11 Juli 2013

Dualer Autor

Manchmal habe ich eine kindliche Freude an Romanen, an ihren Titeln und Untertiteln. Und als klar war, dass der PERRY RHODAN-Roman »Vier gegen ITHAFOR« von zwei Autoren geschrieben werden sollte, nämlich von Arndt Ellmer und Christian Montillon, bekam der Untertitel eine zusätzliche Bedeutung.

»Sie sind ein erprobtes Team« bezog sich ja eigentlich auf die vier Hauptpersonen des Romans. Es bezieht sich aber auch auf die zwei Blues, die das Cover zieren, und die zwei Autoren, die den Roman verfassten. Manchmal ist es einfach schön, wenn sich die Dinge so schön fügen ...


10 Juli 2013

Beef! und Schmuddel

»Beef!«, so heißt es in der Selbstbeschreibung der Zeitschrift, sei »das erste Kochmagazin für Männer«; es sei »edel, informativ, klug und humorvoll«. Wohl aus diesem Grund muss sich die Redaktion wohl von Inhalten abgrenzen, die sie nicht so toll findet.

Wie sonst ist zu erklären, dass der aktuellen Sommerausgabe ein – so die Presseinformation – »schnelles und packendes Lesevergnügen in schrulliger Aufmachung« beigelegt wird, »das in Form und Gestalt an einen Groschenroman erinnert«. Gemeint ist ein 66 Seiten umfassender Krimi »mit blutigem Cover« ...

Der Chefredakteur formuliert dazu in der genannten Presseinformation: »Mit dem gruseligen Schmuddelheft à la John Sinclair oder Perry Rhodan treffen wir genau den Geschmack und Humor unserer Leser und beweisen einmal mehr unseren kreativen und innovativen Anspruch.« Na dann ...

09 Juli 2013

Die dritte PERRY RHODAN-Chronik

Ein Logbuch der Redaktion

Fast immer sind Urlaube und verlängerte Wochenenden eine ideale Gelegenheit, endlich einmal die Sachbücher durchzuschmökern, die man sich schon lange »vornehmen« wollte. Ich nutzte unlängst einige Feiertage, um mich mit dem dritten Teil der »PERRY RHODAN-Chronik« auf das Sofa zu lümmeln und die 650 Seiten komplett zu lesen.

Nachdem sich Michael Nagula in den ersten zwei Bänden der Reihe vor allem der Frühzeit der PERRY RHODAN-Serie angenommen hat, ist Hermann Urbanek für den dritten Teil verantwortlich. Für mich war dieser Band von besonderem Interesse; man verzeihe meinen Egoismus: In diese Zeit fielen mein aktives Fan-Engagement ebenso wie meine beginnende Mitarbeit an der Serie.

Seit 1986 gestaltete ich die Clubnachrichten oder schrieb »freie Texte« für den Verlag, seit 1992 bin ich PERRY RHODAN-Redakteur. Entsprechend neugierig war ich also, wie der Autor mit seinem Blick als Fachmann »von außen« die Materie beleuchten würde.

Um es klar zu sagen: Hermann Urbanek schafft das sehr gut. Das Sachbuch ist extrem sachkundig, wirkt aber nicht wie ein klobiger Klotz aus trockenen Informationen, sondern liest sich sehr unterhaltsam.

Das liegt am Thema, ganz klar. In den 14 Jahren, die Urbanek beleuchtet, wurde die PERRY RHODAN-Serie nicht nur einmal gründlich umgekrempelt. Nicht nur die Serie stand unter dem Druck, sich ständig zu wandeln, das ganze Umfeld war davon betroffen: Neue Buchreihen entstanden und wurden eingestellt, die ATLAN-Heftromanserie und viele andere Serien verschwanden vom Markt, Verlagsleiter kamen und gingen, dazu kamen neue Exposé- und Teamautoren.

Das alles zeichnet Hermann Urbanek nach: Auf William Voltz und seine Handlungskonzeptionen zu Beginn des Jahrzehnts, denen der viel zu frühe Tod des Exposéautors folgte, kam eine rasche Abfolge von »Expokraten«. Thomas Ziegler, Ernst Vlcek und Kurt Mahr erarbeiteten kühne Zykluskonzepte, die teilweise von neuen Autoren wie Arndt Ellmer, Peter Terrid oder Robert Feldhoff schon umgesetzt wurden.

Mit Horst Hoffmann zog erstmals ein PERRY RHODAN-Chefredakteur in den Verlag in Rastatt ein, ihm folgte Dr. Florian F. Marzin. Jeder setzte seine eigenen Akzente, jeder brachte die Serie auf seine Weise nach vorne.

Zwischendurch wurde 1986 das Jubiläum zum 25. Geburtstag der PERRY RHODAN-Serie gefeiert, und 1991 kam bereits der PERRY RHODAN-WeltCon zum 30. Geburtstag. Die Fan-Szene entwickelte sich, zahlreiche neue Projekte entstanden.

Hermann Urbanek, der praktisch alle Beteiligten persönlich kennengelernt hat, schildert die Geschehnisse umfassend. Zitiert werden nicht nur Autoren und Redakteure, sondern auch Fans und weniger bekannte Mitarbeiter der Serie. So entsteht das Porträt einer Epoche, in der sich eine »neue Zeit« in vielfältiger Weise manifestierte.

Die Reihe der »PERRY RHODAN-Chroniken«, die im Hannibal-Verlag erscheint, wird von mir sowieso jedem empfohlen, der sich für die PERRY RHODAN-Serie und ihre Geschichte interessiert. Den dritten Band fand ich besonders spannend, aber das ist meine persönliche Sicht der Dinge – gelesen habe ich alle drei Bücher mit großem Interesse. Jetzt bin ich auf den vierten Band gespannt, der noch im Jahr 2013 erscheinen soll.

08 Juli 2013

Fandom Observer und PERRY RHODAN

Die Lektüre des aktuellen »Fandom Observer« ist auch und gerade für PERRY RHODAN-Leser sehr erhellend. In der aktuellen Ausgabe 289 gibt's ein Interview mit mir: Günther Freunek befragt mich zur Aktion »Datendiebe«.

Sehr nett ist darüber hinaus der Artikel über den Plüsch-Gucky, den die Redaktion des Informations-Fanzines für den PERRY RHODAN-WeltCon haben wollte. Ich musste mehrfach breit grinsen. Zum Grinsen ist auch der Preis für das Heft: Der Download ist nämlich kostenlos – und die Lektüre lohnt sich eh.

NEO geht in die nächste Phase

Ein Logbuch der Redaktion

Im Juli und August 2013 bahnen sich bei PERRY RHODAN NEO einige Entwicklungen an, die vor zwei Jahren – als die Serie gerade vorbereitet wurde – noch niemand ahnte. Die laufende Staffel geht zu Ende, eine neue Staffel beginnt mit Band 49, und der eigentliche Höhepunkt des NEO-Jahres 2013 kommt mit dem fünfzigsten Roman im August. Das alles macht mich ziemlich stolz.

Doch erst einmal der Reihe nach.

Wenn am 19. Juli 2013 der Roman »Der Glanz des Imperiums« erscheint, schließt Michelle Stern damit die laufende Staffel ab. Diese trägt den Titel »Das Große Imperium«, und im Verlauf der zwölf Bände haben Perry Rhodan und seine Gefährten – und mit ihnen natürlich die Leser – einige wertvolle Einblicke in die gesellschaftliche Struktur des Großen Imperiums erhalten.

Sie kennen mittlerweile einige der Machtgruppen, sie haben erfahren, wie diese zusammen- oder auch gegeneinander arbeiten, und sie haben erfahren, dass ein großer galaktischer Krieg droht. Rhodan und seine Begleiter haben jetzt erst eine Ahnung, wie groß und mächtig das Imperium ist.

Mit dem Roman »Artekhs vergessene Kinder« von Oliver Fröhlich beginnt die sechste NEO-Staffel, die den Namen »Arkon« trägt. Zwischen den Bänden 48 und 49 ist praktisch ein nahtloser Übergang, viele Handlungselemente werden direkt fortgesetzt. Aber auch dieser Roman gibt weitere Einblicke in das Arkon-Imperium.

Seien wir ehrlich: Der eigentliche Höhepunkt der vor uns liegenden NEO-Handlung ist Band 50. Dieser erscheint am 16. August 2013, stammt vom Exposéautor Frank Borsch persönlich und trägt den Titel »Rhodans Weg«. Wie der Titel schon andeutet, stellt der Roman dann auch Perry Rhodan und seine Visionen ins Zentrum. Er hat allerdings eine zweite Handlungsebene, die auf der Erde spielt – und diese endet mit einem echten Knalleffekt.

Was ich richtig klasse finde: Der Band 50 ist absolut für Einsteiger geeignet. Nicht nur diejenigen, die PERRY RHODAN NEO sowieso schon lesen, werden hier auf ihre Kosten kommen. Nicht nur diejenigen, die PERRY RHODAN seit Jahren kennen und mal bei NEO hineinschnuppern möchten, werden hier verblüfft sein. Ich bin sicher, dass der Roman auch solche Leser ansprechen wird, die mit dem Perry- und dem Neoversum noch nichts zu tun hatten.

Der Sommer wird spannend. Zumindest dann, wenn man PERRY RHODAN NEO liest ...

07 Juli 2013

Über die Größe von Buchstaben ...

Immer wieder kommt die Frage auf, warum wir in den PERRY RHODAN-Romanen so unterschiedliche Schriftgrößen haben. Die Antwort ist einfach: Mal schreiben die Autoren mehr, mal schreiben sie weniger, und wir gleichen das auf diese Weise aus.

Die Schriftgröße eines Romans hängt tatsächlich unter anderem von seinem Umfang ab: Schreibt der Autor mehr als erforderlich, müssen wir die Schrift verkleinern. Schreibt der Autor zu wenig, muss die Schrift etwas vergrößert werden – oder man erhöht den sogenannten Durchschuss, wodurch die Seiten »luftiger« werden.

Wenn zu viel Umfang vorliegt, kürzen wir manchmal die Leserkontaktseite ein, oder wir streichen das Glossar – so etwas geht jederzeit, ist aber aufwendig. Das Verändern der Schriftgröße, was in der Repro vorgenommen wird, ist am einfachsten und geht am schnellsten; da muss die Repro nicht lange mit der Redaktion palavern, sondern macht das einfach.

Es gäbe übrigens eine Alternative: Wir müssten den Autoren ihre jeweiligen Romane »einfach« so weit einzukürzen, dass sie exakt passen. Ich entschied mich in den vergangenen Jahren aber immer für diese Devise: »Lieber mehr Roman fürs gleiche Geld.«

06 Juli 2013

Neues von Uwe Anton

Das freut mich: Der erste Teil eines PERRY RHODAN-Doppelbandes, der von Uwe Anton stammt, liegt vor, ebenso der Anfang des zweiten Teiles. Der ehemalige PERRY RHODAN-Exposéautor, der nach den vergangenen Jahren intensivster Arbeit erst einmal ein wenig pausieren musste, ist damit wieder an Bord.

Sein Doppelband spielt in der Milchstraße und setzt Zellaktivatorträger in Szene. Er liefert eine Fülle von Erkenntnissen und bereitet eine Reihe von weiteren Themen vor, die den weiteren Verlauf des Zyklus bestimmen werden. So, aber mehr verrate ich jetzt wirklich nicht ... ich will ja erst einmal weiter am Manuskript lesen!

05 Juli 2013

Alt- und Neu-Rhodan

In der Zeit, in der William Voltz am ersten PERRY RHODAN-Buch arbeitete, hat er nach eigenen Angaben »halb Deutschland bereist, keinen Rasen mehr gemäht, Freunde verprellt, Kollegen verärgert, Streit mit Frau und Kindern angefangen, die Nachbarn nicht mehr gegrüßt, katastrophale Leistungen im Fußball geboten, kistenweise Bier getrunken und Zigarren geraucht«. Zumindest behauptete das der Autor auf der Leserkontaktseite, die im Herbst 1978 im PERR RHODAN-Roman 59 der vierten Auflage veröffentlicht wurde.

In einem zwei Seiten umfassenden Artikel gab er wieder, wie es ihm während der Bearbeitung der ersten fünf Bände ging. Wie er zwei Seelen in einer Brust hatte, die eine, die alles modernisieren wollte, die andere, die alles im Original lassen wollte.

Und wie er sich irgendwann mal zwei Sprachen angewöhnte: Alt-Rhodan und Neu-Rhodan ... Der Bericht liest sich heute noch richtig gut und zeigt, wie schwer es schon vor 35 Jahren war, alle möglichen Lesererwartungen und Redaktionswünsche unter einen Hut zu bekommen. Vielleicht sollten wir das alles einmal nachdrucken?

04 Juli 2013

Ein besonderes NEO-Doppel


Die Autoren sind fleißig, und ich komme nicht mehr nach ... Eigentlich muss ich heute zwei NEO-Manuskripte durcharbeiten und einen NEO-Roman für die Setzerei fertig machen – das ist nicht zu schaffen, obwohl ich echt fix bin. So schön es ist, so viel Material auf einmal zu bekommen, so sehr erschlägt es mich am heutigen Tag.

Also wird ausgewählt: Ich lese ein NEO-Manuskript und ein NEO-Exposé, ich checke meine Mails und schreibe einige Texte. Das andere NEO-Manuskript ist dann am Samstag fällig, und den NEO-Roman für die Setzerei nehme ich mir am Sonntag vor. Oder soll ich doch versuchen, heute alles ...? Schauen wir mal!

03 Juli 2013

Flucht der Solaner

Das siebte ATLAN-Taschenheft, das dieser Tage offiziell in den Handel kommt, ist echt etwas Besonderes: Es enthält den einzigen ATLAN-Roman, den der Autor und Herausgeber Wilfried A. Hary geschrieben hat. »Die Flucht der Solaner« kam als Band 515 der ursprünglichen Heftromanserie in den Handel – das ist lange her.

Ich habe ein bisschen in das frisch gedruckte Taschenheft hineingeblättert, weil ich mich ja kaum noch an die Details erinnere. Begrifflichkeiten wie das »Haus der Glitschigen« oder der »Lebkuchenmann« klingen auf jeden Fall interessant; vielleicht sollte ich den Band doch einmal gründlich und »neu« lesen ...

02 Juli 2013

Genesis-Krisen

Selbstverständlich haben wir uns etwas gedacht, als wir den Band 47 von PERRY RHODAN NEO mit dem Titel »Die Genesis-Krise« versahen. Der Roman erscheint in dieser Woche, er stammt von Christian Montillon, und es geht in ihm um Mutanten.

Allerdings kommt vieles ganz anders, als es die Leser erwarten dürften. Es ist schließlich das Neoversum, nicht das klassische Perryversum.

Als Frank Borsch die Handlung für diesen Roman konzipierte und mir die ersten Entwürfe für die Handlung erzählte, fand ich das gleich sehr packend. Allerdings wusste ich gleich, dass es Leser geben würde, die mit einigen Entwicklungen in diesem Roman nicht gerade einverstanden sein würden. Jetzt kommt er in den Handel, der Band liegt druckfrisch auf meinem Schreibtisch – und jetzt heißt es die Reaktionen der Leser abwarten ...

01 Juli 2013

Kleines Jubiläum im Blick

Das Gefühl kennt wohl jeder: Auf einmal schaut man sich überrascht um und stellt fest, wieviel Zeit schon wieder vergangen ist. So geht es mir bei manch laufendem Produkt der PERRY RHODAN-Familie. Aktuelles Beispiel: die PERRY RHODAN-Planetenromane.

Es sind nur noch wenige Tage, bis der fünfundzwanzigste Band dieser Reihe erscheint. Das finde ich gut, und wir wollen das kleine Jubiläum mit einer Presseaussendung würdigen. Heute musste ich hierzu den Pressetext »fertigbasteln«, der am Wochenende entstanden ist. Schauen wir mal, ob der Roman und die Reihe ein bisschen gewürdigt werden können ...

Noch ein Fotodokument

Ach ja ... hier noch ein Foto von der Exposébesprechung in Wattenheim. Man sieht von links: Wim Vandemaan und Christian Montillon, die beiden PERRY RHODAN-Exposéautoren sowie Sabine Kropp und Klaus N. Frick von der PERRY RHODAN-Redaktion.

Die Besprechung fand im Arbeitszimmer von Christian Montillon statt, das sehr hell und licht ist.

30 Juni 2013

Einige Worte zu Marianne Sydow


Meinen offiziellen Nachruf werde ich noch schreiben, das hier sind nur einige persönliche Worte: Am Samstag, 29. Juni 2013, habe ich erst erfahren, dass die Autorin Marianne Sydow bereits am 2. Juni verstorben ist. Nicht nur ich wurde davon völlig überrascht, sondern zahlreiche Leser – das Netz ist voll mit Nachrufen.

Ich habe Marianne Sydow vergleichsweise spät kennengelernt: erst 1995, bei einem Con in Freiburg, wo ich mit ihr und ihrem Mann frühstückte. Bevor ich bei PERRY RHODAN angefangen hatte, war sie aus dem Team ausgestiegen; wir arbeiteten also nie zusammen.

Als Leser mochte ich ihre Romane, sowohl für ATLAN als auch für PERRY RHODAN. Die Linguiden waren nie mein Fall, aber ihre Romane in diesem Zyklus mochte ich; bei ATLAN fand ich ihre Magier klasse. Sie hatte einen eigenen Stil, der ihre Romane unverwechselbar machte.

Unser direktes Verhältnis, das nicht immer einfach war, wurde in den vergangenen zwei Jahren etwas besser. Wir mailten mehrfach, wir telefonierten. Meist ging es um geschäftliche Themen: Abrechnungen, neue Projekte, Rückfragen zu laufenden Themen. Zuletzt hatten wir im Februar Kontakt – und jetzt ist sie viel zu früh gestorben.

29 Juni 2013

Veränderung pro und contra

Bei einer Veranstaltung in den 90er-Jahren – wahrscheinlich in Sinzig – sagte der PERRY RHODAN-Autor Peter Terrid: »Was ihr wollt, ist ja, dass wir immer die gleiche Geschichte erzählen, aber eben immer ein bisschen variiert.« Das sagte er nicht wörtlich, aber sinngemäß, und er meinte es ironisch. Ein Kern von Wahrheit ist aber stets dabei.

Ich merke es derzeit bei einigen Äußerungen von Lesern. Immer wieder wurde gefordert, die Autoren sollten doch einmal mutig sein und einige grundsätzliche Änderungen im PERRY RHODAN-Universum vornehmen. Der Tod von Aktivatorträgern wurde diskutiert, starke Änderungen im Handlungsverlauf sowieso.

Und jetzt? Kaum ändert sich wirklich etwas, wird beispielsweise ein »altes« Raumschiff zerstört, ärgern sich manche Leser. Einige sehen die Zerstörung des Perryversums voraus. Da frage ich mich schon: Wieviel Veränderung ist zumutbar, wieviel wird eigentlich gewünscht?

28 Juni 2013

Mein Tag in Mainz


Am gestrigen Donnerstag, 27. Juni 2013, fuhr ich im Auftrag von PERRY RHODAN nach Mainz. Drei Staus hatte ich unterwegs, den ersten davon brachte ich gleich am Stadtrand von Karlsruhe hinterher mich. Aber ich schaffte es püntklich zum Mainzer Institut für Buchwissenschaft.

Im Saal P7 des Philosophiums fanden sich einige Dutzend Studentinnen und Studenten ein, dazu einige Uni-Dozenten und PERRY RHODAN-Leser, aber auch der PERRY RHODAN NEO-Autor Christian Humberg und Gerhard Hubert, der unter anderem mal eine STELLARIS-Geschichte sowie Science-Fiction-Romane bei Bastei-Lübbe veröffentlicht hat.

Nach einleitenden Worten von Dr. David Oels erzählte ich einigs über die Geschichte der PERRY RHODAN-Serie, den Inhalt sowie die Produktionsbedingungen. Vor allem ging ich im späteren Verlauf des Vortrags auf E-Books und die Zukunft einer Science-Fiction-Serie ein. Ich hielt mich dabei sogar an das genannte Thema: »PERRY RHODAN Multimedial in die Zukunft. Wie sich die Heftromanserie in digitalen und analogen Weiten bewegt«.

Hinterher wurden viele Fragen gestellt, auf die ich so gut wie möglich Antworten gab. Meine Informationsmaterialien, die ich dabei hatte, wurden größtenteils mitgenommen; danach gingen wir noch ein bisschen essen und trinken. So kam ich recht spät aus dem Uni-Gelände hinaus, erst gegen halb ein Uhr nachts war ich wieder daheim. Trotzdem war's ein schöner Ausflug in universitäre Gefilde ...

27 Juni 2013

Den Terraner gehört


Als die PERRY RHODAN-Romane nach Band 1000 vor über dreißig Jahren in gedruckter Form erschienen, war ich als jugendlicher Leser dabei. Mittlerweile sind die Silberbände so weit gekommen: Der Silberband 119 mit dem Titel »Der Terraner« entspricht im Prinzip den ersten PERRY RHODAN-Heftromanen nach Band 1000.

Dieses PERRY RHODAN-Buch habe ich selbst nicht gelesen, obwohl ich es ursprünglich vorhatte. Aber jetzt reichte die Zeit bei mehreren langen Autofahrten doch dazu, dem entsprechenden Hörbuch zu lauschen: Es wurde von Gregor Höppner eingelesen und erschien bei Eins A Medien.

Ich fand interessant, wie Hubert Haensel die klassischen Heftromane bearbeitet und neu zusammengestellt hat: Die von mir als Jungleser nicht sonderlich geliebten Betschiden-Abenteuer kommen jetzt in der zweiten Hälfte des Hörbuchs und sind so wesentlich unterhaltsamer, als ich sie in der Erinnerung hatte.

Wie immer gibt ein Hörbuch einen anderen Eindruck wieder als ein gedruckter Heftroman oder ein gedruckter Hardcover-Band. »Der Terraner« als Hörbuch hat mir auf jeden Fall wieder viel Vergnügen bereitet – schöne PERRY RHODAN-Klassiker eben ...

26 Juni 2013

PERRY RHODAN in Mainz


Ich bin selbst gespannt, was mich erwartet, wenn ich am Donnerstag, 27. Juni 2013, nach Mainz fahre. Dort halte ich ab 18.15 einen Vortrag zu diesem Thema: »PERRY RHODAN Multimedial in die Zukunft. Wie sich die Heftromanserie in digitalen und analogen Weiten bewegt« ...

Das Konzept zu diesem Vortrag steht bislang nicht. Auf der Internet-Seite des Mainzer Institutes für Buchwissenschaft wird der Vortrag schon als »unterhaltsamer Abend« angekündigt. Da muss ich mir ja glatt Mühe geben ...

25 Juni 2013

Die »Sol« wurde 70

Druckfrisch bei mir eingetroffen: die aktuelle Ausgabe der »Sol«, der Clubzeitschrift der PERRY RHODAN-FanZentrale. Es ist die Ausgabe 70, sie erscheint im 18. Jahrgang – das allein ist schon respektabel. Gelesen habe ich das Magazin noch nicht, aber durchgeblättert. Es sieht richtig gut aus und macht auf den Inhalt neugierig.

Witzig finde ich die Beilage: Es ist ein »PR Paper«, zu deutsch ein Kartonmodell. Ich kann jetzt also einen Torbogentransmitter selbst basteln. Zumindest sieht die Bastelanleitung so aus, als ob auch jemand wie ich damit zurechtkommen könnte ...

24 Juni 2013

SOS aus dem Weltall

Schaue ich mir heute den PERRY RHODAN-Film »SOS aus dem Weltall« an, komme ich aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Der Film ist schlecht, da sind sich alle einig, aber mit dem Abstand von 45 Jahren ist einiges einfach anders zu betrachten.

Ich erinnere mich an die späten 70er-Jahren; da lief der Film sogar im Kino im heimatlichen Freudenstadt. Ich war zu jung, um ihn mir anzuschauen, aber mein Kumpel Frank – von dem ich damals haufenweise PERRY RHODAN-Romane auslieh – war drin und fand ihn klasse. Ich war 13, er war 14 Jahre alt ...

Man muss vielleicht realistisch sein: Als der Film gedreht wurde, war der inhaltliche wie technische Stand von Science-Fiction-Filmen zumeist gering. »2001« veränderte kurz darauf einiges, und in den 70er-Jahren steigerte sich das Niveau.

Vergleicht man den PERRY RHODAN-Film mit den Streifen, die zur gleichen Zeit produziert wurde, ist er gar nicht sooo schlecht. Das ändert selbstverständlich nichts an der Tatsache, dass man den Film heutzutage nur noch als Satire betrachten kann.

23 Juni 2013

Ein neuer Wim

Ich gestehe, dass ich Wim Vandemaan für ein Phänomen halte: Unser neuer Exposéautor hat noch einen »Hauptberuf«, dem er mit Energie und Engagment nachgeht, und trotzdem schafft er es, Exposés und Romane für PERRY RHODAN zu verfassen, die von einem hohen Niveau sind. Das fällt mir immer wieder auf, wenn ich Manuskripte von ihm lese.

An diesem Sonntag war ein Manuskript »fällig«, das frühzeitig eingetroffen ist, weit vor dem Abgabetermin also. Eine der Hauptfiguren ist Perry Rhodan selbst, und der Terraner wird Zeuge einer unheilvollen Veränderung – das habe ich alles mit großer Faszination gelesen. Wie das die Leser aufnehmen werden, wenn der Roman erscheint?

22 Juni 2013

Eine siebte Auflage?

Um es vorwegzunehmen: Ich glaube an Print. Ich glaube, dass viele Menschen trotz aller Digitalisierung immer noch gerne »auf Papier« lesen. Ich bin da sicher keine Minderheit: Gedruckte Bücher haben ein anderes »haptisches Erlebnis« als ein E-Book, trotz desselben Inhaltes.

Aber ich glaube nicht, dass eine siebte Auflage von PERRY RHODAN in Form eines Heftromans heute noch eine Chance hätte: nicht im wöchentlichen Erscheinen, nicht im Zeitschriftenhandel. Wer die Serie gedruckt von Anfang an lesen möchte, kann sich mithilfe der Flohmärkte sehr schnell gebrauchte Hefte besorgen oder liest die geraffte Version der Silberbände.

Für die Zukunft kann ich nichts sagen, die ist bekanntlich »wide open«: Vielleicht gibt es in absehbarer Zeit eine historisch-kritische Ausgabe in Form von Taschenbüchern: je ein Roman mit Anhang als kleinauflagiges Taschenbuch für Experten? Vielleicht gibt es in absehbarer Zeit auch eine Print-On-Demand-Auflage für diejenigen, die PERRY RHODAN unbedingt gedruckt und komplett haben möchten?

Wer weiß ... Eine klassisch gedruckte siebte Auflage am Kiosk sehe ich aber nicht.

21 Juni 2013

Kalender für 2014

Ich hatte es am Wochenende des 17. bis 19. Mai 2013 leider nicht geschafft, den Con in Garching zu besuchen. Immerhin konnte ich einen Beitrag fürs Conbuch liefern; besser als nichts. Aber von den Veranstaltern bekam ich dennoch ein schönes Geschenk, das ich heute erst so richtig würdigen kann.

Es ist ein Kalender fürs Jahr 2013: schöne Weltraumbilder, faszinierende Aufnahmen von Sternennebeln beispielsweise. Als ich den Kalender auf meinem Schreibtisch fand, war das eine sehr gelungene Überraschung für mich. Und ich werde ihn in meiner Wohnung sicher irgendwo aufhängen. Tolles Fan-Engagement!

20 Juni 2013

Die Arbeit im PRC SIRIUS


»Wir – das sind momentan fünf Jungs zwischen 14 und 17 – treffen uns jeden Mittwoch um 16 Uhr in einem Clubraum«, schrieb im Jahr 1978 ein junger PERRY RHODAN-Fan aus Graz an die Redaktion. Sein Name war Gerold Haynaly, und unter dem Namen Gerry Haynaly schreibt er jetzt für PERRY RHODAN NEO.

Veröffentlicht wurde sein Leserbrief und damit der Bericht auf der Leserkontaktseite des PERRY RHODAN-Romans »Festung Atlantis«, der Nummer 60 also, der im Spätjahr 1978 in der vierten Auflage erschien. Ausführlich erläuterte der junge Fan die Arbeit des Clubs: Briefe lesen, über die laufende Handlung diskutieren, Kurzreferate, ein Fanzine machen.

Und er schrieb über die Probleme eines solchen Clubs, man traf sich eben selten vollständig: »... weil der eine Hausaufgaben machen muß, der andere vielleicht Hausarrest hat ..« Von 1978 bis heute ist ein weiter Weg, und solche Clubs gibt es heute nicht mehr. Für die PERRY RHODAN-Szene der 70er- und 80er-Jahre waren sie unverzichtbar.

19 Juni 2013

Verenas NEO-Erstling

Menschen in Gefangenschaft und ihr Widerstand: Das ist eines der zentralen Handlungselemente in »Am Rand des Abgrunds«, der gestern am späten Nachmittag aus der Druckerei kam. Verena Themsens Roman ist der erste Beitrag der PERRY RHODAN-Teamautorin zu PERRY RHODAN NEO, und ich fand ihr Manuskript schon in der Erstfassung richtig klasse.

Die Autorin vermittelt weitere Informationen zur Gesellschaftsordnung im Arkon-Imperium, aber vor allem präsentiert sie eine Reihe faszinierender Charaktere: ungewöhnliche Menschen, die mit einer ungewöhnlichen Lage zurecht kommen müssen. Wie der zehnte Roman der laufenden Staffel »Das Große Imperium« bei den Lesern ankommt, warte ich jetzt gespannt ab ...

18 Juni 2013

Algorrian auf niederländisch

Zu den ungewöhnlichen Figuren, die Robert Feldhoff während seiner Exposéarbeit einführte, gehörten die Algorrian. Zwei Romane von Hubert Haensel stellten die »Liebenden der Zeit« vor; in diesem Doppelband wurde zudem der große Plan der Superintelligenz THOREGON vorgestellt.

Für die niederländischen PERRY RHODAN zählt das zur aktuellen Handlung: Der Doppelband 2181/2182 mit den Romanen »De Gelieftden van de Tijd« und »Het Thoregon-Plan«, deren Titel man auch ohne entsprechende Sprachkenntnisse versteht, ist unlängst erschienen. Dieses kosmische Geschehen ist somit jetzt auch in den Niederlanden angekommen ...

17 Juni 2013

Jugendmarketing 2011

Es war der 10. Dezember 2001, an dem die damalige PERRY RHODAN-Redaktion einen interessanten Besuch erhielt: Auf Einladung und gegen Honorar reiste ein »Hochkaräter« aus der Werbe-Branche an, um einen Vortrag über »Jugendmarketing« und die damit zusammenhängenden Themen zu halten. Der Vortrag war beeindruckend und ernüchternd zugleich, die Diskussion hinterher sehr spannend.

Eingeladen hatten wir zu dem Vortrag auch die Kolleginnen und Kollegen aus dem Lektorat des Moewig-Buchverlages. Diese gingen bei der erstbesten Möglichkeit wieder, weil es sie nicht interessierte. Wir blieben bis zum Ende, sprachen hinterher zudem lange mit dem Mann.

Wir lernten alle sehr viel dabei. Umsetzen konnten wir vieles davon leider nicht; aus unterschiedlichen Gründen. Aber es ist immer wieder hilfreich, sich von Menschen »von außerhalb« einige zusätzliche Ideen unterbreiten zu lassen ...

16 Juni 2013

Was ist mit der SOL?

Seit ich für PERRY RHODAN arbeite, gibt es eine Art von Leserfragen, die immer wieder kommt: »Was ist mit XXX los?« Oder auch: »Wo ist YYY?« Immer werden irgendwelche Figuren, Völker oder Raumschiffe vermisst.

Das gilt insbesondere für auffällige Raumschiffe wie beispielsweise die SOL. Seit sie im Aphilie-Zyklus erstmals eine Rolle in der PERRY RHODAN-Serie spielte, tauchte das Hantelraumschiff immer wieder auf: mal verändert, mal mit einer neuen Besatzung, mal in einer anderen Galaxis. Und als Leser fand ich das stets faszinierend.

Die Frage nach der SOL haben wir uns in der letzten Exposébesprechung ebenfalls gestellt. Nur so viel: Wie haben die SOL und ihre Besatzung nicht vergessen. Aber im laufenden Handlungszyklus um das Atopische Tribunal wird sie so schnell auf jeden Fall nicht auftauchen.

15 Juni 2013

Frank und Perry


Zur heutigen Lektüre gehört PERRY RHODAN NEO 50. Ohne viel über den Inhalt verraten zu wollen: Der Roman stammt von Frank Borsch, der es sich als Exposéautor natürlich nicht nehmen lassen hat, das »kleine Jubiläum« selbst zu verfassen. Ich weiß, welche thematischen Höhepunkte der Autor eingebaut hat, und bin trotzdem sehr gespannt darauf, wie er seine eigenen Ideen umgesetzt hat.

Selbst bin ich nach wie vor beeindruckt, dass NEO schon den Band fünfzig erreicht hat. Damit haben viele Kritiker am Anfang nicht gerechnet – der Ideenreichtum der Autoren und die Begeisterung der Leser hat die Serie jetzt zu diesem Mini-Jubiläum gebracht. Starke Leistung!

14 Juni 2013

Er modernisierte das Perryversum

Ein Logbuch der Redaktion

(Dieses Logbuch erschien bereits im Conbuch für den GarchingCon im Mai 2013. Auf dieser Internet-Seite sollten wir es aber auch bringen – es hat schließlich viel mit unserer Arbeit zu tun ...)

Das PERRY RHODAN-Universum, von den Fans häufig als Perryversum bezeichnet, hat sich in den über fünf Jahrzehnten seines Bestehens, immer wieder verändert. Es bildeten sich andere Schwerpunkte aus, es wurden andere Geschichten erzählt. Für die meisten Änderungen zeichneten Autoren verantwortlich: Karl-Herbert Scheer, William Voltz, Ernst Vlcek, Robert Feldhoff und Uwe Anton zählen zu jenen, die mit ihren Romanen und Ideen dem Perryversum immer neue Facetten hinzugefügt haben.

Es gibt darüber hinaus einen Mann, der ebenfalls viel für das Perryversum getan und es sehr geprägt hat: Dabei handelt es sich um Eckhard Schwettmann, dessen Name seit Mitte der 90er-Jahre für PERRY RHODAN-Marketing und für Bücher über PERRY RHODAN steht. Seine Rolle für die neuere Geschichte der Serie und ihres Umfeldes ist groß, und es ist sinnvoll, sie an dieser Stelle einmal zu würdigen.

Eckhard Schwettmann kam im Sommer 1996 als Marketingleiter zur Verlagsunion Pabel-Moewig, in einer Zeit also, in der viel um den Kurs der PERRY RHODAN-Serie diskutiert wurde. Unter dem Dach des Moewig-Buchverlages sollte die Serie weg vom Heftroman und hin zum Buch entwickelt werden, darüber hinaus ging es darum, sie zu modernisieren und in neue Medien zu führen.

Das war ideal für Eckhard Schwettmann, der zuvor jahrelang in der Musik-Branche gearbeitet hatte. Voller Energie und Tatkraft stürzte er sich auf seine Aufgabe: PERRY RHODAN, bis zu diesem Zeitpunkt vor allem als Print-Produkt bekannt, tauchte auf einmal in Form von Musik-Produktionen auf. Die bisher schleppend verlaufenden Versuche, PERRY RHODAN als Computerspiel zu veröffentlichen, wurden von ihm forciert; es gab eine ganze Reihe von neuen Produkten, die im weitesten Sinne mit der Vermarktung der Serie zu tun hatten.

Besonders wichtig: Eckhard Schwettmann war der erste, der überhaupt PERRY RHODAN als eine »Marke« begriff; er pflanzte den Markengedanken in die Hirne der Redaktion und des Autorenteams. Der Markengedanke sollte über allem stehen, und die Serie sollte sich konsequent und kontinuierlich in alle wichtigen Richtungen entwickeln. Er verortete PERRY RHODAN im Bereich der Popkultur, stellte die Serie in neue Zusammenhänge und verlieh ihr so ein frisches Image.

Der Erfolg gab ihm recht. Zahlreiche neue Publikationen erschienen, die Serie florierte und entwickelte sich. Wurde PERRY RHODAN     im Jahr 1995 noch von zwei Personen betreut, nämlich von Sabine Bretzinger und Klaus N. Frick, waren es Ende der 90er-Jahre bereits fünf; im Jahr 2001 kamen Redaktion und Marketing von PERRY RHODAN auf insgesamt sieben Personen. Mit dieser »Manpower« ließ sich einiges bewegen.

Eckhards Ideen stießen an »höherer Stelle« auf große Aufmerksamkeit. Bereits 1999 wurde er zum Verlagsleiter für die Moewig-Buchverlage ernannt, er war damit gleichberechtigt mit dem Verlagsleiter für den gesamten Zeitschriftenbereich. Als Buchverlagsleiter kümmerte er sich natürlich weiterhin um PERRY RHODAN, stieß aber jetzt zusätzliche Impulse im Buchgeschäft an. Moewig sollte stärker in die Mediengesellschaft verankert werden, wozu beispielsweise Pressekonferenzen gehörten oder eben auch Bücher, die außerhalb des »normalen« Buchgeschäfts funktionieren sollten.

2001 verließ Eckhard den Verlag, wechselte für einige Zeit ins Filmgeschäft, um sich dann vor allem um Bücher aller Art zu kümmern. Er war für Verlage wie Humboldt und Hannibal tätig, um nur einige zu nennen, und brachte die zwei Bereiche zusammen, die sein berufliches und privates Leben am meisten prägten: Popkultur im weitesten Sinne und Bücher.

Mit seinem fulminanten Prachtband »Der Allmächtige« setzte er Maßstäbe in Sachen PERRY RHODAN-Berichterstattung. Wer seitdem über die größte Science-Fiction-Serie der Welt spricht oder schreibt, muss dieses Mammutwerk kennen.

Seit einiger Zeit betreibt er weitere Projekte, diesmal nicht als Autor, sondern als Herausgeber. Drei Bände der »PERRY RHODAN-Chronik« sind wohl bereits erschienen, wenn der GarchingCon läuft; die »Johnny-Bruck-Biografie« würdigt darüber hinaus den wichtigsten Science-Fiction-Künstler des deutschsprachigen Raumes.

Das alles sind nur Streif- und Auszüge. Man könnte über Eckhard Schwettmann viel mehr schreiben und erzählen. Wer ihn kennt, weiß genügend Anekdoten und Berichtenswertes, das als Ergänzung dienen kann. Aber dass er mit seinen Arbeiten seit vielen Jahren für PERRY RHODAN streitet und aktiv ist, das wird ihm für immer einen Platz in der Chronik des Perryversums verschaffen – ein ganz spezieller Zellaktivator aus Gedanken, Ideen und Visionen ...

13 Juni 2013

Ein Tag mit NEO

Am heutigen Tag arbeite ich wieder einmal zu Hause. Der Grund ist einfach: Ich habe derart viele Manuskripte und Exposés zu lesen, bin das kann ich nur einigermaßen in Ruhe machen, wenn ich daheim bin. Kein Telefon klingelt, und niemand betritt mein Büro, und bei schönem Wetter kann ich mich auf den Balkon setzen.

Wobei die Lektüre sowieso schön in die Zukunft weist: Es geht um PERRY RHODAN NEO, es geht um die Handlung der nächsten Staffel, und es geht vor allem um den fünfzigsten Roman. Dieser kommt ja immer schneller auf uns zu, und rings um diesen Band haben mir die Autoren schon einiges an Lesestoff zur Verfügung gestellt. In einem Fall bin ich selbst schon sehr gespannt, weil der Autor sehr viel an »Eigenentwicklungen« entworfen hat, die ich nicht kenne ...

12 Juni 2013

Sechs Monolithen im Grünband

Dieser Tage trafen die Belegexemplare von Bertelsmann ein: »Sprung ins Jenseits« von Achim Mehnert liegt jetzt auch als Hardcover vor. Die Kollegen vom dortigen Abo-Dienst haben damit den sechsten Band des »Monolith«-Zyklus in Form der sogenannten Grünbände veröffentlicht – damit ist der Zyklus in seiner zweiten Ausgabe abgeschlossen.

Das macht mich vor allem deshalb stolz, weil ich an diesem ATLAN-Zyklus mitgewirkt habe. Zwar schrieb ich weder den Roman noch das Exposé, aber ich hatte einige Ideen zum Konzept beigesteuert. Dass daraus dann zuerst sechs Taschenbücher und sechs Hardcover-Bände wurden, schmeichelt meinem Ego und erfreut hoffentlich die Leser.

11 Juni 2013

Wiener Dreierpack

Ein Logbuch der Redaktion

Dass PERRY RHODAN-Autoren einen Doppelband verfassen, also zwei Romane hintereinander, die zudem in einem inhaltlichen Zusammenhang stehen, ist nichts besonderes. Das kommt seit vielen Jahrzehnten immer wieder vor und erfreut sich großer Beliebtheit bei Autoren wie Lesern: Eine komplexe Handlung lässt sich über zwei Romane hinweg besser erzählen, die erzählerische Breite ermöglicht es zudem, Charakteren mehr Raum zu geben. Dass Autoren aber gleich drei Bände hintereinander schreiben, ist sehr selten.

Wenn alle Informationen stimmen, war Kurt Mahr jener Autor, der dies zum letzten Mal schaffte: Von ihm stammen die Bände 1159 bis 1161 – und das ist fast dreißig Jahre her. Umso interessanter ist deshalb der »Dreier-Block«, den Michael Marcus Thurner geschrieben hat und der in den nächsten Wochen unter den Bandnummern 2704 bis 2706 erscheinen wird. Sein Thema ist zudem eines, das bei den Lesern auf großes Interesse, aber nicht unbedingt auf große Gegenliebe stoßen wird ...

Das zeigt sich schon beim Titel des ersten Romans, der die Nummer 2704 trägt. In »Die Rückkehr der JULES VERNE« spielt ein Raumschiff eine wichtige Rolle, mit dem Perry Rhodan selbst schon durch Raum und Zeit gereist ist. Dieses Schiff und seine Besatzung stehen im Zentrum eines durchdachten Plans. Eine der Hauptpersonen des Romans ist darüber hinaus Reginald Bull, seit der Mondlandung ein Wegbegleiter Perry Rhodans; als weiterer Handlungsträger tritt unter anderem ein Geheimagent mit allerlei Problemen auf.

Der Autor, dem das Schreiben an der Trilogie – der Ausdruck ist hier angebracht – sichtlich Spaß gemacht hat, äußerte sich in seinem privaten Blog dazu: »Drei Heftromane haben in etwa die Länge eines PERRY RHODAN-Taschenbuchs, von denen ich schon einige geschrieben habe. Man könnte also glauben, dass ich problemlos damit zurechtkommen würde.« Immerhin soll jeder Roman einen eigenen Spannungsbogen haben, so dass er auch für sich allein stehen kann – und die drei Bände zusammen sollen wiederum eine zusammenhängende Geschichte erzählen.

Der Autor wechselt im Lauf seiner Trilogie durchaus die Perspektive: In Band 2705, der den schönen Titel »Die Sippe der Würdelosen« trägt, stellt er eine recht ausgefallene Gruppe von Lemurer-Abkömmlingen vor, und er präsentiert mit dem geheimnisvollen »Marschall« erstmals einen Handlungsträger, von dem man im Verlauf der weiteren Zyklushandlung wohl noch mehr hören wird.

Den Höhepunkt und Abschluss der Trilogie bildet dann – wie es sich gehört – der Abschlussband: Das ist Band 2706 mit dem programmatisch klingenden Titel »Sternengrab«. Ich fand das Manuskript schon bei der Lektüre sehr spannend, und ich bin sicher, dass es auch bei den Lesern auf große Zustimmung stoßen wird.

»Für mich persönlich ist diese Trilogie auf jeden Fall ein Highlight meiner bisherigen Karriere als Mitglied des PERRY RHODAN-Teams«, schreibt der Autor in seinem Blog. Damit hat er komplett recht: Die Trilogie ist auch ein Highlight der gesamten PERRY RHODAN-Serie und liefert für den aktuellen Handlungszyklus »Das Atopische Tribunal« einen echten »Kracher«.

Den sollte sich kein Leser entgehen lassen: weder als gedrucktes Heft am Kiosk oder im Abonnement noch als E-Book oder Download-Hörbuch!

10 Juni 2013

Die letzten Tage Lemurias

Ein Logbuch der Redaktion

Dass ich Hörbücher mag, habe ich schon oft genug an dieser Stelle erzählt. »Meine« Science-Fiction-Serie wird mir damit noch vertrauter, als sie es sowieso schon ist ...

In den vergangenen Tagen und Wochen beschäftigte ich mich intensiv mit einem PERRY RHODAN-Hörbuch, zu dem ich die gedruckte Vorlage nicht kannte. Gemeint ist »Die letzten Tage Lemurias«, der fünfte Teil des LEMURIA-Zyklus, den Thomas Ziegler verfasst hat. Das Taschenbuch erschien im Februar 2005 im Heyne-Verlag, das Hörbuch ist von 2012 und wurde von Eins A Medien verlegt.

Ich ließ mich von Josef Tratniks einprägsamer Stimme in Hörbuch: »Der letzte Tag Lemurias«eine packende Geschichte entführen. Sie vor allem aus der Sicht eines Haluters erzählt, führt in ihrem Verlauf aber immer stärker einen lemurischen Wissenschaftler ins Zentrum des Geschehens. Der Haluter ist Icho Tolot, seit seinem ersten Auftauchen in einem PERRY RHODAN-Roman untrennbar mit dem Perryversum verbunden.

Den Aktivatorträger verschlägt es in die Vergangenheit – genauer gesagt, kommt er rund 50.000 Jahre vor der »Realzeit« heraus. Er sieht sich mit dem fürchterlichen Krieg zwischen den Lemurern und den Bestien konfrontiert. Tolot wird Augenzeuge fürchterlicher Massakker und Schlachten. Die Lemurer als Vorfahren der Menschheit und die Bestien als Vorfahren »seiner« Haluter bedeuten Icho Tolot jeweils sehr viel, und es fällt ihm schwer, sich eindeutig für eine Seite zu entscheiden. Doch irgendwann greift er auf der Seite der Lemurer ein, obwohl er Angst vor einem Zeitparadoxon hat.

Ich fand die Geschichte beim Anhören beeindruckend, nicht nur wegen Josef Tratniks Stimme. Der LEMURIA-Zyklus, der nach Exposés von Hubert Haensel entstanden war, wurde damals vor allem von Frank Borsch redaktionell betreut. Ich schmökerte die Manuskripte der ersten vier Romane durch, während ich die Romane fünf und sechs aus verschiedenen Gründen nicht mehr las – für mich war es also tatsächlich ein neuer Stoff.

Beeindruckend war beim Anhören für mich, dass es sich um Thomas Zieglers letzten Roman handelte. Wir hatten uns damals mehrfach über einen Wiedereinstieg bei PERRY RHODAN unterhalten. Im Jahr 2004 kam sein erster Heftroman nach einer Pause von fast zwanzig Jahren heraus; zusätzliche Romane sollten folgen. Der Autor verfasste einen weiteren Heftroman und das Manuskript von »Die letzten Tage Lemurias«, und wir beide waren mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden.

Dann kam der September 2004 und Thomas Zieglers viel zu früher Tod; er wurde nur 47 Jahre alt. Ein halbes Jahr nach seinem Tod erschien der LEMURIA-Roman bei Heyne; es war mir damals, als sei es sein literarisches Vermächtnis.

Immer wieder geht es in »Die letzten Tage Lemurias« um den Gedanken, ob manche Bemühungen um Leben und Hoffnung nicht völlig aussichtslos sind. Der Wissenschaftler Levian Paronn sucht verzweifelt nach einer Möglichkeit, durch die Zeit zu reisen, um die Gefahr durch die Bestien zu bannen. Der Haluter Icho Tolot weiß, dass er schon einmal durch die Zeit gereist ist und es wieder tun muss, aber er möchte nicht das Universum verändern. Die Lemurer kämpfen verzweifelt um ihre Zukunft, und die Bestien folgen mit kalter Strategie den Befehlen ihrer Auftraggeber.

Icho Tolot erkennt im Verlauf des Romans irgendwann: Man muss Stellung beziehen, man kann nicht zuschauen, wenn Dinge passieren, die einem nicht liegen. Deshalb handelt der monströs wirkende Haluter in Thomas Zieglers Roman unterm Strich menschlicher als viele Menschen – womit der spannende und abwechslungsreich erzählte Roman tatsächlich eine philosophische Komponente aufweist.

Während ich der Geschichte lauschte, wurde mir erneut bewusst, wie früh Thomas Ziegler gestorben war. Mit »Die letzten Tage Lemurias« hat er einen Roman hinterlassen, der die PERRY RHODAN-Historie um wichtige Punkte bereichert – und in der Hörbuchfassung wird das Geschehen in der irdischen Vergangenheit noch spannender erzählt. Beeindruckend!

09 Juni 2013

Ein Tag in Wattenheim

Der heutige Sonntag, 9. Juni 2013, folgte einer klaren Mission: Sabine Kropp und ich fuhren nach Wattenheim, einem Dorf in Rheinland-Pfalz, wo wir uns mit Wim Vandemaan und Christian Montillon zu einer Exposé-Besprechung trafen. Tagungsort war die Montillon-Wohnung, die sich für solche Zwecke ganz gut eignet; sie liegt zwar nicht unbedingt zentral, aber zumindest für uns von der Redaktion ist die Anreise überschaubar.

Thema waren die laufenden Exposés und Handlungsideen, auch die Diskussion dazu, wie der neue Zyklus angelaufen war. Wir schauten uns Leserkritiken und Leserlob an, und wir sprachen vor allem darüber, wie sich die Handlung bis Band 2749 und vor allem bis Band 2799 gestalten wird. Angesichts der Ideenvielfalt ist mir für die Zukunft des laufenden PERRY RHODAN-Zyklus nicht bange ...

08 Juni 2013

Geburtstag eines guten Freundes

Der 8. Juni 1936 war kein besonders auffälliger Tag, sieht man von einem Umstand ab: An diesem Tag kam in der kleinen Stadt Manchester im US-Bundesstaat Connecticut ein gewisser Perry Rhodan auf die Welt. Später landete er als erster Mensch auf dem Mond und traf auf die Außerirdischen.

Zumindest im Universum der PERRY RHODAN-Serie, in der Zukunft der Neuen Galaktischen Zeitrechnung, dürfte der 8. Juni 1936 ein Datum sein, das in den Geschichtsbüchern steht. In der realen Welt des Jahres 2013 in unserem Universum ist es kein Jubiläum.

Für mich ist es wie der Geburtstag eines guten Freundes. Den guten Perry kenne ich nun schon lange ... und ich werde heute abend wohl ein Glas Wein auf ihn trinken. Auf den alten Terraner!

07 Juni 2013

Die Terminatoren und zwei Protokolle

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Die erste Exposékonferenz im Jahr 1999 war am Abend des Montags, 8. Februar, mit einigen Gläsern Bier zu Ende gegangen. Tatsächlich hatten wir in diesen Stunden auch einige halbwegs vernünftige Gespräche geführt, am Ende hatten wir vor allem gealbert. Das machte mit den beiden Autoren immer viel Spaß; die beiden waren witzig, kamen bei den Gesprächen von einem Thema auf das andere und hatten aufgrund ihrer unterschiedlichen Herkunft auch stets Themen, die Anreize für weitere Witze boten.

Wir setzten uns am Abreisetag noch einmal zusammen: Ein wenig verkatert trafen sich Robert FeldhoffErnst Vlcek und ich im Frühstückssaal des Hotels. Wir trugen die bisherigen Fakten zusammen und entwarfen einige weitere Ideen.
Unter anderem kam das Konzept der sogenannten Terminatoren auf – das war selbstverständlich nur ein Arbeitsbegriff. Perry Rhodan sollte vor Band 2000 noch einmal über die Brücke in die Unendlichkeit gehen und die Leiche eines Unbekannten finden, eines Terminatoren. Dieses Volk sollte aber erst im Band 2050 auftauchen, und dann mit einem Paukenschlag.

Zitat aus dem Protokoll: »Sie kommen aus einer anderen Gruppe von Galaxien, die sich von der Vormundschaft der Kosmokraten und Chaotarchen befreit haben. Sie benutzen ebenfalls die Brücke über eine Milliarde Lichtjahre hinweg und wollen Kontakt zu Thoregon, sind aber mega-aggressiv gegen die Kosmokraten, wollen Thoregon mit Gewalt auf ihre Seite bringen.«

Perry Rhodan müsse dann mit einigen Begleitern direkt zu den Terminatoren reisen. Bei dieser Reise sollte sogar ein Protagonist von der Brücke fallen. »Was passiert eigentlich in einem solchen Fall?«, steht als Frage im Protokoll.

Ich brachte beide Autoren zum Bahnhof; von dort aus fuhren sie gemeinsam nach Frankfurt, wo sie sich trennten: Ernst flog nach Wien, Robert fuhr mit der Bahn weiter nach Norden. Und ich setzte mich zu Hause an meinen Computer und begann gleich damit, die Protokolle zu schreiben.

Wobei es in diesem Fall auch darum ging, die Marketing-Fakten aufzubereiten. Mit Eckhard Schwettmann hatte ich vereinbart, dass er nach jeder Besprechung die wesentlichen Fakten erhalten sollte – dann konnte er sich Gedanken dazu machen, wie die Anzeigen auszusehen hatten, wie man Werbung platzieren konnte oder welche Slogans sich anboten.

So notierte ich in tabellarischer Form unter anderem:

»Der Sohn Perry und Mondra Rhodans ab Band 1998 heißt Delorian.

Perry Rhodans Titel nach Band 2000: Resident.

Die große Mutantenschule heißt Metadom.

Der Bösewicht nach Band 2000 heißt Morkhando.«

Man beachte: Ich sprach von Mondra Rhodan ... Und nirgends war von einem Solaren Residenten die Rede, sondern nur von einem Residenten. Aber für die ersten Marketing-Überlegungen sollte das genügen, dachte ich.

Darüber hinaus skizzierte ich in dem Arbeitspapier für die Marketing-Abteilung, was wir uns zur Solaren Residenz, zum Restaurant Marco Polo und anderen Dingen ausgedacht hatten. Im Hinterkopf hatte ich damals zum wiederholten Mal die Schwettmann-Pläne, irgendwann eine »PERRY RHODAN-Erlebnisgastronomie« zu starten.

Nachdem ich mit dem Marketing-Protokoll fertig war, ging es an unser internes Protokoll – und dann an das Rundschreiben für das Autorenteam. Die Kolleginnen und Kollegen wollten ebenfalls so schnell wie möglich wissen, wie es mit der Handlung weitergehen sollte.

Gleich im ersten Satz, den ich an die Autoren richtete, entschuldigte ich mich gewissermaßen schon: »Bei der Konferenz in Karlsruhe haben Ernst Vlcek, Robert Feldhoff und ich eine Vielzahl von Details besprochen, die hier in dieser Zusammenfassung gar nicht alle auftauchen können.« Ich verwies auf mein »internes« Protokoll, das bereits sechs Seiten umfasste; mein Protokoll für die Autoren hatte abschließend ebenfalls einen Umfang von zwei Seiten.

Dann aber reichte es mir: An diesem Tag arbeitete ich nicht mehr lange und entschloss mich, lieber Feierabend zu machen. Drei Tage Exposékonferenz steckten mir ziemlich in den Knochen ...

06 Juni 2013

Stadt der Freien

Mit einem eleganten und zugleich beeindruckenden Roboter auf dem Titelbilder wartet das sechste ATLAN-Taschenheft auf: »Stadt der Freien« liegt seit gestern bei mir auf dem Schreibtisch und gefällt mir sehr gut. Arndt Drechsler hat ein absolut gelungenes Bild abgeliefert – da können der Zeichner, der Autor und die Redaktion stolz sein.

Apropos Autor: Enthalten sind zwei klassische ATLAN-Heftromane von H.G. Ewers. »Robotstadt« und »Bezirk der Geister« sind voller skurriler Gestalten und absurder Ideen, teilweise witzig, teilweise spannend. Ich weiß noch, dass ich die ursprünglichen Romane damals sehr gern gelesen habe.

Mit diesem Band hat ATLAN übrigens schon das erste Halbjahr »geschafft«. Im Januar kam Band eins heraus, jetzt liegt schon das sechste Taschenheft vor. Gratulation an Sabine Kropp als Redakteurin und Rüdiger Schäfer als Bearbeiter: toll gemacht!

05 Juni 2013

Morkhando, Terra und ein Sohn

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

An diesem Montag, 8. Februar 1999, ging es weiter um die PERRY RHODAN-Handlung nach Band 2000. Ernst Vlcek und Robert Feldhoff überschlugen sich mit Ideen und Vorschlägen, die nicht unbedingt alle zusammenpassten. Ich kam zeitweise mit dem Notieren von Gedankenblitzen nicht nach und strich immer wieder irgendwelche Notizen durch, weil sie von neuen Überlegungen umgeworfen worden waren. Der Kaffee beflügelte, die beiden Exposéautoren schaukelten sich immer weiter auf.

Eine der Überlegungen dieses Nachmittags betraf einen wesentlichen Gegenspieler, den die Terraner nach Band 2000 in der Milchstraße haben sollten. Sein Name sollte Morkhando sein, und wir wollten, dass er im Bereich des Kristallimperiums mit seiner »Arbeit« beginnen sollte. Wer gegen ihn aktiv vorgehen wolle, müsse also ins Zentrum Arkons vorstoßen – damit könne ein konsequenter Konflikt zwischen Terranern und Arkoniden aufgebaut werden.

Zum Hintergrund Morkhandos formulierte ich im Protokoll: »In der Vergangenheit hat das Urwesen Morkhando gegen die Kosmokraten verloren, nachdem Morkhando das erste Thoregon vernichtet hat.«

Offensichtlich war uns aber nicht klar, ob es ein Morkhando gibt oder mehrere Morkhandos geben sollte; das Protokoll ist hier recht undeutlich: »Nach seiner Vernichtung gingen die Morkhando-Wesen alle in Raumschiffe und waren seither in einer Art Stasisfeld einige Millionen Jahre unterwegs. Sie tauchen jetzt in der Gegenwart auf.«

Immerhin sollte die Morkhando-Gefahr bereits in Band 2000 eine Rolle spielen. Wir wollten den Wissenschaftler Tautmo Aagenfelt in einer Szene als Attentäter wider Willen einsetzen, der Perry Rhodan töten möchte. Später sollte man »Raumschiffe mit vielen Leichen an Bord« finden, »die durch den Leerraum der Milchstraße treiben.«

Die SOL und ihre Besatzung sollte erneut eine Rolle spielen: Das Schiff sollte nach unseren Überlegungen mit Band 2049 aus der Vergangenheit zurückkommen, um dann die wesentlichen Informationen über Morkhando an Perry Rhodan weiterleiten zu können. Die vielen Skizzen zu Morkhando wurden allesamt später nicht übernommen; Robert Feldhoff übernahm allerdings einige Ideen für seine Konzeption von Morkhero Seelenquell, jenes Wesen, das versucht, zur Superintelligenz zu »reifen«.

Nach all diesen Diskussionen und Gesprächen waren wir ein wenig ausgelaugt; es war sowieso bereits 18 Uhr. Wir legten eine Pause ein. Ich brachte Robert Feldhoff und Ernst Vlcek zum Hotel, ging von dort aus nach Hause, wo ich mich ein wenig ausruhte.

Sabine Bretzinger und ich hatten uns verabredet – und ich hatte den Termin falsch notiert. So kam es, dass Sabine viel zu lange auf mich und die Autoren warten musste. Sie war entsprechend »angesäuert«, wurde dann aber vom Charme der beiden Autoren wieder milder gestimmt. Wir gingen in eine Pizzeria, die sich strategisch geschickt zwischen dem Hotel und meiner Wohnung befand. Dort machten wir nach einiger Zeit mit mehr oder weniger ernsthaften Diskussionen über den Inhalt weiter.

Ernst Vlcek wollte beispielsweise unbedingt, dass Perry Rhodans Sohn den Namen »Hubert« tragen sollte, selbstverständlich eine Anspielung auf den PERRY RHODAN-Autor Hubert Haensel. In einer harten Diskussion setzten sich Robert und ich durch: Der Rhodan-Sohn sollte den bereits definierten Namen Delorian auf jeden Fall behalten; dies war eine Anspielung auf die Science-Fiction-Trilogie »Zurück in die Zukunft«.

Delorian sollte ein besonderes Kind sein: geboren in Alashan, jenem Teil Terranias, den es in die ferne Galaxis Segafrendo verschlagen sollte. Er sollte in Terrania aufwachsen und besonders begabt sein: »Delorian hat die höchsten Psi-Werte, die man bisher messen konnte – aber er kann nichts davon anwenden, er hat keine aktive Gabe.«

Bei Ernst Vlcek kamen in solchen Fällen immer wieder Ideen auf den Tisch, die ein wenig wie Horror wirkten: »Beim Erwachen nach der Geburt macht das Kind sofort die Augen auf. Kann sofort sehen.« Wir legten aber fest, dass Delorian »Hyperwellen empfangen« sollte, wobei wir den Inhalt dieser Wellen und ihre Eigenschaften nicht definierten.

Immer wieder während seiner Kindheit und Jugendzeit sollte er »gewissermaßen ausgeschaltet« werden, »als ob er ohnmächtig wäre«. In dieser Zeit könnte er zwar noch atmen, sei aber nicht in der Lage, aktiv zu denken. Irgendetwas geschehe mit ihm, aber niemand wisse, was dies genau sei. So wollten wir eine Reihe von Geheimnissen um Delorian auftürmen, die wir peu à peu lösen wollten. (Dass sich später jegliche PERRY RHODAN-Geschichte um Delorian in eine völlig andere Richtung entwickeln sollte, war um diese Zeit niemandem bewusst – aber so ist es stets mit solchen Überlegungen.)

Noch einmal diskutierten wir über den Namen des Bösewichtes; dabei wurde fleißig geblödelt. Er sollte »Tausendsassa« heißen, forderte Ernst Vlcek, und Robert Feldhoff schlug vor, wir sollten die Romanhandlung auch in das Sternbild »Großer Dackel« verlagern. Mit jedem Bier wurden wir lustiger und lauter, und die Notizen, die ich auf meinen Block krakelte, wurden nicht unbedingt besser lesbar. Es war eine sehr interessante Exposébesprechung an diesem Spätabend des 8. Februar 1999 ...

04 Juni 2013

Mutanten in Not

Wenn ich mittlerweile nach all den Jahren eines gut einschätzen kann, sind es Resonanzen der PERRY RHODAN-Leser auf gewisse Motive. Und wenn ich mir PERRY RHODAN NEO 45 anschaue, der heute druckfrisch auf den Tisch kam, weiß ich im voraus, dass viele Leser das Titelbild und damit den Roman ablehnen werden, weil eine sportliche Aktivität zu sehen ist ...

Der Roman heißt »Mutanten in Not«, er wurde von Leo Lukas verfasst, und das Cover stammt von Dirk Schulz. Es geht tatsächlich unter anderem um ein sportliches Ereignis: ein Rugby-Spiel zwischen Naats und Menschen. Aber darüber hinaus spielen Mutanten und ihre Schicksale sowie einen geheimnisvolle Mordserie eine wichtige Rolle.

Mir hat der Roman bei der Lektüre sehr gut gefallen: Er ist sehr abwechslungsreich, und der Autor erzählt temporeich. Das eigentliche Spiel ist nicht sooo handlungstragend, wie manche befürchten werden – da sollte sich also niemand aufregen. Es muss sich im übrigen auch niemand aufregen ...

03 Juni 2013

30 Jahre mit Arndt Ellmer

Ein Logbuch der Redaktion

Als am 10. Oktober 1983 der Roman »Der Erwecker« erschien, dachte wohl nicht einmal der Autor selbst an die Möglichkeit, dass er dreißig Jahre später immer noch für die größte Science-Fiction-Serie der Welt schreiben würde. »Der Erwecker« trug die Bandnummer 1155, gehörte zum Zyklus »Die Endlose Armada« und stellte unter anderem einen Physiker und einen Matten-Willy ins Zentrum des Geschehens.

Damit fiel der Autor auf. Sein Name war Arndt Ellmer. Er zählt jetzt – auch wenn wir gerade einmal Frühsommer haben – seit dreißig Jahren zum PERRY RHODAN-Autorenteam. Das ist nicht falsch gerechnet: Der Autor hat schließlich schon einige Monate vor der Veröffentlichung an dem Roman gearbeitet; also jährt sich sein Einstieg irgendwann im Frühsommer 2013.

Davor war er allerdings bereits aktiv. 1980 kam sein erstes Arndt EllmerPERRY RHODAN-Taschenbuch heraus, 1981 erfolgte sein Einstieg bei ATLAN, und davor veröffentlichte er Kurzgeschichten und andere Beiträge in Fan-Zeitschriften.
Wann ich selbst Arndt Ellmer – der ja mit bürgerlichem Namen Wolfgang Kehl heißt – kennengelernt habe, weiß ich nicht mehr genau. Wir liefen uns irgendwann in der Mitte der 80er-Jahre über den Weg, sicher bei einem Con. Er besuchte gern Fan-Veranstaltungen, schließlich kam er selbst aus der Fan-Szene, und er war sich nie zu schade, mit Fans zu diskutieren.

Kein Wunder, dass er seit über zwanzig Jahren die Leserkontaktseite betreut. Er hatte schon früher das Ohr am Herz der Leser, und das ist so geblieben. Arndt Ellmer ist eine Säule des PERRY RHODAN-Teams, einer derjenigen, die das »große Schiff« auf Kurs halten und die regelmäßig ihre Romane veröffentlichen.

Ich werde beispielsweise nie vergessen, wie oft uns Arndt Ellmer aus der Patsche geholfen hat. Der Autor gehört zu den Menschen, die einfach helfen, wenn Not am Mann ist, die im Zweifelsfall nicht lange diskutieren, sondern einem tatkräftig zur Seite stehen. Das war beispielsweise dann der Fall, wenn ein Kollege ausfiel und Arndt kurzfristig einen Roman »dazwischen« schreiben musste.

Und man darf auch nicht vergessen, dass er zu Zeiten, als vom Verlag die Fan-Kontakte eher kritisch beäugt wurden, stets die PERRY RHODAN-Fahne auf der Frankfurter Buchmesse hochgehalten hat. Schon Ende der 80er- und zu Beginn der 90er-Jahre war er auf der Messe anwesend, plauderte mit Fans, informierte interessierte Passanten über aktuelle Entwicklungen bei der PERRY RHODAN-Serie und tat all diese Dinge, die heute von der Redaktion erledigt werden.

Ein Autor schreibt gern über Dinge, die ihn interessieren. Schaut man sich dann die Figuren an, die Arndt Ellmer im Verlauf seiner Arbeit gerne beschreibt, wird einem klar: In dem Mann verbirgt sich ein schräger Physiker. Immer wieder schrieb und schreibt er über seltsame Außerirdische und merkwürdige Menschen, die er in manchmal absurde Situationen führt. Man muss fairerweise sagen, dass nicht jeder den Humor von Arndt Ellmer mag – aber seine Figuren und seine Geschichten haben Witz, und sie finden seit dreißig Jahren ihre Fans.

Arndt Ellmer ist unser »Altautor«, auch wenn er sich selbst kaum so sehen wird. Alt genug dafür ist er sowieso nicht ... aber er ist am längsten dabei. Und ich würde mich freuen, wenn er weiterhin mit ungebremster Schaffenskraft dabei bliebe, gerne weitere Jahrzehnte.

Herzlichen Glückwunsch zu dreißig Jahren PERRY RHODAN, lieber Arndt!

02 Juni 2013

Die üblichen Berge

Gehe ich in Urlaub, habe ich zweimal Stress: vorher und nachher. Damit geht es mir nicht anders wie Millionen anderer Arbeitnehmer auch. Und ich will mich nicht beklagen: Was ich nach dem Urlaub auf meinem Computer vorfand, in meiner Mailbox gewissermaßen, war interessant und lesenswert, spannend und bereichernd.

Neben zahlreichen Lesermails, die sich größtenteils sehr positiv zum Start in den neuen PERRY RHODAN-Zyklus äußerten, bekam ich haufenweise Autorenpost: fertige Manuskripte, Ideenpapiere, Exposés und den einen oder anderen Vorschlag. Wie üblich wird es einige Tage dauern, bis ich mir einen vernünftigen Überblick verschafft habe – aber schon jetzt kann ich sagen, dass ich mich auf die Abendlektüre in dieser Woche freuen kann.

17 Mai 2013

Was ich schon immer sagen musste ...

Leider ist es mir im Jahr 2013 aus familiären Gründen nicht möglich, zum Con nach Garching zu kommen. Die Feier zum PERRY RHODAN-Jubiläumsband 2700 muss also ohne mich stattfinden – wenn sich nicht zufälligerweise einige grundsätzliche Dinge ändern, versteht sich.

Aus diesem Grund gibt es den einen oder anderen Programmpunkt, der bei diesem Com sicher stattfinden wird und bei dem ich normalerweise auf der Bühne sitzen würde, der aber ohne mich auskommen muss. Einer dieser Programmpunkte ist garantiert die »Elefantenrunde« oder die »Befragung vor öffentlichem Publikum«.

Da ich einige der Fragen, die dabei auf mich zukommen werden, eh schon kenne, beantworte ich sie an dieser Stelle. Das dürfte auf dem Con selbst dann einiges an Zeit sparen ...

Conbesucher: Wie verläuft die Zusammenarbeit mit den neuen Exposéautoren?

Klaus N. Frick: Bevor ich darauf eine Antwort gebe, möchte ich mich noch einmal öffentlich bei Uwe Anton bedanken. Er hat in einer Zeit, in der wir richtig in der Krise waren, mit Engagement und Energie die Exposéarbeit von PERRY RHODAN übernommen: zuerst als Krankheitsvertretung für Robert Feldhoff, dann aber nach dessen überraschendem und viel zu frühem Tod auch komplett. Exposéarbeit ist Schwerstarbeit, das kann wohl nur jemand ermessen, der selbst schon Exposés geschrieben hat, und ich vielleicht, der seit Jahren und Jahrzehnten mit Exposéautoren zusammenarbeitet. Also ... noch mal meinen herzlichen Dank an Uwe Anton, der jetzt vier Jahre lang die größte Science-Fiction-Serie der Welt gesteuert hat.

Conbesucher: Du hast meine Frage noch nicht beantwortet ...

Klaus N. Frick: Oh, Entschuldigung! Die neuen Exposéautoren sind anders als Uwe Anton, anders als Robert Feldhoff oder Ernst Vlcek, mit denen ich im Verlauf der Jahre zusammengearbeitet habe. Sie sind anders, jeder für sich, aber auch im Vergleich zu den Kollegen. Christian Montillon und Wim Vandemaan ergänzen sich aber genau deshalb hervorragend und das in einem Ausmaß, dass ich hinterher beim fertigen Exposé selbst nicht mehr weiß, von wem jetzt welche Ideen stammen – die beiden schaukeln sich gewissermaßen hoch, und das funktioniert sehr gut. 

Conbesucher: Was soll denn alles im nun laufenden Zyklus passieren?

Klaus N. Frick: Darauf kann ich aus den allgemein bekannten Gründen jetzt keine Antwort geben. Lasst euch überraschen!

Conbesucher: Wann kommt eigentlich das Dimesextra-Triebwerk wieder?

Klaus N. Frick: Die seriöse Antwort: Damit ist derzeit nicht zu rechnen. Die unseriöse Antwort: Wenn ich die Exposéarbeit übernehme ...

Conbesucher: Und was ist mit dem PERRY RHODAN-Film?

Klaus N. Frick: Diese Frage kommt seit vielen Jahren, und sie ärgert mich ein wenig. Nicht wegen der Frage an sich, diese ist schließlich berechtigt, sondern wegen der Tatsache, dass ich jedes Mal keine vernünftige Antwort geben kann. Ich weiß nicht, ob es jemals eine PERRY RHODAN-Verfilmung geben wird; ich weiß nur, dass es seit Jahren die verschiedensten Bemühungen gibt. Letztlich hat es immer wieder am »großen Geld« gemangelt, nicht an den Ideen und nicht an den Visionen.

Conbesucher: Denkst du wirklich schon an Band 3000, wie du auf dem PERRY RHODAN-WeltCon 2011 in Mannheim erzählt hast?

Klaus N. Frick: Ja, ernsthaft! Es gibt keine konkreten Pläne, was in diesem Band stehen wird, aber selbstverständlich machen sich die Exposéautoren und die Redaktion dazu schon Gedanken. Es sind »nur« noch sechs Jahre bis zum Jubiläumsband 3000, und das muss man schon ein wenig vorbereiten.

Conbesucher: Gibt es einen WeltCon zum Band 3000?

Klaus N. Frick: Das kann ich nicht sagen. Der WeltCon 2011 ist gerade mal eineinhalb Jahre her, da möchte ich nicht schon intensiv an den nächsten denken. Band 3000 und das Jahr 2019 wären ein möglicher Termin, aber auch das Jahr 2021 wegen des sechzigjährigen Jubiläums. Nur ... dazu gibt es bislang keine ernsthaften Pläne und Absichten. Bitte gebt uns da noch ein wenig Zeit.

Conbesucher: Mehr Fragen traue ich mir derzeit nicht.

Klaus N. Frick: Das ist schön. Danke, dass ich an dieser Stelle einige Antworten geben durfte.

16 Mai 2013

Französischer Abschluss

Mit »La Déesse Endormie« haben unsere französischen Partner bei ihrer PERRY RHODAN-Ausgabe einen schönen Zyklusabschluss erreicht: Das Taschenbuch mit der Nummer 297, dessen Cover ich zwar ungewöhnlich, aber trotzdem schön finde, ist der letzte Band des Aphilie-Zyklus. Enthalten sind Teile des Silberbandes 101, der bei uns als »Eiswind der Zeit« erschienen ist.

Unter anderem spielt in den Romanen Demeter eine Rolle, die geheimnisvolle Wyngerin, die ausgerechnet im »alten Ägypten« gefunden wird. Ich weiß noch, mit welcher Faszination ich diese Romane in den späten 70er-Jahren selbst gelesen habe – jetzt sind die französischen Fans in derselben Lage wie ich damals. Interessante Vorstellung ...

15 Mai 2013

Aktuelles Geheimprojekt

Wenn alles gut geht, schaffe ich es heute, das aktuelle »Geheimprojekt« der PERRY RHODAN-Redaktion zumindest redaktionell zu einem Abschluss zu bringen. Christian Montillon hat die Vorarbeit geleistet, ich sitze heute am Computer und redigiere fleißig die Texte. Und nach bisherigem Plan wird man anfangs Juni 2013 so richtig genau wissen, worum es sich handelt.

Verraten will ich noch nichts, das werden wir wohl nächste Woche erst exakt machen. Der bisherige Arbeitstitel lautet auf jeden Fall mal PERRY RHODAN-Kompakt ... klingt das mysteriös genug?

14 Mai 2013

Ein echter Serienklassiker

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich den Roman »Ich, Rhodans Mörder« zum ersten Mal gelesen habe. Das dürfte lange her sein, sicher irgendwann in den späten 70er-Jahren. Später hörte ich die Hörbuchfassung – und ich fand jedes Mal, dass es sich bei diesem PERRY RHODAN-Roman um einen echten Klassiker handelt, ein frühes Meisterwerk von William Voltz.

Jetzt legen wir diesen Band in der Reihe der PERRY RHODAN-Planetenromane neu auf, der offizielle Erscheinungstermin ist in dieser Woche: Am selben Tag erscheint sowohl ein Klassiker aus den 60er-Jahren, den der frühere Exposéautor William Voltz verfasst hat, als auch der Einstieg in den neuen PERRY RHODAN-Zyklus, den Andreas Eschbach geschrieben hat.

Der fertig gedruckte Roman sieht gut aus, das schöne Nachwort von Dr. Rainer Nagel habe ich bereits gelesen. Vielleicht nehme ich mir über die Pfingstfeiertage einfach zum wiederholten Mal diesen Klassiker vor ...

13 Mai 2013

Interview aus dem Jahr 1998

Im Jahr 1998 hatte ich deutlich kürzere Haare als heute ... zumindest, wenn ich mir das entsprechende Foto anschaue. Auf der Internet-Seite sf-fan.de, die ich sowieso empfehlen kann, erschien bereits am 17. November 2011 die »Wiederholung« eines schon klassisch anmutenden Interviews: Florian Breitsameter und Ulrich Bettermann hatten mich im Oktober 1998 auf der Frankfurter Buchmesse am VPM-Messestand getroffen und »ausgequetscht«.

Unter dem schönen Titel »Lese ich den Schmarrn halt mal ...« gibt das Interview auch für heutige Leser sehr schön wieder, mit welchen Themen sich die PERRY RHODAN-Redaktion gegen Ende der 90er-Jahre herumschlug. Gedruckt wurde das Interview im PERRY RHODAN-Jahrbuch 1999, 2011war es erstmals online zu sehen. Und heute ist es ein Vergnügen für mich, es den Lesern zu empfehlen ...

12 Mai 2013

Perry und Familie

Vor vielen Jahren gab es bei einem Con in Braunschweig einen Programmpunkt mit Hermann Ritter und mir, der ein wenig aus dem Ruder lief: Wir hatten gar nicht geplant, so lange zu machen, ließen uns aber vom lachenden Publikum von einem dämlichen Witz zum anderen treiben.

So gab es beispielsweise einen Sketch, bei dem Hermann einen Eheberater mimte und ich »Frau Diamond«, die sich überlegte, die Ehefrau von Perry Rhodan zu werden. Unter großem Gelächter stellte Hermann Ritter die an Unglücksfällen und Tragik nicht gerade arme Familiengeschichte des Terraners dar.

Die PERRY RHODAN-Autoren haben in über fünfzig Jahren immer wieder versucht, vernünftige Geschichten zu schreiben, in denen Perry Rhodan und seine Familienangehörigen eine Rolle spielte. Mit seinen Kindern hatte er dabei nicht unbedingt immer Glück, seine Frauen erlitten meist ein tragisches Ende.

Das hält die neue Exposé-Mannschaft, also Wim Vandemaan und Christian Montillon, nicht davon ab, erneut eine familiäre Besonderheit in die Handlung einzufügen. Wie genau sich was und wann abspielen wird, plaudere ich an dieser Stelle selbstverständlich nicht aus. Ich betrachte das ganze auf jeden Fall auch als ein Experiment – klappt es diesmal mit einer nachvollziehbaren, phantasievollen und auch spannenden Familiengeschichte?

11 Mai 2013

Den Spannungsroman in der Hand

Spannung wird bei PERRY RHODAN häufig anders definiert als bei herkömmlichen Thrillern oder Krimis oder sonstiger Literatur: Wenn etwa Kosmokraten ihre Machtspiele betreiben oder galaktische Intrigen gesponnen werden, ist das nur für jene Leser so richtig spannend, die sich mit der PERRY RHODAN-Serie sehr gut auskennen und genau nach diesen Themen verlangen. Für andere Leser ist spannend immer anders definiert.

Heute mittag las ich aber ein Manuskript, von dem ich glaube, dass es für jeden PERRY RHODAN-Leser und darüber hinaus spannend sein dürfte. Was habe ich da nicht alles gefunden: ein Raumschiff in Not, Menschen in Gefahr, ein hochintelligenter Gegenspieler, ein kluger »Held« auf »unserer Seite« und zahreiche Wendungen innerhalb des Romans – das fand ich klasse.

Bis dieser Roman erscheint, wird der beginnende Tribunal-Zyklus schon ein bisschen weiter vorangeschritten sein. Ich bin sicher, dass den Roman manche Leser als einen echten Höhepunkt des noch jungen Zyklus betrachten werden.

10 Mai 2013

Der Techno-Mond ist da

Heute kamen bereits die fertig gedruckten Hefte von PERRY RHODAN-Band 2700 bei mir an: »Der Techno-Mond« kann also jetzt an die jeweiligen Grossisten und Vertriebsstellen ausgeliefert werden. Es ist ein richtig dicker Roman geworden, der meiner Ansicht nach gut aussieht und sich im Zeitschriftenhandel gut machen wird.

Habe ich eigentlich jemals vermeldet, dass wir einen schönen Mittelteil haben? »Einmal Neptun und zurück« von Michael Thiesen beschäftigt sich mit dem Sonnensystem in der Zukunft des Perryversums, und Swen Papenbrock hat dazu die Illustrationen geliefert. Ich finde, das sieht ebenfalls gut aus.

09 Mai 2013

Leserreaktionen

Wenn ich am heutigen Tag zwischen verschiedenen privaten Themen mal Luft und Lust hatte, mich an den Computer zu bewegen, las ich vor allem viel. Vor allem las ich die Reaktionen der Leser, die jetzt auf die Leseprobe zu PERRY RHODAN 2700 eingetroffen sind: viele davon völlig euphorisch, manche sehr kritisch, einige eher abwartend.

Es ist eigentlich wie immer: Ein neuer Zyklus startet, und alle sind sehr gespannt auf das, was auf sie zukommt. Es ist nicht der erste Zyklus der PERRY RHODAN-Serie, an dessen Entstehung ich beteiligt bin – von daher wundert mich die »gespaltene Kritik« nicht.

Ich lasse mich überraschen, wie sich das alles weiter entwickelt an der Kritik-Front, und ich schaue weiter interessiert in Fan-Blogs, bei Google+, bei Facebook und in den Foren, um herauszufinden, was die Leser meinen. So etwas finde ich dann auch sehr spannend!

08 Mai 2013

Schon der fünfte

Als ich zu Beginn des Jahres 2012 ein langes Telefonat mit Hans Kneifel führte, ging es unter anderem darum, wie wir die ATLAN-Serie neu beleben und in eine neue Zeit führen konnten. Wir sprachen über die ATLAN-Zeitabenteuer und deren mögliche Umsetzung, und natürlich unterhielten wir uns auch über die ATLAN-Heftromane 1 bis 850.

Leider starb der Autor wenige Wochen nach dem Telefonat völlig überraschend. Seine Projekte und Pläne konnte er nicht mehr umsetzen.

Zu Beginn des Jahres 2013 setzten wir in der PERRY RHODAN-Redaktion dann eines der Themen um, über das ich mit Hans Kneifel gesprochen hatte: Wir starteten eine Taschenheft-Ausgabe der legendären SOL-Abenteuer.

Und jetzt liegt bereits die Nummer fünf vor mir, die in diesen Tagen offiziell in den Handel gelangen wird: »Welt der Roboter« markiert ein erstes winziges Jubiläum für diese Neuauflage, und darauf bin ich einigermaßen stolz. Ohne die Bearbeitung durch Rüdiger Schäfer, die Titelbilder von Arndt Drechsler und die Redaktionstätigkeit von Sabine Kropp wären wir nicht so weit gekommen; deshalb hier mal einen öffentliche Danksagung an die drei!

07 Mai 2013

Ein Tag in Köln

In diesem Jahr bin ich schon zum dritten Mal in Köln; das zweite Mal ist es sogar eine geschäftliche Reise. In diesem Fall geht es um Veranstaltungen, die sich mit dem PERRY RHODAN-Band 2700 beschäftigen: »Der Techno-Mond« kommt ja bald in den Handel, und wir machen ein wenig Aktivitäten ringsherum.

Unter anderem gibt es eine kleine Pressekonferenz, die auf dem Gelände des Media-Parks stattfindet und bei der Andreas Eschbach seinen Roman präsentieren wird. Und es gibt am späten Nachmittag eine Signierstunde des Autors, die in einem Zeitschriftengeschäft im Karstadt in der Kölner Innenstadt zu finden ist. Bei beiden Veranstaltungen erwarte ich durchaus interessante Fragen des Publikums ...

06 Mai 2013

»Techno-Mond« als Leseprobe

Seit heute liegt sie auf meinem Schreibtisch: Die Leseprobe zum PERRY RHODAN-Roman 2700 ist eingetroffen. »Der Techno-Mond« von Andreas Eschbach liegt ja als schön gedrucktes Heft im A6-Format vor; damit haben wir Material für die Autogrammstunde und die Pressekonferenz, und das sieht alles sehr schön aus.

Selbstverständlich wird es diese Leseprobe auch als kostenloses E-Book geben, das in den nächsten Tagen zur Verfügung stehen wird. Und wir stellen sie zudem auf unsere Internet-Seite, wo sie auch als PDF heruntergeladen werden kann.

05 Mai 2013

Redakteursarbeit nach Mitternacht

»Du bist doch der, der PERRY RHODAN macht«, sagte der glatzköpfige Mann, der auf einmal neben mir am Bierstand auftauchte. »So einer von den Schreibern.« Im Hintergrund dröhnte die Musik sehr laut, und mein neuer Gesprächspartner war sichtlich angetrunken.

Ich stellte klar, dass ich kein Autor sei, sondern nur der Redakteur. Das ließ er zwar gelten, aber er wollte eigentlich sowieso nicht viel erfahren, sondern vor allem reden. Wegen des Lärms musste er sich Mühe geben, dass ich ihn verstand, und überbrüllte die Musik aus den Lautsprechern – nach drei Minuten schmerzten meine Ohren.

Mein Gesprächspartner erwies sich als ehemaliger Leser, der jahrzehntelang PERRY RHODAN durchgeschmökert hatte. Jetzt habe er Familie und eine eigene Firma und keine Zeit mehr zum Lesen; es reiche noch zu einem Krachkonzert pro Halbjahr.

Er stellte mir viele Fragen, die ich geduldig beantwortete: Was denn Gucky mache? Ob es Atlan noch gebe? Ob »der Perry« eigentlich »diese Mondra« endlich geheiratet habe? Und so weiter ...

Er war mir durchaus sympathisch, aber ich war froh, als er sein Bier hatte und wieder zwischen den anderen Menschen verschwand: Es ist durchaus anspruchsvolle Arbeit, nachts um halb drei Uhr noch Fanfragen zu beantworten ...

04 Mai 2013

Fan-Geschichten digital

Im Gegensatz zu manchen »Rechteverwaltern« waren die PERRY RHODAN-Redaktion sowie die Autoren immer der Ansicht, dass die Arbeiten von Fans unterstützens- und begrüßenswert sind. Auch aus Eigennutz: Immer wieder sind aus den Reihen aktiver Fans die neuen Autoren und Zeichner hervorgegangen – auch der Schreiber dieser Zeilen betätigte sich sehr lange in der Fan-Szene.

Aus diesem Grund sind Fan-Romane, die beispielsweise in Fan-Zeitschriften, Con-Büchern und dergleichen veröffentlicht werden, von uns stets als positiv eingestuft worden, nie als Copyright-Verletzung oder dergleichen. Wer ohne Erlaubnis die Inhalte einiger amerikanischer »Franchise«-Serien benutzt, um eigene Texte zu veröffentlichen, hat unter Umständen rasch einen Rechtsanwalt am Hals ...

Schwieriger wird die Sache jetzt tatsächlich durch E-Books. Waren für den normalen Kunden bisher immer ganz eindeutig die Verlagsprodukte – also das »offizielle Material« – klar von Fan-Publikationen zu unterscheiden, ist das bei E-Books schwer möglich. Wie soll hier künftig die Trennlinie zwischen Fan-Romanen und Profi-Romanen gezogen werden?

Eine klare Linie muss meiner Ansicht nach sein: Fan-Publikationen müssen auch als E-Book strikt inkommerziell sein, müssen also ohne ISBN erscheinen und dürfen nicht über professionelle Vertriebspartner wie amazon oder Beam-E-Books vertrieben werden. Auch der Markenname PERRY RHODAN darf nicht vorne stehen.

Wer also seinen Fan-Roman als »Die Reise des Raumschiffes SIEBENSTERN« veröffentlicht und dies auf seiner eigenen Fan-Seite zum kostenlosen Download anbietet, ist stets auf der »sicheren Seite«. Klingt das nach einem vernünftigen System?


03 Mai 2013

Die fünfte Auflage wird eingestellt

Ein Logbuch der Redaktion

Es ist keine schöne Nachricht, die ich heute überbringen muss. Aber es gibt ja auch keinen Grund, lange um den heißen Brei herumzureden: Wir werden die fünfte Auflage von PERRY RHODAN einstellen. Der Doppelband 1598/99 ist der letzte Band, der in gedruckter Form erscheinen wird.

Schauen wir dabei den Tatsachen ins Auge: Die Verkaufszahlen der fünften Auflage sind in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Die preiswerten Angebote der Internet-Auktionen haben viele Leser dazu bewogen, sich »alte« PERRY RHODAN-Romanhefte auf dem Secondhand-Markt zu kaufen. Mittlerweile bevorzugen zudem immer mehr Leser der fünften Auflage die E-Books.

All das hat dazu beigetragen, dass die fünfte Auflage unter eine kritische Marke gesunken ist: Die Kosten sind zu hoch, und jeder veröffentlichte Band ist praktisch ein Verlust. Ich bin dennoch froh, dass wir den laufenden Linguiden-Zyklus, der zu den Höhepunkten der PERRY RHODAN-Serie zählt, zu seinem Ende bringen können.

Danach aber wird es keine fünfte Auflage in gedruckter Form mehr geben. Selbstverständlich werden wir die Romane allesamt als E-Books veröffentlichen – derzeit ist die PERRY RHODAN-Serie das größte »digitale Projekt« im deutschsprachigen Raum.

Wer von den bisherigen Lesern der fünften Auflage aber weiterhin seinen PERRY RHODAN »auf Papier« lesen will, dem gebe ich hiermit drei Empfehlungen:

Am 17. Mai 2013 startet in der ersten Auflage eine komplett neue Handlungsebene: Band 2700 eröffnet den großen Zyklus »Das Atopische Tribunal« – mit einer Menschheit, die sich ganz neuen Herausforderungen stellen muss.

Seit eineinhalb Jahren läuft mit PERRY RHODAN NEO die Präsentation eines PERRY RHODAN-Universums, wie man es bisher nicht gekannt hat: Die Autoren von heute erzählen mit den Mitteln von heute die klassische Geschichte noch einmal – aber dann doch »ganz anders«. Die Romane erscheinen nicht als Heftroman, sondern als Taschenheft.

Recht neu im Handel ist »ATLAN – das absolute Abenteuer«: Jeden Monat erscheint ein neues Taschenheft – die Abenteuer des Arkoniden Atlan, der mit dem Hantelraumschiff SOL auf großer Reise durch das Universum ist.

Wir belegen damit: Auch wenn es die fünfte Auflage in gedruckter Form nicht mehr gibt, haben wir bei PERRY RHODAN noch genügend Lesestoff ...

Ich möchte mich bei den Lesern der fünften Auflage für die jahrelange Treue bedanken – ohne diese Unterstützung durch die Leser gäbe es PERRY RHODAN nicht, und diese Auflage hätte nicht so lange existiert.

02 Mai 2013

Schohaaken und ihre Träume

Erinnert sich noch jemand an den Roman »Die Träume der Schohaaken«? Er kam 2005 in deutscher Sprache heraus, einer der Höhepunkte des »Sternenozean«-Zyklus. Jetzt liegt der Band auch in tschechischer Übersetzung vor: Sein Titel lautet jetzt »Sny Šoaaků«.

Leider kann ich weder Tschechisch noch Slowakisch, aber ich freue mich selbstverständlich darüber, dass die Prager Kollegen so gut voranschreiben. Der »Sternenozean«-Zyklus in tschechischer Übersetzung erscheint ja witzigerweise in einem Joint-Venture-Verlag zwischen den Kollegen von Bastei-Lübbe und dem Moba-Verlag in Brno (Brünn). Letztlich kann mir das egal sein – wichtig ist, dass es PERRY RHODAN in diesem Land gibt.

01 Mai 2013

Am Tag der Arbeit

Der Erste Mai hat seine Vorteile: Ich sitze nicht im Büro, mein Telefon klingelt nicht, und ich kann mich um Dinge kümmern, zu denen ich in den vergangenen Tagen nicht kam. In diesem Fall betrifft es die Buchhaltung, zumindest Teile davon. Unsere Buchhaltung schickte mir einen ganzen Packen an Abrechnungen, die ich selbstverständlich durchschaue.

Ich rechne die einzelnen Formulare und Tabellen nicht nach; das kann dann wirklich nicht die Aufgabe eines PERRY RHODAN-Redakteurs sein. Aber ich schaue, ob es für mich sinnvoll und glaubhaft aussieht. Erst nach einer gründlichen Prüfung gebe ich die Abrechnungen frei; im besten Fall bedeutet das den einen oder anderen Euro für die Autorinnen und Autoren, die Erben und Zeichner ...