
Unsere Kollegen im Verlag und in der Agentur sind aktiv darum bemüht, unsere Serie ständig neu zu »beleben«. Vor allem werden immer wieder Versuche unternommen, im digitalen Bereich etwas zu tun. Das beobachte ich, und ich freue mich stets darüber!
Als wir im Oktober 2014 mit der Platin Edition anfingen, setzten wir große Erwartungen in diese Serie aus schön gestaltateten Hardcover-Bänden. Ich fand und finde das Konzept immer noch sehr gut: vier Einzelbände von PERRY RHODAN NEO, die man nicht mehr im Handel findet, in einem schicken Hardcover-Band zusammengefasst, dazu eine exklusive Geschichte.
Leider haben sich diese Bücher nicht so gut verkauft, wie wir uns das erhofft hatten. Im November 2018 stellten wir die Serie dann mit dem Buch 18 ein, was ich sehr bedauerte – wie auch die Autoren und unsere Vertragspartner.
Die Frage kommt gelegentlich, ob und wie wir diese Serie fortsetzen könnten. Leider kann ich da kaum Hoffnungen verbreiten: Die Produktion mit dem Silbereinband war recht aufwendig, die könnte man so nicht übernehmen. Es müsste also ab einem potenziellen Band 19 eine andere Gestaltung gewählt werden.
Und derzeit sehe ich keinen Verlag, der uns hier zur Seite stehen könnte. Wir sind ja kein Buchverlag mehr, wir brauchen dafür immer einen Partner. Das verlegerische Risiko ist nun mal doch sehr hoch, wenn man eine Serie oder Reihe startet. Leider, aber derzeit kaum zu ändern ...
Konkrete Angaben zu Autorinnen und Autoren reiche ich bei nächster Gelegenheit nach. Derzeit liegen mir die fertigen Romane von drei Autoren und einer Autorin vor; weitere Romane sind schon sehr weit gediehen. Auch bei den Exposés sind wir im Plan, so dass an dieser Stelle nicht mit Terminschwierigkeiten zu rechnen ist.
Bei der Gestaltung der Titelbilder orientieren wir uns an den bisherigen Miniserien. Dirk Schulz hat bereits einige Motive fertiggestellt, die unterschiedlich sind, was den Stil und die Farbgebung angeht. Auch hier sind wir im Plan.
Und an diesem Punkt beginnt die Autorin ihre Geschichte. Sie zeigt den Mars und seine unterschiedlichen Bewohner, das alles verpackt in eine spannende Geschichte. Das Titelbild von Dirk Schulz passt meiner Ansicht nach übrigens sehr gut dazu!
Es nahmen die zwei Exposéautoren Wim Vandemaan (unten im Bild) und Christian Montillon (links oben im Bild) teil, dazu ich als Redakteur. (Das Bild zeigt die Gesprächssituation auf meinem privaten Rechner; warum Wim so »unscharf« zu sehen ist, weiß ich nicht – aber bei ihm gab es öfter ein schwaches Bild.) In Zeiten der Pandemie, in denen man sich nicht besuchen kann, versuchen wir solche Besprechungen regelmäßig abzuhalten.
Heute ging es um die anstehenden Romane, um eine weitere Autorenplanung und um die Figuren: Wie wollen wir beispielsweise Sichu Dorksteiger einsetzen? Wir machten uns aber auch Gedanken über die Randgebiete unserer Arbeit: Titelbilder, Sternenkarten, Pressearbeit ... Spannend und wichtig!
Seit einigen Jahren fahre ich in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen nach München. Dort besuche ich meist Verlagspartner, mit denen ich über mögliche Projekte spreche.
Und ich halte alle zwei Jahre etwa einen Vortrag an der LMU, der Ludwig-Maximilians-Universität, in München. Es ist stets das Fach Buchwissenschaften, und ich spreche selbstverständlich über PERRY RHODAN.
So auch heute. Diesmal war aber alles anders: Selbstverständlich konnte kein Präsenz-Vortrag stattfinden, alles lief über Zoom ab. Auf meinem Bildschirm sah ich einige Dutzend Studentinnen und zwei Studenten – oder war es sogar nur einer? –, die sich von mir über unsere Serie informieren ließen.
Ich erzählte ein wenig von meinem Werdegang, von der Art und Weise unserer Zusammenarbeit im Team und von den verschiedenen Vertriebswegen, die es bei uns gibt. Wenn ich solche Vorträge halte, merke ich selbst erst, wie sehr PERRY RHODAN oft anders ist als ein »normaler« Buchverlag oder eine Zeitschriftenredaktion.
Nach meinem Vortrag gab es eine kleine Fragerunde. Unter anderem wollten die Studierenden wissen, wie wir als Redaktion an neue Autoren kommen und wie so eine Planung eigentlich aussieht. Viel Zeit hatten wir nicht – aber ich hoffte hinterher, die Teilnehmer schön informiert zu haben.
Perry Rhodan und seine Gefährten erleben die Begegnung mit einem wirklich unheimlichen Wesen. Streckenweise erinnerte mich der Roman, als ich ihn als Manuskript las, an einen Gruselschmöker: Die Bedrohung ist anfangs kaum wahrnehmbar, dann wird sie stärker. Diese Atmosphäre der Beklemmung schildert der Autor sehr eindrucksvoll, das hat mir sehr gut gefallen!
Aber der Titel passt zum Roman, und Dirk Schulz legte ein entsprechendes Titelbild vor – das ergab dann alles eine sehr schöne Einheit. »Der Koloss kam aus dem Nichts« ist zudem ein starker Einstieg in einen Roman, in dem viele Personen eine Rolle spielen und die Handlung konsequent auf eine Entwicklung zusteuert.
(Mir hat übrigens der Abschluss sehr gut gefallen. Darin erfahren die Leser noch einmal etwas über eine Figur, von der man schon sehr lange nichts mehr gehört hat. Schön!)