27 März 2017

Nach dem diesjährigen Buchmesse-Stress

Die diesjährige Buchmesse in Leipzig ist Geschichte – und das heißt, dass wir am Tag danach versuchen, alle Notizen von der Messe entsprechend aufzubereiten. Gespräche müssen zusammengefasst, Termine notiert, weitere Ziele festgelegt werden. Telefonate werden vereinbart, Mails erinnern an Absprachen.

Was zwischen all den Nachbereitungen bleibt, ist die Erinnerung an eine sehr gelungene Messe, die sehr positiv verlief: viele schöne Gespräche mit Lesern, Interessenten, Autoren, Verlagspartnern und Illustratoren. Ob und wie eine Messe wirklich erfolgreich war, kann man üblicherweise erst nach Monaten wirklich klar feststellen – am Tag danach bleibt ein gutes Gefühl.

Und das Gefühl großer Müdigkeit. Ich könnte im Stehen einschlafen, der Kollegin im Nachbarbüro geht es ebenso. Aber das ist Jammern auf höchstem Niveau; wir haben schließlich eine tolle Veranstaltung und ein gelungenes Wochenende hinter uns. Da ist man ja fast schon traurig, dass die Messe nicht noch zwei Tage länger gegangen ist ...

(Ganz unter uns: nur fast!)


Kommentare:

Rainer Gunkel hat gesagt…

Bei aller Euphorie: es wäre schön ("Kundenbindung"), wenn der Kauf von PR-Literatur nicht nur am letzten Messe-Tag möglich wäre... bei anderen Verlagen klappts ja auch ganz offiziell. Leere Regale? = kein überzeugendes Argument. Vielleicht beim nächsten Mal?! Ein Altleser

Enpunkt hat gesagt…

Danke für die kritische Aussage. Wir werden das in unseren Planungen künftig berücksichtigen. Einzuwenden ist halt schon, dass wir kein Buchverlag sind – und es dann durchaus knifflig ist, wenn wir Bücher zuerst einkaufen, sie dann irgendwie zwischenlagern und sie dann weiterverkaufen.

»Andere Verlage« machen's teilweise ... ähm ... eben völlig illegal. Und viele Kollegen arbeiten mit der Messebuchhandlung zusammen; das müssen wir uns beim nächsten Mal auch klar überlegen.

Rainer Gunkel hat gesagt…

Lieber Enpunkt,
es ist nicht ganz einfach, als kleiner PR-Fan diese Logik zu durchblicken:
"...wenn wir Bücher zuerst einkaufen, sie dann irgendwie zwischenlagern und sie dann weiterverkaufen." Also habt ihr als "Nicht-Buchverlag" die Silberbände eingekauft, zwischengelagert etc.???? Hmmmm.

Und beim Stand "nebenan" steht groß "Kasse" dran, und die arbeiten "völlig illegal"...?? Hmmm.

Am Sonntag hätte ich aber die zwei Silberbände kaufen können, und dann wäre es "legal" gewesen, obwohl ihr "kein Buchverlag" seid??? Hmmmm

Da kapiere ich doch eher, was eine Mächtigkeitsballung ist.

Ad astra!

Enpunkt hat gesagt…

Hm. Ich will jetzt nicht ewig lang diskutieren. Aber: Der Verkauf war sonntags ab 15 Uhr erlaubt, vorher nicht – nur über die Messebuchhandlung. Wenn es der Verlag nebenan anders gehandhabt hat, handelte er auf eigenes Risiko. Das ist sicher leichter machbar, wenn man selbst der Verleger ist.

Ganz ehrlich: Auch als kleiner Redakteur verstehe ich manche Logik in manchen Verlagen nicht. Wir sind kein Buchverlag. Wir müssen Bücher einkaufen, um sie weiterverkaufen zu können. Dann muss ich ein buchhalterisches System einziehen, damit alles offiziell ist. Das ist so, dafür können wir nichts.

Torsten Low ist der Inhaber seines Verlages, und wenn er Bücher auf eigene Rechnung verkauft, ist das anders machbar als bei uns.

Aber wir überlegen uns schon, wie wir das 2018 besser machen können.