27 Februar 2026

Die kosmische Trasse

Als es darum ging, genauer festzulegen, wer welchen Roman im kommenden Halbjahr schreiben sollte, war relativ schnell klar, welche Aufgabe auf Uwe Anton fallen sollte: ein Thema mit kosmischen Geheimnissen, ein Rätsel über Millionen von Lichtjahren hinweg, eine ungewöhnliche Reise durch den Leerraum. Und dann noch Reginald Bull als eine wichtige Hauptfigur – da war ein starkes Thema für den erfahrenen Schriftsteller.

Uwe Anton verfasste »Die kosmische Trasse«, und sein Roman kommt heute offiziell in den Handel. Der Autor schreibt unter anderem über die geheimnisvollen Portuu, über die man bislang noch nicht viel weiß, und er zeigt den einen oder anderen Außerirdischen, dem Bull und sein Team unterwegs begegnen.

Mir gefiel bei dem Manuskript übrigens, dass der Autor die eine oder andere literarische Anspielung in seinem Roman versteckte. Beim Hinweis auf eine Welt namens R’lyeh musste ich schmunzeln; wer einmal H. P. Lovecraft gelesen hat, wird den Hinweis sicher ebenso gefunden haben …

26 Februar 2026

Die Erfindung des Redigiertags

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«


Ab dem Spätsommer 1995 wurde die Arbeitsbelastung in der PERRY RHODAN-Redaktion immer größer. Sabine Bretzinger und ich hatten unser neues Büro bezogen, fremdelten aber noch mit der neuen Lage. Unser Chefredakteur hatte das Haus verlassen; Dr. Florian F. Marzin würde sich künftig anderen Aufgaben außerhalb des Verlages widmen. Die anderen Heftromanserien waren eingestellt worden, wir hatten Kolleginnen verloren, und wir saßen gewissermaßen am Rand des Buchverlags.

Ich trug einen neuen Titel und durfte mich Redaktionsleiter nennen. Der Titel war allerdings nur mit zusätzlichen Aufgaben verbunden und brachte keinerlei Gehaltserhöhung mit sich. Unversehens stellte ich fest, in wie vielen Besprechungen ich anwesend sein musste und wo ich gefragt war. Ich saß mit dem Verlagsleiter Buch zusammen, ich wurde zu einem der Vertriebsleiter für den Zeitschriftenbereich zitiert, ich ging mit der Kollegin für Lizenzgeschäfte zum Mittagessen, und ich hatte Unterlagen auf meinem Tisch, die wenig mit dem Inhalt von Romanen zu tun hatten.

Dabei war meine Hauptaufgabe nach wie vor, dass ich jede Woche einen PERRY RHODAN-Roman redigierte und in die Produktion gab. Ich betreute die Nachauflagen und war für die PERRY RHODAN-Taschenbücher zuständig, die ich plante und redigierte. Sabine und ich kümmerten uns um die Silberbände, die ausländischen Lizenzausgaben und begannen mit den Vorarbeiten für weitere Produktionen – so hatten wir für 1996 einen Risszeichnungsband geplant.

Vieles geschah zu der Zeit noch »händisch«: Die Autoren schickten ein Manuskript in den Verlag, das sie zwar mit einem Computer verfasst hatten – die meisten zumindest –, aber ohne Disketten lieferten. Zu der Zeit waren viele Schreibprogramme nicht kompatibel. Peter Griese beispielsweise arbeitete mit einem Olivetti-Rechner, Ernst Vlcek benutzte das Programm AmiPro, wir schrieben im Verlag mit Wordstar.

Also trafen bei uns Umschläge mit bedrucktem Papier ein, mit denen wir arbeiteten. Ich las die Manuskripte immer sofort, und bei der Lektüre hinterließ ich erste Anmerkungen. War ich damit fertig und fand das Manuskript gut, rief ich den Autor an und sprach mit ihm das Manuskript durch. Währenddessen stellte Sabine einen Vertrag aus: mit der Schreibmaschine, weil wir für die Verträge ein Formular benutzen mussten, das seit Jahrzehnten im Einsatz war.

Der zweite Arbeitsgang war das eigentliche Redigieren. Ich benutzte zwei Stifte: einen dicken blauen zum Streichen von Wörtern oder Sätzen, einen dünnen blauen zum Einfügen neuer Formulierungen oder verbesserter Sätze. Parallel dazu schrieb ich einen Vor- und einen Abspanntext, dazu den Kasten für das Personenverzeichnis. Ich redigierte zudem den PERRY RHODAN-Computer. Um den PERRY RHODAN-Report, die Risszeichnungen und die Leserkontaktseite kümmerte sich Sabine.

War ich mit dem Redigieren fertig, reichte ich das Manuskript quasi über den Tisch. Sabine packte es in eine Mappe, die sie in die Setzerei trug. In einem großen Saal saßen einige Frauen und schrieben alle Texte, die ihnen von den Redaktionen geliefert wurden, noch einmal ab. Ganz nebenbei wurden von ihnen viele Rechtschreibfehler verbessert, die vorher vielleicht im Manuskript waren,

In der Folge gab es eine Erst- und eine Zweitkorrektur; dann bekam ich die sogenannte Satzfahne auf den Tisch: Das Heft war fast druckfertig, ich musste es nur noch durchschauen. Ich machte in diesem Fall praktisch die Drittkorrektur, in der ich manchen Fehler ausbügeln konnte. Wenn das alles erledigt war, erteilte ich die Druckfreigabe – die Kollegen aus der Herstellung gaben das Manuskript dann quasi auf die andere Straßenseite zur Druckerei. Dort wurde das Ganze noch einmal überprüft: Es gab eine sogenannte Maschinenkorrektur, und ich bekam kurz vor Druck den sogenannten Andruck zur Prüfung.

Mein Problem war bei allem: Die einzelnen Arbeitsgänge in der Redaktion ließen sich flott nebenbei erledigen; hier mal eine halbe Stunde, dort mal eine Viertelstunde. Wollte ich aber einen Roman gründlich redigieren, musste ich konzentriert am Text bleiben. Nur so wusste ich beispielsweise bei Seite 20 noch, was ich auf der ersten Seite angepasst hatte. Wurde ich beim Redigieren ständig unterbrochen, hatte ich keinen Zusammenhang im Kopf.

Sabine bekam das Problem mit: Ich wurde unterbrochen, verlor den Überblick, musste mich neu in den Text einarbeiten und brauchte so viel länger für die eigentliche Arbeit. »Dann arbeite doch daheim«, schlug sie vor. »Ein Tag in der Woche, das muss drin sein.«

Ich verhandelte mit der Verlagsleitung. Mit dem Verlagsleiter, meinem direkten Vorgesetzten, hatte ich große Probleme, aber in diesem Fall verstand er mein Anliegen. Wir führten den sogenannten Redigiertag ein: Einmal pro Woche konnte ich daheim arbeiten, idealerweise an einem Donnerstag. »Es sollte halt kein Resigniertag werden«, spottete er, und da fand ich ihn sogar sympathisch.

Es gab damals keine Betriebsvereinbarung über »Home Office«; den Begriff benutzte keiner. Niemand von uns machte sich Gedanken über versicherungsrechtliche Konsequenzen. Wir richteten einfach einen Redigiertag ein, und der funktionierte richtig gut.

Und weil ich in der sehr rustikalen Zwei-Zimmer-Wohnung, in der ich damals lebte, keinen Balkon hatte, verlegte ich den Redigiertag kurzerhand ins Freie: Ich radelte im Spätsommer 1995 zum ersten Mal in den Schlossgarten von Karlsruhe, setzte mich mit meinem Manuskript an den See und arbeitete unter freiem Himmel. Das fand ich dann ziemlich produktiv …

(Dieser Beitrag erschien vor wenigen Tagen auf der PERRY RHODAN-Serie. Hier wiederhole ich ihn, weil er ja auch eindeutig biografische Themen enthält ...)

25 Februar 2026

Invasion der Posbis

Nein, auf dem Titelbild des Romans unserer Serie PERRY RHODAN NEO, den wir in dieser Woche veröffentlichen, zeigen wir nicht »Die drei Musketiere« oder ein ähnliches Motiv. Es ist – wenn man es genau nimmt – immer wieder Roi Danton, und diese Figur in seinen unterschiedlichen Variationen.

Bei PERRY RHODAN NEO manifestiert sich Danton nämlich in unterschiedlicher Gestalt. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen: Er ist nicht Perry Rhodans heimlicher Sohn, und er hat wirklich etwas mit der Französischen Revolution zu tun …

Der kommende Roman unserer Serie stammt von Lucy Guth und trägt den Titel »Invasion der Posbis«. Tatsächlich musste sich die Autorin darin mit einem Thema beschäftigen, das nicht zu ihren liebsten Gebieten zählt: Unter anderem geht es um eine militärische Konfrontation. Raumschiffe der Posbis und der Menschen stehen sich gegenüber, es wird auch geschossen und gekämpft.

Lucy Guth schildert aber kein ausuferndes Schlachtengemälde. Es geht der Autorin stets auch um Personen und ihre Taten und Gefühle. Eine dieser Personen ist Roi Danton, aber er ist nicht die einzig wichtige Figur in ihrem Roman. Abwechslungsreiche Geschichte!

24 Februar 2026

Neue und alte Konflikte in der Milchstraße

Ein Logbuch der Redaktion

Bei der PERRY RHODAN-Serie ist es schon in den frühen Zeiten zu einer guten Tradition geworden, dass die Handlung eines laufenden Zyklus an unterschiedlichen Schauplätzen spielt. Die Leserinnen und Leser konnten sich also auf abenteuerliche Geschichten freuen, die in weiter Ferne angesiedelt waren – in Andromeda, Gruelfin oder dem Mahlstrom der Sterne –, während immer wieder zur Erde und den Welten der Milchstraße zurückgeblendet wurde.

Ben Calvin Hary, unser aktueller Chefautor, und das Team aus engagierten Autorinnen und Autoren hat an diesem »Rezept« selbstverständlich nichts geändert. Und so liest man abwechselnd von den aktuellen Herausforderungen zwischen Terra und Topsid sowie andere Welten der Menschheitsgalaxis oder eben von den Erlebnissen des kleinen Teams an Bord des PHOENIX, das in den Tiefen des Kosmos unterwegs ist.

Das gilt auch für die kommenden vier Romane. Wobei Leo Lukas in gewisser Weise für den Brückenschlag verantwortlich ist: Am 6. März 2026 erscheint »Zwischen fremden Sternen« mit der Bandnummer 3368, der im Sternwürfel spielt, bei dem aber die heimatliche Galaxis stets im Hintergrund eine Rolle einnimmt.

Der Autor erzählt von einer Figur, die eigentlich mit dem Sternwürfel verschwunden ist, die dort – vielleicht – aber eine neue Heimat gefunden hat. Leider läuft nicht alles so, wie man es sich erhofft hat, und so entwickeln einige Wesen einen waghalsigen Plan … Ich drücke mich an dieser Stelle übrigens absichtlich etwas unklar aus: Der Roman spielt schließlich ein bisschen mit der Identität der Hauptfigur.

Ben Calvin Hary springt danach direkt zur Erde und den anderen Welten des heimatlichen Solsystems. Dort haben sich die Menschen – weil die Bedrohung so groß war – freiwillig in die Obhut einer Künstlichen Intelligenz begeben. NATHAN sorgt für die Menschen, er kontrolliert sie allerdings nicht.

Viele Terraner betrachten die aktuelle Situation als perfekte Welt, als eine Utopie aus Sicherheit und Wohlstand. Doch natürlich sehen das nicht alle Terraner gleich ...

Der Roman trägt den Titel »Der Status quo«; er kommt am 13. März 2026 mit der Bandnummer 3369 in den Handel. Ich bin übrigens sicher, dass sein Inhalt für einige Diskussionen in der Leserschaft sorgen wird …

Eine Welt, die seit langer Zeit als zerstört gilt, steht im Fokus des nächsten Romans von Oliver Fröhlich. »Eine Handvoll Tramp« erscheint am 20. März 2026 und trägt die Bandnummer 3370. Unter anderem geht es um einen Topsider, der nach etwas sucht, das es eigentlich nicht geben dürfte.

Der Titel legt nahe, um welche Welt es geht: Der Autor lässt seinen Roman in dem Sonnensystem spielen, das einst die Heimat der Mausbiber war. Set Jahrtausenden umkreisen allerdings nur die Trümmer des Planeten Tramp den Stern – aber vielleicht kann man dort immer noch etwas finden?

Den Abschluss des Vierer-Blocks bildet ein Roman von Kai Hirdt. »Das Duell« zeigt auf, was geschehen kann, wenn ehemalige Verbündete zu erbitterten Feinden werden – und dann doch wieder zusammenarbeiten müssen.

Der Autor erzählt in seinem Roman mit der Bandnummer 3371 eine abwechslungsreiche Geschichte, in der er die Absichten der unterschiedlichen Personen klar herausstellt. Zudem zeigt er, wie ein junger Mann an seine Grenzen stößt und über diese hinauswachsen muss …

Es bleibt zwischen den Sternen der Milchstraße also spannend. Mir hat das Paket, das die vier Autoren mit ihren Romanen geschnürt haben, sehr gut gefallen – jeder Band weist unterschiedliche Schwerpunkte auf und unterscheidet sich stilistisch von den Bänden der Kollegen.

(Dieses Logbuch erschien bereits vor einigen Tagen auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Redaktion und wird an dieser Stelle vor allem aus dokumentarischen Gründen geteilt.) 

23 Februar 2026

Die ersten Shinobi

Bereits am vergangenen Freitag erschien mit »Die ersten Shinobi« der aktuelle Roman von Olaf Brill. Der Autor hatte bei seinem Manuskript die nicht einfache Aufgabe, eine neue Organisation für die Milchstraße einzuführen, ohne zu viel zu verraten – kein Wunder, die Shinobi entstehen schließlich erst, ebenso wie das Elysium, für das sie tätig sein sollen.

Was mir dabei sehr gut gefiel, war die Art und Weise, wie der Autor die beiden Hauptpersonen vorstellte. Sowohl Jasper Cole als auch Antonya Bancroft sind auf ihre Art fähig und verfügen über Durchsetzungskraft – aber sie haben sehr unterschiedliche Vorgehensweisen, die sich kaum auf einen Nenner bringen lassen. Das kann funktionieren, muss aber nicht, und diesen Konflikt zwischen beiden Figuren zeigt Olaf Brill sehr deutlich.

Ganz nebenbei präsentiert er noch eine neue fremdartige Kultur und schildert Konflikte, die sich ergeben, wenn sehr fremdartige Lebewesen aufeinanderstoßen. Der Roman unterhält deshalb auf verschiedenen Ebenen, und das fand ich sehr ansprechend.

13 Februar 2026

Eine Woche Stille

Wieder einmal zieht sich der Redakteur für einige Tage von seinem Blog zurück. Konkret: Ab heute nach Feierabend bin ich nicht mehr am Rechner, werde also weder diesen Blog pflegen noch Mails beantworten.

Am 23. Februar bin ich wieder am Start, dann geht es auch mit dem PERRY RHODAN-Blog weiter. Vielen Dank an alle, die hier regelmäßig reinlesen!

Galaktische Entscheidungen – und eine kosmische Trasse

Ein Logbuch der Redaktion

Als ich anfing, PERRY RHODAN zu lesen, schilderten die verschiedenen Auflagen, die es damals gab, im Wesentlichen das gleiche Szenario: Die Milchstraße ist in verschiedene Machtblöcke zersplittert, die einzelnen Sternenreiche belauern sich, und die Menschheit versucht unter Perry Rhodans Führung, sich gegen Laren, Arkoniden oder den unheimlichen Schwarm zu behaupten. Die Vision der Galaktischen Völkerwürde-Koalition und später des Galaktikums fand ich positiver, das wollte ich dann unbedingt lesen.

Nicht zuletzt aus diesem Grund mag ich die aktuelle Entwicklung unserer Serie: Die Idee zum Projekt von San stammt ursprünglich von Wim Vandemaan und Christian Montillon; sie wurde im Zyklus »Das Atopische Tribunal« zum ersten Mal vorgestellt und dann immer wieder erwähnt.

Im »PHOENIX«-Zyklus machte Ben Calvin Hary als neuer Exposéautor das Konzept seiner Vorgänger handlungstragend: Aus dem theoretischen Projekt von San wurde zuerst das realistische Projekt Pegasos, und nun soll daraus das Elysion entstehen – dabei handelt es sich wieder einmal um eine positive Vision von Frieden und Völkerverständigung.

Von den weiteren Fortschritten in Sachen Elysion erzählen einige der Romane, die in den kommenden Wochen erscheinen. Sie zeigen zudem, welche Versuche die Gegner des Elysions unternehmen und was sich in den Tiefen des Alls abspielt.

Zuerst liefert Marie Erikson den zweiten Teil ihres Doppelbandes. »Vom Himmel gefallen« erscheint am 6. Februar 2026 mit der Bandnummer 3364. Die Autorin erzählt von einem bislang unbekannten Volk, das auf einer als unwichtig geltenden Welt lebt und sich auf einmal im Zentrum eines Konflikts wiederfindet.

Bei diesem Konflikt gelten die Terraner als die »Bösen«, vor denen man unbedingt Angst haben muss und gegen deren drohenden Angriff man Waffen benötigt. Vor allem Perry Rhodan wird als eine Bedrohung dargestellt. Mir gefiel sehr gut, wie die Autorin die »Innensicht« einer außerirdischen Kultur beleuchtet, aus deren Perspektive die Geschichte der Terraner ganz anders wirken kann.

In das Elysion hinein blickt Wim Vandemaan mit »Wer über die Brücke geht«, der am 13. Februar 2026 mit der Bandnummer 3365 in den Handel kommt. Der Autor stellt die ersten Shinobi ins Zentrum seines Romans, die für das Elysion streiten und die Völker der Galaxien schützen sollen. Sie erhalten auch gleich ihre erste Bewährungsprobe.

Es ist ein Roman, wie ihn nur Wim Vandemaan schreiben kann: Es gibt Action, er liefert einen Blick auf exotische Kulturen, und er zeigt eine Reihe von schrägen Szenen …

Die direkte Fortsetzung verfasste Olaf Brill, der seinem Roman einen konsequent klaren Titel verliehen hat: »Die ersten Shinobi« erzählt von einem Einsatz, in dem sich die Shinobi weiter bewähren müssen. Es geht darum, die exotische Bevölkerung eines bislang unbedeutenden Planeten zu schützen.

Ab dem 20. Februar 2026 ist der Roman mit der Bandnummer 3366 erhältlich; sein Schluss ist offen und macht sicher auf die weitere Entwicklung einzelner Figuren neugierig. Um’s vorsichtig anzudeuten: Hier legen wir zum wiederholten Mal einige Spuren zur Handlung im kommenden Zyklus.

Den Abschlussband dieses Viererblocks schrieb Uwe Anton: Der erfahrene Schriftsteller, Übersetzer und Herausgeber, der selbst mehrere Jahre lang für die Exposés unserer Serie zuständig war, meldet sich mit einem Abenteuer zurück, in dem er Reginald Bull als eine Hauptfigur zeigen kann.

»Die kosmische Trasse« schildert eine Suche in den Tiefen des Universums, weit entfernt von der heimatlichen Milchstraße. Die Besatzung des kleinen Raumschiffs PHOENIX folgt einer Spur, die sie zu verschiedenen Treffen und am Ende zu einer überraschenden Begegnung führt. Veröffentlicht wird der Roman mit der Bandnummer 3367 am 27. Februar 2026.

Wir werden in den Romanen, die darauf folgen, noch ein bisschen bei Reginald Bull und der PHOENIX-Besatzung bleiben, bevor es schnell wieder in die Milchstraße zurückgeht – auf beiden Handlungsebenen stehen schließlich große Entscheidungen an …

(Das Logbuch kam vor einigen Tagen schon auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.) 

12 Februar 2026

Wer über die Brücke geht

Es ist ein streckenweise verblüffendes Szenario, das Wim Vandemaan in seinem PERRY RHODAN-Roman entwirft, der in dieser Woche in den Handel kommt. Dabei geht der Autor an manchen Stellen über die Ideen des Exposés hinaus und führt eigene Details in die Handlung ein.

»Wer über die Brücke geht« spielt in der Milchstraße und erzählt von der geheimen Organisation, die vom Elysion ins Leben gerufen wird. Wenn man die Galaxis vor Bedrohungen schützen will, so die Überlegung von Atlan und einigen anderen, braucht man dafür spezielle Kämpfer.

Wim Vandemaan erzählt von den Prüfungen, die zu absolvieren sind, und von einem ersten Einsatz, der ansteht, bevor die Ausbildung so richtig beendet worden ist. Mir gefiel bei diesem Roman, wie vielschichtig er war und auf welchen Ebenen der Autor welche Überraschung vermittelte.

11 Februar 2026

Besuch von Klaus Bollhöfener

Seit Klaus Bollhöfener in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist, haben wir uns einige Male bei Cons und anderen Veranstaltungen gesehen. Immer wieder nahmen wir uns vor, dass er uns in den Räumlichkeiten in Rastatt besuchen würde, die er zwar noch kennengelernt, in denen er aber nicht mehr gearbeitet hat. 

Am Dienstag, 10. Februar 2026, war es soweit: Klaus Bollhöfener besuchte uns. Wir aßen mitinander zu Mittag, wir besprachen viel, und abends gingen wir noch in ein griechisches Restaurant. Wir beide sprachen über private Dinge – wenn man sich seit gut dreißig Jahren kennt, bietet sich das an –, aber vor allem ging es um die Science Fiction im Allgemeinen und PERRY RHODAN im Besonderen.

Klaus gab dem Marketing-Team viele Informationen zu seiner langjährigen Praxis. Er lieferte wichtige Hinweise zur Leipziger Buchmesse und was man bei der Organisation eines Messestandes alles zu beachten hat. Auch zu Themen wie der Anzeigenplanung hatte er wertvolle Tipps.

(Das Bild zeigt links Klaus Bollhöfener, den ehemaligen Marketingkollegen, und rechts Klaus N. Frick, den PERRY RHODAN-Redakteur. Das Foto schoss Adnan Turan.) 

10 Februar 2026

Als die Flüsse schwiegen

Ein unheimliches Lebewesen auf dem Titelbild, ein mysteriös klingender Titel: Der kommende Band unserer Serie PERRY RHODAN NEO wurde von zwei Autoren geschrieben, spielt zu einem wichtigen Teil auf einer seltsamen Welt und trägt den Titel »Als die Flüsse schwiegen«. Verantwortlich für die Geschichte zeichnen Stefan Pannor und Oliver Müller – dieser ist neu in unserem Team.

Mir gefielen in diesem Roman unter anderem die Begegnungen, die Perry Rhodan mit den Nakken hat. Die schneckenartigen Lebewesen werden lebendig geschildert, man kann sich als Leser gut in die Lage des Terraners hineinfühlen und erkennt, wie fremdartig seine Umgebung ist. Schön!

09 Februar 2026

Feuersturm

Es ist eines der großen Epen der PERRY RHODANA-Geschichte: der Untergang des Universums Tarkan und die verzweifelte Flucht einiger Sternenvölker, durch den Transfer einer ganzen Galaxis ihren Untergang aufzuhalten. Im »Tarkan«-Zyklus erreichen diese Ereignisse ihren Höhepunkt.

Das PERRY RHODAN-Buch mit dem Titel »Feuersturm« und der Bandnummer 173 erzählt den Abschluss dieser großen Geschichte. (Das Buch erscheint offiziell im März. Mir liegt ein Vorabexemplar vor, das uns die Druckerei geschickt hat.) Zwischen den Truppen des sogenannten Hexameron und den Raumschiffen aus der Milchstraße droht eine verheerende Endschlacht, die Superintelligenz ESTARTU und ihr Schicksal schwelen gewissermaßen im Hintergrund, und die weitere Existenz der gesamten Lokalen Gruppe steht auf dem Spiel.

»Feuersturm« markiert den Abschluss der zweiten kosmischen Phase unserer Serie. Danach wird die Handlung bodenständiger, auch wenn weiterhin die Hohen Mächte im Hintergrund eine Rolle spielen. Ich mochte den »Tarkan«-Zyklus sehr, war dann aber vom darauf folgenden »Cantaro«-Zyklus sehr überzeugt …

06 Februar 2026

Band 3400 als zentrales Thema

In dieser Woche hatte ich eine kurze Videokonferenz mit Ben Calvin Hary und Christian Montillon. Wir sind ja ständig im Dialog, mailen viel, telefonieren gelegentlich – aber ab und zu ist es sinnvoll, sich auch mal zu sehen. Und da ist ein Videogespräch eine schöne Gelegenheit.

Es ging um den kommenden Jubiläumsband unserer Serie. Band 3400 erscheint am 19. Oktober 2026. Mir liegen bereits erste Datenblätter vor, das Exposé für den Roman steht in seinen Grundzügen. Die Autoren stellten mir einige Details vor, die ich noch nicht kannte: Welche Figuren nehmen nun welche Rolle ein, und wie verhält sich Perry Rhodan in einer bestimmten Angelegenheit?

Wir besprachen ebenso die Kolleginnen und Kollegen, die für die ersten Bände des neuen Zyklus verantwortlich sein werden. Dabei sind unter anderem die Termine zu berücksichtigen, die von allen eingehalten werden müssen …

05 Februar 2026

Teamtagung für 2026

Der heutige Tag stand im Zeichen einer internen Besprechung: Die PERRY RHODAN-Redaktion und das Marketing saßen mehrere Stunden lang zusammen, um Pläne für das Jahr 2026 zu schmieden oder bereits vorhandene Ziele genauer zu betrachten. Was kann man wie anpassen, was lässt sich verbessern, wo fehlen noch Ideen und Grundlagen?

Immerhin steht im Jahr 2026 eine Reihe von spannenden Themen bevor: Am Ende des Jahres wird mit PERRY RHODAN-Band 3400 ein neuer Zyklus eingeläutet, bei PERRY RHODAN NEO beginnt im April 2026 eine neue Handlungsstaffel, und bei den PERRY RHODAN-Bücher starten wir demnächst in den »Cantaro«-Zyklus. Dazu kommen diverse Veranstaltungen, angefangen bei der Leipziger Buchmesse über den ColoniaCon oder die PERRY RHODAN-Tage in Braunschweig bis hin zum BuchmesseCon – um nur einige zu nennen –, die wir irgendwie »bestreiten« müssen.

Es gibt viel zu tun, und das muss geplant werden. Mit der heutigen Teamtagung sind wir auf jeden Fall einige Schritte weiter gekommen.

04 Februar 2026

Als wir nach Arkon aufbrachen

Ein Logbuch der Redaktion 

Ich erinnere mich sehr gut an die große Euphorie, die uns nach dem Start von PERRY RHODAN NEO befallen hatte. Zwar gab es kritische Stimmen, aber wir erhielten sehr viel positiven Zuspruch, und auch die Verkaufszahlen waren wirklich überzeugend. Und so wurde aus der kleinen Serie, die wir im Herbst 2011 in den Handel gebracht hatten, recht schnell ein echter Erfolg.

Im Sommer 2012 ging es nicht nur an neue Ideen für Romane, sondern es ging an den Kern der Sache: Wollten wir nur die klassische Serie nacherzählen, oder wollten wir einen frischen Weg einschlagen? Die Antwort, die sich bei unseren internen Gesprächen ergab, war eindeutig: Wir wollen Völker und Figuren anders definieren – nur dann ist PERRY RHODAN NEO eine eigenständige Serie.

Und so ging es unter anderem um die Springer, die wir so erst gar nicht bezeichnen wollten und die bei uns nur Mehandor heißen sollten, und die Topsider. Beide Völker waren in der frühen Serie sehr wichtig, beide Völker wurden eher eindimensional gezeichnet.

Mit viel Elan gingen wir an die vierte Staffel unserer Serie, deren Exposés und Datenblätter wieder von Frank Borsch stammten. Der Autor aus Freiburg hatte die wichtigsten Grundlagen für PERRY RHODAN NEO geliefert und steuerte sie durch die ersten hundert Romane.

Der »kleine« Jubiläumsband der Serie erschien am 31. August 2012: Band 25 kam in den Handel, verfasst von Leo Lukas. Der in Wien lebende Autor ließ in »Zielpunkt Arkon« seine Phantasie sprühen: Es geht nicht nur darum, dass Perry Rhodan und seine Gefährten zu einer neuen Mission aufbrechen, sondern die Leser erfahren auch viel über die Besatzung der TOSOMA.

Dabei war klar, dass Leo Lukas es nicht am Humor fehlen ließ. So erfuhren die Leserinnen und Leser auch einiges über den Koch, der in letzter Sekunde an Bord geholt wird, und seine Abenteuer. Im Jahr 2037, in dem die vierte Staffel beginnt, sind es eben immer noch die »kleinen« Probleme, die manches durcheinanderbringen.

Die Staffel erzählte in insgesamt zwölf Bänden von einer ersten Expansion der Menschen ins All: noch ein wenig behutsam, fast unbeholfen, aber trotzdem mit viel Erfindergeist und Wagemut. Dabei spielt die Handlung nicht nur in den Tiefen der Milchstraße, sondern auch im heimatlichen Sonnensystem.

Das zeigt bereits das Titelbild von »Zielpunkt Arkon«: Es geht unter anderem zum Mars. Der Rote Planet soll eigentlich mit einem Terraforming-Programm zu einer lebenswerten Welt gemacht werden. Doch ausgerechnet auf dem Mars stoßen die Wissenschaftler auf ein faszinierendes Geheimnis, mit dem niemand rechnen konnte – ein Historiker trifft auf Wesen, die es auf dem Mars eigentlich nicht geben dürfte.

Zu einem wichtigen Schauplatz der Handlung wird eine gigantische Raumstation, die von ihren Bewohnern als »Gespinst« bezeichnet wird. Die Terraner kommen bei ihrer Reise von der Erde nach Arkon dort vorbei, weil sie wichtige Informationen benötigen. Auf der Station leben menschenähnliche Wesen, mit denen Perry Rhodan und seine Gefährten erstmals in Kontakt treten.

Mir gefiel sehr gut, wie Michelle Stern die Mehandor im Universum von PERRY RHODAN NEO schilderte: Die galaktischen Händler sehen nicht nur anders aus als in der klassischen Serie, sie verhalten sich auch anders. Und sie haben eigenwillige Vorstellungen darüber, wie die Reparatur eines Raumschiffes zu bezahlen ist. Perry Rhodan muss wieder einmal einen wagemutigen Plan entwickeln ...

Spannend finde ich persönlich eine komplett neue Handlungsebene der vierten Staffel – dieses Thema fand so in der Originalserie nie statt ... Ich meine damit den Planeten Topsid, die Heimat der echsenartigen Topsider. Die spielen derzeit in der Handlung der Hauptserie eine wichtige Rolle – umso interessanter ist es, sich heute anzuschauen, wie sie bei PERRY RHODAN NEO dargestellt worden sind.

Bernd Perplies lieferte mit »Planet der Echsen« (Band 26) sein zweites Werk für unsere Serie: Sein Held ist ein Mann von der Erde, den es auf Topsid verschlagen hat. Als einzige »Blasshaut« muss er unter Millionen von Echsenwesen um sein Überleben kämpfen.

Trotz aller Gefahren findet er neue Freunde – und erlangt einen faszinierenden Blick in eine Kultur, die von der menschlichen Zivilisation weit entfernt ist. Dummerweise bricht dann ein Bürgerkrieg aus, und unser Held kommt in echte Schwierigkeiten ...

Manchmal sind die Szenen auf Topsid witzig, oftmals sind sie tragisch; ich fand die Darstellung der fremden Kultur sehr spannend und litt mit unserer Figur. Bei den Leserinnen und Lesern kamen die Gegensätze gut an.

Das lag sicher auch an den Titelbildern: Die Titelbilder der vierten Staffel stammten wieder von Dirk Schulz, der sich dabei von Horst Gotta unterstützen lässt. Er zeigte die Oberflächen fremder Welten, und es gab völlig neue Ansichten von Topsid. Damit machte er das »neue« Universum unserer Serie erst so richtig plastisch.

Wenn ich heute die Romane der vierten Handlungsstaffel durchblättere, bin ich von den Romanen sehr angetan. Die Autorinnen und Autoren eröffneten einen neuen Blick auf Topsider und Mehandor, später auch auf Arkoniden und Naats; das war frisch und spannend. Ich finde, es lohnt sich immer noch, erneut einen Blick in diese PERRY RHODAN NEO-Romane zu werfen.

(Dieses Logbuch erschien bereits vor einigen Tagen auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie. Hier wiederhole ich es aus dokumentarischen Gründen.)

03 Februar 2026

Vom Himmel gefallen

Wie manipuliert man die Bevölkerung einer Stadt oder eines Staates oder gar einer ganzen Welt? Man nutzt alle Möglichkeiten, die Leute zu verängstigen, und sorgt für klare Feindbilder. Das zumindest erzählt Marie Erikson in ihrem PERRY RHODAN-Roman, der in dieser Woche in den Handel kommt. Er trägt den Titel »Vom Himmel gefallen« und ist der zweite Teil eines Doppelbandes.

Mit Tolmenur führt die Autorin eine Figur durch die Handlung, die mir schon im ersten Teil des Doppelbandes sehr gut gefallen hat. Tolmenur ist nicht dumm, nur vielleicht am Anfang ein wenig naiv – kein Wunder, nachdem sie gerettet worden ist. Doch langsam erwacht in ihr ein kritisches Bewusstsein, sie stellt Fragen und entwickelt sich weiter.

Vor allem die Entwicklung dieser Figur gefiel mir bei der Lektüre des Doppelbandes. Selbstverständlich fügt sich der Roman ins Geschehen der aktuellen »PEGASOS«-Handlung ein, aber dank Tolmenur ist es weitgehend eine eigenständige Geschichte. Sehr empfehlenswert!

02 Februar 2026

Das Solsystem im Fokus

In den Exposés, mit denen ich mich gestern und heute beschäftige, geht es immer wieder um das Solsystem. Ben Calvin Hary stellt die aktuelle Situation auf der Erde und den anderen Welten und Monden dar; die Autoren haben dann die knifflige Aufgabe, aus seinen Exposés einen spannenden Roman zu machen.

Ich finde es wichtig, immer wieder zur Situation im Solsystem umzublenden. Mit PERR RHODAN schreiben wir gewissermaßen die Geschichte der Menschheit bis in die ferne Zukunft. Und weil die Erde der Ursprungsplanet der Menschen ist, ist sie immer wieder der Dreh- und Angelpunkt der Handlung.

Das wird gelegentlich kritisiert. Die Erde stehe zu oft im Zentrum, das sei nicht glaubwürdig; wir sollten doch einmal einen ganzen Zyklus ausschließlich auf fernen Welten spielen lassen.

Um’s vorsichtig anzudeuten: Wenn zu viele Romane weit außerhalb der Milchstraße spielen, melden sich andere Leserinnen und Leser und fordern, dass die Erde als Schauplatz doch ebenfalls wichtig sei. Die Geschmäcker sind nun mal doch recht unterschiedlich …

Ich glaube einfach, dass wir beides bei PERRY RHODAN brauchen: Romane, die in weiter Ferne spielen und exotische Schauplätze bieten, und Romane, die von der Erde und ihrer Zukunft erzählen.