Für die PERRY RHODAN-Serie sind an verschiedenen Stellen neben den Autorinnen und Autoren sowie den Zeichnern auch freie Mitarbeiter tätig, die den meisten Lesern kaum ein Begriff sind. Ohne sie würde aber manches nicht klappen.
In der vergangenen Woche setzten sich Sabine Kropp und Klaus N. Frick mit drei Kollegen zusammen, deren Tätigkeit für unsere Serie sich im weitesten Sinne als »Lektorat« zusammenfassen lassen. Bei tropischen Temperaturen sprachen wir in einem Café in Wiesbaden über unsere aktuelle Arbeit.
An der Runde nahmen Michael Thiesen (zweiter von links), Rainer Nagel (zweiter von rechts) und Alexander Huiskes (rechts im Bild) teil. Ich bin links im Bild zu sehen; das Foto schoss Sabine Kropp – sie ist deshalb auch nicht auf dem Foto.
Wer macht was? Alexander Huiskes redigiert jeden der wöchentlichen PERRY RHODAN-Romane; das wird auch so bleiben. Rainer Nagel redigiert immer wieder Sonderproduktionen, kümmerte sich zuletzt um die Planetenromane und wird bald neue Aufgaben übernehmen. Michael Thiesen liefert zu jedem Roman wertvolle Hintergrund-Informationen und hilft dabei, die Fehlerquellen zu reduzieren …
Was das Treffen brachte? Wir diskutierten über inhaltliche Dinge, wir besprachen die Planung für die weitere Zukunft, wir hatten aber auch viel Freude daran, einzelne Stilblüten zu nennen oder gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen. Schließlich kennt jeder von uns die PERRY RHODAN-Serie sehr gut – und wir stellten verwundert fest, wie unterschiedlich auch bei uns die Geschmäcker sind …
01 Juli 2019
29 Juni 2019
Nicht direkt vertreten
Dieses Jahr ist PERRY RHODAN zum ersten Mal nicht offiziell auf dem LiteraturCamp in Heidelberg vertreten. Im vergangenen Jahr waren wir offizielle Sponsoren, in den Jahren zuvor gab es stets einen PERRY RHODAN-Programmpunkt.
Im Juni 2019 ist bei hochsommerlichen Temperaturen nur der Redakteur vor Ort – aus eigenem Interesse und auf eigene Kosten. Es lohnt sich ja immer, den eigenen Blickwinkel zu weiten.
Ich kann nur für mich als Redakteur sprechen. Bei einem LiteraturCamp treffe ich auf neue Autorinnen und Autoren, ich führe Gespräche mit Kollegen, ich höre mir Vorträge an. Und ich mache mir Notizen, bei denen man nicht weiß, ob irgendwie und irgendwas für unsere Serie dabei herauskommt ... Das ist stets spannend!
Im Juni 2019 ist bei hochsommerlichen Temperaturen nur der Redakteur vor Ort – aus eigenem Interesse und auf eigene Kosten. Es lohnt sich ja immer, den eigenen Blickwinkel zu weiten.
Ich kann nur für mich als Redakteur sprechen. Bei einem LiteraturCamp treffe ich auf neue Autorinnen und Autoren, ich führe Gespräche mit Kollegen, ich höre mir Vorträge an. Und ich mache mir Notizen, bei denen man nicht weiß, ob irgendwie und irgendwas für unsere Serie dabei herauskommt ... Das ist stets spannend!
28 Juni 2019
Von Mr X, der Brücke und den Herreach
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
Bei unserer PERRY RHODAN-Besprechung legten Ernst Vlcek und Robert Feldhoff als Exposéautoren sowie ich als Redakteur die Weichen für den »Thoregon«-Zyklus. Dabei konnten wir am 21. und 22. August 1995 fast keinen der späteren Begriffe klar fixieren. Wir hangelten uns an den Ideen entlang, die Robert geliefert hatte, versuchten aber die Konzepte zu berücksichtigen, die wir zuvor mit Dr. Florian F. Marzin entwickelt hatten.
So hieß der geheimnisvolle Unbekannte, der über die Brücke in die Unendlichkeit in das Solsystem kommen sollte, bei unseren Besprechungen mal »Montechristo«, mal »Mr X«. Im Protokoll definierte ich »Mr X« als den »Dieb, von dem der Bohrkopf nach Trokan geschickt wird.« Er sollte sich regelmäßig häuten, und wir wollten, dass diese Häute ein wenig nachleben, »dadurch einen Teil seiner Persönlichkeit« tragen.
Hier legten wir schon einen wichtigen Teil der späteren Handlung um Alaska Saedelaere fest, auch wenn wir das noch nicht wussten: »Wer in die Häute reintritt oder sie berührt, wird von ihnen übernommen, nimmt daraufhin Teile des Charakters und der Eigenschaften von Mr X an«, notierte ich im Protokoll.
Wir definierten eine Reihe von Dingen, die wir im Verlauf der weiteren hundert Bände erst thematisieren wollten. So lagen uns zur Brücke in die Unendlichkeit weitere Ideen vor. Wir beschlossen, dass Perry Rhodan diese Brücke jahrelang gesucht habe, »unter anderem auf Khrat« – was wir später nie wieder aufgriffen –, dass wir das aber erst später erzählen wollten.
Ich notierte zudem etwas, das wir als »Heliotische Bahn« bezeichnet hatten: Rhodan sollte »nach der Handlung im Arsenal Hinweise auf ein Bauwerk« finden, »das in der Milchstraße errichtet werden soll«. Das sollte einen »wichtigen Hinweis für die Leser« legen, der aufgrund der Kultur und des Aussehens auf die Helioten oder Galornen verweisen würde. (Zu dieser Zeit gab es nur diese Begriffe; wir wussten weder über das Aussehen dieser Außerirdischen etwas, noch hatten wir konkrete Pläne zu der Rolle, die sie spielen sollten.)
Wir legten fest, wie das Volk hieß, das sich auf Trokan entwickelt. Zudem machten wir uns klar, dass es eine Psi-Fähigkeit haben würde. »Dann gibt es auf einmal im Sonnensystem zwei Zivilisationen«, freute sich Robert. »Das gibt Raum für mögliche Konfrontationen.« Was wäre, wenn sich die Herreach beispielsweise einmal einem gegnerischen Imperium anschließen würden? Wie würde sich in einem solchen Fall die Menschheit verhalten?
Das Protokoll blieb an weiteren Stellen sehr ungenau, sicher auch deshalb, weil die Herreach sowieso von Robert entwickelt wurden und er nach dieser Besprechung freie Hand hatte: »Wenn sie gemeinsam meditieren, können die H. eine Art Massen-Psi-Wall erzeugen, können viel anrichten (je mehr, desto besser).« Immerhin machten wir uns schon Gedanken zur weiteren Handlung, ohne zu diesem Zeitpunkt aber etwas von Goedda zu ahnen: »Gegen Zyklusende könnten sie so die große Invasion der Cortez stoppen.«
Einige handlungsrelevante Details besprachen wir bereits sehr früh; dabei ließen wir uns von einer klassischen Science-Fiction-Geschichte aus den fünfziger Jahren beeinflussen. Ganz eindeutig stand Isaac Asimovs Story »Nightfall« Pate für die Dämmerlicht-Idee: »Auf Trokan herrschte ewig lang Dämmerlicht, weil kein ›richtiges‹ Licht durchkam. Als der Planet langsamer wird, sehen die H. auf einmal die richtige Sonne und richtige Sterne …« Sie erleiden einen Schock, als sie das Licht erblicken, es gibt Chaos und Panik. Nach dem Schock tragen die Herreach dann alle Kutten, weil sie mit der neuen Welt nicht klarkommen.
Robert Feldhoff machte sich Gedanken über die Sonne und ihr Licht: Wenn sich Trokan so rasend schnell dreht, wie er es konzipiert hatte, dürfte ja nur ein Bruchteil des Sonnenlichts auf die Oberfläche des Planeten fallen. »Anstelle einer Sonne sehen die Herreach irgendwelches Dämmerlicht mit Lichtwirbeln am Himmel, mehr nicht«, notierte ich.
Roberts weitere Überlegung: Man müsste einen solchen Wirbel auch von außen wahrnehmen können, von Raumschiffen aus beispielsweise. Myles Kantor, so sein Gedankengang, könne einen solchen »Zeit-Raum-Wirbel pro Monat berechnen«, womit man beispielsweise Bilder von der Oberfläche des Planeten erhalte.
Wir kamen im Verlauf der Besprechung auch schon zu den Inhalten der Romane; vor allem Band 1800 sollte für uns sehr wichtig sein. Als Florian F. Marzin noch Chefredakteur gewesen war, hatten wir bereits definiert, dass in den Roman ein Risszeichnungsposter sollte. Darauf wiederum wollten wir die GILGAMESCH präsentieren, Rhodans neues Raumschiff ab Band 1800.
Dieses Schiff musste Robert Feldhoff im ersten Band des neuen Zyklus präsentieren. »Wichtig in dem Roman«, notierte ich darüber hinaus, »Hintergrund zur Milchstraße soll geliefert werden.« Dass der Autor dabei eigentlich einen komplett neuen Aufbau für die PERRY RHODAN-Serie zu liefern hatte, der vor allem für ein Jahrzehnt und länger gelten würde, war uns zu diesem Zeitpunkt nicht klar.
Wir entwickelten an diesen Tagen eine klare Chronologie für die kommende Handlung: die Entwicklung der Herreach in Band 1801, die ersten Kontakte zwischen Herreach und Menschen in Band 1802, weitere Hintergründe zur Situation in der Milchstraße. Wo aber sollte »Mr. X«, wie wir den geheimnisvollen Ursprung des gesamten Trokan-Konzeptes bisher nur nannten, zum ersten Mal auftauchen? Direkt auf Trokan, dem neuen Mars also, oder vielleicht sogar auf der Erde? Und wann genau wäre es sinnvoll, diese neue Figur in die Handlung zu bringen?
Ich war auf jeden Fall schon sehr schnell sehr zufrieden mit dem Verlauf unserer Exposébesprechung. Dabei hatten wir uns noch lange nicht mit allen Details der kommenden Handlung beschäftigt.
Bei unserer PERRY RHODAN-Besprechung legten Ernst Vlcek und Robert Feldhoff als Exposéautoren sowie ich als Redakteur die Weichen für den »Thoregon«-Zyklus. Dabei konnten wir am 21. und 22. August 1995 fast keinen der späteren Begriffe klar fixieren. Wir hangelten uns an den Ideen entlang, die Robert geliefert hatte, versuchten aber die Konzepte zu berücksichtigen, die wir zuvor mit Dr. Florian F. Marzin entwickelt hatten.
So hieß der geheimnisvolle Unbekannte, der über die Brücke in die Unendlichkeit in das Solsystem kommen sollte, bei unseren Besprechungen mal »Montechristo«, mal »Mr X«. Im Protokoll definierte ich »Mr X« als den »Dieb, von dem der Bohrkopf nach Trokan geschickt wird.« Er sollte sich regelmäßig häuten, und wir wollten, dass diese Häute ein wenig nachleben, »dadurch einen Teil seiner Persönlichkeit« tragen.
Hier legten wir schon einen wichtigen Teil der späteren Handlung um Alaska Saedelaere fest, auch wenn wir das noch nicht wussten: »Wer in die Häute reintritt oder sie berührt, wird von ihnen übernommen, nimmt daraufhin Teile des Charakters und der Eigenschaften von Mr X an«, notierte ich im Protokoll.
Wir definierten eine Reihe von Dingen, die wir im Verlauf der weiteren hundert Bände erst thematisieren wollten. So lagen uns zur Brücke in die Unendlichkeit weitere Ideen vor. Wir beschlossen, dass Perry Rhodan diese Brücke jahrelang gesucht habe, »unter anderem auf Khrat« – was wir später nie wieder aufgriffen –, dass wir das aber erst später erzählen wollten.
Ich notierte zudem etwas, das wir als »Heliotische Bahn« bezeichnet hatten: Rhodan sollte »nach der Handlung im Arsenal Hinweise auf ein Bauwerk« finden, »das in der Milchstraße errichtet werden soll«. Das sollte einen »wichtigen Hinweis für die Leser« legen, der aufgrund der Kultur und des Aussehens auf die Helioten oder Galornen verweisen würde. (Zu dieser Zeit gab es nur diese Begriffe; wir wussten weder über das Aussehen dieser Außerirdischen etwas, noch hatten wir konkrete Pläne zu der Rolle, die sie spielen sollten.)
Wir legten fest, wie das Volk hieß, das sich auf Trokan entwickelt. Zudem machten wir uns klar, dass es eine Psi-Fähigkeit haben würde. »Dann gibt es auf einmal im Sonnensystem zwei Zivilisationen«, freute sich Robert. »Das gibt Raum für mögliche Konfrontationen.« Was wäre, wenn sich die Herreach beispielsweise einmal einem gegnerischen Imperium anschließen würden? Wie würde sich in einem solchen Fall die Menschheit verhalten?
Das Protokoll blieb an weiteren Stellen sehr ungenau, sicher auch deshalb, weil die Herreach sowieso von Robert entwickelt wurden und er nach dieser Besprechung freie Hand hatte: »Wenn sie gemeinsam meditieren, können die H. eine Art Massen-Psi-Wall erzeugen, können viel anrichten (je mehr, desto besser).« Immerhin machten wir uns schon Gedanken zur weiteren Handlung, ohne zu diesem Zeitpunkt aber etwas von Goedda zu ahnen: »Gegen Zyklusende könnten sie so die große Invasion der Cortez stoppen.«
Einige handlungsrelevante Details besprachen wir bereits sehr früh; dabei ließen wir uns von einer klassischen Science-Fiction-Geschichte aus den fünfziger Jahren beeinflussen. Ganz eindeutig stand Isaac Asimovs Story »Nightfall« Pate für die Dämmerlicht-Idee: »Auf Trokan herrschte ewig lang Dämmerlicht, weil kein ›richtiges‹ Licht durchkam. Als der Planet langsamer wird, sehen die H. auf einmal die richtige Sonne und richtige Sterne …« Sie erleiden einen Schock, als sie das Licht erblicken, es gibt Chaos und Panik. Nach dem Schock tragen die Herreach dann alle Kutten, weil sie mit der neuen Welt nicht klarkommen.
Robert Feldhoff machte sich Gedanken über die Sonne und ihr Licht: Wenn sich Trokan so rasend schnell dreht, wie er es konzipiert hatte, dürfte ja nur ein Bruchteil des Sonnenlichts auf die Oberfläche des Planeten fallen. »Anstelle einer Sonne sehen die Herreach irgendwelches Dämmerlicht mit Lichtwirbeln am Himmel, mehr nicht«, notierte ich.
Roberts weitere Überlegung: Man müsste einen solchen Wirbel auch von außen wahrnehmen können, von Raumschiffen aus beispielsweise. Myles Kantor, so sein Gedankengang, könne einen solchen »Zeit-Raum-Wirbel pro Monat berechnen«, womit man beispielsweise Bilder von der Oberfläche des Planeten erhalte.
Wir kamen im Verlauf der Besprechung auch schon zu den Inhalten der Romane; vor allem Band 1800 sollte für uns sehr wichtig sein. Als Florian F. Marzin noch Chefredakteur gewesen war, hatten wir bereits definiert, dass in den Roman ein Risszeichnungsposter sollte. Darauf wiederum wollten wir die GILGAMESCH präsentieren, Rhodans neues Raumschiff ab Band 1800.
Dieses Schiff musste Robert Feldhoff im ersten Band des neuen Zyklus präsentieren. »Wichtig in dem Roman«, notierte ich darüber hinaus, »Hintergrund zur Milchstraße soll geliefert werden.« Dass der Autor dabei eigentlich einen komplett neuen Aufbau für die PERRY RHODAN-Serie zu liefern hatte, der vor allem für ein Jahrzehnt und länger gelten würde, war uns zu diesem Zeitpunkt nicht klar.
Wir entwickelten an diesen Tagen eine klare Chronologie für die kommende Handlung: die Entwicklung der Herreach in Band 1801, die ersten Kontakte zwischen Herreach und Menschen in Band 1802, weitere Hintergründe zur Situation in der Milchstraße. Wo aber sollte »Mr. X«, wie wir den geheimnisvollen Ursprung des gesamten Trokan-Konzeptes bisher nur nannten, zum ersten Mal auftauchen? Direkt auf Trokan, dem neuen Mars also, oder vielleicht sogar auf der Erde? Und wann genau wäre es sinnvoll, diese neue Figur in die Handlung zu bringen?
Ich war auf jeden Fall schon sehr schnell sehr zufrieden mit dem Verlauf unserer Exposébesprechung. Dabei hatten wir uns noch lange nicht mit allen Details der kommenden Handlung beschäftigt.
27 Juni 2019
Der NEO-Tekener
Als Leser mochte ich die Figur des Ronald Tekener sehr – diese Figur war einer der Gründe, warum ich in den frühen 80er-Jahren die Nachauflage der ATLAN-Heftromane las. Und als es darum ging, bei PERRY RHODAN NEO neue Figuren in die Handlung einzuführen, war uns allen schnell klar, dass wir Ronald Tekener als NEO-Figur haben wollten.

Allerdings eben nicht so, wie er vor vielen Jahren bei ATLAN eingeführt worden ist – immerhin unterscheidet sich das NEO-Universum in vielen Punkten von der klassischen PERRY RHODAN-Welt. Der aktuelle Roman unserer Serie trägt die Bandnummer 203 und wurde von Oliver Plaschka geschrieben; er zeigt das Schicksal von Jessica und Ronald Tekener.
Der Autor schafft es, seine Hauptfiguren sehr glaubhaft durch eine Abfolge dramatischer Szenen zu schicken. Der NEO-Tekener wird den Lesern sehr nahegebracht; man sieht, dass er sich von dem klassischen Tekener unterscheidet und doch in vielen Punkten auch ähnlich handelt. Damit wird es in mancherlei Hinsicht auch zu einer Verneigung vor der Figur aus den 70er-Jahren. Cool!

Allerdings eben nicht so, wie er vor vielen Jahren bei ATLAN eingeführt worden ist – immerhin unterscheidet sich das NEO-Universum in vielen Punkten von der klassischen PERRY RHODAN-Welt. Der aktuelle Roman unserer Serie trägt die Bandnummer 203 und wurde von Oliver Plaschka geschrieben; er zeigt das Schicksal von Jessica und Ronald Tekener.
Der Autor schafft es, seine Hauptfiguren sehr glaubhaft durch eine Abfolge dramatischer Szenen zu schicken. Der NEO-Tekener wird den Lesern sehr nahegebracht; man sieht, dass er sich von dem klassischen Tekener unterscheidet und doch in vielen Punkten auch ähnlich handelt. Damit wird es in mancherlei Hinsicht auch zu einer Verneigung vor der Figur aus den 70er-Jahren. Cool!
26 Juni 2019
Schwarze Frucht liegt vor
In diesen Tagen kann man den Roman schon in den ersten Buchhandlungen sehen: »Schwarze Frucht« von Robert Corvus liegt mir als Belegexemplar vor, das mir von Bastei-Lübbe geschickt worden ist. Bastei-Lübbe ist bei der »Dunkelwelten«-Trilogie bekanntlich unser Lizenzpartner in Sachen Taschenbuch; mit »Schwarze Frucht« liegt der mittlere Teil der Trilogie vor. (Als Taschenbuch, als E-Book und als Hörbuch.)Wer sich für die Hintergründe interessiert, der findet womöglich sehr spannend, dass Robert Corvus das Konzept für die Trilogie lieferte. Sein Konzept für einen eigenständigen Roman fanden wir in der Redaktion so faszinierend, dass wir sagten, das sei doch ideal für ein größeres Projekt. Dieses Projekt wiederum schlug ich dann den Kolleginnen und Kollegen bei Bastei-Lübbe vor, die es in ihr Programm übernahmen.
»Schwarze Frucht« lässt sich lesen, ohne die anderen Bände der Trilogie zu kennen. Aber selbstverständlich erhöht es den Reiz der Lektüre, wenn man alle drei »Dunkelwelten«-Bände geht. In Robert Corvus' Roman geht's unter anderem um die Besatzung der KRUSENSTERN, die Arndt Drechsler ja schön auf dem Titelbild verewigt hat.
25 Juni 2019
Ein Science-Fiction-Autor als Romanfigur
Ich habe mit der Lektüre des wunderbaren Romans »Wo wir waren« begonnen. Dabei handelt es sich nicht um Science Fiction, aber diese Literatur spielt eine wichtige Rolle – und deshalb erwähne ich diesen Roman auch im Redaktionsblog. Der Autor ist Norbert Zähringer, und es ist seinem Roman anzumerken, dass der Autor mit PERRY RHODAN aufgewachsen ist.
Eine seiner Nebenfiguren ist nämlich ein lebenslustiger Science-Fiction-Autor namens Walther Bischoff, der eine Heftromanserie namens »Captain Ronin« schreibt. In dieser geht es um einen Astronauten, der auf dem Mond die Außerirdischen trifft und die zerstrittene Menschheit einigt, der dann mit riesigen Raumschiffen durch das All reist.
Dieser Autor namens Walther musste als Soldat in den Krieg ziehen, er geriet in russische Gefangenschaft. In den 60er-Jahren schreibt er viele Romane und ist bei den jungen Leuten beliebt.
Ganz klar: Auch wenn sich die reale Figur und die Romanfigur in vielen Details unterschieden, geht es in »Wo wir waren« doch irgendwie um Walter Ernsting alias Clark Darlton, unsere Serie und die Auswirkungen, die Science-Fiction-Romane auf junge Leute haben können. Sie träumen beispielsweise vom Mond, von der Freiheit, von eigenen Visionen.
Ich lese jetzt erst einmal gespannt weiter, was Norbert Zähringer geschrieben hat; die komplette Rezension folgt bald. Bisher bin ich sehr begeistert von diesem Blick auf die Mondlandung, auf die Gesellschaft der 60er- und 70er-Jahre und eine gewisse Science-Fiction-Serie. (Wie eine parallele Lektüre zu Andreas Eschbach und seinem »Perry Rhodan – das größte Abenteuer«.)
Eine seiner Nebenfiguren ist nämlich ein lebenslustiger Science-Fiction-Autor namens Walther Bischoff, der eine Heftromanserie namens »Captain Ronin« schreibt. In dieser geht es um einen Astronauten, der auf dem Mond die Außerirdischen trifft und die zerstrittene Menschheit einigt, der dann mit riesigen Raumschiffen durch das All reist.
Dieser Autor namens Walther musste als Soldat in den Krieg ziehen, er geriet in russische Gefangenschaft. In den 60er-Jahren schreibt er viele Romane und ist bei den jungen Leuten beliebt.
Ganz klar: Auch wenn sich die reale Figur und die Romanfigur in vielen Details unterschieden, geht es in »Wo wir waren« doch irgendwie um Walter Ernsting alias Clark Darlton, unsere Serie und die Auswirkungen, die Science-Fiction-Romane auf junge Leute haben können. Sie träumen beispielsweise vom Mond, von der Freiheit, von eigenen Visionen.
Ich lese jetzt erst einmal gespannt weiter, was Norbert Zähringer geschrieben hat; die komplette Rezension folgt bald. Bisher bin ich sehr begeistert von diesem Blick auf die Mondlandung, auf die Gesellschaft der 60er- und 70er-Jahre und eine gewisse Science-Fiction-Serie. (Wie eine parallele Lektüre zu Andreas Eschbach und seinem »Perry Rhodan – das größte Abenteuer«.)
24 Juni 2019
Die Althanos-Verschwörung
Es sind nur noch wenige Tage, bis der zweite Band unserer aktuellen Miniserie PERRY RHODAN-Mission SOL erscheinen wird. Als Autor zeichnet Bernd Perplies verantwortlich, mit dem ich schon bei diversen Serien zusammenarbeiten konnte – ich habe mich sehr gefreut, dass es bei dieser Miniserie wieder geklappt hat.

Auf einer seiner Handlungsebenen hat der Autor die schwierige Aufgabe, die Figur Perry Rhodan durch die Handlung zu führen. Das ist nicht einfach, daran hatten schon viele Autoren durchaus zu knabbern. Kein Wunder: Rhodan ist die zentrale Figur unserer Serie – und viele Autoren haben schon mit dieser Figur gearbeitet. Was kann man da an originellen und neuen Sichtweisen herausarbeiten?
Der Autor zeigt sei eigenes Bild unseres Serienhelden; er führt ihn in ein Problem, aus dem er nicht so schnell herausfinden wird. Sein Rhodan ist dabei ein Tatmensch, der nicht so schnell aufgibt – das hast mir gut gefallen. (Dass ganz nebenbei eine Reihe von Informationen zum Hintergrund-Problem der Miniserie erwähnt werden, möchte ich an dieser Stelle nur kurz erwähnen …)

Auf einer seiner Handlungsebenen hat der Autor die schwierige Aufgabe, die Figur Perry Rhodan durch die Handlung zu führen. Das ist nicht einfach, daran hatten schon viele Autoren durchaus zu knabbern. Kein Wunder: Rhodan ist die zentrale Figur unserer Serie – und viele Autoren haben schon mit dieser Figur gearbeitet. Was kann man da an originellen und neuen Sichtweisen herausarbeiten?
Der Autor zeigt sei eigenes Bild unseres Serienhelden; er führt ihn in ein Problem, aus dem er nicht so schnell herausfinden wird. Sein Rhodan ist dabei ein Tatmensch, der nicht so schnell aufgibt – das hast mir gut gefallen. (Dass ganz nebenbei eine Reihe von Informationen zum Hintergrund-Problem der Miniserie erwähnt werden, möchte ich an dieser Stelle nur kurz erwähnen …)
11 Juni 2019
Welt der fünf Augen
Es ist immer wieder spannend für mich, über verschiedene Stellen hinweg zu verfolgen, wie aus einer Idee des Exposés ein Roman und auch eine Illustration werden. Ein schönes Beispiel für mich ist das Titelbild des anstehenden Romans von Susan Schwartz ...
Auf dem Cover von »Welt der fünf Augen« zeigt Dirk Schulz zwei Angehörige eines geheimnisvollen Volkes – ich hatte sie mir anders vorgestellt, als ich das Exposé erstmals gelesen hatte. Aber eine Illustration prägt auch das Bild, das man als Leser im Kopf hat.
Mein eigener Eindruck wurde dadurch ebenso hinweggewischt wie durch den Roman von Susan Schwartz. Künftig werde ich die Außerirdischen, die die Welt der fünf Augen besiedeln, so im Gedächtnis haben, wie sie auf dem Cover zu sehen sind.
Und die Leser, die kein Exposé kennen? Die finden die Geschichte um die Ayees und ihre Begegnung mit Menschen hoffentlich spannend, und sie fiebern mit, wenn Rhodan und seine Begleiter über die Oberfläche eines fremden und zugleich bekannt wirkenden Planeten reisen ...
Auf dem Cover von »Welt der fünf Augen« zeigt Dirk Schulz zwei Angehörige eines geheimnisvollen Volkes – ich hatte sie mir anders vorgestellt, als ich das Exposé erstmals gelesen hatte. Aber eine Illustration prägt auch das Bild, das man als Leser im Kopf hat.
Mein eigener Eindruck wurde dadurch ebenso hinweggewischt wie durch den Roman von Susan Schwartz. Künftig werde ich die Außerirdischen, die die Welt der fünf Augen besiedeln, so im Gedächtnis haben, wie sie auf dem Cover zu sehen sind.
Und die Leser, die kein Exposé kennen? Die finden die Geschichte um die Ayees und ihre Begegnung mit Menschen hoffentlich spannend, und sie fiebern mit, wenn Rhodan und seine Begleiter über die Oberfläche eines fremden und zugleich bekannt wirkenden Planeten reisen ...
10 Juni 2019
»Federwelt« und PERRY RHODAN
Die Zeitschrift »Federwelt« bietet für Menschen, die gern schreiben oder sich generell für die Arbeit von Autorinnen und Autoren interessieren, immer wieder lohnenswerte Hefte. Science Fiction ist meist kein Thema in dem Blatt, das sich als »Zeitschrift für Autorinnen und Autoren« versteht.
Ausnahmen bestätigen die Regeln. Eine davon ist die aktuelle Ausgabe 136, weshalb ich sie an dieser Stelle erwähnen möchte.
Nicht nur, dass der PERRY RHODAN-Gastautor Andreas Eschbach auf dem Titelbild zu sehen ist, von ihm findet sich zudem ein interessanter Beitrag. »Die richtige Schreibmethode finden – aber wie?« behandelt unter anderem seine Arbeit an »Perry Rhodan – das größte Abenteuer«. Für Menschen, die wissen möchten, wie Romane entstehen, ist nicht nur dieser Text empfehlenswert.
Ausnahmen bestätigen die Regeln. Eine davon ist die aktuelle Ausgabe 136, weshalb ich sie an dieser Stelle erwähnen möchte.
Nicht nur, dass der PERRY RHODAN-Gastautor Andreas Eschbach auf dem Titelbild zu sehen ist, von ihm findet sich zudem ein interessanter Beitrag. »Die richtige Schreibmethode finden – aber wie?« behandelt unter anderem seine Arbeit an »Perry Rhodan – das größte Abenteuer«. Für Menschen, die wissen möchten, wie Romane entstehen, ist nicht nur dieser Text empfehlenswert.
09 Juni 2019
Brasilien startet durch
Ich bin immer wieder beeindruckt von den vielen Aktivitäten, die unsere Partner in Brasilien entfalten. Es wird mittlerweile eine schöne Bandbreite an PERRY RHODAN-Inhalten veröffentlicht, von denen ich natürlich immer hoffe, dass sie auch gelesen werden und auf Zustimmung stoßen.
Derzeit wird die PERRY RHODAN-Serie in Brasilien auf drei Ebenen publiziert. In der »alten Serie« ist man auf Höhe der Altmutanten angekommen, in der »mittleren Serie« – diese läuft schon am längsten – steuern die Leser auf das Ende der 900er-Bände zu. Was mich sehr freut, ist die Entscheidung, mit Band 1800 auch in den modernen »Thoregon«-Zyklus einzusteigen.
Solche Entwicklungen begeistern mich. Die PERRY RHODAN-Serie zeigt im Verlauf der Jahrzehnte ein wandelbares Gesicht. Für die Leser in Südamerika ist es spannender, die unterschiedlichen Abschnitte der Serie auf diese Weise kennenzulernen …
Derzeit wird die PERRY RHODAN-Serie in Brasilien auf drei Ebenen publiziert. In der »alten Serie« ist man auf Höhe der Altmutanten angekommen, in der »mittleren Serie« – diese läuft schon am längsten – steuern die Leser auf das Ende der 900er-Bände zu. Was mich sehr freut, ist die Entscheidung, mit Band 1800 auch in den modernen »Thoregon«-Zyklus einzusteigen.
Solche Entwicklungen begeistern mich. Die PERRY RHODAN-Serie zeigt im Verlauf der Jahrzehnte ein wandelbares Gesicht. Für die Leser in Südamerika ist es spannender, die unterschiedlichen Abschnitte der Serie auf diese Weise kennenzulernen …
08 Juni 2019
Einige Worte zur Mission SOL
Ein Logbuch der Redaktion
Wir sind uns sehr bewusst, was es heißt, neue Geschichten um das Raumschiff SOL zu erzählen. Das gilt nicht nur für die Autoren, die nach den Exposés von Kai Hirdt neue Romane zum Thema schreiben, sondern auch für die Redaktion und das Marketing in Rastatt.
Ganz klar: Wenn es ein Raumschiff gibt, dessen Name und dessen Form die PERRY RHODAN-Leser schon seit vielen Jahren und Jahrzehnten fasziniert, ist es die SOL. Das hantelförmige Raumschiff wurde von den Autoren in den 70er-Jahren erfunden, reiste durch die PERRY RHODAN- und die ATLAN-Serie sowie viele Taschenbücher und verlor während dieser Zeit nie von seiner Faszination.
Ich selbst denke vor allem an die Reise der SOL vom Mahlstrom der Sterne zur Milchstraße, inklusive des Zwischenstopps in Balayndagar (und ich vergesse nicht die Geschichten dazu, die in den neuen PERRY RHODAN-Comics erzählt worden sind). Natürlich erinnere ich mich ebenso gut an die SOL-Abenteuer der ATLAN-Serie und die vielen Romane, die während des »Thoregon«-Zyklus um die SOL erzählt wurden.
Seit einigen Jahren ist die SOL aus der Handlung unserer Science-Fiction-Serie verschwunden. Immer wieder haben Leser gefordert, wir sollten sie zurückholen. Wir wollten das Schiff aber nicht irgendwie »nebenbei« in die Handlung nehmen, sondern der SOL eine zentrale Rolle geben. Deshalb entschieden wir uns nach einigen Diskussionen, sie nicht sofort in die laufende PERRY RHODAN-Serie nach Band 3000 zu hieven, sondern eine eigene Serie zu veröffentlichen.
Wenn am 14. Juni 2019 mit »Das Raumschiffgrab« der erste Band der neuen Serie PERRY RHODAN-Mission SOL in den Handel kommt, wissen die Leser mehr. Insgesamt sollen zwölf Romane etwas über das legendäre Raumschiff und seine Mission erzählen.
Dabei werden die Autoren nicht alle offenen Fragen zur SOL beantworten, die sich die Leser sicher stellen. Aber sie werden mehr über die mysteriöse Mission verraten, zu der die SOL vor langer Zeit aufgebrochen ist. Welches Ziel hatte die Mission, was wollte die Besatzung erreichen? Und welche Rolle spielt dabei Michael Rhodan, der als Expeditionsleiter mit an Bord war?
An dieser Stelle kann ich selbstverständlich nicht viel ausplaudern. Die Leser werden einige bekannte Figuren aus der Seriengeschichte wiedertreffen, das liegt nahe. Trotzdem wird es ab Band eins neue Figuren geben, die hoffentlich bald die Sympathien der Leserschaft gewinnen werden.
Ähnliches gilt für die Schauplätze, die im Perryversum eine wichtige Rolle eingenommen haben: Die Galaxis Tare-Scharm, in der ein wichtiger Teil der Romane spielen wird, ist vor allem durch kosmische Geschichte bekannt geworden. Kosmokraten sowie Chaotarchen haben dort ihre Schlachten geschlagen, die Terraner haben in dieser Sterneninsel in früheren Jahren erste Bekanntschaften mit Bewohnern geschlossen. Ob und wie das eine Rolle spielen wird?
Eines steht fest: Die Mission der SOL ist eine Geschichte, die für sich stehen kann – zumindest in dieser Miniserie. In den zwölf Romanen wird eine abgeschlossene Handlung erzählt. Sie greift Elemente aus der Haupthandlung auf, wozu Personen ebenso gehören wie Schauplätze und kosmische Entwicklungen. Begriffe wie Kosmokraten und Chaotarchen werden ebenso auftauchen wie Verbindungen, die sich über Galaxien und Zeiten spannen.
Gleichzeitig ermöglichen die Autoren einen frischen und unverbrauchten Blick auf das größte Science-Fiction-Universum unseres Planeten. Die Miniserie erzählt von Menschen, die zum ersten Mal in ihrem Leben ein Raumschiff betreten, und von den Versuchen, eine schwierige Mission nach langer Zeit zu ihrem Ende zu führen.
Selbstverständlich servieren Kai Hirdt und seine Mitstreiter vor allem zwölf Science-Fiction-Romane voller Sense of Wonder. Darüber hinaus geht es aber auch um menschliche Themen: Perry Rhodan sucht schließlich nicht nur ein legendäres Raumschiff, sondern auch seinen seit langer Zeit verschollenen Sohn.
Wir sind uns sehr bewusst, was es heißt, neue Geschichten um das Raumschiff SOL zu erzählen. Das gilt nicht nur für die Autoren, die nach den Exposés von Kai Hirdt neue Romane zum Thema schreiben, sondern auch für die Redaktion und das Marketing in Rastatt.
Ganz klar: Wenn es ein Raumschiff gibt, dessen Name und dessen Form die PERRY RHODAN-Leser schon seit vielen Jahren und Jahrzehnten fasziniert, ist es die SOL. Das hantelförmige Raumschiff wurde von den Autoren in den 70er-Jahren erfunden, reiste durch die PERRY RHODAN- und die ATLAN-Serie sowie viele Taschenbücher und verlor während dieser Zeit nie von seiner Faszination.
Ich selbst denke vor allem an die Reise der SOL vom Mahlstrom der Sterne zur Milchstraße, inklusive des Zwischenstopps in Balayndagar (und ich vergesse nicht die Geschichten dazu, die in den neuen PERRY RHODAN-Comics erzählt worden sind). Natürlich erinnere ich mich ebenso gut an die SOL-Abenteuer der ATLAN-Serie und die vielen Romane, die während des »Thoregon«-Zyklus um die SOL erzählt wurden.
Seit einigen Jahren ist die SOL aus der Handlung unserer Science-Fiction-Serie verschwunden. Immer wieder haben Leser gefordert, wir sollten sie zurückholen. Wir wollten das Schiff aber nicht irgendwie »nebenbei« in die Handlung nehmen, sondern der SOL eine zentrale Rolle geben. Deshalb entschieden wir uns nach einigen Diskussionen, sie nicht sofort in die laufende PERRY RHODAN-Serie nach Band 3000 zu hieven, sondern eine eigene Serie zu veröffentlichen.
Wenn am 14. Juni 2019 mit »Das Raumschiffgrab« der erste Band der neuen Serie PERRY RHODAN-Mission SOL in den Handel kommt, wissen die Leser mehr. Insgesamt sollen zwölf Romane etwas über das legendäre Raumschiff und seine Mission erzählen.
Dabei werden die Autoren nicht alle offenen Fragen zur SOL beantworten, die sich die Leser sicher stellen. Aber sie werden mehr über die mysteriöse Mission verraten, zu der die SOL vor langer Zeit aufgebrochen ist. Welches Ziel hatte die Mission, was wollte die Besatzung erreichen? Und welche Rolle spielt dabei Michael Rhodan, der als Expeditionsleiter mit an Bord war?
An dieser Stelle kann ich selbstverständlich nicht viel ausplaudern. Die Leser werden einige bekannte Figuren aus der Seriengeschichte wiedertreffen, das liegt nahe. Trotzdem wird es ab Band eins neue Figuren geben, die hoffentlich bald die Sympathien der Leserschaft gewinnen werden.
Ähnliches gilt für die Schauplätze, die im Perryversum eine wichtige Rolle eingenommen haben: Die Galaxis Tare-Scharm, in der ein wichtiger Teil der Romane spielen wird, ist vor allem durch kosmische Geschichte bekannt geworden. Kosmokraten sowie Chaotarchen haben dort ihre Schlachten geschlagen, die Terraner haben in dieser Sterneninsel in früheren Jahren erste Bekanntschaften mit Bewohnern geschlossen. Ob und wie das eine Rolle spielen wird?
Eines steht fest: Die Mission der SOL ist eine Geschichte, die für sich stehen kann – zumindest in dieser Miniserie. In den zwölf Romanen wird eine abgeschlossene Handlung erzählt. Sie greift Elemente aus der Haupthandlung auf, wozu Personen ebenso gehören wie Schauplätze und kosmische Entwicklungen. Begriffe wie Kosmokraten und Chaotarchen werden ebenso auftauchen wie Verbindungen, die sich über Galaxien und Zeiten spannen.
Gleichzeitig ermöglichen die Autoren einen frischen und unverbrauchten Blick auf das größte Science-Fiction-Universum unseres Planeten. Die Miniserie erzählt von Menschen, die zum ersten Mal in ihrem Leben ein Raumschiff betreten, und von den Versuchen, eine schwierige Mission nach langer Zeit zu ihrem Ende zu führen.
Selbstverständlich servieren Kai Hirdt und seine Mitstreiter vor allem zwölf Science-Fiction-Romane voller Sense of Wonder. Darüber hinaus geht es aber auch um menschliche Themen: Perry Rhodan sucht schließlich nicht nur ein legendäres Raumschiff, sondern auch seinen seit langer Zeit verschollenen Sohn.
07 Juni 2019
Am Frühstückstisch in Weiterstadt
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
Es war ein typischer »Morgen danach«. Müde Menschen schlurften durch eine Wohnung, in der sie in Schlafsäcken und auf Iso-Matten übernachtet hatten. Manche duschten, einige wollten weiterschlafen, andere waren schon richtig unternehmungslustig. Es war der Sonntag, 6. März 1994, und ich hielt mich in Weiterstadt auf.
In dieser Stadt, einige Kilometer nördlich von Darmstadt gelegen, wohnte zu dieser Zeit mein alter Freund Hermann Ritter mit seiner damaligen Freundin. Er hatte seinen Geburtstag gefeiert, zu diesem Anlass waren einige Dutzend Menschen nach Weiterstadt gekommen. Wir hatten abends lang »Party gemacht« und einiges an alkoholischen Getränken konsumiert. Die Besucher aus der Region waren heimgefahren, aber gut ein Dutzend Menschen hatte bei Hermann und seiner Freundin übernachtet.
Ich zumindest wusste, dass ich am Morgen noch nicht »fahrfähig« war. Gut wäre es, so meine Überlegung, in aller Ruhe zu frühstücken und einige Tassen Kaffee zu trinken, und ich sollte vor allem ausnüchtern. Vorher durfte ich nicht mit dem Auto auf die Straße. Also duschte ich schnell, um das Badezimmer nicht über Gebühr zu belegen, und sah zu, dass ich in der Küche einen Platz fand.
Ich goss mir Kaffee in die Tasse, nahm mir einen Teller und ein Messer; damit platzierte ich mich so an den Tisch, dass ich in der Ecke saß. Die Dachschräge verlief über meine rechte Schulter und knapp über meinen Kopf. Aber das war mir egal – ich nahm mir eisern vor, mich von diesem Platz nicht vertreiben zu lassen. Dass ich an diesem Platz auch eingeengt sein würde, bedachte ich zu diesem Zeitpunkt nicht.
Langsam sammelten sich die anderen Übernachtungsgäste am Tisch; manche lehnten mit der Kaffeetasse am Schrank oder im Türrahmen. Hermann Ritter erwies sich als hervorragender Gastgeber, der unerschöpfliche Mengen an Brötchen, Käse, Marmelade und dergleichen auf den Tisch zauberte.
Nach einiger Zeit kristallisierte sich eine Gesprächsgruppe heraus, bestehend aus Science-Fiction-Fans, die sich schon lange kannten. Mit Hermann Ritter hatte ich unter anderem mehrere Cons in Freudenstadt organisiert, mit Günther Freunek jahrelang Fanzines gemacht. Martin Kempf publizierte den »Fandom Observer«, Manfred Müller arbeitete bei verschiedenen Fanzines mit. Wir alle waren an dem Projekt »FreuCon '92« beteiligt gewesen, aus dem vor zwei Jahren unversehens das bislang größte unabhängige Fan-Treffen in Deutschland geworden war.
Und nun sprachen wir über die Zukunft der Fan-Szene, die uns aus unterschiedlichen Gründen beschäftigte. Ich arbeitete zu diesem Zeitpunkt seit eineinhalb Jahren in der PERRY RHODAN-Redaktion, hatte aus dieser Perspektive viel mit Lesern zu tun. »Immer wieder rufen Journalisten an, die sich nach Fans in ihrer Region erkundigen, die sie interviewen wollen«, erzählte ich. »Da wäre es hilfreich, wenn man eine vernünftige Adressenliste hätte, mit der man arbeiten könnte.«
Ein anderes Thema in der Runde war, dass die Post wieder einmal die Gebühren für Büchersendungen erhöht hatte. »Wenn die Büchersendungen noch teurer werden, haben viele Clubs und Fanzine-Macher ein Problem«, wurde argumentiert.
Recht schnell kamen wir zu einem Ziel, das noch nicht konkret formuliert wurde: Eigentlich bräuchte man so etwas wie eine Dienstleistungszentrale für Science-Fiction-Fans, über die man beispielsweise viele Fanzines abonnieren könnte. Man bekäme dann die Fanzines von verschiedenen Clubs und Herausgebern auf einmal geschickt, das würde Porto sparen.
Das fand vor allem Martin Kempf gut. Er hatte ab 1988 für mehrere Jahre mit dem »Fanzine Konsumenten Kreis« ein ähnliches Konzept angeboten. Es gab seiner Ansicht nach das Bedürfnis einer eher kleinen Gruppe von Science-Fiction-Fans, die sich über zusätzliche Fanzine-Lektüre freuen würde.
Das Problem war: Die deutschsprachige Fan-Szene war völlig zersplittert, viele kleine Organisationen oder Einzelkämpfer arbeiteten praktisch nicht zusammen. Zuletzt hatten beim FreuCon unterschiedliche Gruppen intensiv mitgewirkt.
Es half alles nichts: Ohne die PERRY RHODAN-Fans wäre eine solche Dienstleistungszentrale nicht zu schaffen – sie arbeiteten in vielen kleinen Clubs und in verschiedenen Projekten nebeneinander her. In der Folge diskutierten wir ausgiebig darüber, ob und wie man vielleicht einen PERRY RHODAN-Dachverband gründen könnte. Frühere Gründungen waren allesamt gescheitert, aus den unterschiedlichsten Gründen.
Aber die Vision fand ich toll: »Man könnte man mit einer sogenannten FanZentrale vielleicht ausgleichen, was ein großer Verlag nicht leisten kann.« Ich dachte an kleinauflagige Produkte, vielleicht neue ATLAN-Romane, die man mithilfe einer FanZentrale den PERRY RHODAN-Lesern anbieten konnte. Ich hätte es leichter, Autorinnen und Autoren etwa mit Fan-Romanen auszuprobieren – diese Möglichkeit gab es nicht mehr, seit Serien wie TERRA ASTRA oder ATLAN nicht mehr existierten.
»Schön wäre auch ein Magazin«, überlegte ich laut, »vielleicht ein Nachfolgeprojekt für das PERRY RHODAN-Magazin.«
Aber auch dieses Magazin sollte eher dem Dienstleistungsgedanken entsprechen. »Man braucht kein weiteres kritisches Fanzine«, argumentierte Hermann Ritter. Es gäbe schließlich das »Zykluszine« und die »PERRY RHODAN-Perspektive«. Was fehle, sei doch ein journalistisches Heft, das Hintergründe zur Serie und zur Science Fiction im Allgemeinen liefere.
Wir waren uns einig, zumindest in manchen Punkten. Eine FanZentrale – das wäre eine tolle Idee. Wenn man genügend Fans dafür begeistern könne, sei rasch eine »kritische Masse« erreicht, die ein Eigenleben entwickeln würde. Wir berauschten uns geradezu an unseren Ideen, ich notierte irgendwann alles, was gesagt wurde, saß in meiner Ecke, wo mich alle mit ihren Vorschlägen überhäuften, und trank sehr viel Kaffee.
Erst am späten Nachmittag fuhr ich heim. Aus den umfangreichen Notizen wollte ich ein Konzept formen. Wir hatten vereinbart, die Diskussion weiterzuführen, diesmal nicht am Küchentisch in Weiterstadt, sondern öffentlich. Und deshalb sollte ich das Konzept bei Cons im Sommer 1994 vorstellen, beim BiFiCon und beim ColoniaCon.
Ich war durchaus optimistisch, dass aus der Idee einer »Dienstleistungszentrale für Fans« noch etwas werden könnte ...
Es war ein typischer »Morgen danach«. Müde Menschen schlurften durch eine Wohnung, in der sie in Schlafsäcken und auf Iso-Matten übernachtet hatten. Manche duschten, einige wollten weiterschlafen, andere waren schon richtig unternehmungslustig. Es war der Sonntag, 6. März 1994, und ich hielt mich in Weiterstadt auf.
In dieser Stadt, einige Kilometer nördlich von Darmstadt gelegen, wohnte zu dieser Zeit mein alter Freund Hermann Ritter mit seiner damaligen Freundin. Er hatte seinen Geburtstag gefeiert, zu diesem Anlass waren einige Dutzend Menschen nach Weiterstadt gekommen. Wir hatten abends lang »Party gemacht« und einiges an alkoholischen Getränken konsumiert. Die Besucher aus der Region waren heimgefahren, aber gut ein Dutzend Menschen hatte bei Hermann und seiner Freundin übernachtet.
Ich zumindest wusste, dass ich am Morgen noch nicht »fahrfähig« war. Gut wäre es, so meine Überlegung, in aller Ruhe zu frühstücken und einige Tassen Kaffee zu trinken, und ich sollte vor allem ausnüchtern. Vorher durfte ich nicht mit dem Auto auf die Straße. Also duschte ich schnell, um das Badezimmer nicht über Gebühr zu belegen, und sah zu, dass ich in der Küche einen Platz fand.
Ich goss mir Kaffee in die Tasse, nahm mir einen Teller und ein Messer; damit platzierte ich mich so an den Tisch, dass ich in der Ecke saß. Die Dachschräge verlief über meine rechte Schulter und knapp über meinen Kopf. Aber das war mir egal – ich nahm mir eisern vor, mich von diesem Platz nicht vertreiben zu lassen. Dass ich an diesem Platz auch eingeengt sein würde, bedachte ich zu diesem Zeitpunkt nicht.
Langsam sammelten sich die anderen Übernachtungsgäste am Tisch; manche lehnten mit der Kaffeetasse am Schrank oder im Türrahmen. Hermann Ritter erwies sich als hervorragender Gastgeber, der unerschöpfliche Mengen an Brötchen, Käse, Marmelade und dergleichen auf den Tisch zauberte.
Nach einiger Zeit kristallisierte sich eine Gesprächsgruppe heraus, bestehend aus Science-Fiction-Fans, die sich schon lange kannten. Mit Hermann Ritter hatte ich unter anderem mehrere Cons in Freudenstadt organisiert, mit Günther Freunek jahrelang Fanzines gemacht. Martin Kempf publizierte den »Fandom Observer«, Manfred Müller arbeitete bei verschiedenen Fanzines mit. Wir alle waren an dem Projekt »FreuCon '92« beteiligt gewesen, aus dem vor zwei Jahren unversehens das bislang größte unabhängige Fan-Treffen in Deutschland geworden war.
Und nun sprachen wir über die Zukunft der Fan-Szene, die uns aus unterschiedlichen Gründen beschäftigte. Ich arbeitete zu diesem Zeitpunkt seit eineinhalb Jahren in der PERRY RHODAN-Redaktion, hatte aus dieser Perspektive viel mit Lesern zu tun. »Immer wieder rufen Journalisten an, die sich nach Fans in ihrer Region erkundigen, die sie interviewen wollen«, erzählte ich. »Da wäre es hilfreich, wenn man eine vernünftige Adressenliste hätte, mit der man arbeiten könnte.«
Ein anderes Thema in der Runde war, dass die Post wieder einmal die Gebühren für Büchersendungen erhöht hatte. »Wenn die Büchersendungen noch teurer werden, haben viele Clubs und Fanzine-Macher ein Problem«, wurde argumentiert.
Recht schnell kamen wir zu einem Ziel, das noch nicht konkret formuliert wurde: Eigentlich bräuchte man so etwas wie eine Dienstleistungszentrale für Science-Fiction-Fans, über die man beispielsweise viele Fanzines abonnieren könnte. Man bekäme dann die Fanzines von verschiedenen Clubs und Herausgebern auf einmal geschickt, das würde Porto sparen.
Das fand vor allem Martin Kempf gut. Er hatte ab 1988 für mehrere Jahre mit dem »Fanzine Konsumenten Kreis« ein ähnliches Konzept angeboten. Es gab seiner Ansicht nach das Bedürfnis einer eher kleinen Gruppe von Science-Fiction-Fans, die sich über zusätzliche Fanzine-Lektüre freuen würde.
Das Problem war: Die deutschsprachige Fan-Szene war völlig zersplittert, viele kleine Organisationen oder Einzelkämpfer arbeiteten praktisch nicht zusammen. Zuletzt hatten beim FreuCon unterschiedliche Gruppen intensiv mitgewirkt.
Es half alles nichts: Ohne die PERRY RHODAN-Fans wäre eine solche Dienstleistungszentrale nicht zu schaffen – sie arbeiteten in vielen kleinen Clubs und in verschiedenen Projekten nebeneinander her. In der Folge diskutierten wir ausgiebig darüber, ob und wie man vielleicht einen PERRY RHODAN-Dachverband gründen könnte. Frühere Gründungen waren allesamt gescheitert, aus den unterschiedlichsten Gründen.
Aber die Vision fand ich toll: »Man könnte man mit einer sogenannten FanZentrale vielleicht ausgleichen, was ein großer Verlag nicht leisten kann.« Ich dachte an kleinauflagige Produkte, vielleicht neue ATLAN-Romane, die man mithilfe einer FanZentrale den PERRY RHODAN-Lesern anbieten konnte. Ich hätte es leichter, Autorinnen und Autoren etwa mit Fan-Romanen auszuprobieren – diese Möglichkeit gab es nicht mehr, seit Serien wie TERRA ASTRA oder ATLAN nicht mehr existierten.
»Schön wäre auch ein Magazin«, überlegte ich laut, »vielleicht ein Nachfolgeprojekt für das PERRY RHODAN-Magazin.«
Aber auch dieses Magazin sollte eher dem Dienstleistungsgedanken entsprechen. »Man braucht kein weiteres kritisches Fanzine«, argumentierte Hermann Ritter. Es gäbe schließlich das »Zykluszine« und die »PERRY RHODAN-Perspektive«. Was fehle, sei doch ein journalistisches Heft, das Hintergründe zur Serie und zur Science Fiction im Allgemeinen liefere.
Wir waren uns einig, zumindest in manchen Punkten. Eine FanZentrale – das wäre eine tolle Idee. Wenn man genügend Fans dafür begeistern könne, sei rasch eine »kritische Masse« erreicht, die ein Eigenleben entwickeln würde. Wir berauschten uns geradezu an unseren Ideen, ich notierte irgendwann alles, was gesagt wurde, saß in meiner Ecke, wo mich alle mit ihren Vorschlägen überhäuften, und trank sehr viel Kaffee.
Erst am späten Nachmittag fuhr ich heim. Aus den umfangreichen Notizen wollte ich ein Konzept formen. Wir hatten vereinbart, die Diskussion weiterzuführen, diesmal nicht am Küchentisch in Weiterstadt, sondern öffentlich. Und deshalb sollte ich das Konzept bei Cons im Sommer 1994 vorstellen, beim BiFiCon und beim ColoniaCon.
Ich war durchaus optimistisch, dass aus der Idee einer »Dienstleistungszentrale für Fans« noch etwas werden könnte ...
06 Juni 2019
Alfred Kelsner wird 70
Ein Logbuch der Redaktion (zur Dokumentation nachgereicht; vom 24. Mai 2019)
Er wirkt still, er ist bescheiden und zurückhaltend – und doch tragen seine Bilder seit bald vierzig Jahren dazu bei, die PERRY RHODAN-Serie zu visualisieren, ihr die spezielle Optik zu verleihen, die nicht nur ihre Fans fasziniert. Wenn Alfred Kelsner am 24. Mai 2019 seinen siebzigsten Geburtstag feiern kann, ist das Grund genug, auf die Arbeit dieses Künstlers zu blicken.
Wir kennen uns nicht besonders gut, Alfred und ich. Im Verlauf der
Jahre sahen wir uns einige Male, wir haben ein paar Mal telefoniert. Die
meisten Kontakte zwischen den Künstlern und der Redaktion laufen nicht
über mich, so dass wir wenig miteinander zu tun haben. Man mag es mir
nachsehen, wenn ich deshalb nicht viel über seine Person sagen kann.
Dafür faszinieren mich seine Bilder seit Jahrzehnten. Alfred Kelsner ist ein Meister in der Darstellung von Sternen und Planeten, von Raumschiffen und kosmischen Weiten; seine Bilder regen dazu an, sich buchstäblich in die Unendlichkeit zu träumen, hin zu stellaren Nebeln und Galaxien, zu Asteroidengürteln und Mondoberflächen.
Als Illustrator bei der Fantasy-Heftromanserie MYTHOR nahm ich ihn anfangs nicht intensiv wahr. Seinen Bildband »Zeitsplitter«, der ihn bekannt machte, fand ich aber schon sehr ansprechend.
In den 80er-Jahren war er für mich vor allem der Illustrator, der den Planetenromane mit seinen Titelbildern ein Gesicht gab. Sogar im vergleichsweise kleinen Format eines solchen Taschenbuches schaffte es der Künstler, mit einer gelungenen Farbgebung und klaren Konturen das All buchstäblich lebendig zu machen.
Seit 1992 arbeiteten wir zusammen. Alfred gestaltete die Titelbilder der PERRY RHODAN-Taschenbücher, die ich als Redakteur betreute. Mehrere Jahre lang lieferte er seine Bilder direkt an den Heyne-Verlag, der damals die Romane veröffentlichte, während ich die Manuskripte redigierte und ebenfalls in die Heyne-Redaktion schickte.
Als im Herbst 1995 Johnny Bruck überraschend an den Folgen eines Unfalls starb, war es für uns in der Redaktion klar, dass wir mit einem Team weitermachen würden. Und es war ebenso sicher, dass einer der Mitglieder in diesem Team Alfred Kelsner sein sollte – durch seine jahrelange Arbeit hatte er sich als wichtige Stütze unserer Arbeit erwiesen. Seit 1996 lieferte er zahlreiche Bilder für die wöchentliche PERRY RHODAN-Serie, zahlreiche Darstellungen etwa für Merchandise-Produkte darüber hinaus.
Beeindruckend fand ich stets, wenn Alfred sich auf die klassischen Motive einließ: Wenn er die SOL zeigte, die beispielsweise über einem Planeten oder vor dem Hintergrund einer Galaxis durch das All schwebt, war das immer stark. Gasnebel in der Tiefe des Universums, zerklüftete Oberflächen von Monden, Raumschiffe im Nichts – all diese Motive stammen von Alfred Kelsner und prägen seit Jahren unsere Serie.
An seinem siebzigsten Geburtstag blicke ich auf sein umfangreiches Werk zurück und bin sehr von der Fülle an Bildwelten angetan, die er in all dieser Zeit gestaltet hat. Ich wünsche ihm alles Gute zu seinem Geburtstag und hoffe auf weitere schöne Bilder in den nächsten Jahren und Jahrzehnten.
Herzlichen Glückwunsch, Alfred!
Er wirkt still, er ist bescheiden und zurückhaltend – und doch tragen seine Bilder seit bald vierzig Jahren dazu bei, die PERRY RHODAN-Serie zu visualisieren, ihr die spezielle Optik zu verleihen, die nicht nur ihre Fans fasziniert. Wenn Alfred Kelsner am 24. Mai 2019 seinen siebzigsten Geburtstag feiern kann, ist das Grund genug, auf die Arbeit dieses Künstlers zu blicken.
Wir kennen uns nicht besonders gut, Alfred und ich. Im Verlauf der
Jahre sahen wir uns einige Male, wir haben ein paar Mal telefoniert. Die
meisten Kontakte zwischen den Künstlern und der Redaktion laufen nicht
über mich, so dass wir wenig miteinander zu tun haben. Man mag es mir
nachsehen, wenn ich deshalb nicht viel über seine Person sagen kann.Dafür faszinieren mich seine Bilder seit Jahrzehnten. Alfred Kelsner ist ein Meister in der Darstellung von Sternen und Planeten, von Raumschiffen und kosmischen Weiten; seine Bilder regen dazu an, sich buchstäblich in die Unendlichkeit zu träumen, hin zu stellaren Nebeln und Galaxien, zu Asteroidengürteln und Mondoberflächen.
Als Illustrator bei der Fantasy-Heftromanserie MYTHOR nahm ich ihn anfangs nicht intensiv wahr. Seinen Bildband »Zeitsplitter«, der ihn bekannt machte, fand ich aber schon sehr ansprechend.
In den 80er-Jahren war er für mich vor allem der Illustrator, der den Planetenromane mit seinen Titelbildern ein Gesicht gab. Sogar im vergleichsweise kleinen Format eines solchen Taschenbuches schaffte es der Künstler, mit einer gelungenen Farbgebung und klaren Konturen das All buchstäblich lebendig zu machen.
Seit 1992 arbeiteten wir zusammen. Alfred gestaltete die Titelbilder der PERRY RHODAN-Taschenbücher, die ich als Redakteur betreute. Mehrere Jahre lang lieferte er seine Bilder direkt an den Heyne-Verlag, der damals die Romane veröffentlichte, während ich die Manuskripte redigierte und ebenfalls in die Heyne-Redaktion schickte.
Als im Herbst 1995 Johnny Bruck überraschend an den Folgen eines Unfalls starb, war es für uns in der Redaktion klar, dass wir mit einem Team weitermachen würden. Und es war ebenso sicher, dass einer der Mitglieder in diesem Team Alfred Kelsner sein sollte – durch seine jahrelange Arbeit hatte er sich als wichtige Stütze unserer Arbeit erwiesen. Seit 1996 lieferte er zahlreiche Bilder für die wöchentliche PERRY RHODAN-Serie, zahlreiche Darstellungen etwa für Merchandise-Produkte darüber hinaus.
Beeindruckend fand ich stets, wenn Alfred sich auf die klassischen Motive einließ: Wenn er die SOL zeigte, die beispielsweise über einem Planeten oder vor dem Hintergrund einer Galaxis durch das All schwebt, war das immer stark. Gasnebel in der Tiefe des Universums, zerklüftete Oberflächen von Monden, Raumschiffe im Nichts – all diese Motive stammen von Alfred Kelsner und prägen seit Jahren unsere Serie.
An seinem siebzigsten Geburtstag blicke ich auf sein umfangreiches Werk zurück und bin sehr von der Fülle an Bildwelten angetan, die er in all dieser Zeit gestaltet hat. Ich wünsche ihm alles Gute zu seinem Geburtstag und hoffe auf weitere schöne Bilder in den nächsten Jahren und Jahrzehnten.
Herzlichen Glückwunsch, Alfred!
05 Juni 2019
Terra Incognita
Es ist eine aufregende Welt, die Perry Rhodan und seine Gefährten durchqueren: Der dritte Planet der gelben Sonne, unter deren Licht sich die Menschheit entwickelt hat, wirkt so ganz anders als die Welt, auf der Rhodan geboren und aufgewachsen ist. Doch was ist der dritte Planet, der um die Sonne kreist, nun wirklich? Ist es die Erde, die niemand mehr wieder erkennt, oder eine ganz eigene Welt?
In ihrem Roman »Terra Incognita« liefert Susan Schwartz einen bunten Einblick in eine Welt, die offenbar die Stelle im solaren Gefüge eingenommen hat, wo sich zuvor die Erde befunden hat. Nach dem sogenannten Raptus hat sich nicht nur das Solsystem verändert, sondern es sind auch größere Teile der Menschheitsgalaxis anders, als Rhodan sie in Erinnerung hat.
Das Spiel mit den unterschiedlichen Erwartungen hat mir gut gefallen, der Kampf mit den abwechselnden Gefahren ebenfalls. Die Leser erhalten eine große Abenteuergeschichte, die – ganz nebenbei – auch noch einige neue Informationen vermittelt.
(Das Cover stammt übrigens von Dirk Schulz. Was es darstellt, sage ich an dieser Stelle noch nicht.)
In ihrem Roman »Terra Incognita« liefert Susan Schwartz einen bunten Einblick in eine Welt, die offenbar die Stelle im solaren Gefüge eingenommen hat, wo sich zuvor die Erde befunden hat. Nach dem sogenannten Raptus hat sich nicht nur das Solsystem verändert, sondern es sind auch größere Teile der Menschheitsgalaxis anders, als Rhodan sie in Erinnerung hat.Das Spiel mit den unterschiedlichen Erwartungen hat mir gut gefallen, der Kampf mit den abwechselnden Gefahren ebenfalls. Die Leser erhalten eine große Abenteuergeschichte, die – ganz nebenbei – auch noch einige neue Informationen vermittelt.
(Das Cover stammt übrigens von Dirk Schulz. Was es darstellt, sage ich an dieser Stelle noch nicht.)
04 Juni 2019
Ein runder Geburtstag für Ralph Voltz
Es ist schon einige Jahre her, seit ich ihn zum letzten Mal gesehen habe – aber ich erinnere mich gern und oft an gute und positive Begegnungen mit ihm: Heute feiert Ralph Voltz seinen fünfzigsten Geburtstag, und ich wünsche ihm auf diese Weise alles Gute an diesem hoffentlich schönen Tag.
Geboren wurde er am 4. Juni 1969 in Südhessen als Sohn von Inge und William Voltz. Schon in den 80er-Jahren siedelte er in die USA um, wo er später studierte und heiratete, wo er auch heute noch lebt.
Von 1995 bis 2004 arbeitete er als einer von mehreren Illustratoren für die PERRY RHODAN-Serie. Von ihm stammen viele Illustrationen, er prägte unter anderem die »Thoregon«-Epoche mit. Seine Grafiken waren oft eigenwillig, hatten ihren ganz eigenen Stil. Mittlerweile arbeitet er für verschiedene andere Verlage.
Alles Gute, lieber Ralph!
Geboren wurde er am 4. Juni 1969 in Südhessen als Sohn von Inge und William Voltz. Schon in den 80er-Jahren siedelte er in die USA um, wo er später studierte und heiratete, wo er auch heute noch lebt.
Von 1995 bis 2004 arbeitete er als einer von mehreren Illustratoren für die PERRY RHODAN-Serie. Von ihm stammen viele Illustrationen, er prägte unter anderem die »Thoregon«-Epoche mit. Seine Grafiken waren oft eigenwillig, hatten ihren ganz eigenen Stil. Mittlerweile arbeitet er für verschiedene andere Verlage.
Alles Gute, lieber Ralph!
02 Juni 2019
In den Augen des Riesen
»Schön, dich hier zu haben«, sagt Reginald Bull auf Seite 27 in der gedruckten Ausgabe des anstehenden PERRY RHODAN-Romans von Michael Marcus Thurner. Dieser Roman trägt den Titel »In den Augen des Riesen«, hat die Bandnummer 3016 und kommt am 7. Juni 2019 in den Handel.
Die Leser erfahren darüber mehr über das Verhältnis der alten Freunde Reginald Bull und Perry Rhodan, sie erfahren auch, welche Rolle der Haluter Icho Tolot in der »neuen« Liga spielt.
Darüber hinaus erzählt der Roman aber auch vom Versuch eines Attentats, von Organoiden und vom Leben auf der Welt Rudyn, dem Zentrum der Liga Freier Galaktiker.
Das würzt der Autor mit schönen Einblicken in das tägliche Leben der »Terraner von heute«, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. (Schon in früheren Jahrzehnten mochte ich es, wenn die Autoren mir das Leben im Perryversum nahebrachten.)
Das dynamische Titelbild stammt übrigens von Dirk Schulz. Und wer wissen will, worum es in unserer nächsten Miniserie geht, sollte unbedingt die Leseprobe zu »Mission SOL« im Mittelteil des Romans lesen.
Die Leser erfahren darüber mehr über das Verhältnis der alten Freunde Reginald Bull und Perry Rhodan, sie erfahren auch, welche Rolle der Haluter Icho Tolot in der »neuen« Liga spielt.
Darüber hinaus erzählt der Roman aber auch vom Versuch eines Attentats, von Organoiden und vom Leben auf der Welt Rudyn, dem Zentrum der Liga Freier Galaktiker.
Das würzt der Autor mit schönen Einblicken in das tägliche Leben der »Terraner von heute«, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. (Schon in früheren Jahrzehnten mochte ich es, wenn die Autoren mir das Leben im Perryversum nahebrachten.)
Das dynamische Titelbild stammt übrigens von Dirk Schulz. Und wer wissen will, worum es in unserer nächsten Miniserie geht, sollte unbedingt die Leseprobe zu »Mission SOL« im Mittelteil des Romans lesen.
29 Mai 2019
Mission auf Mimas
Der zweite Band der »neuen Epoche« bei unserer Serie PERRY RHODAN NEO wird in dieser Woche offiziell veröffentlicht; diesmal kamen die Belege der Druckerei vergleichsweise spät. Für mich ist der Roman etwas Besonderes: Er wurde von Michelle Stern und Lucy Guth geschrieben, es handelt sich dabei um die ersten »offiziellen« Texte, die Lucy Guth für eine unserer Serien geschrieben hat – und ich bin nicht in der Lage, anhand einer stilistischen Bewertung festzustellen, welcher Teil des Romans von welcher Autorin stammt. Die beiden haben also so intensiv zusammengearbeitet, dass ich kaum Unterschiede wahrnehmen kann.Im Roman spielen Figuren mit, deren Namen für mich einen guten Klang haben. Ras Tschubai tritt auf, Iratio Hondro treibt sein Unwesen, und der Mausbiber Gucky hat seine eigenen Probleme. Das alles funktioniert für mich hervorragend; die beiden Autorinnen schaffen es, die Charaktere sehr glaubhaft zu schildern. Zumindest meinem Geschmack nach.
Um es klar zu sagen: Ich war so angetan von der Zusammenarbeit mit Lucy Guth, das ich auf jeden Fall weiter mit ihr planen möchte. Das nächste Exposé für die beiden Autorinnen ist auf jeden Fall in Vorbereitung …
28 Mai 2019
Druckfrisches Raumschiffgrab
Diesmal hat unsere Druckerei die Termine stark vorgezogen – wegen des anstehenden Feiertages und der näherrückenden Pfingstfeiertage. Das hat zur Folge, dass mir schon der erste Band unserer neuen Miniserie vorliegt. »Das Raumschiffgrab« von Kai Hirdt kommt in einigen Wochen in den Handel, aber ich freue mich in diesem Fall sehr über die Vorab-Belieferung von PERRY RHODAN-Mission SOL.
Der gedruckte Heftroman sieht gut aus, der stabil wirkende Umschlag macht einen schönen Eindruck. Ich könnte mir vorstellen, dass die Romane im Zeitschriftenhandel zu einem Blickfang werden.
Zum Inhalt möchte ich an dieser Stelle noch nicht so viel ausplaudern; das wäre zu früh. Dass Perry Rhodan selbst eine wichtige Rolle spielt, können sich die Leser sicher selbst denken. Die eigentliche Heldin ist aber eine junge Frau namens Mahlia Meyun, die ich sehr sympathisch fand – weil sie sich im Verlauf des Romans auch schön entwickelte und trotz Rhodans Anwesenheit ihren eigenen Kopf behielt. (Neben Perry Rhodan wirken Nebenfiguren manchmal sehr blass. Das hat der Autor vermieden.)
Der gedruckte Heftroman sieht gut aus, der stabil wirkende Umschlag macht einen schönen Eindruck. Ich könnte mir vorstellen, dass die Romane im Zeitschriftenhandel zu einem Blickfang werden.
Zum Inhalt möchte ich an dieser Stelle noch nicht so viel ausplaudern; das wäre zu früh. Dass Perry Rhodan selbst eine wichtige Rolle spielt, können sich die Leser sicher selbst denken. Die eigentliche Heldin ist aber eine junge Frau namens Mahlia Meyun, die ich sehr sympathisch fand – weil sie sich im Verlauf des Romans auch schön entwickelte und trotz Rhodans Anwesenheit ihren eigenen Kopf behielt. (Neben Perry Rhodan wirken Nebenfiguren manchmal sehr blass. Das hat der Autor vermieden.)
27 Mai 2019
Raptus Terrae
Als man mich auf den PERRY RHODAN-Tagen in Osnabrück fragte, ab wann man als Leser neue Informationen zur Entwicklung auf der Erde erhalten würde, antwortete ich fast reflexhaft: »Das kommt in Band 3015.« Das ist nicht ganz falsch, aber ich weckte womöglich einige Erwartungen, die sich nicht ganz erfüllen lassen.
Aber klar: In dem Roman, den Leo Lukas verfasste und der unter dem Titel »Raptus Terrae« in den Handel kommt, geht es um die Erde. In verschiedenen Szenen erfahren die Leser mehr über die Entwicklungen während der verlorenen Jahrhunderte. Aber natürlich erzählt der Autor auch einiges über die aktuelle Handlungszeit, über die neue Zentralwelt der Menschen und die Gespräche zwischen Reginald Bull und Perry Rhodan.
Die dramatischen Ereignisse der Vergangenheit und die Entwicklungen der Gegenwart – wohlgemerkt in unserer Serie – verschränkt er geschickt, so dass ein Panorama entsteht. Eines kann ich auf jeden Fall versprechen: Einige Fragen werden beantwortet, neue tun sich auf …
Aber klar: In dem Roman, den Leo Lukas verfasste und der unter dem Titel »Raptus Terrae« in den Handel kommt, geht es um die Erde. In verschiedenen Szenen erfahren die Leser mehr über die Entwicklungen während der verlorenen Jahrhunderte. Aber natürlich erzählt der Autor auch einiges über die aktuelle Handlungszeit, über die neue Zentralwelt der Menschen und die Gespräche zwischen Reginald Bull und Perry Rhodan.
Die dramatischen Ereignisse der Vergangenheit und die Entwicklungen der Gegenwart – wohlgemerkt in unserer Serie – verschränkt er geschickt, so dass ein Panorama entsteht. Eines kann ich auf jeden Fall versprechen: Einige Fragen werden beantwortet, neue tun sich auf …
26 Mai 2019
Gelungenes Ende in Osnabrück
Eigentlich hatte ich nur einen einzigen Programmpunkt auf der Bühne des Großen Saales in Osnabrück. Zusammen mit Wim Vandemaan sollte ich über »Kurs 3000« sprechen und darüber, welche Dinge wir derzeit inhaltlich an der Serie machen und welche nicht. Aber es kam dann doch anders.
Unter der sorgsamen Moderation von Roman Schleifer sprachen wir über alte Exposés von K. H. Scheer und neue Inhalte, über die Arbeit am laufenden Handlungsabschnitt und die Reaktion der Leser. Eigentlich hätte danach ein Programmpunkt kommen sollen, der nur von Wim Vandemaan allein bestritten wurde – aber Roman ließ mich sitzen.
So saßen wir zwei Stunden lang auf der Bühne, es war dann zwar anstrengend, aber gleichzeitig auch angenehm. Was ja für den gesamten Con gilt: ein nettes Publikum, eine sehr gute Organisation, eine bis zur letzten Stunde positive Stimmung. Sehr schön!
Unter der sorgsamen Moderation von Roman Schleifer sprachen wir über alte Exposés von K. H. Scheer und neue Inhalte, über die Arbeit am laufenden Handlungsabschnitt und die Reaktion der Leser. Eigentlich hätte danach ein Programmpunkt kommen sollen, der nur von Wim Vandemaan allein bestritten wurde – aber Roman ließ mich sitzen.
So saßen wir zwei Stunden lang auf der Bühne, es war dann zwar anstrengend, aber gleichzeitig auch angenehm. Was ja für den gesamten Con gilt: ein nettes Publikum, eine sehr gute Organisation, eine bis zur letzten Stunde positive Stimmung. Sehr schön!
25 Mai 2019
Erster Contag in Osnabrück
Ich war in meinem bisherigen Leben einmal in Osnabrück; das war in den 80er-Jahren. Am Freitag, 24. Mai 2019, reiste ich wieder einmal in die Stadt, weil ich dort die PERRY RHODAN-Tage besuchen wollte und einen Tag früher private Termine wahrnehmen wollte. Aber am Samstag, 25. Mai 2019, besuchte ich den ersten Tag des Cons.Wie viele Besucher anwesend waren, konnte ich nicht sagen; wohl zwischen hundert und 150. Ich verbrachte den Tag im sehr angenehmen Jugendhaus mit vielen Gesprächen, so dass ich am Ende des Tages das Gefühl hatte, mit jedem Besucher ein Einzelgespräch geführt zu haben. Wir diskutierten und tratschten, es ging meist um unsere Serie, aber auch um andere Dinge.
Zwischendurch absolvierte ich den einen oder anderen Programmpunkt, sah auch bei einigen Programmpunkten zu. Bei der sehr gelösten Stimmung vor Ort kam ich in eine sehr angenehme Laune, die ich auch bei anderen Besucher zu spüren glaubte. Ein schöner Con bislang!
24 Mai 2019
Was kommt nach NEO 200 eigentlich genau?
Ein Logbuch der Redaktion (leicht veraltet und eher zur Dokumentation hierher kopiert)
In den vergangenen Wochen habe ich immer wieder Hinweise zur neuen Staffel gegeben, die in PERRY RHODAN NEO anfangen wird. Es sind nur noch wenige Tage, dann erscheint Band 200 dieser Serie – damit beginnt nicht nur eine neue Staffel, sondern buchstäblich eine ganz neue NEO-Epoche.
Vor allem Leser der größten Science-Fiction-Serie der Welt, die bisher einen Bogen um PERRY RHODAN NEO gemacht haben, sollten einen Blick in diesen Roman werfen. Es gibt schließlich genügend Themen, die den PERRY RHODAN-Leser packen sollten. Die Begriffe sind ihnen bekannt, aus langjähriger Lektüre kennt man sie gewissermaßen in- und auswendig.
Ein erfahrener Leser unserer Serie weiß, was ein Epsaler oder ein Ertruser ist, er könnte jederzeit einen Oxtorner von einem Siganesen unterscheiden. Im neuen Serienuniversum, das mit der Mondlandung im Jahr 2036 begonnen hat, ist hier einiges anders – trotzdem gibt es diese Begriffe, trotzdem haben Menschen einige Planeten besiedelt, deren Kolonisten sich in der Folge immer stärker von den Erdbewohnern unterscheiden.
Seit 2011 veröffentlichen wir die parallele Serie namens PERRY RHODAN NEO, und wir erzählen darin von Perry Rhodan, dem Raumfahrer, der auf dem Mond die Außerirdischen trifft. Ein Team von Autorinnen und Autoren schreibt die Geschichte der Menschheit gewissermaßen neu. Wir greifen Elemente von früher auf, verändern sie und fügen neue hinzu – so entsteht seit acht Jahren ein anderes PERRY RHODAN-Universum als das Bekannte.
Ab dem 17. Mai 2019 gibt es eine wunderbare Gelegenheit, in diese Serie einzusteigen. Band 200 von PERRY RHODAN NEO erscheint, und das Team eröffnet eine ganz neue Handlung. Die Geschichte spielt im Jahr 2088 und danach, also in einer Zukunft, die nicht so weit entfernt von unserer heutigen Zeit ist.
Worum geht’s in den kommenden Romanen? Was haben sich Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm ausgedacht, die derzeit für die Exposés der Serie zuständig sind? Welche Welten, welche Figuren und welche Technik bilden das Fundament für die Geschichte? Und was machen die Autorinnen und Autoren daraus?
Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, möchte ich kurz den Hintergrund skizzieren: Die Menschen haben die Solare Union gegründet und sind zu den Sternen aufgebrochen. Im Verlauf von drei Jahrzehnten haben sie Kolonien auf fremden Planeten errichtet, die Namen wie Ertrus und Plophos, Siga und Epsal tragen. Tausende von Siedlern wagen den Schritt ins All – und damit in ein aufregendes und gefahrvolles Leben.
Die Erde ist noch lange nicht geeint, doch die Solare Union treibt die Erkundung des nahen Weltalls voran. Perry Rhodan und seine Gefährten sind immer an der Speerspitze des Fortschritts, ein politisches Amt hat Rhodan aber nicht übernommen. An seiner Seite sind immer noch Menschen wie Reginald Bull aktiv, während andere Menschen sich aufs »Altenteil« zurückgezogen haben.
Neue Figuren spielen eine wichtige Rolle in den Romanen nach der Bandnummer 200. Nike Quinto ist eine solche Figur – der erfahrene Geheimdienstler baut eine mysteriöse Abteilung für schwierige Fälle auf. Anson Argyris macht von sich reden, der sogenannte Kaiser von Olymp, wie er von vielen Menschen genannt wird. Weitere Namen, die noch mit literarischem Leben gefüllt werden müssen, sind beispielsweise Ronald Tekener oder Iratio Hondro – und das sind noch lange nicht alle.
Die Verbindung aus bekannt klingenden Geschichten und Figuren sowie ganz neuen Ideen haben die Autoren sehr spannend angelegt. Das Jahr 2088 steckt voller Herausforderungen für die immer noch junge Menschheit. In den Weiten der Milchstraße warten weitere Gefahren und Entdeckungen auf die Menschen. Die Zukunft ist grundsätzlich positiv – immerhin hat die Menschheit eine Reihe von Katastrophen in jüngster Zeit überstanden –, aber die neuen Schwierigkeiten müssen trotzdem überwunden werden.
Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele Leserinnen und Leser dieser Zeilen einen Blick in das neue NEO-Universum werfen würden. Es gibt noch genügend zu erleben in der Milchstraße, und jetzt ist die Chance, gewissermaßen »ganz neu« dabeizusein!
In den vergangenen Wochen habe ich immer wieder Hinweise zur neuen Staffel gegeben, die in PERRY RHODAN NEO anfangen wird. Es sind nur noch wenige Tage, dann erscheint Band 200 dieser Serie – damit beginnt nicht nur eine neue Staffel, sondern buchstäblich eine ganz neue NEO-Epoche.
Vor allem Leser der größten Science-Fiction-Serie der Welt, die bisher einen Bogen um PERRY RHODAN NEO gemacht haben, sollten einen Blick in diesen Roman werfen. Es gibt schließlich genügend Themen, die den PERRY RHODAN-Leser packen sollten. Die Begriffe sind ihnen bekannt, aus langjähriger Lektüre kennt man sie gewissermaßen in- und auswendig.
Ein erfahrener Leser unserer Serie weiß, was ein Epsaler oder ein Ertruser ist, er könnte jederzeit einen Oxtorner von einem Siganesen unterscheiden. Im neuen Serienuniversum, das mit der Mondlandung im Jahr 2036 begonnen hat, ist hier einiges anders – trotzdem gibt es diese Begriffe, trotzdem haben Menschen einige Planeten besiedelt, deren Kolonisten sich in der Folge immer stärker von den Erdbewohnern unterscheiden.
Seit 2011 veröffentlichen wir die parallele Serie namens PERRY RHODAN NEO, und wir erzählen darin von Perry Rhodan, dem Raumfahrer, der auf dem Mond die Außerirdischen trifft. Ein Team von Autorinnen und Autoren schreibt die Geschichte der Menschheit gewissermaßen neu. Wir greifen Elemente von früher auf, verändern sie und fügen neue hinzu – so entsteht seit acht Jahren ein anderes PERRY RHODAN-Universum als das Bekannte.
Ab dem 17. Mai 2019 gibt es eine wunderbare Gelegenheit, in diese Serie einzusteigen. Band 200 von PERRY RHODAN NEO erscheint, und das Team eröffnet eine ganz neue Handlung. Die Geschichte spielt im Jahr 2088 und danach, also in einer Zukunft, die nicht so weit entfernt von unserer heutigen Zeit ist.
Worum geht’s in den kommenden Romanen? Was haben sich Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm ausgedacht, die derzeit für die Exposés der Serie zuständig sind? Welche Welten, welche Figuren und welche Technik bilden das Fundament für die Geschichte? Und was machen die Autorinnen und Autoren daraus?
Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, möchte ich kurz den Hintergrund skizzieren: Die Menschen haben die Solare Union gegründet und sind zu den Sternen aufgebrochen. Im Verlauf von drei Jahrzehnten haben sie Kolonien auf fremden Planeten errichtet, die Namen wie Ertrus und Plophos, Siga und Epsal tragen. Tausende von Siedlern wagen den Schritt ins All – und damit in ein aufregendes und gefahrvolles Leben.
Die Erde ist noch lange nicht geeint, doch die Solare Union treibt die Erkundung des nahen Weltalls voran. Perry Rhodan und seine Gefährten sind immer an der Speerspitze des Fortschritts, ein politisches Amt hat Rhodan aber nicht übernommen. An seiner Seite sind immer noch Menschen wie Reginald Bull aktiv, während andere Menschen sich aufs »Altenteil« zurückgezogen haben.
Neue Figuren spielen eine wichtige Rolle in den Romanen nach der Bandnummer 200. Nike Quinto ist eine solche Figur – der erfahrene Geheimdienstler baut eine mysteriöse Abteilung für schwierige Fälle auf. Anson Argyris macht von sich reden, der sogenannte Kaiser von Olymp, wie er von vielen Menschen genannt wird. Weitere Namen, die noch mit literarischem Leben gefüllt werden müssen, sind beispielsweise Ronald Tekener oder Iratio Hondro – und das sind noch lange nicht alle.
Die Verbindung aus bekannt klingenden Geschichten und Figuren sowie ganz neuen Ideen haben die Autoren sehr spannend angelegt. Das Jahr 2088 steckt voller Herausforderungen für die immer noch junge Menschheit. In den Weiten der Milchstraße warten weitere Gefahren und Entdeckungen auf die Menschen. Die Zukunft ist grundsätzlich positiv – immerhin hat die Menschheit eine Reihe von Katastrophen in jüngster Zeit überstanden –, aber die neuen Schwierigkeiten müssen trotzdem überwunden werden.
Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele Leserinnen und Leser dieser Zeilen einen Blick in das neue NEO-Universum werfen würden. Es gibt noch genügend zu erleben in der Milchstraße, und jetzt ist die Chance, gewissermaßen »ganz neu« dabeizusein!
23 Mai 2019
Exterra 82 gelesen
»Mythos Erde«, der neue Zyklus innerhalb unserer Serie und die Veranstaltung zu diesem Roman in München sind wichtige Bestandteile der aktuellen »Exterra«-Ausgabe. Dabei handelt es sich um die Nummer 82 des Club-Fanzines des Science-Fiction-Clubs Universum (SFCU), dessen Mitgliedern ich seit Jahrzehnten immer wieder über den Weg laufe. Sie sind aktiv, sie publizieren Zeitschriften, sie treten auf Cons auf, sie sind vielseitig kreativ.

In der aktuellen Ausgabe wird die Arbeit unseres Autorenteams – und der Redaktion – durchaus kritisiert. Auf den 60 Seiten gibt es also genügend, was mich ärgern könnte. Das tut es nicht, weil die Kritik ja begründet ist, wenngleich ich meist anderer Meinung bin, und in einem nachvollziehbaren Ton verfasst ist.
Darüber hinaus gibt es Berichte über die »Light Edition«, eine Reihe von Fan-Romanen, oder über Briefmarken, die die Weltraumforschung als Thema haben. Eine schöne Mixtur in einem Fanzine, das belegt, dass gedruckte Hefte immer noch ihren Sinn und ihre Berechtigung haben.
(Das Fanzine gibt's direkt beim SFCU zu bestellen. Vereinsmitglieder bekommen das Heft kostenlos, alle anderen sollten sich auf der Internet-Seite informieren.)

In der aktuellen Ausgabe wird die Arbeit unseres Autorenteams – und der Redaktion – durchaus kritisiert. Auf den 60 Seiten gibt es also genügend, was mich ärgern könnte. Das tut es nicht, weil die Kritik ja begründet ist, wenngleich ich meist anderer Meinung bin, und in einem nachvollziehbaren Ton verfasst ist.
Darüber hinaus gibt es Berichte über die »Light Edition«, eine Reihe von Fan-Romanen, oder über Briefmarken, die die Weltraumforschung als Thema haben. Eine schöne Mixtur in einem Fanzine, das belegt, dass gedruckte Hefte immer noch ihren Sinn und ihre Berechtigung haben.
(Das Fanzine gibt's direkt beim SFCU zu bestellen. Vereinsmitglieder bekommen das Heft kostenlos, alle anderen sollten sich auf der Internet-Seite informieren.)
22 Mai 2019
Chaos in Hayok jetzt auch auf tschechisch
Den Titel »Chaos na Hayoku« kann ich sofort für mich übersetzen, ohne auch nur ein Wort der tschechischen Sprache zu verstehen. Bei unseren Partnern von Bastei Moba ist dieser Tage der PERRY RHODAN-Roman »Chaos für Hayok« erschienen, verfasst von Horst Hoffmann. Damit werden unsere tschechischen Partner weiter in den Kampf der Terraner gegen die übermächtig erscheinende Terminale Kolonne TRAITOR hineingezogen.
Der tschechische Band trägt die Nummer 163, das deutsche Original wurde mit der Bandnummer 2362 veröffentlicht. Die aus unserer Sicht seltsame Nummerierung der tschechischen Ausgabe kommt daher, dass man mit dem ersten Roman des »Sternenozean«-Zyklus die aktuelle PERRY RHODAN-Ausgabe startete. Aus »unserem« Band 2200 wurde also der tschechische Band 1.
Mir ist das ja fast egal. Ich freue mich, dass unsere tschechischen Leser derzeit eines der faszinierenden Epen lesen können, die Robert Feldhoff als Exposéautor entwickelt hat. Und ich würde mich freuen, wenn es ihnen genauso gut gefiele wie damals den meisten der deutschen Leser.
Der tschechische Band trägt die Nummer 163, das deutsche Original wurde mit der Bandnummer 2362 veröffentlicht. Die aus unserer Sicht seltsame Nummerierung der tschechischen Ausgabe kommt daher, dass man mit dem ersten Roman des »Sternenozean«-Zyklus die aktuelle PERRY RHODAN-Ausgabe startete. Aus »unserem« Band 2200 wurde also der tschechische Band 1.
Mir ist das ja fast egal. Ich freue mich, dass unsere tschechischen Leser derzeit eines der faszinierenden Epen lesen können, die Robert Feldhoff als Exposéautor entwickelt hat. Und ich würde mich freuen, wenn es ihnen genauso gut gefiele wie damals den meisten der deutschen Leser.
21 Mai 2019
Der Feind in mir
In meinen Augen bilden sie ein klassisches Team: Wenn Reginald Bull und Perry Rhodan gemeinsam in einen Einsatz gehen, ist das eigentlich nichts Neues für die Leser.
Man darf allerdings nicht vergessen, dass sich die Freunde schon seit langem nicht mehr gesehen haben – wobei das auch relativ ist. Während für den einen rund fünfhundert Jahre vergingen, waren es für den anderen nur einige Wochen.
In ihrem Roman »Der Feind in mir«, der mit der Bandnummer 3014 demnächst erscheint, zeigt Michelle Stern das Zusammenspiel der beiden Freunde ebenso wie das ihrer Gegenspieler. Dabei handelt es sich um einen trickreichen Kampf mit viel Action und einigen Überraschungen. Dass nebenbei noch ein ungewöhnlicher Roboter eine immer wichtigere Rolle spielt, möchte ich nur kurz andeuten.
Das Titelbild stammt übrigens von Arndt Drechsler. Ich finde es sehr eindrucksvoll.
Man darf allerdings nicht vergessen, dass sich die Freunde schon seit langem nicht mehr gesehen haben – wobei das auch relativ ist. Während für den einen rund fünfhundert Jahre vergingen, waren es für den anderen nur einige Wochen.
In ihrem Roman »Der Feind in mir«, der mit der Bandnummer 3014 demnächst erscheint, zeigt Michelle Stern das Zusammenspiel der beiden Freunde ebenso wie das ihrer Gegenspieler. Dabei handelt es sich um einen trickreichen Kampf mit viel Action und einigen Überraschungen. Dass nebenbei noch ein ungewöhnlicher Roboter eine immer wichtigere Rolle spielt, möchte ich nur kurz andeuten.
Das Titelbild stammt übrigens von Arndt Drechsler. Ich finde es sehr eindrucksvoll.
20 Mai 2019
Ein Prost auf einen geglückten Roman
Die Autorin Lucy Guth lernte ich bei einem Seminar in Wolfenbüttel persönlich kennen. Vorher nahm ich sie als Autorin für Serien wie »Maddrax« wahr und bekam mit, dass sie auch an anderen Texten arbeitete. Beim BuchmesseCon im Oktober 2018 unterhielten wir uns darüber, ob sie vielleicht einmal einen Beitrag für PERRY RHODAN NEO schreiben könnte – immerhin las sie die Serie sehr gern und war auf dem Laufenden. Danach ging eigentlich alles ganz flott ...
Wenn am 31. Mai 2019 der Roman »Mission auf Mimas« in den Handel kommt, den die Autorin zusammen mit Michelle Stern geschrieben hat, haben wir beide einen Grund zum Feiern. Mir hat die Gemeinschaftsarbeit der Autorinnen sehr gut gefallen, und ich hoffe, dass die Leser das auch so sehen.
Als wir uns unlängst in den Räumen der Bundesakademie in Wolfenbüttel trafen, lag es nahe, den bald kommenden Roman ein wenig zu feiern. Zu vorgerückter Stunde stießen wir mit Bier an. (Das Foto schoss übrigens Thomas Frick, der mit einer STELLARIS-Geschichte schon für das Perryversum tätig geworden ist …)
Wenn am 31. Mai 2019 der Roman »Mission auf Mimas« in den Handel kommt, den die Autorin zusammen mit Michelle Stern geschrieben hat, haben wir beide einen Grund zum Feiern. Mir hat die Gemeinschaftsarbeit der Autorinnen sehr gut gefallen, und ich hoffe, dass die Leser das auch so sehen.
Als wir uns unlängst in den Räumen der Bundesakademie in Wolfenbüttel trafen, lag es nahe, den bald kommenden Roman ein wenig zu feiern. Zu vorgerückter Stunde stießen wir mit Bier an. (Das Foto schoss übrigens Thomas Frick, der mit einer STELLARIS-Geschichte schon für das Perryversum tätig geworden ist …)
19 Mai 2019
Meine Welt der Fanzines wurde größer
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
Nachdem ich die ersten Kontakte zu Fans geschlossen hatte, entwickelten sich im Frühjahr und Sommer 1979 in rasender Geschwindigkeit weitere Bekanntschaften. Mit der kleinen Kofferschreibmaschine, die mir meine Eltern geschenkt hatten, schrieb ich zahlreiche Adressen an, die ich in den PERRY RHODAN-Clubnachrichten oder auf den Seiten des PERRY RHODAN-Magazins ausfindig machte.
Ich war 15 Jahre alt und fand die Schule sowieso nicht spannend – also malträtierte ich in der Freizeit meine Schreibmaschine. Und weil viele der Personen, mit denen ich Kontakt aufnahm, rasch reagierten, hatte ich innerhalb kurzer Zeit eine Reihe von Brieffreundschaften.
Rasch fing ich damit an, die ersten Fanzines zu bestellen, also Fan-Magazine, die von den meist jungen Herausgebern hergestellt und vertrieben wurden. Vor allem wollte ich Möglichkeiten finden, meine eigenen Geschichten zu veröffentlichen. Seit ich die Idee entwickelt hatte, selbst ein Autor zu werden, brauchte ich – in meiner Wahrnehmung – jemanden, der meine Texte druckte.
Eines der ersten Hefte, das mir ins Haus geschickt wurde, hieß »solis orbita«. Seine Macher kamen aus Friedberg im Taunus, nördlich von Frankfurt gelegen, und kamen mir schon sehr erfahren vor – obwohl sie so alt waren wie ich oder ein wenig jünger. Ihr Fanzine war noch sehr amateurhaft, die Ambitionen von Michael und Ulrich dafür umso größer. Sie hatten, wie ich nach mehreren Briefen schon wusste, große Ziele mit ihrem Fanzine: Sie wollten prominente Autoren als Mitarbeiter gewinnen und schreckten auch nicht davor zurück, Lyrik zu veröffentlichen. (Es wurde das erste Fanzine, das Texte von mir publizierte.)
Es gab weitere Hefte, die mir gut gefielen. Im Nachhinein muss man wohl aber sagen, dass »Carthago« eines der Fanzines war, die mich im Sommer 1979 am Stärksten beeinflussten. Ich bestellte mir die Doppelnummer 9/10, die hundert Seiten umfasste und die ich bestimmt zweimal durchlas. »Carthago« verstand sich als ein »Magazin für Phantastik (Science Fiction, Realismus, Gespenster, Fantasy, etwas Horror, Surrealismus, Utopie, Badeöl usw.)«, was ich schon mal lustig fand.
Das gesamte Heft wirkte auf mich sehr professionell: ein kartonierter Umschlag, superschön gedruckte Innenseiten. Inhaltlich war es wesentlich »erwachsener« und kritischer als die Hefte, die ich bislang kannte und die meist einen starken PERRY RHODAN-Bezug aufwiesen.
Staunend las ich manche Beiträge. Es gab durchaus anspruchsvolle Kurzgeschichten, etwa von Roland Rosenbauer, den ich schon als Autor von »Terra Astra«-Heftromanen kannte, oder von Manfred Borchard, der schon oft auf den Seiten der PERRY RHODAN-Romane veröffentlicht worden war. Andere Autoren kannte ich nicht – und ihre Geschichten lasen sich allesamt anders als das, was ich bisher in Heftromanen mitbekommen hatte.
Man war durchaus politisch in diesem Fanzine, nicht nur in Kurzgeschichten wie »Päpstliche Himmelfahrt« oder Gedichten wie »Ein sauberer Deutscher«, sondern vor allem in den Artikeln. Mit einem Artikel wie »Größenwahn und Misswirtschaft der Fanzines« konnte ich nicht viel anfangen, weil ich zu wenig Ahnung von der bisherigen Fan-Szene hatte. Aber auch dieser Artikel weitete meinen Horizont.
In der »Carthago«-Ausgabe las ich auch von vielen anderen Fanzines. In einer »Fantasy-Magazinschau« wurden alle aktuellen Fanzines besprochen, die sich mit Fantasy-Literatur beschäftigten. Nachdem ich erst kürzlich diese Spielart der phantastischen Literatur kennengelernt hatte, fand ich das besonders interessant. Man konnte in Heften wie »Fantasia« oder »Follow« also eigene Geschichten veröffentlichen, und man konnte fremde Kulturen »simulieren«. Was immer das im Detail heißen sollte – mich faszinierte es.
Ich nahm mir vor, in Kontakt zu dem Verein zu treten, der hinter dieser phantastischen Welt stand. Er nannte sich »Erster Deutscher Fantasy-Club«. Obwohl in derselben »Carthago«-Ausgabe auch ein Artikel veröffentlicht wurde, der den Titel »Fantasy – Faschismus auf Raten?« trug, wollte ich mich nicht davon abhalten lassen, mehr über Fantasy herauszufinden.
Weil es in diesem »Carthago«-Heft so viele Informationen gab, die ich herausschreiben konnte, betrachtete ich es bald als meinen »Schlüssel« zur eigentlichen Fan-Szene. Unter anderem las ich von einem Fanzine namens »Phalanx«, an dem Manfred Borchard beteiligt war – den Mann kannte ich nun sowohl von »Carthago« als auch von PERRY RHODAN her. Ich beschlosse, den Herausgeber anzuschreiben; das war ein gewisser Helmut Ehls. (Mit ihm sollte ich Jahrzehnte später bei PERRY RHODAN zusammenarbeiten.)
Vor allem aber faszinierte mich der Hinweis auf einen Club. Er nannte sich »Science Fiction Korrespondenz Ring«, kürzte sich selbst mit »SFKR« ab und beschrieb sich selbst als »der Verein für aktive Science-Fiction-Leser & -Fans«, Das interessierte mich; ich wollte schließlich selbst ein aktiver Fan werden. Mir gefiel, dass man sich offenbar »ehrgeizige Pläne« gesetzt hatte, wie es in der Anzeige hieß, und dass man alles bieten wollte, »was man von einem modernen und leistungsfähigen Club« erwartete. Was das wohl genau hieß? Ich beschloss, es herauszufinden, und schrieb einen Brief an die angegebene Adresse.
Im Spätsommer 1979 begann mein Zugang zum Fandom, wie man die organisierte Szene der Science-Fiction-Fans nannte. Ich verschickte viele Briefe, und ich bekam viele Antworten. Mit großen Augen sah ich, was es neben PERRY RHODAN und ATLAN noch alles gab. Vor allem faszinierte mich, welche Möglichkeiten sich für engagierte Fans eröffneten. Ich beschloss, in dieser Fan-Szene immer intensiver mitzumischen …
Nachdem ich die ersten Kontakte zu Fans geschlossen hatte, entwickelten sich im Frühjahr und Sommer 1979 in rasender Geschwindigkeit weitere Bekanntschaften. Mit der kleinen Kofferschreibmaschine, die mir meine Eltern geschenkt hatten, schrieb ich zahlreiche Adressen an, die ich in den PERRY RHODAN-Clubnachrichten oder auf den Seiten des PERRY RHODAN-Magazins ausfindig machte.
Ich war 15 Jahre alt und fand die Schule sowieso nicht spannend – also malträtierte ich in der Freizeit meine Schreibmaschine. Und weil viele der Personen, mit denen ich Kontakt aufnahm, rasch reagierten, hatte ich innerhalb kurzer Zeit eine Reihe von Brieffreundschaften.
Rasch fing ich damit an, die ersten Fanzines zu bestellen, also Fan-Magazine, die von den meist jungen Herausgebern hergestellt und vertrieben wurden. Vor allem wollte ich Möglichkeiten finden, meine eigenen Geschichten zu veröffentlichen. Seit ich die Idee entwickelt hatte, selbst ein Autor zu werden, brauchte ich – in meiner Wahrnehmung – jemanden, der meine Texte druckte.
Eines der ersten Hefte, das mir ins Haus geschickt wurde, hieß »solis orbita«. Seine Macher kamen aus Friedberg im Taunus, nördlich von Frankfurt gelegen, und kamen mir schon sehr erfahren vor – obwohl sie so alt waren wie ich oder ein wenig jünger. Ihr Fanzine war noch sehr amateurhaft, die Ambitionen von Michael und Ulrich dafür umso größer. Sie hatten, wie ich nach mehreren Briefen schon wusste, große Ziele mit ihrem Fanzine: Sie wollten prominente Autoren als Mitarbeiter gewinnen und schreckten auch nicht davor zurück, Lyrik zu veröffentlichen. (Es wurde das erste Fanzine, das Texte von mir publizierte.)
Es gab weitere Hefte, die mir gut gefielen. Im Nachhinein muss man wohl aber sagen, dass »Carthago« eines der Fanzines war, die mich im Sommer 1979 am Stärksten beeinflussten. Ich bestellte mir die Doppelnummer 9/10, die hundert Seiten umfasste und die ich bestimmt zweimal durchlas. »Carthago« verstand sich als ein »Magazin für Phantastik (Science Fiction, Realismus, Gespenster, Fantasy, etwas Horror, Surrealismus, Utopie, Badeöl usw.)«, was ich schon mal lustig fand.
Das gesamte Heft wirkte auf mich sehr professionell: ein kartonierter Umschlag, superschön gedruckte Innenseiten. Inhaltlich war es wesentlich »erwachsener« und kritischer als die Hefte, die ich bislang kannte und die meist einen starken PERRY RHODAN-Bezug aufwiesen.
Staunend las ich manche Beiträge. Es gab durchaus anspruchsvolle Kurzgeschichten, etwa von Roland Rosenbauer, den ich schon als Autor von »Terra Astra«-Heftromanen kannte, oder von Manfred Borchard, der schon oft auf den Seiten der PERRY RHODAN-Romane veröffentlicht worden war. Andere Autoren kannte ich nicht – und ihre Geschichten lasen sich allesamt anders als das, was ich bisher in Heftromanen mitbekommen hatte.
Man war durchaus politisch in diesem Fanzine, nicht nur in Kurzgeschichten wie »Päpstliche Himmelfahrt« oder Gedichten wie »Ein sauberer Deutscher«, sondern vor allem in den Artikeln. Mit einem Artikel wie »Größenwahn und Misswirtschaft der Fanzines« konnte ich nicht viel anfangen, weil ich zu wenig Ahnung von der bisherigen Fan-Szene hatte. Aber auch dieser Artikel weitete meinen Horizont.
In der »Carthago«-Ausgabe las ich auch von vielen anderen Fanzines. In einer »Fantasy-Magazinschau« wurden alle aktuellen Fanzines besprochen, die sich mit Fantasy-Literatur beschäftigten. Nachdem ich erst kürzlich diese Spielart der phantastischen Literatur kennengelernt hatte, fand ich das besonders interessant. Man konnte in Heften wie »Fantasia« oder »Follow« also eigene Geschichten veröffentlichen, und man konnte fremde Kulturen »simulieren«. Was immer das im Detail heißen sollte – mich faszinierte es.
Ich nahm mir vor, in Kontakt zu dem Verein zu treten, der hinter dieser phantastischen Welt stand. Er nannte sich »Erster Deutscher Fantasy-Club«. Obwohl in derselben »Carthago«-Ausgabe auch ein Artikel veröffentlicht wurde, der den Titel »Fantasy – Faschismus auf Raten?« trug, wollte ich mich nicht davon abhalten lassen, mehr über Fantasy herauszufinden.
Weil es in diesem »Carthago«-Heft so viele Informationen gab, die ich herausschreiben konnte, betrachtete ich es bald als meinen »Schlüssel« zur eigentlichen Fan-Szene. Unter anderem las ich von einem Fanzine namens »Phalanx«, an dem Manfred Borchard beteiligt war – den Mann kannte ich nun sowohl von »Carthago« als auch von PERRY RHODAN her. Ich beschlosse, den Herausgeber anzuschreiben; das war ein gewisser Helmut Ehls. (Mit ihm sollte ich Jahrzehnte später bei PERRY RHODAN zusammenarbeiten.)
Vor allem aber faszinierte mich der Hinweis auf einen Club. Er nannte sich »Science Fiction Korrespondenz Ring«, kürzte sich selbst mit »SFKR« ab und beschrieb sich selbst als »der Verein für aktive Science-Fiction-Leser & -Fans«, Das interessierte mich; ich wollte schließlich selbst ein aktiver Fan werden. Mir gefiel, dass man sich offenbar »ehrgeizige Pläne« gesetzt hatte, wie es in der Anzeige hieß, und dass man alles bieten wollte, »was man von einem modernen und leistungsfähigen Club« erwartete. Was das wohl genau hieß? Ich beschloss, es herauszufinden, und schrieb einen Brief an die angegebene Adresse.
Im Spätsommer 1979 begann mein Zugang zum Fandom, wie man die organisierte Szene der Science-Fiction-Fans nannte. Ich verschickte viele Briefe, und ich bekam viele Antworten. Mit großen Augen sah ich, was es neben PERRY RHODAN und ATLAN noch alles gab. Vor allem faszinierte mich, welche Möglichkeiten sich für engagierte Fans eröffneten. Ich beschloss, in dieser Fan-Szene immer intensiver mitzumischen …
18 Mai 2019
Eine NEO-Sternenkarte
Ich denke, es war diese Woche eine Überraschung für die Abonnenten von PERRY RHODAN NEO: Sie alle erhielten im Rahmen ihres Abonnements eine Sternenkarte, die das nähere interstellare Umfeld der Erde zeigte, wie wir es in dieser Serie schildern.Erstellt hatte die Karte Rainer Schorm, einer der zwei Exposéautoren der Serie. Sie zeigt die Lokale Blase mit einem Radius von 500 Lichtjahren, groß genug also für Hunderttausende von Sonnen und möglichen Planeten.
Zu den Welten, die auf dieser Sternenkarte zu sehen sind, zählen unter anderem Ertrus und Epsal, Siga und Olymp. Wer sich schon lange für PERRY RHODAN interessiert, für den haben diese Namen einen guten Klang. Für PERR RHODAN NEO gab es natürlich entsprechende Anpassungen, so dass ein Besuch auf diesen Welten sehr viele neue Eindrücke vermitteln dürfte.
(Das Bild wurde in meinem Büro auf dem Fußboden aufgenommen. Ich fotografierte den Entwurf, nicht das endgültige Motiv – weil dieser keine »Falzlinien« enthält.)
Bevor jetzt jemand fragt: Diese Version der Sternenkarte kann man nicht bei uns kaufen. Wir arbeiten aber derzeit daran, für unseren Shop eine Lösung zu erstellen, die das Motiv dieser Karte aufgreift. Ziel ist ein schöner Wandschmuck ...
17 Mai 2019
Mann aus Glas
Es ist nicht nur ein neuer Roman, es ist auch nicht nur der Start in eine neue Staffel – es ist der Aufbruch in eine neue Epoche. Ich meine damit den Band 200 der Serie PERRY RHODAN NEO, den Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm gemeinsam verfasst haben. Am heutigen Freitag ist er offiziell erschienen, es ist der Start in die neue Staffel, die den schönen Namen »Die Solare Union« erhalten hat.
Die beiden Autoren haben sehr viele Grundlagen für die künftigen Romane erstellt. Sie haben sich nicht nur Gedanken über Kolonien und Welten gemacht, sondern auch über wirtschaftliche Zusammenhänge, biologische und genetische Überlegungen und strategisch-militärische Überlegungen.
Wenn sich die Menschheit im näheren Umfeld der sogenannten Lokalen Blase ausdehnt, vergrößert sich das »Spielfeld«. Das heißt, dass die Ziele größer werden können, auf jeden Fall aber auch die Bedrohungen.
In »Mann aus Glas« deuten die Autoren davon einiges an. Mit dem mysteriösen Besucher, der im Gebiet der Menschheit auftaucht, melden sich Besucher von »außerhalb«, die bisher niemand auf dem Plan hatte. Die größte Bedrohung scheint aber von einem besonders gefährlichen Menschen auszugehen … und alles andere steht in diesem Roman und seinen Folgebänden!
Die beiden Autoren haben sehr viele Grundlagen für die künftigen Romane erstellt. Sie haben sich nicht nur Gedanken über Kolonien und Welten gemacht, sondern auch über wirtschaftliche Zusammenhänge, biologische und genetische Überlegungen und strategisch-militärische Überlegungen.Wenn sich die Menschheit im näheren Umfeld der sogenannten Lokalen Blase ausdehnt, vergrößert sich das »Spielfeld«. Das heißt, dass die Ziele größer werden können, auf jeden Fall aber auch die Bedrohungen.
In »Mann aus Glas« deuten die Autoren davon einiges an. Mit dem mysteriösen Besucher, der im Gebiet der Menschheit auftaucht, melden sich Besucher von »außerhalb«, die bisher niemand auf dem Plan hatte. Die größte Bedrohung scheint aber von einem besonders gefährlichen Menschen auszugehen … und alles andere steht in diesem Roman und seinen Folgebänden!
16 Mai 2019
Die Science-Fction-Welten des Andreas Brandhorst
Ein Logbuch der Redaktion
Dass Andreas Brandhorst einen PERRY RHODAN-Heftroman verfasste, schließt im Frühjahr 2019 in gewisser Weise einen großen Bogen. Der Autor fing in den 70er-Jahren mit Science-Fiction-Heftromanen an, damals noch als junger Mann, und wurde im Verlauf der vergangenen Jahre zu einem erfolgreichen Schriftsteller, der sich auf der Bestseller-Liste platzieren konnte. Grund genug, einige der wichtigen Abschnitte seiner Karriere zu betrachten.
Schon als junger Autor zeigte Andreas Brandhorst sein Talent. Seit den 70er-Jahren veröffentlichte er die ersten Heftromane, später schrieb er unter dem Pseudonym Andreas Weiler für die »Terranauten«. Dabei handelte es sich zu Beginn der 80er-Jahre um einen Versuch des Bastei-Verlages, eine Science-Fiction-Serie in den Handel zu bringen, die ganz anders ausgerichtet war als beispielsweise PERRY RHODAN. (Die Serie wird derzeit als E-Book erneut veröffentlicht.)
Nachdem der Autor in den frühen 80er-Jahren eine Reihe von Science-Fiction-Romanen als Taschenbücher oder Hardcover-Bände veröffentlicht hatte, verlegte er sich aufs Übersetzen. Zu Beginn der Nuller-Jahre trat er wieder als Autor in Erscheinung.
Mit »Diamant« legte er den ersten Band der sogenannten Kantaki-Trilogie vor, dem rasch weitere Bände folgten. Der Autor präsentierte in diesen Romanen eine weit entfernte Zukunft, in der die Menschen zwar ein Sternenreich entwickelt haben, bei ihrer Technik aber auf sehr seltsame Außerirdische angewiesen sind. Fans und Kritiker zeigten sich von den zwei Kantaki-Trilogien begeistert. (Sie liegen mittlerweile in einer schönen Neuausgabe im Piper-Verlag vor, als Taschenbuch sowie als E-Book.)
Es folgte eine Reihe von eigenständigen Science-Fiction-Romanen, die in keinem inhaltlichen Zusammenhang standen. Mehrfach bekam der Autor den Deutschen Science-Fiction-Preis und den Kurd-Lasswitz-Preis. Unter anderem wurde »Das Schiff« damit ausgezeichnet, ein Roman, der ein komplettes Universum entwirft und dabei stets sehr spannend bleibt.
Das ist wohl auch das verbindende Element in den neuen Science-Fiction-Werken des Andreas Brandhorst: Der Autor zeigt nicht nur eine Geschichte, sondern er präsentiert meist einen ganzen Weltenentwurf. Manche Leser sind dadurch überfordert, die meisten aber schätzen diesen umfassenden Weltenbau, in den sich spannende Geschichten um verzweifelte Menschen, einsame Roboter und wagemutige Raumfahrer einbinden lassen.
Zuletzt wechselte Andreas Brandhorst in das Thriller-Genre – ohne dabei aber seine Herkunft zu verleugnen. So ist beispielsweise »Ewiges Leben«, sein aktueller Bestseller, ein spannender Roman um Genetik und große Pläne, den die meisten Leser als Thriller wahrnehmen werden. Die grundlegende Idee – eben die Suche nach der Unsterblichkeit – zählt eher zur Science Fiction.
Auch in »Das Erwachen« griff der Autor ein aktuelles Thema auf, das in der Wissenschaft ebenso eine Rolle spielt wie in populären Medien: Ab wann ist eine sogenannte Künstliche Intelligenz wirklich möglich, und wie werden solche Maschinen gegenüber den Menschen auftreten? In beiden Thrillern sparte der Autor nicht an kritischen Gedanken zu politischen Kräften und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Andreas Brandhorst hat im Verlauf seiner Karriere als Schriftsteller die unterschiedlichsten Themen bearbeitet. In einem blieb er sich immer treu: Er ist ein Science-Fiction-Autor, der es meisterhaft versteht, fremde Welten und faszinierende Charaktere zu beschreiben – ob in unserer Zeit oder in einer fernen Zukunft. Wir können als Leser auf viele weitere Romane dieses Schriftstellers gespannt sein!
Dass Andreas Brandhorst einen PERRY RHODAN-Heftroman verfasste, schließt im Frühjahr 2019 in gewisser Weise einen großen Bogen. Der Autor fing in den 70er-Jahren mit Science-Fiction-Heftromanen an, damals noch als junger Mann, und wurde im Verlauf der vergangenen Jahre zu einem erfolgreichen Schriftsteller, der sich auf der Bestseller-Liste platzieren konnte. Grund genug, einige der wichtigen Abschnitte seiner Karriere zu betrachten.
Schon als junger Autor zeigte Andreas Brandhorst sein Talent. Seit den 70er-Jahren veröffentlichte er die ersten Heftromane, später schrieb er unter dem Pseudonym Andreas Weiler für die »Terranauten«. Dabei handelte es sich zu Beginn der 80er-Jahre um einen Versuch des Bastei-Verlages, eine Science-Fiction-Serie in den Handel zu bringen, die ganz anders ausgerichtet war als beispielsweise PERRY RHODAN. (Die Serie wird derzeit als E-Book erneut veröffentlicht.)
Nachdem der Autor in den frühen 80er-Jahren eine Reihe von Science-Fiction-Romanen als Taschenbücher oder Hardcover-Bände veröffentlicht hatte, verlegte er sich aufs Übersetzen. Zu Beginn der Nuller-Jahre trat er wieder als Autor in Erscheinung.
Mit »Diamant« legte er den ersten Band der sogenannten Kantaki-Trilogie vor, dem rasch weitere Bände folgten. Der Autor präsentierte in diesen Romanen eine weit entfernte Zukunft, in der die Menschen zwar ein Sternenreich entwickelt haben, bei ihrer Technik aber auf sehr seltsame Außerirdische angewiesen sind. Fans und Kritiker zeigten sich von den zwei Kantaki-Trilogien begeistert. (Sie liegen mittlerweile in einer schönen Neuausgabe im Piper-Verlag vor, als Taschenbuch sowie als E-Book.)
Es folgte eine Reihe von eigenständigen Science-Fiction-Romanen, die in keinem inhaltlichen Zusammenhang standen. Mehrfach bekam der Autor den Deutschen Science-Fiction-Preis und den Kurd-Lasswitz-Preis. Unter anderem wurde »Das Schiff« damit ausgezeichnet, ein Roman, der ein komplettes Universum entwirft und dabei stets sehr spannend bleibt.
Das ist wohl auch das verbindende Element in den neuen Science-Fiction-Werken des Andreas Brandhorst: Der Autor zeigt nicht nur eine Geschichte, sondern er präsentiert meist einen ganzen Weltenentwurf. Manche Leser sind dadurch überfordert, die meisten aber schätzen diesen umfassenden Weltenbau, in den sich spannende Geschichten um verzweifelte Menschen, einsame Roboter und wagemutige Raumfahrer einbinden lassen.
Zuletzt wechselte Andreas Brandhorst in das Thriller-Genre – ohne dabei aber seine Herkunft zu verleugnen. So ist beispielsweise »Ewiges Leben«, sein aktueller Bestseller, ein spannender Roman um Genetik und große Pläne, den die meisten Leser als Thriller wahrnehmen werden. Die grundlegende Idee – eben die Suche nach der Unsterblichkeit – zählt eher zur Science Fiction.
Auch in »Das Erwachen« griff der Autor ein aktuelles Thema auf, das in der Wissenschaft ebenso eine Rolle spielt wie in populären Medien: Ab wann ist eine sogenannte Künstliche Intelligenz wirklich möglich, und wie werden solche Maschinen gegenüber den Menschen auftreten? In beiden Thrillern sparte der Autor nicht an kritischen Gedanken zu politischen Kräften und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Andreas Brandhorst hat im Verlauf seiner Karriere als Schriftsteller die unterschiedlichsten Themen bearbeitet. In einem blieb er sich immer treu: Er ist ein Science-Fiction-Autor, der es meisterhaft versteht, fremde Welten und faszinierende Charaktere zu beschreiben – ob in unserer Zeit oder in einer fernen Zukunft. Wir können als Leser auf viele weitere Romane dieses Schriftstellers gespannt sein!
15 Mai 2019
Die Terranische Union im Büro
Ich gestehe offen und ehrlich, dass die Überraschung geglückt ist: Wenn sich Rainer Schorm und Rüdiger Schäfer zusammensetzen, brüten die beiden Exposéautoren üblicherweise neue Ideen für die Handlung von PERRY RHODAN NEO aus. Sie machen sich Gedanken zu Völkern und Welten, zu Figuren und Raumschiffen – das alles fassen sie später zusammen, und daraus entstehen die Exposés, die wiederum die Basis für Romane bilden. Im Regelfall erhalte ich hinterher ein schönes Konzept von den beiden, in dem sie ihre inhaltlichen Ideen zusammenfassen.
Ganz selten gibt es aber mehr, und in diesem Fall war dieses »Mehr« sehr verblüffend. Zur Terranischen Union gibt es nämlich bereits Merchandise-Produkte, die mir als Geschenk überreicht wurden. Was die Terranische Union genau ist und worin sich diese von der Solaren Union unterscheidet, will ich heute nicht erklären – ich freue mich lieber öffentlich über die gelungenen Überraschungen aus Leverkusen.
(Und wenn jetzt jemand fragt: Bisher kann man diese Dinge noch nirgends kaufen. Das könnte sich aber noch ändern, könnte ich mir vorstellen …)
Ganz selten gibt es aber mehr, und in diesem Fall war dieses »Mehr« sehr verblüffend. Zur Terranischen Union gibt es nämlich bereits Merchandise-Produkte, die mir als Geschenk überreicht wurden. Was die Terranische Union genau ist und worin sich diese von der Solaren Union unterscheidet, will ich heute nicht erklären – ich freue mich lieber öffentlich über die gelungenen Überraschungen aus Leverkusen.
(Und wenn jetzt jemand fragt: Bisher kann man diese Dinge noch nirgends kaufen. Das könnte sich aber noch ändern, könnte ich mir vorstellen …)
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