16 November 2022

Die Terrania-Trilogie

In diesen Tagen beschäftige ich mich während meiner Arbeitszeit nicht nur mit fernen Welten und deren Bewohnern, sondern ebenso mit der Erde der fernen Zukunft. In dieser Zeit ist Terrania City die Metropole, in der viele Menschen wohnen. Terrania ist auch der heimliche Held einer Trilogie von drei Romanen, die im Frühjahr 2023 erscheinen werden.

Wir werden in diesen drei Romanen mehr über die Hauptstadt der Erde erfahren, mehr über ihre Bewohner und – vor allem – ihre Besucher. Wir werden einiges über die Spannung lesen, die es sogar auf einer paradiesisch anmutenden Welt wie der Erde unserer fernen Zukunft geben dürfte.

Aber letztlich verkörpert das Terrania, wie wir es in der PERRY RHODAN-Serie schildern, eine sehr positive Utopie. Die Autorinnen und Autoren erzählen von einer Erde, auf der es keine Landesgrenzen gibt, wo sich niemand mehr wegen Religion oder Nation streitet und wo wirtschaftliche Zwänge nicht mehr die Wertigkeit haben wir auf der Erde des Jahres 2022.

Ich freue mich sehr auf die drei Romane. Bis sie erscheinen, vergehen aber noch einige Monate …

15 November 2022

Aktionen zu Band 3200

Derzeit steuern wir mit vielen Aktionen auf unseren Jubiläumsband zu. Darüber sprachen wir heute auch in unserer Teamrunde: Jeden Dienstag sitzen wir von der PERRY RHODAN-Redaktion zusammen und diskutieren aktuelle Themen durch. In diesem Fall informierten Sabine Kropp und ich über den Stand der Dinge bei den Romanen – damit alle Kolleginnen und Kollegen auf dem Laufenden sind, was die Termine und Inhalte angeht.

Janina Zimmer und Madlen Bihr präsentierten die nächsten Schritte im PERRY RHODAN-Marketing. Es gibt Aktionen mit unseren E-Book-Partnern, wir schalten »gedruckte Anzeigen« und werden auf Social Media aktiv. 

Veranstaltungen zum Jubiläumsband gehören ebenso zum Paket wie eine Leseprobe, die wir noch als separates Heft im A6-Format herstellen wollen. Mal schauen, was wir sonst noch schaffen …

14 November 2022

Flucht der Kosmokratin

Dominic Beyeler steuerte wieder einmal ein phantastisches Titelbild bei, das einen hervorragenden Rahmen für einen phantastischen Roman bildet: In dieser Woche erscheint mit »Flucht der Kosmokratin« das neue Werk von Michael Marcus Thurner, das sowohl viel Action bietet als auch einen Blick in kosmische Weiten. Die Hauptfigur ist diesmal Perry Rhodan selbst, sein Gegenspieler ist unter anderem Addanc, der Jäger.

Warum es im Detail geht, kann ich an dieser Stelle nicht verraten. Es gibt einige weitere Details zur Yodor-Sphäre und zum bevorstehenden Zusammenstoß mit dem Chaoporter FENERIK, auch darum, wie man vielleicht das Schlimmste verhindern könnte. Das klingt auf den ersten Blick vielleicht kompliziert, aber dem Autor ist es gelungen, diese Sachverhalte sehr unterhaltsam zu präsentieren. Das fand ich bei der Lektüre des Manuskripts wirklich stark.

13 November 2022

Ein NEO-Sonntag

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen von PERRY RHODAN NEO, sieht man vom einen oder anderen Privat-Thema ab, das nun mal sein muss. Ich las ein Exposé und einen Roman, und ich schrieb Texte und Mails. Bei alledem geht es um die aktuelle Handlungsstaffel »Revolution«, die sich – zumindest in meiner Arbeit – bereits in großen Sprüngen ihrem Ende nähert.

Ich halte PERRY RHODAN NEO für eine Erfolgsgeschichte. Und diese ist der kreativen Arbeit von Autorinnen und Autoren zu verdanken. Wir sind nicht immer einer Meinung, wir diskutieren durchaus auch heftig. Aber eine solche Serie wird nicht von einer Redaktion entwickelt und vorangetrieben, schon gar nicht von einem Vertrieb, sondern von der Kreativität der Autorinnen und Autoren.

Das zeigt sich auch bei der »Revolution«-Staffel: Es müssen verschiedene Handlungsfäden zusammengeführt und zu Ende gebracht werden. Neue Themen werden entwickelt, frische Charaktere tauchen in der Serie auf. Die kreative Leistung ist enorm, die von unserem Team erbracht wird. Und ich freue mich stets, wenn ich einen spannenden Roman in Manuskript-Form lesen kann ...

11 November 2022

Über Triebwerke und Technologien

Ich gestehe, von technischen Dingen nicht viel zu verstehen. Mir fehlt es am grundlegenden Verständnis für viele Dinge technischer Art. Ich wäre kein guter Mechaniker geworden, von einem Ingenieur ganz zu schweigen. Ich bewundere Menschen, die in der Lage sind, technische Details so genau aufzubereiten, dass alles stimmig ist und für sich funktioniert.

Heute beschäftigte ich mich mit einem aktuellen Datenblatt. In diesem ging es nicht um ein Raumschiff – etwa die RAS TSCHUBAI –, sondern um die Technik eines außerirdischen Volkes, das nach Band 3200 eine wichtige Rolle spielt. Und natürlich spielte dabei die Technik der Raumschiffe sehr wohl eine Rolle.

Aber es wurden vor allem die technischen Grundlagen definiert: Wo liegen die Unterschiede zur Technik der Terraner oder anderer Völker, etwa der Blues? Wie hat sich die Erhöhung der Hyperimpedanz ausgewirkt? Und welche Begrifflichkeiten werden für welche Dinge gewählt?

Ein großer Teil dieses Datenblatts wird sich in keinem Roman wiederfinden. Es sind Hintergrundarbeiten, mit denen die Autorinnen und Autoren hoffentlich etwas anfangen können. Und die Leserinnen und Leser freuen sich hoffentlich, wenn das Universum unserer Serie weiterhin so stimmig wie möglich bleibt.

10 November 2022

VAIA erwacht

Aus der Serie »1000 Bände zurück«

Als wir den Zyklus »Das Reich Tradom« planten, waren einige Höhepunkte klar und schnell festgelegt. Einen davon setzte Uwe Anton vor genau 1000 Bänden in Szene: Am 16. September 2003 erschien mit »VAIA erwacht« ein Roman, in dem sich Perry Rhodan einem tödlichen Duell zu stellen hat.

Robert Feldhoff machte das im ersten Satz seines Exposés auch gleich klar: »Im PULS von Tradom kommt es zum Showdown«, schrieb er. Der Mausbiber Gucky müsse »sich seinem Trauma stellen, den Kreaturen von Quintatha«, während Rhodan tatsächlich um das Leben einer Superintelligenz ringen muss. Der Terraner kämpft unter anderem gegen den Souverän der Vernunft …

Wie Uwe Anton das alles in Szene setzte, gefiel mir sehr gut. Der Autor brachte sowohl den kosmischen Teil des Romans als auch die actionlastigen Bestandteile hervorragend unter. So entstand gewissermaßen das Vor-Finale eines Zyklus, der von manchen Lesern erst im Nachhinein so richtig gewürdigt wurde.

09 November 2022

Verrat am Imperium

Das Titelbild des Romans von Ruben Wickenhäuser, den wir in dieser Woche veröffentlichen, hat mir schon in der frühen Version sehr gut gefallen. Dirk Schulz schafft es, eine Szene aus dem Roman – nach einem Vorschlag des Schriftstellers – so gut umzusetzen, dass sie mich auf »Verrat am Imperium« neugierig machen würde. Wer die zwei Leute auf den Brettern sind, die sich offensichtlich auf der Flucht befinden, verrate ich nicht; beim einen dürfte die Antwort nicht schwer fallen.

In diesem Werk treibt Ruben Wickenhäuser die aktuelle Staffel von PERRY RHODAN NEO in der Handlung weiter. Er blickt aus verschiedenen Blicken auf die Welten des Arkonsystems, die unter der Herrschaft der Überschweren stehen, und erreicht so einen spannenden Handlungsbogen. Nicht nur für Fans des »alten Arkon« eine packende Lektüre, wie ich finde …

07 November 2022

Der Schriftzug ist weg

In den vergangenen Tagn und Wochen konnten wir von den Fenstern unserer neuen Büros aus beobachten, wie sich unser ehemaliger Arbeitsplatz veränderte. Zuerst wurden Gerüste errichtet, dann kamen Schutzvorrichtungen dazu, und zuletzt montierten Arbeiter den »VPM«-Schriftzug vom Dach des legendären Turmzimmers.

Damit geht nicht nur eine Ära für PERRY RHODAN zu Ende, sondern auch für die gesamte Stadt Rastatt. Wer mit dem Zug die Oberrheinstrecke fuhr, sah das Logo des Pabel-Moewig Verlags vom Fenster aus. Und wer nach Rastatt hineinfuhr, wurde von einem großen »VPM«-Logo empfangen. Seit 1956 das Gebäude an der Karlsruher Straße errichtet worden war, sah man entweder den »Pabel«-Schriftzug oder das »VPM«-Logo.

Das ist jetzt vorüber. Schauen wir, ob ein neues Logo auf den Turm gepflanzt wird oder ob er künftig schmucklos bleiben wird.

04 November 2022

Der Überläufer

Ein dynamischer Außerirdischer von Dirk Schulz auf dem Titelbild, ein packender Roman von Robert Corvus, in dem es um allerlei Außerirdische geht: In der nächsten Woche erscheint »Der Überläufer«, bei dem mir die Lektüre des Manuskripts großen Spaß bereitet hat. Mir hat vor allem gefallen, wie gut es Robert verstanden hat, eine Figur durch die Handlung zu führen, die mir als Leser eigentlich schon ein Begriff war. Sie gewinnt aber durch diesen Roman erst so richtig an Tiefe.

Der Autor schafft es, die phantastischen Elemente des Romans ebensogut zu schildern wie die Action oder die Kämpfe im All. Wer spannende Science Fiction mag, kommt hier auf seine Kosten – ebenso aber die Leser, die es vor allem schätzen, wenn glaubhaft geschilderte Außerirdische in einem Roman auftauchen.

Ganz nebenbei spielt ein großes Raumschiff namens MAGELLAN eine wichtige Rolle, ebenso seine Besatzung. Von diesem Schiff werden wir in den kommenden Monaten noch öfter hören …

03 November 2022

Sinzig vor zwanzig Jahren

In den 90er-Jahren begannen Elmar Wietor und Werner Fleischer damit, Cons in Sinzig zu veranstalten. Sinzig war mir vorher kein Begriff: eine kleine Stadt am Rhein, zwischen Koblenz und Bonn gelegen. Dort gab es das Haus der Offenen Tür, ein Jugendzentrum praktisch, in dem Elmar Wietor als Sozialarbeiter tätig war und Werner Fleisch über viele Jahre als gern gesehener Gast aus- und einging.

Ich mochte die Cons in Sinzig, weil sie vom Charme des Hauses und dem quirligen Charakter der beiden Veranstalter lebten. Zu den neunten PERRY RHODAN-Tagen Rheinland-Pfalz – so hieß die Veranstaltung offiziell – luden die beiden für den 27. bis 30. September 2002 ein. Ein acht Seiten umfassendes A5-Heft wies auf den Con hin und wurde im Voraus verschickt.

Für viele Leute war es eine spannende Lektüre: Erst nach Erhalt des Programms erfuhren sie, für welche Programmpunkte sie wirklich eingeteilt worden waren. Und mancher erfuhr auch erst durch das Programm, dass man mit seiner Anwesenheit rechnete … (Die Planung des Cons war manchmal ein wenig chaotisch, die Veranstaltungen liefen aber mit großem fannischen Engagement ab.)

Schwerpunkt des Cons sollte der Arkonide Atlan sein. Und natürlich ging es auch um Atlantis – ein Steckenpferd vor allem von Werner Fleischer. (Leider sind die beiden Veranstalter schon 2013 und 2015 verstorben. Ich bin sicher, Werner hätte sich über PERRY RHODAN-Atlantis sehr gefreut.)

02 November 2022

30 Jahre an Bord

Ich hatte es nicht auf dem Schirm und wurde heute kurzfristig überrascht: In einer sehr kleinen und improvisierten Feier wurde ich geehrt. Der Grund: Ich arbeite seit dreißig Jahren in der PERRY RHODAN-Redaktion. Im November 1992 begann ich mit meiner Tätigkeit als Redakteur der größten Science-Fiction-Serie der Welt.

Das ist mehr als die Hälfte meines Lebens. Damit rechnete ich nicht, als ich im Frühsommer 1992 meinen Arbeitsvertrag unterschrieb. Über die Höhen und Tiefen meiner vielen Jahre an der Seite eines Raumfahrers werde ich sicher zu anderer Zeit schreiben. Heute abend werde ich mir wohl erst einmal ein Gläslein Wein auf mein Jubiläum gönnen …

(Ob das Bild aus dem Jahr 1992 stammt, lässt sich heute nur noch schwer sagen. Es wurde auf jeden Fall in den frühen 90er-Jahren geschossen.)

28 Oktober 2022

Haus der Chimären

In einer Galaxis, in der es Milliarden von Sternen und zahllose weitere Himmelskörper oder Gasnebel gibt, muss es von Geheimnissen nur so wimmeln. Und es wäre illusorisch zu glauben, dass die Terraner in der vergleichsweise kurzen Zeit, in der sie sich zwischen den Sternen bewegen, einen großen Überblick erlangt haben. Da verwundert es also nicht, wenn man immer wieder auf unheimliche und seltsame Phänomene stößt.

Eines dieser Phänomene stellt Susan Schwartz in ihrem nächsten Roman vor. »Haus der Chimären« kommt in der nächsten Woche in den Handel. Die Autorin stellt einen ungewöhnlichen Planeten und ein noch ungewöhnlicheres Gebilde auf dessen Oberfläche vor. Daneben zeigt sie, wie Perry Rhodan mal wieder einen seiner wagemutigen Pläne entwickelt …

27 Oktober 2022

Ein NEO-Leporello

Mit einem schön gestalteten Faltblatt machte die PERRY RHODAN-Redaktion im August 2013 auf die Serie PERRY RHODAN NEO aufmerksam. Zu dieser Zeit hatte bereits die damals aktuelle »Arkon«-Staffel begonnen, Band 50 hatte den Titel »Rhodans Weg« erhalten und stammte von Frank Borsch, dem Exposéautor der Serie.

Verantwortlich für die Arbeit an dem Leporello war Klaus Bollhöfener, der dafür Bilder von Dirk Schulz und Texte von Klaus N. Frick verwendete. Das Faltblatt unter dem Titel »Die Welt von PERRY RHODAN NEO« stellte die Serie vor und informierte über den Inhalt der einzelnen Staffeln. Auf einer Extraseite wurde über die E-Books und auf die Hörbücher verwiesen; damals hatte man für die E-Books kurzfristig die Seite www.perryrhodanshop.de eingerichtet.

26 Oktober 2022

Der Versuchsplanet

Mit einem Versuchsplanet starten wir in eine neue Staffel – der Roman mit diesem schönen Titel wurde von einer Autorin verfasst, die erst frisch in unserem Team ist. Ich meine damit Band 290 von PERRY RHODAN NEO, den Marlene von Hagen geschrieben hat. Das Titelbild von Dirk Schulz zeigt übrigens eine wichtige Hauptfigur dieser Staffel sowie das Thema, das einen Teil der Handlung begleiten wird – und das in Band 290 wichtig ist.

Die Autorin musste bei diesem Roman sehr viele unterschiedliche Dinge beherzigen. Sie musste die Welt Rumal erneut vorstellen, sie musste die neue Umgebung für unsere Terraner präsentieren, und sie musste den Lesern eine Reihe von Andeutungen machen, die hoffentlich auf die kommende Handlung neugierig machen.

Es ist ein ruhiger Roman geworden, wie ich finde, kein Action-Kracher. Aber er bietet einen gelungenen Einstieg in eine Staffel, die genügend Raum für Dramatik und Action bietet. Gerade für Menschen, die sich mit PERRY RHODAN NEO noch gar nicht beschäftigt haben, ist der Roman geradezu ideal.

25 Oktober 2022

Notruf der Kosmokratin

Was für eine wunderbare Vorstellung! Atlan, der unsterbliche Arkonide, tanzt zu Beginn des PERRY RHODAN-Romans, der in dieser Woche erscheinen wird. Mit wem er tanzt und bei welcher Gelegenheit, das erfährt man gleich zu Beginn des Romans. Damen in Seidenroben und Herren im Frack nehmen daran teil, und die Veranstaltung nimmt ihren Anfang auf einem Schiff …

Der Roman trägt den Titel »Notruf der Kosmokratin«, woraus sich schließen lässt, dass es nicht nur um Tänze und andere Vergnügungen geht. Tatsächlich steht der Zusammenstoß des Chaoporters FENERIK mit der Yodor-Sphäre im Zentrum der Milchstraße kurz bevor – die Milchstraße steht also vor einer Katastrophe, gegen die noch niemand ein Hilfsmittel gefunden hat.

Weder die Bewohner der Galaxis noch die Milliarden von Wesen, die in den Welten und Weiten des Chaoporters leben, haben ein Interesse daran, in einem fürchterlichen Zusammenstoß zu sterben. Doch wer kann diesen verhindern?

Leo Lukas gibt wertvolle Hinweise, zeigt eine wütende Raumschlacht und die Kämpfe der Galaktiker für ihre Freiheit. Ein abwechslungsreicher und turbulenter Roman!

24 Oktober 2022

Programm auf dem BuchmesseCon

Es ist eine gute Tradition, dass es auf dem BuchmesseCon in Dreieich einen Programmpunkt zu PERRY RHODAN gibt. Da machte der Samstag, 22. Oktober 2022, keine Ausnahme.

Mit den Autorinnen Lucy Guth und Verena Themsen sowie den Autoren Ben Calvin Hary und Robert Corvus saß ich auf dem Podium, und einige Dutzend Leute warteten im Raum auf Informationen zu kommenden Romanen und Aussagen zu anderen Themen. Ben Calvin Hary moderierte das Ganze sehr geschickt, so dass wir alle gleichermaßen zu Wort kamen.

Spannend fand ich den Einstieg von Robert Corvus. »Ihr seid alle schön«, sagte er zu den Anwesenden, und später meinte er, wir seien »die Vollkommenen«. Dass sich das auf den Band 3200 bezog, der im Dezember den »Fragmente«-Zyklus einleiten wird, war eine interessante Ergänzung, die wohl nicht alle im Raum verstanden.

Im späteren Verlauf unseres Gesprächs ging es darum, inwiefern es anders ist, den Auftakt zu einem Zyklus oder einer Staffel zu schreiben, oder einen »gewöhnlichen« Roman zu verfassen. Die Antworten der Autorinnen und Autoren gaben einen schönen Einblick in das Handwerk der Schreibenden.

Insgesamt war es wieder ein gelungener Abend mit einem gut gelaunten Publikum und gut gelaunten Kollegen links und rechts von mir. Gern im nächsten Jahr wieder!

20 Oktober 2022

Mit PERRY RHODAN in Chicago

Mein Besuch auf dem 58. WorldCon in Chicago, dem ChiCon 2000, hatte ganz unterschiedliche Ziele. Natürlich wollte ich selbst die aktuellen Entwicklungen in der Science Fiction miterleben und einige spannende Programmpunkte erleben, aber es ging mir ebenso darum, mehr für PERRY RHODAN zu erreichen.

Nachdem Vector Enterprises kurz zuvor damit gescheitert waren, unsere Serie als Heftroman in den USA zu veröffentlichen – was ich immer für ein sehr hochgegriffenes Ziel gehalten hatte –, beabsichtigte ich nun, mich im Bereich der Taschenbücher ein wenig umzuschauen. Der Verleger und Literaturagent Werner Fuchs wollte hierfür Kontakte herstellen.

Leider blieb es bei den Versuchen. Wir gingen mit George R. R. Martin essen und Bier trinken, wir feierten Party mit Gardner Dozois und anderen Leuten, wir stolperten durch Room Partys und allerlei Programmpunkte – aber wir bekamen kaum ein vernünftiges Fachgespräch hin. Schon klar, so ein WorldCon ist nicht die optimale Veranstaltung dafür, aber die Hoffnung war da.

Der Con in Chicago bleibt in vielerlei Hinsicht in meiner Erinnerung. Auch das Spaziergehen durch die Stadt gehört dazu, die Musik, die ich hörte, und die vielen Programmpunkte. Aber für PERRY RHODAN war der Con leider nicht erfolgreich.

 

19 Oktober 2022

Marketingplanung zum Jahresende

Mit den Kolleginnen besprach ich heute die Marketingplanung, die wir bis Ende Dezember 2022 einhalten möchten. Janina Zimmer und Madlen Bihr stellten alles zusammen, ich fand das dann auch alles sehr brauchbar. Es geht uns vor allem um den Band 3200, den Jubiläumsband also, mit dem wir in den neuen Zyklus starten werden. Auf diesen Roman konzentrieren sich viele Aktionen.

Mittlerweile haben wir einen ersten Eindruck vom Titelbild, wir wissen auch sehr genau, was der Autor im Jubiläumsband erzählt, und damit kann weiter geplant werden. Klar ist schon, dass wir viel Energie in »digitale Werbung« setzen werden. Wir werden weniger Anzeigen in gedruckten Publikationen schalten, dafür mehr Aktionen mit Sozialen Netzwerken ansteuern. Die nächsten Wochen werden auf jeden Fall spannend.

18 Oktober 2022

Unter dem Nabel von Zou Skost

Gelegentlich wurde von in kritischen Kommentaren gefragt, warum denn der laufende Zyklus der PERRY RHODAN-Serie als »Chaotarchen«-Zyklus bezeichnet werde. Immerhin würden die Chaotarchen keine relevante Rolle spielen. Ich wandte in solchen Fällen oft ein, dass die Chaotarchen im Hintergrund aktiv seien – das müsse genügen.

Mit dem kommenden Roman unserer Serie ändert sich das. In »Unter dem Nabel von Zou Skost« haben es einige Menschen tatsächlich mit einem Chaotarchen zu tun – und diese Begegnung verändert nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Weltbild.

Verfasst wurde der Roman von Michael Marcus Thurner und Christian Montillon. Wer von den beiden und welche Kapitel und Szenen geschrieben hat, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Findige Leser sollten es schnell herausfinden …

17 Oktober 2022

Eirene und ihre Sorgen

Als 1986 der Roman »Die Gänger des Netzes« erschien, wurden mit diesem Band einige Neuerungen in die PERRY RHODAN-Serie eingeführt. Die Exposéautoren sorgten dafür, dass Perry Rhodan nicht mehr in der Milchstraße sein durfte, sondern sich in den Galaxien der Mächtigkeitsballung Estartu aufhalten musste. Und sie führten mit Eirene eine Tochter des Terraners ein, die einige wesentliche Aspekte der Handlung bestreiten sollte.

Der Grund lag auf der Hand: Man wollte mit einer jugendlichen Figur potenzielle junge Leser ansprechen. Ob die Exposéautoren Ernst Vlcek und Kurt Mahr, die beide Kinder hatten, dabei auf eigene Erfahrungen zurückgriffen, ist im Nachhinein nicht nachzuvollziehen. Mit Eirene wurde auf jeden Fall eine Figur eingeführt, die in der Leserschaft nicht nur auf Zustimmung stieß.

Warum sie keine »normale« Jugendliche war, sondern zu einem besonderen Wesen werden sollte, lässt sich leicht beantworten: Man ging offensichtlich davon aus, dass die Tochter eines Aktivatorträgers und der Inkarnation einer Kosmokratin einfach nicht »normal« sein konnte. Wahrscheinlich hätten die Leser das kaum als glaubhaft akzeptiert. Und wahrscheinlich hätten die Leser damals keine Freude daran gehabt, die üblichen Teenager-Probleme einer sehr jungen Frau zu lesen.

Eirene war ein Experiment der Autoren, das ist sicher. Ob es mit dieser Figur gelang, neue Leser anzusprechen, kann man heute nicht mehr sagen …