Ein Logbuch der Redaktion
Ich weiß noch, wie bestürzt ich im Januar 1988 war, als die klassische ATLAN-Heftromanserie eingestellt wurde. Rund zehn Jahre lang hatte ich die Abenteuer des Arkoniden verfolgt, war ich mit Atlan zusammen durch die Vergangenheit des Arkon-Imperiums, über den Dimensionsfahrstuhl Pthor und durch ferne Galaxien gezogen – und auf einmal war die Luft raus, stellte der Verlag die Serie ein. Erst Jahre später, als ich als Redakteur mitbekam, wie man in einem Zeitschriftenverlag kalkuliert und arbeitet, war mir klar, dass die Einstellung unumgänglich war: Die Verkaufszahlen hatten sich permanent nach unten bewegt, und in einer Phase, in der zahlreiche Heftromanserien eingestellt wurden, ließ sich auch ATLAN nicht mehr am Markt halten.
Das ist jetzt zwanzig Jahre her, und dem SFC Universum ist es zu verdanken, dass ich mich erneut mit der klassischen ATLAN-Serie beschäftigte. Der aktive Club hat nämlich zwei neue Bände in der »Zeitraffer«-Reihe aufgelegt, die sich mit den letzten Jahren der Serie auseinandersetzen: Sachkundig fasst Michael Thiesen die Romane zusammen und liefert ausgefeilte Inhaltsangaben, hinzu kommen Listen, Zeichnungen und detaillierte Übersichten. Da wird für mich tatsächlich noch einmal die Seriengeschichte lebendig.
Schaue ich mir beispielsweise den siebten »Zeitraffer« an, der die Romane 675 bis 750 präsentiert, kommt mir wieder die alte Begeisterung in den Sinn: Atlan ist in diesen Romanen allein im »Hexenkessel Alkordoom«, der Arkonide also wieder in einer fremden Welt, in der er ums Überleben kämpfen und vor allem nach einem Weg suchen muss, sich Informationen zu beschaffen. Er ist im Auftrag der Kosmokraten unterwegs, ohne diesen Auftrag so richtig zu kennen, und stellt fest, dass er einen mysteriösen Gegner namens EVOLO hat. Und dieser EVOLO soll ein Produkt der Chaosmächte sein, das sogar die Existenz der Kosmokraten bedrohen könnte ...
Für den Arkoniden der Romanserie mochte das vielleicht eine Nummer zu groß sein, mir gefiel es – vor allem deshalb, weil man davon im eigentlichen Roman nicht sehr viel merkte. Atlan schlägt sich mit Ganoven herum, wird gejagt und versteckt sich – und trifft irgendwann auf die sogenannten Celester. Diese entpuppen sich als Terraner-Abkömmlinge der besonderen Art, und Atlans neues Abenteuer kann beginnen.
Der siebte »ATLAN-Zeitraffer« ruft diese Geschehnisse noch einmal in Erinnerung – ein schöner Rückblick, der auch als Nachschlagewerk überzeugt. Es handelt sich übrigens um ein Paperback in sauberer Gestaltung; die 140 Seiten kosten 6,50 Euro.
Ähnliches gilt für den achten Band der »ATLAN-Zeitraffer«, der die ATLAN-Romane 751 bis 850 abdeckt. Nach wie vor spielt das unheimliche Wesen EVOLO eine wichtige Rolle in der Handlung, nach wie vor ist Atlan auf wenige Helfer in fremden Galaxien angewiesen. Mit den Hyptons tauchen zudem »alte Bekannte« aus der PERRY RHODAN-Serie auf, die zum Konzil der Sieben gehört haben.
Es gab in dieser ATLAN-Phase fantasievolle und spannende Romane, das Konzept war allerdings nicht für jeden Leser nachvollziehbar – auch ich warf vor Ende des Zyklus das Handtuch. Mit Band 850 wurde die »alte« ATLAN-Serie eingestellt, und es sollte ein Jahrzehnt dauern, bis neue ATLAN-Romane erschienen.
Ich finde es richtig klasse, dass ich jetzt mit Hilfe der »ATLAN-Zeitraffer« dieser Heftroman-Zeit gewissermaßen nachspüren kann, und kann das Engagement des SFC Universum nicht genug loben. Wer sich für den Arkoniden und seine Abenteuer interessiert, findet in den Bänden auf jeden Fall unglaublich viel Material.
Band 8 der »ATLAN-Zeitraffer« fasst mehr Romane zusammen und ist mit 244 Seiten deutlich dicker. Der Preis ist mit 7,50 Euro auch höher angesetzt. Beide Bände können auf der Homepage des SFC Universum bestellt werden – dort gibt es im übrigen weitere interessante Dinge für engagierte und interessierte PERRY RHODAN- und natürlich ATLAN-Leser ...
12 Juni 2008
Mit Ernst Vlcek in Hamburg
Aus der Serie «Der Redakteur erinnert sich«
Exposé-Besprechungen in den neunziger Jahren brachten manchmal größere organisatorische Anstrengungen mit sich, weil viel zu reisen war: Ernst Vlcek wohnte in Brunn, einer Kleinstadt in der Nähe von Wien, und Robert Feldhoff wohnte in Oldenburg im nördlichen Niedersachsen. Die zwei Exposé-Autoren, die den Inhalt der PERRY RHODAN-Serie bestimmten, und die Redaktion trafen sich deshalb meist in Rastatt oder in Wien, um dort den weiteren Fortgang der Handlung zu bestimmen. Im Januar 1997 wollten wir eine Ausnahme von der Regel machen – und wir bestimmten Norddeutschland als die Region, in der wir uns treffen wollten.
Im Verlauf des 17. Januar 1997 fuhr ich mit der Bahn nach Hamburg, wo ich am frühen Abend eintraf. Am Bahnhof Altona holte mich Peter Altenburg alias Karl Nagel ab. Damals hatte er noch nicht den Plan, einen PERRY RHODAN-Comic zu publizieren; seine kleine Firma Alligator-Farm war damals auch eher ein sogenanntes Ego-Projekt.
Immerhin kannten wir uns zu der Zeit schon 17 Jahre, seit wir uns auf dem legendären PERRY RHODAN-WeltCon in Mannheim im November 1980 erstmals getroffen hatten. Peter gab ab 1980 das Fanzine »Fantastrips« heraus und vermittelte Zeichner wie Dirk Geiling und Udo Linke, die ja unter anderem für ATLAN tätig waren; ich publizierte ein Heft namens »Sagittarius«, und unsere Verkaufsstände während dieses Cons lagen nebeneinander. (Aber das ist eine ganz andere Geschichte ...)
Wie es zu jener Zeit schon Tradition war, gingen wir in die »Hollywood Canteen« auf der Ottenseer Hauptstraße (oder so – in der Fußgängerzone), wo wir bei Gerichten wie einem »Eddy Cochrane Burger« oder einem »Buddy Holly Sandwich«, 50er-Jahre-Musik, Foster’s Bier und Cola sowie seltsam gekleideten Bedienungen über alles mögliche diskutierten. Es ging lang, es war abwechslungsreich, und ich war noch sehr froh, dass ich mir nachts bei Peter die PERRY RHODAN-Homepage im Internet anschauen konnte: 1997 gab es praktisch keine Hotels mit Internet-Anschluss, und an Internet-Cafés war erst gar nicht zu denken.
Am nächsten Morgen traf ich mich dann mit Ernst Vlcek. Der Exposé-Autor aus Österreich war auch am Vortag eingetroffen und hatte lange mit H.G. Francis zusammengesessen. Gemeinsam bummelten wir durch die unterirdischen Gänge, die wie ein Labyrinth den Hauptbahnhof von Hamburg mit den Nebenstraßen verbinden.
In einem dieser Gänge kam es zu einer folgenschweren Begegnung, die Ernst Vlcek noch Jahre danach in Erstaunen versetzte: Ein nicht mehr ganz junger, vor allem nicht mehr sehr fit aussehender Mann hatte eine Spritze in der Hand und rammte sie einer Frau in die Arm-Vene. Mitten im Gang, zwischen all den Leuten stehend und ohne jegliche Irritation.
Ernst Vlcek blieb stehen und wollte seinen Augen nicht trauen. (Zu jener Zeit hatte Hamburg ein wesentlich heftigeres Drogenproblem als heutzutage – das nur mal als vorsichtiger Einwand.) »Das ist ja härter als auf dem Karlsplatz«, sagte er mehrmals fassungslos.
In der Folge schauten wir uns einige Straßen des Viertels St. Georg an, Ernst sah gleich noch mal einige Junkies, die in Hauseingängen saßen, und dann fuhren wir zur Reeperbahn. Mittags um ein Uhr beeindruckte die Vergnügungsmeile kaum, und die betrunkenen Männer wirkten auch wenig ansprechend. Schön war's dafür im Schanzenviertel (auch heute noch mein liebstes Hamburger Viertel), wo wir unter anderem durch Schallplattenläden tingelten.
Tatsächlich vertrödelten wir beide den Nachmittag – allerdings redeten wir die meiste Zeit über PERRY RHODAN, wenn wir nicht gerade Sightseeing betrieben. Als wir am späten Nachmittag zum Bahnhof zurückkamen, wurden wir Zeuge, wie sich ein Junkie mitten in der Station einen Schuss setzte; zwei Polizisten standen neben ihm und schauten zu.
Ernst Vlcek hatte danach eine feste Meinung über die Hanse-Stadt: »Ganz Hamburg ist ein Karlsplatz«, sagte er und schüttelte nur noch den Kopf.
Glücklicherweise ging es später an die ernsthafte Arbeit. Wir fuhren mit der Bahn nach Altona, wo wir in Peters Wohnung andächtig vor dem Fax-Gerät standen. Fax-Gerät?
Genau, es war die Zeit, bevor man überall Internet hatte, und Robert Feldhoff schickte uns per Fax sein Arbeitspapier für die bevorstehende Exposé-Besprechung. Die schätzungsweise zwanzig Seiten brauchten recht lange, und dann saßen Ernst und ich erst einmal auf Peters Sesseln und studierten Roberts Vorschläge. Die Laune des Expokraten, nach all den Junkies einigermaßen angeknackst, verbesserte sich zusehends.
Noch besser wurde sie bei einem Abendessen in der »Hollywood Canteen«, wo es Ernst ziemlich gut gefiel, bevor wir ins Abaton-Kino fuhren. Das Kino war zu jener Zeit der Ort des Hamburger PERRY RHODAN-Stammtisches, der an diesem Abend von den Fernsehleuten des Norddeutschen Rundfunks gefilmt werden sollte. Als wir eintrafen, saß der Autor H.G. Francis bereits fröhlich im Kreis der zahlreich erschienenen Fans. Im Scheinwerferlicht der Fernsehleute gab es eine Begrüßungsrunde und einige geschauspielerte Gespräche, dann verschwanden die Journalisten.
Der Abend gehörte dem PERRY RHODAN-Stammtisch. Ernst, Hans und ich diskutierten mit den Fans über alle möglichen Themen, über den aktuellen Zyklus ebenso wie die Leserkontaktseite, die Rolle der Frau in der PERRY RHODAN-Serie oder die geplante Alster-Rundfahrt der Hamburger Fans.
Es wurde ein langer Abend, obwohl wir am nächsten Tag ja eigentlich zur Exposé-Besprechung nach Oldenburg weiterfahren mussten, und Ernst hielt es am längsten aus: Während Peter und ich mit der Straßenbahn nach Altona unterwegs waren, blieb er bis halb drei Uhr. Einer der Stammtisch-Besucher fuhr ihn abschließend ins Hotel. Peter und ich gingen mit seiner Freundin noch ein Bier trinken.
In die »Hollywood Canteen« natürlich.
Exposé-Besprechungen in den neunziger Jahren brachten manchmal größere organisatorische Anstrengungen mit sich, weil viel zu reisen war: Ernst Vlcek wohnte in Brunn, einer Kleinstadt in der Nähe von Wien, und Robert Feldhoff wohnte in Oldenburg im nördlichen Niedersachsen. Die zwei Exposé-Autoren, die den Inhalt der PERRY RHODAN-Serie bestimmten, und die Redaktion trafen sich deshalb meist in Rastatt oder in Wien, um dort den weiteren Fortgang der Handlung zu bestimmen. Im Januar 1997 wollten wir eine Ausnahme von der Regel machen – und wir bestimmten Norddeutschland als die Region, in der wir uns treffen wollten.
Im Verlauf des 17. Januar 1997 fuhr ich mit der Bahn nach Hamburg, wo ich am frühen Abend eintraf. Am Bahnhof Altona holte mich Peter Altenburg alias Karl Nagel ab. Damals hatte er noch nicht den Plan, einen PERRY RHODAN-Comic zu publizieren; seine kleine Firma Alligator-Farm war damals auch eher ein sogenanntes Ego-Projekt.
Immerhin kannten wir uns zu der Zeit schon 17 Jahre, seit wir uns auf dem legendären PERRY RHODAN-WeltCon in Mannheim im November 1980 erstmals getroffen hatten. Peter gab ab 1980 das Fanzine »Fantastrips« heraus und vermittelte Zeichner wie Dirk Geiling und Udo Linke, die ja unter anderem für ATLAN tätig waren; ich publizierte ein Heft namens »Sagittarius«, und unsere Verkaufsstände während dieses Cons lagen nebeneinander. (Aber das ist eine ganz andere Geschichte ...)
Wie es zu jener Zeit schon Tradition war, gingen wir in die »Hollywood Canteen« auf der Ottenseer Hauptstraße (oder so – in der Fußgängerzone), wo wir bei Gerichten wie einem »Eddy Cochrane Burger« oder einem »Buddy Holly Sandwich«, 50er-Jahre-Musik, Foster’s Bier und Cola sowie seltsam gekleideten Bedienungen über alles mögliche diskutierten. Es ging lang, es war abwechslungsreich, und ich war noch sehr froh, dass ich mir nachts bei Peter die PERRY RHODAN-Homepage im Internet anschauen konnte: 1997 gab es praktisch keine Hotels mit Internet-Anschluss, und an Internet-Cafés war erst gar nicht zu denken.
Am nächsten Morgen traf ich mich dann mit Ernst Vlcek. Der Exposé-Autor aus Österreich war auch am Vortag eingetroffen und hatte lange mit H.G. Francis zusammengesessen. Gemeinsam bummelten wir durch die unterirdischen Gänge, die wie ein Labyrinth den Hauptbahnhof von Hamburg mit den Nebenstraßen verbinden.
In einem dieser Gänge kam es zu einer folgenschweren Begegnung, die Ernst Vlcek noch Jahre danach in Erstaunen versetzte: Ein nicht mehr ganz junger, vor allem nicht mehr sehr fit aussehender Mann hatte eine Spritze in der Hand und rammte sie einer Frau in die Arm-Vene. Mitten im Gang, zwischen all den Leuten stehend und ohne jegliche Irritation.
Ernst Vlcek blieb stehen und wollte seinen Augen nicht trauen. (Zu jener Zeit hatte Hamburg ein wesentlich heftigeres Drogenproblem als heutzutage – das nur mal als vorsichtiger Einwand.) »Das ist ja härter als auf dem Karlsplatz«, sagte er mehrmals fassungslos.
In der Folge schauten wir uns einige Straßen des Viertels St. Georg an, Ernst sah gleich noch mal einige Junkies, die in Hauseingängen saßen, und dann fuhren wir zur Reeperbahn. Mittags um ein Uhr beeindruckte die Vergnügungsmeile kaum, und die betrunkenen Männer wirkten auch wenig ansprechend. Schön war's dafür im Schanzenviertel (auch heute noch mein liebstes Hamburger Viertel), wo wir unter anderem durch Schallplattenläden tingelten.
Tatsächlich vertrödelten wir beide den Nachmittag – allerdings redeten wir die meiste Zeit über PERRY RHODAN, wenn wir nicht gerade Sightseeing betrieben. Als wir am späten Nachmittag zum Bahnhof zurückkamen, wurden wir Zeuge, wie sich ein Junkie mitten in der Station einen Schuss setzte; zwei Polizisten standen neben ihm und schauten zu.
Ernst Vlcek hatte danach eine feste Meinung über die Hanse-Stadt: »Ganz Hamburg ist ein Karlsplatz«, sagte er und schüttelte nur noch den Kopf.
Glücklicherweise ging es später an die ernsthafte Arbeit. Wir fuhren mit der Bahn nach Altona, wo wir in Peters Wohnung andächtig vor dem Fax-Gerät standen. Fax-Gerät?
Genau, es war die Zeit, bevor man überall Internet hatte, und Robert Feldhoff schickte uns per Fax sein Arbeitspapier für die bevorstehende Exposé-Besprechung. Die schätzungsweise zwanzig Seiten brauchten recht lange, und dann saßen Ernst und ich erst einmal auf Peters Sesseln und studierten Roberts Vorschläge. Die Laune des Expokraten, nach all den Junkies einigermaßen angeknackst, verbesserte sich zusehends.
Noch besser wurde sie bei einem Abendessen in der »Hollywood Canteen«, wo es Ernst ziemlich gut gefiel, bevor wir ins Abaton-Kino fuhren. Das Kino war zu jener Zeit der Ort des Hamburger PERRY RHODAN-Stammtisches, der an diesem Abend von den Fernsehleuten des Norddeutschen Rundfunks gefilmt werden sollte. Als wir eintrafen, saß der Autor H.G. Francis bereits fröhlich im Kreis der zahlreich erschienenen Fans. Im Scheinwerferlicht der Fernsehleute gab es eine Begrüßungsrunde und einige geschauspielerte Gespräche, dann verschwanden die Journalisten.
Der Abend gehörte dem PERRY RHODAN-Stammtisch. Ernst, Hans und ich diskutierten mit den Fans über alle möglichen Themen, über den aktuellen Zyklus ebenso wie die Leserkontaktseite, die Rolle der Frau in der PERRY RHODAN-Serie oder die geplante Alster-Rundfahrt der Hamburger Fans.
Es wurde ein langer Abend, obwohl wir am nächsten Tag ja eigentlich zur Exposé-Besprechung nach Oldenburg weiterfahren mussten, und Ernst hielt es am längsten aus: Während Peter und ich mit der Straßenbahn nach Altona unterwegs waren, blieb er bis halb drei Uhr. Einer der Stammtisch-Besucher fuhr ihn abschließend ins Hotel. Peter und ich gingen mit seiner Freundin noch ein Bier trinken.
In die »Hollywood Canteen« natürlich.
Start in die zweite Zwölfer-Staffel
Ein Logbuch der Redaktion
Es war eine recht kurzfristig anberaumte Besprechung, zu der sich Christian Montillon und ich am Montag abend, 2. Juni 2008, in Karlsruhe trafen: Die Vorbereitungszeit betrug nur wenige Tage. Aber die Zeit drängte tatsächlich – denn es ging uns darum, die Weichen für eine Fortsetzung von PERRY RHODAN-Action zu stellen.
Fortsetzung? Richtig gehört. Die zweite Staffel unserer neuen Heftromanserie PERRY RHODAN-Action kommt. Grund dafür sind die vielen positiven Mails und Leserbriefe sowie die hohe Zahl der Abonnements, die von einer großen Zuversicht sprechen. Dieses Vertrauen, das viele Leser in uns setzen, wollen wir dann natürlich erfüllen. Zwar können wir um die Zeit, in der unsere Besprechung stattfand, noch gar keine hundertprozentig exakten Zahlen betrachten, aber die Hochrechnung zeigen, dass der DEMETRIA-Zyklus gut genug ankam, um einen zweiten Zyklus zu planen und an die Verkaufsstellen zu bringen.
Christian und ich trafen uns im »Kaisergarten« in Karlsruhe. Dieser Biergarten hat schon eine gewisse Tradition: Hier wurden Taschenbuch-Zyklen besprochen, die bei Heyne publiziert wurden; hier gab es Gespräche zur ELFENZEIT, zu ATLAN und zu PERRY RHODAN. In der Tat sitzt man unter den wunderschönen Bäumen sehr schön – und anfangs ließen sich Christian und ich auch nicht vom drohenden Regen beeindrucken.
Wir hatten Packen von Papier dabei, wie es sich für eine solche Besprechung gehört. Zuerst ging's darum, die bisherigen Romane Revue passieren zu lassen. Zwar sind noch nicht alle gedruckt, die Manuskripte liegen aber praktisch alle vor. Wir sprachen darüber, was gut und was weniger gut gelaufen war.
Selbstverständlich nahmen wir auch die vorliegenden Mails und Leserbriefe, die Diskussionsbeiträge im »Galaktischen Forum« auf der PERRY RHODAN-Homepage und die Beiträge auf anderen Homepages als Grundlage für unser Gespräch. Leider liegen die Ergebnisse unserer Leserumfrage noch nicht vor, die in Band 7 veröffentlicht wird; diese Ergebnisse werden wir zu beachten versuchen. Wir wollten die Umfrage erst machen, nachdem die Hälfte des Zyklus vorbei ist und die Leser einen guten Eindruck gewonnen haben – aber um rechtzeitig die Romane für die zweite Staffel zu haben, mussten wir jetzt schnell handeln.
Christian hatte erste Überlegungen dabei, die er zusammen mit Alexander Huiskes – bei PERRY RHODAN-Action verantwortlich für die Datenrecherche – erarbeitet hatte. Diese nahmen wir ebenfalls als Grundlage für unsere Arbeit. Dass ich über die Ergebnisse an dieser Stelle noch nicht so viel erzählen kann, versteht sich wohl von selbst.
Tatsache ist, dass wir einen neuen Zyklus starten werden, in dem selbstverständlich Perry Rhodan wieder eine wesentliche Rolle spielen wird. Christian wollte unbedingt eine weibliche Mutantin in der Handlung haben – ich denke, das wird auch so sein. Und ich wollte als Ausgangspunkt für die Geschichte eine ganz bestimmte Welt haben, die zwar schon seit den frühen Romanen der PERRY RHODAN-Geschichte bekannt ist, über die man als Leser aber nicht so viel weiß – zumindest für einige Romane wird sie wohl eine Rolle spielen.
Um was es in der Handlung geht, wer den ersten Roman schreibt und wer die Titelbilder macht, werde ich beizeiten verkünden. Im Moment dürfte aber eines wichtig sein: Es geht weiter, und die Exposés für PERRY RHODAN-Action stammen auch künftig von Christian Montillon.
Es war eine recht kurzfristig anberaumte Besprechung, zu der sich Christian Montillon und ich am Montag abend, 2. Juni 2008, in Karlsruhe trafen: Die Vorbereitungszeit betrug nur wenige Tage. Aber die Zeit drängte tatsächlich – denn es ging uns darum, die Weichen für eine Fortsetzung von PERRY RHODAN-Action zu stellen.
Fortsetzung? Richtig gehört. Die zweite Staffel unserer neuen Heftromanserie PERRY RHODAN-Action kommt. Grund dafür sind die vielen positiven Mails und Leserbriefe sowie die hohe Zahl der Abonnements, die von einer großen Zuversicht sprechen. Dieses Vertrauen, das viele Leser in uns setzen, wollen wir dann natürlich erfüllen. Zwar können wir um die Zeit, in der unsere Besprechung stattfand, noch gar keine hundertprozentig exakten Zahlen betrachten, aber die Hochrechnung zeigen, dass der DEMETRIA-Zyklus gut genug ankam, um einen zweiten Zyklus zu planen und an die Verkaufsstellen zu bringen.
Christian und ich trafen uns im »Kaisergarten« in Karlsruhe. Dieser Biergarten hat schon eine gewisse Tradition: Hier wurden Taschenbuch-Zyklen besprochen, die bei Heyne publiziert wurden; hier gab es Gespräche zur ELFENZEIT, zu ATLAN und zu PERRY RHODAN. In der Tat sitzt man unter den wunderschönen Bäumen sehr schön – und anfangs ließen sich Christian und ich auch nicht vom drohenden Regen beeindrucken.
Wir hatten Packen von Papier dabei, wie es sich für eine solche Besprechung gehört. Zuerst ging's darum, die bisherigen Romane Revue passieren zu lassen. Zwar sind noch nicht alle gedruckt, die Manuskripte liegen aber praktisch alle vor. Wir sprachen darüber, was gut und was weniger gut gelaufen war.
Selbstverständlich nahmen wir auch die vorliegenden Mails und Leserbriefe, die Diskussionsbeiträge im »Galaktischen Forum« auf der PERRY RHODAN-Homepage und die Beiträge auf anderen Homepages als Grundlage für unser Gespräch. Leider liegen die Ergebnisse unserer Leserumfrage noch nicht vor, die in Band 7 veröffentlicht wird; diese Ergebnisse werden wir zu beachten versuchen. Wir wollten die Umfrage erst machen, nachdem die Hälfte des Zyklus vorbei ist und die Leser einen guten Eindruck gewonnen haben – aber um rechtzeitig die Romane für die zweite Staffel zu haben, mussten wir jetzt schnell handeln.
Christian hatte erste Überlegungen dabei, die er zusammen mit Alexander Huiskes – bei PERRY RHODAN-Action verantwortlich für die Datenrecherche – erarbeitet hatte. Diese nahmen wir ebenfalls als Grundlage für unsere Arbeit. Dass ich über die Ergebnisse an dieser Stelle noch nicht so viel erzählen kann, versteht sich wohl von selbst.
Tatsache ist, dass wir einen neuen Zyklus starten werden, in dem selbstverständlich Perry Rhodan wieder eine wesentliche Rolle spielen wird. Christian wollte unbedingt eine weibliche Mutantin in der Handlung haben – ich denke, das wird auch so sein. Und ich wollte als Ausgangspunkt für die Geschichte eine ganz bestimmte Welt haben, die zwar schon seit den frühen Romanen der PERRY RHODAN-Geschichte bekannt ist, über die man als Leser aber nicht so viel weiß – zumindest für einige Romane wird sie wohl eine Rolle spielen.
Um was es in der Handlung geht, wer den ersten Roman schreibt und wer die Titelbilder macht, werde ich beizeiten verkünden. Im Moment dürfte aber eines wichtig sein: Es geht weiter, und die Exposés für PERRY RHODAN-Action stammen auch künftig von Christian Montillon.
02 Juni 2008
Veränderungen in Hangay
Ein Logbuch der Redaktion
An gleich drei Schauplätzen wird derzeit die aktuelle PERRY RHODAN-Handlung vorangetrieben: Während Perry Rhodan in der Vergangenheit der Galaxis Tare-Scharm herauszufinden versucht, wie denn vor zwanzig Millionen Jahren eine sogenannte Retroversion stattfand, sind Atlan mit der RICHARD BURTON sowie die Besatzung der SOL in der Galaxis Hangay unterwegs – und Reginald Bull sorgt durch gezielte Störmanöver in der heimatlichen Milchstraße dafür, dass die Terminale Kolonne TRAITOR mit ständigen Nadelstichen in Atem gehalten wird.
In zwei Romanen beleuchten Arndt Ellmer und Christian Montillon in den nächsten Wochen das Geschehen in Hangay: Die Galaxis, von den Chaosmächten als Hort einer Negasphäre auserkoren, steht seit langem unter Kontrolle der Terminalen Kolonne. Nun gibt es seltsame Veränderungen des Kosmos, die sich immer stärker abzeichnen und allesamt dazu beitragen, die Sterneninsel irgendwann zu einem Raum zu machen, in dem »normales Leben« nicht mehr möglich ist.
Arndt Ellmers Roman »Stützpunkt im Chaos« greift auf diese Manipulationen der Raum-Zeit-Struktur zurück. In der gesamten Galaxis scheint sich der Hyperraum zu verändern, und die Menschen an Bord der RICHARD BURTON stehen den Phänomenen hilflos gegenüber. Proto-Chaotische Zellen, seltsame Traitank-Ansammlungen und Kolonnen-MASCHINEN bewegen die Gedanken der Besatzungsmitglieder.
Mit einer kleinen Mannschaft fliegt der Hyperphysiker Dr. Stunn Browne, einer der »Helden« des Romans los, um mehr über die neuen Gegebenheiten herauszufinden. Ein Offizier wird damit beauftragt, ihn zu begleiten: Leutnant Boba Chomper entpuppt sich als ungewöhnlicher Mann mit Fähigkeiten, die auch einen Physiker zum Staunen bringen können.
Der PERRY RHODAN-Roman 2442 zeigt eine Gruppe von Terranern in einem ganz besonderen Einsatz: Selten zuvor haben Terraner mehr über die Terminale Kolonne herausgefunden. Dass der Auftrag nicht ohne Probleme abläuft, ist fast schon zu erwarten.
Mit Christian Montillons PERRY RHODAN-Band 2443 wird das Geschehen in Hangay fortgesetzt: Der Titel »ESCHERS Plan« macht klar, dass die geheimnisvolle Parapositronik eine wichtige Rolle spielt. Und Dr. Laurence Savoire, der sogenannte Zyklop, wird mit einem Leiden konfrontiert, das ihn fürchterlich schockiert, ihm aber gleichzeitig einen anderen »Blick« auf die Realität ermöglicht.
Letztlich lebt der Roman auch davon, dass die RICHARD BURTON und die SOL gleichermaßen in Aktion gezeigt werden: Zwei Fernraumschiffe der Terraner operieren nämlich in der fernen Galaxis Hangay, eine unglaublich kleine Truppe angesichts der Übermacht der TRAITOR-Raumflotten. Mit ESCHER allerdings verfügen die Terraner, Mom'Serimer und sonstigen Verbündeten allerdings über ein Werkzeug, mit dem sicher niemand von der Gegenseite rechnen kann ...
An gleich drei Schauplätzen wird derzeit die aktuelle PERRY RHODAN-Handlung vorangetrieben: Während Perry Rhodan in der Vergangenheit der Galaxis Tare-Scharm herauszufinden versucht, wie denn vor zwanzig Millionen Jahren eine sogenannte Retroversion stattfand, sind Atlan mit der RICHARD BURTON sowie die Besatzung der SOL in der Galaxis Hangay unterwegs – und Reginald Bull sorgt durch gezielte Störmanöver in der heimatlichen Milchstraße dafür, dass die Terminale Kolonne TRAITOR mit ständigen Nadelstichen in Atem gehalten wird.
In zwei Romanen beleuchten Arndt Ellmer und Christian Montillon in den nächsten Wochen das Geschehen in Hangay: Die Galaxis, von den Chaosmächten als Hort einer Negasphäre auserkoren, steht seit langem unter Kontrolle der Terminalen Kolonne. Nun gibt es seltsame Veränderungen des Kosmos, die sich immer stärker abzeichnen und allesamt dazu beitragen, die Sterneninsel irgendwann zu einem Raum zu machen, in dem »normales Leben« nicht mehr möglich ist.
Arndt Ellmers Roman »Stützpunkt im Chaos« greift auf diese Manipulationen der Raum-Zeit-Struktur zurück. In der gesamten Galaxis scheint sich der Hyperraum zu verändern, und die Menschen an Bord der RICHARD BURTON stehen den Phänomenen hilflos gegenüber. Proto-Chaotische Zellen, seltsame Traitank-Ansammlungen und Kolonnen-MASCHINEN bewegen die Gedanken der Besatzungsmitglieder.
Mit einer kleinen Mannschaft fliegt der Hyperphysiker Dr. Stunn Browne, einer der »Helden« des Romans los, um mehr über die neuen Gegebenheiten herauszufinden. Ein Offizier wird damit beauftragt, ihn zu begleiten: Leutnant Boba Chomper entpuppt sich als ungewöhnlicher Mann mit Fähigkeiten, die auch einen Physiker zum Staunen bringen können.
Der PERRY RHODAN-Roman 2442 zeigt eine Gruppe von Terranern in einem ganz besonderen Einsatz: Selten zuvor haben Terraner mehr über die Terminale Kolonne herausgefunden. Dass der Auftrag nicht ohne Probleme abläuft, ist fast schon zu erwarten.
Mit Christian Montillons PERRY RHODAN-Band 2443 wird das Geschehen in Hangay fortgesetzt: Der Titel »ESCHERS Plan« macht klar, dass die geheimnisvolle Parapositronik eine wichtige Rolle spielt. Und Dr. Laurence Savoire, der sogenannte Zyklop, wird mit einem Leiden konfrontiert, das ihn fürchterlich schockiert, ihm aber gleichzeitig einen anderen »Blick« auf die Realität ermöglicht.
Letztlich lebt der Roman auch davon, dass die RICHARD BURTON und die SOL gleichermaßen in Aktion gezeigt werden: Zwei Fernraumschiffe der Terraner operieren nämlich in der fernen Galaxis Hangay, eine unglaublich kleine Truppe angesichts der Übermacht der TRAITOR-Raumflotten. Mit ESCHER allerdings verfügen die Terraner, Mom'Serimer und sonstigen Verbündeten allerdings über ein Werkzeug, mit dem sicher niemand von der Gegenseite rechnen kann ...
20 Mai 2008
Gelungene Gucky-Comics
Ein Logbuch der Redaktion
Es hat lange gedauert, aber jetzt habe ich es endlich geschafft, das aktuelle PERRY-Comic-Heft der Alligator Farm zu lesen. Die Nummer 134 – oder auch Nummer 4 der neuen Reihe – hat mir von den bisher erschienenen Heften tatsächlich am besten gefallen. Und ich glaube, das liegt daran, dass die stilistische und inhaltliche Bandbreite bei den Geschichten meinem Comic-Geschmack am nächsten kam.
Mit den PERRY-Comics verbindet mich eine alte »Liebe«. Ich erinnere mich nur schemenhaft daran, aber es muss in den frühen 70er Jahren gewesen sein, dass in unserer Nachbarschaft ein Junge zu Besuch war, der Berge von Comics dabei hatte. Darunter waren unter anderem Hefte, in denen ich erstmals den legendären »Silver Surfer« zu Gesicht bekam, aber eben auch PERRY, »Unser Mann im All«. Ich habe viel vergessen, aber ich erinnere mich noch daran, dass ich die grellen Farben irgendwie sehr exotisch fand. Das war anders als andere Bildgeschichten, die im Freundeskreis konsumiert wurden ...
Aus diesem Grund freute ich mich schon vor Jahren, als Karl Nagel und die Alligator Farm auf die Idee kamen, PERRY neu zu machen: einen Comic ganz im Geist der alten Zeit, also konsequent auf die frühen 70er Jahre ausgerichtet. Folgerichtig übernahm man auch die alte Nummerierung, um die Anbindung an diese Zeit klarzustellen.
Das vierte Heft der neuen Reihe liegt nun vor, mit 68 Seiten ist es sehr umfangreich geworden. Auf den durchgehend farbigen Seiten gibt es eine Hauptgeschichte mit Perry Rhodan selbst in der Hauptrolle, die Fortsetzungsgeschichte also, dazu kommen kleinere Geschichten mit dem Doppelkopfmutanten Iwan Iwanowitsch Goratschin sowie dem Mausbiber Gucky. Unterschiedliche Zeichner und Texter sind für die Inhalte verantwortlich, so dass der Eindruck einer kunterbunten Comic-Anthologie entsteht.
In der Hauptgeschichte, die unter dem Titel »Waschtag« steht, geht es um eine fiese Drangwäsche des Haluters Icho Tolot: Der Haluter zerlegt einen halben Planeten ... Viel zu Bruch geht in der Geschichte »Goratschins Garten«, die den »Zünder« ins Zentrum der Geschichte stellt; bei diesen Comics zeigt sich der satirische Zug, den die Alligator Farm allen Comics ihres Heftes verleiht, besonders deutlich.
Die Gucky-Comics sind thematisch gemischt: Der Untergang des Planeten Tramp ist eine eigentlich tragische Geschichte, die Gucky aber als ernsthaften Helden zeigt; während »Gefangen im Pseudoraum« im Farbenrausch der 70er Jahre schwelgt oder »Gucky, Held des Tages« so aussieht wie viele andere Comics des bekannten Zeichners Stephan Hagenow: Hagenow ist begabt, seine Zeichnungen finden sich in zahlreichen Heften und Büchern, und ich freue mich, dass er auch etwas zu PERRY beisteuert, aber sein Gucky gefällt mir persönlich nicht so gut.
Wer damit nichts anfangen kann, wird mit klassischen Funny-Comics mit Gucky als Helden bedient; das war dann eher was für mich. Insgesamt eben eine bunte Mischung, die gar nicht jedem Leser gefallen will – eine richtige Entscheidung der Comic-Mannschaft aus Hamburg.
Neben den Comics sind auch eine sogenannte Star-Galerie, eine Risszeichnung sowie weitere redaktionelle Informationen enthalten. Alles unterhaltsam und schön präsentiert; damit entsteht ein Magazin-Charakter, den ich so schon lange nicht mehr gesehen habe. Die neue Mannschaft um Kai Hirdt, die jetzt das Ruder bei der Alligator Farm übernommen und mit dem NEMO-Award gleich auch einen Comic-Preis gewonnen hat, startet damit richtig gut durch – sehr schön!
Ich kann mein Lob nur wiederholen: Der PERRY-Comic macht Laune, er zeigt Facetten des Perryversums, die wir so bislang nicht kannten, und das Heft ist eine tolle Wundertüten-Packung voller Überraschungen. Mein Tipp für alle PR-Fans! Gibt's für 4,95 Euro in jedem Comic-Fachgeschäft oder eben im Versand.
Es hat lange gedauert, aber jetzt habe ich es endlich geschafft, das aktuelle PERRY-Comic-Heft der Alligator Farm zu lesen. Die Nummer 134 – oder auch Nummer 4 der neuen Reihe – hat mir von den bisher erschienenen Heften tatsächlich am besten gefallen. Und ich glaube, das liegt daran, dass die stilistische und inhaltliche Bandbreite bei den Geschichten meinem Comic-Geschmack am nächsten kam.
Mit den PERRY-Comics verbindet mich eine alte »Liebe«. Ich erinnere mich nur schemenhaft daran, aber es muss in den frühen 70er Jahren gewesen sein, dass in unserer Nachbarschaft ein Junge zu Besuch war, der Berge von Comics dabei hatte. Darunter waren unter anderem Hefte, in denen ich erstmals den legendären »Silver Surfer« zu Gesicht bekam, aber eben auch PERRY, »Unser Mann im All«. Ich habe viel vergessen, aber ich erinnere mich noch daran, dass ich die grellen Farben irgendwie sehr exotisch fand. Das war anders als andere Bildgeschichten, die im Freundeskreis konsumiert wurden ...
Aus diesem Grund freute ich mich schon vor Jahren, als Karl Nagel und die Alligator Farm auf die Idee kamen, PERRY neu zu machen: einen Comic ganz im Geist der alten Zeit, also konsequent auf die frühen 70er Jahre ausgerichtet. Folgerichtig übernahm man auch die alte Nummerierung, um die Anbindung an diese Zeit klarzustellen.
Das vierte Heft der neuen Reihe liegt nun vor, mit 68 Seiten ist es sehr umfangreich geworden. Auf den durchgehend farbigen Seiten gibt es eine Hauptgeschichte mit Perry Rhodan selbst in der Hauptrolle, die Fortsetzungsgeschichte also, dazu kommen kleinere Geschichten mit dem Doppelkopfmutanten Iwan Iwanowitsch Goratschin sowie dem Mausbiber Gucky. Unterschiedliche Zeichner und Texter sind für die Inhalte verantwortlich, so dass der Eindruck einer kunterbunten Comic-Anthologie entsteht.
In der Hauptgeschichte, die unter dem Titel »Waschtag« steht, geht es um eine fiese Drangwäsche des Haluters Icho Tolot: Der Haluter zerlegt einen halben Planeten ... Viel zu Bruch geht in der Geschichte »Goratschins Garten«, die den »Zünder« ins Zentrum der Geschichte stellt; bei diesen Comics zeigt sich der satirische Zug, den die Alligator Farm allen Comics ihres Heftes verleiht, besonders deutlich.
Die Gucky-Comics sind thematisch gemischt: Der Untergang des Planeten Tramp ist eine eigentlich tragische Geschichte, die Gucky aber als ernsthaften Helden zeigt; während »Gefangen im Pseudoraum« im Farbenrausch der 70er Jahre schwelgt oder »Gucky, Held des Tages« so aussieht wie viele andere Comics des bekannten Zeichners Stephan Hagenow: Hagenow ist begabt, seine Zeichnungen finden sich in zahlreichen Heften und Büchern, und ich freue mich, dass er auch etwas zu PERRY beisteuert, aber sein Gucky gefällt mir persönlich nicht so gut.
Wer damit nichts anfangen kann, wird mit klassischen Funny-Comics mit Gucky als Helden bedient; das war dann eher was für mich. Insgesamt eben eine bunte Mischung, die gar nicht jedem Leser gefallen will – eine richtige Entscheidung der Comic-Mannschaft aus Hamburg.
Neben den Comics sind auch eine sogenannte Star-Galerie, eine Risszeichnung sowie weitere redaktionelle Informationen enthalten. Alles unterhaltsam und schön präsentiert; damit entsteht ein Magazin-Charakter, den ich so schon lange nicht mehr gesehen habe. Die neue Mannschaft um Kai Hirdt, die jetzt das Ruder bei der Alligator Farm übernommen und mit dem NEMO-Award gleich auch einen Comic-Preis gewonnen hat, startet damit richtig gut durch – sehr schön!
Ich kann mein Lob nur wiederholen: Der PERRY-Comic macht Laune, er zeigt Facetten des Perryversums, die wir so bislang nicht kannten, und das Heft ist eine tolle Wundertüten-Packung voller Überraschungen. Mein Tipp für alle PR-Fans! Gibt's für 4,95 Euro in jedem Comic-Fachgeschäft oder eben im Versand.
16 Mai 2008
Mit Blick auf Band 2500
Ein Logbuch der Redaktion
Die diesjährige Autorenkonferenz des PERRY RHODAN-Teams stand unter dem Eindruck des derzeit noch laufenden Negasphäre-Zyklus: Am Montag, 12. Mai, und Dienstag, 13. Mai 2008, saßen die Team-Autoren in Rastatt zusammen, um die wesentlichen Pflöcke für den Zyklus einzuschlagen und grundlegende Weichen für den bevorstehenden neuen Zyklus ab Band 2500 zu stellen.
Am Montagabend trafen sich die Autoren zu einem lockeren Abendessen, das noch nicht zur offiziellen Konferenz gehörte, an dem aber alle teilnahmen. Außer den Autoren war auch ich – wie eigentlich immer in den letzten Jahren – an diesem Treffen dabei. Ebenfalls anwesend: Miriam Hofheinz, die diese Gelegenheit nutzen wollte, sich persönlich von den Autoren zu verabschieden. (Richtig: Unsere Mitstreiterin für Öffentlichkeitsarbeit und die Homepage, für die elektronischen Medien und die Hörbücher und Hörspiele verlässt uns demnächst, weil sie neue Herausforderungen antreten wird. Ausführliches Logbuch zu diesem Thema folgt.)
Bei leckerem badischen Spargel wurden bereits grundsätzliche Dinge angesprochen: In kunterbunter Reihenfolge diskutierten wir über den laufenden Zyklus, über Leserkritiken und Lob, über aktuelle Filme und Romane, über wissenschaftliche Neuerungen und die Entwicklungen im Internet. Spannend und unterhaltsam wie immer – man wird sehen, was von den Diskussionen in welcher Form in die aktuellen Romane einfließen wird.
Offiziell ging es am Dienstag, 13. Mai, vormittags los. In einem Konferenzraum des nahe gelegenen Hotels saßen Autoren und Verlagsmitarbeiter zusammen. Erstmals an der Konferenz dabei war der Autor Wim Vandemaan; die Kollegen Horst Hoffmann und Arndt Ellmer hatten aus gesundheitlichen und familiären Gründen absagen müssen.
Der Morgen gehörte in erster Linie dem Rückblick: Redaktion und Marketing stellten die Aktivitäten der letzten Monate vor; die Reaktionen der Leserschaft wurden ebenso diskutiert wie die Qualität von Titelbildern oder Romanen. Insgesamt war der Eindruck aber einheitlich: Den laufenden Negasphäre-Zyklus findet das Autorenteam richtig gut, und diese positive Stimmung überträgt sich auf die Mehrheit der Leser.
Nach dem Mittagessen machten wir mit der inhaltlichen Arbeit weiter: In zwei Arbeitsgruppen beschäftigten sich die Autoren mit einzelnen Aspekten der künftigen Handlung. Aus verständlichen Gründen möchte ich hier nicht ins Detail gehen. Nur so viel: Es gab eine Arbeitsgruppe, die sich eher mit einem kosmischen Thema auseinandersetzte, und eine Gruppe, die sich eher mit einem terranischen Thema beschäftigte.
Mit vielen allgemeinen Diskussionen endete der Konferenz-Tag, den ich als harmonisch und arbeitsintensiv einschätze. Beim gemeinsamen Abendessen und hinterher in der Hotelbar wurde zwar auch gefeiert, aber ebenso über Ideen und Romane gesprochen. Für Autoren ist der Tag nicht mit dem offiziellen Feierabend beendet, und das ließ sich hier wieder einmal sehr gut feststellen.
Ein Autor leistete sogar noch eine zusätzliche »Überstunde«: Hubert Haensel saß im Verlagsbüro, unterstützt von Miriam Hofheinz, und beantwortete zahlreiche Fragen, die ihm im »Galaktischen Forum« auf der PERRY RHODAN-Homepage gestellt wurden.
Die diesjährige Autorenkonferenz des PERRY RHODAN-Teams stand unter dem Eindruck des derzeit noch laufenden Negasphäre-Zyklus: Am Montag, 12. Mai, und Dienstag, 13. Mai 2008, saßen die Team-Autoren in Rastatt zusammen, um die wesentlichen Pflöcke für den Zyklus einzuschlagen und grundlegende Weichen für den bevorstehenden neuen Zyklus ab Band 2500 zu stellen.
Am Montagabend trafen sich die Autoren zu einem lockeren Abendessen, das noch nicht zur offiziellen Konferenz gehörte, an dem aber alle teilnahmen. Außer den Autoren war auch ich – wie eigentlich immer in den letzten Jahren – an diesem Treffen dabei. Ebenfalls anwesend: Miriam Hofheinz, die diese Gelegenheit nutzen wollte, sich persönlich von den Autoren zu verabschieden. (Richtig: Unsere Mitstreiterin für Öffentlichkeitsarbeit und die Homepage, für die elektronischen Medien und die Hörbücher und Hörspiele verlässt uns demnächst, weil sie neue Herausforderungen antreten wird. Ausführliches Logbuch zu diesem Thema folgt.)
Bei leckerem badischen Spargel wurden bereits grundsätzliche Dinge angesprochen: In kunterbunter Reihenfolge diskutierten wir über den laufenden Zyklus, über Leserkritiken und Lob, über aktuelle Filme und Romane, über wissenschaftliche Neuerungen und die Entwicklungen im Internet. Spannend und unterhaltsam wie immer – man wird sehen, was von den Diskussionen in welcher Form in die aktuellen Romane einfließen wird.
Offiziell ging es am Dienstag, 13. Mai, vormittags los. In einem Konferenzraum des nahe gelegenen Hotels saßen Autoren und Verlagsmitarbeiter zusammen. Erstmals an der Konferenz dabei war der Autor Wim Vandemaan; die Kollegen Horst Hoffmann und Arndt Ellmer hatten aus gesundheitlichen und familiären Gründen absagen müssen.
Der Morgen gehörte in erster Linie dem Rückblick: Redaktion und Marketing stellten die Aktivitäten der letzten Monate vor; die Reaktionen der Leserschaft wurden ebenso diskutiert wie die Qualität von Titelbildern oder Romanen. Insgesamt war der Eindruck aber einheitlich: Den laufenden Negasphäre-Zyklus findet das Autorenteam richtig gut, und diese positive Stimmung überträgt sich auf die Mehrheit der Leser.
Nach dem Mittagessen machten wir mit der inhaltlichen Arbeit weiter: In zwei Arbeitsgruppen beschäftigten sich die Autoren mit einzelnen Aspekten der künftigen Handlung. Aus verständlichen Gründen möchte ich hier nicht ins Detail gehen. Nur so viel: Es gab eine Arbeitsgruppe, die sich eher mit einem kosmischen Thema auseinandersetzte, und eine Gruppe, die sich eher mit einem terranischen Thema beschäftigte.
Mit vielen allgemeinen Diskussionen endete der Konferenz-Tag, den ich als harmonisch und arbeitsintensiv einschätze. Beim gemeinsamen Abendessen und hinterher in der Hotelbar wurde zwar auch gefeiert, aber ebenso über Ideen und Romane gesprochen. Für Autoren ist der Tag nicht mit dem offiziellen Feierabend beendet, und das ließ sich hier wieder einmal sehr gut feststellen.
Ein Autor leistete sogar noch eine zusätzliche »Überstunde«: Hubert Haensel saß im Verlagsbüro, unterstützt von Miriam Hofheinz, und beantwortete zahlreiche Fragen, die ihm im »Galaktischen Forum« auf der PERRY RHODAN-Homepage gestellt wurden.
Ein Sonnentag zum Abschiednehmen
Ein Logbuch der Redaktion
Es gibt Dienstreisen, die mag ich, und es gibt Dienstreisen, die würde ich am liebsten nicht unternehmen. Eine solche stand am Freitag, 9. Mai 2008, an: Es ging zur Trauerfeier für Ernst Vlcek nach Brunn in Österreich. Mit mir reiste Sabine Kropp, die als Redakteurin ebenfalls jahrelang mit dem unlängst Verstorbenen zusammengearbeitet hatte.
Per Bahn, per Flugzeug und per Taxi kamen wir in die Marktgemeinde Brunn südlich von Wien, wo ich Ernst Vlcek und seine Familie in den neunziger Jahren zweimal besucht hatte. In der Wohnung sprachen wir der Witwe des Verstorbenen persönlich unser Beileid aus. Dort trafen wir auf die Autorin Susan Schwartz und ihren Ehemann; die beiden Familien hatte in den letzten zehn Jahren eine enge persönliche Freunschaft verbunden.
Über einen verschlungenen Fußpfad kamen wir vom Trauerhaus zum Friedhof, wo wir auf weitere Bekannte trafen. Nicht nur Freunde des Verstorbenen aus Brunn und Wien, sondern auch viele Fans waren anwesend: alte Freunde aus den sechziger Jahren der Wiener Science-Fiction-Gruppe, Mitglieder der PERRY RHODAN-Stammtische München, Wien und Graz und viele mehr.
Mit Michael Marcus Thurner und Leo Lukas gaben die zwei Wiener PERRY RHODAN-Autoren ihrem verstorbenen Kollegen die Ehre; bei den Trauernden war auch Reinhard Habeck, der Schöpfer der »Rüsselmops«-Comics. Wie viele Menschen letztlich an der Trauerfeier teilnahmen, kann ich nicht sagen – es waren bestimmt mehr als hundert.
Umrahmt wurde die Feier durch Musik vom Band, die Ernst sicher gefallen hätte: eine Passage aus der Wagner-Oper »Tristan und Isolde« und ein Stück des Sängers Tom Waits. Michael Vlcek, der Sohn des Verstorbenen, würdigte Ernst Vlcek in einer sehr persönlichen Ansprache; unter anderem sagte er, dass sein Vater der einzige Mensch gewesen sei, der ihn »niemals enttäuscht« hätte. Danach sprach ich im Namen des Verlags einige Sätze, in denen ich die schriftstellerische Laufbahn Ernsts über vierzig Jahre hinweg würdigte.
Die Beisetzung der Urne fand nicht in der Halle, sondern im Freien statt. Ein guter alter Freund aus Brunn hielt eine kurze Rede, gefolgt von Wolfgang Zenker, der für den PERRY RHODAN-Stammtisch Wien sprach. Es war ein sonniger, warmer Tag, und als am Ende Dutzende von schneeweißen Ballons in den Himmel stiegen, gab das ein beeindruckendes Bild für den traurigen Anlass.
In einem »Heurigen« saßen wir anschließend zusammen. Wie so oft bei solchen Gelegenheiten, wurde des Toten gedacht; wir blickten zurück und erzählten uns Geschichten über Ernst.
Am Abend blickte ich zu Hause auf einen langen Tag voller Emotionen und Erinnerungen zurück. Ich hatte einen langjährigen Kollegen verabschiedet, der mir immer in guter Erinnerung bleiben wird. Und mit seinen Geschichten und Romanen wird er in den Gedanken der Fans weiterleben.
Es gibt Dienstreisen, die mag ich, und es gibt Dienstreisen, die würde ich am liebsten nicht unternehmen. Eine solche stand am Freitag, 9. Mai 2008, an: Es ging zur Trauerfeier für Ernst Vlcek nach Brunn in Österreich. Mit mir reiste Sabine Kropp, die als Redakteurin ebenfalls jahrelang mit dem unlängst Verstorbenen zusammengearbeitet hatte.
Per Bahn, per Flugzeug und per Taxi kamen wir in die Marktgemeinde Brunn südlich von Wien, wo ich Ernst Vlcek und seine Familie in den neunziger Jahren zweimal besucht hatte. In der Wohnung sprachen wir der Witwe des Verstorbenen persönlich unser Beileid aus. Dort trafen wir auf die Autorin Susan Schwartz und ihren Ehemann; die beiden Familien hatte in den letzten zehn Jahren eine enge persönliche Freunschaft verbunden.
Über einen verschlungenen Fußpfad kamen wir vom Trauerhaus zum Friedhof, wo wir auf weitere Bekannte trafen. Nicht nur Freunde des Verstorbenen aus Brunn und Wien, sondern auch viele Fans waren anwesend: alte Freunde aus den sechziger Jahren der Wiener Science-Fiction-Gruppe, Mitglieder der PERRY RHODAN-Stammtische München, Wien und Graz und viele mehr.
Mit Michael Marcus Thurner und Leo Lukas gaben die zwei Wiener PERRY RHODAN-Autoren ihrem verstorbenen Kollegen die Ehre; bei den Trauernden war auch Reinhard Habeck, der Schöpfer der »Rüsselmops«-Comics. Wie viele Menschen letztlich an der Trauerfeier teilnahmen, kann ich nicht sagen – es waren bestimmt mehr als hundert.
Umrahmt wurde die Feier durch Musik vom Band, die Ernst sicher gefallen hätte: eine Passage aus der Wagner-Oper »Tristan und Isolde« und ein Stück des Sängers Tom Waits. Michael Vlcek, der Sohn des Verstorbenen, würdigte Ernst Vlcek in einer sehr persönlichen Ansprache; unter anderem sagte er, dass sein Vater der einzige Mensch gewesen sei, der ihn »niemals enttäuscht« hätte. Danach sprach ich im Namen des Verlags einige Sätze, in denen ich die schriftstellerische Laufbahn Ernsts über vierzig Jahre hinweg würdigte.
Die Beisetzung der Urne fand nicht in der Halle, sondern im Freien statt. Ein guter alter Freund aus Brunn hielt eine kurze Rede, gefolgt von Wolfgang Zenker, der für den PERRY RHODAN-Stammtisch Wien sprach. Es war ein sonniger, warmer Tag, und als am Ende Dutzende von schneeweißen Ballons in den Himmel stiegen, gab das ein beeindruckendes Bild für den traurigen Anlass.
In einem »Heurigen« saßen wir anschließend zusammen. Wie so oft bei solchen Gelegenheiten, wurde des Toten gedacht; wir blickten zurück und erzählten uns Geschichten über Ernst.
Am Abend blickte ich zu Hause auf einen langen Tag voller Emotionen und Erinnerungen zurück. Ich hatte einen langjährigen Kollegen verabschiedet, der mir immer in guter Erinnerung bleiben wird. Und mit seinen Geschichten und Romanen wird er in den Gedanken der Fans weiterleben.
14 Mai 2008
WeltCon-Planungen fürs Jahr 1996
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
Eigentlich war alles ganz logisch: 1980 gab es für die Fans einen PERRY RHODAN-WeltCon, um den Band 1000 entsprechend zu zelebrieren, 1986 wurde das 25-jährige Jubiläum mit einem WeltCon feierlich begangen, und 1991 stieß man auf dreißig Jahre PERRY RHODAN an.
Was also lag näher, als auch 1996 eine große Veranstaltung auszurichten, um 35 Jahre PERRY RHODAN entsprechend an die Öffentlichkeit zu bringen? Ein WeltCon wäre für die Fans eine tolle Geschichte, über die sich alle freuen würden; zudem hatten die WeltCons immer eine schöne Presseresonanz zur Folge, und diese beflügelte stets die Serie.
Zumindest innerhalb der Redaktion und des Autorenteams war die Sachlage klar: Wir wollten einen WeltCon haben. In unseren Augen würde dieses Jubiläum bei den Fans und bei der Öffentlichkeit für großes Aufsehen sorgen. Doch wie sollten wir eine solche Veranstaltung, die immerhin Zigtausende von Mark kosten sollte, der damaligen Geschäftsleitung vermitteln?
Im Frühjahr und Sommer 1995 änderte sich viel; die neuen Verlagsleiter beäugten PERRY RHODAN sehr kritisch und wollten häufig nicht verstehen, warum wir manche Dinge »anders« machten als in den anderen Zeitschriften des Hauses. Die Leserinnen und Leser von Frauenzeitschriften, Kinderheften oder Rätselzeitschriften bekamen schließlich auch keinen »teuren« Con – warum also die PERRY RHODAN-Leser? Eine Frage, die mit »unsere Leser sind eben sehr treu und auch sehr aktiv« nur unzureichend zu beantworten war ...
Dr. Florian F. Marzin, unser Chefredakteur, begab sich in Klausur und erarbeitete ein erstes grundsätzliches Konzept, das er im Sommer 1995 der VPM-Geschäftsführung präsentierte. In diesem Konzept umriss er die Geschichte der WeltCons, informierte über das amerikanische Vorbild und die bisherigen PERRY RHODAN-Großveranstaltungen und stellte klar, dass man von mindestens 2500 Teilnehmern ausgehen müsse.
Er plädierte für einen Termin im Juni oder im September 1996, wobei er sich an den Terminen für die Sommerferien orientierte. Als Veranstaltungsorte fasste er Frankfurt und das Ruhrgebiet ins Auge, sogar Kassel und Hannover standen in einer weiterreichenden Konzeption zur Auswahl.
Als »abschreckendes« Argument stellte Marzin unter der Überschrift »Geld, Geld, Geld« einen Finanzplan auf. Dabei verwies er auf den WorldCon im Jahr 1991, bei dem er es geschafft hatte, den zur Verfügung stehenden Etat nicht völlig auszuschöpfen. Immerhin kalkulierte er für 1996 mit einem Eintrittspreis von höchstens vierzig Mark pro Besucher, was er als moderat empfand.
»Verteilt auf fünf Jahre«, so Marzin, war die geforderte End-Summe schließlich nicht so hoch, wie man sie vielleicht betrachten könnte. Dafür bekomme man schließlich »kaum eine Anzeige in einer größeren Zeitschrift, ganz zu schweigen von Plakat- oder Fernsehwerbung«. Das war zu jener Zeit ein häufig gehörtes Argument der Geschäftsleitung: Man müsse groß denken, »think big« hieß das Gebot der Stunde, das allerdings außerhalb der Besprechungsrunden kaum umgesetzt wurde. Man müsse Anzeigen in großen Zeitschriften schalten, um PERRY RHODAN außerhalb der Fan-Szene bekannt zu machen; dass diese Anzeigen Zigtausende von Mark kosteten, verhinderte dann allerdings eine Schaltung. Florian Marzins Argumentation konnte in diesem Zusammenhang nur als Kritik an der Verlagsleitung verstanden werden.
Sein erstes grundlegendes Konzept verfasste Dr. Marzin am 20. April 1995. Es enthielt unter anderem detaillierte Aufstellungen über die zu erwartenden Kosten, beispielsweise die Miete für das Kongresszentrum oder schlicht die Honorare für die anwesenden Autoren. Der Fernseh- und Radio-Moderator Frank Laufenberg, der 1991 als Ehrengast durch den Con geleitet hatte, wurde ebenso aufgelistet wie die Spedition oder die geplanten Anzeigen in der Zeitschrift »Wunderwelten«.
Intern wurde über das Konzept heftig diskutiert. Verlagsleitung, Geschäftsführung und das zu jener Zeit aufgebaute »Product Management« erwogen Pro und Contra des Marzin-Plans und forderten irgendwann Nachbesserungen und weitere Konzepte und Kalkulationen. Dieses zweite Konzept erstellte Dr. Marzin am 7. Mai 1995 – dabei plante er den Con allerdings schon fürs Jahr 1997, weil Vorbereitungen für 1996 bereits so gut wie unmöglich waren.
Nun schlug er den 13. und 14. September 1997 als Termin vor; als Örtlichkeit plante er mit dem Kongresszentrum in Düsseldorf. Warum sich Marzin ausgerechnet für Düsseldorf entschied, ist leider nicht mehr nachvollziehen. Möglicherweise war die räumliche Nähe zu Fantasy Productions in Erkrath der Grund; der Verlag arbeitete zu jener Zeit an einem großen PERRY RHODAN-Computerspiel, das demnächst erscheinen sollte.
Für das Programm nannte Marzin tatsächlich Vorträge von Erich von Däniken, Johannes von Buttlar und Ernst Meckelburg. Angesichts seiner immer wieder geäußerten Abneigung gegen derlei »Nicht-Wissenschaft« ist allerdings anzunehmen, dass er diese Namen nur deshalb in den Programmentwurf aufnahm, damit die Herren in der Marketing- und Verlagsleitung etwas bekanntes vor die Augen bekamen. Im Nachhinein ist sein Frust über die andauernden Konferenzen in der Verlagsleitung nachzuvollziehen; er lässt sich auch in diesem Konzept nachvollziehen.
Bei der Finanzkalkulation ging Marzin in dieser zweiten Konzeption einen Schritt weiter: Der Preis für den Con wurde bereits mit 50 Mark beziffert, die Tageskarte sollte 30 Mark kosten. Seine Kalkulation erwartete ein erhebliches »Minus«, weil die Kosten für die Halle, die Technik, die Übernachtung von Autoren und Ehrengästen sowie vielerlei »Kleinkram« nicht von den zu erwartenden Eintrittsgeldern aufgewogen werden konnten.
Soweit das Konzept, soweit die Vorgeschichte zum geplanten WeltCon. Wenige Wochen später verließ Dr. Marzin das Haus, und dieses Konzept ging buchstäblich verloren. (Wieder einige Wochen später bekamen Sabine Bretzinger und ich den Auftrag, uns um einen WeltCon im Jahr 1996 Gedanken zu machen ... aber das ist eine ganz andere Geschichte ...) Was von dem Konzept bleibt, sind einige sehr klare Gedanken und Aufstellungen – und der Beleg dafür, dass interne Überlegungen nicht immer von Erfolg gekrönt sind.
Eigentlich war alles ganz logisch: 1980 gab es für die Fans einen PERRY RHODAN-WeltCon, um den Band 1000 entsprechend zu zelebrieren, 1986 wurde das 25-jährige Jubiläum mit einem WeltCon feierlich begangen, und 1991 stieß man auf dreißig Jahre PERRY RHODAN an.
Was also lag näher, als auch 1996 eine große Veranstaltung auszurichten, um 35 Jahre PERRY RHODAN entsprechend an die Öffentlichkeit zu bringen? Ein WeltCon wäre für die Fans eine tolle Geschichte, über die sich alle freuen würden; zudem hatten die WeltCons immer eine schöne Presseresonanz zur Folge, und diese beflügelte stets die Serie.
Zumindest innerhalb der Redaktion und des Autorenteams war die Sachlage klar: Wir wollten einen WeltCon haben. In unseren Augen würde dieses Jubiläum bei den Fans und bei der Öffentlichkeit für großes Aufsehen sorgen. Doch wie sollten wir eine solche Veranstaltung, die immerhin Zigtausende von Mark kosten sollte, der damaligen Geschäftsleitung vermitteln?
Im Frühjahr und Sommer 1995 änderte sich viel; die neuen Verlagsleiter beäugten PERRY RHODAN sehr kritisch und wollten häufig nicht verstehen, warum wir manche Dinge »anders« machten als in den anderen Zeitschriften des Hauses. Die Leserinnen und Leser von Frauenzeitschriften, Kinderheften oder Rätselzeitschriften bekamen schließlich auch keinen »teuren« Con – warum also die PERRY RHODAN-Leser? Eine Frage, die mit »unsere Leser sind eben sehr treu und auch sehr aktiv« nur unzureichend zu beantworten war ...
Dr. Florian F. Marzin, unser Chefredakteur, begab sich in Klausur und erarbeitete ein erstes grundsätzliches Konzept, das er im Sommer 1995 der VPM-Geschäftsführung präsentierte. In diesem Konzept umriss er die Geschichte der WeltCons, informierte über das amerikanische Vorbild und die bisherigen PERRY RHODAN-Großveranstaltungen und stellte klar, dass man von mindestens 2500 Teilnehmern ausgehen müsse.
Er plädierte für einen Termin im Juni oder im September 1996, wobei er sich an den Terminen für die Sommerferien orientierte. Als Veranstaltungsorte fasste er Frankfurt und das Ruhrgebiet ins Auge, sogar Kassel und Hannover standen in einer weiterreichenden Konzeption zur Auswahl.
Als »abschreckendes« Argument stellte Marzin unter der Überschrift »Geld, Geld, Geld« einen Finanzplan auf. Dabei verwies er auf den WorldCon im Jahr 1991, bei dem er es geschafft hatte, den zur Verfügung stehenden Etat nicht völlig auszuschöpfen. Immerhin kalkulierte er für 1996 mit einem Eintrittspreis von höchstens vierzig Mark pro Besucher, was er als moderat empfand.
»Verteilt auf fünf Jahre«, so Marzin, war die geforderte End-Summe schließlich nicht so hoch, wie man sie vielleicht betrachten könnte. Dafür bekomme man schließlich »kaum eine Anzeige in einer größeren Zeitschrift, ganz zu schweigen von Plakat- oder Fernsehwerbung«. Das war zu jener Zeit ein häufig gehörtes Argument der Geschäftsleitung: Man müsse groß denken, »think big« hieß das Gebot der Stunde, das allerdings außerhalb der Besprechungsrunden kaum umgesetzt wurde. Man müsse Anzeigen in großen Zeitschriften schalten, um PERRY RHODAN außerhalb der Fan-Szene bekannt zu machen; dass diese Anzeigen Zigtausende von Mark kosteten, verhinderte dann allerdings eine Schaltung. Florian Marzins Argumentation konnte in diesem Zusammenhang nur als Kritik an der Verlagsleitung verstanden werden.
Sein erstes grundlegendes Konzept verfasste Dr. Marzin am 20. April 1995. Es enthielt unter anderem detaillierte Aufstellungen über die zu erwartenden Kosten, beispielsweise die Miete für das Kongresszentrum oder schlicht die Honorare für die anwesenden Autoren. Der Fernseh- und Radio-Moderator Frank Laufenberg, der 1991 als Ehrengast durch den Con geleitet hatte, wurde ebenso aufgelistet wie die Spedition oder die geplanten Anzeigen in der Zeitschrift »Wunderwelten«.
Intern wurde über das Konzept heftig diskutiert. Verlagsleitung, Geschäftsführung und das zu jener Zeit aufgebaute »Product Management« erwogen Pro und Contra des Marzin-Plans und forderten irgendwann Nachbesserungen und weitere Konzepte und Kalkulationen. Dieses zweite Konzept erstellte Dr. Marzin am 7. Mai 1995 – dabei plante er den Con allerdings schon fürs Jahr 1997, weil Vorbereitungen für 1996 bereits so gut wie unmöglich waren.
Nun schlug er den 13. und 14. September 1997 als Termin vor; als Örtlichkeit plante er mit dem Kongresszentrum in Düsseldorf. Warum sich Marzin ausgerechnet für Düsseldorf entschied, ist leider nicht mehr nachvollziehen. Möglicherweise war die räumliche Nähe zu Fantasy Productions in Erkrath der Grund; der Verlag arbeitete zu jener Zeit an einem großen PERRY RHODAN-Computerspiel, das demnächst erscheinen sollte.
Für das Programm nannte Marzin tatsächlich Vorträge von Erich von Däniken, Johannes von Buttlar und Ernst Meckelburg. Angesichts seiner immer wieder geäußerten Abneigung gegen derlei »Nicht-Wissenschaft« ist allerdings anzunehmen, dass er diese Namen nur deshalb in den Programmentwurf aufnahm, damit die Herren in der Marketing- und Verlagsleitung etwas bekanntes vor die Augen bekamen. Im Nachhinein ist sein Frust über die andauernden Konferenzen in der Verlagsleitung nachzuvollziehen; er lässt sich auch in diesem Konzept nachvollziehen.
Bei der Finanzkalkulation ging Marzin in dieser zweiten Konzeption einen Schritt weiter: Der Preis für den Con wurde bereits mit 50 Mark beziffert, die Tageskarte sollte 30 Mark kosten. Seine Kalkulation erwartete ein erhebliches »Minus«, weil die Kosten für die Halle, die Technik, die Übernachtung von Autoren und Ehrengästen sowie vielerlei »Kleinkram« nicht von den zu erwartenden Eintrittsgeldern aufgewogen werden konnten.
Soweit das Konzept, soweit die Vorgeschichte zum geplanten WeltCon. Wenige Wochen später verließ Dr. Marzin das Haus, und dieses Konzept ging buchstäblich verloren. (Wieder einige Wochen später bekamen Sabine Bretzinger und ich den Auftrag, uns um einen WeltCon im Jahr 1996 Gedanken zu machen ... aber das ist eine ganz andere Geschichte ...) Was von dem Konzept bleibt, sind einige sehr klare Gedanken und Aufstellungen – und der Beleg dafür, dass interne Überlegungen nicht immer von Erfolg gekrönt sind.
Der TERRANOVA-Zyklus im »Zeitraffer«
Der SFC Universum veröffentlicht die zwanzigste Zykluszusammenfassung
Der SFC Universum ist nicht nur einer der ältesten SF-Clubs der Szene, sondern auch einer der aktivsten. Das zeigt sich unter anderem an der erfolgreichen Reihe »Zeitraffer«, in der ausgewählte PERRY RHODAN-Zyklen in Inhaltsangaben zusammengefasst werden. Mit der Ausgabe 20, die sich des TERRANOVA-Zyklus annimmt, feiert die Reihe sogar ein kleines Jubiläum.
Mit Robert Feldhoffs Roman »Vorboten des Chaos«, dem Band 2300 der PERRY RHODAN-Serie, startete im September 2005 der TERRANOVA-Zyklus. Über hundert Romane hinweg schilderte er die Übernahme der Milchstraße durch die Raumschiffe der Terminalen Kolonne TRAITOR und die Verteidigung der Erdbewohner, die sich hinter den TERRANOVA-Schirm zurückgezogen haben.
Der »Zeitraffer« 20 fasst diese hundert Romane auf insgesamt 280 Seiten zusammen. Hinzu kommen Schauplatz- und Galaxienkarten sowie Listen der Risszeichnungen; ergänzt wird jede Besprechung darüber hinaus durch Fußnoten, die das Nachschlagen und Stöbern erleichtern. Das ganze erscheint in Form eines professionell gestalteten und gebundenen Paperbacks, das acht Euro kostet. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des SFC Universum.
Der SFC Universum ist nicht nur einer der ältesten SF-Clubs der Szene, sondern auch einer der aktivsten. Das zeigt sich unter anderem an der erfolgreichen Reihe »Zeitraffer«, in der ausgewählte PERRY RHODAN-Zyklen in Inhaltsangaben zusammengefasst werden. Mit der Ausgabe 20, die sich des TERRANOVA-Zyklus annimmt, feiert die Reihe sogar ein kleines Jubiläum.
Mit Robert Feldhoffs Roman »Vorboten des Chaos«, dem Band 2300 der PERRY RHODAN-Serie, startete im September 2005 der TERRANOVA-Zyklus. Über hundert Romane hinweg schilderte er die Übernahme der Milchstraße durch die Raumschiffe der Terminalen Kolonne TRAITOR und die Verteidigung der Erdbewohner, die sich hinter den TERRANOVA-Schirm zurückgezogen haben.
Der »Zeitraffer« 20 fasst diese hundert Romane auf insgesamt 280 Seiten zusammen. Hinzu kommen Schauplatz- und Galaxienkarten sowie Listen der Risszeichnungen; ergänzt wird jede Besprechung darüber hinaus durch Fußnoten, die das Nachschlagen und Stöbern erleichtern. Das ganze erscheint in Form eines professionell gestalteten und gebundenen Paperbacks, das acht Euro kostet. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des SFC Universum.
»Das Rote Imperium« ab Herbst 2008
Eine PERRY RHODAN-Trilogie im Taschenbuch-Format
Ab November 2008 wird die erfolgreiche Zusammenarbeit der PERRY RHODAN-Redaktion mit dem Heyne-Verlag in München fortgesetzt: Im Abstand von je zwei Monaten erscheinen die drei Taschenbücher des Kurz-Zyklus »Das Rote Imperium«. Die Romane entstehen nach einem Konzept von Wim Vandemaan, es fließen aber zahlreiche Ideen der beiden Kollegen Christian Montillon und Michael Marcus Thurner ein.
Als erster Roman erscheint im November 2008 das Taschenbuch »Die fossile Stadt«, verfasst von Michael Marcus Thurner. Ohne schon etwas über den Inhalt verraten zu wollen: Es geht tatsächlich um München, und Haupthandlungsträger ist unter anderem Perry Rhodan selbst.
Als zweiter Roman kommt im Februar 2009 das Taschenbuch »Requiem für Druufon« von Christian Montillon. Auch hier ein kleiner Hinweis zur Handlung: Es geht um die Galaxis Rotheim und ihre sehr unterschiedlichen Bewohner.
Den abschließenden Band, der im April 2009 herauskommen wird, schreibt Wim Vandemaan. In »Die Zukunftsbastion« spielt eine mysteriöse Einrichtung, das sogenannte GÄATRON, eine wichtige Rolle - und es kommt zu Verwerfungen innerhalb der Zeit.
Soweit zu der geplanten PERRY RHODAN-Trilogie. Derzeit schreiben die Autoren schon fleißig an den Romanen, die als Taschenbücher erscheinen werden. Man kann sie dann in jeder Buchhandlung erstehen oder jetzt schon über Versender wie amazon.de vorbestellen.
Ab November 2008 wird die erfolgreiche Zusammenarbeit der PERRY RHODAN-Redaktion mit dem Heyne-Verlag in München fortgesetzt: Im Abstand von je zwei Monaten erscheinen die drei Taschenbücher des Kurz-Zyklus »Das Rote Imperium«. Die Romane entstehen nach einem Konzept von Wim Vandemaan, es fließen aber zahlreiche Ideen der beiden Kollegen Christian Montillon und Michael Marcus Thurner ein.
Als erster Roman erscheint im November 2008 das Taschenbuch »Die fossile Stadt«, verfasst von Michael Marcus Thurner. Ohne schon etwas über den Inhalt verraten zu wollen: Es geht tatsächlich um München, und Haupthandlungsträger ist unter anderem Perry Rhodan selbst.
Als zweiter Roman kommt im Februar 2009 das Taschenbuch »Requiem für Druufon« von Christian Montillon. Auch hier ein kleiner Hinweis zur Handlung: Es geht um die Galaxis Rotheim und ihre sehr unterschiedlichen Bewohner.
Den abschließenden Band, der im April 2009 herauskommen wird, schreibt Wim Vandemaan. In »Die Zukunftsbastion« spielt eine mysteriöse Einrichtung, das sogenannte GÄATRON, eine wichtige Rolle - und es kommt zu Verwerfungen innerhalb der Zeit.
Soweit zu der geplanten PERRY RHODAN-Trilogie. Derzeit schreiben die Autoren schon fleißig an den Romanen, die als Taschenbücher erscheinen werden. Man kann sie dann in jeder Buchhandlung erstehen oder jetzt schon über Versender wie amazon.de vorbestellen.
Ein Lob zum neuen »Exodus«
Ein Logbuch der Redaktion
Seit ich in den späten 70er Jahren das Fanzine »Exodus« kennenlernte, halte ich es für eines der besten seiner Zeit. Das galt für »damals«, und das gilt auch für heute, seit es das Fanzine wieder gibt: Vor einigen Jahren haben René Moreau und seine Mitstreiter das alte Projekt aus den 70er Jahren neu belebt.
So erweist sich auch die zweiundzwanzigste Ausgabe des Fanzines »Exodus« als anspruchsvolles Heft, das vor allem durch sein Layout und seine ausgefeilte Grafik begeistert. Der Untertitel »Science Fiction Stories & Phantastische Grafik« ist absolut zutreffend.
Laut eigenen Angaben versteht sich das Heft »in erster Linie als Plattform zur Erhaltung und Förderung der traditionellen Kurzgeschichte in der phantastischen Literatur, insbesondere der Science Fiction«. Man will hauptsächlich Erstveröffentlichungen vorstellen und nimmt dabei sowohl bekannte Autoren als auch Newcomer auf.
Das zeigt sich in der vorliegenden Ausgabe, die bereits Ende letzten Jahres erschienen ist. Eine meiner liebsten Geschichten ist »Das Mädchen von der Mondstraße«, verfasst von Johanna und Günter Braun, die schon in den 80er Jahren zu den bekanntesten Science-Fiction-Autoren der damaligen DDR zählten. Daneben finden sich Autoren wie Guido Seifert oder Helmut Hirsch, die mir bislang nichts sagten. Thomas Franke mit seinen skurrilen Miniaturen und Frank Neugebauer mit seinen Kürzest-Texten sind innerhalb der Szene zu Recht bekannt und beliebt.
Herausragend ist wie immer die Grafik, die laut Eigenangaben »einen besonders hohen Stellenwert« einnimmt. Jede Story wird exklusiv illustriert, hinzu kommt in der vorliegenden Ausgabe noch eine Galerie mit Werken des Künstlers Mario Moritz. Weitere Mitarbeiter sind unter anderem Lothar Bauer, im PERRY RHODAN-Fandom bekannt, oder Thomas Franke, der schon in den 70er Jahren für »Exodus« arbeitete.
Insgesamt also ein Magazin, das ich jedem SF-Leser nur ans Herz legen kann. Die Einzelausgabe kostet sechs Euro; es gibt auch Abonnements. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Zeitschrift.
Seit ich in den späten 70er Jahren das Fanzine »Exodus« kennenlernte, halte ich es für eines der besten seiner Zeit. Das galt für »damals«, und das gilt auch für heute, seit es das Fanzine wieder gibt: Vor einigen Jahren haben René Moreau und seine Mitstreiter das alte Projekt aus den 70er Jahren neu belebt.
So erweist sich auch die zweiundzwanzigste Ausgabe des Fanzines »Exodus« als anspruchsvolles Heft, das vor allem durch sein Layout und seine ausgefeilte Grafik begeistert. Der Untertitel »Science Fiction Stories & Phantastische Grafik« ist absolut zutreffend.
Laut eigenen Angaben versteht sich das Heft »in erster Linie als Plattform zur Erhaltung und Förderung der traditionellen Kurzgeschichte in der phantastischen Literatur, insbesondere der Science Fiction«. Man will hauptsächlich Erstveröffentlichungen vorstellen und nimmt dabei sowohl bekannte Autoren als auch Newcomer auf.
Das zeigt sich in der vorliegenden Ausgabe, die bereits Ende letzten Jahres erschienen ist. Eine meiner liebsten Geschichten ist »Das Mädchen von der Mondstraße«, verfasst von Johanna und Günter Braun, die schon in den 80er Jahren zu den bekanntesten Science-Fiction-Autoren der damaligen DDR zählten. Daneben finden sich Autoren wie Guido Seifert oder Helmut Hirsch, die mir bislang nichts sagten. Thomas Franke mit seinen skurrilen Miniaturen und Frank Neugebauer mit seinen Kürzest-Texten sind innerhalb der Szene zu Recht bekannt und beliebt.
Herausragend ist wie immer die Grafik, die laut Eigenangaben »einen besonders hohen Stellenwert« einnimmt. Jede Story wird exklusiv illustriert, hinzu kommt in der vorliegenden Ausgabe noch eine Galerie mit Werken des Künstlers Mario Moritz. Weitere Mitarbeiter sind unter anderem Lothar Bauer, im PERRY RHODAN-Fandom bekannt, oder Thomas Franke, der schon in den 70er Jahren für »Exodus« arbeitete.
Insgesamt also ein Magazin, das ich jedem SF-Leser nur ans Herz legen kann. Die Einzelausgabe kostet sechs Euro; es gibt auch Abonnements. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Zeitschrift.
07 Mai 2008
Auf der Reise nach Tschuschik
Ein Logbuch der Redaktion
Im Jahr 3586 christlicher Zeitrechnung beginnt für die Terraner eine neue Ära – und das nach einer Epoche voller Umwälzungen: Nachdem der Heimatplanet der Menschheit gleich mehrfach »versetzt« wurde, ist die Erde nun wieder zurück an ihrem Platz im Solsystem; nun wird sie neu besiedelt. Die terranische Regierung versucht in der nun befreiten Galaxis neue Strukturen zu errichten, die auf Demokratie und Menschlichkeit aufbauen.
Mit Band 102 der Silberband-Reihe, dem Roman »Aufbruch der BASIS«, steigt die Handlung der Serie endgültig ein in die kosmischen Ebenen. Der von Hubert Haensel sachkundig bearbeitete Silberband bereitet den Auftakt zu einer Reihe von Abenteuern, die unseren terranischen Helden zu einer neuen Sichtweise in das Universum verhelfen, zu einem Blick auf Superintelligenzen und Materiequellen, auf die Sieben Mächtigen und die Sporenschiffe ...
Dabei gibt es in diesem neuen PERRY RHODAN-Buch zwei Handlungsebenen, die sich stark unterscheiden und die mich beide faszinierten, als ich sie vor vielen Jahren als Heftromane las: Einmal wird nämlich der Flug der BASIS beleuchtet, der Aufbruch des gigantischen Raumschiffes in die ferne Galaxis Tschuschik. Auf der anderen Seite wird die Zivilisation der Wynger vorgestellt, das beherrschende Volk in Tschuschik.
Ich zitiere der Einfachheit halber den Anfang der Wynger-Handlung, die schon neugierig auf das folgende Geschehen macht:
»Die Bläser auf den Ecktürmen von Banschura hatten gerade den Beginn der dritten Windwende verkündet, als Koßjarta ihr Haus verließ und dem Beziehungsvogel auf der Stange neben dem Eingang Körner in den Napf warf. Sie ging den Hügel bis zur Passantenschneise hinab und wartete dort, dass das Transportband anhalten würde, damit sie aufspringen konnte.
Koßjarta war stämmig aber nicht dick, ihr silbernes Haar hatte sie zu einem Knoten im Nacken zusammengebunden, sodass sie strenger aussah als es ihrem Gemüt entsprach. Mit eineinhalb Metern Größe besaß sie den Durchschnittswuchs der Wynger. Koßjarta war eine ältere Frau und hatte schon sechsmal als Nährmutter gearbeitet. Sie gehörte dem Stamm der Lufken an, wie fast alle Wynger hier auf dem Planeten Kschur im Gurschin-System.
Natürlich lebten auf Kschur auch Angehörige anderer Stämme, vor allem Mitglieder der diplomatischen Vertretungen und Spezialisten, aber sie hatten wenig Kontakt zu den Einheimischen. Nur im Torgnisch-System, dem kulturellen und religiösen Zentrum der mächtigen Zivilisation, lebten Wynger aller Stämme bunt zusammengewürfelt auf den Monden des Riesenplaneten Välgerspäre.«
Die menschenähnlichen Wynger und ihre Beziehungen zu dem mysteriösen Alles-RAD sind ein zentrales Thema des Romans, ebenso deren Begegnungen mit den Terranern. Ein junger Wynger namens Plondfair – in einem wunderbaren Doppelband eingeführt durch William Voltz – wird zur Symbolfigur, dessen Zweifel über die herrschenden Dogmen seines Volkes ebenso interessant geschildert werden wie die Kontakte zu den Menschen von der Erde.
Die Romane »Aufbruch der BASIS« und »Die Tage des Ungeheuers« von Kurt Mahr bilden den Anfang des Buches: Sie schildern die letzten Tage des riesigen Raumschiffes im Orbit um die Erde, den Flug hinaus aus der Milchstraße und dann den Sprung über die intergalaktischen Abgründe und Dutzende von Lichtjahrmillionen hinweg.
Mit »Plondfair, der Berufene« und »Zentrum der Lüge« präsentiert William Voltz zwei Romane, die in beeindruckender Weise die Kultur der Wynger und den Riesenplaneten Välgerspäre. Weitere Romane in diesem Buch sind »Die Schattenwelt« von Hans Kneifel, der Doppelband »Die Manipulierten« und »Die Gravo-Hölle« von H. G. Francis sowie »Der Psionen-Strahler« von Marianne Sydow.
Mir haben die einzelnen Hefte damals sehr viel Freude bereitet, und ich habe das Manuskript des einhundertzweiten PERRY RHODAN-Silberbandes unlängst mit viel Spaß erneut gelesen. Ich bin sicher, dass Leser von heute, die das Buch in den Händen halten, die gleiche oder zumindest eine vergleichbare Faszination verspüren werden ...
Im Jahr 3586 christlicher Zeitrechnung beginnt für die Terraner eine neue Ära – und das nach einer Epoche voller Umwälzungen: Nachdem der Heimatplanet der Menschheit gleich mehrfach »versetzt« wurde, ist die Erde nun wieder zurück an ihrem Platz im Solsystem; nun wird sie neu besiedelt. Die terranische Regierung versucht in der nun befreiten Galaxis neue Strukturen zu errichten, die auf Demokratie und Menschlichkeit aufbauen.
Mit Band 102 der Silberband-Reihe, dem Roman »Aufbruch der BASIS«, steigt die Handlung der Serie endgültig ein in die kosmischen Ebenen. Der von Hubert Haensel sachkundig bearbeitete Silberband bereitet den Auftakt zu einer Reihe von Abenteuern, die unseren terranischen Helden zu einer neuen Sichtweise in das Universum verhelfen, zu einem Blick auf Superintelligenzen und Materiequellen, auf die Sieben Mächtigen und die Sporenschiffe ...
Dabei gibt es in diesem neuen PERRY RHODAN-Buch zwei Handlungsebenen, die sich stark unterscheiden und die mich beide faszinierten, als ich sie vor vielen Jahren als Heftromane las: Einmal wird nämlich der Flug der BASIS beleuchtet, der Aufbruch des gigantischen Raumschiffes in die ferne Galaxis Tschuschik. Auf der anderen Seite wird die Zivilisation der Wynger vorgestellt, das beherrschende Volk in Tschuschik.
Ich zitiere der Einfachheit halber den Anfang der Wynger-Handlung, die schon neugierig auf das folgende Geschehen macht:
»Die Bläser auf den Ecktürmen von Banschura hatten gerade den Beginn der dritten Windwende verkündet, als Koßjarta ihr Haus verließ und dem Beziehungsvogel auf der Stange neben dem Eingang Körner in den Napf warf. Sie ging den Hügel bis zur Passantenschneise hinab und wartete dort, dass das Transportband anhalten würde, damit sie aufspringen konnte.
Koßjarta war stämmig aber nicht dick, ihr silbernes Haar hatte sie zu einem Knoten im Nacken zusammengebunden, sodass sie strenger aussah als es ihrem Gemüt entsprach. Mit eineinhalb Metern Größe besaß sie den Durchschnittswuchs der Wynger. Koßjarta war eine ältere Frau und hatte schon sechsmal als Nährmutter gearbeitet. Sie gehörte dem Stamm der Lufken an, wie fast alle Wynger hier auf dem Planeten Kschur im Gurschin-System.
Natürlich lebten auf Kschur auch Angehörige anderer Stämme, vor allem Mitglieder der diplomatischen Vertretungen und Spezialisten, aber sie hatten wenig Kontakt zu den Einheimischen. Nur im Torgnisch-System, dem kulturellen und religiösen Zentrum der mächtigen Zivilisation, lebten Wynger aller Stämme bunt zusammengewürfelt auf den Monden des Riesenplaneten Välgerspäre.«
Die menschenähnlichen Wynger und ihre Beziehungen zu dem mysteriösen Alles-RAD sind ein zentrales Thema des Romans, ebenso deren Begegnungen mit den Terranern. Ein junger Wynger namens Plondfair – in einem wunderbaren Doppelband eingeführt durch William Voltz – wird zur Symbolfigur, dessen Zweifel über die herrschenden Dogmen seines Volkes ebenso interessant geschildert werden wie die Kontakte zu den Menschen von der Erde.
Die Romane »Aufbruch der BASIS« und »Die Tage des Ungeheuers« von Kurt Mahr bilden den Anfang des Buches: Sie schildern die letzten Tage des riesigen Raumschiffes im Orbit um die Erde, den Flug hinaus aus der Milchstraße und dann den Sprung über die intergalaktischen Abgründe und Dutzende von Lichtjahrmillionen hinweg.
Mit »Plondfair, der Berufene« und »Zentrum der Lüge« präsentiert William Voltz zwei Romane, die in beeindruckender Weise die Kultur der Wynger und den Riesenplaneten Välgerspäre. Weitere Romane in diesem Buch sind »Die Schattenwelt« von Hans Kneifel, der Doppelband »Die Manipulierten« und »Die Gravo-Hölle« von H. G. Francis sowie »Der Psionen-Strahler« von Marianne Sydow.
Mir haben die einzelnen Hefte damals sehr viel Freude bereitet, und ich habe das Manuskript des einhundertzweiten PERRY RHODAN-Silberbandes unlängst mit viel Spaß erneut gelesen. Ich bin sicher, dass Leser von heute, die das Buch in den Händen halten, die gleiche oder zumindest eine vergleichbare Faszination verspüren werden ...
06 Mai 2008
Hinein in ein neues Sonnensystem
Ein Logbuch der Redaktion
Nach Lektüre des Uwe-Anton-Doppelbandes wissen die PERRY RHODAN-Leser nun, welche unglaubliche Nachricht der Bote der Superintelligenz ES übermittelte und welche Konsequenzen die Handlungsträger daraus ziehen können. Der nächste Doppelband, verfasst von Hubert Haensel, setzt diese Handlung fort und berichtet weiter über Reginald Bull und Homer G. Adams sowie zahlreiche »einfache« Terraner.
Die Teletrans-Weiche eröffnet tatsächlich der Menschheit den Weg in ein fremdes Sonnensystem – man nennt es mittlerweile das Stardust-System und betrachtet es als ein neues Paradies. Was mit einer Botschaft Lotho Keraetes begann, ist für Millionen Menschen auf der Erde nun eine Verheißung von Freiheit und Glückseligkeit, ein Blick in eine bessere Zukunft ohne Angst vor dem Untergang.
In seinem Roman »Das Stardust-System«, der als Band 2438 der PERRY RHODAN-Serie erscheint, stellt Hubert Haensel einen bisher unbekannten Terraner ins Zentrum des Geschehens: Es ist Timber F. Whistler, ein Erbe der uralten Dynastie von Roboterbauern, die seit Jahren die Geschichte der Menschheit prägen. Whistler sieht im Stardust-System und den sich dort eröffnenden Möglichkeiten die entscheidende Chance, seinem Leben einen »Kick« zu geben und es positiv zu verändern. Und so wird der energische Unternehmer zu einem der entscheidenden Protagonisten beim Vorstoß in eine unbekannte Region des Universums ...
Die »neuen« Pioniere, die durch die Teletrans-Weiche gehen, sind zwar nicht nackt und wehrlos, trotzdem müssen sie vieles komplett neu aufbauen. Menschen wie Whistler sind diejenigen, die Entwicklungen vorantreiben oder diese erst auslösen – und das schildert Hubert Haensel in seinem packenden Roman absolut glaubhaft.
Auch im zweiten Teil seines Doppelbandes, dem Band 2439 unter dem Titel »Menschen für Stardust«, schreibt er die Geschichte Timber F. Whistlers weiter. Er schildert die Begegnungen mit den Howanetzen und zeigt weitere Facetten des Stardust-Systems, die den Terranern bisher nicht bekannt waren – und er beschreibt die ersten Tage und Woche einer neuen menschlichen Kolonie.
Ich hatte bei der Lektüre der Manuskripte nicht nur einmal das Gefühl, dass sich der Autor sehr stark mit dieser Hauptfigur identifizierte. Hubert Haensel erzählt von unternehmerischem und kaufmännischem Geschick – hier bricht wohl der gelernte Bankkaufmann durch – und macht klar, dass es auch in einer »neuen Welt« so etwas wie einen Wirtschaftskreislauf geben muss.
Sein Doppelband, der nur wenige Handlungs-Wochen überspannt, wirft ein interessantes Licht auf ein Sonnensystem, das der PERRY RHODAN-Leser noch nicht kannte. Ich erlaube mir den vorsichtig »gespoilerten« Hinweis, dass man davon sicher mal wieder hören wird ...
Nach Lektüre des Uwe-Anton-Doppelbandes wissen die PERRY RHODAN-Leser nun, welche unglaubliche Nachricht der Bote der Superintelligenz ES übermittelte und welche Konsequenzen die Handlungsträger daraus ziehen können. Der nächste Doppelband, verfasst von Hubert Haensel, setzt diese Handlung fort und berichtet weiter über Reginald Bull und Homer G. Adams sowie zahlreiche »einfache« Terraner.
Die Teletrans-Weiche eröffnet tatsächlich der Menschheit den Weg in ein fremdes Sonnensystem – man nennt es mittlerweile das Stardust-System und betrachtet es als ein neues Paradies. Was mit einer Botschaft Lotho Keraetes begann, ist für Millionen Menschen auf der Erde nun eine Verheißung von Freiheit und Glückseligkeit, ein Blick in eine bessere Zukunft ohne Angst vor dem Untergang.
In seinem Roman »Das Stardust-System«, der als Band 2438 der PERRY RHODAN-Serie erscheint, stellt Hubert Haensel einen bisher unbekannten Terraner ins Zentrum des Geschehens: Es ist Timber F. Whistler, ein Erbe der uralten Dynastie von Roboterbauern, die seit Jahren die Geschichte der Menschheit prägen. Whistler sieht im Stardust-System und den sich dort eröffnenden Möglichkeiten die entscheidende Chance, seinem Leben einen »Kick« zu geben und es positiv zu verändern. Und so wird der energische Unternehmer zu einem der entscheidenden Protagonisten beim Vorstoß in eine unbekannte Region des Universums ...
Die »neuen« Pioniere, die durch die Teletrans-Weiche gehen, sind zwar nicht nackt und wehrlos, trotzdem müssen sie vieles komplett neu aufbauen. Menschen wie Whistler sind diejenigen, die Entwicklungen vorantreiben oder diese erst auslösen – und das schildert Hubert Haensel in seinem packenden Roman absolut glaubhaft.
Auch im zweiten Teil seines Doppelbandes, dem Band 2439 unter dem Titel »Menschen für Stardust«, schreibt er die Geschichte Timber F. Whistlers weiter. Er schildert die Begegnungen mit den Howanetzen und zeigt weitere Facetten des Stardust-Systems, die den Terranern bisher nicht bekannt waren – und er beschreibt die ersten Tage und Woche einer neuen menschlichen Kolonie.
Ich hatte bei der Lektüre der Manuskripte nicht nur einmal das Gefühl, dass sich der Autor sehr stark mit dieser Hauptfigur identifizierte. Hubert Haensel erzählt von unternehmerischem und kaufmännischem Geschick – hier bricht wohl der gelernte Bankkaufmann durch – und macht klar, dass es auch in einer »neuen Welt« so etwas wie einen Wirtschaftskreislauf geben muss.
Sein Doppelband, der nur wenige Handlungs-Wochen überspannt, wirft ein interessantes Licht auf ein Sonnensystem, das der PERRY RHODAN-Leser noch nicht kannte. Ich erlaube mir den vorsichtig »gespoilerten« Hinweis, dass man davon sicher mal wieder hören wird ...
05 Mai 2008
Ein »blauer« Hermann
Ein Logbuch der Redaktion
Vielen PERRY RHODAN-Lesern ist Hermann Ritter bekannt als der Mann, der seit einigen Jahren die Clubnachrichten zusammenstellt. Anderen ist er bekannt als Kolumnist für die PERRY RHODAN-Homepage, und wieder andere wissen, dass er Gründungsmitglied der PERRY RHODAN-FanZentrale war und in dieser zudem lange Jahre als Vorstandsmitglied aktiv mitwirkte.
Dass er sich schriftstellerisch betätigt, wissen viele PERRY RHODAN-Leser nicht. Das sollte sich ändern, wenn demnächst seine Kurzgeschichte »Blau in blau« im Rahmen der STELLARIS-Reihe erscheinen wird.
Konkret: Diese Geschichte kommt als fünfte in der Reihe heraus und wird im Roman 2438 veröffentlicht. Wer also endlich mal eine PERRY RHODAN-Geschichte von Hermann Ritter lesen will, muss sich bis zum 9. Mai 2008 gedulden.
Ich kenne Hermann Ritters Werke schon länger. Ich habe Fantasy-Novellen von ihm gelesen, sachkundige Artikel zu historischen und esoterischen Themen, augenzwinkernde Kolumnen und bissige Satiren, sogar Gedichte und Lieder. Bisher habe ich es leider nicht geschafft, seinen »Battletech«-Roman durchzuschmökern, den er zusammen mit Erik Schreiber verfasst hat – aber das sollte ich irgendwann einfach mal tun.
Und jetzt PERRY RHODAN, genauer gesagt STELLARIS. Wie es immer so schön im Vorwort der Reihe heißt: »Alle acht Wochen wollen wir etwas von den Flügen der STELLARIS, aus dem Leben ihrer Besatzung und ihrer Reisegäste erzählen.«
Bisherige Geschichten stammten von Michael Marcus Thurner, Andreas Findig, Christian Montillon und Wim Vandemaan – sie alle stellten den Frachter der Minerva-Klasse und seine Besatzungsmitglieder ins Zentrum des Geschehens.
Ein besonderes Besatzungsmitglied hat sich auch Hermann Ritter ausgesucht. Sein Held mag Musik, genauer gesagt die Richtungen Jazz und Blues. Und er wird mehr oder weniger unfreiwillig zu einem Detektiv ... obwohl er eigentlich nur ein Konzert geben möchte.
Die Story »Blau in blau« ist eigentlich eine Kriminal-Kurzgeschichte, und mich hat sie sehr erheitert – sie ist nämlich nicht unbedingt ernsthaft, sondern kommt mit einem gewissen Augenzwinkern daher. »Ein typischer Ritter«, würden jetzt manche sagen, und damit haben sie nicht unrecht.
Mir hat die Geschichte auf jeden Fall viel Spaß bereitet, und ich würde mich freuen, wenn sich dieser Spaß auf die PERRY RHODAN-Leser übertragen könnte.
Vielen PERRY RHODAN-Lesern ist Hermann Ritter bekannt als der Mann, der seit einigen Jahren die Clubnachrichten zusammenstellt. Anderen ist er bekannt als Kolumnist für die PERRY RHODAN-Homepage, und wieder andere wissen, dass er Gründungsmitglied der PERRY RHODAN-FanZentrale war und in dieser zudem lange Jahre als Vorstandsmitglied aktiv mitwirkte.
Dass er sich schriftstellerisch betätigt, wissen viele PERRY RHODAN-Leser nicht. Das sollte sich ändern, wenn demnächst seine Kurzgeschichte »Blau in blau« im Rahmen der STELLARIS-Reihe erscheinen wird.
Konkret: Diese Geschichte kommt als fünfte in der Reihe heraus und wird im Roman 2438 veröffentlicht. Wer also endlich mal eine PERRY RHODAN-Geschichte von Hermann Ritter lesen will, muss sich bis zum 9. Mai 2008 gedulden.
Ich kenne Hermann Ritters Werke schon länger. Ich habe Fantasy-Novellen von ihm gelesen, sachkundige Artikel zu historischen und esoterischen Themen, augenzwinkernde Kolumnen und bissige Satiren, sogar Gedichte und Lieder. Bisher habe ich es leider nicht geschafft, seinen »Battletech«-Roman durchzuschmökern, den er zusammen mit Erik Schreiber verfasst hat – aber das sollte ich irgendwann einfach mal tun.
Und jetzt PERRY RHODAN, genauer gesagt STELLARIS. Wie es immer so schön im Vorwort der Reihe heißt: »Alle acht Wochen wollen wir etwas von den Flügen der STELLARIS, aus dem Leben ihrer Besatzung und ihrer Reisegäste erzählen.«
Bisherige Geschichten stammten von Michael Marcus Thurner, Andreas Findig, Christian Montillon und Wim Vandemaan – sie alle stellten den Frachter der Minerva-Klasse und seine Besatzungsmitglieder ins Zentrum des Geschehens.
Ein besonderes Besatzungsmitglied hat sich auch Hermann Ritter ausgesucht. Sein Held mag Musik, genauer gesagt die Richtungen Jazz und Blues. Und er wird mehr oder weniger unfreiwillig zu einem Detektiv ... obwohl er eigentlich nur ein Konzert geben möchte.
Die Story »Blau in blau« ist eigentlich eine Kriminal-Kurzgeschichte, und mich hat sie sehr erheitert – sie ist nämlich nicht unbedingt ernsthaft, sondern kommt mit einem gewissen Augenzwinkern daher. »Ein typischer Ritter«, würden jetzt manche sagen, und damit haben sie nicht unrecht.
Mir hat die Geschichte auf jeden Fall viel Spaß bereitet, und ich würde mich freuen, wenn sich dieser Spaß auf die PERRY RHODAN-Leser übertragen könnte.
21 April 2008
Ein Blick in »solis orbita«
Aus der Reihe »Der Redakteur erinnert sich«
Im Nachhinein fällt es mir selbstverständlich schwer, mich in den Jugendlichen hineinzuversetzen, der ich im Oktober 1979 war. Ich hielt in jenem Monat das erste Heft in den Händen, in dem Texte von mir veröffentlicht wurden: Es war die Ausgabe 2 von »solis orbita«. Aus der Wahrnehmung von damals gab es allerdings haufenweise Gründe, stolz auf das Erreichte zu sein.
Ich war 15 Jahre alt, und ich fand mich im Impressum in einer Reihe mit Menschen wieder, deren Arbeit ich bewunderte: der Filmemacher Rainer Erler, der damals sehr bekannte Fan-Autor Manfred Borchard und die Jung-Profis Falk-Ingo Klee und Michael Nagula. Kein Wunder, dass ich glaubte, nun für eine Laufbahn als berühmter Schriftsteller bestens gerüstet zu sein. »solis orbita« wurde in meinen Augen zu einem richtigen Magazin, zu einem Heft, das zwar nur aus schwarzweiß gedruckten Seiten bestand und keine Farbe aufwies, das aber prominente Inhalte bot.
Und dann die Leserseite: Zuerst kam der Regisseur Rainer Erler, es folgte der PERRY RHODAN-Autor Peter Griese, dann kam ich – in dieser Gesellschaft fühlte ich mich selbstverständlich sehr wohl, und ich war unglaublich stolz auf diesen Abdruck. Schaue ich mir den Leserbrief mit heutigen Augen an, wird mir allerdings ein wenig schummerig: Mit dem Schreiben an die Redaktion wollte ich ganz eindeutig klarstellen, welch SF-Experte ich sei; der Ton des Briefes ist sehr »selbstüberzeugt«. So werden die Buchbesprechungen in der vorherigen Ausgabe gelobt und dieses Lob mit der Aussage verbunden, dass ich die Romane ja schließlich auch gelesen hätte ... nun ja.
Immerhin war ich in der zweiten Ausgabe gleich mit zwei Besprechungen aktueller Fantasy-Romane vertreten. Zu recht schrieb ich nur negatives über den miserablen Fantasy-Roman »Kampf im Labyrinth«, verband das aber mit einer recht übertriebenen Attacke auf Hubert Straßl alias Hugh Walker, den Herausgeber des Buches. Während andere Fans in diesen Tagen sich einen Namen dadurch verschafften, nur kritisches zu PERRY RHODAN zu schreiben, suchte ich mir im absolut sympathischen Herausgeber der TERRA FANTASY ein »Opfer«, an dem ich mich reiben konnte. Immerhin lobte ich den Roman »Vazkor« von Tanith Lee euphorisch; ein Lob, dem ich mich heute noch anschließen kann.
Und es gab eine Kurzgeschichte von mir, die erste überhaupt, soweit ich mich erinnere, die tatsächlich publiziert worden ist. Unter dem Titel »Der Sprung« ging's um eine Zeitreise, die ein unfreiwilliges Ende finden würde. Zur Erheiterung heutiger Leser zitiere ich den Anfang des Textes.
»Zufrieden betrachtete Ake Ekman die Maschine, mit der er den distanzlosen Schritt durch die Zeit in das Jahr 1478 vor Christi Geburt unternehmen wollte. Sie war die Krönung seiner zehnjährigen Arbeit mit der Zeit und den damit verbundenen Gesetzen. Wenn alles klappte, würde er mitsamt seiner Zeitmaschine das Jahr 1996 verlassen und im Jahr 1478 v. Chr. Wieder materialisieren. Er hatte in die Maschine eine Art Affinität zur Erde eingebaut, so daß er, wo auch immer die Erde sich befand, auf ihr wieder auftauchen würde, da sie sich vor 3474 Jahren an einer anderen Stelle des Sonnensystems und der Galaxis befunden hatte und er keine Lust hatte, im Leerraum zu landen.«
Zu oft hatte ich mich als Leser von Zeitreisegeschichten über manche Unlogik geärgert. Unter anderem hatte ich mir stets eine Frage gestellt: Wie sollte denn bitteschön ein Sprung durch die Zeit gelingen, wenn man hinterher irgendwo im Leerraum herauskommen würde? Das hatten meiner Ansicht nach die Autoren nie bedacht – ich aber, der die Kurzgeschichte während langweiliger Schulstunden geschrieben hatte, war genau auf diese Überlegung gekommen. Und ich bildete mir etwas darauf ein, diesen Gedankengang eingearbeitet zu haben.
Dass ich den Beginn der Zeitreise aufs Jahr 1996 festgelegt hatte, mag heute witzig klingen: Für den 15 Jahre alten Schüler lag das immerhin 17 Jahre in der Zukunft und damit richtig weit von seiner eigenen Zeit entfernt.
Selbstverständlich ist es nicht fair, wenn ich aus heutiger Sicht zu kritisch über den Jugendlichen von damals schreibe. Durch die fannischen Aktivitäten hatte sich mir – wie schon an anderer Stelle geschildert – eine neue Welt eröffnet, und in den ersten Kontakten zu Fans hatte sich herausgestellt, dass diese meine Texte mochten. Das war mehr an Lob und Zuspruch, als ich zu jener Zeit von Lehrern oder Familienangehörigen erhielt: Wer schrieb, machte sich anscheinend verdächtig, denn das war ja eher etwas seltsames, das kritisch beäugt wurde.
Wer dann aber ausgerechnet Heftromane las, setzte sich weiterer Kritik aus. Heftromane galten pauschal als »Schund«, von den Lehrern wurden sie abgelehnt, und selbst Menschen, die nie etwas lasen, schlossen sich diesem Urteil gern an. Wer Heftromane oder generell »Schund« las, wozu Science Fiction oftmals pauschal galt (»so g'sponnens Zeugs« als Kritik an Geschichten, die erfunden waren), bekam das eine oder andere gesellschaftliche Defizit attestiert. Um dieses ein wenig auszugleichen, musste man als engagierter Jung-Fan auf »anspruchsvolle« Science Fiction pochen; zumindest glaubte ich dies in jenen Tagen, in denen ich meine ersten Gehversuche in der Szene unternahm.
»solis orbita« gab mir auf jeden Fall Mut. Ich hatte etwas in den Händen, für das ich mich nicht schämen musste und das »blieb«, keine Klassenarbeit im Fach Deutsch, die irgendwann in den Müll flog, keine Raumschiff-Zeichnungen in Schulheften, die von den Lehrern konfisziert wurden. Es war mein Einstieg ins Fandom, in die Gemeinschaft der SF-Fans, und ich wollte jetzt mehr.
Ich schrieb nacheinander viele der Menschen an, deren Adressen im Fanzine standen. Zu einigen trat ich aus purer Neugier in Kontakt, und bei der Interessenvereinigung Science Fiction (IVSF), die auf einer Seite präsentiert wurde, wollte ich rasch Mitglied werden. Ich traute mich nicht, Karl-Herbert Scheer zu kontaktieren, obwohl dessen Adresse auf der Rückseite des Heftes zu finden war; das erschien mir als zu hochgegriffen.
Aber ich beschloss, nachdem ich »solis orbita« mehrfach durchgeblättert und -gelesen hatte, selbst ein Fanzine zu veröffentlichen. Ich wollte mein eigenes Heft: literarisch und journalistisch, inhaltlich und grafisch auf höchstem Niveau. Wie man das anstellen sollte, wusste ich in jenem Oktober 1979 noch nicht, aber ich ging bald darauf mit Feuereifer an die Arbeit.
Wenn man so will, war die Veröffentlichung meiner ersten Texte in »solis orbita« also der Startschuss zu meinem Weg in die PERRY RHODAN-Redaktion ...
Im Nachhinein fällt es mir selbstverständlich schwer, mich in den Jugendlichen hineinzuversetzen, der ich im Oktober 1979 war. Ich hielt in jenem Monat das erste Heft in den Händen, in dem Texte von mir veröffentlicht wurden: Es war die Ausgabe 2 von »solis orbita«. Aus der Wahrnehmung von damals gab es allerdings haufenweise Gründe, stolz auf das Erreichte zu sein.
Ich war 15 Jahre alt, und ich fand mich im Impressum in einer Reihe mit Menschen wieder, deren Arbeit ich bewunderte: der Filmemacher Rainer Erler, der damals sehr bekannte Fan-Autor Manfred Borchard und die Jung-Profis Falk-Ingo Klee und Michael Nagula. Kein Wunder, dass ich glaubte, nun für eine Laufbahn als berühmter Schriftsteller bestens gerüstet zu sein. »solis orbita« wurde in meinen Augen zu einem richtigen Magazin, zu einem Heft, das zwar nur aus schwarzweiß gedruckten Seiten bestand und keine Farbe aufwies, das aber prominente Inhalte bot.
Und dann die Leserseite: Zuerst kam der Regisseur Rainer Erler, es folgte der PERRY RHODAN-Autor Peter Griese, dann kam ich – in dieser Gesellschaft fühlte ich mich selbstverständlich sehr wohl, und ich war unglaublich stolz auf diesen Abdruck. Schaue ich mir den Leserbrief mit heutigen Augen an, wird mir allerdings ein wenig schummerig: Mit dem Schreiben an die Redaktion wollte ich ganz eindeutig klarstellen, welch SF-Experte ich sei; der Ton des Briefes ist sehr »selbstüberzeugt«. So werden die Buchbesprechungen in der vorherigen Ausgabe gelobt und dieses Lob mit der Aussage verbunden, dass ich die Romane ja schließlich auch gelesen hätte ... nun ja.
Immerhin war ich in der zweiten Ausgabe gleich mit zwei Besprechungen aktueller Fantasy-Romane vertreten. Zu recht schrieb ich nur negatives über den miserablen Fantasy-Roman »Kampf im Labyrinth«, verband das aber mit einer recht übertriebenen Attacke auf Hubert Straßl alias Hugh Walker, den Herausgeber des Buches. Während andere Fans in diesen Tagen sich einen Namen dadurch verschafften, nur kritisches zu PERRY RHODAN zu schreiben, suchte ich mir im absolut sympathischen Herausgeber der TERRA FANTASY ein »Opfer«, an dem ich mich reiben konnte. Immerhin lobte ich den Roman »Vazkor« von Tanith Lee euphorisch; ein Lob, dem ich mich heute noch anschließen kann.
Und es gab eine Kurzgeschichte von mir, die erste überhaupt, soweit ich mich erinnere, die tatsächlich publiziert worden ist. Unter dem Titel »Der Sprung« ging's um eine Zeitreise, die ein unfreiwilliges Ende finden würde. Zur Erheiterung heutiger Leser zitiere ich den Anfang des Textes.
»Zufrieden betrachtete Ake Ekman die Maschine, mit der er den distanzlosen Schritt durch die Zeit in das Jahr 1478 vor Christi Geburt unternehmen wollte. Sie war die Krönung seiner zehnjährigen Arbeit mit der Zeit und den damit verbundenen Gesetzen. Wenn alles klappte, würde er mitsamt seiner Zeitmaschine das Jahr 1996 verlassen und im Jahr 1478 v. Chr. Wieder materialisieren. Er hatte in die Maschine eine Art Affinität zur Erde eingebaut, so daß er, wo auch immer die Erde sich befand, auf ihr wieder auftauchen würde, da sie sich vor 3474 Jahren an einer anderen Stelle des Sonnensystems und der Galaxis befunden hatte und er keine Lust hatte, im Leerraum zu landen.«
Zu oft hatte ich mich als Leser von Zeitreisegeschichten über manche Unlogik geärgert. Unter anderem hatte ich mir stets eine Frage gestellt: Wie sollte denn bitteschön ein Sprung durch die Zeit gelingen, wenn man hinterher irgendwo im Leerraum herauskommen würde? Das hatten meiner Ansicht nach die Autoren nie bedacht – ich aber, der die Kurzgeschichte während langweiliger Schulstunden geschrieben hatte, war genau auf diese Überlegung gekommen. Und ich bildete mir etwas darauf ein, diesen Gedankengang eingearbeitet zu haben.
Dass ich den Beginn der Zeitreise aufs Jahr 1996 festgelegt hatte, mag heute witzig klingen: Für den 15 Jahre alten Schüler lag das immerhin 17 Jahre in der Zukunft und damit richtig weit von seiner eigenen Zeit entfernt.
Selbstverständlich ist es nicht fair, wenn ich aus heutiger Sicht zu kritisch über den Jugendlichen von damals schreibe. Durch die fannischen Aktivitäten hatte sich mir – wie schon an anderer Stelle geschildert – eine neue Welt eröffnet, und in den ersten Kontakten zu Fans hatte sich herausgestellt, dass diese meine Texte mochten. Das war mehr an Lob und Zuspruch, als ich zu jener Zeit von Lehrern oder Familienangehörigen erhielt: Wer schrieb, machte sich anscheinend verdächtig, denn das war ja eher etwas seltsames, das kritisch beäugt wurde.
Wer dann aber ausgerechnet Heftromane las, setzte sich weiterer Kritik aus. Heftromane galten pauschal als »Schund«, von den Lehrern wurden sie abgelehnt, und selbst Menschen, die nie etwas lasen, schlossen sich diesem Urteil gern an. Wer Heftromane oder generell »Schund« las, wozu Science Fiction oftmals pauschal galt (»so g'sponnens Zeugs« als Kritik an Geschichten, die erfunden waren), bekam das eine oder andere gesellschaftliche Defizit attestiert. Um dieses ein wenig auszugleichen, musste man als engagierter Jung-Fan auf »anspruchsvolle« Science Fiction pochen; zumindest glaubte ich dies in jenen Tagen, in denen ich meine ersten Gehversuche in der Szene unternahm.
»solis orbita« gab mir auf jeden Fall Mut. Ich hatte etwas in den Händen, für das ich mich nicht schämen musste und das »blieb«, keine Klassenarbeit im Fach Deutsch, die irgendwann in den Müll flog, keine Raumschiff-Zeichnungen in Schulheften, die von den Lehrern konfisziert wurden. Es war mein Einstieg ins Fandom, in die Gemeinschaft der SF-Fans, und ich wollte jetzt mehr.
Ich schrieb nacheinander viele der Menschen an, deren Adressen im Fanzine standen. Zu einigen trat ich aus purer Neugier in Kontakt, und bei der Interessenvereinigung Science Fiction (IVSF), die auf einer Seite präsentiert wurde, wollte ich rasch Mitglied werden. Ich traute mich nicht, Karl-Herbert Scheer zu kontaktieren, obwohl dessen Adresse auf der Rückseite des Heftes zu finden war; das erschien mir als zu hochgegriffen.
Aber ich beschloss, nachdem ich »solis orbita« mehrfach durchgeblättert und -gelesen hatte, selbst ein Fanzine zu veröffentlichen. Ich wollte mein eigenes Heft: literarisch und journalistisch, inhaltlich und grafisch auf höchstem Niveau. Wie man das anstellen sollte, wusste ich in jenem Oktober 1979 noch nicht, aber ich ging bald darauf mit Feuereifer an die Arbeit.
Wenn man so will, war die Veröffentlichung meiner ersten Texte in »solis orbita« also der Startschuss zu meinem Weg in die PERRY RHODAN-Redaktion ...
Unverhoffter Besuch auf der Erde
Ein Logbuch der Redaktion
Erfahrene PERRY RHODAN-Leser wissen es längst: Wenn die Superintelligenz ES ins Spiel kommt oder ihren Boten Lotho Keraete schickt, geschieht irgend etwas von größerer kosmischer Bedeutung, mit dem die Terraner vorher nicht rechnen konnten. Das ist auch nicht anders in jenen Tagen, in denen sich die Bewohner der solaren Planeten hinter dem TERRANOVA-Schirm verbarrikadieren und die Terminale Kolonne TRAITOR immer mal wieder einen Angriff auf den Schirm fliegt.
Auch wenn die Terraner optimistisch sind oder zumindest so tun, als ob sie es wären, liegen die Nerven von Milliarden Menschen längst blank. In genau dieser Situation taucht Lotho Keraete auf der Erde auf, spaziert durch die Solare Residenz und die Stadt Terrania City und verkündet eine Botschaft, die alle bisherigen Pläne zur Makulatur werden lässt.
Womit wir zur aktuellen Romanhandlung kommen ... Ich will nie zuviel verraten, muss aber hier ein wenig plaudern, damit es nicht völlig aussagelos bleibt. Wer sich nicht die Spannung nehmen lassen möchte, sollte also hier lieber mit der Lektüre aufhören.
Denn im PERRY RHODAN-Roman 2436, den Uwe Anton verfasst hat, geht es um nichts anderes als um »Die Teletrans-Weiche« und einen möglichen Ausweg für die Menschheit. Wer nämlich möchte, dem eröffnet ES tatsächlich einen Weg zu einer sicheren Stätte. Es gibt somit eine Fluchtmöglichkeit für die Menschheit, die anscheinend stärker von der Vernichtung bedroht ist als jemals zuvor in ihrer jüngeren Geschichte.
Damit eröffnet Uwe Antons Roman ein Geschehen, das uns auch in weiteren Romanen beschäftigen wird: der Blick in einen sehr fernen Kosmos. Das Angebot von ES, von dem weder Homer G. Adams noch Reginald Bull genau wissen, wie sie es zu bewerten haben, ist faszinierend und irritierend zugleich. Es winken Freiheit und Sicherheit gleichermaßen.
Aus diesem Grund führt der in Wuppertal lebende Schriftsteller das Geschehen im Folgeband weiter: »Die immaterielle Stadt« kommt als Band 2437 der PERRY RHODAN-Serie an die Kioske – und die Leser erfahren darin mehr über die Geheimnisse, die ES auf der anderen Seite der Teletrans-Weiche für »seine« Menschheit bereit hält.
Ich finde die Idee immer noch faszinierend, die Robert Feldhoff mit den Exposés und Uwe Anton mit seinen Romanen hier ausbreitet. Was wäre, wenn sich all dies wirklich als eine Chance für die Terraner herausstellen würde? Und was wartet wirklich in jenem fremden Raum auf die auswandernden Menschen?
Ein spannendes Thema, das dieser ungewöhnliche Doppelband auf interessante Art und Weise anschneidet. Lasst euch überraschen!
Erfahrene PERRY RHODAN-Leser wissen es längst: Wenn die Superintelligenz ES ins Spiel kommt oder ihren Boten Lotho Keraete schickt, geschieht irgend etwas von größerer kosmischer Bedeutung, mit dem die Terraner vorher nicht rechnen konnten. Das ist auch nicht anders in jenen Tagen, in denen sich die Bewohner der solaren Planeten hinter dem TERRANOVA-Schirm verbarrikadieren und die Terminale Kolonne TRAITOR immer mal wieder einen Angriff auf den Schirm fliegt.
Auch wenn die Terraner optimistisch sind oder zumindest so tun, als ob sie es wären, liegen die Nerven von Milliarden Menschen längst blank. In genau dieser Situation taucht Lotho Keraete auf der Erde auf, spaziert durch die Solare Residenz und die Stadt Terrania City und verkündet eine Botschaft, die alle bisherigen Pläne zur Makulatur werden lässt.
Womit wir zur aktuellen Romanhandlung kommen ... Ich will nie zuviel verraten, muss aber hier ein wenig plaudern, damit es nicht völlig aussagelos bleibt. Wer sich nicht die Spannung nehmen lassen möchte, sollte also hier lieber mit der Lektüre aufhören.
Denn im PERRY RHODAN-Roman 2436, den Uwe Anton verfasst hat, geht es um nichts anderes als um »Die Teletrans-Weiche« und einen möglichen Ausweg für die Menschheit. Wer nämlich möchte, dem eröffnet ES tatsächlich einen Weg zu einer sicheren Stätte. Es gibt somit eine Fluchtmöglichkeit für die Menschheit, die anscheinend stärker von der Vernichtung bedroht ist als jemals zuvor in ihrer jüngeren Geschichte.
Damit eröffnet Uwe Antons Roman ein Geschehen, das uns auch in weiteren Romanen beschäftigen wird: der Blick in einen sehr fernen Kosmos. Das Angebot von ES, von dem weder Homer G. Adams noch Reginald Bull genau wissen, wie sie es zu bewerten haben, ist faszinierend und irritierend zugleich. Es winken Freiheit und Sicherheit gleichermaßen.
Aus diesem Grund führt der in Wuppertal lebende Schriftsteller das Geschehen im Folgeband weiter: »Die immaterielle Stadt« kommt als Band 2437 der PERRY RHODAN-Serie an die Kioske – und die Leser erfahren darin mehr über die Geheimnisse, die ES auf der anderen Seite der Teletrans-Weiche für »seine« Menschheit bereit hält.
Ich finde die Idee immer noch faszinierend, die Robert Feldhoff mit den Exposés und Uwe Anton mit seinen Romanen hier ausbreitet. Was wäre, wenn sich all dies wirklich als eine Chance für die Terraner herausstellen würde? Und was wartet wirklich in jenem fremden Raum auf die auswandernden Menschen?
Ein spannendes Thema, das dieser ungewöhnliche Doppelband auf interessante Art und Weise anschneidet. Lasst euch überraschen!
11 April 2008
PERRY RHODAN-Action ist gut gestartet ...
Ein Logbuch der Redaktion
Die letzten Tage waren für uns in der PERRY RHODAN-Redaktion sehr spannend. Einer der wichtigsten Gründe dafür: Am 4. April 2008 kam die erste Ausgabe unserer neuen Reihe PERRY RHODAN-Action auf den Markt, der Roman »Trafalgars Killer«, den unser Chefautor Robert Feldhoff verfasst hat.
Ich selbst habe den Roman in der Leseproben-Fassung sowie in verschiedenen Phasen der Entstehung gelesen; ich kenne die vorherigen Überlegungen und die unterschiedlichen Entwicklungsstufen des Exposés. Und dennoch fand ich den fertigen ersten Roman von PERRY RHODAN-Action sehr spannend: Ich las mit großer Faszination, wie Robert Feldhoff seine Geschichte aufbaut, wie Perry Rhodan als Tatmensch handelt und wie einzelne Menschen – genannt sei hier der Mutant Tako Kakuta – buchstäblich über sich hinauswachsen.
Das war für mich schon richtig großes Kino, einfach klasse! Für meine Begriffe wurde der Serientitel durch den Roman eingelöst: Der Autor ließ es »ordentlich krachen«, aber so, dass es nicht in sinnlose Gewalt ausartete.
Das scheinen auch die meisten Leser dieses ersten Romans so zu sehen. Seit »Trafalgars Killer« auf dem Markt ist, bekommen wir weit mehr Briefe und Mails als sonst. Die Bandbreite ist groß: Sowohl junge Leute, die PERRY RHODAN bisher gar nicht kannten, als auch Ex-Leser, die vor langen Jahren mit der Lektüre ihrer Lieblingsserie aufgehört hatten, zeigen sich begeistert. Der Roman scheint also in gewisser Weise »den Nerv der Zeit« getroffen zu haben, und das freut uns in der Redaktion natürlich sehr.
Wobei es bereits fleißig weitergeht: Die Folgeromane liegen selbstverständlich bereits vor, sind teilweise schon gedruckt oder durchlaufen gerade die Setzerei. Christian Montillons »Sturm der Kriegsandroiden«, der als zweiter Roman des DEMETRIA-Zyklus' erscheinen wird, bringt erneut packende Action, und auch Hans Kneifels Roman »Rhodan mal tausend«, die Nummer drei der neuen Serie, liefert ein rasantes Tempo für Action-Freunde und alle Freunde spannender Science Fiction.
Es gibt selbstverständlich kritische Stimmen zur neuen Serie, aber damit war zu rechnen: Das Konzept kann nicht jeden Leser gleichermaßen begeistern. Ähnliches gilt für die Cover-Gestaltung, die nicht jedermanns Geschmack sein kann und auch nicht sein will. Zum Ausgleich haben die Titelbilder von Dirk Schulz die meisten Leser positiv angesprochen, wenn man den Bewertungen auf der Homepage sowie den vielen Mails und Briefen glauben schenken darf.
Alles in allem bin ich sehr zufrieden, ich kann's nicht anders sagen. Die bisherige Resonanz der Presse ist ebenfalls gut, es gab schon einige Berichte, und so kann ich erst einmal beruhigt in die nähere Zukunft schauen. Immerhin liegen schon weitere Roman-Manuskripte vor: von unserem Schweizer Jungautor Marc A. Herren ebenso wie von Timothy Stahl aus Las Vegas, USA. So international aufgestellt war PERRY RHODAN auf jeden Fall schon lange nicht mehr ...
Einen Wunsch an die Leser habe ich bereits jetzt: Begleitet uns weiterhin so kritisch-positiv wie bisher. Sagt uns, was euch gefällt und was nicht, schickt euer Feedback vor allem an Christian Montillon, der als Exposé-Autor für die neue Serie verantwortlich ist und zudem die Leserseiten zusammenstellt. Mit eurem Feedback können wir die Serie noch besser machen – und das ist unser Ziel in diesen Tagen und Wochen.
Die letzten Tage waren für uns in der PERRY RHODAN-Redaktion sehr spannend. Einer der wichtigsten Gründe dafür: Am 4. April 2008 kam die erste Ausgabe unserer neuen Reihe PERRY RHODAN-Action auf den Markt, der Roman »Trafalgars Killer«, den unser Chefautor Robert Feldhoff verfasst hat.
Ich selbst habe den Roman in der Leseproben-Fassung sowie in verschiedenen Phasen der Entstehung gelesen; ich kenne die vorherigen Überlegungen und die unterschiedlichen Entwicklungsstufen des Exposés. Und dennoch fand ich den fertigen ersten Roman von PERRY RHODAN-Action sehr spannend: Ich las mit großer Faszination, wie Robert Feldhoff seine Geschichte aufbaut, wie Perry Rhodan als Tatmensch handelt und wie einzelne Menschen – genannt sei hier der Mutant Tako Kakuta – buchstäblich über sich hinauswachsen.
Das war für mich schon richtig großes Kino, einfach klasse! Für meine Begriffe wurde der Serientitel durch den Roman eingelöst: Der Autor ließ es »ordentlich krachen«, aber so, dass es nicht in sinnlose Gewalt ausartete.
Das scheinen auch die meisten Leser dieses ersten Romans so zu sehen. Seit »Trafalgars Killer« auf dem Markt ist, bekommen wir weit mehr Briefe und Mails als sonst. Die Bandbreite ist groß: Sowohl junge Leute, die PERRY RHODAN bisher gar nicht kannten, als auch Ex-Leser, die vor langen Jahren mit der Lektüre ihrer Lieblingsserie aufgehört hatten, zeigen sich begeistert. Der Roman scheint also in gewisser Weise »den Nerv der Zeit« getroffen zu haben, und das freut uns in der Redaktion natürlich sehr.
Wobei es bereits fleißig weitergeht: Die Folgeromane liegen selbstverständlich bereits vor, sind teilweise schon gedruckt oder durchlaufen gerade die Setzerei. Christian Montillons »Sturm der Kriegsandroiden«, der als zweiter Roman des DEMETRIA-Zyklus' erscheinen wird, bringt erneut packende Action, und auch Hans Kneifels Roman »Rhodan mal tausend«, die Nummer drei der neuen Serie, liefert ein rasantes Tempo für Action-Freunde und alle Freunde spannender Science Fiction.
Es gibt selbstverständlich kritische Stimmen zur neuen Serie, aber damit war zu rechnen: Das Konzept kann nicht jeden Leser gleichermaßen begeistern. Ähnliches gilt für die Cover-Gestaltung, die nicht jedermanns Geschmack sein kann und auch nicht sein will. Zum Ausgleich haben die Titelbilder von Dirk Schulz die meisten Leser positiv angesprochen, wenn man den Bewertungen auf der Homepage sowie den vielen Mails und Briefen glauben schenken darf.
Alles in allem bin ich sehr zufrieden, ich kann's nicht anders sagen. Die bisherige Resonanz der Presse ist ebenfalls gut, es gab schon einige Berichte, und so kann ich erst einmal beruhigt in die nähere Zukunft schauen. Immerhin liegen schon weitere Roman-Manuskripte vor: von unserem Schweizer Jungautor Marc A. Herren ebenso wie von Timothy Stahl aus Las Vegas, USA. So international aufgestellt war PERRY RHODAN auf jeden Fall schon lange nicht mehr ...
Einen Wunsch an die Leser habe ich bereits jetzt: Begleitet uns weiterhin so kritisch-positiv wie bisher. Sagt uns, was euch gefällt und was nicht, schickt euer Feedback vor allem an Christian Montillon, der als Exposé-Autor für die neue Serie verantwortlich ist und zudem die Leserseiten zusammenstellt. Mit eurem Feedback können wir die Serie noch besser machen – und das ist unser Ziel in diesen Tagen und Wochen.
10 April 2008
Jubiläumsband für Josef »Jupp« Dienst

Der »unbekannte« PERRY RHODAN-Titelbildzeichner wird gewürdigt
Wer sich intensiv mit der PERRY RHODAN-Serie beschäftigt, hat den Namen Josef Dienst sicher einmal gehört: Der in Bayern lebende Künstler hat den schon legendären PERRY RHODAN-Weltraumatlas gestaltet, der anfangs der 80er Jahre herauskam.
Weniger bekannt ist aber die Tatsache, dass Josef Dienst schon seit den 80er Jahren immer wieder Entwürfe für PERRY RHODAN angefertigt hat, die von Johnny Bruck für Covergestaltungen übernommen wurden. Es gibt tatsächlich komplette Bruck-Titelbilder, bei denen mehr als die Hälfte der Motive in Wirklichkeit von Josef Dienst stammt.
Und am wenigsten bekannt dürfte sein, dass der Künstler im Sommer 2007 seinen achtzigsten Geburtstag feiern konnte. Dieses Jubiläum nahm der Fanzine-Macher Pascal Bothe aus Goslar zum Anlass, einen schönen »Josef-Dienst-Jubiläumsband« herauszubringen. Der Band ist in Form eines Paperbacks gestaltet und auch wie ein solches gebunden; ein schickes Buch also, das man sich ins Regal stellen kann.
Inhaltlich gibt es auf den hundert Seiten neben einleitenden Artikeln vor allem Bilder zu sehen: Originale von »Jupp«, aber auch PERRY RHODAN-Covers als Vergleich, die zeigen, inwiefern sich Bruck und Dienst beeinflusst haben. Eine kurzweilige Lektüre, ein fantastischer Einblick – dieser Jubiläumsband ist für alle, die sich für die PERRY RHODAN-Hintergrundgeschichte interessieren, absolut lesenswert.
Zu beziehen ist der Jubiläumsband über den Internet-Shop »Harrys World«, wo er für 19,95 Euro angeboten wird. Weitere Händler werden derzeit noch angefragt. Wer mag, kann auch direkt bei Pascal Bothe über die Homepage seines Fanzines »Bully« nachfragen.
01 April 2008
Von den Zwängen eines Dualwesens
Ein Logbuch der Redaktion
Seit die ersten Dualwesen in der PERRY RHODAN-Handlung aufgetaucht sind, beflügeln diese Wesen, die aus unterschiedlichen Intelligenzen zusammengesetzt sind, die Fantasie der Leser: Die einen hassen sie geradezu, die anderen möchten mehr zu den Hintergründen wissen.
Vor allem das Schicksal des Dualen Kapitäns Dantyren spaltete die Leserschaft geradezu. Während die einen die Kühnheit des Autorenteams lobten, ein solch »heißes Eisen« anzupacken, empfanden es andere als grausig oder sprachen gar von »Splatter-Romanen«. Die Diskussion war hitzig und kontrovers – umso interessanter finde ich jetzt, dass das Thema Dualwesen in der laufenden Handlung wieder in einem anderen Licht dargestellt wird.
Unter anderem behandeln die zwei nächsten PERRY RHODAN-Romane genau dieses Thema. Nicht auschließlich und allein ... aber die Leser werden mehr über Ekatus Atimoss und seine Bestimmung erfahren.
Das weitere Geschehen zwischen INTAZO und Tare-Scharm beleuchtet Hubert Haensel im PERRY RHODAN-Roman »Proto-Negasphäre«, der als Band 2432 erscheint. Die JULES VERNE geht in diesem Roman auf eine extrem gefährliche Mission, und die Terraner erleben zum ersten Mal, was es heißt, ein Chaotisches Geflecht zu beobachten. Der Roman gibt also weitere Einblicke in die Entwicklung einer Negasphäre – unsere Helden benötigen solche Informationen, wenn sie in der Handlungsgegenwart eine Negasphäre in Hangay verhindern wollen.
Weiter verläuft die Handlung im chaotischen Tare-Scharm, wenn Wim Vandemaan in »Der Zorn des Duals« die weiteren Ereignisse beschreibt. Der Autor schildert in diesem Roman, der mit der Bandnummer 2433 erscheint, unter anderem eine bizarre Zivilisation, doch vor allem geht es um die Entwicklung von Ekatus Atimoss.
Beide Romane leiten gleichzeitig zu einem weiteren Höhepunkt des Zyklus über, der dann von Michael Marcus Thurner geschrieben wird. Welches Thema aber der folgende Doppelband hat, ist Thema eines künftigen Logbuches der Redaktion ... Mehr dann demnächst!
Seit die ersten Dualwesen in der PERRY RHODAN-Handlung aufgetaucht sind, beflügeln diese Wesen, die aus unterschiedlichen Intelligenzen zusammengesetzt sind, die Fantasie der Leser: Die einen hassen sie geradezu, die anderen möchten mehr zu den Hintergründen wissen.
Vor allem das Schicksal des Dualen Kapitäns Dantyren spaltete die Leserschaft geradezu. Während die einen die Kühnheit des Autorenteams lobten, ein solch »heißes Eisen« anzupacken, empfanden es andere als grausig oder sprachen gar von »Splatter-Romanen«. Die Diskussion war hitzig und kontrovers – umso interessanter finde ich jetzt, dass das Thema Dualwesen in der laufenden Handlung wieder in einem anderen Licht dargestellt wird.
Unter anderem behandeln die zwei nächsten PERRY RHODAN-Romane genau dieses Thema. Nicht auschließlich und allein ... aber die Leser werden mehr über Ekatus Atimoss und seine Bestimmung erfahren.
Das weitere Geschehen zwischen INTAZO und Tare-Scharm beleuchtet Hubert Haensel im PERRY RHODAN-Roman »Proto-Negasphäre«, der als Band 2432 erscheint. Die JULES VERNE geht in diesem Roman auf eine extrem gefährliche Mission, und die Terraner erleben zum ersten Mal, was es heißt, ein Chaotisches Geflecht zu beobachten. Der Roman gibt also weitere Einblicke in die Entwicklung einer Negasphäre – unsere Helden benötigen solche Informationen, wenn sie in der Handlungsgegenwart eine Negasphäre in Hangay verhindern wollen.
Weiter verläuft die Handlung im chaotischen Tare-Scharm, wenn Wim Vandemaan in »Der Zorn des Duals« die weiteren Ereignisse beschreibt. Der Autor schildert in diesem Roman, der mit der Bandnummer 2433 erscheint, unter anderem eine bizarre Zivilisation, doch vor allem geht es um die Entwicklung von Ekatus Atimoss.
Beide Romane leiten gleichzeitig zu einem weiteren Höhepunkt des Zyklus über, der dann von Michael Marcus Thurner geschrieben wird. Welches Thema aber der folgende Doppelband hat, ist Thema eines künftigen Logbuches der Redaktion ... Mehr dann demnächst!
03 März 2008
Der erste Tag in der Redaktion
Aus der Reihe »Der Redakteur erinnert sich«
Anfang November 1992 trat ich meinen ersten Arbeitstag in der PERRY RHODAN-Redaktion an. Es war eine Zeit des Umbruchs: Bis in den Oktober 1992 hinein hatte ich in Freudenstadt (60 Kilometer entfernt) gewohnt und in Tübingen (120 Kilometer entfernt) gearbeitet. Jetzt musste alles recht schnell gehen. Ich hatte eine Wohnung in einem Nachbardorf von Rastatt angemietet und mir ein neues Auto gekauft, eingerichtet war die neue Wohnung aber noch nicht.
Und so rollte ich am Montag, 2. November 1992, recht hektisch mit meinem grünen VW Jetta auf den Parkplatz der Verlagsunion Pabel-Moewig, wie der Verlag zu jener Zeit hieß. Der Parkplatz war groß und schlammig, und zwischen dem Parkplatz und der Hauptstraße reckten sich Betonmauern in die Höhe: Hier bauten gerade verschiedene Firmen an der neuen VPM-Druckerei, in der unter anderem künftig die Heftromane hergestellt werden sollten.
Ich meldete mich an der Pforte und wartete dort einen Augenblick, bis mich die Redaktionsassistentin abholte. Sabine Bretzinger, damals mit sehr langen blonden Haaren, führte mich die Treppen hoch bis ins Obergeschoss. Dort ging es in den Seitenflügel, und in dieser Ecke – »hinter der Schwingtür«, wie es hieß – begann der Bereich der noch existierenden Heftroman-Redaktion.
Ein Büro PERRY RHODAN und ein Büro Frauenromane, dazwischen eine Art Übergangszimmer, und ganz in der Nähe die Redaktion des »Landser«: Das war alles. Einige Türen weiter kam darüber hinaus die Abteilung Druckvorlagenherstellung, in der man damals noch manuell arbeitete: Filme wurden von Hand ausgeschnitten und auf Bogen aufgeklebt.
Mein Büro erwies sich als vergleichsweise kleiner Raum, dessen Fenster zur Straße ging: Beide Wände waren bis zur Decke mit alten Regalen bedeckt, in denen sich Heftromane, Taschenbücher, Silberbände und Vertragsordner stapelten. Und natürlich gab es die Exposé-Ordner, in denen die Aufzeichnungen zur PERRY RHODAN-Serie seit Band eins aufbewahrt wurden – ein Schatz, um den ich mich frühzeitig kümmern wollte.
Sabine Bretzinger zeigte mir meinen Schreibtisch: Ich übernahm den Tisch und den Stuhl von Dr. Florian F. Marzin, der zu dieser Zeit bereits sein neues Büro im Buchverlag übernommen hatte. Dann führte sie mich durch die anderen Büros, wo ich die Kolleginnen und Kollegen der anderen Heftromane kennenlernte. (Darunter war übrigens eine junge Redaktionsassistentin namens Bettina Lang. Nach verschiedenen Tätigkeiten in anderen Medienbereichen kam sie vor einigen Jahren zu VPM zurück und ist seither für PERRY RHODAN tätig.)
Ganz besonders wichtig war eine Art Ablagesystem aus Kunststoff, in dem die bereits redigierten Manuskripte deponiert wurden. Sabine drückte mir Terminpläne und anderes in die Hände, erläuterte, wie der Computer funktioniert und wo ich weiteres Büromaterial herbekommen könnte – und so verstrich die erste Stunde wie im Flug.
Florian Marzin tauchte kurz danach auf, die Kaffeemaschine köchelte bereits vor sich hin, und er packte mehrere Stapel Papier auf den Tisch. »Das hier sind die neuen Manuskripte«, sagte er und wies auf einen Stapel. »Die habe ich teilweise gelesen, teilweise noch nicht – aber sie müssen alle noch redigiert werden.«
Ich schaute mir die Schnellhefter mit den Manuskripten an. Obenauf lag ein Manuskript von Wolfpeter Ritter alias Peter Terrid. Ich blätterte es auf. »Sieht aus wie bei KX«, bemerkte ich. Immerhin war ich zwei Jahre lang als freier Mitarbeiter für die Kriminalroman-Serie KOMMISSAR X tätig gewesen; für diese Serie hatte Wolfpeter unter dem Pseudonym Patrick Wynes gearbeitet und mich mit vielen Tippfehlern und anderen Schlampereien häufig geärgert – aller Ideenvielfalt zum Trotz.
»Das hier sind Manuskripte, die ich abgelehnt habe oder bei denen es Ärger gab«, sagte Florian und schob mir einen anderen Stapel zu. »Gewissermaßen der Giftschrank.« Er gab mir zu einigen Manuskripten diverse Kommentare, und ich packte den Papierberg in eine tiefe Stelle des Büros, um ihn dort die nächsten Jahre hoffentlich nie wieder anfassen zu müssen.
»Und das hier ...« Er grinste. »Das sind Manuskripte von Fans und anderen Autoren, die unaufgefordert PERRY RHODAN-Taschenbücher eingereicht haben.« Es war der größte Stapel, und er wirkte sehr chaotisch. »Da ist einer dabei, der heißt Roderer oder so, den solltest du dir mal anschauen.«
Wir tranken Kaffee, wir unterhielten uns, und dann kam die Mittagspause. »Du solltest noch einen Brief an die Autoren schreiben«, riet Florian, bevor er verschwand. Wir würden uns in der Kantine wiedertreffen.
Ich nickte und verfasste einen Brief an das Autorenteam, in dem ich mich vorstellte. Die meisten kannten mich von Namen her, weil ich jahrelang die PERRY RHODAN-Clubnachrichten betreut hatte, und einige hatte ich bei Cons getroffen. Zudem hatte mich Florian bei der Autorenkonferenz im Mai kurz präsentiert.
Der Brief endete mit einer positiven Aussage: »Ich freue mich auf den Job und hoffe auf eine gute und ersprießliche Zusammenarbeit am nunmehr gemeinsamen ›Kind‹ PERRY RHODAN.«
Dass ich mehr als 15 Jahre danach immer noch als Redakteur für PERRY RHODAN tätig sein würde, hätte ich mir damals nicht träumen lassen ...
Anfang November 1992 trat ich meinen ersten Arbeitstag in der PERRY RHODAN-Redaktion an. Es war eine Zeit des Umbruchs: Bis in den Oktober 1992 hinein hatte ich in Freudenstadt (60 Kilometer entfernt) gewohnt und in Tübingen (120 Kilometer entfernt) gearbeitet. Jetzt musste alles recht schnell gehen. Ich hatte eine Wohnung in einem Nachbardorf von Rastatt angemietet und mir ein neues Auto gekauft, eingerichtet war die neue Wohnung aber noch nicht.
Und so rollte ich am Montag, 2. November 1992, recht hektisch mit meinem grünen VW Jetta auf den Parkplatz der Verlagsunion Pabel-Moewig, wie der Verlag zu jener Zeit hieß. Der Parkplatz war groß und schlammig, und zwischen dem Parkplatz und der Hauptstraße reckten sich Betonmauern in die Höhe: Hier bauten gerade verschiedene Firmen an der neuen VPM-Druckerei, in der unter anderem künftig die Heftromane hergestellt werden sollten.
Ich meldete mich an der Pforte und wartete dort einen Augenblick, bis mich die Redaktionsassistentin abholte. Sabine Bretzinger, damals mit sehr langen blonden Haaren, führte mich die Treppen hoch bis ins Obergeschoss. Dort ging es in den Seitenflügel, und in dieser Ecke – »hinter der Schwingtür«, wie es hieß – begann der Bereich der noch existierenden Heftroman-Redaktion.
Ein Büro PERRY RHODAN und ein Büro Frauenromane, dazwischen eine Art Übergangszimmer, und ganz in der Nähe die Redaktion des »Landser«: Das war alles. Einige Türen weiter kam darüber hinaus die Abteilung Druckvorlagenherstellung, in der man damals noch manuell arbeitete: Filme wurden von Hand ausgeschnitten und auf Bogen aufgeklebt.
Mein Büro erwies sich als vergleichsweise kleiner Raum, dessen Fenster zur Straße ging: Beide Wände waren bis zur Decke mit alten Regalen bedeckt, in denen sich Heftromane, Taschenbücher, Silberbände und Vertragsordner stapelten. Und natürlich gab es die Exposé-Ordner, in denen die Aufzeichnungen zur PERRY RHODAN-Serie seit Band eins aufbewahrt wurden – ein Schatz, um den ich mich frühzeitig kümmern wollte.
Sabine Bretzinger zeigte mir meinen Schreibtisch: Ich übernahm den Tisch und den Stuhl von Dr. Florian F. Marzin, der zu dieser Zeit bereits sein neues Büro im Buchverlag übernommen hatte. Dann führte sie mich durch die anderen Büros, wo ich die Kolleginnen und Kollegen der anderen Heftromane kennenlernte. (Darunter war übrigens eine junge Redaktionsassistentin namens Bettina Lang. Nach verschiedenen Tätigkeiten in anderen Medienbereichen kam sie vor einigen Jahren zu VPM zurück und ist seither für PERRY RHODAN tätig.)
Ganz besonders wichtig war eine Art Ablagesystem aus Kunststoff, in dem die bereits redigierten Manuskripte deponiert wurden. Sabine drückte mir Terminpläne und anderes in die Hände, erläuterte, wie der Computer funktioniert und wo ich weiteres Büromaterial herbekommen könnte – und so verstrich die erste Stunde wie im Flug.
Florian Marzin tauchte kurz danach auf, die Kaffeemaschine köchelte bereits vor sich hin, und er packte mehrere Stapel Papier auf den Tisch. »Das hier sind die neuen Manuskripte«, sagte er und wies auf einen Stapel. »Die habe ich teilweise gelesen, teilweise noch nicht – aber sie müssen alle noch redigiert werden.«
Ich schaute mir die Schnellhefter mit den Manuskripten an. Obenauf lag ein Manuskript von Wolfpeter Ritter alias Peter Terrid. Ich blätterte es auf. »Sieht aus wie bei KX«, bemerkte ich. Immerhin war ich zwei Jahre lang als freier Mitarbeiter für die Kriminalroman-Serie KOMMISSAR X tätig gewesen; für diese Serie hatte Wolfpeter unter dem Pseudonym Patrick Wynes gearbeitet und mich mit vielen Tippfehlern und anderen Schlampereien häufig geärgert – aller Ideenvielfalt zum Trotz.
»Das hier sind Manuskripte, die ich abgelehnt habe oder bei denen es Ärger gab«, sagte Florian und schob mir einen anderen Stapel zu. »Gewissermaßen der Giftschrank.« Er gab mir zu einigen Manuskripten diverse Kommentare, und ich packte den Papierberg in eine tiefe Stelle des Büros, um ihn dort die nächsten Jahre hoffentlich nie wieder anfassen zu müssen.
»Und das hier ...« Er grinste. »Das sind Manuskripte von Fans und anderen Autoren, die unaufgefordert PERRY RHODAN-Taschenbücher eingereicht haben.« Es war der größte Stapel, und er wirkte sehr chaotisch. »Da ist einer dabei, der heißt Roderer oder so, den solltest du dir mal anschauen.«
Wir tranken Kaffee, wir unterhielten uns, und dann kam die Mittagspause. »Du solltest noch einen Brief an die Autoren schreiben«, riet Florian, bevor er verschwand. Wir würden uns in der Kantine wiedertreffen.
Ich nickte und verfasste einen Brief an das Autorenteam, in dem ich mich vorstellte. Die meisten kannten mich von Namen her, weil ich jahrelang die PERRY RHODAN-Clubnachrichten betreut hatte, und einige hatte ich bei Cons getroffen. Zudem hatte mich Florian bei der Autorenkonferenz im Mai kurz präsentiert.
Der Brief endete mit einer positiven Aussage: »Ich freue mich auf den Job und hoffe auf eine gute und ersprießliche Zusammenarbeit am nunmehr gemeinsamen ›Kind‹ PERRY RHODAN.«
Dass ich mehr als 15 Jahre danach immer noch als Redakteur für PERRY RHODAN tätig sein würde, hätte ich mir damals nicht träumen lassen ...
13 Februar 2008
Goratschin und die Reise nach Amur
Ein Logbuch der Redaktion
Die letzten Tage hatte ich – wann immer ich zur Arbeit oder wieder nach Hause fuhr – keine Musik im CD-Player meines Autos, sondern ein Hörbuch. Es war die Novelle »Brüder«, geschrieben von Frank Borsch und gelesen von Josef Tratnik. Als exklusives Hörbuch liegt sie dem in Kürze erscheinenden PERRY RHODAN-Extra 6 bei; ich habe von Eins A Medien erfreulicherweise schon ein Vorab-Exemplar erhalten können.
Ich hörte die CD mittlerweile zweimal an, schwärmte den Kolleginnen und Kollegen davon vor und möchte diese Schwärmerei auch auf die Leser dieses Logbuches übertragen: Dieses Hörbuch empfinde ich nämlich als intensiv und spannend zugleich, als eine tragische Geschichte, die anscheinend auf einen unausweichlichen Höhepunkt zusteuert.
Frank Borsch leitet die Novelle entsprechend ein:
»Mein Name ist Iwan Goratschin.
Ich bin ein Ungeheuer. Genauer: die eine Hälfte eines Ungeheuers. Die andere Hälfte ist mein Bruder Iwanowitsch.
Mein Bruder und ich sind die einsamsten Menschen des Universums – und die glücklichsten, denn wir gehören zusammen. Wir sind unzertrennlich. Nur: Manchmal genügt das nicht. Manchmal ist das mehr, als wir ertragen können.«
Selbstverständlich möchte ich an dieser Stelle nicht mehr über den Inhalt der Novelle verraten, in der es um ein buchstäblich eisiges Geheimnis auf dem fernen Planeten Amur geht und in der Iwan Iwanowitsch Goratschin mit Erwartungen konfrontiert wird, die er nicht erfüllen kann.
Ich las Frank Borschs Manuskript mit großer Begeisterung und wusste, dass diese Novelle die klassische Figur des Mutanten Iwan Goratschin neu definieren würde. War er in früheren Heftromanen gelegentlich als ein großer Mann mit ebenso großen Komplexen und manchmal eher albernen Sprüchen geschildert worden, stellt ihn Frank Borsch als einen hochintelligenten Menschen vor, der mit der Tragik fertig werden muss, der tödlichste Mutant der Menschheit zu sein.
Und dann setzte Josef Tratnik diese Geschichte in eine Lesung um. Der Schauspieler, den PERRY RHODAN-Fans vor allem durch seine Interpretation der Silber-Edition bekannt, verleiht der tragischen Figur des Iwan Goratschin eine besondere Note: Er spricht Goratschin mit leichtem russischen Akzent, zumindest in einem Teil des Geschehens.
Die Ausdrucksstärke, die Josef Tratnik seiner Stimme verleiht, gibt der tragischen Geschichte des Doppelkopf-Mutanten einen zusätzlichen Charakter – und das hat mich sehr beeindruckt.
Respekt!
Die letzten Tage hatte ich – wann immer ich zur Arbeit oder wieder nach Hause fuhr – keine Musik im CD-Player meines Autos, sondern ein Hörbuch. Es war die Novelle »Brüder«, geschrieben von Frank Borsch und gelesen von Josef Tratnik. Als exklusives Hörbuch liegt sie dem in Kürze erscheinenden PERRY RHODAN-Extra 6 bei; ich habe von Eins A Medien erfreulicherweise schon ein Vorab-Exemplar erhalten können.
Ich hörte die CD mittlerweile zweimal an, schwärmte den Kolleginnen und Kollegen davon vor und möchte diese Schwärmerei auch auf die Leser dieses Logbuches übertragen: Dieses Hörbuch empfinde ich nämlich als intensiv und spannend zugleich, als eine tragische Geschichte, die anscheinend auf einen unausweichlichen Höhepunkt zusteuert.
Frank Borsch leitet die Novelle entsprechend ein:
»Mein Name ist Iwan Goratschin.
Ich bin ein Ungeheuer. Genauer: die eine Hälfte eines Ungeheuers. Die andere Hälfte ist mein Bruder Iwanowitsch.
Mein Bruder und ich sind die einsamsten Menschen des Universums – und die glücklichsten, denn wir gehören zusammen. Wir sind unzertrennlich. Nur: Manchmal genügt das nicht. Manchmal ist das mehr, als wir ertragen können.«
Selbstverständlich möchte ich an dieser Stelle nicht mehr über den Inhalt der Novelle verraten, in der es um ein buchstäblich eisiges Geheimnis auf dem fernen Planeten Amur geht und in der Iwan Iwanowitsch Goratschin mit Erwartungen konfrontiert wird, die er nicht erfüllen kann.
Ich las Frank Borschs Manuskript mit großer Begeisterung und wusste, dass diese Novelle die klassische Figur des Mutanten Iwan Goratschin neu definieren würde. War er in früheren Heftromanen gelegentlich als ein großer Mann mit ebenso großen Komplexen und manchmal eher albernen Sprüchen geschildert worden, stellt ihn Frank Borsch als einen hochintelligenten Menschen vor, der mit der Tragik fertig werden muss, der tödlichste Mutant der Menschheit zu sein.
Und dann setzte Josef Tratnik diese Geschichte in eine Lesung um. Der Schauspieler, den PERRY RHODAN-Fans vor allem durch seine Interpretation der Silber-Edition bekannt, verleiht der tragischen Figur des Iwan Goratschin eine besondere Note: Er spricht Goratschin mit leichtem russischen Akzent, zumindest in einem Teil des Geschehens.
Die Ausdrucksstärke, die Josef Tratnik seiner Stimme verleiht, gibt der tragischen Geschichte des Doppelkopf-Mutanten einen zusätzlichen Charakter – und das hat mich sehr beeindruckt.
Respekt!
11 Februar 2008
Wie PERRY RHODAN-Action begann ...
Ein Logbuch der Redaktion
Sommer 2007: Während einer Exposé-Besprechung spazierten Robert Feldhoff und ich am Rand von Bielefeld entlang. Die Sonne schien, und wir bummelten gemütlich einen Hang hinunter, einen Berg auf der anderen Seite wieder hoch, vorbei an Wiesen und einem kleinen Wald, an einem Gasthaus und an einer Gruppe von wartenden Radfahrern. Wir sprachen über die PERRY RHODAN-Serie, über unsere Vorlieben, über Autoren und ihre Romane, die wir mochten.
Im Verlauf des Gesprächs kamen wir auf die »klassische Zeit« der Serie. Beide hatten wir die Geschichten um die Dritte Macht und um das aufstrebende Solare Imperium mit großem Vergnügen gelesen, beide erinnerten wir uns gern wieder daran. Wir machten uns Gedanken darüber, wie man solche Geschichten in der heutigen Zeit noch einmal erzählen müsste: Das gesellschaftliche Bild hatte sich seit den 60er Jahren stark geändert, manches Handlungsschema würde im 21. Jahrhundert nicht mehr bei den Lesern ankommen, aber wir waren sicher, dass auch die aktuellen Leser der Faszination der PERRY RHODAN-Frühzeit erliegen würden.
Kaum waren wir an diesem Punkt angelangt, diskutierten wir bereits darüber, welche Story wir denn eigentlich schreiben wollten. Natürlich musste Perry Rhodan selbst die Hauptrolle spielen, selbstverständlich mussten Mutanten eine Rolle einnehmen – aber ebenso selbstverständlich durfte sich die Geschichte nicht darauf beschränken, quasi die alten Romane noch einmal zu erzählen. Also eben nicht einen erneuten Vorstoß der Menschheit nach Arkon, kein Aufgruss der Condos-Vasac-Romane aus der frühen ATLAN-Serie und so weiter ...
Während des Spaziergangs entwickelten wir einige grundlegende Ideen, vor allem struktureller Art, wie eine solche Miniserie – so weit waren wir bereits mit dem Gedanken – zu verlaufen hätte. »Man braucht eine völlig neue Gefahr für die Erde«, argumentierte Robert Feldhoff, »eine, die nicht in den ersten 150 Heften die ganze Zeit thematisiert wird.«
Wir überlegten uns bereits, wie denn eine solche Serie heißen müsste. PERRY RHODAN als Markenname sollte enthalten sein, aber was wäre die ideale Ergänzung? Zuerst dachten wir über PERRY RHODAN-classics nach, ließen das dann aber sein: Es hätte zu sehr nach einer Neuauflage der klassischen Heftromane geklungen. »Warum nicht PERRY RHODAN-Action?«, sagte ich irgendwann. »An Action soll's ja nicht mangeln.«
Zurück in den Räumen der Agentur Animagic redeten wir wieder über die aktuelle Handlung, diskutierten mit Dirk Schulz über Titelbild-Entwürfe und anderes und kamen erst abends wieder auf das Thema zu sprechen. Dirk ist ein erfahrener Werbe-Mann, für ihn war der Name PERRY RHODAN-Action absolut überzeugend: »Da weiß jeder gleich, was es gibt«, argumentierte er.
Robert Feldhoff setzte sich sofort nach seiner Rückkehr in Oldenburg hin und entwarf ein inhaltliches Konzept für eine zwölf Bände umfassende Mini-Serie, die er »Die Regenten der Energie« nannte. Ich dachte mir eine Reihe von Vertriebs- und Marketing-Argumenten aus, sammelte weitere Ideen der Kollegen aus der Abteilung ein und vereinbarte einen Termin mit der Geschäftsleitung.
Dieser Termin fand statt, ich präsentierte unser gemeinsames Konzept, und nach einiger Diskussion wurde der Vertrieb in Wiesbaden telefonisch hinzugeschaltet. Insgesamt fanden alle Beteiligten an der Gesprächsrunde die Überlegung zu PERRY RHODAN-Action sehr überzeugend, und ich bekam gewissermaßen »hellgrünes Licht«. Einiges an Arbeit war noch hineinzustecken, der Vertrieb sollte seine Erwartungen bekannt geben, man musste eine Kalkulation anfertigen ... was eben so zu tun ist, wenn eine neue Zeitschrift auf den Markt kommen soll.
Da von vorneherein klar gewesen war, dass Robert Feldhoff vielleicht das Grundkonzept und möglicherweise sogar auch den ersten Roman schreiben sollte, aber auf gar keinen Fall die Exposés der einzelnen Bände, überlegten wir kurz, wer als Exposé-Autor in Frage käme. Die Antwort hatten wir schnell parat: Christian Montillon, unser derzeit jüngster Autor, frisch an Ideen und – dank seiner Arbeit für andere Serien – als Action-Spezialist ausgewiesen. Christian stimmte nach kurzer Bedenkzeit zu.
Und so startete PERRY RHODAN-Action im Herbst 2007 in seine Vorbereitungsphase. Der Vertrieb war begeistert, die Geschäftsleitung ließ sich von allen Konzepten überzeugen, und nach der Planungsphase erhielten wir endgültiges »grünes Licht«.
In diesen Tagen sitze ich am ersten Band der Reihe, »Trafalgars Killer« von Robert Feldhoff, ein packendes Weltraumabenteuer zwischen Terra und Trafalgar, zwischen dem Solsystem und dem Demetria-Sternhaufen, und redigiere mit großer Begeisterung diesen Roman. Perry Rhodan spielt die Hauptrolle, Tako Kakuta und Tama Yokida tauchen gleich im ersten Roman auf, und es wird nicht an Action, Spannung und auch emotionalen Verwicklungen gespart. Mir macht das ganz großen Spaß, und ich bin sicher, dieser Spaß wird sich auch auf die Leser dieses Romans übertragen.
Am 4. April 2008 ist es soweit: Dann erscheint »Trafalgars Killer« als Heftroman, parallel dazu auch als E-Book und als Hörbuch zum Download. PERRY RHODAN-Action schreibt ein neues Kapitel in der Geschichte der größten Science-Fiction-Serie der Welt – und wir sind alle »live« dabei.
Sommer 2007: Während einer Exposé-Besprechung spazierten Robert Feldhoff und ich am Rand von Bielefeld entlang. Die Sonne schien, und wir bummelten gemütlich einen Hang hinunter, einen Berg auf der anderen Seite wieder hoch, vorbei an Wiesen und einem kleinen Wald, an einem Gasthaus und an einer Gruppe von wartenden Radfahrern. Wir sprachen über die PERRY RHODAN-Serie, über unsere Vorlieben, über Autoren und ihre Romane, die wir mochten.
Im Verlauf des Gesprächs kamen wir auf die »klassische Zeit« der Serie. Beide hatten wir die Geschichten um die Dritte Macht und um das aufstrebende Solare Imperium mit großem Vergnügen gelesen, beide erinnerten wir uns gern wieder daran. Wir machten uns Gedanken darüber, wie man solche Geschichten in der heutigen Zeit noch einmal erzählen müsste: Das gesellschaftliche Bild hatte sich seit den 60er Jahren stark geändert, manches Handlungsschema würde im 21. Jahrhundert nicht mehr bei den Lesern ankommen, aber wir waren sicher, dass auch die aktuellen Leser der Faszination der PERRY RHODAN-Frühzeit erliegen würden.
Kaum waren wir an diesem Punkt angelangt, diskutierten wir bereits darüber, welche Story wir denn eigentlich schreiben wollten. Natürlich musste Perry Rhodan selbst die Hauptrolle spielen, selbstverständlich mussten Mutanten eine Rolle einnehmen – aber ebenso selbstverständlich durfte sich die Geschichte nicht darauf beschränken, quasi die alten Romane noch einmal zu erzählen. Also eben nicht einen erneuten Vorstoß der Menschheit nach Arkon, kein Aufgruss der Condos-Vasac-Romane aus der frühen ATLAN-Serie und so weiter ...
Während des Spaziergangs entwickelten wir einige grundlegende Ideen, vor allem struktureller Art, wie eine solche Miniserie – so weit waren wir bereits mit dem Gedanken – zu verlaufen hätte. »Man braucht eine völlig neue Gefahr für die Erde«, argumentierte Robert Feldhoff, »eine, die nicht in den ersten 150 Heften die ganze Zeit thematisiert wird.«
Wir überlegten uns bereits, wie denn eine solche Serie heißen müsste. PERRY RHODAN als Markenname sollte enthalten sein, aber was wäre die ideale Ergänzung? Zuerst dachten wir über PERRY RHODAN-classics nach, ließen das dann aber sein: Es hätte zu sehr nach einer Neuauflage der klassischen Heftromane geklungen. »Warum nicht PERRY RHODAN-Action?«, sagte ich irgendwann. »An Action soll's ja nicht mangeln.«
Zurück in den Räumen der Agentur Animagic redeten wir wieder über die aktuelle Handlung, diskutierten mit Dirk Schulz über Titelbild-Entwürfe und anderes und kamen erst abends wieder auf das Thema zu sprechen. Dirk ist ein erfahrener Werbe-Mann, für ihn war der Name PERRY RHODAN-Action absolut überzeugend: »Da weiß jeder gleich, was es gibt«, argumentierte er.
Robert Feldhoff setzte sich sofort nach seiner Rückkehr in Oldenburg hin und entwarf ein inhaltliches Konzept für eine zwölf Bände umfassende Mini-Serie, die er »Die Regenten der Energie« nannte. Ich dachte mir eine Reihe von Vertriebs- und Marketing-Argumenten aus, sammelte weitere Ideen der Kollegen aus der Abteilung ein und vereinbarte einen Termin mit der Geschäftsleitung.
Dieser Termin fand statt, ich präsentierte unser gemeinsames Konzept, und nach einiger Diskussion wurde der Vertrieb in Wiesbaden telefonisch hinzugeschaltet. Insgesamt fanden alle Beteiligten an der Gesprächsrunde die Überlegung zu PERRY RHODAN-Action sehr überzeugend, und ich bekam gewissermaßen »hellgrünes Licht«. Einiges an Arbeit war noch hineinzustecken, der Vertrieb sollte seine Erwartungen bekannt geben, man musste eine Kalkulation anfertigen ... was eben so zu tun ist, wenn eine neue Zeitschrift auf den Markt kommen soll.
Da von vorneherein klar gewesen war, dass Robert Feldhoff vielleicht das Grundkonzept und möglicherweise sogar auch den ersten Roman schreiben sollte, aber auf gar keinen Fall die Exposés der einzelnen Bände, überlegten wir kurz, wer als Exposé-Autor in Frage käme. Die Antwort hatten wir schnell parat: Christian Montillon, unser derzeit jüngster Autor, frisch an Ideen und – dank seiner Arbeit für andere Serien – als Action-Spezialist ausgewiesen. Christian stimmte nach kurzer Bedenkzeit zu.
Und so startete PERRY RHODAN-Action im Herbst 2007 in seine Vorbereitungsphase. Der Vertrieb war begeistert, die Geschäftsleitung ließ sich von allen Konzepten überzeugen, und nach der Planungsphase erhielten wir endgültiges »grünes Licht«.
In diesen Tagen sitze ich am ersten Band der Reihe, »Trafalgars Killer« von Robert Feldhoff, ein packendes Weltraumabenteuer zwischen Terra und Trafalgar, zwischen dem Solsystem und dem Demetria-Sternhaufen, und redigiere mit großer Begeisterung diesen Roman. Perry Rhodan spielt die Hauptrolle, Tako Kakuta und Tama Yokida tauchen gleich im ersten Roman auf, und es wird nicht an Action, Spannung und auch emotionalen Verwicklungen gespart. Mir macht das ganz großen Spaß, und ich bin sicher, dieser Spaß wird sich auch auf die Leser dieses Romans übertragen.
Am 4. April 2008 ist es soweit: Dann erscheint »Trafalgars Killer« als Heftroman, parallel dazu auch als E-Book und als Hörbuch zum Download. PERRY RHODAN-Action schreibt ein neues Kapitel in der Geschichte der größten Science-Fiction-Serie der Welt – und wir sind alle »live« dabei.
06 Februar 2008
Wolfenbüttel im Februar
Ein Logbuch der Redaktion
Das diesjährige Science-Fiction-Seminar in Wolfenbüttel war in doppelter Hinsicht eine Premiere: Zum ersten Mal fand es im Februar statt – hatten wir wirklich noch nie –, und zum ersten Mal gab es für Science Fiction eine weibliche Dozentin. Als meine Partnerin wirkte am Wochenende des 1. bis 3. Februar 2008 Kathrin Lange. In den letzten Jahren hat sie in mehreren Disziplinen ihre Romane veröffentlicht: historische Romane und Jugendbücher, aber auch Science Fiction (bei PERRY RHODAN und ATLAN); Fantasy kommt demnächst hinzu.
Ich bin ein großer Fan der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel; dabei handelt es sich um eine öffentliche Einrichtung, in der Bildende Kunst und Theater, Musik und Literatur angeboten werden. Ebenso gibt es Lesungen und Vorträge, Tagungen und Seminare. Diesmal ging es zum wiederholten Mal um den Science-Fiction-Roman. Das Motto, das sich Dr. Olaf Kutzmutz, der literarische Leiter der Akademie, ausgedacht hatte, lautete mit feiner Ironie: »Unser tägliches Brot gib uns heute.«
Insgesamt 14 Autorinnen und Autoren hatten sich eingefunden. Manche von ihnen brachten Schreiberfahrung mit, hatten beispielsweise schon Romane publiziert oder in Zeitschriften eigene Kurzgeschichten veröffentlicht. Mit Dennis Mathiak und Marc Herren waren zudem zwei PERRY RHODAN-Fans anwesend, die ihre Erfahrungen mit der Fan-Serie »Thydery« gesammelt hatten.
Am Freitagabend begannen wir mit einer Vorstellungsrunde, der sich ein Redaktionsgespräch anschloss: Kathrin Lange und ich berichteten aus dem Alltag von Autoren und Redakteuren, stellten dar, wie ein Verlag funktioniert und wofür man eine vermittelnde Literaturagentur benötigen kann.
Danach wurden Texte besprochen, die von den Teilnehmern im Voraus eingeschickt worden waren: Es handelte sich um Auszüge aus Romanprojekten, an denen sie arbeiteten. Die inhaltliche Ausrichtung unterschied sich gewaltig. Von der klassischen Space Opera bis hin zu einer traumähnlichen Geschichte war sehr viel an »fantastischem« und vor allem fantasievollen Material vorhanden.
Am Samstagmorgen leitete Kathrin Lange den Tag mit einem längeren Referat ein, in dem sie darstellte, wie ihre Karriere verlaufen war, wie sie mit Agenturen und Verlagen zusammenarbeitet und so weiter. Darüber hinaus schilderte die Autorin, wie sie Schreibprobleme überwindet oder wie sie einen Roman bis ans Ende bringt. Obwohl ich sie schon lange kenne, erfuhr ich zum ersten Mal das Geheimnis des »roten Schals«, den sie für ihre Arbeit nutzt.
Später stellten wir eine Schreibaufgabe, die den Autoren helfen sollte, den »Kern« ihres Romans besser zu fassen; natürlich wurde darüber hinterher intensiv diskutiert. Und nach dem Mittagessen ging es erst wieder an die eingereichten Texte. Wir sprachen im Verlauf des Samstags tatsächlich alle Texte durch, wobei wir uns gegen Ende beeilen mussten, um alles zu schaffen – wie immer ist ein Wochenend-Seminar für die Vielzahl der Fragen, die sich stellen, viel zu kurz.
Wir setzten diesmal eine Mischung aus Text-Diskussion, Schreibarbeiten und Referaten ein, um das Seminar abwechslungsreich und interessant zu halten. An den Seminartagen endete die Diskussion auch nach dem Schluss des offiziellen Programms nicht; meist saßen Teilnehmer und Dozenten hinterher noch stundenlang bei Bier und Wein und anderen Getränken zusammen, sprachen über Literatur und Filme und vor allem darüber, wie man aus eigenen Ideen möglichst gute Geschichten entwickelt.
Letztlich geht es ja – abseits jeglicher Genre-Grenzen – immer wieder um dasselbe: Um eine Geschichte gut erzählen zu können, müssen Autoren in der Lage sein, Charaktere ausreichend zu beschreiben, ihnen gewissermaßen »Atem einzuhauchen«, und auch Szenen so zu schildern, dass man als Leser immer mit dabei ist. Unterm Strich ist es dann egal, ob Charaktere und Szenen im Science-Fiction-Umfeld spielen, in einer historischen Zeit oder in einer komplett erfundenen Fantasy-Landschaft.
Dabei lerne ich als Co-Dozent von den Teilnehmern ebenso etwas wie von den Dozenten; das ist immer wieder bereichernd. Und deshalb freue ich mich schon jetzt aufs nächste Seminar in Wolfenbüttel!
Das diesjährige Science-Fiction-Seminar in Wolfenbüttel war in doppelter Hinsicht eine Premiere: Zum ersten Mal fand es im Februar statt – hatten wir wirklich noch nie –, und zum ersten Mal gab es für Science Fiction eine weibliche Dozentin. Als meine Partnerin wirkte am Wochenende des 1. bis 3. Februar 2008 Kathrin Lange. In den letzten Jahren hat sie in mehreren Disziplinen ihre Romane veröffentlicht: historische Romane und Jugendbücher, aber auch Science Fiction (bei PERRY RHODAN und ATLAN); Fantasy kommt demnächst hinzu.
Ich bin ein großer Fan der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel; dabei handelt es sich um eine öffentliche Einrichtung, in der Bildende Kunst und Theater, Musik und Literatur angeboten werden. Ebenso gibt es Lesungen und Vorträge, Tagungen und Seminare. Diesmal ging es zum wiederholten Mal um den Science-Fiction-Roman. Das Motto, das sich Dr. Olaf Kutzmutz, der literarische Leiter der Akademie, ausgedacht hatte, lautete mit feiner Ironie: »Unser tägliches Brot gib uns heute.«
Insgesamt 14 Autorinnen und Autoren hatten sich eingefunden. Manche von ihnen brachten Schreiberfahrung mit, hatten beispielsweise schon Romane publiziert oder in Zeitschriften eigene Kurzgeschichten veröffentlicht. Mit Dennis Mathiak und Marc Herren waren zudem zwei PERRY RHODAN-Fans anwesend, die ihre Erfahrungen mit der Fan-Serie »Thydery« gesammelt hatten.
Am Freitagabend begannen wir mit einer Vorstellungsrunde, der sich ein Redaktionsgespräch anschloss: Kathrin Lange und ich berichteten aus dem Alltag von Autoren und Redakteuren, stellten dar, wie ein Verlag funktioniert und wofür man eine vermittelnde Literaturagentur benötigen kann.
Danach wurden Texte besprochen, die von den Teilnehmern im Voraus eingeschickt worden waren: Es handelte sich um Auszüge aus Romanprojekten, an denen sie arbeiteten. Die inhaltliche Ausrichtung unterschied sich gewaltig. Von der klassischen Space Opera bis hin zu einer traumähnlichen Geschichte war sehr viel an »fantastischem« und vor allem fantasievollen Material vorhanden.
Am Samstagmorgen leitete Kathrin Lange den Tag mit einem längeren Referat ein, in dem sie darstellte, wie ihre Karriere verlaufen war, wie sie mit Agenturen und Verlagen zusammenarbeitet und so weiter. Darüber hinaus schilderte die Autorin, wie sie Schreibprobleme überwindet oder wie sie einen Roman bis ans Ende bringt. Obwohl ich sie schon lange kenne, erfuhr ich zum ersten Mal das Geheimnis des »roten Schals«, den sie für ihre Arbeit nutzt.
Später stellten wir eine Schreibaufgabe, die den Autoren helfen sollte, den »Kern« ihres Romans besser zu fassen; natürlich wurde darüber hinterher intensiv diskutiert. Und nach dem Mittagessen ging es erst wieder an die eingereichten Texte. Wir sprachen im Verlauf des Samstags tatsächlich alle Texte durch, wobei wir uns gegen Ende beeilen mussten, um alles zu schaffen – wie immer ist ein Wochenend-Seminar für die Vielzahl der Fragen, die sich stellen, viel zu kurz.
Wir setzten diesmal eine Mischung aus Text-Diskussion, Schreibarbeiten und Referaten ein, um das Seminar abwechslungsreich und interessant zu halten. An den Seminartagen endete die Diskussion auch nach dem Schluss des offiziellen Programms nicht; meist saßen Teilnehmer und Dozenten hinterher noch stundenlang bei Bier und Wein und anderen Getränken zusammen, sprachen über Literatur und Filme und vor allem darüber, wie man aus eigenen Ideen möglichst gute Geschichten entwickelt.
Letztlich geht es ja – abseits jeglicher Genre-Grenzen – immer wieder um dasselbe: Um eine Geschichte gut erzählen zu können, müssen Autoren in der Lage sein, Charaktere ausreichend zu beschreiben, ihnen gewissermaßen »Atem einzuhauchen«, und auch Szenen so zu schildern, dass man als Leser immer mit dabei ist. Unterm Strich ist es dann egal, ob Charaktere und Szenen im Science-Fiction-Umfeld spielen, in einer historischen Zeit oder in einer komplett erfundenen Fantasy-Landschaft.
Dabei lerne ich als Co-Dozent von den Teilnehmern ebenso etwas wie von den Dozenten; das ist immer wieder bereichernd. Und deshalb freue ich mich schon jetzt aufs nächste Seminar in Wolfenbüttel!
04 Februar 2008
Sphärische Musik – ein Trip durchs Universum
Ein Logbuch der Redaktion
Seit Tagen wundern sich Menschen, wenn sie mein Büro betreten: Aus den Lautsprechern an meinem Computer dringt Musik, die sehr »sphärisch« klingt, die ohne Gesang auskommt und die unweigerlich an bekannte Kinofilme erinnert. Man könnte meinen, ich höre den ganzen Tag diverse Soundtracks zu erfolgreichen Filmen.
Dabei handelt es sich um das neueste Musik-Werk zu PERRY RHODAN: Es ist die CD »X-Plorer - A Trip Through The Universe Of Perry Rhodan«, die sich zugleich als »erstes offizielles Konzeptalbum zu den beliebten Romanen« versteht. Diese Bezeichnung ist nachvollziehbar und überzeugend zugleich: Die Musik erinnert streckenweise wirklich an die großen Rock-Opern und Konzeptalben der 70er Jahre, als der Synthesizer noch neu war und man teilweise ausufernde Klangexperimente bevorzugte.
Bei dieser CD fiept es, da wabern gelegentlich lange Töne durch die Stücke – aber es klingt eben nicht nur nach den 70er Jahren. Ganz im Gegenteil greift die Produktion auch stilistische Ausprägungen der 90er Jahre auf, die man im weitesten Sinne als »Chillout« oder Electro-Pop zusammenfassen könnte. Man kann sich tatsächlich auf die Klänge einlassen und seine Sinne in die Ferne schweben lassen; genau dieser klassische Space-Rock-Instinkt wird angesprochen.
Wer unbedingt einen Vergleich haben möchte, denke vor allem an Vangelis und Jean-Michel Jarre – da gibt es sicher das höchste Maß an Übereinstimmung. Kein Wunder: Mitgewirkt hat unter anderem der in Paris lebende Musiker Michel Geiss, der jahrelang mit Jean-Michel Jarre zusammengearbeitet hat.
Übrigens bietet die CD auch in gedruckter Form einiges für den PERRY RHODAN-Interessierten: Das Booklet ist 24 Seiten stark und enthält wunderbare Grafiken von Johnny Bruck und Swen Papenbrock – das sieht stark aus!
Mich hat die CD überzeugt, weil sie eine sehr stimmungsvolle Art und Weise ist, das PERRY RHODAN-Universum in Klänge zu übertragen. Für Fans der größten SF-Serie der Welt sicher ein Tipp, der sich lohnt. Wer sich überzeugen möchte, kann auf der Homepage von Amazon.de übrigens Tonproben der Stücke genießen.
Seit Tagen wundern sich Menschen, wenn sie mein Büro betreten: Aus den Lautsprechern an meinem Computer dringt Musik, die sehr »sphärisch« klingt, die ohne Gesang auskommt und die unweigerlich an bekannte Kinofilme erinnert. Man könnte meinen, ich höre den ganzen Tag diverse Soundtracks zu erfolgreichen Filmen.
Dabei handelt es sich um das neueste Musik-Werk zu PERRY RHODAN: Es ist die CD »X-Plorer - A Trip Through The Universe Of Perry Rhodan«, die sich zugleich als »erstes offizielles Konzeptalbum zu den beliebten Romanen« versteht. Diese Bezeichnung ist nachvollziehbar und überzeugend zugleich: Die Musik erinnert streckenweise wirklich an die großen Rock-Opern und Konzeptalben der 70er Jahre, als der Synthesizer noch neu war und man teilweise ausufernde Klangexperimente bevorzugte.
Bei dieser CD fiept es, da wabern gelegentlich lange Töne durch die Stücke – aber es klingt eben nicht nur nach den 70er Jahren. Ganz im Gegenteil greift die Produktion auch stilistische Ausprägungen der 90er Jahre auf, die man im weitesten Sinne als »Chillout« oder Electro-Pop zusammenfassen könnte. Man kann sich tatsächlich auf die Klänge einlassen und seine Sinne in die Ferne schweben lassen; genau dieser klassische Space-Rock-Instinkt wird angesprochen.
Wer unbedingt einen Vergleich haben möchte, denke vor allem an Vangelis und Jean-Michel Jarre – da gibt es sicher das höchste Maß an Übereinstimmung. Kein Wunder: Mitgewirkt hat unter anderem der in Paris lebende Musiker Michel Geiss, der jahrelang mit Jean-Michel Jarre zusammengearbeitet hat.
Übrigens bietet die CD auch in gedruckter Form einiges für den PERRY RHODAN-Interessierten: Das Booklet ist 24 Seiten stark und enthält wunderbare Grafiken von Johnny Bruck und Swen Papenbrock – das sieht stark aus!
Mich hat die CD überzeugt, weil sie eine sehr stimmungsvolle Art und Weise ist, das PERRY RHODAN-Universum in Klänge zu übertragen. Für Fans der größten SF-Serie der Welt sicher ein Tipp, der sich lohnt. Wer sich überzeugen möchte, kann auf der Homepage von Amazon.de übrigens Tonproben der Stücke genießen.
31 Januar 2008
Die Ennoxstraße
Aus der Reihe »Der Redakteur erinnert sich«
Das Thema dieser Redakteurs-Erinnerung ist ein wenig schwierig, weil ich ins Jahr 1994 zurückblende und über die damalige Exposé-Arbeit plaudern möchte. Das ist möglicherweise kompliziert für jene Leser, die die damaligen Romane nicht gelesen (oder bereits vergessen?) haben. Zu viele Details zum Hintergrund würden aber noch weiter verwirren; ich empfehle im Zweifelsfall das Stöbern in der Zykluszusammenfassung auf der PR-Homepage.
Die ersten Romane des neuen Ayindi-Zyklus waren noch gar nicht erschienen, die Autoren kämpften sich durch die Exposés, die auf den Band 1700 folgten – doch es gab zu diesem Zeitpunkt bereits die ersten inhaltlichen Probleme. Die bisher übliche Taktik, einen großen Handlungsbogen zu erdenken, sich aber um die Details nicht zu kümmern, schien nicht aufzugehen.
Das merkte vor allem einer – Robert Feldhoff. Der Autor war mit Band 1701 offiziell als Mitglied in die sogenannte Expo-Factory aufgenommen worden war. Robert, der mit dem Doppelband 1707 und 1708 zwei entscheidende Romane schreiben sollte, erkannte nach Durchsicht der Exposés, welche Probleme auf ihn zukamen.
Immerhin sollte er eine Reihe von grundsätzlichen Themen behandeln ...
Er sollte darstellen, in welcher Form die Ayindi die Angriffe der Abruse abwehrten – hierzu hatte sich bislang noch niemand grundsätzliche Gedanken gemacht –, und er sollte zeigen, wie die Terraner in die Raumschlacht eingreifen und ihre Aktion letztlich dazu führt, dass ein Splitter der Abruse ins Solsystem transferiert wird, um dort dann zur »Kristallisierung« des Mars zu führen. Und »ganz nebenbei« sollte er beschreiben, wie der Nakk Paunaro den Kyberklon Voltago wiederfindet ...
Alles miteinander schon sehr komplex, vor allem deshalb, weil damit der Brückenschlag zwischen der Milchstraßen- und der Arresum-Handlung hergestellt werden sollte. Ein doppelter Schlüsselroman also, der dadurch verkompliziert wurde, dass ich in einer Redaktionskonferenz mit einer komplett offenen Frage genervt hatte: Was zum Teufel hatten eigentlich die Ennox mit der ganzen Sache zu tun, außer der Tatsache, dass sie Perry Rhodan auf den Weg zur Großen Leere geschickt hatten?
Am 10. Februar 1994 schrieb Robert Feldhoff dann ein langes Fax an den damaligen Redakteur, also an mich. Damals kommunizierten wir vorzugsweise per Telefon oder per Fax; Robert schickte solche Faxe vor allem nachts gern los. In diesem drei Seiten umfassenden Fax formulierte er seine Idee einer sogenannten Ennoxstraße, die von mir in dieser Form am selben Tag noch abgelehnt wurde; sie erschien mir als noch komplizierter als das bisher schon schwierige Ideenkonstrukt.
Robert war unwohl bei den vielen ungelösten Fragen: »Jedenfalls liegt mir Mystery im Magen, zumal ich das Gefühl habe, diese Mystery-Schiene schlecht zu überblicken.« Damit meinte er den Ennox-Planeten Mystery, der ihm nicht so recht zu den Shuwashen zu passen schien, die laut unserer neuen Überlegung vor zwei Millionen Jahren auf dem Mars siedelten. Und er präzisierte: »Besser jetzt dieser kleine, aber immerhin logische Salto, als später. Am Zyklusende haben wir noch so viele schwere Sachen, daß ich dies hier gern abgeräumt wüßte.«
In seiner Konzeption sollte der Nakk Paunaro in einen Schacht auf dem Planeten Achtzehn steigen und dort eine Art Ennoxstraße finden. Mit Hilfe dieses Schachtes seien die Ertruserin Lyndara und ihre Begleiter – ein Handlungselement der Romane zwischen Band 1650 und 1699 – von der Großen Leere in die Milchstraße gelangt.
Bei der Erforschung dieser Ennoxtraße sollten Paunaro sowie der Wissenschaftler Myles Kantor in seiner Begleitung eine mysteriöse Energieblase finden. In dieser könnten »Ennox niemals stofflich existieren, sondern würden von hier aus als entstofflichter Energieimpuls direkt zum Ausgang der Blase weitergeleitet werden, zu einem Dimensionstor«. Dort wiederum stoßen Paunaro und Kantor auf die Leiche eines Lebewesens, das sich vor etwa 900.000 Jahren aufgemacht hatte, das Rätsel der Sampler-Planeten zu lösen.
Roberts Vorschlag: »In einem mitgeführten Datenspeicher (Raumanzug) finden Kantor und Paunaro jede Menge Angaben über das Sampler-Rätsel. So muß das unbekannte Wesen geglaubt haben, auf der anderen Seite, der Minus-Seite, warte eine ungeheure Belohnung. Und es wußte vermutlich auch, daß nur ein Vitalenergiespeicher/Zellaktivator es vor dem Tod drüben schützen könnte ...«
Mit Hilfe des Wesens und der Ennoxstraße – so Roberts Kalkül – ließen sich viele offene Fragen klären. Dank der »dimensionalen Verwindung« im Schacht hätten beispielsweise die Ertruser »ihre negative Strangeness erhalten und ihre geistige Verwirrung. Als sie auf Mystery herauskamen, wußten sie nur noch etwas von Macht und Blohnung und daß sie einen Aktivator brauchen ...«
Höhepunkt des Romans sollte sein, dass Paunaro dann doch das entscheidende finden sollte: »den Kyberklon Voltago, vielleicht unter einer Geröllhalde verborgen«. Das alles lässt sich heute kaum noch darstellen, ohne den kompletten Gesamtzyklus um das Große Galaktische Rätsel noch einmal Revue passieren zu lassen; immerhin beschäftigten sich 200 PERRY RHODAN-Romane mit diesem Thema.
Aber schon damals waren Robert Feldhoffs Überlegungen sehr komplex, arbeitete er anders mit der Stoff-Fülle des PERRY RHODAN-Kosmos als manche andere Kollegen. Deshalb passte auch das Ende seines Faxes: »Vom rein schriftstellerischen her traue ich mir zu, die Sache so zu bringen, daß sie im Roman gut kommt. Nur, wollen wir das? Besser wäre es ...«
Das war der Auftakt für ein langes Telefonat. Wie immer drängte die Zeit, wie immer mussten wir uns eine Möglichkeit ausdenken, die mit überschaubarem Aufwand zu schaffen war. Aus diesem Grund, so denke ich, wurde diese Überlegung Robert Feldhoffs nicht umgesetzt. Er schrieb seinen Roman nach Exposé zu Ende und definierte in diesem Doppelband sehr viel Grundsätzliches zum laufenden Zyklus – viele seiner Überlegungen kamen nicht zum Tragen, andere nutzten wir für spätere Ideen.
Das Thema dieser Redakteurs-Erinnerung ist ein wenig schwierig, weil ich ins Jahr 1994 zurückblende und über die damalige Exposé-Arbeit plaudern möchte. Das ist möglicherweise kompliziert für jene Leser, die die damaligen Romane nicht gelesen (oder bereits vergessen?) haben. Zu viele Details zum Hintergrund würden aber noch weiter verwirren; ich empfehle im Zweifelsfall das Stöbern in der Zykluszusammenfassung auf der PR-Homepage.
Die ersten Romane des neuen Ayindi-Zyklus waren noch gar nicht erschienen, die Autoren kämpften sich durch die Exposés, die auf den Band 1700 folgten – doch es gab zu diesem Zeitpunkt bereits die ersten inhaltlichen Probleme. Die bisher übliche Taktik, einen großen Handlungsbogen zu erdenken, sich aber um die Details nicht zu kümmern, schien nicht aufzugehen.
Das merkte vor allem einer – Robert Feldhoff. Der Autor war mit Band 1701 offiziell als Mitglied in die sogenannte Expo-Factory aufgenommen worden war. Robert, der mit dem Doppelband 1707 und 1708 zwei entscheidende Romane schreiben sollte, erkannte nach Durchsicht der Exposés, welche Probleme auf ihn zukamen.
Immerhin sollte er eine Reihe von grundsätzlichen Themen behandeln ...
Er sollte darstellen, in welcher Form die Ayindi die Angriffe der Abruse abwehrten – hierzu hatte sich bislang noch niemand grundsätzliche Gedanken gemacht –, und er sollte zeigen, wie die Terraner in die Raumschlacht eingreifen und ihre Aktion letztlich dazu führt, dass ein Splitter der Abruse ins Solsystem transferiert wird, um dort dann zur »Kristallisierung« des Mars zu führen. Und »ganz nebenbei« sollte er beschreiben, wie der Nakk Paunaro den Kyberklon Voltago wiederfindet ...
Alles miteinander schon sehr komplex, vor allem deshalb, weil damit der Brückenschlag zwischen der Milchstraßen- und der Arresum-Handlung hergestellt werden sollte. Ein doppelter Schlüsselroman also, der dadurch verkompliziert wurde, dass ich in einer Redaktionskonferenz mit einer komplett offenen Frage genervt hatte: Was zum Teufel hatten eigentlich die Ennox mit der ganzen Sache zu tun, außer der Tatsache, dass sie Perry Rhodan auf den Weg zur Großen Leere geschickt hatten?
Am 10. Februar 1994 schrieb Robert Feldhoff dann ein langes Fax an den damaligen Redakteur, also an mich. Damals kommunizierten wir vorzugsweise per Telefon oder per Fax; Robert schickte solche Faxe vor allem nachts gern los. In diesem drei Seiten umfassenden Fax formulierte er seine Idee einer sogenannten Ennoxstraße, die von mir in dieser Form am selben Tag noch abgelehnt wurde; sie erschien mir als noch komplizierter als das bisher schon schwierige Ideenkonstrukt.
Robert war unwohl bei den vielen ungelösten Fragen: »Jedenfalls liegt mir Mystery im Magen, zumal ich das Gefühl habe, diese Mystery-Schiene schlecht zu überblicken.« Damit meinte er den Ennox-Planeten Mystery, der ihm nicht so recht zu den Shuwashen zu passen schien, die laut unserer neuen Überlegung vor zwei Millionen Jahren auf dem Mars siedelten. Und er präzisierte: »Besser jetzt dieser kleine, aber immerhin logische Salto, als später. Am Zyklusende haben wir noch so viele schwere Sachen, daß ich dies hier gern abgeräumt wüßte.«
In seiner Konzeption sollte der Nakk Paunaro in einen Schacht auf dem Planeten Achtzehn steigen und dort eine Art Ennoxstraße finden. Mit Hilfe dieses Schachtes seien die Ertruserin Lyndara und ihre Begleiter – ein Handlungselement der Romane zwischen Band 1650 und 1699 – von der Großen Leere in die Milchstraße gelangt.
Bei der Erforschung dieser Ennoxtraße sollten Paunaro sowie der Wissenschaftler Myles Kantor in seiner Begleitung eine mysteriöse Energieblase finden. In dieser könnten »Ennox niemals stofflich existieren, sondern würden von hier aus als entstofflichter Energieimpuls direkt zum Ausgang der Blase weitergeleitet werden, zu einem Dimensionstor«. Dort wiederum stoßen Paunaro und Kantor auf die Leiche eines Lebewesens, das sich vor etwa 900.000 Jahren aufgemacht hatte, das Rätsel der Sampler-Planeten zu lösen.
Roberts Vorschlag: »In einem mitgeführten Datenspeicher (Raumanzug) finden Kantor und Paunaro jede Menge Angaben über das Sampler-Rätsel. So muß das unbekannte Wesen geglaubt haben, auf der anderen Seite, der Minus-Seite, warte eine ungeheure Belohnung. Und es wußte vermutlich auch, daß nur ein Vitalenergiespeicher/Zellaktivator es vor dem Tod drüben schützen könnte ...«
Mit Hilfe des Wesens und der Ennoxstraße – so Roberts Kalkül – ließen sich viele offene Fragen klären. Dank der »dimensionalen Verwindung« im Schacht hätten beispielsweise die Ertruser »ihre negative Strangeness erhalten und ihre geistige Verwirrung. Als sie auf Mystery herauskamen, wußten sie nur noch etwas von Macht und Blohnung und daß sie einen Aktivator brauchen ...«
Höhepunkt des Romans sollte sein, dass Paunaro dann doch das entscheidende finden sollte: »den Kyberklon Voltago, vielleicht unter einer Geröllhalde verborgen«. Das alles lässt sich heute kaum noch darstellen, ohne den kompletten Gesamtzyklus um das Große Galaktische Rätsel noch einmal Revue passieren zu lassen; immerhin beschäftigten sich 200 PERRY RHODAN-Romane mit diesem Thema.
Aber schon damals waren Robert Feldhoffs Überlegungen sehr komplex, arbeitete er anders mit der Stoff-Fülle des PERRY RHODAN-Kosmos als manche andere Kollegen. Deshalb passte auch das Ende seines Faxes: »Vom rein schriftstellerischen her traue ich mir zu, die Sache so zu bringen, daß sie im Roman gut kommt. Nur, wollen wir das? Besser wäre es ...«
Das war der Auftakt für ein langes Telefonat. Wie immer drängte die Zeit, wie immer mussten wir uns eine Möglichkeit ausdenken, die mit überschaubarem Aufwand zu schaffen war. Aus diesem Grund, so denke ich, wurde diese Überlegung Robert Feldhoffs nicht umgesetzt. Er schrieb seinen Roman nach Exposé zu Ende und definierte in diesem Doppelband sehr viel Grundsätzliches zum laufenden Zyklus – viele seiner Überlegungen kamen nicht zum Tragen, andere nutzten wir für spätere Ideen.
30 Januar 2008
Musik zur SF-Serie
Gestern habe ich endlich mein Logbuch der Redaktion zu der CD geschrieben, die seit Tagen in meinem CD-Fach im Computer liegt: »X-Plorer - A Trip Through The Universe of Perry Rhodan«. Wann das Logbuch erscheint, weiß ich noch nicht; es muss erst noch eingeplant werden.
Nur so viel: Die Musik auf der CD tut wirklich nicht weh, es ist sphärisches Gedudel, wie man es von Jean-Michel Jarre und anderen Helden der 70er Jahre her kennt. Für meinen Geschmack auf Dauer zu langweilig, aber ich kann auch mit der meisten Musik der Ära nicht mehr viel anfangen.
Manchen PR-Fans könnte das gut gefallen, denke ich. Ich würde mir ja glatt wünschen, dass die CD gut läuft.
Nur so viel: Die Musik auf der CD tut wirklich nicht weh, es ist sphärisches Gedudel, wie man es von Jean-Michel Jarre und anderen Helden der 70er Jahre her kennt. Für meinen Geschmack auf Dauer zu langweilig, aber ich kann auch mit der meisten Musik der Ära nicht mehr viel anfangen.
Manchen PR-Fans könnte das gut gefallen, denke ich. Ich würde mir ja glatt wünschen, dass die CD gut läuft.
Im Bann des Terminalen Herolds
Ein Logbuch der Redaktion
Mittlerweile haben die PERRY RHODAN-Leser ein wenig mehr über das geheimnisvolle INTAZO, seine Bewohner und seine neuen Besucher erfahren. Für Perry Rhodan und die Besatzungsmitglieder der JULES VERNE erweist sich der riesige Sammelplatz für die Truppen der Superintelligenz ARCHETIM als ein faszinierender Miniaturkosmos mit zahlreichen Überraschungen.
Immerhin haben es die Terraner hier mit einem Hyperkokon zu tun, vergleichbar mit anderen Erscheinungen dieser Art, auf die man in den letzten zweitausend Jahren gelegentlich gestoßen ist. Eine Länge von zweieinhalb Lichtjahren und ein Durchmesser von bis zu 0,8 Lichtjahren – das ist eine imposante Größe, die vor allem deshalb beeindruckt, weil das Gebilde ja komplett künstlich ist, keine irgendwie entstandene Laune der Natur.
In seinem PERRY RHODAN-Roman »Die Thermodyn-Zentrale«, der als Nummer 2424 erscheint, schildert Hubert Haensel mehr über die Hintergründe des seltsamen Raumes. Man erfährt einiges über die sogenannten Thermodyn-Ingenieure und auch darüber, wie die Struktur der ARCHETIM-Truppen aussieht.
Immerhin halten sich in dem rot schimmernden Gebilde Hunderttausende von Raumschiffen und viele Millionen von Wesen aus verschiedenen Galaxien auf, eine Streitmacht, mit der man buchstäblich eine Galaxis aus den Angeln heben könnte. Die Terraner sind hier nur Gäste – aber es scheint, dass sie mit ihrem Eintreffen im INTAZO verschiedene Entwicklungen anstoßen, die bisher niemand erwartet hat. Es scheint zudem, als ob ausgerechnet die Person Perry Rhodan selbst zum Auslöser für vieles werden könnte.
Im Folgeband setzt sich diese Tendenz fort; geschrieben wurde der 2425ste PERRY RHODAN-Roman von Michael Marcus Thurner, und er wird unter dem Titel »Zwei gegen INTAZO« erscheinen. Mit den »zwei« sind die beiden Wesen gemeint, die man schon fast als verschwunden »abgebucht« hat: ein gewisser Dualer Kapitän nämlich und ein Terminaler Herold.
Viel mehr kann und will ich an dieser Stelle dazu nun wirklich nicht schreiben, weil das zu viel verraten könnte. Nur so viel: Perry Rhodan hat es mit Gegnern zu tun, die ihm eigentlich völlig überlegen sind. Sie operieren aber in einem Raum, in dem sie die »Schwachen« sind – und dann wird die Sache wieder ganz anders ...
Spannendes gibt es also im INTAZO zu erfahren, geboten von zwei Autoren, die sichtlich Lust hatten, diese Romane zu schreiben. Lasst Euch überraschen!
Mittlerweile haben die PERRY RHODAN-Leser ein wenig mehr über das geheimnisvolle INTAZO, seine Bewohner und seine neuen Besucher erfahren. Für Perry Rhodan und die Besatzungsmitglieder der JULES VERNE erweist sich der riesige Sammelplatz für die Truppen der Superintelligenz ARCHETIM als ein faszinierender Miniaturkosmos mit zahlreichen Überraschungen.
Immerhin haben es die Terraner hier mit einem Hyperkokon zu tun, vergleichbar mit anderen Erscheinungen dieser Art, auf die man in den letzten zweitausend Jahren gelegentlich gestoßen ist. Eine Länge von zweieinhalb Lichtjahren und ein Durchmesser von bis zu 0,8 Lichtjahren – das ist eine imposante Größe, die vor allem deshalb beeindruckt, weil das Gebilde ja komplett künstlich ist, keine irgendwie entstandene Laune der Natur.
In seinem PERRY RHODAN-Roman »Die Thermodyn-Zentrale«, der als Nummer 2424 erscheint, schildert Hubert Haensel mehr über die Hintergründe des seltsamen Raumes. Man erfährt einiges über die sogenannten Thermodyn-Ingenieure und auch darüber, wie die Struktur der ARCHETIM-Truppen aussieht.
Immerhin halten sich in dem rot schimmernden Gebilde Hunderttausende von Raumschiffen und viele Millionen von Wesen aus verschiedenen Galaxien auf, eine Streitmacht, mit der man buchstäblich eine Galaxis aus den Angeln heben könnte. Die Terraner sind hier nur Gäste – aber es scheint, dass sie mit ihrem Eintreffen im INTAZO verschiedene Entwicklungen anstoßen, die bisher niemand erwartet hat. Es scheint zudem, als ob ausgerechnet die Person Perry Rhodan selbst zum Auslöser für vieles werden könnte.
Im Folgeband setzt sich diese Tendenz fort; geschrieben wurde der 2425ste PERRY RHODAN-Roman von Michael Marcus Thurner, und er wird unter dem Titel »Zwei gegen INTAZO« erscheinen. Mit den »zwei« sind die beiden Wesen gemeint, die man schon fast als verschwunden »abgebucht« hat: ein gewisser Dualer Kapitän nämlich und ein Terminaler Herold.
Viel mehr kann und will ich an dieser Stelle dazu nun wirklich nicht schreiben, weil das zu viel verraten könnte. Nur so viel: Perry Rhodan hat es mit Gegnern zu tun, die ihm eigentlich völlig überlegen sind. Sie operieren aber in einem Raum, in dem sie die »Schwachen« sind – und dann wird die Sache wieder ganz anders ...
Spannendes gibt es also im INTAZO zu erfahren, geboten von zwei Autoren, die sichtlich Lust hatten, diese Romane zu schreiben. Lasst Euch überraschen!
25 Januar 2008
Ein Versuch zur Aktualisierung
Bisher habe ich diesen Blog hier nur dazu benutzt, längere Texte zu veröffentlichen, die normalerweise auf der PERRY RHODAN-Homepage als Logbücher erschienen sind. War ganz gut, hatte auch keine große Relevanz - ich habe für den Blog bisher nicht die geringste Werbung betrieben.
Ich will das ein bisschen ändern, in dem ich künftig jeden Tag (oder fast jeden Tag) wirklich kurz was blogge, was neu in und bei PERRY RHODAN war. Schauen wir mal, wie das geht und welche Texte ich hinbekomme. Und dann schauen wir eben auch, wie das bei den potentiellen Lesern dieses Blogs ankommt.
Ich will das ein bisschen ändern, in dem ich künftig jeden Tag (oder fast jeden Tag) wirklich kurz was blogge, was neu in und bei PERRY RHODAN war. Schauen wir mal, wie das geht und welche Texte ich hinbekomme. Und dann schauen wir eben auch, wie das bei den potentiellen Lesern dieses Blogs ankommt.
22 Januar 2008
Klare Aussichten fürs Jahr 2008
Ein Logbuch der Redaktion
Seit einigen Jahren hat sich für die PERRY RHODAN-Redaktion die Teamtagung zu einem Startschuss ins neue Jahr entwickelt. So auch am vergangenen Wochenende, wo wir am Freitag und am Samstag in Klausur gingen und uns intensiv mit den kommenden Aktivitäten beschäftigten.
Los ging's am Freitag morgen, 18. Januar 2008. Ich holte Robert Feldhoff, unseren Chefautor, im Hotel ab, und dann fuhren wir nach Neuweier, einem Ortsteil von Baden-Baden. Neuweier liegt im Rebland, einer schönen Landschaft an den Hängen des Schwarzwalds; von unserem Tagungsraum im Hotel Rebenhof hatten wir einen herrlichen Blick über die Rheinebene bis zu den Vogesen im nahen Elsass.
Für die Aussicht hatten wir gar nicht so viel Zeit: Der Morgen gehörte der internen Besprechung. Einen Schwerpunkt bildete in diesem Fall unsere Reaktion auf personelle Änderungen.
Nachdem Frank Borsch im letzten Herbst aus dem Redaktionsteam ausgestiegen war, um sich stärker seiner Schriftstellerei widmen zu können, mussten wir seine bisherigen Tätigkeiten sinnvoll auf die einzelnen Kollegen aufteilen. Als Verstärkung hatten wir im Oktober 2007 mit Benjamin Golling einen Praktikanten erhalten, der sich längst als Stütze des Teams bewiesen hat und von allen Kollegen sehr gelobt wurde. Auf Basis dieser »Personalien« nahmen wir eine interne Verteilung verschiedener Aufgaben vor.
Nach der Mittagspause stieß Robert Feldhoff zur Besprechung; ich halte es für sinnvoll, wenn der Chefautor der PERRY RHODAN-Serie bei einer solchen Jahresplanung mitwirkt. Auf diese Weise finden die Kreativen, denen die Serie letztlich ihren Erfolg verdient, ihren Platz im Team – auch wenn es bei einer solchen Planung häufig um die Rahmenbedingungen geht, um das zu planende Marketing oder die erfolgenden Veranstaltungen.
Immerhin wird es 2008 mit PERRY RHODAN-Action sowie zwei Ausgaben von PERRY RHODAN-Extra inhaltliche Schwerpunkte geben, die entsprechend beworben, redaktionell begleitet und sonstwie gesteuert werden müssen. Vor allem an solchen Stellen erwies sich Robert Feldhoffs Sachverstand immer wieder als wichtig – er gab in der Besprechung stets Impulse, wo man vielleicht welche inhaltlichen Erwägungen nutzen könnte.
Weitere Schwerpunkte im Jahr 2008 sind das PERRY RHODAN-Computerspiel, das mit entsprechendem Marketing-Aufwand und viel Presserummel erscheinen wird, oder das bereits laufende PERRY RHODAN-Brettspiel. Mit Band 2450 wird es in der Erstauflage einen »kleinen« Jubiläumsband geben, die Hörbuch-Aktionen gehen weiter, und selbstverständlich arbeiten wir darüber hinaus an weiteren Taschenbuch- und Buch-Projekten.
Zu einer Teamtagung gehört nicht nur der Ausblick aufs neue, sondern auch ein Rückblick aufs vergangene Jahr. Unserer Ansicht nach gelangen uns einige Sachen richtig gut: So setzte sich beispielsweise der Hörbuch-Shop auf der Homepage durch, und die PERRY RHODAN-Serie bekam mit dem Start des neuen Zyklus »Negasphäre« einen hübschen Auflagenschub.
Die Punkte, die nicht so optimal verlaufen waren, diskutierten wir ebenfalls – allerdings vor allem unter dem Gesichtspunkt, wie man im jetzt beginnenden Jahr manchen Fehler vielleicht vermeiden könnte. Die Teamtagung hatte somit sehr wohl selbstkritische Züge.
Und natürlich hatten wir alle bei der Teamtagung auch viel Spaß. Das leckere Essen und der gute Wein trugen ebenso dazu bei wie ein kurzer Spaziergang durch die Weinberge.
Nach der Tagung bin ich sicher: Die PERRY RHODAN-Redaktion geht das Jahr 2008 mit viel Optimismus an.
Seit einigen Jahren hat sich für die PERRY RHODAN-Redaktion die Teamtagung zu einem Startschuss ins neue Jahr entwickelt. So auch am vergangenen Wochenende, wo wir am Freitag und am Samstag in Klausur gingen und uns intensiv mit den kommenden Aktivitäten beschäftigten.
Los ging's am Freitag morgen, 18. Januar 2008. Ich holte Robert Feldhoff, unseren Chefautor, im Hotel ab, und dann fuhren wir nach Neuweier, einem Ortsteil von Baden-Baden. Neuweier liegt im Rebland, einer schönen Landschaft an den Hängen des Schwarzwalds; von unserem Tagungsraum im Hotel Rebenhof hatten wir einen herrlichen Blick über die Rheinebene bis zu den Vogesen im nahen Elsass.
Für die Aussicht hatten wir gar nicht so viel Zeit: Der Morgen gehörte der internen Besprechung. Einen Schwerpunkt bildete in diesem Fall unsere Reaktion auf personelle Änderungen.
Nachdem Frank Borsch im letzten Herbst aus dem Redaktionsteam ausgestiegen war, um sich stärker seiner Schriftstellerei widmen zu können, mussten wir seine bisherigen Tätigkeiten sinnvoll auf die einzelnen Kollegen aufteilen. Als Verstärkung hatten wir im Oktober 2007 mit Benjamin Golling einen Praktikanten erhalten, der sich längst als Stütze des Teams bewiesen hat und von allen Kollegen sehr gelobt wurde. Auf Basis dieser »Personalien« nahmen wir eine interne Verteilung verschiedener Aufgaben vor.
Nach der Mittagspause stieß Robert Feldhoff zur Besprechung; ich halte es für sinnvoll, wenn der Chefautor der PERRY RHODAN-Serie bei einer solchen Jahresplanung mitwirkt. Auf diese Weise finden die Kreativen, denen die Serie letztlich ihren Erfolg verdient, ihren Platz im Team – auch wenn es bei einer solchen Planung häufig um die Rahmenbedingungen geht, um das zu planende Marketing oder die erfolgenden Veranstaltungen.
Immerhin wird es 2008 mit PERRY RHODAN-Action sowie zwei Ausgaben von PERRY RHODAN-Extra inhaltliche Schwerpunkte geben, die entsprechend beworben, redaktionell begleitet und sonstwie gesteuert werden müssen. Vor allem an solchen Stellen erwies sich Robert Feldhoffs Sachverstand immer wieder als wichtig – er gab in der Besprechung stets Impulse, wo man vielleicht welche inhaltlichen Erwägungen nutzen könnte.
Weitere Schwerpunkte im Jahr 2008 sind das PERRY RHODAN-Computerspiel, das mit entsprechendem Marketing-Aufwand und viel Presserummel erscheinen wird, oder das bereits laufende PERRY RHODAN-Brettspiel. Mit Band 2450 wird es in der Erstauflage einen »kleinen« Jubiläumsband geben, die Hörbuch-Aktionen gehen weiter, und selbstverständlich arbeiten wir darüber hinaus an weiteren Taschenbuch- und Buch-Projekten.
Zu einer Teamtagung gehört nicht nur der Ausblick aufs neue, sondern auch ein Rückblick aufs vergangene Jahr. Unserer Ansicht nach gelangen uns einige Sachen richtig gut: So setzte sich beispielsweise der Hörbuch-Shop auf der Homepage durch, und die PERRY RHODAN-Serie bekam mit dem Start des neuen Zyklus »Negasphäre« einen hübschen Auflagenschub.
Die Punkte, die nicht so optimal verlaufen waren, diskutierten wir ebenfalls – allerdings vor allem unter dem Gesichtspunkt, wie man im jetzt beginnenden Jahr manchen Fehler vielleicht vermeiden könnte. Die Teamtagung hatte somit sehr wohl selbstkritische Züge.
Und natürlich hatten wir alle bei der Teamtagung auch viel Spaß. Das leckere Essen und der gute Wein trugen ebenso dazu bei wie ein kurzer Spaziergang durch die Weinberge.
Nach der Tagung bin ich sicher: Die PERRY RHODAN-Redaktion geht das Jahr 2008 mit viel Optimismus an.
15 Januar 2008
Hinein ins geheimnisvolle INTAZO
Ein Logbuch der Redaktion
Zu Beginn des Jahres 2008 bekommen die PERRY RHODAN-Leser neuen Einblick in einen mysteriösen Raum – und in einen Teil der Vergangenheit, der sich den Helden der PERRY RHODAN-Serie bislang nicht erschlossen hat.
Perry Rhodan und die Besatzungsmitglieder stoßen nämlich in das INTAZO vor, einen Kosmos, der von einer mörderischen Hintergrundstrahlung erfüllt ist, dessen »Bewohner« sich aber in den Dienst der positiven Superintelligenz ARCHETIM gestellt haben. Vom INTAZO aus soll der entscheidende Schlag gegen die entstehende Negasphäre in Tare-Scharm geführt werden.
Erste Einblicke hierzu gibt bereits Arndt Ellmer, dessen Roman »Das verlöschende Volk« die sogenannten Gewissenswächter vorstellt, mit denen die Terraner in tiefer Vergangenheit konfrontiert werden. Diese seltsamen Wesen haben die Aufgabe, neue Besucher des INTAZOS zu prüfen und herauszufinden, ob sie nicht vielleicht Agenten der Chaotarchen sind. Erst nach dieser Prüfung dürfen die Terraner weiterfliegen.
Erreichen sie dann das INTAZO, über das ich an dieser Stelle nicht weiter plaudern möchte, treffen sie unter anderem auf »Berserker in Not«. So lautet der Titel von PERRY RHODAN-Band 2423, dem zweiten Teil des Arndt-Ellmer-Doppelbandes, der über die Expedition der JULES VERNE berichtet.
Die Terraner lernen die Bakosh'wish kennen, riesige Gliederfüßler mit einer Körperlänge von sieben Metern, aber auch die To s'amosa, die aus Krustentieren hervorgegangen sind. Und sie erfahren mehr über die Bedeutung anderer Völkerschaften wie der Sekundim oder der Lanterns. Darüber hinaus erhalten sie erste Informationen zum Entropischen Zyklon, der sich als eine der gefährlichsten »Waffen« der Chaotarchen entpuppt, ein wahres Massenmord-Instrument.
Dass es auch im INTAZO Bedrohungen gibt und wie diese sich gegenüber Perry Rhodan und seinen Gefährten auswirken, schildern die Autoren Hubert Haensel und Michael Marcus Thurner. Aber das ist, so denke ich, dann Thema für ein Logbuch in der nächsten oder übernächsten Woche.
Zu Beginn des Jahres 2008 bekommen die PERRY RHODAN-Leser neuen Einblick in einen mysteriösen Raum – und in einen Teil der Vergangenheit, der sich den Helden der PERRY RHODAN-Serie bislang nicht erschlossen hat.
Perry Rhodan und die Besatzungsmitglieder stoßen nämlich in das INTAZO vor, einen Kosmos, der von einer mörderischen Hintergrundstrahlung erfüllt ist, dessen »Bewohner« sich aber in den Dienst der positiven Superintelligenz ARCHETIM gestellt haben. Vom INTAZO aus soll der entscheidende Schlag gegen die entstehende Negasphäre in Tare-Scharm geführt werden.
Erste Einblicke hierzu gibt bereits Arndt Ellmer, dessen Roman »Das verlöschende Volk« die sogenannten Gewissenswächter vorstellt, mit denen die Terraner in tiefer Vergangenheit konfrontiert werden. Diese seltsamen Wesen haben die Aufgabe, neue Besucher des INTAZOS zu prüfen und herauszufinden, ob sie nicht vielleicht Agenten der Chaotarchen sind. Erst nach dieser Prüfung dürfen die Terraner weiterfliegen.
Erreichen sie dann das INTAZO, über das ich an dieser Stelle nicht weiter plaudern möchte, treffen sie unter anderem auf »Berserker in Not«. So lautet der Titel von PERRY RHODAN-Band 2423, dem zweiten Teil des Arndt-Ellmer-Doppelbandes, der über die Expedition der JULES VERNE berichtet.
Die Terraner lernen die Bakosh'wish kennen, riesige Gliederfüßler mit einer Körperlänge von sieben Metern, aber auch die To s'amosa, die aus Krustentieren hervorgegangen sind. Und sie erfahren mehr über die Bedeutung anderer Völkerschaften wie der Sekundim oder der Lanterns. Darüber hinaus erhalten sie erste Informationen zum Entropischen Zyklon, der sich als eine der gefährlichsten »Waffen« der Chaotarchen entpuppt, ein wahres Massenmord-Instrument.
Dass es auch im INTAZO Bedrohungen gibt und wie diese sich gegenüber Perry Rhodan und seinen Gefährten auswirken, schildern die Autoren Hubert Haensel und Michael Marcus Thurner. Aber das ist, so denke ich, dann Thema für ein Logbuch in der nächsten oder übernächsten Woche.
02 Januar 2008
Auf dem Weg zur Negasphäre
Ein Logbuch der Redaktion
Wer sich die Spannung auf die kommenden Romane nicht verderben möchte, sollte sich überlegen, ob er die folgenden Absätze liest: Ich verrate ein wenig über die nahe Zukunft des Perryversums ... Also Vorsicht!
Jetzt aber geht die PERRY RHODAN-Handlung erst einmal mit besonderem Schwung in der Vergangenheit der Milchstraße weiter: Perry Rhodan und seine Begleiter an Bord der JULES VERNE haben zuletzt in verschiedenen Abenteuern mehr über den Treck des Gesetzes herausgefunden. Sie wissen nun auch einiges über die Struktur der Milchstraße (damals Phariske-Erigon genannt), wie diese sich vor zwanzig Millionen Jahren präsentierte.
Jetzt geht es vor allem darum, den großen Sprung zu schaffen und jene Galaxis anzusteuern, in der eine Negasphäre entstehen soll. In Tare-Scharm wurde dies mit Hilfe einer sogenannten Retroversion verhindert – und das Ziel der Expedition ist bekanntlich, diese Retroversion zu beobachten. Nur mit Hilfe dieser Erkenntnisse, so glauben Rhodan und seine Begleiter, ist es in der Real-Gegenwart möglich, der ungeheuerlichen Bedrohung durch die Terminale Kolonne TRAITOR zu widerstehen.
Immerhin dürfen die Terraner nun nach Tare-Scharm reisen. Das hat ihnen die Generalin Kamuko erlaubt. Doch die Reise in die ferne Galaxis verläuft nicht ohne kleinere und größere Probleme. Dazu trägt Ketschua bei, ein junger Laosoor, den es in die JULES VERNE verschlagen hat. Im übrigen ist dies eines der Themen im PERRY RHODAN-Roman 2420, den Christian Montillon geschrieben hat und der den Titel »Ketschuas Mondflug« trägt.
Der jugendliche Ketschua, eigentlich ein angehender Meisterdieb aus der Akademie der Diebe, stellt fest, dass er in den Terranern – und vor allem in einem Ilt – seine Meister gefunden hat, was »klauen« angeht. Gucky wird sein Lehrherr in Sachen Teleportation, aber Mondra Diamond ist diejenige, die ihm mehr über Diebereien und andere geheimnisvolle Dinge verrät. In Christian Montillons Roman gibt es somit eine Reihe von Szenen, die in ihrer augenzwinkernden Art an die Zeit erinnern, in der Gucky noch ein junger, aufgeweckter Mausbiber war.
Eher kosmisch geht es im folgenden Band zu: Horst Hoffmann schrieb »Eledains Kinder«; sein Roman erscheint mit der Bandnummer 2421 und beschreibt eine Geschichte, die sich über Jahrmillionen hinweg zieht. Wieder einmal erfahren die Terraner mehr über kosmische Verwicklungen und Entwicklungen. Vor allem Leser, die sich für diese Art von Zusammenhängen interessieren, werden in diesem Roman auf ihre Kosten kommen.
Soweit dieser kleine Ausblick. Was es über das INTAZO zu berichten gibt, erzähle ich vielleicht in einem weiteren Logbuch ... aber erst in zwei Wochen ...
Wer sich die Spannung auf die kommenden Romane nicht verderben möchte, sollte sich überlegen, ob er die folgenden Absätze liest: Ich verrate ein wenig über die nahe Zukunft des Perryversums ... Also Vorsicht!
Jetzt aber geht die PERRY RHODAN-Handlung erst einmal mit besonderem Schwung in der Vergangenheit der Milchstraße weiter: Perry Rhodan und seine Begleiter an Bord der JULES VERNE haben zuletzt in verschiedenen Abenteuern mehr über den Treck des Gesetzes herausgefunden. Sie wissen nun auch einiges über die Struktur der Milchstraße (damals Phariske-Erigon genannt), wie diese sich vor zwanzig Millionen Jahren präsentierte.
Jetzt geht es vor allem darum, den großen Sprung zu schaffen und jene Galaxis anzusteuern, in der eine Negasphäre entstehen soll. In Tare-Scharm wurde dies mit Hilfe einer sogenannten Retroversion verhindert – und das Ziel der Expedition ist bekanntlich, diese Retroversion zu beobachten. Nur mit Hilfe dieser Erkenntnisse, so glauben Rhodan und seine Begleiter, ist es in der Real-Gegenwart möglich, der ungeheuerlichen Bedrohung durch die Terminale Kolonne TRAITOR zu widerstehen.
Immerhin dürfen die Terraner nun nach Tare-Scharm reisen. Das hat ihnen die Generalin Kamuko erlaubt. Doch die Reise in die ferne Galaxis verläuft nicht ohne kleinere und größere Probleme. Dazu trägt Ketschua bei, ein junger Laosoor, den es in die JULES VERNE verschlagen hat. Im übrigen ist dies eines der Themen im PERRY RHODAN-Roman 2420, den Christian Montillon geschrieben hat und der den Titel »Ketschuas Mondflug« trägt.
Der jugendliche Ketschua, eigentlich ein angehender Meisterdieb aus der Akademie der Diebe, stellt fest, dass er in den Terranern – und vor allem in einem Ilt – seine Meister gefunden hat, was »klauen« angeht. Gucky wird sein Lehrherr in Sachen Teleportation, aber Mondra Diamond ist diejenige, die ihm mehr über Diebereien und andere geheimnisvolle Dinge verrät. In Christian Montillons Roman gibt es somit eine Reihe von Szenen, die in ihrer augenzwinkernden Art an die Zeit erinnern, in der Gucky noch ein junger, aufgeweckter Mausbiber war.
Eher kosmisch geht es im folgenden Band zu: Horst Hoffmann schrieb »Eledains Kinder«; sein Roman erscheint mit der Bandnummer 2421 und beschreibt eine Geschichte, die sich über Jahrmillionen hinweg zieht. Wieder einmal erfahren die Terraner mehr über kosmische Verwicklungen und Entwicklungen. Vor allem Leser, die sich für diese Art von Zusammenhängen interessieren, werden in diesem Roman auf ihre Kosten kommen.
Soweit dieser kleine Ausblick. Was es über das INTAZO zu berichten gibt, erzähle ich vielleicht in einem weiteren Logbuch ... aber erst in zwei Wochen ...
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