17 Januar 2018

Ein Prospekt zum Traversan-Start

Wann genau der Prospekt zum Start des Traversan-Zyklus veröffentlicht wurde, lässt sich nicht mehr genau feststellen. Wahrscheinlich war es im September 1998, wenige Wochen vor dem offiziellen Erscheinen des ersten Bandes der neuen ATLAN-Serie.

Es war ein Versuch der PERRY RHODAN-Redaktion, die Marke wiederzubeleben – und er schlug ab dem 13. Oktober 1998 richtig gut ein. Die Romane kamen bei den Lesern sehr gut an; die Traversan-Geschichten zählen bis heute zu den beliebtesten Abschnitten des Perryversums.

Das Faltblatt informierte auf vier Seiten über die Welt des Arkoniden Atlan: Die Zeitabenteuer-Bücher wurden ebenso vorgestellt wie der neue Traversan-Zyklus oder das ATLAN-Sonderheft, das parallel zum ersten Band der neuen Serie veröffentlicht wurde.

Die Texte stammten aus der Redaktion, bei den Bildern wurde auf klassische Bruck-Grafiken und Material der Werbeagentur Zeuner zurückgegriffen. Verbreitet wurde das Informationsmaterial unter anderem auf der Buchmesse in Frankfurt.

16 Januar 2018

Moothusaschs Schatz

Ein Oxtorner vor einem grellen Hintergrund: Unser Titelbildkünstler Swen Papenbrock hat Monkey in Szene gesetzt, eine der Figuren unserer Serie, die nicht gerade jedem Leser gefallen. Seit die Figur vor über tausend Romanen von Robert Feldhoff in die Serie eingebracht worden ist, führt sie – oder führen ihre Aktionen – immer wieder zu Diskussionen.

Dabei blendet der Roman »Moothusachs Schatz«, dessen Titel zugegebenermaßen ein wenig kompliziert klingt, ein wenig in die Vergangenheit und beleuchtet Ereignisse in einer fernen Sterneninsel. Mit ihnen hat Monkey zwar zu tun, aber er löst höchstens entsprechende Gedanken und Erinnerungen aus.

Leo Lukas verfasste den Roman, der in dieser Woche erscheinen wird. Er spielt auf unterschiedlichen Zeit- und Handlungsebenen, was in der Handlung einen schönen Sog erzeugt – und er liefert ganz nebenbei einen spannenden und erweitertenden Einblick in ein außergalaktisches Volk.

07 Januar 2018

Mordplanet und Aufruhr

In den späten 70er-Jahren, nachdem ich ein glühender PERRY RHODAN-Fan geworden war, entdeckte ich irgendwann die Planetenromane. Eine Klassenkameradin lieh mir die Taschenbücher ihres Vaters aus, und so entdeckte ich – ohne dafür Geld ausgeben zu müssen – die frühen Planetenromane von Hans Kneifel oder Kurt Mahr. Ich war fasziniert von dieser Erweiterung des Universums, das ich so gerne hatte.

Dieser Tage kommt der aktuelle Planetenroman-Nachdruck offiziell in den Handel, ich habe das Belegexemplar schon vorliegen. Es ist die Bandnummer 93/94, und enthalten sind zwei sehr gelungene Werke von Hans Kneifel; die las ich in den späten 70er-Jahren zum ersten Mal.

Sowohl »Der Mordplanet« (erstmals 1968 als Band 53 veröffentlicht) als auch »Aufruhr in Terrania« (Bandnummer 51 im Jahr 1968) sind Romane, mit denen der Autor das Perryversum – den Begriff benutzte damals noch keiner – bunter machte und um viele Facetten bereicherte. Wenn wir damit heutigen Lesern ein Bild der klassischen Zeit unserer Serie vermitteln könnten, fände ich das super.

06 Januar 2018

Ein Glossar arkonidischer Begriffe

Vor 1998 entstanden arkonidische Wörter und Bezeichnungen innerhalb der PERRY RHODAN-Serie oftmals recht zufällig. Die Autoren benutzten deutsche Begriffe oder entwarfen auf eigene Überlegung hin fremd klingende Wörter. Erst Rainer Castor entwickelte systematisch einige Grundregeln für die arkonidische Sprache, die auch in den Jahren und Jahrzehnten danach galten.

Im Sommer 1998, als der Traversan-Zyklus als erste Miniserie aus der PERRY RHODAN-Redaktion vorbereitet wurde, erarbeitete der Autor eine Vielzahl von Begriffen und fasste sie zu einem ersten Arkon-Lexikon zusammen. Als für den Zyklus ein Informations-Faltblatt vorbereitet wurde, durfte eine Seite mit einem »Glossar arkonidischer Begriffe« nicht fehlen.

Von Arbtan – das Wort für Soldaten und Unteroffiziere – bis Zhdopanthi, was die Bezeichnung für den Imperator ist, wurden rund drei Dutzend Begriffe aufgelistet. Sie stellten eine wichtige Grundlage für weitere Arbeiten zur arkonidischen Sprache dar.

05 Januar 2018

Der erste Olymp-Roman ist da!

Das war heute eine schöne Überraschung: Direkt nach der Mittagspause landete der erste Roman unserer neuen Miniserie PERRY RHODAN-Olymp auf meinem Schreibtisch. Ich freute mich sehr darüber und blätterte das Heft gleich durch – gut sieht es aus, und unterhaltsam finde ich die Lektüre ebenfalls. (Aber da bin ich aus nachvollziehbaren Gründen sehr subjektiv.)

Die Romanhefte werden in diesen Stunden für den Versand vorbereitet, damit die Besteller der Olymp-Edition ihr Heft garantiert früh genug erhalten. (Wer sich dafür interessiert, kann direkt über das Bestellformular eine Edition anfordern.) Die Arbeit der Autorin und der Redaktion an diesem Roman ist also erst einmal erledigt; jetzt sind der Versand und der Vertrieb dran.

Ab nächster Woche wird »Mysterium« bei den Leserinnen und Lesern liegen. Ich freue mich schon auf die ersten Reaktionen – und freue mich so lange darüber, dass ich als Redakteur das Privileg habe, früh beliefert zu werden.

04 Januar 2018

Arbeit nach dem Jahreswechsel

Wer glaubt, dass im PERRY RHODAN-Team zwischen den Feiertagen weniger gearbeitet wird als üblich, der irrt sich. Klar, ein Teil der Redaktionsmitglieder ist im Urlaub und erholt sich – aber die Autoren arbeiten ebenso wie ein Teil des Teams innerhalb des Verlages. Hier und heute ein kleines Einblick ...

Bei den Romanen eilen wir in großen Sprüngen auf den Band 2950 zu. Die Romane bis zur Zyklushalbzeit liegen vor, sind teilweise schon im Lektorat – dasselbe gilt für die Titelbilder. Inhaltlich sind die Romane, die direkt vor dem Halbzeitband 2950 spielen, in der Milchstraße angesiedelt; dann wechselt die Handlungsebene.

In diesem Sektor bin ich derzeit, wenn ich mich mit Exposés und Datenblättern beschäftige. Die ersten Romane, die nach Band 2950 veröffentlicht werden, sind schon in der Redaktion; mit den Exposés sind wir bereits weiter. Die Handlung spielt teilweise in der Milchstraße, teilweise aber auch in einer weit entfernten Galaxis, von der wir bislang nur den Namen kannten.

Wenn wir zwischendurch ein wenig »Luft« haben, blicken die Exposéautoren und der Redakteur übrigens schon ins Jahr 2019 – in dreizehn Monaten kommt bekanntlich Band 3000 in den Handel. Es gibt schon viele Entwürfe und Skizzen und ein Vorabexposé für den dann anstehenden Zyklus. Ich finde es wieder einmal spannend, die Entstehung eines neuen Epos gewissermaßen »live« mitzuerleben ...

03 Januar 2018

Wie war das noch mal mit den Halutern?

»Die Haluter sind die wohl einzigartigsten Intelligenzwesen der Galaxis.« So beschrieb K. H. Scheer im Exposé zu Band 200 der klassischen PERRY RHODAN-Serie das Volk, dem Icho Tolot angehört und das er in diesem Roman in die Handlung einführte. »Äußerlich gleichen die Haluter Ungeheuern, jedoch sind sie sehr verträgliche, vergnügsame, äußerst humane und hochintelligente Geschöpfe«, heißt es weiter.

Icho Tolot sei »überhaupt die neue Figur, die zu Beginn des 5. Zyklusteils in der Rhodan-Serie auftaucht«, so der Exposéautor. Und er stellte gleich fest: »Der Heimatplanet der Haluter wird den Terranern und auch anderen Lebewesen niemals bekannt.« (Wer sich mit der klassischen Serie auskennt, weiß gut genug, dass diese Absicht von den Autoren nur zweieinhalb Jahre später durchkreuzt wurde.)

Zur Optik äußerte sich Scheer sehr klar und eindeutig: »Die relativ kurzen Beine besitzen ungeheuer starke Sprunggelenke. Die vier Arme eines Haluters sind rechts und links paarweise gelagert.« Dazu kommen die »zwei kürzeren, sehr kräftigen und ebenfalls mit mächtigen Sprunggelenken ausgerüsteten Brustarme«.

Haluter verglich der Autor in diesem ersten Exposé mit »terranischen Grislybären«; so sei der »Rumpfquerschnitt« so oval, dass er »fast einem Kreis gleicht«. Darüber hinaus beschäftigte sich Scheer mit der Kultur und der Technik der Haluter, und er legte sehr viele Dinge grundsätzlich fest, die bis heute gelten.

Mich freut in diesem Zusammenhang, dass wir mit dem Roman »Tolotos« demnächst auch bei PERRY RHODAN NEO mehr von den Halutern hören werden. Zumindest von einem ganz bestimmten ... Ich denke, das kann ich sagen und schreiben, ohne an dieser Stelle zu viel zu verraten.