18 November 2015

Mein PR-Kommentar

Wegen Rainer Castors plötzlichem Tod wurde der PERRY RHODAN-Roman »Im Land der Technophagen« (verfasst von Michelle Stern, veröffentlicht als Band 2829) zu dem Werk, in dem es eigentlich zwei Nachrufe auf den Autor von mir gab. Das eine war der offizielle Nachruf, der so wortwörtlich auch auf unserer Internet-Seite erschienen war.

Das andere war eine Ausgabe des PERRY RHODAN-Kommentars. Diese wöchentliche »Kolumne« als redaktionelle Beigabe zum PERRY RHODAN-Roman hatte Rainer Castor über viele Jahre hinweg geprägt. Unter dem Titel »In eigener Sache« schrieb ich eine Ausgabe des PERRY RHODAN-Kommentars.

Es wird mein letzter PERRY RHODAN-Kommentar gewesen sein; es fiel mir nicht leicht, diese Seite zu verfassen. Nach wie vor bin ich auch der Ansicht, dass es gut und richtig ist, nach Rainers Tod keine weitere Fortsetzung zu bringen: Kein Nachfolger könnte in seine Fußstapfen treten. Ich habe es selbst bei diesem einen Versuch bemerkt ...

Kommentare:

MartinTriker hat gesagt…

Ich halte es nicht für gut, den Kommentar oder Computer oder wie immer man diese Rubrik nennen mag, einzustellen. Es gab schon vor Rainer Castor andere Autoren dafür. Er hat diesen Job gut ausgefüllt, keine Frage. Aber das hat auch Kurt Mahr gemacht.

J. hat gesagt…

Ich finde es ebenfalls verkehrt diese Rubrik einzustellen. Natürlich wird es niemanden geben der Die Lücke wie Rainer besetzen kann, allerdings ist dies auch gar nicht nötig. Die Seite kann ja auch wieder in eine andere Richtung schwenken. Ich könnte mir z.B. gut Hartmut Kasper vorstellen, der oft eine ganz differenzierte Sichtweise auf Dinge anbieten kann, die andere für profan halten. Wenn die Seite eingespart, bzw. eine Werbeseite ersetzt, wird, dann verliert die Serie eine Institution, die die Leser über Jahrzehnte begleitete.

Ekkehardt Brux hat gesagt…

Rainer Castor hat ein gewisses Niveau vorgeführt, das kann keiner nachahmen. Aber wie KNF an anderer Stelle selbst ausführt, hat jeder seiner Vorgänger seinen eigenen Stil eingebracht. Es sollte möglich sein, einen Autor zu finden, der der Seite selbstbewußt seinen eigenen Stil aufdrückt. Eine Einstellung der Rubrik fände ich schade. Am nächstliegenden sind tatsächlich die Expokraten.
Ekkehardt Brux

Renate hat gesagt…

Vielleicht kann so kurzfristig kein weiterer Autor gefunden werden. Meiner Meinung ist jedoch der PR-Kommentar zu wichtig, um auf ihn dauerhaft zu verzichten: er war stets ein guter Einstieg bzw. Rückblick über die letzte Entwicklung und den früheren Geschehnissen. Ein Wegfall dieser Institution, die ich häufig wie die LKS vor dem Romantext gelesen hatte, würde die Schwelle für Neuleser erschweren und so die Serie sehr schaden. Ich hoffe auf die Bereitschaft zu versuchen, sie fortleben zu lassen. Egal unter welchen Schlagwort und evtl. sogar im erweiterten Format.