Wenn man mit Fremden über die PERRY RHODAN-Serie spricht, hört man von diesen immer wieder, wie beeindruckend sie die Titelbilder finden. Die coolen Aliens, die intensiven Weltraummotive, die faszinierenden Raumschiffe – das kommt nach all den Jahrzehnten immer noch sehr gut an. Und das Titelbild von »Zielpunkt Ephelegon« ist ein richtig gutes Beispiel dafür.
Der Roman stammt von Uwe Anton, das Titelbild lieferte Arndt Drechsler. Der Künstler setzt das Raumschiff THORA auf dem Cover stark in Szene: Das neue Raumschiff des Residenten und damit das neue Flaggschiff der Liga orientiert sich in seiner Optik an den Klassikern des terranischen Raumschiffbaus, geht aber eigene Wege, was das Design und die Technik angeht.
In seinem Roman erzählt Uwe Anton übrigens auch von Altem, das sich in einer neuen Zeit orientieren muss. Kann eine Freundschaft den Zeitraum von fünfhundert Jahren ohne jegliche Begegnung »einfach so« überdauern? Diese Woche erfahren die Leser auf jeden Fall mehr darüber.
14 Mai 2019
13 Mai 2019
Ein Besuch in Gongolis
Ein Logbuch der Redaktion (zur Dokumentation nachgereicht)
In den nächsten Wochen werden die Leser unserer Serie einen ungewöhnlichen Schauplatz genauer kennenlernen. Gemeint ist ein Habitat namens Gongolis, das sich im Sternenmeer der Milchstraße bewegt und dessen Bewohner zu keinem der aktuellen Machtblöcke gehören.
Seine Form ist ungewöhnlich genug: Vier Bauelemente bilden die Basis; dabei handelt es sich um die Zelle eines arkonidischen GWALON-Raumers sowie drei Schiffszellen der JUPITER-Klasse. Das gesamte Gebilde durchmisst also mehrere Kilometer und wird von zehntausenden von Menschen sowie Angehörigen anderer Völker bewohnt.
Gongolis erweist sich aber nicht als eine Ansammlung von Wracks oder zerstörten Raumschiffen. Gongolis ist ein modernes Habitat, gewissermaßen eine Mischung aus Stadt und Kaufhaus, Casino und Hotel, Spitzenklinik und Vergnügungszentrum. Allerdings gibt es auch schmutzige Areale. Wie es das Datenblatt so schön formuliert: »der Bauch von Gongolis, wo Schmugglerware und Drogen und dergleichen zu haben sind«.
Die Stimmung an Bord des Habitats ist – so der Text im Exposé – »geschäftig, optimistisch, lebensfroh«. Die Bewohner wollen mit den alten Zeiten nichts mehr zu tun haben, blicken bewusst in die Zukunft und wollen keine Legenden über ein angebliches Terra mehr hören.
Stattdessen gilt die Devise: »Die Bewohner wollen die aktuelle Friedenszeit der Cairanischen Epoche nutzen, das eigene Leben genießen. Wer unbedingt will, kann sich ja der Liga Freier Terraner anschließen. Aber hier auf Gongolis leben die Freien, die Ungebundenen, diejenigen, die sich aus der Schwerkraft der Historie befreit haben.«
Mehrere Romane beschäftigen sich mit Gongolis; sie erzählen mehr von diesem ungewöhnlichen Lebensraum und seinen Bewohnern. Drei Autorinnen tragen dabei den größten Anteil zur Beschreibung des Habitats bei, weshalb ich auf ihre Romane eingehen möchte. Man könnte sagen, dass sie gemeinsam eine Trilogie verfasst haben.
Den Einstieg liefert Susan Schwartz mit »Willkommen auf Gongolis« – ihr Roman trägt die Bandnummer 3010 und erscheint am 26. April 2019. Die Autorin erzählt von Perry Rhodan und seinen Gefährten, sie zeigt auch, auf welche Probleme der Terraner im Habitat stößt.
Tiefer ins Innere von Gongolis führt Verena Themsen. Ihr Roman kommt am 3. Mai 2019 in den Handel und trägt den Titel »Habitat der Träume«. Perry Rhodan und seine Begleiter treffen auf wichtige Personen, es gibt aber unerbittliche Gegner, die sich auf ihre Spuren gesetzt haben. Wer steckt dahinter, und wie kommen die Terraner aus dieser Falle heraus?
Mehr zu den Hintergründen berichtet Liza Grimm. Die junge Autorin, die ihren Gastroman mit dem Titel »Totenschiff« bedacht hat, schildert das Leben der unbarmherzigen Jäger, die in Gongolis aktiv sind. Ihr Roman wird am 10. Mai 2019 mit der Bandnummer 3012 veröffentlicht. Er zeigt die Milchstraße in der Cairanischen Epoche, beleuchtet bisher unbekannte Schauplätze und stellt vor allem zwei Figuren ins Zentrum der Geschichte, von denen die Leser noch mehr erfahren werden …
Gongolis ist nur einer der vielen neuen Schauplätze, mit denen uns die Autorinnen und Autoren nach Band 3000 überraschen. Ich habe mich über die Romane gefreut, die dieses Habitat präsentieren, und lasse mich überraschen, wie sie bei den Lesern ankommen werden.
In den nächsten Wochen werden die Leser unserer Serie einen ungewöhnlichen Schauplatz genauer kennenlernen. Gemeint ist ein Habitat namens Gongolis, das sich im Sternenmeer der Milchstraße bewegt und dessen Bewohner zu keinem der aktuellen Machtblöcke gehören.
Seine Form ist ungewöhnlich genug: Vier Bauelemente bilden die Basis; dabei handelt es sich um die Zelle eines arkonidischen GWALON-Raumers sowie drei Schiffszellen der JUPITER-Klasse. Das gesamte Gebilde durchmisst also mehrere Kilometer und wird von zehntausenden von Menschen sowie Angehörigen anderer Völker bewohnt.
Gongolis erweist sich aber nicht als eine Ansammlung von Wracks oder zerstörten Raumschiffen. Gongolis ist ein modernes Habitat, gewissermaßen eine Mischung aus Stadt und Kaufhaus, Casino und Hotel, Spitzenklinik und Vergnügungszentrum. Allerdings gibt es auch schmutzige Areale. Wie es das Datenblatt so schön formuliert: »der Bauch von Gongolis, wo Schmugglerware und Drogen und dergleichen zu haben sind«.
Die Stimmung an Bord des Habitats ist – so der Text im Exposé – »geschäftig, optimistisch, lebensfroh«. Die Bewohner wollen mit den alten Zeiten nichts mehr zu tun haben, blicken bewusst in die Zukunft und wollen keine Legenden über ein angebliches Terra mehr hören.
Stattdessen gilt die Devise: »Die Bewohner wollen die aktuelle Friedenszeit der Cairanischen Epoche nutzen, das eigene Leben genießen. Wer unbedingt will, kann sich ja der Liga Freier Terraner anschließen. Aber hier auf Gongolis leben die Freien, die Ungebundenen, diejenigen, die sich aus der Schwerkraft der Historie befreit haben.«
Mehrere Romane beschäftigen sich mit Gongolis; sie erzählen mehr von diesem ungewöhnlichen Lebensraum und seinen Bewohnern. Drei Autorinnen tragen dabei den größten Anteil zur Beschreibung des Habitats bei, weshalb ich auf ihre Romane eingehen möchte. Man könnte sagen, dass sie gemeinsam eine Trilogie verfasst haben.
Den Einstieg liefert Susan Schwartz mit »Willkommen auf Gongolis« – ihr Roman trägt die Bandnummer 3010 und erscheint am 26. April 2019. Die Autorin erzählt von Perry Rhodan und seinen Gefährten, sie zeigt auch, auf welche Probleme der Terraner im Habitat stößt.
Tiefer ins Innere von Gongolis führt Verena Themsen. Ihr Roman kommt am 3. Mai 2019 in den Handel und trägt den Titel »Habitat der Träume«. Perry Rhodan und seine Begleiter treffen auf wichtige Personen, es gibt aber unerbittliche Gegner, die sich auf ihre Spuren gesetzt haben. Wer steckt dahinter, und wie kommen die Terraner aus dieser Falle heraus?
Mehr zu den Hintergründen berichtet Liza Grimm. Die junge Autorin, die ihren Gastroman mit dem Titel »Totenschiff« bedacht hat, schildert das Leben der unbarmherzigen Jäger, die in Gongolis aktiv sind. Ihr Roman wird am 10. Mai 2019 mit der Bandnummer 3012 veröffentlicht. Er zeigt die Milchstraße in der Cairanischen Epoche, beleuchtet bisher unbekannte Schauplätze und stellt vor allem zwei Figuren ins Zentrum der Geschichte, von denen die Leser noch mehr erfahren werden …
Gongolis ist nur einer der vielen neuen Schauplätze, mit denen uns die Autorinnen und Autoren nach Band 3000 überraschen. Ich habe mich über die Romane gefreut, die dieses Habitat präsentieren, und lasse mich überraschen, wie sie bei den Lesern ankommen werden.
12 Mai 2019
Seminar und Lektüre in Kombination
Fahre ich als Redakteur auf eine Veranstaltung am Wochenende, betrachte ich die Fahrzeit mit der Bahn als Arbeitszeit. Im Idealfall habe ich dabei die Zeit und die Ruhe, Manuskripte zu lesen und meine Anmerkungen in ihnen zu hinterlassen. So war und ist es auch an diesem Mai-Wochenende, an dem ich nach Wolfenbüttel und zurück fahre.
Bei der Fahrt nach Norden hatte ich ein aktuelles Manuskript von PERRY RHODAN-Mission SOL als Lektüre, das sehr explosiv anfängt und eine Reihe von spannenden Szenen enthält. Während des Seminars las ich in meinem Zimmer gelegentlich in einem aktuellen Manuskript für die wöchentliche Serie, für die Rückfahrt habe ich noch eines vorgesehen. Und falls sich unversehens noch ein Zeitloch auftun würde, hätte ich sogar ein Manuskript von PERRY RHODAN NEO im Gepäck.
Da passt es gut, dass ein Teil der Aufgaben während des Seminars ihren Hintergrund bei PERRY RHODAN NEO hatten. Dabei konnte ich den Autorinnen und Autoren gut vermitteln, wie die Arbeit in unserer Redaktion und mit den Autoren abläuft.
Bei der Fahrt nach Norden hatte ich ein aktuelles Manuskript von PERRY RHODAN-Mission SOL als Lektüre, das sehr explosiv anfängt und eine Reihe von spannenden Szenen enthält. Während des Seminars las ich in meinem Zimmer gelegentlich in einem aktuellen Manuskript für die wöchentliche Serie, für die Rückfahrt habe ich noch eines vorgesehen. Und falls sich unversehens noch ein Zeitloch auftun würde, hätte ich sogar ein Manuskript von PERRY RHODAN NEO im Gepäck.
Da passt es gut, dass ein Teil der Aufgaben während des Seminars ihren Hintergrund bei PERRY RHODAN NEO hatten. Dabei konnte ich den Autorinnen und Autoren gut vermitteln, wie die Arbeit in unserer Redaktion und mit den Autoren abläuft.
11 Mai 2019
PR NEO als eine Seminar-Grundlage
Dass sich Materialien aus der PERRY RHODAN-Serie immer wieder gut dazu eignen, auch in Seminaren eingesetzt zu werden, habe ich im Verlauf der Jahre häufig bemerkt. Beim diesjährigen Seminar in Wolfenbüttel, das ich zusammen mit dem Autor Uwe Anton als Dozent betreue, lässt sich das auch feststellen.
Mit einem winzigen Unterschied: Wir verwenden ein Datenblatt aus PERRY RHODAN NEO. Angefertigt wurde es von Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm. Uwe Anton hat es auf zwei Seiten eingekürzt.
Es dient als Grundlage für Gespräche, bisher haben wir auch eine Übung auf Basis dieses Datenblatts gemacht. Die Autorinnen und Autoren sollten eine stimmungsvolle Kurzgeschichte schreiben, die Elemente aus diesem Datenblatt aufgreift. Ich fand die Ergebnisse teilweise sehr spannend ...
Mit einem winzigen Unterschied: Wir verwenden ein Datenblatt aus PERRY RHODAN NEO. Angefertigt wurde es von Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm. Uwe Anton hat es auf zwei Seiten eingekürzt.
Es dient als Grundlage für Gespräche, bisher haben wir auch eine Übung auf Basis dieses Datenblatts gemacht. Die Autorinnen und Autoren sollten eine stimmungsvolle Kurzgeschichte schreiben, die Elemente aus diesem Datenblatt aufgreift. Ich fand die Ergebnisse teilweise sehr spannend ...
10 Mai 2019
Teamtagung absolviert
Seit vielen Jahren gehört es in der PERRY RHODAN-Redaktion zum guten Ton, das Jahr mit einer Teamtagung zu beginnen. Im Januar oder spätestens im Februar setzen wir uns für einen Tag oder auch mehr zusammen, schauen uns an, was im Vorjahr gut und schlecht gelaufen ist, und versuchen dann, das nächste Jahr zu planen. 2019 war alles ein wenig anders – der Band 3000 unserer Serie und die vielen Aktivitäten um die Serie herum trugen dazu bei, dass wir die Teamtagung erst am 8. Mai 2019 veranstalten konnten.

Zu besprechen gab es trotzdem viel: Wir schauten uns an, was in den vergangenen Monaten gut und weniger gut gelaufen war; wir erfreuten uns der guten Zahlen, die der Vertrieb bei PR 3000 vermeldet hatte, und wir diskutierten Themen, die sich auf die kommenden Jahre beziehen. Wie verändert sich die Literatur, welche Autorinnen und Autoren schreiben in zehn Jahren beispielsweise für unsere Serie? Auch über Personalfragen – wer macht was? – diskutierten wir intensiv.
Zwischendurch tranken wir Kaffee und aßen zu Mittag. Wegen des Dauerregens verzichteten wir auf einen Spaziergang, was sich ansonsten angeboten hätte. Rastatt ist nämlich, wenn man an der Murg entlanggeht, recht hübsch. Aber auf solche Dinge mussten wir verzichten; Arbeit und Planung standen nun mal im Zentrum.

Zu besprechen gab es trotzdem viel: Wir schauten uns an, was in den vergangenen Monaten gut und weniger gut gelaufen war; wir erfreuten uns der guten Zahlen, die der Vertrieb bei PR 3000 vermeldet hatte, und wir diskutierten Themen, die sich auf die kommenden Jahre beziehen. Wie verändert sich die Literatur, welche Autorinnen und Autoren schreiben in zehn Jahren beispielsweise für unsere Serie? Auch über Personalfragen – wer macht was? – diskutierten wir intensiv.
Zwischendurch tranken wir Kaffee und aßen zu Mittag. Wegen des Dauerregens verzichteten wir auf einen Spaziergang, was sich ansonsten angeboten hätte. Rastatt ist nämlich, wenn man an der Murg entlanggeht, recht hübsch. Aber auf solche Dinge mussten wir verzichten; Arbeit und Planung standen nun mal im Zentrum.
09 Mai 2019
Liza Grimm und das Totenschiff
Diese Woche erscheint ein Gastroman, der den Titel »Totenschiff« trägt. Verfasst wurde er von Liza Grimm, einer jungen Autorin, die bereits mehrere Romane veröffentlicht hat, vor allem im Fantasy-Umfeld, und die ich auf der Leipziger Buchmesse kennengelernt hatte. Bei einem Gespräch am Messestand war die Idee entstanden, dass sie einen Gastroman für PERRY RHODAN schreiben könnte – und in wenigen Tagen liegt er im Handel bereit.
Es ist immer etwas Besonderes, wenn Gastautoren oder Gastautorinnen sich in »unser« Universum einarbeiten, wenn sie ihre eigene Sicht auf das Perryversum entwickeln. Manche kommen damit leichter zurecht, einige tun sich schwer. Meiner Ansicht nach bereichert ein Blick von außen auch unsere Sicht der Dinge – so eben auch bei Liza Grimm.
Sie beschreibt die zwei Figuren, die man auch auf dem Titelbild des Romans erkennt, zeigt ihre Vergangenheit und ihre Beweggründe, liefert die Vorgeschichte für das Zusammentreffen der beiden mit Perry Rhodan. Ganz nebenbei ergänzt sie damit das Bild, das unsere Leser von der Milchstraße in der Cairanischen Epoche haben. Mir hat das sehr gut gefallen!
Es ist immer etwas Besonderes, wenn Gastautoren oder Gastautorinnen sich in »unser« Universum einarbeiten, wenn sie ihre eigene Sicht auf das Perryversum entwickeln. Manche kommen damit leichter zurecht, einige tun sich schwer. Meiner Ansicht nach bereichert ein Blick von außen auch unsere Sicht der Dinge – so eben auch bei Liza Grimm.
Sie beschreibt die zwei Figuren, die man auch auf dem Titelbild des Romans erkennt, zeigt ihre Vergangenheit und ihre Beweggründe, liefert die Vorgeschichte für das Zusammentreffen der beiden mit Perry Rhodan. Ganz nebenbei ergänzt sie damit das Bild, das unsere Leser von der Milchstraße in der Cairanischen Epoche haben. Mir hat das sehr gut gefallen!
07 Mai 2019
»Eine dritte Wirklichkeit«
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
Es war ein seltsames Gefühl für mich: Ich stand auf der Bühne, Elke Rohwer neben mir, und wir lasen gemeinsam einen Text vor, den ich erst einige Tage zuvor geschrieben hatte. Es war der 1. Oktober 2011, ein Samstag, und der PERRY RHODAN-WeltCon sollte auf einen weiteren Höhepunkt zusteuern. Wir wollten unsere neue Serie präsentieren, wir wollten über PERRY RHODAN NEO sprechen – ohne zu wissen, wie die Serie ankommen würde.
Elke stellte als Redakteurin die grundsätzlichen Gedanken vor,
präsentierte unsere neue Serie »als eine klassische
Science-Fiction-Überlegung«, als »eine Was-wäre-wenn-Frage, eine Frage
nach grundsätzlich anderen Gedankenspielen«. Sie erzählte von unserem
Gedankengang, von den »zwei Wirklichkeiten in Sachen Mondlandung«.
Die eine spreche davon, dass Neil Armstrong auf dem Mond landet und vom kleinen Schritt für einen Mann und dem großen Schritt für die Menschheit spricht. Die andere hingegen – so Elke – setze den amerikanischen Astronauten Perry Rhodan sowie seine Begleiter Reginald Bull, Clark Flipper und Eric Manoli ins Zentrum.
»Mit PERRY RHODAN NEO gesellt sich zu diesen zwei Wirklichkeiten eine dritte hinzu«, sagte sie. »Sie ist ebenfalls fiktiv, aber sie jongliert mit einer grundsätzlich anderen Ausgangsposition.« Die Mondlandung sollte erneut stattfinden, aber erst im Jahr 2036 …
Elke berichtete von den Überlegungen der Autoren; vor allem Frank Borsch als Exposéautor hatte sich über politisch-gesellschaftliche Dinge viele Gedanken gemacht. Welche Entwicklungen mussten berücksichtigt werden? Mussten wir Klimawandel, Terrorismus und Umweltverschmutzung in der Handlung der Serie verarbeiten?
Nachdem Elke die aktuelle Planung vorgestellt hatte, ging ich in die Vergangenheit. Ich verwies auf die frühen Exposés von Karl-Herbert Scheer und Walter Ernsting alias Clark Darlton. Bekanntlich beratschlagten die beiden Autoren in stunden- und tagelangen Diskussionen darüber, wie eine nahe Zukunft aussehen könnte.
»Während sich Karl-Herbert Scheer viele grundsätzliche Gedanken darüber machte, wie eine Mondlandung technisch-wissenschaftlich zu verlaufen hatte, war Clark Darlton derjenige, der die träumerischen Ideen beisteuerte«, fasste ich zusammen. Ich verwies auf »den Gedanken an die Unsterblichkeit, der Traum vom Ewigen Leben, die Flüge in andere Sonnensysteme und die Reisen in andere Zeiten und Universen«. Wäre PERRY RHODAN am Anfang auf reine Action konzentriert gewesen, wäre die Serie nie ein solcher Erfolg geworden – die Ernstingschen Träumereien gehörten stets dazu.
Ähnlich ging es uns bei der Planung von PERRY RHODAN NEO. Seit 2003 hatten wir immer wieder an dem Thema gearbeitet. Mir war recht früh klargeworden, dass nur ein Autor in Frage käme, diese Serie zu steuern. Frank Borsch hatte in meinen Augen mit seiner »Alien Earth«-Trilogie gezeigt – die drei Bände waren bei Heyne erschienen –, wie klarsichtig und spannend zugleich er eine Welt in der nahen Zukunft beschreiben konnte.
An dieser Stelle setzte wieder Elke an; sie erwähnte die Figuren, die in der neuen Serie auftauchen sollten. »Selbstverständlich wäre es töricht gewesen, auf Perry Rhodan zu verzichten oder aus Reginald Bull eine Frau zu machen«, sagte sie und verwies auf die Figuren, die wir für NEO veränderten.
Der Telepath John Marshall beispielsweise wohne nicht in Australien, sondern kümmert sich in den Vereinigten Staaten um Jugendliche. Das Finanzgenie Homer G. Adams sollte in der neuen Serie eine ganz andere Rolle innehaben. Und mit Sid Gonzalez wollen wir gleich im ersten Roman eine Figur einführen, die es in der ursprünglichen Serie gar nicht gibt.
»Das alles ist kein Selbstzweck«, so die Redakteurin, »sondern geschieht, weil wir eine neue Serie schaffen wollen – keine Replikation des klassischen Stoffes.« Wir wollten schließlich nicht »einfach die ersten zehn oder zwanzig PERRY RHODAN-Hefte nacherzählen«; das wäre einfach gewesen. Wir hatten uns »bewusst für den komplizierteren Weg entschieden, aber gleichzeitig für den spannenderen und lohnenswerteren«.
Ich wusste, welche Sorgen sich in diesem Augenblick mancher Besucher des WeltCons im Saal machte. Wir hatten diese Sorgen früh genug diskutiert, und ich konnte mich darauf einstellen. Wie würde denn das »Perryversum« aussehen, wenn es künftig PERRY RHODAN NEO geben würde? Welche Fakten sollten künftig gelten? Müsste man sich künftig zwischen zwei verschiedenen Angaben entscheiden?
»Wird Perry Rhodan, wenn er in Heft 2650 an die Mondlandung denkt, sich an das Jahr 1971 oder an das Jahr 2036 erinnern?«, fragte ich in den Saal. »Welche Erinnerungen hat Perry Rhodan an die Venus, welche an die amerikanischen Astronauten Freyt und Deringhouse, was verbindet ihn mit John Marshall oder Homer G. Adams?«
Ich hatte das Gefühl, dass mich alle anstarrten. Dann sprach ich die Worte, die manchem wohl wie eine Erlösung vorkamen: »Es gibt künftig schlicht zwei Perryversen – anders geht es nicht.« Die laufende PERRY RHODAN-Serie basiere meiner Ansicht nach weiterhin auf den Fakten, die mit »Unternehmen Stardust« im Jahr 1961 und den folgenden Romanen geschaffen worden seien. Und PERRY RHODAN NEO werde etwas komplett Neues.
Als an dieser Stelle im Saal spontaner Beifall ausbrach, dem sich viele anschlossen, war ich mehr als erleichtert.
Es war ein seltsames Gefühl für mich: Ich stand auf der Bühne, Elke Rohwer neben mir, und wir lasen gemeinsam einen Text vor, den ich erst einige Tage zuvor geschrieben hatte. Es war der 1. Oktober 2011, ein Samstag, und der PERRY RHODAN-WeltCon sollte auf einen weiteren Höhepunkt zusteuern. Wir wollten unsere neue Serie präsentieren, wir wollten über PERRY RHODAN NEO sprechen – ohne zu wissen, wie die Serie ankommen würde.
Elke stellte als Redakteurin die grundsätzlichen Gedanken vor,
präsentierte unsere neue Serie »als eine klassische
Science-Fiction-Überlegung«, als »eine Was-wäre-wenn-Frage, eine Frage
nach grundsätzlich anderen Gedankenspielen«. Sie erzählte von unserem
Gedankengang, von den »zwei Wirklichkeiten in Sachen Mondlandung«.Die eine spreche davon, dass Neil Armstrong auf dem Mond landet und vom kleinen Schritt für einen Mann und dem großen Schritt für die Menschheit spricht. Die andere hingegen – so Elke – setze den amerikanischen Astronauten Perry Rhodan sowie seine Begleiter Reginald Bull, Clark Flipper und Eric Manoli ins Zentrum.
»Mit PERRY RHODAN NEO gesellt sich zu diesen zwei Wirklichkeiten eine dritte hinzu«, sagte sie. »Sie ist ebenfalls fiktiv, aber sie jongliert mit einer grundsätzlich anderen Ausgangsposition.« Die Mondlandung sollte erneut stattfinden, aber erst im Jahr 2036 …
Elke berichtete von den Überlegungen der Autoren; vor allem Frank Borsch als Exposéautor hatte sich über politisch-gesellschaftliche Dinge viele Gedanken gemacht. Welche Entwicklungen mussten berücksichtigt werden? Mussten wir Klimawandel, Terrorismus und Umweltverschmutzung in der Handlung der Serie verarbeiten?
Nachdem Elke die aktuelle Planung vorgestellt hatte, ging ich in die Vergangenheit. Ich verwies auf die frühen Exposés von Karl-Herbert Scheer und Walter Ernsting alias Clark Darlton. Bekanntlich beratschlagten die beiden Autoren in stunden- und tagelangen Diskussionen darüber, wie eine nahe Zukunft aussehen könnte.
»Während sich Karl-Herbert Scheer viele grundsätzliche Gedanken darüber machte, wie eine Mondlandung technisch-wissenschaftlich zu verlaufen hatte, war Clark Darlton derjenige, der die träumerischen Ideen beisteuerte«, fasste ich zusammen. Ich verwies auf »den Gedanken an die Unsterblichkeit, der Traum vom Ewigen Leben, die Flüge in andere Sonnensysteme und die Reisen in andere Zeiten und Universen«. Wäre PERRY RHODAN am Anfang auf reine Action konzentriert gewesen, wäre die Serie nie ein solcher Erfolg geworden – die Ernstingschen Träumereien gehörten stets dazu.
Ähnlich ging es uns bei der Planung von PERRY RHODAN NEO. Seit 2003 hatten wir immer wieder an dem Thema gearbeitet. Mir war recht früh klargeworden, dass nur ein Autor in Frage käme, diese Serie zu steuern. Frank Borsch hatte in meinen Augen mit seiner »Alien Earth«-Trilogie gezeigt – die drei Bände waren bei Heyne erschienen –, wie klarsichtig und spannend zugleich er eine Welt in der nahen Zukunft beschreiben konnte.
An dieser Stelle setzte wieder Elke an; sie erwähnte die Figuren, die in der neuen Serie auftauchen sollten. »Selbstverständlich wäre es töricht gewesen, auf Perry Rhodan zu verzichten oder aus Reginald Bull eine Frau zu machen«, sagte sie und verwies auf die Figuren, die wir für NEO veränderten.
Der Telepath John Marshall beispielsweise wohne nicht in Australien, sondern kümmert sich in den Vereinigten Staaten um Jugendliche. Das Finanzgenie Homer G. Adams sollte in der neuen Serie eine ganz andere Rolle innehaben. Und mit Sid Gonzalez wollen wir gleich im ersten Roman eine Figur einführen, die es in der ursprünglichen Serie gar nicht gibt.
»Das alles ist kein Selbstzweck«, so die Redakteurin, »sondern geschieht, weil wir eine neue Serie schaffen wollen – keine Replikation des klassischen Stoffes.« Wir wollten schließlich nicht »einfach die ersten zehn oder zwanzig PERRY RHODAN-Hefte nacherzählen«; das wäre einfach gewesen. Wir hatten uns »bewusst für den komplizierteren Weg entschieden, aber gleichzeitig für den spannenderen und lohnenswerteren«.
Ich wusste, welche Sorgen sich in diesem Augenblick mancher Besucher des WeltCons im Saal machte. Wir hatten diese Sorgen früh genug diskutiert, und ich konnte mich darauf einstellen. Wie würde denn das »Perryversum« aussehen, wenn es künftig PERRY RHODAN NEO geben würde? Welche Fakten sollten künftig gelten? Müsste man sich künftig zwischen zwei verschiedenen Angaben entscheiden?
»Wird Perry Rhodan, wenn er in Heft 2650 an die Mondlandung denkt, sich an das Jahr 1971 oder an das Jahr 2036 erinnern?«, fragte ich in den Saal. »Welche Erinnerungen hat Perry Rhodan an die Venus, welche an die amerikanischen Astronauten Freyt und Deringhouse, was verbindet ihn mit John Marshall oder Homer G. Adams?«
Ich hatte das Gefühl, dass mich alle anstarrten. Dann sprach ich die Worte, die manchem wohl wie eine Erlösung vorkamen: »Es gibt künftig schlicht zwei Perryversen – anders geht es nicht.« Die laufende PERRY RHODAN-Serie basiere meiner Ansicht nach weiterhin auf den Fakten, die mit »Unternehmen Stardust« im Jahr 1961 und den folgenden Romanen geschaffen worden seien. Und PERRY RHODAN NEO werde etwas komplett Neues.
Als an dieser Stelle im Saal spontaner Beifall ausbrach, dem sich viele anschlossen, war ich mehr als erleichtert.
05 Mai 2019
Technische Fortschritte im Perryversum
In diesen Tagen beschäftigen wir uns in der Arbeit zwischen der Redaktion und dem Exposéteam immer wieder auch mit der Technik in der Cairanischen Epoche. Was kann man wie modernisieren, was hat sich wie in den 500 Jahren verändert, seit Perry Rhodan durch das Chaotemporale Gezeitenfeld gestürzt ist?
Mir fällt bei solchen Dingen immer wieder auf, wie wenig sich die Technik eigentlich in den früheren PERRY RHODAN-Romanen verändert hat. Die Raumschiffe wurden größer (zuerst 1500-Meter-Kugelraumer, dann 2500-Meter-Kugelraumer), die Antriebstechnik änderte sich (von Transitions- zum Linearantrieb), die Schutzschirme wurden mächtiger (zuerst kam der HÜ-Schirm, dann der Paratronschirm), die Positronengehirne noch größer (von der Venusfestung über den Robotregenten zur Hundertsonnenwelt). Am Prinzip änderte sich vergleichsweise wenig.
Als Rainer Castor innerhalb des Autorenteams für die Entwicklung neuer Technologien zuständig war, führte er so viele Neuerungen ein, dass diese teilweise nicht einmal den Weg in die veröffentlichten Romane fanden oder nur kurz angedeutet wurde, was neu sein müsste. Das entsprach zwar technologischer Realität – immerhin hat sich die Technik in unserer Welt in den vergangenen hundert Jahren in rasantem Tempo verändert –, wurde aber kaum in Romane umgesetzt.
Und heute? Wir müssen einen Spagat finden zwischen dem, was möglich wäre, wenn man das Perryversum konsequent zu Ende dächte (extreme Miniaturisierung beispielsweise ...), und dem, was für Romane noch sinnvoll ist. Denn eines ist ja trotz aller Gedankengänge klar: Wir wollen unterhaltsame Science Fiction schreiben, die auf dem Fundament der bisherigen 3000-undsoweiter Romane aufbaut und diese nicht negiert. Mit dem Widerspruch aus manchmal altmodischer Technikvision – Beispiel: das riesenhafte Zentralplasma – und heutigen Erkenntnissen müssen wir klarkommen ...
Mir fällt bei solchen Dingen immer wieder auf, wie wenig sich die Technik eigentlich in den früheren PERRY RHODAN-Romanen verändert hat. Die Raumschiffe wurden größer (zuerst 1500-Meter-Kugelraumer, dann 2500-Meter-Kugelraumer), die Antriebstechnik änderte sich (von Transitions- zum Linearantrieb), die Schutzschirme wurden mächtiger (zuerst kam der HÜ-Schirm, dann der Paratronschirm), die Positronengehirne noch größer (von der Venusfestung über den Robotregenten zur Hundertsonnenwelt). Am Prinzip änderte sich vergleichsweise wenig.
Als Rainer Castor innerhalb des Autorenteams für die Entwicklung neuer Technologien zuständig war, führte er so viele Neuerungen ein, dass diese teilweise nicht einmal den Weg in die veröffentlichten Romane fanden oder nur kurz angedeutet wurde, was neu sein müsste. Das entsprach zwar technologischer Realität – immerhin hat sich die Technik in unserer Welt in den vergangenen hundert Jahren in rasantem Tempo verändert –, wurde aber kaum in Romane umgesetzt.
Und heute? Wir müssen einen Spagat finden zwischen dem, was möglich wäre, wenn man das Perryversum konsequent zu Ende dächte (extreme Miniaturisierung beispielsweise ...), und dem, was für Romane noch sinnvoll ist. Denn eines ist ja trotz aller Gedankengänge klar: Wir wollen unterhaltsame Science Fiction schreiben, die auf dem Fundament der bisherigen 3000-undsoweiter Romane aufbaut und diese nicht negiert. Mit dem Widerspruch aus manchmal altmodischer Technikvision – Beispiel: das riesenhafte Zentralplasma – und heutigen Erkenntnissen müssen wir klarkommen ...
04 Mai 2019
Der Film und die Nachrichten
Ich war zu jung, als der erste PERRY RHODAN-Film herauskam. Aber ich erinnere mich noch gut daran, als er in den 70er-Jahren noch einmal in die Kinos kam. Einer meiner Freunde sah ihn, und er fand ihn toll.
Wann immer ich mich an manche Gespräche in den 70er-Jahren erinnere, denke ich, dass der Film nicht so schlecht angekommen sein konnte, wie man sich das heutzutage vielleicht vorstellt. Die starke Abneigung gegen den Film kam erst in den 80er-Jahren auf, so meine Wahrnehmung.
Ein Beleg dafür ist meiner Ansicht nach ein wunderbares Dokument, das man in der Filmothek finden kann. Dokumentiert wird die »UFA-Wochenschau« 562/1967, die am 2. Mai 1967 in den Kinos gezeigt wurde. Nach gut vier Minuten – man kann aber auch direkt mit dem entsprechenden Bild auf den Anfang klicken – kommt ein eindrucksvoller Bericht über »SOS aus dem Weltall«, eben jenen legendären PERRY RHODAN-Film.
Man sieht, wie die STARDUST zum Mond fliegt, wie die Rakete landet, wie das skurrile Landefahrzeug über die Mondoberfläche rollt. Im Schwarzweiß-Kino jener Tage dürfte das eindrucksvoll gewesen sein. Klassische Risszeichnungen und schräge Musik ergänzen aufs Schönste die Tricks der italienischen Filmemacher, die die Dokumentation zeigt.
Wann immer ich mich an manche Gespräche in den 70er-Jahren erinnere, denke ich, dass der Film nicht so schlecht angekommen sein konnte, wie man sich das heutzutage vielleicht vorstellt. Die starke Abneigung gegen den Film kam erst in den 80er-Jahren auf, so meine Wahrnehmung.Ein Beleg dafür ist meiner Ansicht nach ein wunderbares Dokument, das man in der Filmothek finden kann. Dokumentiert wird die »UFA-Wochenschau« 562/1967, die am 2. Mai 1967 in den Kinos gezeigt wurde. Nach gut vier Minuten – man kann aber auch direkt mit dem entsprechenden Bild auf den Anfang klicken – kommt ein eindrucksvoller Bericht über »SOS aus dem Weltall«, eben jenen legendären PERRY RHODAN-Film.
Man sieht, wie die STARDUST zum Mond fliegt, wie die Rakete landet, wie das skurrile Landefahrzeug über die Mondoberfläche rollt. Im Schwarzweiß-Kino jener Tage dürfte das eindrucksvoll gewesen sein. Klassische Risszeichnungen und schräge Musik ergänzen aufs Schönste die Tricks der italienischen Filmemacher, die die Dokumentation zeigt.
03 Mai 2019
Der aktuelle Stand zur Mission SOL
Am heutigen Tag bestand ein großer Teil der Arbeit in der Redaktion darin, weitere Weichen für die nächste Miniserie zu stellen. In sechs Wochen soll der erste Band von PERRY RHODAN-Mission SOL im Handel sein; dafür müssen wir noch einiges tun. Immerhin ist »Das Raumschiffgrab« als Start für die Serie bereits in der Produktion, weitere Romane liegen vor.
Die Exposés hat Kai Hirdt zu einem großen Teil bereits geschrieben, für die anderen hat er Konzepte entwickelt. Parallel dazu arbeiten die Autoren an den weiteren Romanen. Vorbereitet wird derzeit eine Prämie für die Menschen, die eine Mission-SOL-Edition bestellen, ein Kurz-Abonnement über die zwölf Ausgaben der Miniserie also.
Bleiben die Werbung und die Öffentlichkeitsarbeit: Entsprechende Texte stehen schon, die Kontakte gibt es ebenfalls. Für die Zeitschriftenhändler wurden ebenso Informationen vorbereitet. Die Händlerinnen und Händler müssen schließlich wissen, dass es etwas Neues aus dem PERRY RHODAN-Kosmos gibt, das sie ihren Stammkunden anbieten können ...
Das ist nur ein kleiner Auszug aus dem, was in diesen Stunden und Tagen getan wird. Wir sind derzeit sehr optimistisch, dass uns eine schöne Serie gelingen wird. Die ersten Vorab-Reaktionen unserer Leser sind ebenfalls positiv – das freut mich natürlich sehr.
Die Exposés hat Kai Hirdt zu einem großen Teil bereits geschrieben, für die anderen hat er Konzepte entwickelt. Parallel dazu arbeiten die Autoren an den weiteren Romanen. Vorbereitet wird derzeit eine Prämie für die Menschen, die eine Mission-SOL-Edition bestellen, ein Kurz-Abonnement über die zwölf Ausgaben der Miniserie also.
Bleiben die Werbung und die Öffentlichkeitsarbeit: Entsprechende Texte stehen schon, die Kontakte gibt es ebenfalls. Für die Zeitschriftenhändler wurden ebenso Informationen vorbereitet. Die Händlerinnen und Händler müssen schließlich wissen, dass es etwas Neues aus dem PERRY RHODAN-Kosmos gibt, das sie ihren Stammkunden anbieten können ...
Das ist nur ein kleiner Auszug aus dem, was in diesen Stunden und Tagen getan wird. Wir sind derzeit sehr optimistisch, dass uns eine schöne Serie gelingen wird. Die ersten Vorab-Reaktionen unserer Leser sind ebenfalls positiv – das freut mich natürlich sehr.
02 Mai 2019
Finale für Ferrol auf japanisch
Ich freue mich sehr, dass PERRY RHODAN NEO in Japan offenbar ganz gut angenommen ist. Dieser Tage erhielt ich das Belegexemplar von Band 16 auf den Tisch, mit einem Cover, das mich allerdings leicht irritierte: Mit der Gucky-Darstellung kam ich nicht klar – aber ich muss ja auch nicht alles mögen … ich hoffe, den Lesern in Fernost gefällt das eher als mir.
Der Inhalt ist ein wichtiger Roman von Christian Montillon: »Finale für Ferrol« schließt die zweite Staffel ab, bildet einen Höhepunkt in der frühen Phase unserer Serie. Das Konzept von Frank Borsch orientierte sich in den Grundzügen an der klassischen PERRY RHODAN-Serie, wich aber stark davon ab, wenn es um die Charakterisierung von Völkern und Handlungsträgern ging.
Ich wüsste ja zu gern, wie die Romane bei unseren japanischen Partnern inhaltlich ankommen: Wie reagieren die Leserinnen und Leser darauf? Sind es die Leser, die auch die klassische PERRY RHODAN-Serie lesen, oder erreichen wir damit auch andere Menschen? Schade, dass das für mich so fremd erscheint.
Der Inhalt ist ein wichtiger Roman von Christian Montillon: »Finale für Ferrol« schließt die zweite Staffel ab, bildet einen Höhepunkt in der frühen Phase unserer Serie. Das Konzept von Frank Borsch orientierte sich in den Grundzügen an der klassischen PERRY RHODAN-Serie, wich aber stark davon ab, wenn es um die Charakterisierung von Völkern und Handlungsträgern ging.
Ich wüsste ja zu gern, wie die Romane bei unseren japanischen Partnern inhaltlich ankommen: Wie reagieren die Leserinnen und Leser darauf? Sind es die Leser, die auch die klassische PERRY RHODAN-Serie lesen, oder erreichen wir damit auch andere Menschen? Schade, dass das für mich so fremd erscheint.
30 April 2019
Habitat der Träume
Wie lässt sich ein Habitat illustrieren, das mehrere Kilometer durchmisst und – wie eine riesige Raumstation eben – durch das Weltall treibt? Ganz klar: Man zeigt das Ding von außen, um seine Dimensionen klarzumachen, oder man wagt es, ein Detail aus dem Inneren zu nehmen. So könnte man vorgehen …
Als Dirk Schulz das Titelbild für den Roman »Habitat der Träume« gestaltete, entschied er sich für einen Ausschnitt. Und damit gibt er – so denke ich – in besonderem Maß wieder, wie die Stimmung in einem Habitat sein könnte, das buchstäblich multikulturell und intergalaktisch ist: Wesen aller Art, die offensichtlich bei einer Party sind, werden von einem Menschen betrachtet.
Den Roman verfasste Verena Themsen, er kommt mit der Bandnummer 3011 in den Handel. Es geht um einen »großen Mann«, auf den ein Terraner trifft. Ich weiß, das ist ein wenig schwammig formuliert, aber ich fand den Begriff des »großen Mannes« sehr schön, weshalb ich ihn gern in den Untertitel übernommen habe …
Als Dirk Schulz das Titelbild für den Roman »Habitat der Träume« gestaltete, entschied er sich für einen Ausschnitt. Und damit gibt er – so denke ich – in besonderem Maß wieder, wie die Stimmung in einem Habitat sein könnte, das buchstäblich multikulturell und intergalaktisch ist: Wesen aller Art, die offensichtlich bei einer Party sind, werden von einem Menschen betrachtet.
Den Roman verfasste Verena Themsen, er kommt mit der Bandnummer 3011 in den Handel. Es geht um einen »großen Mann«, auf den ein Terraner trifft. Ich weiß, das ist ein wenig schwammig formuliert, aber ich fand den Begriff des »großen Mannes« sehr schön, weshalb ich ihn gern in den Untertitel übernommen habe …
29 April 2019
Am Ende aller Tage
»Du lebst in einer Zeit, in der viele Entwicklungen, die vor Jahrmillionen begonnen haben, ihr Ende finden.« Diese Aussage wird Perry Rhodan präsentiert, und der Terraner muss sie erst einmal verarbeiten und mit vielen anderen Informationen kombinieren ...
Das Gespräch, aus dem ich diese Aussage zitiere, ist ein zentrales Element im Roman »Am Ende aller Tage«. Dabei handelt es sich um Band 199 der Serie PERRY RHODAN NEO. Verfasst wurde er von Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm, den zwei Exposéautoren dieser Serie.
Meist kann ich sehr genau unterscheiden, welcher Autor welche Passage geschrieben hat. Bei diesem Band fiel es mir zeitweise sehr schwer; die verschiedenen Handlungsebenen hängen eng zusammen. Viele Entwicklungen, die seit dem ersten NEO-Roman abgelaufen sind, finden in diesem Roman schließlich erst ihr Ende.
Damit weisen die beiden Autoren auch einen Weg in die nächste Epoche der Serie. Der große Handlungsbogen um das Ringen, die Allianz und die damit zusammenhängenden Probleme ist erst einmal abgeschlossen – nun können neue Abenteuer geschildert werden.
Das Gespräch, aus dem ich diese Aussage zitiere, ist ein zentrales Element im Roman »Am Ende aller Tage«. Dabei handelt es sich um Band 199 der Serie PERRY RHODAN NEO. Verfasst wurde er von Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm, den zwei Exposéautoren dieser Serie.Meist kann ich sehr genau unterscheiden, welcher Autor welche Passage geschrieben hat. Bei diesem Band fiel es mir zeitweise sehr schwer; die verschiedenen Handlungsebenen hängen eng zusammen. Viele Entwicklungen, die seit dem ersten NEO-Roman abgelaufen sind, finden in diesem Roman schließlich erst ihr Ende.
Damit weisen die beiden Autoren auch einen Weg in die nächste Epoche der Serie. Der große Handlungsbogen um das Ringen, die Allianz und die damit zusammenhängenden Probleme ist erst einmal abgeschlossen – nun können neue Abenteuer geschildert werden.
28 April 2019
Die Solare Union kommt
Ein Logbuch der Redaktion
Man kann es kaum anders sagen: Am 17. Mai 2019 wird für PERRY RHODAN NEO tatsächlich eine neue Epoche anbrechen – Band 200 dieser Serie wird erscheinen. Nachdem wir zuletzt bei der klassischen PERRY RHODAN-Serie mit Band 3000 ein großes Jubiläum feiern konnten, wird bei der parallelen Serie ein weiteres Jubiläum auf uns zukommen.
Unsere Serie bricht mit diesem Roman zu neuen Ufern auf: Bisherige Handlungsbögen sind zu Ende gegangen, es beginnt eine Zeit frischer Herausforderungen. Gefahren wie ANDROS, die Meister der Insel oder die monströsen Bestien gehören erst einmal der Vergangenheit an, die friedliche Erforschung des Weltalls steht im Vordergrund. Aber …
Unter Führung der zwei Exposéautoren Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm schreibt derzeit ein Team engagierter Autorinnen und Autoren an einer Serie, die selbstverständlich PERRY RHODAN im Titel trägt, aber längst eigene Wege geht. Wir lieben die Klassiker des sogenannten Perryversums, machen daraus aber ein eigenes Universum.
Nach wie vor gilt das Grundprinzip von PERRY RHODAN NEO: Man greift Elemente der klassischen PERRY RHODAN-Serie auf, verfremdet und verändert sie, ergänzt sie durch neue Ideen oder modernisiert sie – und daraus entsteht die aufregende Geschichte einer Menschheit, die ihre ersten Schritte in einem höchst gefährlichen Kosmos unternimmt.
Worum es in den Romanen nach Band 200 geht, soll an dieser Stelle noch gar nicht ausführlich erzählt werden (bei Veranstaltungen haben wir dazu schon einiges erzählt). Die Handlung springt ins Jahr 2088 und präsentiert die Erde und ihre Bewohner in einem Umfeld, das so bisher nie vorgestellt worden ist.
Erste Kolonien sind errichtet worden, Handel und Wirtschaft entstehen zwischen den einzelnen Welten. Die Erde ist zwar noch kein geeinigter Planet, aber längst steht sie im Zentrum eines kleinen Sternenreiches. Technik und Wissenschaft florieren, man geht eigene Wege, auch wenn man immer noch von den Ideen profitiert, die man von den Arkoniden übernommen hat.
Der Titel der ersten Handlungsstaffel deutet ein wenig von dem an, um was es geht: »Die Solare Union« – so werden diese zehn Romane zusammengefasst, und die Solare Union ist das politische Gebilde, unter dessen Vorzeichen die Menschheit ihren Vorstoß ins All unternimmt. In diesen zehn Romanen werden die Leser erfahren, wie die Solare Union arbeitet und welche Schwierigkeiten sie hat, wie die Erde sich entwickelt hat und was immer noch schiefläuft. Und natürlich erfahren sie auch, was mit Perry Rhodan geschehen ist, seiner Frau Thora und ihren gemeinsamen Kindern.
Den ersten Roman der neuen Staffel verfassten die beiden Exposéautoren gemeinsam. Rainer Schorm und Rüdiger Schäfer schrieben »Mann aus Glas«, in dem ein ungewöhnliches Lebewesen im Gebiet der Menschheit auftaucht und in dem sich eine neue Gefahr am Horizont abzeichnet. Ihr Roman kommt am 17. Mai 2019 in den Handel – und lädt sowohl die Stammleser als auch potenzielle Neuleser dazu ein, die Welten der Solaren Union zu besuchen.
Wie es danach weitergeht, werde ich noch erzählen. Wir stecken in diesen Tagen mit Hochdruck in der Arbeit an der neuen Staffel; die ersten Romane sind bereits geschrieben worden, weitere Exposés liegen bei den Autorinnen und Autoren. Mit der Solaren Union bricht die Menschheit zu neuen Ufern auf – und das werden wir in den nächsten Romanen von PERRY RHODAN NEO erzählen …
Man kann es kaum anders sagen: Am 17. Mai 2019 wird für PERRY RHODAN NEO tatsächlich eine neue Epoche anbrechen – Band 200 dieser Serie wird erscheinen. Nachdem wir zuletzt bei der klassischen PERRY RHODAN-Serie mit Band 3000 ein großes Jubiläum feiern konnten, wird bei der parallelen Serie ein weiteres Jubiläum auf uns zukommen.
Unsere Serie bricht mit diesem Roman zu neuen Ufern auf: Bisherige Handlungsbögen sind zu Ende gegangen, es beginnt eine Zeit frischer Herausforderungen. Gefahren wie ANDROS, die Meister der Insel oder die monströsen Bestien gehören erst einmal der Vergangenheit an, die friedliche Erforschung des Weltalls steht im Vordergrund. Aber …
Unter Führung der zwei Exposéautoren Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm schreibt derzeit ein Team engagierter Autorinnen und Autoren an einer Serie, die selbstverständlich PERRY RHODAN im Titel trägt, aber längst eigene Wege geht. Wir lieben die Klassiker des sogenannten Perryversums, machen daraus aber ein eigenes Universum.
Nach wie vor gilt das Grundprinzip von PERRY RHODAN NEO: Man greift Elemente der klassischen PERRY RHODAN-Serie auf, verfremdet und verändert sie, ergänzt sie durch neue Ideen oder modernisiert sie – und daraus entsteht die aufregende Geschichte einer Menschheit, die ihre ersten Schritte in einem höchst gefährlichen Kosmos unternimmt.
Worum es in den Romanen nach Band 200 geht, soll an dieser Stelle noch gar nicht ausführlich erzählt werden (bei Veranstaltungen haben wir dazu schon einiges erzählt). Die Handlung springt ins Jahr 2088 und präsentiert die Erde und ihre Bewohner in einem Umfeld, das so bisher nie vorgestellt worden ist.
Erste Kolonien sind errichtet worden, Handel und Wirtschaft entstehen zwischen den einzelnen Welten. Die Erde ist zwar noch kein geeinigter Planet, aber längst steht sie im Zentrum eines kleinen Sternenreiches. Technik und Wissenschaft florieren, man geht eigene Wege, auch wenn man immer noch von den Ideen profitiert, die man von den Arkoniden übernommen hat.
Der Titel der ersten Handlungsstaffel deutet ein wenig von dem an, um was es geht: »Die Solare Union« – so werden diese zehn Romane zusammengefasst, und die Solare Union ist das politische Gebilde, unter dessen Vorzeichen die Menschheit ihren Vorstoß ins All unternimmt. In diesen zehn Romanen werden die Leser erfahren, wie die Solare Union arbeitet und welche Schwierigkeiten sie hat, wie die Erde sich entwickelt hat und was immer noch schiefläuft. Und natürlich erfahren sie auch, was mit Perry Rhodan geschehen ist, seiner Frau Thora und ihren gemeinsamen Kindern.
Den ersten Roman der neuen Staffel verfassten die beiden Exposéautoren gemeinsam. Rainer Schorm und Rüdiger Schäfer schrieben »Mann aus Glas«, in dem ein ungewöhnliches Lebewesen im Gebiet der Menschheit auftaucht und in dem sich eine neue Gefahr am Horizont abzeichnet. Ihr Roman kommt am 17. Mai 2019 in den Handel – und lädt sowohl die Stammleser als auch potenzielle Neuleser dazu ein, die Welten der Solaren Union zu besuchen.
Wie es danach weitergeht, werde ich noch erzählen. Wir stecken in diesen Tagen mit Hochdruck in der Arbeit an der neuen Staffel; die ersten Romane sind bereits geschrieben worden, weitere Exposés liegen bei den Autorinnen und Autoren. Mit der Solaren Union bricht die Menschheit zu neuen Ufern auf – und das werden wir in den nächsten Romanen von PERRY RHODAN NEO erzählen …
27 April 2019
Der dritte Progress-Report ist da
Nur noch wenige Wochen, dann beginnen die dritten PERRY RHODAN-Tage in Osnabrück. Die Verantwortlichen der PERRY RHODAN-FanZentrale verschickten ein erstes Programm, gut getarnt in Form eines sogenannten Progress-Reports – das erhöht bei Menschen wie mir immer die Vorfreude.

Wie es aussieht, wird ein umfangreiches Programm geboten, das in mehreren Räumen parallel ablaufen wird. Autoren und Zeichner sind vor Ort, die Redaktion wird durch Klaus Bollhöfener sowie mich vertreten. Es gibt also genügend Möglichkeiten, am 25. und 26. Mai 2019 mit den »Machern« der PERRY RHODAN-Serie zu sprechen.
Wobei die anstehende Miniserie PERRY RHODAN-Mission SOL sowie der Band 200 von PERRY RHODAN NEO echte Schwerpunkte bilden werden. Ich bin aber sicher, dass Wim Vandemaan als einer der zwei Exposéautoren der wöchentlichen PERRY RHODAN-Serie für genügend Aufmerksamkeit sorgen wird ...
Langer Rede kurzer Sinn: Ich freue mich schon sehr!

Wie es aussieht, wird ein umfangreiches Programm geboten, das in mehreren Räumen parallel ablaufen wird. Autoren und Zeichner sind vor Ort, die Redaktion wird durch Klaus Bollhöfener sowie mich vertreten. Es gibt also genügend Möglichkeiten, am 25. und 26. Mai 2019 mit den »Machern« der PERRY RHODAN-Serie zu sprechen.
Wobei die anstehende Miniserie PERRY RHODAN-Mission SOL sowie der Band 200 von PERRY RHODAN NEO echte Schwerpunkte bilden werden. Ich bin aber sicher, dass Wim Vandemaan als einer der zwei Exposéautoren der wöchentlichen PERRY RHODAN-Serie für genügend Aufmerksamkeit sorgen wird ...
Langer Rede kurzer Sinn: Ich freue mich schon sehr!
26 April 2019
Psionisches Roulette
Die Druckerei liefert uns freundlicherweise immer die Belegexemplare für die aktuellen PERRY RHODAN-Bücher sehr rechtzeitig. Deshalb liegt mir auch schon »Psionisches Roulette«, der Band 146 der PERRY RHODAN-Bücher. Ich werde es sicher nicht schaffen, das Buch noch einmal komplett durchzuschmökern, freue mich aber darauf, am Wochenende in ihm zu blättern und einzelne Szenen zu lesen.
Schon jetzt ist mir bewusst, dass viele Erinnerungen in mir wach werden dürften. Immerhin sind in diesem Buch Romane enthalten, die 1985 erstmals veröffentlicht wurden. Zu der Zeit war ich als Wehrpflichtiger bei der Bundeswehr, und die Lektüre der wöchentlichen PERRY RHODAN-Romane empfand ich als wichtige Abwechslung zur meist öden Routine.
Mit dem Buch legte Hubert Haensel als Bearbeiter einen eindeutigen Schwerpunkt: Die Abenteuer des Arkoniden Atlan im geheimnisvollen Tiefenland stehen im Zentrum. Viele tolle Ideen, viele starke Szenen habe ich in meinem Gedächtnis abgespeichert!
Ich erinnere mich noch gut an Figuren wie den Haluter Domo Sokrat, genannt Sokrates, der sich selbst als einen Orbiter betrachtete. Ich denke an die mysteriöse Clio, die sich als Spielzeugmacherin bezeichnete und mit der damals viele Leser nicht viel anfangen konnte.
Und ich weiß noch, wie ich das Grauland bei der Lektüre als unheimlich empfand und mich nicht nur einmal frage: »Wie holen die Autoren unsere Helden eigentlich aus dieser Situation heraus?«
Schon jetzt ist mir bewusst, dass viele Erinnerungen in mir wach werden dürften. Immerhin sind in diesem Buch Romane enthalten, die 1985 erstmals veröffentlicht wurden. Zu der Zeit war ich als Wehrpflichtiger bei der Bundeswehr, und die Lektüre der wöchentlichen PERRY RHODAN-Romane empfand ich als wichtige Abwechslung zur meist öden Routine.
Mit dem Buch legte Hubert Haensel als Bearbeiter einen eindeutigen Schwerpunkt: Die Abenteuer des Arkoniden Atlan im geheimnisvollen Tiefenland stehen im Zentrum. Viele tolle Ideen, viele starke Szenen habe ich in meinem Gedächtnis abgespeichert!
Ich erinnere mich noch gut an Figuren wie den Haluter Domo Sokrat, genannt Sokrates, der sich selbst als einen Orbiter betrachtete. Ich denke an die mysteriöse Clio, die sich als Spielzeugmacherin bezeichnete und mit der damals viele Leser nicht viel anfangen konnte.
Und ich weiß noch, wie ich das Grauland bei der Lektüre als unheimlich empfand und mich nicht nur einmal frage: »Wie holen die Autoren unsere Helden eigentlich aus dieser Situation heraus?«
25 April 2019
Wie entstand das Sternenbiest?
Während Robert Feldhoff an seinem ersten Roman für die neue Reihe der »Space Thriller« arbeitete, standen wir im ständigen Dialog. Wir sprachen über sein Exposé, die Figuren, die weitergehende Handlung. Und natürlich machten wir uns oft Gedanken über einen Titel für seinen Roman.
Als die ersten Kapitel standen, schlug Robert vor, dem Space Thriller den Titel »Plötzlicher Kindstod« zu geben. »Wieso das denn?«, fragte ich verblüfft. Diese Todesart komme nun mal oft vor, meinte er, und in seinem Roman bilde es den Anfang. Ich argumentierte dagegen, mit einem solchen Titel könnte man den Vertrieb nicht überzeugen. So gut kannte ich die Kollegen im Vertrieb zu diesem Zeitpunkt dann doch.
Wir brainstormten eine Weile, dann herrschte Stille. Der Autor arbeitete weiter an seinem Roman, ich hatte auch zu tun. Einige Tage später kam er mit seinem neuen Vorschlag: »Wir nennen den Roman einfach ›Grüße vom Sternenbiest‹, das klingt gut«, schlug er vor.
Ich fand den Titel super, das sagte ich ihm auch gleich. »Aber was heißt das eigentlich?«, fragte ich.
Den Begriff »Sternenbiest« müsse er noch sinnvoll in den Roman einbauen, meinte der Autor. Er habe eine Idee, müsse aber sehen, ob sie funktioniert. Dann schrieb er weiter, den Titel bekam er irgendwann gut mit dem Inhalt des Romans verknüpft, und wir waren beide sehr zufrieden. Es war ein ungewöhnlicher Weg, einen Titel festzulegen, aber für uns beide funktionierte es.
Bis heute halte ich »Grüße vom Sternenbiest« für einen der besten Titel, den es für einen PERRY RHODAN-Roman gibt. Und den Roman finde ich nach wie vor richtig klasse!
Als die ersten Kapitel standen, schlug Robert vor, dem Space Thriller den Titel »Plötzlicher Kindstod« zu geben. »Wieso das denn?«, fragte ich verblüfft. Diese Todesart komme nun mal oft vor, meinte er, und in seinem Roman bilde es den Anfang. Ich argumentierte dagegen, mit einem solchen Titel könnte man den Vertrieb nicht überzeugen. So gut kannte ich die Kollegen im Vertrieb zu diesem Zeitpunkt dann doch.
Wir brainstormten eine Weile, dann herrschte Stille. Der Autor arbeitete weiter an seinem Roman, ich hatte auch zu tun. Einige Tage später kam er mit seinem neuen Vorschlag: »Wir nennen den Roman einfach ›Grüße vom Sternenbiest‹, das klingt gut«, schlug er vor.
Ich fand den Titel super, das sagte ich ihm auch gleich. »Aber was heißt das eigentlich?«, fragte ich.
Den Begriff »Sternenbiest« müsse er noch sinnvoll in den Roman einbauen, meinte der Autor. Er habe eine Idee, müsse aber sehen, ob sie funktioniert. Dann schrieb er weiter, den Titel bekam er irgendwann gut mit dem Inhalt des Romans verknüpft, und wir waren beide sehr zufrieden. Es war ein ungewöhnlicher Weg, einen Titel festzulegen, aber für uns beide funktionierte es.
Bis heute halte ich »Grüße vom Sternenbiest« für einen der besten Titel, den es für einen PERRY RHODAN-Roman gibt. Und den Roman finde ich nach wie vor richtig klasse!
24 April 2019
Willkommen auf Gongolis
Es mangelt in der PERRY RHODAN-Serie wirklich nicht an originellen Schauplätzen. Mit Gongolis, einem Habitat, führt Susan Schwartz einen dieser Schauplätze in die Handlung der laufenden Serie ein. In ihrem Roman »Willkommen auf Gongolis« gewährt sie einen ersten Eindruck.
Mir hat vor allem gefallen, wie sie ihre zweite Hauptfigur durch die Handlung geschubst hat. Aus der Sicht von Ragnu Sholter wirkt die Station anders, als sie sich einem erfahrenen Raumfahrer wie Perry Rhodan präsentiert. Dass beide Figuren und ihre Erlebnisse in einem gewissen Zusammenhang stehen, dürfte die Leser kaum verwundern …
Mir hat vor allem gefallen, wie sie ihre zweite Hauptfigur durch die Handlung geschubst hat. Aus der Sicht von Ragnu Sholter wirkt die Station anders, als sie sich einem erfahrenen Raumfahrer wie Perry Rhodan präsentiert. Dass beide Figuren und ihre Erlebnisse in einem gewissen Zusammenhang stehen, dürfte die Leser kaum verwundern …
23 April 2019
Schwarze Saat als Taschenbuch
Ich freute mich sehr, als ich am ersten Tag nach Ostern und meinem kurzen Urlaub das Belegexemplar von »Schwarze Saat« auf meinem Schreibtisch vorfand. Der Roman von Michael Marcus Thurner ist der erste Band der »Dunkelwelten«-Trilogie, erschien als Taschenbuch bei Bastei-Lübbe und wird von einem starken Titelbild illustriert, das Arndt Drechsler gestaltete und einen Onryonen zeigt.
Im Inhalt geht es unter anderem um Onryonen. Zumindest mit zwei Angehörigen dieses Volkes ist Perry Rhodan in einer geheimnisvollen Unterwelt unterwegs. Dort stößt er auf ein Geheimnis, mit dem er nicht gerechnet hat und das mit seiner eigenen Vergangenheit in Verbindung steht.
Gut gefallen hat mir, als ich das Manuskript dieses Romans gelesen habe, vor allem die Art und Weise, wie der Autor die Onryonen darstellt. Man erfährt mehr über dieses Volk und seine Kultur. Wobei man bedenken muss, dass nicht alle Onryonen gleich sind – es soll ja auch unter Menschen verschiedener Herkunft den einen oder anderen Unterschied geben – und die Bewohner der Dunkelwelt Jolyona auf ihre Art sehr besonders sind …
Im Inhalt geht es unter anderem um Onryonen. Zumindest mit zwei Angehörigen dieses Volkes ist Perry Rhodan in einer geheimnisvollen Unterwelt unterwegs. Dort stößt er auf ein Geheimnis, mit dem er nicht gerechnet hat und das mit seiner eigenen Vergangenheit in Verbindung steht.
Gut gefallen hat mir, als ich das Manuskript dieses Romans gelesen habe, vor allem die Art und Weise, wie der Autor die Onryonen darstellt. Man erfährt mehr über dieses Volk und seine Kultur. Wobei man bedenken muss, dass nicht alle Onryonen gleich sind – es soll ja auch unter Menschen verschiedener Herkunft den einen oder anderen Unterschied geben – und die Bewohner der Dunkelwelt Jolyona auf ihre Art sehr besonders sind …
12 April 2019
Eine schwarze Pyramide in Frankreich
Das aktuelle PERRY RHODAN-Taschenbuch, das unsere Partner in französischer Sprache veröffentlicht haben, weist ein dynamisches Motiv auf: Ein Raumschiff bohrt sich mit Wucht in die Oberfläche eines Planeten, während ringsum die Vögel davonfliegen. Nicht immer bin ich mit den Titelbildern zufrieden, die in Frankreich auf die PERRY RHODAN-Romane kommen – diesmal gefällt es mir sehr gut.
Inhaltlich geht es in »La Pyramide Noire« – es ist Band 367 – in die Vergangenheit; die französische Ausgabe steckt derzeit im Zyklus »Die Endlose Armada«. Das Taschenbuch enthält zwei Romane von Kurt Mahr, einen von Marianne Sydow und einen von Detlev G. Winter. Die Konfrontation der BASIS-Besatzung mit Angehörigen der Endlosen Armada, die ich in den frühen 80er-Jahren sehr faszinierend fand, wird hoffentlich auch die Leser in Frankreich begeistern.
Inhaltlich geht es in »La Pyramide Noire« – es ist Band 367 – in die Vergangenheit; die französische Ausgabe steckt derzeit im Zyklus »Die Endlose Armada«. Das Taschenbuch enthält zwei Romane von Kurt Mahr, einen von Marianne Sydow und einen von Detlev G. Winter. Die Konfrontation der BASIS-Besatzung mit Angehörigen der Endlosen Armada, die ich in den frühen 80er-Jahren sehr faszinierend fand, wird hoffentlich auch die Leser in Frankreich begeistern.
11 April 2019
Zum Stand der Dunkelwelten
Ein Logbuch der Redaktion
Stichtag ist der 29. April 2019: Ab diesem Tag wird das offiziell im Mai 2019 erscheinende Taschenbuch mit dem Titel »Schwarze Saat« - verfasst von Michael Marcus Thurner – in den Buchhandlungen zum Verkauf angeboten. Damit liegt der erste Teil der Dunkelwelten-Trilogie vor, die Bastei-Lübbe in Zusammenarbeit mit der PERRY RHODAN-Redaktion veröffentlicht.
Wir sehen diese Trilogie als einen weiteren Baustein in unserer
bisherigen Zusammenarbeit, zu der bereits das Taschenbuch »Die falsche
Welt« mit Romanen von Verena Themsen und Andreas Eschbach sowie das Taschenbuch PERRY RHODAN-Trivid von Christian Montillon und Oliver Fröhlich
gehörten.
Bei alledem betrachten wir Bastei-Lübbe als einen wichtigen Partner: Dank der Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen aus Köln ist PERRY RHODAN in den Buchhandlungen wieder dort vertreten, wo die meisten Leser nach Science Fiction und Fantasy suchen – in der entsprechenden Abteilung für Taschenbücher.
Während der Arbeit versuchten wir ein neues Modell, wie Redaktion und Autoren zusammenarbeiten könnten. Die zwei Autoren und die Autorin schrieben nicht nach einem vorgegebenen Reihenexposé, sondern entwickelten ihre Geschichte eigenständig. Grundlage bildete eine Idee von Robert Corvus, die dieser schon vor einiger Zeit eingereicht hatte. Dabei sprachen sie sich untereinander ab und wechselten viele Mails mit der Redaktion; mehrere Telefonate und Besprechungen ergänzten die Vorbereitungen auf die drei Taschenbücher.
Ob das eine bessere Art der Zusammenarbeit war, können wir noch nicht sagen. Es war auf jeden Fall völlig anders und recht ungewohnt – das muss nicht unbedingt schlecht sein. Letztlich wird man am Ende sehen, wie die Leserschaft auf die Romane reagiert.
Aber um was geht es denn eigentlich? Wie der Titel schon andeutet, spielen alle drei Romane auf sogenannten Dunkelwelten. Dabei handelt es sich um Planeten, die sich durch den Leerraum zwischen den Sternen bewegen; sie haben sich vor Jahrmillionen aus dem Schwerefeld ihrer Sonnen gelöst und sind völlig lichtlos. Man kann davon ausgehen, dass es solche Dunkelwelten auch in unserem Universum in großer Zahl gibt – sie sind aber nicht auffindbar, weil sie im Leerraum zu klein sind.
Auch im Perryversum hat sich über lange Zeit hinweg niemand für die Dunkelwelten interessiert. Man weiß, dass die Posbis solche Welten als Stützpunkte nutzen – sie benötigen auch kein Sonnenlicht für ihre Ernährung –, ansonsten sind solche Dunkelwelten bisher unwichtig. Solange die galaktischen Völker überall Sonnensysteme mit besiedelbaren Planeten nutzen können, braucht man eine Dunkelwelt nicht unbedingt anzusteuern.
Das hat sich geändert, als die Onryonen in der Milchstraße aufgetaucht sind. Zuerst machen die humanoiden Wesen in Zusammenhang mit dem Atopischen Tribunal von sich reden, nach dem Abzug des Tribunals bleiben viele von ihnen in der Galaxis zurück. Sie siedeln mehrheitlich auf Dunkelwelten, auf denen sie eigenständige Kulturen entwickelt haben. Nachdem das Tribunal verschwunden ist, bleiben die Onryonen auf sich gestellt, bilden kein Sternenreich oder dergleichen, sondern müssen schauen, wie sie ihre Zukunft gestalten.
Hier setzen die drei Taschenbücher an – unter anderem … In seinem Roman »Schwarze Saat« erzählt Michael Marcus Thurner von der Dunkelwelt Jolyona, die von Onryonen besiedelt worden ist. Der Autor setzt unter anderem Perry Rhodan ins Zentrum. Sein Roman ist bereits produziert und wird termingerecht erscheinen.
Bei seinem Beitrag für die Trilogie beleuchtet Robert Corvus ein Raumschiff, das er schon immer geschätzt hat. In »Schwarze Frucht« wird die Besatzung der KRUSENSTERN mit uralten Geheimnissen konfrontiert. Dieser Roman liegt schon lange vor, ist bereits redigiert und wird derzeit bei Bastei-Lübbe gesetzt.
Madeleine Puljic schreibt in ihrem Roman mit dem Titel »Schwarze Ernte« von der Kolonialwelt Istark. Dort wiederum gibt es seltsame Psi-Phänomene, die mit einer Dunkelwelt in Zusammenhang stehen. In diesem Band, der ebenfalls schon vorliegt, gibt unter anderem der Oxtorner Monkey ein eindrucksvolles Gastspiel.
Soviel zu den drei Taschenbüchern, die uns in der Redaktion gut gefallen haben. In Verbindung mit den Titelbildern, die Arndt Drechsler beigesteuert hat, sollten sie im Buchhandel gut punkten.
Stichtag ist der 29. April 2019: Ab diesem Tag wird das offiziell im Mai 2019 erscheinende Taschenbuch mit dem Titel »Schwarze Saat« - verfasst von Michael Marcus Thurner – in den Buchhandlungen zum Verkauf angeboten. Damit liegt der erste Teil der Dunkelwelten-Trilogie vor, die Bastei-Lübbe in Zusammenarbeit mit der PERRY RHODAN-Redaktion veröffentlicht.
Wir sehen diese Trilogie als einen weiteren Baustein in unserer
bisherigen Zusammenarbeit, zu der bereits das Taschenbuch »Die falsche
Welt« mit Romanen von Verena Themsen und Andreas Eschbach sowie das Taschenbuch PERRY RHODAN-Trivid von Christian Montillon und Oliver Fröhlich
gehörten.Bei alledem betrachten wir Bastei-Lübbe als einen wichtigen Partner: Dank der Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen aus Köln ist PERRY RHODAN in den Buchhandlungen wieder dort vertreten, wo die meisten Leser nach Science Fiction und Fantasy suchen – in der entsprechenden Abteilung für Taschenbücher.
Während der Arbeit versuchten wir ein neues Modell, wie Redaktion und Autoren zusammenarbeiten könnten. Die zwei Autoren und die Autorin schrieben nicht nach einem vorgegebenen Reihenexposé, sondern entwickelten ihre Geschichte eigenständig. Grundlage bildete eine Idee von Robert Corvus, die dieser schon vor einiger Zeit eingereicht hatte. Dabei sprachen sie sich untereinander ab und wechselten viele Mails mit der Redaktion; mehrere Telefonate und Besprechungen ergänzten die Vorbereitungen auf die drei Taschenbücher.
Ob das eine bessere Art der Zusammenarbeit war, können wir noch nicht sagen. Es war auf jeden Fall völlig anders und recht ungewohnt – das muss nicht unbedingt schlecht sein. Letztlich wird man am Ende sehen, wie die Leserschaft auf die Romane reagiert.
Aber um was geht es denn eigentlich? Wie der Titel schon andeutet, spielen alle drei Romane auf sogenannten Dunkelwelten. Dabei handelt es sich um Planeten, die sich durch den Leerraum zwischen den Sternen bewegen; sie haben sich vor Jahrmillionen aus dem Schwerefeld ihrer Sonnen gelöst und sind völlig lichtlos. Man kann davon ausgehen, dass es solche Dunkelwelten auch in unserem Universum in großer Zahl gibt – sie sind aber nicht auffindbar, weil sie im Leerraum zu klein sind.
Auch im Perryversum hat sich über lange Zeit hinweg niemand für die Dunkelwelten interessiert. Man weiß, dass die Posbis solche Welten als Stützpunkte nutzen – sie benötigen auch kein Sonnenlicht für ihre Ernährung –, ansonsten sind solche Dunkelwelten bisher unwichtig. Solange die galaktischen Völker überall Sonnensysteme mit besiedelbaren Planeten nutzen können, braucht man eine Dunkelwelt nicht unbedingt anzusteuern.
Das hat sich geändert, als die Onryonen in der Milchstraße aufgetaucht sind. Zuerst machen die humanoiden Wesen in Zusammenhang mit dem Atopischen Tribunal von sich reden, nach dem Abzug des Tribunals bleiben viele von ihnen in der Galaxis zurück. Sie siedeln mehrheitlich auf Dunkelwelten, auf denen sie eigenständige Kulturen entwickelt haben. Nachdem das Tribunal verschwunden ist, bleiben die Onryonen auf sich gestellt, bilden kein Sternenreich oder dergleichen, sondern müssen schauen, wie sie ihre Zukunft gestalten.
Hier setzen die drei Taschenbücher an – unter anderem … In seinem Roman »Schwarze Saat« erzählt Michael Marcus Thurner von der Dunkelwelt Jolyona, die von Onryonen besiedelt worden ist. Der Autor setzt unter anderem Perry Rhodan ins Zentrum. Sein Roman ist bereits produziert und wird termingerecht erscheinen.
Bei seinem Beitrag für die Trilogie beleuchtet Robert Corvus ein Raumschiff, das er schon immer geschätzt hat. In »Schwarze Frucht« wird die Besatzung der KRUSENSTERN mit uralten Geheimnissen konfrontiert. Dieser Roman liegt schon lange vor, ist bereits redigiert und wird derzeit bei Bastei-Lübbe gesetzt.
Madeleine Puljic schreibt in ihrem Roman mit dem Titel »Schwarze Ernte« von der Kolonialwelt Istark. Dort wiederum gibt es seltsame Psi-Phänomene, die mit einer Dunkelwelt in Zusammenhang stehen. In diesem Band, der ebenfalls schon vorliegt, gibt unter anderem der Oxtorner Monkey ein eindrucksvolles Gastspiel.
Soviel zu den drei Taschenbüchern, die uns in der Redaktion gut gefallen haben. In Verbindung mit den Titelbildern, die Arndt Drechsler beigesteuert hat, sollten sie im Buchhandel gut punkten.
10 April 2019
Die Heilerin von Hangay
Endlich habe ich wieder einen Roman in der Reihe der PERRY RHODAN-FanEdition gelesen. In diesem Fall handelt es sich um das Gemeinschaftswerk der Autoren Michael Tinnefeld und Gerhard Huber, das unter dem Titel »Die Heilerin von Hangay« erschienen ist. Es ist immerhin schon der zwanzigste Band in der Reihe der FanEdition – das finde ich respektabel.Wie der Titel schon nahelegt, spielt eine Kartanin die Hauptrolle in diesem Roman. Diese Außerirdischen mochte ich schon, als sie zum ersten Mal in unserer Serie aufgetaucht sind.
Weil der Roman nach dem Abzug der Terminalen Kolonne spielt, gibt es Bezüge zu den entsprechenden Romanen: Wie sieht so eine Sterneninsel eigentlich aus, nachdem die Chaosmächte und ihre Truppen abgezogen sind?
Die beiden Autoren erzählen eine unterhaltsame Geschichte, die sich vor allem auf einen exotischen Planeten konzentriert. Dort gibt es dann auch eine überraschende Enthüllung, was die Person der Heilerin betrifft – am Ende war ich dann doch recht verblüfft … und ich hoffe, dass ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten habe.
»Die Heilerin von Hangay« ist ein positives Beispiel für einen Fan-Roman: Die beiden Autoren haben Elemente der Serie aufgegriffen und ihre ganz eigene Geschichte entwickelt. Sehr schön!
09 April 2019
Sondereditionen zum Jubiläumsband
Weil die Frage im Forum gestellt wurde, möchte ich sie kurz öffentlich angehen: Zu unserem Jubiläumsband – also dem Roman mit der Nummer 3000 und dem Titel »Mythos Erde« – gab es neben der regulären Ausgabe, die wir über den Zeitschriftenhandel und diverse Shops sowie das Abonnement verkauft haben, zwei Sondereditionen.
Die eine, die wir intern als die »Ankerkraut«-Ausgabe bezeichnen, wurde von der Firma Ankerkraut angeboten. Man kann in diesem Fall zwei besondere Gewürze und das Heft 3000 in einer Geschenk-Box erhalten. Das Heft ist fast identisch: Es hat einen anderen Umschlag, enthält aber kein Poster – der Roman ist derselbe.
Ähnlich sieht es bei der »Lootchest«-Ausgabe aus. Sie hat ebenfalls einen anderen Umschlag, enthält denselben Roman, aber auch kein Poster. Sie wird im Rahmen einer sogenannten Lootchest-Box an die Abonnenten von Lootchest verschickt; diese müssen dafür keinen Aufpreis bezahlen.
Die eine, die wir intern als die »Ankerkraut«-Ausgabe bezeichnen, wurde von der Firma Ankerkraut angeboten. Man kann in diesem Fall zwei besondere Gewürze und das Heft 3000 in einer Geschenk-Box erhalten. Das Heft ist fast identisch: Es hat einen anderen Umschlag, enthält aber kein Poster – der Roman ist derselbe.
Ähnlich sieht es bei der »Lootchest«-Ausgabe aus. Sie hat ebenfalls einen anderen Umschlag, enthält denselben Roman, aber auch kein Poster. Sie wird im Rahmen einer sogenannten Lootchest-Box an die Abonnenten von Lootchest verschickt; diese müssen dafür keinen Aufpreis bezahlen.
08 April 2019
Wir arbeiten an einer Mission
In diesen Tagen beschäftigen wir uns in der Redaktion sehr häufig mit der nächsten Miniserie. PERRY RHODAN-Mission SOL erscheint zwar erst im Juni, und man meint immer, bis dahin sei noch eine Menge Zeit – aber so langsam müssen wir uns beeilen, um alle Termine noch in einem vernünftigen Zeitrahmen zu schaffen. Und das geschieht in den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen.
Während Kai Hirdt an den Exposés feilt, schreiben die ersten Autoren fleißig an ihren Romanen. Das erste Titelbild ist in der internen Diskussion, die Anzeigen werden parallel dazu gebastelt. Wir haben Ideen gesammelt, in welche Richtung wir das Marketing entwickeln werden; erste Texte sind schon entstanden, weitere müssen noch geschrieben werden.
Am Dienstag werden Katrin Weil und ich die konzeptionellen Gedanken dem Vertrieb sowie der Geschäftsführung vorstellen. Dabei wird dann auch definiert, welche Prämie wir den »Editionskunden« geben können – also den Menschen, die ein kurzes Abonnement über die zwölf Romane abschließen. Und viele andere Dinge mehr ...
Während Kai Hirdt an den Exposés feilt, schreiben die ersten Autoren fleißig an ihren Romanen. Das erste Titelbild ist in der internen Diskussion, die Anzeigen werden parallel dazu gebastelt. Wir haben Ideen gesammelt, in welche Richtung wir das Marketing entwickeln werden; erste Texte sind schon entstanden, weitere müssen noch geschrieben werden.
Am Dienstag werden Katrin Weil und ich die konzeptionellen Gedanken dem Vertrieb sowie der Geschäftsführung vorstellen. Dabei wird dann auch definiert, welche Prämie wir den »Editionskunden« geben können – also den Menschen, die ein kurzes Abonnement über die zwölf Romane abschließen. Und viele andere Dinge mehr ...
07 April 2019
Stadt der Letztgedanken
Ich kann es mir schon jetzt vorstellen: Der eine oder andere Leser wird einwenden, dass das Titelbild des Romans »Stadt der Letztgedanken« nicht mit der Beschreibung im Inhalt übereinstimmt. Aber Dirk Schulz hat zu dem Roman von Susan Schwartz eine beeindruckende Impression geliefert, die ich hervorragend finde – sie ist ein Blickfang am Kiosk und im E-Book-Shop.
Inhaltlich schreibt die Autorin die Handlung in der Milchstraße fort. Atlan und seine Begleiter erfahren mehr über einige aktuelle Dinge, sie treffen auf seltsame Außerirdische, die sich als Vanth bezeichnen. Ich finde die Idee, die hinter der Kultur der Vanth steht, immer noch sehr originell; sie hat etwas mit Denkfähigkeiten und Geschwindigkeiten zu tun.
Ob das den Lesern gefällt, weiß ich nicht. Aber wer schon immer sagte, er wollte etwas lesen, das in der PERRY RHODAN-Serie noch nie dagewesen ist, der ist hier an der richtigen Stelle …
Inhaltlich schreibt die Autorin die Handlung in der Milchstraße fort. Atlan und seine Begleiter erfahren mehr über einige aktuelle Dinge, sie treffen auf seltsame Außerirdische, die sich als Vanth bezeichnen. Ich finde die Idee, die hinter der Kultur der Vanth steht, immer noch sehr originell; sie hat etwas mit Denkfähigkeiten und Geschwindigkeiten zu tun.
Ob das den Lesern gefällt, weiß ich nicht. Aber wer schon immer sagte, er wollte etwas lesen, das in der PERRY RHODAN-Serie noch nie dagewesen ist, der ist hier an der richtigen Stelle …
05 April 2019
Das heimliche Imperium
Bei einer langen Autofahrt nutze ich gern die Chance, ein Hörbuch zu genießen. Wenn ich – wie am Buchmessen-Wochenende – die Reise von Karlsruhe nach Leipzig und auch wieder zurück auf mich nehme, lohnt es sich, ein PERRY RHODAN-Hörbuch, das ich schon länger im Auto habe, endlich zu Ende zu hören. In diesem Fall handelt es sich um »Das heimliche Imperium« – ich tauche also wieder einmal in die Zeit des »Schwarm«-Zyklus ein. Heute erst komme ich dazu, einige Zeilen darüber zu schreiben.
Diese Romane hatte ich in Form von Heften schon in den 70er-Jahren gelesen, nicht am Stück und mit vielen Lücken versehen. Anfangs der 80er-Jahre hatte ich den »Schwarm«-Zyklus komplett und schmökerte ihn dann am Stück durch, wenngleich ich einige Romane, die ich schon kannte, nur überflog. Bis heute halte ich ihn für eine der stärksten Episoden unserer Serie, in der viele neue Figuren auftauchten, die die Serie prägen sollten, und in der viele Ideen fixiert wurden, die uns bis heute begleiten.
Als ich in den 90er-Jahren die entsprechenden Bücher als Silberband-Ausgabe zu betreuen hatte, verließ ich mich stark auf die Bearbeitung von Horst Hoffmann und schaute die Manuskripte nur durch. Deshalb kenne ich diese Ausgabe praktisch gar nicht.
Wenn ich also im Jahr 2019 die Silber Edition mit dem entsprechenden Titel anhöre, ist es gut vierzig Jahre her, seit ich ihr zum ersten Mal begegnete. Und ich stelle fest, dass mir manche Teile dieser Silber Edition richtig gut gefallen – wie man heutzutage sagt: »Sie sind gut gealtert.« Das liegt sicher an der einprägsamen Stimme von Josef Tratnik, das ist schon klar: Wenn er vorliest, passt das zur klassischen Zeit unserer Serie; seine Stimme geht leicht ins Ohr, und sie vermittelt die Geschichte richtig gut.
Neue Figuren tauchen in dieser Silber Edition auf: die Metabio-Gruppiererin Irina Kotschistowa oder Tahonka-No, der Knöcherne, sind faszinierend; ich mochte sie schon damals. Mit dem Vordringen in den Schwarm und dem Auftauchen des heimlichen Imperiums gibt es neue Puzzlestücke zum Geheimnis des Schwarms. Tolle Geschichten, tolle Erinnerungen – ich weiß, warum ich den »Schwarm«-Zyklus trotz aller Schwächen immer noch schätze.
Diese Romane hatte ich in Form von Heften schon in den 70er-Jahren gelesen, nicht am Stück und mit vielen Lücken versehen. Anfangs der 80er-Jahre hatte ich den »Schwarm«-Zyklus komplett und schmökerte ihn dann am Stück durch, wenngleich ich einige Romane, die ich schon kannte, nur überflog. Bis heute halte ich ihn für eine der stärksten Episoden unserer Serie, in der viele neue Figuren auftauchten, die die Serie prägen sollten, und in der viele Ideen fixiert wurden, die uns bis heute begleiten.Als ich in den 90er-Jahren die entsprechenden Bücher als Silberband-Ausgabe zu betreuen hatte, verließ ich mich stark auf die Bearbeitung von Horst Hoffmann und schaute die Manuskripte nur durch. Deshalb kenne ich diese Ausgabe praktisch gar nicht.
Wenn ich also im Jahr 2019 die Silber Edition mit dem entsprechenden Titel anhöre, ist es gut vierzig Jahre her, seit ich ihr zum ersten Mal begegnete. Und ich stelle fest, dass mir manche Teile dieser Silber Edition richtig gut gefallen – wie man heutzutage sagt: »Sie sind gut gealtert.« Das liegt sicher an der einprägsamen Stimme von Josef Tratnik, das ist schon klar: Wenn er vorliest, passt das zur klassischen Zeit unserer Serie; seine Stimme geht leicht ins Ohr, und sie vermittelt die Geschichte richtig gut.
Neue Figuren tauchen in dieser Silber Edition auf: die Metabio-Gruppiererin Irina Kotschistowa oder Tahonka-No, der Knöcherne, sind faszinierend; ich mochte sie schon damals. Mit dem Vordringen in den Schwarm und dem Auftauchen des heimlichen Imperiums gibt es neue Puzzlestücke zum Geheimnis des Schwarms. Tolle Geschichten, tolle Erinnerungen – ich weiß, warum ich den »Schwarm«-Zyklus trotz aller Schwächen immer noch schätze.
04 April 2019
Ich freute mich auf den »Ordoban«
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
Das Jahr 1984 wurde im Verlauf des Sommers immer seltsamer. Ich hatte die Schule hinter mich gebracht und das Abitur in der Tasche, mit dem ich nichts anzufangen wusste, träumte von einer Karriere als Schriftsteller und musste bald zur Bundeswehr. Zu den wenigen Konstanten in diesem turbulenten Jahr zählte die PERRY RHODAN-Serie.
Nicht jeder Roman gefiel mir, durch manchen Band quälte ich mich. Längst war ich kein »beinharter« PERRY RHODAN-Fan mehr. Ich kannte die Serie gut genug, um ihre Stärken und Schwächen für mich einschätzen zu können. Andere Science Fiction fand ich teilweise viel faszinierender, ich mochte vor allem amerikanische Schriftsteller. Von diesen las ich die Klassiker ebenso wie neue Romane.
Aber PERRY RHODAN war die Serie, die ich seit Jahren verfolgte, die einen großen kosmischen Rahmen hatte, den ich nach wie vor faszinierend fand. Auch wenn mir nicht alles gefallen konnte, war ich auf den anstehenden Jubiläumsband sehr gespannt.
»Das gute Dutzend ist voll – PERRY RHODAN feiert zum zwölften Mal Jubiläum.« Mit diesen Sätzen begann William Voltz seinen Ausblick. Präsentiert wurde er im Rahmen der Leserbriefseite der PERRY RHODAN-Serie, die zu jener Zeit von Horst Hoffmann zusammengestellt wurde. Der Text des Exposéautoren kam in Band 1199.
»In diesen Tagen erscheint der 1200. Band der erfolgreichsten Science-Fiction-Publikation der Welt überhaupt« – so setzte Voltz seine Einleitung fort. Ich hatte ihn nie kennengelernt, hatte ihm nur einmal die Hand gedrückt, als ich auf dem PERRY RHODAN-WeltCon in Mannheim vor ihm gestanden war, und einige Briefe gewechselt.
Mit großer Spannung las ich auf dieser Leserkontaktseite, was der Autor mir mitteilte. Voltz verwies auf den Inhalt des kommenden Romans und das titelgebende Wesen namens Ordoban: »Es blieb lange im Dunklen, ob Ordoban nur ein Mythos, eine Institution, ein Lebewesen oder eine wie auch immer geartete Prothese eines fremdartigen Organismus ist.« Der anstehende Jubiläumsband würde die »endgültigen Antworten auf all diese Fragen« liefern, versprach der Autor. In diesem Roman werde die »schicksalsträchtige und dramatische Geschichte eines ungewöhnlichen Raumfahrers erzählt«.
Solche Aussagen fielen oft, wenn es um PERRY RHODAN ging. Nachdem ich aber ein Jahr lang die Geschichten um die Endlose Armada gelesen hatte – teilweise mit großer Begeisterung angesichts vieler Ideen –, glaubte ich seiner Aussage, ein »atemberaubendes Science-Fiction-Abenteuer in Raum und Zeit« erleben zu können. Immerhin verriet mir der Autor, dass eine Handlungsebene des neuen »Chronofossilien«-Zyklus in der Milchstraße liegen würde, was mich kaum überraschte, während die andere in der geheimnisvollen Tiefe spielen würde.
Die Aussagen zu den Chronofossilien fand ich seltsam. Sie sollten ein »ureigenes Stück von Perry Rhodans Persönlichkeit und Seele« enthalten. Mit Begrifflichkeiten wie »Seele« konnte ich nicht viel anfangen, das klang für mich zu religiös. In welche Richtung sollte sich in diesen Romanen die PERRY RHODAN-Serie entwickeln?
Klarer waren die Aussagen, die der Autor zur eigentlichen Handlung traf: »Den Bemühungen Perry Rhodans und seiner Freunde stehen die Mächte des Chaos feindlich gegenüber.« Er verwies darauf, dass Rhodan »vielen alten Völkern« aus der Seriengeschichte begegnen und auch »mit Ereignissen aus der Vergangenheit« konfrontiert werden würde. Das klang interessant. Ich wollte schon lange wissen, was eigentlich mit den Blues war, mit den Halutern oder Akonen. Viele dieser Völker spielten in der Serie seit vielen hundert Romanen eine untergeordnete Rolle.
Spannend fand ich die Hinweise auf Atlan, meine Lieblingsfigur seit Jahren. Er sollte in DIE TIEFE reisen – in diesem Text übrigens in Großbuchstaben geschrieben –, wo er auf Raum-Zeit-Ingenieure und dergleichen treffen würde. Das wiederum klang sehr phantastisch, auch wenn ich mir noch nicht viel darunter vorstellen konnte. Wie sollten Ereignisse in diesem seltsamen Bereich des Universums mit der Milchstraße und der Erde zusammenhängen?
Horst Hoffmann wies auf dieser Leserkontaktseite auch auf den Jubiläumsband und seine Ausstattung hin. Damals kannte ich den Autor noch nicht persönlich, aber ich schätzte seine Romane, seine Leserseite und die Cartoons, die er immer wieder einstreute. In meinem Besitz hatte ich zudem einige Fanzines, die er in den 70er-Jahren veröffentlicht hatte und in denen ich ihn als politisch wachen sowie humorvollen Science-Fiction-Fan wahrnahm. Wenn er etwas schrieb, nahm ich das stets ernst und fand es wichtig.
Für Band 1200 versprach er »viele Extras«, zu denen unter anderem ein »erweiterter Umfang mit Listen und Sonderbeiträgen« gehörte. Leider konnte er gar nicht viel verraten, was ich nicht verstand – der Band sollte doch eine Woche später schon veröffentlicht werden. Aber »zu dem Zeitpunkt, da ich diese Zeilen schreibe«, so Horst Hoffmann, seien »noch nicht alle Details der Herstellung festgelegt«. Das machte mich erst recht neugierig.
Ich war in diesem Sommer 1984 also gespannt: Wie würde der Band 1200 aussehen, was würde in ihm erzählt werden, und wie hatte ich mir den kommenden »Chronofossilien«-Zyklus eigentlich vorzustellen?
Das Jahr 1984 wurde im Verlauf des Sommers immer seltsamer. Ich hatte die Schule hinter mich gebracht und das Abitur in der Tasche, mit dem ich nichts anzufangen wusste, träumte von einer Karriere als Schriftsteller und musste bald zur Bundeswehr. Zu den wenigen Konstanten in diesem turbulenten Jahr zählte die PERRY RHODAN-Serie.
Nicht jeder Roman gefiel mir, durch manchen Band quälte ich mich. Längst war ich kein »beinharter« PERRY RHODAN-Fan mehr. Ich kannte die Serie gut genug, um ihre Stärken und Schwächen für mich einschätzen zu können. Andere Science Fiction fand ich teilweise viel faszinierender, ich mochte vor allem amerikanische Schriftsteller. Von diesen las ich die Klassiker ebenso wie neue Romane.
Aber PERRY RHODAN war die Serie, die ich seit Jahren verfolgte, die einen großen kosmischen Rahmen hatte, den ich nach wie vor faszinierend fand. Auch wenn mir nicht alles gefallen konnte, war ich auf den anstehenden Jubiläumsband sehr gespannt.
»Das gute Dutzend ist voll – PERRY RHODAN feiert zum zwölften Mal Jubiläum.« Mit diesen Sätzen begann William Voltz seinen Ausblick. Präsentiert wurde er im Rahmen der Leserbriefseite der PERRY RHODAN-Serie, die zu jener Zeit von Horst Hoffmann zusammengestellt wurde. Der Text des Exposéautoren kam in Band 1199.
»In diesen Tagen erscheint der 1200. Band der erfolgreichsten Science-Fiction-Publikation der Welt überhaupt« – so setzte Voltz seine Einleitung fort. Ich hatte ihn nie kennengelernt, hatte ihm nur einmal die Hand gedrückt, als ich auf dem PERRY RHODAN-WeltCon in Mannheim vor ihm gestanden war, und einige Briefe gewechselt.
Mit großer Spannung las ich auf dieser Leserkontaktseite, was der Autor mir mitteilte. Voltz verwies auf den Inhalt des kommenden Romans und das titelgebende Wesen namens Ordoban: »Es blieb lange im Dunklen, ob Ordoban nur ein Mythos, eine Institution, ein Lebewesen oder eine wie auch immer geartete Prothese eines fremdartigen Organismus ist.« Der anstehende Jubiläumsband würde die »endgültigen Antworten auf all diese Fragen« liefern, versprach der Autor. In diesem Roman werde die »schicksalsträchtige und dramatische Geschichte eines ungewöhnlichen Raumfahrers erzählt«.
Solche Aussagen fielen oft, wenn es um PERRY RHODAN ging. Nachdem ich aber ein Jahr lang die Geschichten um die Endlose Armada gelesen hatte – teilweise mit großer Begeisterung angesichts vieler Ideen –, glaubte ich seiner Aussage, ein »atemberaubendes Science-Fiction-Abenteuer in Raum und Zeit« erleben zu können. Immerhin verriet mir der Autor, dass eine Handlungsebene des neuen »Chronofossilien«-Zyklus in der Milchstraße liegen würde, was mich kaum überraschte, während die andere in der geheimnisvollen Tiefe spielen würde.
Die Aussagen zu den Chronofossilien fand ich seltsam. Sie sollten ein »ureigenes Stück von Perry Rhodans Persönlichkeit und Seele« enthalten. Mit Begrifflichkeiten wie »Seele« konnte ich nicht viel anfangen, das klang für mich zu religiös. In welche Richtung sollte sich in diesen Romanen die PERRY RHODAN-Serie entwickeln?
Klarer waren die Aussagen, die der Autor zur eigentlichen Handlung traf: »Den Bemühungen Perry Rhodans und seiner Freunde stehen die Mächte des Chaos feindlich gegenüber.« Er verwies darauf, dass Rhodan »vielen alten Völkern« aus der Seriengeschichte begegnen und auch »mit Ereignissen aus der Vergangenheit« konfrontiert werden würde. Das klang interessant. Ich wollte schon lange wissen, was eigentlich mit den Blues war, mit den Halutern oder Akonen. Viele dieser Völker spielten in der Serie seit vielen hundert Romanen eine untergeordnete Rolle.
Spannend fand ich die Hinweise auf Atlan, meine Lieblingsfigur seit Jahren. Er sollte in DIE TIEFE reisen – in diesem Text übrigens in Großbuchstaben geschrieben –, wo er auf Raum-Zeit-Ingenieure und dergleichen treffen würde. Das wiederum klang sehr phantastisch, auch wenn ich mir noch nicht viel darunter vorstellen konnte. Wie sollten Ereignisse in diesem seltsamen Bereich des Universums mit der Milchstraße und der Erde zusammenhängen?
Horst Hoffmann wies auf dieser Leserkontaktseite auch auf den Jubiläumsband und seine Ausstattung hin. Damals kannte ich den Autor noch nicht persönlich, aber ich schätzte seine Romane, seine Leserseite und die Cartoons, die er immer wieder einstreute. In meinem Besitz hatte ich zudem einige Fanzines, die er in den 70er-Jahren veröffentlicht hatte und in denen ich ihn als politisch wachen sowie humorvollen Science-Fiction-Fan wahrnahm. Wenn er etwas schrieb, nahm ich das stets ernst und fand es wichtig.
Für Band 1200 versprach er »viele Extras«, zu denen unter anderem ein »erweiterter Umfang mit Listen und Sonderbeiträgen« gehörte. Leider konnte er gar nicht viel verraten, was ich nicht verstand – der Band sollte doch eine Woche später schon veröffentlicht werden. Aber »zu dem Zeitpunkt, da ich diese Zeilen schreibe«, so Horst Hoffmann, seien »noch nicht alle Details der Herstellung festgelegt«. Das machte mich erst recht neugierig.
Ich war in diesem Sommer 1984 also gespannt: Wie würde der Band 1200 aussehen, was würde in ihm erzählt werden, und wie hatte ich mir den kommenden »Chronofossilien«-Zyklus eigentlich vorzustellen?
03 April 2019
Der Dimensionsblock
Für einen Menschen von der Erde sind die fremdartigen Bewohner der galaktischen Eastside von ungewöhnlicher Gestalt. Sie nannten sich selbst Azaraq, wurden von den Menschen aber meist als »Blues« bezeichnet. Nach mehreren Konflikten gelang es Perry Rhodan, mit ihnen Frieden zu schließen.
Das ist die Ausgangspunkt in der klassischen PERRY RHODAN-Serie, aber auch in PERRY RHODAN NEO. Mir hat schon immer gefallen, wie die NEO-Autoren die »Blues« neu in der Science Fiction verankert haben.
An die neue Beschreibung der Eastside knüpft der aktuelle Roman von Ruben Wickenhäuser an. »Der Dimensionsschock« wird in dieser Woche veröffentlicht, er trägt die Bandnummer 197 und erzählt unter anderem die Geschichte eines einsamen Azaraq, der mit sich und seinem Schicksal hadert, der sich eigentlich auf ein einsames Sterben eingestellt hat und der doch eine große Aufgabe übernimmt.
Das ist die Ausgangspunkt in der klassischen PERRY RHODAN-Serie, aber auch in PERRY RHODAN NEO. Mir hat schon immer gefallen, wie die NEO-Autoren die »Blues« neu in der Science Fiction verankert haben.
An die neue Beschreibung der Eastside knüpft der aktuelle Roman von Ruben Wickenhäuser an. »Der Dimensionsschock« wird in dieser Woche veröffentlicht, er trägt die Bandnummer 197 und erzählt unter anderem die Geschichte eines einsamen Azaraq, der mit sich und seinem Schicksal hadert, der sich eigentlich auf ein einsames Sterben eingestellt hat und der doch eine große Aufgabe übernimmt.
02 April 2019
Zeuge der Jahrhunderte
»Ich wollte keine Freiheit, sondern wissen, was ich zu tun hatte.« Das ist ein Zitat aus dem anstehenden Roman von Michelle Stern. Unter dem Titel »Zeug der Jahrhunderte« und mit der Bandnummer 3007 kommt er in dieser Woche in den Handel.
Er zeigt eine weitere Facette in der Milchstraße, wie sie Perry Rhodan und seine Begleiter auf der RAS TSCHUBAI nach fünf Jahrhunderten antreffen. Der von mir zitierte Satz wiederum gibt einen Einblick in das Innenleben eines besonderen Lebewesens …
Die Autorin schildert eine Reihe von Konfrontationen und Kontakten. Menschen treffen auf Posbis und andere Wesen; sie erfahren – ebenso wie die Leser – ein bisschen ewas von den geheimnisvollen Zain-Konstrukten. Das beeindruckende Titelbild von Alfred Kelsner fängt die Weltraum-Stimmung, die der Roman vermittelt, in wunderbaren Blau-Tönen ein!
Er zeigt eine weitere Facette in der Milchstraße, wie sie Perry Rhodan und seine Begleiter auf der RAS TSCHUBAI nach fünf Jahrhunderten antreffen. Der von mir zitierte Satz wiederum gibt einen Einblick in das Innenleben eines besonderen Lebewesens …
Die Autorin schildert eine Reihe von Konfrontationen und Kontakten. Menschen treffen auf Posbis und andere Wesen; sie erfahren – ebenso wie die Leser – ein bisschen ewas von den geheimnisvollen Zain-Konstrukten. Das beeindruckende Titelbild von Alfred Kelsner fängt die Weltraum-Stimmung, die der Roman vermittelt, in wunderbaren Blau-Tönen ein!
01 April 2019
Als Untermieter in Leipzig
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
Als ich am Donnerstag, 17. März 2005, in Karlsruhe ins Auto stieg, herrschte ein wunderbares Frühlingswetter. Mir stand eine lange Fahrt nach Leipzig bevor, und ich kam richtig gut durch den Verkehr. In bester Laune fuhr ich über Frankfurt und Jena bis in die Messestadt. Dabei wusste ich noch nicht einmal genau, wie die Buchmesse in diesem Jahr verlaufen würde.
Immerhin wusste ich, dass sehr vieles sehr anders verlaufen würde. In
den Jahren zuvor hatte sich der Pabel-Moewig Verlag als ein Teil eines
Gemeinschaftsstandes der Verlage aus Baden-Württemberg verstanden. PERRY
RHODAN war so mit einer Handvoll Büchern also in einer winzigen Ecke
eines Gemeinschaftsstandes präsentiert worden. Ich war damit immer
unzufrieden gewesen. Im Jahr 2005 wollten wir das anders machen.
Leider hatte man uns nicht erlaubt, einen eigenen Messestand zu organisieren. »PERRY RHODAN ist eine Zeitschrift, und Zeitschriften sind nicht auf der Buchmesse«, war die Argumentation im Verlag. So waren wir auf die Idee gekommen, das bisherige Konzept zu ändern. Wir wollten in der Nähe von Mangas, Fantasy-Rollenspielen und anderen Themen sein, die im weitesten Sinne etwas mit Science Fiction und fantastischer Literatur zu tun haben.
Also hatten wir uns einen Partner gesucht, der in einem Bereich der Messe tätig war, der für uns interessant schien. In Leipzig hatten die Verantwortlichen die sogenannte Comics-Halle aufgebaut. In dieser sollten nicht nur die Comic-Verlage angesiedelt werden, sondern auch die Spieleverlage und diejenigen, die sich auf Fantasy und Science Fiction spezialisierten.
Ich war mir schon während der Fahrt sicher, dass wir in diesem Bereich der Messe besser platziert wären als irgendwo an einem Gemeinschaftsstand. Wir waren »Untermieter« bei Fantasy Productions, dessen Chef ich seit vielen Jahren kannte. Werner Fuchs hatte seinen Verlag auf Rollenspiele sowie damit verbundene Bücher spezialisiert, brachte Titel zu den Reihen »Das Schwarze Auge«, »Shadowrun« und »BattleTech« heraus. Autoren wie Markus Heitz, Bernhard Hennen oder Robert Corvus veröffentlichten ihre ersten Romane unter seiner Obhut.
Nach einer ausgesprochen schönen Fahrt stellte ich mein Auto auf dem Parkplatz der Messe ab. Erfreut stellte ich fest, dass ich vom Parkplatz bis zum Messestand keine fünfzig Meter zurückzulegen hatte. Das war praktisch, weil ich auf diese Methode die Versorgung des Standes mit Getränken und Süßigkeiten sicherstellen konnte. Als ich am Stand eintraf, war ich von der Optik sehr angetan: Fantasy Productions hatte uns die Hälfte des Standes so abgetreten, dass wir optisch klar getrennt waren, aber dennoch eine Einheit bildeten.
Viel machte ich an diesem Tag nicht mehr. Ich begrüßte Klaus Bollhöfener, der schon am Stand arbeitete, sowie die Kolleginnen und Kollegen von Fantasy Productions. Weil die Halle sich vor allem an den Bedürfnissen von Comic- und Rollenspiel-Fans ausrichtete, hatten wir direkt in unserer Nähe mehrere Freiflächen, wo Rollenspiele ausgetragen wurden.
Auffallend viele junge Menschen waren in der Halle unterwegs, viele der Jugendlichen hatten sich als die Comic-Helden moderner Mangas verkleidet. Cosplayer waren noch etwas ganz Neues in Deutschland, entsprechend groß war das Aufsehen. Es wurde gern und viel fotografiert. Rollenspieler in Kettenhemden und mit Schwertern, daneben junge Mädchen im Feen-Outfit – wer wollte, bekam direkt vor unserem Stand viel zu sehen.
Unser Stand fiel offenbar auf, immer wieder blieben junge Leute uns stehen. Wir verteilten auf Anfrage PERRY RHODAN-Tüten mit einem kostenlosen Roman, einem Kugelschreiber und einem Feuerzeug sowie diversem Werbematerial. Häufig wurden wir in Gespräche verwickelt, und ich stellte fest, dass das Publikum in Leipzig jünger war als in Frankfurt, aber trotzdem sehr interessiert an unserer Serie wirkte.
Der Tag ging viel zu schnell vorüber. Mit Klaus Bollhöfener sowie Dirk Schulz, der uns als Titelbildkünstler am Stand unterstützte, fuhr ich abends ins Hotel. Wir saßen an einem Tisch in der Ecke und sprachen die vergangenen Stunden noch einmal durch; dann gingen wir früh ins Bett.
Es war klar, dass es am Freitag, 18. März, viel anstrengender sein würde: Mit Klaus Bollhöfener und Dirk Schulz fuhr ich vom Hotel zum Messegelände, wo wir wieder mit der Arbeit an unserem Stand begannen. Unter anderem hatten Dirk und ich gemeinsam einen interessanten Termin beim Carlsen-Verlag, bei dem mögliche PERRY RHODAN-Comics diskutiert wurden.
An diesem Freitag führte ich die meisten Fachgespräche. Die Kolleginnen von Bertelsmann kamen vorbei. Ich zeigte ihnen die Palette der PERRY RHODAN-Romane, erläuterte ihnen die Unterschiede zwischen den Reihen und Serien und versuchte, sie für neue Themen zu begeistern. Immerhin schienen sie sehr beeindruckt von der Vielfalt zu sein.
Kollegen aus anderen Verlagen kamen zu uns an den Stand, ich besuchte aber auch die kleineren Verlage in unserer Nähe oder unterhielt mich ausführlich mit den Rollenspielern, die eigene Stände unterhielten. Sogar einzelne Buchhändler kamen zu uns an den Messestand, denen ich leider nicht weiterhelfen konnte – bei uns konnte man schließlich keine Bücher bestellen.
Aber so raste der Freitag sehr dynamisch an uns vorüber. Ich war schon am Nachmittag sehr verschwitzt und freute mich darauf, dass ich im Hotel anschließend kurz duschen konnte. Immerhin wusste ich, dass an diesem Abend erneut ein anstrengendes Programm auf mich wartete …
Als ich am Donnerstag, 17. März 2005, in Karlsruhe ins Auto stieg, herrschte ein wunderbares Frühlingswetter. Mir stand eine lange Fahrt nach Leipzig bevor, und ich kam richtig gut durch den Verkehr. In bester Laune fuhr ich über Frankfurt und Jena bis in die Messestadt. Dabei wusste ich noch nicht einmal genau, wie die Buchmesse in diesem Jahr verlaufen würde.
Immerhin wusste ich, dass sehr vieles sehr anders verlaufen würde. In
den Jahren zuvor hatte sich der Pabel-Moewig Verlag als ein Teil eines
Gemeinschaftsstandes der Verlage aus Baden-Württemberg verstanden. PERRY
RHODAN war so mit einer Handvoll Büchern also in einer winzigen Ecke
eines Gemeinschaftsstandes präsentiert worden. Ich war damit immer
unzufrieden gewesen. Im Jahr 2005 wollten wir das anders machen.Leider hatte man uns nicht erlaubt, einen eigenen Messestand zu organisieren. »PERRY RHODAN ist eine Zeitschrift, und Zeitschriften sind nicht auf der Buchmesse«, war die Argumentation im Verlag. So waren wir auf die Idee gekommen, das bisherige Konzept zu ändern. Wir wollten in der Nähe von Mangas, Fantasy-Rollenspielen und anderen Themen sein, die im weitesten Sinne etwas mit Science Fiction und fantastischer Literatur zu tun haben.
Also hatten wir uns einen Partner gesucht, der in einem Bereich der Messe tätig war, der für uns interessant schien. In Leipzig hatten die Verantwortlichen die sogenannte Comics-Halle aufgebaut. In dieser sollten nicht nur die Comic-Verlage angesiedelt werden, sondern auch die Spieleverlage und diejenigen, die sich auf Fantasy und Science Fiction spezialisierten.
Ich war mir schon während der Fahrt sicher, dass wir in diesem Bereich der Messe besser platziert wären als irgendwo an einem Gemeinschaftsstand. Wir waren »Untermieter« bei Fantasy Productions, dessen Chef ich seit vielen Jahren kannte. Werner Fuchs hatte seinen Verlag auf Rollenspiele sowie damit verbundene Bücher spezialisiert, brachte Titel zu den Reihen »Das Schwarze Auge«, »Shadowrun« und »BattleTech« heraus. Autoren wie Markus Heitz, Bernhard Hennen oder Robert Corvus veröffentlichten ihre ersten Romane unter seiner Obhut.
Nach einer ausgesprochen schönen Fahrt stellte ich mein Auto auf dem Parkplatz der Messe ab. Erfreut stellte ich fest, dass ich vom Parkplatz bis zum Messestand keine fünfzig Meter zurückzulegen hatte. Das war praktisch, weil ich auf diese Methode die Versorgung des Standes mit Getränken und Süßigkeiten sicherstellen konnte. Als ich am Stand eintraf, war ich von der Optik sehr angetan: Fantasy Productions hatte uns die Hälfte des Standes so abgetreten, dass wir optisch klar getrennt waren, aber dennoch eine Einheit bildeten.
Viel machte ich an diesem Tag nicht mehr. Ich begrüßte Klaus Bollhöfener, der schon am Stand arbeitete, sowie die Kolleginnen und Kollegen von Fantasy Productions. Weil die Halle sich vor allem an den Bedürfnissen von Comic- und Rollenspiel-Fans ausrichtete, hatten wir direkt in unserer Nähe mehrere Freiflächen, wo Rollenspiele ausgetragen wurden.
Auffallend viele junge Menschen waren in der Halle unterwegs, viele der Jugendlichen hatten sich als die Comic-Helden moderner Mangas verkleidet. Cosplayer waren noch etwas ganz Neues in Deutschland, entsprechend groß war das Aufsehen. Es wurde gern und viel fotografiert. Rollenspieler in Kettenhemden und mit Schwertern, daneben junge Mädchen im Feen-Outfit – wer wollte, bekam direkt vor unserem Stand viel zu sehen.
Unser Stand fiel offenbar auf, immer wieder blieben junge Leute uns stehen. Wir verteilten auf Anfrage PERRY RHODAN-Tüten mit einem kostenlosen Roman, einem Kugelschreiber und einem Feuerzeug sowie diversem Werbematerial. Häufig wurden wir in Gespräche verwickelt, und ich stellte fest, dass das Publikum in Leipzig jünger war als in Frankfurt, aber trotzdem sehr interessiert an unserer Serie wirkte.
Der Tag ging viel zu schnell vorüber. Mit Klaus Bollhöfener sowie Dirk Schulz, der uns als Titelbildkünstler am Stand unterstützte, fuhr ich abends ins Hotel. Wir saßen an einem Tisch in der Ecke und sprachen die vergangenen Stunden noch einmal durch; dann gingen wir früh ins Bett.
Es war klar, dass es am Freitag, 18. März, viel anstrengender sein würde: Mit Klaus Bollhöfener und Dirk Schulz fuhr ich vom Hotel zum Messegelände, wo wir wieder mit der Arbeit an unserem Stand begannen. Unter anderem hatten Dirk und ich gemeinsam einen interessanten Termin beim Carlsen-Verlag, bei dem mögliche PERRY RHODAN-Comics diskutiert wurden.
An diesem Freitag führte ich die meisten Fachgespräche. Die Kolleginnen von Bertelsmann kamen vorbei. Ich zeigte ihnen die Palette der PERRY RHODAN-Romane, erläuterte ihnen die Unterschiede zwischen den Reihen und Serien und versuchte, sie für neue Themen zu begeistern. Immerhin schienen sie sehr beeindruckt von der Vielfalt zu sein.
Kollegen aus anderen Verlagen kamen zu uns an den Stand, ich besuchte aber auch die kleineren Verlage in unserer Nähe oder unterhielt mich ausführlich mit den Rollenspielern, die eigene Stände unterhielten. Sogar einzelne Buchhändler kamen zu uns an den Messestand, denen ich leider nicht weiterhelfen konnte – bei uns konnte man schließlich keine Bücher bestellen.
Aber so raste der Freitag sehr dynamisch an uns vorüber. Ich war schon am Nachmittag sehr verschwitzt und freute mich darauf, dass ich im Hotel anschließend kurz duschen konnte. Immerhin wusste ich, dass an diesem Abend erneut ein anstrengendes Programm auf mich wartete …
Abonnieren
Posts (Atom)





















