12 Juli 2020

Die Reise in die Sagittarius-Region beginnt

Ein Logbuch der Redaktion

Ich möchte diesmal einen Blick auf die aktuelle Situation bei PERRY RHODAN NEO werfen. Seit wir im Herbst 2011 diese neue Science-Fiction-Serie in den Handel brachten, hat sie sich immer weiter entwickelt. Nach wie vor basiert sie auf den grundlegenden Ideen der klassischen PERRY RHODAN-Ausgabe, geht aber meist ihre eigenen Wege.

Wir starteten die Serie damals mit der klaren Absicht, ein neues Universum zu eröffnen. Wir wollten kein »Crossover« anstreben, wollten nicht die eine Serie durch die andere ersetzen. Es ging uns darum, die klassischen Geschichten in eine andere Zeit zu versetzen und sie mit den Mitteln von heute erzählen zu lassen.

Meiner Ansicht nach ist uns das auch sehr gut gelungen. Nicht jede Idee kann dabei jedem Leser oder jeder Leserin gefallen, aber das Gesamtkonzept fand über nunmehr neun Jahre hinweg sein Publikum. Ich persönlich mag es, wenn Dinge von früher neu interpretiert werden.

Wer nur PERRY RHODAN NEO liest, merkt die Bezüge von der einen zur anderen Serie natürlich kaum. Wer aber beide Serien kennt, wird manches Mal staunen oder sich wundern. Oft tauchen Figuren oder Völker aus dem klassischen PERRY RHODAN-Kosmos auf und werden bei NEO neu interpretiert.

Seit einiger Zeit ist beispielsweise Merkosh eine dieser Figuren, die in beiden Serien eine tragende Rolle spielen oder gespielt haben. Der Gläserne oder der Mann aus Glas, wie man den geheimnisvollen Außerirdischen auch nennt, bekommt bei PERRY RHODAN NEO längst eine Tiefe, die man in den klassischen Romanen nicht kannte. Ich mochte Merkosh in meiner frühen PERRY RHODAN-Lesezeit sehr; es ist eine ungewöhnliche Figur, über die man in den Romanen nie viel erfährt, die aber immer wieder zur Stelle ist, wenn die Terraner in Schwierigkeiten stecken.

Das ist nun ähnlich, jedoch mit einer großen Abweichung: Die Leser erfahren mehr über seine Vergangenheit, seine seltsamen Sitten und Gebräuche oder seine Geheimnisse. Merkosh wird plastischer und lebendiger.

Vor allem wird klar, dass Merkosh kein Einzelwesen ist – ein wesentlicher Unterschied zur klassischen Serie. Er kommt aus einem Sternenreich, das als Compariat bezeichnet wird. Wie groß das Compariat ist, welche Völker ihm angehören und welche Staatsform vorherrscht, hat bislang auf der Erde noch niemand erfahren. Aber Rhodan und seine Gefährten verstehen, dass Merkosh einer Kultur entstammt, die ihre eigene Bedeutung und auch ihre eigenen Probleme hat.

Wenn die beiden Autoren Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm an Romanen und Konzepten für PERRY RHODAN NEO arbeiten, versuchen sie nach wie vor, die Elemente der klassischen Serie zu übernehmen. Seit mit Band 200 eine neue Epoche in der Serie eingeläutet worden ist, gibt es größere Zusammenhänge bei NEO als zuvor – die einzelnen Handlungsstaffeln bilden einen großen Bogen, der nicht nur aus zehn Romanen besteht, sondern aus mehreren Dutzend.

Eine Figur wie Merkosh und ihre Herkunft nehmen in dieser Konzeption eine wichtige Rolle ein. Das zeigt sich auch an der nächsten Handlungsstaffel, die von den beiden Autoren entworfen wird. Die Romane ab Band 230 stehen unter dem Titel »Sagittarius« und erzählen von einer weiteren gefahrvollen Expedition der Menschen.

Diesmal geht es in das Zentrum der Milchstraße, in den sogenannten Sagittarius-Sektor. Dort befinden sich die Zentralwelten des Compariats, und von dort benötigen Perry Rhodan und seine Begleiter dringend weitere Informationen.

Für den ersten Roman der neuen Staffel zeichnet Oliver Plaschka verantwortlich. Mit »Ruf des Dunkels« zeigt er nicht nur, wie sich die Erde im Jahr 2090 entwickelt hat, sondern auch, zu welcher Mission Rhodan und seine Mitstreiter aufbrechen werden. Der Autor erzählt von neuen Besatzungsmitgliedern und ihren Schwächen und Stärken, ebenso aber von Perry Rhodan und Thora, von Reginald Bull und anderen bekannten Serienfiguren.

Das Kreativgespann aus Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm hat ein spannendes Konzept entwickelt, das von den Autorinnen und Autoren nun mit Leben gefüllt wird. Die ersten Manuskripte liegen uns in der Redaktion vor und haben uns schon viel Freude bereitet. Ich hoffe, dass sich diese Freude auf die Leserschaft übertragen wird …

10 Juli 2020

Ruf des Dunkels

Die stilisierte Darstellung eines Schwarzen Loches, ein anfliegender Kugelraumer: Für Band 230 unserer Serie PERRY RHODAN NEO hat Dirk Schulz ein Titelbild gestaltet, das vielleicht nicht allen astronomischen Anforderungen entspricht, das ich aber ausdrucksstark finde. Es ist ein gelungener Einstieg für die neue Handlungsstaffel, die den Titel »Sagittarius« trägt.

Das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße bildet für die kommenden Romane einen starken Hintergrund. Heute ist der Roman »Ruf des Dunkels« erschienen, der von Oliver Plaschka verfasst worden ist. Der Autor musste dabei eine knifflige Aufgabe bewältigen: das Aufräumen einiger vorheriger Handlungsstränge und das Aufbauen einiger neuer Elemente in einem Roman.

Als »Altleser« freut es mich immer, wenn es hinaus ins All geht und unsere Helden neue Welten entdecken. Das ist in den Romanen ab Band 230 der Fall, obwohl wir zwischendurch auch mal zur Ende blenden werden. Aber jetzt geht's erst mal in Richtung Sagittarius A*.

09 Juli 2020

Walter Ernsting, Hans Dominik und Karl May – Teil 2

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
 
Bei meinem Interview mit Walter Ernsting, das ich im März 1999 führte, ging es auch um Literatur. Welche Vorbilder hatte der Autor, der für so viele junge Leute zum Vorbild werden sollte? Und wie verhielt es sich mit seinen Vorbildern, nachdem er den Zweiten Weltkrieg überlebt hatte?

Und wie war es mit »Sun Koh«? Wie gefiel Ernsting diese Serie nach dem Krieg und mit dem Abstand einiger Jahrzehnte? Immerhin war die Serie immer wieder neu aufgelegt worden. Mit ihr schrieb der Autor Paul Alfred Müller – er benutzte das Pseudonym Lok Myler – gewissermaßen einen Vorläufer für PERRY RHODAN. Vor allem die Titelfigur wurde später gelegentlich mit dem Arkoniden Atlan verglichen – unter anderem galt Sun Koh in den Romanen als der Erbe von Atlantis.

»Ich hab den Autor bewundert, weil er damals schon das geschrieben hat, was wir heute durchackern«, sagte Ernsting. »Und was heute in manchen Fällen sogar aktuell wird. Es ist sehr interessant, und der zeitliche Abstand hat mich nicht gestört. Ich habe nichts gegen Nostalgie – wahrscheinlich liegt es daran. Deswegen verstehe ich übrigens auch nicht, dass heute einige die alten PERRY RHODAN-Romane nicht mehr so gut finden. Vielleicht sind die Leser zu überfüttert mit dem modernen Zeugs? Mir hat es nichts ausgemacht, die alten Dinger noch mal zu lesen – natürlich, manchmal musste ich schon lächeln, aber ich habe ihn bewundert, den Müller.«

Ernsting hatte Müller in den 1950er- und 1960er-Jahren tatsächlich kennengelernt. »In Murnau, ich hab ihn zwei Mal besucht. Einmal als Fan und das zweite Mal im Auftrag vom Kurt Bernhardt, ihn für PERRY RHODAN zu engagieren – was aus dem bekannten Grund nicht ging. Denn nur in der Hohlwelt … da könnten wir uns höchstens mit zehn Bänden begnügen, und dann wäre es aus.«

Ich kannte die Geschichte aus alten Berichten. Aus Sicht der Redaktion in München wäre eine Mitarbeit Müllers bei PERRY RHODAN logisch gewesen: Trotz der modernen Science Fiction war er nach wie vor einer der populärsten Autoren für phantastische Literatur im deutschsprachigen Raum.

Problematisch war aber, dass er in jedem Roman unbedingt die Hohlwelt-Theorie dargestellt wissen wollte. Das kollidierte mit den Entwürfen K. H. Scheers, der die PERRY RHODAN-Serie als eine Schilderung des Vorstoßes der Menschheit ins All verstand.

»Da stand er [Müller] drauf«, erzählte Ernsting im Interview. »Er glaubte daran. Obwohl er in ›Sun Koh‹ vier Bände gehabt hatte, die im Weltraum spielten. Der Flug zum Mond – was mich wahnsinnig fasziniert hat.« Die Erinnerung brachte ihn zum Lächeln. »Ich habe wahnsinnig viel gelernt durch die Serie. Die ganzen Länder und alles. Für uns Leser war das damals praktisch: Wir haben gesagt: ›Fluchtliteratur und mit der Serie raus aus Deutschland.‹ Das waren die Kompromisse, die der Autor damals machen musste, mit den Nazis.«

Walter Ernsting sah die PERRY RHODAN-Serie deshalb in der Tradition der deutschsprachigen Utopien. Aber er wusste zugleich, dass sie etwas Neues war. In »Sun Koh« mochten die manche Ideen erstmals verarbeitet worden sein, zu ihrem Höhepunkt hatte sie jeweils erst PERRY RHODAN gebracht.

In unserem weiteren Gespräch kamen wir dann übrigens noch auf Comics zu sprechen, mit denen er nicht viel anzufangen wusste, und auf Fans sowie andere Autoren, die er in den fünfziger Jahren kennengelernt hatte. Es war ein interessantes Gespräch für mich in jenem März in Salzburg – eines, an das ich gern und oft zurückdenke.

Walter Ernsting, Hans Dominik und Karl May – Teil 1

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Ich saß auf einem unbequemen Stuhl in einer kleinen Wohnung in Salzburg. Wenn ich zum Fenster hinausblickte, sah ich schneebedeckte Berge, über denen die Sonne strahlte. Doch mein Interesse lag auf dem Mann, der vor mir auf dem Sofa saß, sich manchmal aber auch hinlegen musste.

An diesem Tag im März 1999 führte ich ein langes Interview mit Walter Ernsting. Es sollte die Basis für eine Biografie über den PERRY RHODAN-Gründungsautor liefern, die ich schreiben wollte. (Später konnte Heiko Langhans es als Grundlage für sein Sachbuch über Ernsting benutzen.)

Gemeinsam hatten der Autor und ich die frühen Jahre der PERRY RHODAN-Serie durchgearbeitet. Wir hatten seine Erlebnisse im Krieg gestreift, waren an die familiären Verhältnisse gegangen und hatten viel über die frühe Fan-Szene gesprochen. Einige Dinge wusste ich schon, weil ich sie im Verlauf der Jahre immer mal wieder gelesen hatte – doch nun kam ich an einen Punkt, der mich auch privat interessierte: Was waren eigentlich die Einflüsse und Vorbilder für den Autor, der mich in meiner Jugend sehr stark beeinflusst hatte?

Walter erzählte mir von seiner Begeisterung für das Kino. Als Jugendlicher hatte er sich Krimis, Abenteuer- und ganz selten auch mal Zukunftsfilme angesehen. Für »King Kong« lief er 1933 insgesamt sieben Kilometer weit zum nächsten Lichtspielhaus. Den Film fand er gar nicht so toll; sein trockener Kommentar dazu: »Aber es gab ja sonst kaum etwas.« Mit dem filmischen Kunstwerk »Metropolis« konnte er noch weniger anfangen. »Zu viel Arbeiterbewegung – das hat mich nicht interessiert«, meinte er lakonisch.

Bereits als Kind war Walter Ernsting eine Leseratte gewesen. Er schmökerte im eigenen Zimmer in Büchern, aber auch auf dem Dachboden oder im Garten. »Mit neun Jahren las ich die Story von der Hochzeitsreise ins Weltall, die erste Etappe zum Mond. Das hat mich so fasziniert, da bin ich angesteckt worden, und danach hab ich Dominik und all die Sachen gelesen, die mir in die Finger kamen.«

Wobei er mit Hans Dominik durchaus seine Schwierigkeiten hatte: »Der war mir zu deutsch. Gelesen habe ich ihn jedenfalls, weil er für mich damals interessant war.« Auch später griff er zu den Romanen des bekannten Schriftstellers. »Sogar im Krieg habe ich Dominik gelesen, an der Ostfront.«

Ich fragte ihn, welche dieser Geschichten er trotz aller Kritik am stärksten gefunden hätte. »Eigentlich alles, was mit der Zukunft zusammenhing«, antwortete er. »Auch so Ideen wie die, den Golfstrom umzuleiten, um Energie zu gewinnen, oder wenn es um dem Mond ging.« Ansonsten habe er vieles schon vor dem Krieg als antiquiert empfunden.

»Aber Jules Verne«, wandte ich ein, »der ist um so einiges älter, und dessen Romane werden immer noch gelesen.«

Das sei aber immer etwas anderes gewesen, argumentierte er. »Diese Romane habe ich ganz gerne gelesen – auch die Abenteuergeschichten von ihm.« Irgendwann in den 1960er- oder 1970er-Jahren habe er sich eine Jules-Verne-Sammlung zugelegt. »… um die hundert, oder sind es zweihundert Taschenbücher, ich weiß es nicht. Der Bingenheimer hat die mal angeboten«. Auch beim zweiten Lesen fand er sie immer noch interessant. Jules Verne habe die Zeit besser überstanden als Hans Dominik. »Obwohl manche seiner Romane ganz schön langgezogen waren.«

Aber wie war das während der Nazi-Diktatur? Welche Literatur hatte welchen Stellenwert für ihn? »War Karl May gleichberechtigt mit ›Sun Koh‹ und Dominik bei dir?«, fragte ich.

»Nein, auf keinen Fall. Es war doch ein Unterschied zwischen alledem. Sun Koh ist ja gegen Karl May nun wirklich Fluchtliteratur und fast unglaublich in der Nazizeit. Während Karl May genau reinpasste, das merke ich heute mehr als damals.« Auf meine Rückfrage, was er damit meinte, sagte er sehr betont: »Es war immer sehr deutsch. Grauenhaft. Denn jeder Gute war ein Deutscher.«

Wir erinnerten uns gemeinsam daran, dass die Bösen bei Karl May meist Franzosen gewesen seien, noch fieser aber die sogenannten Mischlinge. Das habe man als junger Leser aber nicht so bemerkt. Aber als Erwachsener und nach dem Krieg habe er festgestellt, wie wenig ihm das noch gefalle.

08 Juli 2020

Eine Miniserie für 2021

Weil ich immer wieder darauf angesprochen bin, erzähle ich ein bisschen darüber, wie es nach der Miniserie PERRY RHODAN-Mission SOL 2 weitergehen wird. Ganz konkret: Wir arbeiten schon an einer neuen Miniserie, die im Frühjahr 2021 starten soll.

Es gibt einen Arbeitstitel, und es gibt eine erste Idee, mit der wir »spielen«. Welches Thema sie besetzen wird, erzähle ich frühestens im August – da bitte ich noch um ein wenig Geduld.

Die Serie wird PERRY RHODAN im Namen tragen. Derzeit ist es die klare Ansage des Vertriebs, dass wir auf den Markennamen PERRY RHODAN vertrauen sollten – und wo PERRY RHODAN drauf steht, muss auch der Raumfahrer Perry Rhodan drin sein. Nicht in jedem Roman, aber grundsätzlich in der Serie. Das glaube ich übrigens ebenfalls.

Was ich mir aber wünsche: dass wir mal eine Miniserie veröffentlichen oder einzelne Romane, in denen wir spannende Aspekte aus dem PERRY RHODAN-Universum vorstellen. Das hatten wir zuletzt im vergangenen Jahr, als wir »Die Verlorenen Jahrhunderte« als E-Books veröffentlichten, und wir präsentieren die STELLARIS-Geschichten. Schauen wir mal, was noch geht ...

07 Juli 2020

Die wichtigsten Romane zur SOL

Ein Logbuch der Redaktion
Als Redakteur der größten Science-Fiction-Serie der Welt bin ich auch immer wieder der Vergangenheit verpflichtet. Seit 1961 erscheint PERRY RHODAN, und unser Universum ist in all den Jahren immer weiter gewachsen. Wenn wir neue Dinge planen, schauen wir also auch immer wieder bewusst »nach hinten«. Das gilt ebenso für die Miniserien.

Als wir beispielsweise im vergangenen Jahr die Miniserie PERRY RHODAN-Mission SOL veröffentlichten, war uns schnell klar, dass die zwölf Romane gut ankommen würden. Die Serie griff bewusst in die Vergangenheit und schrieb bereits bekannte Elemente in eine neue Zukunft. Mir war klar, dass schon das Thema gut ankommen sollte – die SOL ist nun mal ein faszinierendes Raumschiff –, aber mich begeisterten ebenso die Exposés und Ideen, die Kai Hirdt erarbeitet hatte.

Und weil alles so gut angekommen war, starteten wir in diesem Jahr eine zweite Miniserie, in der es um die SOL und ihre Besatzung geht. In den vergangenen Monaten wurde ich nicht nur einmal gefragt, welche Romane ich empfehlen würde, die man als Grundlage lesen könnte. Was müsse man wissen, wenn man sich mit der SOL und ihrer Geschichte beschäftigen wolle?

Die Antwort fällt mir gar nicht so leicht, wie ich immer wieder feststelle: Das Raumschiff mit der charakteristischen Hantelform spielt in derart vielen Romanen eine Rolle, dass man kaum einige wenige auswählen kann. Ich will mich auf drei Werke konzentrieren …

Aphilie

Mit Sicherheit ist »Aphilie« der wichtigste Roman, den man als SOL-Grundlage kennen sollte – nicht nur, weil damit eine der faszinierendsten Epochen der langen Seriengeschichte beginnt. Die wesentlichen Grundlagen zur SOL werden mit diesem Band gelegt: Perry Rhodans Verbannung von der Erde, nachdem diese irgendwo weit entfernt im Mahlstrom gestrandet ist, und der Beginn einer langen Reise, die Jahrzehnte dauern wird …

Von Anfang an sind zudem Kinder an Bord. Das bedeutet: Die SOL wird sich zu einem Generationenraumschiff entwickeln, in dem die Menschen an Bord geboren werden, an Bord leben und an Bord irgendwann sterben.

»Aphilie« wurde im Jahr 1975 als Band 700 der PERRY RHODAN-Serie veröffentlicht und markierte einen Wendepunkt. Kurt Mahr zeigte die Erde, die sich in schrecklicher Weise verändert, sowie die Folgen, die sich daraus ergeben. Die Menschheit und Perry Rhodan gehen getrennte Wege, und die Zeit, in der Rhodan als Staatenlenker für die Menschheit verantwortlich war, ist unwiderruflich vorüber.

Mit dem Start der SOL kommt eine Komponente ins Ziel, die für die Serie völlig neu ist: eine Odyssee durchs Weltall, eine Reise in die Unendlichkeit, weg von den Konflikten in der Milchstraße, hin zu kosmischen Gedankenspielen.

Bei PERRY RHODAN waren Raumschiffe zumeist Transportmittel, mit denen man von einer Welt zu anderen reisen konnte, oder fliegende Festungen, die in Raumschlachten eingesetzt wurden. Ein Schiff als Lebensraum – das verblüffte. Solche Ideen gab es in der allgemeinen Science Fiction schon lange, bei PERRY RHODAN wurde sie erstmals so konsequent eingesetzt.

Die Solaner

Ebenso einschneidend ist der Roman »Die Solaner«, der 1981 veröffentlicht wurde. Mit diesem Band 500 erlebte die ATLAN-Serie eine brachiale Kursänderung. In der Serie war zuvor der 200 Bände umfassende Großzyklus »König von Atlantis« veröffentlicht worden, in dem vor allem Fantasy-Elemente eine starke Rolle gespielt hatten. Beispielsweise waren Magier in der Handlung aufgetaucht, was mir gut gefallen hatte – aber nicht jedem Leser.

Mit den Romanen ab Band 500 sollte die Serie zurück zur klassischen Science Fiction kehren. Das zeigte sich an den Titelbildern ebenso wie bei den Romanen. William Voltz schrieb die grundlegenden Exposés, von ihm stammt auch der Eröffnungsband für den neuen Serienabschnitt.

In Band 500 der ATLAN-Serie erreicht der Arkonide Atlan die SOL, auf der sich viele Dinge verändert haben. Weite Teile des Raumschiffes sind unbewohnbar, die Menschen an Bord werden von einer Diktatur beherrscht, und zudem steckt die SOL in einer kosmischen Falle fest. Atlan muss erst einmal die SOL befreien, dann die Diktatur beseitigen und später einen Auftrag von großer Bedeutung für die Kosmokraten erledigen.

Der Arkonide folgt einem großen Plan, den die Hohen Mächte offenbar auf ihn direkt zugeschnitten haben. Die SOL durchquert allerlei Galaxien, sie trifft auf mächtige Wesen und schräge Aliens, sie wird in Raumschlachten verwickelt und in ihrem Inneren langsam in eine neue Zeit geführt. Ganz klar: »Der Solaner« ist der Auftakt zu einer großen Geschichte, die zwar ihre Schwächen hat, die ich aber noch immer als einen großen Klassiker des Perryversums sehe.

Der lange Weg der SOL

Im Spätsommer 1987 kam im Rahmen der PERRY RHODAN-Taschenbücher der Roman »Der lange Weg der SOL« in den Handel. Verfasst wurde er von Peter Griese, der jahrelang für die Exposés der ATLAN-Serie verantwortlich gewesen war: zeitweise allein, zeitweise abwechselnd mit Marianne Sydow, zeitweise zusammen mit H. G. Ewers. In diesem Roman, der aus verschiedenen Episoden besteht, erzählt der Autor von einer großen Reise.

»Der lange Weg der SOL« spielt im Prinzip nach den SOL-Romanen der ATLAN-Serie und vor der Rückkehr der SOL in die PERRY RHODAN-Serie. (Dort taucht die SOL nach Band 1000 im Herzogtum von Krandhor wieder auf.) Der Autor schildert allerlei Szenen, die Reise endet dann in Varnhagher-Ghynnst.

Wenn man möchte, ist dieser Roman ein Abgesang auf die ATLAN-Serie. Peter Griese lässt Figuren auftauchen, die an Bord der SOL eine große Rolle gespielt haben: Der Katzer Bjo Breiskoll spielt eine Rolle, ein Buhrlo wird handlungstragend – bei solchen Figuren kommt im Leser fast ein wenig Wehmut auf.

Fazit

Man kann sagen, dass »Aphilie« der Auftakt zur umfangreichen Geschichte der SOL ist. Mit »Die Solaner« folgt der große Wurf einer komplett eigenen Geschichte, die durch »Der lange Weg der SOL« ihr vorläufiges Ende findet.

Die Abenteuer der SOL und ihrer Besatzung beispielsweise im THOREGON-Großzyklus oder in den aktuellen Miniserien bilden inhaltlich neue Geschichten – mit den von mir genannten Romanen existieren aber die großartigen Vorlagen, die ich immer empfehlen kann …

06 Juli 2020

Auf der grünen Welt

Um es gleich zu sagen: Die erzählerische Klammer für den kommenden PERRY RHODAN-Roman ist die Trauer um Gucky. Darüber hinaus geht es in dem Roman um eine Reihe von anderen Themen – sie haben teilweise aber mit dem »Fall Gucky« zu tun, wie man noch sehen wird. (Wobei ich interessant finde, wie sehr jemand an Guckys Tod und den Begleitumständen zweifeln kann, der dabei war …)

In dem Roman spielt ein großer Flottentender ebenso eine Rolle wie ein geheimnisvoller Planet. Dort hat die Evolution eine Reihe von Wegen eingeschlagen, die auch eine hochtechnisierte Zivilisation an den Rand ihrer Möglichkeiten bringen kann. Und so zeigt der Roman sowohl Action als auch traurige Emotionen.

03 Juli 2020

Der Ilt muss sterben!

Es ist selten, dass ein PERRY RHODAN-Roman ein Satzzeichen aufweist. Das Ausrufezeichen bei »Der Ilt muss sterben!« war ein Vorschlag von Leo Lukas, und ich habe diesen Vorschlag gern aufgegriffen. Er setzt einen deutlichen Akzent, finde zumindest ich, und er macht klar, dass es in diesem Roman ums Ganze geht.

Es war uns klar, dass dieser Roman für Diskussionen sorgen wird. Leo Lukas verfasste eine spannende Geschichte, in der er bislang unbekannte Aliens auftauchen ließ und einen ungewöhnlichen Schauplatz vorstellte. Ich fürchte, dass diese gelungenen Sequenzen und seine insgesamt rasante Geschichte hinter der Gucky-Diskussion ein wenig verschwinden werden. Das fände ich schade.

Ich bin sicher, dass der Roman nachwirken wird. Und dass ihn mancher Leser in diesem Jahr ein zweites Mal zur Hand nehmen wird …

02 Juli 2020

Fotosession für das Marketing

»Wir packen unsere ganze Palette mal ins Fotostudio«, kündigte Eckhard Schwettmann an, »und dann machen wir mal ein schönes Bild, das zeigt, was wir alles machen.« Im Jahr 1999 unterhielt der Pabel-Moewig Verlag ein eigenes Fotostudio, in dem unter anderem Aufnahmen für die Frauenzeitschriften gemacht wurden, das aber auch andere Redaktionen nutzen konnten.

Ute Gerlach und Klaus Bollhöfener stapelten die Heftromane aller Auflagen, die Bücher und Sonderproduktionen sowie alle anderen Dinge aufeinander und arrangierten sie so, dass man sie auf ein Bild brachte. Recht neu waren zu dieser Zeit die Raumschiffmodelle und die Plüschfiguren; als beeindruckend empfanden wir die Stapel der Silberbände. Und natürlich musste der »Casaro-Perry« mit aufs Bild.

Die Hoffnung, dass Fachzeitschriften oder Zeitungen das Bild verwenden würden, erfüllte sich übrigens nicht. Aber für uns war es eine schöne Präsentation, die ich mir auch heute noch gern ansehe.

01 Juli 2020

Nach Monaten wieder Teamrunde

Einmal in der Woche setzen sich die Kolleginnen und Kollegen der PERRY RHODAN-Redaktion zusammen. In unserer Teamrunde sprechen wir aktuelle Themen durch, legen Arbeitsabläufe fest und versuchen, Urlaubspläne auf einen Nenner zu bringen.

Wegen der rasanten Entwicklung der Corona-Pandemie hatten wir am 11. März 2020 die letzte dieser Teamrunden. Danach arbeiteten wir zumeist im Home Office und kamen nur stunden- und nach einiger Zeit tageweise ins Büro.

Am heutigen Mittwoch, 1. Juli 2020, gab es die erste Teamrunde seit dem März. Wir saßen nicht in einem der Büros – wie sonst –, sondern wir nahmen den großen Konferenzraum.

Janina Zimmer hatte zuvor ein Arbeitspapier aus der Marketingabteilung verteilt, über das wir dann auch diskutierten. Das Bild zeigt, in welchen Abständen sie es auf den Tischen platzierte: So wurde gleich von Anfang an klar, mit welchem Abstand wir zu sitzen hatten.

Bei der Besprechung ging es um viele allgemeine Themen: den Stand der Dinge bei der PERRY RHODAN KG, die Planungen für das Jahr 2021 und den anstehenden Band 3100 unserer Serie. Dazu kann ich an dieser Stelle natürlich noch nichts verraten ...

30 Juni 2020

Die träumerisch-phantastische Seite der Science Fiction

Ein Logbuch der Redaktion (wurde am 13. Juni 2020 erstveröffentlicht)

»Ich habe geträumt«, erzählte mir Walter Ernsting, als ich einmal mit ihm sprach. »Ich habe davon geträumt, zum Mond und zu den Sternen zu fliegen.« Das habe ihm geholfen, als er in russischer Gefangenschaft so schwer erkrankt war. Diese träumerische Seite, dieser phantastische Einschlag – das gehört von Anfang an zum Wesenskern der PERRY RHODAN-Serie und hat dazu beigetragen, dass sie so ein Erfolg wurde.

Selbstverständlich ist die Serie nicht ohne die Vorarbeiten von Karl-Herbert Scheer denkbar. Der Autor entwickelte die Technik, von ihm stammen die Grundlagen für die Raumschiffe und auch für die Völker. Scheer war derjenige, der die Exposés strukturierte und damit schon 1961 dafür sorgte, dass die Serie auf ein Fundament gestellt wurde, auf das andere Autoren bauen konnten. Ohne Scheers Struktur und ohne seine Ingenieursgedanken wäre die Serie nicht über die ersten zwanzig Romane hinaus gekommen.

Ich bin mir aber in einem sicher: Scheer allein hätte die Serie auch nicht so weit entwickelt. Bekannt ist, dass sich die beiden Gründungsautoren nicht nur im Vorfeld von »Unternehmen Stardust« mehrfach trafen, sondern später ebenfalls oft zusammensaßen. Gemeinsam entwickelten die beiden ihre Ideen, und manchmal war hinterher nicht mehr nachvollziehbar, wer jetzt welche Idee hatte.

Scheer war der Autor, der die Ideen in Exposés goss. Wenn er später von sich sagte, er habe alles erfunden, auch Gucky, war das sicher nicht gelogen. Nur war er eben nicht allein – es gab vor allem in den ersten Jahren immer einen Kopiloten bei der langen Reise der Science-Fiction-Serie in ihre damals noch völlig offene Zukunft.

Dieser Kopilot war Walter Ernsting, der heute hundert Jahre alt geworden wäre. Als Clark Darlton war er für die träumerisch-phantastische Seite der PERRY RHODAN-Serie zuständig.

Es lässt sich in gewisser Weise nachspüren, wo die Clark-Darlton-Ideen »gelandet« sind. Die Figur des Mausbibers Gucky ist für mich eindeutig. Sicher haben die beiden Gründungsautoren gemeinsam die Grundlagen für Gucky gelegt. Doch die Ausarbeitung, die übernahm Clark Darlton.

Er entwickelte in seinen Romanen – nicht durch Exposés! – einen Außerirdischen mit unglaublichen Fähigkeiten. Gucky ist ein echter Riese mit seinen Geistesgaben, der durch seine kleine Gestalt eher harmlos wirkt. Von Darlton stammen die frechen Sprüche, die Sucht nach Mohrrüben und die große Trauer im Leben des einzigen Ilts. Anhand von Gucky karikierte Darlton im Verlauf der Jahre immer wieder aktuelle Themen: So veröffentlicht der Mausbiber angeblich Romane – und damit schrieb Darlton eine Satire auf die Arbeit von Schriftstellern – oder neigt zu fürchterlicher Selbstüberschätzung.

Über Gucky könnte man ganze Bücher schreiben. Die Figur ist noch lange nicht »auserzählt«, und das liegt sicher daran, dass Darlton sie so gut und so interessant angelegt hat.

Doch Gucky ist nicht die einzige Figur, die Darlton so prägte: Harno, die geheimnisvolle Energiekugel, zählt ebenso dazu wie Ernst Ellert, der Teletemporarier. Bei ihnen handelt es sich um Wesen, die den Grenzen von Raum und Zeit entrinnen, die durch die Unendlichkeit reisen, die unglaubliche Fähigkeiten haben und doch von einer großen Tragik umgeben sind.

Das ist nicht alles. In der Jagd nach der Unsterblichkeit, in der Superintelligenz ES, in den geheimnisvollen Barkoniden oder dem mysteriösen Raumschiff der Ahnen – in all diesen Handlungsabschnitten geht es nicht um die technisch-wissenschaftliche Utopie, wie sie Scheer verkörperte, sondern um die phantastische Seite der Science Fiction, die eindeutig von Clark Darlton kam.

Ohne die Exposés und die Technik gäbe es PERRY RHODAN nicht mehr; dafür muss man dem Ideenreichtum Scheers immer dankbar sein. Aber ohne die Träume und Phantasien eines Clark Darlton wäre sie ebenfalls nicht so weit gekommen.

Deshalb verneigen wir uns am heutigen Tag vor den Träumen des Clark Darlton …

29 Juni 2020

Ein Rückkehrer aus dem Elsass

Als die Corona-Pandemie ausbrach, wurde recht schnell klar, dass vor allem das Elsass eine Hoch-Risiko-Zone wurde. Rastatt liegt praktisch am Rhein, und auf der anderen Seite ist das Elsass; man spricht auf beiden Seiten des Rheins zumindest in den Dörfern jeweils Dialekte, die miteinander verwandt sind. Es gibt also viele Verbindungen.

Recht schnell wurden die Grenzen dicht gemacht, das betraf dann unter anderem die Kollegen, die zwischen den beiden Ländern pendeln. Kollegen aus dem Elsass wurden ins Home Office geschickt.

In unserem Fall galt das auch für Pio Battistig, der innerhalb unserer Abteilung für die Repro-Tätigkeiten zuständig ist. Pio erhielt sein Equipment und arbeitete ab Mitte März von seinem Heimatdorf aus für PERRY RHODAN

Weil die strengen Einschränkungen auch im Elsass gefallen sind, kann er nun wieder über die Grenze pendeln. Seit dem heutigen Tag hat er seinen Arbeitsplatz wieder bei uns im Verlag: direkt bei uns auf dem Flur, so dass wir künftig auf dem »kurzen Weg« die Zusammenarbeit aufnehmen können, nicht mehr per Mail oder per Videokonferenz.

Ich habe mich heute sehr gefreut, Pio an seinem neuen Arbeitsplatz anzutreffen. Ein positives Zeichen in diesen Wochen und Monaten!

26 Juni 2020

Qumishas Sehnsucht

Als Tess Qumisha erstmals in der PERRY RHODAN-Serie auftauchte, stellten sich Robert Feldhoff und ich sie immer wie eine »leicht punkig« aussehende junge Frau vor. Anfangs gehörte sie zu den Monochrom-Mutanten, später wurde sie Hyperphysikerin – Tess ist ein Beispiel für eine Nebenfigur, die über zwanzig Jahre hinweg immer wieder eine Rolle in unserem Universum spielte.

Derzeit ist sie eine wichtige Figur in der aktuellen Miniserie PERRY RHODAN-Mission SOL 2. Sie ist aktuell die Kommandantin des Raumschiffes SOL, und natürlich ist sie keine junge Frau mehr, sondern eine erfahrene Person in gesetztem Alter, nicht mehr mit struppig-schwarzen Haaren, sondern mit kurzen weißen Haaren.

Bernd Perplies setzt sie in seinem kommenden Roman »Qumishas Sehnsucht« in Szene, deshalb taucht ihr Name auch im Titel auf. Und Arndt Drechsler hat die Raumfahrerin in einem starken Titelbild verewigt. Das ist Tess Qumisha mehr als angemessen, würde ich sagen!

25 Juni 2020

Der siebte Ritter

Aus der Serie »1000 Bände zurück«

Es war kein einfaches Exposé, das am 8. Dezember 2000 an die Autorinnen und Autoren verschickt wurde. Es lieferte die Grundlage für den PERRY RHODAN-Roman mit der Nummer 2071, den Susan Schwartz zu schreiben hatte. Veröffentlicht wurde er im Mai 2001 unter dem Titel »Der siebte Ritter«.

Robert Feldhoff, der das Exposé verfasste, wusste genau, was er der Kollegin damit zumutete. »Eine Menge Hauptpersonen, die voneinander überhaupt nichts wissen können, werden in diesem Roman zusammengeführt«, schrieb er in den Hinweisen zu Beginn des Exposés: »Atlan, die Ritter von Dommrath, die SOL-Besatzung, Ruben Caldrogyn, die Mutanten Trim Marath und Startac Schroeder.«

Er riet der Autorin aber, »all diese ausführlich dargelegten Sachverhalte« knapp abzufeiern und sich auf einige Schwerpunkte zu konzentrieren: »die Weihe in der Sternenkammer der Ritter und die Abenteuer von Schroeder und Marath im Wald Pauchann«. Am Ende entstand so ein Roman, der kosmische Elemente enthielt und am Ende eine emotionale Szene für einen jungen Mutanten anbot …

24 Juni 2020

Die Schwarze Flut

Es ist ein Ausflug der besonderen Art, zu dem Perry Rhodan, Atlan und Mirona Thetin aufbrechen. Die drei ungewöhnlichen Gefährten müssen einen Auftrag erledigen, der von großer Bedeutung ist – vor allem für die Bewohner des Arkonsystems, die von einer grausigen Gefahr bedroht werden …

Das ist der Ausgangspunkt für den Roman »Die Schwarze Flut«, den Rüdiger Schäfer verfasst hat und der in dieser Woche als Band 229 unserer Serie PERRY RHODAN NEO erscheinen wird. Der Autor führt in seinem Werk die laufende Staffel »Arkon erwacht« zu einem – wie ich finde – packenden Höhepunkt und Abschluss.

Im Rahmen des Romans wird auch die kosmische Ebene der Serie weiter ausgebaut. Für die Leserinnen und Leser werden weitere Zusammenhänge klar, die sich bisher nur angedeutet haben. Übrigens passt das Titelbild sehr gut zum Roman – Dirk Schulz hat dabei eine Szene auf seine eigene Weise interpretiert.

23 Juni 2020

Planungen für 2021

Langsam konkretisieren sich die ersten Planungen für das Jahr 2021. Ob und wie diese umzusetzen sind, können wir in der PERRY RHODAN-Redaktion leider nicht immer sagen. Man kann als Redaktion viel planen, aber manchmal entscheiden Geschäftsführung oder Vertriebsleitung einfach anders.

Aber wir machen uns Gedanken, wir kommunizieren mit Autorinnen und Autoren. Unter anderem sprechen wir immer wieder über eine neue Miniserie. Derzeit läuft noch die zweite Staffel der »Mission SOL«. Was nächstes Jahr im Frühjahr starten wird, muss man sehen.

Es mangelt auf jeden Fall nicht an Ideen … Sobald es konkreter wird, informiere ich selbstverständlich. Noch sind wir in einem sehr frühen Stadium.

22 Juni 2020

Der rote Faden eines Zyklus

Derzeit diskutieren einige Leser in unserem Forum darüber, ob es einen »roten Faden« im laufenden Zyklus der PERRY RHODAN-Serie gebe oder ob es sich um eine Ansammlung von einzelnen Geschichten handle. Ich mache mir darüber natürlich meine Gedanken und überlege mir, wie die Leser auf diese Idee kommen könnten.

Für mich ist der »rote Faden« schließlich ganz eindeutig: Die Erde ist seit Jahrhunderten verschwunden, und es ranken sich Mythen um die Heimat der Menschheit. Perry Rhodan und seine Gefährten gehen allerlei Hinweisen nach, wo die Erde abgeblieben ist, und versuchen sie zu finden.

Das ist im Wesentlichen die Handlung des laufenden »Mythos«-Zyklus. Das kommt mir nicht kompliziert vor, sondern in sich schlüssig und logisch. Und wie es Menschen im wirklichen Leben geht, so können unsere Helden auch nicht einfach ein Problem erkennen und sofort lösen. Sie müssen Hinweise sammeln, sie müssen Dinge probieren, sie erledigen gelegentlich Fehlschläge. Deshalb ist der Weg zum Ziel mit Hindernissen gepflastert. Wie im wirklichen Leben auch …

Vielleicht wird das im laufenden Zyklus nicht immer klar. Vielleicht kommt daher das Gefühl mancher Leser, den »roten Faden« zu vermissen. Und da müssen wir beim nächsten Zyklus eben gucken, dass wir's besser hinbekommen.

19 Juni 2020

Xirashos Tiefen

Der Titel des Romans ist untypisch, und das Motiv ist es auch. Der kommende Roman von Michelle Stern trägt den Titel »Xirashos Tiefen« und zeigt – so viel kann ich wohl verraten – Jasmyna da Ariga. Das Porträt, das Dominic Beyeler von dieser Arkonidin angefertigt hat, ist sehr gelungen, finde ich, und sollte auf den Inhalt neugierig machen.

Im Roman selbst geht es nicht so ruhig zu wie auf dem Titelbild. Atlan und seine Begleiter haben es mit gemeinen Gegnern zu tun, es gibt heftige Kämpfe.

Und am Ende sollten sich die Leser schon die eine oder andere Frage stellen. Ich bin gespannt darauf, wie der Roman ankommen wird, wenn er ab nächsten Freitag im Handel erhältlich ist.

18 Juni 2020

Auf dem Podium in Köln

Es war ein schöner ColoniaCon in Köln: Im Sommer 1993 trafen sich Science-Fiction-Fans, Autoren, Übersetzer und Redakteure zum wiederholten Mal im Jugendpark, unweit des Rheinufers gelegen. Es herrschten sommerliche Temperaturen, die Stimmung war gut.

Als Conferencier führte vor allem Manfred Müller durch die Veranstaltung. Unter anderem stellte er ein Sofa auf die Bühne, zu dem er immer wieder Gäste lud, die er dann interviewte. Das war nicht immer einfach für die Beteiligten, vor allem, wenn sie kritischen Fragen ausgesetzt wurden.

Das Bild hier zeigt es sehr gut: Es zeigt mich zwischen zwei Autoren, die ich beide seit den frühen 80er-Jahren kannte. Links im Bild ist Achim Mehnert zu sehen, der zu dieser Zeit seine ersten Veröffentlichungen erlebte und der leider schon verstorben ist. Rechts im Bild sieht man Hermann Ritter, der offenbar einen längeren Monolog hält. Und dahinter sieht man die wunderbare Dekoration: große Cartoon-Strichmännchen von Matthias Langer.

Achim Mehnert und ich hatten in den 80er-Jahren Fanzines veröffentlicht. 1992 wurde ich PERRY RHODAN-Redakteur, er schrieb später für unsere ATLAN-Serien oder für PERRY RHODAN-Extra. Hermann Ritter und ich haben gemeinsam Cons veranstaltet und Fanzines veröffentlicht; zuletzt veröffentlichte er einen Roman im Rahmen von PERRY RHODAM-Mission SOL 2.

17 Juni 2020

Das Gelbe Universum

Wohl selten hat die vorherrschende Farbe eines Titelbilds so gut zum Titel gepasst: Der kommende Roman unserer aktuellen Miniserie trägt den Titel »Das Gelbe Universum«. Für das Werk von Ben Calvin Hary wählte Arndt Drechsler ein Motiv, das inhaltlich wie optisch sehr stimmig ist – so etwas gefällt mir stets.

Der Roman spielt teilweise wirklich in einem anderen Universum; wie Menschen dorthin kommen und was sie dort erleben, erzähle ich an dieser Stelle nicht. Der Inhalt bringt einige ungewöhnliche Tricks und Wendungen, die ich bei der Lektüre des Manuskriptes sehr unterhaltsam fand. Streckenweise leistet sich der Autor mit seinen Figuren – und damit auch den Leserinnen und Lesern – ein spannendes Verwirrspiel mit allerlei Hindernissen … schön!

16 Juni 2020

30 Zivilisationen oder ein wenig mehr

Aktuell geht eine Meldung durch die Medien; das Thema scheint viele Journalisten zu beschäftigen. Wieder einmal wurde wurde von Wissenschaftlern »berechnet«, wie viele außerirdische Zivilisationen es in der Milchstraße geben könnte. Dass eine solche Berechnung ausschließlich auf Annahmen beruht und nicht auf ernsthafte Tatsachen aufbaut, ist dabei fast schon zweitrangig.

Darum soll es mir an dieser Stelle gar nicht gehen. Die Wahrheit ist wohl, dass das Universum ein sehr kalter und auch sehr toter Ort ist. Wenn es Leben gibt, sind die Entfernungen für einen Kontakt – nach aktuellem Stand unseres Wissens – einfach zu weit.

Die PERRY RHODAN-Serie empfinde ich da als tröstlich. In unserer Serie ist das Universum zwar auch lebensfeindlich und gefährlich, aber es wimmelt geradezu von bewohnten oder bewohnbaren Welten. Viele Planeten haben eine Sauerstoffatmosphäre, und viele bieten Bedingungen, die für Menschen erträglich sind. (In der Serie wird das mithilfe der Sporenschiffe recht gut begründet. Trotzdem …)

Ein Universum voller Lebewesen aller Art, die miteinander in einem positiven Kontakt stehen: Das ist eine Vision, die mir besser gefällt als die Vorstellung, es gäbe vielleicht – nach irgendwelchen Rechnereien – dreißig Zivilisationen in der Galaxis. PERRY RHODAN ist eben nicht nur eine Unterhaltungsserie, sondern auch die Vision einer faszinierenden Zukunft, die mehr für die Menschen bereit hält, als es die Wirklichkeit wohl tut …

15 Juni 2020

Die träumerisch-phantastische Seite der Science Fiction

Logbuch der Redaktion (vom 13. Juni 2020)

»Ich habe geträumt«, erzählte mir Walter Ernsting, als ich einmal mit ihm sprach. »Ich habe davon geträumt, zum Mond und zu den Sternen zu fliegen.« Das habe ihm geholfen, als er in russischer Gefangenschaft so schwer erkrankt war. Diese träumerische Seite, dieser phantastische Einschlag – das gehört von Anfang an zum Wesenskern der PERRY RHODAN-Serie und hat dazu beigetragen, dass sie so ein Erfolg wurde.

Selbstverständlich ist die Serie nicht ohne die Vorarbeiten von Karl-Herbert Scheer denkbar. Der Autor entwickelte die Technik, von ihm stammen die Grundlagen für die Raumschiffe und auch für die Völker. Scheer war derjenige, der die Exposés strukturierte und damit schon 1961 dafür sorgte, dass die Serie auf ein Fundament gestellt wurde, auf das andere Autoren bauen konnten. Ohne Scheers Struktur und ohne seine Ingenieursgedanken wäre die Serie nicht über die ersten zwanzig Romane hinaus gekommen.

Ich bin mir aber in einem sicher: Scheer allein hätte die Serie auch nicht so weit entwickelt. Bekannt ist, dass sich die beiden Gründungsautoren nicht nur im Vorfeld von »Unternehmen Stardust« mehrfach trafen, sondern später ebenfalls oft zusammensaßen. Gemeinsam entwickelten die beiden ihre Ideen, und manchmal war hinterher nicht mehr nachvollziehbar, wer jetzt welche Idee hatte.

Scheer war der Autor, der die Ideen in Exposés goss. Wenn er später von sich sagte, er habe alles erfunden, auch Gucky, war das sicher nicht gelogen. Nur war er eben nicht allein – es gab vor allem in den ersten Jahren immer einen Kopiloten bei der langen Reise der Science-Fiction-Serie in ihre damals noch völlig offene Zukunft.

Dieser Kopilot war Walter Ernsting, der heute hundert Jahre alt geworden wäre. Als Clark Darlton war er für die träumerisch-phantastische Seite der PERRY RHODAN-Serie zuständig.

Es lässt sich in gewisser Weise nachspüren, wo die Clark-Darlton-Ideen »gelandet« sind. Die Figur des Mausbibers Gucky ist für mich eindeutig. Sicher haben die beiden Gründungsautoren gemeinsam die Grundlagen für Gucky gelegt. Doch die Ausarbeitung, die übernahm Clark Darlton.

Er entwickelte in seinen Romanen – nicht durch Exposés! – einen Außerirdischen mit unglaublichen Fähigkeiten. Gucky ist ein echter Riese mit seinen Geistesgaben, der durch seine kleine Gestalt eher harmlos wirkt. Von Darlton stammen die frechen Sprüche, die Sucht nach Mohrrüben und die große Trauer im Leben des einzigen Ilts. Anhand von Gucky karikierte Darlton im Verlauf der Jahre immer wieder aktuelle Themen: So veröffentlicht der Mausbiber angeblich Romane – und damit schrieb Darlton eine Satire auf die Arbeit von Schriftstellern – oder neigt zu fürchterlicher Selbstüberschätzung.

Über Gucky könnte man ganze Bücher schreiben. Die Figur ist noch lange nicht »auserzählt«, und das liegt sicher daran, dass Darlton sie so gut und so interessant angelegt hat.

Doch Gucky ist nicht die einzige Figur, die Darlton so prägte: Harno, die geheimnisvolle Energiekugel, zählt ebenso dazu wie Ernst Ellert, der Teletemporarier. Bei ihnen handelt es sich um Wesen, die den Grenzen von Raum und Zeit entrinnen, die durch die Unendlichkeit reisen, die unglaubliche Fähigkeiten haben und doch von einer großen Tragik umgeben sind.

Das ist nicht alles. In der Jagd nach der Unsterblichkeit, in der Superintelligenz ES, in den geheimnisvollen Barkoniden oder dem mysteriösen Raumschiff der Ahnen – in all diesen Handlungsabschnitten geht es nicht um die technisch-wissenschaftliche Utopie, wie sie Scheer verkörperte, sondern um die phantastische Seite der Science Fiction, die eindeutig von Clark Darlton kam.

Ohne die Exposés und die Technik gäbe es PERRY RHODAN nicht mehr; dafür muss man dem Ideenreichtum Scheers immer dankbar sein. Aber ohne die Träume und Phantasien eines Clark Darlton wäre sie ebenfalls nicht so weit gekommen.

Deshalb verneigen wir uns am heutigen Tag vor den Träumen des Clark Darlton …

14 Juni 2020

Auf nach Sagittarius!

Die neue Handlungsstaffel bei PERRY RHODAN NEO beschäftigt mich an diesem Sonntag ein wenig ausführlicher, als ich vorher gedacht habe. Aber irgendwann müssen die dringend benötigten Texte für die Internet-Seite ja geschrieben und aufpoliert werden. Immerin sind es nur noch wenige Wochen, bis der Band 230 unserer Serie in den Handel kommt.

Wir beginnen mit diesem Band die »Sagittarius«-Staffel. Gemeint ist unter anderem, dass die Handlung der Serie im Zentrum der Milchstraße spielen wird. Dort gibt es eine – auch im Realen existierende – Region, die als Sagittarius A bezeichnet wird.

Um ein großes Problem für die gesamte Galaxis zu lösen, muss Perry Rhodan dorthin. Und darüber schreiben die Autorinnen und Autoren derzeit ihre Romane für unsere Serie, mit denen ich mich dann beschäftige ...

13 Juni 2020

Walter Ernsting und der BiggerCon

Dass Walter Ernsting im Jahr 1955 den Science Fiction Club Deutschland ins Leben rief, dürfte allgemein bekannt sein. Heute würde Walter Ernsting alias Clark Darlton ja seinen hundertsten Geburtstag feiern – da möchte ich doch kurz auch auf seine fannische Laufbahn verweisen.

Nachdem es in der Mitte der fünfziger erste Fan-Treffen privater und auch größerer Natur gegeben hatte, rief Ernsting mit dem SFCD zusammen zum »ersten Con«. Dieser fand vom 14. bis 16. September 1957 in Bad Homburg bei Frankfurt statt; die Örtlichkeit war das Gewerkschaftshaus. Für damalige Verhältnisse griff man finanziell bei der Werbung ganz schön zu: Als Prospekt gab es ein sauber mit Offsetdruck erstelltes Miniatur-Fanzine, das auf vier Seiten ausführlich informierte.

Im Programm fand sich unter anderem ein Vortrag von Walter Ernsting oder ein Vortrag von Jesco Baron von Puttkamer, der später in den USA zu einem der NASA-Chefs werden sollte. Ebenso präsentierte der Erich Pabel Verlag aus Rastatt »Die utopische Literatur in Deutschland«.

12 Juni 2020

Das Elysische Fragment

Eine unerwartete Begegnung im Arkonsystem: Das ist der Kern des PERRY RHODAN NEO-Romans, der heute in den Handel kommt. Rainer Schorm, einer der zwei Exposéautoren, der Serie, schrieb »Das Elysische Fragment«, in dem unter anderem Perry Rhodan eine der wichtigen Hauptfiguren ist. Der Terraner muss im Arkonsystem, wo sich die Entwicklung zuspitzt, eine Reise antreten, an deren Ende eine große Überraschung auf ihn wartet.

Das titelgebende Fragment – Dirk Schulz zeigt auf dem Titelbild eine Ansicht der näheren Umgebung –  ist ein Bruchstück der Elysischen Welt. Diese hat bekanntlich die Sonne Arkon umkreist und ist bei einem Angriff zerstört worden. Bei dieser Zerstörung sind aber nicht alle Geheimnisse des Planeten verschwunden ...

10 Juni 2020

Prinzessin in Not

Ich bin mir sicher, dass sich manche Leser gewundert haben, als sie den Titel »Prinzessin in Not« gelesen haben. Darin unterscheiden sich Leser nicht von den Kollegen innerhalb der Redaktion; den Titel haben wir durchaus kontrovers diskutiert.

Aber letztlich haben wir ihn so genommen, wie ihn Verena Themsen, die Autorin, uns vorgeschlagen hat. (Es ist, wenn man so möchte, eine literarische Anspielung auf den Roman »Kristallprinz in Not«, den Hans Kneifel verfasst hat.)

Mit Jasmyne da Ariga spielt auf jeden Fall eine Arkonidin eine wichtige Rolle in diesem Roman, die man auf jeden Fall als Prinzessin bezeichnen kann. Wie frei sie über ihre Rolle entscheiden kann und wer alles ein Interesse daran hat, sie durch die Milchstraße zu »schubsen«, das erfahren die Leser in diesem Roman.

Interessant fand ich bei der Lektüre des Manuskriptes übrigens auch, wie die Autorin mit dem Oxtorner Monkey umzugehen weiß. Schöne Entwicklung!

09 Juni 2020

Drei hoch Psi

Eine ungewöhnliche Science-Fiction-Idee bildet die Grundlage des kommenden Romans, den Dietmar Schmidt verfasst hat: »Drei hoch Psi« greift eine logische Überlegung des PERRY RHODAN-Kosmos auf und erzählt sie konsequent weiter. Wenn Psi-Gaben wirklich potenzierbar sind – wie in der Serie von Anfang an immer wieder erzählt worden ist –, wie weit kann es dann mit ihnen gehen?

Es ist der siebte Band der laufenden Miniserie PERRY RHODAN-Mission SOL, eine wichtige Hauptfigur ist Perry Rhodan selbst. Eine wesentliche, wenngleich nicht unbedingt positive Rolle spielt übrigens Eroin Blitzer, der geheimnisvolle Androide, der im Auftrag der Kosmokraten handelt (oder das zumindest behauptet; nachprüfen kann es ja keiner).

Mir hat die verblüffende Idee gut gefallen. Der Autor hat sie vor allem konsequent in Szene gesetzt. Schön!

08 Juni 2020

Ein Preis zum Geburtstag

Heute könnte Perry Rhodan seinen Geburtstag feiern. Bekanntlich ist die Hauptfigur unserer Science-Fiction-Serie am 8. Juni 1936 in Manchester in den USA geboren worden. Dort wuchs Rhodan auf, dort ging er zur Schule, dort sammelte er prägende Erfahrungen.

Das alles wissen wir deshalb so genau, weil Andreas Eschbach einen hervorragenden Roman darüber geschrieben hat. »Perry Rhodan – das größte Abenteuer« wurde im Februar 2019 bei Fischer TOR veröffentlicht und kam bei den Leserinnen und Lesern sehr gut an. Der Roman beschreibt Rhodans Jugend und zeigt – ganz nebenbei –, wie sich die Welt in den Jahren von 1936 bis 1971 verändert hat.

Umso besser finde ich, dass ich heute davon erfahren habe, dass dieser Roman den Kurd-Laßwitz-Preis gewonnen hat. Dieser Preis wird von den »Science-Fiction-Schaffenden« im deutschsprachigen Raum verliehen. Ich habe an der Abstimmung übrigens auch teilgenommen, und ich habe ebenfalls für diesen Roman gestimmt.

Aber so können wir heute zwei Ereignisse gleichzeitig feiern: Perry Rhodans Geburtstag und dann auch gleich noch den Kurd-Laßwitz-Preis. Das freut mich!

05 Juni 2020

Die Seele des Schulterreiters

Ein ungewöhnlicher Gegner für einen Oxtorner: In dem Roman, der heute offiziell in den Handel kommt, spielt Monkey, der Lordadmiral der USO, die wichtigste Rolle. Sei Gegner ist ein Wesen, das gelegentlich als ein »Schulterreiter« bezeichnet wird – daher auch der ungewöhnlich klingende Titel für den Band.

Uwe Anton verfasste »Die Seele des Schulterreiters«; in diesem Roman tragen neben Monkey auch Zemina Paath sowie diverse USO-Mitstreiter wesentlich zur Handlung bei. Mir hat die seltsame Konstallation der Saphir-Heptagone gut gefallen, über die ich gern mehr erfahren hätte. Vielleicht geschieht dies zu einem anderen Zeitpunkt; schauen wir mal ...