Ein Logbuch der Redaktion
Seit vielen Jahren nehme ich an Besprechungen mit Autorinnen und Autoren teil, und die alljährliche Autorenkonferenz bildet dabei stets einen Schwerpunkt. Ich finde es immer wieder bereichernd, mit dem Team zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, auf die niemand allein gekommen wäre. Dabei ist so eine Konferenz immer ein Wagnis. Man weiß nie, was passieren wird und welches Ergebnis am Ende auf dem Tisch liegt …
Zur diesjährigen Autorenkonferenz hatten wir wieder nach Karlsruhe geladen. Wir hatten das Team im Novotel untergebracht, das sehr praktisch zwischen dem Hauptbahnhof und der eigentlichen Innenstadt liegt. Am Donnerstag, 8. April 2026, reisten die meisten an, also trafen wir uns bereits an diesem Abend zum gemütlichen Essen.
Ich fuhr am Nachmittag mit meinem Rad los und traf nach 16 Uhr beim Hotel ein. Dort stieß ich auf Oliver Fröhlich und Ben Calvin Hary, mit denen ich kurz plauderte. Danach gingen Ben und ich spazieren: Wir stromerten durch die Südstadt von Karlsruhe und setzten uns in ein Eiscafé, wo wir Kaffee und Eis genossen – bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen – und über die Konferenz sprachen. Ben stellte mir die Konzepte vor, die er den Kollegen präsentieren wollte; das fand ich alles stimmig und interessant.
Wir gingen ins Hotel zurück und von dort kurze Zeit später zu einem Restaurant, das vor allem griechische Spezialitäten anbot. Wir waren eine sehr muntere, teilweise auch laute Gruppe. Es entwickelten sich zahlreiche Gespräche, in denen es nicht nur um die Arbeit an unserer Serie ging, sondern ebenso um allgemeine Themen. Wenn man sich lange kennt, hat man schließlich Einblicke in die privaten Verhältnisse der Kollegen und tauscht sich auch über diese aus.
Ich begleitete das Team zurück ins Hotel, wo sich einige noch an die Bar begaben. An diesem Abend zog ich es vor, zeitig auf mein Fahrrad zu steigen und in einen anderen Stadtteil von Karlsruhe zu strampeln.
Die eigentliche Konferenz am Freitag, 9. April 2026, begann um zehn Uhr. Die Sonne schien, es war richtig warm in Karlsruhe. Für den Sonnenschein hatten wir allerdings kaum einen Blick: Es gab genügend zu tun. Es ist hoffentlich nachvollziehbar, dass ich an dieser Stelle nicht auf die Details der Handlungsplanung eingehe; das wird man alles ab Oktober 2026 in den einzelnen PERRY RHODAN-Romanen lesen können.
Am Vormittag stellte ich die aktuelle Situation im Verlag und im Zeitschriftenmarkt dar. PERRY RHODAN war immer noch »Marktführer« im Bereich der Heftromane, die E-Books florierten, und wir waren dabei, neue Lizenzthemen zu bearbeiten. Darüber berichtete dann Adnan Turan: Er informierte über das aktuelle Marketing und wie wir mit gezielten Aktionen im Social-Media-Bereich oder bei den E-Books immer wieder auf unsere Serie aufmerksam machen.
Den Schwerpunkt am Vormittag bildete die Manöverkritik. Ben Calvin Hary hatte ein Arbeitspapier vorbereitet, in dem er selbstkritisch auflistete, was seiner Ansicht nach nicht optimal gelaufen war. Darüber diskutierten wir intensiv, auch deshalb, weil sich vom kritischen Blick auf die eigene Arbeit ja Konsequenzen für den kommenden Zyklus ableiteten.
Nach dem Mittagessen, das wir im Restaurant des Hotels einnahmen, ging es an die Zukunft. Ben präsentierte die Planung für den neuen Zyklus, der im Oktober 2026 mit Band 3400 beginnen wird. Er stellte die Schwerpunkte vor und zeigte auf, wo sich welche Figuren gut platzieren ließen.
Das wurde sofort rege diskutiert. Unter anderem ging es um eine wichtige Aufgabe für Sichu Dorksteiger, ebenso um eine mysteriöse Figur, auf die Perry Rhodan und seine Gefährten in einer anderen Galaxis treffen werden. Dass wir die Handlung auf der Erde beginnen lassen wollten, war relativ schnell klar – aber wohin würden sich die ersten Bände konkret entwickeln? Bens Konzept bildete für viele Gesprächsrunden wesentliche Grundlagen.
Am späten Nachmittag kam ein Film-Team vorbei, das Teile der Konferenz filmte, bevor es dann dazu überging, die Interviews mit einzelnen Autorinnen und Autoren aufzuzeichnen. Diese kurzen Interviews steuerte Adnan Turan, der auch die Fragen stellte und deshalb viel zu spät zum Abendessen kam – das nahmen unser Team wieder im Restaurant des Hotels ein.
An diesem Abend wurde es spät. Wir blieben lang im Restaurant sitzen und trafen uns später noch an der Bar. Erst nach ein Uhr verließ ich die fröhliche Runde, um nach Hause zu radeln.
Eine ertragreiche Konferenz lag hinter mir – so liebe ich meine Arbeit als PERRY RHODAN-Redakteur!
(Dieses Logbuch wurde vor einigen Tagen auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Redaktion veröffentlicht. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.)

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