22 September 2020

Brigade der Sternenlotsen

Das Titelbild ist recht knallig, der Inhalt trägt dafür kosmische Züge: Im nächsten PERRY RHODAN-Roman, den Uwe Anton verfasst hat, geht es um die Geschichte des geheimnisvollen Sternenrades. Ein Haluter erfährt mehr über das kosmische Gebilde, das sich in der Hand der Cairaner befindet, von diesen aber nicht erschaffen worden ist.

Der Autor erzählt seine Geschichte auf zwei Handlungsebenen, die er geschickt miteinander verzahnt: einerseits in der Handlungsgegenwart, andererseits in der Vergangenheit des Sternenrades. Dabei ergeben sich unterschiedliche Blicke auf dasselbe Objekt – dazu kommen weitere Erkenntnisse über die Cairaner und andere Völker …

21 September 2020

Die »SOL« 99 mit Clark Darlton

Ein lohnenswerter Schwerpunkt: In ihrer aktuellen Ausgabe 99 beschäftigt sich die Zeitschrift »SOL« mit Walter Ernsting, der unter dem Pseudonym Clark Darlton einer der beliebtesten deutschsprachigen Science-Fiction-Autoren war. Unter der Ägide von Christina Hacker, die als Chefredakteurin für das Magazin der PERRY RHODAN-FanZentrale verantwortlich zeichnet, erzählen Wegbegleiter, Autorenkollegen und bekannte Fans darüber, was für sie Walter Ernsting bedeutete und immer noch bedeutet. Weitere Beiträge informieren über Leben und Werk des Schriftstellers, der 2020 hundert Jahre alt geworden wäre.

Das Heft enthält zahlreiche weitere Beiträge, die lohnens- und lesenswert sind. Besonders hervorheben möchte ich das Interview mit Arndt Ellmer, der nach langer Pause wieder bei unserer Serie mitschreiben kann – es ist sehr offen und ehrlich. Dazu kommen Rezensionen aktueller Romane und verschiedene Hintergrundberichte, Grafiken und eine Fortsetzungsgeschichte. Das Magazin lohnt sich immer, die Ausgabe 99 ist keine Ausnahme.

Mitglieder der FanZentrale haben es eh im Rahmen ihres Mitgliedsbeitrages erhalten. Ich empfehle die »SOL« aber auch jenen Lesern unserer Serie, die gern mehr Hintergründe möchten oder sich ein Magazin wünschen – es gibt ja in Form der »SOL« bereits eines …

19 September 2020

Ben Calvin Hary wird 40

Langsam wird es schwierig, den Kollegen Ben Calvin Hary noch als »Jungautor« zu bezeichnen. Am heutigen Tag kann er einen »runden« Geburtstag feiern, und deshalb erlaube ich mir, ihm an dieser Stelle öffentlich zu gratulieren. Er wird sage und schreibe vierzig Jahre alt.

Ich nahm ihn im Sommer 2014 zum ersten Mal als Autor wahr: Sein Roman »Mein Freund Perry« war ein Fan-Roman, ich fand ihn hervorragend. Wir probierten eine erste Zusammenarbeit bei PERRY RHODAN-Arkon, danach schrieb er einige Romane für Heftromanserien der Konkurrenz. Seit einiger Zeit ist er bei PERRY RHODAN NEO an Bord, und er schrieb Beiträge für die Miniserien.

Ben Calvin Hary ist vielen Menschen in jüngster Zeit vor allem als YouTuber aufgefallen. Seine Beiträge auf dem Perryversum-Kanal mag ich stets sehr gern. Darüber hinaus schätze ich an ihm, dass er immer wieder neue Ideen für Marketing-Aktionen und darüber hinaus hat – ich bin sicher, dass wir davon auch in Zukunft das eine oder andere davon sehen werden.

Vierzig ist eine Wegmarke, es ist ein wichtiger »runder« Geburtstag. Ich wünsche alles Gute und hoffe auf viele weitere Jahre unserer Zusammenarbeit!

18 September 2020

Ein Kalender für das Jubiläumsjahr

Als wir uns überlegten, welchen Kalender wir für das Jahr 2021 vorbereiten sollten, waren sich meine Kollegin Madlen Bihr und ich schnell einig: Wenn PERRY RHODAN seinen sechzigsten Geburtstag feiert, muss sich der Kalender jenes Mannes annehmen, der unserer Serie in den ersten Jahrzehnten ein unverwechselbares Äußeres gegeben hat. Johnny Bruck gestaltete fast 1800 Titelbilder für die wöchentliche Serie, dazu zahlreiche Bilder für die parallelen Serien und die Taschenbücher.

Blättere ich den Kalender durch, den es seit einigen Tagen offiziell gibt, wird mir wieder einmal klar, wie wandlungsfähig Johnny Bruck im Verlauf der Jahrzehnte war. Man kann beim besten Willen nicht behaupten, er habe nur einen Stil gehabt und sei diesem in all den Jahren treu geblieben. Bruck blieb immer Bruck, aber er wandelte sich sehr wohl.

In diesem Kalender finden sich deshalb klassische Action-Movie ebenso wie die Darstellung faszinierender Außerirdischer – da merkt man immer, dass er auch ein hervorragender Tiermaler war – oder den Blick in kosmische Weiten. Die Bilder zeigen Raumschiffe und Landschaften, Gesichter und Gebäude, ein abwechslungsreicher Reigen durch dreieinhalb Jahrzehnte unserer Seriengeschichte. Ich finde, das passt wunderbar zum Jubiläumsjahr!

17 September 2020

Meine erste Profi-Veröffentlichung

Fast hätte ich mein eigenes Jubiläum verpasst: Vor genau vierzig Jahren hatte ich meine erste professionelle Veröffentlichung. »Professionell« heißt in diesem Fall, dass ich ein Honorar dafür bekommen habe, dass jemand einen Text von mir gedruckt hat. Dieser Jemand war im September 1980 die Redaktion des PERRY RHODAN-Magazins.

In der Ausgabe 9/1980 dieses Magazins wurde meine Geschichte in der Reihe »Junge SF« veröffentlicht, vermittelt durch die Agentur Michael Nagula. Die Kurzgeschichte trug den Titel »Offenbarung«, behandelt im Prinzip ein religiöses Thema und wird von mir heute als sehr schwach betrachtet. Für einen 17 Jahre alten Lehrling – ich hatte zu der Zeit eine Lehre angefangen, die ich wenige Monate später wieder schmiss – war der Text wahrscheinlich trotzdem ganz okay.

Man kann nicht sagen, dass eine direkte Linie von dieser Veröffentlichung zu meinem heutigen Beruf besteht. Aber offenbar war mein Leben schon sehr früh und sehr eng mit der PERRY RHODAN-Serie verbunden …

16 September 2020

Wie sieht ein Exposé aus?

Weil immer wieder die Frage auftaucht, wie eigentlich das Exposé eines PERRY RHODAN-Romans aussieht, nutze ich die Chance, heute erste Antworten zu geben. Es hängt nämlich immer davon ab, welcher Exposéautor und welche Exposéautorin für den Inhalt des Exposés verantwortlich ist. Je nach Person unterscheiden sich die Schwerpunkte teilweise sehr.

Ich zeige hier die Titelseite des Exposés, das Robert Feldhoff im Frühsommer 2000 für den Jubiläumsband 2000 erstellte. Den Roman schrieben damals Ernst Vlcek und er gemeinsam, nachdem sie jahrelang auch die Exposés gemeinsam verfasst hatten. Weil das gesamte Thoregon-Konzept aber zum größten Teil auf Ideen von Robert Feldhoff aufbaute, war es nur konsequent, dass er auch das entsprechende Exposé schrieb.

Er nannte auf der Titelseite eines Exposés – und das hatte er im Prinzip noch von K. H. Scheer übernommen – die wichtigsten Elemente des zu schreibenden Romans, die technischen Begriffe, der Termin der Romanabgabe sowie eine grobe Zusammenfassung des Inhalts. Auf den folgenden Seiten kamen dann die inhaltlichen und technischen Details.


15 September 2020

Wie entsteht ein Romantitel?

Im Galaktischen Forum auf unserer Internet-Seite wurde ich unlängst gefragt, wie denn die Titel unserer PERRY RHODAN-Romane entstehen würden. Weil das sicher auch andere Menschen interessiert, möchte ich es an dieser Stelle hier beantworten.

Wenn die Exposéautoren ihr Exposé verfassen, denken sie sich bereits einen Titel für den Roman aus. Das ist eine gute Vorlage, weil für die Autorinnen und Autoren dann eine gewisse Richtung vorgelegt wird. Aber natürlich kann sich jeder anders entscheiden.

Ich frage nach einiger Zeit an, wie es mit Vorschlägen aussieht. Welchen Titel würden die Kollegen gern haben, welchen Untertitel haben sie denn im Angebot? Wenn der Vorschlag da ist, schaue ich, ob es diesen Titel vielleicht schon einmal gibt, und ich prüfe, ob er eine zu große Ähnlichkeit mit einem aktuellen Roman außerhalb unserer Serie hat.

Meist übernehme ich einen Vorschlag des Kollegen, manchmal unterbreite ich einen Gegenvorschlag – dann beispielsweise, wenn ich meine, der Vorschlag sei zu langweilig. Am Ende kommt ein Titel heraus, in dem sich möglichst viele Ideen der Schreibenden wiederfinden. (Weil unsere Serie von den Autoren geschrieben wird und nicht vom Redakteur ...)

14 September 2020

Das Mausbibergrab

Als Ben Calvin Hary und ich über den Titel für seinen Roman diskutierten, herrschte unter den PERRY RHODAN-Lesern gerade eine sehr große Aufregung wegen der angeblichen Ermordung des Mausbibers Gucky. Der Autor und ich fanden Titel »Das Mausbibergrab« beide gut, waren aber nicht sicher, ob es gut war, den zu verwenden. Er passe zum Inhalt, argumentierte ich, und wir müssten klarstellen, dass in dem genannten Grab nicht ein bewusster Mausbiber liege.

Nach einigem Hin und Her entschieden wir uns für den Titel, der für Band 235 von PERRY RHODAN NEO verwendet wird. »Das Mausbibergrab« hat mit Gucky sehr viel zu tun: Dieser Mausbiber spielt eine sehr wichtige Rolle in diesem Roman. Aber ich kann an dieser Stelle schon sehr klar versprechen, dass nicht Gucky in einem Grab liegt.

In seinem Roman erzählt Ben Calvin Hary stattdessen von anderen Mausbibern, ihrer Herkunft und ihrer möglichen Zukunft. Das alles ist eingebettet in die Geschehnisse im Sagittarius-Sektor des Milchstraßenzentrums. Spannender Roman – hat mir gut gefallen!

13 September 2020

Gedanken zur nächsten Miniserie

Bei der einen oder anderen Gelegenheit habe ich angedeutet, dass 2021 eine neue PERRY RHODAN-Miniserie erscheinen wird. Sie soll wieder zwölf Romane umfassen und wird im PERRY RHODAN-Universum spielen (also nicht im NEO-Universum, um das gleich klar zu sagen). An diesem Wochenende beschäftige ich mich gedanklich immer wieder mit einzelnen Aspekten des Zwölfteilers.

Ausgangspunkt ist ein Arbeitspapier des Exposéautors, das mir seit über einer Woche vorliegt. Wir haben darüber gesprochen, wir mailen immer wieder hin und her. Aus vielen Ideen entstehen neue Überlegungen, ich finde solche Prozesse immer sehr spannend. 

Ziemlich sicher sind wir bereits, welche Autorinnen und Autoren mitwirken werden. Auch weitere Eckpunkte wurden bereits festgelegt. Wir sind uns vor allem einig, dass wir im September erste »ernsthafte« Informationen an die Öffentlichkeit geben werden. Aber es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns, bis dann im März 2021 der erste Roman der neuen Serie im Handel verfügbar sein wird ...

12 September 2020

Sommerfest mit Anwesenheitspflicht

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Wie sollten wir uns verhalten, was sollten wir tun? Es war Freitag, der 14. Juni 1996, und im Büro der PERRY RHODAN-Redaktion fühlte ich mich wie im Belagerungszustand. Ich spürte geradezu, wie sich in den Arbeitszimmern rechts und links eine Stimmung breitgemacht hatte, die nicht gerade positiv war.

Im Verlauf der vergangenen zwölf Monate hatte sich der Flur immer mehr »geleert«. Die Räumlichkeiten, die der Buchverlag bei seinem jüngsten Umzug eingenommen hatte, hatten sich deutlich reduziert. Anfangs hatten der Moewig-Verlag sowie seine Imprints – also Neff oder Zsolnay – den ganzen Flur belegt. Nun aber standen einige Räume leer.

Sabine Bretzinger und ich hatten das schöne Büro in der hintersten Ecke geräumt und waren wieder einmal umgezogen: zum dritten Mal in nur drei Jahren. Nun saßen wir in dem Büro, das wir in der Folge mehr als zwei Jahrzehnte für PERRY RHODAN nutzen sollten: mitten im Flur, nahe des Eingangs und mit direktem Blick auf die Druckerei. Ein Grund dafür, dass sich gut die Hälfte der Büros geleert hatten, war die Tatsache, dass die Verlagsunion Pabel-Moewig »geschrumpft« worden war.

So hatte man beispielsweise den Zsolnay-Verlag und andere Bestandteile der Verlagsgruppe »abgestoßen«, die man einige Jahre zuvor erst gekauft hatte. Man wollte sich auf das Kerngeschäft konzentrieren, was immer das genau bedeuten sollte. Dazu zählten auf jeden Fall die erfolgreichen Kochbücher der Reihen »Dr. Oetker« sowie »kochen und genießen«, ebenso natürlich PERRY RHODAN.

An diesem Freitag stand das Sommerfest des Buchverlages an. Sabine und ich hatten im Dezember das Weihnachtsfest »geschwänzt«, was uns von der Verlagsleitung negativ angekreidet worden war. Man hatte von »mangelndem Vertrauen« geredet, jeder von uns war zu Einzelgesprächen zitiert worden.

Allerdings hatte ich nicht die geringste Lust auf das Sommerfest, trotz der Vorbereitungen im Hof des Verlages. Wir vernahmen sie in unserem Büro laut und deutlich – die Fenster standen offen, und ich hörte, wie Tische und Stühle aufgestellt wurden.

Dabei klang die Einladung so freundlich. Zwar war die Feier für den gesamten Verlag gedacht, die »Mitarbeiter des Bereiches Buch« waren aber bereits am 28. Mai durch ein »Memo« auf das Fest aufmerksam gemacht worden. »Da wir nur alle Jubeljahre einmal ein so großes Sommerfest bei VPM veranstalten, freue ich mich, wenn alle Mitarbeiter des Bereiches Buch am Freitag, den 14. Juni 1996 mindestens bis 18.30 h anwesend sind.« (Der Kommafehler stand so auch im »Memo«.)

Sabine und ich saßen uns an unserem Doppelschreibtisch gegenüber. »Es ist eine dienstliche Anweisung«, sagte Sabine, mit der ich »Kriegsrat« hielt. »Wenn wir diesmal wieder nicht auftauchen, kann man uns sogar eine Abmahnung verpassen.« Sie wiegte den Kopf. »Wir sollten hingehen, bis halb sieben unsere Zeit absitzen und dann gehen.«

Ich sah mir die Einladung noch einmal an. »Wir müssen eigentlich nur bis halb sieben im Verlag bleiben«, sagte ich. »Mehr wird nicht verlangt.« Laut las ich vor: »Sollte wider Erwarten jemand dringend vor 18.30 Uhr gehen müssen, so wird er mir sicherlich in einem persönlichen Gespräch – eine Woche vorher – seine Gründe ausführlich darlegen.« Ich lachte. »Das nehme ich nicht ernst.«

Sie konterte und las den abschließenden Satz vor: »Ansonsten ist dies eine einmalige Gelegenheit, das Angenehme mit der Pflicht zu verbinden.« Sie grinste. »Ich gehe hin, ich esse und trinke, ich unterhalte mich mit den Kollegen, und dann gehe ich heim. Keine Minute länger.«

Ich nickte. »Gut. Ich bleibe im Büro und arbeite. Das kann mir niemand verbieten.«

Genauso verhielten wir uns. Sabine blieb so lange wie möglich im Büro und arbeitete an einigen der Nachauflagen. Für die dritte und die fünfte Auflage mussten Umschläge definiert und teilweise neue Texte geschrieben werden; wenn sie das am Freitag erledigte, konnten am Montagmorgen die Kollegen in der Setzerei bereits sehr früh mit ihrer Arbeit weitermachen. Danach ging sie zum Sommerfest.

Ich las in einem aktuellen Manuskript, schrieb einen neuen Vorspann für einen Heftroman und räumte ein wenig auf. Aus den Büros rechts und links von mir standen die Kolleginnen und Kollegen auf. Ich hörte, wie sie ihre Zimmer verschlossen, dann war ich allein in den Räumlichkeiten des Buchverlages.

Zu tun hatte ich genug. Ich telefonierte lange mit Robert Feldhoff und besprach mit ihm aktuelle Exposés. Er hatte neue Ideen, was den Fortgang des THOREGON-Zyklus anging, die fand ich wichtig und interessant.

Nachdem ich aufgelegt hatte, nervte mich die Musik, die durch die geschlossene Tür in mein Büro drang. Ich steckte eine Musik-Kassette in den Kassetten-Rekorder, der bei uns im Büro stand, und beschallte meinen Arbeitsplatz mit sehr krachigen und lauten Tönen. Damit hörte ich nichts mehr von außen.

Ich blieb am Computer sitzen und schrieb Texte, dazu einige Briefe an freie Mitarbeiter. Darüber hinaus arbeitete ich an einem Ideenpapier weiter, das ich vor einigen Tagen angefangen hatte. Als ich mit allem fertig war, hatten wir genau 18.30 Uhr.

Wie an jedem normalen Arbeitstag fuhr ich den Computer hinunter, packte meinen Kram, verließ mein Büro und schloss es ab. Im Hof des Verlages saßen viele Kolleginnen und Kollegen an den Biertischen; sie aßen und tranken. Der damalige Verlagsleiter registrierte mich, das war das Wichtigste. Ich blickte auf meine Armbanduhr, überzeugte mich davon, dass es bereits nach 18.30 Uhr war, und ging, ohne mit jemandem zu reden oder etwas zu essen und zu trinken.

Niemand sprach mich übrigens jemals auf mein Verhalten an diesem Tag an.

11 September 2020

Die drei Haluter

Ein stimmungsvolles Bild von Alfred Kelsner, ein spannender Roman von Michael Marcus Thurner: Der PERRY RHODAN-Roman der nächsten Woche wirft erneut einen Blick in das Innere des Sternenrads, »Die drei Haluter« erzählt von einem riskanten Vorstoß in eine weitestgehend unbekannte Gegend.

Die Idee der Exposéautoren, drei junge Haluter als Hauptfiguren zu nehmen, hat mir gleich gefallen. Meist las man in unseren Romanen von erfahrenen Halutern wie Icho Tolot oder Blo Rankane; junge Haluter sind sicher ein wenig anders. Vielleicht sind sie draufgängerischer, sie neigen nicht zu übertriebener Höflichkeit und kommen mit terranischen Verhaltensweisen besser klar. So sehe ich es zumindest.

Ob und wie der kommende Roman das thematisiert, verrate ich noch nicht. In »Die drei Haluter« geraten auf jeden Fall die Verhältnisse im Sternenrad ein wenig in Bewegung.

10 September 2020

Das Handlager im Keller

Aus der Serie »Ein Bild und seine Geschichte«

Im Keller unseres Verlages, gewissermaßen direkt unter unseren Büros, befindet sich derzeit unser Handlager. Im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte ist es einige Male umgezogen; an dieser Position ist es schon seit längerem untergebracht. Wir mussten damals – um es einrichten zu können – viele Stapel mit Moewig-Büchern und allerlei Unterlagen zur Seite räumen.

Dort lagern jetzt die einzelnen Romane unserer Serien in Stapeln. Dort schauen wir nach, wenn im Shop ein einzelner Roman fehlt und wir etwas nachliefern müssen. Dort holen wir Nachschub, wenn sich jemand beschwert, er habe das aktuelle Heft nicht im Rahmen seines Abonnements bekommen. Und dort befinden sich auch Werbeartikel und Hörbücher sowie unsere Unterlagen für die Buchmessen oder andere Veranstaltungen.

Eine Serie wie PERRY RHODAN, die nicht nur von der Gegenwart und der Zukunft lebt, sondern auch von der Vergangenheit, benötigt solche Lager. Nicht für die Arbeit der Redaktion – wir haben die gedruckten Romane im Büro und die Dateien auf dem Computer –, sondern für die Arbeit im Marketing, im Vertrieb und in der Kundenbetreuung.

09 September 2020

Neues Mousepad mit klassischer Optik

Wenn wir in der PERRY RHODAN-Redaktion darüber sprechen, welche »kleinen« Merchandise-Produkte wir unseren Leserinnen und Lesern anbieten können, kommt seit Jahr und Tag immer wieder das Thema Mousepad auf den Tisch. Ich mag Mousepads, auch wenn ich sie selbst immer weniger benutze – wenn ich aber im Büro mit einer Maus arbeite, kommt es immer noch zum Einsatz.

Wir entschieden uns, für unseren Shop in einer kleinen Auflage ein solches Mousepad zu produzieren und zu vertreiben. Die Auflage ist deshalb klein, weil wir schlichtweg nicht wissen, ob und wie ein solches Thema ankommt. Wir haben uns bewusst für ein sehr klassisches Serienmotiv entschieden – selten wurde die Vision von PERRY RHODAN klarer dargestellt.

Man muss sehen, wie das alles läuft. Vielleicht folgt in absehbarer Zeit ein neues Mousepad, dann mit einem anderen Motiv. An Ideen mangelt es bekanntlich ja nie!

08 September 2020

Ein kalkuliertes Risiko

Ziemlich viele Figuren hatte der Autor des kommenden PERRY RHODAN-Romans einzuarbeiten: Kai Hirdt schrieb »Ein kalkuliertes Risiko«, den es ab Freitag im Handel geben wird. Immerhin ist eine der Figuren – der Arkonide Markul agh Fermi – im Prinzip eine Eigenentwicklung des in Hamburg lebenden Schriftstellers: Kai Hirdt gab dem Arkoniden beim ersten Roman eine so wichtige Rolle, dass ihn die Exposéautoren stärker gewichteten, als das eigentlich geplant gewesen war.

Das hauptsächliche Thema seines Romans ist ansonsten auf militärischer Ebene angesiedelt. Raumschiffe verschiedener Sternenvölker belauern sich, eine große Schlacht scheint bevorzustehen, und die einzelnen Strategen rüsten sich zu neuen Operationen. Da passt es gut ins Bild, dass eine spezielle Mission aufbricht und dabei ein kalkuliertes Risiko eingeht. (Das Titelbild gibt dazu eine interessante Interpretation.)

07 September 2020

Ein Haiku zu Gucky

Ende August war ich – und darüber habe ich mehrfach geschrieben – bei einem Seminar in Wolfenbüttel. An der dortigen Bundesakademie für kulturelle Bildung wirkte ich als einer von zwei Dozenten in einem Schreibseminar. Es gehört zu den Traditionen unserer Seminare, dass immer wieder Schreibaufgaben gestellt werden.

Die können auch mal ein wenig aus dem Rahmen fallen, wie sich in diesem August zeigte. »Wir schreiben einen Haiku«, kündigte Dr. Olaf Kutzmutz an, der für Literatur verantwortliche Mensch an der Bundesakademie. Haikus sind klassische Mini-Gedichte, die in einem speziellen Rhythmus geschrieben werden und sich nicht reimen müssen.

Mein Haiku beschäftigte sich mit Gucky (und meine Notizen zeigen, dass ich nicht einmal die Silben richtig auszählte): »Gucky überlebt. / Mehrere Attentate. / Der Held der Sterne.« Für einen Lyrik-Band war das vielleicht nicht unbedingt geeignet, ich mochte es trotzdem.

04 September 2020

Die Himalaya-Bombe

Es wird Zeit, dass ich endlich auch auf den regulären Roman unserer Serie PERRY RHODAN NEO hinweise, der heute offiziell erschienen ist. Rüdiger Schäfer schrieb »Die Himalaya-Bombe«, es ist der Band mit der Nummer 234 unserer Serie, und es ist ein – wie ich schon mehrfach erzählt habe – sehr ungewöhnlicher Roman: Er spielt auf der Erde, es ist eigentlich eher ein Thriller und weniger ein Science-Fiction-Roman, und er kann von jedem Menschen gelesen werden, der sich für das Thema interessiert, ohne dass dieser Mensch dann irgendwelche Vorkenntnisse benötigt.

Wir haben mit dem Roman die eine oder andere Aktion veranstaltet, es gibt sogar zwei YouTube-Videos. Der Grund: Der Anfang des Romans spielt in Köln, das fanden wir amüsant. Vielleicht bringt die eine oder andere Aktion rings um den Hashtag #koeln2090 auch den einen oder anderen Menschen dazu, einmal einen solchen Roman zu kaufen.

»Die Himalaya-Bombe« ist allerdings auch ein ganz regulärer Roman unserer Serie. In ihm wird die Entwicklung der laufenden Handlungsstaffel weiter erzählt, es gibt neue Hintergründe zu Hinterlassenschaften der Liduuri. Ich bin sehr gespannt darauf, wie die Stammleser und die potenziellen Neuleser auf das Werk reagieren …

03 September 2020

Ein Ashcan-Special zu Erlangen

Immer wieder lieferten die Autoren und Zeichner der Alligator innerhalb ihrer PERRY-Comics eigene Entwürfe und Marketing-Ideen. Zum Comic-Salon 2012, der im Frühsommer 2012 in Erlangen veranstaltet wurde, stellten sie ein »Erlangen Ashcan-Special« her: ein 16 Seiten starkes Heft, das sich vor allem an Autogrammsammler und Comic-Fans richtete.

Diese erhielten damit die Chance, am Stand der Alligator-Farm nicht nur Autogramme zu sammeln, sondern sich auch Skizzen in das Heft malen zu lassen. Zudem bekamen sie eine Reihe von Skizzen und Kurz-Comics, die zeigten, wie der kreative Prozess in der Alligator-Farm ablief. 

Wie hoch die Auflage der Publikation war, ist mir nicht bekannt – sie dürfte aber im Bereich von wenigen hundert Exemplaren gelegen haben. Diese Ashcan-Ausgabe ist also sicher ein spezielles Sammlerexemplar.

02 September 2020

Besprechung auf der Autobahn

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Die Leipziger Buchmesse neigte sich ihrem Ende zu, der PERRY RHODAN-Stand war schon so gut wie abgebaut. Gemeinsam mit Heidrun Imo und Marc A. Herren trug ich die letzten Unterlagen zu meinem Auto, das direkt neben der Messehalle abgestellt war. Wir waren allesamt müde und erschöpft, und wir hatten eine lange Heimfahrt vor uns.

Es war der Abend des 20. März 2011. Wir wussten, dass wir nur noch ein halbes Jahr Zeit hatten, um den PERRY RHODAN-WeltCon 2011 vorzubereiten; deshalb war vor kurzem Marc A. Herren als Projektleiter zu unserem Team gestoßen. Und deshalb hatten wir uns vorgenommen, während der Messe und auf der Rückfahrt einige Punkte zu besprechen. Allerdings hatte sich gezeigt, dass im Messetrubel dafür keine Zeit gewesen war.

»Ich notiere mir alles, was uns unterwegs einfällt«, kündigte Marc an. Mit einem Schreibblock in der Hand setzte er sich auf den Beifahrersitz, nachdem wir uns von den Männern verabschiedet hatten, die unseren Stand abbauten. Gegen halb sieben Uhr rollten wir an diesem Abend vom Parkplatz und starteten in Richtung Autobahn.

Wir waren uns schnell einig, dass wir eine »Multimedia Lounge« einrichten wollten. In dieser sollte es um die E-Books gehen, dort wollten wir eine Twitter-Wall einrichten. Unsere Vorstellung war: ein Bereich mit gemütlichen Sitzgelegenheiten, wo man sich E-Book-Reader ausleihen kann und wo Kopfhörer dazu einladen, sich einmal ein PERRY RHODAN-Hörbuch zu Gemüte zu führen.

Ebenso schnell war klar, wer diesen Bereich des WeltCons leiten sollte: »Das muss unbedingt Miriam Hofheinz übernehmen«, fixierten wir. Die ehemalige Kollegin aus dem PERRY RHODAN-Marketing, die uns den Weg in das E-Book-Geschäft geebnet hatte, war bestens vernetzt und kannte viele Leute in der Digital-Branche. »Ich schicke ihr den Plan für die Lounge, dann kann sie sich schon mal darauf einstellen«, bot Marc an.

Während der Fahrt kamen wir auf Ideen, die eher skurril waren, die wir aber trotzdem notierten. »Man könnte mit der Firma Haribo verhandeln, ob die zum WeltCon nicht Gold-Guckys anbieten können«, schlug Marc beispielsweise vor. Die Idee fanden wir toll – aber letztlich gingen wir sie nie ernsthaft an.

Eine ähnliche Idee, die sich im Gespräch großartig anhörte, die wir aber nicht weiter vorantrieben: »Wir sorgen dafür, dass auf den Toiletten im Kongresszentrum in Mannheim überall PERRY RHODAN-Romane liegen, damit die Leute etwas zu lesen haben. Und wir lassen Bildschirme auf Augenhöhe anbringen, auf denen man E-Books lesen kann.« Wir trauten uns dann doch nicht, das mit den Verantwortlichen in Mannheim zu besprechen …

Wesentlich ernsthafter gingen wir das Thema an, wie wir das Hotel in den Con einbinden sollten. Recht schnell waren wir uns einig, dass wir im Hotel einen Aufenthaltsbereich für prominente Gäste und »VIPs« einrichten wollten. Die Räumlichkeiten hinter der Bühne waren sehr schlicht: nackter Beton, einfache Stühle und Tische. Das lud nicht dazu ein, dort zu verweilen. Wir wollten, dass sich unsere Gäste wohlfühlten.

Ich überlegte, ob wir uns das überhaupt leisten konnten: »Wenn wir im Hotel einen Seminarraum mieten, den wir zwei Tage nutzen, kostet das zusätzliche Gebühren.« Meine Mitfahrer waren optimistisch: »Unsere Ehrengäste und unsere Besucher machen das Hotel voll, dann können die uns doch einen Raum als Extra zur Verfügung stellen.«

Wir wollten das Hotel und seine Ressourcen auch für weitere Ideen nutzen. »Perrymäßige Getränke« sollte die Hotel-Bar ins Angebot nehmen, die man dann auch im Kongresszentrum trinken könnte. Marc stellte sich unter anderem Vurguzz vor – ein Cocktal aus Absinth, Citro und Wodka, dazu grüne Lebensmittelfarbe –, aber ebenso ein Getränk namens »Guckys Karottensaft«, bestehend aus Karotten- und Orangensaft sowie den gewünschten Haribo-Mausbibern.

Marc fand die Idee großartig, und wir stimmten ihm zu. »Stellt euch das vor, so eine Bar mit PERRY RHODAN-Gestaltung und den galaktischen Getränken!« Wir überlegten uns zudem, das Personal an der Bar in entsprechend »spacige« Kleidung zu stecken.

Wir sammelten Ideen, wie wir den WeltCon in die Stadt Mannheim einbinden könnten. Es müsste sich herausfinden lassen, so überlegte Heidrun, wieviel es kosten würde, PERRY RHODAN-Fahnen an allen Fahnenmasten aufzustellen, die die Straße vom Bahnhof zum Kongresszentrum säumten. »Dann werden die Con-Besucher von PERRY RHODAN begrüßt, wir geben ihnen ein Spalier.«

Schön wäre es, wenn die Buchhandlungen von Mannheim flächendeckend ihre Schaufenster mit PERRY RHODAN dekorieren könnten. Doch wie sollte man das organisieren? Vielleicht konnten die Aktiven des PERRY RHODAN-Stammtisches etwas ausrichten. Ich stellte es mir schön vor: »Eine Stadt schmückt sich für unser Jubiläum.«

Wir diskutierten die ganze Fahrt über, und wir lachten dabei sehr viel. Wir machten uns Gedanken über ein »Perry-Wichteln« oder darüber, ob man nicht »Unternehmen Stardust« in Mikroschrift auf eine kartonierte Seite drucken und der Con-Tüte beilegen könnte. Durchaus handfeste Überlegungen waren dabei: die bisherigen Romane von Andreas Eschbach endlich mal als eine Taschenbuchausgabe zu veröffentlichen oder ein Buch mit dem Arbeitstitel »Perry Rhodan für Dummies« anzubieten.

Die 550 Kilometer über Erfurt und Frankfurt legten wir ohne große Beschwerden zurück. Kurz vor Mitternacht waren wir in Karlsruhe. Wir steuerten eine Pizzeria an, die ich schon lange kannte. Ich wusste, dass die Qualität stimmte, auch bis spät in der Nacht.

Heidrun, Marc und ich bestellten zu essen und zu trinken. Dann sangen Heidrun und ich ganz leise »Happy Birthday«, weil Marc ab Mitternacht seinen Geburtstag feiern konnte. Es war sicher sein am wenigsten romantischer Geburtstag: mit zwei Kollegen in der Nacht von Sonntag auf Montag in einer auf Nachtbetrieb ausgelegten Pizzeria in der Innenstadt von Karlsruhe.

Wir ließen den WeltCon dann WeltCon sein, redeten über allerlei andere Themen. Alle drei waren wir müde und aufgedreht zugleich. Ich fuhr die Kollegen heim, dann steuerte ich mein Zuhause an. Die Buchmesse war vorüber, die rollende WeltCon-Besprechung ebenfalls …

01 September 2020

Das NEO-Köln auf dem Cover

Ich muss es einfach mal loswerden: Dass wir es jetzt »einfach mal so« hinbekommen haben, für den aktuellen Roman von PERRY RHODAN NEO ein Variant-Cover zu zaubern, finde ich großartig. »Die Himalaya-Bombe«, der aktuelle Roman von Rüdiger Schäfer, wird dieser Tage veröffentlicht. Der Roman spielt größtenteils im Himalaya, wie der Titel schon andeutet, weshalb auch ein Bergpanorama auf dem Titelbild zu sehen ist.

 Weil der Roman aber in Köln anfängt, hat Dirk Schulz eine neue Titelbild-Variante hergestellt. Sie zeigt den Kölner Dom, kombiniert mit einer futuristischen Kulisse – so wie der Zeichner sich das Köln des Jahres 2090 vorstellt. Dieses Variant-Cover haben wir für die Leseprobe und für Teile der Werbung eingesetzt, aber auch auf einer kleinen Sammlerauflage gedruckt. Ich bin sehr froh darüber, selbst ein solches Exemplar erhalten zu haben.

31 August 2020

Horror aktuell

Was sind eigentlich Xenobots? Das ist eine Frage, die sich die Hauptfiguren im kommenden PERRY RHODAN-Roman stellen. Dabei handelt es sich um Band 3081 unserer Serie, der den Titel »Horror« trägt und von Christian Montillon sowie Susan Schwartz geschrieben worden ist. Perry Rhodan und seine Begleiter erfahren darin mehr über die Staubfürsten und erlangen Kenntnisse zur Struktur des Dyoversums. Unter anderem … 

Ganz nebenbei erfahren die Leser auch mehr über einen gewissen Mausbiber. Mir hat dabei sehr gut gefallen, dass der Mausbiber-Text allerlei Hinweise auf den ersten Roman mit Gucky enthält: Das Motiv des »Spielens« ist aus diesem Roman entnommen, ebenso Begriffe wie »die tote Welt« oder die »Bodenfalte«. Ich bin sicher, dass die Leser noch weitere Hinweise finden werden.

29 August 2020

PERRY RHODAN bei einem Seminar

Es bleibt nicht aus, dass das Thema PERRY RHODAN bei einem Seminar, an dem ich als einer von zwei Dozenten teilnehme, eine gewisse Rolle spielt. Dazu trägt sicher bei, dass ich einen Mund-Nasen-Schutz trage, der ein PERRY RHODAN-Logo trägt. Aber selbstverständlich wollen Autorinnen und Autoren wissen, wie die Zusammenarbeit mit einem Autorenteam läuft.

Wir diskutieren auch über Ideen und Projekte, das bleibt ebenfalls nicht aus. Bei manchen Vorschlägen musste ich erst einmal ablehnen – aus Zeitmangel –, andere notierte ich mir. Man weiß letztlich nie, wann sich welcher Vorschlag umsetzen lässt. Und zu viele Ideen kann eine Redaktion ja gar nicht haben ...

28 August 2020

PERRY RHODAN in Wolfenbüttel

Wieder einmal bin ich in Wolfenbüttel, um an der Bundesakademie für kulturelle Bildung mit Autorinnen und Autoren an ihren Texten zu arbeiten. Um PERRY RHODAN geht es nie – trotzdem ist in diesem Jahr eine starke PERRY RHODAN-Beteiligung am Start.

Es geht mit meiner Co-Dozentin los. Kathrin Lange hat sich als Thriller-Autorin und als Autorin von phantastischen Jugendbüchern einen sehr guten Namen gemacht. In den Nuller-Jahren veröffentlichte sie unter ihrem Pseudonym Cathrin Hartmann bereits ein PERRY RHODAN-Taschenbuch sowie einen ATLAN-Heftroman.

Unter den Teilnehmern sind die STELLARIS-Autoren Ulf Fildebrandt und Robert Schweizer. Mit am Start ist zudem Lucy Guth, die seit einiger Zeit bei PERRY RHODAN NEO mitschreibt, sowie Titus Müller, der einmal einen PERRY RHODAN-Gastroman geschrieben hat – für den er damals sogar einen Literaturpreis gewann.

Eine schöne Zusammenstellung, wie ich finde. Wolfenbüttel ist für unsere Serie schon immer ein guter Ort gewesen. Ich hoffe, dass es auch in diesem Jahr so ist.

27 August 2020

Herrscher im Mikrokosmos

Als die zweite Auflage der ATLAN-Serie im August 1978 gestartet wurde, war ich von Anfang an dabei. Mich faszinierten die USO-Abenteuer mit Ronald Tekener und Sinclair Marout Kennon, und mich störten die Widersprüche zur PERRY RHODAN-Serie nur selten.

Später mochte ich die Romane, die auf der Handlungsebene »Der Held von Arkon« veröffentlicht wurden, allerdings mehr. Ich empfand sie als abenteuerlicher und phantastischer.

Im Juni 1982 kam der Roman »Herrscher im Mikrokosmos« in der zweiten ATLAN-Auflage heraus. Geschrieben hatte ihn William Voltz, der Verlag hatte das umlaufende Titelbild von Johnny Bruck auch im Nachdruck übernommen. Den Roman fand ich richtig klasse. (Als er von Rainer Castor für das ATLAN-Buch 28 mit dem Titel »Die Eisige Sphäre« eingearbeitet wurde, las ich ihn noch einmal an und mochte ihn immer noch.)

Dieser Tage hielt ich ihn erneut in der Hand. Es ist einer der Höhepunkte der klassischen ATLAN-Serie, und ich mag ihn immer noch …

26 August 2020

Gratulation an Dirk Hess

Heute feiert ein Mann seinen fünfundsiebzigsten Geburtstag, der für die ATLAN-Serie über ein Dutzend Romane schrieb und sich auch um die PERRY RHODAN-Comics verdient machte. Gemeint ist Dirk Hess, der am 26. August 1945 in Magdeburg zur Welt kam.

Wir unterhielten uns einige Male bei der Frankfurter Buchmesse, und er war ein gern gesehener Gast beim »Galaktischen Forum«, als wir es veranstalteten. (Das Bild wurde im Oktober 2002 aufgenommen.) Unser Kontakt ist leider eingeschlafen. Trotzdem möchte ich – zumindest virtuell – mein Glas auf den Kollegen und Jubilar erheben.

Alles Gute, Dirk!

Sternfinder

Wer oder was ist Sternfinder? Und wieso sind so seltsam wirkende Gestalten auf dem Titelbild des aktuellen PERRY RHODAN-Romans zu sehen? Der dritte Band des aktuellen Dyoversum-Quartetts dürfte bei den Lesern die eine oder andere Frage aufwerfen, da bin ich mir sehr sicher. 

Verfasst wurde »Sternfinder«, der in dieser Woche in den Handel kommt, von Christian Montillon und Susan Schwartz. Das ungewöhnliche Titelbild, das aber sehr genau zum Inhalt des Romans passt, stammt von Swen Papenbrock. Und ja, es handelt sich dabei um Statuen von Gatasern – wenn ich diesen Begriff an dieser Stelle nenne, plaudere ich sicher nicht zu viel aus.

Ich bin sicher, dass der Roman und sein Inhalt bei manchen Lesern mehr Fragen aufwerfen als beantworten wird. Mir persönlich hat die kosmische Entwicklung, die sich hier andeutet, sehr gut gefallen – es wird immer klarer, dass hinter dem Dyoversum noch viele Geheimnisse verborgen sind. Ob und wann diese alle gelüftet werden, ist dabei eine ganz andere Frage …


25 August 2020

Der Chaopressor

Am Freitag ist der abschließende Roman der – für mich immer noch – laufenden Miniserie erschienen. »Der Chaopressor« wurde von Kai Hirdt verfasst und beendet damit PERRY RHODAN-Mission SOL 2. Der Autor liefert, so finde ich, einen furiosen Abschluss für eine zwölf Bände umfassende Serie, in der es sowohl kosmische Höhenflüge als auch knackige Action gab.

Es ist noch zu früh, eine echte Bilanz für diese Miniserie zu ziehen. Noch liegen nicht alle Verkaufszahlen vor – aber insgesamt hat sich beispielsweise der Vertrieb sehr zufrieden gezeigt. Wir sind ja, das muss man sich klarmachen, zu einer Zeit gestartet, als im deutschsprachigen Raum das öffentliche Leben wegen der Corona-Pandemie heruntergefahren wurde. Ausgerechnet in der Woche, als der erste Roman dieser Serie in den Handel kam, waren die meisten Zeitschriftengeschäfte und Bahnhofsbuchhandlungen geschlossen.

Aber gut: Als Redakteur bin ich vor allem für den Inhalt zuständig, und mit diesem bin ich sehr zufrieden. Das Autorenteam um Kai Hirdt hat sehr gut gearbeitet, Arndt Drechslers Titelbilder sind immer wunderbar gewesen, Dieter Schmidt als Lektor und Bettina Lang in der Schlussredaktion haben die Terminlage stets gemeistert. 

Auf diese zweite »Mission SOL« blicke ich mit einigem Stolz zurück. Und »Der Chaopressor« bildet einen starken Abschluss.

24 August 2020

Yenren

Ungewöhnliche Aliens, seltsame Hinterlassenschaften: Bereits am Freitag vergangener Woche ist der PERRY RHODAN-Roman erschienen, der den Titel »Yenren« trägt und mit einem schönen Titelbild von Dirk Schulz aufwartet. Es handelt sich um den zweiten Teil des aktuell laufenden Dyoversum-Quartetts, und er wurde von Susan Schwartz sowie Christian Montillon verfasst.

Mir haben beide Seiten der Geschichte sehr gut gefallen: Auf der einen Seite erfahren die Leser mehr über den Planeten Yenren und seine Bewohner, und sie erkennen erkennen die Parallelitäten zwischen den Fremdwesen und den Menschen von der Erde. Auf der anderen Seite erfahren Perry Rhodan und seine Begleiter mehr über die Staubfürsten, die offensichtlich mit der Situation im sogenannten Dyoversum mehr zu tun haben, als man bisher hat ahnen können.

Entstanden ist in der Zusammenarbeit zwischen der Autorin und dem Autor ein locker wirkender, sehr unterhaltsamer Roman, der – für meinen Geschmack – seinen »Sense Of Wonder«-Effekt auf unterschiedlichen Ebenen gewinnt. Das ist dann sowohl abenteuerlich als auch »kosmisch«!

22 August 2020

Der Oxtorner

Zu den Völkern der klassischen PERRY RHODAN-Serie, die mich schon immer fasziniert haben, zählen die Oxtorner. Als ich die ersten Abenteuer von Omar Hawk und seinem Okrill Sherlock las, fand ich das unglaublich interessant. So ging es wohl auch Rainer Schorm und Rüdiger Schäfer, den Exposéautoren von PERRY RHODAN NEO – deshalb haben sie den Oxtornern einen großen Raum in »ihrer« Serie gegeben.

Über die Kolonie Oxtorne und ihre exotischen Bewohner hat man in der Serie noch nicht so viel erfahren. Man weiß, dass sich die Menschen der Umwelt angepasst haben. Was das konkret heißt, weiß von Perry Rhodan und den anderen Menschen keiner so richtig. Die Leser damit auch nicht …

Der Roman mit dem schönen Titel »Der Oxtorner« ist seit gestern offiziell im Handel. Verfasst wurde er von Rainer Schorm, einem der beiden Exposéautoren. Darin erfährt man mehr über Omar Hawk und seine Gedanken, aber auch einiges darüber, wie mysteriös sein Begleiter offenbar ist. Mir hat das auf jeden Fall sehr gut gefallen!

21 August 2020

Kurs 3100 und darüber hinaus

Der heutige Tag steht im Zeichen einer Exposébesprechung: Ich treffe mich mit Christian Montillon und Wim Vandemaan, den zwei Exposéautoren der PERRY RHODAN-Serie. Das Treffen findet an einem Ort statt, wo wir – in einem Garten sitzend – schön Abstand voneinander halten und trotzdem gut miteinander sprechen können.

Thema ist noch einmal »Kurs 3100«. Wir sprechen über den laufenden »Mythos«-Zyklus, ebenso darüber, wie wir diesen gut zu Ende bringen und welche Schwächen sowie Stärken er bisher aufweist. Und wir machen uns intensive Gedanken über den Zyklus, der nach Band 3100 kommt.

Beide Autoren sind schon an der Ideenarbeit an diesem neuen Zyklus. Es gibt Arbeitsblätter und Exposéentwürfe, über die wir diskutieren werden. Dabei werden wir die aktuelle Kritik der Leser – sowohl positiv als auch negativ – einfließen lassen. Am Ende des heutigen Tages sollten wir dann bereits die Marschrichtung »Kurs 3200« ausrufen können ...

20 August 2020

Leseprobe mit Variant-Cover

Nur noch wenige Tage, dann erscheint der Band 234 unserer Serie PERRY RHODAN NEO. Ich habe darüber schon einige Male etwas geschrieben. Gestern trafen die Leseproben und Plakate ein, die meine Marketing-Kollegen für die Aktion in Köln vorbereitet haben. Darüber freute ich mich sehr. 

Der Roman trägt den Titel »Die Himalaya-Bombe«, und er zeigt einen Gleiter im Anflug auf ein Hochgebirge. Weil er aber teilweise in Köln spielt, haben wir eine Version mit einem Variant-Cover herstellen lassen, die einen Gleiter vor dem Kölner Dom zeigt. Dirk Schulz hat ein sehr schönes Cover geliefert, finde ich.

Das Foto zeigt mich im Flur vor meinem Büro. Ich halte die Leseprobe vor das Plakat. (Wer diese Leseprobe haben möchte, bekommt sie unter anderem an touristischen Stellen in Köln und bei diversen Händlern. Wer bei uns ein Informationspaket bestellt, kann sie ebenfalls erhalten. Eine Mail mit Adresse an info@perry-rhodan.net genügt.)

19 August 2020

Köln auf dem Titelbild

Ich habe vor meinem Urlaub davon erzählt, dass wir etwas mit dem Hashtag #koeln2090 vorhaben. Langsam kann ich dazu ja ein wenig mehr ausplaudern: Es geht um den kommenden Roman bei PERRY RHODAN NEO, den Rüdiger Schäfer geschrieben hat.

Der Roman trägt den Titel »Die Himalaya-Bombe« und spielt auf der Erde. Weil er in Köln beginnt und einen schönen Blick auf die Stadt am Rhein wirft – wie präsentiert sich die Domstadt denn im Jahr 2090? –, haben wir den Hashtag ins Leben gerufen. Dazu wird es auch die eine oder andere Aktion geben.

Rüdiger Schäfers Roman spielt, wie der Titel nahelegt, zu einem großen Teil im Himalaya-Gebirge. Deshalb trägt er den entsprechenden Titel und – eigentlich – auch das richtige Titelbild: ein Gleiter vor dem Mount Everest. 

Unsere Leseprobe und diverse Poster haben wir allerdings mit dem Motiv des Kölner Doms publiziert. Dazu werde ich in den nächsten Tagen sicher auch noch einiges erzählen können; von Rüdiger Schäfer kommt zudem bald ein lesenswerter Werkstattbericht.

Der Roman mit dem Hashtag #koeln2090 spielt also in Köln und im Jahr 2090. Er gehört zur Serie PERRY RHODAN NEO und trägt die Bandnummer 234. Ich freue mich darauf!

18 August 2020

Sternenfieber auf meinem Tisch

Ein sprechender Wurm, der nicht nur Perry Rhodan in Verwirrung stürzt ... Ein Gesandter der Superintelligenz ESTARTU, der in der Himalaya-Region auf Wanderung geht ... Verwirrend auftretende Außerirdische und kosmische Geschichte ... 

Auf meinem Schreibtisch in der Redaktion ist das Belegexemplar von »Sternenfieber« gelandet, direkt aus der Druckerei geliefert, und ich habe mit großem Interesse in dem Silberband geblättert, der im September offiziell in den Handel kommt. Es ist der Band 151 der größten Science-Fiction-Buchserie der Welt.

Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, in der die Romane erstmals erschienen sind, die für dieses Buch die Grundlage bilden. Vor allem die skurrilen Ideen hatten es mir angetan, die Thomas Ziegler beisteuerte, ebenso begeisterten mich die kosmischen Ideen, die zeigten, dass die PERRY RHODAN-Serie noch weitere Elemente zu bieten hatte.

Und jetzt freue ich mich darauf, in diesem Buch zu blättern, einzelne Szenen noch einmal zu lesen und sie in meiner Erinnerung Revue passieren zu lassen!