Als wir im Juni 2009 den ersten Band unserer neuen Reihe veröffentlichten, waren wir durchaus skeptisch: Die PERRY RHODAN-Planetenromane sollten alle zwei Monate erscheinen, als Format planten wir ein Taschenbuch, das im Zeitschriftenhandel vertrieben werden sollte. Ob das funktionieren würde? Viele waren sich in dieser Frage unsicher; der Vertriebsweg war für eine Science-Fiction-Reihe völlig neu.
Wir
Das gelang sehr gut: Alle zwei Monate erschien ein neues Taschenbuch in der Reihe der Planetenromane, die Auflagenzahlen schwankten – damit hatten wir gerechnet –, aber die Resonanz der Leser war zumeist positiv. Für die Kollegen im Vertrieb war die Reihe nicht so einfach zu »berechnen«; sie wussten sie nicht einzuschätzen, und eine »saubere« Planung war kaum möglich.
Der Vertrieb über den Zeitschriftenhandel hat seine Tücken: Was im Buchhandel als eine gute Verkaufsauflage gilt, ist im Zeitschriftenbereich oft ein »Flop«. Und bevor die PERRY RHODAN-Planetenromane in eine Schieflage gerieten, entschieden wir uns in Absprache mit dem Vertrieb, die Reihe einzustellen.
Im Mai 2014 erschien der Roman »SOS aus dem Weltall« als vorerst letzter Band in der Reihe der PERRY RHODAN-Planetenromane. Dass der Band sich deutlich besser verkaufte als die Bände zuvor, führte ich darauf zurück, dass es sich um ein seltenes Werk handelte: Clark Darlton hatte diesen Roman als »Buch zum Film« verfasst, und seit den frühen 70er-Jahren stand »SOS aus dem Weltall« nur extrem selten in Antiquariaten oder in Börsen zum Verkauf.
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Dass wir einiges ändern mussten, liegt wohl auf der Hand. Bei uns waren die Planetenromane mit 160 Seiten eher dünn; ihr Umschlag lag leicht in der Hand. Bei Zaubermond werden es »richtige« Taschenbücher sein, die einen deutlich höheren Umfang und einen stabilen Umschlag haben. In jedem Buch kommen dann zwei Original-Romane.
Was die Inhalte angeht, so arbeiten wir weiterhin mit Rainer Nagel zusammen, den ich als echten PERRY RHODAN-Experten kenne und schätze. Von ihm stammen die kenntnisreichen Vor- und Nachworte, er hilft uns auch bei der Auswahl der Titel. Er wird allerdings weniger bearbeiten: Wir veröffentlichen die Romane in einer »Klassiker-Auswahl«, bei der inhaltlich nichts geändert wird und nur die Regeln der »gemäßigten neuen Rechtschreibung« umgesetzt werden.
Ich halte die Auswahl der ersten drei Bücher für gelungen – es ist eine schöne Mixtur. Wobei es mir eine echte Freude ist, mit einem Doppelband von Robert Feldhoff zu starten. Schon in jungen Jahren war Feldhoff ein Autor, der aufhorchen ließ; später zeigte er als Exposéautor sein Können.
Im Doppelband 31/32, der die Romane »Die Ferrol-Dolche« und »Die Blinde von Olymp« enthält, liefert er ungewöhnliche Charaktere und unterhaltsame Geschichten. Beide Romane wurde
Der nahezu unbekannte Schriftsteller H.J. Frey dürfte einer der wenigen PERRY RHODAN-Mitarbeiter sein, die ich nie getroffen habe. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir in der Doppelausgabe 33/34 zwei Romane veröffentlichen können, die in den 70er-Jahren seine einzigen Beiträge zu PERRY RHODAN sein sollten. Vor allem für die heutigen Leser dürfte sein manchmal »kinderbuchähnlicher« Blick auf eine bekannte Science-Fiction-Welt interessant sein.
Selbstverständlich dürfen klassische Romane des ebenso klassischen Gründungsautors nicht fehlen. Clark Darlton veröffentlichte »Planet der Mock« und »Der Flug der Millionäre« in der Mitte der 60er-Jahre, und beide Romane zeugen vom Aufbruchsgeist der frühen PERRY RHODAN-Serie. Es lohnt sich, sie heute wiederzuentdecken ...
Soweit dieser erste Ausblick auf die geplanten Planetenromane. Wie es danach weitergeht, wissen wir zwar schon – das möchte ich aber erst zum passenden Zeitpunkt bekannt geben. Es gibt auf jeden Fall genügend »Stoff« zu entdecken.
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