19 Oktober 2018

Zuglektüre im Oktober

Weil ich am heutigen Tag mehrere Stunden mit der Bahn unterwegs war, beschäftigte ich mich mit ganz unterschiedlichen Themen. Im Zug hat man – wenn alles gut geht – schließlich ausreichend Zeit, etwas zu lesen. Und diese Zeit nutzte ich sehr sinnvoll.

Ich las selbstverständlich die Texte, die ich für das Schreibseminar in Wolfenbüttel benötigte. Aber ich nahm mir auch ein Manuskript vor, das für PERRY RHODAN NEO gedacht ist.

Am spannendsten fand ich allerdings das, was mir Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm bereits vor einigen Tagen geschickt hatten: Es handelte sich um ein Handlungskonzept für PERRY RHODAN NEO nach Band 200. An dieser Stelle werde ich mich hüten, auch nur ein Wort zum Inhalt zu verlieren.

Auf die Leser kommt buchstäblich eine neue Epoche zu – sie baut auf den vorherigen Staffeln auf, geht aber in eine andere Richtung. Die beiden Exposéautoren haben in ihrem Konzept das bisherige Neoversum um einige neue Aspekte erweitert, greifen aber auch wieder in den Erfahrungsschatz der klassischen PERRY RHODAN-Serie. Spannend ...

18 Oktober 2018

Drei Ritte der Tiefe

In der ersten Hälfte der 80er-Jahre ging ich als PERRY RHODAN-Fan durch manche Höhen und manche Tiefen; mir gefiel wirklich nicht alles, vor allem auch deshalb, weil ich entdeckte, wie viele interessante Science-Fiction-Universen es außerhalb des Perryversums gab. Aber dann gab es wieder so abgefahrene Ideen wie das Tiefenland, die mich über Wochen und Monate fesselten.

Das alles kann man bald in den Silberbänden nachlesen. Das Buch mit dem schönen Titel »Drei Ritter der Tiefe« kommt offiziell im November in den Handel, aber die Druckerei schickte mir heute freundlicherweise ein Vorab-Exemplar. Es juckt mich schwer in den Fingern, das Buch aufzuschlagen und nachzulesen, wie Hubert Haensel die klassischen Romane aus den 80er-Jahren bearbeitet und in die Form eines Silberbandes gebracht hat.

In diesem Buch geht es um das Tiefenland, eine bizarre Welt, die physikalisch völlig unmöglich ist – aber das störte mich nicht im Geringsten. Der Autor Thomas Ziegler erdacht all die bizarren Bewohner dieses Landes und schickte seine Helden durch eine skurrile Reise ohnegleichen. Wie sich das wohl heute liest, wenn man zum ersten Mal auf »Drei Ritter der Tiefe« stößt?

17 Oktober 2018

Projekt Exodus

»Fluchend fand Rhodan sich am nächsten Ort wieder.« Dieser Satz belegt – wie ich finde – sehr schön, dass es im nächsten Roman von Susan Schwartz recht dynamisch zugeht. Eine ihrer Hauptpersonen ist natürlich Perry Rhodan, doch die Autorin führt in diesem Roman darüber hinaus ein Volk von bislang unbekannten Außerirdischen in die PERRY RHODAN-Serie ein.

Ihr Roman trägt den Titel »Projekt Exodus«, und was sich dahinter verbirgt, erzähle ich an dieser Stelle natürlich noch nicht. Die Autorin zeigt die Situation auf der Hauptwelt des Galaktikums, und sie erzählt von einem Terraner, der unversehens in Nöte gerät.

Ganz nebenbei erhalten die Leser übrigens Einblicke in die politische Situation in der Milchstraße und wie sich diese angesichts aktueller Krisen anfühlt … Mehr dann ab dem 26. Oktober 2018! (Und es ist Absicht, dass ich an dieser Stelle noch nicht mehr vom Titelbild zeigen möchte.)

16 Oktober 2018

Labyrinth des Geistes

Der anstehende Roman für unsere Serie PERRY RHODAN NEO behandelt keine Drogenprobleme. Auch wenn es manchmal so klingen mag: »Tom tauchte aus einem weißen Nichts auf«, heißt es auf der – gedruckten – Seite 99 des Romans mit dem schönen Titel »Labyrinth des Geistes«, der von Michelle Stern und Rüdiger Schäfer verfasst worden ist: »Er war da und gleichzeitig nicht.«

Der Roman, der mit der Bandnummer 185 in dieser Woche erscheint, ist in mancherlei Hinsicht eine Besonderheit: Zum ersten Mal schreiben in dieser Serie ein Autor und eine Autorin gemeinsam einen Band. Gleichzeitig aber vereint der Roman in sich verschiedene Science-Fiction-Elemente: Auf der einen Seite gibt es klassische »Space Opera«, wie man sie seit den 30er-Jahren kennt, auf der anderen Seite gibt es »Inner Space«-Szenen, wie sie erstmals in den 60er-Jahren geschrieben wurden.

Dieser Gegensatz hat mir während der Lektüre imponiert. Und der Schluss des Romans hat mich getroffen, obwohl ich das Exposé kannte. Das wird beim einen oder anderen Leser womöglich für Aufregung sorgen ...

15 Oktober 2018

Angriff der Individual-Verformer

Während meiner Fahrten nach Frankfurt und zurück hatte ich nicht nur das Radio an – im CD-Player liefen auch Hörbuch- und Hörspiel-CDs. Unter anderem genoss ich »Der Angriff der Individual-Verformer«, ein klassisches Hörspiel nach den ersten PERRY RHODAN-Romanen. Ich muss gestehen, dass ich dieses Hörspiel noch nie gehört hatte, die Geschichte selbst hatte ich zuletzt wohl über 35 Jahren gelesen.

Wie immer war ich überrascht, an wie viele Details ich mich noch erinnerte. Allan D. Mercant als cooler Geheimdienstler, Perry Rhodan als überlegener Anführer, Thora als eiskalte Kommandantin, Ishi Matsu und Anne Sloane als schüchterne Mutantinnen – die Sprecher hatten anfangs der 80er-Jahre mit viel Elan die Figuren eines alten Heftromans aus dem Jahr 1961 übernommen. Die Geschichte kam mir ein wenig zu sprunghaft vor, als Autor hatte H. G. Francis offenbar zu viel raffen müssen.

Trotzdem gefiel mir dieses Hörspiel sehr gut. Es ist immer wieder ein Vergnügen, in die Frühzeit unserer Serie einzutauchen!

14 Oktober 2018

PERRY RHODAN in Dreieich

Der BuchmesseCon ist seit Jahren ein Ort, an dem sich die Fans der phantastischen Literatur treffen und bei dem die größte Science-Fiction-Serie der Welt nicht fehlen darf. In diesem Jahr reiste ich als Redakteur an, und im Prinzip gliederte sich mein Aufenthalt dort in zwei Teile: Zuerst führte ich viele Gespräche, dann saß ich auf einem Podium.

Zeitweise saß ich mit Michelle Stern auf einer Treppe und plauderte mit ihr über aktuelle Romane. Mit Andreas Eschbach stand ich eine Weile herum, wir sprachen über den März 2019 und gemeinsame Projekte. Mit vielen anderen Autorinnen und Autoren unterhielt ich mich; das war richtig klasse. Lesungen besuchte ich keine, obwohl ich das unbedingt vorhatte; irgendwie mangelte es immer an der Zeit.

Verena Themsen, Michelle Stern und ich saßen ab 19 Uhr beim PERRY RHODAN-Programmpunkt auf einer »Bühne« – genauer gesagt: hinter einer Tischreihe – und diskutierten mit den anwesenden Leserinnen und Lesern über unsere Serie. Wir stellten unsere aktuelle Arbeit vor, wir beantworteten Fragen. Es wurde kritisch gefragt, natürlich auch nach dem Film, es wurde auch viel gelacht. Alles in allem schien es den Besuchern viel Freude gemacht zu haben.

Aus Sicht des PERRY RHODAN-Redakteurs war es eine gelungene Veranstaltung. Mal schauen, wie und was wir 2019 machen – vielleicht bieten wir auch einmal eine Lesung an?

13 Oktober 2018

Verlagshopping am Freitag

Der Freitag auf der Buchmesse wurde noch einmal richtig anstrengend: Ich hatte eine Reihe von Terminen mit Verlagen und kam so noch in den Genuss des wunderbaren Sonnenscheins im Freien. Unter anderem besuchte ich den Stand des Hannibal-Verlages, wo ich die wunderbare »Flash Gordon«-Neuausgabe bestaunte – dort ging es aber um den aktuellen Stand der PERRY RHODAN-Chronik, bei der ich nach wie vor nicht sagen kann, wann sie erscheinen wird –, oder ich saß bei Droemer-Knaur, wo es um allgemeines Fachsimpeln und weitergehende Ideen ging.

Eine Messe ist für einen Redakteur nicht unbedingt der Ort, an dem er »Aufträge reinholt«. Früher wurde die Buchmesse dazu genutzt, dass die Buchverkäufer und die Buchhändler ihre Arbeit machten, dann war sie ein Hort für die Menschen, die Rechte und Lizenzen handeln  wollten – aber hier wird die hauptsächliche Arbeit ja bereits vor der Messe erledigt.

Die Buchmesse wandelt sich, und für mich ist sie ein Ort, an dem ich viele Menschen aus anderen Verlagen und viele Autoren treffe, um mich mit ihnen auszutauschen. Das hat an den zwei Tagen in diesem Jahr 2018 wieder einmal sehr gut geklappt.

12 Oktober 2018

Guter Start in den zweiten Tag

Es mangelte an diesem Morgen nicht an gruseligen Meldungen: Weil ein ICE zwischen Köln und Frankfurt in Brand geraten war – zumindest zwei Wagen –, kam es zu einer Vollsperrung der extrem wichtigen Bahnlinie und auch der Autobahn. Viele Leute, die auf dem Weg zur Frankfurter Buchmesse waren, betraf es an diesem Freitag, 12. Oktober 2018. Sie kamen zu spät, wurden mit Bussen transportiert oder mussten Umwege in Kauf nehmen.

Ich hatte Glück. Die Straße zwischen Karlsruhe und Frankfurt war frei, die tiefstehende Sonne blendete zwar gelegentlich – aber das empfand ich als ein echtes Luxusproblem. Und weil ich im Auto fleißig PERRY RHODAN hörte, hatte ich während der Fahrt viel Vergnügen. (Wer sich anhört, wie Alaska Saedelaere und Fellmer Lloyd in Gefangenschaft geraten, stört sich nicht am Verkehr.)

Nachdem der erste Messetag mit vielen Gesprächen sehr positiv zu Ende gegangen war, sollte der Freitag auch gut verlaufen. Erste Termine mit Verlagskollegen bei Fischer Tor und Piper konnte ich hinter mich bringen; der Freitag wird sicher noch abwechslungsreich.

(Ach ja: Das Bild zeigt den Beifahrersitz in meinem Auto. Alles rhodanifiziert ...)

11 Oktober 2018

Begegnungen auf der Messe

Wenn der Redakteur keinen Stand hat, an dem er die Bücher und Publikationen der Serie präsentieren kann, für die er tätig ist, muss er eben andere Leute besuchen. So geht es mir am Donnerstag, 11. Oktober, während der Frankfurter Buchmesse: Ich treffe Autoren und Verlagskollegen, ich besuche andere Verlage, und ich bummle zwischendurch in den Hallen herum, wo ich mich durchaus mal inspirieren lasse.

Um ein Beispiel zu geben: Bernd Perplies traf ich am Stand des Mantikore-Verlages. Dort signierte er die Neuausgabe seines Romans »Tarean«, die super aussieht. Wir gingen hinaus ins Freie, wo wir in schönstem Sonnenschein darüber sprachen, ob und wie wir im nächsten Jahr zusammenarbeiten könnten. Es mangelt nicht an Ideen, man muss nur immer schauen, was sich zeitlich machen lässt.

Weitere Termine sind für mich als Redakteur interessant, weil ich mit Kollegen aus anderen Verlagen spreche. Dabei erfahre ich oft Dinge, die meinen Horizont erweitern und mir manchen Hintergrund vermitteln, der mir bisher unklar war. Auch deshalb ist eine Buchmesse so wichtig für mich ...

10 Oktober 2018

Kibb und andere Vlcek-Texte

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Als ich am frühen Morgen des Donnerstags, 3. März 1994, in mein Büro im Pabel-Moewig Verlag kam, ging es mir nicht sonderlich gut. Ich litt unter starkem Schnupfen; meine Allergie gegen die sogenannten Frühblüher brach in diesem Jahr erstmals richtig stark aus und wurde zunächst gar nicht als Allergie erkannt. Ich hatte leichte Kopfschmerzen und nieste ständig, die Nase lief, und die Augen tränten.

Sabine Bretzinger hatte wenig Mitleid mit mir. Sie wirkte frisch und ausgeruht, war auch schon deutlich vor mir in der Redaktion eingetroffen. »Ernst hat geliefert«, sagte sie und hielt mir einige bedruckte A4-Blätter entgegen. »Florian hat die Originale, das sind die Kopien.«

In der PERRY RHODAN-Redaktion setzten wir auf das Faxgerät; es hatte sich bewährt und ließ eine schnelle Kommunikation zu. Ernst Vlcek saß in der Nähe von Wien und schrieb die Exposés für die laufende Serie, dann schickte er sie per Fax nach Rastatt. Meist arbeitete er abends und bis spät in die Nacht, seine Faxe waren frühmorgens im Verlag.

Dort fischte Sabine sie aus dem Faxgerät, machte eine Kopie für mich und brachte das Original zu Dr. Florian F. Marzin, unserem Chefredakteur, der seit gut einem Jahr in einem anderen Teil des Gebäudes saß. Die Vorgehensweise hatte sich in den vergangenen Jahren gut bewährt.

Ich jammerte ein wenig über meinen angeblichen Schnupfen und verschwieg, dass ich in der Nacht zuvor noch lange bei einem Konzert in Heidelberg gewesen war, von dem ich erst gegen zwei Uhr nach Hause gekommen war. Vielleicht kamen die Kopfschmerzen auch daher? Ich wusste es nicht, war aber der Ansicht, die Kollegin sollte das nichts angehen.

In einem raschen Querlesen verschaffte ich mir einen Überblick zu den Inhalten der Exposés. Bereits in diesem Stadium machte ich mir einige Notizen. Einige Dinge gefielen mir, mit anderen hatte ich Probleme. Wie immer würde ich die Exposés noch einmal sehr genau und gründlich lesen, damit ich Ernst anrufen und sie mit ihm durchsprechen konnte.

Kurz nach halb zehn kam Florian in unser Büro. Sabine hatte Kaffee aufgesetzt, unsere allmorgendliche Besprechung begann. Er hatte bereits die Exposés durchgelesen und seine Version mit zahlreichen Anmerkungen versehen. »Da hat sich Ernst ja wieder einiges geleistet«, polterte er, was in diesem Fall nicht so ernst gemeint war, wie es klang.

Die neuen Exposés beschäftigten sich mit dem Arresum, der »negativen« Seite des Universums. In seinen Arbeiten ging der Exposéautor nun von Annahmen aus, die der Chefredakteur nicht teilte. Offenbar waren die Absprachen, die die beiden getroffen hatten, als Florian zu Besuch in Österreich gewesen war, nicht so eindeutig gewesen, dass sich beide daran in gleicher Weise erinnern konnten.

Auch ich hatte einige Anmerkungen zu den Exposés, machte aber klar, dass ich sie erst noch genauer lesen musste. Florian ließ seine Kopien auf dem Tisch liegen. »Sag dem Ernst, dass er das gründlich überarbeiten muss, dann werden die Exposés was.« Ich nickte.

Während Florian ging und Sabine den Tisch abräumte, schaute ich die Post durch, die am Vormittag gekommen war. Es gab ein Dutzend Leserbriefe, die ich durchlas, bevor ich sie auf Sabines Platz legte. Die Kollegin würde sie ebenfalls durchschauen, dann würden wir die Briefe an Arndt Ellmer weiterleiten, der sie für die Leserkontaktseite einsetzen und vor allem beantworten würde.

Ich schnappte mir das Manuskript, das ich zu redigieren hatte. Es war von Ernst Vlcek, trug den Arbeitstitel »Kibb«, und es musste bald in die Setzerei. Gelesen hatte ich es schon, nun wollte ich an die Feinarbeit gehen. Bevor ich an die eigentliche Arbeit ging, schrieb ich einen Seite-drei-Text und ein Extrablatt mit dem Personenkasten – das hatte ich mir so angewöhnt.

Dann ging ich ans Redigieren: Mit einem dicken blauen Stift strich ich einzelne Wörter, die nicht stimmig waren, und mit einem dünnen blauen Stift machte ich die Korrekturen. Bei Ernsts Manuskripten musste ich vor allem auf sogenannte Austrianismen achten; der Autor setzte gelegentlich Formulierungen ein, die man außerhalb von Österreich allerhöchstens in Süddeutschland verstehen würde.

Ich hatte meine Schwierigkeiten mit dem Roman. Der Autor schrieb häufig seltsame Dialoge, blieb bei der Handlung oft distanziert und – für meinen Geschmack – unklar. Dazu kam eine Erzählweise, die ich sehr umständlich fand. Die Lebensgeschichte der geheimnisvollen Figur namens Moira, die eine gemeinsame Erfindung von Ernst Vlcek und Florian F. Marzin war, funktionierte für mich noch nicht.

Die Zusammenhänge mit dem Symbionten Kibb und dem mysteriösen Quidor wollte ich klarer formuliert haben. Wieder einmal stellte ich fest: Manche Dinge wurden einem als Lektor erst bewusst, wenn man ins Detail ging. Ich besprach mich mit Sabine – solche Details wollte ich nicht mit Florian diskutieren.

Sie riet mir, dringend mit Ernst zu telefonieren. »Er hat heute nacht lang geschrieben, also ruf ihn nicht vor zwei Uhr an«, meinte sie. Und ich gelobte, mich daran zu halten. Nach wenigen Seiten legte ich erst einmal eine Pause bei meiner Redigierarbeit ein; mir war bewusst, dass »Kibb« eine harte Nummer werden würde. Mit Sabine ging ich dann erst einmal in die Kantine.

Am frühen Nachmittag brachte die Post noch einen aktuellen Roman, wieder ein Werk von Ernst Vlcek; diesen hatte er ausgedruckt und im Kuvert an uns geschickt. Weil wir einen der neuen Kopierer hatten, die Blätter automatisch einziehen konnten, ging es recht schnell, für Florian eine Kopie anzufertigen. Ich drückte sie ihm in die Hand, als er bei uns vorbeischaute.

»Da geht's um diesen Captain Bluecat«, brummte er. »Mal sehen, was Ernst daraus gemacht hat.« Ich war selbst sehr gespannt darauf, wie er die Beausoleils dargestellt hatte; immerhin waren diese Figuren eine echte Eigenerfindung des Exposéautors, und ich wusste, wieviel »Herzblut« er hineingesteckt hatte.

Nachdem ich die Exposés gründlich durchgearbeitet hatte, rief ich Ernst Vlcek an, und wir besprachen sie ausführlich. Er machte sich Notizen und stellte Rückfragen, dann verabschiedeten wir uns.

Ich blickte auf meinen Schreibtisch: Exposés von Ernst, ein zu redigierendes Manuskript von Ernst, ein noch zu lesendes Manuskript von Ernst. »Heute ist echt mein Vlcek-Tag«, murmelte ich und ging wieder an die Arbeit ...

09 Oktober 2018

Neue Taschenbücher für Tschechien

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Die Zusammenarbeit mit unseren tschechischen Partnern hatte sich in der zweiten Hälfte der 90er-Jahre immer besser entwickelt. Zu den Heftromanen, die seit einiger Zeit liefen, kamen ab 1998 erste Taschenbücher, die sich offenbar gut verkauften. Dabei folgten die Kollegen in Prag der Neuauflage der Planetenromane, die 36 Bände umfasste und bei Heyne erschienen war. Es lag also nahe, die Lizenzgeschäfte mit den tschechischen Partnern auszuweiten.

Ich diskutierte unter anderem mit Eckhard Schwettmann, unserem Marketingleiter, über das Thema. Mein Argument war: »Wir liefern den tschechischen Partnern einige Konzepte für weitergehende Taschenbücher, und die können wir als Grundlage nehmen, wenn wir selbst an eine Neuauflage der Planetenromane gehen.« Zu dieser Zeit träumte ich davon, eine Art »Best-Of«-Reihe der klassischen Bände zu veröffentlichen – diese waren seit langem nicht mehr im Handel erhältlich, und ich war mir sicher, dass es dafür genügend Leser gäbe.

Doch zuerst ging es um die Partner im Nachbarland. »Da im tschechischen Markt offensichtlich Interesse an einer weiteren PERRY RHODAN-Taschenbuch-Reihe neben der bisherigen besteht, stellt die PERRY RHODAN-Redaktion die folgenden drei Konzepte vor«, schrieb ich in meinem Arbeitspapier.

Ich wollte kurze Serien auswählen, die man in klarer Weise abgrenzen konnte. So stellte ich mir eine Reihe von Weltraum-Krimis vor, ebenso eine Reihe mit Romanen, die den Arkoniden Atlan als Hauptperson haben sollten. In meinem Konzept war ich durchaus vollmundig: »Die Redaktion empfiehlt fürs erste je zehn Titel, wobei wir besonders beliebte Autoren bei den ersten Romanen bevorzugen sollten  – bei Bedarf kann jederzeit fortgesetzt werden.«

Ich empfahl eine behutsame Bearbeitung sowie ein Glossar von zwei Seiten. Schließlich konnte man davon ausgehen, dass »die tschechischen Leser mit vielen Begriffen der Taschenbücher nicht vertraut sein dürften (wenn diese beispielsweise im Jahr 3000 der PERRY RHODAN-Geschichte spielen).«

Am stärksten favorisierte ich eine Reihe mit »ATLAN-Abenteuern«, wie ich sie nannte – die Wiederbelebung der Marke ATLAN stand bei mir in den 90er-Jahren stets im Fokus. Den Partnern versuchte ich die Reihe so zu erklären: »Bei diesen Romanen ist jeweils Atlan eine der Hauptpersonen; nach wie vor ist er eine der beliebtesten Figuren. Die Romane spielen jeweils in der ›klassischen‹ PERRY RHODAN-Zeit und bieten klassische Weltraum-Abenteuer.«

Als die ersten Titel nannte ich »Die Macht der Träumer« von William Voltz (der Planetenroman-Band 37 spielt im Jahr 2361), »Bomben auf Karson« von Kurt Mahr (Band 39 der Planetenromane, der das Jahr 2400 beleuchtet) und »Aufruhr in Terrania« von Hans Kneifel, der im Original als Band 51 erschienen war und im Jahr 2436 spielt. Ich suchte bewusst Kriminalromane mit Science-Fiction-Anstrich heraus, die aber schöne Ideen vermittelten und hundertprozentig im PERRY RHODAN-Universum spielten.

Weitere Bände in meinem Konzept stammten von Autoren wie H. G. Ewers oder Peter Terrid. Ich nahm nur Romane, die in der klassischen Zeit des Solaren Imperiums spielten. Bei den Atlan-Abenteuern sah ich es dann nicht mehr so »eng«.

Natürlich setzte ich mit »Planet unter Quarantäne« von Ernst Vlcek (der Plantenroman 46 spielt im Jahr 239) oder »Die Träumer von Naphoora« von Peter Terrid (der Roman spielt im Jahr 2115, es ist Band 230 der Planetenromane) vor allem auf Geschichten aus der klassischen Zeit. Ich hatte aber auch Peter Grieses »Der lange Weg der SOL« auf der Liste, der im Jahr 3808 angesiedelt ist und dem Planetenroman 294 entspricht. Ebenso waren aktuelle Werke von Rainer Castor in dieser Liste.

Als jemand, der sich selbst als Fan des »Meister der Insel«-Zyklus bezeichnen würde, mochte ich schon immer jene Taschenbücher, die mit dem Mythos Andromeda  zu tun hatten. Also suchte ich den tschechischen Kollegen zehn Romane heraus, die sich mit dem »beliebtesten Epos der PERRY RHODAN-Geschichte« – so nannte ich es im Konzept – beschäftigten. Weiter schrieb ich: »Die Romane spielen entweder in der Galaxis Andromeda, oder es geht um die Auswirkungen des Andromeda-Krieges in den Jahren 2400 bis 2406.«

Zu den Titeln, die ich auswählte, zählen Klassiker von Hans Kneifel wie »Höllentanz der Marionetten« (Band 47, spielt im Jahr 2405) oder H. G. Ewers mit seinem »Herr über die Toten« (Band 40, er spielt im Jahr 2403). Gleich drei Bände von Peter Terrid und einer von Horst Hoffman zeigten deutlich, dass auch die »jüngeren« Autoren sehr stark von den »MdI«-Geschichten beeinflusst waren.

Ich überlegte längst darüber hinaus. »Möglich wären noch weitere Reihen«, schrieb ich – und so argumentierte ich es intern. Man könnte, so glaubte ich, Explorer-Romane veröffentlichen, aber ebenso Reihen mit Kolonisten-Abenteuern oder Mutanten-Geschichten. Am 15. Dezember 1998 schickte ich ein kurz gefasstes Konzept nach Prag, das die ersten drei Reihenkonzepte präsentierte.

Letztlich war die Konzeptarbeit »für die Katz«, wie man so schön sagt. Die Taschenbücher, die unsere Kollegen in Prag engagiert gestartet hatten, kamen nicht gut genug bei den Lesern an. Also wollten sie sich auf die Heftromane beschränken und erst einmal nichts weiter ausbauen – und damit waren all meine Reihenkonzepte unnötig.

Als ich recht frustriert darauf reagierte, tröstete mich Eckhard Schwettmann: »Wer weiß, wann wir mal wieder an die Planetenromane gehen. Da können wir solche Reihenüberlegungen doch immer gut brauchen.«

08 Oktober 2018

Gespräche über Terminus

Zwischen April und September 2017 veröffentlichten wir im Rahmen unserer Arbeit die Miniserie PERRY RHODAN-Terminus; das ist also nunmehr ein Jahr her. Unter der Ägide von Uwe Anton schrieben die Autoren insgesamt zwölf Romane, die größtenteils in der klassischen Serienzeit spielten.

Parallel zum Erscheinen der Heftromane führte Alexandra Trinley verschiedene Interviews mit den Autoren (und der Autorin natürlich auch). Insgesamt entstanden vierzehn Interviews. Diese Texte, ergänzt durch allerlei Berichte und Informationen, wurden zu einem schönen E-Book zusammengefasst, das man kostenlos herunterladen kann. Seit dem Sommer 2018 gibt's alles auch in Form eines gedruckten Heftes.

Ich kam leider erst am Wochenende dazu, mich intensiver mit »Gespräche über Terminus« zu beschäftigen. In gedruckter Form umfasst das Heft 60 Seiten im A4-Format, allesamt farbig gedruckt und in einem professionell wirkenden Layout. Da macht die Lektüre gleich doppelt Spaß!

Als Redakteur habe ich zu den einzelnen Romanen einen anderen Zugang als ein Autor oder ein Leser – nach einem Jahr sind allerdings einige Erinnerungen verfälscht oder verschwunden. Umso spannender ist es, dann ein solches Heft noch einmal zu lesen und zu blättern, sich zu erinnern und vielleicht sogar in dem einen oder anderen Roman zu blättern.

Schön finde ich, dass es das kostenlose E-Book noch gibt. Man kann sich aber auch – für kleines Geld – die gedruckte Ausgabe bei der PERRY RHODAN-FanZentrale besorgen. Eine tolle Fan-Aktion, absolut lesenswert!

07 Oktober 2018

Kants letztes Kunstwerk

Es gibt immer wieder PERRY RHODAN-Romane, die mich verblüffen. Am 19. Oktober 2018 kommt ein Roman in den Handel, auf den ich mich schon jetzt freue und den ich in der Manuskriptform mit großem Vergnügen gelesen habe: Mit »Kants letztes Kunstwerk« konnte mich Christian Montillon richtig packen.

Warum eigentlich? Vielleicht deshalb, weil er es geschafft hat, eine ungewöhnliche Figur zu präsentieren, die einen nicht gerade üblichen Beruf ausübt und Dinge sammelt, die ich mir in einer Zukunftswelt wie dem Perryversum gut vorstellen kann. Vielleicht auch deshalb, weil diese Figur und ihre Handlungen vor einer Milchstraße gezeigt werden, die sich in der geschilderten Zeit auf unheimliche Weise verändert.

Obwohl ich das Exposé kannte, wusste ich nicht im Detail, wie der Roman ausgehen würde. Der Autor zeigt terranisches Alltagsleben und originelle Figuren, er berichtet von ihren Problemen und Zielen, und er verknüpft das geschickt mit der aktuellen Situation in der Milchstraße der fernen Zukunft. Ich mag so etwas sehr!

06 Oktober 2018

Besuch von Hermann Ritter

Der Freitag, 5. Oktober 2018, stand im Zeichen eines besonderen Besuches: Hermann Ritter kam vorbei, um über aktuelle Themen und künftige Planungen zu sprechen. Wir kennen uns seit den frühen 80er-Jahren und arbeiten seit den 90er-Jahren in Sachen PERRY RHODAN zusammen. Er war als Lektor für uns tätig (unter anderem bei der Miniserie ATLAN-Traversan) und schrieb Romane für die Miniserien sowie für PERRY RHODAN NEO, ergänzt durch diverse Kurzgeschichten.

Seit fast 16 Jahren betreut er die PERRY RHODAN-Clubnachrichten. Er unterstützte uns bei Buchmessen und auf Cons, stand mehrfach für unsere Serie auf der Bühne und steuerte zeitweise die PERRY RHODAN-FanZentrale. Auf all diese Dinge blickten wir bei seinem Besuch zurück.

Aber selbstverständlich ging es auch um die Zukunft – in welcher Weise werden wir beispielsweise 2019 und in den folgenden Jahren zusammenarbeiten? Welche Pläne und Absichten wir wie verwirklichen können, muss man noch sehen; besprochen haben wir einiges, das bald spruchreif werden sollte. Darüber informiere ich dann noch.

05 Oktober 2018

Der Schwarm – ganz akustisch

Ein Logbuch der Redaktion 
 
Robert Feldhoff sagte es einmal ganz klar, als wir uns über frühe Abschnitte der PERRY RHODAN-Serie unterhielten: »Die Epoche des Schwarms ist eine Zeit, in der mehrere Milliarden von Menschen gestorben sind.« Wir waren uns im folgenden Gespräch einig darüber, dass im »Schwarm«-Zyklus eine Reihe von spannenden Geschichten entwickelt wurden, die für die Serie prägend wurden.
 
Wir waren uns auch einig darüber, dass wir vieles mochten, Figuren wie Sandal Tolk beispielsweise oder die »kosmische Ebene«, die sich hier erstmals zeigte, dass wir aber bereits als jugendliche Leser so manche Dinge einfach »nicht komplett durchschaut« hatten. Das Abenteuer zählte, die spannende Geschichte, und viele Hintergründe waren offenbar gleichgültig.
 
Das wurde mir dieser Tage wieder bewusst, als ich »Der Schwarm« bei einer Reihe von längeren Autofahrten anhörte. Mit der Stimme von Josef Tratnik am Ohr tauchte ich in die Geschichte ein, die ich in Form von Heftromanen in den ganz frühen 80er-Jahren erstmals komplett gelesen hatte. Den von Horst Hoffmann bearbeiteten Silberband hatte ich in den 90er-Jahren nur oberflächlich geblättert – somit war das Anhören der Silber Edition für mich eine Wiederentdeckung.
 
Ich versuche eine kurze Zusammenfassung, falls jemand nicht weiß, worum es in diesem Silberband und Hörbuch geht: Die Geschichte beginnt mit dem Start der MARCO POLO, dem Flaggschiff von Perry Rhodan. Im Jahr 3438 brechen die Gefährten in der fernen Galaxis Gruelfin auf, sie wollen direkt in die Milchstraße fliegen. Unterwegs kommt es zu Problemen mit dem sogenannten Homo Superior – Menschen, die sich für eine Weiterentwicklung des bisherigen Homo Sapiens handeln –, und in der Folge trifft die MARCO POLO erst 3441 in der Heimatgalaxis ein.
 
Wie man feststellt, rast mittlerweile ein kosmisches Gebilde auf die Milchstraße zu, das gigantische Dimensionen einnimmt und aus Tausenden von Sonnen sowie zahllosen Raumschiffen besteht. Zu den Begleiterscheinungen des Gebildes, das man schnell als »Schwarm« bezeichnet, zählt auch die sogenannte Verdummungsstrahlung. Überall in der Milchstraße sind intelligente Wesen auf einmal dümmer geworden – sie werden auf das Niveau von kleinen Kindern oder halbwegs klugen Tieren gebracht. Die Folge ist ein schreckliches Chaos auf allen besiedelten Welten, Perry Rhodan und seine Begleiter sind entsprechend schockiert ...
 
Das schildern die ersten Romane des Zyklus durchaus eindrucksvoll, das wird auch in der Silberbandbearbeitung deutlich, und das bringt Josef Tratnik in seiner starken Art, Texte vorzulesen, in der Silber Edition zum Ausdruck. Die Verzweiflung der wenigen Immunen angesichts der großen Aufgabe – sie müssen unzählige Verdummte versorgen, die zu den einfachsten Tätigkeiten nicht mehr in der Lage sind – wird dargestellt, die Kämpfe ums Überleben werden teilweise drastisch geschildert.
 
Für mich ist einer der Höhepunkte dieser Phase der Serie die Figur des Edmond Pontonac. Sein Abenteuer in einem Raumschiff der Schwarmgötzen – dieser Begriff wurde erst später in der Serie fixiert – faszinierte mich beim ersten Lesen sehr. Ich finde, dass sein Abenteuer auch heute noch gut zu lesen oder zu hören ist. Hans Kneifel zeigt einen schrägen Charakter, einen Mann mit seltsamem Humor, der dennoch versucht, sich und seine verdummte Besatzung so gut wie möglich durchzubringen.
 
Interessant ist darüber hinaus, wie unterschiedlich die Autoren das Thema Verdummung darstellten. Mal sind die betroffenen Menschen so albern wie Kinder, dann wieder so stumpfsinnig wie primitive Barbaren. Gelegentlich wird klar, wie schrecklich sich die Verdummung auswirkt: Zahlreiche Tote liegen – so heißt es zwischendurch – in den Straßen von Terrania.
 
Wenn man sich diese kurzen Beschreibungen vor Augen hält, wird klar, was Robert Feldhoff mit seiner Aussage meinte, die ich am Anfang zitierte: Wenn schon auf der hochtechnisierten Erde solche Zustände herrschen – wie muss es dann erst auf anderen Welten aussehen?
 
Nimmt man als Leser oder Hörer die Geschichte ernst, die »Der Schwarm« erzählt wird, muss man davon ausgehen, dass es auf der Erde während dieser Zeit einige Milliarden von Todesopfern gegeben hat. Und rechnet man das auf die Milchstraße hoch, kommen erschreckende Zahlen heraus.
 
Als junger Leser war mir das gleichgültig – ich fand die spannende Geschichte interessant genug. Höre ich mir die Romane heute an, wird mir vieles deutlicher vor Augen geführt. Die Autoren ließen solche Themen bewusst weg und beschränkten sich ebenfalls auf das pralle Science-Fiction-Abenteuer. Der düstere Charakter der Geschichte verschwindet immer wieder im Hintergrund.

Um es klar zu sagen: »Der Schwarm« hat mich als Hörbuch fasziniert und gefesselt – obwohl ich die Geschichte kannte. Aber als erwachsener Leser und Hörer bin ich an das Thema anders herangegangen wie vor über dreißig Jahren. Das verändert mein Bild, hat aber nicht die Faszination geschmälert. (Wer mir nicht glaubt, sollte das Hörbuch eben selbst anhören.) Interessant! Ich freue mich schon darauf, die Fortsetzung im CD-Player zu haben ...

04 Oktober 2018

Im Reich der Naiir

Verschiedene Schauplätze, mehrere Handlungsträger: In seinem Roman »Im Reich der Naiir« bietet Rainer Schorm seinen Lesern eine Fülle an Szenen an, die im Gesamtbild ein großes Panorama ergeben. Der Roman spielt auf der Erde, aber auch in einem fernen Sonnensystem, in dem die Menschen zum wiederholten Mal mit Gegenständen aus einem anderen Universum konfrontiert werden.

Viele Dinge scheinen zusammenzuhängen, die auf den ersten Blick voneinander losgelöst sind. Der Konflikt mit der mysteriösen Allianz, die der aktuellen Handlungsstaffel von PERRY RHODAN NEO ihren Namen gegeben hat, spielt in diesem Roman immer eine Rolle. Kein Wunder, dass Rainer Schorm, einer der zwei Exposéautoren, buchstäblich den großen Wurf über Zeit und Raum versucht hat … Bei diesem Roman bin ich ganz besonders auf die Reaktionen der Leser gespannt!

01 Oktober 2018

Heute vor sieben Jahren …

Es ist auf den Tag genau sieben Jahre her: Am 1. Oktober 2011 stand ich auf der Bühne des Kongresszentrums Rosengarten in Mannheim und durfte den WeltCon 2011 miteröffnen.

Als Moderator tat Mike Hillenbrand alles dafür, dass die Autoren und ich auf der Bühne gut aussahen, hinter der Bühne wirkten viele andere, und dass die gesamte Veranstaltung so gut ablief, dafür sorgen drei bis vier Dutzend Helfer, die unglaublich viel arbeiteten. Denke ich an den WeltCon zurück, kommen mir schlaglichtartig so viele Bilder in den Sinn, dass ich sie kaum überblicken kann.

Fünfzig Jahre PERRY RHODAN wurden präsentiert; es gab zahlreiche Rückblicke auf diese fünf Jahrzehnte. Wir stellten PERRY RHODAN NEO vor; das war ein Ausblick auf die Zukunft. Es ging um Hörbücher und Romane, um Exposés und Kunstwerke, es gab eine PERRY RHODAN-Ausstellung und spannende Vorträge … Und überall traf ich auf Leser, die in positiver Stimmung unterwegs waren – dass auch noch das Wetter so toll mitspielte, passte wunderbar dazu.

Ich habe alle PERRY RHODAN-WeltCons besucht, und ich war bei den meisten ins Programm eingebunden. Aber könnte nie sagen, welcher der Beste oder Schönste war. 2011 feierten wir auf jeden Fall ein wunderbares Fest – heute vor sieben Jahren!