07 März 2012

Vom Leser zur Hauptperson

Ein Logbuch der Redaktion

Während des PERRY RHODAN-WeltCons 2011 bekam ich von vielen Programmpunkten leider nicht viel mit. Unter anderem verpasste ich einen großen Teil der Auktion, die am Sonntag ab 15 Uhr von Hermann Ritter und Marc A. Herren moderiert wurde. Ich erfuhr immerhin von dem großen Echo, das eine spezielle Versteigerung auslöste: Der PERRY RHODAN-Leser Martin Felten kämpfte geradezu darum, einen Auftritt in einem PERRY RHODAN-Roman zu haben.

Marc A. Herren, der bei der Auktion auf der Bühne stand, sah es danach für sich als Ehrensache an, den Leser auch entsprechend zu »verarbeiten«. Uwe Anton verfasste das Exposé für den Roman und schrieb im Vorfeld: »Der Autor wird also gebeten, die Figur freundlich und kompetent zu schildern und sich nach Belieben aus dem anhängenden Lebenslauf zu bedienen.«

Der Roman, in dem all dies geschieht, kommt am 9. März 2012 mit der Bandnummer 2638 in den Handel. Sein Titel lautet: »Zielpunkt Morpheus-System«. Tatsächlich spielt ein Mathematiker namens Martin Felten in diesem Roman eine wichtige Rolle. Er wird in einen Zusammenhang mit den Todringern von Orontes gebracht, im Verlauf des Romans trägt er nicht nur einmal zur Lösung von Problemen bei.

»Vorgestellt« wird er durch eine Begegnung mit Mondra Diamond. Sie nimmt ihn als »durchschnittlich groß« wahr, als »eine leicht untersetzte, dennoch stattliche Erscheinung«. Bei der Begegnung mit Mondra trägt er »ein Hemd mit dem Logo des Konsortiums und bequeme schwarze Hosen, wie sie bei zivilen Mitarbeitern an Bord von Raumschiffen häufig anzutreffen sind«.

Sie informiert sich in einem Datenholo über den Mann, der am 28. Oktober 1415 NGZ auf dem Kolonialplaneten Pays Aigre geboren worden ist. Mittlerweile lebt der Mathematiker, der eher als »Schreibtischtäter« gilt, in der Hauptstadt Ittstein. Das sind selbstverständlich alles Anspielungen auf die Wohnorte des »wirklichen« Martin Felten, der ursprünglich aus dem Sauerland stammt.

Andere Anspielungen beziehen sich auf die privaten Verhältnisse: Er sei »eines von fünf Kindern - eine Schwester und drei Brüder - einer Agrarfamilie«, er habe »mit zwei Frauen Eheverträge abgeschlossen, aber jeweils nicht verlängert«. Und er sei »trotz seines noch jungen Alters bereits vierfacher Vater und zweifacher Großvater«.

Als »Versicherungsmathematiker« habe er für eher »kleine Unternehmen gearbeitet und mehrere Arbeiten« veröffentlicht, ehe ihn Homer G. Adams ins Konsortium geholt habe. Der Autor hat sich auch bei solchen Passagen am »wirklichen Leben« des PERRY RHODAN-Lesers »bedient«.

Im »Perryversum« hat sich der Mathematiker in seiner Freizeit mit den Quolnäer Keretzen beschäftigt, die seitdem zu einem echten Fachgebiet für ihn geworden sind. Zudem hat er »die Natur eines hyperenergetischen Zündimpulses entschlüsselt« ... Und das erweist sich im Verlauf des Romans ebenfalls als sehr wichtig.

Ich will nicht weiter ins Detail gehen, der Roman soll für sich selbst sprechen. Nicht zuletzt durch den Auftritt Martin Feltens ist »Zielpunkt Morpheus-System« ein ungewöhnlicher PERRY RHODAN-Band - ein Beleg dafür, wie Autoren und Leser in mancherlei Hinsicht intensiv zusammenarbeiten können.

06 März 2012

Die SOL-Nummer 65

Wenn ich die neue SOL erhalte, das Magazin der PERRY RHODAN-FanZentrale, lese ich das Heft normalerweise von vorne bis hinten durch. Diesmal ist das ein wenig anders, die Nummer 65 enthält auf 64 Seiten im A4-Format zu viel schwaches Material: unsäglich langweilige Artikel von Dr. Robert Hector beispielsweise.

Schön ist der Beitrag zm »Kampfzzeichnen« der PERRY-Comics, lesenswert ist wie immer »Der galaktische Beobachter«, durchaus gelungen sind die kurzen Beiträge von Matthias Hinz. Die Vereins-Interna lösen bei mir eher Stirnrunzeln aus, die Kurzgeschichten fand ich nicht so spannend. Na ja, nicht jedes Heft kann so gut wie die vorherige Ausgabe sein.

05 März 2012

Die Logik von Markennamen

In seinem Roman »Tod unter fremder Sonne« erwähnt Marc A. Herren einige Namen von Firmen, die es heute gibt und von denen der Autor glaubt, dass es sie im Jahr 2036 auch noch gibt. Das halte ich für einen schriftstellerischen Kunstgriff, der zusätzliche Authentizität schafft; amerikanische Autoren wie Stephen King machen das seit über dreißig Jahren.

Interessant ist, dass es Leser gibt, die das als »bezahlte Werbung« oder auch als »Product Placement« betrachten. Kopfschüttelnd denke ich darüber nach, wie das ablaufen sollte.

Wie habe ich mir das denn vorzustellen? Der internationale Medienriese Facebook stellt fest, dass es eine Romanserie aus Deutschland gibt, in der das Jahr 2036 eine Rolle spielt, und beschließt, Geld dafür zu bezahlen, dass er drei, vier Mal im Roman erwähnt wird?

04 März 2012

Der Kurd und der Perry

Der Kurd-Laßwitz-Preis ist so ziemlich der renommierteste Preis für Science Fiction im deutschsprachigen Raum, auch wenn er nicht dotiert ist. Seit 1981 gibt es ihn, und in ihm stimmen »die professionell in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätigen Autoren, Übersetzer, Lektoren, Verleger, Graphiker und Fachjournalisten über die besten Neuerscheinungen des Vorjahres ab«, wie es so schön heißt.

Fürs Jahr 2011 sind jetzt die Nominierungen verschickt worden; die Unterlagen gingen »an 237 deutschsprachige SF-Schaffende«, und die Wahl endet am 30. April. Im Bereich »Sonderpreis für einmalige herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen SF 2011« wurde das »Das Perry-Rhodan-WeltCon-Team (Frick & Imo & Herren & Bollhöfener & Ritter & Lukas) für den SF-Con zum 50. Geburtstag« der PERRY RHODAN-Serie nominiert.

Das freut mich schon mal sehr. Jetzt müssen wir schauen, ob wir gewinnen – PERRY RHODAN hat in den Kreisen der »anspruchsvollen« Science Fiction schon immer einen sehr schweren Stand gehabt ...

03 März 2012

Whocain sehen und ...

Ich fühle mich wie ein Wiederholungstäter – auch wenn ich das Thema vor bald zehn Jahren angefangen habe, lässt es mich nicht los: Zuletzt hörte ich mir »In der Hölle von Whocain« an: ein PERRY RHODAN-Hörspiel aus dem »Sternenozean«-Zyklus, die Nummer 38, um es genau zu sagen, aufgenommen von STIL in Berlin und veröffentlicht von Lübbe-Audio.

Grundlage für das Hörspiel waren zwei Romane von Leo Lukas, an die ich mich noch gut erinnere: Menschen stoßen in das Zentrum der Kybernetischen Kultur vor, treffen auf barbarisch wirkende Kybb-Cranar – das mochte damals im gedruckten Heftroman nicht jeder Leser, ich fand es konsequent. Und konsequent hört sich das ganze jetzt auch in der Audio-Version an, das hat STIL wieder mal super hingekriegt.

02 März 2012

Die Autorenkonferenz 2012

Ein Logbuch der Redaktion

Die diesjährige Konferenz des PERRY RHODAN-Autorenteams litt aus meiner Sicht unter einem Problem: Ich war krank. Zwar hatte ich kein Fieber, aber ich fühlte mich schon während der Tage vor der Konferenz so richtig »unfit«, hustete und nieste und machte insgesamt einen schlappen Eindruck. Normalerweise hätte man da gesagt: »Der Mann muss ins Bett!« Und natürlich hätte mich jeder Arzt sofort krankgeschrieben.

Dummerweise ging das nicht, also schleppte ich mich am Sonntagabend, 19. Februar 2012, nach Rastatt, wo die Autoren nacheinander im Hotel eintrafen. In den letzten Jahren hat es sich eingebürgert, die Konferenz mit einem gemütlichen Abendessen »ohne festes Programm« zu beginnen.

Vor dem Abendessen saß ich mit Uwe Anton zusammen; wir besprachen die Fragestellung, die wir an die Autoren richten wollten, und betrachteten kurz den aktuellen Stand der Dinge. Unter anderem geht es in solchen Gesprächen darum, welcher Autor gerade bei welchem Projekt mitwirkt - auch außerhalb unserer Serie - und wie man ihn bei den nächsten Romanen einplanen kann.

Beim Abendessen saßen wir an einem runden Tisch, was ich immer sehr kommunikativ finde. Es wurde eifrig durcheinander geredet, wobei an diesem Abend die allgemeinen Themen vorherrschten: neue Science-Fiction-Romane und -Filme, aktuelle Entwicklungen im privaten Umfeld, aber ebenso natürlich PERRY RHODAN. Ich schwächelte ziemlich und fuhr gegen 22 Uhr nach Hause.

Die eigentliche Konferenz begann am Montagmorgen, 20. Februar 2012. Mit Verena Themsen konnte ich eine neue Kollegin begrüßen, von der wir sicher noch viel hören werden. Dann wechselten wir aber erst einmal für eine Stunde das Thema: PERRY RHODAN NEO stand im Zentrum.

Frank Borsch als Chefautor und Elke Rohwer als Redakteurin fragten die Autoren nach ihrer Sicht der Dinge, nach ihren Meinungen und nach ihren Zielen. Es entwickelte sich eine Diskussion, in der es um Haupt- und Nebenfiguren bei NEO ebenso ging wie um eine Leserseite oder um Vertriebsprobleme.

Nach NEO ging's zu allgemeinen Themen über: Den Vormittag bestritt ich mit einer Art Kurzvortrag zum aktuellen Stand der Redaktionsarbeit; dann wechselten wir zu einem Rückblick aufs letzte Jahr über. Wir diskutierten, was gut und was schlecht angekommen war; ebenso schauten wir uns an, welche Romane von den Lesern wie bewertet worden waren. Teilweise konnten wir die Leserkritik nachvollziehen, teilweise nicht - aber das ist ja immer so.

Der Nachmittag gehörte der inhaltlichen Diskussion: Wie geht es in der fernen Galaxis Chanda weiter, was geschieht auf der vom Universum abgeschotteten Erde, und wie entwickelt sich die Milchstraße, wenn das Solsystem nicht an seinem gewohnten Platz ist? Uwe Anton präsentierte sein Konzept bis zum Ende des laufenden Zyklus; dann ging es an die Details.

In drei Arbeitsgruppen entwickelten die Autoren wesentliche Elemente für die zweite Zyklushälfte - die Ergebnisse wurden im Plenum vorgetragen und diskutiert. Das klang spannend und abwechslungsreich, so sehr, dass wir uns alle schon auf die anstehenden Romane freuen können.

So raste der Tag buchstäblich vorüber. Das Abendessen nahmen wir in der nahe gelegenen Pizzeria ein; wo ich mich immer unwohler fühlte. Nach dem Essen ging ich deshalb auch rasch nach Hause und legte mich ins Bett. Wie es heißt, tagten einige der Autoren hinterher noch in der Hotelbar; von zwei Kollegen wird gemunkelt, sie seien erst ins Bett gegangen, als schon die Sonne über Rastatt aufgegangen sei.

Egal, was die Legenden sagen: Die Autorenkonferenz fürs Jahr 2012 legte wieder wichtige Grundsteine für die anstehenden Herausforderungen - ich fand sie gut!

01 März 2012

Der Monolith wächst auf Papier

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Am Dienstagabend, 12. Februar 2008, hatte ich in meiner Stammkneipe auf einem halben Dutzend kleiner Notizzettel das Thema für einen ATLAN-Sechsteiler konzipiert. Danach ließ mich die Sache nicht mehr los. Das war außergewöhnlich: Ständig schrieb ich mir irgendwelche Ideen auf, und ein Teil meines sozialen Umfeldes hatte sich schon daran gewöhnt, dass ich meist einen Kugelschreiber oder gleich einen Notizblock mit mir herumschleppte.

Die meisten dieser Ideen notierte ich mir allerdings, ohne sie dann weiter zu verfolgen - meist aus Zeitgründen. Dieses Monolith-Thema fesselte mich jedoch länger. Vielleicht lag es daran, dass es nach gut 17 Jahren wieder aus der Versenkung aufgetaucht war und jetzt »verarbeitet« werden wollte. Und so saß ich bereits am nächsten Vormittag mit den kleinen Zetteln in der Hand an meinem Schreibtisch und übertrug die Daten auf karierte A4-Blätter.

Unter anderem legte ich eine Tabelle an, wobei ich die Linien schlicht »von Hand« zog. Das ganze sah improvisiert und unsauber aus; aber ich wollte damit ja nur arbeiten. Ich orientierte mich an dem System, mit dem Robert Feldhoff und ich gut zehn Jahre zuvor den Traversan-Zyklus konzipiert hatten: erst einmal nach der Struktur gliedern, dann die vorhandenen Ideen kanalisieren, zuletzt weitere Ideen hinzufügen.

Ganz links trug ich schlicht die Bandnummern ein, ganz rechts die Namen von potenziellen Autoren. Dazwischen kamen Spalten, deren Rubriken ich als »Planet«, »was erfahren sie?« oder »Lovestory« bezeichnete. Eine weitere Spalte, für die ich keine Überschrift fand, sollte charakterisieren, welche Richtung der jeweilige Roman einschlagen sollte.

Wichtig war mir von Anfang an, dass jeder Autor einen »eigenen Planeten als Spielwiese« haben sollte. Idealerweise handelte es sich dabei um eine Welt, die innerhalb des PERRY RHODAN-Universums noch nie eine Rolle gespielt hatte, oder um ein Volk, über das man so gut wie nichts wusste. Ich glaubte, dass solche Themen gerade bei den ATLAN-Taschenbüchern passend angesiedelt wären.

Das sah im Beispiel des Planeten Thanaton so aus: Zuerst kam »Planet Thanaton / Lemurer / Terra-Kolonie«, dann »Monolith entdeckt - Genveränderung bei Lemurern - Atlan versagt bei Einsatz«, zuletzt noch »Agenten - Politik - Action - Exotik«. Für eine Liebesgeschichte hatte ich offensichtlich keine Idee, und die Autorin, die ich mir »ausgesucht« hatte, schrieb den Band letztlich sowieso nicht.

Beim Planeten Zartiryt stand »Planet am Rand eines Black Hole - rotglühend, zerfressen«, womit ich die Stimmung, so hoffte ich, gut umschrieben hatte; dann »hektische Suche nach anderen Monolithen - das hier war der erste - aber Atlan nicht der einzige, der forscht - es gibt einen Bösewicht«.

Ich gebe zu, das klingt schreiend primitiv, aber zu diesem Zeitpunkt ging es mir darum, die Struktur für den Zyklus herauszufinden. Als Richtung nannte ich »Hardcore-Techno mit Science-Aspekt«, und als Autor hatte ich Götz Roderer angedacht.

So ging es weiter. In den weiteren Spalten gab es eine »eher romantische SF-Fantasy-Mixtur à la Steampunk« (für Hans Kneifel), einmal »richtig fremdartig«, einmal »Kampf im Leerraum - Niedrig-Schwerkraft-Action - SF-Krimi« (hier überlegte ich, Konrad Schaef einzusetzen) oder auch »Detektive und Mutanten - Tipa am Ende«.

Als Schauplätze knobelte ich an »Lumbagoo - Mond um Riesenplanetensystem mit vierzig Planeten und 250 Monden«, an »Chlorgaswelt mit Gradosima-Nachkommen - extrem strenge Gesellschaft - Schii-thihakat« (was immer ich damit meinte) oder auch »Tarey-Hauptwelt - originelle Zivilisation«.

Daran sieht man, worauf ich hinaus wollte: Ich plante, endlich mal eines der menschlichen Sternenreiche ins Zentrum der Handlung zu stellen, über die man in der klassischen PERRY RHODAN-Serie so gut wie nichts erfahren hat. Gemeint ist die Tarey-Bruderschaft, die genau in der Zeit, in der die ATLAN-Taschenbücher angesiedelt sind, auch einen Beitrag zum galaktischen Intrigenspiel leistet.

Darüber hinaus wollte ich ein kosmisches Geheimnis einarbeiten, »dessen Rätsel Atlan und seine Mitstreiter unter enormem Zeitdruck lösen müssen«, wie ich mir notierte. Es sollte mit den Monolithen zusammenhängen, und die wiederum wollte ich anfangs mit dem Krieg zwischen den Halutern und Lemurern verknüpfen. Könnte das ein altes Fallensystem der Lemurer sein, eine Waffe vielleicht, mit der diese gegen die Haluter angetreten waren?

Wenn ich aber die Lemurer mit den Monolithen verband, konnten die dann überhaupt so alt sein? An diesem Punkt meiner Überlegungen beendete ich das Kritzeln mit der Tabelle. Die sah ohnehin schon reichlich unsauber aus; ich war mir sicher, dass ich mit meinen eigenen Notizen bald nichts mehr anfangen konnte. Aber aufgeben wollte ich nicht, dafür faszinierte mich das gesamte Monolith-Thema schon viel zu sehr.

Vielleicht sollte ich noch einmal von einem anderen Gesichtspunkt aus arbeiten? Ich hatte eine Struktur geschaffen, mehr nicht, und ich hatte dieser einige wenige Ideen untergeordnet. Wie aber wäre es, wenn ich jetzt anfinge, systematisch die einzelnen Ideen weiterzuspinnen, vielleicht sogar parallel? Vielleicht entstand dann ein weitergehendes Konzept, das ich dann Sabine Kropp präsentieren konnte?

Das aber würde eher eine Arbeit für den Abend sein; zumindest nahm ich mir das vor. Die reguläre Arbeit musste schließlich vorher erledigt werden, und so schob ich Atlan und sein Monolith-Problem in eine Schublade und hoffte, dass es dort bliebe ...

29 Februar 2012

Postkarten-Collection 9

Sie gehören zu den beliebten Sammelstücken im Perryversum: die Postkarten-Sammlungen, auch offiziell als Postkarten-Collection bezeichnet. Druckfrisch erhielt ich dieser Tage die Nummer neun dieser Reihe - sie wurde vom Kollegen Klaus Bollhöfener sowie der Agentur DSP vor allem für die Leipziger Buchmesse hergestellt.

Da wir in Leipzig vor allem PERRY RHODAN NEO ins Zentrum unserer Aktivitäten stellen werden, widmet sich die Collection ebenfalls NEO. Zu sehen sind insgesamt fünf Titelbild-Motive, die allesamt von Dirk Schulz gezeichnet wurden.

28 Februar 2012

NEO aus der Schweiz

Der erste NEO-Band aus der Schweiz kommt diese Woche in den Handel; ich bekam ihn heute auf den Schreibtisch. Die Rede ist von »Tod unter fremder Sonne«, der von Marc A. Herren verfasst worden ist.

In dem Roman geht es auf den unterschiedlichen Handlungsebenen ordentlich zur Sache: Nicht nur auf unterschiedlichen Wega-Planeten passiert einiges, sondern auch auf der Erde. Und ganz nebenei spielt ein »tatsächlich existierender« Mensch aktiv in diesem Roman mit ...

27 Februar 2012

Pascalen und das Extra

Ein Satz aus dem aktuellen PERRY RHODAN-Extra, das ich druckfrisch auf dem Schreibtisch liegen habe: »Pascalen war eine jener Welten, die man am liebsten im Rückholo seines Raumschiffs sah ...« Wenn das mal nicht gut klingt!

Diese Woche geben wir endlich weitere Informationen zu diesem Roman in Umlauf. Thematisch fällt er ziemlich aus dem Rahmen; auch die Beilage ist etwas besonderes. Das dürfte für Aufsehen sorgen, denke ich.

26 Februar 2012

Werbung für das dritte Sonderheft

Schaut man sich heutzutage die Werbung für klassische PERRY RHODAN-Produkte an, so stellt man rasch fest, wie sehr sich die Zeit auch da gewandelt hat. Ein schönes Beispiel dafür ist, wie man in den späten 70er-Jahren für die PERRY RHODAN-Sonderhefte warb. In diesem Fall im Sommer 1978 für die dritte Ausgabe dieser Reihe, die später PERRY RHODAN-Magazin hieß.

Ohne technische Finessen wurde die Werbung platziert: Cover-Abbildung auf gelben Hintergrund, dafür möglichst knallig-große Schrift in blau und orange; dazu ein fetter »Werbestern« in oranger Farbe, auf dem in weißer Schrift »Europas größte SF-Zeitschrift« prangte.

Entsprechend war auch die gesamte Werbung: Das Cover präsentierte den Arkoniden Atlan im Imperatoren-Outfit, ein Schwerpunkt bildete deshalb die zweite Auflage der ATLAN-Serie. Ansonsten aber gab es »Exklusiv-Beiträge – SF-Thriller – Perry Rhodan-Galerie – Interview mit Clark Darlton – Spiderman und weitere SF-Filme« und so weiter ...

25 Februar 2012

Den Mörder gehört

Wieder einmal hörte ich mir eine STELLARIS-Geschichte an. Es war die sechste Folge, sie trug den Titel »Mörder«, und verfasst wurde sie von Wim Vandemaan. Gelesen wurde die Hörversion von Tom Jacobs, der das wieder einmal sehr gut machte.

Wobei die Geschichte an sich schon hervorragend ist. »Mörder« verbindet die Geschichte eines jungen Mannes, der seine Heimatwelt verlässt, mit dem Ende des letzten Überlebenden eines ehemals mächtigen Volkes; dazu kommen eindrucksvolle Beschreibungen des Alltagslebens in der Milchstraße und an Bord der STELLARIS. Whow ...

24 Februar 2012

Polychora zum ersten

Jetzt habe ich den Roman endlich auch vorliegen: »Die geträume Welt« ist als Belegexemplar bei mir eingetroffen, und ich werde den ersten Band der Polychora-Trilogie auf jeden Fall anlesen. Verfasst hat ihn Achim Mehnert, und den Autor kenne ich nun seit gut dreißig Jahren.

Wobei diese ATLAN-Trilogie eine Neuerung ist: Sie erscheint bei Ulisses; dieser Verlag hat bekanntlich die ATLAN-Publikation von Fantasy Productions übernommen. Ich drücke uns allen die Daumen, dass die Zusammenarbeit erfolgreich sein wird.

22 Februar 2012

Luna-Konvoi gehört

Es war einer der spannendsten Romane des »Sternenozean«-Zyklus: der von Andreas Eschbach verfasste »Die Rückkehr«. Auch als Hörspiel ist er stark – das merkte ich, als ich dieser Tage »Der Luna-Konvoi« erschien, das als CD 37 der »Sternenozean«-Reihe veröffentlicht wurde.

Die Nöte des Soldaten wider Willen, die Einsatzstärke von Perry Rhodan, das Grauen einer Raumschlacht: Von Andreas Eschbach wurde das im Roman eindrucksvoll geschildert. Und das Hörspiel gibt das Geschehen in packenden Tönen wieder. Klasse!

21 Februar 2012

Krank nach der Tagung

Spätestens der völlig unterkühlte Nebenraum in unserer Lieblings-Pizzeria gab mir am Montag abend das Ende: Frierend und zähneklappernd fuhr ich von der Autorenkonferenz aus nach Hause, legte mich fröstelnd und zitternd ins Bett und schlief 14 Stunden am Stück. Ins Büro ging ich an diesem Dienstag dennoch nicht.

Es war - geschätzt! - meine zweiundzwanzigste Autorenkonferenz. Und es war die erste, die mich gesundheitlich schlauchte. Dabei waren wir allesamt sehr brav; die meisten Autoren und Redaktionsmitglieder hielten sich an antialkoholische Getränke, und ich trank sogar Tee ...

20 Februar 2012

Autorenkonferenz 2012

Die diesjährige PERRY RHODAN-Autorenkonferenz startet in wenigen Minuten; die Autoren sind bereits da, und ich werde gleich zu ihnen in den Konferenzraum im Hotel stoßen. Es gibt viel zu besprechen.

Am gestrigen Sonntag abend hatten wir bereits einen schönen Einstieg: Das gemeinsame Abendessen am runden Tisch war harmonisch und witzig und abwechslungsreich, das Essen mundete, und die meisten Kollegen hielten sich an Apfelschorle und Spezi.

19 Februar 2012

Kurz vor Beginn

In wenigen Stunden verlasse ich meine Wohnung in Karlsruhe und fahre nach Rastatt. Dort treffe ich mich an einem streng geheimen Ort mit dem PERRY RHODAN-Autorenteam. Wir werden gemeinsam abendessen und uns über aktuelle Entwicklungen austauschen.

Richtig!, die Autorenkonferenz steht vor der Tür. Wir müssen die Höhepunkte des Jahres 2012 einigermaßen planen, sofern das geht. An Ideen wird es nicht mangeln; nur strukturieren müssen wir die dann noch ...

17 Februar 2012

Duell der Erbfeinde

Der offizielle Erscheinungstermin ist im März 2012, aber ich erhielt heute schon ein druckfrisches Exemplar auf den Tisch: Der Silberband 117 ist damit schon mal »intern da«. Sein Titel ist »Duell der Erbfeinde«; unter anderem spielt der Terraner Jen Salik eine wichtige Rolle.

Die einzelnen Heftromane habe ich damals mit großem Vergnügen gelesen; in meiner Erinnerung sind sie immer noch super. Ich freue mich schon darauf, in dem von Hubert Haensel zusammengestellten Buch zu blättern!

16 Februar 2012

Band 2650 im Blick

Am 1. Juni 2012 erscheint der PERRY RHODAN-Roman mit der Bandnummer 2650; das ist dann der Zyklus-Mittelpunkt und auch Wendepunkt. Mit Uwe Anton bin ich im Dialog, was den Inhalt dieses Bandes angeht; gestern und heute ging es um die redaktionelle Beilage.

Natürlich muss auch etwas auf die mittleren Seiten kommen: kein PERRY RHODAN-Report, kein PERRY RHODAN-Journal. Einer der Kollegen hat hierfür ein richtig gutes Konzept erarbeitet - und das werden wir jetzt umsetzen. Da freue ich mich schon auf das gedruckte Heft!

15 Februar 2012

Autorenkonferenz im Blick

Nur noch wenige Tage, dann kommen die PERRY RHODAN-Autoren wieder nach Rastatt: Die alljährliche Konferenz steht vor der Tür. Heute bereite ich mich geistig-moralisch darauf vor.

Unter anderem lese ich die eingereichten Ideenpapiere sowie das Handlungskonzept, das Uwe Anton im voraus geschickt hat. Und ich arbeite meinen eigenen »Bericht« aus: Üblicherweise informiere ich die Autoren in einem Rückblick darüber, was im Vorjahr alles geschehen ist.

14 Februar 2012

Von der Elfenzeit zum Schattenlord

Ein Logbuch der Redaktion

Es war wahrscheinlich eine der besten Ideen, die Susan Schwartz und ich gemeinsam ausheckten: Die Fantasy-Serie ELFENZEIT wurde während einer Leipziger Buchmesse geboren. In mehreren Gesprächen zwischen der Autorin und mir wurde sie weiter entwickelt und dann irgendwann von Susan Schwartz in Exposés und Romane verwandelt.

In der Folge erschienen die Bücher im Rahmen des Bertelsmann-Clubs - als Abonnement-Reihe bei BS Editionen -, wo sie bei den Lesern sehr gut ankamen. Nacheinander schrieben Susan Schwartz und ein Team von Autorinnen und Autoren insgesamt zwanzig Romane. Die Cover-Gestaltung, die ich nach wie vor stark finde, lag übrigens in den bewährten Händen von Dirk Schulz.

Zwischen der ELFENZEIT und PERRY RHODAN gibt es weitere Verbindungen: Die PERRY RHODAN-Autoren Verena Themsen und Michael Marcus Thurner gehören zum ELFENZEIT-Team; den Lesern der PERRY RHODAN-Serie sind darüber hinaus Claudia Kern und Cathrin Hartmann ein Begriff. Stefanie Rafflenbeul hat unter ihrem Pseudonym Michelle Stern bereits ein ATLAN-Taschenbuch sowie einen Roman für PERRY RHODAN-Extra verfasst.

Noch während die ELFENZEIT-Reihe lief, trafen immer wieder begeisterte Mails in der Redaktion ein. Die Leserinnen und Leser wünschten eine Fortsetzung, sie mochten die Figuren sehr und fieberten mit ihren Schicksalen mit.

Aus diesem Grund setzten sich Susan Schwartz und ich zusammen, um in einem Gedankenaustausch eine weitere Fantasy-Serie zu planen. Sie sollte im selben Universum wie die ELFENZEIT-Romane spielen, aber eine völlig eigenständige Geschichte erzählen, mit anderen Charakteren und einem düster angehauchten Stil. Wir entwickelten die SCHATTENLORD-Serie, die ich während der Leipziger Buchmesse 2010 den Kolleginnen bei Bertelsmann vorstellte.

Sowohl das Konzept als auch die Leseprobe der Autorin kamen gut an - wir gingen an die Arbeit. Susan Schwartz konzipierte eine eigene Welt, sie entwarf Handlungsträger und schrieb Exposés. Die Welt des mysteriösen Schattenlords entstand vor unseren Augen.

Jetzt endlich wird der Vorhang zu dieser Welt gelüftet - seit Januar 2012 wird der Zyklus angeboten. Bislang gibt es die Serie nur im Abonnement bei BS Editionen; das Versandhaus hat hierfür eine Bestell-Homepage eingerichtet. Als erster Band ist »Gestrandet in der Anderswelt« von Susan Schwartz in der Auslieferung, die folgenden Romane stammen von Claudia Kern oder Michael Marcus Thurner. Jeden Monat soll ein weiterer Band folgen.

Hauptperson ist eine junge Frau namens Laura Adrian, die vom Pech manchmal geradezu verfolgt wird. Mit ihrer besten Freundin Zoe hat sie einen wunderbaren Urlaub auf den Bahamas erlebt. Bei der Rückreise gerät das Flugzeug in Turbulenzen, die sich als eine Art »Tunnel« in eine andere Welt erweisen - das Flugzeug stürzt ab.

Es gibt viele Tote und Verletzte, und die Überlebenden müssen sich in einer fremden Welt durchschlagen. Sie treffen monströse Lebewesen und magische Erscheinungen, finstere Gefahren und einige wenige Freunde. In dieser feindseligen Umwelt müssen Laura Adrian und ihre Begleiter um ihr Überleben kämpfen und gleichzeitig herausfinden, wer der Schattenlord ist und welche Ziele er verfolgt.

Viel mehr möchte ich noch nicht erzählen. Der fünfte Roman liegt mir bereits vor, die Bände sechs und sieben sind in der Arbeit. Mir hat die Abfolge von farbenprächtigen Abenteuern bisher sehr gut gefallen, und ich bin sicher, dass auch andere Menschen ihre Freude an den SCHATTENLORD-Romanen haben werden.

Genügend Phantasie haben die Autorinnen und der Autor auf jeden Fall!

13 Februar 2012

Es kracht bei Ferrol

Gleich am ersten Arbeitstag nach dem Urlaub liegt der Roman auf dem Tisch: der elfte NEO-Band ist da. Verfasst wurde »Schlacht um Ferrol« von Michael Marcus Thurner, das krachige Titelbild stammt wie immer von Dirk Schulz.

Es geht aber nicht nur um Ferrol, die Ferronen und das Wega-System. Mir hat auch das Geschehen um die Besun-Jäger und -Sammler gut gefallen. Das ist deutlich komplexer als die Original-Ausgabe in den 60er-Jahren, denke ich.

12 Februar 2012

Splitter und Puppen

Aus terminlichen Gründen muss ich heute ein Roman-Manuskript am Bildschirm lesen. Da tu' ich nicht gern, weil man die eventuellen Schwächen eines Manuskriptes – so denke ich – nach wie vor am besten »auf Papier« sieht. In einem solchen Fall sitze ich mit dem Papierausdruck da, lese kritisch und habe dabei ständig einen Stift in der Hand, mit dem ich Notizen im Text anbringe.

Diesen Sonntag ist das nicht der Fall, ich lese am Bildschirm. Inhaltlich ein spannendes Thema, es geht unter anderem um Splitter und Puppen. Ich bin gespannt, wie der Autor das Thema insgesamt meistern wird ...

10 Februar 2012

Zwei Galax-Scheine

Heute fielen sie mir in die Hände: zwei »Geldscheine« aus Papier, der eine in Blau für einen Galax, der andere in braun-rot für fünf Galax. Das war das »Geld«, das am 8. September 2001 ausgegeben wurde und mit dem man beim PERRY RHODAN-Jubiläumsfest in Rastatt bezahlen musste.

Genau: Wir feierten keinen WeltCon, sondern veranstalteten einen Tag der Offenen Tür im Verlagsgelände. Die Fans konnten die Druckerei besichtigen und in die Büros hineinschauen (meines blieb geschlossen). Und wer etwas essen oder trinken wollte, musste zuerst Geld tauschen, bevor er bezahlen konnte.

Das war eine tolle Veranstaltung – auch wenn es ununterbrochen regnete. Wir hatten einige hundert Besucher. Und ich habe einige schöne Galax-Scheine übrig ...

09 Februar 2012

Mal wieder Sensus

Die Musik der Band Sensus habe ich irgendwann im Frühsommer 1986 zum ersten Mal gehört; später sah ich die Band auch live – sie spielte auf dem PERRY RHODAN-WeltCon in Saarbrücken. Dieser Tage hörte ich mir bewusst die Maxi-Single noch einmal an; das Vinyl hatte ich in den letzten Jahrzehnten bei jedem Umzug mitgeschleppt, aber nie wieder angehört.

Zwar kann ich mit der Art und Weise, wie die Band singt und das Stück interpretiert, nach wie vor nicht viel anfangen: zu viel Gezirpe, zu viel Hall, zu viel Disco-Gedöns. Aber es ist festzuhalten, dass die Melodie nach wie vor funktioniert und ich »more than a million lightyears from home« jederzeit mitpfeifen und mitsummen kann.

08 Februar 2012

Der Schläfer der Zeiten per Audio

Ein Logbuch der Redaktion

Zuletzt hörte ich die acht CDs von »Der Schläfer der Zeiten« bei der Fahrt zur Arbeit und zurück. Dabei handelt es sich um ein Werk von Hans Kneifel, das ursprünglich als zweiter Band des »Lemuria«-Zyklus in gedruckter Form erschienen ist. 2011 wurde es von Eins A Medien als Hörbuch veröffentlicht.

In fast neun Stunden liest Josef Tratnik den Roman vor. Die beeindruckende Stimme des Sprechers schafft es jedes Mal, mich einzufangen, und das, obwohl ich das Manuskript im Original kenne. Tratnik spricht die Kapitel und Szenen so, dass ich die einzelnen Figuren des Romans fast vor mir zu sehen glaube.

Es liegt selbstverständlich auch an der Geschichte selbst, dass Tratniks Stimme so gut »funktioniert«. Die Handlung spielt zu einer Zeit, als in der Milchstraße die Spannungen zwischen Terranern und Akonen recht stark sind. Perry Rhodan, der mit einem kleinen Raumschiff voller Prospektoren unterwegs ist, kommt zeitgleich mit einem Raumschiff der Akonen auf die Spur einer 50.000 Jahre alten Story.

Was nämlich bisher kein Terraner und kein Akone wusste: Die erste Menschheit, die Lemurer, stieß zu einem Zeitpunkt ins All vor, als man noch keinen Überlichtflug entdeckt hatte. Gigantische Raumschiffe, in denen Generationen überdauern sollten, wurden auf die Reise zu den Sternen geschickt. In 50.000 Jahren hat sich allerdings viel verändert, nicht nur in der heimatlichen Milchstraße oder auf der Erde, sondern auch an Bord der Raumschiffe.

Eines dieser Schiffe ist die LEMCHA OVIR: ein zylindrischer Körper, der von einem Ring umgeben ist. Dieser rotiert und sorgt so für eine ausreichende Schwerkraft. Die LEMCHA OVIR gerät in Probleme, steuert außerplanmäßig eine Planeten an und stürzt dort ab. Während die Überlebenden darum kämpfen, ihre Zivilisation zu bewahren, treffen die Terraner um Perry Rhodan sowie die Akonen bei ihnen ein.

Die Geschichte, die sich auf dem abgelegenen Planeten abspielt, wird von Hans Kneifel stimmungsvoll geschildert. Der Autor schafft Atmosphäre - bei den Figuren ebenso wie der planetaren Umgebung. Die Terraner und Akonen sind bei ihm jeweils interessante Charaktere, die nachvollziehbar handeln. Unterhaltungen, die durchaus philosophischer Natur sein können, wechseln sich ab mit Action und Forschung.

Letztlich ist »Der Schläfer der Zeiten« ein Ausschnitt aus einem großen Zyklus. In diesem zweiten Band werden viele Informationen vermittelt. Die Geschichte hat mich gefesselt, über die acht CDs hinweg, und das finde ich beeindruckend. Ich bin sicher, dass auch diejenigen ihren Spaß an dem Hörbuch haben werden, die gar keine PERRY RHODAN-Fans sind. Und ich freue mich schon aufs Anhören der nächsten LEMURIA-Box ...

(Ach ja: Die Box gibt es mithilfe der ISBN 978-3-939648-97-0 überall im Buchhandel, ebenso ist sie über Versender wie amazon.de zu beziehen. Und als Download-Version kann man das Hörbuch ebenfalls bestellen - idealerweise über die Homepage von Eins A Medien direkt.)

07 Februar 2012

Heyne-Klopper digital

Eine Entwicklung, die mich echt freut: Die Taschenbuch-Zyklen, die wir im Verlauf der letzten Jahre in Zusammenarbeit mit Heyne veröffentlicht haben, gibt es jetzt auch als E-Books. Verschiedene Partner wie etwa Beam-ebooks bieten sie an – und es werden sicher noch mehr werden.

Die Taschenbuch-Zyklen haben zwar immer viel Arbeit bedeutet, aber sie haben mir stets Spaß gemacht. Vor allem machen sie sich im Regal wirklich gut, und ich habe sie durch die Bank gern gelesen. Jetzt gibt es sie digital – das ist eine schöne Ergänzung!

06 Februar 2012

Keine Heyne-Staffel

Im Galaktischen Forum auf der PERRY RHODAN-Homepage wurde die Frage aufgeworfen, ob es im Jahr 2012 keine neue Taschenbuch-Staffel bei Heyne geben würde. Meine klare Antwort: Das wird es aller Voraussicht nach nicht geben – wir werden eine zusätzliche neue Reihe nicht schaffen.

Die kleine Redaktionsmannschaft betreut mit der PERRY RHODAN-Erstauflage, mit PERRY RHODAN NEO und der SCHATTENLORD-Buchreihe im Jahr 2012 drei regelmäßig erscheinende Serien, für die ein recht hoher Aufwand betrieben werden muss. Dazu kommen neue ATLAN-Taschenbücher; von den übrigen Produkten ganz zu schweigen. Ein zusätzliches »neues« Projekt geht derzeit einfach nicht, und für diese Entscheidung bitte ich um Verständnis.

05 Februar 2012

Wim hat geliefert

Keine Ahnung, woher Wim Vandemaan immer seine Ideen nimmt: Am Freitag schickte er mir noch ein sogenanntes Spielpapier, sprich, eine Sammlung von Ideen, mit denen man seiner Ansicht nach einen Teil der Handlung ab Band 2700 bestücken könnte. Diesen Text las ich heute in aller Gemütsruhe durch.

Und ich war ziemlich beeindruckt. Das liest sich alles schon sehr spannend und auch gelungen. Wie wir das bei der Autorenkonferenz in die Zyklus-Gesamtplanung einfügen können, ist mir allerdings noch schleierhaft.

04 Februar 2012

Manuskript eines neuen Autors

Ich habe bislang nur angefangen und bin aus zeitlichen Gründen noch nicht fertig geworden: mit dem aktuellen Manuskript für PERRY RHODAN NEO. Es ist bereits für die dritte Staffel, und es stammt von einem Autor, der bislang noch nicht im PERRY RHODAN-Umfeld veröffentlicht hat.

Ich habe von diesem Autor schon einige Romane gelesen, die mir gut gefallen haben. Jetzt bin ich natürlich gespannt, wie er sich bei NEO »schlägt«.

03 Februar 2012

Teamtagung in einem Pfälzer Weindorf

Ein Logbuch der Redaktion

In den letzten Jahren entwickelte es sich zu einer sehr guten Tradition, dass sich die PERRY RHODAN-Redaktion für einen Tag in ein Gasthaus zurückzieht, um dort die nächsten zwölf Monate in Ruhe zu planen. Das war auch 2012 so. Mit einem Unterschied: Fuhren wir in früheren Jahren stets ins Rebland, also in die schöne Region südlich von Baden-Baden, steuerten wir dieses Mal Rheinland-Pfalz an. Wir wechselten also die Rhein-Seite.

Der Wein-Ort St. Martin war unser Ziel; dort hatten wir Zimmer in einem richtig netten Hotel angemietet, das sich als ein wenig altmodisch im positiven Sinne erwies: viel Holz und eine insgesamt sehr klassische Einrichtung. Der Tagungsraum hingegen erwies sich als modern, so dass der Besprechung nichts im Wege stehen konnte.

St. Martin ist klein und liegt nicht unbedingt zentral. Wer mit dem Auto anreist, muss ein bisschen schauen, um ihn zu finden. Immerhin kann man dort schön zwischen den Weinbergen wandern. Das Hambacher Schloss ist ganz in der Nähe und grüßt gewissermaßen von einem Hügel herüber - wer mag, kann also hier seine Kenntnisse der modernen deutschen Geschichte auffrischen.

Dazu hatten wir dann doch keine Zeit. Wir schafften gerade einen einzigen Spaziergang durch die schmalen Straßen des Dorfes, der angesichts des schönen Januar-Wetters sehr angenehm war - ansonsten aber blieben wir konzentriert bei der Arbeit.

Beim Rückblick wurde uns noch einmal klar, wieviel wir im Jahr 2011 eigentlich geleistet hatten. Die Pressekampagne zu »fünfzig Jahren PERRY RHODAN«, der Start von PERRY RHODAN NEO und der PERRY RHODAN-WeltCon 2011 waren die Themen, die zur normalen Arbeit hinzukamen. Ergänzt wurde das ganze durch Änderungen in der Verwaltung des Verlages, die allen Mitgliedern der PERRY RHODAN-Redaktion zusätzliche Arbeit aufbürdeten.

Im Nachhinein wunderten wir uns, dass wir die vielen Aufgaben überhaupt hatten bewältigen können. Kein Wunder, dass die Nerven im Verlauf des Jahres 2011 manchmal bloß lagen und die Zahl der Überstunden in astronomische Höhen stieg. Gleichzeitig aber waren wir stolz auf das Geleistete.

Mit diesem guten Gefühl im Hintergrund konnten wir das Jahr 2012 konzentriert angehen. Mit der PERRY RHODAN-Erstauflage und PERRY RHODAN NEO werden wir zwei aktuelle Serien am Kiosk haben; dazu kommt SCHATTENLORD als Fantasy-Serie im Buchhandel. Nicht zu vergessen sind darüber hinaus die laufenden Reihen wie die PERRY RHODAN-Silberbände, die Nachauflagen oder die ATLAN-Hardcover.

Die E-Books, die sich 2011 schon sehr ordentlich entwickelten, werden 2012 eine noch stärkere Rolle spielen. Bei ATLAN gibt es neue Taschenbücher, PERRY RHODAN-Extra und die Taschenhefte werden fortgesetzt. Dazu wollen wir das Lizenzgeschäft im Ausland weiter verfolgen, bei den Hörbüchern zusätzliche Schwerpunkte angehen und natürlich das Thema »Spiel« nicht vergessen.

Während unserer Teamtagung versuchten wir, all diese Schwerpunkte sinnvoll zu gliedern und die Arbeitsbereiche festzulegen. Mittag- und Abendessen, Kaffeepause und Spaziergang sorgten für willkommene Unterbrechungen. Als wir abends nach 22 Uhr mit der eigentlichen Arbeit aufhörten, fühlte ich mich ziemlich erschöpft - den anderen ging es wohl ähnlich.

Wir verbrachten diesen Freitag abend bei einigen Gläsern Wein und Bier, bevor wir vergleichsweise früh ins Bett gingen. Beim Frühstück am Morgen danach wurden in Einzelgesprächen noch einmal einige Themen angeschnitten, bevor alle den Heimweg antraten.

Es war eine sehr gute Teamtagung, intensiv in den Themen und engagiert in den Diskussionen. Ich hatte das Gefühl, dass wir uns im Jahr 2012 zwar vielen Herausforderungen stellen müssen, aber gute Aussichten haben, diese auch alle zu meistern.

02 Februar 2012

Die Basis und der WeltCon

Die Ausgabe 48 des französischen Fanzines »BASIS« erschien laut Aufdruck bereits im November 2011, traf aber erst diese Woche bei mir ein. Das macht nichts, denn mein französisch ist nicht so gut, als dass ich die Feinheiten des Inhalts sofort-sogleich würdigen müsste ...

Ein wichtiges Thema ist der PERRY RHODAN-WeltCon 2011, der von den französischen Fans in großer Zahl besucht wurde. Darüber wird selbstverständlich in Wort und Bild berichtet. Ein schönes Fanzine - vor allem aber für diejenigen, die der Sprache eher mächtig sind als ich selbst.

01 Februar 2012

Extra 14 gelesen

Abgeschlossen habe ich die Lektüre des aktuellen Manuskripts von PERRY RHODAN-Extra; gemeint ist die Nummer 14. Wer den Roman geschrieben hat und von wem das Exposé stammt, das wird noch zeitig bekannt gegeben – auf jeden Fall liegt jetzt alles vor und wird hoffentlich auch gut ankommen.

Es ist ein ungewöhnliches Thema, soviel kann schon angedeutet werden. Und es ist das erste Extra, das nicht zur laufenden Handlungszeit spielt, sondern dessen Handlung in einer früheren Epoche angesiedelt ist.

31 Januar 2012

Noch einmal die Todringer

Ich glaube, in dem Roman, den wir heute in die Setzerei gegeben haben, geht es zum letzten Mal um die seltsamen Todringer. Diese Wesen, die zu Beginn des laufenden PERRY RHODAN-Zyklus eine gewisse Rolle gespielt haben, treten in »Zielpunkt Morpheus-System« ein weiteres Mal auf.

In diesem Roman, der von Marc A. Herren geschrieben worden ist, hat übrigens eine weitere interessante Figur einen »Solo-Auftritt«. Die Abenteuer eines Mathematikers im Leerraum - das ist dann eines der Themen, um die es geht ...

30 Januar 2012

Kelsner im Original

Heute liegen sie bei uns auf dem Besprechungstisch: die Originalbilder von Alfred Kelsner, die wir für die nächste Titelbildstaffel nehmen werden. Wie immer sind es richtig schöne Bilder, die stimmungsvolle Weltraum-Szenen mit technischem Gerät - meist einem Raumschiff - verbinden.

Es gibt Menschen, die mögen die Titelbilder von Alfred Kelsner überhaupt nicht, und es gibt welche, die schätzen sie sehr. Ich gehöre zu denen, die sie schätzen. Vor allem im Original sind sie beeindruckend; im Druck verfliegt der Charme leider manchmal.

29 Januar 2012

NEO 18 und die Daten

Zur heutigen Lektüre gehören ein Exposé und die dazu gehörigen Datenblätter. Gemeint ist das Exposé für PERRY RHODAN NEO 18 – das ist dann der zweite Band der dritten Staffel. Klingt kompliziert, ist aber so ...

Ernsthaft: Selbstverständlich arbeiten wir weiter an unserem Neoversum. Und in der dritten Staffel geht's weiter hinaus in das Universum – mit neuen Figuren, mit neuen Schauplätzen und mit neuen Autoren. Doch davor müssen wir erst mal die Exposés fertig haben.

28 Januar 2012

Zyklusideen erknobeln

Da die Autorenkonferenz praktisch vor der Tür steht, geht es an diesem Wochenende auch ein wenig darum, Ideen für die Konferenz zu lesen und auch eigene zu verfassen. Von Uwe Anton habe ich einiges an Papier (bzw. Dateien) erhalten, was ich noch durchschauen möchte.

Ich selbst habe ebenfalls die eine oder andere Idee. Das muss ich aber alles verschriftlichen, denn nur dann werden mir manche Sachen ein wenig klarer. Bei der Konferenz muss man dann eh sehen, was wie bei den Kollegen ankommen wird.

27 Januar 2012

Buchmesse-Stand 2012

Bis die Buchmesse in Leipzig ihre diesjährigen Pforten öffnet, werden nur noch wenige Wochen vergehen. Unser Stand ist gebucht, die Hotelzimmer ebenfalls, und die ersten Termine habe ich auch bereits vereinbart.

Heute sprachen wir endlich einmal über die Gestaltung des Messestandes. Damit sind wir ein wenig spät dran, aber es sollte terminlich noch reichen. Mit den fünfzig Jahren PERRY RHODAN brauchen wir 2012 nicht mehr zu werben ...

26 Januar 2012

Ordnerstruktur

Manchmal muss man in einer Redaktion auch aufräumen. Das betrifft selbstverständlich ebenso PERRY RHODAN wie andere Redaktionen - und heute besprachen wir das heikle Thema der Datenhygiene.

Seit ich bei PERRY RHODAN bin, hat sich das alles verändert. Neue Möglichkeiten der Textspeicherung ... E-Books ... und so weiter. Und das muss immer mal wieder angesprochen und durchleuchtet werden, damit es auf den aktuellen Stand gebracht wird. Was niemanden wundert: Es gibt nach einigen Jahren schon wieder »Wildwuchs«, und der muss »bekämpft« werden.

25 Januar 2012

Redigiertag 2012

Wann ich die sogenannten Redigiertage eingeführt habe, weiß ich gar nicht mehr genau. Es muss in den 90er-Jahren gewesen sein, wahrscheinlich um 1996 herum – um Manuskripte in aller Ruhe durcharbeiten zu können, erbat ich mir von der damaligen Geschäftsleitung die Erlaubnis, einen Tag in der Woche daheim arbeiten zu können.

Von »damals« ist so gut wie niemand mehr übrig in den Heiligen Hallen in Rastatt. Aber meine Redigiertage mache ich immer noch. Und heute sind ein NEO-Manuskript sowie ein Manuskript der Erstauflage zu lesen. Eine Handvoll Texte für die Homepage will ich ebenfalls erstellen. Volles Programm also.

24 Januar 2012

Tätigkeiten, die ich liebe

Es gehört mittlerweile zu den Ritualen der wöchentlichen Tätigkeit: die Arbeit mit dem Rechnungs-Bearbeitungs-Programm. Bekanntlich wird durch die Computer-Technologie alles einfacher, so auch die Rechnungs-Bearbeitung ... Zumindest kann man Personen in der Buchhaltung einsparen, weil die Redaktion diese Arbeit erledigt.

Und so sitze ich vor dem Computer, klicke mich durch die Formulare und schaue mir die Rechnungen am Bildschirm an. Dann vergleiche ich, ob alle Kostenstellennummern und anderer Kram ordnungsgemäß eingetragen sind, und erst nach diesem Vorgang kann ich »freigeben«. Klingt kompliziert, ist kompliziert ...

23 Januar 2012

Raumschiff ROSENGARTEN - der Kommandant zu Besuch

Ein Logbuch der Redaktion

Einer der vielen »kleinen« Programmpunkte auf dem PERRY RHODAN-WeltCon 2011 war die Con-Rallye, die wir unter dem Begriff »Raumschiff Rosengarten« veranstalteten. Sie lief nach einem Konzept von Rüdiger Schäfer ab, und es wurde »eine neue Führung« für das Raumschiff ROSENGARTEN gesucht.

Die Details hierzu verkündeten wir am Freitag, 30. September 2011, die Preisträger wurden dann am Sonntag, 2. Oktober 2011, auf der Bühne präsentiert. Viele Con-Besucher nahmen daran teil, das Interesse war groß, und es kamen viele richtige Einsendungen.

Einer der Preisträger war Martin Schäfer. Er konnte alle Fragen richtig beantworten, und sein Name wurde aus der Lostrommel gezogen. Auf der Bühne des Mozartsaales wurde er zum Kapitän des Raumschiffes ROSENGARTEN gekürt. Als Preis erhielt er einen Tagesbesuch in der PERRY RHODAN-Redaktion.

Am Mittwoch, 4. Januar 2012, kam Martin Schäfer zusammen mit seiner Frau Anita und seiner Tochter Miriam in den Pabel-Moewig Verlag. Die Familie besuchte die Büros der PERRY RHODAN-Redaktion und bekam eine exklusive Führung durch die Druckerei.

Ebenso sahen sie die Räumlichkeiten, die kein gewöhnlicher Besucher zu Gesicht bekommt: das Turmzimmer (gewissermaßen ein PERRY RHODAN-Ausstellungsraum), das Heftroman-Archiv auf dem Dachboden und das alte Archiv der Buchverlage. Gesprächsrunden in der Redaktion oder in der Abteilung Marketing vervollständigten den Tag.

Ein gemeinsames Mittagessen in einem nahe gelegenen italienischen Restaurant gehörte selbstverständlich ebenso zum Progamm. Den Abend beendete die Familie in einem Hotel in der Innenstadt von Rastatt.

22 Januar 2012

Schattenlord-Lektüre

Der heutige Sonntag ist ziemlich grau; es regnet in Karlsruhe. Was gibt es da schöneres, als ein spannendes Manuskript zu lesen? In diesem Fall geht es um den fünften Roman der »Schattenlord«-Serie.

Das Manuskript stammt von Susan Schwartz, von der ja auch die inhaltlichen Vorgaben und Ideen für die neue Fantasy-Serie stammen. Und natürlich geht es in kunterbunter Weise weiter mit den Erlebnissen der Menschen, die in der Anderswelt gestrandet sind.

20 Januar 2012

Zweite Staffel

Heute kommt der neunte Roman von PERRY RHODAN NEO offiziell in den Handel. Die ersten Stimmen zu »Rhodans Hoffnung« von Frank Borsch liegen auch schon vor - es gibt bekanntlich Verkaufsstellen, die früher dran sind, und es gibt Menschen, die das E-Book oder das Download-Hörbuch zeitig genug konsumieren.

Und während für die Leser die zweite Staffel startet, arbeiten wir bereits an der dritten Staffel. Frank Borsch hat die ersten Exposés und Datenblätter geliefert, und ich bin schon mal sehr zufrieden.

19 Januar 2012

Schutzbleche im All

Ein Fan beschwerte sich dieser Tage bei uns; ich weiß bis heute nicht genau, was er eigentlich meinte. »Schutzbleche am Mondauto, jetzt fehlen nur noch Ampeln, außerdem könnte das Auto garnicht fahren, weil auf Grund der geringeren Schwerkraft die Räder nicht die nötige Reibung auf den Boden bringen könnten.«

Es klingt, als spiele er auf den ersten PERRY RHODAN-Roman überhaupt an, auf »Unternehmen Stardust« also. Seine Schlussfolgerung, die ich nicht einmal ansatzweise nachvollziehen kann: »alles Blödsinn, verarschen, verdummen – Pearl Habor lässt grüßen«.

Da klingt dann noch ein Touch von Verschwörungstheorie durch. Manche Leute sind schon seltsam.

18 Januar 2012

Sprechblasen-Lektüre

Seit Tagen gehört die aktuelle Ausgabe des Comic-Magazins »Sprechblase« zu meiner Abend-Lektüre. Der Grund: vierzig Seiten über die PERRY-Comics in den 70er-Jahren. Ich kenne mich gut aus in der Historie der Serie, aber da stecken derart viele Details drin, von denen ich noch nie gehört habe, dass ich völlig erstaunt bin.

Ein tolles Heft, absolut lesenswert. Meine ausführliche Besprechung dazu muss ich noch schreiben. Aber das ist sicher ein Heft, das ich von vorne bis hinten durchschmökern werde. Sehr schön!

17 Januar 2012

Termin mit Dirk Schulz

Heute haben wir in der Redaktion einen besonderen Gast: Dirk Schulz kommt aus Bielefeld nach Rastatt, um einige aktuelle Themen zu besprechen. Unter anderem geht es um aktuelle Titelbilder sowie einige weitergehende Entwürfe.

Der Gedankenaustausch mit dem Zeichner, Verleger und Designer ist für mich immer wieder aufs neue bereichernd: Ich komme auf neue Überlegungen und Ideen, und das kann bei der Arbeit an PERRY RHODAN nie schaden.

16 Januar 2012

STELLARIS von Wim

Heute kam ich endlich dazu, die STELLARIS-Geschichte zu lesen, die als nächste veröffentlicht wird und die von Wim Vandemaan verfasst worden ist. Es handelt sich um die Folge mit der Nummer 28, sie erscheint im PERRY RHODAN-Roman 2638, und sie trägt den Titel »Absolute Finsternis«.

Mit einer solchen Finsternis beginnt die schöne Geschichte auch, in einer totalen Dunkelheit und mit viel Verwirrung. Das alles klärt sich im Verlauf der Seiten dann auf, und am Ende birgt die Geschichte sogar eine besondere Art der Erleuchtung in sich. Als Leser sitzt man hinterher mit einem »Aha!«-Gefühl vor dem Text und ist durchaus beeindruckt. Sehr schön!

15 Januar 2012

Die Woche nacharbeiten

An diesem Sonntag steht die Textarbeit im Zentrum: Ich muss einige Meldungen für die Homepage formulieren, und ich möchte einige Besprechungen von halbwegs aktuellen Büchern und Comics verfassen, die dann als »Die Redaktion empfiehlt« auf unserer Internet-Seite zu finden sind.

Ein Grund für alles ist, dass ich diese Woche nicht so sehr zu solchen Klein-Texten kam. Die Teamtagung am Freitag und Samstag, zwei lange Besprechungen innerhalb des Hauses sowie die Lektüre von Manuskripten sorgten dafür, dass die »normale« Arbeitszeit stark eingeschränkt wurde. Und das muss dann eben am Wochenende ein wenig nachgeholt werden ...

13 Januar 2012

Teamtagung 2012

Zu Beginn eines Jahres setzen sich die Kolleginnen und Kollegen der PERRY RHODAN-Redaktion zusammen, um das Jahr zu planen. An diesem Wochenende ist es wieder soweit: Der Freitag, 13. Januar 2012, ist der Tag der diesjährigen Teamtagung – inklusive einer Übernachtung und eines »Nachschlags« am Samstag.

Nachdem wir in den letzten Jahren im schönen Rebland (südlich von Baden-Baden) waren, führt uns die Reise heuer in die nicht minder schöne Pfalz (bei Neustadt/Weinstraße). Es geht um Rückblicke und Ausblicke, um Planung und Kritik, um Ideenfindung und – neudeutsch – Teambuilding.

12 Januar 2012

Vierstaffel Erde

Mit einer gewissen Verspätung, aber immerhin: Heute verschicken wir die aktuellen Exposés für die PERRY RHODAN-Erstauflage, wieder vier Stück auf einmal. Der Viererblock geht ins Sonnensystem und seine aktuelle kosmische Umgebung, und es werden die Erlebnisse von Terranern geschildert, die mit ungewöhnlichen Fremdwesen konfrontiert werden.

Es ist naturgemäß schwer, von Exposés auf fertige Romane zu schließen. Da ich aber die Autoren kenne, bin ich davon überzeugt, dass wir uns auf vier packende Romane mit der Handlungsebene Terra freuen können.

11 Januar 2012

NEO-Konferenz

Gestern war Frank Borsch bei uns im Verlag. Der Autor kam zu einer Besprechung, in der es vorrangig um PERRY RHODAN NEO ging. Elke Rohwer als Redakteurin, er und ich saßen zuerst im Besprechungsraum, dann im »Pucchini« um die Ecke zusammen.

Wir blickten auf die erste Staffel zurück, die jetzt komplett erschienen ist, und sprachen über die anlaufende zweite Staffel, für die erste Romane vorliegen. Vor allem aber ging es um einen Ausblick auf die nahe Zukunft: Wir diskutierten die Handlung ab Band 17 - sprich über die dritte Staffel.

10 Januar 2012

Auf geht's zur Wega ...

Ein Logbuch der Redaktion

Redaktionsarbeit ist bei uns etwas besonderes: Während die Fans die aktuellen Romane lesen und über diese diskutieren, planen wir meist einige Monate im voraus. So ist es selbstverständlich auch bei PERRY RHODAN NEO, wo in diesen Tagen die Arbeit an der zweiten Staffel sehr weit vorangeschritten ist.

Das Team um die Redakteurin Elke Rohwer und den Exposé-Autor Frank Borsch bereitet intensiv diese Staffel mit all ihren packenden Handlungselementen vor. Die ersten Romane sind bereits geschrieben und redigiert, und am 20. Januar 2012 fällt mit »Rhodans Hoffnung« der Startschuss zu den Romanen 9 bis 16.

Selbstverständlich hat Frank Borsch sich nicht nehmen lassen, diesen Roman selbst zu verfassen: Er schließt eine »Epoche« der Serie ab und eröffnet die neue Handlungsebene. Diese wird – das kann ich jetzt schon andeuten – sehr schnell an unterschiedlichen Schauplätzen stattfinden.

Einen Schauplatz davon verrate ich absichtlich durch den Titel dieses Logbuches, aber das konnten sich die erfahrenen PERRY RHODAN-Leser schon im voraus selbst »ausrechnen«. Den anderen Ort der Handlung möchte ich zumindest noch einige Wochen verschweigen. Das Titelbild des neunten Romans liefert allerdings die entscheidenden Hinweise ...

Nachdem die Handlung der ersten acht NEO-Romane vor allem auf der Erde und dem Mond spielte, einige »Schlenker« zur Venus inklusive, geht es jetzt hinaus ins All. Die ferne Sonne Wega sowie eine unbekannte Raumstation nehmen eine wichtige Rolle ein; die Leser lernen insgesamt drei zusätzliche Alien-Völker kennen, und natürlich gibt es ab Band neun eine Reihe von neuen Haupt- und Nebendarstellern.

In der zweiten Staffel entfernt sich PERRY RHODAN NEO noch weiter von den originalen PERRY RHODAN-Romanen aus den Jahren 1961 und 1962. Nach wie vor orientieren sich die Autoren an den ursprünglichen Romanen, aber die Story weicht stärker ab. Deutlicher akzentuierte Charaktere prägen die Handlung, die Außerirdischen werden ebenfalls präziser definiert.

Das wird sich vor allem im zehnten Band zeigen, der »Im Licht der Wega« heißt und von Christian Montillon verfasst worden ist. Die Planeten und Monde des Wega-Systems sind hier ein wesentlicher Schauplatz – aber die Leser lernen darüber hinaus die Wirkungsweise des Begriffes »Besun« kennen.

Weiter geht es mit Band 11 von Michael Marcus Thurner, der den Titel »Schlacht um Ferrol« trägt. Wie der Titel schon andeutet, wird es in diesem Roman recht heftig zur Sache gehen – aber mehr verrate ich an dieser Stelle jetzt nicht.

Die zweite Staffel von PERRY RHODAN NEO nimmt nun richtig Fahrt auf ...

09 Januar 2012

NEO im Blick

Der »Fandom Observer« wagt den Rückblick: Unter dem Titel »90 Jahre nach dem Neustart« blickt das Nachrichten-Fanzine auf PERRY RHODAN NEO. Es gibt einen kritischen, unterm Strich aber positiven Bericht von Clemens Nissen sowie ein Interview mit mir - eine gute Mischung, wie ich finde.

Veröffentlicht wurde das ganze in der Ausgabe 271 vom Januar 2012. Verantwortlicher Redakteur war Günther Freunek - mit ihm brachte ich in den 80er-Jahren und zu Beginn der 90er-Jahre mein Fanzine SAGITTARIUS heraus. Der »Fandom Observer« kann übrigens kostenlos heruntergeladen werden; ein Besuch der Homepage lohnt sich.

08 Januar 2012

Neuer NEO-Autor

Seit gestern liegt mir das Manuskript vor, bislang habe ich es nur als Datei vorliegen. Erfahrungsgemäß lesen sich Manuskripte besser, wenn ich sie mir auf Papier ausdrucke – da kann ich eher meine Anmerkungen fürs Lektorat reinschreiben.

In diesem Fall handelt es sich um PERRY RHODAN NEO 13, und dieser Roman wurde von einem Autor geschrieben, der bei NEO noch nicht in Erscheinung getreten ist. Die offizielle Mitteilung dazu gebe ich bei Gelegenheit an die »interessierte Öffentlichkeit«; heute will ich aber erst einmal ein wenig am Computer in dem Manuskript stöbern. Der Anfang klingt schon mal spannend!

07 Januar 2012

Kurs 2650

Drei Exposés liegen jetzt auf dem Stapel des zu lesenden Papiers: Uwe Anton hat mir sogenannte Vorab-Exposés geschickt, solche Dateien also, in denen die Hintergrund-Recherche noch fehlt, in denen es nur um die reine Story geht.

Es geht mit großen Schritten auf die »Halbzeit« des Zyklus zu; die Romane, um die es hier geht, treiben die Handlung in Richtung Band 2650 voran. Mir gefällt bislang vor allem die neue Figur, die auftaucht – das müsste bei den Lesern sehr gut ankommen.

06 Januar 2012

Ein Gastroman als Lektüre

Dieses Wochenende lese ich unter anderem das Manuskript des PERRY RHODAN-Romans 2635 durch. Ich bin ein wenig spät dran, denn es traf bereits während der Weihnachtsfeiertage bei uns in der Redaktion ein – aber da war ich ja in einem kurzen Urlaub.

Das Manuskript ist eine Besonderheit: Es stammt von einem Gastautor. Oder vielleicht passt diese Formulierung eher: Es stammt von einem Stammgastautor. Es ist auf jeden Fall eine höchst interessante Lektüre.

05 Januar 2012

Die SOL im Zentrum

Nur noch eine Woche, dann kommt das PERRY RHODAN-Tachenheft 16 offiziell in den Handel. Ich bekam es heute druckfrisch auf den Tisch: »Der lange Weg der SOL« von Peter Griese liegt dann auch in einer modernisierten Form am Kiosk.

1987 habe ich den Roman erstmals gelesen, damals in Form eines PERRY RHODAN-Taschenbuches. In den 90er-Jahren wurde er in Form einer Sonder-Edition (in einem Revell-Modellbausatz) noch einmal verarbeitet. Jetzt liegt er auch in neuer Rechtschreibung vor, sorgsam durchgeschaut und mit einem Nachwort versehen.

04 Januar 2012

Illochim Teil drei

Die schöne ATLAN-Buchausgabe, die über den Bertelsmann-Club an die Abonnenten ausgeliefert wird, hat einen neuen kleinen Höhepunkt erreicht: Mit »Der Traum des Navigators« von Rüdiger Schäfer wurde der dritte und abschließende Teil der Illochim-Trilogie an die Abonnenten ausgeliefert.

Das finde ich stark – vor allem auch deshalb, weil die Illochim-Trilogie eh viel zu sehr unterschätzt wurde. Sie stellt das Bindeglied zwischen dem PERRY RHODAN-Computerspiel und den ATLAN-Romanen dar und basiert auf sehr ursprünglichen Ideen von Robert Feldhoff und den Exposés von Michael Marcus Thurner. Eine starke Sache, die im Hardcover noch stärker wird!

03 Januar 2012

Pressearbeit für den PERRY RHODAN-Comic

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Will man für PERRY RHODAN einen Jubiläumsmonat bestimmen, ist der September optimal. In diesem Monat kam 1961 der erste Roman in den Handel, und noch niemand konnte ahnen konnte, wie erfolgreich PERRY RHODAN jemals sein würde. Auch der September 2002 sollte die PERRY RHODAN-Serie in eine neue Ära katapultieren: Der PERRY RHODAN-Comic kam am 5. September 2002 in den Handel.

Wenige Tage zuvor verschickten wir eine Pressemeldung, die in den Fachmedien veröffentlicht wurde. Als Startauflage wurden in dem Text übrigens stolze 75.000 Exemplare angegeben – eine stimmige Aussage. Zu der Zeit wurden Comics im Zeitschriftenhandel in großen Stückzahlen abgesetzt; zehn Jahre später träumen die Comic-Verlage von solchen Auflagen nur noch.

Als verantwortlicher Redakteur kam in dem Pressetext selbstverständlich Frank Borsch zu Wort: »An erster Stelle standen für uns bei der Konzeption zwei Aspekte: Qualität und leichte Zugänglichkeit für Leser, die vielleicht schon länger mit dem Gedanken gespielt haben, PERRY RHODAN zu lesen, aber aus den verschiedensten Gründen nicht dazu gekommen sind.«

Zur Teamarbeit äußerte sich Frank Borsch, der in der Comic-Szene als Übersetzer von Serien wie »Daredevil« einen guten Namen hatte, ebenfalls: »Unser Ziel war, einen Comic zu erschaffen, der sowohl inhaltlich wie von der künstlerischen Ausführung mit der Konkurrenz aus den USA mithalten kann. Und ich glaube, das ist uns gelungen: Unser kreatives Team vereinigt eine Reihe von absoluten Könnern!«

Wenngleich wir zu der Zeit schon wussten, dass er mit klar definierten Terminen seine Probleme hatte, lobten wir in unserer Meldung erneut Karl Altstaetter, »eines der heißesten Talente der amerikanischen Comic-Szene«. Zu der Zeit war Altstaetter mit nur 31 Jahren tatsächlich einer der Senkrechtstarter im Comic-Geschäft. Mit seiner Serie »Deity« bekam er überall gute Kritiken, und sein Studio Hyperwerks stand in Verhandlungen wegen der Fernsehrechte.

Mit im Boot war von Anfang an Victor Olazaba; es war klar, dass Altstaetter die Aufgabe nicht allein stemmen konnte. Olazaba hatte sich 2002 bereits einen guten Namen verschafft: Er tuschte die erfolgreiche Serie »Spawn« und war an der Comic-Umsetzung des Computerspiels »Tomb Raider« beteiligt.

Dirk Schulz war einer unserer Titelbildzeichner und unterstützte uns bei dem Projekt. So zeichnete er – weil es sehr schnell gehen musste – quasi über Nacht ein Titelbild. Im Nachhinein sollte sich herausstellen, dass er das Projekt nicht nur einmal rettete.

Unser Ziel war ambitioniert: Wir wollten alle zwei Monate ein Comic-Heft in den Handel bringen, das nur 36 Seiten stark war, dafür aber drei Euro kosten wollte. Damit gingen wir ein Risiko ein, das uns durchaus bewusst war. Vergleichbare Hefte mit Material, das aus dem amerikanischen Raum übersetzt worden war, wurden zu der Zeit preiswerter angeboten – oder sie hatten einen Umfang von 48 oder mehr Seiten. Dazu arbeiteten wir mit einem amerikanischen Team zusammen, das sich mit Terminen nicht anfreunden wollte und uns von Tag zu Tag erneut die Schweißperlen auf die Stirn trieb

Unser gigantisches Plus war die Marke PERRY RHODAN, von der wir uns einiges erhofften. Realistisch blieben wir: »Wir planen mal vier Hefte«, hatte ich mit der Verlagsleitung vereinbart, »also eine sogenannte Miniserie. Das machen die Amerikaner mit ihren Comics ebenfalls. Und wenn die sehr gut laufen, machen wir weiter.« In den vier Heften wollten wir eine abgeschlossene Geschichte erzählen, und diese stammte von Uwe Anton.

»Für mich geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung«, ließ sich Uwe Anton in der Pressemitteilung zitieren. »Ich habe im Lauf der Jahre über 500 Comics, von ›Superman‹ und ›Batman‹ bis zu ›Micky Maus‹ ins Deutsche übertragen, aber darauf, selbst einen zu schreiben, musste ich lange warten. Jetzt wird mein Traum wahr – und ich kann ihn dazu noch mit PERRY RHODAN verbinden!«

Um die Stammleser entsprechend einzubinden, diskutierte Uwe Anton bereits unter anderem im offiziellen PERRY RHODAN-Forum. Er informierte über die geplante Handlung: »Die neue Comic-Serie startet mit einem Vierteiler, ›Die Kristalle von Di'akir‹. Darin lernen wir das Volk der Di'aka kennen, aber auch einige alte Bekannte. Perry Rhodan steht im Mittelpunkt der Handlung; Reginald Bull und ein etwas in Vergessenheit geratener Haluter sind weitere Schlüsselfiguren.«

Bewusst hatten der Redakteur und der Autor die Handlung in die »Lücke« zwischen Heft 2099 und Heft 2100 gesetzt, also in einen kleinen Zeitsprung zwischen zwei Zyklen. Damit sollte die Spannung gewahrt werden, und wir wollten den Comic so anlegen, dass er hundertprozentig zur PERRY RHODAN-Romanserie passte. Damit die Stammleser richtig mitfiebern konnten, kamen farbige Vorabdrucke im PERRY RHODAN-Heft 2141.

Von unserer Seite aus wurde also alles – oder zumindest sehr vieles – richtig gemacht. Der Comic musste nur noch in den Handel kommen und verkauft werden; Risiko hin, Risiko her ...

02 Januar 2012

Story-Seminar kurz vor Weihnachten

Ein Logbuch der Redaktion

Zum wiederholten Mal seit 1995 gab es an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel ein Seminar zum Thema Science-Fiction-Kurzgeschichte; ich war einer der zwei Dozenten, und ich arbeitete mit Uwe Anton zusammen. Wir beide haben in Wolfenbüttel eine gewisse Routine: Es dürfte bald das zehnte Seminar sein, das wir gemeinsam bestreiten.

In schrecklichem Dauerregen mit starken Orkanböen verließ ich am Freitagmorgen, 16. Dezember 2011, meine Heimatstadt in Süddeutschland. Die Zugfahrt verlief ruhig, das stürmische Wetter machte mir keinen Strich durch die Rechnung. Unterwegs las ich PERRY RHODAN-Manuskripte sowie die Texte der Seminarteilnehmer.

Als ich in Wolfenbüttel eintraf, der schönen Kleinstadt bei Braunschweig, goss es noch stärker als in Karlsruhe. Ich war ziemlich froh, als ich endlich im Gästehaus eintraf. Anderen ging es schlimmer; so brachte ein Teilnehmer seine Seminarunterlagen komplett durchnässt mit ...

Richtig los ging es am Nachmittag: Uwe Anton und ich stellten uns vor, erzählten etwas über unsere berufliche Laufbahn und berichteten kurz, wie Verlage arbeiten. Wir gaben zudem einen kleinen »Marktüberblick«, in dem wir zeigten, welche Verlage denn überhaupt Science-Fiction-Kurzgeschichten publizieren.

Bereits am Abend folgte die eigentliche Arbeit. Die Autorinnen und Autoren hatten eigene Geschichten eingereicht, die jetzt diskutiert wurden. Uwe Anton und ich zeigten, was wir gut und weniger gut fanden; auch die Teilnehmer äußerten ihre Meinungen zu den Texten ihrer Kollegen. Recht schnell entwickelten sich engagierte Gespräche, die sich auch nach dem offiziellen Ende des Seminartages bis weit nach Mitternacht hinzogen.

Der Samstag ist traditionell der anspruchsvollste Tag bei einem Wolfenbüttel-Seminar. Wir begannen den Tag mit einer Textaufgabe. Unter anderem ging es darum, den Teilnehmern zu zeigen, wie man Texte nötigenfalls wie am Reißbrett erstellen kann: Wie kann ich eine Figur anlegen, wie mache ich einen Handlungsschauplatz nachvollziehbar?

Die Teilnehmer sollten eine Kurzgeschichte skizzieren und einen Anfang schreiben; diese Texte wurden in der Runde diskutiert und bewertet. Ich finde die Ergebnisse solcher Aufgaben immer sehr interessant: Trotz gleicher Ausgangslage kommen jeder Autor und jede Autorin zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen.

Nach dem Mittagessen ging es weiter: engagierte Diskussionen zu Texten, Schreibaufgaben, theoretische Einschübe. Am Abend nahmen wir uns in einem Schnelldurchlauf die vorab eingeschickten Texte vor, die wir am Freitag noch nicht »geschafft« hatten. Danach hatte jeder Teilnehmer eine fundierte Meinung zu seinen Ideen und Geschichten erhalten.

Wieder stellte ich fest: Es ist durchaus anstrengend, sich mit den Texten anderer Autoren zu beschäftigen, intensiv mit den Autoren zu diskutieren und vor allem auch Kritik zu erläutern. Noch anstrengender wird es allerdings, wenn es nachts sehr spät wird und die Autoren und Dozenten bis drei Uhr morgens bei Wein, Bier und Saft weiter diskutieren.

Entsprechend müde fühlte ich mich am Sonntag, 18. Dezember 2011. Trotzdem starteten wir mit einer Textaufgabe, diesmal auf Basis der Arbeiten vom Samstag morgen – die »Geschichte am Reißbrett« wurde auf der gemeinsamen Basis weiter entwickelt. Abwechslungsreiche und lebhafte Diskussionen bestimmten den Rest des Seminars bis nach dem Mittagessen.

Als ich am Nachmittag irgendwann in den Zug nach Süden stieg, war ich richtig »geplättet«. Gleichzeitig aber war ich in einer sehr guten Stimmung: viele nette Leute, viele gute Texte – das macht Spaß. Ich freue mich schon auf die Seminare im Jahr 2012.

01 Januar 2012

Faule Ferien

Eigentlich hatte ich mir ziemlich viel vorgenommen: Zwischen den Feiertagen hatte ich frei, und ich wollte dennoch die eine oder andere Tätigkeit erledigen. So lag unter anderem das Manuskript von PERRY RHODAN NEO 11 auf meinem Lesestapel ...

Um das lange Drama sehr kurz zu halten: Ich ließ das Manuskript die meiste Zeit liegen. Ich checkte meine Mails nur an einem einzigen Tag. Ich machte nichts auf Facebook, zumindest nicht mehr als unbedingt nötig. Und auch im Galaktischen Forum tat ich nichts.

Das beste bei alledem: Ich hatte nicht einmal ein schlechtes Gewissen ... Am 2. Januar 2012 wird mich dann das Chaos erwarten, aber da muss ich wohl durch.

31 Dezember 2011

Kurzer 2011-Rückblick

Das Jahr 2011 war ein Jubiläumsjahr der besonderen Sorte: PERRY RHODAN wurde 50 Jahre alt, und dieser Anlass wurde von uns gleich mehrfach gefeiert. Ein Dokumentarfilm kam in die Kinos, eine starke E-Book-Offensive wurde gestartet, PERRY RHODAN NEO kam auf den Markt, und Ende September zelebrierten wir das Ereignis mit einem fulminanten PERRY RHODAN-WeltCon 2011 in Mannheim.

Traurig fand ich 2011 allerdings, dass uns mit H.G. Francis schon wieder ein Weggefährte verlassen musste. Er hatte noch so viele Pläne und Ideen, so viele Vorschläge und Gedankenblitze, dass es mir schwerfällt, mir PERRY RHODAN ohne ihn vorzustellen.

Aber so hatte auch 2011 seine Höhen und Tiefen. Wie jedes Jahr in der letzten Zeit. Wie jedes Jahr überhaupt. Und warum soll es bei PERRY RHODAN anders sein als »in der richtigen Welt«?

23 Dezember 2011

Zielpunkt 2650

Mit Uwe Anton steht kurz vor dem Jahreswechsel oder zumindest kurz vor Weihnachtsessen eine Reihe von Entscheidungen an: Wie gestalten wir den PERRY RHODAN-Roman 2650 inhaltlich? Welche Höhepunkte werden gesetzt, was lassen wir auf unsere Helden zukommen?

Ein Arbeitspapier von Uwe Anton gibt mir klare Auskünfte, was er vorhat. Schauen wir mal, wie es die Autoren umsetzen - und vor allem, wie es die Leser dann finden ...

22 Dezember 2011

Letzte Konferenz für 2011

Am heutigen Tag setzte sich die PERRY RHODAN-Redaktion noch einmal zusammen, um gemeinsam auf das Jahr zurückzublicken. Es handelte sich nicht um die offizielle Teamtagung, die kommt im Januar, sondern um eine Orientierung und Bilanz nach einem extrem anstrengenden Jahr.

Die Besprechung war anstrengend und beanspruchte über vier Stunden sehr viel Hirnschmalz. Hinterher fühlte ich mich zumindest erschöpft; ich fand aber, dass sie gut verlaufen war und auch einige Impulse geben konnte.

21 Dezember 2011

Samenflug-Audio

Die STELLARIS-Geschichte »Samenflug« von Andreas Findig gibt es schon seit längerem als Hörbuch-Version; endlich kam ich einmal dazu, sie anzuhören. Sie wird von Marion Mainka eingelesen, die bislang eher selten im PERRY RHODAN-Umfeld aufgetaucht ist: Die Stimme ist gut, aber wer wie ich bei PERRY RHODAN vor allem männliche Stimmen gewöhnt ist, muss konzentriert hinhören.

Andreas Findigs Geschichte strotzt vor sprachlichen Details und zahlreichen Ideen: Pflanzenwesen, die sich durch die Galaxis fortpflanzen und eine Art interstellarer Allee anlegen – das ist eine schöne Idee, die mir sehr gut gefallen hat. Und ein schönes Hörbuch war's zudem.

20 Dezember 2011

Arndt Ellmers Roman ist da

Mit »Flucht aus Terrania« liegt jetzt der erste Roman von Arndt Ellmer in der NEO-Reihe vor; sieht auf jeden Fall gut aus. Im Inhalt gibt es politische Verwicklungen in China, Stress auf der Venus und eine sich zuspitzende Gerichtsverhandlung. Mit dabei: ein gewisser Staatsanwalt namens William Tifflor.

Wer aus Terrania flüchtet und warum, das kann an dieser Stelle nicht verraten werden. Streng genommen hätte der Roman nämlich auch »Flucht nach Terrania« heißen können - aber völlig verwirren möchte ich ja niemanden.

19 Dezember 2011

Der Con-Prolog am Freitag

Ein Logbuch der Redaktion - Teil drei der Reihe »Der WeltCon-Rückblick der Redaktion«

Es ist Freitagmittag, 30. September 2011, und ich fühle mich angespannt. Kein Wunder, es sind weniger als zwei Stunden, bis der PERRY RHODAN-WeltCon 2011 eröffnet wird. Nachdem ich Jeans und T-Shirt im Hotelzimmer gegen Anzug und Hemd getauscht habe, bin ich auf dem Rückweg in das Kongresszentrum.

Im Foyer des Dorint-Hotels treffe ich zuerst auf Sabine Kropp. Die PERRY RHODAN-Redakteurin hat an diesem Tag unter anderem die Aufgabe, sich um die Ehrengäste zu kümmern. Sie hat am Nachmittag den Bestsellerautor Frank Schätzing vom Bahnhof abgeholt, sie hat sich mit den anderen Gästen unterhalten und sie eingewiesen, und sie ist - wie ich - schon sehr neugierig auf das Kommende.

Danach laufe ich Heidrun Scheer in die Hände. Sie ist mit ihrer Tochter Corinna angereist, wir haben für sie ein Hotelzimmer gebucht, aber es gibt ein Problem: Ihr Hund darf nicht ins Kongresszentrum und wurde quasi abgewiesen. Ich versuche den Sachverhalt zu erklären. Die Böden sind zu glatt, es gibt Sicherheitsbestimmungen und so weiter. Frau Scheer bleibt weiterhin erbost - und ich muss irgendwann weiter.

Wieder im Rosengarten angelangt, schaue ich kurz im Pressebüro vorbei. Dort haben Kai Hirdt und Björn Berenz schon alles aufgebaut. Die Pressemappen, die ich von Rastatt mitgebracht habe, liegen bereit; Helfer haben Kaffee und andere Getränke gebracht, und die Tische und Stühle sind ebenfalls zu Arbeitsplätzen gruppiert. Wir sind für den Ansturm von Journalisten gerüstet. Niemand weiß nämlich, wie viele wirklich kommen werden - so etwas ist trotz aller Planung schwer zu schätzen.

Zwischendurch schaue ich erneut in den Mozartsaal, wo Leo Lukas und seine Begleiter mit den Proben bereits weit vorangeschritten sind. (Im zweiten Teil meines Rückblicks fehlt mein Hinweis darauf, dass ich zwischendurch eine Tonprobe hinter mich gebracht habe: zusammen mit Uwe Anton, der Band »Cosmolodics« und den zwei Sängerinnen.) Der Mozartsaal ist nach wie vor für die »normalen« Besucher gesperrt, denn hier sind am Freitag nur die Proben geplant.

Die Beleuchtung und das Bühnenbild sehen phantastisch aus, die Band spielt sich warm; immer wieder werden einzelne Referenten auf die Bühne und vor das Mikrofon geholt. Als ich selbst auf der Bühne stehe und vom Rednerpult über die leeren Reihen blicke, packt mich noch einmal die Unsicherheit: Werden wir die 2200 bis 2500 Besucher haben, die wir benötigen, um diesen riesigen Saal angemessen zu füllen? Um die Anzahl der Besucher variabel gestalten zu können, sind im hinteren Bereich einige Sitzreihen entfernt und stattdessen Stehtische aufgebaut worden ...

Als ich den Mozartsaal verlasse, sehe ich, dass die Eingangstüren bereits offen sind. Die Fans strömen herein, an den Kassen und an den Ausgabestellen für die Con-Tüten stehen Hunderte geduldig Schlange. Die Helfer, die sich in diesem Bereich vor allem aus dem SFC Universum rekrutieren, arbeiten schnell und gleichzeitig ruhig. Es herrscht trotz aller Warterei eine gute Stimmung.

Ich stelle fest, wie nervös ich nach wie vor bin. Im Vorbeigehen begrüße ich einige Bekannte, bevor ich noch einmal in unser Veranstalterbüro eile. Dort ist Mike Hillenbrand wenige Sekunden vor meinem Eintreffen wieder verschwunden. Er wartet hinter der Bühne des Musensaales auf mich; dort wird bald das Programm beginnen.

Bis ich dort eintreffe, fühle ich mich schon verschwitzt. Die Nervosität steigt, als ich von außen die Massen im Raum sehe. Im unteren Bereich des Saales haben 800 Menschen auf den Stühlen Platz - soweit ich sehen kann, sind alle Sitzplätze belegt. Im hinteren Bereich und an den Rändern stehen weitere Menschen.

Die Ordner des Rosengartens lassen niemanden mehr in den unteren Bereich des Saales, damit es nicht zur Überfüllung kommt. Höflich aber bestimmt schicken sie die Fans auf die Empore, auf der es - wie ich weiß - noch mal um die 500 Sitzplätze gibt. Die sind in Windeseile ebenfalls voll, und dann stehen die Fans auch auf der Empore.

Es ist Freitagabend, es ist kurz vor Eröffnung des Cons, und wir haben zwischen 1300 und 1500 Besucher im »kleinen Saal«. Die Spannung liegt buchstäblich in der Luft; alle Leute, die ich treffe, sind euphorisiert.

Ich eile die Treppen hoch, gehe durch die schmale Seitentür und stehe im Bereich hinter der Bühne. Später wird jemand sagen, dieser Bereich sehe aus »wie ein U-Boot von innen«. Kein Wunder: An der Decke ziehen sich große Rohre entlang, und alles sieht sehr nüchtern und ein wenig kaputt aus. Der Rosengarten präsentiert sich seinen Besuchern gegenüber als ausgesprochen schick, aber hinter den Kulissen herrschen Beton und Blech vor.

Dort treffe ich auf Mike Hillenbrand. In Windeseile besprechen wir, wie wir die Eröffnung machen. Nicht zum ersten Mal an diesem Wochenende hilft mir seine ruhige Art, selbst wieder ruhiger zu werden.

Ingo Rohlfs, der Helfer, der die Technik des Musensaals steuern wird, bleibt ebenfalls komplett ruhig. Er macht den Eindruck, als müsste er jeden Tag einen WeltCon betreuen.

Rüdiger Schäfer ist da, den wir für die Eröffnung brauchen - aber es fehlen noch Inge Mahn, Ingrid Bruck und Heidrun Scheer, die nach der kurzen Eröffnung den ersten Programmpunkt gestalten werden.

»Egal«, sagt Mike, »wir können die Leute draußen nicht zu lange warten lassen. Wir fangen an; solange sucht ihr die Damen. Notfalls überbrücke ich die Zeit, bis sie auf der Bühne sind.« Es ist wenige Minuten nach 18 Uhr, als er auf die Bühne tritt - der WeltCon beginnt mit einer kleinen Verspätung, die uns aber niemand übel nimmt.

Mike macht einige lockere Sprüche, verwechselt mit Absicht die Lage Mannheims, in dem er die Stadt aus Baden-Württemberg nach Hessen verschiebt, und fragt nach der Herkunft der Con-Besucher. Einige Lacher später hat er das Publikum auf seiner Seite - dann ruft er mich auf die Bühne.

Ich sage nicht viel, freue mich über den Beifall und halte eine sehr kurze Ansprache. »Fünfzig Jahre PERRY RHODAN, ein Grund zum Feiern!«, ist der wesentliche Satz. Als die 1500 Fans im Saal zu klatschen beginnen, spüre ich, wie eine Welle der Erleichterung in mir aufkeimt.

(Im vierten Teil des WeltCon-Rückblickes geht es unter anderem um das gemeinsame Essen mit den Ehrengästen und den Stardust Award.)

18 Dezember 2011

Digital-Aktion

In den letzten Tagen des des Jahres 2011 geht die Produktion von E-Books noch mit voller Kraft weiter. Diese Woche wurden die Romane der Fantasy-Reihe ELFENZEIT zum Download auf den entsprechenden Kanälen bereit gestellt - ich muss hierzu noch die Informationen für die Homepage schreiben.

Damit es uns nicht langweilig wird, bereiten wir in Rastatt sowie die Bookwire-Kollegen in Frankfurt die nächste Aktion vor. Da noch nicht sicher ist, ob alles klappt, nur so viel: Zwischen Weihnachten und Neujahr wird es ziemlich viele PERRY RHODAN-Stoffe als digitale Editionen geben, an die bislang nicht einmal zu denken war.

17 Dezember 2011

Expo-Mittagessen

Mit Uwe Anton in Wolfenbüttel: Der PERRY RHODAN-Autor und ich sind Dozenten an der Bundeskademie für kulturelle Bildung - und natürlich nutzen wir die Zeit auch, zwischendurch über PERRY RHODAN zu reden. In diesem Fall logischerweise über aktuelle Romane und Exposés.

Heute mittag setzten wir uns für eine Stunde in ein kleines Café in der Altstadt. Neben uns fütterte ein Mann die Spielautomaten, was ganz schön laut war; trotzdem konnten wir einige Themen zumindest anreißen. Schauen wir mal, wie es weitergeht ...

16 Dezember 2011

Regenriesen und Regenwetter

Heute bin ich in Wolfenbüttel, genauer gesagt, bin ich das über das gesamte Wochenende. Es ist wieder ein Seminar für Science-Fiction-Autorinnen und Autoren, und es sind einige Personen anwesend, die ich aus der PERRY RHODAN-Szene kenne.

Auf der Fahrt hierher, bei der ich immer wieder den fiesen Regen über Deutschland bewundern konnte, las ich selbstverständlich ein Manuskript. In diesem Fall stammte es von Hubert Haensel, und es ging unter anderem um einen sogenannten Regenriesen. Das passte zum Wetter, fand ich ...

15 Dezember 2011

Silberband 117 im Visier

Eigentlich erscheint er erst im März 2012, aber wir sind tatsächlich schon jetzt an der Vorarbeit: Die Werbe- und Informationstexte zum PERRY RHODAN-Silberband beschäftigen uns in diesen Tagen nebenbei auch ein wenig.

Für »Duell der Erbfeinde« hat Elke Rohwer die Texte erstellt; ich guck' noch mal drüber. Dann können wir nach den Feiertagen im Januar im voraus mit der Werbung beginnen. Ein beruhigendes Gefühl, einmal früh dran zu sein ...

14 Dezember 2011

Infopost anfordern

Ein Leser meldet sich per Postkarte bei der Redaktion: Er möchte bitte gern Informationsmaterial und ein Verlagsprogramm haben. Er bedankt sich im voraus - an seiner Höflichkeit ist nicht zu meckern.

»Die 1,45 Euro können Sie per Nachnahme erheben«, fügt er hinzu. Und ich frage mich ein wenig ratlos, ob er das ernsthaft meint - angesichts der zu erwartenden Gebühren und des Verwaltungsaufwandes. Wir schicken ihm das Infopäckchen auch »für umme« raus ... logo.

13 Dezember 2011

Superschicke Chronik

Heute kam ich endlich dazu, mir den dicken Klopper einmal anzuschauen: Der zweite Band der PERRY RHODAN-Chronik liegt nämlich vor. Wieder hat sich Michael Nagula richtig viel Arbeit gemacht, um ein möglichst umfassendes Buch über PERRY RHODAN zu verfassen - es deckt die Jahre 1975 bis 1980 und damit eine wichtige Phase der Serie ab.

Ich bin noch nicht dazu gekommen, das Buch zu lesen. Dazu benötige ich ein wenig Ruhe. Jetzt hoffe ich, dass ich zwischen den Feiertagen dazu kommen werde ...

12 Dezember 2011

Der WeltCon-Rückblick der Redaktion - Teil 2

Der Nachmittag am Freitag, 30. September 2011 - ein Logbuch der Redaktion

Es ist Freitagmittag, 30. September 2011, und ich bekomme Schweißausbrüche. Es liegt nicht nur am dem überraschend warmen Wetter, sondern auch daran, dass ich auf die Schnelle rund tausend Euro benötige. Kein Problem, denke ich, als ich erkenne, dass direkt neben dem Kongresszentrum Rosengarten eine Filiale der Sparkasse ist - mein Sparkassen-Konto ist gedeckt, also werde ich in dieser Filiale auch Geld erhalten.

Als ich dort eintreffe, ist die Filiale geschlossen. Mittagspause ... Am Geldautomat erhalte ich genau 200 Euro, mehr nicht. Kein Wunder, denn am frühen Morgen hatte ich sicherheitshalber 300 Euro abgehoben, um für eventuelle Ausfälle am Wochenende gewappnet zu sein. Jetzt habe ich 500 Euro in der Tasche; das ist zwar eine Menge Geld, reicht aber nicht.

Also eile ich zurück ins Kongresszentrum, vorbei an den Helfern, die überall in Windeseile dekorieren und aufbauen. Ich stoße auf Hermann Ritter, schildere ihm mein Problem und werde mit seiner Gelassenheit konfrontiert. »Kein Problem«, sagt er, »ich bin bei der Deutschen Bank, und da kann ich einen Tausender auf einmal abheben.«

Wir verlassen zusammen das Con-Gebäude, gehen hinaus in die wunderbare Nachmittagssonne, eilen über die Straße, werden überall von Fans begrüßt, die auf den Rosengarten zuströmen, und steuern die Filiale der Deutschen Bank an. Hermann hebt 800 Euro ab und gibt sie mir, ohne sie anzugucken. Ohne das Geld zu zählen, stecke ich es in die Hosentasche.

Dann essen wir erst einmal etwas. Bei einer Bäckerei kaufen wir uns je ein belegtes Brötchen und ein Getränk; damit setzen wir uns in die Sonne und genießen die letzten ruhigen Minuten für dieses Wochenende.

Gemeinsam gehen wir zurück zum Kongresszentrum und hinein in unser Veranstalter-Büro. Inan Arac vom Kongresszentrum ist bereits da, er wartet auf mich und das Wechselgeld; ebenso sind die Helfer da, die sich in den nächsten drei Tagen um die Tageskasse kümmern sollen. Während Sabine Kropp mit den drei Kassierern einen Plan entwickelt, wie abgerechnet werden soll, eile ich hinter Inan Arac her.

Er führt mich in einen Bereich des Rosengartens, den ich bei keinem meiner bisherigen Besuche gesehen habe: Hinter dem Musensaal geht eine schmale Treppe nach oben, dann stehen wir in einem karg aussehenden Gang, der zur Buchhaltung des Kongresszentrums führt.

Eine sehr freundliche Dame erwartet mich und die insgesamt 1130 Euro, die sie von mir haben möchte. Vor ihr liegen Rollen mit Münzen, dazu viele kleine Scheine: eine komplette Kassenausrüstung, wie wir sie benötigen. Sie hat einen Block in der Hand und sagt: »Jetzt müssen Sie mir das nur noch quittieren und dann ...« Sie lacht freundlich. »Wenn ich dann am Dienstag wieder die 1130 Euro von Ihnen erhalte, ist alles in Ordnung.«

Ich starre sie wahrscheinlich an, als würde sie gerade Blödsinn reden. »Gerade eben habe ich Bargeld organisiert«, bringe ich hervor. »Ich habe das Wechselgeld dabei.«

Sie lacht erneut. »Das wäre zwar nicht nötig gewesen, aber so ist es natürlich einfacher für mich.« Wir tauschen meine großen Scheine gegen ihre kleinen Scheine und das Münzgeld. Mit zwei schweren Geldtaschen verlasse ich ihr Büro; ich schwanke buchstäblich. Das ganze Gerenne und die ganze Hektik waren völlig überflüssig gewesen.

Immerhin bin ich rechzeitig in unserem Büro: Die Tageskasse kann aufgebaut werden, denn ab 16 Uhr lassen wir die Besucher herein. Es werden viele kommen, das ist um diese Zeit schon klar. Auf dem sonnigen Platz direkt vor dem Eingang stehen bereits am frühen Nachmittag Dutzende bis Hunderte von Fans. Sie wirken entspannt und reden miteinander; einige rauchen.

Die Helfer vom SFC Universum haben sich im Kassenbereich bereits mit der Lage vertraut gemacht, die Namensschilder sind sortiert und vorbereitet. Hermann Ritter hat sich den Risszeichner Holger Logemann geschnappt, der ein wenig gelangweilt herumstand, und diesen zum Sortieren eingeteilt. Holger vollbringt die Aufgabe in stoischer Ruhe; das finde ich schon wieder witzig.

Ich eile zu meinem Auto in die Tiefgarage. Es müssen die Transportkisten mit dem Material aus meinem Wagen in das Gebäude geschleppt werden: Unter anderem habe ich alle Unterlagen für die Versteigerung im Auto, dazu Pressemappen, ausgedruckte Listen und andere Dinge. Ich schleppe mehrere Bananenkisten ins Büro, unterstützt von einem der Helfer.

Wir sind nicht die einzigen, die den Fahrstuhl vom Keller ins Con-Gebäude benutzen. Einige Verkäufer bauen noch ihre Stände auf, und die Mitglieder des französischen Fan-Clubs BASIS sind ebenfalls unterwegs. Viele von ihnen können kein Deutsch, und mein Französisch ist legendär schlecht; aber wir unterhalten uns mit Scherzworten, wann immer wir uns zwischen Tiefgarage, Treppenhaus und Fahrstuhl treffen.

Elke Rohwer räumt parallel zu uns mit Fan-Helfern ein Auto aus und transportiert Nahrungsmittel sowie Getränke nach oben. Das ist alles für den Backstage-Bereich bestimmt; die Helfer und Gäste sollen schließlich etwas zu essen und zu trinken erhalten.

Dann ist es kurz vor 16 Uhr. Ich beschließe, endlich das zu tun, was dringend nötig ist: Ich muss im Hotel einchecken und mich umziehen. Mit meinem Gepäck eile ich durch das Kongresszentrum, wo mittlerweile alles so aussieht, als stünde der Con kurz vor seiner Eröffnung, hinüber ins Hotel. Es gibt einen gläsernen Übergang zwischen dem Kongresszentrum und dem Dorint-Hotel, danach muss man im Hotel selbst durch den Tagungsbereich einer Psychiater-Veranstaltung gehen.

Ich checke ein und ziehe mich im Zimmer hektisch um. Jeans und T-Shirt weichen einem Anzug mit rotem Hemd; auf die Krawatte verzichte ich. Und ich schaffe es, das Hemd so anzuziehen, dass ich den Abend über immer wieder den Kragen »nachbessern« muss. Als ich vom Hotelzimmer hinunter in die Hotel-Lobby gehe, wird mir bewusst. Es sind nun keine zwei Stunden mehr, bis der PERRY RHODAN-WeltCon 2011 beginnt ...

(In der Fortsetzung dieses Berichtes geht es dann um die Eröffnung des Con-Prologs und eine kurze Rede sowie den Beginn des Programms.)

11 Dezember 2011

Titeleien für Terra

Ein wenig außerplanmäßig kam ich heute erst dazu, die Titel für die nächsten vier Romane festzulegen. Mit E-Mail-Verbindungen ist es ja glücklicherweise gut möglich, mit den Autoren auch am Sonntag zu kommunizieren.

Die Titel sind abgesprochen, sie stehen. Vorabversionen der Covers lieferte Swen Papenbrock bereits im Verlauf der Woche, jetzt warte ich auf die endgültigen Versionen der Titelbilder. Und dann bin ich gespannt darauf, wie die vier Romane »rings um Terra« bei den Lesern ankommen werden.

10 Dezember 2011

Ab nach Darmstadt

Der heutige Samstag hält für mich eine Dienstreise parat. Konkret: Ich fahre nach Darmstadt, wo ich den Science-Fiction-Stammtisch besuche – da war ich zuletzt im Februar, und da ging es um den PERRY RHODAN-WeltCon. Diesmal wird es sicher locker werden.

Es ist die letzte Fan-Veranstaltung, die ich in diesem Jahr besuche. Ich freue mich schon auf das gemütliche Beisammensein in netter Runde. Gespräche über PERRY RHODAN im besonderen und Science Fiction im allgemeinen sind zu erwarten ...

09 Dezember 2011

Zwei Autoren ein Roman

Mit einiger Verspätung, aber immerhin: Heute lese ich das Manuskript eines PERRY RHODAN-Romans, der von zwei Autoren gemeinsam geschrieben worden ist. Die beiden haben sich die Handlungsebenen aufgeteilt, und ich bin sicher, dass die Leser später klar erkennen werden, wer welche Teile verfasst hat.#

Dass zwei Autoren gemeinsam einen Roman schreiben, ist eher selten und kam schon lange nicht mehr vor. Christian Montillon und Marc A. Herren haben sicher gut zusammengearbeitet; sie saßen unter anderem im Familienhaus der Montillons zusammen und haben »braingestormt«.

08 Dezember 2011

E-Books in Arbeit

Meistens sind E-Books ein Thema, mit dem sich Heidrun Imo und Bettina Lang innerhalb der Abteilung beschäftigen. Gelegentlich bekomme ich davon auch etwas ab; dann muss ich etwas schreiben, oder werde aus inhaltlichen Gründen etwas gefragt.

Derzeit beschäftigen wir uns mit einer Aktion, die ab Weihnachten bis Neujahr laufen soll. Wenn alles klappt, gebe ich es natürlich offiziell bekannt. Aber das dürfte ein richtig »großer Knaller« werden ...

07 Dezember 2011

Der zweite NEO-Borsch

Druckfrisch ist Band 6 von PERRY RHODAN NEO auf meinem Tisch gelandet: Es ist der zweite Roman, den Frank Borsch zu dieser Serie beigesteuert hat, und er trägt den Titel »Die dunklen Zwillinge«. Den Roman fand ich superspannend; er blendet teilweise in die Vergangenheit einer wichtigen Hauptperson und macht ihre Motive klarer.

Vor allem endet er mit einem echten Knaller - wie Frank Borsch auf diesen Höhepunkt zuarbeitet, ist sehr gut gemacht. Mir selbst gefiel das bei der Lektüre; ich bin jetzt gespannt, wie die Leser darauf eingehen.

06 Dezember 2011

Fortsetzung der Kosmos-Chronik?

Ich mochte die zwei Bände der »Kosmos-Chroniken« sehr, und wenn es nach mir ginge, könnte da auch eine Fortsetzung kommen. Ob die dann »Kosmos-Chroniken« heißt, ist die andere Frage. Derzeit wird im Forum auf unserer Homepage darüber diskutiert.

Derzeit lässt sich das nicht umsetzen. Unser Partner im Buchbereich, an den wir vertraglich fest gebunden sind, ist die Firma Edel mit Sitz in Hamburg. (Es gibt keinen eigenen Moewig-Buchverlag mehr.) Und dort hat man derzeit keine Lust auf solche Experimente, wie bisherige Gespräche ergeben haben.

Ehrlich gesagt: Derzeit könnten wir so ein Projekt auch nicht stemmen. Weder die Redaktion noch das Autorenteam könnten ein solches Buch publizieren; die »Kosmos-Chroniken« waren richtig viel Arbeit ...

05 Dezember 2011

Mal wieder Kölle

Der heutige Montag steht im Zeichen einer Dienstreise mit der Deutschen Bahn: Es geht nach Köln, wo ich unsere Partner von Eins A Medien besuche. Mit den Kollegen dort wollen wir grundsätzliche Dinge besprechen.

Unter anderem geht es um die Planung fürs Jahr 2012: Welche neuen Produktionen kommen, wie wird das PERRY RHODAN-Programm im Hörbuch ausgebaut? Und natürlich gucken wir uns auch an, wie das Jahr 2011 verlaufen ist.

04 Dezember 2011

Sehr spezielles Exposé

Zur heutigen Lektüre gehört ein Exposé für einen PERRY RHODAN-Roman, von dem wir noch nicht genau wissen, wer ihn schreiben wird. Womöglich wird es eine Arbeit für einen Gastautor werden.

Uwe Anton hat das Thema schon einmal vorbereitet, jetzt müssen wir es »nur noch« entsprechend umsetzen. Mein Job ist in dieser frühen Phase erst einmal, mich intensiv mit dem Exposé zu beschäftigen.

03 Dezember 2011

Starke SOL zum WeltCon

Ich habe noch nicht alles gelesen, mit großem Interesse aber die vielen Berichte zum PERRY RHODAN-WeltCon 2011 durchgelesen. Die Ausgabe 64 der Zeitschrift »Sol«, die von der PERRY RHODAN-FanZentrale veröffentlicht wird, hat mit dem Science-Fiction-Ereignis des Jahres 2011 einen starken Schwerpunkt.

Die Berichte sind gut illustriert und geben den WeltCon aus unterschiedlicher Sicht wieder. Immer wieder eingestreut sind Zitate von Besuchern, die für die Live-Con-Berichterstattung erarbeitet wurden. Starke Zusammenstellung, super gemacht!

02 Dezember 2011

Maharani und der Sektor Null

Ein Logbuch der Redaktion

Seit langem stellt sich den PERRY RHODAN-Lesern die Frage, was denn eigentlich in der Milchstraße los ist - zuletzt erfuhren die Leser vor allem viel über ferne Sphären. Sie wissen, wie es Perry Rhodan und seinen Gefährten in der Galaxis Chanda ergangen ist, und sie haben Alaska Saedelaeres Abenteuer im Reich der Harmonie miterlebt. Und ein wenig mehr ist bereits über die Situation rings um die Erde und ihren aktuellen Aufenthaltsort bekannt.

Doch die Milchstraße? Was hat sich dort zugetragen, seit das Solsystem verschwunden ist? Dieser Frage gehen vier Romane nach, die mit den Bandnummern 2624 bis 2627 erscheinen werden. Verantwortlich dafür sind die Autoren Arndt Ellmer, Hubert Haensel und Michael Marcus Thurner.

Der Roman, der am meisten über politische Hintergründe verrät, erscheint unter dem Titel »Das Plejaden-Attentat« und mit der Band-Nummer 2625. Am 9. Dezember 2011 ist der Roman im Zeitschriftenhandel erhältlich.

Einer der Orte, an denen die Handlung spielt, ist der Planet Maharani. Er liegt im Yogul-System, und dieses wiederum gehört zu den Plejaden, also zum Kerngebiet der Liga Freier Terraner. Zur aktuellen Handlungszeit ist der Plejadenbund ein kleiner Staat, der sich mit seinen 68 Welten der Liga angeschlossen hat.

Als die Menschen im frühen Solaren Imperium die ersten Planeten in der näheren galaktischen Umgebung besiedelten, gehörte Maharani dazu. Da die meisten Siedler vom indischen Subkontinent kamen, entwickelte sich über zweieinhalb Jahrtausende hinweg eine Kultur, die nach wie vor an das Indien des zwanzigsten Jahrhunderts erinnert.

Hubert Haensel schildert den Planeten und seine kulturellen Eigenheiten, als ob er selbst dort gewesen wäre. Er vermittelt die aktuelle Situation der Liga Freier Terraner und zeigt, wie sich die politischen Verhältnisse in der Milchstraße verändert haben.

Aber vor allem setzt der Autor eine spannende Detektivgeschichte in Gang, die mit Verfolgsjagden, Ermittlungsarbeit und anderen Elementen aufwartet. Mir hat das beim Durcharbeiten des Manuskriptes richtig viel Spaß bereitet, und ich glaube, dass sich dieser Spaß auch auf die Leser der gedruckten Ausgabe (oder der E-Books oder der Hörbücher ...) übertragen wird.

Es tauchen übrigens eine Reihe von bekannten Handlungsträgern in diesem Roman - und in den anderen Bänden - auf, die ihre teilweise sehr eigene Politik betreiben. Wenn Terraner, Arkoniden, Akonen und andere galaktische Völker aufeinander treffen, sind entsprechende Intrigen und Gegensätze schließlich geradezu normal ...

In »Das Plejaden-Attentat« spielt aber auch ein Yborner mit, und es wird auf die unbedeutende Welt Monerspoint verwiesen. Mit Arun Joschannan taucht zudem eine Figur auf, über die wir in der nahen Zukunft sicher mehr erfahren werden. Zudem bekommen die Leser also einiges an Neuigkeiten über weniger bekannte Teile der Milchstraße vermittelt ...

Selbstverständlich ist der Sektor Null ebenfalls von großer Bedeutung. Hinter der Bezeichnung verbirgt sich - so viel darf wohl verraten werden - der Raum, in dem sich bis zu seinem Verschwinden das Solsystem befunden hat. Darüber berichtet der Doppelband 2626/27 mehr; das ist dann vielleicht ein Thema für ein anderes Logbuch ...

01 Dezember 2011

Mit Mike beim Iren

Mike Hillenbrand, der unter anderem als Moderator tätig ist und den PERRY RHODAN-WeltCon 2011 als Conferencier geprägt hat, ist oft dienstlich unterwegs. Und so verschlug es ihn am gestrigen Mittwoch abend nach Karlsruhe.

Es wurde eine spontan organisierte, aber sehr lustige Runde mit Heidrun Imo vom PERRY RHODAN-Marketing, ihm und mir. So kam ich nach langer Zeit mal wieder zu dem Vergnügen, ein Irish Pub von innen zu besichtigen. Wir redeten über PERRY RHODAN sowie – buchstäblich! – allerlei andere Themen à la »Gott und die Welt«.

30 November 2011

Der SFCU und der WeltCon

Beim PERRY RHODAN-WeltCon 2011 zählten Mitglieder des Science-Fiction-Clubs Universum (SFCU) zu den freiwilligen Helfern, ohne die wir diese Mammut-Veranstaltung nicht hätten bewältigen können. Kein Wunder, dass die SFCU-Aktivisten besondere Einblicke in das Geschehen erhielten und vom Programm nicht so viel mitbekamen, wie sie sich erhofft hatten.

Trotzdem gibt es in der Ausgabe 54 des Club-Fanzines »Exterra« drei Rückblicke auf den großen Con: In Text und Bild lassen die Fans den Con noch einmal Revue passieren - ich habe das sehr gerne gelesen. Schließlich habe ich von den meisten Programmpunkten ebensowenig mitbekommen ...

Informationen zum Club gibt es auf seiner Homepage: www.sfcu.de

29 November 2011

Vier Seiten in PR 2624

Na endlich habe ich es auch mal geschafft: Ein Artikel von mir erschien in einem PERRY RHODAN-Heftroman. In diesem Fall handelt es sich um den Band 2624, der unter dem Titel »Todesfalle Sektor Null« in den Handel kommt.

Mein Artikel heißt »Wenn PERRY RHODAN kommuniziert ...« und beschäftigt sich mit der Kommunikation. Es geht mit William Voltz los, geht über Horst Hoffmann und Ernst Vlcek bis hin zu den aktuellen Kommunikationsmitteln.

28 November 2011

Ein Blick in das Blaue System

Ein Logbuch der Redaktion

Zu den großen Mysterien der PERRY RHODAN-Serie gehörte über Jahre und Jahrzehnte hinweg die Entwicklung der humanoiden Völker. Heutzutage ist jedem Leser der Serie bekannt, dass es vor 50.000 Jahren bereits eine Erste Menschheit gab: Die lemurische Zivilisation verbreitete sich von der Erde aus über die halbe Milchstraße.

In den frühen Jahren der PERRY RHODAN-Serie wusste das noch kein Leser - und den Autoren war anfangs ebensowenig klar, in welchem Zusammenhang eigentlich die Arkoniden und die Terraner stehen.

Vieles wurde erst nach und nach entschlüsselt. Einen Teil der gemeinsamen Vergangenheit von Arkoniden und Akonen beleuchtet nun das aktuelle ATLAN-Buch, das mit der Nummer 39 dieser Tage erschienen ist. Wie immer wurde das Buch von Rainer Castor zusammengestellt, der dabei Originalromane aus den 70er-Jahren sorgsam bearbeitete und zu einem »großen Ganzen« vereinte.

Bekanntlich haben die Figur des Arkoniden Atlan und die ATLAN-Serie im Verlauf der Jahrzehnte eine Reihe von Wandlungen durchgemacht. Atlan als wichtige Figur der PERRY RHODAN-Serie tauchte erstmals im Heftroman 50 auf. Schnell wurde der Arkonide zu einem sehr guten Freund und zugleich einem intellektuellen Gegenspieler von Perry Rhodan, der dem Terraner häufig widersprach.

Das schien den Lesern schon sehr früh gefallen zu haben; nach den ersten Auftritten in der PERRY RHODAN-Heftromanserie kamen bald ATLAN-Taschenbücher und ab Ende der 60er-Jahre die ATLAN-Heftromane. Innerhalb der insgesamt 850 Romane umfassenden ATLAN-Heftserie wiederum gab es mehrere Schwerpunkte, und einen davon bildete die Reihe »ATLAN-exklusiv - Der Held von Arkon«. Von 1973 bis 1977 wurden insgesamt 160 Romane veröffentlicht, die jetzt die Grundlage für die ATLAN-Jugendabenteuer innerhalb der ATLAN-Buchreihe bilden.

Wer sich nicht auskennt, für den mag das ein wenig kompliziert klingen. Ist es aber nicht: Die ATLAN-Buchreihe schildert die Abenteuer des Arkoniden, die er in seiner Jugend in den Weiten der Milchstraße erlebt - zwischen den Planeten des großen Arkon-Imperiums und den vielen Sonnensystemen der Milchstraße. Die Autoren fabulierten in den 60er- und 70er-Jahren teilweise sehr frei. Das wiederum führte dazu, dass die Romane meist farbenprächtig und extrem abwechslungsreich waren.

Der vorliegende ATLAN-Band hat innerhalb der Jugendabenteuer die Rolle eines Abschlussbandes inne - mit ihm endet der sogenannte Akonen-Zyklus. Atlan und seine Begleiter erreichen endlich das Blaue System, in das sich die Akonen zurückgezogen haben. Er ist damit einer der wenigen Arkoniden, die Kontakt zur Heimat der »Stammväter« haben - schließlich haben sich die Arkoniden einige Jahrtausende zuvor in einem erbitterten Krieg von den Akonen getrennt.

Diese Handlungsführung ist nicht ohne Komplikationen. Im PERRY RHODAN-Roman 100 ist die Überraschung schließlich groß, als die Terraner auf die Akonen stoßen - auch Atlan wundert sich über die humanoiden Bewohner des Blauen Systems. In den Zeitabenteuern, die gut zehntausend Jahre davor spielen, hat er das System aber doch schon einmal besucht. Wie passt das zusammen?

»Nicht nur ich stellte mir seinerzeit beim Lesen die berechtigte Frage, warum Atlan nie darauf hingewiesen hat, dass er bereits als Jugendlicher dort gewesen war«, schreibt Rainer Castor in seinem Nachwort. Ich erinnere mich, dass ich mich ebenfalls sehr wunderte. Der scheinbare Widerspruch wird erst am Ende der Jugendabenteuer aufgelöst und braucht uns im Moment nicht zu kümmern - Tatsache ist, dass Atlans Besuch im Akon-System wieder mal eine faszinierende Science-Fiction-Geschichte mit vielen schönen Episoden ist.

Kein Wunder bei den Autoren: Der Auftaktband mit dem Titel »Die Gefangenen von Akon« (im Original ATLAN 250) stammt von Kurt Mahr; gefolgt von »Der Eiskerker« (ATLAN 251) von Harvey Patton.

Mit den Romanen »Hetzjagd im Blauen System« (ATLAN 252) und »Land des Vergessens« (ATLAN 253) ist Dirk Hess gleich zweimal vertreten. Den Abschluss des vorliegenden ATLAN-Buches bildet ein Roman von H. G. Ewers: »Zweimal Mexon«, im Original als ATLAN-Heft 254 erschienen.

Eine bunt gemischte Autorenriege war das damals, Schriftsteller mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Stilrichtungen; umso schöner, wie Rainer Castor es heute schafft, diese Einzelbände zu einem geschlossenen Roman zu vereinen!

27 November 2011

Tippfehler bei Romanen

Im Diskussionsforum wurde über Schreibfehler in Romanen diskutiert. Dazu äußerte ich mich, und das zitiere ich hier gleich mal:

Ein PERRY RHODAN-Roman wird mit dem Computer geschrieben, dann wird er als Datei an die Redaktion geschickt. Üblicherweise schaue ich mir den Roman sehr gründlich an, bevor er an den Außenlektor geht. Dieser redigiert den Roman, und wenn er Tippfehler findet, verbessert er die am Bildschirm.

Im Verlag gibt es später irgendwann die Instanz eines Korrektors; dieser sieht in der sogenannten Satzfahne eigentlich alle Verschreiber und korrigiert sie. Dass dennoch immer wieder Tippfehler und anderes im gedruckten Heft zu finden sind, lässt sich offensichtlich nicht vermeiden. Das geht auch allen anderen Verlagen so ...

26 November 2011

Die Qual der Wahl

Heute bin ich ein wenig in der Zwickmühle: Drei Manuskripte habe ich mir gestern ausgedruckt, alle sind einigermaßen dringend – und jetzt muss ich mir glatt überlegen, mit welcher Lektüre ich beginne. Nehme ich den Montillon, den Herren oder den Borsch? Nehme ich NEO oder die Erstauflage? Oder gehe ich schlicht nach Dringlichkeit?

Ich sehe ein, das ist ein Luxusproblem. Am besten lasse ich das Los entscheiden. Und füge mich dann dem Los ...

25 November 2011

Schmied der Unsterblichkeit

Als der Original-Roman im Jahr 1987 zum ersten Mal erschien, fand ich den richtig toll: Wolfpeter Ritter alias Peter Terrid brachte in »Schmied der Unsterblichkeit« eine richtig tolle Geschichte voller Schwung und Phantasie, die den kleinen Nachteil hatte, das PERRY RHODAN-Universum ein wenig durcheinanderzubringen.

Seit heute gibt's den Roman neu - in Form eines Taschenheftes. Rainer Nagel, der den Roman leicht bearbeitete, schrieb ein schönes Nachwort dazu. Ich bin gespannt, wie das Werk heutzutage ankommt.