16 Februar 2020

Ein Arbeitstreffen in Braunschweig

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

In den 80er-Jahren hatte ich einige Male eine Station in Braunschweig eingelegt; für junge Leute, die aus dem Süden von Westdeutschland per Anhalter nach Berlin reisen wollten, war die Stadt ein willkommener Zwischenstopp. Es sollte aber bis Ende der 90er-Jahre dauern, bis ich wieder einmal in Braunschweig übernachtete.

Am Donnerstagmorgen, 26. November 1998, setzte ich mich in den Zug nach Norden. Eigentlich wollte ich das Wochenende in Wolfenbüttel verbringen. An der dortigen Bundesakademie für kulturelle Bildung war ich im dritten Jahr als einer der Dozenten für den Bereich Science Fiction zuständig; ich wollte diesmal zusammen mit Andreas Eschbach ein Seminar für angehende Romanautoren leiten.

Der Aufenthalt in Braunschweig hatte damit allerdings nichts zu tun, hatte sich aber ergeben, weil ich in dieser Stadt ohnehin Station machen musste. Damit sich die Reise lohnte, hatte ich mir einiges als Lektüre eingepackt.

Unter anderem zählte ein aktuelles PERRY RHODAN-Manuskript dazu. Horst Hoffmann hatte Band 1964 geliefert, den wir unter dem Titel »Ein weißer Haluter« veröffentlichen wollten. Der Autor schrieb nach einem Exposé von Robert Feldhoff, der ihm damit die Chance eröffnete, eine neue Hauptfigur für unsere Serie vorzustellen. Gemeint war Blo Rakane, ein halutischer Wissenschaftler. Das gelang dem Autor sehr gut, mir gefiel das Manuskript, und ich musste mich geradezu zwingen, es immer wieder zur Seite zu legen.

Schließlich hatte ich auch anderes zu lesen. Wichtig war der Stapel von Kurzgeschichten, der zu einem sogenannten Reader aufgebunden worden war. Solche Reader stellte die Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel stets zusammen, sie gingen an alle Seminarteilnehmer, natürlich auch an die Dozenten. Die Teilnehmer mussten für ein solches Seminar im Voraus je eine Kurzgeschichte einreichen. Von diesen wurden Kopien erstellt und in einen dicken Band gepackt.

Für mich war das eine wichtige Vorbereitung. Ich hatte so die Gelegenheit, mich mit der Arbeit der Autorinnen und Autoren vertraut zu machen, auf die ich ab Freitag stoßen würde. Wie immer machte ich zahlreiche Notizen in den Texten, kringelte Wortwiederholungen ein oder unterstrich Formulierungen, die ich gut fand und im Seminar loben wollte. Mit allen Texten war ich tatsächlich durch, als ich Braunschweig erreichte.

Die Bahn war pünktlich. Ich wurde am Vorplatz des Bahnhofs abgeholt und zu einem klassisch wirkenden Hotel gebracht. Das erhob sich in der Innenstadt, die einen schönen Kontrast zum eher hässlichen Bahnhof bildete, und war ganz in der Nähe des Jugendzentrums – in diesem wollten die Braunschweiger Fans im Folgejahr einen großen Con organisieren. Ich checkte ein, ruhte mich ein wenig aus und setzte mich abends mit den potenziellen Con-Veranstaltern zusammen.

Die meisten von ihnen kannte ich schon. Sie waren jahrelang in Vereinigungen wie »Perry’s Video Club« aktiv gewesen, der bei zahlreichen Cons gefilmt hatte, und waren mittlerweile im Förderverein Phantastika Raum & Zeit e.V. organisiert. Das Ziel war klar: Im Frühjahr 1999 sollte der ThoreCon in Braunschweig organisiert werden, ein großer Con in Zusammenarbeit mit der PERRY RHODAN-Redaktion und anderen Fan-Gruppierungen.

Zu der Zeit folgten wir noch einer Devise, die ich einige Jahre zuvor ausgegeben hatte. Ich hatte – nachdem man unsere Pläne für einen WeltCon im Jahr 1996 abgelehnt hatte – vorgeschlagen, »viele Sinzigs« zu schaffen. Die PERRY RHODAN-Tage in Sinzig, die mir sehr gut gefallen hatten, sollten als Vorbild für andere Fan-Veranstaltungen dienen, idealerweise in der ganzen Republik verteilt.

Ich fand die Vorstellung sehr gut, dass es auch in Norddeutschland mehr Cons geben sollte. »Die meisten PERRY RHODAN-Cons sind im Süden«, war mir nicht nur einmal vorgeworfen worden. Braunschweig lag weit genug im Norden, so vermutete zumindest ich, damit auch Fans beispielsweise aus Hamburg oder Bremen anreisen konnten.

Der Abend verlief sehr angenehm, wir hatten viel zu lachen. Wir diskutierten über mögliche Programmpunkte bei einem solchen Con und mit wie vielen Besuchern wir zu rechnen hatten. Ich versprach, auf den Seiten der PERRY RHODAN-Romane ordentlich Werbung zu machen und auch das – immer noch frische – Internet dafür einzusetzen. Der Con sollte schließlich ordentlich besucht werden, einige hundert Besucher wären mir lieb gewesen.

Doch wieso sollten Fans ausgerechnet nach Braunschweig fahren? Meinen Vorschlag hatte ich im Vorfeld bereits geäußert: »Wir veranstalten die Autorenkonferenz in Braunschweig. Es gibt kein Gesetz, dass die immer in Rastatt sein muss. Und wenn die Autoren eh schon da sind, bleiben sie am nächsten Tag einfach beim ThoreCon anwesend.« Auf einen Schlag hätten die Veranstalter die höchstmögliche Menge an aktuellen PERRY RHODAN-Autoren bei ihrem Con. Und sie müssten keinerlei Fahrtkosten für die Ehrengäste tragen …

Den Plan fanden nach wie vor alle gut. Wir diskutierten darüber, wie wir das alles sinnvoll bewerkstelligen würden, und nach einiger Zeit waren wir alle in einer sehr beschwingten Stimmung.

Es wurde ein sehr später Abend, an dem vor allem zu vorgerückter Stunde sehr viel Alkohol getrunken wurde. Kein Wunder, dass fast alle Beteiligten sich hinterher nicht mehr an alle Details erinnern konnten …

14 Februar 2020

Christian Montillon und der Mars

Der Abschluss des »Zerozone«-Vierteilers kommt in einer Woche offiziell in den Handel: Christian Montillon schrieb den Roman mit dem schlichten Titel »Mars«, das Titelbild verheißt auf jeden Fall, dass es knallig werden könnte. Ich verrate an dieser Stelle natürlich nichts über den Inhalt, das wäre unfair.

Sicher ist es noch zu früh, ein echtes Fazit für diesen Vierteiler zu ziehen. Der Autor hat bei verschiedenen Gelegenheiten erzählt, wie es dazu gekommen ist, dass er die vier Bände allein geschrieben hat – das war ja nicht geplant. Ich bin froh, dass er die schwierige Aufgabe so gut gelöst hat.

Mit »Mars« liegt ein Abschluss für den Vierteiler vor, der so nicht im Exposé steht. Der Autor hat sich für einen offenen Schluss entschieden; die Fortsetzung dazu muss dann in absehbarer Zeit kommen. (Daran wird schon fleißig gearbeitet – das nur als ersten Spoiler …)

13 Februar 2020

Ein Rundschreiben im Februar

Am 4. Februar 1975 informierten K. H. Scheer und William Voltz die Autoren der PERRY RHODAN-Serie in einem gemeinsamen »Rundschreiben an alle PR-Mitarbeiter«, das mit »KHS/WiVo« unterschrieben worden war. Die Anrede lautete übrigens auf »Liebe Rhodanisten«.

Das Schreiben wurde mit den Exposés 729 bis 731 verschickt. Diese seien »auf den ersten Blick hin falsch nummeriert« zu sein, denn die Autoren hätten ja bereits die Exposés 729 und 730 erhalten. Es handle sich dabei »um die beiden Aphilie-Bände, Autor: K. Mahn«. Gemeint ist damit der PERRY RHODAN-Autor Kurt Mahr.

Aber nun wurde einiges umgestellt – die beiden Exposés sollten »vorerst zurückgestellt werden«. Gründe wurden in dem Schreiben nicht genannt. Die beiden Nummern seien »als ungültig anzusehen«. Die Autoren sollten die Exposés allerdings aufbewahren, »damit sie zu einem späteren Zeitpunkt in die laufende PR-Serie eingegliedert werden können«.

12 Februar 2020

Wenn sich Matthew Drax und Perry Rhodan treffen …

Ein Logbuch der Redaktion

Seit es den Piloten Matthew Drax um gut 500 Jahre in die Zukunft geschleudert hat, ist nicht nur viel Zeit vergangen – er hat eine gefährliche und zugleich faszinierende Welt kennengelernt, die streckenweise nichts mit unserer Welt des Jahres 2020 zu tun hat. Und seit der Raumfahrer Perry Rhodan im Jahr 1971 auf dem Mond die Arkoniden getroffen hat, ist die Menschheit ins All vorgestoßen, in fremde Galaxien und andere Universen – und hat seither viele Erkenntnisse über die ferne Zukunft errungen.

Man muss es klar sagen: Die Romanserien »Maddrax« und PERRY RHODAN haben mehr gemeinsam, als auf den ersten Blick auffallen würde. »Maddrax« startete im Februar 2000, während PERRY RHODAN im September 1961 das Licht der Öffentlichkeit erblickte.

Beide Serien gehören zum Genre Science Fiction, das im Verlauf der Jahrzehnte seine Höhenflüge, aber auch seine Tiefstände erlebte. Sie werden in einem Format veröffentlicht, das seit Ende der 80er-Jahre immer wieder aufs Neue für tot erklärt wird. Beide Serien haben zudem ihre Leser, die an Kritik und Lob nicht sparen.

Mich freut, dass es »Maddrax« schon so lange gibt. Diese Serien erscheinen in verschiedenen Verlagen, ich sehe uns aber nicht als Konkurrenten. Es gibt Autorinnen und Autoren, die für beide Serien schreiben, und auch unsere Leser sind teilweise dieselben. An den Verkaufsstellen liegen unsere Hefte nebeneinander aus – wir sind Partner, die beide auf ihre Art versuchen, so gut wie möglich eine phantastische Welt zu schaffen.

Bei »Maddrax« wechselt die phantastische Welt in diesen Tagen und Wochen gleich mehrfach. Matthew Drax und seine Gefährtin tauchen in parallele Welten ein, sie treffen auf ungewöhnliche Menschen und fremdartige Geschäfte. Dass es bei einer solchen Reise zu einer Begegnung mit dem PERRY RHODAN-Universum kommt, finde ich amüsant.

Den Roman verfasste Oliver Fröhlich, der für beide Serien tätig war und ist. Ich hoffe, dass den Lesern dieser durchaus augenzwinkernde Blick gefällt. Die Geschichte selbst ist ernsthaft, und der Autor erzählt sie in gewohnter Weise sehr spannend und unterhaltsam.

Wer sich in beiden Universen auskennt – bei PERRY RHODAN und »Maddrax« –, dem werden die Parallelen und Berührungspunkte auffallen. Alle anderen haben hoffentlich vor allem an der gelungenen Geschichte ihren Spaß.

Den Machern der Serie »Maddrax«, allen Autorinnen und Autoren, den unbekannten Kolleginnen und Kollegen im Verlag und im Vertrieb möchte ich zum Jubiläum gratulieren. (Und den Leserinnen und Lesern danke ich für die Treue – ohne sie ginge es nicht!) Wer es schafft, zwanzig Jahre lang eine Heftromanserie zu veröffentlichen, muss in dieser Zeit vieles richtig gemacht haben.

11 Februar 2020

Nach der Zerozone ist vor ...

Während wir in der Redaktion derzeit damit beschäftigt sind, die vier Romane des »Zerozone«-Vierteilers schön nacheinander in den Handel zu bringen, arbeiten die Autoren bereits an der Fortsetzung. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen: Es wird einen weiteren Vierteiler geben, der auf der Erde und ihrer »neuen« interstellaren Umgebung spielt.

Einer der Autoren ist Christian Montillon. Diesmal wird er aber nicht alle vier Romane allein verfassen. Diesen Stress wollten wir ihm nicht zumuten, er sich selbst aber auch nicht.

Die Geschichte ist damit noch nicht »auserzählt« – und wenn ich das so schreibe, verrate ich sicher nicht zu viel. Wir werden weitere Romane zu lesen bekommen, die auf der Erde spielen. Und ich bin sehr sicher, dass die eine oder andere Überraschung auf die Leserinnen und Leser warten wird …


10 Februar 2020

Christian Montillon und Terra

In dieser Woche erscheint bereits der dritte Band des »Zerozone«-Vierteilers; verfasst wurde er – wie die anderen Teile – von Christian Montillon. Ich bin sicher, dass viele Leser das Titelbild von Arndt Drechsler etwas verwirrend finden. Ihnen sei aber klar gesagt, dass alles stimmig ist: Die Person auf dem Cover tritt auch im Roman auf.

Der Autor erzählt von der Situation auf der Erde, die von Perry Rhodan nach langer Suche wieder gefunden worden ist. Und er schildert die Probleme, die es natürlich auch im Dyoversum gibt. Mir gefiel vor allem die parallele Geschichte, die er in diesem Roman darstellte; die Beziehung zwischen den zwei Figuren, um die es geht, stand so nicht im Exposé und wurde vom Autor entwickelt, während er an dem Vierteiler arbeitete.

Das finde ich nämlich immer spannend: Auch wenn wir viel planen und intern diskutieren, sind es doch immer die Autoren, die darüber entscheiden, in welche Richtung sich ihr Roman entwickelt. Wird es mehr Action, oder gibt es mehr Emotionen? In Band 3052 mit dem Titel »Terra« hat der Autor beides geliefert, und das gefiel mir sehr.

09 Februar 2020

Exposétreffen an der Mosel

Zum ersten Exposétreffen im Jahr 2020 fuhr ich diees Mal an die Mosel. Am Freitag, 7. Februar, saßen Wim Vandemaan, Christian Montillon und ich dort im Wohnzimmer eines schönen Einfamilienhauses zusammen. Wir tranken Saft und Wasser und Kaffee; dazu gab es leckere Dinge zu essen.

Aber vor allem diskutierten wir und tauschten Ideen aus. Derzeit hat die Handlung der PERRY RHODAN-Serie gerade einmal Band 3050 überschritten. Inhaltlich arbeiten wir aber an den Bänden, die in diesem Jahr veröffentlicht werden – und das heißt, dass wir mit großen Schritten auf Band 3100 zugehen. So sprachen wir unter anderem darüber, welche Figuren wie noch bis Band 3099 auftreten sollten oder wie es auf der Erde weitergehen sollte.

Erste Arbeitspapiere zum Zyklus nach Band 3100 liegen vor; wir hatten darüber ja schon im vergangenen Sommer ausführlich diskutiert. Wir wissen bereits sehr genau, was in Band 3100 passieren wird, und wir haben einen klaren Plan zu den Geschichten, die wir im kommenden Zyklus erzählen werden. (Dass es auf dem Weg dahin noch zu Änderungen kommen wird, ist eine Selbstverstädlichkeit. Das passiert immer.)

Als wir uns nach sechs Stunden trennten, hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Wir hatten viel besprochen, ich hatte viel notiert – das alles mussten wir jetzt nur noch umsetzen. Aber mit unserem Kurs 3100 waren wir ein entscheidendes Stück weiter.

06 Februar 2020

Eine Skizze des Androiden Moo

Viele Mails und Telefonate waren nötig, bis Renato Casaro ein PERRY RHODAN-Bild geliefert hatte, das im Frühjahr 1998 alle zufrieden stellte. Unter anderem kamen im Dezember 1997 einige Faxe ins PERRY RHODAN-Marketing, die dann von Eckhard Schwettmann der Redaktion präsentiert wurden. Wir wollten alle ein möglichst perfektes Bild haben.

Am 18. Dezember 1997 lieferte der in München lebende Künstler eine Skizze von Moo – der kleine Androide, der auf Perry Rhodans Galornenanzug sitzen sollte, sollte auch auf der finalen Darstellung des Raumfahrers gut zu sehen sein. Renato Casaros Skizze kam der Redaktion nicht ideal vor, weshalb es zu weiteren Änderungen kam. Die Skizze zeigt trotzdem, wie gut Casaro die ersten Vorschläge aus Rastatt aufgreifen und umsetzen konnte …

04 Februar 2020

Callibsos Weg

Wieder einmal ziert ein beeindruckendes Titelbild einen Roman unserer Serie PERRY RHODAN NEO. Dirk Schulz hat eine starke Darstellung von Callibso aufs Cover des Bandes 219 gezaubert; der Hintergrund ergänzt das übrigens sehr gut. Damit trifft er zudem den inhaltlichen Charakter des Romans in hervorragender Weise.

Ich war vom Manuskript schon sehr begeistert. Rüdiger Schäfer schafft es in diesem Roman – so denke ich –, einen »kosmischen Band« zu präsentieren. Die Geschichte umspannt Zeit und Raum, sie behandelt auch Themen, die in der bisherigen Serie noch gar keine Rolle gespielt haben, vielleicht aber künftig von Bedeutung sein werden.

Callibso ist eine starke Figur, die – ganz klar – an den Callibso aus der klassischen PERRY RHODAN-Serie angelehnt ist, wie ihn William Voltz beschrieben hat. Rüdiger Schäfer macht ihn trotzdem zu einem eigenständigen Charakter, den ich faszinierend fand.

02 Februar 2020

Eine neue NEO-Broschüre

Wenn eine Serie immer weiter fortschreitet, veralten die Informationen zu ihr eigentlich von Veröffentlichung zu Veröffentlichung. Da machen PERRY RHODAN und PERRY RHODAN NEO keine Ausnahme. Aus diesem Grund werden auch die gedruckten Informationen immer verändert und an die neuen Realitäten angepasst.

Dieser Tage kam die neue Auflage von »Die Welt von PERRY RHODAN NEO« aus der Druckerei. Bei Veranstaltungen wie der Leipziger Buchmesse bringen wir solche Broschüren unter die Leute, wir senden sie auch raus, wenn jemand ein Infopaket ordert. (Und ja, wir stellen solche Publikationen auch als PDF zum kostenlosen Download auf unsere Internet-Seite.)

Die Broschüre stellt die »Welt im Jahr 2089« vor und informiert, was in den bisherigen Handlungsstaffeln von PERRY RHODAN NEO geschehen ist. Darüber hinaus werden die zwei Exposéautoren vorgestellt und gezeigt, wie die NEO-Produktfamilie mit gedruckten Romanen, Hörbüchern und E-Books mittlerweile aussieht. Ein gelungenes Informationsheft, das mein Kollege Klaus Bollhöfener vom PERRY RHODAN-Marketing umgesetzt hat.

31 Januar 2020

Christian Montillon und Luna

Der erste PERRY RHODAN-Roman, der im Februar 2020 erscheinen wird, trägt den schlichten Titel »Luna« und wurde von Christian Montillon verfasst. Es ist der zweite Teil des »Zerozone«-Vierteilers. Ich fand ihn bei der Lektüre des Manuskriptes schon sehr spannend; er setzt die bisherigen Ereignisse in der neuen Heimat der Menschheit fort.

Arndt Drechsler gestaltete das Titelbild. Das Wesen, das er aufs Cover zauberte, spielt im Roman auch eine wichtige Rolle – ebenso die Raumschiffe, die es in kleiner Darstellung auf dem Titelbild zu bewundern gibt. Eine schöne Zusammenarbeit zwischen Autor und Illustrator!

29 Januar 2020

Druckfreigabe für den Staffelstart

Am heutigen Tag kümmere ich mich unter anderem um eine Druckfreigabe. Diese wird immer noch ganz altmodisch mit einem Papierausdruck gemacht (weil wir die Erfahrung gesammelt haben, dass man gewisse Dinge »auf Papier« anders wahrnimmt als am Bildschirm). In diesem Fall geht es um den Roman »Imperium am Abgrund« von Oliver Plaschka, der als Band 220 von PERRY RHODAN NEO erscheinen wird.

Ich schaue mir die einzelnen Seiten noch einmal an, lese sie teilweise, überblättere sie aber meist – aber mit einem möglichst gründlichen Blick. Ich achte auf Trennstriche, etwa übersehene Schreibfehler oder andere Kleinigkeiten, die im Korrektorat womöglich durchgeschlüpft sind. Es ist die letzte Chance, vor dem Druck des Romans noch etwas zu ändern.

Wenn ich damit fertig bin, gebe ich die Objektmappe mit dem Ausdruck – den ich mit meiner Unterschrift und einer Liste der gewünschten Korrekturen versehe – sowie dem Objektbegleitzettel in die Repro-Abteilung zurück. Mein Kollege Pio Battistig macht den Roman dann endgültig druckfertig, so dass dem korrekten Erscheinen am 21. Februar 2020 nichts im Weg steht …

28 Januar 2020

Fahren wir doch nach Köln?

In diesem Jahr findet in Köln wieder einmal der ColoniaCon statt. Ich habe im Verlauf der Jahrzehnte viele Cons in Köln besucht; seit den frühen 80er-Jahren zählte ich zu den Stammgästen bei dieser traditionsreichen Veranstaltung für Science-Fiction-Fans.

Leider klappt es nicht immer, die Wochenenden versuche ich mir schließlich eher freizuhalten. Aber es ist durchaus möglich, dass ich in diesem Jahr wieder einmal im Jugendpark sein werde.

Versprechen mag ich es nicht, aber es »juckt« mich. Der Jugendpark in Köln ist immer ein netter Veranstaltungsort, die Stimmung ist meist angenehm. Und wenn man sich nicht um das Programm kümmern möchte, stellt man sich an die Theke und ist ruckzuck in ein Gespräch verwickelt.

Der ColoniaCon ist deshalb sicher einer der kommunikativsten Cons überhaupt. Von daher – schauen wir mal!

27 Januar 2020

Änderungen bei der LKS

Es ist durchaus normal, dass sich immer wieder kleine Dinge bei einer Zeitschrift ändern. Man muss nicht das Rad neu erfinden, sondern kann gelegentlich Kleinigkeiten anpassen – dem normalen Leser fällt das gar nicht auf. Da sind PERRY RHODAN und seine Leser keine Ausnahme …

Bei Band 3050, der in dieser Woche in den Handel kommt, haben wir beispielsweise die Optik der Leserseite angepasst. Die Optik hatten wir seit einiger Zeit immer mal wieder leicht geändert; ab sofort hat sie eine neue Optik mit »luftiger« und hoffentlich besser lesbarer Schrift.

Mein Kollege Klaus Bollhöfener hat das Thema zusammen mit der Herstellung im Verlag vorangetrieben. Mal schauen, ob es Leser gibt, die sich dazu äußern – und was sie dazu sagen werden …

26 Januar 2020

Viel Action in den ersten Monaten

Das Jahr 2019 war sehr anstrengend. Und wann immer wir in der PERRY RHODAN-Redaktion das Gefühl hatten, es wäre sehr viel zu tun, nahmen wir uns eines vor: »2020 lassen wir's ruhiger angehen.« Schaue ich mir aber an, mit welchen Themen ich mich derzeit beschäftigte, scheint mir das Ziel ein wenig verfehlt zu werden …

Im Januar 2020 steht noch die »Zerozone« im Zentrum unserer Kommunikation, der Vierteiler, mit dem eine neue Handlungsebene eröffnet wird. Im Februar konzentrieren wir uns ein wenig auf »Arkon erwacht«, die neue Handlungsstaffel bei PERRY RHODAN NEO. Im März müssen wir dafür sorgen, dass jeder mitbekommt, dass es eine neue »Mission SOL«-Staffel gibt.

Und der April? Da peilen wir »Die Vironauten« an. Der Start in die neue Handlungsebene bei den PERRY RHODAN-Bücher wird zwar erst im Mai veröffentlicht, die Vorbereitungen dazu müssen aber alle im April laufen.

Damit meine ich nur die jeweiligen Marketing-Gedanken und -Aktionen. Wenn wir mit dem Marketing anfangen, haben wir in der Redaktion den größten Teil der eigentlichen Arbeit ja schon bewältigt ...

25 Januar 2020

Thesen zum Dyoversum

In diversen Diskussionsgruppen oder in unserem Forum wird derzeit schon diskutiert: Was ist eigentlich das Dyoversum, was verbirgt sich hinter dieser Bezeichnung? Die entsprechenden Romane sind noch nicht erschienen, aber es liegt nahe, dass diskutiert wird: Offensichtlich eröffnet sich für die Hauptfiguren der PERRY RHODAN-Serie ein neuer Schauplatz, ein »neues Spielfeld«, wie es Wim Vandemaan gern nennt.

Ich erinnere mich noch gut, als dieser Begriff erstmals in einer internen Diskussion auftauchte. Mir ging es wie vielen Lesern: Ich verstand nicht gleich, was damit gemeint war, fand die Ideen dann aber faszinierend. Der neue Schauplatz erweitert die PERRY RHODAN-Serie in einer Weise, mit der ich bislang nicht rechnen konnte – und das mag ich als Leser immer.

Klar werden in den kommenden vier Bänden nicht alle Geheimnisse um das Dyoversum und die Zerozone gelöst werden. Ohne dass ich zuviel verraten möchte: Da kommt bald etwas nach, die Exposés und Romane dazu sind schon in der Arbeit. Sicher ist aber: Auch wenn die Autoren weitere Informationen zum Dyoversum liefern, werden die Fragen nicht unbedingt geringer werden.

Fragt sich nur, ob und wie diese Fragen eine Antwort finden ...

24 Januar 2020

Das Team ist sehr wichtig

»Herr Frick«, fragte mich der Journalist kritisch und freundlich zugleich. »Was muss denn ein Autor oder eine Autorin mitbringen, wenn er oder sie bei Ihnen in der Serie einsteigen möchte.«

Ich überlegte eine Weile. »Die Person muss gut schreiben können, das ist klar«, sagte ich dann. »Es sollte einen Stil geben, der überzeugt, der die Leser in die Handlung reinzieht. Und er oder sie sollte sich mit dem PERRY RHODAN-Universum auskennen oder in der Lage sein, die nötigen Fakten rasch zu recherchieren. Das ist schon mal wichtig.«

Weil ich eine Pause einlegte, fragte der Journalist nach: »Und was ist das Wichtigste für jemanden in Ihrem Team?«

»Er oder sie muss teamfähig sein. Unsere Leser lesen eine Serie, da ist die Gesamtheit einfach wichtiger als der jeweilige Einzelbeitrag. Unsere Autorinnen und Autoren bilden ein Team, wozu im Prinzip auch die Redaktion gehört. Nur gemeinsam können wir das erreichen.«

Das leuchtete dem Journalisten ein. Und wenn ich mir das Foto von der letztjährigen Autorenkonferenz anschaue, bekomme ich den Eindruck, dass das mit dem Team doch ganz gut klappt ...

23 Januar 2020

Morkheros Galaxis

Aus der Serie »1000 Bände zurück«

Am 28. November 2000 kam der Band 2050 der PERRY RHODAN-Serie in den Handel. Verfasst wurde er von Robert Feldhoff, dem damaligen Exposéautor. Er lieferte mit dem Abschluss der ersten Hälfte des Zyklus »Die Solare Residenz« eine Vorlage für Uwe Anton, der in der folgenden Woche den Wendepunkt-Roman schreiben konnte.

Im Exposé stellte der Exposéautor klar, in welche Richtung er seinen Roman entwickeln wollte: »In der Galaxis Dommrath stehlen Wrehemo und Morkhero Seelenquell den Anzug der Phantome, ein machtvolles Instrument, das von einem Diener der Materie geschaffen wurde …« Der Roman erzählte dann genau diese Geschichte.

Wir wollten damals zeigen, wie sich eine junge Superintelligenz entwickelt, ausgerechnet auf der Erde und dann auch mit Menschen als Grundlage. Robert Feldhoff stellte mehrfach Superintelligenzen und ihre Herkunft ins Zentrum seiner Zyklen. Der Band »Morkheros Galaxis« lieferte einen schönen Hintergrund für die SEELENQUELL-Geschichte.

22 Januar 2020

Christian Montillon und das Solsystem

Es ist ein besonderer Roman, der am 31. Januar 2020 in den Handel kommt: Nicht nur, dass Band 3050 den Wendepunkt eines laufenden PERRY RHODAN-Zyklus darstellt – es ist darüber hinaus der Eröffnungsband zu einem Vierteiler.

Ich habe schon gelegentlich vom »Zerozone«-Vierteiler erzählt, den Christian Montillon allein geschrieben hat, und ich bin sehr froh darüber, dass es mit den vier Bänden so gut geklappt hat. Der Autor hat sich hierfür schließlich einen enormen Aufwand auferlegt.

Das hat sich gelohnt. In meinen Augen ist der Roman »Solsystem« äußerst unterhaltsam, er bringt zudem neue Details in die Serie ein, die so bisher nicht bekannt waren. Die Leser erfahren ein wenig über das Konzept des Dyoversums und von den Problemen, die sich in den vergangenen Jahrhunderten ergeben haben …

21 Januar 2020

Abstieg in die Zeit

Es geht auf das Ende einer Handlungsstaffel zu, es kommen zwei Romane der Exposéautoren, und die Handlung entwickelt sich zu einer »kosmischen Ebene« hin: So lässt sich der Hintergrund des anstehenden Romans bei PERRY RHODAN NEO zusammenfassen. Rainer Schorm schrieb »Abstieg in die Zeit«, der Roman trägt die Bandnummer 218 und wird diese Woche publiziert.

Mit Perry Rhodan geht es in diesem Roman zu Ende. Alle erwarten, dass der Terraner bald sterben wird, auch wenn sich die Ärzte verzweifelt bemühen, ihm zu helfen. Doch dann kommt es zu seltsamen Ereignissen, die mit Rhodan einerseits und größeren Zusammenhängen andererseits in Verbindung stehen, und … na ja, das kann ich jetzt kaum verraten.

Wer sich mit dem Neoversum auskennt, wird sich auf jeden Fall auf das Wiedersehen mit einer Figur freuen können, von der die Leser und der Redakteur schon lange nichts mehr gehört haben. Das wiederum dürfte zur einen oder anderen Spekulation anregen …

20 Januar 2020

Wir treffen auf die Zerozone

Ein Logbuch der Redaktion

Vier ungewöhnliche Romane warten auf die Leserinnen und Leser der PERRY RHODAN-Serie. Darüber haben wir schon gelegentlich informiert – heute will ich ein wenig ins Detail gehen.

Wir haben die vier Bände unter dem Oberbegriff »Zerozone« zusammengefasst, auch wenn der Begriff vielleicht nicht ganz hundertprozentig korrekt ist. Sie spielen nämlich nicht in der Zerozone, sondern streng genommen dahinter.

Verwirrt?

Das macht nichts. Wir klären das in der Handlung der vier Romane ohnehin auf. Und mein Logbuch soll nur einen kleinen Einblick in das kommende Geschehen geben. Darüber hinaus möchte ich auf eine weitere Besonderheit aufmerksam machen.

Seit der »Mythos«-Zyklus mit dem starken Band 3000 angelaufen ist, gibt es eine Frage, die sich durch alle Romane zieht: Wo ist eigentlich die Erde? Um es genauer zu sagen: Wohin sind Mond und Erde verschwunden? In der Milchstraße und auf den vielen besiedelten Menschen dieser Sterneninsel ist die Erde ebenso zu einem Mythos geworden wie Perry Rhodan selbst, und viele Menschen wollen schon gar nicht mehr an diesen Mythos glauben.

(Um einen Vergleich zu ziehen: Gehen wir knapp über 400 Jahre in unsere Vergangenheit zurück, landen wir in der Zeit der Religionskriege und der frühen Kolonisation. Viele Ereignisse von damals sind längst zu lokalen Mythen geworden, die sich in manchen Gegenden etwa in Europa zu folkloristischen Ereignissen entwickelt haben: Erinnerungen an längst vergangene Kriege oder der Pest.)

Perry Rhodan und seine Gefährten haben seither als wichtigstes Ziel, eine Spur zur Erde zu finden. Im Jahr 2046 Neuer Galaktischer Zeitrechnung – es entspräche dem Jahr 5633 nach Christus – gibt es endlich diese Spur. Sie entdecken die Zerozone, sie erkennen, was sich dahinter verbirgt, und in der Folge hoffen sie, dort auch die Menschheit anzutreffen. Ohne zu viel verraten zu wollen: Das gelingt den Raumfahrern um Rhodan in Band 3050 – und danach ist der Kosmos der PERRY RHODAN-Serie tatsächlich nicht mehr derselbe.

Die Grundideen für diesen Wendepunkt des laufenden Zyklus legten Christian Montillon und Wim Vandemaan schon sehr früh bei den ersten Besprechungen fest. Schließlich sollte die Erde nicht einfach verschwunden sein, sondern es musste einen Grund dafür geben. Den müssen die Hauptfiguren der folgenden »Zerozone«-Romane erst einmal herausfinden.

Geschrieben wurden die Romane übrigens allesamt von einem Autor: Christian Montillon geriet bei dem Vierteiler nicht nur einmal an seine Grenzen, auch terminlich wurde mit sehr heißer Nadel gestrickt. Aber das Ziel, eine einheitliche Handlung herzustellen, die über vier Romane hinweg konsequent entwickelt wird, konnte der Autor damit erzielen.

Der erste Roman des Vierteilers trägt die Bandnummer 3050 und den schlichten Titel »Solsystem«. Er kommt am 31. Januar 2020 in den Handel und erzählt von den Begegnungen zwischen den Menschen um Perry Rhodan und den Menschen auf der Erde. Dabei werden wesentliche Informationen zur neuen Situation vermittelt.

Im Folgeband – die Nummer 3051 mit dem Titel »Luna« – geht es um den Erdmond. Wie Perry Rhodan und seine Begleiter erfahren, hat sich auf Luna längst neues Leben entwickelt. Wobei nicht sicher ist, ob das, was auf dem Mond geschaffen worden ist, wirklich als »echtes Leben« betrachtet werden kann … Die Leser erfahren mehr, wenn der Roman am 7. Februar 2020 veröffentlicht wird.

In »Terra«, so der Titel des Romans 3052, spielt die Handlung nicht nur auf der Erde, sondern sie beleuchtet vor allem einen speziellen Bereich: Christian Montillon erzählt, wie sich Neu-Atlantis entwickelt hat, wer in dieser Metropole als Bürgermeister wirkt und wie das alles zusammenhängt. Dieser Roman liegt ab dem 14. Februar 2020 im Handel aus.

Den Abschluss des Vierteilers bildet Band 3053 mit dem Titel »Mars«, den es ab dem 21. Februar 2020 gibt. Ein Ultimatum von Außerirdischen steht im Zentrum, der von Menschen besiedelte Mars – oder wie auch immer die Welt genannt werden müsste – ist ein wichtiges Thema …

Danach wechselt die Handlung wieder auf einen anderen Schauplatz. Das aber ist nicht Inhalt dieses Logbuches. Die vier Bände des »Zerozone«-Vierteilers dürften nicht nur die PERRY RHODAN-Stammleser packen, sondern auch Neu- und Exlesern einen schönen Einblick in die aktuelle Serienhandlung geben. Ich bin schon jetzt auf die Reaktionen gespannt …

18 Januar 2020

Von 3050 nach 3100

Es ist für mich als Redakteur manchmal schon seltsam: Während die Leser den Band 3050 unserer Serie noch nicht kennen, beschäftige ich mich gedanklich ab und zu mit Band 3100. Dieser kommt zu Beginn des Jahres 2021 in den Handel, also ein Jahr in der Zukunft – das ist nicht mehr so viel Zeit, wenngleich es sich so anhören mag.

Um die Ideen der Autorinnen und Autoren mache ich mir keine Gedanken. Ich muss mir aber schon jetzt einige Gedanken über das Drumherum machen, damit wir das vernünftig planen können: Wer schreibt diesen Roman, was machen wir auf die Mittelseiten, wie gestalten wir das Titelbild, und welche Marketing-Aktivitäten werden wir dafür entfalten?

An einem ersten Ideen- und Arbeitspapier sitze ich in diesen Stunden – als Vorbereitung für eine Besprechung im Verlag sowie für eine Besprechung mit den Exposéatutoren. So ein Jahr ist schließlich schneller vorüber als man denkt ...

17 Januar 2020

Neues von der STELLARIS

Ich mag die Kurzgeschichtenreihe STELLARIS, von der alle paar Wochen oder Monate eine neue Folge auf den Innenseiten unserer PERRY RHODAN-Romane veröffentlicht wird. Die Geschichten werden von unterschiedlichen Autoren – und nur sehr wenigen Autorinnen – erzählt, sie sind in sich abgeschlossen und spielen stets im Perryversum.

Aktuell beschäftige ich mich mit zwei Geschichten. Die einen mache ich heute »satzfertig«, sprich, sie geht am Montag in die Produktion. Der Autor hat schon mehrere Beiträge für die STELLARIS-Reihe geliefert, in seiner Geschichte geht es um ein ungewöhnliches Fremdwesen und seine Probleme.

Der andere Kollege hat vor gut zehn Jahren seinen letzten Beitrag für die STELLARIS-Reihe geschrieben, seine Geschichte las ich erst heute morgen. Auch bei ihm geht es um einen Außerirdischen an Bord der STELLARIS, vor allem aber um einen Konflikt, der sich erst am Ende auflöst.

Kurzgeschichten mag ich sowieso, und ich las schon früher gern Kurzgeschichten, die im PERRY RHODAN-Universum angesiedelt sind. Wenn wir mit der STELLARIS-Reihe die Tradition der »kurzen« Texte erhalten können, finde ich das sehr schön!

16 Januar 2020

Ein Prospekt für die PERRY RHODAN-Single

»Die Zeit ist gekommen …« So titelte das vier Seiten umfassende Faltblatt, mit dem die »offizielle Single zum 35-jährigen Jubiläum« beworben wurde. Präsentiert wurde die Single »ad astra perry« des Universal Star Projects sowie auch schon das »Tribute-Album« zur PERRY RHODAN-Serie.

Eckhard Schwettmann hatte im Sommer 1996 mit Volldampf die Arbeit in der Marketing-Abteilung aufgenommen. Dazu zählte von Anfang an der Versuch, in der Musik-Szene für Bewegung zu sorgen. Er wollte mehrere Tonträger mit PERRY RHODAN-Musik veröffentlichen und damit junge Leute für die Serie begeistern.

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern kamen die ersten Tonträger im Spätsommer 1996 heraus und wurden entsprechend beworben. Das Faltblatt war nur ein Teil davon …

15 Januar 2020

In der Zerozone

Für den anstehenden Roman von Susan Schwartz hat Dirk Schulz ein faszinierendes Titelbild geschaffen, das mir sehr gut gefällt. Auf den ersten Blick dürften die Leser nicht so richtig erkennen, was die vielen Fäden eigentlich bedeuten – aber sie sind handlungsrelevant und illustrieren den Roman in gelungener Weise.

Der Roman trägt die Bandnummer 3049 und den Titel »in der Zerozone«. Damit schließen wir die erste Hälfte des »Mythos«-Zyklus ab, mit den folgenden Bänden kommt ein Wendepunkt im laufenden Zyklus auf die Leser zu. Die Autorin musste mit ihrem Roman also einerseits einen Handlungsblock beenden und gleichzeitig auf einen anderen Block neugierig machen; keine einfache Aufgabe, finde ich.

14 Januar 2020

Die »Rheinpfalz« berichtete

Zu den großen Tageszeitungen im süddeutschen Raum zählt die »Rheinpfalz«. Sie erscheint im südlichen Rheinland-Pfalz, wo sie mit vielen Lokalausgaben publiziert wird. Wenn man bedenkt, dass der Pabel-Moewig Verlag in Rastatt sitzt, muss man sich die »Rheinpfalz« als die führende Tageszeitung auf der anderen Seite des Rheins vorstellen.

In der heutigen Ausgabe wurde die PERRY RHODAN-Serie vorgestellt. Der Journalist, der mit uns ein langes Gespräch führte, setzte auf die Personalie des Redakteurs und schrieb seinen Artikel ein wenig aus meiner Perspektive – das ist natürlich sehr schmeichelhaft für den Redakteur. Trotzdem freuten wir uns in der Redaktion sehr über den Bericht.

Es gibt auch einen Artikel in der Online-Ausgabe der Zeitung. Leider können diesen nur Abonnenten komplett lesen.

13 Januar 2020

Die Fäden, die die Welt bedeuten

Als der Autor und ich über den Titel diskutierten, fand ich den Vorschlag von Kai Hirdt zuerst sehr ungewöhnlich. Schon klar: »Die Fäden, die die Welt bedeuten« ist eine Anspielung, die sich auch im Inhalt wiederspiegelt – trotzdem finde ich Satzzeichen in Titeln sehr gewöhnungsbedürftig. Am Ende setzte sich der Autor durch, und ich bin froh, dass wir uns für seinen Vorschlag entschieden haben.

Der Roman, dem Dirk zudem ein faszinierendes Titelbild verliehen hat, spielt auf einer fremden Welt in der fernen Galaxis Ancaisin. Dort geht ein ungewöhnliches Team in einen Einsatz, von dem viel abhängt. Es gibt interne Konflikte, es gibt seltsame Begegnungen, und am Ende sind viele der Beteiligten ein bisschen klüger als zuvor. Schön!

12 Januar 2020

Neuer Blog mit Rezensionen

Der Name des Blogs ist ungewöhnlich: Bei »igadka.wordpress.com« stolperte ich erst einmal, bis ich erkannte, dass »igadka« eine schöne Abkürzung ist. Sie steht für »Im Gedenken an das Kreis-Archiv«.

Der Macher möchte mit seinem neuen Blog vor allem die bisherige Arbeit des Fan-Kritikers Johannes Kreis weiterführen, der über längere Zeit hinweg jede Woche den aktuellen PERRY RHODAN-Roman rezensierte. Heute habe ich mich ein wenig mit diesem Blog beschäftigt, der eine kritische Grundhaltung zu unserer Serie einnimmt, also mit Kritik nicht spart, aber auch mal lobt.

In dem Blog sollen auch andere Themen vorkommen, es kann durchaus gesellschaftskritisch oder politisch werden – den Schwerpunkt bildet aber eindeutig die PERRY RHODAN-Serie. Ich finde den Start des neuen Blogs bisher interessant, werde sicher gelegentlich vorbeischauen. Schöne Ergänzung!

11 Januar 2020

Scheer als Chefredakteur

Sehr oft ist es spannend, in alten Unterlagen zu wühlen. So schlossen Karl-Herbert Scheer und der Arthur Moewig Verlag in München am 27. Februar 1971 einen speziellen Verlagsvertrag, der die Zusammenarbeit zwischen Verlag und Exposéautor in vielen Punkten neu regelte.

Eine zentrale Information des Vertrags »Herr Scheer wird vom Verlag als Chefredakteur der Perry Rhodan- und der Atlan-Serie bestätigt. Er ist ferner beratender Fachredakteur für SF-Reihen im Arthur Moewig Verlag und arbeitet eng mit dem Cheflektor des Verlages zusammen.«

Es wurde durch den Vertrag auch noch einmal gerelt, dass K. H. Scheer über den  jeweiligen Einsatz der Autoren« zu bestimmen hatte und nicht für andere Verlage in ähnlicher Tätigkeit aktiv werden dürfe. Offenbar wollte man Scheer, der den Erfolg der PERRY RHODAN-Serie maßgeblich bestimmte, enger an den Verlag binden ...

09 Januar 2020

Beim Stammtisch in Mannheim

Es war seit langem geplant, am Mittwoch, 8. Januar 2020, bekam ich es endlich hin: Ich besuchte den PERRY RHODAN-Stammtisch in Mannheim, begleitet von meiner Kollegin Janina Zimmer, die an diesem Abend zum ersten Mal bei einem Fan-Treffen war. Die Mannheimer Fans trafen sich wie immer im Nebenraum einer Sportgaststätte, in der es die für solche Restaurants übliche Gerichte gab.

Die erste Stunde verging damit, dass alle durcheinander sprachen; in kleinen Gruppen wurde geplaudert und diskutiert. Wir bestellten Getränke und Essen, und mit dem Warten darauf verging die zweite Stunde. Leider bekam ausgerechnet ich als letzter mein Abendessen – weil man das vegetarische Nudelgericht vergessen hatte ...

Nach einer Einleitung von Gerhard Hubert leitete dieser zum »offiziellen Teil« über: Ich erzählte ein wenig über den aktuellen Stand der Dinge, blieb bei vielen Punkten sehr ehrlich, berichtete vom erfolgreichen Jahr 2019 und von unseren Versuchen, immer wieder neue Leser anzusprechen. Danach kamen Fragen, auf die ich so gut wie möglich zu antworten versuchte: wie es denn mit einer Veranstaltung im Jahr 2021 aussähe, wie es denn mit dem Film vorankäme, was sich eigentlich hinter dem Begriff »Zerozone« verberge.

Deutlich später als geplant – es ging schon auf halb elf Uhr zu – verließen Janina Zimmer und ich die Fans in Mannheim. Ich bin sicher, dass ich den Stammtisch in absehbarer Zeit wieder einmal besuchen werde: Es hat mir Spaß gemacht, und in den Gesprächen gewann ich neue Eindrücke und Ideen. So muss es sein!

08 Januar 2020

Sinnafoch in den Niederlanden

Heute kann ich es ja zugeben: Ich war anfangs durchaus skeptisch, als Frank Borsch im Verlauf des »Neuroversum«-Zyklus den Charakter des Frequenzfolgers Sinnafoch immer stärker ausbaute. Damit gab der Autor dem Vatrox ein Profil, das ich in dieser Figur nicht gleich gesehen hatte.

Aber nach einiger Zeit wurde mir klar, dass Sinnafoch auf diese Weise ein interessanter »Bösewicht« sein würde. Heute betrachte ich diese Entwicklung als eine der Stärken des »Neuroversum«-Zyklus; Frank Borsch schilderte die Reise des Sinnafoch wie eine Odyssee.

Unsere niederländischen Leser, die derzeit diesen Zyklus in ihrer Sprache lesen, haben mit Sinnafoch bereits eine erste Bekanntschaft gemacht. Der aktuelle Doppelband 2535/2536 setzt das fort: Sinnafoch ist auf dem Roman »De Zielenkerker« zu sehen; im Deutschen nannten wir den Roman noch »Der Seelen-Kerker«. Alfred Kelsners Porträt des Frequenzfolgers macht sich übrigens auch auf dem niederländischen Doppelband sehr gut …

07 Januar 2020

Die zerborstene Welt

Bei PERRY RHODAN NEO hat sich Ruben Wickenhäuser in den vergangenen Jahren als ein Spezialist für schräge Außerirdische und geheimnisvolle Lebenswelten entwickelt. Immer wieder hat der Autor Aliens in ihrer Umgebung so gezeigt, dass sie den Lesern sympathisch wurden und sie auch an den seltsamsten Wesen Anteil nehmen konnten. Das zeigt sich auch bei »Die zerborstene Welt«; der Roman erscheint im Verlauf dieser Woche.

Der Autor stellt einen Planeten vor, der tatsächlich auseinander genommen wird. Er schildert eine spezielle Kultur von Außerirdischen, die sich auf – oder eher: in – dieser Welt entwickelt hat. Und macht nebenbei klar, dass manchmal der Feind eines Feindes wirklich zum Freund werden kann …

03 Januar 2020

Der Sextadim-Span

Mit dem zweiten Teil seines Doppelbandes führt Leo Lukas seine Geschichte um die letzten Index-Bewahrer weiter. In der ihm eigenen Art stellt der Autor dabei eine Reihe von originellen Figuren vor. Mir hat vor allem die Perspektive der Raumfahrerin Oxana Schmitt gefallen, die recht skeptisch in alle möglichen Erfahrungen und Abenteuer geht – die auftauchenden Aliens verfügen ebenfalls über viel Charme.

Der Roman ist vielseitig und abwechslungsreich, ein »typischer Lukas« also. Mir gefällt in solchen Fällen übrigens immer wieder, wie der Autor bei manchen Kapiteln echt Tempo macht und sich bei anderen Kapiteln die Zeit und den Raum nimmt, eine Figur ausführlicher vorzustellen.

Damit bildet er Schwerpunkte in seinem Roman, die man vom Exposé aus nicht vorgeben kann. (Mir als Redakteur gefällt es, wenn auf diese Weise ein Roman entsteht, mit dem ich nicht rechnen konnte … Und die Leser freuen sich hoffentlich über den originellen Verlauf der Handlung.)

02 Januar 2020

Vamanu

Aus der Serie »Gut 2000 Bände zurück«

Mit einem ungewöhnlichen Doppelband durfte H. G. Ewers (mit bürgerlichem Namen hieß der Autor Horst Gehrmann) im Jahr 1981 seine eigenen Ideen verwirklichen. Für den Doppelband 1042/1043 gab es zwar ein Exposé, das von William Voltz verfasst und verschickt wurde – wenn man aber die Originale ansieht, stellt man fest, dass teilweise Seiten auf andere Seiten geklebt worden waren. Ein echtes Gemeinschaftswerk also …

Das gab Voltz im Exposé auch selbst zu: Es beruhe »weitgehend auf einem Vorschlag von Horst Gehrmann, den ich im Sinne der Haupthandlung geändert habe«. Darüber hinaus gab Voltz dem Autor auch eine Reihe von klaren Anweisungen, von denen ich nur einen zitieren möchte: »Die Kosmokraten dürfen nicht als Handlungsträger eingebaut werden.«

Für den gesamten Doppelband gab es ein Exposé von nur 15 Seiten, von denen wiederum zwei Seiten für Srimavo und eine Seite für Vamanu verwendet wurden. Für 120 Druckseiten gab es also zwölf Seiten als Handlungsgrundlage – das gab dem Autor in der Tat immer noch eine gigantische Möglichkeit, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Und das nutzte H. G. Ewers bekanntlich immer …