31 Mai 2015

Abschluss des Vierteilers

Die Lektüre am Sonntag, 31. Mai, war eindeutig: Ich las den vierten und letzten Teil eines vier Bände umfassenden »Mini-Zyklus«, der demnächst innerhalb der PERRY RHODAN-Serie erscheinen wird. Darüber berichtet haben wir eh schon; es handelt sich um zwei Romane von Andreas Eschbach und zwei Romane von Verena Themsen, die eine inhaltliche Einheit bilden.

Selbstverständlich werde ich an dieser Stelle noch nicht ausplaudern, um was es inhaltlich gehen wird. Nur so viel: Bisherige Spekulationen in den einschlägigen Foren gehen alle in die falsche Richtung – und ich fand alle vier Romane richtig klasse.

30 Mai 2015

Alaska im Visier

Hubert Haensel ist mit der Arbeit am aktuellen Silberband fast fertig. In einem solchen Stadium schickt er dann gerne den Anfang an mich – damit wir darüber reden können, ob wir den so machen oder nicht. Und so las ich heute den Anfang von Silberband 131.

Ohne zu viel verraten zu wollen: Es geht um Alaska Saedelaere, und es ist ein Knaller in diesem Anfang enthalten, den ich damals – beim ersten Erscheinen des Romans – echt klasse fand. Ich denke, das wird den Lesern von heute auch gut gefallen.

29 Mai 2015

Wir planen eine PERRY RHODAN-Party

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Wer genau auf die Idee kam, weiß ich nicht mehr. Vermutlich war es einer meiner Freunde, mit denen ich Ende der 90er-Jahre um die Häuser zog. Bei einem unserer Gespräche, irgendwann sehr spät in der Nacht, wurde die Idee auf jeden Fall angesprochen: »Wie wäre es denn, wenn wir eine PERRY RHODAN-Party machen würden? So eine mit elektronischer Musik, mit lustigen Leuten und bunten Verkleidungen, mit ...«

An diesem Punkt unterbrach ich lachend und schlug vor, das Thema bleiben zu lassen. Eine PERRY RHODAN-Party mit Elektro-Sounds, das war nicht unbedingt das, worauf die PERRY RHODAN-Fans mit Begeisterung reagieren würden.

Die Überlegung ließ mich dennoch nicht los: Wie wäre es denn, wenn man ernsthaft versuchen würde, eine Veranstaltung rings um unsere Serie zu machen, die nichts mit bedruckten Büchern und Heftromanen zu tun haben würde?

Eckhard Schwettmann, unser Marketingleiter, war von der ursprünglichen Idee völlig begeistert, während ich selbst immer noch skeptisch war. »Du kennst doch genügend Leute in Karlsruhe, das wäre etwas ganz anderes.« Er sah bereits in eine Zukunft, die ich mir nicht vorstellen konnte. »Wenn wir PERRY RHODAN als eine Marke für junge Leute profilieren wollen, gehört doch Musik dazu – und Elektro-Klänge in allen möglichen Richtungen würden unsere Ambitionen gut ergänzen.«

Er überzeugte mich so weit, dass ich mit einem meiner Freunde darüber sprach. Ich wusste, dass er normalerweise sehr krachige Konzerte veranstaltete, bei denen vorzugsweise amerikanische Bands auftraten. Aber er hatte auch andere Interessen, und das bekundete er. »Ich mach 'nen Abend mit gepflegtem Techno und House und so, und dazu gebe ich mir den Namen einer PERRY RHODAN-Figur.«

Ich betrachtete ihn lange und ausgiebig, erinnerte mich an das Zitat »Werde satt und dick« und meinte dann, er könnte sich doch Melbar Kasom nennen. Das fand er witzig, und so beschlossen wir, dass die PERRY RHODAN-Veranstaltung musikalisch von »DJ Melbar Kasom« begleitet werden sollte.

Jetzt ging es darum, einen geeigneten Ort zu finden; es erwies sich als einfacher als gedacht. An einem Abend in der »Carambolage«, einem Club in der östlichen Innenstadt, kamen wir ins Gespräch mit dem Geschäftsführer. Er sei doch immer auf der Suche nach interessanten Veranstaltungen, sagte ich zu ihm. Eine PERRY RHODAN-Party sei etwas ganz anderes als die gelegentlichen Konzerte, die er neben dem üblichen Disko-Betrieb veranstaltete.

Unser Gegenüber zwirbelte seinen Schnurrbart, wir versuchten ihm, die weiteren Details zu erläutern, und langsam erwachte in ihm das Interesse. »Da können wir den ganzen Club ja wie ein Raumschiff dekorieren«, freute er sich. »Wir machen eine Rakete in den Eingangsbereich, wir hängen überall PERRY RHODAN-Plakate auf, wir bauen Raumschiffe, dazu kommen Musik- und Sound-Elemente.«

Nach dem Wochenende stellten Eckhard Schwettmann und ich in der Redaktion zusammen, was wir alles für eine solche Veranstaltung anbieten könnten. Allein bei der Dekoration ergab sich einiges, wobei wir noch nicht überlegten, wie man das alles transportieren würde: »diverse Poster (Risszeichnungen, Raumschiffe, Stadtplan Terrania), diverse Werbeplakate (sind auch sehr bunt), Pappaufsteller (Gucky, Atlan; bis zu zwei Meter hoch), Holzaufsteller (Atlan, Blues; allerdings sehr schwer)« verzeichnete meine entsprechende Liste.

»Wir können die Videos laufen lassen, die wir mittlerweile haben«, meinte Eckhard. Zum Computerspiel »Operation Eastside« gab es ein Video, das eine Stadtansicht von Terrania City sowie einen Raumschiffstart zeigte. Das fanden wir alle toll. Darüber hinaus hatten wir anderes Video-Material vorliegen, das man automatisch ablaufen lassen konnte, ebenso lagen Berge von Dias im Marketingbüro, die sich für eine Dia-Show anboten.

Mit Musik waren wir darüber hinaus richtig gut bestückt. Es gab bereits die CD-Single von U.S.P. sowie eine CD-Compilation mit elektronischer Musik, die unter dem Markennamen PERRY RHODAN erschienen war; seit 1996 war die offizielle »Filmmusik« von Christopher Franke im Handel erhältlich. Dazu könnte man sogar Hörspiele im Hintergrund laufen lassen.

Eckhard berauschte sich an einer weiteren Idee: »Wir könnten einen Computer aufstellen lassen, dann spielen die Leute auf der Party ›Operation Eastside‹, und das ist sicher ebenfalls interessant.« Weil nicht sicher war, wer diesen Computer liefern, aufstellen, betreuen und vor allem am frühen Morgen wieder abtransportieren würde, zerschlug sich diese Idee sehr schnell.

Wir waren uns auf jeden Fall einig darüber, wie wir die Veranstaltung in »unseren Kanälen« bewerben würden. Wir könnten sie über die PERRY RHODAN-FanZentrale bekannt machen, wir würden in Fanzines und im Heftroman dafür werben; somit bekämen die PERRY RHODAN-Leser auf jeden Fall Wind von der geplanten Veranstaltung. Die Werbung innerhalb der Stadt Karlsruhe und über die regionalen Medien sollte das »Carambolage«-Team übernehmen.

Am 12. Februar 1998 stellten Eckhard und ich auf einer halben Seite alle Daten und Informationen zusammen, die wir der »Carambolage« zur Verfügung stellen konnten. Ich informierte »DJ Melbar Kasom« über die aktuellen Ereignisse und den Stand der Dinge, dann sprachen wir noch einmal mit dem Geschäftsführer des Clubs.

Es sah alles gut aus. Wenn der Plan, den wir uns ausgedacht hatten, eingehalten wurde, dürfte es bald eine echte PERRY RHODAN-Party in Karlsruhe geben ...

28 Mai 2015

Expokraten in Köln

Der heutige Donnerstag, 28. Mai, steht im Zeichen der Autobahn: Ich fahre nach Köln und nehme ausnahmsweise nicht die Bahn, sondern das Auto. Als Grund mag genügen, dass ich von Karlsruhe aus zuerst in eine Gemeinde in Rheinland-Pfalz fahre, um dort Christian Montillon an Bord zu nehmen – während der Weiterfahrt kann ich mit dem Exposéautor dann die ersten Gespräche über unsere vielen Projekte führen.

Wir werden uns in Köln mit Wim Vandemaan treffen, der von Norden her anreist. Seit meiner letzten Besprechung mit beiden Exposéautoren sind einige Monate vergangen; es wird dringend Zeit, dass wir uns gegenseitig auf den aktuellen Stand bringen. Wir wollen schauen, wie der laufende PERRY RHODAN-Zyklus »Die Jenzeitigen Lande« gestartet ist, und wir wollen darüber diskutieren, wie wir die Höhepunkte der nächsten dreißig, vierzig Romane sauber setzen.

27 Mai 2015

WeltCon und Action

Mal wieder ein Blick in die Vergangenheit ... Ein entscheidendes Gespräch fand am Montag, 5. November 2007, in den Räumen der Geschäftsleitung statt. Dabei ging es um unterschiedlichste Themen, die wichtigsten waren aber PERRY RHODAN-Action sowie der PERRY RHODAN-WeltCon 2011.

Unser Gechäftsleiter sah es als richtig an, im Jahr 2011 einen WeltCon zum fünfzigjährigen Geburtstag der Serie zu veranstalten. Er gab uns »grünes Licht« für ein weitergehendes Konzept; unsere Agentur sollte einen offiziellen Auftrag erhalten. Mit der Arbeit am WeltCon wurde Klaus Bollhöfener beauftragt; er hatte damit weniger als vier Jahre Zeit, um alles auf die Beine zu stellen.

Das zweite wichtige Thema betraf eine neue Science-Fiction-Serie, die wir starten wollten. Ich bekam ebenfalls »grünes Licht« für unser Konzept, eine Serie namens PERRY RHODAN-Action ins Leben zu rufen. Sie sollte im Frühjahr 2008 in den Handel kommen, mit den Abonnement-Aktionen sollten wir im Januar bereits starten.

26 Mai 2015

Weiter geht's mit den Planetenromanen

Ein Logbuch der Redaktion

Als wir im Juni 2009 den ersten Band unserer neuen Reihe veröffentlichten, waren wir durchaus skeptisch: Die PERRY RHODAN-Planetenromane sollten alle zwei Monate erscheinen, als Format planten wir ein Taschenbuch, das im Zeitschriftenhandel vertrieben werden sollte. Ob das funktionieren würde? Viele waren sich in dieser Frage unsicher; der Vertriebsweg war für eine Science-Fiction-Reihe völlig neu.

Wir PERRY RHODAN-Planetenromane 31/32 – erhältlich ab dem 5. Juni 2015hatten die Reihe von Anfang an auf Nachdrucke angelegt; neue Romane wollten wir nicht bringen. Immerhin konnten Sabine Kropp als Redakteurin und ich aus einem großen Fundus schöpfen: Mehr als 400 Romane waren von den 60er- bis in die 90er-Jahre erschienen – eine beeindruckende Zahl. Aus diesem Berg an Romanen wollten wir den Lesern von heute die lesenswertesten und schönsten Bände präsentieren.

Das gelang sehr gut: Alle zwei Monate erschien ein neues Taschenbuch in der Reihe der Planetenromane, die Auflagenzahlen schwankten – damit hatten wir gerechnet –, aber die Resonanz der Leser war zumeist positiv. Für die Kollegen im Vertrieb war die Reihe nicht so einfach zu »berechnen«; sie wussten sie nicht einzuschätzen, und eine »saubere« Planung war kaum möglich.

Der Vertrieb über den Zeitschriftenhandel hat seine Tücken: Was im Buchhandel als eine gute Verkaufsauflage gilt, ist im Zeitschriftenbereich oft ein »Flop«. Und bevor die PERRY RHODAN-Planetenromane in eine Schieflage gerieten, entschieden wir uns in Absprache mit dem Vertrieb, die Reihe einzustellen.

Im Mai 2014 erschien der Roman »SOS aus dem Weltall« als vorerst letzter Band in der Reihe der PERRY RHODAN-Planetenromane. Dass der Band sich deutlich besser verkaufte als die Bände zuvor, führte ich darauf zurück, dass es sich um ein seltenes Werk handelte: Clark Darlton hatte diesen Roman als »Buch zum Film« verfasst, und seit den frühen 70er-Jahren stand »SOS aus dem Weltall« nur extrem selten in Antiquariaten oder in Börsen zum Verkauf.

Der PERRY RHODAN-Planetenromane 33/34 – erhältlich ab dem 3. Juli 2015Gedanke, dass man die Planetenromane doch weiterführen könne, ließ mich in den Monaten danach nicht los. Im Zaubermond-Verlag fanden wir jetzt einen Partner – und ab Juni geht es weiter. Wir fahren zweigleisig, wie das heute üblich ist: Es gibt gedruckte Taschenbücher, die bei Zaubermond erscheinen, und es gibt E-Books, die in allen E-Book-Shops erhältlich sein werden.

Dass wir einiges ändern mussten, liegt wohl auf der Hand. Bei uns waren die Planetenromane mit 160 Seiten eher dünn; ihr Umschlag lag leicht in der Hand. Bei Zaubermond werden es »richtige« Taschenbücher sein, die einen deutlich höheren Umfang und einen stabilen Umschlag haben. In jedem Buch kommen dann zwei Original-Romane.

Was die Inhalte angeht, so arbeiten wir weiterhin mit Rainer Nagel zusammen, den ich als echten PERRY RHODAN-Experten kenne und schätze. Von ihm stammen die kenntnisreichen Vor- und Nachworte, er hilft uns auch bei der Auswahl der Titel. Er wird allerdings weniger bearbeiten: Wir veröffentlichen die Romane in einer »Klassiker-Auswahl«, bei der inhaltlich nichts geändert wird und nur die Regeln der »gemäßigten neuen Rechtschreibung« umgesetzt werden.

Ich halte die Auswahl der ersten drei Bücher für gelungen – es ist eine schöne Mixtur. Wobei es mir eine echte Freude ist, mit einem Doppelband von Robert Feldhoff zu starten. Schon in jungen Jahren war Feldhoff ein Autor, der aufhorchen ließ; später zeigte er als Exposéautor sein Können.

Im Doppelband 31/32, der die Romane »Die Ferrol-Dolche« und »Die Blinde von Olymp« enthält, liefert er ungewöhnliche Charaktere und unterhaltsame Geschichten. Beide Romane wurdePERRY RHODAN-Planetenromane 35/36– erhältlich ab dem 7. August 2015n anfangs der 90er-Jahre erstmals publiziert, und ich hatte schon immer vor, sie noch einmal zu veröffentlichen.

Der nahezu unbekannte Schriftsteller H.J. Frey dürfte einer der wenigen PERRY RHODAN-Mitarbeiter sein, die ich nie getroffen habe. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir in der Doppelausgabe 33/34 zwei Romane veröffentlichen können, die in den 70er-Jahren seine einzigen Beiträge zu PERRY RHODAN sein sollten. Vor allem für die heutigen Leser dürfte sein manchmal »kinderbuchähnlicher« Blick auf eine bekannte Science-Fiction-Welt interessant sein.

Selbstverständlich dürfen klassische Romane des ebenso klassischen Gründungsautors nicht fehlen. Clark Darlton veröffentlichte »Planet der Mock« und »Der Flug der Millionäre« in der Mitte der 60er-Jahre, und beide Romane zeugen vom Aufbruchsgeist der frühen PERRY RHODAN-Serie. Es lohnt sich, sie heute wiederzuentdecken ...

Soweit dieser erste Ausblick auf die geplanten Planetenromane. Wie es danach weitergeht, wissen wir zwar schon – das möchte ich aber erst zum passenden Zeitpunkt bekannt geben. Es gibt auf jeden Fall genügend »Stoff« zu entdecken.

24 Mai 2015

Rollentausch bei NEO

Jahrelang war es bei PERRY RHODAN NEO für mich recht einfach: Frank Borsch schrieb die Exposés und kommunizierte mit den Autoren. Mit ihnen sprach er die Manuskripte durch, und was ich dann auf den Schreibtisch bekam, war vom Exposéautor bereits grundsätzlich auf die Inhalte und die Handlungslogik überprüft worden. Ich musste also praktisch nur noch auf die sprachlichen Details schauen, um diese dann mit dem Außenlektor zu besprechen.

Beim Band 100 dieser Serie ist das anders. Den Roman verfasste Frank Borsch selbst, er ist für die Serie von großer Bedeutung, und ich werde ihn an diesem Pfingstwochenende sehr genau durchlesen.

Das Ziel ist, dass ich ihn am Dienstag mit dem Autor und Expokraten durchspreche und quasi in diesem Fall seine übliche Rolle einnehme. Ein für mich ungewöhnlicher Rollentausch, den wir auch bei den Bänden 50 und 75 einnahmen, der aber diesmal noch wichtiger ist ...

22 Mai 2015

Oliver Fröhlich im »Transfer«

Es wird womöglich Leser geben, die die Nase rümpfen, weil ich an dieser Stelle auf die »Konkurrenz« verweise – aber es ist auch für PERRY RHODAN-Leser von Interesse: Die Science-Fiction-, Fantasy- und Horror-Serie »Maddrax« aus dem Hause Bastei erreichte die Nummer 400. Damit hätte wohl kaum jemand gerechnet, als die Serie vor vielen Jahren gestartet wurde.

Deshalb möchte ich dem Kollegen Michael Schönenbröcher und seinem Autorenteam an dieser Stelle gratulieren. Das ist ein echter Erfolg, und der wird in Köln hoffentlich ausgiebig gefeiert ...

Ich fand gut, dass den Band mit der Nummer 400 ein Autor geschrieben hat, mit dem ich seit einigen Jahren zusammenarbeite. Oliver Fröhlich, seit gerade einem Jahr »fest« bei PERRY RHODAN, veröffentlichte »Transfer«. Gelesen habe ich das Werk noch nicht, ich möchte das auf jeden Fall nachholen.

21 Mai 2015

Werbetexte im Spätsommer 1997

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Im Sommer 1997 wirbelte Eckhard Schwettmann mit seinen Ideen durch die Räume des Pabel-Moewig Verlages. Bei einer unserer Besprechungen brachte er einen neuen Gesichtspunkt ein: »Lass uns mal die bisherigen Abonnement-Möglichkeiten auffrischen. Nicht nur mit einem originellen Werbegeschenk, sondern auch mit kurzen knappen Texten, die alle drei aktuellen Serien schön vorstellen.«

Er hatte sich bereits informiert und mit den Kollegen von der Abonnement-Betreuung gesprochen. Wir wussten nun: Solche Werbegeschenke müssen gewisse finanzielle Grundsätze erfüllen – sie dürfen nicht zu teuer sein, sonst lohnt es sich nicht. Wenn das Abo-Geschenk mehr Geld kostet, als hinterher die eigentlichen Erlöse durch das Abonnement einbringen, ist das nicht sinnvoll.

Solche Geschenke sollten zudem den PERRY RHODAN-Leser interessieren – also musste man sie irgendwie mit einem Werbeaufdruck versehen. Und sie sollten – weil wir ja eine Science-Fiction-Serie machen – in gewisser Weise zukunftsorientiert und modern wirken. Kurzum: Was die Marketing-Abteilung wollte, war etwas, das man vielseitig nutzen konnte.

Wer die Idee hatte, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Womöglich war es Eckhard Schwettmann selbst, vielleicht aber auch einer der Partner aus der Werbeagentur. »Wir nehmen einen Laserpointer, und auf den brennen wir das PERRY RHODAN-Logo.« Ich fand die Idee ebenso toll wie die anderen Beteiligten: Im Jahr 1998 waren Laserpointer der »neueste Schrei«, vor allem, wenn sie die Form eines Kugelschreibers hatten und entsprechend elegant wirkten.

»Das Werbegeschenk haben wir nun«, meinte Eckhard und fixierte mich bei der Besprechung. »Bilder haben wir genug; jetzt benötigen wir dringend neue Werbetexte. Wir brauchen einen Slogan, der die PERRY RHODAN-Serie klar zusammenfasst, und wir benötigen Slogans, mit denen die jeweiligen Auflagen so charakterisiert werden, dass sie allgemein verständlich sind.«

Nach einigen Überlegungen hatte ich einen generellen Slogan entwickelt, den wir gemeinsam verfeinerten. Dabei baute ich auf meinen früheren Anzeigentexten auf.

Letztlich kam das heraus: »Steigen Sie ein ... in das größte Weltraum-Abenteuer aller Zeiten. Faszinierende Romane an den Grenzen unseres Universums. Fremde Planeten, Roboter und Außerirdische.« Das sollte, so glaubten wir, den Charakter der PERRY RHODAN-Serie in wenigen Worten vermitteln.

Die Aussagen zum Laserpointer waren schlichter, gleichzeitig aber werblicher: »Abonnieren Sie eine der drei PERRY RHODAN-Ausgaben für mindestens zwei Jahre – und Sie erhalten dafür den hochwertig verarbeiteten PERRY RHODAN-Laserpointer im Kugelschreiber-Format. Reichweite: über hundert Meter!«

Durchaus knifflig fand ich das Erarbeiten von Werbetexten, die auf die einzelnen Zyklen hinweisen sollten. Für die laufende Erstauflage war das vergleichsweise einfach. Im August 1997 sollte der neue Kurzzyklus »Die Heliotischen Bollwerke« starten, bewusst als Teil des großen Thoregon-Komplexes angelegt. Als erster Band war »Das Heliotische Bollwerk« – Band 1876 – von Horst Hoffmann geplant.

Entsprechend einfach gestaltete sich der Text. »1289 NGZ: Das Heliotische Bollwerk erreicht die Erde – und Perry Rhodan betritt erneut die Brücke in die Unendlichkeit ...« Das sollte geheimnisvoll klingen, an den bisherigen Verlauf des Zyklus anknüpfen und gleichzeitig neue Leser aufmerksam machen. Die Brücke in die Unendlichkeit war bisher sehr gut angekommen, der Thoregon-Zyklus lief grundsätzlich erfolgreich; da konnte bei diesem Slogan eigentlich nicht viel schiefgehen.

In der dritten Auflage lief zu dieser Zeit der Chronofossilien-Zyklus; wir veröffentlichten diese Romane in Doppelbänden. Da diese Phase durch unterschiedliche Schwerpunkte gekennzeichnet war, wollte ich in der Werbung vor allem auf ihren »träumerischen Gehalt« eingehen. Die Geschichten mit der Superintelligenz ESTARTU hatten mir als Leser stärker imponiert als die Geschichten, die in der Milchstraße spielten.

Entsprechend formulierte ich meinen Text, der – so dachte ich – den Zyklus gut charakterisierte. »429 NGZ: Vironauten von der Erde in den zwölf Galaxien von Estartu – sie suchen das große Abenteuer und die Wunder des Kosmos ...«

Blieb noch die fünfte Auflage. In dieser veröffentlichten wir schon seit einiger Zeit den zweiten Teil des Aphilie-Zyklus, eine Phase der PERRY RHODAN-Serie, die ich selbst sehr gemocht hatte. Vor allem die Geschichten mit Alaska Saedelaere und der Terra-Patrouille fand ich faszinierend. Also entschloss ich mich, diesen Aspekt des Zyklus in den Vordergrund zu stellen.

Mein Werbetext war letztlich sehr auf eines der unterschiedlichen Themen fokussiert. »3582: Die Erde in einer unbekannten Region des Universums – auf dem entvölkerten Planeten kämpfen die wenigen Menschen gegen mysteriöse Invasoren ...«

Die Marketing-Abteilung war zufrieden, der Redakteur hatte seine Arbeit getan. In der Folge wurden die Texte mehrfach eingesetzt: nicht nur für die Abonnentenwerbung, sondern auch für Plakate oder Werbung in Vorortzügen.

20 Mai 2015

Para-Patrouille

Ein eher ruhiges und auch ungewöhnliches Titelbild spendierte Dirk Schulz dem PERRY RHODAN-Roman, der in dieser Woche erscheint. »Para-Patrouille« stammt von Michael Marcus Thurner und spielt vom Titel her – nicht unbeabsichtigt – auf den klassischen Roman »Terra-Patrouille« an; inwiefern es inhaltliche Bezüge gibt, möchte ich an dieser Stelle nicht ausplaudern.

Hauptfiguren des Romans sind neben Perry Rhodan und Gucky auch ein Tiuphore sowie eine Keroutin; obwohl das Titelbild einen so ruhigen Eindruck macht, gibt es im Roman selbst viel Action. Dass das Mitraiasystem von Bedeutung für unsere »Helden« ist, wird sich jeder Leser der laufenden Romanhandlung selbst denken können. Der Autor lässt es auf jeden Fall nicht an dramatischen Ereignissen mangeln.

19 Mai 2015

Perry und die Amazonen

Immer wieder steht der Versandhändler Amazon in der Diskussion; auch PERRY RHODAN-Leser haben häufig Kritik am Geschäftsgebaren des Internetriesen geäußert. Man befürchtet eine Macht-Übermacht, man findet das Amazon-Vorgehen gegen unerwünschte Konkurrenz nicht gerade positiv.

Schaut man sich einige Zahlen der Jahre 2013 und 2014 an, die der Bundesverband der deutschen Versandbuchhändler verbreitet, wird das klarer. Amazon konnte in Deutschland seine Buchverkäufe um 15,8 Prozent steigern und kommt auf einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro; der komplette »Rest« der Buchversender schafft etwas mehr als eine halbe Milliarde. Auch das E-Book-Geschäft bei Amazon wächst und wuchs rasant.

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Für PERRY RHODAN und unser gesamtes Markenumfeld ist Amazon extrem wichtig. Sein Shop sichert seit Jahren die »Backlist« der Silberbände ab; hier werden mehr »alte« Silberbände gekauft als sonstwo. Und bei den E-Books hat sich Amazon längst eine Spitzenstellung erarbeitet.

Was heißt das für uns? Wir werden schauen, in welchen Bereichen wir die Zusammenarbeit mit Amazon ausbauen können – auch wenn wir vielleicht privat »kleinere« Shops viel sympathischer finden, tummelt sich ein großer Teil unserer Leser schlicht bei Amazon.

18 Mai 2015

ATLAN-Miniserien als E-Book

Aus der Serie »Der Redakteur erinnert sich«

Als die PERRY RHODAN-Redaktion damit anfing, sich mit E-Books zu beschäftigen, wusste niemand, wie sich das neue Geschäftsfeld entwickeln würde. Nicht zuletzt deshalb, weil die ersten Versuche mit dem Rocket-E-Book kein Geld eingebracht, sondern nur Geld gekostet hatten, wussten wir, dass wir uns sehr vorsichtig verhalten mussten.

Entsprechend behutsam bewegten wir uns in diesem neuen Markt, der anfangs der Nuller-Jahre sehr klein war. Kaum jemand konnte sich vorstellen, dass das »elektronische Lesen« irgendwann zu einer Selbstverständlichkeit werden würde. Dennoch blickten wir optimistisch in die Zukunft: Vor allem Miriam Hofheinz war innerhalb der Redaktion diejenige, die an das neue Medium glaubte, ebenso Frank Borsch, der als Redakteur für PERRY RHODAN tätig war.

Als wichtiger Einstieg in das Geschäft fungierte die ATLAN-Serie. Zusammen mit unserem Partner readersplanet begannen wir in den frühen 90er-Jahren damit, die klassischen ATLAN-Romane als E-Books anzubieten. Als Format diente damals PDF – die Romane wurden schließlich auf Bildschirmen gelesen, die an ganz gewöhnliche Computer angeschlossen waren. An Lesegeräte oder Smartphones mit entsprechenden Apps war noch nicht zu denken.

Warum wir die klassischen ATLAN-Romane als E-Books anboten, ist leicht zu erklären: Diese Romane waren nicht mehr in gedruckter Form zu haben, ich glaubte auch nicht an eine Buchausgabe beispielsweise des Zyklus' »König von Atlantis«. Da es aber genügend Fans gab, die schlichtweg lesen wollten, war es folgerichtig, vor allem solche »ungehobenen Schätze« bevorzugt als E-Books zu veröffentlichen.

Wir boten die Romane nur im Abonnement an; einzelne Bände gab es nicht. Wir hatten uns anfangs überlegt, jeden Band einzeln auszuliefern, dann aber schnell festgestellt, dass uns die Kosten dafür über den Kopf wachsen würden. Die Kunden, die sich für ATLAN interessierten, mussten sich also für ein Paket entscheiden; dies erhielten sie dann Stück für Stück, Roman für Roman zugestellt. Es gab genügend Käufer dafür, wenngleich die Zahlen unterm Strich nie riesig waren.

»Ich will endlich mal neue Romane anbieten«, forderte Christian Bildner von readersplanet immer wieder. »Meine Leser schreiben mir E-Mails, sie wollen auch die aktuellen ATLAN-Abenteuer, die gerade neu erscheinen.« In dasselbe Horn stieß Miriam Hofheinz: »Wollen wir den E-Book-Markt entwickeln, benötigen wir frischen Stoff.«

Frank Borsch schlug vor, die aktuellen ATLAN-Miniserien, die wir als Heftromane in den Zeitschriftenhandel gebracht hatten, recht schnell als E-Books zu veröffentlichen. »Damit können wir testen, ob das von den Lesern angenommen wird«, so sein Argument. Da die Serien derzeit nicht mehr im Handel zu haben seien, würden wir damit dem Kiosk-Verkauf sicher nicht schaden. Zudem könnten wir für die neuen ATLAN-Romane eine schöne Werbung erhalten.

Der Autor und Redakteur formulierte einen Brief, und dieser wurde am 30. September 2004 an die bisherigen ATLAN-Abonnenten verschickt. »Es tut sich was in Sachen ATLAN-ebooks«, begann das Schreiben, »und ihr als die Pioniere der Edition sollt es als erste erfahren: Bald gibt es weitere ATLAN-Hefte digital!«

Im Oktober 2004 sollte die neue ATLAN-Miniserie »Die Lordrichter« in Form gedruckter Heftromane erscheinen; die Vertriebsinformationen standen schon bereit. Bereits am 15. Oktober sollten die bisherigen Miniserien »Traversan«, »Centauri« und »Obsidian« als E-Book über readersplanet vertrieben werden. Wir hielten es für eine gute Idee, in dieser Weise sowohl die digitale als auch die klassisch-gedruckte Welt sinnvoll zu verbinden.

Frank Borsch formulierte diese Zielsetzung in einem guten Slogan: »Allen drei Serien ist eines gemein: Sie verkörpern das absolute Abenteuer.« Darüber hinaus ergänzte er unseren Brief mit Argumenten für die ATLAN-Miniserien:

»Sie spielen an Schauplätzen, die der großen Bruderserie PERRY RHODAN bislang verwehrt waren. Sie bringen einen Hauch von Exotik mit, den viel beschworenen ›Sense of Wonder‹ der frühen PERRY RHODAN-Serie – und sie sind eine Spielwiese für die Autoren. Für die etablierten, die von den Fesseln der Hauptserie befreit loslegen, und für Newcomer, die sich bei ATLAN die ersten Sporen verdienen.«

readersplanet war der einzige Partner, mit dem wir solche E-Book-Modelle umsetzen konnten. Die Leser konnten die Romane abonnieren, sie konnten sie nacheinander oder auch alle auf einmal erhalten, und sie erhielten attraktive Preisangebote: Wer alle drei ATLAN-Miniserien auf einmal bestellte, hatte echte Vorteile.

Das funktionierte tatsächlich. Wie es sich herausstellte, gab es viele Fans für die neuen ATLAN-Romane. Es schadete zudem nicht dem Verkauf der Romanhefte am Kiosk – die vielzitierte und befürchtete »Kannibalisierung« fand also nicht statt.

Für uns war damit klar, dass wir mit den E-Books weitere Experimente unternehmen würden. Vielleicht konnten wir sogar irgendwann aktuelle PERRY RHODAN-Romane als digitale Lektüre anbieten ... doch davon sprachen wir nur in der Möglichkeitsform ...

17 Mai 2015

Rückfahrt mit Texten

Bahnfahrten nutze ich stets und gern für die Lektüre von Manuskripten. So ist es auch am Sonntag, 17. Mai 2015, an dem ich von Wolfenbüttel über Braunschweig zurück nach Karlsruhe fahre. Es liegen einige interessante Manuskripte in der Tasche, deren Lektüre mich beschäftigt.

Neben einem Heftroman-Manuskript geht es vor allem um die Texte für das nächste PERRY RHODAN-Kompakt. Hierfür wurden neue Texte verfasst, die ich noch genau prüfen muss, bevor ich sie irgendwann redigiere und zu einem »Gesamtwerk« zusammenstellen lasse. Wobei Christian Montillon einen sehr großen T'eil der Arbeit schon im vorab erledigt hat ...

16 Mai 2015

Redaktionelle Beilagen

Bis in die 90er-Jahre hinein gab es in den PERRY RHODAN-Romanen neben der Leserkontaktseite alle vier Wochen den PERRY RHODAN-Report und alle vier Wochen die Risszeichnung. In den späten 90er-Jahren gliederten wir die PERRY RHODAN-Clubnachrichten aus und schufen das PERRY RHODAN-Journal. Seither haben wir jede Woche eine redaktionelle Beilage, was ich immer noch super finde.

Die Trennschärfe ist nicht immer gegeben, das Problem sehe ich durchaus. Manchmal erscheinen Beiträge im PERRY RHODAN-Journal, die könnte man vielleicht auch im Report bringen – und andersrum. Grundsätzlich aber gilt: Das Journal widmet sich der Wissenschaft, der Report beleuchtet die Welt von PERRY RHODAN und das Drumherum.

Seit einiger Zeit beraten wir mit den Autoren und innerhalb der Redaktion immer wieder, ob die bisherigen Beilagen überhaupt noch zeitgemäß sind. Vielleicht ist es sinnvoll, nach fast zwanzig Jahren eine neue Änderung zu bringen und das System umzugestalten? So schnell werden wir nichts ändern, das ist sicher – aber die Beilagen stehen immer wieder in der Diskussion und damit auf dem Prüfstand.

15 Mai 2015

Mit Uwe Anton unterwegs

Am heutigen Freitag, 15. Mai 2015, weile ich wieder einmal in Wolfenbüttel, genauer gesagt, bin ich als Dozent an der Bundesakademie für kulturelle Bildung tätig. Zusammen mit dem PERRY RHODAN-Autor soll ich Autorinnen und Autoren mehr über die Möglichkeiten erzählen, wie man gute Kurzgeschichten schreibt, vor allem solche mit Science-Fiction- und Fantasy-Charakter.

Schon jetzt aber ist klar, dass wir in den Pausen über die Arbeit reden werden. Wir wollen über aktuelle PERRY RHODAN-Romane sprechen, über die laufenden Projekte im Autorenteam, vielleicht sogar über neue Projekte. Aber allein schon der Gedankenaustausch mit einem erfahrenen Autoren ist für einen Redakteur wichtig genug.

14 Mai 2015

Vier besondere Romane

Christian Montillon hatte es einmal angedeutet, die Andeutung war auf keine große Resonanz gestoßen. Aus diesem Grund will ich heute ebenfalls nur andeuten und nicht zu viel verraten: Derzeit arbeiten wir an vier Romanen, die im Rahmen der laufenden PERRY RHODAN-Erstauflage erscheinen werden und die für sich eine besondere Einheit bilden.

Drei der vier Romane liegen bereits vor, am vierten wird eifrig gearbeitet. Die Titelbilder sind ebenfalls in Arbeit, und das Lektorat hat schon losgelegt. Jetzt bin ich an der Reihe: Ich muss mir Werbe- und Informationstexte ausdenken. Auch gut!

13 Mai 2015

Leseprobe zum Frostrubin

Eine richtig schöne Leseprobe hat Klaus Bollhöfener vom PERRY RHODAN-Marketing für den Silberband 130 mit dem Titel »Der Frostrubin« drucken lassen; für den Inhalt zeichnete Sabine Kropp verantwortlich. Auf 24 kleinformatigen Seiten plus Umschlag gibt es Textauszüge zum betreffenden Buch sowie allerlei Informationen.

Derzeit dürften die Leseproben zu den Händlern unterwegs sein, ebenso zu den Lesern, die sich dafür angeboten haben, die Heftchen zu verteilen. Am liebsten wäre mir natürlich, wenn wir auf diese Weise neue Leser fänden – oder wenn sich ehemalige Leser mit einer gewissen Sehnsucht an den Frostrubin und die Endlose Armada zurück erinnern würden ...

Solange erfreue ich mich als Redakteur an dem attraktiv gestalteten Heft. Schließlich erinnere ich mich selbst noch gut an die Zeit, als ich die Romane im Original lesen konnte.

12 Mai 2015

Die »SOL«-Ausgabe 78

64 Seiten im A4-Format, sauberes Layout, farbiges Titelbild:  Auch die Ausgabe 78 der Zeitschrift »SOL« kann sich echt sehen lassen. Das Team um André Boyens liefert einen stets interessanten, mal melancholischen, mal kritischen Blick in das PERRY RHODAN-Universum; das aktuelle Heft der PERRY RHODAN-FanZentrale sollte man kennen.

Ein wesentlicher Teil ist der Blick in die Vergangenheit. Es gibt Nachrufe auf den unlängst verstorbenen Fan und »SOL«-Redakteur Werner Fleischer; dazu kommen Artikel über die verstorbene PERRY RHODAN-Autorin Marianne Sydow. Solche Beiträge zeichnen sich immer dadurch aus, dass sie ein wenig verklären; lesenswert sind sie allemal.

Wer die Vergangenheit eher kritisch beachten möchte, findet im ironischen Beitrag »Die gute alte Zeit« vieles, das sich amüsant und interessant liest. Dasselbe gilt für den Rückblick auf die »Gucky«-Hörspiele, die in den späten 90er-Jahren veröffentlicht wurden.

Mehr in die Zukunft weisen das aktuelle Interview mit der Autorn Michelle Stern. In der Gegenwart bleiben Besprechungen aktueller Romane, Texte zu den Bänden der PERRY RHODAN-FanEdition oder Vereins-Interna. So erweist sich die »SOL« auch mit ihrer Nummer 78 als eine echte Fundgrube für gelungene Beiträge.

11 Mai 2015

Hüter der Zeiten

Als ich das Arbeitspapier von Wim Vandemaan las, in dem er unter anderem die Ideen für die »Kerouten-Handlung« skizzierte, war ich baff. Damit hätte ich nicht gerechnet, diese Idee fand ich völlig verblüffend. Warum war da nicht schon früher ein Autor oder Redakteur darauf gekommen?

Diese Woche kommt mit »Hüter der Zeiten« der erste PERRY RHODAN-Roman in den Handel, in dem es um ebendiese Ideen geht. Den Roman verfasste Michael Marcus Thurner, er trägt die Bandnummer 2804, und das Cover verrät tatsächlich einiges über die Handlung. Ich verrate insofern etwas: Die ganze Geschichte ist mit dem Roman und seinem Folgeband noch nicht zu Ende.

Für mich ist die Idee, die vom Autor schön ausgebaut worden ist, eine wunderbare Ergänzung des PERRY RHODAN-Kosmos. Keine Ahnung, wie das die Leser finden – aber ich mochte sie. Hier passt einfach zusammen, was zusammenpasst ...

10 Mai 2015

Lese-Marathon

Die Autorinnen und Autoren haben es wieder einmal gut mit mir gemeint: Fürs Wochenende habe ich als Lektüre drei Manuskripte für die PERRY RHODAN-Erstauflage, ein Manuskript für PERRY RHODAN NEO, zwei NEO-Exposés sowie vier kleine NEO-Datenblätter. Das ist enorm viel, und ich freue mich auch sehr auf die Lektüre, bin teilweise schon weit vorangedrungen.

Allerdings ist mir völlig bewusst, dass ich eben nicht alles lesen kann. Das ist beim besten Willen nicht zu schaffen – und ich lese recht schnell.

Also wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als mich bewusst einzugrenzen und eben Manuskripte auf die laufende Woche zu verschieben. Damit ich heute schon weiß, was ich morgen lesen kann ...