24 Oktober 2014

Callibsos Schatten

Wenn am heutigen Tag der Roman »Callibsos Schatten« von Michelle Stern offiziell erscheint, ist das erneut ein Band von PERRY RHODAN NEO, der mir sehr gut gefallen hat. Mich spricht bereits das eindrucksvolle Titelbild von Dirk Schulz an – aber ich erinnere mich noch gut daran, wie positiv mich das Manuskript »gepackt« hat.

Eindrucksvoll schildert die Autorin hier beispielsweise Reginald Bull. Die Innensicht des Terraners, der in einer ganz speziellen »Falle« sitzt, erinnerte mich bei der Lektüre streckenweise an die »New Wave« der Science Fiction.

Dass die Autorin mit Perry Rhodan gut umgehen kann, überraschte mich kaum. Wie faszinierend Michelle Stern aber Satrak darstellt, den Fürsorger der Arkoniden, ist echt gelungen. Satrak sieht als Alien unsere Erde völlig anders als unsereins; er bewegt sich anders, er denkt anders – und wenn aus seiner Sicht ein heikles Thema wie Rassismus angeschnitten wird, ist das mehr als nur »Trivialliteratur«.

Übrigens gibt's in dem Roman sogar eine Prise Sex. Bevor konservative Gemüter jetzt aber entsetzt die Luft anhalten und andere anfangen, begierig nach entsprechenden Szenen zu suchen: Die Autorin schildert das Thema dezent und zurückhaltend – aber in einer absolut passenden Art und Weise.

23 Oktober 2014

Im Banne des Riesenplaneten

»Dieser Roman schildert das gewaltigste Experiment, das von Menschen jemals vorgenommen worden ist.« Mit diesem knallig wirkenden Satz beginnt das Exposé für den PERRY RHODAN-Band 164, der dann von Kurt Brand geschrieben wurde und unter dem Titel »Im Banne des Riesenplaneten« erschien. Es gehe, so steht es weiter in der Vorbemerkung zu diesem Exposé, unter anderem darum, das in Band 152 »entdeckte kosmische Planetarium mit den letzten Geschehnissen so innig zu verknüpfen, daß eine Schlußlösung herbeigeführt wird«.

Interessanterweise bezieht sich das Exposé in der Einleitung auf eine Besprechung, die kurz davor in Friedrichsdorf stattgefunden hatte. Damals wurde von einer »ungeheuren Gefahr gesprochen, von der die Galaxis bedroht wird«. Mittlerweile aber stellten die Autoren fest, dass es unmöglich sei, »beim jetzigen Standpunkt der Rhodan-Serie bereits eine derart gigantische Gefahr zu entwickeln«.

Man würde sich selbst das Wasser abgraben und »eine ständige Steigerung durch die Schilderung eines Hyper-Superlativs unmöglich machen«. Aus diesem Grund stellte das Exposé nun eine Verbindung aus dem Suprahet, dem Molkex und dem kosmischen Planetarium her.

Das Exposé schließt unter anderem damit: »Der Fall Planetarium ist erledigt; eine große Gefahr wurde beseitigt.« Für den Exposéautor K.H. Scheer wurde damit ganz nebenbei eine andere große Gefahr beseitigt, wie man aus diesem Exposé schließen kann: Die rasante Entwicklung der PERRY RHODAN-Serie zu einem übersteigerten Gigantismus konnte fürs erste gestoppt werden – gerade mal drei Jahre, nachdem die Serie überhaupt gestartet worden war.

22 Oktober 2014

Stadt der Kelosker

Als ich vor vielen Jahren zum ersten Mal einen PERRY RHODAN-Roman las, in dem Kelosker eine wichtige Rolle spielen, war ich völlig fasziniert. Die so unförmig wirkenden Außerirdischen, die gleichzeitig aber in der Lage sind, bis in die siebte Dimension zu rechnen, ergänzten das komplexe Perryversum um originelle Gesichtspunkte. Seither zählen die Kelosker zu den »Aliens« der Serie, die ich immer wieder als Beispiele bemühe, um die Ideenvielfalt der Autoren zu charakterisieren.

Umso schöner ist, dass wir jetzt wieder Kelosker in der Serienhandlung haben werden. Wobei der Autor Oliver Fröhlich im PERRY RHODAN-Roman 2775 mit Gholdorodyn einen besonderen Kelosker präsentiert: Dieser ist zwar immer noch wesentlich intelligenter als ein durchschnittlicher Mensch, wird aber von seinen Artgenossen als »einfältig« betrachtet.

Nach bisherigem Stand der Dinge werden wir noch öfter von den Keloskern hören. Das ist eine Entwicklung, die den ehemaligen Jungleser, der tief in mir drin steckt, sehr freut und gleichzeitig amüsiert ...

21 Oktober 2014

NEO-Besprechung absolviert

Relativ kurzfristig reiste Frank Borsch, um uns in der Redaktion zu besuchen. Beim Mittagessen mit Klaus Bollhöfener und Katrin Lienhard sprachen wir vor allem aktuelle Marketing-Themen an: Was müssen wir alles unternehmen, um PERRY RHODAN NEO weiterhin so »stramm« auf den Band 100 im Sommer 2015 zulaufen zu lassen?

Danach saßen Frank Borsch und ich in meinem Büro zusammen. Es ging um die inhaltliche Gliederung: Was wird auf der Erde in den nächsten Romanen passieren, wie verändert sich das Verhältnis der Menschen zu den Arkoniden durch die Besetzung Terras? Welche kosmischen Verwicklungen stehen an, welchen Einfluss hat das mysteriöse Ringen auf die Entwicklung der Menschheit? Und welche Autoren können welche Themen übernehmen?

Franks Konzept für die nächsten NEO-Bände ist schon sehr ausgereift, jetzt muss er an die Detailarbeit gehen. Viele Handlungselemente müssen bis Band 100 »abgearbeitet« werden, damit der Roman ein besonders »runder« wird.

20 Oktober 2014

Das rotierende Nichts

Heute kamen die Vorab-Belegexemplare aus der Druckerei: Der PERRY RHODAN-Silberband 128 mit dem Titel »Das rotierende Nichts« führt mich zumindest zurück in meine frühe PERRY RHODAN-Leserphase. Die Abenteuer von Icho Tolot, dem Haluter, den es in die Tiefen des Universums verschlägt, habe ich anfangs der 80er-Jahre mit großer Faszination gelesen – ich denke, dass der Silberband auch die heutigen Leser packen wird.

Was mir bei diesem Buch besonders gut gefallen hat, sind allerdings die neuen Illustrationen. Auf dem Vor- und Nachsatz sind neue Zeichnungen zu finden, die von Arndt Drechsler stammen – meiner Ansicht nach ergänzen sie das Buch hervorragend.

19 Oktober 2014

Zwei NEOS und der Balkon

Glaubt man den Experten fürs Wetter, war der Sonntag, 19. Oktober 2014, so ziemlich der letzte schöne Sonntag in diesem Jahr; noch einmal gab es spätsommerliche Temperaturen, noch einmal konnte man die Sonne genießen. Ich nutzte die Chance, mit den NEO-Manuskripten, die ich zu Hause hatte, auf den Balkon zu gehen.

Bereitwillig ließ ich mich von den Autoren entführen: sowohl auf den Mars als auch auf die Erde der nahen Zukunft. Ich bin selbst immer wieder fasziniert und erfreut, wenn ich mitbekomme, wie die Autoren heute ihre Sicht des klassischen Perryversums erzählen – und wenn ganz nebenbei für Altleser ein Name eingeführt wird, der zumindest für mich schon immer zum »Rhodanischen Mars« gehörte. Schöne Lektüre!

17 Oktober 2014

Autorenabend in Karlsruhe

Wenn bekannte Schriftsteller ihr neues Buch vorstellen, gehen sie im Auftrag ihres jeweiligen Verlages oft auf Lesereise. So ging es im Verlauf dieser Woche – also direkt nach der Buchmesse – dem Autor Andreas Eschbach. Und da es ihn auch nach Karlsruhe verschlug, verabredeten wir uns für den Donnerstag, 16. Oktober, zu einem Abend mit Pizza und Bier.

Ich holte ihn am Hotel ab, wir spazierten durch die nächtliche Innenstadt, um dann im »Italy Italy« lecker zu essen. Dabei unterhielten wir uns über allerlei »offene Themen«: Wir sprachen ein wenig über seinen aktuellen Roman, häufig aber auch über andere Autoren. Beide hatten wir beispielsweise in diesem Jahr den famosen »Drohnenland« von Tom Hillenbrand gelesen und mochten das Werk sehr.

Weitere Themen waren E-Books und die Digitalisierung im Allgemeinen sowie PERRY RHODAN im Besonderen. Andreas stellte allerlei Fragen, die ich teilweise nicht beantworten konnte, und wir sprachen über die Möglichkeit, dass er wieder einmal einen Gastroman schreiben könnte. Er sagte nicht nein, sondern zeigte sich interessiert – aber es wird sicher nicht in nächster Zeit sein.

16 Oktober 2014

Stardust in die Repro

Am heutigen Donnerstag habe ich die Datei von PERRY RHODAN-Stardust 12 in die Repro gegeben – die Kollegen in dieser Verlagsabteilung können jetzt damit beginnen, den Roman zu »setzen«, sprich für die Druckerei vorzubereiten. Von meiner Seite aus ist das Abenteuer PERRY RHODAN-Stardust dann so gut wie abgeschlossen; es kommen noch einige Korrekturen und sicher viele Gespräche – aber ich bin durch.

Es ist ein seltsames Gefühl: Einerseits bin ich froh, dass es vorbei ist, andererseits ein wenig traurig. Unterm Strich hat's mir nämlich sehr viel Spaß bereitet, mit einem engagierten Autorenteam und einem Exposéautor, mit dem ich schon lange zusammenarbeite, ein knappes und spannendes Romanprojekt vorzubereiten und zu veröffentlichen.

Der erste Erfolg gibt uns bislang recht. In der Verlagsleitung ist man mit den vorläufigen Verkaufszahlen nicht unzufrieden, um es vorsichtig zu formulieren. Im Zeitschriftenhandel verkauft sich die Serie erfreulich, bei den E-Books haben wir steigende Zahlen, und das Hörbuch ist ebenfalls gut angelaufen. Ein schönes Zwischendurch-Fazit ...

15 Oktober 2014

Exposébesprechung im August

Ein Logbuch der Redaktion

Dass mein Bericht von der PERRY RHODAN-Exposébesprechung so spät kommt, hat verschiedene Gründe; einer davon ist sicher, dass in den vergangenen Monaten sehr viel zu tun war und ich in Zeitnöte geriet. Der andere ist aber, dass ich nicht zu viel ausplaudern wollte – und das passiert mir gelegentlich doch, wenn ich über die Inhalte unserer Romanserien schreibe.

Es war tatsächlich noch im August 2014 ... Bei strahlendem Wetter fuhr ich mit meinem Auto nach Wattenheim, wo ich Christian Montillon besuchte. In seinem Büro fand die Exposékonferenz statt; das bietet sich an, weil er gewissermaßen »zentral« wohnt. Wobei das relativ ist: Für mich ist es eine Stunde Fahrt, während Wim Vandemaan im Schnitt bis zu drei Stunden benötigt.

Diesmal brauchte Wim sogar länger, weil er im Stau stand. Christian und ich nutzten die Chance, um über seinen aktuellen Roman für PERRY RHODAN NEO zu sprechen. Als Wim endlich kam, konnten wir direkt zum Mittagessen übergehen und fingen erst danach mit der eigentlichen Arbeit an.

Im Wesentlichen ging es uns um eine Detailplanung bis zum PERRY RHODAN-Band 2799 sowie einem Ausblick für den danach kommenden Zyklus. Wir saßen uns mit Notizblöcken gegenüber, Christian hatte parallel seinen Rechner an – dort schaute er immer wieder nach Informationen, unter anderem in älteren Exposés. So gingen wir Band für Band durch.

Jeden Roman planten wir so genau wie möglich. Wir legten die einzelnen Höhepunkte fest und machten klar, welcher Autor oder welche Autorin idealerweise welches Thema bekommen sollte. Einige Handlungsabschnitte des laufenden Zyklus werden zu Ende gebracht, die meisten Fragen dazu sollten dann beantwortet sein.

Als wir mit dieser Detailplanung fertig waren, hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Ich ging davon aus, dass wir mit dieser Vorarbeit gut weitermachen konnten. Mir war zu diesem Zeitpunkt schon klar, dass die eigentliche Detailarbeit in den folgenden Tagen auf die Exposéautoren zukommen würde – sie mussten letztlich herausfinden, wer denn zu welchem Zeitpunkt zur Verfügung stehen würde.

(Mittlerweile sehen wir einiges klarer. Prompt haben sich Handlungsverläufe geändert, weil beispielsweise ein geplanter Doppelband nicht von einem Autor allein verfasst werden kann ...)

Nachdem Christian, Wim und ich mit der Einzelplanung fertig waren, gingen wir an den Band 2800. Hier hatten wir bei der Autorenkonferenz zuletzt viele Details angesprochen.

Der Band kommt im Frühjahr 2015, er soll für die Leser mit einer großen Überraschung aufwarten – und einige Details hierfür dachten wir uns schon aus. Ebenso überlegten wir, welcher Autor diesen Band schreiben sollte und wie wir das für mögliche Pressegespräche gut aufbereiten konnten.

Als wir uns gegen 18 Uhr trennten, hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Die beiden Exposéautoren waren mit großem Engagement bei der Sache, sie lieferten zahlreiche Ideen, und ich war mir sicher, dass sich die Ideen auch in schönen Exposés niederschlagen würden. Daraus mussten die Autoren dann »nur noch« spannende Romane machen – und alles würde super werden. Ich war auf jeden Fall in einer beschwingten Stimmung und fuhr entsprechend gut gelaunt zurück nach Karlsruhe.

Seither sind – wie eingangs erwähnt – einige Wochen vergangen. Mittlerweile liegen die ersten Exposés vor, deren Inhalte wir bei Christian besprochen haben; für weitere Exposés habe ich Vorabversionen vorliegen. Wenn ich sie lese, hält meine gute Stimmung an ... und das sind gute Aussichten fürs vierte Quartal 2014!

Buchmesse-Impression

Ui. Das hab ich ja gar nicht geteilt ... Na ja, die Messe ist ja auch schon einige Tage vorbei – aber cool sah unser Messestand schon aus.

14 Oktober 2014

Ein Fernsehspot für PERRY RHODAN NEO

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Irgendwann im Frühsommer 2011 waren sich alle einig: PERRY RHODAN NEO werden wir mit ganz neuen Methoden bewerben. Der Verlag würde, wie es in der entscheidenden Besprechung hieß, »mal so richtig Geld in die Hand nehmen«; wir wollten sogar einen Werbespot produzieren lassen, der im Fernsehen ausgestrahlt werden sollte.

Die entsprechenden Abteilungen innerhalb des Verlages ließen ihre Kontakte spielen. Der Bauer-Konzern, zu dem der Pabel-Moewig Verlag gehört, besitzt eine Reihe von hervorragenden Kontakten zu den Fernsehsendern. Dadurch war es uns möglich, Spots zu vernünftigen Preisen zu erhalten, die zwar zu »ungeschickten Zeiten« laufen würden – aber wir wären mit PERRY RHODAN NEO im Fernsehen.

In einer Besprechung, bei der es um eine mögliche Agentur ging, schlug ich Animagic vor; dabei handelt es sich um die Werbeagentur, an der unser Titelbildzeichner Dirk Schulz beteiligt ist. Mein Argument: »Die Kollegen bei Animagic kennen sich mit PERRY RHODAN aus; sie haben die Optik bereits vorliegen, und wir müssen bei ihnen keine intensive Einarbeitung leisten.«

Am Donnerstag, 11. August 2011, kam es zu einer weiteren Besprechung. Animagic hatte umfangreiches Material für einen möglichen Fernsehspot geliefert. Es gab einen recht anspruchsvollen Vorschlag, der mit »Realbildern« von Astronauten arbeitete, einen Vorschlag, bei dem es Bilder des echten Mondes gab, und eine Version, die vor allem eine Schrift- und Grafik-Lösung anbot.

Die fand ich tatsächlich am besten. Der Spot sollte kurz sein, die Ideen gefielen mir, aber ich hatte Kritik: »Der Science-Fiction-Anteil ist zu gering«, meinte ich. »Wer den Spot sieht, muss sofort erkennen, dass es um Science Fiction geht.« Idealerweise müsse man einen Kugelraumer sehen ...

Bereits zwei Wochen später schickte Dirk Schulz einen ersten Entwurf für einen solchen Werbespot in den Verlag. Bei einer ersten Besprechung auf den »oberen Etagen« des Verlages war niemand aus der Redaktion dabei. Ich vermute, dass mir das nicht unrecht war. In diesen Tagen beschäftigten wir uns praktisch rund um die Uhr mit der Organisation des PERRY RHODAN-WeltCons 2011, während bereits die ersten Exposés und Romane zur neuen Serie begutachtet und mit den Autoren diskutiert werden sollten. Zudem musste die reguläre Arbeit »nebenbei« weiterlaufen ...

Innerhalb der Abteilung PERRY RHODAN besprachen wir das Thema am Freitag, 26. August; ich informierte über den Stand der Dinge. Am Nachmittag dieses Freitags wurde ich dann doch zu einer Besprechung geladen und durfte die erste Version des NEO-Spots sehen. Ich fand ihn zwar schön gemacht, meiner Ansicht nach verriet er aber »zu wenig über das Produkt«. Ich formulierte »einige mögliche Werbeaussagen, die der Kollege auch notierte. Später würde er sie dann mit der Agentur besprechen.

In den folgenden Wochen wurde immer wieder an dem Fernsehspot gearbeitet; ich fuhr dennoch einige Tage in Urlaub, um für den anstehenden WeltCon Kraft zu tanken. Vor und nach dem Urlaub telefonierte ich mit Dirk Schulz – von ihm wurde ich über die Aktivitäten rings um den Spot auf dem Laufenden gehalten.

Am Dienstag, 20. September 2011, gab es ein weiteres »großes Meeting« zum Thema des Fernsehspots. Zum wiederholten Mal schauten wir uns den Spot an, den die Firma Animagic mittlerweile für PERRY RHODAN NEO fertiggestellt hatte; zum wiederholten Mal wurde über den Sprecher, einzelne Wortpausen und die Betonung einzelner Silben diskutiert. Der Sound am Computer erwies sich erbärmlich schlecht, aber mir gefiel der Spot gut. Er war kurz und einfach, und er wies direkt auf die neue Serie hin.

Ich war einigermaßen erleichtert: Wenige Tage vor dem Erscheinen des ersten NEO-Romans sah jetzt alles so aus, als würden wir es wirklich schaffen, die neue Serie vernünftig zu starten. Und als ich eine Woche später den »finalen Terminplan« für die Fernsehwerbung in den Händen hielt, bestand kein Zweifel mehr: Am Erscheinungswochenende, das mit dem WeltCon identisch war, sollte unser Spot von Donnerstag bis Sonntag wird einige Dutzende Male laufen.

Unter anderem wurden wir auf einen großen SAT 1-Spielfilm gebucht, der allerdings mittags um 16 Uhr ausgestrahlt wurde, ansonsten aber in attraktiven Fernsehformaten wie »Galileo«, »Die Simpsons« und »Criminal Minds«. Das fand ich gut, weil ich dort auch den einen oder anderen Science-Fiction-Interessierten erwartete.

Besonders wichtig: Bei Serien wie »Star Trek« und »Stargate« waren wir zum Start der neuen Serie drin, bei der Bundesliga-Konferenz auf Sky sollten wir auftauchen. Und sogar bei »The Big Bang Theory« wurde unser Spot platziert, allerdings nur mittags um 12.55 und 14.28 Uhr.

»Besser als nichts«, meinte ich trocken und freute mich schon auf die Resonanz. Seit ich im Pabel-Moewig Verlag arbeitete, war es immerhin das erste Mal, dass PERRY RHODAN überhaupt mit einer Fernsehwerbung auftrumpfte ...

13 Oktober 2014

Wir waren auf dem BuCon

Auch wenn die Frankfurter Buchmesse schon vorüber ist, möchte ich noch einmal zurückblicken: Wir besuchten am Samstag, 11. Oktober 2014, am späten Nachmittag den BuchmesseCon in Dreieich; ich fuhr mit meiner Marketing-Kollegin Katrin Lienhard sowie den Autoren Dennis Mathiak und Christian Montillon dahin.

Diesmal waren wir so schlau, in Dreieich so lange durch den Ort zu fahren, bis wir einen China-Imbiss fanden und und unseren Hunger stillen konnten. So kamen wir gut gelaunt und mit gefüllten Mägen im Bürgerzentrum in Dreieich an.

Den Programmpunkt über PERRY RHODAN bestritten wir in einem Nebengebäude; ich schätze, dass um die 30 Personen anwesend waren. Eine Stunde lang diskutierten und informierten wir über die Serie, der Autor Christian Humberg moderierte.

Danach schauten wir uns noch die Verleihung des Deutschen Phantastik-Preises an, bei der Heermann Ritter und Mike Hillenbrand auf der Bühne standen, bevor wir recht schnell den Heimweg antraten. Nach vier Messetagen war mir danach, mein privates Bett anzusteuern ...

11 Oktober 2014

Bloggen nach zwei

»Du kannst ja noch ein bisschen bloggen« – so verabschiedete sich die Kollegin auf dem Flur des Hotels; dann bog sie nach links ab, während ich nach rechts ging und mein Zimmer ansteuerte. Ein solcher Wunsch ist mir natürlich Befehl, weshalb ich an meinen Computer ging.

Heute abend fand das Galaktische Forum statt, unsere alljährliche Veranstaltung für Profis aus den Bereichen Science Fiction und Fantasy. Lektoren und Autoren, Übersetzer und Grafiker, Lizenzpartner und »Freunde des Hauses« aus anderen Verlagen – sie alle gaben sich ein fröhliches und unterhaltsames Stelldichein in einem Club in der Innenstadt von Frankfurt. Für mich ist diese Veranstaltung stets ein Höhepunkt der Buchmesse; so auch in diesem Jahr.

10 Oktober 2014

Es brummt am Stand

Wie immer verändert sich die Buchmesse im Verlauf der Tage. Am Freitag, 10. Oktober 2014, ist es deutlich zu spüren: Die Fachbesucher werden weniger, es tummeln sich mehr »normale« Menschen auf dem Gelände und zwischen den Ständen. Und bei uns beginnen die Autogrammstunden.

Als erster Autor ist Christian Humberg am Start, die anderen folgen im Verlauf der nächsten Stunden und Tage. Immer wieder bleiben Interessenten stehen und wollen ein Autogramm; leider bekomme ich davon nicht so viel mit, weil ich immer wieder mit Gesprächen beschäftigt bin. Einige davon bescheren mir neue Einsichten in das Geschäft mit »digitalen Rechten« oder generell ins internationale Geschäft. Spannend!

09 Oktober 2014

Am Abend des zweiten Tages

Eigentlich wollte ich am heutigen Tag immer mal wieder »zwischendurch« bloggen. Meine entsprechenden Ankündigungen wurden allgemein belächelt, und ich konnte sie nicht in die Tat umsetzen: Man ist aber auch auf der Messe, um Fachgespräche zu führen, und eigentlich ist das Bloggen und Berichten eher zweitrangig. Deshalb am Abend einen ersten kleinen Bericht vom zweiten Messetag.

Unter anderem hatte ich Gespräche mit den Kolleginnen von Bertelsmann sowie einem Journalisten, der für die Deutsche Presse-Agentur schreibt. Ich fachsimpelte mit Sandra Thoms vom Dryas-Verlag und Olaf Kutzmutz von der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel. Autoren wie Andreas Eschbach, Tanja Kinkel und Kai Meyer kamen vorbei; unser Titelbildkünstler Dirk Schulz traf sich an unserem Stand mit anderen Comic-Zeichnern und Verlagsleuten. Es war also wieder quirlig.

08 Oktober 2014

Nach dem ersten Messetag

Ein schöner erster Tag auf der Frankfurter Buchmesse ist mittlerweile zu Ende gegangen. Mein erster »unangemeldeter« Termin war ein Besuch des Bestseller-Autorenpaares Iny Lorentz. Mit den beiden, die ich seit langen Jahren kenne, unterhielt ich mich über ihre aktuellen Romane und ihre eigene PERRY RHODAN-Lektüre.

Später kam es zu einem schönen Messegespräch mit einem Kollegen von Lübbe-Audio, dazwischen hatte ich ein umfangreiches Interview mit einer Studentin; sie interessiert sich für Heftromane im digitalen Zeitalter. Zwischendurch kamen immer wieder Autoren vorbei, ebenso Kollegen aus anderen Verlagen, mit denen es sich schön fachsimpeln ließ. So flitzte dieser erste Tag dann doch rasch an mir vorüber, auch wenn er eigentlich gar nicht so angefüllt mit offiziellen Terminen war.

Eine Stunde vor der Messe

In knapp einer Stunde geht es los: Ich fahre zur Frankfurter Buchmesse 2014. Laut Verkehrsbericht sind die Straßen noch frei, wir können also hoffen. Mit mir fährt Katrin Lienhard – sie muss allerdings erst noch bis nach Karlsruhe kommen.

Ich freue mich schon auf die Messe: auf die Gespräche mit anderen Menschen, auf das Brausen in den Messehallen, auf hoffentlich spannende Ergebnisse. Und ich werde versuchen, immer mal wieder zwischendurch etwas zu schreiben.

07 Oktober 2014

Fragen zur Platin-Edition

In den vergangenen Tagen trafen einige Fragen zur Platin-Edition bei uns in der Redaktion ein; das neue Buchprojekt scheint viele Leser und auch Buchhändler zu interessieren. Auf der Buchmesse werden wir hierzu wohl das eine oder andere Fachgespräch führen. Hier aber noch mal einige Fakten zusammengestellt ...

Die Platin-Edition fasst vier Romane von PERRY RHODAN NEO zusammen, ergänzt durch eine weitere NEO-Ezählung, die es nur hier in gedruckter Form gibt. Redaktionell verantwortlich für die Platin-Edition ist Sabine Kropp, unsere PERRY RHODAN-Redakteurin.

Die vorsichtige Bearbeitung der einzelnen Romane, die nicht so intensiv verlaufen ist wie bei den Silberbänden, hat Michael Thiesen übernommen. Es wurden keine Passagen komplett umgeschrieben, bearbeitet wurde tatsächlich behutsam – es waren auch kaum grundsätzliche Eingriffe nötig.

02 Oktober 2014

Private und berufliche Lektüre

Die Frage wird mir seit Jahren immer mal wieder gestellt: Wie hält es denn der Redakteur mit seiner Lektüre? Ich antworte stets salomonisch: Es ist mal so, mal so. Anders gesagt, hängt es schlichtweg vom jeweiligen Roman ab, ob er mir gefällt.

Wenn ich einen PERRY RHODAN-Roman lese, habe ich ihn im Normalfall in Form eines Manuskriptes in der Hand; oftmals sind inhaltliche oder auch »deutschtechnische« Fehler enthalten. Aus diesem Grund ist eine Lektüre für mich meist mit Arbeit verbunden – ich lese gewissermaßen mit dem Stift in der Hand.

Aber selbstverständlich gibt es Romane, die finde ich besonders gut, oder es gibt Romane, bei denen langweile ich mich eher. Dann muss ich herausfinden, woran es liegt, um anschließend mit dem Autor oder der Autorin zu sprechen und herauszufinden, was man womöglich ändern kann. Dabei ist mir bewusst, dass solche Fragen stets geschmäcklerisch sind ...

Wichtig ist mir aber eines: Ich darf nicht nur PERRY RHODAN zu meiner Lektüre zählen. Um einen möglichst weiten Horizont zu haben, versuche ich möglichst unterschiedlich zu lesen: nicht nur Science Fiction, sondern ebenso Fantasy, Krimis, Horror und andere Genre-Literatur, Sachbücher oder »allgemeine Literatur«. Das alles trägt dazu bei, das Sprachgefühl und einen gewissen Blick auf die Literatur beizubehalten.

01 Oktober 2014

Jahresplanung 2015 steht

In den vergangenen Tagen stand nicht nur unsere Redaktion im Zeichen des Jahresplanung. Das Jahr 2015 fällt uns praktisch schon jetzt vor die Füße, und wir müssen es entsprechend vorbereiten. Das heißt: Wir mussten bereits in der vergangenen Woche »intern« entsprechende Zahlen und Kosten aufbereiten, die wir unserer Buchhaltung zu präsentieren hatten.

Am Dienstag morgen saß ich dann in der Besprechung mit dem Controlling – als Redakteur ist das alles andere als mein Lieblingsaufgabenbereich. Wir schauten uns die einzelnen Kostenstellen (hier werden die Kosten verbucht, die beispielsweise im Marketing oder in der Redaktion anfallen) und Objektnummern (ein Objekt ist beispielsweise die PERRY RHODAN-Erstauflage oder ein Silberband) an. Dabei planten wir die Ausgaben und geplanten Einnahmen fürs künftige Jahr.

Als wir damit fertig waren, fühlte ich mich wie immer erschöpft. Mir ist klar, dass solche Arbeiten für einen Verlag extrem nötig sind, aber sie strengen mein nicht-mathematisches Hirn einfach ein bisschen mehr an als die Arbeit mit Texten.

30 September 2014

Drei Jahre ist es her ...

Der 30. September 2011 war ein besonderer Tag – ich erinnere mich nur zu gut an die Aufregung, die mich damals schon in den Morgenstunden gepackt hatte. (Auf der Autobahn hielt ich an, weil ich einen Schrecken bekam und glaubte, mein Notebook in der eigenen Wohnung vergessen zu haben.) An diesem Tag eröffneten wir den PERRY RHODAN-WeltCon 2011 – die große Feier zu fünfzig Jahren PERRY RHODAN, die im Kongresszentrum Rosengarten in Mannheim veranstaltet wurde.

Was für ein Wochenende war das! Wir hatten strahlenden Sonnenschein, fast 3000 PERRY RHODAN-Leser waren da, die Räume waren stets gut gefüllt, und ich sah überall fröhliche und strahlende Gesichter. Es herrschte eine durchwegs positive Stimmung.

Wir erzählten von den fünfzig Jahren PERRY RHODAN, die »Cosmolodics« spielten auf der Bühne des Rosengartens, wir präsentierten PERRY RHODAN NEO und plauderten über die neuen E-Books, wir twitterten »live« vom WeltCon, und »ganz nebenbei« ging auch noch ein Programm über die Bühne, das sich meiner Ansicht nach sehen lassen konnte. Das ist jetzt drei Jahre her ... und heute kamen prompt schon die ersten Fan-Anfragen, wann es den nächsten WeltCon geben würde.

29 September 2014

Schlüsselperson als Leseprobe

Es sind nur noch wenige Tage, bis die Frankfurter Buchmesse offiziell beginnt. Und wie immer ist es so, dass in den Tagen davor ein wenig die Hektik ausbricht – immerhin trafen heute die Leseproben ein, die wir bei der diesjährigen Messe unter die Leute bringen werden. Es ist eine Leseprobe auf Basis von PERRY RHODAN NEO.

Band 80 der Serie stammt von Dennis Mathiak – den Autor haben wir dann auch als Messegast bei uns am Stand – und trägt den Titel »Die Schlüsselperson«. Erscheinen wird der Roman als Band 80, pünktlich zur Buchmesse.

Leider haben wir es nicht geschafft, denb Roman und die Leseprobe inhaltlich auf das diesjährige Messethema – es ist Finnland – abzustimmen: Der Roman beginnt in Barcelona, wohlgemerkt im Barcelona des Jahres 2037. Aber das dürfte dem Lesegenuss kaum abträglich sein ...

28 September 2014

Die Perrypedia im Börsenblatt

Das »Börsenblatt« ist eine der wichtigsten Fachzeitschriften für den deutschsprachigen Buchhandel, und ich lese es meist am Wochenende. An diesem Sonntag, 28. September 2014, freue ich mich vor allem über die Seite 18, auf der sich die aktuelle Bestsellerliste für »Hardcover Belletristik« befindet: Auf Platz 22 verzeichnt diese Liste den PERRY RHODAN-Silberband 127, der den Titel »Schaltstelle der Macht« trägt.

Noch besser fand ich übrigens, dass die Redaktion des »Börsenblatts« ofensichtlich recherchiert hatte. Nicht nur wird in einem begleitenden Text erwähnt, dass es die Silberbände seit 1978 gibt – darüber hinaus wird sogar auf die »Perrypedia« verwiesen.

26 September 2014

Die Domänenwacht

Wenn am 2. Oktober 2014 der PERRY RHODAN-Roman mit der Bandnummer 2772 in den Handel kommt, erhalten die Leser nicht nur ein starkes Titelbild von Arndt Drechsler und einen faszinierenden Einblick in die Larengalaxis von Michelle Stern, sondern auch einen Band, bei dem wir's echt schwer hatten. Das liegt sicher am Titel – noch nie habe ich so viele Verschreiber bei einem Titel erlebt wie bei »Die Domänenwacht« ...

Dass man aus den »Domänen« mal »Dämonen« macht, liegt offensichtlich auf der Hand. Nicht nur bei uns in der Redaktion gab es diesen Verschreiber öfter. Noch besser war aber, dass zwischendurch aus der »Domänenwacht« die »Dämonenjagd« wurde ... ohne dass ich weiß, wie so etwas passieren konnte.

Ich habe daraus gelernt. Die nächsten Titel müssen einfacher sein: keine Fremdwörter, keine Titel, die man falsch auslegen kann, immer einsilbige Wörter, alles schlicht und gut zu kapieren ... (Keine Sorge, das wird auch nicht klappen!)

25 September 2014

Exterra 65

Dieser Tage traf die Ausgabe 65 des Club-Fanzines »Exterra« ein, die ich mit viel Interesse gelesen habe. Und das nicht nur wegen des PERRY RHODAN-Schwerpunktes: Unter anderem gibt es einen umfangreichen und durchaus kritischen Artikel zur aktuellen Serienentwicklung von Dr. Robert Hector, dazu kommt ein Artikel über die aktuellen PERRY RHODAN NEO-Romane.

In dem 60 Seiten im A5-Format umfassenden Fanzine des Science-Fiction-Clubs Universum geht es aber auch um andere Themen. Uwe Lammers berichtet beispielsweise über seine Aktivitäten als Science-Fiction-Autor, der seine E-Books im Eigenverlag veröffentlicht; dazu gibt es ein interessantes Interview mit dem Schriftsteller Martin Baresch.

Ein schönes Fanzine, das nicht nur für die Clubmitglieder interessant sein dürfte. Es ist ein wenig altmodisch und gleichzeitig klassisch: auf Papier gedruckt und nicht tagesaktuell im Internet. Das aber hat seinen eigenen Charme, finde ich. Wer mehr darüber wissen will, wende sich direkt an den Vorstand – die Adresse findet sich auf der Internet-Seite.

24 September 2014

Ein Kreuzwächter namens Tschirque

In gewisser Weise ist das schon sehr skurril: Die ATLAN-Taschenbücher, die wir in Zusammenarbeit mit unseren Partnern von Fantasy Productions veröffentlichten, liefen nicht besonders gut – die Hardcover-Ausgabe, die innerhalb des Bertelsmann-Clubs erscheint, ist hingegen recht erfolgreich. Aber um die dazu gehörende Analyse mögen sich künftige Historiker kümmern ...

Ich freue mich so lange darüber, dass mit »Tschirque, der Kreuzwächter«, bereits der zweite Teil der Marasin-Trilogie erschienen ist. Der Roman stammt von Achim Mehnert, und es geht noch einmal um die geheimnisvollen Illochim. (Genau!, das sind diejenigen, um die es auch im entsprechenden PERRY RHODAN-Computerspiel geht.) Das finde ich echt klasse!

23 September 2014

Wie wir PERRY RHODAN NEO präsentierten


Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«:

Ich war extrem angespannt an diesem Samstag. 1. Oktober 2011. Seit dem Vortag war ich kaum aus dem Kongresszentrum Rosengarten in Mannheim herausgekommen, der PERRY RHODAN-WeltCon 2011 lief. Tausende von Fans waren in den Hallen unterwegs, dazu kamen Autoren und Journalisten, Programmteilnehmer und Helfer; ich sprach praktisch ununterbrochen mit Menschen und hatte meine Mühe, alle Informationen permanent »auf dem Schirm« zu haben.

Und dann wollten wir auch die neue Science-Fiction-Serie präsentieren, an der wir in den vergangenen Monaten gearbeitet hatten. PERRY RHODAN NEO stand an, wir hatten den ersten Band dabei, der in einer Sonderauflage für die Besucher des WeltCons gedruckt worden war. Um 13.15 Uhr sollte ich zusammen mit Elke Rohwer, unserer NEO-Redakteurin, auf der Bühne des großen Saales stehen – da ich das nicht jeden Tag mache, war ich gebührend angespannt.

Es NEO-Cover Band 1 von Dirk Schulzberuhigte mich nicht, dass Elke Rohwer ebenso nervös war wie ich. Ich eilte von der Bühne – hinter der unsere improvisierte »Kommandozentrale« war – noch einmal hinunter in den unteren Stock. Dort waren die Aufenthaltsräume für die Helfer, und in diesen organisierte die Kollegin unter anderem die Verpflegung für Autoren und Helfer, Ehrengäste und Journalisten. Ich fand sie nicht – kein Wunder, denn Elke Rohwer hatte sich für unseren gemeinsamen Auftritt umgezogen.

Wir standen hinter dem Vorhang auf der Bühne, jeder von uns hatte sein Manuskript in der Hand. Ich hatte das Gefühl, dass das Papier langsam feucht wurde, so sehr schwitzten meine Finger. Wie würden die Fans unsere neue Serie aufnehmen, wie würden sie auf PERRY RHODAN NEO reagieren? Niemand wusste es; wir hatten das Thema lange Zeit streng geheim gehalten.

Auch wenn ich es nicht sah, war mir bewusst, dass sich die Helfer bereits in Stellung brachten. Sie hatten die NEO-Taschenhefte auf Paletten vorbereitet, sie mussten sie nur noch verteilen. Ich hoffte, dass das gut ging; vom WeltCon im Jahr 1999 her wusste ich sehr gut, wie schnell so eine Verteilungsaktion ablief und wie schwierig sie unter Kontrolle zu halten war.

Mike Hillenbrand, unser Conferencier, trat zu uns. Noch einmal sprach er mit uns den Programmpunkt durch. »Das klappt schon«, meinte er trocken. »Die fiebern schon vor Begeisterung, die lieben euch doch.« Er zwinkerte uns zu. Mikes ruhige Art half mir beim WeltCon oft über mein Lampenfieber hinweg; er war als Bühnenprofi einfach unglaublich erfahren in solchen Dingen.

Er trat auf die Bühne, die Techniker schalteten sein Mikrofon frei, und dann moderierte er uns an. Diesmal verzichtete er auf Witze, sondern hielt sich sehr zurück. Mike trat zur Seite und wies auf das Rednerpult.

Elke Rohwer und ich gingen nebeneinander ans Rednerpult und stellten uns auf die vorher vereinbarten Positionen. In dem Licht, das die Techniker auf die Bühne warfen, schimmerten wir geradezu blau; ich sah nicht viel und spürte vor allem die Hitze der Scheinwerfer. Aber was ich wahrnahm, war geradezu wuchtig: Der Saal war komplett gefüllt – und er war vor allem völlig still. Die Con-Besucher warteten gespannt.

Abwechselnd lasen Elke und ich das vor, was ich an einem Wochenende vor dem Con verfasst hatte. Wir sprachen über die Vergangenheit der PERRY RHODAN-Serie und ihre Zukunft, über das neue Projekt und seine Möglichkeiten – und wir machten klar, dass PERRY RHODAN NEO nicht das bisherige PERRY RHODAN-Universum ablösen würde.

»Die beiden Universen werden sich nie vermischen«, versprach ich, und an diesem Moment gab es sogar Szenenapplaus. Offensichtlich hatten die Con-Besucher genau auf diese Erklärung gewartet.

Während wir sprachen, liefern hinter uns auf der Leinwand die Bilder ab, die Marie Sann zu PERRY RHODAN NEO gezeichnet hatte. Ich konnte es leider nicht sehen (bekanntlich hat ein Mensch im Hinterkopf keine Augen) – aber ich sah den Lichtkegel im Hintergrund des Saales, der auf einen Tisch gerichtet war. Dort zeichnete Marie Sann ein neues Bild, quasi live zu unserem Vortrag. Das Bild wurde später auch hinter uns eingeblendet, und ich fand, dass es klasse aussah.

Nachdem wir mit unserer Präsentation fertig waren, gab ich bekannt, was nun passieren sollte. »Das Sonderheft ist heute unser Geschenk an euch«, versprach ich.

Die Helfer platzierten sich an den Ausgängen des Mozartsaales, jeder Fan bekam ein Heft, und danach sollte gleich die Autogrammstunde losgehen. Ich bat noch ein letztes Mal um Disziplin, dann standen die Fans auch schon auf.

Während die Helfer sich an den Seitentüren platzierten, steigerte sich die Unruhe im Saal. Im Applaus verließen Elke Rohwer und ich die Bühne. Ich sah, wie sich Trauben von Fans an den Türen versammelten, wie diese sich öffneten und wie dann alle ins Freie strömten. Jeder bekam ein Exemplar des ersten Romans von PERRY RHODAN NEO – ich sah, wie die ersten Fans gleich ihren Roman aufschlugen und noch im Gehen mit der Lektüre begannen.

Und ich war fürs erste froh, dass ich von der Bühne verschwunden war. Mike Hillenbrand schaute mich an. »Tat doch gar nicht weh«, meinte er.

Dann verschwanden wir in den »Katakomben«. Während der Autorgrammstunde, die vor allem die Autoren und Zeichner betraf, konnte ich in aller Ruhe etwas essen. Zumindest hoffte ich das ...

22 September 2014

Rückfahrt mit Bully

Keine Zugfahrt ohne Manuskript: Nach dem erfolgreich verlaufenen Autorenseminar an der Bundesakademie in Wolfenbüttel ging es mit der Deutschen Bundesbahn wieder zurück. Mit dabei waren immer noch die Manuskripte, mit denen ich am Samstag von Karlsruhe aus aufgebrochen war – doch jetzt war der Schwerpunkt ein anderer.

Ich interessierte mich massiv für Reginald Bull und dessen Abenteuer; der Mann, den seine Freunde nur »Bully« nennen, zählt seit Band eins der PERRY RHODAN-Serie zum Personal dazu. Oft stand er nur im Schatten von Perry Rhodan, was sich mittlerweile echt geändert hat. Und wenn ich Romane zu lesen bekomme, in denen er die Hauptrolle hat, bin ich immer besonders gespannt darauf, wie der jeweilige Autor den durchaus komplizierten Charakter vorgestellt hat.

21 September 2014

Con für alte Fans

»Eigentlich sollte man mal wieder einen Con veranstalten«, meinte kürzlich ein alter Freund zu mir am Telefon. »Einer für die Science-Fiction-Fans unserer Generation, eine Art OldieCon für diejenigen, die in den 80er-Jahren mit Fan-Zeitschriften, Cons und so angefangen haben.« Gemeinsam schwärmten wir von unseren eigenen Publikationen und dem Besuch der großen Veranstaltungen – angefangen beim PERRY RHODAN-WeltCon in Mannheim im Herbst 1980 bis hin zu den vielen kleinen Cons im Verlauf der 80er-Jahre.

Recht schnell war uns klar, dass wir einen solchen Con nicht selbst organisieren würden. Es fehlt an der Zeit und vor allem auch an der Begeisterung, die unsereins in den 80er-Jahren hatte. Die sind einfach lange vorbei.

Und so entschlossen wir uns, das zu tun, was wir seit Jahren machen: Wir werden uns sehr wohl auf Cons treffen. Einige von diesen Cons heißen mittlerweile »Buchmesse«, auf der wir viele der alten Bekannten begrüßen können; darüber hinaus gibt es Fan-Veranstaltungen in Garching oder in Köln, auf denen wir uns immer wieder sehen.

Schauen wir mal, was 2015 bringen wird – selbst organisieren werden wir aber kaum etwas ...

20 September 2014

Zugfahrt mit NEO

Am heutigen Tag war ich mit der Bahn unterwegs – ich fuhr am heutigen Samstag, 20. September 2014, nach Wolfenbüttel, wo ich an der Bundesakademie für kulturelle Bildung ein Seminar für Science-Fiction- und Fantasy-Autorinnen und -Autoren als einer von zwei Dozenten »leite«. Mit dabei ist Kathrin Lange, die mit der ich diese Seminare seit einigen Jahren mache – sie steuert den Blick der Autorin bei, während ich eher aus der Sicht eines Redakteurs auf die Texte achte.

Im Abteil las ich: zuerst die Texte der Autorinnen und Autoren, die an diesem Seminar teilnehmen, dann ein Manuskript von PERRY RHODAN NEO. Es führte mich – und eine wichtige Figur der Serie – buchstäblich an die Grenzen des Sonnensystems; das war spannend und brachte mich fast dazu, die Texte fürs Seminar auf die Seite zu packen. »Dummerweise« gingen die vor. Aber ich werde am Abend, nachdem das offizielle Programm vorüber ist, sicher noch einige Seiten lesen.

(Kleine Ergänzung: Das ist das 2000ste Posting, das ich in diesem Blog verfasst habe.)

19 September 2014

Clubnachrichten mit der Nummer 500

Ein Logbuch der Redaktion

Dass die PERRY RHODAN-Clubnachrichten das Erscheinen ihrer Nummer 500 feiern, wird sicher den einen oder anderen Fan wundern. Und wer nachrechnet, findet womöglich heraus, dass die Nummer nicht hundertprozentig exakt ist – aber darum geht es weder mir noch Hermann Ritter, der die Clubnachrichten heutzutage zusammenstellt. Die 500 steht oben drauf, und das ist ein Grund, auf die lange Geschichte dieser redaktionellen Beilage zurückzublicken.

Anfangs wurden sie von Walter Ernsting alias Clark Darlton selbst zusammengestellt, später war es Walter A. Fuchs – heute der Geschäftsführer unseres Verlages –, bevor der PERRY RHODAN-Autor Horst Hoffmann die Rubrik prägte. Über Jahre hinweg war sie »nur« ein Teil des vierwöchentlichen PERRY RHODAN-Reports.

Ich selbst betreute sie ab Mitte der 80er-Jahre, und ich hatte damals stets die Absicht, sie ein wenig »journalistischer« zu machen: die Clubnachrichten als vierwöchentliche PERRY RHODAN-Beilage, die einen informativen Blick auf die Fan-Szene warf.

Ich besprach Fanzines, ich stellte Clubs und Spiele vor, ich fuhr auf Cons und berichtete darüber. Vor allem in den 80er- und 90er-Jahre, als sich ständig neue Vereine und Fanzines gründeten, war das eine spannende Aufgabe – die Szene war quirlig, und ständig tat sich etwas.

In den 80er-Jahren erlebte ich den Aufstieg des ATLAN-Clubs Deutschland mit, in den 90er-Jahren machten aktive Vereinigungen wie der Terranische Club Eden von sich reden. In den Nuller-Jahren verabschiedete sich die Szene zu den Stammtischen, die – wie in München oder Wien – auch gleich als aktive Converanstalter auftraten. In den Zehner-Jahren wechselten große Teile der Fan-Szene in die virtuellen Welten: Heute trifft man sich nicht mehr in einem Club oder an einem Stammtisch, sondern ist in einer Facebook-Gruppe zum Thema PERRY RHODAN aktiv.

Fans gibt es nach wie vor – und ihre Aktivitäten beflügeln die Arbeit der Redaktion und des Autorenteams. Schon früher hat sich PERRY RHODAN aus den Reihen der aktiven Fans immer wieder neue Impulse geholt. Heute und in Zukunft wird dies ebenso sein. Viele der Autorinnen und Autoren, die heute für unsere Serien schreiben, kenne ich aus Fan-Publikationen und von Cons her – eine solche Verbindung über Jahre und Jahrzehnte hinweg finde ich faszinierend und begeisternd zugleich.

Heutzutage hat es Hermann Ritter viel schwerer als ich damals: Heutige Fans können weder mit Clubs noch mit Fanzines viel anfangen. Aber dass es die Clubnachrichten heute noch gibt, ist Hermann Ritter zu verdanken. Ohne sein Engagement gäbe es dieses »Fanzine in der Zeitschrift« nicht mehr. Und deshalb hebe ich mein Glas auf die »Clubnachrichten zum fünfhundertsten«.

18 September 2014

Asyl auf Planet 4

Der Schriftsteller Hans-Jürgen Freytag – so lautete sein Name auch auf den Rechnungen, die im Verlag eintrafen – wohnte in der Nähe von Tübingen, also in Baden-Württemberg. Am 2. Oktober 1970 schloss er einen Vertrag mit dem Arthur Moewig Verlag in München, der vom Verlagsredakteur Kurt Bernhardt unterschrieben wurde; eine weitergehende Rechnung erfolgte am 7. Oktober 1970.

Es war ein Vertrag für ein PERRY RHODAN-Taschenbuch, dessen Arbeitstitel schlicht »Asyl auf Planet 4« hieß. Es sollte der erste von zwei Beiträgen sein, den Freytag unter dem Autorennamen H.J. Frey für die PERRY RHODAN-Taschenbuchreihe beisteuert. Der Roman erschien im April 1971.

Interessant dabei: Das Honorar wurde geteilt – die erste Hälfte erhielt der Autor bei Ablieferung des Manuskriptes, die zweite Hälfte kam bei der Veröffentlichung. Und recht schnell gab es ein zusätzliches Honorar, weil der Verlag eine höhere Auflage druckte, als ursprünglich geplant war.

17 September 2014

Ein Aufbruch ins All mit neuen Mitteln

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Wie wäre es, wenn ... So beginnen bei vielen Science-Fiction-Romanen die Planung und die Schreibarbeit der Autoren. Und so war es auch bei PERRY RHODAN NEO – wir stellten uns Fragen. Wie wäre es, wenn Perry Rhodan mit seinen Begleitern nicht 1971 zum Mond geflogen wäre, sondern der Start im Jahr 2036 erst noch bevorsteht?

BNEO-Cover Band 71 von Dirk Schulzei unseren Überlegungen zur neuen Serie war uns immer eines klar: Seit fünf Jahrzehnten faszinierte die PERRY RHODAN-Serie ihre Fans. Eine geeinte Menschheit und Frieden auf der Erde waren 1961 die Visionen, mit denen sich die Leser identifizieren konnten. Die Suche nach der Unsterblichkeit, der Kontakt zu Außerirdischen und der Besuch fremder Welten kamen hinzu.

Diese »Essenz« sollte bleiben, an dieser wollten wir nicht »rütteln«. Seit 1961 waren Tausende von Romanen erschienen, und das Perryversum hatte sich in diesen fünf Jahrzehnten zum größten fiktionalen Universum aller Zeiten entwickelt.

Bei vielen Gesprächen mit Journalisten und potenziellen Neulesern hatten wir eines immer wieder festgestellt: Die Serie litt von Jahr zu Jahr unter einem kleinen Problem: Wenn Perry Rhodan im Jahr 1971 zum Mond fliegt, so ist das aus Sicht des Jahres 1961 und zur Zeit, in der Band eins erschien, eine richtig tolle Vision. Aus Sicht des Jahres 2011 wirkte das Ganze ein wenig antiquiert, wie ein Blick in eine Vergangenheit.

Und so hatte schon anfangs der Nuller-Jahre in der PERRY RHODAN-Redaktion die Überlegung gereift: Wie wäre es denn, wenn man die Serie noch einmal starten würde? Ein sogenannter Reboot, wie es die amerikanischen Comic-Serien immer wieder wagten, wäre eine Möglichkeit. Eine parallele Geschichte wäre die andere Möglichkeit – aber es wäre spannend genug, das Thema Mondlandung von Neuem aufzurollen.

Im Frühjahr 2005 entstand ein erstes Konzeptpapier in der PERRY RHODAN-Redaktion. In diesem wurde überlegt, wie es wäre, die Serie in einem neuen Gewand quasi aufzufrischen. Das durfte in keinster Weise »schwach« sein, sondern musste vom ersten Tag an mit einem klaren Auftrag ablaufen. Zitat aus dem damaligen Ideenpapier, das ich verfasst und zu dem Frank Borsch wesentliche Bestandteile beigesteuert hatte:

»Der PERRY RHODAN-Neustart muss auf einem sehr hohen Niveau geschrieben werden: spannend und actionreich, aber mit all den modernen Einblicken, wie sie heutige Leser erwarten. Aktuelle Erkenntnisse der Wissenschaft, der Medien- und Computertechnik müssen selbstverständlich einfließen.«

Zu der Zeit ging man in der Redaktion davon aus, die neue PERRY RHODAN-Serie in Zusammenarbeit mit dem Moewig-Buchverlag verwirklichen zu können. Die kurzen Wege von Büro zu Büro boten sich hierfür an. Um den Kollegen im Buchverlag, die vom Inhalt der Serie wenig bis gar keine Ahnung hatten, das Thema zu erläutern, formulierte es mein Konzept sehr kritisch:

»Die grundlegende PERRY RHODAN-Story ist stark, aber auch antiquiert. In den frühen Bänden gibt es keine tragbaren Computer, Handys und dergleichen. Für einfache Rechenoperationen braucht man gigantische Computer. Die Außerirdischen besitzen eine märchenhafte Technik, mit der sie die Wirkung von Atombomben auf der Erde ausschalten können, sie sind aber nicht selbst in der Lage, sich gegen eine Bombe zu wehren; sie haben nach 20.000 Jahren der Forschung kein Hilfsmittel gegen eine Krankheit wie Leukämie, wohl aber die Menschen.«

Bevor die Konzepte sich weiter entwickeln konnten, änderte der Buchverlag zuerst seine Ausrichtung und schloss dann Ende 2006 seine Pforten. Die Idee selbst starb nicht, sie wurde immer wieder aufgegriffen und neu angedacht.

Mir war immer eines klar: Wollte ich als Redakteur ein solches Projekt richtig vorantreiben, benötigte ich die Mitarbeit guter Autoren. Bewusst entschieden wir uns für Frank Borsch, der zu jener Zeit mit seiner »Alien Earth«-Trilogie – die drei Taschenbücher erschienen im Heyne-Verlag – zeigte, wie gut er es verstand, kühne Science-Fiction-Ideen mit einer realitätsnahen Handlung zu verknüpfen.

»Alien Earth« spielte in den 60er- und 70er-Jahren des 21. Jahrhunderts, also nur wenige Jahrzehnte nach einem angenommenen neuen Start Perry Rhodans zum Mond. In dieser Trilogie präsentierte Borsch eine Erde, in der alle Prophezeiungen zur Klimakatastrophe Wahrheit geworden sind: Inselstaaten sind überflutet, Staaten brechen zusammen, und ein allgegegenwärtiges Klima des Mistrauens herrscht vor.

Wollten wir eine PERRY RHODAN-Serie präsentieren, die in einem fiktiven Jahr 2036 spielt, mussten ähnliche Themen zumindest im Hintergrund eine Rolle spielen. »Genau das haben Scheer und die anderen Autoren 1961 ja ebenfalls getan«, formulierte ich es in einem der ersten Konzepte.

Frank Borsch griff die ursprünglichen Gedanken auf und entwickelte sie weiter. Vor allem nahm er sich den Stoff des allerersten PERRY RHODAN-Romans vor, um zu schauen, was man von diesem noch in eine moderne Zeit retten konnte. Recht schnell war klar: nicht viel. Er erarbeitete eine neuartige Konzeption.

In einem Arbeitspapier für die Geschäftsleitung formulierte ich Franks Konzept folgendermaßen: »Frank Borsch hat die klassische Geschichte genommen und in eine potenzielle Zukunft versetzt, in welcher wieder ein Mondflug ansteht. Der Autor bringt die klassischen Figuren in neue Konstellationen und verleiht ihnen zusätzliche Charaktereigenschaften – wie das von heutigen Romanen verlangt wird, die am Markt erfolgreich sind.«

Nach vielen Diskussionen und vielem Hin und Her war klar: Die neue Serie, die intern nur als »Geheimprojekt X« vorbereitet wurde, sollte mit dem PERRY RHODAN-Jubiläumsjahr verknüpft werden. Wenn die erfolgreichste Science-Fiction-Serie der Welt ihren fünfzigsten Geburtstag feierte, passte es gut ins Bild, zu diesem Termin ein neuen Blick auf den Klassiker zu werfen.

Der Titel PERRY RHODAN NEO wurde festgelegt, mit »Die Zukunft beginnt von vorn« stand bald ein Untertitel fest, und der PERRY RHODAN-Coverkünstler Dirk Schulz gestaltete die ersten Titelbilder. Zur selben Zeit arbeiteten die Autoren an den ersten Exposés und Romanen – sie waren mit Feuereifer bei der Arbeit.

Es wurde keine einfache Neuauflage, kein »Abklatsch«, sondern vielmehr eine Neu-Interpretation der klassischen Geschichten, die wir mit einer komplett neuen Handlung ergänzten. Altbekannte Charaktere wollten wir in frischerem Licht präsentieren, neue Charaktere ergänzen.

Und als der WeltCon näher kam, als sich der Sommer langsam seinem Ende neigte, rollte der erste Roman über die Druckmaschinen. Wir hatten acht Romane geplant, die einen ersten kleinen Handlungsabschnitt bilden sollten. Unser Plan war: PERRY RHODAN präsentierte genau fünfzig Jahre nach dem ersten Start einen zweiten Start zum Mond.

Im September 2011 waren wir extrem gespannt darauf, wie das alles ankommen würde ...

16 September 2014

Para-Paladine und Astronauten

Wenn in dieser Woche der PERRY RHODAN-Roman »Die Para-Paladine« erscheint, ist das ein mehrfach besonderer Band: Endlich gibt es in der PERRY RHODAN-Serie nämlich einen »echten« Internats-Roman. Okay, was Christian Montillon verfasst hat, erinnert nur wenig an die alte »Burg Schreckenstein« oder an »Harry Potter«, aber Vergleiche zu anderen Internaten dürfen die Leser gern ziehen.

Ich find's darüber hinaus toll, dass im aktuellen PERRY RHODAN-Journal ein Interview mit Buzz Aldrin enthalten ist. Der Astronaut war der zweite Mann auf dem Mond – in unserem Universum, nicht im Perryversum, dort war's ja Reginald Bull –, und das Interview mit ihm ist absolut lesenswert. Aus diesem Grund haben wir einen entsprechenden Hinweis auf das
Titelbild gesetzt.

15 September 2014

Die Platin Edition ist da

Seit heute liegen die ersten zwei Belegexemplare in unseren Büros, und ich bin völlig begeistert von den Bänden der sogenannten Platin Edition: Es handelt sich um die Hardcover-Ausgabe von PERRY RHODAN NEO, und der erste Band fasst gleich die ersten vier Taschenhefte zusammen. Der Titel ist für mich passend: »Vision Terrania« weist ja in die Zukunft einer parallelen Serie zum »klassischen« PERRY RHODAN.

Ich freue mich schon auf die Frankfurter Buchmesse, wo wir die neuen Bücher den Besuchern präsentieren werden. Unser Messestand richtet sich stark in die NEO-Richtung aus: Unter anderem zeigen wir die von unseren Partnern stammenden Hardcover, ebenso aber auch Hörbücher und Taschenhefte. Aber heute freue mich mich vor allem über die Belegexemplare!

14 September 2014

Digitale Perryversum-Zukunft

Wie es weitergeht mit dem PERRY RHODAN-Universum und seinen Ablegern sowie den digtitalen Entwicklungen der vergangenen Jahre, das werde ich immer wieder gefragt: von Lesern ebenso wie von Autoren und Journalisten. Mit einer Antwort, die alle zufrieden stellt, tue ich mich immer schwer – ich weiß schlichtweg nicht, was die Zukunft bringt.

Wir haben mit der kompletten Digitalisierung der PERRY RHODAN- und der ATLAN-Heftromane sowie der Silberbände wesentliche Schritte in die richtige Richtung unternommen. Derzeit werden die ATLAN-Bücher als E-Books umgesetzt, die Heyne-Taschenbücher wurden es bereits, die »Sonderprodukte« kommen auch bald. Wie wir mit den Planetenromanen und den »Kosmos-Chroniken« sowie MYTHOR und DRAGON umgehen, müssen wir noch entscheiden.

Ich bin mir sicher, dass die Zukunft der E-Books unter anderem darin liegt, »exklusive Inhalte« für die E-Books aufzubereiten. Das werden die »Nur-Print-Leser«, zu denen ich selbst ja ebenso gehöre, gar nicht gern hören – aber auch hier kann ich die Zukunft nicht voraussagen. Sicher ist, dass sich schon jetzt Entwicklungen anbahnen (technischer Natur beispielsweise), die sich auf PERRY RHODAN und unsere E-Books in den nächsten Jahren auswirken werden.

13 September 2014

Serienhintergründe

Ich zähle mich selbst zu den Menschen, die sich für die »Hintergründe« zu den Dingen interessieren, die sie lesen oder gucken. Zwar muss ich nicht bei jeder »Tatort«-Folge hinterher nachschauen, welche persönlichen Umstände das Leben einer x-beliebigen Nebendarstellerin beeinflussten – bei Autoren interessieren mich die persönlichen Dinge schon, weil sie oft direkten Einfluss auf ihre Arbeit haben und hatten.

Das war und ist bei PERRY RHODAN nicht anders. Früher las ich mit großer Faszination die Leserseite, dort vor allem Dinge wie »PERRY RHODAN privat«; in dieser Kolumne erzählte William Voltz allerlei Geschichten über die Autoren, deren Wahrheitsgehalt allerdings nicht immer so hoch war.

Heute haben wir Autoren, die twittern, und Autoren, die bei Facebook oder in eigenen Blogs aktiv sind. Wir haben Autoren, die sehr viel über sich preisgeben, und Autoren, die sich auf die Schreibarbeit beschränken und wenig an der digitalen Öffentlichkeit zu finden sind. Hier hat sich viel verändert seit den frühen Serientagen.

Beides ist nachvollziehbar. Ich kann jeden Autor und jede Autorin verstehen, der oder die nicht so an die Öffentlichkeit möchte und lieber in aller Stille seine oder ihre Romane schreibt. Aber ich kann auch die Leserinnen und Leser verstehen, die gerne mehr wissen wollen. Und dieses »mehr« wird dann in zehn oder zwanzig Jahren die »Geschichtsschreibung« liefern; da bin ich mir sicher.

12 September 2014

Autorenrunde vorbereiten

Am morgigen Samstag, 13. September, findet erneut eine Autorenrunde für PERRY RHODAN NEO statt. Ich nenn's Autorenrunde und nicht -konferenz, weil es nicht so ausführlich und lang sein soll wie die PERRY RHODAN-Autorenkonferenz – wir tagen im Prinzip einen Nachmittag lang und keine zwei Tage. Derzeit bin ich noch dabei, einige Dinge für die Besprechung vorzubereiten.

Unter anderem möchte ich gern mit den Autorinnen und Autoren über den aktuellen Stand der Dinge sprechen. Aber vor allem will ich nach vorne blicken – NEO steuert auf den Band 100 zu, und wir müssen uns überlegen, wie es danach weitergehen soll. Ich erwarte eine spannende Autorenrunde ...

11 September 2014

E-Book-Hitlisten

Zu den Fachzeitschriften, die ich als PERRY RHODAN-Redakteur regelmäßig lese, zählt das »Börsenblatt«. Dabei handelt es sich um eine Zeitschrift, die sich vor allem an Buchhändler richtet, die aber auch darüber hinaus für Verlagsmenschen höchst interessant ist. Sehr gern habe ich die Ausgabe 36/2014 vom 4. September 2014 gelesen; der Schwerpunkt des Heftes waren E-Books und Neue Medien im Allgemeinen.

Richtig gut gefiel mir eine Aufstellung zu »Lieferbare E-Books von Verlagen in Deutschland«, die als schlichte Grafik veröffentlicht wurde. Sie basiert auf Zahlen des VLB, des Verzeichnisses lieferbarer Bücher also.

Auf Platz eins befindet sich mit sage und schreibe 43.896 digitalen Titeln der Verlag John Wiley & Sons, gefolgt von De Gruyter mit 41.565 Titeln. Mit der Verlagsgruppe Random House – zu ihr gehören Heyne und Goldmann, Luchterhand und Blanvalet sowie über ein Dutzend weiterer Verlage – und ihren 11.228 Titeln landet ein echter Unterhaltungsriese auf Platz drei.

Dann aber kommt PERRY RHODAN-digital, das von uns gegründete »Imprint« des Pabel-Moewig Verlages – wir stehen derzeit mit 4037 Titeln in der Liste. Auf uns folgt übrigens die Verlagsgruppe Lübbe mit 3956 Titeln ... Auch wenn die Platzierung ja keine echte Relevanz ausdrückt, habe ich mich irgendwie sehr gefreut.

10 September 2014

Endspurt für Stardust

In diesen Tagen geht es in die Zielgerade für unsere aktuelle Miniserie PERRY RHODAN-Stardust. Die Romane liegen fast vollständig vor, es fehlt nur noch der abschließende Band zwölf – an diesem arbeitet Uwe Anton schon. Es gibt ein Exposé zu diesem Band, und der Autor sammelt seine Notizen ein ... immerhin geht es auch darum, die offenen Fäden allesamt aufzugreifen, die von den anderen Autoren im Verlauf der vorherigen Romane gelegt worden sind.

In der laufenden Produktion sind die Romane bis Band 9; wir sind also ein Stück weit vor der Veröffentlichung. Das erleichtert die weitere Planung; wir haben ein großes Stück des gemeinsamen Weges hinter uns gebracht. Es ist noch zu früh für mich, ein Fazit zu ziehen, was den Erfolg angeht. Sicher ist aber schon jetzt, dass wir wertvolle neue Erfahrungen gesammelt haben, die wir in der Zukunft sinnvoll nutzen werden.

09 September 2014

Mutantenjäger

Dass in dieser Woche ein Roman von Bernd Perplies in unserer Serie PERRY RHODAN NEO erscheint, freut mich besonders. Ich schätze den Autor für seine Fantasy-Romane und fand es schon bei unserer gemeinsamen NEO-Zeit sehr gut, wie stark er sich in das Thema »hineinkniete«. Bernd Perplies steuerte sehr gelungene Beiträge zu PERRY RHODAN NEO bei.

Sein Band 78, der den Titel »Der Mutantenjäger« trägt, stellt Ras Tschubai – natürlich ihn nicht allein – ins Zentrum der Handlung. Der aus Afrika stammende Mutant, den Dirk Schulz auf dem Titelbild verewigt hat, muss sich auf der von Arkoniden besetzten Erde unter anderem in Indien durchschlagen. Auf seiner Spur ist ... na klar, eben der im Titel genannte Mutantenjäger.

Mir hat die Darstellung der Subkultur in einem Hochhaus gut gefallen; Ras Tschubais Sicht auf die Dinge fand ich ebenfalls intensiv erzählt. Ein gelungener Roman des Autors, der hoffentlich nicht nur mir Spaß bereitet.

08 September 2014

Das Drachenblut-Kommando

PERRY RHODAN-Romane von Rainer Castor sind immer etwas besonderes, und sie sind sogar für den Redakteur gelegentlich wie eine Überraschungspackung. Der aktuelle Band 2769, der in dieser Woche unter dem Titel »Das Drachenblut-Kommando« in den Handel kommt, ist dabei keine Ausnahme – in dem Roman wird die Handlung in der Milchstraße weiter vorangetrieben. Und Rainer Castor wäre nicht Rainer Castor, wenn er die Leser nicht an seinem reichhaltigen Wissen teilhaben ließe.

Mir persönlich hat vor allem gefallen, wie der Autor den Planeten Ekhas und die Kultur der Ekhoniden darstellt. Über dieses Volk und seine Kultur hat man im Verlauf der PERRY RHODAN-Geschichte immer nur Andeutungen erfahren; zuletzt wurden die Ekhoniden innerhalb von PERRY RHODAN-Action ein wenig beleuchtet. Aber das ist selbstverständlich nicht alles, worüber Rainer Castor schreibt – als ich das Manuskript las, war ich immer wieder aufs neue positiv überrascht.

07 September 2014

Urlaubs-Nachwehen

Es ist immer dasselbe, und ich sollte mich nicht wundern: Gehe ich in einen Urlaub oder bleibe auch nur für einige Tage dem Büro fern, habe ich hinterher schnell das Gefühl, so etwas am besten nie wieder tun zu dürfen. Die Berge an Manuskripten und Exposés sowie die zahlreichen E-Mails, die auf eine Antwort warten, sind ungeheuerlich ...

Also kümmerte ich mich heute ein wenig darum, die Berge zu lindern. Für welchen Zweck sonst könnte man auch einen Sonntag nutzen? (Mittlerweile gibt es ja die ersten Menschen, die nachfragen, warum ich auf ihre Mail, auf die sie eine Abwesenheitsnotiz bekommen haben, noch nicht reagieren konnte.) Es ist schon jetzt absehbar, dass ich nicht viel davon wegarbeiten kann. Aber immerhin ...

Nur frage ich mich eines: Wie konnte ich früher vier Wochen am Stück in Urlaub gehen? Wohlgemerkt ohne diesen mörderischen Stress, den ich heute vor und nach einem Urlaub habe ...

06 September 2014

Buntgemischter Samstag

Als Redakteur ist es nicht immer völlig einfach; vor allem, wenn man sich mit PERRY RHODAN beschäftigt, ist man gewissermaßen dauernd dazu gezwungen, mit den Welten und Universen zu jonglieren. So auch an diesem Samstag, an dem der Balkon einmal wieder zur Lektüre in der Sonne einlud.

Zur Lektüre kam ein PERRY RHODAN-Roman, zumindest einige Kapitel – aus terminlichen Gründen liefert der Autor derzeit kapitelweise. Zur Lektüre kam aber auch ein bisschen etwas von PERRY RHODAN-Stardust und vor allem eine tüchtige Portion PERRY RHODAN NEO. Jetzt hoffe ich nur, dass ich bei der geistigen Jonglage mit den Universen keinen Fehler begangen habe.

05 September 2014

Schaltstelle der Macht

Wann das Buch offiziell ausgeliefert wird, weiß ich gar nicht auswendig; die Belegexemplare der Druckerei liegen auf jeden Fall schon vor: Auf meinem Schreibtisch ist »Schaltstelle der Macht« gelandet, das PERRY RHODAN-Buch mit der Nummer 127. Zusammengestellt hat es Hubert Haensel, redaktionell betreut hat es Sabine Kropp – und es enthält Romane, die mich anfangs der 80er-Jahre schon fasziniert haben.

Wann immer ich in ein PERRY RHODAN-Buch hineinschaue, werden Erinnerungen wach: in diesem Fall an Laire, an das geheimnisvolle Auge, an die Auseinandersetzung mit den Porleytern, an Atlan und auch an Gesil. Die mysteriöse Frau taucht in diesem Buch erstmals auf, und das dürfte die Leser heutzutage ebenso faszinieren wie mich vor über dreißig Jahren ...

04 September 2014

Ausflug zu Eins A

Immer wieder bereichernd: eine Besprechung mit unseren Partnern von Eins A Medien. Am heutigen Donnerstag, 4. September 2014, war es wieder einmal soweit: Zusammen mit Katrin Lienhard fuhr ich nach Köln, wo uns Marcel Horsch und Hans Greis am Bahnhof abholten und in ein nahegelegenes Restaurant begleiteten.

Bei einem ordentlichen Mittagessen besprachen wir die aktuelle Situation: Wie sieht es bei uns im Verlag aus, was tut sich bei Eins A Medien, wie stehen die Verkaufszahlen? Ebenso diskutierten wir anstehende Hörbuch-Projekte, gemeinsame Marketing-Überlegungen und Pläne, die weit über den aktuellen Tag hinausgingen.

In den vergangenen Jahren hat sich Eins A Medien zu einem extrem wichtigen Partner für uns entwickelt; die Hörbücher laufen gut, sie sind gut, und sie kommen bei den Hörern gut an. Kein Wunder – die Kollegen dort gehen mit viel Herzblut und Engagement zur Sache.

03 September 2014

Streiflichter der Ewigkeit

Ein Urlaub ist für manches gut. Unter anderem dafür, dass man endlich einmal Bücher liest, die seit Monaten auf dem Stapel liegen. So nahm ich mir das schöne Büchlein »Streiflichter der Ewigkeit« vor, das zum sechzigsten Geburtstag von Arndt Ellmer erschienen ist.

Wahrscheinlich ist es nur für Freunde sowie Mitarbeiter gedacht, weshalb ich darauf verzichte, genauere Angaben zu Bestellmöglichkeiten oder dergleichen zu machen. Ich fand die Lektüre trotzdem sehr angenehm. Autorenkollegen wie Uwe Anton oder Hermann Ritter äußerten sich ebenso zum Jubilar wie Fans, Zeichner und allerlei Kollegen.

Die sympathische Würdigung des langjährigen PERRY RHODAN-Autors hat mir viel Vergnügen bereitet. Es ist gut, dass es Arndt Ellmer gibt – das wurde mir erneut bewusst.

02 September 2014

Zu den Kosmos-Chroniken

Mir hat vor über zehn Jahren die Arbeit an den »Kosmos-Chroniken« viel Spaß bereitet. Deshalb freut es mich, dass die zwei Bücher um Reginald Bull und Alaska Saedelaere noch heute in guter Erinnerung sind und immer wieder Fragen nach einem möglichen neuen Band kommen. Hubert Haensel hat damals das PERRY RHODAN-Universum um wesentliche Beiträge bereichert. Nur sehe ich leider derzeit keine Fortsetzung.

Seit Ende 2006 haben wir bekanntlich keinen eigenen Buchverlag mehr; wir bräuchten einen Lizenzpartner, der diese Bücher in den Buchhandel bringt. Das ist dann nicht ganz so einfach, wie es vielleicht klingt; derzeit konzentriert sich unser Buchhandelspartner, die Edel AG, ja vor allem auf die Silberbände und künftig auf die NEO-Hardcover. Eine weitere Ergänzung des PERRY RHODAN-Programms ist kaum zu erwarten.

01 September 2014

Zyklusplanen bis zum Ende

Die Fragen nach der Planung eines PERRY RHODAN-Zyklus reißen nicht ab ... Das Thema ist ja auch spannend; ich kann allerdings nicht so viel über die Frühzeit der Serie sagen, weil ich in diesen Zeiten nicht dabei war.

Ich bin aber hundertprozentig sicher, dass K.H. Scheer nicht wusste, wie der »MdI«-Zyklus ausgeht, als er Band 200 schrieb; und ich bin mir ebenso sicher, dass William Voltz nicht Atlans Gang hinter die Materiequellen plante, als der den Aphilie-Zyklus konzipierte. Das dürfte für die meisten Zyklen gelten – so richtig klar planen kann man eben nicht.

Beim Tradom-Zyklus diente sehr früh eine Skizze von Robert Feldhoff als Planungsgrundlage; die kannten allerdings nur er und ich, weil wir das nicht ernsthaft jemandem vor die Nase halten konnten. Es war eben nur eine Skizze, mit Kugelschreiber auf ein Blatt Papier gezeichnet; mehr nicht. Beim Atopischen Tribunal war sehr früh der kosmologische Hintergrund des Ganzen klar – auf dem Weg dahin haben wir aber schon jetzt die eine oder andere Änderung vorgenommen, und das wird so bleiben.

Ernst Vlcek hat es vor gut zwanzig Jahren auf den Punkt gebracht: »Wenn uns was besseres einfällt, ändern wir einfach die Richtung.« Schreiben ist eine kreative Tätigkeit – und bei einem Autorenteam, in dem unterschiedlich-kreative Köpfe aufeinandertreffen, kann man einfach nicht alles planen.

20 August 2014

Mobys und Twonoser

In den vergangenen Wochen hörte ich beim Autofahren immer wieder die Silber Edition 25; diese trägt den Titel »Brennpunkt Andro-Beta«, spielt also mitten im Zyklus um die Meister der Insel. Die Romane hatte ich in den 70er-Jahren erstmals gelesen, damals fand ich sie unglaublich beeindruckend.

Auch als Hörbuch im Jahr 2014 funktionierten die Geschichten für mich. Der Vorstoß der Terraner in die Zwerggelaxis Andro-Beta ist spannend erzählt, wenngleich mir für den heutigen Geschmack zu viel Detailhuberei um einen bestimmten Moby und seine Dreiklassengesellschaft betrieben worden ist. Aber mein Geschmack hat sich im Verlauf der Jahrzehnte eben verändert ...

Wie immer begeistert mich Josef Tratnik als Sprecher, wie immer ist die Aufnahmequalität, die von Eins A Medien geboten wird, sehr überzeugend. Es hat mir einen großen Spaß bereitet, per Hörbuch ins Jahr 2402 und ins Solare Imperium zu wechseln. Und ich freue mich schon auf das nächste der klassischen PERRY RHODAN-Hörbücher!

19 August 2014

Robert Feldhoff zum fünften Todestag

Ein Logbuch der Redaktion

Zu Beginn des Jahres 1987 ließ ein neuer Autor die PERRY RHODAN-Leser aufhorchen: Er hieß Robert Feldhoff, war vorher durch Artikel in der kritischen Zeitschrift »Science Fiction Times« aufgefallen und lieferte ein Taschenbuch und vor allem einen Heftroman, die sehr gut ankamen. Mit der Geschichte des Meistersängers Salaam Siin, die als »Harmonie des Todes« veröffentlicht wurde, zeigte der junge Autor, dass er das PERRY RHODAN-Universum auf seine Art und Weise interpretieren würde.

In Robert Feldhoffden folgenden Jahren wurde Robert Feldhoff, Jahrgang 1962, zum Senkrechtstarter der PERRY RHODAN-Serie. Seine Romane gefielen den Lesern, weil er es schaffte, die klassischen Serienelemente mit neuen Ideen, ungewöhnlichen Personen und beeindruckenden Beschreibungen zu verbinden. Beispiele dafür waren Romane wie »Die Früchte des Wissens« und »Die Türme von Canaxu«, die einen faszinierenden Schauplatz mit interessanten Aliens vorstellten.

Als Dr. Florian F. Marzin, der Chefredakteur der Serie, den jungen Autor zu Beginn der 90er-Jahre in die Exposéarbeit einband, war klar, dass Robert Feldhoff in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen sollte. Ab 1993 wirkte er bei den Exposés mit, anfangs eher im Hintergrund. Als im Sommer 1995 die Planungen für den neuen Zyklus ab Band 1800 begannen, war Feldhoff bereits federführend beteiligt.

Zusammen mit Ernst Vlcek konzipierte er den Thoregon-Zyklus, der ab 1996 veröffentlicht wurde. Ab dem Band 2000 war er allein für die Handlungskonzeption der PERRY RHODAN-Serie verantwortlich. Er entwickelte neue Handlungsschauplätze, veränderte durch seine Ideen buchstäblich die Kosmologie des PERRY RHODAN-Universums und fügte komplett neue Elemente hinzu.

Trotz aller Exposéarbeit lieferte er immer wieder Romane voller bizarrer Szenen. »Der Mörderprinz« und »Diener der Materie« waren Beispiele für Romane, die den bisherigen Serienkosmos erweiterten. Seine Helden waren oft gescheiterte Figuren, die hohe Ziele hatten und sich selbst im Weg standen.

Für die PERRY RHODAN-Serie war Robert Feldhoff auch außerhalb der Exposé- und Romanarbeit extrem wichtig. Er legte die Grundzüge für das neue Computerspiel fest, er wirkte an den Vorarbeiten für den geplanten – und leider bisher nicht verwirklichten – PERRY RHODAN-Film mit und engagierte sich mit Marketingideen. Die erfolgreichen Taschenbuch-Miniserien, die in Zusammenarbeit mit dem Heyne-Verlag erschienen, wuchsen ebenso auf seiner Ideenfülle wie die Serie PERRY RHODAN-Action.

Zu Beginn des Jahres 2009 erkrankte der Autor, als sein letzter Roman kam »Evolux« unter der Bandnummer 2450 in den Handel. Exposés verfasste er weiterhin, ebenso Konzepte – trotzdem musste er bald die Exposéführung abgeben. Ebenso arbeitete er an einem neuen Roman, der Alaska Saedelaere als Hauptfigur hatte. Bis zuletzt nahm er Anteil an der größten Science-Fiction-Serie der Welt; per Mail und per SMS kommunizierte er mit der Redaktion.

Am frühen Morgen des Montag, 17. August 2009, erlag Robert Feldhoff seiner schweren Erkrankung. Seine Beisetzung fand im engsten Familien- und Freundeskreis in Oldenburg statt. Ich weiß selbst noch, wie erschüttert ich war, wie sehr mich dieses Ereignis »mitnahm«. Und jetzt sind schon wieder fünf Jahre vergangen ...

18 August 2014

Mysterium Zyklusplanung

Es ist eines der großen Mysterien der PERRY RHODAN-Serie: die Planung von großen Handlungsabschnitten den Zyklen. Das ist heute nicht anders als vor vierzig Jahren. Meist geht man aber so vor, dass man eine grobe Planung macht – und wird durch viele Diskussionen und auch einzelne Romane immer weiter verfeinert.

So auch beim laufenden Zyklus um das Atopische Tribunal. Die Autoren Wim Vandemaan und Christian Montillon hatten ein Konzept im Kopf, das sie bei der Autorenkonferenz präsentierten. In diesem Konzept waren viele Details schon enthalten – darunter auch die kosmische Ebene, auf der eigentlich der gesamte Zyklus basiert.

Dann aber wird das Konzept immer weiter vereinert. Die Autoren schreiben Romane, bei denen manche Elemente besser funktionieren als andere – und dann arbeiten Christian und Wim eben ein wenig an ihrem Konzept, feilen an der einen Stelle oder ergänzen an einer anderen Stelle. Und irgendwann setzt man sich hin und macht eine ins Detail gehende Planung, allerdings im Wissen, dass diese sich im kreativen Prozess noch einmal ändern kann.

Ich glaube nicht, dass es gut wäre, einen Zyklus von Band 1 bis Band 100 exakt durchzuplanen. Man würde sich zu sehr einbetonieren und könnte nicht gut genug auf neue Einfälle und Ideen der Autoren reagieren.

15 August 2014

Ein Rhodan zu viel

Wenn am 22. August – offiziell – der PERRY RHODAN-Roman mit der Bandnummer 2766 in den Handel kommt, wartet ein schönes Verwirrspiel auf die Leser. Ich habe »Ein Rhodan zu viel« von Hubert Haensel als Manuskript sehr gern gelesen; der Autor hat damit einen schönen Thriller geschaffen. Übrigens erhält in dem Roman auch die RAS TSCHUBAI als wichtiges Schiff den ihr gebührenden Stellenwert.

Raumschiffe haben innerhalb der PERRY RHODAN-Serie sowieso immer eine besondere Bedeutung. Als Leser war ich früher von der SOL und der MARCO POLO begeistert; als die BASIS in die Handlung eingeführt wurde, stellte ich mir die besondere Deckstruktur gern vor. Später waren es Schiffe wie die GILGAMESCH oder auch die JULES VERNE, die immer wieder die Leser faszinierten.

Die RAS TSCHUBAI ist auf einem guten Weg dahin; der Roman von Hubert Haensel trägt dazu bei. Ebenso aber auch das gelungene Titelbild, mit dem Swen Papenbrock das Schiff in Szene setzt ... schauen wir mal, dass wir das so fortsetzen können.

14 August 2014

Die STELLARIS und das Perryversum

Neben der »offiziellen« Welt des PERRY RHODAN-Universums haben sich im Verlauf der Zeit eine Reihe von kleineren »Welten« etabliert, die zwar dazu gehören, aber nicht in der laufenden Serie abgebildet werden. Ein Beispiel dafür sind einzelne Taschenbuchzyklen, eine Miniserie wie PERRY RHODAN-Stardust – aber auch die STELLARIS-Kurzgeschichten. Sie spielen ganz eindeutig im PERRY RHODAN-Kosmos, aber in ihnen passiert selbstverständlich nichts, das den Kosmos verändert; sie können ihn allerdings erweitern.

Damit nicht jeder Autor, der sich an den STELLARIS-Geschichten beteiligen möchte, »wild drauflos« schreibt, gibt ers ein internes Datenblatt. Dieses regelt, wie das Schiff aussieht und welche Besatzungsmitglieder es gibt. Es stammt von Hartmut Kasper alias Wim Vandemaan, der für die STELLARIS-Geschichten verantwortlich ist. Darüber hinaus gibt es weitere Listen und Detailsammlungen, die unter anderem Roman Schleifer angefertigt hat; teilweise stehen solche Informationen auch in der Perrypedia.

Wichtig ist mir – und den Autoren – ja immer, dass das Universum, das wir erschaffen, in sich stimmig ist. Und da zählt eben die STELLARIS mit ihrer Besatzung sowie den Abenteuern an Bord eindeutig dazu.

13 August 2014

Berlin 2037 im August

Wenn am Donnerstag abend der Schriftsteller Frank Böhmert in der Otherland-Buchhandlung in Berlin-Kreuzberg seinen Roman »Berlin 2037« präsentiert, wäre ich sehr gern dabei. Ich mag die Buchhandlung, ich mag den Autor – und ich mag Berlin, wenngleich ich seit einiger Zeit nicht mehr die Stadt besucht habe. Das wird sich hoffentlich mal wieder ändern.

Allerdings ist das Berlin von heute nicht mit jenem zu vergleichen, das der Autor in seinem Roman beschreibt. Auch ohne die Arkoniden, die unter anderem diese Stadt besetzen, sieht Berlin in dieser Zukunft ein wenig anders aus; zumindest gibt es einige neue Gebäude ...

Mir hat die Vision sehr viel Freude bereitet, und ich hoffe, dass sich diese Freude auch auf andere Leser überträgt. Nicht nur am Donnerstag, sondern generell ab dem Erscheinungstermin dieses Romans.

12 August 2014

Ein Blick auf die diesjährige Autorenkonferenz

Ein Logbuch der Redaktion

Seit der Autorenkonferenz im Juli diesen Jahres sind bereits einige Wochen vergangen – ein guter Zeitpunkt, auf diese Tage zurückzublicken. Immerhin wurden einige grundlegende Entscheidungen gefällt, die für die PERRY RHODAN-Handlung der nächsten hundert Bände wichtig sind. Dabei darf nicht vergessen werden, dass eine solche Konferenz auch einen »sozialen Aspekt« hat: Nur zu diesem Termin treffen sich alle Autorinnen und Autoren für zwei Tage, um in aller Ruhe über die Arbeit zu sprechen, ihre Gedanken auszutauschen und sich näher kennenzulernen.

Für mich ging es bereits am Nachmittag los: Am Freitag, 11. Juli 2014, traf ich mich mit Christian Montillon und Wim Vandemaan. Die beiden Exposéautoren und ich saßen in einem Nebenraum des Hotels, wo wir zahlreiche Exposé-Details besprachen. Erst zu einem späteren Zeitpunkt trafen wir mit den anderen Autoren zusammen, mit denen wir zu Abend aßen.

Dabei unterhielten wir uns nicht nur über PERRY RHODAN, sondern ebenso über andere Verlage. Wir »tratschten« über Kollegen, diskutierten über die Entwicklungen im E-Book-Geschäft oder berichteten von Erfahrungen, die wir jeweils in anderen Arbeitsgebieten gesammelt hatten. Ich nutzte die Chance für Gespräche unter vier Augen – so diskutierte ich mit Michelle Stern über ihre Leserkontaktseite, und mit Hubert Haensel schaute ich mir seinen aktuellen Roman an.

Da wir richtig schönes Wetter hatten, saßen wir noch lange im Biergarten des Hotels, auch zu einer Zeit, als das Personal bereits Feierabend gemacht hatte. Erst gegen zwei Uhr stieg ich auf mein Rad, um nach Hause zu fahren.

Am Samstag, 12. Juli 2014, ging es mit der eigentlichen Konferenz weiter. Ich begrüßte Oliver Fröhlich als neuen Kollegen in der Runde, bevor ich die aktuelle Situation im Verlag und bei der Serie präsentierte. Ich stellte die Entwicklung bei den gedruckten Romanen sowie bei den E-Books vor, wies darauf hin, dass wir einerseits mit den Planetenromanen eine Reihe eingestellt hatten und andererseits mit einer neue Serie – PERRY RHODAN-Stardust – versuchten, im Zeitschriftenhandel neue Akzente zu setzen.

Wichtig war und ist allerdings stets die laufende Erstauflage, die ich als »unser Flaggschiff« bezeichnete. In der Folge diskutierten wir durchaus kontrovers über Leserkritiken und Terminschwierigkeiten, Exposédetails und die Inhalte der Romane. Unter dem Titel »Leos kleiner Wunschzettel« hatte Leo Lukas eine Reihe von Vorschlägen skizziert, die als Gesprächsgrundlage dienten.

Nach dem Essen ging es an die inhaltliche Arbeit. Wim Vandemaan gab einen spannenden Ausblick auf die detaillierte Planung der nächsten Bände. Dass Atlan zurückkommen wird, war bekannt; darüber hinaus lieferte der Autor Hintergründe zu den Jenzeitigen Landen, zu den Halutern oder auch den Keloskern – um nur einige Begriffe zu nennen, die er bei seiner Vorstellung in den Raum stellte.

Die Autoren ergänzten den Vortrag durch eigene Vorschläge; es entspann sich eine Diskussion über die Möglichkeiten, die Handlung bis Band 2799 weiter zuzuspitzen. Parallel dazu ging es darum, was wir nach dem Jubiläumsband 2800 machen würden. Auf welches Schicksal soll die Menschheit zusteuern, wie geht es mit Arkon weiter, und wollen wir vielleicht sogar die Struktur der Liga Freier Terraner verändern?

In unserer Diskussion kamen wir zeitweise auf sehr »kosmische Themen«, die auch mit der Struktur des Perryversums zu tun hatten. Am Ende fühlte ich mich ziemlich erschöpft – wir hatten viel »Input« erarbeitet, den ich in den nächsten Tagen erst einmal gründlich verarbeiten musste.

Nach dem Abendessen wechselten wir endgültig zum  gemütlichen Teil der Konferenz über: Einige Autoren sowie ich verfolgten das Spiel um den dritten Platz bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien, während andere im Biergarten saßen und über inhaltliche Themen sprachen. Gegen ein Uhr nachts verließ ich die Autorenkonferenz, wieder einmal im Bewusstsein, mit einem kreativen und engagierten Team zusammenarbeiten zu dürfen.

11 August 2014

Atlan im Blauband

Zumindest für die Abonnenten der PERRY RHODAN-Bücher im Bertelsmann-Club ist die Rückkehr des Arkoniden ein top-aktuelles Thema: Dieser Tage erhielten die Abonnenten den Band »Atlans Rückkehr« – für die Abonnenten ist damit die Halbzeit des Zyklus um die Kosmische Hanse erreicht. Sie erfahren mehr über das Schicksal des Arkoniden Atlan und über die Betschiden, und sie bekommen mit den »schwarzen Flammen« einen Ausblick auf anstehende kosmische Ereignisse.

Die Blaubände sind nichts anderes als die Silberbände – sieht man von der Nummerierung und der Optik ab. »Atlans Rückkehr« ist Band 140 der PERRY RHODAN-Reihe bei Bertelsmann, und das ist eine Zahl, auf die wir stolz sein können. Schade nur, dass wir über diese PERRY RHODAN-Leser so wenig wissen; sie schreiben keine Leserbriefe oder beteiligen sich nicht an Diskussionen bei Facebook oder in unserem Forum.

09 August 2014

Helden im Ruhestand

Bei der gestrigen Rückfahrt aus Rheinland-Pfalz hörte ich mir endlich die Audiofassung von »Helden im Ruhestand« an. Die wunderbare Kurzgeschichte von Marc A. Herren gibt es bislang nur als Hörbuch – unter anderem als Beigabe zur Silber Edition 25. Es ist eine sehr witzige Geschichte, die sich auf die Anfänge des Laren-Zyklus bezieht, sprich, parallel zum PERRY RHODAN-Heftroman 650 spielt.

Drei ungewöhnliche Helden, deren Namen rein zufällig so klingen wie Perry Rhodan, Reginald Bull und Atlan, beschließen eines Tages, die Menschheit zu retten. Dazu müssen sie allerdings zuerst aus einem Sanatorium ausbrechen und ein Raumschiff stehlen. Bloß blöd, wenn sie dann im All ausgerechnet auf den Verkünder der Hetosonen treffen ...

Ich kannte den Text schon, hatte ihn schließlich mit dem Autor durchgesprochen und auch ein wenig redigiert. Als ich ihn jetzt anhörte, musste ich trotzdem lachen – die Geschichte ist witzig, und sie wird vor allem dann witzig, wenn sie von einem guten Sprecher wie Andreas Laurenz Maier vorgelesen wird. (Ich weiß: Wir sollten dafür sorgen, dass man das auch einmal »separat« erhalten kann.)

08 August 2014

Meilensteine in Vorbereitung

Der heutige Freitag, 8. August 2014, steht im Zeichen einer Exposébesprechung. Ich bin unterwegs, und Wim Vandemaan ist unterwegs – wir treffen uns quasi auf halber Strecke mit Christian Montillon, der zwischen unseren zwei Wohnorten einen Treffpunkt organisiert hat. Dort werden wir in einer gewissen Abgeschiedenheit unsere Exposébesprechung abhalten.

Nach der Autorenkonferenz müssen schließlich die aktellen Ereignisse und Inhalte umgesetzt werden. Es wurde viel diskutiert, es kamen viele neue Ideen zusammen, und aus diesen »destillieren« die Exposéautoren dann die Handlung der nächsten dreißig oder gar hundert Bände. Ganz konkret wollen wir einen detaillierten Plan bis Band 2799 festlegen, selbstverständlich inklusive der Themen, die über den Jubiläumsband hinaus in die Zukunft weisen.