02 Januar 2019

Rechtschreibreformen im Rückblick

Das Jahr 1999 kommt einem mittlerweile so vor, als läge es richtig weit in der Vergangenheit. Für die PERRY RHODAN-Redaktion ging es damals um die Vorbereitung von Band 2000 – aber ebenso wurde immer wieder über die Rechtschreibung diskutiert. Der Pabel-Moewig Verlag hatte hierfür keine Regelung verabschiedet, also musste die Redaktion sich selbst einen Weg suchen.

Ab dem Januar 1999 wurden die Diskussionen heftiger und engagierter. Man konnte sich auf Dauer nicht den neuen Regeln verweigern, das war allen Beteiligten bewusst.

Recht schnell war klar: Wir würden nicht jegliches Detail umsetzen, das in der neuen Rechtschreibung diskutiert wurde und wovon mittlerweile manches wieder aus den Wörterbüchern verschwunden ist. Im August 1999 wurde ein erstes Rundschreiben an das Autorenteam verschickt, das darauf hinwies, in welche Richtung sich die Redaktion wohl bewegen würde.

Es sollte aber noch weitere zwei Jahre dauern, bis die PERRY RHODAN-Serie und alles andere auf die »gemäßigte neue Rechtschreibung« – so nannten wir es – umgestellt wurden. Es gab Leserproteste, den meisten schien die Änderung aber keine ernsthaften Probleme zu bereiten. Fürs Jahr 2019 gibt's vielleicht die eine oder andere weitere Änderung ...

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Da bitte ich dringend um die Wiedereinführung folgender Wörter - "aufgrund" "anhand" "infolge und "mithilfe", was natürlich nicht wirklich dasselbe(!) ist wie "Mithilfe".
Und bitte verschont mich in Zukunft mit "Gräultaten", "greulich" und "gräulich" ist auch was anderes.
Wie zu sehen ist, habe ich die Rechtschreibreform bis heute nicht verdaut und schreibe weiterhin "Spaghetti" und "Känguruh"

Herzliche Grüße
Mattenwilly

Björn B hat gesagt…

Hm, eine Änderung nach 20 Jahren Rechtschreibreform kommt so plötzlich, was gedenkt ihr denn zu ändern?