09 November 2017

Der Tag der Erfinder – aus unserer Sicht

Der »Tag der Erfinder« entstand aufgrund einer Initivative eines deutschen Unternehmers. Am 9. November wird er jeweils in Deutschland, Österreich und der Schweiz begangen. Er basiert im Prinzip auf dem »National Inventors' Day«, der 1983 in den USA eingeführt wurde.

Wir in der PERRY RHODAN-Redaktion heben an einem solchen Tag natürlich das Glas auf die Erfinder unserer Serie. Clark Darlton und Karl-Herbert Scheer haben nicht nur das größte Science-Fiction-Universum der Welt aus der Taufe gehoben, sondern auch die Grundlagen für dessen Wachstum gelegt.

Tausende von Romanen mit Tausenden von Geschichten. Tausende Raumschiffe, menschliche und außerirdische Romanfiguren, fremdartige Kulturen und galaktische Geschichten. Darauf einen Vurguzz!

08 November 2017

Japanische NEO-Mutanten

Dass unsere japanischen Kollegen die Figuren aus unseren Romanwelten anders darstellen, wenn sie die Romane in ihrer Sprache veröffentlichen, ist nichts Neues. Meist finde ich die Vorgehensweise originell, weil sie neue Sichtweiten auf bekannte Figuren ermöglicht. Das zeigt sich auch am fünften Band von PERRY RHODAN NEO, der am 21. November erscheinen wird, schon jetzt aber auf der Seite von Hayakawa angekündigt wird.

»Schule der Mutanten« wurde von Michael Marcus Thurner geschrieben. Als Hauptfiguren treten junge Mutanten auf, die ihre eigenen Probleme haben, im Universum von PERRY RHODAN NEO aber sehr wichtig sind. Der Roman ist spannend, er führt eine Reihe von neuen Hauptfiguren ein.

Die japanischen Kollegen fanden das Titelbild, das wir im Jahr 2011 veröffentlichten, offenbar nicht so spannend. Sie zeigen deshalb zwei junge Mutanten, in denen ich Sid Gonzalez und Sue Mirafiore zu erkennen glaube. Das Bild ist stark, wenngleich es nicht so aussieht wie unser Original von Dirk Schulz – es ist eher an die Sehgewohnheiten der japanischen Leser angepasst, und das ist richtig so. Starke Sache!

Wie ich MYTHOR kennenlernte ...

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Wahrscheinlich mochte ich als Kind schon phantastische Literatur – das weiß ich leider nicht mehr so genau. Im Alter von 13 Jahren entdeckte ich auf jeden Fall die PERRY RHODAN-Serie für mich, tauchte tief ein in dieses Universum aus Geschichten und Romanen, aus Welten und Raumschiffen, Völkern und kosmischen Rätseln. Ich wurde ein glühender Science-Fiction-Fan, der in der Schule sogar Referate über sein neues Hobby hielt.

Wie viele andere Science-Fiction-Fans auch, war ich sehr von meinem Hobby überzeugt. Ich beschäftigte mich in meinen Augen mit naturwissenschaftlich fundierter Literatur und der Zukunft, ich leitete daraus politische Fragen und gesellschaftliche Diskussionen ab.

Dass es Fantasy gab, bekam ich zwar mit, aber das interessierte mich nicht. Ich wollte ernsthafte Romane lesen und nichts von irgendwelchen Zauberern, Kriegern und Ungeheuern wissen.

Doch irgendwann einmal – steter Tropfen höhlt den Stein! – machten sich die andauernden Hinweise bemerkbar: Ich kaufte mir einen Band der neu gestarteten Taschenbuchreihe TERRA FANTASY, es war ein Roman von Abraham Merritt. Ich las ihn und war völlig begeistert. Wenn ich in der Folge dazu in der Lage war – so ein Taschenbuch kostete immerhin 3,80 Mark –, besorgte ich mir immer mal wieder ein Exemplar aus dieser Reihe.

Der Herausgeber, ein gewisser Hugh Walker, eröffnete mir eine ganz neue Welt, eine Welt der Fantasie, die zum Träumen einlud, die zwar nicht naturwissenschaftlich fundiert sein konnte, aber trotzdem in sich logisch und nachvollziehbar war. Vor allem gab es da verdammt viele Welten ...

Ich hatte mitbekommen, dass es bereits eine Heftromanserie mit Fantasy-Charakter gegeben hatte. DRAGON war vor Beginn meiner Sammler-Leidenschaft veröffentlicht worden, für diese Serie war ich zu jung. Also blieb ich meinen Weltraumhelden treu, las PERRY RHODAN und ATLAN, die UTOPIA-Bestseller und TERRA FANTASY. Das Geld, das ich verdiente, indem ich auf einer Baustelle und auf einem Bauernhof jobbte, steckte ich größtenteils in Druckwerke aller Art, gelegentlich in Schallplatten.

Im Frühjahr 1980 platzierte der Verlag eine Anzeige nach der anderen in den wöchentlichen PERRY RHODAN- und ATLAN-Romanen. Versprochen wurde eine neue Romanserie: »MYTHOR – für Freunde der Phantasie«. Unter dem Untertitel »Herr der Lichtwelt« sollte die wöchentliche Heftromanserie ab dem 22. April 1980 wöchentlich an den Start gehen; der Preis für das Heft betrug jeweils 1,80 Mark.

Aus den Informationen entnahm ich, dass die Serie vor allem von Autoren geschrieben werden sollte, die ich von ATLAN und auch PERRY RHODAN her kannte. In meinen Augen bürgte das für Qualität.

Also kaufte ich mir den ersten Roman; den Autor kannte ich bereits. Hugh Walker als Herausgeber von TERRA FANTASY und als Autor eigenständiger Fantasy-Geschichten – die ich nicht alle so richtig verstand – lieferte mit »Der Sohn des Kometen« einen Roman, wie ich ihn zuvor nicht gelesen hatte. Fasziniert las ich die Geschichte von der wandernden Stadt und ihrem grausigen Untergang, von dem jungen Krieger namens Mythor und seinen wenigen Freunden, die überleben, und ihren weiteren Abenteuern. Danach wusste ich, dass ich mehr davon wollte.

Übrigens war das Titelbild ebenfalls von einer Art, wie ich sie zuvor nicht gesehen hatte: halbnackte Frauen und ein leicht bekleideter Mann mit Schwert in der Hand – hier paarten sich Erotik und Action in einer Art, die in unserer Kleinstadt und im Dorf nicht gern gesehen wurden. Wenn ich also MYTHOR-Romane las, tat ich das so, dass weder Eltern noch Lehrer die Titelbilder von Nikolai Lutohin sahen.

Sie waren mittlerweile gewohnt, dass ich in Romanheften schmökerte, auf denen Raumschiffe und Aliens abgebildet wurden. Zu viel nackte Haut hätte sie allerdings sicher verstört ...

Mich interessierten die Titelbilder gar nicht so sehr, ich fand die Romane viel spannender und toller. Auf den Walker-Roman folgte einer von Horst Hoffmann: »Die Flotte der Caer« führte bereits das gegnerische Reich ein, der PERRY RHODAN- und ATLAN-Autor überzeugte mich mit einem packenden Abenteuer.

Ganz anders dann »Die Goldene Galeere«, das von einem gewissen Paul Wolf stammte. Dass sich dahinter in Wirklichkeit der PERRY RHODAN-Autor Ernst Vlcek verbarg, wusste ich zu dieser Zeit bereits; ich hatte auch davon gehört, dass er Gruselromane verfasste. Sein Fantasy-Roman war düster und grimmig, und er zog mich ebenfalls in seinen Bann.

Danach war ich »gefangen«; für mich stimmte in dieser Serie alles. Jede Woche erschien in diesem Frühjahr und Sommer 1980 ein Roman, und ich las MYTHOR lieber als die Science-Fiction-Serien, die ich zuvor so geliebt hatte. Aber was war der Kampf gegen Orbiter oder um Kosmische Burgen gegen Nottr den Barbar, die geheimnisvolle Stadt Logghard oder das finstere Reich der Caer?

Vor allem die ersten fünfzig Romane der Serie liebte ich, ich halte sie heute noch für die besten. Die Autoren eröffneten den Lesern eine andere Art von Literatur, sogar ein ganz anderes Universum. Ich lernte neue Autoren wie Hubert Haensel und Werner K. Giesa kennen, ich trat in Kontakt zu anderen MYTHOR-Fans.

Harte Kämpfe, düstere Magie, faszinierende Landschaften: Im Prinzip las sich MYTHOR wie die Geschichte endloser Reisen, zuerst über die Nordhalbkugel einer Welt, dann über die Inselwelt der Südhalbkugel, später durch die mysteriöse Schattenzone.

Nach einiger Zeit verlor ich langsam das Interesse, woran die anderen Verlage nicht unschuldig waren: Immer mehr Fantasy und Science Fiction wurde veröffentlicht, die Klassiker des Genres kamen in preiswerten Ausgaben in den Handel. Im Verlauf des Jahres 1980 las ich sowohl das Meisterwerk »Der Herr der Ringe« als auch die ersten Geschichten um Conan, den Barbaren. Sie erweiterten mein Bild der Fantasy-Literatur und weckten viele eigene Ideenwelten in mir.

MYTHOR blieb ich treu. Und ich war sehr stolz darauf, im Jahr 2000 die MYTHOR-Buchausgabe des ersten Zyklus zu betreuen – mit Hugh Walker als offiziellem Bearbeiter. Aber das ist eine ganz andere Geschichte ...

07 November 2017

Unter der Flammenflagge

Ich mag Helden wie Virr Shaloud: Sie sind eigentlich nicht stark, sie wirken eher normal oder gar unterdurchschnittlich, aber sie wachsen über sich hinaus, und ihre Taten können die Welt veränden. Einen solchen Helden führt Christian Montillon in seinem Roman »Unter der Flammenflagge«, der mit der Bandnummer 2934 demnächst erscheinen wird, in die Handlung ein.

Als ich das Manuskript las, war ich sehr davon angetan. Entsprechend fiel meine Mail an den Autor aus: »Das ist ein Roman, wie ich ihn mag«, schrieb ich und fügte hinzu: «Er ist leicht erzählt – und ich weiß, dass leichtes Erzählen nicht einfach ist – und macht richtig Spaß, gleichzeitig bringt er auch moralische Gesichtspunkte rein, so dass es eben nicht nur einen flache Handlung ist.«

Es geht in diesem PERRY RHODAN-Roman um Kultur und Politik, streng genommen werden sogar Fake News thematisiert. Und die Helden des Romans, die mir allesamt sehr sympathisch sind, wollen in einem riskanten Kommandounternehmenan weitere Informationen gelangen. Spannend ...

06 November 2017

25 Jahre an Bord der Serie

Die Ausgabe 42 des Fanzines »Fandom Observer« erschien im Dezember 1992. Ausgerechnet in dieser Ausgabe – die 42 hätte mich nachdenklich machen sollen – wurde eine Karikatur von Matthias Langer veröffentlicht. Damit wurde eine Personalie verkündet, die einige meiner Bekannten in der Fan-Szene verblüffte.

Sie soll wohl mich darstellen, wenngleich ich den Bierbauch ein wenig für übertrieben hielt (hier bricht einfach die Eitelkeit bei mir durch), die Hosenträger, die Brille und das schiefe Grinsen aber gut getroffen waren. Der Helm ist natürlich der, den Perry Rhodan höchstpersönlich immer aufhat ...

Tatsächlich fing ich vor 25 Jahren an, als Redakteur der PERRY RHODAN-Serie zu arbeiten. Im November 1992 begann ich mit meiner Tätigkeit, die sich im Verlauf der Jahre ganz schön veränderte: Damals ging es darum, die wöchentlichen Heftromane und die vierwöchentlichen Taschenbücher zu redigieren; heute freue ich mich richtiggehend, wenn ich selbst mal wieder redigieren darf.

Die Arbeit in der PERRY RHODAN-Redaktion wurde nie langweilig, vom ersten Tag an nicht. Es mangelte nicht an Herausforderungen. Aber dass es einmal ein Vierteljahrhundert sein würde, hätte ich mir in diesem Herbst 1992 nicht träumen lassen ...

27 Oktober 2017

Die Klon-Verschwörung ist da

Es war eines der spannendsten Projekte, die wir im Jahr 2016 verwirklichten: Die Miniserie PERRY RHODAN-Trivid kam nur in elektronischer Form heraus, wurde also ausschließlich als E-Book angeboten. Die Autoren Oliver Fröhlich und Christian Montillon schickten dabei Perry Rhodan an der Seite von Lian Taupin, einer coolen jungen Frau auf eine gefährliche Mission.

Weil so viele Leser die sechs Kurzromane auch in gedruckter Form haben wollten, sprachen wir mit den Kollegen von Bastei-Lübbe. Dort ist das Buch jetzt erschienen – zumindest liegt es seit einigen Tagen in der Redaktion, und es wird in dieser Woche auch offiziell in die Buchhandlungen ausgeliefert.

Es sieht richtig klasse aus; ein Schmuckstück für jedes Bücherregal und sowieso ein spannender Roman. Darüber freut sich in diesen Stunden und Tagen der Redakteur sehr … (Ach so: Kaufen und bestellen kann man's natürlich über den PERRY RHODAN-OnlineShop und sonst überall in den Buchhandlungen. Aber checkt mal den Link hier: https://perry-rhodan.net/shop/item/9783404209064/perry-rhodan-trivid-von-oliver-montillon-frohlich-kartoniertes-buch)

26 Oktober 2017

Was war und ist eigentlich MYTHOR?

Ein Logbuch der Redaktion

Anlässlich der gerade laufenden E-Book-Preisaktion bietet sich ein Logbuch an. Ich las als junger Fantasy- und Science-Fiction-Fan damals die Romane mit großer Begeisterung, und ich war zu Beginn der Nuller-Jahre als Redakteur daran beteiligt, den ersten MYTHOR-Zyklus in Form von gebundenen Büchern erneut zu veröffentlichen.

Bei MYTHOR handelte es sich nach DRAGON um den zweiten Versuch, eine Fantasy-Romanheftserie in Deutschland zu etablieren. Im April 1980 erschien der erste MYTHOR-Roman mit dem Titel »Der Sohn des Kometen«, geschrieben von dem in Fantasy-Kreisen gut bekannten Autoren Hugh Walker.

Beworben wurden die Romane unter anderem auf den Seiten von PERRY RHODAN, der größten Science-Fiction-Serie der Welt. Darüber hinaus wurde Werbung in »Terra Fantasy« gedruckt, der Taschenbuchreihe, in der Fantasy-Romane verschiedenster Autoren veröffentlicht wurden.

MYTHOR war zu diesem Zeitpunkt die einzige Serie aus dem deutschsprachigen Raum, die sich mit Fantasy im klassischen Sinn beschäftigte. Die Autoren fischten ihre Ideen aus dem Fundus, den es gab: Elemente aus Robert E. Howards »Conan der Barbar« tauchten ebenso auf wie solche aus J.R.R. Tolkiens »Herr der Ringe«. Es entwickelte sich ein grandioses Epos voller Schwert und Magie in einer detaillierten Fantasy-Welt mit zahlreichen Elementen.

Die Titelbilder waren nicht jedermanns Sache, sind es vor allem heutzutage nicht mehr. Zu Beginn der 80er-Jahre glaubte man in den Verlagen, man müsste viele Frauen präsentieren, um Science Fiction und Fantasy erfolgreich verkaufen zu können. Also wurde auf MYTHOR viel nackte Haut gezeigt, gern im Konflikt zu fiesen Monstern und tapferen Männern.

Das schadete der Serie zumindest nicht. Meinen Eltern durfte ich die Romane damals nicht zeigen, sie hätten sie als kompletten Schund betrachtet. Aber ich las sie mit riesiger Begeisterung, vor allem die ersten fünfzig Hefte fand ich toll. Wie Mythor sich als junger Krieger durch die Länder der Nordhalbkugel schlug – das war großartig. Zwar kamen mir manche Ideen und Handlungsfolgen bekannt vor, aber das änderte nichts daran, dass mich die Handlung von Heft zu Heft packte.

Auch der zweite Zyklus, der den Helden auf die Südhalbkugel der Welt führte, wurde von mir mit Begeisterung gelesen. Hier gab es allerdings immer wieder Romane, die ich schwach fand, und so fieberte ich vor allem den Abenteuern entgegen, die auf der Nordhalbkugel spielten; diese waren actiongeladen und steckten voller düsterer Magie.

Als Leser hatte man es nicht leicht mit MYTHOR. Der Preis stieg, die Erscheinungsweise änderte sich, und die Zykluskonzeption war nicht immer nachvollziehbar – aber ich blieb dabei. Die Romane in der Dämonenzone und im Schattenland zogen mich weiterhin in den Bann, die Geschichten machten mir Spaß.

Es entwickelte sich eine eigene Fan-Szene rings um MYTHOR, aus der Spiele und Geschichten, Fanzines und Clubs entstanden. Viele Autoren und Grafiker, die heutzutage mit Fantasy erfolgreich sind, sammelten ihre erste Erfahrungen als MYTHOR-Fans.

Viel zu früh kam im Dezember 1985 das Ende für die Serie. Sie wurde nicht komplett abgeschlossen; erst später brachte die Zeitschrift »Magira« noch einen letzten Roman sowie Exposés und Datenblätter. Das fand ich traurig – aber um diese Zeit hatte die Fantasy-Literatur im deutschsprachigen Raum nicht den Stellenwert, den sie in den Nuller-Jahren erreichte.

Was bleibt, ist die Erinnerung an eine packende Fantasy-Serie, die anfangs der 80er-Jahre Maßstäbe setzte. Innenillustrationen und Landkarten machten die Welt von MYTHOR erst so richtig plastisch, die Autoren lebten sich teilweise in ihren Figuren und Handlungsorten richtig aus.

Das alles lässt sich jetzt wieder neu erleben und nachempfinden. MYTHOR ist wieder da, und ich würde mich sehr freuen, wenn die Serie wieder viele neue Freunde fände.

Die MYTHOR-Bände gibt es bei allen bekannten E-Book-Shops und im PERRY RHODAN-OnlineShop. Die Einzel-E-Books kosten jeweils 1,49 Euro. Selbstverständlich gibt es die MYTHOR-Romane auch als E-Book-Pakete. Paket 1 enthält die Romane 1 bis 49 und kostet 49,99 Euro – in der Aktionswoche nur 29,99 €.

25 Oktober 2017

Tötet Monkey!

Seit Robert Feldhoff die Figur des Oxtorners Monkey zum ersten Mal in die PERRY RHODAN-Serie einbrachte – damals als Nebenfigur geplant –, beobachte ich mit großem Interesse, wie sich die Sicht auf ihn wandelt. Jeder Autor hat letztlich einen anderen Blick auf einen Handlungsträger, der nie als Sympathiefigur gedacht war; mit Monkey sollte sich niemand in der Leserschaft identifizieren.

Ich finde es spannend, wie Verena Themsen und Uwe Anton den Oxtorner jetzt schildern. In den drei Romanen, die den Kampf um Quinto-Center erzählen, spielt Monkey eine wichtige Rolle. In »Tötet Monkey!« wird die Jagd auf ihn eröffnet – aber das verläuft für alle Beteiligten nicht so, wie sie es sich vorgestellt haben.

Uwe Anton ist ein packendes Werk gelungen, zumindest nach meinem Geschmack. Es stellt nicht nur Monkey vor, sondern zeigt auch eine Reihe von USO-Mitarbeitern – die allesamt ihre Stärken und Schwächen haben. Das starke Titelbild von Arndt Drechsler illustriert diesen Roman in bester Art und Weise.

24 Oktober 2017

Kurs 3000 plus in Friedrichsdorf

Ein Logbuch der Redaktion

»Wenn wir uns Gedanken darüber machen wollen, was wir nach Band 3000 erzählen möchten, brauchen wir Zeit.« Das hatte ich schon anfangs des Jahres 2017 zu den zwei Exposéautoren gesagt. »Wir brauchen dann mehr als drei, vier Stunden, und wir müssen früh genug anfangen.«

pr_kurs3000_logo_mit_schatten_schwarz.jpgDie Exposéarbeit mit Christian Montillon und Wim Vandemaan fand zuletzt vor allem auf digitalem Weg statt, es wurden zahllose Mails gewechselt, und es gingen Ideenpapiere zwischen der Pfalz und dem Ruhrgebiet sowie Nordbaden hin und her; dazu telefonierten wir oft. Aus terminlichen Gründen schafften wir es nur selten, uns zu einer längeren Besprechung an einen Tisch zu setzen. Das war für die normale Arbeit vielleicht auch nicht nötig – für eine grundsätzliche Besprechung hielt ich es aber für dringend erforderlich.

Wir entschlossen uns zu einem Treffen im Sommer. Recht früh war klar, dass wir auch Verena Themsen dabei haben wollten. Die Autorin hatte in den Monaten zuvor eine immer stärkere Rolle eingenommen: Ihre Datenpapiere und Grundlagenarbeit strukturierten die Exposés. Sie war längst unsere »Physikerin vom Dienst« geworden, die uns half, in der Datenfülle den Überblick zu behalten.

Meinen weiteren Vorschlag fanden die Autoren ebenfalls gut: Ich wollte ein Treffen in Friedrichsdorf ... In dieser Gemeinde nördlich von Frankfurt lebte und arbeitete Karl-Herbert Scheer, dort wurden die Grundlagen für die größte Science-Fiction-Serie der Welt gelegt. Von dort kamen die Impulse, die ein Autorenteam befähigten, über Jahrzehnte hinweg an dem großen Epos zu schreiben.

Die Exposéautoren Wim Vandemaan und Christian Montillon trafen am Dienstag, 22. August 2017, deutlich vor mir ein; ich brauchte länger, um das »Mercure«-Hotel in der Stadt zu finden. Weil sie noch arbeiten musste, kam Verena Themsen an diesem Abend nach. Ich checkte ein, stellte fest, dass das Hotel seine allerbesten Tage hinter sich hatte, aber für unsere Besprechung absolut tauglich war, und traf mich mit den Exposéautoren in der Hotel-Lobby.

Nach kurzem Gespräch fuhren wir mit dem Auto ins Nachbardorf, wo wir bei erhöhten Temperaturen erst einen kleinen Spaziergang unternahmen, bevor wir uns in das Restaurant begaben, wo für uns ein Tisch reserviert worden war.

Wir unterhielten uns gut und lang, wir aßen und tranken, und wir sprangen thematisch bei unserem Gespräch wie wild durch die Science Fiction im Allgemeinen und die PERRY RHODAN-Serie. Wir sprachen darüber, welche Romane uns gefallen hatten und welche Ideen für die »heutige Zeit« noch funktionieren könnten. Welche Art von Science Fiction fanden wir toll, für was stand die PERRY RHODAN-Serie?

Solche Grundlagengespräche, bei denen kein Thema festgelegt ist, halte ich für wichtig. Bei unterschiedlichen Menschen dienen sie dazu, sich auf eine Richtung zu verständigen. Erst danach kann man, so glaube ich, gemeinsame Ideen entwickeln – man muss ja erst einmal wissen, was man mag und was nicht ...

In der Hotelbar führten die drei Autoren und ich das Gespräch dann weiter, es wurde dabei bereits konkreter. Gegen ein Uhr ging jeder in sein Hotelzimmer – und am nächsten Morgen saßen wir in einem Besprechungsraum, wo wir mit der eigentlichen Arbeit begannen. Wir wollten bewusst nicht über die Romane sprechen, die bis Band 3000 noch kommen sollten, sondern über den anstehenden Zyklus nach Band 3000.

Welche Geschichte wollten wir erzählen, welchen großen Handlungsbogen entwerfen, welche Rolle für Perry Rhodan und die Menschheit bereitstellen? Ich hatte im voraus in alten Jubiläumsbänden geblättert, hatte beispielsweise verglichen, was K. H. Scheer mit Band 200 und dem Sprung nach Andromeda oder William Voltz mit Band 700 und der Aphilie gemacht hatten. Was konnten wir davon in die heutige Zeit übernehmen, was war mittlerweile überhaupt nicht mehr machbar?

Dabei ging es nicht darum, alte Ideen zu »klauen«. Aber wie wollten wir PERRY RHODAN ins Jahr 2019 bringen, was konnten und wollten wir den Lesern zumuten?

Es überraschte niemanden, dass sich Wim Vandemaan bereits inhaltliche Gedanken gemacht hatte. Er skizzierte eine mögliche Handlung, die drei große Bögen spannen würde – also über drei Zyklen mit je einhundert Bänden hinweg. Das klang spannend, enthielt aber genügend Potenzial für Widerspruch und weiterführende Diskussionen.

Darum ging es den ganzen Tag über – bis in den sehr späten Nachmittag hinein. Wir wälzten Ideen und verwarfen sie, wir überlegten uns Verbindungen zur klassischen PERRY RHODAN-Geschichte und alten Mythen und ließen sie wieder liegen, und wir hatten am Ende eine Arbeitsgrundlage, auf der wir in den kommenden Monaten aufbauen werden.

Denn eines ist jetzt schon klar: Während die Autoren an den Romanen schreiben, die den Zyklus bis Band 2999 bilden, müssen sie gleichzeitig die Grundlagen für einen Handlungsbogen entwickeln, der mit Band 3000 beginnt und mit Band 3099 noch lange nicht zu Ende sein wird. Ich freue mich bereits auf dieses gemeinsame Abenteuer – und ich hoffe sehr, dass Friedrichsdorf für PERRY RHODAN erneut am Anfang einer großen Epoche stehen wird ...

23 Oktober 2017

PERRY RHODAN und der Buchblog Award

Im Jahr 2017 wurde zum ersten Mal der Buchblog Award verliehen. Mit der Jury hatten wir von der PERRY RHODAN-Redaktion nichts zu tun, ich kann also nichts zu den Gewinnern sagen oder erzählen. Wir haben uns indirekt im Vorfeld beteiligt, in dem wir zur Teilnahme an dem Preis aufgerufen haben.

Zur Dokumentation kommt hier die offizielle Aussage, die ich auf der Internet-Seite des Preises getroffen habe. Ich stehe nach wie vor dazu, weil ich Blogs für wichtig halte – sie sind für mich eine direkte Fortsetzung der Fanzines, die leider heute nicht mehr so häufig sind wie in den 90er-Jahren und früher ...

»Für uns war der Kontakt zu den Lesern schon immer wichtig – die Autoren und die Redaktion stehen seit Jahr und Tag in einer direkten Verbindung zur Leserkritik. Dank der Buchblogs hat sich das noch intensiviert: Die Bloggerinnen und Blogger sind gut vernetzt, tauschen sich untereinander aus, kritisieren klar und sachkundig und liefern uns somit wertvolle Impulse für unsere Arbeit.

Die Medienwelt hat sich schlichtweg verändert: Was früher die zahlreichen Fan-Zeitschriften und kleine Literaturzeitschriften waren, wird heute von den Blogs abgedeckt. Dadurch ist das heutige Medienumfeld schneller und intensiver – was wir sehr spannend finden.«

22 Oktober 2017

Eigentlich Controlling ...

Was macht der Redakteur am Sonntag? Er sitzt am Computer, guckt in den Regen und schaut sich Zahlen an. Kein Witz: Es ist gut vier Wochen her, seit ich mit den Controllern aus der »obersten Etage« unseres Konzerns zusammengesessen bin. Wir diskutierten über Zahlen und legten die Planung für das Jahr 2018 fest.

Seither nehme ich mir vor, diese Beschlüsse zu verschriftlichen – damit ich hinterher auch noch weiß, was wir eigentlich besprochen haben und damit ich es meinen Kolleginnen und Kollegen in der Redaktion sagen kann. Es handelt sich hier ja nicht um Geheimwissenschaften, sondern um wichtige Informationen für unsere Jahresplanung.

Aber es gibt ja so viele Dinge, die wichtiger sind ... Immer ... Und Zahlen interessieren mich privat gar nicht. Ich lese lieber Manuskripte (aktuell: Kai Hirdt und Michael Marcus Thurner) und Ideenpapiere (aktuell: Andreas Eschbach). Aber ich fürchte, dass ich um die Controller-Zahlen nicht herumkommen werde ...

20 Oktober 2017

Das Paradies wird hundert

Ein Logbuch der Redaktion

Über meine Begeisterung für die Fan-Szene und ihre Aktivitäten schreibe ich seit vielen Jahren. Der Grund liegt auf der Hand: Ich selbst komme aus dem Fandom – wie die Szene eigentlich genannt wird – und habe dort viele Erfahrungen gesammelt. Bis heute mag ich Fanzines und Cons, Stammtische und Lesergeschichten.

Deshalb freue ich mich besonders, wenn ein Club sein Jubiläum feiern kann oder wenn ein Fanzine einen »runden Geburtstag« hat. Das aktuelle Beispiel ist im August 2017 erschienen; ich meine das Club-Fanzine »Paradise«. Gelesen habe ich das Werk während einer langen Zugfahrt. Allerdings schaffte ich nicht alles – das Fanzine umfasst unglaubliche 176 Seiten.

img_5044.jpgUnd weil ich das Fanzine las, schaute ich ein wenig in die Vergangenheit. Laut meiner Übersicht, die ich irgendwann vor vielen Jahren angefangen habe, meldete sich im Frühjahr 1993 ein junger Science-Fiction-Fan bei mir. Er hieß Thomas Straubhaar und kam aus Burgkirchen, er rief einen Club ins Leben und startete gleich mit drei Fanzines.

Den »Terranischen Club EdeN« – das »EdeN« steht für »Erben der Nacht« – stattete er mit einigen ungewöhnlichen Details aus: So sollten die Mitglieder untereinander vor allem über spezielle Namen kommunizieren. Man schrieb also nicht als »Klaus«, sondern beispielsweise als »Lemy Danger«; man nannte sich nach Figuren aus der PERRY RHODAN-Serie oder erfand gleich einen eigenen Begriff.

Das fand ich originell, das gab es in der Form noch nicht. Den neuen Club beobachtete ich also interessiert. Ich schrieb in den PERRY RHODAN-Clubnachrichten nicht nur einmal über die unterschiedlichen Projekte, und ich bekam mit, wie er seine Aktivitäten ausweitete.

Die Zeit war noch nicht reif für umfangreiche Online-Aktivitäten; die meisten Menschen hatten nicht einmal einen Internet-Anschluss. Also war das Veröffentlichen von Fanzines und anderen kleinauflagigen Heften durchaus üblich und die einzige Möglichkeit, ein Publikum zu erreichen.

Thomas Straubhaar war besonders rege, was seinen »Output« anging. Die erste Ausgabe von »Ritter der Nacht« kam im März 1993, die erste Ausgabe von »Paradream« folgte im April, und im Juli 1993 veröffentlichte er die erste Ausgabe von »Paradise«. In jener Zeit gab es eine wahre Welle an neuen und aktiven Clubs, aus denen Fanzines und weitere Aktivitäten hervorgingen.

Die meisten der neuen Clubs und Fanzines gingen rasch den Weg des Zeitlichen, der »TCE« und sein »Paradise« hielten durch. Bis heute ... Der Clubgründer ist längst nicht mehr an Bord. Recht früh übernahmen andere Fans das Ruder des Clubschiffes und hielten es seitdem auf Kurs; es gibt verschiedene Kontinuitäten, die erhalten geblieben sind – und das finde ich richtig gut.

Der Club veröffentlichte zahlreiche Hintergrundbände zu PERRY RHODAN, seine Mitglieder wirkten an Veranstaltungen mit und waren sonstwie aktiv. Sie schrieben Fan-Romane, bereicherten so die Fan-Szene mit ihren Aktivitäten. Und das »Paradise« bündelt das alles bis heute.

Die aktuelle Ausgabe zeigt das: Sie enthält zahlreiche Glückwünsche zum Jubiläum, ebenso Kurzgeschichten und Grafiken, Buchbesprechungen und allerlei Berichte, ein Sammelsurium an Themen, die durch die Begeisterung für Science Fiction und Fantasy zusammengehalten werden. Autoren wie Hubert Haensel oder Uwe Anton trugen ebenso Texte zu der Ausgabe bei wie zahlreiche Aktivisten aus der Fan-Szene.

Ich bin echt beeindruckt: Wenn ein Club-Fanzine seine Ausgabe 100 erreicht, ist das Grund genug, ein Jubiläum zu feiern. Ich hebe also mein – leider völlig fiktives – Glas mit leckerem Vurguzz auf ein außergewöhnliches Jubiläum!

19 Oktober 2017

Clark Darlton und der Schwarm

Dass das Thema des Schwarms in der PERRY RHODAN-Serie auch für die Autoren von großer Faszination war, liegt auf der Hand: Ein riesiger Sternenschwarm aus Tausenden von Welten, der hilft, die Intelligenz im Universum zu verbreiten – was für eine Idee! Vor allem Clark Darlton, der sich schon früh dafür interessiert hatte, wie sich die Kultur auf der Erde verbreitet hatte, schien Feuer gefangen zu haben.

Zumindest deutet das eine schriftliche Notiz an, die er am 2. Juli 1971 verfasste und in die Redaktion schickte. Er stellte seine Überlegungen zum Schwarm in den Raum, brachte bereits das Wort Superintelligenzen aufs Blatt und machte sich weitergehende Gedanken.

In seinem Konzept ging er davon aus, dass die »Heimlichen Herrscher« – der Begriff Cyno war zu diesem Zeitpunkt offenbar noch nicht bekannt – über Jahrtausende hinweg die Menschheit gefördert hatten: »Sie benötigen Hilfe, wenn es so weit ist.«

Clark Darlton blieb bei seinem Arbeitspapier, das sich auf die Autorenkonferenz vom 2. Juni 1971 bezog, übrigens sehr höflich und zurückhaltend: »Vielleicht ist dieser oder jener Satz zu gebrauchen und gibt eine Anregung.«

18 Oktober 2017

Kampf um Quinto-Center

Ich gestehe: Im Vorfeld haben wir um die Romane ganz schön gerungen, wir waren uns da anfangs nicht einig. Doch die Idee der Exposéautoren setzte sich durch – sie wollten, dass wir Quinto-Center zu einem wichtigen Schauplatz der laufenden PERRY RHODAN-Handlung machen.

So ist es nun geschehen. Diese Woche erscheint »Kampf um Quinto-Center« von Verena Themsen; der Roman trägt die Bandnummer 2931 und wird von einem klassischen Titelbild von Alfred Kelsner geziert.

Bei diesem Roman stimmte für mich alles: Ich fand das Manuskript schon richtig spannend – obwohl ich durch die Lektüre des Exposés genau wusste, was passieren würde. Wie die Autorin die verschiedenen Figuren zeichnet, wie sie die Spannung aufbaut, wie sie Quinto-Center selbst in Szene setzt – das ist großes Kino. Zumindest für mich.

Allein schon die Begriffe: Türöffner ... Verdunkler ... Fremdenführer ...

17 Oktober 2017

Wie wird man eigentlich Teamautor?

Eine Frage, die mir tatsächlich im Verlauf des Wochenendes mehrfach gestellt wurde: Wie kann man PERRY RHODAN-Autor werden? Oder PERRY RHODAN-Autorin? Dass es dafür keine Standard-Antwort gibt, liegt hoffentlich auf der Hand – ich möchte dennoch einige Hinweise geben.

Wir schauen uns sehr genau an, was sich in der »Szene« tut: Wer veröffentlicht in Fan-Zeitschriften, wer schreibt eigene Romane, wer arbeitet für andere Verlage in vergleichbaren Serien? Gelegentlich sprechen wir jemanden an und fragen diese Person, ob sie Lust und Zeit hätte, für uns zu arbeiten. Aus einer solchen Frage wird manchmal etwas, manchmal aber auch nicht.

Das ist der eine Weg. Leo Lukas sagte einmal: »Bei PERRY RHODAN wird man berufen.« Man kann sich allerdings auch bewerben; das ist der andere Weg.

Hilfreich ist hierbei ein aussagekräftiges Manuskript, aus dem hervorgeht, was der Autor oder die Autorin eigentlich kann; Science Fiction wäre noch hilfreicher. Ein höfliches Anschreiben zählt irgendwie ebenfalls dazu. Wir schauen uns alle Manuskripte an, die bei uns eintreffen – leider dauert es manchmal, bis eine Antwort kommt. (Die aktuellen Manuskripte für die laufenden Serien gehen selbstverständlich vor.)

Grundsätzlich sieht es derzeit so aus, dass wir ein PERRY RHODAN-Autorenteam haben, ebenso ein Team für PERRY RHODAN NEO. Wir suchen nicht händeringend nach neuen Kolleginnen und Kollegen. Aber man weiß ja nie ...

16 Oktober 2017

Abgrund unter schwarzer Sonne

In den fünfeinhalb Jahrzehnten ihres Bestehens hatte die PERRY RHODAN-Serie immer wieder Phasen, die von den Lesern als »abgefahren« angesehen wurden. Eine davon spiegelt sich im Silberband 140 wieder. Dieser erscheint offiziell im November, aber ich erhielt heute schon mal ein Vorabexemplar aus der Druckerei.

In »Abgrund unter schwarzer Sonne« geht es weiter um die Endlose Armada. Verschiedene Gruppierungen versuchen, die Vorherrschaft über diese gigantische Ansammlung von Raumschiffen zu erringen. Dabei spielt der geheimnisvolle Loolandre – das Herz der riesigen Flotte – eine Rolle, ebenso aber auch Sato Ambush, ein geheimnisvoller Mann.

Ebenso eine wichtige Rolle in diesem Roman spielt Perry Rhodan: Die Jugend des Terraners wird erzählt. Man erfährt mehr über seine Familie und seine Herkunft.

Ich weiß noch gut, wie faszinierend ich das in den frühen 80er-Jahren fand. Und als ich heute in diesem Buch blätterte, fand ich das erneut faszinierend.

Es sind Ideen, die für die damalige PERRY RHODAN-Serie neu und ungewöhnlich waren. Was war ein Pararealist, was hatte die Jugend von Perry Rhodan mit alledem zu tun? Und was geschieht, wenn eine Clansmutter sterben sollte?

15 Oktober 2017

Auf dem BuchmesseCon 2017

Es gehört zur guten Tradition, dass die PERRY RHODAN-Serie auch auf dem BuchmesseCon vertreten ist. Von der Redaktion waren diesmal Madlen Bihr und Klaus N. Frick anwesend, Kai Hirdt vertrat das PERRY RHODAN-Autorenteam, und Oliver Plaschka sowie Madeleine Puljic setzten Akzente für PERRY RHODAN NEO. Darüber hinaus waren Clubs anwesend, die ihre Publikationen verkauften und unsere Serie präsentierten.

Mit Madlen Bihr traf ich gegen halb drei Uhr in Dreieich ein. Das Team des BuchmesseCons hatte das Areal noch weiter ausgeweitet; das komplette Bürgerzentrum schien in der Hand der Phantastik zu sein. Laut Veranstalter waren 650 Besucher anwesend, was ich sofort glaubte.

Viele Kleinverlage präsentierten sich; die Szene professionalisiert sich immer weiter. Wir führten Gespräche mit Autoren, Zeichnern und Verlegern – hierfür ist der BuchmesseCon hervorragend geeignet.

Zum eigentlichen PERRY RHODAN-Programmpunkt setzten sich Madeleine Puljic, Kai Hirdt und ich aufs Podium. Fragen aus dem Publikum beschäftigten sich mit den Planetenromanen, der laufenden Erstauflage und PERRY RHODAN NEO; wir gaben uns Mühe, alles so gut wie möglich zu beantworten.

Für mich als Redakteur war's wie immer eine gelungene Veranstaltung, bei der ich die Chance hatte, mit vielen Leuten zumindest kurz zu sprechen. Längere Unterhaltungen sind bei einem BuchmesseCon ja leider Mangelware – aber das lässt sich bei so vielen Menschen auch kaum bewerkstelligen.

14 Oktober 2017

Das Galaktische Forum 2017

Zum zweiten Mal wurde das Galaktische Forum im Musikclub Elfer in Frankfurt-Sachsenhausen ausgetragen. Veranstalter waren an diesem Freitagabend, 13. Oktober 2017, die Verlage Fischer-Tor und Droemer-Knaur, eingeladen waren Autoren, Blogger und Verlagsleute aus der Science-Fiction- und Fantasy-Szene. Wieder einmal war es eine sehr angenehme Party, die wegen des schönen Wetters zu einem großen Teil auf die Straße verlagert wurde.

Aus dem PERRY RHODAN-Umfeld waren Madeleine Puljic, Kai Hirdt, Robert Corvus und Oliver Plaschka anwesend – wir hätten also glatt eine NEO-Besprechung machen können. Gesprochen wurde über alle Themen, tatsächlich diskutierten wir in unserer kleinen Gruppe über aktuelle Entwicklungen bei PERRY RHODAN NEO. Darüber hinaus wurde fleißig an den jeweiligen Netzwerken gearbeitet ... wie das eben bei einem Branchentreffen so ist.

13 Oktober 2017

Zweiter Messetag im Oktober 2017

PERRY RHODAN auf der Buchmesse in Frankfurt – am heutigen Freitag wird die größte Science-Fiction-Serie der Welt immerhin durch ihren Redakteur vertreten: Ich habe mein Namensschild am Revers, und darauf ist sehr schön das Logo unserer Serie zu erkennen. Das hat den netten Nebeneffekt, dass ich gelegentlich von Menschen angesprochen werde ...

Die ersten Termine an diesem Tag verliefen in angenehmer Atmosphäre. Bei Lübbe-Audio ging es um unsere gemeinsamen Projekte mit Hörspielen und Hörbüchern, bei Lübbe sprachen wir über das demnächst kommende Taschenbuch zu PERRY RHODAN-Trivid und mögliche weitere Konzepte.

Diese vielen Gespräche mit den Kollegen und Kolleginnen in den unterschiedlichen Verlagen prägen für mich in jedem Jahr die Messe – so auch 2017. (Ach ja: Das Bild stammt von Philine-Marie Rühmann, die an diesem Tag leider nicht auf der Messe weilt.)

12 Oktober 2017

Erster Messetag im Oktober 2017

Zum dritten Mal hintereinander bin ich in diesem Jahr auf der Frankfurter Buchmesse, ohne dass es einen Messestand für PERRY RHODAN gibt. Das ist ungeschickt, weil ich keinen »festen Platz« habe. Es ist aber gleichzeitig stressfreier, weil ich zwischen den Terminen meine Ruhe finden kann, sofern ich das möchte.

Der erste Messsetag – also der Donnerstag, 12. Oktober – verlief so, wie ich es erwartet hatte. Mit meiner Kollegin Philine-Marie Rühmann fuhr ich mit der Bahn nach Frankfurt. Weil wir gut geplant hatten, konnten wir uns erst einmal Teile der Messe in Ruhe anschauen, bevor wir uns trennten: Sie kümmerte sich um Termine, in denen es um E-Books oder digitales Marketing ging.

Meine Aufgabe war wieder einmal, mich mit den Partnern aus anderen Verlagen zu treffen. So saß ich beispielsweise mit den Kollegen von Edel Germany zusammen, um mit denen die aktuelle Situation zu besprechen: Wo stehen die PERRY RHODAN-Hardcover, wie geht es der sogenannten Platin Edition?

Zu weiteren Gesprächen besuchte ich andere Verlage. Man kann bei solchen Terminen nie sagen, ob sie erfolgreich waren oder nicht – das erweist sich oft erst Jahre später. Eine Buchmesse ist eine wichtige Veranstaltung, weil wir bei solchen Terminen mit den Kollegen aus anderen Verlagen manchmal nur plaudern und eben nicht wissen, was irgendwann aus einem solchen Informationsgespräch wird.