19 Mai 2015

Perry und die Amazonen

Immer wieder steht der Versandhändler Amazon in der Diskussion; auch PERRY RHODAN-Leser haben häufig Kritik am Geschäftsgebaren des Internetriesen geäußert. Man befürchtet eine Macht-Übermacht, man findet das Amazon-Vorgehen gegen unerwünschte Konkurrenz nicht gerade positiv.

Schaut man sich einige Zahlen der Jahre 2013 und 2014 an, die der Bundesverband der deutschen Versandbuchhändler verbreitet, wird das klarer. Amazon konnte in Deutschland seine Buchverkäufe um 15,8 Prozent steigern und kommt auf einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro; der komplette »Rest« der Buchversender schafft etwas mehr als eine halbe Milliarde. Auch das E-Book-Geschäft bei Amazon wächst und wuchs rasant.

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Für PERRY RHODAN und unser gesamtes Markenumfeld ist Amazon extrem wichtig. Sein Shop sichert seit Jahren die »Backlist« der Silberbände ab; hier werden mehr »alte« Silberbände gekauft als sonstwo. Und bei den E-Books hat sich Amazon längst eine Spitzenstellung erarbeitet.

Was heißt das für uns? Wir werden schauen, in welchen Bereichen wir die Zusammenarbeit mit Amazon ausbauen können – auch wenn wir vielleicht privat »kleinere« Shops viel sympathischer finden, tummelt sich ein großer Teil unserer Leser schlicht bei Amazon.

Kommentare:

Mario Staas hat gesagt…

Amazon ist nicht zuletzt Dank des Kindle so stark - zB ist der Kindle Paperwhite in Hinsicht Geschwindigkeit und Bedienkomfort den Konkurrenzprodukten überlegen - und das Schriftbild ist einfach klarer, besser, schärfer. Einzig das MOBI Format mag ich persönlich gar nicht, epub auf Simkarte und man hat seine fixe Bibiliothek auf fast allen anderen Readern - der Fakt macht Amazon NOCH uninteressant

Anonym hat gesagt…

Wenn kein deutscher Verlag über Amazon verkaufen würde, würde der gesamte Umsatz über andere Portale erzielt werden.
Aber ein "Streikbrecher" findet sich leider immer...

im übrigen erinnert die im Blog erwähnte Argumentation an:
Wir wissen zwar, dass die "Hells Banditos Rocker" Kriminelle sind, aber als Türsteher sind sie halt Marktführer...

Michael Holtz hat gesagt…

Habe auch alles versucht, alternative Reader ausprobiert, aber an den Kindle kommt leider keiner ran...
Und meine gekauften Epubs wandle ich mit Callibre legal ins Mobi Format.
Und bequemer als mit Amazon -Ping, Donnerstag morgen um 0:01 ist der neue Perry da- geht es nicht.
Gäbe es eine Alternative, würde ich wechseln, aber so muss ich leider dem "bösen" Multi treu bleiben.