10 März 2014

Der Schwarze Palast

Ausgerechnet an dem Wochenende, an dem Michelle Stern auf der Leipziger Buchmesse als Autorin der Ehrengast am PERRY RHODAN-Stand ist, kommt mit »Der Schwarze Palast« ihr aktueller PERRY RHODAN-Roman in den Handel. Der Band trägt die Nummer 2743, hat ein dynamisches Titelbild von Alfred Kelsner und treibt die Handlung auf dem Erdmond weiter.

Die Autorin ist für das Thema gewissermaßen eine Spezialistin. Sie hat die wesentlichen Romane verfasst, in denen die Luna-Geschichte weiter erzählt worden ist – und jetzt fügt sie dem dortigen Geschehen ergänzende
Elemente hinzu.

Ich fand vor allem das Duo Toufec und Pazuzu eindrucksvoll, und ich verrate hoffentlich nicht zu viel, wenn ich andeute, dass hier noch einiges auf die Leser zukommen wird. Doch erst einmal müssen die jeweiligen Hauptfiguren ihre Abenteuer im Schwarzen Palast und seiner Umgebung hinter sich bringen ...

09 März 2014

Weitere Expo-Ausblicke

Zu den Dingen, die ich seit über zwanzig Jahren mit am liebsten lese, zählen konzeptionelle Ausblicke von Exposéautoren. Da geht es nicht um Details, sondern um die großen Linien; da machen sich die Expokraten ihre Gedanken über die folgenden Bände – entweder die nächsten hundert oder auch nur die nächsten zehn Bände. Heute mittag stöberte ich bei schönstem Frühlingswetter auf unserem Balkon in einem Arbeitspapier von Christian Montillon und Wim Vandemaan.

Ich werde an dieser Stelle hier selbstverständlich nichts zu den Inhalten ausplaudern; das wäre gegenüber den meisten Lesern echt gemein. Nur so viel sei angedeutet: Es ging um die aktuelle Handlung in der Milchstraße und in Larhaaton, über die Reise eines terranischen Großraumschiffes und seiner Besatzung sowie um Hauptpersonen, die den Lesern lieb und teuer sind – und auch von Hauptpersonen, die mittlerweile echt gehasst werden.

Der nächste Schritt ist jetzt ja, aus diesen Arbeitspapieren ausführlichere Exposés zu machen. Auf deren Lektüre freue ich mich dann auch schon ...

08 März 2014

Feuerwerk der Ideen

Für meine Begriffe hat der PERRY RHODAN-Roman, dessen Manuskript ich heute gelesen habe, viel von den Großmeistern der phantastischen Literatur: Michael Marcus Thurner brennt in dem Roman, dessen Titel und Bandnummer ich an dieser Stelle nicht verraten werde, ein wahres Feuerwerk an phantastischen Ideen ab, sorgt für kosmische Verbindungen, die nicht alle im Exposé standen, und liefert somit das Porträt eines ungewöhnlichen Handlungsschauplatzes.

Ich persönlich stehe auf Science Fiction, die viele Ideen liefert, auch wenn nicht alle Details hundertprozentig exakt erklärt und begründet werden. Das ist Geschmackssache, und ich gehe davon aus, dass der Roman nicht nur Freunde findet. Am heutigen Samstag hat er mir auf jeden Fall Freude bereitet – na also!

07 März 2014

Andreas Eschbach auf tschechisch

Ich habe mich dieser Tage öffentlich darüber gefreut, dass jetzt der »Sternenozean«-Zyklus in Form von E-Books erschienen ist – es gibt ihn ebenso bereits in Form von Hörspielen. Schön ist, dass es ihn jetzt auch komplett in tschechischer Sprache gibt, unsere Partner von Moba haben die aktuellen Bände publiziert.

So kann ich jetzt das schöne Titelbild von »Rhodanuv navrat« – man entschuldige, dass ich die tschechischen Sonderzeichen jetzt nicht sauber nachtrage – bewundern, das von Alfred Kelsner stammt und einen packenden Roman von Andreas Eschbach ziert. Der Roman »Die Rückkehr« war damals im »Sternenozean«-Zyklus ein echter Höhepunkt, den ich selbst mit großer Faszination las und der bei den Fans sehr gut ankam.

Schön, dass unsere tschechischen Partner jetzt auch an diesem Punkt der PERRY RHODAN-Serie angekommen sind!

06 März 2014

Titelverzeichnis Science Fiction

Im September 1976 waren die PERRY RHODAN-Serie und ihr Umfeld so gewachsen, dass der Pabel-Moewig-Verlag ein eigenes Heft veröffentlichte, das unter dem schlichten Titel »Titelverzeichnis Science Fiction« den aktuellen Stand der Produktion auflistete. Die Serien PERRY RHODAN, ATLAN und TERRA ASTRA wurden aufgelistet: Bei PERRY RHODAN waren es alle 793 Romane, die es bis zu diesem Zeitpunkt gab, während man sich bei ATLAN und TERRA ASTRA mangels einer Nachauflage mit den lieferbaren Titeln einschränkte.

Über die »Rastatter Versandbuchhandlung« konnte man die einzelnen Bände zum Stückpreis von 1,70 Mark bestellen; der Preis verstand sich inklusive der Portokosten. Ebenfalls waren Abonnements der Reihen möglich.

05 März 2014

Invasion der Puppen

In dieser Woche bringen wir einen PERRY RHODAN-Roman in den Handel, auf dessen Erscheinen ich mich besonders freue: Es ist »Invasion der Puppen«, ein echter Klassiker der Serie, auch wenn er nicht als Heftroman, sondern 1965 »nur« als Taschenbuch veröffentlicht wurde. Ich las diesen William-Voltz-Roman irgendwann in den späten 70er-Jahren zum ersten Mal und fand ihn großartig; in den 90er-Jahren las ich ihn ein zweites Mal und fand ihn immer noch klasse.

Seit seinem Erstdruck sind fast fünfzig Jahre vergangen. Science Fiction hat sich seitdem mehrfach geändert, die Geschmäcker der Leser sind nicht mehr dieselben; dennoch glaube ich, dass ein hervorragender Roman aus dem Jahr 1965 heute noch gut »funktionieren« müsste. PERRY RHODAN-Kenner könnten sich erneut an dem Werk erfreuen – spannend finde ich aber die Frage, wie »Invasion der Puppen« bei heutigen Lesern ankommt. Mal schauen, welche Resonanzen es gibt ...

28 Februar 2014

Psionisches Duell

Wenn am 7. März 2014 der PERRY RHODAN-Roman »Psionisches Duell« erscheint, gibt's ein beeindruckendes Titelbild von Arndt Drechsler – ich finde das echt stark, und es passt zum Roman. Den Roman selbst, der die Bandnummer 2742 trägt, schrieb Leo Lukas, und es ist ein Planetenabenteuer der besonderen Art.

Es taucht eine Hauptfigur auf, die man schon aus der laufenden Heftromanserie kennt; die anderen Hauptfiguren des Romans sind bislang noch nicht in Erscheinung getreten. Es kommt zu einer Konfrontation – oder eben einem Duell – der besonderen Art.

Wer Leo-Lukas-Romane kennt und mag, erwartet in diesem Werk vielleicht satirische Elemente. Diese sind allerdings kaum enthalten – dafür gibt's »unerhörte Gesänge« und einen Blick auf eine besondere künstlerische Figur.

27 Februar 2014

Gedanken zum Hamamesch-Zyklus

Es war die Zeit, in der ständig Faxe geschickt wurden: Zwischen Rastatt, dem Sitz der PERRY RHODAN-Redaktion, Brunn, dem Wohnort von Ernst Vlcek, und Oldenburg, wo Robert Feldhoff wohnte, glühten die Telefonverbindungen wahrscheinlich zu manchen Zeiten. Das Telefax war unsere wichtigste Verbindung, und im Spätjahr 1994 wechselten wir jeden Tag umfangreiche Ideenpapiere und Exposévorschläge.

Am 15. Dezember 1994 schickte Ernst Vlcek sein umfangreiches Papier, das er unter den Titel »Gedanken zum Hamamesch-Zyklus und darüber hinaus« stellte. Es ging um Trokan, den Neo-Mars, und die Hamamesch; er machte sich Gedanken über das Ende des 1700er-Zyklus und wie wir den Zyklus nach Band 1800 starten sollten.

Eine im Team kursierende Idee, in die tiefe Vergangenheit der Erde zu wechseln, lehnte der Exposéautor ab. Stattdessen griff er eine andere Idee auf, die vom damaligen Chefredakteur Dr. Florian F. Marzin kam, und formulierte sie weiter aus: Die Hellgets sollten auftauchen ... von den komplexen Gedanken wurde damals so gut wie nichts umgesetzt, da die Handlung in ganz andere Richtungen ging.

26 Februar 2014

Der Mann aus dem Hotzenwald

Ein Logbuch der Redaktion

Der Begriff »Hotzenwald« ist eigentlich nur jenen Menschen bekannt, die sich in besonderer Weise für Geografie, für Geschichte oder – seltsames Hobby – für Schwarzwaldtäler interessieren. Der Hotzenwald selbst ist eine Region im südlichen Schwarzwald, kurz vor der Grenze zur Schweiz, und Wikipedia verrät über ihn:

»Im engeren Sinn ist der Hotzenwald das südlichste Gebiet des Südschwarzwaldes, das nach Westen in etwa durch die Wehra, im Norden in etwa durch den Oberlauf der Alb bei St. Blasien, im Osten durch den Bergrücken zwischen Alb und Schlücht sowie im Süden durch den Hochrhein und Klettgau begrenzt wird. Diese Eingrenzung des Hotzenwaldes deckt sich in etwa mit dem Gebiet der ehemaligen Grafschaft Hauenstein.«

Wer sich nicht auskennt, kann damit auch nicht viel anfangen. Wikipedia ist nicht immer hilfreich ... Immerhin verrät das Online-Lexikon ein wenig über den Begriff Salpetererkriege: Dabei handelt es sich um eine Reihe von Bauernaufständen, die im 18. und 19. Jahrhundert den Hotzenwald erschütterten.

Arndt EllmerWas hat das jetzt alles mit Wolfgang Kehl alias Arndt Ellmer zu tun, jenem Mann, der in diesen Tagen seinen sechzigsten Geburtstag feiern kann? Vielleicht so viel: Er ist im Hotzenwald geboren, in einer kleinen Gemeinde, die nur auf detailgetreuen Landkarten verzeichnet ist, und er hat offenbar bereits in frühester Kindheit einen gewissen Hotzenwälder Geist in sich aufgesogen.

Man sagt Berg- und Waldbauern nach, dass sie sturschädelig und zugleich ein wenig gemütlich seien; bei Wolfgang muss in früher Jugend eine tüchtige Prise Phantasie dazu gekommen sein. Das alles brachte es mit sich, dass es ihn zum Studium nach Würzburg verschlug, ihn aber später wieder zurück in den Hotzenwald zurückzog, wo er seitdem im Haus der Eltern an zahlreichen Romanen gearbeitet hat.

Arndt Ellmer – um ihn beim Autorennamen zu nennen – ist ein Arbeiter, kein Kunsthandwerker. Sein Ziel ist und war nie, die Leser mit kunstvoll gedrechselten Sätzen oder anspruchsvoller Lyrik zu überraschen, stattdessen wollte er sie unterhalten und fesseln. Das wiederum tut er seit mehreren Jahrzehnten, und es kann von daher kaum überraschen, dass er beispielsweise in der Riege der PERRY RHODAN-Autoren seit langem unverzichtbar ist.

Wenn man sich als Schwarzwälder auf etwas eingelassen hat – und ich weiß aus eigener Erfahrung, wovon ich spreche –, bleibt man dieser Sache normalerweise über viele Jahre hinweg treu. Man wechselt Frauen, Interessen oder politische Ansichten nicht einfach über Nacht, nur weil es jetzt einige Leute gibt, die dieses oder jenes besser fänden. Als Schwarzwälder ist man sturschädelig und in gewisser Weise konsequent.

Es gibt Leute, die mögen so eine Einstellung spießig finden. Will man aber über Jahre und Jahrzehnte hinweg an einem literarischen Gesamtprojekt mitarbeiten, das weltweit seinesgleichen sucht, bleibt einem wohl kaum etwas anderes übrig, als – neben viel Phantasie – eine tüchtige Portion Beharrlichkeit mitzubringen.

Arndt Ellmer hat die PERRY RHODAN-Serie nicht nur einmal gerettet. Ich weiß es, denn ich war dabei. Er war stets sofort zur Stelle, wenn »Not am Mann« war.

In solchen Fällen arbeitete er – wie ein Holzfäller in einem sturmumtosten Wald, der seine Pflicht tut – mit, ohne lang zu diskutieren. Er schrieb einen Roman in buchstäblich letzter Minute, zu einem Thema, das ihm nicht lag, und es war ihm wie allen anderen Beteiligten klar, dass es dafür von den Lesern keinen Applaus, sondern eher handfeste Kritik geben würde. Aber diese Arbeit musste getan werden, und Arndt Ellmer kümmerte sich darum.

Vielleicht ist das ebenfalls typisch für einen Mann aus dem Hotzenwald: Man steht zu dem, was man tut. Man hilft den Kollegen auch einmal, ohne gleich nach dem großen Erfolg zu fragen – man tut es einfach. Man hält zusammen, man ist solidarisch – ohne dass man diese Dinge bei jeder Gelegenheit öffentlich verkünden müsste.

Ich bin sicher, dass Arndt Ellmer im »wirklichen Leben«, also außerhalb der Science-Fiction-Romanserie, für die wir beide arbeiten, sich ähnlich verhält. Darüber weiß ich zu wenig, um mir ein Urteil zu bilden; ich war noch nie bei ihm zu Hause und kenne sein soziales Umfeld nicht gut genug. Aber so stelle ich ihn mir vor.

Der Arndt Ellmer, den ich kenne, hat einen verschmitzten Humor, der im Gespräch eher »funktioniert« als im gedruckten Roman. Er steht mit beiden Beinen im Leben, sowohl privat als auch beruflich. Er steht nicht im Verdacht, auf einmal völlig versponnene Dinge zu tun. Aber ich bin sicher, dass – würde man ihm mal so richtig fies auf die Füße treten – aus ihm der Widerstandsgeist eines echten Hotzenwälders erwachsen würde.

60 Jahre ist der Mann nun alt. Respekt! Jahrelang war er »der Junge« unter den PERRY RHODAN-Autoren; jetzt ist er älter und erfahren, und die jüngeren Autoren fragen ihn gelegentlich, wie denn das früher wirklich gewesen sei. Dann schmunzelt er und erzählt wenig. Ein echter Hotzenwälder weiß schließlich auch, wenn man eher schweigt ...

25 Februar 2014

Der Traum vom PRCD

»So, wie am Anfang der Club Ära ein neuer Club nach dem anderen aus dem Boden schoß, so werden heute P.R.C.D.'s am laufenden Band gegründet.« (Alle Schreibweisen sind in diesem Text eins zu eins aus der Vorlage übernommen worden.) So begann im Sommer 1978 ein Arbeitsblatt, das unter dem Titel »Projekt TAMANIUM oder Der Traum vom PRCD« an PERRY RHODAN-Clubs und aktive Fans verschickt wurden.

Die Aktivisten des PERRY RHODAN-Clubs Solares Imperium hatten nämlich vor, das Fandom zu einigen. Geplant und angestrebt wurden »Organisation und Aufbau eines Ganzdeutschen Zentralclubs«. Mithilfe eines »2-Jahresplans in drei Phasen« sollte der Zusammenschluss der zerstrittenen Clubs erreicht werden.

Unter anderem waren Landesvertretungen, eine Bundesvertretung und ein großer »Congress« geplant. »Es ist uns natürlich klar«, so schrieben die Aktivisten des aktiven Clubs aus Nordbaden und der angrenzenden Pfalz, »daß ein derartiges Projekt eine gehörige Portion Idealismus erfordert«. Ziel war unter anderem, »sich wirklich für Rhodan« einzusetzen und das Image der Serie zu verteidigen.

Wie man heute weiß, wurde aus dem geplanten Dachverband nichts. Aber dafür starteten die Aktivisten anderweitig durch: Der PERRY RHODAN-Club wurde später im PERRY RHODAN-Magazin porträtiert und organisierte im Jahr 1980 den ersten PERRY RHODAN-WeltCon in Mannheim.

24 Februar 2014

Planetenromane digital

Immer wieder taucht die Frage auf, wie es bei PERRY RHODAN und den E-Books weitergeht. Es ist schließlich nur eine Frage der Zeit, bis die Romanserie vollständig digitalisiert ist; da liegt es nahe, bald mit anderen Produkten nachzulegen. Und natürlich kommt immer wieder die Frage nach den Planetenromanen ...

Um es klar zu sagen: Es gibt hierfür keinen Zeitplan. Wir sprechen von über 400 Taschenbüchern – und natürlich ist es attraktiv, diese als E-Book zu veröffentlichen. Da müssen wir aber schlichtweg sehen, wie unsere Kapazitäten sind. Für 2014 ist es nicht vorgesehen.

22 Februar 2014

Kommunikation heute

Als ich 1992 anfing, für PERRY RHODAN »in Vollzeit« zu arbeiten, bekam die Redaktion im Schnitt an die hundert Leserbriefe pro Woche. Ich las sie alle, machte auf manchen der Briefe handschriftliche Anmerkungen und leitete sie dann an Arndt Ellmer weiter – er beantwortete sie und gestaltete die Leserkontaktseite.

Im Verlauf der 90er-Jahre und der Nuller-Jahre wurden die Briefe weniger, und die Mails nahmen zu. Dann wurden auch die Mails weniger, weil immer mehr Leser die Kommentarfunktion auf unserer Internet-Seite benutzten. Und dann reduzierte sich sogar das, weil viele Leser die direkte Kommunikation nutzten: im Forum, bei Facebook, via Xing, Twitter und Google+, in Kommentarspalten.

Das finde ich alles gut und spannend; direkte Kommunikation ist besser und schneller als das früher übliche Warten darauf, dass ein Leserbrief veröffentlicht und später diskutiert wurde. Für mich hat's allerdings einen entscheidenden Nachteil: Reagiere ich nicht gleich auf eine Facebook- oder Xing-Mail, gibt es sofort Fans, die irritiert sind, die nachfragen oder die sich gleich beschweren ...

Dass man als Redakteur nicht rund um die Uhr erreichbar ist, können sich manche offenbar nicht vorstellen. Aber wir lernen ja alle, und was in zehn Jahren in Sachen Kommunikation läuft, können wir uns heute sowieso nicht so recht vorstellen. Warten wir's ab, wie sich das alles weiter verändert.

21 Februar 2014

Alte Unterlagen retten

In den vergangenen Tagen schaute ich aus Gründen, die nicht unbedingt im Detail ausgebreitet werden müssen, in einige alte Exposé-Ordner hinein. Dabei stellte ich unter anderem fest, wie »alt« die Unterlagen wirklich sind: Die Exposés wurden früher mit Matritzen-Umdruckern vervielfältigt, und die entsprechenden »Drucke« sind im Verlauf der Jahrzehnte sehr verbleicht.

Wir werden also irgendwann in den nächsten Wochen und Monaten ein »Nachkopier«-Projekt starten, um die wertvollen Unterlagen für die Nachwelt zu retten. Teilweise war das wohl schon in den 80er-Jahren geschehen: Viele Exposés aus den frühen PERRY RHODAN-Jahren liegen »nur« als Kopie der Kopie und nicht mehr als Original vor. Aber wenn ich sicherstellen möchte, dass man – um ein Beispiel zu nennen – das Exposé von Band 678 noch in zehn Jahren lesen kann, muss man dafür in diesem Jahr 2014 etwas tun ...

20 Februar 2014

Das PR-Jahrbuch gelesen

Manche Dinge dauern ihre Zeit. Das galt im vergangenen Jahr für die Macher des PERRY RHODAN-Jahrbuches 2012. Das erschien im Herbst 2013 ... ich begann zwar mit der Lektüre, wurde aber jetzt erst fertig. Wobei ich selbstverständlich nicht alles gelesen habe, mich aber durch alle Seiten mit viel Interesse hindurchblätterte.

Das Werk ist umfassend und beeindruckend zugleich. Es gibt – wie in jedem Jahr – einen Überblick über die Romane, die im Bericht-Zeitraum erschienen sind; es liefert kritische Berichte und nüchterne Übersichten. PERRY RHODAN NEO wird ebenso erwähnt wie die ATLAN-Bücher und die aktuellen Fanzines.

Frank Zeiger und Andreas Schweitzer kann ich für die immense Arbeit nur loben; vor allem kann ich den Aktivisten des SFC Universum auch wünschen, dass viele Fans diese Arbeit respektieren und durch viele Käufe des Jahrbuches honorieren. Und für das nächste Jahrbuch gelobe ich, meinen eigenen Beitrag früher zu liefern!

(Ach ja: Bestellen kann man das Buch über die SFCU-Seite. 13 Euro kostet es.)


19 Februar 2014

Zu Planungen und Aussagen

In der PERRY RHODAN-Redaktion planen wir selbstverständlich immer einige Dinge – nicht alles davon kann verwirklicht werden. Über »ungelegte Eier« rede ich ungern, weshalb ich in früheren Jahren gern mit der Verlautbarung neuer Projekte sehr verschwörerisch umging. Irgendwann fing ich damit an, darüber zu plaudern, dass wir etwas planen, ohne ins Detail zu gehen– wofür ich mir Kritik einfing. Und jetzt tu' ich mich ein wenig schwer damit, etwa mehr zu den Themen bekanntzugeben, die wir fürs Jahr 2014 und auch schon für 2015 planen.

Garantiert wird jetzt der eine oder die andere einen Vorwurf gegen mich erheben: Solche Aussagen seien ohne Wert. Ich solle nicht darüber plaudern, dass wir etwas vorhaben, sondern nur bekannt geben, wenn etwas konkret ist. Das Argument hat etwas für sich, ich kann es nachvollziehen. Aber es gibt eben Leser, die auch an Informationen interessiert sind, die noch nicht völlig ausdefiniert sind.

Also versuche ich es ein wenig umständlich: Im Jahr 2014 wird sich im Bereich PERRY RHODAN einiges tun. Es wird noch im Februar eine spezielle E-Book-»Sache« geben, wir haben darüber hinaus etwas Neues im Printbereich vor und arbeiten an einem Projekt im Audio-Bereich. Genaueres kann ich wahrscheinlich ab Mitte März sagen.

18 Februar 2014

Arndt Ellmer und die Leser

Wenn es eine Kontinuität in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten für mich gab, dann war es diese: Arndt Ellmer machte die Leserkontaktseite von PERRY RHODAN. Jede Woche wurde ein Roman veröffentlicht, und in jedem Roman gab es die LKS – stets mit Leserbriefen, Kommentaren des »LKS-Onkels«, Zeichnungen, Hinweisen und vielerlei anderen Beiträgen.

Heute haben wir die Nachricht platziert, dass Arndt aufhört. Nach 25 Jahren, die er unaufhörlich im Dienst war, ist das nachvollziehbar und verdient allen Respekt. Als er uns seinen Entschluss im Rahmen der Autorenkonferenz mitteilte, applaudierten die Autorenkollegen – und das ist absolut angebracht.

Noch einige Leserseiten werden wir von Arndt Ellmer lesen. Die letzte erscheint Ende April 2014. Dann geht tatsächlich eine Ära zu Ende ...

17 Februar 2014

Griff nach dem Galaktikum

Wenn am 21. Februar 2014 der Roman »Griff nach dem Galaktikum« erscheint, gibt es nicht nur ein knalliges Titelbild von Arndt Drechsler zu bewundern, sondern auch einen PERRY RHODAN-Report von Hubert Haensel und einen Roman von Arndt Ellmer. Ich habe mich vor allem über den Roman gefreut, weil Arndt in der vergangenen Zeit deutlich kürzer getreten ist, was PERRY RHODAN angeht.

Nach über dreißig Jahren, die Arndt für die PERRY RHODAN-Serie und ihr Umfeld tätig ist, überrascht mich das nicht so sehr. Ab und zu muss man vielleicht ein wenig Abstand gewinnen. Trotzdem freue ich mich über jeden Roman, den er liefert – immerhin ist er unser »dienstältester« Autor und verkörpert damit in mancherlei Hinsicht das Seriengedächtnis ...

16 Februar 2014

NEO-isieren am Sonntag

Dass ich am Wochenende allerlei Manuskripte lese, ist seit vielen Jahren der Normalzustand geworden. Mein »soziales Umfeld« kommt damit mal mehr, mal weniger zurecht. Wenn die Manuskripte gut sind, ist auch meine Laune gut, und dann freuen sich alle. Aber manchmal nehme ich einfach zu viel mit ins Wochenende ...

So sind es heute ganz konkret ein komplettes NEO-Manuskript und zwei NEO-Exposés. Ich bin ein Schnellleser (mit drei »l« sieht das Wort einfach falsch aus ...), aber das ist auch für mich schon viel Material. Die Lektüre macht Spaß, und ich lasse mich überraschen, was heute zu schaffen ist.

15 Februar 2014

Digitale Sonderproduktion

Am heutigen Tag beschäftige ich mich unter anderem mit der Textarbeit und der Konzeption für Sonderproduktionen, die es nur im digitalen Bereich geben wird. Ich formuliere das hier absichtlich unsauber und undeutlich, weil das ganze einerseits eine Überraschung sein wird – in den nächsten Wochen schon – und andererseits noch gar nicht völlig spruchreif ist. Anders gesagt: Bei den Dingen, an denen ich konzeptionell arbeite, weiß ich bislang nicht, wie und wo wir sie veröffentlichen werden.

Aber grundsätzlich sieht es so aus, dass wir bei den E-Books nach vorne blicken. Wir sind fast »vollständig«: Die ATLAN-Heftromane und die PERRY RHODAN-Silberbände liegen seit langem als E-Book vor, bei der Erstauflage handelt es sich nur noch um wenige Wochen – da denke ich gern darüber nach, was als nächstes kommt. An Ideen mangelt es bekanntlich nie ...

14 Februar 2014

Magie, Technik, Science Fiction

Ein Logbuch der Redaktion

Wenn es ein Thema gibt, das seit ihren Anfangstagen zur PERRY RHODAN-Serie gehört, dann sind es Mutanten und ihre Fähigkeiten, sogenannte Psi-Kräfte also, die man in der »wirklichen Welt« nicht kennt. Mutanten können Gedanken lesen und teleportieren, sie können anderen Menschen ihren Willen aufzwingen oder Dinge mit ihrer Gedankenkraft bewegen.

Im Perryversum ist das nichts ungewöhnliches – doch was unterscheidet eine solche Gedankenkraft eigentlich von Magie? Und wo ist der Unterschied von manchen technischen Dingen zur Magie eines Harry Potter oder eines Zauberers Gandalf, um zwei populäre Zauberer in Film und Buch zu nennen? Zwei PERRY RHODAN-Romane geben in den nächsten Tagen darauf ihre eigene Antwort ...

Der Cover Band 2742 von Arndt Drechslereine stammt von Leo Lukas, trägt den Titel »Psionisches Duell« und erscheint mit der Bandnummer 2742; er kommt am 7. März 2014 in den Handel. Angesiedelt ist der Roman größtenteils auf einer bislang unbekannten Welt, die in einem unbedeutenden Sonnensystem der Milchstraße liegt – und dort kommt es zu einer Begegnung der dritten Art: Ein Außerirdischer trifft auf die Eingeborenen ...

Der Untertitel deutet an, worum es gehen könnte: »Ein Richter lechzt nach Heilung – und ein Magier kämpft um sein Paradies.« Um es ein wenig zu ergänzen: Der Magier ist selbstverständlich kein echter Zauberer, sondern es handelt sich um ein parapsychisch begabtes Wesen, ein Wesen also, das sogenannte Psi-Kräfte anwendet. Die wiederum werden aber von den Einheimischen als Magie betrachtet, als unheimliche Zauberei und dergleichen.

Da die fortgeschrittene Technik des Perryversums aber mit Psi-Kräften nach wie vor ihre Schwierigkeiten hat, ist der Unterschied zwischen Zauberei und Psi auch schwer zu treffen ... Leo Lukas gibt in seinem abwechslungsreichen und rasanten Roman die eine oder andere Antwort darauf.

EinCover Band 2743 von Alfred Kelsner ganz anderer Schauplatz, völlig unterschiedliche Protagonisten: In »Der Schwarze Palast« von Michelle Stern wechselt die Handlung zurück auf einen bekannten Mond ... Ein Atope spielt eine wichtige Rolle, einige Widerstandskämpfer sind dabei, und vor allem mischen Toufec und sein Nanogentenschwarm Pazuzu mit.

Hier stellt sich ebenfalls die Frage, wo die Science Fiction aufhört und die Magie anfängt. Wie weit unterscheiden sich Nanomaschinen von Zauberei? Die Frage stellt sich auch deshalb, weil Toufec seinen Nanogentenschwarm selbst immer wieder als Dschinn bezeichnet. Die Autorin geht in ihrem Roman auf das erwachende Bewusstsein des Schwarms ein und präsentiert sein seltsames Leben – ein lesenswerter Kontrast zu dem vorherigen Band.

Übrigens geht es in dem Roman von Leo Lukas nicht nur um Psi-Kräfte, sondern auch um handfeste Technik. Planetare Technik allerdings: Wie bewegt sich auf einer fremden Welt ein Fahrzeug, mit welchen Mitteln wird ein Panzer angetrieben? Der Autor hat sich hier viele Gedanken gemacht und setzt die technischen Details glaubhaft und spannend ein – mir gefällt so etwas immer sehr.

Die zwei Romane folgen aufeinander, sie stecken beide voller ungewöhnlicher Blickwinkel. Ich bin sicher, dass sie vielen Lesern gefallen werden.

13 Februar 2014

Türkischer Perry

Bis vor kurzem war mir unbekannt, dass es einmal eine PERRY RHODAN-Ausgabe in der Türkei gegeben hat. Ein Fan informierte mich darüber, jetzt fand ich auch die entsprechende Internet-Seite; leider kann ich kein Wort türkisch. Interessant finde ich das allemal.

Einer meiner größten Wünsche für die nahe Zukunft ist seit langem eine türkische PERRY RHODAN-Ausgabe. Leider haben wir noch keine brauchbaren Kontakte zu türkischen Verlagshäusern aufbauen können – aber das sollten wir wohl demnächst einmal ansteuern. Immerhin gibt es ja eine »rhodanische Tradition« in der Türkei ...
 


12 Februar 2014

Heimat der Menschen

Unsere japanischen Partner stecken, was PERRY RHODAN angeht, nach wie vor in der spannenden Phase nach Band 850. Erschienen ist bereits im letzten Jahr der Hayakawa-Band 1156, der die PERRY RHODAN-Romane »Heimat der Menschen« und »Mutanten von Gäa« enthält. Erzählt wird in diesen Bänden die weitere Entwicklung in der Milchstraße nach dem Abzug der Laren – leider kann ich die Übersetzung selbst nicht lesen.

Wie immer finde ich die japanische Covergestaltung interessant. Was der mir persönlich unbekannte Künstler zeigt, dürften die Mutanten selbst sein – ein schöner Kontrast zu den originalen Titelbildern aus den späten 70er-Jahren.

11 Februar 2014

Dennis und die Sternengötter

Wenn in dieser Woche der Roman »Sternengötter« von Dennis Mathiak erscheint, freue ich mich in besonderer Weise darüber: Der Autor hat damit seinen ersten Beitrag zu PERRY RHODAN NEO geliefert, und sein Roman hat mir wirklich gut gefallen. Das schöne Titelbild von Dirk Schulz präsentiert ein Action-Motiv, im Inhalt geht es aber wirklich um arkonidische Sternengötter.

Über die wird seit längerem spekuliert, der Autor beleuchtet jetzt einige Hintergründe. Dabei wird ein weiterer Aspekt der arkonidischen Kultur vorgestellt – das alles vermengt mit einer spannenden Handlung, bei der Perry Rhodan selbst eine wichtige Rolle spielt. Den Knaller am Schluss des Romans finde ich übrigens immer noch gut ... mal sehen, wie er bei den Lesern ankommen wird.

10 Februar 2014

Zwei PERRY RHODAN-Hardcover

Gleich zwei unterschiedliche PERRY RHODAN-Bücher landeten heute auf meinem Schreibtisch, beide gewissermaßen druckfrisch. Das eine Buch ist »Fels der Einsamkeit«, der als Band 125 in der regulären Reihe der PERRY RHODAN-Silberbände erschienen ist – offiziell kommt das Buch im März in den Handel, wir erhalten im Verlag immer die Vorabexemplare. Ohne zu viel über den Inhalt verraten zu wollen: Es geht um kosmische Geschehnisse.

Im selben Handlungsbereich spielt auch »Gefangene der SOL«. Dieses Buch kam jetzt als »Blauband«-Ausgabe im Bertelsmann-Club heraus, also exklusiv für die Abonnenten, die beim Club bestellt haben. »Gefangene der SOL« trägt im Original die Bandnummer 122, bei Bertelsmann hat es die Nummer 138 – der Inhalt ist aber derselbe.

Wer sich jetzt fragt, warum die Nummerierung so unterschiedlich ist: Die Bertelsmann-Abonnenten erhielten im Rahmen ihres Abonnements auch die zwölf Bände der sogenannten Edition Terrania sowie die vier Bände des Plophos-Zyklus, die nicht in den regulären Silberbänden enthalten sind. Das ist in der Tat ein wenig kompliziert, nicht aber für die jeweiligen Kunden ...

08 Februar 2014

Erweitertes Perryversum

Als die PERRY RHODAN-Autoren in den 70er-Jahren die kosmischen Themen entwickelten, federführend unter William Voltz, gab es sicher keinen »Masterplan«. Zumindest liegen mir keine Aufzeichnungen darüber vor. Man übertrug die Evolution auf der Erde in eine Evolution des Universums – und das war eine bis heute beeindruckende Idee. Seither gehören Superintelligenzen, Materiesenken, Materiequellen, Chaotarchen und Kosmokraten zum Perryversum, und daran kann man nicht mehr rütteln.

Robert Feldhoffs Ziel war, nachdem er in der Mitte der 90er-Jahre in die Exposéarbeit eingestiegen war, das vorhandene Bild bunter zu gestalten. Aus diesem Grund wurden Kosmokraten – siehe Hismoom – anders präsentiert; aus diesem Grund wurden die Diener der Materie in die Handlung eingeführt, ebenso später die Terminale Kolonne und die Chaotender. Das Perryversum ist seitdem vielseitiger und vielschichter geworden, und ich finde das gut.

07 Februar 2014

Band 2750 im Blick

Das Exposé liegt seit einiger Zeit beim Autor, der in den nächsten Tagen wohl mit dem Verfassen des Romans anfängt; auch der Zeichner wurde schon entsprechend auf den Band vorbereitet. Das »Zwischenjubiläum« des laufenden Zyklus steht vor der Tür und wird von uns vorbereitet: Band 2750 kommt am 2. Mai 2014 in den Handel, und dafür müssen und wollen wir einiges tun.

Werbetexte habe ich in Zusammenarbeit mit den Exposéautoren erarbeitet, das Marketing kann damit anfangen, daraus Anzeigen zu basteln. Am heutigen Tag geht es unter anderem darum, auf Basis dieser Texte eine Reihe von Mitteilungen zu verfassen, die wir dann peu à peu auf die Internet-Seite stellen und über die diversen Sozialen Netzwerke verbreiten werden.

06 Februar 2014

Prospekt aktualisiert

Es ist noch keine zwei Jahre her, als wir in der PERRY RHODAN-Redaktion beschlossen, einen speziellen Prospekt aufzulegen: einer, der in einem speziellen Format erscheint und auflistet, in welchen Variationen welcher PERRY RHODAN-Band erschienen ist. Gibt es also beispielsweise Band 23, »Die Maahks«, auch als E-Book, als Hörbuch-CD-Box, als Hörbuch-MP3-Box und als Hörbuch-Download? (Na klar ...)

Da solche Prospekte an dem Tag veraltet sind, an dem sie gedruckt werden, mussten wir es dieser Tage erneuern. Jetzt sind wir wieder »à jour«, wie man im Badischen sagt, zumindest bis zum März 2014 ...

05 Februar 2014

Uwe Antons Sternenrufer

Das Cover des PERRY RHODAN-Romans »Die Sternenrufer«, das am 14. Februar 2014 in den Handel kommt, finde ich immer noch eindrucksvoll; schon beim ersten Anblick sagte ich damals »whow!«. Der Roman selbst spielt ein klassisches Science-Fiction-Thema durch: Uwe Anton zeigt Perry Rhodan, der in direkten Kontakt zu Außerirdischen tritt.

Diese Außerirdischen sind gerade dabei, die ersten Schritte ins  Weltall zu unternehmen. Dabei treffen sie allerdings auf Mächte, die ganz andere Pläne mit ihnen haben. Wie soll sich Perry Rhodan in einer solchen Situation verhalten, was kann ein Terraner in einer fremden Galaxis ausrichten?

Ohne zu viel über den Inhalt des Romans auszuplaudern: An den Beispielen in der Galaxis Larhatoon kann Perry Rhodan erkennen, welche mögliche Zukunft auf die heimatliche Milchstraße und ihre Bewohner zukommt ...

04 Februar 2014

Treffen mit Frank

Der heutige Tag steht im Zeichen von PERRY RHODAN NEO: Ich habe eine Besprechung mit Frank Borsch, dem Exposéautor unserer Serie. Frank kommt mit der Bahn nach Karlsruhe, was dank einer sehr guten ICE-Verbindung kein Problem ist, während ich mit dem Rad zum Treffpunkt fahre, was angesichts der Baustellen-Situation in der Innenstadt kein Spaß ist ...

Die Themen sind klar: Wir besprechen den aktuellen Stand der Dinge, schauen uns die Reaktionen der Leser und die Romane der Autoren an, und wir planen den weiteren Verlauf der Serie. Von Frank erhielt ich einen Packen an Ideenpapieren, den ich durchgearbeitet habe; über diese werden wir ebenso diskutieren wie über weitere Überlegungen. Band 75 wird ein weiterer Höhepunkt der Serie, und hierfür müssen einige »Pflöcke eingeschlagen« werden.

03 Februar 2014

Plondfair und das LARD

Meine regelmäßige PERRY RHODAN-Lektüre fing im Jahr 1977 an: Nachdem ich mir viele Heftromane ausgeliehen und zeitweise durcheinander gelesen hatte, war der Start der vierten Auflage für mich besonders wichtig – jetzt konnte ich die Serie von Anfang an verfolgen. Doch im Sommer 1978 begann ich auch damit, regelmäßig die Erstauflage zu kaufen und zu sammeln; ich jobbte bei einem Bauern und hatte somit auf einmal Geld.

Dieser Tage nutzte ich meine Position aus und schnappte mir die Exposés, die als Vorlage für jene Romane dienten. Es waren die Bände 884 und 885, die Exposés stammten von William Voltz – und die Exposés enthalten für die damalige Zeit sehr viele Informationen technischer Natur.

Der Exposéautor zeigt, welche Figur welche Ausrüstung trägt, und stellt die Hintergründe des Laire/LARD-Komplexes. In punkto Handlung sparte Voltz an den Details: »Da die Bände von einem Exposéautor geschrieben werden, sind die Handlungsangaben auf das Wesentliche beschränkt.«

02 Februar 2014

Terra und Arkon im Blick

Ein ordentlicher »Stapel« an PERRY RHODAN-Manuskripten liegt auf dem Sonntagnachmittags-Lesestapel bereit, teils in digitaler Form, teils als Ausdruck. Dazu zählen zwei Exposés, deren Vorabversionen ich gut kenne, plus dazu gehörende Datenblätter, die ich noch nicht gesehen habe – die werde ich mit großem Interesse durchschauen.

Viel mehr Spaß bereitet mir die Lektüre der zwei Roman-Manuskripte: Der eine Roman spielt auf Terra und in seiner näheren Umgebung, der andere behandelt die Situation im Arkon-System; in beiden Romanen spielen Arkoniden eine wichtige Rolle, und beide Romane entwickeln die Situation in der Milchstraße weiter. Wie die Autoren die Exposé-Vorlage umgesetzt haben, ist immer höchst spannend für mich – wenn ich die Exposés lese, habe ich schließlich ein eigenes Bild von der Handlung und überlege mir, wie ich sie schreiben würde ...

01 Februar 2014

Gelungene »Sol« 73

Einen traurigen Schwerpunkt hat die Ausgabe 73 der Fan-Zeitschrift »Sol«: Es geht um den PERRY RHODAN-Autor H.G. Ewers, der im September 2013 verstorben ist. Zwei Artikel widmen sich dem erfolgreichen und beliebten Autor, dazu kommt ein wunderbares Titelbild von Alfred Kelsner, das mit dem Raumkapitän Nelson eine der bekanntesten Ewers-Figuren zeigt.

Der Inhalt der Ausgabe ist insgesamt recht kritisch. In seiner Kolumne »Der galaktische Beobachter« geht Rainer Stache kritisch auf die laufende Handlung der Erstauflage ein; ein weiterer Artikel behandelt ebenso kritisch PERRY RHODAN NEO. Mit Kurzgeschichten und weiteren Artikeln wird die Ausgabe schön abgerundet.

Mit 60 Seiten im Magazinformat kann sich die »Sol«-Ausgabe sehen lassen; die Seiten sind gut illustriert, teilweise sogar in Farbe. Als PERRY RHODAN-Fan muss man das Magazin/Fanzine kennen, finde ich. Weitere Informationen gibt's dann auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-FanZentrale.

31 Januar 2014

Leseprobe druckfrisch

Heute kam das Paket bei Klaus Bollhöfener an, und ich sicherte mir gleich ein erstes Exemplar: Die gedruckten Leseproben für den PERRY RHODAN-Silberband 125 sind da. Zwar wird »Fels der Einsamkeit« offiziell erst im März erscheinen, aber mit der Werbung kann man ja nicht früh genug anfangen. Und ich finde solche Leseproben sowieso gut.

Sabine Kropp hat sie zusammengestellt, Klaus Bollhöfener hat sie gestaltet. Und wenn ein Buch schon so losgeht, packt es zumindest die Leser, die eine Ader für die »kosmische Epoche« bei PERRY RHODAN haben: »Khrat war eine Welt, die kosmische Geschichte atmete, ein Schnittpunkt universeller Ereignisse.«

30 Januar 2014

Ein PR-Extra über das Duzen

Am 31. Januar 1978 verschickte William Voltz ein sehr kurzes »PERRY RHODAN – EXTRA« als Rundschreiben an die Autoren. Es macht klar, dass sich schon damals Unklarheiten in die Serie einschlichen, was die korrekte Ansprache der Hauptfiguren anging.

»Bitte darauf achten, daß Demeter und Borl sich duzen«, schrieb der Exposéautor. Er nannte namentlich zwei Autoren, die in ihren Romanen diese Figuren zu benutzen hatten, und er verwies auf Hans Kneifel, der »das Geduze zwischen den beiden« in einem Roman eingeführt hatte – ohne dass es im Exposé gestanden hatte.

29 Januar 2014

Die Elianer und die Vergeltung


-->Wenn man die STELLARIS-Kurzgeschichten nicht in der richtigen Reihenfolge hört, kann das verwirrend sein. Das merkte ich, als ich dieser Tage die Folge 22 hörte. Sie stammt von Roman Schleifer und trägt den Titel »Die Elianer: Vergeltung«. Gelesen wird das kurze Hörbuch von Michael Stange.
Die grundsätzliche Idee hat mir gut gefallen: Ein Terraner hasst die sogenannten Traitor-Marodeure so, dass er in seiner Abneigung bereit ist, buchstäblich über Leichen zu gehen. Für PERRY RHODAN-Fans ist die Kurzgeschichte aufgrund ihrer zahlreichen Querverweise und Anspielungen sicher sehr ansprechend; wer die Serie aber nicht gut genug kennt, hat womöglich Verständnisprobleme.

28 Januar 2014

Die Weisung des Vektorions

Gastromane von Susan Schwartz sind immer wieder eine Freude für viele PERRY RHODAN-Leser: Die Autorin versteht sich hervorragend darauf, fremdartige Lebewesen so darzustellen, dass man sich als Leser gut in sie hineinfinden kann. Der PERRY RHODAN-Roman, der am 31. Januar 2014 veröffentlicht wird, ist dafür mal wieder ein schönes Beispiel.

»Die Weisung des Vektorions«, zu dem es ein »feuriges« Titelbild von Dirk Schulz gibt, präsentiert die Lucbarni, ein außerirdisches Volk, mit dem die Menschheit bislang keinen Kontakt hatte. Diesen Kontakt stellt jetzt niemand anderes als Perry Rhodan selbst her – und was dabei alles passiert, zeigt der Roman auf.

27 Januar 2014

Die Perrypedia wird zehn

Dass die Perrypedia heute zehn Jahre alt wird, wäre fast an mir vorübergegangen – ich schaue nicht jeden Tag auf diese Seite. Die Perrypedia ist eine unglaublich wichtige Einrichtung für die gesamte PERRY RHODAN-Serie: Die Fans nutzen sie, die Autoren schauen auf die Seite, der Redakteur guckt mindestens dreimal pro Woche irgendwelche Einträge an.

Die Leistung der engagierten Fans ist nicht genug zu loben. Unglaublich viele Einträge rings um PERRY RHODAN sind auf der Seite zu finden: nicht nur zu den Inhalten, sondern auch zum »Drumherum«. Ich hoffe, dass es die Perrypedia noch lange ist, gratuliere auf diese Weise auch öffentlich, und freue mich auf die nächsten Jahre und Jahrzehnte!

Es gibt sogar eine spezielle Jubiläumsseite ... klickt darauf und verewigt euch!

26 Januar 2014

Hinterher gehinkt

Der Plan war einfach: Ich drucke mir den Packen an NEO-Exposés und Exposés für das Geheimprojekt aus und lese sie am Wochenende in aller Gemütsruhe durch. Aber leider klappte es nicht so, wie ich es geplant hatte – ab und zu ist das Privatleben doch stärker als ein gewisser Raumfahrer, weshalb einige Dinge unerledigt liegen blieben.

Was dann in diesem Fall heißt: Der Sonntag gehört nicht dem »Tatort« oder einem eventuellen Krachkonzert, sondern den Abenteuern eines gewissen Raumfahrers. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit dieser Entwicklung zufrieden sein soll ...

25 Januar 2014

Ein Kalender aus Garching

Das war eine schöne Überraschung kurz nach dem Jahreswechsel: Die Veranstalter des GarchingCons überraschten mich mit einem Jahreskalender für das Jahr 2014; okay, sie überraschten nicht nur mich, aber als Redakteur der PERRY RHODAN-Serie bekam ich einen der Kalender ab. Es ist ein Dankeschön für die Unterstützung des Cons, den die Münchner Fans zur Feier des PERRY RHODAN-Romans 2700 veranstaltet hatten.

Der Kalender ist sehr schön: Er liefert in beeindruckender Qualität allerlei farbige Bilder von Sternnebel, Galaxien und anderen Himmelskörper, die vom Hubble-Teleskop oder der ESA stammen. Da beginnt auch ein fünfzig Jahre alter Science-Fiction-Redakteur noch einmal damit, vom Weltraum zu träumen ...

24 Januar 2014

Countdown für Lepso

Endlich kam ich dazu, den aktuellen Band aus der PERRY RHODAN-FanEdition zu lesen. Es ist die Nummer 13, sie trägt den Titel »Countdown für Lepso«, und sie wurde von Jörg Isenberg verfasst. Ich habe mich bei der Lektüre ausgesprochen gut unterhalten.

Die Geschichte spielt gegen Ende des 30. Jahrhunderts, und sie spielt in der Nähe des Planeten Lepso, aber auch auf seiner Oberfläche. Protagonisten sind Raumfahrer an Bord eines Raumschiffes, die unter anderem ein Problem mit ihrer Positronik haben, sowie ein Junge auf Lepso selbst, der eine seltsame Begegnung hat. Bekannte Haupthandlungsträger wie Perry Rhodan werden namentlich erwähnt, spielen aber keine echte Rolle.

»Countdown für Lepso« hat seine Stärken und seine Schwächen, das ist klar. Der Autor kennt sich im PERRY RHODAN-Universum sehr gut aus, seine Figuren sind meist sehr schön gezeichnet. Der Roman gehört aber zu einer Art Zyklus, und wer die anderen Folgen nicht kennt, wird gelegentlich stutzen – so ging es zumindest mir.

Der 76 Seiten starke Roman ist professionell gestaltet und gedruckt, hat einen farbigen und kartonierten Umschlag und wurde geklebt, so dass er wie ein dünnes Paperback wirkt. Veröffentlicht wurde er im Rahmen der PERRY RHODAN-FanZentrale, über deren Internet-Seite man ihn auch bestellen kann. Lohnenswert!

23 Januar 2014

Erste Exposébesprechung im neuen Jahr

Ein Logbuch der Redaktion

Wim Vandemaan und Christian Montillon bei der ArbeitChristian MontillonRecht spontan entschlossen sich Wim Vandemaan, Christian Montillon und ich im Dezember 2013, uns gleich zu Beginn des neuen Jahres zu treffen, um alle aktuellen Themen an einem Tisch zu besprechen. Aus diesem Grund fuhr ich am Dienstag, 14. Januar 2014, nach Wattenheim – in dieser Gemeinde in Rheinland-Pfalz wohnt Christian, und sie liegt wenigstens einigermaßen zentral.

Zu besprechen hatten wir genug: Der laufende Handlungszyklus um das Atopische Tribunal ist schon weit vorangeschritten, viele Leserkritiken liegen vor, ebenso die aktuellen Auflagenzahlen und dergleichen. Das alles schauten wir uns gleich zu Beginn an. Manche Fan-Kritiken fanden wir nachvollziehbar, auf diese werden wir versuchen, so gut wie möglich einzugehen. Einigen Wünschen werden wir natürlich nicht nachkommen.

Dann aber ging es vor allem um den Inhalt des Zyklus ab Band 2750. Das Konzept steht, wir sprachen über die Details. Die Handlung in der Larengalaxis wird weitergeführt, in der Milchstraße entwickeln sich die Ereignisse geradezu sprunghaft. Bekannte Zellaktivatorträger erhalten eine zusätzliche Rolle, und selbstverständlich waren Atlan und sein aktueller Aufenthaltsort wichtige Themen.

Wir besprachen darüber hinaus, wann welcher Gastroman eingeplant wird. Wenn alles so klappt, wie wir es uns vorstellen, kommen im Jahr 2014 einige schöne Überraschungen auf die Leser zu. Dass ich an dieser Stelle keine Namen nenne, liegt auf der Hand. Nur so viel: Ein bereits etablierter Gastautor wird einen zweiten »Auftritt« haben, aber wir werden auch einen völlig neuen Namen – neu für PERRY RHODAN ... – präsentieren.

Zuletzt ging es um Marketing-Aktivitäten: Welche Cons werden von welchen Autoren besucht? Welche Presseaktionen machen wir? Wie präsentieren wir PERRY RHODAN auf den Buchmessen? Was erzählen die Expokraten und die Redaktion wann den Lesern? Zumindest einigermaßen wollen wir solche Dinge schließlich auch planen ...

22 Januar 2014

Die Elianer und ihre Versuchung

Eigentlich dachte ich bislang, mich bei den STELLARIS-Kurzgeschichten gut auszukennen; schließlich hatte ich sie alle irgendwann mal in gedruckter Form gelesen. Doch bei der Folge 23 der Kurzgeschichtenreihe, die ich mir dieser Tage als Hörbuch zu Gemüte führte, kam ich total aus dem Konzept: Ich verstand streckenweise nichts.

Die Geschichte wurde von Hanno Dinger richtig gut vorgelesen, da gibt es nichts zu meckern. Roman Schleifer stellt die Technik des Perryversums in seiner Geschichte zudem gut dar, also ist hier ebensowenig etwas zu meckern.

Aber es ist eben der zweite Teil einer Fortsetzung; bei Kurzgeschichten ist das eher unüblich. Ich musste einige Passagen ein zweites Mal anhören, um zu verstehen, worum es eigentlich geht. Gar nicht so einfach für jemanden wie mich, der schon mal die Details einer STELLARIS-Geschichte vergisst ...

21 Januar 2014

Der greise Hetran

Man kann darüber streiten, ob die Darstellung der Außerirdischen auf dem Cover von »Der greise Hetran« so richtig mit den Beschreibungen im Roman übereinstimmt – eindrucksvoll finde ich das von Dirk Schulz gelieferte Motiv auf jeden Fall. Es ziert den Band 2736, den Hubert Haensel verfasst hat und der am 24. Januar 2014 in den Handel kommt.

Handlungsträger des Romans sind unter anderem Perry Rhodan sowie eine Reihe von Laren, Onryonen und ein Arkonide. Und ganz nebenbei verrät der Autor viel über die aktuelle Situation in einer Galaxis, über die man in der Milchstraße seit langer Zeit nichts mehr gehört hat ... Für Leser, die vor Jahren den Konzils-Zyklus mit großer Begeisterung gelesen haben, dürfte das ein zusätzliches Leseerlebnis sein.

20 Januar 2014

Das Zweite Imperium zum Spielen

Ein Logbuch der Redaktion

Bereits im Sommer 2013 war es erschienen. Aber jetzt kam ich dazu, es zu lesen: das Rollenspiel-Buch »Die Westside am Rande der Vernichtung«, der zweite Teil von »Das Zweite Imperium«. Ich selbst bin ja kein Rollenspieler, nachdem ich irgendwann in der Mitte der 80er-Jahre den Spaß daran verloren habe, aber ich finde solche Hintergrundsysteme nach wie vor spannend.

Im vorliegenden Fall mag ich den Hintergrund auch deshalb, weil die Zeit, in der das Rollenspiel angesiedelt ist, eine meiner liebsten Handlungszeiten der klassischen PERRY RHODAN-Ära ist. Ich meine damit den Blues-Zyklus, also die Heftromane, die nach Band 150 erschienen sind. Nach einigen Zwischenspielen steuern sie mit klarer Konsequenz auf den großen Konflikt zwischen den Imperien zu: die Menschheit mit ihren Verbündeten gegen die Blues von der Eastside der Galaxis.

Wer die Geschichte nicht kennt, für den fasse ich sie in wenigen Sätzen zusammen: In der ersten Hälfte des 24. Jahrhunderts alter Zeitrechnung treten die Terraner in Kontakt zu den Bewohnern der Eastside. Gemeint ist jene Region der Milchstraße, die von »uns« aus gesehen auf der anderen Seite des Galaktischen Zentrums liegt. Wie die Terraner rasch feststellen, gibt von dort eine ungeheure Bedrohung durch die Hornschrecken und Schreckwürmer, und hinter dieser Bedrohung stecken die Gataser mit ihren mächtigen Raumschiffen.

Nach den ersten Kämpfen ist klar, dass die Terraner sowie die Arkoniden und Akonen gegen Raumschiffe, die mit dem seltsamen Molkex gepanzert sind, nichts ausrichten können. Es droht der Untergang des Vereinten Imperiums der humanoiden Völker – doch dann finden terranische Wissenschaftler eine Möglichkeit, dem Molkex endgültig Herr zu werden ...

Die Geschichte fand ich faszinierend, als ich sie zum ersten Mal las, und sie zählt bis heute zu den Höhepunkten der fiktiven Zukunftsgeschichte der Menschheit: Eine gigantische Großmacht und ihre technische Überlegenheit stehen gegen die Terraner, und diesen gelingt es mit allerlei Tricks, gegen diese Großmacht anzutreten. Ich finde es klasse, dass jetzt ein zweiter Hintergrundband diese Epoche der Zukunftsgeschichte in moderner spielbarer Form präsentiert.

Wie es sich für einen Rollenspiel-Hintergrundband gehört, listet das Buch viele Völker und Akteure auf. Man kann künftig also nicht nur Menschen und Arkoniden spielen, sondern ebenso Swoon, Ertruser, Siganesen, Unither oder Ilts. Wer mag, kann für ein Spiel ebenso in die Rolle eines Gatasers oder Apasos schlüpfen, hier also bewusst die Rolle des »Feindes« übernehmen.

Damit das Ganze auch tatsächlich spielbar wird, enthält das Buch verschiedene Listen und Übersichten. Raumschiffe der Akonen und der Blues kommen ebenso vor wie Waffen oder Schutzschirme; das alles wird durch Tabellen ergänzt. Was mir sehr gut gefällt, ist dabei die Gestaltung des Buches: Zitate aus den klassischen Romanen werden mit den Listen kombiniert, dazu kommen allerlei Zeichnungen.

Das alles ergibt eine schöne Mischung, die sehr gut lesbar ist und die hoffentlich den einen oder anderen Rollenspieler dazu verleitet, in die PERRY RHODAN-Welt einzutauchen. Und es macht vielleicht den einen oder anderen PERRY RHODAN-Fan neugierig, »sein« Perryversum einmal durch die Brille eines Spielers zu betrachten ...

Wer sich für das hundert Seiten starke, im A4-Format publizierte Werk interessiert, bekommt es für 22,95 Euro im einschlägigen Spielehandel und oder über den Shop des herausgebenden Verlages Games-In.

Aktionen für die Aphilie

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«:

Ab Anfang der Nuller-Jahre bröckelte die Auflage der PERRY RHODAN-Silberbände stärker als zuvor. Kaufhäuser zogen sich komplett aus dem allgemeinen Buchgeschäft zurück, und viele Buchhändler hatten kein Interesse mehr daran, die komplette Buchreihe verfügbar zu halten. Manche Händler nahmen in der Folge auch die aktuellen PERRY RHODAN-Bücher aus ihren Regalen.

Die PERRY RHODAN-Redaktion führte zahlreiche Gespräche mit den Kollegen des Moewig-Buchverlages: informell in der Kantine, offiziell bei Meetings und Konferenzen. Das Ergebnis blieb überschaubar, nichts passierte, die Verkaufszahlen gingen weiter zurück. »Der Buchverlag ist einfach daran gewöhnt«, erinnerte die Kollegin in der Redaktion, die zuvor im Buchvertrieb gearbeitet hatte. »Viermal im Jahr fällt ein PERRY RHODAN-Buch vom Himmel und poliert die Bilanz auf, ohne dass man etwas dafür tun muss.«

Mit dem Buch 81, das unter dem Titel »Aphilie« erscheinen sollte, wollte die Redaktion noch einmal den Kurs wenden. »Wir müssen es schaffen, den Händlern klarzumachen, dass unsere Bücher in ihrem Geschäft stehen müssen«, argumentierte ich. Wir schauten uns an, welche Aktionen rings um die Silberbände früher gut gelaufen waren, und entwarfen ein Marketing- und Vertriebskonzept, das wir dem Buchverlag präsentierten.

Nichts passierte. Das bringe doch nichts, das sei doch viel zu viel Arbeit – die Aktion brach in sich zusammen, bevor sie gestartet werden konnte. Also entschlossen wir, einfach selbst loszulegen. Im März 2003 verschickten wir ein Rundschreiben inklusive einer Faxvorlage und eines kleinen Prospektes an Tausende von Buchhändlern – auf Kosten der Redaktion und unter tatkräftiger Mithilfe eines jeden PERRY RHODAN-Kollegen.

»Die neuen Abenteuer bei PERRY RHODAN«, versprach ich in meinem Schreiben an die Händler, »und eine neue Werbemöglichkeit für Ihre Buchhandlung«. Ich versuchte noch einmal an die treuen Händler zu appellieren: »Seit über zwanzig Jahren gehören die ›Silberbände‹ zum festen Sortiment vieler Händler, binden aufgrund ihrer regelmäßigen Erscheinungsweise – vier neue Titel pro Jahr – viele Kunden langfristig an eine Buchhandlung. 80 gebundene Ausgaben dieser Science Fiction-Buchreihe sind seitdem erschienen, ein Erfolg, der seinesgleichen sucht.«

Besonders interessant für einen Händler sollte meiner Argumentation nach das kommende PERRY RHODAN-Buch 81 sein: »Unter dem Titel ›Aphilie‹ wird ein neuer Handlungsabschnitt begonnen, der nicht nur für Stammleser spannend ist«, schrieb ich, »sondern für alle Kunden, die gerne Science Fiction-Bücher lesen. Ich lieferte inhaltliche Argumente, die im Buchverlag niemand interessant gefunden hatte: »Eine Menschheit ohne Liebe ... das Raumschiff SOL auf unendlicher Odyssee ... packende Themen, die gerade im Jahr 2003 neue Leser begeistern können«.

Darüber hinaus unterbreiteten wir den Händlern die Idee, sie auf der neu gestalteten PERRY RHODAN-Webseite zu präsentieren. Damals war das Internet für die meisten Händler immer noch Neuland, aber wir schlugen Ihnen vor, bei uns zu »Stützpunkthändlern« zu werden – einen Begriff aus den 80er-Jahren. »Aktive Buchhändler, die alle unsere ›Silberbände‹ führen, möglichst auch noch ATLAN, die PERRY RHODAN-Autorenbibliothek und die ›Kosmos-Chroniken‹, können als Depotbuchhändler gelistet werden.«

Das Konzept wirkte schlüssig, und meine Argumentation fand ich nachvollziehbar: »Unsere Leser finden dann Ihre Buchhandlung per Mausklick, wissen so sofort, wo sie ihre bevorzugte Lektüre erhalten. Falls Sie eine eigene Homepage haben, können wir diese entsprechend verlinken.« Wir legten dem Brief eine Faxvorlage bei, und die Buchhändler sollten per Fax reagieren. Ansprechpartnerin war in diesem Fall die damalige Marketingassistentin Miriam Hofheinz.

Damit wir das Paket vollständig hatten, bereiteten wir »zur Abrundung« eine Aussendung an die Presse vor. Sie stand unter der Überschrift »Die Menschheit ohne Liebe – PERRY RHODAN bricht zu neuen Ufern auf«. Der Pressetext setzte auf die sozialen Aspekte des Zyklus, weil wir hofften, dass das für Journalisten interessanter klingen könnte als kosmische Dimensionen:

»Es ist eine perfekte Welt, ein Utopia. Hunger und Krankheit sind besiegt. Roboter und Computer erledigen auf Knopfdruck jede beliebige Arbeit. Raumschiffe stoßen in Gedankenschnelle zu fernen Welten vor.

Und es ist eine furchtbare Welt. Embryos werden in ›Wärmekapseln‹ ausgetragen. Kinder wachsen in staatlichen Anstalten auf, ohne jemals ihre Eltern kennengelernt zu haben. Alte und Schwache verschwinden hinter den hohen Mauern der ›Stummhäuser« und werden nie wieder gesehen. Der Einzelne kennt nur sich selbst, stellt die Erfüllung seiner Triebe über alles.

Die Menschheit leidet an Aphilie – Gefühlsarmut.«

Wir zitierten Hubert Haensel, wir brachten das Thema Menschheit und Menschlichkeit stärker in den Fokus unserer Eigenberichterstattung. Das klappte durchaus, die Medien berichteten positiv. Auch die Buchhändler zogen durchaus mit, wir hatten innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Stützpunkthändler.

Was wir nicht bedacht hatten: Diese Händler mussten betreut werden, sie riefen jetzt nicht mehr beim Vertrieb an, sondern direkt bei uns. Es kam so weit, dass Buchbestellungen direkt bei uns landeten, was nicht nur Zeit kostete, sondern irgendwann sogar nervte. Wir lernten also auch daraus ...

18 Januar 2014

Nach der Teamtagung

Die Teamtagung liegt hinter mir, und ich fühle mich einerseits erschöpft – es war schließlich sehr viel »Input« – und andererseits neu motiviert. Das Jahr 2014, das ja bereits begonnen hat, sieht vor mir jetzt wesentlich klarer aus als vorher ... viele neue Ein- und Ansichten konnte ich gewinnen.

Kritische Worte blieben in der internen Diskussion der PERRY RHODAN-Redaktion nicht aus; nicht jedem gefällt schließlich alles, und verschiedene Charaktere äußern unterschiedliche Meinungen. Gespannt bin ich auf die Fotos, die während der Tagung geschossen worden sind; ich hoffe, dass ich davon im Verlauf der Woche einige zeigen kann.

17 Januar 2014

Teamtagung 2014

Am heutigen Freitag, 17. Januar 2014, stehen die Büros der PERRY RHODAN-Redaktion leer. Der Grund: Wir sind nicht im Verlag, sondern veranstalten eine interne Teamtagung; diese wiederum ist in einem Hotel in einer nahegelegenen Landgemeinde, wo wir mitten in den Weinbergen sitzen und auf die Rheinebene gucken können.

Für touristische Details werden wir allerdings wenig Zeit haben: Es geht darum, das Jahr 2014 und all seine Aktionen sinnvoll durchzuplanen sowie die internen Arbeitsabläufe anzuschauen und teilweise neu anzupassen. In diesem Hotel waren wir in früheren Jahren bei anderen Teamtagungen, und diese waren stets sehr erfolgreich. Wenn das kein gutes Omen ist ...

16 Januar 2014

Perry und der Purrer

Ein dynamisch rennender Perry Rhodan, vorneweg Chabalh, der pantherähnliche Purrer: So gestaltete Dirk Schulz das Titelbild zu »Die verlorenen Himmel«, dem aktuellen Roman von Oliver Plaschka. Er kommt in dieser Woche als Band 61 von PERRY RHODAN NEO in den Handel und eröffnet die Epetran-Staffel.

Der Roman ist pickepackevoll mit neuen Informationen; er ist tragisch und spannend zugleich. Vor allem fand ich es klasse, wie der Autor die Mutanten beschrieb und durch die Handlung jagte – sehr eindrucksvoll. Wie immer bin ich auf die Resonanz der Leser sehr gespannt; nicht immer wird ja meine Meinung geteilt.

15 Januar 2014

Das Kontrafaktische Museum

Mit einem sehr klassisch wirkenden Titelbild von Alfred Kelsner geht am 17. Januar 2014 der aktuelle PERRY RHODAN-Roman von Leo Lukas in den Handel. Titel des Romans ist »Das Kontrafaktische Museum«, und inhaltlich geht es erneut in die Larengalaxis. Handlungsträger sind unter anderem Perry Rhodan und Bostich.

Es gibt ja Leser, die erwarten bei einem Roman dieses Autors praktisch »automatisch«, dass es witzig wird. Sie könnten bei diesem ernsthaften und geradezu visionären Band enttäuscht werden – eine Vision, die nicht allen schmecken dürfte ...

14 Januar 2014

Wattenheim als Ziel

Die zweite Dienstreise im noch jungen Jahr 2014 führt mich nach Rheinland-Pfalz, genauer gesagt nach Wattenheim. Dort wohnt Christian Montillon, einer der zwei Exposéautoren der PERRY RHODAN-Serie; ich besuche ihn. Ebenso kommt Wim Vandemaan vorbei, der andere der zwei Exposéautoren, und wir haben vor, uns über die aktuelle Handlung der Serie sowie die weitere Planung zu unterhalten.

Während die Exposés und Romane in schnellem Schritt auf Band 2750 zusteuern, geht es darum, die Details für die Bände danach zu planen. Unter anderen wollen wir die Ergebnisse der Autorenkonferenz einarbeiten – und natürlich schauen wir uns an, welche Kritiken und welche Wünsche wir bisher aus der Leserschaft erhalten haben.

13 Januar 2014

Die Para-Sprinter erneut

Ein Logbuch der Redaktion

Der erste PERRY RHODAN-Roman, den ich als Jugendlicher im Jahr 1977 las, entstammte dem Zyklus »Die Meister der Insel« und trug den Titel »Finale für Twin«. Ich verstand recht wenig, war aber völlig begeistert – es war der Startschuss für viele Dinge, die danach kamen. Im Verlauf der 70er-Jahre besorgte ich mir den gesamten MdI-Zyklus und schmökerte ihn komplett durch, wobei ich manche Romane sogar zweimal las.

Damit nicht genug: Als die Romane für die Silberband-Ausgabe zusammengefasst und erneut in den Handel gebracht wurden, nahm ich mir einen Teil des MdI-Zyklus noch einmal vor. Die Faszination war dieselbe. Und weil ich diese Romane in einer so guten Erinnerung hatte, hörte ich dieser Tage die Silber Edition 24 an: »Die Para-Sprinter« liefert mir genau diese Romane erneut, vorgetragen mit der hervorragenden Sprecherstimme von Josef Tratnik.

Ich stellte fest, dass die Geschichten nach wie vor sehr gut funktionieren. Fünf terranische Agenten, die verzweifelt und todkrank sind, gehen auf eine aussichtslose Mission – zurück kommen ihre Duplos. Die dann folgende Tragik der Woolver-Zwillinge erschüttert einen beim Zuhören immer noch, und der eiskalte Plan des Maahk-Strategen Grek 1, der mich 1977 packte, wirkt heutzutage ebenso faszinierend.

Die große Geschichte, die Karl-Herbert Scheer und seine Mitstreiter damals entwarfen, suchte ihresgleichen: der Vorstoß der Terraner nach Andromeda, die Erkenntnisse über die erste Menschheit – das alles ist unglaublich spannend. Zu Recht gehören die Meister der Insel bis heute zu den Höhepunkten der PERRY RHODAN-Serie.

Das alles las sich in den 60er-Jahren richtig spannend, wurde von mir in den 70er- und 80er-Jahren mit Begeisterung gelesen und lässt sich auch 2013/14 noch richtig gut anhören. Selbstverständlich beurteile ich heute manche Dinge anders als damals. In den vergangenen Jahrzehnten habe ich viel gelesen und gesehen, und manches würde man heute ganz anders machen – die erzählerische Kraft dieser klassischen Romane ist aber geblieben.

Wie die Para-Sprinter und ihre Gabe in ein physikalisches Modell passen, interessierte damals niemanden; heute würde man versuchen, ihre Gabe mithilfe eines Modells zu umschreiben. Ich bin sicher, dass Rainer Castor es gut erklären könnte, womöglich wäre eine Transitionsblase oder dergleichen hilfreich – damals war das kein Thema. Und so gibt es mehrere Dinge in den klassischen Romanen, die heutzutage möglicherweise antiquiert klingen.

Sie packen einen dennoch. Wenn man sich darauf einlässt, versteht sich ... und wer das tut, kann noch einmal eintauchen in das große Abenteuer des Vorstoßes nach Andromeda. Ganz ehrlich: Ich freue mich schon auf das nächste PERRY RHODAN-Hörbuch!

12 Januar 2014

Expokratenfleiß

Kaum hat das neue Jahr so richtig angefangen, werde ich auch schon wieder mit Exposés »beworfen«. Das ist gut so, denn eine Serie wie PERRY RHODAN kann nur mit vernünftiger Planung laufen. Und weil sowohl das Duo Wim Vandemaan und Christian Montillon für PERRY RHODAN als auch Frank Borsch für PERRY RHODAN NEO sehr fleißig waren, gibt es an diesem Sonntag einiges zum Lesen für mich.

Unter anderem habe ich es bei der Erstauflage mit den Exposés rings um Band 2750 zu tun, wo es mit großen Schritten auf den Zykluswechsel und die weitere Handlung zugeht. Und bei NEO geht's mit Arkon und dem Epetran-Archiv weiter – da kommt einiges an Überraschungen auf die Leserinnen und Leser zu. Das ist eine vernünftige Art und Weise, den Sonntag zu gestalten ...

10 Januar 2014

Bild der Wissenschaft und die Universen

Eine Zeitschriftenlektüre, die vor allem Science-Fiction-Fans ansprechen sollte: In der Januar-Ausgabe von »bild der wissenschaft« geht es unter anderem um das »Reich der fremden Universen«. In einer Reihe von Artikeln stellt Rüdiger Vaas – unter anderem durch das PERRY RHODAN-Journal bekannt geworden – den aktuellen Stand der Forschung und der Diskussion bei den Astrophysikern und Kosmologen vor.

Ich mag das Magazin sowieso und versuche »bild der wissenschaft« stets komplett zu lesen. Mit dem Artikel über mögliche Zukunftsstädte hat das aktuelle Heft übrigens gleich noch mal ein schönes Thema für Science-Fiction-Fans. Eine sehr lohnenswerte Ausgabe, die mir sehr viel Spaß bereitet und sehr viele Informationen beschert hat.

09 Januar 2014

Programm für die vierzig Jahre

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«:

Der Samstag, 8. September 2001, verging wie im Flug. Während ein fieser Dauerregen über Rastatt herunterging, hatten wir einen richtig schönen »Tag der offenen Tür«, den wir zum vierzigsten Geburtstag der PERRY RHODAN-Serie begingen. Überall waren Fans am Diskutieren, Essen und Trinken; einige Journalisten machten Interviews, filmten und fotografierten, die Johnny-Bruck-Ausstellung wurde ebenso rege besucht wie der Multimedia-Raum.

Zwischendurch öffnete ich sogar mein Büro, zumindest für einige Besucher. Was für mich seit vielen Jahren zur Arbeit und damit zur ganz gewöhnlichen Realität gehörte, fanden manche Besucher spannend. Staunend sahen sie die Regale mit den Original-Exposés an oder bewunderten spezielle PERRY RHODAN-Produkte, die es nie in den »freien Handel« geschafft hatten.

Um 14 Uhr besuchte ich das eigentliche Programm. Auf der Bühne in jenem Saal, der an normalen Tagen als Lagerhalle der Verlagsunion Pabel-Moewig diente, war Hermann Ritter als Diskussionsleiter tätig. Die Autoren Arndt Ellmer und Robert Feldhoff saßen mit ihm auf der Bühne, erzählten über ihre Arbeit, und er versuchte, weitere Enthüllungen über den künftigen Handlungsverlauf zu entlocken.

Obwohl ich den prasselnden Regen seit Stunden ignorierte, merkte ich an meinem Platz in einer der hinteren Reihen, dass das Rauschen lauter wurde. Ich verließ die Diskussionsrunde, an der sich die Fans lebhaft beteiligten, und ging hinaus. Von der Tür aus sah ich, wie in genau diesem Augenblick eine Dachrinne offensichtlich Risse bekam – und auf einmal prasselte Wasser ungebremst in den Verlagshof.

Schnell räumten wir den Informationsstand, die Kasse und den Stand der PERRY RHODAN-FanZentrale zur Seite, bevor die Unterlagen alle durchnässt waren. Am Problem änderte sich nichts. Weiterhin lief Wasser in den Hof, und dann schien auch noch die Kanalisation zu versagen: Auf einmal bildeten sich Pfützen im Hof, weil Wasser von unten hochgedrückt wurde, direkt zwischen den Biertischen und Bierbänken. Zumindest wuchsen die Pfützen nicht weiter und die Temperaturen blieben erträglich, aber die Lage war ungemütlich.

Ich kümmerte mich wieder um das Programm, denn jetzt musste ich auf die Bühne. Gegen 16 Uhr leitete Hermann Ritter eine Versteigerung ein, bei der es allerlei PERRY RHODAN-Objekte zu kaufen gab; ich stand ihm als Helfer zur Verfügung. Mit gewohnt launigen Bemerkungen schaffte er es, die Preise bei der Versteigerung zeitweise in unerwartete Dimensionen zu treiben. Bei manchen Objekten hatte ich erwartet, daß sie für wenige Mark weggingen, stattdessen erreichten sie stattliche Dimensionen.

Ausländische PERRY RHODAN-Ausgaben wie die chinesische Nummer eins waren besonders beliebt, aber auch Andrucke, Druckfilme oder spezielle Bücher, die nur einmal als sogenanntes Dummy angefertigt worden waren, fanden großen Anklang. Wir hatten über hundert verschiedene Dinge im Angebot, die Erlöse der Versteigerung sollten später zudem an die »Aktion Mensch« gehen. Insgesamt hatten wir am Ende der Versteigerung über 1900 Mark erlöst und waren damit sehr zufrieden.

Noch während der Versteigerung reisten die ersten Besucher ab. Langsam leerte sich der Verlagshof, in dem die Wasserpfützen sowieso immer größer wurden. Gegen 18 Uhr ging die Veranstaltung zu Ende, und wir konnten rasch mit den Aufräumarbeiten beginnen.

Grinsend drückte mir Klaus Bollhöfener wieder die Zange in die Hand, die er mir am Morgen schon einmal gegeben hatte. »Du wolltest die Schilder ja selbst wieder abmontieren«, erinnerte er mich mit feiner Ironie. Ich nickte fatalistisch und stapfte in den Regen hinaus. Nacheinander steuerte ich zu Fuß die Laternenpfähle und Verkehrszeichen an, an denen ich am Morgen die Park- und Hinweisschilder angebracht hatte.

Wie ich rasch feststellte, brauchte ich die Kneifzange nicht. Offensichtlich waren die PERRY RHODAN-Fans schneller als ich gewesen; einige Sammler hatten alle Schilder vorsorglich entfernt und als Souvenirs eingesteckt. Unverrichteter Dinge kehrte ich wieder zurück. Mein Spaziergang erbrachte zumindest, dass ich zum zweiten Mal an diesem Tag durchnässt wurde. In meinem Büro zog ich die mittlerweile getrockneten Kleidungsstücke vom Morgen wieder an.

Dank der guten Organisation der Kollegen ging es jetzt schnell. Wir packten Biertische und Bierbänke zusammen, die Catering-Firma räumte ihren Stand ab, die Lagerhalle wurde ausgeräumt. Gegen 19.30 Uhr drehte der Hausmeister mit seiner Kehrmaschine die Runden und fegte den Hof, und um 20 Uhr erinnerte nichts mehr an die Geburtstagsfeier zu 40 Jahren PERRY RHODAN.

Erschöpft und glücklich zugleich standen wir im Verlagshof. Immer noch regnete es, doch die Pfützen am Boden waren nicht größer geworden; aus der Dachrinne lief nach wie vor ein Rinnsal Wasser herunter. »Offensichtlich haben wir noch einmal Glück gehabt«, sagte ich erleichtert.

Den Ausklang bildete ein gemeinsames Essen mit den Kollegen, Autoren und Künstlern in einem italienischen Restaurant um die Ecke – und als ich gegen ein Uhr nachts in mein Bett purzelte, fühlte ich mich so richtig müde.

40 Jahre und ein Dauerregen

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«:

Es war mittlerweile nach zwölf Uhr mittags an diesem Samstag, 8. September 2001, und es regnete immer stärker. Der »Tag der Offenen Tür«, den wir von der PERRY RHODAN-Redaktion auf dem Gelände der Verlagsunion Pabel-Moewig veranstalteten, entwickelte sich ausgesprochen feucht – und dabei wollten wir doch in aller Ruhe und mit viel Freude den vierzigsten Geburtstag der PERRY RHODAN-Serie feiern.

Viele Kolleginnen und Kollegen aus anderen Abteilungen wirkten mit. Sie saßen an der Kasse, sie räumten den anfallenden Müll weg, sie halfen an den unterschiedlichsten Stellen. Sogar die Druckerei hatte ihren Schichtbetrieb darauf eingestellt und für diesen Tag einen PERRY RHODAN-Roman auf die Maschinen gelegt. Immer wieder eilten Gruppen von Besuchern durch den Regen hinüber zur Druckerei, wo sie eine Führung durch die Maschinenhallen bekamen. Wer wollte, konnte hinterher Andrucke und Druckfahnen aktueller Romane als Geschenk nach Hause mitnehmen.

Ich besorgte mir etwas zu essen und zu trinken. Um mich zu versorgen, musste ich das tun, was allen anderen Besuchern ebenfalls drohte: Ich musste das schützende Dach zwischen dem eigentlichen Bürogebäude und dem Lager verlassen und durch den Regen zu dem »Bierpavillon« eilen, den unser Getränkelieferant aufgestellt hatte. Ebenso schnell ging es zurück ins Trockene. Ich nahm es mit Humor, und ich war froh, dass die meisten Besucher sich ebenfalls locker und humorvoll verhielten: Sie saßen an Biertischen, als sei der Verlagshof eine einzige überdimensionierte Gaststätte, wo sie aßen und tranken und sich gut unterhielten.

Zwischendurch wurde ich gefragt, wie denn überhaupt die Idee entstanden sei, einen »Tag der Offenen Tür« zu veranstalten. »Schuld daran ist Sabine«, gab ich zur Auskunft.

Nachdem wir im Dezember 1999 einen großen PERRY RHODAN-WeltCon zum Band 2000 organisiert hatten, sahen wir uns nicht in der Lage, bereits zwei Jahre danach wieder einen WeltCon auszurichten. Aber selbstverständlich wollten wir den vierzigsten Geburtstag der PERRY RHODAN-Serie entsprechend feiern.

Sabine Bretzinger – heute Kropp – hatte die Idee während einer Autofahrt: Wir saßen gemeinsam im Fahrzeug und rollten von Garching, wo wir einen PERRY RHODAN-Con besucht hatten, zurück nach Karlsruhe. Wir sprachen über das anstehende Jubiläum, und Sabine hatte die richtige Idee: »Wir könnten die Leute mal zu uns einladen«, sagte sie, »nicht immer in andere Städte fahren und dort mit einem riesigen Aufwand etwas auf die Beine stellen.« Es könnte für die Fans doch auch interessant sein, einmal die Büros und die Druckerei zu sehen, jene Orte also, an denen ein wesentlicher Teil der PERRY RHODAN-Serie erarbeitet wird.

»Vielleicht war's ein schlechtes Omen«, unkte ich. Die Rückfahrt von Garching war nämlich im strömenden Regen verlaufen, mit einer streckenweise reduzierten Sicht auf der Autobahn – und an diesem Samstag hatten wir praktisch dasselbe Wetter in Rastatt.

Erfreulicherweise spielten die Besucher mit. Einige wärmten sich mit frischem Vurguzz auf, den es am Stand der PERRY RHODAN-FanZentrale gab. Andere ließen sich von einem professionellen Papierschöpfer zeigen, wie man Papier herstellt, und kauften bei ihm für wenige Galax handgeschöpftes Büttenpapier. Andere ließen sich von dem Cartoonisten und Verlagslektor Ulrich Magin zeichnen, wieder andere schauten Alfred Kelsner bei seiner Arbeit zu.

Ständig umlagert waren die Autoren, die sich unter das Volk mischten. Robert Feldhoff als Exposéautor musste Autogramme geben und beantwortete in seiner zurückhaltenden Art viele Fragen. Arndt Ellmer bummelte umher, und Michael Nagula, der zu diesem Zeitpunkt noch als Gastautor galt, freute sich sehr, einmal wieder unter PERRY RHODAN-Fans zu sein.

Für das Jahr 2001 boten wir etwas sehr Modernes an: einen Multimedia-Raum, in dem an sechs Computern gleichzeitig »gearbeitet« werden konnte. Eingerichtet worden war der Raum auf dem Flur, in dem sich auch mein Büro befand. Die Besucher konnten also an den klassischen Johnny-Bruck-Bildern, die an der Wand hingen und die 60er- bis 90er-Jahre verkörperten, vorbeigehen und dann in den Multimedia-Bereich spazieren, wo das neue Jahrtausend demonstriert wurde.

Unsere Partner von der Firma Trilobit präsentierten dort die Beta-Version der neuen CD-ROM »Abenteuer Universum Teil II«, an anderen Computern konnten allerlei elektronische Anwendungen rings um PERRY RHODAN ausprobiert werden. Interessierte Fans konnten sich einen Romananfang ausdrucken, der sie selbst als Autor oder auch Held des Geschehens schilderte. Sogar einen Internet-Anschluss gab es, mit dem die Besucher sich den PERRY RHODAN-Auftritt im damals noch sehr neuen Internet ansehen konnten.

Neben dem Multimedia-Raum hatten wir einen Besprechungsraum eingerichtet, der meist überfüllt war – in diesem stellten sich die Autoren in Einzelgesprächen gewissermaßen »Auge in Auge« den Fans. Ich bekam einige gute Frage-und-Antwort-Runden mit, das schien allen Beteiligten Spaß zu machen.

Dazu kam ein spezieller Raum, in dem die Ausstellung »Wie entsteht ein Heftroman?« zu sehen war. Durch ebendiese Ausstellung führte Sabine Bretzinger. Die Redakteurin zeigte den interessierten Besuchern die einzelnen Arbeitsschritte und beantwortete die zahlreichen Fragen, die unweigerlich aufkamen.