13 September 2011

Wie der »Killer von Terra« entstand

Ein Logbuch der Redaktion

Autoren und ihre Vorschläge haben schon manche Planung der Redaktion verändert; das gilt auch für die Reihe der PERRY RHODAN-Planetenromane. Wir hatten im Herbst 2010 bereits festgelegt, welche Taschenhefte wir zu welchem Zeitpunkt veröffentlichen wollten. So sollte beispielsweise Robert Feldhoffs Roman »Terra in Trance« in genau dem Monat erscheinen, in dem auch im laufenden Cantaro-Zyklus der fünften Auflage gerade das Thema Simusense abgeschlossen sein sollte - damit die Leser vielleicht Lust dazu bekommen, sich weiter mit dem Cantaro-Zyklus und seinem Umfeld zu beschäftigen.

Dann kam die Mail von Michael Marcus Thurner: Am 22. Dezember 2010 schrieb er mich an und äußerte in seiner Mail einen Vorschlag. Er hatte 2001 sein erstes PERRY RHODAN-Manuskript in Form eines Romans für die Fan-Edition veröffentlicht - seine Idee war, diesen Text in einer modernisierten Version in den Handel bringen. »Ich könnte mir vorstellen, das Manuskript umzuarbeiten und auf die passende Länge zu bringen«, schrieb der Autor.

Die Idee fanden Sabine Kropp und ich sehr überzeugend. Das Problem: Keiner von uns kannte das Manuskript mehr im Detail. Ich hatte es damals zwar gelesen und Sabine hatte es publiziert, aber nach zehn Jahren erinnerte sich keiner mehr an den eigentlichen Inhalt. Deshalb schickte Michael gegen Ende des Jahres 2010 die Datei des Original-Manuskriptes noch einmal in die Redaktion; ich druckte es aus und gelobte, es über die Feiertage zu lesen.

Dann aber überrollten mich diverse Themen, unter anderem wurde der PERRY RHODAN-WeltCon 2011 ab Januar 2011 plötzlich zu meiner Hauptaufgabe. Das Manuskript geriet nicht gerade in Vergessenheit, rutschte aber in einen Stapel mit ungelesenem Papier. Erst eine Nachfrage des Autors im März 2011 brachte mich dazu, das Manuskript endlich zu lesen ... wobei es dennoch einige Zeit dauerte.

Ich nutzte ein verlängertes Wochenende im Mai, um mich intensiv mit dem Text zu beschäftigen. Danach war klar: Wir machen das! Der Roman wird veröffentlicht, aber der Autor muss noch einmal derart intensiv an das Thema ran, das tatsächlich eine neue Geschichte entstehen wird. Ich hatte im Manuskript-Ausdruck viele Anmerkungen gemacht, teils sprachlicher, teils inhaltlicher Natur, und das teilte ich Michael Marcus Thurner in einer langen Mail mit.

»Ansonsten bin ich mit dem Stoff sehr zufrieden«, schrieb ich als Fazit. »Das war damals ein sehr ordentlicher Fan-Roman, und mit entsprechend ›Fleisch‹, das Du noch dazupackst, wird das auch ein sehr ordentlicher Planetenroman. Ich freue mich schon darauf!«

Damit lag der Ball wieder in Wien, und Michael musste sich an die Arbeit begeben. Wir legten einen neuen Titel fest - damit klar war, dass es sich um einen neu verfassten Roman handelte - und schickten mehrere Mails hin und her. Im August 2011 war die neue Version im Verlag, und ich war begeistert: Ich fand den Roman richtig gut, mochte die charakterliche Tiefe, die Michael der Hauptfigur gegeben hatte, und akzeptierte die durchaus vorhandene Härte.

Letztlich handelt es sich bei »Der Killer von Terra« jetzt um einen knallharten Serienkiller-Roman, der eben im Perryversum und dort auf einem abgelegenen Planeten spielt. Das Thema Simusense nimmt eine wichtige Rolle ein, die Kämpfe von Agenten untereinander sowie politische Verwicklungen werden komplett anders gewichtet - im Prinzip handelt es sich jetzt auch um einen Polit-Thriller. Das fand ich richtig stark!

Ich notierte eine Reihe von Anmerkungen, das Manuskript ging an Rainer Nagel, und dieser bearbeitete den Roman. Sabine Kropp machte ihn letztlich dann für die weitere Produktion fertig und kümmerte sich um die finale Herstellung des Romans.

Jetzt sind es nur noch wenige Tage, bis »Der Killer von Terra« als neuer Roman in den Handel kommt. Ich finde, die Arbeit hat sich gelohnt: Wir haben einen packenden Science-Fiction-Roman, der im PERRY RHODAN-Universum spielt und dieses um einige neue Facetten bereichert. Die Neu-Schreibung hat Michael Marcus Thurner super hinbekommen! Und jetzt bin ich auf die Reaktionen der Leser gespannt ...

12 September 2011

NEO-Plakate

Seit Freitag liegen die ziemlich cool aussehenden Plakate im Büro, mit denen in Bahnhöfen für die neue Serie PERRY RHODAN NEO geworben wird. Es gibt Plakate für die ersten zwei Wochen, die logischerweise das Titelbild der ersten Ausgabe zeigen, und es gibt Plakate für die Wochen drei und vier.

Mir gefallen die Plakate sehr gut. Das einzige, was mich ärgert, ist die Tatsache, dass wir nur je eines erhalten haben: Wenn ich die jetzt im Büro aufhänge, haben wir für künftige Aktionen in naher Zukunft keine mehr übrig. Luxusprobleme ...

11 September 2011

Buchreport.express schmeichelt

Ich weiß nicht, seit wie vielen Jahren ich jetzt schon den »Buchreport« und das regelmäßig erscheinende Wochenheft »buchreport.express« lese. In derr Ausgabe 36 vom 8. September 2011 (passt genau!) taucht PERRY RHODAN auf jeden Fall in der Rubrik »Aufgefallen: Buchmenschen im Blickpunkt« auf.

Der kurze, aber super platzierte Artikel geht auf den Geburtstag der Serie ein, zitiert einige Artikel, die in den letzten Tagen erschienen sind, und kündigt sogar NEO an. Und ich bin deshalb so stolz auf all das, weil wir in den Zeiten, in denen wir noch an den Buchverlag gebunden waren, so etwas nie geschafft haben ... okay, da wurde PERRY RHODAN auch keine fünfzig ...

10 September 2011

Die Kämpfer für Garbesch kommen

Eine der vielen Konstanten in meinem Job ist, dass viermal im Jahr ein PERRY RHODAN-Buch erscheint. Dieser Tage kam ein aktuelles Belegexemplar zu mir auf den Schreibtisch, dessen Plastikumhüllung ich gleich begierig aufreißen werde: der Silberband 115.

Das Buch hat den schönen Titel »Kämpfer für Garbesch«, und ich weiß schon jetzt, dass es viele Erinnerungen an gelungene Lesezeiten in den späten 70er-Jahren auslösen wird. Die Orbiter, die Garbeschianer und dann Jen Salik – das habe ich damals alles sehr gern gelesen!

09 September 2011

Mit Perry im Kino

Weil ich ganz hektisch noch etwas privates erledigen musste und es mit dem Rad durch die Innenstadt von Karlsruhe länger dauerte als geplant, kam ich am Donnerstag, 8. September 2011, so ziemlich als letzter in die »Schauburg«, in das schöne Kino in der Südstadt von Karlsruhe. Noch einigermaßen atemlos begrüßte ich einige Bekannte und ging dann zu Marc A. Herren auf die Treppe, um eine kurze Rede zu halten.

Dann war nämlich auch schon Zeit, sich in den Kinosaal zu begeben. »Anstoßen auf 50 Jahre PERRY RHODAN und Dokufilm-Premiere« hieß die Veranstaltung, die Marc A. Herren zusammen mit dem Kino organisiert hatte. Und so saß ich jetzt zum ersten Mal in einem Kino und sah mich selbst auf der Leinwand; der PERRY RHODAN-Dokumentarfilm kam gut an.

Nachdem der Film vorüber war und die Besucher auch artig Beifall geklatscht hatten, gingen Marc und ich nach vorne. Es wurden einige Fragen gestellt, die wir bestmöglich beantworteten, und hinterher wurde im Vorraum vor dem eigentlichen Kinosaal noch ein wenig diskutiert.

Und noch später saßen wir im »Kap« zusammen, einer Kneipe in der Nähe des Kinos, und fachsimpelten, diskutierten und redeten wild durcheinander. Als ich spät nachts nach Hause kam, hatte ich das Gefühl, einen gelungenen Perry-Geburtstag erlebt zu haben.

08 September 2011

Anstoßen auf Perry

Als Marc A. Herren und ich gestern abend das Büro verließen, war es nach 21 Uhr, und wir beide waren rechtschaffen müde. Also entschlossen wir uns, einfach noch gemeinsam zu Abend zu essen, zusammen mit meiner Lebensgefährtin, die mich in diesen Tagen eh viel zu wenig sieht.

Das Essen im »fünf« in Karlsruhe war lecker - wie immer -, und danach saßen wir noch eine Weile zusammen, redeten über Gott und die Welt, diskutierten über Politik und Gesellschaft und ließen den PERRY RHODAN-WeltCon die meiste Zeit außen vor. Zwischendurch verschwand meine Lebensgefährtin, ohne dass ich mich darum kümmerte, sprach dann mit der Bedienung an der Theke.

Und um Punkt Mitternacht standen drei Gläser Sekt vor uns - das hatte sie arrangiert. »Dann stoßt mal auf euren Perry an«, sagte sie, und das taten wir.

Wir hoben das Glas auf fünfzig Jahre PERRY RHODAN, auf Tausende von Romanen und zahlreiche farbenprächtige Figuren. Ein schöner Einstieg in den Jubiläumstag!

07 September 2011

WeltCon-Tüten

Der Arbeitsplatz eines PERRY RHODAN-Redakteurs hat seine Vorteile: Man bekommt manche Dinge schneller zu Gesicht als die »normalen« Leser. In diesem Fall sind es die ersten fertiggestellten Sonderprodukte zum PERRY RHODAN-WeltCon.

Seit heute morgen habe ich eine todschicke PERRY RHODAN-Tüte auf dem Tisch. Sie ist schwarz, und sie trägt auf beiden Seiten einen Aufdruck in weißer Farbe. Auf der einen Seite ist der megacoole WeltCon-Perry zu sehen, auf der anderen Seite ist eine »Anzeige«. Schick!

06 September 2011

Die neuen alten Figuren

Ein Logbuch der Redaktion

Als wir daran gingen, uns konkrete Gedanken über den Inhalt von PERRY RHODAN NEO zu machen, wurde sehr schnell klar, dass wir an die Substanz gehen mussten: Wir wollten die Geschichte der ersten PERRY RHODAN-Romane nicht »eins zu eins« nacherzählen, und wir wollten keinen Abklatsch der ersten Bände liefern – denn da wäre das Original schlicht interessanter gewesen. Also mussten wir neue Wege gehen.

Klingt ganz einfach, ist es aber nicht. Denn neue Wege bedeutete in diesem Fall, dass wir uns grundsätzlich über die Figuren verständigen mussten. Die ersten Diskussionen, die ich bereits vor zwei, drei Jahren mit Frank Borsch führte, gingen genau in diese Richtung: Was muss man ändern, was kann man ändern?

Sollten wir beispielsweise aus Reginald Bull eine Frau machen? Könnte Eric Manoli kein Amerikaner sein, sondern beispielsweise ein Chinese? Muss Clark Flipper ein Mann sein, könnte er keine Frau sein? Das waren und sind grundsätzliche Fragen, über die man geteilter Meinung sein kann.

Denn natürlich wäre es nicht schlecht, wenn die Besatzung der STARDUST ausgewogener wäre: nicht nur vier weiße Männer, sondern vielleicht zwei Männer und zwei Frauen oder zwei Weiße und zwei »Farbige« ...

Wir entschieden uns aber dagegen: Die Besatzung der STARDUST behält die ursprünglichen Namen, und es bleiben weiße Amerikaner. Wir wollten hier bewusst den klassischen Figurenaufbau übernehmen, den sich die Autoren der ersten Stunde ausgedacht hatten.

Was wir allerdings änderten, war das Verhalten mancher Figuren untereinander. In den alten Romanen, die im Jahr 1961 komplett dem Zeitgeist entsprachen, war Perry Rhodan selbst der unangefochtene Held. Reginald Bull beispielsweise, der eigentlich ebenfalls ein Ingenieur und Wissenschaftler ist, wurde oft als Trottel dargestellt. Er war das, was man heute gern den »funny sidekick« nennt, den rundlichen Kumpeltypen, der durch seine Aktionen dafür sorgt, dass der Hauptheld strahlender wirkt.

Das ist bei PERRY RHODAN NEO auf jeden Fall anders – wie genau, das werde ich hier noch nicht verraten. Versprechen kann ich, dass Reginald Bull der Tatmensch bleiben wird, als den ihn die Fans immer geschätzt haben.

Andere Figuren der frühen PERRY RHODAN-Zeit, die in NEO auftauchen, werden ebenfalls anders charakterisiert und dargestellt. Ich will an dieser Stelle nicht ins Detail gehen, um nicht die Spannung zu nehmen, aber Allan D. Mercant oder John Marshall sind nicht exakt die Figuren, die wir Leser von früher her kennen.

Und neben ihnen wird eine Reihe von neuen Figuren auftauchen, die das Geschehen aus einer anderen Sichtweise beleuchten. Als ich das Manuskript des ersten NEO-Romans las, fand ich diese Sichtweise auf manche Dinge sehr spannend. Ich bin mir sicher, dass sich diese Faszination auf viele Leser übertragen wird.

05 September 2011

Die CD ist da

Heute landete eine top-aktuelle CD auf meinem Schreibtisch. Das wäre nichts besonderes, so was passiert mir jeden Tag. Aber diese ist was besonderes.

Sie stammt von einer Band namens Cosmolodics, und sie nennt sich »Ad Astra«. Genau – es ist die Musik zum PERRY RHODAN-WeltCon, und die ersten Tonträger sind schon da. Verkauft werden sie aber erst auf dem WeltCon selbst.

04 September 2011

Sonderteil zum WeltCon

Der aktuelle »Fandom Observer« hat's in sich. Ich finde das Heft eh gut, und ich finde, dass es sich in diesem Jahr wieder stark verbessert hat, aber die aktuelle Ausgabe 267 enthält einen schönen Sonderteil zum PERRY RHODAN-WeltCon.

Unter anderem listet die Redaktion auf, was bislang über das Programm bekannt ist – da wird sich aber noch einiges ändern. Und man gibt ausführliche Hinweise dazu, was man abends in Mannheim noch an kulturellen Dingen erleben kann ... Schönes Heft, das man im Internet kostenlos downloaden kann, das ich aber in konservativer Weise in Papierform geschickt bekomme!

03 September 2011

Anschwellender Mailgesang

So schön es ist, wenn buchstäblich alle Medien über PERRY RHODAN berichten, so viele zusätzliche Mails bringt das mit sich. Es sind tatsächlich Hunderte von Mails, die in diesen Tagen in der Redaktion eintreffen und in irgendeiner Art und Weise beantwortet werden müssen.

Dabei ist eines im voraus klar: Nicht alle können beantwortet werden, das ist nicht zu schaffen. Oder eben die Menschen, die mir schreiben, müssen sich eben ein wenig gedulden. Bis nach dem WeltCon und der Buchmesse, um es einigermaßen klar zu sagen ...

02 September 2011

Presserummel hält an

Derzeit ist die Lage fast unübersichtlich: Während ich in Hamburg bin, beantworte ich per Telefon und per Mail allerlei Presseanfragen; gleichzeitig wird in Rastatt auch fleißig mit Journalisten komuniziert. Es scheint, als sei jetzt endlich die gesamte deutsche Journaille auf das PERRY RHODAN-Jubiläum aufmerksam geworden.

Finde ich natürlich gut; es wurde auch mal Zeit. Zwischen alledem darf nur eines nicht vergessen werden: Das wichtigste für uns ist nicht das, was in der Zeitung steht, sondern das, was wir in PERRY RHODAN veröffentlichen ...

01 September 2011

Dienstfahrt mit Manuskripten

Heute fuhr ich mit der Bahn nach Hamburg. Unter anderem geht es um die Premiere des PERRY RHODAN-Dokumentarfilms im Literaturhaus der Hansestadt; veranstaltet wird das ganze unter anderem vom Fernsehsender Arte, worüber ich ja schon mal berichtet habe.

Die Fahrt versüßten mir zwei aktuelle Manuskripte von Wim Vandemaan und Verena Themsen. Beide Romane sind wieder sehr abwechslungsreich, bringen haufenweise schöne Ideen und originelle Charaktere. Das hat mir beides sehr viel Spaß bereitet!

31 August 2011

Besprechungsmarathon

Damit es mir am heutigen Tag garantiert nicht langweilig wird, darf ich auch in lange Besprechungen gehen. In diesem Fall geht es um ein Meeting mit Geschäftsführung, Objektleitung und anderen »Stabsstellen« des Hauses.

Solche Meetings kosten viel Zeit, erfordern viel Nerven - weil ich Dinge erläutern muss, die innerhalb der Redaktion längst durchdiskutiert worden sind -, sind unterm Strich aber nötig: Auch als recht »autonom« arbeitende Redaktion muss man sich letztlich mit den »oberen Etagen« abstimmen.

30 August 2011

Duell in Magellan

Im »Sternenozean«-Zyklus ist der Konflikt zwischen Ascari da Vivo, der eiskalten Mascantin des Kristallimperiums, und ihrem Sohn Kantiran eines der beherrschenden Elemente. Kein Wunder, dass dieser Konflikt auch in der Hörspiel-Auswertung der Serie eine große Rolle spielt.

In den letzten Tagen hörte ich »Duell in Magellan«, das Hörspiel mit der Nummer 34 aus der »Sternenozean«-Reihe. Dramatische Geräusche, viel Action: Der finale Kampf zwischen Kantiran und Ascari wird gelungen in Szene gesetzt. Das machte beim Anhören richtig Spaß!

29 August 2011

Im Pressegetümmel

Der Tag begann mit einem Pressegespräch, diesmal mit dem »Badischen Tagblatt«, seither folgten unter anderem der »Donaukurier« per Mail sowie der Westdeutsche Rundfunk per Telefon. Die Agentur fragt häufig nach, die Pressestelle im Konzern will Zitate von mir freigegeben haben.

Alles in allem ein bunter, ein sehr hektischer Reigen, bei dem niemandem langweilig wird. Mir nicht, weil ich die Antworten liefere, den Kolleginnen und Kollegen nicht, die ihrerseits aktiv werden müssen. Fragt sich nur, wann wir die »eigentliche Arbeit« machen sollen.

28 August 2011

Zweimal NEO kommentieren

Wenn ich das Manuskript eines PERRY RHODAN-Romans durchgearbeitet habe, erhält der Autor oder die Autorin ein Feedback. Früher fand das ausschließlich per Telefon statt; seit meine Arbeitszeiten wenig berechenbar sind, schreibe ich lieber Mails. Dann wissen beide Seiten, was ich meine.

Zwei Manuskripte zu PERRY RHODAN NEO habe ich schon vor einiger Zeit gelesen; den Autoren habe ich aber noch nicht mal mitgeteilt, wie ich welche Passage in ihrem Roman gefunden habe. Und das ist heute noch ein Teil meiner Arbeit: Kommentarmails schreiben. Na also.

27 August 2011

Details zur Lesenacht

Der gestrige Tag stand zu einem Teil im Zeichen der Planung: Der WeltCon-Freitag, 30. September 2011, wird ja als einen Schwerpunkt die Lesenacht haben, sprich »Phantastisches Mannheim«. Mit unseren Partnern von Feder & Schwert saßen wir dabei zusammen, diskutierten die Details und legten bereits ein Programm fest.

Mein Job ist jetzt recht einfach - aber machen muss ich's halt: Ich tippe die Ergebnisse dieser Besprechung zusammen, hoffe, dass ich mich an alles richtig erinnere, und sorge dann dafür, dass die Betreffenden alle richtig informiert werden.

26 August 2011

Phantastisches Mannheim

Gerade eben haben wir es fixiert: »Phantastisches Mannheim - die große Lesenacht der Science Fiction und Fantasy« am 30. September 2011. Es ist ein wichtiger Teil für die Auftakt-Veranstaltung am PERRY RHODAN-WeltCon, und jetzt geht es an die Detailarbeit.

Ich bin froh, dass wir das gemeinsam mit unseren Partnern von »Feder & Schwert« machen können. Die beiden sind sympathisch und kompetent, eine Mischung, die ich sehr überzeugend finde ...

25 August 2011

Die Balladen des Todes

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Zu Beginn des Jahres 1997 stand ein kleines Jubiläum vor der Tür, über das ich mir eigentlich gar keine Gedanken machte. Zu dieser Zeit sah ich mich ausschließlich als Redakteur, der in erster Linie inhaltlich tätig war und Marketing-Gedanken selten aufkeimen ließ. Aber ich arbeitete in diesem Januar intensiv am zehnten ATLAN-Buch, das unter dem Titel »Die Balladen des Todes« erscheinen sollte.

Selbstverständlich war ich nicht derjenige, der das Buch zusammenstellte - ich betreute es nur als Redakteur. Für das Buch und seinen Inhalt war der Mann zuständig, der seit Jahren die sogenannten Zeitabenteuer des Arkoniden Atlan verfasste: Hans Kneifel, wohnhaft in München, seit den frühen 60er-Jahren einer der phantasievollsten Autoren der deutschsprachigen Science Ficton.

Hans Kneifel war durchaus selbstkritisch, was seine früheren Werke angeht. Das merkte ich, als ich in diesem Januar ein langes Telefonat mit ihm führte. »Damals war ich eben noch ein junger Autor, der zu redundanten Formulierungen neigte«, sagte er mit Eigenironie. »Das rächt sich jetzt, wenn ich die alten Manuskripte durchschaue.«

Entsprechend hart redigierte er sein eigenes Manuskript. Immerhin ging es bei der gesamten Arbeit darum, ATLAN-Taschenbücher zusammenzufassen, die bereits vor Jahren und Jahrzehnten erschienen waren.

Hans nahm die Taschenbücher, die dem ATLAN-Hardcover zugrunde lagen, und packte sie Seite für Seite auf einen Kopierer. Dabei wurden die einzelnen Seiten »hochvergrößert«, von der Größe einer Taschenbuchseite also auf die Größe eines gewöhnlichen A4-Formats. Damit konnte der Schriftsteller gut arbeiten - und das tat er: Jede Seite war mit zahlreichen handschriftlichen Anmerkungen versehen.

Der Autor als Lektor ... und das hieß bei Hans Kneifel, dass er an vielen seiner Sätze größere Bearbeitungen vornahm, dass er ganze Passagen strich und mit Tipp-Ex überpinselte, um danach von Hand weitere Anmerkungen in den Text zu schreiben. Darüber hinaus verfasste er Überleitungen, die verschiedene Kapitel anders als zuvor strukturierten, sowie komplett neue Szenen. Des weiteren schuf er eine Rahmenhandlung, die es zuvor bei den ATLAN-Taschenbüchern nur selten gegeben hatte.

Das Gute sei, so Hans Kneifel, dass er bei der Überarbeitung der ATLAN-Taschenbücher jetzt auch ans Aufräumen der vorherigen Notizen gehen konnte. »Derzeit werfe ich jeden Tag einige Zettel weg«, erzählte mir der Münchener Autor in einem Telefonat. »Teilweise sind diese Notizen über zwanzig Jahre alt.«

Der Mann im Hintergrund war damals übrigens Rainer Castor. Wir kannten uns nicht besonders gut und hatten uns zu diesem Zeitpunkt noch keine dreimal gesehen. Rainer hatte zwei PERRY RHODAN-Taschenbücher veröffentlicht, die mir beide sehr gut gefallen hatten; vor allem aber kannte ich ihn als den Mann, der letztlich die ATLAN-Bearbeitung möglich machte. Unermüdlich unterstützte er Hans Kneifel mit Rat und Tat, lieferte Hintergrund-Informationen und beriet ihn in allerlei Fragen.

Das Buch selbst führt den unsterblichen Arkoniden ins Mittelalter. Er wird mit den Wirren der Pestzeit konfrontiert, ergreift im Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich Partei, lernt Leonardo da Vinci, Christopher Columbus und Kopernikus kennen, reist ins westafrikanische Songhai-Reich und beginnt letztlich eine Weltumsegelung.

Während ich mir das Manuskript vornahm, stellte ich fest, wie umfangreich die Arbeit wirklich war. Die Handlung des »neuen« ATLAN-Buches verlief wesentlich straffer als vorher in den einzelnen Taschenbüchern. Mein Job war vergleichsweise harmlos. Ich redigierte das Manuskript noch einmal durch, beseitigte kleinere Fehler, die bei einer solchen immensen Arbeit einfach auftreten müssen, glättete an einigen Stellen stilistische Holpereien und versuchte vor allem, eine einheitliche Sprache einzuarbeiten.

Am Ende ging es um die letzten Kleinigkeiten: Werbetexte mussten geschrieben, ein sogenannter Waschzetteltext verfasst werden. Dazu kamen ein Impressum, die Zeichnungen für den Vor- und Nachsatz und andere Details. Ich kam aber gut voran und konnte das Manuskript fristgerecht abgeben.

Wie schnell und wie termingerecht wir damals arbeiteten, ist heutzutage fast undenkbar. Da alles auf Papier geliefert werden musste und weder Computerdateien noch Internet-Verbindungen zur Verfügung standen, waren die von der Druckerei vorgegebenen Termine geradezu heilig.

Während ich beispielsweise in diesen Januar-Tagen am zehnten Buch arbeitete, lieferte mir Hans Kneifel bereits das elfte Manuskript ab. Rainer Castor nahm sich zu dieser Zeit schon den zwölften Band vor, den Hans soweit vorbereitet hatte, während Hans wiederum an den Band 13 ging - damit waren wir dem Zeitplan nicht nur Wochen, sondern Monate im Voraus.

24 August 2011

Pressegespräche

Kein Tag ohne Interview derzeit: Die fünfzig Jahre PERRY RHODAN beschäftigen nicht nur die Redaktion, sondern auch die Autoren sowie die Journalisten außerhalb unserer Abteilung. Das trifft in mancherlei Hinsicht sogar mich.

Heute war ein Journalist im Haus, der von einer der großen deutschen Medienfachzeitschriften kommt. Das Interview ging über eine Stunde, die Fragen waren kritisch und gut vorbereitet; ich bin sehr darauf gespannt, was dabei herauskommen wird.

23 August 2011

Animagic zu Besuch

Heute habe ich einen besonderen Termin: Ich treffe mich mit Dirk Schulz, unserem Titelbildzeichner. Es geht natürlich um die aktuellen Cover-Motive, unter anderem um PERRY RHODAN NEO, wo Dirk sehr aktiv ist und bisher alle Titelbilder geliefert hat.

Darüber hinaus machen wir uns gemeinsam Gedanken über weitere Aktivitäten. Unter anderem reden wir über Werbung, Anzeigengestaltung und die bevorstehende Frankfurter Buchmesse. Und ein wenig über den WeltCon ...

22 August 2011

Brandneuer Planetenroman von Michael Marcus Thurner

Seit die PERRY RHODAN-Planetenromane in Form von Taschenheften neu gestartet wurden, kamen in dieser Reihe bislang nur Nachdrucke klassischer Taschenbücher heraus. Das ändert sich am 23. September 2011: Dann erscheint mit »Der Killer von Terra« ein neuer Planetenroman, verfasst von Michael Marcus Thurner.

Der Autor schrieb den Roman ursprünglich für die Fan-Edition, wo er als sein erstes längeres Werk und unter anderem Titel veröffentlicht wurde. Er hat ihn jetzt grundlegend bearbeitet und auf Taschenheft-Länge ausgebaut. Dabei entstand ein spannender Weltraum-Thriller mit packenden Szenen, der tief in die Zeit vor dem Thoregon-Zyklus eintaucht. Er spielt Ende des 13. Jahrhunderts Neuer Galaktischer Zeitrechnung.

Zu dieser Zeit haben in der Milchstraße die nationalistischen Strömungen zugenommen; auch die Menschheit ist davon nicht ausgenommen. Perry Rhodan und die Zellaktivatorträger haben sich bereits enttäuscht zurückgezogen und auf dem Planeten Camelot eine neue Zivilisation aufgebaut.

Der Terranische Liga-Dienst wird in dieser Zeit erst aufgebaut und steht unter der Leitung der zielstrebigen, knallharte Ziele verfolgenden Gia de Moleon. Stendal Navajo ist ein junger Liga-Agent, der manchmal sogar Kritik wagt. Er erkämpft sich gewissermaßen selbst den Auftrag, auf der unbedeutenden Kolonialwelt Tryop einen Mord aufzuklären ...

»Der Killer von Terra« erscheint am Freitag, 23. September 2011. Das Taschenheft umfasst 160 Seiten und kostet 3,90 Euro (in Österreich sind es 4,50 Euro, in der Schweiz 7,60 Franken).

WeltCon-Programm-Tag

Heute gibt's einen Schwerpunkt bei der Arbeit, und dieser heißt »WeltCon«: Ich muss dringend mit dem Programm fertig werden, damit wir das alsbald in Druck geben können. Das sieht jetzt nach viel Kleinkram aus ...

Aber derzeit habe ich ja eher das Problem, zu viel Programm zu haben. Ob ich neben dem Mozart- und dem Musensaal, der Multimedia-Lounge und den Foyers noch einen weiteren Raum benötige? Hoffentlich nicht.

21 August 2011

PERRY RHODAN NEO

Ein Logbuch der Redaktion

In rasantem Tempo wird in diesen Tagen an der neuen Serie im PERRY RHODAN-Kosmos gearbeitet. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, möchte ich an dieser Stelle ein wenig über die laufenden Aktionen erzählen ...

Die Autoren sind an der Arbeit, an fünf Romanen wird derzeit praktisch gleichzeitig geschrieben. Viele Mails werden gewechselt, viele Ideen ausgetauscht. Diskutiert wird über die Namen von Nebenfiguren, aber auch über das Verhalten der Hauptpersonen oder sogar einzelne Unterhaltungen: Wer kann eigentlich was zu welcher Figur sagen?

Dabei sind die ersten Romane schon in einem sehr fortgeschrittenen Stadium. Dass Frank Borsch nicht nur die Exposés verfasste, sondern auch den ersten Band der neuen Serie, ist bereits bekannt gegeben worden; sein »Sternenstaub« geht dieser Tage in die Setzerei und wird pünktlich in die Druckerei und dann in den Handel kommen.

Der zweite Roman, der von Christian Montillon stammt, ist bereits im Lektorat. Den dritten und vierten Roman habe ich schon gelesen, der sechste liegt in einer Vorabversion auf meinem Schreibtisch. Es geht voran - ein sehr gutes Zeichen!

Eine Leseprobe zum ersten NEO-Roman wird übrigens im PERRY RHODAN-Roman 2612 erscheinen, exakt fünfzig Jahre nach dem Erscheinen des allerersten PERRY RHODAN-Romans: Ich bin sicher, dass sich viele Leser der laufenden Erstauflage die Chance nicht entgehen lassen werden, Frank Borschs Ansicht einer Rhodanischen Mondlandung in einer neuen Fassung zu lesen. Darüber hinaus ist eine eigenständige Leseprobe in Vorbereitung, die wir als kleines Heft über Comic-Buchhandlungen und ausgewählte Zeitschriftenhändler verteilen werden.

Parallel zu den Romanen entstehen die Titelbilder, für die Dirk Schulz verantwortlich zeichnet. Es gilt, die richtige Mischung aus Action und Stimmung zu erreichen - und dabei sollen die Cover das vorhandene Format möglichst schön ausfüllen. Keine einfache Aufgabe, die teilweise viele Diskussionen nach sich zieht - aber mit dem bisherigen Ergebnis bin ich sehr zufrieden.

Und damit die neuen Romane gut in den Handel kommen, arbeiten verschiedene Kolleginnen und Kollegen bereits an der Werbung für PERRY RHODAN NEO. Klaus Bollhöfener lässt Anzeigen gestalten, die in den Romanheften der Erstauflage erscheinen sollen, aber ebenso in verschiedenen Zeitschriften wie »welt der wunder« oder der »TV Movie«. Ebenso sind Plakate in Vorbereitung, die an ausgewählten Flächen auf die neue Serie hinweisen sollen.

Erste Skripts für einen Fernsehspots habe ich bereits gesehen - da sind wir noch in einem sehr frühen Stadium, aber da haben wir ein wenig Zeit. Sobald es hier etwas »fertiges« gibt, werden wir es selbstverständlich über unsere Kanäle verbreiten, sprich, auf unserer Homepage bereit stellen.

Aber ich bin Redakteur, und mir ist erst einmal wichtig, dass der Inhalt der neuen Serie so gut wie möglich ist. Bisher bin ich sehr optimistisch, dass die gewählte Mischung bei den Lesern ankommen wird!

20 August 2011

Ellmer am Start

Zwischen aller WeltCon-Arbeit und allen Vorarbeiten für PERRY RHODAN NEO darf ja die laufende Erstauflage nicht zu kurz kommen. Das merke ich am heutigen Samstag: Ich lese ein Manuskript von Arndt Ellmer, zumindest die erste Hälfte - die zweite Hälfte liefert der Autor zum Wochenanfang. Damit ich mich übers Wochenende nicht langweile, hat er mich aber mal versorgt.

Im Neuroversum-Zyklus stehen schließlich große Entwicklungen vor der Tür: Sowohl in der Galaxis Chanda als auch in jenem merkwürdigen Raum, in den es die Erde verschlagen hat, geschieht einiges. Ganz zu schweigen von Alaska Saedelaere und seinen mehr als seltsamen Abenteuern ...

19 August 2011

Thurners Taschenheft

Der Planetenroman von Michael Marcus Thurner, der mit der Nummer 14 und im September erscheinen wird, ist ja der erste »neue« Roman, der in dieser Reihe erscheinen wird. Darauf habe ich ja schon einmal hingewiesen.

Damit dieses Ereignis entsprechend gewürdigt wird, muss ich das natürlich entsprechend vorbereiten. Unter anderem muss eine Leseprobe gestaltet werden, die im PERRY RHODAN-Roman 2616 erscheinen soll - ausnahmsweise nach Erscheinen des eigentlichen Romans, aber im September sind unsere Romane alle mit WeltCon-Informationen und anderen Themen »vollgestopft«.

18 August 2011

Leseproben und Umschläge

Die Detailarbeiten an PERRY RHODAN NEO sind Tätigkeiten, die am wenigsten auffallen; sie müssen aber sein. Nachdem ich gestern mit Sabine Kropp das Impressum sowie die generelle Optik der Innenseiten festgelegt habe, sitze ich heute unter anderem am Umschlag: Es muss letztlich ja auch ein Rückseitentext geliefert werden.

Darüber hinaus werden wir eine separate Leseprobe produzieren und in Umlauf bringen. Für diese muss jemand die Inhalte liefern – und genau das ist jetzt mein Job. Rechtzeitig vor Erscheinen des ersten Romans soll schließlich ein schönes Heft im A6-Format potenzielle Leser und Käufer informieren.

17 August 2011

Neue Heimat für den Arkoniden



An die Zusammenarbeit mit dem Verlag Fantasy Productions hatte ich mich schon fast gewöhnt - Werner Fuchs und seine Mitstreiter hatten in den letzten Jahren erfolgreich die ATLAN-Taschenbücher veröffentlicht; zuletzt kamen die ATLAN-Hardcover hinzu. Jetzt hat die Ulisses Medien & Spiel Distribution GmbH die Lizenz übernommen.

Verantwortlich für alles drum und dran ist nach wie vor unsere Redaktion, sprich Sabine Kropp als verantwortliche Redakteurin. Das nächste ATLAN-Buch kommt im Herbst 2011, die nächsten ATLAN-Taschenbücher im nächsten Frühjahr. Optimistisch-arkonidisch schaue ich da in die Zukunft.

Das Bild zeigt übrigens (von links): Sabine Kropp (Pabel-Moewig), Mario Truant und Markus Plötz (beide Ulisses), Klaus N. Frick (Pabel-Moewig)

16 August 2011

Kantors Opfertod

Mit den PERRY RHODAN-Hörspielen bin ich ja komplett im Hintertreffen - aber ich habe gestern und heute im Auto die Folge 33 der »Sternenozean«-Reihe gehört. Das Hörspiel trägt den Titel »Triptychon«, und der erfahrene Leser und Hörer weiß dann schon, worum es geht: um das Ende von Myles Kantor in der Sonne.

Wie immer sind die Geräusche und die Musik packend gemacht, das fand ich stark. Am Anfang brauchte ich aber eine Weile, bis ich ins Thema reinkam; da hätte ich bei der Textbearbeitung wohl ein wenig mehr an Datenwust streichen sollen ... Hinterher ist man immer schlauer.

15 August 2011

Zeitagent zu Besuch

Dieser Tage kamen die neuen Belegexemplare von Eins A Medien auf meinen Tisch. Mit dabei: »Der Zeitagent«, die aktuelle Folge der PERRY RHODAN-Silber-Edition, wieder einmal gelesen von Josef Tratnik.

Da werden Erinnerungen wach: die Meister der Insel, die Zeitagenten, die Lemuria-Geschichte, die erzwungene Expedition in die Vergangenheit. Das habe ich vor drei Jahrzehnten mit großer Begeisterung gelesen, jetzt freue ich mich auf das Hörbuch.

879 im April

Um mal ein wenig zu jammern und einen Jammer-Status zu verkünden: Im April 2011 habe ich sage und schreibe 879 E-Mails verschickt. Finde ich gut.

Warum ich das so genau weiß? Weil ich heute endlich mal ein wenig meine Mail-Eingänge und dergleichen »geputzt« habe. Sollte man ja bekanntlich öfter tun ...

14 August 2011

NEO-Lektüre

Jetzt sind die Autoren aber alle sehr fleißig - und alle liefern ihre Manuskripte: Das finde ich gut, denn dann kommen wir voran, aber gleichzeitig bedeutet das ein gewisses »Mehr« an Lektüre.

Heute bin ich an PERRY RHODAN NEO. Insgesamt drei Manuskripte liegen daheim auf meinem Lesestapel, und ich will zumindest zwei von den dreien durcharbeiten. Noch bin ich optimitisch, denn die Lektüre macht mir so richtig Spaß!

13 August 2011

Taschenheft-Lektüre

Wie schon gelegentlich vermeldet, wird der PERRY RHODAN-Planetenroman mit der Bandnummer 14 kein Nachdruck eines Taschenbuches aus den 80er- oder 90er-Jahren sein, sondern ein neuer Roman. Michael Marcus Thurner zeichnet für das Werk verantwortlich, das in den 90er-Jahren als Fan-Roman erschien und von ihm jetzt komplett überarbeitet wurde.

Meine Samstag-Lektüre ist exakt dieser Roman – und bisher bin ich sehr davon angetan. Er spielt in der Zeit, in der sich Perry Rhodan mit der Camelot-Bewegung quasi von der Erde losgesagt hat, zu Beginn des Thoregon-Großzyklus also. Tolles Thema, spannender SF-Krimi!

12 August 2011

PERRY RHODAN-Film hat Premiere



Ich glaube nicht, dass ich zu diesem Bildmotiv viel mehr sagen muss als: Der Dokumentarfilm über die größte Science-Fiction-Saga der Welt kommt am 1. September in die deutschen Kinos: »PERRY RHODAN - Unser Mann im All«.

Die Premiere findet statt am: Mittwoch, 31. August 20 Uhr. Sie ist im Filmforum des Museum Ludwig in Köln, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln.

Regisseur André Schäfer, die Autoren Hartmut Kasper und Claudia Kraszkiewicz sowie viele andere aus dem Team werden anwesend sein.

Computerspiel-Meeting

Heute hatten wir ein internes Treffen; intern insofern, dass immerhin ein »externer« Besucher dabei war. Das Thema war strategisch und reicht ins Jahr 2012 hinüber - es ging nämlich um die Möglichkeiten, ein neues PERRY RHODAN-Computerspiel zu publizieren.

Versprechen kann ich noch nichts, will ich auch nicht; schließlich kann noch niemand sagen, was in den nächsten Monaten geschehen wird. Aber ich bin nach dem ersten Gespräch schon einmal guter Dinge und schaue vertrauensvoll in die Zukunft ...

11 August 2011

Die Nachricht ist raus

Seit 2004 doktere ich eigentlich bereits an einem Thema herum, das demnächst unter dem Titel PERRY RHODAN NEO an die Öffentlichkeit gehen wird. Schuld daran ist übrigens der Ex-Freiburger und Berliner Hannes Riffel, der als Redakteur, Lektor, Verleger, Buchhändler und Übersetzer im Science-Fiction-Bereich tätig ist und diese Idee schon vor vielen Jahren an mein Ohr herantrug.

»Wie wäre es denn, wenn man PERRY RHODAN noch mal neu starten würde?« Die Idee ist super, er hatte eine andere Absicht, und meine Überlegungen haben sich im Lauf der Jahre gelegentlich auch geändert. Aber das ist dann mal ein Thema für die Rubrik »Der Redakteur erinnert sich«. Oder dann auch »Der Ex-Redakteur erinnert sich« ...

10 August 2011

1123 ist die Zahl

Es ist modern geworden, über die Zahl der E-Mails zu jammern, die man erhält. Diesem modischen Trend schließe ich mich gerne an ... Ich war nämlich eine Woche im Urlaub. Aufgrund der zwei Wochenenden waren's im Prinzip zehn Tage. Und in dieser Zeit bin ich ausnahmsweise nicht an den Computer gegangen.

Seit heute morgen bin ich wieder im Büro. Sage und schreibe 1123 Mails waren in der Eingangsbox. Ziehen wir den ganzen Facebook-Benachrichtigungskram ab, um den man sich aber auch kümmern muss (32 neue »Freunde«), ziehen wir die Rundmails und Newsletter ab ... bleibt trotzdem genug übrig.

Ich höre jetzt auf mit dem Jammern und kremple die Ärmel hoch. Sofern das bei meinem T-Shirt überhaupt geht ...

31 Juli 2011

Agenten in fremder Umgebung

Heute beendete ich die Lektüre des zweiten Teil eines PERRY RHODAN-Doppelbandes, den Michael Marcus Thurner verfasst hat. Unter anderem geht es um einen Agenten besonderer Art, der auf einen »unserer« Helden trifft und mit diesem sowohl in eine Konfrontation als auch in eine Kooperation eintritt.

Klingt kompliziert, ist aber sehr unterhaltsam zu lesen. Die Freunde kosmischer Verwicklungen dürften auf ihre Kosten kommen und können danach mit Spekulationen beginnen ...

30 Juli 2011

Manuskripte des Geheimprojektes

Ob ich das heute alles schaffe? Es liegen zwei Manuskripte vor, die zu dem Geheimprojekt gehören, das ab dem 30. September 2011 starten wird - und ich will die heute und morgen noch lesen, idealerweise alles sogar noch heute.

Das ist ein strammes Programm, und ich bin gespannt, was ich schaffe. Aber da ich das alles selbst spannend finde, macht es mich schon sehr neugierig ...

29 Juli 2011

Conbuch-Endspurt

Man glaubt es kaum, wieviel Detail-Arbeit in so einem Conbuch steckt: Heute stecke ich in der Endphase. Es geht vor allem darum, die noch fehlenden Bildunterschriften zu ergänzen und vor allem die letzten Texte hinzuzufügen.

Und dann passiert's: Mir fällt heute (!!!) auf, dass ein Text komplett fehlt. Ein Text, der unbedingt nötig ist. Ein Text, für dessen Fehlen wir zu Recht richtig viel Prügel bekommen hätten. Himmel hilf!, jetzt ist halt Schnellschreiben angesagt ...

28 Juli 2011

Den Anfang des Laren-Zyklus gehört

Ein Logbuch der Redaktion

In den letzten Tagen und Wochen - so lange benötigte ich leider dafür! - begleitete mich ein Hörbuch bei den Autofahrten zur Arbeit und zurück: Es war die Silber Edition 74, die den Titel »Konzil der Sieben« trägt. Die als Vorlage dienenden Heftromane hatte ich in den späten 70er Jahren gelesen, die Buchausgabe in den Nullerjahren als Redakteur mitbetreut, und ich war natürlich sehr gespannt darauf, wie die Audio-Version dieses PERRY RHODAN-Klassikers sein würde.

Um es kurz zu machen: Es gefiel mir außerordentlich gut. Bisher war ich Fan der klassischen PERRY RHODAN-Hörbücher, die von Josef Tratnik gelesen werden. In der Edition, die mit der Silber Edition 74 eingeleitet worden ist, liest Tom Jacobs - und der Schauspieler, Sprecher und Sänger bringt die klassischen Stories in gelungener Weise an den heutigen Hörer. Seine Stimme ist klar und deutlich, er macht durch seine unterschiedliche Betonung die Haupt- und Nebenfiguren des Hörbuches kenntlich und sorgt so für akustische Akzente.

Dabei hat er einen hervorragenden »Stoff« vor sich, der einem wandelbaren Sprecher viele Freiheiten gibt: Die Geschichte, die in diesem Silberband - oder eben dieser Silber Edition - erzählt wird, gehört zu den besten und packendsten, die es im Perryversum gibt.

Sie spielt im Jahr 3459 christlicher Zeitrechnung, also einige Jahrhunderte vor Beginn der Neuen Galaktischen Zeitrechnung, und sie markiert eine der grundsätzlichen »Trennlinien« des Perryversums. Nach den Ereignissen, die im »Konzil der Sieben« geschildert werden, war das Perryversum nicht mehr dasselbe: nicht für die Hauptpersonen der betreffenden Romane, nicht für die Leser.

Die Laren und ihr Verkünder Hotrenor-Taak kommen mit ihrem Raumschiff zur Erde und unterbreiten Perry Rhodan ein verführerisches Angebot: Der Terraner soll Erster Hetran der Milchstraße werden, ein Statthalter des sogenannten Konzils der Sieben. Dieses Konzil, über das man im Verlauf der ersten Romane - und damit des vorliegenden Hörbuches - nicht viel erfährt, herrscht über mehrere Sterneninseln, und die Milchstraße soll in dieses gigantische Imperium eingegliedert werden.

Rhodan und seine Gefährten haben selbstverständlich nicht vor, die neuen Diktatoren über die Galaxis zu werden. Sie beginnen ein riskantes Doppelspiel, das sie nicht nur in der Milchstraße betreiben, sondern auch auf dem mysteriösen Botschaftsplaneten des Konzils. Dabei ist allen Beteiligten klar, dass die Terraner keine Chance gegen die märchenhaft überlegene Technik der Laren und ihrer Verbündeten haben.

Mit »Konzil der Sieben« erhalten die Terraner erstmals Einblick in intergalaktische Verwicklungen von großen Dimensionen, sie betreten gegen ihren Willen die kosmische Bühne. Die Ereignisse, die in diesem Hörbuch geschildert werden, sind gewissermaßen der Anfang für eine Entwicklung, an deren Ende dann Perry Rhodan weitere Informationen über das Universum erhält: Superintelligenzen, Materiequellen und -senken, Kosmokraten, intergalaktische Machtbündnisse und Jahrmillionen zurückdauernde Verhängnisse.

Der sogenannte Laren-Zyklus, der mit »Konzil der Sieben« beginnt, wurde von William Voltz konzipiert. Zwar wirkte Karl-Herbert Scheer immer noch bei der Exposéarbeit mit, die Federführung ging aber an seinen Nachfolger über. der »neue Geist« der Handlung lässt sich buchstäblich spüren: Auch wenn die Handlung ebenfalls actionlastig ist und es nicht an Dramatik fehlen lässt, so entwickeln sich die Geschehnisse doch weniger militärisch.

Der Sprecher schafft es, dies alles so zu vermitteln, dass man als Hörer dem Geschehen mit viel Spannung folgt. Obwohl ich die Geschichten alle kenne, fand ich sie beim wiederholten Mal wieder spannend - Tom Jacobs ist für diese neue Epoche der PERRY RHODAN-Historie hervorragend geeignet. Ich freue mich schon auf die nächste Silber Edition mit ihm!

27 Juli 2011

Projekt X als Lektüre

Die Autoren sind fleißig: Zwei neue Manuskripte fürs Geheimprojekt X liegen auf meinem Tisch, eines davon komplett fertig, das andere immerhin schon in großen Stücken. Das wird eine sicher interessante Lektüre.

Ich mag vor allem die geschilderten Akteure; einige davon kannte ich ja bereits, andere werden und wurden neu in die Handlung eingeführt. Schön ist zudem, wie sich die Autoren der unterschiedlichen Themengebiete annehmen - wird sicher auch den Lesern bald gefallen.

26 Juli 2011

Folgen der Expo-Besprechung

Letzte Woche trafen sich Uwe Anton und ich zu einer Exposé-Besprechung, die ich als sehr fruchbar empfand. Und wie es so ist: Ich bekam es bis heute nicht auf die Reihe, dazu die Dinge zusammenzufassen, die ich mir notiert habe.

Immerhin hält der Kollege seine Versprechungen ein: Heute kam ein Arbeitspapier mit Ideen und Vorschlägen bei mir an. Das werde ich in den nächsten Tagen genauer lesen und auch kommentieren; ich bin schon sehr gespannt. Das Neuroversum muss ja im wahrsten Sinne des Wortes mit Leben gefüllt werden ...

25 Juli 2011

In der blauen Phase

Heute kamen drei aktuelle Titelbilder von Dirk Schulz zur Vorab-Ansicht. Erstaunlicherweise sind drei von den vieren erstaunlich »blaulastig«, wie es der Künstler nennt. Theoretisch könnte man das noch ändern.

Muss man aber nicht - da sind sich alle in der Redaktion einig. Die Covers sind sehr gelungen, sowohl das Cover, das einen Alien zeigt, als auch die Titelbilder, die eher technische Themen ins Zentrum rücken.

24 Juli 2011

ATLAN-Konzept als Lektüre

Die ATLAN-Buchreihe in Form der sogenannten Blaubände schreitet unaufhörlich voran. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich eines der schicken Hardcover in den Händen halt – damit werden die klassischen Romane noch einmal gewürdigt.

Rainer Castor, der die Buchreihe betreut, verfasste ein Konzept, in dem er darlegt, wie die Reihe weiterlaufen soll. Wie lassen sich beispielsweise die Geschichten um Lebo Axton sinnvoll integrieren? Und das wiederum ist ein Teil meiner Sonntagslektüre ...

23 Juli 2011

Termindruckroman

Jede Woche erscheint ein PERRY RHODAN-Roman. Seit dem September 1961 wurde diese eiserne Regel nicht durchbrochen. Gelegentlich war's knapp, weil der eine oder andere Kollege nicht pünktlich lieferte - dann musste halt mal ein anderer Autor oder eben der Redakteur das Manuskript übers Wochenende fertig schreiben.

Dieses Wochenende ist wieder so ein Fingernagelkau-Wochenende. Am Dienstag muss das Manuskript in die Setzerei, und es liegt noch nicht vollständig vor; immerhin habe ich zwei Drittel, von denen ich den größten Teil schon gelesen und für gut befunden habe. Es wird schon klappen, das ist sicher ...

22 Juli 2011

Presserummel

In diesen Tagen komme ich gar nicht mehr zur Ruhe. Ein Grund dafür ist der Presserummel; derzeit steigen viele Zeitungen, Radiostationen und Fernsehsender auf das Thema PERRY RHODAN ein. Finde ich ja gut.

So schreibt heute die Deutsche Welle auf ihrer Seite: »Eigentlich sollte es in den 60er Jahren nur ein paar Dutzend Ausgaben der Science-Fiction-Serie Perry Rhodan geben, aber der Erfolg hatte andere Pläne mit dem Weltraum-Helden« ...

Vom Südwestrundfunk, dem Spiegel-Online, dem Bayerischen Rundfunk und anderen Medien ganz zu schweigen. Ich führe morgen sogar am Samstag nachmittag ein Pressegespräch.

21 Juli 2011

Der neue PERRY RHODAN-Comic startet

Aus der Reihe »Der Redakteur erinnert sich«

Nach ziemlich genau zwei Jahren, in denen wir allerlei Rückschläge erlitten, war es kurz vor dem 5. September 2002 endlich soweit: Der erste PERRY RHODAN-Comic der neueren Zeit sollte erscheinen! Wir hatten die Verlags- und die Geschäftsleitung von unserem Konzept überzeugt, und das, obwohl wir zwischendurch selbst nicht mehr daran geglaubt hatten.

Sogar unsere Verlagsleiterin im Zeitschriftenbereich ließ sich öffentlich zu begeistert klingenden Aussagen hinreißen: »PERRY RHODAN, der Comic, ist natürlich eine Verbeugung vor unserer Stammleserschaft, die immer wieder eine Visualisierung ihres Helden eingefordert hat. Uns geht es insbesondere darum, die junge Lesergruppe anzusprechen. Teenager werden mit PERRY RHODAN, dem Comic, einen schnellen, spannenden Einstieg in das ›Perryversum‹ finden.«

Das war tatsächlich unser Hauptaugenmerk: Wir wollten vom aktuellen Boom der amerikanischen Comic-Hefte profitieren, die zu dieser Zeit auf den Markt kamen. Relativ neue Verlage wie Infinity mit seinen Reihen »Spawn« und »Darkness« oder auch viele neue Übersetzungen amerikanischer Comic-Titel aus den DC- und Marvel-Universen brachten junge Leute zur Comic-Lektüre.

Mein Ziel, einen PERRY RHODAN-Comic zu publizieren, der die Massen ansprach und nicht nur einen hochspezialisierten Fan-Kreis, schien endlich zum Greifen nahe zu sein. Allerdings wussten diejenigen, die sich intensiv mit der Arbeit beschäftigt hatten, dass die Sachlage nicht so einfach war.

Verantwortlicher Redakteur war Frank Borsch, und er hatte in Monaten intensiver Arbeit ein möglichst gutes Produkt in den Handel bringen wollen. Ahnung hatte er in hohem Maße: Zu dieser Zeit übersetzte er selbst Comics und war unter anderem für die deutschsprachige Ausgabe des Erfolgstitels »Daredevil« verantwortlich.

»Es ist uns gelungen, die besten Könner ihres Fachs zu verpflichten«, so berichtete er in einem Interview. »Die Story stammt von Uwe Anton, einem der ganz Großen der deutschen Science-Fiction-Szene und darüber hinaus einer der beliebtesten PERRY RHODAN-Autoren; das Lettering übernimmt Dirk Schulz, der sich mit seiner Comic-Serie ›Indigo‹ einen Namen machte.«

Bewusst hatten wir auf einen amerikanischen Künstler gesetzt. um international durchstarten zu können. »Wir konnten den Kalifornier Karl Altstaetter als Zeichner für uns gewinnen«, äußerte sich Frank Borsch im eben erwähnten Interview.

Altstaetter, Gründer und Leiter des amerikanischen Studios Hyperwerks, galt zu der Zeit tatsächlich als der kommende Comic-Künstler in den Vereinigten Staaten. Mit »Deity«, einer aufregenden Mischung aus »Mythos, Hip-Hop und Anime« (so nannte es Karl Altstaetter) konnte er einen der Überraschungserfolge zu Beginn der Nuller-Jahre landen. Im persönlichen Gespräch hatten wir zudem gleich eine gemeinsame Basis gefunden, und ich fand den Mann sehr sympathisch.

Auch unsere Verlagsleiterin stimmte dem zu; zumindest ließ sie sich von mir in einem Pressetext die folgenden Aussagen in den Mund legen: »Meines Wissens ist das die erste deutsch-amerikanische Zusammenarbeit auf dem Comic-Sektor überhaupt. Und wir glauben, mit Uwe Anton und Karl Altstaetter ein kreatives Dream Team gefunden zu haben. Der Autor sorgt mit seiner Story dafür, dass der Comic ein echter PERRY RHODAN ist, während der Zeichner mit seiner Perspektive von ›außen‹ einen frischen, state-of-the-art-Look beisteuert.«

Auch Altstaetter selbst äußerte sich mehrfach positiv zum laufenden Projekt: »PERRY RHODAN hat mich auf den ersten Blick fasziniert!«, erinnerte er sich in einem Interview an die Frankfurter Buchmesse, auf der wir über das Projekt sprachen. »Ich spreche kein Deutsch, aber die Bilder, die Klaus mir vorlegte - ich habe später erfahren, dass sie von Johnny Bruck stammen - zogen mich sofort in ihren Bann. Ich spürte sofort, dass ist ein große Sache. Und da wollte ich unbedingt dabei sein!«

In den Tagen vor dem offiziellen Erscheinungstermin rotierte noch die Maschinerie in Sachen Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Wir schalteten Anzeigen in den unterschiedlichsten Comic-Heften, und wir gingen mit einer mutigen Druckauflage von 75.000 Exemplaren an die Verkaufsstellen. Es sollte klappen, es musste klappen, und ich war unterm Strich sehr optimistisch.

Dabei war mir selbst klar, dass die Qualität des Comics sehr durchwachsen war. Frank Borsch hatte mehrfach gefordert, den Erscheinungstermin zu verschieben. »Wir müssen bessere Seiten haben«, hatte er argumentiert. Aber zu diesem Zeitpunkt mussten wir den Termin halten, der mit dem Vertrieb vereinbart worden war - und ich bezweifelte, dass Karl Altstaetter seine Idealform finden würde. Es hatte sich als schwierig erwiesen, ihn auf die PERRY RHODAN-Linie einzuschwören, und wir hatten viel Zeit damit verloren, nicht optimale Bilder neu zeichnen und noch einmal neu zeichnen zu lassen.

Lange Diskussionen waren zu Beginn des Septembers 2002 aber unnötig: Wir hatten einen Termin, und wir mussten in den Handel. Alle zwei Monate sollte ein Heft erscheinen, sicherheitshalber hatten wir nur vier angekündigt. Für die 36 Seiten wollten wir einen Preis von drei Euro; das war teurer als andere Hefte, aber dafür boten wir exklusives Material und keine Übersetzung von bereits veröffentlichten Seiten.

Ich war gespannt auf die Resonanz, und ich drückte uns allen die Daumen. Und wie ein »echter« PERRY RHODAN-Fan war ich selbst sehr gespannt auf das zu erwartende Ergebnis ...

20 Juli 2011

Expo-Besprechung im Nasskalten

Eigentlich war es ein guter Plan: Uwe Anton fährt mit der Bahn nach Karlsruhe, wir setzen uns bei schönstem Sommerwetter in einen Biergarten und besprechen dort die nächsten PERRY RHODAN-Exposés. Wie es aussieht, macht das Wetter zumindest durch Teile des Planes einen dicken Strich.

Die Exposé-Besprechung machen wir trotzdem. Wir schauen uns an, wie die bisherigen Romane »funktionierten«, und erarbeiten dann gemeinsam die weiteren Exposés. Gelegentlich sollten wir ja schließlich auch daran denken, dass es außer dem WeltCon noch andere Themen bei PERRY RHODAN gibt ...

19 Juli 2011

Vom Sternenbastard bekehrt worden

So was finde ich ja stark: Da hat jemand die totalen Vorurteile gegenüber der PERRY RHODAN-Serie und hört sich ein Hörspiel der »Sternenozean«-Reihe an. Und das findet er toll.

Seine Meinung vorher zu PERRY RHODAN: »ich habe sie gemieden, wie der Teufel das Weihwasser. Groschenheftchen für Compternerds und SF Freaks«. Und jetzt: »Die Serie ist toll und ich werde nun brav alle Teile hören und mit euch über Perry Rhodan und seine Welt disputieren. Aber erwartet bitte nicht, dass ich auch noch die Bücher und Hefte lese.«

18 Juli 2011

Cyberpunk-Perry in dieser Woche

Mit »Terra in Trance« kommt diese Woche bereits das dreizehnte PERRY RHODAN-Taschenheft in den Handel; am Freitag, 22. Juli, liegt es offiziell im Laden, um es genauer zusagen. Der Roman wurde von Robert Feldhoff verfasst, und ich fand ihn schon damals stark.

Es geht um die sogenannte Simusense und dergleichen; es handelt sich also um ein Thema, das im weitesten Sinne etwas mit Cyberpunk zu tun hat. 1993 kam der Roman erstmals raus, und ich habe seit heute die neue Version auf meinem Schreibtisch ...

17 Juli 2011

Noch ein wenig Konzeptarbeit

Der PERRY RHODAN-WeltCon wird Freitag abend, 30. September 2011, um 18 Uhr eröffnet. Neben einigen Programmpunkten, die wir teilweise schon bekannt gegeben haben, wird es auch eine längere Programmstrecke geben, die – so glaube ich – auch Leute interessieren wird, die mit PERRY RHODAN sonst nicht so viel anfangen können.

Das muss ich aber noch ein wenig konkretisieren. Aus diesem Grund tippe ich heute an einem Konzept, das für diesen Abend gedacht ist. Wer es umsetzen wird, weiß ich schon; aber ein bisschen Hirnschmalz im voraus muss ich mir schon geben.

16 Juli 2011

Endspurt ist angesagt

Soll das Buch zum PERRY RHODAN-WeltCon 2011 auch wirklich pünktlich erscheinen (also zum Con, ähm), müssen wir demnächst alle Texte und Bilder abgeliefert haben. Das heißt konkret: Für mich ist der Endspurt beim Erstellen der Texte angesagt.

Letzte Details müssen mit den freien Mitarbeitern besprochen werden, letzte Hand muss ich an eigene Texte legen. Bisher bin ich aber der Ansicht, dass wir ein schönes Conbuch haben werden – genauer gesagt, werden es ja zwei Conbücher, aber dazu bei Gelegenheit mehr ...

15 Juli 2011

Halbjahrestagung vor dem WeltCon

Ein Logbuch der Redaktion

Das Jahr 2011 hat es in sich: PERRY RHODAN feiert seinen fünfzigsten Geburtstag, es gibt einen WeltCon vom 30. September bis 2. Oktober, und mit Band 2600 erschien bereits ein Jubiläumsband, der einen neuen Handlungsabschnitt der Serie eröffnete. Dazu kommen die zahlreichen zusätzlichen Entwicklungen bei den E-Books, die bis Ende 2011 die Wahrnehmung der PERRY RHODAN-Serie in der Öffentlichkeit verändern werden.

Ich gestehe: Da gerate ich manchmal ganz schön ins Schwimmen. Meinen Kolleginnen und Kollegen in der Redaktion geht es gelegentlich ebenfalls so.

Aus diesem Grund trafen wir uns zu einer Team-Halbjahrestagung, die am Mittwoch, 6. Juli 2011, stattfand. Bewusst ließen wir für einen Tag die Büroräume hinter uns und gingen in das Hotel nebenan. Dort mieteten wir uns einen Tagungsraum, setzten uns an einen Tisch und gingen die zahlreichen Themen nacheinander an.

Der PERRY RHODAN-WeltCon war zwar ausdrücklich nicht als Schwerpunkt genannt worden, spielte aber immer wieder eine Rolle. Schließlich hängen die meisten Themen zusammen: Man kann nicht über die aktuelle Erstauflage sprechen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie man die jeweiligen Romane auf dem Science-Fiction-Ereignis des Jahres präsentiert.

Wir diskutierten über interne Personalien und Arbeitsbereiche; dabei wurden teilweise Arbeitsgebiete neu festgelegt. Und wir definierten, welche Art von Extra in welchem PERRY RHODAN-Roman der nächsten Wochen veröffentlicht wird: Leseproben und Sonderbeilagen, spezielle Anzeigen und Ankündigungen, Hinweise auf den WeltCon und auf den Gastroman - und so weiter. Mein Notizzettel füllte sich von Viertelstunde zu Viertelstunde mehr ...

Einen wesentlichen Teil nahm unser Geheimprojekt ein, das zum WeltCon starten soll. Zumindest ist es so geplant, und bisher spricht nichts dagegen, dass wir das genau so umsetzen. Wann gehen welche Informationen an die Öffentlichkeit, wann starten wir mit der Werbung, und wie präsentieren wir das ganze Thema auf dem WeltCon?

Fast zu einem Nebenthema wurde in diesem Zusammenhang das Buchgeschäft. Dabei steht im nächsten Jahr ein Jubiläum der besonderen Art an: »Der Terraner«, der legendäre PERRY RHODAN-Heftroman 1000, wird in einem PERRY RHODAN-Buch verarbeitet. Das muss selbstverständlich entsprechend vorbereitet und »zelebriert« werden; die Detailarbeit hierzu schoben wir aber - wie so einiges - auf die Zeit nach dem WeltCon.

Unsere Lizenzpartner, mögliche neue Computerspiele, die E-Books und die Frankfurter Buchmesse: Systematisch arbeiteten wir uns durch die unterschiedlichsten Themengebiete und hakten so viele Punkte wie möglich ab.

Ich fand die Tagung sehr wichtig und auch sehr belebend, wenngleich sie lange ging: Wir saßen von neun Uhr morgens bis 18 Uhr zusammen, unterbrochen nur durch kleine Pausen, in denen wir zumeist doch über die Arbeit sprachen.

Aber in der gelösten Atmosphäre außerhalb der Büros und weg von den Telefonen und Computern lassen sich die vielen offenen Fragen einfach besser ansprechen - mit neuem Elan geht es jetzt ins zweite Halbjahr 2011.

14 Juli 2011

Ein Abend in der Kneipe und ein Monolith

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Es war der Dienstag, 12. Februar 2008. Mit meiner Lebensgefährtin ging ich zu sehr vorgerückter Stunde in unser Stammlokal in Karlsruhe. Eigentlich wollten wir nur mit Freunden reden, weshalb wir uns an die Theke setzten. Allerdings musste meine Lebensgefährtin nach einiger Zeit mit einer guten Freundin über ein kompliziertes, sehr privates Thema sprechen, und ich blieb allein an meinem Platz zurück.

Eine unbefriedigende Situation für mich: Zwar kannte ich den Barmann seit Jahren, aber er war an diesem Abend sehr gut beschäftigt und hatte wenig Zeit für einen gemütlichen Plausch. Sonst hielt sich niemand an der Theke auf, den ich kannte. Also ließ ich meine Gedanken schweifen und kam immer wieder zu zwei Themenkomplexen zurück, die mich in der Vorwoche beschäftigt hatten.

Mit Sabine Kropp, der ATLAN-Redakteurin, hatte ich mehrfach darüber gesprochen, welche Möglichkeiten es gab, die ATLAN-Taschenbücher weiterzuführen. Welchen Zyklus könnte man als nächsten starten, welche Autoren könnten wir zur Mitarbeit auffordern, und welche Art von Trilogie sollten wir veröffentlichen? Zu diesem Zeitpunkt waren die ATLAN-Taschenbücher bei Fantasy Productions bereits angelaufen und hatten durchaus gute Kritiken erhalten.

Der andere Gedanke, der mir immer wieder durch den Kopf ging, hatte mit meinem uralten PERRY RHODAN-Taschenbuch zu tun. Das hatte ich 1992 beim Verlag eingereicht, zu einem Zeitpunkt, als ich noch nicht damit rechnen konnte, selbst einmal PERRY RHODAN-Redakteur zu sein, und der damalige Chefredakteur hatte es »eigentlich ganz gut« gefunden.

Ich hatte das Thanaton-Thema eigentlich längst vergessen, bis ich die Datei wiedergefunden, umformatiert und ausgedruckt hatte. Bei aktueller Lektüre klang das alles ganz interessant, ich hatte mich beim Betrachten meines uralten, halb vergessenen Manuskriptes nicht geärgert. Mit Interesse hatte ich mir noch einmal die weitergehenden Ideenpapiere angeschaut - die waren gar nicht schlecht. Es wäre schade, wenn sie so völlig umsonst gewesen wären.

Während ich so sinnierte, brauste der Lärm eines Restaurants buchstäblich an mir vorbei. Ich war unter Menschen, aber doch allein, die Gedanken in meinem Kopf drehten sich schneller, und dann fasste ich einen Entschluss. Vom Barmann erbat ich mir einen Notizblock sowie einen Kugelschreiber, und ich begann damit, einzelne Ideen auf einzelne Blätter zu kritzeln.

Wie wäre es denn, so überlegte ich, wenn wir keine ATLAN-Trilogie machen würden, sondern gleich sechs Bände? Das wäre mit einer Heyne-Staffel vergleichbar, mit denen wir mit PERRY RHODAN bereits Erfahrungen gesammelt hatten; sechs Bände würden ein Jahr quasi strukturieren.

Und wie wäre es, wenn Atlan auf die Spur eines uralten Geheimnisses käme, das mit dem Monolithen von Thanaton zusammenhinge? Daraus müsste man doch eine Story machen können, die viele Leser interessieren sollte ... Vor allem könnte ich damit ganz unterschiedliche Autoren mit sehr variablen Vorlieben und Stärken mitarbeiten lassen.

Eifrig kritzelte ich mehrere Seiten des Blocks voll und legte eine Tabelle an. In dieser vermerkte ich in groben Notizen, welche Schwerpunkte welcher Band haben sollte und welcher Autor für welches Thema in Frage kommen würde. Ich wollte einen ATLAN-Zyklus konzipieren, der den Lesern einen größeren Zusammenhang bieten, der das bisherige Universum abrunden und der dennoch für viele farbenprächtige Abenteuer weiten Raum bieten sollte.

In meinen Gedankengängen beschäftigte ich mich zudem damit, welche Themen mich in früheren Lesezeiten selbst gereizt hatten. Die ATLAN-Taschenbücher hatten Sabine Kropp und ich bewusst in jenem »Handlungsloch« angesiedelt, das zwischen den PERRY RHODAN-Romanen 399 und 400 liegt: Viele Fans nennen diesen Zeitraum den »Tausend-Jahres-Sprung«, weil mehr als 900 Handlungsjahre in einigen Nebensätzen abgehandelt wurden.

In der Handlung des Bandes 400 tauchten prompt mehrere »neue« menschliche Sternenreiche auf, von denen die Zentralgalaktische Union, der Carsualsche Bund und das Imperium Dabrifa die bekanntesten waren. Viele andere Reiche wurden aber nur dem Namen nach erwähnt, und das hatte ich als Leser selbst immer unbefriedigend gefunden. Was war denn beispielsweise mit der sogenannten Tarey-Bruderschaft, über die man so gut wie nie etwas erfahren hatte? In meinen Notizen vermerkte ich, dass diese handlungstragend sein sollte.

Ich notierte mir mögliche Autoren für den angedachten Sechs-Bände-Zyklus: Selbstverständlich gehörte Hans Kneifel dazu, sicher der profilierteste ATLAN-Autor überhaupt, ebenso wollte ich aber neue Talente wie Verena Themsen präsentieren oder schauen, inwiefern wir beispielsweise mit Volker Krämer zusammenarbeiten könnten.

Weitere Namen auf der Liste waren Götz Roderer, der unbedingt einen technisch-wissenschaftlichen Roman verfassen sollte, oder Konrad Schaef, der sich in dieser klassischen PERRY RHODAN-Zeit hervorragend auskannte. In meiner Tabelle notierte ich mir darüber hinaus Eigenschaften zu den sechs Planeten, auf denen die Handlung spielen sollte, und skizzierte in wenigen Worten den Hintergrund zu einer möglichen Handlung.

Ich wollte mehrere Jahre in der Vergangenheit anfangen, eine uralte PERRY RHODAN-Geschichte quasi im ATLAN-Universum noch einmal neu aufleben lassen - und das ganze nahm in meinem Kopf langsam immer stärker Formen an, mit denen ich zuvor nicht gerechnet hatte. Fieberhaft schrieb ich ein Blatt nach dem anderen voll.

Der Barkeeper, der längst nicht mehr viel zu tun hatte, versuchte vergeblich, mich in ein Gespräch zu verwickeln. Die Köche, die mittlerweile Feierabend hatten und sich zu einem Feierabendbier an die Theke begaben, ignorierten mich nach einiger Zeit. Und als meine Lebensgefährtin später an die Theke kam, stellte sie fest, dass ich mich keine Sekunde lang gelangweilt hatte.

Auf meinen Notizzetteln, die ich sorgsam faltete und in den Geldbeutel steckte, hatte ich einen sechs Bände umfassenden ATLAN-Zyklus konzipiert. Zuletzt schrieb ich in großen Lettern das Wort »MONOLITH« auf ein separates Blatt und steckte das zu den anderen Unterlagen. Ich war mit meinem Abend an der Theke sehr zufrieden ...

13 Juli 2011

Wölfe an Bord

Im Autoradio hörte ich mir die Audio-Fassung von »Wolfsnächte« an, einer Geschichte von Christian Montillon. Sie erschien als zweite Geschichte der STELLARIS-Reihe und wurde von Eins A Medien vertont – ich erhielt freundlicherweise eine MP3-Version davon.

Zum Anhören ist die Geschichte noch besser: Der leichte Horror, der in der Story steckt, wird vom Sprecher Reinhard Schulat und seiner dunklen Stimme hervorragend vermittelt. Klasse gemacht, solche Hörbücher liebe ich!

12 Juli 2011

Claudia und der Drachenthron

Endlich bekam ich das Belegexemplar des dritten »Schattenlord«-Bandes ins Büro. Es ist der Roman »Herrscher des Drachenthrons«, verfasst von Claudia Kern und mit einem Titelbild von Dirk Schulz ausgestattet.

Immer noch geht's um eine Gruppe von Menschen, die es in die Anderswelt verschlagen hat. Dort müssen die Leute ums Überleben kämpfen. Und Claudia Kern wäre nicht Claudia Kern, hätte sie nicht einige zusätzliche Knaller eingebaut. In diesem Fall sind es Untote ...

11 Juli 2011

Hans Kneifel feiert ein persönliches Jubiläum

Ein Logbuch der Redaktion

Am heutigen Montag, 11. Juli 2011, feiert ein in München lebender Autorenkollege ein besonderes Jubiläum: Hans Kneifel wird 75 Jahre alt - das finde ich stark, und ich nutze die Gelegenheit, ihm an dieser Stelle zu seinem Ehrentag auch öffentlich zu gratulieren. Hans Kneifel hat über Jahrzehnte hinweg die PERRY RHODAN-Serie mit beeinflusst, und er ist nach wie vor mit kritischen Anmerkungen und Lob gleichermaßen dabei.

Geboren wurde Hanns Kneifel im heute polnischen Gleiwitz. Er wurde in Oberbayern und München groß und absolvierte zuerst eine »anständige« Berufsausbildung, die er mit dem schönen Beruf eines Konditormeisters abschloss. Nach dem Begabtenabitur im Jahr 1960 folgte ein Studium, 1965 das Staatsexamen und danach tatsächlich eine Tätigkeit als Berufsschullehrer. Jeder »normale« Mensch hätte danach dieses Leben weitergeführt und sich irgendwann als Lehrer, Studienrat und Oberstudienrat im Lehrerleben etabliert.

Nicht so Hans Kneifel. Parallel zur Berufsausbildung wurde nämlich aus dem Science-Fiction-Fan ein SF-Autor - und er verlor auf diesem Weg das zweite »n« im Vornamen. Seither ist »Hans« das Pseudonym von »Hanns«.

Sein erster Roman - »Uns riefen die Sterne« - erschien bereits 1956; es folgten zahlreiche andere Romane, und spätestens in der zweiten Hälfte der 60er- und in den 70er-Jahren wurde Kneifel zu einem der besten SF-Schriftsteller im deutschsprachigen Raum. Kein Wunder, dass er den bürgerlichen Beruf aufgab und sich ausschließlich auf die Schriftstellerei konzentrierte.

Das war für PERRY RHODAN ein Glücksfall, sowieso für ATLAN, aber auch für die »Raumpatrouille ORION«, DRAGON und MYTHOR und sogar »Die Seewölfe«. Er war der Autor, der letztlich aus dem Arkoniden Atlan jene Figur machte, als die sie von den Lesern bis heute geliebt wird: ein erfahrener, ja, weiser Mann, ein Philosoph und Kämpfer, ein lange Jahre auf der Erde lebender und zeitweise an der Menschheit verzweifelnder Außerirdischer.

Seit den frühen 90er-Jahren etablierte sich Hans Kneifel bekanntlich immer stärker als Autor historischer Romane, wobei ihm sicher seine Recherchen in Sachen ATLAN halfen. Zuletzt las ich von ihm »Engel der Apokalypse«, einen Roman aus dem italienischen Mittelalter, in dem sich eine Reihe fieser Morde, religiöser Wahn und eine verzweifelte Liebesgeschichte schier unentrinnbar miteinander verknüpfen.

Ich hoffe, dass Hans Kneifel den heutigen Tag dazu nutzt, ein wenig zu feiern und auszuspannen. Bekanntlich ist er ein Schriftsteller, der mit Herzblut bei der Sache ist und stets aktiv schreibt und recherchiert. An diesem Ehrentag möge er es aber ruhig angehen lassen.

Hans Kneifel wünsche ich zu seinem Geburtstag alles Gute und Beste! Möge er noch viele Jahre schreiben und sein Leben genießen!

10 Juli 2011

Coverentwurf fürs Geheimprojekt

Heute erhielt ich per Mail eine neue Illustration, wieder ein Entwurf, der für unser aktuelles Geheimprojekt gedacht ist. Das Bild ist stark, wenngleich ich noch einige Änderungsvorschläge hätte, und den Schriftzug finde ich auch sehr ansprechend.

In der internen Diskussion wird es sicher neue Gesichtspunkte geben. Über die müssen wir dann reden und diskutieren. Bis zum September ist nicht mehr unbeschränkt viel Zeit ...

09 Juli 2011

Toll finden, nicht nutzen

Bisher nutze ich persönlich keine E-Books: Ich lese ungern am Bildschirm, weil ich das ohnehin so oft beruflich tun muss, und ich habe ein uraltes Mobiltelefon, mit dem ich telefonieren kann – und sonst nicht viel. Ein Gegner der E-Books bin ich deshalb nicht, ganz im Gegenteil.

Wenn ich auf eines in den letzten Jahren richtig stolz bin, dann ist es die Art und Weise, wie wir bei PERRY RHODAN das E-Book-Geschäft auf- und ausgebaut haben. Verantwortlich dafür war vor allem Miriam Hofheinz, die in der Redaktion das Gebiet aufbaute und die jetzt bei Bookwire dafür sorgt, dass alles gut weiter läuft.

Aber ohne Heidrun Imo und Bettina Lang, die sich in den letzten Monaten unglaublich engagierten, wären wir im Jahr 2011 nicht so weit gekommen: Derzeit ist PERRY RHODAN buchstäblich auf allen Kanälen zu lesen. Das finde ich toll – auch wenn ich selbst die Epub-Dateien nicht lesen kann.

08 Juli 2011

Fliegende Rochettes

Die letzten Tage gönnte ich mir im Auto bei der Fahrt zur Arbeit und zurück wieder einmal PERRY RHODAN. Ich hörte »Die fliegenden Rochettes«, die Folge 32 der »Sternenozean«-Hörspiele. Und da geht es zeitweise richtig gut zur Sache!

Homer G. Adams, Mondra Diamond und der Klonelefant Norman sind die Helden des Hörspiels; die Parallelhandlung will ich jetzt ignorieren. Sie sind im Untergrund, weil die Erde von den Truppen des selbsternannten Gottes Gon-Orbhon besetzt worden ist. Und so treiben sie sich zuerst in Wien herum, bevor sie nach Neapel weiterreisen.

Obwohl ich die Original-Romane ja gut kenne – schließlich habe ich sie damals als Redakteur betreut –, hat mir das Hörspiel wieder mal sehr viel Spaß bereitet. Da haben die Kollegen von Lübbe-Audio und Stil richtig gut gearbeitet!

07 Juli 2011

Bald Terra in Trance

Darauf freue ich mich schon richtig: In diesem Monat erscheint der Roman »Terra in Trance« als Taschenheft. Der Roman kam 1993 erstmals heraus, als der Heyne-Verlag mit der Veröffentlichung der PERRY RHODAN-Taschenbücher startete.

Ich wollte damals einen richtig guten ersten Band haben und sprach mit Robert Feldhoff. Er lieferte einen Roman ab, der zeitgemäß und frisch war: »Terra in Trance« griff die aktuelle Diskussion um Computerspiele und virtuelle Welten auf und verlegte eine Cyperpunk-Geschichte ins PERRY RHODAN-Universum.

Und heute liest sich das Werk immer noch klasse. Ich arbeitete es noch mal durch, bevor wir es in die weitere Produktion gaben, und ich fand es wieder stark. Ein echter Leckerbissen für PR-Fans!

06 Juli 2011

Halbjahrestagung

Schon wieder ist ein halbes Jahr vorüber - Grund für die PERRY RHODAN-Redaktion, mal innezuhalten und das nächste Halbjahr konzentriert in Angriff zu nehmen. Aus diesem Grund gibt's heute eine Halbjahres-Teamtagung, die wir nicht im Verlagsgebäude abhalten, sondern im nahegelegenen Hotel in einem Besprechungsraum. Dort haben wir Ruhe.

Es stehen viele Themen an. Unter anderem geht es um die direkt nach dem WeltCon kommende Buchmesse, die zusätzlichen Projekte im Herbst 2011 sowie die ersten Dinge, die wir fürs Folgejahr vorbereiten müssen. Ob die avisierten acht Stunden dafür ausreichen?

05 Juli 2011

Das WeltCon-Programm im Blick

Ein Logbuch der Redaktion

Es waren zwei arbeitsreiche Tage, die es in sich hatten: Am Montag, 27. Juni, und Dienstag, 28. Juni 2011, war Leo Lukas in Karlsruhe. Mit ihm und Marc A. Herren besprach ich zahlreiche Details des PERRY RHODAN-WeltCons 2011. Danach hatten wir für alle drei Tage ein knallvolles Programm erstellt.

Doch der Reihe nach: Leo Lukas traf am frühen Abend eines sehr heißen Montags am Hauptbahnhof in Karlsruhe ein. Er hatte es vorgezogen, mit der Bahn von Wien nach Karlsruhe zu reisen, was unterm Strich - rechnet man all die Warte- und Umsteigezeiten ein - nicht viel länger dauert als mit dem Flugzeug, dafür aber ökologischer und auch preiswerter ist. Ich holte ihn zusammen mit Marc A. Herren ab, dann fuhren wir in die Nordstadt.

Leo checkte in seinem Hotel ein, machte sich kurz frisch, dann fuhren wir weiter. Wir stellten mein Auto in der Weststadt ab, gingen zu Fuß einige hundert Meter und besuchten das »Braustüble«. Dabei handelt es sich um ein badisches Restaurant mit schönem Biergarten. Dort gab es leckeres Bier, leckere Säfte und leckeres Abendessen.

Als Thema hatten wir unter anderem die Con-Musik. Leo Lukas hat für den PERRY RHODAN-WeltCon sehr viele Stücke komponiert, die es teilweise auch auf Tonträgern geben wird. Wir diskutierten über das Aussehen der CD-Boxen und waren uns einig darüber, dass es für die Sammler auch Vinylscheiben geben soll.

Aber natürlich ging es ebenso um das WeltCon-Programm. Wir besprachen den Auftakt-Abend, also den Freitag. Ab 18 Uhr wird es ein sehr buntes Programm geben, zu dem Autorenlesungen ebenso gehören wie Talkrunden auf der Bühne, ein Science-Fiction-Film und natürlich die Präsentation des Stardust-Awards. (Details zu den Programmpunkten folgen in den nächsten Tagen!)

Gegen Mitternacht beendeten wir unsere Besprechungen. Ich fuhr die beiden Kollegen in ihre jeweiligen Unterkünfte - und am nächsten Morgen machten wir bei mir in der Wohnung weiter. Bei herrlichem Sommerwetter saßen wir im Zimmer und gingen sehr engagiert den Samstag und den Sonntag an.

Vor allem der WeltCon-Samstag hat es in sich: Wir haben zwei sehr große Säle sowie diverse Nebenräume, in denen wir Programm machen werden - das muss dann ja einem eigenen »Spannungsbogen« folgen. Andererseits wird sich so viel auf den Bühnen abspielen, dass wir während unserer Besprechung schon überlegen mussten, was wir weglassen. Schwierige Entscheidungen ...

Das kleine Mittagessen nahmen wir in einem italienischen Restaurant in der Nähe ein, abends ging es ins »fünf«, ein Restaurant in der Nordstadt, praktischerweise direkt neben dem Hotel, in dem wir Leo einquartiert hatten. Hier stießen Heidrun Imo - beim WeltCon für die gesamte Optik zuständig - sowie Stephan Zerfowski von unserer Werbeagentur zu uns.

Es ging jetzt unter anderem um das Bühnenbild, die optische Ausgestaltung einzelner Programmpunkte und ähnliches. Vor allem die Sachkenntnis, die Leo Lukas mitbrachte, half uns hier weiter - er steht bereits im Kontakt zu den Technikern des Rosengartens in Mannheim und wird ein entsprechend gutes Bühnenbild sowie eine schöne Licht-Technik erschaffen.

An diesem Abend sprachen wir noch länger als am Vorabend miteinander. Wenn zwei Autoren und ein Redakteur zusammensitzen, bleibt es nicht aus, dass sie auch über die Inhalte der PERRY RHODAN-Serie diskutieren. Wir redeten über den gerade frisch gestarteten PERRY RHODAN-Zyklus, über die Resonanz der Leser sowie die aktuellen Romane, an denen wir alle arbeiteten - ein spannender und unterhaltsamer Ausklang für einen arbeitsreichen Tag.

Leo fuhr am folgenden Tag zurück nach Wien; Marc und ich fuhren in die Büros im Verlag. Und seither sind wir damit beschäftigt, die Arbeitsaufträge abzuarbeiten, die wir uns auf den Notizblocks aufgeschrieben hatten ...

04 Juli 2011

Ein Abschluss-Termin mit David Bernstein

Aus der Reihe »Der Redakteur erinnert sich«

Der Oktober 2001 sollte die Entscheidung bringen, das hatten der Redakteur Frank Borsch und ich vereinbart. Wir wollten endlich das schaffen, wovon wir als Comic-Fans seit vielen Jahren träumten: Wir wollten einen gelungenen PERRY RHODAN-Comic haben, einen von der Sorte, die sich auch am Kiosk gut verkaufen. Und das nach Vorarbeiten, die über ein Jahr dauerten.

Schon im Sommer 2000 hatte ich viele Gespräche mit Dirk Schulz geführt, der nicht nur für PERRY RHODAN aktiv war, sondern der sich ebenso als Comic-Zeichner in der Szene gut auskannte: Er hatte mit dem Autor Robert Feldhoff zusammen unter anderem die Reihe »Indigo« in Szene gesetzt, die sogar ins Ausland verkauft worden war. Dirk hatte für uns den Markt beobachtet, hatte sich erkundigt, wer in den USA beispielsweise gerade eine »wachsende« Bekanntheit war, und hatte sich mit anderen Comic-Experten abgestimmt.

Unsere gemeinsame Absicht war klar: Wir wollten Comic-Hefte nach amerikanischem Vorbild machen, keine teuren Alben, die sich nur an eine erwachsene Klientel mit dickem Geldbeutel richteten. Ende der 90er Jahre hatte der Boom der Comic-Hefte eingesetzt, und eine Reihe von Verlagen hatte damit begonnen, Comics aus den USA in vernünftiger Weise einzudeutschen und hierzulande auf den Markt zu bringen.

»Es wird Zeit, dass wir in diesen Markt einsteigen«, beschlossen wir – und das Ziel war selbstverständlich, mithilfe des Comics bald darauf auf den amerikanischen Markt zu kommen. Ein Comic als Türöffner für eine englischsprachige Ausgabe der PERRY RHODAN-Romane – daran wollten wir arbeiten.

Aus diesem Grund hatten wir auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2010 ein erstes Gespräch mit einem amerikanischen Agenten geführt. Mit dabei waren damals Dirk Schulz und ich, ebenfalls hatten sich Robert Feldhoff und der Comic-Experte Bernd Kronsbein an den Erkundigungen beteiligt.

Wir hatten David Bernstein besucht, der an einem winzigen Stand im »ausländischen Bereich« der Buchmesse seine Kundengespräche abwickelte. Seine Firma nannte sich Grand Design Communication, und nach einem ersten Gespräch sowie einem Besuch, den er bei uns am Moewig-Verlagsstand absolvierte, war klar, dass wir gemeinsam arbeiten würde. Er schlug uns die Firma Hyperwerks vor, die einem gewissen Karl Altstaetter gehörte, wir vereinbarten grundsätzlich, dass Bernstein dann die Abwicklung des Projektes übernehmen sollte.

Wie das manchmal in Verlagen ist, geschehen die Dinge nicht so schnell, wie man sie möchte. Das Jahr 2000 ging zu Ende, ohne dass im Hause Pabel-Moewig eine Entscheidung in Sachen Comics gefällt wurde. Das Jahr 2001 kam, und wir stellten mit Frank Borsch einen jungen Kollegen ein, der sich als Redakteur unter anderem um die Comics sowie weitere Projekte kümmern sollte.

Im Frühjahr 2001 kamen der Zeichner Karl Altstaetter und der Agent David Bernstein sogar recht spontan nach Rastatt, wo wir uns gut unterhielten; eine konkrete Entscheidung im Verlag fiel nach wie vor nicht. Dann verließ uns der damalige Verlagsleiter Eckhard Schwettmann, er wechselte zur Filmproduktionsgesellschaft MME, wo er sich unter anderem für den PERRY RHODAN-Film stark machte – und im Verlag selbst verschob sich jegliche Entscheidung in Sachen Comics.

So rückte der Oktober 2001 näher, die Buchmesse, an der Frank Borsch und ich die Sache endlich so richtig ankurbeln wollten. Es gab einen weiteren Termin mit David Bernstein, und dabei wurden – immerhin zwischen uns – die wichtigen Eckpunkte für die Verträge festgelegt. David sollte als Agent fungieren und somit das Bindeglied zwischen uns und dem Studio Hyperwerks bilden.

Es wurde klar vereinbart, wer wieviel Geld erhalten würde – und es wurde vor allem klar vereinbart, wie hoch die sogenannte consulting/service fee sein würde. Grand Design Communications sollten die Termine überwachen und das gesamte Projekt auf der amerikanischen Seite koordinieren. Unter anderem wurde klar besprochen, dass Davids Firma zu einem vereinbarten Termin eine »schlüsselfertige« CD-Rom in dem von uns gewünschten Format zu liefern hatte. Wir sollten ab diesem Termin dann »nur noch das Lettering« übernehmen, alles wäre nach diesem Plan dann fertig gewesen.

Das Spannendste aber war für uns: David hatte bereits Gespräche mit amerikanischen Verlagen geführt. Selbstverständlich sollte der neue PERRY RHODAN-Comic in den USA auf den Markt kommen – das war ja der ursprüngliche Plan –, und hierbei würde er als Agent tätig werden. Wir sprachen bereits über die »agent fee« und die Verteilung der Prozente.

Im Nachhinein wird klar, dass wir zu diesem Zeitpunkt das Fell eines Bären verteilten, der noch nicht geschossen war – und der auch nie geschossen werden würde. Aber es war und ist nun mal ein normales Vorgehen, dass man sich vor Start eines Projektes genau überlegt, wer im Falle eines Erfolges welche Prozente erhalten wird.

Am Samstag, 13. Oktober 2001, waren Frank Borsch und ich extrem optimistisch. Wir hatten sehr gute Gespräche geführt, das Studio und die Agentur machten einen sehr guten Eindruck. Beide gingen wir davon aus, dass wir in einem halben Jahr den fertigen PERRY RHODAN-Comic sehen würden – und dass es diesen Comic dann auch bald im Ausland geben würde. Und so waren wir am Abend in der Hotelbar geradezu euphorisch ...

03 Juli 2011

Nachmittag mit Montillon

Demnächst kommt ein PERRY RHODAN-Doppelband auf die Leser zu, der von Christian Montillon verfasst worden ist. Einen Vorteil hat das Dasein als Redakteur: Man liest die Manuskripte in einer sehr frühen Phase, kurz nachdem der Autor seine Datei geliefert hat.

Das war heute der Fall. Ich saß auf dem Balkon, ich las meinen Montillon-Roman und erfreute mich der vielen farbenprächtigen Details. Es war bereits der zweite Teil des Doppelbandes, in dem sich einige Themen weiter entwickelt haben. Jetzt bin ich gespannt darauf, was der nachfolgende Autor aus diesem Thema macht – immerhin geht es um einen Mann mit Maske.

02 Juli 2011

WeltCon-Gestresse

Ob es schlau war, über das Wochenende einen riesigen Berg an Arbeit nach Hause mitzuschleppen, werde ich in den nächsten 24 Stunden wohl noch herausfinden: Ich will eine ganze Ladung an WeltCon-Mails schreiben und vor allem in Sachen Programmarbeit einen entscheidenden Schritt weiter vorankommen.

Und ich habe einen Roman von Christian Montillon als Lektüre. Dazu einen Packen Arbeitspapiere, unter anderem eines von Uwe Anton, in dem es unter anderem um einen Mann geht, der eine Maske im Gesicht trägt ... wird kein langweiliges Wochenende, denke ich.

01 Juli 2011

Alaska im Einsatz

Heute wanderte ein PERRY RHODAN-Roman über meinen Schreibtisch, in dem ein ganz besonderer Terraner die Hauptperson spielt: Gemeint ist Alaska Saedelaere, eine Figur, die ich seit Beginn meiner »Leserkarriere« mag. Mit seinen Begleitern kommt er in diesem Roman in neue Bedrängnis und erhält natürlich auch neue Informationen.

Im gerade erst angelaufenen Neuroversum-Zyklus sind die Saedelaere-Abenteuer eine von drei Handlungsebenen; die ersten Romane hierzu werden in einigen Wochen bereits erscheinen. Auf die Resonanz bin ich gespannt - wie immer eigentlich.

30 Juni 2011

Arbeit am Projekt X

Ich habe den wunderbaren Erstlingsroman fürs geheimnisvolle Projekt X durchgearbeitet. Das ist starker Stoff, aber echt, und ich bin völlig begeistert von den gelungenen Charakteren.

Nächste Woche machen wir uns konkret Gedanken darüber, wann wir welche Informationen zu diesem Geheimprojekt verkünden. Bis zum PERRY RHODAN-WeltCon 2011 sind es nur noch einige Wochen, und bis dahin kann ich immer mal wieder Details bekannt geben.

29 Juni 2011

Hektische Aufholjagd

Die sehr arbeitsreiche und gute Besprechung mit Leo Lukas und Marc A. Herren ist zu Ende; wir haben in eineinhalb Tagen das Programm für den PERRY RHODAN-WeltCon 2011 festgeklopft. Ich bin damit sehr zufrieden.

Jetzt aber muss ich aufholen. Manuskripte und Exposés stapeln sich, die unbeantworteten Mails nerven immer mehr. Aber so ist das: Ärmel hochkrempeln und los!

28 Juni 2011

Guter Besprechungs-Start

Der gestrige Abend stand im Zeichen des WeltCons: Ich holte Leo Lukas vom Bahnhof ab, hatte bereits Marc A. Herren im Auto. Kurz checkte Leo in seinem Hotel ein, dann begannen wir in einem gemütlichen Biergarten in Karlsruhes Weststadt mit unserer Besprechung.

Thema ist der WeltCon 2011; es ging unter anderem um die Musik, die geplanten Tonträger und diverse kleinere Themen. Natürlich sprachen wir auch über aktuelle Romane sowie den laufenden Zyklus sowie die Resonanz der Fans darauf. Heute geht's weiter!

27 Juni 2011

Besuch aus Wien erwartet

Heute abend besucht mich Leo Lukas; der Kollege aus Wien trifft am frühen Abend mit der Bahn in Karlsruhe ein. Unsere Themen sind schon jetzt klar definiert: Wir müssen den WeltCon genauer strukturieren.

Das werden wir heute und morgen tun. Danach sollte das Programm so exakt wie möglich stehen. Leo Lukas hat die künstlerische Leitung unseres Cons übernommen, und von seiner Sachkenntnis erwarte ich mir sehr viel.

26 Juni 2011

Expo-Lektüre mit Bully

Wieder einmal habe ich eine angenehme Zeit auf dem Balkon verbracht: Ich las Exposés, die Uwe Anton geschickt hatte und die wir nächste Woche an die Autoren hinausschicken werden. Das macht mir immer wieder sehr viel Spaß.

In diesem Fall ging es um die Erde und ihre nähere Umgebung; es ging um seltsame Außerirdische und wagemutige Terraner. Ich bin schon mal sehr gespannt, was die Kollegen daraus machen werden ... spannende Themen sind es allemal.

24 Juni 2011

Gefühlte zwei Wochen

Eigentlich hatte ich nur einige freie Tage: Es waren der Montag bis Mittwoch. Nimmt man das Wochenende davor und den gestrigen Feiertag dazu, kommt fast eine Woche heraus; gefühlt sind das dann auch zwei Wochen.

Entsprechend sieht es auf meinem Schreibtisch und in meiner Mailbox aus. Gejammer hilft da allerdings nicht, also stürze ich mich in die Arbeit. Wobei ich Facebook-Benachrichtigungen großmaßstäblich lösche, das hilft immens.

18 Juni 2011

Conmusik und andere Themen

Heute ist ein richtig fetter Schwapp an Mails durch meinen Computer geflutscht. Gefühlte 95 Prozent davon beschäftigten sich mit dem WeltCon. Unter anderem habe ich mir wieder die Musik angehört, die es auf dem Con zu hören geben wird – ich finde sie von Mal zu Mal besser.

Derzeit machen wir uns Gedanken darüber, wie diese Musik auf Platte zu bringen ist. Machen wir eine Platte? Gibt es auch Vinyl oder »nur« eine CD? Ich möchte natürlich Vinyl, aber es kann ja leider nicht sein, dass eine Vinylproduktion nur meinetwegen angekurbelt wird. Fragen über Fragen ...

17 Juni 2011

Expo-Block mit Perry

Der heutige Tag bringt einen Schwapp von Exposés mit sich. Unter anderem geht es um Perry Rhodan und seine Begleiter sowie das Raumschiff, mit dem er unterwegs ist. Uwe Anton hat hier haufenweise Ideen für die Kollegen geliefert.

Dazu kommen Berge von Datenblättern. Die sind wieder einmal umfassend und faszinierend zugleich; ich bin beeindruckt, was und wie Rainer Castor das alles zusammengestellt hat.

16 Juni 2011

Angriffsziel Tan Jamondi

Nach langer Pause habe ich dieser Tage mal wieder ein Hörspiel der »Sterneozean«-Serie gehört. Die Kollegen von Lübbe-Audio hatten hierzu eine Lizenz von uns erworben, das Hörspielstudio Stil in Berlin hatte die Hörspiele umgesetzt. Und »Angriffsziel Tan Jamondi« war das Hörspiel mit der Nummer 31.

Es ist ein typisches Science-Fiction-Abenteuer, das im Sternenozean spielt. Der Arkonide Atlan, der Shozide Rorkhete und einige andere Kämpferinnen und Kämpfer brechen zu einer Kommandoaktion ins Zentrum der Kybernetischen Zivilisationen auf – dabei wird Atlan gefangen genommen und müsste eigentlich sterben. Doch die »Allianz der Moral« hat noch einen echten Trumpf im Ärmel ...

15 Juni 2011

Schöne Beilage zum Jubelband

Es gibt Themen, die gehen auch bei mir immer wieder unter. Häufig vergesse ich beispielsweise die redaktionellen Beilagen zu unseren Romanheften. In diesem Fall geht's um den Band 2600.

In diesem Jubiläumsband gibt's einen schönen Beitrag von Christian Montillon, der den Titel »Das geheime Leben der PERRY RHODAN-Autoren« trägt. Es geht um »die anderen Projekte« von Verena Themsen, Uwe Anton, Michael Marcus Thurner, Chistian Montillon, Leo Lukas, Susan Schwartz, Wim Vandemaan und Frank Borsch. Ich hab's gern gelesen, und ich hoffe, die PERRY RHODAN-Leser werden diese Beilage ebenfalls mögen.

14 Juni 2011

Michelle und ATLAN

Ich finde das Cover super, und ich will den Roman auch bald mal lesen: Die Rede ist von »Geheimplan Quinto-Center«, den dritten und abschließenden Band der Sternensplitter-Trilogie, erschienen bei Fantasy Productions. Verfasst wurde der Roman von Michelle Stern, und meine Kollegin Sabine Kropp hat ihn mir gegenüber nicht nur einmal gelobt.

Ich finde die ATLAN-Taschenbücher eh klasse, und ich freue mich darüber, dass wir hierbei so viele neue Autoren ausprobieren konnten. Mit Michelle Stern ist's auch mal eine Autorin - und das finde ich ebenfalls stark.

11 Juni 2011

Projekt X als Lektüre

Seit einigen Wochen und Monaten arbeiten einige Menschen in Rastatt sowie in anderen Städten an einem Projekt, das in diesem Jahr 2011 auch das Licht der Welt erblicken soll. Es geht natürlich um PERRY RHODAN, und spätestens auf dem WeltCon werde ich dazu mehr berichten können.

Heute hatte ich eine entsprechende Lektüre, die ich noch nicht zu Ende gebracht haben. Sie hat etwas mit dem Geheimprojekt X zu tun, und ich war sehr angetan von dem Manuskript. Das hat der Kollege hervorragend geschafft – und ich bin schon mal gespannt darauf, wann die Leser das wie aufnehmen werden ...

10 Juni 2011

Im Krankenhausfunk

Einen ungewöhnlichen Termin hatte ich am gestrigen Nachmittag: Ich trat in einem Krankenhaus auf. Auftritt ist vielleicht der falsche Begriff, aber ich war Gast im Krankenhausfunk des Diakonissenkrankenhauses in Karlsruhe-Rüppurr.

Unter der sorgsamen und durchaus kritischen Moderation von Dr. Wolfgang Wegner wurde ich zu PERRY RHODAN im Allgemeinen, dem PERRY RHODAN-WeltCon und meiner privaten Autorenlaufbahn befragt. Die Sendung dauerte zwei Stunden, die Musik zwischen den Wortbeiträgen war ein wenig schlagerlastig, und ich hoffe, dass genügend Menschen zugehört haben.

09 Juni 2011

Ein Doppel-ATLAN

Seit einigen Wochen liegt er schon auf meinem Schreibtisch, und ich komme nicht dazu ihn zu lesen: Der Roman »Das Urteil des Drachenbaumes«, der in der Reihe ATLAN-X erschienen ist. Dabei handelt es sich um den dritten Band des Tamaran-Zyklus.

Und es ist das erste ATLAN-Taschenbuch, das zwei Autoren verfassten. Da ihm die Zeit fehlte, holte sich Marc A. Herren die Hilfe von Dennis Mathiak – die beiden hatten gemeinsam schon bei der Fan-Reihe »Thydery« zusammengearbeitet. Auf das Ergebnis bin ich gespannt, aber ich muss wahrscheinlich selbst auf die Kanarischen Inseln reisen, um den Roman lesen zu können.

08 Juni 2011

Perry Rhodan wird 75 Jahre alt

Ein Logbuch der Redaktion

Glaubt man den Aussagen der PERRY RHODAN-Serie - und ich werde mich hüten, daran zu zweifeln -, dann wurde der Astronaut Perry Rhodan am 8. Juni 1936 geboren. Als Geburtsort wurde die Kleinstadt Manchester im US-Bundesstaat Connecticut angegeben, und für die Herkunft verpassten ihm die Autoren deutschsprachige Vorfahren. (Für den Geburtsort war übrigens der PERRY RHODAN-Autor Klaus Mahn alias Kurt Mahr verantwortlich, der dort in den 60er Jahren wohnte.)

Das heißt, dass wir diese Woche einen ganz besonderen Geburtstag zu feiern haben: Der ehemals amerikanische, längst aber terranische Raumfahrer Perry Rhodan wird am Mittwoch, den 8. Juni 2011, sage und schreibe 75 Jahre alt. Das ist ein stolzes Alter, und da möchte ich auch gern gratulieren! Ich erhebe also mein Glas auf Mr. Rhodan und hoffe, dass er weiterhin viel Glück und Erfolg haben wird ...

Wer sich schon lange in der Fan-Szene bewegt, kennt die PERRY RHODAN-Cons in Garching. In der Universitätsstadt, einige Kilometer nördlich von München gelegen, veranstalten aktive Fans seit Jahren diese Cons; bei der jüngsten Veranstaltung dieser Art kamen mehr als 500 Besucher.

Auch 1996 gab es einen solchen PERRY RHODAN-Con - und den platzierten die Veranstalter so, dass er auf den Geburtstag fiel. So wurde der Con in diesem Jahr zu einem Geburtstags-Con. Dieter Wengenmayr, einer der Veranstalter, schrieb damals sogar den Bürgermeister von Manchester an, dem »Geburtsort«, und fragte, ob dieser ihm nicht die Kopie einer Geburtsurkunde zur Verfügung stellen könne.

Womit keiner rechnete: Der Bürgermeister spielte mit und hatte anscheinend Spaß an dieser Idee. Es wurde eine Geburtsurkunde erstellt, in der sogar die Uhrzeit eingetragen war, und diese Urkunde wurde an Dieter geschickt. Ebenso gab es ein offizielles Schreiben des Bürgermeisters, in dem dieser dem Herrn Rhodan zum Geburtstag gratulierte.

Dieter Wengenmayr schaffte es sogar, einen Brief von Neil A. Armstrong zu erhalten, in dem dieser Astronaut dem fiktiven Roman-Astronauten ebenfalls gratulierte. Das alles - und noch ein bisschen mehr - gab es 1996 nachzulesen: Die Veranstalter in Garching organisierten nicht nur einen Con, sondern sie gaben ebenso ein Geburtstags-Conbuch heraus.

Übrigens hat der jetzt amtierende Bürgermeister von Manchester ebenfalls ein Herz für augenzwinkernden Humor. Nach 15 Jahren wies ihn Dieter Wengenmayr auf den 75. Geburtstag hin - und er bekam eine Urkunde mit aufgeklebter goldener Siegelmarke. Wir zeigen sie hier neben dem Text.

Wer sich über all diese Dinge amüsieren möchte oder staunen will, mit welch bewundernswertem Engagement Dieter Wengenmayr das alles zusammengetragen hat, der besuche die Internet-Seite des PERRY RHODAN-Stammtisches von München - dort gibt es eine längere Sequenz zum Thema.

Sei's wie es sei: Wir gratulieren hiermit noch einmal Herrn Perry Rhodan zu seinem 75. Geburtstag!

07 Juni 2011

Spitzenroman gelesen

Den heutigen Vormittag verbrachte ich - neben bürokratischem Unfug - mit einem wunderbaren Roman. Kein Schmarrn!, das war ein PERRY RHODAN-Roman, auf dessen Erscheinen ich mich schon jetzt freue, weil er so gut ist.

Ich kann leider nicht sagen, welche Bandnummer es ist und welcher Autor das Werk verfasst hat. Aber der Roman spielt auf der Erde, er ist komplex und abwechslungsreich, und einen Teil der Handlung verlagert der Autor dann auch in andere Bereiche des Solsystems. Ich fand's klasse.

06 Juni 2011

Was passiert eigentlich mit der Erde?

Ein Logbuch der Redaktion

Vorab-Warnung: Ich möchte mit diesem Logbuch einige Andeutungen zu dem Band 2600 sowie den folgenden Romanen liefern - wer keine »Spoiler« mag, sollte jetzt nicht weiterlesen. Ich muss nämlich das Ende des noch laufenden Stardust-Zyklus verraten.

Natürlich schafft es Perry Rhodan im Doppelband 2598/99 die laufenden Probleme grundsätzlich in den Griff zu bekommen. Ich bin mir zwar sicher, dass keiner mit dem wirklichen Ende gerechnet hat, das von Uwe Anton von langer Hand vorbereitet wurde - aber ich denke, dass es zu vielen Diskussionen führen wird. Am Ende des Zyklus wird auf jeden Fall Perry Rhodan überleben, und auch die Bewohner der Erde und der solaren Planeten werden die schlimmsten Bedrohungen überstehen.

Doch damit ist es noch lange nicht vorbei mit den Schwierigkeiten, die auf die Menschen warten. Bereits in Band 2600 wird klar, dass mit dem Solsystem etwas geschieht, das nicht in herkömmliche »Raster« passt. Es liegt aber nicht unbedingt an den seltsamen Wesen, die sich auf den solaren Planeten aufhalten, vor allem der Erde. Diese Wesen werden Auguren genannt, sie sind im Wesentlichen von humanoider Gestalt - aber welche Ziele sie verfolgen, ist den Terranern nicht bekannt.

Perry Rhodan tritt seine Reise zur BASIS auf jeden Fall an, obwohl er weiß, dass auf der Erde einiges nicht so ist, wie es sein müsste. Das Verhängnis trifft die Bevölkerung der Erde und den Terranischen Residenten unvorbereitet: Von einem Tag zum anderen verschwinden die Sterne; es ist, als ob es die Sonne und ihre Planeten in einen fremdartigen Kosmos geschleudert hätte, abgeschirmt vom Universum.

Die Terraner geben selbstverständlich nicht sofort auf, immerhin haben sie schon viele Bedrohungen überstanden. Und so beginnen sie damit, in ihrer näheren Umgebung die ersten Forschungen anzustellen ...

Auf der Handlungsebene Terra kann ich eine Vielzahl ausgefallener Charaktere versprechen. Den ersten Roman, der auf Terra spielt, verfasste Wim Vandemaan, von dem auch viele Ideen dieses Handlungsabschnittes stammen. Wir werden von Menschen mit seltsamen Fähigkeiten lesen, von Außerirdischen mit merkwürdigen Plänen und vor allem von grundsätzlichen Veränderungen, die auf die Erde, den Mars und die anderen Planeten des Solsystems zukommen.

Viel mehr mag ich nicht zu dieser Handlungsebene verraten, das wäre nicht nett. Als Leo Lukas und Wim Vandemaan auf der jüngsten Konferenz einige dieser Ideen präsentierten, fanden wir das alle stark - und deshalb wurden sie in das bereits stehende Konzept von Uwe Anton eingearbeitet. Wie die Mixtur aus kosmischer Suche, großen Rätseln und menschlichen Problemen ankommen wird, werden wir ab Juli erfahren ...

05 Juni 2011

Die Linie nach unten

Wer viele Mails bekommt, kennt das Gefühl, dass es immer mehr werden und die Zahl der unbeantworteten Mails einfach nicht abnimmt. So geht es mir seit über einem Jahr, und seit ich den WeltCon »übernomme« habe, hat sich das ganze auch noch gesteigert.

War vor einem Jahr noch das Ziel, die Zahl der unbearbeiteten Mails auf »unter dreißig« zu drücken, bin ich mittlerweile froh, wenn ich es auf »unter hundert« schaffe. Und das machte ich heute, einigermaßen entspannt am Schreibtisch, während es vor dem Fenster schön vor sich hin regnete. Wenn's gemütlich abläuft, ist es nicht einmal Stress - auch recht.

04 Juni 2011

Herzlichen Glückwunsch, Rainer!

Ein Logbuch der Redaktion

Einen ganz besonderen Geburtstag feiert ein Kollege am Samstag, 4. Juni 2011: Rainer Castor wird fünfzig Jahre alt! Zu diesem Anlass möchte ich dem Autor an dieser Stelle öffentlich gratulieren – eine kleine Glückwunschkarte von der Redaktion sollte schon bei ihm eingetroffen sein.

Seien wir ehrlich: Ohne Rainer Castor stünde die PERRY RHODAN-Serie heute nicht so gut da, wie sie sich derzeit präsentiert.

Rainer ist nicht nur das »Datenzentrum« der Serie, nicht nur der »Techniker vom Dienst«, sondern er ist darüber hinaus in mehrfacher Hinsicht von zentraler Bedeutung: Für die zahlreichen Anfragen der Autoren steht er jederzeit zur Verfügung, er liefert Sammeldatenblätter und überprüft inhaltliche Themen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Bewusst aufmerksam auf Rainer Castor wurde ich in den 90er Jahren. Ich korrespondierte und telefonierte mit Hans Kneifel, es ging um die Buchausgabe der ATLAN-Zeitabenteuer. In diesem Zusammenhang fiel unter anderem mehrfach der Name Rainer Castor. Rainer, damals noch »nur Fan«, erarbeitete für Hans Kneifel viele Hintergründe zu seinen ATLAN-Zeitabenteuern, übrigens schon deutlich vor der Ausgabe in Hardcover-Form.

Es dauerte eine Weile, bis wir uns persönlich kennenlernten und dann zusammenarbeiteten. Rainer Castor verfasste dann recht zügig für die damals monatlich erscheinenden PERRY RHODAN-Taschenbücher drei Romane, in denen Atlan – wenn wundert es? – die Hauptrolle spielte.

Als wir im Jahr 1998 mit dem sogenannten Traversan-Zyklus eine Wiederbelebung der ATLAN-Serie im Heftroman starteten, war Rainer Castor sofort mit von der Partie. Von ihm stammen die zahllosen Eckpunkte zur aktuellen Arkon-Geschichte, vom höfischen Zeremoniell bei den Imperatoren bis hin zu Landkarten Arkons oder sprachlichen Details – unter anderem zeichneten diese Details den Traversan-Zyklus aus.

Seit 1998 gehört Rainer Castor zu PERRY RHODAN. Für Robert Feldhoff erarbeitete er Exposé-Grundlagen, für Uwe Anton tut er dasselbe. Er sorgte bei den ATLAN-Miniserien für inhaltliche Stimmigkeit, er schreibt Romane voller Details und Hintergründe, und er ist für die ATLAN-Buchausgabe zuständig. Zudem veröffentlicht er jede Woche den PERRY RHODAN-Kommentar in der Erstauflage.

Anders gesagt und hiermit wiederholt: Rainer Castor ist für den aktuellen Stand der PERRY RHODAN-Serie unverzichtbar.

Und am heutigen Samstag wird er fünfzig Jahre alt. So alt wie die PERRY RHODAN-Serie selbst, wenngleich nicht auf den Tag genau. Ich weiß nicht, wie Rainer Castor seinen Geburtstag feiert. Trinkt er einen »Cave du Rhodan«, genehmigt er sich ein Glas Vurguzz, oder genießt er einfach die Ruhe im eigenen Universum, weit entfernt von den Sorgen und Nöten des Perryversums?

Sei's, wie es sei: Die Redaktion und das Autorenteam gratulieren ihm herzlich – und ich wünsche ihm für die nächsten fünfzig Jahre alles Gute!

03 Juni 2011

Dienstfahrt und Autorengespräch

Am heutigen Freitag war ich teils beruflich, teils privat unterwegs – die privaten Details gehen hier niemanden etwas an, und die Tatsache, dass ich mich mit den Terminen ein wenig falsch orientiert hatte, ist sicher auch nicht so wichtig. Ich war auf jeden Fall in Darmstadt und Mainz.

Unter anderem gab's einen Besuch bei Hermann Ritter, bei dem wir unter anderen über den PERRY RHODAN-WeltCon und seine Mitarbeit sprachen. Danach besuchte ich die Minipressen-Messe in Mainz, bei der zahlreiche Kleinverlage ausstellen – ich nutzte die Chance, das eine oder andere Autorengespräch zu führen.

02 Juni 2011

Rückblick auf 2010

Ein bisschen verspätet aber immerhin: Heute schrieb ich meinen Rückblick aufs Jahr 2010. Die Redaktion des PERRY RHODAN-Jahrbuches hatte mich darum gebeten. Und ich stellte fest, wie schwer mir das fiel.

2010 kommt mir schon wieder soooo lange vergangen vor. Dabei haben wir 2010 richtig viel auf die Beine gestellt. Es war dann auch wieder sehr spannend, mir das in Erinnerung zu rufen ...

01 Juni 2011

Detailliertes Durchackern

Schöne Begriffe zeichnen den Roman aus, den ich gerade mit einer umfangreichen Mail für den Außenlektor versehe. Die Autorin hat sich sehr schön in die fremden Außerirdischen hinein gedacht und schildert diese sehr plastisch. Auch die Menschen wirken glaubhaft.

Ich glaube, das wird ein guter Einstand im Autorenteam. Aber darüber muss ich dann noch mal informieren, wenn der Roman wirklich erscheint; derzeit gilt die Devise »eins nach dem anderen«.