05 Mai 2025

Die Kralle von Ingastaar

Gleich zwei neue Namen verbinden sich mit dem fünften Band unserer Miniserie PERRY RHODAN-Kartanin. Über die Zusammenarbeit mit der Kollegin und dem Kollegen habe ich mich sehr gefreut; es wird nicht die letzte gewesen sein.

Geier ist ein Zeichner, den ich seit den 80er-Jahren kenne. Ich mag seine Comics, und ich mochte seine Bilder; er ist vielseitig und hat sich in den unterschiedlichsten Genres bewährt. Die vier Bilder, die er nun für PERRY RHODAN-Kartanin angefertigt hat, sind sein Einstieg ins Perryversum. Das Titelbild gibt die Szenerie des aktuellen Romans gut wieder – es vermittelt die Action, die vor allem im letzten Drittel stattfindet.

Verfasst wurde der Roman von Lucinda Flynn. Die Autorin lernte ich auf der Leipziger Buchmesse kennen, und wir beschlossen, eine Zusammenarbeit auszuprobieren. Ihr Roman steckt voller Action; Lucinda schickt Perry Rhodan und seine Begleiter durch einen gefahrvollen Parcours und zeigt ganz nebenbei, wie übermächtig die Vantani scheinen – bei ihnen handelt es sich übrigens um die Gegenspieler des Terraners und der Kartanin.

02 Mai 2025

Dorifer gehört

Bereits im April 2023 kam das PERRY RHODAN-Hörbuch mit dem Titel »DORIFER« in den Handel. Es basiert auf dem gleichnamigen Silberband mit der Nummer 161, wurde von Martin Bross gelesen und ist über 14 Stunden lang. Ich habe es erst dieser Tage angehört; ich wollte noch einmal mitbekommen, wie die Figur des Ratber Tostan in unsere Serie eingeführt wurde.

Tatsächlich ist das Hörbuch sehr komplex. Die Romane, die ihm zugrunde liegen, entstanden in einer Phase unserer Serie, in der die Handlung nicht immer einfach verlief. Es ging um Kosmonukleotide und kosmische Verwicklungen; das alles faszinierte mich damals als Leser, weil es den Serienkosmos erweiterte, ist aber selten die leichteste Kost.

Figuren wie Alaska Saedelaere spielen eine Rolle – das mochte ich beim Anhören wieder sehr. Der mysteriöse KLOTZ, den ich damals als Leser faszinierend fand, ist immer noch ein seltsames kosmisches Gebilde. Und auch heute wird klar, wie umfassend die Serienkonzeption jener Jahre war.

»DORIFER« wäre nicht der Silberband oder die Silber Edition, die ich zum Einsteigen in das Perryversum empfehlen würde. Für Stammleser, Altleser oder Exleser, die ihre Kenntnisse über die Serienvergangenheit auffrischen wollen, ist das Thema aber immer noch interessant – und damit auch das Hörbuch.

30 April 2025

»PEGASOS« kann kommen

Man könnte ja sagen, dass bis zum Herbst noch eine Menge Zeit vergehen wird. Immerhin liegt – so hoffe ich – ein schöner Sommer zwischen diesem Frühling und dem Herbst. Aber wenn wir am 31. Oktober 2025 den Band 3350 unserer Serie veröffentlichen wollen, müssen wir heute schon daran arbeiten.

Das Exposé für den Roman sowie die relevanten Datenblätter stehen seit einiger Zeit. Der Autor hat bereits mit der Arbeit am Manuskript begonnen. Wir machen uns Gedanken darüber, was wir im Mittelteil des Romans platzieren möchten. Und natürlich überlegen wir schon früh, welches Motiv wir aufs Titelbild hieven möchten.

Bekanntlich beginnt mit diesem Band der neue PERRY RHODAN-Zyklus, der unter dem Titel »PEGASOS« stehen wird. Den Namen werden wir zeitnah mit Inhalt füllen, das verspreche ich. Aber mit dem Ausplaudern der ersten inhaltlichen Details möchte ich warten – da liegen noch einige Monate vor uns, in denen wir den laufenden »PHOENIX«-Zyklus erzählen werden ...

29 April 2025

Wenn das Gewissen schreit

Es ist der erste Roman, den Marie Erikson für die PERRY RHODAN-Serie geschrieben hat, und er kommt diese Woche in den Handel. Vorher zeigte sie bei den Miniserien und bei PERRY RHODAN NEO ihr Können. Die Rede ist von »Wenn das Gewissen schreit«, und das Titelbild von Dirk Schulz zeigt bereits, dass Cameron Rioz in diesem Band eine zentrale Rolle spielt.

Der Autorin gelingt es sehr gut, die Situation des jungen Mannes darzustellen, der – gegen seinen Willen – zu einer wichtigen Person geworden ist. Wie es aussieht, interessieren sich diverse Gruppierungen für ihn, und das bedeutet, dass er immer mehr zum Spielball der Mächte wird.

Marie Erikson stellt nicht nur Cameron Rioz vor, sie zeigt auch Agenten des Terranischen Liga-Dienstes und der USO sowie »ganz normale« Techniker. Die unterschiedlichen Schauplätze und Personen haben mir bei der Lektüre sehr gut gefallen. Ich bin sicher, dass dies nicht der letzte Roman der Kollegin für unsere Serie gewesen ist …

28 April 2025

Odyssee in der Agolei

Ein Roman von Wim Vandemaan ist immer etwas Besonders. Das gilt auch für »Odyssee in der Agolei«, den wir in der vergangenen Woche veröffentlicht haben. Viele Leser haben sich am Wochenende damit beschäftigt, von einigen haben wir Rückmeldungen erhalten. Es wird Zeit, dass ich mich ebenfalls dazu äußere.

Der Autor hat eine Reihe von ungewöhnlichen Perspektiven in diesen Roman einfließen lassen. Vordergründig ist es die Geschichte eines Raumschiffs, in dem sich gegnerische Kräfte aufhalten, die naturgemäß andere Vorstellungen haben als die eigentliche Besatzung oder die Bordintelligenz.

Entsprechend sind die Dialoge und die Taten. Der Autor stellt glaubhaft die Mittel des PHOENIX dar, ebenso die seiner Bordintelligenz Phoenix. Die parallel dazu laufende Handlung mit Perry Rhodan spielt im All, zwischen Trümmerstücken und Felsbrocken, die durch die Unendlichkeit treiben.

Das ist spannend, das steckt voller Action, da winken Überraschungen. Und die Szene am Ende, in der Rhodan so richtig überrascht wird, fand ich dann konsequent und besonders stark.

25 April 2025

Gelungene April-Ausgabe

Der PRFZ-Newsletter richtet sich an die Mitglieder der PERRY RHODAN-FanZentrale (PRFZ), der ich seit ihrer Gründung angehöre. Dieser Tage kam die aktuelle Ausgabe 58 bei mir an; das Fanzine wird als PDF erstellt und per Mail an die Abonnenten verschickt. Mit seinen zwanzig A4-Seiten hat es einen respektablen Umfang. Gestern abend habe das Fanzine gelesen.

Themen aus dem Verein spielen natürlich eine Rolle – so gibt es ein Vorwort des Vorsitzenden und eine Kurzgeschichte aus dem Universum der Fan-Romanserie »Dorgon«. Dazu kommen Informationen zu Themen rings um die größte Science-Fiction-Serie der Welt, alles schön breit gefächert.

Zwei Beiträge fand ich besonders lesenswert.

Unter »Ein bisschen Chaos muss sein« gibt es ein Interview mit Olaf Brill. Der frischgebackene Teamautor erzählt von seiner Arbeit und seiner Begeisterung für den »Kleinen Perry«. Das liest sich alles sehr sympathisch.

»Science Fiction in Englischbüchern« ist ein Beitrag von Alexandra Trinley, die als Redakteurin für den Newsletter zuständig ist und bei diesem Text über den rhodanischen Tellerrand hinausschaut. Ihr Blick auf Science Fiction in Schulbüchern ist amüsant und informativ zugleich.

Schönes Fanzine! PRFZ-Mitglieder können es kostenlos abonnieren.

24 April 2025

Atlan und die SOL als Leseprobe

Als wir im März 2013 auf die Buchmesse nach Leipzig fuhren, hatten wir eine aktuelle Leseprobe im Gepäck: Sie galt für die neue ATLAN-Serie, die wir seit einigen Wochen veröffentlichten. Sie erschien nicht im Heftroman, sondern als schmales Taschenbuch – zu der Zeit hatten wir bereits PERRY RHODAN NEO im Handel und veröffentlichten die Planetenromane in diesem Format.

Die ATLAN-Taschenbücher fassten den klassischen »SOL«-Zyklus aus der ebenso klassischen ATLAN-Serie zusammen, die damals ab Band 500 viele Leser begeistert hatte. Ich selbst hatte die ATLAN-Romane sehr gemocht. 

In der neuen Taschenbuch-Ausgabe fassten wir immer zwei Heftromane zu einem schmalen Buch zusammen. Redaktionell verantwortlich dafür war Sabine Kropp, die Bearbeitung übernahm Rüdiger Schäfer.

Mit der Leseprobe, die im Januar 2013 in die Druckerei ging, machten wir auf »Raumschiff SOL in Not« aufmerksam, den Start in die neue ATLAN-Handlungsebene. Ich fand sie aussagekräftig, und sie sah mit dem neuen Titelbild von Arndt Drechsler sehr gut aus – in Leipzig wurde sie auch positiv aufgenommen.

Leider erreichte diese neue ATLAN-Ausgabe kein langes Leben; wir mussten sie bald einstellen. Aber davon war im Januar und im März 2013 noch nichts zu spüren ...

23 April 2025

Terror auf Tynar

Die Tekheter sind ein extraterrestrisches Volk, das entfernt menschenähnlich aussieht. Die Planetarier haben Hände und Füße, sie haben auf den ersten Blick humanoide Formen. Die Unterschiede werden deutlich, wenn man näher herangeht – und das unternimmt Antares Bottlinger in dem Roman, der in dieser Woche in unserer Serie PERRY RHODAN NEO erscheint.

»Terror auf Tynar« ist ein typisches Planetenabenteuer, wenn man es genau nimmt: Eine Gruppe von Leuten um Perry Rhodan betritt die Oberfläche einer fremden Welt, wo sie versucht, allerlei Informationen zu erlangen. Man gerät in Konflikte, aus denen man sich nur mit Mühe befreien kann, und bekommt auf diese Weise tiefe Einblicke in die Gesellschaft einer bislang unbekannten Kultur.

Das alles setzt Antares Bottlinger sehr geschickt um. Seine Tekheter und die Terraner sind sich näher, als man sich anfangs vielleicht hat vorstellen können, und das führt der Autor auch zu einem konsequenten Ende. Schöne Entwicklung!

22 April 2025

Die Substanz des Bösen

Es gibt Titelbilder, bei denen weiß ich im Voraus, dass sich die Geschmäcker der Leser nicht auf einen Nenner bringen lassen. Wenn in dieser Woche der Roman »Die Substanz des Bösen« in den Handel kommt, wird es sicher Diskussionen geben. Ich finde das Titelbild des vierten Bandes unserer aktuellen Miniserie hervorragend: Dirk Schulz hat eine zentrale Szene aus dem Roman in Farbe gebannt – sowohl die Kartanin als auch der Monchai sehen stark aus.

Inhaltlich passt es ohnehin zum weiteren Verlauf bei PERRY RHODAN-Kartanin. Es wird im Verlauf des Romans, den Marie Erikson verfasst hat, immer klarer, wie die Zusammenhänge zwischen den Vantani und ihren Opfern sind. Viele Fragen bleiben offen, aber diese werden im Verlauf der kommenden Bände beantwortet.

Die Autorin liefert mit diesem Werk ein starkes Psychogramm einer Kartanin und einer Terranerin. Beide Figuren haben mich bei der Lektüre des Manuskripts sehr überzeugt. Sehr gelungen!

17 April 2025

Manuskripte bei Nieselregen

Was macht der PERRY RHODAN-Redakteur am Gründonnerstag, wenn es draußen kühl und regnerisch ist? Er sitzt daheim, steckt die Nase in Manuskripte und lässt sich vom grauen Wetter nicht den Tag verderben. Immerhin liegt genügend Material vor, das für das gesamte Osterwochenende reicht.

In den vergangenen Tagen trafen einige Manuskripte für die PERRY RHODAN-Serie ein, mit denen ich mich beschäftige. Ich lese sie durch, ich mache mir Notizen, ich kommuniziere mit Autorinnen, Autoren und Lektoren. Das gleiche gilt für Manuskripte unserer aktuellen Miniserie sowie für PERRY RHODAN NEO. Eigentlich ist das alles kein Problem – höchstens rein zeitlich –, aber ich mich aufpassen, dass ich gedanklich nicht die verschiedenen Serien vermische. 

Besonders freue ich mich über Exposés, die sich auf die Romane »nach 3350« beziehen. Wir marschieren mit großen Schritten auf den Band 3400 zu, zumindest in der Planung der Autorinnen und Autoren ...

16 April 2025

Strangeness-Rhapsodie

Als der »Tarkan«-Zyklus in der zweiten Hälfte der 80er-Jahre zum ersten Mal veröffentlicht wurde, zeigten die PERRY RHODAN-Autoren erneut ein Feuerwerk an Ideen und originellen Einfällen. Es ging um andere Dimensionen und Materiewippen, es wurde mit komplexen Begriffen nur so um sich geworfen. Kein Wunder, dass das kommende PERRY RHODAN-Buch auch einen komplexen Titel erhalten hat.

Im Mai erscheint »Strangeness-Rhapsodie«; als Redakteur habe ich das betreffende Buch schon aus der Druckerei erhalten und konnte es durchblättern. Es ist Buch 170 der erfolgreichen Silberband-Reihe, die in meinem heimischen Bücherregal einen immer größeren Platz einnimmt …

Die Geschichte selbst weist viele starke Szenen auf. Ich erinnere mich noch gut an Perry Rhodans Abenteuer im fremden Universum Tarkan. Und ich weiß noch, wie druckvoll und aggressiv die humanoid aussehenden Hauri in der Serie dargestellt wurden – in den Romanen, die dem kommenden Silberband zugrunde liegen, ging es also um Science-Fiction-Action und kosmische Themen gleichermaßen.

Toll, dass das die Leser von heute nun in Form eines handlichen Buches lesen können!

15 April 2025

Botabar, der Wahrhafte

Es gibt Figuren, die werden vom Exposé so als Charaktere eingeführt, dass sie nicht sonderlich wichtig sein müssen. Dann aber kommt ein Autor oder eine Autorin und setzt die Vorlage des Exposés so um, dass eine wirklich wichtige Figur entsteht. Kai Hirdt machte das bei seinem jüngsten Roman, der in dieser Woche in den Handel kommt und den schönen Titel »Botabar, der Wahrhafte« trägt.

Wer Botabar ist und welche Funktion er innehat, verrate ich an dieser Stelle nicht. Das Titelbild von Dirk Schulz verrät immerhin, dass es sich um einen Wyconder handelt, um einen Angehörigen jenes Volkes also, über das im Verlauf des »PHOENIX«-Zyklus schon einige Male berichtet worden ist. Kai Hirdt greift in seinem Roman einzelne Aspekte der Wyconder-Kultur auf, die bislang keine große Rolle gespielt haben, aber sehr gut zu bisherigen Beschreibungen passen.

Wieder einmal war ich verblüfft, wie der Autor mit dem Exposé arbeitete. Kai Hirdt kommt immer wieder auf ungewöhnliche Lösungen, was ich sehr schätze und was auch bei diesem Werk gut festzustellen ist. Mit Botabar schuf er eine Figur, die einem Leser im Gedächtnis bleiben wird.

11 April 2025

Erben der Leere

Wie hat man sich einen Kelosker vorzustellen? Nach der Beschreibung in den klassischen Serienromanen sind die Kelosker zwar unglaublich intelligent, wirken aber unförmig und – auf Menschen – eher ein bisschen dümmlich. Das gilt somit auch für PERRY RHODAN NEO; es wurde nichts an der Optik geändert.

Dirk Schulz hat das für sein Titelbild des aktuellen Romans von Rüdiger Schäfer entsprechend umgesetzt. Ich finde das Cover von »Erben der Leere« deshalb gut, auch wenn ich weiß, dass es nicht nur auf Freude stoßen wird.

Der Roman wird sicher trotzdem seine Leserinnen und Leser packen. Rüdiger Schäfer erzählt von einer Begegnung zwischen Menschen und Aliens. Das ist ein Thema, das in der Science Fiction schon immer zu den Standards zählt, das aber dann immer gut funktioniert, wenn der Autor es entsprechend in Szene setzt. Die Fremdartigkeit der Kelosker wird gut vermittelt, finde ich.

10 April 2025

Im alten Marketing-Büro

Aus der Serie »Ein Bild und seine Geschichte«


Bei manchen Bildern sieht man gleich, aus welcher Zeit sie stammen. So kann man anhand der Möbel erkennen, wann etwa ein Foto aufgenommen worden ist. Aktuelles Beispiel: Irgendwann um 2004 stellte sich das damalige Marketing-Team im Marketing-Büro in den alten Räumlichkeiten des Verlags einer Kamera.

Links im Bild erkennt man Klaus Bollhöfener, der damals das klassische Marketing steuerte. Rechts im Bild ist Miriam Hofheinz zu sehen, die uns in jener Zeit die wunderbare Welt der E-Books und der digitalen Medien erschloss. Der Raumfahrer in der Mitte hatte sich offenbar nur in dieses Büro verirrt.

Zu jener Zeit hatten wir noch die Möbel, die den Verlag seit den fünfziger Jahren geprägt hatten: nach mehreren hausinternen Umzügen durchaus angeschlagen, aber stabil. Kurz darauf gab es die neuen Möbel – aber das wäre dann eine andere Geschichte.

09 April 2025

Das Reich der Ruhe

Ich finde den Namen, den Michael Marcus Thurner für das neue Sternenreich der Kartanin vergeben hat, sehr hübsch: Ein Reich der Ruhe, das klingt positiv. Bloß blöd, wenn es jemanden gibt, dem diese Ruhe nicht behagt ... Davon handeln die Romane der laufenden Miniserie PERRY RHODAN-Kartanin ja bekanntlich.

Diese Woche erscheint der dritte Band der Serie. Verfasst wurde er von Hermann Ritter, und der Titel »Das Reich der Ruhe« passt. Der Autor, der seit vielen Jahren immer mal wieder bei uns als Autor in Erscheinung tritt, erzählt ein wenig von der Vorgeschichte des aktuellen Sternenreichs und von Dao-Lin-H’ays Mission.

Vor allem in der Vergangenheitshandlung konnte er mich überzeugen. Ich mochte aber auch die philosophischen Gespräche auf der Gegenwartsebene.

Und das Titelbild von Dirk Schulz? Das passt ebenfalls, wenngleich es mit Ruhe ja nun wirklich nichts zu tun hat. Es zeigt Dao-Lin-H’ay in Aktion – oder ist es eine angeregte Diskussion?

08 April 2025

Die Schwingen des PHOENIX

In den Fernen der Agolei sind Perry Rhodan und seine wenigen Gefährten weitestgehend auf sich allein gestellt. Die kleine Gruppe kann immerhin auf das Raumschiff PHOENIX und seine Künstliche Intelligenz zählen. Doch auch der PHOENIX stößt an seine Grenzen.

In dieser Woche erscheint mit »Die Schwingen des PHOENIX« der aktuelle Roman von Michael Marcus Thurner. Der Autor erzählt von den weiteren Abenteuern der kleinen Gruppe am Rhodan, wobei er sein Augenmerk auch auf Sichu Dorksteiger richtet, die Frau des Raumfahrers. Dabei schafft er es, die unterschiedlichen Charaktere glaubhaft darzustellen und mit ihren Eigenheiten zu charakterisieren.

Mir gefällt es beispielsweise, wenn Rhodan mit seiner Gegnerin verhandelt. Mein Lieblingssatz: »Dieses Misstrauen beruht auf Gegenseitigkeit.« Da weiß man doch gleich, woran man ist …

07 April 2025

Heute ist Autorenkonferenz

Der heutige Montag steht im Zeichen der diesjährigen Autorenkonferenz. Die PERRY RHODAN-Autorinnen und -Autoren versammeln sich diesmal in Karlsruhe – ich kann also mit dem Fahrrad anreisen –, wo sie sich mit der Redaktion und dem Marketing in einem Konferenzraum zusammensetzen. Ich hoffe, dass ich hinterher einen ausführlichen Bericht präsentieren kann.

Das wohl wichtigste Thema der Konferenz ist der kommende Zyklus. Mit Band 3349 endet der laufende »PHOENIX«-Zyklus, und es beginnt ein neuer Handlungsabschnitt. Figuren verschwinden aus der Serie, neue Figuren nehmen ihren Platz ein oder sind nicht mehr so, wie man es bisher gewohnt gewesen ist. Über Figuren und Schauplätze, Ideen und Konzepte werden wir mit den Autorinnen und Autoren diskutieren.

Das ist nicht alles: Wir werden auch über das Marketing sprechen, über neue Autorinnen und Autoren, über »Seitenprojekte« und anderes. Letztlich geht es darum, nicht nur das kommende Jahr zu planen, sondern auch ein wenig in die Zukunft zu blicken.

04 April 2025

Der Orden der Datenkunde

Zu den Autoren, die sich mit dem Volk der Wyconder sehr gut auskennen, zählt ohne Zweifel Leo Lukas. Der in Wien lebende Autor schrieb gleich zu Beginn des »PHOENIX«-Zyklus zwei Romane, in denen er dieses fremde Volk vorstellte und einiges über ihre Sitten, Gebräuche und politischen Strukturen erzählte. Mit dem PERRY RHODAN-Roman dieser Woche kommt er zu den humanoiden Lebewesen zurück.

Sein aktueller Roman trägt den schönen Titel »Der Orden der Datenkunde«; das ruhige Titelbild dazu stammt von Dirk Schulz. Der Roman selbst ist nicht so ruhig; er spielt mit Tricksereien und durchaus fiesen Manövern.

Bei den Wycondern gibt es schließlich eine Reihe von Leuten, die durchaus eigene Ansichten zu den Verhältnissen in ihrer Gesellschaft haben. Vor allem gehen sie davon aus, dass gewisse Geheimnisse idealerweise für immer bewahrt werden müssen … Spannend!

03 April 2025

Wie geht es mit NEO weiter?

Eine Frage, die mir in jüngster Zeit gelegentlich gestellt wurde: Was passiert mit PERRY RHODAN NEO, nachdem Rainer Schorm so plötzlich gestorben ist? Welche Zukunft hat unsere Science-Fiction-Serie?

Viel Zeit zum Innehalten hatten wir nicht, vor allem Rüdiger Schäfer musste sofort weitermachen. Der Autor hatte die kommende Handlungsstaffel noch zusammen mit Rainer Schorm vorbereitet, muss sie nun aber allein weiter planen. Trotz aller Trauer muss es ja weitergehen. Derzeit schreibt Rüdiger Schäfer viele Exposés und Datenblätter, wobei er auf den gemeinsamen Arbeiten aufbauen kann.

Während in diesen Wochen an der »Imprint«-Staffel gearbeitet wird, stecken wir mitten in der Planung für die kommende Staffel. Zu deren Inhalten und ihrem Titel werde ich mich zeitnah melden; in diesen Tagen beschäftige ich mich mit den ersten Exposés und Datenblättern.

01 April 2025

Rettet NATHAN!

Bereits in der vergangenen Woche erschien der aktuelle Roman von Ben Calvin Hary. Mit »Rettet NATHAN!« schrieb der Exposéautor über die weiteren Ereignisse auf der Erde und dem Mond.

Nachdem Shrell das Brennende Nichts gezündet hat, müssen die Menschen ja davon ausgehen, dass NATHAN zerstört ist. Doch offensichtlich ist das Mondgehirn in mancherlei Hinsicht »zäher«, als man sich das vorab denken konnte. Spannend sind zudem die weiteren Fortschritte rings um Cameron Rioz; in diesem Roman geht es oft auch um Ehrlichkeit und Loyalität

Der Roman hat es also in sich, und das Titelbild schafft eine starke Impression dazu. Mir hat sehr gut gefallen, wie Dominic Beyeler die Bildbeschreibung aufgegriffen und umgesetzt hat. Wir hatten dazu einige Mailwechsel, und mich sprach schon die Skizze des Illustrators an.

31 März 2025

Erfolg, Gespräche und Kontakte

Wie immer fragt man mich nach einer Buchmesse, ob sie erfolgreich gewesen sei. Ich sage dann immer, das könne man erst im Nachhinein beurteilen. Viele Gespräche brächten schließlich erst nach Monaten einen echten Erfolg mit sich.

Aber das stimmt eigentlich gar nicht. Jede Buchmesse ist ein Erfolg – weil ich als PERRY RHODAN-Redakteur mit Autorinnen und Autoren spreche, weil ich neue Eindrücke sammle, weil ich mitbekomme, was andere Verlage und Redaktion tun, und weil ich mit Leserinnen und Lesern ins Gespräch komme, die ich sonst nie treffen würde. Das war in diesem Jahr in Leipzig wieder der Fall.

Man kann nach einer solchen Messe nicht – wie das früher der Fall war – haarklein auflisten, wie viele Bücher man verkauft hat oder wie viele Titel vorbestellt worden sind. Man kann eigentlich nur messen, welche Gespräche man wie und mit wem geführt hat. Unter dem Aspekt war die Messe also doch ein Erfolg.

27 März 2025

Leider wieder ohne Stand

Die Leipziger Buchmesse hat bereits begonnen, viele Aussteller haben schon ihre Stände aufgebaut und mit ihren Aktivitäten begonnen. Wir sind mit unserer Serie nicht vertreten; wir haben keinen eigenen Stand. Dafür gibt es verschiedene Gründe – vielleicht klappt es im kommenden Jahr.

Am heutigen Tag fahre ich auf die Messe; ich besuche sie am Freitag. Dort habe ich einige Termine mit Kolleginnen und Kollegen; ich spreche mit Autorinnen und Autoren, mit Verlagsleuten und Lektoren. Darüber hinaus schaue ich mir an, was es bei den verschiedenen Verlagen gibt, das mich interessiert und was ich noch nicht weiß.

Wie immer lässt sich ein Erfolg einer Buchmesse nicht direkt messen. Letztlich sind es die Kontakte, die entscheiden, und die knüpfe und pflege ich gern in einem Umfeld, das »buchaffin« ist ...

26 März 2025

Stayn

Ich mag es, wenn Dirk Schulz eine dynamische Figur aufs Titelbild zaubert. Er hat selbstverständlich einen anderen Stil als Johnny Bruck, aber die Dynamik seiner Bilder erinnert oft an »die gute alte Zeit« der Bruck-Illustrationen. Beim aktuellen Band von PERRY RHODAN-Kartanin zeigt das Titelbild eine Figur, die für den weiteren Verlauf der Miniserie wichtig wird.

Verfasst wurde der Roman mit dem schönen Titel »Stayn« von Michael Marcus Thurner und Stefan Pannor. Der Exposéautor der Miniserie und der Lektor arbeiteten also zusammen, was ich für ein interessantes Experiment halte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, ich mochte die Lektüre des Manuskriptes sehr.

Wir lernen nicht nur Stayn und ihre Geheimnisse kennen, sondern wir begleiten auch Perry Rhodan und Dao-Lin-H’ay bei ihren ersten Schritten in Ursa Minor, der kleinen Galaxis. Das geht nicht ohne Komplikationen ab, klar …

25 März 2025

Das Zwottertracht-Paradoxon

Mir ist bewusst, dass das Titelbild, das Dirk Schulz für den aktuellen Roman von PERRY RHODAN NEO gemalt hat, nicht allen Leserinnen und Lesern gefallen kann. Ich fand das Motiv für »Das Zwottertracht-Paradooxn« trotz aller Ruhe sehr spannend: Wir sehen darauf Lebewesen, die eindeutig »nicht von dieser Welt« sind, und wir nehmen sie vor allem vor einem fremdartig wirkenden Hintergrund wahr.

Im Inhalt gibt’s darüber hinaus genügend fremdartige Dinge. Olaf Brill ist der Autor des Romans, in dem eine Welt vorgestellt wird, die nicht nur einen ungewöhnlichen Namen hat, sondern auch von merkwürdigen Lebewesen besiedelt wird. Die Vincraner und die Zwotter sind mysteriös, und der Roman zeigt einige Aspekte ihrer Kultur.

Mir gefiel gut, wie der Autor in diese Welt eintauchte. Er betrieb einiges an Weltenbau und gestaltete viele Details der Kultur selbständig – das Exposé bildete vor allem eine Grundlage für einen insgesamt spannenden Roman. Mir hat dieser Ausflug nach Zwottertracht sehr gut gefallen.

24 März 2025

Manuskripte und Exposés im Zug

Wenn ich mit der Bahn fahre, nutze ich stets die Zeit und die Ruhe, die mir ein reservierter Platz ermöglichen, und lese unterwegs Texte, die ich dringend durcharbeiten muss. So war es auch am zurückliegenden Wochenende, an dem ich nach Wolfenbüttel und zurück fuhr. 

An der Bundesakademie für kulturelle Bildung war ich zusammen mit der Autorin Kathrin Lange als Dozent tätig. Es ging um das Schreiben von Romanen, die im weitesten Sinn mit Science Fiction, Fantas oder Horror zu tun hatten. 

Bei der Hinfahrt beschäftigte ich mich mit den Texten, die für das Seminar als Grundlage dienten und die von den teilnehmenden Menschen geschrieben worden waren. Einer davon spielte übrigens im PERRY RHODAN-Universum; es ging unter anderem um die Galaxis Naupaum und ihre Bewohner. Alle anderen Texte, über die wir sprachen, entstammten den selbst erarbeiteten Universen der Autorinnen und Autoren. 

Darüber hinaus hatte ich ein Exposé für unsere aktuelle Miniserie vor mir. Damit war ich bei PERRY RHODAN-Kartanin wieder auf dem Laufenden. 

In meinem Zimmer in Wolfenbüttel las ich ein Manuskript von PERRY RHODAN NEO, das schon während meines kurzen Urlaubs eingetroffen war. Und bei der Rückfahrt beschäftigte ich mich mit aktuellen Exposés für die PERRY RHODAN-Serie. Man kann echt nicht behauupten, dass ich mich gelangweilt hätte ... 

(Das Bild zeigt das Gästehaus der Bundesakademie in Wolfenbüttell, in dem die Autorinnen und Autoren sowie die Dozenten übernachteten.)

20 März 2025

Eine Handvoll Ewigkeit

Aus der Serie »300 Bände zurück«

Als Rüdiger Schäfer zu Beginn des Jahres 2013 das Exposé für seinen zweiten Roman für PERRY RHODAN NEO erhielt, stellte er sich wohl kaum vor, dass er ein Dutzend Jahre später die zentrale Person der Serie sein würde. »Eine Handvoll Dunkelheit« erschien im September 2013 und zählt zur »Arkon«-Handlungsstaffel.

Das Exposé verfasste Frank Borsch, der die ersten 100 Bände der Serie betreute; danach war Rüdiger Schäfer einer der Exposéautoren – bis heute. Die Handlung des Romans fasste Frank Borsch in einem Satz zusammen, wobei ich den zweiten Teil am spannendsten fand: »… während Perry Rhodan damit ringt, ob er die Unsterblichkeit annehmen soll«. Das fand ich damals schon interessant, und es klingt immer noch so, dass es mich neugierig machen würde.

Rüdiger Schäfer beschrieb die Intrigen der Arkoniden mit großer Begeisterung; man merkte dem Autor an, wie gut er sich mit diesem Thema auskannte. Mir gefiel vor allem, wie klar er die Figur des Perry Rhodan darstellte – ein Mensch, der mit seinem Schicksal durchaus hadert. In meiner Erinnerung ist das ein Roman, der mich überzeugte.

19 März 2025

Konstrukt der Ylanten

Diese Woche erscheint der zweite Teil eines Doppelbandes, den Susan Schwartz verfasst hat und der auf der Erde, dem Mond und in der direkten Nähe des Mondes spielt. Dort befindet sich nämlich das »Konstrukt der Ylanten«, das dem Roman der Woche auch seinen Titel gegeben hat. Die Autorin setzt darin die Handlungsbögen fort, die sie im ersten Teil des Doppelbandes aufgebaut hat.

Mit dem »Koordinator« führt sie eine interessante neue Figur in die Serie ein, die vor allem am Anfang des Romans eine wichtige Rolle spielt. Danach übernehmen andere Figuren die Regie – bis hin zu einem angedeuteten Konflikt zwischen Aktivatorträgern. Der vielschichtige Roman enthält schöne Details und schreibt die Ereignisse auf der Erde konsequent fort. Spannend.

17 März 2025

Carembroich, der Dieb

Bereits in der vergangenen Woche veröffentlichten wir Band 352 unserer Serie PERRY RHODAN NEO. Ich konnte zu diesem Zeitpunkt noch nichts zu diesem Roman schreiben – es ist das letzte Werk von Rainer Schorm, das wir in den Handel bringen. Der Autor starb nur wenige Tage, bevor der Roman herauskam. Das stimmt mich immer noch traurig, und so betrachte ich »Carembroich, der Dieb« mit sehr betrübten Gefühlen.

Der Autor führt in diesem Band eine neue Figur in unsere Serie ein, die voller Geheimnisse steckt. Es ist Carembroich, also die Figur, die dem Roman den Titel quasi gegeben hat. Und sie bietet eine Vorlage für die kommende Handlung, in der es unter anderem um die Vincraner gehen wird. Rainer Schorm verbindet in diesem Roman das Abenteuer der Weltraumfahrt mit einer exotischen Figur und einem Mysterium – das ist spannend zu lesen, auch wenn mich der Anblick des gedruckten Romans nun doch sehr traurig macht.

14 März 2025

Widersprüche in einem Universum

Auch die Ausgabe 117 des Magazins »SOL« habe ich von vorne bis hinten gelesen. Ich mag das Magazin sehr, und ich schätze die Arbeit, die Christina Hacker und ihr Team hineinstecken. Den meisten Leuten dürfte gar nicht bewusst sein, wieviel Engagement erforderlich ist, um so ein Heft in einer sehr guten Qualität und auch regelmäßig zu veröffentlichen.

Allein schon die Optik! 64 Seiten im A4-Format und einem professionellen Layout, alles in Farbe gedruckt und mit einem starken Titelbild von Günter Puschmann ausgestattet: Damit kann sich das Magazin jederzeit sehen lassen. Wie ich schon oft geschrieben habe: Man braucht sich nicht mehr an das alte PERRY RHODAN-Magazin zurücksehnen; die »SOL« ist längst das neue Magazin schlechthin.

Der Schwerpunkt im ersten Heft des Jahres 2025 liegt auf der »guten alten Zeit«, in diesem Fall geht es um die zahlreichen Widersprüche im frühen PERRY RHODAN-Universum. Die Beiträge zum Thema sind mit einer gewissen Ironie verfasst und machen Spaß; man merkt, dass sie nicht bierernst gemeint sind. Aber klar: Wenn man manche Aspekte der Serie unter die Lupe nimmt, wird schnell klar, dass man nicht alles glaubhaft begründen kann …

Die weiteren Beiträge möchte ich an dieser Stelle nicht auflisten; die Inhaltsangabe lässt sich ja im Internet nachlesen. Mir gefielen die Besprechungen der aktuellen Romane, für die nun Alexandra Trinley zuständig ist, und das Interview mit Hermann Ritter, dem neuen Ehrenmitglied der PERRY RHODAN-FanZentrale. Und der Blick auf die aktiven Frauen in der Science-Fiction-Szene war ebenfalls sehr lesenswert.

Aber das gilt eh für das gesamte Heft: eine gelungene Wundertüte voller Themen, die einem PERRY RHODAN-Enthusiasten gefallen müssten!

13 März 2025

Gratulation an Hermann Ritter

Ein nachgereichtes Logbuch der Redaktion

Wir lernten uns im Jahr 1982 persönlich kennen, hatten uns aber zuvor schon Briefe geschrieben: Hermann Ritter war keine zwei Jahre jünger als ich, aber bei Jugendlichen galt der Altersunterschied als eine riesige Kluft. Ich war schon 16 Jahre alt, er noch 14, ich fühlte mich als erfahrener Science-Fiction-Fan – das glaubte zumindest ich –, und er galt als junger Fan. Aber wir freundeten uns an, das ist letztlich die Hauptsache, und das ist mittlerweile Jahrzehnte her.

Am 1. März 2025 wird Hermann Ritter sage und schreibe 60 Jahre alt. Ein Grund, ihm an dieser Stelle öffentlich zu gratulieren! Er wird das Jubiläum ebensowenig fassen können wie ich selbst – es ist doch gefühlt noch gar nicht so lange her, dass ich ihn in seiner Studentenbude in Darmstadt besuchte –, aber wir müssen den Tatsachen ins Auge sehen: Man kann Hermann Ritter nun mit Fug und Recht als Jubilar bezeichnen.

Seien wir ehrlich: Angesichts der vielen Dinge, die er in seinem Leben schon getan hat, muss man sich wundern, dass er nicht schon 90 Jahre alt geworden ist. Womöglich verfügt er über einen Potentialverdichter, der sich vor allem um die Zeit kümmert – wer weiß das schon so genau?

In diesem Logbuch will ich mich deshalb auf seine Aktivitäten konzentrieren, die mit der größten Science-Fiction-Serie der Welt zu tun haben. Seine berufliche Laufbahn bietet Stoff für ein eigenes Buch, seine Aktivitäten bei den »Schlaraffen« oder im Fantasy-Verein FOLLOW sind teilweise filmreif, und dass er vieles publiziert hat, was sich außerhalb von PERRY RHODAN abspielt, möchte ich an dieser Stelle nur kurz anmerken.

Bei PERRY RHODAN und seinen verschiedenen Serien trat er immer wieder als Autor in Erscheinung. Hermann schrieb für PERRY RHODAN NEO – wo ich mich an eine ungewöhnliche Figur mit religiösem Hintergrund erinnere – und verschiedene Miniserien. Darüber hinaus veröffentlichte er Kurzgeschichten, etwa für die STELLARIS-Reihe, und verfasste Beiträge für den PERRY RHODAN-Report sowie unsere Internet-Seite. Ebenso war er als Lektor für uns tätig.

Nicht zu vergessen ist sein Engagement bei den PERRY RHODAN-Clubnachrichten, die er 16 Jahre lang betreute. Er stellte Fanzines und Clubs vor, war so eine zentrale Instanz für die Fan-Szene der Nuller- und Zehner-Jahre des 21. Jahrhunderts.

Über sein Engagement in der Fan-Szene lernten wir uns kennen; damit hat er nie aufgehört. Hermann gab Fan-Zeitschriften heraus, organisierte Cons und stand bei vielen Veranstaltungen auf der Bühne. In seiner Küche wurde die PERRY RHODAN-FanZentrale ins Leben gerufen, die er auch zeitweise als Vorsitzender leitete. Bis heute ist er ein gern gesehener Gast bei Fan-Treffen aller Art, wo er vor allem für seine eloquente und positive Art geschätzt wird.

Für mich ist Hermann Ritter eine Persönlichkeit mit vielen Seiten, die den meisten Leuten gar nicht bekannt sind. Was er im PERRY RHODAN-Umfeld geleistet hat und immer noch leistet, finde ich beeindruckend genug; dazu kommen die anderen Themengebiete. Ich hoffe, dass er seine Kreativität in den kommenden Jahren und Jahrzehnten bewahren kann – das wäre mir persönlich eine große Freude, und ich bin sicher, dass sich viele Leserinnen und Leser unserer Serie ebenfalls darüber freuen würden.

Alles Gute, lieber Hermann, zu Deinem sechzigsten Geburtstag – auf die nächsten Jahrzehnte!

(Dieses Logbuch wurde am 1. März 2025 veröffentlicht. Hier reiche ich es aus dokumentarischen Gründen nach.)

12 März 2025

Flucht zur Erde

Als wir im vergangenen Jahr beschlossen, eine neue Miniserie zu starten, die sich mit den Kartanin beschäftigen sollte, kam mir das vom Zeitplan her sehr locker vor. Die Monate schienen allerdings nur so an uns vorüberzurasen – und nun liegt bereits der erste Roman der neuen Serie vor mir. »Flucht zur Erde« wurde von Michael Marcus Thurner geschrieben und trägt ein knalliges Titelbild von Dirk Schulz. Diese Woche kommt er auch offiziell in den Handel.

Die Geschichte geht spannend los, soviel sei verraten. Mit Dao-Lin-H’ay und Perry Rhodan sind zwei bekannte Figuren gleich im ersten Band mit von der Partie. Es taucht aber eine weitere Figur auf, die in den vergangenen zwei, drei Jahren vor allem von Michael Marcus Thurner erfolgreich in Romanen dargestellt wurde – sie spielte auf der Handlungsebene Terrania immer wieder eine wichtige Rolle. Mir gefiel sehr gut, wie er sie hier auftreten lassen hat und wie sie auch in den kommenden Romanen zu sehen sein wird.

Der Start in die neue Miniserie ist spannend; es geht zur Sache. Und wir lernen neue Schauplätze kennen, die man so von der Erde noch nicht in unserer Serie gesehen hat. (Da wirkt es sich positiv aus, dass der Autor so viel mit seinem Motorrad durch Europa fährt …)

11 März 2025

Binas Visionen

Wenn ich heute den PERRY RHODAN-Roman in der Hand halte, der in dieser Woche in den Handel kommt, löst das sehr traurige Empfindungen in mir aus. Das Titelbild stammt von Swen Papenbrock, und der Illustrator starb am Montag – dadurch wird dieses Titelbild für mich besonders wichtig und einprägsam.

Den Roman schrieb Susan Schwartz. »Binas Visionen« ist der erste Teil eines Doppelbands, der die weiteren Geschehnisse auf dem Mond und seiner direkten Umgebung schildert. Die Autorin hatte sichtlich Freude daran, ihre höchst unterschiedlichen Figuren in alle möglichen Probleme zu verwickeln. 

Spannend fand ich ihre Darstellung eines Konflikts, der sich zwischen zwei Aktivatorträgern andeutet. Aber es wäre ja auch zu einfach, wenn immer alle Figuren die gleiche Meinung hätten …

10 März 2025

Welt der Rebellen

Bereits in der vergangenen Woche erschien »Welt der Rebellen«, der aktuelle Roman von Michelle Stern. Weil ich im Urlaub war, komme ich heute erst dazu, einige Zeilen über diesen Roman zu schreiben, der mir als Manuskript schon mal sehr gut gefallen hat. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich die Figur der Sichu Dorksteiger mag und es sehr schätze, wenn sie als starke Figur inszeniert wird.

Die Autorin schafft es aber nicht nur, Sichu Dorksteiger als coole Heldin zu zeigen. Sie schildert auch ihre Gegenspielerin mit Ecken und Kanten – sie geht nicht so weit, aus Shrell auf einmal eine Sympathieträgerin zu machen, zeigt aber, dass ihre Motive nicht ganz so schlicht sind, wie man es vielleicht anfangs glauben konnte. Mir gefiel das sehr gut!