26 November 2020

Erinnerung an die Keksköppe

Wir hatten viel Spaß bei der Leipziger Buchmesse im März 2010. Wir amüsierten uns über Cosplayer und Verlagskollegen, wir hatten Besuch von gut gelaunten Fans und Autoren, wir führten zwischendurch eine Reihe von ernsthaften Messegesprächen, bei denen aber auch viel gelacht wurde. 

Vor allem Dirk Schulz lief immer wieder zu Hochform auf: So malte er einen »Kekskopf« – also den Angehörigen eines speziellen PERRY RHODAN-Volkes – mit seinem Raumschiff, einer »Prinzen-Rolle«. Aus der Zeichnung und einer kurzen Notiz machten wir dann sogar eine hoch offizielle Urkunde, die wir den Kollegen eines anderen Verlages vorbeibrachten.

(Das Bild zeigt mich mit dieser Urkunde. Es war der dritte Messe-Tag. Zu einem intellektuellen Gesichtsausdruck reichte es da nicht mehr.)

25 November 2020

Das neue Plophos

Nur noch wenige Tage, dann kommt der Auftaktband für die nächste Staffel bei PERRY RHODAN NEO in den Handel. Oliver Plaschka schrieb »Das neue Plophos«, und das Titelbild deutet es schon ein wenig an: Es gibt Einblicke in das Leben auf einer menschlichen Kolonie, auf der sich die Sitten und Gebräuche leicht verändert haben.

Der Roman hat mir vor allem in den Passagen am besten gefallen, in denen der Autor auf Plophos und seine Bewohner eingeht. Klar ist das alles in die »große Handlung« eingebettet, zu der dieser Roman den Auftakt bildet – es ist der Anfang der »Nonagon«-Staffel. Aber vor allem schildert Oliver Plaschka das »Sittenbild« einer fremden Welt.

24 November 2020

Einige Worte zu Karl Dall

Mit einem einzigen Auftritt hat sich Karl Dall vielleicht nicht gerade in die Herzen, aber zumindest in die Köpfe der PERRY RHODAN-Fans geschlichen: Auf dem PERRY RHODAN-WeltCon in Saarbrücken stand der Schauspieler und Unterhaltungskünstler auf der Bühne und alberte mit den Autoren herum. Mancher Witz verunglückte (»was würden Sie tun, wenn die Außerirdischen bei Ihnen landen würden?«), bei manchem Spruch merkte man, wie wenig sich Karl Dall mit der PERRY RHODAN-Serie auskannte – es gab trotzdem ausreichend zu lachen.

Karl Dall fremdelte bei seinem Auftritt ein wenig mit unserer Szene. Autorinnen und Autoren, Verlagsangestellte und Fans waren offenbar nicht die Leute, mit denen er sonst zu tun hatte. Aber er verhielt sich professionell, und er brachte seinen Auftritt gut zu Ende, stand auch für Einzelgespräche hinter den Kulissen zur Verfügung.

Im Alter von 79 Jahren ist der Künstler nun gestorben. Es mangelt derzeit nicht an Nachrufen auf ihn, die sicher besser recherchiert sind als dieser kurze Text und stärker auf sein Leben sowie sein Werk eingehen. In der Geschichte der PERRY RHODAN-Serie sorgte er auf jeden Fall für einen kurzen, aber prägnanten Eindruck.

(Das Bild zeigt ihn auf der Bühne der Saarlandhalle in Saarbrücken. Der Mann mit der Monstermaske links ist der Autor H. G. Francis, der viel Spaß dabei hatte, mit Dall auf der Bühnen einen kleinen Sketch aufzuführen. Das Bild stammt von Gerhard Franz.)

23 November 2020

Wir arbeiten am Sternenruf

In diesen Tagen beschäftigen wir uns intensiv mit dem Roman »Sternenruf«. Die Autoren haben längst das Manuskript geliefert, aber selbstverständlich gibt es noch die eine oder andere Tätigkeit dazu zu erledigen: Wir diskutieren über den Text, wir machen uns Gedanken über die Abfolge der Szenen, wir sprechen und mailen über Handlungselemente. 

Parallel dazu laufen die Arbeiten an den Mittelseiten. Worum es da genau geht, werde ich bei einer anderen Gelegenheit verraten. Was wir auf der Mittelseite zeigen werden, haben wir so noch nie getan – das behaupte ich schon jetzt. Ob und wie das dann ankommen wird, sehen wir im Januar 2021.

Auch die Arbeiten am »Drumherum« laufen: Das Marketing platziert Anzeigen, der Vertrieb sorgt dafür, dass mehr Romane in den Läden platziert werden, die E-Book-Shops entfalten ebenfalls zusätzliche Aktivitäten. 

Nur noch wenige Wochen – schnell vergeht die Zeit! –, und Band 3100 unserer Serie liegt in den Läden vor ... (Das Bild zeigt einen winzigen Ausschnitt des Covers.)

20 November 2020

In der aktuellen »bdw«

Die Zeitschrift »bild der wissenschaft« zählt in der PERRY RHODAN-Redaktion zu den Lektüren, die allgemein sehr geschätzt werden. Auch Autorinnen und Autoren mögen das Heft sehr, das sich an wissenschaftlich interessierte Laien wendet. Dieser Tage erhielten wir bereits die Ausgabe vom Dezember 2020.

Unter der Überschrift »Lebensfreundliche Nachbarwelt« geht es in dem Heft um die Venus, den Nachbarplaneten unserer Erde, und die neuen Erkenntnisse, die es zu ihr gibt. Unter anderem wird auf die Science Fiction verwiesen – und dabei dient ein klassischer PERRY RHODAN-Roman als Quelle. Das hat uns sehr gefreut, ein schönes Zitat!

19 November 2020

Der Schrecken der Hohlwelt

Als 1965 der Band 206 der PERRY RHODAN-Serie erschien, läutete er eine der Abenteuergeschichten ein, die den »Meister der Insel«-Zyklus bis heute prägen: eine Welt der Fallen, ein Planet der Überraschungen. Mit dem Titel »Der Schrecken der Hohlwelt« wurde auch klargemacht, in welche Richtung die Handlung gehen sollte. Als Autor zeichnete Kurt Mahr verantwortlich, und im Exposé legte Karl-Herbert Scheer recht früh die Richtung fest.

Unter der Überschrift »Achtung! Zur allgemeinen Information:« schrieb der Exposéautor: »Die Bände 200 bis etwa 245 gehören zu den Erzählungen der wissenschaftlichen Unmöglichkeiten.« Es müsse immer darauf geachtet werden, »den Lesern zu erklären, dass es sich bei diesen Planeten, Sonnen, Stationen usw. ausschließlich um künstlich gebaute Gebilde handelt!« Es gehe auch darum, dass man erkennt, »mit welcher Sorgfalt die geheimnisvollen Meister der Insel ihre Fallenstationen aufgebaut haben«.

Das Exposé liefert die ersten Fakten zu den Schichten von Horror, es zeigt auch auf, wie die Terraner in diese Falle geschickt werden: durch die Manipulation an Bord eines Bleistiftschiffes. Zur Besatzung des fremden Raumschiffes schrieb Scheer: »Es kann auch ein Lebewesen erdichtet werden, jedoch darf unter keinen Umständen seine Form oder sein Gedankengut näher herausgestellt werden.«

18 November 2020

Erdkern

Es ist der dritte Band des vierten Dyoversum-Quartetts, und er kommt diese Woche in den Handel: Christian Montillon und Susan Schwartz schrieben »Erdkern«. Der Roman führt wirklich tief in das Innere der Erde, er weist aber für viele Figuren, die in diesem Roman auftauchen, in eine Zukunft, die für sie offen und spannend ist.

Was mir an diesem Roman gefallen hat, sind die vielfältigen Ebenen, auf denen sich die Handlung abspielt: Es gibt Thriller-Elemente, es gibt eine emotionale Ebene, und es gibt – natürlich – auch eine eher kosmisch angehauchte Geschichte. Alles fügt sich sehr schön zusammen, und man kann womöglich nicht erkennen, welche Passage vom Kollegen Montillon und welche von der Kollegin Schwartz geschrieben worden ist.