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03 September 2026

Action-Spiele in den frühen 80er-Jahren

Man muss ehrlich sein: In den frühesten Computerspielen, die in den 80er-Jahren veröffentlicht wurden, ging es vor allem ums »Ballern«. Man schoss auf Raumschiffe oder Asteroiden, lieferte sich bei »Ballerburg« allerlei Duelle und war froh, überhaupt am Computer spielen zu können. Es kann also nicht verwundern, dass auch die Marke PERRY RHODAN für Computerspiele eingesetzt wurde.

In den Heftromanen des Pabel-Moewig-Verlags erschienen beispielsweise im Jahr 1984 – hier ist eine Anzeige aus MYTHOR zu sehen – Anzeigen unter dem reißerischen Titel »Wahnsinn: Perry Rhodan's Video-Spiele!« Der Text inklusive des falschen Apostrophs richtete sich offensichtlich an Jugendliche männlichen Geschlechts.

Zum Angebot gehörten die Spiele »Cosmic Town«, »Laser Base« und »Fire Birds«. Beschreibungen, Titelbilder und Titel machten klar: Mit dem Inhalt der PERRY RHODAN-Serie, die damals eher »friedensbewegt« war, hatte das alles nichts zu tun.

Wie sich die Spiele damals verkauften und welche Resonanz sie bei den Leserinnen und Lesern hatten, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Im Verlagsarchiv gibt es dazu keinerlei Unterlagen.

06 August 2026

Abrechnung im Park

Immer wieder gab es Versuche, die PERRY RHODAN-Serie für eine neue Leserschicht in das Format eines Comics zu übertragen. Einer davon wurde im Jahr 2004 unternommen: »Abrechnung im Park« ist eine acht Seiten umfassende Geschichte, die von Bernd Kronsbein getextet wurde und zu der Dirk Schulz die Bilder beisteuerte.

Veröffentlicht wurde er als redaktionelle Beilage im PERRY RHODAN-Extra 1 sowie – mit winzigen Änderungen – als separates kleines Heft, das bei Veranstaltungen kostenlos verteilt wurde. Auch die Ausgabe 78 der Zeitschrift »Comixene« druckte den Comic ab.

»Abrechnung im Park« hatte übrigens nichts mit den geplanten Comic-Veröffentlichungen im Splitter-Verlag zu tun. Dieser wurde erst 2006 gegründet, zwei Jahre also nach diesem Experiment. »Abrechnung im Park« diente als »Teaser« für eine geplante Zusammenarbeit mit einem der großen Comic-Verlage, aus der leider aufgrund personeller Änderungen nichts wurde.

30 Juli 2026

Eröffnung in Saarbrücken

Für den PERRY RHODAN-WeltCon im September 1986 hatte sich die Abteilung Public Relations der Verlagsgruppe Pabel-Moewig einiges einfallen lassen. Man hatte nicht nur alle Autoren eingeladen, sondern mit Karl Dall auch einen echten »Stargast« und mit Sensus eine Band aus den Niederlanden. Dazu kamen eine speziell gebaute Bühne und reichlich Trockeneisnebel …

Als Moderatorin trat die Chefin der Public-Relations-Truppe selbst auf. Linda Ivanus-König hatte sich extra einen silbernen Anzug schneidern lassen, damit sie wie ein Astronaut aussah, und sich allerlei Glitzerzeugs in die Haare gemacht – was man sich eben vorstellte, wenn man im Jahr 1986 an Science Fiction dachte.

Ihr Gegenüber stand ein »Roboter«, ein ferngesteuertes Etwas, das allerlei Geräusche von sich gab und sich so verhielt, wie man sich eben einen Roboter vorstellte. In der Euphorie der Con-Eröffnung spielte das alles keine Rolle: Die Rede saß, die Besucherinnen und Besucher jubelten begeistert, alles klappte hervorragend.

Der WeltCon in der Saarlandhalle in Saarbrücken konnte beginnen; er lief tatsächlich reibungslos und mit praktisch keinem Problem. Sprach man später mit Fans darüber, blieb die Eröffnungsrede allerdings weniger in Erinnerung als andere Auftritte …

16 Juli 2026

Farbig für die Infoline

Kaum war Eckhard Schwettmann im Juni 1996 als Marketingleiter bei PERRY RHODAN an Bord, setzte er innerhalb weniger Tage und Wochen die Erfahrungen um, die er in anderen Bereichen gesammelt hatte. Er hatte zuvor in der Musik-Branche gearbeitet, und er kannte sich mit Fußball aus – in beiden Bereichen hatte man im Marketing mit sogenannten Infolines gute Erfahrungen gesammelt.

Und so wurde auch eine PERRY RHODAN-Infoline gestartet: Wer die dort angegebene Nummer anrief, erhielt aktuelle Informationen zur Serie und ihrem Umfeld. Der Anruf war kostenpflichtig, und die Erlöse teilten sich der Verlag und der Telefonanbieter.

Anfangs schrieb Schwettmann die Texte selbst, später übernahm das Klaus Bollhöfener. Die Redaktion lieferte gelegentlich Beiträge hinzu.

Anzeigen wurden in den eigenen Romanheften geschaltet, also in Schwarzweiß, aber auch in Farbe. Die hier gezeigte Anzeige wurde für die Zeitschrift »Oxmox« produziert, das in Hamburg erscheinende Kultur- und Veranstaltungsmagazin.

02 Juli 2026

Trio in Köln

Aus der Reihe »Ein Bild und seine Geschichte«

Auf dem ColoniaCon im Frühsommer 1993 präsentierten sich unter anderem einige neue PERRY RHODAN-Mitstreiter den Fans. Das Bild fasst das sehr schön zusammen, finde ich.

Es zeigt – links im Bild – die Autorin Susan Schwartz, die erst wenige Wochen zuvor mit »Im Netz des Quidor« ihren Einstand in der PERRY RHODAN-Serie gegeben hatte. In der Mitte steht Klaus N. Frick, der im Herbst des Vorjahres als neuer PERRY RHODAN-Redakteur angefangen hatte. Und rechts erkennt man Rüdiger Schäfer, zur damaligen Zeit vor allem als Herausgeber kritischer Fanzines und Autor gelungener Kurzgeschichten bekannt.

In unterschiedlichen Konstellationen arbeiten die drei Personen seit den 90er-Jahren zusammen. Persönlich kannten sie sich seit den 80er-Jahren. Schön, wenn es solche Kontinuitäten gibt!

Das Bild wurde von Peter Fleissner aufgenommen.

25 Juni 2026

Wenn Autoren posieren ...

Aus der Serie »Ein Bild und seine Geschichte«

Der VorCon des FreuCon '92 wurde im Jugendzentrum »Murgtäler Hof« veranstaltet. An diesem Ort waren von 1981 bis 1992 die FreuCons gelaufen, manchmal wurde es nur als Übernachtungsmöglichkeit genutzt, manchmal war es der zentrale Ort für den eigentlichen Con.

Am Donnerstag, 23. April 1992, reisten die Leute schon vorzeitig an, die von Freitag bis Sonntag im Kongresszentrum ihren Dienst antreten sollten. Immerhin sollte in der kleinen Stadt im Schwarzwald der EuroCon stattfinden.

Nach dem Motto »bitte freundlich lächeln« wurden auch die anwesenden PERRY RHODAN-Autoren eifrig fotografiert. Das Bild zeig unter anderem (von links), die Autoren Robert Feldhoff und Ernst Vlcek, zwischen die sich Andrea Schäfer – sehr engagiert in der FanSzene – gestellt hatte. Neben Vlcek amüsiert sich, auf einem Barhocker sitzend, Dr. Florian F. Marzin, damals der PERRY RHODAN-Chefredakteur.

Das Bild wurde von Peter Fleissner geschossen.

18 Juni 2026

Angemeldet: Terra Vision

Der »Titelschutz-Anzeiger« war vor allem in früheren Jahrzehnten ein wichtiges Instrument für die Verlage, neue Titel für Bücher und Zeitschriften zu sichern, auch für Radio- und Fernsehstationen wurde die gedruckte Publikation gedruckt. Wenn man also etwas Neues für PERRY RHODAN machen wollte, musste man dafür sorgen, dass es über diese Publikation einem Fachpublikum bekannt wurde.

Im Spätsommer 1997 wies der »Titelschutz-Anzeiger« auch auf die größte Science-Fiction-Serie der Welt hin: Angekündigt wurde eine neue Zeitschrift, damals ein Thema, an dem Eckhard Schwettmann als Marketingleiter arbeitete. »Terra Vision – das Perry Rhodan-Magazin« (der Serienname nicht in Versalien geschrieben) wurde auf diese Weise markenrechtlich angemeldet.

Der Name für die Zeitschrift wurde so nicht umgesetzt. Immerhin erlebte das PERRY RHODAN-Magazin in den späten 90er-Jahren seine kurzzeitige Wiedergeburt.

07 Mai 2026

Gucky und die blauen Haare

Als die PERRY RHODAN-Redaktion im Spätsommer 1996 auf die PopKomm nach Köln fuhr, also auf die Messe für Jugend- und Popkultur, wusste niemand so richtig, was auf uns zukommen würde. Eckhard Schwettmann kannte die Veranstaltung und ihre Macher, er wollte auf diese Weise seine bisherigen Kontakte für unsere Serie nutzen. In einem gewissen Umfang klappte das ja auch alles.

Unter anderem hatten wir die Chance, eine PERRY RHODAN-Ausstellung in der Messehalle unterzubringen. Zu sehen waren Originalbilder von Johnny Bruck, ein großer »Gucky«-Aufsteller, den wir ja immer noch haben, und ein Computerbildschirm, auf dem Videos liefen.

Das Bild zeigt mich neben Gucky; ich hatte damals Haare in einem schönen Blau. Im Hintergrund ist Oliver Reiff zu erkennen, einer der zwei Männer, die damals unseren PERRY RHODAN-Auftritt im Internet steuerten und der heute noch für die Firma Trilobit verantwortlich ist.

(Wer das Foto schoss, ist leider nicht mehr nachvollziehbar. War’s Peter Fleissner oder jemand vom Verlag?)

23 April 2026

Den »Sternenruf« auf dem Zettel

Für jeden PERRY RHODAN-Roman gibt es seit Jahren eine Übersicht, die darüber informiert, welche redaktionellen Bestandteile der Roman enthält. Früher nannte man das einen Objektbegleitzettel, heute nennen wir es schlicht ein Strukturblatt.

Gemeint ist: Die Redaktion informiert über die redaktionellen Beiträge im Band: Wie viele Seiten nimmt der Roman ein, gibt es einen Mittelteil, und haben wir eine Illustration? Auf dieser Basis entwickelte die Herstellung bis vor wenigen Jahren die Objektbegleitzettel – auf diesem Blatt wurden alle relevanten Informationen vermittelt.

Man konnte auf einen Blick sehen, wo welche Anzeigen platziert werden sollten; sogar die Seitenzahlen waren festgelegt. Das Blatt war vor allem die Person bestimmt, die in der Repro aus den einzelnen Dateien eine Druckdatei erstellen musste. Aber auch die Korrektoren benutzten dieses Blatt, um sich eine Übersicht zu verschaffen.

Heute drucken wir das Strukturblatt nicht mehr aus; unsere Abläufe sind übersichtlicher geworden, weil wir nur noch wenige Menschen sind. Ich finde die Darstellung des PERRY RHODAN-Romans mit der Bandnummer 3100 und dem Titel »Sternenruf« immer noch interessant …

16 April 2026

Übersetzer auf dem ColoniaCon

Aus der Reihe »Ein Bild und seine Geschichte«


Der ColoniaCon im Juni 1996 war eine gelungene Veranstaltung, bei der sich fannischer Spaß mit ernsthaften Programmpunkten mischte. Dieses Foto, bei dem ich nicht mehr weiß, wer es aufgenommen hat – ich selbst vielleicht oder Peter Fleissner? –, bietet hierfür einen guten Beleg. Es zeigt eine Gruppe von Übersetzern und Autoren sowie einen prominenten Herausgeber.

Konkret handelt es sich um (von links nach rechts): Ronald M. Hahn (damals ein sehr guter Übersetzer), Uwe Anton (damals noch kein PERRY RHODAN-Teamautor, aber schon lange als Übersetzer und Schriftsteller aktiv), Horst Pukallus (auch einer der führenden Science-Fiction- und Fantasy-Übersetzer der 80er- und 90er-Jahre), Wolfgang Jeschke (Herausgeber der Science-Fiction- und Fantasy-Reihen im Heyne Verlag) sowie Thomas Ziegler (damals vor allem als Übersetzer tätig).

Während ich mit den Kollegen Hahn und Pukallus wenig redete, führte ich mit Uwe Anton und Thomas Ziegler im Verlauf des Wochenendes das eine oder andere Gespräch, bei dem es um eine Zusammenarbeit ging. Uwe hatte bereits Taschenbücher im Rahmen der PERRY RHODAN-Planetenromane veröffentlicht, Thomas Ziegler lernte ich an diesem Wochenende erst kennen. Es war also auch in dieser Hinsicht ein wichtiger Con …

Übrigens ist die Blickrichtung der Gruppe interessant. Der Fotograf stand mit dem Rücken zur Theke, wo frisches Bier ausgeschenkt wurde. Man kann also davon ausgehen, dass die fünf Männer nicht unbedingt nur den Fotografen anschauen, sondern sich ihr Blick auf die Theke richtet sowie auf den eigentlichen Veranstaltungsraum.

02 April 2026

ATLAN in Leipzig

Aus der Serie »Ein Bild und seine Geschichte«


Als wir im März 2007 mit einem eigenen Stand auf der Leipziger Buchmesse auf uns aufmerksam machten, hatten wir verschiedene Schwerpunkte: Wir präsentierten die neuen ATLAN-Taschenbücher, die bei Fantasy Productions veröffentlicht wurden, und wir hatten unter anderem eine neue ATLAN-Miniserie dabei. Unsere PERRY RHODAN-Bücher zeigten wir ebenfalls, aber in diesen Tagen stellten wir ATLAN nach vorne.

Und weil Arndt Drechsler sowohl bei den Taschenbüchern als auch bei den Heftromanen mit hervorragenden Titelbildern glänzten, luden wir den Illustrator – er wohnte damals noch in Regensburg – nach Leipzig ein. Das war eine richtig gute Idee: Arndt glänzte mit einer unglaublichen Geduld, was die Wünsche der Leute anging, die eine Widmung von ihm wollten, malte Bilder und unterschrieb Romane.

Das Bild zeigt ihn während einer Signierstunde. Er passte wunderbar zu unserem Team, und wir hatten – neben all der Arbeit in diesen Tagen – auch immer sehr viel Spaß.

26 März 2026

Ein blinkender Button

An Ideen mangelte es Eckhard Schwettmann wirklich nicht; das merkten wir alle, nachdem er im Juni 1996 sein Amt als neuer Marketingleiter für PERRY RHODAN angetreten hatte – der erste überhaupt.. Zu seinen ersten Arbeiten gehörte es, uns eine Markenidentität zu verpassen; vorher hatte sich um solche Details niemand gekümmert. Und er entwickelte in Zusammenarbeit mit unserer Agentur ein sogenanntes Key Visual, das er auf alle Anzeigen, Broschüren und Produkte drucken ließ.

Aus diesem Key-Visual, das im Wesentlichen aus dem PERRY RHODAN-Schriftzug, dem ikonischen Titelbildmotiv von Band 19 sowie einem wechselnden Schriftzug bestand, leitete er auch Aufkleber, Werbdrucksachen und Anstecker ab. Einer dieser Anstecker, ein echt schöner Button, befindet sich immer noch in meine Besitz; er wurde im Herbst 1996 an die Öffentlickeit gebracht.

Das PERRY RHODAN-Motiv wurde auf schwarzem Hintergrund präsentiert; der Button war auch eckig, was ich außergewöhnlich fand – die meisten Buttons, die ich ansonsten kannte, waren rund. Das besondere aber war: Der Button blinkte.

Eine der zwei Sonnen, die das Titelmotiv bildeten, war in Wirklichkeit eine winzige Lampe. Auf der Rückseite des Buttons – unter der eigentlichen Anstecknadel – gab es eine winzige Batterie und einen Druckknopf. Drückte man diesen, begann die Sonne zu blinken.

Und so liefen wir Ende des Jahres 1996 gelegentlich mit PERRY RHODAN-Ansteckern herum, die in einem hektischen Rot blinkten. Mir war das oft zuviel, zudem wollte ich bei der Batterie sparen. Aber heute blinkt da ohnehin nichts mehr ...  

12 März 2026

Werbung für die Intrawelt

Im Oktober 2005 bildete eine ATLAN-Miniserie einen der Werbeschwerpunkte: Die zwölf Bände des »Intrawelt«-Zyklus wurden unter anderem auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert. Die Abo-Abteilung produzierte dazu ein Faltblatt, das den PERRY RHODAN- und ATLAN-Romanen beigelegt und bei Veranstaltungen unter die Leute gebracht wurde.

Während die Titelseite des Faltblatts – es wurde im Postkartenformat angelegt – von ATLAN beherrscht wurde, konnte man auf den Innenseiten zudem Werbung für die einzelnen PERRY RHODAN-Auflagen bewundern. In der Erstauflage wurde »Der Dunkle Kapitän« vorgestellt, während bei der dritten Auflage der »Ayindi«- und in der fünften Auflage der »Chronofossilien«-Zyklus beworben wurden.

05 März 2026

Drei Männer im Saarland

Aus der Serie »Ein Bild und seine Geschichte«


Im Juni 1997 lud der Science Fiction Club Universum, den es erfreulicherweise immer noch gibt, zu den PERRY RHODAN-Tagen Saar nach Homburg, genauer gesagt, zum Sportgelände in Reiskirchen. Ich erinnere mich kaum noch an die Veranstaltung, weiß aber gut, dass ich die Atmosphäre sehr angenehm und familiär fand. Ich plauderte viel mit den Besucherinnen und Besuchern sowie den anwesenden Ehrengästen und fuhr abends in bester Stimmung nach Hause

Das Foto, das ich heute zeigen kann, stammt von Peter Fleissner, der in jenen Jahren zahlreiche Veranstaltungen mit seiner Kamera dokumentierte, Es zeigt (links im Bild) den Autor Manfred Weinland, der nur mit einem einzigen Taschenbuch für unsere Serie tätig war, von dessen Arbeit ich aber immer sehr viel hielt, mich in der Mitte, und (rechts im Bild) den Autor Rainer Castor, der damals noch nicht so bedeutend für unsere Serie war, wie er es wenige Jahre später sein sollte.

29 Januar 2026

Marketing-Blick im Jahr 2004

Aus der Serie »Ein Bild und seine Geschichte«


Wann genau das Foto aufgenommen wurde, das mich vor einem grünlich schimmernden Hintergrund zeigt, ist nicht mehr klar festzustellen. Anhand der ausliegenden Heftromane kann ich das Bild auf das Jahr 2004 fixieren, und ich denke, dass das einigermaßen stimmen sollte.

Klaus Bollhöfener und Miriam Hofheinz, unsere damaligen Marketingkollegen, hatten die Idee, ich solle mich mal fotografieren lassen. »Wir brauchen ein Foto von Dir, das man auch Außenstehenden zeigen kann«, argumentierten sie. Also wurde ich ins offizielle Fotostudio des Verlags geschickt, das sonst vor allem die Redaktionen der Zeitschriften nutzten, und durfte dort zwischen einem PERRY RHODAN-Aufsteller, diversen Heftromanen und ein bisschen Merchandise meinen Platz einnehmen.

Ich fremdelte ein wenig mit der Aufgabe, was man auch heute noch erkennen kann. Und ob das Foto wirklich seinen Weg aus unserer Redaktion hinaus an die Öffentlichkeit gefunden hat, kann ich heute nicht mehr sagen …

22 Januar 2026

Leseprobe für den Flammenstaub

Vor ziemlich genau zwanzig Jahren gaben wir die Leseprobe für die neue ATLAN-Miniserie in die Produktion, im Februar war sie dann auch fertig. Mit »Zwischen den Dimensionen« von Bernhard Kempen wollten wir im Februar 2006 auf den »Flammenstaub«-Zyklus innerhalb der ATLAN-Serie hinweisen.

Sabine Kropp betreute als Redakteurin die Miniserie und war auch für die Leseprobe, ihren Inhalt und ihre Produktion verantwortlich. Das Titelbild gestaltete Arndt Drechsler, und Sabine informierte die Leserinnen und Leser der Leseprobe in einem Vorwort über die Zusammenhänge. Für die Exposésteuerung zeichnete Michael Marcus Thurner verantwortlich – das war eine gute Zusammenarbeit!

Bei der Leseprobe hatten wir uns damals für das Format eines Heftromans entschieden. Sie sollte bewusst so aussehen wie das fertige Produkt. Und weil wir sie in unserer hauseigenen Druckerei produzieren ließen, stimmten auch das Papier und die Schrift mit dem »richtigen« Roman überein.

15 Januar 2026

Traumspuren

Mit dem Roman »Traumspuren« von Arndt Ellmer setzten wir im November 2006 wieder einmal Quinto-Center und die USO in Szene. Das Exposé erarbeitete Robert Feldhoff im Sommer, Arndt Ellmer als Autor lieferte den fertigen Roman termingerecht ab. Für das Titelbild war Alfred Kelsner verantwortlich, der die äußere Hülle von Quinto-Center zeigte, dazu eine Space-Jet, die offenbar durch eine Schleuse einflog.

Ich präsentiere hier aber ausnahmsweise einen Auszug aus dem Exposé. Genauer gesagt: das obere Drittel der ersten Seite. Das scheint mir eine gute Illustration zu sein; so etwas sieht man ja eher selten …

Was mir bei der Lektüre des Exposés auffällt und was ich vergessen hatte: Es ging unter anderem um die Algorrian, und es gab ein Datenblatt, das die Kinder der Algorrian auflistete. Vor allem aber enthält das Exposé die Kopie einer Rundmail, die ich am 14. Juni 2006 verschickt hatte. In dieser wies ich noch mal darauf hin, dass die Mehrzahl eines Algorrian nur mehrere Algorrian seien – es gebe also kein Mehrzahl-s.

Wichtig war mir zudem, und hier zitiere ich mein eigenes Rundschreiben, das im Exposé verarbeitet wurde: »Es gibt aber keine ›Fohlen‹ und keine ›Hufe‹ – schließlich sind es keine Tiere.« Das schien damals ein Problem gewesen zu sein, an das ich mich nicht mehr aktiv erinnere …

Der Autor machte aus dem Thema übrigens einen spannenden Thriller, in dem er unter anderem den Oxtorner Monkey ins Zentrum rückte. Das alles bettete er geschickt in den dramatischen Kampf der Terraner und ihrer galaktischen Verbündeten gegen die Terminale Kolonne TRAITOR ein; ich fand diese Phase unserer Serie damals sehr spannend.

11 Dezember 2025

Eine Leseprobe für Kythara

Im Oktober 2004 kam der erste Roman einer neuen ATLAN-Miniserie in den Handel. »Die Lordrichter« umfasste wieder zwölf Bände, gesteuert wurde die Serie von Sabine Kropp. Damit wir die Serie entsprechend bekanntmachen konnten, veröffentlichten wir bereits im September 2004 eine Leseprobe.

Sie umfasste zwölf Seiten im klassischen Heftromanformat und wurde unter anderem bei der Frankfurter Buchmesse verteilt; die PERRY RHODAN-Abonnenten erhielten ebenfalls ein Heft. Enthalten war neben diversen Informationen vor allem der Anfang des ersten »Lordrichter«-Romans: Uwe Anton hatte mit »Kytharas Erbe« den ersten Band verfasst und wurde somit präsentiert. Er zeichnete auch als Exposéautor für die Serie verantwortlich.

(Das Titelbild stammt übrigens von Dirk Schulz. Im Vordergrund sieht man die Varganin Kythara, dahinter guckt Atlan ein wenig griesgrämig.)

27 November 2025

Werbung für TERRANOVA

»Es ist ein neuer Zyklus, und wir sollten den richtig stark bewerben.« Die Argumentation der Redaktion kam im Sommer 2005 bei der Verlagsleitung ebenso an wie bei der Geschäftsführung und im Vertrieb. Also wurde unter anderem ein Faltblatt im A4-Format produziert, das an Tausende von Zeitschriftenhändler verschickt wurde. Ziel war, dass diese Händler die PERRY RHODAN-Romane besser platzieren sollten.

Das vierfarbige Faltblatt verwies in sehr oberflächlicher Weise auf den »TERRANOVA«-Zyklus, der mit Band 2300 und im September 2005 starten sollte. Kurz wurde angerissen, worum es inhaltlich gehen sollte, dann gab es sehr allgemeine Informationen zu PERRY RHODAN. Beides war auf den Innenseiten des Faltblatts zu finden.

Für die Händler war wahrscheinlich die Rückseite besonders wichtig: Dort wurde ihnen die Chance eröffnet, an einem großen Gewinnspiel teilzunehmen. Hierfür hatte sich der Vertrieb richtig ins Zeug gelegt – wir verlosten unter anderem eine Mietwagenrundreise nach Florida für zwei Personen sowie einige andere Dinge.

Für den Vertrieb war die Aktion wichtig, die Redaktion lieferte nur den Inhalt. Produziert wurde das Faltblatt von Klaus Bollhöfener, der hierfür Bildmotive von Dirk Schulz verwendete. Tatsächlich erbrachte die Aktion – neben anderen Aktivitäten – eine spürbare Steigerung der Verkaufsauflage im Zeitschriftenhandel.

13 November 2025

Ein Infoblatt zu MYTHOR

Mit MYTHOR ging der Pabel-Moewig Verlag – er hieß damals ein bisschen anders … – in den frühen 80er-Jahren ein gewisses Risiko ein und brachte eine Fantasy-Heftromanserie in den Zeitschriftenhandel. Die Romane wurden von den damals populärsten Science-Fiction- und Phantastik-Autoren im deutschsprachigen Raum geschrieben, die Serie brachte es auf 192 Hefte. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie gern ich die Romane damals las.

Zu Beginn der Nullerjahre brachte die PERRY RHODAN-Redaktion in Zusammenarbeit mit dem Weltbild-Verlag den ersten Zyklus der Serie noch einmal in den Handel, damals in Form von Hardcover-Bänden. Dabei konnte ich als Redakteur mit Hubert Strassl alias Hugh Walker zusammenarbeiten, dessen Romane ich als Jugendlicher so geliebt hatte.

Wenige Jahre später ging es immer wieder darum, zusätzliche Impulse für die schon betagte Serie zu geben. Aus diesem Grund wurde ein Infoblatt entwickelt, das eine Literaturagentin dafür nutzen konnte, im Ausland mit Verlagen zu sprechen. MYTHOR war in meinen Augen ein Stoff, den potenzielle Leserinnen und Leser in anderen Ländern ebenfalls entdecken konnten. Die Serie wurde auf einem Blatt zusammengefasst; das sollte reichen.

Im Nachhinein muss man sagen: Das hat nicht geklappt. Es kam nicht zu einer weiteren Lizenzausgabe der MYTHOR-Serie, was ich sehr bedauerte. Eine schöne Erinnerung ist dieses Lizenzblatt dennoch.