23 August 2016

Die Clubausgaben laufen

Eine erfreuliche Entwicklung im Jahr 2016 ist die der sogenannten Clubausgaben. Wir erinnern uns: Ende 2015 schloss der Bertelsmann-Konzern seinen »Club«. Damit standen auch die Buchausgaben von PERRY RHODAN und ATLAN, die es im Rahmen der sogenannten BS Editionen gegeben hatte, vor ihrem Aus. Unsere Partner von Edel Germany sprangen ein und liefern seither die sogenannte Clubausgabe über den hauseigenen Prego Shop aus.

Dieser Tage konnte ich mich über zwei neue Belegexemplare freuen. Band 149 der Clubausgabe ist der Band »Die Ewigen Diener«, der unter dem gleichen Titel und als Band 133 der Silberbände erschienen ist. Als Thema des Bandes habe ich die Endlose Armada in guter Erinnerung.

Leider nie gelesen habe ich den Roman »Versprengte der Unendlichkeit«; das will ich schon seit Jahren nachholen. Dabei handelt es sich um den dritten Band der Polychora-Trilogie, der von Dennis Mathiak verfasst wurde. 2012 war dieser ATLAN-Roman im Rahmen der ATLAN-Taschenbücher bei Ulisses erschienen; jetzt gibt es ihn auch als schöner Hardcover-Band. Über solche Erfolge kann ich mich immer wieder freuen.

22 August 2016

In der Sternengruft

Während für die Leser derzeit die abschließenden Romane des Zyklus »Die Jenzeitigen Lande« zu lesen sind, befinden sich das Autorenteam und die Redaktion bereits im nächsten Handlungsabschnitt der PERRY RHODAN-Serie: Der »Sternengruft«-Zyklus steht teilweise, was die Romane und die Exposés angeht, wird aber noch – wie immer – einiges an Arbeit abverlangen.

Die Exposéautoren arbeiten an weiteren Hintergründen für die ferne Galaxis Orpleyd, ebenso müssen zusätzliche Details zu den Völkern festgelegt werden, die dort leben. Eine Reihe von Nebenfiguren ist zu definieren, während gleichzeitig die Rückfragen der Autoren zu beantworten sind, die sich schon mit der Sterneninsel beschäftigen.

Seit dem Hamamesch-Zyklus – das waren die Bände 1750 bis 1799 – hatten wir in der Serie keinen Zyklus mehr, der keine »Milchstraßen-Handlung« aufzuweisen hatte. Die 25 Bände des »Sternengruft«-Zyklus sollen allesamt unter unbekannten Sternen spielen ... ich bin gespannt, ob wir das überhaupt durchhalten können und wie die Leser das aufnehmen werden.

21 August 2016

Wie am Raumhafen

Relativ spontan trafen sich Christian Montillon, Wim Vandemaan und ich am Freitag, 19. August 2016, zu einer Exposébesprechung in der Nähe von Frankfurt. Es ging um die genauere Planung des anstehenden »Sternengruft«-Zyklus sowie einen Ausblick auf den Zyklus, der sich nach Band 2900 anschließen wird.

Weil wir ein Hotel in der Nähe des Flugplatzes als Treffpunkt ausgesucht hatten, saßen wir buchstäblich in der Einflugschneise. Flugzeuge donnerten über unsere Köpfe hinweg, dass es eine wahre Fracht war. 

Wer es sagte, weiß ich nicht mehr. Der Satz aber passte: »So in etwa muss es am Raumhafen von Terrania sein.« Wim Vandemaan fügte hinzu: »Dort gibt es aber Sichelwälle als Lärmschutz.«

Anders gesagt: PERRY RHODAN-Autoren können auch unangenehmen Gegebenheiten etwas positives abgewinnen. Das finde ich gut.

19 August 2016

Wie Arkon schon einmal starb ...

Ein Logbuch der Redaktion

Bei PERRY RHODAN NEO läuft seit einiger Zeit die Handlungsstaffel mit dem eindeutigen Namen »Arkons Ende«. Geschildert wird der Angriff der Maahks auf die Zentralwelt des Arkon-Imperiums sowie die daraus resultierenden Aktionen der Terraner um Perry Rhodan sowie der unterschiedlichsten arkonidischen Gruppierungen.

Darüber will ich gar nicht so viel erzählen. Wer diese Romane nicht kennt, kann sich die Zusammenfassungen im Netz anschauen – oder sollte sie sich nachträglich als E-Book besorgen. Spannender finde ich bei diesem Thema den Vergleich mit der klassischen PERRY RHODAN-Serie. In dieser wurde schließlich auch der Niedergang des Arkon-Imperiums geschildert.

Ich erinnere mich noch sehr gut, wie ich den betreffenden Roman zum ersten Mal las. Nicht im Original natürlich, dafür bin ich zu jung, sondern erst in der dritten Auflage. Der erste Zyklus, den ich mir im Jahr 1977 vorknöpfte, war der Blues-Zyklus, den meine Freunde – von denen ich mir die Hefte auslieh – leider nicht komplett hatte. Aber die Geschichte des Zyklus war trotz aller Lücken sehr gut zu verstehen.

»Arkons Ende« stammte von Kurt Brand, der Roman erschien ursprünglich im Juni 1965, und der Untertitel machte ebenso wie der Titel und das Titelbild klar, in welche Richtung es gehen würde: »Die Raumortung war ausgeschaltet – die Angreifer auf M-13 hatten leichtes Spiel«. Der Autor, der sonst nicht unbedingt als Experte für Raumschlachten galt, schuf mit diesem Roman ein krachiges Weltraum-Epos, wie ich es als Jungleser zuvor nicht gekannt hatte.

Letztlich ist es eine fiese Raumschlacht: Gut hunderttausend Raumschiffe der Blues stürmen das Arkonsystem. Die degenerierten Arkoniden sind kaum in der Lage, den Angreifern echten Widerstand zu leisten; es kommt zu einem fürchterlichen Gemetzel. Die Solare Flotte greift ein – und die Blues werden vernichtend geschlagen.

Während all dieser fürchterlichen Kämpfe wird Arkon III vernichtet, das Drei-Planeten-System verliert somit einen wichtigen Bestandteil. Auch wenn solche Aussagen in den Romanen nie getroffen wurden, kann man davon ausgehen, dass in diesem Roman Milliarden von Lebewesen sterben. Als Leser störte mich das im Sommer 1977 übrigens nicht im geringsten ...

Die Folgen für die weitere PERRY RHODAN-Serie sind klar, und der Exposéautor K. H. Scheer plante diese sicher auch genauso: Arkon scheidet als galaktische Großmacht aus, die Blues als »Zweites Imperium« sind nach dieser verheerenden Schlacht ebenfalls nicht mehr relevant und zersplittern sich in unzähligen Bruderkriegen. Nach Band 199 sind die Terraner auf ihrem Weg an die Spitze der galaktischen Großmächte nicht mehr aufzuhalten.

Scheer war sich im Klaren darüber, was das bedeutete. Der Fokus der Handlung würde die heimatliche Galaxis künftig verlassen, die Terraner würden mit Mächten zu tun haben, die über Imperien von der Größe einer Galaxis verfügten. So ist es letztlich auch: Mit Band 200 beginnt der Vorstoß nach Andromeda, ab Band 300 geht es nach Magellan und M 87, ab Band 400 kommt Gruelfin ... und so weiter.

Was bleibt, ist ein Fanal: Arkon fällt, und der entsprechende Roman markierte einen echten Wendepunkt in der Serie. Das Imperium, das den Menschen die Technik gebracht hat, bricht zusammen, es muss letztlich sogar von den Menschen gerettet werden.

Für die Leser der ersten Stunde dürfte es ein echter Schlag gewesen sein. Für mich als Jungleser der dritten Auflage war es schon heftig genug. Wie die Leser von heute auf »Arkons Ende« bei PERRY RHODAN NEO reagieren, bleibt noch abzuwarten ...

18 August 2016

Aktionen zur Sternengruft

In den vergangenen Tagen beschäftigte sich die Marketing-Abteilung bei PERRY RHODAN unter anderem mit den vielen Aktionen rings um den Band 2875. Der »Sternengruft«-Zyklus beginnt in knapp einem Monat, und dazu laufen diverse Aktionen an. Der Roman ist immerhin schon in der Setzerei und kann termingemäß gedruckt, vertont und digitalisiert werden – das klappt auf jeden Fall.

Die Bierdeckel-Aktion kam sehr gut an. Wir erhielten zahlreiche Anfragen für diese Aktion – heute wurden die Bierdeckel an die Fans verschickt, die sich an der Aktion beteiligen. Das bedeutete eine ordentliche Packerei für die Beteiligten ...

Ebenfalls eingetroffen sind die Leseproben. Ich finde das kleine Heft, das Klaus Bollhöfener zu »Die vereiste Galaxis« produzieren lassen hat, ausgesprochen hübsch – und natürlich hoffe ich, dass es nicht nur gut verteilt und gelesen wird, sondern dass es dazu führt, dass die Leser dadurch zum Weiterlesen animiert werden.

17 August 2016

Syndikat der Kristallfischer

Seit Robert Feldhoff in den 90er-Jahren – so lange ist das her! – die Figur der Mondra Diamond erfunden hat, mochte ich sie: Eine ehemalige Zirkusartistin, die zur Agentin des Terranischen Liga-Dienstes wird, verliebt sich bei einer seltsamen Mission in Perry Rhodan und wird für lange Zeit seine Gefährtin. Sie wird mit unglaublichen Gefahren konfrontiert und verschwindet letztlich in einem anderen Universum. Vor allem ihren Abschied aus der PERRY RHODAN-Serie fand ich ein wenig traurig – aber als Redakteur hat man tatsächlich nicht die Kontrolle über die Kreativität der Autoren ...

Diese Woche kommt ein Roman in den Handel, der Mondra Diamond auf dem Titelbild zeigt: Christian Montillon schrieb »Syndikat der Kristallfischer«, der Roman erscheint als vierter Band von PERRY RHODAN-Jupiter, und das schöne Titelbild stammt von Arndt Drechsler. Mir gefällt Mondra Diamond hier sehr gut, und auch im Roman selbst wird sie als »coole« und tatkräftige Person dargestellt.

Neben Perry Rhodan und Reginald Bull ist Mondra Diamond eine von den drei Hauptpersonen der Miniserie. Und ich finde, dass sie mehr als nur einmal zeigt, was sie kann. Aber ich bin ja auch ein Mondra-Diamond-Fan ...

16 August 2016

Im Tal der Zeit

Eigentlich hätte ich den Roman »Im Tal der Zeit« auch unter dem Titel »Vier Frauen für Arkon« veröffentlichen können. Wahrscheinlich wäre der Autor nicht ganz einverstanden damit gewesen – aber dieser Titel hätte sich angeboten. Denn eigentlich geht es in diesem Roman, der in der Serie PERRY RHODAN NEO erscheint, um den Kampf von vier unterschiedlichen Frauen, die gegen die Verhältnisse im Arkon-Imperium antreten. Diese sind bekanntlich ziemlich zerrüttet ...

Oliver Plaschka ist der Autor dieses Romans, der mit der Bandnummer 129 in den Handel kommt. Zu seinen Hauptfiguren zählen zwei Arkonidinnen und zwei Terranerinnen, die zusammenhalten müssen. Ebenso aber zählen Erkundungen in einem Zirkusschiff oder die actiongeladene Landung auf einem unbekannten Planeten zu den Inhalten des unterhaltsamen Werkes. Mir machte die Lektüre des Manuskriptes viel Spaß, und ich fand's stark, dass sich der Autor mit so viel Elan zur Serie »zurückgemeldet« hat.