10 August 2018

Hayakawa und unsere Serie

Der japanische Verlag Hayakawa veröffentlich unsere Romane als Taschenbuch im fernen Osten. Derzeit werden PERRY RHODAN und PERRY RHODAN NEO publiziert, dazu kommen neuerdings die T-Shirts, bei denen ich mich schon auf die »Belegexemplare« freue. Aber was macht der Verlag denn sonst noch?

Mich freut, wenn ich den jährlichen Katalog erhalte, dessen Titel immerhin in englischer Sprache ist und dessen Innenseiten auch in lateinischen Buchstaben gedruckt worden sind. Klar, die Zielgruppe sind Europäer und Amerikaner, und die kennen sich mit japanischen Schriftzeichen nicht sonderlich gut aus. Mit dem Spruch »Intelligent Entertainment for the New Century« lässt es der Verlag im übrigen nicht an Selbstbewusstsein mangeln.

Mit Kazuo Ishigoru hat man einen echten Nobelpreisträger unter den Autoren, mit PERRY RHODAN zum Ausgleich die größte Science-Fiction-Serie der Welt. Ansonsten präsentiert sich das Verlagshaus sehr vielseitig: klassische Science Fiction von Isaac Asimov, klassische Krimis von Ed Mc Bain, aktuelle deutschsprachige Literatur von Ursula Poznanski oder Andreas Eschbach ...

Das ist ein starkes Programm. Ich finde, wir passen da gut hinein.

09 August 2018

Ein Fan-Club für Frau Hornigold

Als ganz junger PERRY RHODAN-Leser war ich ein Fan des Mausbibers Gucky, ich mochte die Späße und Fähigkeiten des Multimutanten. Später war Alaska Saedelaere mein Favorit, eine tragische Figur mit einen kosmischen Umfeld – das war eindrucksvoll. In den vergangenen Jahren konnte ich mich kaum auf eine Lieblingsfigur festlegen, mochte aber immer Atlan.

Seit heute habe ich eine absolute neue Lieblingsfigur – es ist Florence Hornigold.

Diese Kapitänin eines Handelsraumschiffes ist ein Beleg dafür, wie aus einer Nebenfigur, die in einem Roman nur eine Nebenrolle spielen sollte, ein Handlungsträger werden kann, der immer wichtiger wird. Im Roman »Der Sternenring«, der mit der Nummer 2965 veröffentlicht wurde, spielte die Kapitänin alle anderen Figuren an die Wand – weil der Autor spontan beschlossen hatte, sie stärker zu gewichten, als es das Exposé vorgesehen hatte.

Und jetzt las ich ein Manuskript, in dem diese Kapitänin erneut eine wichtige Rolle spielte. Sie hat es mit einem Aktivatorträger zu tun, der zu den wichtigsten Handlungsträgern unserer Serie zählt, und doch ist es Florence Hornigold, die letztlich die Geschichte bestimmt. Das hat mir so gut gefallen, dass ich kurz davor bin, einen Fan-Club für sie zu gründen …

08 August 2018

Anschlag auf Wanderer

Wanderer zählt zu den Himmelskörpern im PERRY RHODAN-Universum, die mich als Leser schon früh faszinierten. Die Suche nach der Welt des Ewigen Lebens und die ersten Besuche auf Wanderer – das mochte ich immer sehr. Deshalb gefält es mir derzeit auch, dass Wanderer in der aktuellen Handlung unserer Serie eine wichtige Rolle spielt.

Susan Schwartz hatte die Aufgabe, einen »Anschlag auf Wanderer« zu schildern. In ihrem Roman, der in der nächsten Woche erscheinen wird, setzt sie unter anderem den Arkoniden Atlan und den Mausbiber Gucky in Szene. Die beiden sind nicht immer einer Meinung, vor allem sind ihre Gegenspieler nicht gerade einfach.

»Hat keinen Sinn, Arkonidenhäuptling!«, ruft Gucky deshalb irgendwann verzweifelt aus. Und stellt einigermaßen genervt fest: »Oh, unser Prominentenstatus wirkt selbst hier.« Na dann ...

07 August 2018

Das Suprahet erwacht

»Ganz großes Kino« – das schrieb ich dem Autor, nachdem ich die Lektüre seines Manuskriptes beendet hatte. Dabei war ich anfangs ganz skeptisch gewesen, ob er das komplexe Exposé überhaupt in einen spannenden Roman umsetzen könnte.

Doch Rüdiger Schäfer bekam es hin: Aus seinem eigenen Exposé, mit dem er die Handlungsstaffel »Die Blues« abschloss, machte er einen echten »Kracher« – trotz der vielen Informationen, die der Autor vermitteln musste, schaffte er es, mich mit seinem »Das Suprahet erwacht« zu fesseln.

Die Abschlussbände bei einer Zehner-Staffel sind nie einfach; ein Autor muss viele Fakten zusammenführen, muss noch mal alles in Erinnerung rufen und muss trotzdem eine packende Handlung schreiben, die die Leser mitreißt. Selbstverständlich schafft es dabei kein Autor, alle Geschmäcker zu bedienen – darüber müssen wir sicher nicht diskutieren.

Aber mich hat die Geschichte fasziniert. Sie bildet einen wundervollen Abschluss für eine Staffel, die nicht nur Altlesern wie mir gefallen hat, sondern die auch neue Leser ansprechen konnte.

06 August 2018

Entscheidungen im Solsystem

Ein Logbuch der Redaktion

Das heimatliche Sonnensystem ist Dreh- und Angelpunkt für die Menschheit der Zukunft – so wird es immer wieder in der PERRY RHODAN-Serie dargestellt. Bei einigen der Romane, die wir im August 2018 veröffentlichen, zeigt sich das besonders deutlich. Sie treiben die aktuelle Entwicklung des laufenden »Genesis«-Zyklus weiter – und stellen manche frühere Ereignisse in einen neuen Zusammenhang.

Uwe Anton zeigt zu Beginn, wie gut er sich darauf versteht, exotische Elemente des »Perryversums« mit Themen zu verbinden, die man kaum in einer Science-Fiction-Serie vermutet. Sein Roman »Zirkus der Zerstörung« spielt nicht nur in Terrania und Umgebung, sondern ebenso in einem terranischen Gebirge.

Zu den Hauptpersonen des Romans zählt ein Haluter, der ein besonderes Schicksal zu erleiden hat – dabei hat er keine größere Freude in seinem Leben, als Terraner zu unterhalten und zu begeistern. Auch der Mausbiber Gucky und der Arkonide Atlan treten in wesentlichen Rollen auf. Der Roman mit der Bandnummer 2973 wird am 10. August 2018 veröffentlicht.

Eine wichtige Aufgabe kann danach Susan Schwartz erledigen. Die Autorin ist als Spezialistin für exotische Außerirdische bekannt geworden; die Leser lieben sie für ihre stets unterhaltsamen und flotten Romane. Das zeigt sich auch bei »Anschlag auf Wanderer«, der am 17. August 2018 als Band 2974 in den Handel kommt.

Susan Schwartz zeigt eine weitere Veränderung für die Bewohner des Solsystems. Es kommt nämlich ein Besucher, mit dem niemand rechnen konnte – für die Leser dürfte es eine Figur sein, die sie kaum erwartet haben dürften. Ein ehemaliger Bote der Superintelligenz ES lässt sich blicken ... eine »schöne Familie« spielt eine wichtige Rolle, und ein gewisser Mausbiber sieht sich vor ungeahnte Herausforderungen gestellt.

Einen sehr spannenden, streckenweise auch düsteren Roman mit einer Reihe von Überraschungen schrieb Kai Hirdt. Sein »Der Herr der Zukunft« zeigt das Innenleben einer Figur, die schon seit vielen hundert Bänden zu den wichtigsten Handlungsträgern der PERRY RHODAN-Serie zählt. Darüber hinaus beschreibt der Autor, wie die unterschiedlichsten Machtgruppen und Personen innerhalb des Solsystems um die Zukunft der Menschheit ringen.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen, weil er so vielschichtig ist und er so unterschiedliche Aspekte beleuchtet. Wie der Autor die Spannung steigert und dann auf das Ende zusteuert, das empfand ich als große Klasse. Ich könnte mir vorstellen, dass die Geschichte und ihr Ausblick auf die Folgebände bei den Lesern die eine oder andere Diskussion auslösen wird. Sein Roman wird am 24. August 2018 veröffentlicht; er trägt die Bandnummer 2975.

Mit diesen drei Romanen wird das Solsystem innerhalb der PERRY RHODAN-Serie erneut zu einem wichtigen Schauplatz des Geschehens. Die Entwicklung geht danach weiter, das ist klar – aber nach den drei Bänden wird sich einiges grundlegend geändert haben. Schauen wir mal, wie das ankommen wird …

02 August 2018

Die Kosmische Fabrik

Aus der Serie »Tausend Bände zurückgeblickt«:

»Perry Rhodan hat vor dem neuen Galaktikum auf Arkon I eine verheerende Abstimmungsniederlage erlitten.« So beginnt das Exposé für den PERRY RHODAN-Roman mit der Bandnummer 1972 und dem Titel »Die Kosmische Fabrik«. Das Exposé schrieb Robert Feldhoff, den spannenden Roman verfasste Arndt Ellmer, Redakteur und Lektor war in jenem Jahr 1999 ich.

Was wir mit dem grundlegenden Kniff erreichen wollten, musste Arndt Ellmer umsetzen: Wir wollten nicht gleich im ersten Roman eine gigantische Raumschlacht zwischen MATERIA, der riesigen Kosmischen Fabrik, und den Raumflotten der galaktischen Mächte schildern. Wir wollten stattdessen Perry Rhodan und seine Begleiter in eine Konfrontation mit einem übermächtigen Werkzeug der Kosmokraten schicken.

Arndt Ellmer musste in der Folge einen Kampf zwischen der SOL und MATERIA schildern. In diesem sollte es nicht nur reichlich Action geben, sondern es sollten auch wissenschaftliche Erkenntnisse gesammelt werden. Seien wir ehrlich: Letztlich hatte der Autor die Aufgabe den Job, von einer ersten Raumschlacht möglichst trickreich zu erzählen.

Im Nachhinein finde ich, dass er diese Aufgabe damals sehr gut löste. Und das Titelbild von Swen Papenbrock präsentierte eine wichtige Szene aus diesem Roman – das war ein starkes Gesamtpaket.

01 August 2018

Das »Exterra« wurde 80

Dass ich es liebe, klassische Fanzines aus Papier zu lesen, habe ich schon oft genug erwähnt. Heute beendete ich die Lektüre der aktuellen »Exterra«; dabei handelt es sich um das Mitglieder-Fanzine des Science-Fiction-Clubs Universum. Die Ausgabe 80 umfasst 64 Seiten und ist für Mitglieder kostenlos. (Wer als Nichtmitglied ein solches Heft haben möchte, sollte sich über die leider nicht sehr aktuelle Internet-Seite »schlau« machen.)

Unter anderem gibt es Rückblicke auf den GarchingCon und Hintergrundberichte zu PERRY RHODAN. Darüber hinaus gibt es weitere Berichte, etwa über die »Galaxy«-Reihe im Rahmen der »Lustigen Taschenbücher«, oder zu der Science-Fiction-Serie »Maddrax«, bei der bekanntlich immer wieder PERRY RHODAN-Autoren aktiv werden oder geworden sind.

Nicht jeder Bericht in diesem Fanzine ist richtig gut – aber das erwarte ich auch nicht bei einer Fan-Zeitschrift, die von Fans in ihrer Freizeit geschrieben und herausgegeben wird. »Exterra« ist auch mit seiner Ausgabe 80 ein schönes Beispiel dafür, dass die Fanzine-Kultur weiterhin besteht.

Lohnenswertes Heft! (Gibt's für zwei Euro plus Port. Informationen auch via E-Mail, denke ich: Wolfgang Höfs als Redakteur ist über exterra@sfcu.de zu erreichen.)