18 August 2009

Wie Mondra und Perry zusammenkamen

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Gelegentlich stelle ich mir selbst die Frage, wie sich manche Figuren innerhalb eines Romans entwickeln: Was war von den Autoren denn wirklich im Voraus geplant, was hat sich »einfach so« ergeben? Die Frage stellt sich selbstverständlich auch bei einer umfangreichen Serie wie PERRY RHODAN, und hier bin ich glücklicherweise in der guten Situation, einen Teil meiner Erinnerung bemühen zu können und vor allem gelegentlich alte Unterlagen vorliegen zu haben.

Und wenn ich mir überlege, was wann mit Mondra Diamond geplant war, so stelle ich fest, dass die Exposé-Konferenz ein wichtiger Termin für die Entwicklung dieser Figur war. Ganz konkret war es der Montag, 9. März, an dem wesentliche Punkte festgelegt wurden. Ein Restaurant in Karlsruhe, das es schon nicht mehr gibt, wurde zu dem Ort, an dem Mondra Diamonds Liebesleben die entscheidende Richtung bekam ...

Die Exposé-Konferenz hatte bereits am Vorabend begonnen, und so holte ich Robert Feldhoff und Ernst Vlcek an diesem Morgen vor ihrem Hotel ab, nur wenige hundert Meter von meiner damaligen Wohnung in Karlsruhe entfernt. Da wir am Vorabend nicht zu lange getagt hatten, fühlten wir uns frisch und waren guter Dinge.

Leider war das Wetter nicht optimal; gern hätten wir uns ins Freie gesetzt. Doch im März 1998 zeigte sich der Karlsruher Frühling von seiner unangenehmen Seite. Also bummelten wir ins Café des Gasthauses »Krokodil«, wo wir uns an einen Tisch setzten. Dort besprachen wir in den nächsten vier Stunden allerlei Themen.

Unter anderem ging es um eben erwähnte Mondra Diamond. Die ehemalige Zirkusartistin war zu dieser Zeit gerade erst frisch in die Handlung eingeführt worden, als Agentin des Terranischen Liga-Dienstes und als Leibwächterin von Perry Rhodan. Wir waren uns unschlüssig, ob wir selbst die Figur gut finden sollten oder nicht. Robert Feldhoff hatte in seinen Exposés angedeutet, dass sich zwischen Mondra und Perry eine Beziehung entwickeln könnte; bisher waren wir uns aber auch nicht sicher, ob wir das wirklich wollten.

Zitat aus unserem Protokoll, das ich wenige Tage danach verfasste: »Wir riskieren es und schildern eine sich anbahnende Beziehungskiste. Robert baut die nachträglich in Band 1926 ein, dort geht das los. Im bevorstehenden Doppelband mit der SOL-Geschichte wird die Sache zwischen Mondra und Perry dann aber handlungstragend.«

In der Diskussion waren wir uns einig darüber, dass das nicht immer klappen würde: »Wenn alle Autoren eine Liebesbeziehung schildern sollen, wird es zu Unstimmigkeiten kommen«, argumentierte Ernst Vlcek durchaus skeptisch. Mein Argument war: »Wir benötigen mehr Emotionalität bei PERRY RHODAN, und unser Held soll auch mal wieder eine Gefährtin haben.«

Robert Feldhoff, der sich bereits gedanklich auf die Vorgeschichte der Superintelligenz ES eingelassen hatte, fand ebenfalls, dass man Mondra in den Vordergrund schreiben sollte. Wir waren uns aber einig, dass die hauptsächliche Entwicklung der Figur von ihm zu steuern war, damit es nicht zu großen Widersprüchen kommen sollte.

Neben Mondra Diamond spielte in jenen Romanen übrigens eine weitere »Nebenfigur« eine wichtige Rolle, die wir mittlerweile ausgebaut haben: Robert Feldhoff hatte den Oxtorner Monkey entwickelt, der mit seinen künstlichen Augen und seiner reduzierten Gefühlswelt einen guten Gegensatz zu der emotionalen Mondra bilden sollte.

Ein weiteres Thema, das wir diskutierten, dann aber buchstäblich »in die Schublade« steckten, war das der Schatten-Maahks. Im Rahmen der Romanhandlung sollte eine Expedition aus der Milchstraße in die ferne Galaxis Chearth aufbrechen, wo es Methanatmer als eines der wichtigsten Völker gab. Wir waren uns aber noch nicht sicher, in welchem Umfang die »neuen Maahks«, die immer wieder durch die Romanhandlung gegeistert waren, überhaupt eine Rolle spielen konnten.

»Die dürften an so weltlichen Dingen noch gar kein Interesse haben«, argumentierte Ernst Vlcek. Wir entschieden uns dafür, sie von der Reise nach Chearth auszuschließen und das Thema so weit wie möglich in den Hintergrund zu schieben. Thematisieren wollte es Ernst auf jeden Fall: »Die Maahks und ihre Entwicklung ergeben eine schöne Geschichte.«

Zu dieser Entwicklung gehörten die Bewohner der Galaxis Chearth. Wir legten Eckpunkte zu dem fremdartigen Volk der Gharrer fest, definierten die Figur des Thoregon-Boten Mhogena und machten uns Gedanken darüber, wie die mysteriösen Guan a Var damit zusammen hängen könnten. Das alles sollte schließlich ins Gesamtgeschehen um die Koalition Thoregon und ihre kosmischen Verwicklungen passen.

Immerhin dachten wir uns bereits ein Ende für den Zyklus aus, das wir zwar fürs Protokoll formulierten, das wir aber so nie übernahmen. Aus diesem Grund kann man es heute auch zitieren: »Am Ende muss Rhodan durch das Proto-Tor gehen. Dort sieht er dann, wie die Superintelligenzen nacheinander eintreffen und dann eine Art gigantisches Sechseck bilden – das nur als bildliche Analogie. Danach ist der Rat von Thoregon gegründet, wenngleich auf einer sehr niedrigen Basis.«

So verging der Montag mit vielen Besprechungen und Ideensammlungen. Zum Abschluss hatten Ernst Vlcek und Robert Feldhoff zahlreiche Notizen in ihre Kleincomputer getippt, während ich mir vieles handschriftlich notiert hatte. Wir fühlten uns allesamt ein wenig ermattet und hätten am liebsten eine Pause eingelegt, die Autoren vor allem deshalb, um möglichst rasch mit der eigentlichen Exposé-Arbeit beginnen zu können.

Aber das war nicht möglich: Wir packten unsere Unterlagen, die Autoren holten ihr Gepäck aus dem Hotel, und wir gingen zu meinem Auto. Jetzt stand schließlich noch die eigentliche Autorenkonferenz auf dem Terminplan ...

16 August 2009

Blick nach Andromeda

Wenn man PERRY RHODAN-Exposés liest, gerät man ins Grübeln und Träumen. Zumindest ich. Mein erster PR-Roman spielte in Andromeda, es ging um Maahks und einen kleinen, frechen Ilt.

Jetzt lese ich Exposés, in denen es auch um Andromeda geht. Welche Völker und Personen dabei eine Rolle spielen, ist zweitrangig - für diesen Blog hier zumindest. Ich bin sicher, es wird zu »Aha«-Effekten bei den Lesern kommen.

15 August 2009

Arbeitspapiere mal drei

Keine Roman-Manuskripte dieses Wochenende; ich könnte mir ja endlich mal die letzten ATLAN-Taschenbücher anschauen. Aber irgendwie reizt mich dann doch der aktuelle Krimi am Baggersee mehr.

Ein wenig »echte Arbeit« liegt doch noch vor mir: Ich habe ein Arbeitspapier für eine mögliche neue Staffel von ATLAN-X erhalten, zu dem ich mir eine Meinung bilden möchte. Und zwei Exposés liegen ebenfalls im Lesestapel. Na dann ...

14 August 2009

Höllenwelt zum ersten

Klammheimlich habe ich mir bei der Kollegin Sabine Kropp das Exposé für den ersten »Höllenwelt«-Roman im Rahmen der ATLAN-Taschenbücher kopiert und durchgelesen. Der Roman ist bereits in Arbeit, Rüdiger Schäfer muss sich auf jeden Fall noch einiges zum Planeten Reddeye, seinen Bewohnern und dem Arkoniden Atlan einfallen lassen.

Das Exposé verrät viel Liebe zum Detail, gerade in den Datenblättern zeigt es sich vielseitig und exotisch. Allein schon die mysteriöse Höllenwelt selbst interessiert mich, ebenso das Verhältnis zwischen Atlan und seiner ehemaligen Geliebten. Klingt sehr spannend!

13 August 2009

Volldampf gen 2000

Heute kamen die neuen Belegexemplare unserer niederländischen Partner. Es handelt sich um die PERRY RHODAN-Romane bis Band 1990, der den schönen Titel »De Zilverwolf« trägt. Ganz klar, in »De Grootste Science Fiction Serie« nähert man sich mit eilenden Schritten der Nummer 2000.

Schaue ich mir die Romane noch mal durch, so verstehe ich selbstverständlich kaum ein Wort. Die Erinnerungen kommen trotzdem hoch: »Dienaren van de Materie« - was für ein toller Roman von Robert Feldhoff! Die niederländischen Fans lernen jetzt mehr über Torr Samaho und seine Vergangenheit ... cool.

12 August 2009

Ein Lese-Abend in Zürich

Ein Logbuch der Redaktion

Reden wir nicht über meine Anreise. Reden wir nicht über den Urlaubsverkehr auf der Autobahn, den ich leider nicht berücksichtigt hatte. Reden wir nicht davon, dass ich die falsche Ausfahrt am Stadtrand von Zürich nahm. Reden wir bitte auch nicht davon, dass das Zentrum der Schweizer Metropole eine einzige Baustelle zu sein schien und sich die Polizei bereits auf die »Street Parade« am Folgetag vorbereitete. Reden wir also nicht davon, dass ich eineinhalb Stunden zu spät eintraf ...

Kein Witz: Ich hatte mich mit Marc A. Herren verabredet, und der Plan schien auch vernünftig zu sein. Ich verlasse um 13.30 Uhr die Redaktion in Rastatt, gehe auf die Autobahn und fahre 250 Kilometer in zweieinhalb Stunden. Dann treffen wir uns um 16.30 Uhr in Zürich, um gemeinsam über seinen Roman für PERRY RHODAN-Extra sowie weitere Projekte zu sprechen. So der Plan ... Es klappte nicht, und tatsächlich benötigte ich vier Stunden.

Dafür war's sehr nett: Nachdem ich im Züricher Vorort Altstetten das Tagungshotel Spirgarten gefunden und mein Auto ordnungsgemäß geparkt hatte, kam ich genau rechtzeitig zur allgemeinen Begrüßungsrunde. Es gab Fruchtsäfte, Mineralwasser und Bier, angesichts der tropischen Temperaturen absolut angebracht; dazu reichten die freundlichen Service-Kräfte allerlei Knabbereien.

Marc A. Herren, von einer Infektion ein wenig angeschlagen, begrüßte die Gäste. Um diese Zeit waren es vor allem seine Kollegen, genauer seine Ex-Kollegen, die diese Chance nutzten, sich von ihm zu verabschieden. Bekanntlich geht der Autor, der bei einem Schweizer Bankhaus beschäftigt war und seine Romane für ATLAN und PERRY RHODAN-Action quasi nebenbei verfasst hat, für ein Jahr nach Gran Canaria, um dort sowohl zu schreiben als auch in einer Tauchschule zu arbeiten.

Im Rahmen einer kleinen Zeremonie bekam Marc von seinen Ex-Kollegen in der Folge ein »CSC-Survival-Kit« verliehen, das ihn »in allen Lebenslagen« unterstützen sollte, wenn er dann bald »ein tauchender Literat oder ein schreibender Taucher« sei. Er solle schließlich nicht vergessen, »dass es Kollegen gibt, die an ihn denken«. So bekam er eine Reihe von Geschenken überreicht, das alles mit munteren Sprüchen garniert. Sehr nett.

Ich unterhielt mich mit Dominic Beyeler, der unter seinem Pseudonym D.B. Orange zahlreiche Illustrationen für PERRY RHODAN-Action angefertigt hat und der jetzt in einer Werbeagentur arbeitet. Später bummelte ich ein wenig durch die Gegend und kam prompt zu spät zum eigentlichen Programm: Als ich eintraf, erzählte Marc A. Herren gerade im mit gut fünfzig Leuten ordentlich angefüllten Veranstaltungssaal etwas über Science Fiction im Allgemeinen und PERRY RHODAN und ATLAN im Besonderen.

Es folgte eine Lesung, bei der Marc verschiedene Ausschnitte aus seinem ATLAN-Taschenbuch »Der Silbermann« vorlas. Danach ermunterte er sein Publikum dazu, gemeinsam mit ihm und »live« eine SF-Kurzgeschichte zu verfassen – für gelungene Wortbeiträge gab es PERRY RHODAN- und ATLAN-Bücher sowie Hörspiele und anderes als Geschenk. Unterstützt wurde er dabei durch Monika Erb, ein Model aus seiner Heimatstadt Bern, die mit strahlendem Lächeln und ansteckendem Charme als Jury fungierte.

Der meiner Ansicht nach absolut gelungene Abend ging mit gemütlichem Beisammensein im Biergarten und später noch in einer nahe gelegenen Pizzeria zu Ende. Ich diskutierte mit PERRY RHODAN-Lesern und redete mit Marc A. Herren; die Unterhaltungen wechselten von heimischen Dialekten zu Hochdeutsch und zurück, und es gab viel zu lachen. Kurz vor ein Uhr nachts fuhr ich dann wieder heim – mit einigen Erfahrungen und Erkenntnissen mehr im Gepäck.

11 August 2009

Eine Zeitschleuse und ein neuer Mutant

Aus der Serie: »Der Redakteur erinnert sich«

Zu Exposé-Besprechungen in den 90er Jahren trafen wir uns in den unterschiedlichsten Städten – meist war es Rastatt als Verlagssitz, gelegentlich wurde es aber auch Karlsruhe. Mein Wohnort war Schauplatz der ersten Exposé-Besprechung des Jahres 1998 – in diesem Fall am Sonntag, 8. März 1998. Es war ein kühler Abend, kein sommerlich-frischer, und wir saßen die meiste Zeit in geschlossenen Räumen, um uns zu besprechen.

An diesem Abend holte ich Ernst Vlcek mit dem Auto am Hauptbahnhof in Karlsruhe ab. Wir fuhren zur »Alten Münze«, dem Gästehaus des Hotels »Ambassador«, wo Ernst erst einmal einchecken konnte, während ich nach einem Parkplatz suchte. Zu jener Zeit wohnte ich in der Innenstadt, und Parkplätze waren stets Mangelware. Eine Viertelstunde später trafen wir uns wieder, buchstäblich auf der Straße, weil sich Ernst ein wenig die Füße vertreten wollte.

In der Bar des »Ambassador«, in den 90er Jahren die angeblich beste Cocktailbar der Stadt, setzten wir uns erneut zusammen. Es ging anfangs um ein Thema außerhalb der eigentlichen PERRY RHODAN-Serie, um den aktuell laufenden Kurzgeschichten-Wettbewerb nämlich, der den Titel »William-Voltz-Gedächtnispreis« trug. Immerhin hatten meine Kollegin Sabine Bretzinger (heute: Sabine Kropp) und ich in wochenlanger Kleinarbeit eine Vorab-Auswahl getroffen, in dem wir schätzungsweise 150 Einsendungen durchgelesen hatten. Rund fünfzig Geschichten nahmen wir in die engere Wahl, und die bekam nun Ernst Vlcek – er sollte sich darum kümmern, und wir hofften, bis zum Sommer die Preisträger küren zu können.

Irgendwann tauchte Robert Feldhoff auf, der mit einem späteren Zug gereist war, und wir konnten an die eigentliche Exposé-Besprechung gehen. Es ging darum, die weiteren Abläufe des Zyklus »Der Sechste Bote« festzulegen und für den kommenden MATERIA-Zyklus »erste Pflöcke einzuschlagen« - konkret arbeiteten wir an den Bänden 1940 bis 1999 ...
Unter anderem ging es uns um Michael Rhodan und die weiteren Absichten, die wir mit dieser wichtigen Figur hatten. Wir überlegten allen Ernstes, den Sohn Perry Rhodans »dauerhaft böse« werden zu lassen.

Ziel war, die Handlung um eine moralische Diskussion zu ergänzen: Dürfen Icho Tolot, Julian Tifflor und Gucky eigentlich Michael Rhodan, der als Torric eine brutale Diktatur in einer fernen Galaxis errichtet hat, gegen seinen Willen in die Milchstraße zurückschleppen? Geplant war ein Roman Ernst Vlceks, in dem er über diese Entführung, die Einlieferung Michael Rhodans in ein Gefängnis auf dem Saturnmond Mimas und sein endgültiges »Kippen« schreiben sollte.

Ein weiteres Thema, über das wir uns lange den Kopf zerbrachen, war das eines siebten Thoregon-Volkes. Horst Hoffmann hatte es in die Diskussion gebracht, von ihm stammte ein entsprechendes Arbeitspapier: Atlan könnte auf die Angehörigen des mysteriösen Volkes treffen und eine Zeitreise unternehmen. Meine ergänzende Überlegung: Die sogenannten Erbauer sollten allerdings nicht in einer fremden Galaxis leben, sondern in der Vergangenheit – man erreicht sie nur über eine Zeitschleuse. Diese Erbauer waren die Schöpfer der Brücke in die Unendlichkeit, und in ihrer Zeit »hatte die Brücke noch Zigtausende von Toren«, um aus dem Arbeitspapier zu zitieren. Das alles wäre allerdings ein Thema für die Handlung nach Band 2000 – so das Ergebnis unserer Runde. Später wurde die Idee komplett »gekippt«.

Darüber hinaus redeten wir über den geheimnisvollen Hintermann, der hinter den Aktionen gegen die THOREGON-Völkern steht, und diskutierten sein wahres Aussehen: Bis zu diesem Zeitpunkten wussten wir nur, dass er Shabazza oder Sha Bassa heißen sollte; die wahren Hintergründe wurden erst später in der eigentlichen Exposé-Arbeit entworfen.

Und wir redeten über einen Mutanten, den wir als neuen Handlungsträger einführen wollten. Als Arbeitsnamen wählten wir »Steve Barron«, im späteren Verlauf der Planung taufte ihn Ernst Vlcek dann auf Vincent Garron – und so hieß er dann auch in der PERRY RHODAN-Serie. Wir überlegten uns einen optischen Effekt: »Generell sieht Barron die Welt nur in Schwarzweiß. Während seines selbst ausgelösten Komas sieht er im schwarzweißen Hyperraum, den er wahrnehmen kann, ständig farbige Klumpen.« Vincent Garron wurde damit zum Vorläufer der Idee, die sogenannten Monochrom-Mutanten in die Handlung zu bringen.

Mit Ernst und Robert diskutierte ich sehr lang. Zwischendurch gingen wir in ein Restaurant, wo wir etwas aßen; später saßen wir wieder in der Bar des »Ambassador« und stellten fest, dass es dort wirklich sehr gute Cocktails gab. Zu vorgerückter Stunde kamen wir noch auf die SOL zu sprechen: Wie sollten wir das Hantelraumschiff sinnvoll in die Handlung bringen, welche Veränderungen sollte es durchlaufen?

Es wurde allerdings kein überaus langer Abend – immerhin wollten wir am nächsten Tag mit der Exposé-Besprechung fortfahren und vor allem noch eine Autorenkonferenz absolvieren. Aber wir hatten einiges gearbeitet, hatten uns grundsätzlich zu altbekannten und zu neuen Figuren geeinigt, und wir waren uns sicher, dass wir für das Zusammentreffen mit den Kollegen bestens gerüstet waren ...

10 August 2009

SF-Notizen mit Ego-Charme

Seit mehreren Jahrzehnten erscheint das Fanzine »sf-notizen«, das der Fan Kurt S. Denkena aus Bremen herausgibt. Was meine Person angeht, so ist er von erschütternder Berechenbarkeit: Stecke ich irgendwo in einem Projekt drin, findet er es schlecht und schreckt dann auch nicht davor zurück, Halbwahrheiten zu verkünden. Das ist dann meist »satirisch gemeint«, eine elegante Ausrede.

Lustigerweise bricht er dieses Prinzip in der Ausgabe 670 (!) seines Fanzines. Die ELFENZEIT-Buchreihe, an der ich nicht ganz unschuldig bin, wird bei Denkena glatt positiv besprochen. Ein Umstand, den ich mir nur dadurch erklären kann, dass er die Autorin Susan Schwartz sympathisch findet und ihm entgangen ist, daß ich da auch irgendwie mitmache.

Später findet sich der übliche Wust aus Halbwahrheiten (das Poster des PR-Roman 2500 ist mitnichten mit dem umlaufenden Titelbild identisch; man müsste halt mal nachgucken) und gewollten Falschaussagen. So behauptet der Fanzine-Schreiber, Taschenhefte seien »seit eh und je eine Herzensangelegenheit von Master Frick«, was mir selbst ganz neu ist.

Auf den Tag, an dem dieses Fanzine mal korrekt berichtet, muss ich wohl noch lange warten. Aber wer sich als »satyrischer Infodienst« versteht, benötigt schließlich auch keine Informationen, sondern nur Meinungen ...

09 August 2009

Ein Stardust-Roman

Wir sind ein wenig knapp mit den Terminen. Wir, das heißt in diesem Fall, die Redaktion und die Autoren. Deshalb bin ich froh, dass die aktuelle Wochenend-Lektüre mal wieder ein »Stardust«-Roman ist.

Es geht um Whistler und die Ereignisse auf Katarakt; es geht um seltsame »Kacheln« und viele Fragen. Bisher liest sich das ganze sehr spannend, und ich werde mich davon überraschen lassen, wie der Autor das Thema beendet.

08 August 2009

Dienstreise nach Zürich

Es war eine Aktion von Marc A. Herren, der sich bisher durch seine Beiträge zu PERRY RHODAN-Action und auch für die ATLAN-Taschenbücher einen sehr guten Namen erarbeitet hat: Der noch in Bern lebende Autor möchte sein Heimatland Schweiz verlassen, um für ein Jahr auf Gran Canaria sowohl zu tauchen als auch zu schreiben.

Aus diesem Grund gab's eine Abschiedsveranstaltung in Zürich, und ich war am Freitag abend, 7. August 2009, dabei. Sehr lustig, trotz der mörderisch schwülen Temperatur; viele Leute, nettes Ambiente. Demnächst dann mehr als Logbuch der Redaktion ...

07 August 2009

Glossar-Dateien und anderes

In diesen Tagen ist »Aufräumen« angesagt, auch und gerade am Computer. Seit Monaten sammle ich die Glossar-Einträge, die teilweise von Alexander Huiskes und teilweise von mir stammen, in einer einzigen Datei.

Das ist ein wenig unübersichtlich. Aus diesem Grund bin ich derzeit damit beschäftigt, mehrere Dutzend Einträge auf einzelne Datei-Gruppen zu verteilen. Irgendwann gebe ich das in Druck, das wird ein neues PERRY RHODAN-Lexikon, und ich bin ein reicher Mann. (War ein Scherz! War ein Scherz!)

06 August 2009

Zwischen Graugischt und Terra

Ein Logbuch der Redaktion

Wieder sind sechs neue Hörspiele in der »Sternenozean«-Reihe erschienen, und ich habe die letzten Tage und Wochen damit verbracht, sie mir während vieler Autofahrten von zu Hause zur Arbeit und zurück anzuhören. Wieder einmal hat mich die herausragende Qualität der Hörspiele, die vom Hörspiel-Produktionsbüro STIL in Berlin hergestellt und von Lübbe-Audio vertrieben werden, in ihren Bann gezogen.

Das fängt schon bei den Sprechern an: Wenn Volker Lechtenbrink den Perry Rhodan spricht oder Volker Brandt als Atlan agiert, wirkt das sehr beeindruckend. Diese Sprecher haben buchstäblich jahrzehntelange Erfahrung und wissen genau, wie sie ihre Stimme einzusetzen haben. Wenn sie die Dialoge sprechen, ist das ausdrucksstark und klar; man fühlt als Leser immer mit.

Wobei hier generell das sogenannte Sound-Design schlichtweg klasse ist: Die Geräuschkulisse reißt einen mit, die immer wieder eingestreute Musik passt dazu, und die Vielzahl der Stimmen gefällt. Manchmal sind's mir fast zu viele Stimmen, aber das ist dann geschmäcklerisch, fürchte ich – ein Hörspiel-Fan oder gar -Experte bin ich beim besten Willen nicht.

Die Hörspiele selbst wurden von Siegfried Antonio Effenberger getextet, und er bezieht sich dabei auf die zweite Hälfte des »Sternenozean«-Zyklus. Zu dieser Zeit sind Perry Rhodan und Atlan längst im Arphonie-Sternhaufen angekommen und hoffen darauf, zu neuen Schutzherren geweiht zu werden. Erst dann – so glaubt man – sind sie in der Lage, den bewaffneten Widerstand gegen die Tyrannei der kybernetischen Mächte aufzunehmen, die sowohl den Sternenozean von Jamondi als auch den Arphonie-Sternhaufen beherrschen.

Und während Rhodan und Atlan noch in Arphonie tätig sind, stößt die Besatzung der RICHARD BURTON in die Magellansche Wolke vor – und gleichzeitig bedroht eine Gefahr die Erde, deren Ausläufer die mysteriöse Sekte des Gottes Gon-Orbhon ist. Soweit der kurze Abriss zu den Geschehnissen in diesem Teil des »Sternenozean«-Zyklus.

Insgesamt bilden sechs Hörspiele die aktuelle Staffel der Hörspielreihe: Unter dem Titel »Das Paragonkreuz« kommt die Nummer 25, während die Nummer 26 mit dem Titel »Medusenklänge« erscheint. Nummer 27 trägt den Titel »Sturm über Graugischt«, CD 28 wird zu »Bastion von Parrakh«. Es folgen Hörspiel 29 mit »Finale der Arphonie« und Nummer 30 mit »Brennpunkt Talan«.

Mit Geräuschen, Stimmen und viel Musik wird eine Epoche der PERRY RHODAN-Geschichte lebendig, die von einer sehr bunten Handlung und viel Abwechslungsreichtum geprägt war. Ausgefallene Charaktere, ein uralter Mythos und viele Verwicklungen prägen den Zyklus, den Lübbe-Audio in sehr gute Hörspiele umgesetzt hat.

Mir haben sie erneut Spaß gemacht – sie bringen PERRY RHODAN tatsächlich in eine ganz neue Dimension. In der Audio-Version wirkt der »Sternenozean«-Zyklus ebenso bunt wie »damals«, gleichzeitig aber gestraffter und zugespitzter. Optimal für lange Autofahrten oder fürs intensive Hören daheim: Man sollte sich die Zeit und Muße nehmen, sich auf die Hörspiele einzulassen.

Dann aber machen sie sehr viel Spaß – sie sind im Übrigen auch ein gutes Geschenk für PERRY RHODAN-Fans!

05 August 2009

Covers fürs Extra 9

Gestern kam es per Mail, heute liegt es als Ausdruck auf dem Schreibtisch: das Titelbild fürs PERRY RHODAN-Extra 9, das von Dirk Schulz erstellt wurde. Ich finde es schon jetzt stark und bedauere den Kollegen, der es leider ein wenig durch Titel und PERRY RHODAN-Logo verunzieren muss.

So schön habe ich auf jeden Fall noch nie die Mom'Serimer gesehen. Und die SOL sieht ebenfalls super aus. Ich freu' mich schon auf das gedruckte Heft!

04 August 2009

Die Wissenschaft klopft an

Langes Telefonat mit einem Wissenschaftler von einer deutschen Universität: Es geht um ein Forschungsprojekt, bei dem unter anderem auch PERRY RHODAN untersucht werden soll. Klingt alles sehr spannend, und ich fand es sehr faszinierend.

Ruckzuck war eine Stunde vergangen, und wir hatten das Thema noch nicht mal angerissen. Jetzt muss man selbstverständlich abwarten, wie und wo es weitergeht.

03 August 2009

Hörspiel-Manuskript

Siegfried Antonio Effenberger hat mich wieder mit Material versorgt: Der Autor, der derzeit die »Sternenozean«-Hörspiele auf Basis der Romane verfasst, lieferte das Manuskript für das Hörspiel mit der Nummer 33.

Das Hörspiel trägt den Namen »Triptychon«, zumindest als Arbeitstitel. Und inhaltlich geht es unter anderem um den Vorstoß von Myles Kantor und seinen Begleitern ins Innere der Sonne.

02 August 2009

Erinnerungen ans Jahr 1998

Seit Monaten gibt es die Rubrik »Der Redakteur erinnert sich« nicht mehr auf der PERRY RHODAN-Homepage. Der Grund liegt auf der Hand: Ich bin in den letzten Wochen und Monaten buchstäblich in Terminen erstickt und kam zu fast nichts mehr »außerhalb der Spur«.

Aber am Wochenende gibt's auf einmal doch wieder Zeit, sich an »alte Zeiten« zu erinnern. Den ersten Text habe ich schon verfasst: Es geht um den März 1998, den damaligen Zyklus um den »sechsten Boten« und um die PERRY RHODAN-Romane zwischen 1940 und 1999. Weitere zwei Texte zum selben Thema folgen wohl noch ...

01 August 2009

Stardust im Blick

Die ersten Romane, die im Stardust-Sonnensystem spielen, liegen vor, und weitere sind in Arbeit. So viel kann ich wohl ausplaudern, ohne zu viel über einen der wichtigsten Handlungsschauplätze des aktuell laufenden PERRY RHODAN-Zyklus zu verraten.

Es geht - selbstverständlich - um das Zweite Galaktische Rätsel und um andere Geheimnisse, es geht um sich nicht verstehende Menschen, und es geht um Verbindungen, die irgendwie mit der frühen Zeit der terranischen Menschheit zusammenhängen. Bisher sehr lesenswert; ich bin gespannt, wie das bei den Lesern ankommen wird ...

31 Juli 2009

Exposés nach Band 2500

Ein Logbuch der Redaktion

Als ich irgendwann vor über dreißig Jahren mit der Lektüre von PERRY RHODAN begann, wusste ich nichts von Exposés, und ganz zu Beginn war mir völlig gleichgültig, wer die Romane schrieb. Das änderte sich recht schnell, und ich wurde nacheinander ein Fan des Schriftstellers William Voltz und dann ein Fan des Exposé-Autors William Voltz. Fragt man mich zu meinem persönlichen Lieblingszyklus, nenne ich meist »Aphilie«, also die Bände 700 bis 749.

Seitdem achte ich auf die Romane ebenso wie auf die Exposés. Seit ich in der PERRY RHODAN-Redaktion arbeite, was nun mal auch schon fast 17 Jahre sind, weiß ich, wie schwer es ist, aus einem Exposé einen Roman zu machen: Der Autor muss einerseits die Fakten des Exposés berücksichtigen und andererseits seinen eigenen Stoff entwickeln. Kein Wunder, dass die Ergebnisse oftmals so völlig unterschiedlich sind.

Als ich in der PERRY RHODAN-Redaktion anfing, wurden die Exposés von Ernst Vlcek verfasst, unter tatkräftiger Mitarbeit des Autorenkollegen Arndt Ellmer und des damaligen Chefredakteurs Dr. Florian Marzin. Arndt zog sich irgendwann zurück, stattdessen rückte ab dem Abruse-Zyklus Robert Feldhoff in die Exposé-Factory auf. Sein Konzept zu Gomasch Endredde gestaltete gewissermaßen den Hamamesch-Zyklus im Alleingang völlig neu ... aber das ist ein ganz anderes Thema.

Seit Band 1800 und dem Beginn des THOREGON-Zyklus war Robert Feldhoff in die Exposé-Arbeit eingebunden, ab Band 2000 gestaltete er die Exposés allein. Ich mag seine Exposés, und von den Autoren weiß ich, dass sie sehr gern nach ihnen arbeiten.

Doch als Robert Feldhoff im Frühjahr 2009 erkrankte und es nach einiger Zeit klar war, dass die Erkrankung länger ausfallen würde, musste eine Krankheitsvertretung her. Noch vor der Autorenkonferenz telefonierte ich mit Uwe Anton, und er erklärte sich glücklicherweise dazu bereit, für Robert einzuspringen.

Robert lieferte für die Autorenkonferenz ein umfangreiches Arbeitspapier, auf dessen inhaltlicher Basis die Konferenz stattfand und worauf wir weiter arbeiten konnten. Er lieferte ebenfalls die Exposés 2500 bis 2504 komplett sowie Fragmente für weitere Exposés. Das war gewissermaßen das Rohmaterial, aus dem Uwe Anton nun seine Exposés formen musste. Seit Band 2504 ist er für sie zuständig; die von ihm erarbeitete Zykluskonzeption ist bis Band 2549 im Detail durchgeplant.

Bei seiner Arbeit unterstützt ihn Rainer Castor – der schon vorher bei Robert Feldhoff für die Datenrecherche zuständig war: Er liefert Hintergründe und Ideen en masse.

Es wird sich irgendwann nicht mehr genau trennen lassen, wer denn jetzt welche Idee hatte und wieviel Prozent des Stardust-Zyklus von Robert Feldhoff, Uwe Anton, Rainer Castor oder den Kollegen von der Autorenkonferenz kamen. Der aktuelle Handlungsstrang mit all seinen Ableitungen wird von Uwe Anton geschrieben und erdacht; die grundlegende Richtung stammt noch von Robert Feldhoff.

Wir wissen übrigens schon im groben und ganzen, wohin wir bis Band 2599 wollen. Aber hier gilt das, was ich schon seit Jahren sage: Wenn uns auf dem Weg dahin etwas einfällt, das uns besser gefällt als die bisherige Konzeption, übernehmen wir das. An den Ideen der Autoren wird es auf jeden Fall nie mangeln, da bin ich mir hundertprozentig sicher.

Dritter Gastroman

Offiziell erscheint der Roman erst am 7. August, mir liegt er jetzt schon vor. Gestern kam er aus der Druckerei. Die Rede ist von »Die Falle von Dhogar«, dem dritten Gastroman von Andreas Eschbach.

Ich hab' den Roman sehr gern gelesen; sehr spannend! Jetzt muss ich nur noch dafür sorgen, dass wir eine entsprechende Meldung plus Mini-Leseprobe auf die Homepage setzen.

30 Juli 2009

Tefroder zum zweiten

Das zweite Tefroder-Taschenbuch ist fertig; zumindest hat Michael Marcus Thurner das Manuskript geliefert. Es fehlen noch einige Anmerkungen von Wim Vandemaan, und ich will es auch noch lesen – aber es geht diese Woche noch an Rainer Nagel, der die Bearbeitung übernimmt.

Der Mittelteil der »Tefroder«-Trilogie schöpft noch mal aus dem Vollen: neuer Schauplatz, fremde Galaxis, fremde Völker. Und dazu ein Haufen von Tefrodern und ein Terraner ...

29 Juli 2009

Faktenfreies Internet

Ich liebe es, wenn Menschen völlig faktenfrei über Dinge diskutieren. Das Internet ist dafür hervorragend geeignet, weil man hier ganz schnell seine Stimmung äußern kann - die Diskussion über PERRY RHODAN passt da auch.

Im »scifinet«, wo es jetzt auch einen Unterbereich PERRY RHODAN gibt, wird derzeit unter anderem sehr faktenfrei über Exposés und Autoren diskutiert. Die Kollegin Uschi Zietsch alias Susan Schwartz gibt sich redlich Mühe, den Diskutanten die Sachverhalte zu erklären, und wird dann schroff abgemahnt ...

Besonders gut ist, wenn über die alte Zeit geschrieben wird. So wird frei und ohne jegliche Faktengrundlage fabuliert, auch ein Günther M. Schelwokat habe doch die Verkaufszahlen im Blick gehabt. Das wiederum würde ich bezweifeln: Verkaufszahlen waren bis in die 90er Jahre hinein so streng geheim, dass sie nicht einmal die Redaktionskollegen erfahren durften.

Einem freien Mitarbeiter wie dem damaligen Außenlektor hat man die Zahlen en detail garantiert nicht mitgeteilt. Höchstens Tendenzen - und daran hat sich bis heute nichts geändert. Aber es ist immer schön, wenn man seine Meinung ins Internet stellen kann.

28 Juli 2009

Ein außerordentlich gelungener Con

Ein Logbuch der Redaktion

Wenn dieses Logbuch erscheint, ist der GarchingCon 8 schon wieder über eine Woche her – die Zeit vergeht manchmal einfach zu schnell. Und deshalb versuche ich erst gar nicht, viel von der Vorbereitung und über das Drumherum zu schreiben, sondern stelle dar, wie ich die drei Tage in Garching erlebt und empfunden habe.

Meine Anreise erfolgte am Freitag, 17. Juli 2009; ich checkte im Hotel ein, telefonierte noch kurz mit den Kollegen im Verlag, bevor ich mich auf den Weg machte. Nach mehreren Aufenthalten in Garching, der kleinen Stadt nördlich von München, kannte ich mich schon einigermaßen aus und fand vom Hotel aus sehr flott den Weg zum Veranstaltungsort.

Ich kam rechtzeitig ins Bürgerhaus: Kurz zuvor waren Journalisten des Bayerischen Rundfunks eingetroffen, die eine Fernsehaufzeichnung für das ARD-Nachtjournal anfertigen sollten. Ich unterhielt mich im Händlerraum mit den Kollegen, die bereits zwei Interviews mit Conbesuchern aufgenommen hatten. Danach wurden nacheinander zuerst ich und dann Hans Kneifel vor die Kamera gestellt, um einige Aussagen zu PERRY RHODAN, zum Serienjubiläum mit Band 2500 und anderen Themen abzugeben.

Leider war Frank Borsch noch nicht da; der Autor von »Projekt Saturn« wäre meiner Ansicht nach ein idealer Gesprächspartner fürs Fernsehen gewesen. Ich hoffe, dass die Interviews trotzdem gut in den Bericht passten.

Ich schlenderte ein wenig durch das Bürgerhaus, traf viele Bekannte und unterhielt mich mit Conbesuchern. Schon am Freitagabend waren zahlreiche Fans anwesend; insgesamt tummelten sich an diesem Wochenende zwischen 500 und 600 Besucher im Bürgerhaus, und zeitweise war in den Gängen kaum ein Durchkommen.

Das Abendessen nahm ich in einer nahe gelegenen Pizzeria ein. Mit dabei waren die Redakteurin Sabine Kropp sowie die Autoren Uwe Anton und Rainer Castor; selbstverständlich ging es um die anstehenden Exposés. Wir unterhielten uns über geplante Handlungsverläufe, den Einsatz der Autoren und die Abfolge von Überraschungen – wann sollen die Leser beispielsweise welche Informationen über die neuen technischen Errungenschaften in der Milchstraße erhalten?

Nach einem lustigen langen Abend in der Con-Kneipe und einer viel zu kurzen Nacht ging es am Samstag, 18. Juli, mit »knallhartem« Programm weiter. Ich weiß schon gar nicht mehr, an wie vielen Programmpunkten ich auf der Bühne stand und was ich wem sagte. Für mich war ein persönlicher Höhepunkt die Präsentation von Band 2500 mit Frank Borsch, der aus seinem Roman einige Passagen vorlas, und die Präsentation des Stardust-Zyklus mit Uwe Anton, der einen Text vorbereitet hatte, den wir gemeinsam vortrugen.

Der große Saal im Bürgerhaus war gerammelt voll, und es herrschte Stille, während wir vorlasen – und dann kam der donnernde Applaus. Das war Klasse! Auch die Diskussions- und Gesprächsrunde mit allen Autoren auf der Bühne empfand ich als einen Höhepunkt des Cons.

Weniger toll war das Bilder-Quiz, bei dem sich erwies, dass Sabine Kropp und ich uns nicht so gut im Perryversum auskennen wie Rainer Castor und Uwe Anton. Ich hoffe aber, dass sich die Fans gut darüber amüsierten, wie wir auf der Bühne schwitzten.

Diesmal entschwanden Sabine Kropp und ich mit Hans Kneifel. Mit dem PERRY RHODAN- und ATLAN-Altmeister sprachen wir über aktuelle Projekte, vor allem über die mögliche Fortsetzung von ATLAN X. Nach dem Kreta-Zyklus werden wir auf jeden Fall erst einmal eine Pause einlegen.

Und dann kam wieder ein langer Abend an der Theke im Bürgerhaus und in einer nahe gelegenen Kneipe; als ich zum Hotel ging, graute schon der Morgen. Von anderen weiß ich, dass sie direkt aus der Bar zum Frühstück ins Hotel gingen – das finde ich tapfer.

Nur mussten diese Personen nicht am Sonntag, 19. Juli, um zehn Uhr morgens schon wieder auf der Bühne stehen ... Mit Sabine Kropp stellte ich dar, wie ein Heftroman entsteht; die Moderation besorgte Stefan Friedrich. Er steuerte uns auch später durch eine Talk-Runde, in der wir aus dem Alltag der Redaktion zu plaudern hatten.

Der Rest des Sonntags war gemütlich. Nach einem fürchterlich verregneten Samstag war es ein schöner Tag, um in der Sonne zu sitzen und nett zu plaudern. Unter anderem sprach ich lange mit Frank Borsch über weitere Pläne oder unterhielt mich mit Fans über ihre Projekte. Gegen 15 Uhr verließ ich Garching: schwer übermüdet und gleichzeitig sehr zufrieden. Ich hatte einen hervorragend organisierten und super gestalteten Con erlebt, und ich hatte ein Wochenende mit vielen netten Leuten verbracht – was will man eigentlich mehr?

27 Juli 2009

Rückblick auf ein gutes Jahr

Ein Logbuch der Redaktion

Im Frühjahr 2009, also vor einigen Monaten, bat mich Frank Zeiger vom SFC Universum, ich möge doch einige Zeilen für das PERRY RHODAN-Jahrbuch schreiben, das im Sommer erscheinen sollte. Am 29. Mai 2009 lieferte ich meinen Text ab – am 17. Juli 2009 konnte ich das fertige PERRY RHODAN-Jahrbuch in den Händen halten. Sicher werde ich zu dem gelungenen Buch noch eine ausführliche Besprechung schreiben; hier möchte ich vor allem meinen Jahresrückblick dokumentieren. Das Jahr 2008 war nämlich tatsächlich ein gutes Jahr ...

Aus dem PERRY RHODAN-Jahrbuch 2008:

Im Nachhinein fällt es wahrscheinlich jedermann leicht, Dinge in ein positives Licht zu stellen. Das würde erklären, warum so viele Menschen ihre Vergangenheit verklären, von ihrer Jugend schwärmen oder so tun, als ob »früher« alles besser gewesen sei. Ich bin mir allerdings tatsächlich sicher, dass das Jahr 2008 für die PERRY RHODAN-Serie ein gutes Jahr war, ein erfolgreiches und eines, in dem wir einige neue Dinge ausprobiert haben.

Wir hatten 2008 ein Jubiläum zu feiern, wenngleich es nicht so begangen wurde, wie ich mir das ursprünglich vorgestellt hatte. Die Silberbände, die erfolgreichste Buchreihe zumindest Deutschlands, wenn nicht sogar Europas, wurden dreißig Jahre alt. Seit 1978 gibt es die Bearbeitungen der klassischen PERRY RHODAN-Heftromane, die anfangs von William Voltz vorgenommen wurde, die dann jahrelang Horst Hoffmann betrieb und die seit einigen Jahren in der Obhut von Hubert Haensel liegt. Leider wurde von den vielen Plänen rings um das Jubiläum nur wenig verwirklicht, was ich schade fand – für uns intern war es ein Erfolg, über den wir uns freuten.

Seien wir ehrlich: Seit dem Verkauf der Moewig-Buchsparte an die edel AG ist unser Hauptaugenmerk bei der täglichen Arbeit auf die Heftromane ausgerichtet, die als einziges Produkt noch beim Pabel-Moewig Verlag erscheinen. Alles andere sind Lizenzen, sprich Dinge, die wir zwar als Redaktion entwickeln oder mit unseren Partnern zusammen erarbeiten, die aber nicht von uns bis in die letzte Konsequenz verantwortet und vertrieben werden.

Kein Wunder, dass wir im Jahr 2008 im Bereich der Heftromane einen tüchtigen Schritt nach vorne taten. Es war kein Jubiläum geplant, denn Band 2400 war im Vorjahr erschienen, und mit dem Jubelband 2500 war erst im Folgejahr zu rechnen. Immerhin hielten wir mit PERRY RHODAN-Extra eine zusätzliche Reihe von abgeschlossenen Romanen auf dem Markt, was ich schon mal gut finde – aber es ergab sich die Möglichkeit, eine neue Reihe zu starten.

Wir nannten das Projekt PERRY RHODAN-Action und starteten mit viel Erwartung in die geplanten zwölf Romane. (Wenn dieses PERRY RHODAN-Jahrbuch erscheint, wird jeder wissen, dass wir die Serie nach 36 Bänden eingestellt haben. Im Jahr 2008 steckten wir allerdings noch voller Euphorie.) Wir probierten einige völlig neue Dinge aus: neuer Exposé-Autor, neuer Daten-Lieferant, neuer Außenlektor, neue Autoren, eine neue Art, Daten zur Verfügung zu stellen – und so weiter. Der anfängliche Erfolg gab uns recht, aus den geplanten zwölf wurden ruckzuck noch mehr Romane. 2008 war also das Jahr für PERRY RHODAN-Action, ein erfolgreicher Serienstart für uns und für die Autoren.

Der Knaller allerdings war für mich tatsächlich das PERRY RHODAN-Computerspiel. Publiziert von Braingame und vertrieben von KochMedia, sorgte es anfangs des Jahres dafür, dass wir durch die Bank sehr gute Kritiken bekamen und auch in Medien besprochen wurden, die sonst PERRY RHODAN größtmaßstäblich ignorieren. Das Spiel selbst war klasse und wurde von Fans wie Nicht-Fans mit großer Freude aufgenommen. Schade, dass es bislang keine Fortsetzung dazu gibt – aber man weiß ja nie, was die Zukunft bringt ...

Es gab 2008 eine Reihe von Projekten, die »einfach nur gut« liefen, weshalb ich sie eigentlich gar nicht besonders herausheben möchte. Lübbe-Audio führte die »Sternenozean«-Hörspiele weiter, während Eins-A-Medien eine Silber-Edition nach der anderen publizierte und auch ins Geschäft mit den ATLAN-Zeitabenteuern einstieg.
Bei Heyne starteten wir im Herbst 2008 keinen Taschenbuch-Sechsteiler, sondern »nur« eine Trilogie: »Das Rote Imperium« wurde von drei Autoren verfasst, die sich über viele Details ihrer Arbeit im Team verständigten. Das hat den Taschenbüchern sicher nicht geschadet, wie ich finde ...

Ganz und gar nicht verschweigen will ich die ELFENZEIT-Buchreihe, wenngleich die mit PERRY RHODAN so viel nicht zu tun hat. Höchstens von den Mitarbeitern her: Die Exposés für die Fantasy-Serie verfasst Susan Schwartz, die Titelbilder stammen von Dirk Schulz, und als Autoren haben sich unter anderem Michael Marcus Thurner, Cathrin Hartmann und Verena Themsen bewährt, die auch PERRY RHODAN-Lesern etwas sagen dürften. Mit der ELFENZEIT startete Bertelsmann im Jahr 2008, und die bisherige Resonanz war sehr gut.

Eine persönliche Sache noch: Schade ist, dass uns Miriam Hofheinz im Jahr 2008 verlassen hat. In ihrer engagierten Arbeit für die PERRY RHODAN-Serie hat sie uns in das digitale Zeitalter geführt. Das starke Engagement in punkto E-Books oder Download-Hörspielen hat sie ebenso vorangetrieben wie das Computerspiel und alle möglichen Audio-Produkte. Sie hat dann neue Herausforderungen gesucht – und diese in Hamburg gefunden. Verabschiedet habe ich sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge: lachend, weil ich ihr den Karrieresprung von ganzem Herzen gönne, weinend, weil ich eine sehr gute Kollegin verloren habe, mit der ich auch oft »gegen Feierabend« über Gott und die Welt, PERRY RHODAN und die Konkurrenz diskutieren konnte.

An ihrer Stelle kam Björn Berenz, der nun das PERRY RHODAN-Team in Rastatt verstärkt. Seitdem hat er sich auch sehr gut eingearbeitet, und er ist jetzt derjenige, der uns die Impulse in der digitalen Welt gibt.

Habe ich noch etwas vergessen? Aber sicher doch ... Aber so ein Jahr ist lang, 2008 war erfüllt mit viel Aktivität, auch mit Stress und Hektik – aber es war ein spannendes Jahr, auf das ich unterm Strich mit einiger Befriedigung zurückblicke.

26 Juli 2009

Seltsame Forendiskussion

Manchmal verstehe ich manche Leser nicht, die in unserem Diskussionsforum aktiv sind. Sie sind wunderbar darin, gegen Autoren und die Redaktion auszuteilen, gern auch beleidigend. Wagt man es aber, ihnen mal einige Argumente um die Ohren zu hauen, ist das Gezeter gleich groß.

Aktuelles Beispiel ist die Diskussion um Band 2500, den ich persönlich hervorragend finde. Allen Ernstes wird von einigen Diskutanten die durchaus heftige, aber eben auch einigermaßen realitätsnahe Gewaltdarstellung als »Splatter« diffamiert.

Mein persönliches Highlight war zuletzt jener Leser, der die Bastei-Serien »John Sinclair« und »Professor Zamorra« als »Splatterheftchen« bezeichnete und ernsthaft behauptete, dass Ernst Vlcek »an einigen dieser Serien mitgeschrieben« habe. Da platzt mir dann doch die Hutschnur.

Meine Reaktion darauf möchte ich hier dokumentieren:

Mannomann. Da kennt sich aber mal einer aus ...

Ernsthaft: Weder "John Sinclair" (Horror- oder Grusel-Serie) noch "Professor Zamorra" (Mix aus Fantasy, Horror und SF) sind "Splatter". Bitte einmal einkaufen, lesen und dann noch mal melden!

Und Ernst Vlcek hat natürlich bei keiner dieser Serien mitgeschrieben. Er hat für "Dämonenkiller" die Exposés verfasst sowie Romane geschreiben. Das war auch kein "Splatter".

Ernsthafter Tipp: Bevor man so rumblökt, sollte man doch bitteschön zumindest zwei Minuten lang die Wikipedia bemühen.


Die Reaktion darauf: Man verbittet sich den Begriff »rumblöken« und empört sich über meine unsachliche Antwort. Nun denn ...

25 Juli 2009

Schon wieder ein ATLAN

Am Freitag kam »Ceres am Abgrund« bei mir an, der fünfte Band des »Monolith«-Zyklus innerhalb der ATLAN-Taschenbuchreihe. Verfasst wurde der Band von Manfred H. Rückert, den ich seit langen Jahren persönlich kenne, von dem ich aber bislang noch nichts aus dem Perryversum gelesen habe.

Nur: Ich hinke bei ATLAN hoffnungslos hinterher. Der letzte Band, den ich zur Hälfte gelesen habe, war »Rico« von Arndt Ellmer. Seither stagniere ich »auf hohem Niveau«, wie es so schön heißt. Soll ich dennoch mit dem fünften Band anfangen?

24 Juli 2009

Immer noch Spätfolgen

Telefonanruf am Nachmittag: Ein Alt- oder Ex-Leser ist am Apparat. Er hat PERRY RHODAN bis in die 80er Jahre hinein gelesen, hat dann aufgehört, weil er mit dem Studium angefangen hat. Durch Werbung in »Welt der Wunder« erfuhr er, dass es einen neuen Zyklus gibt.

Jetzt will er wieder einsteigen. Wir schicken ihm ein Infopaket raus, inklusive einer Abo-Bestellkarte - na klar. Und ich weiß, dass er nicht der einzige in diesen Tagen ist ...

23 Juli 2009

Versehentlich abgelegte Dinge

Was will man an einem Tag wie dem heutigen tun? Es regnet in Strömen, und eine halbe Stunde später knallt die Sonne herunter. Ich sitze daheim und mache einen »Redigiertag«, wie so oft.

Streng genommen, ist es eigentlich ein »Aufräum- und Sortier-Tag«. Ich kümmere mich um Themen, zu denen ich in den letzten zwei bis vier Wochen nicht gekommen bin. Da bekommen wohl einige Menschen in nächster Zeit ein bisschen Post von mir ...

22 Juli 2009

Reaktionen auf den 2500er

Ich telefonierte mit Frank Borsch, dem Autor des PERRY RHODAN-Bandes 2500. Wir waren uns einig darüber, dass sowohl das Presseecho als auch die Resonanz der Leser völlig begeisternd sind. In seinem eigenen Blog »Bloße Worte« hat sich der Autor ja dazu geäußert, welche Ansprüche an einen solchen Jubiläumsband gestellt werden.

Interessant finde ich die »Dehnung« der Kritiken. Vom überschäumenden Lob bis zur niedermachenden Schmähung ist alles dabei; bisher habe ich aber den Eindruck, dass den meisten Lesern der Roman sehr gut gefällt. Mir im übrigen ja auch ...

21 Juli 2009

Cantaro zum nächsten

Während wir uns derzeit ein wenig vom Presserummel rings um PERRY RHODAN 2500 zu erholen beginnen und versuchen, die Berge an Arbeit aufzuräumen, die sich aufgetürmt haben, liegt vor mir bereits der aktuelle Doppelband aus der fünften Auflage: Mit dem Band 1400/01 startet der Cantaro-Zyklus.

»Götter der Nacht« von Kurt Mahr und »Herr der Träumer« von Arndt Ellmer bilden einen furiosen Start in einen der besten PERRY RHODAN-Zyklen. Was war ich in den 80er Jahren begeistert, als der Cantaro-Zyklus begann! Ich bin sicher, dass es heute vielen Lesern ähnlich gehen wird. Soll ich noch mal mit dem Lesen anfangen?

20 Juli 2009

Garching-Echos

Nach wie vor ist mein Computer voll mit Meldungen zum Wochenende, zu dem außerordentlich gelungenen Con in Garching. Immer wieder klingelt das Telefon; es gibt Nachfragen von »außen«. Ein weiterer Beleg dafür, wie gelungen das alles war.

Immerhin war PERRY RHODAN im »Nachtjournal«; mit den üblichen Falsch-Informationen, über die man sich bei Journalisten aber nicht aufregen darf. Immerhin ist mit Hans Kneifel ein Alt-Autor vertreten - das hat mich gefreut.

19 Juli 2009

Erschöpft zurück

Die Bahn entließ mich am frühen Abend aus ihren Klauen; benommen stieg ich gegen 20.30 Uhr aus dem Zug. Ich hatte die halbe Fahrt über gedöst.

Kein Wunder: Der Con in Garching liegt hinter mir, drei Tage mit PERRY RHODAN-Fans und Autoren und Zeichnern und Redakteuren. Das ganze war hervorragend organisiert, und ich fühlte mich von den Organisatoren wunderbar aufgehoben. Eine wunderbare Veranstaltung!

17 Juli 2009

Fahrt nach Garching

Kurz nach zwölf Uhr geht mein Zug nach München, ziemlich genau um elf Uhr habe ich noch ein Radio-Interview; irgendwie davor sollte ich noch die eine oder andere Kleinigkeit arbeiten und vor allem meinen Kram packen: Es ist nach wie vor stressig, der PERRY RHODAN-Band 2500 hält uns gut in Atem.

Der Con in Garching bei München, der offiziell morgen beginnt, der aber heute schon sein Vorprogramm erlebt, steht vor der Tür. Ich freue mich schon sehr darauf; vor zwei Jahren habe ich ja »gefehlt«. Es ist also vier Jahre her, seit ich das letzte Mal in Garching war - ich nehme an, dass das Bürgerhaus, das Hotel und die umliegenden Kneipen immer noch gleich aussehen.

16 Juli 2009

Schwitzen und Stressen

Es ist ein Tag vor dem großen PERRY RHODAN-Con in Garching. Aus irgendwie nachvollziehbaren Gründen klingelt praktisch ununterbrochen das Telefon: Journalisten, die sich mit uns über PERRY RHODAN-Band 2500 unterhalten wollen.

Daneben muss auch noch die »normale Arbeit« erledigt werden, melden sich auch noch andere Menschen, die etwas von uns wollen. Und das am heißesten Tag der Woche, ach was!, des Monats. Kann der Wettergott so was eigentlich nicht besser »timen«?

15 Juli 2009

Erfolgreiche Pressekonferenz

Ein Logbuch der Redaktion

Das East Hotel im Hamburger Stadtteil St. Pauli ist ein extrem »stylishes« Gebäude: Schon der Eingangsbereich sieht futuristisch aus, und die Seminar- und Vortragsräume erfüllen alle Standards, die man an solche Räumlichkeiten stellt. Im Raum »Lotus« dieses Hotels fand am Mittwoch, 8. Juli 2009, die Pressekonferenz zum PERRY RHODAN-Roman 2500 statt – veranstaltet von der Hamburger Agentur S&L unter Federführung von Kai Hirdt. (Der Mann, im bürgerlichen Leben als Public-Relations-Berater tätig, gibt bekanntlich »nebenbei« die PERRY-Comics der Alligator-Farm heraus.)

Ich war einigermaßen zeitig vor Ort und wurde im Seminarraum von Kai Hirdt begrüßt. Mit zwei Kollegen hatte er schon viel vorbereitet: PERRY RHODAN-Transparente hinter dem Tisch der Vortragenden, schöne Drucke aus den PERRY-Comics an den Wänden, zwei Tische mit PERRY RHODAN-Büchern, Heftromanen und anderen Dingen. Die Journalisten sollten auf einen Blick einen Eindruck von der umfangreichen Markenwelt der größten Science-Fiction-Serie der Welt erlangen. Ich fand, dass das alles ziemlich klasse aussah.

Nacheinander trafen die anderen Vortragenden ein, ebenso Journalisten und andere Medienmenschen. In der ersten Reihe stand sogar eine Fernsehkamera, mit der jeder Satz aufgezeichnet wurde, den wir an den Vortragstischen sagten (dann hoffen wir mal, dass das alles klug genug klang ...).

Was mich besonders freute: Mit Miriam Hofheinz war auch unsere ehemalige Kollegin vor Ort, die seit einem Jahr in Hamburg wohnt und arbeitet. Von ihr stammen übrigens die Bilder zur Illustration dieses Logbuches.

Nachdem Kai Hirdt die Journalisten begrüßt hatte, erzählte ich ein wenig über die Vorgeschichte von PERRY RHODAN und erläuterte, warum es streng genommen eine Science-Fiction-Serie aus Hamburg sei: Der Pabel-Moewig Verlag ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Bauer Media Group in Hamburg – von daher kann man tatsächlich behaupten, Perry Rhodan sei ein Hamburger.

Frank Borsch als Autor von PERRY RHODAN-Band 2500 stellte danach dar, wie es für ihn war, einen solchen Jubiläumsband zu schreiben. Es sei ihm unter anderem darum gegangen, Perry Rhodan als Hauptfigur darzustellen und mit dem Roman an die Wurzeln der Serie zurückzugehen: an den Forschergeist, an die Neugierde der Menschen, das Universum zu betreten und zu bereisen.

Ich präsentierte kurz die Markenwelt von PERRY RHODAN und hatte dabei zeitweise den Eindruck, wie ein Verkäufer auf einem Jahrmarkt zu agieren: Nacheinander hielt ich den Journalisten Hörbücher oder Comics, den Plüsch-Gucky oder das Computerspiel vor die Nase, um zu zeigen, was es so alles gibt.

Letztlich bot das eine geschickte Überleitung zu Volker Oppmann. Der Geschäftsführer der Firma textunes, der künftig die PERRY RHODAN-Serie auch für das iPhone verfügbar machen wird, informierte über die neuen technischen Möglichkeiten. Alle waren wir uns einig darin, dass eine Science-Fiction-Serie wie die unsere schlicht mit der Zeit gehen und an der Spitze des technischen Fortschritts sein muss.

Im Anschluss an unsere kurzen Vorträge gab's viele Fragen der Journalisten, bevor sich die offizielle Veranstaltung auflöste und sich Einzelgespräche entwickelten. Während Volker Oppmann einigen Menschen die technischen Details erläuterte, mussten Frank Borsch und ich der »Hamburger Morgenpost« Rede und Antwort stehen; wir wurden auch fotografiert.

In der Folge standen oder saßen wir nacheinander vor einer Fernsehkamera: Aufnahmen für eine geplante Dokumentation über PERRY RHODAN. Erst gegen 14 Uhr, so schätze ich, waren wir mit allem Drumherum fertig.

Alles in allem empfand ich die Pressekonferenz als hervorragend organisiert und als »wertig«: Es waren Journalisten aus diversen Medien anwesend, die erste Berichterstattung erwies sich als sehr ordentlich. Und wir hatten als Verlag mit PERRY RHODAN auch einmal in der Hansestadt »Flagge gezeigt«.

14 Juli 2009

Zahlenspielereien zu Band 2500

Ein Logbuch der Redaktion

Als vor zwei Jahren der PERRY RHODAN-Roman 2400 erschien, bat mich ein Journalist, doch einmal einige »Zahlenspiele« zu erarbeiten. Das sei für Journalisten griffiger, damit könnten sie besser umgehen. Das glaubte ich gern, und in der Folge erarbeitete ich einige Zahlen, die ich seitdem in diversen Zeitungsartikeln gefunden habe.

Nach zwei Jahren, so dachte ich, bietet es sich an, diese Zahlen noch mal zu überprüfen, und das habe ich in den letzten Tagen noch einmal gemacht. Dafür nahm ich die PERRY RHODAN-Heftromane als Basis, also insgesamt 2500 Stück, und ich nahm ebenso die im deutschsprachigen Raum verkaufte Auflage von über einer Milliarde Romane. (Dabei ignorierte ich die über 900 ATLAN-Heftromane sowie die über 400 PERRY RHODAN-Taschenbücher ebenso wie einzelne Kurzgeschichten und weiteres Material, das jeglichen Rahmen gesprengt hätte ...)

Wenn man beispielsweise von 2500 Heftromanen ausgeht, die eine durchschnittliche Anzahl von 180.000 Anschlägen (also Zeichen eines Heftromans inklusive der Leerzeichen, die nötig sind, um eine Zeile »aufzufüllen«) besitzen, kam man auf die irrsinnige Zahl von 450 Millionen Anschläge. So viel haben die PERRY RHODAN-Autoren in fast 48 Jahren geschrieben – eine beeindruckende Zahl.

Rechnet man 2500 Heftromane mal 60 Seiten (also grob geschätzt; es gibt Hefte, die haben mehr oder weniger Umfang), kommt man auf eine Zahl von 150.000 Heftromanseiten, die von den Autoren verfasst wurden.

Rechnet man übrigens nach Gewicht, wird es schon bei einer »normalen« PERRY RHODAN-Sammlung ganz schön viel: 2500 Heftromane – bei einem ungefähren Wert von sechzig Gramm pro Heft sind das insgesamt 150.000 Gramm oder immerhin 150 Kilogramm für die komplette Serie. Nimmt man einen Heftroman à 60 Gramm dann mal eine Milliarde, sind's 60 Milliarden Gramm oder 60.000 Tonnen. Das müsste man erst einmal bewegen ...

Rechnet man für einen Roman nur die Dicke von fünf Millimetern, was vorsichtig geschätzt ist, kommt man bei einer Milliarde verkaufter Heftromane auf einen Turm mit einer Höhe von 5000 Kilometern. Das ist höher als der Kölner Dom – und es ist vor allem weiter im Weltraum als die Internationale Raumstation ...

Würde man die Hefte nicht aufeinander türmen, sondern aufeinander stellen (jedes Heft ist rund 22 Zentimeter »hoch«), käme man schon auf gut die Hälfte der Distanz zum Mond; die beträgt bekanntlich rund 384.000 Kilometer. Bis zum Mars ist es deutlich weiter, schon klar – aber die Strecke, die Perry Rhodan im ersten Heftroman mit seiner Rakete »Stardust« zurücklegt, hat seine Serie in der gedruckten Welt damit immerhin schon über die Hälfte geschafft.

Es fielen mir sicher noch weitere Werte ein: Wenn ich pro Roman nur eine Stunde an Lesezeit kalkuliere, komme ich auf 2500 Stunden. Oder wenn ich bedenke, wie oft ich mit meiner kompletten PERRY RHODAN-Sammlung schon umgezogen bin, komme ich auf Tonnen, die ich bewegt habe – vor allem, weil die Sammlung bei jedem Umzug auf wundersame Weise größer geworden war.

Ich bin sicher, dass jeder Leser seine eigenen PERRY RHODAN-Zahlenspielereien aufbieten könnte. Diese hier sind sicher aber ein schönes Beispiel dafür, wie umfangreich unsere Serie im Verlauf der Jahrzehnte geworden ist.

13 Juli 2009

PR-Action zum letzten Mal

Ein Logbuch der Redaktion

Als wir im Sommer 2007 die ersten Überlegungen anstellten, parallel zur laufenden PERRY RHODAN-Erstauflage eine zweite Heftromanserie zu entwickeln, waren wir gedämpft optimistisch: Zwölf Romane wollten wir herausbringen, eine Zwölfer-Staffel, wie wir es intern nannten.

Mittlerweile sind zwei Jahre vergangen, und der letzte Roman von PERRY RHODAN-Action liegt vor: Band 36, geschrieben von Alexander Huiskes, mit dem fast schon prophetischen Titel »Sonnendämmerung«. Und wenn ich zurückblicke, bin ich trotz der Einstellung der Serie stolz auf das, was wir geschafft haben.

Es begann mit grundsätzlichen Ideen von Robert Feldhoff, die dieser im Sommer 2007 entwickelte. Auf Basis dieser Ideen entstand das Konzept, eine neue PERRY RHODAN-Serie in der »klassischen Zeit« spielen zu lassen, in der das Solare Imperium noch klein ist und Perry Rhodan selbst als Großadministrator das Sagen hat. Während in der Erstauflage die kosmischen Kräfte das Geschehen bestimmten, sollte in PERRY RHODAN-Action – wie der Titel nahelegte – die handfeste Action vorherrschen.

Die ersten Bände der ersten Staffel erhielten viel Zuspruch, und relativ schnell war klar, dass wir eine zweite und auch eine dritte Staffel planen konnten. So wurden aus den ursprünglich zwölf Heften ganz schnell die 36 Romane, bei denen es vorerst bleibt.
Ich formuliere ausdrücklich »vorerst«, weil keiner wissen kann, was die Zukunft bringt. Eine zweite Inkarnation erlebte PERRY RHODAN-Action schließlich bereits im Taschenbuch – drei Titel erschienen bei Moewig –, und wir sehen das noch lange nicht als das Ende unserer Bemühungen an. E-books gibt es bereits, und wer weiß, was im sich verändernden »Markt« noch alles kommen wird.

Bedanken möchte ich mich bei allen Leserinnen und Lesern. Sie haben einer neuen Serie eine Chance gegeben, und sie sind ihr treu geblieben. Ohne die Kritik und das Lob hätten wir die Serie nicht so gut machen können, wie sie letztlich geworden ist.

Bedanken will ich mich aber ebenso bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowohl im Verlag (angefangen bei der Redaktion bis hin zur Druckerei und zum Lager) als auch im Vertrieb, und ganz besonders bei den Autoren um Christian Montillon, die mit Engagement und Herzblut bei der Sache waren und das PERRY RHODAN-Universum um einige neue Facetten bereichert haben. Ich bin sicher, dass wir von einigen dieser Autorinnen und Autoren noch mehr hören werden.

Wer allerdings jetzt als Leser enttäuscht ist, weil PERRY RHODAN-Action eingestellt worden ist, und gern mehr action-geladene Romane im »Perryversum« gelesen hätte, den verweise ich auf zwei wichtige Daten im Monat Juli 2009:

Mit dem Roman »Projekt Saturn« startet die wöchentliche PERRY RHODAN-Serie in eine neue Handlungsebene. Perry Rhodan muss sich in den Romanen ab Band 2500 mit neuen Herausforderungen und Gefahren auseinandersetzen – und ich verspreche für diese Bände eine ordentliche Prise Action. PERRY RHODAN 2500 erscheint am 17. Juli 2009.

Ähnliches gilt für die fünfte Auflage, in der derzeit jene Romane neu publiziert werden, die erstmals in den späten 80er Jahren erschienen. Mit dem Doppelband 1400/01 startet der Cantaro-Zyklus, der damals neue Maßstäbe für Action im PERRY RHODAN-Universum setzte. Der Doppelband erscheint am 31. Juli 2009, eine ideale Gelegenheit, in eine spannende Epoche des »Perryversums« hineinzuschnuppern.

PERRY RHODAN-Action ist vorerst Geschichte – die Geschichte des »Perryversums« wird allerdings weiter fortgeschrieben.

12 Juli 2009

Kommentare im Stapel

Rainer Castor hat eine Ladung von neuen PERRY RHODAN-Kommentaren geliefert. Die lese ich mir heute peu à peu durch. Darunter ist sein PR-Kommentar mit der Nummer 555, ein Jubiläum der besonderen Art.

Bewundernswert: Seit über zehn Jahren fasst Rainer Castor die PERRY RHODAN-Handlung zusammen, destilliert daraus seine Kommentare, die mal lexikalischen, mal spekulativen Charakter haben.

11 Juli 2009

Kurz vor Garching

Nur noch eine Woche, dann startet der große PERRY RHODAN-Con in Garching bei München. Ich habe mich angemeldet, ich bin irgendwie im Programm eingeplant, und ich freue mich schon jetzt darauf.

Erwartet werden selbstverständlich viele Autoren und Zeichner, auch ehemalige Kollegen werde ich antreffen. Aber am interessantesten werden sicher wieder die Gespräche mit den Lesern – immerhin erscheint am 17. Juli der lange erwartete PERRY RHODAN-Band 2500, und da gibt es garantiert haufenweise Gesprächsstoff.

10 Juli 2009

Neue Autorin, neue Covers

Als Wochenend-Lektüre habe ich ein neues ELFENZEIT-Manuskript zu lesen; es spielt in Tokio und natürlich in der Anderswelt, in der sich Elfen und andere Wesen tummeln. Verantwortlich für den Roman, der mir bislang sehr gut gefällt, ist eine Autorin, mit der wir bislang noch nicht zusammengearbeitet haben. Was ich bisher gelesen habe, lässt die Vermutung in mir keimen, dass das bisher ein Fehler gewesen sein könnte ...

Neue Covers habe ich heute auch schon gesehen; als JPG-Dateien auf dem Server im Verlag. Dirk Schulz hat wieder neue Nebenhauptfiguren aus der ELFENZEIT-Welt dargestellt und präsentiert sie erneut als charakterstarke Figuren. Ein wunderbares Universum, das in Zusammenarbeit von Uschi Zietsch und ihren Autorenkollegen entsteht!

09 Juli 2009

Pressegespräche und Resonanzen

Auf die Pressekonferenz am gestrigen Vormittag gab es schon gute Reaktionen: Die »Hamburger Morgenpost« hat uns auf der Titelseite angekündigt, im Innenteil gibt es darüber hinaus gut eine Seite zu PERRY RHODAN. Sehr schön!

Dazu gab's einige Berichte in Blogs, auf Twitter und in diversen Online-Medien. Sogar der »Buchmarkt« hat berichtet, was ich klasse finde. Heute mittag führte ich darüber hinaus ein langes Telefonat mit der »Rheinischen Post«, die ebenfalls einen Beitrag vorbereitet.

08 Juli 2009

Pressekonferenz war erfolgreich

Ich komme gerade aus der Pressekonferenz zu PERRY RHODAN-Band 2500, die von der Hamburger Agentur S&L organisiert wurde, sprich von Kai Hirdt, der ja auch die PERRY-Comics herausgibt. Mit mir auf dem Podium saßen Frank Borsch, der Autor von Band 2500, sowie Volker Oppmann von der Firma textunes, der PERRY RHODAN ab dem 17. Juli 2009 auch aufs I-Phone liefern wird.

Vor gut einem Dutzend Journalisten sowie weiterer Medienvertreter stellten wir die aktuelle PERRY RHODAN-Serie vor, erläuterten Twitter und andere Dinge und beantworteten gegen Ende auch Fragen zu weiteren Zukunftsprojekten. Jetzt bin ich gespannt, was die Hamburger Morgenpost und andere Medien aus der Konferenz machen werden ...

07 Juli 2009

Dienstreise nach Hamburg

Ich weiß nicht, die wievielte Dienstreise ich heute nach Hamburg unternommen habe - diesmal mit der Bahn und mit einer anständigen Portion Chaos, für die ich nichts konnte. Ärgerlich, aber nicht zu ändern. Dafür war der erste Termin sehr interessant.

Unterwegs hatte ich übrigens spannende Lektüre: mal wieder ein PERRY RHODAN-Manuskript. Es ging um das Stardust-System und seine Bewohner und die Dinge, die diese Bewohner so tun ... mehr kann und darf ich dazu noch nicht ausplaudern.

06 Juli 2009

Schon wieder ein Extra

Heute schicken wir das Exposé fürs nächste PERRY RHODAN-Extra raus. Das ist dann die Nummer 9; der genaue Termin muss dafür noch bestimmt werden. (Intern ist er das, aber ich muss noch mal mit der Objektleitung sprechen.)

Interessant dabei: Das Exposé für dieses PERRY RHODAN-Extra verfasste Christian Montillon. Bei PERRY RHODAN-Action konnte er ausreichend Erfahrung sammeln, jetzt kann er auch andere Aufgaben übernehmen.

05 Juli 2009

Erleuchteter Konvoi

»Ich schick' Dir mal die ersten 130.000 Anschläge«, hatte Michael Marcus Thurner angekündigt. Er meinte »Konvoi der Erleuchteten«, den zweiten Teil der Tefroder-Trilogie, die im Herbst 2009 bei Heyne erscheinen wird.

Und ich las am Wochenende die letzten Seiten dieses ersten Drittels (oder Viertels?) des Romans: sehr spannend, sehr faszinierend, sehr mitreißend. Mir hat es sehr gut gefallen, und ich bin schon mal sehr gespannt darauf, wie Michael Marcus weiter mit den Erleuchteten Kauffahrern und ihren Gegenspielern verfahren wird.

04 Juli 2009

Arndt Ellmers Stardust-Einstieg

Meine Wochenend-Lektüre ist diesmal wieder sehr vielseitig. Einer der Texte, die auf dem Tisch liegen, ist ein Roman, und er stammt von Arndt Ellmer.

Über den Inhalt verrate ich natürlich noch nichts. Nur so viel: Perry Rhodan ist einer der »Helden« des Romans, und der Aktivatorträger trifft auf »alte Bekannte«, mit denen er nicht rechnen konnte. Ich bin gespannt, wie Arndt das in Szene gesetzt hat ...

03 Juli 2009

Rosamunde, Volker und Perry

Nichts scheinen manche PERRY RHODAN-Fans mehr zu befürchten als zu viel Abweichung von der PERRY RHODAN-Linie. Zumindest könnte man das manchmal meinen. So ist für manchen Fan wohl Rosamunde Pilcher mit ihren Liebesromanen etwas ganz schreckliches.

Dabei gibt es bemerkenswerte personelle Verbindungen: Volker Lechtenbrink spricht in den Hörspielen, die bei Lübbe-Audio erscheinen, den Perry Rhodan. Und er spielt immer wieder als Schauspieler in Verfilmungen von Rosamunde-Pilcher-Romanen mit. Ein Schelm, wer böses bei einer solchen Verbindung denkt ...

Beeindruckendes Jubiläum

Ein Logbuch der Redaktion

Spreche ich mit Menschen über meinen Job, die noch nie von PERRY RHODAN gehört habe, genügt es oft, sie mit Zahlen zu verblüffen. Wenn sie hören, dass wir schon »fast zwoeinhalbtausend Romane« herausgebracht haben, sind sie stets überrascht und beeindruckt zugleich. Vor allem, wenn ich dann noch hinzufüge, dass diese imposante Zahl eine von Romanen ist, die eine fortlaufende Geschichte erzählen.

Diejenigen, die diese Zeilen lesen, wissen das – aber Außenstehende sind stets baff: PERRY RHODAN ist die umfangreichste und am längsten laufende Fortsetzungsgeschichte der Welt. Die Zahl der beschriebenen Welten und Personen, Raumschiffe und Völker geht in die Tausende, und nicht einmal engagierte Spezialisten können glaubhaft behaupten, alle Details dieses gigantischen Roman-Universums zu kennen.

In all dieser Zeit mangelte es nicht an Jubiläen. Doch ein Roman, der die Bandnummer 2400 trägt, ist von seiner Bedeutung her nicht zu vergleichen mit einem Roman, der als Nummer 2500 auf den Markt kommt – die Serie hat damit das Viertel von zehntausend Romanen erreicht, und das ist dann wahrhaft eine Zahl, die schwindelerregende Dimensionen verheißt.

Machen wir uns nichts vor: »Size does matter«, wie der Amerikaner gerne sagt. Größe ist tatsächlich entscheidend, und wir können eine solche Zahl stets mit Stolz verkünden. Dutzende von Autoren haben in jahrzehntelanger Arbeit gemeinsam den größten Kosmos erschaffen, den es in literarischer Form gibt, Millionen von Lesern haben diese Serie in all den Jahrzehnten begleitet und mit ihren Leserbriefen und Beiträgen dafür gesorgt, dass PERRY RHODAN überhaupt ein solcher Erfolg werden konnte.

Band 2500 ist ein ganz besonderer Roman, der Titel »Projekt Saturn« macht es in gewisser Weise auch klar: Wir blicken vom Saturn aus in eine neue Zukunft, manifestiert in einem PERRY RHODAN-Zyklus, der bewusst in seinem Titel auf den Aufbruchsgeist der ersten Romane verweist: Mit der Rakete STARDUST flog der Astronaut Perry Rhodan zum Mond, mit dem Stardust-Zyklus bricht die PERRY RHODAN-Serie in eine neue Epoche auf.

Wenngleich für den PERRY RHODAN-Leser der Planet Saturn womöglich nichts herausragendes mehr ist, so signalisiert die Welt mit ihren faszinierenden Ringen doch eine der Grenzen unserer heutzutage bekannten Welt. Und an diese stößt die PERRY RHODAN-Serie schon immer vor.

Ich freue mich darauf, bei diesem neuen Abenteuer dabei sein zu dürfen!

02 Juli 2009

Feldhoff-Roman in der Mache

Heute ist mal wieder ein Redigiertag. Das heißt, dass ich zu Hause arbeite, um ein Thema zügig »durchboxen« zu können. In diesem Fall handelt es sich um das zweite PERRY RHODAN-Taschenheft; der Roman »Die Show der Sterne« von Robert Feldhoff.

Ich wundere mich gelegentlich über haarsträubende Scan-Fehler, sonst aber ist wenig zu machen. Absätze hat's zerhauen, einige Kapitelchen stimmen nicht mehr so ganz. Unterm Strich ist es aber immer noch ein sehr unterhaltsamer Roman, fast ein »Road-Movie« im All.

01 Juli 2009

Teambesprechung zum Halbjahr

Schon wieder ist ein halbes Jahr vergangen. Aus diesem Grund zog sich die PERRY RHODAN-Redaktion gestern für einen Tag aus dem »Tagesgeschäft« zurück, um in aller Ruhe die laufenden Themen zu besprechen.

Dabei ging es um die weiteren Projekte, die im zweiten Halbjahr 2009 anstehen: PR-Extra, PR-Taschenheft, PR-Buchprojekte, die ELFENZEIT-Serie, unsere Aktivitäten im Internet- und Audio-Bereich und viele andere Themen mehr. Wir machen viel, das wurde mir da wieder einmal besonders bewusst.

29 Juni 2009

Ein umfassender Abschluss

Ein Logbuch der Redaktion

Mit einem Doppelband von Uwe Anton endet der Negasphäre-Zyklus, der innerhalb der PERRY RHODAN-Serie – da bin ich sicher – irgendwann mal eine besondere Stellung einnehmen wird: Perry Rhodan und seine Gefährten im Kampf gegen die Übermacht der Terminalen Kolonne TRAITOR, dazu Innensichten aus dem Heer der Chaotarchen.

Die Terraner und ihre Verbündeten wurden in diesen Romanen mit gigantischen Objekten und universenweiten Verwicklungen konfrontiert; gleichzeitig setzte sich die Solidarität der Terraner immer wieder gegen die feindlichen Traitanks durch, die den TERRANOVA-Schirm belagerten. Aber ich will jetzt nicht den Inhalt der letzten hundert Romane wiedergeben, sondern auf die letzten zwei Romane des Zyklus hinweisen.

Uwe Anton, der in den letzten Jahren immer wieder an einem Zyklusabschluss beteiligt war, hatte auch bei diesem Doppelband die Schwierigkeit, viele offene Fäden zusammenzuführen. Einerseits musste er die kosmischen Verwicklungen darstellen, andererseits musste dieser Doppelband unbedingt eine menschliche Ebene aufweisen – der Mensch Perry Rhodan steht im Mittelpunkt dieses Geschehens, nicht er allein natürlich, aber doch an vorderster Stelle.

(Mittlerweile ist ja bekannt, dass Uwe Anton die Krankheitsvertretung für Robert Feldhoff übernommen hat. Während er an diesem Doppelband schrieb, verfasste er gewissermaßen parallel bereits die ersten Exposés und Arbeitsblätter für den neuen Zyklus. Wie er das geschafft hat, ist mir fast ein Rätsel; da ist noch eine Schippe Sonder-Dank an seine Familie fällig ...)

Band 2498 eröffnet ein Duell, wie wir es in der PERRY RHODAN-Serie so nicht gelesen haben: Der Roman »Die Duale Metropole« bringt Perry Rhodan in eine direkte Konfrontation mit KOLTOROC, der Superintelligenz, die als sogenannter Chaopressor die Truppen der Terminalen Kolonne TRAITOR angeführt hat. Dabei geht Rhodan nicht allein in diesen gefährlichen Einsatz: Zu seinen Begleitern zählen Mondra Diamond, seine Gefährtin seit vielen Jahren, aber auch Inkadye, die Sorgorin, die über Jahrmillionen hinweg die persönliche Gefangene der Superintelligenz war und die sich in der Verantwortung sieht, ihre »Schöpfung« wieder zu beseitigen.

Doch ob dies reicht, um ernsthaft einem Wesen gegenüberzutreten, das seit Äonen lebt und agiert, ist zweifelhaft: Eigentlich haben Rhodan und seine Begleiter keine Chance ... Nur: KOLTOROC ist nicht auf einen Kampf aus, die Superintelligenz verfolgt ganz andere Pläne. Es geht ihr nicht um Rache und Krieg, es geht ihr um ein Angebot, das nur als unmoralisch bezeichnet werden kann. Perry Rhodan hält in diesem Konflikt buchstäblich das Leben von Milliarden Menschen in der Hand ...

Wo der PERRY RHODAN-Roman 2498 die Eröffnung für den Doppelband gibt, liefert der Roman 2499 das fulminante Ende. Der Roman trägt den Titel »Das Opfer«, und in diesem steigert sich die Konfrontation zwischen einfachem Menschen und uraltem Superwesen. Wer oder was das Opfer ist, das zu bringen ist, kann ich an dieser Stelle nicht verraten; ich glaube nicht, dass bislang auch nur ein Leser in seinen Spekulationen darauf gekommen ist. Und ich bin sicher, dass das »doppelte Opfer« (um die Sache ein wenig zuzuspitzen) eine echte Überraschung sein wird.

Uwe Anton wäre allerdings nicht Uwe Anton, wenn er nicht neben aller Dramatik auch ein versöhnendes Ende verfassen würde. Sein Doppelband ist ein Abschluss für einen PERRY RHODAN-Zyklus, der in seinen Dimensionen neue Maßstäbe gesetzt hat – keine Frage, dass der Schriftsteller in seinem Abschluss noch einmal eine Reihe von Themen gewissermaßen Revue passieren lässt. Somit endet zumindest für mich der Negasphäre-Zyklus mit einer gewissen Wehmut, ausgelöst durch einen wunderbaren Doppelband.

26 Juni 2009

Band 2500 und weiter

Einige kurze Ausblicke auf die Handlung des Stardust-Zyklus


Einige »Spoiler« zu den Bänden, mit denen der Stardust-Zyklus eingeleitet wird, werden hier absichtlich »unsortiert« präsentiert – wer sich die Vorfreude nicht nehmen lassen möchte, sollte diese Meldung also ignorieren.

Ein abwechslungsreicher und spannender Doppelband von Christian Montillon (PR 2501 und PR 2502) zeigt Perry Rhodan mit Icho Tolot und Mondra Diamond in Aktion – das Trio erhält gegen Ende unverhoffte Hilfe, die künftig zu einer festen »Begleitung« wird.

Zu tun bekommen es die Terraner bereits ab Band 2500 mit den Abgesandten der Frequenz-Monarchie, vor allem mit dem Frequenzfolger Sinnafoch. Er hält die Terraner für Diebe und möchte ihnen das unrecht erworbene »Gut« wieder abnehmen.

In Band 2500 erhält eine Figur einen »Gastauftritt«, von der man schon sehr lange nichts mehr hörte: Es ist Homunk, ein Diener der Superintelligenz ES.

Zu den wichtigen Protagonisten des Bandes 2503, den bekanntlich Andreas Eschbach verfasst hat, gehören auch Arkoniden, die von ihrem Imperator in den Einsatz geschickt werden.

In Band 2500 erfahren die Leser, dass es auf Terra eine wachsende Kolonie von Außerirdischen gibt, die zu sehr guten Freunden der Terraner geworden sind.

Recht schnell blendet die Handlung zu einer Sterneninsel um, die in der näheren kosmischen Umgebung der Milchstraße liegt, aber bisher in der Handlung der PERRY RHODAN-Serie nicht erwähnt worden ist.

25 Juni 2009

Twittern bei Perry

Mittlerweile ist Twitter in aller Munde (seit der Flugzeuggeschichte auf dem Hudson River bei New York, jetzt durch die Unruhen im Iran). Ich selbst habe den PERRY RHODAN-Account auf Twitter vor über zwei Jahren angelegt, nachdem mich Miriam Hofheinz - wer sonst? - auf diese neue Kommunikationsmöglichkeit hingewiesen hat.

Aber wie das so ist: Nachdem ich einige Tweets abgeschossen hatte, kam ich zu nichts mehr und verdrängte die Geschichte. Seit einigen Monaten versuche ich täglich zu twittern. Es ist ein Experiment für mich und auch für die PERRY RHODAN-Serie. Und ich betrachte das ganze als einen zusätzlichen Service für die Menschen, die solche Kommunikationsformen mögen.

24 Juni 2009

Medienaufkommen wächst

Man merkt, dass PERRY RHODAN auf ein neues Jubiläum zusteuert: Die Anfragen von Zeitungen und Zeitschriften, Radios und Fernsehstationen nehmen zu. Das ist erfreulich und erzeugt hoffentlich schöne Berichte.

Und diese Berichte sollen natürlich alte Leser aktivieren, wieder mal einen Roman zu lesen, oder Neulinge dazu animieren, endlich mal die PERRY RHODAN-Serie kennenzulernen. Pressearbeit halte ich nach wie vor für erfolgreicher und erfolgversprechender als gewöhnliche Werbung.

23 Juni 2009

Taschenheft 2 am Start

Das erste PERRY RHODAN-Taschenheft ist offiziell noch gar nicht erschienen, da fange ich bereits mit dem zweiten Band an. Diese Woche will ich hierfür die redaktionellen Texte erarbeiten.

Ausgesucht habe ich dafür einen Planetenroman von Robert Feldhoff, der 1993 erstmals erschienen ist: damals unter dem Titel »Die größte Show im Universum«. Jetzt erhält er einen kürzeren Titel: »Die Show der Sterne«.

22 Juni 2009

Der neunte Band der ELFENZEIT-Serie ist da


Die Fantasy-Buchreihe ELFENZEIT, die von Susan Schwartz gesteuert wird und in Zusammenarbeit zwischen der PERRY RHODAN-Redaktion und dem Bertelsmann-Club erscheint, erreicht dieser Tage mit dem neunten Buch einen neuen Höhepunkt: »Im Bann der Dunklen Königin« spielt in der Anderswelt, aber auch in Irland, wo die Konfrontation zwischen den Elfen und ihren Gegenspielern ihrem Höhepunkt zustrebt.

Susan Schwartz verfasste den Roman nach ihrem eigenen Exposé. Es ist damit der fünfte Band der Serie, den die Autorin selbst geschrieben hat. Erneut haucht sie ihrer Hauptfigur Nadja Oreso – der jungen Journalistin mit der elfischen Vergangenheit – ein faszinierendes Leben ein und verleiht auch den Nebenfiguren viele plastische Elemente.

Weitere ELFENZEIT-Romane sind in Vorbereitung. Unter anderem werden weitere Autorinnen mitschreiben, die bisher noch nicht als Mitarbeiter der Serie in Erscheinung getreten sind, sich aber »außerhalb« schon professionell betätigt haben.

Das wunderbare Titelbild, das Bandorchu zeigt, die Dunkle Königin des Schattenlandes, schuf übrigens Dirk Schulz. Er hat bisher alle ELFENZEIT-Covers gezeichnet.

21 Juni 2009

Mondra im Einsatz

Das hat mir richtig gut gefallen: In einem der demnächst erscheinenden Romane schildert Michael Marcus Thurner, wie Mondra Diamond in einen Einsatz geht. Ich mag Romane, die Mondra ins Zentrum stellen, und dieser war auch noch außergewöhnlich spannend.

Ob er jedermanns Sache ist, weiß ich nicht: Einfach macht es der Autor seiner Heldin nämlich nicht. Aber ich habe das Manuskript gestern mit großer Begeisterung gelesen.

20 Juni 2009

Agent für Terra

Am Freitag nachmittag kam es druckfrisch auf meinen Schreibtisch: das erste PERRY RHODAN-Taschenheft, unser neues »Experiment«, das unter dem Titel PERRY RHODAN-Planetenromane erscheint. Der erste Roman stammt von Hubert Haensel und trägt den Titel »Agent für Terra«.

Selbstverständlich bin ich parteiisch, aber ich empfinde es so: Die Gestaltung ist klasse, das Taschenheft sieht richtig wertig aus, als sei es ein »echtes« Taschenbuch. Den Preis von 3,90 Euro für 160 Seiten finde ich auch gut - jetzt müssen die Leser und vor allem die Käufer sprechen, und davor muss der Vertrieb noch bestmögliche Arbeit leisten.

19 Juni 2009

Hauruck-Dienstreise

Gestern morgen ging es auf Dienstreise: zeitig aufstehen, mit dem Auto nach Süden, zum Flughafen »Baden Airpark«, zwischen Rastatt und Baden-Baden im flachen Land gelegen. Eine Stunde Flug nach Hamburg.

Dort Besprechung im Heinrich Bauer Verlag. Dann Mittagessen in der Speicherstadt. Besprechung auf dem Weg zum Verlagsgebäude. Taxi zum Flughafen. Rückflug nach Baden-Baden, dann nach Hause.

Und zu allem Überfluss bekam ich einen Heuschnupfen-Flash: Ich dachte nicht daran, dass Hamburg wettertechnisch gut vier bis sechs Wochen hinter Karlsruhe herhinkt, und hatte deshalb auf Antihistamine verzichtet. Nun denn: Als Rotznase war ich sicher überzeugend.

18 Juni 2009

Blick vom Blogger-Kollegen

Unter dem Titel »Neue Kommunikations-Wege eines Superheldens« (dass hier ein »s« zuviel ist, dürfte ein Vertipper des Autors sein) gibt es im Scififans-Blog einen kurzen Beitrag zu PERRY RHODAN-Aktivitäten im Internet. Verfasst hat ihn »eporsten«, und seinen Beitrag finde ich absolut lesenswert.

Dasselbe gilt für den gesamten Blog. Es wird über Bücher und Filme gleichermaßen berichtet und man scheut sich nicht, mal triviales und mal intellektuelles anzupacken. Schick.

17 Juni 2009

Paragronkreuze und Bionische Kreuzer

Ich bin wieder im Hörspiel-Fieber: Im CD-Player meines Autos habe ich damit begonnen, die aktuelle (schon seit einiger Zeit erschienene) Staffel der PERRY RHODAN-Hörspiele anzuhören.

Der »Sternenozean«-Zyklus, der in Form von 100 Romanen erschienen ist, wird hier in 42 Hörspielen nacherzählt. Was ich gerade höre, ist die Nummer 25: Perry Rhodan ist mit Atlan und Co. derzeit auf der Suche nach dem Paragonkreuz, es geht um Graugischt und die dortige Schwadron. Geheimnisse und Spannung schön gemischt, dazu toller Sound - das haben die Kollegen bei Stil in Berlin wieder mal klasse gemacht.

16 Juni 2009

Umfangreiche Roadmap

Umfangreich an Inhalt und an Fakten ist die »Roadmap«, die mir Uwe Anton zur Verfügung gestellt hat. Der Autor, der als Krankheitsvertretung für Robert Feldhoff die Exposés für PERRY RHODAN verfasst, hat darin die Handlung bis Band 2549 skizziert.

Viele Ideen sind enthalten; ein Spannungsbogen erstreckt sich über verschiedene Handlungsschauplätze und mehrere Dutzend Romane. Der »Stardust«-Zyklus wird ein Zyklus mit viel ... nun ja ... mit viel Bewegung.

15 Juni 2009

Nach einer Woche

Aus dem Urlaub bin ich zurück, erholt fühle ich mich nach wie vor, aber jetzt stehen erst einmal die Berge von Papier und Daten vor der Tür. Exposés und Romane sind eingetroffen, Konzeptpapiere und Mails - eine riesige Ansammlung von Arbeit.

Ich kremple die Ärmel hoch, was bei einem T-Shirt wohl ein wenig albern aussieht, und stürze mich auf die Arbeit. Immerhin macht das ja auch Spaß!

05 Juni 2009

Exposé-Besprechung in Wuppertal

Ein Logbuch der Redaktion

Seit ich PERRY RHODAN-Redakteur bin, gehören Exposé-Besprechungen zu meiner »täglichen Arbeit«. Mal geht es dabei um PERRY RHODAN im allgemeinen, mal geht es um ATLAN; gelegentlich ging es um PERRY RHODAN-Action, die Taschenbücher oder auch die »Elfenzeit«-Buchreihe. Und immer handelt es sich um wechselnde Partner, mit denen ich es zu tun habe und mit denen ich inhaltliche Dinge besprechen kann.

Anfang Juni fuhr ich nach Wuppertal, um mit Uwe Anton über die aktuellen Romane der PERRY RHODAN-Erstauflage zu sprechen. Die Änderung in meinen Plänen war nötig geworden, weil Robert Feldhoff erkrankt war und sich abzeichnete, dass sich die Erkrankung und der Gesundungsprozess länger hinziehen würde.

Robert hatte die Exposés bis Band 2504 geliefert, von ihm stammten auch die grundlegenden Arbeitspapiere für den »Stardust«-Zyklus, zu dem die Teamautoren wertvolle Beiträge geliefert hatten – jetzt ging es darum, an diesem Punkt weiterzuarbeiten. Uwe Anton war freundlicherweise kurzfristig eingesprungen, und so übernahm er die Krankheitsvertretung für Robert.

Bei der Exposé-Arbeit merkten Uwe und ich sehr schnell, dass es nicht einfach ist, ein bereits vorhandenes Konzept weiter umzusetzen. Uwe muss letztlich die Exposé-Vorlagen von Robert nehmen und sie zu »seinem eigenen« machen. Nur dann besteht eine gute Chance, dass er ein sinnvolles Ergebnis erzielen wird.

Gemeinsam gingen wir die vorliegenden Arbeitspapiere durch, schauten uns an, was sich die Kollegen in den einzelnen Arbeitsgruppen bei der Autorenkonferenz ausgedacht hatten, und sprachen dann die grundsätzlichen Vorschläge durch, die Uwe entwickelt hatte. Die Handlung nach Band 2500 wird – was keinen so richtig überraschen dürfte – anfangs in der direkten Umgebung der Erde spielen; kein Wunder, wenn der erste Roman des neuen Zyklus schlicht »Projekt Saturn« heißt.

Recht schnell wird es aber andere Schauplätze geben, und über diese sprachen wir. Immerhin gibt es einen Zeitsprung über mehr als hundert Jahre, und in dieser Zeit entwickelt sich einiges: Sowohl in der heimatlichen Milchstraße als auch im fernen Stardust-System und dessen kosmischer Umgebung gibt es eine neue Situation, auf die in den ersten Romanen des beginnenden Zyklus eingegangen werden muss.

Wobei uns beiden klar war, dass wir nicht alles beleuchten können: »Sonst könnten wir das Telefonbuch der westlichen Milchstraße veröffentlichen«, meinte Uwe Anton irgendwann im Rahmen der Besprechung. Wer als Leser jetzt unbedingt wissen will, wie sich die Zivilisation der Asporcos oder der Fantan-Leute nach dem Abzug der Terminalen Kolonne verändert hat, wird eine Antwort auf seine Fragen nicht sooo schnell bekommen – soviel kann ich sicher aussagen, ohne zuviel über den eigentlichen Inhalt des Zyklus zu verraten.

Wir machten uns grundsätzliche Gedanken über die Struktur der Frequenz-Monarchie und überlegten, welche Rolle in diesem Zusammenhang beispielsweise die Bewohner eines gewissen kosmischen Sektors spielen werden. Und selbstverständlich sprachen wir darüber, welcher Autor in nächster Zeit welche Romane schreiben könnte, welche darüber hinaus gehenden Extras wir planen könnten und welche Highlights im demnächst startenden Stardust-Zyklus zusätzlich auf die Leser zukommen werden.

Als ich am Abend dann Wuppertal verließ, leider, ohne mit der berühmten Schwebebahn gefahren zu sein (dazu hatte die Zeit gefehlt), und Richtung Süddeutschland fuhr, war mein Notizblock mit vielen Detail-Informationen »vollgemalt«; zudem hatte ich ein Konzept für die Bände bis zur Nummer 2549 in meiner Tasche. Und ich war der optimistischen Meinung, dass wir einen sehr guten Start in die aktuelle Zyklusentwicklung hinlegen würden ...

04 Juni 2009

Andreas Eschbach schreibt wieder PERRY RHODAN

PR-Roman 2503 wird der dritte Gastroman des Schriftstellers

Den PERRY RHODAN-Lesern muss man Andreas Eschbach kaum noch vorstellen. Der Autor verfasste 1998 mit »Gesang der Stille« seinen ersten PERRY RHODAN-Gastroman; im Juli 2005 folgte »Die Rückkehr«.

Sein dritter Gastroman wird Band 2503 sein, der am 7. August 2009 erscheinen wird. Der Titel lautet: »Die Falle von Dhogar«.

03 Juni 2009

In den Ringen des Saturn

Heute muss ich endlich redigieren. Band 2500 liegt auf meinem Tisch, das Exposé daneben, diverse Datenblätter habe ich am Rechner »geöffnet«. Das »Projekt Saturn« muss bald in die Setzerei.

Wobei es ja nicht viel zu tun gibt: Der Roman ist sprachlich und inhaltlich auf so hohem Niveau, dass ich nach »Schönheitsreparaturen« schaue. So mag ich meine Arbeit!

02 Juni 2009

Beeindruckendes Zwischen-Jubiläum

Ein Logbuch der Redaktion

Vor mir liegt die Silber-Edition mit dem Titel »Kampf gegen die Blues«; ich habe sie noch nicht angehört, aber ich werde es demnächst tun. Denn die Silber-Editionen sind – und da bin ich mir sicher – eine Ergänzung des PERRY RHODAN-Kosmos, die nur vergleichbar ist mit dem 1978 erfolgten Start der PERRY RHODAN-Silberbände. Mit den Silber-Editionen liegt eine Audio-Version der größten Science-Fiction-Serie der Welt vor, die ihresgleichen sucht und die längst Maßstäbe gesetzt hat.

Seit unsere Partner von Eins-A-Medien im November 2002 die erste Silber-Edition herausgebracht haben, ist die Zusammenarbeit enger und fester geworden. Längst gibt es weitere Produktionen oder haben wir uns gemeinsam in das weite Feld der Fantasy vorgetastet – Eins-A-Medien publiziert beispielsweise die Hörbücher zu den ELFENZEIT-Romanen. Ungebrochen aber ist die Kontinuität bei den Silber-Editionen, und die aktuelle Ausgabe ist mit Nummer 20 schon in Bereiche vorgestoßen, bei denen man von einem Jubiläum sprechen kann.

Als Sprecher wirkt seit den ersten Aufnahmen der Schauspieler Josef Tratnik, der seine eigene PERRY RHODAN-Interpretation liefert. Tratnik ist in der Lage, mit seiner Stimme den jeweiligen Figuren eine eigene Charakteristik zu verpassen, sie gewissermaßen zum Leben zu erwecken und sie so geradezu plastisch entstehen zu lassen. Gerade bei langen Autobahnfahrten stellt sich heraus, dass seine Interpretation weder einschläfernd noch zu ruhig ist; sie ist spannend und nimmt einen geradezu mit.

Mit Josef Tratnik im Ohr macht auch die vorliegende Silber-Edition so richtig Spaß. In »Kampf gegen die Blues« geht es um den Kampf des Vereinten Imperiums aus Terranern, Arkoniden und Akonen gegen die »Huldvollen«, die Herrscher der Eastside der Milchstraße. Mithilfe ihrer Raumschiffe, die mit dem mysteriösen Molkex gepanzert sind, erweisen sich die Blues als unglaublich starke Gegner; ihre Schiffe sind praktisch nicht zu zerstören, und als im Leerraum der Kampf zwischen den Imperien entbrennt, müssen die Menschen und ihre Verbündeten zurückweichen.

Geheimdiensteinsätze und Raumschlachten – in »Kampf gegen die Blues« wird beides geboten. Dazu kommen die Wissenschaftler und ihre hektischen Forschungen; das alles setzt Josef Tratnik mit seiner Stimme wieder hervorragend in Szene. Wie schon ausgesagt: Selbst gehört habe ich das noch nicht; ich bin aber sicher, dass das Niveau ebenso hoch wie bei den vorherigen 19 Hörbüchern sein wird. Mein Tipp für alle, die PERRY RHODAN zwar schon kennen, ihn aber wieder einmal erleben wollen!

Übrigens ist die Silber-Edition 20 auch inhaltlich etwas besonderes: Mit ihr wird der Blues-Zyklus abgeschlossen; die Epoche der PERRY RHODAN-Romane, die nur in der Milchstraße spielen, ist damit zu Ende. Bereits die folgende Silber-Edition wird unsere Helden hinaus führen ins Universum, zuerst nach Andromeda und später zu weiter entfernten Sterneninseln.

01 Juni 2009

Böhmert-Übersetzungen

Wenn Frank Böhmert schon keine PERRY RHODAN-Romane mehr schreiben mag, muss ich mir eben seine Übersetzungen zu Gemüte führen. Das tu' ich am verlängerten Pfingst-Wochenende dann sehr gern.

Gestern ausgelesen: Robert B. Parkers »Der gute Terrorist«, superspannender Krimi, zu dem die Besprechung noch folgt. Heute angefangen: ein Kinder-Jugendbuch, das die Maya-Prophezeiungen als ein Thema hat.

29 Mai 2009

Dinge, die sich wiederholen


Manche Erfolgsrezepte sind so gut, die kann man getrost übernehmen. Das scheinen die Kollegen beim Loewe-Verlag geglaubt zu haben, als sie ihre Werbepostkarte für das Jugendbuch »Skulduggery Pleasant« entwarfen.

Die Postkarte ist wie ein 3-D-Bild gestaltet, wie eines der Bilder, die man auch als »Wackelbilder« bezeichnet. Sieht schick aus, gefällt mir gut – und erinnert zumindest mich sofort an einen PERRY RHODAN-Silberband.

Der Cantaro-Zyklus startet

Am 31. Juli 2009 erscheint der Doppelband 1400/1401

Mit einem echten Knaller startete im Jahr 1988 der Cantaro-Zyklus: Nach einem ungewollten Zeitsprung über 695 Jahre überspringen Perry Rhodan und seine Begleiter einen Teil der galaktischen Geschichte. Als sie in ihrer eigenen »Jetzt-Zeit« ankommen, hat sich ihre bisher so bekannte Welt unwiderruflich verändert.

Beide Romane erscheinen demnächst in der fünften Auflage neu; der Doppelband 1400/01 kommt am 31. Juli 2009 in den Handel. Verfasst wurde der Roman »Götter der Nacht« von Kurt Mahr, der damals zusammen mit Ernst Vlcek für die Exposés verantwortlich war; die Fortsetzung mit »Herr der Trümmer« schrieb der damalige Jung-Autor Arndt Ellmer.

Der Cantaro-Zyklus brachte große Veränderungen im PERRY RHODAN-Kosmos; die wichtigsten seien hier genannt: Die Galaxis Hangay materialisiert in unserem Universum – und der Kosmos gerät komplett aus den Fugen. Die Folgen davon rühren bis in die aktuelle Handlungszeit der PERRY RHODAN-Serie.

Eine weitere wichtige Entwicklung, die im Cantaro-Zyklus geschildert wird: Die Bevölkerung der Milchstraße leidet unter einer brutalen Terror-Herrschaft – und sie wird durch einen kosmischen Wall vom Rest des Universums abgeriegelt. Mit den wenigen freien Menschen muss Perry Rhodan für Freiheit und Unabhängigkeit kämpfen ...

Der Cantaro-Zyklus steht für Härte, Action und Spannung. Nicht zu Unrecht gilt er bei vielen Fans als der spannendste Zyklus der 80er Jahre – eine PERRY RHODAN-Epoche, die viel Action lieferte und dennoch den kosmischen Bogen weiterspannte.

28 Mai 2009

PERRY RHODAN-Action wird eingestellt

Der Wega-Zyklus ist der Abschluss der Serie

Im April 2008 wurde die Serie PERRY RHODAN-Action gestartet, als ein »Beiboot« zur erfolgreichen PERRY RHODAN-Serie. Was anfangs nur auf zwölf Hefte angelegt worden war, entwickelte sich zu einer länger laufenden Serie. Mit dem Abschluss der dritten Staffel – des Wega-Zyklus – kommt jetzt das Ende von PERRY RHODAN-Action. Als letzter Roman erscheint am 7. August 2009 der Band 36 unter dem Titel »Sonnendämmerung«.

PERRY RHODAN-Chefredakteur Klaus N. Frick kommentiert die Einstellung: »Wir konnten mit PERRY RHODAN-Action nicht die hohen Erwartungen erfüllen.« Die erste Staffel, der Demetria-Zyklus, erscheint bereits als Taschenbuch bei Moewig; hinzu kommen Auswertungen der Serie als E-Book oder Hörbuch. »Leider hat sich aber die Auflage am Kiosk nicht so entwickelt, wie wir es gern gesehen hätten«, so Frick.

Christian Montillon, der für PERRY RHODAN-Action die Exposés geschrieben hat und selbst einige Romane beisteuerte, sieht viel Positives: »Wir haben neue Autorenkollegen kennengelernt, und von einigen werden wir in Zukunft sicher noch viel hören.«

Meine Begegnung mit einem alten Krimi-Bekannten

Ein Logbuch der Redaktion

Unter Pseudonymen wie Neal Chadwick begann Alfred Bekker vor gut zwanzig Jahren seine Karriere als Schriftsteller; längst ist er unter seinem bürgerlichen Namen zu einem der beliebtesten Autoren im Science-Fiction- und Fantasy-Umfeld geworden. Deshalb finde ich es sehr sympathisch und auch interessant zugleich, dass er mit dem Roman »Doppeltes Spiel« sein Pseudonym Neal Chadwick wieder erweckt hat – und zugleich zur Krimi-Serie KOMMISSAR X zurückkehrt.

Damit schließt sich für mich ein Kreis: Vor etwa zwanzig Jahren habe ich KOMMISSAR X als Außenlektor des Verlages betreut. Nicht jeder Roman wurde von mir redigiert, aber alle zwei bis drei Woche war ich »an der Reihe«. Unter den Autoren befand sich damals bereits Neal Chadwick, und ihn kannte ich zudem aus gemeinsamer Fan-Vergangenheit, unter anderem im PERRY RHODAN-Briefclub Bullys Schreibtisch. In diesem Club sind wir übrigens beide nach wie vor Mitglied, und ich finde es höchst spannend, wie Alfred Bekker seine schriftstellerische Laufbahn durch die unterschiedlichsten Genres vorangetrieben hat.

Jetzt also wieder KOMMISSAR X. Das Label Nocturna Audio, das bereits zwei KX-Romane vertont hat, die Wolfpeter Ritter alias Patrick Wynes alias Peter Terrid – so kennen ihn die PERRY RHODAN-Leser – verfasste, startete mit einer Reihe, die den schlichten Namen »Hörheft« trägt. Der Untertitel macht klar, um was es geht: »Der Heftroman zum Hören!« verspricht die Umsetzung klassischer Heftroman-Themen in Hörbücher.

Mit KOMMISSAR X hat sich das Team von Nocturna Audio auf jeden Fall ein klassisches Krimi-Thema ausgesucht: Bis Anfang der 90er Jahre erschienen weit über 1700 KX-Heftromane, dazu kamen Leihbücher und Taschenbücher. Es gab sogar einige Fernsehfilme, die eher bescheiden aufgemacht waren; aus diesen aber holte Nocturna Audio die Illustrationen für die Hörbücher – und das »Gehäuse« mit den zwei CDs sieht dann richtig gut aus.

Als Sprecher konnte man Robert Missler verpflichten, der in letzter Zeit durch eine Reihe guten Produktionen aufgefallen ist. Er spricht die Handlung des Romans trocken und ruhig, betont die Figuren eindeutig und vielseitig, verzichtet aber auf zusätzlichen »Firlefanz«. Das passt zur Handlung, die rasch vorangetrieben wird, auf viele Beschreibungen verzichtet und sich stattdessen auf die Ermittlungsarbeit seines Helden und die Aktivitäten seiner Gegenspieler setzt.

Die wiederum schildert einen Fall, der anfangs ganz harmlos anfängt. Der in New York agierende Detektiv Jo Walker, allgemein als »Kommissar X« bekannt, erhält den Auftrag, nach einem verschwundenen Mann zu suchen. Dieser heißt Leslie Craven, ist normalerweise in einer literarischen Agentur beschäftigt und gilt als Musterbeispiel für Korrektheit. Recht schnell bekommt Jo Walker heraus, dass Craven nicht einfach nur verschwunden ist, sondern dass sich andere Menschen für ihn interessieren. Auf einmal mischt sich sogar das FBI ein, und als ein Cadillac auftaucht, dessen Passagiere den Detektiv dazu nötigen, bei ihnen einzusteigen, wird die Sache langsam prekär ...

Das ganze klingt nicht schreiend originell, will es auch gar nicht sein; dafür ist die Handlung unterhaltsam und zieht einen mit sich. Schnelle Ermittlungsarbeit in New York, rasche Schauplatzwechsel und flotte Dialoge beherrschen das Geschehen. Wer diese Art von Krimi mag, wird bei »Doppeltes Spiel« sicher sehr gut unterhalten.

Mit diesem Hörheft hat Nocturna Audio auf jeden Fall einen modernen Krimi-Klassiker aus der Versenkung geholt. Dass ich mit KX mehr als nur eine Handvoll guter Erinnerungen verbinde, liegt auf der Hand. Deshalb freut's mich gleich doppelt, das Hörbuch zu hören. Zu beziehen ist es übrigens im guten Tonträgerhandel und natürlich bei Versendern wie amazon.de – wie bei Audio-Stücken normal, gibt es hier keinen festgelegten Ladenpreis.

27 Mai 2009

Expo-Trip

Auf Dienstreise gehe ich am Mittwoch, 27. Mai, und zwar in Sachen Exposés: Wir wollen über die weiteren Fortschritte der Handlung nach Band 2500 sprechen.

Mittlerweile liegen ja die ersten Texte des Stardust-Zyklus vor. Wichtig ist jetzt, mehr Einzelheiten zum Stardust-System als solchem zu diskutieren.

26 Mai 2009

Zauberhirne und Freiheitskämpfer

Ein Logbuch der Redaktion

In den späten neunziger Jahren eröffnete sich der PERRY RHODAN-Redaktion eine Chance, mit der wir nie zuvor gerechnet hatten: Wir erhielten die Chance, eine sogenannte ATLAN-Miniserie zu starten. Robert Feldhoff und ich trafen uns in einer Pizzeria in Hamburg, skizzierten die grobe Handlung, und er schrieb zwölf Exposés für zwölf Heftromane. Der Rest ist Geschichte ...

Der Traversan-Zyklus war für einige Entwicklungen bei PERRY RHODAN von großer Bedeutung. Erstmals arbeiteten Robert Feldhoff und Rainer Castor bei Exposés so eng zusammen, wie sie es in den Folgejahren noch besser und enger machen sollten, und erstmals konnten wir in größerem Umfang versuchen, mit neuen Autoren und neuen Zeichnern zu arbeiten. Das beste Beispiel: Frank Borsch, der bei ATLAN seinen ersten Heftroman überhaupt schrieb, entwickelte sich in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Stützen bei PERRY RHODAN.

Seit einiger Zeit hat Eins-A-Medien, einer unserer Partner im Audio-Bereich, sich an die Aufgabe gemacht, die Heftromane des Traversan-Zyklus zu packenden Hörspielen zu verarbeiten. Am Wochenende nahm ich mir die Zeit, die aktuellen Hörspiele anzuhören – und fand sie so mitreißend, dass ich das hier unbedingt mal erzählen muss.

Dazu ist zu sagen, dass ich »grob« zwar noch weiß, was im Traversan-Zyklus passiert, mich aber an die Details so gut wie gar nicht erinnern kann. Anders gesagt: Ich ging an die Hörspiele so heran, wie es wohl jeder »normale« Leser und Hörer machen wird, mit einigen Grundkenntnissen vielleicht, aber nicht mit dem kompletten Roman im Kopf.

Das Hörspiel »Der Preis der Freiheit« entstand nach dem gleichnamigen Roman von Frank Borsch. Es schildert einen Geheimeinsatz von Atlan auf dem Gerichtsplaneten Celkar – allerdings in der Vergangenheit des Arkon-Imperiums, rund 5000 Jahre vor Beginn der irdischen Zeitrechnung. Eigentlich will Atlan nur seine traversanischen Freunde Tamarena und Irakhem befreien, doch innerhalb kürzester Zeit muss er sich mit Rebellen herumschlagen, die einen ihrer Anführer rächen wollen, und er trifft auf eine Bürgerrechtlerin, die einen großen Disput anstoßen möchte.

Die dynamische Handlung erzählt, wie Atlan nach Celkar kommt, wie er sich in der dortigen Gesellschaft durchschlägt – und wie korrupt und intrigant das Gerichtswesen auf diesem Planeten funktioniert. Frank Borschs Roman, der nicht ohne aktuelle Gesellschaftskritik auskommt, wurde vom Eins-A-Medien-Team in ein spannendes Hörspiel verwandelt, das mir sehr gut gefallen hat.

Ähnliches gilt für das folgende Hörspiel, das auf dem Roman »Das Zauberhirn-Projekt« von Rainer Hanczuk basiert. Die Handlung spielt im Arkon-System, genauer gesagt auf dem Technologieplaneten Arkon III, wo sich Atlan mit Positronikspezialisten und deren Intrigen herumzuschlagen hat. Dabei will er doch nichts anderes, als ein spezielles Bauteil konstruieren zu lassen, mit dessen Hilfe er seine Rückreise in die Gegenwart antreten kann ...

Auch hier lassen die Effekte im Hörspiel keine Wünsche übrig. Manchmal ist es nicht ganz einfach, der Handlung zu folgen – aber man kann ja zurück klicken und die Szene noch einmal hören. Das Hörspiel ist spannend und unterhaltsam, und es enthält für PERRY RHODAN-Leser den einen oder anderen Verweis auf die Serienvergangenheit. Auch dabei habe ich mich sehr gut unterhalten, und ich bin sicher, dass die beiden Hörspiele nicht die letzten ATLAN-Audio-Versionen waren, die ich in meinem CD-Player hatte ...

Beide Hörspiele gibt es bei diversen Versendern wie amazon.de, selbstverständlich ebenso im regulären Tonträger- und Buchhandel. Der übliche Verkaufspreis liegt bei 9,90 Euro. Wer mag, kann sich übrigens die Hörspiele als MP3-Versionen herunterladen; idealerweise im PERRY RHODAN-Shop oder auch direkt bei Eins-A-Medien – dort kostet das einzelne Hörspiel jeweils 6,90 Euro.

25 Mai 2009

Fliegende Rochettes

Das Manuskript fürs Hörspiel 32 - »Die fliegenden Rochettes« werden bei Lübbe-Audio erscheinen - hat Siegfried Antonio Effenberger termingerecht an mich geliefert. Heute habe ich es gelesen.

Inhaltlich habe ich nichts anzumerken: Das Manuskript setzt den Doppelband von Leo Lukas in eine spannnde Geschichte um. Wenn das Hörspiel dann auch so gut wird, freue ich mich schon.

24 Mai 2009

Kapitelweise Tefroder

Heute habe ich mal wieder einige »Tefroder«-Kapitel vor mir. Bisher ist das, was Christian Montillon zum Themenkomplex »Gorragan« geliefert hat, höchst unterhaltsam.

Was er auf anderen Handlungsebene schreibt, ist auch unterhaltsam, gleichzeitig aber ziemlich fies. Da bin ich sehr gespannt darauf, wie das ankommen wird ...

23 Mai 2009

Lob zum Interview

In seinem Blog, der den coolen Titel »Das ist mein Blog« trägt, geht Ralf Boldt auf das Interview ein, das die Internet-Zeitschrift »Telepolis« mit mir geführt hat. Freut mich - denn jegliche Verbreitung ist erwünscht ...

Schönes Lob dann noch: »Ansonsten geht Klaus N. Frick gut auf die Fragen ein und läßt sich nicht aufs Glatteis führen.« Dazu muss ich allerdings sagen, dass die Fragen auch so gestellt waren, dass keine Glatteis-Gefahr bestand.