Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«:
In all den Jahren, in denen Robert Feldhoff
und ich zusammenarbeiteten, kamen wir immer wieder auf ähnliche Themen
zurück. Eines davon betraf die Möglichkeiten, talentierte Autoren
ausfindig zu machen und diese langfristig für die PERRY RHODAN-Serie zu
etablieren.
Fast in jedem Gespräch schwärmte der eine oder
andere von uns von den 70er- und 80er-Jahren: »Damals konnte ein Autor
seine ersten Romane bei TERRA ASTRA veröffentlichen. Wenn er sich dort
mit einem Einzelroman bewährt hatte, bekam er eine Trilogie oder eine
kleine Serie angeboten, durfte später vielleicht bei ATLAN und MYTHOR
mitschreiben.«
Wir träumten beide von einer Möglichkeit, Autoren
zu fördern. Die Seminare an der Bundesakademie für kulturelle Bildung,
wo wir beide als Dozenten tätig waren, hatten sich als schöne Methode
erwiesen – aber wir wollten mehr. Und Robert hatte irgendwann eine Idee,
die er mir im Herbst 2006 bereits mündlich vorstellte.
»Wir
brauchen eine Möglichkeit, wieder Kurzgeschichten zu veröffentlichen,
die im PERRY RHODAN-Universum spielen«, sagte er in einem Telefonat.
»Damit können wir Autoren aufbauen – und wir schaffen den etablierten
Autoren eine weitere Spielwiese.«
»Kurzgeschichtenbände verkaufen
sich aber schlecht«, argumentierte ich dagegen, »und ich kenne keinen
Buchverlag, der einen solchen Band veröffentlichen würde.« Bei uns
selbst, also im Moewig-Buchverlag, sah ich für ein solches Projekt
keinerlei Chancen. Außerhalb der Silberbände waren praktisch alle
Versuche, neue Themen zu lancieren, kläglich gescheitert.
Robert
wies mich auf meinen Denkfehler hin. »Solche Kurzgeschichten müssen in
den PERRY RHODAN-Roman«, forderte er. »Nur dann haben sie den
entsprechend großen Leserkreis.« Er stellte mir in groben Zügen vor, was
er sich vorstellte: alle paar Wochen oder Monate eine Kurzgeschichte,
das alles mit einem groben Rahmenexposé ausgestattet und vor allem auch
honoriert. »Wenn wir Honorare bezahlen, können wir zudem echten Profis
die Chance geben, bei PERRY RHODAN einmal ein Experiment zu wagen.«
Ich
bat ihn, die grundsätzlichen Überlegungen in einigen Stichworten
zusammenzufassen. Ich wollte dann über seinen Text »drübergehen« und ihn
an Robert zurückschicken. Dann sollte er wieder ergänzen; so sollten
wir im Idealfall recht schnell ein brauchbares Konzept haben, mit dem
wir weiter arbeiten konnten.
Am 15. Januar 2007 schickte Robert
Feldhoff mir ein Konzept, dem er die Überschrift »Ferienfrachter
STARWAYS« und die Unterzeile »Kreuzfahrt im PERRY RHODAN-Universum« gab.
Sein erstes Konzept enthielt vor allem viele Stichwörter, die ich noch
ergänzen musste. Aber grundsätzlich wollte Robert eine »monatlich
erscheinende Reihe von Kurzgeschichten aus dem Perryversum«
veröffentlichen, die langfristig auch den PERRY RHODAN-Report ablösen
sollte.
Damit es zu keinen größeren Umstellungen in der
Produktion kommen würde, sollten die Kurzgeschichten wie der Report
geplant werden: im selben Turnus, mit demselben Umfang, mit derselben
Honorierung für die Mitarbeiter. Die monatliche Kurzgeschichte sollte
dabei von »wechselnden Autoren verfasst« werden. Unter anderem nannte
Robert Feldhoff gleich zu Beginn die Namen »Hans-Joachim Alpers, Andreas
Findig, Uschi Zietsch oder Frank Borsch«. Und: »Teamautoren können
ebenso Verwendung finden wie Gastautoren oder talentierte Newcomer.«
Ein
Ziel sollte sein, »lizenzfähiges Material« zu schaffen, dass wir als
Zweitverwertung« an Online-Portale« lizensieren wollten. An die rasante
E-Book-Entwicklung, die wenige Jahre danach einsetzte, konnte im Januar
2007 noch niemand denken. Wichtig war, dass die Geschichten »streng
unkomplex zu halten« seien; jede Geschichte sollte auf jeden Fall
»unabhängig vom Perryversum funktionieren«.
Robert machte sich
klare Gedanken zu einem inhaltlichen Konzept, wenngleich er diese nur
kurz skizzierte: »Alle Autoren platzieren ihre Geschichte auf demselben
Raumschiff – dem Ferienfrachter STARWAYS.« Es sollte einen klaren
Hintergrund geben: »Ein Basis-Exposé gestaltet das Common Universe, im
Wesentlichen das Raumschiff selbst und seine Besatzung. Sämtliches
Stammpersonal der STARWAYS, wie z.B. Kapitän und Offiziere, sind
Bestandteile des Basis-Exposés.«
Zum Hintergrund machte er sich
schon erste Gedanken: »Der Ferienfrachter STARWAYS gehört zur privaten
NEBULA-TERRA-Linie. Das Schiff befördert Passagiere, aber auch Fracht –
deshalb ist es ein Ferienfrachter.«
Das Schiff steuere »exotische
Welten« an, weshalb es an Bord »Urlaubs- und Wellnessprogramme für
aller Herren Völker« gäbe. Andererseits seien auch oft »gefährliche oder
exotische Frachtgüter« an Bord, »die für Verwicklungen sorgen«. Die
STARWAYS sollte über verschiedene Einrichtungen verfügen: »über ein
Kasino, über Kabinen für Fremdwesen, Wellness-Bereiche, Fitnessbereiche
für Ertruser oder Siganesen, Sonnendecks, Exotik-Decks,
Null-G-Schwimmbäder etc. pp.«
Damit die Geschichten auch für
Leser interessant sein konnten, die die Serie nicht kennen, machte sich
Robert Feldhoff bereits Gedanken zum technischen Hintergrund: »Technik
an Bord der STARWAYS funktioniert, aber wir schildern sie nicht in
Breite.« Ziel sei, »das Perryversum ein wenig kennen« zu lernen, aber
»das Kopieren aus Datenblättern« sei ausdrücklich verboten.
Soweit
die ersten Überlegungen von Robert Feldhoff. Nach einigem Hin und Her
hatten wir am 6. März 2007 ein vernünftiges Arbeitsblatt
zusammengestellt. Es basierte komplett auf Roberts Papier, ging aber in
eine andere Richtung: So sollte der »Ferienfrachter STARWAYS« nicht mehr
den monatlichen PERRY RHODAN-Report ersetzen, sondern »alle zwei
Ausgaben das PERRY RHODAN-Journal«.
Wir definierten klarer, zu
welcher Zeit die Handlung zu spielen hat: »in der aktuellen Zeit«, damit
meinten wir »quasi vor der Invasion der Terminalen Kolonne TRAITOR aber
nach dem Hyperimpedanz-Schock«. Das bedeutet konkret: »Syntrons,
SERUNS, Metagrav und andere Supertechnik funktionieren nicht;
stattdessen greifen die Akteure auf Positroniken, Linearantrieb und
anderes zurück. Formenergie gibt es praktisch ebensowenig.«
Zum
Start der redaktionellen Beilage sollte der PERRY RHODAN-Band 2402
werden, innerhalb der PERRY RHODAN-Redaktion sollte »Ferienfrachter
STARWAYS« von Bettina Lang betreut werden. Als Redakteur der Serie wurde der PERRY RHODAN-Autor Frank Borsch bestimmt.
Wie
aus einem Ferienfrachter ein ganz normaler Frachter und aus der
STARWAYS die STELLARIS wurde – das ist Stoff für eine andere Geschichte.
Aber im März 2007 legten wir so den Grundstein für eine erfolgreiche
Kurzgeschichtenreihe, die es auch als Hörbuch und E-Book gibt.
21 Juli 2014
20 Juli 2014
Nachwuchsförderung
In den vergangenen zwei, drei Jahren hat eine Reihe von Verlagen damit angefangen, den »literarischen Nachwuchs«, wie man so schön sagt, mithilfe von Seminaren und anderen Projekten zu fördern. Die Gründe sind vielschichtig – aber darum soll es hier ja gar nicht gehen. Bei PERRY RHODAN findet die Nachwuchsförderung seit Jahrzehnten anders statt.
Früher veröffentlichten die Fans ihre Kurzgeschichten auf der PERRY RHODAN-Leserseite oder in eigenen Fan-Zeitschriften. Nicht nur ein Redakteur wie ich, sondern auch Autoren wie Andreas Eschbach oder Arndt Ellmer sammelten ihre ersten Erfahrungen auf diese Weise – in den fünfziger Jahren begann sogar William Voltz in kleinauflagigen Heften.
Heute gibt es die PERRY RHODAN-FanEdition; es gibt Fan-Zeitschriften, in denen man veröffentlichen kann, und es gibt im Internet verschiedene Plattformen, wo man sich profilieren kann. Wenn ich mir das alles so anschaue, muss ich mir um den Nachwuchs gar keine Sorgen machen: Es wird immer neue und interessante Science-Fiction-Autorinnen und -Autoren geben, und das, ohne dass wir spezielle und vor allem kostenpflichtige Seminare dafür veranstalten.
Früher veröffentlichten die Fans ihre Kurzgeschichten auf der PERRY RHODAN-Leserseite oder in eigenen Fan-Zeitschriften. Nicht nur ein Redakteur wie ich, sondern auch Autoren wie Andreas Eschbach oder Arndt Ellmer sammelten ihre ersten Erfahrungen auf diese Weise – in den fünfziger Jahren begann sogar William Voltz in kleinauflagigen Heften.
Heute gibt es die PERRY RHODAN-FanEdition; es gibt Fan-Zeitschriften, in denen man veröffentlichen kann, und es gibt im Internet verschiedene Plattformen, wo man sich profilieren kann. Wenn ich mir das alles so anschaue, muss ich mir um den Nachwuchs gar keine Sorgen machen: Es wird immer neue und interessante Science-Fiction-Autorinnen und -Autoren geben, und das, ohne dass wir spezielle und vor allem kostenpflichtige Seminare dafür veranstalten.
19 Juli 2014
NEO in groß und klein
Für den heutigen Samstag, 19. Juli, hat man für Karlsruhe hochsommerliche Temperaturen vorhergesagt. Das heißt, dass ich versuchen werde, mich im Schatten und auf dem Balkon aufzuhalten, ein kühles Getränk und passende Lektüre in Reichweite. Zur Lektüre gehören an diesem Tag dann auch zwei Manuskripte von PERRY RHODAN NEO.
Das eine ist ein Roman – nichts ungewöhnliches bei einer Serie, die aus Romanen besteht, die alle zwei Wochen erscheinen. Die Lektüre verspricht spannend zu sein, Frank Borsch als Exposéautor hat das Werk schon einmal gelobt.
Das andere ist eine Erzählung – sie spielt im Universum von PERRY RHODAN NEO, sie hat unmittelbar damit zu tun, und wir werden sie »zuerst« nur als E-Book veröffentlichen. So viel sei schon mal angedeutet ... aber zuerst muss ich sowieso lesen, was sich der Autor ausgedacht hat. Auch diese Lektüre verspricht, spannend zu werden.
Das eine ist ein Roman – nichts ungewöhnliches bei einer Serie, die aus Romanen besteht, die alle zwei Wochen erscheinen. Die Lektüre verspricht spannend zu sein, Frank Borsch als Exposéautor hat das Werk schon einmal gelobt.
Das andere ist eine Erzählung – sie spielt im Universum von PERRY RHODAN NEO, sie hat unmittelbar damit zu tun, und wir werden sie »zuerst« nur als E-Book veröffentlichen. So viel sei schon mal angedeutet ... aber zuerst muss ich sowieso lesen, was sich der Autor ausgedacht hat. Auch diese Lektüre verspricht, spannend zu werden.
18 Juli 2014
Die Meister-Statue
Wahrscheinlich wird der eine oder andere Fan kritisch einwenden, dass das Titelbild von PERRY RHODAN-Band 2762 nicht hundertprozentig exakt den Inhalt des Romans wiedergibt. Das ist mir in diesem Fall nicht so wichtig – Arndt Drechsler hat eine eindrucksvolle Interpretation von »Die Meister-Statue« von Michael Marcus Thurner geliefert.
Der Inhalt und das Titelbild passen auf jeden Fall sehr gut zusammen: Tefroder und Akonen spielen wichtige Rollen, ein Geheimnis aus der Vergangenheit wird buchstäblich erweckt, und »ganz nebenbei« taucht am Ende noch ein ungewöhnliches Raumschiff auf. Mir hat der Roman unseres österreichischen Kollegen sehr viel Spaß bereitet; wenn er am 25. Juli 2014 erscheint, wird er das bei den Lesern hoffentlich auch tun.
Der Inhalt und das Titelbild passen auf jeden Fall sehr gut zusammen: Tefroder und Akonen spielen wichtige Rollen, ein Geheimnis aus der Vergangenheit wird buchstäblich erweckt, und »ganz nebenbei« taucht am Ende noch ein ungewöhnliches Raumschiff auf. Mir hat der Roman unseres österreichischen Kollegen sehr viel Spaß bereitet; wenn er am 25. Juli 2014 erscheint, wird er das bei den Lesern hoffentlich auch tun.
17 Juli 2014
Zwischen den Welten
Nach wie vor finde ich, dass das Titelbild zu PERRY RHODAN NEO 74 eines der schönsten ist, das Dirk Schulz für unsere Science-Fiction-Serie geschaffen hat. Es ist klar und symbolträchtig, gleichzeitig einfach – und man kann sich so richtig vorstellen, dass hier eine dramatische Geschichte dargestellt ist.Dramatisch ist der Inhalt des Romans sowieso. Diese Woche kommt Rüdiger Schäfers Beitrag zu unserer Serie unter dem Titel »Zwischen den Welten« in den Handel. Es ist ein klassischer Übergangsroman – die eine Handlungsebene wird abgeschlossen, die andere eingeleitet. Und ganz nebenbei beantwortet der Autor haufenweise Fragen, die für die meisten Leser noch offen sein dürften.
16 Juli 2014
Veränderungen in der Galaxis
Ein Logbuch der Redaktion
Die meisten PERRY RHODAN-Leser lesen Romane, in denen es um die Vergangenheit der Milchstraße geht, besonders gern. Wenn Stichworte wie »Meister der Insel« oder »Hathor« fallen, horchen viele auf. Wer sich für die Geschichte der galaktischen Völker interessiert, wie wir sie in der PERRY RHODAN-Serie schildern, dürfte an den folgenden drei Romanen viel Freude haben.
Den
Anfang macht dabei ein Roman von Hubert Haensel, der unter dem Titel »Die Erben Lemurias«
in den Handel kommt. Der Autor, der nicht zuletzt durch seine intensive
Arbeit an den PERRY RHODAN-Silberbänden mit der Seriengeschichte
vertraut ist, beleuchtet die Geschehnisse um einem Sonnentransmitter.
Wer sich daran erinnert: Diese Sonnentransmitter dienen in den Jahren ab 2400 nach Christus den Terranern als Sprungbrett für ihren Vorstoß in die Nachbargalaxis Andromeda. Rund 50.000 Jahre zuvor sind sie der Fluchtweg für Milliarden von Lemurern, die mithilfe der Transmitter aus der Milchstraße nach Andromeda entkommen. Dort bauen sie das Reich der Tefroder auf.
Soweit zur Geschichte – wenn am 18. Juli 2014 der PERRY RHODAN-Band mit der Nummer 2761 erscheinen wird, schreibt Hubert Haensel diese Geschichte fort. Denn natürlich haben die Tefroder der aktuellen Handlungszeit ein großes Interesse daran, die alten Hinterlassenschaften in ihren Besitz zu bringen ...

Die direkte Fortsetzung zu diesem Roman stammt von Michael Marcus Thurner: Sein Band heißt »Die Meister-Statue« und verweist auf ein Relikt aus der Zeit der Meister der Insel. Daneben schildert er Akonen, die sich ganz der Erforschung uralter Technologien verschrieben haben und eine eigene Zivilisation aufbauen.
So verbindet der PERRY RHODAN-Roman mit der Bandnummer 2762, der am 25. Juli 2014 veröffentlicht wird, sehr geschickt alte Geschehnisse mit der aktuellen Handlungszeit – und weist bei den Akonen womöglich sogar in die Zukunft der PERRY RHODAN-Serie ...
Den Abschluss des Handlungsblocks bildet der Roman 2763, den Verena Themsen verfasst hat. Der Titel zeigt schon auf, in w
elche Richtung er geht: »Mondlicht über Naat« spielt unter anderem auf Welten des Arkonsystems.
Die Autorin schildert Naats und Arkoniden, Onryonen und Atopen – ein Ringen um Macht und Einfluss, und ein Ringen um Geschichte und Zukunft. Im Arkonsystem verändert sich viel, und nicht alle sind traurig über diese Veränderungen.
Soviel zum aktuellen Stand der Romanhandlung. Mit den Bänden, die auf diesen »Dreierblock« folgen, wechselt die PERRY RHODAN-Serie an einen anderen Schauplatz – so viel kann ich schon einmal verraten. Aber zuerst müssen die Leser ja die aktuellen Ereignisse in der Milchstraße miterleben ...
Die meisten PERRY RHODAN-Leser lesen Romane, in denen es um die Vergangenheit der Milchstraße geht, besonders gern. Wenn Stichworte wie »Meister der Insel« oder »Hathor« fallen, horchen viele auf. Wer sich für die Geschichte der galaktischen Völker interessiert, wie wir sie in der PERRY RHODAN-Serie schildern, dürfte an den folgenden drei Romanen viel Freude haben.
Den
Anfang macht dabei ein Roman von Hubert Haensel, der unter dem Titel »Die Erben Lemurias«
in den Handel kommt. Der Autor, der nicht zuletzt durch seine intensive
Arbeit an den PERRY RHODAN-Silberbänden mit der Seriengeschichte
vertraut ist, beleuchtet die Geschehnisse um einem Sonnentransmitter. Wer sich daran erinnert: Diese Sonnentransmitter dienen in den Jahren ab 2400 nach Christus den Terranern als Sprungbrett für ihren Vorstoß in die Nachbargalaxis Andromeda. Rund 50.000 Jahre zuvor sind sie der Fluchtweg für Milliarden von Lemurern, die mithilfe der Transmitter aus der Milchstraße nach Andromeda entkommen. Dort bauen sie das Reich der Tefroder auf.
Soweit zur Geschichte – wenn am 18. Juli 2014 der PERRY RHODAN-Band mit der Nummer 2761 erscheinen wird, schreibt Hubert Haensel diese Geschichte fort. Denn natürlich haben die Tefroder der aktuellen Handlungszeit ein großes Interesse daran, die alten Hinterlassenschaften in ihren Besitz zu bringen ...

Die direkte Fortsetzung zu diesem Roman stammt von Michael Marcus Thurner: Sein Band heißt »Die Meister-Statue« und verweist auf ein Relikt aus der Zeit der Meister der Insel. Daneben schildert er Akonen, die sich ganz der Erforschung uralter Technologien verschrieben haben und eine eigene Zivilisation aufbauen.
So verbindet der PERRY RHODAN-Roman mit der Bandnummer 2762, der am 25. Juli 2014 veröffentlicht wird, sehr geschickt alte Geschehnisse mit der aktuellen Handlungszeit – und weist bei den Akonen womöglich sogar in die Zukunft der PERRY RHODAN-Serie ...
Den Abschluss des Handlungsblocks bildet der Roman 2763, den Verena Themsen verfasst hat. Der Titel zeigt schon auf, in w
elche Richtung er geht: »Mondlicht über Naat« spielt unter anderem auf Welten des Arkonsystems. Die Autorin schildert Naats und Arkoniden, Onryonen und Atopen – ein Ringen um Macht und Einfluss, und ein Ringen um Geschichte und Zukunft. Im Arkonsystem verändert sich viel, und nicht alle sind traurig über diese Veränderungen.
Soviel zum aktuellen Stand der Romanhandlung. Mit den Bänden, die auf diesen »Dreierblock« folgen, wechselt die PERRY RHODAN-Serie an einen anderen Schauplatz – so viel kann ich schon einmal verraten. Aber zuerst müssen die Leser ja die aktuellen Ereignisse in der Milchstraße miterleben ...
15 Juli 2014
Die Magie der runden Zahl
Ein Leser fragte mich nach dem Wert von Werbeaktionen, die wir gern zu einem Jubiläumsband starten. Ob das denn so sinnvoll sei? Oder ob man nicht auch zu einer Nummer wie beispielsweise 2811 eine große Aktion unternehmen könne?
Werbeaktionen haben immer etwas vom Lesen im Kaffeesatz: Man probiert viel aus, aber was genau funktioniert, weiß man nicht. Es gibt allerdings bei PERRY RHODAN einige Dinge, die immer geklappt haben – dazu zählen Marketingaktionen zum Wechsel eines Zyklus. Es scheint ein eisernes Gesetz zu sein, das sicher schon in den 70er-Jahren gegolten hat, seit den 80er-Jahren aber auf jeden Fall.
Vor einem Jubiläumsband steigen die Verkaufszahlen schon ein wenig an. Ich vermute, hier kommen ausgestiegene Exleser zurück, weil sie wissen wollen, wie der Zyklus ausgeht. Der Jubiläumsband verkauft sich immer deutlich besser als die Bände davor und danach – sicher auch deshalb, weil es Sammler gibt, die zwei Romane kaufen. Und nach dem Jubiläumsband geht es üblicherweise mit einer höheren Auflagenentwicklung weiter.
Ob das auch bei einem Band 2811 passieren würde, bezweifle ich. Die Magie der runden Zahl ist sowohl den Lesern als auch dem Handel besser zu vermitteln. Als wir in den 90er-Jahren den Zyklus »Die Heliotischen Bollwerke« mit einer »krummen Nummer« starteten, hatte das kaum Auswirkungen auf die Auflage, trotz der vielen Werbung ...
Werbeaktionen haben immer etwas vom Lesen im Kaffeesatz: Man probiert viel aus, aber was genau funktioniert, weiß man nicht. Es gibt allerdings bei PERRY RHODAN einige Dinge, die immer geklappt haben – dazu zählen Marketingaktionen zum Wechsel eines Zyklus. Es scheint ein eisernes Gesetz zu sein, das sicher schon in den 70er-Jahren gegolten hat, seit den 80er-Jahren aber auf jeden Fall.
Vor einem Jubiläumsband steigen die Verkaufszahlen schon ein wenig an. Ich vermute, hier kommen ausgestiegene Exleser zurück, weil sie wissen wollen, wie der Zyklus ausgeht. Der Jubiläumsband verkauft sich immer deutlich besser als die Bände davor und danach – sicher auch deshalb, weil es Sammler gibt, die zwei Romane kaufen. Und nach dem Jubiläumsband geht es üblicherweise mit einer höheren Auflagenentwicklung weiter.
Ob das auch bei einem Band 2811 passieren würde, bezweifle ich. Die Magie der runden Zahl ist sowohl den Lesern als auch dem Handel besser zu vermitteln. Als wir in den 90er-Jahren den Zyklus »Die Heliotischen Bollwerke« mit einer »krummen Nummer« starteten, hatte das kaum Auswirkungen auf die Auflage, trotz der vielen Werbung ...
14 Juli 2014
Die Cyber-Brutzellen akustisch
Ein Logbuch der Redaktion
Die PERRY RHODAN-Silberbände werden von uns in der Werbung und in der Öffentlichkeitsarbeit stets als die größte Science-Fiction-Buchserie der Welt bezeichnet. Kein Wunder: Eine fortlaufende Serie in derzeit 127 Bänden ist tatsächlich sensationell und dürfte weltweit einmalig sein.
Als
ebensolche Sensation betrachte ich die Silber Edition, die von Eins A Medien
produziert und veröffentlicht wird. Die einzelnen Silberbände werden
von hervorragenden Sprechern eingelesen und als Silber Edition
publiziert: zuerst in Fortsetzungen im Download, dann als Box mit CDs.
Zuletzt hörte ich die Ausgabe 120, bei der Axel Gottschick als
einfühlsamer Sprecher wirkt, der den Charakteren immer wieder eine
»akustische Persönlichkeit« verleiht.
»Die Cyber-Brutzellen« enthält Romane, die anfangs der 80er-Jahre erstmals in den Handel kamen. Hubert Haensel hat sie bearbeitet und aus den Geschichten einen möglichst geschlossenen Roman gemacht. Ändern konnte er dabei nicht, dass die Handlung dieser Romane auf zwei unterschiedlichen Schauplätzen spielt: einerseits auf der Erde und in der interstellaren Nachbarschaft, andererseits im Herzogtum von Krandhor, das in einer Galaxis liegt, von der bislang noch niemand auf der Erde etwas ahnt.
Dieses Herzogtum ist ein Sternenreich, das sich in den vergangenen Jahrzehnten stark ausgeweitet hat. Seine Angehörigen stammen aus unterschiedlichen Völkern, wobei die Kranen vorherrschend sind. Eines der kleinsten Völker sind die Betschiden, die offensichtlich von Menschen abstammen. Drei von ihnen sind der Flotte des Herzogtums beigetreten und versuchen herauszufinden, woher ihr Volk ursprünglich kommt.
Ich erinnere mich gut an meine damalige Leserzeit. Die Betschiden-Abenteuer gefielen mir anfangs der 80er-Jahre nicht, ich wollte eher kosmische Romane lesen. Höre ich mir allerdings die Fassung an, die Hubert Haensel aus den klassischen Bänden gemacht hat, bin ich sehr zufrieden: Sind die Geschichten gerafft, lese – oder höre – ich auf einmal spannende Weltraum- und Planetenabenteuer, in denen drei junge Menschen im Zentrum stehen.
Etwas komplexer ist die Handlung auf der Erde. Dort gerät ein Experiment außer Kontrolle. und die terranischen Behörden müssen sich auf einmal mit einer monströsen Bedrohung herumschlagen, die sich in einem Naturschutzgebiet ausbreitet. Das Thema der Cyber-Brutzellen war anfangs der 80er-Jahre noch ganz neu – Computer waren damals lange kein Thema für die »Masse« – und mag für manche Leser und Hörer heutzutage ein wenig antiquiert klingen. Die Geschichte ist jedoch spannend genug, so dass alle auf ihre Kosten kommen sollten.
Von daher bietet die Silber Edition ein Hörvergnügen auf verschiedenen Ebenen: Weltraumabenteuer ebenso wie Action auf der Erde, fremde Wesen und junge Menschen im All ... und im Hintergrund stets die Bedrohung durch die negative Superintelligenz Seth-Apophis, die gegen die Mächtigkeitsballung von ES und damit gegen die Menschheit agiert.
Mir hat die Wiederbegegnung mit den Helden meiner Jugendzeit sehr viel Spaß bereitet, und ich bin mir sicher, dass es auch anderen Lesern und Hörern so geht.
Die PERRY RHODAN-Silberbände werden von uns in der Werbung und in der Öffentlichkeitsarbeit stets als die größte Science-Fiction-Buchserie der Welt bezeichnet. Kein Wunder: Eine fortlaufende Serie in derzeit 127 Bänden ist tatsächlich sensationell und dürfte weltweit einmalig sein.
Als
ebensolche Sensation betrachte ich die Silber Edition, die von Eins A Medien
produziert und veröffentlicht wird. Die einzelnen Silberbände werden
von hervorragenden Sprechern eingelesen und als Silber Edition
publiziert: zuerst in Fortsetzungen im Download, dann als Box mit CDs.
Zuletzt hörte ich die Ausgabe 120, bei der Axel Gottschick als
einfühlsamer Sprecher wirkt, der den Charakteren immer wieder eine
»akustische Persönlichkeit« verleiht.»Die Cyber-Brutzellen« enthält Romane, die anfangs der 80er-Jahre erstmals in den Handel kamen. Hubert Haensel hat sie bearbeitet und aus den Geschichten einen möglichst geschlossenen Roman gemacht. Ändern konnte er dabei nicht, dass die Handlung dieser Romane auf zwei unterschiedlichen Schauplätzen spielt: einerseits auf der Erde und in der interstellaren Nachbarschaft, andererseits im Herzogtum von Krandhor, das in einer Galaxis liegt, von der bislang noch niemand auf der Erde etwas ahnt.
Dieses Herzogtum ist ein Sternenreich, das sich in den vergangenen Jahrzehnten stark ausgeweitet hat. Seine Angehörigen stammen aus unterschiedlichen Völkern, wobei die Kranen vorherrschend sind. Eines der kleinsten Völker sind die Betschiden, die offensichtlich von Menschen abstammen. Drei von ihnen sind der Flotte des Herzogtums beigetreten und versuchen herauszufinden, woher ihr Volk ursprünglich kommt.
Ich erinnere mich gut an meine damalige Leserzeit. Die Betschiden-Abenteuer gefielen mir anfangs der 80er-Jahre nicht, ich wollte eher kosmische Romane lesen. Höre ich mir allerdings die Fassung an, die Hubert Haensel aus den klassischen Bänden gemacht hat, bin ich sehr zufrieden: Sind die Geschichten gerafft, lese – oder höre – ich auf einmal spannende Weltraum- und Planetenabenteuer, in denen drei junge Menschen im Zentrum stehen.
Etwas komplexer ist die Handlung auf der Erde. Dort gerät ein Experiment außer Kontrolle. und die terranischen Behörden müssen sich auf einmal mit einer monströsen Bedrohung herumschlagen, die sich in einem Naturschutzgebiet ausbreitet. Das Thema der Cyber-Brutzellen war anfangs der 80er-Jahre noch ganz neu – Computer waren damals lange kein Thema für die »Masse« – und mag für manche Leser und Hörer heutzutage ein wenig antiquiert klingen. Die Geschichte ist jedoch spannend genug, so dass alle auf ihre Kosten kommen sollten.
Von daher bietet die Silber Edition ein Hörvergnügen auf verschiedenen Ebenen: Weltraumabenteuer ebenso wie Action auf der Erde, fremde Wesen und junge Menschen im All ... und im Hintergrund stets die Bedrohung durch die negative Superintelligenz Seth-Apophis, die gegen die Mächtigkeitsballung von ES und damit gegen die Menschheit agiert.
Mir hat die Wiederbegegnung mit den Helden meiner Jugendzeit sehr viel Spaß bereitet, und ich bin mir sicher, dass es auch anderen Lesern und Hörern so geht.
13 Juli 2014
Nach der Konferenz 2014
Nachdem ich in der Nacht von Samstag auf Sonntag spät heimgekommen bin, habe ich mir heute erlaubt, ein wenig auszuschlafen. Jetzt aber beschäftige ich mich damit, die Ergebnisse der diesjährigen PERRY RHODAN-Autorenkonferenz aufzuarbeiten: Ich habe haufenweise Notizen mitgebracht, die ich durchforste; das offizielle Protokoll wird aber von Sabine Kropp erstellt werden.
Die Konferenz selbst fand ich sehr ergiebig, ein ausführlicher Bericht folgt im Verlauf der Woche. Unter anderem besprachen wir die Bände bis zum Jubiläumsband 2800 – und Wim Vandemaan gab einen spannenden Ausblick auf die darauf folgenden Höhepunkte. Es geht sehr »kosmisch« weiter, wir lernen ein altbekanntes Volk auf neue Art und Weise kennen, und wir sehen Perry Rhodan und Atlan auf einer faszinierenden Reise ...
Die Konferenz selbst fand ich sehr ergiebig, ein ausführlicher Bericht folgt im Verlauf der Woche. Unter anderem besprachen wir die Bände bis zum Jubiläumsband 2800 – und Wim Vandemaan gab einen spannenden Ausblick auf die darauf folgenden Höhepunkte. Es geht sehr »kosmisch« weiter, wir lernen ein altbekanntes Volk auf neue Art und Weise kennen, und wir sehen Perry Rhodan und Atlan auf einer faszinierenden Reise ...
12 Juli 2014
Autorenkonferenz 2014
Der heutige Samstag, 12. Juli 2014, gehört der PERRY RHODAN-Autorenkonferenz. Während ich mich zu Hause auf die Konferenz vorbereite, sitzen die Autoren im Hotel beim Frühstück. Der eine oder andere hat angekündigt, den Morgen mit einem Dauerlauf zu beginnen; bei mir reicht es gerade dazu, von der Wohnung zum Konferenzort mit dem Fahrrad zu fahren.
Der Freitag abend war der ruhige Einstieg. Mit Christian Montillon und Wim Vandemaan besprach ich zahlreiche Exposé-Details, später trafen wir auf die anderen Autoren, mit denen wir zu Abend aßen. Dabei wurden allerlei Themen diskutiert: Wir unterhielten uns über andere Verlage, »tratschten« über Kollegen, mit Michelle Stern diskutierte ich über ihre Leserkontaktseite, und mit Hubert Haensel sprach ich über den aktuellen Roman.
Der Abend ging viel zu lang vorbei. Das schöne Wetter brachte es mit sich, dass wir lang im Garten saßen und die Zeit völlig vergaßen. Erst nach zwei Uhr war ich dann endlich im Bett – umso dringender müssen wir heute »auf die Tube drücken«.
Der Freitag abend war der ruhige Einstieg. Mit Christian Montillon und Wim Vandemaan besprach ich zahlreiche Exposé-Details, später trafen wir auf die anderen Autoren, mit denen wir zu Abend aßen. Dabei wurden allerlei Themen diskutiert: Wir unterhielten uns über andere Verlage, »tratschten« über Kollegen, mit Michelle Stern diskutierte ich über ihre Leserkontaktseite, und mit Hubert Haensel sprach ich über den aktuellen Roman.
Der Abend ging viel zu lang vorbei. Das schöne Wetter brachte es mit sich, dass wir lang im Garten saßen und die Zeit völlig vergaßen. Erst nach zwei Uhr war ich dann endlich im Bett – umso dringender müssen wir heute »auf die Tube drücken«.
11 Juli 2014
Stapel von Heftromanen
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
Im Sommer 1977 las ich meine ersten drei PERRY RHODAN-Romane; es war in einem Zeltlager im Schwarzwald, bei dem mir irgendwann langweilig wurde. Die Serie packte mich, und ich wollte mehr haben. Dummerweise hatte mein Kumpel, der PERRY RHODAN las, nur drei Hefte aus drei unterschiedlichen Zyklen dabei – das bremste mein Engagement stark ein.
Kaum war ich aus dem Zeltlager zurück, fuhr ich zu meinem Kumpel. Genauer gesagt: Ich besuchte seinen großen Bruder, denn diesem gehörten die Hefte, und er lieh sie dem kleineren Bruder aus. Wir trafen uns im Garten seines Elternhauses, das auf der anderen Seite unseres Dorfes lag.
»Ich möchte mehr von PERRY RHODAN lesen«, sagte ich.
Der Große – damals immerhin schon neunzehn Jahre alt – wusste Bescheid, man hatte ihn informiert. »Man muss das so lesen, dass man in einem Zyklus bleibt«, erläuterte er. »Fang mit dem Blues-Zyklus an, der liegt gerade in der dritten Auflage vollständig vor.«
Dann drückte er mir gut zwei Dutzend Romanhefte in die Hand, alle zerlesen und in unterschiedlichen Zuständen. Sie rochen nach Zigarettenrauch, aber das störte mich nicht. Wir stopften die Romanhefte in eine Plastiktüte, ich stieg auf mein Rad und strampelte zurück.
An diesem Tag war nicht mehr viel mit mir anzufangen. Ich sortierte die Hefte in der richtigen Reihenfolge und betrachtete sie nacheinander. Jedes Titelbild schaute ich mir genau an, jedes Bild prägte ich mir ein. Was ich noch vor einer Woche als grell und »schundig« betrachtet hatte, fand ich jetzt faszinierend.
Dann versteckte ich die Heftromane. Meine Eltern glaubten, »Schund« als verwerflich brandmarken zu müssen, und hätten die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, wenn sie den Berg an »Schundheften« gesehen hätten. Aber ich freute mich wie wahnsinnig auf die anstehende Lektüre.
Am nächsten Tag baute ich meine Hängematte im Garten auf, schnappte mir den ersten Heftroman und begann mit der Lektüre. Es war ein herrlicher Sommertag, und er eröffnete eine ganz neue Welt für mich. Ich lernte Lemy Danger kennen, den tapferen Siganesen, und fand ihn witzig. Gucky kannte ich bereits, das war nichts neues – aber jetzt erfuhr ich auch mehr über Ertruser und Epsaler und andere Völker, die zum Galaktischen Imperium gehörten.
Gemeinsam mit den Terranern kämpfte ich gegen die Blues, die aus der Eastside kamen, gemeinsam mit Perry Rhodan wurde ich von den Männern des Obmanns Iratio Hondro entführt. Vor meinen Augen entfaltete sich das Panorama einer phantasievoll geschilderten Milchstraße, in der es Dutzende von Sternenreichen gab, die gegeneinander kämpften oder miteinander arbeiteten.
Innerhalb von drei Tagen hatte ich die Hefte ausgelesen; jeden Tag schaffte ich gleich mehrere. Den Blues-Zyklus hatte der Bruder meines Kumpels nicht komplett, aber das machte nichts, denn so konnte ich mir rasch einen Überblick verschaffen. Ich las in der Hängematte und in meinem Zimmer, und nachts träumte ich von Raumschiffen und Mutanten. Und ich wusste, dass ich mehr wollte – ich wollte die Welt von PERRY RHODAN besser kennenlernen.
Dann packte ich alles in eine Tasche, setzte mich auf mein Rad und fuhr los: den Berg hinunter, auf dem ich wohnte, durch das Tal und dann auf der anderen Seite den steilen Berg wieder hoch und in das Neubauviertel. Diesmal durfte ich mit in das Zimmer des großen Bruders, der keine Lust hatte, mir die Heftromane selbst herauszusuchen.
Es war ein typisches »Jungs«-Zimmer der siebziger Jahre: Poster aus der »Bravo« hingen an den Wänden, es roch nach Zigaretten und ungewaschenen Klamotten; das Bett war nicht »gemacht«. Das alles interessierte mich nicht. Ich sah nur die Stapel von Heftromanen, die sich an den Wänden türmten; es mussten Hunderte sein.
Er wies auf die Stapel. »Das ist meine PERRY RHODAN-Sammlung«, sagte er. »Such dir aus, was du magst. Ich würde dir den Meister-der-Insel-Zyklus empfehlen – aber den habe ich nicht vollständig.«
Er ließ mich allein mit dem Chaos. Wie ich schnell feststellte, war alles völlig durcheinander. In den Stapeln lagen nicht nur PERRY RHODAN-Romane, sondern auch ATLAN und TERRA ASTRA, dazu allerlei Krimi- und Westernhefte. Ich räumte mindestens eine Stunde lang auf.
Ich schichtete einzelne PERRY RHODAN-Zyklen aufeinander, dann sortierte ich die Hefte in die richtige Reihenfolge. Dass ich immer wieder die Titelbilder betrachtete oder eine Risszeichnung bewunderte, sorgte dafür, dass ich nicht schnell vorankam. Zwischendurch trat der Bruder meines Kumpels in sein Zimmer, mit einer Zigarette im Mundwinkel, was ich sehr beeindruckend fand, und schaute mir zu, während er gemütlich rauchte.
Irgendwann hatte ich gut dreißig Hefte der dritten Auflage zusammen, die ab Band 200 nummeriert waren oder noch zum Blues-Zyklus gehörten. Diese packte ich in die Plastiktüte, wobei ich versuchte, sie nicht mehr zu beschädigen, als sie es ohnehin schon waren. Wir verabschiedeten uns voneinander, dann radelte ich nach Hause.
Es war wieder ein schöner Sommertag. Spontan entschied ich mich »Straße nach Andromeda« zu lesen, den Band 200. Dieser hatte zwar nichts mit dem Blues-Zyklus zu tun, aber ich wusste bereits, dass hier unter anderem die Geschichte von Kahalo, dem geheimnisvollen Planeten, weitergesponnen werden sollte.
Und dann war's endgültig um mich geschehen. Ich fand Icho Tolot faszinierend, ich startete mit den Terranern ins Zentrum der Milchstraße und wurde mit ihnen in den Leerraum zwischen den Galaxien geschleudert – und spätestens da wusste ich, dass mich PERRY RHODAN so schnell nicht mehr loslassen würde ...
Im Sommer 1977 las ich meine ersten drei PERRY RHODAN-Romane; es war in einem Zeltlager im Schwarzwald, bei dem mir irgendwann langweilig wurde. Die Serie packte mich, und ich wollte mehr haben. Dummerweise hatte mein Kumpel, der PERRY RHODAN las, nur drei Hefte aus drei unterschiedlichen Zyklen dabei – das bremste mein Engagement stark ein.
Kaum war ich aus dem Zeltlager zurück, fuhr ich zu meinem Kumpel. Genauer gesagt: Ich besuchte seinen großen Bruder, denn diesem gehörten die Hefte, und er lieh sie dem kleineren Bruder aus. Wir trafen uns im Garten seines Elternhauses, das auf der anderen Seite unseres Dorfes lag.
»Ich möchte mehr von PERRY RHODAN lesen«, sagte ich.
Der Große – damals immerhin schon neunzehn Jahre alt – wusste Bescheid, man hatte ihn informiert. »Man muss das so lesen, dass man in einem Zyklus bleibt«, erläuterte er. »Fang mit dem Blues-Zyklus an, der liegt gerade in der dritten Auflage vollständig vor.«
Dann drückte er mir gut zwei Dutzend Romanhefte in die Hand, alle zerlesen und in unterschiedlichen Zuständen. Sie rochen nach Zigarettenrauch, aber das störte mich nicht. Wir stopften die Romanhefte in eine Plastiktüte, ich stieg auf mein Rad und strampelte zurück.
An diesem Tag war nicht mehr viel mit mir anzufangen. Ich sortierte die Hefte in der richtigen Reihenfolge und betrachtete sie nacheinander. Jedes Titelbild schaute ich mir genau an, jedes Bild prägte ich mir ein. Was ich noch vor einer Woche als grell und »schundig« betrachtet hatte, fand ich jetzt faszinierend.
Dann versteckte ich die Heftromane. Meine Eltern glaubten, »Schund« als verwerflich brandmarken zu müssen, und hätten die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, wenn sie den Berg an »Schundheften« gesehen hätten. Aber ich freute mich wie wahnsinnig auf die anstehende Lektüre.
Am nächsten Tag baute ich meine Hängematte im Garten auf, schnappte mir den ersten Heftroman und begann mit der Lektüre. Es war ein herrlicher Sommertag, und er eröffnete eine ganz neue Welt für mich. Ich lernte Lemy Danger kennen, den tapferen Siganesen, und fand ihn witzig. Gucky kannte ich bereits, das war nichts neues – aber jetzt erfuhr ich auch mehr über Ertruser und Epsaler und andere Völker, die zum Galaktischen Imperium gehörten.
Gemeinsam mit den Terranern kämpfte ich gegen die Blues, die aus der Eastside kamen, gemeinsam mit Perry Rhodan wurde ich von den Männern des Obmanns Iratio Hondro entführt. Vor meinen Augen entfaltete sich das Panorama einer phantasievoll geschilderten Milchstraße, in der es Dutzende von Sternenreichen gab, die gegeneinander kämpften oder miteinander arbeiteten.
Innerhalb von drei Tagen hatte ich die Hefte ausgelesen; jeden Tag schaffte ich gleich mehrere. Den Blues-Zyklus hatte der Bruder meines Kumpels nicht komplett, aber das machte nichts, denn so konnte ich mir rasch einen Überblick verschaffen. Ich las in der Hängematte und in meinem Zimmer, und nachts träumte ich von Raumschiffen und Mutanten. Und ich wusste, dass ich mehr wollte – ich wollte die Welt von PERRY RHODAN besser kennenlernen.
Dann packte ich alles in eine Tasche, setzte mich auf mein Rad und fuhr los: den Berg hinunter, auf dem ich wohnte, durch das Tal und dann auf der anderen Seite den steilen Berg wieder hoch und in das Neubauviertel. Diesmal durfte ich mit in das Zimmer des großen Bruders, der keine Lust hatte, mir die Heftromane selbst herauszusuchen.
Es war ein typisches »Jungs«-Zimmer der siebziger Jahre: Poster aus der »Bravo« hingen an den Wänden, es roch nach Zigaretten und ungewaschenen Klamotten; das Bett war nicht »gemacht«. Das alles interessierte mich nicht. Ich sah nur die Stapel von Heftromanen, die sich an den Wänden türmten; es mussten Hunderte sein.
Er wies auf die Stapel. »Das ist meine PERRY RHODAN-Sammlung«, sagte er. »Such dir aus, was du magst. Ich würde dir den Meister-der-Insel-Zyklus empfehlen – aber den habe ich nicht vollständig.«
Er ließ mich allein mit dem Chaos. Wie ich schnell feststellte, war alles völlig durcheinander. In den Stapeln lagen nicht nur PERRY RHODAN-Romane, sondern auch ATLAN und TERRA ASTRA, dazu allerlei Krimi- und Westernhefte. Ich räumte mindestens eine Stunde lang auf.
Ich schichtete einzelne PERRY RHODAN-Zyklen aufeinander, dann sortierte ich die Hefte in die richtige Reihenfolge. Dass ich immer wieder die Titelbilder betrachtete oder eine Risszeichnung bewunderte, sorgte dafür, dass ich nicht schnell vorankam. Zwischendurch trat der Bruder meines Kumpels in sein Zimmer, mit einer Zigarette im Mundwinkel, was ich sehr beeindruckend fand, und schaute mir zu, während er gemütlich rauchte.
Irgendwann hatte ich gut dreißig Hefte der dritten Auflage zusammen, die ab Band 200 nummeriert waren oder noch zum Blues-Zyklus gehörten. Diese packte ich in die Plastiktüte, wobei ich versuchte, sie nicht mehr zu beschädigen, als sie es ohnehin schon waren. Wir verabschiedeten uns voneinander, dann radelte ich nach Hause.
Es war wieder ein schöner Sommertag. Spontan entschied ich mich »Straße nach Andromeda« zu lesen, den Band 200. Dieser hatte zwar nichts mit dem Blues-Zyklus zu tun, aber ich wusste bereits, dass hier unter anderem die Geschichte von Kahalo, dem geheimnisvollen Planeten, weitergesponnen werden sollte.
Und dann war's endgültig um mich geschehen. Ich fand Icho Tolot faszinierend, ich startete mit den Terranern ins Zentrum der Milchstraße und wurde mit ihnen in den Leerraum zwischen den Galaxien geschleudert – und spätestens da wusste ich, dass mich PERRY RHODAN so schnell nicht mehr loslassen würde ...
10 Juli 2014
Dennis und Marhannu
Nächste Woche erscheint der dritte Band unserer Miniserie PERRY RHODAN-Stardust; heute erhielt ich aus der Druckerei die ersten Exemplare dieser Ausgabe. In solchen Fällen verhalte ich mich wie ein echter Fan. Ich muss mir so ein Heft sofort schnappen und durchblättern.Das Cover stammt wieder einmal von Arndt Drechsler, und zum wiederholten Mal gefällt mir ein »Stardust«-Titelbild richtig gut: Es vermittelt Stimmung und kosmischen »Sense of Wonder«. Und die Glanzcover-Ästhetik zeigt zumindest mir, dass ein »veredelter« Heftroman tatsächlich viel besser aussieht als ein »gewöhnlicher«.
Mit seinem Roman lässt der Autor aufhorchen: Dennis Matthias zeigt mit »Marhannu die Mächtige«, wie gut er sich im PERRY RHODAN-Universum auskennt und wie gut er auch mit der Figur des Perry Rhodan umgehen kann. Zudem führt er mit Posimon eine neue Nebenfigur ein, bei der ich sicher bin, dass sie die Leserschaft in gewisser Weise spalten wird.
09 Juli 2014
Teamtagung zum Halbjahr
Am heutigen Mittwoch zieht sich die PERRY RHODAN-Redaktion in eine Klausur zurück. Wobei die »Klause« so weit weg nicht ist: Wir verlassen unsere Büros und ziehen für mehrere Stunden in den Besprechungsraum, in dem es genügend Wasser und Kaffee für den ganzen Tag gibt. Dort besprechen wir uns.
Unter anderem geht's darum, dass wir herausfinden, wo wir nach einem halben Jahr stehen. Seit der Teamtagung sind schon wieder sechs Monate vergangen. Was hat im vergangenen halben Jahr geklappt, was nicht? Und wie gehen wir das zweite Halbjahr an, welche Projekte stoßen wir an, die 2015 auf die Leser zukommen? Und wir gliedern wir die vielen Aufgaben so, dass sie auch zu bewältigen sind?
Unter anderem geht's darum, dass wir herausfinden, wo wir nach einem halben Jahr stehen. Seit der Teamtagung sind schon wieder sechs Monate vergangen. Was hat im vergangenen halben Jahr geklappt, was nicht? Und wie gehen wir das zweite Halbjahr an, welche Projekte stoßen wir an, die 2015 auf die Leser zukommen? Und wir gliedern wir die vielen Aufgaben so, dass sie auch zu bewältigen sind?
08 Juli 2014
SF-Terra mit PERRY RHODAN-Schwerpunkt
Nach langer Zeit ist mir wieder einmal eine Ausgabe der niederländischen Fan-Zeitschrift »SF-Terra« in die Hände gefallen: Es handelt sich dabei um die Ausgabe 238-239, die bereits im September 2013 erschienen ist. Ich spreche kein Wort holländisch, bin aber in der Lage, mir den Inhalt des Heftes einigermaßen zu erschließen. Und mir fällt mit großem Vergnügen auf, welch schönen Stellenwert die PERRY RHODAN-Serie in dieser Ausgabe hat.
Auf den 56 Magazinseiten gibt es unter anderem einen Bericht vom letztjährigen GarchingCon sowie Interviews mit dem Fan Wolf von Witting, dem Illustrator Michael Wittmann oder Helmut Anger von den PERRY RHODAN-Sammelkartenspielen. Weitere Berichte beschäftigen sich mit populären amerikanischen Fernsehserien, dazu kommen zwei Kurzgeschichten, für die meine Sprachkenntnisse nicht ausreichten.
Ich habe mich über die Lektüre sehr gefreut – das Magazin wird nach wie vor von der »Perry Rhodan Science Fiction Vereniging Terra« herausgegeben und kann ganz regulär abonniert werden. Mal schauen, wann ich mal wieder ein Heft blättern kann ...
Auf den 56 Magazinseiten gibt es unter anderem einen Bericht vom letztjährigen GarchingCon sowie Interviews mit dem Fan Wolf von Witting, dem Illustrator Michael Wittmann oder Helmut Anger von den PERRY RHODAN-Sammelkartenspielen. Weitere Berichte beschäftigen sich mit populären amerikanischen Fernsehserien, dazu kommen zwei Kurzgeschichten, für die meine Sprachkenntnisse nicht ausreichten.
Ich habe mich über die Lektüre sehr gefreut – das Magazin wird nach wie vor von der »Perry Rhodan Science Fiction Vereniging Terra« herausgegeben und kann ganz regulär abonniert werden. Mal schauen, wann ich mal wieder ein Heft blättern kann ...
07 Juli 2014
Wir blickten auf Band 1700
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
Die Exposékonferenz am 5. und 6. April 1993 war die erste, an der ich offiziell mitwirkte. Neben mir nahmen die Autoren Ernst Vlcek und Arndt Ellmer
sowie Chefredakteur Dr. Florian F. Marzin teil; wir tagten in einem
Besprechungsraum des Verlages. An den zwei Tagen wurden viele Details
besprochen, die für den laufenden Zyklus wichtig waren. Vor allem
arbeiteten wir intensiv an den einzelnen Bänden des »Großen Galaktischen
Rätsels«.
Das Protokoll verzeichnet vor allem viele unklare Bezeichnungen als Ergebnis unserer Diskussion. So sprachen wir über eine »Gemeinschaft X«, die ab Band 1675 eine wichtige Rolle spielen sollte. Ihr offizieller Name sollte »Die Wächter der Endlosen Grenze« sein; in späteren Exposés und Romanen wurde eine Organisation namens »Damurial« daraus. Auf jeden Fall sollten die Romane einen Konflikt zwischen der Gemeinschaft und der BASIS zum Thema haben, »der mit Hilfe der Friedensstifter beigelegt werden« könne.
Ein wesentliches Handlungselement war die Suche nach den sogenannten Spindeln, die ab Band 1677 eine Rolle spielen sollten. Laut Protokoll sollten der Kyberklon Voltago und »die beiden Zwillinge« die Spindeln einsammeln und »verschollene Wissenschaftler« finden.
Den Dunkelplaneten Charon sollten die Arcoana errechnen, Perry Rhodan dann mit der ODIN dorthin fliegen; für Band 1679 war das Auftauchen der geheimnisvollen Moira geplant. Laut Protokoll sei sie »eine Art Söldner, der seit zwei Millionen Jahren aktiv ist und gelegentlich mit den Terranern indirekten Kontakt hatte«.
Moira war eine Figur, die vor allem Florian Marzin und Ernst Vlcek toll fanden. Beide waren Fans des Science-Fiction-Films »Predator«, bei der Arnold Schwarzenegger eine wichtige Hauptrolle gespielt hatte. Die beiden berauschten sich geradezu an der Vorstellung eines kosmischen Kopfgeldjägers, der verschiedene Köpfe in Vitrinen sammelte und mit den Terranern schon allerlei Begegnungen hatte.
»Und natürlich gibt es auch den Kopf eines Ilts in einer Vitrine«, freute sich Ernst Vlcek. Das Geheimnis dahinter dürfte man allerdings nie auflösen – das Thema sei viel spannender, wenn der Kopf einfach so in der Vitrine stünde. Moira war in dieser frühen Konzeptionsphase noch ein männliches Wesen, wie alle Formulierungen im Protokoll klar belegen.
Wichtige Forschungen sollten die Terraner am Rand der Großen Leere beschäftigen, dann sollte der Rückweg beginnen. Erst dreieinhalb Jahre später sollten die eigentlichen Forschungen mit den sogenannten Spindeln und Zündern anfangen – dabei sollten »Chimären« entstehen. Das Protokoll verzeichnet an dieser Stelle eine exakte Abfolge der einzelnen Bände, wir legten jeden Roman mit einem Satz und einer groben Inhaltsangabe fest und zimmerten so einen klaren Plan bis Band 1699.
Auffallend war, dass wir uns über die Flugdauern sehr wohl Gedanken machten. Es war klar, dass es immer dreieinhalb Jahre dauern würde, von der Milchstraße zur Großen Leere und wieder zurück zu fliegen – aus diesem Grund hatten der Exposéautor und der Chefredakteur im vorherigen Halbzyklus die Ennox eingeführt. Die seltsamen Wesen, deren Geheimnisse nicht gelüftet werden sollten, konnten die riesigen Entfernungen gewissermaßen in Nullzeit zurücklegen, was eine extreme Dynamik in die Handlung bringen sollte.
Das Protokoll verzeichnet vor allem viele unklare Bezeichnungen als Ergebnis unserer Diskussion. So sprachen wir über eine »Gemeinschaft X«, die ab Band 1675 eine wichtige Rolle spielen sollte. Ihr offizieller Name sollte »Die Wächter der Endlosen Grenze« sein; in späteren Exposés und Romanen wurde eine Organisation namens »Damurial« daraus. Auf jeden Fall sollten die Romane einen Konflikt zwischen der Gemeinschaft und der BASIS zum Thema haben, »der mit Hilfe der Friedensstifter beigelegt werden« könne.
Ein wesentliches Handlungselement war die Suche nach den sogenannten Spindeln, die ab Band 1677 eine Rolle spielen sollten. Laut Protokoll sollten der Kyberklon Voltago und »die beiden Zwillinge« die Spindeln einsammeln und »verschollene Wissenschaftler« finden.
Den Dunkelplaneten Charon sollten die Arcoana errechnen, Perry Rhodan dann mit der ODIN dorthin fliegen; für Band 1679 war das Auftauchen der geheimnisvollen Moira geplant. Laut Protokoll sei sie »eine Art Söldner, der seit zwei Millionen Jahren aktiv ist und gelegentlich mit den Terranern indirekten Kontakt hatte«.
Moira war eine Figur, die vor allem Florian Marzin und Ernst Vlcek toll fanden. Beide waren Fans des Science-Fiction-Films »Predator«, bei der Arnold Schwarzenegger eine wichtige Hauptrolle gespielt hatte. Die beiden berauschten sich geradezu an der Vorstellung eines kosmischen Kopfgeldjägers, der verschiedene Köpfe in Vitrinen sammelte und mit den Terranern schon allerlei Begegnungen hatte.
»Und natürlich gibt es auch den Kopf eines Ilts in einer Vitrine«, freute sich Ernst Vlcek. Das Geheimnis dahinter dürfte man allerdings nie auflösen – das Thema sei viel spannender, wenn der Kopf einfach so in der Vitrine stünde. Moira war in dieser frühen Konzeptionsphase noch ein männliches Wesen, wie alle Formulierungen im Protokoll klar belegen.
Wichtige Forschungen sollten die Terraner am Rand der Großen Leere beschäftigen, dann sollte der Rückweg beginnen. Erst dreieinhalb Jahre später sollten die eigentlichen Forschungen mit den sogenannten Spindeln und Zündern anfangen – dabei sollten »Chimären« entstehen. Das Protokoll verzeichnet an dieser Stelle eine exakte Abfolge der einzelnen Bände, wir legten jeden Roman mit einem Satz und einer groben Inhaltsangabe fest und zimmerten so einen klaren Plan bis Band 1699.
Auffallend war, dass wir uns über die Flugdauern sehr wohl Gedanken machten. Es war klar, dass es immer dreieinhalb Jahre dauern würde, von der Milchstraße zur Großen Leere und wieder zurück zu fliegen – aus diesem Grund hatten der Exposéautor und der Chefredakteur im vorherigen Halbzyklus die Ennox eingeführt. Die seltsamen Wesen, deren Geheimnisse nicht gelüftet werden sollten, konnten die riesigen Entfernungen gewissermaßen in Nullzeit zurücklegen, was eine extreme Dynamik in die Handlung bringen sollte.
Immerhin durfte Perry Rhodan die »komplette Gem X« aufstöbern, was im Protokoll sehr schwammig notiert wurde. Gemeinsam mit Moira und den Spindelwesen sollte der »Durchbruch« geschafft werden – auf die andere Seite des Möbiusbandes und in einen Raum, der voller Sterne sein sollte.
Wir konzipierten bei unserer Arbeit exakt bis zum Band 1700. Dieser Roman sollte damit beginnen, dass »PR & Co auf der anderen Seite rauskommen und das schier unendliche Sternenmeer sehen«. Dann sollten »einige tausend Moira-Raumschiffe« auftauchen und die Gefährten einkreisen. Ebenso sollten tausende von Raumschiffen auf »unserer Seite« des Möbiusbandes auftauchen. Damit solle der Roman abschließen.
Ich war unzufrieden mit der Lösung. Wie sollte es danach weitergehen? Sollten wir uns nicht Gedanken darüber machen, wie es auf der »anderen Seite« des Möbiusbandes aussehe? Wollten wir hierzu keine Pläne schmieden?
An diesem Punkt der Konferenz lehnte sich Florian in seinem Stuhl zurück und grinste. »Darüber machen wir uns beim nächsten Mal Gedanken. Das ist doch mal eine spannende Ausgangsposition.« Wir machten an diesem Punkt tatsächlich nicht weiter, beschlossen die Konferenz und gingen zum gemeinsamen Abendessen.
Bereits am nächsten Tag verfasste ich ein Protokoll sowie ein Rundschreiben an die Autoren. In diesem verwies ich darauf, dass wir sehr wohl noch Ideen brauchen könnten. »Zentrale Frage«, so formulierte ich es in meinem Brief. »Wie sieht es auf der anderen Seite des Möbiusstreifens aus? Was ist dort anders als hier?« Entsprechende Vorschläge sollten bis Ende Mai bei uns eintreffen.
Zudem forderte ich die Autoren auf, sich Gedanken über die weitere Zukunft zu machen. »So langsam sollten wir uns Gedanken über den Zyklus ab Band 1800 machen«, schrieb ich. »Bei der Autorenkonferenz im Juni hätten wir gern Material, über das man diskutieren kann.«
06 Juli 2014
Noch mal zu den Planetenromanen
Das Thema »alter« Planetenromane beschäftigt schon lange die Gemüter; immer wieder tauchte die Forderung auf, alle Romane als E-Books anzubieten, idealerweise ohne jegliche Bearbeitung. Wir diskutieren solche Themen auch immer wieder intern.
Bisher haben wir die Planetenromane in der Prioritätenliste eher »hinten« angestellt. Ein Grund dafür ist, dass die Qualität der Romane doch sehr unterschiedlich ist und dass ein Teil davon entweder in Form der ATLAN-Zeitabenteuer in Buchform oder in Form der neu bearbeiteten Planetenromane bereits »neu« vorliegt – ich halte es für wirtschaftlich nicht sinnvoll, eine alte und eine neue Version desselben Romans gleichzeitig anzubieten.
Ich glaube nach wie vor nicht, dass es für alle alten Planetenromane genügend Käufer geben. Das sehen wir an den bisherigen E-Book-Zahlen der bisherigen Planetenromane – die sind teilweise recht ernüchternd. Es gibt einen Markt für einen Teil der Planetenromane, aber nicht für alle.
Im Moment aber gilt nach wie vor: Die Planetenromane sind »hinten« angestellt. Wir haben vor, in diesem Jahr die ATLAN-Bücher vernünftig als E-Books anzubieten; dann muss man sehen, was wir im Jahr 2015 in Angriff nehmen.
Bisher haben wir die Planetenromane in der Prioritätenliste eher »hinten« angestellt. Ein Grund dafür ist, dass die Qualität der Romane doch sehr unterschiedlich ist und dass ein Teil davon entweder in Form der ATLAN-Zeitabenteuer in Buchform oder in Form der neu bearbeiteten Planetenromane bereits »neu« vorliegt – ich halte es für wirtschaftlich nicht sinnvoll, eine alte und eine neue Version desselben Romans gleichzeitig anzubieten.
Ich glaube nach wie vor nicht, dass es für alle alten Planetenromane genügend Käufer geben. Das sehen wir an den bisherigen E-Book-Zahlen der bisherigen Planetenromane – die sind teilweise recht ernüchternd. Es gibt einen Markt für einen Teil der Planetenromane, aber nicht für alle.
Im Moment aber gilt nach wie vor: Die Planetenromane sind »hinten« angestellt. Wir haben vor, in diesem Jahr die ATLAN-Bücher vernünftig als E-Books anzubieten; dann muss man sehen, was wir im Jahr 2015 in Angriff nehmen.
05 Juli 2014
Geheimprojekt 2015 läuft noch
Einerseits sollte ich wohl über »ungelegte Eier« stets meine Klappe halten, andererseits ist es ja immer interessant, über Dinge zu berichten, die in Arbeit sind. Aus diesem Grund hatte ich fürs Jahr 2014 gelegentlich von zwei Geheimprojekten gesprochen und geschrieben. Das eine hat sich mittlerweile in Form von PERRY RHODAN-Stardust manifestiert, ein anderes wird 2014 wohl nicht verwirklicht – aus Gründen, die ich hier noch nicht ausbreiten möchte.
Ich gehe also davon aus, dass eines der zwei Geheimprojekte 2014 zu einem Geheimprojekt 2015 werden wird. Mehr möchte ich dazu nicht verraten – was ich von diesem Projekt bisher gesehen habe, fand ich auf jeden Fall stark. Soviel sage ich aber: Ich informiere, sobald's klarer wird.
Ich gehe also davon aus, dass eines der zwei Geheimprojekte 2014 zu einem Geheimprojekt 2015 werden wird. Mehr möchte ich dazu nicht verraten – was ich von diesem Projekt bisher gesehen habe, fand ich auf jeden Fall stark. Soviel sage ich aber: Ich informiere, sobald's klarer wird.
04 Juli 2014
Start ins Protektorat
Ich gestehe ja durchaus ein, dass der Übergang von der einen Staffel zur anderen bei PERRY RHODAN NEO für Außenstehende nicht immer so richtig nachvollziehbar ist. Trotzdem freue ich mich sehr darüber, dass heute der erste Roman der neuen Staffel »Protektorat Erde« erschienen ist. Oliver Plaschka und Robert Corvus verfassten gemeinsam »Die Elysische Welt«.Das Cover von Dirk Schulz zeigt schon, dass es einiges an Action gibt: Ein zornig wirkender Ilt und ein Mann, der als Perry Rhodan zu erkennen ist, kämpfen mit robotischen Gegnern – mir gefällt das Motiv sehr gut. Mit viel Action starten wir dann auch in diese Staffel, in der es unter anderem darum gehen wird, wie sich die Erde verändert, wenn sie zu einem »Protektorat« wird.
Die nächsten zwölf Romane werden auf jeden Fall einen stärkeren Blick auf die Erde der nahen Zukunft blicken, als wir das zuvor bei NEO getan haben. Das kosmische Ringen – soviel sei verraten – werden wir dabei nicht aus den Augen verlieren.
03 Juli 2014
Der Traum von TERRA ASTRA
Ich las in den späten 70er- und frühen 80er-Jahren mit großer Begeisterung TERRA ASTRA oder auch TERRA. Später kaufte ich mir ganze Jahrgänge von TERRA NOVA oder UTOPIA nach. Ich mochte die Miniserien der PERRY RHODAN-Autoren, und ich las auch gern die – häufig brachial eingekürzten – amerikanischen Romane in deutscher Übersetzung. In all den Jahren, in denen ich PERRY RHODAN-Redakteur bin, träumte ich immer davon, TERRA ASTRA noch einmal »so richtig« aufleben zu lassen.
Wenn heute manche glauben, es sei »doch ganz einfach«, das alles als E-Book zu veröffentlichen, irren sie. Als Verlag haben wir an den alten Romanen keinerlei Rechte. Wir müssten mit jedem der Autoren und Agenturen im Einzelnen verhandeln, und dazu fehlt mir schlicht die Zeit. Deshalb werden wir nicht versuchen, die alten Rechte zurückzuerlangen.
Der E-Book-Boom bringt es zudem mit sich, dass viele Autoren ihre alten Romane neu veröffentlichen – teilweise mithilfe von E-Book-Partnern, teilweise allein. Dies geschieht weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit, so dass ich nicht glaube, dass sie damit viel verkaufen werden. Aber damit sind diese Themen für uns auch »erledigt«.
Schade, aber wahr: Mein Traum von TERRA ASTRA ist vorerst geplatzt ...
Wenn heute manche glauben, es sei »doch ganz einfach«, das alles als E-Book zu veröffentlichen, irren sie. Als Verlag haben wir an den alten Romanen keinerlei Rechte. Wir müssten mit jedem der Autoren und Agenturen im Einzelnen verhandeln, und dazu fehlt mir schlicht die Zeit. Deshalb werden wir nicht versuchen, die alten Rechte zurückzuerlangen.
Der E-Book-Boom bringt es zudem mit sich, dass viele Autoren ihre alten Romane neu veröffentlichen – teilweise mithilfe von E-Book-Partnern, teilweise allein. Dies geschieht weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit, so dass ich nicht glaube, dass sie damit viel verkaufen werden. Aber damit sind diese Themen für uns auch »erledigt«.
Schade, aber wahr: Mein Traum von TERRA ASTRA ist vorerst geplatzt ...
02 Juli 2014
Das Amöbenschiff ist da
Ein zweiter Beweis dafür, dass der »Glanzumschlag« toll aussieht, liegt auf meinem Schreibtisch: Ich bekam direkt aus der Druckerei den Band zwei unserer neuen Serie PERRY RHODAN-Stardust. »Das Amöbenschiff« stammt von Roman Schleifer, das starke Titelbild steuerte Arndt Drechsler bei – es zeigt ein ... genau, es zeigt ein im Romantitel erwähntes Amöbenschiff.Im Roman selbst geht's ganz schön rum. Der Autor scheucht seine Hauptfiguren durch allerlei Gefahren, so was gefällt mir ja. Was ich ebenfalls witzig fand, waren die verschiedenen Anspielungen auf Musikstücke. Wer diese nicht bemerkt, hat aber keinen verminderten Lesegenuss ... Schönes Heft!
01 Juli 2014
Im Schutz des Paladin
Als die Marasin-Trilogie im Jahr 2010 im Taschenbuch gestartet wurde, dachte wohl niemand an eine Hardcover-Veröffentlichung. Doch genau das geschieht jetzt: Die Kolleginnen bei Bertelsmann schickten mir den ersten Band dieser Trilogie als Belegexemplar – »Im Schutz des Paladin« liegt damit als sogenannter Grünband vor.
Mit diesem Roman von Rüdiger Schäfer setzt Bertelsmann die Reihe der ATLAN-Bücher fort. Nach wie vor scheint man dort sehr zufrieden mit den gleichbleibenden Verkaufszahlen zu sein: eine nicht gerade riesengroße, aber dafür sehr treue Lesergemeinde. Und mich als Redakteur freut es, dass die ATLAN-Romane so ein größeres Publikum finden.
(Falls sich jemand Gedanken darüber macht, wie es nach dem angekündigten »Aus« für den Bertelsmann-Club mit unseren Buchserien weitergeht – wir machen uns diese Gedanken auch und wissen bisher keine Antwort.)
Mit diesem Roman von Rüdiger Schäfer setzt Bertelsmann die Reihe der ATLAN-Bücher fort. Nach wie vor scheint man dort sehr zufrieden mit den gleichbleibenden Verkaufszahlen zu sein: eine nicht gerade riesengroße, aber dafür sehr treue Lesergemeinde. Und mich als Redakteur freut es, dass die ATLAN-Romane so ein größeres Publikum finden.
(Falls sich jemand Gedanken darüber macht, wie es nach dem angekündigten »Aus« für den Bertelsmann-Club mit unseren Buchserien weitergeht – wir machen uns diese Gedanken auch und wissen bisher keine Antwort.)
30 Juni 2014
Zwanzig Jahre Terranischer Club Eden
Ein Logbuch der Redaktion
Als sich der Terranische Club Eden – kurz TCE genannt – im Jahr 1993 gründete, stellten die damaligen Clubgründer mir den Verein für die PERRY RHODAN-Clubnachrichten vor. Sie wirkten aktiv und sehr fannisch. »EdeN« stand damals für »Erben der Nacht«, und zu den Prinzipien gehörte von Anfang an, dass sich die Mitglieder irgendwelche Pseudonyme geben würden.
Das wirkte alles positiv. Und zu Beginn der 90er-Jahre, als sich viele neue Clubs gründeten, war das nicht ungewöhnlich. Aber ich hätte nicht gedacht, dass es den aktiven Club im Jahr 2013 und darüber hinaus noch geben würde.
Heute gibt es nur noch wenige Science-Fiction-Clubs. Allein schon deshalb freue ich mich, dass der TCE nach wie vor aktiv ist. Die Ausgabe 91 des Club-Fanzines »Paradise«, die im April 2014 erschienen ist, belegt das in gelungener Weise.
Das Fanzine kommt als gebundenes Paperback daher, umfasst 156 Seiten plus Umschlag und präsentiert im Inhalt unter anderem einen schönen Rückblick auf die vergangenen zwanzig Jahre. Dazu kommen einige Leserbriefe sowie persönliche Erinnerungen der Clubmitglieder.
Auch wenn der Verein sich nicht auf PERRY RHODAN spezialisiert hat, kommt die größte Science-Fiction-Serie der Welt nicht zu kurz. Norbert Mertens, der selbst schon als Fanautor in Erscheinung getreten ist, widmet sich unter anderem der veränderten Optik der PERRY RHODAN-Auflage: Er schaut sich sowohl die Titelseiten als auch die Innenseiten an und spart nicht an kritischen Anmerkungen.
Darüber hinaus wird das eigene Fanroman-Projekt des Clubs beleuchtet. Immerhin hat man sich vorgenommen, eigene Romane zum Thema »Meister der Insel« zu verfassen. Was bisher vorgelegt wurde, kann sich durchaus sehen lassen.
Dazu kommen Conberichte, Kurzgeschichten – nicht unbedingt mit PERRY RHODAN-Hintergrund – sowie weitere Artikel. Unter anderem geht es um »politisch korrekte« Literatur oder die uralte Science-Fiction-Serie »Rolf Murat«, an die sich normalerweise nur Historiker erinnern.
Ich finde die Mixtur des »Paradiese« sowieso immer ansprechend; bei der Nummer 91 ist das Ganze aufgrund des Jubiläums besonders lesenswert. Das Heft kostet gerade mal sechs Euro plus Versandkosten; man kann es auch bestellen, wenn man kein Clubmitglied ist. Kontakt zum Club gibt es am einfachsten über seine Internet-Seite.
Auch wenn in Zeiten von Foren und Sozialen Netzwerken ein klassischer Club vielleicht ein wenig antiquiert wirken mag, empfehle ich den Terranischen Club Eden: Hier herrscht ein Miteinander vor, das ich – von außen betrachtet – sehr schätze. Und wer so schöne Fanzines erstellt, muss sich über die Zukunft des nächsten Jahrzehntes keine Gedanken machen ...
Als sich der Terranische Club Eden – kurz TCE genannt – im Jahr 1993 gründete, stellten die damaligen Clubgründer mir den Verein für die PERRY RHODAN-Clubnachrichten vor. Sie wirkten aktiv und sehr fannisch. »EdeN« stand damals für »Erben der Nacht«, und zu den Prinzipien gehörte von Anfang an, dass sich die Mitglieder irgendwelche Pseudonyme geben würden.
Das wirkte alles positiv. Und zu Beginn der 90er-Jahre, als sich viele neue Clubs gründeten, war das nicht ungewöhnlich. Aber ich hätte nicht gedacht, dass es den aktiven Club im Jahr 2013 und darüber hinaus noch geben würde.
Heute gibt es nur noch wenige Science-Fiction-Clubs. Allein schon deshalb freue ich mich, dass der TCE nach wie vor aktiv ist. Die Ausgabe 91 des Club-Fanzines »Paradise«, die im April 2014 erschienen ist, belegt das in gelungener Weise.
Das Fanzine kommt als gebundenes Paperback daher, umfasst 156 Seiten plus Umschlag und präsentiert im Inhalt unter anderem einen schönen Rückblick auf die vergangenen zwanzig Jahre. Dazu kommen einige Leserbriefe sowie persönliche Erinnerungen der Clubmitglieder.
Auch wenn der Verein sich nicht auf PERRY RHODAN spezialisiert hat, kommt die größte Science-Fiction-Serie der Welt nicht zu kurz. Norbert Mertens, der selbst schon als Fanautor in Erscheinung getreten ist, widmet sich unter anderem der veränderten Optik der PERRY RHODAN-Auflage: Er schaut sich sowohl die Titelseiten als auch die Innenseiten an und spart nicht an kritischen Anmerkungen.
Darüber hinaus wird das eigene Fanroman-Projekt des Clubs beleuchtet. Immerhin hat man sich vorgenommen, eigene Romane zum Thema »Meister der Insel« zu verfassen. Was bisher vorgelegt wurde, kann sich durchaus sehen lassen.
Dazu kommen Conberichte, Kurzgeschichten – nicht unbedingt mit PERRY RHODAN-Hintergrund – sowie weitere Artikel. Unter anderem geht es um »politisch korrekte« Literatur oder die uralte Science-Fiction-Serie »Rolf Murat«, an die sich normalerweise nur Historiker erinnern.
Ich finde die Mixtur des »Paradiese« sowieso immer ansprechend; bei der Nummer 91 ist das Ganze aufgrund des Jubiläums besonders lesenswert. Das Heft kostet gerade mal sechs Euro plus Versandkosten; man kann es auch bestellen, wenn man kein Clubmitglied ist. Kontakt zum Club gibt es am einfachsten über seine Internet-Seite.
Auch wenn in Zeiten von Foren und Sozialen Netzwerken ein klassischer Club vielleicht ein wenig antiquiert wirken mag, empfehle ich den Terranischen Club Eden: Hier herrscht ein Miteinander vor, das ich – von außen betrachtet – sehr schätze. Und wer so schöne Fanzines erstellt, muss sich über die Zukunft des nächsten Jahrzehntes keine Gedanken machen ...
29 Juni 2014
Unterschiedlichste Welten
Romanautoren und Exposéautoren meinen es an diesem Wochenende wieder einmal sehr gut mit mir – anders kann ich das nicht nennen. In Sachen PERRY RHODAN NEO führt mich die Lektüre eines Roman-Manuskriptes beispielsweise nach Berlin, in das Berlin einer sehr nahen Zukunft, um es klar zu sagen.
In die ferne Zukunft führen mich die Exposés für die PERRY RHODAN-Erstauflage und für PERRY RHODAN-Stardust. Einmal spielt die Handlung in Larhatoon, einmal in Anthuresta. Knifflig und unterhaltsam zugleich ...
Ich versuche erst gar nicht, meinem sozialen Umfeld zu erklären, was ich da eigentlich mache. »Ist alles Perry-Kram«, genügt meist als Ausrede – dann versinke ich wieder gedanklich im Manuskript oder Exposé.
In die ferne Zukunft führen mich die Exposés für die PERRY RHODAN-Erstauflage und für PERRY RHODAN-Stardust. Einmal spielt die Handlung in Larhatoon, einmal in Anthuresta. Knifflig und unterhaltsam zugleich ...
Ich versuche erst gar nicht, meinem sozialen Umfeld zu erklären, was ich da eigentlich mache. »Ist alles Perry-Kram«, genügt meist als Ausrede – dann versinke ich wieder gedanklich im Manuskript oder Exposé.
27 Juni 2014
Letzte Fahrt zum Rosengarten
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
Eigentlich war ich am Dienstag, 4. Oktober 2011, völlig erschöpft. Ich hatte den PERRY RHODAN-WeltCon hinter mir, der mich in den Tagen davor sehr gestresst hatte und dessen Höhepunkt das Wochenende gewesen war. Und am Montag, 3. Oktober, hatte ich nicht den Tag der Deutschen Einheit gefeiert und mich gründlich ausgeschlafen, sondern die Chance genutzt, die zahlreichen E-Mails auf meinem Computer zumindest ansatzweise in Angriff zu nehmen.
Eigentlich wäre also der Dienstag ein idealer Tag gewesen, mich auszuruhen und nicht ins Büro zu gehen. Aber die Pflicht ließ das nicht zu, und so fuhr ich an diesem Morgen nicht nach Rastatt, sondern zu einem Einkaufszentrum in Karlsruhe. Dort hatte ich mich mit Sabine Kropp – sie wohnt von mir aus gesehen »hinter Rastatt« – verabredet. Auf dem vereinbarten Parkdeck trafen wir uns, und Sabine ließ dort ihr Auto zurück.
Mit meinem Wagen fuhren wir nach Mannheim, wo wir direkt die Tiefgarage unter dem Kongresszentrum Rosengarten ansteuerten. Nichts erinnerte mehr an den PERRY RHODAN-WeltCon 2011, alle Spuren waren beseitigt; es war, als sei die Veranstaltung nur ein Traum gewesen.
Zuerst steuerten wir die Rezeption des Dorint-Hotels an, das wir am WeltCon-Wochenende mit unseren Gästen so gut wie ausgebucht hatten. Die freundliche Rezeptionistin erinnerte sich an uns, dann kamen wir schnell zu unserem eigentlichen Anliegen.
»Wir müssen zum Safe«, sagte ich und wies auf meine Aktentasche. »Und dann brauchen wir ein Taxi zur Bank.«
Wir holten den Inhalt von zwei Schließfächern aus dem Safe des Hotels und gingen in den Abstellraum neben der Rezeption. Dort sortierten wir das Bargeld in die drei Stapel, die wir vorher definiert hatten: Ein Stapel enthielt die Einnahmen unserer WeltCon-Eintrittskasse, ein Stapel bestand aus den Einnahmen aus der Versteigerung, und ein dritter Stapel umfasste die Barabrechnung, die wir vor Ort mit unseren Partnern von WerkZeugs gemacht hatten.
Während des WeltCons hatte Sabine immer wieder die Tageskasse »abgeschöpft« und die Einnahmen ins Hotel transportiert. Das Kongresszentrum hatte keinen Safe, also musste immer dieser Weg zurückgelegt werden.
Sabine und ich bündelten das Geld, so gut es ging, und stopften es in meine Aktentasche. Es handelte sich um Packen von Zehn-Euro-Scheinen, zahlreichen Zwanzigern und weniger Fünfzigern; kaum vertreten waren größere Scheine. Dazu kamen Berge von Münzgeld, das wir in mitgebrachte Geldtaschen steckten. Danach war meine Aktentasche prallgefüllt.
Sabine und ich sahen uns an und lachten. Es war ein seltsamer Auftrag, den wir uns selbst gestellt hatten: Da der WeltCon an einem Sonntag geendet hatte und der Montag ein Feiertag gewesen war, mussten wir an diesem Dienstag zur Bank gehen. Dort wollten wir das Bargeld einzahlen, damit es auf das Konto des Verlages überwiesen wurde. Das Procedere hatten wir telefonisch mit der entsprechenden Filiale abgesprochen.
»Das sind einige zehntausend Euro«, sagte ich, »damit gehe ich nicht auf die Straße.«
Sabine wollte ebensowenig mit so viel Bargeld durch die Innenstadt von Mannheim spazieren. Es war reine Psychologie: Am Vormittag würde uns niemand in der Fußgängerzone überfallen, das war klar, und zu Fuß waren es nur einige hundert Meter. Aber ich fühlte mich ebenso unwohl wie meine Kollegin. »Wir sind echt Feiglinge«, spottete ich.
Das Hotel hatte bereits ein Taxi bestellt. Der Fahrer wunderte sich ein wenig über unseren Wunsch, brachte uns aber dennoch hin. Im Prinzip fuhr er in einem großen Bogen um die Fußgängerzone herum, bis wir an unserem Ziel waren. Zu Fuß wären wir tatsächlich genauso schnell gewesen.
In der Bank mussten wir warten. Wir waren nicht die einzigen, die Geld einzahlen wollten, und ich ertappte mich bei dem Gedanken, Angst vor Bankräubern zu haben – was ich sonst nie in meinem Leben verspürte. An diesem Tag hätte es sich gelohnt: Nicht nur wir waren mit einer Tasche voller Bargeld da, sondern auch zwei Männer vor uns, die dicke Geldbündel über den Tresen schoben.
Die Zählmaschinen sortierten die Scheine, wir schauten gebannt zu. Danach unterschrieben wir die drei Einzahlungsbelege und waren fertig. Als wir wieder im Freien standen, war ich echt erleichtert. Zurück bummelten wir zu Fuß, aßen unterwegs sogar ein Eis – das Wetter war schön, genauso sonnig wie während des WeltCons.
Da eine von den Geldtaschen von der Verwaltung des Kongresszentrums stammte, ging ich noch einmal in die Büroräume des Rosengartens. Bei den Personen, die ich kannte, bedankte ich mich für die gute Zusammenarbeit, schüttelte eine Menge von Händen und verließ das Gebäude in dem Bewusstsein, die meisten nie wieder zu sehen. Man war sowieso bereits damit beschäftigt, die nächste Veranstaltung vorzubereiten, PERRY RHODAN war im Rosengarten schon Geschichte.
Noch einmal gingen wir durch die Treppen des Kongresszentrums und die weite Eingangshalle, dann verschwanden wir in der Tiefgarage. Die Rückfahrt nach Karlsruhe, wo wir uns trennten, und später nach Rastatt war wie ein endgültiger Abschied vom Rosengarten.
Die Abrechnungslisten lagen noch in meinem Auto; diese hatte ich nach dem WeltCon nach Hause mitgenommen und würde sie an diesem Tag ins Büro transportieren. Damit konnte dann hoffentlich die Buchhaltung arbeiten.
Am frühen Nachmittag saß ich an meinem Schreibtisch, auf dem nach den WeltCon-Tagen die übliche Arbeit wartete: Mails mussten beantwortet werden, Manuskripte waren abzugeben, Texte hatte ich zu schreiben. Die Kollegen außerhalb unserer Abteilung ließen mich glücklicherweise in Ruhe – offenbar hatte kaum jemand etwas von unserem Jubiläum mitbekommen.
Als ich an diesem Abend aus meinem Büro kam, war ich erschöpft und müde. Und ich behielt in meinem Gedächtnis das Bild, wie ich mit einer Arbeitstasche durch Mannheim fuhr, die randvoll mit Bargeld war ...
Eigentlich war ich am Dienstag, 4. Oktober 2011, völlig erschöpft. Ich hatte den PERRY RHODAN-WeltCon hinter mir, der mich in den Tagen davor sehr gestresst hatte und dessen Höhepunkt das Wochenende gewesen war. Und am Montag, 3. Oktober, hatte ich nicht den Tag der Deutschen Einheit gefeiert und mich gründlich ausgeschlafen, sondern die Chance genutzt, die zahlreichen E-Mails auf meinem Computer zumindest ansatzweise in Angriff zu nehmen.
Eigentlich wäre also der Dienstag ein idealer Tag gewesen, mich auszuruhen und nicht ins Büro zu gehen. Aber die Pflicht ließ das nicht zu, und so fuhr ich an diesem Morgen nicht nach Rastatt, sondern zu einem Einkaufszentrum in Karlsruhe. Dort hatte ich mich mit Sabine Kropp – sie wohnt von mir aus gesehen »hinter Rastatt« – verabredet. Auf dem vereinbarten Parkdeck trafen wir uns, und Sabine ließ dort ihr Auto zurück.
Mit meinem Wagen fuhren wir nach Mannheim, wo wir direkt die Tiefgarage unter dem Kongresszentrum Rosengarten ansteuerten. Nichts erinnerte mehr an den PERRY RHODAN-WeltCon 2011, alle Spuren waren beseitigt; es war, als sei die Veranstaltung nur ein Traum gewesen.
Zuerst steuerten wir die Rezeption des Dorint-Hotels an, das wir am WeltCon-Wochenende mit unseren Gästen so gut wie ausgebucht hatten. Die freundliche Rezeptionistin erinnerte sich an uns, dann kamen wir schnell zu unserem eigentlichen Anliegen.
»Wir müssen zum Safe«, sagte ich und wies auf meine Aktentasche. »Und dann brauchen wir ein Taxi zur Bank.«
Wir holten den Inhalt von zwei Schließfächern aus dem Safe des Hotels und gingen in den Abstellraum neben der Rezeption. Dort sortierten wir das Bargeld in die drei Stapel, die wir vorher definiert hatten: Ein Stapel enthielt die Einnahmen unserer WeltCon-Eintrittskasse, ein Stapel bestand aus den Einnahmen aus der Versteigerung, und ein dritter Stapel umfasste die Barabrechnung, die wir vor Ort mit unseren Partnern von WerkZeugs gemacht hatten.
Während des WeltCons hatte Sabine immer wieder die Tageskasse »abgeschöpft« und die Einnahmen ins Hotel transportiert. Das Kongresszentrum hatte keinen Safe, also musste immer dieser Weg zurückgelegt werden.
Sabine und ich bündelten das Geld, so gut es ging, und stopften es in meine Aktentasche. Es handelte sich um Packen von Zehn-Euro-Scheinen, zahlreichen Zwanzigern und weniger Fünfzigern; kaum vertreten waren größere Scheine. Dazu kamen Berge von Münzgeld, das wir in mitgebrachte Geldtaschen steckten. Danach war meine Aktentasche prallgefüllt.
Sabine und ich sahen uns an und lachten. Es war ein seltsamer Auftrag, den wir uns selbst gestellt hatten: Da der WeltCon an einem Sonntag geendet hatte und der Montag ein Feiertag gewesen war, mussten wir an diesem Dienstag zur Bank gehen. Dort wollten wir das Bargeld einzahlen, damit es auf das Konto des Verlages überwiesen wurde. Das Procedere hatten wir telefonisch mit der entsprechenden Filiale abgesprochen.
»Das sind einige zehntausend Euro«, sagte ich, »damit gehe ich nicht auf die Straße.«
Sabine wollte ebensowenig mit so viel Bargeld durch die Innenstadt von Mannheim spazieren. Es war reine Psychologie: Am Vormittag würde uns niemand in der Fußgängerzone überfallen, das war klar, und zu Fuß waren es nur einige hundert Meter. Aber ich fühlte mich ebenso unwohl wie meine Kollegin. »Wir sind echt Feiglinge«, spottete ich.
Das Hotel hatte bereits ein Taxi bestellt. Der Fahrer wunderte sich ein wenig über unseren Wunsch, brachte uns aber dennoch hin. Im Prinzip fuhr er in einem großen Bogen um die Fußgängerzone herum, bis wir an unserem Ziel waren. Zu Fuß wären wir tatsächlich genauso schnell gewesen.
In der Bank mussten wir warten. Wir waren nicht die einzigen, die Geld einzahlen wollten, und ich ertappte mich bei dem Gedanken, Angst vor Bankräubern zu haben – was ich sonst nie in meinem Leben verspürte. An diesem Tag hätte es sich gelohnt: Nicht nur wir waren mit einer Tasche voller Bargeld da, sondern auch zwei Männer vor uns, die dicke Geldbündel über den Tresen schoben.
Die Zählmaschinen sortierten die Scheine, wir schauten gebannt zu. Danach unterschrieben wir die drei Einzahlungsbelege und waren fertig. Als wir wieder im Freien standen, war ich echt erleichtert. Zurück bummelten wir zu Fuß, aßen unterwegs sogar ein Eis – das Wetter war schön, genauso sonnig wie während des WeltCons.
Da eine von den Geldtaschen von der Verwaltung des Kongresszentrums stammte, ging ich noch einmal in die Büroräume des Rosengartens. Bei den Personen, die ich kannte, bedankte ich mich für die gute Zusammenarbeit, schüttelte eine Menge von Händen und verließ das Gebäude in dem Bewusstsein, die meisten nie wieder zu sehen. Man war sowieso bereits damit beschäftigt, die nächste Veranstaltung vorzubereiten, PERRY RHODAN war im Rosengarten schon Geschichte.
Noch einmal gingen wir durch die Treppen des Kongresszentrums und die weite Eingangshalle, dann verschwanden wir in der Tiefgarage. Die Rückfahrt nach Karlsruhe, wo wir uns trennten, und später nach Rastatt war wie ein endgültiger Abschied vom Rosengarten.
Die Abrechnungslisten lagen noch in meinem Auto; diese hatte ich nach dem WeltCon nach Hause mitgenommen und würde sie an diesem Tag ins Büro transportieren. Damit konnte dann hoffentlich die Buchhaltung arbeiten.
Am frühen Nachmittag saß ich an meinem Schreibtisch, auf dem nach den WeltCon-Tagen die übliche Arbeit wartete: Mails mussten beantwortet werden, Manuskripte waren abzugeben, Texte hatte ich zu schreiben. Die Kollegen außerhalb unserer Abteilung ließen mich glücklicherweise in Ruhe – offenbar hatte kaum jemand etwas von unserem Jubiläum mitbekommen.
Als ich an diesem Abend aus meinem Büro kam, war ich erschöpft und müde. Und ich behielt in meinem Gedächtnis das Bild, wie ich mit einer Arbeitstasche durch Mannheim fuhr, die randvoll mit Bargeld war ...
26 Juni 2014
Ein Neuroversum in der Box
Ich finde es tatsächlich unfassbar, wie sich in den vergangenen Jahren das Programm unseres Hörbuchpartners Eins A Medien ausgeweitet hat. Anfangs wurden PERRY RHODAN-Taschenbücher umgesetzt, eher in Form dramatisierter Hörbücher; dann folgte die Silber Edition, also die Umsetzung der PERRY RHODAN-Silberbände. Als die wöchentlichen Heftromane hinzukamen, gab es einige, die zweifelten: Ob das zu schaffen sei?Eins A Medien hat sich durchgesetzt: durch Qualität und Beharrlichkeit. Und ich freue mich immer wieder, wenn neue Publikationen ins Haus kommen – auch wenn die Downloads schon Wochen und Monate zuvor gelaufen sind, ist es doch ein besonderes Gefühl, eine CD oder CD-Box in der Hand zu halten.
Dieser Tage war's dann die »Neuroversum«-Box drei. Enthalten sind die Episoden 41 bis 60 – das sind die Heftromane 2640 bis 2659 der laufenden PERRY RHODAN-Serie. Anders gesagt bedeutet das, dass man 68 Stunden Hörgenuss auf zehn CDs erhält. Da bin ich einfach ein staunender Fan und finde das sensationell ...
25 Juni 2014
Plutonium Police
In gewisser Weise war man im Erich Pabel Verlag der späten 70er-Jahre sehr weitsichtig: Am 28. April 1978 startete die neue Taschenbuchserie »Plutonium Police«. Eine entsprechende Aktennotiz der hauseigenen Herstellungsleitung informierte darüber am 22. November 1977 – das vierwöchentlich erscheinende Objekt sollte 160 Seiten umfassen und 3,80 Mark kosten.Inhaltlich bot die Serie, die von der »Redaktion München« verantwortet wurde, die auch PERRY RHODAN betreute, spannende Romane zwischen Krimi und Science Fiction. Heute würde man sie womöglich als Techno- oder Wissenschafts-Thriller bezeichnen.
Wie der Titel schon andeutet, ging es stets um Atomkraftwerke, Atomtransporte und andere Themen dieser Art. Entsprechende Angriffe darauf mussten von der genannten Plutonium-Polizei abgewehrt werden ...
24 Juni 2014
Kosmokraten auf französisch
Mit kosmischen Themen beschäftigt sich die PERRY RHODAN-Serie derzeit bei unseren Lesern in Frankreich. Erschienen ist das Taschenbuch mit der Nummer 312, das den Titel »Duel pour un oeil« trägt.
Enthalten sind PERRY RHODAN-Romane, die im deutschsprachigen Raum bereits 1979 in den Handel kamen. In der von Hubert Haensel erstellten Silberband-Ausgabe wurden sie im Hardcover »Das Loch im Universum« zusammengefasst.
Inhaltlich gibt es unterschiedliche Schwerpunkte: Ein gelegentlich durchgeknallter Roboterspezialist spielt ebenso eine Rolle wie Loower und ein Kosmokratenroboter. Ich erinnere mich selbst noch sehr gut an die Zeit, als ich die originalen Romane selbst las – unsere französischen Partner sind jetzt in einer sehr spannenden Phase unserer Serie angelangt.
Enthalten sind PERRY RHODAN-Romane, die im deutschsprachigen Raum bereits 1979 in den Handel kamen. In der von Hubert Haensel erstellten Silberband-Ausgabe wurden sie im Hardcover »Das Loch im Universum« zusammengefasst.
Inhaltlich gibt es unterschiedliche Schwerpunkte: Ein gelegentlich durchgeknallter Roboterspezialist spielt ebenso eine Rolle wie Loower und ein Kosmokratenroboter. Ich erinnere mich selbst noch sehr gut an die Zeit, als ich die originalen Romane selbst las – unsere französischen Partner sind jetzt in einer sehr spannenden Phase unserer Serie angelangt.
23 Juni 2014
Der Wendepunkt ist abgegeben
Am heutigen Montag gab ich ein wichtiges Manuskript in die Setzerei. Wobei diese Formulierung nicht ganz richtig ist: Am heutigen Montag mailte ich eine wichtige Datei in die Repro – so heißt das im Jahr 2014, der Arbeitsablauf ist aber im Prinzip derselbe. Die Redaktion gibt einen fertigen Roman in die herstellerische Weiterverarbeitung.
In diesem Fall handelt es sich um den Band 75 von PERRY RHODAN NEO. Verfasst wurde er von Frank Borsch, dem NEO-Chefautor. Ohne zu sehr in die Details gehen zu wollen, das mache ich schließlich noch an anderer Stelle oft genug, möchte ich mir den Hinweis nicht ersparen, dass es sich bei diesem Roman um einen echten Wendepunkt handelt: Nach vielen Romanen, die auf fernen Planeten spielten, beleuchtet unsere Serie jetzt das Geschehen auf der Erde ...
In diesem Fall handelt es sich um den Band 75 von PERRY RHODAN NEO. Verfasst wurde er von Frank Borsch, dem NEO-Chefautor. Ohne zu sehr in die Details gehen zu wollen, das mache ich schließlich noch an anderer Stelle oft genug, möchte ich mir den Hinweis nicht ersparen, dass es sich bei diesem Roman um einen echten Wendepunkt handelt: Nach vielen Romanen, die auf fernen Planeten spielten, beleuchtet unsere Serie jetzt das Geschehen auf der Erde ...
22 Juni 2014
Vierzig Jahre Christian Montillon
Einen richtig schönen Sonnen-Sonntag hat sich Christian Montillon zu seinem vierzigsten Geburtstag ausgesucht: Heute feiert der PERRY RHODAN-Autor hoffentlich im Kreis seiner Familie, ignoriert weitestgehend die Arbeit und lässt sich von Frau und Kindern und Eltern und Freunden feiern. Ich freue mich für Christian, und ich wünsche ihm auf diese Weise alles Gute und Liebe.
Der PERRY RHODAN-Autor hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Autoren unserer Serie entwickelt. Zusammen mit Wim Vandemaan ist er seit Band 2700 für die Exposés verantwortlich – und er findet dennoch Zeit, spannende Einzelromane zu schreiben, die immer wieder die Leser begeistern. Das ist eine enorme Leistung, die man als Außenstehender kaum ermessen kann.
Alles Gute zum »runden« Geburtstag, mein lieber Christian!
19 Juni 2014
Ruhige Lektüre
Am heutigen Tag lasse ich es sehr ruhig angehen: Es ist Sommer, die Luft ist warm, und bei uns auf dem Balkon ist es ausgesprochen schön. Ein optimaler Tag also, um PERRY RHODAN-Manuskripte durchzuarbeiten – vor allem, wenn diese von den Exposéautoren stammen.
Den Anfang machte Christian Montillon, der terminlich sehr knapp dran ist. Bei ihm spielt Gucky eine wesentliche Rolle; das hat mir schon einmal gut gefallen. Dann kommt Wim Vandemaan, der unglaublich früh dran ist mit seinem Roman – und er geht selbstverständlich in eine ganz andere Richtung. Ein schöner Kontrast, und das hat mir bei PERRY RHODAN schon immer gefallen.
Den Anfang machte Christian Montillon, der terminlich sehr knapp dran ist. Bei ihm spielt Gucky eine wesentliche Rolle; das hat mir schon einmal gut gefallen. Dann kommt Wim Vandemaan, der unglaublich früh dran ist mit seinem Roman – und er geht selbstverständlich in eine ganz andere Richtung. Ein schöner Kontrast, und das hat mir bei PERRY RHODAN schon immer gefallen.
18 Juni 2014
Der Tamaron kommt
Ein Roman, auf dessen Erscheinen ich mich schon seit gut einem Jahr freue, kommt rund in einer Woche in den Handel. Es ist »Der Tamaron« von Gisbert Haefs, der zweite Gastroman in Folge also – und geziert wird er von einer phantastischen Titelgrafik, die Dirk Schulz beigesteuert hat. Die Zusammenarbeit mit dem Autor war sehr angenehm, der Roman hat mir sehr gut gefallen – jetzt bin ich natürlich neugierig auf die Reaktionen der Leser und Hörer.
Haefs ist ein hervorragender Erzähler; ich kenne von ihm historische Romane, Krimis und Science Fiction. Er versteht es auch, dem PERRY RHODAN-Universum seinen ganz persönlichen Stempel aufzudrücken. Dass der PERRY RHODAN-Band 2758 darüber hinaus eine Reihe weiterer Besonderheiten aufweist – eine STELLARIS-Kurzgeschichte etwa und ein Rainer-Castor-Jubiläum – kommt übrigens noch hinzu.
Haefs ist ein hervorragender Erzähler; ich kenne von ihm historische Romane, Krimis und Science Fiction. Er versteht es auch, dem PERRY RHODAN-Universum seinen ganz persönlichen Stempel aufzudrücken. Dass der PERRY RHODAN-Band 2758 darüber hinaus eine Reihe weiterer Besonderheiten aufweist – eine STELLARIS-Kurzgeschichte etwa und ein Rainer-Castor-Jubiläum – kommt übrigens noch hinzu.
17 Juni 2014
Special für Erlangen
Am Wochenende wird in der schönen Stadt Erlangen zum wiederholten Mal der Comic-Salon veranstaltet. Wieder einmal schaffe ich es nicht, ihn zu besuchen – PERRY RHODAN wird aber durch meinen Kollegen Klaus Bollhöfener vertreten. Und die Aktivisten der Alligator Farm sorgen ebenfalls dafür, dass die Serie in Comic-Form präsent ist.
Was mir besonders gut gefällt: In einer limitierten Auflage haben die Alligatoren eine Sonderausgabe ihres »Perry«-Heftes produziert. Es gibt sie nur auf dem Comic-Salon 2014 – ein Grund, auf den Salon zu fahren.
Mir hat die zwanzig Seiten umfassende Comic-Sammlung gut gefallen, es ist ein gelungener Mix aus verschiedenen Stilrichtungen. Eine gelungene Aktion, die hoffentlich in Erlangen viele Freunde finden wird ...
Was mir besonders gut gefällt: In einer limitierten Auflage haben die Alligatoren eine Sonderausgabe ihres »Perry«-Heftes produziert. Es gibt sie nur auf dem Comic-Salon 2014 – ein Grund, auf den Salon zu fahren.
Mir hat die zwanzig Seiten umfassende Comic-Sammlung gut gefallen, es ist ein gelungener Mix aus verschiedenen Stilrichtungen. Eine gelungene Aktion, die hoffentlich in Erlangen viele Freunde finden wird ...
16 Juni 2014
Woche der besonderen Romane
Das haben wir ja toll hinbekommen ... In dieser Woche erscheinen gleich drei Romane, die auf ihre Weise aus dem Rahmen fallen und etwas besonderes sind. Von allen habe ich bereits die Belegexemplare auf dem Tisch und erfreue mich ihrer.
Der NEO-Band 72 beispielsweise ist der erste NEO-Band, der von zwei Autoren verfasst worden ist. Mit »Epetrans Vermächtnis« schließen Robert Corvus und Oliver Plaschka die laufende Epetran-Staffel ab.
Aus dem Rahmen des »Gewöhnlichen« fällt auch der Band 2757 der laufenden Erstauflage. Er stammt von Tanja Kinkel, trägt den Titel »Das Sorgenkind« und präsentiert sowohl eine ungewöhnliche Hauptfigur als auch eine ungewöhnliche Gastautorin.
Und dann noch der erste Roman unserer neuen Miniserie PERRY RHODAN-Stardust. Uwe Anton schrieb »Die neue Menschheit« – und damit startet ein zwölf Romane umfassendes Science-Fiction-Abenteuer.
Mit der Romanflut in dieser Woche bin ich sehr zufrieden. Ich hoffe, dass es die Leser ebenfalls sind ...
Der NEO-Band 72 beispielsweise ist der erste NEO-Band, der von zwei Autoren verfasst worden ist. Mit »Epetrans Vermächtnis« schließen Robert Corvus und Oliver Plaschka die laufende Epetran-Staffel ab.
Aus dem Rahmen des »Gewöhnlichen« fällt auch der Band 2757 der laufenden Erstauflage. Er stammt von Tanja Kinkel, trägt den Titel »Das Sorgenkind« und präsentiert sowohl eine ungewöhnliche Hauptfigur als auch eine ungewöhnliche Gastautorin.
Und dann noch der erste Roman unserer neuen Miniserie PERRY RHODAN-Stardust. Uwe Anton schrieb »Die neue Menschheit« – und damit startet ein zwölf Romane umfassendes Science-Fiction-Abenteuer.
Mit der Romanflut in dieser Woche bin ich sehr zufrieden. Ich hoffe, dass es die Leser ebenfalls sind ...
15 Juni 2014
Fleißiger Autor
Heute blicke ich kurz auf den Freitag zurück – dass es ein dreizehnter sein würde, war mir vorher gar nicht bewusst. Ein Unglückstag wurde es nicht: Uwe Anton kam mit der Bahn an, und er war auf die Minute pünktlich. Der gut gelaunte Autor, der einen schicken Anzug trug, hatte den Auftrag, weit über eintausend Romane unserer neuen Serie PERRY RHODAN-Stardust zu signieren.
Das tat er dann auch. Zuerst platzierten wir Uwe Anton in einem Bereich der Druckerei, später saß er im Besprechungsraum – damit die Kollegen in Lager und Druckerei nicht die ganze Zeit um ihn herumarbeiten mussten. Und er signierte ... Stapel um Stapel wurde abgearbeitet, Karton um Karton geleert. Abschließend war er nassgeschwitzt; angesichts der sommerlichen Temperaturen kein Wunder.
Aber es schien ihm Spaß zu machen. Der PERRY RHODAN-Autor wirkte stets sehr »aufgeräumt«, und wenn wir zwischendurch über allerlei Themen sprachen, wirkte er sehr positiv. Sehr schön!
Das tat er dann auch. Zuerst platzierten wir Uwe Anton in einem Bereich der Druckerei, später saß er im Besprechungsraum – damit die Kollegen in Lager und Druckerei nicht die ganze Zeit um ihn herumarbeiten mussten. Und er signierte ... Stapel um Stapel wurde abgearbeitet, Karton um Karton geleert. Abschließend war er nassgeschwitzt; angesichts der sommerlichen Temperaturen kein Wunder.
Aber es schien ihm Spaß zu machen. Der PERRY RHODAN-Autor wirkte stets sehr »aufgeräumt«, und wenn wir zwischendurch über allerlei Themen sprachen, wirkte er sehr positiv. Sehr schön!
14 Juni 2014
PERRY RHODAN-Kommentare
Als ich mit der PERRY RHODAN-Lektüre anfing – damals, in den 70er-Jahren – zählten die PERRY RHODAN-Computer von Kurt Mahr für mich ebenfalls zu Höhepunkten des Heftes; sie regten bei mir Spekulationen an und vertieften vorhandene Kenntnisse. Seit vielen Jahren haben wir den PERRY RHODAN-Kommentar, der von Rainer Castor gestaltet wird – übrigens demnächst mit einem Jubiläum! –, und selbstverständlich ist Rainer Castor ein anderer Charakter als Kurt Mahr und legt deshalb andere Schwerpunkte.
Manche von Rainer Castors PERRY RHODAN-Kommentaren beschäftigen sich intensiv mit Raumschiffen und ihrer Technik, manche gehen auf historische Details des PERRY RHODAN-Universums ein oder stellen Zusammenhänge vor, die auch ein Leser, der intensiv liest, nach einigen Jahren vergessen haben dürfte. Zumindest ich habe bei der Lektüre der PERRY RHODAN-Kommentare immer wieder einen »Aha«-Effekt, komme ins Staunen und Nachdenken.
Das mag ich.
Manche von Rainer Castors PERRY RHODAN-Kommentaren beschäftigen sich intensiv mit Raumschiffen und ihrer Technik, manche gehen auf historische Details des PERRY RHODAN-Universums ein oder stellen Zusammenhänge vor, die auch ein Leser, der intensiv liest, nach einigen Jahren vergessen haben dürfte. Zumindest ich habe bei der Lektüre der PERRY RHODAN-Kommentare immer wieder einen »Aha«-Effekt, komme ins Staunen und Nachdenken.
Das mag ich.
13 Juni 2014
Gastautoren im laufenden Zyklus
Die Frage nach den Stamm- und den Gastautoren im laufenden PERRY RHODAN-Zyklus stellt sich in den vergangenen Monaten mancher Leser, und ich kann sie verstehen. Ich sage es ehrlich: Wir haben eine Reihe von zusätzlichen Serien, die Kräfte binden – was dazu führt, dass einige Autoren derzeit wenig Zeit für die Erstauflage haben. Frank Borsch ist mit PERRY RHODAN NEO ausgelastet, Uwe Anton kümmert sich gerade sehr um PERRY RHODAN-Stardust.
Andere Autoren haben eigene Projekte, schreiben Romane für andere Verlage oder müssen sich zwischendurch um private Probleme kümmern. Das alles führt dazu, dass manche Teamautoren weniger schreiben. Zum Ausgleich gibt es aber Gastautoren, die unsere Serie bereichern – ich finde, dass beispielsweise Tanja Kinkel und Gisbert Haefs sehr interessante Blicke auf das Perryversum werfen.
Andere Autoren haben eigene Projekte, schreiben Romane für andere Verlage oder müssen sich zwischendurch um private Probleme kümmern. Das alles führt dazu, dass manche Teamautoren weniger schreiben. Zum Ausgleich gibt es aber Gastautoren, die unsere Serie bereichern – ich finde, dass beispielsweise Tanja Kinkel und Gisbert Haefs sehr interessante Blicke auf das Perryversum werfen.
12 Juni 2014
Unternehmen Stardust detailliert
Auf die Internetseite mit dem hübschen Namen »Unternehmen Stardust« stieß ich aus Zufall; ich fand sie aber höchst interessant. Es geht auf dieser Seite tatsächlich um die Unterschiede zwischen dem Originalroman von 1961 – Band eins von PERRY RHODAN – und dem Neudruck von 1988, der damals dem Band 1400 kostenlos beigelegt wurde.
An den zwei Versionen von »Unternehmen Stardust«, die von vielen Fans verwechselt werden, gibt es mehrere eindeutig feststellbare Unterschiede. Reinhard Peter nennt die sieben Merkmale, verweist auf dieser Seite aber auch auf weitere Details zum ersten PERRY RHODAN-Romane und seinen mehrfachen Nachdrucken. Alles in allem eine schöne »kleine« Seite mit vielen Links zu weiteren Seiten, die Anlass zum »Stöbern« bietet.
An den zwei Versionen von »Unternehmen Stardust«, die von vielen Fans verwechselt werden, gibt es mehrere eindeutig feststellbare Unterschiede. Reinhard Peter nennt die sieben Merkmale, verweist auf dieser Seite aber auch auf weitere Details zum ersten PERRY RHODAN-Romane und seinen mehrfachen Nachdrucken. Alles in allem eine schöne »kleine« Seite mit vielen Links zu weiteren Seiten, die Anlass zum »Stöbern« bietet.
11 Juni 2014
Feuerwerk im Internet
Als »Feuerwerk im Internet« kündigte Eckhard Schwettmann – als PERRY RHODAN-Kommunikation – im Dezember 1996 eine besondere Aktion an: Am 31. Dezember 1996 startete die »erste interaktive Science Fiction-Fortsetzungsgeschichte im Internet«. Gemeint war der Roman »Die Galaktische Kreuzfahrt« von Peter Terrid, der von den Kollegen unserer Internet-Agentur Trilobit für die PERRY RHODAN-Seite umgesetzt wurde.
Das besondere daran: »Schon vor dem Start kann sich jeder mit dem Raumschiff und den Passagieren bekanntmachen.« Wer wollte, konnte aktiv über »das Schicksal von Kapitän Gharun Ferdinho und seinen Passagieren« mit entscheiden.
Die Aktion wurde im Januar 1997 sehr gut angekommen. Damit lieferten die Internet-Seiten von PERRY RHODAN, die erst ein Jahr zuvor überhaupt gestarteten waren, einen echten Höhepunkt – der auch außerhalb der Fan-Szene wahrgenommen und positiv besprochen wurde.
Das besondere daran: »Schon vor dem Start kann sich jeder mit dem Raumschiff und den Passagieren bekanntmachen.« Wer wollte, konnte aktiv über »das Schicksal von Kapitän Gharun Ferdinho und seinen Passagieren« mit entscheiden.
Die Aktion wurde im Januar 1997 sehr gut angekommen. Damit lieferten die Internet-Seiten von PERRY RHODAN, die erst ein Jahr zuvor überhaupt gestarteten waren, einen echten Höhepunkt – der auch außerhalb der Fan-Szene wahrgenommen und positiv besprochen wurde.
10 Juni 2014
Ein Doppelband von zwei Autoren
Ein Logbuch der Redaktion
Doppel- oder gar Mehrfachbände sind bei PERRY RHODAN eine gute alte Tradition. Schon in den frühen Jahren der Serie kam das vor, und in der Vergangenheit haben wir das immer wieder gerne gemacht. Die Gründe dafür liegen auf der Hand.
Wenn ein Autor – oder eine Autorin – sich bereits in das Thema eingearbeitet hat, fällt es normalerweise nicht schwer, das Thema in einem weiteren Band zu vertiefen. Faszinierende Völker und interessante Figuren können so besser präsentiert werden. Die Leser mögen solche Themen, weil das PERRY RHODAN-Universum auf diese Weise ausgeweitet wird – selbstverständlich müssen die Romane entsprechend spannend sein.
Bei P
ERRY
RHODAN NEO hatten wir bislang keine Doppelbände. Ein NEO-Roman hat fast
den doppelten Umfang eines regulären PERRY RHODAN-Romans, der Aufwand
ist also viel größer. Angesichts des Termindrucks – immerhin muss alle
zwei Wochen ein NEO-Band erscheinen – ist es einem Autor so gut wie
unmöglich, zwei Romane in vergleichsweise knapper Zeit zu schreiben.
Anders ist es allerdings, wenn die zwei Romane von zwei Autoren geschrieben werden. Aus diesem Grund erscheinen demnächst zwei besondere NEO-Romane: Robert Corvus und Oliver Plaschka zeichnen gemeinsam für die Bände 72 und 73 verantwortlich. Ich überlasse es dann anschließend den Lesern, genau zu bestimmen, wer denn welchen Teil des jeweiligen Bandes verfasst hat – meiner Ansicht nach lässt sich das gut herausfinden, aber ...
Am 20. Juni 2014 kommt bereits Band 72 in den Handel, der den Titel »Epetrans Vermächtnis« trägt. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. In der Handlungsgegenwart steht unter anderem Perry Rhodan selbst im Zentrum, der auf seinen wohl gefährlichsten Gegenspieler treffen könnte – den Regenten selbst. Auf dem Weg zum Herrscher des Arkon-Imperiums stößt er jedoch auf Verbündete, mit denen er nicht rechnen konnte: Es sind Ilts, die auf geheimnisvolle Weise auch im Arkonsystem anzutreffen sind.
In einer zweiten Handlungsebene wird die Vergangenheit beleuchtet: Wer war eigentlich Epetran, und wie kam der arkonidische Wissenschaftler auf seine Ideen, die bis heute die Welten der Arkoniden beeinflussen?
Das
spannende Geschehen wird mit Band 73 fortgesetzt, der am 4. Juli 2014
in den Handel kommt und den eindeutigen Titel »Die Elysische Welt«
trägt. Oliver Plaschka und Robert Corvus erzählen auch in diesem Band
auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen: in der Vergangenheit des
Arkon-Imperiums und der Gegenwart von Perry Rhodans Geschichte. Der
Terraner stößt endlich auf den Regenten, und es kommt zu einem Duell auf
der geheimnisvollen Elysischen Welt.
Darüber hinaus verraten die Autoren einige Hintergründe zu dem Ringen, das offenbar überall in der Galaxis läuft, sowie zu dem Regenten. Dieser ist – wie schon seit einiger Zeit gemutmaßt wird – nämlich gar kein Arkonide und hat sich den Herrscherthron mit unlauteren Mitteln angeeignet. Doch was wirklich hinter all seinen Taten steckt, darüber berichtet erstmals Band 73.
Beide Romane haben mir bei der Lektüre viel Spaß bereitet. Sie schließen zudem eine Zwölfer-Staffel ab und eröffnen eine neue Staffel – sie sind gewissermaßen übergreifend. Beide Romane legen durch die in ihnen erzählten Geschichten den Grundstein für die weitere Entwicklung von PERRY RHODAN NEO.
Doppel- oder gar Mehrfachbände sind bei PERRY RHODAN eine gute alte Tradition. Schon in den frühen Jahren der Serie kam das vor, und in der Vergangenheit haben wir das immer wieder gerne gemacht. Die Gründe dafür liegen auf der Hand.
Wenn ein Autor – oder eine Autorin – sich bereits in das Thema eingearbeitet hat, fällt es normalerweise nicht schwer, das Thema in einem weiteren Band zu vertiefen. Faszinierende Völker und interessante Figuren können so besser präsentiert werden. Die Leser mögen solche Themen, weil das PERRY RHODAN-Universum auf diese Weise ausgeweitet wird – selbstverständlich müssen die Romane entsprechend spannend sein.
Bei P
ERRY
RHODAN NEO hatten wir bislang keine Doppelbände. Ein NEO-Roman hat fast
den doppelten Umfang eines regulären PERRY RHODAN-Romans, der Aufwand
ist also viel größer. Angesichts des Termindrucks – immerhin muss alle
zwei Wochen ein NEO-Band erscheinen – ist es einem Autor so gut wie
unmöglich, zwei Romane in vergleichsweise knapper Zeit zu schreiben.Anders ist es allerdings, wenn die zwei Romane von zwei Autoren geschrieben werden. Aus diesem Grund erscheinen demnächst zwei besondere NEO-Romane: Robert Corvus und Oliver Plaschka zeichnen gemeinsam für die Bände 72 und 73 verantwortlich. Ich überlasse es dann anschließend den Lesern, genau zu bestimmen, wer denn welchen Teil des jeweiligen Bandes verfasst hat – meiner Ansicht nach lässt sich das gut herausfinden, aber ...
Am 20. Juni 2014 kommt bereits Band 72 in den Handel, der den Titel »Epetrans Vermächtnis« trägt. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. In der Handlungsgegenwart steht unter anderem Perry Rhodan selbst im Zentrum, der auf seinen wohl gefährlichsten Gegenspieler treffen könnte – den Regenten selbst. Auf dem Weg zum Herrscher des Arkon-Imperiums stößt er jedoch auf Verbündete, mit denen er nicht rechnen konnte: Es sind Ilts, die auf geheimnisvolle Weise auch im Arkonsystem anzutreffen sind.
In einer zweiten Handlungsebene wird die Vergangenheit beleuchtet: Wer war eigentlich Epetran, und wie kam der arkonidische Wissenschaftler auf seine Ideen, die bis heute die Welten der Arkoniden beeinflussen?
Das
spannende Geschehen wird mit Band 73 fortgesetzt, der am 4. Juli 2014
in den Handel kommt und den eindeutigen Titel »Die Elysische Welt«
trägt. Oliver Plaschka und Robert Corvus erzählen auch in diesem Band
auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen: in der Vergangenheit des
Arkon-Imperiums und der Gegenwart von Perry Rhodans Geschichte. Der
Terraner stößt endlich auf den Regenten, und es kommt zu einem Duell auf
der geheimnisvollen Elysischen Welt. Darüber hinaus verraten die Autoren einige Hintergründe zu dem Ringen, das offenbar überall in der Galaxis läuft, sowie zu dem Regenten. Dieser ist – wie schon seit einiger Zeit gemutmaßt wird – nämlich gar kein Arkonide und hat sich den Herrscherthron mit unlauteren Mitteln angeeignet. Doch was wirklich hinter all seinen Taten steckt, darüber berichtet erstmals Band 73.
Beide Romane haben mir bei der Lektüre viel Spaß bereitet. Sie schließen zudem eine Zwölfer-Staffel ab und eröffnen eine neue Staffel – sie sind gewissermaßen übergreifend. Beide Romane legen durch die in ihnen erzählten Geschichten den Grundstein für die weitere Entwicklung von PERRY RHODAN NEO.
09 Juni 2014
Corona wird 300
Ich weiß gar nicht mehr, wann ich zum ersten Mal das »Corona Magazine« gelesen habe. Es ist einige Jahre her – und seither habe ich es abonniert. In regelmäßigen Abständen flattert mir der Newsletter in die Mailbox, den ich mir stets anschaue.
Ich würde allerdings lügen, wenn ich behaupten würde, jedes Mal alles zu lesen, was mir die Redaktion anbietet. Aber normalerweise klicke ich den entsprechenden Link im Newsletter an, schaue mir die Seiten an und lese den einen oder anderen Artikel – und erfreue mich der aktuellen Informationen und des aktuellen Tratsch aus der weiten Media-Welt.
Besonders gefällt mir natürlich, wenn es um PERRY RHODAN geht; beispielsweise in der aktuellen Ausgabe 300. Das ist die Jubiläumsausgabe des »Corona Magazines«, und zu diesem Jubiläum möchte ich herzlich gratulieren. Klasse gemacht!
Ich würde allerdings lügen, wenn ich behaupten würde, jedes Mal alles zu lesen, was mir die Redaktion anbietet. Aber normalerweise klicke ich den entsprechenden Link im Newsletter an, schaue mir die Seiten an und lese den einen oder anderen Artikel – und erfreue mich der aktuellen Informationen und des aktuellen Tratsch aus der weiten Media-Welt.
Besonders gefällt mir natürlich, wenn es um PERRY RHODAN geht; beispielsweise in der aktuellen Ausgabe 300. Das ist die Jubiläumsausgabe des »Corona Magazines«, und zu diesem Jubiläum möchte ich herzlich gratulieren. Klasse gemacht!
08 Juni 2014
Alles Gute, Mister Rhodan!
Am 8. Juni 1936 wurde – in einer parallelen Welt natürlich nur – ein Mann geboren, der die Menschheit einen und zu den Sternen führen sollte. Die Rede ist von Perry Rhodan, der in einer kleinen Stadt an der amerikanischen Ostküste das Licht der Welt erblickte. Gäbe es ihn in unserer Welt auch, würde man diesen Tag heute sicher sehr positiv betrachten.
Ich erinnere mich noch gut an einen Con, den die Fans aus München veranstalteten – damals wurde ebenfalls der Geburtstag von Herrn Rhodan gefeiert. Vielleicht sollten wir das zu einer guten Tradition machen: PERRY RHODAN-Fans feiern am 8. Juni ... ich fände das schön und werde heute abend ein Glas Sommer-Weißwein auf den Major der US Space Force trinken.
Ich erinnere mich noch gut an einen Con, den die Fans aus München veranstalteten – damals wurde ebenfalls der Geburtstag von Herrn Rhodan gefeiert. Vielleicht sollten wir das zu einer guten Tradition machen: PERRY RHODAN-Fans feiern am 8. Juni ... ich fände das schön und werde heute abend ein Glas Sommer-Weißwein auf den Major der US Space Force trinken.
07 Juni 2014
Gastsprecher und Hörbücher
Seit Eins A Medien mit den PERRY RHODAN-Hörbüchern einen so großen Erfolg erzielt, hat sich eine Reihe von Sprechern als PERRY RHODAN-Team herausgebildet. Josef Tratnik, der die klassischen Silberbände spricht, hat längst eine Reihe von jüngeren Kollegen an der Seite, die beispielsweise die wöchentlichen Heftromane oder die neueren Silberbände einlesen.
Es ist selbstverständlich allein unseren Partnern von Eins A Medien überlassen, die Sprecher zu bestimmen und sie mit entsprechenden Aufträgen zu versorgen. In solchen Fragen würde ich ihnen nie »reinreden«.
Die Anregung mit den Gastsprechern, die ich aus dem Forum erhalten habe, werde ich aber gern weiterleiten: Gastsprecher aus den Reihen der PERRY RHODAN-Autoren wären etwas besonderes, und das könnte durchaus zusätzliche Hörerinnen und Hörer aktivieren. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass der Aufwand deutlich höher wäre als beim bisherigen System – aber auch das wäre letztlich dann eine Aufgabe für Eins A Medien.
Es ist selbstverständlich allein unseren Partnern von Eins A Medien überlassen, die Sprecher zu bestimmen und sie mit entsprechenden Aufträgen zu versorgen. In solchen Fragen würde ich ihnen nie »reinreden«.
Die Anregung mit den Gastsprechern, die ich aus dem Forum erhalten habe, werde ich aber gern weiterleiten: Gastsprecher aus den Reihen der PERRY RHODAN-Autoren wären etwas besonderes, und das könnte durchaus zusätzliche Hörerinnen und Hörer aktivieren. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass der Aufwand deutlich höher wäre als beim bisherigen System – aber auch das wäre letztlich dann eine Aufgabe für Eins A Medien.
06 Juni 2014
Die Space-Thriller für China
Im Jahr 1998 sah es so aus, als würde der Sino-Europäische Kultur-Verlag – die Schreibweise ist so richtig – zu einem sehr wichtigen Partner für die PERRY RHODAN-Redaktion. Zumindest wurde eine Reihe von Verträgen abgeschlossen. Mit den Silberbänden ging es gut voran, hier erschienen sogar die ersten Ausgaben in Form von Paperbacks.
Bei den Space-Thrillern sah es ebenfalls gut aus. Im Sommer 1998 wurde ein Vertrag über alle vier Bände unterschrieben, am 30. September 1998 stellte die Buchhaltung eine Rechnung aus, und das Honorar wurde tatsächlich überwiesen. So konnten sich der Verlag sowie die Autoren über eine kleine zusätzliche Einnahme freuen.
Ob die Bücher jemals gedruckt wurden, weiß keiner. Belegexemplare kamen keine im Verlag an. Und der Partnerverlag löste sich irgendwann auch spurlos auf ...
Bei den Space-Thrillern sah es ebenfalls gut aus. Im Sommer 1998 wurde ein Vertrag über alle vier Bände unterschrieben, am 30. September 1998 stellte die Buchhaltung eine Rechnung aus, und das Honorar wurde tatsächlich überwiesen. So konnten sich der Verlag sowie die Autoren über eine kleine zusätzliche Einnahme freuen.
Ob die Bücher jemals gedruckt wurden, weiß keiner. Belegexemplare kamen keine im Verlag an. Und der Partnerverlag löste sich irgendwann auch spurlos auf ...
05 Juni 2014
Stardust-Twittagessen
Relativ spontan traf ich mich heute zum Mittagessen mit einem Autor, der für PERRY RHODAN-Stardust einen Roman schreiben wird und der praktischerweise »bei mir ums Eck« wohnt. Gemeint ist Andreas Suchanek, der mit Beiträgen zu Heftromanserien des Bastei-Verlags und eigene Science-Fiction-Serien im E-Book-Sektor auf sich aufmerksam gemacht hat.
Beim Mittagessen besprachen wir unter anderem aktuelle Aktivitäten rings um PERRY RHODAN-Stardust, unsere Überlegungen zur Twitter-Kampagne sowie allerlei Projekte im Print- und Digital-Bereich. Wir stellten fest: An Ideen mangelt's selten, es ist meist eher eine Frage der Umsetzung. Und jetzt müssen wir eben schauen, was wir alles verwirklichen können ...
Beim Mittagessen besprachen wir unter anderem aktuelle Aktivitäten rings um PERRY RHODAN-Stardust, unsere Überlegungen zur Twitter-Kampagne sowie allerlei Projekte im Print- und Digital-Bereich. Wir stellten fest: An Ideen mangelt's selten, es ist meist eher eine Frage der Umsetzung. Und jetzt müssen wir eben schauen, was wir alles verwirklichen können ...
04 Juni 2014
Hartes Dagor-Duell
Wenn es bei der Beschreibung eines Romans heißt, in diesem gäbe es ein »Duell«, sind nicht immer körperliche Auseinandersetzungen gemeint. Oftmals handelt es sich um Auseinandersetzungen psychologischer oder intellektueller Art.Ganz anders in PERRY RHODAN NEO 71, der dieser Tage erscheint: Christian Montillon schildert in »Die Kriegswelt« unter anderem ein knallhartes Dagor-Duell, das große Auswirkungen mit sich bringt.
Dagor ist die arkonidische Kampfschule; selbstverständlich gibt es Dagor sowohl im »klassischen« PERRY RHODAN als auch bei PERRY RHODAN NEO. Und wenn Atlan ein Dagor-Großmeister ersten Ranges ist, muss er selbstverständlich auf einen Gegner treffen, der – oder die – ihm mindestens ebenbürtig ist. Mir hat das bei der Lektüre des Romans sehr gefallen.
03 Juni 2014
Streit um Prozente
Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«
Am Montag, 9. Mai 2005, war der schleichende Konflikt zwischen dem Buchverlag und der PERRY RHODAN-Redaktion kurz davor, ein echter Streit zu werden. Das erwies sich bei einem Gespräch, das ich mit der Verlagsleiterin führte. Am Vormittag stand sie auf einmal in meinem Büro und stellte mich zur Rede.
Ich war in der Woche zuvor in Augsburg gewesen und hatte dort den Weltbild-Verlag besucht. Dort hatte ich verschiedene Buchreihen vorgestellt – ich hatte das sowohl vor als auch nach meinem Besuch offen im Verlag kommuniziert und aus meiner Dienstreise kein Geheimnis gemacht. Meine Reise wurde allerdings nicht als positiv für den gesamten Verlag betrachtet, sondern als ein »Wildern in unseren Gefilden«.
Unter anderem hatten sich angeblich einige Lektoren bei der Verlagsleiterin beschwert. »Der Herr Frick will jetzt auch Bücher machen«, habe man ihr erzählt, und das gehe doch nicht. Ich verwies vorsichtig darauf, dass ich seit 1992 im Verlag sei und seitdem jedes Jahr vier PERRY RHODAN-Bücher mitproduziert habe. Ebenso wies ich darauf hin, dass wir mit Weltbild bereits drei Serien mit mehr als 60 Hardcover-Bänden verwirklicht hätten: die DRAGON-Ausgabe in den späten 90er-Jahren, eine MYTHOR- und eine PERRY RHODAN-Serie in den Nuller-Jahren.
Als wichtiger erwies sich aber schnell ein ganz anderer Vorwurf. Man habe ihr, also der Verlagsleiterin, in einem Vier-Augen-Gespräch eine Aussage von mir mitgeteilt. Ich hätte bei einer Unterhaltung mit Kollegen aus dem Buchverlag gesagt, eventuelle Gewinne aus diesen Arbeiten seien doch bitteschön der Redaktion PERRY RHODAN zuzuschlagen und nicht dem Buchverlag.
Das sah die Verlagsleiterin anders: Es handle sich um Bücher, also sei der Gewinn auf das Konto des Buchverlags zu buchen und nicht auf das Konto der Redaktion. Ansonsten sollte ich doch die jeweiligen Aufträge – etwa von Bertelsmann oder anderen Partnern – abgeben und die Kollegen des Buchverlags umsetzen lassen.
Dass ich in diesem Augenblick nicht platzte, war wohl dem Umstand zuzuschreiben, dass ich ein langes Wochenende hinter mir hatte und keine Lust hatte, mich zu streiten. So ruhig wie möglich versuchte ich, die Sachlage darzustellen. Bisher gehe es doch sowieso nicht darum, irgendwelche Gelder zu verteilen. »Wir reden über das Fell eines Bären, den es gar nicht gibt«, versuchte ich meinen Standpunkt klarzumachen.
Ich hatte dem Weltbild-Verlag nämlich Serien und Reihen angeboten, die man neu schreiben müsste. Beispielsweise dachte ich zu diesem Zeitpunkt an eine Fantasy-Serie, die sich an ein vorrangig weibliches Publikum richten sollte, oder an moderne Krimis mit einem Schuss Humor. Das alles waren in der Tat keine PERRY RHODAN-Themen, aber es war nun mal Tatsache, dass ich die Projektverantwortlichen bei Weltbild kannte, während die Kollegen aus dem Buchverlag keine direkten Kontakte besaßen.
Die Diskussion sei eigentlich müßig, so meine Sicht der Dinge, denn bisher gebe es nur Konzepte von mir – mehr nicht. Und es sei so, dass solche Konzepte nur dann umgesetzt werden konnten, wenn wir von der PERRY RHODAN-Redaktion dies gewissermaßen in unbezahlten Überstunden erledigten.
»Das machen Frau Kropp und ich deshalb, weil's uns Spaß macht und weil wir sowieso einen guten Draht zu den Autoren haben«, argumentierte ich. Mit einem zusätzlichen Gehalt könnten wir nicht rechnen, also sei es wohl korrekt, dass zumindest die Abteilung von unserer Arbeit profitiere – und nicht die Leute, die damit nicht das Geringste zu tun hätten.
»Aber wir sind doch ein Verlag«, argumentierte sie. »Die Erlöse landen letztlich in einem gemeinsamen Verlag.« Ich blieb ruhig: »Wenn es denn so ist, warum wollen dann gewisse Leute, dass die zu erwartenden Erlöse ausgerechnet ihnen persönlich gutgeschrieben werden?«
Der Vertrieb habe mit den Büchern nichts zu tun. Der Plan war, eine Lizenzvereinbarung zu finden; niemand vom Vertrieb würde auch nur einen Handstreich für das Projekt tun. Falls es denn überhaupt zustande komme ... Das Gespräch ging eine ganze Weile hin und her, es war eher unergiebig.
Die Verlagsleiterin beharrte auf ihrem Standpunkt, ich blieb stur bei meinem. Sie meinte, die Buchideen, die ich Weltbild präsentiert habe, könnte doch »jeder Lektor im Buchverlag« machen. Ich konterte, dass solche Ideen aber in den vergangenen Jahren nie aus dem Buchverlag gekommen seien, sondern immer nur von uns. Wir schieden beide frustriert und genervt voneinander – aber immerhin hatten wir uns nicht angeschrien.
Mit Sabine Kropp besprach ich mich später intern. Sollten wir es wirklich auf eine Kraftprobe ankommen lassen, waren uns mögliche neue Bücher so viel Wert? Wahrscheinlich war es sinnvoller, sich jeglichen Gedanken an zusätzliche Reihen oder Serien aus dem Kopf zu schlagen und mehr Energie in PERRY RHODAN-Sonderreihen zu setzen. Wir entschieden an diesem Vormittag nichts, sondern entschlossen uns, das Thema bei Gelegenheit weiter zu diskutieren – erst einmal ging die laufende Arbeit vor.
Interessanterweise hatte ich an diesem Tag noch ein zweites Gespräch mit dem Buchverlag, in diesem Fall mit der Herstellung. Man könnte Kosten einsparen, indem man zwei Bücher gleichzeitig drucken würde – ob die Redaktion und der Autor in der Lage seien, eine solche Änderung der Produktion entsprechend umzusetzen? Auch hier galt: Ich entschloss gar nichts, sondern nahm mir vor, das Thema erst einmal intern in der Abteilung und dann mit Hubert Haensel als Bearbeiter zu besprechen. Gut Ding sollte schließlich Weile haben ...
Am Montag, 9. Mai 2005, war der schleichende Konflikt zwischen dem Buchverlag und der PERRY RHODAN-Redaktion kurz davor, ein echter Streit zu werden. Das erwies sich bei einem Gespräch, das ich mit der Verlagsleiterin führte. Am Vormittag stand sie auf einmal in meinem Büro und stellte mich zur Rede.
Ich war in der Woche zuvor in Augsburg gewesen und hatte dort den Weltbild-Verlag besucht. Dort hatte ich verschiedene Buchreihen vorgestellt – ich hatte das sowohl vor als auch nach meinem Besuch offen im Verlag kommuniziert und aus meiner Dienstreise kein Geheimnis gemacht. Meine Reise wurde allerdings nicht als positiv für den gesamten Verlag betrachtet, sondern als ein »Wildern in unseren Gefilden«.
Unter anderem hatten sich angeblich einige Lektoren bei der Verlagsleiterin beschwert. »Der Herr Frick will jetzt auch Bücher machen«, habe man ihr erzählt, und das gehe doch nicht. Ich verwies vorsichtig darauf, dass ich seit 1992 im Verlag sei und seitdem jedes Jahr vier PERRY RHODAN-Bücher mitproduziert habe. Ebenso wies ich darauf hin, dass wir mit Weltbild bereits drei Serien mit mehr als 60 Hardcover-Bänden verwirklicht hätten: die DRAGON-Ausgabe in den späten 90er-Jahren, eine MYTHOR- und eine PERRY RHODAN-Serie in den Nuller-Jahren.
Als wichtiger erwies sich aber schnell ein ganz anderer Vorwurf. Man habe ihr, also der Verlagsleiterin, in einem Vier-Augen-Gespräch eine Aussage von mir mitgeteilt. Ich hätte bei einer Unterhaltung mit Kollegen aus dem Buchverlag gesagt, eventuelle Gewinne aus diesen Arbeiten seien doch bitteschön der Redaktion PERRY RHODAN zuzuschlagen und nicht dem Buchverlag.
Das sah die Verlagsleiterin anders: Es handle sich um Bücher, also sei der Gewinn auf das Konto des Buchverlags zu buchen und nicht auf das Konto der Redaktion. Ansonsten sollte ich doch die jeweiligen Aufträge – etwa von Bertelsmann oder anderen Partnern – abgeben und die Kollegen des Buchverlags umsetzen lassen.
Dass ich in diesem Augenblick nicht platzte, war wohl dem Umstand zuzuschreiben, dass ich ein langes Wochenende hinter mir hatte und keine Lust hatte, mich zu streiten. So ruhig wie möglich versuchte ich, die Sachlage darzustellen. Bisher gehe es doch sowieso nicht darum, irgendwelche Gelder zu verteilen. »Wir reden über das Fell eines Bären, den es gar nicht gibt«, versuchte ich meinen Standpunkt klarzumachen.
Ich hatte dem Weltbild-Verlag nämlich Serien und Reihen angeboten, die man neu schreiben müsste. Beispielsweise dachte ich zu diesem Zeitpunkt an eine Fantasy-Serie, die sich an ein vorrangig weibliches Publikum richten sollte, oder an moderne Krimis mit einem Schuss Humor. Das alles waren in der Tat keine PERRY RHODAN-Themen, aber es war nun mal Tatsache, dass ich die Projektverantwortlichen bei Weltbild kannte, während die Kollegen aus dem Buchverlag keine direkten Kontakte besaßen.
Die Diskussion sei eigentlich müßig, so meine Sicht der Dinge, denn bisher gebe es nur Konzepte von mir – mehr nicht. Und es sei so, dass solche Konzepte nur dann umgesetzt werden konnten, wenn wir von der PERRY RHODAN-Redaktion dies gewissermaßen in unbezahlten Überstunden erledigten.
»Das machen Frau Kropp und ich deshalb, weil's uns Spaß macht und weil wir sowieso einen guten Draht zu den Autoren haben«, argumentierte ich. Mit einem zusätzlichen Gehalt könnten wir nicht rechnen, also sei es wohl korrekt, dass zumindest die Abteilung von unserer Arbeit profitiere – und nicht die Leute, die damit nicht das Geringste zu tun hätten.
»Aber wir sind doch ein Verlag«, argumentierte sie. »Die Erlöse landen letztlich in einem gemeinsamen Verlag.« Ich blieb ruhig: »Wenn es denn so ist, warum wollen dann gewisse Leute, dass die zu erwartenden Erlöse ausgerechnet ihnen persönlich gutgeschrieben werden?«
Der Vertrieb habe mit den Büchern nichts zu tun. Der Plan war, eine Lizenzvereinbarung zu finden; niemand vom Vertrieb würde auch nur einen Handstreich für das Projekt tun. Falls es denn überhaupt zustande komme ... Das Gespräch ging eine ganze Weile hin und her, es war eher unergiebig.
Die Verlagsleiterin beharrte auf ihrem Standpunkt, ich blieb stur bei meinem. Sie meinte, die Buchideen, die ich Weltbild präsentiert habe, könnte doch »jeder Lektor im Buchverlag« machen. Ich konterte, dass solche Ideen aber in den vergangenen Jahren nie aus dem Buchverlag gekommen seien, sondern immer nur von uns. Wir schieden beide frustriert und genervt voneinander – aber immerhin hatten wir uns nicht angeschrien.
Mit Sabine Kropp besprach ich mich später intern. Sollten wir es wirklich auf eine Kraftprobe ankommen lassen, waren uns mögliche neue Bücher so viel Wert? Wahrscheinlich war es sinnvoller, sich jeglichen Gedanken an zusätzliche Reihen oder Serien aus dem Kopf zu schlagen und mehr Energie in PERRY RHODAN-Sonderreihen zu setzen. Wir entschieden an diesem Vormittag nichts, sondern entschlossen uns, das Thema bei Gelegenheit weiter zu diskutieren – erst einmal ging die laufende Arbeit vor.
Interessanterweise hatte ich an diesem Tag noch ein zweites Gespräch mit dem Buchverlag, in diesem Fall mit der Herstellung. Man könnte Kosten einsparen, indem man zwei Bücher gleichzeitig drucken würde – ob die Redaktion und der Autor in der Lage seien, eine solche Änderung der Produktion entsprechend umzusetzen? Auch hier galt: Ich entschloss gar nichts, sondern nahm mir vor, das Thema erst einmal intern in der Abteilung und dann mit Hubert Haensel als Bearbeiter zu besprechen. Gut Ding sollte schließlich Weile haben ...
02 Juni 2014
Die Macht der Sonnen
Seit ich als Redakteur für die PERRY RHODAN-Serie tätig bin, begleiten mich die ATLAN-Bücher. Ich begleitete Hans Kneifel bei den ATLAN-Zeitabenteuern und ihrer Neuausgabe, wo ich recht viel mit dem Inhalt zu tun hatte, und schaue seitdem nur noch in die Bücher hinein – ich lese sie also nicht mehr durch. Aber ich freue mich nach wie vor über jeden neuen ATLAN-Band.Heute erhielt ich »Die Macht der Sonnen« auf den Tisch, das aktuelle ATLAN-Buch; es landete gewissermaßen druckfrisch auf meinem Tisch. Baukau Media hat ein richtig schönes Buch geliefert, das die bisherige Reihe in idealer Weise fortsetzt: eine Freude nicht nur für die Sammler, sondern für alle ATLAN-Freunde.
01 Juni 2014
NEO 75 zum Lesen
Der heutige Sonntag steht vor allem im Zeichen privater Dinge. Angesichts des wenig berauschenden Wetters halte ich es für sinnvoll, daheim zu bleiben und endlich mal einige Dinge aufzuräumen. Wenn ich dazwischen aber eine Pause einlege, führt mich mein Weg fast automatisch zu einem Manuskript und meinem Lese-Sessel – ich lese nach wie vor gern »auf Papier« und mache meine Notizen handschriftlich.
Die aktuelle Lektüre ist ein Roman von PERRY RHODAN NEO. Der Roman trägt die Bandnummer 75, und er wurde von Frank Borsch verfasst. Auch wenn es nicht der erste Band der neuen Handlungstaffel ist, brechen wir doch vor allem mit diesem Roman in eine neue Zeit auf: eine neue Zeit für die Erde, aber auch für Perry Rhodan und seine Gefährten. Für mich ist das eine spannende Lektüre ...
Die aktuelle Lektüre ist ein Roman von PERRY RHODAN NEO. Der Roman trägt die Bandnummer 75, und er wurde von Frank Borsch verfasst. Auch wenn es nicht der erste Band der neuen Handlungstaffel ist, brechen wir doch vor allem mit diesem Roman in eine neue Zeit auf: eine neue Zeit für die Erde, aber auch für Perry Rhodan und seine Gefährten. Für mich ist das eine spannende Lektüre ...
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