11 November 2015

Spur der Ewigkeit

Das Bild fand ich schon stark, als wir es zum ersten Mal verwendeten: Jetzt ziert die geheimnisvolle Frau mit der gefährlich aussehenden Schusswaffe das Titelbild von »Spur der Ewigkeit«, dem sechsten Band der sogenannten Platin Edition. Dabei handelt es sich um die Hardcover-Ausgabe unserer Serie PERRY RHODAN NEO, die mir sehr gut gefällt.

Es geht um die Unsterblichkeit, vor allem die Jagd unserer Helden nach der Welt des Ewigen Lebens. Das war schon 2012 spannend, als die Romane in Form der Taschenhefte erstmals erschienen – und natürlich freue ich mich darüber, wenn die Romane heute in Form eines dickleibigen Hardcover-Bandes neue Leser finden. Unsere Kollegen von Edel in Hamburg machen hier einen guten Job!

10 November 2015

Im Auftrag der Superintelligenz

Am Wochenende kam ich endlich dazu, die siebte Folge der PERRY RHODAN-Hörspiele in meinem CD-Player und mit entsprechender Lautstärke anzuhören. In gewisser Weise ist »Im Auftrag der Superintelligenz« der kosmische Teil der »Plejaden«-Staffel; wer sich intensiv für das PERRY RHODAN-Universum interessiert und kosmische Zusammenhänge mag, wird diese Folge lieben.

Das liegt nicht nur an der gewohnt sehr guten Art und Weise, wie die Zaubermond-Kollegen die Geschichte aufbereitet haben, mir all ihren Geräuschen und Effekten, mit den pointierten Dialogen und den schnellen Schnitten, sondern das liegt auch an den vielen Querverweisen ins Perryversum. Wer sich nicht auskennt, der dürfte davon nicht überfordert werden – alle anderen dürften sich auf Hinweise freuen, die sich auf den mysteriösen Callibso und eine vergessene Superintelligenz beziehen.

09 November 2015

Wie Alexander Huiskes das Neoversum traf ...

Ein Logbuch der Redaktion

Am 9. November 2015 erscheint der sechste Band der Platin Edition, dabei handelt es sich bekanntlich um die Hardcover-Ausgabe der Serie PERRY RHODAN NEO. »Spur der Ewigkeit«, so der Titel des Buches, beschließt die dritte Staffel der Serie und erzählt die Geschichte von der Jagd nach der Unsterblichkeit zu Ende.

Platin Edition 6: »Spur der Ewigkeit«Als Autor zum ersten Mal dabei ist Alexander Huiskes. Sein Roman »Der Weltenspalter« kam erstmals am 6. Juli 2012 in den Handel; im umfangreichen Band der Platin Edition bildet er den Einstieg. Davor war Alexander Huiskes vor allem durch Beiträge für PERRY RHODAN-Action und PERRY RHODAN-Extra in Erscheinung getreten. Darüber hinaus redigierte er die laufende Erstauflage und arbeitete für das PERRY RHODAN-Rollenspiel.

Aus diesem Grund führte ich im Sommer 2012 ein Interview mit dem Autor und Lektor. Seine Arbeit an der neuen Serie umschrieb er so: »NEO zu schreiben ist, wie in einen Garten zurückzukehren, in dem man als Kind oft gespielt hat, der aber völlig überwuchert (oder Kahlschlag zum Opfer gefallen) ist. Und man versucht, eine idealisierte Erinnerung zu schaffen, in der man sich aber auch viele Jahre später zuhause fühlen kann. Das ist extrem spannend.«

Die Länge eines NEO-Romans unterscheidet sich von der eines gewöhnlichen Heftromans – die Autoren haben fast doppelt so viel zu schreiben. Alexander Huiskes fand das aber nicht negativ, ganz im Gegenteil: Weil man mehr Platz habe, könne man »daher ganz anders an Themen und Figuren herangehen«.

Wer viel Platz zur Verfügung hat, braucht als Autor verständlicherweise auch fast doppelt so viel Zeit. Alexander Huiskes bewältigte diese Tätigkeit neben seinem Hauptberuf und seinem Familienleben. Wie das geht, erläuterte er recht trocken: »Ich habe den Vorteil, schnell einzuschlafen und dann intensiv und tief durchzuschnarchen, allerdings nie richtig lange schlafen zu müssen.«

Wie viele andere Autoren auch, so bevorzugt er es, bei der Arbeit Musik zu hören: »Ich höre beim Schreiben bestimmter Szenen oft Musik, deren Stimmung mich trägt, bei anderen brauche ich eher absolute Stille.«

Das alle wirkte sich positiv auf den Roman aus, fand zumindest ich. Der Autor konnte Topsider, Arkoniden, Fantan und dazu noch zwei weitere außerirdische Völker einsetzen – das war ganz schön viel für einen Roman. Damit kam er allerdings gut zurecht, was Alexander Huiskes auf seine Vorarbeiten zurückführte.

»Ich recherchiere ... vorher ziemlich viel zu allen möglichen Aspekten der auftretenden Völker, um jedem gerecht zu werden (außerdem finde ich es spannend, ein möglichst konkretes Bild vor mir zu haben, ich skizziere auch immer alles und hefte die Bildchen dann an den Monitor).«

Wobei er mit einem Volk einige Schwierigkeiten hatte: »Am schwierigsten und leichtesten zugleich waren dabei die Fantan – sie luden mich anfangs geradezu zu komischen Elementen ein, sodass das Schreiben sehr schnell ging, aber beim zweiten Durchgang flog das Meiste wieder raus, weil ich schließlich keine Witzfiguren aus ihnen machen wollte. Außerdem ist das Geschehen sehr dramatisch für … äh … die Betroffenen.«

Interessanterweise hatte der Autor beim Schreiben seines ersten NEO-Romans keine »echte Hauptfigur«. Das lag daran, weil mit Crest, Tatjana Michalowna und Trker-Hon drei sehr unterschiedliche Charaktere in dem Roman auftauchten, die sonst nicht im Zentrum der Handlung standen – kein Perry Rhodan, kein Reginald Bull und auch sonst keiner der bekannten Mutanten. »Das Spannendste war allerdings, eine Handlung hinzubekommen, die von drei normalerweise nur als Sidekicks oder Mentoren eingesetzten Figuren lebt«, so Alexander Huiskes, »und diese als Helden zu etablieren.«

Der Arkonide faszinierte ihn: »Crest finde ich toll, weil ich seinerzeit bei seinem Tod mitgelitten habe – und weil wir seiner Krankheit bei NEO mehr Platz einräumen können als im klassischen Perryversum; nicht zuletzt dadurch wird sie auch nachvollziehbarer, sein Schicksal geht einem näher.«

Die russische Mutantin Tatjana Michalowna faszinierte ihn so sehr, dass er sogar darüber hinaus eine Erzählung über sie verfasste. Diese wird dem Band der Platin Edition als abgeschlossene Geschichte »beigepackt«. Der Autor über die Figur, die früher nie so wichtig war: »Tatjana finde ich hingegen erst großartig, seit ich sie für PERRY ACTION recherchiert habe; zuvor war sie für mich als Quantité negliable im Personarium verschwunden. Nun, bei NEO, ist sie wieder anders als damals und wird dadurch ausgesprochen reizvoll.«

Der alte Topsider Trker-Hon, der in PERRY RHODAN NEO zu einer wichtigen Nebenfigur herangewachsen war, bereitete ihm ein wenig Kopfschmerzen: »Ich hatte beim ersten Lesen des Datenblattes bereits eine Vorstellung davon, wie er agiert und funktioniert … als ich dann aber sukzessive die vorangegangenen Romane bekam, musste ich die Hälfte wieder rückgängig machen, damit die ›Continuity‹ der Figur stimmt. Dafür kamen andere Sachen hinzu, die dem Topsider durchaus ebenfalls gut taten.«

30 Oktober 2015

Der Smiler im Planetenroman

Ich bin sicher, dass sich H.G. Francis gefreut hätte, wenn er heute – so wie ich – das Belegexemplar des neuen Planetenromans erhalten hätte. Der Autor, der leider viel zu früh gestorben ist, mochte schön gestaltete Bücher. Ihm war klar, dass Heftromane als »kleines Massenmedium« unschlagbar sind, aber er freute sich stets, wenn ein Buch oder sonst ein Projekt mal »ein wenig schicker« aussehen durfte.

Bei Zaubermond ist jetzt der Planetenroman 41/42 erschienen; zumindest liegt mir das Belegexemplar schon vor. Enthalten sind zwei Romane, in denen Ronald Tekener eine wichtige Rolle spielt. Ich mochte den »Smiler« als Leser sehr und freue mich, diese zwei PERRY RHODAN-Klassiker in der neuen Anmutung veröffentlichen zu können.

29 Oktober 2015

Helfer der Kosmokraten

Zwei Romane von Kurt Mahr, ein Roman von William Voltz – unsere französischen Leser bekommen es im PERRY RHODAN-Taschenbuch 327 mit der Science Fiction zu tun, die unsere Serie im Jahr 1980 auf die »kosmische Ebene« hievte. »L'élu des cosmocrates« hat ein ziemlich actionlastiges Titelbild und einen schönen Inhalt – den ich mangels guter Sprachkenntnisse einfach nicht gut genug verstehen kann.

José Gérard hat übersetzt; das Team um Jean-Michel Archaimbault macht bei PERRY RHODAN seit Jahren eine gute und erfolgreiche Arbeit. Ich habe die Idee dennoch nicht aufgegeben, unseren französischen Lesern auch einmal »den neuen Perry« zu präsentieren. Schauen wir mal, ob sich 2016 in dieser Richtung nicht etwas bewegen lässt ...

28 Oktober 2015

Party des Tages

Dass einmal eine PERRY RHODAN-Veranstaltung zur »Party des Tages« erhoben werden würde, damit rechnete in den 90er-Jahren niemand. Doch am 9. September 1996 titelte die Düsseldorf-Ausgabe der BILD-Zeitung in der Sparte »Düsseldorf heute« immerhin »Party des Jahres«.

Gemeint war, und jetzt das wörtliche Zitat mit allen Fehlern: »1800 Perry Rhodan-Fans trafen sich am Wochenende in Düsseldorf, feierten mit einer Space-Party den 35. Geburtstag ihres Comic-Helden (1800 Hefte, 400 Bücher).« Gemeint war die Präsentation der PERRY RHODAN-Single im »Poison Club« in der Innenstadt von Düsseldorf, bei er immerhin einige Dutzend PERRY RHODAN-Leser sowie Autoren, Grafiker und Verlagsangestellte inmitten der Diskotheken-Besucher unterwegs waren ...

27 Oktober 2015

Frankfurter Buchmesse 2015

Ein Logbuch der Redaktion

Seit ich für PERRY RHODAN tätig bin und auf die Frankfurter Buchmesse fahre, ist unsere Science-Fiction-Serie mit einem Messestand vertreten. Der Oktober 2007 war eine Ausnahme, weil zu diesem Zeitpunkt kein Buchverlag mehr existierte und wir bei unserem Print-On-Demand-Partner einen Unterschlupf suchten; in anderen Jahren waren wir gelegentlich als Partner anderer Verlage dabei.

Im Herbst 2015 hatten wir erstmals keinen offiziellen Messestand – und auch keinen Stand, an dem wir uns beteiligten. Das hatte zur Folge, dass Katrin Weil und Klaus Bollhöfener vom Marketing sowie ich an getrennten Tagen und jeder für sich zur Buchmesse fuhren. Weil wir keinen eigenen Stand hatten, fielen viele Aufgaben weg, die es sonst im Rahmen einer Buchmesse gibt. Das wiederum führte dazu, dass ich deutlich entspannter und lockerer über die Messe spazieren konnte.

Am Freitag, 16. Oktober 2015, hatte ich im Verlauf des Tages eine Reihe von Terminen. Ich traf mich mit den Kollegen von Edel, von denen unsere Silberbände und die Platin Edition vertrieben werden. Später plauderte ich mit den Kollegen von Lübbe-Audio, bei denen die »Sternenozean«-Hörspiele nach wie vor im Programm sind; weitere Aktionen im Vertriebsgeschäft sind geplant. Selbstverständlich traf ich mich mit anderen Redakteuren sowie verschiedensten Autoren – allein beim Bummeln zwischen den Ständen hatte ich eine Reihe von netten Begegnungen.

Gern besuchte ich vor allem den Stand des CrossCult-Verlages, an dem unter anderem der neue PERRY RHODAN-Comic präsentiert wurde. Mir gefiel der Stand gut, die Kollegen dort erwiesen sich als freundlich und kompetent, und im Verlauf der Messe schaute ich immer wieder an dieser Stelle vorbei.

So raste der Tag vorüber, ohne dass ich zu sehr gestresst wurde. Zwischen den einzelnen Terminen sah ich etwas von der Messe und musste nicht immer sofort an den eigenen Stand zurück rennen ...

Den Ausklang am Freitagabend bildete das Galaktische Forum. In den Jahren 2001 bis 2014 war das die »Perry-Party«, wie die Veranstaltung von vielen Leuten genannt wurde; veranstaltet von der PERRY RHODAN-Redaktion und gedacht für Leute, die sich professionell mit Science Fiction und Fantasy beschäftigten. Da wir in diesem Jahr keinen Messestand hatten, gab's auch keine Party – aber eine Gruppe von Verlagsleuten griff unsere alte Idee auf und rief das Galaktische Forum einfach an neuem Ort und unter neuer Leitung ins Leben.

Das fand ich klasse: Mit Autoren und Lektorinnen, mit Grafikern und Agenturleuten stand ich in einer Bar in Frankfurt-Höchst zusammen, trank Cocktails und amüsierte mich sehr. Mein Abendessen kurz davor hatte ich mit dem Fantasy-Autor Kai Meyer in einem nahe gelegenen Restaurant eingenommen; solche Begegnungen sind für mich immer die Höhepunkte einer Buchmesse.

In der Nacht fuhr ich nach Hause, um am nächsten Morgen wieder nach Frankfurt zu reisen. Wieder hatte ich eine Reihe von Terminen. Unter anderem traf ich mich mit Autorinnen und Autoren, sprach mit Hans Greis von Eins A Medien über aktuelle Projekte und ließ mir die Situation im sich schnell verändernden Hörbuchgeschäft erläutern.

Meinen Messeabschluss erlebte ich dann am Samstag in Dreieich: Ich verließ die Messe einigermaßen zeitnah, aß unterwegs noch etwas und traf am späten Nachmittag im Bürgerhaus der kleinen Stadt ein. Dort fand zum wiederholten Mal der BuchmesseCon statt, bei dem ich mich dieses Jahr wieder sehr wohl fühlte.

Ich redete mit Fans und Autoren, plauderte vor allem angeregt mit Verena Themsen, schaute mir Programmpunkte an und fuhr gegen 21 Uhr weiter in Richtung Süden. Damit war die Buchmesse für dieses Jahr tatsächlich auch vorüber, schneller und stressfreier als sonst.

26 Oktober 2015

Kommunikationswellen

Als ich vor vielen Jahren meinen Job als Redakteur in der PERRY RHODAN-Redaktion antrat, war die Kommunikation vergleichsweise einfach: Rund einhundert Leserbriefe trafen in der Redaktion ein, wurden von mir angeguckt – damit ich Bescheid wusste – und dann an Arndt Ellmer weitergeleitet. Er beantwortete sie und bastelte aus ihnen die Leserkontaktseite.

Seit Ende der 90er-Jahre gibt es E-Mails; anfangs noch eine Sache von wenigen, mittlerweile das Standard-Kommunikationsmittel für die meisten unserer Leser. Dazu kam recht schnell das Diskussionsforum im Rahmen unserer Internet-Seite. Die Flut der Kommunikation wuchs und gedieh.

Und mittlerweile? Ich erhalte Direkt-Nachrichten über Facebook, Twitter, Xing und das Forum, dazu kommen die ganz normalen Mails und das Telefon, gelegentlich kommt noch ein Brief. Insgesamt kam es zu einer Vervielfachung des Kommunikationsaufkommens – und das alles muss irgendwie bewältigt werden.

Es geht uns in der Redaktion nicht anders als anderen Menschen auch: Irgendwann ist es zuviel. Es ist schlichtweg unmöglich, die komplette Kommunikation in der gleichbleibenen Qualität und Geschwindigkeit abzuwickeln. Für eventuelle Pannen und Verzögerungen kann ich da nur um Verständnis bitten ...

23 Oktober 2015

Der steinerne Bote in Blau

Hinter den Kulissen wird darüber diskutiert, wie es mit dem Buch-Club weitergeht, was mit den Kunden passiert, die bisher die PERRY RHODAN-Bücher bei Bertelsmann abonniert hatten (bekanntlich schließt der Club seine Pforten). In der Zwischenzeit ist aber noch einmal ein Buch erschienen; dieser Tage kam der Band 145 der Club-Ausgabe als Belegexemplar in die Redaktion.

»Der steinerne Bote« enthält packende Science Fiction aus dem Zyklus »Die Kosmische Hanse«. Für die Leser gibt es Porleyter und die Hinterlassenschaften der Superintelligenz Seth-Apophis, einen wagemutigen PERRY RHODAN sowie viele andere schöne Themen – wir hoffen, dass sich ein Partner findet, der diese Buchserie weiterführen kann.

22 Oktober 2015

Die Technoklamm

Es gibt ja Leser, die machen sich Gedanken darüber, in welchen »Blocks« oder »Blöcken« die PERRY RHODAN-Serie geschrieben wird. Diese verwirren wir spätestens mit dem Roman »Die Technoklamm« und den darauf folgenden Bänden: Nachdem zuvor vier Romane einen Block gebildet haben, den man als »Medusa-Staffel« bezeichnen könnte, kommt jetzt eine Anzahl von Bänden, die einen Handlungsbogen um die Figur Atlan und ihre Abenteuer spannen. Ohne mehr zu verraten: Es sind keine vier Bände ...

Scherz beiseite: Michael Marcus Thurner eröffnet die Geschichte mit »Die Technoklamm«, der Roman trägt die Bandnummer 2828. Das Titelbild von Dirk Schulz finde ich stark: Nicht nur weil es Atlan und seine Begleiter klar präsentiert, sondern auch deshalb, weil es zeigt, wie man sich das Technogeflecht vorstellen kann. Die Struktur ist bizarr, die Umgebung ein wenig unheimlich.

Und der Roman?  Nur so viel: Es gibt eine Verfolgungsjagd, es kommen vergleichsweise altertümliche Waffen zum Einsatz, und ein uralter Vertrag wird zumindest kurz thematisiert ...

21 Oktober 2015

Spur der Ewigkeit im November

Zu den klassischen Geschichten des PERRY RHODAN-Universums zählt die Jagd nach der Unsterblichkeit. Der Planet Wanderer, die Welt des Ewigen Lebens, die Zellaktivatoren – das alles ergibt einen Mythos, der die Serie seit ihren Anfängen prägt. Kein Wunder, dass PERRY RHODAN NEO diesen Mythos aufgreift und für das 21. Jahrhundert neu variiert.

Platin Edition 6: »Spur der Ewigkeit«Im Rahmen der Platin Edition, der Hardcover-Ausgabe unserer Serie, erscheint im November 2015 der sechste Band. Er trägt den Titel »Spur der Ewigkeit« und fasst wieder vier Romane von PERRY RHODAN NEO zusammen. Weil diese inhaltlich einige Besonderheiten aufweisen, möchte ich einige Wort mehr über sie verlieren.

Als die Romane zu diesem Buch im Jahr 2012 geschrieben wurden, veränderten die Autoren mit ihren Texten bewusst die klassische PERRY RHODAN-Serie. Sie interpretieren gewissermaßen die alten Mythen der Serie völlig neu – und was dabei entstand, ist packende Science Fiction aus der heutigen Zeit.

Wem das irritierend vorkommt, dem versuche ich es mit einem Beispiel zu erläutern: In der klassischen Serie war es völlig logisch, dass Perry Rhodan recht schnell zum Anführer der geeinten Menschheit wurde und als Großadministrator die Geschichte des Solaren Imperiums lenkte. In »Spur der Ewigkeit« wird ebenfalls ein Administrator gewählt – aber ich verrate an dieser Stelle sicher nicht zu viel, wenn ich sage, dass es diesmal eine handfeste Überraschung für die Leser gibt.

Das ist nicht alles. Auch bei der Jagd nach der Unsterblichkeit verläuft nicht alles so, wie man es aus der klassischen Serie kennt. Ganz im Gegenteil: Wer erwartet, dass Perry Rhodan nach dem Geschenk des ewigen Lebens greift, wird bemerken, dass es sich ganz anders verhält.

Ich finde, dass Frank Borsch – als er die Exposés für diese NEO-Romane schrieb – ein sehr schlüssiges und klares Konzept erarbeitete, das weit in die Zukunft der Serie reicht. Er stellte Perry Rhodan, die unangefochtene Hauptfigur der Serie, in einen neuen Kontext, machte ihn nicht zu einer Hauptfigur ohne Fehl und Tadel, sondern zu einem Helden mit Kontur, der auch mal einen Fehler begehen darf. Die zwei genannten Eckpunkte, nämlich die Unsterblichkeit und die Rolle eines Staatenlenkers, zählen ganz eindeutig dazu.

Mir gefiel bei der Lektüre der Manuskripte damals, dass die Autoren in ihren Romanen unterschiedliche Schwerpunkte legten. Jeder von ihnen führte weiter hinein in das Universum von PERRY RHODN NEO.

Ganz neu dabei war Alexander Huiskes. Sein »Der Weltenspalter« hat nicht nur ein eindrucksvolles Titelbild, sondern führt auch eine Waffe in die Serie ein, die den »Helden« die nackte Angst über den Rücken jagt. Ein wenig philosophisch, aber trotzdem sehr unterhaltsam geht es in »Zisternen der Zeit« von Wim Vandemaan weiter.

In die Vergangenheit der Erde führt »Zuflucht Atlantis« von Christian Montillon, während »Welt der Ewigkeit« von Frank Borsch den eigentlichen Höhepunkt des Buches einleitet. Klar, dass der Exposéautor der Serie hier den Abschluss für einen besonders packenden Abschnitt der Serie liefert und für die Leser die eine oder andere Überraschung serviert.

So entstand mit »Spur der Ewigkeit« ein dickes Hardcover-Buch, das einige Überraschungen und wesentliche Entwicklungen von PERRY RHODAN NEO präsentiert. Es zeigt, dass sich die Serie längst von der klassischen PERRY RHODAN-Serie emanzipiert hat und einen eigenen Weg einschlägt – bis heute und bis zum aktuellen Team der Exposéautoren.

20 Oktober 2015

Botschaft von den Sternen

Ganz ehrlich: Ich finde schon das Titelbild des Romans »Botschaft von den Sternen« echt klasse! Dirk Schulz hat für den Band 107 unserer Serie PERRY RHODAN NEO ein kleines Meisterwerk geschaffen. Ob die Leser unbedingt erkennen werden, dass hier Thora zu sehen ist, wie sie über Terrania City hinwegfliegt, weiß ich nicht – ich mag das Motiv auf jeden Fall.

Es passt zu einem spannenden Roman, in dem Rüdiger Schäfer als Exposéautor von PERRY RHODDAN NEO gleich mehrere Handlungsfäden weiter aufrollt. Seine Darstellung einer engagierten und zugleich wütenden Thora finde ich sehr gelungen; so habe ich die Arkonidin in der klassischen Serie nie dargestellt bekommen. Allein diese Szenen belegen, wie sehr sich NEO vom Original entfernt hat – mir gefiel das sehr gut!

19 Oktober 2015

Messe-Splitter nachgereicht

Der Nach-Messe-Blues hat mich nicht so gepackt wie manche Autoren- und Verlagskollegen, die bei Twitter und Facebook lauthals ihr Leid klagen. Dennoch möchte ich – quasi »the day after« – einige kurze Eindrücke von der Messe nachreichen.

An der Theke des Galaktischen Forums: Kai Hirdt, der wegen »seines« PERRY RHODAN-Comics und seiner Romane zu Recht viel Lob erhält, feiert ein wenig. Und er diskutiert mit dem Barmann, der sich als erfahrener Cocktail-Mixer erweist. Gemeinsam tüfteln die beiden an Cocktails, und Kai ist hinterher glücklich: Es sei »der beste Martini« oder was auch immer, den er jemals erhalten habe.

In der Messehalle 3.0.: Auf dem Weg von Edel zu CrossCult fällt mir im Kinder- und Jugendbereich ein Pulk von jungen Leuten auf, die interessiert zuhören. Ich bleibe stehen, hebe den Altersschnitt in der Gruppe und stelle fest, dass der PERRY RHODAN-Stammgastautor Andreas Eschbach sein aktuelles Science-Fiction-Jugendbuch am Stand des Arena-Verlags präsentiert. Das macht er sehr locker, gleichzeitig sehr informativ und respektvoll gegenüber seinen Zuhörerinnen und Zuhörern.

Am Stand von Droemer-Knaur: Mit der PERRY RHODAN-Gastautorin Tanja Kinkel plaudere ich über ihr aktuelles Buch, das diesmal nicht »alte Geschichte, sondern Zeitgeschichte« enthält, sowie ihre Aktivitäten in literarischen Gesellschaften. Das ist eine ganz andere Welt, zu der ich als Science-Fiction-Redakteur sonst keinen Zugang habe.

Beim BuchmesseCon: Ein junger Mann mit »Flash«-T-Shirt steht auf einmal vor mir und gibt mir die Hand. Es ist Ben Calvin Hary, dessen PERRY RHODAN-Fanroman mir sehr gut gefallen hat. Zu einem längerem Gespräch kommt es nicht, weil so viel Trubel ist. Das müssen wir wohl nachholen!

18 Oktober 2015

Fachgespräche und Notizen

Es ist nach jeder Buchmesse dasselbe Spiel – so auch im Herbst 2015: Ist die Veranstaltung zu Ende, muss man sich mit den Notizen herumschlagen. Berge von Zetteln liegen in meinem Gepäck, auf vielen davon habe ich kryptische Buchstabenkombinationen hinterlassen.

Diese versuche ich am »Tag danach« zu sichten und gründlich durchzuarbeiten; dann gehe ich daran, sie in vernünftige Notizen zu verwandeln. Schließlich geht es oft darum, die daraus resultierenden Arbeiten zügig anzugehen. Und spätestens nach einer Woche weiß ich nicht mehr, was ich alles besprochen habe. Ich bewundere Menschen, die sich alles merken können – ich muss leider alles aufschreiben.

17 Oktober 2015

Zweiter Messetag 2015

Der erste Messetag ging am Freitag sehr gut und fast zu schnell vorüber, der zweite Messetag begann am Samstag morgen mit der Fahrt zum Parkhaus: Weil wir keinen eigenen PERRY RHODAN-Stand haben, stelle ich mein Auto in das Parkhaus am Rebstock-Gelände ab und fahre von dort aus mit dem Bus weiter. Wie alle anderen »normalen« Besucher auch – das ist durchaus entspannend und lädt zu Sozialstudien ein.

Nachdem ich schon gestern bei den Kollegen von CrossCult vorbeigeschaut hatte, führte heute mein erster Besuch ebenfalls zu den Comic-Kollegen. Der neue PERRY RHODAN-Comic sieht gut aus und kommt gut an; die Leute blättern offensichtlich gern darin und mögen ihn. Das stimmt mich sehr optimistisch. Der Comic ist schon jetzt eines meiner Messe-Höhepunkte.

16 Oktober 2015

Premiere für Frankfurt

Am heutigen Freitag beginnt für mich die Frankfurter Buchmesse – in mancherlei Hinsicht ist das eine Premiere. Noch nie in den vergangenen Jahren fuhr ich so spät auf die Messe; normalerweise war ich stets ab Donnerstag vor Ort. Und seit 2008 hatten wir stets einen PERRY RHODAN-Stand, in den Jahren vor 2007 hatten wir eben unseren Platz am Moewig-Stand.

Dinge ändern sich, und manchmal ist das gut so. Ich lasse die neue Situation auf mich zukommen und freue mich auf die Fachsimpeleien mit Branchenkollegen, Autoren und Lesern – das wird trotz fehlender Standeinrichtung und trotz Ternindruck hoffentlich klappen.

Was allerdings nicht klappen wird: Ich kann kaum zwischendurch bloggen oder meine Eindrücke sonstwie ins Netz stellen – dazu werden keine Zeit und kein Raum sein. In Frankfurt unterliege ich wohl einer Raumzeit-Krümmung der besonderen Art ...

15 Oktober 2015

Werbetexte in der Mache

»Schreib doch mal einige knackige Werbe-Aussagen auf«, meinte der Kollege aus dem Nachbarbüro. »Die schüttelst du doch ganz lässig aus dem Ärmel.« Er grinste, als er das sagte; womöglich war es also eine ironische Aussage.

Aber so sitze ich nun da und versuche zu schütteln: Die nächste Handlungsstaffel von PERRY RHODAN NEO ist in Arbeit. Der Autor lieferte bereits die ersten Kapitel für den Roman mit der Bandnummer 111, Dirk Schulz erhielt von mir einige Vorschläge für ein Titelbild – jetzt fehlen nur noch die werbenden Aussagen, damit die Kollegen im Marketing auch loslegen müssen.

Das ist eine der Aufgaben für heute. Sie klingt einfach, aber so schnell bin ich mit Werbetexten nun wirklich nicht. Glücklicherweise endet so ein Tag erst um Mitternacht ...

14 Oktober 2015

Monatsmeeting im Oktober

Mit viel Elan ging es am 25. Oktober 2006 in das sogenannte Monatsmeeting des Moewig-Buchverlages. Die Abteilung PERRY RHODAN hatte einige Dinge vorbereitet, die mit den Kolleginnen und Kollegen von Vertrieb, Marketing, Lektorat und Geschäftsführung durchgesprochen werden sollten.

Unter anderem ging es um eine geplante Reihe von Paperbacks. Ab Frühjahr 2007 sollten die Silberbände des »Meister der Insel«-Zyklus in Form von schönen Paperback-Bänden in den Handel kommen. Zum Start dieser Paperback-Reihe war darüber hinaus ein »Klopper« geplant: ein 900 Seiten starkes Buch, in dem mehrere der klassischen Planetenromane nachgedruckt werden sollten.

Der zweite Schwerpunkt betraf den Herbst 2007. In diesem Zeitraum sollte der PERRY RHODAN-Silberband 100 erscheinen – ein echtes Jubiläum stand vor der Tür. Unter anderem waren der »normale« Silberband geplant sowie eine schön gestaltete Sonderausgabe, ein Hardcover-Band mit Schutzumschlag.

13 Oktober 2015

Vor dem Frankfurt-Trip

Eine Buchmesse ist manchmal so ähnlich wie Weihnachten: Man weiß das ganze Jahr über, dass sie stattfindet, aber zwei Tage vorher geht's noch mal richtig hektisch zu. Dass wir mit PERRY RHODAN in diesem Jahr keinen Stand auf der Frankfurter Buchmesse haben, ändert nichts daran, dass diese Regel auch im Oktober 2015 gilt.

Drei Menschen aus der Redaktion fahren getrennt zur Messe, jeder hat seine eigenen Termine, es gibt wenig Überschneidungen. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum ich heute noch Mails erhalte, in denen mir Termine vorgeschlagen werden oder in denen nach Terminen gefragt wird.

Ich stelle allerdings auch mit kritischstem Blick fest, dass manche Dinge nicht gehen – unter anderem kann ich mich nicht per Teleportation durch die teilweise vollgestopften Messehallen bewegen. Also versuche ich mich, »ganz cool« zu verhalten und in aller Ruhe die weiteren Vorbereitungen zu treffen ...

12 Oktober 2015

Exterra 69 gelesen

Dass ich immer noch gern Fanzines lese, habe ich schon oft geschrieben. Ich mag gedruckte Fanzines, weil sie – für meinen Geschmack – eher für die Nachwelt gedacht sind als Blogs, Facebook-Kommentare oder Forums-Diskussionen. Gleichzeitig ist durchaus klar, dass im Zeitalter der heutigen Kommunikation ein gedrucktes Fanzine als altmodisch gelten muss.

Sei's drum: Ich habe die Ausgabe 69 des Fanzines »Exterra« gelesen. Das Heft wird vom SFC Universum herausgegeben, den es schon seit Jahrzehnten gibt, und es ist ein Fanzine, wie es für die 80er-Jahre typisch war: im A5-Format, in der Mitte geheftet, schwarzweiß. Aber da es von Fans für Fans gemacht wird, ist eine eher schlichte Gestaltung nicht hinderlich.

Mir gefallen die Beiträge, die sich mit der PERRY RHODAN-Serie und ihrem Umfeld beschäftigen: ob das nun ein Artikel über den »kosmologischen Überbau« ist, eine Übersicht über die zuletzt veröffentlichten NEO-Romane oder ein Bericht vom diesjährigen GarchingCon – solche Texte bilden einfach eine schöne Bandbreite. Ergänzt werden sie durch andere Texte.

Nichts davon ist spektakulär, aber in diesem Heft kommt fannisches Engagement zum Ausdruck, und das auf 64 A5-Seiten. Wer sich für das Heft interessiert, erfährt über die Website des Clubs mehr ...