05 August 2015

Vorbereitungen auf die Popkomm 96

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Kaum war Eckhard Schwettmann im Haus, legte er bereits mit seinen Aktivitäten los. Im Sommer 1996 knüpfte unser neuer Marketingleiter an den unterschiedlichsten Ecken und Enden seine Kontakte – sowohl innerhalb als auch außerhalb des Verlages. Er sprach im Verlag mit allen wichtigen Personen, und er telefonierte stundenlang mit ehemaligen Arbeitskollegen, die er aus der Kommunikationsbranche kannte. All diese Kontakte nutzte er, um seinen Marketingbereich aufzubauen.

In derselben Zeit organisierte Ute Gerlach, seine Assistentin, den tagtäglichen Ablauf im Büro. Und an jedem Tag saßen Eckhard und ich zusammen, um über aktuelle Themen zu sprechen und auszuloten, in welche Richtung man PERRY RHODAN denn »neu denken« könnte. Einige Dinge waren bereits angelaufen, etwa die Musikproduktion mit dem Komponisten Christopher Franke oder das Computerspiel – diese Projekte wurden durch Eckhard Schwettmann endlich beschleunigt.

Aber das reichte ihm nicht. »Wir müssen mit PERRY RHODAN einen richtig starken Auftritt hinlegen«, sagte er nicht nur einmal. »Wir müssen raus aus dem Heftroman-Umfeld, wir müssen dahin, wo die Medien sind, wo man junge Leute ansprechen kann.«

Nur dann könnte man darüber hinaus weitere Aktivitäten entwickeln. »Erst wenn wir eine richtig coole Marke mit Kultfaktor sind, erreichen wir die neuen Zielgruppen.« Das klang schlüssig, damit überzeugte er uns alle. Ein wenig irritiert war ich dennoch, als er mit der – aus seiner Sicht – logischen Schlussfolgerung kam: »Wir müssen auf die Popkomm!«

Von der Popkomm hatte ich selbstverständlich schon gehört. Ich wusste, dass es sich dabei um eine große Messe für Popkultur im weitesten Sinne handelte. Hier traf sich die Musikbranche aus halb Europa: zahlreiche Musiker, Journalisten, Branchenvertreter und Schaulustige. Im Sommer verwandelte sich Köln dann auch wegen des sogenannten Ringfestes in eine riesige Bühne für Popkultur im weitesten Sinne. Und da sollten wir mit PERRY RHODAN hin?

»Die Serie ist Kult«, beharrte Eckhard. »Jeder kennt sie, also müssen wir dafür sorgen, dass dieser Kult weiter getrieben wird.« Schon zu diesem Zeitpunkt hatte er in ersten Gesprächen festgelegt, dass es im Sommer 1996 noch eine eigenständige Musikproduktion zum Thema PERRY RHODAN geben würde. »Wir knacken den Jugendmarkt«, war seine Devise – und die Popkomm sollte ein erster wichtiger Schritt auf diesem Weg sein.

Mitte Juni stellte Eckhard in einem Fax das zusammen, was er sich für die Popkomm und PERRY RHODAN vorstellte. Dieses Fax schickte er an die Geschäftsführer der Musikkomm, der Gesellschaft also, die die Popkomm veranstalten sollte. Einer der beiden Ansprechpartner war ein alter Freund von ihm, den anderen kannte ich aus dem »subkulturellen Umfeld« der 80er-Jahre, weil er in einer Band gespielt hatte.

»So ungefähr stelle ich mir Perry Rhodan auf der Popkomm. vor« schrieb Eckhard und schlüsselte in sechs Punkten seine Überlegungen auf. Unter anderem hatte er einen Stand geplant, den er auch schon reserviert hatte. An diesem Stand wollte er Vurguzz ausschenken. Das Getränk beschrieb er so: »ist grün, alkoholhaltig und im ganzen Universum erhältlich, Erfindung von Clark Darlton alias Walter Ernsting, einer der drei PR-Erfinder«.

Dass Vurguzz nicht von Walter Ernsting erfunden, sondern von ihm nur in die Serie eingeführt worden war, wusste Eckhard – aber für diesen Kontakt waren die Details nicht so wichtig wie die Geschichte, die man um das Getränk herum stricken konnte.

Weitere Punkte betrafen die »Taschenbeileger« – jeder Popkomm-Besucher bekam eine Tüte mit allerlei Inhalt – oder einen Vortrag von Eckhard selbst. Er wollte über »Markenfusion und Medienkooperation« sprechen, über »Pop als Kommunikationsplattform«, was damals in der Tat ein spannendes Thema war.

Weil Eckhard immer ein Fan von Johnny Brucks klassischen Bildern gewesen war, wollte er unbedingt den PERRY RHODAN-Illustrator präsentieren. Johnny war erst neun Monate zuvor an den Folgen eines Verkehrsunfalls gestorben, und Eckhard wollte nicht, dass er schon in Vergessenheit geriet. »Johnny hat das Gesicht der Serie über Jahrzehnte hinweg geprägt«, argumentierte er, »seine Bilder haben die Serie bekannt gemacht.«

Aus diesem Grund wollte er während der Popkomm eine eigenständige Ausstellung zu »35 Jahre PERRY RHODAN« installieren. Er wollte kostbare Sammlerstücke zeigen, japanische Originalausgaben, Titelbilder von Johnny Bruck – natürlich die Originale – sowie weitere interessante Dinge. »Das fesselt die Medienschaffenden«, davon war er überzeugt.

Als Abschluss für die PERRY RHODAN-Aktivitäten in Köln hatte er eine Party geplant, die »nur für geladene Gäste« sein und im Stadtgarten stattfinden sollte. Als Thema dachte er an »Zukunft« im weitesten Sinne. Das Gelände sollte »mit (kultig-trashigem) Weltraumambiente aus dem PR-Universum geschmückt und bereichert« werden, so die Überlegung des neuen Marketingleiters.

Das Fax wurde abgeschickt, wobei einige Dinge, die darin standen, bereits im Vorfeld diskutiert worden waren. Und dann konnten wir an die eigentliche Arbeit gehen – schließlich sollte PERRY RHODAN in einem »zeitgeistigen Umfeld« möglichst modern und vielseitig präsentiert werden. Die Idee elektrisierte uns alle – und ich war schon sehr gespannt darauf, wie sich der Auftritt »anfühlen« würde ...

04 August 2015

Die Ferrol-Dolche

Schon bevor wir zusammenarbeiteten, mochte ich die Romane von Robert Feldhoff. Der Autor hatte »ein besonderes Händchen« für interessante Charaktere und packende Handlungen. Das merkte ich jetzt wieder, als ich »Die Ferrol-Dolche« las; den Roman hatte ich bei seinem Erscheinen schmählich ignoriert, und jetzt war ich froh, dass er im Planetenroman-Doppelband 31/32 erneut in den Handel kam.

Die Handlung spielt im 35. Jahrhundert und auf der Welt Ferrol – das ist ein Schauplatz, den ich schon immer mochte. Es geht um Schrottsammler, die allerlei Konflikte austragen; dann kommen geheimnisvolle Dolche, ein uraltes Rätsel und eine Reihe von Verwicklungen ins Spiel, und ruckzuck hat sich die Hauptfigur in ein furioses Abenteuer verstrickt.

»Die Ferrol-Dolche« hat mir Spaß gemacht: ein echter Abenteuerroman, der auf einem fremden Planeten spielt. Eine gelungene Lektüre für einen Sonntagnachmittag – mal schauen, wann ich dazu komme, auch »Der Blinde von Olymp« durchzuschmökern.

03 August 2015

Flamingos und Terroristen

Ein ungewöhnlicher Text erscheint in dieser Woche im aktuellen PERRY RHODAN-Roman mit der Bandnummer 2816. Die offizielle Meldung wird noch veröffentlicht – da ich aber heute das druckfrische Exemplar des betreffenden Bandes auf den Tisch bekam, nutze ich gleich meine Chance, einige Zeilen dazu zu schreiben. Es handelt sich um eine exklusive Kurzgeschichte, die Christian Montillon verfasst hat.

Sie trägt den Titel »Der Flamingo und der Terrorist«, spielt zur aktuellen Handlungszeit und verbindet den Mythos um die Lkandoner stärker mit unserer Serie. Wer jetzt nicht weiß, wer die Lkandoner sind, braucht sich nicht zu grämen: Bisher tauchte dieses Volk vor allem in den »Plejaden«-Hörspielen auf.

Da es uns aber gut gefallen hat, wollen wir dieses Volk gelegentlich in der laufenden PERRY RHODAN-Serie erwähnen. Wir »kanonisieren« es gewissermaßen, damit klar ist, dass es ganz eindeutig zur Historie des Perryversums gehört. Ich bin gespannt, wie das Thema bei den Lesern ankommen wird ...

31 Juli 2015

Clark Darltons Planetenromane

Clark Darlton war ein sympathischer Mann, der gern Geschichten erzählte. In seinen Romanen regte er die Leser dazu an, von einer besseren – oder zumindest einer anderen – Welt zu träumen. Ohne seine Phantasie und seine positive Weltsicht wäre die PERRY RHODAN-Serie nicht der Erfolg geworden, der uns heute noch beflügelt.

Deshalb habe ich mich heute sehr gefreut, als das Paket vom Zaubermond-Verlag kam. Im Paket drin lagen die Belegexemplare für den Planetenroman-Doppelband 35/36. Das Buch enthält die klassischen Romane »Planet der Mock« und »Flug der Millionäre«, die ich beide sehr mag.

Es sind echte PERRY RHODAN-Klassiker, die in den 60er-Jahren erstmals erschienen. Darltons Sicht auf die Welt war damals modern und mutig zugleich; es lohnt sich, diese Klassiker in der heutigen Zeit neu zu entdecken. Finde zumindest ich ...

30 Juli 2015

Tuire ist da

Morgen erscheint der Roman ja offiziell, heute können ihn viele Leser schon kaufen, und ich bin extrem gespannt darauf. Ich spreche von PERRY RHODAN NEO, und ich meine damit den Band 101. Diesen schrieb Michael H. Buchholz, und der Roman trägt den Titel »Er kam aus dem Nichts« – für klassische PERRY RHODAN-Leser sollte das eine Anspielung auf alte Zeiten sein.

In den Roman haben wir viel Arbeit gesteckt, vor allem die beiden Exposéautoren, die sich schwer ins Zeugs gelegt haben, aber auch unser Marketing-Team, das die Klaviatur der aktuellen Marketing-Möglichkeiten mit viel Elang bespielt hat. In diesen Stunden bin ich vor allem gespannt darauf, wie der Roman bei den Lesern ankommen wird: Mögen sie ihn? Funktioniert die neue Story?

28 Juli 2015

Wir werden 2015 keinen Messestand in Frankfurt haben

Ein Logbuch der Redaktion

In den vergangenen Jahren war der PERRY RHODAN-Stand auf der Frankfurter Buchmesse für viele Science-Fiction-Fans ein regelmäßiger Anlaufpunkt. Hier traf man sich, hier waren immer Menschen anwesend, die man kannte. Auch für mich zählte die Frankfurter Buchmesse in jedem Jahr zu meinen beruflichen Höhepunkten – aber im Herbst 2015 wird einiges anders sein.

Die PERRY RHODAN-Redaktion wird in diesem Jahr nicht mit einem eigenen Stand auf der Buchmesse vertreten sein; wir sind lediglich an einigen Tagen anwesend.

Gründe gibt's einige dafür: Eine Buchmesse ist sehr teuer, und sie muss sich in gewisser Weise »auszahlen«. Wir stellten uns in den vergangenen Jahren immer mal wieder die Frage, ob sich eine solche Messe wirklich lohnt. Sie kostet schließlich einen fünfstelligen Euro-Betrag.

Wir sind nicht die einzigen Verlagsleute, die dieses Thema diskutieren. Wer sich ein wenig mit Verlagen beschäftigt, stellt fest, dass es immer mehr Häuser gibt, die zur Buchmesse ihre Stände verkleinern oder ihr gar ganz fernbleiben. Im Jahr 2015 dürfte der Diogenes-Verlag aus der Schweiz der bekannteste sein, der sich vom Geschehen zurückzieht.

Seit den 90er-Jahren war PERRY RHODAN als Teil des Moewig-Buchverlages auf der Messe – ein Messestand hatte damals drei unterschiedliche Ziele zu erfüllen. Man wollte Gespräche mit Buchhändlern führen, um an diese die aktuellen Bücher zu verkaufen, man wollte mit Lizenzpartnern über neue Lizenzprodukte verhandeln, und man wollte interessierte Leser erreichen.

Seit wir keinen eigenen Buchverlag mehr haben, besuchen uns keine Buchhändler mehr. Was hätten sie auch bei uns am Stand machen sollen? Bücher konnten wir ihnen keine verkaufen, und Handelsverträge konnten wir keine abschließen.

Also entwickelten sich die Lizenzgeschäfte zu einem echten Schwerpunkt. Viele E-Book-Themen entstanden am Messestand, Hörbücher und Hörspiele wurden geplant, sogar das Computerspiel oder die Heyne-Taschenbücher entwickelten wir bei solchen Gesprächen. Mit Bertelsmann und Weltbild wurden Kooperationen besprochen, mit Anzeigenkunden über eine Zusammenarbeit verhandelt.

Solche Themen waren in früheren Jahren stets wichtig. Viele Fachgespräche dieser Art lassen sich aber auch am Telefon oder bei Terminen im Verlauf des Jahres führen; ein Messestand ist dafür nicht zwingend erforderlich.

Bleiben die Gespräche mit den Lesern, den sogenannten Endkunden. Die sind wichtig, die sind informativ, die machen auch Spaß. In den vergangenen zwei Jahren hat sich aber der Comic-Bereich deutlich verkleinert. Dadurch veränderte sich das Umfeld unseres Messestandes – die nahe gelegenen Stände der großen Comic-Verlage waren stets Besuchermagnete. Das alles führte letztlich dazu, dass wir nicht so viel »Laufkundschaft« hatten, wie ich das gern gesehen hätte.

Das klingt vielleicht ein wenig negativ, ist aber meiner Ansicht nach logisch. Wir müssen die wirtschaftlichen Gegebenheiten berücksichtigen. Und wenn es so ist, dass sich die Buchmesse in der bisherigen Form nicht lohnt, muss man eben eine Pause machen und gründlich nachdenken.

Für 2015 entschieden wir uns deshalb, verstärkt auf Werbung zu setzen – und das in Schwerpunkten: Der PERRY RHODAN-Band 2800 und die neue NEO-Staffel stehen im Zentrum unserer Aktivitäten. Im Frühjahr 2015 setzten wir zudem in Leipzig stark auf die neuen Hörspiele.

Vielleicht sind wir im Oktober 2016 wieder auf der Frankfurter Buchmesse. Vielleicht wechseln wir uns mit Leipzig ab: Im einen Herbst sind wir in Frankfurt, im darauf folgenden Frühjahr in Leipzig. Auf jeden Fall streben wir ein anderes Konzept an, über das wir intern noch beraten.

Der letzte Kampf der Haluter

Seit ich vor Urzeiten meinen ersten PERRY RHODAN-Roman gelesen habe, zählen die Haluter zu meinen Lieblings-Außerirdischen. Deshalb mochte ich die tragische Note, die Verena Themsen ihrem Roman »Der letzte Kampf der Haluter« verliehen hat, selbstverständlich sehr.

Im letzten Teil des Vierteilers »Die falsche Welt« lässt die Autorin noch einmal alle wichtigen Figuren auftauchen und führt die Handlungsfäden zusammen. Der Roman kommt am 31. Juli 2015 in den Handel – ich bin sicher, dass er eine Reihe offener Fragen für die Leser klären wird. Atlan und seine Begleiter sind auf jeden Fall auf einer Mission, die nicht ohne Schwierigkeiten abläuft ...

Stark fand ich auch das Titelbild von Arndt Drechsler. Die Perspektive ist wuchtig, der Blick in die Tiefe lässt einen fast schwindeln. Als Leser kann man sich geradezu »hineindenken« – ab und zu muss so ein Motiv auch einmal sein.

27 Juli 2015

Neue Talente

PERRY RHODAN ist ein Teamprodukt. Das gilt für die Hauptserie ebenso wie für eine Miniserie – ob das jetzt PERRY RHODAN-Stardust oder eine neue Serie ist. Und das heißt für die Redaktion schlicht, dass sie versuchen muss, ein möglichst gutes Team zusammenzustellen.

Dabei schauen wir natürlich, wer für welche Aufgaben in Frage kommt. Ich bemühe mich, einigermaßen einen Überblick darüber zu behalten, wer derzeit in der Fan-Szene und darüber hinaus was macht; vor allem interessieren mich Autoren und Zeichner. So hatten wir bei PERRY RHODAN-Stardust beispielsweise Roman Schleifer im Einsatz – er ist vor allem als aktiver Fan beim PERRY RHODAN-Stammtisch Wien bekannt, auch durch seine STELLARIS-Kurzgeschichten.

Wenn wir eine neue Miniserie oder etwas ähnliches starten sollten, werden wir sicher wieder Ausschau in der Fan-Szene und in »Randbereichen« halten. Und ich bin sicher, dass wir dabei das eine oder andere neue Talent bitten werden, sich mit einem Roman an einer Miniserie zu beteiligen.

24 Juli 2015

Autorenrundschreiben im Juni

Am 1. Juni 1993 verschickte die PERRY RHODAN-Redaktion ein einseitiges Rundschreiben an die PERRY RHODAN-Autoren. »Um dreierlei Themen geht's in meinem Brief«, schrieb der damalige Redakteur Klaus N. Frick – also ich ... – in der direkten Anrede.

Dem Brief lag eine Handlungskonzeption bei, die für die Serienentwicklung bis Band 1750 wichtig sein sollte. Die Autoren wurden gebeten, sich diese genau anzuschauen, um sich auf die Konferenz vorbereiten zu können.

Darüber hinaus lag dem Brief eine Kopie der Seite aus dem aktuellen Heyne-Prospekt bei, in dem die aktuellen PERRY RHODAN-Taschenbücher angekündigt wurden.

Wichtig war vor allem ein Hinweis auf die Autorenkonferenz: Diese sollte gefilmt werden, ein Team des Zweiten Deutschen Fernsehens wurde erwartet. »Wir werden die erste Stunde der Autorenkonferenz stellen«, kündigte das Sehreiben an: »Wenn's dann an die eigentliche Arbeit geht, verschwindet das ZDF wieder aus dem Raum.«

23 Juli 2015

PERRY RHODAN interaktiv

Ein Blick in die Pressekiste ...

Die Ausgabe vom Februar 1997 des »Internet-Magazins« brachte einen ganzseitigen Artikel unter dem Titel »PERRY RHODAN interaktiv«. Die Redakteure schrieben über die »erste interaktive Science-Fiction-Fortsetzungsgeschichte im Internet«, die damals auf der Internet-Seite von PERRY RHODAN ablief.

Das Thema kam bei der Redaktion des Magazins gut an: »Das Besondere an dieser rich bebilderten Science-Fiction-Gechiichte im Internet: Jeder kann interaktiv daran teilnehmen und den weiteren Lauf der Geschichte beeinflussen.« Der Artikel präsentierte Bilder der »galaktischen Kreuzfahrt« und erklärte genau, wie man als »normaler Leser« selbst an dem Fortsetzungsroman mitwirken konnte.

Die Illustrationen für die »galaktische Kreuzfahrt« stammten übrigens von Swen Papenbrock, die Geschichte verfasste der PERRY RHODAN-Autor Peter Terrid. Die Internet-Agentur Trilobit aus Karlsruhe sorgte dafür, dass die »Community« reichhaltig eingebunden wurde.

22 Juli 2015

Im Netz der Kyberspinne

Ha!, diese Woche kommt der erste Roman, den Verena Themsen zu dem Vierteiler »Die falsche Welt« beigesteuert hat. Ich fand ihren Roman »Im Netz der Kyberspinne«, der mit der Bandnummer 2814 in den Handel kommt, richtig klasse und habe das Manuskript mit viel Vergnügen gelesen. Es war recht lang, weshalb wir sicherheitshalber das Glossar wegfallen ließen – die Setzerei-Kollegen haben den Text trotzdem schön untergebracht.

Mir gefiel vor allem die Erzählperspektive der jüngsten Hauptperson dieses Romans; die Autorin hat es sehr gut hinbekommen, den jungen Helden zu charakterisieren. Ebenso gut aber hat mir die Dame gefallen, die im Romantitel als »Kyberspinne« bezeichnet wird; wie sie unsere Helden verfolgt und ihnen auf die Schliche kommt, wurde sehr spannend geschildert.

21 Juli 2015

Menschheit am Scheideweg

Ein Logbuch der Redaktion 

Wieder einmal habe ich einem PERRY RHODAN-Hörbuch mit viel Genuss gelauscht. In diesem Fall handelt es sich um die Nummer 80 – es ist »Menschheit am Scheideweg«, der letzte Teil des Laren-Zyklus. Die Romane, die dieser Silber Edition zugrunde liegen, hatte ich meiner Erinnerung nach anfangs der 80er-Jahre gelesen, und wieder einmal war ich höchst interessiert daran, wie mir der klassische Stoff denn heute gefällt.

MSilber Edition 80eine Erinnerung hat nicht getrügt: Die Geschichten sind spannend, egal, ob sie in der Milchstraße oder im Mahlstrom der Sterne spielen. Und Punkte, an denen die Logik wackelt, störten mich beim Anhören tatsächlich nur wenig.

Doch der Reihe nach ... Handlungszeit des Hörbuches ist das Jahr 3450 nach christlicher Zeitrechnung. Zu diesem Zeitpunkt steht die Milchstraße unter der Herrschaft des Konzils der Sieben. Vor allem die Laren kontrollieren mit ihren technisch überlegenen Raumschiffen die Sternenreiche der Menschheitsgalaxis. Dabei helfen ihnen die Überschweren unter ihrem intriganten und machtbessenen Anführer Leticron.

Jeder Widerstand wird zerschlagen, die Rebellen haben sich in den Untergrund verzogen. Das Solare Imperium existiert nicht mehr, nachdem die Erde und der Mond durch einen Transmitter gegangen und danach spurlos verschwunden sind. Nur noch versprengte USO-Einheiten kämpfen, während Millionen von Menschen in die sogenannte Provcon-Faust – eine Dunkelwolke – flüchten.

In dieser Situation bekommt die Milchstraße ungewöhnlichen Besuch: Es ist Kroiterfahrn, ein Greiko, also ein Angehöriger eines Volkes, das zum Konzil der Sieben gehört. Bei diesem Besuch geht so ziemlich alles schief: Greikos sind völlig friedliche Wesen, und Kroiterfahrn ist nicht in der Lage, mit der Aggression und den Kämpfen in der Milchstraße fertig zu werden ...

Auf der anderen Handlungsebene dieses Hörbuches geht es um den Mahlstrom der Erde. Dorthin hat es die Erde, den Mond, Zigtausende von Raumschiffen und Milliarden von Menschen verschlagen. Es gibt Konflikte mit den fremden Sternenvölkern in dieser Region, und gleichzeitig muss eine neue Heimat für die Erde gefunden werden. Nur wenn sie wieder um eine Sonne kreist, sind die Menschen sicher.

Wer den Inhalt der Romane kennt, die diesem Hörbuch zugrunde liegen, weiß schon, welche Geschichten darin erzählt werden. Denjenigen, die sich mit der PERRY RHODAN-Serie nicht so gut auskennen, sei gesagt, dass es sich hier um echte Höhepunkte der Seriengeschichte handelt: Die Laren in der Milchstraße und die Erde im Mahlstrom der Sterne – das waren damals großartige Geschichten, die nach wie vor großartig sind.

Beim Hörbuch sind sie vor allem auch deshalb so gut, weil der Sprecher sie hervorragend vermittelt. Tom Jacobs hat eine angenehme Stimme, und er bringt die einzelnen Figuren des Hörbuches in unterschiedlicher Betonung. Damit schafft er eine Dynamik für die Handlung, die einen als Zuhörer stets dazu bringt, der Geschichte folgen zu können.

Wer die klassischen Romane – wie ich – schon einmal gelesen hat, wird mit viel Faszination der Auflösung und dem Abschluss des Laren-Zyklus folgen. Und wer sich bislang noch nicht so gut mit der PERRY RHODAN-Serie auskennt, wird mitleiden, wenn der Greiko Kroiterfahrn auf die harte Realität einer Milchstraße trifft, die vom Hetos der Sieben brutal unterdrückt wird.

Ich find's toll, dass es diese Hörbuch-Möglichkeiten jetzt gibt. Im Autoradio habe ich somit sehr oft PERRY RHODAN »auf dem Ohr« ...

20 Juli 2015

Andreas Eschbach und seine PERRY RHODAN-Romane

Ein Logbuch der Redaktion

Gleich zwei Romane von Andreas Eschbach erfreuen dieser Tage die PERRY RHODAN-Leser. Mit zwei Bänden von Verena Themsen bilden sie den Vierteiler »Die falsche Welt« –die Zusammenarbeit zwischen den Autoren und der Redaktion hat mir viel Spaß bereitet. Und weil alles so gut klappte, schaute ich mir noch einmal an, wie das bei den bisherigen Romanen war, die Andreas Eschbach für die PERRY RHODAN-Serie verfasst hat.
PERRY RHODAN Band 1935
Dabei war »Der Gesang der Stille« ein echtes Experiment. Damals sprach Andreas Eschbach uns an: Wie wäre es denn, so sein Vorschlag, wenn er für einen Gastroman bei PERRY RHODAN andocken würde? Das würde ihn reizen. Während einer Frankfurter Buchmesse saßen Robert Feldhoff, Andreas Eschbach und ich in der Sonne – auf einem Stein mitten auf dem Gelände – und diskutierten die verschiedenen Möglichkeiten.

Knapp ein Jahr später kam der Band 1935 mit dem eben genannten Titel in den Handel; am 12. September 1998 hatten wir den ersten Gastroman am Start. Und weil der Autor sich Reginald Bull als Hauptperson gewünscht hatte, schrieb er einen tollen Roman über den »zweiten Mann auf dem Mond«.

Der Untertitel verriet einiges: »Ein Unsterblicher und ein Kybernetiker – auf der Welt der Pyramiden« ... mit dem Unsterblichen ist Reginald Bull gemeint, der Kybernetiker ist ein Agent des Terranischen Liga-Dienstes. Skill Morgenstern und Reginald Bull kundschaften einen Stützpunkt der Korrago-Roboter aus. DabPERRY RHODAN Band 2295ei erfüllt sich auf tragische Art und Weise das Schicksal des Agenten.

In gewisser Weise endet der Roman offen: Zwar konnte ein Teil der gestellten Aufgaben von den zwei »Helden« erfüllt werden, gleichzeitig aber verschwindet Morgenstern mit unbekanntem Ziel im All.

So tragisch dieser erste Gastroman war, so wuchtig war der zweite. Am 12. August 2005 kam »Die Rückkehr« in den Handel, der die Bandnummer 2295 trug. Andreas Eschbach hatte Lust darauf, einmal »so eine richtige Raumschlacht« zu schildern. Sein Thema ist der große Kampf zwischen der Raumflotte der Erde unter Perry Rhodans Kommando auf der einen und den Kybb-Titanen auf der anderen Seite.

Obwohl es in diesem Roman zahlreiche Tote gab und das Kämpfen der Raumschiffe einen großen Raum einnahm, schaffte es der Autor, einen tragischen Roman voller zwischenmenschlicher Töne zu schreiben. Eindrucksvoll fand ich beispielsweise die Vergleiche zwischen einem Schachspiel und der eigentlichen Raumschlacht, ebenso eindrucksvoll das Verhalten eines Soldaten, der bei einem geheimen Einsatz seine Familie sehen mPERRY RHODAN Band 2503öchte und damit eine Katastrophe auslöst.

Ebenfalls eine Raumschlacht stand im Zentrum von »Die Falle von Dhogar«. Der Roman kam als Band 2503 am 7. August 2009 in den Handel; er liefert einen Auftakt für den Stardust-Zyklus. Eine der wichtigen Hauptfiguren des Romans ist Reginald Bull, der von Andreas Eschbach als Stratege und Militär geschildert wird. Sein Gegenspieler ist Sinnafoch, ein sogenannter Frequenzfolger aus dem Volk der Vatrox.

Wieder bewies der Autor sein Fingerspitzengefühl bei der Schilderung von Romanfiguren. Sowohl die Seite der Menschen als auch die Seite der Gegner wirkt bei der Lektüre des Romans glaubhaft, alle Beteiligten handeln nachvollziehbar.

Kein Wunder, dass er mit »Der Techno-Mond« erneut auftrumpfen konnte. Der Roman kam am 17. Mai 2013 in den Handel; er trug die Nummer 2700 und war der erste Jubiläumsband, der von einem Gastautor verfasst wurde.

EPERRY RHODAN Band 2700s war ein fulminanter Auftaktband zu einer ganz frischen Handlung: Wim Vandemaan und Christian Montillon als neues Exposé-Team brachten eine andere Sicht auf das PERRY RHODAN-Universum mit, und Andreas Eschbach unterstrich diese neue Sicht mit seiner Art, die Serie zu interpretieren. Die Fans waren begeistert.

Übrigens brachte Eschbach viele eigene Ideen in diesen Roman ein, die im späteren Verlauf des Zyklus »Das Atopische Tribunal« weiter ausgebaut werden konnten. Ein Beispiel dafür ist das Haus, das Perry Rhodan bewohnt; eine Art Spukhaus ohne Geister und Gespenster, in dem sich Dinge seltsam verhalten und die außerirdischen Bewohner ihre merkwürdigen Spuren hinterlassen haben.

Mit vier sehr unterschiedlichen Romanen konnte Andreas Eschbach der PERRY RHODAN-Serie wichtige Impulse verleihen. Aus dem ehemaligen Fan wurde ein Gastautor, der Gastautor entwickelte sich längst zum Stammgastautor – und ich freue mich schon auf weitere Gelegenheiten, mit ihm zusammenzuarbeiten!

17 Juli 2015

Silberband 142 in Blau

Die Bertelsmann-Belege kamen in den vergangenen Tagen buchstäblich bergeweise. Mit dabei: der Blauband mit der Nummer 142 und dem Titel »Lockruf aus M 3«. Als Silberband trug das Buch die Bandnummer 126 – und woher die seltsamen Unterschiede bei den Nummerierungen kommen, erzähle ich lieber nicht schon wieder.

Auffallend ist für mich nicht zum ersten Mal, dass so ein Blauband richtig gut in der Hand liegt. Die Bücher sind handlich, das Papier ist auch »schlanker« als bei unseren Silberbänden; nur der Rahmen für das Titelbild ist ein wenig arg steif. Aber eigentlich sind die Bertelsmann-Bücher eine richtig schöne Reihe, bei der es vor allem schade ist und war, dass man praktisch keine Werbung dafür machen durfte.

16 Juli 2015

Der andere Rhodan

Seit gestern liegt mir der PERRY RHODAN NEO-Band mit der Nummer 100 vor; die Druckerei hat ihn mir recht spät geliefert. Den Roman schrieb Frank Borsch, der für einhundert Bände PERRY RHODAN NEO sowie den gesamten Serienkosmos verantwortlich zeichnet – als Redakteur bin ich ebenfalls sehr stolz auf diesen Roman.

Wir haben in vier Jahren das Perryversum um eine völlig neue Dimension erweitert. Die Autoren um Frank Borsch dachten sich komplexe Welten und schräge Figuren auf, sie brachten uns Leser auf die ungewöhnlichsten Welten dieser Galaxis – und das beste ist, dass noch lange nicht alles vorüber ist.

Ich halte dennoch ein wenig inne. Dann nehme ich »Der andere Rhodan« in die Hand, bewundere das Titelbild, das mit Absicht gleich an zwei klassische Titelbilder von Johnny Bruck erinnert, und freue mich über den bisherigen Erfolg ...

15 Juli 2015

Bis Band 2875 geplant

Am Dienstag, 14. Juli 2015, war Christian Montillon in Karlsruhe. Der Autor nutzte die Chance, sich die Stadt anzuschauen; ich nutzte die Chance, mit ihm abends etwas zu essen und vor allem die aktuellen Exposés zu besprechen. Christian war viel besser vorbereitet als ich, er brachte eine umfangreiche Liste mit Ideen und Autorenvorschlägen mit.

Unter anderem sprachen wir den weiteren Verlauf des derzeitigen Zyklus »Die Jenzeitigen Lande« durch. Christian präsentierte die Ideen, die er mit Wim Vandemaan zusammen entwickelt hatten; sie spannen einen Bogen, der – in viele kleinere Etappen unterteilt – mindestens bis Band 2875 reicht.

Zumindest besprachen wir die vorliegenden Ideen bis zu diesem Punkt. Meine Rolle beschränkte sich teilweise auf die eines Zuhörers, der gelegentlich eine ergänzende Idee einwirft; ansonsten aber war ich sehr von dem geplanten Ablauf der Handlung gefesselt. Jetzt kommt die Detailarbeit mit Exposés und irgendwann mit Romanen ...

14 Juli 2015

Ein Herreach in der Handlung

Als Robert Feldhoff die ersten Ideen für den THOREGON-Zyklus festlegte, gingen diese noch nicht so sehr ins Detail. Es war aber klar, dass auf Trokan – dem »neuen Mars« – ein geheimnisvolles Volk leben sollte, dessen Angehörigen über seltsame Gaben verfügen sollten. Das wurden dann die Herreach ...

Am heutigen Dienstag hatte ich es mit einem Roman-Manuskript zu tun, in dem tatsächlich ein Herreach eine wichtige Rolle spielt. Das fand ich interessant, und ich stellte fest, wie viel ich seit den 90er-Jahren vergessen habe; die humanoiden Bewohner des Planeten Trokan fand ich damals toll, und ich finde es schön, mal wieder von ihnen – oder einen von ihnen – etwas zu hören.

13 Juli 2015

NEO 100 hat mich echt gepackt

Ein Logbuch der Redaktion

»Der Roman ist außergewöhnlich gut geworden« – das schrieb ich an Frank Borsch, nachdem ich sein Manuskript von PERRY RHODAN NEO 100 gelesen hatte. Das meinte ich ernst; ich spare sonst nicht an Kritik, wenn mir etwas an einem Roman-Manuskript nicht gefällt.

ANEO-Cover Band 100 von Dirk Schulzber Frank hatte mit diesem Manuskript etwas Beeindruckendes geschafft: Er fasste die bisherigen 100 Bände der Serie in einem packenden Geschehen zusammen und legte gleichzeitig einen Übergang in die zweite Epoche hin, der gewissermaßen als Startschuss für die nächste Staffel dienen kann.

Weil ich an dieser Stelle nicht so viel über den eigentlichen Inhalt erzählen will, bleibe ich bewusst schwammig. Der Roman spielt zu einem Teil im Sonnensystem und vor allem auf der Erde, ein wesentlicher Handlungsort liegt allerdings weit außerhalb der bekannten Schauplätze.

Dank der Hauptpersonen, die auf diesem fremden Terrain ihr Abenteuer erleben, wird die unbekannte Welt sehr plastisch geschildert. Unter anderem taucht ein Wesen erstmals in der Handlung auf, dessen Name sicher den einen oder anderen Stammleser faszinieren wird.

Auf dem Planeten werden die Leser vor allem ein ungewöhnliches Paar kennenlernen. Der Mann und die Frau, um die es geht, treffen sich und trennen sich, sie kommen zusammen und werden wieder getrennt. Sie beide verbindet ein Schicksal, das seltsam und furchterregend ist, das sie aber zugleich zusammenschweißt. Und beide schmieden einen Plan, der unbedingt funktionieren muss ...

Das klingt unklar, ich gebe es zu, aber das hat einen Grund: Würde ich diese Andeutungen konkreter machen, müsste ich zu viel verraten. Die genannte Handlungsebene ist für PERRY RHODAN NEO sehr wichtig, wenngleich sie keine konkreten Auswirkungen auf die direkt anschließende Handlungsstaffel hat. Es geht vor allem um den »kosmischen Rahmen« der Serie.

Die Handlungsebene Terra hingegen bildet einen klaren Übergang von der ersten zur zweiten Epoche von PERRY RHODAN NEO. Frank Borsch erzählt, was die vielen Figuren bewegt und wie sich zahlreiche »kleine« Schicksale erfüllen. Was geschieht auf dem Mars, was passiert mit den Mutanten, wie verhält sich Thora?

Ferronen und Naats, Arkoniden und Terraner – sie alle werden noch einmal präsentiert. Bei vielen Figuren zeigt der Autor, was aus ihnen geworden ist oder weiterhin mit ihnen geschehen wird. Das macht er vor allem in kleinen Kapiteln deutlich, die oftmals wie Kurzgeschichten wirken und insgesamt ein Kaleidoskop der Ereignisse bilden. Das hat mir beim Lesen richtig gut gefallen.

Die Lektüre verlief für mich »in einem Rutsch«. Als Redakteur machte ich dennoch während der Arbeit genügend Anmerkungen, die ich in einem späteren Arbeitsschritt mit dem Autor einerseits und dem Lektor andererseits durchspreche. Dabei handelte es sich um sogenannte Marginalien: Wortwiederholungen, gelegentlich stilistische Punkte, über die man unterschiedlicher Ansicht sein konnte.

Was für mich blieb und was die Leser hoffentlich auch so empfinden werden: »Der andere Rhodan« ist packende Science-Fiction-Unterhaltung und ein schöner Abschluss für die Exposétätigkeit, die Frank Borsch vier Jahre lang ausgeübt hat ...

10 Juli 2015

Caiwan auf Tschechisch

Im Prinzip ist das, was im PERRY RHODAN-Roman »Rivalen der Kolonne« geschildert wird, ein romanhaft präsentierter Kommentar zur aktuellen Weltwirtschaft: Auf der Jagd nach Ressourcen halten die Mächten der Welt nicht inne und machen im Zweifelsfall alles platt, was sich ihnen in den Weg stellt. Der Roman mit der Bandnummer wurde von Arndt Ellmer verfasst und kam am 6. Januar 2006 in deutscher Sprache heraus.

Die tschechische Version des Romans trägt die Nummer 117 und kam im Juni 2015 in den Handel; der Titel lautet auf tschechisch folgerichtig »Rivalové kolony«. Das Cover sieht ebenso knallig aus wie in der deutschen Ausgabe; leider wissen wir wieder nicht, wie die Lektüre im Nachbarland ankommt.

09 Juli 2015

E-Book-Planung fürs zweite Halbjahr

In einer kleinen Besprechungsrunde legten wir heute – Donnerstag, 9. Juli 2015 – im Detail fest, wie unsere E-Book-Planung im zweiten Halbjahr 2015 aussehen wird. Einige Dinge sind völlig logisch, etwa die wöchentlichen PERRY RHODAN-Romane, die zweiwöchentlichen NEO-Ausgaben und die anstehenden Silberbände. Darüber hinaus gibt es Themen, die wir neu in Angriff nehmen wollen.

In den vergangenen Jahren haben sich die E-Books zu einem wesentlichen Standbein unserer Arbeit entwickelt. Das heißt aber nicht, dass wir uns auf den errungenen Erfolgen ausruhen können – wir erarbeiten neue Konzepte und blicken mit viel Spannung auf die nähere Zukunft.

An dieser Stelle kann ich dazu noch nicht viel verraten. Traditionell geben wir dann die aktuellen Themen bekannt, wenn sie wirklich fest eingeplant und in der Produktion sind. Aber es sollte im zweiten Halbjahr 2015 einiges auf die Leser zukommen ...

08 Juli 2015

Ausgeliefert auf Oxtorne

Sehr actiongeladen und sehr dynamisch: Ich habe gestern und heute im CD-Player meines Autos die vierte Folge der »Plejaden«-Hörspiele gehört. Die Folge trägt den Titel »Ausgeliefert auf Oxtorne« – und der macht schon mal klar, in welche Richtung die Handlung geht.

In Begleitung der Wissenschaftlerin kommt Perry Rhodan auf den Extremplaneten Oxtorne, wo er gleich mit den Umweltbedingungen konfrontiert wird:heftige Erdbeben und mörderische Stürme. Dazu kommen Feinde, die offenbar nichts anders vorhaben, als ihn zu töten undn einen flüchtigen Mörder zu decken.

Mir hat auch diesmal – wie bei den ersten drei Teilen – das Sounddesign sehr gut gefallen. Die Geräusche unterstützen die knalligen Dialoge, die Andrea Bottlingen nach einem Exposé von Christian Montillon geschrieben hat. Die »Plejaden«-Hörspiele sind eine gelungene und originelle Ergänzung des PERRY RHODAN-Universums!

07 Juli 2015

Orbiter in Frankreich

Seit Anfang Juli 2015 haben unsere französischen PERRY RHODAN-Leser die Chance, den Roman »Seismes Galactiques« zu kaufen; er ist als Taschenbuch sowie als E-Book erschienen. Der Band trägt die Nummer 325 der französischen PERRY RHODAN-Ausgabe und kam mit einem – für meinen Geschmack – sehr gelungenen Titelbild in den Handel.

Für die Übersetzung zeichnet Claude Lamy verantwortlich, den ich beim einen oder anderen Con schon kennenlernen durfte. In Köln unterhielten wir uns einmal in einem sicher witzig anzuhörenden Kauderwelsch aus deutsch, französisch und ein wenig englisch ...

Das Buch enthält klassische PERRY RHODAN-Heftromane, die Ende des Jahres 1980 erstmals in deutscher Sprache erschienen sind; sie stammen von H.G. Ewers, H.G. Francis und Marianne Sydow. Das Thema der Orbiter stand zu jener Zeit im Zentrum des Geschehens, und ich erinnere mich noch gut daran, wie ich diese Romane damals las. Den PERRY RHODAN-Lesern in Frankreich kann ich bei den spannenden Geschichten nur »beste Unterhaltung« wünschen ...

06 Juli 2015

Salkrit auf Tschechisch

Ein klassisch-ruhiges Science-Fiction-Titelbild: Der PERRY RHODAN-Roman »Boj o Salkrit« ist im Mai 2015 in Tschechien erschienen; dieser Tage trafen unsere Belegexemplare ein. Verfasst wurde der Roman von Michael Marcus Thurner, im deutschsprachigen Raum kam das Werk im Dezember 2005 unter dem Titel »Kampf ums Salkrit« in den Handel. In Tschechien trägt er die Bandnummer 116, bei uns trug er die Bandnummer 2315 ...

Der Roman spielt in der Charon-Dunkelwolke, eine wichtige Hauptfigur ist der Arkonide, und als Gegenspieler fungieren die Angehörigen der Terminalen Kolonne TRAITOR. Damit sind die PERRY RHODAN-Fans in Tschechien rund zehn Jahre hinter den Original-Ausgaben. Leider verstehe ich kein Wort Tschechisch und kann deshalb die Fan-Diskussionen in unserem Nachbarland nicht mitverfolgen.

04 Juli 2015

Endlich mal Frey lesen

Der Autor H.J. Frey ist einer der wenigen Menschen, die für PERRY RHODAN geschrieben haben und die ich nie kennenlernen durfte. Deshalb freut es mich sehr, dass seine zwei Taschenbücher, die in den 70er-Jahren zuletzt erschienen sind, dieser Tage beim Zaubermond-Verlag nachgedruckt worden sind – in der Reihe der Planetenromane.

Das Buch liegt jetzt bei mir daheim, und es sieht echt klasse aus: ein über 360 Seiten starkes Taschenbuch, das toll aufgemacht ist und mit einem schönen Titelbild von Arndt Drechsler aufwartet. Im Innenteil warten die zwei H.-J.-Frey-Romane sowie die informativen Texte von Rainer Nagel auf mich.

Und jetzt kann ich mich darauf freuen, die zwei PERRY RHODAN-Klassiker endlich einmal selbst zu lesen. Das habe ich nämlich in all den Jahrzehnten, die ich mit der Serie zu tun habe, nie geschafft.

03 Juli 2015

Digitale Transformation

Da es einem Redakteur überhaupt nicht schadet, wenn er mal rechts und links über den Tellerrand hinausschaut, nahm ich am Donnerstag, 2. Juli 2015, an der zweiten Stuttgarter Verlagsrunde teil. Diese wurde – wie wenig überraschend sein dürfte – in der Landeshauptstadt Stuttgart veranstaltet, im repräsentativen Haus der Architekten. In den klimatisierten Räumen ließ es sich auch gut aushalten ...

Unter dem Titel »Don't panic – Reiseführer durch die digitale Transformation« gab es eine Reihe von Vorträgen unterschiedlichster Art. Sie alle hatten es mit der Praxis im Verlagsgeschäft zu tun und eröffneten teilweise eine neue Sichtweise.

Spannend fand ich beispielsweise, wie die Rhein Main Digital GmbH derzeit eine »Paywall« im Tageszeitungsgeschäft betreibt oder wie die Zeitschrift »Spektrum der Wissenschaft« im sogenannten Digitalgeschäft funktioniert. Daraus lässt sich kaum etwas für die Marke PERRY RHODAN ableiten, interessant waren die Vorträge dennoch. Und vielleicht wird aus meinen Notizen doch noch ein Projekt für die nahe Zukunft ...

02 Juli 2015

Agenturbesuch am Hitzetag

Am Nachmittag des Mittwoch, 1. Juli 2015, hatte ich einen interessanten Termin: Ich besuchte eine Agentur für Kommunikation, Werbung und dergleichen; dabei ging es unter anderem darum, ein wenig über PERRY RHODAN zu »fachsimpeln« und vielleicht gemeinsame Ideen zu entwickeln. Es kann ja nie schaden, wenn sich ein Redakteur über die Welt der Werbung informiert.

Das kontroverse Gespräch war sehr interessant. Wir tauschten Ideen aus, ich erzählte viel über PERRY RHODAN, und wir schauten uns an, wie sich beispielsweise die Marke »Star Wars« international aufstellt und verkauft.

Dass es sich bei uns in erster Linie um ein gedrucktes Medium handelt – trotz aller E-Books –, während »Star Wars« vom Kinofilm her kommt, ist bei solchen Überlegungen erst einmal zweitrangig. Direkte Vergleiche sind nicht möglich, aber solche Einblicke empfinde ich als spannend.  Und trotz der Hitze war's ein bereichernder Besuch.

01 Juli 2015

PR-Extra zu Vishna

Am 8. Januar 1985 verschickte die PERRY RHODAN-Redaktion ein »PERRY RHODAN-Extra«, das wahrscheinlich von Kurt Mahr verfasst worden war. Es beschäftigte sich auf einer A4-Seite mit dem »Themenkomplex Srimavo-Gesil-Vishna«, für den es wohl einer »genaueren Erläuterung« bedurfte.

Unter anderem wurde festgelegt, wie es mit den telepathischen Verbindungen der »drei Schwestern« funktionieren sollte. Gesil sei aber trotzdem »keineswegs eine Telepathin in dem Sinne, daß sie jedermanns Gedanken lesen kann«. Zumindest sollten die Autoren dies nicht aussagen – in den Bänden zuvor waren unterschiedliche Aussagen formuliert und teilweise auch gedruckt worden.

»Gesil bekommt die Möglichkeit zur Profilierung später«, formulierte das »PERRY RHODAN-Extra« darüber hinaus, bevor es noch einige Angaben zu den MASCHINEN lieferte ...

30 Juni 2015

Castor kommt

Bereits in der vergangenen Woche las ich das aktuelle PERRY RHODAN-Manuskript von Rainer Castor; mittlerweile hat der Autor ein ausführliches Feedback erhalten. Der Roman liegt jetzt beim Lektorat, in dem ihm sicher noch ein wenig »Schliff« verpasst wird.

Fakt ist: Der nächste Roman des Autors ist unterhaltsam, und Rainer Castor zeigt seinen Kritikern, dass er eben nicht nur der »Daten-Castor« ist, für den ihn viele halten. Wer einen Technik-Roman erwartet, wird ihn nicht erhalten.

Es gibt genau einen einzigen »Daten-Block« im gesamten Manuskript. Ansonsten aber liefert der Autor viele Dialoge und kurzweilige Beschreibungen, dazu eine knallige Prise mit Action. Als Hauptfiguren setzt er unter anderem Perry Rhodan und Gucky ein, und ich fand die Darstellung des Mausbibers echt witzig. Schauen wir mal, wie die Leser urteilen werden ...

29 Juni 2015

Ein Roman voller Facetten

Schaue ich mir den PERRY RHODAN-Roman an, der am 7. August 2015 erscheinen wird, fällt mir einiges daran auf. Nicht nur, dass er mir sehr gut gefallen hat und er für meinen Geschmack schöne Außerirdische bot, sondern auch deshalb, weil der Autor sich bei der Gliederung einiges einfallen lassen hat.

Oliver Fröhlich hat in »Die galaktischen Architekten« eigentlich einen Facetten-Roman geschrieben. Sein Roman erscheint mit der Bandnummer 2816.

Die Kapitel sind tatsächlich Facetten eines großen Geschehens, sie tragen nicht nur entsprechende Überschriften. Sie verweisen auf unterschiedliche Außerirdische, sie zeigen deren Ziele, Motive, Ängste und Hoffnungen.

Ich kann in diesem kurzen Text kaum alle Aliens auflisten, die der Autor in seinem Roman auftauchen lässt – neben den Terranern ist es gut ein halbes Dutzend. Dabei gibt er ihnen unterschiedliche Moralvorstellungen und Ansichten, kurzum, er zeigt die verschiedensten Facetten. Ich fand das toll.

28 Juni 2015

KRUSENSTERN-Lektüre

Als ich heute am frühen Abend den Biergarten in der Innenstadt von Karlsruhe ansteuerte, wollte ich meine Ruhe haben. Ich nahm einen Tisch am Rand, bestellte etwas zu essen und trinken und packte mein »Papier-Zeugs« auf den Tisch. Und während ich auf mein Essen wartete sowie in der Zeit nach dem eigentlichen Essen verbrachte ich meinen Aufenthalt mit spannender Lektüre.

Von Christian Montillon und Wim Vandemaan waren wieder Exposés bei mir eingetroffen, die ich an diesem Sonntag mit größtem Vergnügen las. Unter anderem spielt in diesen Exposés ein Raumschiff namens KRUSENSTERN eine Rolle, aber es gibt darüber hinaus einige schöne Überraschungen für die Leser.

Ich gestehe, dass ich während der Lektüre ebenfalls überrascht war – positiv natürlich. Wenn das so ist, verbringe ich den Sonntagabend lieber mit Arbeit als mit dem aktuellen »Polizeiruf« im Fernsehen ...

26 Juni 2015

Heftromane im Radio

Eine interessante Dienstreise führte mich am heutigen Vormittag ins schöne Baden-Baden. Das zweite Programm des Südwestrundfunks zeichnete eine Sendung auf, in der es um Heftromane ging. Neben dem Moderator war ich im Studio – eine Kollegin vom Cora-Verlag wurde aus Hamburg zugeschaltet, ein Literaturwissenschaftler saß in Stuttgart im Studio.

Die Diskussion fand ich ganz interessant. Witzig war unter anderem, dass ich der Kollegin vom Cora-Verlag zur Seite sprang, als der Literaturwissenschaftler meiner Ansicht nach zu sehr auf den »Heftchen« herumhackte. Wie sich das hinterher anhört, wenn das ein unvorbereiteter Zuschauer vernimmt, weiß ich nicht.

Geplant ist, dass die Radiosendung in der nächsten Woche ausgestrahlt wird. Sobald ich einen Termin habe, werde ich diesen bekannt geben – für heute war es eine wichtige Erfahrung.

25 Juni 2015

Rätsel der Galaxien

Dass ich Fanzines und Fan-Romane mag, habe ich schon oft erzählt. Aus der Fan-Szene kamen immer wieder die neuen Talente; viele PERRY RHODAN-Autoren verfassten ihre ersten Geschichten für Fanzines (angefangen bei William Voltz in den fünfziger Jahren).

Heute las ich in der Mittagspause den Band 36 der Serie »Rätsel der Galaxien«, die der SFC Black Hole Galaxie herausgibt. Verfasst wurde der Roman von Marc Schneider, er trägt den Titel »Gestrandet!«; ich las nicht alles, aber ich blätterte interessiert darin und las immer wieder einzelne Kapitel.

Das terranische Raumschiff ARIGA, dessen Besatzung im Zentrum dieser Fan-Serie steht, hat nach einer langen Odyssee durch Raum und Zeit endlich das »eigene Universum« und vor allem auch de Lokale Gruppe erreicht. Unter anderem lernt man die kleine Galaxis Fornax kennen und tritt in Kontakt zur Terminalen Kolonne TRAITOR; ganz nebenbei werden die Besatzungsmitglieder mit den Folgen der Hyperimpedanz-Erhöhung konfrontiert.

Was ich gelesen habe, hat mir gut gefallen. Es wird echt Zeit, dass mehr Leser diese gelungene Fan-Serie als Lektüre erkennen! (32 Seiten, zwei Euro.)

24 Juni 2015

Presse- und Informationstexte

Wenn die PERRY RHODAN-Redaktion irgend etwas Neues macht, ist es stets wichtig, diese Neuigkeit auch der »Außenwelt« mitzuteilen. Meist benutzen wir dafür unsere eigene Internet-Seite, die seit 1996 existiert und mittlerweile das Informationsmedium ist, das wir am wichtigsten findem. Längst aber sind Medien wie Facebook, Google+ oderr Twitter hinzugekommen, die ebenfalls relevant sind.

Für wichtig halte ich nach wie vor eine klassische Presseinformation. Auch wenn sich beispielsweise die Redaktion einer »normalen« Tageszeitung kaum dafür interessieren dürfte, welche Neuigkeiten wir vorbereiten, verschicken wir immer wieder Pressetexte. Diese finden oft einen entsprechenden Niederschlag – dann taucht PERRY RHODAN unvermutet im Feuilleton oder im »Vermischten Teil« einer Tageszeitung auf.

Deshalb muss ich heute unter anderem Pressetexte verfassen – es geht darum, die neue »Methans«-Staffel bei PERRY RHODAN NEO und den Vierteiler »Die falsche Welt« ein wenig bekannter zu machen. Und wie immer stelle ich fest, dass es ganz schön knifflig sein kann, das komplexe Perryversum zu vereinfachen und gleichzeitig spannend darzustellen ...

23 Juni 2015

Copyright im Perryversum

Gelegentlich taucht die Frage auf, wie es denn eigentlich mit dem Copyright der verschiedenen PERRY RHODAN-Ideen aussieht. Ob man die verschiedenen Ideen der Serie für eigene Ideen nutzen könne oder ob das nicht gehe?

Ich bin kein Jurist, aber nach meinem Rechtsverständnis gilt hier, dass sehr wohl ein Copyright auf den Ideen der Autoren – und damit des Verlages – liegt, weil es sich um geistiges Eigentum handelt. Ein Haluter aus der PERRY RHODAN-Serie ist eine eindeutig definierte Figur, die ebenso eindeutig zur PERRY RHODAN-Serie gehört. Wer also in einem »kommerziellen Werk« einen Haluter namens Icho Tolot auftauchen lässt – um ein Beispiel zu nehmen –, begeht eine Copyright-Verletzung.

Anders beurteilen wir von der PERRY RHODAN-Redaktion das bei inkommerziellen Fan-Aktivitäten. Fan-Romane oder Fan-Illustrationen betrachten wir als Bereicherung der Serie und ihres Umfeldes. Und dass in einem Fan-Roman ein Haluter auftaucht oder dass jemand in seiner Illustration einen Mausbiber verwendet, ist für uns völlig in Ordnung.

Wichtig ist eben, dass es eine fannische Nutzung ist, die inkommerziell verläuft. Sinnvoll ist darüber hinaus ein Copyright-Hinweis auf den Verlag und auf die Serie. Und wer sich nicht ganz sicher ist, kann nachfragen.

22 Juni 2015

Jour Fixe zum Jahresende

Es war ein sehr langes und inhaltsvolles Gespräch, das am 22. Dezember 2004, im Büro der Verlagsleitung geführt wurde; anwesend waren die Verlagsleiterin für den Zeitschriftenbereich des Pabel-Moewig Verlages sowie der PERRY RHODAN-Chefredakteur. Unter anderem wurden die Zahlen für das ablaufende Jahr angeschaut, sowohl die Objektrechnungen als auch Kostenstellenberichte.

Weitere Schwerpunkte waren die ATLAN-Serie, mit der um diese Zeit experimentiert wurde, sowie das PERRY RHODAN-Extra, zu dem die Redaktion noch eifrig an weiteren Teilen arbeitete. Ebenso ging es um den PERRY RHODAN-Kalender, um das geplante Computerspiel sowie um die Internet-Seite.

Spannend waren die Auswirkungen, die der sich entwickelnde Kinderbereich hatte. Für Hefte wie »Bussy Bär« waren sogenannte Style Guides erarbeitet worden. So etwas wollte die Verlagsleitung nun auch für PERRY RHODAN.

Dabei sollte es um einen Style Guide einer klassischen Linie – also mit Motiven von Johnny Bruck – sowie einen mit einer modernen Linie gehen. Bei der modernen Linie wollte man Motive von Dirk Schulz bevorzugen. Diese Aufgabe sollte Klaus Bollhöfener dann im Januar 2005 in Angriff nehmen ...

21 Juni 2015

Gastromane und Gastromane

Eine Diskussion, die wir im PERRY RHODAN-Team immer wieder führen: Sind Gastromane ein Segen oder ein Fluch? Ein Segen sind sie, wenn sie uns zusätzliche Aufmerksamkeit oder eine interessante Erzählstimme bringen. Ein Fluch sind sie, wenn sie nur Arbeit machen. Die bisherigen Gastromane, die wir veröffentlicht haben, zählten zur ersten Kategorie.

Derzeit aber gibt es so viele »Bewerbungen« für Gastromane, dass wir wahrscheinlich zwanzig Romane am Stück mit Gastromanen füllen könnten. Das ist natürlich nicht Sinn der Sache. Der Schriftsteller aber, an dessen Exposés derzeit gearbeitet wird, ist kein »gewöhnlicher« Gastautor – ich denke, das kommen in absehbarer Zeit schon wieder zwei schöne und ungewöhnliche Romane auf die Leser zu.

20 Juni 2015

Das Volk der Schläfer

Gestern kam ich endlich dazu, das dritte der aktuellen PERRY RHODAN-Hörspiele durchzuhören. Es heißt »Das Volk der Schläfer« und erzählt die Geschehnisse der »Plejaden«-Staffel weiter. Im Zentrum steht Gucky, der Mausbiber, der sich auf die Suche macht – er will mehr über die geheimnisvollen Lkandoner und ihre Heimat wissen.

Wie nicht anders zu erwarten, ist die Geschichte spannend gemacht und mit tollen Geräuschen umgesetzt. Ich bin nach wie vor sehr angetan von der Art und Weise, wie das Zaubermond-Team die Welt von PERRY RHODAN in ein akustisches Universum verwandelt – starke Sache!

Eindrucksvoll übrigens finde ich die Stimme von Gucky selbst. Mit Santiago Ziesmer wurde ein hervorragender Sprecher ausgesucht – der Mausbiber hat durch ihn eine helle Stimme, wirkt aber nicht zu piepsig-kindlich. Gefällt mir!

19 Juni 2015

Brückenkopf Laudghast

Ein klassisch anmutendes Titelbild, ein klassisch klingender Titel und auch ein klassisch wirkendes »Setting«: Ich bin sicher, dass viele Leser den PERRY RHODAN-Roman »Brückenkopf Laudghast« mögen werden. Dieser stammt von Uwe Anton, er erscheint am 26. Juni 2015, und das Titelbild stammt von Swen Papenbrock. (Ich hatte es übrigens als »Die Weltraum-Kartoffeln« bezeichnet. Aber verrate das bitte niemand dem Titelbildkünstler.)

Ich mag klassische Planetenabenteuer sehr gern, die las ich schon als Jugendlicher mit großer Begeisterung. Wie entwickelt sich denn eine planetare Bevölkerung über Jahrhunderte hinweg, und was geschieht mit den Bewohnern der Welt dann, wenn sie mit Außerirdischen in Kontakt tritt? Darauf gibt Uwe Anton in diesem Roman übrigens nicht nur eine Antwort ...

18 Juni 2015

WeltCon-Programm 1980

Auf zwanzig Seiten und in einem eher ungewöhnlichen Format präsentierte sich im Herbst 1980 das Programmheft für den PERRY RHODAN-WeltCon '80. Dieser fand bekanntlich vom 31. Oktober bis 2. November 1980 im Kongresszentrum Rosengarten in Mannheim statt. Verantwortlich zeichneten die Redaktion des Erich Pabel Verlages und der PERRY RHODAN-Club Solares Imperium aus Plankstadt.

Das Programmheft enthielt eine Straßenkarte der Mannheimer Innenstadt, Grußworte des Oberbürgermeisters und des Verlages, eine Vorstellung des PERRY RHODAN-Clubs sowie viele Informationen zu den gezeigten Filmen und den Ehrengästen. Die PERRY RHODAN-Autoren wurden großzügig präsentiert – immer zwei Personen auf einer Seite –, so dass die Autogrammjäger genügend Möglichkeiten hatten, die Autoren unterschreiben zu lassen.

Das eigentliche Programm wurde auf einer Doppelseite präsentiert. Das Hauptprogramm lief im Großen Saal ab, dazu gab es einige wenige Programmpunkte in Nebenräume. Unter »Zwischendurch« wurden übrigens die »Fanzine-Präsentationstische« benannt, ebenso die Gemäldeausstellung oder die Signierstunden.

17 Juni 2015

»Methans« in Arbeit

Es geht gut voran mit der Arbeit an der neuen Handlungsstaffel von PERRY RHODAN NEO. Der erste Roman – »Er kam aus dem Nichts« von Michael H. Buchholz – ist schon seit einiger Zeit im Lektorat; Band 102 liegt bereits als Manuskript vor, und der Band 103 wird in den nächsten fertiggestellt. Wir liegen also gut im Zeitplan, was die Manuskripte angeht.

Ähnlich sieht es mit den Exposés aus. Die beiden Exposéautoren haben mit zahlreichen Datenblättern neue Fundamente für den zweiten Abschnitt der Serie gelegt; weitere Exposés für die Romane sind längst an die Autoren unterwegs. Und klammheimlich – so habe ich mir sagen lassen – machen sich die Exposéautoren schon Gedanken darüber, wie es nach dieser Staffel weitergehen könnte ...

16 Juni 2015

Crests Opfergang

»Kann man einen Roman wirklich so nennen?« Die Frage haben wir intern zumindest kurz diskutiert – sie dann aber mit einem eindeutigen »Ja« beantwortet. Die Rede ist von Band 98 unserer Serie PERRY RHODAN NEO, der in dieser Woche erscheint. Verfasst wurde der Roman von Rüdiger Schäfer, und er trägt den Titel »Crests Opfergang«.

Selbstverständlich ist der Titel eine Anspielung auf »Thoras Opfergang«, wenngleich es inhaltlich wenig Übereinstimmung gibt. Titel mit »Opfergang« gab es schon mehrere in der PERRY RHODAN-Geschichte, das liegt bei den »großen  Themen« unserer Serie einfach nahe ...

Die Ereignisse im vorliegenden Roman, den ich schon in der Hand halten kann, sind auf jeden Fall sehr dramatisch. Kein Wunder: Die Handlung auf der Erde spitzt sich zu, und mit Crest greift jetzt auch der Arkonide in das Geschehen ein, der Perry Rhodan und seine Getreuen von Anfang an »begleitet«. Ich bin sicher, dass die meisten Leser das ebenfalls spannend finden werden ...

15 Juni 2015

Schon wieder WeltCon?

In den vergangenen Tagen wurde ich gleich merhrfach auf das Thema eines möglichen PERRY RHODAN-WeltCons angesprochen. Ich reagierte zumeist ablehnend: Der WeltCon im Jahr 2011 war ein riesiger Erfolg – aber er hatte viele Kräfte gebunden und hatte irrsinnig viel Zeit gekostet. »So schnell mache ich keinen mehr«, argumentierte ich stets.

Aber die Fakten sprechen gegen mich. Bis zum PERRY RHODAN-Roman mit der Bandnummer 3000 sind es noch vier Jahre. Bis zum sechzigsten Geburtstag sind es noch sechs Jahre. Eines der zwei Jahre sollte wohl eine Rolle in meiner Langzeitplanung spielen ...

Veranstalten wir jetzt einen PERRY RHODAN-WeltCon im Jahr 2019 und feiern den Band 3000? Oder warten wir bis zum Jahr 2021, um dann auf den sechzigsten Geburtstag anzustoßen? Oder tu' ich so, als wüsste ich nichts, und warte das Jahr 2022 ab? Fragen über Fragen ...

13 Juni 2015

Zum PERRY RHODAN-Kompakt

In den vergangenen Tagen stand die sechste Ausgabe des PERRY RHODAN-Kompakt auf der Agenda. Das E-Book ist mittlerweile fertiggestellt: Es enthält sechs Romane und fünf Kurzgeschichten von fünf Autorinnen und Autoren – und es wirft einen interessanten Blick auf den Start des Zyklus »Die Jenzeitigen Lande«. In den nächsten Tagen wird es an die Shops ausgeliefert, dann wird es offiziell veröffentlicht.

Ich finde, es ist ein sehr schönes E-Book geworden; am Freitag schaute ich es mir am Bildschirm noch einmal durch. Es wird sicher seine Käufer finden – und den meisten dürfte es auch gefallen.

Was jetzt noch fehlt, ist gewissermaßen eine B-Ausgabe dieses E-Books: ein PERRY RHODAN-Kompakt, das nur die Kurzgeschichten enthält, nicht auch die Romane, die es ja jeweils einzeln gibt. Das versuche ich im Lauf der Woche ebenfalls zusammenzustellen – es lässt sich ja vergleichsweise einfach machen –, damit es Ende des Monats ebenfalls ins Angebot der E-Book-Portale genommen werden kann.

Was fehlt, ist noch ein schlauer Name: PERRY RHODAN-Kompakt 6-b klingt irgendwie uncool ...

12 Juni 2015

Perry und die »Mystery Press«

Die »Mystery Press« ist das Kundenmagazin des Zaubermond-Verlages; man erhält es, wenn man dort etwas bestellt. Die aktuelle Ausgabe vom Juni 2015 ist besonders für PERRY RHODAN-Fans interessant, und der Inhalt schmeichelt in gewisser Weise auch meinem Ego: Das Heft enthält ein Interview mit mir, das zwei Seiten umfasst.

Somit beschäftigt sich ein Teil des zwölf Seiten umfassenden Heftes mit der Zusammenarbeit zwischen dem Zaubermond-Verlag und der PERRY RHODAN-Redaktion. Darüber hinaus geht wes aber unter anderem um das Sounddesign bei den »Dorian Hunter«-Hörspielen, die bekanntlich nach Geschichten des PERRY RHODAN-Autors Ernst Vlcek entstehen. Und wie immer mag ich die Lektüre der »Mystery Press« ...

11 Juni 2015

Erste PopKomm-Notizen

Ein schlichtes A4-Blatt mit einigen handschriftlichen Notizen: Das war anfangs Juni 1996 der Einstieg für die PERRY RHODAN-Redaktion in das völlig ungewohnte Universum der Popkomm.96 in Köln. Eckhard Schwettmann war kurz zuvor zum Marketingleiter der Serie ernannt hatte, und ein Ziel von ihm war, die Serie »im Jugendmarkt« zu verankern.

Auf dem Blatt Papier standen bereits die Eckpunkte: Geplant waren ein Stand, an dem sich die Serie präsentieren sollte, sowie eine Ausstellung mit Johnny-Bruck-Originalen. Es sollte Vurguzz ausgeschenkt werden; darüber hinaus war geplant, Heftromane in der Innenstadt von Köln unter die jungen Leute zu bringen. Ebenso wurde bereits eine Pressekonferenz notiert – die Pläne gingen weit.

Ob die Teilnahme an der Popkomm der Marke wirklich etwas gebracht hat, lässt sich danach kaum feststellen. Für die Redaktion, die Autoren und die Fans bedeutete das Engagement eine ganz neue Entwicklung: weg von einer Serie, die es bislang vor allem als gedruckten Heftroman gab, hin zu einem multimedial auftretenden Markenprodukt.

10 Juni 2015

Eine Kurzgeschichte in drei Teilen

Ein Logbuch der Redaktion

Am Wochenende des 15. bis 17. Mai 2015 begab ich mich auf eine Dienstreise, die viel mit PERRY RHODAN zu tun hatte, aber auch mit allgemeiner Science Fiction und mit meiner generellen Arbeit als Redakteur. Ich fuhr mal wieder nach Wolfenbüttel, um ein Seminar mit Autorinnen und Autoren zu besuchen.

Erst als ich im Zug saß und nach Norden fuhr, wurde mir bewusst, welch besondere Reise es war: Vor zwanzig Jahren hatte ich zum ersten Mal als Dozent an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel gearbeitet. In diesen Jahren hatte ich schon viele Autorinnen und Autoren kennengelernt, die mittlerweile ihre eigenen Romane veröffentlicht hatten.

Das diesjährige Seminar stand unter dem schönen Motto »Klassische Ideen neu interpretieren – Die phantastische Kurzgeschichte«, und als mein Co-Dozent war der PERRY RHODAN-Autor Uwe Anton mit an Bord. Die Teilnehmer an dem Seminar hatten im Vorfeld eine Aufgabe gestellt bekommen. Sie sollten eine Kurzgeschichte verfassen. Diese Texte waren eingeschickt worden, in der Akademie bastelte man daraus einen Reader – und die Texte in diesem Reader las ich während der Zugfahrt nach Norden.

Schon während der Lektüre fiel mir auf, wie unterschiedlich die Autorinnen und Autoren waren. Manche hatten schon fast einen professionellen Schreibstil, bei anderen merkte ich deutlich, dass sie am Anfang ihrer schriftstellerischen Entwicklung standen. Mir wurde klar, dass der Plan, den ich mit Uwe Anton für das gesamte Seminar ausgetüftelt hatte, so nicht funktionieren würde.

In Wolfenbüttel sprach ich mit dem Kollegen sowie Dr. Olaf Kutzmutz, dem literarischen Leiter der Bundesakademie. Im Prinzip verwarfen wir das bisherige Konzept und änderten es grundlegend; nach all den Jahren verfügen wir glücklicherweise über einen »Baukasten« von Möglichkeiten, aus dem wir immer wieder schöpfen können.

Das eigentliche Seminar begann am Freitag, 15. Mai, gegen 16 Uhr. Wir Dozenten stellten uns vor, die Autorinnen und Autoren – eine kleine Gruppe mit elf Personen – berichteten von ihren bisherigen Erfahrungen und äußerten sich zu ihren Erwartungen. Uwe Anton und ich erzählten vom Verlagsbetrieb, von der Arbeit eines Schriftstellers und was eigentlich eine gute Kurzgeschichte ausmacht.

Nach dem Abendessen begannen wir bereits damit, die Texte zu besprechen, die von den Teilnehmern eingereicht worden waren. In gemeinsamer Diskussion wurden die Stärken und Schwächen des jeweiligen Textes hervorgehoben; wo wir es nötig fanden, gingen wir stark ins Detail und versuchten auszuloten, wie man den Text gut verbessern könnte.

Wie es sich für ein Seminar gehört, saßen wir abends noch einige Stunden zusammen. Uwe Anton und ich unternahmen gegen Mitternacht sogar einen Spaziergang durch Wolfenbüttel, wobei wir uns vor allem über aktuelle PERRY RHODAN-Themen unterhielten.

Den Samstagmorgen begannen wir mit einer Aufgabe. Die Seminarteilnehmer sollten den Anfang einer neuen Kurzgeschichte schreiben, die stimmungsvoll sein und eine phantastische Idee vermitteln sollte. An dieser Kurzgeschichte arbeiteten wir an diesem Tag auch ein zweites Mal; da sollten die Teilnehmer versuchen, die Begegnung ihres »Helden« mit seinem »Gegenspieler« zu schildern.

Die neu geschriebenen Texte wurden jedes Mal diskutiert und vorgelesen. Dazwischen besprachen wir die zuvor eingereichten Kurzgeschichten und gaben Hinweise zum »theoretischen Anteil« beim Thema Kurzgeschichte. Der Samstag raste buchstäblich an uns vorbei, und ich war echt froh, als ich nach 22 Uhr endlich ein Feierabendbier trinken konnte.

Auch am Sonntag gingen wir noch einmal an die neu geschriebene Geschichte; diesmal sollten die Teilnehmer einen Abschluss verfassen, obwohl sie teilweise nicht wussten, in welche Richtung sich ihr Text entwickeln würde. Ich hatte den Eindruck, dass die meisten Autoren während des Seminars und bei den jeweiligen Aufgaben ein besseres Gefühl für ihren Text entwickelt hatten.

Letztlich kann bei einem Seminar nur die Person lernen, die »offen« ist und sich so in das Seminar setzt, dass sie die unterschiedlichen Meinungen und Ansichten aufnehmen kann. Nicht nur das, was von den Dozenten kommt, ist wichtig; jede Aussage eines jeden Seminarteilnehmers kann dazu helfen, dass man besser mit seinen Texten umgehen kann. Ein Seminar in Wolfenbüttel ist in diesem Sinn außergewöhnlich – die dauernde Kommunikation ist zwar anstrengend und fordernd, bringt aber meiner Ansicht nach mehr für die jeweiligen Autorinnen und Autoren.

Als ich am Sonntagmittag die Heimfahrt nach Süden antrat, war ich recht erschöpft. Aber ich war davon überzeugt, dass die meisten durch das Seminar neue Erkenntnisse gewonnen hatten ...

09 Juni 2015

Tiuphorenwacht

Ein wuchtiges Titelbild hat Swen Papenbrock dem PERRY RHODAN-Roman »Tiuphorenwacht« von Marc A. Herren verpasst: Das Kugelraumschiff wirkt eindrucksvoll, fast bösartig – ich fand das stark. Es passt zum Roman, in dem es ebenfalls nicht komplett friedlich zugeht. Der PERRY RHODAN-Band 2808 präsentiert eine Milchstraße, die vor einem Krieg zu stehen scheint.

Gut hat mir in diesem Roman vor allem gefallen, welche Personen der Autor auftauchen lässt. Dass Anna Patoman wieder einmal eine Rolle spielt, freut mich ebenso wie das Auftauchen der sogenannten Robotregentin. Geschichten über solche Charaktere mag ich – da kann es noch so viel Tiuphoren-Action ringsum geben.

08 Juni 2015

Susan Schwartz war zu Besuch

Kurzer Blick auf die vergangene Woche, genauer gesagt auf einen interessanten Tag. Am Dienstag, 2. Juni 2015, besuchte mich Susan Schwartz. Bei sommerlichen Temperaturen fuhr die Autorin und Verlegerin – weil sie quasi auf der Durchreise war – in Rastatt vorbei. In meinem Büro sowie in einer nahe gelegenen Pizzeria besprachen wir aktuelle Themen.

Es ging dabei selbstverständlich um PERRY RHODAN. Wir schauten uns an, ob und wie die Autorin in nächster Zeit wieder einmal in unserer Serie – oder in ihrem direkten Umfeld – auf sich aufmerksam machen könnte. Dabei kamen wir auf die eine oder andere Idee, die hoffentlich gut ankommen wird ...

Darüber hinaus sprachen wir über die Fantasy-Serie ELFENZEIT, die derzeit im E-Book ganz erfolgreich läuft, über Uschis eigenen Fabylon-Verlag und gemeinsame Aktivitäten in nächster Zukunft. Ich bin immer wieder positiv überrascht, welche Ideen die Autorin hat und welche Projekte von Uschi Zietsch auf den Weg gebracht werden!

03 Juni 2015

Das Conbuch von Osnabrück

Den PERRY RHODAN-Tag in Osnabrück, der am 16. Mai 2015 veranstaltet wurde, konnte ich aus privaten Gründen nicht besuchen. Immerhin bekam ich jetzt über geheimnisvolle Wege – leider nicht von den Veranstaltern selbst – das Conbuch zu dieser Veranstaltung zugeschickt. Es wurde von Andrey Boyens und Herbert Keßel zusammengestellt; die Redaktion sowie das Layout übernahm Michael Haitel.

Entstanden ist ein gelungenes Büchlein; hinter einem farbigen Titelbild von Raimund Peter verbirgt sich ein lesenswerter Inhalt. Vor allem »fannische Belange« kommen zur Geltung: Es geht um den ATLAN-Club Deutschland, den Förderverein Phantastika Raum & Zeit e. V. Braunschweig oder den PERRY RHODAN Online Club, den Science Fiction Club Universum und den PERRY RHODAN-Stammtisch Mannheim.

Weitere Texte beschäftigen sich mit den Fan-Romanen »Das Andromeda-Backup« und »Andromeda-Timeshift« oder dem Verhältnis der PERRY RHODAN-Szene zum SF-Club Deutschland e.V.. Zwei Kurzgeschichten und zahlreiche Grafiken runden das Conbuch ab.

Die 76 Seiten im A5-Format sind professionell gestaltet, sie lesen sich angenehm. Zu beziehen ist das Conbuch über den sogenannten Space Shop der PERRY RHODAN-FanZentrale. Dort gibt es darüber hinaus weitere Informationen zum Verein und seinem empfehlenswerten Programm.

02 Juni 2015

Nach dem Rocket-E-Book

Es war nur eine kleine Notiz in der aktuellen Juni-Ausgabe der Fachzeitschrift »buchreport.magazin«: Im Juni des Jahres 2000 floppte das sogenannte  Rocket-E-Book auf dem deutschsprachigen Markt. Das erste E-Book für den »Massenmarkt« – den es aber nie erreichte – wurde von der amerikanischen Firma NuvoMedia mithilfe einer deutschen Tochter vertrieben.

Nach einem Jahr waren gerade tausend Geräte verkauft worden. Es war damals vergleichsweise teuer und unhandlich, und der Flop war nur eine Folge der Zeit. Für viele war der Stopp des Rocket-E-Books wie ein Schock.

Mit PERRY RHODAN waren wir damals beim Rocket-E-Book dabei. Wir veröffentlichten aktuelle Romane als E-Books und zählten in jener Zeit zu den Vorreitern in einem Markt, der sich erst einige Jahre später richtig entwickeln sollte.

Innerhalb dieses eingeschränkten Marktes von gerade mal einigen hundert Lesegeräten zählten wir sogar zu den Spitzenreitern. Gelohnt hat es sich damals aber nicht; die Kosten überstiegen die Einnahmen weit. Aber wir betrachteten es als »Lehrgeld« und lernten daraus.

01 Juni 2015

Sternspringer über Swoofon

Es war klar, dass das Titelbild des neuesten Leo-Lukas-Romans nicht alle Geschmäcker treffen würde. Auf dem Cover von »Sternspringer über Swoofon«, der in dieser Woche mit der Bandnummer 2807 in den Handel kommt, hat Dirk Schulz unter anderem zwei Swoon abgebildet. Mir gefällt die Abbildung, denn sie lässt die Swoon nicht so albern wirken.

Die kleinwüchsigen Wesen vom Planeten Swoofon zählen seit mehreren Jahrzehnten zum »Figurenpark« der PERRY RHODAN-Serie. Meist wurden sie als »Gurken« dargestellt, dabei ist es nur ihre Form, die entfernt an die von Gurken erinnert. Von daher bin ich sehr zufrieden mit der neuen Präsentation ...

Übrigens auch im Roman: Leo Lukas hat der Versuchung widerstanden, allerlei Witze über Gurken und anderes Gemüse zu schreiben, sondern blieb dabei, einen spannende Science-Fiction-Handlung zu formulieren. Und ganz nebenbei erfahren die Leser mehr über das Unbegrenzte Imperium.