26 Februar 2019

Die Kriegsschule

Wenn wir bei PERRY RHODAN in eine neue Handlungsebene starten, gehört es seit vielen Jahren dazu, erst einmal die neuen Schauplätze darzustellen. Das ist beim nun laufenden »Mythos«-Zyklus nicht anders als bei »Meister der Insel« oder »Die Tolkander«. Mit dem einen Unterschied: Die Helden unserer Romane sind diesmal in einem Umfeld unterwegs, das sie eigentlich kennen – nur sind dummerweise einige Jahrhunderte vergangen, seit sie sich zum letzten Mal zwischen den Sternen der Milchstraße bewegt haben.

Deshalb hat Michael Marcus Thurner mit »Die Kriegsschule« – dem ersten Teil seines Doppelbandes – die Aufgabe, weitere Einblicke in das Geschehen der Milchstraße zu geben. Er zeigt die Ladhonen aus einer »Innensicht«, er stellt mit Tenga eine neue wichtige Nebenfigur vor, und er bringt ganz nebenbei Perry Rhodan in eine Reihe von Komplikationen, mit denen der Terraner nicht rechnen konnte.

Was mir bei diesem Roman übrigens zusätzlich gefallen hat: Der Autor lässt allerlei Pralinen in der Handlung auftauchen, vor allem mit Geschmacksrichtungen, die ich mir bislang nicht vorstellen kann. Doppelnoutat-Wasabi klingt auf jeden Fall spannend …

24 Februar 2019

Rechtschreibung bei den Silberbänden

Immer wieder tauchen Fragen auf, die sich mit der neuen Rechtschreibung beschäftigen. Wir haben diese in der PERRY RHODAN-Redaktion irgendwann eingeführt, haben sie aber stets in der sogenannten gemäßigten Form gelassen. Darüber haben wir intern sehr oft diskutiert und müssen das auch heute immer wieder diskutieren.

Beispiele: Wir haben das Komma bei zusammengesetzten Hauptsätzen erhalten, ebenso das schließende Komma bei Relativsätzen und erweitertem Infinitiv. Beides sind sogenannte »Kann«-Bestimmungen, dabei sind wir bei der alten Version geblieben.

Was wir komplett geändert haben: Bei den E-Books haben wir flächendeckend die neue Rechtschreibung in gemäßigter Form eingeführt – also auch bei Romanen, die 1961 oder 1975 erstmals veröffentlicht worden sind. Das halte ich nach wie vor für sinnvoll, weil es die aktuelle Lesbarkeit erhöht.

Wir haben aber beispielsweise  die gedruckten Silberbände, die schon zu Zeiten der alten Rechtschreibung veröffentlicht worden sind, nicht auf die neue Rechtschreibung umgestellt. Damit fingen wir zwar irgendwann bei den Silberbänden an – die alten sind aber »alt« geblieben. (Der Grund: Wir müssten die alten Bücher komplett neu setzen und teilweise auch neu drucken. Das wäre ein sehr hoher Aufwand.)

Es geht uns hier nicht anders als anderen Verlagen, die wegen der neuen Rechtschreibung und deren mehrfachen Nachänderungen nicht nur einmal gestöhnt, geklagt und gejammert haben. Irgendwann entstand ein Wildwuchs aus verschiedenen Schreibweisen. Das lässt sich wohl kaum ändern, zumindest nicht so schnell.

22 Februar 2019

Wenn das größte Abenteuer kommt

Nur noch wenige Tagen, dann liegt der Roman offiziell in den Buchhandlungen aus: Ich freue mich schon sehr darauf, wenn in der nächsten Woche »Perry Rhodan – das größte Abenteuer« offiziell erscheint, der umfangreiche Band von Andreas Eschbach. Der Autor hat daran lange und intensiv gearbeitet, und in einer sehr frühen Phase wurden die Exposéautoren und die Redaktion eingebunden.

Es handelt sich dabei um den bisher umfangreichsten PERRY RHODAN-Roman. Hielt bisher Hubert Haensel mit seinen »Kosmos-Chroniken« zu Reginald Bull und Alaska Saedelaere den Rekord, hat ihn Andreas Eschbach nun eindeutig übertrumpft. Klar ist das »Jupiter«-Buch umfangreicher – aber dieser Roman wurde von drei Autoren verfasst.

Was mich an Andreas Eschbachs Roman am meisten fasziniert hat, als ich das Manuskripte lesen durfte, war die Tatsache, wie gut er die Bezüge herstellen konnte: zwischen der wirklichen Welt mit ihrer Geschichtsschreibung und der Welt der PERRY RHODAN-Serie, die ja längst ihre eigene Geschichtsschreibung mit Kultur und Politik hat.

Wenn man den Roman »einfach so« liest, taucht man in eine Welt ein, die einem schlüssig vorkommt. Unweigerlich stellt sich dann die Frage: Warum bringen wir unseren Kindern eigentlich bei, dass dieser Neil Armstrong als erster Mann auf dem Mond gelandet ist?

Es ist ein starkes Buch, nicht nur, was den Inhalt angeht. Ich bin sehr gespannt darauf, wie die PERRY RHODAN-Leser darauf reagieren, aber auch, was die »normalen« Leser dazu sagen werden. Nur noch wenige Tage, dann weiß ich mehr ...

21 Februar 2019

Ordobans Erbe

Nach wie vor ist es eine schöne Sache für mich, direkt im Verlag zu arbeiten und die Belegexemplare direkt aus der Druckerei zu erhalten. So liegt mir seit einigen Tagen der neue Silberband vor: »Ordobans Erbe« ist das Buch mit der Nummer 145 – und es enthält Romane, die in der Mitte der 80er-Jahre erschienen sind und die ich noch sehr gut im Gedächtnis habe.

Die Autoren hatten damals offenbar die Absicht, den Lesern noch einmal die wichtigsten Völker der Milchstraße vor Augen zu führen. Also spielen die Hundertsonnenwelt – die ja streng genommen außerhalb der Galaxis liegt – oder Gatas eine Rolle, ebenso die entsprechenden Völker. Der kosmische Hintergrund mit der Endlosen Armada und den Chronofossilien war manchen Lesern zu abgedreht, ich mochte damals aber die vielen originellen Ideen, die von den Autoren in Romane gepackt wurden.

Die Silberbände sind auf ihre Art ebenso ein Phänomen wie die wöchentliche Serie. Sie geraten manchmal ein wenig aus dem Fokus, weil sie in den Buchhandlungen nicht mehr so präsent sind wie in den 90er-Jahren beispielsweise in Kaufhäusern und Bahnhöfen. Aber ich freue mich nach wie vor wie ein jugendlicher Fan, wenn ich einen neuen Roman durchblättern kann …

20 Februar 2019

Abgründe der Zeit

Was ist eine Trinarration? Dieser Frage gehen die Hauptfiguren in Rainer Schorms Roman »Abgründe der Zeit« nach. Es ist der Band 194 der Serie PERRY RHODAN NEO, und er gehört zur Handlungsstaffel »Die Bestien«. Entsprechend wuchtig ist auch das Titelbild geworden, das Dirk Schulz für den Roman erstellt hat.

Im Roman selbst springt der Autor durch Raum und Zeit, die Leser nimmt er dabei gut an die Hand, so dass man auf den verschiedenen Handlungsebenen mit vielen dramatischen Szenen konfrontiert wird. Mit am stärksten fand ich die Szenen, in denen Thora – die sonst so cool wirkt – sehr engagiert und entschlossen handelt.

Auf diese Weise beantwortet der Roman die eine oder andere Frage aus der Vergangenheit der Serie und gibt gleichzeitig Aufschlüsse zu aktuellen Entwicklungen. Um es vorsichtig anzudeuten: Die eine oder andere Entwicklung reicht dann auch in die Zeit nach Band 200 …

19 Februar 2019

Ein Abend im Blauen Haus

Das Blaue Haus in Böblingen ist ein Kulturzentrum, das am Rand eines Brauereigeländes steht. Dort finden in regelmäßigen Abständen die »Night Talk«--Runden statt, zu denen der Redakteur Steffen Volkmer einlädt. Am Montag, 18. Februar, zählte ich zu einem der drei Gäste des Abends.

Ich traf gegen 19 Uhr ein, trank ein Bier, aß eine Pizza, unterhielt mich mit einigen Anwesenden. Eine Jazz-Band, die sich Blue Infinity nannte, probte zu der Zeit noch; die Musiker umrahmten gewissermaßen den Abend. Als gegen 20 Uhr das Programm begann, hatten sich rund 50 Besucher auf den Sesseln und Stühlen niedergelassen.

Als erster Gast saß Timo Böckle auf der Bühne. Er ist Koch, und als solcher steht er nicht nur im eigenen Restaurant hinterm Herd, sondern tritt auch in einer Kochsendung im Fernsehen auf. Im Gespräch mit Steffen Volmer erzählte er ein wenig vom Fernsehen und vom Kochen und wie er beide Bereiche seiner Arbeit auf die Reihe bekommt. Da ich selbst keine Kochsendungen anschaue, fand ich das spannend.

Danach wurde Prof. Ulrich Wegenast auf die Bühne gebeten. Mit ihm hatte ich mich zuvor über Musik und gemeinsame Erinnerungen in Stuttgart unterhalten; jetzt aber ging es um seine Arbeit als Geschäftsführer Programm des Internationalen Trickfilm-Festivals Stuttgart. Natürlich erzählte er auch von Animationfilmen im Allgemeinen und deutschen Produktionen im Besonderen.

Als Abschluss durfte ich auf die Bühne. Ich erzählte von PERRY RHODAN und vom aktuellen Band 3000, auch ein wenig von der aktuellen Arbeit im Verlag und was es bedeutet, an einem solchen Projekt mitzuwirken. Dem Publikum – es waren offenbar keine Fans anwesend – schien es zu gefallen, es gab auch immer wieder Gelächter und Applaus.

Eine schöne Veranstaltung!

17 Februar 2019

Die Giganten von Pigell auf japanisch

Unsere Partner in Japan schicken regelmäßig die Belegexemplare der veröffentlichten PERRY RHODAN-Romane zu. Das dauert immer ein wenig, meist hinken wir einige Monate hinter dem Erscheinungstermin her. Deshalb freute es mich sehr, in München bei der Veranstaltung zu Band 3000 auch den aktuellen Band von PERRY RHODAN NEO zu erhalten, gewissermaßen druckfrisch.

Es handelt sich um den vierzehnten Band der Serie, die Gestaltung wurde durch einen »Umleger« noch ergänzt. Solche »Umleger« sind auch in Deutschland üblich, wenngleich nicht so sehr. Damit fallen solche Bücher im Handel stärker auf. Wahrscheinlich ist das in Japan ähnlich.

Mit »Die Giganten von Pigell« ist der zweite Roman enthalten, den Wim Vandemaan für PERRY RHODAN NEO geschrieben hat. Der Roman enthält eine Reihe von skurrilen Szenen, in denen es um ein Theaterstück mit Piraten geht – insofern ist das japanische Titelbild eine gelungene Umsetzung des Romans. Das sieht witzig aus und gefällt mir echt gut!

15 Februar 2019

In der Brandung ...

Am heutigen Tag ist ein wichtiger PERRY RHODAN-Roman erschienen: Band 3000 mit dem Titel »Mythos Erde«, verfasst von Wim Vandemaan und Christian Montillon. Wir haben sehr intensiv auf dieses Jubiläum hingearbeitet, sowohl redaktionell als auch in punkto Marketing. Deshalb freut es mich sehr, dass es so viel Resonanz gibt.

Wobei wir heute alle das Gefühl haben, in der Brandung zu stehen ... Ich führe Telefonate und gebe Interviews, ich lese Rezensionen und Artikel, ich beantworte Mail-Anfragen »auf dem letzten Drücker« – und meinen Kolleginnen geht es sehr ähnlich. Es sieht so aus, als ob jede Tageszeitung und jede Radiostation unsere Serie entdeckt hätten und über sie berichten würde.

Man muss natürlich sehen, was unterm Strich wirklich herauskommt: Wie gefällt der Roman den Leserinnen und Lesern, wie verkauft er sich? Aber am heutigen Freitag sieht es so aus, als hätten wir einiges richtig gemacht. Da nimmt man als Redakteur das Plus an Stress mit einem breiten Lächeln in Kauf ...

14 Februar 2019

Die ersten PERRY RHODAN-News

Als »die Nullnummer eines neuen PERRY RHODAN-Zines« bezeichnete Klaus Bollhöfener das, was im August 1995 an die Abonnenten verschickt wurde. Es war die erste Ausgabe der PERRY RHODAN-News, die danach noch viele Jahre lang erscheinen sollte.

Das Mini-Fanzine sollte »künftig jeden Monat schnell und aktuell informieren« – und das gelang stets gut. In den Zeiten, bevor praktisch jeder Leser einen Internet-Anschluss hatte, war das Mini-Fanzine eine wertvolle Informationsquelle für viele Leser.

In der ersten Ausgabe wurde beispielsweise auf die demnächst kommenden Romane mit den Nummern 1775 bis 1779 hingewiesen, auf die neuen Taschenbücher im Heyne-Verlag sowie die Frankfurter Buchmesse. Ebenso wurden Fanzines vorgestellt.

Im Zeitalter der digitalen Medien kommt einem ein solches Fanzine vielleicht antiquiert vor – es gab ja nicht einmal die Möglichkeit, schnell darauf zu reagieren. 1995 war es etwas Neues.

13 Februar 2019

Das neue Schiff des Residenten

In einer meiner sogenannten Teaser-Meldungen zum neuen Zyklus ab Band 3000 schrieb ich davon, dass es eine Reihe von neuen Technologien geben würde. In der Zeit, die zwischen dem »Genesis«- und dem »Mythos«-Zyklus vergangen ist, haben die Wissenschaftler ja nicht geschlafen und trotz aller Krisen an neuen Raumschiffen sowie sonstigen Dingen gearbeitet. Gestern abend las ich mit großer Faszination ein Datenblatt, das dieser Tage auch an das Autorenteam verschickt wird.

Es stellt das neue Flaggschiff der Liga Freier Terraner vor. Es gibt technische Details, die wir im Verlauf der Zeit noch vorstellen werden; Komponenten, die erst entwickelt worden sind. Das Raumschiff ist in mancherlei Hinsicht eine Weiterentwicklung bisheriger Technik-Ideen, liefert aber darüber hinaus Konzepte, die bislang so nicht in der Serie auftauchten.

Spannend finde ich ohnehin, dass Verena Themsen – die Autorin arbeitet intensiv an der Technik-Entwicklung – in engem Kontakt zu den Risszeichnern steht. Im Datenblatt sind so bereits Skizzen für eine Risszeichnung enthalten. Als Jugendlicher kopierte ich mir die Risszeichnungen aus den Romanen heraus und sammelte sie in einem Schnellhefter; das würde ich beim neuen Schiff des Residenten auch tun.

Und vielleicht gibt es für neue Aggregate wie den Kurla-Kollimator dann sogar Detail-Risszeichnungen ... Ich denke, der »Mythos«-Zyklus hält für die Fans der Raumschifftechnik einiges an Überraschungen bereit.

12 Februar 2019

Von Göttern und Gönnern

Nach einem Jubiläumband ist es für einen Autor oder eine Autorin nie einfach: Im Idealfall macht so ein Jubelband eine »Boa hey«-Welle bei den Lesern, weil er ein neues Thema aufgreift oder einen kosmischen Akzent setzt. Der Roman, der direkt danach kommt, fällt in der Wahrnehmung der Leser dadurch immer ein wenig ab.

Es wäre schade, wenn dies mit Oliver Fröhlichs Roman auch geschähe. Ich habe Band 3001, also »Von Göttern und Gönnern«, als Manuskript mit großer Freude gelesen. Eine wichtige Rolle in diesem Roman spielt Perry Rhodan, der erstmals mehr über die neue Zeit erfährt, in die es die RAS TSCHUBAI verschlagen hat.

Die Menschen erfahren mehr von den Cairanern und Ladhonen, sie lernen die bisher unbekannten Olubfaner kennen – das gibt schon einen Einblick in die Cairanische Epoche. Mir als Leser hat das gefallen.

(Ich finde übrigens den neuen Bestandteil im Heft ebenfalls spannend. Christina Hacker präsentiert die erste Folge ihrer »FanSzene«, die hoffentlich gut ankommen wird.)

11 Februar 2019

Die Allianz auch akustisch

Da nimmt man sich vor, endlich einmal auch die NEO-Hörbücher ins Auto zu packen – da liegt schon die nächste Box vor … Ernsthaft: Als ich am Montagmorgen ins Büro kam, lag auf meinem Schreibtisch die wunderbare Box von »Die Allianz«. Das sind die Hörbücher von PERRY RHODAN NEO, genauer gesagt, die Hörbücher der Romane 181 bis 190.

Ein stimmungsvolles Titelbild, eine schöne Box … das gefällt mir.

58 Stunden sind das, die zehn Romane benötigen so viel Hör-Zeit. Vorgelesen werden sie von richtig guten Sprechern, die Qualität dürfte dem entsprechen, was man von Eins A Medien gewöhnt ist. Ich kann nur immer wieder sagen, wie sehr ich davon begeistert bin, dass es unsere Hörbücher gibt und dass diese regelmäßig nicht nur zum Download veröffentlicht werden, sondern hinterher auch als »haptische« Boxen vorliegen.

Wer mag, kann sich also 58 Stunden lang auf Laurins und Terraner, auf Vorstöße ins All und gefährliche Experimente einstellen. Das Jahr 2058 ist bei PERRY RHODAN NEO keine langweilige Zeit – und das bringen die Hörbücher ja immer wieder schön herüber. (Es gibt auf der Internet-Seite unseres Hörbuchpartners eine Hörprobe.) Eine spannende Entwicklung für unsere Serie, sowohl wegen der Handlung der Romane als auch wegen der Verfügbarkeit im digitalen Bereich.

10 Februar 2019

Nach dem PR-3000-Tag

Es ist Sonntagmittag, 10. Februar, und ich habe immer noch das Gefühl, auf einer positiven Woge zu schwimmen. Der Grund ist, dass ich am Samstag auf der wunderbaren Veranstaltung zu Band 3000 – »Mythos Erde« – in München war und erst am Sonntag zurückgekommen bin. Was von der Veranstaltung bleibt, sind sehr viele tolle Erinnerungen und Bilder, sie sich in meinem Kopf einprägen.

Rund 300 Besucher fasste der Saal im Literaturhaus in München, und er war bis auf den letzten Platz belegt. Wenn ich einem Programmpunkt zuschauen wollte, musste ich stehen; ab und zu übernahm ich einen Sitzplatz an der Seite. Gelegentlich saß oder stand ich auf der Bühne, aber das bringt mein Beruf mit sich.

Die Vorträge waren kompetent, das Publikum empfand ich als freundlich und euphorisch, die Laune insgesamt war sehr gut. Gut gelaunte Autoren und Zeichner, eine kritisch-informative Presse, eine Fülle von Fotografen – es war ein rundum gelungener Tag. Einen ausführlicheren Bericht muss ich dazu noch liefern; heute geht es erst einmal darum, die Notizen des Tages zu sichten.

07 Februar 2019

Vergebliche Berichtigungen

Die Tatsache, dass Perry Rhodan im Jahr 1971 auf dem Mond landen würde, betrachteten die Autoren im Jahr 1961 als Vision einer nahen Zukunft. Spätestens ab dem Moment, wenn die reale Zeit die fiktive Zeit einholen würde, war klar, dass man sich etwas einfallen lassen musste. Als man im Verlag im Oktober 1977 die vierte Auflage startete, wurde jedem klar, dass die Serie in der Vergangenheit der realen Welt spielte …

Das führte zu Konsequenzen, die William Voltz am 30. Januar 1978 zu einem Brief animierten, den man – angesichts der diplomatischen Art des damaligen Chefautors – schon als »erbost« betrachten könnte. »In der Originalausgabe (1. Auflage) von Band Nr. 8 steht in der Einleitung auf Seite 1 richtig: ›Jetzt, zu Beginn des Jahres 1972 …‹», schrieb Voltz. »In Band Nr. 8 der vierten Auflage hat man das geändert in: ›Jetzt zu Beginn des Jahres 1985 …‹«.

Dies sei »natürlich falsch«, so Voltz und stimme nicht »mit den in der Handlung genannten Zeiten« überein. Da habe der Serie »jemand, der die PR-Serie aufpolieren wollte«, einen Bärendienst erwiesen.

Er bat darum, solche »Korrekturen« entweder ganz zu lassen oder nur nach Rücksprache mit den Autoren stattfinden zu lassen. »Die Leser fühlen sich nämlich auf den Arm genommen«, schloss er.

Kurt Bernhardt, der in der Redaktion in München saß, schickte wenige Tage einen kurzen Brief an die Geschäftsführung in Rastatt. In sehr höflicher Weise wurde nachgebohrt: »Ich halte es für äußerst zweckmäßig, festzustellen, ob es sich um einen Satzfehler handelt oder ob eine Person in der Herstellung von sich aus Korrekturen an Perry Rhodan vornimmt.«

Leider ist nicht überliefert, wie dieser Fall ausging …

06 Februar 2019

Ein Autor in der Druckerei

Christian Montillon ist ein ruhiger Mensch, zumindest wirkt er auf mich so. Sprechen wir über die Arbeit, prescht der Autor nicht mit schnellen Einwänden vor, sondern hört sich alles erst einmal an, bevor er reagiert und seine Meinung vermittelt. Eigentlich habe ich ihn zum ersten Mal nervös gesehen: als wir diese Woche miteinander in der Druckerei waren.

Seien wir fair: Ich kann mir das Gefühl ja nicht selbst vorstellen, das er empfunden haben muss. Da steht man als Autor vor der riesigen Maschine und sieht zu, wie aus schwarzweiß gedruckten Seiten und einem bunten Umschlag immer mehr fertige Romanhefte erscheinen. Paletten mit Tausenden von Heften stehen in der Halle herum, und überall beschäftigen sich Menschen mit etwas, das der Autor geschaffen hat – zusammen mit Wim Vandemaan.

Christian war fasziniert, man sah es ihm an. Wir wurden von den Kameraleuten mal vor die, mal vor jene Maschine gestellt; wir holten für die Kamera diverse Romane aus einem Stapel, wir blätterten sie durch. Und wenn zwischendurch Pause war, stand Christian mit großem Interesse da, betrachtete die Maschinen und fotografierte die Stapel mit Roman-Umschlägen.

Es war für uns beide ein spannender Tag zwischen Fernsehen und Radio, zwischen Druckerei und Besprechungen. Ich war froh, dass er da war und uns unterstützte, und ich bin sicher, wir werden diesen Tag so schnell nicht vergessen. Immerhin konnten wir zusehen, wie der Band 3000 der größten Science-Fiction-Serie durch die Weiterverarbeitung einer Druckerei lief …
-->

05 Februar 2019

Countdown für die Menschheit

Eine ungewöhnliche Gliederung wählte Arno Endler für seinen aktuellen Roman, den er für PERRY RHODAN NEO schrieb. Es gibt im Prinzip zwei Teile – und der große Handlungsabschnitt, der Perry Rhodan ins Zentrum der Handlung stellt, wird vom Autor auch ins Zentrum des Romans gepackt. Die Geschichte blendet also nicht hin und her, sondern konzentriert sich auf Dutzenden von Seiten auf Rhodan und seinen ganz besondere Reise.

Das fand ich spannend, weil ich es als ungewöhnlich empfand. Mancher Leser könnte sich darüber ja wundern; vielleicht finden es die meisten aber auch spannend und abwechslungsreich. Die Handlung an sich sollte spannend genug sein.

Es geht weiterhin um die Erde und ihre aktuelle Bedrohung, um das Geisteswesen ANDROS und seine Helfer, um Rhodans Reise über die sogenannten Alten Straßen und um Hinterlassenschaften von Kulturen, die vor Jahrzehntausenden auf der Erde lebten. Man merkt, dass die Handlung der Serie auf den Abschluss einer Staffel zusteuert und einige Fragen ihrer endgültigen Lösung zustreben ...

03 Februar 2019

Neuer Wind für die STELLARIS

In diesen Tagen, in denen sich so vieles auf den PERRY RHODAN-Band 3000 hinbewegt und so viele Menschen auf diesen Band blicken, gibt es immer wieder Dinge, die ein wenig aus dem Fokus geraten. Dazu zählen die Kurzgeschichten der STELLARIS-Reihe, die seit dem Jahr 2007 veröffentlicht werden – immer mal wieder auf den Mittelseiten der gedruckten Heftromane.

Die STELLARIS wird auch im »Mythos«-Zyklus weiterreisen, das haben Olaf Brill als Redakteur der Serie und ich vereinbart. Olaf Brill hat mit verschiedenen Autorinnen und Autoren gesprochen, ebenso mit Zeichnern; die ersten Geschichten sind bereits entstanden und werden nach Band 3000 erscheinen.

Denn auch die STELLARIS wird in der Cairanischen Epoche auf Fahrt gehen – ich lasse mich selbst davon überraschen, wer an Bord geht und welche Ziele das Schiff ansteuern wird. Heute las ich mit großer Freude die erste der »neuen« Geschichten ...

02 Februar 2019

Eine Woche voller 3000er-Energie

Ich habe mich, seit ich meinen Arbeitsplatz als PERRY RHODAN-Redakteur angetreten habe, noch nie gelangweilt. Es gab und gibt immer genug zu tun. In der vergangenen Woche aber nahm die Aktivitätenkurve noch einmal rapide zu.

Dabei betraf das die Redaktion eigentlich nur am Rand: Es wurden Romane in die Repro gegeben, Satzfreigaben erteilt, mit Autoren und Korrektoren kommuniziert – das übliche eben. Dafür legten die Kollegen im Marketingbüro gewissermaßen Sonderschichten ein.

Das Telefon klingelte dort ununterbrochen; Presseleute riefen an und wollten »möglichst gestern« die für ihre Arbeit benötigten Bilder und Texte. Interviews wurden vermittelt und arrangiert, Journalisten vertröstet, Autorinnen und Autoren mit ihnen verknüpft. Der Telefondraht zur Druckerei glühte fast schon, so oft mussten exakte Zeiten abgesprochen werden.

Für die Veranstaltung in München mussten Pakete gepackt werden, letzte Vorbereitungen wurden getroffen. Zeitschriftenhändler wurden mit Informationsmaterial bestückt, Anzeigen in Zeitschriften gestaltet. Und ganz heimlich wurde das vorbereitet, das unter dem hübschen Kürzel »OOH-Kampagne« läuft und zu dem wir sicher noch genaue Informationen veröffentlichen werden.

Das PERRY RHODAN-Marketing hat alles getan, dass der Band 3000 ein Erfolg wird. Hoffen wir, dass dann der Roman auch so gut ankommt, dass die Leser mit Begeisterung weiter bei der Serie bleiben wollen ...

01 Februar 2019

Kurz zu PR 3000 gespoilert

»Wie halten wir es mit der Leseprobe?« Diese Frage diskutierten wir heute in einer kleinen Marketingrunde. »Geben wir die Leseprobe zu Band 3000 heute schon in Umlauf, oder warten wir noch einige Tage ab?« Wir bekommen schließlich mit, die wie Spannung bei den Lesern steigt, wie schon im Voraus über den Jubiläumsband diskutiert wird.

Nach kurzer Diskussion stand der Entschluss fest: Die Leseprobe bleibt übers Wochenende unter Verschluss. Erst ab dem 4. oder 5. Februar 2019 gehen erste ernsthafte Informationen zum Inhalt des Romans an die Öffentlichkeit hinaus.

Weil am Freitagmittag niemand mehr in der Redaktion ist, der mich stoppen könnte, riskiere ich einen kleinen Spoiler, eine Mini-Mini-Leseprobe gewissermaßen. Ich zitiere einfach den ersten Absatz des elften Kapitels und beweise damit ganz nebenbei, dass man mit solchen Mini-Leseproben so gut wie gar nichts verraten kann:

»Sie waren die ersten, die die Zentrale der BJO BREISKOLL betraten, Perry Rhodan und Farye Sepheroa-Rhodan, seine Enkelin. Sie setzte sich in den Kontursessel der Pilotin; er blieb neben ihr stehen. Der Panoramaschirm erhellte sich. Farye fühlte sich in diesem Sessel des Piloten sichtlich wohl.«

31 Januar 2019

Am Proto-Tor

Schauen wir heute doch einmal tausend Bände in die Vergangenheit, blicken wir auf den Abschluss des MATERIA-Zyklus. Ich erinnere mich noch sehr gut an unsere fieberhaften Planungen und an die Diskussionen, an die Exposés und Manuskripte. Horst Hoffmann schrieb mit »Am Proto-Tor« den ersten Roman eines packenden Doppelbandes, Swen Papenbrock lieferte das gelungene Titelbild.

Und Robert Feldhoff machte im Exposé klar, worum es in dem Roman gehen sollte: »Rhodan sucht die bisherigen Hauptschauplätze des Zyklus der Reihe nach auf.« Die Hauptwelten der sechs Thoregon-Völker stünden unter Kontrolle einer Kosmischen Fabrik; Rhodan müsse am Ende durch ein Proto-Tor gehen, um am Ende in einem PULS und bei einem gigantischen Pilzdom herauszukommen.

»Es ist Aufgabe des Autors, in Einschüben von beliebiger Länge im Lauf des Romans aufzuzeigen«, so formulierte es Robert Feldhoff, »dass auch über den übrigen fünf Zentralwelten der sechs wichtigsten Thoregon-Völker Kosmische Fabriken in Position gegangen sind.« Wichtig war darüber hinaus: »Der Autor genießt dabei absolute Freiheit. Er kann das Thema ausarbeiten, wenn er Lust auf Recherche oder wechselndes Lokalkolorit hat, oder er kann sich kurz fassen.«

Es war dem Autorenteam und der Redaktion klar, dass zwischen Band 1999 und Band 2000 kein »echter« Zykluswechsel stattfinden würde. Die Handlung sollte direkt weitergehen, ein weiterer Abschnitt im Themenkomplex Thoregon beginnen. Und das gelang – wenn ich mich recht erinnere – größtenteils sehr gut.

30 Januar 2019

Band 3000 zum Anhören

In diesen Tagen, in denen bei uns in der Redaktion alles auf den Jubiläumsband mit dem Titel »Mythos Erde« zusteuert, fahre ich jeden Tag in den Verlag und zurück, habe ein Hörbuch drin und tauche zusätzlich in die Welt von PERRY RHODAN ein. Und seit Tagen juckt es mich, das Hörbuch des dreitausendsten Romans bei unserem Partner Eins A Medien quasi zu erbetteln – weil ich so gespannt darauf bin, wie sich »Mythos Erde« als Hörbuch »anfühlt«.

Ich kenne das Exposé, ich kenne vor allem die verschiedenen Zwischenstufen, und ich kenne den fertigen Roman. Wie aber hört sich die gesprochene Version an? Das ist immer noch mal ein zusätzliches Erlebnis, finde ich.

Immerhin spricht dieses Hörbuch mit Renier Baaken ein Mann, der seit vielen Jahren für PERRY RHODAN tätig ist. Er hat zahlreiche Romane eingelesen, seine Stimme hat Tausende von Lesern durch die aktuellen Handlungsabschnitte begleitet. Er war bei einigen Miniserien dabei und sorgte für die Vertonung der ATLAN-Zeitabenteuer.

Und jetzt Band 3000 – ich freue mich schon sehr  darauf, in das fertige Hörbuch reinzuhören ...

29 Januar 2019

Der Mensch steht immer im Zentrum

Ein Logbuch der Redaktion

Wenn wir uns in diesen Tagen mit immer schnelleren Schritten zu Band 3000 hinbewegen, ist es auch einmal sinnvoll, kurz innezuhalten. Was heißt es denn eigentlich, dass wir am 15. Februar 2019 einen Roman veröffentlichen, der den Titel »Mythos Erde« und die Bandnummer 3000 trägt?

Sowieso: Man muss sich diese Zahl buchstäblich auf der Zunge zergehen lassen: dreitausend! So viele Romane erzählen die fiktive Geschichte der Menschheit in einer fernen Zukunft, beginnend mit dem ersten Kontakt zu Außerirdischen, bis hin zu Reisen in fernste Sterneninseln und in die Tiefen der Zeit.

Es sind Zigtausende von Seiten, die beschrieben und bedruckt worden sind. Die Autorinnen und Autoren schufen Tausende von Planeten, Sonnensystemen, Aliens, Raumschiffen und fremdartigen Tieren – es ist eine Vielzahl, die niemand mehr ohne technische oder digitale Hilfe überblicken kann.

Dabei steht immer wieder ein besonderer Mensch im Zentrum: Es ist Perry Rhodan, ein Astronaut, geboren in den Vereinigten Staaten, aber längst kein Amerikaner mehr, sondern ein Terraner, ein Bewohner des Planeten Erde also. Mit seinem Charisma und seinem Mut, seiner Überzeugungskraft und seinem Engagement hat Rhodan der Menschheit den Weg zu den Sternen geebnet. Eine Kollektivintelligenz, die man ES nennt oder den Wanderer, hat ihm bekanntlich die relative Unsterblichkeit verliehen.

Rhodan ist nicht der einzige Mensch, über den die Autorinnen und Autoren schreiben und von dem sie erzählen. Der Begriff »Mensch« wird bei PERRY RHODAN bekanntlich weit gespannt: Auch ein monströs wirkendes Wesen wie der Haluter Icho Tolot oder der putzig aussehende Mausbiber Gucky sind so mit den Menschen vertraut, dass sie diesen zwar nicht optisch, wohl aber charakterlich ähneln.

Menschen – das ist in der PERRY RHODAN-Serie oftmals ein universaler Begriff. Es geht nicht nur um die Menschheit, sondern ebenso um die Abkömmlinge, die sich auf anderen Planeten angesiedelt und sich dabei in andere Formen entwickelt haben. Sie alle sind Menschen, sie alle haben ihren Bezug zur Erde behalten.

In all diesen Romanen – und Zeiten – stoßen die Menschen auf zahlreiche Wesen, die in den Tiefen des Universums leben. Sie sehen die Zentren von Sternenreichen, die tausende von Planeten umfassen. Sie treffen auf exotische Aliens und, bizarre Maschinenwesen, sie tauchen ein in phantastische Welten und fremde Universen.

Doch wie zu allen Zeiten, stellen sich auch diesen Menschen die immer gleichen Fragen: Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Wer sind wir?

In der PERRY RHODAN-Serie stellen sich diese Fragen besonders dann wenn es neue Herausforderungen gibt. Vor einer solchen Herausforderung stehen – so viel sei an dieser Stelle verraten – ab dem dreitausendsten Roman vor allem Perry Rhodan und die Mannschaft der größten Raumschiffes der Menschheit, der RAS TSCHUBAI.

Wenn in wenigen Wochen der Roman mit dem Titel »Mythos Erde« in den Handel kommt, verfasst von Christian Montillon und Wim Vandemaan, eröffnet er eine neue Epoche für die größte Science-Fiction-Serie der Welt. Doch sogar in der Zukunft, die sie beschreiben, in einer Milchstraße, in der die Cairanische Epoche angebrochen ist, steht der Mensch im Zentrum. Auch wenn das vielleicht nicht alle so sehen werden …

28 Januar 2019

Verlorene Jahrhunderte in sechs Geschichten

Ein Logbuch der Redaktion

Seit es die PERRY RHODAN-Serie gibt, zählt es zu den Traditionen, dass Romane, deren Bandnummern mit einer »99« aufhören, meist einen Zyklus abschließen, während Romane, deren Nummer eine »00« am Ende hat, einen neuen Zyklus einleiten. Seit dem Übergang zwischen den Romanen 99 und 100 ist das etabliert, und seither gibt es meist auch einen kleinen Zeitsprung, der den Übergang vom einen zum anderen Band markiert.

Solchen Traditionen fühlen wir uns selbstverständlich verpflichtet. Das sieht man beim Jubiläumsband mit der Nummer 3000. Mit »Mythos Erde«, den Wim Vandemaan und Christian Montillon geschrieben haben, eröffnen wir am 15. Februar 2019 eine neue Handlungsebene. Der Sprung zum »Mythos«-Zyklus umspannt einige Jahrhunderte.

Was aber geschieht in der Zeit, die zwischen Band 2999 und 3000 liegt? Selbstverständlich werden wir im Rahmen der wöchentlichen Heftromane einiges darüber erzählen; wir werden den Lesern sagen, welche Dinge passiert sind, wie sich die Milchstraße verändert hat. Das steht von Anfang an auf unserer Agenda, und wir wissen sehr genau, was in den Romanen zu stehen hat.

Trotzdem bleiben viele »unerzählte« Geschichten. Früher hätten wir in dieser Epoche einige Taschenbücher angesiedelt, in denen Autorinnen und Autoren nach eigenen Ideen ihre Geschichten geschrieben hätten. Heute greift man zu moderneren Produktionsweisen …

Im Verlauf des Frühjahrs 2018 hatten wir bei einem Redaktionsgespräch die Idee, sechs abgeschlossene Kurzromane zu entwickeln. Wir wollten sie als E-Books veröffentlichen, eine Produktionsweise, die wir von der Redaktion aus direkt steuern können. Von Anfang an machten wir uns aber auch Gedanken darüber, wie wir die Romane hinterher in gedruckter Form in den Handel bringen würden. (Hierzu kommen im Verlauf des Jahres weitere Informationen.)

Die Kurzromane sollten von unterschiedlichen Autoren verfasst werden und in der Zeit vor dem Jubiläumsband spielen. In den »Verlorenen Jahrhunderten« also – warum man diese als »verloren« bezeichnen könnte, erzähle ich bei einer anderen Gelegenheit.

Ich unterhielt mich mit Christian Montillon darüber, der die Idee aufgriff und weiter entwickelte. Es folgte ein Konzept, das sich auf einen Nenner bringen lässt: sechs Kurzromane, sechs Schauplätze, sechs Hauptpersonen. Während Christian damit anfing, die ersten Exposés für diese Romane zu entwerfen, sprach ich mit möglichen Autoren. In gemeinsamer Arbeit stellten wir ein Team für dieses Projekt zusammen.

Christian Montillon schrieb schon die Exposés, trotzdem wollte er es sich nicht nehmen lassen, ebenfalls einen Kurzroman zu verfassen. »Die Figur liegt mir am Herzen«, argumentierte er, und so lag es nahe, dass sein Kurzroman den Titel »Florence« erhielt. Neben ihm wirken die PERRY RHODAN-Autoren Oliver Fröhlich und Michael Marcus Thurner sowie die PERRY RHODAN-Autorin Michelle Stern an dem Projekt mit.

Mit dabei ist auch Rüdiger Schäfer, bekannt als Exposéautor von PERRY RHODAN NEO, den wir schon lange zu einer direkten Mitarbeit auffordern wollten. Über Jahre hinweg hat er wertvolle Beiträge zum PERRY RHODAN-Kosmos geliefert, unter anderem Romane zur ATLAN-Taschenbuchreihe – es bot sich an, dass er ein wissenschaftliches Thema für sich aufgriff.

Für viele Leser ist vielleicht Thomas Rabenstein die Person, über die sie am wenigsten wissen. Der Autor, der mit PERRY RHODAN »aufgewachsen« ist, hat sich in den vergangenen Jahren als Selfpublisher ein eigenes Science-Fiction-Universum aufgebaut. Mit seiner Serie »Nebular« erreicht er regelmäßig Tausende von Lesern. Das fanden wir gut, hier waren sich Christian Montillon und ich sofort einig. Ich freue mich sehr, dass die Zusammenarbeit mit Thomas so gut geklappt hat.

Für die Titelbilder zeichnet Arndt Drechsler verantwortlich. Er wurde früh in die Planungen eingebunden; seine Titelbilder sollen die wesentlichen Figuren auf die E-Books zaubern. Wir sind mit den Ergebnissen bisher sehr zufrieden und hoffen, dass die Leser das auch so sehen.

Wir betrachten die sechs E-Books als ein Experiment. Wir wollen den Lesern der laufenden Serie einen zusätzlichen Anreiz geben, in die Welt »zwischen den Zyklen« einzutauchen und mehr über Figuren und Schauplätze zu erfahren, die sie bisher gemocht haben. Und wir wollen mit kurzen E-Books auch Leser ansprechen, die vielleicht noch nicht so viel von PERRY RHODAN wissen, mit einem Roman zum kleinen Preis aber in unser Universum eintauchen können.

27 Januar 2019

Arbeit an der Cairanischen Epoche

Für die Leser sind es noch einige Tage, bis Band 3000 der PERRY RHODAN-Serie erscheint. Für die Autoren und die Redaktion geht es schon um weitere Arbeit. Unter anderem wird »hinter den Kulissen« auch fleißig an den Details geschraubt, nicht nur an den Exposés für Romane mit der Bandnummer 3015 und danach.

Welche technischen Einzelheiten machen beispielsweise das neue Flaggschiff der Liga Freier Galaktiker so besonders? Wie hängen die Cairaner eigentlich wirklich mit dem Mythos um die Erde zusammen? Welches Geheimnis verbirgt die seltsame Frau namens Zemina Paath?

Bei den meisten dieser Fragen haben wir die Antworten längst vorliegen; es geht aber darum, sie weiter zu verfeinern und vor allem in Geschichten zu verwandeln. Schließlich geht es bei einer Serie wie PERRY RHODAN nicht nur darum, fiktive Fakten zu erfinden, sondern vor allem Geschichten zu erzählen, die Zehntausende von Lesern letztlich Woche für Woche faszinieren sollen ...

26 Januar 2019

Bei NEO naht das Jubiläum

Zwar ist derzeit unsere Redaktion praktisch rund um die Uhr mit den Aktionen zu PERRY RHODAN 3000 beschäftigt – das hält uns aber nicht davon ab, auch nach PERRY RHODAN NEO zu schauen. So wird im Mai 2019 der Band 200 dieser Serie erscheinen, die ich nach wie vor als eine »Paralleluniversum« zum klassischen PERRY RHODAN betrachte.

Als Lektüre für heute haben mir die Exposéautoren dieser Serie – also Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm – Datenblätter und ein erstes Exposé für die neue Staffel geschickt. Diese wird mit dem genannten Band 200 beginnen, mit einer »runden Nummer« also, und natürlich wird sich zu den vorherigen Staffeln und Handlungsabschnitten einiges ändern.

Wir diskutierten in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder darüber. Es wird ab Band 200 neue Figuren geben, es werden neue Völker auftauchen, und es gibt technische Errungenschaften, auf die ich derzeit noch sehr gespannt bin – weil ich mich mit Technik nicht so intensiv beschäftige, freue ich mich stets, wenn ich die Ideen der Exposéautoren lesen kann.

Mit Band 200 wird bei PERRY RHODAN NEO auf jeden Fall eine »neue Epoche« eröffnet. Das kann ich schon jetzt andeuten. Und zumindest an diesem Samstag steht NEO im Zentrum meiner beruflichen Aufmerksamkeit; am Sonntag ist es dann wieder »Kurs 3000 und darüber hinaus« ...

25 Januar 2019

Die neuen Leseproben sind da

Seit gut einer Woche sind sie im Verlag, und ich kann mich immer noch an ihnen erfreuen: Rings um Band 3000 haben meine Kollegen aus der Marketing-Abteilung ein großes Feuerwerk an Aktionen entfacht, wozu diesmal zwei verschiedene Leseproben gehören. Beides Mal ist der Inhalt vergleichbar – es sind Auszüge aus dem PERRY RHODAN-Roman mit dem Titel »Mythos Erde«.

Es sind unterschiedliche Formate, weil sie in verschiedene Richtungen gehen werden. So gibt es die Leseprobe beispielsweise als Beilage für das PERRY RHODAN-Buch, das im März erscheinen wird. Wir werden die Leseproben natürlich auf Veranstaltungen unter die Leute bringen. Und je nach Erfordernis gibt es halt die zwei Größen: einmal wie ein Heftroman, einmal im typischen A6-Format, wie man es für Leseproben gern nimmt.

Wo man diese kleinen Hefte bekommt? Beispielsweise bei einer Buchmesse. Und wann? Ab Anfang Februar ... vorher sind sie noch »Geheimsache 3000« ...

24 Januar 2019

Straße der Psychode

Schaut man 2000 Bände in die Vergangenheit der PERRY RHODAN-Serie, kann man sehr schön vergleichen, wie in jener Zeit der Abschluss eines großen Handlungsabschnitts vorbereitet wurde. Der Roman mit der Bandnummer 997 trug den Titel »Straße der Psychode« und wurde von Ernst Vlcek geschrieben.

Das Exposé, das am 20. März 1980 verbreitet wurde, fasst die Bände 996 und 997 zusammen: »In diesem Doppelband wird das endgültige Duell zwischen Salik und Amtranik ausgetragen; Amtraniks Schicksal soll sich erfüllen, das Problem des Margor-Schwalls wird gelöst.« Für den Autor wichtig: »Ansonsten kann dieser Doppelband völlig frei gestaltet werden.«

Wer den Roman – oder beide Romane – schreiben sollte, war William Voltz, der das Exposé verfasste, von Anfang an klar. »Es ist wichtig, dass Ernst Vlcek diese beiden Bände schreibt«, formulierte er in der Einleitung. Er habe »die entscheidenden Romane zur Provcon-Faust und zum Margor-Schwall« verfasst. Damit hatte der in Wien lebende Schriftsteller praktisch freie Hand, um seine eigene Handlungsebene zu einem möglichst befriedigenden Schluss zu bringen …

23 Januar 2019

Der letzte Blick auf Sol

Die Illustration, die Dirk Schulz auf den Titel von PERRY RHODAN NEO 192 gezaubert hat, finde ich immer noch eindrucksvoll – obwohl ich das Bild schon oft betrachtet habe. Der monströs wirkende Außerirdische und die zerbrechlich wirkende Frau in seinen Armen – das ist ein Gegensatz, den wir in unserer Serie immer wieder thematisiert haben. Nicht jedes »Monster« muss sich letztlich wie eine Bestie aufführen, und vom Aussehen allein kann man nicht auf das Wesen einer Person schließen.

Der Roman selbst, den Kai Hirdt unter dem Titel »Der letzte Blick auf Sol« geschrieben hat, liefert eine Geschichte, die das aktuelle Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Nicht nur Perry Rhodan spielt eine wichtige Rolle, auch das sogenannte Leyden-Team hat einen Auftritt. Und die Leser erfahren vom traurigen Ende eines Lebewesens, das sehr alt geworden ist …

22 Januar 2019

Ein rattenähnliches Tier auf dem Titelbild

Die japanischen PERRY RHODAN-Ausgaben haben mich schon immer mit ihrer eigenständigen Grafik fasziniert. Die Ausgabe 580, die mir dieser Tage auf den Schreibtisch gelegt wurde, ist hierfür ein schönes Beispiel: In einer stimmungsvollen Darstellung wird zusammengefasst, was in dem Taschenbuch erzählt wird.

Klar, enthalten sind zwei Romane von Kurt Mahr. Sowohl »Seth-Apophis« als auch »Aitheran ruft« entstammen dem Zyklus »Die Endlose Armada« und beschäftigen sich mit der Geschichte einer Superintelligenz. Was ein derart mächtiges Wesen und seine kosmische Bestimmung mit dem rattenähnlichen Tier auf dem Titelbild zu tun haben, verrate ich an dieser Stelle nicht.

Wer sich mit unserer Serie gut auskennt, weiß das ohnehin. Wer es nicht weiß, dem empfehle ich die Lektüre der zwei genannten Romane – gern auch in deutscher Sprache. Ich halte sie immer noch für Höhepunkte in dieser Umbruchphase unserer Serie. Die japanische Sicht der Dinge finde ich allein schon deshalb reizvoll, weil ich die Originalromane so mag.

21 Januar 2019

Drei Tage zum Weltuntergang

Zwei Romane von Kai Hirdt schließen den noch laufenden »Genesis«-Zyklus innerhalb der PERRY RHODAN-Serie ab. In der nächsten Woche kommt mit »Drei Tage zum Weltuntergang« der erste Teil dieses Doppelbandes in den Handel. Weil die Druckerei mir heute schon die Belegexemplare ins Büro geliefert hat, ist das Grund genug, ein wenig auf diesen Roman aufmerksam zu machen.

Der Titel verrät ja bereits, worum es gehen könnte. Wenn ich also nun hinzufüge, dass der Weltenbrand ein wichtiges Thema in diesem Roman wird, ist das sicher keine große Überraschung. Dass sich die Terraner nicht kampflos ergeben, dürfte zudem keinen Leser überraschen, denke ich.

Faszinierend fand ich, wie der Autor es schaffte, ein großes Panorama zu schildern. Man lernt einiges von den Gedanken des Ersten Terraners kennen, man bekommt mit, was Perry Rhodan und seine Gefährten planen, machen und tun, und es gibt Einblicke in das Leben von Terranern, die sich mit einer Welt vertraut machen müssen, die sich offenbar in unheimlicher Weise verändert ...

18 Januar 2019

Jubiläum für einen besonderen Autor

Ein Logbuch der Redaktion, eigentlich vom 8. Januar 2019 ...

Ich kann es mir kaum vorstellen – aber es ist die Wahrheit. Am Dienstag, 8. Januar 2019, feiert Leo Lukas einen »runden« Geburtstag. Der PERRY RHODAN-Autor mit Wohnsitz in Wien wird tatsächlich sechzig Jahre alt.

Klar, er hat das eine oder andere graue Haar auf dem Kopf. Und wenn man ihn sich genau ansieht, wird man die eine oder andere Falte im Gesicht erkennen. Aber – und nun Scherze beiseite! – Leo Lukas wirkt nicht so, wie man sich früher einen Mann mit sechzig Jahren vorstellte. Er ist agil und schlagfertig, er argumentiert mit Humor und Intelligenz, und er schreibt seine Romane so, dass man sie nun wirklich nicht als Alterswerke bezeichnen könnte.

Über sein »Vorleben« weiß ich gar nicht so viel, meine Kenntnisse beschränken sich auf die Angaben zur Person, die man im Internet finden kann. Mir ist also bewusst, dass er 1959 in der Steiermark geboren worden ist – er studierte in Graz und war dort bei der Zeitung tätig.

Als ich einmal mit ihm durch Graz spazierte, fiel mir auf, wie bekannt er in der Stadt ist. Auf Schritt und Tritt wurde er von Menschen gegrüßt und angesprochen.

Das liegt weniger an seiner Tätigkeit als Autor für die PERRY RHODAN-Serie, sondern hat mehr mit seinen politisch-gesellschaftlichen Aktivitäten und seinem künstlerischen Schaffen zu tun: Seit den frühen 80er-Jahren steht Leo Lukas als Kabarettist auf den Bühnen seines Heimatlandes und erfreut die Österreicher mit einer munteren Abfolge aus Liedern, klassischen Kabarett-Nummern, politischen Gedichten und absurdem Theater.

Ich habe ihn nur ein einziges Mal als Kabarettist erlebt – das war bei einem PERRY RHODAN-Con in Garching, der Stadt bei München, in deren Bürgerhaus ich immer wieder wunderbare Fan-Veranstaltungen mitbekommen durfte. Leo spielte ein Programm, das sich an den Fans ausrichtete, die vor Ort waren, das nicht so stark mit österreichischer Mundart spielte, sondern häufig in hochdeutscher Sprache ablief. Es kam hervorragend an.

Sein Kabarett-Programm verewigte Leo auch auf CD-Produktionen, die ich teilweise kenne und angehört habe. Sein Witz ist meist intelligent, manchmal blödelt er aber auch gern herum. Ob er nun vom Radfahren in Wien singt oder skurrilen Wortwitz über Zahlen liefert – auch auf diesen Aufnahmen ist der Autor und Kabarettist stets eigenwillig.

Am besten kenne ich Leo Lukas als Autor. Wir arbeiten seit 2001 zusammen, das ist eine lange Zeit. Ich fand seinen Roman »Wiener Blei« hervorragend, ich schätzte seine Arbeiten für die Serie »Die Abenteurer«, und weil er sich mit der PERRY RHODAN-Serie hervorragend auskannte, bot es sich an, dass er bald in unserer Autorenteam wechselte. Seither hat er unsere Serie durch zahlreiche Romane bereichert, die immer wieder ungewöhnliche Blickwinkel anboten und Figuren zeigten, die man so nicht kannte.

Immer wieder verfasste der Autor Romane, die mit humoristischen Elementen aufwarteten – das durfte nicht überraschen. Leo Lukas zeigt aber oft auch die tragische Seite des PERRY RHODAN-Universums, eine Welt, die nicht lustig ist, sondern häufig düster, eine Welt voller Dramen und tiefer Konflikte. Zuletzt hat er mit den Eismönchen von Triton eine Kostprobe seines Könnens geliefert.

Zu seinem Geburtstag – einem »runden«! – wünsche ich Leo Lukas von ganzem Herzen alles Gute und Liebe, viel Glück und Gesundheit, weiterhin viel Herzblut für seine Projekte und viel Freude mit seiner Familie sowie seinen Freunden. Und vor allem wünsche ich uns allen noch viele tolle PERRY RHODAN-Romane von Leo Lukas!

17 Januar 2019

Ein besonders lesenswerter Report

Zu den redaktionellen Bestandteilen bei PERRY RHODAN zählt seit vielen Jahren der PERRY RHODAN-Report, den ich selbst sehr gern lese. Dieses Mal möchte ich auf den Report hinweisen, der in »Phase Shod« veröffentlicht wird. Der Roman erscheint offiziell morgen, ist aber ab heute in vielen Geschäften zu haben; verfasst hat ihn Michelle Stern.

Im Report, den meine Kollegin Madlen Bihr betreut, gibt eine neue Mitarbeiterin ihren Einstand. Tanja Bruske-Guth beschäftigt sich in mehreren Texten mit den E-Books, ihrer Geschichte und ihrer Zukunft.

Spannend finde ich vor allem das Interview mit Wilfried A. Hary, der von seinem Projekt »Diskoman« erzählt. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Anfänge seiner Arbeit, der Autor war im Bereich der elektronischen Lektüre ein absoluter Vorreiter. So ist dieser PERRY RHODAN-Report eine gelungene Ergänzung zum wöchentlichen Roman – so mag ich das sehr!

16 Januar 2019

Erinnerungen an Peter Terrid

Heute hätte ein Autor seinen siebzigsten Geburtstag gefeiert, mit dem ich leider nur einige Jahre zusammenarbeiten konnte: Peter Terrid starb bereits 1998, und ich erinnere mich noch sehr gut an das Entsetzen, das ich empfand, als ich die Nachricht per Telefon erhielt, wie ich auf den Hörer starrte und dann langsam auflegte.

Oft überlegte ich mir in den vergangenen Jahren, wie sich die PERRY RHODAN-Serie entwickelt hätte, wäre der Autor älter geworden. Welche Rolle würde er einnehmen, könnte er heute noch leben?

Peter Terrid hatte – wie jeder Mensch – seine Stärken und seine Schwächen. Zu seinen Stärken zählte unter anderem, dass er sich für unglaublich viele Dinge interessierte. Viele Telefonate begannen mit einem »Ich hab da was gelesen«, und dann sprudelte eine Idee aus ihm hervor.

Er war eloquent und sprunghaft, er hatte unzählige Ideen, und er war – wenn er sich überwunden hatte – ein glänzender Unterhalter auf jeder Con-Bühne. Seine Romane waren unterhaltsam und spannend, seine Figuren hatten häufig ihre Macken und überzeugten mich deshalb um so mehr.

Legendär war allerdings auch Peters Verhältnis zu Terminen; seine Verspätungen bekam er nie in den Griff. Ebenso legendär war sein manchmal schluderiger Stil; es gab Manuskripte, in denen es von Fehlern nur so wimmelte. Die musste man zähneknirschend ausmerzen, danach hatte man erst einen spannenden Roman. Was solche Dinge anging, war der Autor unbelehrbar.

Es machte große Freude, mit ihm zu diskutieren und zu streiten. Auf der Buchmesse und bei Cons, bei Autorenkonferenzen und bei ihm daheim: Der Austausch mit ihm war schnell und spannend, durchaus anstrengend und immer witzig.

Heute wäre er der zu Recht beliebte Autor erst siebzig Jahre alt geworden. Wie viele Romane hätte er noch schreiben können? Im Gedenken an ihn werde ich heute abend ein Glas Wein trinken ...

15 Januar 2019

Ein Newsletter zum Start ins Jahr

Da ich seit der Gründung des Vereins ein zahlendes Mitglied der PERRY RHODAN-FanZentrale bin, habe ich natürlich auch den »PRFZ-Newsletter« abonniert. Dieser erscheint mehr oder weniger regelmäßig alle zwei Monate – mit der Ausgabe 27, die zum Januar 2019 erschienen ist, hat mich die Redaktion um Alexandra Trinley positiv verblüfft: Es handelt sich um ein komplettes Fanzine mit zehn recht eng bedruckten Seiten.

Unter anderem gibt es Interviews mit dem PERRY RHODAN-Autor Uwe Anton, mit der PERRY RHODAN-Autorin Susan Schwartz, mit dem PERRY RHODAN NEO-Exposéautor Rüdiger Schäfer und Andreas Brandhorst, der einen Gastroman für die PERRY RHODAN-Serie geschrieben hat. Dazu kommen weitere Beiträge, so dass ein rundum gelungenes Mini-Fanzine entstanden ist.

Das Tollste daran: Es kostet nichts, man bekommt es als PDF geschickt. Allerdings kann der Newsletter nur von Mitgliedern der FanZentrale abonniert werden. Immerhin gibt es eine kostenlose »Teaser-Ausgabe« auf der Internet-Seite des Vereins ...