24 November 2017

Als die Utopia-Classics starteten ...

Mit der Taschenbuch-Reihe »Utopia-Classics« setzte der Pabel-Moewig Verlag gegen Ende der 70er-Jahre noch einmal stark auf das Thema Science Fiction. Eine nüchterne Aktennotiz der Vertriebsleitung wies am 16. November 1978 auf das neue Projekt hin; sie wurde über den »großen Hausverteiler« per Durchschlagpapier kopiert und in die jeweils zutreffenden Abteilungen gebracht.

»Die neue TB-Reihe UTOPIA-CLASSICS ercheint erstmalig mit Nr. 1 am 20. Februar 1979 (8. KW)« vermeldete die Aktennotiz. Die Reihe sollte vierwöchentlich erscheinen – das war für den Vertrieb des Verlages die normale Arbeitsweise.

Interessant war, dass die Einzelpreise von vorneherein flexibel angelegt wurden: Mit 3,80 oder 4,80 oder auch 5,80 Mark konnte man so auf unterschiedliche Romanlängen eingehen.

Mit einer typischen Vertriebsbemerkung endete die Aktennotiz: »Die Redaktion wird gebeten, uns rechtzeitig eine Inhaltsbechreibung für Rundschreiben zuzusenden.« Immerhin wollte man eine großzügige Werbekampagne starten ...

23 November 2017

Gucky als Dauerdiskussionsthema

Wie soll man den Mausbiber Gucky darstellen? Die Beschreibungen in den frühen PERRY RHODAN-Romanen waren eindeutig – und trotzdem schaffte es Johnny Bruck schon in den sechziger Jahren, unterschiedlichste Darstellungen des Ilts auf Titelbildern zu verewigen.

Das setzte sich in den 70er-Jahren in den Comics fort. Und heute gibt es mehrere Titelbildkünstler, die alle unterschiedliche Auffassungen haben.

Ich finde das nicht schlimm. Wir diskutieren in der Redaktion immer wieder unterschiedliche Coverversionen – aber letztlich hat jeder Künstler seinen eigenen Blick, so wie auch jeder Autor und jede Autorin einen eigenen Blick mit sich bringt. Ich finde das sogar spannend, es zeigt doch, wie unterchiedlich jeder etwas sehen und zeigen kann.

Unsere japanischen Partner sind da sehr entspannt. Man sieht es bei der aktuellen Ausgabe unserer japanischen Ausgabe. Das Wesen, das auf dem Titelbild zu sehen ist, dürfte ganz eindeutig Gucky sein.

Ich brauchte einige Zeit, bis ich ihn als Gucky akzeptierte. Ich bin sicher, nicht alle Leser werden da mit mir und meinem Urteil einverstanden sein ...

22 November 2017

Das Geheimnis von Thoo

Zum ersten Mal, seit er für PERRY RHODAN schreibt, hat Wim Vandemaan einen Doppelband verfasst. Mit »Das Geheimnis von Thoo«, der diese Woche erscheint, hat er mir schon viel Freude bereitet. Es ist ein Science-Fiction-Roman, der Charakterzüge eines historischen Romans trägt. Das meine ich ernsthaft, aber natürlich wird das nicht jeder Leser so sehen.

»Wie viele Archäologen sind nicht schon durch die Ruinen einer Stadt spaziert, von der aus einst ein Reich, eine Welt regiert worden ist?« Solche Fragen stehen in diesem Roman, der eine Gruppe ungewöhnlicher Hauptfiguren durch eine ebenso ungewöhnliche Handlung führt.

Und mehr plaudere ich sicherheitshalber hier nicht aus ... (Ach ja: Das Titelbild stammt von Dirk Schulz, und ich finde es super. Das ist geschmäcklerisch, ich weiß.)

21 November 2017

Zehn Jahre Kindle

Manche Jubiläen rasen so schnell an einem vorüber, dass man sie kaum wahrnimmt. Aber weil dieses Jubiläum für PERRY RHODAN sehr wohl wichtig ist, möchte ich daran erinnern: Am 19. November 2007 brachte der Online-Versandhändler Amazon einen speziellen E-Book-Reader in den Handel.

Der Kindle veränderte das E-Book-Geschäft – anders kann man es nicht bezeichnen. Das war am Anfang nicht abzusehen, aber der Kindle ist nach wie vor ein wichtiges Lesegerät für Millionen von Menschen.

Was hat das mit PERRY RHODAN zu tun? Wir hatten bereits in den ganz frühen Nuller-Jahren mit E-Books experimentiert und danach mit Partnern wie Readersplanet, Beam-Books, Heubach Media, Textunes und einigen anderen wichtige Erfahrungen gesammelt. Aber wir schafften es nicht, aus einem eingeschränkten Leserkreis herauszukommen.

Der Kindle und das Amazon-System veränderten den E-Book-Markt. Auf einmal konnten sich alle Interessierten ein preiswertes Lesegerät kaufen und auf diese Weise ganz einfach neue E-Books bestellen. Und damit war beispielsweise PERRY RHODAN als »digitales Produkt« auf einmal überall und leicht zu erhalten.

Der Erfolg unserer E-Books hängt sehr stark mit dem Erfolg des Kindle zusammen. Das finde ich nach wie vor gut – auch wenn viele Leser sicher ihre kritische Haltung zu Amazon behalten haben …

20 November 2017

Die Phantome von Epsal

Darüber habe ich mich heute sehr gefreut: Ich kam nach dem Wochenende in mein Büro und fand die aktuelle Ausgabe von PERRY RHODAN-Extra auf meinem Tisch. Die sechzehnte Ausgabe dieser Reihe ist ein abgeschlossener Roman von Michael Marcus Thurner und trägt den schönen Titel »Die Phantome von Epsal« – ein Roman über eine Welt, die im Perryversum schon so lange bekannt ist, über die man aber so gut wie nichts weiß.

Der Autor hat viel Arbeit in seinen Roman gesteckt, wir wechselten irrsinnig viele Mails, während er daran arbeitete. Viele Elemente in diesem Roman sind komplett neu und bereichern das Universum unserer Serie; gleichzeitig aber baut der Autor die Elemente in sein Werk ein, die schon immer zur Serie gehören.

Hauptperson des Romans ist Perry Rhodan; der Terraner ist auch auf dem Titelbild des Romans abgebildet. Daneben spielt ein junger Kadett eine wichtige Rolle – und dessen Name wird dem einen oder anderen Stammleser gut bekannt sein. Diese Woche wird der Roman offiziell ausgeliefert; ich bin gebührend nervös ...

19 November 2017

Vor zehn Jahren italienisch

Im November 2007 hatte die PERRY RHODAN-Redaktion einen Grund zum Feiern: Der Verlag Gruppo Editoriale Armenia Spa in Milano hatte das erste Honorar für die italienische Lizenzausgabe überweisen. Die »Lemuria«-Taschenbücher sollten auch in Italien erscheinen, vermittelt hatte das Geschäft eine in Deutschland und Frankreich ansässige Literatur-Agentur.

Wir setzten große Hoffnungen in diese Vereinbarung, der Verlag und die Agentur hatten sich in den Vorgesprächen als glaubwürdig und engagiert erwiesen. Tatsächlich veröffentlichte der Verlag nur die ersten zwei Bände des Sechsteilers, danach brach der Kontakt buchstäblich zusammen. Aber im November 2007 war die Stimmung innerhalb der Redaktion deshalb richtig gut ...

18 November 2017

NEO-Konzepte in Wolfenbüttel

Was macht man als Redakteur auf einer Dienstreise? Man nutzt jede freie Minute, um Texte zu lesen – im aktuellen Beispiel geht es um PERRY RHODAN NEO. Im »Marschgepäck« für meine Reise nach Wolfenbüttel hatte ich ein Manuskript für einen aktuellen NEO-Roman sowie zwei Exposés; die werde ich vor allem während der Heimfahrt mit der Bahn lesen.

Viel wichtiger als das ist allerdings das Handlungskonzept für die nächste Staffel unserer Science-Fiction-Serie. Die Exposéautoren haben sich unlängst in Leverkusen getroffen und viele neue Ideen ausgebrütet.

Einen Teil der Ergebnisse werde ich an diesem Wochenende lesen, um sie idealerweise mit einem Kommentar zu versehen und diesen als Feedback an die Exposéautoren zu schicken. Mal schauen, was ihnen nach »Die zweite Insel« und »Mirona« alles eingefallen ist ...

17 November 2017

Ein Redakteur und eine Akademie

Wieder einmal bin ich als Dozent an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel. Ich arbeite mit Kathrin Lange zusammen, die vor vielen Jahren unter ihrem Pseudonym Cathrin Hartmann einen ATLAN-Heftroman sowie ein PERRY RHODAN-Taschenbuch geschrieben hat; wir sind bei diesen Seminaren mittlerweile ein eingespieltes Team.

Was hat das eigentlich mit PERRY RHODAN zu tun? Es gibt eine indirekte Verbindung: Erstens mal schadet es dem Redakteur nicht, wenn er mal aus seinem Büro rauskommt und sich die Werke von Autorinnen und Autoren anschaut, die er bislang nicht kennt. Zweitens schadet es der PERRY RHODAN-Serie nicht, wenn sie in Zusammenhang mit so einer Literaturwerkstatt genannt wird. Und drittens macht es auch Spaß, sich ein Wochenende lang über Literatur auszutauschen.

Die größte Science-Fiction-Serie der Welt spielt dabei eher ein Randthema – aber immer wieder erzähle ich, wie die Arbeit in einer Redaktion abläuft. Wie funktioniert das eigentlich mit den Exposés, wie finden wir neue Autoren, wie arbeiten wir mit Hörbuchproduzenten zusammen? Es kommen kritische Rückfragen, und all das ist spannend und informativ zugleich.

Übrigens sind aus diesen Werkstätten in Wolfenbüttel schon wertvolle Kooperationen entstanden. Wenn ich mich düster erinnere, hat ein gewisser Michael Marcus Thurner mit seiner Geschichte über einen »Schneck« – männlich ... – mich damals so verblüfft, dass wir später über eine ernsthafte Zusammenarbeit sprachen ...

16 November 2017

Mirona Thetin in einer anderen Version ...

Ein Logbuch der Redaktion

Befragt man PERRY RHODAN-Leser nach den Handlungsabschnitten der Serie, die sie am stärksten geprägt haben, kommt meist ein Zyklus auf den ersten oder maximal den zweiten Platz: Die Geschichte um die Meister der Insel, der »MdI«-Zyklus, wie man die Bände 200 bis 299 üblicherweise nennt, fasziniert nach wie vor.

Ob es daran liegt, dass zum ersten Mal die Serienhandlung in eine andere Galaxis wechselte? Oder daran, dass erstmals ein Zyklus richtig durchgeplant wurde, was eine besondere Spannung erzeugte? Oder waren die Romane, die Mitte der sechziger Jahre veröffentlicht wurden, einfach besonders spannend?

Womöglich trifft alles zugleich zu. Der »MdI«-Zyklus faszinierte die Leser in allen Jahrzehnten der Seriengeschichte. Auch die Autoren wurden von ihm beeinflusst, was sich heute immer wieder zeigt.

Es überrascht also nicht, dass wir bei der Planung unserer Serie PERRY RHODAN NEO ebenfalls diese Epoche der Serie in Augenschein nahmen. Bekanntlich ist NEO – um die Kurzform zu wählen – ein paralleles Universum zum klassischen Perryversum. Wir nehmen in dieser Serie die Klassiker, interpretieren sie mit den Mitteln sowie den Autoren von heute neu und schreiben auf dieser Basis teilweise ganz andere Geschichten.

Gewisse Eckpunkte bleiben. Dazu zählen die genannten Meister der Insel, und dazu zählt die Frau, die schon in der klassischen Serie der 60er-Jahre als »Bösewicht« im Hintergrund wirkte: Mirona Thetin regiert als Faktor I über die gesamte Galaxis Andromeda und hat über Jahrzehntausende ihr Regime verfestigt.

Das tut sie in der klassischen Serie – und das kann in der NEO-Version nicht anders sein. Aber Änderungen gibt es dennoch ...

Als Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm bei ihrer Arbeit an den aktuellen NEO-Exposés daran gingen, die Staffel von Band 161 bis 170 zu planen, war früh klar, dass Mirona Thetin an den Anfang gestellt werden sollte. Vor allem, wenn wir diese zehn Romane als »Mirona«-Staffel in den Handel bringen sollten ...

Deshalb war es auch folgerichtig, dass der erste Roman der Staffel den Titel »Faktor I« tragen und die Geschichte Mirona Thetins erzählen sollte. Die entsprechenden Weichen legten die zwei Exposéautoren in mehreren Datenblättern und Ideenpapieren fest.

Erstmals wurde ein Roman der Serie von zwei Autorinnen verfasst: Michelle Stern und Madeleine Puljic teilten sich die Aufgabe und verfassten eine Geschichte, die buchstäblich Jahrtausende umfasst.

Sie erzählen von einer Frau, die einen schrecklichen Krieg überlebt, die in einer anderen Galaxis eine neue Zukunft für sich suchen muss und die eigentlich ein tragisches Dasein führt ... Und sie erzählen von einer Frau, die eine ganze Sterneninsel unter ihre Gewalt bringt, wobei sie geradezu über Leichen geht.

Die Biografie von Mirona Thetin spielt nicht in der klassischen Serie, sondern im Universum von PERRY RHODAN NEO, alle Abweichungen sind mit Absicht so gewählt worden. Doch sollten vor allem jene Leser, die den klassischen Zyklus aus den 60er-Jahren so mögen, unbedingt in diese neue Version hineinschauen.

Als ich das Manuskript las, war ich von der Tragik der Handlung immer wieder beeindruckt. Man gewinnt einen Eindruck vom Charakter dieser wichtigen Figur, die mehr ist als »nur ein Bösewicht«. Mirona Thetin wird plastisch – das haben die beiden Autorinnen richtig gut hinbekommen. Für den Start in eine neue Staffel fand ich das richtig klasse.

15 November 2017

Wann kommt eigentlich Atlan zurück?

Bei einer Wahl zur beliebtesten Figur im Perryversum würde immer Atlan gewinnen – da bin ich mir sicher. Der Arkonide gilt als charismatisch, wozu vor allem die prägnanten Titelbilder von Johnny Bruck aus den 60er-Jahren und danach beigetragen haben. Ebenso haben viele Romane der klassischen Autoren den Nimbus des Arkoniden gefestigt: ein Held, der dem Wein, dem guten Essen und dem schönen Geschlecht viel Zeit widmet ...

In jüngster Vergangenheit wurden bei den PERRY RHODAN-Gesprächen immer wieder Atlan-Themen diskutiert. Es ging nicht darum, ob er in die Handlung zurück kommt, sondern vor allem um das »Wie« und »Wann«. Eine wichtige Figur wie Atlan darf nicht »einfach so« auftauchen, sondern damit muss eine relevante Geschichte verbunden sein.

Ohne inhaltlich zu spoilern: Derzeit entstehen die Exposés, in denen wir erzählen wollen, was mit dem Arkoniden geschehen ist und was er derzeit so macht. Festgelegt wird darüber hinaus, welche Autorinnen und Autoren sich um Atlan und seine neuen Abenteuer kümmern werden.

Wenn ich die Exposés durchschaue und mit den Exposéautoren diskutiere, komme ich mir vor wie ein »echter« Leser. Die Ideen sind schließlich für mich auch neu und teilweise sehr überraschend. Aber so soll's sein!

14 November 2017

Faktor I und zwei Autorinnen

Ganz klar: Mirona Thetin zählt zu den Figuren der PERRY RHODAN-Geschichte, die seit ihrem ersten Auftauchen die Leser faszinieren. Als Faktor I regiert sie eine ganze Galaxis, sie führt die Meister der Insel und gebietet buchstäblich über Raum und Zeit. Ihr Ende ist tragisch – was sicher ein Grund dafür ist, dass diese Figur über all die Jahrzehnte hinweg nicht an Bedeutung verloren hat.

Als die Exposéautoren von PERRY RHODAN NEO die Andromeda-Handlung planten, war klar, dass dies nicht ohne Mirona Thetin gehen würde. Faktor I musste anders sein als in der klassischen Serie – das »Wie« bedurfte vieler Diskussionen.

Wenn am 17. November 2017 der Roman mit dem Titel »Faktor I« in den Handel kommt, können sich die Leserinnen und Leser selbst davon überzeugen, wie das Neu-Justieren der Figur Mirona Thetin geglückt ist. Zwei Autorinnen übernahmen es, die faszinierende Figur in das Hier und Jetzt zu bringen.

Ich bin sicher, dass kaum jemand herausfinden wird, welche Passagen denn nun von Michelle Stern und welche von Madeleine Puljic stammen. Den Roman empfand ich schon in der Manuskriptform als stark; die beiden Autorinnen verliehen der Figur eine tragische Note, die sie in der klassischen Serie nicht hatte. Mal schauen, ob und wie das heute ankommt.

13 November 2017

Eine »Case Study« zu PERRY RHODAN

Die ersten Anfänge der PERRY RHODAN-Serie im Digitalgeschäft liegen schon bald zwanzig Jahre zurück: Ende der 90er-Jahre fingen wir an. Später arbeiteten wir mit Partnern wie Readersplanet, Beam Books oder Textunes erfolgreich zusammen. Richtig los ging es aber erst ab dem September 2011 – mit Bookwire begann für uns die Ära einer systematischen Zusammenarbeit, die wir seitdem keinen Tag bereut haben.

Seit gut zwei Jahren stellt Bookwire, unser E-Book-Partner, diese Zusammenarbeit auf seiner eigenen Internet-Seite in Form einer »Case Study« auch anderen Verlagen und Kunden vor. Ein Grund, das hier endlich einmal zu vermelden.

Die Redaktion wird mit einer Aussage zitiert, die erst einmal die Komplexität zeigt: »PERRY RHODAN ist kein einfacher Partner: Wir machen nicht einzelne Bücher, sondern umfangreiche Serien. «

Dann aber kommt das Lob, und das gilt immer noch: »Um diese Serien in die E-Book-Shops zu bekommen, brauchen wir einen Partner, der weiß, wie wir ticken, der uns versteht und der uns mit kritischem Rat und hilfreicher Tat jederzeit zur Seite steht. Dieser Partner ist Bookwire – wir arbeiten seit über vier Jahren zusammen und haben es keine Sekunde lang bereut.«

12 November 2017

Das Verlagsarchiv und seine Inhalte

Da die Frage dieser Tage auftauchte, gehe ich an dieser Stelle auf sie ein: Im Verlagsgebäude des Pabel-Moewig Verlages steht unter anderem ein Archiv für unsere Serie zur Verfügung. Das heißt: In großen Räumen auf dem Dachboden sowie in Räumlichkeiten im sogenannten Büchergefängnis – warum das so heißt, ist eine andere Geschichte – bewahren wir unser Archiv auf.

Jeder PERRY RHODAN-Roman aus jeder Auflage und aus vielen fremdsprachigen Ausgaben ist hier vorhanden. Ebenso haben wir Hörspiele, Hörbücher, gedruckte Taschenbücher und Sonderausgaben aufbewahrt.

Teilweise stehen diese Titel in mehrfacher Ausführung zur Verfügung, bei den Nachauflagen ist es meist nur jeweils ein Band. Insgesamt ist das Ausmaß dieses Archivs durchaus beeindruckend, wenngleich es – nachvollziehbar? – einen eher geringen »Glamour-Faktor« aufweist ...

11 November 2017

Francis, Kennon und Tekener ...

Zu den Figuren, die ich vor allem in meiner frühen »Lesephase« sehr schätzte, zählten die USO-Agenten Sinclair Marout Kennon und Ronald Tekener. Ich mochte nicht nur die ATLAN-Heftromane, in denen sie ihre Auftritte hatten, sondern auch die PERRY RHODAN-Taschenbücher, die von H. G. Francis stammten. Deshalb freut's mich besonders, dass dieser Tage das Belegexemplar des Planetenroman-Doppelbandes 87/88 bei mir eintraf.

Wir machen bekanntlich aus einer Auswahl der klassischen Planetenromane die neuen Doppelbände: Gedruckt erscheinen sie bei Zaubermond, als E-Book bei uns. Dazu kommen neue Titelbilder von Arndt Drechsler, die den Klassikern einen modernen Charakter verleihen.

Da macht dann die Lektüre von planetaren Verschwörungen und Geheimmissionen gleich doppelt so viel Spaß ... Im vorliegenden Band geht's auf die Welten Traak und Mirout.

10 November 2017

Ein Abschluss für die Zeitabenteuer

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Es war nicht nur für den Autor ein Stück Arbeit, die ATLAN-Zeitabenteuer neu zu bearbeiten, um sie neu   in den Handel zu bringen, sondern auch für mich als Redakteur. Das wurde mir erst so richtig bewusst, als ich am 24. Juni 1998 die Arbeit an dieser Serie abschloss.

Der Autor hatte seit den 60er-Jahren daran gearbeitet: ein Taschenbuch nach dem anderen. In den vergangenen Jahren hatte er aus diesen Taschenbüchern die dickleibigen ATLAN-Hardcover gemacht. Nun lieferte ich das Manuskript – ein dicker Packen Papier mit unzähligen handschriftlichen Anmerkungen – in unserer Setzerei ab, schaute gedankenverloren auf die bereits veröffentlichten Bücher dieser Serie, die als eine blaue Reihe im Regal standen, und schrieb einen Brief an den Autor.

Hans Kneifel hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits nach Sardinien zurückgezogen. Auf der Insel besaß er ein Appartement in einem Mehrfamilienhaus, und er nutzte den Aufenthalt dort nicht nur, um in aller Ruhe zu schreiben, sondern immer mal wieder »die Batterien aufzuladen«, wie er es nannte. Ich wusste, dass er den Meeresblick dort ebenso genoss wie die warme Luft, und beneidete ihn oft um dieses Refugium.

Ich setzte Rainer Castor in Kopie – was in diesem Fall hieß, dass ich mein Schreiben an Hans kopierte, diese Kopie in einen anderen Briefumschlag steckte und nach Andernach schickte. Rainer hatte in den vergangenen Jahren einen immer stärkeren Anteil an den ATLAN-Büchern erhalten, ohne dass ich das wahre Ausmaß seiner Arbeit kannte.

»... möchte mich für die wahrlich gigantische Arbeit bedanken, die ihr euch mit diesen 13 Büchern gemacht habt«, schrieb ich. »Ich kann mir vorstellen, daß das schon richtig hart war, nicht zuletzt auch wegen diverser Störmanöver aus der PERRY RHODAN-Redaktion.«

Was ich damit meinte? Als die Buchreihe geplant war, gingen die Redaktion und der Autor von zehn Büchern aus. Das erschien zu Beginn der 90er-Jahre eine vernünftige Planung zu sein. Aus den über fünfzig Taschenbüchern der ATLAN-Zeitabenteuer sollten durch Straffung und Bearbeitung genau zehn Hardcover-Bände werden. Der Buchvertrieb hatte sich entsprechend darauf eingestellt und hatte versprochen, sich für die Serie zu engagieren.

Doch während der Arbeit stellte der Autor fest, dass er den Stoff nicht so meisterte, wie er sich das im voraus vorgestellt hatte – irgendwann stand die Planung bei einem Dutzend Bände, irgendwann sprach er davon, dass er gern 17 Bücher machen wollte. Einige Jahre diskutierten wir so immer wieder über den Umfang der Serie: Es wurden immer mehr Bücher, vor allem auch deshalb, weil Hans davon träumte, die Serie fortzusetzen.

»Man könnte aus dem Handlungsstrang der Welt Miracle eine eigene Serie machen, auch Rico bietet sich mit seinen Geheimnissen an«, argumentierte er mehrfach. Ich hatte redaktionelle Einwände, die er nicht teilte: »Wir haben den Lesern eine Mischung aus historischem Roman und Science Fiction versprochen, dabei sollten wir bleiben.«

Bis Dr. Florian F. Marzin eines seiner Machtworte sprach: »Wir machen 13 Bücher und keines mehr«, ordnete er an, und dabei blieb es. Das wollte ich in meinem Schreiben noch einmal dem Autor vermitteln. Die genannten »Störungen« seien schließlich nicht gegen, sondern stets für das Projekt gedacht gewesen, argumentierte ich.

Bei der Bearbeitung der letzten Bücher hatte ich darauf bestanden, dass Hans und Rainer zwei Handlungsebenen komplett entfernten: Weder sollte die Welt Miracle eine Rolle spielen, noch der Vampir Nonfarmale. Ich wollte die ATLAN-Zeitabenteuer auf die rein historischen Aspekte konzentrieren, und ich war auch im Juni 1998 noch davon überzeugt, dass dies richtig gewesen war.

»Gerade im Band 13 fällt es noch einmal auf«, schrieb ich. »Sowohl Miracle als auch Nonfarmale können nahezu ersatzlos gestrichen werden.« Ich bemängelte beim letzten Band sowieso ein wenig, dass der Autor seine Figuren »viel zu viel reden und essen und viel zu wenig agieren« ließe. Aber auch da waren wir uns nie einig.

Ich empfand den 13. Band der Reihe als krönenden Abschluss. Mir gefiel, wie der Autor die historischen Details – etwa das Mondprogramm – mit der PERRY RHODAN-Historie verknüpfte, wie er gewissermaßen eine Pararealität entwickelte. Wobei ich mir sicher war, dass vor allem die neuen Aspekte allesamt von Rainer Castor stammten, zumindest die Ideen hatte der Autor aus Andernach geliefert.

Ich war mir sicher: Vor allem solche Leser, die sich für Zeitgeschichte, parallele Historien oder auch die Vorgeschichte des PERRY RHODAN-Kosmos interessierten, würden bei diesem Buch voll und ganz auf ihre Kosten kommen. »Dazu meine Gratulation!«, schrieb ich den beiden Autoren.

Im weiteren Verlauf dieses Sommers wollte ich mich darum kümmern, wie ich dieses Buch entsprechend bewerben konnte. Welche Werbung konnte man wo schalten, wie konnte ich die Presse auf das Ereignis hinweisen? Mit den Kollegen im Marketing würde ich erste Gespräche führen, dann wollten wir auf unserer – zu dieser Zeit immer noch brandneuen – Internet-Seite darauf hinweisen.

Wir hatten eine 13 Bände umfassende Serie vollendet, die unseren Helden Atlan ins Zentrum stellten. Ich war stolz darauf und überlegte mir schon, wie man danach weitermachen konnte. Vielleicht sollten wir in der Folge die klassischen ATLAN-Heftromane in Buchform bringen? Das wäre sicher spannend.

Ich war mir sicher, dass man eine solche Buchausgabe komplett neu planen und mit einer neuen Nummer eins starten sollte. Aber erst einmal ging es uns darum, die ATLAN-Zeitabenteuer einem größeren Publikum bekannt zu machen ...

09 November 2017

Der Tag der Erfinder – aus unserer Sicht

Der »Tag der Erfinder« entstand aufgrund einer Initivative eines deutschen Unternehmers. Am 9. November wird er jeweils in Deutschland, Österreich und der Schweiz begangen. Er basiert im Prinzip auf dem »National Inventors' Day«, der 1983 in den USA eingeführt wurde.

Wir in der PERRY RHODAN-Redaktion heben an einem solchen Tag natürlich das Glas auf die Erfinder unserer Serie. Clark Darlton und Karl-Herbert Scheer haben nicht nur das größte Science-Fiction-Universum der Welt aus der Taufe gehoben, sondern auch die Grundlagen für dessen Wachstum gelegt.

Tausende von Romanen mit Tausenden von Geschichten. Tausende Raumschiffe, menschliche und außerirdische Romanfiguren, fremdartige Kulturen und galaktische Geschichten. Darauf einen Vurguzz!

08 November 2017

Japanische NEO-Mutanten

Dass unsere japanischen Kollegen die Figuren aus unseren Romanwelten anders darstellen, wenn sie die Romane in ihrer Sprache veröffentlichen, ist nichts Neues. Meist finde ich die Vorgehensweise originell, weil sie neue Sichtweiten auf bekannte Figuren ermöglicht. Das zeigt sich auch am fünften Band von PERRY RHODAN NEO, der am 21. November erscheinen wird, schon jetzt aber auf der Seite von Hayakawa angekündigt wird.

»Schule der Mutanten« wurde von Michael Marcus Thurner geschrieben. Als Hauptfiguren treten junge Mutanten auf, die ihre eigenen Probleme haben, im Universum von PERRY RHODAN NEO aber sehr wichtig sind. Der Roman ist spannend, er führt eine Reihe von neuen Hauptfiguren ein.

Die japanischen Kollegen fanden das Titelbild, das wir im Jahr 2011 veröffentlichten, offenbar nicht so spannend. Sie zeigen deshalb zwei junge Mutanten, in denen ich Sid Gonzalez und Sue Mirafiore zu erkennen glaube. Das Bild ist stark, wenngleich es nicht so aussieht wie unser Original von Dirk Schulz – es ist eher an die Sehgewohnheiten der japanischen Leser angepasst, und das ist richtig so. Starke Sache!

Wie ich MYTHOR kennenlernte ...

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Wahrscheinlich mochte ich als Kind schon phantastische Literatur – das weiß ich leider nicht mehr so genau. Im Alter von 13 Jahren entdeckte ich auf jeden Fall die PERRY RHODAN-Serie für mich, tauchte tief ein in dieses Universum aus Geschichten und Romanen, aus Welten und Raumschiffen, Völkern und kosmischen Rätseln. Ich wurde ein glühender Science-Fiction-Fan, der in der Schule sogar Referate über sein neues Hobby hielt.

Wie viele andere Science-Fiction-Fans auch, war ich sehr von meinem Hobby überzeugt. Ich beschäftigte mich in meinen Augen mit naturwissenschaftlich fundierter Literatur und der Zukunft, ich leitete daraus politische Fragen und gesellschaftliche Diskussionen ab.

Dass es Fantasy gab, bekam ich zwar mit, aber das interessierte mich nicht. Ich wollte ernsthafte Romane lesen und nichts von irgendwelchen Zauberern, Kriegern und Ungeheuern wissen.

Doch irgendwann einmal – steter Tropfen höhlt den Stein! – machten sich die andauernden Hinweise bemerkbar: Ich kaufte mir einen Band der neu gestarteten Taschenbuchreihe TERRA FANTASY, es war ein Roman von Abraham Merritt. Ich las ihn und war völlig begeistert. Wenn ich in der Folge dazu in der Lage war – so ein Taschenbuch kostete immerhin 3,80 Mark –, besorgte ich mir immer mal wieder ein Exemplar aus dieser Reihe.

Der Herausgeber, ein gewisser Hugh Walker, eröffnete mir eine ganz neue Welt, eine Welt der Fantasie, die zum Träumen einlud, die zwar nicht naturwissenschaftlich fundiert sein konnte, aber trotzdem in sich logisch und nachvollziehbar war. Vor allem gab es da verdammt viele Welten ...

Ich hatte mitbekommen, dass es bereits eine Heftromanserie mit Fantasy-Charakter gegeben hatte. DRAGON war vor Beginn meiner Sammler-Leidenschaft veröffentlicht worden, für diese Serie war ich zu jung. Also blieb ich meinen Weltraumhelden treu, las PERRY RHODAN und ATLAN, die UTOPIA-Bestseller und TERRA FANTASY. Das Geld, das ich verdiente, indem ich auf einer Baustelle und auf einem Bauernhof jobbte, steckte ich größtenteils in Druckwerke aller Art, gelegentlich in Schallplatten.

Im Frühjahr 1980 platzierte der Verlag eine Anzeige nach der anderen in den wöchentlichen PERRY RHODAN- und ATLAN-Romanen. Versprochen wurde eine neue Romanserie: »MYTHOR – für Freunde der Phantasie«. Unter dem Untertitel »Herr der Lichtwelt« sollte die wöchentliche Heftromanserie ab dem 22. April 1980 wöchentlich an den Start gehen; der Preis für das Heft betrug jeweils 1,80 Mark.

Aus den Informationen entnahm ich, dass die Serie vor allem von Autoren geschrieben werden sollte, die ich von ATLAN und auch PERRY RHODAN her kannte. In meinen Augen bürgte das für Qualität.

Also kaufte ich mir den ersten Roman; den Autor kannte ich bereits. Hugh Walker als Herausgeber von TERRA FANTASY und als Autor eigenständiger Fantasy-Geschichten – die ich nicht alle so richtig verstand – lieferte mit »Der Sohn des Kometen« einen Roman, wie ich ihn zuvor nicht gelesen hatte. Fasziniert las ich die Geschichte von der wandernden Stadt und ihrem grausigen Untergang, von dem jungen Krieger namens Mythor und seinen wenigen Freunden, die überleben, und ihren weiteren Abenteuern. Danach wusste ich, dass ich mehr davon wollte.

Übrigens war das Titelbild ebenfalls von einer Art, wie ich sie zuvor nicht gesehen hatte: halbnackte Frauen und ein leicht bekleideter Mann mit Schwert in der Hand – hier paarten sich Erotik und Action in einer Art, die in unserer Kleinstadt und im Dorf nicht gern gesehen wurden. Wenn ich also MYTHOR-Romane las, tat ich das so, dass weder Eltern noch Lehrer die Titelbilder von Nikolai Lutohin sahen.

Sie waren mittlerweile gewohnt, dass ich in Romanheften schmökerte, auf denen Raumschiffe und Aliens abgebildet wurden. Zu viel nackte Haut hätte sie allerdings sicher verstört ...

Mich interessierten die Titelbilder gar nicht so sehr, ich fand die Romane viel spannender und toller. Auf den Walker-Roman folgte einer von Horst Hoffmann: »Die Flotte der Caer« führte bereits das gegnerische Reich ein, der PERRY RHODAN- und ATLAN-Autor überzeugte mich mit einem packenden Abenteuer.

Ganz anders dann »Die Goldene Galeere«, das von einem gewissen Paul Wolf stammte. Dass sich dahinter in Wirklichkeit der PERRY RHODAN-Autor Ernst Vlcek verbarg, wusste ich zu dieser Zeit bereits; ich hatte auch davon gehört, dass er Gruselromane verfasste. Sein Fantasy-Roman war düster und grimmig, und er zog mich ebenfalls in seinen Bann.

Danach war ich »gefangen«; für mich stimmte in dieser Serie alles. Jede Woche erschien in diesem Frühjahr und Sommer 1980 ein Roman, und ich las MYTHOR lieber als die Science-Fiction-Serien, die ich zuvor so geliebt hatte. Aber was war der Kampf gegen Orbiter oder um Kosmische Burgen gegen Nottr den Barbar, die geheimnisvolle Stadt Logghard oder das finstere Reich der Caer?

Vor allem die ersten fünfzig Romane der Serie liebte ich, ich halte sie heute noch für die besten. Die Autoren eröffneten den Lesern eine andere Art von Literatur, sogar ein ganz anderes Universum. Ich lernte neue Autoren wie Hubert Haensel und Werner K. Giesa kennen, ich trat in Kontakt zu anderen MYTHOR-Fans.

Harte Kämpfe, düstere Magie, faszinierende Landschaften: Im Prinzip las sich MYTHOR wie die Geschichte endloser Reisen, zuerst über die Nordhalbkugel einer Welt, dann über die Inselwelt der Südhalbkugel, später durch die mysteriöse Schattenzone.

Nach einiger Zeit verlor ich langsam das Interesse, woran die anderen Verlage nicht unschuldig waren: Immer mehr Fantasy und Science Fiction wurde veröffentlicht, die Klassiker des Genres kamen in preiswerten Ausgaben in den Handel. Im Verlauf des Jahres 1980 las ich sowohl das Meisterwerk »Der Herr der Ringe« als auch die ersten Geschichten um Conan, den Barbaren. Sie erweiterten mein Bild der Fantasy-Literatur und weckten viele eigene Ideenwelten in mir.

MYTHOR blieb ich treu. Und ich war sehr stolz darauf, im Jahr 2000 die MYTHOR-Buchausgabe des ersten Zyklus zu betreuen – mit Hugh Walker als offiziellem Bearbeiter. Aber das ist eine ganz andere Geschichte ...

07 November 2017

Unter der Flammenflagge

Ich mag Helden wie Virr Shaloud: Sie sind eigentlich nicht stark, sie wirken eher normal oder gar unterdurchschnittlich, aber sie wachsen über sich hinaus, und ihre Taten können die Welt veränden. Einen solchen Helden führt Christian Montillon in seinem Roman »Unter der Flammenflagge«, der mit der Bandnummer 2934 demnächst erscheinen wird, in die Handlung ein.

Als ich das Manuskript las, war ich sehr davon angetan. Entsprechend fiel meine Mail an den Autor aus: »Das ist ein Roman, wie ich ihn mag«, schrieb ich und fügte hinzu: «Er ist leicht erzählt – und ich weiß, dass leichtes Erzählen nicht einfach ist – und macht richtig Spaß, gleichzeitig bringt er auch moralische Gesichtspunkte rein, so dass es eben nicht nur einen flache Handlung ist.«

Es geht in diesem PERRY RHODAN-Roman um Kultur und Politik, streng genommen werden sogar Fake News thematisiert. Und die Helden des Romans, die mir allesamt sehr sympathisch sind, wollen in einem riskanten Kommandounternehmenan weitere Informationen gelangen. Spannend ...

06 November 2017

25 Jahre an Bord der Serie

Die Ausgabe 42 des Fanzines »Fandom Observer« erschien im Dezember 1992. Ausgerechnet in dieser Ausgabe – die 42 hätte mich nachdenklich machen sollen – wurde eine Karikatur von Matthias Langer veröffentlicht. Damit wurde eine Personalie verkündet, die einige meiner Bekannten in der Fan-Szene verblüffte.

Sie soll wohl mich darstellen, wenngleich ich den Bierbauch ein wenig für übertrieben hielt (hier bricht einfach die Eitelkeit bei mir durch), die Hosenträger, die Brille und das schiefe Grinsen aber gut getroffen waren. Der Helm ist natürlich der, den Perry Rhodan höchstpersönlich immer aufhat ...

Tatsächlich fing ich vor 25 Jahren an, als Redakteur der PERRY RHODAN-Serie zu arbeiten. Im November 1992 begann ich mit meiner Tätigkeit, die sich im Verlauf der Jahre ganz schön veränderte: Damals ging es darum, die wöchentlichen Heftromane und die vierwöchentlichen Taschenbücher zu redigieren; heute freue ich mich richtiggehend, wenn ich selbst mal wieder redigieren darf.

Die Arbeit in der PERRY RHODAN-Redaktion wurde nie langweilig, vom ersten Tag an nicht. Es mangelte nicht an Herausforderungen. Aber dass es einmal ein Vierteljahrhundert sein würde, hätte ich mir in diesem Herbst 1992 nicht träumen lassen ...