Ich wurde gefragt, wie ich denn dazu stünde, dass Fans derzeit Bilder mithilfe von KI-Anwendungen erstellen, die also die PERRY RHODAN-Serie auf diese Weise interpretieren. Sei das erlaubt, sei das verboten?
Um es klar zu sagen: Meine Antwort dazu kann ich nur anhand meines Bauchgefühls formulieren. Rein rechtlich sieht das alles sicher komplizierter aus. Aber ich bin kein Jurist, sondern nur Redakteur.
Generell ist die Logik unserer Redaktion: Wenn jemand das Werk der PERRY RHODAN-Serie nimmt und auf dessen Basis seine eigene Kreativität einsetzt, um eigenes geistiges Eigentum zu schaffen, sehen wir das als positives Engagement. Ich meine damit ausdrücklich selbst geschriebene Geschichten und Romane sowie selbstgezeichnete oder -gemalte Bilder und Risszeichnungen.
Solche Bilder und Texte sind ja auch eine Grundlage für die Serie – fast alle von uns, die heute für PERRY RHODAN arbeiten, haben mit fannischen Tätigkeiten angefangen. Das ist bei Bildern, die mit KI-Programmen entwickelt werden, deutlich anders. Diese Programme wurden ja mit etwas trainiert, das vorher das geistige Eigentum eines anderen Menschen war. Ich persönlich finde das nicht gut.
Wenn PERRY RHODAN-Fans aber eigene Interpretationen von Figuren wie Gucky oder Thora anfertigen und diese inkommerziell im Internet veröffentlichen – damit man darüber diskutieren kann –, ist das ebenfalls ein Fan-Engagement. Dagegen würde ich als Redakteur nie vorgehen.
(Anders wäre es, wenn jemand auf diese Weise »Produkte« entwickelt und verkauft. Aber darum geht es ja eigentlich nie. Noch nicht.)
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