28 Januar 2026
Was niemand kommen sah
Mir gefiel vor allem eine Figur in diesem Roman: Es ist Tolmenur, eine Nargan, die zu den Sternen reisen möchte und die als erste ihres Volkes mit den Außerirdischen in Kontakt tritt. Marie Erikson stellt nicht nur Tolmenur und ihre Weltsicht dar, sondern zeigt anhand dieser Figur, wie die aktuelle Gesellschaftsform dieser Welt ist und sie sich verändert.
Mir gefallen Romane, in denen uns Lesern die Aliens gewissermaßen einen Spiegel vorhalten. Das gelingt Marie Erikson mit ihrem Doppelband sehr gut, finde ich.
27 Januar 2026
PERRY RHODAN verlässt die Plattform X
Ein Logbuch der Redaktion
Ich erinnere mich noch gut daran, wie Miriam Hofheinz in der Tür meines Büros stand und mich fragte, ob ich schon einmal von Twitter gehört hätte. Mir war das neu, also erläuterte mir die Marketing-Kollegin: Das sei eine ganz neue Plattform im Internet, und auf dieser könne man mit Kurznachrichten weltweit kommunizieren.
Ich solle mir das einmal anschauen; vielleicht könnte das etwas für PERRY RHODAN sein. »Damit wären wir wieder Trendsetter«, meinte sie und verwies darauf, dass wir 1996 mit unserem Internet-Auftritt ebenfalls sehr früh auf uns aufmerksam gemacht hätten. Sie zeigte mir zudem die Twitter-Map, die es parallel dazu gab.
In den folgenden Tagen beschäftigte ich mich viel mit Twitter und versuchte herauszufinden, wie man das neue Netzwerk benutzen konnte. Anfang 2007 gab es noch nicht so viel Social Media, und einen Anbieter für »Microblogs« fand ich spannend. Vor allem die Twitter-Map faszinierte mich: Wenn jemand in Südkorea, Indien oder Kanada etwas bei Twitter schrieb, blitzte es auf der Karte auf, und dann konnte man mit der Maus quasi hinfahren und schauen, was diese Person geschrieben hatte – so wenig war am Anfang eben auf Twitter los.
Im Mai 2007 meldete ich mich privat bei Twitter an und eröffnete auch einen PERRY RHODAN-Account bei diesem Netzwerk. Anfangs tat sich nicht viel, vor allem deshalb, weil Twitter noch so unglaublich neu war. Wir überlegten uns daher, wie wir das Netzwerk sonst nutzen konnten.
Es gab Firmen, die nutzten es für die interne Kommunikation: Wie wäre es, wenn wir Twitter als abgeschlossenes Netzwerk – das wäre problemlos möglich gewesen – für die Kommunikation mit dem Autorenteam nutzen würden, als ein Forum für Autorinnen und Autoren? Oder als Diskussionsgrundlage für die Abteilung PERRY RHODAN?
Von solchen Gedanken verabschiedeten wir uns bald, weil andere Arbeiten wichtiger waren. Und weil Miriam Hofheinz die PERRY RHODAN-Redaktion verließ und wir unser Marketing neu aufstellten ... Twitter dümpelte für uns ein wenig im Hintergrund dahin; wir nutzten es nicht richtig.
Bis Kai Hirdt mit einer spanenden Idee kam: Wie wäre es denn, wenn die Figur Perry Rhodan direkt twittern würde? Kai war damals noch keiner unserer Autoren, sondern arbeitete als Texter in einer Agentur für Öffentlichkeitsarbeit in Hamburg. Wir fanden das Projekt gut, er betrieb es mit viel Engagement und Begeisterung über ein Jahr lang – das kam gut an, und am Ende wurde die Agentur für dieses Engagement für die Marke PERRY RHODAN sogar mit einem Preis ausgezeichnet.
In den Nuller-Jahren wurde Twitter zu einem wichtigen Medium für mich. Ich kommunizierte über die Plattform vor allem mit Autorinnen und Autoren, bekam viel Politik-Diskussionen mit und teilte die Inhalte unserer PERRY RHODAN-Serie. Auch unsere Marke war dort gut vertreten, immer mehr Fans fanden sich ein.
Einige waren bei Twitter so aktiv, dass sie sich sogar als »Twitterbande« bezeichneten. Ich würde behaupten, dass der BrühlCon ein direktes Ergebnis davon war. Für die Vernetzung kreativer Leute war Twitter vor allem in den Zehnerjahren ein wunderbares Netzwerk.
Das ist alles Geschichte, und es ist traurig, wie sich Twitter – das seit einigen Jahren nur noch X heißt – seitdem entwickelt hat. Was einmal ein Medium war, in dem sich viele kreative Köpfe austauschten, in dem diskutiert und gespottet wurde, in dem es viel zu entdecken gab, ist zu einer Seite verkommen, die immer stärker von Hass und Hetze dominiert wird.
Die Folgen sind einsichtig: Immer mehr Menschen ziehen sich von X zurück, immer mehr Institutionen haben aufgegeben. Wir haben uns die Entwicklung in den vergangenen zwölf Monaten angesehen und stellen fest: Für die Marke PERRY RHODAN ist X kein gutes Umfeld mehr; aus diesem Grund beenden wir unsere Präsenz auf dieser Seite. (Wir sind weiterhin bei Social Media aktiv: bei Facebook und Instagram, bei Bluesky und Youtube sowie seit einiger Zeit auch bei TikTok.)
Als Privatperson bleibe ich noch eine Weile bei Twitter und werde die PERRY RHODAN-Inhalte über meinen privaten Kanal teilen. Für PERRY RHODAN war's das aber ...
26 Januar 2026
Die MAGELLAN-Intrige
Der Autor hatte für seinen Roman sehr viel Personal zur Verfügung. Ich weiß selbst, dass das keine leichte Aufgabe ist: Wenn man viele Personen durch eine Handlung führen muss, hat man als Autor immer das Problem, sich in der jeweiligen Szene für die richtige Perspektive zu entscheiden. Vor allem, wenn es unter anderem darum geht, eine Thriller-Handlung zu schildern …
Gut gefiel mir in diesem Roman übrigens, wie der Autor mit der Figur Perry Rhodan umgeht. Unsere Hauptfigur wird von ihm als Tatmensch gezeigt, nicht als knallharter »Sofortumschalter«, aber eben doch als ein Mensch, der zu seinen Überzeugungen steht und sich entsprechend verhält.
23 Januar 2026
Den Tod vor Augen
»Den Tod vor Augen« erzählt von einer Expedition, die fast in einer Katastrophe endet, und blickt zurück auf eine Gruppe von Wissenschaftlern, die sich in riskante Forschungen gestürzt haben, ohne die möglichen Folgen zu betrachten. Der Autor siedelt die Handlung auf zwei Zeitebenen an und schickt seine Figuren auf beiden Ebenen in gefährliche Situationen.
Viele der Figuren, die er aufbietet, sind nichtmenschlich; ihre Probleme, mit denen sie sich beschäftigen müssen, sind aber jederzeit verständlich. Damit schafft er einen Roman, der fast schon faustische Elemente hat: Man strebt nach einem höheren Ziel, das man nicht erreichen kann, und macht auf dem Weg zum Ziel allerlei falsch …
22 Januar 2026
Leseprobe für den Flammenstaub
Sabine Kropp betreute als Redakteurin die Miniserie und war auch für die Leseprobe, ihren Inhalt und ihre Produktion verantwortlich. Das Titelbild gestaltete Arndt Drechsler, und Sabine informierte die Leserinnen und Leser der Leseprobe in einem Vorwort über die Zusammenhänge. Für die Exposésteuerung zeichnete Michael Marcus Thurner verantwortlich – das war eine gute Zusammenarbeit!
Bei der Leseprobe hatten wir uns damals für das Format eines Heftromans entschieden. Sie sollte bewusst so aussehen wie das fertige Produkt. Und weil wir sie in unserer hauseigenen Druckerei produzieren ließen, stimmten auch das Papier und die Schrift mit dem »richtigen« Roman überein.
21 Januar 2026
Bei den Buchwissenschaftlerinnen
Was ich zum Thema des seriellen Erzählens sagte, hatte ich mir noch im Zug ausgedacht. Die etwa drei Dutzend Leute, von denen nur einer männlich war, hörten brav zu, stellten am Ende einige Fragen und applaudierten abschließend.
Unter anderem wurde ich gefragt, wie man denn in eine so umfangreiche Serie einsteigen könnte. Oder warum es keinen Film gäbe …
20 Januar 2026
Ich denke an H. G. Francis
Ich lernte den Schriftsteller persönlich in den 80er-Jahren kennen; seit 1992 arbeiteten wir zusammen. In seinem Haus nahm ich an einem schönen Fan-Treffen teil, zu seinem sechzigsten Geburtstag wurde ich eingeladen. Wir waren nicht immer einer Meinung, auch nicht in politischen Fragen, aber man konnte mit ihm diskutieren und sogar streiten, ohne dass es zu längeren Konflikten führte. Er hörte anderen Leuten zu und respektierte ihre Meinungen, hatte aber auch keine Scheu, seine eigenen Ansichten zu äußern.
Er war eine Person, die stets auffiel, und das meine ich an dieser Stelle positiv: H. G. Francis hatte eine zupackende und zugleich freundliche Art. Er sprach mit allen Menschen auf Augenhöhe, ob das nun 15 Jahre alte Science-Fiction-Fans oder die Geschäftsführer von Verlagen und Filmgesellschaften waren.
Was ich an ihm sowieso schätzte, war seine quirlige Art. Seit den 80er-Jahren hatte er sich für eine Verfilmung unserer Serie engagiert und war in den Nuller-Jahren sehr unzufrieden mit den langsamen Fortschritten. In der Folge entwickelte er die Idee, PERRY RHODAN als ein Musical auf die Bühne zu bringen; er führte Gespräche mit wichtigen Produzenten und Komponisten, entwickelte Konzepte und machte sich Gedanken zur Handlung eines solchen Musicals.
Neben seiner Arbeit für unsere Serie schrieb er auch Hörspiele – er war zeitweise der beliebteste und meistveröffentlichte Hörspielautor im deutschsprachigen Raum – und Sachbücher, historische Romane und Artikel für Zeitschriften. Er war sehr gut vernetzt und brachte so auch immer wieder Einflüsse von außen in unsere Serienarbeit ein.
H. G. Francis verfasste Hunderte von Romanen für PERRY RHODAN und ATLAN, auch für die Taschenbücher, dazu kamen Kurzgeschichten. Vor allem die Figur des Haluters Icho Tolot schätzte er. Gelegentlich brachte er Zeitkritik ein, was sich unter anderem in teilweise verzerrten Darstellungen von Journalisten äußerte. Ebenso mochte er die Figur des Agenten Ronald Tekener, den er in seinen Romanen als knallharten Kämpfer schilderte.
Der Autor war fleißig und engagiert, an Ideen und Engagement mangelte es ihm nie. Über sein Leben und seine umfangreichen Arbeiten könnte man ein ganzes Buch schreiben. Ich belasse es bei diesem Text, mit dem ich an ihn erinnern möchte.
H. G. Francis war als Autor über Jahrzehnte hinweg eine wichtige Stütze der PERRY RHODAN-Serie und ihres Umfelds. Wir verdanken ihm viel.
(Diesen Text veröffentlichte ich in der vergangenen Woche auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Redaktion. Hiermit wird er auch hier dokumetiert.)
19 Januar 2026
Ein heikler Handel
Mir persönlich gefiel vor alem eine andere Figur in diesem Roman: Dabei handelt es sich um Driéposch, einen Kommerzwart, der sich für wirtschaftliche Interessen starkmacht und versucht, mit Handel möglichst viel Wohlstand anzuhäufen. Driéposch ist skrupellos und strebt nach oben; dabei sind ihm fast alle Mittel recht.
Das liest sich streckenweise ein wenig skurril, aber nie witzig; dem Kommerzwart ist das alles ja auch bitterernst. Die Figur wirkt auf ihre Art ja glaubhaft, und irgendwann fängt man fast an, sie zu mögen. Sie wurde vom Autor geschickt eingeführt und noch geschickter durch die Handlung gesteuert; das mochte ich sehr!
16 Januar 2026
In einer dunklen Zeit
Ich meine damit »Der Eisenfürst«, ein Roman von Michael Mühlehner, der 2022 veröffentlicht wurde und den ich jetzt erst gelesen habe. Er spielt im Jahr 453 Neuer Galaktischer Zeit, in einer Zeit großer Umbrüche: Die Galaxis Hangay ist in unserem Universum materialisiert und ergänzt nun die Lokale Gruppe. Doch die Auswirkungen sind verheerend; Kriege erschüttern die Milchstraße, es gibt große Zerstörungen. (Wer es anders wissen möchte: Der Roman spielt zwischen den PERRY RHODAN-Romane 1399 und 1400, im Vorfeld des »Cantaro«-Zyklus.)
In dieser Zeit lässt der Autor seine spannende Geschichte spielen. Deighton ist die Hauptfigur, sein Gegner ist der Eisenfürst, ein fieser Pirat, der die Randgebiete der Milchstraße plündert. Mit Deighton reist seine Lebensgefährtin Salome, eine Sternnomadin mit vielen Geheimnissen ...
Der Roman ist unterhaltsam geschrieben; man merkt, dass Michael Mühlehner schon einige Romane bei kleineren Verlagen veröffentlicht hat. Man kann als Leser tief in eine Zeit eintauchen, die von unserer Serie nur »angerissen« wurde.
Unterm Strich ist »Der Eisenfürst« ein richtig gelungener Fan-Roman, den ich vor allem jenen Lesern empfehlen möchte, die Space Opera der klassischen Art mögen.
15 Januar 2026
Traumspuren
Ich präsentiere hier aber ausnahmsweise einen Auszug aus dem Exposé. Genauer gesagt: das obere Drittel der ersten Seite. Das scheint mir eine gute Illustration zu sein; so etwas sieht man ja eher selten …
Was mir bei der Lektüre des Exposés auffällt und was ich vergessen hatte: Es ging unter anderem um die Algorrian, und es gab ein Datenblatt, das die Kinder der Algorrian auflistete. Vor allem aber enthält das Exposé die Kopie einer Rundmail, die ich am 14. Juni 2006 verschickt hatte. In dieser wies ich noch mal darauf hin, dass die Mehrzahl eines Algorrian nur mehrere Algorrian seien – es gebe also kein Mehrzahl-s.
Wichtig war mir zudem, und hier zitiere ich mein eigenes Rundschreiben, das im Exposé verarbeitet wurde: »Es gibt aber keine ›Fohlen‹ und keine ›Hufe‹ – schließlich sind es keine Tiere.« Das schien damals ein Problem gewesen zu sein, an das ich mich nicht mehr aktiv erinnere …
Der Autor machte aus dem Thema übrigens einen spannenden Thriller, in dem er unter anderem den Oxtorner Monkey ins Zentrum rückte. Das alles bettete er geschickt in den dramatischen Kampf der Terraner und ihrer galaktischen Verbündeten gegen die Terminale Kolonne TRAITOR ein; ich fand diese Phase unserer Serie damals sehr spannend.
14 Januar 2026
Zwischen Sternengrab und kosmischen Weiten
Ein Logbuch der Redaktion
Was mich an der Science Fiction im Allgemeinen und an der PERRY RHODAN-Serie im Besonderen schon immer fasziniert hat, ist die Vielseitigkeit. Die Science Fiction ermöglich mir als Leser, in die unterschiedlichsten Kosmen zu reisen. Ich kann über Aliens und fremde Welten staunen, ich kann andere Zeiten besuchen, und ich treffe auf die schrägsten Figuren – das mochte ich immer, und solche Geschichten lese ich heute noch gern.
Es freut mich stets, wenn wir in den aktuellen PERRY RHODAN-Romanen ebenfalls eine solche Bandbreite anbieten können. Unterschiedliche Autorinnen und Autoren schreiben allesamt in ihrem eigenen Stil, sie alle haben ihre spezielle Art, Figuren durch die Handlung zu führen – oder auch zu schubsen –, und man kann sie nicht alle über einen Kamm scheren.
Das ist für Leserinnen und Leser möglicherweise ungeschickt, die gern eine homogene Handlung mögen, bei der alles gleich abläuft, sollte aber diejenigen ansprechen, die Vielfalt mögen. Ich schätze es auf jeden Fall, abwechslungsreiche Romane zu lesen.
Die kommenden Bände, die uns im Januar erwarten, legen dafür ein gutes Zeugnis ab. Den Auftakt für den nächsten Vierer-Block macht Christian Montillon mit »Das Sternengrab«. Der Roman erscheint am 9. Januar 2026 und trägt die Bandnummer 3360. Er spielt in der heimischen Milchstraße – aber eigentlich doch nicht.
Der Autor erzählt mehr über die Situation bei den echsenartigen Topsidern, die inmitten eines kulturellen und politischen Umbruchs stehen. Und er zeigt, wie Perry Rhodan in einem seltsamen Raum auf einen noch seltsameren Topsider trifft, um mit diesem ernsthafte Verhandlungen über die Zukunft zu führen.
Der folgende Roman stammt von Leo Lukas und führt in eine fremde Galaxis, weit entfernt von der Milchstraße. Die Besatzung des PHOENIX steht im Zentrum des Geschehens: Sie trifft auf eine Kultur, mit der sie erst einmal ihre Probleme hat. Man treibt Handel, man benötigt Informationen, und man stellt fest, dass die Sitten und Gebräuche teilweise sehr zynische Züge annehmen.
Der Roman mit der Bandnummer 3361 ist ab dem 16. Januar 2026 erhältlich und trägt den Titel »Ein heikler Handel«. Reginald Bull und seine Gefährten müssen sich in kritischen Situationen bewähren …
Den direkten Anschluss dazu verfasste Oliver Fröhlich; sein Roman trägt den Titel »Den Tod vor Augen« und erzählt erneut von der Besatzung des PHOENIX und ihren Abenteuern. Es geht tatsächlich um Leben und Tod – die Terraner müssen sich mit einem Vorschlag arrangieren, den sie vielleicht für unmoralisch halten könnten.
In den Handel kommt Fröhlichs Roman am 23. Januar 2026. Mir gefiel bei der Lektüre des Manuskripts die humanistische Seite, bei der ich als Leser selbst überlegen kann, welche Position ich einnehmen würde – darüber hinaus gibt es aber eine Reihe von Alien-Geheimnissen zu entdecken.
Den Abschluss des Vierer-Blocks bildet ein Roman von Marie Erikson. Die Autorin erzählt von einer Zivilisation innerhalb der Milchstraße, von der man bislang noch nicht viel gehört hat. Ihre Angehörigen treten – ohne es zu wollen – in Kontakt zu fremden Lebewesen, die ihnen offensichtlich zu Hilfe eilen. Doch ist die Hilfe tatsächlich so hilfreich?
»Was niemand kommen sah«, so der Titel des Romans mit der Bandnummer 3363, erscheint am 30. Januar 2026. Ich fand die Alien-Perspektive stark: Die Autorin erzählt von einem Lebewesen, das nicht menschlich ist, dessen Sorgen und Nöte sich aber mir als Leser in jeder Szene sehr gut erschlossen.
Und das ist wieder ein Beleg dafür, wie faszinierend Science Fiction sein kann: Autorinnen und Autoren zeigen vielleicht Außerirdische und schildern deren Abenteuer oder deren Geschichte – aber letztlich spiegeln sie damit auch unsere Sicht auf die Welt oder das gesamte Universum. Die vier Bände laden somit zum Bummel auf fremde Welten und zu bislang unbekannten Zivilisationen ein … zum Staunen und zum Rätseln gleichermaßen!
(Dieses Logbuch der Redaktion wurde bereits im Dezember auf unserer Internet-Seite veröffentlicht. Hier erfolgt eine Wiederholung aus dokumentarischen Gründen.)
13 Januar 2026
Requiem für eine Unsterbliche
Um diese Szenen sauber schreiben zu können, musste der Autor viel recherchieren – man kann weder alles auswendig wissen noch alles in ein Exposé packen. Meiner Ansicht nach lohnte sich die Recherche: Bei der Lektüre des Manuskripts blickte ich tief ins Innere der Figur hinein und verstand ihre Beweggründe sehr gut.
Wie das alles mit dem Konzept der laufenden »Metamorph«-Staffel zusammenpasst, können einige Leserinnen und Leser sicher schon korrekt spekulieren. Die Hintergründe, die sich die beiden Exposéautoren ausgedacht haben, sind auf jeden Fall interessant – sie bauen damit auf der bisherigen Serienhistorie auf und erweitern sie in einigen Punkten.
12 Januar 2026
Das Sternengrab
Rhodan erweist sich als Diplomat, Atlan ist der kluge Kommandant eines Raumschiffs, und Dorksteiger setzt ihren wissenschaftlich geschulten Verstand ein – die Figuren handeln also exakt so, wie es ihren Charakteren entspricht. Das wird dann von unterschiedlichen Topsidern gespiegelt.
Wie das alles mit den anderen Handlungsfäden des laufenden »PEGASOS«-Zyklus zusammenhängt? Der Autor liefert einige Hintergründe und bietet den Lesern ein bisschen Raum für weitere Spekulationen. So mag ich’s!
09 Januar 2026
Gelungene Infopackung zum Jahresende
Von ihr selbst ein ironischer Artikel über die aktuellen Preiserhöhungen bei unseren Romanen. Dazu kommt ein durchaus kritischer Text, in dem es um die aktuellen Bände bei PERRY RHODAN NEO geht – immerhin kommt die neue »Metamorph«-Staffel in der Bewertung deutlich besser weg.
Weil es sich um den Newsletter der FanZentrale handelt, gibt es auch Themen, die eher club-intern zu betrachten sind; so wird eine Statistik zur Entwicklung der Mitgliederzahlen veröffentlicht, und es gibt Informationen zum Stand des Vereins. Lesenswert fand ich vor allem das Interview mit Csaba Forro, einem aktiven Fan aus dem Terranischen Club EdeN.
Gelungene Ausgabe – PRFZ-Mitglieder können den Newsletter kostenfrei abonnieren und bekommen ihn als PDF-Fanzine in die Mailbox geliefert.
08 Januar 2026
Planung für neue Serie
Der PERRY RHODAN-Konferenz am 8. Juli 2011 hatte es in sich. Alles in allem saß ich drei Stunden mit der Geschäftsleitung und dem Vertrieb zusammen, um aktuelle Zahlen zu diskutieren und die neue Serie vorzubereiten. Immerhin sollte zu Beginn des Monats Oktober mit PERRY RHODAN NEO ein Versuch unternommen werden, unsere Marke im Handel deutlich zu »verbreitern«, wie man das nannte.
Zuerst sahen wir uns aber die reinen Vertriebszahlen an, wie immer in solchen Runden. Wir hatten am 17. Juni den PERRY RHODAN-Roman 2600 mit dem Titel »Das Thanatos-Programm« von Uwe Anton veröffentlicht. Ich war gespannt darauf, wie er sich verkauft hatte. Die Kommentare der Leserinnen und Leser in unserem Forum und in den Leserbriefen waren zumeist positiv; wichtiger war aber letztlich der Erfolg im Zeitschriftenhandel.
Konkrete Zahlen hatte der Vertrieb noch nicht. Die ersten Hochrechnungen bestätigten aber, dass sich der Jubiläumsband deutlich besser als die Romane zuvor verkauft hatte. Das war nicht weiter überraschend; die Werbung funktionierte bei solchen Jubiläen immer. Interessant war allerdings, wie es danach weiter ging: Blieben die Verkäufe auf dem neuen Niveau, oder brachen sie wieder ein?
Der Vertrieb mochte das Kartenspiel, das wir in der Mitte der Hefte abgedruckt hatten. Damit waren wir einer Idee von Marc A. Herren gefolgt, der uns seit einigen Monaten unterstützte. Ob sich das Kartenspiel »gelohnt« hatte, konnte allerdings niemand sagen. Wir einigten uns darauf, demnächst in zwei Romanen noch einmal farbige Beilagen zu veröffentlichen – damit wollten wir kurz vor dem eigentlichen Termin den PERRY RHODAN-WeltCon bewerben.
Bei PERRY RHODAN NEO standen mittlerweile immer mehr Inhalte fest. Mit Elke Rohwer hatten wir eine Redakteurin eingestellt, die sich vor allem um die neue Serie kümmern sollte. Nun mussten dringend die nächsten Schritte eingeleitet werden. Unter anderem wusste ich, dass ich dringend an die Werbetexte gehen sollte und wir immer noch keinen offiziellen Schriftzug hatten. Wie sollte denn PERRY RHODAN NEO auf dem Titel der gedruckten Romane aussehen?
Wir beschlossen, die Agentur einzusetzen, mit der wir ohnehin schon zusammenarbeiteten. Und es wurde ein Folgetermin vereinbart, an dem wir nur über die Werbetexte diskutieren sollten. Ich verkniff mir den Hinweis, dass es dafür sinnvoll wäre, sich den ersten Roman einmal inhaltlich anzuschauen. Obwohl ich das Manuskript den anderen zur Verfügung gestellt hatte, hatte außer mir niemand einen Blick hineingeworfen. In dieser Phase wollte ich aber niemanden mit Sarkasmus gegen mich aufbringen – ich war schon sehr froh, dass wir die Chance für PERRY RHODAN NEO erhielten.
Herstellerisch waren wir uns einig – der erste Band sollte besonders schick aussehen: Es wurde eine Kalkulation in Auftrag gegeben, die einen Klappumschlag enthielt. Dadurch entstanden größere Innenseiten im Umschlag, die wir farbig bedrucken konnten. Auf der U2 sollte – so schlug ich vor – eine Information für die Leserinnen und Leser stehen, und die U3 könnte man dafür nutzen, die nächsten sechs Titelbilder mit den schon festgelegten Titeln und Autoren anzukündigen.
»Die Namen sind für unsere Stammleser wichtig«, argumentierte ich. »Damit signalisierten wir, dass es eine wertige Serie ist, die von unseren Teamautoren ins Leben gerufen wurde.«
Genehmigt wurde eine separate Leseprobe im A6-Format, die wir bei Buchmessen und Cons unter die Leute bringen konnten. Genehmigt wurde darüber hinaus eine separate Ausgabe mit zusätzlichem Umschlag, die es auf dem PERRY RHODAN-WeltCon für alle Besucher kostenlos geben würde. Ich stellte mir schon vor, wie unsere Autorinnen und Autoren persönlich den Fans die neue Serie in die Hand drücken würden.
Bei der weiteren Vermarktung der neuen Serie nahmen wir Zeitschriften aus der Bauer Media Group – unserem Mutterkonzern also – ins Visier. Als Zeitschrift, die zum Konzern gehörte, hatte PERRY RHODAN hier gute Konditionen: Wir bezahlten für eine solche Anzeige im Idealfall nichts, hatten dafür aber auch keine Garantie, in der gewünschten Zeitschrift auch wirklich veröffentlicht zu werden.
Fest eingeplant waren Anzeigen in »welt der wunder« – das würde auf jeden Fall klappen –, darüber hinaus war eine Kooperation mit der Zeitschrift »Coupé« im Gespräch. Die beschäftigte sich zwar überhaupt nicht mit Science Fiction, richtete sich aber an eine vor allem männliche Leserschaft und erreichte mit ihrem Newsletter angeblich 150.000 Abonnenten.
Geprüft wurde noch, ob wir in der »Autozeitung« sowie »selbst ist der mann« Anzeigen für PERRY RHODAN NEO platzieren konnten. Beide Hefte hatten inhaltlich wenig Berührung mit Literatur im Allgemeinen und Science Fiction im Besonderen – aber wir erreichten damit mehrheitlich Männer.
Wagemutig geworden, schlug ich auch noch Online-Werbung vor. Mit Google-Ads, so meinte ich, könnten wir zudem solche Leser erreichen, die nicht mehr im Zeitschriftenhandel unterwegs seien, sich aber für Science Fiction interessierten und auf die entsprechenden Suchbegriffe reagierten. Das wurde zumindest nicht abgelehnt, auch wenn die Kosten allgemein als hoch angesehen wurden.
Unterm Strich, so fand ich abschließend, verlief die Besprechung sehr gut. Ich war mir sicher, dass sich die geplanten acht Ausgaben von PERRY RHODAN NEO gut verkaufen würden …
(Dieser Text erschien im November 2025 auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Redaktion und wird hier aus dokumentarischen Gründen veröffentlicht.)
07 Januar 2026
Mission Kristallberg
Bei der Lektüre des Manuskripts gefiel mir vor allem die Innensicht der Kinder: So einfach ist es ja nicht, als Zehn- und Zwölfjährige an Bord eines fremden Raumschiffs zu gehen, in dem die Besatzungsmitglieder keine Ahnung haben, wie sie mit organischen Lebewesen umgehen sollen. Die Konflikte lauern da in jedem Detail – die Autorin schildert das auf sensible und zugleich spannende Weise.
Neben Posbis und Kindern spielen in diesem Roman aber auch Perry Rhodan und seine Frau Thora wichtige Rollen. Die beiden wollen schließlich einen Konflikt verhindern, der die gesamte Milchstraße erschüttern könnte – und kommen auf neue Geheimnisse im Verhältnis zwischen Menschen und Robotern …
05 Januar 2026
Wenn Topsid fällt
Innerhalb der PERRY RHODAN-Serie wurden häufig politische Themen in die Handlung eingebracht. Eigentlich ging es bereits im ersten Roman der Serie damit los, und seither griffen die Autorinnen und Autoren immer wieder solche Themen auf. Oft wurden fremde Kulturen geschildert, die einen andere politische Struktur aufweisen – manchmal sind die Parallelen zu unserer aktuellen Zeit augenfällig, manchmal nicht.
Gut fand ich übrigens auch die Darstellung eines christlichen Klosters. Eine solche Einrichtung auf Topsid ist vielleicht ein wenig ungewöhnlich, passt aber wunderbar zum PERRY RHODAN-Universum, in dem sich galaktische Zivilisationen auf vielfältige Weise begegnen.
02 Januar 2026
Im kosmischen Bermuda-Dreieck
Deshalb halte ich den gesellschaftlichen und auch religiösen Hintergrund, den Kai Hirdt für seinen Roman »Im kosmischen Bermuda-Dreieck« gewählt hat, nicht nur für spannend und lesenswert, sondern auch für nachvollziehbar.
Der Roman ist im vergangenen Jahr erschienen, quasi direkt zu Weihnachten, und bildet den ersten Teil eines Doppelbandes. Ich mochte beide Bände sehr: Sie erzählen eine Geschichte von politischen Umbrüchen und einer Suche in fremder Umgebung, womit wir sowohl eine tüchtig Prise Politik als auch eine Ladung Weltraum-Action bekommen.
Die Topsider mag ich eh. Deshalb freute es mich, dass Ben Calvin Hary sie im Rahmen seiner Exposéarbeit weiter in den Vordergrund spielt. Und wenn sie dann noch in spannenden Romanen eine wichtige Rolle spielen, freut es mich gleich doppelt.
















