31 August 2026

Doppeltes Spiel

Das Titelbild des PERRY RHODAN-Romans, den wir in der vergangenen Woche veröffentlicht haben, finde ich richtig stark: Es zeigt Dr. Liam Barstow, die Ingenieurin, die unter anderem das Raumschiff PHOENIX konstruiert hat; sie steht inmitten eines Haufens zerstörter Trassenmacher – und sie wirkt auf mich richtig entschlossen.

Das Titelbild stammt von Dominic Beyeler, während den Roman Michelle Stern verfasste. »Doppeltes Spiel«, so der Titel des Romans, ist der erste Teil eines Doppelbands, in dem die Besatzung des PHOENIX eine wichtige Rolle spielt.

In erster Linie aber geht es um die zahlreichen Konflikte in der und um die Galaxis Malora, wo sich die Portuu sowie die Raumschiffe der Leun gegenüberstehen und wo die Trassenmacher nach wie vor eine mysteriöse Gefahr aus der Vergangenheit bilden. Der Roman bildet einen weiteren entscheidenden Schritt hin zum Höhepunkt der laufenden Handlungsebene um den PHOENIX …

28 August 2026

Der Gefangene von Malora

Wenn sich eine Autorin darauf versteht, die Figur des Reginald Bull zu beschreiben, so ist es Susan Schwartz. Seit sie vor mehr als dreißig Jahren mit ihrem ersten PERRY RHODAN-Roman den rothaarigen Terraner als Hauptfigur durch das Geschehen führte, hatte sie immer große Freude mit ihm. Das zeigt sich auch bei dem Roman »Der Gefangene von Malora«, der in meinem Urlaub in den Handel kam.

Die Autorin erzählt darin ein spezielles Abenteuer des Terraners, der bekanntlich mit Perry Rhodan zum Mond flog und dort auf die Arkoniden stieß. Diesmal kommt Bull aber mit einem großen Raumschiff und stößt auf einen Körper, der im All unterwegs ist und sehr klein wirkt.

Was bei der unheimlichen Begegnung geschieht und wie sie am Ende ausgeht, fand ich sehr unterhaltsam geschildert. Damit treibt die Autorin das Geschehen in der fernen Galaxis Malora weiter auf ihren Höhepunkt zu …

27 August 2026

Evolution und Chaos

Morgen erscheint er offiziell, seit heute kann man den Roman im E-Book-Shop sowie an vielen Verkaufsstellen erhalten: Band 390 von PERRY RHODAN NEO, der Start in die neue Staffel. Kai Hirdt schrieb »Evolution und Chaos«, mit dem wir in die »Entropia«-Staffel einsteigen. Zu diesem Band habe ich schon einiges geschrieben, weshalb ich auf den Inhalt nicht groß eingehen möchte – das haben wir an anderen Stellen oft genug getan.

Mir haben in diesem Roman die unterschiedlichen Charaktere gefallen, die der Autor durch die Geschichte scheucht. Wir haben eine Rangerin im Naturpark, die sich mit Echsen auskennt, und wir haben einen ehemaligen Raumfahrer, der an Kontrollwahn leidet und trotzdem versucht, immer das Richtige zu tun (oder gerade deshalb?). Und wir haben eine weitere Figur, die dem Leser und der Leserin sicher sehr unsympathisch sein wird – so ging es mir zumindest bei der Lektüre des Manuskripts.

Mit solchen Figuren gelingt es dem Autor immer wieder, spannende Szenen zu bringen, ohne auf Reginald Bull oder Perry Rhodan zurückgreifen zu müssen. Die spielen natürlich ebenfalls wichtige Rollen, und sie sind selbstverständlich in der Handlung vorhanden – weite Teile der Handlung aber schildert der Autor aus der Sicht von klar dargestellten Hauptfiguren. Damit vermittelt er zudem eine Ansicht der Erde in einer Zukunft, die gut ein halbes Jahrtausend von unserer Zeit entfernt ist und in der Raumschiffe sowie eine beeindruckende Technik aufgeboten werden können.

Mir hat »Evolution und Chaos« also aus unterschiedlichen Gründen gefallen. Dass Kai Hirdt damit auf originelle Weise die neue Handlungsstaffel beginnt, ist quasi das Tüpfelchen auf dem »i« – sehr schön!

11 August 2026

Zwei Wochen außer Haus

Damit sich niemand wundert: Dieser Blog existiert weiterhin, er pausiert nur für einige Zeit. Ich bin nicht im Büro und habe nicht vor, in meiner Abwesenheit zu bloggen. Bitte haben Sie / habt dafür Verständnis.

Auf und in diesem Blog geht es wohl erst am 26., vielleicht sogar erst am 27. August weiter. Das sind rund zwei Wochen …

Chronik des Zusammenbruchs

Der Roman, den wir in dieser Woche veröffentlichen, ist der Abschluss einer Roman-Trilogie innerhalb des derzeit laufenden »PEGASOS«-Zyklus: Ich meine »Chronik des Zusammenbruchs« von Oliver Fröhlich, in dem die aktuelle Situation im Solsystem beleuchtet und die aktuelle Krise der Menschheit geschildert wird.

Der Autor entwirft in einigen Szenen ein schönes Bild vom Alltagsleben in Terrania, der Hauptstadt der Erde. Wie verhält sich eine Autorin, und gibt es in dieser fernen Zukunft überhaupt noch Autorinnen? Aber natürlich ist das nur ein Element des Romans, der insgesamt eine tragische Geschichte erzählt.

Mir haben die Gegensätze sehr gut gefallen: Auf der einen Seite lernen wir sympathische Menschen kennen, auf der anderen Seite erhalten wir das dramatische Bild einer Menschheit, die vor dem Abgrund steht.

10 August 2026

Wenn Sterne bluten

Es ist fast schon zu einer guten Tradition bei PERRY RHODAN NEO geworden, dass der Abschlussband einer Staffel von einem Exposéautor verfasst wird. Bei der noch laufenden »Artefakte«-Staffel ist Rüdiger Schäfer der Schriftsteller, der die Fäden zusammenführt und das Geschehen um die geheimnisvollen Gebilde zu einem spannenden Ende gestaltet. Sein Roman trägt den Titel »Wenn Sterne bluten« und kommt in dieser Woche in den Handel.

Die Handlung spielt auf mehreren Schauplätzen und bringt eine Reihe von Figuren ins Geschehen, die bei unserer Serie immer wieder eine wichtige Rolle einnehmen. Mit Reginald Bull, Gucky, Perry Rhodan und Thora Rhodan di Zoltral präsentiert der Autor die wichtigsten Hauptpersonen dieser Staffel. Das schafft er in dramatischen Szenen und in teilweise trockenen Dialogen.

Mir gefiel der Roman sehr gut, ich mochte diesen Abschluss – aber ich mag generell Romane von Rüdiger Schäfer, der als Autor immer wieder beeindruckende Werke präsentieren kann …

06 August 2026

Abrechnung im Park

Immer wieder gab es Versuche, die PERRY RHODAN-Serie für eine neue Leserschicht in das Format eines Comics zu übertragen. Einer davon wurde im Jahr 2004 unternommen: »Abrechnung im Park« ist eine acht Seiten umfassende Geschichte, die von Bernd Kronsbein getextet wurde und zu der Dirk Schulz die Bilder beisteuerte.

Veröffentlicht wurde er als redaktionelle Beilage im PERRY RHODAN-Extra 1 sowie – mit winzigen Änderungen – als separates kleines Heft, das bei Veranstaltungen kostenlos verteilt wurde. Auch die Ausgabe 78 der Zeitschrift »Comixene« druckte den Comic ab.

»Abrechnung im Park« hatte übrigens nichts mit den geplanten Comic-Veröffentlichungen im Splitter-Verlag zu tun. Dieser wurde erst 2006 gegründet, zwei Jahre also nach diesem Experiment. »Abrechnung im Park« diente als »Teaser« für eine geplante Zusammenarbeit mit einem der großen Comic-Verlage, aus der leider aufgrund personeller Änderungen nichts wurde.

05 August 2026

Kultur im Perryversum

Hören die Menschen in der fernen Zukunft noch Musik – und wenn ja, wie klingt die denn? Lesen sie noch Bücher – und wenn ja, in welcher Form werden diese Romane dargeboten? Und wie sieht es mit Bildender Kunst, mit Theater und Tanz aus?

In früheren Jahrzehnten hat vor allem Hans Kneifel in seinen Romanen solche kulturellen Details eingebracht. Atlan Village entstand in seinen Beschreibungen; der Autor erzählte von Bars und Restaurants, von Künstlern und Komponisten. Mir gefiel das als Leser immer sehr gut, weil das die Welt der Zukunft ein wenig plastischer gestaltete.

Und heute? Mich freut es, wenn wir in einem Roman von Oliver Fröhlich erfahren, dass es immer noch Autorinnen gibt, die an Texten arbeiten. Mich freut, wenn ich in einem Roman von Wim Vandemaan von Kunstwerken an den Wänden eines Hauses lese. Es sind die Details, die einen Roman nicht entscheidend voranbringen, die aber die Figuren und ihre Umwelt charakterisieren.

Und mir ist klar, dass das nicht alle Leserinnen und Leser mögen. Kultur gehört zum Perryversum ebenso dazu wie Raumschiffe, Aliens, Roboter oder monströse Waffen – ich mag es, wenn unser Serienuniversum so abwechslungsreich aussieht. 

04 August 2026

Die Stunde der Deponentin

Als spannend und tragisch zugleich erweist sich das Szenario, das Leo Lukas in seinem Roman entwickelt, der in dieser Woche in den Handel kommt. »Die Stunde der Deponentin« ist alles andere als humorvoll, sondern besticht durch klare Charaktere und eine sich steigernde Bedrohungslage.

Mir hat vor allem imponiert, wie der Autor aus einer eigentlich unwichtig wirkenden Nebenfigur eine zentrale Figur für die Handlung macht. Sie erarbeitet Pläne mit allerlei Hintertürchen, die sie dann auch umsetzt. Was sie damit bezweckt, dürfte ihr selbst zwar klar sein – nicht aber das, was am Ende wirklich entstehen kann.

Der Leo-Lukas-Doppelband sowie der darauffolgende Roman von Oliver Fröhlich bilden in gewisser Weise eine Trilogie in unserer laufenden Handlung. Sie bringen die Geschehnisse im Solsystem zu einem kritischen Punkt – und in mancherlei Hinsicht darüber hinaus … eine konsequente Weiterentwicklung des Geschehens um die Superintelligenz ES.

03 August 2026

Autorenbesuch trotz Hitze

Die Meteorologen hatten für den Raum Karlsruhe und Rastatt erneut hohe Temperaturen von 36 und 37 Grad vorhergesagt. Das hielt Christian Montillon aber nicht davon ab, sein kühles Arbeitszimmer zu verlassen und in die überhitzte PERRY RHODAN-Redaktion nach Rastatt zu kommen.

Der Autor war zu einem Termin verabredet: Unser Film-Team holte ihn vor die Kamera, um ihn zu interviewen. Bereitwillig gab Christian Montillon dann Auskünfte über seine Arbeit und seinen aktuellen Roman. Die Fragen stellte Adnan Turan. Das Video werden wir, nachdem es geschnitten worden ist, wohl im September auf YouTube und anderen Plattformen präsentieren.

Mit dem Autor besprach ich danach seinen aktuellen Roman und andere Themen. Wir gingen in ein nahegelegenes Restaurant, wo man im Freien sitzen und gut essen kann. Ein angenehmer Wind ging, und so konnten wir in aller Ruhe – sieht man vom Lärm der Bundesstraße ab, die direkt am Restaurant vorbeiführt – einige wichtige Themen besprechen. Manches Mal ist es einfach sinnvoll, sich persönlich zu treffen …

31 Juli 2026

Chroniden und Vorbereitungen

In dieser Woche ging es bei uns in der Redaktion und im Marketing mehrfach um den kommenden Zyklus unserer Serie. Bekanntlich heißt der neue Zyklus, der mit Band 3400 beginnen soll, »Chroniden-Zyklus«, und ich werde an dieser Stelle natürlich nicht verraten, um was es dabei geht. Der erste Roman kommt am 16. Oktober in den Handel, und bis dahin ist noch ein bisschen Zeit, wenngleich nicht zu viel …

Das umlaufende Titelbild steht, der Roman selbst ist im Haus, auch der vierfarbige Innenteil ist schon weit vorangeschritten. Wer den Roman schreibt und wie sein Titel ist, gebe ich demnächst offiziell bekannt – der Inhalt bietet die eine oder andere knallige Überraschung für die Leserinnen und Leser, denke ich.

Die Leseprobe, die wir zu diesem Band produzieren wollen, steht schon, was den Text angeht, und kann in Druck gehen. Wir haben einige Slogans für Anzeigen festgelegt; die Entwürfe dafür haben wir diese Woche mit einigen Änderungen auch weiterentwickelt. Das heißt, dass wir wesentliche Elemente für das Marketing vorbereitet haben.

Es sieht gut aus, finde ich. Da die meisten von uns im August irgendwann einige Tage frei haben, ist so eine Vorarbeit immer sinnvoll.

30 Juli 2026

Eröffnung in Saarbrücken

Für den PERRY RHODAN-WeltCon im September 1986 hatte sich die Abteilung Public Relations der Verlagsgruppe Pabel-Moewig einiges einfallen lassen. Man hatte nicht nur alle Autoren eingeladen, sondern mit Karl Dall auch einen echten »Stargast« und mit Sensus eine Band aus den Niederlanden. Dazu kamen eine speziell gebaute Bühne und reichlich Trockeneisnebel …

Als Moderatorin trat die Chefin der Public-Relations-Truppe selbst auf. Linda Ivanus-König hatte sich extra einen silbernen Anzug schneidern lassen, damit sie wie ein Astronaut aussah, und sich allerlei Glitzerzeugs in die Haare gemacht – was man sich eben vorstellte, wenn man im Jahr 1986 an Science Fiction dachte.

Ihr Gegenüber stand ein »Roboter«, ein ferngesteuertes Etwas, das allerlei Geräusche von sich gab und sich so verhielt, wie man sich eben einen Roboter vorstellte. In der Euphorie der Con-Eröffnung spielte das alles keine Rolle: Die Rede saß, die Besucherinnen und Besucher jubelten begeistert, alles klappte hervorragend.

Der WeltCon in der Saarlandhalle in Saarbrücken konnte beginnen; er lief tatsächlich reibungslos und mit praktisch keinem Problem. Sprach man später mit Fans darüber, blieb die Eröffnungsrede allerdings weniger in Erinnerung als andere Auftritte …

29 Juli 2026

Sechs Planetenromane von Robert Feldhoff

Ein Logbuch der Redaktion 

Mit unseren Partnern von Eins A Medien arbeiten wir schon seit mehr als zwanzig Jahren zusammen: Die Kolleginnen und Kollegen aus Köln vertonen jeden Roman, den wir publizieren. Seit Band 2400 heißt das: jede Woche ein Hörbuch. Dazu kommen die Audio-Ausgaben der PERRY RHODAN-Bücher, der Serie PERRY RHODAN NEO sowie der diversen Miniserien.

Ich freue mich immer, wenn ich mit den Kollegen von Eins A Medien spreche. Man spürt in den Gesprächen, mit welchem Herzblut und welchem Engagement sie bei der Sache sind und immer wieder nach neuen Möglichkeiten suchen, spannende Hörbücher zu veröffentlichen.

Dabei bewegt sich das Label nicht nur in PERRY RHODAN-Bahnen, sondern längst darüber hinaus. Mit dem »Warhammer«-Universum hat Eins A Medien beispielsweise einen eigenständigen Hörbuch-Kosmos für sich erschlossen. Das finde ich faszinierend, auch wenn ich selbst mich damit gar nicht auskenne.

Aber zurück zu PERRY RHODAN. Vor allem am Anfang war Josef Tratnik der zentrale Sprecher. Er las die Silber Edition in den ersten Jahren als einziger Sprecher ein. Seine Stimme begleitete die Hörerinnen und Hörer durch die Mondlandung, die Begegnung mit Arkoniden, Akonen und Blues, den Vorstoß nach Andromeda und in andere Galaxien, die Krise durch den Schwarm und das Konzil der Sieben. Für die neueren Hörbücher zeichneten jüngere Kollegen verantwortlich.

Seit einiger Zeit pausierte Josef Tratnik eigentlich und genoss seinen Ruhestand. Doch er wollte wieder etwas mit PERRY RHODAN vorlesen – und weil sowohl wir in der Redaktion als auch die Kollegen bei Eins A Medien das gut fanden, überlegten wir, welches Thema ihm wohl angemessen sein könnte.

Wir kamen auf einen »modernen Klassiker«, wie man das so schön nennt, und entwickelten die »Robert-Feldhoff-Edition«: sechs Romane des viel zu früh verstorbenen Schriftstellers, die Josef Tratnik einlesen und die Eins A Medien nacheinander veröffentlichen würde. Ich finde, dass das eine sehr gute Kombination ist.

Robert Feldhoff war sicher der PERRY RHODAN-Autor, der die Serie in den 90er-Jahren und in der ersten Hälfte der Nuller-Jahre am Stärksten prägte. Dank seiner Ideen wurde das »Perryversum« um neue Figuren und kosmische Konzepte erweitert, kamen neue Serien in den Handel – ATLAN konnte wiederbelebt werden, es gab Taschenbuch-Zyklen – und wurde unsere Marke in den »neuen Medien« stärker präsent.

Von ihm stammen zentrale Figuren und Konzepte der neueren Zeit: Voltago, der mysteriöse Roboter, die Kosmischen Fabriken und die Diener der Materie, die Brücke in die Unendlichkeit und die Koalition von Thoregon, die uralte Superintelligenz ARCHETIM und viele andere Themen mehr. Bis heute werden seine Ideen in unseren aktuellen Romanen verwendet, sie sind zu Grundlagen unserer Serie geworden.

Dabei geht gelegentlich unter, dass Robert Feldhoff zahlreiche spannende Romane schrieb, die den Serienkosmos eigenständig erweiterten und die man ohne Vorkenntnisse verstehen kann. Sie wurden im Rahmen der Planetenromane veröffentlicht und bieten stets abenteuerliche Science Fiction. Wer PERRY RHODAN noch nicht kennt, wird mit diesen Abenteuern gut in das Universum eingeführt – bekannte Figuren wie Perry Rhodan selbst treten kaum auf, meist konzentriert sich der Autor auf Figuren, die eher »am Rand« stehen, und zeigt ihre Schicksale.

Mit Romanen wie »Scitt, der Zwerg« und »Die Toleranz-Revolution« erzählte er Episoden, die frühere Zyklen ergänzen; mit »Die Ferrol-Dolche« und »Raumpiloten« lieferte er actionreiche Geschichten, die auf Planeten spielten, die jeder PERRY RHODAN-Leser kennt. Mir persönlich gefiel immer »Die Show der Sterne« ganz besonders, weil der Autor seine Hauptfigur dabei in einen Kosmos der Wunder stolpern lässt.

Die stärkte Geschichte in der Edition aus sechs Planetenroman-Hörbüchern ist sicher »Terra in Trance«; der Roman spielt gewissermaßen am Ende des »Cantaro«-Zyklus und ergänzt diesen hervorragend. (Er verrät allerdings den Schluss des Zyklus; so viel sei an dieser Stelle angemerkt.)

Auf die »Robert-Feldhoff-Edition« freue ich mich schon sehr. Ich möchte die sechs Hörbücher allesamt selbst hören – mit Josef Tratniks Stimme und Robert Feldhoffs Geschichten reise ich damit wieder ins Perryversum …

(Dieses Logbuch stand im Juli auch schon auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Redaktion. Hier wird es aus dokumentarischen Gründen wiederholt.) 

28 Juli 2026

Der letzte Mentalstabile

Wenn wir auf unseren Titelbildern ausdrucksstarke Porträts wichtiger Figuren haben, finde ich das genauso gut und ebenso ansprechend wie die Bilder faszinierender Raumschiffe oder den Blick in ein fiktives Weltall. Beim PERRY RHODAN-Roman, der diese Woche in den Handel kommt, sehen wir unter anderem Flint Cole, eine Figur, die schon seit längerem durch unsere Serie »geistert«. Das Porträt, das ihn zusammen mit einer Ferronin zeigt, stammt von Dominic Beyeler.

Den Roman dazu verfasste Leo Lukas, er trägt den Titel »Der letzte Mentalstabile«. Richtig gelesen!, es heißt nicht »Mentalstabilisierte«. Der Autor hat sich bei diesem Titel etwas gedacht, und er passt wunderbar zum Inhalt. Denn die Person, um die es geht, ist anscheinend die Einzige, die in der aktuellen Situation im Heimatsystem der Menschheit stabil bleibt.

Dem Autor gelingt ein packender Blick ins Innere einer Gesellschaft, der offensichtlich die Balance abhanden gekommen ist. Die Menschheit steht vor einer großen Bewährungsprobe, und wie es aussieht, weiß noch niemand, wie man sich ihr wirklich stellen kann …

27 Juli 2026

Der dunkle Imperator

Für den Roman, den wir in dieser Woche veröffentlichen, hat Dirk Schulz ein ausgesprochen düsteres Titelbild gestaltet. Der grimmig auf einen Roboter schauende Arkonide, den das Cover zeigt, passt wunderbar zum Titel: »Der dunkle Imperator« wurde von Lucy Guth geschrieben. Im Inhalt gibt es ebenfalls eine Reihe von düsteren Szenen.

Ich fand stark, wie die Autorin beispielsweise Thora beschreibt. Die Arkonidin muss sich einer Frau stellen, die sie sich vorher nicht einmal vorzustellen wagte. Und sie muss erneut nach Arkon, um sich in die Konflikte der Khasurn einzumischen. Nur so, glaubt sie, ist eine Katastrophe aufzuhalten, die sonst die Republik Arkon bedroht.

Bei diesem Roman handelt es sich um den vorletzten Teil der laufenden »Artefakte«-Staffel. In mancherlei Hinsicht legt die Autorin darin die Grundlagen für die kommende »Entropia«-Staffel, und das erzählt sie mit starken Bildern und eindrucksvollen Szenen.

24 Juli 2026

Romane, Anzeigen, Texte

In diesen Tagen beschäftigen wir uns intern immer wieder mit PERRY RHODAN NEO. Im August beginnt bei dieser Serie die nächste Handlungsstaffel, über deren Inhalt wir bisher noch nicht so viel verraten haben. Ich möchte das an dieser Stelle natürlich auch nicht tun.

Während derzeit die abschließenden Bände der »Artefakte«-Staffel veröffentlicht werden, arbeiten die Autorinnen und Autoren intensiv an der Staffel, die aus den Bänden 390 bis 399 besteht. In der Redaktion planen wir parallel das Marketing: Anzeigen werden erstellt, Videos vorbereitet, Texte geschrieben. Eine Leseprobe steht bereits, die Landingpage auf unserer Internet-Seite wird optimiert.

Bei unserer Werbung versuchen wir immer, unterschiedliche Gruppen mit Motiven und Texten anzusprechen, die sie interessieren: Es nutzt bei potenziellen Neulesern nicht viel, auf bekannte Begriffe aus der Vergangenheit der PERRY RHODAN-Serie zu setzen.

Bei Lesern, die unser Universum gut kennen oder früher unsere Serie gelesen haben, ist das naturgemäß anders. Sie kann man mit bestimmten Namen oder Bezeichnungen aufmerksam machen. Schauen wir mal, was wie »funktioniert«.

23 Juli 2026

Grundsatzdiskussionen im Vorfeld des WeltCons

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich« 

Zur letzten großen Besprechung vor dem großen PERRY RHODAN-WeltCon fanden sich Katrin Weil und ich im Konferenzraum der Geschäftsführung ein. Wir hatten an diesem 31. August 2011 eigentlich keine Zeit für ausführliche Gespräche, weil wir an vielen Themen gleichzeitig arbeiteten – aber die vielen Diskussionen brauchten ihre Zeit, und so dauerte die Konferenz sage und schreibe drei Stunden.

Vor allem der anstehende WeltCon wurde zum Thema für viele Diskussionen. Wir wussten kurz vor der Veranstaltung noch nicht, wie viele Besucher wir in Mannheim haben würden. Ich wurde gefragt, wieso wir es nicht geschafft hätten, externe Sponsoren anzusprechen; diese seien doch in der Lage gewesen, etwaige Defizite der Veranstaltung aufzufangen.

Ich verwies darauf, dass wir das versucht hätten, dass aber auch der Kollege aus dem Verlag, der sich mit dem Thema beschäftigt hatte, nichts erreicht hätte. Und als ich »auf dem letzten Drücker« im Sommer noch ein Konzept für Sponsoren geschrieben hätte, sei das schlicht zu spät gewesen. Der Unmut blieb allerdings.

Für Ärger sorgte auch die Zusammenarbeit mit der Firma, über die wir den Vorverkauf laufen ließen. Ich berichtete von Beschwerden der Besucher, die sich über die übersteigerten Gebühren der Firma einerseits und einen schlechten Service andererseits ärgerten. Ich wiederum hätte gern klare Zahlen gehabt – aber man sagte mir immer wieder, dass ich damit erst nach dem WeltCon rechnen könnte. In diesen Tagen war ich sehr oft sehr dünnhäutig, die Arbeitsbelastung war extrem hoch; bei dieser Besprechung war ich mehrfach kurz davor, richtig laut zu werden.

In Zusammenhang mit dem WeltCon und unserem Serienjubiläum wurde immerhin gelobt, dass unsere Pressearbeit gut gelaufen war. Wir hatten zahlreiche Interview-Anfragen, viele Journalisten riefen bei uns an und wollten mit Autorinnen und Autoren oder gelegentlich auch mit mir sprechen. Das kam alles »on top«, wie ich betonte. All diese Arbeiten mussten »nebenbei« erledigt werden.

Nicht zu vergessen der Dokumentarfilm »Unser Mann im All«, den die Firma Florianfilm verantwortete: Am 31. August 2011 sollte die Premiere erfolgen; zu diesem Zeitpunkt wussten wir allerdings noch nicht, wie sie gelaufen war. Am 1. September würde man in Hamburg die Kurzversion zeigen, die dann bei ARTE im Fernsehen laufen sollte. Inwiefern wir bei dieser Aufführung die Kolleginnen und Kollegen der Konzern-Kommunikation einbinden sollten, war noch nicht ganz klar.

Danach ging es an die Themen, die für unsere wöchentliche Produktion wichtig waren. Im Juli war mit »Das Thanatos-Programm« der aktuelle Jubiläumsband erschienen. Uwe Anton hatte damit den »Neuroversum«-Zyklus eingeleitet, für den er auch die Exposés verfasste. Der Band hatte sich deutlich besser als die vorherigen Romane verkauft, danach war die Auflage aber wieder ein wenig abgesackt, so dass wir wieder auf dem bisherigen Stand waren. Wie sich der Zyklus und seine Verkaufszahlen weiter entwickelte, mussten wir nun abwarten.

Bei den Planetenromanen waren die Auflagenzahlen nicht so begeisternd; die Verkäufe reduzierten sich von Roman zu Roman. Mein Argument war, dass viele der Stammleser diese Geschichten schon kannten; wir sollten deshalb neue Romane veröffentlichen. Das Thema wollten wir aber erst einmal schieben: »Wenn PERRY RHODAN NEO gut läuft, gibt das auch den Planetenromanen einen Schub«, hoffte unser Geschäftsführer.

Für die neue Serie rührten wir auf jeden Fall die Werbetrommel. Plakate für den Bahnhofsbuchhandel wurden gedruckt, in 15 Sekunden langer Kurzfilm für die Fernsehwerbung wurde vorbereitet. Im Zeitraum vom 29. September bis 1. Oktober 2011 wollten wir damit vor allem »eine männliche Zielgruppe« ansprechen. Wir hatten Thekenaufsteller produzieren lassen, die in den Fachgeschäften platziert werden sollten

Ein wichtiges Thema war zudem das PERRY RHODAN-Extra. Die zwölfte Ausgabe hatte sich sehr ordentlich verkauft, wenngleich wir nicht begeistert waren. Wir hofften auf die Ausgabe 13, für die wir eine spezielle Beilage vorgesehen hatten: Wir würden die Perrypedia beilegen – auf einer CD-ROM.

Das Online-Lexikon, das von PERRY RHODAN-Fans zusammengestellt wurde, wuchs seit einiger Zeit mit rasendem Tempo, und ich fand es gut. Aber nicht jeder Leser kannte es, und wir wollten es so allen Leserinnen und Lesern als Nachschlagewerk zur Verfügung stellen. Mit den Fans, die für die Perrypedia verantwortlich waren, hatten wir eine entsprechende Vereinbarung geschlossen.

»Das wird die teuerste Beilage, die wir bisher hatten«, wurde ich kritisiert. Aus diesem Grund sollte sich der Preis für das PERRY RHODAN-Extra auch erhöhen – er wurde auf 3,95 Euro festgelegt. Ich war dennoch optimistisch, dass die Kunden diesen Preis akzeptieren würden; das Heft hatte sich zuletzt bewährt, und ich mochte die Art der Zusammenstellung selbst sehr.

22 Juli 2026

Kein Fußball im Jahr 2026?

Die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer ist 2026 gelaufen; sie hat diesmal in der PERRY RHODAN-Serie allerdings keinen Widerhall gefunden. In früheren Jahren brachten die Autorinnen und Autoren immer mal wieder Anspielungen auf Vereine oder Spieler in den Romanen unter – oft so, dass es nur eingefleischte Fans merken konnten –, zweimal veröffentlichten wir sogar ausgesprochene Fußballromane.

In diesem Jahr hatten wir das nicht auf dem Zettel. Dass Fußball ein Thema im Perryversum ist, haben wir nun oft genug erzählt; das wollten wir nicht erneut erwähnen. Und bei vielen Menschen in unserem Umfeld war die Weltmeisterschaft in Nordamerika nicht sonderlich beliebt – ich habe sie beispielsweise nur am Rande mitbekommen, während ich in früheren Jahren viele Spiele anschaute.

Heißt das, dass das Thema Fußball für unsere Serie erledigt ist? Ich glaube nicht. Sport ist auch in der Zukunft, von der wir erzählen, ein Thema, und wir haben mehrfach ausgesagt, dass Fußball immer noch sehr populär ist. Es spricht also nichts dagegen, das Thema erneut zu bringen – 2026 bot sich dafür einfach keine sinnvolle Gelegenheit. 

21 Juli 2026

Durch die Zeitschleuse

Im Verlauf der Jahrhunderte und Jahrtausende sind die Menschen im PERRY RHODAN-Universum in die unterschiedlichsten Galaxien gereist. Sie trafen auf fremdartige Außerirdische und historische Zusammenhänge, die manchmal Jahrmillionen umspannten. Die Sterneninsel, die in all der Zeit am meisten faszinierte, ist und bleibt Andromeda.

Zumindest an den »Rand« dieser Galaxis – auch wenn eine Galaxis natürlich keinen »Rand« hat – führt der Roman, den wir in dieser Woche veröffentlichen. Kai Hirdt schrieb »Durch die Zeitschleuse«, und der Autor hatte anscheinend eine große Freude daran, die unterschiedlichsten Außerirdischen zu beschreiben.

Es spielen aber nicht nur Ghoublanen und Kollmanen mit. Eine Reihe bekannter Figuren aus der heimatlichen Milchstraße sind mit von der Partie. Unter anderem geht der Arkonide Atlan auf eine Mission, die – so viel kann ich wohl andeuten – ihm einiges abverlangen wird.

Es ist ein Roman, in dem allerlei trickreiche Gegenspieler aufeinandertreffen. Wie das Ganze ausgeht? Die Antwort auf diese Frage wird wohl mehr Zeit in Anspruch nehmen, als man sich derzeit vorstellen kann ... 

20 Juli 2026

Ein ungewöhnlicher Autor, ein schräger Raumkapitän

Ein Logbuch der Redaktion 

Ich weiß, dass es viele Leser unserer Serie gibt, denen es völlig egal ist, welcher Autor oder welche Autorin für welche Inhalte zuständig ist. Diese Menschen lesen die Romane, weil sie Freude daran haben, in »unser« Universum abzutauchen, aber sie wollen nicht mehr darüber wissen. Im Verlauf der Jahre traf ich immer wieder Menschen, die mir erzählten, wie sehr sie PERRY RHODAN schätzten, die aber von keinem der Beteiligten den Namen kannten.

Wer sich intensiver mit unserer Serie beschäftigt, wird schnell merken, welche Autorinnen und Autoren ihm eher gefallen. Sie alle schreiben unterschiedlich, sie alle haben Schwerpunkte, die nicht identisch sind.

Ich mag das, und ich halte das für einen großen Pluspunkt unserer Serie: Bei PERRY RHODAN bekommt man unterschiedlichste Stilrichtungen und eine große Bandbreite an inhaltlichen Schwerpunkten.

Denke ich darüber nach, welche Autoren welchen Einfluss auf die Serie hatten, fallen mie die üblichen Namen ein: K. H. Scheer und Clark Darlton natürlich, Kurt Mahr und William Voltz, später natürlich Ernst Vlcek oder Robert Feldhoff, und häufig wird auch Hans Kneifel genannt.

Ich möchte mit diesem Text auf einen Autor hinweisen, dessen Einfluss man nicht ignorieren kann: Die Rede ist von H. G. Ewers, der schräge Figuren und skurrile Handlungsideen in die Serie einbrachte.

Schon klar: Das kann man nicht pauschal sagen. Zwar zeichnete sich H. G. Ewers stets durch originelle Figuren aus, die außerhalb der Norm waren, aber er konnte auch »anders«. Wenn es sein musste, stellte er den ernsthaften Kapitän eines Raumschiffes ins Zentrum seiner Romane ebenso die kluge Wissenschaftlerin oder einen intelligenten Außerirdischen.

Das passte ein wenig zu seinem Lebenslauf, der von Umbrüchen und immer wieder neuen Zielen bestimmt war: Ewers erlebte die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs als Jugendlicher mit, er floh aus der DDR und wurde in Westdeutschland zum beliebten Science-Fiction-Autor. Er interessierte sich stets für »Randthemen« und begeisterte sich noch im hohen Alter für Forschung aller Art.

Das schlug sich in seinen Figuren nieder, die immer wieder aus dem Rahmen fielen. Diese mussten nicht unbedingt witzig sein; es genügte, wenn sie einer Agenda folgten, die außergewöhnlich war. Mit dem Intergalactic Peace Corps (IPC) schuf er beispielsweise eine Organisation, die er in mehreren Romanen zum Einsatz brachte und deren Angehörige sich darum kümmerten, für Frieden zu sorgen und diplomatische Zwischenfälle zu lösen.

Im Gedächtnis blieben den Leserinnen und Leser der PERRY RHODAN- und ATLAN-Serie vor allem aber jene Figuren, die sich skurril verhielten. Spricht man mit Menschen, die in früheren Jahrzehnten ihren ersten Kontakt zum Perryversum hatten, kommen ihnen unweigerlich Dalaimoc Rorvic und Tactcher a Hainu in den Sinn: Der tibetische Mutant bildete mit dem kleinwüchsigen Marsianer ein Duo, das stets für Situationskomik und ungewöhnliche Handlungen sorgte.

Eine ähnliche Figur ist der Raumfahrer Guy Nelson. Er hatte nur wenige Auftritte im Rahmen der PERRY RHODAN-Serie und trat vor allem in den PERRY RHODAN-Taschenbüchern auf. Diese erschienen alle vier Wochen und boten den Autorinnen und Autoren von den 60er- bis in die 90er-Jahre einen riesigen Freiraum. Hier konnten sie ihren eigenen Ideen folgen und Romane veröffentlichen, die sich nicht ins enge Serienkorsett pressen ließen.

Vor allem H. G. Ewers nutzte das sehr gern aus, und sein Guy Nelson ist dafür ein schönes Beispiel. Nelson trinkt in den Romanen zeitweise ungeheure Mengen an alkoholischen Getränken, klopft einen lockeren Spruch nach dem anderen und hat ganz eindeutig seine Probleme mit Disziplin oder den Regeln der staatlichen Gesellschaftsordnung.

Als Gesprächspartner stellte ihm der Autor zwei wichtige Figuren zur Seite: seine kluge Schwester Mabel und seinen altersschwachen Roboter George. Die zwei Menschen und das Maschinenwesen bevölkern das Raumschiff HER BRITANNIC MAJEST, mit dem sie in allerlei Science-Fiction-Abenteuer geraten.

Ich kann heute nicht behaupten, dass ich alle Romane mit Guy Nelson mochte. Vor allem die ersten Geschichten fand ich höchst unterhaltsam, später lief sich die Serie innerhalb der Taschenbuchreihe ein wenig tot. Aber vor allem die Anfänge sind witzig und zeigen H. G. Ewers als einen Autor mit ungewöhnlichen Ideen.

Aus diesem Grund bringen wir auch zwei dieser klassischen Geschichten neu in den Handel: als E-Book-Doppelband im Rahmen der »neuen« Planetenromane. Dabei greifen wir weit in die Vergangenheit: »Raumkapitän Nelson« wurde erstmals im Jahr 1965 als Band 19 der Planetenromane im Format eines Taschenbuchs veröffentlicht. »Der Schlüssel zur anderen Welt« erschien ursprünglich im Jahr 1966 als Band 30 der Reihe.

Beide Bände konnte ich übrigens als junger Redakteur in der Mitte der 90er-Jahre nachdrucken – damals brachten wir die Taschenbücher in Lizenz im Heyne-Verlag heraus, wobei wir sowohl Klassiker als auch neue Romane veröffentlichten. Aber das ist ja schon dreißig Jahre her …

Beide Bände spielen zu Beginn des 25. Jahrhunderts, in einer Zeit also, in der die Menschheit vor einer ungeheuren Bedrohung steht: Der Konflikt mit den Meistern der Inseln aus der Galaxis Andromeda erschüttert die Welten von zwei Sterneninseln. Die Nelson-Abenteuer greifen Elemente des großen Konflikts auf, werden von ihm ansonsten aber nur am Rande beeinflusst. Beide Romane sind nicht wichtig für die Serienhistorie und ihre entscheidenden Zyklen, ergänzen sie aber durch farbenprächtige Abenteuer.

Die größte Science-Fiction-Serie der Welt hatte während ihrer gesamten Existenz die unterschiedlichsten Facetten. Es gab Autoren, die sie auf ihre Weise immer wieder prägten. Es gibt keinen Zweifel daran, dass H. G. Ewers einer dieser Autoren war – und sein Guy Nelson ist eine Figur, die den Leserinnen und Lesern im Gedächtnis bleibt.