15 Juni 2026

Der ColoniaCon war ein schönes Fest

Ein Logbuch der Redaktion


In den 80er-Jahren gehörte es zum guten Ton, in einem Con-Bericht sehr ausführlich davon zu erzählen, wie man es geschafft hatte, überhaupt den Con zu erreichen. Die Berichte von chaotischen Anreisen erfreuten die einen und nervten die anderen. Aber weil ich gerne schöne alte Traditionen erhalten möchte, halte ich mich an die Regel und erzähle von der Anreise …

Mein Kollege Adnan Turan und ich fuhren gemeinsam los; wir hatten keinerlei Probleme und kamen flott von Karlsruhe nach Köln, fanden in der Nähe des Veranstaltungsortes einen legalen Parkplatz und waren um zwölf Uhr vor Ort. (Mehr ist heute nicht zu erzählen. Das Reisen per Anhalter in den 80er-Jahren war definitiv spannender.)

Der Kulturbunker in Köln-Mühlheim erwies sich als ein Gebäude, das zwar im Zweiten Weltkrieg als Bunker errichtet worden war, durch den hellen Anstrich und die Gastronomie im Erdgeschoss aber viel freundlicher wirkte.

Bereits auf den ersten paar Schritten trafen wir auf bekannte Gesichter. Zahlreiche Autorinnen und Autoren aus dem Umfeld der PERRY RHODAN-Serie waren anwesend, dazu kamen viele Fans, die ich vom Gesicht und auch vom Namen her kannte. Mehr als 200 Besucher tummelten sich auf dem Con – das neue Team, das die Veranstaltung an einem neuen Ort organisierte, konnte mit dem Zuspruch also zufrieden sein.

Nach einem ersten Rundgang, bei dem ich viele Hände schüttelte und Menschen wiedertraf, mit denen ich zuletzt in den 80er-Jahren gesprochen hatte, setzten sich Adnan und ich mit den Kollegen von Eins A Medien zu einer Besprechung zusammen. Eins A Medien sind mit ihrem Studio und ihrer Geschäftsführung in Köln; mit unseren Hörbuchpartnern arbeiten wir seit gut zwanzig Jahren sehr erfolgreich zusammen.

Im Gespräch ging es um inhaltliche Projekte und Marketing-Überlegungen: Vieles kann man zwar per Mail und per Telefon besprechen, aber ich finde es immer wieder sinnvoll, sich auch am Tisch gegenüberzusitzen und auszutauschen.

Im Verlauf des Nachmittags führte ich viele weitere Gespräche: mit Fans, Autorinnen und Autoren, mit kritischen Lesern und neugierigen Fanzine-Redakteuren, mit potenziellen Mitarbeitern und Grafikern. Ich hätte sicher noch einmal zwei Tage benötigt, um mit allen Menschen zu reden, die ich kannte und mit denen ich gern gesprochen hätte.

Aber dann musste ich schon auf die Bühne. Zusammen mit Marie Erikson, Oliver Fröhlich, Ben Calvin Hary, Kai Hirdt, Uwe Anton und Arndt Ellmer war ich zur »Elefantenrunde« geladen, die von Rüdiger Schäfer moderiert wurde. Wer aus dem PERRY RHODAN-Team auf dem Con war, musste also auf die Bühne – und das machten wir sehr ausführlich.

Gut eineinhalb Stunden lang wurden wir von Rüdiger Schäfer ausgefragt, dazu kamen Fragen aus dem Publikum. Als am Ende viel geklatscht wurde, hatte ich das Gefühl, einen guten Programmpunkt bewältigt zu haben.

Danach leerte sich der Saal. Ich nutzte die Gelegenheit, mit einigen Besuchern zu reden, dann musste ich auch schon wieder auf die Bühne. Neben mir saß Adnan Turan, dazu kamen Arndt Ellmer und Uwe Anton. Es ging um die Fans und die Cons von früher und von heute: Was hatte sich seit den 70er- und 80er-Jahren verändert, wie präsentierte sich die Fan-Szene heute?

Arndt Elllmer erzählte von seinem ersten ColoniaCon in den späten 70er-Jahren, auch Uwe Anton und ich blickten ein bisschen in die Vergangenheit. Adnan Turan stellte dar, wie digital sich heute Fandom entwickelt.

Danach war der Con fast vorüber, zumindest für mich. Ich stand noch relativ lange mit Leuten zusammen und redete mit ihnen. Mit Marie Erikson, Oliver Fröhlich und Adnan Turan aß ich zu Abend, dann war auch schon halb zehn Uhr. Den Abschluss des Cons verpasste ich also; es wurde auch Zeit, dass wir loskamen.

Als ich kurz vor ein Uhr nachts in Karlsruhe aus dem Auto stieg, war ich ziemlich müde. Aber ich hatte einen sehr guten und sehr positiven Con hinter mich gebracht. In zwei Jahren dann wieder …

(Dieses Logbuch wurde bereits im Mai 2026 auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Redaktion veröffentlicht. Hier bringe ich es aus dokumentarischen Gründen.)

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