23 Februar 2017

Die »SOL« 85 überzeugt mit gutem Inhalt

Mit der Ausgabe 85 hat die »SOL« eine neue Chefredaktion: André Boyens hatte den Job seit 2011 inne und möchte sich jetzt um andere Dinge kümmern, an seiner Stelle übernahm Christina Hacker. Entsprechend gespannt war ich auf die Lektüre des Magazins der PERRY RHODAN-FanZentrale. Nachdem ich die 64 Seiten gelesen habe, kann ich sagen: Die Staffelübergabe hat gut geklappt.

Zu einem Teil liefert das Heft viele Rückblicke. Bereits veröffentlichte PERRY RHODAN-Romane werden kritisch rezensiert, es gibt Rückblicke auf den abgelaufenen Zyklus. Mehr in die Zukunft blickt das Interview mit dem Autor Kai Hirdt – sehr schön!

Darüber hinaus bietet das Heft eine Reihe von weiteren Themen, teils sind es Vereinsinterna, teils unterschiedliche Berichte über die größte SF-Serie der Welt. Aber es gibt auch eine Kurzgeschichte, in der Perry Rhodan als junger Mann auf einen gewissen Steven – nicht Stephen – King trifft.

Wie immer ist die Mixtur absolut lesenswert, die professionelle Gestaltung des Heftes entspricht dem Anspruch der FanZentrale. Sehr schön – sollte man haben!

22 Februar 2017

Hort der Flüsternden Haut

Einen ziemlich wüsten Planeten beschreibt Rainer Schorm in seinem Roman »Hort der Flüsternden Haut«, der am 24. Februar 2017 in den Handel kommt. Das Titelbild für den Band 142 unserer Serie PERRY RHODAN NEO gestaltete Dirk Schulz – ich finde es in seiner klaren und schlichten Art sehr eindrucksvoll. Es zeigt vor allem den Handlungsschauplatz des Romans sehr eindeutig ...

Der Autor schickt seine Hauptfigur durch trockenen Sand und fiese Wüstenwinde, lässt Tuire Sitareh in Kämpfe gehen und auch in Stammeskonflikten vermitteln. Ganz nebenbei erzählt er sogar eine Geschichte, die ein wenig an »Romeo und Julia« erinnert.

Es gibt Leser, die sehen in Rainer Schorm vor allem einen Autor, der technische und militärische Themen gut schildern kann. Bei diesem Roman beweist er, dass er auch andere Themen drauf hat ...

21 Februar 2017

Bookwire als Tagesthema

Der heutige Tag stand für die PERRY RHODAN-Redaktion im Zeichen der E-Books. Wir bekamen Besuch aus Frankfurt – die für uns zuständige Kollegin von Bookwire war in Rastatt. In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden viele aktuelle Themen besprochen. PERRY RHODAN ist ein wichtiger Partner für Bookwire, und Bookwire ist für uns ein wichtiger Partner – wenn jemals der Begriff »Win-Win-Situation« zutreffen sollte, dann ist das wohl bei dieser Verbindung.

Seit dem Sommer 2011 liefert Bookwire unsere E-Books an die unterschiedlichen Shops aus. Wir sind mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden, und am heutigen Tag ging es darum, das Jahr 2017 weiter zu planen. Welche Projekte gehen wir an, riskieren wir ein »Leuchtturm-Projekt«?

Als die Kollegin am späten Nachmittag zur Bahn eilte, hatten wir alle das Gefühl, einen sinnvollen Besprechungs-Tag hinter uns gebracht zu haben. Auf die nächsten Jahre!

20 Februar 2017

Die schwarze Flamme auf französisch

Meist finde ich die Titelbildgestaltung, die unsere französischen Partner bei PERRY RHODAN einsetzen, sehr originell und auch treffend. Beim aktuellen Band mit der Nummer 343 habe ich meine Probleme: »La flamme noire« spielt eindeutig auf Gesil an, die geheimnisvolle Frau, von der anfangs niemand unserer Helden so recht weiß, wie er sie einzuordnen hat.

Das Titelbild zeigt auch eine leicht bekleidete Dame – die aber passt nicht so recht zu meinem Bild von Gesil. Womöglich ist es Scoutie oder sonst eine Frau aus dem Volk der Betschiden. Um das genau herauszufinden, müsste ich den Band lesen ...

Unsere französischen Leser erfahren in diesem Buch auf jeden Fall mehr über die SOL und über Atlan, über Krandhor und die Entwicklung der Buhrlos. Bei solchen Themen ist es dann letztlich wohl egal, ob das Cover hundertprozentig passt oder nicht.

19 Februar 2017

Von Terminus zu Sagittarius

Der heutige Tag gilt weniger der Hauptserie – also dem eigentlichen PERRY RHODAN –, sondern den Nebenserien. Die sind nicht weniger wichtig, und um die sollte sich der Redakteur auch entsprechend kümmern. Deshalb muss eben der Sonntag dafür herhalten.

In diesem Fall ging es zuerst um PERRY RHODAN-Terminus. Hierzu liegen bereits Berge von Datenblättern vor, ebenso Exposés und erste Romane. Das ist alles sehr viel und sehr faszinierend, die darin geschilderte Welt ist zudem voller Elemente, die nicht so bekannt sind – also muss ich sehr genau lesen. Aber das macht Spaß.

Und dann wechsle ich – geleitet durch Rüdiger Schäfer und ein entsprechendes Manuskript – in die Galaxis Sagittarius. Dabei handelt es sich um eine Kleingalaxis, die »unsere« Milchstraße gewissermaßen begleitet. Wer dort lebt, das wird nicht nur Perry Rhodan verblüffen, sondern auch die Leser – vor allem diejenigen, die sich im klassischen Perryversum gut auskennen.

Mehr will ich an dieser Stelle nicht ausplaudern. Gute Schauplätze sind letztlich nicht alles für eine SF-Serie, sondern entscheidend sind gute Romane. Aber wem erzähle ich das ...

18 Februar 2017

Das PERRY RHODAN-Jahrbuch für 2015

Wer zu spät kommt, wird mit weiteren Verspätungen bestraft. So ging es zumindest mit dem aktuellen PERRY RHODAN-Jahrbuch und mir. Das Jahrbuch fürs Jahr 2015 erschien erst im Dezember 2016 – weil Andreas Schweitzer und Frank Zeiger auch anders zu tun hatten im abgelaufenen Jahr –, und ich schaffte es erst im Februar, es zu lesen.

Wobei es ja gelogen wäre, wollte ich behaupten, ich hätte alles gelesen. Die umfangreichen Zusammenfassungen der einzelnen Romane, die 2015 erschienen sind, finde ich immer sehr verdienstvoll und hilfreich – aber ich lese die nur dann nach, wenn ich sie brauche. Das kann nach aktuellem Stand der Dinge erst in zehn oder zwölf Jahren der Fall sein ...

Spannender finde ich die vielen anderen Themen, die ein solches Jahrbuch füllen. Klar, es gibt haufenweise Tabellen und Übersichten, das gehört dazu. Aber es werden ebenso kritische Blicke auf die Planetenromane oder Hörspiele geliefert, die wir 2015 veröffentlicht haben. Und kritisch heißt in diesem Fall: fundiert und trotzdem mit dem Finger auf eventuellen Wunden.

Darüber hinaus findet die Fan-Szene ihren Platz, gibt es Hinweise zu Fanzines und Cons. Als jemand, der ursprünglich aus der Fan-Szene kommt, finde ich das stets lesenswert. Hin wie her: gutes Jahrbuch! Mit über 540 Seiten ist es zudem ein echter Kracher.

(Checkt die Website des herausgebenden SFC Universum; da steht dann mehr über die Publikation und die Bestellmöglichkeiten.)

17 Februar 2017

Aphilie und 1984

Derzeit höre ich im Auto das Hörbuch von »Aphilie«. Der Roman erschien in der Mitte der 70er-Jahre, ich las ihn erstmals um 1978 herum, und er packte mich völlig. Aber auch heue finde ich ihn noch richtig gut.

Warum? Weil »Aphilie« so viel über seine Zeit aussagt. Der Roman entwirft ein großes Science-Fiction-Bild einer künftigen Menschheit, das überhaupt nicht nett und positiv ist. Die Menschheit ohne Liebe ist nichts, das begeistern kann, sondern eher abschreckend. Aber diese Dystopie, so klar sie geschildert war, faszinierte in den 70er-Jahren, und sie kann heute wieder faszinieren.

Es ist bezeichnend, dass in einer Zeit, in der die politischen Ereignisse so beängstigend wirken, ausgerechnet ein Klassiker wie »1984« wieder gelesen wird. Das Meisterwerk der Dystopie steht auf der aktuellen Bestsellerliste.

Vielleicht ist es an der Zeit, die »Aphilie« wieder zur Hand zu nehmen und komplett zu lesen. Die Vorstellung einer Menschheit ohne Liebe ist schließlich nicht so entsetzlich weit weg von unserem heutigen Dasein ...