Immer wieder gibt es »neue« Fan-Kritiker, die über die PERRY RHODAN-Serie berichten – von einer arroganten Warte aus, die einen sprachlos und kopfschüttelnd die Artikel lesen lässt. Aktuelles Beispiel: Alex van Dijk, der garantiert nicht so heißt und jetzt seinen Einstand in der Ausgabe 242 der »Andromeda Nachrichten« gibt. Das ist im übrigen das Club-Fanzine des Science-Fiction-Clubs Deutschland e.V.
Wie wichtig sich der Kritiker nimmt, sieht man an diesem Satz: »Beim nächsten Con brauche ich Personenschutz.« Niemand wird sein Geschreibsel so wichtig nehmen, dass man sich länger daran erinnert, und selbstverständlich wird ihm niemand ein körperliches Leid zufügen wollen. Sich gleich in eine Märtyter-Rolle zu begeben, ist angesichts der Harmlosigkeit des Ganzen absolut peinlich.
So peinlich wie die Texte. Wer sich buchstäblich seitenlang darüber aufregt, dass in PERRY RHODAN NEO allerlei Mutanten eine Rolle spielen, ist ebenso zu bewerten, wie jene Menschen, die keine Romane lesen, weil das ja »sowieso alles nur erfundenes Zeugs« sei.
Vielleicht sollte man dem Herrn Kritiker mal erklären, dass alle Romane voller Dinge stecken, die es in der Wirklichkeit nicht gibt. Vielleicht erklärt ihm auch mal jemand, dass es womöglich auch keinen Hyperraum gibt. Vielleicht versteht er dann, dass Mutanten ebenfalls erfunden worden sind – sowohl Autoren wie auch Leser wissen das.
Aber wahrscheinlich werte ich ihn nur auf, in dem ich über ihn schreibe. Damit wäre ich genauso peinlich wie seine Texte. Sucht's euch aus ...
21 Juli 2013
20 Juli 2013
Herr Gernsbacher und ich
Um es vorwegzunehmen: Eine offizielle Meldung für unsere Internet-Seite folgt noch, ebenso ein ausführliches Logbuch der Redaktion. Aber heute möchte ich zumindest kurz erwähnen, dass ich den gestrigen Abend im »Museum für Neue Kunst« in Karlsruhe verbracht habe, das zum ZKM gehört, dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie; bei strahlend schönem Sonnenschein war das vielleicht nicht die beste Option, aber egal.
Anzugucken gab es »Die Gernsback-Prophezeiung«, eine Ausstellung über den Mann, der den Begriff Science Fiction popularisierte. Wenngleich die Ausstellung nicht gerade riesig ist, dürfte sie für jeden Science-Fiction-Fan echt interessant sein: Die Verknüpfung von Technik-Begeisterung und Zukunfts-Phantasien wird in der Person Hugo Gernsbacks sehr schön dargelegt.
Für mich besonders nett: Der Mann hieß ursprünglich Hugo Gernsbacher. Zwar wurde er in Luxemburg geboren, aber seine Familie stammte aus der Region. Mutmaßlich aus der Kleinstadt Gernsbach, die zwischen Rastatt – da ist der Verlagssitz für PERRY RHODAN – und Freudenstadt, wo ich geboren bin, liegt ... solche Beziehungen finde ich nett.
Anzugucken gab es »Die Gernsback-Prophezeiung«, eine Ausstellung über den Mann, der den Begriff Science Fiction popularisierte. Wenngleich die Ausstellung nicht gerade riesig ist, dürfte sie für jeden Science-Fiction-Fan echt interessant sein: Die Verknüpfung von Technik-Begeisterung und Zukunfts-Phantasien wird in der Person Hugo Gernsbacks sehr schön dargelegt.
Für mich besonders nett: Der Mann hieß ursprünglich Hugo Gernsbacher. Zwar wurde er in Luxemburg geboren, aber seine Familie stammte aus der Region. Mutmaßlich aus der Kleinstadt Gernsbach, die zwischen Rastatt – da ist der Verlagssitz für PERRY RHODAN – und Freudenstadt, wo ich geboren bin, liegt ... solche Beziehungen finde ich nett.
19 Juli 2013
Robert informiert über den Schattenspiegel
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
Im Februar 2002 verschickte Robert Feldhoff ein umfangreiches Schreiben an die Autoren, die an dem geplanten PERRY RHODAN-Zyklus mitwirken sollten, den wir für Heyne konzipierten. Vor allem ging es um die Arbeitsweise, auf die wir die Kollegen einschwören mussten. »Die müssen im Voraus kapieren, dass wir völlig anders arbeiten müssen«, sagte er mir im Vorfeld. »Sonst gehen wir im Terminchaos unter.«
Seine Argumentation: »Der Inhalt des sechsbändigen Zyklus entspricht dem eines ›durchschnittlichen‹« PERRY RHODAN-Hunderterzyklus. Dies bedeutet, wir haben viel weniger Platz, viel weniger Regelung, aber dieselben inhaltlichen Probleme, für deren Lösung sonst hundert Bände bleiben.«
Für ihn als Exposéautor sei es »logischerweise unmöglich, auch nur annähernd denselben Aufwand in die Exposés zu investieren wie in hundert Bände Heftexposés«. Sowohl aus terminlichen wie auch aus honorartechnischen Gründen seien »die Grenzen enger gesteckt«. Alle Autoren sollten sich deshalb von dem Gedanken verabschieden, »wasserdichte Exposés« zu erhalten. Dafür seien weder die Zeit noch der Aufwand, der investiert werden kann, in irgendeiner Weise vorhanden.
Inhaltliche Schwächen bei den Exposés müsste der Autor ausgleichen; gleichzeitig benötige er innerhalb »seines« Themas möglichst weitreichende Freiheiten. Seine Exposés, so Robert Feldhoff, skizzierten zwar auch einen fertigen Roman. Der »erzählerischen Balance« widme er allerdings so gut wie keinen Platz – das sei Aufgabe des Autors. Letztlich musste ein Autor einen anderen Spannungsbogen erzielen; die Taschenbücher hatten etwa den dreifachen Umfang eines Heftromans, und das bedingte eine ganz andere Art der Erzählung.
Zudem mussten wir auf einen Wunsch des Heyne-Verlags eingehen. Da die Taschenbücher letztlich einzeln in den Buchhandlungen stehen würden, mussten sie auch stärker als »abgeschlossen« gelten. Wir mussten also einerseits eine komplexe Serie schaffen, diese aber andererseits so »herunterbrechen«, dass sie in sechs kleinen Einheiten jeweils selbständig funktionierte.
Robert Feldhoff dazu: »Die im Heftbereich übliche enge Verzahnung aller Romane ist in der Heyne-Edition weder möglich noch erwünscht.« Und: »Anders als für den Heftroman wurde auf Verknüpfungen zwischen den Bänden ein geringeres Gewicht gelegt. Jegliche zusätzliche Verknüpfung der Handlung bedingt für den Einzelautor eine geringere Freiheit und dickere Exposés.«
Das hieß beispielsweise, dass sich eben nicht jedes Handlungselement über mehrere Romane hinweg entwickeln ließ. »Figuren, die der einzelne Autor entwickelt oder die das Exposé ihm zur Verfügung stellt, sind nicht verbindlich Inventar der Folgebände.« Es sei unsinnig, wenn jeder Autor »einen Rattenschwanz an Inventar« mit sich schleppen müsse – jeder solle seine eigenen Schwerpunkte bilden.
Robert ermunterte die Kollegen dazu, Figuren in Eigenregie zu entwickeln. Aber sie sollten »notwendigerweise mit dem Ende des eigenen Romans aus der Handlung heraus sein«, damit es die Folgebände nicht belasten würde. Die Charaktere, die in allen sechs Romanen auftauchen sollten, wurden von Robert in den Exposés angelegt, für sie gab es umfangreiche Datenblätter – und spätestens hier wurde durch die ausgedehnte Einzeldiskussion der Autoren vieles verändert.
»Verzahnungen«, die weder im Exposé noch in den Datenblättern standen, entwickelten die Autoren gemeinsam in den vielen Mails, die sie über die Mailing-Gruppe austauschten. Einzelne Figuren bekamen mehr Tiefe, einige Konflikte wurden in den meisten Taschenbüchern behandelt.
Das widersprach nur vordergründig dem Arbeitspapier von Robert Feldhoff: Der Exposéautor stellte eine »Regel« auf, die von den Autoren gebrochen werden musste – aber eben das war auch im Voraus völlig klar.
Ihm war bewusst, dass ein »Exposé maximal Anregungen« geben könnte. Die Autoren sollten sich weitere Elemente selbst ausdenken: »Es ist insbesondere notwendig, emotionale Geschichten mit befriedigendem Abschluss und befriedigender Dramaturgie in jedem Band hinzuzuerfinden, z.B. Liebesgeschichte mit Happy-End, ohne oder mit Opfertod, Mord aus Eifersucht, unter Menschen oder Nichtmenschen ...«
Worauf der Exposéautor ebenfalls hinwies: Die Autoren sollten nicht mit zu viel Hintergrundwissen arbeiten. Zielgruppe der Taschenbücher seien nicht die PERRY RHODAN-Experten, sondern vielmehr Science-Fiction-Fans im weitesten Sinne. Deshalb sollten die zahllosen Geheimnisse der Galaxis Andromeda nicht im Verlauf dieser Taschenbuchserie aufgeklärt werden.
Robert Feldhoff argumentierte klar: »Jeder Autor sollte bedenken, wenn er zu sehr auf PERRY-Insiderwissen setzt, kostet er den Autor des Nachfolgebandes Leser.« Allerdings war ihm auch bewusst, dass er keine feste Regel aufstellte: »Die letzte Entscheidung über seinen Inhalt trifft der Autor, nicht dieses Konzept!«
Klammheimlich hatten wir ja einen klaren Plan, den wir den Kollegen bei Heyne nicht erzählt hatten: Mit den »Schattenspiegel«-Romanen zielten wir auf Leser, die Spannungsliteratur im Allgemeinen und Science Fiction im Besonderen liebten, bisher von PERRY RHODAN aber aus unterschiedlichen Gründen die Finger gelassen hatten; ebenso hatten wir jene Leser im Visier, die früher PERRY RHODAN gelesen hatten, das aber seit vielen Jahren nicht mehr taten.
Deshalb sollten sich die ersten Bände des Zyklus vor allem an neue Leser wenden. Im Verlauf des Zyklus sollten diese Leser aber so weit in das Perryversum hineinschauen, dass sie idealerweise dann anschließend auch Heftromane kaufen würden.
Ob das funktionieren würde? Wir wussten es nicht. Aber im Februar 2002 gab sich Robert Feldhoff alle Mühe, dieses Ziel mit seinem Rundschreiben stärker anzustreben.
Im Februar 2002 verschickte Robert Feldhoff ein umfangreiches Schreiben an die Autoren, die an dem geplanten PERRY RHODAN-Zyklus mitwirken sollten, den wir für Heyne konzipierten. Vor allem ging es um die Arbeitsweise, auf die wir die Kollegen einschwören mussten. »Die müssen im Voraus kapieren, dass wir völlig anders arbeiten müssen«, sagte er mir im Vorfeld. »Sonst gehen wir im Terminchaos unter.«
Seine Argumentation: »Der Inhalt des sechsbändigen Zyklus entspricht dem eines ›durchschnittlichen‹« PERRY RHODAN-Hunderterzyklus. Dies bedeutet, wir haben viel weniger Platz, viel weniger Regelung, aber dieselben inhaltlichen Probleme, für deren Lösung sonst hundert Bände bleiben.«
Für ihn als Exposéautor sei es »logischerweise unmöglich, auch nur annähernd denselben Aufwand in die Exposés zu investieren wie in hundert Bände Heftexposés«. Sowohl aus terminlichen wie auch aus honorartechnischen Gründen seien »die Grenzen enger gesteckt«. Alle Autoren sollten sich deshalb von dem Gedanken verabschieden, »wasserdichte Exposés« zu erhalten. Dafür seien weder die Zeit noch der Aufwand, der investiert werden kann, in irgendeiner Weise vorhanden.
Inhaltliche Schwächen bei den Exposés müsste der Autor ausgleichen; gleichzeitig benötige er innerhalb »seines« Themas möglichst weitreichende Freiheiten. Seine Exposés, so Robert Feldhoff, skizzierten zwar auch einen fertigen Roman. Der »erzählerischen Balance« widme er allerdings so gut wie keinen Platz – das sei Aufgabe des Autors. Letztlich musste ein Autor einen anderen Spannungsbogen erzielen; die Taschenbücher hatten etwa den dreifachen Umfang eines Heftromans, und das bedingte eine ganz andere Art der Erzählung.
Zudem mussten wir auf einen Wunsch des Heyne-Verlags eingehen. Da die Taschenbücher letztlich einzeln in den Buchhandlungen stehen würden, mussten sie auch stärker als »abgeschlossen« gelten. Wir mussten also einerseits eine komplexe Serie schaffen, diese aber andererseits so »herunterbrechen«, dass sie in sechs kleinen Einheiten jeweils selbständig funktionierte.
Robert Feldhoff dazu: »Die im Heftbereich übliche enge Verzahnung aller Romane ist in der Heyne-Edition weder möglich noch erwünscht.« Und: »Anders als für den Heftroman wurde auf Verknüpfungen zwischen den Bänden ein geringeres Gewicht gelegt. Jegliche zusätzliche Verknüpfung der Handlung bedingt für den Einzelautor eine geringere Freiheit und dickere Exposés.«
Das hieß beispielsweise, dass sich eben nicht jedes Handlungselement über mehrere Romane hinweg entwickeln ließ. »Figuren, die der einzelne Autor entwickelt oder die das Exposé ihm zur Verfügung stellt, sind nicht verbindlich Inventar der Folgebände.« Es sei unsinnig, wenn jeder Autor »einen Rattenschwanz an Inventar« mit sich schleppen müsse – jeder solle seine eigenen Schwerpunkte bilden.
Robert ermunterte die Kollegen dazu, Figuren in Eigenregie zu entwickeln. Aber sie sollten »notwendigerweise mit dem Ende des eigenen Romans aus der Handlung heraus sein«, damit es die Folgebände nicht belasten würde. Die Charaktere, die in allen sechs Romanen auftauchen sollten, wurden von Robert in den Exposés angelegt, für sie gab es umfangreiche Datenblätter – und spätestens hier wurde durch die ausgedehnte Einzeldiskussion der Autoren vieles verändert.
»Verzahnungen«, die weder im Exposé noch in den Datenblättern standen, entwickelten die Autoren gemeinsam in den vielen Mails, die sie über die Mailing-Gruppe austauschten. Einzelne Figuren bekamen mehr Tiefe, einige Konflikte wurden in den meisten Taschenbüchern behandelt.
Das widersprach nur vordergründig dem Arbeitspapier von Robert Feldhoff: Der Exposéautor stellte eine »Regel« auf, die von den Autoren gebrochen werden musste – aber eben das war auch im Voraus völlig klar.
Ihm war bewusst, dass ein »Exposé maximal Anregungen« geben könnte. Die Autoren sollten sich weitere Elemente selbst ausdenken: »Es ist insbesondere notwendig, emotionale Geschichten mit befriedigendem Abschluss und befriedigender Dramaturgie in jedem Band hinzuzuerfinden, z.B. Liebesgeschichte mit Happy-End, ohne oder mit Opfertod, Mord aus Eifersucht, unter Menschen oder Nichtmenschen ...«
Worauf der Exposéautor ebenfalls hinwies: Die Autoren sollten nicht mit zu viel Hintergrundwissen arbeiten. Zielgruppe der Taschenbücher seien nicht die PERRY RHODAN-Experten, sondern vielmehr Science-Fiction-Fans im weitesten Sinne. Deshalb sollten die zahllosen Geheimnisse der Galaxis Andromeda nicht im Verlauf dieser Taschenbuchserie aufgeklärt werden.
Robert Feldhoff argumentierte klar: »Jeder Autor sollte bedenken, wenn er zu sehr auf PERRY-Insiderwissen setzt, kostet er den Autor des Nachfolgebandes Leser.« Allerdings war ihm auch bewusst, dass er keine feste Regel aufstellte: »Die letzte Entscheidung über seinen Inhalt trifft der Autor, nicht dieses Konzept!«
Klammheimlich hatten wir ja einen klaren Plan, den wir den Kollegen bei Heyne nicht erzählt hatten: Mit den »Schattenspiegel«-Romanen zielten wir auf Leser, die Spannungsliteratur im Allgemeinen und Science Fiction im Besonderen liebten, bisher von PERRY RHODAN aber aus unterschiedlichen Gründen die Finger gelassen hatten; ebenso hatten wir jene Leser im Visier, die früher PERRY RHODAN gelesen hatten, das aber seit vielen Jahren nicht mehr taten.
Deshalb sollten sich die ersten Bände des Zyklus vor allem an neue Leser wenden. Im Verlauf des Zyklus sollten diese Leser aber so weit in das Perryversum hineinschauen, dass sie idealerweise dann anschließend auch Heftromane kaufen würden.
Ob das funktionieren würde? Wir wussten es nicht. Aber im Februar 2002 gab sich Robert Feldhoff alle Mühe, dieses Ziel mit seinem Rundschreiben stärker anzustreben.
18 Juli 2013
Das Telefonbuch der Galaxis
Im Verlauf eines PERRY RHODAN-Zyklus werden gewisse Fragen immer wieder gestellt; die Gründe liegen auf der Hand: Es interessiert manche Leser eben, was mit Figuren, Völkern oder Raumschiffen passiert, die sie besonders interessant fanden. Und deshalb kommen eben Fragen wie »Was macht eigentlich Bostich?« oder »Wie verhalten sich gerade die Haluter?« oder auch »Wo steckt denn die SOL?«
Früher wurden die Fragen gerne noch ergänzt durch »Warum fragt Perry nicht einfach die Arcoana um Rat?« oder »Was ist gerade bei den Laren los?« oder auch »Wie geht es der Transmitterstraße nach Estartu?« ... Seit dem Hyperimpedanz-Schock sind diese Fragen ein wenig zurückgegangen, aber ich bin sicher, dass es Leser gibt, die sich darauf Antwort erhoffen würden.
Die Antwort auf alle Fragen ist einfach: Wir können im Rahmen unserer Romanserie nur Ausschnitte unseres »Perryversums« abbilden, aber nie die komplette Welt. Wollten wir einen permanenten Blick auf alle Schauplätze, Figuren und Völker werfen, könnten wir auch gleich das Telefonbuch der Galaxis veröffentlichen.
Wer Romane schreibt, simuliert einen Ausblick auf die Wirklichkeit. Ein Roman, der im Berlin des Jahres 2013 spielt, muss nicht unbedingt die Situation in Nordkorea oder den Dreißigjährigen Krieg berücksichtigen. Nichts anderes tun wir auch. Mit dem einen Unterschied, dass die Wirklichkeit, die von den Autoren geschrieben wird, eben auch nur eine fiktive Wirklichkeit ist.
Das Universum erfinden wir, genauer gesagt, die Autoren erfinden es. Und wir werfen Blicke auf Teile dieses Universums, die wir spannend finden. Dass dabei ganze Völkerschaften ignoriert werden, liegt in der Natur der Sache. Das gibt im übrigen reichlich Raum für eigene Fantasien und Überlegungen ...
Übrigens: Was machen eigentlich gerade die Ekhoniden? Wie hat sich die Situation in Naupaum entwickelt? Und wo ist eigentlich Skill Morgenstern abgeblieben?
Früher wurden die Fragen gerne noch ergänzt durch »Warum fragt Perry nicht einfach die Arcoana um Rat?« oder »Was ist gerade bei den Laren los?« oder auch »Wie geht es der Transmitterstraße nach Estartu?« ... Seit dem Hyperimpedanz-Schock sind diese Fragen ein wenig zurückgegangen, aber ich bin sicher, dass es Leser gibt, die sich darauf Antwort erhoffen würden.
Die Antwort auf alle Fragen ist einfach: Wir können im Rahmen unserer Romanserie nur Ausschnitte unseres »Perryversums« abbilden, aber nie die komplette Welt. Wollten wir einen permanenten Blick auf alle Schauplätze, Figuren und Völker werfen, könnten wir auch gleich das Telefonbuch der Galaxis veröffentlichen.
Wer Romane schreibt, simuliert einen Ausblick auf die Wirklichkeit. Ein Roman, der im Berlin des Jahres 2013 spielt, muss nicht unbedingt die Situation in Nordkorea oder den Dreißigjährigen Krieg berücksichtigen. Nichts anderes tun wir auch. Mit dem einen Unterschied, dass die Wirklichkeit, die von den Autoren geschrieben wird, eben auch nur eine fiktive Wirklichkeit ist.
Das Universum erfinden wir, genauer gesagt, die Autoren erfinden es. Und wir werfen Blicke auf Teile dieses Universums, die wir spannend finden. Dass dabei ganze Völkerschaften ignoriert werden, liegt in der Natur der Sache. Das gibt im übrigen reichlich Raum für eigene Fantasien und Überlegungen ...
Übrigens: Was machen eigentlich gerade die Ekhoniden? Wie hat sich die Situation in Naupaum entwickelt? Und wo ist eigentlich Skill Morgenstern abgeblieben?
17 Juli 2013
Weiterplanung für Andromeda
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
Es gibt die eine oder andere »eiserne Regel«, an die man sich im Geschäftsleben zu halten hat. Dazu gehört, dass man nicht mit einer Arbeit für eine andere Firma beginnt, bevor man nicht einen Vertrag in den Händen hat, den beide Seiten unterzeichnet haben und der alle Rechten und Pflichten eindeutig festlegt.
Dummerweise hatten wir einen solchen Vertrag noch nicht einmal ausgehandelt, als wir mit der Arbeit begannen, eine Taschenbuch-Staffel für den Heyne-Verlag zu entwickeln. Meine Argumentation: »Heyne ist ein seriöses Verlagshaus, und Sascha Mamczak wird sich an seine mündliche Zusage halten.« Meine geheime Überlegung: »Und wenn's völlig schiefgeht, müssen wir die sechs Bücher eben im eigenen Buchverlag veröffentlichen.«
Aber selbstverständlich ging ich davon aus, dass die Zusammenarbeit mit Heyne erfolgreich sein würde. Ähnlich dachte Robert Feldhoff. Während wir an der laufenden PERRY RHODAN-Serie weiter arbeiteten und jede Woche wegen aktueller Romane und Exposés telefonierten, sprachen wir immer wieder über sechs Taschenbücher für Heyne. Welche Autoren sollten wir nehmen, welche Themen auswählen?
Robert griff in den Gesprächen immer wieder die Aussage von Sascha Mamczak auf, dem verantwortlichen Lektor im Heyne-Verlag: »Wenn wir den Kinofilm zur Fernsehserie machen wollen, müssen wir etwas Großes schaffen«, argumentierte er. »Wir können da keine kleinen Brötchen backen.« Er argumentierte vor allem, dass wir ein Terrain für die sechs Taschenbücher wählen sollten, das die Stammleser sehr gut kannten, das aber auch ein Neuleser sofort einzuordnen wüsste. »Wir nehmen Andromeda, da spielt gerade sowieso nicht die aktuelle Erstauflage, und das mögen die Leser.«
Bei den Autoren war eines klar: Der einleitende Roman musste von jemandem geschrieben werden, der die Serie sehr gut kannte und der trotzdem einen »Blick von außen« hatte, ein Autor zudem, den die Heyne-Kollegen auch ihren Vertriebsleuten vermitteln konnten. Schließlich ging es irgendwann ja darum, einem Vertrieb, der ansonsten mit PERRY RHODAN nichts zu tun hatte, klarzumachen, dass er die neuen Taschenbücher in eine Buchhandlung verkaufen sollte.
Wir entschieden uns für Uwe Anton als Autor des ersten Romans: Er kannte PERRY RHODAN perfekt, und den Vertriebsleuten konnten wir ihn als erfahrenen Schriftsteller und Übersetzer empfehlen, der »nicht nur diese Heftromane« schrieb. Den Abschlussband sollte Ernst Vlcek schreiben – schließlich sollte es in diesem Roman um die »kosmische Dimension« des Sechsteilers gehen, und Ernst als ehemaliger Exposéautor war für dieses Thema prädestiniert.
Leo Lukas bot sich deshalb an, weil er den Heyne-Vertriebsleuten bereits durch seinen »Shadowrun«-Roman bekannt geworden war. Bei Frank Böhmert wollten wir bewusst experimentieren, während wir bei Hubert Haensel und Frank Borsch wussten, dass beide Autoren sehr gut schrieben: sowohl für Stamm- als auch für potenzielle Neuleser.
Das beste bei unseren Überlegungen war: Die Autoren hatten genügend Zeit. Wir wollten nämlich alle sechs Taschenbücher im Juni 2002 vorliegen haben, um sie idealerweise gleichzeitig redigieren zu können. Das Ziel war, alle Termine halten zu können. Robert und ich waren sehr optimistisch, dass dies ausnahmsweise klappen würde.
Um die Autoren stärker in die Arbeit einzubinden, ließ ich eine Mailing-Gruppe einrichten. Robert stellte inhaltliche Schwerpunkte vor, die Autoren diskutierten über Ideen und Vorschläge. Figuren wurden gemeinsam entwickelt, und den Figuren wurden teilweise sehr individuelle Elemente verliehen: Ein Maahk beispielsweise sollte ein T-Shirt über seinem Raumanzug tragen, und er sollte ein Musik-Fan sein. Das klang in der Diskussion ein wenig schräg, kam aber gut an.
Ähnliches galt für Liebesbeziehungen zwischen den Haupt- und Nebenfiguren oder dem Verhalten eines Haustieres – des Klonelefanten Norman –, das mit dabei sein sollte.
Wir fingen Ende 2001 mit den vielen Diskussionen an; Hunderte von Mails wurden gewechselt, und zeitweise diskutierten wir vor allem über Details sehr ausführlich. Robert versuchte, das alles irgendwie aufzugreifen und zu berücksichtigen. Dass bei alledem der »normale Betrieb« einer wöchentlichen Heftromanserie weiterlaufen sollte, machte das ganze zeitweise kompliziert.
Immerhin hatten wir bereits einen Arbeitstitel: Die sechs Taschenbücher sollten als »Schattenspiegel-Zyklus« erscheinen, da die unbekannte Superintelligenz einen sogenannten Schattenspiegel zum Schutz ihrer Unternehmungen aufbauen sollte. Ebenso hatten wir einige Titel definiert. Uwe Anton hatte für seinen Roman den Titel »Schatten über Andromeda« vorgeschlagen, den ich gut fand. Die Bände zwei und drei sollten »Der Weltraumbahnhof« und »Der Schwerelose Zug« heißen, was geheimnisvoll klang.
Beim vierten Band wussten wir noch nicht so recht, ob wir den ursprünglichen Vorschlag von Robert Feldhoff, nämlich »Die Retter von Andromeda« oder den Vorschlag von Frank Böhmert nehmen sollten. Frank hatte sich für »Die Sternenhorcher« ausgesprochen. Beim fünften Band war nicht sicher, ob »Die Glücksritter von Tefrod« oder »Der Schattenspiegel« besser waren, während der sechste Band mit »Die Zeitstadt« recht früh definiert war.
Mir war sowieso eines bewusst: Der Heyne-Verlag würde entscheiden, wie die Romane endgültig hießen. Dabei waren die Überlegungen des Heyne-Lektorats um Sascha Mamczak ebenso wichtig wie die Gedanken der Vertriebsleute. Auch wenn in vielen Verlagen eine natürliche Rivalität zwischen Vertrieb und Redaktion herrschte, wusste ich doch sehr gut, dass man ohne die Kollegen in diesem Bereich schlicht kein Buch verkaufte ... und wer Bücher macht, der hat es gern, wenn sie ihre Kunden finden.
Unsere Vorarbeiten gediehen bis zum Beginn des Februar 2002. Dann hatte Robert Feldhoff sein Rundschreiben fertig, mit dem er den offiziellen Startschuss zum gemeinsamen »Schattenspiegel«-Projekt gab.
Es gibt die eine oder andere »eiserne Regel«, an die man sich im Geschäftsleben zu halten hat. Dazu gehört, dass man nicht mit einer Arbeit für eine andere Firma beginnt, bevor man nicht einen Vertrag in den Händen hat, den beide Seiten unterzeichnet haben und der alle Rechten und Pflichten eindeutig festlegt.
Dummerweise hatten wir einen solchen Vertrag noch nicht einmal ausgehandelt, als wir mit der Arbeit begannen, eine Taschenbuch-Staffel für den Heyne-Verlag zu entwickeln. Meine Argumentation: »Heyne ist ein seriöses Verlagshaus, und Sascha Mamczak wird sich an seine mündliche Zusage halten.« Meine geheime Überlegung: »Und wenn's völlig schiefgeht, müssen wir die sechs Bücher eben im eigenen Buchverlag veröffentlichen.«
Aber selbstverständlich ging ich davon aus, dass die Zusammenarbeit mit Heyne erfolgreich sein würde. Ähnlich dachte Robert Feldhoff. Während wir an der laufenden PERRY RHODAN-Serie weiter arbeiteten und jede Woche wegen aktueller Romane und Exposés telefonierten, sprachen wir immer wieder über sechs Taschenbücher für Heyne. Welche Autoren sollten wir nehmen, welche Themen auswählen?
Robert griff in den Gesprächen immer wieder die Aussage von Sascha Mamczak auf, dem verantwortlichen Lektor im Heyne-Verlag: »Wenn wir den Kinofilm zur Fernsehserie machen wollen, müssen wir etwas Großes schaffen«, argumentierte er. »Wir können da keine kleinen Brötchen backen.« Er argumentierte vor allem, dass wir ein Terrain für die sechs Taschenbücher wählen sollten, das die Stammleser sehr gut kannten, das aber auch ein Neuleser sofort einzuordnen wüsste. »Wir nehmen Andromeda, da spielt gerade sowieso nicht die aktuelle Erstauflage, und das mögen die Leser.«
Bei den Autoren war eines klar: Der einleitende Roman musste von jemandem geschrieben werden, der die Serie sehr gut kannte und der trotzdem einen »Blick von außen« hatte, ein Autor zudem, den die Heyne-Kollegen auch ihren Vertriebsleuten vermitteln konnten. Schließlich ging es irgendwann ja darum, einem Vertrieb, der ansonsten mit PERRY RHODAN nichts zu tun hatte, klarzumachen, dass er die neuen Taschenbücher in eine Buchhandlung verkaufen sollte.
Wir entschieden uns für Uwe Anton als Autor des ersten Romans: Er kannte PERRY RHODAN perfekt, und den Vertriebsleuten konnten wir ihn als erfahrenen Schriftsteller und Übersetzer empfehlen, der »nicht nur diese Heftromane« schrieb. Den Abschlussband sollte Ernst Vlcek schreiben – schließlich sollte es in diesem Roman um die »kosmische Dimension« des Sechsteilers gehen, und Ernst als ehemaliger Exposéautor war für dieses Thema prädestiniert.
Leo Lukas bot sich deshalb an, weil er den Heyne-Vertriebsleuten bereits durch seinen »Shadowrun«-Roman bekannt geworden war. Bei Frank Böhmert wollten wir bewusst experimentieren, während wir bei Hubert Haensel und Frank Borsch wussten, dass beide Autoren sehr gut schrieben: sowohl für Stamm- als auch für potenzielle Neuleser.
Das beste bei unseren Überlegungen war: Die Autoren hatten genügend Zeit. Wir wollten nämlich alle sechs Taschenbücher im Juni 2002 vorliegen haben, um sie idealerweise gleichzeitig redigieren zu können. Das Ziel war, alle Termine halten zu können. Robert und ich waren sehr optimistisch, dass dies ausnahmsweise klappen würde.
Um die Autoren stärker in die Arbeit einzubinden, ließ ich eine Mailing-Gruppe einrichten. Robert stellte inhaltliche Schwerpunkte vor, die Autoren diskutierten über Ideen und Vorschläge. Figuren wurden gemeinsam entwickelt, und den Figuren wurden teilweise sehr individuelle Elemente verliehen: Ein Maahk beispielsweise sollte ein T-Shirt über seinem Raumanzug tragen, und er sollte ein Musik-Fan sein. Das klang in der Diskussion ein wenig schräg, kam aber gut an.
Ähnliches galt für Liebesbeziehungen zwischen den Haupt- und Nebenfiguren oder dem Verhalten eines Haustieres – des Klonelefanten Norman –, das mit dabei sein sollte.
Wir fingen Ende 2001 mit den vielen Diskussionen an; Hunderte von Mails wurden gewechselt, und zeitweise diskutierten wir vor allem über Details sehr ausführlich. Robert versuchte, das alles irgendwie aufzugreifen und zu berücksichtigen. Dass bei alledem der »normale Betrieb« einer wöchentlichen Heftromanserie weiterlaufen sollte, machte das ganze zeitweise kompliziert.
Immerhin hatten wir bereits einen Arbeitstitel: Die sechs Taschenbücher sollten als »Schattenspiegel-Zyklus« erscheinen, da die unbekannte Superintelligenz einen sogenannten Schattenspiegel zum Schutz ihrer Unternehmungen aufbauen sollte. Ebenso hatten wir einige Titel definiert. Uwe Anton hatte für seinen Roman den Titel »Schatten über Andromeda« vorgeschlagen, den ich gut fand. Die Bände zwei und drei sollten »Der Weltraumbahnhof« und »Der Schwerelose Zug« heißen, was geheimnisvoll klang.
Beim vierten Band wussten wir noch nicht so recht, ob wir den ursprünglichen Vorschlag von Robert Feldhoff, nämlich »Die Retter von Andromeda« oder den Vorschlag von Frank Böhmert nehmen sollten. Frank hatte sich für »Die Sternenhorcher« ausgesprochen. Beim fünften Band war nicht sicher, ob »Die Glücksritter von Tefrod« oder »Der Schattenspiegel« besser waren, während der sechste Band mit »Die Zeitstadt« recht früh definiert war.
Mir war sowieso eines bewusst: Der Heyne-Verlag würde entscheiden, wie die Romane endgültig hießen. Dabei waren die Überlegungen des Heyne-Lektorats um Sascha Mamczak ebenso wichtig wie die Gedanken der Vertriebsleute. Auch wenn in vielen Verlagen eine natürliche Rivalität zwischen Vertrieb und Redaktion herrschte, wusste ich doch sehr gut, dass man ohne die Kollegen in diesem Bereich schlicht kein Buch verkaufte ... und wer Bücher macht, der hat es gern, wenn sie ihre Kunden finden.
Unsere Vorarbeiten gediehen bis zum Beginn des Februar 2002. Dann hatte Robert Feldhoff sein Rundschreiben fertig, mit dem er den offiziellen Startschuss zum gemeinsamen »Schattenspiegel«-Projekt gab.
16 Juli 2013
Telefonat mit Uwe Anton
Die schnelle Kommunikation mit E-Mail und dergleichen ist ja nicht immer so schnell, wie man denkt. Dem riesigen Vorteil, nachts um eins auf Mails antworten zu können, die man tagsüber erhalten hat, weil man es um diese Zeit lieber erledigt, steht der Nachteil entgegen, dass die Kommunikation kleinteiliger und vielseitiger geworden ist. Deshalb ist es gut, immer mal wieder zu telefonieren.
Heute sprach ich lange mit Uwe Anton; wie uns beiden auffiel, hatten wir das seit längerem nicht mehr getan. Stattdessen hatten wir immer wieder Mails gewechselt ... So verschiebt sich die Kommunikation im Verlauf der Zeit.
Selbstverständlich ging es um die aktuellen PERRY RHODAN-Romane, an denen der Autor arbeitet. Was funktioniert gut bei ihnen, wie läuft die Schreibarbeit, was hat mir bislang wie besonders gut gefallen? Diese Themen behandelten wir wie immer in solchen Fällen.
Aber wir sprachen ebenso über andere Themen, beispielsweise über seine aktuellen Übersetzungen, an denen Uwe Anton arbeitet, nachdem er nicht mehr Exposés verfasst. Das Gespräch empfand ich als bereichernd; man sollte echt öfter telefonieren und weniger mailen ...
Heute sprach ich lange mit Uwe Anton; wie uns beiden auffiel, hatten wir das seit längerem nicht mehr getan. Stattdessen hatten wir immer wieder Mails gewechselt ... So verschiebt sich die Kommunikation im Verlauf der Zeit.
Selbstverständlich ging es um die aktuellen PERRY RHODAN-Romane, an denen der Autor arbeitet. Was funktioniert gut bei ihnen, wie läuft die Schreibarbeit, was hat mir bislang wie besonders gut gefallen? Diese Themen behandelten wir wie immer in solchen Fällen.
Aber wir sprachen ebenso über andere Themen, beispielsweise über seine aktuellen Übersetzungen, an denen Uwe Anton arbeitet, nachdem er nicht mehr Exposés verfasst. Das Gespräch empfand ich als bereichernd; man sollte echt öfter telefonieren und weniger mailen ...
15 Juli 2013
World Of Cosmos 75
Es ist für Autoren und Redakteure nicht immer einfach, mit Leserkritik umzugehen. Ich mag es aber, wenn sich Leser kritisch und sachkundig mit unseren Romanen auseinandersetzen. Der aktuelle Ausgabe 75 des Fanzines »World Of Cosmos«, die ich stets gerne lese, liefert einiges an Kritik, spart aber auch nicht an Lob und bringt das ganze auf eine Art und Weise, dass ich damit etwas anfangen kann.Besprochen werden in dem Heft des aktiven SFC Black Hole Galaxie die aktuellen Romane der Erstauflage, auf die ersten PERRY RHODAN-Romane überhaupt sowie auf PERRY RHODAN NEO. Besprochen werden ebenso Romane der klassischen ATLAN-Serie – da gibt es richtig viel Lesestoff für Freunde des Perryversums.
Mit 112 Seiten im A5-Format liefert das Heft eine tüchtige Packung; es gibt darüber hinaus eine lange SF-Erzählung sowie Informationen über Fernsehserien. Dazu kommen Leserbriefe und allelei andere Dinge – ein richtig schönes Club-Fanzine, das mit Spaß gemacht hat. Lohnt sich!
14 Juli 2013
Gucky-Sonderserie
Irgendwo bei Facebook kam an diesem Wochenende eine Diskussion auf den Punkt, dass man doch mit der Figur Gucky viel mehr machen könnte: eine Serie für Kinder beispielsweise, etwas, das die Kids begeistert, und andere Dinge. Wer immer das von den Fans diskutiert, dem gebe ich hundertprozentig recht. Gucky ist eine tolle Figur, die in »uns alten PERRY RHODAN-Fans« – da schließe ich mich ja immer ein – nostalgische Gefühle wachruft; eigentlich müsste das auch für die Kids von heute umsetzbar sein.
Nur: Bisher hat das nicht so richtig geklappt, aus Gründen, die wir intensiv analysiert haben. Es gab spezielle Gucky-Hörspiele, die von H.G. Francis geschrieben worden sind; es gab das Gucky-Kinderbuch »Lausbiber-Alarm«, und es gab das Konzept für eine Gucky-Kinderbuchserie, das aber im Moewig-Verlag nicht durchsetzbar war.
All diese Projekte funktionierten nicht so, wie wir es gern gehabt hätten. Das heißt aber nicht, dass ich aufgeben. Das Thema Gucky ist viel zu toll, als dass man es verschenken dürfte. Schauen wir mal, ob wir da in absehbarer Zeit einen neuen Anlauf unternehmen können. (Das soll jetzt aber kein Versprechen sein! Und auch keine Drohung!)
Nur: Bisher hat das nicht so richtig geklappt, aus Gründen, die wir intensiv analysiert haben. Es gab spezielle Gucky-Hörspiele, die von H.G. Francis geschrieben worden sind; es gab das Gucky-Kinderbuch »Lausbiber-Alarm«, und es gab das Konzept für eine Gucky-Kinderbuchserie, das aber im Moewig-Verlag nicht durchsetzbar war.
All diese Projekte funktionierten nicht so, wie wir es gern gehabt hätten. Das heißt aber nicht, dass ich aufgeben. Das Thema Gucky ist viel zu toll, als dass man es verschenken dürfte. Schauen wir mal, ob wir da in absehbarer Zeit einen neuen Anlauf unternehmen können. (Das soll jetzt aber kein Versprechen sein! Und auch keine Drohung!)
13 Juli 2013
Christians Autorenplanung
In einer Mail von Christian Montillon hat er die Autoren und Romane für die nächsten zwanzig Wochen gut »verplant«. Es ist eine stramme Sammlung, die vor allem dadurch stramm wird, weil ich die Termine im Kopf haben muss und vor allem auch weiß, welche Geschichten die Autoren zu erzählen haben.
Es geht ordentlich rund, die Kollegen werden einiges zu tun haben. Ich finde die Planung sehr gut und nachvollziehbar, glaube vor allem auch, dass wir aufgrund dieser Planung eine Reihe von sehr gelungenen Romanen erhalten werden. Der Sommer kann kommen – es wird ein arbeitsreicher Sommer für die Autorinnen und Autoren sowie für die Redaktion.
Und der Expokrat darf sich dann auch einige Tage Urlaub erlauben ... hiermit öffentlich genehmigt.
Es geht ordentlich rund, die Kollegen werden einiges zu tun haben. Ich finde die Planung sehr gut und nachvollziehbar, glaube vor allem auch, dass wir aufgrund dieser Planung eine Reihe von sehr gelungenen Romanen erhalten werden. Der Sommer kann kommen – es wird ein arbeitsreicher Sommer für die Autorinnen und Autoren sowie für die Redaktion.
Und der Expokrat darf sich dann auch einige Tage Urlaub erlauben ... hiermit öffentlich genehmigt.
12 Juli 2013
Einbehaltene Steuer
Fast hätte ich mich heute mittag noch gelangweilt. Ich kam sogar in Versuchung, mal ein wenig früher aus dem Büro zu gehen, um den Sommer zu genießen. Aber das wäre ja wohl weicheierig und überhaupt nicht der Zukunft zugewandt.
Deshalb habe ich jetzt mal wieder eine lange Mail an unsere japanischen Lizenzpartner geschrieben und abgeschickt, nachdem ich über ein kompliziertes Thema mit den Verantwortlichen im Konzernsitz in Hamburg telefoniert habe. Es geht um »einbehaltene Steuer« oder dergleichen; ich weiß jetzt sogar Bescheid über irgendwelche Steuerabkommen, welche die Europäische Union mit Japan hat.
Schon spannend, mit welchen Themen man sich als Redakteur beschäftigen darf. Zur Entspannung werde ich wohl gleich weiter Texte redigieren ...
Deshalb habe ich jetzt mal wieder eine lange Mail an unsere japanischen Lizenzpartner geschrieben und abgeschickt, nachdem ich über ein kompliziertes Thema mit den Verantwortlichen im Konzernsitz in Hamburg telefoniert habe. Es geht um »einbehaltene Steuer« oder dergleichen; ich weiß jetzt sogar Bescheid über irgendwelche Steuerabkommen, welche die Europäische Union mit Japan hat.
Schon spannend, mit welchen Themen man sich als Redakteur beschäftigen darf. Zur Entspannung werde ich wohl gleich weiter Texte redigieren ...
11 Juli 2013
Dualer Autor
Manchmal habe ich eine kindliche Freude an Romanen, an ihren Titeln und Untertiteln. Und als klar war, dass der PERRY RHODAN-Roman »Vier gegen ITHAFOR« von zwei Autoren geschrieben werden sollte, nämlich von Arndt Ellmer und Christian Montillon, bekam der Untertitel eine zusätzliche Bedeutung.»Sie sind ein erprobtes Team« bezog sich ja eigentlich auf die vier Hauptpersonen des Romans. Es bezieht sich aber auch auf die zwei Blues, die das Cover zieren, und die zwei Autoren, die den Roman verfassten. Manchmal ist es einfach schön, wenn sich die Dinge so schön fügen ...
10 Juli 2013
Beef! und Schmuddel
»Beef!«, so heißt es in der Selbstbeschreibung der Zeitschrift, sei »das erste Kochmagazin für Männer«; es sei »edel, informativ, klug und humorvoll«. Wohl aus diesem Grund muss sich die Redaktion wohl von Inhalten abgrenzen, die sie nicht so toll findet.
Wie sonst ist zu erklären, dass der aktuellen Sommerausgabe ein – so die Presseinformation – »schnelles und packendes Lesevergnügen in schrulliger Aufmachung« beigelegt wird, »das in Form und Gestalt an einen Groschenroman erinnert«. Gemeint ist ein 66 Seiten umfassender Krimi »mit blutigem Cover« ...
Der Chefredakteur formuliert dazu in der genannten Presseinformation: »Mit dem gruseligen Schmuddelheft à la John Sinclair oder Perry Rhodan treffen wir genau den Geschmack und Humor unserer Leser und beweisen einmal mehr unseren kreativen und innovativen Anspruch.« Na dann ...
Wie sonst ist zu erklären, dass der aktuellen Sommerausgabe ein – so die Presseinformation – »schnelles und packendes Lesevergnügen in schrulliger Aufmachung« beigelegt wird, »das in Form und Gestalt an einen Groschenroman erinnert«. Gemeint ist ein 66 Seiten umfassender Krimi »mit blutigem Cover« ...
Der Chefredakteur formuliert dazu in der genannten Presseinformation: »Mit dem gruseligen Schmuddelheft à la John Sinclair oder Perry Rhodan treffen wir genau den Geschmack und Humor unserer Leser und beweisen einmal mehr unseren kreativen und innovativen Anspruch.« Na dann ...
09 Juli 2013
Die dritte PERRY RHODAN-Chronik
Ein Logbuch der Redaktion
Fast immer sind Urlaube und verlängerte Wochenenden eine ideale Gelegenheit, endlich einmal die Sachbücher durchzuschmökern, die man sich schon lange »vornehmen« wollte. Ich nutzte unlängst einige Feiertage, um mich mit dem dritten Teil der »PERRY RHODAN-Chronik« auf das Sofa zu lümmeln und die 650 Seiten komplett zu lesen.
Nachdem sich Michael Nagula in den ersten zwei Bänden der Reihe vor allem der Frühzeit der PERRY RHODAN-Serie angenommen hat, ist Hermann Urbanek für den dritten Teil verantwortlich. Für mich war dieser Band von besonderem Interesse; man verzeihe meinen Egoismus: In diese Zeit fielen mein aktives Fan-Engagement ebenso wie meine beginnende Mitarbeit an der Serie.
Seit 1986 gestaltete ich die Clubnachrichten oder schrieb »freie Texte« für den Verlag, seit 1992 bin ich PERRY RHODAN-Redakteur. Entsprechend neugierig war ich also, wie der Autor mit seinem Blick als Fachmann »von außen« die Materie beleuchten würde.
Um es klar zu sagen: Hermann Urbanek schafft das sehr gut. Das Sachbuch ist extrem sachkundig, wirkt aber nicht wie ein klobiger Klotz aus trockenen Informationen, sondern liest sich sehr unterhaltsam.
Das liegt am Thema, ganz klar. In den 14 Jahren, die Urbanek beleuchtet, wurde die PERRY RHODAN-Serie nicht nur einmal gründlich umgekrempelt. Nicht nur die Serie stand unter dem Druck, sich ständig zu wandeln, das ganze Umfeld war davon betroffen: Neue Buchreihen entstanden und wurden eingestellt, die ATLAN-Heftromanserie und viele andere Serien verschwanden vom Markt, Verlagsleiter kamen und gingen, dazu kamen neue Exposé- und Teamautoren.
Das alles zeichnet Hermann Urbanek nach: Auf William Voltz und seine Handlungskonzeptionen zu Beginn des Jahrzehnts, denen der viel zu frühe Tod des Exposéautors folgte, kam eine rasche Abfolge von »Expokraten«. Thomas Ziegler, Ernst Vlcek und Kurt Mahr erarbeiteten kühne Zykluskonzepte, die teilweise von neuen Autoren wie Arndt Ellmer, Peter Terrid oder Robert Feldhoff schon umgesetzt wurden.
Mit Horst Hoffmann zog erstmals ein PERRY RHODAN-Chefredakteur in den Verlag in Rastatt ein, ihm folgte Dr. Florian F. Marzin. Jeder setzte seine eigenen Akzente, jeder brachte die Serie auf seine Weise nach vorne.
Zwischendurch wurde 1986 das Jubiläum zum 25. Geburtstag der PERRY RHODAN-Serie gefeiert, und 1991 kam bereits der PERRY RHODAN-WeltCon zum 30. Geburtstag. Die Fan-Szene entwickelte sich, zahlreiche neue Projekte entstanden.
Hermann Urbanek, der praktisch alle Beteiligten persönlich kennengelernt hat, schildert die Geschehnisse umfassend. Zitiert werden nicht nur Autoren und Redakteure, sondern auch Fans und weniger bekannte Mitarbeiter der Serie. So entsteht das Porträt einer Epoche, in der sich eine »neue Zeit« in vielfältiger Weise manifestierte.
Die Reihe der »PERRY RHODAN-Chroniken«, die im Hannibal-Verlag erscheint, wird von mir sowieso jedem empfohlen, der sich für die PERRY RHODAN-Serie und ihre Geschichte interessiert. Den dritten Band fand ich besonders spannend, aber das ist meine persönliche Sicht der Dinge – gelesen habe ich alle drei Bücher mit großem Interesse. Jetzt bin ich auf den vierten Band gespannt, der noch im Jahr 2013 erscheinen soll.
Fast immer sind Urlaube und verlängerte Wochenenden eine ideale Gelegenheit, endlich einmal die Sachbücher durchzuschmökern, die man sich schon lange »vornehmen« wollte. Ich nutzte unlängst einige Feiertage, um mich mit dem dritten Teil der »PERRY RHODAN-Chronik« auf das Sofa zu lümmeln und die 650 Seiten komplett zu lesen.
Nachdem sich Michael Nagula in den ersten zwei Bänden der Reihe vor allem der Frühzeit der PERRY RHODAN-Serie angenommen hat, ist Hermann Urbanek für den dritten Teil verantwortlich. Für mich war dieser Band von besonderem Interesse; man verzeihe meinen Egoismus: In diese Zeit fielen mein aktives Fan-Engagement ebenso wie meine beginnende Mitarbeit an der Serie.
Seit 1986 gestaltete ich die Clubnachrichten oder schrieb »freie Texte« für den Verlag, seit 1992 bin ich PERRY RHODAN-Redakteur. Entsprechend neugierig war ich also, wie der Autor mit seinem Blick als Fachmann »von außen« die Materie beleuchten würde.
Um es klar zu sagen: Hermann Urbanek schafft das sehr gut. Das Sachbuch ist extrem sachkundig, wirkt aber nicht wie ein klobiger Klotz aus trockenen Informationen, sondern liest sich sehr unterhaltsam.
Das liegt am Thema, ganz klar. In den 14 Jahren, die Urbanek beleuchtet, wurde die PERRY RHODAN-Serie nicht nur einmal gründlich umgekrempelt. Nicht nur die Serie stand unter dem Druck, sich ständig zu wandeln, das ganze Umfeld war davon betroffen: Neue Buchreihen entstanden und wurden eingestellt, die ATLAN-Heftromanserie und viele andere Serien verschwanden vom Markt, Verlagsleiter kamen und gingen, dazu kamen neue Exposé- und Teamautoren.
Das alles zeichnet Hermann Urbanek nach: Auf William Voltz und seine Handlungskonzeptionen zu Beginn des Jahrzehnts, denen der viel zu frühe Tod des Exposéautors folgte, kam eine rasche Abfolge von »Expokraten«. Thomas Ziegler, Ernst Vlcek und Kurt Mahr erarbeiteten kühne Zykluskonzepte, die teilweise von neuen Autoren wie Arndt Ellmer, Peter Terrid oder Robert Feldhoff schon umgesetzt wurden.
Mit Horst Hoffmann zog erstmals ein PERRY RHODAN-Chefredakteur in den Verlag in Rastatt ein, ihm folgte Dr. Florian F. Marzin. Jeder setzte seine eigenen Akzente, jeder brachte die Serie auf seine Weise nach vorne.
Zwischendurch wurde 1986 das Jubiläum zum 25. Geburtstag der PERRY RHODAN-Serie gefeiert, und 1991 kam bereits der PERRY RHODAN-WeltCon zum 30. Geburtstag. Die Fan-Szene entwickelte sich, zahlreiche neue Projekte entstanden.
Hermann Urbanek, der praktisch alle Beteiligten persönlich kennengelernt hat, schildert die Geschehnisse umfassend. Zitiert werden nicht nur Autoren und Redakteure, sondern auch Fans und weniger bekannte Mitarbeiter der Serie. So entsteht das Porträt einer Epoche, in der sich eine »neue Zeit« in vielfältiger Weise manifestierte.
Die Reihe der »PERRY RHODAN-Chroniken«, die im Hannibal-Verlag erscheint, wird von mir sowieso jedem empfohlen, der sich für die PERRY RHODAN-Serie und ihre Geschichte interessiert. Den dritten Band fand ich besonders spannend, aber das ist meine persönliche Sicht der Dinge – gelesen habe ich alle drei Bücher mit großem Interesse. Jetzt bin ich auf den vierten Band gespannt, der noch im Jahr 2013 erscheinen soll.
08 Juli 2013
Fandom Observer und PERRY RHODAN
Die Lektüre des aktuellen »Fandom Observer« ist auch und gerade für PERRY RHODAN-Leser sehr erhellend. In der aktuellen Ausgabe 289 gibt's ein Interview mit mir: Günther Freunek befragt mich zur Aktion »Datendiebe«.
Sehr nett ist darüber hinaus der Artikel über den Plüsch-Gucky, den die Redaktion des Informations-Fanzines für den PERRY RHODAN-WeltCon haben wollte. Ich musste mehrfach breit grinsen. Zum Grinsen ist auch der Preis für das Heft: Der Download ist nämlich kostenlos – und die Lektüre lohnt sich eh.
Sehr nett ist darüber hinaus der Artikel über den Plüsch-Gucky, den die Redaktion des Informations-Fanzines für den PERRY RHODAN-WeltCon haben wollte. Ich musste mehrfach breit grinsen. Zum Grinsen ist auch der Preis für das Heft: Der Download ist nämlich kostenlos – und die Lektüre lohnt sich eh.
NEO geht in die nächste Phase
Ein Logbuch der Redaktion
Im Juli und August 2013 bahnen sich bei PERRY RHODAN NEO einige Entwicklungen an, die vor zwei Jahren – als die Serie gerade vorbereitet wurde – noch niemand ahnte. Die laufende Staffel geht zu Ende, eine neue Staffel beginnt mit Band 49, und der eigentliche Höhepunkt des NEO-Jahres 2013 kommt mit dem fünfzigsten Roman im August. Das alles macht mich ziemlich stolz.
Doch erst einmal der Reihe nach.
Wenn am 19. Juli 2013 der Roman »Der Glanz des Imperiums« erscheint, schließt Michelle Stern damit die laufende Staffel ab. Diese trägt den Titel »Das Große Imperium«, und im Verlauf der zwölf Bände haben Perry Rhodan und seine Gefährten – und mit ihnen natürlich die Leser – einige wertvolle Einblicke in die gesellschaftliche Struktur des Großen Imperiums erhalten.
Sie kennen mittlerweile einige der Machtgruppen, sie haben erfahren, wie diese zusammen- oder auch gegeneinander arbeiten, und sie haben erfahren, dass ein großer galaktischer Krieg droht. Rhodan und seine Begleiter haben jetzt erst eine Ahnung, wie groß und mächtig das Imperium ist.
Mit dem Roman »Artekhs vergessene Kinder« von Oliver Fröhlich beginnt die sechste NEO-Staffel, die den Namen »Arkon« trägt. Zwischen den Bänden 48 und 49 ist praktisch ein nahtloser Übergang, viele Handlungselemente werden direkt fortgesetzt. Aber auch dieser Roman gibt weitere Einblicke in das Arkon-Imperium.
Seien wir ehrlich: Der eigentliche Höhepunkt der vor uns liegenden NEO-Handlung ist Band 50. Dieser erscheint am 16. August 2013, stammt vom Exposéautor Frank Borsch persönlich und trägt den Titel »Rhodans Weg«. Wie der Titel schon andeutet, stellt der Roman dann auch Perry Rhodan und seine Visionen ins Zentrum. Er hat allerdings eine zweite Handlungsebene, die auf der Erde spielt – und diese endet mit einem echten Knalleffekt.
Was ich richtig klasse finde: Der Band 50 ist absolut für Einsteiger geeignet. Nicht nur diejenigen, die PERRY RHODAN NEO sowieso schon lesen, werden hier auf ihre Kosten kommen. Nicht nur diejenigen, die PERRY RHODAN seit Jahren kennen und mal bei NEO hineinschnuppern möchten, werden hier verblüfft sein. Ich bin sicher, dass der Roman auch solche Leser ansprechen wird, die mit dem Perry- und dem Neoversum noch nichts zu tun hatten.
Der Sommer wird spannend. Zumindest dann, wenn man PERRY RHODAN NEO liest ...
Im Juli und August 2013 bahnen sich bei PERRY RHODAN NEO einige Entwicklungen an, die vor zwei Jahren – als die Serie gerade vorbereitet wurde – noch niemand ahnte. Die laufende Staffel geht zu Ende, eine neue Staffel beginnt mit Band 49, und der eigentliche Höhepunkt des NEO-Jahres 2013 kommt mit dem fünfzigsten Roman im August. Das alles macht mich ziemlich stolz.
Doch erst einmal der Reihe nach.
Wenn am 19. Juli 2013 der Roman »Der Glanz des Imperiums« erscheint, schließt Michelle Stern damit die laufende Staffel ab. Diese trägt den Titel »Das Große Imperium«, und im Verlauf der zwölf Bände haben Perry Rhodan und seine Gefährten – und mit ihnen natürlich die Leser – einige wertvolle Einblicke in die gesellschaftliche Struktur des Großen Imperiums erhalten.
Sie kennen mittlerweile einige der Machtgruppen, sie haben erfahren, wie diese zusammen- oder auch gegeneinander arbeiten, und sie haben erfahren, dass ein großer galaktischer Krieg droht. Rhodan und seine Begleiter haben jetzt erst eine Ahnung, wie groß und mächtig das Imperium ist.
Mit dem Roman »Artekhs vergessene Kinder« von Oliver Fröhlich beginnt die sechste NEO-Staffel, die den Namen »Arkon« trägt. Zwischen den Bänden 48 und 49 ist praktisch ein nahtloser Übergang, viele Handlungselemente werden direkt fortgesetzt. Aber auch dieser Roman gibt weitere Einblicke in das Arkon-Imperium.
Seien wir ehrlich: Der eigentliche Höhepunkt der vor uns liegenden NEO-Handlung ist Band 50. Dieser erscheint am 16. August 2013, stammt vom Exposéautor Frank Borsch persönlich und trägt den Titel »Rhodans Weg«. Wie der Titel schon andeutet, stellt der Roman dann auch Perry Rhodan und seine Visionen ins Zentrum. Er hat allerdings eine zweite Handlungsebene, die auf der Erde spielt – und diese endet mit einem echten Knalleffekt.
Was ich richtig klasse finde: Der Band 50 ist absolut für Einsteiger geeignet. Nicht nur diejenigen, die PERRY RHODAN NEO sowieso schon lesen, werden hier auf ihre Kosten kommen. Nicht nur diejenigen, die PERRY RHODAN seit Jahren kennen und mal bei NEO hineinschnuppern möchten, werden hier verblüfft sein. Ich bin sicher, dass der Roman auch solche Leser ansprechen wird, die mit dem Perry- und dem Neoversum noch nichts zu tun hatten.
Der Sommer wird spannend. Zumindest dann, wenn man PERRY RHODAN NEO liest ...
07 Juli 2013
Über die Größe von Buchstaben ...
Immer wieder kommt die Frage auf, warum wir in den PERRY RHODAN-Romanen so unterschiedliche Schriftgrößen haben. Die Antwort ist einfach: Mal schreiben die Autoren mehr, mal schreiben sie weniger, und wir gleichen das auf diese Weise aus.
Die Schriftgröße eines Romans hängt tatsächlich unter anderem von seinem Umfang ab: Schreibt der Autor mehr als erforderlich, müssen wir die Schrift verkleinern. Schreibt der Autor zu wenig, muss die Schrift etwas vergrößert werden – oder man erhöht den sogenannten Durchschuss, wodurch die Seiten »luftiger« werden.
Wenn zu viel Umfang vorliegt, kürzen wir manchmal die Leserkontaktseite ein, oder wir streichen das Glossar – so etwas geht jederzeit, ist aber aufwendig. Das Verändern der Schriftgröße, was in der Repro vorgenommen wird, ist am einfachsten und geht am schnellsten; da muss die Repro nicht lange mit der Redaktion palavern, sondern macht das einfach.
Es gäbe übrigens eine Alternative: Wir müssten den Autoren ihre jeweiligen Romane »einfach« so weit einzukürzen, dass sie exakt passen. Ich entschied mich in den vergangenen Jahren aber immer für diese Devise: »Lieber mehr Roman fürs gleiche Geld.«
Die Schriftgröße eines Romans hängt tatsächlich unter anderem von seinem Umfang ab: Schreibt der Autor mehr als erforderlich, müssen wir die Schrift verkleinern. Schreibt der Autor zu wenig, muss die Schrift etwas vergrößert werden – oder man erhöht den sogenannten Durchschuss, wodurch die Seiten »luftiger« werden.
Wenn zu viel Umfang vorliegt, kürzen wir manchmal die Leserkontaktseite ein, oder wir streichen das Glossar – so etwas geht jederzeit, ist aber aufwendig. Das Verändern der Schriftgröße, was in der Repro vorgenommen wird, ist am einfachsten und geht am schnellsten; da muss die Repro nicht lange mit der Redaktion palavern, sondern macht das einfach.
Es gäbe übrigens eine Alternative: Wir müssten den Autoren ihre jeweiligen Romane »einfach« so weit einzukürzen, dass sie exakt passen. Ich entschied mich in den vergangenen Jahren aber immer für diese Devise: »Lieber mehr Roman fürs gleiche Geld.«
06 Juli 2013
Neues von Uwe Anton
Das freut mich: Der erste Teil eines PERRY RHODAN-Doppelbandes, der von Uwe Anton stammt, liegt vor, ebenso der Anfang des zweiten Teiles. Der ehemalige PERRY RHODAN-Exposéautor, der nach den vergangenen Jahren intensivster Arbeit erst einmal ein wenig pausieren musste, ist damit wieder an Bord.
Sein Doppelband spielt in der Milchstraße und setzt Zellaktivatorträger in Szene. Er liefert eine Fülle von Erkenntnissen und bereitet eine Reihe von weiteren Themen vor, die den weiteren Verlauf des Zyklus bestimmen werden. So, aber mehr verrate ich jetzt wirklich nicht ... ich will ja erst einmal weiter am Manuskript lesen!
Sein Doppelband spielt in der Milchstraße und setzt Zellaktivatorträger in Szene. Er liefert eine Fülle von Erkenntnissen und bereitet eine Reihe von weiteren Themen vor, die den weiteren Verlauf des Zyklus bestimmen werden. So, aber mehr verrate ich jetzt wirklich nicht ... ich will ja erst einmal weiter am Manuskript lesen!
05 Juli 2013
Alt- und Neu-Rhodan
In der Zeit, in der William Voltz am ersten PERRY RHODAN-Buch arbeitete, hat er nach eigenen Angaben »halb Deutschland bereist, keinen Rasen mehr gemäht, Freunde verprellt, Kollegen verärgert, Streit mit Frau und Kindern angefangen, die Nachbarn nicht mehr gegrüßt, katastrophale Leistungen im Fußball geboten, kistenweise Bier getrunken und Zigarren geraucht«. Zumindest behauptete das der Autor auf der Leserkontaktseite, die im Herbst 1978 im PERR RHODAN-Roman 59 der vierten Auflage veröffentlicht wurde.
In einem zwei Seiten umfassenden Artikel gab er wieder, wie es ihm während der Bearbeitung der ersten fünf Bände ging. Wie er zwei Seelen in einer Brust hatte, die eine, die alles modernisieren wollte, die andere, die alles im Original lassen wollte.
Und wie er sich irgendwann mal zwei Sprachen angewöhnte: Alt-Rhodan und Neu-Rhodan ... Der Bericht liest sich heute noch richtig gut und zeigt, wie schwer es schon vor 35 Jahren war, alle möglichen Lesererwartungen und Redaktionswünsche unter einen Hut zu bekommen. Vielleicht sollten wir das alles einmal nachdrucken?
In einem zwei Seiten umfassenden Artikel gab er wieder, wie es ihm während der Bearbeitung der ersten fünf Bände ging. Wie er zwei Seelen in einer Brust hatte, die eine, die alles modernisieren wollte, die andere, die alles im Original lassen wollte.
Und wie er sich irgendwann mal zwei Sprachen angewöhnte: Alt-Rhodan und Neu-Rhodan ... Der Bericht liest sich heute noch richtig gut und zeigt, wie schwer es schon vor 35 Jahren war, alle möglichen Lesererwartungen und Redaktionswünsche unter einen Hut zu bekommen. Vielleicht sollten wir das alles einmal nachdrucken?
04 Juli 2013
Ein besonderes NEO-Doppel
Die Autoren sind fleißig, und ich komme nicht mehr nach ... Eigentlich muss ich heute zwei NEO-Manuskripte durcharbeiten und einen NEO-Roman für die Setzerei fertig machen – das ist nicht zu schaffen, obwohl ich echt fix bin. So schön es ist, so viel Material auf einmal zu bekommen, so sehr erschlägt es mich am heutigen Tag.
Also wird ausgewählt: Ich lese ein NEO-Manuskript und ein NEO-Exposé, ich checke meine Mails und schreibe einige Texte. Das andere NEO-Manuskript ist dann am Samstag fällig, und den NEO-Roman für die Setzerei nehme ich mir am Sonntag vor. Oder soll ich doch versuchen, heute alles ...? Schauen wir mal!
03 Juli 2013
Flucht der Solaner
Das siebte ATLAN-Taschenheft, das dieser Tage offiziell in den Handel kommt, ist echt etwas Besonderes: Es enthält den einzigen ATLAN-Roman, den der Autor und Herausgeber Wilfried A. Hary geschrieben hat. »Die Flucht der Solaner« kam als Band 515 der ursprünglichen Heftromanserie in den Handel – das ist lange her.
Ich habe ein bisschen in das frisch gedruckte Taschenheft hineingeblättert, weil ich mich ja kaum noch an die Details erinnere. Begrifflichkeiten wie das »Haus der Glitschigen« oder der »Lebkuchenmann« klingen auf jeden Fall interessant; vielleicht sollte ich den Band doch einmal gründlich und »neu« lesen ...
Ich habe ein bisschen in das frisch gedruckte Taschenheft hineingeblättert, weil ich mich ja kaum noch an die Details erinnere. Begrifflichkeiten wie das »Haus der Glitschigen« oder der »Lebkuchenmann« klingen auf jeden Fall interessant; vielleicht sollte ich den Band doch einmal gründlich und »neu« lesen ...
02 Juli 2013
Genesis-Krisen
Selbstverständlich haben wir uns etwas gedacht, als wir den Band 47 von PERRY RHODAN NEO mit dem Titel »Die Genesis-Krise« versahen. Der Roman erscheint in dieser Woche, er stammt von Christian Montillon, und es geht in ihm um Mutanten.
Allerdings kommt vieles ganz anders, als es die Leser erwarten dürften. Es ist schließlich das Neoversum, nicht das klassische Perryversum.
Als Frank Borsch die Handlung für diesen Roman konzipierte und mir die ersten Entwürfe für die Handlung erzählte, fand ich das gleich sehr packend. Allerdings wusste ich gleich, dass es Leser geben würde, die mit einigen Entwicklungen in diesem Roman nicht gerade einverstanden sein würden. Jetzt kommt er in den Handel, der Band liegt druckfrisch auf meinem Schreibtisch – und jetzt heißt es die Reaktionen der Leser abwarten ...
Allerdings kommt vieles ganz anders, als es die Leser erwarten dürften. Es ist schließlich das Neoversum, nicht das klassische Perryversum.
Als Frank Borsch die Handlung für diesen Roman konzipierte und mir die ersten Entwürfe für die Handlung erzählte, fand ich das gleich sehr packend. Allerdings wusste ich gleich, dass es Leser geben würde, die mit einigen Entwicklungen in diesem Roman nicht gerade einverstanden sein würden. Jetzt kommt er in den Handel, der Band liegt druckfrisch auf meinem Schreibtisch – und jetzt heißt es die Reaktionen der Leser abwarten ...
01 Juli 2013
Kleines Jubiläum im Blick
Das Gefühl kennt wohl jeder: Auf einmal schaut man sich überrascht um und stellt fest, wieviel Zeit schon wieder vergangen ist. So geht es mir bei manch laufendem Produkt der PERRY RHODAN-Familie. Aktuelles Beispiel: die PERRY RHODAN-Planetenromane.
Es sind nur noch wenige Tage, bis der fünfundzwanzigste Band dieser Reihe erscheint. Das finde ich gut, und wir wollen das kleine Jubiläum mit einer Presseaussendung würdigen. Heute musste ich hierzu den Pressetext »fertigbasteln«, der am Wochenende entstanden ist. Schauen wir mal, ob der Roman und die Reihe ein bisschen gewürdigt werden können ...
Es sind nur noch wenige Tage, bis der fünfundzwanzigste Band dieser Reihe erscheint. Das finde ich gut, und wir wollen das kleine Jubiläum mit einer Presseaussendung würdigen. Heute musste ich hierzu den Pressetext »fertigbasteln«, der am Wochenende entstanden ist. Schauen wir mal, ob der Roman und die Reihe ein bisschen gewürdigt werden können ...
Noch ein Fotodokument
Ach ja ... hier noch ein Foto von der Exposébesprechung in Wattenheim. Man sieht von links: Wim Vandemaan und Christian Montillon, die beiden PERRY RHODAN-Exposéautoren sowie Sabine Kropp und Klaus N. Frick von der PERRY RHODAN-Redaktion.
Die Besprechung fand im Arbeitszimmer von Christian Montillon statt, das sehr hell und licht ist.
Die Besprechung fand im Arbeitszimmer von Christian Montillon statt, das sehr hell und licht ist.
30 Juni 2013
Einige Worte zu Marianne Sydow
Meinen offiziellen Nachruf werde ich noch schreiben, das hier sind nur einige persönliche Worte: Am Samstag, 29. Juni 2013, habe ich erst erfahren, dass die Autorin Marianne Sydow bereits am 2. Juni verstorben ist. Nicht nur ich wurde davon völlig überrascht, sondern zahlreiche Leser – das Netz ist voll mit Nachrufen.
Ich habe Marianne Sydow vergleichsweise spät kennengelernt: erst 1995, bei einem Con in Freiburg, wo ich mit ihr und ihrem Mann frühstückte. Bevor ich bei PERRY RHODAN angefangen hatte, war sie aus dem Team ausgestiegen; wir arbeiteten also nie zusammen.
Als Leser mochte ich ihre Romane, sowohl für ATLAN als auch für PERRY RHODAN. Die Linguiden waren nie mein Fall, aber ihre Romane in diesem Zyklus mochte ich; bei ATLAN fand ich ihre Magier klasse. Sie hatte einen eigenen Stil, der ihre Romane unverwechselbar machte.
Unser direktes Verhältnis, das nicht immer einfach war, wurde in den vergangenen zwei Jahren etwas besser. Wir mailten mehrfach, wir telefonierten. Meist ging es um geschäftliche Themen: Abrechnungen, neue Projekte, Rückfragen zu laufenden Themen. Zuletzt hatten wir im Februar Kontakt – und jetzt ist sie viel zu früh gestorben.
29 Juni 2013
Veränderung pro und contra
Bei einer Veranstaltung in den 90er-Jahren – wahrscheinlich in Sinzig – sagte der PERRY RHODAN-Autor Peter Terrid: »Was ihr wollt, ist ja, dass wir immer die gleiche Geschichte erzählen, aber eben immer ein bisschen variiert.« Das sagte er nicht wörtlich, aber sinngemäß, und er meinte es ironisch. Ein Kern von Wahrheit ist aber stets dabei.
Ich merke es derzeit bei einigen Äußerungen von Lesern. Immer wieder wurde gefordert, die Autoren sollten doch einmal mutig sein und einige grundsätzliche Änderungen im PERRY RHODAN-Universum vornehmen. Der Tod von Aktivatorträgern wurde diskutiert, starke Änderungen im Handlungsverlauf sowieso.
Und jetzt? Kaum ändert sich wirklich etwas, wird beispielsweise ein »altes« Raumschiff zerstört, ärgern sich manche Leser. Einige sehen die Zerstörung des Perryversums voraus. Da frage ich mich schon: Wieviel Veränderung ist zumutbar, wieviel wird eigentlich gewünscht?
Ich merke es derzeit bei einigen Äußerungen von Lesern. Immer wieder wurde gefordert, die Autoren sollten doch einmal mutig sein und einige grundsätzliche Änderungen im PERRY RHODAN-Universum vornehmen. Der Tod von Aktivatorträgern wurde diskutiert, starke Änderungen im Handlungsverlauf sowieso.
Und jetzt? Kaum ändert sich wirklich etwas, wird beispielsweise ein »altes« Raumschiff zerstört, ärgern sich manche Leser. Einige sehen die Zerstörung des Perryversums voraus. Da frage ich mich schon: Wieviel Veränderung ist zumutbar, wieviel wird eigentlich gewünscht?
28 Juni 2013
Mein Tag in Mainz
Am gestrigen Donnerstag, 27. Juni 2013, fuhr ich im Auftrag von PERRY RHODAN nach Mainz. Drei Staus hatte ich unterwegs, den ersten davon brachte ich gleich am Stadtrand von Karlsruhe hinterher mich. Aber ich schaffte es püntklich zum Mainzer Institut für Buchwissenschaft.
Im Saal P7 des Philosophiums fanden sich einige Dutzend Studentinnen und Studenten ein, dazu einige Uni-Dozenten und PERRY RHODAN-Leser, aber auch der PERRY RHODAN NEO-Autor Christian Humberg und Gerhard Hubert, der unter anderem mal eine STELLARIS-Geschichte sowie Science-Fiction-Romane bei Bastei-Lübbe veröffentlicht hat.
Nach einleitenden Worten von Dr. David Oels erzählte ich einigs über die Geschichte der PERRY RHODAN-Serie, den Inhalt sowie die Produktionsbedingungen. Vor allem ging ich im späteren Verlauf des Vortrags auf E-Books und die Zukunft einer Science-Fiction-Serie ein. Ich hielt mich dabei sogar an das genannte Thema: »PERRY RHODAN Multimedial in die Zukunft. Wie sich die Heftromanserie in digitalen und analogen Weiten bewegt«.
Hinterher wurden viele Fragen gestellt, auf die ich so gut wie möglich Antworten gab. Meine Informationsmaterialien, die ich dabei hatte, wurden größtenteils mitgenommen; danach gingen wir noch ein bisschen essen und trinken. So kam ich recht spät aus dem Uni-Gelände hinaus, erst gegen halb ein Uhr nachts war ich wieder daheim. Trotzdem war's ein schöner Ausflug in universitäre Gefilde ...
27 Juni 2013
Den Terraner gehört
Als die PERRY RHODAN-Romane nach Band 1000 vor über dreißig Jahren in gedruckter Form erschienen, war ich als jugendlicher Leser dabei. Mittlerweile sind die Silberbände so weit gekommen: Der Silberband 119 mit dem Titel »Der Terraner« entspricht im Prinzip den ersten PERRY RHODAN-Heftromanen nach Band 1000.
Dieses PERRY RHODAN-Buch habe ich selbst nicht gelesen, obwohl ich es ursprünglich vorhatte. Aber jetzt reichte die Zeit bei mehreren langen Autofahrten doch dazu, dem entsprechenden Hörbuch zu lauschen: Es wurde von Gregor Höppner eingelesen und erschien bei Eins A Medien.
Ich fand interessant, wie Hubert Haensel die klassischen Heftromane bearbeitet und neu zusammengestellt hat: Die von mir als Jungleser nicht sonderlich geliebten Betschiden-Abenteuer kommen jetzt in der zweiten Hälfte des Hörbuchs und sind so wesentlich unterhaltsamer, als ich sie in der Erinnerung hatte.
Wie immer gibt ein Hörbuch einen anderen Eindruck wieder als ein gedruckter Heftroman oder ein gedruckter Hardcover-Band. »Der Terraner« als Hörbuch hat mir auf jeden Fall wieder viel Vergnügen bereitet – schöne PERRY RHODAN-Klassiker eben ...
26 Juni 2013
PERRY RHODAN in Mainz
Ich bin selbst gespannt, was mich erwartet, wenn ich am Donnerstag, 27. Juni 2013, nach Mainz fahre. Dort halte ich ab 18.15 einen Vortrag zu diesem Thema: »PERRY RHODAN Multimedial in die Zukunft. Wie sich die Heftromanserie in digitalen und analogen Weiten bewegt« ...
Das Konzept zu diesem Vortrag steht bislang nicht. Auf der Internet-Seite des Mainzer Institutes für Buchwissenschaft wird der Vortrag schon als »unterhaltsamer Abend« angekündigt. Da muss ich mir ja glatt Mühe geben ...
25 Juni 2013
Die »Sol« wurde 70
Druckfrisch bei mir eingetroffen: die aktuelle Ausgabe der »Sol«, der Clubzeitschrift der PERRY RHODAN-FanZentrale. Es ist die Ausgabe 70, sie erscheint im 18. Jahrgang – das allein ist schon respektabel. Gelesen habe ich das Magazin noch nicht, aber durchgeblättert. Es sieht richtig gut aus und macht auf den Inhalt neugierig.Witzig finde ich die Beilage: Es ist ein »PR Paper«, zu deutsch ein Kartonmodell. Ich kann jetzt also einen Torbogentransmitter selbst basteln. Zumindest sieht die Bastelanleitung so aus, als ob auch jemand wie ich damit zurechtkommen könnte ...
24 Juni 2013
SOS aus dem Weltall
Schaue ich mir heute den PERRY RHODAN-Film »SOS aus dem Weltall« an, komme ich aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Der Film ist schlecht, da sind sich alle einig, aber mit dem Abstand von 45 Jahren ist einiges einfach anders zu betrachten.
Ich erinnere mich an die späten 70er-Jahren; da lief der Film sogar im Kino im heimatlichen Freudenstadt. Ich war zu jung, um ihn mir anzuschauen, aber mein Kumpel Frank – von dem ich damals haufenweise PERRY RHODAN-Romane auslieh – war drin und fand ihn klasse. Ich war 13, er war 14 Jahre alt ...
Man muss vielleicht realistisch sein: Als der Film gedreht wurde, war der inhaltliche wie technische Stand von Science-Fiction-Filmen zumeist gering. »2001« veränderte kurz darauf einiges, und in den 70er-Jahren steigerte sich das Niveau.
Vergleicht man den PERRY RHODAN-Film mit den Streifen, die zur gleichen Zeit produziert wurde, ist er gar nicht sooo schlecht. Das ändert selbstverständlich nichts an der Tatsache, dass man den Film heutzutage nur noch als Satire betrachten kann.
Ich erinnere mich an die späten 70er-Jahren; da lief der Film sogar im Kino im heimatlichen Freudenstadt. Ich war zu jung, um ihn mir anzuschauen, aber mein Kumpel Frank – von dem ich damals haufenweise PERRY RHODAN-Romane auslieh – war drin und fand ihn klasse. Ich war 13, er war 14 Jahre alt ...
Man muss vielleicht realistisch sein: Als der Film gedreht wurde, war der inhaltliche wie technische Stand von Science-Fiction-Filmen zumeist gering. »2001« veränderte kurz darauf einiges, und in den 70er-Jahren steigerte sich das Niveau.
Vergleicht man den PERRY RHODAN-Film mit den Streifen, die zur gleichen Zeit produziert wurde, ist er gar nicht sooo schlecht. Das ändert selbstverständlich nichts an der Tatsache, dass man den Film heutzutage nur noch als Satire betrachten kann.
23 Juni 2013
Ein neuer Wim
Ich gestehe, dass ich Wim Vandemaan für ein Phänomen halte: Unser neuer Exposéautor hat noch einen »Hauptberuf«, dem er mit Energie und Engagment nachgeht, und trotzdem schafft er es, Exposés und Romane für PERRY RHODAN zu verfassen, die von einem hohen Niveau sind. Das fällt mir immer wieder auf, wenn ich Manuskripte von ihm lese.
An diesem Sonntag war ein Manuskript »fällig«, das frühzeitig eingetroffen ist, weit vor dem Abgabetermin also. Eine der Hauptfiguren ist Perry Rhodan selbst, und der Terraner wird Zeuge einer unheilvollen Veränderung – das habe ich alles mit großer Faszination gelesen. Wie das die Leser aufnehmen werden, wenn der Roman erscheint?
An diesem Sonntag war ein Manuskript »fällig«, das frühzeitig eingetroffen ist, weit vor dem Abgabetermin also. Eine der Hauptfiguren ist Perry Rhodan selbst, und der Terraner wird Zeuge einer unheilvollen Veränderung – das habe ich alles mit großer Faszination gelesen. Wie das die Leser aufnehmen werden, wenn der Roman erscheint?
22 Juni 2013
Eine siebte Auflage?
Um es vorwegzunehmen: Ich glaube an Print. Ich glaube, dass viele Menschen trotz aller Digitalisierung immer noch gerne »auf Papier« lesen. Ich bin da sicher keine Minderheit: Gedruckte Bücher haben ein anderes »haptisches Erlebnis« als ein E-Book, trotz desselben Inhaltes.
Aber ich glaube nicht, dass eine siebte Auflage von PERRY RHODAN in Form eines Heftromans heute noch eine Chance hätte: nicht im wöchentlichen Erscheinen, nicht im Zeitschriftenhandel. Wer die Serie gedruckt von Anfang an lesen möchte, kann sich mithilfe der Flohmärkte sehr schnell gebrauchte Hefte besorgen oder liest die geraffte Version der Silberbände.
Für die Zukunft kann ich nichts sagen, die ist bekanntlich »wide open«: Vielleicht gibt es in absehbarer Zeit eine historisch-kritische Ausgabe in Form von Taschenbüchern: je ein Roman mit Anhang als kleinauflagiges Taschenbuch für Experten? Vielleicht gibt es in absehbarer Zeit auch eine Print-On-Demand-Auflage für diejenigen, die PERRY RHODAN unbedingt gedruckt und komplett haben möchten?
Wer weiß ... Eine klassisch gedruckte siebte Auflage am Kiosk sehe ich aber nicht.
Aber ich glaube nicht, dass eine siebte Auflage von PERRY RHODAN in Form eines Heftromans heute noch eine Chance hätte: nicht im wöchentlichen Erscheinen, nicht im Zeitschriftenhandel. Wer die Serie gedruckt von Anfang an lesen möchte, kann sich mithilfe der Flohmärkte sehr schnell gebrauchte Hefte besorgen oder liest die geraffte Version der Silberbände.
Für die Zukunft kann ich nichts sagen, die ist bekanntlich »wide open«: Vielleicht gibt es in absehbarer Zeit eine historisch-kritische Ausgabe in Form von Taschenbüchern: je ein Roman mit Anhang als kleinauflagiges Taschenbuch für Experten? Vielleicht gibt es in absehbarer Zeit auch eine Print-On-Demand-Auflage für diejenigen, die PERRY RHODAN unbedingt gedruckt und komplett haben möchten?
Wer weiß ... Eine klassisch gedruckte siebte Auflage am Kiosk sehe ich aber nicht.
21 Juni 2013
Kalender für 2014
Ich hatte es am Wochenende des 17. bis 19. Mai 2013 leider nicht geschafft, den Con in Garching zu besuchen. Immerhin konnte ich einen Beitrag fürs Conbuch liefern; besser als nichts. Aber von den Veranstaltern bekam ich dennoch ein schönes Geschenk, das ich heute erst so richtig würdigen kann.
Es ist ein Kalender fürs Jahr 2013: schöne Weltraumbilder, faszinierende Aufnahmen von Sternennebeln beispielsweise. Als ich den Kalender auf meinem Schreibtisch fand, war das eine sehr gelungene Überraschung für mich. Und ich werde ihn in meiner Wohnung sicher irgendwo aufhängen. Tolles Fan-Engagement!
Es ist ein Kalender fürs Jahr 2013: schöne Weltraumbilder, faszinierende Aufnahmen von Sternennebeln beispielsweise. Als ich den Kalender auf meinem Schreibtisch fand, war das eine sehr gelungene Überraschung für mich. Und ich werde ihn in meiner Wohnung sicher irgendwo aufhängen. Tolles Fan-Engagement!
20 Juni 2013
Die Arbeit im PRC SIRIUS
»Wir – das sind momentan fünf Jungs zwischen 14 und 17 – treffen uns jeden Mittwoch um 16 Uhr in einem Clubraum«, schrieb im Jahr 1978 ein junger PERRY RHODAN-Fan aus Graz an die Redaktion. Sein Name war Gerold Haynaly, und unter dem Namen Gerry Haynaly schreibt er jetzt für PERRY RHODAN NEO.
Veröffentlicht wurde sein Leserbrief und damit der Bericht auf der Leserkontaktseite des PERRY RHODAN-Romans »Festung Atlantis«, der Nummer 60 also, der im Spätjahr 1978 in der vierten Auflage erschien. Ausführlich erläuterte der junge Fan die Arbeit des Clubs: Briefe lesen, über die laufende Handlung diskutieren, Kurzreferate, ein Fanzine machen.
Und er schrieb über die Probleme eines solchen Clubs, man traf sich eben selten vollständig: »... weil der eine Hausaufgaben machen muß, der andere vielleicht Hausarrest hat ..« Von 1978 bis heute ist ein weiter Weg, und solche Clubs gibt es heute nicht mehr. Für die PERRY RHODAN-Szene der 70er- und 80er-Jahre waren sie unverzichtbar.
19 Juni 2013
Verenas NEO-Erstling
Menschen in Gefangenschaft und ihr Widerstand: Das ist eines der zentralen Handlungselemente in »Am Rand des Abgrunds«, der gestern am späten Nachmittag aus der Druckerei kam. Verena Themsens Roman ist der erste Beitrag der PERRY RHODAN-Teamautorin zu PERRY RHODAN NEO, und ich fand ihr Manuskript schon in der Erstfassung richtig klasse.
Die Autorin vermittelt weitere Informationen zur Gesellschaftsordnung im Arkon-Imperium, aber vor allem präsentiert sie eine Reihe faszinierender Charaktere: ungewöhnliche Menschen, die mit einer ungewöhnlichen Lage zurecht kommen müssen. Wie der zehnte Roman der laufenden Staffel »Das Große Imperium« bei den Lesern ankommt, warte ich jetzt gespannt ab ...
Die Autorin vermittelt weitere Informationen zur Gesellschaftsordnung im Arkon-Imperium, aber vor allem präsentiert sie eine Reihe faszinierender Charaktere: ungewöhnliche Menschen, die mit einer ungewöhnlichen Lage zurecht kommen müssen. Wie der zehnte Roman der laufenden Staffel »Das Große Imperium« bei den Lesern ankommt, warte ich jetzt gespannt ab ...
18 Juni 2013
Algorrian auf niederländisch
Zu den ungewöhnlichen Figuren, die Robert Feldhoff während seiner Exposéarbeit einführte, gehörten die Algorrian. Zwei Romane von Hubert Haensel stellten die »Liebenden der Zeit« vor; in diesem Doppelband wurde zudem der große Plan der Superintelligenz THOREGON vorgestellt.
Für die niederländischen PERRY RHODAN zählt das zur aktuellen Handlung: Der Doppelband 2181/2182 mit den Romanen »De Gelieftden van de Tijd« und »Het Thoregon-Plan«, deren Titel man auch ohne entsprechende Sprachkenntnisse versteht, ist unlängst erschienen. Dieses kosmische Geschehen ist somit jetzt auch in den Niederlanden angekommen ...
Für die niederländischen PERRY RHODAN zählt das zur aktuellen Handlung: Der Doppelband 2181/2182 mit den Romanen »De Gelieftden van de Tijd« und »Het Thoregon-Plan«, deren Titel man auch ohne entsprechende Sprachkenntnisse versteht, ist unlängst erschienen. Dieses kosmische Geschehen ist somit jetzt auch in den Niederlanden angekommen ...
17 Juni 2013
Jugendmarketing 2011
Es war der 10. Dezember 2001, an dem die damalige PERRY RHODAN-Redaktion einen interessanten Besuch erhielt: Auf Einladung und gegen Honorar reiste ein »Hochkaräter« aus der Werbe-Branche an, um einen Vortrag über »Jugendmarketing« und die damit zusammenhängenden Themen zu halten. Der Vortrag war beeindruckend und ernüchternd zugleich, die Diskussion hinterher sehr spannend.
Eingeladen hatten wir zu dem Vortrag auch die Kolleginnen und Kollegen aus dem Lektorat des Moewig-Buchverlages. Diese gingen bei der erstbesten Möglichkeit wieder, weil es sie nicht interessierte. Wir blieben bis zum Ende, sprachen hinterher zudem lange mit dem Mann.
Wir lernten alle sehr viel dabei. Umsetzen konnten wir vieles davon leider nicht; aus unterschiedlichen Gründen. Aber es ist immer wieder hilfreich, sich von Menschen »von außerhalb« einige zusätzliche Ideen unterbreiten zu lassen ...
Eingeladen hatten wir zu dem Vortrag auch die Kolleginnen und Kollegen aus dem Lektorat des Moewig-Buchverlages. Diese gingen bei der erstbesten Möglichkeit wieder, weil es sie nicht interessierte. Wir blieben bis zum Ende, sprachen hinterher zudem lange mit dem Mann.
Wir lernten alle sehr viel dabei. Umsetzen konnten wir vieles davon leider nicht; aus unterschiedlichen Gründen. Aber es ist immer wieder hilfreich, sich von Menschen »von außerhalb« einige zusätzliche Ideen unterbreiten zu lassen ...
16 Juni 2013
Was ist mit der SOL?
Seit ich für PERRY RHODAN arbeite, gibt es eine Art von Leserfragen, die immer wieder kommt: »Was ist mit XXX los?« Oder auch: »Wo ist YYY?« Immer werden irgendwelche Figuren, Völker oder Raumschiffe vermisst.
Das gilt insbesondere für auffällige Raumschiffe wie beispielsweise die SOL. Seit sie im Aphilie-Zyklus erstmals eine Rolle in der PERRY RHODAN-Serie spielte, tauchte das Hantelraumschiff immer wieder auf: mal verändert, mal mit einer neuen Besatzung, mal in einer anderen Galaxis. Und als Leser fand ich das stets faszinierend.
Die Frage nach der SOL haben wir uns in der letzten Exposébesprechung ebenfalls gestellt. Nur so viel: Wie haben die SOL und ihre Besatzung nicht vergessen. Aber im laufenden Handlungszyklus um das Atopische Tribunal wird sie so schnell auf jeden Fall nicht auftauchen.
Das gilt insbesondere für auffällige Raumschiffe wie beispielsweise die SOL. Seit sie im Aphilie-Zyklus erstmals eine Rolle in der PERRY RHODAN-Serie spielte, tauchte das Hantelraumschiff immer wieder auf: mal verändert, mal mit einer neuen Besatzung, mal in einer anderen Galaxis. Und als Leser fand ich das stets faszinierend.
Die Frage nach der SOL haben wir uns in der letzten Exposébesprechung ebenfalls gestellt. Nur so viel: Wie haben die SOL und ihre Besatzung nicht vergessen. Aber im laufenden Handlungszyklus um das Atopische Tribunal wird sie so schnell auf jeden Fall nicht auftauchen.
15 Juni 2013
Frank und Perry
Zur heutigen Lektüre gehört PERRY RHODAN NEO 50. Ohne viel über den Inhalt verraten zu wollen: Der Roman stammt von Frank Borsch, der es sich als Exposéautor natürlich nicht nehmen lassen hat, das »kleine Jubiläum« selbst zu verfassen. Ich weiß, welche thematischen Höhepunkte der Autor eingebaut hat, und bin trotzdem sehr gespannt darauf, wie er seine eigenen Ideen umgesetzt hat.
Selbst bin ich nach wie vor beeindruckt, dass NEO schon den Band fünfzig erreicht hat. Damit haben viele Kritiker am Anfang nicht gerechnet – der Ideenreichtum der Autoren und die Begeisterung der Leser hat die Serie jetzt zu diesem Mini-Jubiläum gebracht. Starke Leistung!
14 Juni 2013
Er modernisierte das Perryversum
Ein Logbuch der Redaktion
(Dieses Logbuch erschien bereits im Conbuch für den GarchingCon im Mai 2013. Auf dieser Internet-Seite sollten wir es aber auch bringen – es hat schließlich viel mit unserer Arbeit zu tun ...)
Das PERRY RHODAN-Universum, von den Fans häufig als Perryversum bezeichnet, hat sich in den über fünf Jahrzehnten seines Bestehens, immer wieder verändert. Es bildeten sich andere Schwerpunkte aus, es wurden andere Geschichten erzählt. Für die meisten Änderungen zeichneten Autoren verantwortlich: Karl-Herbert Scheer, William Voltz, Ernst Vlcek, Robert Feldhoff und Uwe Anton zählen zu jenen, die mit ihren Romanen und Ideen dem Perryversum immer neue Facetten hinzugefügt haben.
Es gibt darüber hinaus einen Mann, der ebenfalls viel für das Perryversum getan und es sehr geprägt hat: Dabei handelt es sich um Eckhard Schwettmann, dessen Name seit Mitte der 90er-Jahre für PERRY RHODAN-Marketing und für Bücher über PERRY RHODAN steht. Seine Rolle für die neuere Geschichte der Serie und ihres Umfeldes ist groß, und es ist sinnvoll, sie an dieser Stelle einmal zu würdigen.
Eckhard Schwettmann kam im Sommer 1996 als Marketingleiter zur Verlagsunion Pabel-Moewig, in einer Zeit also, in der viel um den Kurs der PERRY RHODAN-Serie diskutiert wurde. Unter dem Dach des Moewig-Buchverlages sollte die Serie weg vom Heftroman und hin zum Buch entwickelt werden, darüber hinaus ging es darum, sie zu modernisieren und in neue Medien zu führen.
Das war ideal für Eckhard Schwettmann, der zuvor jahrelang in der Musik-Branche gearbeitet hatte. Voller Energie und Tatkraft stürzte er sich auf seine Aufgabe: PERRY RHODAN, bis zu diesem Zeitpunkt vor allem als Print-Produkt bekannt, tauchte auf einmal in Form von Musik-Produktionen auf. Die bisher schleppend verlaufenden Versuche, PERRY RHODAN als Computerspiel zu veröffentlichen, wurden von ihm forciert; es gab eine ganze Reihe von neuen Produkten, die im weitesten Sinne mit der Vermarktung der Serie zu tun hatten.
Besonders wichtig: Eckhard Schwettmann war der erste, der überhaupt PERRY RHODAN als eine »Marke« begriff; er pflanzte den Markengedanken in die Hirne der Redaktion und des Autorenteams. Der Markengedanke sollte über allem stehen, und die Serie sollte sich konsequent und kontinuierlich in alle wichtigen Richtungen entwickeln. Er verortete PERRY RHODAN im Bereich der Popkultur, stellte die Serie in neue Zusammenhänge und verlieh ihr so ein frisches Image.
Der Erfolg gab ihm recht. Zahlreiche neue Publikationen erschienen, die Serie florierte und entwickelte sich. Wurde PERRY RHODAN im Jahr 1995 noch von zwei Personen betreut, nämlich von Sabine Bretzinger und Klaus N. Frick, waren es Ende der 90er-Jahre bereits fünf; im Jahr 2001 kamen Redaktion und Marketing von PERRY RHODAN auf insgesamt sieben Personen. Mit dieser »Manpower« ließ sich einiges bewegen.
Eckhards Ideen stießen an »höherer Stelle« auf große Aufmerksamkeit. Bereits 1999 wurde er zum Verlagsleiter für die Moewig-Buchverlage ernannt, er war damit gleichberechtigt mit dem Verlagsleiter für den gesamten Zeitschriftenbereich. Als Buchverlagsleiter kümmerte er sich natürlich weiterhin um PERRY RHODAN, stieß aber jetzt zusätzliche Impulse im Buchgeschäft an. Moewig sollte stärker in die Mediengesellschaft verankert werden, wozu beispielsweise Pressekonferenzen gehörten oder eben auch Bücher, die außerhalb des »normalen« Buchgeschäfts funktionieren sollten.
2001 verließ Eckhard den Verlag, wechselte für einige Zeit ins Filmgeschäft, um sich dann vor allem um Bücher aller Art zu kümmern. Er war für Verlage wie Humboldt und Hannibal tätig, um nur einige zu nennen, und brachte die zwei Bereiche zusammen, die sein berufliches und privates Leben am meisten prägten: Popkultur im weitesten Sinne und Bücher.
Mit seinem fulminanten Prachtband »Der Allmächtige« setzte er Maßstäbe in Sachen PERRY RHODAN-Berichterstattung. Wer seitdem über die größte Science-Fiction-Serie der Welt spricht oder schreibt, muss dieses Mammutwerk kennen.
Seit einiger Zeit betreibt er weitere Projekte, diesmal nicht als Autor, sondern als Herausgeber. Drei Bände der »PERRY RHODAN-Chronik« sind wohl bereits erschienen, wenn der GarchingCon läuft; die »Johnny-Bruck-Biografie« würdigt darüber hinaus den wichtigsten Science-Fiction-Künstler des deutschsprachigen Raumes.
Das alles sind nur Streif- und Auszüge. Man könnte über Eckhard Schwettmann viel mehr schreiben und erzählen. Wer ihn kennt, weiß genügend Anekdoten und Berichtenswertes, das als Ergänzung dienen kann. Aber dass er mit seinen Arbeiten seit vielen Jahren für PERRY RHODAN streitet und aktiv ist, das wird ihm für immer einen Platz in der Chronik des Perryversums verschaffen – ein ganz spezieller Zellaktivator aus Gedanken, Ideen und Visionen ...
(Dieses Logbuch erschien bereits im Conbuch für den GarchingCon im Mai 2013. Auf dieser Internet-Seite sollten wir es aber auch bringen – es hat schließlich viel mit unserer Arbeit zu tun ...)
Das PERRY RHODAN-Universum, von den Fans häufig als Perryversum bezeichnet, hat sich in den über fünf Jahrzehnten seines Bestehens, immer wieder verändert. Es bildeten sich andere Schwerpunkte aus, es wurden andere Geschichten erzählt. Für die meisten Änderungen zeichneten Autoren verantwortlich: Karl-Herbert Scheer, William Voltz, Ernst Vlcek, Robert Feldhoff und Uwe Anton zählen zu jenen, die mit ihren Romanen und Ideen dem Perryversum immer neue Facetten hinzugefügt haben.
Es gibt darüber hinaus einen Mann, der ebenfalls viel für das Perryversum getan und es sehr geprägt hat: Dabei handelt es sich um Eckhard Schwettmann, dessen Name seit Mitte der 90er-Jahre für PERRY RHODAN-Marketing und für Bücher über PERRY RHODAN steht. Seine Rolle für die neuere Geschichte der Serie und ihres Umfeldes ist groß, und es ist sinnvoll, sie an dieser Stelle einmal zu würdigen.
Eckhard Schwettmann kam im Sommer 1996 als Marketingleiter zur Verlagsunion Pabel-Moewig, in einer Zeit also, in der viel um den Kurs der PERRY RHODAN-Serie diskutiert wurde. Unter dem Dach des Moewig-Buchverlages sollte die Serie weg vom Heftroman und hin zum Buch entwickelt werden, darüber hinaus ging es darum, sie zu modernisieren und in neue Medien zu führen.
Das war ideal für Eckhard Schwettmann, der zuvor jahrelang in der Musik-Branche gearbeitet hatte. Voller Energie und Tatkraft stürzte er sich auf seine Aufgabe: PERRY RHODAN, bis zu diesem Zeitpunkt vor allem als Print-Produkt bekannt, tauchte auf einmal in Form von Musik-Produktionen auf. Die bisher schleppend verlaufenden Versuche, PERRY RHODAN als Computerspiel zu veröffentlichen, wurden von ihm forciert; es gab eine ganze Reihe von neuen Produkten, die im weitesten Sinne mit der Vermarktung der Serie zu tun hatten.
Besonders wichtig: Eckhard Schwettmann war der erste, der überhaupt PERRY RHODAN als eine »Marke« begriff; er pflanzte den Markengedanken in die Hirne der Redaktion und des Autorenteams. Der Markengedanke sollte über allem stehen, und die Serie sollte sich konsequent und kontinuierlich in alle wichtigen Richtungen entwickeln. Er verortete PERRY RHODAN im Bereich der Popkultur, stellte die Serie in neue Zusammenhänge und verlieh ihr so ein frisches Image.
Der Erfolg gab ihm recht. Zahlreiche neue Publikationen erschienen, die Serie florierte und entwickelte sich. Wurde PERRY RHODAN im Jahr 1995 noch von zwei Personen betreut, nämlich von Sabine Bretzinger und Klaus N. Frick, waren es Ende der 90er-Jahre bereits fünf; im Jahr 2001 kamen Redaktion und Marketing von PERRY RHODAN auf insgesamt sieben Personen. Mit dieser »Manpower« ließ sich einiges bewegen.
Eckhards Ideen stießen an »höherer Stelle« auf große Aufmerksamkeit. Bereits 1999 wurde er zum Verlagsleiter für die Moewig-Buchverlage ernannt, er war damit gleichberechtigt mit dem Verlagsleiter für den gesamten Zeitschriftenbereich. Als Buchverlagsleiter kümmerte er sich natürlich weiterhin um PERRY RHODAN, stieß aber jetzt zusätzliche Impulse im Buchgeschäft an. Moewig sollte stärker in die Mediengesellschaft verankert werden, wozu beispielsweise Pressekonferenzen gehörten oder eben auch Bücher, die außerhalb des »normalen« Buchgeschäfts funktionieren sollten.
2001 verließ Eckhard den Verlag, wechselte für einige Zeit ins Filmgeschäft, um sich dann vor allem um Bücher aller Art zu kümmern. Er war für Verlage wie Humboldt und Hannibal tätig, um nur einige zu nennen, und brachte die zwei Bereiche zusammen, die sein berufliches und privates Leben am meisten prägten: Popkultur im weitesten Sinne und Bücher.
Mit seinem fulminanten Prachtband »Der Allmächtige« setzte er Maßstäbe in Sachen PERRY RHODAN-Berichterstattung. Wer seitdem über die größte Science-Fiction-Serie der Welt spricht oder schreibt, muss dieses Mammutwerk kennen.
Seit einiger Zeit betreibt er weitere Projekte, diesmal nicht als Autor, sondern als Herausgeber. Drei Bände der »PERRY RHODAN-Chronik« sind wohl bereits erschienen, wenn der GarchingCon läuft; die »Johnny-Bruck-Biografie« würdigt darüber hinaus den wichtigsten Science-Fiction-Künstler des deutschsprachigen Raumes.
Das alles sind nur Streif- und Auszüge. Man könnte über Eckhard Schwettmann viel mehr schreiben und erzählen. Wer ihn kennt, weiß genügend Anekdoten und Berichtenswertes, das als Ergänzung dienen kann. Aber dass er mit seinen Arbeiten seit vielen Jahren für PERRY RHODAN streitet und aktiv ist, das wird ihm für immer einen Platz in der Chronik des Perryversums verschaffen – ein ganz spezieller Zellaktivator aus Gedanken, Ideen und Visionen ...
13 Juni 2013
Ein Tag mit NEO
Am heutigen Tag arbeite ich wieder einmal zu Hause. Der Grund ist einfach: Ich habe derart viele Manuskripte und Exposés zu lesen, bin das kann ich nur einigermaßen in Ruhe machen, wenn ich daheim bin. Kein Telefon klingelt, und niemand betritt mein Büro, und bei schönem Wetter kann ich mich auf den Balkon setzen.
Wobei die Lektüre sowieso schön in die Zukunft weist: Es geht um PERRY RHODAN NEO, es geht um die Handlung der nächsten Staffel, und es geht vor allem um den fünfzigsten Roman. Dieser kommt ja immer schneller auf uns zu, und rings um diesen Band haben mir die Autoren schon einiges an Lesestoff zur Verfügung gestellt. In einem Fall bin ich selbst schon sehr gespannt, weil der Autor sehr viel an »Eigenentwicklungen« entworfen hat, die ich nicht kenne ...
Wobei die Lektüre sowieso schön in die Zukunft weist: Es geht um PERRY RHODAN NEO, es geht um die Handlung der nächsten Staffel, und es geht vor allem um den fünfzigsten Roman. Dieser kommt ja immer schneller auf uns zu, und rings um diesen Band haben mir die Autoren schon einiges an Lesestoff zur Verfügung gestellt. In einem Fall bin ich selbst schon sehr gespannt, weil der Autor sehr viel an »Eigenentwicklungen« entworfen hat, die ich nicht kenne ...
12 Juni 2013
Sechs Monolithen im Grünband
Dieser Tage trafen die Belegexemplare von Bertelsmann ein: »Sprung ins Jenseits« von Achim Mehnert liegt jetzt auch als Hardcover vor. Die Kollegen vom dortigen Abo-Dienst haben damit den sechsten Band des »Monolith«-Zyklus in Form der sogenannten Grünbände veröffentlicht – damit ist der Zyklus in seiner zweiten Ausgabe abgeschlossen.
Das macht mich vor allem deshalb stolz, weil ich an diesem ATLAN-Zyklus mitgewirkt habe. Zwar schrieb ich weder den Roman noch das Exposé, aber ich hatte einige Ideen zum Konzept beigesteuert. Dass daraus dann zuerst sechs Taschenbücher und sechs Hardcover-Bände wurden, schmeichelt meinem Ego und erfreut hoffentlich die Leser.
Das macht mich vor allem deshalb stolz, weil ich an diesem ATLAN-Zyklus mitgewirkt habe. Zwar schrieb ich weder den Roman noch das Exposé, aber ich hatte einige Ideen zum Konzept beigesteuert. Dass daraus dann zuerst sechs Taschenbücher und sechs Hardcover-Bände wurden, schmeichelt meinem Ego und erfreut hoffentlich die Leser.
11 Juni 2013
Wiener Dreierpack
Ein Logbuch der Redaktion
Dass PERRY RHODAN-Autoren einen Doppelband verfassen, also zwei Romane hintereinander, die zudem in einem inhaltlichen Zusammenhang stehen, ist nichts besonderes. Das kommt seit vielen Jahrzehnten immer wieder vor und erfreut sich großer Beliebtheit bei Autoren wie Lesern: Eine komplexe Handlung lässt sich über zwei Romane hinweg besser erzählen, die erzählerische Breite ermöglicht es zudem, Charakteren mehr Raum zu geben. Dass Autoren aber gleich drei Bände hintereinander schreiben, ist sehr selten.
Wenn alle Informationen stimmen, war Kurt Mahr jener Autor, der dies zum letzten Mal schaffte: Von ihm stammen die Bände 1159 bis 1161 – und das ist fast dreißig Jahre her. Umso interessanter ist deshalb der »Dreier-Block«, den Michael Marcus Thurner geschrieben hat und der in den nächsten Wochen unter den Bandnummern 2704 bis 2706 erscheinen wird. Sein Thema ist zudem eines, das bei den Lesern auf großes Interesse, aber nicht unbedingt auf große Gegenliebe stoßen wird ...
Das zeigt sich schon beim Titel des ersten Romans, der die Nummer 2704 trägt. In »Die Rückkehr der JULES VERNE« spielt ein Raumschiff eine wichtige Rolle, mit dem Perry Rhodan selbst schon durch Raum und Zeit gereist ist. Dieses Schiff und seine Besatzung stehen im Zentrum eines durchdachten Plans. Eine der Hauptpersonen des Romans ist darüber hinaus Reginald Bull, seit der Mondlandung ein Wegbegleiter Perry Rhodans; als weiterer Handlungsträger tritt unter anderem ein Geheimagent mit allerlei Problemen auf.
Der Autor, dem das Schreiben an der Trilogie – der Ausdruck ist hier angebracht – sichtlich Spaß gemacht hat, äußerte sich in seinem privaten Blog dazu: »Drei Heftromane haben in etwa die Länge eines PERRY RHODAN-Taschenbuchs, von denen ich schon einige geschrieben habe. Man könnte also glauben, dass ich problemlos damit zurechtkommen würde.« Immerhin soll jeder Roman einen eigenen Spannungsbogen haben, so dass er auch für sich allein stehen kann – und die drei Bände zusammen sollen wiederum eine zusammenhängende Geschichte erzählen.
Der Autor wechselt im Lauf seiner Trilogie durchaus die Perspektive: In Band 2705, der den schönen Titel »Die Sippe der Würdelosen« trägt, stellt er eine recht ausgefallene Gruppe von Lemurer-Abkömmlingen vor, und er präsentiert mit dem geheimnisvollen »Marschall« erstmals einen Handlungsträger, von dem man im Verlauf der weiteren Zyklushandlung wohl noch mehr hören wird.
Den Höhepunkt und Abschluss der Trilogie bildet dann – wie es sich gehört – der Abschlussband: Das ist Band 2706 mit dem programmatisch klingenden Titel »Sternengrab«. Ich fand das Manuskript schon bei der Lektüre sehr spannend, und ich bin sicher, dass es auch bei den Lesern auf große Zustimmung stoßen wird.
»Für mich persönlich ist diese Trilogie auf jeden Fall ein Highlight meiner bisherigen Karriere als Mitglied des PERRY RHODAN-Teams«, schreibt der Autor in seinem Blog. Damit hat er komplett recht: Die Trilogie ist auch ein Highlight der gesamten PERRY RHODAN-Serie und liefert für den aktuellen Handlungszyklus »Das Atopische Tribunal« einen echten »Kracher«.
Den sollte sich kein Leser entgehen lassen: weder als gedrucktes Heft am Kiosk oder im Abonnement noch als E-Book oder Download-Hörbuch!
Dass PERRY RHODAN-Autoren einen Doppelband verfassen, also zwei Romane hintereinander, die zudem in einem inhaltlichen Zusammenhang stehen, ist nichts besonderes. Das kommt seit vielen Jahrzehnten immer wieder vor und erfreut sich großer Beliebtheit bei Autoren wie Lesern: Eine komplexe Handlung lässt sich über zwei Romane hinweg besser erzählen, die erzählerische Breite ermöglicht es zudem, Charakteren mehr Raum zu geben. Dass Autoren aber gleich drei Bände hintereinander schreiben, ist sehr selten.
Wenn alle Informationen stimmen, war Kurt Mahr jener Autor, der dies zum letzten Mal schaffte: Von ihm stammen die Bände 1159 bis 1161 – und das ist fast dreißig Jahre her. Umso interessanter ist deshalb der »Dreier-Block«, den Michael Marcus Thurner geschrieben hat und der in den nächsten Wochen unter den Bandnummern 2704 bis 2706 erscheinen wird. Sein Thema ist zudem eines, das bei den Lesern auf großes Interesse, aber nicht unbedingt auf große Gegenliebe stoßen wird ...
Das zeigt sich schon beim Titel des ersten Romans, der die Nummer 2704 trägt. In »Die Rückkehr der JULES VERNE« spielt ein Raumschiff eine wichtige Rolle, mit dem Perry Rhodan selbst schon durch Raum und Zeit gereist ist. Dieses Schiff und seine Besatzung stehen im Zentrum eines durchdachten Plans. Eine der Hauptpersonen des Romans ist darüber hinaus Reginald Bull, seit der Mondlandung ein Wegbegleiter Perry Rhodans; als weiterer Handlungsträger tritt unter anderem ein Geheimagent mit allerlei Problemen auf.
Der Autor, dem das Schreiben an der Trilogie – der Ausdruck ist hier angebracht – sichtlich Spaß gemacht hat, äußerte sich in seinem privaten Blog dazu: »Drei Heftromane haben in etwa die Länge eines PERRY RHODAN-Taschenbuchs, von denen ich schon einige geschrieben habe. Man könnte also glauben, dass ich problemlos damit zurechtkommen würde.« Immerhin soll jeder Roman einen eigenen Spannungsbogen haben, so dass er auch für sich allein stehen kann – und die drei Bände zusammen sollen wiederum eine zusammenhängende Geschichte erzählen.
Der Autor wechselt im Lauf seiner Trilogie durchaus die Perspektive: In Band 2705, der den schönen Titel »Die Sippe der Würdelosen« trägt, stellt er eine recht ausgefallene Gruppe von Lemurer-Abkömmlingen vor, und er präsentiert mit dem geheimnisvollen »Marschall« erstmals einen Handlungsträger, von dem man im Verlauf der weiteren Zyklushandlung wohl noch mehr hören wird.
Den Höhepunkt und Abschluss der Trilogie bildet dann – wie es sich gehört – der Abschlussband: Das ist Band 2706 mit dem programmatisch klingenden Titel »Sternengrab«. Ich fand das Manuskript schon bei der Lektüre sehr spannend, und ich bin sicher, dass es auch bei den Lesern auf große Zustimmung stoßen wird.
»Für mich persönlich ist diese Trilogie auf jeden Fall ein Highlight meiner bisherigen Karriere als Mitglied des PERRY RHODAN-Teams«, schreibt der Autor in seinem Blog. Damit hat er komplett recht: Die Trilogie ist auch ein Highlight der gesamten PERRY RHODAN-Serie und liefert für den aktuellen Handlungszyklus »Das Atopische Tribunal« einen echten »Kracher«.
Den sollte sich kein Leser entgehen lassen: weder als gedrucktes Heft am Kiosk oder im Abonnement noch als E-Book oder Download-Hörbuch!
10 Juni 2013
Die letzten Tage Lemurias
Ein Logbuch der Redaktion
Dass ich Hörbücher mag, habe ich schon oft genug an dieser Stelle erzählt. »Meine« Science-Fiction-Serie wird mir damit noch vertrauter, als sie es sowieso schon ist ...
In den vergangenen Tagen und Wochen beschäftigte ich mich intensiv mit einem PERRY RHODAN-Hörbuch, zu dem ich die gedruckte Vorlage nicht kannte. Gemeint ist »Die letzten Tage Lemurias«, der fünfte Teil des LEMURIA-Zyklus, den Thomas Ziegler verfasst hat. Das Taschenbuch erschien im Februar 2005 im Heyne-Verlag, das Hörbuch ist von 2012 und wurde von Eins A Medien verlegt.
Ich ließ mich von Josef Tratniks einprägsamer Stimme in
eine
packende Geschichte entführen. Sie vor allem aus der Sicht eines
Haluters erzählt, führt in ihrem Verlauf aber immer stärker einen
lemurischen Wissenschaftler ins Zentrum des Geschehens. Der Haluter ist
Icho Tolot, seit seinem ersten Auftauchen in einem PERRY RHODAN-Roman
untrennbar mit dem Perryversum verbunden.
Den Aktivatorträger verschlägt es in die Vergangenheit – genauer gesagt, kommt er rund 50.000 Jahre vor der »Realzeit« heraus. Er sieht sich mit dem fürchterlichen Krieg zwischen den Lemurern und den Bestien konfrontiert. Tolot wird Augenzeuge fürchterlicher Massakker und Schlachten. Die Lemurer als Vorfahren der Menschheit und die Bestien als Vorfahren »seiner« Haluter bedeuten Icho Tolot jeweils sehr viel, und es fällt ihm schwer, sich eindeutig für eine Seite zu entscheiden. Doch irgendwann greift er auf der Seite der Lemurer ein, obwohl er Angst vor einem Zeitparadoxon hat.
Ich fand die Geschichte beim Anhören beeindruckend, nicht nur wegen Josef Tratniks Stimme. Der LEMURIA-Zyklus, der nach Exposés von Hubert Haensel entstanden war, wurde damals vor allem von Frank Borsch redaktionell betreut. Ich schmökerte die Manuskripte der ersten vier Romane durch, während ich die Romane fünf und sechs aus verschiedenen Gründen nicht mehr las – für mich war es also tatsächlich ein neuer Stoff.
Beeindruckend war beim Anhören für mich, dass es sich um Thomas Zieglers letzten Roman handelte. Wir hatten uns damals mehrfach über einen Wiedereinstieg bei PERRY RHODAN unterhalten. Im Jahr 2004 kam sein erster Heftroman nach einer Pause von fast zwanzig Jahren heraus; zusätzliche Romane sollten folgen. Der Autor verfasste einen weiteren Heftroman und das Manuskript von »Die letzten Tage Lemurias«, und wir beide waren mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden.
Dann kam der September 2004 und Thomas Zieglers viel zu früher Tod; er wurde nur 47 Jahre alt. Ein halbes Jahr nach seinem Tod erschien der LEMURIA-Roman bei Heyne; es war mir damals, als sei es sein literarisches Vermächtnis.
Immer wieder geht es in »Die letzten Tage Lemurias« um den Gedanken, ob manche Bemühungen um Leben und Hoffnung nicht völlig aussichtslos sind. Der Wissenschaftler Levian Paronn sucht verzweifelt nach einer Möglichkeit, durch die Zeit zu reisen, um die Gefahr durch die Bestien zu bannen. Der Haluter Icho Tolot weiß, dass er schon einmal durch die Zeit gereist ist und es wieder tun muss, aber er möchte nicht das Universum verändern. Die Lemurer kämpfen verzweifelt um ihre Zukunft, und die Bestien folgen mit kalter Strategie den Befehlen ihrer Auftraggeber.
Icho Tolot erkennt im Verlauf des Romans irgendwann: Man muss Stellung beziehen, man kann nicht zuschauen, wenn Dinge passieren, die einem nicht liegen. Deshalb handelt der monströs wirkende Haluter in Thomas Zieglers Roman unterm Strich menschlicher als viele Menschen – womit der spannende und abwechslungsreich erzählte Roman tatsächlich eine philosophische Komponente aufweist.
Während ich der Geschichte lauschte, wurde mir erneut bewusst, wie früh Thomas Ziegler gestorben war. Mit »Die letzten Tage Lemurias« hat er einen Roman hinterlassen, der die PERRY RHODAN-Historie um wichtige Punkte bereichert – und in der Hörbuchfassung wird das Geschehen in der irdischen Vergangenheit noch spannender erzählt. Beeindruckend!
Dass ich Hörbücher mag, habe ich schon oft genug an dieser Stelle erzählt. »Meine« Science-Fiction-Serie wird mir damit noch vertrauter, als sie es sowieso schon ist ...
In den vergangenen Tagen und Wochen beschäftigte ich mich intensiv mit einem PERRY RHODAN-Hörbuch, zu dem ich die gedruckte Vorlage nicht kannte. Gemeint ist »Die letzten Tage Lemurias«, der fünfte Teil des LEMURIA-Zyklus, den Thomas Ziegler verfasst hat. Das Taschenbuch erschien im Februar 2005 im Heyne-Verlag, das Hörbuch ist von 2012 und wurde von Eins A Medien verlegt.
Ich ließ mich von Josef Tratniks einprägsamer Stimme in
Den Aktivatorträger verschlägt es in die Vergangenheit – genauer gesagt, kommt er rund 50.000 Jahre vor der »Realzeit« heraus. Er sieht sich mit dem fürchterlichen Krieg zwischen den Lemurern und den Bestien konfrontiert. Tolot wird Augenzeuge fürchterlicher Massakker und Schlachten. Die Lemurer als Vorfahren der Menschheit und die Bestien als Vorfahren »seiner« Haluter bedeuten Icho Tolot jeweils sehr viel, und es fällt ihm schwer, sich eindeutig für eine Seite zu entscheiden. Doch irgendwann greift er auf der Seite der Lemurer ein, obwohl er Angst vor einem Zeitparadoxon hat.
Ich fand die Geschichte beim Anhören beeindruckend, nicht nur wegen Josef Tratniks Stimme. Der LEMURIA-Zyklus, der nach Exposés von Hubert Haensel entstanden war, wurde damals vor allem von Frank Borsch redaktionell betreut. Ich schmökerte die Manuskripte der ersten vier Romane durch, während ich die Romane fünf und sechs aus verschiedenen Gründen nicht mehr las – für mich war es also tatsächlich ein neuer Stoff.
Beeindruckend war beim Anhören für mich, dass es sich um Thomas Zieglers letzten Roman handelte. Wir hatten uns damals mehrfach über einen Wiedereinstieg bei PERRY RHODAN unterhalten. Im Jahr 2004 kam sein erster Heftroman nach einer Pause von fast zwanzig Jahren heraus; zusätzliche Romane sollten folgen. Der Autor verfasste einen weiteren Heftroman und das Manuskript von »Die letzten Tage Lemurias«, und wir beide waren mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden.
Dann kam der September 2004 und Thomas Zieglers viel zu früher Tod; er wurde nur 47 Jahre alt. Ein halbes Jahr nach seinem Tod erschien der LEMURIA-Roman bei Heyne; es war mir damals, als sei es sein literarisches Vermächtnis.
Immer wieder geht es in »Die letzten Tage Lemurias« um den Gedanken, ob manche Bemühungen um Leben und Hoffnung nicht völlig aussichtslos sind. Der Wissenschaftler Levian Paronn sucht verzweifelt nach einer Möglichkeit, durch die Zeit zu reisen, um die Gefahr durch die Bestien zu bannen. Der Haluter Icho Tolot weiß, dass er schon einmal durch die Zeit gereist ist und es wieder tun muss, aber er möchte nicht das Universum verändern. Die Lemurer kämpfen verzweifelt um ihre Zukunft, und die Bestien folgen mit kalter Strategie den Befehlen ihrer Auftraggeber.
Icho Tolot erkennt im Verlauf des Romans irgendwann: Man muss Stellung beziehen, man kann nicht zuschauen, wenn Dinge passieren, die einem nicht liegen. Deshalb handelt der monströs wirkende Haluter in Thomas Zieglers Roman unterm Strich menschlicher als viele Menschen – womit der spannende und abwechslungsreich erzählte Roman tatsächlich eine philosophische Komponente aufweist.
Während ich der Geschichte lauschte, wurde mir erneut bewusst, wie früh Thomas Ziegler gestorben war. Mit »Die letzten Tage Lemurias« hat er einen Roman hinterlassen, der die PERRY RHODAN-Historie um wichtige Punkte bereichert – und in der Hörbuchfassung wird das Geschehen in der irdischen Vergangenheit noch spannender erzählt. Beeindruckend!
09 Juni 2013
Ein Tag in Wattenheim
Der heutige Sonntag, 9. Juni 2013, folgte einer klaren Mission: Sabine Kropp und ich fuhren nach Wattenheim, einem Dorf in Rheinland-Pfalz, wo wir uns mit Wim Vandemaan und Christian Montillon zu einer Exposé-Besprechung trafen. Tagungsort war die Montillon-Wohnung, die sich für solche Zwecke ganz gut eignet; sie liegt zwar nicht unbedingt zentral, aber zumindest für uns von der Redaktion ist die Anreise überschaubar.
Thema waren die laufenden Exposés und Handlungsideen, auch die Diskussion dazu, wie der neue Zyklus angelaufen war. Wir schauten uns Leserkritiken und Leserlob an, und wir sprachen vor allem darüber, wie sich die Handlung bis Band 2749 und vor allem bis Band 2799 gestalten wird. Angesichts der Ideenvielfalt ist mir für die Zukunft des laufenden PERRY RHODAN-Zyklus nicht bange ...
Thema waren die laufenden Exposés und Handlungsideen, auch die Diskussion dazu, wie der neue Zyklus angelaufen war. Wir schauten uns Leserkritiken und Leserlob an, und wir sprachen vor allem darüber, wie sich die Handlung bis Band 2749 und vor allem bis Band 2799 gestalten wird. Angesichts der Ideenvielfalt ist mir für die Zukunft des laufenden PERRY RHODAN-Zyklus nicht bange ...
08 Juni 2013
Geburtstag eines guten Freundes
Der 8. Juni 1936 war kein besonders auffälliger Tag, sieht man von einem Umstand ab: An diesem Tag kam in der kleinen Stadt Manchester im US-Bundesstaat Connecticut ein gewisser Perry Rhodan auf die Welt. Später landete er als erster Mensch auf dem Mond und traf auf die Außerirdischen.
Zumindest im Universum der PERRY RHODAN-Serie, in der Zukunft der Neuen Galaktischen Zeitrechnung, dürfte der 8. Juni 1936 ein Datum sein, das in den Geschichtsbüchern steht. In der realen Welt des Jahres 2013 in unserem Universum ist es kein Jubiläum.
Für mich ist es wie der Geburtstag eines guten Freundes. Den guten Perry kenne ich nun schon lange ... und ich werde heute abend wohl ein Glas Wein auf ihn trinken. Auf den alten Terraner!
Zumindest im Universum der PERRY RHODAN-Serie, in der Zukunft der Neuen Galaktischen Zeitrechnung, dürfte der 8. Juni 1936 ein Datum sein, das in den Geschichtsbüchern steht. In der realen Welt des Jahres 2013 in unserem Universum ist es kein Jubiläum.
Für mich ist es wie der Geburtstag eines guten Freundes. Den guten Perry kenne ich nun schon lange ... und ich werde heute abend wohl ein Glas Wein auf ihn trinken. Auf den alten Terraner!
07 Juni 2013
Die Terminatoren und zwei Protokolle
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
Die erste Exposékonferenz im Jahr 1999 war am Abend des Montags, 8. Februar, mit einigen Gläsern Bier zu Ende gegangen. Tatsächlich hatten wir in diesen Stunden auch einige halbwegs vernünftige Gespräche geführt, am Ende hatten wir vor allem gealbert. Das machte mit den beiden Autoren immer viel Spaß; die beiden waren witzig, kamen bei den Gesprächen von einem Thema auf das andere und hatten aufgrund ihrer unterschiedlichen Herkunft auch stets Themen, die Anreize für weitere Witze boten.
Wir setzten uns am Abreisetag noch einmal zusammen: Ein wenig verkatert trafen sich Robert Feldhoff, Ernst Vlcek und ich im Frühstückssaal des Hotels. Wir trugen die bisherigen Fakten zusammen und entwarfen einige weitere Ideen.
Unter anderem kam das Konzept der sogenannten Terminatoren auf – das war selbstverständlich nur ein Arbeitsbegriff. Perry Rhodan sollte vor Band 2000 noch einmal über die Brücke in die Unendlichkeit gehen und die Leiche eines Unbekannten finden, eines Terminatoren. Dieses Volk sollte aber erst im Band 2050 auftauchen, und dann mit einem Paukenschlag.
Zitat aus dem Protokoll: »Sie kommen aus einer anderen Gruppe von Galaxien, die sich von der Vormundschaft der Kosmokraten und Chaotarchen befreit haben. Sie benutzen ebenfalls die Brücke über eine Milliarde Lichtjahre hinweg und wollen Kontakt zu Thoregon, sind aber mega-aggressiv gegen die Kosmokraten, wollen Thoregon mit Gewalt auf ihre Seite bringen.«
Perry Rhodan müsse dann mit einigen Begleitern direkt zu den Terminatoren reisen. Bei dieser Reise sollte sogar ein Protagonist von der Brücke fallen. »Was passiert eigentlich in einem solchen Fall?«, steht als Frage im Protokoll.
Ich brachte beide Autoren zum Bahnhof; von dort aus fuhren sie gemeinsam nach Frankfurt, wo sie sich trennten: Ernst flog nach Wien, Robert fuhr mit der Bahn weiter nach Norden. Und ich setzte mich zu Hause an meinen Computer und begann gleich damit, die Protokolle zu schreiben.
Wobei es in diesem Fall auch darum ging, die Marketing-Fakten aufzubereiten. Mit Eckhard Schwettmann hatte ich vereinbart, dass er nach jeder Besprechung die wesentlichen Fakten erhalten sollte – dann konnte er sich Gedanken dazu machen, wie die Anzeigen auszusehen hatten, wie man Werbung platzieren konnte oder welche Slogans sich anboten.
So notierte ich in tabellarischer Form unter anderem:
»Der Sohn Perry und Mondra Rhodans ab Band 1998 heißt Delorian.
Perry Rhodans Titel nach Band 2000: Resident.
Die große Mutantenschule heißt Metadom.
Der Bösewicht nach Band 2000 heißt Morkhando.«
Man beachte: Ich sprach von Mondra Rhodan ... Und nirgends war von einem Solaren Residenten die Rede, sondern nur von einem Residenten. Aber für die ersten Marketing-Überlegungen sollte das genügen, dachte ich.
Darüber hinaus skizzierte ich in dem Arbeitspapier für die Marketing-Abteilung, was wir uns zur Solaren Residenz, zum Restaurant Marco Polo und anderen Dingen ausgedacht hatten. Im Hinterkopf hatte ich damals zum wiederholten Mal die Schwettmann-Pläne, irgendwann eine »PERRY RHODAN-Erlebnisgastronomie« zu starten.
Nachdem ich mit dem Marketing-Protokoll fertig war, ging es an unser internes Protokoll – und dann an das Rundschreiben für das Autorenteam. Die Kolleginnen und Kollegen wollten ebenfalls so schnell wie möglich wissen, wie es mit der Handlung weitergehen sollte.
Gleich im ersten Satz, den ich an die Autoren richtete, entschuldigte ich mich gewissermaßen schon: »Bei der Konferenz in Karlsruhe haben Ernst Vlcek, Robert Feldhoff und ich eine Vielzahl von Details besprochen, die hier in dieser Zusammenfassung gar nicht alle auftauchen können.« Ich verwies auf mein »internes« Protokoll, das bereits sechs Seiten umfasste; mein Protokoll für die Autoren hatte abschließend ebenfalls einen Umfang von zwei Seiten.
Dann aber reichte es mir: An diesem Tag arbeitete ich nicht mehr lange und entschloss mich, lieber Feierabend zu machen. Drei Tage Exposékonferenz steckten mir ziemlich in den Knochen ...
Die erste Exposékonferenz im Jahr 1999 war am Abend des Montags, 8. Februar, mit einigen Gläsern Bier zu Ende gegangen. Tatsächlich hatten wir in diesen Stunden auch einige halbwegs vernünftige Gespräche geführt, am Ende hatten wir vor allem gealbert. Das machte mit den beiden Autoren immer viel Spaß; die beiden waren witzig, kamen bei den Gesprächen von einem Thema auf das andere und hatten aufgrund ihrer unterschiedlichen Herkunft auch stets Themen, die Anreize für weitere Witze boten.
Wir setzten uns am Abreisetag noch einmal zusammen: Ein wenig verkatert trafen sich Robert Feldhoff, Ernst Vlcek und ich im Frühstückssaal des Hotels. Wir trugen die bisherigen Fakten zusammen und entwarfen einige weitere Ideen.
Unter anderem kam das Konzept der sogenannten Terminatoren auf – das war selbstverständlich nur ein Arbeitsbegriff. Perry Rhodan sollte vor Band 2000 noch einmal über die Brücke in die Unendlichkeit gehen und die Leiche eines Unbekannten finden, eines Terminatoren. Dieses Volk sollte aber erst im Band 2050 auftauchen, und dann mit einem Paukenschlag.
Zitat aus dem Protokoll: »Sie kommen aus einer anderen Gruppe von Galaxien, die sich von der Vormundschaft der Kosmokraten und Chaotarchen befreit haben. Sie benutzen ebenfalls die Brücke über eine Milliarde Lichtjahre hinweg und wollen Kontakt zu Thoregon, sind aber mega-aggressiv gegen die Kosmokraten, wollen Thoregon mit Gewalt auf ihre Seite bringen.«
Perry Rhodan müsse dann mit einigen Begleitern direkt zu den Terminatoren reisen. Bei dieser Reise sollte sogar ein Protagonist von der Brücke fallen. »Was passiert eigentlich in einem solchen Fall?«, steht als Frage im Protokoll.
Ich brachte beide Autoren zum Bahnhof; von dort aus fuhren sie gemeinsam nach Frankfurt, wo sie sich trennten: Ernst flog nach Wien, Robert fuhr mit der Bahn weiter nach Norden. Und ich setzte mich zu Hause an meinen Computer und begann gleich damit, die Protokolle zu schreiben.
Wobei es in diesem Fall auch darum ging, die Marketing-Fakten aufzubereiten. Mit Eckhard Schwettmann hatte ich vereinbart, dass er nach jeder Besprechung die wesentlichen Fakten erhalten sollte – dann konnte er sich Gedanken dazu machen, wie die Anzeigen auszusehen hatten, wie man Werbung platzieren konnte oder welche Slogans sich anboten.
So notierte ich in tabellarischer Form unter anderem:
»Der Sohn Perry und Mondra Rhodans ab Band 1998 heißt Delorian.
Perry Rhodans Titel nach Band 2000: Resident.
Die große Mutantenschule heißt Metadom.
Der Bösewicht nach Band 2000 heißt Morkhando.«
Man beachte: Ich sprach von Mondra Rhodan ... Und nirgends war von einem Solaren Residenten die Rede, sondern nur von einem Residenten. Aber für die ersten Marketing-Überlegungen sollte das genügen, dachte ich.
Darüber hinaus skizzierte ich in dem Arbeitspapier für die Marketing-Abteilung, was wir uns zur Solaren Residenz, zum Restaurant Marco Polo und anderen Dingen ausgedacht hatten. Im Hinterkopf hatte ich damals zum wiederholten Mal die Schwettmann-Pläne, irgendwann eine »PERRY RHODAN-Erlebnisgastronomie« zu starten.
Nachdem ich mit dem Marketing-Protokoll fertig war, ging es an unser internes Protokoll – und dann an das Rundschreiben für das Autorenteam. Die Kolleginnen und Kollegen wollten ebenfalls so schnell wie möglich wissen, wie es mit der Handlung weitergehen sollte.
Gleich im ersten Satz, den ich an die Autoren richtete, entschuldigte ich mich gewissermaßen schon: »Bei der Konferenz in Karlsruhe haben Ernst Vlcek, Robert Feldhoff und ich eine Vielzahl von Details besprochen, die hier in dieser Zusammenfassung gar nicht alle auftauchen können.« Ich verwies auf mein »internes« Protokoll, das bereits sechs Seiten umfasste; mein Protokoll für die Autoren hatte abschließend ebenfalls einen Umfang von zwei Seiten.
Dann aber reichte es mir: An diesem Tag arbeitete ich nicht mehr lange und entschloss mich, lieber Feierabend zu machen. Drei Tage Exposékonferenz steckten mir ziemlich in den Knochen ...
06 Juni 2013
Stadt der Freien
Mit einem eleganten und zugleich beeindruckenden Roboter auf dem Titelbilder wartet das sechste ATLAN-Taschenheft auf: »Stadt der Freien« liegt seit gestern bei mir auf dem Schreibtisch und gefällt mir sehr gut. Arndt Drechsler hat ein absolut gelungenes Bild abgeliefert – da können der Zeichner, der Autor und die Redaktion stolz sein.Apropos Autor: Enthalten sind zwei klassische ATLAN-Heftromane von H.G. Ewers. »Robotstadt« und »Bezirk der Geister« sind voller skurriler Gestalten und absurder Ideen, teilweise witzig, teilweise spannend. Ich weiß noch, dass ich die ursprünglichen Romane damals sehr gern gelesen habe.
Mit diesem Band hat ATLAN übrigens schon das erste Halbjahr »geschafft«. Im Januar kam Band eins heraus, jetzt liegt schon das sechste Taschenheft vor. Gratulation an Sabine Kropp als Redakteurin und Rüdiger Schäfer als Bearbeiter: toll gemacht!
05 Juni 2013
Morkhando, Terra und ein Sohn
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
An diesem Montag, 8. Februar 1999, ging es weiter um die PERRY RHODAN-Handlung nach Band 2000. Ernst Vlcek und Robert Feldhoff überschlugen sich mit Ideen und Vorschlägen, die nicht unbedingt alle zusammenpassten. Ich kam zeitweise mit dem Notieren von Gedankenblitzen nicht nach und strich immer wieder irgendwelche Notizen durch, weil sie von neuen Überlegungen umgeworfen worden waren. Der Kaffee beflügelte, die beiden Exposéautoren schaukelten sich immer weiter auf.
Eine der Überlegungen dieses Nachmittags betraf einen wesentlichen Gegenspieler, den die Terraner nach Band 2000 in der Milchstraße haben sollten. Sein Name sollte Morkhando sein, und wir wollten, dass er im Bereich des Kristallimperiums mit seiner »Arbeit« beginnen sollte. Wer gegen ihn aktiv vorgehen wolle, müsse also ins Zentrum Arkons vorstoßen – damit könne ein konsequenter Konflikt zwischen Terranern und Arkoniden aufgebaut werden.
Zum Hintergrund Morkhandos formulierte ich im Protokoll: »In der Vergangenheit hat das Urwesen Morkhando gegen die Kosmokraten verloren, nachdem Morkhando das erste Thoregon vernichtet hat.«
Offensichtlich war uns aber nicht klar, ob es ein Morkhando gibt oder mehrere Morkhandos geben sollte; das Protokoll ist hier recht undeutlich: »Nach seiner Vernichtung gingen die Morkhando-Wesen alle in Raumschiffe und waren seither in einer Art Stasisfeld einige Millionen Jahre unterwegs. Sie tauchen jetzt in der Gegenwart auf.«
Immerhin sollte die Morkhando-Gefahr bereits in Band 2000 eine Rolle spielen. Wir wollten den Wissenschaftler Tautmo Aagenfelt in einer Szene als Attentäter wider Willen einsetzen, der Perry Rhodan töten möchte. Später sollte man »Raumschiffe mit vielen Leichen an Bord« finden, »die durch den Leerraum der Milchstraße treiben.«
Die SOL und ihre Besatzung sollte erneut eine Rolle spielen: Das Schiff sollte nach unseren Überlegungen mit Band 2049 aus der Vergangenheit zurückkommen, um dann die wesentlichen Informationen über Morkhando an Perry Rhodan weiterleiten zu können. Die vielen Skizzen zu Morkhando wurden allesamt später nicht übernommen; Robert Feldhoff übernahm allerdings einige Ideen für seine Konzeption von Morkhero Seelenquell, jenes Wesen, das versucht, zur Superintelligenz zu »reifen«.
Nach all diesen Diskussionen und Gesprächen waren wir ein wenig ausgelaugt; es war sowieso bereits 18 Uhr. Wir legten eine Pause ein. Ich brachte Robert Feldhoff und Ernst Vlcek zum Hotel, ging von dort aus nach Hause, wo ich mich ein wenig ausruhte.
Sabine Bretzinger und ich hatten uns verabredet – und ich hatte den Termin falsch notiert. So kam es, dass Sabine viel zu lange auf mich und die Autoren warten musste. Sie war entsprechend »angesäuert«, wurde dann aber vom Charme der beiden Autoren wieder milder gestimmt. Wir gingen in eine Pizzeria, die sich strategisch geschickt zwischen dem Hotel und meiner Wohnung befand. Dort machten wir nach einiger Zeit mit mehr oder weniger ernsthaften Diskussionen über den Inhalt weiter.
Ernst Vlcek wollte beispielsweise unbedingt, dass Perry Rhodans Sohn den Namen »Hubert« tragen sollte, selbstverständlich eine Anspielung auf den PERRY RHODAN-Autor Hubert Haensel. In einer harten Diskussion setzten sich Robert und ich durch: Der Rhodan-Sohn sollte den bereits definierten Namen Delorian auf jeden Fall behalten; dies war eine Anspielung auf die Science-Fiction-Trilogie »Zurück in die Zukunft«.
Delorian sollte ein besonderes Kind sein: geboren in Alashan, jenem Teil Terranias, den es in die ferne Galaxis Segafrendo verschlagen sollte. Er sollte in Terrania aufwachsen und besonders begabt sein: »Delorian hat die höchsten Psi-Werte, die man bisher messen konnte – aber er kann nichts davon anwenden, er hat keine aktive Gabe.«
Bei Ernst Vlcek kamen in solchen Fällen immer wieder Ideen auf den Tisch, die ein wenig wie Horror wirkten: »Beim Erwachen nach der Geburt macht das Kind sofort die Augen auf. Kann sofort sehen.« Wir legten aber fest, dass Delorian »Hyperwellen empfangen« sollte, wobei wir den Inhalt dieser Wellen und ihre Eigenschaften nicht definierten.
Immer wieder während seiner Kindheit und Jugendzeit sollte er »gewissermaßen ausgeschaltet« werden, »als ob er ohnmächtig wäre«. In dieser Zeit könnte er zwar noch atmen, sei aber nicht in der Lage, aktiv zu denken. Irgendetwas geschehe mit ihm, aber niemand wisse, was dies genau sei. So wollten wir eine Reihe von Geheimnissen um Delorian auftürmen, die wir peu à peu lösen wollten. (Dass sich später jegliche PERRY RHODAN-Geschichte um Delorian in eine völlig andere Richtung entwickeln sollte, war um diese Zeit niemandem bewusst – aber so ist es stets mit solchen Überlegungen.)
Noch einmal diskutierten wir über den Namen des Bösewichtes; dabei wurde fleißig geblödelt. Er sollte »Tausendsassa« heißen, forderte Ernst Vlcek, und Robert Feldhoff schlug vor, wir sollten die Romanhandlung auch in das Sternbild »Großer Dackel« verlagern. Mit jedem Bier wurden wir lustiger und lauter, und die Notizen, die ich auf meinen Block krakelte, wurden nicht unbedingt besser lesbar. Es war eine sehr interessante Exposébesprechung an diesem Spätabend des 8. Februar 1999 ...
An diesem Montag, 8. Februar 1999, ging es weiter um die PERRY RHODAN-Handlung nach Band 2000. Ernst Vlcek und Robert Feldhoff überschlugen sich mit Ideen und Vorschlägen, die nicht unbedingt alle zusammenpassten. Ich kam zeitweise mit dem Notieren von Gedankenblitzen nicht nach und strich immer wieder irgendwelche Notizen durch, weil sie von neuen Überlegungen umgeworfen worden waren. Der Kaffee beflügelte, die beiden Exposéautoren schaukelten sich immer weiter auf.
Eine der Überlegungen dieses Nachmittags betraf einen wesentlichen Gegenspieler, den die Terraner nach Band 2000 in der Milchstraße haben sollten. Sein Name sollte Morkhando sein, und wir wollten, dass er im Bereich des Kristallimperiums mit seiner »Arbeit« beginnen sollte. Wer gegen ihn aktiv vorgehen wolle, müsse also ins Zentrum Arkons vorstoßen – damit könne ein konsequenter Konflikt zwischen Terranern und Arkoniden aufgebaut werden.
Zum Hintergrund Morkhandos formulierte ich im Protokoll: »In der Vergangenheit hat das Urwesen Morkhando gegen die Kosmokraten verloren, nachdem Morkhando das erste Thoregon vernichtet hat.«
Offensichtlich war uns aber nicht klar, ob es ein Morkhando gibt oder mehrere Morkhandos geben sollte; das Protokoll ist hier recht undeutlich: »Nach seiner Vernichtung gingen die Morkhando-Wesen alle in Raumschiffe und waren seither in einer Art Stasisfeld einige Millionen Jahre unterwegs. Sie tauchen jetzt in der Gegenwart auf.«
Immerhin sollte die Morkhando-Gefahr bereits in Band 2000 eine Rolle spielen. Wir wollten den Wissenschaftler Tautmo Aagenfelt in einer Szene als Attentäter wider Willen einsetzen, der Perry Rhodan töten möchte. Später sollte man »Raumschiffe mit vielen Leichen an Bord« finden, »die durch den Leerraum der Milchstraße treiben.«
Die SOL und ihre Besatzung sollte erneut eine Rolle spielen: Das Schiff sollte nach unseren Überlegungen mit Band 2049 aus der Vergangenheit zurückkommen, um dann die wesentlichen Informationen über Morkhando an Perry Rhodan weiterleiten zu können. Die vielen Skizzen zu Morkhando wurden allesamt später nicht übernommen; Robert Feldhoff übernahm allerdings einige Ideen für seine Konzeption von Morkhero Seelenquell, jenes Wesen, das versucht, zur Superintelligenz zu »reifen«.
Nach all diesen Diskussionen und Gesprächen waren wir ein wenig ausgelaugt; es war sowieso bereits 18 Uhr. Wir legten eine Pause ein. Ich brachte Robert Feldhoff und Ernst Vlcek zum Hotel, ging von dort aus nach Hause, wo ich mich ein wenig ausruhte.
Sabine Bretzinger und ich hatten uns verabredet – und ich hatte den Termin falsch notiert. So kam es, dass Sabine viel zu lange auf mich und die Autoren warten musste. Sie war entsprechend »angesäuert«, wurde dann aber vom Charme der beiden Autoren wieder milder gestimmt. Wir gingen in eine Pizzeria, die sich strategisch geschickt zwischen dem Hotel und meiner Wohnung befand. Dort machten wir nach einiger Zeit mit mehr oder weniger ernsthaften Diskussionen über den Inhalt weiter.
Ernst Vlcek wollte beispielsweise unbedingt, dass Perry Rhodans Sohn den Namen »Hubert« tragen sollte, selbstverständlich eine Anspielung auf den PERRY RHODAN-Autor Hubert Haensel. In einer harten Diskussion setzten sich Robert und ich durch: Der Rhodan-Sohn sollte den bereits definierten Namen Delorian auf jeden Fall behalten; dies war eine Anspielung auf die Science-Fiction-Trilogie »Zurück in die Zukunft«.
Delorian sollte ein besonderes Kind sein: geboren in Alashan, jenem Teil Terranias, den es in die ferne Galaxis Segafrendo verschlagen sollte. Er sollte in Terrania aufwachsen und besonders begabt sein: »Delorian hat die höchsten Psi-Werte, die man bisher messen konnte – aber er kann nichts davon anwenden, er hat keine aktive Gabe.«
Bei Ernst Vlcek kamen in solchen Fällen immer wieder Ideen auf den Tisch, die ein wenig wie Horror wirkten: »Beim Erwachen nach der Geburt macht das Kind sofort die Augen auf. Kann sofort sehen.« Wir legten aber fest, dass Delorian »Hyperwellen empfangen« sollte, wobei wir den Inhalt dieser Wellen und ihre Eigenschaften nicht definierten.
Immer wieder während seiner Kindheit und Jugendzeit sollte er »gewissermaßen ausgeschaltet« werden, »als ob er ohnmächtig wäre«. In dieser Zeit könnte er zwar noch atmen, sei aber nicht in der Lage, aktiv zu denken. Irgendetwas geschehe mit ihm, aber niemand wisse, was dies genau sei. So wollten wir eine Reihe von Geheimnissen um Delorian auftürmen, die wir peu à peu lösen wollten. (Dass sich später jegliche PERRY RHODAN-Geschichte um Delorian in eine völlig andere Richtung entwickeln sollte, war um diese Zeit niemandem bewusst – aber so ist es stets mit solchen Überlegungen.)
Noch einmal diskutierten wir über den Namen des Bösewichtes; dabei wurde fleißig geblödelt. Er sollte »Tausendsassa« heißen, forderte Ernst Vlcek, und Robert Feldhoff schlug vor, wir sollten die Romanhandlung auch in das Sternbild »Großer Dackel« verlagern. Mit jedem Bier wurden wir lustiger und lauter, und die Notizen, die ich auf meinen Block krakelte, wurden nicht unbedingt besser lesbar. Es war eine sehr interessante Exposébesprechung an diesem Spätabend des 8. Februar 1999 ...
04 Juni 2013
Mutanten in Not
Wenn ich mittlerweile nach all den Jahren eines gut einschätzen kann, sind es Resonanzen der PERRY RHODAN-Leser auf gewisse Motive. Und wenn ich mir PERRY RHODAN NEO 45 anschaue, der heute druckfrisch auf den Tisch kam, weiß ich im voraus, dass viele Leser das Titelbild und damit den Roman ablehnen werden, weil eine sportliche Aktivität zu sehen ist ...Der Roman heißt »Mutanten in Not«, er wurde von Leo Lukas verfasst, und das Cover stammt von Dirk Schulz. Es geht tatsächlich unter anderem um ein sportliches Ereignis: ein Rugby-Spiel zwischen Naats und Menschen. Aber darüber hinaus spielen Mutanten und ihre Schicksale sowie einen geheimnisvolle Mordserie eine wichtige Rolle.
Mir hat der Roman bei der Lektüre sehr gut gefallen: Er ist sehr abwechslungsreich, und der Autor erzählt temporeich. Das eigentliche Spiel ist nicht sooo handlungstragend, wie manche befürchten werden – da sollte sich also niemand aufregen. Es muss sich im übrigen auch niemand aufregen ...
03 Juni 2013
30 Jahre mit Arndt Ellmer
Ein Logbuch der Redaktion
Als am 10. Oktober 1983 der Roman »Der Erwecker« erschien, dachte wohl nicht einmal der Autor selbst an die Möglichkeit, dass er dreißig Jahre später immer noch für die größte Science-Fiction-Serie der Welt schreiben würde. »Der Erwecker« trug die Bandnummer 1155, gehörte zum Zyklus »Die Endlose Armada« und stellte unter anderem einen Physiker und einen Matten-Willy ins Zentrum des Geschehens.
Damit fiel der Autor auf. Sein Name war Arndt Ellmer. Er zählt jetzt – auch wenn wir gerade einmal Frühsommer haben – seit dreißig Jahren zum PERRY RHODAN-Autorenteam. Das ist nicht falsch gerechnet: Der Autor hat schließlich schon einige Monate vor der Veröffentlichung an dem Roman gearbeitet; also jährt sich sein Einstieg irgendwann im Frühsommer 2013.
Davor war er allerdings bereits aktiv. 1980 kam sein erstes
PERRY
RHODAN-Taschenbuch heraus, 1981 erfolgte sein Einstieg bei ATLAN, und
davor veröffentlichte er Kurzgeschichten und andere Beiträge in
Fan-Zeitschriften.
Wann ich selbst Arndt Ellmer – der ja mit bürgerlichem Namen Wolfgang Kehl heißt – kennengelernt habe, weiß ich nicht mehr genau. Wir liefen uns irgendwann in der Mitte der 80er-Jahre über den Weg, sicher bei einem Con. Er besuchte gern Fan-Veranstaltungen, schließlich kam er selbst aus der Fan-Szene, und er war sich nie zu schade, mit Fans zu diskutieren.
Kein Wunder, dass er seit über zwanzig Jahren die Leserkontaktseite betreut. Er hatte schon früher das Ohr am Herz der Leser, und das ist so geblieben. Arndt Ellmer ist eine Säule des PERRY RHODAN-Teams, einer derjenigen, die das »große Schiff« auf Kurs halten und die regelmäßig ihre Romane veröffentlichen.
Ich werde beispielsweise nie vergessen, wie oft uns Arndt Ellmer aus der Patsche geholfen hat. Der Autor gehört zu den Menschen, die einfach helfen, wenn Not am Mann ist, die im Zweifelsfall nicht lange diskutieren, sondern einem tatkräftig zur Seite stehen. Das war beispielsweise dann der Fall, wenn ein Kollege ausfiel und Arndt kurzfristig einen Roman »dazwischen« schreiben musste.
Und man darf auch nicht vergessen, dass er zu Zeiten, als vom Verlag die Fan-Kontakte eher kritisch beäugt wurden, stets die PERRY RHODAN-Fahne auf der Frankfurter Buchmesse hochgehalten hat. Schon Ende der 80er- und zu Beginn der 90er-Jahre war er auf der Messe anwesend, plauderte mit Fans, informierte interessierte Passanten über aktuelle Entwicklungen bei der PERRY RHODAN-Serie und tat all diese Dinge, die heute von der Redaktion erledigt werden.
Ein Autor schreibt gern über Dinge, die ihn interessieren. Schaut man sich dann die Figuren an, die Arndt Ellmer im Verlauf seiner Arbeit gerne beschreibt, wird einem klar: In dem Mann verbirgt sich ein schräger Physiker. Immer wieder schrieb und schreibt er über seltsame Außerirdische und merkwürdige Menschen, die er in manchmal absurde Situationen führt. Man muss fairerweise sagen, dass nicht jeder den Humor von Arndt Ellmer mag – aber seine Figuren und seine Geschichten haben Witz, und sie finden seit dreißig Jahren ihre Fans.
Arndt Ellmer ist unser »Altautor«, auch wenn er sich selbst kaum so sehen wird. Alt genug dafür ist er sowieso nicht ... aber er ist am längsten dabei. Und ich würde mich freuen, wenn er weiterhin mit ungebremster Schaffenskraft dabei bliebe, gerne weitere Jahrzehnte.
Herzlichen Glückwunsch zu dreißig Jahren PERRY RHODAN, lieber Arndt!
Als am 10. Oktober 1983 der Roman »Der Erwecker« erschien, dachte wohl nicht einmal der Autor selbst an die Möglichkeit, dass er dreißig Jahre später immer noch für die größte Science-Fiction-Serie der Welt schreiben würde. »Der Erwecker« trug die Bandnummer 1155, gehörte zum Zyklus »Die Endlose Armada« und stellte unter anderem einen Physiker und einen Matten-Willy ins Zentrum des Geschehens.
Damit fiel der Autor auf. Sein Name war Arndt Ellmer. Er zählt jetzt – auch wenn wir gerade einmal Frühsommer haben – seit dreißig Jahren zum PERRY RHODAN-Autorenteam. Das ist nicht falsch gerechnet: Der Autor hat schließlich schon einige Monate vor der Veröffentlichung an dem Roman gearbeitet; also jährt sich sein Einstieg irgendwann im Frühsommer 2013.
Davor war er allerdings bereits aktiv. 1980 kam sein erstes
Wann ich selbst Arndt Ellmer – der ja mit bürgerlichem Namen Wolfgang Kehl heißt – kennengelernt habe, weiß ich nicht mehr genau. Wir liefen uns irgendwann in der Mitte der 80er-Jahre über den Weg, sicher bei einem Con. Er besuchte gern Fan-Veranstaltungen, schließlich kam er selbst aus der Fan-Szene, und er war sich nie zu schade, mit Fans zu diskutieren.
Kein Wunder, dass er seit über zwanzig Jahren die Leserkontaktseite betreut. Er hatte schon früher das Ohr am Herz der Leser, und das ist so geblieben. Arndt Ellmer ist eine Säule des PERRY RHODAN-Teams, einer derjenigen, die das »große Schiff« auf Kurs halten und die regelmäßig ihre Romane veröffentlichen.
Ich werde beispielsweise nie vergessen, wie oft uns Arndt Ellmer aus der Patsche geholfen hat. Der Autor gehört zu den Menschen, die einfach helfen, wenn Not am Mann ist, die im Zweifelsfall nicht lange diskutieren, sondern einem tatkräftig zur Seite stehen. Das war beispielsweise dann der Fall, wenn ein Kollege ausfiel und Arndt kurzfristig einen Roman »dazwischen« schreiben musste.
Und man darf auch nicht vergessen, dass er zu Zeiten, als vom Verlag die Fan-Kontakte eher kritisch beäugt wurden, stets die PERRY RHODAN-Fahne auf der Frankfurter Buchmesse hochgehalten hat. Schon Ende der 80er- und zu Beginn der 90er-Jahre war er auf der Messe anwesend, plauderte mit Fans, informierte interessierte Passanten über aktuelle Entwicklungen bei der PERRY RHODAN-Serie und tat all diese Dinge, die heute von der Redaktion erledigt werden.
Ein Autor schreibt gern über Dinge, die ihn interessieren. Schaut man sich dann die Figuren an, die Arndt Ellmer im Verlauf seiner Arbeit gerne beschreibt, wird einem klar: In dem Mann verbirgt sich ein schräger Physiker. Immer wieder schrieb und schreibt er über seltsame Außerirdische und merkwürdige Menschen, die er in manchmal absurde Situationen führt. Man muss fairerweise sagen, dass nicht jeder den Humor von Arndt Ellmer mag – aber seine Figuren und seine Geschichten haben Witz, und sie finden seit dreißig Jahren ihre Fans.
Arndt Ellmer ist unser »Altautor«, auch wenn er sich selbst kaum so sehen wird. Alt genug dafür ist er sowieso nicht ... aber er ist am längsten dabei. Und ich würde mich freuen, wenn er weiterhin mit ungebremster Schaffenskraft dabei bliebe, gerne weitere Jahrzehnte.
Herzlichen Glückwunsch zu dreißig Jahren PERRY RHODAN, lieber Arndt!
02 Juni 2013
Die üblichen Berge
Gehe ich in Urlaub, habe ich zweimal Stress: vorher und nachher. Damit geht es mir nicht anders wie Millionen anderer Arbeitnehmer auch. Und ich will mich nicht beklagen: Was ich nach dem Urlaub auf meinem Computer vorfand, in meiner Mailbox gewissermaßen, war interessant und lesenswert, spannend und bereichernd.
Neben zahlreichen Lesermails, die sich größtenteils sehr positiv zum Start in den neuen PERRY RHODAN-Zyklus äußerten, bekam ich haufenweise Autorenpost: fertige Manuskripte, Ideenpapiere, Exposés und den einen oder anderen Vorschlag. Wie üblich wird es einige Tage dauern, bis ich mir einen vernünftigen Überblick verschafft habe – aber schon jetzt kann ich sagen, dass ich mich auf die Abendlektüre in dieser Woche freuen kann.
Neben zahlreichen Lesermails, die sich größtenteils sehr positiv zum Start in den neuen PERRY RHODAN-Zyklus äußerten, bekam ich haufenweise Autorenpost: fertige Manuskripte, Ideenpapiere, Exposés und den einen oder anderen Vorschlag. Wie üblich wird es einige Tage dauern, bis ich mir einen vernünftigen Überblick verschafft habe – aber schon jetzt kann ich sagen, dass ich mich auf die Abendlektüre in dieser Woche freuen kann.
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