiven aus Splitter-Comics, PERRY RHODAN, Toonfish-Comics und PERRY RHODAN NEO. Die Stimmung ist gut, der Lärmpegel ist hoch, und derzeit kann ich die gegenüberliegende Seite des Ganges nicht sehen, weil der Flur komplett voll mit Leuten ist.

Ich bin froh, dass ich am Messestand ein wenig meine Ruhe habe. Und gleichzeitig finde ich das alles super.

Nach der Party

Es ist nach drei Uhr nachts, die PERRY RHODAN-Party ist vorüber. 'tschuldigung, ich meine natürlich das Galaktische Forum, das wir in diesem Jahr zum – geschätzt ... – elften Mal veranstaltet haben. Es waren echt »alle da«: Lektoren und Verlagsmitarbeiter von Lübbe, Egmont-Lyx, Blanvalet, Piper, Heyne, Feder & Schwert, Dryas und anderen.

Dazu feierten mit uns Autoren wie Kai Meyer, Bernhard Hennen, Michael Peinkofer und Markus Heitz; natürlich auch PERRY RHODAN-Autoren wie Christian Montillon, Frank Borsch, Hubert Haensel, Verena Themsen und Marc A. Herren, ebenso die NEO-Autoren Alexander Huiskes, Bernd Perplies, Hermann Ritter, Michelle Stern und Christian Humberg – und einige Autoren, die künftig NEO schreiben werden. Ich hoffe, ich habe niemanden verschwiegen und vergessen, denn natürlich waren auch Künstler wie Marie Sann oder Dirk Schulz da, Lizenzpartner von Beam-E-Books oder Bookwire, ehemalige Kollegen wie Björn Berenz und Miriam Hofheinz und und und ... Es ist nach drei Uhr nachts, und ich bin nicht mehr hundertprozentig nüchtern ...

12 Oktober 2012

Dritter Messetag zu Ende

Einigermaßen erschöpft ziehe ich mich an diesem Abend aufs Hotelzimmer zurück: ein wenig lesen, ein wenig erfrischen, ein wenig die Mails checken ... Dann geht es ja wieder los: zur eigenen Veranstaltung, dem Galaktischen Forum.

Der heutige Tag war durchaus anstrengend, aber interessant. Besuche von anderen Verlagen – darunter Kollegen von Heyne und Lübbe – sowie viele Autoren bereicherten den Messe-Ablauf; alles in allem sehr spannend und abwechslungsreich.

11 Oktober 2012

Zweiter Messetag am Ende

Am heutigen Tag ging es mit den Terminen auf der Frankfurter Buchmesse recht kunterbunt voran. Zuletzt hatten Klaus Bollhöfener und ich ein Gespräch mit unseren Vertriebspartnern von Edel Germany, davor hatten Heidrun Imo und ich ein längeres Gespräch mit Marcel Koch von Lovelybooks.

Zwischendurch waren Autoren am Stand; stark vertreten war die NEO-Fraktion mit Bernd Perplies und Michelle Stern, Christian Humberg und Hermann Ritter. Mit ihnen besprach ich teilweise Projekte, teilweise wurde aber auch ein wenig Unfug gelabert. Muss ja ebenfalls mal sein.

Zweiter Messetag, morgens

Einer der ersten Besucher heute morgen war Jürgen Eglseer; er brachte mir die »Sonderausgabe Frankfurter Buchmesse 2012« der Zeitschrift »Phantast« mit: sieht gut aus, hat ein attraktives Quadratformat, aber lesen werde ich es sicher erst später. Und mittlerweile traf auch Klaus Bollhöfener ein, der uns die druckaktuellen Exemplare von PERRY RHODAN NEO 28 mitbrachte – der Roman von Christian Humberg sieht schon mal toll aus.

Heute wird es ernster, was die Termine angeht; eine Reihe von wichtigen Gesprächen steht an. Zwischendurch müssen dann immer wieder Fan-Fragen beantwortet werden. Schön eben der Mann Ende vierzig, der mir erzählte, dass er PERRY RHODAN bis Band 1000 gelesen habe, und der sich dann einen Haufen Informationen einsteckte.

Erster Messetag vorüber

Wenn so ein Tag auf der Frankfurter Buchmesse zu Ende ist, weiß man als Redakteur auch, was man getan hat: viel geredet, wenig sinnvolles gegessen, sowieso zu wenig Schlaf. Ich hatte ein schönes Gespräch mit den Kolleginnen vom Bertelsmann-Club, wo ja PERRY RHODAN sehr erfolgreich läuft, und ich sprach mit anderen Kollegen über die Möglichkeiten, mehr mit Apps zu machen.

Insgesamt drehten sich heute viele Gespräche um elektronische Anwendungen. Und abends gingen Heidrun Imo und ich noch zur völlig überfüllten Digital Night, um danach mit den Kollegen vom Splitter-Verlag lecker indisch essen zu gehen.

10 Oktober 2012

Rücken an Rücken mit Splitter

Es ist der erste Tag auf der Frankfurter Buchmesse, und noch sind wir im Ankomm-Modus. Wir, das sind Heidrun Imo vom PERRY RHODAN-Marketing und ich. Unser PERRY RHODAN-Stand in Halle 3.0 bildet mit dem Stand von Splitter eine Gemeinschaft – das verwirrt manche Besucher, weil dadurch die Standnummern zwischen Gang K und Gang J wechseln.

Die Stimmung ist gut, der Kaffee schmeckt, und die ersten ernsthaften Messegespräche haben wir bereits absolviert. Gerade eben war Tanja Kinkel hier, die Bestsellerautorin, die mir erzählte, wie gern sie PERRY RHODAN NEO liest ... Gleich kommen die nächsten Besucher an den Stand.

09 Oktober 2012

Die Glaswelt auf französisch

Nicht immer bin ich mit den Titelbildern einverstanden, die unsere französischen Partner für ihre Ausgaben wählen. Beim aktuellen PERRY RHODAN-Taschenbuch mit der Nummer 291 gefällt mir das Motiv aber sehr gut.

Das Titelbild von »Le Monde De Verre« wirkt dynamisch und spricht mich an; ob es den Silberband 98 mit dem Titel »Die Glaswelt« exakt trifft, ist dabei fast zweitrangig. Mit ihrer Umsetzung des BARDIOC-Zyklus kommen die Kollegen bei Univers Poche auf jeden Fall gut voran, und das finde ich gut.

08 Oktober 2012

Starke Kristallhexe

Der dritte Streich von Claudia Kern liegt vor, zumindest der dritte, den sie für die »Schattenlord«-Serie geliefert hat. Der Fantasy-Roman trägt den Titel »Die Kristallhexe«, ist der zehnte Band der Serie und knallt ziemlich; die Verwandlung einer recht normalen Frau in eine Hexe, die ihre Macht ausspielt, wird von Claudia Kern sehr gut geschildert.

Das Titelbild passt dazu, finde ich. Dirk Schulz zeigt die Hexe mit einer Kristallkugel; das ganze wirkt zwar ein wenig zu »modern« für den Roman, sieht aber überzeugend aus.

07 Oktober 2012

Topsider-Daten im Blick


Eine schöne Sonntagslektüre hat mir Michelle Stern beschert. Bereits vor zwei Wochen hat die Autorin ein umfangreiches Datenpapier zu den Topsidern im NEO-Universum zusammengestellt, und heute kam ich endlich dazu, es zu lesen ... Sie hat es als Vorlage für einen weiteren NEO-Roman aus ihrer Feder genommen, so viel darf ich an dieser Stelle schon verraten.

Inhaltlich trägt Michelle Stern alle Fakten zusammen, die von den einzelnen NEO-Autoren zu den Topsidern ausgesagt und festgelegt wurden. Darüber hinaus fügt sie neue Fakten hinzu, macht sich Gedanken über das gesellschaftliche System der Echsenwesen und formuliert auf diesen Überlegungen weitere Exposé-Vorschläge. Tolle Arbeit!

06 Oktober 2012

Kleinkram vor der Messe

In wenigen Tagen beginnt die Frankfurter Buchmesse, und ich habe das Gefühl, bislang viel zu wenig dafür erledigt zu haben. Ich muss beispielsweise noch einige Texte schreiben, die vor der Messe auf die Homepage müssen oder verschickt werden sollen.

So brauchen wir für die Messe natürlich auch ein »Update« der Pressemappe zu PERRY RHODAN NEO. Diese verfasste ich vor ziemlich genau einem Jahr, jetzt ist sie ein wenig veraltet. Und das ist fatal; immerhin könnte sich schon der eine oder andere Journalist für unsere Arbeit interessieren.

05 Oktober 2012

Zehn Jahre Eins A Medien und eine schöne Party

Ein Logbuch der Redaktion

Vor zehn Jahren begann die in Köln ansässige Firma Eins A Medien mit ihrer Tätigkeit: Man brachte Hörbücher in den Handel, die von Anfang an ein hohe Qualität aufwiesen. Das Team um Hans Greis wollte stets einen hohen Standard erreichen und ging auf die Wünsche und Ideen der Fans ein. Der Erfolg stellte sich ein, die Firma wuchs in den vergangenen Jahren immer weiter.

Vor allem mit der Vertonung von PERRY RHODAN-Romanen konnte sich Eins A Medien einen sehr guten Namen erarbeiten. Ich selbst höre immer wieder einige Audio-Versionen von PERRY RHODAN-Themen an und bin stets aufs Neue begeistert von ihnen.

Irgendwann im Sommer 2012 kam eine Rundmail von Hans Greis, in der er über das Jubiläum informierte. Er verband die Information mit einer Einladung: Er wollte mit uns und anderen Partnern in Köln feiern. Diese Einladung freute mich sehr, ich nahm dankend an, und am Freitag, 28. September 2012, fuhr ich in die Domstadt.

Leider war ich der einzige aus der Redaktion, der fahren konnte: Krankheit und persönliche Verpflichtungen hinderten die Kollegen daran, mich zu begleiten. Ich gab mir an diesem Abend dann redlich Mühe, für fünf Personen zu essen, zu trinken und vor allem auch zu reden ...

Damit sich die Reise lohnte, hatte ich mir für diesen Tag noch den einen oder anderen Termin »aufgebürdet«; zwischendurch saß ich zudem in meinem Hotelzimmer und arbeitete. Es gab ein dringendes PERRY RHODAN-Manuskript, das ich unbedingt lesen musste, und ich wollte einige Texte verfassen. So verging der Tag wie im Flug.

Abends traf ich mich mit der ehemaligen Kollegin Miriam Hofheinz, die bekanntlich bei Bookwire unter anderem für den Vertrieb unserer E-Books verantwortlich ist. Nach einigem Geplauder gingen wir von unserem Hotel – es war das schicke und sehr zu empfehlende »art'otel« am Holzmarkt – die rund 200 Meter zum Schokoladenmuseum.

Das Museum hatte leider schon geschlossen, so kamen wir nicht in den Genuss von leckeren Schokoladenspezialitäten. Stattdessen gab es einen Sektempfang im Freien, viele nette Gespräche und dann die offizielle Verlagerung des Geschehens in den Veranstaltungsraum. Eine Jazz-Band spielte auf.

Hans Greis als Geschäftsführer von Eins A Medien verwies kurz auf die Geschichte des Hörbuch-Labels. Nach ihm brachte Josef Tratnik – bekannt als Sprecher der PERRY RHODAN-Silber Edition – einen sehr pointierten Vortrag. Die Mischung aus Ernst und Unterhaltung funktionierte gut; danach wurde das Buffet eröffnet.

Der Rest des Abends verging mit Essen und Trinken. Ich plauderte mit den Vertriebsleuten, die dafür sorgen, dass die PERRY RHODAN-Hörbücher in den Buchhandlungen zu finden sind, und unterhielt mich mit den Sprechern unserer Hörbücher. Mit Achim Schnurrer, der anfangs der Nuller-Jahre einige der klassischen PERRY RHODAN-Taschenbücher zu »dramatisierten Hörbüchern« umgearbeitet hatte, sprach ich ebenso wie mit dem ehemaligen Kollegen Björn Berenz, der jetzt in einer Werbeagentur tätig ist.

Irgendwann beendete die Jazz-Band ihren Auftritt, und DJs legten auf. Sie trafen nicht unbedingt meinen Musikgeschmack, was dazu führte, dass ich mich lieber zu den Rauchern ins Freie gesellte. Die Versorgung durch Wein und andere »geistvolle« Getränke war dort schließlich ebenfalls gesichert.

Es dauerte lange, bis ich endlich die Party verließ. Als ich ging, waren nur noch wenige Gäste da, und das Personal war damit beschäftigt, die Tische und Stühle aufzuräumen. Ich fand das alles ziemlich klasse und wünsche Eins A Medien für die nächsten Jahre und Jahrzehnte weiterhin viel Erfolg – und uns viele gute PERRY RHODAN-Hörbücher.

04 Oktober 2012

Band eins als Faksimile


Heute fiel mir beim Aufräumen ein ganz besonderer Roman in die Hände: Es war die Faksimile-Ausgabe des ersten PERRY RHODAN-Romans überhaupt. Ich weiß noch, wie ich den Band »anno dunnemals« erstmals betrachtete und die Idee, ihn zu veröffentlichen, sehr gut fand.

Wann genau Dr. Florian F. Marzin die Idee hatte, ist nicht genau bekannt: Tatsache ist, dass es den PERRY RHODAN-Roman mit dem Titel »Götter der Nacht« und der Bandnummer 1400 im Sommer 1988 mit einer gelungenen Beilage gab. Dem Jubiläumsband wurde eine Faksimile-Ausgabe des allerersten PERRY RHODAN-Romans beigepackt.

Für diese Veröffentlichung wurde so gut wie nichts geändert. Das Cover-Design, die Schrifttype, die Werbung und die Innenillustrationen blieben durch die Bank identisch. Wer bisher nicht im Besitz eines »originalen« Exemplars von »Unternehmen Stardust« war, hatte jetzt eines.

In den darauf folgenden Jahren versuchten immer wieder betrügerische Händler, diese Faksimile-Ausgabe für hohe Preise als Original zu verkaufen. Gelegentlich fragten Leser in der Redaktion nach, wo denn nun ein Unterschied feststellbar sei.

Es ist ganz einfach: Auf der letzten Seite des Innenteils steht kleingedruckt unter der Verlagsadresse (»Moewig-Verlag, München 2, Türkenstraße 24«) die feine und eindeutige Zeile »Printed In Germany 1988«.

03 Oktober 2012

Sayporaner im Blick

Der dritte Oktober liegt mitten in der Woche; selten war ein Feiertag so ungeschickt platziert. Aber da muss ich heute durch: Bei angenehmer Musik lese ich Manuskripte und schreibe einige wenige Textlein.

Ein Teil der Lektüre ist ein Roman, der sehr spät in die Redaktion gekommen ist, dessen Lektüre mir aber viel Spaß bereitet. Nur so viel: Es geht unter anderem um die Sayporaner ...

02 Oktober 2012

Alaska Saedelaere auf kosmischem Kurs

Ein Logbuch der Redaktion

Vorwarnung: Im folgenden Text werden Andeutungen zum weiteren Verlauf der PERRY RHODAN-Handlung gemacht. Wer keine »Spoiler« mag, sollte sich überlegen, ob er oder sie weiterliest ...

Für mich persönlich gab es im Perryversum immer eine Reihe von Figuren, die ich besonders gut fand. Diese Figuren wechselten im Verlauf der Jahre, aber eine Figur der Serie gefiel mir immer. Gemeint ist Alaska Saedelaere. Seit der »Transmittergeschädigte«, wie er früher oftmals genannt wurde, erstmals in der Serie auftauchte, faszinierte er mich als Leser – und das gilt auch für die heutige Zeit und den laufenden Neuroversum-Zyklus.

Wem es geht wie mir und wer wie ich die Romane um Alaska Saedelaere schätzt, für den gibt es in den nächsten Wochen vier Bände, die es in sich haben: Sie zeigen den Mann mit der Maske auf einer Reise der besonderen Art und bei einer Begegnung mit der Vergangenheit. Es sind kosmische Romane, wenn ich diesen Begriff hier strapzieren darf, und sie wurden von Christian Montillon und Marc A. Herren verfasst.

Erscheinen werden die vier Romane allesamt im Oktober. Ich meine die Bände ab der Nummer 2668, die am 5. Oktober in den Handel kommt, bis zur Nummer 2671, die ab dem 26. Oktober in den Zeitschriftenläden oder in den einschlägigen Download-Shops erhältlich sind.

Den Startschuss liefert Christian Montillon mit »Neuntau«. Der ungewöhnliche Titel des Romans wird rasch begründet: Alaska Saedelaere trifft auf auf ein Wesen, das sich Neuntau nennt. Dieser Neuntau ist eine überaus tragische Gestalt, ein Wesen, das von seinem Herrn verraten wurde und das zuvor viele Jahre lang mit kosmischen Geschehnissen vertraut war ...

Sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart beleuchten Marc A. Herren und sein Band 2669 mit dem Titel »Wettstreit der Konstrukteure«. In diesem Roman präsentiert der Autor ein Universalgenie namens Cholaquin Port'aldonar: Dieses Wesen übersteht zuerst einen schrecklichen Krieg und sorgt dann als Dichter für Aufsehen, bevor es sich als Genie der besonderen Art entpuppt. Die Geschichte ist tragisch – sie ging mir bei der Lektüre fast schon zu Herzen.

Die direkte Fortsetzung stammt ebenfalls von Marc A. Herren, und dieser Roman trägt den Titel »Der Weg des Konstrukteurs«. Wir erfahren die Geschichte eines Genies, das keinerlei moralische Schranken kennt und Dinge konstruiert, die immer mächtiger und wichtiger werden. Es gibt kosmische Verwicklungen und Intrigen, die sich über Jahrhunderte ziehen – und am Ende wird immer klarer, was diese Geschichten mit der Erde, der Menschheit und auch den aktuellen Ereignissen um das Neuroversum zu tun haben.

Den Abschluss des Geschehens bildet »Das Weltenschiff«, ein Roman von Christian Montillon. Noch einmal geht es um kosmische Geheimnisse und große Erfindungen, noch einmal erfahren die Leser aus der Sicht Alaska Saedelaeres mehr über die Hintergründe des aktuellen Konfliktes.

Das haben die zwei Autoren sehr gut hinbekommen. Die Absprachen stimmten, die Exposé-Ideen von Uwe Anton wurden toll umgesetzt und mit eigenen Ideen verbunden. Ich fand alle vier Romane klasse, jeden auf seine Weise – und sie beleuchten erneut das Schicksal eines geheimnisvollen Terraners ...

01 Oktober 2012

Plejaden-Spielerei

Da haben die Druckerei und die Verpackungsabteilung mal echt flott gearbeitet: Das PERRY RHODAN-Extra 15 liegt mir schon vor. Schickes Heft mit einem Roman von Hubert Haensel, dazu die CD mit dem Hörbuch von Christian Montillon.

Ich traue mich ja noch nicht, die Hülle aufzureißen und den Inhalt anzugucken. Im Moment erfreue ich mich schlicht der Tatsache, dass ich das neue Produkt schon habe und offensichtlich alle Termine perfekt eingehalten worden sind.

30 September 2012

Eine Prise Schattenlord

Damit ich bis zur Frankfurter Buchmesse kein allzu schlechtes Gewissen habe, muss ich mich heute noch ein wenig um unsere Fantasy-Serie »Schattenlord« kümmern. Uschi Zietsch hat bereits vor einiger Zeit das Exposé zum fünfzehnten und abschließenden Band der Serie geliefert – und ich habe es immer noch nicht gelesen.

Fast noch schlimmer: Während meines August-Urlaubs kam das Manuskript zum elften Band. Dieser dürfte bereits im Druck sein, und ich habe ihn nicht gelesen. Damit ich vollumfänglich Bescheid weiß, muss ich mir diesen alsbald vornehmen. Und was böte sich hierfür eher an als ein Frühherbst-Sonnen-Sonntag auf dem heimischen Balkon?

29 September 2012

Zehn Jahre Eins A

Dass es schon zehn Jahre her ist, seit Eins A Medien seine Arbeit in Köln begann, war mir bis vor einigen Tagen nicht einmal bewusst. Aber als ich die Einladung unserer Hörbuch-Partner bekam, mit ihnen gemeinsam dieses Jubiläum zu feiern, nahm ich sie erfreut an.

Und so gab es am gestrigen Freitag, 28. September 2012, eine gelungene Veranstaltung im Schokoladenmuseum in Köln: mit leckerem Essen, gutem Wein, lauter Musik und vielen Gesprächen zwischen ernsthaft und albern. Ich fand das alles ziemlich klasse und wünsche Eins A Medien für die nächsten Jahre und Jahrzehnte weiterhin viel Erfolg – und uns viele gute PERRY RHODAN-Hörbücher.

28 September 2012

Vandemaan im Zug

Heute bin ich wieder einmal »dienstlich« unterwegs, zumindest zu einem großen Teil – der Weg führte mich nach Köln. Wie es sich gehört, wenn ich mit der Bahn unterwegs bin, lese ich viel: Fachzeitschriften und Manuskripte. Wann sonst habe ich die Zeit und Muße dafür?

In diesem Fall war's unter anderem ein Roman von Wim Vandemaan. Ohne zu viel über den Inhalt verraten zu wollen: Es ging um Sayporaner und Terraner, um ein uraltes Geheimnis und – na klar! – eine dramatische Geschichte. Schöner Roman!

27 September 2012

Coole Briefmarken

Bereits in den frühen 70er-Jahren kamen die ersten PERRY RHODAN-Briefmarken heraus, die als »Briefmarken des Solaren Imperiums« vermarktet wurden und die man bis Ende der 70er-Jahre kaufen konnte. Als Jugendlicher wollte ich sie unbedingt haben, und auch heute noch finde ich die Dinger ziemlich klasse.

Laut Information waren die Marken »farbig, gummiert und perforiert, wie echte Briefmarken«, und sie sahen richtig gut aus. Wer wollte, konnte die Serie mit »4 verschiedenen Motiven zu je 42 Marken auf einem Bogen« kaufen; der Preis betrug 6,50 Mark pro Serie und inklusive der Versandkosten.

Interessant waren die Steigerungen: Die grüne Marke für fünf Soli zeigte Reginald Bull; Gucky war orange und kostete sieben Soli, wähend Atlan mit 19 Soli und blauer Farbe aufwartete. Perry Rhodan selbst war in roter Farbe auf einer 23-Soli-Briefmarke. Wer sich das wohl ausgedacht hat?

26 September 2012

SF-Jahr 2012 mit PERRY

Dieser Tage kam das Belegexemplar von »Das Science Fiction Jahr 2012« bei mir in der Redaktion an. Dabei handelt es sich um das nach wie vor beste Kompendium für die Science-Fiction-Szene im deutschsprachigen Raum.

Im Buch sind Beiträge vom PERRY RHODAN-Autor Wim Vandemaan enthalten, auch ein Nachruf von mir auf Hans Kneifel. Aber natürlich geht es vor allem um die komplette Bandbreite der Science Fiction.

Weitere Informationen stehen auf unserer Homepage.

25 September 2012

Inkarnation auf französisch


Beim PERRY RHODAN-Taschenbuch 190 haben unsere französischen Partner wieder einmal auf eine originelle Titelbild-Gestaltung zurückgegriffen. Mit dem deutschen Original hat das Cover zu »La quatrième incarnation« wenig zu tun; das Taschenbuch entspricht teilweise dem Silberband 98 mit dem Titel »Die Glaswelt«.

Schön ist trotzdem, dass die Kollegen bei Univers Poche mit dem BARDIOC-Zyklus flott voranschreiten. Es handelt sich um den neunten Band der französischen Ausgabe dieses Zyklus – und dabei handelt es sich um einen echten Höhepunkt der PERRY RHODAN-Geschichte.

24 September 2012

Klassiker digital

Selbst habe ich noch kein so richtig gutes Verhältnis zu E-Books: Mein »E-Reader« daheim setzt Staub an, mein Tablet habe ich noch nie richtig benutzt; das waren leider keine optimalen Geschenke für mich, was mir ein wenig peinlich ist. Aber ich finde es gut, dass wir mit PERRY RHODAN immer stärker ins E-Book-Geschäft einsteigen.

Jetzt geht es ja mit den Planetenromanen los. Ich zitiere mich in der Pressemitteilung auch selbst:  »Selbstverständlich bleibt der Charakter des jeweiligen Werkes erhalten.« Gemeint ist, dass wir die alten Romane sehr wohl bearbeiten, sie aber nicht umgestalten oder auch nur umschreiben.

Da gab's bei manchen Fans ja glatt Befürchtungen. (Das heißt im Umkehrschluss aber auch: Romane, die man nicht behutsam modernisieren kann, schieben wir gnadenlos nach hinten.)

Hin wie her: Jetzt gibt's die Planetenromane auch als E-Books. Die neuen, wohlgemerkt, also die zwanzig Bände, die bisher erschienen sind. Nicht alle anderen 415 ... da muss man einfach schauen, was sich wann und wie verwirklichen lässt. Ich bin selbst erst einmal gespannt, wie das neue Angebot ankommen wird.

23 September 2012

Risszeichnungen in der Werbung

Es war damals echt ein Kracher: der erste Sammelband mit PERRY RHODAN-Risszeichnungen. Schaue ich mir heute diesen Band an, wird mir wieder klar, warum ich als Jung-Leser damals für teures Geld die Risszeichnungen aus den einzelnen Romanen herauskopiert und separat gesammelt habe.

Man warb im Jahr 1975 recht aufwendig für den ersten Band mit PERRY RHODAN-Risszeichnungen: Als »ein einmalig wertvoller Band« wurde er angepriesen. Immerhin wurde etwas angeboten, was es bis dato nicht gegeben hatte: »Auf 128 Seiten über 50, zum Teil doppelseitige Rißzeichnungen mit erklärendem Text von Terranischen und Extraterranischen Raumschiffen, Robotern, Transmittern, Zeitmaschinen.«

Für den »Superband« mit »Leinenrücken, farbiger Einband« verlangte der Verlag damals 16,50 Mark. Mitte der 70er-Jahre war das richtig viel Geld. Angesichts des unhandlichen und für damalige Verhältnisse beeindruckendem Formates war es aber nicht zu viel verlangt.

22 September 2012

NEO-Besprechungsprotokoll

Am gestrigen Freitag, 21. September 2012, war Frank Borsch in Rastatt. Wir trafen uns beim Bahnhof »um die Ecke«, sprich, wir gingen ins nahegelegene italienische Restaurant, und dort besprachen wir bei gutem Essen und Getränken den aktuellen Stand bei PERRY RHODAN NEO sowie mögliche Ausblicke auf die nächste Planung.

Unter anderem ging es um die fünfte Staffel, die mit Band 37 beginnen wird. Sie wird nach bisherigem Stand der Planung dann wieder zwölf Romane umfassen, sprich, bis zur Nummer 48 gehen. Und was sich Frank Borsch dafür alles ausgedacht hat, finde ich schon jetzt faszinierend und spannend zugleich; ich hoffe, den Lesern geht es dann ebenso.

21 September 2012

PERRY RHODAN und »Vice«

Die Zeitschrift »Vice« ist ein internationales Magazin-Projekt; sie erscheint in zahlreichen Ländern. Die deutschsprachige Ausgabe wird in einer Auflage von rund 100.000 Exemplaren verteilt. Das Magazin gilt als »cool«, weil es unter anderem mit Themen beschäftigt, die nicht in jeder anderen Publikation stehen.

Brandaktuell und auch auf der »Vice«-Homepage zu finden: ein ausführliches Interview mit Klaus N. Frick, dem Chefredakteur der PERRY RHODAN-Serie. Unter der Rubrik »Stuff« und dem Titel »Das unendliche Märchen« geht es um die Vorgeschichte der PERRY RHODAN-Serie, politische Vorwürfe und heutige Produktionsbedingungen. Die durchaus kritischen Fragen stellte Dominik Schönleben.

20 September 2012

Perry und die Königinnen

Brandaktuell aus der Druckerei: Gerade bekam ich »Der Club der Königinnen« auf den Tisch. Der Roman stammt von H.G. Francis, kam ursprünglich 1991 als Taschenbuch auf den den Markt und wird von uns jetzt als Taschenheft erneut in den Handel gebracht. Es ist die Nummer der »neuen« Planetenromane, und das finde ich klasse.

Schön ist sowieso das Titelbild: Es zeigt mal Perry Rhodan höchstpersönlich. Er sieht ein wenig griesgrämig aus; angesichts der Probleme, denen er und seine Mannschaft in diesem Roman ausgesetzt sind, dürfte das nicht verwundern.

19 September 2012

Lizenz-Informationen

Die Frankfurter Buchmesse rückt mit irrsinniger Geschwindigkeit näher; wir sind eifrig dabei, die letzten Vorbereitungen zu treffen. Heute beschäftige ich mich unter anderem mit den sogenannten Lizenz-Informationen.

Auf Messen geht es ja immer auch um Inhalte und Lizenzen: Wir möchten selbstverständlich gern, dass PERRY RHODAN im Ausland gelesen wird. Um einen entsprechenden Verkauf vorzubereiten, müssen  Lizenz-Informationen erstellt und übersetzt werden.

In anderen Verlagen macht das eine Lizenz-Abteilung. Die gibt es bei uns leider nicht, also müssen wir uns selbst kümmern. Ich stelle dabei immer wieder fest, wie kniffelig es ist, die PERRY RHODAN-Inhalte so zu komprimieren, dass sie für die »Außenwelt« nachvollziehbar sind ...

18 September 2012

Terraner-Leseprobe

Zum Silberband 119 haben wir wieder einmal eine Leseprobe hergestellt: Sie erschien als Beilage zu entsprechenden Romanheften, man kann sie im Internet als kostenloses E-Book erhalten, und wir haben sie drucken lassen. In einer hohen Stückzahl wird die Leseprobe über Zeitschriften und Läden verteilt – natürlich hoffe ich, dass sich dafür genügend Menschen interessieren werden.

Enthalten sind Ausschnitte aus dem Silberband »Der Terraner«, also kein kompletter Anfang, sondern quasi »angerissene« Kapitel. Sie sollen einen Einblick in einen der kosmischen PERRY RHODAN-Romane geben, einen der Bände, die den Serienkosmos bestimmt haben und auch heute noch bestimmen. Das kleine Heft, das seit einigen Tagen vorliegt, gefällt mir immer noch sehr gut.

17 September 2012

Nippon-Connection

In der vergangenen Woche mailte ich fleißig mit den Kollegen der japanischen Agentur, die den Kontakt zwischen PERRY RHODAN und unseren japanischen Partnern herstellen. Das läuft ganz gut, im weitesten Sinne ist es sogar Routine.

Heute wurden die nächsten fünfzig Heftromane auf den FTP-Server geladen; diese werden in den nächsten Monaten in japanischer Sprache erscheinen. Damit erreichen unsere Partner bald den Band 1000. Ich bin mal gespannt, wie »Der Terraner« auf japanisch aussehen wird.

Im Dialog bin ich derzeit auch, was mögliche zusätzliche Japan-Lizenzen angeht. Grundsätzliches Interesse herrscht vor, aber das heißt im Lizenzgeschäft leider nicht viel: Interessiert sind ja immer alle ...

16 September 2012

Escalian und Terra

Ganz unterschiedliche Handlungsebenen bestimmen die Wochenend-Lektüre: In dem einen Roman spielt die Handlung auf und um Terra, in dem anderen Roman geht es um Alaska Saedelaere und seine Abenteuer. Und beide Romane sind auf ihre Art richtig stark.

Ich las nicht parallel, sondern natürlich einen Roman nach dem anderen. Allerdings auch nicht in der Reihenfolge des Erscheinens – für die Leser wird dann die Lektüre anders erfolgen als bei mir. Die Position eines PERRY RHODAN-Redakteurs hat insofern ihre Vor- und ihre Nachteile ...

15 September 2012

Keine Heyne-Staffel

In den vergangenen Wochen kam immer wieder die Frage auf: Gibt es 2012 keine Taschenbuch-Staffel bei Heyne? Oder anders gefragt: Warum wird derzeit keine neue PERRY RHODAN-Staffel bei Heyne angekündigt? Nach all den Jahren, in denen wir beispielsweise Zyklen wie »Andromeda« oder »Lemuria« oder zuletzt den »Jupiter«-Klopper gemacht haben, ist das tatsächlich verwunderlich.

Die Antwort ist einfach: Es gibt 2012 keine solche Staffel. Und der Grund ist ebenso einfach: Wir schaffen es nicht. Die Redaktion sowie das Autorenteam sind durch PERRY RHODAN und PERRY RHODAN NEO sehr gut »ausgelastet«; weitere Reihen wie ATLAN oder die PERRY RHODAN-Planetenromane müssen ja »nebenbei« bewältigt werden.

Das ist bedauerlich, aber derzeit nicht zu ändern. Auf der Frankfurter Buchmesse setze ich mich mit den Kollegen beim Heyne-Verlag zusammen; dann schauen wir mal, wie es gemeinsam weitergeht. Am beidseitigen Willen fehlt es ja nicht.

14 September 2012

Phantastische Kurzgeschichten in Wolfenbüttel – Teil 2

Ein Logbuch der Redaktion

Nachdem ich bereits gestern über das vergangene Kurzgeschichten-Seminar an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel geschrieben habe, kommen wir heute zum zweiten Teil:

Diese neuerliche Aufgabe, die wir den Teilnehmern am Samstag, 1. September 2012, stellten, war nicht einfach – vor allem deshalb, weil wir sie wieder unter einen starken Zeitdruck setzten: Sie mussten innerhalb einer festgesetzten Zeit sowohl den Anfang als auch eine wichtige Szene aus einer neuen Story schreiben. Dabei mussten sie sich selbstverständlich zuerst ein Konzept ausdenken, bevor sie loslegen konnten. Damit das ganze richtig kompliziert wurde, gaben wir ihnen drei Begriffe vor: Mond, Ferkel und Experiment – und die Geschichte sollte einen phantastischen Charakter aufweisen.

Das Erstaunliche war: Alle kamen mit der Aufgabe zurecht. Zwar wurden einige Fragen gestellt, und es kam auch nicht jeder zu einem befriedigenden Ergebnis, aber die Texte, die in der kurzen Zeit und unter den knappen Vorgaben entstanden, konnten sich sehen lassen.

Mit einer kleinen Aufgabe ließen wir die Teilnehmer in die Mittagspause. Sie wirkte auf den ersten Blick sehr einfach, sie war es aber nicht: Wir beauftragten alle damit, Dialoge in der Fußgängerzone oder auf der Kinder-und-Ritter-Veranstaltung aufzuschnappen. Das Ziel war, durch diese Beobachtung auch herauszufinden, wie sehr sich gesprochene und geschriebene Dialoge unterscheiden.

Zwar klingt ein »echter« Dialog immer lebendig – logisch! –, aber wenn man ihn eins zu eins in einer Geschichte verarbeiten wollte, käme etwas langweiliges und skurriles heraus. Das stellten wir fest, als wir hinterher die jeweiligen Ergebnisse vorlasen und kurz besprachen: Nicht jeder Dialog ließe sich für eine Geschichte verwenden, manchmal findet ein Autor aber »auf der Straße« neue Einsichten.

Der Samstagnachmittag verging mit Textbearbeitung und Textkritik, mit theoretischen Einlagen und vielen grundsätzlichen Anmerkungen. Thematisch schweiften wir gelegentlich ab, die Texte standen aber stets im Vordergrund.

Die letzte Aufgabe, die wir am Samstag stellten, bezog sich auf Beschreibungen. Ich erläuterte eingangs, wie wichtig das »Dekor« für eine Geschichte sei: Eine Geschichte spiele schließlich nicht in einem luftleeren Raum, sondern in einer Landschaft, in einem Gebäude oder meinetwegen in einem Raumschiff. Um eine gute Geschichte zu verfassen, benötige man normalerweise neben gelungenen Dialogen auch einen schönen Hintergrund.

Die Autorinnen und Autoren sollten eine stimmungsvolle Szene schreiben, die auf einer fremden Welt spielt – gerne in einem Fantasy-Kosmos. Es sollte ein »klar erkennbares phantastisches Element« enthalten sein, und ich wollte, dass eine Person in dieser Szene auftritt. Idealerweise sollte dies die Hauptperson der potenziellen Geschichte sein. Da es sich aber nur um eine sogenannte Fingerübung handelte, war das nicht weiter wichtig.

Am Sonntagmorgen – nachdem es in der Nacht wieder für einige Teilnehmer und Dozenten sehr spät geworden war – besprachen wir die Texte, die als Ergebnis der Aufgabe entstanden waren. Einige Teilnehmer hatten tolle Arbeiten geschafft: Flugrochen schwebten über klirrendes Glas, eine Rohrblattflöte wurde gespielt, roter Nebel wallte über einen Planeten, Schiffe standen auf einem Raumhafen – die Vielfalt an Ideen und Bildern war sehr gelungen.

Nach einem anstrengenden Seminar kam am Sonntagmittag gegen zwölf Uhr die Abschiedsrunde. Die Dozenten wurden mit Lob und Kritik überschüttet, es gab eine Ladung grundsätzlicher Anmerkungen, und dann begaben sich alle auf den Heimweg. Bis zum nächsten Mal in Wolfenbüttel!

13 September 2012

Phantastische Kurzgeschichten in Wolfenbüttel – Teil 1

Ein Logbuch der Redaktion

Das Schloss in der kleinen Stadt Wolfenbüttel sieht bei schönem Wetter noch besser aus als sonst. Davon konnte ich mich am Wochenende vom 31. August bis 2. September 2012 überzeugen. Ich war zusammen mit Uwe Anton als Dozent dort – in der Bundesakademie für kulturelle Bildung finden bekanntlich seit den 90er-Jahren Seminare für angehende Science-Fiction- und Fantasy-Schriftsteller statt.

Wir tagten im Schloss der Stadt, in dem zu diesem Zeitpunkt eine Art Ritter-Show für Kinder veranstaltet wurde. Zelte waren aufgebaut worden, Kinder stromerten durch das Gelände, es herrschte bei strahlendem Sonnenschein richtig gute Stimmung. Uwe Anton und ich saßen mit einem Dutzend Autorinnen und Autoren im sogenannten Chorsaal, wo wir über Kurzgeschichten diskutierten, und versuchten, ihnen die richtigen Tipps zu geben.

Ein Zitat aus der Ausschreibung belegt, in welch vielfältige Richtungen wir gehen wollten: »Phantastische Welten ... auf denen noch nie zuvor ein Mensch gewesen ist. Orks fordern Verständnis für ihre Lebensweise, Zombies ziehen durch die Straßen, Vampire verlieben sich in Sterbliche, Raumschiffe besuchen ferne Planeten. Das Spektrum der phantastischen Literatur ist breiter denn je. Deshalb ist das Spektrum des Seminars sehr breit: Es geht um kurze Geschichten in den Genres Fantasy, Horror und Sciencefiction.«

Im Voraus hatten die Teilnehmer dieses Seminars eine phantastische Geschichte  eingereicht. Diese Geschichten wurden kopiert und zu einem Reader aufgebunden, den jeder vor dem Seminar erhielt – und am Freitagabend begannen wir gleich damit, die erste Geschichte zu besprechen. Wir schauten uns an, welches Thema die Autorin bearbeitet hatte, wo die Stärken und Schwächen des Textes lagen und was man besser machen könnte.

Am selben Abend stellten wir den Teilnehmern eine erste Schreibaufgabe. »Stellt euch vor, eine schreckliche Seuche hätte Deutschland komplett entvölkert. Nur wenige Menschen haben überlebt, höchstens ein Promille der Bevölkerung. Beginnt eine Geschichte, die mit diesem Status arbeitet, und schreibt die ersten fünf Sätze. Es kann Science Fiction, Fantasy oder auch Horror sein.«

Warum stellten wir eine solche Aufgabe? Wir hatten nach der Lektüre der Geschichten den Eindruck erhalten, dass die meisten Autoren mit dem Anfang eines Textes ihre Probleme hatten. Daran wollten wir sofort arbeiten, vor allem, nachdem wir in einer Einleitung dargestellt hatten, wie man einen solchen Anfang möglichst gut verfassen konnte.

Unter einem ziemlich schlimmen Zeitdruck – rund eine halbe Stunde – mussten die Teilnehmer den Text schreiben; die Ergebnisse wurden hinterher sofort vorgelesen und in der Runde diskutiert. Es gab für manchen ein »Aha!«-Erlebnis, auch für mich: Die meisten Texte waren besser als das, was die Autorinnen und Autoren im voraus eingereicht hatten.

So endete der Freitagabend, 31. August, mit konzentrierter Textarbeit. Wer wollte, konnte hinterher in halb-privatem Rahmen weitermachen: Bei Bier und Wein und anderen Getränken zogen sich die Dozenten sowie der Großteil der Seminarteilnehmer in eine bequeme Sitzecke zurück. Dort wurde bis spät in die Nacht über alle möglichen Themen diskutiert.

Kein Wunder, dass am Samstagmorgen, 1. September, einige recht müde wirkten. Wir besprachen weitere Texte aus dem Reader, gingen dort wieder verstärkt auf die Anfänge ein. Es stellte sich heraus, dass viele der Teilnehmer durchaus ihre Schwierigkeiten damit hatten, im begrenzten Raum einer Kurzgeschichte ihre Figuren darzustellen. Also entschlossen wir uns, mit einer weiteren Übung zu starten.

Aber das ist dann ein Thema für das morgige Logbuch der Redaktion ...

12 September 2012

Der Terraner ist da

Druckfrisch landete vorgestern der Silberband 119 auf meinem Schreibtisch: »Der Terraner« bildet bekanntlich den Einstieg der PERRY RHODAN-Serie in ein neues Zeitalter, das der Kosmischen Hanse und der Neuen Galaktischen Zeitrechnung. Ich finde es klasse, dass dieses Zeitalter jetzt auch bei den Büchern angekommen ist ...

Zu dem Buch muss ich mir noch einen Pressetext einfallen lassen, den wir an den einen oder anderen Journalisten verschicken möchten. Idealerweise sollte der Text diese Woche an die Journalisten rausgehen; schauen wir mal, wann und wie das klappt.

11 September 2012

Topsid im Blick

Wenn diese Woche der Roman »Planet der Echsen« von Bernd Perplies in unserer Serie PERRY RHODAN NEO erscheint, wird ein klassischer Schauplatz des Perryversums völlig neu beleuchtet. Ich verrate sicher nicht zu viel, wenn ich sage, dass es sich dabei um Topsid handelt, die Heimatwelt der echsenartigen Topsider.

In der »klassischen« Serie tauchen die Topsider früh in der Handlung auf, bleiben aber vergleichsweise unklar: Man erfährt, dass es Echsen sind, die man zu bekämpfen hat – und das wird in den ersten fünfzig Romanen der PERRY RHODAN-Serie reichlich getan. Erst gut 1500 Bände später wurde erstmals in die Kultur der Topsider hinein geblendet.

Das macht NEO diesmal anders: Bernd Perplies liefert nach einem Exposé von Frank Borsch einen schönen Einblick in eine fremdartige Kultur. Ich habe seinen Roman sehr gern gelesen, und jetzt bin ich gespannt darauf, wie er bei den Lesern ankommen wird.

10 September 2012

Auf nach Arkon – die vierte NEO-Staffel

Ein Logbuch der Redaktion

Seit fast einem Jahr gibt es nun PERRY RHODAN NEO; eigentlich wäre das ein Grund, ein wenig zurückzublicken und die Vergangenheit neu aufleben zu lassen. Doch ich will lieber in die nahe Zukunft blicken ... Die vierte Staffel unserer Serie ist bereits angelaufen, und ich möchte ein wenig darüber plaudern, was die Leser so alles erwartet.

PERRY RHODAN NEO hat bereits am 31. August 2012 ein kleines Jubiläum erreicht: Band 25 ist an diesem Tag erschienen. Damit begann bekanntlich die vierte Staffel der Serie, verfasst wurde der Roman von Leo Lukas. Der in Wien lebende Autor ließ in »Zielpunkt Arkon« seine Phantasie sprühen: Es geht nicht nur darum, dass Perry Rhodan und seine Gefährten zu einer neuen Mission aufbrechen, sondern die Leser erfahren auch viel über die Besatzung der TOSOMA, vor allem über den Koch, der in letzter Sekunde an Bord geholt wird ...

Der Beginn des Jahres 2037 markiert eine erste Expansion der Menschen ins All: noch ein wenig behutsam, fast unbeholfen, aber trotzdem mit viel Erfindergeist und Wagemut. Die direkte Fortsetzung des Lukas-Romans kann man übrigens in Band 27 lesen, den Michelle Stern verfasst hat. Am 28. September 2012 zeigt die Autorin mit »Das Gespinst« unter anderem, wie es mit Perry Rhodan und seinen Gefährten weitergeht.

Der hauptsächliche Schauplatz der Handlung ist eine gigantische Raumstation, die von ihren Bewohnern als »Gespinst« bezeichnet wird. Hier leben menschenähnliche Wesen, mit denen Perry Rhodan und seine Gefährten erstmals in Kontakt treten. Sie haben eigenwillige Vorstellungen darüber, wie die Reparatur eines Raumschiffes zu bezahlen ist – und Perry Rhodan entwickelt einen wagemutigen Plan ...

Eine weitere Handlungsebene in der vierten NEO-Staffel ist der Mars. Bereits »Zielpunkt Arkon« zeigte dies, übrigens nicht nur auf dem Titelbild. Der Rote Planet soll eigentlich mit einem Terraforming-Programm zu einer lebenswerten Welt gemacht werden. Doch ausgerechnet auf dem Mars stoßen die Wissenschaftler auf ein faszinierendes Geheimnis, mit dem niemand rechnen konnte – ein Historiker stößt auf Wesen, die auf dem Mars eigentlich nicht sein dürften.

Diese Handlungsebene zieht sich durch die meisten NEO-Romane der vierten Staffel, soviel kann ich ankündigen. Auch auf der Erde gibt es weitere Entwicklungen, die wir in unterschiedlicher Gewichtung thematisieren. Mehr dazu vielleicht in einem weiteren Logbuch der Redaktion.

Spannend finde ich persönlich die komplett neue Handlungsebene der vierten Staffel – dieses Thema fand so in der Originalserie nie statt ... Es geht um den Planeten Topsid, die Heimat der echsenartigen Topsider. Bernd Perplies, der bereits einen Roman für PERRY RHODAN NEO verfasst hast, liefert mit »Planet der Echsen« (Band 26) sein zweites Werk für unsere Serie: Sein Held ist ein Mann von der Erde, den es auf Topsid verschlagen hat. Als einzige »Blasshaut« muss er unter Millionen von Echsenwesen um sein Überleben kämpfen.

Trotz aller Gefahren findet er neue Freunde – und erlangt einen faszinierenden Blick in eine Kultur, die von der menschlichen Zivilisation weit entfernt ist. Dummerweise bricht dann ein Bürgerkrieg aus, und unser Held kommt in echte Schwierigkeiten ...

Die Titelbilder der vierten Staffel stammen wieder von Dirk Schulz, der sich dabei von Horst Gotta unterstützen lässt. Anfangs wurde kritisiert, Dirk würde zu viele Kugelraumer in den Titelbildern »verarbeiten« – das ist jetzt definitiv anders. Wir werden die Oberfläche fremder Welten zu Gesicht bekommen, und wir werden rein optisch ein anderes Verhältnis für Topsid erhalten.

Nach wie vor stammen die Exposés von Frank Borsch, und seit Helmut Ehls die einzelnen Romane bearbeitet, ist gewissermaßen ein NEO-Kreativzentrum in Freiburg entstanden. Sowohl der Autor als auch der Lektor wohnen in derselben Stadt, was dazu führt, dass die beiden sich auch kurzfristig über die Arbeit austauschen können.

Bleibt eigentlich nur noch der Blick in die weitere Zukunft: Sicher ist, dass die vierte Staffel länger sein wird als die gewohnten acht Bände – die Handlung hat dies erfordert. Nach bisheriger Planung ist die vierte Staffel insgesamt zwölf Bände lang. Und dann kommt bereits die fünfte Staffel auf uns zu, mit der wir Kurs auf den Band 50 nehmen ... Aber das ist eine andere Geschichte.

Jahrbuch-Werbung

Es ist immer wieder schön, sich alte Werbung anzuschauen, vor allem diejenige, die früher in den PERRY RHODAN-Romanen veröffentlicht worden ist. Und wenn ich mir die alten Hefte durchschaue, was oft genug vorkommt, ist die Werbung stets ein Thema. So bei einem Blick ins Jahr 1975 ..

Die Werbung fand sich im Jahr 1975 praktisch flächendeckend in allen Science-Fiction-Publikationen des Pabel-Verlages, und sie wies auf das »Buch des Jahres« hin. Gemeint war das »PERRY RHODAN-Jahrbuch 1976«, das als Paperback mit silbergrauem Umschlag erscheinen sollte.

In der Werbung wurde ein großes Preisausschreiben versprochen, ebenso warb man mit »spannenden Robot-Stories und Beiträgen über Science Fiction aus aller Welt«. Das 160 Seiten starke Paperback wurde über den Buch- und Zeitschriftenhandel vertrieben und sollte sechs Mark kosten. Wer es über die Post bestellte, bezahlte denselben Preis ... eine heute unvorstellbare Überzeugungsarbeit ...

09 September 2012

Mails wegschaffen


Da ich seit meinem Urlaub nicht von dem Berg unbeantworteter Mails heruntergekommen bin, eigentlich seit dem PERRY RHODAN-WeltCon 2011 nicht, ist das an diesem Sonntag nachmittag, 9. September 2012, meine Tätigkeit: Ich sitze am Schreibtisch, gucke auf den sonnenüberfluteten Platz hinunter und schreibe E-Mails.

Das hehre Ziel ist: Die Zahl der nicht bearbeiteten und unbeantworteten Mails endlich mal unter die Marke von einhundert zu drücken. Das Schöne ist: Schickt man eine Mail raus, kommen zwei neue rein.

Und antwortet man nicht innerhalb kürzester Zeit, sind manche Menschen sofort eingeschnappt. Ich überlege mir, in meinem zweiten Leben den Beruf eines Hamsters im Laufrad anzustreben ...

08 September 2012

Eine Prise Schattenlord


Es gibt schlimmeres, als den späten Samstag nachmittag mit einem spannenden Manuskript auf dem Balkon zu verbringen. Zuminest habe ich mir für den heutigen 8. September ein aktuelles »Schattenlord«-Manuskript zur Hand gelegt, das von Susan Schwartz verfasst worden ist.

Zwar kenne ich selbstverständlich das Exposé, aber ich bin dennoch sehr gespannt darauf, wie die Autorin die weitere Geschichte von Laura und den anderen Menschen umsetzt, die es in die Anderswelt verschlagen hat. Und während ich die Musik von dem Straßenfest höre, das ganz in der Nähe stattfindet, versuche ich mich in die Geschichte um den Drachenelf und seine Intrigen zu verlieren ...

07 September 2012

Beeindruckende Coverstaffel

Da ich selbst nicht zeichnen kann, bin ich immer wieder davon angetan, wie unsere Titelbildkünstler die Ideen der Autoren umsetzen. Heute morgen kamen neue Titelbilder von Dirk Schulz – in elektronischer Form, sprich in einer Version zum Angucken. Und ich war komplett begeistert.

Manchmal würde ich mir manche Covers am liebsten gleich groß ausdrucken und aufhängen. Die sind oftmals so stark, dass ich völlig »hin und weg« bin, und sie verlieren im Druck und im kleinen Format gelegentlich an Effekt. Diese Vierer-Staffel wird optisch auf jeden Fall ein Highlight, zumindest für mich.

06 September 2012

Dickfellige Autoren

Wenn ich mit PERRY RHODAN-Autoren spreche, geht es häufig auch um die Reaktion auf Fan-Äußerungen. Leserbriefe, Mails und persönliche Gespräche werden bevorzugt, direkte Diskussionen können immer offen geführt werden. Schwierig wird es mit Foren oder auch mit einem direkten Blog oder einer Facebook-Seite.

Ein PERRY RHODAN-Autor, der sich einem Forum stellt, benötigt auf jeden Fall ein dickes Fell. Die Kritik hagelt manchmal sehr heftig, das Lob – das genauso kommt – wird leider viel zu selten wahrgenommen. Eine kritische Bemerkung bleibt einfach länger hängen als eine positive.

Das ist so.

Aus dem Grund bleiben fast alle Autoren dem Galaktischen Forum fern; im PERRY RHODAN-Foum des SF-Netzwerkes beteiligt sich gar keiner. Wer das einmal getan hat, schimpft anschließend ausführlich. Ich kann es verstehen.

Man kann jetzt sagen: »Das sind doch alles Weicheicher, diese Autoren.«

Man kann aber auch sagen: Kritik ist sinnvoll und richtig. Ich finde es auch richtig, diese Kritik zu äußern – sie hilft uns letztlich, bessere Romane zumachen. Aber ich finde es unfair, Autoren persönlich anzugreifen oder gar zu beleidigen. Manchmal liegt's einfach an der Wortwahl.

Und damit beende ich diese kurze Predigt ...

05 September 2012

Haynalys Heißhunger

In meinen Bemühungen, die schon längst publizierten »Stellaris«-Geschichten allesamt als Hörbuch durchzuchecken, bin ich jetzt mit der Nummer elf durch; ich hörte sie am Vorabend bei einer längeren Autofahrt. Verfasst wurde die Geschichte, die teilweise auf dem Planeten Yorname und teilweise auf dem Raumschiff STELLARIS spielt, von Gerry Haynaly, gelesen wurde sie von Tom Jacobs.

Der Sprecher hat diesmal durchaus seine Probleme mit einigen Ausspracheregeln: Den österreichischen Kollegen spricht er englisch aus, die Maßeinheit »Joule« wird bei ihm zu einem »dschaul«. Da macht es dann nichts aus, wenn der Autor dem Raumschiff – trotz aller Hyperimpedanz-Problemchen, die es geben müsste – Sicherheitsgurte aus Formenergie verpasst ...

Ernsthaft: So richtig kapierbar ist die Geschichte nur dann, wenn man die Romane um die Terminale Kolonne TRAITOR gelesen hat. Dann aber ist die verwickelte Story um Geheimagenten und gerne speisende Ertruser ziemlich amüsant ...

04 September 2012

Echo der Verlorenen

Wenn ich ein Buch in der Hand halte, das Hans Kneifel verfasst hat, wird mir immer noch seltsam zumute: Zu lange haben mich der Autor und sein Werk durch mein Leben begleitet, zu plötzlich war sein Tod in diesem Jahr für mich. Er hat PERRY RHODAN buchstäblich über Jahrzehnte geprägt.

Heute bekam ich ein Belegexemplar auf den Tisch, das der Bertelsmann-Club verschickt hat: die Lizenzausgabe des Kneifel-Romans »Echo der Verlorenen«. Dabei handelt es sich um einen ATLAN-Roman, den dritten Band des Monolith-Zyklus; dieser Zyklus erschien ursprünglich als Taschenbuch bei Fantasy Productions und wird jetzt als Hardcover bei Bertelsmann nachgedruckt. Schönes Buch!

03 September 2012

Stellaris-Bordwahnsinn

Wie kniffelig es sein kann, einen Teil für die STELLARIS-Reihe zu verfassen, belegt die Nummer 10: »Der ganz normale Bordwahnsinn« wurde von Dieter Bohn geschrieben, ich habe die wieder einmal sehr gelungene Audio-Version gehört, die Tom Jacobs gelesen hat. Da gibt es nichts zu meckern.

Die Geschichte zeigt aber, wenn man sie anhört, wie komplex das STELLARIS-Universum sein kann: Es gibt haufenweise Anspielungen auf die vorherigen Geschichten, die man kennen sollte, um alles zu verstehen – das fand ich damals bei der Lektüre schon durchaus schwierig.

Nett sind die Anspielungen auf »Star Trek«; von den unendlichen Weiten eines Frachtraumes über die Ingenieurin namens »Scotty« bis hin zur »Brücke«, in die sich offensichtlich die Zentrale der STELLARIS verwandelt hat. Ich mag die STELLARIS-Geschichten – diese hier ist nicht unbedingt eine meiner Favoriten.

02 September 2012

Neo im Zug

Wenn ein Seminar in Wolfenbüttel vorüber ist, steht logischerweise die Rückfahrt an. Diese verbinde ich meist mit Lektüre: Fachzeitschriften, ein spannender Roman, Exposés oder Manuskripte. So wird es auch an diesem Sonntag sein.

Meine Lektüre ist ein Roman für PERRY RHODAN NEO. Verfasst hat ihn ein Autor, der bereits einen Roman für NEO geliefert hat, der jetzt erneut ein – wie ich finde – spannendes Thema hat. Aufgegriffen werden Ideen, die bereits in den frühen PERRY RHODAN-Romanen der 60er-Jahren verarbeitet wurden, die der Autor aber heute in ein anderes Licht zu stellen hat.

Das ist das, was mich an NEO fasziniert. Und deshalb bin ich besonders gespannt auf die Zuglektüre ...

01 September 2012

Exporunde im Café

Uwe Anton nutzten die Mittagspause: An diesem Samstag, 1. September 2012, ging das Seminar an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel in seinen zweiten Tag – und nach dem Mittagessen gab es eine Pause von gut eineinhalb Stunden. Wir setzten uns in die Sonne, direkt vor das Schloß-Café (kein Schreibfehler) in der Fußgängerzone, und bestellten uns Kaffee.

Dort besprachen wir die aktuelle PERRY RHODAN-Handlung, diskutierten über aktuelle Autoren und Romane und überlegten uns einige Details für die weitere Planung. Wie geht es in Chanda oder der Milchstraße weiter, und wer soll die jeweiligen Romane schreiben? Zu sehr ins Detail gehen konnten wir nicht, weil immer wieder Seminarteilnehmer vorbeikamen – und einige der Teilnehmer hatten sich ja als PERRY RHODAN-Leser »geoutet« ...

31 August 2012

Exposés im Zug

Der heutige Tag ist ein Reise-Tag: Ich sitze stundenlang im Zug und fahre von Karlsruhe nach Wolfenbüttel – dort steht ein neues Seminar an, das ich zusammen mit Uwe Anton bestreiten werde und auf das ich mich schon freue. Und unterwegs wird fleißig gelesen, denn wann sonst habe ich die Zeit dazu?

Unter anderem stehen wieder neue Ideen- und Arbeitspapiere an, unter anderem sogenannte Vorab-Exposés. Dabei handelt es sich um Exposés, die noch nicht so weit sind, dass man sie an die Autoren verschicken könnte, sondern um solche, die noch »intern« diskutiert werden sollten. Im kreativen Prozess wird sich daran eh noch einiges verändern – aber jetzt habe ich auf jeden Fall top-aktuelles Material, das ich mit viel Interesse studieren werde.

30 August 2012

Enterprise Stardust kommt in den Handel

Ein knalliges, fast psychedelisch wirkendes Cover, einige schreiende Überschriften: Als im Jahr 1969 der PERRY RHODAN-Roman 1 auf den amerikanischen Markt kam, entsprach die Gestaltung des Titelbildes dem damaligen Geschmack. »Enterprise Stardust« wurde der Roman betitelt, und der Untertitel klang vielversprechend: »The fate of Earth dependet on one man deep in space!«

»The Science Fiction Sensation Of Europe!« schrie die Headline über dem PERRY RHODAN-Schriftzug in giftigem Grün. »50 Million Copies Sold!«

Auch auf der Rückseite sparte man nicht an Superlativen: »Are We Losing The Science Fiction Race?«, so lautete die Frage. In den vergangenen acht Jahren, so wurde gesagt, seien die Europäer von der PERRY RHODAN-Serie gepackt worden. Und nun werde die Serie von Ace Books auch für den amerikanischen Markt publiziert: »Now YOU can catch up in the most wondrous cosmos-race of all!«

Als »Series Editor & Translator« fungierte Wendayne Ackerman, als »English Language Representative of PERRY RHODAN« präsentierte sich Forrest J Ackerman; von diesem stammte auch ein umfangreiches Vorwort, in dem er die amerikanischen Leser auf die Reihe einschwor, die jetzt aus Europa kam.

29 August 2012

NEO am Redigiertag

Ich weiß schon nicht mehr genau, wann ich die Redigiertage eingeführt habe – irgendwann in den 90er-Jahren. Es ging und geht darum, dass ich daheim in aller Ruhe arbeiten kann, meist an einem Roman oder an Exposés. Ich werde dann nicht von Kollegen oder dem Telefon abgelenkt und kann stundenlang an einem Text bleiben.

Einen solchen Redigiertag habe ich heute eingelegt. Wegen der Urlaubszeit haben sich einige Termine verschoben, und das führt dazu, dass ich selbst mal wieder einen Roman zu redigieren habe – in diesem Fall aus der Serie PERRY RHODAN NEO. Und ich stelle fest, dass es mir sogar Spaß macht, immer mal wieder einen gut geschriebenen Roman zu redigieren ...

28 August 2012

Die zwölfte FanEdition

Gelesen habe ich sie noch nicht, aber sie liegt mir endlich-endlich vor: die Ausgabe zwölf der PERRY RHODAN-FanEdition; es handelt sich um den Roman »Opus Erawan« von Gerry Haynaly. Den Autor kenne ich persönlich, ich weiß, dass er gut schreiben kann – also gehe ich davon aus, dass auch sein Roman sehr unterhaltsam ist.

Laut Informationen der PERRY RHODAN-FanZentrale geht es um Tatcher a Hainu und Dalaimoc Rorvic, der Roman spielt im Jahr 448 NGZ. Das klingt unterhaltsam und skurril – ich bin schon mal gespannt.

27 August 2012

Tradom-Halbzeit auf holländisch


Die niederländischen PERRY RHODAN-Leser können dieser Tage einen tollen Doppelband lesen, einer der Höhepunkte der neueren PERRY RHODAN-Geschichte. Ich meine damit den Wendepunkt des Zyklus »Das Reich Tradom«, der in Holland als Doppelband 2149/2150 erschienen ist.

Enthalten ist dabei auf der Rückseite eines der knalligsten Covers, die Dirk Schulz für die Serie gezeichnet hat: Ascari da Vivo ist da vor dem Hintergrund der Festung der Inquisition zu sehen. Die gab dem Roman »Vesting van de Inquisitie« den Namen; verfasst wurde er übrigens von Uwe Anton. Im Band davor lässt es übrigens Robert Feldhoff mit den »Paradimjagers« ziemlich krachen ...

26 August 2012

Neil und Perry

Es ging durch die Presse: Neil Armstrong ist tot, jener Mann, der in der »wirklichen Welt« als erster auf dem Mond landete. Im Perryversum war es bekanntlich ein Major namens Perry Rhodan, der mit seinen Begleitern Eric, Clark und Reginald diesen großen Sprung unternahm.

Keiner von uns kann sich das wirklich vorstellen, denke ich: In einer beengten Konservenbüchse, durch dünnes Metall vom tödlichen All getrennt – so flogen die Astronauten die für uns riesige Entfernung bis zum Mond. Keiner wusste, ob sie das wirklich überleben würden. Das war echt eine unglaubliche Tat, für die man beide bewundern muss: den Perry und den Neil.

Neil Armstrong ist jetzt leider schon verstorben – da sollte man heute abend echt zum Mond hochgucken und an ihn denken. Perry indessen fliegt immer noch durchs All, und ich werde mir Mühe geben, dass das noch lange so bleibt ...

25 August 2012

Das Extra auf dem Balkon

Auch wenn es heute ein wenig windig ist, sitze ich dennoch auf dem Balkon und arbeite ein wenig: Das PERRY RHODAN-Extra sowie ein einzelner Heftroman beschäftigen mich. Ich lese die ausgedruckten Manuskripte, mache meine Notizen und Anmerkungen – und dann lese ich weitere Seiten am Bildschirm.

Daneben ist es auch eine willkommene Gelegenheit, die Fragen für ein schriftliches Interview in aller Gemütlichkeit zu beantworten. Dabei geht es vor allem um PERRY RHODAN NEO und die anstehende vierte Staffel.

24 August 2012

Trauriger Blick auf Guckys Rezepte

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Claus Landgrebe, der Hobbykoch aus Mainz, stürzte sich im Spätjahr 1997 mit Feuereifer auf sein Projekt, ein PERRY RHODAN-Kochbuch in den Handel zu bringen. Unter anderem präsentierte er mir in seinem Konzept am 28. November 1997 das Rezept für »Gucky's Möhren-Sahne-Cremesuppe«. Es bestand tatsächlich – wie er es vorgeschlagen hatte – aus einer kleinen Anekdote, einem völlig normal zu verarbeitenden Rezept für eine Suppe sowie einer Anmerkung.

Ich fand das Rezept spitze. Es war für »vier Humanoide oder sechs Mausbiber« ausgelegt; unter anderem sollten 400 Gramm Möhren verarbeitet werden. Beim Hintergrund schilderte Claus in seiner Anekdote eine Episode aus dem Band 18 der PERRY RHODAN-Serie: Nachdem Gucky an Bord der STARDUST II seinen Heimatplaneten Tramp verlassen hat, kommt es ausgerechnet in der Bordküche zwischen Reginald Bull und dem Mausbiber zu einem Konflikt.

Am Ende des Konflikts landet Bully in einem Suppentopf mit kaltem Wasser ... eine typische Geschichte aus der Frühzeit der PERRY RHODAN-Serie, wie sie Clark Darlton immer wieder gerne schrieb. Die Landgrebe-Anekdote endete eindeutig: »Dies erfreute den Chefkoch der STARDUST so, der ständig im Clinch mit Bully wegen der Speisen lag, dass er spontan eine Möhrensuppe für Gucky kreierte, die noch heute zu dessen Leibspeisen gehört.«

Als Fazit seines Rezeptes formulierte er: »Da lacht der Gucky, und sein Schneidezahn strahlt. Für Bully darf es auch ein Bier dazu geben.«

Neben diesem Rezept formulierte Claus Landgrebe weitere Ideen; er war schon dabei, zusätzliche Bücher zu planen. Fürs erste Buch wollte er Rezepte aus der Zeit des Solaren Imperiums haben; bei späteren Bänden sollte es in der PERRY RHODAN-Chronologie entsprechend weiter gehen.

Ich war von dem Ganzen ziemlich angetan und meldete mich am 1. Dezember bereits zurück. Allerdings verwies ich auf meinen Kollegen Eckhard Schwettmann, der die gesamten Unterlagen zu diesem Thema von mir in Kopie erhielt. Er sollte sich – so meine Vorstellung – dann weiter mit dem Thema auseinandersetzen.

Die Idee, jedes Rezept durch eine kleine Geschichte zu ergänzen, hielt ich für gut. Ich schlug allerdings vor, einen PERRY RHODAN-Autor dafür einzusetzen. Dieser sollte die jeweiligen Geschichten schreiben. »Das ist auf jeden Fall professioneller«, schrieb ich, und es werde bei den Fans besser ankommen. Was ich nicht schrieb, aber meinte: Claus Landgrebe war kein besonders guter Fan-Autor, und ich hatte die Angst, mit ihm unaufhörliche Diskussionen über seine Texte zu führen.

»Mir spukt Wolfpeter Ritter alias Peter Terrid im Kopf herum«, schrieb ich. »Der gute Mann ist nicht nur einer der beliebtesten Autoren überhaupt, sondern er kocht auch noch mit großer Begeisterung.« Ich bat Claus darum, noch zwei Wochen zu warten, da Eckhard Schwettmann im Urlaub war.

In der Zwischenzeit telefonierte ich mit Peter Terrid. Der Autor war sofort Feuer und Flamme für die Idee. Er stellte sich vor, weitere Rezepte auszuprobieren und beizusteuern; wir sprachen über Romane, in denen Köche die Hauptrolle spielen sollten, und anderes, was in diese Richtung ging. Und natürlich dachte Peter Terrid ebenfalls sofort daran, auf dem PERRY RHODAN-WeltCon im Dezember 1999 Rezepte aus dem Perryversum als Speisen anzubieten.

Als Eckhard Schwettmann aus dem Urlaub kam, reagierte er ebenfalls positiv. Trotzdem dauerte es einige Zeit, bis wir dazu kamen, uns wieder um das PERRY RHODAN-Kochbuch zu kümmern. Briefe an Claus wurden aber nicht beantwortet, Anrufe bei ihm waren zwecklos.

Wir wissen bis heute nicht, was wirklich geschehen war: Der aktive Fan und Hobbykoch starb ganz plötzlich, weitere Details bekam ich nie mit. Auch in der Fan-Szene wurde nichts bekannt. Es war die Zeit »vor Facebook«, solche Informationen verbreiteten sich einfach nicht so schnell oder überhaupt nicht.

Erschüttert nahmen wir in der Redaktion dann Abschied von der Idee, mit dem Hobbykoch aus Mainz ein PERRY RHODAN-Kochbuch zu veröffentlichen. Nur Peter Terrid gab nicht auf. »Wir sollten im Andenken an Claus Landgrebe daran weitermachen«, argumentierte er ...

23 August 2012

Rüdigers Kommandofehler

Als meine Kollegin Sabine Kropp damit begann, die Polychora-Trilogie innerhalb der ATLAN-Taschenbücher voranzutreiben, nahm ich mir vor, die Bände jeweils nach Erscheinen zu lesen – damit ich mal wieder auf dem Laufenden bin. Doch bisher hat es nicht geklappt, und jetzt liegt mit »Kommandofehler« bereits der zweite Band der Trilogie auf meinem Schreibtisch.

Verfasst hat ihn Rüdiger Schäfer, und das sollte für gelungene ATLAN-Unterhaltung bürgen. Das exotisch wirkende Titelbild stammt von Arndt Drechsler – und das allein bringt mich ja schon dazu, den Roman ganz oben auf den privaten Lesestapel zu packen. Hoffen wir mal auf freie Zeit ...

22 August 2012

Susan und die Vogelkönigin


Ich freue mich über jeden neuen Band der Fantasy-Reihe »Schattenlord«. Das leuchtet ein, schließlich steckt auch von mir ein wenig Hirn und Herz in dieser Serie, die von Susan Schwartz entwickelt worden ist. Die Autorin verfasst die meisten Romane der Serie, was naheliegt – wer außer ihr sollte mehr Durchblick haben?

Ganz neu liegt der achte Roman vor: »Die Vogelkönigin« wird von einem schönen Titelbild von Dirk Schulz geziert und ist wieder einmal farbenprächtig und unterhaltsam zugleich. Wäre ich nicht der Redakteur der Serie, wäre ich sicher ein Fan!

21 August 2012

Staffel vier läuft

Brandneu und druckfrisch liegt er auf dem Tisch: der Roman »Zielpunkt Arkon« von Leo Lukas. Dabei handelt es sich um den Start in die vierte Staffel von PERRY RHODAN NEO, wobei der Band 25 ja in gewisser Weise ein kleines Jubiläum bildet.

Mir hat der Roman gut gefallen, und ich bin gespannt, wie er bei den Lesern ankommt. Immerhin verlassen wir jetzt noch stärker die durch die klassische Serie bekannten PERRY RHODAN-Gefilde und brechen jetzt weiter auf zu neuen Ufern. Der Roman liefert hierfür die ersten Andeutungen ... in den Läden ist er dann offiziell am 31. August.

20 August 2012

Claus und das Kochbuch

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«:

Ich kannte Claus Landgrebe aus der Fan-Szene. Er gehörte dem PERRY RHODAN-Briefclub Bullys Schreibtisch an, in dem ich auch seit Anfang der 80er-Jahre Mitglied war. Wir hatten uns gelegentlich auf Cons gesehen, hatten miteinander geplaudert, und ich fand den quirligen Koch extrem unterhaltsam und kreativ. Er veröffentlichte Kurzgeschichten in Fanzines, und er träumte – so vermutete ich – klammheimlich davon, PERRY RHODAN-Autor zu werden.

Was er beruflich machte, wusste ich gar nicht so genau. Mir war aber bekannt, dass er eine Fernsehsendung hatte, die im sogenannten Offenen Kanal Mainz lief. Dort brachte er regelmäßig eine Sendung ans Licht der Öffentlichkeit, bei der zwar gekocht wurde, das Ganze aber nicht sonderlich ernstzunehmen war. Die Sendung nannte sich »Mainzissimo – Kochen ohne Biolek«, und das war natürlich eine freche Anspielung auf den populären Fernsehkoch Alfred Biolek.

Claus Landgrebe und seine Hobbykoch-Freunde bereiteten gerne Rezepte zu, die nicht unbedingt jedermanns Geschmack waren, und sie brachten durchaus grobe Sprüche vor laufender Kamera. Das erfreute den Fernsehprofi und seine Rechtsanwälte nicht, und sie gingen gerichtlich gegen die Mainzer Fans vor. Wie das Ganze letztlich ausging, bekam ich gar nicht mit – die Geschichte wurde in einigen Fanzines erwähnt, spielte aber in der Fan-Szene keine große Rolle.

Unser gemeinsamer Kontakt waren schließlich die Science Fiction im Allgemeinen und PERRY RHODAN im Besonderen. Claus kam zu einem Seminar an die Bundesakademie in Wolfenbüttel, und wir unterhielten uns am Rand der PERRY RHODAN-Tage Rheinland-Pfalz im beschaulichen Sinzig sowie bei den »Weltraumtagen« in Garching bei München. Er erzählte mir, dass er Hunderte von Rezepten hätte, die er auch schon »vorgekocht« hätte und von denen er wisse, dass sie gut funktionierten.

Wir seien doch »Europas größter Kochbuchverlag«, zumindest behaupte das die Werbung des Moewig-Verlages. Ob das stimmte, wusste ich nicht – aber mit Buchreihen wie »Dr. Oetker« oder »Kochen & Genießen« erreichte Moewig in der Mitte der 90er-Jahre tatsächlich Millionenauflagen. Was also lag näher, als PERRY RHODAN und Kochen zu verbinden, aus den zwei Vorlieben des Claus Landgrebe also ein gemeinsames Projekt zu entwickeln?

Wir wechselten einige Briefe – es war die Zeit, bevor das Internet seinen Durchbruch erlangte, und ich erhielt erst drei Monate später meinen offiziellen E-Mail-Anschluss –, und langsam kristallisierte sich eine Idee heraus: Wir würden tatsächlich ein PERRY RHODAN-Kochbuch machen. Dieses könnte beim PERRY RHODAN-WeltCon in zwei Jahren endgültig fertig sein, es könnte bei der »Erlebnis-Gastronomie« eine Rolle spielen, für die unser Marketingleiter Eckhard Schwettmann zu der Zeit schwärmte, und wir könnten – ganz allgemein – viel Spaß damit haben.

Am 28. November 1997 schickte Claus schließlich ein Konzept an den Verlag. »Ich arbeite schon eifrig am PR-Kochbuch und möchte Dir vorab schon mal ein paar konkrete Vorstellungen vermitteln.« Er hatte sich während der Weltraumtage in Garching ein wenig geärgert: »Dort wurde zwar mit phantasievollen Namen ein Space Menue angeboten, was dabei herauskam, hatte allerdings nur Kantinenniveau.«

Er wollte »solide, nicht allzu komplizierte Gerichte« kochen und anbieten. »Welcher SF-Fan hat schon stundenlang Zeit, in der Küche zu stehen?«, war die Frage, die er sich stellte. Zudem war ihm eines wichtig: Die Gerichte sollten »auf einer soliden Basis von frischen Produkten bestehen« und »leicht verständlich erklärt« werden.

Wichtig war ihm von Anfang an, dass die Rezepte einen klaren Bezug zum Perryversum haben sollten. »Beispiele wären Gucky's Möhren-Sahne-Cremesuppe oder Melbar Kasoms Ochsenviertelchenragout«. Damit PERRY RHODAN-Fans einen Anreiz hätten, ein solches Kochbuch zu kaufen, wollte er jeweils eine Geschichte schreiben, die zeigt, »wie denn die betreffende PR-Figur zu dem Rezept kam«.

Gucky hätte beispielsweise auf sein Rezept kommen können, »als er auf Tramp gefunden wurde und bei seinem ersten Raumflug Gucky über den Kesseln der Bordküche schweben ließ«. Der Bordkoch sei so begeistert gewesen, dass er für Gucky die genannte Suppe kreierte. Man merkt schon an dieser Anekdote, dass Claus Landgrebe einen Sinn für Humor hatte, der nicht jeden Leser begeistert hätte. An Ideen mangelte es ihm nicht, und seine Begeisterung für sein eigenes Kochbuch zeigte sich in jeder Zeile seines Konzepts.

Er schlug vor, im Buch dann selbst die Zeichnungen der PERRY RHODAN-Illustratoren zu verwenden, darüber hinaus »tolle Fotos von Gerichten«, die er von seinen Kochbuch-Aktivitäten besaß. Das klang alles ziemlich unterhaltsam, wenngleich ich mir zu dem Zeitpunkt nicht vorstellen konnte, wie das aussehen sollte.

Immerhin war ich so neugierig, dass ich einen Termin mit der Lektorin unserer Kochbücher vereinbarte. Ich ließ mir von ihr erklären, wie die sogenannte Food-Fotografie funktionierte: mit welchen Mitteln die Fotografen dafür sorgten, dass das Essen überhaupt »echt« aussah, weil ein »normal« fotografiertes Essen einfach nicht appetitanregend wirkte.

Aber alles in allem klang das Ganze so, als ließen sich die Ideen durchaus umsetzen. Ob allerdings ein solches Buch zu verkaufen war, konnte niemand sagen ...

Der FO und der Ritter

Dass ich den »Fandom Observer« mag, habe ich schon unzählige Male veröffentlicht und ausgesagt; das Fanzine ist kritisch und informativ und liefert seit vielen Jahren den Tratsch und Klatsch für die deutschsprachige Science-Fiction-Szene. In der aktuellen Ausgabe 278 vom August 2012 geht's ein wenig um PERRY RHODAN NEO.

Auf eineinhalb Seiten wird Hermann Ritter interviewt, unter anderem geht es um seinen Roman »Die schwimmende Stadt«. Der Autor gibt launige Antworten, das Interview liest sich amüsant. Und wer mag, sollte sich den »FO«, so die Kurzform des Fanzines, kostenlos downloaden; die Druckversion dürfte schon lange vergriffen sein.

18 August 2012

Gespannt auf den neuen Autor

Am heutigen Samstag bleibt bei brüllend heißen Temperaturen nicht viel anderes übrig, als faul auf dem Balkon zu sitzen und Manuskripte zu lesen. Doch vor der Kür, nämlich die spannenden Romane, steht bei mir die Pflicht: Datenblätter und Exposés in Sachen PERRY RHODAN NEO liegen auf dem Lesestapel, zudem Manuskripte, die während meines Urlaubs eingetroffen sind.

Am meisten bin ich aber auf den Roman gespannt, den ein neuer Kollege für PERRY RHODAN NEO verfasst hat. Neu ist er nur für die Leser, ich selbst habe schon mehrere Romane von ihm gelesen. Ich bin vor allem darauf gespannt, wie er sich mit dem PERRY RHODAN-Universum neuerer Prägung angefreundet hat ...

17 August 2012

Harry Harrison und PERRY RHODAN

Wie gestern durch die Fan-Presse ging, ist der amerikanische Schriftsteller Harry Harrison verstorben. Er wurde 87 Jahre alt; zu seinen großen Erfolgen gehören die »Stahlratte«-Romane sowie die Vorlage zum Science-Fiction-Film »2022«. Dass man sich an Begriffe wie »Soylent Green« immer erinnern wird, ist wohl sein Verdienst.

Er war in Sachen PERRY RHODAN erstaunlicherweise immer mit dabei. Wenn ich mich recht erinnere, war er einer der Ehrengäste beim WeltCon 1980 in Mannheim: ein sympathischer Herr, damals schon ein wenig betagt aus meiner Sicht, anscheinend ein Freund von Walter Ernsting alias Clark Darlton – die beiden dürften sich in ihrem skurrilen Science-Fiction-Humor gut verstanden haben.

Gelesen habe ich schon lange nichts mehr von ihm. Im PERRY RHODAN-Umfeld wahrgenommen habe ich ihn seit den frühen 80er-Jahren auch nicht mehr; damals war er oft in den Magazinen vertreten. Er war einer der »Großen Alten« der Science Fiction ...

16 August 2012

Schon wieder im Land

Es ist angenehm, mal zweieinhalb Wochen aus den Heiligen Hallen in Rastatt verschwunden zu sein – so ging es nämlich mir. Es ist dann weniger angenehm, zurückzukommen und die viele Arbeit vorzufinden. Die Kolleginnen und Kollegen waren sehr fleißig, und die Manuskripte und Exposés und Ideenpapiere stapeln sich in allen Ecken – sowohl elektronisch als auch in schönen Ausdrucken.

Schauen wir mal, wann und wie ich das alles schaffe. Letztlich ist es in jedem Jahr dasselbe: Man geht in den Urlaub und jammert hinterher über die Stapel. Da wäre es ja fast klüger, man ginge nicht ... aber diesen Gedanken verdränge ich selbstverständlich ganz schnell.