22 Juni 2023

Welt der tausend Transmitter

Der PERRY RHODAN-Roman in dieser Woche markiert einen Übergang – das zeigt sich an verschiedenen Stellen. In »Welt der tausend Transmitter«, dem zweiten Teil ihres Doppelbandes, führt Michelle Stern die Handlung mit Shema Ghessow und anderen Terranern weiter.

Die Mutantin kommt in den Besitz eines besonderen Objektes, dessen Fähigkeiten noch herausgefunden werden müssen; mit dessen Hilfe wird auf jeden Fall ein großer Sprung vorbereitet. Es gibt in diesem Roman eine Reihe von emotionalen Abschieden – mit der einen oder anderen Überraschung, wie ich finde.

Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Nach diesem Roman wechseln wir ohnehin die Handlungsebene: Es geht in den folgenden Bänden erst wieder zurück in die Milchstraß, bevor ein anderer Schauplatz in den Vordergrund gerückt wird.

(Das beeindruckende Titelbild stammt übrigens von Dirk Schulz. Es zeigt unter anderem Shema Ghessow; natürlich handelt es sich um eine Interpretation und nicht um eine Eins-zu-Eins-Darstellung einer Szene.)

21 Juni 2023

Tanz der Magnetare

Mir hat schon immer gefallen, wenn die Science Fiction sich mit der »realen« Wissenschaft verbunden hat. In solchen Fällen entstanden häufig spannende Romane mit kühnen Weltentwürfen. Ich weiß, dass Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm ebenfalls an der »wahren« Wissenschaft interessiert sind – in ihrer Arbeit bei PERRY RHODAN NEO lassen die beiden Exposéautoren solche Erkenntnisse einfließen.

Ein schönes Beispiel ist der Roman, der in dieser Woche erscheinen wird. »Tanz der Magnetare« stammt von Ruben Wickenhäuser und erzählt – natürlich – nicht gerade von Neutronensternen, die sich in einem besonderen Tanz wiegen. Der Titel ist trotzdem nicht falsch, sondern gibt einen Hinweis auf die besonderen Verhältnisse in einem speziellen Sektor der Magellanschen Wolken.

Wie sich reale Physik auf Science Fiction auswirkt, das zeigt dieser Ronan zumindest am Rand. Klar – die Magnetare sind das Thema im Hintergrund. Im Vordergrund geht es um Perry Rhodan und sein Team, die in den Magellanschen Wolken versuchen, eine Bedrohung für die Milchstraße zu stoppen.

20 Juni 2023

Die Schlacht von Traversan

Wenn in dieser Woche der achte Roman in unserer aktuellen Miniserie erscheint, schaue ich unweigerlich in die Vergangenheit. Olaf Brill schrieb »Die Schlacht von Traversan«, und dieser Titel legt schon nahe, dass der Planet Traversan ein wichtiger Schauplatz ist, vor allem seine »Umgebung«.

Die Welt und ihre Geschichte wurden von uns 1998 in den Kosmos der PERRY RHODAN-Serie eingeführt. Damals konzipierten wir mit dem »Traversan«-Zyklus die erste ATLAN-Miniserie; damit legten wir den Grundstein für viele weitere Miniserien – inklusive der Tatsache, dass wir sie auf zwölf Exemplare fixierten.

(Es hätten auch 14 oder 10 Bände sein können. Robert Feldhoff und ich wollten aber zwölf Romane haben, weil sich diese Staffelung so schön in drei Vierer-Blocks gliedern ließ. Aber das ist eine andere Geschichte …)

Dass es in »unserem« Universum die Schlacht von Traversan nicht gegeben hat, liegt nahe. Der Roman spielt in der sogenannten Tangente. Dass es zwischen ihr und »unserem« Universum aber zahlreiche Berührungspunkte gibt, hat die Miniserie bislang immer wieder gezeigt …

19 Juni 2023

Eine Präsentation via Teams

Innerhalb der großen Bauer Media Group ist die PERRY RHODAN-Redaktion ein vergleichsweise kleiner Teil. Wir machen Romane, während der größte Teil der Verlagsgruppe an Zeitschriften, Radiosendern und dergleichen arbeitet. Umso wichtiger ist es, sich immer wieder mit den Kolleginnen und Kollegen zu vernetzen.

Das geschah unter anderem am Vormittag des Freitag, 16. Juni. In einer Video-Konferenz über Teams saßen Menschen aus Hamburg, Magdeburg und Rastatt zusammen.

Ich informierte die Leute aus dem Call-Center der Abo-Abteilung – grob vereinfacht – über das, was wir bei PERRY RHODAN tun. Welche drei Serien gibt es, wie unterscheiden sie sich, und welche Bedeutung spielen E-Books und Hörbücher für uns?

Spannend fand ich die anschließende Fragerunde. Wie entstehen eigentlich die Romane, und wie arbeitet das Autorenteam zusammen? Unvermeidlich war die Frage nach einer Verfilmung unserer Serien – aber das kenne ich ja auch von Fan-Treffen her.

Am Ende hatte ich auf jeden Fall das Gefühl, die Kolleginnen und Kollegen, die unsere Abonnements verwalten, besser informiert zu haben.

16 Juni 2023

Das frühe Fandom und Seriennamen

Wieder einmal ist die aktuelle »SOL« zu einer gelungenen Sammlung aus Texten und Bildern geworden. Ich las die Ausgabe 110 des Magazins der PERRY RHODAN-FanZentrale in den vergangenen Tagen durch und war wieder einmal sehr gefesselt.

Spannend fand ich die Beiträge zu den Anfängen der Fan-Szene im deutschsprachigen Raum. Wie war es denn in den 50er- und 60er-Jahren? Solche Beiträge sind häufig subjektiv, aber es mangelt in dieser Ausgabe auch nicht an Fakten – eine schöne Gelegenheit, sich hier weiter zu informieren.

Lesenswert ist das Interview mit Anton Zeilinger. Der Nobelpreisträger erzählt von seiner Arbeit als Physiker, gibt seine Position zu PERRY RHODAN preis – er kennt die Serie natürlich – und gesteht seine religiösen Empfindungen. Er wirkt sehr nahbar und humorvoll.

Ebenfalls spannend ist das Interview mit Wim Vandemaan. Der Exposéautor unserer Serie wird vor allem nach den Namen gefragt: Woher kommen sie, welche Bedeutung haben manche? Seine Aussagen sind mal knapp, mal ausführlicher, gelegentlich sogar kryptisch.

Ich könnte jetzt viel über die anderen Beiträge schreiben, lasse das aber. Das Heft ist eine gelungene Ausgabe – wieder einmal –, für die Christina Hacker und ihr Team verantwortlich zeichnen. Die 68 Seiten in professioneller Gestaltung sind erneut zu empfehlen!

15 Juni 2023

Ein Text für Sensus

Es war für die damalige Verhältnisse ein echter Coup: Linda Ivanus, damals für die Öffentlichkeitsarbeit im Moewig-Verlag zuständig, sorgte dafür, dass die niederländische Band Sensus nicht nur einen PERRY RHODAN-Song veröffentlichen konnte, sondern dass dieser auch entsprechend bekannt gemacht wurde. Die Band selbst war von sich aus auf den Verlag zugekommen, die Werbetrommel rührte aber vor allem der Verlag.

In diesem Fall war’s ein Text in der Zeitschrift »Aufgeschlagene Seiten«, die im Oktober 1986 erschien und vor allem aktuelle Bücher des Verlags vorstellte. Die Beschreibung der Band passte zum Heft und zu den Versuchen, die Serie in die aktuelle Popkultur zu bringen.

Dass Tausende von Fans beim WeltCon von der Band und ihrem Stück begeistert waren, ist natürlich eine Übertreibung – Tatsache aber ist, dass Sensus mit ihrem bunten Auftritt in Saarbrücken damals schon Punkte machten. Wie sich die Platte verkaufte, ist heute leider nicht bekannt.

14 Juni 2023

Neue Blicke auf die Aphilie

In diesen Tagen beschäftige ich mich oft mit dem Thema Aphilie. Der Grund liegt auf der Hand: Bei PERRY RHODAN NEO wird im August die Handlungsstaffel »Aphilie« starten, die Elemente aus dem klassischen »Aphilie«-Zyklus unserer Serie aufgreift. Ich selbst las die Romane nach Band 700 zum ersten Mal vor Jahrzehnten, seither hatte ich sie immer wieder in den Händen; ich bin also ganz gut mit der Aphilie vertraut.

Bei seiner Exposéarbeit geht Kai Hirdt derzeit intensiv an dieses Thema ran. Der Autor, der die »Aphilie«-Gaststaffel betreut, übernimmt bewusst Dinge aus der klassischen Vorlage, entwickelt aber auch viele eigene Ideen.

Das wiederum diskutiere ich intern mit den Kolleginnen im Marketing. Teilweise muss ich erklären, worum es bei der Aphilie im Original eigentlich gegangen ist, teilweise geht es darum, die neuen Ideen so auf den Punkt zu bringen, dass man sie ins Marketing übernehmen kann. Immerhin stehen wichtige Punkte wie die Titelgestaltung bereits fest …

13 Juni 2023

Die Exegeten

Ein Artefakt, das an eine unpolierte Eisenkugel erinnert. Ein Panjase, der an seinen eigenen Plan glaubt. Ein Kommando, das wichtige Hinweise sucht. Das sind nur einige der Punkte, die in Michelle Sterns Roman »Die Exegeten« eine wichtige Rolle spielen. Es ist der erste Teil eines Doppelbandes, den die Autorin verfasst hat, und er kommt in dieser Woche als Band 3226 unserer PERRY RHODAN-Serie heraus.

Unter anderem stellt die Autorin ein ungewöhnliches Volk vor; diese Lebewesen haben sich eine ungewöhnliche Existenz aufgebaut und beschäftigen sich beispielsweise damit, Rätsel aller Art zu lösen. Die Ereignisse in Gruelfin streben damit einem neuen Höhepunkt entgegen, weitere Zusammenhänge werden klar. Das fand ich spannend, und der Übergang zum Folgeband sollte die Spannung weiter schüren …

12 Juni 2023

Nach zwei Wochen zurück

Es war kein langer Urlaub, faktisch nur acht Arbeitstage, aber zugleich enthielt er drei Wochenenden: Ende Mai verpasste ich die FedCon, und am vergangenen Wochenende verpasste ich zudem den GarchingCon – zwei wichtige Gelegenheiten, die PERRY RHODAN-Serie entweder Interessenten nahezubringen oder mit der aktuellen Leserschaft zu diskutieren. Aber man kann nicht alles haben, und ein Urlaub ist und war sehr nötig.

Seit heute bin ich wieder im Land. Die Autorinnen und Autoren waren fleißig, mein Rechner ist voller Mails, die allerlei Anhänge enthalten: Exposés und Romane, Ideen und Konzepte. Allein für die Lektüre dieser Texte werde ich einige Zeit benötigen. Dazu sind Bilder unserer Titelbildkünstler eingetroffen, auch das werde ich mir Stück für Stück anschauen.

In meiner Abwesenheit kümmerten sich die Kolleginnen und Kollegen um alle Abläufe, so dass ich flott ins Geschehen eintauchen kann. Zu tun bleibt genug – aber das ist nach einem Urlaub so üblich. Am heutigen Tag versuche ich vor allem, mich und meine Arbeit zu sortieren … und damit sollte ich ausreichend beschäftigt sein.

26 Mai 2023

Zwei Wochen Pause

Der Redakteur gönnt sich zwei Wochen, in denen er den Computer ausmacht und nichts bloggt oder sonstwie im Netz schreibt. Aus diesem Grund bleibt auch das hier erst einmal verwaist. Wir lesen uns – wenn alles gut geht – am zwölften Juni wieder ...

Die Hermetischen Archive

Ich übertreibe sicher nicht, wenn ich Susan Schwartz als eine Spezialistin für außergewöhnliche Charaktere betrachte. Nicht nur in der PERRY RHODAN-Serie, auch bei ihren eigenständigen Werken setzt die Autorin immer wieder auf Figuren, die außerhalb der Norm stehen und sich anders verhalten, als es der gewöhnliche Mensch vielleicht tut. Besonders gut kann sie mit Außerirdischen umgehen.

Das zeigt sich auch bei dem PERRY RHODAN-Roman, der in der nächsten Woche in den Handel kommt. »Die Hermetischen Archive« erzählt von den weiteren Abenteuern der Terraner in der fernen Galaxis Gruelfin.

Vor allem aber setzt der Roman einen Laosoor in Szene: Ephin hat allerlei Fähigkeiten, er ist vor allem ein Dieb mit verschiedenen Talenten. Und diese bringt er in diesem Roman nicht nur einmal zum Einsatz … eine kunterbunte Geschichte, die am Ende mit einem wichtigen Element für das weitere Geschehen im laufenden »Fragmente«-Zyklus aufwartet!

25 Mai 2023

Anstecker für die Festhelfer

Beim Ausräumen eines alten Ordners fiel mir eine Klarsichthülle in die Hände, in der ich einige Kärtchen fand. Ich benötigte einen Moment, um zu erkennen, worauf sie sich bezogen – dann aber hatte ich die Bilder wieder vor Augen, und ich erinnerte mich hervorragend.

Für das Fest zu vierzig Jahren PERRY RHODAN, das wir im Hof des Pabel-Moewig Verlages veranstalteten, wurden im September 2001 auch Helfer benötigt. Damit diese sich »ausweisen« konnten, erhielten sie spezielle Anstecker, die auf Karton gedruckt und in Plastikkärtchen gesteckt wurden.

Ausgeheckt wurde das alles von Klaus Bollhöfener. Die Gestaltung übernahm unsere Agentur, die Verteilung der Anstecker erfolgte auf dem Fest selbst.

24 Mai 2023

An tausend Fäden

Was geschieht, wenn ein Lebewesen, das gewissermaßen eingefroren worden ist, nach vielen Jahrtausenden wieder zu Leben erweckt wird? Wie wird es sich verhalten, wo wird es seine Gegner und Freunde erkennen? Das ist eine der Hintergrundfragen zu »An tausend Fäden«, dem kommenden Roman von Uwe Anton in unserer Serie.

Der Autor erzählt unter anderem von einer Geheimmission, er zeigt die Begegnung von Menschen mit Außerirdischen, und er treibt auf diese Methode die Handlung in der fernen Galaxis Gruelfin weiter. Übrigens spielen nicht nur Menschen in diesem Roman mit – auch ein gewisser Laosoor ist mit von der Partie …

23 Mai 2023

Weltenbeben

Wenn diese Woche der sechste Band von PERRY RHODAN-Atlantis 2 erscheint, haben wir bei unserer aktuellen Miniserie bereits die Halbzeit erreicht. Kai Hirdt schrieb »Weltenbeben«, und das phantastische Titelbild von Dirk Schulz deutet zumindest an, welche Komplikationen der Autor in seinem Roman zeigt.

Es gibt tatsächlich eine unerwünschte Verbindung zwischen zwei Universen, und es ist davon auszugehen, dass das nicht ohne größere Probleme bleiben wird. »Weltenbeben« gibt hierfür wesentliche Hinweise und bereitet den Boden für die zweite Hälfte der Miniserie, wo sich die genannten Probleme steigern.

Was mir bei PERRY RHODAN-Atlantis 2 unter anderem gefällt, ist die Art und Weise, wie die Schwierigkeiten für unsere Helden wachsen. Ben Calvin Hary kommuniziert mit den Autorinnen und Autoren viel, wodurch eine echte Teamarbeit entsteht, hat ein Konzept entwickelt, das ich für mitreißend und komplex zugleich halte. Da ist jeder Roman ein neuer Stein in einem wachsenden Mosaik …

22 Mai 2023

Die Wasserwelt

Ungewöhnliche Titel werden auf dem Planeten benutzt, den Marlene von Hagen in ihrem unterhaltsamen Roman vorstellt, der in dieser Woche in den Handel kommt: Eine Flyde führt die Regierungsgeschäfte, ein Prediktor übt sein Amt aus. Da bemerkt man die Besatzungsmitglieder der PERLENTAUCHER kaum, wenn sie mit ihren typisch menschlichen Bezeichnungen auftreten.

Tatsächlich fällt in »Die Wasserwelt«, so der Titel des kommenden Romans bei PERRY RHODAN NEO, wieder einmal ein Thema auf, das es in der Science Fiction oder in der phantastischen Literatur allgemein häufig gibt: Was übersetzt man, was lässt man in der Originalsprache? Die Autorin musste sich bei mancher Gelegenheit zwischen dem fremden und dem deutschen Begriff entscheiden.

Immerhin benutzen die Außerirdischen, auf die Raumfahrer von der Erde treffen, ein komplett eigenes System aus Sprache und Zeichen, aus sozialen Verhaltensmustern und Gesten – das übersetzt in der Logik unserer Serie selbstverständlich der Translator in die Sprache unserer Leser. Manche Begriffe aber lassen wir bewusst in einer fremden Sprache, damit es »phantastischer« klingt. Man darf es nur nicht übertreiben …

Das heißt: Wir benutzen den Begriff »Flyde«, weil er sich schnell erklärt. Begriffe wie »Hochwasser« oder »Zeitauge« übersetzen wir. Das mag willkürlich sein, hat aber dennoch eine innere Logik. Nachvollziehbar?

19 Mai 2023

Zwischen Kräutern und Manuskripten

Der Donnerstag, 18. Mai 2023, war ein Feiertag. Viele Menschen begingen ihn als sogenannten Vatertag, andere fuhren auf Veranstaltungen: In Berlin begann der MetropolCon, in Basel startete die FantasyBasel. Und ich saß daheim auf meinem Balkon, genoss den Blick auf allerlei Kräuter und Pflanzen und las Manuskripte.

Bei unserer wöchentlichen PERRY RHODAN-Serie hatte ich diesmal ein Manuskript von Susan Schwartz, der erste Teil eines Doppelbandes. Die Autorin stellt in diesem Roman einen neuen Schauplatz vor, an den wichtige Handlungsträger unserer Serie reisen. Eine fremde Umgebung, phantastische Lebewesen, dramatische Eindrücke – ich war davon sehr begeistert.

Ebenfalls faszinierend fand ich das Manuskript von PERRY RHODAN NEO. Rainer Schorm entführte mich darin an einen Schauplatz, von dem wir uns in diesem Band verabschieden, vorerst zumindest. Es geht ziemlich zur Sache, es gibt technische Probleme, und ein kosmischer Körper wird zum Schauplatz eines Showdowns.

So genoss ich den Feiertag: mit kühlen Getränken im Glas, mit einer strahlenden Sonne von der Seite und mit spannend zu lesenden Manuskripten aus der Welt der größten Science-Fiction-Serie der bekannten Milchstraße ...

17 Mai 2023

Der Sternenbastard

Bei einer längeren Autofahrt nehme ich mir gern ein Hörspiel vor, manchmal auch ein Hörbuch. Und dieser Tage hatte ich Lust darauf, etwas anzuhören, was ich eigentlich kannte: Es war »Der Sternenbastard« von Robert Feldhoff, erstmals erschienen als Band 2200 unserer Heftromanserie und als Hörspiel im Jahr 2006 bei Lübbe-Audio veröffentlicht.

Es ist ziemlich genau zwanzig Jahre her, als Robert Feldhoff und ich in vielen Exposégesprächen die Details des damaligen »Sternenozean«-Zyklus festlegten. Band 2200 kam im Oktober 2003 in den Handel. Ich weiß noch, dass ich sowohl den Roman als auch das Titelbild großartig fand.

Das Hörspiel, das im September 2006 in den Handel kam, hatte ich seit damals nicht mehr gehört, und ich war verblüfft, als wie spannend ich es empfand. Der junge Kantiran wächst auf einem Hinterwäldlerplaneten der Arkoniden auf, geht später auf die Kadettenschule, verliebt sich, erfährt mehr über sein Leben und muss sich ständig mit dem Vorwurf auseinandersetzen, »nur ein Bastard« zu sein.

Verantwortlich für das Manuskript war damals Frank Böhmert, der sehr viel Arbeit in die Bearbeitung steckte. Wir diskutierten oft über mögliche Änderungen am ursprünglichen Text, um aus dem Roman ein Hörspiel zu machen – bei dieser Arbeit lernten wir viel.

Nachdem mir »Der Sternenbastard« beim erneuten Anhören so viel Freude bereitet hat, überlege ich mir übrigens ernsthaft, damit weiterzumachen …

15 Mai 2023

Die letzte Drangwäsche

In den vergangenen Jahren hat sich Ben Calvin Hary zu einem unverzichtbaren Kollegen im Umfeld der PERRY RHODAN-Serie entwickelt. Seine YouTube-Beiträge für unseren Kanal »Perryversum« haben die PERRY RHODAN-Welt um einen zusätzlichen Kanal erweitert, sie haben für Aufmerksamkeit gesorgt und sicher neue Leute angesprochen.

Mit seinen Romanen hat der Autor ebenfalls überzeugt. Im vergangenen Jahr begeisterte er viele Leser mit der Konzeption von PERRY RHODAN-Atlantis; diese Miniserie erlebt in diesem Jahr bekanntlich ihre Fortsetzung. Da ist es folgerichtig, dass wir ihn für die eigentliche PERRY RHODAN-Serie ins Visier nehmen.

Diese Woche erscheint mit »Die letzte Drangwäsche« der erste Roman von Ben Calvin Hary für unsere Serie. Mit Gucky und Icho Tolot stehen ihm gleich zwei wichtige Figuren zur Verfügung, dazu kommen ein kosmisches Geheimnis sowie ein Schauplatz, von dem wir alle schon lange nichts mehr gehört haben. Mir hat die Mixtur sehr gut gefallen – ein gelungener Einstieg des Schriftstellers aus dem Saarland!

12 Mai 2023

Exposérunde im März 2023

Ein Logbuch der Redaktion

Es war eine klare Absicht, die wir im vergangenen Jahr beschlossen hatten: Die beiden Exposéautoren und ich wollten uns öfter via Zoom verabreden. Was während der Lockdown-Phasen die einzige Möglichkeit gewesen war, sich zu treffen, war auch nach dem Auslaufen der Pandemie sinnvoll: Christian Montillon, Wim Vandemaan und ich schalteten uns in regelmäßigen Abständen via Zoom zusammen und sprachen einige aktuelle Themen durch. So auch am Dienstag, 7. März 2023.

Der wichtigste Grund für diesen Termin war einleuchtend: Im April sollte bereits die nächste Autorenkonferenz stattfinden. Wir hatten die Autorinnen und Autoren schon nach Rastatt eingeladen, das Hotel war gebucht, und den Besprechungsraum hatten wir ebenfalls schon gemietet.

Nun ging es darum, die Veranstaltung ein wenig vorzubereiten. Immerhin wollten wir die Autorinnen und Autoren stark in unsere Diskussionen einbinden und ihre Ideen so gut wie möglich aufgreifen.

Wie immer sprachen Christian, Wim und ich anfangs über den aktuellen Stand der Serie und die Reaktionen der Leser. Unserer Beobachtung nach war die Terrania-Trilogie sehr gut angekommen. Ich berichtete von positiven Reaktionen in den Sozialen Medien sowie Lesermails; wir hatten sogar handgeschriebene Briefe erhalten. Offensichtlich hatten es viele Fans geschätzt, dass die Hauptstadt der Erde wieder eine wichtige Rolle spielte, auch die Erwähnung alter Figuren wurde meist gelobt.

Wir ziehen daraus unsere Rückschlüsse. Parallel zur Handlung in Gruelfin war ohnehin eine Handlung in der Milchstraße sowie in der Lokalen Gruppe geplant. In nächster Zeit gibt es einen Doppelband, in dem ein Kugelsternhaufen eine wichtige Rolle spielen wird, von dem man schon lange nichts mehr gehört hat; der Autor schreibt schon daran.

Die nächsten Romane mit dem Schauplatz Terrania werden ebenfalls bald kommen, dazu besprachen wir die Inhalte und Ideen. Wenn Michael Marcus Thurner diese beiden Romane schreiben sollte – das ist unser Ziel –, kann er jene Figuren erneut benutzen, die er in der ersten Trilogie eingeführt hat. Es gibt zudem eine Reihe von Figuren, die er ebenfalls durch den Roman führen kann kann; das möchte Wim Vandemaan mit dem Kollegen am Telefon besprechen.

Generell beschäftigten wir uns in diesem Gespräch mit den Figuren unserer Serie. Welche kommen bei den Lesern gut an, welche fallen gewissermaßen durch und erhalten kein positives Feedback? Ist der Grund dafür die Art und Weise, wie sie durch das Exposé geführt werden, oder ist es schlicht eine Geschmacksfrage? Liegt es vielleicht an den Autorinnen und Autoren sowie ihren jeweiligen stilistischen Eigenschaften, die dazu führen, dass die Figuren gemocht oder abgelehnt werden?

Das ist eines der vielen Themen, die wir bei der Autorenkonferenzen genauer ansprechen werden. Nicht zum ersten Mal – aber so hat sich die Lage im Verlauf der Zeit verändert: Während ganz früher die »galaktopolitische Lage« erörtert wurde, kamen später die Diskussionen zur Handlung immer stärker auf. Heutzutage sprechen wir verstärkt über Figuren und ihre Taten in den Romanen.

Natürlich geht’s stets um die Inhalte der Romane, die sind schließlich das Fundament der Serie und des gesamten Perryversums. Wir betrachten heutzutage allerdings die Figuren und ihre Eigenheiten stärker als beispielsweise vor zwanzig oder vierzig Jahren. Die PERRY RHODAN-Serie ändert sich auch in diesen Punkten im Verlauf der Zeit.

Wir sprachen über den weiteren Einsatz von Figuren wie Alaska Saedelaere oder Soynte Abil, Alschoran oder Gucky; sie alle spielen im weiteren Verlauf des Zyklus ihre Rollen und sind natürlich nicht vergessen. Viele Namen werden die Leser bis Band 3249 noch zu lesen bekommen, bei anderen Figuren gibt es nach Band 3250 wichtige Neuerungen.

Manche Details thematisierten wir im Rahmen unserer Exposérunde nur am Rand. Sie sollen bei der Autorenkonferenz genauer ausgearbeitet werden. Den Rahmen für diese Konferenz haben wir geschaffen, die beiden Exposéautoren verfassen noch ein Grundsatzpapier. Ich sah uns nach der Besprechung auf jeden Fall gut gerüstet für die Konferenz …

(Dieses Logbuch wurde bereits Ende März 2023 auf der Internet-Seite der PERRY RHODAN-Serie veröffentlicht. Hiermit hier nachgereicht, zur Dokumentation quasi.)

11 Mai 2023

Amtraniks Zorn

Einen ungewöhnlichen Roman präsentieren wir in dieser Woche bei PERRY RHODAN NEO: Während die aktuelle »Chronopuls«-Staffel in erster Linie auf den Welten und zwischen den Sternen von Magellan spielt, ist die Handlung dieses Romans auf einer Welt der Milchstraße angesiedelt. Rüdiger Schäfer führt in seinem Roman beliebte Figuren wie Stella Michelsen und Reginald Bull in eine ungewöhnlichen Einsatz.

Der Titel könnte bei Stammlesern für ein Aufhorchen sorgen. »Amtraniks Zorn« spielt natürlich auf eine klassische Epoche der PERRY RHODAN-Serie an: die Horden von Garbesch und ihre Nachkommen, der Hordenführer Amtranik und seine finsteren Pläne …

Das alles wird bei PERRY RHODAN NEO selbstverständlich anders präsentiert – aber so entsteht eben ein Roman mit emotionalen und actiongeladenen Passagen. Rüdiger Schäfer prägt die Welt von PERRY RHODAN NEO seit vielen Jahren, und dieser Band beweist seine schriftstellerischen Qualitäten.