Posts mit dem Label Logbuch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Logbuch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

08 September 2026

Die »Entropia«-Staffel kommt

Ein Logbuch der Redaktion

Ich gehöre zu den Leuten, die sehr gern Science Fiction lesen, vor allem in Form von Romanen und Kurzgeschichten. Ich mag ebenso Science-Fiction-Comics, bin aber kaum ein Fan der Kinofilme oder Fernsehserien mit phantastischem Charakter. Ausnahmen wie »Der Astronaut« oder Klassiker wie »2001« bestätigen die Regel. Ich will zu diesem Thema allerdings keine große Diskussion lostreten – das ist ja eine Sache des eigenen Geschmacks, und das wird jeder anders sehen.

Mir persönlich gefällt Science Fiction eben dann, wenn sich die Bilder in meinem eigenen Kopf bewegen. Das erreicht das Genre bei mir durch Geschichten und Romane am besten.

Dabei habe ich mich selten auf eine Richtung konzentriert, weil ich die Vielseitigkeit so schätze. Ich meine: Will ich eher wissenschaftlich orientierte Romane haben, greife ich zur Hard-SF, gern zu einem Werk von Gregory Benford. Ich mag aber nach wie vor Cyberpunk, ob das nun die Klassiker wie William Gibson oder John Shirley oder neuere Schreibende wie Aiki Mira sind. Und ich kann mir gerne einen Roman aus den Bereichen der Military SF oder der Dystopie zu Gemüte führen.

Was ich an PERR RHODAN schätze – neben diversen anderen Dingen natürlich –, ist die Tatsache, dass sich die Serie und ihr gesamter Kosmos nicht auf eine Strömung einengen lassen. Im Perryversum kann ich einen Roman mit Military-SF ebenso finden wie eine kosmische Vision oder eine Liebesgeschichte, ohne dass einer von beiden zu weit aus dem Serienkosmos hinausfallen würde.

Aber klar: Die Serie erzählt in einer epischen Art – die Romane folgen in Fortsetzungen aufeinander – vom Aufbruch der Menschheit in den Kosmos. Wer die Serie zur Space Opera rechnet, hat damit sicher nicht unrecht: Die Begegnung mit Außerirdischen und der Kontakt zu fremden Welten bilden Schwerpunkte vom ersten Band an, ebenso riesige Raumschiffe oder gigantische Entfernungen.

Das gilt ebenso für PERRY RHODAN NEO. Diese Serie greift seit 2011 die klassischen Elemente der PERRY RHODAN-Serie auf und verbindet sie mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und der »Schreibe« von heute. Beide Serien unterscheiden sich inhaltlich wie stilistisch voneinander, haben aber trotzdem sehr viel gemeinsam: Im All treffen die Menschen auf Freunde und Feinde, auf uralte Geheimnisse und faszinierende Sternenreiche.

Beide Serien haben einen »kosmischen Überbau«, wie wir das gern nennen. In den einzelnen Romanen spielt dieser kaum eine Rolle. Da geht es um Menschen und ihre Abenteuer oder Schicksale, um Reisen ins All oder Konflikte in fernen Sonnensystemen. Doch der Hintergrund ist wichtig und beeinflusst immer wieder die Ereignisse, die in den Romanen geschildert werden.

Das zeigt sich auch bei der nächsten Handlungsstaffel, die wir in PERRY RHODAN NEO präsentieren. Jeweils zehn Romane, die von unterschiedlichen Autorinnen und Autoren verfasst werden, ergeben eine solche Staffel. Derzeit arbeitet das Team intensiv an der »Entropia«-Staffel, die auf der Erde beginnt, aber auch in weiter Ferne spielt.

Entwickelt wird die Handlung der zehn Romane von Rüdiger Schäfer und Kai Hirdt. Die beiden Schriftsteller konzipieren die Szenen und Datenblätter, womit sie die Grundlage für die Arbeit der Autorinnen und Autoren legen.

Das kosmische Thema, das »Entropia« bestimmt, klingt geheimnisvoll: Was ist, wenn die Naturgesetze nicht mehr gelten oder sie sich verändern? Wie gehen die Menschen damit um, dass sich auf einmal eine rasante Evolution auf der Erde zeigt? Und wieso scheinen die Regeln der Statistik nicht mehr zu gelten?

Dafür gibt es einen Grund, und über den werden wir in den kommenden Romanen mehr erfahren. Vor allem aber werden wir spannende Geschichten lesen: von Menschen, die auf der Erde mit neuen Situationen zu tun haben, von Perry Rhodan und seinen Gefährten, die eine weite Reise antreten müssen, von einem Sternhaufen, der als Negasphäre bezeichnet wird und von dem man nicht genau weiß, was sich in seinem Inneren abspielt.

Die »Entropia«-Staffel bietet packende Science-Fiction-Abenteuer vor einem faszinierenden kosmischen Hintergrund. Den Einstieg in die Staffel bildet ein Roman von Kai Hirdt, einem der beiden Exposéautoren.

»Evolution und Chaos« wirft einen Blick auf die Erde, die sich verändert: Seltsame Wesen tauchen auf, Menschen verhalten sich seltsam. Den fertigen Roman gibt’s ab dem 28. August 2026 – weitere Informationen folgen.

(Dieses Logbuch kam im August auf unserer Internet-Seite. Ich wiederhole es hier aus dokumentarischen Gründen.)

01 September 2026

Eine Zukunft für Malora?

Ein Logbuch der Redaktion 

Die PERRY RHODAN-Serie machte sich bekanntlich mit Band 200 auf zu fernen Galaxien: Der klassische »Meister der Insel«-Zyklus erzählte unter anderem vom Vorstoß der Terraner in die nahegelegene Sterneninsel Andromeda. Seither schilderten die einzelnen Zyklen unserer Serie immer wieder fremde Galaxien – nicht nur in unserem Universum, sondern auch in fremden Kosmen.

Aktuell spielt Malora eine wichtige Rolle. In dieser Sterneninsel und ihrer Umgebung sind Reginald Bull und das Team an Bord des PHOENIX unterwegs. Man ist der Spur einer kosmischen Trasse gefolgt, wobei man am Ende auf Malora getroffen ist. Mittlerweile wissen die Terraner auch mehr über die kosmischen Zusammenhänge, die weit in die Vergangenheit zurückreichen.

Wie es in Malora weitergeht, erzählt Susan Schwartz in ihrem kommenden Roman. Die Autorin hat für eine Weile pausiert und zeigt nun, was Reginald Bull und sein Team erleben. Ihr Roman trägt den Titel »Der Gefangene von Malora« und die Bandnummer 3392; im Handel ist er ab dem 21. August 2026.

Dabei wartet die Autorin mit einer handfesten Überraschung auf. Eigentlich gilt Malora als eine tote Galaxis, in der nichts mehr lebt, in der es nur Unmengen von Trassenmachern gibt. Doch auf einmal gibt es Signale, die auf Leben hindeuten. Was kann das sein? Reginald Bull persönlich geht auf eine Exkursion …

Wie es dann innerhalb von Malora weitergeht und auf welche Geheimnisse die Terraner stoßen, ist Thema für den ersten Teil eines Doppelbands, den Michelle Stern verfasst hat. »Doppeltes Spiel« hat die Bandnummer 3393 und wird am 28. August 2026 veröffentlicht.

Die Autorin bietet einen Blick in eine Galaxis, die als tot gilt, in der es aber doch so etwas wie einen Gegner gibt. Wie das mit den Trassenmachern und ihrer Vergangenheit zusammenhängt? Das müssen Bull und seine Gefährten noch herausfinden.

Im zweiten Teil ihres Doppelbandes verrät Michelle Stern mehr über die Hintergründe. Natürlich gibt es bei den Portuu, den Herren über die kosmische Trasse, unterschiedliche Ziele und Absichten, was die Zukunft von Malora angeht – die Besatzung des PHOENIX muss schauen, wie sie sich verhält.

Der Roman trägt den sehr klaren Titel »Malora erwacht«, der einen Teil des Inhalts verrät, und die Bandnummer 3394. Er erscheint am 4. September 2026.

Den Abschluss des Vierer-Blocks bildet ein Roman von Kai Hirdt. Der Autor zeigt in »Lügen und Legenden« nicht nur auf, wie es mit Malora weitergeht, sondern er schildert auch die Zukunft des Sternwürfels. Erneut muss sich dabei die Besatzung des PHOENIX bewähren.

Der Roman mit der Bandnummer 3395 wird am 11. September 2026 publiziert und zeigt das »Ende einer Ära«; so sagen wir es zumindest im Untertitel. Er bildet zudem den direkten Übergang zum Abschluss des »PEGASOS«-Zyklus.

Am Ende der vier Bände werden unsere Leserinnen und Leser mehr über den Sternwürfel und seine Bewohner wissen, aber auch über die Galaxis Malora und die Portuu. Und sie können darüber spekulieren, wie es mit Reginald Bull und dem PHOENIX weitergeht – ich will an dieser Stelle dazu natürlich noch nichts aussagen …

(Dieses Logbuch wurde im August auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Redaktion veröffentlicht. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.) 

29 Juli 2026

Sechs Planetenromane von Robert Feldhoff

Ein Logbuch der Redaktion 

Mit unseren Partnern von Eins A Medien arbeiten wir schon seit mehr als zwanzig Jahren zusammen: Die Kolleginnen und Kollegen aus Köln vertonen jeden Roman, den wir publizieren. Seit Band 2400 heißt das: jede Woche ein Hörbuch. Dazu kommen die Audio-Ausgaben der PERRY RHODAN-Bücher, der Serie PERRY RHODAN NEO sowie der diversen Miniserien.

Ich freue mich immer, wenn ich mit den Kollegen von Eins A Medien spreche. Man spürt in den Gesprächen, mit welchem Herzblut und welchem Engagement sie bei der Sache sind und immer wieder nach neuen Möglichkeiten suchen, spannende Hörbücher zu veröffentlichen.

Dabei bewegt sich das Label nicht nur in PERRY RHODAN-Bahnen, sondern längst darüber hinaus. Mit dem »Warhammer«-Universum hat Eins A Medien beispielsweise einen eigenständigen Hörbuch-Kosmos für sich erschlossen. Das finde ich faszinierend, auch wenn ich selbst mich damit gar nicht auskenne.

Aber zurück zu PERRY RHODAN. Vor allem am Anfang war Josef Tratnik der zentrale Sprecher. Er las die Silber Edition in den ersten Jahren als einziger Sprecher ein. Seine Stimme begleitete die Hörerinnen und Hörer durch die Mondlandung, die Begegnung mit Arkoniden, Akonen und Blues, den Vorstoß nach Andromeda und in andere Galaxien, die Krise durch den Schwarm und das Konzil der Sieben. Für die neueren Hörbücher zeichneten jüngere Kollegen verantwortlich.

Seit einiger Zeit pausierte Josef Tratnik eigentlich und genoss seinen Ruhestand. Doch er wollte wieder etwas mit PERRY RHODAN vorlesen – und weil sowohl wir in der Redaktion als auch die Kollegen bei Eins A Medien das gut fanden, überlegten wir, welches Thema ihm wohl angemessen sein könnte.

Wir kamen auf einen »modernen Klassiker«, wie man das so schön nennt, und entwickelten die »Robert-Feldhoff-Edition«: sechs Romane des viel zu früh verstorbenen Schriftstellers, die Josef Tratnik einlesen und die Eins A Medien nacheinander veröffentlichen würde. Ich finde, dass das eine sehr gute Kombination ist.

Robert Feldhoff war sicher der PERRY RHODAN-Autor, der die Serie in den 90er-Jahren und in der ersten Hälfte der Nuller-Jahre am Stärksten prägte. Dank seiner Ideen wurde das »Perryversum« um neue Figuren und kosmische Konzepte erweitert, kamen neue Serien in den Handel – ATLAN konnte wiederbelebt werden, es gab Taschenbuch-Zyklen – und wurde unsere Marke in den »neuen Medien« stärker präsent.

Von ihm stammen zentrale Figuren und Konzepte der neueren Zeit: Voltago, der mysteriöse Roboter, die Kosmischen Fabriken und die Diener der Materie, die Brücke in die Unendlichkeit und die Koalition von Thoregon, die uralte Superintelligenz ARCHETIM und viele andere Themen mehr. Bis heute werden seine Ideen in unseren aktuellen Romanen verwendet, sie sind zu Grundlagen unserer Serie geworden.

Dabei geht gelegentlich unter, dass Robert Feldhoff zahlreiche spannende Romane schrieb, die den Serienkosmos eigenständig erweiterten und die man ohne Vorkenntnisse verstehen kann. Sie wurden im Rahmen der Planetenromane veröffentlicht und bieten stets abenteuerliche Science Fiction. Wer PERRY RHODAN noch nicht kennt, wird mit diesen Abenteuern gut in das Universum eingeführt – bekannte Figuren wie Perry Rhodan selbst treten kaum auf, meist konzentriert sich der Autor auf Figuren, die eher »am Rand« stehen, und zeigt ihre Schicksale.

Mit Romanen wie »Scitt, der Zwerg« und »Die Toleranz-Revolution« erzählte er Episoden, die frühere Zyklen ergänzen; mit »Die Ferrol-Dolche« und »Raumpiloten« lieferte er actionreiche Geschichten, die auf Planeten spielten, die jeder PERRY RHODAN-Leser kennt. Mir persönlich gefiel immer »Die Show der Sterne« ganz besonders, weil der Autor seine Hauptfigur dabei in einen Kosmos der Wunder stolpern lässt.

Die stärkte Geschichte in der Edition aus sechs Planetenroman-Hörbüchern ist sicher »Terra in Trance«; der Roman spielt gewissermaßen am Ende des »Cantaro«-Zyklus und ergänzt diesen hervorragend. (Er verrät allerdings den Schluss des Zyklus; so viel sei an dieser Stelle angemerkt.)

Auf die »Robert-Feldhoff-Edition« freue ich mich schon sehr. Ich möchte die sechs Hörbücher allesamt selbst hören – mit Josef Tratniks Stimme und Robert Feldhoffs Geschichten reise ich damit wieder ins Perryversum …

(Dieses Logbuch stand im Juli auch schon auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Redaktion. Hier wird es aus dokumentarischen Gründen wiederholt.) 

20 Juli 2026

Ein ungewöhnlicher Autor, ein schräger Raumkapitän

Ein Logbuch der Redaktion 

Ich weiß, dass es viele Leser unserer Serie gibt, denen es völlig egal ist, welcher Autor oder welche Autorin für welche Inhalte zuständig ist. Diese Menschen lesen die Romane, weil sie Freude daran haben, in »unser« Universum abzutauchen, aber sie wollen nicht mehr darüber wissen. Im Verlauf der Jahre traf ich immer wieder Menschen, die mir erzählten, wie sehr sie PERRY RHODAN schätzten, die aber von keinem der Beteiligten den Namen kannten.

Wer sich intensiver mit unserer Serie beschäftigt, wird schnell merken, welche Autorinnen und Autoren ihm eher gefallen. Sie alle schreiben unterschiedlich, sie alle haben Schwerpunkte, die nicht identisch sind.

Ich mag das, und ich halte das für einen großen Pluspunkt unserer Serie: Bei PERRY RHODAN bekommt man unterschiedlichste Stilrichtungen und eine große Bandbreite an inhaltlichen Schwerpunkten.

Denke ich darüber nach, welche Autoren welchen Einfluss auf die Serie hatten, fallen mie die üblichen Namen ein: K. H. Scheer und Clark Darlton natürlich, Kurt Mahr und William Voltz, später natürlich Ernst Vlcek oder Robert Feldhoff, und häufig wird auch Hans Kneifel genannt.

Ich möchte mit diesem Text auf einen Autor hinweisen, dessen Einfluss man nicht ignorieren kann: Die Rede ist von H. G. Ewers, der schräge Figuren und skurrile Handlungsideen in die Serie einbrachte.

Schon klar: Das kann man nicht pauschal sagen. Zwar zeichnete sich H. G. Ewers stets durch originelle Figuren aus, die außerhalb der Norm waren, aber er konnte auch »anders«. Wenn es sein musste, stellte er den ernsthaften Kapitän eines Raumschiffes ins Zentrum seiner Romane ebenso die kluge Wissenschaftlerin oder einen intelligenten Außerirdischen.

Das passte ein wenig zu seinem Lebenslauf, der von Umbrüchen und immer wieder neuen Zielen bestimmt war: Ewers erlebte die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs als Jugendlicher mit, er floh aus der DDR und wurde in Westdeutschland zum beliebten Science-Fiction-Autor. Er interessierte sich stets für »Randthemen« und begeisterte sich noch im hohen Alter für Forschung aller Art.

Das schlug sich in seinen Figuren nieder, die immer wieder aus dem Rahmen fielen. Diese mussten nicht unbedingt witzig sein; es genügte, wenn sie einer Agenda folgten, die außergewöhnlich war. Mit dem Intergalactic Peace Corps (IPC) schuf er beispielsweise eine Organisation, die er in mehreren Romanen zum Einsatz brachte und deren Angehörige sich darum kümmerten, für Frieden zu sorgen und diplomatische Zwischenfälle zu lösen.

Im Gedächtnis blieben den Leserinnen und Leser der PERRY RHODAN- und ATLAN-Serie vor allem aber jene Figuren, die sich skurril verhielten. Spricht man mit Menschen, die in früheren Jahrzehnten ihren ersten Kontakt zum Perryversum hatten, kommen ihnen unweigerlich Dalaimoc Rorvic und Tactcher a Hainu in den Sinn: Der tibetische Mutant bildete mit dem kleinwüchsigen Marsianer ein Duo, das stets für Situationskomik und ungewöhnliche Handlungen sorgte.

Eine ähnliche Figur ist der Raumfahrer Guy Nelson. Er hatte nur wenige Auftritte im Rahmen der PERRY RHODAN-Serie und trat vor allem in den PERRY RHODAN-Taschenbüchern auf. Diese erschienen alle vier Wochen und boten den Autorinnen und Autoren von den 60er- bis in die 90er-Jahre einen riesigen Freiraum. Hier konnten sie ihren eigenen Ideen folgen und Romane veröffentlichen, die sich nicht ins enge Serienkorsett pressen ließen.

Vor allem H. G. Ewers nutzte das sehr gern aus, und sein Guy Nelson ist dafür ein schönes Beispiel. Nelson trinkt in den Romanen zeitweise ungeheure Mengen an alkoholischen Getränken, klopft einen lockeren Spruch nach dem anderen und hat ganz eindeutig seine Probleme mit Disziplin oder den Regeln der staatlichen Gesellschaftsordnung.

Als Gesprächspartner stellte ihm der Autor zwei wichtige Figuren zur Seite: seine kluge Schwester Mabel und seinen altersschwachen Roboter George. Die zwei Menschen und das Maschinenwesen bevölkern das Raumschiff HER BRITANNIC MAJEST, mit dem sie in allerlei Science-Fiction-Abenteuer geraten.

Ich kann heute nicht behaupten, dass ich alle Romane mit Guy Nelson mochte. Vor allem die ersten Geschichten fand ich höchst unterhaltsam, später lief sich die Serie innerhalb der Taschenbuchreihe ein wenig tot. Aber vor allem die Anfänge sind witzig und zeigen H. G. Ewers als einen Autor mit ungewöhnlichen Ideen.

Aus diesem Grund bringen wir auch zwei dieser klassischen Geschichten neu in den Handel: als E-Book-Doppelband im Rahmen der »neuen« Planetenromane. Dabei greifen wir weit in die Vergangenheit: »Raumkapitän Nelson« wurde erstmals im Jahr 1965 als Band 19 der Planetenromane im Format eines Taschenbuchs veröffentlicht. »Der Schlüssel zur anderen Welt« erschien ursprünglich im Jahr 1966 als Band 30 der Reihe.

Beide Bände konnte ich übrigens als junger Redakteur in der Mitte der 90er-Jahre nachdrucken – damals brachten wir die Taschenbücher in Lizenz im Heyne-Verlag heraus, wobei wir sowohl Klassiker als auch neue Romane veröffentlichten. Aber das ist ja schon dreißig Jahre her …

Beide Bände spielen zu Beginn des 25. Jahrhunderts, in einer Zeit also, in der die Menschheit vor einer ungeheuren Bedrohung steht: Der Konflikt mit den Meistern der Inseln aus der Galaxis Andromeda erschüttert die Welten von zwei Sterneninseln. Die Nelson-Abenteuer greifen Elemente des großen Konflikts auf, werden von ihm ansonsten aber nur am Rande beeinflusst. Beide Romane sind nicht wichtig für die Serienhistorie und ihre entscheidenden Zyklen, ergänzen sie aber durch farbenprächtige Abenteuer.

Die größte Science-Fiction-Serie der Welt hatte während ihrer gesamten Existenz die unterschiedlichsten Facetten. Es gab Autoren, die sie auf ihre Weise immer wieder prägten. Es gibt keinen Zweifel daran, dass H. G. Ewers einer dieser Autoren war – und sein Guy Nelson ist eine Figur, die den Leserinnen und Lesern im Gedächtnis bleibt.

30 Juni 2026

Seltsame Alien, komplizierte Konflikte

Bei den vier Romanen, über die ich dieses Mal schreiben möchte – es handelt sich um den kommenden Vierer-Block –, ist auffällig, dass sie von einem Autor und einer Autorin verfasst worden sind. Es handelt sich aber nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, um zwei Doppelbände, sondern um einen Doppelband und zwei Romane, die nicht in einem direkten Zusammenhang stehen.

Das mag vielleicht ein wenig verwirrend klingen, weshalb ich mich nicht länger mit einer Einleitung aufhalten möchte, sondern direkt einsteige: Olaf Brill und Michelle Stern werfen sich gewissermaßen die Bälle zu, und das machen die beiden sehr gut.

Den Auftakt bildet ein Roman von Olaf Brill: »Aelors Rache« spielt an Bord des PHOENIX und in der Umgebung des kleinen Raumschiffs und seiner Besatzung. Reginald Bull und seine Gefährten sind bekanntlich seit langem in den Tiefen des Universums unterwegs, wo sie zuletzt einer kosmischen Trasse gefolgt sind.

Mittlerweile haben sie ein Ende erreicht, so kommt es ihnen zumindest vor, und sind dort auf Rätsel gestoßen, die aus der Vergangenheit stammen, aber mit der Gegenwart verschränkt sind. Der Sternwürfel spielt eine wichtige Rolle, der mysteriöse Aelor verfolgt seine uralten Pläne, und Reginald Bull muss alles versuchen, um weitere Schwierigkeiten zu verhindern.

»Aelors Rache« trägt die Bandnummer 3384 und erscheint am 26. Juni 2026. Der Autor bereitet dabei unter anderem seiner Kollegin die Bühne für ihren Doppelband.

Mit »Das Malorische Siegel« verfasste Michelle Stern den ersten Teil davon. Die Autorin führt dabei Aliens ein, wie wir sie bislang in der PERRY RHODAN-Serie noch nicht kennengelernt haben. Die Darstellung einer extrem fremdartigen Kultur las ich mit großem Interesse; ich fand schon das Exposé gut und war von der gelungenen Präsentation im Roman sehr angetan.

Neben den Aliens und ihrem – für uns – seltsamen Blick auf die Welt spielen auch Meg Ontares, die Medikerin des PHOENIX, und einige Portuu wichtige Rollen in diesem Roman. Letztlich geht’s um die Existenz einer ganzen Kultur … Der Band mit der Nummer 3385 ist ab dem 3. Juli 2026 im Handel erhältlich.

»Das Portal« ist der Titel für den zweiten Teil des Doppelbands von Michelle Stern. Die Autorin schildert die Situation, wie sie sich vor der »abgesperrten« Galaxis Malora darstellt. Dort halten sich Reginald Bull und die Besatzung des PHOENIX auf, dort versucht man nun, eine außerirdische Zivilisation zu retten.

Die Autorin zeigt einerseits die Bemühungen von Bull und seinen Gefährten und gibt andererseits erneut einen Einblick in eine faszinierende Alien-Kultur. Lesen kann man diese Story ab dem 10. Juli 2026, wenn der Roman mit der Bandnummer 3386 veröffentlicht wird.

Mit dem folgenden Band geht es zurück in die Lokale Gruppe der Galaxien. Olaf Brill erzählt die weiteren Geschehnisse um die Agenten, die sich auf die Spur der mysteriösen Legaten gesetzt haben. In »Andromeda antwortet nicht« zeigt der Autor darüber hinaus, wie sich die Lage im Leerraum zwischen den Galaxien darstellt – Andromeda spielt dabei eine besondere Rolle, wie es aussieht.

Der Titel »Andromeda antwortet nicht« ist dabei gewissermaßen programmatisch; der Roman mit diesem Titel und der Bandnummer 3387 liegt ab dem 17. Juli 2026 vor. In ihm bahnen sich Geschehnisse an, die auch im kommenden Zyklus eine Rolle spielen werden …

19 Juni 2026

Taschenbücher des »Physikers vom Dienst«

Ein Logbuch der Redaktion


Als Jugendlicher stieß er zur Science-Fiction-Szene, in Fan-Zeitschriften veröffentlichte er seine ersten Texte – zu Beginn der 60er Jahre war Kurt Mahr ein aufstrebender Autor innerhalb der deutschsprachigen Science Fiction. Kein Wunder, dass man ihn bereits als jungen Mann ins PERRY RHODAN-Team berief. So verfasste er mit »Atom-Alarm« den fünften Band der Serie.

Über Jahrzehnte hinweg gehörte er zu den Schriftstellern, die die größte Science-Fiction-Serie der Welt maßgeblich prägten. Als »Physiker vom Dienst«, wie man ihn mal scherzhaft, mal ehrfürchtig titulierte, war Mahr für die technische und wissenschaftliche Basis des Perryversums zuständig. In seinen Romanen bewies er immer wieder, wie gut er die aktuelle Forschung mit der Science Fiction vereinbaren konnte. So profitierten auch seine Kolleginnen und Kollegen immer wieder von seiner Erfahrung und Sachkenntnis.

Ich erinnere mich noch gut, wie ich ihn in den 80er-Jahren kennenlernte, bei Cons und anderen Veranstaltungen. Ab 1992 arbeiteten wir zusammen, leider nicht sehr lange. Ich schätzte ihn für seinen wissenschaftlichen Verstand und seinen trockenen Humor. Mahr hatte kein Problem damit, auch mit Leuten »auf Augenhöhe« zu diskutieren, die nicht all seine politischen Meinungen und Ansichten teilten.

Als junger Leser hatte ich seine Romane gern gelesen, nicht nur diejenigen, die in der wöchentlichen Serie erschienen, sondern auch die abgeschlossenen Werke. Kurt-Mahr-Romane erschienen in der »Utopia«-Reihe, wo man Hefte der 60er-Jahre nachdruckte; mich beeindruckten aber auch viele seiner PERRY RHODAN-Taschenbücher.

Schon in den 60er-Jahren nutzte der Autor die Möglichkeiten, die er in der Reihe der PERRY RHODAN-Planetenromane sah. Er schrieb eigenständige Werke, die häufig das Serienuniversum erweiterten oder Lücken, die es in der Handlung der wöchentlichen Serie gegeben hatte, durch neue Inhalte ausfüllten.

Wie sehr das auch für seinen Zeit als Exposéautor gilt, belegen zwei Romane, die wir nun in einem Doppelband präsentieren. Über diese Veröffentlichung freue ich mich sehr – wir machen damit zwei schon klassische Werke des Schriftstellers dem Publikum von heute zugänglich.

»Duell der Querionen« wurde erstmals im Juni 1989 als Band 315 der Planetenromane im Format eines Taschenbuchs veröffentlicht. »Ich, der Cantaro« erschien ursprünglich im Juni 1990 als Band 327 dieser Reihe.

Beide Bände haben mit dem »Cantaro«-Zyklus und seinem gravierenden Einschnitt in der Serienhistorie zu tun: Zwischen dem »Tarkan«- und dem »Cantaro«-Zyklus vergehen fast 700 Jahre, und diese Zeit wird in der Serie nur am Rand abgehandelt. Mahrs Taschenbücher sorgen somit für wertvolle Ergänzungen.

Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich damals den Sprung über die 700 Jahre toll fand, aber auf Informationen dazu hoffte, was in dieser Zeit wohl geschehen sein mochte …

Während Mahr bei »Ich, der Cantaro« ins Innenleben eines Cantaro blickt, lässt er in »Duell der Querionen« einige bekannte Serienfiguren ein in sich abgeschlossenes Abenteuer erleben. Und während »Ich, der Cantaro« in der heimatlichen Milchstraße spielt, siedelt der Autor das »Duell der Querionen« in einer bislang unbekannten Sterneninsel an.

Beide Romane haben gemeinsam, dass in ihnen faszinierende Figuren eine wichtige Rolle einnehmen, dass sie – auf den ersten Blick – ein Thema am Rand der großen Geschichte präsentieren, dass sie aber ebenso dazu beitragen, das Universum der größten Science-Fiction-Serie der Welt weiter auszubauen.

Kurt Mahr war nämlich nicht nur der »Physiker vom Dienst«. Er war darüber hinaus ein Autor, der gern über Menschen – oder Aliens – und ihre Schicksale schrieb. Dieser Doppelband liefert hierfür einen guten Beweis, finde ich. Mal schauen, was wir von diesem ungewöhnlichen Schriftsteller noch alles herausbringen können …

(Den Text brachte ich vor einigen Tagen schon auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Redaktion. Hier kommt er ergänzend und aus dokumentarischen Grünen.)

15 Juni 2026

Der ColoniaCon war ein schönes Fest

Ein Logbuch der Redaktion


In den 80er-Jahren gehörte es zum guten Ton, in einem Con-Bericht sehr ausführlich davon zu erzählen, wie man es geschafft hatte, überhaupt den Con zu erreichen. Die Berichte von chaotischen Anreisen erfreuten die einen und nervten die anderen. Aber weil ich gerne schöne alte Traditionen erhalten möchte, halte ich mich an die Regel und erzähle von der Anreise …

Mein Kollege Adnan Turan und ich fuhren gemeinsam los; wir hatten keinerlei Probleme und kamen flott von Karlsruhe nach Köln, fanden in der Nähe des Veranstaltungsortes einen legalen Parkplatz und waren um zwölf Uhr vor Ort. (Mehr ist heute nicht zu erzählen. Das Reisen per Anhalter in den 80er-Jahren war definitiv spannender.)

Der Kulturbunker in Köln-Mühlheim erwies sich als ein Gebäude, das zwar im Zweiten Weltkrieg als Bunker errichtet worden war, durch den hellen Anstrich und die Gastronomie im Erdgeschoss aber viel freundlicher wirkte.

Bereits auf den ersten paar Schritten trafen wir auf bekannte Gesichter. Zahlreiche Autorinnen und Autoren aus dem Umfeld der PERRY RHODAN-Serie waren anwesend, dazu kamen viele Fans, die ich vom Gesicht und auch vom Namen her kannte. Mehr als 200 Besucher tummelten sich auf dem Con – das neue Team, das die Veranstaltung an einem neuen Ort organisierte, konnte mit dem Zuspruch also zufrieden sein.

Nach einem ersten Rundgang, bei dem ich viele Hände schüttelte und Menschen wiedertraf, mit denen ich zuletzt in den 80er-Jahren gesprochen hatte, setzten sich Adnan und ich mit den Kollegen von Eins A Medien zu einer Besprechung zusammen. Eins A Medien sind mit ihrem Studio und ihrer Geschäftsführung in Köln; mit unseren Hörbuchpartnern arbeiten wir seit gut zwanzig Jahren sehr erfolgreich zusammen.

Im Gespräch ging es um inhaltliche Projekte und Marketing-Überlegungen: Vieles kann man zwar per Mail und per Telefon besprechen, aber ich finde es immer wieder sinnvoll, sich auch am Tisch gegenüberzusitzen und auszutauschen.

Im Verlauf des Nachmittags führte ich viele weitere Gespräche: mit Fans, Autorinnen und Autoren, mit kritischen Lesern und neugierigen Fanzine-Redakteuren, mit potenziellen Mitarbeitern und Grafikern. Ich hätte sicher noch einmal zwei Tage benötigt, um mit allen Menschen zu reden, die ich kannte und mit denen ich gern gesprochen hätte.

Aber dann musste ich schon auf die Bühne. Zusammen mit Marie Erikson, Oliver Fröhlich, Ben Calvin Hary, Kai Hirdt, Uwe Anton und Arndt Ellmer war ich zur »Elefantenrunde« geladen, die von Rüdiger Schäfer moderiert wurde. Wer aus dem PERRY RHODAN-Team auf dem Con war, musste also auf die Bühne – und das machten wir sehr ausführlich.

Gut eineinhalb Stunden lang wurden wir von Rüdiger Schäfer ausgefragt, dazu kamen Fragen aus dem Publikum. Als am Ende viel geklatscht wurde, hatte ich das Gefühl, einen guten Programmpunkt bewältigt zu haben.

Danach leerte sich der Saal. Ich nutzte die Gelegenheit, mit einigen Besuchern zu reden, dann musste ich auch schon wieder auf die Bühne. Neben mir saß Adnan Turan, dazu kamen Arndt Ellmer und Uwe Anton. Es ging um die Fans und die Cons von früher und von heute: Was hatte sich seit den 70er- und 80er-Jahren verändert, wie präsentierte sich die Fan-Szene heute?

Arndt Elllmer erzählte von seinem ersten ColoniaCon in den späten 70er-Jahren, auch Uwe Anton und ich blickten ein bisschen in die Vergangenheit. Adnan Turan stellte dar, wie digital sich heute Fandom entwickelt.

Danach war der Con fast vorüber, zumindest für mich. Ich stand noch relativ lange mit Leuten zusammen und redete mit ihnen. Mit Marie Erikson, Oliver Fröhlich und Adnan Turan aß ich zu Abend, dann war auch schon halb zehn Uhr. Den Abschluss des Cons verpasste ich also; es wurde auch Zeit, dass wir loskamen.

Als ich kurz vor ein Uhr nachts in Karlsruhe aus dem Auto stieg, war ich ziemlich müde. Aber ich hatte einen sehr guten und sehr positiven Con hinter mich gebracht. In zwei Jahren dann wieder …

(Dieses Logbuch wurde bereits im Mai 2026 auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Redaktion veröffentlicht. Hier bringe ich es aus dokumentarischen Gründen.)

21 Mai 2026

Zwischen Malora und TERRANOVA

Ein Logbuch der Redaktion 

Die Autorenplanung für die PERRY RHODAN-Serie übernimmt der Chefautor, die Redaktion wird aber in die Prozesse eingebunden. Im Regelfall fragt Ben Calvin Hary ab, wer von den Kolleginnen und Kollegen zu welchem Termin eigentlich Zeit haben, und dann schaut er, dass er jeweils sinnvolle Themen an die Personen vergibt, bei denen er davon ausgehen kann, dass sie einen guten bis sehr guten Roman schreiben.

Manchmal ändert sich etwas, manchmal müssen wir die Pläne umwerfen: Menschen werden krank, Familienmitglieder müssen umsorgt werden, es gibt auch Urlaube oder sonstige Dinge, die einem den Zeitplan durcheinanderbringen. Das war schon in den 60er-Jahren so und wird künftig wohl ebenso sein.

Und manchmal ergeben sich Konstellationen bei Autoren und Themen, die mir besonders gefallen. Die kommenden vier Romane sind ein gutes Beispiel dafür: Sie werden von Christian Montillon und Wim Vandemaan geschrieben, die über mehr als ein Dutzend Jahre unsere Serie steuerten, deren Ideen und Exposés wir Zyklen wie »Das Atopische Tribunal« oder »Mythos« zu verdanken haben.

Streng genommen sind es zwei Einzelbände und ein Doppelband, aber … Ich versuche es, am Beispiel der einzelnen Romane ein wenig klarer zu machen.

Eröffnet wird der Reigen durch »Galaxis im Schatten«, den Christian Montillon verfasst hat. Der Autor siedelt seine Handlung in Malora an. Genauer gesagt: Sein Roman spielt im Leerraum außerhalb der Galaxis; dort ist der PHOENIX mit seiner Besatzung unterwegs.

Was Reginald Bull und seine Gefährten herausfinden, ist verblüffend und schockierend zugleich. Einige Zusammenhänge zwischen Malora und der Milchstraße werden damit klar. Die Leserinnen und Leser werden das ab dem 29. Mai 2026 besser einordnen können, wenn der Roman mit der Bandnummer 3380 im Handel ist.

Der gleiche Autor, ein völlig anderer Schauplatz: Christian Montillon schrieb »Die Coyn-Katastrophe«, bei dem der Titel schon andeutet, welche Hauptfigur in diesem Band eine Rolle spielt. Es geht tatsächlich um Coyn, den kleinen Yuit – also einen Mausbiber aus dem Sternwürfel, der mit seiner Mutter Yilad und seinem »Ersatzvater« Gucky unterwegs ist. Coyn ist ein sehr junger Yuit, und er kommt auf Ideen, die man nur seinem Alter zuschreiben kann.

Der Roman hat seine witzigen Seiten, finde ich, und Coyn erinnert in manchen Szenen an sein großes Vorbild Gucky. Davon überzeugen können sich die Leserinnen und Leser ab dem 5. Juni 2026 – da erscheint der Roman mit der Bandnummer 3381.

Was folgt, ist ein Doppelband, der sich bewusst an die Vergangenheit anlehnt, seine Geschichte aber sehr aktuell erzählt. Ich versuche, es zu erläutern …

Dieser Autor gab dem ersten Teil seines Doppelbands bewusst einen Titel, der an die klassischen Romane von K. H. Scheer erinnert: »Operation Geisterflotte« wurde von Wim Vandemaan geschrieben und erzählt vom sogenannten ES-Konvoi – es geht dabei um eine Flotte von Raumschiffen, deren Besatzungen gemeinsam das Wagnis unternehmen, einer Superintelligenz zu helfen.

Vandemaan erzählt nicht nur von den Wagnissen eines Flugs durch die Zentrumsregion der Milchstraße, sondern auch von einer unverhofften Begegnung. Diese sollte nicht nur PERRY RHODAN-Stammleser verblüffen. Ab dem 12. Juni 2026 kann der Roman mit der Bandnummer 3382 im Handel erstanden werden.

Auch der zweite Teil des Doppelbandes hat einen Titel, der an einen Scheer-Klassiker erinnert. »Brennpunkt TERRANOVA« von Wim Vandemaan hat – man kann das leicht erraten – mit dem Schutzschirm zu tun, der das Solsystem umspannt und im Ernstfall gegen mögliche Invasoren schützt. Doch der Invasor, mit dem es die Menschen nun zu tun haben, ist eine ungewöhnliche Person – und diese Person erreicht ein Solsystem, das anders ist als das, aus dem sie stammt.

Das klingt wahrscheinlich recht kryptisch. Aber würde ich an dieser Stelle schon zu viel verraten, würde ich einen Teil des Reizes verderben, den dieser Roman unweigerlich mit sich bringt. Selbstverständlich spielt der ES-Konvoi erneut eine große Rolle, und der Autor zeigt die aktuelle Entwicklung im Solsystem – darüber hinaus treten aber ein uraltes Lebewesen und sein Majordomus auf. Details dazu verrät der Roman mit der Bandnummer 3383, den wir am 19. Juni 2026 veröffentlichen.

Ich behaupte sicher nicht zu viel, wenn ich an dieser Stelle schreibe, dass die vier kommenden Bände sehr vielschichtig sind und – jeder auf seine Art – unseren Serienkosmos erweitern. Es bleibt spannend!

(Dieses Logbuch wurde bereits vor einigen Tagen auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie publiziet. Hier bringe es aus dokumentarischen Gründen ebenfalls.)

20 Mai 2026

Autorenkonferenz im April 2026

Ein Logbuch der Redaktion


Seit vielen Jahren nehme ich an Besprechungen mit Autorinnen und Autoren teil, und die alljährliche Autorenkonferenz bildet dabei stets einen Schwerpunkt. Ich finde es immer wieder bereichernd, mit dem Team zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, auf die niemand allein gekommen wäre. Dabei ist so eine Konferenz immer ein Wagnis. Man weiß nie, was passieren wird und welches Ergebnis am Ende auf dem Tisch liegt …

Zur diesjährigen Autorenkonferenz hatten wir wieder nach Karlsruhe geladen. Wir hatten das Team im Novotel untergebracht, das sehr praktisch zwischen dem Hauptbahnhof und der eigentlichen Innenstadt liegt. Am Donnerstag, 8. April 2026, reisten die meisten an, also trafen wir uns bereits an diesem Abend zum gemütlichen Essen.

Ich fuhr am Nachmittag mit meinem Rad los und traf nach 16 Uhr beim Hotel ein. Dort stieß ich auf Oliver Fröhlich und Ben Calvin Hary, mit denen ich kurz plauderte. Danach gingen Ben und ich spazieren: Wir stromerten durch die Südstadt von Karlsruhe und setzten uns in ein Eiscafé, wo wir Kaffee und Eis genossen – bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen – und über die Konferenz sprachen. Ben stellte mir die Konzepte vor, die er den Kollegen präsentieren wollte; das fand ich alles stimmig und interessant.

Wir gingen ins Hotel zurück und von dort kurze Zeit später zu einem Restaurant, das vor allem griechische Spezialitäten anbot. Wir waren eine sehr muntere, teilweise auch laute Gruppe. Es entwickelten sich zahlreiche Gespräche, in denen es nicht nur um die Arbeit an unserer Serie ging, sondern ebenso um allgemeine Themen. Wenn man sich lange kennt, hat man schließlich Einblicke in die privaten Verhältnisse der Kollegen und tauscht sich auch über diese aus.

Ich begleitete das Team zurück ins Hotel, wo sich einige noch an die Bar begaben. An diesem Abend zog ich es vor, zeitig auf mein Fahrrad zu steigen und in einen anderen Stadtteil von Karlsruhe zu strampeln.

Die eigentliche Konferenz am Freitag, 9. April 2026, begann um zehn Uhr. Die Sonne schien, es war richtig warm in Karlsruhe. Für den Sonnenschein hatten wir allerdings kaum einen Blick: Es gab genügend zu tun. Es ist hoffentlich nachvollziehbar, dass ich an dieser Stelle nicht auf die Details der Handlungsplanung eingehe; das wird man alles ab Oktober 2026 in den einzelnen PERRY RHODAN-Romanen lesen können.

Am Vormittag stellte ich die aktuelle Situation im Verlag und im Zeitschriftenmarkt dar. PERRY RHODAN war immer noch »Marktführer« im Bereich der Heftromane, die E-Books florierten, und wir waren dabei, neue Lizenzthemen zu bearbeiten. Darüber berichtete dann Adnan Turan: Er informierte über das aktuelle Marketing und wie wir mit gezielten Aktionen im Social-Media-Bereich oder bei den E-Books immer wieder auf unsere Serie aufmerksam machen.

Den Schwerpunkt am Vormittag bildete die Manöverkritik. Ben Calvin Hary hatte ein Arbeitspapier vorbereitet, in dem er selbstkritisch auflistete, was seiner Ansicht nach nicht optimal gelaufen war. Darüber diskutierten wir intensiv, auch deshalb, weil sich vom kritischen Blick auf die eigene Arbeit ja Konsequenzen für den kommenden Zyklus ableiteten.

Nach dem Mittagessen, das wir im Restaurant des Hotels einnahmen, ging es an die Zukunft. Ben präsentierte die Planung für den neuen Zyklus, der im Oktober 2026 mit Band 3400 beginnen wird. Er stellte die Schwerpunkte vor und zeigte auf, wo sich welche Figuren gut platzieren ließen.

Das wurde sofort rege diskutiert. Unter anderem ging es um eine wichtige Aufgabe für Sichu Dorksteiger, ebenso um eine mysteriöse Figur, auf die Perry Rhodan und seine Gefährten in einer anderen Galaxis treffen werden. Dass wir die Handlung auf der Erde beginnen lassen wollten, war relativ schnell klar – aber wohin würden sich die ersten Bände konkret entwickeln? Bens Konzept bildete für viele Gesprächsrunden wesentliche Grundlagen.

Am späten Nachmittag kam ein Film-Team vorbei, das Teile der Konferenz filmte, bevor es dann dazu überging, die Interviews mit einzelnen Autorinnen und Autoren aufzuzeichnen. Diese kurzen Interviews steuerte Adnan Turan, der auch die Fragen stellte und deshalb viel zu spät zum Abendessen kam – das nahmen unser Team wieder im Restaurant des Hotels ein.

An diesem Abend wurde es spät. Wir blieben lang im Restaurant sitzen und trafen uns später noch an der Bar. Erst nach ein Uhr verließ ich die fröhliche Runde, um nach Hause zu radeln.

Eine ertragreiche Konferenz lag hinter mir – so liebe ich meine Arbeit als PERRY RHODAN-Redakteur!

(Dieses Logbuch wurde vor einigen Tagen auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Redaktion veröffentlicht. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.)

05 Mai 2026

Im Gedenken an Peter Griese

Ein Logbuch der Redaktion

Denke ich an Peter Griese, fallen mir sofort sehr viele Begegnungen ein, und ich habe ein klares Bild vor Augen: Der Autor steht in einer Gruppe von Lesern, er trägt eine Kappe mit »AC/DC«-Schriftzug und ein T-Shirt, auf dem sich das Logo derselben Band befindet, und diskutiert engagiert mit den Leuten, die ihn umringen. Er hat offensichtlich keine Scheu davor, sich der Kritik zu stellen und auf sie einzugehen.

So lernte ich ihn tatsächlich kennen: Irgendwann in den frühen 80er-Jahren saß der PERRY RHODAN- und ATLAN-Autor auf der Bühne im Jugendpark in Köln, es war ein warmer Tag im ColoniaCon, und im Raum saßen nur wenige Dutzend Menschen. Wie es so oft bei einem dieser Cons üblich war, hielten sich viele Fans im Freien auf, wo sie die frische Luft genossen.

Peter Griese sprach über die ATLAN-Serie und die neuen kosmischen Abenteuer, in die er den Arkoniden Atlan und seine Gefährten schicken wollte. Er reagierte schlagfertig und mit leichter Ironie auf die Rückfragen aus dem Publikum. Hinterher gab er geduldig einige Autogramme, die er in Hefte und Bücher kritzelte, die man ihm vor die Nase hielt.

Ich konnte einige Worte mit ihm wechseln und gestand, dass ich zu der Zeit lieber die ATLAN-Romane las als die PERRY RHODAN-Bände: »Bei ATLAN ist einfach mehr los«, behauptete ich. Über dieses Kompliment eines jungen Fans, der nicht viel Ahnung hatte, schien sich der Autor ernsthaft zu freuen.

Wir wechselten in der Folge einige wenige Briefe. Auf einer ATLAN-Leserseite sollte sogar eine Kurzgeschichte von mir erscheinen. Aber ich traf Peter Griese in jenen Jahren nicht wieder, erst beim PERRY RHODAN-WeltCon, der 1991 in Karlsruhe veranstaltet wurde.

In den 90er-Jahren arbeiteten wir dann enger zusammen. Ich war der junge Redakteur, Peter der schon erfahrene Autor. Die ATLAN-Serie war leider bereits Geschichte, sie war in den 80er-Jahren eingestellt worden. Dabei hatte Peter, der die Serie schon als Jugendlicher gemocht hatte, nicht nur viele Romane über den Arkoniden und seine Abenteuer geschrieben, sondern sie auch lange als Exposéautor gesteuert.

Mit manchen seiner Ideen hatte ich meine Schwierigkeiten. Er veröffentlichte Taschenbücher und Heftromane; manchmal legte er die Exposés eigenwillig aus, was dazu führte, dass die Bearbeitung nicht immer einfach war. Aber er übernahm immer mehr Aufgaben. Er steuerte die Risszeichnungen, er kümmerte sich um den PERRY RHODAN-Kommentar, und er ließ sich nicht nur auf Cons gern auf eine Bühne setzen, sondern trat auch im Fernsehen auf.

Bei Cons erlebte ich Peter Griese nun nicht mehr als Fan, sondern als Redakteur. Ich erinnere mich gut, welche Wortgefechte wir uns beispielsweise in Sinzig lieferten. Und in den Pausen konnten wir uns über laute Musik unterhalten; da hatten wir einiges gemeinsam.

Als der »THOREGON«-Zyklus gestartet wurde, erlebte der Autor einen wahren Höhenflug. Seine Romane um Alaska Saedelaere und die sogenannten Raubyner kamen bei den Fans sehr gut an. Umso schockierender war es für die Leserschaft und die Redaktion, dass Peter in der Nacht vom 28. auf den 29. April 1996 verstarb.

Die Trauerfeier fand im engsten Familienkreis statt. Ich fuhr einige Tage später hin und legte einen Kranz des Verlags auf das Grab, besuchte dann seine Familie und saß lange im Arbeitszimmer des Verstorbenen. Womöglich habe ich da erst verstanden, dass der beliebte Autor gestorben war und wir uns nie wieder über AC/DC und andere Bands, Haluter und Raubyner, Ideen und Konzepte unterhalten konnten.

Peter Griese war ein Original, wie es sie selten gibt. Seine Romane waren unterschiedlich im Stil und in der Qualität. An seinem dreißigsten Todestag erinnere ich mich mit Wehmut an ihn und werde am Abend daheim mit einer AC/DC-Schallplatte und Glas Whisky an ihn denken …

(Dieses Logbuch wurde am 29. April 2026 auf die Internet-Seite von PERRY RHODAN gestellt. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.) 

30 April 2026

Von Kuratoren und Legaten

Ein Logbuch der Redaktion

In den Romanen der kommenden vier Wochen haben wir erneut unterschiedliche Schwerpunkte, die aber inhaltlich zusammenhängen. Diese Verbindungen werden nicht von jeder Leserin und jedem Leser gleich bemerkt werden, aber das wird bald sehr klar und eindeutig. Die Ereignisse in der Milchstraße haben nämlich etwas mit den Abenteuern zu tun, die in kosmischer Ferne von der Besatzung des kleinen Raumschiffs PHOENIX erlebt werden.

Dabei spielt der erste Roman dieses Vierer-Blocks eindeutig in der galaktischen Nachbarschaft der Milchstraße. Wim Vandemaan verfasste »Weltraumgeboren«, der die Ereignisse am Rand von Cetus schildert. Wer sich unter diesem Begriff nicht sofort etwas vorstellen kann: Dabei handelt es sich um eine kleine Sterneninsel, die zur Lokalen Gruppe gehört und in unserer Serie bislang keine bedeutende Rolle spielte.

Der Autor erzählt von einer Raumstation, und er zeigt einige Bewohner von Cetus. Sein farbenprächtiger und abwechslungsreicher Roman mit der Bandnummer 3376 wird am 30. April 2026 veröffentlicht.

Mit einem Teil der Figuren aus Wims Roman spinnt Olaf Brill die Geschichte weiter. Sein Roman spielt auf zwei Zeitebenen: Man erfährt mehr über die Situation in der Handlungsgegenwart, aber es werden auch Ereignisse lebendig, die lange zurückliegen. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen: Damit legt der Autor schon Spuren, die auf spätere Romane verweisen.

»Die Legatische Prüfung« spielt nicht in der Milchstraße, ist aber eine Fortsetzung von Themen, die in der Heimatgalaxis begonnen wurden. Der Roman mit der Bandnummer 3377 liegt ab dem 8. Mai 2026 im Handel vor.

In ferne Gefilde wechselt die Handlung mit Leo Lukas. Sein »Der kosmische Kurator« erzählt von den weiteren Abenteuern, die Reginald Bull sowie die Besatzung des PHOENIX erleben. Das Team folgt immer noch einer kosmischen Trasse und ist gewissermaßen zwischen fremden Galaxien unterwegs.

In seinem Roman, der am 15. Mai 2026 mit der Bandnummer 3378 erscheint, erzählt Leo Lukas von Geheimnissen aus der Vergangenheit, die deutlicher ins Licht gerückt werden. Und er stellt ein neues Besatzungsmitglied für den PHOENIX vor …

Na ja, sagen wir vielleicht eher: Es handelt sich um einen Passagier.

Was dieser Passagier und die PHOENIX-Crew weiterhin erleben, ist Thema in Hubert Haensels »Pilger in Raum und Zeit«. Reginald Bull und seine Gefährten erhalten weitere Informationen zu den mysteriösen Portuu, sie erfahren erneut einiges über die Vergangenheit – so langsam setzt sich ein kosmisches Puzzle zusammen. Doch nach wie vor ist nicht klar, welche Verbindungen es zur Milchstraße einerseits und dem Sternwürfel andererseits gibt …

Hubert Haensel ist ein Autor, der sich im Lauf der Jahrzehnte zum Spezialisten für Reginald Bull entwickelt hat. Das merkt man auch diesem Roman an, der am 22. Mai 2026 mit der Bandnummer 3379 veröffentlicht wird. Der Autor schafft es aber ebenso, die anderen Besatzungsmitglieder sowie diverse Aliens plastisch darzustellen.

Wie es mit dem PHOENIX, seiner Besatzung und den mysteriösen Portuu weitergeht, werde ich sicher in einem späteren Logbuch erzählen. Es bleibt spannend und abwechslungsreich, sowohl in der Milchstraße als auch – so viel kann ich schon mal andeuten – in der sehr geheimnisvollvollen Galaxis Malora …

(Dieses Logbuch wurde am letzten Wochenende des April 2026 auf der Internet-Seite von PERRY RHODAN veröffentlicht. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.)

21 April 2026

Die »Artefakte«-Staffel kommt

Ein Logbuch der Redaktion


Bekanntlich erzählt die PERRY RHODAN-Serie vom großen Abenteuer der Menschheit, dem Vorstoß ins All und der Begegnung mit dem Unbekannten. Der Anfang der Geschichte ist bereits legendär: Bei seiner Landung auf dem Mond lernt der Astronaut Perry Rhodan die menschenähnlichen Arkoniden kennen und schafft es, mithilfe ihrer märchenhaften Technik die zerstrittenen Staaten der Erde zu vereinen.

Wer die Serie zum ersten Mal las und von ihren grundsätzlichen Motiven gefesselt war – so wie ich –, findet viele der klassischen Episoden besonders lesenswert: die Begegnung mit den Aliens, die Mutanten mit ihren Fähigkeiten, die trickreiche Verteidigung der Erde gegen Angreifer aus dem All, die Einigung der Menschheit und die Suche nach der Unsterblichkeit.

Das alles erzählt die PERRY RHODAN-Serie, seit 1961 der erste Roman veröffentlicht wurde. Die Autorinnen und Autoren schildern fremde Kulturen und kosmische Rätsel, sie zeigen Konflikte zwischen den Sternen und Freundschaften, die Jahrhunderte und Jahrtausende überdauern. In zahlreichen Romanen bietet die PERRY RHODAN-Serie ein faszinierendes Universum, das praktisch keine Grenzen kennt und bis in die fernste Zukunft reicht.

Soweit sind wir mit PERRY RHODAN NEO noch lange nicht. Diese Serie wurde 2011 aus der Taufe gehoben und hatte von Anfang an eine Aufgabe: Wir nahmen viele Ideen der klassischen Serie, mischten sie mit heutigen Ideen und frischen Gedanken, banden eine Prise aktueller Physik und Technik ein und erschufen so ein eigenständiges Science-Fiction-Universum. Einige Dutzend Autorinnen und Autoren sorgten dafür, dass die Serie über all die Jahre hinweg wachsen konnte.

Mittlerweile ist die Handlung von PERRY RHODAN NEO ebenfalls weit in die Zukunft vorgestoßen. Die aktuellen Romane spielen in der Mitte des dritten Jahrtausends. Die Erde ist in dieser Zeit das Zentrum eines kleinen Sternenreiches, zu dem gerade mal zwei Handvoll Welten gehören. Sie hat innerhalb der Milchstraß4 intensive Kontakte zu anderen Sternenreichen geknüpft, zu ihren Bewohnern besteht meist eine friedliche Kooperation.

Doch selbst eine Zukunft, in der Raumschiffe und Reisen zu fernen Welten fast wie normal erscheinen, ist nicht frei von Konflikten. Gründe für eine Rivalität gibt es immer, und das wird wohl auch in Jahrhunderten der Fall sein. Davon erzählen wir in unseren Romanen – wobei ja die Autorinnen und Autoren erzählen und ich als Redakteur nur dafür sorge, dass die einzelnen Bände pünktlich in den Handel kommen.

Der Konflikt zwischen zwei interstellaren Kulturen ist unter anderem der Anfang für den nächsten Handlungsabschnitt unserer Serie – danach geht es um Themen, die das Weltbild der Menschheit verändern können … Entwickelt wird die Handlung der zehn Romane von Rüdiger Schäfer und Kai Hirdt. Die beiden Schriftsteller konzipieren die Szenen und Datenblätter, die dann die Grundlage für die Arbeit eines Teams engagierter Autorinnen und Autoren bilden.

Dabei gliedert sich PERRY RHODAN NEO in sogenannte Staffeln. Je zehn Romane bilden eine Einheit, die eine in sich geschlossene Geschichte erzählt. Mit der »Artefakte«-Staffel beginnen wir ein neues Abenteuer für Perry Rhodan und seine Gefährten.

Derzeit wird schon mit viel Energie an den einzelnen Romann geschrieben, Mails werden gewechselt, es wird häufig telefoniert. PERRY RHODAN NEO ist eine Gemeinschaftsarbeit, die davon lebt, dass die Mitwirkenden intensiv miteinander kommunizieren. Nur so lässt sich eine Serie über Jahre hinweg steuern.

Den ersten Roman der neuen Staffel verfasste Kai Hirdt, einer der zwei Exposéautoren. Mit »Jenseits des Schleiers« bereitet er die Bühne für das weitere Geschehen. Darauf können sich die Leserinnen und Leser schon jetzt freuen!

(Dieses Logbuch erschien vor einigen Tagen auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie. An dieser Stelle teile ich es aus dokumentarischen Gründen.)

14 April 2026

Ein runder Geburtstag für Frank Borsch

Ein Logbuch der Redaktion 

Zuletzt machte er sich ein bisschen rar im PERRY RHODAN-Umfeld; sein Name ist aber mit vielen wichtigen Entwicklungen der größten Science-Fiction-Serie der Welt verbunden. Heute kann Frank Borsch seinen sechzigsten Geburtstag feiern – und wir gratulieren ihm an dieser Stelle zu diesem Tag!

Der Autor wurde am 9. April 1966 in Pforzheim geboren und wohnt seit Jahrzehnten in Freiburg. Zu seinen vielfältigen Interessen zählte seit jeher die Science Fiction mit all ihren Facetten und alles, was im weitesten Sinne mit der Zukunft zu tun hat – deshalb beschäftigte er sich als Journalist stets mit Wissenschaft und Forschung.

Wir lernten uns im Rahmen eines Seminars an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel kennen. Thema war die Science-Fiction-Kurzgeschichte, und ich konnte als Dozent an der Seite von Wolfgang Jeschke arbeiten, dem damaligen Herausgeber für phantastische Literatur im Heyne-Verlag. Ein engagierter Teilnehmer an diesem sehr intensiven Seminar – unsere Diskussionen gingen immer bis weit in die Nacht – war Frank Borsch.

Am Ende des Seminars erhielt er von Wolfgang Jeschke das Angebot, als Übersetzer für den Heyne-Verlag tätig zu werden. Wir fuhren im Zug zurück nach Süddeutschland und diskutierten mehrere Stunden lang über PERRY RHODAN und alle anderen Aspekte aktueller Phantastik. Als ich in Karlsruhe ausstieg, war mir klar, dass Frank Borsch ein Mann war, mit dem wir zusammenarbeiten sollten.

Der Rest war dann – wie man so schön sagt – Geschichte und kann in diversen Artikeln nachgelesen werden.

Frank übersetzte Science Fiction und vor allem Fantasy für den Heyne-Verlag, ebenso Comics für diverse Verlage. Kurz darauf folgten erste Romane für das Perryversum, unter anderem für die ATLAN-Miniserie »Traversan«.

Ab 2001 war er für unsere Redaktion tätig. Als Redakteur steuerte er Comic- und Internet-Projekte, zusammen mit Miriam Hofheinz trieb er die Digitalisierung der Serie voran und war eine treibende Kraft bei unseren E-Book-Projekten.

Und er schrieb weiterhin Romane. Frank steuerte Taschenbücher und Heftromane bei, war mit entscheidenden Romanen an unserer Serie beteiligt und verfasste mit »Projekt Saturn« – Band 2500 einen der zentralen Jubiläumsbände. Als freier Mitarbeiter kümmerte er sich später um die Lizenzierung unserer Serie an ausländische Verlage.

Sein wichtigster Erfolg war sicher PERRY RHODAN NEO. Frank war zentral an diesem Projekt beteiligt, entwickelte die inhaltliche Linie und steuerte ab 2011 die Serie. Von ihm stammten die wichtigsten Romane sowie die Exposés bis Band 100 – ohne ihn wäre die Serie nicht zu einem Erfolg geworden.

Nach all diesen Aktivitäten verließ er die Science Fiction und kümmerte sich um Themen, die in der »wirklichen Welt« verwurzelt waren. Den Kontakt zur Redaktion verlor er nie – wir betrachten ihn immer noch als einen guten Freund, den wir leider viel zu selten sehen.

Umso wichtiger ist es für mich, ihm an dieser Stelle zu gratulieren: Wir kennen uns seit dreißig Jahren – und ich hoffe, dass Frank irgendwann wieder Lust hat, einen Roman für uns zu schreiben.

Alles Gute zu diesem Jubiläumsgeburtstag, lieber Frank!

(Dieses Logbuch der Redaktion wurde am 9. April 2026 auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie veröffentlicht. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.) 

31 März 2026

Marc A. Herren und das »halbe Hundert«

Ein (leicht verspätetes) Logbuch der Redaktion 

Einen besonderen Geburtstag feiert Marc A. Herren an diesem Samstag: Er wurde am 21. März 1976 geboren, begeht heute also seinen fünfzigsten Geburtstag. Die PERRY RHODAN-Redaktion gratuliert ihm zu diesem Anlass sehr herzlich – wir würden uns freuen, von ihm bald mal wieder einen Gastroman zu lesen.

Mit unserer Serie ist Marc schließlich schon lange verbunden. Seine ersten Romane las er als Jugendlicher; nach eigenem Bekunden fing er – wie ich auch – mit 13 Jahren an, sich durch die PERRY RHODAN-Serie zu schmökern. Neben seinem beruflichen Werdegang und allerlei privaten Reisen hielt er immer den Kontakt zum Perryversum, veröffentlichte erste Kurzgeschichten, schrieb an einer Fan-Romanserie mit und war bald ein junger Autor mit großem Potenzial.

Er schrieb ab 2008 für PERRY RHODAN-Action, dann auch für die ATLAN-Taschenbücher. Seit 2010 gehörte er zum PERRY RHODAN-Team und faszinierte mit spannenden Romanen, die gute Figuren und kosmisches Flair aufwiesen. (Wer das alles genau wissen möchte, findet in der Perrypedia einen aufschlussreichen Beitrag über ihn.)

Meine enge Zusammenarbeit mit Marc begann im Vorfeld des WeltCons 2011. Er hatte Zeit, und wir stellten ihn als Projektleiter für die Veranstaltung ein. Das reichte ihm anscheinend nicht; Marc brachte in diese Zeit zahlreiche Ideen für die Redaktions- und Marketing-Arbeit ein. Ich erinnere mich an zahlreiche Gespräche im Büro, bei Autofahrten oder abends in der Kneipe. Er wohnte zeitweise in Karlsruhe, und so liefen wir uns gelegentlich über den Weg.

Längst ist sein Weg ein anderer geworden. Marc A. Herren hat eine Familie, er übt einen Beruf aus, er ist als Zauberkünstler aktiv und steht als solcher auf der Bühne. Für PERRY RHODAN blieb immer weniger Zeit, weshalb er sich aus dem Autorenteam zurückzog.

Für mich gehört er nach wie vor dazu, wenngleich er nicht zum aktiven Kern zählt. Seine Gastromane kamen gut an, die Leserinnen und Leser würden sich – wie die Redaktion auch – über weitere Beiträge freuen. Schauen wir mal, wie sich dieser Wunsch mit der Familie und der täglichen Arbeit verbinden lässt!

Als ich hörte, dass Marc heute seinen fünfzigsten Geburtstag feiert, war ich kurz verwundert. In meiner Wahrnehmung war und ist er immer noch der junge Autor mit dem schelmischen Lachen und den vielen Ideen, der immer einen guten Spruch auf Lager hat und mit dem man auch ausgiebig diskutieren kann. Aber klar – die Zeit rennt.

Marc A. Herren nimmt bei PERRY RHODAN dank seiner langjährigen Mitarbeit eine wichtige Position ein, die weit über einzelne Romane hinausgeht. Das merkt man, wenn er auf Fans trifft – da spürt man sofort das gemeinsame Band zwischen Autor und Leserschaft.

Am heutigen Tag geht’s um seinen besonderen Geburtstag, den er wohl im Kreis der Familie begehen wird. In Gedanken ist seine PERRY RHODAN-Familie ebenfalls dabei, zumindest stelle ich mir das so vor.

Lieber Marc: Feier schön, genieße den Tag, lass dich feiern! Das PERRY RHODAN-Team denkt an dich!

(Dieses Logbuch bezieht sich auf den Samstag, 21. März 2026, und wird wegen der Buchmesse erst heute an dieser Stelle veröffentlicht; aus dokumentarischen Gründen.) 

25 März 2026

Die Milchstraße als Schauplatz

Ein Logbuch der Redaktion

Zu den Themen, die sich von Anfang an großer Beliebtheit innerhalb der PERRY RHODAN-Serie erfreuen, gehören Blicke in die Vergangenheit. Schließlich erzählt unsere Serie nicht nur eine Geschichte, die in die ferne Zukunft reicht – eine sogenannte Future History, wie man so etwas schon vor Jahrzehnten nannte –, sondern ebenso eine Geschichte, die Rätsel der Vergangenheit löst.

Ich weiß noch gut, wie ich staunte, als ich zum ersten Mal die Zusammenhänge zwischen den Meistern der Insel in Andromeda und den Lemurern auf der Erde erkannte – ich las die Romane in der dritten Auflage –, und ich war fasziniert von den Erzählungen des Arkoniden Atlan, die aufs Engste mit der Vergangenheit der Erde verwurzelt sind.

Bei den kommenden PERRY RHODAN-Romanen spielt die Serienvergangenheit zumindest teilweise eine wichtige Rolle ...

Der Einstieg in diesen Handlungsblock bildet ein Roman von Robert Corvus. In »Familienbande« blickt der Autor in die lange vergangene Zeit einer raumfahrenden Zivilisation. Ihre Angehörigen suchen nach einem Ausweg aus einer großen Krise – und dieser Ausweg und seine Folgen haben etwas mit der Gegenwart der Milchstraße zu tun.

Der Roman trägt die Bandnummer 3372 und kommt am 2. April 2026 in den Handel. Der Autor bietet einen intensiven Blick auf eine Zivilisation, die dem Untergang geweiht zu sein scheint, und auf wagemutige Forscher, die nach einer Rettung suchen …

In »Die Triade« zeigt Michelle Stern die aktuelle Situation in der Milchstraße. Die Autorin erzählt von der Yodor-Sphäre und einer Reise zum Haus von ES. Die Superintelligenz ist aufs Neue bedroht, und die Terraner müssen versuchen, sie aus einer kritischen Lage zu befreien.

In ihrem Roman verschränkt die Autorin somit die Geschehnisse der Vergangenheit mit der Lage in der Gegenwart. Er wird am 10. April 2026 mit der Bandnummer 3373 veröffentlicht.

Im Sonnensystem spielt »Der Fehler im Gehorsam«. Oliver Fröhlich zeigt das Innere eines Gefängnisses und erzählt von den Versuchen eines Gefangenen, mit sich selbst klarzukommen und vielleicht aus der Haft zu fliehen. Dabei trifft er auf Menschen, die ebenfalls inhaftiert sind und mit denen er früher zusammengearbeitet hat, und gerät in Kontakt zu einem Mann, der das Garrabo-Spiel liebt und gelegentlich von der Freiheit träumt …

Dieser Science-Fiction-Thriller wird rasant erzählt, Trick folgt auf Gegen-Trick. Wie gut das dem Autor gelungen ist, erfahren die Leserinnen und Leser am 17. April – dann erscheint der Roman mit der Bandnummer 3374.

Robert Corvus liefert die direkte Fortsetzung: »Hetzjagd durch die Milchstraße« schildert die Flucht eines Ausbrechers, der sich durch die Galaxis bewegt und für den sich offensichtlich verschiedene Machtgruppen interessieren. Ihm folgt unter anderem eine Agentin, die ihr eigenes Interesse daran hat, dem Flüchtigen auf den Fersen zu bleiben.

Der spannende Roman mit der Bandnummer 3375 ist ab dem 24. April 2026 im Handel erhältlich. Es wird das vorerst letzte Werk sein, das Robert Corvus für unsere Serie geschrieben hat; der Autor möchte sich künftig stärker eigenen Projekten widmen. Ich bedaure das sehr, aber wir sind weiterhin im Kontakt.

Wie es danach in der Milchstraße oder in kosmischen Fernen weitergeht, möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten. So viel darf‘s aber sein: Wir werden bald den Schauplatz Cetus aufsuchen – in dieser kleinen Galaxis werden einige Romane spielen. Doch bis dahin vergehen noch einige Wochen …

(Das Logbuch wurde bereits am 22. März 2026 auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie veröffentlicht. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.) 

03 März 2026

Digitale Autorenrunde zum Start ins Jahr

Ein Logbuch der Redaktion

»Wir haben einiges zu besprechen, denke ich, und wir werden einen Ausblick auf die kommenden Monate erhalten«. So formulierte ich es in meiner Mail, die ich an die Autorinnen und Autoren von PERRY RHODAN NEO verschickte.

Am Freitag, 23. Januar 2026, trafen wir uns zu einer »digitalen Autorenrunde«, die in zwei Abschnitten stattfand: morgens zwei Stunden und mittags zwei Stunden. Es hatte sich bei früheren Konferenzen, wie wir sie beispielsweise während der Corona-Zeit abhielten, eindeutig bewährt, die Runden nicht zu lang zu machen. Schließlich legten wir ja auch Pausen ein, wenn wir uns »real« trafen.

Die erste Runde gehörte den Verlagsinterna. Ich berichtete von den aktuellen Entwicklungen im Konzern und in unserem Verlagsbereich, und ich stellte die allgemeine wirtschaftliche Lage bei Heftromanen dar, ebenso bei der Science Fiction. Wir waren mit PERRY RHODAN nach wie vor erfolgreich, auch wenn die Auflagenzahlen nicht mehr mit denen vergleichbar waren, die wir vor zwanzig Jahren oder mehr erreicht hatten. PERRY RHODAN NEO erreichte stabile Zahlen, weil die E-Books gut liefen – hier sah ich noch großes Potenzial.

Die Autorinnen und Autoren brachten an dieser Stelle selbstverständlich viele Fragen vor, es kam zu einer regen Diskussion. Ich notierte mir einige der Hinweise sowie der kritischen Punkte und versprach, ihnen nachzugehen; auch die Ideen des Kollegiums wurden aufgeschrieben.

Aus Sicht der Redaktion gab es allerdings ebenso den einen oder anderen kritischen Punkt. Manche Manuskripte erreichten uns im vergangenen Jahr so spät, dass wir uns zeitweise von einem Notfallplan zum nächsten hangeln mussten. Sicher lag das auch am überraschenden Tod von Rainer Schorm, der eine große Lücke gerissen hatte.

Die Terminlage sollte 2026 unbedingt besser werden. Kai Hirdt und Rüdiger Schäfer schilderten die Arbeit innerhalb des Exposé-Teams und stellten dar, was sich dabei verbessern würde. In weiteren Diskussionen sprachen wir über das Thema der Serientechnik – wo setzen wir zu viel Beschreibungen ein, wo müsste es mehr werden? – und die Sicht des Kollegiums auf die Serienhintergründe.

Nach der Pause ging es um die eigentlichen Inhalte; solche Themen interessieren Autorinnen und Autoren immer. Rüdiger Schäfer und Kai Hirdt gaben einen Ausblick auf die kommende Staffel, die den Titel »Artefakte« tragen wird. Sie wird zum größten Teil in der Milchstraße spielen und die Lage auf der Erde, in der Republik Arkon und einigen anderen Regionen beleuchten.

Die beiden Exposéautoren stellten dar, welche Figuren auftauchen würden und welche Rollen sie einnehmen sollten. Im Rahmen der »Artefakte«-Staffel werden weitere terranische Kolonien in die Serie eingeführt; das kosmische Bild der Serie erweitert sich. Dass ich an dieser Stelle nicht über die wahren Inhalte schreiben werde, leuchtet wohl ein – wir werden bald inhaltliche Informationen bieten.

Zur kommenden Handlung und den Figuren gab es Rückfragen, Diskussionen und ergänzende Ideen. Die Diskussion verlief engagiert und wechselhaft, was ich sehr spannend fand. Und als ich gegen 16 Uhr die Videobesprechung beendete, hatte ich das Gefühl, dass sie auch noch zwei Stunden länger viel Freude gemacht hätte …

(Dieses Logbuch wurde bereits im Januar auf der Internet-Seite von PERRY RHODAN veröffentlicht. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.)

24 Februar 2026

Neue und alte Konflikte in der Milchstraße

Ein Logbuch der Redaktion

Bei der PERRY RHODAN-Serie ist es schon in den frühen Zeiten zu einer guten Tradition geworden, dass die Handlung eines laufenden Zyklus an unterschiedlichen Schauplätzen spielt. Die Leserinnen und Leser konnten sich also auf abenteuerliche Geschichten freuen, die in weiter Ferne angesiedelt waren – in Andromeda, Gruelfin oder dem Mahlstrom der Sterne –, während immer wieder zur Erde und den Welten der Milchstraße zurückgeblendet wurde.

Ben Calvin Hary, unser aktueller Chefautor, und das Team aus engagierten Autorinnen und Autoren hat an diesem »Rezept« selbstverständlich nichts geändert. Und so liest man abwechselnd von den aktuellen Herausforderungen zwischen Terra und Topsid sowie andere Welten der Menschheitsgalaxis oder eben von den Erlebnissen des kleinen Teams an Bord des PHOENIX, das in den Tiefen des Kosmos unterwegs ist.

Das gilt auch für die kommenden vier Romane. Wobei Leo Lukas in gewisser Weise für den Brückenschlag verantwortlich ist: Am 6. März 2026 erscheint »Zwischen fremden Sternen« mit der Bandnummer 3368, der im Sternwürfel spielt, bei dem aber die heimatliche Galaxis stets im Hintergrund eine Rolle einnimmt.

Der Autor erzählt von einer Figur, die eigentlich mit dem Sternwürfel verschwunden ist, die dort – vielleicht – aber eine neue Heimat gefunden hat. Leider läuft nicht alles so, wie man es sich erhofft hat, und so entwickeln einige Wesen einen waghalsigen Plan … Ich drücke mich an dieser Stelle übrigens absichtlich etwas unklar aus: Der Roman spielt schließlich ein bisschen mit der Identität der Hauptfigur.

Ben Calvin Hary springt danach direkt zur Erde und den anderen Welten des heimatlichen Solsystems. Dort haben sich die Menschen – weil die Bedrohung so groß war – freiwillig in die Obhut einer Künstlichen Intelligenz begeben. NATHAN sorgt für die Menschen, er kontrolliert sie allerdings nicht.

Viele Terraner betrachten die aktuelle Situation als perfekte Welt, als eine Utopie aus Sicherheit und Wohlstand. Doch natürlich sehen das nicht alle Terraner gleich ...

Der Roman trägt den Titel »Der Status quo«; er kommt am 13. März 2026 mit der Bandnummer 3369 in den Handel. Ich bin übrigens sicher, dass sein Inhalt für einige Diskussionen in der Leserschaft sorgen wird …

Eine Welt, die seit langer Zeit als zerstört gilt, steht im Fokus des nächsten Romans von Oliver Fröhlich. »Eine Handvoll Tramp« erscheint am 20. März 2026 und trägt die Bandnummer 3370. Unter anderem geht es um einen Topsider, der nach etwas sucht, das es eigentlich nicht geben dürfte.

Der Titel legt nahe, um welche Welt es geht: Der Autor lässt seinen Roman in dem Sonnensystem spielen, das einst die Heimat der Mausbiber war. Set Jahrtausenden umkreisen allerdings nur die Trümmer des Planeten Tramp den Stern – aber vielleicht kann man dort immer noch etwas finden?

Den Abschluss des Vierer-Blocks bildet ein Roman von Kai Hirdt. »Das Duell« zeigt auf, was geschehen kann, wenn ehemalige Verbündete zu erbitterten Feinden werden – und dann doch wieder zusammenarbeiten müssen.

Der Autor erzählt in seinem Roman mit der Bandnummer 3371 eine abwechslungsreiche Geschichte, in der er die Absichten der unterschiedlichen Personen klar herausstellt. Zudem zeigt er, wie ein junger Mann an seine Grenzen stößt und über diese hinauswachsen muss …

Es bleibt zwischen den Sternen der Milchstraße also spannend. Mir hat das Paket, das die vier Autoren mit ihren Romanen geschnürt haben, sehr gut gefallen – jeder Band weist unterschiedliche Schwerpunkte auf und unterscheidet sich stilistisch von den Bänden der Kollegen.

(Dieses Logbuch erschien bereits vor einigen Tagen auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Redaktion und wird an dieser Stelle vor allem aus dokumentarischen Gründen geteilt.) 

13 Februar 2026

Galaktische Entscheidungen – und eine kosmische Trasse

Ein Logbuch der Redaktion

Als ich anfing, PERRY RHODAN zu lesen, schilderten die verschiedenen Auflagen, die es damals gab, im Wesentlichen das gleiche Szenario: Die Milchstraße ist in verschiedene Machtblöcke zersplittert, die einzelnen Sternenreiche belauern sich, und die Menschheit versucht unter Perry Rhodans Führung, sich gegen Laren, Arkoniden oder den unheimlichen Schwarm zu behaupten. Die Vision der Galaktischen Völkerwürde-Koalition und später des Galaktikums fand ich positiver, das wollte ich dann unbedingt lesen.

Nicht zuletzt aus diesem Grund mag ich die aktuelle Entwicklung unserer Serie: Die Idee zum Projekt von San stammt ursprünglich von Wim Vandemaan und Christian Montillon; sie wurde im Zyklus »Das Atopische Tribunal« zum ersten Mal vorgestellt und dann immer wieder erwähnt.

Im »PHOENIX«-Zyklus machte Ben Calvin Hary als neuer Exposéautor das Konzept seiner Vorgänger handlungstragend: Aus dem theoretischen Projekt von San wurde zuerst das realistische Projekt Pegasos, und nun soll daraus das Elysion entstehen – dabei handelt es sich wieder einmal um eine positive Vision von Frieden und Völkerverständigung.

Von den weiteren Fortschritten in Sachen Elysion erzählen einige der Romane, die in den kommenden Wochen erscheinen. Sie zeigen zudem, welche Versuche die Gegner des Elysions unternehmen und was sich in den Tiefen des Alls abspielt.

Zuerst liefert Marie Erikson den zweiten Teil ihres Doppelbandes. »Vom Himmel gefallen« erscheint am 6. Februar 2026 mit der Bandnummer 3364. Die Autorin erzählt von einem bislang unbekannten Volk, das auf einer als unwichtig geltenden Welt lebt und sich auf einmal im Zentrum eines Konflikts wiederfindet.

Bei diesem Konflikt gelten die Terraner als die »Bösen«, vor denen man unbedingt Angst haben muss und gegen deren drohenden Angriff man Waffen benötigt. Vor allem Perry Rhodan wird als eine Bedrohung dargestellt. Mir gefiel sehr gut, wie die Autorin die »Innensicht« einer außerirdischen Kultur beleuchtet, aus deren Perspektive die Geschichte der Terraner ganz anders wirken kann.

In das Elysion hinein blickt Wim Vandemaan mit »Wer über die Brücke geht«, der am 13. Februar 2026 mit der Bandnummer 3365 in den Handel kommt. Der Autor stellt die ersten Shinobi ins Zentrum seines Romans, die für das Elysion streiten und die Völker der Galaxien schützen sollen. Sie erhalten auch gleich ihre erste Bewährungsprobe.

Es ist ein Roman, wie ihn nur Wim Vandemaan schreiben kann: Es gibt Action, er liefert einen Blick auf exotische Kulturen, und er zeigt eine Reihe von schrägen Szenen …

Die direkte Fortsetzung verfasste Olaf Brill, der seinem Roman einen konsequent klaren Titel verliehen hat: »Die ersten Shinobi« erzählt von einem Einsatz, in dem sich die Shinobi weiter bewähren müssen. Es geht darum, die exotische Bevölkerung eines bislang unbedeutenden Planeten zu schützen.

Ab dem 20. Februar 2026 ist der Roman mit der Bandnummer 3366 erhältlich; sein Schluss ist offen und macht sicher auf die weitere Entwicklung einzelner Figuren neugierig. Um’s vorsichtig anzudeuten: Hier legen wir zum wiederholten Mal einige Spuren zur Handlung im kommenden Zyklus.

Den Abschlussband dieses Viererblocks schrieb Uwe Anton: Der erfahrene Schriftsteller, Übersetzer und Herausgeber, der selbst mehrere Jahre lang für die Exposés unserer Serie zuständig war, meldet sich mit einem Abenteuer zurück, in dem er Reginald Bull als eine Hauptfigur zeigen kann.

»Die kosmische Trasse« schildert eine Suche in den Tiefen des Universums, weit entfernt von der heimatlichen Milchstraße. Die Besatzung des kleinen Raumschiffs PHOENIX folgt einer Spur, die sie zu verschiedenen Treffen und am Ende zu einer überraschenden Begegnung führt. Veröffentlicht wird der Roman mit der Bandnummer 3367 am 27. Februar 2026.

Wir werden in den Romanen, die darauf folgen, noch ein bisschen bei Reginald Bull und der PHOENIX-Besatzung bleiben, bevor es schnell wieder in die Milchstraße zurückgeht – auf beiden Handlungsebenen stehen schließlich große Entscheidungen an …

(Das Logbuch kam vor einigen Tagen schon auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.) 

04 Februar 2026

Als wir nach Arkon aufbrachen

Ein Logbuch der Redaktion 

Ich erinnere mich sehr gut an die große Euphorie, die uns nach dem Start von PERRY RHODAN NEO befallen hatte. Zwar gab es kritische Stimmen, aber wir erhielten sehr viel positiven Zuspruch, und auch die Verkaufszahlen waren wirklich überzeugend. Und so wurde aus der kleinen Serie, die wir im Herbst 2011 in den Handel gebracht hatten, recht schnell ein echter Erfolg.

Im Sommer 2012 ging es nicht nur an neue Ideen für Romane, sondern es ging an den Kern der Sache: Wollten wir nur die klassische Serie nacherzählen, oder wollten wir einen frischen Weg einschlagen? Die Antwort, die sich bei unseren internen Gesprächen ergab, war eindeutig: Wir wollen Völker und Figuren anders definieren – nur dann ist PERRY RHODAN NEO eine eigenständige Serie.

Und so ging es unter anderem um die Springer, die wir so erst gar nicht bezeichnen wollten und die bei uns nur Mehandor heißen sollten, und die Topsider. Beide Völker waren in der frühen Serie sehr wichtig, beide Völker wurden eher eindimensional gezeichnet.

Mit viel Elan gingen wir an die vierte Staffel unserer Serie, deren Exposés und Datenblätter wieder von Frank Borsch stammten. Der Autor aus Freiburg hatte die wichtigsten Grundlagen für PERRY RHODAN NEO geliefert und steuerte sie durch die ersten hundert Romane.

Der »kleine« Jubiläumsband der Serie erschien am 31. August 2012: Band 25 kam in den Handel, verfasst von Leo Lukas. Der in Wien lebende Autor ließ in »Zielpunkt Arkon« seine Phantasie sprühen: Es geht nicht nur darum, dass Perry Rhodan und seine Gefährten zu einer neuen Mission aufbrechen, sondern die Leser erfahren auch viel über die Besatzung der TOSOMA.

Dabei war klar, dass Leo Lukas es nicht am Humor fehlen ließ. So erfuhren die Leserinnen und Leser auch einiges über den Koch, der in letzter Sekunde an Bord geholt wird, und seine Abenteuer. Im Jahr 2037, in dem die vierte Staffel beginnt, sind es eben immer noch die »kleinen« Probleme, die manches durcheinanderbringen.

Die Staffel erzählte in insgesamt zwölf Bänden von einer ersten Expansion der Menschen ins All: noch ein wenig behutsam, fast unbeholfen, aber trotzdem mit viel Erfindergeist und Wagemut. Dabei spielt die Handlung nicht nur in den Tiefen der Milchstraße, sondern auch im heimatlichen Sonnensystem.

Das zeigt bereits das Titelbild von »Zielpunkt Arkon«: Es geht unter anderem zum Mars. Der Rote Planet soll eigentlich mit einem Terraforming-Programm zu einer lebenswerten Welt gemacht werden. Doch ausgerechnet auf dem Mars stoßen die Wissenschaftler auf ein faszinierendes Geheimnis, mit dem niemand rechnen konnte – ein Historiker trifft auf Wesen, die es auf dem Mars eigentlich nicht geben dürfte.

Zu einem wichtigen Schauplatz der Handlung wird eine gigantische Raumstation, die von ihren Bewohnern als »Gespinst« bezeichnet wird. Die Terraner kommen bei ihrer Reise von der Erde nach Arkon dort vorbei, weil sie wichtige Informationen benötigen. Auf der Station leben menschenähnliche Wesen, mit denen Perry Rhodan und seine Gefährten erstmals in Kontakt treten.

Mir gefiel sehr gut, wie Michelle Stern die Mehandor im Universum von PERRY RHODAN NEO schilderte: Die galaktischen Händler sehen nicht nur anders aus als in der klassischen Serie, sie verhalten sich auch anders. Und sie haben eigenwillige Vorstellungen darüber, wie die Reparatur eines Raumschiffes zu bezahlen ist. Perry Rhodan muss wieder einmal einen wagemutigen Plan entwickeln ...

Spannend finde ich persönlich eine komplett neue Handlungsebene der vierten Staffel – dieses Thema fand so in der Originalserie nie statt ... Ich meine damit den Planeten Topsid, die Heimat der echsenartigen Topsider. Die spielen derzeit in der Handlung der Hauptserie eine wichtige Rolle – umso interessanter ist es, sich heute anzuschauen, wie sie bei PERRY RHODAN NEO dargestellt worden sind.

Bernd Perplies lieferte mit »Planet der Echsen« (Band 26) sein zweites Werk für unsere Serie: Sein Held ist ein Mann von der Erde, den es auf Topsid verschlagen hat. Als einzige »Blasshaut« muss er unter Millionen von Echsenwesen um sein Überleben kämpfen.

Trotz aller Gefahren findet er neue Freunde – und erlangt einen faszinierenden Blick in eine Kultur, die von der menschlichen Zivilisation weit entfernt ist. Dummerweise bricht dann ein Bürgerkrieg aus, und unser Held kommt in echte Schwierigkeiten ...

Manchmal sind die Szenen auf Topsid witzig, oftmals sind sie tragisch; ich fand die Darstellung der fremden Kultur sehr spannend und litt mit unserer Figur. Bei den Leserinnen und Lesern kamen die Gegensätze gut an.

Das lag sicher auch an den Titelbildern: Die Titelbilder der vierten Staffel stammten wieder von Dirk Schulz, der sich dabei von Horst Gotta unterstützen lässt. Er zeigte die Oberflächen fremder Welten, und es gab völlig neue Ansichten von Topsid. Damit machte er das »neue« Universum unserer Serie erst so richtig plastisch.

Wenn ich heute die Romane der vierten Handlungsstaffel durchblättere, bin ich von den Romanen sehr angetan. Die Autorinnen und Autoren eröffneten einen neuen Blick auf Topsider und Mehandor, später auch auf Arkoniden und Naats; das war frisch und spannend. Ich finde, es lohnt sich immer noch, erneut einen Blick in diese PERRY RHODAN NEO-Romane zu werfen.

(Dieses Logbuch erschien bereits vor einigen Tagen auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.)

27 Januar 2026

PERRY RHODAN verlässt die Plattform X

Ein Logbuch der Redaktion 

Ich erinnere mich noch gut daran, wie Miriam Hofheinz in der Tür meines Büros stand und mich fragte, ob ich schon einmal von Twitter gehört hätte. Mir war das neu, also erläuterte mir die Marketing-Kollegin: Das sei eine ganz neue Plattform im Internet, und auf dieser könne man mit Kurznachrichten weltweit kommunizieren.

Ich solle mir das einmal anschauen; vielleicht könnte das etwas für PERRY RHODAN sein. »Damit wären wir wieder Trendsetter«, meinte sie und verwies darauf, dass wir 1996 mit unserem Internet-Auftritt ebenfalls sehr früh auf uns aufmerksam gemacht hätten. Sie zeigte mir zudem die Twitter-Map, die es parallel dazu gab.

In den folgenden Tagen beschäftigte ich mich viel mit Twitter und versuchte herauszufinden, wie man das neue Netzwerk benutzen konnte. Anfang 2007 gab es noch nicht so viel Social Media, und einen Anbieter für »Microblogs« fand ich spannend. Vor allem die Twitter-Map faszinierte mich: Wenn jemand in Südkorea, Indien oder Kanada etwas bei Twitter schrieb, blitzte es auf der Karte auf, und dann konnte man mit der Maus quasi hinfahren und schauen, was diese Person geschrieben hatte – so wenig war am Anfang eben auf Twitter los.

Im Mai 2007 meldete ich mich privat bei Twitter an und eröffnete auch einen PERRY RHODAN-Account bei diesem Netzwerk. Anfangs tat sich nicht viel, vor allem deshalb, weil Twitter noch so unglaublich neu war. Wir überlegten uns daher, wie wir das Netzwerk sonst nutzen konnten.

Es gab Firmen, die nutzten es für die interne Kommunikation: Wie wäre es, wenn wir Twitter als abgeschlossenes Netzwerk – das wäre problemlos möglich gewesen – für die Kommunikation mit dem Autorenteam nutzen würden, als ein Forum für Autorinnen und Autoren? Oder als Diskussionsgrundlage für die Abteilung PERRY RHODAN?

Von solchen Gedanken verabschiedeten wir uns bald, weil andere Arbeiten wichtiger waren. Und weil Miriam Hofheinz die PERRY RHODAN-Redaktion verließ und wir unser Marketing neu aufstellten ... Twitter dümpelte für uns ein wenig im Hintergrund dahin; wir nutzten es nicht richtig.

Bis Kai Hirdt mit einer spanenden Idee kam: Wie wäre es denn, wenn die Figur Perry Rhodan direkt twittern würde? Kai war damals noch keiner unserer Autoren, sondern arbeitete als Texter in einer Agentur für Öffentlichkeitsarbeit in Hamburg. Wir fanden das Projekt gut, er betrieb es mit viel Engagement und Begeisterung über ein Jahr lang – das kam gut an, und am Ende wurde die Agentur für dieses Engagement für die Marke PERRY RHODAN sogar mit einem Preis ausgezeichnet.

In den Nuller-Jahren wurde Twitter zu einem wichtigen Medium für mich. Ich kommunizierte über die Plattform vor allem mit Autorinnen und Autoren, bekam viel Politik-Diskussionen mit und teilte die Inhalte unserer PERRY RHODAN-Serie. Auch unsere Marke war dort gut vertreten, immer mehr Fans fanden sich ein.

Einige waren bei Twitter so aktiv, dass sie sich sogar als »Twitterbande« bezeichneten. Ich würde behaupten, dass der BrühlCon ein direktes Ergebnis davon war. Für die Vernetzung kreativer Leute war Twitter vor allem in den Zehnerjahren ein wunderbares Netzwerk.

Das ist alles Geschichte, und es ist traurig, wie sich Twitter – das seit einigen Jahren nur noch X heißt – seitdem entwickelt hat. Was einmal ein Medium war, in dem sich viele kreative Köpfe austauschten, in dem diskutiert und gespottet wurde, in dem es viel zu entdecken gab, ist zu einer Seite verkommen, die immer stärker von Hass und Hetze dominiert wird.

Die Folgen sind einsichtig: Immer mehr Menschen ziehen sich von X zurück, immer mehr Institutionen haben aufgegeben. Wir haben uns die Entwicklung in den vergangenen zwölf Monaten angesehen und stellen fest: Für die Marke PERRY RHODAN ist X kein gutes Umfeld mehr; aus diesem Grund beenden wir unsere Präsenz auf dieser Seite. (Wir sind weiterhin bei Social Media aktiv: bei Facebook und Instagram, bei Bluesky und Youtube sowie seit einiger Zeit auch bei TikTok.)

Als Privatperson bleibe ich noch eine Weile bei Twitter und werde die PERRY RHODAN-Inhalte über meinen privaten Kanal teilen. Für PERRY RHODAN war's das aber ...