Nach wie vor halte ich es für einen originellen Kunstgriff der beiden Exposéautoren, einen zweiten Perry Rhodan in die Handlung der laufenden Serie zu bringen. Es ist kein Double, es ist kein falscher Rhodan – er ist genauso echt wie der »richtige«, nur kommt er eben aus einem anderen Universum.
(Man muss übrigens die ganzen Details dafür nicht auswendig wissen, um diesen Hintergrund zu verstehen. Denke zumindest ich.)
Den Einstieg in den Roman finde ich übrigens richtig toll, und das nicht nur, weil die Autorin eine schöne Anspielung auf den Autor Ernst Vlcek versteckt hat. Die Lage, in der sich Perry Rhodan befindet, schildert sie eindrucksvoll und konsequent; mich fesselte sie damit.
Und wenn Perry Rhodan am Ende den Satz »Ich bin nicht ganz sicher, ob ich die Situation bereits verstanden habe« von sich gibt, ist das Bestandteil eines konsequenten Abschlusses. Sehr gelungen!
24 November 2018
23 November 2018
Die Blues als Hörbuch
Der erste PERRY RHODAN-Zyklus, den ich als Jugendlicher »am Stück« las, wenngleich nicht alle Bände und auch nicht unbedingt in der richtigen Reihenfolge, war der »Blues«-Zyklus. Die geheimnisvollen Blues waren damit neben dem Mausbiber Gucky die ersten Außerirdischen, die ich im Sommer 1977 als junger PERRY RHODAN-Leser kennenlernte.
Deshalb freute es mich sehr, als wir die Blues im Rahmen unserer Neu-Interpretation bei PERRY RHODAN NEO in die Handlung bringen konnten. In den zehn Romanen der »Blues«-Staffel schrieben die Autorinnen und Autoren über die Begegnungen der Menschen mit den fremdartigen Aliens, die in der Eastside der Milchstraße leben.
Ich habe die zehn Romane während ihrer Produktion begleitet: zuerst die Konzeption mit den Exposéautoren durchgesprochen, dann die Exposés und zuletzt die Romane gelesen. Doch jetzt liegt mir die wunderschöne CD-Box vor, auf der alle zehn Romane der Staffel als Hörbücher enthalten sind: produziert von Eins A Medien, auf fünf MP3-CDs gepackt, eine große Menge an Hörbuch-Unterhaltung also. Es juckt mich wirklich, mich für sechzig Stunden noch einmal in die fremde Welt der Blues zu vertiefen …
Deshalb freute es mich sehr, als wir die Blues im Rahmen unserer Neu-Interpretation bei PERRY RHODAN NEO in die Handlung bringen konnten. In den zehn Romanen der »Blues«-Staffel schrieben die Autorinnen und Autoren über die Begegnungen der Menschen mit den fremdartigen Aliens, die in der Eastside der Milchstraße leben.
Ich habe die zehn Romane während ihrer Produktion begleitet: zuerst die Konzeption mit den Exposéautoren durchgesprochen, dann die Exposés und zuletzt die Romane gelesen. Doch jetzt liegt mir die wunderschöne CD-Box vor, auf der alle zehn Romane der Staffel als Hörbücher enthalten sind: produziert von Eins A Medien, auf fünf MP3-CDs gepackt, eine große Menge an Hörbuch-Unterhaltung also. Es juckt mich wirklich, mich für sechzig Stunden noch einmal in die fremde Welt der Blues zu vertiefen …
22 November 2018
Die Solare Residenz im Jahr 1999
»Wir sollten uns ein Wahrzeichen für Terrania überlegen«, dachte Robert Feldhoff bei einer Exposébesprechung laut. Wir diskutierten hin, wir diskutierten her, wir sprachen mit Risszeichnern und Grafikern. Heraus kam die Solare Residenz, eine fliegende Regierungszentrale gewissermaßen, die über Terrania schwebt.
Im Verlauf des Jahres 1999 diskutierten wir mehrfach darüber, dann arbeiteten wir auch mit Zeichnern zusammen. Im August 1999 kam die Solare Residenz erstmals in ein Exposé, gewissermaßen dann offiziell für die Autoren.
»Das Trümmergelände des ehemaligen HQ-Hanse, früher Imperium Alpha, wurde zu einem wunderschönen Park umgestaltet und wird von der Bevölkerung Terranias als Residenzpark bezeichnet«, formulierte es Robert in diesem Exposé. »Darüber befindet sich ein einer schwebenden Stahlorchidee ähnelndes Objekt, das über dem Residenzpark am Himmel hängt, von jedem Punkt Terranias aus deutlich zu sehen. Die Residenz ist 1010 Meter hoch und schwebt in einem Kilometer Höhe stationär über der Stadt.«
Bis heute haben wir die Solare Residenz in der Handlung unserer Serie. Sie hat manches Raumschiff und viele Figuren überdauert. Das finde ich gut.
Im Verlauf des Jahres 1999 diskutierten wir mehrfach darüber, dann arbeiteten wir auch mit Zeichnern zusammen. Im August 1999 kam die Solare Residenz erstmals in ein Exposé, gewissermaßen dann offiziell für die Autoren.
»Das Trümmergelände des ehemaligen HQ-Hanse, früher Imperium Alpha, wurde zu einem wunderschönen Park umgestaltet und wird von der Bevölkerung Terranias als Residenzpark bezeichnet«, formulierte es Robert in diesem Exposé. »Darüber befindet sich ein einer schwebenden Stahlorchidee ähnelndes Objekt, das über dem Residenzpark am Himmel hängt, von jedem Punkt Terranias aus deutlich zu sehen. Die Residenz ist 1010 Meter hoch und schwebt in einem Kilometer Höhe stationär über der Stadt.«
Bis heute haben wir die Solare Residenz in der Handlung unserer Serie. Sie hat manches Raumschiff und viele Figuren überdauert. Das finde ich gut.
21 November 2018
Das Kortin-Komplott
Wie sieht eine »Schöne Familie« aus, wenn ihre Angehörigen geballt auftreten? Diese Frage stellten wir uns, als es darum ging, ein Titelmotiv für den PERRY RHODAN-Roman von Uwe Anton zu finden, der am 30. November 2018 in den Handel kommen wird. Der Band erscheint unter dem Titel »Das Kortin-Komplott«, was schön geheimnisvoll klingt.Ich finde, der Künstler hat es gut hinbekommen, die unterschiedlichen Wesen zu zeichnen, die zu dieser schönen Familie gehören, und auch den Mutanten, der auf sie blickt, finde ich stimmig dargestellt. Mich würde so ein Titelbild ansprechen, bekäme ich es als »normaler Leser« im Bahnhofsbuchhandel zu Gesicht.
Was den Inhalt angeht, so erzählt der Autor von dramatischen Entwicklungen, die anfangs eher harmlos aussehen. Was aus manchen Begegnungen werden kann, lässt sich eben auch nicht von interstellaren Machtpolitikern vorhersagen ... aber mehr verrate ich zum Inhalt jetzt wirklich nicht.
20 November 2018
Krisenbesprechung im August
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
Im August 1995 hatte ich das Gefühl, andauernd in einer Krise zu stecken. Die PERRY RHODAN-Redaktion war umgezogen – wir hatten neue Büros im Untergeschoss des Verlagsgebäudes bezogen, die komplett renoviert und umgestaltet worden waren. Zwar hatten wir die alten Möbel behalten, aber die Wände, die Decken und die Teppichböden strahlten nicht mehr den Mief der fünfziger Jahre aus.
Allerdings waren wir nur noch zu zweit. Kurz nach seinem Urlaub hatte Dr. Florian F. Marzin, unser bisheriger Chefredakteur, den Verlag verlassen. Sabine Bretzinger als Redaktionsassistentin und ich als Redakteur sollten zu zweit weitermachen. »Sie schaffen das schon«, hatte der Verlagsleiter in seiner lockeren Art gesagt. Auf einen Schlag hatten wir mehr Verantwortung, selbstverständlich ohne eine Veränderung des Gehaltes.
Ähnliche Sätze waren auch in anderen Abteilungen gefallen. Im Buchverlag wie im Lager hatte man viele Kolleginnen und Kollegen entlassen, es gingen unangenehme Gerüchte durchs Haus. Niemand wusste, ob die Heftromane die Kürzungs- und Kündigungswelle »überleben« würden – viele der Romanreihen, die vor allem für ein weibliches Publikum verfasst wurden, stellten in diesen Monaten ihr Erscheinen ein.
Die PERRY RHODAN-Besprechung am 21. und 22. August 1995 fand deshalb in angespannter Stimmung statt. Nachdem die bisherigen Exposérunden von Dr. Florian F. Marzin geleitet worden waren, saß ich an diesen zwei Tagen erstmals allein mit Ernst Vlcek und Robert Feldhoff zusammen. Wir fanden allerdings schnell zu einem guten Arbeitsklima.
So waren wir uns vor allem in einem rasch einig: Wir entschlossen uns, die bisherigen Entwürfe für einen neuen Zyklus, die Florian bevorzugt hatte, zum größten Teil zur Seite zu legen. Einige Elemente wollten wir übernehmen, aber nur in geringer Dosierung. Die von Robert angedachte Idee einer »Koalition von Thoregon« fand Ernst erfreulicherweise ebenso gut wie ich. Robert hatte mir seine Idee am Rande des Schreibseminars in Wolfenbüttel erzählt, sie hatte aber keine Gnade vor Florians Augen gefunden.
»Wir haben damit eine Möglichkeit, einen großen Handlungsbogen über Hunderte von Bänden zu spannen«, argumentierte Robert. Spannende Geschichten und kosmische Entwicklungen sollten sich auf diese Weise gut einbauen lassen. Auch Ernst fand den Ansatz sehr gut, die beiden stellten sich darauf ein, abwechselnd an dem künftigen Zyklus zu arbeiten. Wer welchen Bereich übernehmen sollte, definierten wir noch nicht – Robert sollte die ersten Exposés für den neuen Zyklus allein erarbeiten, wir anderen sie dann mit ihm diskutieren.
Robert hatte gleich eine weitere Idee: »Das Symbol für die Thoregon-Idee ist eine Wabe – die kann man dann sogar fürs Marketing einsetzen.« Er schlug vor, dass jeder Koalitionär für eine Seite der Wabe stehen solle. Die Terraner sollte der sechste Teil der Koalition werden, für die anderen brauchte man möglicherweise weitere Symbole.
»Einer von den sechs Koalitionären ist ›böse‹, der hat die Cortez quasi in Marsch gesetzt«, formulierte ich anschließend im Protokoll der Besprechung. »Und wenn gegen Ende der Cortez-Handlung die Mutter gekillt wird – dann findet man an Bord ihres Raumschiffes das Symbol einer Wabe ...« Es sollte später alles anderes werden; dass dies im Verlauf eines Zyklus normal ist, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht.
Ich war nicht zufrieden, wie die Milchstraße in den vergangenen Zyklen dargestellt worden war, und das sagte ich den Kollegen. »Nach den 700 Jahren, die Perry Rhodan verloren hat, müsste doch alles umgekrempelt sein«, argumentierte ich. Wir sollten einige Dinge grundlegend verändern, um dann die Handlung vor »eine neu definierte Milchstraße« zu stellen.
Im Gespräch entwickelte Robert Feldhoff das sogenannte Camelot-Konzept weiter, das er bisher nur gegenüber mir erwähnt hatte. »Wir trennen die Aktivatorträger von der Menschheit«, schlug er vor. »Wir entfremden sie, und wir lassen sie einen eigenen Verein aufziehen.«
Ernst Vlcek fand die Idee ebenfalls gut. »Nach der Rückkehr aus Hirdobaan haben die Aktivatorträger zuerst die Imprint-Süchtigen geheilt, aber mit großer Sorge die beginnende Desintegration des Galaktikums beobachtet«, formulierte ich im Protokoll. »Aus Frust über die Entwicklung hat man sich entschlossen, ein ›eigenes Ding‹ durchzuziehen.«
Wir wollten Homer G. Adams als Finanzgenie ins Zentrum der Handlung stellen. Er sollte eine starke Geheimorganisation aufbauen und finanzieren, »unter anderem durch Beteiligung an diversen Firmen etc.«. Verschiedene Regierungen sollten die Aktivatorträger heimlich unterstützen. Namhafte Wissenschaftler sollten sich ebenfalls als Helfer finden.
Dass die Aktivatorträger um Rhodan sich auf der Geheimwelt Camelot ansiedeln sollten, war eine Idee von Ernst Vlcek. Für die neue Organisation hatten wir noch keinen vernünftigen Namen; wir wussten zu diesem Zeitpunkt nur, dass der Planet nicht zu weit von der Erde entfernt sein sollte, »maximal 10.000 Lichtjahre, und gut versteckt«.
Die Siganesen sollten nach Camelot auswandern, verschiedene Untergrundgruppen von Atlan koordiniert werden. Vor allem Ernst wollte die Siganesen zu Rhodan und seinen Gefährten führen – er wollte die kleinwüchsigen Menschen gern in der Handlung seiner Romane auftauchen lassen.
Auch wenn wir viele Überlegungen, die von Florian gekommen waren, über Bord warfen, übernahmen wir doch einige Elemente, die sich als knifflig erwiesen. Eines davon war das neue große Raumschiff für unsere Helden. Ich fand die Idee eines Raumschiffes, das sich in dreizehn Einzelteile zergliedern ließe, richtig toll – die beiden Exposéautoren sahen einige Probleme. »Das kann man einmal erzählen«, meinte Robert, »und danach wiederholt sich alles.«
Immerhin fixierten wir einen Namen: Das Schiff sollte GILGAMESCH heißen. Die einzelnen Zellen sollten die Namen GILGAMESCH 1 bis 13 tragen, aber auch eigene Namen bekommen. Jeder Zellaktivatorträger sollte sein eigenes Schiff erhalten, und der Name sollte sich eng mit seiner Geschichte verbinden. So sollten beispielsweise Frauennamen gewählt werden.
Das Protokoll enthält hier eine verwirrende Formulierung: »Beispiel: Atlans Schiff heißt KYTOMA«, schrieb ich – und ich meinte hundertprozentig Alaska Saedelaere. Aber solche Verwirrungen waren in dieser Phase, in der wir den »Thoregon«-Komplex starteten, wohl nicht zu vermeiden …
Im August 1995 hatte ich das Gefühl, andauernd in einer Krise zu stecken. Die PERRY RHODAN-Redaktion war umgezogen – wir hatten neue Büros im Untergeschoss des Verlagsgebäudes bezogen, die komplett renoviert und umgestaltet worden waren. Zwar hatten wir die alten Möbel behalten, aber die Wände, die Decken und die Teppichböden strahlten nicht mehr den Mief der fünfziger Jahre aus.
Allerdings waren wir nur noch zu zweit. Kurz nach seinem Urlaub hatte Dr. Florian F. Marzin, unser bisheriger Chefredakteur, den Verlag verlassen. Sabine Bretzinger als Redaktionsassistentin und ich als Redakteur sollten zu zweit weitermachen. »Sie schaffen das schon«, hatte der Verlagsleiter in seiner lockeren Art gesagt. Auf einen Schlag hatten wir mehr Verantwortung, selbstverständlich ohne eine Veränderung des Gehaltes.
Ähnliche Sätze waren auch in anderen Abteilungen gefallen. Im Buchverlag wie im Lager hatte man viele Kolleginnen und Kollegen entlassen, es gingen unangenehme Gerüchte durchs Haus. Niemand wusste, ob die Heftromane die Kürzungs- und Kündigungswelle »überleben« würden – viele der Romanreihen, die vor allem für ein weibliches Publikum verfasst wurden, stellten in diesen Monaten ihr Erscheinen ein.
Die PERRY RHODAN-Besprechung am 21. und 22. August 1995 fand deshalb in angespannter Stimmung statt. Nachdem die bisherigen Exposérunden von Dr. Florian F. Marzin geleitet worden waren, saß ich an diesen zwei Tagen erstmals allein mit Ernst Vlcek und Robert Feldhoff zusammen. Wir fanden allerdings schnell zu einem guten Arbeitsklima.
So waren wir uns vor allem in einem rasch einig: Wir entschlossen uns, die bisherigen Entwürfe für einen neuen Zyklus, die Florian bevorzugt hatte, zum größten Teil zur Seite zu legen. Einige Elemente wollten wir übernehmen, aber nur in geringer Dosierung. Die von Robert angedachte Idee einer »Koalition von Thoregon« fand Ernst erfreulicherweise ebenso gut wie ich. Robert hatte mir seine Idee am Rande des Schreibseminars in Wolfenbüttel erzählt, sie hatte aber keine Gnade vor Florians Augen gefunden.
»Wir haben damit eine Möglichkeit, einen großen Handlungsbogen über Hunderte von Bänden zu spannen«, argumentierte Robert. Spannende Geschichten und kosmische Entwicklungen sollten sich auf diese Weise gut einbauen lassen. Auch Ernst fand den Ansatz sehr gut, die beiden stellten sich darauf ein, abwechselnd an dem künftigen Zyklus zu arbeiten. Wer welchen Bereich übernehmen sollte, definierten wir noch nicht – Robert sollte die ersten Exposés für den neuen Zyklus allein erarbeiten, wir anderen sie dann mit ihm diskutieren.
Robert hatte gleich eine weitere Idee: »Das Symbol für die Thoregon-Idee ist eine Wabe – die kann man dann sogar fürs Marketing einsetzen.« Er schlug vor, dass jeder Koalitionär für eine Seite der Wabe stehen solle. Die Terraner sollte der sechste Teil der Koalition werden, für die anderen brauchte man möglicherweise weitere Symbole.
»Einer von den sechs Koalitionären ist ›böse‹, der hat die Cortez quasi in Marsch gesetzt«, formulierte ich anschließend im Protokoll der Besprechung. »Und wenn gegen Ende der Cortez-Handlung die Mutter gekillt wird – dann findet man an Bord ihres Raumschiffes das Symbol einer Wabe ...« Es sollte später alles anderes werden; dass dies im Verlauf eines Zyklus normal ist, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht.
Ich war nicht zufrieden, wie die Milchstraße in den vergangenen Zyklen dargestellt worden war, und das sagte ich den Kollegen. »Nach den 700 Jahren, die Perry Rhodan verloren hat, müsste doch alles umgekrempelt sein«, argumentierte ich. Wir sollten einige Dinge grundlegend verändern, um dann die Handlung vor »eine neu definierte Milchstraße« zu stellen.
Im Gespräch entwickelte Robert Feldhoff das sogenannte Camelot-Konzept weiter, das er bisher nur gegenüber mir erwähnt hatte. »Wir trennen die Aktivatorträger von der Menschheit«, schlug er vor. »Wir entfremden sie, und wir lassen sie einen eigenen Verein aufziehen.«
Ernst Vlcek fand die Idee ebenfalls gut. »Nach der Rückkehr aus Hirdobaan haben die Aktivatorträger zuerst die Imprint-Süchtigen geheilt, aber mit großer Sorge die beginnende Desintegration des Galaktikums beobachtet«, formulierte ich im Protokoll. »Aus Frust über die Entwicklung hat man sich entschlossen, ein ›eigenes Ding‹ durchzuziehen.«
Wir wollten Homer G. Adams als Finanzgenie ins Zentrum der Handlung stellen. Er sollte eine starke Geheimorganisation aufbauen und finanzieren, »unter anderem durch Beteiligung an diversen Firmen etc.«. Verschiedene Regierungen sollten die Aktivatorträger heimlich unterstützen. Namhafte Wissenschaftler sollten sich ebenfalls als Helfer finden.
Dass die Aktivatorträger um Rhodan sich auf der Geheimwelt Camelot ansiedeln sollten, war eine Idee von Ernst Vlcek. Für die neue Organisation hatten wir noch keinen vernünftigen Namen; wir wussten zu diesem Zeitpunkt nur, dass der Planet nicht zu weit von der Erde entfernt sein sollte, »maximal 10.000 Lichtjahre, und gut versteckt«.
Die Siganesen sollten nach Camelot auswandern, verschiedene Untergrundgruppen von Atlan koordiniert werden. Vor allem Ernst wollte die Siganesen zu Rhodan und seinen Gefährten führen – er wollte die kleinwüchsigen Menschen gern in der Handlung seiner Romane auftauchen lassen.
Auch wenn wir viele Überlegungen, die von Florian gekommen waren, über Bord warfen, übernahmen wir doch einige Elemente, die sich als knifflig erwiesen. Eines davon war das neue große Raumschiff für unsere Helden. Ich fand die Idee eines Raumschiffes, das sich in dreizehn Einzelteile zergliedern ließe, richtig toll – die beiden Exposéautoren sahen einige Probleme. »Das kann man einmal erzählen«, meinte Robert, »und danach wiederholt sich alles.«
Immerhin fixierten wir einen Namen: Das Schiff sollte GILGAMESCH heißen. Die einzelnen Zellen sollten die Namen GILGAMESCH 1 bis 13 tragen, aber auch eigene Namen bekommen. Jeder Zellaktivatorträger sollte sein eigenes Schiff erhalten, und der Name sollte sich eng mit seiner Geschichte verbinden. So sollten beispielsweise Frauennamen gewählt werden.
Das Protokoll enthält hier eine verwirrende Formulierung: »Beispiel: Atlans Schiff heißt KYTOMA«, schrieb ich – und ich meinte hundertprozentig Alaska Saedelaere. Aber solche Verwirrungen waren in dieser Phase, in der wir den »Thoregon«-Komplex starteten, wohl nicht zu vermeiden …
19 November 2018
Terrania als Schwerpunkt
Wieder einmal erwies sich eine aktuelle Ausgabe der Zeitschrift »SOL« als eine wahre Wundertüte. Ich las die Nummer 92 des Heftes, das die PERRY RHODAN-FanZentrale herausgibt, am Wochenende; auch diesmal fühlte ich mich gut unterhalten und informiert. Das liegt sicher am Schwerpunkt – die Metropole Terrania City ist einfach ein sehr schönes Thema.
Auf vier Seiten präsentiert das Heft die vierfarbigen Ansichten, die der Grafiker Stefan Wepil zu Terrania erstellt hat. Sie zeigen die Hauptstadt der Erde, wie sie im Verlauf der PERRY RHODAN-Serie präsentiert wird, in bläulichen und weiß schimmernden Bildern, vor allem Hochhäuser und interessante Gebäude.
Dazu kommen Kurzgeschichten – unter anderem von PERRY RHODAN-Autor Wim Vandemaan – sowie Artikel. Man hätte sicher noch mehr über dieses Thema schreiben können, aber es muss ja auch Raum für spätere Beiträge bleiben. Ich fand's spannend. Ebenso spannend fand ich den Auszug aus dem Roman »Schlund«, in dem der Autor Karl Nagel von seiner Sozialisation durch »Schundromane« erzählt.
Schön sind die Interviews. Uwe Anton wird ausführlich zu seinen Arbeiten außerhalb unserer Serie befragt, Andreas Eschbach verrät nur wenig über sein anstehendes PERRY RHODAN-Buch, beide Autoren erweisen sich als unterhaltsame und kompetente Gesprächspartner. Solche Interviews mag ich immer.
Dazu kommen die üblichen Rubriken einer »SOL«-Ausgabe. Aktuelle Romane werden besprochen, es gibt Vereins-Interna sowie Hintergründe zu fannischen Aktivitäten, ergänzt durch die Steampunk-Fortsetzungsgeschichte, die Jörg Isenberg unter dem Titel »Projekt Vertigo« erzählt. Die 68 Seiten im professionellen Layout lesen sich gut – ein Heft, das ich jedem nur empfehlen kann. (Zu beziehen bei der PERRY RHODAN-FanZentrale.)
Auf vier Seiten präsentiert das Heft die vierfarbigen Ansichten, die der Grafiker Stefan Wepil zu Terrania erstellt hat. Sie zeigen die Hauptstadt der Erde, wie sie im Verlauf der PERRY RHODAN-Serie präsentiert wird, in bläulichen und weiß schimmernden Bildern, vor allem Hochhäuser und interessante Gebäude.
Dazu kommen Kurzgeschichten – unter anderem von PERRY RHODAN-Autor Wim Vandemaan – sowie Artikel. Man hätte sicher noch mehr über dieses Thema schreiben können, aber es muss ja auch Raum für spätere Beiträge bleiben. Ich fand's spannend. Ebenso spannend fand ich den Auszug aus dem Roman »Schlund«, in dem der Autor Karl Nagel von seiner Sozialisation durch »Schundromane« erzählt.
Schön sind die Interviews. Uwe Anton wird ausführlich zu seinen Arbeiten außerhalb unserer Serie befragt, Andreas Eschbach verrät nur wenig über sein anstehendes PERRY RHODAN-Buch, beide Autoren erweisen sich als unterhaltsame und kompetente Gesprächspartner. Solche Interviews mag ich immer.
Dazu kommen die üblichen Rubriken einer »SOL«-Ausgabe. Aktuelle Romane werden besprochen, es gibt Vereins-Interna sowie Hintergründe zu fannischen Aktivitäten, ergänzt durch die Steampunk-Fortsetzungsgeschichte, die Jörg Isenberg unter dem Titel »Projekt Vertigo« erzählt. Die 68 Seiten im professionellen Layout lesen sich gut – ein Heft, das ich jedem nur empfehlen kann. (Zu beziehen bei der PERRY RHODAN-FanZentrale.)
16 November 2018
Die HARUURID-Mission
Es ist ein eindrucksvolles Titelbild, finde ich: ein Oxtorner im Kampf mit einem der sogenannten Balkenroboter. Für den Roman von Michelle Stern, der den Titel »Die HARUURID-Mission« trägt, hat Dirk Schulz hier eine passende und packende Illustration gefunden, das hat mir sehr gut gefallen.
Ich finde, dass die Titelbilder von Heftromanen immer mal wieder etwas »knallendes« bieten müssen. Sowohl am Kiosk als auch im E-Book-Shop müssen sie einfach ins Auge fallen.
Im Roman selbst haben mir vor allem die »Gedankensplitter« gefallen, bei denen die Autorin die Innensicht einer Figur besonders stark beleuchtet. Das kann man nicht immer machen – mir gefallen solche Innensichten aber meist sehr gut. Da wird dann eben weniger Action vermittelt, es gibt keine interstellaren Intrigen, sondern es geht um eine Figur. Schön!
Davon werden sich die Leser überzeugen können, wenn der Roman in der nächsten Woche offiziell in den Handel kommt. (Enthalten ist übrigens auch ein interessantes Interview mit Christian Montillon, in dem es um seine Arbeit außerhalb unserer Serie geht.)
Ich finde, dass die Titelbilder von Heftromanen immer mal wieder etwas »knallendes« bieten müssen. Sowohl am Kiosk als auch im E-Book-Shop müssen sie einfach ins Auge fallen.
Im Roman selbst haben mir vor allem die »Gedankensplitter« gefallen, bei denen die Autorin die Innensicht einer Figur besonders stark beleuchtet. Das kann man nicht immer machen – mir gefallen solche Innensichten aber meist sehr gut. Da wird dann eben weniger Action vermittelt, es gibt keine interstellaren Intrigen, sondern es geht um eine Figur. Schön!
Davon werden sich die Leser überzeugen können, wenn der Roman in der nächsten Woche offiziell in den Handel kommt. (Enthalten ist übrigens auch ein interessantes Interview mit Christian Montillon, in dem es um seine Arbeit außerhalb unserer Serie geht.)
15 November 2018
PERRY RHODAN-Extra im März 1999
Bevor es Heftromane gab, die unter dem Begriff PERRY RHODAN-Extra veröffentlicht wurden, nutzte die Redaktion den Begriff dazu, auf Besonderheiten bei den Exposés hinzuweisen oder die Autoren mit internen Schreiben zu informieren. Am 1. März 1999 wurde ein PERRY RHODAN-Extra an alle Autoren verschickt, das sich mit zwei »Haupt-Nebenpersonen« beschäftigte.
Die eine der zwei Figuren war der Halute Blo Rakane. Es wurde klargestellt, wie er sich verhält; zudem wurden die Anredeformen der Haluter endlich einmal klar definiert. Icho Tolot sei der einzige Haluter mit Sonderregel: »Der darf geduzt werden, und er tut es auch«, schrieb ich damals.
Die andere Figur ist der Oxtorner Monkey. Für diesen legte ich noch einmal fest, dass er schweigsam sei und nur das nötigste sagen würde. Und, ganz wichtig: »Monkey kennt keinen Humor, zumindest tarnt er ihn erfolgreich.«
Die eine der zwei Figuren war der Halute Blo Rakane. Es wurde klargestellt, wie er sich verhält; zudem wurden die Anredeformen der Haluter endlich einmal klar definiert. Icho Tolot sei der einzige Haluter mit Sonderregel: »Der darf geduzt werden, und er tut es auch«, schrieb ich damals.
Die andere Figur ist der Oxtorner Monkey. Für diesen legte ich noch einmal fest, dass er schweigsam sei und nur das nötigste sagen würde. Und, ganz wichtig: »Monkey kennt keinen Humor, zumindest tarnt er ihn erfolgreich.«
14 November 2018
Schlacht ums Gondunat
»Ich habe den Zenit meiner Leistungsfähigkeit längst überschritten.« In seinem aktuellen PERRY RHODAN-Roman, der in dieser Woche mit der Bandnummer 2987 in den Handel kommt, blickt Michael Marcus Thurner wieder einmal tief in das Innenleben einer seiner Hauptfiguren. Das einleitende Zitat stammt von dieser Figur.
Wir erfahren mehr über ein ungewöhnliches Lebewesen, das auf eine lange Geschichte zurückblicken kann und sich häufig für den Frieden einsetzt. Vor allem erfahren die Leser aber mehr über aktuelle Entwicklungen, die das Goldene Reich und die Thoogondu betreffen.
Bekanntlich handelt es sich bei den Thoogondu um Wesen, die vor Jahrzehntausenden in der Milchstraße siedelten, bevor sie aus dieser vertrieben wurden, um in einer fernen Sterneninsel ein neues Imperium zu errichten. Erst seit kurzem besteht weder Kontakt zu den Bewohnern der Menschheitsgalaxis – und dieser Kontakt hat sich vor allem in mehreren Konflikten entladen ...
Wir erfahren mehr über ein ungewöhnliches Lebewesen, das auf eine lange Geschichte zurückblicken kann und sich häufig für den Frieden einsetzt. Vor allem erfahren die Leser aber mehr über aktuelle Entwicklungen, die das Goldene Reich und die Thoogondu betreffen.
Bekanntlich handelt es sich bei den Thoogondu um Wesen, die vor Jahrzehntausenden in der Milchstraße siedelten, bevor sie aus dieser vertrieben wurden, um in einer fernen Sterneninsel ein neues Imperium zu errichten. Erst seit kurzem besteht weder Kontakt zu den Bewohnern der Menschheitsgalaxis – und dieser Kontakt hat sich vor allem in mehreren Konflikten entladen ...
13 November 2018
Andreas Eschbach auf sieben Seiten
Die Kolleginnen und Kollegen bei Fischer TOR haben ihren aktuellen Prospekt verschickt – er geht nicht an die sogenannten Endverbraucher, sondern richtet sich an die Angestellten in Buchhandlungen sowie an die Presse. Freundlicherweise erhalten Verlagskollegen wie ich ebenfalls ein Exemplar des 28 Seiten umfassenden Prospektes.
Dessen Titelbild ziert übrigens gleich das Motiv des PERRY RHODAN-Romans, den Andreas Eschbach verfasst hat und der im Frühjahr 2019 erscheinen wird. (Man kann ihn übrigens bereits vorbestellen ...)
Auf insgesamt sechs Seiten im Innenteil wird dann das Buch vorgestellt. Es gibt Informationen zur PERRY RHODAN-Serie und zu Andreas Eschbach, die Verbindungen zur Mondlandung im Juli 1969 und zu Band 3000 unserer Serie werden hergestellt. Darüber hinaus wird gezeigt, wie der »Space-Seller« – so nennt es der Verlag in dieser Broschüre – beworben werden soll.
Das sieht alles sehr faszinierend und spannend aus, die Buchhändlerinnen und Buchhändler sollten damit sehr gut angesprochen werden. Ein gelungener Marketing-Auftakt für ein Buch, auf dessen Erscheinen ich mich schon sehr freue!
Dessen Titelbild ziert übrigens gleich das Motiv des PERRY RHODAN-Romans, den Andreas Eschbach verfasst hat und der im Frühjahr 2019 erscheinen wird. (Man kann ihn übrigens bereits vorbestellen ...)
Auf insgesamt sechs Seiten im Innenteil wird dann das Buch vorgestellt. Es gibt Informationen zur PERRY RHODAN-Serie und zu Andreas Eschbach, die Verbindungen zur Mondlandung im Juli 1969 und zu Band 3000 unserer Serie werden hergestellt. Darüber hinaus wird gezeigt, wie der »Space-Seller« – so nennt es der Verlag in dieser Broschüre – beworben werden soll.
Das sieht alles sehr faszinierend und spannend aus, die Buchhändlerinnen und Buchhändler sollten damit sehr gut angesprochen werden. Ein gelungener Marketing-Auftakt für ein Buch, auf dessen Erscheinen ich mich schon sehr freue!
12 November 2018
Robert Corvus und seine PERRY RHODAN-Romane
Ein Logbuch der Redaktion
Welche Rolle der Schriftsteller Robert Corvus im Umfeld der PERRY RHODAN-Serie hat, lässt sich sehr konkret sagen: Er ist kein »festes« Mitglied im Autorenteam, schreibt aber seit Jahren an der Serie sowie an diversen Nebenserien mit. Weil er das so regelmäßig tut, könnte man ihn als »Stammgastautor« bezeichnen.
Nach über einem Dutzend Romane, die er für PERRY RHODAN, PERRY RHODAN-Stardust und PERRY RHODAN NEO geschrieben hat, ist dies sicher ein angemessener Begriff. Seine Romane bereichern das Perryversum, er führt neue Figuren ein und schildert spezielle Schauplätze.
Im Rahmen dieses Textes soll es nicht um seine zwei Romane für die Nebenserie PERRY RHODAN-Stardust gehen, auch nicht um die fünf Romane, die er für PERRY RHODAN NEO geschrieben hat, den alternativen Entwurf zum größten Science-Fiction-Universum der Welt – es geht schlichtweg um die wöchentliche Serie.
Seinen Einstand gab der Autor gleich mit einem Doppelband. Nie zuvor war ein Gastautor mit einem derartigen Paukenschlag bei PERRY RHODAN in Erscheinung getreten. Selbst Bestsellerautoren wie Andreas Eschbach und Markus Heitz, Tanja Kinkel und Gisbert Haefs hatten vor allem Einzelromane verfasst, wenn sie für die größte Science-Fiction-Serie der Welt tätig wurden.
Ganz anders Robert Corvus: Sowohl »Ein Stern in der Dunkelheit« (Band 2824) als auch »Unter dem Sternenbaldachin« (Band 2825) wurden im Oktober 2015 veröffentlicht. Der Autor hatte die Aufgabe, gleich eine ganze Gruppe unterschiedlichster Figuren zu schildern, die wiederum mit durchgeknallten Robotern und seltsamen Außerirdischen zu tun hatten.
Mit den beiden Romanen stieß er sowohl bei der Redaktion als auch bei den Lesern auf große Zustimmung. Die spannende Handlung wurde ebenso gelobt wie die Charakterisierung der Hauptpersonen. Rund ein Jahr später konnte der Autor erneut für die Serie aktiv werden.
Der zweite Doppelband spielte in einer fernen Galaxis, in einer Sterneninsel, die offenbar vom Untergang bedroht ist. Zuerst muss sich Perry Rhodan dort völlig allein durchschlagen, dann eilen ihm seine Freunde zur Hilfe. »Unter allem Grund« (Band 2884) und »Der Leidbringer« (Band 2885) erzählen nicht nur von interstellaren Verwicklungen, sondern ebenso von Manipulationen in Gehirnen und bei Informationen.
Beide Romane erschienen Ende 2016. Wieder hatte der Autor die Aufgabe, über verschiedene Außerirdische und ihre jeweiligen Kulturen zu schreiben. Er schloss sich mit seinen Kollegen kurz und arbeitete viele Datenblätter durch, damit alles stimmig und glaubhaft klang. Wieder gelang ihm diese Aufgabe zu allgemeiner Zufriedenheit.
Im Sommer 2017 kam sein nächster Doppelband in den Handel: Die zwei Romane »Riss im Lügennetz« (Band 2911) und »Der letzte Galakt-Transferer« (Band 2912) wurden veröffentlicht.
Wieder hatte der Autor nicht nur die Aufgabe, eine spannende Geschichte zu erzählen; er musste darüber hinaus viele Aliens vorstellen und in einen Zusammenhang stellen. Mit seinen Hauptfiguren – darunter Perry Rhodan selbst – hatte er zudem sorgsam umzugehen und sie sinnvoll durchs Geschehen zu führen. Die Redaktion und die Leser waren vom Ergebnis erneut sehr angetan.
Mit »Der Mann von den Sternen« (Band 2953) wurde der Autor im Jahr 2018 erneut für die Serie aktiv. Diesmal erzählte er von Atlan, einer der beliebtesten Figuren der PERRY RHODAN-Serie überhaupt. Und auch bei diesem Roman zeigte er sein Talent, originelle Figuren zu zeichnen und sie mit Leben zu erfüllen. Nicht nur die menschlichen Begleiter, mit denen Atlan unterwegs ist, sondern auch die Außerirdischen wirken so lebensnah, wie Aliens in der Science Fiction eben sein können.
Robert Corvus ist ein besonderer Autor, der seinen eigenen Stil hat, seinen eigenständigen Blick auf die Welt. Das vergisst er auch dann nicht, wenn er für eine Serie wie PERRY RHODAN arbeitet …
(Dieser Text wurde für das Fanzine »Neuer Stern« verfasst; ich dachte aber, er passe auch gut auf diese Internet-Seite. Und wir freuen uns schon auf einen neuen Roman von Robert Corvus, der im Perryversum spielen wird.)
Welche Rolle der Schriftsteller Robert Corvus im Umfeld der PERRY RHODAN-Serie hat, lässt sich sehr konkret sagen: Er ist kein »festes« Mitglied im Autorenteam, schreibt aber seit Jahren an der Serie sowie an diversen Nebenserien mit. Weil er das so regelmäßig tut, könnte man ihn als »Stammgastautor« bezeichnen.
Nach über einem Dutzend Romane, die er für PERRY RHODAN, PERRY RHODAN-Stardust und PERRY RHODAN NEO geschrieben hat, ist dies sicher ein angemessener Begriff. Seine Romane bereichern das Perryversum, er führt neue Figuren ein und schildert spezielle Schauplätze.
Im Rahmen dieses Textes soll es nicht um seine zwei Romane für die Nebenserie PERRY RHODAN-Stardust gehen, auch nicht um die fünf Romane, die er für PERRY RHODAN NEO geschrieben hat, den alternativen Entwurf zum größten Science-Fiction-Universum der Welt – es geht schlichtweg um die wöchentliche Serie.
Seinen Einstand gab der Autor gleich mit einem Doppelband. Nie zuvor war ein Gastautor mit einem derartigen Paukenschlag bei PERRY RHODAN in Erscheinung getreten. Selbst Bestsellerautoren wie Andreas Eschbach und Markus Heitz, Tanja Kinkel und Gisbert Haefs hatten vor allem Einzelromane verfasst, wenn sie für die größte Science-Fiction-Serie der Welt tätig wurden.
Ganz anders Robert Corvus: Sowohl »Ein Stern in der Dunkelheit« (Band 2824) als auch »Unter dem Sternenbaldachin« (Band 2825) wurden im Oktober 2015 veröffentlicht. Der Autor hatte die Aufgabe, gleich eine ganze Gruppe unterschiedlichster Figuren zu schildern, die wiederum mit durchgeknallten Robotern und seltsamen Außerirdischen zu tun hatten.
Mit den beiden Romanen stieß er sowohl bei der Redaktion als auch bei den Lesern auf große Zustimmung. Die spannende Handlung wurde ebenso gelobt wie die Charakterisierung der Hauptpersonen. Rund ein Jahr später konnte der Autor erneut für die Serie aktiv werden.
Der zweite Doppelband spielte in einer fernen Galaxis, in einer Sterneninsel, die offenbar vom Untergang bedroht ist. Zuerst muss sich Perry Rhodan dort völlig allein durchschlagen, dann eilen ihm seine Freunde zur Hilfe. »Unter allem Grund« (Band 2884) und »Der Leidbringer« (Band 2885) erzählen nicht nur von interstellaren Verwicklungen, sondern ebenso von Manipulationen in Gehirnen und bei Informationen.
Beide Romane erschienen Ende 2016. Wieder hatte der Autor die Aufgabe, über verschiedene Außerirdische und ihre jeweiligen Kulturen zu schreiben. Er schloss sich mit seinen Kollegen kurz und arbeitete viele Datenblätter durch, damit alles stimmig und glaubhaft klang. Wieder gelang ihm diese Aufgabe zu allgemeiner Zufriedenheit.
Im Sommer 2017 kam sein nächster Doppelband in den Handel: Die zwei Romane »Riss im Lügennetz« (Band 2911) und »Der letzte Galakt-Transferer« (Band 2912) wurden veröffentlicht.
Wieder hatte der Autor nicht nur die Aufgabe, eine spannende Geschichte zu erzählen; er musste darüber hinaus viele Aliens vorstellen und in einen Zusammenhang stellen. Mit seinen Hauptfiguren – darunter Perry Rhodan selbst – hatte er zudem sorgsam umzugehen und sie sinnvoll durchs Geschehen zu führen. Die Redaktion und die Leser waren vom Ergebnis erneut sehr angetan.
Mit »Der Mann von den Sternen« (Band 2953) wurde der Autor im Jahr 2018 erneut für die Serie aktiv. Diesmal erzählte er von Atlan, einer der beliebtesten Figuren der PERRY RHODAN-Serie überhaupt. Und auch bei diesem Roman zeigte er sein Talent, originelle Figuren zu zeichnen und sie mit Leben zu erfüllen. Nicht nur die menschlichen Begleiter, mit denen Atlan unterwegs ist, sondern auch die Außerirdischen wirken so lebensnah, wie Aliens in der Science Fiction eben sein können.
Robert Corvus ist ein besonderer Autor, der seinen eigenen Stil hat, seinen eigenständigen Blick auf die Welt. Das vergisst er auch dann nicht, wenn er für eine Serie wie PERRY RHODAN arbeitet …
(Dieser Text wurde für das Fanzine »Neuer Stern« verfasst; ich dachte aber, er passe auch gut auf diese Internet-Seite. Und wir freuen uns schon auf einen neuen Roman von Robert Corvus, der im Perryversum spielen wird.)
10 November 2018
Werbetexte am Samstag
Seit ich meine ersten »werbenden« Texte für PERRY RHODAN geschrieben habe – ob man sie nun für die eigentliche Werbung oder für die Öffentlichkeitsarbeit gebraucht hat –, kenne ich das Problem: Ich muss etwas aussagen, das ein wenig Substanz hat, darf aber nicht zu viel verraten, damit es die Spannung nicht nimmt. Im Vorfeld von Band 3000 ist das noch komplizierter als sonst, scheint mir.
Am heutigen Tag habe ich mich mit Texten beschäftigt, die wir im November, Dezember und vor allem im Januar benötigen werden. Womit bewerben wir wann den neuen Zyklus, der mit dem Band 3000 beginnt? Wann geben wir bekannt, welche Hauptpersonen es gibt? Wann benennen wir die »galaktische Großwetterlage«, wie man das früher gern bezeichnet hat?
Bisher stehen Vorschläge und Konzepte, ich habe Textzeilen entwickelt und einige Slogans. Bis zum Montag sollte ich mehr haben. Dann bespreche ich das mit den Kolleginnen und dem Kollegen in der Marketing-Abteilung – sie brauchen solche Texte schließlich bald –, und wir werden aus den Vorschlägen brauchbare Texte entwickeln.
Am heutigen Tag habe ich mich mit Texten beschäftigt, die wir im November, Dezember und vor allem im Januar benötigen werden. Womit bewerben wir wann den neuen Zyklus, der mit dem Band 3000 beginnt? Wann geben wir bekannt, welche Hauptpersonen es gibt? Wann benennen wir die »galaktische Großwetterlage«, wie man das früher gern bezeichnet hat?
Bisher stehen Vorschläge und Konzepte, ich habe Textzeilen entwickelt und einige Slogans. Bis zum Montag sollte ich mehr haben. Dann bespreche ich das mit den Kolleginnen und dem Kollegen in der Marketing-Abteilung – sie brauchen solche Texte schließlich bald –, und wir werden aus den Vorschlägen brauchbare Texte entwickeln.
09 November 2018
Eine Lieferung aus Japan
Erhalten wir in der Post ein dick verschnürtes Paket aus Japan, ist die Freude immer groß: So schön es ist, die neuen Romane im Internet zu bewundern – noch toller finde ich es, die Bücher dann »in echt« in der Hand zu halten. Heute hatten wir wieder ein solches Paket auf dem Tisch, das Belegexemplare unserer japanischen Ausgabe enthielt.
In diesem Fall handelt es sich um einen recht neuen Band von PERRY RHODAN NEO – ich habe mir die Figuren nie so »mangaesk« vorgestellt, finde diese Gestaltung aber echt stark – sowie zwei aktuelle Bände von PERRY RHODAN. Die Darstellung der SOL passt gut zu meiner Vorstellung, auch den visionären Blick von Perry Rhodan – ich denke, das ist er – gefällt mir sehr gut.
In mancherlei Hinsicht sind unsere japanischen Partner wie eine »Black Box« für mich. Wir arbeiten mit der Agentur zusammen, ich habe noch nie mit einem der Zeichner oder Übersetzer kommuniziert. Letztlich ist das aber egal – wenn so schöne Titelbilder und Bücher dabei herauskommen, bin ich schon mal zufrieden …
In diesem Fall handelt es sich um einen recht neuen Band von PERRY RHODAN NEO – ich habe mir die Figuren nie so »mangaesk« vorgestellt, finde diese Gestaltung aber echt stark – sowie zwei aktuelle Bände von PERRY RHODAN. Die Darstellung der SOL passt gut zu meiner Vorstellung, auch den visionären Blick von Perry Rhodan – ich denke, das ist er – gefällt mir sehr gut.
In mancherlei Hinsicht sind unsere japanischen Partner wie eine »Black Box« für mich. Wir arbeiten mit der Agentur zusammen, ich habe noch nie mit einem der Zeichner oder Übersetzer kommuniziert. Letztlich ist das aber egal – wenn so schöne Titelbilder und Bücher dabei herauskommen, bin ich schon mal zufrieden …
08 November 2018
Köln als Stadt des Perryversums
An einem Tag, an dem ich erfahre, dass Achim Mehnert viel zu früh verstorben ist, denke ich unweigerlich an andere Autoren, die unsere Serie geprägt haben und bereits gestorben sind. Drei Schriftsteller, die in Köln lebten und die ich stets als »Kölner« betrachtet haben, kommen mir dabei in den Sinn.
Achim Mehnert stellte mir in den frühen 90er-Jahren auch einmal Harvey Patton vor. Wir saßen bei einem ColoniaCon zusammen, er als erfahrener Autor, ich als junger Redakteur, und unterhielten uns über mögliche neue Projekte. Harvey Patton verewigte sich mit nur einem Heftroman und einigen Taschenbüchern im Perryversum, dazu kamen ATLAN-Heftromane. Ich habe ihn als sympathischen älteren Herrn in Erinnerung.
Mit einem Sinn für skurrilen Humor ausgestattet war Thomas Ziegler. Ich mochte die Kurzgeschichten und Romane, die er vor seiner Zeit bei PERRY RHODAN schrieb, und ich fand seine Romane in unserer Serie toll. Bei seiner Beerdigung im September 2004 saß Achim Mehnert mit mir in einer Reihe der Friedhofskapelle; wir waren beide sehr traurig.
Ähnlich traurig, fast verstört wie heute fühlte ich mich im Dezember 1998 – auch da war Achim Mehnert dabei. Wir trugen damals Peter Terrid zu Grabe, ein Autor, der sich mit vielen tollen Ideen um unsere Serie verdient gemacht hatte und eigentlich noch viele Ideen einbringen wollte.
Inklusive Achim Mehnert, der mich heute viel in meinen Gedanken begleitet hat, sind das vier Autoren, die das größte Science-Fiction-Universum der Welt bereichert und erweitert hatten. Ich werde heute abend »im Geiste« mit ihnen anstoßen. (Und mich an das denkwürdige Bild erinnern, das der PERRY RHODAN-Dokumentarfilm zeigte: die SOL über Köln ...)
Achim Mehnert stellte mir in den frühen 90er-Jahren auch einmal Harvey Patton vor. Wir saßen bei einem ColoniaCon zusammen, er als erfahrener Autor, ich als junger Redakteur, und unterhielten uns über mögliche neue Projekte. Harvey Patton verewigte sich mit nur einem Heftroman und einigen Taschenbüchern im Perryversum, dazu kamen ATLAN-Heftromane. Ich habe ihn als sympathischen älteren Herrn in Erinnerung.
Mit einem Sinn für skurrilen Humor ausgestattet war Thomas Ziegler. Ich mochte die Kurzgeschichten und Romane, die er vor seiner Zeit bei PERRY RHODAN schrieb, und ich fand seine Romane in unserer Serie toll. Bei seiner Beerdigung im September 2004 saß Achim Mehnert mit mir in einer Reihe der Friedhofskapelle; wir waren beide sehr traurig.
Ähnlich traurig, fast verstört wie heute fühlte ich mich im Dezember 1998 – auch da war Achim Mehnert dabei. Wir trugen damals Peter Terrid zu Grabe, ein Autor, der sich mit vielen tollen Ideen um unsere Serie verdient gemacht hatte und eigentlich noch viele Ideen einbringen wollte.
Inklusive Achim Mehnert, der mich heute viel in meinen Gedanken begleitet hat, sind das vier Autoren, die das größte Science-Fiction-Universum der Welt bereichert und erweitert hatten. Ich werde heute abend »im Geiste« mit ihnen anstoßen. (Und mich an das denkwürdige Bild erinnern, das der PERRY RHODAN-Dokumentarfilm zeigte: die SOL über Köln ...)
07 November 2018
Arbeiten an der Dunkelwelt
Jeden Mittwoch gibt es in der PERRY RHODAN-Redaktion eine interne Teamrunde. Wir sitzen alle um einen Besprechungstisch und gehen aktuelle Projekte durch: Wo stehen wir, was ist zu tun, wo fehlt noch Input, welche Verträge stehen derzeit an? Weil wir derzeit so viele Projekte parallel ans Laufen gebracht haben, konzentrieren wir uns in dieser Runde meist auf Schwerpunkte.
Das mache ich auch bei meiner Arbeit. So gibt es Tage, an denen ich mich vor allem um den PERRY RHODAN-Band 3000 kümmere, und Tage, an denen ich Texte für aktuelle Silberbände schreibe. Heute geht es unter anderem um die »Dunkelwelten«-Trilogie, bei der ich viel zu kommunizieren habe.
Die drei Taschenbücher erscheinen bei Bastei-Lübbe, die E-Books machen wir aber selbst – da müssen einige Dinge frühzeitig geregelt werden, damit es nicht zu einem Durcheinander kommt. In den vergangenen Tagen hatte ich mehrfach mit den Autoren kommuniziert. Das Projekt wächst und gedeiht, die Kollegen bei Bastei-Lübbe sind ebenso darauf eingestellt wie wir.
Natürlich müssen die Romane gut werden, aber wichtig ist eben auch, dass mit der Produktion alles klar läuft. Da müssen viele Rädchen ineinander greifen, und all diese Dinge versuchen wir in der Redaktion und im Marketing so früh wie möglich vorzubereiten. Das erste Taschenbuch erscheint schließlich Ende April 2019 – das ist nicht mehr so fern vom heutigen Tag entfernt …
Das mache ich auch bei meiner Arbeit. So gibt es Tage, an denen ich mich vor allem um den PERRY RHODAN-Band 3000 kümmere, und Tage, an denen ich Texte für aktuelle Silberbände schreibe. Heute geht es unter anderem um die »Dunkelwelten«-Trilogie, bei der ich viel zu kommunizieren habe.
Die drei Taschenbücher erscheinen bei Bastei-Lübbe, die E-Books machen wir aber selbst – da müssen einige Dinge frühzeitig geregelt werden, damit es nicht zu einem Durcheinander kommt. In den vergangenen Tagen hatte ich mehrfach mit den Autoren kommuniziert. Das Projekt wächst und gedeiht, die Kollegen bei Bastei-Lübbe sind ebenso darauf eingestellt wie wir.
Natürlich müssen die Romane gut werden, aber wichtig ist eben auch, dass mit der Produktion alles klar läuft. Da müssen viele Rädchen ineinander greifen, und all diese Dinge versuchen wir in der Redaktion und im Marketing so früh wie möglich vorzubereiten. Das erste Taschenbuch erscheint schließlich Ende April 2019 – das ist nicht mehr so fern vom heutigen Tag entfernt …
06 November 2018
Kurs 3000 und darüber hinaus
In diesen Tagen und Wochen sind die Autorinnen und Autoren im PERRY RHODAN-Team auf verschiedenen Zeitebenen unterwegs. Anders kann man es kaum formulieren. Während die einen noch letzte Hand an den Abschluss des »Genesis«-Zyklus anlegen, entstehen bereits Exposés, Datenblätter und Romanskizzen zum neuen Zyklus, der mit Band 3000 beginnen wird.
Die ersten Exposés haben wir in der vergangenen Woche an das Autorenteam verschickt, diese Woche sind weitere gefolgt. Ebenso gibt es neue Datenblätter, die einiges zu wichtigen Hauptfiguren festlegen. Das alles sind Grundlagen für einen PERRY RHODAN-Zyklus, der bis Band 3099 reichen wird und darüber hinaus wirken soll ...
Ich finde es in diesen Tagen auch bemerkenswert, wie die Rädchen ineinander greifen. Nicht nur die Autorinnen und Autoren, ebenso das Team in der Redaktion und im Marketing – viele Aktionen laufen derzeit an, die uns im Jahr 2019 hoffentlich viel Freude machen werden. Um es klar zu sagen: Wir leben in faszinierenden Zeiten!
Die ersten Exposés haben wir in der vergangenen Woche an das Autorenteam verschickt, diese Woche sind weitere gefolgt. Ebenso gibt es neue Datenblätter, die einiges zu wichtigen Hauptfiguren festlegen. Das alles sind Grundlagen für einen PERRY RHODAN-Zyklus, der bis Band 3099 reichen wird und darüber hinaus wirken soll ...
Ich finde es in diesen Tagen auch bemerkenswert, wie die Rädchen ineinander greifen. Nicht nur die Autorinnen und Autoren, ebenso das Team in der Redaktion und im Marketing – viele Aktionen laufen derzeit an, die uns im Jahr 2019 hoffentlich viel Freude machen werden. Um es klar zu sagen: Wir leben in faszinierenden Zeiten!
05 November 2018
Es ist das größte Abenteuer
Seit die Kollegen bei Fischer TOR und wir bekannt gegeben haben, was ab dem 27. Februar 2019 auf die Leser zukommen wird, mehren sich die Fragen und Spekulationen. Eine wichtige Frage, die offenbar viele Leser beschäftigt: Wie sehr ist »Perry Rhodan - Das größte Abenteuer« in die Handlung der größten Science-Fiction-Serie eingebettet, ist sie »kanonisch«, oder hat sich der Autor irgendwas ausgedacht?
Um es klar zu sagen: Für diesen Roman recherchierte Andreas Eschbach sehr intensiv. Er las noch einmal die Romane, in denen Perry Rhodans Jugend thematisiert wird, und er stellte Fragen an die Exposéautoren sowie an die Redaktion. Sein Roman kann – wenn man möchte – künftig dann »vor« dem eigentlichen Band eins einsortiert werden.
Ich kenne »nur« das Manuskript, nicht die Version, die in den Satz und dann in den Druck gehen wird. Aber mich hat das Manuskript sehr beeindruckt: Auch jemand wie ich, der sich mit der Serie wirklich gut auskennt, wird viele neue Gesichtspunkte zum ersten Menschen auf dem Mond kennenlernen.
(Übrigens kann man das Buch schon jetzt vorbestellen. Es gibt auch eine E-Book- und eine Hörbuchversion. Und wir werden bald auch mehr zum Inhalt verraten.)
Um es klar zu sagen: Für diesen Roman recherchierte Andreas Eschbach sehr intensiv. Er las noch einmal die Romane, in denen Perry Rhodans Jugend thematisiert wird, und er stellte Fragen an die Exposéautoren sowie an die Redaktion. Sein Roman kann – wenn man möchte – künftig dann »vor« dem eigentlichen Band eins einsortiert werden.
Ich kenne »nur« das Manuskript, nicht die Version, die in den Satz und dann in den Druck gehen wird. Aber mich hat das Manuskript sehr beeindruckt: Auch jemand wie ich, der sich mit der Serie wirklich gut auskennt, wird viele neue Gesichtspunkte zum ersten Menschen auf dem Mond kennenlernen.
(Übrigens kann man das Buch schon jetzt vorbestellen. Es gibt auch eine E-Book- und eine Hörbuchversion. Und wir werden bald auch mehr zum Inhalt verraten.)
02 November 2018
Aufstand der Goldenen
Sie sehen ja einigermaßen entspannt aus auf dem Titelbild, finde ich, die zwei Helden des aktuellen Romans unserer Serie PERRY RHODAN NEO: Sowohl Perry Rhodan als auch Icho Tolot wirken nicht ganz so gestresst, wie sie es angesichts der Situation eigentlich sein müssten, die sie auf dem Planeten Altin vorfinden. Dirk Schulz hat trotzdem sehr gut die Elemente eingefangen, die in »Aufstand der Goldenen« die Handlung tragen.

Susan Schwartz musste in diesem Roman, der mit der Bandnummer 186 am heutigen Tag offiziell in den Handel gekommen ist, nicht nur die Situation auf dem Planeten Altin schildern. Sie hatte auch die Aufgabe, eine Zivilisation zu zeigen, die von einer unfassbaren Gefahr bedroht wird. Der Aufstand, um den es in diesem Roman geht, ist ja nur eines der Probleme für die Planetenbewohner …
Was mir übrigens gut gefallen hat, ist eine moralische Frage, die von der Autorin in ihrem Roman thematisiert wird. Die werde ich an dieser Stelle nicht im Detail erklären, aber es geht um folgendes: Darf man, um viele Menschen oder andere Lebewesen zu retten, zu einem mehrfachen Mörder werden? Muss man das vielleicht sogar?

Susan Schwartz musste in diesem Roman, der mit der Bandnummer 186 am heutigen Tag offiziell in den Handel gekommen ist, nicht nur die Situation auf dem Planeten Altin schildern. Sie hatte auch die Aufgabe, eine Zivilisation zu zeigen, die von einer unfassbaren Gefahr bedroht wird. Der Aufstand, um den es in diesem Roman geht, ist ja nur eines der Probleme für die Planetenbewohner …
Was mir übrigens gut gefallen hat, ist eine moralische Frage, die von der Autorin in ihrem Roman thematisiert wird. Die werde ich an dieser Stelle nicht im Detail erklären, aber es geht um folgendes: Darf man, um viele Menschen oder andere Lebewesen zu retten, zu einem mehrfachen Mörder werden? Muss man das vielleicht sogar?
31 Oktober 2018
Zwanzig Jahre Traversan
Ein Logbuch der Redaktion
Zu den Projekten, die ich in meiner Zeit als PERRY RHODAN-Redakteur verwirklichen konnte und auf die ich immer noch stolz bin, zählt die Miniserie ATLAN-Traversan, auch als »Traversan«-Miniserie oder »Traversan«-Zyklus bekannt. Am 13. Oktober 2018 sind genau zwanzig Jahre vergangen, seit der erste Roman der Miniserie veröffentlicht worden ist.
Das war »Admiral der Sterne« von Robert Feldhoff, ausgestattet mit einem actiongeladenen Titelbild von Swen Papenbrock. Weitere elf Romane folgten, später gab es eine Buchausgabe, und heute gibt es die gesamte Serie in Form von E-Books.
Ich möchte an dieser Stelle gar nicht so viel zur Entstehungsgeschichte des »Traversan«-Zyklus erzählen – das ist ein ganz anderes Thema. Hier und heute geht’s nur um das Jubiläum. Erst im Nachhinein wurde mir klar, wieviel wir eigentlich in diesem Sommer und Herbst 1998 ausprobiert hatten und wie viel davon auch gut funktioniert hatte.
Für dieses Projekt hatten wir nach einer viel zu kurzen Vorbereitungszeit ein hektisches »Go!« der Geschäftsleitung erhalten. Gegen jegliche Überzeugung aus dem Vertrieb, in dem man nicht glaubte, dass wir Erfolg haben würden, konnte sich die Serie dann doch sehr gut verkaufen.
Sabine Bretzinger, heute Sabine Kropp, damals Redaktionsassistentin, und ich steuerten das Projekt. Es brachte uns zeitweise in arge Terminnöte, wir leisteten viele unbezahlte Überstunden, aber wir konnten es erfolgreich verwirklichen. Als Lektor manövrierte uns Hermann Ritter durch alle Engpässe.
Sicher war ausschlaggebend, dass wir viele Dinge ausprobieren konnten, und man uns in manchen Bereichen freie Hand ließ. Zum ersten Mal war Robert Feldhoff als alleiniger Exposéautor tätig. Nach einer recht kurzen Besprechung in Hamburg legte er los, nicht mit Ernst Vlcek als Partner, sondern allein. Damit bewies der Autor, dass er in der Lage war, sehr diszipliniert und termingenau die Exposés zu schreiben, wobei er sich auf die Erfordernisse der einzelnen Autoren einstellte.
Zum ersten Mal arbeiteten wir mit Rainer Castor über einen längeren Zeitraum zusammen. Er lieferte Hintergründe zu den Exposés, erstellte ein komplettes Lexikon für die Zeit des alten Arkon-Imperiums und erarbeitete unfassbar viele Details. Unter anderem recherchierte er, welche Angaben zu Uniformen oder Abzeichen in den sogenannten ATLAN-Jugendabenteuern zu finden waren, um sie dann für die neue Miniserie zu extrapolieren.
Nachdem ich den Schriftsteller schon als jemanden kennengelernt hatte, der für Hans Kneifels ATLAN-Romane wertvolle Arbeiten leistete und der gute Taschenbücher schreiben konnte, war ich nun fassungslos, wie eindeutig und umfangreich er seine Datenpapiere erarbeitete. Rainer Castor wusste nicht nur offenbar alles, was die »alte« arkonidische Geschichte anging, er konnte es zudem so verschriftlichen, dass die Autoren damit arbeiten konnten.
Bei den Autoren wiederum setzten wir auf erfahrene Leute: Robert Feldhoff als Exposéautor musste den Startband schreiben, dann übernahmen die Kollegen – schließlich brauchten wir ihn für die wöchentlichen PERRY RHODAN-Romane. Hans Kneifel war gesetzt, für mich war er nach all den Jahrzehnten der ATLAN-Autor schlechthin, und ich wusste, dass er den alten Arkoniden gut in Szene setzen würde.
Dass Rainer Castor als Datenexperte ebenfalls mitschreiben sollte, verstand sich von selbst. Peter Terrid und Hubert Haensel zählten für mich zu den jungen Autoren, die sich in der wöchentlichen Serie und bei den Taschenbüchern längst bewährt hatten. Zudem waren sie bei der alten ATLAN-Serie dabei gewesen, und ich wusste, wie sehr sie darauf brannten, den Arkoniden erneut in gefahrvolle Situationen zu bringen.
Zwei Autoren wollte ich bei dieser Miniserie unbedingt ausprobieren. Rainer Hanczuk hatte kurz zuvor ein Manuskript eingereicht, das für die Reihe der Planetenromane gedacht war – ich fand, dass der junge Schriftsteller einen guten Stil hatte, der auch zu uns passen würde. (Es sollte bei diesem einen Gastspiel bleiben. Mittlerweile ist er als Autor von Thrillern unter dem Namen Rainer Löffler erfolgreich.)
Bei Frank Borsch war ich ebenfalls sehr gespannt, wie er sich bewähren würde. Wir hatten uns kurz zuvor im Rahmen eines Seminars an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel kennengelernt – sein erster Roman für das Perryversum sollte den Weg zu einer Zusammenarbeit über viele Jahre hinweg bahnen.
Der »Traversan«-Zyklus bot viele Chancen, uns und den Autoren. Die spannenden Romane blieben mir ebenso im Gedächtnis wie die Abläufe bei dieser Arbeit. Dass dies schon zwanzig Jahre her ist, verblüfft mich allerdings schon …
Zu den Projekten, die ich in meiner Zeit als PERRY RHODAN-Redakteur verwirklichen konnte und auf die ich immer noch stolz bin, zählt die Miniserie ATLAN-Traversan, auch als »Traversan«-Miniserie oder »Traversan«-Zyklus bekannt. Am 13. Oktober 2018 sind genau zwanzig Jahre vergangen, seit der erste Roman der Miniserie veröffentlicht worden ist.
Das war »Admiral der Sterne« von Robert Feldhoff, ausgestattet mit einem actiongeladenen Titelbild von Swen Papenbrock. Weitere elf Romane folgten, später gab es eine Buchausgabe, und heute gibt es die gesamte Serie in Form von E-Books.
Ich möchte an dieser Stelle gar nicht so viel zur Entstehungsgeschichte des »Traversan«-Zyklus erzählen – das ist ein ganz anderes Thema. Hier und heute geht’s nur um das Jubiläum. Erst im Nachhinein wurde mir klar, wieviel wir eigentlich in diesem Sommer und Herbst 1998 ausprobiert hatten und wie viel davon auch gut funktioniert hatte.
Für dieses Projekt hatten wir nach einer viel zu kurzen Vorbereitungszeit ein hektisches »Go!« der Geschäftsleitung erhalten. Gegen jegliche Überzeugung aus dem Vertrieb, in dem man nicht glaubte, dass wir Erfolg haben würden, konnte sich die Serie dann doch sehr gut verkaufen.
Sabine Bretzinger, heute Sabine Kropp, damals Redaktionsassistentin, und ich steuerten das Projekt. Es brachte uns zeitweise in arge Terminnöte, wir leisteten viele unbezahlte Überstunden, aber wir konnten es erfolgreich verwirklichen. Als Lektor manövrierte uns Hermann Ritter durch alle Engpässe.
Sicher war ausschlaggebend, dass wir viele Dinge ausprobieren konnten, und man uns in manchen Bereichen freie Hand ließ. Zum ersten Mal war Robert Feldhoff als alleiniger Exposéautor tätig. Nach einer recht kurzen Besprechung in Hamburg legte er los, nicht mit Ernst Vlcek als Partner, sondern allein. Damit bewies der Autor, dass er in der Lage war, sehr diszipliniert und termingenau die Exposés zu schreiben, wobei er sich auf die Erfordernisse der einzelnen Autoren einstellte.
Zum ersten Mal arbeiteten wir mit Rainer Castor über einen längeren Zeitraum zusammen. Er lieferte Hintergründe zu den Exposés, erstellte ein komplettes Lexikon für die Zeit des alten Arkon-Imperiums und erarbeitete unfassbar viele Details. Unter anderem recherchierte er, welche Angaben zu Uniformen oder Abzeichen in den sogenannten ATLAN-Jugendabenteuern zu finden waren, um sie dann für die neue Miniserie zu extrapolieren.
Nachdem ich den Schriftsteller schon als jemanden kennengelernt hatte, der für Hans Kneifels ATLAN-Romane wertvolle Arbeiten leistete und der gute Taschenbücher schreiben konnte, war ich nun fassungslos, wie eindeutig und umfangreich er seine Datenpapiere erarbeitete. Rainer Castor wusste nicht nur offenbar alles, was die »alte« arkonidische Geschichte anging, er konnte es zudem so verschriftlichen, dass die Autoren damit arbeiten konnten.
Bei den Autoren wiederum setzten wir auf erfahrene Leute: Robert Feldhoff als Exposéautor musste den Startband schreiben, dann übernahmen die Kollegen – schließlich brauchten wir ihn für die wöchentlichen PERRY RHODAN-Romane. Hans Kneifel war gesetzt, für mich war er nach all den Jahrzehnten der ATLAN-Autor schlechthin, und ich wusste, dass er den alten Arkoniden gut in Szene setzen würde.
Dass Rainer Castor als Datenexperte ebenfalls mitschreiben sollte, verstand sich von selbst. Peter Terrid und Hubert Haensel zählten für mich zu den jungen Autoren, die sich in der wöchentlichen Serie und bei den Taschenbüchern längst bewährt hatten. Zudem waren sie bei der alten ATLAN-Serie dabei gewesen, und ich wusste, wie sehr sie darauf brannten, den Arkoniden erneut in gefahrvolle Situationen zu bringen.
Zwei Autoren wollte ich bei dieser Miniserie unbedingt ausprobieren. Rainer Hanczuk hatte kurz zuvor ein Manuskript eingereicht, das für die Reihe der Planetenromane gedacht war – ich fand, dass der junge Schriftsteller einen guten Stil hatte, der auch zu uns passen würde. (Es sollte bei diesem einen Gastspiel bleiben. Mittlerweile ist er als Autor von Thrillern unter dem Namen Rainer Löffler erfolgreich.)
Bei Frank Borsch war ich ebenfalls sehr gespannt, wie er sich bewähren würde. Wir hatten uns kurz zuvor im Rahmen eines Seminars an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel kennengelernt – sein erster Roman für das Perryversum sollte den Weg zu einer Zusammenarbeit über viele Jahre hinweg bahnen.
Der »Traversan«-Zyklus bot viele Chancen, uns und den Autoren. Die spannenden Romane blieben mir ebenso im Gedächtnis wie die Abläufe bei dieser Arbeit. Dass dies schon zwanzig Jahre her ist, verblüfft mich allerdings schon …
30 Oktober 2018
Zwei NEO-Exposéautoren zu Besuch
Der Dienstag, 30. Oktober 2018, brachte zwei wichtige Besucher in die Räumlichkeiten der PERRY RHODAN-Redaktion: Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm kamen vorbei, um sich mit uns über den aktuellen Stand der Dinge sowie die nähere Zukunft von PERRY RHODAN NEO zu unterhalten.
Immerhin wird Band 200 der Serie im Mai 2019 erscheinen. Da müssen wir uns bereits jetzt erste Gedanken zum Inhalt sowie zum Marketing machen.
Die beiden Exposéautoren, die seit bald zwei Jahren für die Steuerung dieser Serie verantwortlich sind, unterhielten sich mit den Kollegen aus dem Marketing über aktuelle Pläne. Sie präsentierten zudem eigene Ideen, die ab dem Frühjahr 2019 an die Öffentlichkeit kommen dürften.
Mit mir unterhielten sie sich über die inhaltlichen Überlegungen. Ich hatte in den vergangenen Tagen und Wochen einige Arbeitspapiere der beiden gelesen, die mir allesamt sehr gut gefallen hatten. Zu diskutieren gab es die eine oder andere Frage; wir machten uns zudem Gedanken über Veränderungen im Autorenteam.
Natürlich ging es bei unserem Gespräch auch um die Erwartungen, die Leser in Foren und bei persönlichen Treffen äußern. Nicht alles kann man übernehmen, nicht jeder Wunsch lässt sich umsetzen. Aber wir schauen uns an, was wir in welcher Form aufgreifen können.
(Das Foto zeigt mein Büro und die Herren – von links – Rüdiger Schäfer, Klaus N. Frick und Rainer Schorm. Das Foto wurde von Philine-Marie Rühmann geschossen.)
Immerhin wird Band 200 der Serie im Mai 2019 erscheinen. Da müssen wir uns bereits jetzt erste Gedanken zum Inhalt sowie zum Marketing machen.
Die beiden Exposéautoren, die seit bald zwei Jahren für die Steuerung dieser Serie verantwortlich sind, unterhielten sich mit den Kollegen aus dem Marketing über aktuelle Pläne. Sie präsentierten zudem eigene Ideen, die ab dem Frühjahr 2019 an die Öffentlichkeit kommen dürften.
Mit mir unterhielten sie sich über die inhaltlichen Überlegungen. Ich hatte in den vergangenen Tagen und Wochen einige Arbeitspapiere der beiden gelesen, die mir allesamt sehr gut gefallen hatten. Zu diskutieren gab es die eine oder andere Frage; wir machten uns zudem Gedanken über Veränderungen im Autorenteam.
Natürlich ging es bei unserem Gespräch auch um die Erwartungen, die Leser in Foren und bei persönlichen Treffen äußern. Nicht alles kann man übernehmen, nicht jeder Wunsch lässt sich umsetzen. Aber wir schauen uns an, was wir in welcher Form aufgreifen können.
(Das Foto zeigt mein Büro und die Herren – von links – Rüdiger Schäfer, Klaus N. Frick und Rainer Schorm. Das Foto wurde von Philine-Marie Rühmann geschossen.)
29 Oktober 2018
Leo Lukas und der Sonnenmord
Wer sich fragt, wer die cool aussehende Frau auf dem Titelbild des demnächst erscheinenden PERRY RHODAN-Romans ist: Dabei handelt es sich um Orla Trant, so viel kann ich an dieser Stelle schon verraten. Leo Lukas stellt die Wissenschaftlerin in seinem Roman mit dem Titel »Sonnenmord« vor, und Arndt Drechsler hat ihr ein beeindruckendes Denkmal geschaffen. Das finde zumindest ich.

Worum es in dem Roman mit der Bandnummer 2986 geht, lässt sich in wenigen Sätzen kaum zusammenfassen. Der Autor lässt in »Sonnenmord« die Angehörigen unterschiedlicher Zivilisationen auftreten und bietet den Lesern zudem ein offenes Ende an – zumindest für einen der Handlungsebenen, die er zeigt.
Mir gefallen Romane, in denen »alte« Schauplätze neu in die Handlung gebracht werden. Meine Erinnerungen an die frühere Lektüre vermischen sich dann mit den neuen Eindrücken, im Geist vergleiche ich die unterschiedlichen Episoden aus verschiedenen Jahren. Das gelingt beim »Sonnenmord« auch sehr gut, finde ich.

Worum es in dem Roman mit der Bandnummer 2986 geht, lässt sich in wenigen Sätzen kaum zusammenfassen. Der Autor lässt in »Sonnenmord« die Angehörigen unterschiedlicher Zivilisationen auftreten und bietet den Lesern zudem ein offenes Ende an – zumindest für einen der Handlungsebenen, die er zeigt.
Mir gefallen Romane, in denen »alte« Schauplätze neu in die Handlung gebracht werden. Meine Erinnerungen an die frühere Lektüre vermischen sich dann mit den neuen Eindrücken, im Geist vergleiche ich die unterschiedlichen Episoden aus verschiedenen Jahren. Das gelingt beim »Sonnenmord« auch sehr gut, finde ich.
27 Oktober 2018
Die Kupferfarbene Kreatur
Zur Kultur jener Wesen, die die Eastside der Galaxis bevölkern und von den Terranern gern als »Blues« bezeichnet werden, zählen die sogenannten Kreaturen. Für manche Jülziish – so nennen sich die »Blues« in ihrer eigenen Sprache – handelt es sich um Gottheiten, andere benutzen sie, wie Menschen im katholisch geprägten Süddeutschland etwa die Heiligen anrufen.
Der anstehende PERRY RHODAN-Roman, den Hubert Haensel verfasst hat, führt gleich mehrere dieser Kreaturen auf. »Die Kupferfarbene Kreatur« gab dem Roman – das Cover stammt von Arndt Drechsler – seinen Titel, aber im Roman findet sich beispielsweise auch die Buntgescheckte Kreatur der Neugierde und anderes …
Vor allem aber liefert der Autor einen Blick auf ein Randgebiet der Milchstraße. Jülziish und Posbis spielen eine Rolle, Perry Rhodan erkundet ein unheimliches Raumschiff – und wie das alles zusammenhängt, erzählt der Autor. Ab dem 2. November wissen dann auch die Leser mehr.
Der anstehende PERRY RHODAN-Roman, den Hubert Haensel verfasst hat, führt gleich mehrere dieser Kreaturen auf. »Die Kupferfarbene Kreatur« gab dem Roman – das Cover stammt von Arndt Drechsler – seinen Titel, aber im Roman findet sich beispielsweise auch die Buntgescheckte Kreatur der Neugierde und anderes …
Vor allem aber liefert der Autor einen Blick auf ein Randgebiet der Milchstraße. Jülziish und Posbis spielen eine Rolle, Perry Rhodan erkundet ein unheimliches Raumschiff – und wie das alles zusammenhängt, erzählt der Autor. Ab dem 2. November wissen dann auch die Leser mehr.
26 Oktober 2018
Noch 111 Tage
Es ist eine Schnapszahl, und sie wäre mir entgangen, wenn mich die Kollegin nicht darauf hingewiesen hätte: Es sind nur noch genau 111 Tage, bis der Band 3000 der PERRY RHODAN-Serie erscheint. In der Redaktion und in unserem Umfeld wird in diesen Tagen viel getan, dass alles zu diesem Jubiläumsband passend geschieht.
Das Manuskript ist in der Redaktion, ich habe es schon gelesen, und in der nächsten Woche werden wir die ersten Informationen dazu veröffentlichen. Der Vorverkauf für unsere Veranstaltung in München läuft, die Werbung wird vorbereitet, der Vertrieb stellt sich auf das Jubiläum ein. Auch im E-Book-Sektor kommt einiges auf die Leser zu.
Klar ist es wichtig, dass wir einen sehr guten Roman haben; ich finde ihn schon mal sehr gut. Aber natürlich muss ein solcher Roman auch noch sehr gut verkauft werden. Deshalb versuchen wir, so viele Aktivitäten wie möglich zu koordinieren. Mal schauen, was uns in den 111 Tagen sonst noch einfallen wird …
Das Manuskript ist in der Redaktion, ich habe es schon gelesen, und in der nächsten Woche werden wir die ersten Informationen dazu veröffentlichen. Der Vorverkauf für unsere Veranstaltung in München läuft, die Werbung wird vorbereitet, der Vertrieb stellt sich auf das Jubiläum ein. Auch im E-Book-Sektor kommt einiges auf die Leser zu.
Klar ist es wichtig, dass wir einen sehr guten Roman haben; ich finde ihn schon mal sehr gut. Aber natürlich muss ein solcher Roman auch noch sehr gut verkauft werden. Deshalb versuchen wir, so viele Aktivitäten wie möglich zu koordinieren. Mal schauen, was uns in den 111 Tagen sonst noch einfallen wird …
25 Oktober 2018
Mutanten auf japanisch
Man muss kein Wort – und vor allem kein Schriftzeichen – der japanischen Sprache verstehen, um sich zu freuen: Im Oktober ist der zwölfte Band unserer Lizenzausgabe von PERRY RHODAN NEO bei unseren Partnern von Hayakawa veröffentlicht worden. Noch haben wir keine aktuellen Verkaufszahlen, aber die stete Fortsetzung der Serie spricht dafür, dass sie nicht schlecht läuft und ihr Publikum findet.Der Buch- und Zeitschriftenhandel ist in Fernost ebenso ein schwieriges Geschäft wie in Mitteleuropa, und deshalb finde ich es großartig, dass unsere Partner mit ihren Übersetzern und Grafikern es seit Jahren schaffen, unsere Serie erfolgreich zu führen. Dass mit einer E-Book-Version gestartet worden ist, um PERRY RHODAN auch ab Nummer eins anzubieten, gefällt mir sehr.
Der Versuch, mit PERRY RHODAN NEO eine jüngere Leserschaft zu erreichen, ist ebenfalls nach meinem Geschmack. Die Titelbilder sehen anders aus als bei der deutschen Ausgabe – aber das muss so sein. Mir gefallen sie zudem.
24 Oktober 2018
Erinnerungen en gros
Meine Reihe »Der Redakteur erinnert sich« wächst und gedeiht. Seit vielen Jahren schreibe ich immer wieder Kolumnen, in denen ich mich mehr oder weniger gut an die Vergangenheit erinnere, meist mithilfe von Notizen, Tagebucheinträgen oder alten Konzepten. Es ist ja stets überraschend, was einem alles einfällt, wenn man eine echte Gedankenstütze hat.
Die einzelnen Texte kopiere ich – »Daten-Messie«, der ich bin – immer treu und brav zusammen. So entstand mittlerweile eine umfangreiche Datei, die Redakteurserinnerungen enthält. Die wiederum erstrecken sich auf einen Zeitraum von 1977 bis in die Nuller-Jahre. Diese Datei habe ich in ihrer Gesamtheit noch nie angeschaut.
In meinen Texten schrieb ich über meine frühesten Tage als PERRY RHODAN-Leser in den 70er-Jahren, über Fan-Aktivitäten in den 80er-Jahren, über meine Anfänge als Redakteur in den 90er-Jahren, über die Zeit als Chefredakteur in den Nuller-Jahren und – ganz, ganz selten – über Entwicklungen in den Zehner-Jahren. Über aktuelle Themen schreibe ich ungern; meiner Ansicht nach muss erst ein wenig Zeit vergangen sein, damit die Erinnerung wirklich die Wahrheit ein wenig verändert.
Selbstverständlich gibt es Sequenzen, die sich wiederholen. Ganze Absätze rufen ähnliche Vorgänge in verschiedenen Texten in Erinnerung.
Trotzdem stellte ich heute fest, als ich eine »Word-Zählung« veranstaltete, wie umfangreich das alles ist: Die Millionen-Grenze ist überschritten, es sind mehr als eine Million Zeichen. Anders gesagt: Würde man das alles eins zu eins drucken – was nicht gerade sinnvoll wäre –, käme ein dickes Buch heraus ...
Die einzelnen Texte kopiere ich – »Daten-Messie«, der ich bin – immer treu und brav zusammen. So entstand mittlerweile eine umfangreiche Datei, die Redakteurserinnerungen enthält. Die wiederum erstrecken sich auf einen Zeitraum von 1977 bis in die Nuller-Jahre. Diese Datei habe ich in ihrer Gesamtheit noch nie angeschaut.
In meinen Texten schrieb ich über meine frühesten Tage als PERRY RHODAN-Leser in den 70er-Jahren, über Fan-Aktivitäten in den 80er-Jahren, über meine Anfänge als Redakteur in den 90er-Jahren, über die Zeit als Chefredakteur in den Nuller-Jahren und – ganz, ganz selten – über Entwicklungen in den Zehner-Jahren. Über aktuelle Themen schreibe ich ungern; meiner Ansicht nach muss erst ein wenig Zeit vergangen sein, damit die Erinnerung wirklich die Wahrheit ein wenig verändert.
Selbstverständlich gibt es Sequenzen, die sich wiederholen. Ganze Absätze rufen ähnliche Vorgänge in verschiedenen Texten in Erinnerung.
Trotzdem stellte ich heute fest, als ich eine »Word-Zählung« veranstaltete, wie umfangreich das alles ist: Die Millionen-Grenze ist überschritten, es sind mehr als eine Million Zeichen. Anders gesagt: Würde man das alles eins zu eins drucken – was nicht gerade sinnvoll wäre –, käme ein dickes Buch heraus ...
22 Oktober 2018
Wenn sich das Licht verändert ...
Ein Logbuch der Redaktion
Mit diesem Logbuch möchte ich auf drei Romane hinweisen, die in nächster Zeit im Rahmen der PERRY RHODAN-Serie veröffentlicht werden. Sicherheitshalber ergänze ich, dass »Spoilergefahr« besteht, weil ich ein wenig auf die jeweiligen Inhalte eingehen möchte. Aber selbstverständlich werde ich nicht zu viel verraten ...
Bekanntlich spitzt sich in der aktuellen Handlung unserer Serie in der Milchstraße einiges zu. Das Licht der Sterne hat sich verändert, und die Menschen sowie alle anderen intelligenten Lebewesen leiden unter der »neuen« Sonne. Sie gehen unterschiedlich damit um, sie versuchen sich zu schützen. Gleichzeitig operieren in der Galaxis die Raumschiffe von außergalaktischen Sternenvölkern, die ihre eigenen Ziele verfolgen.
Dabei nimmt sich Christian Montillon in seinem Roman »Kants letztes Kunstwerk« einer besonderen Person an, die sich auf ihre Weise als Künstler betrachtet und ein echter Meister ihres Faches ist. Zuerst sieht alles so aus, als müsste diese Person einen gefährlichen Auftrag erfüllen, der ohne weiteren Zusammenhang mit der Gesamtsituation in der Milchstraße steht – dann aber wird klar, dass nichts ohne Verbindungen zur Außenwelt geschieht.
Der Roman trägt die Bandnummer 2983, er kommt am 19. Oktober in den Handel. Weil ich mit dem Autor immer wieder kommunizierte, während er schrieb, weiß ich gut, wieviel Spaß er mit dieser Hauptperson und ihren Taten hatte. Und ich glaube, das werden die Leser bei der Lektüre sehr gut merken.
Mit den politischen Entscheidungen innerhalb der Milchstraße und einer akuten Bedrohung beschäftigt sich Susan Schwartz im Folgeband. Ihr Roman erscheint am 26. Oktober unter dem Titel »Projekt Exodus« und mit der Nummer 2984; eine der Hauptfiguren ist Perry Rhodan selbst. Der Terraner hat eine heikle Mission, er muss eine Idee verkünden, die im Galaktikum sicher nicht auf allgemeine Zustimmung stoßen wird.
Daneben führt die Autorin ein neues galaktisches Volk in die Handlung unserer Serie ein, das bisher keine Rolle spielte. Seine Angehörigen sind ebenfalls betroffen, wenn sich die Situation in der Milchstraße ändert. Wie sie sich aber verhalten, ist für die Delegationen anderer Völker auf jeden Fall eine Überraschung …
Auch Hubert Haensel nimmt sich der aktuellen Ereignisse in der Milchstraße an und setzt Perry Rhodan ins Zentrum des Geschehens. Wie der Titel seines Romans – er heißt »Die Kupferfarbene Kreatur« – schon andeutet, spielen aber auch Bewohner der galaktischen Eastside eine wichtige Rolle in diesem Band, der am 2. November in den Handel kommt.
Das ist nicht alles: Ein fremdes Raumschiff taucht auf, das möglicherweise noch für Schwierigkeiten sorgt, und Perry Rhodan muss sich allerlei Tricks einfallen lassen. Der Roman mit der Bandnummer 2985 schildert auf jeden Fall eine Reihe von Ereignissen, die den Abschluss des laufenden Zyklus vorbereiten …
Viel mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten. Auf die Milchstraße kommen große Ereignisse zu, die sich auf alle Bewohner auswirken. Wie die Terraner mit den Veränderungen umgehen und ob sie es schaffen, das Schlimmste zu verhindern, werden die kommenden Romane zeigen. Die nächsten drei Bände weisen zumindest teilweise einen Weg …
Mit diesem Logbuch möchte ich auf drei Romane hinweisen, die in nächster Zeit im Rahmen der PERRY RHODAN-Serie veröffentlicht werden. Sicherheitshalber ergänze ich, dass »Spoilergefahr« besteht, weil ich ein wenig auf die jeweiligen Inhalte eingehen möchte. Aber selbstverständlich werde ich nicht zu viel verraten ...
Bekanntlich spitzt sich in der aktuellen Handlung unserer Serie in der Milchstraße einiges zu. Das Licht der Sterne hat sich verändert, und die Menschen sowie alle anderen intelligenten Lebewesen leiden unter der »neuen« Sonne. Sie gehen unterschiedlich damit um, sie versuchen sich zu schützen. Gleichzeitig operieren in der Galaxis die Raumschiffe von außergalaktischen Sternenvölkern, die ihre eigenen Ziele verfolgen.
Dabei nimmt sich Christian Montillon in seinem Roman »Kants letztes Kunstwerk« einer besonderen Person an, die sich auf ihre Weise als Künstler betrachtet und ein echter Meister ihres Faches ist. Zuerst sieht alles so aus, als müsste diese Person einen gefährlichen Auftrag erfüllen, der ohne weiteren Zusammenhang mit der Gesamtsituation in der Milchstraße steht – dann aber wird klar, dass nichts ohne Verbindungen zur Außenwelt geschieht.
Der Roman trägt die Bandnummer 2983, er kommt am 19. Oktober in den Handel. Weil ich mit dem Autor immer wieder kommunizierte, während er schrieb, weiß ich gut, wieviel Spaß er mit dieser Hauptperson und ihren Taten hatte. Und ich glaube, das werden die Leser bei der Lektüre sehr gut merken.
Mit den politischen Entscheidungen innerhalb der Milchstraße und einer akuten Bedrohung beschäftigt sich Susan Schwartz im Folgeband. Ihr Roman erscheint am 26. Oktober unter dem Titel »Projekt Exodus« und mit der Nummer 2984; eine der Hauptfiguren ist Perry Rhodan selbst. Der Terraner hat eine heikle Mission, er muss eine Idee verkünden, die im Galaktikum sicher nicht auf allgemeine Zustimmung stoßen wird.
Daneben führt die Autorin ein neues galaktisches Volk in die Handlung unserer Serie ein, das bisher keine Rolle spielte. Seine Angehörigen sind ebenfalls betroffen, wenn sich die Situation in der Milchstraße ändert. Wie sie sich aber verhalten, ist für die Delegationen anderer Völker auf jeden Fall eine Überraschung …
Auch Hubert Haensel nimmt sich der aktuellen Ereignisse in der Milchstraße an und setzt Perry Rhodan ins Zentrum des Geschehens. Wie der Titel seines Romans – er heißt »Die Kupferfarbene Kreatur« – schon andeutet, spielen aber auch Bewohner der galaktischen Eastside eine wichtige Rolle in diesem Band, der am 2. November in den Handel kommt.
Das ist nicht alles: Ein fremdes Raumschiff taucht auf, das möglicherweise noch für Schwierigkeiten sorgt, und Perry Rhodan muss sich allerlei Tricks einfallen lassen. Der Roman mit der Bandnummer 2985 schildert auf jeden Fall eine Reihe von Ereignissen, die den Abschluss des laufenden Zyklus vorbereiten …
Viel mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten. Auf die Milchstraße kommen große Ereignisse zu, die sich auf alle Bewohner auswirken. Wie die Terraner mit den Veränderungen umgehen und ob sie es schaffen, das Schlimmste zu verhindern, werden die kommenden Romane zeigen. Die nächsten drei Bände weisen zumindest teilweise einen Weg …
21 Oktober 2018
Vergleichende Werbung
Ein Logbuch der Redaktion
»Das Rätsel des Armadeherzens, der Chronofossilien und der Tiefe« – so lautete die Überschrift der Anzeige, die im PERRY RHODAN-Roman 1199 auf den anstehenden Jubiläumsband aufmerksam machte. »Ordoban« sollte am 20. August 1984 als Band 1200 in den Handel kommen, der Roman wurde mit »Perry Rhodan Report – Farbposter – 88 Seiten Umfang« als zusätzliche Extras beworben.
Im September 2018 veröffentlichten wir mit »Ordoban« nun einen Silberband, der im Wesentlichen auf dem klassischen »Ordoban« aufbaut. Damit beträgt der Abstand der Silberbände auf die Original-Heftromane mittlerweile 34 Jahre. Grund genug, sich in diesem Jahr anzuschauen, wie man damals das Jubiläum bewarb.

Dass die Anzeige erstaunlich textlastig war, liegt in der Natur der Sache: PERRY RHODAN richtete sich damals an ein lesehungriges Publikum. Wer die Serie las, mochte es, umfangreiche Texte zu lesen. Er oder sie war an komplexen Themen interessiert und wollte mehr über das größte Science-Fiction-Universum der Welt wissen. Zumindest die Werbung richtete sich deshalb nicht unbedingt an potenzielle Neuleser – könnte man zumindest glauben, wenn man sich die entsprechenden Aussagen heutzutage anschaut.
Ein Thema war »Das Rätsel des Armadaherzens«, und das bildete eine direkte Fortsetzung des vorherigen Zyklus mit dem Titel »Die Endlose Armada«. Mit »Ordoban« wurde also kein kompletter Neuanfang eingeleitet, und das gilt ebenso für den entsprechenden Silberband: Vom einen Zyklus geht es mit kurzer Unterbrechung in den nächsten.
Dabei klingt der Werbetext aus dem Jahr 1984 geheimnisvoll und spannend: »Tief in der Unendlichkeit, vor langer, langer Zeit: Er ist ein Held, ein fanatischer Raumfahrer. Er kennt sein Schiff und das Weltall. Sein Ehrgeiz liegt darin, immer neue Grenzen zu sprengen. Als ein Kosmokrat erscheint und ihm seinen Auftrag verkündet, erwacht seine wirkliche Bestimmung. Sein Name ist Ordoban. Sein Schicksal ist voller Tragik. Er lernt die Größe und die Einsamkeit kennen, und sein Weg bis hin zur Armadaeinheit EINS ist lang – doch viel länger der Weg zurück zu sich selbst ...«
Diesen Text könnte man heute ebenso als Werbetext für den Silberband mit der Nummer 143 nutzen. Die Geschichte von Ordoban war 1984 faszinierend, und das ist sie heute noch: eine kosmische Geschichte, die Äonen umspannt. Damit ist sie zugleich ein Höhepunkt und ein Abschluss für die Handlungsebene um die Endlose Armada. Sie gehört zu Recht zu den großen Klassikern der Serie und steht in einer Reihe mit Romanen wie »Laire« oder »Bardioc«, in denen ebenfalls die Entwicklung von geheimnisvollen Lebewesen geschildert wurde.
»Die Rätsel der Chronofossilien« in der Anzeige leitete über in den neuen Zyklus, der kosmische Elemente aufweisen sollte: »Man nennt sie Chronofossilien, Abdrücke in der Zeit. Jede von ihnen beinhaltet ein ureigenes Stück von Perry Rhodans Persönlichkeit und Seele. Will Perry Rhodan TRIICLE-9 und dessen gigantische Wachflotte an ihren angestammten Platz im Universum zurückführen, so muss er die Chronofossilien Stück für Stück anfliegen und aktivieren. Die Mächte des Chaos werfen ihr gesamtes Potenzial in den Kampf, um den Terraner an dieser Aufgabe zu hindern. Perry Rhodan erlebt phantastische Abenteuer in Raum und Zeit – doch jeder Teilerfolg wird von noch heftigeren und tückischeren Attacken des Gegners beantwortet ...«
Diese Aussagen faszinierten mich als jungen Leser damals sehr. Ich konnte mir unter manchen Begriffen schon etwas vorstellen, andere aber wirkten neu. Wie heutige Silberbandleser auf solche Begriffe wie »Chronofossilien« reagieren werden, vermag ich mir kaum vorzustellen. Heutzutage kann ein Leser schließlich mithilfe der Perrypedia sehr schnell herausfinden, was sich dahinter verbirgt – damals war das alles neu und aufregend.
Ähnliches gilt für den dritten Teil der Ankündigung, der unter dem Titel »Das Rätsel der Tiefe« stand: »Der Platz, an dem TRIICLE-9 einst mutierte, ist zu einem unheimlichen Ort geworden«, formulierte es die Anzeige. »Atlan und Jen Salik, dorthin vorausgeschickt, müssen vom ersten Augenblick an ums nackte Überleben kämpfen. Sie geraten in einen alptraumhaften Strudel wildbewegter Ereignisse – doch sie wissen, dass viel mehr als ihr eigenes Schicksal davon abhängt, ob sie ihren Auftrag ausführen. Er besteht darin, die Ankunft von TRIICLE-9 und dessen Wachflotte vorzubereiten.«
Schaue ich mir diese Sätze heute an, wirken sie schwammig und unklar. Ich bin mir sicher: Als sie formuliert wurden, hatten die Autoren selbst noch keine Ahnung, wie das Tiefenland beschaffen sein sollte – sonst würde in der Anzeige ein wenig mehr dazu stehen. Die Autoren wussten, zu welchem Ende sie den »Chronofossilien«-Zyklus führen würden; der Weg dahin war in manchen Teilen noch unklar.
Die Anzeige belegt für mich heute, dass vieles bei diesem Zyklus schon festgelegt worden war, dass aber auch viele Dinge bewusst offen blieben. Im Nachhinein lässt sich klar sagen: Mit dem »Chronofossilien«-Zyklus erreichte die PERRY RHODAN-Serie im Verlauf des Jahres 1984 einen neuen Höhepunkt, was unfassbar »große Ideen« anging.
»Ordoban« als aktueller Silberband zeichnet nun diese Entwicklung nach. Ich hoffe, dass die Faszination, die ich damals empfunden habe, die Leser von heute ebenfalls erfassen wird ...
»Das Rätsel des Armadeherzens, der Chronofossilien und der Tiefe« – so lautete die Überschrift der Anzeige, die im PERRY RHODAN-Roman 1199 auf den anstehenden Jubiläumsband aufmerksam machte. »Ordoban« sollte am 20. August 1984 als Band 1200 in den Handel kommen, der Roman wurde mit »Perry Rhodan Report – Farbposter – 88 Seiten Umfang« als zusätzliche Extras beworben.
Im September 2018 veröffentlichten wir mit »Ordoban« nun einen Silberband, der im Wesentlichen auf dem klassischen »Ordoban« aufbaut. Damit beträgt der Abstand der Silberbände auf die Original-Heftromane mittlerweile 34 Jahre. Grund genug, sich in diesem Jahr anzuschauen, wie man damals das Jubiläum bewarb.

Dass die Anzeige erstaunlich textlastig war, liegt in der Natur der Sache: PERRY RHODAN richtete sich damals an ein lesehungriges Publikum. Wer die Serie las, mochte es, umfangreiche Texte zu lesen. Er oder sie war an komplexen Themen interessiert und wollte mehr über das größte Science-Fiction-Universum der Welt wissen. Zumindest die Werbung richtete sich deshalb nicht unbedingt an potenzielle Neuleser – könnte man zumindest glauben, wenn man sich die entsprechenden Aussagen heutzutage anschaut.
Ein Thema war »Das Rätsel des Armadaherzens«, und das bildete eine direkte Fortsetzung des vorherigen Zyklus mit dem Titel »Die Endlose Armada«. Mit »Ordoban« wurde also kein kompletter Neuanfang eingeleitet, und das gilt ebenso für den entsprechenden Silberband: Vom einen Zyklus geht es mit kurzer Unterbrechung in den nächsten.
Dabei klingt der Werbetext aus dem Jahr 1984 geheimnisvoll und spannend: »Tief in der Unendlichkeit, vor langer, langer Zeit: Er ist ein Held, ein fanatischer Raumfahrer. Er kennt sein Schiff und das Weltall. Sein Ehrgeiz liegt darin, immer neue Grenzen zu sprengen. Als ein Kosmokrat erscheint und ihm seinen Auftrag verkündet, erwacht seine wirkliche Bestimmung. Sein Name ist Ordoban. Sein Schicksal ist voller Tragik. Er lernt die Größe und die Einsamkeit kennen, und sein Weg bis hin zur Armadaeinheit EINS ist lang – doch viel länger der Weg zurück zu sich selbst ...«
Diesen Text könnte man heute ebenso als Werbetext für den Silberband mit der Nummer 143 nutzen. Die Geschichte von Ordoban war 1984 faszinierend, und das ist sie heute noch: eine kosmische Geschichte, die Äonen umspannt. Damit ist sie zugleich ein Höhepunkt und ein Abschluss für die Handlungsebene um die Endlose Armada. Sie gehört zu Recht zu den großen Klassikern der Serie und steht in einer Reihe mit Romanen wie »Laire« oder »Bardioc«, in denen ebenfalls die Entwicklung von geheimnisvollen Lebewesen geschildert wurde.
»Die Rätsel der Chronofossilien« in der Anzeige leitete über in den neuen Zyklus, der kosmische Elemente aufweisen sollte: »Man nennt sie Chronofossilien, Abdrücke in der Zeit. Jede von ihnen beinhaltet ein ureigenes Stück von Perry Rhodans Persönlichkeit und Seele. Will Perry Rhodan TRIICLE-9 und dessen gigantische Wachflotte an ihren angestammten Platz im Universum zurückführen, so muss er die Chronofossilien Stück für Stück anfliegen und aktivieren. Die Mächte des Chaos werfen ihr gesamtes Potenzial in den Kampf, um den Terraner an dieser Aufgabe zu hindern. Perry Rhodan erlebt phantastische Abenteuer in Raum und Zeit – doch jeder Teilerfolg wird von noch heftigeren und tückischeren Attacken des Gegners beantwortet ...«
Diese Aussagen faszinierten mich als jungen Leser damals sehr. Ich konnte mir unter manchen Begriffen schon etwas vorstellen, andere aber wirkten neu. Wie heutige Silberbandleser auf solche Begriffe wie »Chronofossilien« reagieren werden, vermag ich mir kaum vorzustellen. Heutzutage kann ein Leser schließlich mithilfe der Perrypedia sehr schnell herausfinden, was sich dahinter verbirgt – damals war das alles neu und aufregend.
Ähnliches gilt für den dritten Teil der Ankündigung, der unter dem Titel »Das Rätsel der Tiefe« stand: »Der Platz, an dem TRIICLE-9 einst mutierte, ist zu einem unheimlichen Ort geworden«, formulierte es die Anzeige. »Atlan und Jen Salik, dorthin vorausgeschickt, müssen vom ersten Augenblick an ums nackte Überleben kämpfen. Sie geraten in einen alptraumhaften Strudel wildbewegter Ereignisse – doch sie wissen, dass viel mehr als ihr eigenes Schicksal davon abhängt, ob sie ihren Auftrag ausführen. Er besteht darin, die Ankunft von TRIICLE-9 und dessen Wachflotte vorzubereiten.«
Schaue ich mir diese Sätze heute an, wirken sie schwammig und unklar. Ich bin mir sicher: Als sie formuliert wurden, hatten die Autoren selbst noch keine Ahnung, wie das Tiefenland beschaffen sein sollte – sonst würde in der Anzeige ein wenig mehr dazu stehen. Die Autoren wussten, zu welchem Ende sie den »Chronofossilien«-Zyklus führen würden; der Weg dahin war in manchen Teilen noch unklar.
Die Anzeige belegt für mich heute, dass vieles bei diesem Zyklus schon festgelegt worden war, dass aber auch viele Dinge bewusst offen blieben. Im Nachhinein lässt sich klar sagen: Mit dem »Chronofossilien«-Zyklus erreichte die PERRY RHODAN-Serie im Verlauf des Jahres 1984 einen neuen Höhepunkt, was unfassbar »große Ideen« anging.
»Ordoban« als aktueller Silberband zeichnet nun diese Entwicklung nach. Ich hoffe, dass die Faszination, die ich damals empfunden habe, die Leser von heute ebenfalls erfassen wird ...
20 Oktober 2018
Nachdenken über Romane und Serien
Die kleine Stadt Wolfenbüttel ist für die Entwicklung der PERRY RHODAN-Serie sicher nicht so wichtig wie Rastatt, Irschenberg oder Friedrichsdorf – hier wurden aber schon wichtige Dinge diskutiert. Robert Feldhoff stellte mir hier das Konzept für den »Thoregon«-Zyklus vor, mit Uwe Anton diskutierte ich über verschiedene Zyklen und zuletzt über die Miniserie PERRY RHODAN-Terminus.
Wenn ich an diesem Wochenende mit Autorinnen und Autoren an ihren Texten arbeite, steht die Serie eher im Hintergrund. Es geht nicht um PERRY RHODAN, sondern um das Schreiben im Allgemeinen. Trotzdem schwingt immer wieder im Hintergrund mit, was das eine mit dem anderen zu tun hat.
Wir diskutieren über Texte: Es geht um Dialoge und Szenen, um einzelne Formulierungen und Sprachbilder – und all diese Dinge gelten nicht nur für eigenständige Science-Fiction- und Fantasy-Romane. Natürlich gelten sie auch für die Romane unserer Serie.
Damit bereichert ein solches Seminar die Arbeit an PERRY RHODAN. Als Redakteur sammle ich die Eindrücke von Autorinnen und Autoren, die aus ganz anderen Welten stammen – eine schreibt fürs Theater, eine arbeitet als Patentanwältin, eine hat Kinderbücher veröffentlicht –, und überlege mir, welche Hinweise ich für meine Arbeit übernehmen kann.
Das ist sehr hilfreich, auch wenn man keinen direkten »Übergang« vom einen zum anderen Medium feststellen kann. Letztlich geht es um Literatur, die unterhalten soll, die vielleicht auch ein positives Weltbild vermitteln möchte. Und da ist es stets interessant, sich über die Erwartungen von Lesern und die Ziele von Autoren zu verständigen ...
Wenn ich an diesem Wochenende mit Autorinnen und Autoren an ihren Texten arbeite, steht die Serie eher im Hintergrund. Es geht nicht um PERRY RHODAN, sondern um das Schreiben im Allgemeinen. Trotzdem schwingt immer wieder im Hintergrund mit, was das eine mit dem anderen zu tun hat.Wir diskutieren über Texte: Es geht um Dialoge und Szenen, um einzelne Formulierungen und Sprachbilder – und all diese Dinge gelten nicht nur für eigenständige Science-Fiction- und Fantasy-Romane. Natürlich gelten sie auch für die Romane unserer Serie.
Damit bereichert ein solches Seminar die Arbeit an PERRY RHODAN. Als Redakteur sammle ich die Eindrücke von Autorinnen und Autoren, die aus ganz anderen Welten stammen – eine schreibt fürs Theater, eine arbeitet als Patentanwältin, eine hat Kinderbücher veröffentlicht –, und überlege mir, welche Hinweise ich für meine Arbeit übernehmen kann.
Das ist sehr hilfreich, auch wenn man keinen direkten »Übergang« vom einen zum anderen Medium feststellen kann. Letztlich geht es um Literatur, die unterhalten soll, die vielleicht auch ein positives Weltbild vermitteln möchte. Und da ist es stets interessant, sich über die Erwartungen von Lesern und die Ziele von Autoren zu verständigen ...
19 Oktober 2018
Zuglektüre im Oktober
Weil ich am heutigen Tag mehrere Stunden mit der Bahn unterwegs war, beschäftigte ich mich mit ganz unterschiedlichen Themen. Im Zug hat man – wenn alles gut geht – schließlich ausreichend Zeit, etwas zu lesen. Und diese Zeit nutzte ich sehr sinnvoll.
Ich las selbstverständlich die Texte, die ich für das Schreibseminar in Wolfenbüttel benötigte. Aber ich nahm mir auch ein Manuskript vor, das für PERRY RHODAN NEO gedacht ist.
Am spannendsten fand ich allerdings das, was mir Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm bereits vor einigen Tagen geschickt hatten: Es handelte sich um ein Handlungskonzept für PERRY RHODAN NEO nach Band 200. An dieser Stelle werde ich mich hüten, auch nur ein Wort zum Inhalt zu verlieren.
Auf die Leser kommt buchstäblich eine neue Epoche zu – sie baut auf den vorherigen Staffeln auf, geht aber in eine andere Richtung. Die beiden Exposéautoren haben in ihrem Konzept das bisherige Neoversum um einige neue Aspekte erweitert, greifen aber auch wieder in den Erfahrungsschatz der klassischen PERRY RHODAN-Serie. Spannend ...
Ich las selbstverständlich die Texte, die ich für das Schreibseminar in Wolfenbüttel benötigte. Aber ich nahm mir auch ein Manuskript vor, das für PERRY RHODAN NEO gedacht ist.
Am spannendsten fand ich allerdings das, was mir Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm bereits vor einigen Tagen geschickt hatten: Es handelte sich um ein Handlungskonzept für PERRY RHODAN NEO nach Band 200. An dieser Stelle werde ich mich hüten, auch nur ein Wort zum Inhalt zu verlieren.
Auf die Leser kommt buchstäblich eine neue Epoche zu – sie baut auf den vorherigen Staffeln auf, geht aber in eine andere Richtung. Die beiden Exposéautoren haben in ihrem Konzept das bisherige Neoversum um einige neue Aspekte erweitert, greifen aber auch wieder in den Erfahrungsschatz der klassischen PERRY RHODAN-Serie. Spannend ...
18 Oktober 2018
Drei Ritte der Tiefe
In der ersten Hälfte der 80er-Jahre ging ich als PERRY RHODAN-Fan durch manche Höhen und manche Tiefen; mir gefiel wirklich nicht alles, vor allem auch deshalb, weil ich entdeckte, wie viele interessante Science-Fiction-Universen es außerhalb des Perryversums gab. Aber dann gab es wieder so abgefahrene Ideen wie das Tiefenland, die mich über Wochen und Monate fesselten.
Das alles kann man bald in den Silberbänden nachlesen. Das Buch mit dem schönen Titel »Drei Ritter der Tiefe« kommt offiziell im November in den Handel, aber die Druckerei schickte mir heute freundlicherweise ein Vorab-Exemplar. Es juckt mich schwer in den Fingern, das Buch aufzuschlagen und nachzulesen, wie Hubert Haensel die klassischen Romane aus den 80er-Jahren bearbeitet und in die Form eines Silberbandes gebracht hat.
In diesem Buch geht es um das Tiefenland, eine bizarre Welt, die physikalisch völlig unmöglich ist – aber das störte mich nicht im Geringsten. Der Autor Thomas Ziegler erdacht all die bizarren Bewohner dieses Landes und schickte seine Helden durch eine skurrile Reise ohnegleichen. Wie sich das wohl heute liest, wenn man zum ersten Mal auf »Drei Ritter der Tiefe« stößt?
Das alles kann man bald in den Silberbänden nachlesen. Das Buch mit dem schönen Titel »Drei Ritter der Tiefe« kommt offiziell im November in den Handel, aber die Druckerei schickte mir heute freundlicherweise ein Vorab-Exemplar. Es juckt mich schwer in den Fingern, das Buch aufzuschlagen und nachzulesen, wie Hubert Haensel die klassischen Romane aus den 80er-Jahren bearbeitet und in die Form eines Silberbandes gebracht hat.
In diesem Buch geht es um das Tiefenland, eine bizarre Welt, die physikalisch völlig unmöglich ist – aber das störte mich nicht im Geringsten. Der Autor Thomas Ziegler erdacht all die bizarren Bewohner dieses Landes und schickte seine Helden durch eine skurrile Reise ohnegleichen. Wie sich das wohl heute liest, wenn man zum ersten Mal auf »Drei Ritter der Tiefe« stößt?
17 Oktober 2018
Projekt Exodus
»Fluchend fand Rhodan sich am nächsten Ort wieder.« Dieser Satz belegt – wie ich finde – sehr schön, dass es im nächsten Roman von Susan Schwartz recht dynamisch zugeht. Eine ihrer Hauptpersonen ist natürlich Perry Rhodan, doch die Autorin führt in diesem Roman darüber hinaus ein Volk von bislang unbekannten Außerirdischen in die PERRY RHODAN-Serie ein.
Ihr Roman trägt den Titel »Projekt Exodus«, und was sich dahinter verbirgt, erzähle ich an dieser Stelle natürlich noch nicht. Die Autorin zeigt die Situation auf der Hauptwelt des Galaktikums, und sie erzählt von einem Terraner, der unversehens in Nöte gerät.
Ganz nebenbei erhalten die Leser übrigens Einblicke in die politische Situation in der Milchstraße und wie sich diese angesichts aktueller Krisen anfühlt … Mehr dann ab dem 26. Oktober 2018! (Und es ist Absicht, dass ich an dieser Stelle noch nicht mehr vom Titelbild zeigen möchte.)
Ihr Roman trägt den Titel »Projekt Exodus«, und was sich dahinter verbirgt, erzähle ich an dieser Stelle natürlich noch nicht. Die Autorin zeigt die Situation auf der Hauptwelt des Galaktikums, und sie erzählt von einem Terraner, der unversehens in Nöte gerät.
Ganz nebenbei erhalten die Leser übrigens Einblicke in die politische Situation in der Milchstraße und wie sich diese angesichts aktueller Krisen anfühlt … Mehr dann ab dem 26. Oktober 2018! (Und es ist Absicht, dass ich an dieser Stelle noch nicht mehr vom Titelbild zeigen möchte.)
16 Oktober 2018
Labyrinth des Geistes
Der anstehende Roman für unsere Serie PERRY RHODAN NEO behandelt keine Drogenprobleme. Auch wenn es manchmal so klingen mag: »Tom tauchte aus einem weißen Nichts auf«, heißt es auf der – gedruckten – Seite 99 des Romans mit dem schönen Titel »Labyrinth des Geistes«, der von Michelle Stern und Rüdiger Schäfer verfasst worden ist: »Er war da und gleichzeitig nicht.«
Der Roman, der mit der Bandnummer 185 in dieser Woche erscheint, ist in mancherlei Hinsicht eine Besonderheit: Zum ersten Mal schreiben in dieser Serie ein Autor und eine Autorin gemeinsam einen Band. Gleichzeitig aber vereint der Roman in sich verschiedene Science-Fiction-Elemente: Auf der einen Seite gibt es klassische »Space Opera«, wie man sie seit den 30er-Jahren kennt, auf der anderen Seite gibt es »Inner Space«-Szenen, wie sie erstmals in den 60er-Jahren geschrieben wurden.
Dieser Gegensatz hat mir während der Lektüre imponiert. Und der Schluss des Romans hat mich getroffen, obwohl ich das Exposé kannte. Das wird beim einen oder anderen Leser womöglich für Aufregung sorgen ...
Der Roman, der mit der Bandnummer 185 in dieser Woche erscheint, ist in mancherlei Hinsicht eine Besonderheit: Zum ersten Mal schreiben in dieser Serie ein Autor und eine Autorin gemeinsam einen Band. Gleichzeitig aber vereint der Roman in sich verschiedene Science-Fiction-Elemente: Auf der einen Seite gibt es klassische »Space Opera«, wie man sie seit den 30er-Jahren kennt, auf der anderen Seite gibt es »Inner Space«-Szenen, wie sie erstmals in den 60er-Jahren geschrieben wurden.
Dieser Gegensatz hat mir während der Lektüre imponiert. Und der Schluss des Romans hat mich getroffen, obwohl ich das Exposé kannte. Das wird beim einen oder anderen Leser womöglich für Aufregung sorgen ...
15 Oktober 2018
Angriff der Individual-Verformer
Während meiner Fahrten nach Frankfurt und zurück hatte ich nicht nur das Radio an – im CD-Player liefen auch Hörbuch- und Hörspiel-CDs. Unter anderem genoss ich »Der Angriff der Individual-Verformer«, ein klassisches Hörspiel nach den ersten PERRY RHODAN-Romanen. Ich muss gestehen, dass ich dieses Hörspiel noch nie gehört hatte, die Geschichte selbst hatte ich zuletzt wohl über 35 Jahren gelesen.

Wie immer war ich überrascht, an wie viele Details ich mich noch erinnerte. Allan D. Mercant als cooler Geheimdienstler, Perry Rhodan als überlegener Anführer, Thora als eiskalte Kommandantin, Ishi Matsu und Anne Sloane als schüchterne Mutantinnen – die Sprecher hatten anfangs der 80er-Jahre mit viel Elan die Figuren eines alten Heftromans aus dem Jahr 1961 übernommen. Die Geschichte kam mir ein wenig zu sprunghaft vor, als Autor hatte H. G. Francis offenbar zu viel raffen müssen.
Trotzdem gefiel mir dieses Hörspiel sehr gut. Es ist immer wieder ein Vergnügen, in die Frühzeit unserer Serie einzutauchen!

Wie immer war ich überrascht, an wie viele Details ich mich noch erinnerte. Allan D. Mercant als cooler Geheimdienstler, Perry Rhodan als überlegener Anführer, Thora als eiskalte Kommandantin, Ishi Matsu und Anne Sloane als schüchterne Mutantinnen – die Sprecher hatten anfangs der 80er-Jahre mit viel Elan die Figuren eines alten Heftromans aus dem Jahr 1961 übernommen. Die Geschichte kam mir ein wenig zu sprunghaft vor, als Autor hatte H. G. Francis offenbar zu viel raffen müssen.
Trotzdem gefiel mir dieses Hörspiel sehr gut. Es ist immer wieder ein Vergnügen, in die Frühzeit unserer Serie einzutauchen!
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