21 Mai 2019

Der Feind in mir

In meinen Augen bilden sie ein klassisches Team: Wenn Reginald Bull und Perry Rhodan gemeinsam in einen Einsatz gehen, ist das eigentlich nichts Neues für die Leser.

Man darf allerdings nicht vergessen, dass sich die Freunde schon seit langem nicht mehr gesehen haben – wobei das auch relativ ist. Während für den einen rund fünfhundert Jahre vergingen, waren es für den anderen nur einige Wochen.

In ihrem Roman »Der Feind in mir«, der mit der Bandnummer 3014 demnächst erscheint, zeigt Michelle Stern das Zusammenspiel der beiden Freunde ebenso wie das ihrer Gegenspieler. Dabei handelt es sich um einen trickreichen Kampf mit viel Action und einigen Überraschungen. Dass nebenbei noch ein ungewöhnlicher Roboter eine immer wichtigere Rolle spielt, möchte ich nur kurz andeuten.

Das Titelbild stammt übrigens von Arndt Drechsler. Ich finde es sehr eindrucksvoll.

20 Mai 2019

Ein Prost auf einen geglückten Roman

Die Autorin Lucy Guth lernte ich bei einem Seminar in Wolfenbüttel persönlich kennen. Vorher nahm ich sie als Autorin für Serien wie »Maddrax« wahr und bekam mit, dass sie auch an anderen Texten arbeitete. Beim BuchmesseCon im Oktober 2018 unterhielten wir uns darüber, ob sie vielleicht einmal einen Beitrag für PERRY RHODAN NEO schreiben könnte – immerhin las sie die Serie sehr gern und war auf dem Laufenden. Danach ging eigentlich alles ganz flott ...

Wenn am 31. Mai 2019 der Roman »Mission auf Mimas« in den Handel kommt, den die Autorin zusammen mit Michelle Stern geschrieben hat, haben wir beide einen Grund zum Feiern. Mir hat die Gemeinschaftsarbeit der Autorinnen sehr gut gefallen, und ich hoffe, dass die Leser das auch so sehen.

Als wir uns unlängst in den Räumen der Bundesakademie in Wolfenbüttel trafen, lag es nahe, den bald kommenden Roman ein wenig zu feiern. Zu vorgerückter Stunde stießen wir mit Bier an. (Das Foto schoss übrigens Thomas Frick, der mit einer STELLARIS-Geschichte schon für das Perryversum tätig geworden ist …)

19 Mai 2019

Meine Welt der Fanzines wurde größer

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Nachdem ich die ersten Kontakte zu Fans geschlossen hatte, entwickelten sich im Frühjahr und Sommer 1979 in rasender Geschwindigkeit weitere Bekanntschaften. Mit der kleinen Kofferschreibmaschine, die mir meine Eltern geschenkt hatten, schrieb ich zahlreiche Adressen an, die ich in den PERRY RHODAN-Clubnachrichten oder auf den Seiten des PERRY RHODAN-Magazins ausfindig machte.

Ich war 15 Jahre alt und fand die Schule sowieso nicht spannend – also malträtierte ich in der Freizeit meine Schreibmaschine. Und weil viele der Personen, mit denen ich Kontakt aufnahm, rasch reagierten, hatte ich innerhalb kurzer Zeit eine Reihe von Brieffreundschaften.

Rasch fing ich damit an, die ersten Fanzines zu bestellen, also Fan-Magazine, die von den meist jungen Herausgebern hergestellt und vertrieben wurden. Vor allem wollte ich Möglichkeiten finden, meine eigenen Geschichten zu veröffentlichen. Seit ich die Idee entwickelt hatte, selbst ein Autor zu werden, brauchte ich – in meiner Wahrnehmung – jemanden, der meine Texte druckte.

Eines der ersten Hefte, das mir ins Haus geschickt wurde, hieß »solis orbita«. Seine Macher kamen aus Friedberg im Taunus, nördlich von Frankfurt gelegen, und kamen mir schon sehr erfahren vor – obwohl sie so alt waren wie ich oder ein wenig jünger. Ihr Fanzine war noch sehr amateurhaft, die Ambitionen von Michael und Ulrich dafür umso größer. Sie hatten, wie ich nach mehreren Briefen schon wusste, große Ziele mit ihrem Fanzine: Sie wollten prominente Autoren als Mitarbeiter gewinnen und schreckten auch nicht davor zurück, Lyrik zu veröffentlichen. (Es wurde das erste Fanzine, das Texte von mir publizierte.)

Es gab weitere Hefte, die mir gut gefielen. Im Nachhinein muss man wohl aber sagen, dass »Carthago« eines der Fanzines war, die mich im Sommer 1979 am Stärksten beeinflussten. Ich bestellte mir die Doppelnummer 9/10, die hundert Seiten umfasste und die ich bestimmt zweimal durchlas. »Carthago« verstand sich als ein »Magazin für Phantastik (Science Fiction, Realismus, Gespenster, Fantasy, etwas Horror, Surrealismus, Utopie, Badeöl usw.)«, was ich schon mal lustig fand.

Das gesamte Heft wirkte auf mich sehr professionell: ein kartonierter Umschlag, superschön gedruckte Innenseiten. Inhaltlich war es wesentlich »erwachsener« und kritischer als die Hefte, die ich bislang kannte und die meist einen starken PERRY RHODAN-Bezug aufwiesen.

Staunend las ich manche Beiträge. Es gab durchaus anspruchsvolle Kurzgeschichten, etwa von Roland Rosenbauer, den ich schon als Autor von »Terra Astra«-Heftromanen kannte, oder von Manfred Borchard, der schon oft auf den Seiten der PERRY RHODAN-Romane veröffentlicht worden war. Andere Autoren kannte ich nicht – und ihre Geschichten lasen sich allesamt anders als das, was ich bisher in Heftromanen mitbekommen hatte.

Man war durchaus politisch in diesem Fanzine, nicht nur in Kurzgeschichten wie »Päpstliche Himmelfahrt« oder Gedichten wie »Ein sauberer Deutscher«, sondern vor allem in den Artikeln. Mit einem Artikel wie »Größenwahn und Misswirtschaft der Fanzines« konnte ich nicht viel anfangen, weil ich zu wenig Ahnung von der bisherigen Fan-Szene hatte. Aber auch dieser Artikel weitete meinen Horizont.

In der »Carthago«-Ausgabe las ich auch von vielen anderen Fanzines. In einer »Fantasy-Magazinschau« wurden alle aktuellen Fanzines besprochen, die sich mit Fantasy-Literatur beschäftigten. Nachdem ich erst kürzlich diese Spielart der phantastischen Literatur kennengelernt hatte, fand ich das besonders interessant. Man konnte in Heften wie »Fantasia« oder »Follow« also eigene Geschichten veröffentlichen, und man konnte fremde Kulturen »simulieren«. Was immer das im Detail heißen sollte – mich faszinierte es.

Ich nahm mir vor, in Kontakt zu dem Verein zu treten, der hinter dieser phantastischen Welt stand. Er nannte sich »Erster Deutscher Fantasy-Club«. Obwohl in derselben »Carthago«-Ausgabe auch ein Artikel veröffentlicht wurde, der den Titel »Fantasy – Faschismus auf Raten?« trug, wollte ich mich nicht davon abhalten lassen, mehr über Fantasy herauszufinden.

Weil es in diesem »Carthago«-Heft so viele Informationen gab, die ich herausschreiben konnte, betrachtete ich es bald als meinen »Schlüssel« zur eigentlichen Fan-Szene. Unter anderem las ich von einem Fanzine namens »Phalanx«, an dem Manfred Borchard beteiligt war – den Mann kannte ich nun sowohl von »Carthago« als auch von PERRY RHODAN her. Ich beschlosse, den Herausgeber anzuschreiben; das war ein gewisser Helmut Ehls. (Mit ihm sollte ich Jahrzehnte später bei PERRY RHODAN zusammenarbeiten.)

Vor allem aber faszinierte mich der Hinweis auf einen Club. Er nannte sich »Science Fiction Korrespondenz Ring«, kürzte sich selbst mit »SFKR« ab und beschrieb sich selbst als »der Verein für aktive Science-Fiction-Leser & -Fans«, Das interessierte mich; ich wollte schließlich selbst ein aktiver Fan werden. Mir gefiel, dass man sich offenbar »ehrgeizige Pläne« gesetzt hatte, wie es in der Anzeige hieß, und dass man alles bieten wollte, »was man von einem modernen und leistungsfähigen Club« erwartete. Was das wohl genau hieß? Ich beschloss, es herauszufinden, und schrieb einen Brief an die angegebene Adresse.

Im Spätsommer 1979 begann mein Zugang zum Fandom, wie man die organisierte Szene der Science-Fiction-Fans nannte. Ich verschickte viele Briefe, und ich bekam viele Antworten. Mit großen Augen sah ich, was es neben PERRY RHODAN und ATLAN noch alles gab. Vor allem faszinierte mich, welche Möglichkeiten sich für engagierte Fans eröffneten. Ich beschloss, in dieser Fan-Szene immer intensiver mitzumischen …

18 Mai 2019

Eine NEO-Sternenkarte

Ich denke, es war diese Woche eine Überraschung für die Abonnenten von PERRY RHODAN NEO: Sie alle erhielten im Rahmen ihres Abonnements eine Sternenkarte, die das nähere interstellare Umfeld der Erde zeigte, wie wir es in dieser Serie schildern.

Erstellt hatte die Karte Rainer Schorm, einer der zwei Exposéautoren der Serie. Sie zeigt die Lokale Blase mit einem Radius von 500 Lichtjahren, groß genug also für Hunderttausende von Sonnen und möglichen Planeten.

Zu den Welten, die auf dieser Sternenkarte zu sehen sind, zählen unter anderem Ertrus und Epsal, Siga und Olymp. Wer sich schon lange für PERRY RHODAN interessiert, für den haben diese Namen einen guten Klang. Für PERR RHODAN NEO gab es natürlich entsprechende Anpassungen, so dass ein Besuch auf diesen Welten sehr viele neue Eindrücke vermitteln dürfte.

(Das Bild wurde in meinem Büro auf dem Fußboden aufgenommen. Ich fotografierte den Entwurf, nicht das endgültige Motiv – weil dieser keine »Falzlinien« enthält.)

Bevor jetzt jemand fragt: Diese Version der Sternenkarte kann man nicht bei uns kaufen. Wir arbeiten aber derzeit daran, für unseren Shop eine Lösung zu erstellen, die das Motiv dieser Karte aufgreift. Ziel ist ein schöner Wandschmuck ...

17 Mai 2019

Mann aus Glas

Es ist nicht nur ein neuer Roman, es ist auch nicht nur der Start in eine neue Staffel – es ist der Aufbruch in eine neue Epoche. Ich meine damit den Band 200 der Serie PERRY RHODAN NEO, den Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm gemeinsam verfasst haben. Am heutigen Freitag ist er offiziell erschienen, es ist der Start in die neue Staffel, die den schönen Namen »Die Solare Union« erhalten hat.

Die beiden Autoren haben sehr viele Grundlagen für die künftigen Romane erstellt. Sie haben sich nicht nur Gedanken über Kolonien und Welten gemacht, sondern auch über wirtschaftliche Zusammenhänge, biologische und genetische Überlegungen und strategisch-militärische Überlegungen.

Wenn sich die Menschheit im näheren Umfeld der sogenannten Lokalen Blase ausdehnt, vergrößert sich das »Spielfeld«. Das heißt, dass die Ziele größer werden können, auf jeden Fall aber auch die Bedrohungen.

In »Mann aus Glas« deuten die Autoren davon einiges an. Mit dem mysteriösen Besucher, der im Gebiet der Menschheit auftaucht, melden sich Besucher von »außerhalb«, die bisher niemand auf dem Plan hatte. Die größte Bedrohung scheint aber von einem besonders gefährlichen Menschen auszugehen … und alles andere steht in diesem Roman und seinen Folgebänden!

16 Mai 2019

Die Science-Fction-Welten des Andreas Brandhorst

Ein Logbuch der Redaktion

Dass Andreas Brandhorst einen PERRY RHODAN-Heftroman verfasste, schließt im Frühjahr 2019 in gewisser Weise einen großen Bogen. Der Autor fing in den 70er-Jahren mit Science-Fiction-Heftromanen an, damals noch als junger Mann, und wurde im Verlauf der vergangenen Jahre zu einem erfolgreichen Schriftsteller, der sich auf der Bestseller-Liste platzieren konnte. Grund genug, einige der wichtigen Abschnitte seiner Karriere zu betrachten.

Schon als junger Autor zeigte Andreas Brandhorst sein Talent. Seit den 70er-Jahren veröffentlichte er die ersten Heftromane, später schrieb er unter dem Pseudonym Andreas Weiler für die »Terranauten«. Dabei handelte es sich zu Beginn der 80er-Jahre um einen Versuch des Bastei-Verlages, eine Science-Fiction-Serie in den Handel zu bringen, die ganz anders ausgerichtet war als beispielsweise PERRY RHODAN. (Die Serie wird derzeit als E-Book erneut veröffentlicht.)

Nachdem der Autor in den frühen 80er-Jahren eine Reihe von Science-Fiction-Romanen als Taschenbücher oder Hardcover-Bände veröffentlicht hatte, verlegte er sich aufs Übersetzen. Zu Beginn der Nuller-Jahre trat er wieder als Autor in Erscheinung.

Mit »Diamant« legte er den ersten Band der sogenannten Kantaki-Trilogie vor, dem rasch weitere Bände folgten. Der Autor präsentierte in diesen Romanen eine weit entfernte Zukunft, in der die Menschen zwar ein Sternenreich entwickelt haben, bei ihrer Technik aber auf sehr seltsame Außerirdische angewiesen sind. Fans und Kritiker zeigten sich von den zwei Kantaki-Trilogien begeistert. (Sie liegen mittlerweile in einer schönen Neuausgabe im Piper-Verlag vor, als Taschenbuch sowie als E-Book.)

Es folgte eine Reihe von eigenständigen Science-Fiction-Romanen, die in keinem inhaltlichen Zusammenhang standen. Mehrfach bekam der Autor den Deutschen Science-Fiction-Preis und den Kurd-Lasswitz-Preis. Unter anderem wurde »Das Schiff« damit ausgezeichnet, ein Roman, der ein komplettes Universum entwirft und dabei stets sehr spannend bleibt.

Das ist wohl auch das verbindende Element in den neuen Science-Fiction-Werken des Andreas Brandhorst: Der Autor zeigt nicht nur eine Geschichte, sondern er präsentiert meist einen ganzen Weltenentwurf. Manche Leser sind dadurch überfordert, die meisten aber schätzen diesen umfassenden Weltenbau, in den sich spannende Geschichten um verzweifelte Menschen, einsame Roboter und wagemutige Raumfahrer einbinden lassen.

Zuletzt wechselte Andreas Brandhorst in das Thriller-Genre – ohne dabei aber seine Herkunft zu verleugnen. So ist beispielsweise »Ewiges Leben«, sein aktueller Bestseller, ein spannender Roman um Genetik und große Pläne, den die meisten Leser als Thriller wahrnehmen werden. Die grundlegende Idee – eben die Suche nach der Unsterblichkeit – zählt eher zur Science Fiction.

Auch in »Das Erwachen« griff der Autor ein aktuelles Thema auf, das in der Wissenschaft ebenso eine Rolle spielt wie in populären Medien: Ab wann ist eine sogenannte Künstliche Intelligenz wirklich möglich, und wie werden solche Maschinen gegenüber den Menschen auftreten? In beiden Thrillern sparte der Autor nicht an kritischen Gedanken zu politischen Kräften und gesellschaftlichen Entwicklungen.

Andreas Brandhorst hat im Verlauf seiner Karriere als Schriftsteller die unterschiedlichsten Themen bearbeitet. In einem blieb er sich immer treu: Er ist ein Science-Fiction-Autor, der es meisterhaft versteht, fremde Welten und faszinierende Charaktere zu beschreiben – ob in unserer Zeit oder in einer fernen Zukunft. Wir können als Leser auf viele weitere Romane dieses Schriftstellers gespannt sein!

15 Mai 2019

Die Terranische Union im Büro

Ich gestehe offen und ehrlich, dass die Überraschung geglückt ist: Wenn sich Rainer Schorm und Rüdiger Schäfer zusammensetzen, brüten die beiden Exposéautoren üblicherweise neue Ideen für die Handlung von PERRY RHODAN NEO aus. Sie machen sich Gedanken zu Völkern und Welten, zu Figuren und Raumschiffen – das alles fassen sie später zusammen, und daraus entstehen die Exposés, die wiederum die Basis für Romane bilden. Im Regelfall erhalte ich hinterher ein schönes Konzept von den beiden, in dem sie ihre inhaltlichen Ideen zusammenfassen.

Ganz selten gibt es aber mehr, und in diesem Fall war dieses »Mehr« sehr verblüffend. Zur Terranischen Union gibt es nämlich bereits Merchandise-Produkte, die mir als Geschenk überreicht wurden. Was die Terranische Union genau ist und worin sich diese von der Solaren Union unterscheidet, will ich heute nicht erklären – ich freue mich lieber öffentlich über die gelungenen Überraschungen aus Leverkusen.

(Und wenn jetzt jemand fragt: Bisher kann man diese Dinge noch nirgends kaufen. Das könnte sich aber noch ändern, könnte ich mir vorstellen …)

14 Mai 2019

Zielpunkt Ephelegon

Wenn man mit Fremden über die PERRY RHODAN-Serie spricht, hört man von diesen immer wieder, wie beeindruckend sie die Titelbilder finden. Die coolen Aliens, die intensiven Weltraummotive, die faszinierenden Raumschiffe – das kommt nach all den Jahrzehnten immer noch sehr gut an. Und das Titelbild von »Zielpunkt Ephelegon« ist ein richtig gutes Beispiel dafür.

Der Roman stammt von Uwe Anton, das Titelbild lieferte Arndt Drechsler. Der Künstler setzt das Raumschiff THORA auf dem Cover stark in Szene: Das neue Raumschiff des Residenten und damit das neue Flaggschiff der Liga orientiert sich in seiner Optik an den Klassikern des terranischen Raumschiffbaus, geht aber eigene Wege, was das Design und die Technik angeht.

In seinem Roman erzählt Uwe Anton übrigens auch von Altem, das sich in einer neuen Zeit orientieren muss. Kann eine Freundschaft den Zeitraum von fünfhundert Jahren ohne jegliche Begegnung »einfach so« überdauern? Diese Woche erfahren die Leser auf jeden Fall mehr darüber.

13 Mai 2019

Ein Besuch in Gongolis

Ein Logbuch der Redaktion (zur Dokumentation nachgereicht)

In den nächsten Wochen werden die Leser unserer Serie einen ungewöhnlichen Schauplatz genauer kennenlernen. Gemeint ist ein Habitat namens Gongolis, das sich im Sternenmeer der Milchstraße bewegt und dessen Bewohner zu keinem der aktuellen Machtblöcke gehören.

Seine Form ist ungewöhnlich genug: Vier Bauelemente bilden die Basis; dabei handelt es sich um die Zelle eines arkonidischen GWALON-Raumers sowie drei Schiffszellen der JUPITER-Klasse. Das gesamte Gebilde durchmisst also mehrere Kilometer und wird von zehntausenden von Menschen sowie Angehörigen anderer Völker bewohnt.

Gongolis erweist sich aber nicht als eine Ansammlung von Wracks oder zerstörten Raumschiffen. Gongolis ist ein modernes Habitat, gewissermaßen eine Mischung aus Stadt und Kaufhaus, Casino und Hotel, Spitzenklinik und Vergnügungszentrum. Allerdings gibt es auch schmutzige Areale. Wie es das Datenblatt so schön formuliert: »der Bauch von Gongolis, wo Schmugglerware und Drogen und dergleichen zu haben sind«.

Die Stimmung an Bord des Habitats ist – so der Text im Exposé – »geschäftig, optimistisch, lebensfroh«. Die Bewohner wollen mit den alten Zeiten nichts mehr zu tun haben, blicken bewusst in die Zukunft und wollen keine Legenden über ein angebliches Terra mehr hören.

Stattdessen gilt die Devise: »Die Bewohner wollen die aktuelle Friedenszeit der Cairanischen Epoche nutzen, das eigene Leben genießen. Wer unbedingt will, kann sich ja der Liga Freier Terraner anschließen. Aber hier auf Gongolis leben die Freien, die Ungebundenen, diejenigen, die sich aus der Schwerkraft der Historie befreit haben.«

Mehrere Romane beschäftigen sich mit Gongolis; sie erzählen mehr von diesem ungewöhnlichen Lebensraum und seinen Bewohnern. Drei Autorinnen tragen dabei den größten Anteil zur Beschreibung des Habitats bei, weshalb ich auf ihre Romane eingehen möchte. Man könnte sagen, dass sie gemeinsam eine Trilogie verfasst haben.

Den Einstieg liefert Susan Schwartz mit »Willkommen auf Gongolis« – ihr Roman trägt die Bandnummer 3010 und erscheint am 26. April 2019. Die Autorin erzählt von Perry Rhodan und seinen Gefährten, sie zeigt auch, auf welche Probleme der Terraner im Habitat stößt.

Tiefer ins Innere von Gongolis führt Verena Themsen. Ihr Roman kommt am 3. Mai 2019 in den Handel und trägt den Titel »Habitat der Träume«. Perry Rhodan und seine Begleiter treffen auf wichtige Personen, es gibt aber unerbittliche Gegner, die sich auf ihre Spuren gesetzt haben. Wer steckt dahinter, und wie kommen die Terraner aus dieser Falle heraus?

Mehr zu den Hintergründen berichtet Liza Grimm. Die junge Autorin, die ihren Gastroman mit dem Titel »Totenschiff« bedacht hat, schildert das Leben der unbarmherzigen Jäger, die in Gongolis aktiv sind. Ihr Roman wird am 10. Mai 2019 mit der Bandnummer 3012 veröffentlicht. Er zeigt die Milchstraße in der Cairanischen Epoche, beleuchtet bisher unbekannte Schauplätze und stellt vor allem zwei Figuren ins Zentrum der Geschichte, von denen die Leser noch mehr erfahren werden …

Gongolis ist nur einer der vielen neuen Schauplätze, mit denen uns die Autorinnen und Autoren nach Band 3000 überraschen. Ich habe mich über die Romane gefreut, die dieses Habitat präsentieren, und lasse mich überraschen, wie sie bei den Lesern ankommen werden.

12 Mai 2019

Seminar und Lektüre in Kombination

Fahre ich als Redakteur auf eine Veranstaltung am Wochenende, betrachte ich die Fahrzeit mit der Bahn als Arbeitszeit. Im Idealfall habe ich dabei die Zeit und die Ruhe, Manuskripte zu lesen und meine Anmerkungen in ihnen zu hinterlassen. So war und ist es auch an diesem Mai-Wochenende, an dem ich nach Wolfenbüttel und zurück fahre.

Bei der Fahrt nach Norden hatte ich ein aktuelles Manuskript von PERRY RHODAN-Mission SOL als Lektüre, das sehr explosiv anfängt und eine Reihe von spannenden Szenen enthält. Während des Seminars las ich in meinem Zimmer gelegentlich in einem aktuellen Manuskript für die wöchentliche Serie, für die Rückfahrt habe ich noch eines vorgesehen. Und falls sich unversehens noch ein Zeitloch auftun würde, hätte ich sogar ein Manuskript von PERRY RHODAN NEO im Gepäck.

Da passt es gut, dass ein Teil der Aufgaben während des Seminars ihren Hintergrund bei PERRY RHODAN NEO hatten. Dabei konnte ich den Autorinnen und Autoren gut vermitteln, wie die Arbeit in unserer Redaktion und mit den Autoren abläuft.

11 Mai 2019

PR NEO als eine Seminar-Grundlage

Dass sich Materialien aus der PERRY RHODAN-Serie immer wieder gut dazu eignen, auch in Seminaren eingesetzt zu werden, habe ich im Verlauf der Jahre häufig bemerkt. Beim diesjährigen Seminar in Wolfenbüttel, das ich zusammen mit dem Autor Uwe Anton als Dozent betreue, lässt sich das auch feststellen.

Mit einem winzigen Unterschied: Wir verwenden ein Datenblatt aus PERRY RHODAN NEO. Angefertigt wurde es von Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm. Uwe Anton hat es auf zwei Seiten eingekürzt.

Es dient als Grundlage für Gespräche, bisher haben wir auch eine Übung auf Basis dieses Datenblatts gemacht. Die Autorinnen und Autoren sollten eine stimmungsvolle Kurzgeschichte schreiben, die Elemente aus diesem Datenblatt aufgreift. Ich fand die Ergebnisse teilweise sehr spannend ...

10 Mai 2019

Teamtagung absolviert

Seit vielen Jahren gehört es in der PERRY RHODAN-Redaktion zum guten Ton, das Jahr mit einer Teamtagung zu beginnen. Im Januar oder spätestens im Februar setzen wir uns für einen Tag oder auch mehr zusammen, schauen uns an, was im Vorjahr gut und schlecht gelaufen ist, und versuchen dann, das nächste Jahr zu planen. 2019 war alles ein wenig anders – der Band 3000 unserer Serie und die vielen Aktivitäten um die Serie herum trugen dazu bei, dass wir die Teamtagung erst am 8. Mai 2019 veranstalten konnten.

Zu besprechen gab es trotzdem viel: Wir schauten uns an, was in den vergangenen Monaten gut und weniger gut gelaufen war; wir erfreuten uns der guten Zahlen, die der Vertrieb bei PR 3000 vermeldet hatte, und wir diskutierten Themen, die sich auf die kommenden Jahre beziehen. Wie verändert sich die Literatur, welche Autorinnen und Autoren schreiben in zehn Jahren beispielsweise für unsere Serie? Auch über Personalfragen – wer macht was? – diskutierten wir intensiv.

Zwischendurch tranken wir Kaffee und aßen zu Mittag. Wegen des Dauerregens verzichteten wir auf einen Spaziergang, was sich ansonsten angeboten hätte. Rastatt ist nämlich, wenn man an der Murg entlanggeht, recht hübsch. Aber auf solche Dinge mussten wir verzichten; Arbeit und Planung standen nun mal im Zentrum.

09 Mai 2019

Liza Grimm und das Totenschiff

Diese Woche erscheint ein Gastroman, der den Titel »Totenschiff« trägt. Verfasst wurde er von Liza Grimm, einer jungen Autorin, die bereits mehrere Romane veröffentlicht hat, vor allem im Fantasy-Umfeld, und die ich auf der Leipziger Buchmesse kennengelernt hatte. Bei einem Gespräch am Messestand war die Idee entstanden, dass sie einen Gastroman für PERRY RHODAN schreiben könnte – und in wenigen Tagen liegt er im Handel bereit.

Es ist immer etwas Besonderes, wenn Gastautoren oder Gastautorinnen sich in »unser« Universum einarbeiten, wenn sie ihre eigene Sicht auf das Perryversum entwickeln. Manche kommen damit leichter zurecht, einige tun sich schwer. Meiner Ansicht nach bereichert ein Blick von außen auch unsere Sicht der Dinge – so eben auch bei Liza Grimm.

Sie beschreibt die zwei Figuren, die man auch auf dem Titelbild des Romans erkennt, zeigt ihre Vergangenheit und ihre Beweggründe, liefert die Vorgeschichte für das Zusammentreffen der beiden mit Perry Rhodan. Ganz nebenbei ergänzt sie damit das Bild, das unsere Leser von der Milchstraße in der Cairanischen Epoche haben. Mir hat das sehr gut gefallen!

07 Mai 2019

»Eine dritte Wirklichkeit«

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Es war ein seltsames Gefühl für mich: Ich stand auf der Bühne, Elke Rohwer neben mir, und wir lasen gemeinsam einen Text vor, den ich erst einige Tage zuvor geschrieben hatte. Es war der 1. Oktober 2011, ein Samstag, und der PERRY RHODAN-WeltCon sollte auf einen weiteren Höhepunkt zusteuern. Wir wollten unsere neue Serie präsentieren, wir wollten über PERRY RHODAN NEO sprechen – ohne zu wissen, wie die Serie ankommen würde.

Elke stellte als Redakteurin die grundsätzlichen Gedanken vor, präsentierte unsere neue Serie »als eine klassische Science-Fiction-Überlegung«, als »eine Was-wäre-wenn-Frage, eine Frage nach grundsätzlich anderen Gedankenspielen«. Sie erzählte von unserem Gedankengang, von den »zwei Wirklichkeiten in Sachen Mondlandung«.
Die eine spreche davon, dass Neil Armstrong auf dem Mond landet und vom kleinen Schritt für einen Mann und dem großen Schritt für die Menschheit spricht. Die andere hingegen – so Elke – setze den amerikanischen Astronauten Perry Rhodan sowie seine Begleiter Reginald Bull, Clark Flipper und Eric Manoli ins Zentrum.

»Mit PERRY RHODAN NEO gesellt sich zu diesen zwei Wirklichkeiten eine dritte hinzu«, sagte sie. »Sie ist ebenfalls fiktiv, aber sie jongliert mit einer grundsätzlich anderen Ausgangsposition.« Die Mondlandung sollte erneut stattfinden, aber erst im Jahr 2036 …

Elke berichtete von den Überlegungen der Autoren; vor allem Frank Borsch als Exposéautor hatte sich über politisch-gesellschaftliche Dinge viele Gedanken gemacht. Welche Entwicklungen mussten berücksichtigt werden? Mussten wir Klimawandel, Terrorismus und Umweltverschmutzung in der Handlung der Serie verarbeiten?

Nachdem Elke die aktuelle Planung vorgestellt hatte, ging ich in die Vergangenheit. Ich verwies auf die frühen Exposés von Karl-Herbert Scheer und Walter Ernsting alias Clark Darlton. Bekanntlich beratschlagten die beiden Autoren in stunden- und tagelangen Diskussionen darüber, wie eine nahe Zukunft aussehen könnte.

»Während sich Karl-Herbert Scheer viele grundsätzliche Gedanken darüber machte, wie eine Mondlandung technisch-wissenschaftlich zu verlaufen hatte, war Clark Darlton derjenige, der die träumerischen Ideen beisteuerte«, fasste ich zusammen. Ich verwies auf »den Gedanken an die Unsterblichkeit, der Traum vom Ewigen Leben, die Flüge in andere Sonnensysteme und die Reisen in andere Zeiten und Universen«. Wäre PERRY RHODAN am Anfang auf reine Action konzentriert gewesen, wäre die Serie nie ein solcher Erfolg geworden – die Ernstingschen Träumereien gehörten stets dazu.

Ähnlich ging es uns bei der Planung von PERRY RHODAN NEO. Seit 2003 hatten wir immer wieder an dem Thema gearbeitet. Mir war recht früh klargeworden, dass nur ein Autor in Frage käme, diese Serie zu steuern. Frank Borsch hatte in meinen Augen mit seiner »Alien Earth«-Trilogie gezeigt – die drei Bände waren bei Heyne erschienen –, wie klarsichtig und spannend zugleich er eine Welt in der nahen Zukunft beschreiben konnte.

An dieser Stelle setzte wieder Elke an; sie erwähnte die Figuren, die in der neuen Serie auftauchen sollten. »Selbstverständlich wäre es töricht gewesen, auf Perry Rhodan zu verzichten oder aus Reginald Bull eine Frau zu machen«, sagte sie und verwies auf die Figuren, die wir für NEO veränderten.

Der Telepath John Marshall beispielsweise wohne nicht in Australien, sondern kümmert sich in den Vereinigten Staaten um Jugendliche. Das Finanzgenie Homer G. Adams sollte in der neuen Serie eine ganz andere Rolle innehaben. Und mit Sid Gonzalez wollen wir gleich im ersten Roman eine Figur einführen, die es in der ursprünglichen Serie gar nicht gibt.

»Das alles ist kein Selbstzweck«, so die Redakteurin, »sondern geschieht, weil wir eine neue Serie schaffen wollen – keine Replikation des klassischen Stoffes.« Wir wollten schließlich nicht »einfach die ersten zehn oder zwanzig PERRY RHODAN-Hefte nacherzählen«; das wäre einfach gewesen. Wir hatten uns »bewusst für den komplizierteren Weg entschieden, aber gleichzeitig für den spannenderen und lohnenswerteren«.

Ich wusste, welche Sorgen sich in diesem Augenblick mancher Besucher des WeltCons im Saal machte. Wir hatten diese Sorgen früh genug diskutiert, und ich konnte mich darauf einstellen. Wie würde denn das »Perryversum« aussehen, wenn es künftig PERRY RHODAN NEO geben würde? Welche Fakten sollten künftig gelten? Müsste man sich künftig zwischen zwei verschiedenen Angaben entscheiden?

»Wird Perry Rhodan, wenn er in Heft 2650 an die Mondlandung denkt, sich an das Jahr 1971 oder an das Jahr 2036 erinnern?«, fragte ich in den Saal. »Welche Erinnerungen hat Perry Rhodan an die Venus, welche an die amerikanischen Astronauten Freyt und Deringhouse, was verbindet ihn mit John Marshall oder Homer G. Adams?«

Ich hatte das Gefühl, dass mich alle anstarrten. Dann sprach ich die Worte, die manchem wohl wie eine Erlösung vorkamen: »Es gibt künftig schlicht zwei Perryversen – anders geht es nicht.« Die laufende PERRY RHODAN-Serie basiere meiner Ansicht nach weiterhin auf den Fakten, die mit »Unternehmen Stardust« im Jahr 1961 und den folgenden Romanen geschaffen worden seien. Und PERRY RHODAN NEO werde etwas komplett Neues.

Als an dieser Stelle im Saal spontaner Beifall ausbrach, dem sich viele anschlossen, war ich mehr als erleichtert.

05 Mai 2019

Technische Fortschritte im Perryversum

In diesen Tagen beschäftigen wir uns in der Arbeit zwischen der Redaktion und dem Exposéteam immer wieder auch mit der Technik in der Cairanischen Epoche. Was kann man wie modernisieren, was hat sich wie in den 500 Jahren verändert, seit Perry Rhodan durch das Chaotemporale Gezeitenfeld gestürzt ist?

Mir fällt bei solchen Dingen immer wieder auf, wie wenig sich die Technik eigentlich in den früheren PERRY RHODAN-Romanen verändert hat. Die Raumschiffe wurden größer (zuerst 1500-Meter-Kugelraumer, dann 2500-Meter-Kugelraumer), die Antriebstechnik änderte sich (von Transitions- zum Linearantrieb), die Schutzschirme wurden mächtiger (zuerst kam der HÜ-Schirm, dann der Paratronschirm), die Positronengehirne noch größer (von der Venusfestung über den Robotregenten zur Hundertsonnenwelt). Am Prinzip änderte sich vergleichsweise wenig.

Als Rainer Castor innerhalb des Autorenteams für die Entwicklung neuer Technologien zuständig war, führte er so viele Neuerungen ein, dass diese teilweise nicht einmal den Weg in die veröffentlichten Romane fanden oder nur kurz angedeutet wurde, was neu sein müsste. Das entsprach zwar technologischer Realität – immerhin hat sich die Technik in unserer Welt in den vergangenen hundert Jahren in rasantem Tempo verändert –, wurde aber kaum in Romane umgesetzt.

Und heute? Wir müssen einen Spagat finden zwischen dem, was möglich wäre, wenn man das Perryversum konsequent zu Ende dächte (extreme Miniaturisierung beispielsweise ...), und dem, was für Romane noch sinnvoll ist. Denn eines ist ja trotz aller Gedankengänge klar: Wir wollen unterhaltsame Science Fiction schreiben, die auf dem Fundament der bisherigen 3000-undsoweiter Romane aufbaut und diese nicht negiert. Mit dem Widerspruch aus manchmal altmodischer Technikvision – Beispiel: das riesenhafte Zentralplasma – und heutigen Erkenntnissen müssen wir klarkommen ...

04 Mai 2019

Der Film und die Nachrichten

Ich war zu jung, als der erste PERRY RHODAN-Film herauskam. Aber ich erinnere mich noch gut daran, als er in den 70er-Jahren noch einmal in die Kinos kam. Einer meiner Freunde sah ihn, und er fand ihn toll.

Wann immer ich mich an manche Gespräche in den 70er-Jahren erinnere, denke ich, dass der Film nicht so schlecht angekommen sein konnte, wie man sich das heutzutage vielleicht vorstellt. Die starke Abneigung gegen den Film kam erst in den 80er-Jahren auf, so meine Wahrnehmung.

Ein Beleg dafür ist meiner Ansicht nach ein wunderbares Dokument, das man in der Filmothek finden kann. Dokumentiert wird die »UFA-Wochenschau« 562/1967, die am 2. Mai 1967 in den Kinos gezeigt wurde. Nach gut vier Minuten – man kann aber auch direkt mit dem entsprechenden Bild auf den Anfang klicken – kommt ein eindrucksvoller Bericht über »SOS aus dem Weltall«, eben jenen legendären PERRY RHODAN-Film.

Man sieht, wie die STARDUST zum Mond fliegt, wie die Rakete landet, wie das skurrile Landefahrzeug über die Mondoberfläche rollt. Im Schwarzweiß-Kino jener Tage dürfte das eindrucksvoll gewesen sein. Klassische Risszeichnungen und schräge Musik ergänzen aufs Schönste die Tricks der italienischen Filmemacher, die die Dokumentation zeigt.

03 Mai 2019

Der aktuelle Stand zur Mission SOL

Am heutigen Tag bestand ein großer Teil der Arbeit in der Redaktion darin, weitere Weichen für die nächste Miniserie zu stellen. In sechs Wochen soll der erste Band von PERRY RHODAN-Mission SOL im Handel sein; dafür müssen wir noch einiges tun. Immerhin ist »Das Raumschiffgrab« als Start für die Serie bereits in der Produktion, weitere Romane liegen vor.

Die Exposés hat Kai Hirdt zu einem großen Teil bereits geschrieben, für die anderen hat er Konzepte entwickelt. Parallel dazu arbeiten die Autoren an den weiteren Romanen. Vorbereitet wird derzeit eine Prämie für die Menschen, die eine Mission-SOL-Edition bestellen, ein Kurz-Abonnement über die zwölf Ausgaben der Miniserie also.

Bleiben die Werbung und die Öffentlichkeitsarbeit: Entsprechende Texte stehen schon, die Kontakte gibt es ebenfalls. Für die Zeitschriftenhändler wurden ebenso Informationen vorbereitet. Die Händlerinnen und Händler müssen schließlich wissen, dass es etwas Neues aus dem PERRY RHODAN-Kosmos gibt, das sie ihren Stammkunden anbieten können ...

Das ist nur ein kleiner Auszug aus dem, was in diesen Stunden und Tagen getan wird. Wir sind derzeit sehr optimistisch, dass uns eine schöne Serie gelingen wird. Die ersten Vorab-Reaktionen unserer Leser sind ebenfalls positiv – das freut mich natürlich sehr.

02 Mai 2019

Finale für Ferrol auf japanisch

Ich freue mich sehr, dass PERRY RHODAN NEO in Japan offenbar ganz gut angenommen ist. Dieser Tage erhielt ich das Belegexemplar von Band 16 auf den Tisch, mit einem Cover, das mich allerdings leicht irritierte: Mit der Gucky-Darstellung kam ich nicht klar – aber ich muss ja auch nicht alles mögen … ich hoffe, den Lesern in Fernost gefällt das eher als mir.

Der Inhalt ist ein wichtiger Roman von Christian Montillon: »Finale für Ferrol« schließt die zweite Staffel ab, bildet einen Höhepunkt in der frühen Phase unserer Serie. Das Konzept von Frank Borsch orientierte sich in den Grundzügen an der klassischen PERRY RHODAN-Serie, wich aber stark davon ab, wenn es um die Charakterisierung von Völkern und Handlungsträgern ging.

Ich wüsste ja zu gern, wie die Romane bei unseren japanischen Partnern inhaltlich ankommen: Wie reagieren die Leserinnen und Leser darauf? Sind es die Leser, die auch die klassische PERRY RHODAN-Serie lesen, oder erreichen wir damit auch andere Menschen? Schade, dass das für mich so fremd erscheint.

30 April 2019

Habitat der Träume

Wie lässt sich ein Habitat illustrieren, das mehrere Kilometer durchmisst und – wie eine riesige Raumstation eben – durch das Weltall treibt? Ganz klar: Man zeigt das Ding von außen, um seine Dimensionen klarzumachen, oder man wagt es, ein Detail aus dem Inneren zu nehmen. So könnte man vorgehen …

Als Dirk Schulz das Titelbild für den Roman »Habitat der Träume« gestaltete, entschied er sich für einen Ausschnitt. Und damit gibt er – so denke ich – in besonderem Maß wieder, wie die Stimmung in einem Habitat sein könnte, das buchstäblich multikulturell und intergalaktisch ist: Wesen aller Art, die offensichtlich bei einer Party sind, werden von einem Menschen betrachtet.

Den Roman verfasste Verena Themsen, er kommt mit der Bandnummer 3011 in den Handel. Es geht um einen »großen Mann«, auf den ein Terraner trifft. Ich weiß, das ist ein wenig schwammig formuliert, aber ich fand den Begriff des »großen Mannes« sehr schön, weshalb ich ihn gern in den Untertitel übernommen habe …

29 April 2019

Am Ende aller Tage

»Du lebst in einer Zeit, in der viele Entwicklungen, die vor Jahrmillionen begonnen haben, ihr Ende finden.« Diese Aussage wird Perry Rhodan präsentiert, und der Terraner muss sie erst einmal verarbeiten und mit vielen anderen Informationen kombinieren ...

Das Gespräch, aus dem ich diese Aussage zitiere, ist ein zentrales Element im Roman »Am Ende aller Tage«. Dabei handelt es sich um Band 199 der Serie PERRY RHODAN NEO. Verfasst wurde er von Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm, den zwei Exposéautoren dieser Serie.

Meist kann ich sehr genau unterscheiden, welcher Autor welche Passage geschrieben hat. Bei diesem Band fiel es mir zeitweise sehr schwer; die verschiedenen Handlungsebenen hängen eng zusammen. Viele Entwicklungen, die seit dem ersten NEO-Roman abgelaufen sind, finden in diesem Roman schließlich erst ihr Ende.

Damit weisen die beiden Autoren auch einen Weg in die nächste Epoche der Serie. Der große Handlungsbogen um das Ringen, die Allianz und die damit zusammenhängenden Probleme ist erst einmal abgeschlossen – nun können neue Abenteuer geschildert werden.

28 April 2019

Die Solare Union kommt

Ein Logbuch der Redaktion

Man kann es kaum anders sagen: Am 17. Mai 2019 wird für PERRY RHODAN NEO tatsächlich eine neue Epoche anbrechen – Band 200 dieser Serie wird erscheinen. Nachdem wir zuletzt bei der klassischen PERRY RHODAN-Serie mit Band 3000 ein großes Jubiläum feiern konnten, wird bei der parallelen Serie ein weiteres Jubiläum auf uns zukommen.

Unsere Serie bricht mit diesem Roman zu neuen Ufern auf: Bisherige Handlungsbögen sind zu Ende gegangen, es beginnt eine Zeit frischer Herausforderungen. Gefahren wie ANDROS, die Meister der Insel oder die monströsen Bestien gehören erst einmal der Vergangenheit an, die friedliche Erforschung des Weltalls steht im Vordergrund. Aber …

Unter Führung der zwei Exposéautoren Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm schreibt derzeit ein Team engagierter Autorinnen und Autoren an einer Serie, die selbstverständlich PERRY RHODAN im Titel trägt, aber längst eigene Wege geht. Wir lieben die Klassiker des sogenannten Perryversums, machen daraus aber ein eigenes Universum.

Nach wie vor gilt das Grundprinzip von PERRY RHODAN NEO: Man greift Elemente der klassischen PERRY RHODAN-Serie auf, verfremdet und verändert sie, ergänzt sie durch neue Ideen oder modernisiert sie – und daraus entsteht die aufregende Geschichte einer Menschheit, die ihre ersten Schritte in einem höchst gefährlichen Kosmos unternimmt.

Worum es in den Romanen nach Band 200 geht, soll an dieser Stelle noch gar nicht ausführlich erzählt werden (bei Veranstaltungen haben wir dazu schon einiges erzählt). Die Handlung springt ins Jahr 2088 und präsentiert die Erde und ihre Bewohner in einem Umfeld, das so bisher nie vorgestellt worden ist.

Erste Kolonien sind errichtet worden, Handel und Wirtschaft entstehen zwischen den einzelnen Welten. Die Erde ist zwar noch kein geeinigter Planet, aber längst steht sie im Zentrum eines kleinen Sternenreiches. Technik und Wissenschaft florieren, man geht eigene Wege, auch wenn man immer noch von den Ideen profitiert, die man von den Arkoniden übernommen hat.

Der Titel der ersten Handlungsstaffel deutet ein wenig von dem an, um was es geht: »Die Solare Union« – so werden diese zehn Romane zusammengefasst, und die Solare Union ist das politische Gebilde, unter dessen Vorzeichen die Menschheit ihren Vorstoß ins All unternimmt. In diesen zehn Romanen werden die Leser erfahren, wie die Solare Union arbeitet und welche Schwierigkeiten sie hat, wie die Erde sich entwickelt hat und was immer noch schiefläuft. Und natürlich erfahren sie auch, was mit Perry Rhodan geschehen ist, seiner Frau Thora und ihren gemeinsamen Kindern.

Den ersten Roman der neuen Staffel verfassten die beiden Exposéautoren gemeinsam. Rainer Schorm und Rüdiger Schäfer schrieben »Mann aus Glas«, in dem ein ungewöhnliches Lebewesen im Gebiet der Menschheit auftaucht und in dem sich eine neue Gefahr am Horizont abzeichnet. Ihr Roman kommt am 17. Mai 2019 in den Handel – und lädt sowohl die Stammleser als auch potenzielle Neuleser dazu ein, die Welten der Solaren Union zu besuchen.

Wie es danach weitergeht, werde ich noch erzählen. Wir stecken in diesen Tagen mit Hochdruck in der Arbeit an der neuen Staffel; die ersten Romane sind bereits geschrieben worden, weitere Exposés liegen bei den Autorinnen und Autoren. Mit der Solaren Union bricht die Menschheit zu neuen Ufern auf – und das werden wir in den nächsten Romanen von PERRY RHODAN NEO erzählen …

27 April 2019

Der dritte Progress-Report ist da

Nur noch wenige Wochen, dann beginnen die dritten PERRY RHODAN-Tage in Osnabrück. Die Verantwortlichen der PERRY RHODAN-FanZentrale verschickten ein erstes Programm, gut getarnt in Form eines sogenannten Progress-Reports – das erhöht bei Menschen wie mir immer die Vorfreude.

Wie es aussieht, wird ein umfangreiches Programm geboten, das in mehreren Räumen parallel ablaufen wird. Autoren und Zeichner sind vor Ort, die Redaktion wird durch Klaus Bollhöfener sowie mich vertreten. Es gibt also genügend Möglichkeiten, am 25. und 26. Mai 2019 mit den »Machern« der PERRY RHODAN-Serie zu sprechen.

Wobei die anstehende Miniserie PERRY RHODAN-Mission SOL sowie der Band 200 von PERRY RHODAN NEO echte Schwerpunkte bilden werden. Ich bin aber sicher, dass Wim Vandemaan als einer der zwei Exposéautoren der wöchentlichen PERRY RHODAN-Serie für genügend Aufmerksamkeit sorgen wird ...

Langer Rede kurzer Sinn: Ich freue mich schon sehr!

26 April 2019

Psionisches Roulette

Die Druckerei liefert uns freundlicherweise immer die Belegexemplare für die aktuellen PERRY RHODAN-Bücher sehr rechtzeitig. Deshalb liegt mir auch schon »Psionisches Roulette«, der Band 146 der PERRY RHODAN-Bücher. Ich werde es sicher nicht schaffen, das Buch noch einmal komplett durchzuschmökern, freue mich aber darauf, am Wochenende in ihm zu blättern und einzelne Szenen zu lesen.

Schon jetzt ist mir bewusst, dass viele Erinnerungen in mir wach werden dürften. Immerhin sind in diesem Buch Romane enthalten, die 1985 erstmals veröffentlicht wurden. Zu der Zeit war ich als Wehrpflichtiger bei der Bundeswehr, und die Lektüre der wöchentlichen PERRY RHODAN-Romane empfand ich als wichtige Abwechslung zur meist öden Routine.

Mit dem Buch legte Hubert Haensel als Bearbeiter einen eindeutigen Schwerpunkt: Die Abenteuer des Arkoniden Atlan im geheimnisvollen Tiefenland stehen im Zentrum. Viele tolle Ideen, viele starke Szenen habe ich in meinem Gedächtnis abgespeichert!

Ich erinnere mich noch gut an Figuren wie den Haluter Domo Sokrat, genannt Sokrates, der sich selbst als einen Orbiter betrachtete. Ich denke an die mysteriöse Clio, die sich als Spielzeugmacherin bezeichnete und mit der damals viele Leser nicht viel anfangen konnte.

Und ich weiß noch, wie ich das Grauland bei der Lektüre als unheimlich empfand und mich nicht nur einmal frage: »Wie holen die Autoren unsere Helden eigentlich aus dieser Situation heraus?«

25 April 2019

Wie entstand das Sternenbiest?

Während Robert Feldhoff an seinem ersten Roman für die neue Reihe der »Space Thriller« arbeitete, standen wir im ständigen Dialog. Wir sprachen über sein Exposé, die Figuren, die weitergehende Handlung. Und natürlich machten wir uns oft Gedanken über einen Titel für seinen Roman.

Als die ersten Kapitel standen, schlug Robert vor, dem Space Thriller den Titel »Plötzlicher Kindstod« zu geben. »Wieso das denn?«, fragte ich verblüfft. Diese Todesart komme nun mal oft vor, meinte er, und in seinem Roman bilde es den Anfang. Ich argumentierte dagegen, mit einem solchen Titel könnte man den Vertrieb nicht überzeugen. So gut kannte ich die Kollegen im Vertrieb zu diesem Zeitpunkt dann doch.

Wir brainstormten eine Weile, dann herrschte Stille. Der Autor arbeitete weiter an seinem Roman, ich hatte auch zu tun. Einige Tage später kam er mit seinem neuen Vorschlag: »Wir nennen den Roman einfach ›Grüße vom Sternenbiest‹, das klingt gut«, schlug er vor.

Ich fand den Titel super, das sagte ich ihm auch gleich. »Aber was heißt das eigentlich?«, fragte ich.

Den Begriff »Sternenbiest« müsse er noch sinnvoll in den Roman einbauen, meinte der Autor. Er habe eine Idee, müsse aber sehen, ob sie funktioniert. Dann schrieb er weiter, den Titel bekam er irgendwann gut mit dem Inhalt des Romans verknüpft, und wir waren beide sehr zufrieden. Es war ein ungewöhnlicher Weg, einen Titel festzulegen, aber für uns beide funktionierte es.

Bis heute halte ich »Grüße vom Sternenbiest« für einen der besten Titel, den es für einen PERRY RHODAN-Roman gibt. Und den Roman finde ich nach wie vor richtig klasse!

24 April 2019

Willkommen auf Gongolis

Es mangelt in der PERRY RHODAN-Serie wirklich nicht an originellen Schauplätzen. Mit Gongolis, einem Habitat, führt Susan Schwartz einen dieser Schauplätze in die Handlung der laufenden Serie ein. In ihrem Roman »Willkommen auf Gongolis« gewährt sie einen ersten Eindruck.

Mir hat vor allem gefallen, wie sie ihre zweite Hauptfigur durch die Handlung geschubst hat. Aus der Sicht von Ragnu Sholter wirkt die Station anders, als sie sich einem erfahrenen Raumfahrer wie Perry Rhodan präsentiert. Dass beide Figuren und ihre Erlebnisse in einem gewissen Zusammenhang stehen, dürfte die Leser kaum verwundern …

23 April 2019

Schwarze Saat als Taschenbuch

Ich freute mich sehr, als ich am ersten Tag nach Ostern und meinem kurzen Urlaub das Belegexemplar von »Schwarze Saat« auf meinem Schreibtisch vorfand. Der Roman von Michael Marcus Thurner ist der erste Band der »Dunkelwelten«-Trilogie, erschien als Taschenbuch bei Bastei-Lübbe und wird von einem starken Titelbild illustriert, das Arndt Drechsler gestaltete und einen Onryonen zeigt.

Im Inhalt geht es unter anderem um Onryonen. Zumindest mit zwei Angehörigen dieses Volkes ist Perry Rhodan in einer geheimnisvollen Unterwelt unterwegs. Dort stößt er auf ein Geheimnis, mit dem er nicht gerechnet hat und das mit seiner eigenen Vergangenheit in Verbindung steht.

Gut gefallen hat mir, als ich das Manuskript dieses Romans gelesen habe, vor allem die Art und Weise, wie der Autor die Onryonen darstellt. Man erfährt mehr über dieses Volk und seine Kultur. Wobei man bedenken muss, dass nicht alle Onryonen gleich sind – es soll ja auch unter Menschen verschiedener Herkunft den einen oder anderen Unterschied geben – und die Bewohner der Dunkelwelt Jolyona auf ihre Art sehr besonders sind …

12 April 2019

Eine schwarze Pyramide in Frankreich

Das aktuelle PERRY RHODAN-Taschenbuch, das unsere Partner in französischer Sprache veröffentlicht haben, weist ein dynamisches Motiv auf: Ein Raumschiff bohrt sich mit Wucht in die Oberfläche eines Planeten, während ringsum die Vögel davonfliegen. Nicht immer bin ich mit den Titelbildern zufrieden, die in Frankreich auf die PERRY RHODAN-Romane kommen – diesmal gefällt es mir sehr gut.

Inhaltlich geht es in »La Pyramide Noire« – es ist Band 367 – in die Vergangenheit; die französische Ausgabe steckt derzeit im Zyklus »Die Endlose Armada«. Das Taschenbuch enthält zwei Romane von Kurt Mahr, einen von Marianne Sydow und einen von Detlev G. Winter. Die Konfrontation der BASIS-Besatzung mit Angehörigen der Endlosen Armada, die ich in den frühen 80er-Jahren sehr faszinierend fand, wird hoffentlich auch die Leser in Frankreich begeistern.

11 April 2019

Zum Stand der Dunkelwelten

Ein Logbuch der Redaktion

Stichtag ist der 29. April 2019: Ab diesem Tag wird das offiziell im Mai 2019 erscheinende Taschenbuch mit dem Titel »Schwarze Saat« - verfasst von Michael Marcus Thurner – in den Buchhandlungen zum Verkauf angeboten. Damit liegt der erste Teil der Dunkelwelten-Trilogie vor, die Bastei-Lübbe in Zusammenarbeit mit der PERRY RHODAN-Redaktion veröffentlicht.

Wir sehen diese Trilogie als einen weiteren Baustein in unserer bisherigen Zusammenarbeit, zu der bereits das Taschenbuch »Die falsche Welt« mit Romanen von Verena Themsen und Andreas Eschbach sowie das Taschenbuch PERRY RHODAN-Trivid von Christian Montillon und Oliver Fröhlich gehörten.

Bei alledem betrachten wir Bastei-Lübbe als einen wichtigen Partner: Dank der Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen aus Köln ist PERRY RHODAN in den Buchhandlungen wieder dort vertreten, wo die meisten Leser nach Science Fiction und Fantasy suchen – in der entsprechenden Abteilung für Taschenbücher.

Während der Arbeit versuchten wir ein neues Modell, wie Redaktion und Autoren zusammenarbeiten könnten. Die zwei Autoren und die Autorin schrieben nicht nach einem vorgegebenen Reihenexposé, sondern entwickelten ihre Geschichte eigenständig. Grundlage bildete eine Idee von Robert Corvus, die dieser schon vor einiger Zeit eingereicht hatte. Dabei sprachen sie sich untereinander ab und wechselten viele Mails mit der Redaktion; mehrere Telefonate und Besprechungen ergänzten die Vorbereitungen auf die drei Taschenbücher.

Ob das eine bessere Art der Zusammenarbeit war, können wir noch nicht sagen. Es war auf jeden Fall völlig anders und recht ungewohnt – das muss nicht unbedingt schlecht sein. Letztlich wird man am Ende sehen, wie die Leserschaft auf die Romane reagiert.

Aber um was geht es denn eigentlich? Wie der Titel schon andeutet, spielen alle drei Romane auf sogenannten Dunkelwelten. Dabei handelt es sich um Planeten, die sich durch den Leerraum zwischen den Sternen bewegen; sie haben sich vor Jahrmillionen aus dem Schwerefeld ihrer Sonnen gelöst und sind völlig lichtlos. Man kann davon ausgehen, dass es solche Dunkelwelten auch in unserem Universum in großer Zahl gibt – sie sind aber nicht auffindbar, weil sie im Leerraum zu klein sind.

Auch im Perryversum hat sich über lange Zeit hinweg niemand für die Dunkelwelten interessiert. Man weiß, dass die Posbis solche Welten als Stützpunkte nutzen – sie benötigen auch kein Sonnenlicht für ihre Ernährung –, ansonsten sind solche Dunkelwelten bisher unwichtig. Solange die galaktischen Völker überall Sonnensysteme mit besiedelbaren Planeten nutzen können, braucht man eine Dunkelwelt nicht unbedingt anzusteuern.

Das hat sich geändert, als die Onryonen in der Milchstraße aufgetaucht sind. Zuerst machen die humanoiden Wesen in Zusammenhang mit dem Atopischen Tribunal von sich reden, nach dem Abzug des Tribunals bleiben viele von ihnen in der Galaxis zurück. Sie siedeln mehrheitlich auf Dunkelwelten, auf denen sie eigenständige Kulturen entwickelt haben. Nachdem das Tribunal verschwunden ist, bleiben die Onryonen auf sich gestellt, bilden kein Sternenreich oder dergleichen, sondern müssen schauen, wie sie ihre Zukunft gestalten.

Hier setzen die drei Taschenbücher an – unter anderem … In seinem Roman »Schwarze Saat« erzählt Michael Marcus Thurner von der Dunkelwelt Jolyona, die von Onryonen besiedelt worden ist. Der Autor setzt unter anderem Perry Rhodan ins Zentrum. Sein Roman ist bereits produziert und wird termingerecht erscheinen.

Bei seinem Beitrag für die Trilogie beleuchtet Robert Corvus ein Raumschiff, das er schon immer geschätzt hat. In »Schwarze Frucht« wird die Besatzung der KRUSENSTERN mit uralten Geheimnissen konfrontiert. Dieser Roman liegt schon lange vor, ist bereits redigiert und wird derzeit bei Bastei-Lübbe gesetzt.

Madeleine Puljic schreibt in ihrem Roman mit dem Titel »Schwarze Ernte« von der Kolonialwelt Istark. Dort wiederum gibt es seltsame Psi-Phänomene, die mit einer Dunkelwelt in Zusammenhang stehen. In diesem Band, der ebenfalls schon vorliegt, gibt unter anderem der Oxtorner Monkey ein eindrucksvolles Gastspiel.

Soviel zu den drei Taschenbüchern, die uns in der Redaktion gut gefallen haben. In Verbindung mit den Titelbildern, die Arndt Drechsler beigesteuert hat, sollten sie im Buchhandel gut punkten.

10 April 2019

Die Heilerin von Hangay

Endlich habe ich wieder einen Roman in der Reihe der PERRY RHODAN-FanEdition gelesen. In diesem Fall handelt es sich um das Gemeinschaftswerk der Autoren Michael Tinnefeld und Gerhard Huber, das unter dem Titel »Die Heilerin von Hangay« erschienen ist. Es ist immerhin schon der zwanzigste Band in der Reihe der FanEdition – das finde ich respektabel.

Wie der Titel schon nahelegt, spielt eine Kartanin die Hauptrolle in diesem Roman. Diese Außerirdischen mochte ich schon, als sie zum ersten Mal in unserer Serie aufgetaucht sind.

Weil der Roman nach dem Abzug der Terminalen Kolonne spielt, gibt es Bezüge zu den entsprechenden Romanen: Wie sieht so eine Sterneninsel eigentlich aus, nachdem die Chaosmächte und ihre Truppen abgezogen sind?

Die beiden Autoren erzählen eine unterhaltsame Geschichte, die sich vor allem auf einen exotischen Planeten konzentriert. Dort gibt es dann auch eine überraschende Enthüllung, was die Person der Heilerin betrifft – am Ende war ich dann doch recht verblüfft … und ich hoffe, dass ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten habe.

»Die Heilerin von Hangay« ist ein positives Beispiel für einen Fan-Roman: Die beiden Autoren haben Elemente der Serie aufgegriffen und ihre ganz eigene Geschichte entwickelt. Sehr schön!

09 April 2019

Sondereditionen zum Jubiläumsband

Weil die Frage im Forum gestellt wurde, möchte ich sie kurz öffentlich angehen: Zu unserem Jubiläumsband – also dem Roman mit der Nummer 3000 und dem Titel »Mythos Erde« – gab es neben der regulären Ausgabe, die wir über den Zeitschriftenhandel und diverse Shops sowie das Abonnement verkauft haben, zwei Sondereditionen.

Die eine, die wir intern als die »Ankerkraut«-Ausgabe bezeichnen, wurde von der Firma Ankerkraut angeboten. Man kann in diesem Fall zwei besondere Gewürze und das Heft 3000 in einer Geschenk-Box erhalten. Das Heft ist fast identisch: Es hat einen anderen Umschlag, enthält aber kein Poster – der Roman ist derselbe.

Ähnlich sieht es bei der »Lootchest«-Ausgabe aus. Sie hat ebenfalls einen anderen Umschlag, enthält denselben Roman, aber auch kein Poster. Sie wird im Rahmen einer sogenannten Lootchest-Box an die Abonnenten von Lootchest verschickt; diese müssen dafür keinen Aufpreis bezahlen.

08 April 2019

Wir arbeiten an einer Mission

In diesen Tagen beschäftigen wir uns in der Redaktion sehr häufig mit der nächsten Miniserie. PERRY RHODAN-Mission SOL erscheint zwar erst im Juni, und man meint immer, bis dahin sei noch eine Menge Zeit – aber so langsam müssen wir uns beeilen, um alle Termine noch in einem vernünftigen Zeitrahmen zu schaffen. Und das geschieht in den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen.

Während Kai Hirdt an den Exposés feilt, schreiben die ersten Autoren fleißig an ihren Romanen. Das erste Titelbild ist in der internen Diskussion, die Anzeigen werden parallel dazu gebastelt. Wir haben Ideen gesammelt, in welche Richtung wir das Marketing entwickeln werden; erste Texte sind schon entstanden, weitere müssen noch geschrieben werden.

Am Dienstag werden Katrin Weil und ich die konzeptionellen Gedanken dem Vertrieb sowie der Geschäftsführung vorstellen. Dabei wird dann auch definiert, welche Prämie wir den »Editionskunden« geben können – also den Menschen, die ein kurzes Abonnement über die zwölf Romane abschließen. Und viele andere Dinge mehr ...

07 April 2019

Stadt der Letztgedanken

Ich kann es mir schon jetzt vorstellen: Der eine oder andere Leser wird einwenden, dass das Titelbild des Romans »Stadt der Letztgedanken« nicht mit der Beschreibung im Inhalt übereinstimmt. Aber Dirk Schulz hat zu dem Roman von Susan Schwartz eine beeindruckende Impression geliefert, die ich hervorragend finde – sie ist ein Blickfang am Kiosk und im E-Book-Shop.

Inhaltlich schreibt die Autorin die Handlung in der Milchstraße fort. Atlan und seine Begleiter erfahren mehr über einige aktuelle Dinge, sie treffen auf seltsame Außerirdische, die sich als Vanth bezeichnen. Ich finde die Idee, die hinter der Kultur der Vanth steht, immer noch sehr originell; sie hat etwas mit Denkfähigkeiten und Geschwindigkeiten zu tun.

Ob das den Lesern gefällt, weiß ich nicht. Aber wer schon immer sagte, er wollte etwas lesen, das in der PERRY RHODAN-Serie noch nie dagewesen ist, der ist hier an der richtigen Stelle …

05 April 2019

Das heimliche Imperium

Bei einer langen Autofahrt nutze ich gern die Chance, ein Hörbuch zu genießen. Wenn ich – wie am Buchmessen-Wochenende – die Reise von Karlsruhe nach Leipzig und auch wieder zurück auf mich nehme, lohnt es sich, ein PERRY RHODAN-Hörbuch, das ich schon länger im Auto habe, endlich zu Ende zu hören. In diesem Fall handelt es sich um »Das heimliche Imperium« – ich tauche also wieder einmal in die Zeit des »Schwarm«-Zyklus ein. Heute erst komme ich dazu, einige Zeilen darüber zu schreiben.

Diese Romane hatte ich in Form von Heften schon in den 70er-Jahren gelesen, nicht am Stück und mit vielen Lücken versehen. Anfangs der 80er-Jahre hatte ich den »Schwarm«-Zyklus komplett und schmökerte ihn dann am Stück durch, wenngleich ich einige Romane, die ich schon kannte, nur überflog. Bis heute halte ich ihn für eine der stärksten Episoden unserer Serie, in der viele neue Figuren auftauchten, die die Serie prägen sollten, und in der viele Ideen fixiert wurden, die uns bis heute begleiten.

Als ich in den 90er-Jahren die entsprechenden Bücher als Silberband-Ausgabe zu betreuen hatte, verließ ich mich stark auf die Bearbeitung von Horst Hoffmann und schaute die Manuskripte nur durch. Deshalb kenne ich diese Ausgabe praktisch gar nicht.

Wenn ich also im Jahr 2019 die Silber Edition mit dem entsprechenden Titel anhöre, ist es gut vierzig Jahre her, seit ich ihr zum ersten Mal begegnete. Und ich stelle fest, dass mir manche Teile dieser Silber Edition richtig gut gefallen – wie man heutzutage sagt: »Sie sind gut gealtert.« Das liegt sicher an der einprägsamen Stimme von Josef Tratnik, das ist schon klar: Wenn er vorliest, passt das zur klassischen Zeit unserer Serie; seine Stimme geht leicht ins Ohr, und sie vermittelt die Geschichte richtig gut.

Neue Figuren tauchen in dieser Silber Edition auf: die Metabio-Gruppiererin Irina Kotschistowa oder Tahonka-No, der Knöcherne, sind faszinierend; ich mochte sie schon damals. Mit dem Vordringen in den Schwarm und dem Auftauchen des heimlichen Imperiums gibt es neue Puzzlestücke zum Geheimnis des Schwarms. Tolle Geschichten, tolle Erinnerungen – ich weiß, warum ich den »Schwarm«-Zyklus trotz aller Schwächen immer noch schätze.