19 Oktober 2018

Zuglektüre im Oktober

Weil ich am heutigen Tag mehrere Stunden mit der Bahn unterwegs war, beschäftigte ich mich mit ganz unterschiedlichen Themen. Im Zug hat man – wenn alles gut geht – schließlich ausreichend Zeit, etwas zu lesen. Und diese Zeit nutzte ich sehr sinnvoll.

Ich las selbstverständlich die Texte, die ich für das Schreibseminar in Wolfenbüttel benötigte. Aber ich nahm mir auch ein Manuskript vor, das für PERRY RHODAN NEO gedacht ist.

Am spannendsten fand ich allerdings das, was mir Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm bereits vor einigen Tagen geschickt hatten: Es handelte sich um ein Handlungskonzept für PERRY RHODAN NEO nach Band 200. An dieser Stelle werde ich mich hüten, auch nur ein Wort zum Inhalt zu verlieren.

Auf die Leser kommt buchstäblich eine neue Epoche zu – sie baut auf den vorherigen Staffeln auf, geht aber in eine andere Richtung. Die beiden Exposéautoren haben in ihrem Konzept das bisherige Neoversum um einige neue Aspekte erweitert, greifen aber auch wieder in den Erfahrungsschatz der klassischen PERRY RHODAN-Serie. Spannend ...

18 Oktober 2018

Drei Ritte der Tiefe

In der ersten Hälfte der 80er-Jahre ging ich als PERRY RHODAN-Fan durch manche Höhen und manche Tiefen; mir gefiel wirklich nicht alles, vor allem auch deshalb, weil ich entdeckte, wie viele interessante Science-Fiction-Universen es außerhalb des Perryversums gab. Aber dann gab es wieder so abgefahrene Ideen wie das Tiefenland, die mich über Wochen und Monate fesselten.

Das alles kann man bald in den Silberbänden nachlesen. Das Buch mit dem schönen Titel »Drei Ritter der Tiefe« kommt offiziell im November in den Handel, aber die Druckerei schickte mir heute freundlicherweise ein Vorab-Exemplar. Es juckt mich schwer in den Fingern, das Buch aufzuschlagen und nachzulesen, wie Hubert Haensel die klassischen Romane aus den 80er-Jahren bearbeitet und in die Form eines Silberbandes gebracht hat.

In diesem Buch geht es um das Tiefenland, eine bizarre Welt, die physikalisch völlig unmöglich ist – aber das störte mich nicht im Geringsten. Der Autor Thomas Ziegler erdacht all die bizarren Bewohner dieses Landes und schickte seine Helden durch eine skurrile Reise ohnegleichen. Wie sich das wohl heute liest, wenn man zum ersten Mal auf »Drei Ritter der Tiefe« stößt?

17 Oktober 2018

Projekt Exodus

»Fluchend fand Rhodan sich am nächsten Ort wieder.« Dieser Satz belegt – wie ich finde – sehr schön, dass es im nächsten Roman von Susan Schwartz recht dynamisch zugeht. Eine ihrer Hauptpersonen ist natürlich Perry Rhodan, doch die Autorin führt in diesem Roman darüber hinaus ein Volk von bislang unbekannten Außerirdischen in die PERRY RHODAN-Serie ein.

Ihr Roman trägt den Titel »Projekt Exodus«, und was sich dahinter verbirgt, erzähle ich an dieser Stelle natürlich noch nicht. Die Autorin zeigt die Situation auf der Hauptwelt des Galaktikums, und sie erzählt von einem Terraner, der unversehens in Nöte gerät.

Ganz nebenbei erhalten die Leser übrigens Einblicke in die politische Situation in der Milchstraße und wie sich diese angesichts aktueller Krisen anfühlt … Mehr dann ab dem 26. Oktober 2018! (Und es ist Absicht, dass ich an dieser Stelle noch nicht mehr vom Titelbild zeigen möchte.)

16 Oktober 2018

Labyrinth des Geistes

Der anstehende Roman für unsere Serie PERRY RHODAN NEO behandelt keine Drogenprobleme. Auch wenn es manchmal so klingen mag: »Tom tauchte aus einem weißen Nichts auf«, heißt es auf der – gedruckten – Seite 99 des Romans mit dem schönen Titel »Labyrinth des Geistes«, der von Michelle Stern und Rüdiger Schäfer verfasst worden ist: »Er war da und gleichzeitig nicht.«

Der Roman, der mit der Bandnummer 185 in dieser Woche erscheint, ist in mancherlei Hinsicht eine Besonderheit: Zum ersten Mal schreiben in dieser Serie ein Autor und eine Autorin gemeinsam einen Band. Gleichzeitig aber vereint der Roman in sich verschiedene Science-Fiction-Elemente: Auf der einen Seite gibt es klassische »Space Opera«, wie man sie seit den 30er-Jahren kennt, auf der anderen Seite gibt es »Inner Space«-Szenen, wie sie erstmals in den 60er-Jahren geschrieben wurden.

Dieser Gegensatz hat mir während der Lektüre imponiert. Und der Schluss des Romans hat mich getroffen, obwohl ich das Exposé kannte. Das wird beim einen oder anderen Leser womöglich für Aufregung sorgen ...

15 Oktober 2018

Angriff der Individual-Verformer

Während meiner Fahrten nach Frankfurt und zurück hatte ich nicht nur das Radio an – im CD-Player liefen auch Hörbuch- und Hörspiel-CDs. Unter anderem genoss ich »Der Angriff der Individual-Verformer«, ein klassisches Hörspiel nach den ersten PERRY RHODAN-Romanen. Ich muss gestehen, dass ich dieses Hörspiel noch nie gehört hatte, die Geschichte selbst hatte ich zuletzt wohl über 35 Jahren gelesen.

Wie immer war ich überrascht, an wie viele Details ich mich noch erinnerte. Allan D. Mercant als cooler Geheimdienstler, Perry Rhodan als überlegener Anführer, Thora als eiskalte Kommandantin, Ishi Matsu und Anne Sloane als schüchterne Mutantinnen – die Sprecher hatten anfangs der 80er-Jahre mit viel Elan die Figuren eines alten Heftromans aus dem Jahr 1961 übernommen. Die Geschichte kam mir ein wenig zu sprunghaft vor, als Autor hatte H. G. Francis offenbar zu viel raffen müssen.

Trotzdem gefiel mir dieses Hörspiel sehr gut. Es ist immer wieder ein Vergnügen, in die Frühzeit unserer Serie einzutauchen!

14 Oktober 2018

PERRY RHODAN in Dreieich

Der BuchmesseCon ist seit Jahren ein Ort, an dem sich die Fans der phantastischen Literatur treffen und bei dem die größte Science-Fiction-Serie der Welt nicht fehlen darf. In diesem Jahr reiste ich als Redakteur an, und im Prinzip gliederte sich mein Aufenthalt dort in zwei Teile: Zuerst führte ich viele Gespräche, dann saß ich auf einem Podium.

Zeitweise saß ich mit Michelle Stern auf einer Treppe und plauderte mit ihr über aktuelle Romane. Mit Andreas Eschbach stand ich eine Weile herum, wir sprachen über den März 2019 und gemeinsame Projekte. Mit vielen anderen Autorinnen und Autoren unterhielt ich mich; das war richtig klasse. Lesungen besuchte ich keine, obwohl ich das unbedingt vorhatte; irgendwie mangelte es immer an der Zeit.

Verena Themsen, Michelle Stern und ich saßen ab 19 Uhr beim PERRY RHODAN-Programmpunkt auf einer »Bühne« – genauer gesagt: hinter einer Tischreihe – und diskutierten mit den anwesenden Leserinnen und Lesern über unsere Serie. Wir stellten unsere aktuelle Arbeit vor, wir beantworteten Fragen. Es wurde kritisch gefragt, natürlich auch nach dem Film, es wurde auch viel gelacht. Alles in allem schien es den Besuchern viel Freude gemacht zu haben.

Aus Sicht des PERRY RHODAN-Redakteurs war es eine gelungene Veranstaltung. Mal schauen, wie und was wir 2019 machen – vielleicht bieten wir auch einmal eine Lesung an?

13 Oktober 2018

Verlagshopping am Freitag

Der Freitag auf der Buchmesse wurde noch einmal richtig anstrengend: Ich hatte eine Reihe von Terminen mit Verlagen und kam so noch in den Genuss des wunderbaren Sonnenscheins im Freien. Unter anderem besuchte ich den Stand des Hannibal-Verlages, wo ich die wunderbare »Flash Gordon«-Neuausgabe bestaunte – dort ging es aber um den aktuellen Stand der PERRY RHODAN-Chronik, bei der ich nach wie vor nicht sagen kann, wann sie erscheinen wird –, oder ich saß bei Droemer-Knaur, wo es um allgemeines Fachsimpeln und weitergehende Ideen ging.

Eine Messe ist für einen Redakteur nicht unbedingt der Ort, an dem er »Aufträge reinholt«. Früher wurde die Buchmesse dazu genutzt, dass die Buchverkäufer und die Buchhändler ihre Arbeit machten, dann war sie ein Hort für die Menschen, die Rechte und Lizenzen handeln  wollten – aber hier wird die hauptsächliche Arbeit ja bereits vor der Messe erledigt.

Die Buchmesse wandelt sich, und für mich ist sie ein Ort, an dem ich viele Menschen aus anderen Verlagen und viele Autoren treffe, um mich mit ihnen auszutauschen. Das hat an den zwei Tagen in diesem Jahr 2018 wieder einmal sehr gut geklappt.