10 Mai 2010

Bully und sein Schreibtisch

Seit den frühen 80er Jahren bin ich Mitglied in einem PERRY RHODAN-Club. Das glaubt mir manchmal kein Mensch, weil sich das anscheinend heutzutage kaum noch jemand vorstellen kann. Doch, es ist so: Ich bin »Bullyp«, also ein Mitglied im PERRY RHODAN-Briefclub Bullys Schreibtisch, abgekürzt PRBCBS.

Der Club ist in letzter Zeit ein wenig in die Faulheit versackt. Das belegen die aktuellen Mitgliedshefte, die mir auf den Schreibtisch gepurzelt sind; viel los ist da nicht. Und die schicke Homepage beflügelt das leider auch nicht. Da ist frisches Blut gefragt, denke ich - also bitte angucken und beitreten!

09 Mai 2010

Termindruck-Geschichten

Wochenend-Arbeit: Ein Roman kommt ein wenig zu spät, aber er sollte zu Beginn der Woche in Druck. Das heißt für den Lektor, dass er am Wochenende arbeiten muss. Trotz Muttertags und so ...

Und das heißt für den Redakteur - also mich -, dass er sich am Wochenende in aller Ruhe an den Computer setzt, um zu schauen, was der aktuelle Stand der Dinge ist. Sieht gut aus, nach aktuellem Stand der Dinge. Wird knapp, aber klappt.

07 Mai 2010

Filmtheater in Essen

Leider war ich selbst nicht dabei - aber es war ziemlich regnerisch und wäre deshalb kein reiner Spaß geworden: Am gestrigen Donnerstag, 7. Mai 2010, wurde in Essen für den PERRY RHODAN-Dokumentationsfilm gedreht. Die Beteiligten hatten trotz des Wetters viel Spaß, wie mir scheint.

Wer mag, kann schauen, was wie »WAZ«-Gruppe dazu im Internet und in der gedruckten Zeitung schrieb. Oder man gehe - solange das Filmchen noch anzugucken ist - auf die Mediathek des Westdeutschen Rundfunks und schaue sich dort entweder die komplette halbe Stunde oder eben den Dreiminüter an. Lohnt sich auf jeden Fall ...

06 Mai 2010

Die ELFENZEIT ist vorerst abgeschlossen

Ein Logbuch der Redaktion

In den letzten Tagen trafen in der PERRY RHODAN-Redaktion die letzten Belegexemplare für die Fantasy-Serie ELFENZEIT ein: Jetzt stehen insgesamt zwanzig Hardcover-Bände bei mir im Büro – das sieht richtig klasse aus, und ich bin darauf sehr stolz.

Die ELFENZEIT-Serie, die zeitweise eine Art Geheimprojekt der PERRY RHODAN-Redaktion war, liegt jetzt komplett vor und kann als zwanzig Bände umfassende Buchreihe bestellt werden. Dazu kommen bereits jetzt Hörbücher, und ich bin sicher, dass es noch weitere »Produkte« rings um die geheimnisvolle Welt der Elfen geben wird.

Möglich wurde die ganze Aktion nur durch das Zusammenwirken verschiedener Menschen in ganz unterschiedlichen Bereichen, sowohl geografischer als auch arbeitstechnischer Art. In erster Linie ist hier Susan Schwartz zu nennen, die nicht nur die meisten Romane für die ELFENZEIT-Serie schrieb, sondern sich auch die Handlung ausdachte und die Exposés für die Autorinnen und Autoren verfasste. Susan Schwartz koordinierte die Tätigkeit ihrer Kolleginnen und Kollegen, sie arbeitete eng mit der Redaktion in Rastatt zusammen, und sie trieb durch unermüdlichen Einsatz das Projekt stets weiter voran.

Ohne die Autoren wäre das ganze ebensowenig möglich gewesen. Teilweise arbeiteten wir mit Autoren zusammen, die wir bereits kannten: Michael Marcus Thurner als einziger Mann in der Runde war mir von PERRY RHODAN und ATLAN her bekannt. Cathrin Hartmann kenne ich ebenfalls seit Jahren; von ihr stammen ein PERRY RHODAN-Taschenbuch sowie ein ATLAN-Heftroman; auch Claudia Kern war schon bei PERRY RHODAN aktiv.

Autorinnen wie Verena Themsen, Jana Paradigi, Stephanie Seidel und Stefanie Rafflenbeul kannte ich bislang nur teilweise persönlich – aber die Zusammenarbeit klappte hervorragend. Wir erhielten die Manuskripte meist im exakten Zeitplan, und ich war von den Inhalten stets angetan. Sehr erfreulich war für mich, dass alle mit vollem Engagement an diesem Projekt mitwirkten.

Und das erstreckte sich auch auf die Covers, die den Verkaufserfolg stark bestimmten: Dirk Schulz und seine Kollegen von der Agentur Animagic aus Bielefeld zeigten, wie man heutzutage Fantasy-Cover gestalten muss. Schon die Testkäufer waren begeistert, und bis jetzt hörte ich nur positives über die meist von Gesichtern bestimmten Covers. Klasse!

In der Redaktion im Verlag wirbelte Sabine Kropp, die den Ablauf der Produktion bestimmte. Sie wurde von Christian Humberg als freiem Lektor unterstützt, und war in ständigem Kontakt zu den Kollegen in der verlagsinternen Herstellung: Wir lieferten als Redaktion ein druckfertiges PDF-Dokument ab, sprich, wir waren auch für die Satzarbeiten und die Korrekturläufe verantwortlich.

Tatsächlich klappte alles – es gab keine ernsthaften Probleme. Angesichts der Tatsache, dass die monatlich erscheinende Buchserie quasi »on top« kam und zur normalen Arbeit bewältigt werden musste, ist das eine herausragende Leistung. Nur weil alle Beteiligten von der Exposé-Autorin bis hin zur Herstellung im Verlag eng miteinander kommunizierten und die von Sabine Kropp erstellten Pläne größtenteils eingehalten wurden, war dieses Projekt überhaupt möglich.

Und auch deshalb, weil die Kolleginnen im Bertelsmann-Büro selbst an die ELFENZEIT glaubten. Es mangelte nicht an Zweiflern, die uns im voraus sagten, dass man mit einem solchen Projekt doch keine Chance haben könnte. Nicht die Kolleginnen im Club und bei BS-Editionen – sie unterstützten das Projekt und trieben es ebenfalls voran. Und es hat tatsächlich geklappt: Alle zwanzig ELFENZEIT-Bücher liegen jetzt vor.

Da es sich um eine Abonnement-Reihe handelt, können immer noch jederzeit neue Abonnenten einsteigen und jeden Monat ein neues Buch erhalten. Zwanzigmal bekommen diese dann packenden Fantasy-Lesegenuss mit unglaublich viel Abwechslung – da ist gute Unterhaltung garantiert. Ich freue mich darüber, dass ich jetzt zwanzig ELFENZEIT-Bücher im Regal stehen habe, und bin schon jetzt gespannt auf das nächste Projekt, das ich mit Susan Schwartz angehen werde.

Autorenlesung in Nürnberg

PERRY RHODAN-Chefredakteur sowie andere Gäste lesen in der Buchhandlung Grauer

Zum wiederholten Mal wird in Nürnberg das Autorentreffen veranstaltet, zu dem mehrere Dutzend Autorinnen und Autoren aus dem deutschsprachigen Raum erwartet werden. Als »Einleitung« für die Veranstaltung lädt die Grauer’sche Antiquariatsbuchhandlung traditionell zu einem Lesungsabend, an dem die Dozenten des Autorentreffens aus ihren Werken vortragen.

Gäste sind diesmal der Autor Titus Müller (bekannt durch historische Romane, verfasste aber auch einen PERRY RHODAN-Gastroman), der Autor Oliver Patsch (verfasst Krimis) und der PERRY RHODAN-Chefredakteur Klaus N. Frick. Beginn ist am Mittwoch, 12. Mai 2010, um 20 Uhr; es kostet fünf Euro.

Weitere Informationen gibt's auf der Homepage der Buchhandlung. Die Adresse: Vordere Sterngasse 11, 90402 Nürnberg.

05 Mai 2010

WeltCon 2011 in Sicht

Das große Thema heute, dem wir eine lange Besprechung widmeten: der PERRY RHODAN-WeltCon, der im September 2011 stattfinden wird. Immerhin gilt es, fünfzig Jahre PERRY RHODAN zu feiern - und es ist viel passiert in dieser langen Zeit.

Im Gespräch mit unseren Partnern von der Agentur ging es für Klaus Bollhöfener, Heidrun Imo und mich vor allem darum, die nächsten Schritte zu definieren, die wir gemeinsam gehen werden. Programmatische Eckpunkte müssen festgelegt werden, die den Besuchern schließlich ein »Whow«-Gefühl vermitteln sollen ...

04 Mai 2010

Der Monolith von Australien

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Im Sommer 1991 flog ich mit meiner damaligen Freundin nach Australien; es wurde ein langer, sehr interessanter und abwechslungsreicher Urlaub. Unter anderem reisten wir von Darwin mit dem Bus nach Alice Springs, die mitten im Land gelegene Stadt. Von dort fuhren wir an die Küste weiter und danach über Townsville und Brisbane bis nach Sydney.

Doch um die Tour durch Australien soll es in diesem Rückblick nicht gehen – das wäre eine andere Geschichte –, sondern um eine PERRY RHODAN-Idee, die dabei entstand und irgendwann in einem ATLAN-Zyklus gipfelte ...

Australien begeisterte mich in diesem Sommer 1991. Die Landschaft war grandios, die Freundlichkeit der meisten Menschen umwerfend, das Leben in den Städten teilweise sehr gemütlich, teilweise auch spannend. Aber was mich tatsächlich schockierte, waren die sozialen Verhältnisse mancher Ureinwohner, der sogenannten Aborigines. Wobei ich als Reisender ohnehin nur Ausschnitte aus dem alltäglichen Leben mitbekam.

Ich sah Aborigines, die in Darwin auf dem Brachland unweit eines Spielcasinos saßen und dort beteten, weil das Casino genau auf einem ihrer Friedhöfe errichtet worden war. Ich erlebte Aborigines, die in einem ausgetrockneten Flussbett in Alice Springs zusammensaßen, Schnaps tranken und seltsame Lieder sangen; den Schnaps bekamen sie in einem Bretterverschlag unweit davon, der zu einem Restaurant gehörte.

Und ich überlege mir irgendwann, was wäre, wenn ein solches Szenario im PERRY RHODAN-Universum glaubhaft umgesetzt würde. Wie wäre es, wenn man ernsthaft schildern würde, was passiert, wenn eine Kultur, die anderen Grundsätzen folgt, mit einer technischen Zivilisation konfrontiert würde? Was würde wirklich geschehen, wenn Menschen von den Sternen kämen und auf Wesen treffen würden, die eine steinzeitliche Kultur hätten?

Als wir vor dem Ayers' Rock ankamen, dem heiligen Berg vieler australischer Ureinwohner, erfuhr ich dort ein wenig über die Geschichte des Berges und die Religion der umliegenden Völker. In diesen Tagen kristallisierte sich in meinem Kopf langsam eine Geschichte heraus. Diese wiederum, so dachte ich, wäre es wert, erzählt zu werden.
Nachdem ich wieder daheim in Deutschland war, hatte ich erst einmal andere Probleme. Doch wenn ich Zeit hatte und mich auf eigene Texte einließ, schrieb ich an einem Konzept, dem ich einen Arbeitstitel gab. Ich nannte es »Der Monolith von Thalaton«, und ich wollte daraus ein PERRY RHODAN-Taschenbuch machen ...

Da ich vom »Tausend-Jahres-Sprung« schon immer fasziniert gewesen war, weil man als Leser über diesen Handlungszeitraum so wenig wusste, überlegte ich mir, die Geschichte in jener Zeit anzusiedeln. Das Imperium Dabrifa, die Tarey-Bruderschaft oder die Zentralgalaktische Union empfand ich als faszinierende Gebilde, und Agentengeschichten mochte ich ebenfalls. Was also lag näher, als die Geschichte meiner Reise nach Australien mit meinen persönlichen PERRY RHODAN-Interessen zu verknüpfen?

Mein Roman sollte im Jahr 3431 spielen, und als Helden wollte ich einen USO-Spezialisten nehmen, der drogenabhängig ist. Im weitergehenden Konzept wurde daraus ein Agent der Solaren Abwehr, der Tabletten zu sich nahm. Ich gab ihm einen Namen: Evren Santjan, und ich setzte ihn ins Imperium Dabrifa. Von dort aus sollte er zum Planeten Thalaton kommen.

Zitat aus meinem Exposé: »Thalaton ist ein wüstenhafter Planet, der von humanoiden Eingeborenen, den Thalans, bewohnt wird – die wiederum stammen wohl von Lemurern ab. Der Planet enthält eine Unmenge an seltenen Transuranen, so daß sich der Abbau für das Imperium Dabrifa lohnt. Im Lauf von 300 Jahren haben sich auf Thalaton rund 120.000 Menschen angesiedelt, dazu kommen einige Millionen Thalans.«

Nachdem ich die ersten Eckpunkte der Handlung festgelegt hatte, skizzierte ich die ersten Figuren und fing recht schnell mit dem Schreiben an. Im Herbst und Winter 1991 entstanden rund zehn Manuskript-Seiten von »Der Monolith von Thalaton«. Ich stellte die Hauptfigur vor, zeigte ihren Flug nach Thalaton und schilderte den Absturz eines Gleiters über der Planetenoberfläche. Damit, so dachte ich, hätte ich die wesentlichen Elemente der Handlung sinnvoll zusammengefasst.

Und da ich die Kollegen innerhalb der damaligen Verlagsunion Pabel-Moewig gut kannte, druckte ich die Manuskriptseiten sauber aus – mit einem mühsam ratternden Nadeldrucker –, packte das Exposé dazu und schickte alles in einem Kuvert nach Rastatt. Mein Ziel war, einen PERRY RHODAN-Roman zu veröffentlichen, und ich wusste aus Gesprächen, dass die Redaktion immer wieder einen Mangel an guten Taschenbuch-Manuskripten hatte. Vor allem war ich mir hundertprozentig sicher, dass ich Erfolg haben würde.

Und dann, so überlegte ich in gelegentlichen, sehr kühnen Träumen, wäre es vielleicht auch einmal möglich, dass ich ins PERRY RHODAN-Autorenteam einsteigen könnte. (Das aber sagte ich niemanden, davon träumte ich noch nicht einmal richtig. Aber ich dachte gelegentlich darüber nach, wie es denn wäre, wenn ... wie man das eben so macht, wenn man manchmal in seinem Beruf unglücklich ist und sich vorstellt, dass eine andere Tätigkeit doch viel ausfüllender wäre.)

Aber jetzt musste ich in diesem Januar 1992 erst einmal darauf warten, wie der Verlag in Rastatt auf mein Exposé und meinen Romananfang reagieren würde.

03 Mai 2010

Orbiter in der Redaktion

Das PERRY RHODAN-Buch 110 ist da, wieder ein schöner Silberband, der sicher viele Leser finden wird. In »Armada der Orbiter« geht es um Orbiter und UFOnauten, kosmische Geheimnisse und uralte Hinterlassenschaften.

Und wenn ich es durchblättere, erinnert mich das Buch an meine eigene Leservergangenheit. In den späten 70er Jahren habe ich die zugrunde liegenden Heftromane mit viel Vergnügen und großer Spannung gelesen. Manchmal beneide ich diejenigen, die das jetzt noch vor sich haben ...

02 Mai 2010

Pflichtlektüre verpeilt

Eigentlich hatte ich für den heutigen Sonntag eine wichtige Lektüre ins Wochenende mitgenommen: das Exposé für eine neue Trilogie, die im Rahmen von ATLAN X erscheinen sollte. Thematisch weiß ich schon, in welche Richtung es geht, aber zu Ende gelesen habe ich das Arbeitspapier nun doch nicht.

Dabei würde mich schon interessieren, welche Akzente der neue Exposé-Autor für die altehrwürdigen ATLAN-Zeitabenteuer wählt. Wir vermischen diesmal übrigens die Ideen eines »alten« mit denen einesw »neuen« Autors. Seufz, dann muss ich wohl morgen früh gleich weiterlesen ...

30 April 2010

Björn Berenz verlässt die Redaktion

»In wenigen Tagen werde ich in meiner Funktion als Multimedia-Redakteur die größte Science-Fiction-Serie der Welt verlassen.« Das schreibt Björn Berenz in seinem wohl letzten Logbuch, das er für die PERRY RHODAN-Homepage verfasst hat. Hier ist es nachzulesen.

Die Kolleginnen und Kollegen aus der Redaktion bedauern diesen Ausstieg sehr, hoffen, dass der Kontakt weiterhin anhält, und wünschen Björn alles Gute für die Zukunft.

Breit grinsend

Auf der Homepage der Hamburger Agentur Straub & Linardatos, gibt es einen sehr netten Bericht zum »PR Report Award 2010«, den die Agentur für »Community Marketing« gewonnen hat. Wie bekannt sein dürfte, erhielt die Agentur den Preis für ihre Kampagne rings um PERRY RHODAN-Band 2500 sowie die anschließende Twitter-Kampagne, bei der »Perry Rhodan selbst« von seinen Abenteuern erzählt.

Und wer das Bild anklickt, sieht einen unglaublich breit grinsenden Kai Hirdt in der Mitte, umrahmt vom Fernsehmoderator Markus Lanz und seinem Chef Ion Linardatos. Kai Hirdt ist derjenige, der die gesamte Aktion abgewickelt hat - und wenn er neben seiner Arbeit für die Agentur noch Zeit und Lust hat, bastelt er an den PERRY-Comics der Alligator Farm. Womit sich wieder ein Kreis geschlossen hat.

29 April 2010

»Jupiter«-Paperback ist in Arbeit

Die Autoren stecken noch in einer recht frühen Phase der Arbeit, aber bereits jetzt gibt es eine Ankündigung: Als nächstes gemeinsames Projekt des PERRY RHODAN-Teams mit dem Heyne-Verlag wird Ende 2010 ein Paperback mit dem Titel »Jupiter« erscheinen.

Nach einem Exposé von Wim Vandemaan schreiben Hubert Haensel, Christian Montillon und Wim Vandemaan selbst gemeinsam an einem Roman. Dabei wird zwar jeder Autor eigene Handlungsstränge vorantreiben, die aber eine gemeinsame Geschichte bilden. Der Planet Jupiter spielt selbstverständlich eine wichtige Rolle, als Handlungsträger sind unter anderem Perry Rhodan und Reginald Bull beteiligt.

Weitere Informationen wird es im Verlauf der nächsten Monate geben. Das Paperback – ein großformatiges Taschenbuch mit rund 900 bis 1000 Seiten – kann bereits jetzt bei Versendern wie amazon.de vorbestellt werden.

28 April 2010

»BerryRhodan« präsentiert PERRY RHODAN

Keine Ahnung, wer sich hinter dem Pseudonym »BerryRhodan« verbirgt. Heute erst habe ich sein Youtube-Filmchen gefunden, das er bereits am 25. Juni 2009 bei Youtube eingestellt hat - sehr nett.

Zur Musik von Queen gibt's eine amüsante Foto-Show: Revell-Plastikmodelle, Titelbilder, Kartonmodelle und Metallfiguren wechseln sich in einer Art Geschichte an. Ganz ehrlich: sieht nicht professionell aus, ich finde es trotzdem gut. Mehr Youtube-Filmchen bitte!

27 April 2010

Audio-Telefonate

Heute sind Hörspiele und Hörbücher ein wichtiges Thema, das sich durch den gesamten Tag zieht. Lange Telefonate mit den Kollegen von Eins-A-Medien, wo unsere PERRY RHODAN-Hörbücher erscheinen, und mit den Kollegen von STIL, die unsere »Sternenozean«-Hörspiele bei Lübbe-Audio produzieren.

Viel Diskussionsstoff, einige grundsätzliche neue Ideen und ein bisschen neue Arbeit: So soll es sein. Und PERRY RHODAN wird auch weiterhin in der Audio-Dimension sein Werk verrichten ...

26 April 2010

Viele Perspektiven, viel Charme

Meine heutige Roman-Lektüre macht mir richtig Spaß, so viel, dass ich mich zwischendurch zwingen muss, an den Computer zurückzugehen: Es gibt zwar sehr viele Handlungsbögen, trotzdem bleibe ich buchstäblich am Text kleben.

Der Grund: Die Handlung ist trotz aller Action und trotz der Military-SF stark von Emotionen geprägt. Vor allem die Handlungsebene, in der es Atlan-Erinnerungen der besonderen Art gibt, gefällt mir gut. Was dazu wohl die Leser sagen werden?

23 April 2010

SAGITTARIUS 1 erscheint

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Der Winter 1979/1980 war im Schwarzwald sehr schneereich; die Straßen waren zeitweise kaum passierbar. Aber das hatte für mich kaum eine Bedeutung, ebensowenig die Schule, die mich im zweiten Halbjahr der zehnten Klasse immer mehr langweilte und sogar ärgerte. Ich wartete jeden Tag gespannt auf den Postboten, der mir im Februar 1980 endlich ein großes Paket zustellte. Es enthielt mein erstes eigenes Fanzine, und ich war stolz wie selten zuvor in meinem Leben.

SAGITTARIUS 1 hatte eine Druckauflage von nur 100 Exemplaren. Das Heft enthielt 48 Seiten im A5-Format, inklusive eines kartonierten Umschlags auf gelbem Papier, und ich verkaufte es für 2,80 Mark – kein unüblicher Preis zu jener Zeit. Meine Kalkulation war haarsträubend: Selbst wenn ich alle Hefte verkaufen würde, könnte ich keinen Gewinn erzielen, weil die Kosten für Druck, Porto und Briefumschläge etwa so hoch waren wie der Verkaufspreis. Aber das war mir egal, ich wollte mit meinen 16 Jahren einfach mein eigenes Heft veröffentlichen.

Als Mitarbeiter waren im Impressum meine Schwester aufgeführt, die mir stets beim Versand half, der Science-Fiction-Fan Rainer Lernhardt und meine zwei Schulkameraden Gunter Lösel und Stefan Schmid. Mit den beiden arbeitete ich zu der Zeit an einer wöchentlich erscheinenden »Zeitung« unseres Jugendzentrums mit, die im Prinzip aus einem doppelseitig kopierten A4-Blatt mit haufenweise Unsinn und Teenager-Späßen bestand.

Ernsthaft geholfen beim Erstellen des Fanzines hatte keiner – ich wollte aber nicht als Einzelgänger erscheinen und schrieb deshalb viele Kontaktpersonen ins Impressum hinein. Immerhin stammten von Gunter das originelle Titelbild sowie weitere Grafiken im Inhalt. Meine Manie, einzelne Schulkameraden für das Fanzine einzuspannen, hielt auch in späteren Jahren an, stieß aber mangels Interesse stets an ihre Grenzen.

Im Vorwort blickte ich erwartungsfroh in die Zukunft: »Wir versuchen mit SAGITTARIUS ein Fanzine aufzubauen, das sich mit Science Fiction, Fantasy und etwas Comic beschäftigen soll, wobei ein ausgewogenes Verhältnis zwischen talentierten Unbekannten und ›alten Fandom-Hasen‹ existieren wird.«

Die Fantasy wurde durch den Anfang einer Fortsetzungsgeschichte repräsentiert, die von mir verfasst worden war. Schaut man sich den Text heute an, kommt man aus dem Schmunzeln nicht mehr heraus: Junge, heldenhafte Krieger ziehen aus, um Abenteuer zu erleben, und rasseln prompt in Probleme mit haufenweise auftretenden Spinnenwesen, die monströse Dimensionen haben. Die Dialoge sind haarsträubend, zum Ausgleich spritzt das Blut ...

Mit den anderen Texten hatte ich mehr Glück, die anderen Kurzgeschichten waren deutlich lesbarer. Dazu kamen Buchbesprechungen sowie diverse Gedichte mit Science-Fiction-Themen. Aber das Layout sah einfach nicht gut aus: Man sah dem Heft deutlich an, dass es mit einer billigen Reiseschreibmaschine zusammengetippt worden war.

Dennoch war ich unglaublich stolz und versuchte das Heft, im Freundes- und Bekanntenkreis zu verkaufen. Das ging nicht gut: Wer das Heft kaufte, tat das, um mir eine Freude zu machen; sonderlich viel anfangen konnte niemand mit der Mixtur aus Science Fiction und Fantasy.

In der Fan-Szene kam das Heft umso besser an. Ich schickte Exemplare an verschiedene Fanzines sowie an die Redaktion der PERRY RHODAN-Clubnachrichten; auf die wohlwollenden Besprechungen kamen rasch viele Bestellungen. Im Nachhinein wird immer klarer, warum das Heft so gut ankam: Viele der herausragenden Fanzines waren im Vorjahr eingestellt worden, darunter EXODUS (was heutzutage wieder erscheint) und PHALANX, und was übrig geblieben war, erwies sich häufig also wesentlich schlechter als das meine.

Das Informations- und Nachrichten-Fanzine ORION, das zu jener Zeit von Uwe Draber aus Hannover verlegt wurde, schrieb über mein SAGITTARIUS, es sei »die beste Fanzine-Neuerscheinung des Jahres«. Für eine Aussage, die im Februar 1980 getroffen wurde, war das ein wenig dreist. Aber es passte gut zusammen: Uwe Draber hatte schließlich SAGITTARIUS gedruckt, und er verkaufte mein Heft auch über seinen Fanzine-Vertrieb. Später nannte man Hefte wie das meine übrigens »Mittelklasse-Fanzines«, ein Begriff, den ich wenig schmeichelhaft fand.

Im März 1980 hatte ich das Gefühl, im Fandom – der Szene der Science-Fiction-Fans also – einer der aufstrebenden Talente zu sein. Mein Name wurde in anderen Heften zitiert, ich war Mitglied in verschiedenen Clubs geworden, und ich schrieb in anderen Fanzines mit. Meiner großen Karriere, von der ich immer mehr träumte, je mehr mich die Schule frustrierte, würde also bald nichts mehr im Wege stehen.

Wichtig erschien mir dennoch eines: Ich musste mehr Kontakte knüpfen. Wie ein Besessener schrieb ich Briefe und Postkarten, die ich an Fans und Profis schickte. Ich wollte sie als freie Mitarbeiter haben, aber vor allem wollte ich mit ihnen den Gedankenaustausch pflegen. Auf Dauer im Dorf bleiben, das wollte ich nicht, und die Science Fiction erschien mir als eine gute Chance, die Fesseln des Dorfes hinter mir zu lassen ...

22 April 2010

Frankreichs neuestes

Heute kamen die Belege aus Frankreich: Dort ist PERRY RHODAN-Taschenbuch 262 mit dem Titel »L'Agonie d'une Galaxie« erschienen. Man muss als PERRY RHODAN-Kenner nicht mal besonders viel französisch können, um zu erkennen, dass es um den Untergang der Galaxis Balayndagar gehen dürfte.

Enthalten sind Romane von William Voltz, H.G. Ewers und Ernst Vlcek; entnommen wurden die bearbeiteten Versionen aus dem Silberband 84. Und irgendwie beneide ich die französischen Fans, dass sie diese spannende Episode der PERRY RHODAN-Geschichte jetzt so top-aktuell lesen können - ich erinnere mich noch gut, wie spannend ich das damals fand.

21 April 2010

Der PERRY-Comic wird immer besser!

Ein Logbuch der Redaktion

Übers Wochenende kam ich endlich dazu, die aktuelle Ausgabe des PERRY-Comics zu lesen. Das Heft ist schon seit einigen Wochen da, und wer sich dafür interessiert, hat es hoffentlich schon gekauft. Allen anderen lege ich das Heft ans Herz, wie übrigens auch die gesamte Reihe: Die PERRY-Comics sind eine schöne Ergänzung zur PERRY RHODAN-Serie, nutzen die Inhalte unserer Romane, um eigene Geschichten zu erzählen, und sorgen so für eine Bereicherung des »Perryversums«, ohne dieses ernsthaft weiter zu entwickeln.

Wobei ... in der aktuellen Ausgabe erfahren wir beispielsweise, woher die kleine Narbe kommt, die Perry Rhodan auf seiner Nase hat. Dass der Terraner diese Narbe hat, das wissen wir schon lang – jetzt kommt aber noch die halbwegs offizielle Erklärung dazu. Ich gestehe: Die ist so gut, die sollten wir in die Datenarbeit unserer PERRY RHODAN-Heftromane übernehmen, und damit wäre die Aussage auch »kanonisch« (und somit für die Historiker des Perryversums von Bedeutung).

Kein Wunder: Die Geschichte stammt von Marc A. Herren, unserem neuesten »Zugang« in der Autorenriege. Marc hat sich bei der Geschichte mit seinem Landsmann Dominic Beyeler zusammen getan, und die Gemeinschaftsarbeit kann sich wirklich sehen lassen.
Der Zeichner benutzt eine ungewöhnliche Farbgebung, um die Geschichte zu illustrieren, die im Jahr 1951 spielt und einen »coolen« und vor allem sehr leichtsinnigen Perry Rhodan zeigt. Klasse!

Die Hauptgeschichte des aktuellen Heftes mit der Nummer 138 führt das Geschehen fort, das in den letzten Heften begonnen wurde: Die Menschheit steht in dieser Geschichte noch unter dem Einfluss der Aphilie, und man muss ein Sabotage-Kommando auf der Erde absetzen. Parallel dazu startet eine Expedition ins Innere der Sonne, an Bord des Raumschiffes INTRALUX ist der Wissenschaftler Myles Kantor. Wie diese beiden Ereignisse zusammenpassen, die in der originalen Heftromanserie gut eineinhalbtausend Jahre auseinanderliegen, das zeigt der Fortsetzungscomic recht eindrucksvoll.

Das PERRY-Heft erweist sich wieder einmal als wahre Wundertüte, zu der neben eine Risszeichnung und weiteren redaktionellen Beiträgen auch unterschiedliche Comic-Stories gehören. Wir erfahren mehr über den Mutanten Ribald Corello, und wir schauen zu, wie es im Kinderhort »Gucky« zugeht, während wir in einer anderen Geschichte einen kämpferisch auftretenden Mausbiber Gucky erleben.

Eine schöne Mischung, die mich wieder einmal blendend unterhalten hat. Die Vielfalt der Stilrichtungen spricht unterschiedliche Geschmäcker an; allen gemeinsam ist aber der Spaß, die PERRY RHODAN-Welt weiterzuführen. Kai Hirdt und Maikel Das, die seit einiger Zeit die Macher in der Alligator-Farm sind und den kleinen Comic-Verlag betreiben, zeigen erneut, dass das Heft inhaltlich auf einem guten Kurs ist.

Damit es wirtschaftlich überleben kann, benötigt PERRY im Comic viel mehr Käufer als bisher. Das 68 Seiten umfassende Heft gibt es für 4,95 Euro im Comic-Fachhandel oder im gut sortierten Bahnhofsbuchhandel, selbstverständlich auch direkt bei der Alligator-Farm oder auch über Versender wie amazon.de.

20 April 2010

Beim Club geht's weiter

Es gibt Lizenzverträge, die machen mir so richtig Spaß. Einer davon ist die Vereinbarung mit den Kolleginnen und Kollegen des Bertelsmann-Clubs: Da ist wenig Arbeit zu leisten, im Prinzip muss nur ein Vertrag unterschrieben werden - und dann läuft die PERRY RHODAN-Buchreihe weiter.

Viermal im Jahr erscheinen die PERRY RHODAN-Hardcover so im Club, alle Vierteljahr eines davon. Die Ausstattung unterscheidet sich leicht, aber rein inhaltlich bleibt alles gleich wie bei den Silberbänden. Und den Lesern gefällt es, die Auflage bleibt stabil - so soll es sein!

19 April 2010

ATLAN-Telefonat

Es ist eigentlich nicht meine Baustelle, sondern die von Sabine Kropp, aber ab und zu spreche ich auch über die ATLAN-Taschenbücher. So heute, als es eigentlich darum ging, mit einer interessierten Autorin über eine Möglichkeit zur Zusammenarbeit zu sprechen.

Wir vereinbarten erst einmal, uns gegenseitig weiter zu informieren. Vielleicht klappt es aber mit einer konkreten Mitarbeit an den ATLAN-Taschenbüchern - und dann sehen wir in absehbarer Zeit hoffentlich, wie und in welchem Umfang es weitergeht.

18 April 2010

Expos geliefert

Der Sonntag ist gerettet: Uwe Anton hat wieder einen ganzen Schwapp an PERRY RHODAN-Exposés und Datenblättern geliefert. Mal schauen, ob ich die heute noch schaffe.

Aber gespannt bin ich schon jetzt darauf, was auf die Autoren zukommt. Und dann irgendwann die Leser erreichen wird. Vielleicht bleibe ich da heute abend daheim ...

17 April 2010

Der zweite ATLAN-Grünband

Es ist ein Projekt, dem ich selbstverständlich ganz stark die Daumen drücke: die Hardcover-Ausgabe der ATLAN-Taschenbücher. Diese Hardcover-Bände werden vom Bertelsmann-Club an die PERRY RHODAN-Abonnenten geschickt, derzeit als ein Test, um herauszufinden, ob das genügend Leser gut finden.

Dieser Tage kam schon der zweite Band: »Die acht Namenlosen« von Christian Montillon. Das Buch sieht stark aus, das Cover von Arndt Drechsler kommt noch besser zur Geltung als zuvor – und der Inhalt ist eh spannend.

16 April 2010

Gelungene SOL-Ausgabe

Die aktuelle Ausgabe 58 der Zeitschrift SOL hat mir wieder sehr gut gefallen. Klaus Bollhöfener und die Aktivisten in der PERRY RHODAN-Fanzentrale haben ein Heft vorgelegt, das mich als alten PERRY RHODAN-Fan komplett anspricht.

Absolut lesenswerte Interviews mit dem Altmeister Hans Kneifel und dem Jungautor Marc A. Herren werden ergänzt durch die Siegergeschichten des William-Voltz-Awards 2010 – diesmal sind es Texte von Christian Kathan, Dieter Bohn und Frederic Brake.

Dazu kommen Berichte von der PERRY RHODAN-Teamtagung (inklusive der Bilder), vom aktuellen PERRY-Comic oder über Terranische Alltagswelt. Das Völkerdatenblatt stellt diesmal die echsenartigen Dron vor.

15 April 2010

Atlan und die Akonen

Ein Logbuch der Redaktion

Anfang April 2010 kam das ATLAN-Buch mit der Nummer 36 in den Buchhandel. Der Titel lautet »Eine Welt für Akon-Akon«, und nur bei denjenigen, die sich mit der klassischen ATLAN-Heftromanserie auskennen, wird dies einen »Aha«-Effekt auslösen. In den Heftromanen nämlich, die für das neue Buch als Vorlage dienten, wurde mithilfe der Akon-Akon-Geschichte auch ein Stück weit das aufbereitet, was man als »galaktohistorische Zusammenhänge« bezeichnen könnte.

Atlan, der arkonidische Kristallprinz, kämpft in den Romanen, die derzeit in der ATLAN-Buchausgabe laufen und die 8000 Jahre vor Beginn der christlichen Zeitrechnung spielen, nach wie vor gegen den Usurpator Orbanaschol III. Dieser hat Atlans Vater ermorden lassen und trachtet seither dem jungen Mann nach dem Leben. Atlan hat allerdings wichtige Verbündete, und er hat in letzter Zeit weitere Helfer hinzugewonnen. Immer wieder unternimmt er Aktionen, um den Mörder seines Vaters vom Thron zu vertreiben, und gleichzeitig trifft Atlan auf bizarre Wesen, die in den Tiefen der Milchstraße leben.

Im ATLAN-Buch 36 erfährt er darüber hinaus mehr über die Vorgeschichte seines Volkes. Die Arkoniden stammen von den Akonen ab, was zu jener Zeit völlig in Vergessenheit geraten ist.

In einer Zeit, die nach dem Unabhängigkeitskrieg der Arkoniden angesiedelt ist, also in tiefer Vergangenheit, wurde der junge Akon-Akon schon im Mutterleib manipuliert. Er sollte als Waffe der Akonen gegen die Arkoniden eingesetzt werden. Doch dann ging alles schief, und am Ende legte sich Akon-Akon in einen Tiefschlaf.

Dort weckt ihn zur aktuellen ATLAN-Handlungszeit dann der Kristallprinz, und in der Folge nimmt Akon-Akon an der Seite Atlans an dessen Kampf teil. Viele Hintergründe aus der gemeinsamen arkonidisch-akonischen Geschichte werden hier erstmals in Romanform geschildert – das ist vor allem auch für heutige Leser interessant, die Spaß an Arkon und seiner Vergangenheit haben.

Wobei sich da die ATLAN-Serie ohnehin empfiehlt .... In der klassischen Heftromanserie wurden zwischen 1973 und 1977 insgesamt 160 Romane publiziert, die unter dem Titel »ATLAN-exklusiv – Der Held von Arkon« auf den Markt kamen. In diesen Romanen geht es um Atlan und seinen Kampf gegen den Mörder seines Vaters; sie spielen alle in der Vergangenheit des Arkon-Imperiums: lupenreine Action-SF mit einem Hauch von Fantasy, nicht immer wissenschaftlich korrekt, aber stets spannend und handlungsreich geschildert.

Die Autoren jener Jahre, noch völlig unbelastet von den vielen Daten, unter denen die PERRY RHODAN-Serie heute manchmal ein wenig leidet, konnten sehr frei schreiben. Kein Wunder, dass die Autoren teilweise beeindruckend farbige Romane beisteuerten, eine Abfolge von Weltraumabenteuern, die aus der Sicht eines jungen Mannes geschildert werden. (Mit dabei im ATLAN-Buch 36 sind übrigens Marianne Sydow, Clark Darlton, Dirk Hess und Harvey Patton.)

Da gibt's dann eben jugendliche Mutanten wie Akon-Akon, die es schaffen, die Besatzung eines Raumschiffes unter ihre Gewalt zu bringen. Da erwachen uralte Legenden zu neuem, unheilvollem Leben. Da tauchen grünpelzige Wesen und geheimnisvolle Scheibenstationen auf. Und da wird ganz nebenbei viel über die altarkonidische Gesellschaft und ihre Vergangenheit aufgedeckt.

In den späten 70er Jahren sowie anfangs der 80er Jahre las ich – auf dem Flohmarkt nachgekauft – Berge von ATLAN-Romanen. ATLAN-exklusiv gefiel mir, weil das so schön bunt und abwechslungsreich war, nicht unbedingt ernsthaft und auch nicht immer ernstzunehmen.

Rainer Castor hat die klassischen Heftromane aus den 70er Jahren zu einem neuen Buch zusammengestellt, das sich auch mit den Augen von heute gut lesen lässt. Und ich bin sicher, dass sich heutige Leser ebenfalls daran erfreuen werden ...

14 April 2010

Zeit verschludert

Himmel hilf!, eigentlich sollte ich mich um solche Dinge nur kurz kümmern, aber es macht dann doch zu viel Spaß: Ich schaute mir heute alte Bilder durch, weil wir für die PERRY RHODAN-Homepage ja endlich mal schöne Bildergalerien machen wollen.

Und da bieten sich natürlich alte Aufnahmen an, beispielsweise solche, die bei alten PERRY RHODAN-WeltCons geschossen worden sind. Aus diesem Grund saß ich heute an meinem Bildschirm, stierte auf Bilder aus den frühen 80er Jahren und versuchte herauszufinden, wer sich eigentlich darauf befindet. Teilweise sind das echt Zeitreisen, teilweise sehr amüsant, teilweise gucke ich aber auch wehmütig, weil manche der Kollegen schon lange tot sind.

13 April 2010

Band 2550 in Arbeit

Heute stand der PERRY RHODAN-Band 2550 im Zentrum meiner Aktivitäten. Von Dirk Schulz kam das Titelbild, zumindest der Entwurf; mit Uwe Anton diskutierte ich über den Titel, das Exposé sowie die damit zusammenhängende Werbung.

Der Autor hat bereits sein Vorab-Exposé erhalten und wird wohl bald mit der Arbeit beginnen. Ab PERRY RHODAN 2550 wird sich der Schwerpunkt der Handlung in die ferne Galaxis Anthuresta verlagern.

12 April 2010

Jubelnummer 250 für ein engagiertes Fanzine

Ein Logbuch der Redaktion

Spreche ich heute mit jüngeren Science-Fiction-Interessierten, wissen die mit dem Begriff »Fandom« nichts anzufangen. (Für diejenigen, die es nicht wissen: Der Begriff ist von »Fan« und »Kingdom« abgeleitet, bedeutet also seit den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts so etwas wie das »Königreich der Fans« oder schlichter »die Szene der Science-Fiction-Fans«.) Meist hielten diese SF-Interessierten noch kein Fanzine in den Händen und können sich von daher nicht vorstellen, dass ich diese Szene in den 80er Jahren mal so spannend und aufregend, so bereichernd und unterhaltsam fand.

Und denke ich an die Anfänge des Fanzines »Fandom Observer«, fällt mir unweigerlich das Jugendzentrum »Murgtäler Hof« in Freudenstadt ein. Das war ein Gebäude aus der sogenannten Gründerzeit, über hundert Jahre alt und schon ein wenig heruntergekommen. In seinem großen Veranstaltungsraum veranstaltete unsereins in den 80er Jahren abwechselnd Science-Fiction-Cons und Punk-Konzerte, zeitweise mit denselben Leuten als Helfer und Unterstützer.

Dort tummelten sich dann vor über zwanzig Jahren die üblichen paar Dutzend Menschen, allesamt im Alter zwischen 15 und maximal 30 Jahren, tranken Bier und futterten Chips, redeten über allerlei Unfug und nebenbei auch über Science Fiction. Und auf einmal hingen überall in diesem Jugendzentrum, vor allem im Veranstaltungsraum, Plakate im A4-Format, in denen ein neues Fanzine angekündigt wurde.

»Fandom Observer« sollte das neue Blatt heißen, die Werbung war frech und auftrumpfend, und als Verantwortliche stellten sich Markus Sämisch und Martin Kempf vor, die mir zuletzt durch Blätter wie das »Fanzine of Niederrhein« aufgefallen waren.

Das war der Anfang – und was daraus wurde, kann ich jeden Monat sehen und lesen. Seit über zwanzig Jahren erscheint der »Fandom Observer« in einer erschütternden Regelmäßigkeit, betreut von unterschiedlichen Redakteuren und mit wechselnden Schwerpunkten. Wenn das neue Heft kommt, ziehe ich es super-interessiert aus dem Briefumschlag und lese es meist schnell. Die kostenlose Online-Ausgabe, die man als PDF herunterladen kann, ignoriere ich und bevorzuge weiterhin die Papierversion.

Gelegentlich denke ich bei der Lektüre an Markus Sämisch – einen der zwei Gründer von damals – und andere Weggefährten jener Tage, die nicht mehr unter uns sind, und werde traurig. Manchmal ärgere ich mich über Beiträge und stelle in solchen Fällen fest, dass ich zwar immer noch Science-Fiction-Fan bin, von den meisten aber eben nur noch als »der Perry-Redakteur« wahrgenommen werde.

Gelegentlich sitze ich auch mal da, halte das Fanzine nach der Lektüre in der Hand, frage mich erstaunt »war's das?« und bin dennoch froh, dass es den »Fandom Observer« gibt. Bei aller Kritik: Das Heft ist nicht mehr so wichtig wie etwa 1995 oder 1990 und so gut ist es wahrscheinlich auch nicht – aber ich freue mich über jede Ausgabe, und ich freue mich, dass die Szene immer noch »observiert« wird.

Wer es noch nicht kennt, dem empfehle ich einen Blick auf die Homepage, auf der die Ausgaben zum Download bereitstehen. (Die Jubiläums-Ausgabe 250 kommt in Farbe und kostet als Print-Version nur drei Euro.) Und natürlich empfehle ich jedem die Lektüre des Heftes, damit diese Art von Fan-Szene noch viele Jahre bestehen mag.

Auf die nächsten 250 Ausgaben!

09 April 2010

Ein Maskenmann auf Reisen

Heute erscheint Robert Feldhoffs letzter PERRY RHODAN-Roman


Im August 2009 verstarb der Schriftsteller Robert Feldhoff an den Folgen seiner schweren Krankheit, ein Schock für zahlreiche seiner Leser. Viele äußerten in Internet-Foren und in einem elektronischen Kondolenzbuch ihre Betroffenheit. Als Chefautor von PERRY RHODAN, der größten Science-Fiction-Serie der Welt, hatte Feldhoff sie über Jahre hinweg mit phantasievollen Geschichten begeistert. Am heutigen 9. April 2010 erscheint mit dem Roman »Aufbruch der LEUCHTKRAFT« sein letzter Beitrag zu PERRY RHODAN.

Robert Feldhoff, der 1962 in Schorndorf geboren wurde, wuchs in Oldenburg auf, wo er bis zu seinem Tod lebte. Seit Mitte der 80er Jahre veröffentlichte er Science-Fiction-Romane, vor allem als Bestandteil der PERRY RHODAN-Serie. Der zurückhaltend wirkende Autor verfasste viele seiner Romane in Restaurants und Cafés. Er mochte den Trubel um sich herum, in welchem er mit seinem Computer eine Insel der Ruhe bildete, und konzentrierte sich dabei auf die Arbeit.

Seine Krankheit zwang ihn im Jahr 2009 zu einem eingeschränkten Leben sowie Klinikaufenthalten. Dennoch blieb er seiner schriftstellerischen Tätigkeit treu, schrieb Texte und diskutierte mit den PERRY RHODAN-Kollegen. Vor allem aber arbeitete er an einem Roman, in dem er die Figur eines einsamen Menschen ins Zentrum stellte.

Dieser Mensch ist Alaska Saedelaere, der von einem grausigen Schicksal heimgesucht wird: In seinem Gesicht klebt ein Zellklumpen, dessen Anblick jeden anderen Menschen in den Wahnsinn treibt. Aus diesem Grund trägt Saedelaere eine Maske, die andere Menschen vor ihm schützt, ihn selbst aber in eine Isolation zwingt. In der PERRY RHODAN-Handlung, die in einer fernen Zukunft spielt, bereist er als kosmisch denkender Einzelgänger das Universum.

Feldhoff konnte diesen Roman nicht mehr fertigstellen. Diese Aufgabe übernahm jetzt sein in Wuppertal lebender Kollege Uwe Anton. Ihr Gemeinschaftswerk ist ein melancholischer Roman über die Unendlichkeit, eine Suche bis in ferne Sphären, die Einsamkeit und den Tod. Das Titelbild steuerte der Illustrator Dirk Schulz bei, der mit Feldhoff die Comic-Reihe »Indigo« publizierte - auf dem Cover selbst ist ein Porträt des Verstorbenen zu sehen.

Der PERRY RHODAN-Heftroman erscheint am heutigen 9. April 2010 im Pabel-Moewig Verlag, Rastatt. Der Titel lautet »Aufbruch der LEUCHTKRAFT«.

08 April 2010

Schattenland zum dritten

Das dritte Taschenbuch aus der »Schattenland«-Reihe liegt seit bald einer Woche auf dem Schreibtisch. Erst heute bin ich dazu gekommen, es genauer anzugucken. Ich finde, dass auch »Wald der Masken« wieder sehr schick geworden ist.

Es enthält zwei Romane von Horst Hoffmann, das Cover gestaltete Dirk Schulz. Fantasy Productions leistet mit dieser Serie eine sehr schöne Arbeit - das gefällt mir alles sehr gut.

07 April 2010

Den Frequenzlern an den Kragen

Rund geht es in dem PERRY RHODAN-Roman, dessen Manuskript ich heute lese: Michael Marcus Thurner schildert, wie es der Frequenz-Monarchie in der Galaxis Andromeda an den Kragen geht. Die Terraner und ihre Verbündeten machen gemeinsam mobil.

Ein Schlachtengemälde ist der Roman allerdings nicht geworden. Stattdessen erfährt man ganz nebenbei einiges über terranisches Tischtennis oder das Qi. Ungewöhnlich, aber schön.

06 April 2010

Unterbesetzte Redaktion

In dieser Woche ist die Redaktion sehr schwach besetzt: Sowohl Sabine Kropp als auch Bettina Lang sind im Urlaub. Da gerate ich trotz sehr guter Vorarbeit sicher ein wenig ins Rotieren.

Es ist aber auch nicht schlecht - somit kümmere ich mich mal selbst wieder um die eigentliche Arbeit an den Romanen. In einer Vier-Tages-Woche haben wir schließlich dieselbe Produktion wie sonst. Das bedeutet eine klassische Verschiebung der Arbeitsgebiete.

01 April 2010

Nummer 36 des Arkoniden

Heute kam der erste ATLAN-Band unseres neuen Lizenzpartners Fantasy Productions aus der Druckerei: »Eine Welt für Akon-Akon« sieht gut aus, wurde piekfein sauber gedruckt und macht mir Hoffnung, dass der neue Partner die Reihe stärker nach vorne bringen wird.

Es ist immerhin der sechsunddreißigste Band der Reihe, wieder zusammengestellt von Rainer Castor und mit einem Titelbild von Arndt Drechsler ausgestattet. Inhaltlich geht's immer noch um den Kampf des Kristallprinzen Atlan gegen Orbanaschol III, den Mann, der seinen Vater getötet hat.

30 März 2010

Exotische Schauplätze

Ich arbeite mich durch Exposés, die Uwe Anton geschrieben hat, und diskutiere mit ihm per Mail darüber. Der Halbzyklus nach PERRY RHODAN-Roman 2550 ist in der »Pipeline«; dabei geht es um viele grundsätzliche Themen.

Unter anderem gibt es einen exotischen Schauplatz für die Romane nach diesem Zykluswechsel, an dem der Exposé-Autor derzeit mit Rainer Castor intensiv arbeitet. Gibt sicher viel »Sense of Wonder« für die Leser.

29 März 2010

Raumschiff STELLARIS unter neuem Kommando

In PERRY RHODAN-Band 2538 erscheint die sechzehnte Stellaris-Geschichte

Seit längerem erscheinen in den Romanen der PERRY RHODAN-Erstauflage immer wieder Kurzgeschichten, die an Bord des Raumschiffes STELLARIS angesiedelt sind. Verfasst werden die Texte von unterschiedlichen Autoren - die ganze Sache basiert übrigens noch auf einer Idee von Robert Feldhoff.

Die STELLARIS ist ein Frachter der Minerva-Klasse, einer von vielen Millionen Raumschiffen, die zwischen den Welten der Milchstraße verkehren. Mit ihrem Rumpfdurchmesser von 200 Metern und einem Volumen von annähernd fünf Millionen Kubikmetern ist die STELLARIS eine Welt für sich. Sie befördert Passagiere ebenso wie Handelsgüter. Etwas mehr als 200 Besatzungsmitglieder bevölkerten die STELLARIS, um in drei Schichten die Funktionalität des Schiffes jederzeit und unter allen Umständen zu gewährleisten.

Mit dem PERRY RHODAN-Roman 2538, der am 9. April 2010 auf den Markt kommen wird, gibt es bereits die sechzehnte Geschichte zum Thema. Verfasst wurde sie von Wim Vandemaan, und sie trägt den Titel »Die goldenen Kartaunen«.

Dabei gibt es inhaltliche Neuerungen: Der Zeitsprung in der aktuellen Romanhandlung ging auch an der STELLARIS nicht vorbei. Lewis Silberling, der erste Kapitän, ist von Bord gegangen. Nach einigen anderen Kapitänen der Zwischenzeit kommandiert nun eine Frau das in die Jahre gekommene Schiff: Sourou Gashi.

Die erste Geschichte, in der sie die Hauptrolle spielt, beginnt nun auf Perseus im Algol-System. Dort soll Gashi eine merkwürdige Fracht übernehmen, die den Flug der STELLARIS nach Pavantor zu einem echten Abenteuer werden lässt ...

28 März 2010

Exposés zur Halbzeit

Eigentlich habe ich ja einige Tage frei, und eigentlich ist Wochenende. Aber was soll ich machen, wenn mir Uwe Anton zwei Exposés in der Endversion schickt?

Natürlich lese ich sie, schließlich bin ich selbst gespannt darauf, wie sich das Geschehen um die Frequenz-Monarchie weiter entwickelt. Auch wenn ich in die Zyklusplanung eingebunden bin, ist es immer wieder eine Überraschung, wie Uwe seine Exposés im Detail aufbaut.

25 März 2010

PERRY RHODAN war in Leipzig

Ein Logbuch der Redaktion

Die Presseberichte nach der Leipziger Buchmesse klangen sehr euphorisch: Insgesamt seien 156.000 Besucher auf der Buchmesse gewesen, fast zehntausend Menschen mehr als im Vorjahr. Wer sich am Wochenende des 18. bis 21. März 2010 am PERRY RHODAN-Stand in der Messehalle 2.0 aufhielt, glaubte das sofort. Zeitweise war das Gedränge zwischen den einzelnen Messeständen so stark, dass man kaum mehr durchkam und für einen Gang zu einem Nachbarstand eine halbe Stunde benötigte ...

Doch der Reihe nach: Ich fuhr am Donnerstag, 18. März 2010, nach Leipzig und traf pünktlich zum ersten Termin am PERRY RHODAN-Stand ein. Dieser lag in der Halle 2 – genau zwischen der Fantasy-Leseinsel, diversen Comic-Verlagen und dem Spiele-Bereich. Anders gesagt: Schon am Donnerstag war an unserem Stand richtig viel los, tummelten sich junge Leute in diesem Bereich der Halle und ließen sich auch über PERRY RHODAN informieren.

Gleich am ersten Nachmittag absolvierte ich Termine mit unterschiedlichen Lizenzpartnern, sprach mit diesen darüber, wie man PERRY RHODAN und unsere anderen Marken weiter entwickeln kann. Das hielt auch die nächsten Tage an: Jeden Tag gab es Termine, in denen ich über neue Bücher und Comics, E-Books und Hörspiele sprach. Wie immer weiß man nicht im Voraus, was aus all diesen Plänen und Absichten wird – interessant war es allemal. Abends blieben wir an diesem Abend im Hotel und genossen das leckere italienische Essen im Restaurant.

Es ging am Freitag morgen, 19. März 2010, gleich weiter: wieder Termine, wieder Gespräche. Ab Freitag waren unsere Gäste am Stand: Bernhard Kempen, dessen PERRY RHODAN-Extra pünktlich zur Messe erschienen war, signierte seinen aktuellen Roman, und Dirk Schulz zeichnete und signierte für die zahlreichen Comic- und PERRY RHODAN-Fans in der Messehalle. Viele bekannte Science-Fiction- und Fantasy-Autoren wie Kai Meyer, Markus Heitz oder Thomas Finn kamen vorbei, um mit uns einige nette Worte zu wechseln – sehr schön!

Am Freitag abend geht es für uns traditionell in die Moritzbastei, wo alljährlich das Fest der Buchhändler stattfindet. Klaus Bollhöfener besuchte mit Bernhard Kempen noch den PERRY RHODAN-Stammtisch in Leipzig, während ich in der Moritzbastei von einem Gespräch ins nächste eilte. Zu treffen waren Buchhändler und Literaturagenten, Kollegen aus anderen Verlagen oder Dienstleistungsfirmen etwa im Hörbuchbereich, eine große Ansammlung verschiedener Branchenfreunde also. Wir blieben allerdings nicht so lange, sondern schauten, dass wir gegen drei Uhr wieder im Hotel waren.

Der härteste Tag war sicher der Samstag, 20. März 2010: An diesem Tag tummelten sich derart viele Besucher in der Messehalle, dass es zeitweise zu fürchterlicher Enge kam und das ganze kaum noch Spaß machte. Die Organisatoren müssen sich fürs nächste Jahr einiges einfallen lassen, um die schlimmsten Staus zu verhindern. Ich fand's trotzdem spannend: Am frühen Nachmittag hatten die zahlreichen Interessenten fast alle Prospekte und Heftromane, Autogrammkarten und Kugelschreiber vom Stand mitgenommen. Ich führte viele Gespräche mit Besuchern, darunter Jugendlichen, die zum ersten Mal von PERRY RHODAN hörten.

Nachdem wir am Samstag abend nur noch zu Abend aßen und früh ins Bett gingen, wurde der Sonntag, 21. März 2010, recht geruhsam: Zwar kamen immer noch viele Besucher vorbei, der anstrengendste Ansturm war aber überstanden. Wir konnten uns den Fragen der Interessenten gründlicher und mit mehr Ruhe widmen, was mir sehr recht war.

Um 18 Uhr schloss die Messe, gegen 19 Uhr war ich auf der Autobahn, und kurz vor Mitternacht kam ich erfolgreich in Karlsruhe an. Die Leipziger Buchmesse 2010 war Geschichte, und ich fühlte mich sowohl erschöpft als auch ziemlich glücklich – schließlich war alles supergut verlaufen!

24 März 2010

Noch eine Leipzig-Impression


Irgendwann am späten Nachmittag zog ich dann meist mein Jackett aus. Leipzig ist wesentlich lockerer als Frankfurt, wo ich sogar immer die Krawatte anhabe - aber normalerweise achte ich schon auf die Verlags-Etikette. Manchmal ging's aber kaum anders, und dieses Bild ist einen schöne Impression dazu.

23 März 2010

Ein Bild zu Leipzig



Bevor die vielen Bilder auf der offiziellen PERRY RHODAN-Homepage zu sehen sind, gibt es an dieser Stelle einen kurzen Ausschnitt zur Leipziger Buchmesse zu sehen: Das Bild zeigt eine ruhige Situation am Samstag abend.

Der Zeichner Dirk Schulz (in der Mitte) und der Autor Bernhard Kempen (rechts) unterhalten sich mit dem Redakteur Klaus N. Frick (links); wir alle sind um diese Zeit schon reichlich erschöpft und wollen eigentlich nur noch etwas essen ...

22 März 2010

Geschafft nach vier Tagen

War man vier Tage auf einer Messe, kommt man sich hinterher vor, als sei man mit einem Raumschiff unterwegs gewesen. Die Welt fühlt sich so frei und so anders an, als hätte man einige Tage in einem abgeschotteten Universum verbracht.

Ich kann wieder am Computer sitzen und etwas schreiben, ohne dass ich im Minutentakt Auskünfte geben muss. Und ich kann mir die Musik aussuchen, mit der ich mich selbst beschalle. Das ist ein toller Eigen-Service!

21 März 2010

Schlapp am Tag vier

Der gestrige Messetag war ultra-anstrengend, heute geht es geradezu. Vorhin stand eine Frau am Stand und jammerte, es sei so voll. Ich guckte sie mit einigem Mitleid an und versicherte ihr, es sei richtig leer. Man könne schließlich von einer Seite des Flurs zur anderen gehen, ohne dafür fünf Minuten zu brauchen.

Negativ ist dabei allerdings, dass wir am vierten Messe-Tag keinerlei Prospektmaterial mehr haben. Wir sind komplett geplündert und können den Besuchern nichts mehr in die Finger drücken. Da heißt es jetzt, kommunikativ zu sein und die Fragen mündlich zu erklären.

20 März 2010

Dritter Tag in Leipzig

Nach einem langen Abend mit vielen lustigen und auch informativen Gesprächen sowie dem einen oder anderen alkoholischen Getränk sind wir jetzt wieder am Messestand in Halle 2.0. Einige von uns sind erschöpft, die anderen halten sich mit kräftigem Morgenkaffee einigermaßen wach. Wie immer auf der Buchmesse.

Dumm für mich: Eigentlich wollte ich an einem Workshop im Forum Zukunft teilnehmen. Das hat nicht geklappt, weil wir zu spät in die Messehalle kamen. Muss die Zukunft halt ohne mich stattfinden ...

19 März 2010

Hektik an Tag zwei

Zweiter Messetag in Leipzig - und der Stress nimmt langsam zu. Ich übernahm einige Lizenzgespräche in Sachen E-Books und dergleichen, besuchte die Kollegen vom Piper-Verlag an ihrem Stand und freue mich jetzt darüber, dass viele Interessierte bei Dirk Schulz anstehen, um Autogramme zu erhalten.

Viel Getümmel in den Gängen rings um uns herum; zwischen hier und den Toiletten ist zeitweise kein Durchkommen. Aber es macht noch Spaß, mit Lesern, Lizenzpartnern und Autoren zu sprechen!

18 März 2010

Errster Tag am Abend

Den ersten Tag habe ich gut hinter mich gebracht. Unter anderem gab's interessante Gespräche mit Weltbild und Bertelsmann - dort läuft unter anderem die ELFENZEIT-Buchreihe, wo ja bald der abschließende Band 20 erscheinen wird.

Und ich saß mit einem Vertriebskollegen der tschechischen Druckerei zusammen, die demnächst die ATLAN-Bücher drucken wird. Das aktuelle Buch ging gestern noch in der Endversion an die Druckerei ab - wir sind im Zeitplan.

Buchmesse in Leipzig 2010

Gerade eben sind wir auf der Messe eingetroffen, wo Klaus Bollhöfener bereits den Messestand in Halle 2.0 betreut. Der Stand sieht gut aus, der Kaffee schmeckt schon, und ich freue mich auf die kommenden Tage.

Auffallend ist eines: Der Manga- und Comic-Bereich hat sich 2010 wieder neu gruppiert, ich muss mich erst einmal um orientieren. Alles in allem wirkt derzeit alles verwirrend, aber ich fühle mich zwischen Heerscharen von jungen Menschen sehr wohl.

17 März 2010

Eisige Zukunft ist da

Die fertig gedruckten Taschenhefte sind in diesen Stunden bei uns in der Redaktion eingetroffen; wieder einmal sehen sie klasse aus. Es handelt sich um den Roman »Eisige Zukunft« von Uwe Anton, erstmals in den 90er Jahren erschienen und jetzt als Taschenheft neu aufgelegt - leichte Bearbeitungen inklusive.

Ein Paket mit Romanen nehme ich mit zur Leipziger Buchmesse. Das kann man auf jeden Fall auch dem einen oder anderen interessiert guckenden Journalisten in die Finger drücken ...

16 März 2010

Ein seltsamer Maahk und seine Interessen

Ein Logbuch der Redaktion

Ich erinnere mich noch gut an den »Andromeda«-Zyklus, jene sechs Taschenbücher, mit denen wir in den Jahren 2003 und 2004 erneut die Zusammenarbeit mit den Kollegen des Heyne-Verlages in München einleiteten. Die Taschenbücher, verfasst nach Exposés von Robert Feldhoff, verkauften sich damals sehr gut und erhielten ausgezeichnete Kritiken von den Lesern. Deshalb lag es nahe, irgendwann weitere Medien für sie zu entdecken.

Seit einiger Zeit publizieren unsere Partner von Eins A Medien, bekannt geworden durch die hervorragende Silber-Edition der klassischen PERRY RHODAN-Silberbände, auch den »Andromeda«-Zyklus als Hörbuch: Aus einem Taschenbuch werden acht CDs, die in einer schmucken Box angeboten werden; selbstverständlich gibt es die Hörbücher auch bei den einschlägigen Download-Shops.

Ich hinke ein bisschen hinterher, was die aktuellen Hörbücher angeht, habe in den letzten Tagen aber mit großer Faszination das zweite angehört: Es handelt sich dabei um »Die Methanatmer«, im Original ein Roman von Hubert Haensel, und jetzt ein Hörbuch, das von Josef Tratnik eingelesen worden ist. Und obwohl ich den Roman ja gut kenne – immerhin hatte ich die Taschenbücher damals redaktionell betreut –, habe ich die Audio-Version ebenfalls genossen.

Das liegt sicher daran, dass Hubert Haensel in seinem Roman einen außergewöhnlichen Maahk zum eigentlichen Helden gemacht hat: Grek 665 ½ ist nämlich ein besonderes Exemplar der Gattung der Wasserstoffatmer; er interessiert sich sehr für die Gewohnheiten der Sauerstoffatmer, vor allem der Menschen. Um diese besser verstehen zu können, hat er sich einen speziellen Simulator implantieren lassen. Maahks haben keine Gefühle, sie sind kalte Logiker, und Grek 665 ½ lässt sich jetzt Gefühle simulieren. Das führt selbstverständlich immer wieder zu neuen Missverständnissen, gibt dem Autor aber die wunderbare Chance, die Besatzung des Spürkreuzers JOURNEE rings um Perry Rhodan selbst hervorragend zu charakterisieren.

So fällt es gar nicht so auf, dass »Die Methanatmer« der zweite Teil eines Sechsteilers ist. Zwar sind Vorkenntnisse aus dem ersten Band durchaus hilfreich, aber man kann ihn auch ohne diese gut verstehen. Perry Rhodan operiert in der Galaxis Andromeda, begleitet von einer kleinen Gruppe von Menschen, und die Chancen zur Rückkehr in die Milchstraße stehen absolut schlecht. Die Raumschiffe des mysteriösen »Gelben Meisters« bedrohen die Völker der Sterneninsel; zudem hat sich eine Art Zeitschirm um Andromeda gelegt. Nur wenn die Wasserstoff atmenden Maahks sich mit den Sauerstoff atmenden Tefrodern und anderen Völkern zusammentun, haben sie eine Chance gegen die Unbekannten mit ihren tödlichen Kastun-Raumschiffen.

Selbstverständlich gibt es in dem Hörbuch viel Action. Der Roman bietet viel Tragik im einzelnen, hat aber auch seine amüsanten Phasen – dann etwa, wenn der Klonelefant Norman durch die Gänge des Raumschiffs bummelt. Josef Tratnik verleiht den Charakteren ihre jeweils eigenen Stimmen, er stellt sie so ins Zentrum seiner Vorlesekunst, dass sie dem Zuhörer geradezu plastisch erscheinen. Das macht der Schauspieler und Sprecher so packend, dass ich mitfieberte, obwohl ich wusste, wie die Geschichte weiter verlaufen würde.

Immerhin achteinhalb Stunden dauert die gesamte CD-Box, und es wird einem dabei nicht langweilig. Die schön gestalteten CD-Hüllen, das beigelegte Poster sowie die schicke Box machen das Ganze zudem zu einem echten Schmuckstück im Regal (mir persönlich ist das lieber als ein Download, aber das ist natürlich Geschmackssache).

Eine solche »Ausweitung« ist für die PERRY RHODAN-Serie ein absolutes Plus: Die Dimension eines großen kosmischen Abenteuers wird in eine akustische Welt ausgeweitet, und dank Josef Tratniks Stimme fesselt einen die Handlung erneut. Wer wissen will, wie sich der »neue« PERRY RHODAN anhört, bislang aber noch davor zurückschreckte, in die wöchentlichen Downloads einzusteigen, hat hier eine tolle Gelegenheit.

Ich fand's klasse und werde mir die folgenden CD-Boxen ebenfalls gern anhören. (Ein cooles Geschenk für alle Altersklassen sind sie übrigens ebenfalls!)

15 März 2010

Perry 138 ist cool

Ziemlich klasse finde ich das aktuelle PERRY-Comic-Heft, das ich in der Mittagspause zu Ende gelesen habe. In der Nummer 138 (nach alter Zählung) gibt's unter anderem einen Blick in Perry Rhodans Vergangenheit - die beste Story, wie ich finde - oder eine Geschichte über den Mutanten Ribald Corello.

Wie immer eine rasante Mischung aus allerlei Stilrichtungen: verschiedene Zeichner, verschiedene Autoren. Jetzt muss ich nur noch eine Lobeshymne für die PERRY RHODAN-Homepage verfassen ...

12 März 2010

Mein TERRA ASTRA-Versuch

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Im Sommer 1983 beschloss ich, als Autor endlich so richtig durchzustarten: Im Verlauf der letzten drei Jahre hatte ich zahlreiche Kurzgeschichten publiziert, nicht nur in Fanzines, sondern durchaus auch in professionellen Büchern, und ich fühlte mich nun »reif« für ein größeres Werk. Zudem hatte ich keinerlei Lust, nach der Schule eine Lehre oder ein Studium zu beginnen, und entschloss mich deshalb, einen Science-Fiction-Heftroman zu verfassen.

Zu jener Zeit sah die normale Karriere eines deutschsprachigen SF-Autoren so aus: Man publizierte erste Kurzgeschichten in Fanzines oder auf der Leserseite der PERRY RHODAN-Romane, bevor man bei TERRA ASTRA einen ersten Roman unterbrachte. Später kam der Einstieg bei der ATLAN-Heftromanserie oder bei den PERRY RHODAN-Taschenbüchern – und wenn man sich dort überall bewährt hatte, landete man irgendwann bei der PERRY RHODAN-Erstauflage.

Der damalige Jungautor Arndt Ellmer – mir auch unter dem bürgerlichen Namen Wolfgang Kehl aus diversen Fanzines bekannt – hatte es vorgemacht, und ihm wollte ich nachfolgen. Andere Vorbilder waren Andreas Brandhorst oder Thomas Ziegler, die allerdings den Weg nicht über PERRY RHODAN, sondern über die Serie »Die Terranauten« gewählt hatten und mittlerweile für Verlage wie Heyne, Bastei oder Corian schrieben.

Mein Roman nannte sich »Jenseits der Kuppel« und war ein ziemlich action-geladenes Abenteuer, eine Mischung aus klassischem K.H. Scheer und einem Schuss »1984«. So zumindest habe ich das Werk in Erinnerung, das seit vielen Jahren verschollen ist – womöglich ist das ohnehin besser so.

Ich tippte den Roman im Verlauf des Sommers 1983 mithilfe meiner alten Reiseschreibmaschine auf hellgraues Umweltschutzpapier, wie man das damals gerne tat, und bearbeitete ihn kritisch. Daraufhin tippte ich ihn noch einmal ab, diesmal in der von den Verlagen gewünschten Norm: 30 Zeilen pro Seite, 60 Zeichen pro Zeile, insgesamt also rund 1800 Anschläge pro Seite. Dann schickte ich die Leseprobe plus ein Exposé mit einem freundlichen Anschreiben an die Romanheft-Redaktion in Rastatt.

Am 5. Dezember 1983 verfasste Günter M. Schelwokat - »die SF- und Fantasy-Redaktion von MOEWIG/PABEL« unterzeichnete er – das Manuskript an mich zurück. Im ersten Absatz entschuldigte er sich dafür, dass er sich »erst heute« mit der Leseprobe befasst habe.

»Ganz allgemein möchte ich Ihnen sagen, daß Ihre Probe aus den meisten der vielen anderen Neulings-Einsendungen, die der Verlag erhält, positiv herausragt«, lobte mich der Lektor. Dennoch wies er mich auf einen kritischen Umstand hin: »Allerdings ist es so, daß wir seit der Zeit, da TERRA ASTRA nicht mehr wöchentlich, sondern nur 14täglich erscheint, einen großen Engpaß haben, was die Annahme von Werken neuer Autoren betrifft.«

Das war selbstverständlich ein großer Dämpfer für mich, und der zweite Schlag kam im abschließenden Absatz des Briefes: »Um also eine Annahme Ihres Manus zu bewirken, müßten Sie in jeder Beziehung besser sein als unsere Stammautoren. Und das ist bei Ihnen leider nicht der Fall.« Aus diesem Grund schickte er mir meine Leseprobe zurück.

Ich war gebührend beeindruckt. Klar erschütterte mich die Ablehnung, hielt ich mich zu jener Zeit doch für einen richtig guten Autor, andererseits freute mich, dass Schelwokat immerhin eine Begründung lieferte. Das kam in meinen Augen fast einem Ritterschlag gleich, und aus diesem Grund hielt ich das Ablehnungsschreiben jahrelang in Ehren.

Über einen Freund bekam ich später die Privatadresse des gestrengen Lektors mitgeteilt; er selbst hatte sie »im Vertrauen« von einem Mitarbeiter der PERRY RHODAN-Redaktion erhalten und gab sie mir »unter der Hand« weiter. Mein zweites Manuskript sollte ich doch direkt an die Schelwokat-Adresse schicken, nicht über den Verlag bei ihm einreichen. Das sei sicher sinnvoller und erbrächte garantiert einen größeren Erfolg.

Ich tat es nie, und längst bin ich froh darüber: Nichts können Verlagslektoren weniger leiden als diese unerwünschte Vermengung von Privatsphäre und Beruf. Schelwokat hätte sich garantiert nicht darüber gefreut, von mir einen geschäftlichen Brief an seine private Adresse zu erhalten. Verlagspost wurde beim Verlag in Rastatt gesammelt und nach Straubing zu ihm nach Hause geschickt, so sollte das in all den Jahren bleiben.

Der Briefwechsel vom Jahr 1983 sollte der einzige zwischen mir und Günter M. Schelwokat bleiben. Ich war einer von vielen Jungautoren, die versuchten, ihre fehlerbehafteten Manuskripte bei einem professionellen Verlag zu veröffentlichen – er war seit Jahrzehnten einer der wichtigsten Lektoren im deutschsprachigen Science-Fiction-Geschäft. Dass ich nur neun Jahre später Günter M. Schelwokats Nachfolge als PERRY RHODAN-Lektor antreten sollte, konnte ich zu diesem Zeitpunkt selbstverständlich nicht voraussehen ...

11 März 2010

PERRY RHODAN-Extra mit doppeltem »Extra«

Für Sammler enthält der zehnte Band von PERRY RHODAN-Extra eine Überraschung

Am 19. März 2010 erscheint die zehnte Ausgabe von PERRY RHODAN-Extra; über das kleine Jubiläum der Sonderheft-Reihe haben wir an dieser Stelle schon mehrfach berichtet. Die zwei Schwerpunkte des Heftes sind der Roman »Hauch der ESTARTU« von Bernhard Kempen und das exklusive Hörbuch »Mars-Visionen« nach einer Novelle von Hubert Haensel.

Dazu kommt ein großes Gewinnspiel, bei dem auf die PERRY RHODAN-Leser insgesamt zehn prallgefüllte Gewinnpakete warten. Ebenfalls liegt dem Roman, zu dem Dirk Schulz ein umlaufendes Titelbild gestaltet hat, eine limitierte Postkarten-Collection bei, die es so nicht im Handel zu kaufen gibt.

Bei dieser gibt es allerdings eine Besonderheit: Wir haben nämlich zwei verschiedene Varianten der Postkarten-Collection gedruckt, und mit diesen Varianten werden die Hefte bestückt. Beide Postkarten-Collections zusammen zeigen die bisherigen zehn Covers von PERRY RHODAN-Extra – aber niemand kann wissen, welchem Heft welche Collection beiliegt. Für Sammler sicher nicht uninteressant ...

Roman, Hörbuch-CD und die jeweilige Postkarten-Collection gibt es in einer Folienverpackung; das PERRY RHODAN-Extra 10 kostet 3,80 Euro.

10 März 2010

Löcher in andere Kosmen

Ein Logbuch der Redaktion

Der aktuelle PERRY RHODAN-Silberband wurde dieser Tage von der Druckerei geliefert, und ich habe »Das Loch im Universum« gleich aufmerksam durchgeblättert. Wie ich schon gelegentlich in meinen Logbüchern erwähnt habe, war meine »Einsteigerzeit« bei PERRY RHODAN in den späten 70er Jahren. In dieser Zeit kamen die Heftromane auf den Markt, die jetzt von Hubert Haensel zu den aktuellen Silberbänden »verarbeitet« werden. Das ist immer wieder ein Grund für mich, die Bücher noch einmal anzulesen oder gar komplett durchzuschmökern.

Der vorliegende Band – immerhin schon die Nummer 109! – ist dabei in mehrfacher Hinsicht besonders: Eigentlich werden drei Handlungsfäden in ein Buch eingearbeitet, versucht Hubert Haensel hiermit tatsächlich, die unterschiedlichen Ebenen der PERRY RHODAN-Handlung, wie sie zu jener Zeit vorherrschten, zusammenzufügen.

Wobei es einen Schwerpunkt gibt, und der heißt Laire. Der einäugige Roboter wird gleich zu Beginn des Buches ins Zentrum gestellt – zwei Romane von H. G. Francis bilden hierfür die Basis. Der erste Band unter dem Titel »Duell mit einem Roboter«, erstmals mit der Bandnummer 919 erschienen, stellt den Kampf des Quellmeisters gegen den Roboter dar. Mit »Insel der Vernichtung« (Bandnummer 920) vom selben Autor gibt es die Fortsetzung, und diese leitet dann über zu der Handlungsebene, in der auch Perry Rhodan selbst eine Rolle spielt.

Der Terraner ist mit der BASIS seit einiger Zeit auf der Suche nach den mysteriösen Kosmischen Burgen. Dort geht es um die Hinterlassenschaften der Mächtigen, gewissermaßen um das Erbe kosmokratischer Diener. In »Die Demonteure«, erstmals erschienen als Band 929, stoßen Perry Rhodan und Atlan durch die Barriere um eine Kosmische Burg vor, begleitet von Alaska Saedelaere, dem Mann mit der Maske, und dem Roboter Laire.

Das Geschehen setzt sich in jenem Roman fort, der dem Silberband seinen Namen verlieh: »Das Loch im Universum«, erstmals erschienen als Band 930. Beide Romane, in denen es um Partocs Burg geht, verfasste William Voltz, und sie zeigen eindrucksvoll, warum der Schriftsteller zu jener Zeit unangefochten der beliebteste PERRY RHODAN-Autor war. Mich begeistert noch heute, wie er Alaska Saedelaere in seinen Romanen zeigte, wie er es aber auch schaffte, einen völlig fremden Kosmos »hinter der Barriere« zu schildern, in einem Raum, der von geheimnisvollen Energieströmen erfüllt ist.

Ein Teil der Handlung beschäftigt sich darüber hinaus mit einem ganz speziellen Konzept: Es handelt sich um Ernst Ellert, der seit einiger Zeit mit dem Terraner Gorsty Ashdon ein sogenanntes Doppekonzept bildet und eigenen kosmischen Bestimmungen folgt. Die Romane wurden von Clark Darlton verfasst, der zu dieser Zeit in gewisser Hinsicht eine »Serie innerhalb der Serie« schrieb. Ernst Ellert und sein Konzeptpartner reisen durch das Universum und suchen die Superintelligenz ES.

In »Planet der Telepathen« (erstmals erschienen als Heftroman 910) durchstreift das Konzept beispielsweise den Randbereich der Galaxis Ganuhr und erreicht den Planeten Sceddo. Nach mehreren Abenteuern und neu gewonnenen Erkenntnissen gelingt die Weiterreise nach Scharzo, einer Welt der Galaxis Krähohl – diese Abenteuer wurden erstmals im Heftroman 921 unter dem Titel »Kontakt auf Scharzo« geschildert.

Die Ellert-Abenteuer werden im vorliegenden Silberband in einem weiteren Roman fortgesetzt: Das Konzept erreicht in »Mysterium des Weltalls« (Original-Nummer ist 935) einen gigantischen Weltraumbahnhof, wo es erneut zu seltsamen Begegnungen kommt. Ich erinnere mich gut daran, wie ich als Leser in den 70er Jahren nicht so richtig verstand, wofür diese Handlung gut war und welchen Zielen sie wirklich folgte. Sie wirkte losgelöst vom übrigen Geschehen, faszinierte aber gleichzeitig.

Hubert Haensel ist es jetzt gelungen, sie sorgsam in die Gesamthandlung einzubetten. Von daher ist »Das Loch im Universum« erneut ein gelungenes PERRY RHODAN-Buch geworden: Es enthält faszinierende Abenteuer in den Tiefen des Universums, die alle mit dem kosmischen Geschehen um die Sieben Mächtigen, die verschollene Superintelligenz ES und dem Roboter Laire zusammenhängen.

09 März 2010

Andromedas Geschichtenerzähler

Neue Exposés mit Uwe Anton; heute morgen sprachen wir darüber. Unter anderem geht es wieder um Andromeda, die Nachbargalaxis der Milchstraße, und die Handlung, die wir dort ansiedeln.

Uwe Anton hat sich die Figur eines Geschichtenerzählers ausgedacht, der gleich in mehreren Romanen auftauchen soll. Klingt gut, sollte gut funktionieren. Schauen wir mal, wie die Autoren damit fertig werden.

08 März 2010

Heyne-Klopper

Heute telefonierte ich lange mit Wim Vandemaan; es ging um die nächste Heyne-Staffel, die wir für den Herbst 2010 planen. Diesmal schlagen wir eine ganz andere Richtung ein, sowohl inhaltlich als auch von der Art des Titels.

Wenn alles so klappt, wie wir es vorhaben, gibt es ein dickes Buch, geschrieben von drei Autoren. Das Cover von Oliver Scholl liegt übrigens schon vor und sieht super aus.

04 März 2010

Höllenwelt abgeschlossen

Die ATLAN-Taschenbücher erscheinen schneller, als ich sie lesen kann. Darüber habe ich schon einmal geklagt - wobei das Klagen auf höchstem Niveau ist, schließlich finde ich das super.

Heute bekam ich das dritte Taschenbuch der »Höllenwelt«-Trilogie auf den Tisch, verfasst von Hans Kneifel und ausgestattet mit einem Cover von Arndt Drechsler. Das Taschenbuch sieht klasse aus, und die Lektüre juckt mich auch schon. (Mal gucken, was die Zeitsparkasse zu meinem Problem sagt ...)

03 März 2010

Nach fünf Tagen

Der neue Arbeitstag nach nur einer Woche Urlaub ist erschütternd: Der Computer ist voller Mails und Manuskripte, der Schreibtisch unter Papier verbuddelt. Es ist eigentlich immer dasselbe Bild, aber es schockiert.

Immerhin sind schöne Manuskripte dabei, bei einem davon habe ich auch schon mit der Lektüre begonnen. Wenn jetzt noch das Telefon schön ruhig bleibt, kann ich heute etwas »wegschaffen«.

02 März 2010

Ein Roman von zwei Autoren

Ein Logbuch der Redaktion

Sowohl Robert Feldhoff als auch ich gehörten zu jenen PERRY RHODAN-Lesern, die in den späten 70er Jahren zu der Serie stießen. Wir beide mochten die Romane von William Voltz, und bei diesen bevorzugten wir Romane, in denen Alaska Saedelaere eine Hauptrolle spielte. Kein Wunder, dass diese Begeisterung auch anhielt, als wir gemeinsam für PERRY RHODAN tätig wurden, er als Autor und später als Exposé-Autor, ich als Redakteur.

In all den Jahren, in denen ich mit Robert Feldhoff zusammenarbeitete, sprachen wir immer wieder über Alaska, den Mann mit der Maske, und die Möglichkeiten, ihn sinnvoll in die PERRY RHODAN-Serie einzubinden. Wir analysierten die Phasen, in denen die Figur »funktioniert« hatte und jene, in denen uns die entstandenen Romane nicht gefallen hatten. So waren wir beide nicht sehr glücklich damit, wie wir den Aktivatorträger im Abruse-Zyklus darstellten – wobei man hinterher immer klüger ist als während der Schreib- und Redaktionsphase ...

Und wir beide waren sicher, dass Alaska in genau der Phase richtig gut war, in der die Figur von Peter Griese aufgegriffen wurde. In diesen Romanen zu Beginn des THOREGON-Zyklus – also nach Band 1800 – schuf Peter einen eigenständigen Alaska, eine Figur, die allein im Universum unterwegs ist und einer nicht eindeutig zu definierenden Bestimmung folgt.

Danach dauerte es einige Zeit, bis Alaska wieder »funktionierte«. Für mich war der Aktivatorträger ab dem Roman »Raumschiff LEUCHTKRAFT«, der mit der Bandnummer 2159 erschien und in dem er wieder zum Maskenträger wurde, erneut zu einer faszinierenden Figur mit kosmischer Bestimmung geworden. Wir waren uns allerdings nie ganz einig darüber, wie wir mit Alaska weiter verfahren wollten – eine solche Figur muss schließlich über mehrere Bände hinweg gut eingesetzt werden.

Im Sommer 2008 hatten wir einige Ideen erarbeitet, die für Alaska Saedelaere eine hoffentlich interessante Zukunft ergeben würden. Aber wir gingen beide davon aus, dass im Verlauf des Negasphäre-Zyklus kein Platz für eine kosmische Odyssee vorhanden sein würde. »Das schieben wir auf die Zeit nach Band 2500«, argumentierte Robert Feldhoff nicht nur einmal.

Ende 2008 wurde seine Erkrankung stärker, und Anfang 2009 war klar, dass es »ernst war«. Kurz vor der Autorenkonferenz schickte er mir eine SMS, in der er mich bat, die Figur des Alaska Saedelaere bei der Konferenz auszublenden. Er schreibe an einem Roman, und da wollte er weiter arbeiten.

Im Juni 2009 schickte er mir in einer letzten Mail in den Verlag den Anfang des Romans – ein Fragment, das ich nicht sofort durcharbeitete, sondern nur ausdruckte, einmal durchlas und dann zur Seite packte. Es ging um Alaska Saedelaere, und es ging um das Raumschiff LEUCHTKRAFT.

Kurze Zeit später starb Robert, ein Schock nicht nur für seine Familie, die Autoren und die Redaktion, sondern auch für viele Fans. Ich fühlte mich wie gelähmt. Deshalb packte ich das Manuskript nicht gleich an. Es war aber schnell klar, dass wir es veröffentlichen wollten: als Vermächtnis eines Schriftstellers, der viel für die PERRY RHODAN-Serie getan und sie über Jahre hinweg geprägt hatte.

Ich sprach mit der Familie und erhielt die Erlaubnis, das Fragment von einem Kollegen fertigstellen zu lassen. Und dafür kam nur einer in Frage: Uwe Anton, der nach Roberts Erkrankung in die Exposé-Arbeit eingestiegen war und mittlerweile als Exposé-Autor die Verantwortung für die inhaltliche Ausrichtung der PERRY RHODAN-Serie übernommen hatte. Für ihn als Kollegen war es selbstverständlich, auch in diesem Punkt die Verantwortung zu übernehmen.

Er nahm die Fragmente, die uns Robert Feldhoff noch zur Verfügung gestellt hatte, ebenso die skizzierten Ideen zur weiteren Handlung mit Alaska Saedelaere. Daraus entwickelte Uwe Anton eine eigenständige Handlung mit Folge-Exposés. Ziel war, Alaska nicht nur im laufenden Zyklus, sondern ebenso nach Band 2600 auftauchen zu lassen. Und er schrieb den Roman fertig.

Am 9. April 2010 erscheint nun der Roman »Aufbruch der LEUCHTKRAFT«, verfasst von Robert Feldhoff und Uwe Anton. Es ist ein melancholischer Roman, nicht nur wegen seines Hintergrundes, sondern auch wegen seines Inhaltes, und er stellt Alaska Saedelaere in einen kosmischen Zusammenhang – ein neues großes Abenteuer beginnt. Das Titelbild gestaltet übrigens Dirk Schulz, der jahrelang mit Robert Feldhoff befreundet gewesen war, und es zeigt unter anderem ein Porträt des Schriftstellers.

24 Februar 2010

Freier Tag zum ersten

Seit heute habe ich frei. Eine Woche lang nicht im Büro - schon ein seltsames Gefühl. Immerhin halte ich dennoch per Mail einen Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen der PERRY RHODAN-Redaktion.

Und ich habe mir vorgenommen, die bereits erschienenen ATLAN-Taschenbücher, die ich noch nicht gelesen habe, endlich mal genauer »anzuschauen«. Wäre ja nicht schlecht, mal wieder ATLAN zu lesen ...

23 Februar 2010

Elfenzeit 20 ist durch

Gerade eben habe ich die Finaldatei des zwanzigsten ELFENZEIT-Romans innerhalb des Ordnersystems unserer Redaktion verschoben. Damit ist zumindest für mich die Buchreihe abgeschlossen; der Roman muss »nur noch« gedruckt und ausgeliefert werden.

Zwanzig Bände ELFENZEIT ... ich bin immer noch ziemlich begeistert von diesem Erfolg. Ohne das engagierte Autorinnen- und Autorenteam und ohne engagierte Kolleginnen und Kollegen in der Redaktion hätte das aber nicht geklappt.

22 Februar 2010

FanPro zu Besuch

Heute hatte die PERRY RHODAN-Redaktion einen dreiköpfigen Besuch aus Erkrath: Die Kollegen von Fantasy Productions kamen nach Rastatt, um vor Ort viele offene Fragen zu besprechen.

Unter anderem ging es um die ATLAN-Taschenbücher, die »Schattenland«-Taschenbücher auf Basis alter MYTHOR-Heftromane und andere Themen. Unter anderem diskutierten wir gemeinsame Aktivitäten im Buchhandel, auf der Homepage und vor allem auch in den Romanheften.

19 Februar 2010

Anthuresta im Blickfeld

Ein Logbuch der Redaktion

Die diesjährige Autorenkonferenz war in mancherlei Hinsicht etwas Besonderes: Es war die erste Konferenz, seit ich für PERRY RHODAN tätig bin, an der Robert Feldhoff nicht teilnahm, nicht einmal mit einem Ideenpapier – für mich immer noch unfassbar. Und es war auch die erste Konferenz, die nach dem Erscheinen des Jubiläumsbandes 2500 stattfand – ein Jubiläum, mit dem vor zwanzig oder gar 48 Jahren sicher kein Mensch rechnete.

Aber es war gleichzeitig die erste Konferenz, an der Uwe Anton jetzt offiziell als Exposé-Autor tätig war, nachdem er im letzten Jahr als Krankheitsvertretung kurzfristig einspringen musste. Und es war die erste PERRY RHODAN-Konferenz mit Marc A. Herren, unserem jüngsten und neuesten Teammitglied, der zudem der erste PERRY RHODAN-Autor aus der Schweiz ist.

Vom Ablauf her folgte die Konferenz allerdings den Grundsätzen, die sich irgendwann in den letzten Jahren herausgebildet hatten: Man trifft sich am ersten Abend in einer gemütlichen Runde, bei der viel geplaudert wird, und am eigentlichen Konferenztag wird fleißig gearbeitet. So auch 2010.

Ich traf am Montag, 15. Februar 2010, gegen 19 Uhr im »Holiday Inn« ein, das praktischerweise direkt neben dem Verlagsgebäude liegt. Die meisten Autoren waren bereits anwesend; leider war bei Rainer Castor einiges dazwischen gekommen, so dass er kurzfristig hatte absagen müssen. Wir saßen an einem langen Tisch, es gab leckeres Essen, und nach dem eigentlichen Mahl packte ich eine Flasche Brandy auf den Tisch.

Der Hintergrund dafür war der »Wahrheits-Preis« der »tageszeitung« aus Berlin, den PERRY RHODAN im Oktober 2009 gewonnen hatte. Dafür hatten wir ebenjene Flasche Brandy gewonnen, und da ich öffentlich zugesagt hatte, diese mit den Autoren zu leeren, gab's für jeden Kollegen ein Glas davon. Es schmeckte gut, und den »Rest« der Flasche nahm Hubert Haensel, der den eigentlichen Roman geschrieben hatte, mit nach Hause.

Nachdem es am Montag abend recht ruhig zu Ende gegangen war – die heutige Autorengeneration ist dem Alkohol nicht mehr so zugeneigt, glaube ich –, ging es am Dienstag morgen, 16. Februar 2010, pünktlich weiter. Sowohl die PERRY RHODAN-Redaktion als auch das Marketing informierten die Autoren über den aktuellen Stand der Dinge. Im Anschluss wurde über Auflagenentwicklung, die neuen Taschenhefte oder E-Books diskutiert, ebenso über andere Themen, die Autoren eben interessieren.

Die Autoren lobten Uwe Anton für sein Engagement und seinen Einsatz – immerhin hatte er letztes Jahr sehr kurzfristig die Exposé-Arbeit übernommen – in den letzten zehn, zwölf Monaten. Ebenso wurde die aktuelle Handlungsführung gelobt; den Autoren gefiel die Art und Weise, wie Uwe seine Exposés aufbaut und ihnen so Möglichkeiten für gute Romane gibt.

Von der Diskussion über die Exposés ging es über zur Diskussion über neue Charaktere für die Serie: Wie können interessante Figuren aufgebaut werden, wie geht man als Team mit ihnen um, und was passiert dann mit den »alten Helden«? Ähnliches gilt für außerirdische Völker: In der Serie gibt es schon viele, aber es ist immer wieder lesenswert, von neuen Aliens zu hören.

Nach dem Mittagessen startete die eigentliche inhaltliche Arbeit. Uwe Anton präsentierte seine Handlungsplanung bis Band 2599, die er im Vorfeld bereits schriftlich zur Verfügung gestellt hatte. Ein Schwerpunkt wird auf jeden Fall die Galaxis Anthuresta sein, in der sich das Stardust-System mit den terranischen Kolonien befindet.

In Arbeitsgruppen setzten sich die Autoren mit der Struktur der Galaxis und ihrer Bewohner auseinander. Sie erarbeiteten Hintergründe und kosmische Geheimnisse, die Perry Rhodan und seine Begleiter dann aufzudecken haben. Hier hatte unter anderem der neue Kollege aus der Schweiz eine sehr gute Idee, die »nur noch« unterfüttert werden muss.

Der Nachmittag verging wie im Flug; das Abendessen nahmen wir – dem Fasching zum Trotz – in einem nahe gelegenen italienischen Restaurant ein. Dort wurde geplaudert und gelacht, über Gott und die Welt diskutiert und über PERRY RHODAN gesprochen.

Als ich irgendwann spät nach Mitternacht mit dem Auto über die Landstraße nach Hause fuhr, war ich sehr zufrieden: Es war eine sehr produktive und auch sehr lustige Autorenkonferenz, und ich hatte das Gefühl, dass das PERRY RHODAN-Team bestens für die nächste Zukunft gerüstet ist – sowohl im literarischen als auch im realen Leben ...

18 Februar 2010

Marianne-Portrait

Es war mir seit langem ein Anliegen: Marianne Sydow ist in unseren Unterlagen und auf der PERRY RHODAN-Homepage ausgesprochen schlecht vertreten. Vor allem der Text, den wir bisher auf der Homepage hatten, war eher dünn und wenig aussagekräftig.

Jetzt habe ich mit der Autorin zusammen eine neue Biografie erstellt. Seit einigen Tagen ist sie online; kürzer und knapper als auf ihrer eigenen Homepage, aber endlich mal in der Ausführlichkeit, wie sie ihr gebührt.

17 Februar 2010

Besondere Roman-Lektüre

Am heutigen Arbeitstag, den ich zu Hause verbringe, steht neben viel Textarbeit auch das Lesen eines besonderen Manuskriptes an: Es ist ein PERRY RHODAN-Roman, den zwei Autoren verfasst haben.

Ich weiß dabei jetzt schon, dass die Leser aufhorchen werden, wenn sie mehr über den Roman und seinen Inhalt erfahren. Und auch der Entstehungsprozess ist eine interessante Geschichte. In etwa zwei Monaten erscheint der Roman dann ...

16 Februar 2010

Autorenkonferenz Tag eins

Der erste Abend bei einer PERRY RHODAN-Autorenkonferenz gehört traditionell (na ja, so alt ist die Tradition nicht) dem gemütlichen Beisammensein: Autoren und Redakteur essen gemeinsam zu Abend, reden dabei über Gott und die Welt, ziehen hinterher in die Hotelbar und reden dort weiter. Themen waren unter anderem der PERRY RHODAN-Dokumentationsfilm, der derzeit in Arbeit ist und für den Wim Vandemaan noch einige Spezialauftritte der Autoren vorgesehen hat.

Selbstverständlich ging es auch um Inhalte, wenngleich noch nicht so detailreich. Mit Uwe Anton sprach ich über strukturelle Dinge, also, welches Exposé für welchen Autor ideal sein könnte; mit Wim Vandemaan redete ich über die geplante Heyne-Zusammenarbeit, mit Frank Borsch sprach ich über Frühsport.

Und so verging die Zeit im Flug: Man trifft sich schließlich nur einmal im Jahr in einer so großen Runde.

15 Februar 2010

Konferenz ante portas

Die PERRY RHODAN-Autorenkonferenz steht vor. Die österreichische Delegation aus Leo Lukas und Michael Marcus Thurner ist schon da, ebenso die Delegation aus der Schweiz in Form von Marc A. Herren.

Mal schauen, wann die anderen eintreffen, und vor allem bin ich auf die kommenden Gespräche sehr gespannt. Rein inhaltlich geht es vor allem um die PERRY RHODAN-Romane ab Band 2550 bis Band 2600.

14 Februar 2010

Der Tag davor ...

Es ist der Sonntag vor dem Beginn der diesjährigen Autorenkonferenz. Eigentlich beginnt die Veranstaltung ja erst am Dienstag, aber im Verlauf des Montags reisen die Autoren an - und am Montag abend gibt es ein gemütliches, gemeinsames Abendessen, bei dem es traditionell schon um PERRY RHODAN geht, wir aber noch nicht in die konzentrierte inhaltliche Diskussion einsteigen.

Für ebendiese inhaltliche Diskussion muss vorgearbeitet werden. Von einem Kollegen kam eben noch ein Arbeitspapier, und ich will mir noch meine »Rede« ausdenken. Völlig unvorbereitet sollte man ja nicht in so eine Konferenz gehen.

12 Februar 2010

Akonen, Agenten und ein Schweizer

Ein Logbuch der Redaktion

Der PERRY RHODAN-Roman »Das Fanal«, der am 19. Februar 2010 erscheint, hat es in sich: nicht nur inhaltlich – aber dazu gleich mehr –, sondern auch wegen der ganzen Rahmenbedingungen. Es ist der erste PERRY RHODAN-Roman, der von einem Autor aus der Schweiz geschrieben worden ist, und es ist darüber hinaus der erste PERRY RHODAN-Roman, der auf einer kanarischen Insel verfasst worden ist.

Und darüber hinaus ist es der Roman, der praktisch zur PERRY RHODAN-Autorenkonferenz erscheint. Ich bin schon jetzt gespannt, ob der neue Kollege den Kollegen zur Begrüßung eine Runde mit Freigetränken ausgeben mag ... Der neue Kollege ist Marc A. Herren, und wer die PERRY RHODAN-Serie seit einiger Zeit begleitet, hat seinen Namen schon öfter gehört.

Marc begann wie die meisten Autoren als Leser und Fan, schrieb irgendwann einmal erste Fan-Geschichten und verfasste Fan-Romane. Als fleißiger Autor tauchte er auf Schreibwerkstätten auf, nahm an Wettbewerben teil und vergaß bei alledem aber nicht, das »normale Leben« mit all seinen beruflichen und privaten Dingen weiterlaufen zu lassen. So war es fast folgerichtig, dass wir ihn irgendwann ansprachen, als wir PERRY RHODAN-Action starteten, und schauten, inwiefern wir gut zusammenarbeiten könnten.

Wir konnten, wie es sich herausstellte. Und als ich feststellte, wie sehr sich Marc in seiner schriftstellerischen Arbeit steigerte, war schnell klar, dass er auch mehr kann. Seither hat er ein ATLAN-Taschenbuch verfasst, das ich leider noch gar nicht gelesen habe, hält mich mit Ideen aller Art auf Trab, und legte zuletzt einen Roman für die Reihe PERRY RHODAN-Extra vor, der mir sehr gut gefallen hat.

Kein Wunder, dass er recht zügig in der PERRY RHODAN-Erstauflage auftauchen sollte. Uwe Anton hat ihm ein schönes Exposé geschrieben, und Marc nahm sich pünktlich dazu seine »Auszeit«, zog sich nach Gran Canaria zurück und konnte dort aktiv an seine schriftstellerische Laufbahn gehen. Den Kontakt zur schweizerischen Heimat ließ er selbstverständlich nicht abbrechen, das Arbeiten unter warmer Sonne scheint ihm aber nicht geschadet zu haben.

Der junge Kollege hat das Uwe-Anton-Exposé mit viel Leben erfüllt – der dabei entstandene Roman setzt bekannte Charaktere in einen gelungenen Zusammenhang. In diesem Fall meine ich Alaska Saedelaere, den sogenannten Maskenträger, der zuletzt nur selten in der PERRY RHODAN-Handlung aufgetaucht ist, sowie Ronald Tekener, den Smiler, der sich schon seit einiger Zeit für die seltsamen Aktivitäten mancher Akonen interessiert.

Zwischen Terra und dem Akon-System entwickelt sich eine Handlung, in der die beiden Zellaktivatorträger aktiv mitwirken, die darüber hinaus aber auch darlegt, wie sich die Situation im Blauen System entwickelt hat. Marc A. Herren gelingt es, die beiden Aktivatorträger plausibel zu schildern, auch und gerade in ihren gegensätzlichen Ansichten, und dabei den Blick auf die Akonen nicht aus dem Auge zu verlieren.

Mir hat das ganze sehr viel Spaß bereitet, und ich bin sicher, dass sich dieser Spaß auf die PERRY RHODAN-Leser übertragen wird. »Das Fanal« ist ein tragischer Roman, und er ist spannend – danach sind einige Eckpunkte des bisherigen Perryversums auf jeden Fall verändert.

11 Februar 2010

Interview zur Doktorarbeit

Gestern hatte ich Besuch in der Redaktion, bei dem ich auf die Ergebnisse extrem gespannt bin: Eine Doktorandin kam vorbei, um ein langes Interview zu führen - insgesamt drei Stunden dauerte das dann doch, weil ich wieder zu viel redete.

Der Plan ist, eine Doktorarbeit zu PERRY RHODAN zu schreiben. Die Ansätze sind vielversprechend, genügend Engagement ist da - jetzt muss man halt schauen, was daraus wirklich wird.

10 Februar 2010

Rückblick auf ein spannendes Seminar

Ein Logbuch der Redaktion

Dieses Logbuch kommt ein wenig verspätet, wofür ich um Verständnis bitte: Ein Seminar in Wolfenbüttel ist nicht so wichtig wie die wöchentlich erscheinenden Romane – von daher geht die »normale« Arbeit immer vor. Und so erscheint dieses Logbuch eben einige Wochen nach dem Seminar, das die Autorin Kathrin Lange und ich als Dozenten am Wochenende des 22. bis 24. Januar 2010 an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel hielten.

Das Thema hatten wir diesmal bewusst ein wenig »weiter gefasst« - wir nannten es »Phantastische Literatur schreiben: Langformen in Fantasy, Horror und SF« und wollten damit die Science-Fiction-Grenzen zumindest teilweise verlassen. Der Erfolg gab uns insofern recht, dass diesmal sehr viele Anmeldungen vorlagen und die Akademie im Voraus »sieben« musste. Und es stellte sich heraus, dass die meisten der anwesenden Autorinnen und Autoren eher aus der Fantasy kommen oder die Science Fiction eher als Randgebiet betrachten.

Für die Gestaltung des Seminars war es uns gleichgültig, aus welchen Richtungen die Autoren kamen: Schließlich sind die grundsätzlichen Techniken des Erzählens dieselben, egal, ob man sie nun auf Science Fiction oder Fantasy oder sonstige unterhaltende Literatur anwendet. Diesmal stellten wir im Vorfeld eine Aufgabe – das machen wir immer –, bei der wir bewusst nicht nur Science Fiction, sondern auch Fantasy und Horror berücksichtigen wollten. Ich zitiere aus der Ausschreibung:

»Hiermit überreichen wir Ihnen zwei magische Spiegel (für die Science-Fiction-Autoren: zwei tragbare Multiversumstransmitter). Stellen Sie sich vor, Ihre beiden Hauptfiguren bekommen unabhängig voneinander ein solches Ding in die Finger – und es bringt sie beide ohne Zeitverlust direkt in unsere eigene Gegenwart, ins Deutschland im Dezember 2009, wo sie sich zum ersten Mal begegnen.«

Als zusätzliche Angabe fügten wir noch hinzu: »Wir möchten eine Szene lesen, in der wir aus Dialog und Handlung möglichst viel über den Charakter der Figuren erfahren.« Das ganze sollte zudem fünf Normseiten nicht überschreiten. Die eingeschickten Texte wurden von der Bundesakademie zu einem sogenannten Reader gebunden und im voraus an alle Teilnehmer verschickt – sie bildeten die Grundlage für das Seminar.

Das wiederum begann am Freitag, 22. Januar 2010, mit einer Vorstellungsrunde sowie Einblicken in die Arbeit von Verlagen, die Kathrin Lange und ich gaben. Wie funktioniert ein Lektorat, was macht eine Vertriebskonferenz, mit welchen Schwierigkeiten muss sich ein Autor herumschlagen, bevor sein Manuskript gedruckt wird, und wie schwer ist es eigentlich, vom Dasein als Schriftsteller gut leben zu können?

Am Freitagabend diskutierten wir über die eingesandten Texte. Die Qualität war sehr vielfältig, die stilistisch-inhaltliche Ausrichtung ebenfalls. Zum Teil gingen wir sehr detailliert auf die Texte ein, was manchmal ausführliche Diskussionen zur Folge hatte. Wir stellten fest, dass viele Autorinnen und Autoren ihre Probleme damit hatten, Charaktere glaubwürdig und handfest zu schildern – und auf dieser Feststellung bauten Kathrin Lange und ich den weiteren Verlauf des Seminars auf.

Unter anderem stellten wir am Samstag morgen, 23. Januar 2010, eine Aufgabe, in der sich die Teilnehmer stärker mit ihrem Romanprojekt auseinandersetzen sollten. Und am Sonntag gab es eine Aufgabe, die noch einmal beim Charakterisieren der Hauptfiguren helfen sollte. Die Ergebnisse der Aufgaben wurden jeweils im Plenum präsentiert und besprochen; wie immer fand ich interessant, welch unterschiedliche Geschichten jeweils entstanden.

Selbstverständlich wurden alle eingereichten Texte im Verlauf des Seminars diskutiert. Ebenso selbstverständlich war, dass in den Pausen und nach Feierabend noch lange nicht Schluss war: Nachts ging es immer bis zwei oder drei Uhr, wo die Autoren zusammensaßen, über »Gott und die Welt« diskutierten oder über ihre Schreibprojekte sprachen. Es entwickelte sich unter vielen Teilnehmern die Arbeitsatmosphäre, die ich bei den Seminaren in Wolfenbüttel so zu schätzen gelernt habe.

Als ich am Sonntag, 24. Januar 2010, den Zug nach Süden bestieg, zurück aus dem eiskalten Wolfenbüttel ins ein bisschen kühle Karlsruhe, fühlte ich mich ein wenig erschöpft: eine normale Empfindung nach einem solchen Seminar, bei dem ich auch als Dozent stets neue Erfahrungen sammle und neue Dinge lerne ...

09 Februar 2010

Momsen und alte Geschichten

Die lektorierte Version von PERRY RHODAN-Extra 10 muss heute in die Setzerei, also schaue ich mir das ganze noch mal gründlich durch. Bernhard Kempen schrieb den Roman, Rainer Nagel lektorierte ihn; saubere Arbeit.

Inhaltlich geht es noch einmal um das Verhältnis von Terranern zu Mom'Serimern und andersrum. Daneben taucht eine uralte Raumstation auf, und Aurenspürer sowie Springer mischen ebenfalls mit.

08 Februar 2010

Konferenz-Vorgedanken

Bereits nächste Woche startet die PERRY RHODAN-Autorenkonferenz. Will ich bis dahin alle relevanten Themen erledigen, muss ich mich sputen. Und morgen muss spätestens das PERRY RHODAN-Extra 10 in die Setzerei.

Da passt es gut, dass Leo Lukas heute bereits seinen nächsten Roman geliefert. Das gibt meine Lektüre für heute abend, und ich freue mich schon mal darauf.

05 Februar 2010

Dirk in Terrania

Ich kenne Dirk van den Boom schon seit über einem Vierteljahrhundert. Der Universitäts-Dozent und Science-Fiction-Autor (unter anderem für die »Ikarus«-Serie des Atlantis-Verlages) hat seit einigen Jahren auch einen Blog, und in diesem schreibt er - wie es sich gehört - über allerlei Themen, die ihn interessieren.

Im Urlaub verschlug es ihn diesmal nach Zentralasien, genauer gesagt in die Mongolei. Davon schreibt er in seinem Blog-Eintrag »Dirk in der Gobi: Auf der Suche nach Perry Rhodans Bungalow«, der für alle PERRY RHODAN-Fans eine tolle Lese-Gelegenheit sein dürfte. Augenzwinkernder Humor und schicke Fotos bilden eine gelungene Einheit - klasse!

04 Februar 2010

Der tschechische Perry

Nach wie vor finde ich es seltsam, einen PERRY RHODAN-Roman vor mir zu haben, wo das Logo auf den Innenseiten so ungewöhnlich aussieht: Bei der tschechischen Ausgabe ist die klassische Bastei-Zinne zu sehen, und in dieser steht das PERRY RHODAN-Logo.

Richtig!, die tschechische Lizenzausgabe von PERRY RHODAN erscheint bei einem Verlag, der im Prinzip eine Tochtergesellschaft der Kollegen von Bastei-Lübbe ist. Dieser Tage kam die Übersetzung von Band 2250 auf den Markt - ein Roman von Robert Feldhoff mit einem grimmig guckenden Perry auf dem Cover. Über so was kann ich mich richtig freuen.

03 Februar 2010

Doppelband von Frank Borsch

Ein Logbuch der Redaktion

Seit seinem fulminanten PERRY RHODAN-Jubiläumsband »Projekt Saturn« haben die Leser nur wenig von Frank Borsch gehört. Mit einem starken Doppelband meldet er sich im Februar zurück – und darüber möchte ich ein wenig erzählen und darauf will ich vor allem neugierig machen. Die beiden Romane verraten nämlich entscheidende Dinge über die Frequenz-Monarchie, und sie tragen dazu bei, einen wichtigen Gegenspieler der Terraner weiter zu charakterisieren.

Bereits am 5. Februar 2010 erscheint »Der Weg des Vatrox«, der erste Teil des Doppelbandes. Selbstverständlich spielt Sinnafoch eine wesentliche Hauptrolle in diesem Roman: Frank hat die Figur bereits im ersten Roman des laufenden Zyklus in die Handlung eingeführt und verleiht ihr jetzt mehr Tiefe. Der Frequenzfolger bleibt weiterhin der große Feind der Terraner, und seine Handlungen sind aus seiner Sicht völlig nachvollziehbar und korrekt.

Im Roman 2529 stößt er jedoch auf eine Situation, mit der er in seinem bisherigen Leben nicht konfrontiert wurde. Sinnafoch wird von Reginald Bull persönlich – ohne dass die beiden in direktem Kontakt stehen – in eine Lage gebracht, die von ihm ein anderes Verhalten verlangt. Er muss sich unter anderem mit einem Oxtorner namens Steelion Hartok auseinandersetzen und lernt einen Okrill kennen. Diese zwei so unterschiedlichen Wesen werden seine Gefährten – auf einer Reise, die auch den Planeten Oxtorne in ein neues Licht rückt.

In der Folgewoche erscheint der PERRY RHODAN-Roman 2530, der den Titel »Der Oxtorner und die Mehandor« trägt. Wie der Titel schon nahelegt, geht es unter anderem um Springer, die Galaktischen Händler also, die sich selbst den Namen Mehandor geben. Sinnafoch, der als Frequenzfolger und damit als mächtiges Wesen der Frequenz-Monarchie nicht unbedingt daran gewöhnt ist, selbst in einen Einsatz zu gehen, muss sich mit Intrigen und Auseinandersetzungen an Bord eines Raumfrachters beschäftigen.

Mit von der Partie sind wieder Steelion Hartok und der Okrill namens Philip – und ihr Verhältnis zu Sinnafoch unterzieht sich einer gewissen Wandlung. Nicht ganz unschuldig daran sind die Springer selbst, die sich mehr mit sich, ihren Erbschaftsstreitigkeiten und internem Hickhack beschäftigen. Eine junge Frau wächst dabei über sich hinaus und verändert ihrerseits nicht nur ihr eigenes Leben, sondern das der meisten Angehörigen ihrer Sippe.

Frank Borschs Doppelband schafft so »ganz nebenbei« das Kunststück, nicht nur die Frequenzfolger stärker zu charakterisieren, sondern auch mehr über die Springer und die Oxtorner zu verraten. Damit kommen vor allem jene PERRY RHODAN-Leser auf ihre Kosten, die sich darüber freuen, mehr über die Milchstraße und ihre Bewohner zu erfahren.

02 Februar 2010

Autorentreffen mit PERRY RHODAN-Beteiligung

Zum wiederholten Mal wird in Nürnberg das sogenannte Autorentreffen veranstaltet. Der Termin ist diesmal Donnerstag, der 13. Mai 2010 – es handelt sich dabei um einen Feiertag, nämlich um Christi Himmelfahrt.

Als Referenten sind der Schriftsteller Titus Müller (zu »Schwächen und Stärken von Szenen«), der Drehbuchautor Oliver Pautsch (»Von der Kurzgeschichte zum Oscar – vom Drehbuch zum Film«) sowie der PERRY RHODAN-Chefredakteur Klaus N. Frick (»Fantasy – ein Modegenre der aktuellen Zeit?«) geladen.

Ort der Veranstaltung ist das Bildungszentrum Nürnberg (Gewerbemuseumsplatz 2, Fabersaal); sie beginnt morgens und endet am Abend. Im Eintrittspreis von 80 Euro sind die drei Seminare ebenso enthalten wie das Mittag- und Abendessen, Kaffee und Pausengetränke. Eine Voranmeldung ist dringend erforderlich.

»Schattenland« zum zweiten

Heute kam das schöne Taschenbuch von unserem Lizenzpartner Fantasy Productions in der Redaktion an: »Die Himmelsfestung« ist der zweite Band der insgesamt fünf Bände umfassenden »Schattenland«-Reihe, die im Prinzip ein Kurz-Zyklus der klassischen MYTHOR-Heftromanserie ist.

Verfasser der zwei Romane waren Peter Terrid und Hubert Haensel; erstmals erschienen die Werke anfangs der 80er Jahre. In der Bearbeitung durch Dr. Rainer Nagel lesen die sich richtig klasse.