11 August 2026
Zwei Wochen außer Haus
Auf und in diesem Blog geht es wohl erst am 26., vielleicht sogar erst am 27. August weiter. Das sind rund zwei Wochen …
22 Juli 2026
Kein Fußball im Jahr 2026?
In diesem Jahr hatten wir das nicht auf dem Zettel. Dass Fußball ein Thema im Perryversum ist, haben wir nun oft genug erzählt; das wollten wir nicht erneut erwähnen. Und bei vielen Menschen in unserem Umfeld war die Weltmeisterschaft in Nordamerika nicht sonderlich beliebt – ich habe sie beispielsweise nur am Rande mitbekommen, während ich in früheren Jahren viele Spiele anschaute.
Heißt das, dass das Thema Fußball für unsere Serie erledigt ist? Ich glaube nicht. Sport ist auch in der Zukunft, von der wir erzählen, ein Thema, und wir haben mehrfach ausgesagt, dass Fußball immer noch sehr populär ist. Es spricht also nichts dagegen, das Thema erneut zu bringen – 2026 bot sich dafür einfach keine sinnvolle Gelegenheit.
13 Juli 2026
In bewegten Bildern
Dass man mit einer kleinen Redaktion nicht bei allen Plattformen gleichermaßen aktiv sein kann, versteht sich von selbst. Ich finde, wir sollten uns da tummeln, wo es sinnvoll ist. Unsere eigene Internet-Seite sowie unser Shop sind die zentralen Seiten, auf denen wir unsere Inhalte veröffentlichen und wo sie auch gesucht werden. Dort erreichen wir die Leute, die uns schon kennen oder die uns gezielt suchen.
Wollen wir die Marke PERRY RHODAN außerhalb unserer bisherigen Kreise bekannt machen, müssen wir dorthin gehen, so sich die Leute tummeln. Derzeit nutzen wir dafür häufig »Bewegtbild«: Mein Kollege Adnan Turan nimmt Videos auf, in denen er oder ich etwas erzählen. Diese Videos werden bei YouTube eingestellt und über Facebook, Instagram und TikTok geteilt. Ich teile sie im Abstand von einigen Tagen noch einmal »privat«.
Das wirklich Interessante ist: Wir erreichen damit Leute, die unsere Serie noch nicht kennen oder sie noch nie gelesen haben. Das merken wir an den Resonanzen. Und es sind nicht einige Dutzend oder vielleicht zwei-, dreihundert Leute, sondern es werden rasch immer einige tausend oder gar zehntausend Leute, die sich so ein Video anschauen.
Ob sie es bis zum Ende sehen oder was sie dabei empfinden, wissen wir natürlich nicht. Aber unsere Marke erreicht so Leute, die uns am Kiosk schon lange nicht mehr suchen würden …
03 Juli 2026
50 Jahre Kai Hirdt
Das dürfte bald zwanzig Jahre her sein. Seit damals arbeiten die PERRY RHODAN-Redaktion und Kai Hirdt zusammen. Er setzte unsere Serie bei Twitter in Szene, als Twitter noch cool und frisch war; er organisierte die Pressekonferenz zu Band 2500; er schrieb zahlreiche Romane für unsere verschiedenen Serien; er war Exposéautor für diverse Miniserien und steuert nun zusammen mit Rüdiger Schäfer die Serie PERRY RHODAN NEO.
Und heute kann er einen »runden« Geburtstag feiern. Kai Hirdt, der in Hamburg lebt, begeht dieses Fest hoffentlich mit seiner Familie und arbeitet nicht nur – man wird schließlich nur einmal fünfzig Jahre alt. Dem kreativen Geist wünsche ich an dieser Stelle alles Gute und Liebe, und ich freue mich auf weitere Jahre der Zusammenarbeit!
24 Juni 2026
Eine Frage des Bauchgefühls
Ich wurde gefragt, wie ich denn dazu stünde, dass Fans derzeit Bilder mithilfe von KI-Anwendungen erstellen, die also die PERRY RHODAN-Serie auf diese Weise interpretieren. Sei das erlaubt, sei das verboten?
Um es klar zu sagen: Meine Antwort dazu kann ich nur anhand meines Bauchgefühls formulieren. Rein rechtlich sieht das alles sicher komplizierter aus. Aber ich bin kein Jurist, sondern nur Redakteur.
Generell ist die Logik unserer Redaktion: Wenn jemand das Werk der PERRY RHODAN-Serie nimmt und auf dessen Basis seine eigene Kreativität einsetzt, um eigenes geistiges Eigentum zu schaffen, sehen wir das als positives Engagement. Ich meine damit ausdrücklich selbst geschriebene Geschichten und Romane sowie selbstgezeichnete oder -gemalte Bilder und Risszeichnungen.
Solche Bilder und Texte sind ja auch eine Grundlage für die Serie – fast alle von uns, die heute für PERRY RHODAN arbeiten, haben mit fannischen Tätigkeiten angefangen. Das ist bei Bildern, die mit KI-Programmen entwickelt werden, deutlich anders. Diese Programme wurden ja mit etwas trainiert, das vorher das geistige Eigentum eines anderen Menschen war. Ich persönlich finde das nicht gut.
Wenn PERRY RHODAN-Fans aber eigene Interpretationen von Figuren wie Gucky oder Thora anfertigen und diese inkommerziell im Internet veröffentlichen – damit man darüber diskutieren kann –, ist das ebenfalls ein Fan-Engagement. Dagegen würde ich als Redakteur nie vorgehen.
(Anders wäre es, wenn jemand auf diese Weise »Produkte« entwickelt und verkauft. Aber darum geht es ja eigentlich nie. Noch nicht.)
08 Juni 2026
Erster Blick nach zwei Wochen
Entsprechend »voll« war am heutigen Morgen die Mailbox. Nachdem ich mir einen ersten Überblick verschafft habe, kann ich feststellen: Es sind neun Exposés, mehrere Ideenpapiere und Textarbeiten sowie drei Roman-Manuskripte während meiner Abwesenheit eingetroffen. Diese versuche ich natürlich, in den kommenden Tagen so flott und so gründlich wie möglich durchzuarbeiten.
Aber klar: Die Produktion unserer Serien muss weiterlaufen und genießt immer Vorrang. Anders ließe sich das alles auch nicht stemmen.
22 Mai 2026
Zwei Wochen ohne Blog
Am 8. Juni 2026 geht’s an dieser Stelle weiter. Wir lesen uns!
13 Mai 2026
Wie entstehen die Titel?
Als ich bei PERRY RHODAN anfing, schickten die Autoren ihre Manuskripte als Ausdruck und per Post, der bei uns im Verlag dann »erfasst« wurde, also noch einmal abgetippt. Auf das Deckblatt schrieben die Autoren ihre Vorschläge für den Titel und die Untertitel. Ich suchte dann das aus, was ich für passend hielt, und schrieb die Titelei in eine entsprechende Liste – die wurde in regelmäßigen Abständen hausintern verteilt. So waren alle auf dem Laufenden; diskutiert wurde darüber aber nicht.
Heute schickten mir die Autorinnen und Autoren recht früh ihre Vorschläge für die Titel und die Untertitel an mich; natürlich per Mail Zu dieser Zeit sind die Manuskripte der einzelnen Romane aber noch nicht fertig; wir diskutieren also oft über etwas, das nicht vollständig vorliegt. Aber heute brauchen wir die Titel aus unterschiedlichen Gründen ein bisschen früher als damals.
Ich prüfe die Titelei: Gab es das schon einmal? Gibt es Titel, die zu ähnlich sind? Gibt es vergleichbare Titel außerhalb unserer Serie? Verstehen die potenziellen Kunden überhaupt, was wir wollen?
Meist übernehme ich die Vorschläge, die aus dem Team kommen. Manchmal schicke ich Gegenvorschläge zurück. Meist sind wir nach zwei, drei Mails fertig – aber es ist heute definitiv mehr Arbeit als früher. Weil wir heute die Zeit haben, die Titel zu diskutieren, nehmen wir sie uns schließlich auch …
06 März 2026
Datenblätter zum neuen Zyklus
Ben Calvin Hary ist mit der Arbeit am kommenden Zyklus, der mit Band 3400 beginnen wird, schon weit vorangeschritten. Unser Chefautor tauscht sich mit den Kolleginnen und Kollegen aus; zahlreiche Mails werden gewechselt, bei Slack wird munter diskutiert. Ideen werden besprochen und weiter vorangetrieben.
Grundlagen für vieles bilden die Datenblätter. Wie sehen neue Figuren aus, welche Fähigkeiten haben sie, und welche Rolle nehmen sie ein? Wie ist die Situation in der Milchstraße und auf der Erde? Und wo halten sich Perry Rhodan, Atlan, Reginald Bull, Gucky, Icho Tolot oder Sichu Dorksteiger eigentlich derzeit auf? Wo kommen sie wie zum Einsatz?
Ich mag diese Phase unserer Arbeit immer sehr. Ich kann zusehen, wie eine neue Etappe unseres Romankosmos entsteht. Das finde ich nach all den Jahren immer noch spannend!
13 Februar 2026
Eine Woche Stille
Am 23. Februar bin ich wieder am Start, dann geht es auch mit dem PERRY RHODAN-Blog weiter. Vielen Dank an alle, die hier regelmäßig reinlesen!
19 Dezember 2025
Über die Feiertage ist hier still
Ich bin am 2. Januar 2026 wieder am Start. So lange bitte ich einfach um ein wenig Geduld. Ich hätte eh nichts zu erzählen, das irgendwie spannend wäre …
13 Oktober 2025
PERRY RHODAN in Frankfurt 2025
Wir fahren am Donnerstag zu dritte auf die Messe, wir absolvieren dann vor Ort einige Termine und treffen auf Verlagskollegen oder Autoren. Wir sprechen über aktuelle E-Book-Konzepte und machen uns Gedanken über mögliche neue Lizenzen; vor allem aber sammeln wir Informationen und schauen uns an, wie sich der Buchhandel entwickelt.
Spannend ist das immer, anstrengend auch. Einen Messestand brauchen wir für das, was wir in Frankfurt vorhaben, allerdings in der aktuellen Situation wirklich nicht.
24 September 2025
Home Office mit Exposés
Ben Calvin Hary hat mir einen ganzen Packen davon geschickt, digital natürlich. Die einzelnen Dateien sehe ich mir an; ich lese sie so gründlich wie möglich. An der einen oder anderen Stelle habe ich vielleicht einen kritischen Einwand, meist aber bin ich sehr zufrieden.
Ich prüfe, zu welchem Termin das ferige Manuskript bei uns im Verlag eingehen muss, und ich schaue mir an, wer den Roman schreibt und wer das Titelbild macht. Solche Eckpunkte sind schließlich elementar, wenn es darum geht, einen neuen PERRY RHODAN-Roman zu veröffentlichen.
Inhaltlich befinde ich mich bei diesen Exposés und Datenblättern schon weit im »PEGASOS«-Zyklus. Während für die Leserinnen und Leser also gerade die Endphase des »PHOENIX«-Zyklus läuft, arbeiten wir bereits an Romanen, die in der ersten Jahreshälfte 2026 erscheinen werden.
22 September 2025
Das eigene Motiv
Die Antwort klingt vielleicht klischeehaft, ist aber wahr: Mein Motiv, warum ich mich bei PERRY RHODAN so engagiere, ist letztlich das eines Menschen, der die Serie als Jugendlicher geliebt hat und der sie als Erwachsener immer noch sehr schätzt. Ich bewundere den Einfallsreichtum der Autorinnen und Autoren und freue mich, wenn mir ein Roman richtig gut gefällt.
PERRY RHODAN ist die größte Science-Fiction-Serie der Welt, das umfangreichste Projekt der Literaturgeschichte überhaupt. Es gibt weltweit nichts, was man damit vergleichen könnte. Und ich bin stolz darauf, an diesem gigantischen Projekt mitwirken zu dürfen.
Reicht das als persönliches Motiv? Ich denke: ja.
08 September 2025
Zwei Manuskripte, ein Exposé
Tatsächlich handelte es sich um die Manuskripte für zwei PERRY RHODAN-Romane sowie ein PERRY RHODAN-Exposé. Die Bandnummern möchte ich an dieser Stelle nicht verlautbaren, sie sind heute noch nicht wichtig. Entscheidend ist, dass ich mit dieser Lektüre ein großes Stück weiter hinein in den kommenden »PEGASOS«-Zyklus gelange. Der beginnt bekanntlich im Oktober 2025, aber wir arbeiten schon seit Monaten an seinen Inhalten.
In solchen Fällen prüfe ich die Manuskripte, die ja nach einem Exposé entstanden sind, und versuche herauszufinden, ob und wie sie passen. Werden die Figuren glaubhaft gezeichnet, verläuft die Handlung schlüssig, stimmen die wesentlichen Fakten?
Wenn mir Kleinkram auffällt, etwa falsch sitzende Kommata oder eine falsche Zeitenfolge, merke ich das auch an. Es schadet nicht, wenn der Lektor das schon mal ändert und der Korrektor damit weniger zu tun hat.
Tatsächlich ist das nach all den Jahren immer noch eine Tätigkeit, die mir Freude macht. Ich arbeite unmittelbar mit einem Text, den später die Leserinnen und Leser zu Gesicht bekommen. Vielleicht steckt da nach wie vor der PERRY RHODAN-Fan in mir drin, der 1977 zum ersten Mal einen dieser Romane las …
15 August 2025
Pause bis September
Dieser Blog geht wieder einmal in eine Zeit der Pause. In den kommenden Wochen wird man von mir hier nichts mehr lesen.
Nach aktuellem Stand der Dinge bin ich am 1. September 2025 wieder am Start.
08 August 2025
Bildbeschreibungen am Freitag
Wenn jemand aus unserem Team ein Exposé erhält, warte ich immer ein bisschen ab. Häufig meldet sich die Kollegin oder der Kollege direkt bei mir, oder ich frage nach einiger Zeit nach: Wir müssen den Titel, eventuell den Untertitel und natürlich das Motiv für das Titelbild festlegen. Das geschieht üblicherweise einige Zeit, bevor der Roman fertiggeschrieben ist.
Dabei ist uns wichtig, dass wir nicht nur eine Art von Motiv haben, sondern eine gewisse Abwechslung bieten können: Kommt in der einen Woche ein Kugelraumer, wäre es nicht gut, gleich in der darauf folgenden Woche das gleiche Motiv zu veröffentlichen. Manchmal lässt sich eine Wiederholung nicht vermeiden; im Idealfall planen wir aber eine schöne Abwechslung.
Das spreche ich mit den Autorinnen und Autoren ab, dann tippe ich das in eine Mail, und die geht an den Illustrator. Der wiederum hat seinen eigenen Kopf, und ich finde es gut, wenn er eigene Wege einschlägt. Wichtig ist mir nämlich in erster Linie, dass das Titelbild gut aussieht, nicht unbedingt, dass jede Schraube richtig dargestellt wird …
06 Juni 2025
Ein bisschen Funkstille
Nach bisherigem Stand der Dinge melde ich mich am 23. Juni 2025 zurück. Ich empfehle in dieser Zeit auf jeden Fall, immer mal wieder unsere Internet-Seite zu besuchen …
30 Mai 2025
Redigiertag mit strammem Programm
Als ich vor gut dreißig Jahren den sogenannten Redigiertag einführte, gab es den Begriff Home Office noch nicht, zumindest nicht bei uns im Verlag. Ich handelte mit dem damaligen Verlagsleiter aus, dass ich einen Tag in der Woche daheim bleiben dürfe, um Manuskripte in Ruhe auf dem Balkon bearbeiten zu können. Ich saß dann oft im Schlossgarten in Karlsruhe und arbeitete, und ich war an diesen Tagen immer sehr fleißig.
Spätestens nach der Pandemie ist das Home Office eine Normalität geworden. Vor allem während der Lockdowns arbeitete unsere komplette Redaktion aus dem Home Office heraus, was erstaunlich gut klappte. Seither haben wir Home Office in unsere Arbeitsabläufe integriert.
Mit dem einen Unterschied: Ich mache weniger Home Office, als ich vor zwanzig oder dreißig Jahren meinen Redigiertag gemacht habe. Die Gründe dafür sind vielfältig, sie gehören hier auch nicht hin.
Heute ist auf jeden Fall ein echter Redigiertag: Ich beschäftige mich mit Romanen und Exposés, ich schreibe Mails und kurze Text. Es sind allesamt Dinge, die mit unseren Inhalten zu tun haben – und das macht mir dann doch viel Freude ...
26 Mai 2025
Eine Flut von Mails
Also mache ich das, was ich für sinnvoll halte: Ich öffne nacheinander alle Mails, die nach Produktion aussehen, die sich also mit aktuellen Exposés und Datenblättern beschäftigen. Diese ziehe ich mir quasi nach vorne, und diese versuche ich dann, im Verlauf des Tages zu beantworten und zu bearbeiten. Newsletter und unnötige Mails, die ich schnell erkenne, lösche ich derzeit ungelesen.
Das heißt unweigerlich: Was nicht zur aktuellen Produktion gehört, bleibt erst einmal in der Mailbox hängen. Und da ich leider nicht alle Mails schaffe, die an diesem Tag zur Produktion eingetroffen sind, kann es sein, dass Autorinnen und Autoren erst nach einer Woche oder zwei Wochen eine Antwort erhalten. Es geht nicht anders – und die logische Folgerung ist, dass manche andere Mail in der Mailbox geradezu versackt …
Warum schreibe ich diesen Text? Ich bitte auf diese Weise schlicht um Verständnis dafür, dass nicht alles so schnell klappt, wie es sich die Menschen vielleicht vorstellen, die mich anschreiben. Es ist keine böse Absicht.







